Humanity's Internal Impulses for Development
Goethe and the Crisis of the Nineteenth Century
GA 171
24 September 1910, Dornach
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Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit
Fünfter Vortrag
Fünfter Vortrag
[ 1 ] Es ist notwendig, daß im Zusammenhang mit dem gestern Angedeuteten gerade jetzt bei uns einige Dinge gesagt werden, die gewissermaßen doch auch im Zusammenhang stehen mit einigen Ausführungen, die ich vor einiger Zeit, vor acht Tagen hier gemacht habe. Und da eine Anzahl Freunde, die zur Johannesbau-Vereins-Versammlung gekommen sind, damals nicht anwesend waren, so werde ich im Laufe der Betrachtungen, die uns nun bevorstehen, einiges von dem, was schon in diesen Wochen gesagt worden ist, wiederholen. Es wird das ja auch insoferne von dem Gesichtspunkte aus nicht ganz unwichtig sein, als gerade von diesen wichtigen, bedeutungsvollen Dingen manches mißverstanden worden ist, wie ich aus der einen und aus der anderen Bemerkung gesehen habe.
[ 1 ] Es ist notwendig, daß im Zusammenhang mit dem gestern Angedeuteten gerade jetzt bei uns einige Dinge gesagt werden, die gewissermaßen doch auch im Zusammenhang stehen mit einigen Ausführungen, die ich vor einiger Zeit, vor acht Tagen hier gemacht habe. Und da eine Anzahl Freunde, die zur Johannesbau-Vereins-Versammlung gekommen sind, damals nicht anwesend waren, so werde ich im Laufe der Betrachtungen, die uns nun bevorstehen, einiges von dem, was schon in diesen Wochen gesagt worden ist, wiederholen. Es wird das ja auch insoferne von dem Gesichtspunkte aus nicht ganz unwichtig sein, als gerade von diesen wichtigen, bedeutungsvollen Dingen manches mißverstanden worden ist, wie ich aus der einen und aus der anderen Bemerkung gesehen habe.
[ 2 ] Machen wir uns vorerst vor allen Dingen dieses klar, daß der Gang der Evolution, wie wir ihn kennengelernt haben für die großen Erscheinungen des Weltgeschehens, sich überall wirksam zeigt, wirksam zeigt sowohl, wenn wir ins Auge fassen die großen Erscheinungen des Kosmos, wie auch dieErscheinungen des menschlichen geschichtlichen Werdens, der menschlichen geschichtlichen Entwickelung. Für unsere Gegenwart muß uns ganz besonders der sogenannte vierte nachatlantische Zeitraum interessieren, den wir bezeichnen als den Zeitraum, in dem sich ausgebildet hat, groß geworden ist die griechisch-lateinische, die griechisch-romanische Kultur. Sie wissen, von dem Gesichtspunkt geisteswissenschaftlicher Betrachtung müssen wir diesen Zeitraum rechnen bis zum Beginne des 15. Jahrhunderts. Und mit dem Anfang des 15. Jahrhunderts beginnt das wirksam zu sein in den europäischen Kulturverhältnissen, auf das wir ja auch gestern zum Beispiel hingedeutet haben. Wenn wir nun wiederum den vierten nachatlantischen Zeitraum ins Auge fassen, dieses griechisch-romanische Wesen, so erscheint es uns in einer gewissen Art wie ein Wiederaufleben desjenigen, was während der Zeit der Atlantis an Menschheitskultur über die Erde hingegangen ist. Wir haben es ja an verschiedenen Orten ausgeführt, wie die Gedanken, Empfindungen, auch das soziale Leben der Griechen erklärlich sind, wenn man eben ins Auge faßt, daß dieser vierte nachatlantische Zeitraum in gewissem Sinne eine Wiederholung der atlantischen Kultur ist; nur daß die atlantische Kultur elementarer, viel instinktiver war, die griechische und romanische Kultur mehr vergeistigt die Wiederholung darstellt. Was in der Atlantis unmittelbares Erleben war, wurde innerhalb Griechenlands durch die Phantasie, durch die phantasievollen Imaginationen, auch durch den Gedanken und durch den wiederum von der Phantasie inspirierten Willen in Wirklichkeit umgesetzt.
[ 2 ] Machen wir uns vorerst vor allen Dingen dieses klar, daß der Gang der Evolution, wie wir ihn kennengelernt haben für die großen Erscheinungen des Weltgeschehens, sich überall wirksam zeigt, wirksam zeigt sowohl, wenn wir ins Auge fassen die großen Erscheinungen des Kosmos, wie auch dieErscheinungen des menschlichen geschichtlichen Werdens, der menschlichen geschichtlichen Entwickelung. Für unsere Gegenwart muß uns ganz besonders der sogenannte vierte nachatlantische Zeitraum interessieren, den wir bezeichnen als den Zeitraum, in dem sich ausgebildet hat, groß geworden ist die griechisch-lateinische, die griechisch-romanische Kultur. Sie wissen, von dem Gesichtspunkt geisteswissenschaftlicher Betrachtung müssen wir diesen Zeitraum rechnen bis zum Beginne des 15. Jahrhunderts. Und mit dem Anfang des 15. Jahrhunderts beginnt das wirksam zu sein in den europäischen Kulturverhältnissen, auf das wir ja auch gestern zum Beispiel hingedeutet haben. Wenn wir nun wiederum den vierten nachatlantischen Zeitraum ins Auge fassen, dieses griechisch-romanische Wesen, so erscheint es uns in einer gewissen Art wie ein Wiederaufleben desjenigen, was während der Zeit der Atlantis an Menschheitskultur über die Erde hingegangen ist. Wir haben es ja an verschiedenen Orten ausgeführt, wie die Gedanken, Empfindungen, auch das soziale Leben der Griechen erklärlich sind, wenn man eben ins Auge faßt, daß dieser vierte nachatlantische Zeitraum in gewissem Sinne eine Wiederholung der atlantischen Kultur ist; nur daß die atlantische Kultur elementarer, viel instinktiver war, die griechische und romanische Kultur mehr vergeistigt die Wiederholung darstellt. Was in der Atlantis unmittelbares Erleben war, wurde innerhalb Griechenlands durch die Phantasie, durch die phantasievollen Imaginationen, auch durch den Gedanken und durch den wiederum von der Phantasie inspirierten Willen in Wirklichkeit umgesetzt.
[ 3 ] Nun müssen wir ins Auge fassen, daß diese griechisch-romanische Kultur für diejenigen Mächte, die wir bezeichnen mit den Ausdrücken luziferische und ahrimanische Mächte, eine Enttäuschung war, eine tiefe Enttäuschung; denn diese luziferischen und ahrimanischen Mächte derjenigen Hierarchie, welche gewissermaßen der menschlichen Hierarchie am nächsten steht, die wollten, daß das Atlantiertum, so wie es als Atlantiertum war, einfach wiederum aufleben sollte im vierten nachatlantischen Zeitraum. Das heißt, es sollte alles, was den atlantischen Zeitraum in seinem Wesen ausmacht — Sie können ja das in der «Geheimwissenschaft im Umriß» oder in dem kleinen Büchelchen «Unsere atlantischen Vorfahren» nachlesen —, alles, was das Wesentliche des atlantischen Zeitraums ausmacht, das sollte nach der Absicht der luziferischen und ahrimanischen Mächte während der griechischen und romanischen Zeit wiederholt werden. Diese Absicht wurde durchkreuzt, indem eben die Menschheit auf eine höhere, der nachatlantischen Zeit entsprechende Stufe gebracht worden ist. Das, was das Große, das bedeutungsvolle Neue gegenüber der Atlantis am Griechentum, am Römertum ist, das bildete für die luziferischen und ahrimanischen Mächte eine geistige Enttäuschung. Die luziferischen und ahrimanischen Mächte wollten in dem griechischen Volke durch ihre verschiedenen Einflüsse ein solches Volk erziehen, welches geneigt gewesen wäre, die Phantasiekräfte in der Seele so auszubilden, daß die Seelen allmählich erdenmüde geworden wären, daß die Seelen keine Neigung gehabt hätten, sich weiter lange auf der Erde zu inkarnieren, sondern gewissermaßen als Seelen von der Erde abzuziehen und ein eigenes Reich, einen eigenen Planeten zu begründen. Dieses ist dadurch zunichte gemacht worden, daß durch die Führung derjenigen Mächte, die wir die regulären Hierarchien nennen, die Phantasie der Griechen und die Beeinflussung des sozialen Lebens durch Phantasie in die Freude am Irdischen umgewandelt worden ist, daß die Freude am IrdischSinnlichen aufgenommen worden ist, daß der Grieche nicht bloß in der phantasievollen Imaginationswelt leben wollte, um allmählich die Seele dem Erdendasein zu entfremden, sondern sogar bis zu der Stimmung kam, die ausgedrückt wird in dem berühmten, von mir schon öfter angeführten Satze: Lieber ein Bettler auf der Erde, als ein König im Reiche der Schatten. — Durch dieses freudevolle Erleben der Welt zwischen der Geburt und dem Tode sollte durch die regulären Mächte das Griechentum der Gefahr entrissen werden, welche die luziferischen Mächte mit ihm vorhatten: die Seelen fortzuführen, so daß auf der Erde die Leiber, die noch geboren worden wären, ichlos über die Erde gegangen wären und die Seelen fortgewesen wären in einem besonderen Planeten für sich.
[ 3 ] Nun müssen wir ins Auge fassen, daß diese griechisch-romanische Kultur für diejenigen Mächte, die wir bezeichnen mit den Ausdrücken luziferische und ahrimanische Mächte, eine Enttäuschung war, eine tiefe Enttäuschung; denn diese luziferischen und ahrimanischen Mächte derjenigen Hierarchie, welche gewissermaßen der menschlichen Hierarchie am nächsten steht, die wollten, daß das Atlantiertum, so wie es als Atlantiertum war, einfach wiederum aufleben sollte im vierten nachatlantischen Zeitraum. Das heißt, es sollte alles, was den atlantischen Zeitraum in seinem Wesen ausmacht — Sie können ja das in der «Geheimwissenschaft im Umriß» oder in dem kleinen Büchelchen «Unsere atlantischen Vorfahren» nachlesen —, alles, was das Wesentliche des atlantischen Zeitraums ausmacht, das sollte nach der Absicht der luziferischen und ahrimanischen Mächte während der griechischen und romanischen Zeit wiederholt werden. Diese Absicht wurde durchkreuzt, indem eben die Menschheit auf eine höhere, der nachatlantischen Zeit entsprechende Stufe gebracht worden ist. Das, was das Große, das bedeutungsvolle Neue gegenüber der Atlantis am Griechentum, am Römertum ist, das bildete für die luziferischen und ahrimanischen Mächte eine geistige Enttäuschung. Die luziferischen und ahrimanischen Mächte wollten in dem griechischen Volke durch ihre verschiedenen Einflüsse ein solches Volk erziehen, welches geneigt gewesen wäre, die Phantasiekräfte in der Seele so auszubilden, daß die Seelen allmählich erdenmüde geworden wären, daß die Seelen keine Neigung gehabt hätten, sich weiter lange auf der Erde zu inkarnieren, sondern gewissermaßen als Seelen von der Erde abzuziehen und ein eigenes Reich, einen eigenen Planeten zu begründen. Dieses ist dadurch zunichte gemacht worden, daß durch die Führung derjenigen Mächte, die wir die regulären Hierarchien nennen, die Phantasie der Griechen und die Beeinflussung des sozialen Lebens durch Phantasie in die Freude am Irdischen umgewandelt worden ist, daß die Freude am IrdischSinnlichen aufgenommen worden ist, daß der Grieche nicht bloß in der phantasievollen Imaginationswelt leben wollte, um allmählich die Seele dem Erdendasein zu entfremden, sondern sogar bis zu der Stimmung kam, die ausgedrückt wird in dem berühmten, von mir schon öfter angeführten Satze: Lieber ein Bettler auf der Erde, als ein König im Reiche der Schatten. — Durch dieses freudevolle Erleben der Welt zwischen der Geburt und dem Tode sollte durch die regulären Mächte das Griechentum der Gefahr entrissen werden, welche die luziferischen Mächte mit ihm vorhatten: die Seelen fortzuführen, so daß auf der Erde die Leiber, die noch geboren worden wären, ichlos über die Erde gegangen wären und die Seelen fortgewesen wären in einem besonderen Planeten für sich.
[ 4 ] Dagegen hat Ahriman im Romanentum gewissermaßen Luzifer Hilfe leisten wollen, indem er das Römische Reich und seine Nachfolger so gestalten wollte, daß es ein großer irdischer Mechanismus nur geworden wäre für Ich-lose Menschenwesen. Dadurch wäre er gewissermaßen für Luzifer eine Hilfe geworden. Während Luzifer den Saft der Zitrone, möchte ich sagen, herausziehen wollte für sich, war Ahriman damit beschäftigt im Römischen Reiche, die Zitrone auszupressen und sie dort zu einem mechanistischen Staatsorganismus zu machen. So arbeiten sich ja Ahriman und Luzifer in die Hände. Das war durchkreuzt worden dadurch, daß die Bevölkerung des römischen Reichs den Begriff des «Civis» ausbildete, den Begriff des römischen Bürgers ausbildete im eminentesten egoistischen Sinne, und der menschliche Egoismus kann sich nur entwickeln innerhalb des physischen Erdendaseins. Dadurch wurde Ahrimans Absicht durchkreuzt, die Menschen ichlos zu gestalten. Gerade was das Rauhe, Phantasielose an der römischen Kultur ist, das ist das, was die Absichten Ahrimans durch den Egoismus der römischen Politik und des römischen Rechtes durchkreuzt hat. So war die griechische Zeit und die römische Zeit für Luzifer und Ahriman eine große Enttäuschung. Sie hatten einmal wiederum ihre Absichten nicht erreicht. Das ist überhaupt das Schicksal Luzifers und Ahrimans, daß sie mit ihren Kräften in der Erdenevolution wirken und immer wieder und wiederum die größten Anstrengungen machen, um zurückzuhalten den weiteren Fortgang der Evolution und ein Reich für sich zu begründen, und immer wieder und wiederum Enttäuschung in dieser Beziehung erleben müssen. Ich habe schon gesagt, derjenige, der da glaubt: Warum sind Luzifer und Ahriman nicht so weit, daß sie nun endlich einsehen, daß ihre Bemühungen ohne Wert sind? — der beurteilt das Geistige nach dem Menschlichen. Luzifer und Ahriman haben eben eine andere Urteilskraft als die Menschen, und man kann nicht das vom menschlichen Standpunkte aus beurteilen, was man beobachtet in der geistigen Welt, sonst würde man sich sehr bald für viel gescheiter halten als ein Gott oder überhaupt als ein Wesen, das einer höheren hierarchischen Ordnung angehört; und Luzifer und Ahriman gehören auch, wie wir wissen, wenn sie auch retardierende Geister sind, zu einer höheren hierarchischen Ordnung als der Mensch. So erklärt es sich, daß sie immer wieder und wiederum enttäuscht werden, aber daß sie immer wieder und wiederum ihre Anstrengungen von neuem beginnen.
[ 4 ] Dagegen hat Ahriman im Romanentum gewissermaßen Luzifer Hilfe leisten wollen, indem er das Römische Reich und seine Nachfolger so gestalten wollte, daß es ein großer irdischer Mechanismus nur geworden wäre für Ich-lose Menschenwesen. Dadurch wäre er gewissermaßen für Luzifer eine Hilfe geworden. Während Luzifer den Saft der Zitrone, möchte ich sagen, herausziehen wollte für sich, war Ahriman damit beschäftigt im Römischen Reiche, die Zitrone auszupressen und sie dort zu einem mechanistischen Staatsorganismus zu machen. So arbeiten sich ja Ahriman und Luzifer in die Hände. Das war durchkreuzt worden dadurch, daß die Bevölkerung des römischen Reichs den Begriff des «Civis» ausbildete, den Begriff des römischen Bürgers ausbildete im eminentesten egoistischen Sinne, und der menschliche Egoismus kann sich nur entwickeln innerhalb des physischen Erdendaseins. Dadurch wurde Ahrimans Absicht durchkreuzt, die Menschen ichlos zu gestalten. Gerade was das Rauhe, Phantasielose an der römischen Kultur ist, das ist das, was die Absichten Ahrimans durch den Egoismus der römischen Politik und des römischen Rechtes durchkreuzt hat. So war die griechische Zeit und die römische Zeit für Luzifer und Ahriman eine große Enttäuschung. Sie hatten einmal wiederum ihre Absichten nicht erreicht. Das ist überhaupt das Schicksal Luzifers und Ahrimans, daß sie mit ihren Kräften in der Erdenevolution wirken und immer wieder und wiederum die größten Anstrengungen machen, um zurückzuhalten den weiteren Fortgang der Evolution und ein Reich für sich zu begründen, und immer wieder und wiederum Enttäuschung in dieser Beziehung erleben müssen. Ich habe schon gesagt, derjenige, der da glaubt: Warum sind Luzifer und Ahriman nicht so weit, daß sie nun endlich einsehen, daß ihre Bemühungen ohne Wert sind? — der beurteilt das Geistige nach dem Menschlichen. Luzifer und Ahriman haben eben eine andere Urteilskraft als die Menschen, und man kann nicht das vom menschlichen Standpunkte aus beurteilen, was man beobachtet in der geistigen Welt, sonst würde man sich sehr bald für viel gescheiter halten als ein Gott oder überhaupt als ein Wesen, das einer höheren hierarchischen Ordnung angehört; und Luzifer und Ahriman gehören auch, wie wir wissen, wenn sie auch retardierende Geister sind, zu einer höheren hierarchischen Ordnung als der Mensch. So erklärt es sich, daß sie immer wieder und wiederum enttäuscht werden, aber daß sie immer wieder und wiederum ihre Anstrengungen von neuem beginnen.
[ 5 ] Nun kam die fünfte nachatlantische Zeit. Die hat ganz bestimmte Aufgaben im Sinne der fortschreitenden regulären geistigen Entwickelung. Während die vierte nachatlantische Zeit das griechische Phantasieleben und den romanischen Egoismus ausbilden sollte, handelt es sich in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum darum, die Gabe der sinnlichen Anschauung auszubilden. Ich habe das charakterisiert, indem ich das Ideal sinnlicher Anschauung nannte, wie es Goethe in seinem Urphänomen gemeint hat — Sie können das nachlesen in meinen Schriften über Goethe —, die reine Anschauung der äußeren sinnlichen Wirklichkeit, die nicht so in früheren Zeiten da sein konnte, weil sich überall hineinmischte in das Anschauen der sinnlichen Wirklichkeit, was aus dem atavistischen Hellsehen heraus kam; so daß man nicht sah das reine Phänomen im reinen äußeren sinnlichen Dasein, sondern immer sah, was hellseherisch-visionär sich über das sinnliche Dasein hinüberzog. Wenn die Menschen ein bißchen genauer zusehen würden, so würden sie sogar aus der äußeren Geschichte, aus dem geschichtlich Überlieferten ersehen, daß dieses so ist. Plato betrachtet das Sehen noch nicht als eine so passive Eigenschaft, wie man es jetzt in der fünften nachatlantischen Zeit betrachtet, sondern der Grieche Plato sagt noch ausdrücklich: Das Sehen besteht darinnen, daß eine Art Feuer von dem Auge ausgeht und zu den Dingen hingeht. — Der Grieche Plato weiß also noch etwas von der Aktivität des Sehens. Diese Aktivität mußte abgestreift, vergessen werden, verlorengehen, damit eine andere Fähigkeit entstehen konnte des fünften nachatlantischen Zeitraums. Und das andere ist, daß im fünften nachatlantischen Zeitraum, also vom Beginne des 15. Jahrhunderts bis etwa in das 4. Jahrtausend hinein, sich allmählich in der Menschheitsentwickelung herausbilde die Gabe der freien Imagination, der Imagination, die in voller innerer Freiheit gefaßt wird. Auf der einen Seite das Urphänomen, auf der anderen Seite die freie Imagination.
[ 5 ] Nun kam die fünfte nachatlantische Zeit. Die hat ganz bestimmte Aufgaben im Sinne der fortschreitenden regulären geistigen Entwickelung. Während die vierte nachatlantische Zeit das griechische Phantasieleben und den romanischen Egoismus ausbilden sollte, handelt es sich in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum darum, die Gabe der sinnlichen Anschauung auszubilden. Ich habe das charakterisiert, indem ich das Ideal sinnlicher Anschauung nannte, wie es Goethe in seinem Urphänomen gemeint hat — Sie können das nachlesen in meinen Schriften über Goethe —, die reine Anschauung der äußeren sinnlichen Wirklichkeit, die nicht so in früheren Zeiten da sein konnte, weil sich überall hineinmischte in das Anschauen der sinnlichen Wirklichkeit, was aus dem atavistischen Hellsehen heraus kam; so daß man nicht sah das reine Phänomen im reinen äußeren sinnlichen Dasein, sondern immer sah, was hellseherisch-visionär sich über das sinnliche Dasein hinüberzog. Wenn die Menschen ein bißchen genauer zusehen würden, so würden sie sogar aus der äußeren Geschichte, aus dem geschichtlich Überlieferten ersehen, daß dieses so ist. Plato betrachtet das Sehen noch nicht als eine so passive Eigenschaft, wie man es jetzt in der fünften nachatlantischen Zeit betrachtet, sondern der Grieche Plato sagt noch ausdrücklich: Das Sehen besteht darinnen, daß eine Art Feuer von dem Auge ausgeht und zu den Dingen hingeht. — Der Grieche Plato weiß also noch etwas von der Aktivität des Sehens. Diese Aktivität mußte abgestreift, vergessen werden, verlorengehen, damit eine andere Fähigkeit entstehen konnte des fünften nachatlantischen Zeitraums. Und das andere ist, daß im fünften nachatlantischen Zeitraum, also vom Beginne des 15. Jahrhunderts bis etwa in das 4. Jahrtausend hinein, sich allmählich in der Menschheitsentwickelung herausbilde die Gabe der freien Imagination, der Imagination, die in voller innerer Freiheit gefaßt wird. Auf der einen Seite das Urphänomen, auf der anderen Seite die freie Imagination.
[ 6 ] Goethe hat auf das Urphänomen gedeutet; er hat auch auf die freie Imagination gedeutet. Wir haben verschiedenes von ihm gerade in seinem «Faust» zu verschiedenen Zeiten angeführt. Das sind Anfänge für das, was die ganze reguläre Evolution des fünften nachatlantischen Zeitraums in Anspruch nehmen muß. Dadurch wird dieser fünfte nachatlantische Zeitraum in einer gewissen Weise sein Gepräge erhalten. Aber namentlich gerade dieser fünfte nachatlantische Zeitraum wird seine Menschen als Kämpfer sehen müssen gegen noch stärkere Anstürme der luziferischen und ahrimanischen Mächte, als sie stattgefunden haben zur Zeit des Griechentums und des Römertums, stärkere Anstürme, denn es handelt sich jetzt in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum wiederum darum, auf der einen Seite das zu erreichen, daß die Seelen sich entfremden dem Erdenleben, und auf der anderen Seite das Erdenleben selber so zu mechanisieren, so rein äußerlich mechanisch zu gestalten, daß das Ich des Menschen unmöglich in sozialer Erdenordnung leben kann und daher Abschied nimmt von der sozialen Erdenordnung und sich einem Leben abseits von der Erde auf einem besonderen Planeten widmet.
[ 6 ] Goethe hat auf das Urphänomen gedeutet; er hat auch auf die freie Imagination gedeutet. Wir haben verschiedenes von ihm gerade in seinem «Faust» zu verschiedenen Zeiten angeführt. Das sind Anfänge für das, was die ganze reguläre Evolution des fünften nachatlantischen Zeitraums in Anspruch nehmen muß. Dadurch wird dieser fünfte nachatlantische Zeitraum in einer gewissen Weise sein Gepräge erhalten. Aber namentlich gerade dieser fünfte nachatlantische Zeitraum wird seine Menschen als Kämpfer sehen müssen gegen noch stärkere Anstürme der luziferischen und ahrimanischen Mächte, als sie stattgefunden haben zur Zeit des Griechentums und des Römertums, stärkere Anstürme, denn es handelt sich jetzt in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum wiederum darum, auf der einen Seite das zu erreichen, daß die Seelen sich entfremden dem Erdenleben, und auf der anderen Seite das Erdenleben selber so zu mechanisieren, so rein äußerlich mechanisch zu gestalten, daß das Ich des Menschen unmöglich in sozialer Erdenordnung leben kann und daher Abschied nimmt von der sozialen Erdenordnung und sich einem Leben abseits von der Erde auf einem besonderen Planeten widmet.
[ 7 ] Solche Dinge, die wir also Anstürme der luziferischen und ahrimanischen Mächte nennen können, werden von langer Hand vorbereitet. Und während sie während der vier bis fünf Jahrhunderte des fünften nachatlantischen Zeitraums in Wirksamkeit getreten sind in ihren allerersten Anfängen, ist hinter den Kulissen der Weltgeschichte schon vor dem Beginne dieses fünften nachatlantischen Zeitraums die volle, starke Vorbereitung gemacht worden von den luziferischen und ahrimanischen Mächten, um womöglich alles, was der fünfte nachatlantische Zeitraum hervorbringt an menschlichen Fähigkeiten und an menschlichen Willenskräften, in den Dienst einer solchen menschlichen Sehnsucht zu bringen, die sich von der Erde entfernt, die von der Erde fortwill und einen eigenen Planetenkörper bilden will, während die Erde veröden soll nach der Bestrebung Luzifers und Ahriimans. Stärkste Anstürme, sage ich, sind unternommen worden. Und erinnern Sie sich daran, was während der atlantischen Zeit den Grundton der Kultur angegeben hat; denn Luzifer und Ahriman wollen jetzt während des nachatlantischen Zeitraums in allen seinen einzelnen Teilen ja die alte atlantische Kultur hineinschieben, so daß für diese nachatlantischeKultur gerade die Fähigkeiten, die von den regulären Mächten gegeben werden, elementar gemacht werden, so daß die Menschen fortwollen, Also es soll das, was entwickelt wird, in den Dienst des Außerirdischen gestellt werden in der Weise, wie ich es angedeutet habe. Von zwei Seiten her, von Luzifer und Ahriman, sollte daher der Geist des alten atlantischen Lebens wieder erneuert werden, damit die entsprechenden Impulse in die Evolution der fünften nachatlantischen Zeit hineinkommen.
[ 7 ] Solche Dinge, die wir also Anstürme der luziferischen und ahrimanischen Mächte nennen können, werden von langer Hand vorbereitet. Und während sie während der vier bis fünf Jahrhunderte des fünften nachatlantischen Zeitraums in Wirksamkeit getreten sind in ihren allerersten Anfängen, ist hinter den Kulissen der Weltgeschichte schon vor dem Beginne dieses fünften nachatlantischen Zeitraums die volle, starke Vorbereitung gemacht worden von den luziferischen und ahrimanischen Mächten, um womöglich alles, was der fünfte nachatlantische Zeitraum hervorbringt an menschlichen Fähigkeiten und an menschlichen Willenskräften, in den Dienst einer solchen menschlichen Sehnsucht zu bringen, die sich von der Erde entfernt, die von der Erde fortwill und einen eigenen Planetenkörper bilden will, während die Erde veröden soll nach der Bestrebung Luzifers und Ahriimans. Stärkste Anstürme, sage ich, sind unternommen worden. Und erinnern Sie sich daran, was während der atlantischen Zeit den Grundton der Kultur angegeben hat; denn Luzifer und Ahriman wollen jetzt während des nachatlantischen Zeitraums in allen seinen einzelnen Teilen ja die alte atlantische Kultur hineinschieben, so daß für diese nachatlantischeKultur gerade die Fähigkeiten, die von den regulären Mächten gegeben werden, elementar gemacht werden, so daß die Menschen fortwollen, Also es soll das, was entwickelt wird, in den Dienst des Außerirdischen gestellt werden in der Weise, wie ich es angedeutet habe. Von zwei Seiten her, von Luzifer und Ahriman, sollte daher der Geist des alten atlantischen Lebens wieder erneuert werden, damit die entsprechenden Impulse in die Evolution der fünften nachatlantischen Zeit hineinkommen.
[ 8 ] Nun erinnern Sie sich, daß in der atlantischen Zeit die Impulse der menschlichen Seelen auf das zurückgeführt worden sind, was man genannt hat den Großen Geist, der ungefähr mit einem Laut bezeichnet worden ist, der noch nachklingt in dem chinesischen Tao. Dieses Tao war die Bezeichnung für den Großen Geist zur Zeit der Atlantis. Und das Wesentliche der luziferisch-ahrimanischen Bestrebungen besteht darinnen, das Spätere, das da gekommen ist oder noch kommt, in den Dienst des Tao zu stellen, in den Dienst des Großen Geistes zu stellen; natürlich nicht des Großen Geistes, wie er dazumal gelebt hat während der atlantischen Zeit, sondern wie er einen Nachkommen gefunden hat, ich möchte sagen, eine Art kleinen Sohn bekommen hat, einen Nachfolger. Und eine Erneuerung der atlantischen Impulse zu versuchen, das ist luziferische und ahrimanische Bestrebung, indem man nicht mit den regulären Mächten des fünften nachatlantischen Zeitraums rechnet, sondern rechnet mit dem, was zurückgeblieben ist im Dienste des Großen Geistes Tao. Das wurde nur dadurch möglich, daß die Impulse der atlantischen Kultur, die ja ausgegangen sind von der untergegangenen Atlantis, verlegt wurden auf die Gebiete, die sich nach der atlantischen Flut herausgebildet hatten. Und so wurde denn ein Glied gewissermaßen von der Nachkommenschaft des Großen Geistes nach dem Osten hinübergedrängt und hatte im 10., 11., 12. Jahrhundert allmählich in Asien drüben gewisse Mysteriendienste ausgebildet. Diese Mysteriendienste hatten einen gewissen Charakter angenommen, der im wesentlichen darin bestand, daß man den alten Tao-Kultus — nicht so, wie ihn die degenerierten Chinesen haben, die ihn ja intellektualisiert haben, sondern wie er ursprünglich bestand — erneuerte; erneuerte also jene Art von Initiation, die dahin führte, das elementare Geistige, das unmittelbar unter unserer Sinneswelt lebt und webt, zu sehen, den großen Einheitsgeist wirklich wahrzunehmen. Und gewisse Priester dieser asiatischen, erneuerten atlantischen Mysterien, die wurden eingeweiht in den alten atlantischen Dienst, der natürlich Täuschungen brachte, weil er ja deplaciert war in dieser Zeit.
[ 8 ] Nun erinnern Sie sich, daß in der atlantischen Zeit die Impulse der menschlichen Seelen auf das zurückgeführt worden sind, was man genannt hat den Großen Geist, der ungefähr mit einem Laut bezeichnet worden ist, der noch nachklingt in dem chinesischen Tao. Dieses Tao war die Bezeichnung für den Großen Geist zur Zeit der Atlantis. Und das Wesentliche der luziferisch-ahrimanischen Bestrebungen besteht darinnen, das Spätere, das da gekommen ist oder noch kommt, in den Dienst des Tao zu stellen, in den Dienst des Großen Geistes zu stellen; natürlich nicht des Großen Geistes, wie er dazumal gelebt hat während der atlantischen Zeit, sondern wie er einen Nachkommen gefunden hat, ich möchte sagen, eine Art kleinen Sohn bekommen hat, einen Nachfolger. Und eine Erneuerung der atlantischen Impulse zu versuchen, das ist luziferische und ahrimanische Bestrebung, indem man nicht mit den regulären Mächten des fünften nachatlantischen Zeitraums rechnet, sondern rechnet mit dem, was zurückgeblieben ist im Dienste des Großen Geistes Tao. Das wurde nur dadurch möglich, daß die Impulse der atlantischen Kultur, die ja ausgegangen sind von der untergegangenen Atlantis, verlegt wurden auf die Gebiete, die sich nach der atlantischen Flut herausgebildet hatten. Und so wurde denn ein Glied gewissermaßen von der Nachkommenschaft des Großen Geistes nach dem Osten hinübergedrängt und hatte im 10., 11., 12. Jahrhundert allmählich in Asien drüben gewisse Mysteriendienste ausgebildet. Diese Mysteriendienste hatten einen gewissen Charakter angenommen, der im wesentlichen darin bestand, daß man den alten Tao-Kultus — nicht so, wie ihn die degenerierten Chinesen haben, die ihn ja intellektualisiert haben, sondern wie er ursprünglich bestand — erneuerte; erneuerte also jene Art von Initiation, die dahin führte, das elementare Geistige, das unmittelbar unter unserer Sinneswelt lebt und webt, zu sehen, den großen Einheitsgeist wirklich wahrzunehmen. Und gewisse Priester dieser asiatischen, erneuerten atlantischen Mysterien, die wurden eingeweiht in den alten atlantischen Dienst, der natürlich Täuschungen brachte, weil er ja deplaciert war in dieser Zeit.
[ 9 ] Einer dieser Priester war so weit gekommen in seiner Initiation drüben in Asien, daß er wirklich das ganze Wesen der atlantischen Impulse durchschauen konnte; und er war es, der bis zur Zwiesprache mit dem Nachfolger, mit dem unrechtmäßigen Nachfolger des Großen TaoGeistes gekommen ist. Er war es, der nun in Asien drüben das, was er durch den Großen Geist als Inspiration empfangen hatte, übertrug an eine äußere weltliche Macht, an jenen Jüngling, der dann bekanntgeworden ist in der Geschichte als Dschingis-Khan. Dschingis-Khan war also Schüler eines solchen Priesters, der in die asiatischen Mysterien eingeweiht war. Und diesem Dschingis-Khan brachte dieser Priester das bei, was ich etwa in die folgenden Worte fassen kann. Er brachte ihm bei: Es ist nun schon die Zeit gekommen, daß das göttliche Gericht über die Erde hinfegt. Dir ist dieses göttliche Gericht übertragen, und du mußt nun an die Spitze aller derjenigen Menschen treten, die von Asien aus das Gottesgericht über die ganze Erde vollziehen können. Ähnliche Bestrebungen waren ja schon früher zugrunde gelegt in den Hunnenzügen und so weiter; jetzt aber wurde im wesentlichen durch diesen Impuls der asiatischen Priesterschaft der Mongolensturm eingeleitet, der dann das tragen sollte über die europäische Kultur, was dahin führen sollte, daß die Seelen wirklich an das Gottesgericht geglaubt hätten, dem Gottesgericht verfallen wären und allmählich von der Erde ihren Abschied genommen hätten, keine Neigung gehabt hätten, auf der Erde wieder zu erscheinen, so daß die Kultur der Erde vernichtet worden wäre. Das war der innere Sinn der Mongolenzüge, die sich von Asien herübererstreckten und die sich ja, wie Sie wissen, in Europa nicht durch äußere physische Taten brachen, sondern dasMerkwürdige geschah, daß im 13. Jahrhundert in der Schlacht bei Liegnitz nicht die Mongolen besiegt wurden, sondern die Mongolen Sieger blieben, aber ganz unerklärlicherweise nicht weiter gegen Europa zogen, sondern wiederum gegen Asien hinüberzogen; so daß also auch hier äußerlich durchaus gesehen werden kann, wie ein Gegengewicht, das dann natürlich als geistiger Art sich ankündigt, da war. Denn, wie gesagt, die Europäer haben die Mongolen ja nicht besiegt in Schlesien, sie sind besiegt worden; aber die Mongolen sind, trotzdem sie nicht besiegt worden sind, zurückgezogen und haben sich nach Asien gewendet. Aber die Impulse sind gewissermaßen gerade dadurch, daß der rein äußerliche Sturm nicht zustande gekommen oder nicht weit gegangen ist, die Züge sind, ich möchte sagen in der Destillation, in der sie leben mußten im fünften nachatlantischen Zeitraum, doch in Europa verblieben. So daß in den Kulturimpulsen von Osten herüber deutlich das wahrzunehmen ist und auch ferner wahrzunehmen sein wird, was gerade dazumal durch die Nachwirkungen der Mysterien des Großen Geistes nach Europa gebracht werden sollte.
[ 9 ] Einer dieser Priester war so weit gekommen in seiner Initiation drüben in Asien, daß er wirklich das ganze Wesen der atlantischen Impulse durchschauen konnte; und er war es, der bis zur Zwiesprache mit dem Nachfolger, mit dem unrechtmäßigen Nachfolger des Großen TaoGeistes gekommen ist. Er war es, der nun in Asien drüben das, was er durch den Großen Geist als Inspiration empfangen hatte, übertrug an eine äußere weltliche Macht, an jenen Jüngling, der dann bekanntgeworden ist in der Geschichte als Dschingis-Khan. Dschingis-Khan war also Schüler eines solchen Priesters, der in die asiatischen Mysterien eingeweiht war. Und diesem Dschingis-Khan brachte dieser Priester das bei, was ich etwa in die folgenden Worte fassen kann. Er brachte ihm bei: Es ist nun schon die Zeit gekommen, daß das göttliche Gericht über die Erde hinfegt. Dir ist dieses göttliche Gericht übertragen, und du mußt nun an die Spitze aller derjenigen Menschen treten, die von Asien aus das Gottesgericht über die ganze Erde vollziehen können. Ähnliche Bestrebungen waren ja schon früher zugrunde gelegt in den Hunnenzügen und so weiter; jetzt aber wurde im wesentlichen durch diesen Impuls der asiatischen Priesterschaft der Mongolensturm eingeleitet, der dann das tragen sollte über die europäische Kultur, was dahin führen sollte, daß die Seelen wirklich an das Gottesgericht geglaubt hätten, dem Gottesgericht verfallen wären und allmählich von der Erde ihren Abschied genommen hätten, keine Neigung gehabt hätten, auf der Erde wieder zu erscheinen, so daß die Kultur der Erde vernichtet worden wäre. Das war der innere Sinn der Mongolenzüge, die sich von Asien herübererstreckten und die sich ja, wie Sie wissen, in Europa nicht durch äußere physische Taten brachen, sondern dasMerkwürdige geschah, daß im 13. Jahrhundert in der Schlacht bei Liegnitz nicht die Mongolen besiegt wurden, sondern die Mongolen Sieger blieben, aber ganz unerklärlicherweise nicht weiter gegen Europa zogen, sondern wiederum gegen Asien hinüberzogen; so daß also auch hier äußerlich durchaus gesehen werden kann, wie ein Gegengewicht, das dann natürlich als geistiger Art sich ankündigt, da war. Denn, wie gesagt, die Europäer haben die Mongolen ja nicht besiegt in Schlesien, sie sind besiegt worden; aber die Mongolen sind, trotzdem sie nicht besiegt worden sind, zurückgezogen und haben sich nach Asien gewendet. Aber die Impulse sind gewissermaßen gerade dadurch, daß der rein äußerliche Sturm nicht zustande gekommen oder nicht weit gegangen ist, die Züge sind, ich möchte sagen in der Destillation, in der sie leben mußten im fünften nachatlantischen Zeitraum, doch in Europa verblieben. So daß in den Kulturimpulsen von Osten herüber deutlich das wahrzunehmen ist und auch ferner wahrzunehmen sein wird, was gerade dazumal durch die Nachwirkungen der Mysterien des Großen Geistes nach Europa gebracht werden sollte.
[ 10 ] Ein anderer Teil des Mysterienwesens der alten Atlantis ist nicht nach Osten, sondern nach Westen hinübergedrängt worden auf denjenigen Boden, den später die Europäer gefunden haben in Amerika; und dort hat sich der mehr ahrimanische Teil der nachatlantischen unrechtmäßigen Kultur ausgelebt. Während sich in Asien mehr der luziferische Teil auslebte, hat sich in Amerika mehr der ahrimanische Teil ausgelebt. Es sollte nun auch innerhalb Amerikas das an Impulsen geschaffen werden, was dann infizierend wirken konnte von Westen wie das andere von Osten; so von Westen infizierend wirken konnte, um im fünften nachatlantischen Zeitraum den ahrimanischen Vorstoß hineinzuschieben. Daher wurde im Westen mehr die ahrimanische Seite des nachgelebten atlantischen Mysterienwesens getrieben. Und da kam es ja, wie ich für diejenigen, die da waren, schon angedeutet habe, zu Mysterien, welche den allerabstoßendsten Eindruck machen müssen auf denjenigen, der in der zarten Gegenwartskultur aufgewachsen ist und nicht liebt, die Wahrheit zu hören, sondern nur liebt das Beseligende, wie man es oftmals nennt, aufzunehmen. Diese nachatlantischen Mysterien haben sich insbesondere auf mexikanischem Boden ausgebildet. Da wurden Mysterien eingerichtet, die aber über einen großen Teil Amerikas überhaupt gingen, desjenigen Amerikas, das die Europäer noch nicht gefunden hatten, da wurden Mysterien ausgebildet, welche, wenn sie sieghaft, wenn ihre Impulse, ihre Wirkungen sieghaft auf der Erde geworden wären, die Seelen von der Erde vertrieben hätten. Also der ahrimanische Dienst, das Auspressen der Zitrone, wäre damit besorgt worden. Es wäre gründlich dafür gesorgt worden, daß die Erde allmählich verödet, daß die Erde allmählich nur auf sich die Kräfte des Todes hat, während dasjenige, was als lebendige Seelen vorhanden war, eben von ihr Abschied genommen hätte und einen anderen Planeten unter der Führung Luzifers und Ahrimans dann begründet haben würde.
[ 10 ] Ein anderer Teil des Mysterienwesens der alten Atlantis ist nicht nach Osten, sondern nach Westen hinübergedrängt worden auf denjenigen Boden, den später die Europäer gefunden haben in Amerika; und dort hat sich der mehr ahrimanische Teil der nachatlantischen unrechtmäßigen Kultur ausgelebt. Während sich in Asien mehr der luziferische Teil auslebte, hat sich in Amerika mehr der ahrimanische Teil ausgelebt. Es sollte nun auch innerhalb Amerikas das an Impulsen geschaffen werden, was dann infizierend wirken konnte von Westen wie das andere von Osten; so von Westen infizierend wirken konnte, um im fünften nachatlantischen Zeitraum den ahrimanischen Vorstoß hineinzuschieben. Daher wurde im Westen mehr die ahrimanische Seite des nachgelebten atlantischen Mysterienwesens getrieben. Und da kam es ja, wie ich für diejenigen, die da waren, schon angedeutet habe, zu Mysterien, welche den allerabstoßendsten Eindruck machen müssen auf denjenigen, der in der zarten Gegenwartskultur aufgewachsen ist und nicht liebt, die Wahrheit zu hören, sondern nur liebt das Beseligende, wie man es oftmals nennt, aufzunehmen. Diese nachatlantischen Mysterien haben sich insbesondere auf mexikanischem Boden ausgebildet. Da wurden Mysterien eingerichtet, die aber über einen großen Teil Amerikas überhaupt gingen, desjenigen Amerikas, das die Europäer noch nicht gefunden hatten, da wurden Mysterien ausgebildet, welche, wenn sie sieghaft, wenn ihre Impulse, ihre Wirkungen sieghaft auf der Erde geworden wären, die Seelen von der Erde vertrieben hätten. Also der ahrimanische Dienst, das Auspressen der Zitrone, wäre damit besorgt worden. Es wäre gründlich dafür gesorgt worden, daß die Erde allmählich verödet, daß die Erde allmählich nur auf sich die Kräfte des Todes hat, während dasjenige, was als lebendige Seelen vorhanden war, eben von ihr Abschied genommen hätte und einen anderen Planeten unter der Führung Luzifers und Ahrimans dann begründet haben würde.
[ 11 ] Um nun den ahrimanischen Teil dieser Aufgabe zu besorgen, war es nötig, daß sich die Priester der ahrimanischen atlantischen Mysterien Fähigkeiten aneigneten, welche im höchsten Maße alle Kräfte des Todes beherrschen im Erdenwirken, alles das, was die Erde gewissermaßen mit der Menschheit, mit der physischen Menschheit — weil die Seelen ja fortgehen sollten zu einem bloß mechanischen Reich gemacht haben würde, zu einem ganz toten, großen Reiche, in dem kein Ich Platz haben könnte. Diese Fähigkeiten hätten verbunden sein müssen mit der Beherrschung auch des Mechanischen in allem Lebendigen, der mechanischen Einschlüsse in allem Leben. Dazu mußten diese Mysterien in wirklich teuflischer Weise eingerichtet werden; denn solche Kräfte, wie man sie gebraucht hätte zu den starken Absichten Ahrimans, solche Kräfte ergeben sich nur, wenn man Initiationen von ganz bestimmter Art erwirbt. Und diese ahrimanischen Initiationen der nachatlantischen Zeit in Amerika waren auch danach. Es wurde jedem auferlegt, der einen bestimmten Grad von Wissen erwerben sollte, daß er dieses Wissen erwirbt durch ganz bestimmte Empfindungsfähigkeiten, die man nur erwirbt, wenn man Mörder wird. Und so wurde keiner zugelassen zu einem bestimmten Grade dieser Initiation, ohne daß er einen Mord begangen hatte. Dieser Mord wurde unter ganz besonderen Umständen verrichtet. Es war eine gewisse Einrichtung: über Stufen führte es hinauf zu einer Art von Katafalk, von katafalkartigem Aufbau; da wurde nun der Betreffende, der gemordet werden sollte, angeschnürt, und zwar indem sein Leib so gebunden wurde, daß man dann durch die Windung, in die der Leib gebracht wurde, mit einem Schnitt den Magen ausschneiden konnte. Diese Operation, das Ausschneiden des Magens, mußte vollzogen sein mit einer ganz besonderen Fertigkeit. Und das, was man sich an Empfindungen gegenüber dem Leben erwirbt, indem man in das Leben hineinschneidet, und mit ganz besonderer Kunst unter ganz besonderen Verhältnissen hineinschneidet, das mußte man erworben haben; dann konnte man einen bestimmten Grad im Wissen der Mechanisierung der Erde sich aneignen. Und jedesmal, wenn man weiter kam in den Graden, mußten sich solche Morde weiterhin vollziehen.
[ 11 ] Um nun den ahrimanischen Teil dieser Aufgabe zu besorgen, war es nötig, daß sich die Priester der ahrimanischen atlantischen Mysterien Fähigkeiten aneigneten, welche im höchsten Maße alle Kräfte des Todes beherrschen im Erdenwirken, alles das, was die Erde gewissermaßen mit der Menschheit, mit der physischen Menschheit — weil die Seelen ja fortgehen sollten zu einem bloß mechanischen Reich gemacht haben würde, zu einem ganz toten, großen Reiche, in dem kein Ich Platz haben könnte. Diese Fähigkeiten hätten verbunden sein müssen mit der Beherrschung auch des Mechanischen in allem Lebendigen, der mechanischen Einschlüsse in allem Leben. Dazu mußten diese Mysterien in wirklich teuflischer Weise eingerichtet werden; denn solche Kräfte, wie man sie gebraucht hätte zu den starken Absichten Ahrimans, solche Kräfte ergeben sich nur, wenn man Initiationen von ganz bestimmter Art erwirbt. Und diese ahrimanischen Initiationen der nachatlantischen Zeit in Amerika waren auch danach. Es wurde jedem auferlegt, der einen bestimmten Grad von Wissen erwerben sollte, daß er dieses Wissen erwirbt durch ganz bestimmte Empfindungsfähigkeiten, die man nur erwirbt, wenn man Mörder wird. Und so wurde keiner zugelassen zu einem bestimmten Grade dieser Initiation, ohne daß er einen Mord begangen hatte. Dieser Mord wurde unter ganz besonderen Umständen verrichtet. Es war eine gewisse Einrichtung: über Stufen führte es hinauf zu einer Art von Katafalk, von katafalkartigem Aufbau; da wurde nun der Betreffende, der gemordet werden sollte, angeschnürt, und zwar indem sein Leib so gebunden wurde, daß man dann durch die Windung, in die der Leib gebracht wurde, mit einem Schnitt den Magen ausschneiden konnte. Diese Operation, das Ausschneiden des Magens, mußte vollzogen sein mit einer ganz besonderen Fertigkeit. Und das, was man sich an Empfindungen gegenüber dem Leben erwirbt, indem man in das Leben hineinschneidet, und mit ganz besonderer Kunst unter ganz besonderen Verhältnissen hineinschneidet, das mußte man erworben haben; dann konnte man einen bestimmten Grad im Wissen der Mechanisierung der Erde sich aneignen. Und jedesmal, wenn man weiter kam in den Graden, mußten sich solche Morde weiterhin vollziehen.
[ 12 ] Dieser Dienst, der wurde gewidmet dem Nachfolger, dem Sohne des Großen Geistes, wie er drüben in Amerika lebte, und den man mit einem Laut bezeichnete, der ungefähr Taotl ist. Es ist eine ahrimanische Abart des Nachkommens des Tao: Taotl. Dieses Wesen Taotl erschien nicht in einem physischen Leib, sondern nur in elementarischer Gestalt. Seine Künste, die im wesentlichen in Impulsen zur Mechanisierung der Erdenkultur und des ganzen Erdenlebens bestanden, die eignete man sich durch diese Initiationen, wie ich es Ihnen beschrieben habe, an. Diese Initiationen hatten nun einen ganz bestimmten Sinn. Wie gesagt, derjenige, der initiiert wurde, eignete sich ganz bestimmte schwarzmagische Kräfte an, deren Verwendung dahin geführt haben würde, die Kultur der Erde zu mechanisieren, alles Ich auszutreiben, so daß nicht mehr Körper geboren worden wären, die noch mit einem Ich hätten begabt werden können. Nun würde aber derjenige, der solche Kräfte besessen hätte — denn die Dinge sind immer in Wechselwirkungen in der Welt —, sich dadurch auch erdgebunden gemacht haben; der Initiierte hätte selber immer mit den Kräften der Erde zusammen sein müssen. Er hat sich gewissermaßen dadurch nur verbunden mit jenen Kräften, die Sie morgen bei der Aufführung der Faust-Szene kennenlernen werden, wenn Sie aufmerksam verfolgen das, was die Lemuren darstellen: mit den Erdenkräften, mit dem Seelischen der Erde, mit alle dem, was den Tod bewirkt auf der Erde. Aber er hätte dadurch seine Seele selber verloren. Und er rettete sich in bezug auf die Seele dadurch, daß er auf der einen Seite bewirkte, daß durch die Prozedur des Magenausschneidens die Seele, die er mordete, nicht mehr Lust hatte, auf die Erde zu kommen, und auf der anderen Seite war es dieser Seele zugleich gegeben — und das beabsichtigte er —, seine eigene Seele mit hineinzuziehen in das Reich, das außerhalb der Erde nun begründet werden sollte. Also es sollte dadurch auch die Seele des initiierten Mörders, des mordenden Initiierten, mit hineingezogen werden in das Reich Luzifers und Ahrimans, das begründet werden sollte.
[ 12 ] Dieser Dienst, der wurde gewidmet dem Nachfolger, dem Sohne des Großen Geistes, wie er drüben in Amerika lebte, und den man mit einem Laut bezeichnete, der ungefähr Taotl ist. Es ist eine ahrimanische Abart des Nachkommens des Tao: Taotl. Dieses Wesen Taotl erschien nicht in einem physischen Leib, sondern nur in elementarischer Gestalt. Seine Künste, die im wesentlichen in Impulsen zur Mechanisierung der Erdenkultur und des ganzen Erdenlebens bestanden, die eignete man sich durch diese Initiationen, wie ich es Ihnen beschrieben habe, an. Diese Initiationen hatten nun einen ganz bestimmten Sinn. Wie gesagt, derjenige, der initiiert wurde, eignete sich ganz bestimmte schwarzmagische Kräfte an, deren Verwendung dahin geführt haben würde, die Kultur der Erde zu mechanisieren, alles Ich auszutreiben, so daß nicht mehr Körper geboren worden wären, die noch mit einem Ich hätten begabt werden können. Nun würde aber derjenige, der solche Kräfte besessen hätte — denn die Dinge sind immer in Wechselwirkungen in der Welt —, sich dadurch auch erdgebunden gemacht haben; der Initiierte hätte selber immer mit den Kräften der Erde zusammen sein müssen. Er hat sich gewissermaßen dadurch nur verbunden mit jenen Kräften, die Sie morgen bei der Aufführung der Faust-Szene kennenlernen werden, wenn Sie aufmerksam verfolgen das, was die Lemuren darstellen: mit den Erdenkräften, mit dem Seelischen der Erde, mit alle dem, was den Tod bewirkt auf der Erde. Aber er hätte dadurch seine Seele selber verloren. Und er rettete sich in bezug auf die Seele dadurch, daß er auf der einen Seite bewirkte, daß durch die Prozedur des Magenausschneidens die Seele, die er mordete, nicht mehr Lust hatte, auf die Erde zu kommen, und auf der anderen Seite war es dieser Seele zugleich gegeben — und das beabsichtigte er —, seine eigene Seele mit hineinzuziehen in das Reich, das außerhalb der Erde nun begründet werden sollte. Also es sollte dadurch auch die Seele des initiierten Mörders, des mordenden Initiierten, mit hineingezogen werden in das Reich Luzifers und Ahrimans, das begründet werden sollte.
[ 13 ] Es wurden mancherlei Gegensekten gegründet, um diesen teuflischen Dienst zu bekämpfen. Eine solche Gegensekte war die des Tezkatlipoka. Das war auch ein Wesen, das nicht im physischen Leibe erschien, das aber eine große Zahl dieser mexikanischen Eingeweihten kannte, und das nur im elementarischen Leibe lebte. Tezkatlipoka, er war eine Art verwandtes Wesen zu Jahve oder Jehova, und sollte eigentlich einen Dienst einrichten, der dem allem entgegengearbeitet hätte im Sinne einer, nun, eben für solche schrecklichen Kulturverhältnisse passenden Jahve-Religion drüben in Mexiko. Also ein dem Jahve verwandter Geist war dieser Tezkatlipoka.
[ 13 ] Es wurden mancherlei Gegensekten gegründet, um diesen teuflischen Dienst zu bekämpfen. Eine solche Gegensekte war die des Tezkatlipoka. Das war auch ein Wesen, das nicht im physischen Leibe erschien, das aber eine große Zahl dieser mexikanischen Eingeweihten kannte, und das nur im elementarischen Leibe lebte. Tezkatlipoka, er war eine Art verwandtes Wesen zu Jahve oder Jehova, und sollte eigentlich einen Dienst einrichten, der dem allem entgegengearbeitet hätte im Sinne einer, nun, eben für solche schrecklichen Kulturverhältnisse passenden Jahve-Religion drüben in Mexiko. Also ein dem Jahve verwandter Geist war dieser Tezkatlipoka.
[ 14 ] Außerdem war eine andere Sekte da, welche den Quetsalkoatl, auch ein Wesen, welches nicht im physischen Leibe erschien, sondern einen elementarischen Leib hatte, verehrte. Quetsalkoatl war ein Wesen, von dem man sagen könnte, es war verwandt mit den Merkurkräften. Es sollte gesundend wirken. Die Heilkunst drüben, die sollte namentlich unter dem Einflusse dieses Quetsalkoatl bewirkt werden. Solche Wesen werden von denjenigen, die sie durch Hellsehen wahrnehmen können, immer in der Weise beschrieben, daß man aus der Beschreibung den Eindruck der Realität schon haben kann. Wenn gerade Quetsalkoatl beschrieben wird als eine Erscheinung mit einem schlangenförmigen Körper, als grüne, grüngefiederte Schlange, so bezeugt das durchaus dem, der solche Dinge versteht, daß es sich um ein reales, aber nur im elementarischen Leibe erscheinendes Wesen handelte.
[ 14 ] Außerdem war eine andere Sekte da, welche den Quetsalkoatl, auch ein Wesen, welches nicht im physischen Leibe erschien, sondern einen elementarischen Leib hatte, verehrte. Quetsalkoatl war ein Wesen, von dem man sagen könnte, es war verwandt mit den Merkurkräften. Es sollte gesundend wirken. Die Heilkunst drüben, die sollte namentlich unter dem Einflusse dieses Quetsalkoatl bewirkt werden. Solche Wesen werden von denjenigen, die sie durch Hellsehen wahrnehmen können, immer in der Weise beschrieben, daß man aus der Beschreibung den Eindruck der Realität schon haben kann. Wenn gerade Quetsalkoatl beschrieben wird als eine Erscheinung mit einem schlangenförmigen Körper, als grüne, grüngefiederte Schlange, so bezeugt das durchaus dem, der solche Dinge versteht, daß es sich um ein reales, aber nur im elementarischen Leibe erscheinendes Wesen handelte.
[ 15 ] Nun entwickelte sich durch viele Jahrtausende hindurch dieser Dienst, der nicht öffentlich getrieben worden ist, der innerhalb gewisser Mysterien Mexikos vielfach getrieben worden ist, um im geheimen die nötigen nachatlantischen Kulturimpulse in ahrimanischer Gestalt auszuarbeiten. Doch entwickelte sich auch da drüben eine dritte Bewegung. Es mußte sich eine Gegenbewegung entwickeln. Denn hätte sich nicht diese Gegenbewegung entwickelt, so wäre schon der Einfluß dieser Kräfte, die da sich gebildet haben, auf die griechisch-römische Kultur und dann später auf die fünfte nachatlantische Kultur allmählich so groß geworden, daß sie unbesiegbar gewesen wären für die fortschreitenden Mächte. Eine Gegenbewegung entwickelte sich, indem ein Wesen geboren wurde, welches nun, im Gegensatze zu diesen Wesenheiten, die niemals im physischen Leibe erschienen sind, sondern nur im elementarischen Leibe, im physischen Leibe erschienen ist. Und dieses Wesen, das wird etwa so benannt da drüben, daß wir es bezeichnen können mit Worten, welche die Lautfolge nachahmen: Vitzliputzli. Vitzliputzli ist nun ein menschliches Wesen, ein in einem Menschenleib erscheinendes Wesen. Vitzliputzli enthält diejenige geistige Individualität, welche im Menschenleib den Kampf aufnahm gegen die Mysterien, die ich geschildert habe. Von Vitzliputzli wurde erzählt unter den Mexikanern, daß er von einer Jungfrau geboren worden ist, die unter himmlischem Einfluß befruchtet worden ist, indem ein Vogel sich ihr genaht hat.
[ 15 ] Nun entwickelte sich durch viele Jahrtausende hindurch dieser Dienst, der nicht öffentlich getrieben worden ist, der innerhalb gewisser Mysterien Mexikos vielfach getrieben worden ist, um im geheimen die nötigen nachatlantischen Kulturimpulse in ahrimanischer Gestalt auszuarbeiten. Doch entwickelte sich auch da drüben eine dritte Bewegung. Es mußte sich eine Gegenbewegung entwickeln. Denn hätte sich nicht diese Gegenbewegung entwickelt, so wäre schon der Einfluß dieser Kräfte, die da sich gebildet haben, auf die griechisch-römische Kultur und dann später auf die fünfte nachatlantische Kultur allmählich so groß geworden, daß sie unbesiegbar gewesen wären für die fortschreitenden Mächte. Eine Gegenbewegung entwickelte sich, indem ein Wesen geboren wurde, welches nun, im Gegensatze zu diesen Wesenheiten, die niemals im physischen Leibe erschienen sind, sondern nur im elementarischen Leibe, im physischen Leibe erschienen ist. Und dieses Wesen, das wird etwa so benannt da drüben, daß wir es bezeichnen können mit Worten, welche die Lautfolge nachahmen: Vitzliputzli. Vitzliputzli ist nun ein menschliches Wesen, ein in einem Menschenleib erscheinendes Wesen. Vitzliputzli enthält diejenige geistige Individualität, welche im Menschenleib den Kampf aufnahm gegen die Mysterien, die ich geschildert habe. Von Vitzliputzli wurde erzählt unter den Mexikanern, daß er von einer Jungfrau geboren worden ist, die unter himmlischem Einfluß befruchtet worden ist, indem ein Vogel sich ihr genaht hat.
[ 16 ] Wenn man nun mit okkulten Mitteln, so gut man es kann, nachzuforschen versucht, wie dann dieser Vitzliputzli drüben auf der westlichen Halbkugel gelebt hat, so kommt man merkwürdigerweise darauf, daß er in derselben Zeit gelebt hat, in der sich auf der östlichen Halbkugel das Mysterium von Golgatha abgespielt hat, zwischen dem Jahre 1 und 33. Das ist das Merkwürdige. Und jenem Vitzliputzli gelang es nun, dem bedeutendsten Initiierten der mexikanischen Mysterien den Prozeß zu machen. Er wendete sich in scharfem Kampfe gegen jenen Initiierten der mexikanischen Mysterien. Das war also ein Menschenwesen, ein Initiierter — keiner von den drei Geistern, sondern ein Initiierter, gegen den sich Vitzliputzli wendete. Also Vitzliputzli, ein übersinnliches Wesen, aber in Menschengestalt, wendete sich mit allen Kampfmitteln, die ihm da drüben zur Verfügung standen, gegen denjenigen Eingeweihten, der die meisten Morde hinter sich hatte, der am mächtigsten geworden war und von dem man sagen kann: Wäre seine Absicht erfüllt worden, so wäre eben ein Sieg dieser späteren ahrimanischen nachatlantischen Kultur zustande gekommen. — Gegen den wendete sich Vitzliputzli, und es gelang ihm — wie gesagt, man kann das nur mit geisteswissenschaftlichen Mitteln ausfindig machen — im Jahre 33, den stärksten schwarzen Magier zur Kreuzigung zu bringen, so daß also dem Mysterium von Golgatha dies parallel geht da drüben auf der anderen Halbkugel der Erde, daß der größte schwarze Magier gekreuzigt worden ist durch das Verdienst des Vitzliputzli, der zu diesem Zwecke auf der Erde erschienen ist. Dadurch ist zunächst für den vierten nachatlantischen Zeitraum gebrochen worden die Kraft dieser Mysterien; aber sie lebten wieder auf. Und Sie können das ja selbst aus der Geschichte ersehen, wie es nach der Entdeckung Amerikas vielen Europäern gegangen ist, die nach Amerika hinübergegangen sind: zahlreiche Europäer haben noch ihren Tod erfahren dadurch, daß sie von mexikanischen Priester-Initilerten in der Weise behandelt worden sind, daß man sie angeschnallt hat auf die betreffende Vorrichtung und ihnen den Magen in kunstgerechter Weise ausgeschnitten hat. Das ist ja auch geschichtlich bekannt, und es ist dieses eine Nachwirkung desjenigen, was ich Ihnen beschrieben habe.
[ 16 ] Wenn man nun mit okkulten Mitteln, so gut man es kann, nachzuforschen versucht, wie dann dieser Vitzliputzli drüben auf der westlichen Halbkugel gelebt hat, so kommt man merkwürdigerweise darauf, daß er in derselben Zeit gelebt hat, in der sich auf der östlichen Halbkugel das Mysterium von Golgatha abgespielt hat, zwischen dem Jahre 1 und 33. Das ist das Merkwürdige. Und jenem Vitzliputzli gelang es nun, dem bedeutendsten Initiierten der mexikanischen Mysterien den Prozeß zu machen. Er wendete sich in scharfem Kampfe gegen jenen Initiierten der mexikanischen Mysterien. Das war also ein Menschenwesen, ein Initiierter — keiner von den drei Geistern, sondern ein Initiierter, gegen den sich Vitzliputzli wendete. Also Vitzliputzli, ein übersinnliches Wesen, aber in Menschengestalt, wendete sich mit allen Kampfmitteln, die ihm da drüben zur Verfügung standen, gegen denjenigen Eingeweihten, der die meisten Morde hinter sich hatte, der am mächtigsten geworden war und von dem man sagen kann: Wäre seine Absicht erfüllt worden, so wäre eben ein Sieg dieser späteren ahrimanischen nachatlantischen Kultur zustande gekommen. — Gegen den wendete sich Vitzliputzli, und es gelang ihm — wie gesagt, man kann das nur mit geisteswissenschaftlichen Mitteln ausfindig machen — im Jahre 33, den stärksten schwarzen Magier zur Kreuzigung zu bringen, so daß also dem Mysterium von Golgatha dies parallel geht da drüben auf der anderen Halbkugel der Erde, daß der größte schwarze Magier gekreuzigt worden ist durch das Verdienst des Vitzliputzli, der zu diesem Zwecke auf der Erde erschienen ist. Dadurch ist zunächst für den vierten nachatlantischen Zeitraum gebrochen worden die Kraft dieser Mysterien; aber sie lebten wieder auf. Und Sie können das ja selbst aus der Geschichte ersehen, wie es nach der Entdeckung Amerikas vielen Europäern gegangen ist, die nach Amerika hinübergegangen sind: zahlreiche Europäer haben noch ihren Tod erfahren dadurch, daß sie von mexikanischen Priester-Initilerten in der Weise behandelt worden sind, daß man sie angeschnallt hat auf die betreffende Vorrichtung und ihnen den Magen in kunstgerechter Weise ausgeschnitten hat. Das ist ja auch geschichtlich bekannt, und es ist dieses eine Nachwirkung desjenigen, was ich Ihnen beschrieben habe.
[ 17 ] Dadurch ist der westlichen Welt, insofern das Elementarische eben bei ihr in Betracht kommt, der Impuls einverleibt worden, der gerade von dieser Seite ausgehen sollte: der ahrimanische Impuls. Nun, wie gesagt, für die vierte nachatlantische Zeit ist er gebrochen worden durch die Kreuzigung des großen initiierten schwarzen Magiers durch Vitzliputzli. Dann aber ist doch soviel Kraft geblieben, daß ein weiterer . Ansturm hätte geschehen können für den fünften nachatlantischen Zeitraum, der dahin gegangen wäre, nun wirklich die Erde mit Mechanisierung zu überziehen, nicht nur eine Kultur zu begründen, die in lauter mechanischen Werkzeugen gegipfelt hätte, sondern die auch die Menschen selber zu lauter Homunkulussen gemacht hätten, so daß die Iche fortgezogen wären. Diese Welt sollten die Europäer kennenlernen. Und die neuere Zeit beginnt ja gerade eben damit, daß die Europäer hinübergezogen wurden nach dieser Welt. Während also auf der einen Seite von Osten herüber die Stürme des Dschingis-Khan und seiner Nachfolger gleichsam ein Gottesgericht vollstrecken sollten, sollte vorbereitet werden im Westen eine Atmosphäre wildester ahrimanischer, elementarischer Kräfte, in welche die Europäer hineingekommen wären. Solche Dinge sind wirklich so, daß Ahriman und Luzifer voll zusammenarbeiten. Die Europäer sollten zum Beispiel durchaus nicht mit uneigennützigen Gefühlen da hinüberkommen, sondern sie sollten mit verlangenden, begehrlichen Gefühlen herüberkommen, aber mit Begierdegefühlen gewissermaßen nach etwas, worüber sie sich allerlei Täuschungen hingaben. Nachher konnte man ja das vergröbern, was zuerst nur in eine wunderbare Phantasie gehüllt worden ist. Vergröbert ist es ja so geworden, daß wirklich dieEuropäer in Amerika die äußeren Reichtümer in einer Weise kennengelernt haben, die ihre Begehrlichkeit schon sehr, sehr aufgeregt hat; aber zunächst sollte das mehr ideelle Formen annehmen. Da sehen wir wiederum das Zusammenwirken der luziferischen und ahrimanischen Kräfte, die sich immer Hand in Hand arbeiten.
[ 17 ] Dadurch ist der westlichen Welt, insofern das Elementarische eben bei ihr in Betracht kommt, der Impuls einverleibt worden, der gerade von dieser Seite ausgehen sollte: der ahrimanische Impuls. Nun, wie gesagt, für die vierte nachatlantische Zeit ist er gebrochen worden durch die Kreuzigung des großen initiierten schwarzen Magiers durch Vitzliputzli. Dann aber ist doch soviel Kraft geblieben, daß ein weiterer . Ansturm hätte geschehen können für den fünften nachatlantischen Zeitraum, der dahin gegangen wäre, nun wirklich die Erde mit Mechanisierung zu überziehen, nicht nur eine Kultur zu begründen, die in lauter mechanischen Werkzeugen gegipfelt hätte, sondern die auch die Menschen selber zu lauter Homunkulussen gemacht hätten, so daß die Iche fortgezogen wären. Diese Welt sollten die Europäer kennenlernen. Und die neuere Zeit beginnt ja gerade eben damit, daß die Europäer hinübergezogen wurden nach dieser Welt. Während also auf der einen Seite von Osten herüber die Stürme des Dschingis-Khan und seiner Nachfolger gleichsam ein Gottesgericht vollstrecken sollten, sollte vorbereitet werden im Westen eine Atmosphäre wildester ahrimanischer, elementarischer Kräfte, in welche die Europäer hineingekommen wären. Solche Dinge sind wirklich so, daß Ahriman und Luzifer voll zusammenarbeiten. Die Europäer sollten zum Beispiel durchaus nicht mit uneigennützigen Gefühlen da hinüberkommen, sondern sie sollten mit verlangenden, begehrlichen Gefühlen herüberkommen, aber mit Begierdegefühlen gewissermaßen nach etwas, worüber sie sich allerlei Täuschungen hingaben. Nachher konnte man ja das vergröbern, was zuerst nur in eine wunderbare Phantasie gehüllt worden ist. Vergröbert ist es ja so geworden, daß wirklich dieEuropäer in Amerika die äußeren Reichtümer in einer Weise kennengelernt haben, die ihre Begehrlichkeit schon sehr, sehr aufgeregt hat; aber zunächst sollte das mehr ideelle Formen annehmen. Da sehen wir wiederum das Zusammenwirken der luziferischen und ahrimanischen Kräfte, die sich immer Hand in Hand arbeiten.
[ 18 ] So konnte ein Nachfolger des Dschingis-Khan, der sich in China niedergelassen hatte und China beherrschte, nachdem die Mongolenstürme über Europa hingegangen waren, der Kublai-Khan, sich in China der Anwesenheit eines Europäers, eines Venezianers erfreuen: Marco Polo. Und jener Marco Polo wurde am Hofe des Kublai-Khan Kublai-Khan selber war noch unter dem Einflusse jener Initiation, die ich vorhin beschrieben habe — gründlich beeinflußt; und er schrieb ein Buch, welches geeignet war, die Phantasie der Europäer nach der westlichen Halbkugel hinüber mächtig anzuregen: «Mirabilia mundi.» Da war die Rede von einem Zauberlande auf der westlichen Halbkugel, von einem Zauberlande, das die Sehnsuchten, es zu entdecken, erregte. Und durch diese Schrift «Mirabilia mundi» wurde Christoph Kolumbus angeregt, seine Fahrt nach Amerika zu unternehmen. Da wurde also in der richtigen Weise ins Phantasievolle hinein die Begierde angeregt. Die Dinge wirken wirklich in einer außerordentlich klugen Weise zusammen. Sie müssen sich nur eben bekanntmachen damit, daß Plan in der Weltgeschichte ist, Plan auch da, wo die bösen Mächte in Betracht kommen, und daß man mit den Mitteln, mit denen man heute Geschichte ansieht, wirklich nicht zurechtkommt, sondern alles geschichtliche Leben nur von seiner Außenseite betrachtet. Nur dadurch kann man zurechtkommen, daß man durch geisteswissenschaftliche Mittel die rechten Tatsachen zusammenhält: also die Entdeckung Amerikas in einem ganz bestimmten Zeitraume, und die Erregung der Begehrlichkeit für ein Phantasieland, welche Begehrlichkeit wiederum geeignet war, die Seelen abzuziehen von der Erde. Durch dieses Zusammentreffen, das Schildern eines solchen Phantasielandes und das Erregen der Begehrlichkeit, um Amerika in einem bestimmten Zeitpunkte zu entdecken, dadurch war die richtige Stimmung gegeben, eine Stimmung, die insbesondere auf die unterbewußten menschlichen Seelenkräfte wirkte und in der Kultur weiter wirken konnte. Man muß durchaus Marco Polo und seine Schrift «Mirabilia mundi» im Zusammenhang denken mit dem, was Christoph Kolumbus angeregt hat, hinüberzufahren nach dem Westen. Er hat ja bekanntlich jene Zauberinsel entdecken wollen durch die Fahrt nach dem Westen. Das wird ja in der äußeren Geschichte beschrieben.
[ 18 ] So konnte ein Nachfolger des Dschingis-Khan, der sich in China niedergelassen hatte und China beherrschte, nachdem die Mongolenstürme über Europa hingegangen waren, der Kublai-Khan, sich in China der Anwesenheit eines Europäers, eines Venezianers erfreuen: Marco Polo. Und jener Marco Polo wurde am Hofe des Kublai-Khan Kublai-Khan selber war noch unter dem Einflusse jener Initiation, die ich vorhin beschrieben habe — gründlich beeinflußt; und er schrieb ein Buch, welches geeignet war, die Phantasie der Europäer nach der westlichen Halbkugel hinüber mächtig anzuregen: «Mirabilia mundi.» Da war die Rede von einem Zauberlande auf der westlichen Halbkugel, von einem Zauberlande, das die Sehnsuchten, es zu entdecken, erregte. Und durch diese Schrift «Mirabilia mundi» wurde Christoph Kolumbus angeregt, seine Fahrt nach Amerika zu unternehmen. Da wurde also in der richtigen Weise ins Phantasievolle hinein die Begierde angeregt. Die Dinge wirken wirklich in einer außerordentlich klugen Weise zusammen. Sie müssen sich nur eben bekanntmachen damit, daß Plan in der Weltgeschichte ist, Plan auch da, wo die bösen Mächte in Betracht kommen, und daß man mit den Mitteln, mit denen man heute Geschichte ansieht, wirklich nicht zurechtkommt, sondern alles geschichtliche Leben nur von seiner Außenseite betrachtet. Nur dadurch kann man zurechtkommen, daß man durch geisteswissenschaftliche Mittel die rechten Tatsachen zusammenhält: also die Entdeckung Amerikas in einem ganz bestimmten Zeitraume, und die Erregung der Begehrlichkeit für ein Phantasieland, welche Begehrlichkeit wiederum geeignet war, die Seelen abzuziehen von der Erde. Durch dieses Zusammentreffen, das Schildern eines solchen Phantasielandes und das Erregen der Begehrlichkeit, um Amerika in einem bestimmten Zeitpunkte zu entdecken, dadurch war die richtige Stimmung gegeben, eine Stimmung, die insbesondere auf die unterbewußten menschlichen Seelenkräfte wirkte und in der Kultur weiter wirken konnte. Man muß durchaus Marco Polo und seine Schrift «Mirabilia mundi» im Zusammenhang denken mit dem, was Christoph Kolumbus angeregt hat, hinüberzufahren nach dem Westen. Er hat ja bekanntlich jene Zauberinsel entdecken wollen durch die Fahrt nach dem Westen. Das wird ja in der äußeren Geschichte beschrieben.
[ 19 ] So habe ich Ihnen geschildert, wie hereinwirken die ahrimanischen und luziferischen Impulse, um ihre Attacken auszuführen gegen den fünften nachatlantischen Zeitraum. Nun ist dieser fünfte nachatlantische Zeitraum gerade so geartet, daß der Mensch gewissermaßen in einer Mittelsphäre des seelischen Lebens lebt. Das Seelenleben des fünften nachatlantischen Zeitraums muß geschützt werden vor dem unmittelbaren Schauen der ahrimanischen Kräfte. Man muß lernen, in ihr Reich zu kommen durch Geisteswissenschaft; aber das äußere Leben muß geschützt werden, damit sich die Kräfte entwickeln können, auf die schon gestern und heute aufmerksam gemacht worden ist. Aber unter dem Bewußtsein, unter dem gewöhnlichen normalen Bewußtsein, da wirken diese Kräfte, die auf die geschilderte, ganz konkrete Art auf die Erde gebracht worden sind. Man lernt nicht dadurch das menschliche Seelenleben kennen, daß man im allgemeinen schildert: es gibt ein Bewußtes und Unterbewußtes, und aus dem Unterbewußten, da wirken Triebe herauf und so weiter; man muß kennen, wie diese Triebe bewirkt worden sind auf der Erde. Das Konkrete muß man kennen. Nun kann man in verschiedenen Dingen sehen, wie gewissermaßen unter dem Bewußtsein, das die Seele des Menschen in der fünften nachatlantischen Zeit entfaltet, manches nachwirkt. Man kann sich das so vorstellen, daß das Ahrimanische, das also auf diese Weise initiiert worden ist, wie wir es geschildert haben, gewissermaßen unter der Schwelle des Bewußtseins tätig ist, wie die Lava, wie die vulkanischen Kräfte unter einem vulkanischen Boden, einer Solfatara: wenn man oben Papier anzündet, so kommt der Rauch heraus. Das beweist, daß der Boden, auf dem man steht, durchaus unter sich furchtbare Kräfte enthält, die dann aus allen Löchern herauskommen. So ist es auch mit Seelenkräften. Unter dem, was das Bewußtsein weiß, existieren die Dinge, die beeinflußt sind von dem, was ich beschrieben habe. Und dann drücken sie hinauf; zuweilen zeigen sie sich auch ein bißchen, aber sonst drücken sie hinauf. Und im Überbewußten sind dann auch die luziferischen Kräfte, die sich hereinentladen in die Seele, wie sich zuweilen Blitz und Donner entlädt, wenn die Luft gereinigt werden soll, welche aber auch gerade im fünften nachatlantischen Zeitraum wenig im Bewußtsein sind. Ein mittlerer Zustand ist es, den das Bewußtsein innehat in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum.
[ 19 ] So habe ich Ihnen geschildert, wie hereinwirken die ahrimanischen und luziferischen Impulse, um ihre Attacken auszuführen gegen den fünften nachatlantischen Zeitraum. Nun ist dieser fünfte nachatlantische Zeitraum gerade so geartet, daß der Mensch gewissermaßen in einer Mittelsphäre des seelischen Lebens lebt. Das Seelenleben des fünften nachatlantischen Zeitraums muß geschützt werden vor dem unmittelbaren Schauen der ahrimanischen Kräfte. Man muß lernen, in ihr Reich zu kommen durch Geisteswissenschaft; aber das äußere Leben muß geschützt werden, damit sich die Kräfte entwickeln können, auf die schon gestern und heute aufmerksam gemacht worden ist. Aber unter dem Bewußtsein, unter dem gewöhnlichen normalen Bewußtsein, da wirken diese Kräfte, die auf die geschilderte, ganz konkrete Art auf die Erde gebracht worden sind. Man lernt nicht dadurch das menschliche Seelenleben kennen, daß man im allgemeinen schildert: es gibt ein Bewußtes und Unterbewußtes, und aus dem Unterbewußten, da wirken Triebe herauf und so weiter; man muß kennen, wie diese Triebe bewirkt worden sind auf der Erde. Das Konkrete muß man kennen. Nun kann man in verschiedenen Dingen sehen, wie gewissermaßen unter dem Bewußtsein, das die Seele des Menschen in der fünften nachatlantischen Zeit entfaltet, manches nachwirkt. Man kann sich das so vorstellen, daß das Ahrimanische, das also auf diese Weise initiiert worden ist, wie wir es geschildert haben, gewissermaßen unter der Schwelle des Bewußtseins tätig ist, wie die Lava, wie die vulkanischen Kräfte unter einem vulkanischen Boden, einer Solfatara: wenn man oben Papier anzündet, so kommt der Rauch heraus. Das beweist, daß der Boden, auf dem man steht, durchaus unter sich furchtbare Kräfte enthält, die dann aus allen Löchern herauskommen. So ist es auch mit Seelenkräften. Unter dem, was das Bewußtsein weiß, existieren die Dinge, die beeinflußt sind von dem, was ich beschrieben habe. Und dann drücken sie hinauf; zuweilen zeigen sie sich auch ein bißchen, aber sonst drücken sie hinauf. Und im Überbewußten sind dann auch die luziferischen Kräfte, die sich hereinentladen in die Seele, wie sich zuweilen Blitz und Donner entlädt, wenn die Luft gereinigt werden soll, welche aber auch gerade im fünften nachatlantischen Zeitraum wenig im Bewußtsein sind. Ein mittlerer Zustand ist es, den das Bewußtsein innehat in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum.
[ 20 ] Wenn man nun nachforscht, was so im Unterbewußten lebt, so sieht man schon, wie von zwei Richtungen her ahrimanische und luziferische Attacken kommen, und wie in einem Zusammenwirken der regulär fortschreitenden Hierarchien mit den luziferischen und ahrimanischen Kräften die Kultur eigentlich geschaffen wird. Nun wird gerade dadurch, daß in dieser Weise die Kultur spezifiziert wird, der Mensch auf verschiedenen Gebieten der Erde in verschiedener Art zu den großen Problemen gelenkt. Ich will mehr auf den Erkenntnisstandpunkt Rücksicht nehmen und das, was vom Erkenntnisstandpunkt ins soziale Leben eingreift. Da kann man also voraussetzen, daß gewisse ahrimanische Kräfte in die europäische Kultur einfließen — nach den Impulsen, die wir kennengelernt haben — vom Unterbewußten aus. Diese ahrimanischen Kräfte, die lenken die Impulse, die wiederum von den guten, regulär fortschreitenden Kräften ausgehen, in eine ganz bestimmte Richtung hin. Man kann sagen, daß zweierlei Probleme, zweierlei Erkenntnisbestrebungen aufgetreten sind. Nicht etwa kann man sagen: durch die ahrimanischen Kräfte, sondern durch das Zusammenwirken der ahrimanischen Kräfte und der regulär fortschreitenden Kräfte hat das menschliche Leben eine gewisse Färbung erhalten. Dadurch ist es namentlich auf zwei Probleme gelenkt worden. Diese zwei Probleme könnte man bezeichnen als das Triebproblem — das Nachdenken ging allmählich nach diesem Triebproblem — und das Geburtsproblem. Natürlich sind das Ausdrücke, die den hervorragendsten Fakten entnommen sind; es umfaßt das, was ich hier bezeichne als das Triebproblem und als das Geburtsproblem, außerordentlich vieles. Ich will nur einiges charakterisieren.
[ 20 ] Wenn man nun nachforscht, was so im Unterbewußten lebt, so sieht man schon, wie von zwei Richtungen her ahrimanische und luziferische Attacken kommen, und wie in einem Zusammenwirken der regulär fortschreitenden Hierarchien mit den luziferischen und ahrimanischen Kräften die Kultur eigentlich geschaffen wird. Nun wird gerade dadurch, daß in dieser Weise die Kultur spezifiziert wird, der Mensch auf verschiedenen Gebieten der Erde in verschiedener Art zu den großen Problemen gelenkt. Ich will mehr auf den Erkenntnisstandpunkt Rücksicht nehmen und das, was vom Erkenntnisstandpunkt ins soziale Leben eingreift. Da kann man also voraussetzen, daß gewisse ahrimanische Kräfte in die europäische Kultur einfließen — nach den Impulsen, die wir kennengelernt haben — vom Unterbewußten aus. Diese ahrimanischen Kräfte, die lenken die Impulse, die wiederum von den guten, regulär fortschreitenden Kräften ausgehen, in eine ganz bestimmte Richtung hin. Man kann sagen, daß zweierlei Probleme, zweierlei Erkenntnisbestrebungen aufgetreten sind. Nicht etwa kann man sagen: durch die ahrimanischen Kräfte, sondern durch das Zusammenwirken der ahrimanischen Kräfte und der regulär fortschreitenden Kräfte hat das menschliche Leben eine gewisse Färbung erhalten. Dadurch ist es namentlich auf zwei Probleme gelenkt worden. Diese zwei Probleme könnte man bezeichnen als das Triebproblem — das Nachdenken ging allmählich nach diesem Triebproblem — und das Geburtsproblem. Natürlich sind das Ausdrücke, die den hervorragendsten Fakten entnommen sind; es umfaßt das, was ich hier bezeichne als das Triebproblem und als das Geburtsproblem, außerordentlich vieles. Ich will nur einiges charakterisieren.
[ 21 ] Das Triebproblem: Es wird unter dem Einflusse der Kräfte, die ich charakterisierthabe, das menschliche Sinnen und das menschliche Trachten dahin gelenkt, die Triebe der Menschen zu verspüren, zu empfinden. Der Sinn wird auf die Triebe gelenkt; und daraus entwickelt sich allmählich eine gewisse Lebensgesinnung unter dem Einflusse des Triebproblems. Man kann sagen: Es wandelt sich das Triebproblem um in das Glücksproblem, und das Glücksproblem bekommt eine ganz bestimmte Färbung. Daher sehen Sie gerade im fünften nachatlantischen Zeitraum an den verschiedenen Stellen, insbesondere in der westlichen Kultur, Sinnen und Trachten nach dem Glücksproblem gerichtet, nach dem Glück, nach dem Schaffen des Glückes im Leben. Das ist unter diesen Einflüssen, die ich geschildert habe. Da sehen wir zum Beispiel, wie nachgeforscht wird, was man tun kann, damit die Menschen auf der Erde ein möglichst glückliches Leben führen. Herstellung des Erdenglückes, das wird ein Ideal. Ich sage nicht: bloß unter ahrimanischen Kräften; es sind darinnen auch regulär fortschreitende Kräfte. Also es soll natürlich über dasGlück nachgedacht werden. Aber eine bestimmte Färbung bekam es unter Ahrimans Einwirkung durch einen rein teuflischen Satz: «Das Gute ist das Glück der größtmöglichen Menschenanzahl auf der Erde.» Dieser Satz ist ein rein teuflischer Satz, denn er definiert das Gute so, daß er es durch das Glück ausdrückt, und noch dazu das Glück der größtmöglichen Anzahl, womit verknüpft sein würde das Elend der Minderzahl; so ungefähr, wie wenn man einen Organismus schildern wollte dadurch, daß man ihn bis zu den Knien nur ausbildet und dann von den Knien nach abwärts verkümmern läßt. Es ist aber überhaupt das Zusammenstellen von Glück und Güte, von Glück und Tugend etwas, was einen ahrimanischen Charakter hat. Glück und Tugend, Glück und das Gute: die Griechen waren in ihren besten Persönlichkeiten ganz unzugänglich für die Zusammenstellung der Begriffe Glück und das Gute. Aber gerade durch ahrimanische Einflüsse sollte in der fünften nachatlantischen Menschheit eine Gesinnung erzeugt werden, welche das Gute im Glücke sucht. Sie müssen alles, was Sie kennen als Saint-Simonismus, die verschiedenen Bestrebungen, nationalökonomische Ordnungen zu finden, namentlich im Westen Europas, unter diesem Gesichtspunkte betrachten, dann können Sie sie nur verstehen; selbst der Rousseauismus ist nicht frei von diesem Impulse. Man muß diese Dinge durchaus in sachlicher Beziehung studieren.
[ 21 ] Das Triebproblem: Es wird unter dem Einflusse der Kräfte, die ich charakterisierthabe, das menschliche Sinnen und das menschliche Trachten dahin gelenkt, die Triebe der Menschen zu verspüren, zu empfinden. Der Sinn wird auf die Triebe gelenkt; und daraus entwickelt sich allmählich eine gewisse Lebensgesinnung unter dem Einflusse des Triebproblems. Man kann sagen: Es wandelt sich das Triebproblem um in das Glücksproblem, und das Glücksproblem bekommt eine ganz bestimmte Färbung. Daher sehen Sie gerade im fünften nachatlantischen Zeitraum an den verschiedenen Stellen, insbesondere in der westlichen Kultur, Sinnen und Trachten nach dem Glücksproblem gerichtet, nach dem Glück, nach dem Schaffen des Glückes im Leben. Das ist unter diesen Einflüssen, die ich geschildert habe. Da sehen wir zum Beispiel, wie nachgeforscht wird, was man tun kann, damit die Menschen auf der Erde ein möglichst glückliches Leben führen. Herstellung des Erdenglückes, das wird ein Ideal. Ich sage nicht: bloß unter ahrimanischen Kräften; es sind darinnen auch regulär fortschreitende Kräfte. Also es soll natürlich über dasGlück nachgedacht werden. Aber eine bestimmte Färbung bekam es unter Ahrimans Einwirkung durch einen rein teuflischen Satz: «Das Gute ist das Glück der größtmöglichen Menschenanzahl auf der Erde.» Dieser Satz ist ein rein teuflischer Satz, denn er definiert das Gute so, daß er es durch das Glück ausdrückt, und noch dazu das Glück der größtmöglichen Anzahl, womit verknüpft sein würde das Elend der Minderzahl; so ungefähr, wie wenn man einen Organismus schildern wollte dadurch, daß man ihn bis zu den Knien nur ausbildet und dann von den Knien nach abwärts verkümmern läßt. Es ist aber überhaupt das Zusammenstellen von Glück und Güte, von Glück und Tugend etwas, was einen ahrimanischen Charakter hat. Glück und Tugend, Glück und das Gute: die Griechen waren in ihren besten Persönlichkeiten ganz unzugänglich für die Zusammenstellung der Begriffe Glück und das Gute. Aber gerade durch ahrimanische Einflüsse sollte in der fünften nachatlantischen Menschheit eine Gesinnung erzeugt werden, welche das Gute im Glücke sucht. Sie müssen alles, was Sie kennen als Saint-Simonismus, die verschiedenen Bestrebungen, nationalökonomische Ordnungen zu finden, namentlich im Westen Europas, unter diesem Gesichtspunkte betrachten, dann können Sie sie nur verstehen; selbst der Rousseauismus ist nicht frei von diesem Impulse. Man muß diese Dinge durchaus in sachlicher Beziehung studieren.
[ 22 ] Das zweite neben dem Triebproblem ist hier das Sinnessein, das Sinnensein. Es soll ja im fünften nachatlantischen Zeitraum die Sinneskultur veredelt werden. Aber die ahrimanischen Mächte wollen diese Sinneskultur für sich in Anspruch nehmen, und daher wollen sie die Gesinnung erzeugen, daß die Wahrheit einzig und allein im Sinnensein zu finden ist. Insoferne lebt in all dem, was im Problem des Sinnenseins lebt, Ahrimanisches. Das Sinnenproblem hängt innig zusammen mit dem Geburtsproblem, so wie das Glücksproblem mit dem Triebproblem zusammenhängt. Um zu rechtfertigen das Sinnensein und durch einen Instinkt die ganze Evolution rein sinnlich zu betrachten, wurde das Menschenwerden in der Geburt unmittelbar angegliedert an die Evolution der Tiere. Da sehen Sie den Weg zum Geburtsproblem herüber. Das Nachdenken über die Menschengeburt, das beschäftigt ja diejenigen, die sinnen und trachten im fünften nachatlantischen Zeitraum, wirklich seit dem 15. Jahrhunderte ganz intensiv. Und der, welcher die Verhältnisse kennt, der weiß, was dieses Problem: Wie kommt der Mensch in die Erde herein? — bedeutet hat, wie man darüber nachgedacht hat, ob die Seele von Vater und Mutter als Seele übergeht auf die Kinder, oder ob die Seele anerschaffen wird von den überirdischen Mächten. Das Geburtsproblem im weitesten Sinne, das ist Aufgabe der nachatlantischen Zeit; das ist ein ganz im Sinne der regulär fortschreitenden Zeit aufgegebenes Problem. Aber ahrimanisch wurde es dadurch, daß es rein materialistisch gemacht wurde, daß der Mensch nur an die Spitze der Tierwelt gestellt worden ist, daß sein Seelensein gegenüber dem Sinnensein vollständig außer acht gelassen werden soll.
[ 22 ] Das zweite neben dem Triebproblem ist hier das Sinnessein, das Sinnensein. Es soll ja im fünften nachatlantischen Zeitraum die Sinneskultur veredelt werden. Aber die ahrimanischen Mächte wollen diese Sinneskultur für sich in Anspruch nehmen, und daher wollen sie die Gesinnung erzeugen, daß die Wahrheit einzig und allein im Sinnensein zu finden ist. Insoferne lebt in all dem, was im Problem des Sinnenseins lebt, Ahrimanisches. Das Sinnenproblem hängt innig zusammen mit dem Geburtsproblem, so wie das Glücksproblem mit dem Triebproblem zusammenhängt. Um zu rechtfertigen das Sinnensein und durch einen Instinkt die ganze Evolution rein sinnlich zu betrachten, wurde das Menschenwerden in der Geburt unmittelbar angegliedert an die Evolution der Tiere. Da sehen Sie den Weg zum Geburtsproblem herüber. Das Nachdenken über die Menschengeburt, das beschäftigt ja diejenigen, die sinnen und trachten im fünften nachatlantischen Zeitraum, wirklich seit dem 15. Jahrhunderte ganz intensiv. Und der, welcher die Verhältnisse kennt, der weiß, was dieses Problem: Wie kommt der Mensch in die Erde herein? — bedeutet hat, wie man darüber nachgedacht hat, ob die Seele von Vater und Mutter als Seele übergeht auf die Kinder, oder ob die Seele anerschaffen wird von den überirdischen Mächten. Das Geburtsproblem im weitesten Sinne, das ist Aufgabe der nachatlantischen Zeit; das ist ein ganz im Sinne der regulär fortschreitenden Zeit aufgegebenes Problem. Aber ahrimanisch wurde es dadurch, daß es rein materialistisch gemacht wurde, daß der Mensch nur an die Spitze der Tierwelt gestellt worden ist, daß sein Seelensein gegenüber dem Sinnensein vollständig außer acht gelassen werden soll.
[ 23 ] So sehen wir, daß von der einen Seite her einströmen Impulse, welche das Triebproblem zum Glücksproblem nicht im Sinne des Moralisch-Guten machen wollen. Ganz im Sinne der regulären Mächte wäre das Triebproblem zu machen zum Problem des Moralisch-Guten. Denn das Moralisch-Gute im weitesten Umfange aus dem Triebproblem heraus zu entwickeln, das heißt, die Vergeistigung des Triebproblems zu finden. Das ist die reguläre Aufgabe des fünften nachatlantischen Zeitraums. Das wird in mächtigen Imaginationen entwickelt werden müssen, zu denen der Ansatz in solchen Imaginationen liegt, wie Sie im «Faust» sie finden. Aber durch den ahrimanischen Einfluß führte das Geburtsproblem zu der Evolution im Sinnensein. Also: Triebproblem zum Glücksproblem; Geburtsproblem zum Problem der Evolution im Sinnensein.
[ 23 ] So sehen wir, daß von der einen Seite her einströmen Impulse, welche das Triebproblem zum Glücksproblem nicht im Sinne des Moralisch-Guten machen wollen. Ganz im Sinne der regulären Mächte wäre das Triebproblem zu machen zum Problem des Moralisch-Guten. Denn das Moralisch-Gute im weitesten Umfange aus dem Triebproblem heraus zu entwickeln, das heißt, die Vergeistigung des Triebproblems zu finden. Das ist die reguläre Aufgabe des fünften nachatlantischen Zeitraums. Das wird in mächtigen Imaginationen entwickelt werden müssen, zu denen der Ansatz in solchen Imaginationen liegt, wie Sie im «Faust» sie finden. Aber durch den ahrimanischen Einfluß führte das Geburtsproblem zu der Evolution im Sinnensein. Also: Triebproblem zum Glücksproblem; Geburtsproblem zum Problem der Evolution im Sinnensein.
[ 24 ] Wenn wir alles das ins Auge fassen, was von dieser Seite her kommt, dann sehen wir wie einströmen die ahrimanischen Mächte in die fünfte nachatlantische Zeitkultur. Ich habe schon gesagt: Dadurch, daß auf der einen Seite ahrimanische Mächte einströmen, auf der anderen Seite luziferische, wird das Streben spezialisiert. Sonst würden in der fünften nachatlantischen Kultur vier große Dinge auftreten, die alles Arbeiten, alle Arbeit, alles Schaffen bis zum Bodenbebauen des Bauern, bis in die Einzelheiten hinein durchdringen würden in den Empfindungen. Vier Probleme wären es. Das erste ist eben das Triebproblem, das zweite das Geburtsproblem, das dritte, das dem fünften nachatlantischen Zeitraum aufgegeben ist, ist das Todesproblem. Das Problem des Todes, das heißt, nicht nur zu finden, wie der Mensch hereingestellt ist auf die Erde durch die Geburt, sondern auch, wie er wiederum hinausschreitet durch die Pforte des Todes. Und das vierte Problem ist das Problem des Bösen.
[ 24 ] Wenn wir alles das ins Auge fassen, was von dieser Seite her kommt, dann sehen wir wie einströmen die ahrimanischen Mächte in die fünfte nachatlantische Zeitkultur. Ich habe schon gesagt: Dadurch, daß auf der einen Seite ahrimanische Mächte einströmen, auf der anderen Seite luziferische, wird das Streben spezialisiert. Sonst würden in der fünften nachatlantischen Kultur vier große Dinge auftreten, die alles Arbeiten, alle Arbeit, alles Schaffen bis zum Bodenbebauen des Bauern, bis in die Einzelheiten hinein durchdringen würden in den Empfindungen. Vier Probleme wären es. Das erste ist eben das Triebproblem, das zweite das Geburtsproblem, das dritte, das dem fünften nachatlantischen Zeitraum aufgegeben ist, ist das Todesproblem. Das Problem des Todes, das heißt, nicht nur zu finden, wie der Mensch hereingestellt ist auf die Erde durch die Geburt, sondern auch, wie er wiederum hinausschreitet durch die Pforte des Todes. Und das vierte Problem ist das Problem des Bösen.
[ 25 ] Daß nicht gleichmäßig ausgebreitet über den fünften nachatlantischen Zeitraum in der Kulturmenschheit diese vier Probleme wirkten, das ist eben dadurch bewirkt, daß von der einen Seite Ahriman das Triebproblem zum Glücksproblem und das Geburtsproblem zum Sinnen-Sein-Problem umgestaltet hat und dadurch hinausgedrängt hat die richtige Lösung der Probleme; wiederum, daß von der anderen Seite Luzifer den Sinn der mehr nach Osten hin schattierten Kultur lenkte auf das Todesproblem und auf das Problem des Bösen. Und so können Sie verfolgen, wie gerade das ganze russische Geistesleben im wesentlichen so beherrscht ist von dem Todesproblem und von dem Problem des Bösen, wie das westliche Geistesleben von dem Triebproblem und von dem Geburtsproblem. Gerade bei dem stärksten russischen Denker der neueren Zeit, bei Solowjow, können Sie überall finden, wie der Nerv seines Denkens und Sinnens im Todesproblem auf der einen Seite und im Problem des Bösen auf der anderen Seite liegt. Das Problem des Bösen führt nun, wie das Triebproblem zum Glücksproblem führt, ebenso die besondere Gestalt herbei der Betrachtung des sündigen Lebens, die Betrachtung der Sünde, das Sündenproblem. Daher ist nirgends das Problem der Sünde und der Erlösung von der Sünde, der Reinigung von der Sünde in so tiefer Weise in Angriff genommen worden wie von Osten herein. Aber es ist zu gleicher Zeit ein Unreguläres, mit dem dieses Problem in Angriff genommen wird; es ist zu gleicher Zeit dieses Problem des Bösen und das Problem der Sünde von luziferischen Mächten benützt, um die Seelen durch das Hinlenken der Gesinnung auf die Sünde und auf das irdisch-leibliche Fleisches-Sündenleben zu entfremden von dem Erdenleben. Während im Westen Ahriman alle Anstrengungen darauf richtet, den Menschen in das Sinnensein zu verstricken auf der Erde, ein Reich des Guten und des Glücks zu begründen, das den Trieben entgegenkommt, kommt vom Osten der Abscheu vor der Sünde, wodurch die Seelen weggelenkt werden sollen von der Erde, indem ihnen die luziferische Entfremdung des Weggehens von der Erde eingeimpft werden soll durch die Betrachtung des Sündenproblems und des Todesproblems. Daher ein großer Teil des Sinnens im Osten darauf geht, wie der Tod überwunden wird durch das, was an dem Christus selber geschieht, so daß man Impulse für das Leben in der Auferstehung finden will. Gerade das, was ich ausgeführt habe vor acht Tagen, daß der Osten sich mehr dem Christus, der Westen sich mehr dem Jesus zuwendet, es liegt darin begründet, daß der Osten den Auferstandenen braucht, den Geist, der nicht in der Sinnlichkeit aufgeht, der die Sinnlichkeit überwindet. Es ist das Problem des Todes. In einer der schönsten Abhandlungen wahrscheinlich, die Solowjow geschrieben hat, redet er geradezu davon, daß, wenn der Tod als physisches Phänomen, als physische Tatsache einen Abschluß des Menschenlebens bedeuten würde, der Mensch allen übrigen Tieren gleichen würde, und er wäre eigentlich gar kein Mensch, er wäre ein Tier. Durch den Tod gleicht der Mensch dem Tiere. Durch das Böse, dessen er fähig ist, ist er noch schlechter als die Tiere. Da deutet Solowjow direkt darauf hin, wie sein Denken beeinflußt ist von dem Problem des Todes und dem Problem der Sünde, von dem Problem des Bösen. Aber man findet überall das Nachdenken über solche Seelenerkenntnisse, durch welche die Seele als vom Tod nicht berührt erscheint, und daß das äußere Leben so eingerichtet wird, daß es doch in einer gewissen Weise unter die berechtigten Erscheinungen des Lebens wiederum aufnimmt eine Tendenz des Weg-von-der-Erde. Daher gibt es gerade im Osten so viele Sekten, welche das Leibliche abtöten, welche den Tod gewissermaßen schon ausgießen über das Leibliche, welche das Triebleben und das Geburtsleben ad absurdum führen wollen durch ein gewisses Hinwenden zum Opfern und dergleichen.
[ 25 ] Daß nicht gleichmäßig ausgebreitet über den fünften nachatlantischen Zeitraum in der Kulturmenschheit diese vier Probleme wirkten, das ist eben dadurch bewirkt, daß von der einen Seite Ahriman das Triebproblem zum Glücksproblem und das Geburtsproblem zum Sinnen-Sein-Problem umgestaltet hat und dadurch hinausgedrängt hat die richtige Lösung der Probleme; wiederum, daß von der anderen Seite Luzifer den Sinn der mehr nach Osten hin schattierten Kultur lenkte auf das Todesproblem und auf das Problem des Bösen. Und so können Sie verfolgen, wie gerade das ganze russische Geistesleben im wesentlichen so beherrscht ist von dem Todesproblem und von dem Problem des Bösen, wie das westliche Geistesleben von dem Triebproblem und von dem Geburtsproblem. Gerade bei dem stärksten russischen Denker der neueren Zeit, bei Solowjow, können Sie überall finden, wie der Nerv seines Denkens und Sinnens im Todesproblem auf der einen Seite und im Problem des Bösen auf der anderen Seite liegt. Das Problem des Bösen führt nun, wie das Triebproblem zum Glücksproblem führt, ebenso die besondere Gestalt herbei der Betrachtung des sündigen Lebens, die Betrachtung der Sünde, das Sündenproblem. Daher ist nirgends das Problem der Sünde und der Erlösung von der Sünde, der Reinigung von der Sünde in so tiefer Weise in Angriff genommen worden wie von Osten herein. Aber es ist zu gleicher Zeit ein Unreguläres, mit dem dieses Problem in Angriff genommen wird; es ist zu gleicher Zeit dieses Problem des Bösen und das Problem der Sünde von luziferischen Mächten benützt, um die Seelen durch das Hinlenken der Gesinnung auf die Sünde und auf das irdisch-leibliche Fleisches-Sündenleben zu entfremden von dem Erdenleben. Während im Westen Ahriman alle Anstrengungen darauf richtet, den Menschen in das Sinnensein zu verstricken auf der Erde, ein Reich des Guten und des Glücks zu begründen, das den Trieben entgegenkommt, kommt vom Osten der Abscheu vor der Sünde, wodurch die Seelen weggelenkt werden sollen von der Erde, indem ihnen die luziferische Entfremdung des Weggehens von der Erde eingeimpft werden soll durch die Betrachtung des Sündenproblems und des Todesproblems. Daher ein großer Teil des Sinnens im Osten darauf geht, wie der Tod überwunden wird durch das, was an dem Christus selber geschieht, so daß man Impulse für das Leben in der Auferstehung finden will. Gerade das, was ich ausgeführt habe vor acht Tagen, daß der Osten sich mehr dem Christus, der Westen sich mehr dem Jesus zuwendet, es liegt darin begründet, daß der Osten den Auferstandenen braucht, den Geist, der nicht in der Sinnlichkeit aufgeht, der die Sinnlichkeit überwindet. Es ist das Problem des Todes. In einer der schönsten Abhandlungen wahrscheinlich, die Solowjow geschrieben hat, redet er geradezu davon, daß, wenn der Tod als physisches Phänomen, als physische Tatsache einen Abschluß des Menschenlebens bedeuten würde, der Mensch allen übrigen Tieren gleichen würde, und er wäre eigentlich gar kein Mensch, er wäre ein Tier. Durch den Tod gleicht der Mensch dem Tiere. Durch das Böse, dessen er fähig ist, ist er noch schlechter als die Tiere. Da deutet Solowjow direkt darauf hin, wie sein Denken beeinflußt ist von dem Problem des Todes und dem Problem der Sünde, von dem Problem des Bösen. Aber man findet überall das Nachdenken über solche Seelenerkenntnisse, durch welche die Seele als vom Tod nicht berührt erscheint, und daß das äußere Leben so eingerichtet wird, daß es doch in einer gewissen Weise unter die berechtigten Erscheinungen des Lebens wiederum aufnimmt eine Tendenz des Weg-von-der-Erde. Daher gibt es gerade im Osten so viele Sekten, welche das Leibliche abtöten, welche den Tod gewissermaßen schon ausgießen über das Leibliche, welche das Triebleben und das Geburtsleben ad absurdum führen wollen durch ein gewisses Hinwenden zum Opfern und dergleichen.
[ 26 ] Im Westen liegt die Gefahr vor des Verstricktwerdens in das Sinnenleben, wodurch das Sinnenleben ichlos werden würde. Denn wenn auf der Erde nur das Glück begründet werden soll, so könnte niemals das Ich auf der Erde leben. Wenn das Gute nur dadurch begründet werden sollte, daß Glück über die Erde ausgebreitet werden sollte, so würde folgendes nämlich eintreten, das zeigt schon die Erfahrung der alten Atlantis: Auch in der Mitte der Atlantischen Kultur waren große Impulse gegeben, die im weiteren Verlaufe zu einem Glücke geführt hätten. Die Menschen hatten, was sie zuerst als Antrieb des Guten empfunden haben, in seiner Form, in seinen Wirkungen gesehen als ein gewisses Glück. Da gibt sich der Mensch dem Glücke hin, da geht der Mensch in Glück auf. Und die Erde mußte in bezug auf die atlantische Kultur gewissermaßen hinweggefegt werden, weil die Menschen nur zurückbehalten hatten das Glück von dem Guten. In der nachatlantischen Zeit will nun Ahriman direkt eine Glückskultur begründen. Das würde heißen: auspressen die Zitrone, weg mit ihr! — Die Iche würden nicht mehr leben können, wenn nur eine Glückskultur begründet werden sollte. Glück und Gutes, Glück und Tugend sind keine Begriffe, die füreinander gesetzt werden können.
[ 26 ] Im Westen liegt die Gefahr vor des Verstricktwerdens in das Sinnenleben, wodurch das Sinnenleben ichlos werden würde. Denn wenn auf der Erde nur das Glück begründet werden soll, so könnte niemals das Ich auf der Erde leben. Wenn das Gute nur dadurch begründet werden sollte, daß Glück über die Erde ausgebreitet werden sollte, so würde folgendes nämlich eintreten, das zeigt schon die Erfahrung der alten Atlantis: Auch in der Mitte der Atlantischen Kultur waren große Impulse gegeben, die im weiteren Verlaufe zu einem Glücke geführt hätten. Die Menschen hatten, was sie zuerst als Antrieb des Guten empfunden haben, in seiner Form, in seinen Wirkungen gesehen als ein gewisses Glück. Da gibt sich der Mensch dem Glücke hin, da geht der Mensch in Glück auf. Und die Erde mußte in bezug auf die atlantische Kultur gewissermaßen hinweggefegt werden, weil die Menschen nur zurückbehalten hatten das Glück von dem Guten. In der nachatlantischen Zeit will nun Ahriman direkt eine Glückskultur begründen. Das würde heißen: auspressen die Zitrone, weg mit ihr! — Die Iche würden nicht mehr leben können, wenn nur eine Glückskultur begründet werden sollte. Glück und Gutes, Glück und Tugend sind keine Begriffe, die füreinander gesetzt werden können.
[ 27 ] Hier sehen wir in tiefe Lebensgeheimnisse hinein. Das, was berechtigt ist: eine Kultur zu begründen, die selbstverständlich in ihren Folgen zu einem gewissen menschlichen Glück führen muß —, wird so verkehrt, daß man das Glück selber als das Wünschenswerte hinstellt. Und eine Kultur, die selbstverständlich dahin führen soll, daß die menschliche Seele in ihrem Leben vor allem den Tod und das Böse erkennt, wird so verkehrt, daß von vornherein die Berührung mit dem, was den Tod hervorbringen kann und das Böse hervorbringen kann, gewissermaßen gemieden wird, daß die Leiblichkeit gescheut wird. Und dadurch soll Luzifer entgegengekommen werden.
[ 27 ] Hier sehen wir in tiefe Lebensgeheimnisse hinein. Das, was berechtigt ist: eine Kultur zu begründen, die selbstverständlich in ihren Folgen zu einem gewissen menschlichen Glück führen muß —, wird so verkehrt, daß man das Glück selber als das Wünschenswerte hinstellt. Und eine Kultur, die selbstverständlich dahin führen soll, daß die menschliche Seele in ihrem Leben vor allem den Tod und das Böse erkennt, wird so verkehrt, daß von vornherein die Berührung mit dem, was den Tod hervorbringen kann und das Böse hervorbringen kann, gewissermaßen gemieden wird, daß die Leiblichkeit gescheut wird. Und dadurch soll Luzifer entgegengekommen werden.
[ 28 ] Sehen Sie, so muß man versuchen zu begreifen, wie die konkreten Kräfte im Menschendasein wirken, was unter und über dem bewußten Seelenleben gerade in der fünften nachatlantischen Kultur ist. Und wenn Sie diese Leitmotive kennen, so werden Sie schon finden, wie Sie vieles, vieles, was auftritt, verstehen können. Nur bitte ich Sie, verfallen Sie nicht in den Wahn: Also muß man alles Luziferische und alles Ahrimanische meiden. — Das ist ja der beste Weg, um dem Luziferischen und Ahrimanischen zu verfallen! Denn derjenige, der mit der Menschheit lebt, muß eben wissen, daß Luzifer und Ahriman gewissermaßen zugelassen sind. Wenn nicht Abirrungen stattfinden könnten, so würde ja der Mensch niemals zur Freiheit kommen können; wenn er nicht in dem Irrtum leben könnte, daß Glück und Gutes einerlei sein könnten, und sich nicht erheben könnte wiederum über diesen Irrtum, so würde er niemals zur Freiheit kommen können. Wenn er nicht in dem Wahn leben könnte, daß man durch Abtöten des äußeren irdischen Lebens über Tod und Böses den Sieg davontragen kann, wenn er sich nicht diesem Wahne hingeben könnte, so würde er nicht zur Überwindung des Todes und der Sünde in Wirklichkeit kommen können. Notwendig ist, daß diese Dinge hereinragen ins Menschenleben. Wir müssen uns nur klar sein darüber, daß die wehleidige Rede: Ach, das ist luziferisch, das muß man meiden; das ist ahrimanisch, das muß man meiden — nicht Besitz ergreife von uns, sondern daß wir uns in der rechten Weise den realen Mächten gegenüberstellen und wissen, daß wir nicht bloß Luzifer zu meiden haben, sondern die Kräfte des Luzifer zu erobern haben für die fortschreitende Menschheitskultur; daß wir nicht bloß Ahriman zu meiden haben, sondern die Kräfte des Ahriman zu erobern haben für die fortschreitende Menschheitskultur; daß wir sie hereinzuholen haben. Der Kampf besteht darinnen, daß Ahriman die Seelen hinausholen will. Die Menschheit hat die Aufgabe, Ahriman mit seinen starken Kräften hereinzuholen, das heißt zum Beispiel alle diejenigen Verstandeskräfte — vorzüglich Verstandeskräfte sind es, aber sie können auch eine Gemütsform annehmen —, die verwendet worden sind auf das Problem: Wie begründet man einen Staat? — Denken Sie an all die Leute, die mehr oder weniger theoretisch, mehr oder weniger praktisch dieses Problem unternommen haben; unternommen haben zuweilen, indem sie die stärksten Aufwendungen gemacht haben, das Problem zu lösen. Diese Kräfte, die verwendet worden sind auf das Problem, die müssen in den guten Dienst der Menschheit gestellt werden, die dürfen nicht dadurch verahrimanisiert werden, daß man sagt, man wolle von Ahriman nichts wissen, man beschäftige sich nicht mit dem, was man zum Beispiel in sozialen Problemen als von Ahriman ausgehend anführt. Das würde zu nichts führen. Ebenso ist es mit dem Luzifer. Gerade darinnen muß der Impuls bestehen, der Empfindungsimpuls, der Gefühlsimpuls, den uns die Geisteswissenschaft gibt, daß wir uns zu den Kräften, die schon einmal in der Welt sind, in der richtigen Weise stellen. Derjenige, der das nicht will, der ist geradeso wie einer, der sagt: Böse Elemente, nein, die mag ich nicht, nein, die mag ich gar nicht. — Gewiß, beides sind Einseitigkeiten, aber im Zusammenwirken von Bösem und Gutem, in der Vereinigung werden gerade die Elemente fruchtbar in dem Gleichgewichtszustande, den wir im Leben herbeiführen sollen, indem wir das Ahrimanische und Luziferische gewissermaßen beherrschen lernen. In diesem Gleichgewichtszustand liegt der Impuls, der dem Leben einzufügen ist. Und Geisteswissenschaft soll diesen Impuls vermitteln. Davon wollen wir dann, so weit es geht, morgen weiter sprechen.
[ 28 ] Sehen Sie, so muß man versuchen zu begreifen, wie die konkreten Kräfte im Menschendasein wirken, was unter und über dem bewußten Seelenleben gerade in der fünften nachatlantischen Kultur ist. Und wenn Sie diese Leitmotive kennen, so werden Sie schon finden, wie Sie vieles, vieles, was auftritt, verstehen können. Nur bitte ich Sie, verfallen Sie nicht in den Wahn: Also muß man alles Luziferische und alles Ahrimanische meiden. — Das ist ja der beste Weg, um dem Luziferischen und Ahrimanischen zu verfallen! Denn derjenige, der mit der Menschheit lebt, muß eben wissen, daß Luzifer und Ahriman gewissermaßen zugelassen sind. Wenn nicht Abirrungen stattfinden könnten, so würde ja der Mensch niemals zur Freiheit kommen können; wenn er nicht in dem Irrtum leben könnte, daß Glück und Gutes einerlei sein könnten, und sich nicht erheben könnte wiederum über diesen Irrtum, so würde er niemals zur Freiheit kommen können. Wenn er nicht in dem Wahn leben könnte, daß man durch Abtöten des äußeren irdischen Lebens über Tod und Böses den Sieg davontragen kann, wenn er sich nicht diesem Wahne hingeben könnte, so würde er nicht zur Überwindung des Todes und der Sünde in Wirklichkeit kommen können. Notwendig ist, daß diese Dinge hereinragen ins Menschenleben. Wir müssen uns nur klar sein darüber, daß die wehleidige Rede: Ach, das ist luziferisch, das muß man meiden; das ist ahrimanisch, das muß man meiden — nicht Besitz ergreife von uns, sondern daß wir uns in der rechten Weise den realen Mächten gegenüberstellen und wissen, daß wir nicht bloß Luzifer zu meiden haben, sondern die Kräfte des Luzifer zu erobern haben für die fortschreitende Menschheitskultur; daß wir nicht bloß Ahriman zu meiden haben, sondern die Kräfte des Ahriman zu erobern haben für die fortschreitende Menschheitskultur; daß wir sie hereinzuholen haben. Der Kampf besteht darinnen, daß Ahriman die Seelen hinausholen will. Die Menschheit hat die Aufgabe, Ahriman mit seinen starken Kräften hereinzuholen, das heißt zum Beispiel alle diejenigen Verstandeskräfte — vorzüglich Verstandeskräfte sind es, aber sie können auch eine Gemütsform annehmen —, die verwendet worden sind auf das Problem: Wie begründet man einen Staat? — Denken Sie an all die Leute, die mehr oder weniger theoretisch, mehr oder weniger praktisch dieses Problem unternommen haben; unternommen haben zuweilen, indem sie die stärksten Aufwendungen gemacht haben, das Problem zu lösen. Diese Kräfte, die verwendet worden sind auf das Problem, die müssen in den guten Dienst der Menschheit gestellt werden, die dürfen nicht dadurch verahrimanisiert werden, daß man sagt, man wolle von Ahriman nichts wissen, man beschäftige sich nicht mit dem, was man zum Beispiel in sozialen Problemen als von Ahriman ausgehend anführt. Das würde zu nichts führen. Ebenso ist es mit dem Luzifer. Gerade darinnen muß der Impuls bestehen, der Empfindungsimpuls, der Gefühlsimpuls, den uns die Geisteswissenschaft gibt, daß wir uns zu den Kräften, die schon einmal in der Welt sind, in der richtigen Weise stellen. Derjenige, der das nicht will, der ist geradeso wie einer, der sagt: Böse Elemente, nein, die mag ich nicht, nein, die mag ich gar nicht. — Gewiß, beides sind Einseitigkeiten, aber im Zusammenwirken von Bösem und Gutem, in der Vereinigung werden gerade die Elemente fruchtbar in dem Gleichgewichtszustande, den wir im Leben herbeiführen sollen, indem wir das Ahrimanische und Luziferische gewissermaßen beherrschen lernen. In diesem Gleichgewichtszustand liegt der Impuls, der dem Leben einzufügen ist. Und Geisteswissenschaft soll diesen Impuls vermitteln. Davon wollen wir dann, so weit es geht, morgen weiter sprechen.
