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The Rudolf Steiner Archive

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The Spiritual Unification of Humanity
through the Christ Impulse
GA 165

9 January 1916, Dornach

[ ] Translate the original German text into any language:

Versions Available:

The Spiritual Unification of Humanity through the Christ Impulse, tr. SOL
  1. The Universal Human, tr. Gilbert, et. al.
  2. Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls

Die Geistige Vereinigung Der Menschheit Durch Den Christus-Impuls

The Spiritual Unification of Humanity Through the Christ Impulse

[ 1 ] Im Grunde genommen zielt doch alle Geisteswissenschaft zuletzt darauf hin, den Menschen in seiner Wesenheit, in seinen Aufgaben und Bestrebungen, seinen notwendigen Bestrebungen im Laufe der Entwikkelung kennenzulernen. Die Mißverständnisse, von denen wir oftmals sprechen müssen, die von außen der Geisteswissenschaft entgegengebracht werden, rühren zum größten Teil davon her, daß sich die gegenwärtige Menschheit noch wenig an gewisseGrundwahrheiten gewöhnen kann, welche einfach anerkannt sein müssen, durchschaut sein müssen, wenn man ein irgendwie geartetes Verständnis des Lebens und des Wesens des Menschen gewinnen will.

[ 1 ] Ultimately, all Spiritual Science aims to understand human beings in their very essence, in their tasks and aspirations—their necessary aspirations in the course of their development. The misunderstandings—which we often have to address—that are directed at Spiritual Science from outside stem largely from the fact that present-day humanity has yet to become accustomed to certain fundamental truths, which simply must be acknowledged and understood if one is to gain any kind of understanding of life and the nature of human beings.

[ 2 ] Wovon geht eigentlich — lassen Sie uns heute diese Frage zunächst berühren —, wovon geht eigentlich diejenige Wissenschaftlichkeit aus, deren große, bedeutsame Triumphe in den letzten vier Jahrhunderten voll anerkannt, gerade von der Geisteswissenschaft voll anerkannt werden sollten? — Sie geht aus von demjenigen, was sie im Umkreis des physischen Daseins wahrnimmt, was sich im Umkreise des physischen Daseins zeigt. Nun ist es wirklich eine Selbstverständlichkeit, daß man zunächst Vertrauen hat zu demjenigen, was man als die sogenannte Wirklichkeit in seiner Umgebung wahrnimmt, und daß man versucht, diese Wirklichkeit aus allem zu erklären, was selbst in dieser Wirklichkeit da ist. Es ist natürlich schwierig, sich von vornherein klarzumachen, daß diese Wirklichkeit selber Schein in sich enthalten könnte, daß diese Wirklichkeit selber täuschen könnte. Über diese Klippe muß derjenige zunächst hinwegkommen, der Geisteswissenschaft wirklich verstehen will. Er muß einsehen lernen, daß die Wirklichkeit, so wie sie uns umgibt, täuschen kann, daß sie geradezu verführen kann, in einer falschen Weise ausgelegt zu werden. Und vieles, was wir im Laufe der Jahre auf dem Gebiet der Geisteswissenschaft kennengelernt haben, hat uns die Überzeugung beibringen können, daß diese uns unmittelbar umgebende Wirklichkeit täuschen könne. Wir wollen heute von einem ganz bestimmten Punkt ausgehen, von einem Punkt, der allerdings erst innerhalb der Geisteswissenschaft gewonnen werden kann. In der Geisteswissenschaft ist es so, daß man die Dinge erst verstehen muß, und dann, wenn man sie verstanden hat, kann man das Verstandene an der Wirklichkeit bewahrheitet finden. Gerade wichtigste Dinge muß man in der Geisteswissenschaft zuerst verstehen, bevor man sie anschauen kann. Es könnte leicht auseinandergesetzt werden, daß dies eine Methode ist, die auch in der äußeren Welt, und namentlich in der äußeren wissenschaftlichen Welt, vielfach Anwendung findet. Allein das wollen wir uns heute ersparen. Man kann nicht immer alle Dinge von Grund auf entwickeln.

[ 2 ] What, exactly—let us begin by touching on this question today—is the basis of that scientific approach whose great, significant triumphs over the past four centuries should be fully recognized, particularly by Spiritual Science? — It stems from what it perceives within the sphere of physical existence, from what manifests itself within the sphere of physical existence. Now, it is truly a matter of course that one initially places trust in what one perceives as so-called reality in one’s surroundings, and that one attempts to explain this reality based on everything that is present within this reality itself. It is, of course, difficult to realize from the outset that this reality itself might contain an illusion, that this reality itself might be deceptive. Anyone who truly wishes to understand Spiritual Science must first overcome this obstacle. They must learn to recognize that reality, as it surrounds us, can be deceptive, that it can downright tempt us to interpret it in a false way. And much of what we have come to know over the years in the field of Spiritual Science has taught us to be convinced that this reality immediately surrounding us can be deceptive. Today we want to start from a very specific point—a point that, however, can only be arrived at within Spiritual Science. In Spiritual Science, one must first understand things, and then, once one has understood them, one can find that what has been understood is confirmed by reality. In Spiritual Science, it is precisely the most important things that one must first understand before one can observe them. It could easily be argued that this is a method that is also widely applied in the external world, and particularly in the external world of science. But we will spare ourselves that discussion today. One cannot always develop every subject from the ground up.

[ 3 ] Eine solche Tatsache, die im eminentesten Sinne geeignet ist, über die äußere Wirklichkeit durch das Aussehen, durch die Physiognomie dieser Wirklichkeit selber zu täuschen, das ist die über den Unterschied, über die Verschiedenheiten der Menschen auf Erden. Wenn wir einen Blick wenden auf die Menschen, wie sie die Erde bewohnen, so sagen wir uns: Es gibt im Grunde genommen nicht zwei gleiche Menschen auf dem physischen Felde. Die Menschen sind alle auf dem physischen Felde voneinander verschieden. — Und dann ist es ganz natürlich, daß man diese Verschiedenheit der Menschen auf Erden als eine Tatsache annimmt — ich meine jetzt die Verschiedenheit des physischen Leibes — und daß man nun davon ausgeht, zu erfahren irgendwie aus den Tatsachen des Erdenlebens, warum die Menschen verschieden sind, warum sie verschieden aussehen.

[ 3 ] One such fact—which, in the most profound sense, is capable of deceiving us about external reality through its appearance, through the very physiognomy of that reality itself—is the difference, the diversity, among human beings on Earth. When we look at the people who inhabit the earth, we say to ourselves: Fundamentally, no two people are alike in the physical realm. All human beings are different from one another in the physical realm. — And so it is only natural to accept this diversity of human beings on Earth as a fact—I am referring here to the diversity of the physical body—and to proceed from this assumption in an attempt to discover, somehow through the facts of earthly life, why human beings are different, why they look different.

[ 4 ] Nun zeigt die geisteswissenschaftliche Betrachtung aber etwas ganz anderes. Sie zeigt uns, daß, wenn wir nur Rücksicht nehmen auf die Betrachtung desjenigen, was aus dem physischen Leib der Erde an Formen werden kann durch die Erdenkräfte, die Menschen gar nicht verschieden sein könnten auf der Erde, sondern sie würden alle gleich sein, alle gleiche Formen haben! Die Kräfte, die auf der Erde vorhanden sind, um dem Menschen die physische Gestalt zu geben, sind tatsächlich so geartet, daß alle Menschen, wenn nur die formenden Kräfte unserer Erde auf sie wirken würden, die gleiche äußere physische Gestalt haben müßten. Dies wird dadurch bewirkt, daß dieser physische Menschenleib genügend vorbereitet ist. Wir wissen, daß er vorbereitet worden ist durch die Saturn-, durch die Sonnen-, durch die Mondenzeit. Da ist alles so vorbereitet durch Kräfte, die eben gewirkt haben während dieser drei Epochen, daß von den Kräften der Erde selber auf den menschlichen Leib gar nichts anderes wirken kann, als was ihn in einheitlichen Formen über die ganze Erde hin gestalten würde, wenn eben bloß diese Erde in Betracht kommen würde. Ich möchte sagen: Der Mensch ist durch dasjenige, was an Kräften seinem physischen Leibe während der Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit einverleibt worden ist, so gepanzert gegen alle Verschiedenheiten der Erdenkräfte, daß er über die ganze Erde hin, wenn er nur den Erdenkräften überlassen wäre, gleich sein müßte. Geisteswissenschaft muß also ausgehen davon, daß eine gleiche Form durch die Erdenkräfte dem Menschen vorbestimmt worden ist.

[ 4 ] However, a perspective from Spiritual Science reveals something entirely different. It shows us that if we were to consider only what forms can be created from the physical body of the Earth through the Earth’s forces, human beings could not possibly be different on Earth—rather, they would all be the same, all having the same forms! The forces present on Earth that give human beings their physical form are in fact such that, if only the Earth’s formative forces were acting upon them, all human beings would have to have the same external physical form. This is brought about by the fact that the human physical body has been sufficiently prepared. We know that it has been prepared through the Saturn, Solar, and Lunar epochs. Everything has been so prepared by the forces that were at work during these three epochs that nothing else can act upon the human body from the Earth’s own forces other than what would shape it into uniform forms across the entire Earth, if only this Earth were taken into account. I would like to say: Through the forces that were incorporated into the human physical body during the Saturn, Sun, and Moon epochs, human beings are so shielded against all variations in the Earth’s forces that, if they were left solely to the Earth’s forces, they would have to be the same across the entire Earth. Spiritual Science must therefore proceed from the premise that an identical form has been predetermined for human beings by the forces of the Earth.

[ 5 ] Wenn wir nun selbst die Verschiedenheit des Männlichen und Weiblichen ins Auge fassen, so gilt auch in bezug auf diese Verschiedenheit des Männlichen und Weiblichen das, was eben gesagt worden ist. Denn auch diese Verschiedenheit ist nicht hervorgerufen durch dasjenige, was von Erdenkräften an dem Menschen geformt ist, sondern durch ganz andere Kräfte, von denen wir gleich sprechen werden, so daß wir eine gewisse Summe von Erdenkräften annehmen können, die formend auf den Menschen wirken und die über die ganze Erde hin nur absolut gleiche Menschengestalten hervorzubringen suchen. Nun können wir uns selbstverständlich fragen: Woher rührt es denn nun, daß die Menschen dennoch so verschieden sind?

[ 5 ] If we now consider the difference between the masculine and the feminine, what has just been said also applies to this difference between the masculine and the feminine. For this difference, too, is not brought about by the earthly forces that shape human beings, but by entirely different forces, which we will discuss shortly; thus, we can assume a certain sum of earthly forces that act formatively upon human beings and seek to produce only absolutely identical human forms across the entire earth. Now, of course, we may ask ourselves: Why, then, are human beings nevertheless so different?

[ 6 ] Wir wissen ja, daß wir es nicht nur zu tun haben mit dem physischen Erdenleib des Menschen, sondern daß hinter dem physischen Erdenleib des Menschen ätherischer Leib steht. Nun zeigt uns die geisteswissenschaftliche Betrachtung, daß, wenn auch in bezug auf den physischen Erdenleib eigentlich alle Menschen gleich sein müßten, sie in bezug auf den Ätherleib verschieden sein müssen, und zwar aus dem Grunde, weil auf den Ätherleib eben nicht bloß Erdenkräfte wirken. Es ist ein völliger Irrtum, wenn man glaubt, daß auf den Ätherleib des Menschen nur Erdenkräfte wirken. Auf den Ätherleib des Menschen wirken aus dem Kosmos, aus dem Universum herein Kräfte, die formen ihn, die gestalten ihn. So daß wir also unterscheiden müssen die gleichförmigen, über die Erde hin wirkenden Erdenkräfte, die alle Menschenformen gleich machen würden, und die aus dem Universum auf die Erde hereinwirkenden Kräfte, die die Ätherleiber der Menschen verschieden machen. Man kann durch die geisteswissenschaftliche Beobachtung die Verschiedenheit der menschlichen Ätherleiber verfolgen. Da gibt es menschliche Ätherleiber, welche, ich möchte sagen, an einer äußersten Grenze stehen, die starke Kräfte haben, Ätherleiber, bei denen man beobachten kann, daß sie außerordentlich zäh sind, so daß, wenn man sie beobachtet, sie ihre Form fast so beibehalten, wie eine physische Form bleibt. Das ist eine Art der Ätherleiber.

[ 6 ] We know, of course, that we are not dealing solely with the human physical body, but that behind the human physical body lies the etheric body. Now, Spiritual Science shows us that, even though all human beings should actually be equal with regard to the physical earthly body, they must differ with regard to the etheric body—and this is because earthly forces alone do not act upon the etheric body. It is a complete error to believe that only earthly forces act upon the human etheric body. Forces from the cosmos, from the universe, act upon the human etheric body, shaping it and forming it. Thus, we must distinguish between the uniform earthly forces acting across the Earth—which would make all human forms the same—and the forces acting upon the Earth from the universe, which make human etheric bodies different. Through Spiritual Science observation, one can trace the diversity of human etheric bodies. There are human etheric bodies which, I might say, stand at an extreme limit, possessing strong forces—etheric bodies that can be observed to be extraordinarily resilient, so that when one observes them, they retain their form almost as a physical form does. This is one type of etheric body.

[ 7 ] Eine zweite Art der Ätherleiber ist die, wo der Ätherleib so beweglich ist, ich möchte sagen, wie ein vollständig Bewegtes, mehr Flatterndes beweglich ist, im Gegensatz zu der festen Form flutend und beweglich ist. Die Ätherleiber dieser beiden Formen zeigen sich namentlich so, daß man sie bezeichnen kann als innerlich ziemlich gleich schattiert. Eine weitere Art von Ätherleibern ist diejenige, die innerlich schattiert sind, innerlich schillernd schattiert sind, die also nicht gleichförmig in ihrer Farbe sind, sondern innerlich schattiert, innerlich tingiert sind. Eine vierte Art von Ätherleibern sind diejenigen, welche zwar durch ihre ganze Substanz hindurch eine Grundfarbe, wenn wir so sagen wollen, zeigen, die sie aber in den aufeinanderfolgenden Zeiten ändern, ohne daß man angeben kann, daß sie von etwas anderem als von innen her geändert wird. Diese sind also nicht schillernd tingiert, nicht mit verschiedenen Farben schattiert, sondern sie sind so, daß sie gleichmäßig sind, aber im Laufe der Zeit immer andere Färbungen zeigen, chamäleonartige Ätherleiber. Dann gibt es solche Ätherleiber, die sehr stark die Neigung haben, sich innerlich aufzuhellen, zu klären, die in gewissen Momenten heller und heller werden. Andere Ätherleiber haben eine sehr starke Fähigkeit, die Sphärenharmonie wiederzugeben. Und dann sind solche Ätherleiber zu beobachten, welche insbesondere auftreten bei erfinderischen, genialischen Menschen, solche Ätherleiber, welche schon Kräfte in sich zeigen, die erdenfremd und erdenseltsam sind. Während die sechs vorherigen Arten des Ätherleibes immerhin zeigen, daß sie so geartet sind, daß man sie bei Menschen, auch wenn sie Durchschnittsmenschen sind, findet, gibt die letztere Art von Ätherleibern diejenige Art von Menschen, welche starke Fähigkeiten haben, die, von denen man sagt, daß sie nicht «erdgeboren» sind — Dichter, Künstler und dergleichen.

[ 7 ] A second type of etheric body is one in which the etheric body is so mobile—I would say, as mobile as something that is in constant motion, more of a fluttering kind of movement—that it flows and moves in contrast to a solid form. The etheric bodies of these two forms appear in such a way that they can be described as having a fairly uniform internal shading. Another type of etheric body is one that is internally shaded—internally iridescently shaded—meaning that it is not uniform in color but is internally shaded and tinged. A fourth type of etheric body consists of those which, although they display a basic color—if we may put it that way—throughout their entire substance, change this color over time without any external influence; that is, they are changed solely from within. These are therefore not iridescently tinged, not shaded with different colors, but are uniform in nature, yet display ever-changing hues over time—chameleon-like etheric bodies. Then there are etheric bodies that have a very strong tendency to lighten and clarify from within, becoming brighter and brighter at certain moments. Other etheric bodies possess a very strong ability to reflect the harmony of the spheres. And then there are etheric bodies that can be observed, particularly in inventive, genius-like individuals—etheric bodies that already reveal within themselves forces that are otherworldly and strange to the Earth. While the six previous types of etheric bodies at least demonstrate that they are of such a nature that they can be found in people—even if they are average individuals—the latter type of etheric bodies corresponds to those people who possess strong abilities and of whom it is said that they are not “born of the earth”—poets, artists, and the like.

[ 8 ] Es ist nicht aus einer beliebigen Annahme der Zahl Sieben, daß man solche sieben Formen des Ätherleibes bei den Menschen unterscheidet. Man muß eben abzählen. Man findet keine andern als diejenigen, die ich jetzt als typisch dargestellt habe, und deshalb sind es sieben, aus keinem andern Grunde, sieben Arten des Ätherleibes. Es sind wirklich sieben verschiedene Arten der Ätherleiber der Menschen. In den Ätherleibern haben wir Kräfte, die gewissermaßen nicht irdisch sind, die aus dem Kosmos hereinkommen. Nun wirkt der Ätherleib aber gestaltend auf den physischen Leib, und so kommt es, daß, während in bezug auf den physischen Leib durch die Erdenkräfte die Menschen alle gleich sein würden, schon durch den Ätherleib sie verschieden geformt werden, während die Verschiedenheit zum Beispiel in männliche und weibliche Leiber sogar erst durch den Astralleib bewirkt wird, durch die Kräfte, die der Astralleib erst entwickelt, namentlich im Durchgang zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, wo der Mensch sich vorbereitet zu dem Geschlecht, das er nach dem Karma in der nächsten Inkarnation haben muß.

[ 8 ] The distinction between these seven forms of the etheric body in human beings is not based on some arbitrary assumption about the number seven. One simply has to count them. One finds no others than those I have now described as typical, and that is why there are seven—for no other reason—seven types of the etheric body. There really are seven different types of human etheric bodies. In the etheric bodies, we have forces that are, in a sense, not earthly—they come from the cosmos. Now, the etheric body has a formative effect on the physical body, and so it is that, while in regard to the physical body—due to earthly forces—all human beings would be the same, they are already shaped differently by the etheric body, whereas the distinction between, for example, male and female bodies is brought about only by the astral body—through the forces that the astral body develops, particularly during the transition between death and a new birth, when the human being prepares for the sex that, according to karma, they must have in the next incarnation.

[ 9 ] Bleiben wir zunächst bei der Betrachtung des Ätherleibes. Also wir können sagen: Während der physische Leib eigentlich, wenn wir bloß auf die Erdenkräfte Bezug nehmen, veranlagt ist zur Gleichheit über die ganze Erde hin, würden die Menschen in sieben Gruppen zerfallen über die Erde hin dadurch, daß ihre Ätherleiber vom Kosmos aus, von außerhalb der Erde in verschiedener Weise veranlagt sind, in verschiedener Weise durchgestaltet sind, durchsubstanziert sind. Das ist der Tatbestand, das ist dasjenige, wozu man nach und nach kommt, wenn man versucht, das gegenseitige Verhältnis des Ätherleibes des Menschen zu seinem physischen Leib geisteswissenschaftlich zu untersuchen. Nun hängt diese Verschiedenheit, die da auftritt, mit den Anlagen, mit den Verschiedenheiten der Rassen über die Erde hin zusammen. Im Grunde genommen können die Rassen immer wegen dieser Verschiedenheit der Ätherleiber auf die Siebenzahl zurückgeführt werden. Wenn auch manche typischen Formen verkümmern und man vielleicht in der äußeren Wissenschaft weniger als sieben Grundrassen unterscheidet, es sind doch eigentlich in Wirklichkeit sieben Grundrassenverschiedenheiten im ganzen Menschengeschlecht vorhanden. Aber die sind eigentlich durch die Ätherleiber bewirkt und haben ihren Ursprung nicht in den Erdenkräften während unserer Entwickelung, sondern sie haben ihren Ursprung in kosmischen Kräften.

[ 9 ] Let us first continue our consideration of the etheric body. So we can say: While the physical body—if we consider only earthly forces—is actually predisposed to uniformity across the entire Earth, human beings are divided into seven groups across the Earth because their etheric bodies are, from the cosmos—from outside the Earth—predisposed in various ways, structured in various ways, and imbued with substance in various ways. This is the fact of the matter; this is what one gradually comes to realize when attempting to investigate, from a perspective of Spiritual Science, the mutual relationship between the human etheric body and the physical body. Now, this diversity that arises is connected to the predispositions and the differences among the races across the Earth. Essentially, the races can always be traced back to the number seven because of this difference in etheric bodies. Even if some typical forms have atrophied and one might distinguish fewer than seven basic races in conventional science, there are in reality seven basic racial differences within the entire human race. But these are actually brought about by the etheric bodies and do not have their origin in the earthly forces during our evolution; rather, they have their origin in cosmic forces.

[ 10 ] Wenn wir nun die Entwickelung der Erde selber rückwärts verfolgen bis in die atlantische, bis in die lemurische Zeit hinein, dann zeigt sich uns, daß ursprünglich Anlagen, Impulse vorhanden waren, durch welche die Physiognomie, die der physische Leib des Menschen durch die Gewalt des Ätherleibes bekommen hat — also die Verschiedenheit, die da ausgeprägt worden ist —, sich eigentlich nicht so auf der Erde hätte vollziehen sollen nach den ursprünglichen Anlagen, wie sie sich vollzogen hat. Es hätte nicht so kommen sollen, sondern wenn alles in einer gewissen Weise — wir werden gleich nachher sehen, in welcher Weise — gegangen wäre, so würde der siebenfarbige Ätherleib in der Ausgestaltung des Menschen Verschiedenheiten bewirkt haben, aber nacheinander, so nacheinander, daß eine gewisse Form von Menschen dagewesen wäre, durch den Ätherleib bewirkt, in der fünften atlantischen Periode, eine zweite in der sechsten atlantischen Periode, eine dritte in der siebenten atlantischen Periode, eine vierte in der ersten nachatlantischen Periode, eine fünfte in der zweiten nachatlantischen Periode, eine sechste in der dritten nachatlantischen Periode, eine siebente in der griechisch-lateinischen Zeit, der vierten nachatlantischen Periode. Also so wäre es gekommen: nacheinander hätten sich verschiedene Menschentypen gezeigt, nacheinander. Gewissermaßen hätten sich die Menschen so entwickelt, daß man in der fünften atlantischen Periode Menschen gehabt hätte, bei deren physischer Leibesgestaltung eine Form des Ätherleibes besonders stark gewirkt hätte, in der sechsten atlantischen Periode die zweite der charakterisierten Formen und so weiter bis herein in die vierte nachatlantische Periode. Das war eigentlich veranlagt.

[ 10 ] If we now trace the evolution of the Earth itself backward into the Atlantean and Lemurian eras, we see that there were originally predispositions, impulses were present through which the physiognomy—that is, the form the human physical body acquired through the influence of the etheric body—in other words, the diversity that was thus shaped—should not actually have unfolded on Earth in the way it did, according to the original predispositions. It was not meant to happen this way; rather, if everything had proceeded in a certain way—we will see shortly in what way—the seven-colored etheric body would have brought about differences in the human form, but one after another, in such a sequence that a certain type of human being would have existed, brought about by the etheric body, in the fifth Atlantean period, a second in the sixth Atlantean period, a third in the seventh Atlantean period, a fourth in the first post-Atlantean period, a fifth in the second post-Atlantean period, a sixth in the third post-Atlantean period, and a seventh in the Greco-Latin era, the fourth post-Atlantean period. So this is how it would have come about: different types of human beings would have appeared one after another, in succession. In a sense, human beings would have developed in such a way that, in the fifth Atlantean period, there would have been people whose physical constitution was particularly strongly influenced by one form of the etheric body; in the sixth Atlantean period, by the second of the characterized forms; and so on, right up to the fourth post-Atlantean period. That was actually the plan.

[ 11 ] Dagegen haben sich Luzifer und Ahriman gesträubt, das sollte nicht so kommen. Das war die im regelmäßigen Gang der Menschheitsentwickelung fortgehende Entwickelungstendenz. Dagegen haben sich Luzifer und Ahriman gesträubt. Sie haben die ganze Sache so eingeleitet, daß die Entwickelungen sich verschoben haben, so daß,während eigentlich die Entwickelung so veranlagt war, daß im wesentlichen eine Form von Menschen hätte erscheinen sollen in der fünften atlantischen Periode, und diese dann sich hätte nach und nach umwandeln sollen in eine andere Form von Menschen, erhielten Luzifer und Ahriman die Form der fünften atlantischen Periode in die sechste hinein, und wiederum von der sechsten atlantischen Periode in die siebente hinein, und wiederum herüber über die atlantische Überflutung. So daß eigentlich dasjenige, was hätte vergehen sollen in der Form, geblieben ist, und statt daß die Rassenunterschiede sich nacheinander entwickelt hätten, wie es hätte geschehen sollen, sind die alten Rassenformen geblieben, stationär geblieben, und die neueren haben sich gleichsam hineingeschoben, so daß sich ein Nebeneinander entwickelt hat, statt eines Nacheinander, das eigentlich bestimmt war. Und so entstand das, daß nun überhaupt solche physisch verschiedenen Rassen die Erde bevölkerten und bis in unsere Zeit herein bevölkern, während also diese Entwickelung hätte so ablaufen sollen, wie ich es geschildert habe. Wir sehen eben überall, schon wenn wir dasjenige, was von der Entwickelung des Ätherleibes herkommt, betrachten, wir sehen überall, daß Luzifer und Ahriman ihre Rolle in der irdischen Menschheitsentwickelung spielen.

[ 11 ] Lucifer and Ahriman, however, resisted this; they did not want it to happen that way. This was the developmental trend proceeding in the regular course of human evolution. Lucifer and Ahriman resisted this. They set the whole process in motion in such a way that the course of development was shifted, so that—while development was actually intended such that, in essence, a certain form of human beings should have appeared in the fifth Atlantean period, and this form should then have gradually transformed into another form of humanity, Lucifer and Ahriman carried the form of the fifth Atlantean period into the sixth, and again from the sixth Atlantean period into the seventh, and on through the Atlantean Flood. So that, in fact, what should have passed away in form has remained, and instead of the racial differences developing one after another, as should have happened, the old racial forms have remained, remained static, and the newer ones have, as it were, pushed their way in, so that a coexistence has developed instead of the succession that was actually intended. And this is how it came to be that such physically distinct races came to populate the Earth—and continue to do so to this day—whereas this development should have proceeded as I have described. We see this everywhere—even when we consider what stems from the development of the etheric body—we see everywhere that Lucifer and Ahriman play their roles in the earthly development of humanity.

[ 12 ] Nun müssen wir uns einmal fragen: Wie war denn das eigentlich im Weltzusammenhang gemeint, daß die Menschen nacheinander bis in die griechisch-lateinische Zeit hinein sich so herausentwickeln sollten? Wir wissen ja wiederum, daß ungefähr um die Zeit, die ich bezeichnet habe als die atlantische Zeit, die Seelen nach und nach — also von der fünften atlantischen Periode angefangen — heruntergekommen waren von den Planeten, auf die sie hinaufgestiegen waren. Erinnern Sie sich aus meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», wie dort dargestellt ist, daß die Seelen hinaufgestiegen und wiederum heruntergekommen sind, daß von dem Zeitpunkte an, da sie hinuntergestiegen sind, so richtig auf der Erde beginnt das Inkarnationsleben! Wir sehen also, daß die Iche der Menschen, die eigentlichen Individualitäten dann durchgegangen wären in den aufeinanderfolgenden Zeiten durch diese verschiedenen Gestaltungen. Unsere Iche wären in der fünften atlantischen Periode durch eine Menschenform gegangen, in der sechsten durch eine Menschenform gegangen, in der siebenten durch eine andere, in der ersten nachatlantischen Periode wieder durch eine andere und so weiter. Man würde diese aufeinanderfolgenden Menschentypen, Menschengestaltungen nach und nach absolviert haben. Und so war es eigentlich veranlagt, daß die Menschen auf diese Weise dasjenige absolviert hätten, was notwendig war zur Schulung der menschlichen Individualität, was notwendig war an Durchgang durch verschiedene Äthergestaltungen, die dann auf die physische Gestaltung unterscheidend gewirkt hätten, daß das alles durchgemacht worden wäre. In der Tat hätte auftreten können ein Menschentypus auf der Erde — das war ursprünglich veranlagt —, welcher das Ergebnis sieben hintereinander folgender Entwickelungsperioden gewesen wäre, die je etwas zugelegt hätten zur Vollkommenheit. Und die fünfte nachatlantische Periode wäre schon so gewesen, daß ein harmonischer Menschentypus über die ganze Erde hin bestimmt war.

[ 12 ] Now we must ask ourselves: What was actually meant, in a global context, by the idea that human beings were to develop in this way, one after another, right up into the Greco-Roman era? We know, after all, that around the time I have referred to as the Atlantean era, the souls had gradually—that is, beginning with the fifth Atlantean period—descended from the planets to which they had ascended. Do you recall from my *Outline of Esoteric Science* how it is described there that the souls ascended and then descended again, and that from the moment they descended, the life of incarnation truly begins on Earth! We see, then, that the “I”s of human beings—their actual individualities—would have passed through these various forms in successive epochs. Our “I’s” would have passed through one human form in the fifth Atlantean period, another in the sixth, yet another in the seventh, and still another in the first post-Atlantean period, and so on. These successive human types, these human forms, would have been passed through one after another. And so it was actually intended that human beings would, in this way, have undergone what was necessary for the training of the human individuality—namely, the passage through various etheric forms, which would then have had a distinguishing effect on the physical form—so that all of this would have been experienced. In fact, a human type could have emerged on Earth—as was originally intended—that would have been the result of seven successive periods of development, each of which would have contributed something toward perfection. And the fifth post-Atlantean period would have been such that a harmonious human type was destined to prevail across the entire Earth.

[ 13 ] Das haben Luzifer und Ahriman vereitelt. Nichts anderes war möglich, als daß die Griechen träumten von einem idealen, außermenschlichen Formtypus, den sie auf die verschiedene Weise — auf die Apolloweise, auf die Zeusweise, auf die Atheneweise und so weiter — zu formen trachteten. Sie haben ihn nicht vollständig umfaßt, weil er nicht in der Wirklichkeit da war. Aber man kann, wenn man ein Empfinden für die griechische Plastik hat, fühlen, wie das Griechentum träumt von dem, was an einheitlichem, vollkommenem, schönem Menschentypus hätte entstehen sollen. Daß das nicht so gekommen ist, das haben Luzifer und Ahriman dadurch verhindert, daß sie die einmal entstandenen Rassenformen immer bewahrt haben, so daß aus dem Nacheinander ein Nebeneinander entstanden ist.

[ 13 ] Lucifer and Ahriman thwarted that. There was no other option but for the Greeks to dream of an ideal, superhuman archetype, which they sought to shape in various ways—in the manner of Apollo, in the manner of Zeus, in the manner of Athena, and so on. They did not fully grasp it, because it did not exist in reality. But if one has a feel for Greek sculpture, one can sense how the Greeks dreamed of what should have emerged as a unified, perfect, beautiful human archetype. That this did not come to pass was prevented by Lucifer and Ahriman, who always preserved the racial forms that had once arisen, so that a coexistence emerged from what should have been a succession.

[ 14 ] So stand die Menschenentwickelung in der vierten nachatlantischen Periode, der griechisch-lateinischen Zeit, vor der Tatsache, daß durch den luziferisch-ahrimanischen Einfluß nicht hat erreicht werden können, wozu die die Erde impulsierenden Götter diese Erde in bezug auf die äußeren Formen eigentlich bestimmt haben. Die Geister aus der Hierarchie der Form haben bewirken wollen, daß aus dem Zusammenwirken der verschiedenen Hierarchien der Form dieser vollkommene Menschentypus an physischer Ausgestaltung hätte wirklich entstehen können. So konnten die Griechen nur von ihm träumen, konnten ihn nur in der Kunst ausleben.

[ 14 ] Thus, during the fourth post-Atlantean period—the Greco-Latin era—human evolution was confronted with the fact that, due to the Luciferic-Ahrimanic influence, it had not been possible to achieve what the gods impelling the Earth had actually intended for this Earth in terms of its outer forms. The spirits of the Hierarchy of Form had intended that, through the interplay of the various Hierarchies of Form, this perfect human type could truly have emerged in physical form. Thus, the Greeks could only dream of him; they could only give him life through art.

[ 15 ] Es hat etwas tief Ergreifendes, wenn man im Verlauf der geisteswissenschaftlichen Forschung darauf kommt, sich zu sagen: Warum haben denn diese Griechen eigentlich in der Plastik ein so Vollkommenes geschaffen? — Weil sie, ich möchte sagen, wie durch ein geistig-seelisches Werkzeug aufgefangen haben die Enttäuschungen, welche Luzifer und Ahriman den guten göttlich-geistigen Wesenheiten bereitet haben, die mit der Menschheit etwas anderes gewollt haben, als es dann hat entstehen können. Was durch die guten göttlich-geistigen Wesenheiten hätte entstehen sollen, das lag den Griechen auf der Seele, und das wollten sie wenigstens formen, nachdem es in dem Äußeren, Wirklichen nicht hat entstehen können. Groß und gewaltig und erschütternd wirkt die Anschauung dieser inneren Kräfte der Menschheitsentwickelung, die da in so etwas auftreten wie in künstlerischen Formen, die festhalten will dasjenige, was in der äußeren Wirklichkeit nicht hat erreicht werden können. Da blickt man noch mit einem ganz andern Sinn hin auf diese griechische Kunst, die gerade in jenem griechischen Zeitalter eine so eigenartige, sich nimmermehr wiederholenkönnende Ausgestaltung erfahren hat.

[ 15 ] There is something deeply moving about the moment, in the course of Spiritual Science research, when one finds oneself asking: Why, in fact, did these Greeks create such perfection in sculpture? — Because, I would say, they absorbed—as if through a spiritual-soul instrument—the disappointments that Lucifer and Ahriman inflicted upon the good, divine-spiritual beings who had intended something different for humanity than what ultimately came to be. What should have come into being through the good, divine-spiritual beings lay close to the Greeks’ hearts, and they wanted at least to give it form, since it could not come into being in the outer, tangible world. The contemplation of these inner forces of human development—which manifest themselves in something akin to artistic forms that seek to capture what could not be achieved in external reality—has a grand, powerful, and profound effect. One then looks upon this Greek art with an entirely different sense—an art that, precisely in that Greek era, underwent such a unique and irreproducible development.

[ 16 ] Aber damit war auch die Zeit gekommen, wo durch den luziferisch-ahrimanischen Einfluß gewissermaßen die Menschheit an eine Krisis gekommen ist. Luzifer und Ahriman haben einmal bewirkt, daß die Rassen, statt hintereinander lebend, nebeneinander lebend lebendig wurden. Aber zu gleicher Zeit waren auch herabgelähmt alle diejenigen Kräfte, die ursprünglich die formenden Geister, die Geister der Form in die Menschheitsentwickelung der Erde hineingegossen haben. Nichts mehr konnten sie machen, als die griechische Phantasie so zu befruchten, daß sie das ist, was ich auseinandergesetzt habe. Es standen gewissermaßen die Geister der Form vor der Notwendigkeit, sich zu sagen: Soll jetzt das Menschengeschlecht sich so weiterentwickeln, daß nimmermehr die Menschen sich zusammenfinden in der Erdenentwickelung? — Denn so hätte es kommen müssen. Wäre die Erdenentwickelung nun von der vierten Periode, der griechisch-lateinischen Zeit an einfach weitergegangen, so wäre sie auseinandergefallen in eine Siebenheit, bewirkt durch luziferische und ahrimanische Kräfte, in sieben Menschengruppen auf der Erde, die auseinandergefallen wären, so verschieden, wie die einzelnen Tiergruppen auseinanderfallen. Wie sich die einzelnen Tiergruppen gegenseitig nicht verstehen, sondern sich untereinander als andere Wesen ansehen, so hätte sich gegen das Ende der vierten Kulturperiode, der griechisch-lateinischen Zeit, und vom fünften Zeitalter an, in dem wir leben, immer mehr und mehr die Anschauung entwickeln müssen — man würde jetzt noch drinnenstehen, es wäre noch nicht bis zur äußersten Vollkommenheit gekommen, was hier die äußerste Unvollkommenheit eigentlich bedeutet, aber es hätte auf der Erde dazu kommen müssen nach und nach —, daß sich auf der Erde sieben Menschengruppen allmählich gebildet hätten, die sich gegenseitig als ganz andere Wesen angeschaut hätten. Der Name «Mensch» für alle Menschen auf der Erde hätte sich gar nicht als der rechte erwiesen, sondern man hätte Bezeichnungen gehabt, sieben Bezeichnungen für sieben verschiedene Wesensgruppen auf der Erde, nicht eine einheitliche Bezeichnung für den Menschen über die Erde hin.

[ 16 ] But with this, the time had also come when, through the Luciferic-Ahrimanic influence, humanity had, so to speak, reached a crisis. Lucifer and Ahriman once brought about a situation in which the races, instead of living one after the other, began to live side by side. But at the same time, all those forces that had originally poured the formative spirits—the spirits of form—into the development of humanity on Earth had also been weakened. All they could do was to inspire the Greek imagination in such a way that it became what I have described. The spirits of form, so to speak, were faced with the necessity of asking themselves: Should the human race now continue to develop in such a way that human beings would never again come together in the course of Earth’s evolution? — For that is how it would have had to turn out. If Earth’s development had simply continued from the fourth period—the Greco-Latin era—onward, it would have fragmented into a sevenfold division, brought about by Luciferic and Ahrimanic forces, into seven human groups on Earth that would have drifted apart, as distinct from one another as the individual animal groups are from one another. Just as the individual animal groups do not understand one another but regard one another as different beings, so, toward the end of the fourth cultural period—the Greco-Latin era—and from the fifth epoch onward, in which we now live, the view would have had to develop more and more—we would still be in the midst of it now, it would not yet have reached the utmost perfection—which here actually means the utmost imperfection—but it would have had to come about on Earth little by little—that seven human groups would have gradually formed on Earth, each viewing the others as entirely different beings. The name “human” for all people on Earth would not have proved to be the right one at all; rather, there would have been designations—seven designations for seven different groups of beings on Earth—not a single, uniform designation for humanity across the Earth.

[ 17 ] Es handelte sich darum, daß gerade in dieser vierten nachatlantischen Periode, dieser griechisch-lateinischen Zeit, gewissermaßen eine Vorkehrung getroffen wurde im Weltenall, damit das so, wie es drohte, sich dennoch im weiteren Verlauf der Erdenentwickelung nicht vollziehen könne, damit nicht kommen könne einstmals der Moment wenn die Erde am Zielpunkt ihrer Entwickelung angekommen ist —, wo sieben Gruppen von Wesen die Erde bewohnen, die verschieden benannt werden, wie verschiedene 'Tiergattungen verschieden benannt werden, die sich nicht als gleich betrachten, und auf die höchstens übergegangen wäre irgendeine Nachbildung griechischer Formen, wie die der Zeusgestalt, der Apollogestalt, die als etwas Fremdes angesehen worden wären, als etwas, was es niemals auf der Erde hätte geben können. Gegen diese Entwickelung mußte eine Vorkehrung getroffen werden. Aber die physische Entwickelung war schon zu weit vorgeschritten, an der konnte man nichts mehr ändern. So mußte mit Bezug auf den Ätherleib des Menschen eine Vorkehrung getroffen werden. In den Ätherleib des Menschen mußte ein Impuls hineinkommen, welcher entgegenwirkt dieser Zersplitterung der Erdenmenschheit in eine Siebenheit. Und dieser Impuls, der bestimmt war im Weltenplan, dieser Zersplitterung der Erdenmenschheit entgegenzuwirken, dieser Impuls, der bestimmt war, möglich zu machen, daß der Menschenname über die ganze Erde hin eine reale Bedeutung behalte und wohl auch noch immer mehr und mehr annehmen wird, dieser Impuls ist — und da kommen wir auf einen neuen Gesichtspunkt dieser Tatsache — das Mysterium von Golgatha. Der erste Versuch gewissermaßen, der mit der Erdenmenschheit gemacht worden war, bevor der luziferisch-ahrimanische Impuls in die Erdenentwickelung eingegriffen hat, der war der, durch die Gestaltung des physischen Leibes Einheit zu schaffen über die ganze Erde hin in der Menschheit. Dieser Versuch der Geister der Form ist mißlungen. Er ist mißlungen durch den luziferisch-ahrimanischen Einfluß. Aber er durfte nicht in seiner Totalität mißlingen, es mußte etwas vorgekehrt werden, wodurch dasjenige, was Ahriman und Luzifer bewirkt haben, wiederum paralysiert werden kann, ausgeglichen werden kann. Auf den physischen Leib konnte man nicht mehr so wirken, wie es ursprünglich beabsichtigt war. Aber auf den Ätherleib sollte so gewirkt werden. Und das geschah dadurch, daß jenes geistig-göttliche Wesen, von dem wir so oftmals gesprochen haben, das Christus-Wesen, sich mit der menschheitlichen Gestalt in derjenigen Zeit der menschheitlichen Entwickelung vereinte, in der noch am meisten die Möglichkeit vorhanden war, den Urtypus der Menschheit festzuhalten.

[ 17 ] The point was that precisely in this fourth post-Atlantean period, this Greco-Latin era, a provision of sorts was made in the universe so that what threatened to happen would nevertheless not come to pass in the further course of Earth’s development, so that the moment would not eventually arrive when the Earth reaches the culmination of its development —where seven groups of beings inhabit the Earth, each designated by a different name, just as different ‘animal species’ are given different names, and who do not regard one another as equal; and where, at most, some imitation of Greek forms—such as the figures of Zeus and Apollo—might have been introduced, which would have been viewed as something foreign, as something that could never have existed on Earth. A precaution had to be taken against this development. But physical evolution had already progressed too far; nothing could be done to change that. Thus, a precaution had to be taken with regard to the human etheric body. An impulse had to enter the human etheric body that would counteract this fragmentation of humanity into a sevenfold division. And this impulse, which was destined in the world plan to counteract this fragmentation of humanity on Earth—this impulse, which was destined to make it possible for the human name to retain a real meaning throughout the entire Earth and indeed to continue to take on ever greater significance—this impulse is—and here we come to a new perspective on this fact—the Mystery of Golgotha. The first attempt, so to speak, that was made with humanity on Earth before the Luciferic-Ahrimanic impulse intervened in Earth’s evolution, was to create unity throughout humanity across the entire Earth through the formation of the physical body. This attempt by the Spirits of Form failed. It failed due to the Luciferic-Ahrimanic influence. But it was not to fail entirely; something had to be put in place by which what Ahriman and Lucifer had brought about could in turn be neutralized and counterbalanced. It was no longer possible to act upon the physical body as had originally been intended. But it was intended to act upon the etheric body. And this came about through the fact that the spiritual-divine being of whom we have spoken so often—the Christ Being—united with the human form at that stage of human development when the possibility of preserving the archetype of humanity was still greatest.

[ 18 ] Welche Zeit ist das in der menschlichen Entwickelung? — Alle die Kräfte, welche der ursprünglichen gleichen Anlage des physischen Leibes entgegenwirken, wirken im Menschen eigentlich so, daß sie in den ersten sieben Jahren wirken können, wo vorzugsweise der physische Leib in einer weichen Entwickelung ist. Da lassen sie ihn nicht gleich werden, da variieren sie ihn von innen heraus. Sie können es auch noch in den zweiten sieben Jahren, bis zur Geschlechtsreife heran. Sie können es auch noch in den dritten und vierten sieben Jahren während der Entwickelung des astralischen Leibes und der Empfindungsseele. Aber wenn es in die Mitte der Verstandes- oder Gemütsseele kommt, gerade desjenigen Gliedes in der menschlichen Entwickelung, das sich vorzugsweise in der vierten nachatlantischen, der griechisch-lateinischen Zeit entwickelt hat, da können die außerirdischen Kräfte am wenigsten an den Menschen heran, und in der Mitte am allerwenigsten, also in dem Zeitraum des Menschlichen, der zwischen dem achtundzwanzigsten und fünfunddreißigsten Lebensjahre liegt, und da wiederum in der Mitte. Wenn wir zwei Jahre vorher noch dazuzählen und zwei Jahre nachher weglassen, so ist das die Zeit vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre. Nachher kommt die Zeit, wo wiederum außerirdische Kräfte auf den Menschen den größten Einfluß haben; in der Tat, da ist der Mensch so, daß außerirdische Kräfte auf ihn den allergrößten Einfluß haben. Jetzt aber — vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre —, da ist noch am meisten von dem vorhanden, daß nur Erdenkräfte noch auf den Menschen wirken. Und in dieser Zeit, in diesen drei Jahren — auch wenn das bleiben würde an Entwickelungsverschiedenheit, was in den jüngeren Jahren wirkte, und das dazukommen würde, was durch die späteren Jahre auftritt —, wenn jetzt nur das wirken würde, was auf den Menschen in dieser Zeit vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre wirkt, so würden die Menschen schon viel gleicher sein auf der Erde.

[ 18 ] What stage of human development is this? — All the forces that counteract the original, uniform constitution of the physical body actually operate in the human being in such a way that they can act during the first seven years, when the physical body is primarily in a state of soft development. They do not allow it to remain the same; instead, they vary it from within. They can also do so during the second seven-year period, up to sexual maturity. They can also do so during the third and fourth seven-year periods, during the development of the astral body and the feeling soul. But when it comes to the middle stage of the intellectual or emotional soul—precisely that phase of human development that developed primarily during the fourth post-Atlantean, the Greco-Latin period— that is when the extraterrestrial forces have the least access to human beings, and least of all in the middle—that is, during the period of human life between the twenty-eighth and thirty-fifth years, and specifically in the middle of that period. If we add two years before that and omit two years afterward, this is the period from the thirtieth to the thirty-third year. After that comes the time when extraterrestrial forces once again exert the greatest influence on human beings; in fact, at that stage, human beings are in a state where extraterrestrial forces exert the very greatest influence on them. But now—from the age of thirty to thirty-three—this is the period when the influence of earthly forces alone on human beings is still at its strongest. And during this time, these three years—even if the differences in development that were at work in the earlier years were to remain, and even if the influences arising from the later years were to be added—if only what acts upon human beings during this period from the age of thirty to thirty-three were to be at work, then human beings on Earth would already be much more alike.

[ 19 ] Diese drei Jahre hat nun der Christus ganz besonders benützen müssen — es sind drei ganz besonders ausgesonderte Jahre —, um nur mit den Erdenkräften in dem Menschen eine Gemeinschaft einzugehen, in denen sich das Irdische am Menschen noch am meisten bewahrt hat. Dazu wurde vorbereitet durch die beiden Jesus-Leiber, wie wir das auseinandergesetzt haben, bis zum dreißigsten Jahre hin der Christus-Leib, und dann, vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre nahm der Christus Besitz von diesem Leib. Da, wo noch am meisten die Erdenkräfte wirken und wo Deformation eintreten konnte, da war die Entwickelung nicht mehr da, da trat eben der physische Tod ein. So ist wirklich in die Erdensphäre hereingekommen diese Christus-Sonnenwesenheit und hat sich dann auf die Art, wie ich ja öfters geschildert habe, mit dem ganzen Ätherleib der Erde vereinigt, ging über in die Erdenaura und wirkt nun in der Erdenaura weiter. Für den Menschen muß sie aber so wirken, daß der Mensch wirklich immer mehr begreift, daß ihm in dem Christus jener Gottesgeist auf die Erde geschickt worden ist, wodurch dasjenige, was durch den Widerpart Luzifer-Ahriman gegen die ursprünglichen Impulse in der Menschheit vereinzelt war, verschieden gemacht war,von innen heraus wiederum aufgehoben werde. In der äußeren Natur des Menschen wirken die guten geistigen Wesenheiten mit Luzifer und Ahriman zusammen. Dasjenige aber, was dem Menschen ursprünglich beim physischen Erdenanfang vorgesetzt war, von außen zu haben: Gleichheit über die ganze Erde hin, Möglichkeit des Menschennamens über die ganze Erde hin, das sollte durch den Christus-Geist nun von dem innersten Wesen des Menschen aus diesem Menschen gebracht werden. Das war eines aus der viel-, vielsinnigen Bedeutung des Mysteriums von Golgatha, daß mit dem Christus-Geiste der Erde etwas gegeben wurde, was, wenn es im richtigen Sinne verstanden wird, den Menschennamen wiederum möglich macht über die ganze Erdenmenschheit hin. Wenn dasjenige, was wirklich Inhalt des Christentums ist, was zum Teil schon geoffenbart ist durch das Christentum, was diejenigen erkunden werden, die mit Hinblick auf den Christus suchen werden in der geistigen Welt dasjenige, was der Christus fortwährend offenbart nach seinem Wort: «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Erdenzeiten», wenn dasjenige nach und nach weiter herauskommt, was im Namen des Christus der Menschheit von innen heraus mitgeteilt werden kann, dann wird immer mehr dasjenige, was durch Luzifer und Ahriman in der Erdenmenschheit bewirkt worden ist, ausgeglichen werden können.

[ 19 ] Christ had to make very special use of these three years—they are three years set apart in a very special way—in order to enter into communion solely with the earthly forces within human beings, in whom the earthly aspect is still most strongly preserved. As we have explained, the Christ body was prepared for this through the two bodies of Jesus up to the age of thirty, and then, from the age of thirty to thirty-three, Christ took possession of this body. Where the earthly forces were still most active and where deformation could occur, development had ceased, and physical death set in. Thus this Christ-Sun Being truly entered the earthly sphere and then, in the manner I have often described, united with the entire etheric body of the Earth, passed into the Earth’s aura, and now continues to work within the Earth’s aura. For human beings, however, it must work in such a way that they truly come to understand more and more that, in Christ, that divine spirit was sent to Earth for them, so that what had been isolated and set apart from the original impulses in humanity by the adversary, Lucifer-Ahriman, may once again be overcome from within. In the outer nature of the human being, the good spiritual beings work together with Lucifer and Ahriman. But what was originally intended for the human being at the physical beginning of the Earth—to have from without: equality across the entire Earth, the possibility of the human name across the entire Earth—was now to be brought forth from within the innermost being of the human being through the Christ Spirit. This was one aspect of the many, many-layered significance of the Mystery of Golgotha: that through the Christ Spirit, something was given to the Earth which, when understood in the right sense, makes the human name possible once again for all of humanity on Earth. When that which is truly the essence of Christianity—which has already been revealed in part through Christianity, and which will be explored by those who, with Christ in mind, seek in the spiritual world that which Christ continually reveals according to His word: “I am with you always, even to the end of the age”—if what can be communicated to humanity from within in the name of Christ gradually comes to light, then what has been wrought in humanity by Lucifer and Ahriman will increasingly be balanced out.

[ 20 ] Man kann allerdings fragen: Hat es denn nun einen Sinn, daß dieser Umweg gemacht worden ist? — und diese, ich möchte sagen, kindliche Frage wird sehr häufig von den Menschen aufgeworfen, die gescheiter sein wollen als die Weltenweisheit — und das wollen ja viele Menschen sein. Gerade diejenigen Menschen, die gescheiter sein wollen als die Weltenweisheit, sagen: Wenn man an mächtige göttliche Wesen glauben soll, hätten denn diese am Anfange der Erdenentwickelung den luziferisch-ahrimanischen Einfluß nicht ausschalten können, damit ihnen ihr Werk nicht verdorben wäre? — Gewiß, Menschenweisheit ist das, aber im Sinne des Paulus «Torheit vor der göttlichen Weisheit». Menschenweisheit ist das schon.

[ 20 ] One might well ask, however: Does it really make sense that this detour was taken? — and this, I would say, childlike question is very often raised by people who want to be wiser than the wisdom of the worlds — and many people do indeed want to be that. It is precisely those people who want to be wiser than the wisdom of the world who say: If one is to believe in powerful divine beings, could they not have eliminated the Luciferic-Ahrimanic influence at the beginning of Earth’s evolution, so that their work would not be marred? — Certainly, this is human wisdom, but in the sense that Paul speaks of, “foolishness before divine wisdom.” That is indeed human wisdom.

[ 21 ] Wir müssen nun in unseren Anschauungen die Dinge so betrachten, wie wir sie eben betrachten. Da erscheint uns selbstverständlich dasjenige, was durch Widerpart entsteht, was von der andern Seite her durch die Gegnerschaft von Luzifer und Ahriman entsteht, nicht wie etwas absolut Böses, nur wie ein relativ Böses. Nehmen wir nämlich auch die andere Seite der Sache in Betracht. Denken wir uns, der ursprüngliche göttliche Weltenplan mit der Erde wäre erfüllt worden; es wäre wirklich in regelmäßiger Weise, wie ich es angedeutet habe, der griechisch-lateinische Zeitraum herangekommen, und jener schöne, harmonische Menschentypus, von dem die Griechen geträumt haben, wäre nicht nur von den griechischen Bildhauern geformt worden, sondern wäre unter den Menschen umhergegangen und hätte immer mehr und mehr Platz gegriffen über die ganze Erde hin. Es wären nach und nach alle andern Menschenformen verschwunden, und nur dasjenige, was in der Veranlagung des Apollo-, des Zeustypus, des Dianatypus, des Athenetypus lebte, wäre über die Erde gewandelt und hätte, weil es sich erkannt hätte in der äußeren Anschauung, sich den Menschennamen gegeben. Es wäre der Menschenname möglich geworden, es wäre auch die Empfindung möglich geworden von der Gleichheit aller Menschen. Man möchte sagen, ein Menschentum in griechischer Schönheit hätte sich allmählich über die Erde ausgebreitet, und in unserer Zeit würde man schon sehen, wie die Menschheit hintendierte zu immer gleicherem Annähern an diesen griechischen schönen Menschentypus, der in seiner Fülle erreicht worden wäre, wenn die Erde an ihrem Ziel in der siebenten nachatlantischen Periode angekommen und zu anderer Daseinsstufe weitergeschritten wäre. Aber die Menschen würden in Unfreiheit — das müssen wir festhalten — zu dieser menschlichen Gemeinsamkeit gekommen sein. Der Mensch würde gezwungen worden sein, sich über die ganze Erde hin als ein gleiches Wesen anzusehen. All das, was unter die Menschen gekommen ist, sich als ungleich anzusehen, so daß der eine den andern nicht wie sich selber ansieht, der eine den andern nicht liebt wie sich selber, all das ist dadurch möglich geworden, daß eben nicht eine solche gleiche Gestalt gekommen ist. Sie können vielleicht fühlen, wenn wirklich das gekommen wäre, daß im Äußeren sich die Menschen so gleich geworden wären, wie sie hätten durch die ursprünglich göttlich-geistigen Kräfte werden sollen ohne den luziferisch-ahrimanischen Einschlag, dann hätte sich damit auch die Empfindung ausgebildet, daß man den Nächsten lieben muß wie sich selber; man hätte gar nicht anders gekonnt. Es wäre jedes andere ein Unsinn gewesen, ein Unsinn des Gefühls, ein Unsinn des Empfindens. Dasjenige aber, was nicht von außen kommen durfte, weil es den Menschen wie zu einem automatisch Liebenden gemacht hätte, zu einem solchen, der zwar in dem andern Menschen seinesgleichen geliebt hätte, aber nicht gewußt hätte, welche Kraft ihn zu diesem Lieben antreibt, dasjenige, was also in Unfreiheit gekommen wäre, das wurde gerade zur Freiheit dadurch vorbereitet, daß zugelassen wurde die Gegnerschaft. Dieses Zulassen der Gegnerschaft liegt also im ursprünglichen Weisheitsplane. Man kann sogar sagen: Wenn man weiter zurückgeht in der Erdenentwickelung, so wird erst die Gegnerschaft gegen die gleichmäßig fortschreitenden göttlich-geistigen Kräfte geschaffen, damit dann diese Gegnerschaft da sein könne und die Freiheit bewirken könne.

[ 21 ] We must now view things in our reflections exactly as we have just described. Then, of course, what arises through opposition—what arises from the other side through the antagonism of Lucifer and Ahriman—appears to us not as something absolutely evil, but only as something relatively evil. For let us also consider the other side of the matter. Let us imagine that the original divine plan for the world, including the Earth, had been fulfilled; the Greco-Roman era would indeed have arrived in an orderly manner, as I have indicated, and that beautiful, harmonious human type of which the Greeks dreamed would not only have been sculpted by Greek artists but would have walked among human beings and would have taken up more and more space across the entire Earth. Gradually, all other human forms would have disappeared, and only that which lived in the disposition of the Apollo type, the Zeus type, the Diana type, and the Athena type would have walked the Earth and, having recognized itself in outward appearance, would have given itself the name “human.” The name “human” would have become possible, and so too would the sense of the equality of all human beings. One might say that a humanity embodying Greek beauty would have gradually spread across the earth, and in our time we would already see how humanity is tending toward an ever-greater convergence with this beautiful Greek human type, which would have been fully realized had the earth reached its goal in the seventh post-Atlantean period and advanced to another stage of existence. But human beings would have arrived at this human commonality in a state of bondage—this we must note. Human beings would have been compelled to regard themselves as equal beings across the entire earth. Everything that has arisen among human beings—the tendency to view one another as unequal, so that one does not regard the other as oneself, nor love the other as oneself—all of this has become possible precisely because such a uniform form did not come to pass. You may be able to sense that if it had truly come to pass that, outwardly, human beings had become as equal as they were meant to be through the original divine-spiritual forces—without the Luciferic-Ahrimanic influence—then the feeling that one must love one’s neighbor as oneself would also have developed; one could not have done otherwise. Anything else would have been nonsense—nonsense of feeling, nonsense of perception. But that which was not allowed to come from outside—because it would have made human beings into automatic lovers, into beings who, while loving their fellow human beings as their equals, would not have known what force drives them to this love—that which would thus have come about without freedom was prepared precisely for freedom by the fact that opposition was permitted. This allowance of opposition is thus part of the original plan of wisdom. One might even say: If one goes further back in the development of the Earth, opposition is first created against the uniformly progressing divine-spiritual forces, so that this opposition might then exist and bring about freedom.

[ 22 ] Da sind wir an einem Punkt, wo man einsehen muß, daß die Begriffe etwas anders werden müssen, sobald man aus der physischen Betrachtung hinaufkommit in eine höhere Betrachtung. Es wird vielleicht manchem von Ihnen bekannt sein, daß man in der Philosophie von Antinomien spricht, daß Kant sogar nachgewiesen hat: Man kann mit demselben Recht beweisen «die Welt ist räumlich unendlich», und «die Welt ist räumlich begrenzt»; «die Welt hat einen Anfang genommen», und «die Welt hat nie einen Anfang genommen»; das eine wie das andere kann man in gleicher Weise streng notwendig beweisen. Warum? Weil die Logik aufhört, wenn man an dasjenige kommt, was man nicht mehr physisch erfassen kann. Man muß endlich einsehen lernen, daß nicht nur für dasjenige, worauf die Philosophen gekommen sind, diese menschliche physische Logik aufhört, sondern daß sie überhaupt aufhört, wenn man in andere als physische Daseinsformen einen Blick hineinwirft. Man darf sich nicht hinstellen und die Gegnerschaft von Luzifer und Ahriman so betrachten, wie man die Gegnerschaft eines guten und eines bösen Menschen auf Erden betrachtet. Die Fehler entstehen eben dadurch, daß man immerzu das Irdische auf das Außerirdische überträgt. Die meisten Menschen stellen sich unter Luzifer und Ahriman böse Wesenheiten vor, nur recht gesteigert, recht, recht gesteigert ins Unendliche hinaus. Aber so ist die Sache nicht, sondern man muß zugleich wissen, daß gewisse irdische Empfindungsnuancen, die wir mit den Begriffen verbinden, ihren Sinn verlieren, wenn man über das Irdische hinauskommt. So daß man nicht sagen kann: Da haben wir auf der einen Seite die guten Götter, auf der andern Seite die bösen Götter Luzifer und Ahriman —, und folgert dann, da müßte eigentlich im Weltenall Gericht gehalten werden; da müßte sich nun ein besonders hochgraduierter Weltenjurist auf den Weltengerichtsstuhl setzen und ein für allemal Luzifer und Ahriman einsperren; sie sollten eigentlich eingesperrt sein, damit die guten Götter nur hereinwirken können. — Gewiß, das kann im Erdenleben einen Sinn haben, daß man jemand einsperrt. Im Weltenall würde das keinen Sinn haben, denn da verlieren auch solche Begriffe ihre Bedeutung. Diese Gegnerschaften haben sich die guten Götter einst selber geschaffen, allerdings in einer vorigen Zeit, damit auf diese Weise sie ihre volle Kraft einsetzen können für diejenige Entwickelungsrichtung, die ich angedeutet habe. Damit da die Freiheit hineinkommen kann, damit der Mensch nicht durch äußere Anordnung der Formen zu einer unfreien Liebe kommen kann, haben sie das luziferische und ahrimanische Element aufgenommen, damit der Mensch von innen heraus zu einer Einheitlichkeit des Menschennamens über die ganze Erde hin kommen kann, von innen heraus. Sie haben erst die Menschen, ich möchte sagen, zersplittern lassen durch die Gegnerschaft, damit sie ihnen dann, nachdem die Leiblichkeit zersplittert war, in der Geistigkeit, in dem Christus, wiederum die Einheit geben konnten.

[ 22 ] We have reached a point where one must recognize that concepts must change somewhat as soon as one moves beyond the physical perspective to a higher level of consideration. Some of you may be aware that in philosophy one speaks of antinomies, and that Kant even demonstrated: One can prove with equal validity that “the world is spatially infinite” and that “the world is spatially finite”; that “the world had a beginning” and that “the world never had a beginning”; both can be proven with equal rigor and necessity. Why? Because logic ceases when one reaches that which can no longer be grasped physically. One must finally learn to recognize that this human, physical logic does not cease merely at the point where philosophers have arrived, but that it ceases altogether when one casts a glance into forms of existence other than the physical. One must not stand there and view the opposition between Lucifer and Ahriman in the same way one views the opposition between a good and an evil person on Earth. Errors arise precisely because one constantly transfers earthly concepts to the non-earthly realm. Most people have a mental image of Lucifer and Ahriman as evil beings, merely intensified—very, very intensely—into infinity. But that is not the case; rather, one must also realize that certain earthly nuances of feeling, which we associate with these concepts, lose their meaning once one goes beyond the earthly realm. So one cannot say: On the one hand, we have the good gods; on the other, the evil gods Lucifer and Ahriman—and then conclude that a judgment must actually be held in the universe; that a particularly high-ranking cosmic jurist must now take his seat on the cosmic judgment seat and imprison Lucifer and Ahriman once and for all; they ought to be imprisoned so that only the good gods can work their influence. — Certainly, imprisoning someone can make sense in earthly life. In the cosmos, however, this would make no sense, for there even such concepts lose their meaning. The good gods themselves once created these oppositions—albeit in a previous age—so that in this way they could devote their full power to the direction of development I have indicated. So that freedom might enter there, so that human beings might not be led to an unfree love through the external imposition of forms, they have incorporated the Luciferic and Ahrimanic elements, so that human beings might arrive, from within, at a unity of the human name across the entire Earth—from within. They first allowed humanity—I would say—to become fragmented through opposition, so that once physicality had been fragmented, they could then restore unity to them in the spiritual realm, in Christ.

[ 23 ] Und das ist auch mit der Sinn des Mysteriums von Golgatha, die Eroberung der Einheit der Menschen von innen heraus, Verschieden werden die Menschen immer mehr und mehr in bezug auf das Äußere, und das wird gerade bewirken, daß nicht Einförmigkeit, sondern Mannigfaltigkeit ist über die Erde hin. Das wird bewirken, daß die Menschen um so mehr Kraft anwenden müssen von innen heraus, um zur Einheit zu kommen. Rückschläge gegen diese Einheit des Menschen über die ganze Erde hin wird es immer geben. Wir sehen solche Rückschläge auftauchen. Dasjenige, was eigentlich für eine frühere Zeitepoche bestimmt war, erhält sich in eine spätere Zeitepoche hinein. Dasjenige, was bestimmt war, Verschiedenheit zu bewirken für einen bestimmten Zeitraum, stellt sich nebeneinander. Die Menschen bilden verschiedene Gruppen, und während sie sich ihre Einheit über die Erde erobern durch den Christus-Namen, durch den Christus-Impuls, bleibt die Verschiedenheit als Nachschläge vorhanden und wird immer vorhanden bleiben, indem die Menschen nur nach und nach sich ihre Einheit werden erobern können, und immer daneben die einzelnen Menschengruppen sich bis aufs Blut bekämpfen werden in bezug auf alles äußere Leben. Nachschläge sind da aus früheren Zeiten, die im Grunde genommen gegen den Christus-Impuls, nicht mit dem Christus-Impuls laufen.

[ 23 ] And that is also the meaning of the Mystery of Golgotha: the attainment of unity among human beings from within. Outwardly, people are becoming more and more diverse, and this will result not in uniformity, but in diversity across the earth. This will mean that people must exert all the more strength from within to achieve unity. There will always be setbacks to this unity of humanity across the entire earth. We see such setbacks emerging. What was actually intended for an earlier epoch persists into a later one. What was intended to bring about diversity for a specific period of time now coexists alongside it. People form various groups, and while they are striving to achieve their unity across the earth through the name of Christ, through the Christ impulse, diversity remains as a lingering effect and will always remain, since people will only be able to achieve their unity little by little, and alongside this, individual groups of people will continue to fight each other to the death in regard to all external aspects of life. These remnants are holdovers from earlier times that, in essence, run counter to the Christ impulse rather than in harmony with it.

[ 24 ] Allerdings, eine tiefe, tiefe Bedeutung dieses Christus-Impulses geht uns da auf. Aus wirklicher Erkenntnis heraus können wir sagen: Der Christus ist der Erretter der Menschheit von der Zersplitterung in Gruppen. Daß das noch nicht vollständig eingesehen werden kann von der ganzen Menschheit, das rührt eben davon her, daß das Alte nebeneinander sich erhalten hat. Wenn wir heute sehen, wie wenig noch einer der Nerven, die Gemeinsamkeit des Lebens im Christus-Impuls, von der Menschheit verstanden wird, dann hängt dies damit zusammen, daß dieses Begreifen von dem innersten Wesen des Menschen heraus ausgehen muß. Man muß sich darüber klarwerden, wie eigentlich in den nahezu zwei Jahrtausenden, in denen der Christus-Impuls innerhalb der Erdenaura wirkt, dieser Christus-Impuls unverstanden gewirkt hat. Denn vollständig verstanden werden kann er, wie wir oftmals hervorgehoben haben, erst durch dasjenige, was uns die Geisteswissenschaft erobert. Erst wenn eine Anzahl von Menschen immer mehr und mehr begreifen, denken, fühlen werden, was eigentlich in die Erdenentwickelung der Menschheit in dieser vierten nachatlantischen Periode hereingezogen ist, dann wird immer mehr dafür Verständnis kommen. Man kann es von der heutigen Menschheit noch nicht voll fordern. Denn denken Sie, wie wenig Menschen heute geneigt sind, anzuerkennen, daß diese vierte nachatlantische Periode, die griechisch-lateinische Zeit, eine solche prinzipielle, eine solche große Bedeutung hat in der ganzen Menschheitsentwickelung! Denken Sie, wie wenig Menschen heute geneigt sind, überhaupt eine solche nachatlantische Zeit anzuerkennen und das Griechisch-Lateinische in die Mitte hineinzustellen! Dazu ist eben notwendig, daß man aufgenommen hat diese Vorstellungen der Geisteswissenschaft. Man kommt sonst gar nicht darauf, das heißt, man kann nicht verstehen, wie es sich mit der Entwickelung der Menschheit verhält, wenn man diese Begriffe nicht aufgenommen hat.

[ 24 ] However, a deep, deep meaning of this Christ impulse dawns on us here. Based on true insight, we can say: Christ is the Savior of humanity from fragmentation into groups. The fact that this cannot yet be fully grasped by all of humanity stems precisely from the fact that the old ways have persisted alongside the new. When we see today how little humanity still understands one of the vital nerves—the commonality of life in the Christ impulse—this is because such understanding must spring from the innermost being of the human being. We must realize how, in the nearly two millennia during which the Christ impulse has been at work within the Earth’s aura, this Christ impulse has been active yet misunderstood. For, as we have often emphasized, it can only be fully understood through what Spiritual Science has revealed to us. Only when a number of people come to understand, think, and feel more and more what has actually been drawn into the Earth’s development of humanity during this fourth post-Atlantean period will understanding of it grow ever more widespread. One cannot yet fully demand this of humanity today. For just consider how few people today are inclined to acknowledge that this fourth post-Atlantean period—the Greco-Latin era—has such fundamental, such great significance in the entire development of humanity! Just consider how few people today are inclined to acknowledge such a post-Atlantean era at all, let alone to place the Greco-Latin period at its center! To do so, it is simply necessary to have taken these concepts of Spiritual Science to heart. Otherwise, one would not even think of it—that is, one cannot understand the nature of human development if one has not taken these concepts to heart.

[ 25 ] Dann ist es notwendig, daß man die ganze Bedeutung der Geister der Form aufnimmt, wie diese Geister der Form haben ausbilden wollen ein einheitliches Menschengeschlecht, das sie aber gleichsam versuchen wollten in sieben aufeinanderfolgenden Stufen auszubilden, und wie dieses einheitliche Menschengeschlecht zersplittert worden ist durch Luzifer-Ahriman, und wie durch den Christus-Impuls von innen heraus belebt worden ist diejenige Kraft, die trotz aller äußeren Verschiedenheit den einheitlichen Menschennamen sinnvoll über die ganze Erde hin ausbreiten will bis zum Ende der Erdenzeit.

[ 25 ] It is therefore necessary to grasp the full significance of the spirits of form—how these spirits of form sought to develop a unified human race, yet sought, as it were, to do so in seven successive stages, and how this unified human race was fragmented by Lucifer-Ahriman, and how, through the Christ impulse, the force has been enlivened from within—a force that, despite all external diversity, seeks to meaningfully spread the unified name of humanity across the entire Earth until the end of the Earth’s history.

[ 26 ] Zu verstehen, wie der Christus mitten darinsteht zwischen Luzifer und Ahriman, was er bedeutet gegenüber Luzifer und Ahriman, das ist eine der Hauptaufgaben der nächsten Zukunft. Daher wird immer wieder und wiederum in der menschlichen Betrachtung das auftreten müssen, daß man Luzifer und Ahriman nennt und den Christus-Impuls als das sieBekämpfende, als das, was die Erde rettet von dem einseitigen luziferisch-ahrimanischen Impuls. Das wird in dieser Form immer mehr dargestellt werden müssen.

[ 26 ] Understanding how Christ stands right in the middle between Lucifer and Ahriman, and what he signifies in relation to Lucifer and Ahriman—that is one of the main tasks of the near future. Therefore, human reflection will have to repeatedly and consistently address the fact that we speak of Lucifer and Ahriman, and of the Christ impulse as that which combats them—as that which saves the Earth from the one-sided Luciferic-Ahrimanic impulse. This will have to be presented more and more in this form.

[ 27 ] Deshalb ist es, daß in unserem Dornacher Bau an der hervorragendsten Stelle der Menschentypus hingestellt wird, wie er veranlagt war und durch den Christus von innen heraus wieder geschaffen werden soll, und das Luziferisch-Ahrimanische um ihn herum. Das wird die Bedeutung gerade dieser Mittelpunktsstatue unseres Dornacher Baues bilden. Man wird, wenn man diese Mittelfigur sich ansehen wird, sich sagen können: Ja, das haben die guten Götter gewollt. Es ist zunächst zersplittert worden, Luzifer und Ahriman erscheinen, aber sieghaft erscheint der Christus-Impuls, der das, was von außen ursprünglich veranlagt war, von innen heraus, vom Inneren des Menschen heraus wiederum herstellt, dadurch in dessen Freiheit herstellt.

[ 27 ] That is why, in our Dornach building, the human archetype—as it was originally intended and is to be recreated from within by Christ—is placed in the most prominent position, with the Luciferic-Ahrimanic forces surrounding it. This will be the significance of this central statue in our Dornach building. When one looks at this central figure, one will be able to say to oneself: Yes, this is what the good gods intended. It was initially fragmented; Lucifer and Ahriman appear, but the Christ impulse emerges victorious, restoring from within—from the very core of the human being—that which was originally endowed from without, thereby establishing it within the human being’s freedom.

[ 28 ] Dasjenige, was geleistet werden soll an Verständnis der Menschenentwickelung, das ist es, was gerade durch unseren Bau und dasjenige, was darin sein wird, vor die Menschheit gestellt werden soll. Was in der nächsten Zukunft für die Menschheit am allernotwendigsten ist, das ist bezweckt mit diesem Bau, daß abgeschaut, abgelauscht wird der Menschheitsentwickelung das, was für die nächste Zukunft am aller notwendigsten ist, und daß das gerade hingestellt wird.

[ 28 ] What needs to be accomplished in terms of understanding human development—that is precisely what is to be presented to humanity through our building and what will be contained within it. What is most essential for humanity in the near future is the very purpose of this building: to observe and discern from the course of human development what is most essential for the near future, and to present precisely that.

[ 29 ] Gewiß, es gibt viele Einwände, die da gemacht werden können. Solche Einwände sind uns auch schon gemacht worden. Wenn man die Bildwerke, die Skulpturwerke in unserem Bau betrachtet hat, so haben manche Leute gesagt: Ein richtiges Kunstwerk ist doch nur dasjenige, welches jeder gleich versteht, der es anschaut, wozu man nicht erst eine Erklärung braucht; wenn die Menschen da hineingehen, müssen ihnen die Dinge erst theoretisch erklärt werden. — So sagen einem die Leute gewöhnlich. Wenn die Menschen nur ein klein wenig denken würden! Stellen Sie sich einmal einen Menschen vor, der ganz und gar ein Türke ist und nichts anderes versteht als dasjenige, was im Koran ist, der niemals etwas gehört hat von Christus als dasjenige, daß er das Christentum zu bekämpfen hat, stellen Sie sich so einen richtigen Türken vor; ich will gar nicht einmal sagen einen Chinesen, sondern einen Türken und führen Sie ihn vor die Sixtinische Madonna und präsentieren Sie sie einfach, ohne daß man ihm eine Erklärung gibt, stellen Sie sich das vor! Selbstverständlich kann nur der ein Kunstwerk verstehen, der in der ganzen geistigen Strömung lebt, aus der heraus das Kunstwerk entstanden ist. So werden unsere Idealgestalt mit Ahriman und Luzifer nur diejenigen verstehen können, die in dieser Strömung darin sind. Das aber haben die Kunstwerke in aller Zeit gemein, daß sie nur verständlich sind für diejenigen, die innerhalb dieser Geistesströmung darin sind. Sie können nur innerhalb dieser Geistesströmung echte Kunstwerke sein, aber die geistige Richtung, die muß in ihnen liegen. Gerade so, wie der, der die Sixtinische Madonna versteht oder, sagen wir, die Verklärung des Christus von Raffael, wie der irgend etwas aus dieser Geistesströmung wissen muß, aus der das Bild erwachsen ist, so muß selbstverständlich derjenige, der irgend etwas in unserem Bau angeschaut hat, dasjenige in seiner Seele, in seinem Herzen haben, was zu unserer Geistesströmung gehört. Dann aber, wenn man das in der Seele hat, muß das Kunstwerk selber sprechen, dann braucht niemand irgend etwas darauf zu schreiben als Erklärung, einen Namen oder so etwas.

[ 29 ] Certainly, there are many objections that could be raised. Such objections have already been raised to us. When people have looked at the paintings and sculptures in our building, some have said: A true work of art is only one that everyone who looks at it understands immediately, one that doesn’t require an explanation; when people go in there, the works have to be explained to them theoretically first. — That’s what people usually say. If only people would think just a little bit! Imagine a person who is a Turk through and through and understands nothing but what is in the Quran, who has never heard anything about Christ other than that he must fight against Christianity—imagine such a true Turk; I don’t even want to say a Chinese person, but a Turk—and take him before the Sistine Madonna and simply present it to him without giving him an explanation; just imagine that! Of course, only someone who lives within the entire spiritual current from which the work of art emerged can understand it. Thus, our ideal figures—Ahriman and Lucifer—will be understood only by those who are immersed in that spiritual current. But this is what works of art throughout history have in common: they are comprehensible only to those who are within that spiritual current. They can be true works of art only within that spiritual current, but the spiritual direction must be inherent in them. Just as someone who understands the Sistine Madonna or, say, Raphael’s Transfiguration of Christ must know something of the spiritual current from which the painting arose, so, of course, anyone who has looked upon anything in our building must have within their soul, within their heart, that which belongs to our spiritual current. But once one has that within one’s soul, the work of art must speak for itself; then no one needs to write anything on it by way of explanation—a name or anything of the sort.

[ 30 ] Wenn also ein Mensch eines unserer Glasfenster anschaut und er sieht unten eine Art Sarg mit einem Toten darin und weiter hinauf sieht er an einem Windeweg, an etwas, das er als einen gewundenen Weg erkennt, zum Beispiel einen alten Mann, einen Jüngling, eine Jungfrau und ein Kind stehen. Wenn er unsere Geistesströmung aufgenommen hat, dann wird er sehen, daß das die Rückschau ist. Wenn man unmittelbar die Pforte des Todes durchschritten hat, sieht man das Erdenleben rückschauend. Man muß dies natürlich wissen. Dann aber wirkt das Bild durch das, was es enthält, geradeso wie die Sixtinische Madonna _ für denjenigen, der die christliche Geschichte kennt, durch das, was das Bild enthält, wirkt, aber nicht wirkt auf den Türken. Ebenso kann natürlich auch dasjenige, was in unserem Bau erscheint, nicht auf denjenigen wirken, der diese Geistesströmung nicht in sich aufgenommen hat. Man muß diese Dinge nur wirklich in der richtigen Weise ansehen.

[ 30 ] So when a person looks at one of our stained-glass windows and sees at the bottom a kind of coffin with a dead person inside, and further up along a winding path—something he recognizes as a winding path—he sees, for example, an old man, a young man, a maiden, and a child standing there. Once they have taken in our spiritual current, they will see that this is a retrospective view. Immediately after passing through the gate of death, one looks back on one’s earthly life. Of course, one must know this. But then the image takes effect through what it contains, just as the Sistine Madonna—for those familiar with Christian history—takes effect through what the image contains, yet has no effect on a Turk. Similarly, of course, what appears in our temple cannot have an effect on those who have not absorbed this spiritual current within themselves. One must simply view these things in the right way.

[ 31 ] Das wollte ich vorzugsweise klarmachen, daß der Christus im Laufe der Erdenentwickelung derjenige Geist aus dem Weltenall war, der auf geistige Weise dasjenige gebracht hat, was zwar auf äußere Formweise veranlagt werden mußte, was aber auf diese äußere Formweise nicht hat zu Ende kommen können, weil sonst der Mensch ein Automat der Liebe und der Menschengleichheit geworden wäre. Auf dem physischen Plan ist es einmal ein Grundgesetz, daß alles durch Gegensätzlichkeiten, alles durch Polaritäten wirken muß. Nicht hat einfach, wie eben eine kindliche Menschenweisheit sagen könnte, das göttliche Wirken heruntersenden können gleich im Anfange der Erdenentwickelung den Christus, denn dann wäre dieser Gegensatz des äußeren Zerstreuens und des inneren Sammelns nimmermehr entstanden. Unter diesem Gegensatz, unter dieser Polarität muß aber die Menschheit leben. Dann bringt man dem Christus die richtigen Empfindungen entgegen, so daß er immer mehr werden kann dasjenige Wesen, das unser eigenes Ich im Innersten ausfüllt, wenn man ihn ansieht als den Erretter der Erdenmenschheit aus der Zerstreuung heraus. Überall, wo man wirklich diese Vereinigung der ganzen Menschheit durch den Christus über die Erde hin aufzufassen in der Lage ist, da ist Christentum. Es wird in der Zukunft wenig davon abhängen, ob dasjenige, was der Christus ist, auch noch der Christus geheißen wird, aber davon wird viel abhängen, daß man in dem Christus den Vereinheitlicher der ganzen Menschheit auf einem geistigen Wege sucht und daß man sich abfindet mit dem Gedanken, daß äußere Mannigfaltigkeit immer größer und größer werden wird in der Welt.

[ 31 ] What I wanted to make clear above all is that, in the course of Earth’s evolution, Christ was the Spirit from the universe who, in a spiritual way, brought about that which, although it had to be laid down in an outward form, could not be brought to completion in that outward form—for otherwise, humanity would have become an automaton of love and human equality. On the physical plane, it is a fundamental law that everything must operate through opposites, through polarities. Divine action could not simply—as a childish human saying might put it—send down the Christ right at the beginning of Earth’s development, for then this contrast between outward dispersion and inward gathering would never have arisen. Yet humanity must live within this contrast, within this polarity. Then one can meet the Christ with the right feelings, so that he may increasingly become the very being who fills our own innermost self, when one regards him as the Savior of humanity on Earth from the state of dispersion. Wherever one is truly able to grasp this unification of all humanity through the Christ across the Earth, there is Christianity. In the future, little will depend on whether that which Christ is will still be called “Christ,” but much will depend on seeking in Christ the unifier of all humanity along a spiritual path and on coming to terms with the idea that outward diversity will become ever greater and greater in the world.

[ 32 ] Aber man wird sich auch damit abfinden müssen, daß noch viele Rückschläge gegen diese geistige Erfassung des Christus-Impulses kommen. Dasjenige, was statt nacheinander nebeneinander aufgetreten ist, wird noch lange, lange auf der Erde Kräfte entfachen, die gegen eine geistige Erfassung der Menschheitsgleichheit über die ganze Erde hin ankämpfen. Das wird noch viele, viele furchtbare Stürme geben, und zum großen Teil haben diese Stürme den Sinn, den luziferisch-ahrimanischen Kampf fortzusetzen gegen den Christus-Impuls. Und es wird eine der größten, eine der schönsten, der bedeutendsten Errungenschaften sein, wenn wir schon in unserer Zeit wenigstens ein kleines Häuflein von Menschen sein können, die Verständnis für diesen Vereinheitlichungsgedanken der ganzen Menschheit haben, Verständnis dafür, wie luziferisch-ahrimanische Zurückgebliebenheiten auf der Erde Spezielles erstreben in einzelnen Menschengruppen mit Ausschluß anderer Menschengruppen. Es ist wirklich schwierig, heute schon ein letztes Wort über diese Dinge zu sagen. Ein letztesWort über diese Dinge gesprochen, würde heute, so wie die Menschenherzen einmal sind, eher aufreizend, eher bestürzend wirken, eher Widerstand, vielleicht sogar Haß und Schmähung herausfordern, als daß es im Sinne des Christus-Impulses wirkte. Aber so viel eben gesagt werden kann über dieses Prinzip im Christus-Impuls, das die Errettung der Menschheit aus der leiblichen Zersplitterung in die geistige Vereinheitlichung hinein ist, das muß ausgesprochen werden, denn das muß wirksam und immer wirksamer werden innerhalb der Menschheitsentwickelung. Ruhig und mutig muß man entgegengehen können der Vermannigfaltigung der Menschennatur, weil man weiß, man kann in alle die menschlichen Verschiedenheiten hinein ein Wort tragen, das nicht nur ein Wort des Sprechens, sondern das ein Wort der Kraft ist. Mögen Gruppen, die sich gegenseitig bekämpfen, innerhalb des Erdendaseins auftreten, mögen wir der einen oder der andern dieser Gruppen angehören, wissen können wir, daß wir in jede der Gruppen etwas hineintragen können, was sprechen darf: «Nicht ich, sondern der Christus in mir», und das, was der «Christus in mir» ist, das bewirkt keine Gruppierungen, das bewirkt, daß die Glorie des Menschennamens über die ganze Erde hin sich wirk lich ausbreiten kann. Das ist eine der praktischen Seiten, eine der moralisch-ethischen Sei ten unserer geisteswissenschaftlichen Bestrebungen, daß lebendig werden kann durch das Verständnis unserer Geisteswissenschaft dies, daß — in welche der sich bekämpfenden Menschengruppen wir auch unser Ich hineintragen — wir in die sich bekämpfenden Menschengruppen die Kraft hineintragen, die da kommt von dem Wort «Nicht ich, sondern der Christus in mir». Damit tragen wir etwas hinein, was der ganzen Menschheit, nicht einer einzelnen Gruppe angehört, und das ist dasjenige, was erst zum wahren geistigen Verständnis des Christentums führen kann.

[ 32 ] But we will also have to accept that there will still be many setbacks to this spiritual grasp of the Christ impulse. That which has arisen side by side rather than one after the other will continue for a long, long time to stir up forces on Earth that fight against a spiritual grasp of the equality of humanity across the entire globe. There will still be many, many terrible storms, and to a large extent, these storms serve the purpose of continuing the Luciferic-Ahrimanic struggle against the Christ impulse. And it will be one of the greatest, one of the most beautiful, and one of the most significant achievements if, even in our time, we can be at least a small group of people who understand this idea of unifying all of humanity—an understanding of how Luciferic-Ahrimanic backwardness on Earth strives for particularity within individual groups of people while excluding other groups. It is truly difficult to say a final word on these matters today. A final word spoken on these matters today, given the state of human hearts, would be more likely to provoke, to shock, and to elicit resistance—perhaps even hatred and abuse—than to work in the spirit of the Christ impulse. But whatever can be said at this point about this principle within the Christ impulse—which is the salvation of humanity from physical fragmentation into spiritual unification—must be spoken, for it must become effective and ever more effective within the course of human development. One must be able to face the diversity of human nature calmly and courageously, because one knows that one can bring into all these human differences a word that is not merely a spoken word, but a word of power. Even if groups that fight one another arise within earthly existence, and even if we belong to one or the other of these groups, we can know that we can bring into each of these groups something that may speak: “Not I, but the Christ within me,” and what the “Christ within me” is—this does not give rise to factions; rather, it enables the glory of the human name to truly spread across the entire earth. This is one of the practical aspects, one of the moral and ethical aspects of our spiritual scientific endeavors: that through an understanding of our Spiritual Science, this can come to life—namely, that—whichever of the conflicting human groups we bring our “I” into—we bring into those conflicting human groups the power that comes from the words “Not I, but the Christ within me.” In this way, we bring in something that belongs to all of humanity, not to a single group, and this is what alone can lead to a true spiritual understanding of Christianity.

[ 33 ] Große geistige Weltenwege, sie drücken sich immer darinnen aus, daß sie zuletzt auf einfache Worte gebracht werden. Versuchen wir nun einmal, in welch einfachen Worten im Grunde genommen die ganze Summe des fast zwei Jahrtausende in die Welt gedrungenen Christentums ausgesprochen werden kann. Nur werden diese einfachen Worte erst auf Grundlage von breiten Entwickelungen erreicht. Sie waren nicht gleich da, diese einfachen Worte, in die das Christentum gefaßt werden kann, sie mußten erst errungen werden. Nun, dessen dürfen wir uns ganz klar sein: Wir gehören zu denen, die erst daran arbeiten, daß einmal ganz, ganz einfache Worte werden gefunden werden müssen, die zusammenfassen, in einer ungemein primitiven Weise werden zusammenfassen die Wahrheiten, die wir heute ausbreiten und entwickeln müssen, Aber ohne diese Entwickelung würde das Einfache niemals kommen können. Dessen können wir sicher sein: Wenn wir auch heute noch nicht in der Lage sind, aus irgendeiner Sprache heraus die einfachen Worte formen zu können, die unsere geisteswissenschaftlichen Bestrebungen, ich möchte sagen, auf einer Viertelseite zusammenfassen, so daß sie einleuchten können allem menschlichen Geistesstreben, wie das beim Christentum wirklich geschehen kann, beim Christentum, wie es vor zwei Jahrtausenden entstanden ist, so wird in diesen einfachen Formulierungen doch etwas stecken von dem, was ich gerade heute versuchte, Ihnen anzudeuten, etwas, was den geistigen Blick hinwenden wird auf die Entwickelung der Menschheit, auf die Bedeutung der griechisch-lateinischen Zeit, auf das Hereinfallen des Mysteriums von Golgatha in diese Zeit, auf den Gegensatz, auf die Polarität von Christus und Luzifer-Ahriman. Das, was in allem erkannt werden kann, wird sich zusammendrängen in wenige Worte, die dann so auf die zukünftige Menschheit gehen werden, wie etwa, wenn wir heute aussprechen «Du sollst Gott über alles lieben und deinen Nächsten wie dich selbst». Wie darin etwas liegt, was in langer Entwickelung erst errungen werden mußte, so wird man in einfachen Worten die Dinge später zusammenfassen. Dann werden sie den Menschen einleuchten.

[ 33 ] Great spiritual paths of the world always express themselves in such a way that they can ultimately be reduced to simple words. Let us now try to see in what simple words, fundamentally speaking, the entire sum of Christianity—which has permeated the world for nearly two millennia—can be expressed. Yet these simple words are attained only on the basis of broad developments. These simple words, into which Christianity can be encapsulated, were not there from the start; they first had to be won. Well, let us be quite clear about this: We are among those who are working toward the goal that one day very, very simple words will have to be found—words that will summarize, in an exceedingly primitive way, the truths that we must expound and develop today. But without this development, simplicity could never emerge. We can be certain of this: even if we are not yet able today to formulate, in any language, the simple words that would summarize our endeavors in Spiritual Science—I would say—on a quarter of a page, so that they might be comprehensible to all human spiritual striving, just as this has truly happened with Christianity—Christianity as it arose two millennia ago— then there will still be something in these simple formulations of what I have just tried to hint at to you today—something that will direct the spiritual gaze toward the development of humanity, toward the significance of the Greco-Latin era, toward the entry of the Mystery of Golgotha into this era, and toward the contrast, the polarity, of Christ and Lucifer-Ahriman. What can be recognized in all things will be condensed into a few words that will then speak to future humanity, much as when we say today, “You shall love God above all else and your neighbor as yourself.” Just as there is something in this that had to be achieved through a long process of development, so too will things be summarized in simple words later on. Then they will become clear to people.

[ 34 ] Aber unsere geistige Arbeit ist dazu notwendig, denn das Einfache in der geistigen Entwickelung der Menschheit entsteht erst dann, wenn Menschen sich entschlossen haben, durch längere Zeit hindurch die Einzelheiten kennenzulernen. Zu dem sind Sie aufgerufen, mitzutun an dieser Entwickelung, die dann dazu führt, daß etwas in einfacher, lichter Klarheit vor die Menschheit hintritt, was heute aus dem Grunde, weil wir noch nicht die Worte in den Sprachen dafür haben, noch nicht ausgesprochen werden kann, wohin aber unsere Geisteswissenschaft tendieren muß. Wenn Sie sich in einer solchen geistigen Strömung fühlen und gerne innerhalb dieser geistigen Strömung sind, weil Sie sie für eine Notwendigkeit innerhalb der Menschheitsentwickelung erkennen, dann sind Sie mit dem rechten Sinn in dieser geistigen Bewegung, sind so in dieser geistigen Bewegung, daß Sie das Größte, wohin diese geistige Bewegung tendiert, in der richtigen Weise anschauen aus immer besserem Verständnis der Gegensätzlichkeit des Christus und Luzifer-Ahrimans und der Notwendigkeit dieses Gegensatzes.

[ 34 ] But our spiritual work is necessary for this, because simplicity in humanity’s spiritual development arises only when people have resolved to familiarize themselves with the details over an extended period of time. You are called upon to participate in this development, which will then lead to something emerging before humanity in simple, luminous clarity—something that cannot yet be articulated today simply because we do not yet have the words for it in our languages, but toward which our Spiritual Science must strive. If you feel yourself part of such a spiritual current and are happy to be within it because you recognize it as a necessity in the development of humanity, then you are in this spiritual movement in the right sense; you are in it in such a way that you view the greatest goal toward which this spiritual movement is tending in the proper way, out of an ever-deepening understanding of the opposition between Christ and Lucifer-Ahriman and the necessity of this opposition.

[ 35 ] Das ist es, was ich gerade heute vor Ihre Seelen hinstellen wollte. Es hängt das ja zusammen mit der Frage nach dem Sinn unserer ganzen Erdenentwickelung. So ist es doch, daß, wenn Geister von andern Planeten auf die Erde hinabschauen und fragen: Welches ist der Sinn dieser Erdenentwickelung? — sie diesen Sinn erkennen werden, wenn sie etwas erfahren von dem Mysterium von Golgatha. Denn alles, was im Laufe der Erdenentwickelung geschieht, erlangt erst seinen Sinn durch das Mysterium von Golgatha. Das strahlt hinaus in den Weltenraum und gibt allem andern, was von der Erde hinausstrahlt, seinen Sinn, seinen Mittelpunktssinn!

[ 35 ] This is what I wanted to present to your souls today. It is, after all, connected to the question of the meaning of our entire earthly evolution. It is indeed the case that when spirits from other planets look down upon Earth and ask, “What is the meaning of this earthly evolution?” — they will recognize this meaning when they learn something of the Mystery of Golgotha. For everything that happens in the course of Earth’s evolution only attains its meaning through the Mystery of Golgotha. This radiates out into the cosmos and gives everything else that radiates out from Earth its meaning, its central meaning!