Reflections on Contemporary History III
The Reality of Occult Impulses
GA 173c
20 January 1917, Dornach
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Zeitgeschichtliche Betrachtungen Band III
Zwanzigster Vortrag
Zwanzigster Vortrag
[ 1 ] Wenn man es zu tun hat mit irgendwelchen Impulsen, die mit der geistigen Welt im Zusammenhange stehen, seien es Impulse nach dieser oder jener Seite hin, so muß man sich klar darüber sein, daß ein Verständnis dieser Impulse nur möglich ist von dem Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft aus. Wir haben gesehen, daß in die Ereignisse der Gegenwart Impulse hereinspielen, die wir zurückgeführt haben sogar auf Kräfte, die von Menschen ausgehen, aber zuletzt von solchen Menschen, welche geistige Impulse in gewisser Weise zu handhaben verstehen.
[ 1 ] Wenn man es zu tun hat mit irgendwelchen Impulsen, die mit der geistigen Welt im Zusammenhange stehen, seien es Impulse nach dieser oder jener Seite hin, so muß man sich klar darüber sein, daß ein Verständnis dieser Impulse nur möglich ist von dem Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft aus. Wir haben gesehen, daß in die Ereignisse der Gegenwart Impulse hereinspielen, die wir zurückgeführt haben sogar auf Kräfte, die von Menschen ausgehen, aber zuletzt von solchen Menschen, welche geistige Impulse in gewisser Weise zu handhaben verstehen.
[ 2 ] Die Frage muß vor unsere Seele treten: Warum machen denn gewisse Menschen solche Dinge, wie wir sie angeführt haben? — Und die weitere Frage: Warum leben wir denn gegenwärtig in einer Zeit, in welcher so vielfach die Unwahrheit, das Unwahrhaftige als weltbeherrschende Kraft wirkt, als Kraft, welche die Menschen treibt, treibt wahrhaftig mit einer Leidenschaft, die unendlich viel Heilsames wirken könnte, wenn sie in der Richtung der Wahrheit ginge?
[ 2 ] Die Frage muß vor unsere Seele treten: Warum machen denn gewisse Menschen solche Dinge, wie wir sie angeführt haben? — Und die weitere Frage: Warum leben wir denn gegenwärtig in einer Zeit, in welcher so vielfach die Unwahrheit, das Unwahrhaftige als weltbeherrschende Kraft wirkt, als Kraft, welche die Menschen treibt, treibt wahrhaftig mit einer Leidenschaft, die unendlich viel Heilsames wirken könnte, wenn sie in der Richtung der Wahrheit ginge?
[ 3 ] Diese Dinge hängen wirklich zusammen mit den zunächst tiefsten Impulsen der Menschheit. Und wir werden den Dingen näherkommen, ihnen für unsere Zeit näherkommen, wenn wir einschalten in unsere Betrachtungen etwas über die nächstliegende Aufgabe gerade derjenigen geisteswissenschaftlichen Weltbetrachtung, die wir zu der unsrigen gemacht haben. Bedenken Sie, daß angestrebt wird durch unsere anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft ein Verstehen gewisser geistiger Zusammenhänge, die in der Welt sind, ein Verstehen gewisser Kräfte, die in der Menschenwelt wirken, und nicht nur in der Menschenwelt wirken, insofern der Mensch in der Entwickelung ist zwischen Geburt und Tod, sondern auch insofern der Mensch in der Entwickelung ist zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Über diese Dinge in rechter Art zu denken, ist ja für den Menschen der Gegenwart heute schwierig, weil er verloren hat gewisse Eigentümlichkeiten, die in alten Zeiten der Menschheitsentwickelung da waren, eine Weile in den Untergrund getreten sind und wiederum aufleuchten müssen gerade durch dasjenige, was der Mensch als Geisteswissenschaft betreiben kann.
[ 3 ] Diese Dinge hängen wirklich zusammen mit den zunächst tiefsten Impulsen der Menschheit. Und wir werden den Dingen näherkommen, ihnen für unsere Zeit näherkommen, wenn wir einschalten in unsere Betrachtungen etwas über die nächstliegende Aufgabe gerade derjenigen geisteswissenschaftlichen Weltbetrachtung, die wir zu der unsrigen gemacht haben. Bedenken Sie, daß angestrebt wird durch unsere anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft ein Verstehen gewisser geistiger Zusammenhänge, die in der Welt sind, ein Verstehen gewisser Kräfte, die in der Menschenwelt wirken, und nicht nur in der Menschenwelt wirken, insofern der Mensch in der Entwickelung ist zwischen Geburt und Tod, sondern auch insofern der Mensch in der Entwickelung ist zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Über diese Dinge in rechter Art zu denken, ist ja für den Menschen der Gegenwart heute schwierig, weil er verloren hat gewisse Eigentümlichkeiten, die in alten Zeiten der Menschheitsentwickelung da waren, eine Weile in den Untergrund getreten sind und wiederum aufleuchten müssen gerade durch dasjenige, was der Mensch als Geisteswissenschaft betreiben kann.
[ 4 ] Wir wissen ja hinlänglich, daß in alten, zurückliegenden Zeiten die Menschenseele mit der geistigen Welt in einem Zusammenhang war, der mehr elementar, mehr natürlich war, der nicht durch willkürliche Tätigkeit des geistigen Lebens herbeigeführt, sondern mehr selbstverständlich war. Atavistisch haben wir das genannt. Damals gab es auch, das wissen wir ja, für die Menschen keine Möglichkeit, die Unsterblichkeit, das Leben nach dem Tode zu bezweifeln. Diese Möglichkeit ist erst in der Übergangszeit eingetreten, die nun wiederum abgelöst werden soll von der Zeit, in der man wissen wird von dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Denn in alten Zeiten kam auf ganz natürliche Art an die Menschenseele etwas heran wie jetzt Wachen und Schlafen; ein dritter Zustand kam an die Menschenseele heran. Im heutigen Wachen ist der Mensch ganz und gar auf die physisch-sinnliche Welt beschränkt, er lebt in der physisch-sinnlichen Welt, er lebt in alldem, was er erfahren kann durch seine Sinne und durch den an das Gehirn gebundenen Verstand zwischen Geburt und Tod. Und im Schlafe, da ist der Mensch bewußtlos. Die Wesenheiten des Ich und des astralischen Leibes, in denen sich der Mensch befindet zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, die sind noch nicht stark genug, um ein entsprechendes Bewußtsein zu liefern. Wir wissen ja, der astralische Leib ist erst seit der Mondenzeit in Entwickelung, das Ich erst seit der Erdenzeit. Das sind für die kosmische Entwickelung junge Bedingungen, sie sind noch nicht stark genug, um ein Bewußtsein zu entwickeln, wenn sie sich selbst überlassen sind zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen. Allerdings steigen auf aus dem Schlafe die Träume, die Träume in ihren mannigfaltigen Bildern. In diesen Träumen ist unter Umständen schon sehr viel von der geistigen Welt enthalten. Es lebt in den Träumen schon durchaus sehr viel von der geistigen Welt, aber das Menschengemüt ist in seinem heutigen Zustand nicht fähig, gewissermaßen hinter die Träume zu sehen, auf dasjenige zu sehen, was sich in den Träumen auslebt. Die Träume sind täuschende Bilder, die sich aus einem Schleier der Maja weben. Wenn man sie in jedem einzelnen Falle richtig zu deuten weiß, so bekommt man aus den Träumen Erlebnisse von früheren Zeiten oder auch prophetische Vordeutungen auf die Zukunft. Man bekommt in den Träumen auch Abbildungen jener Vorgänge, die sich abspielen zwischen den Lebenden und den Toten im schlafenden Zustande des Menschen. Man bekommt alles durch die Träume herein. Aber der Mensch in der gegenwärtigen Lage seiner Entwickelung versteht nicht die eigentümliche Sprache der Träume, sie bleiben für ihn unverständliche Bilder, und das ist ganz natürlich. So wie der Europäer die Laute nicht deuten kann, wenn ein Chinese spricht, so kann der Mensch der Gegenwart nicht deuten die Bildersprache des Traumes.
[ 4 ] Wir wissen ja hinlänglich, daß in alten, zurückliegenden Zeiten die Menschenseele mit der geistigen Welt in einem Zusammenhang war, der mehr elementar, mehr natürlich war, der nicht durch willkürliche Tätigkeit des geistigen Lebens herbeigeführt, sondern mehr selbstverständlich war. Atavistisch haben wir das genannt. Damals gab es auch, das wissen wir ja, für die Menschen keine Möglichkeit, die Unsterblichkeit, das Leben nach dem Tode zu bezweifeln. Diese Möglichkeit ist erst in der Übergangszeit eingetreten, die nun wiederum abgelöst werden soll von der Zeit, in der man wissen wird von dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Denn in alten Zeiten kam auf ganz natürliche Art an die Menschenseele etwas heran wie jetzt Wachen und Schlafen; ein dritter Zustand kam an die Menschenseele heran. Im heutigen Wachen ist der Mensch ganz und gar auf die physisch-sinnliche Welt beschränkt, er lebt in der physisch-sinnlichen Welt, er lebt in alldem, was er erfahren kann durch seine Sinne und durch den an das Gehirn gebundenen Verstand zwischen Geburt und Tod. Und im Schlafe, da ist der Mensch bewußtlos. Die Wesenheiten des Ich und des astralischen Leibes, in denen sich der Mensch befindet zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, die sind noch nicht stark genug, um ein entsprechendes Bewußtsein zu liefern. Wir wissen ja, der astralische Leib ist erst seit der Mondenzeit in Entwickelung, das Ich erst seit der Erdenzeit. Das sind für die kosmische Entwickelung junge Bedingungen, sie sind noch nicht stark genug, um ein Bewußtsein zu entwickeln, wenn sie sich selbst überlassen sind zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen. Allerdings steigen auf aus dem Schlafe die Träume, die Träume in ihren mannigfaltigen Bildern. In diesen Träumen ist unter Umständen schon sehr viel von der geistigen Welt enthalten. Es lebt in den Träumen schon durchaus sehr viel von der geistigen Welt, aber das Menschengemüt ist in seinem heutigen Zustand nicht fähig, gewissermaßen hinter die Träume zu sehen, auf dasjenige zu sehen, was sich in den Träumen auslebt. Die Träume sind täuschende Bilder, die sich aus einem Schleier der Maja weben. Wenn man sie in jedem einzelnen Falle richtig zu deuten weiß, so bekommt man aus den Träumen Erlebnisse von früheren Zeiten oder auch prophetische Vordeutungen auf die Zukunft. Man bekommt in den Träumen auch Abbildungen jener Vorgänge, die sich abspielen zwischen den Lebenden und den Toten im schlafenden Zustande des Menschen. Man bekommt alles durch die Träume herein. Aber der Mensch in der gegenwärtigen Lage seiner Entwickelung versteht nicht die eigentümliche Sprache der Träume, sie bleiben für ihn unverständliche Bilder, und das ist ganz natürlich. So wie der Europäer die Laute nicht deuten kann, wenn ein Chinese spricht, so kann der Mensch der Gegenwart nicht deuten die Bildersprache des Traumes.
[ 5 ] So ist der Mensch in dieser Übergangszeit wirklich eingeschränkt mit seinem Bewußtsein auf dasjenige, was ihm eben bewußt werden kann durch ein älteres Instrument, durch den physischen Leib und auch durch den Ätherleib, die schon seit der Sonnen- und seit der Saturnzeit in Entwickelung begriffen sind, die daher so ausgestattet sind, daß sie für den Menschen, wenn er in ihnen ist — und das ist er vom Aufwachen bis zum Einschlafen —, die Möglichkeit bieten, ein Bewußtsein zu entwickeln.
[ 5 ] So ist der Mensch in dieser Übergangszeit wirklich eingeschränkt mit seinem Bewußtsein auf dasjenige, was ihm eben bewußt werden kann durch ein älteres Instrument, durch den physischen Leib und auch durch den Ätherleib, die schon seit der Sonnen- und seit der Saturnzeit in Entwickelung begriffen sind, die daher so ausgestattet sind, daß sie für den Menschen, wenn er in ihnen ist — und das ist er vom Aufwachen bis zum Einschlafen —, die Möglichkeit bieten, ein Bewußtsein zu entwickeln.
[ 6 ] Nun, Geisteswissenschaft, wie wir sie anstreben, gibt uns Begriffe von der in und hinter der sinnlichen Welt waltenden übersinnlichen Welt. Diejenigen Begriffe und Ideen, die wir in der Geisteswissenschaft aufnehmen, die wir uns da zu eigen machen, die beziehen sich auf nichts Sinnliches. Sie beziehen sich entweder auf dasjenige, was zwischen dem Tod und einer neuen Geburt liegt, oder sie beziehen sich auf dasjenige, was im Übersinnlichen, hinter dem Sinnlichen liegt. Wenn wir dieses erfassen, so erfassen wir nicht bloß bestimmte "Theorien, wenigstens sollte das nicht so sein, denn es kommt nicht darauf an, daß wir nur dies oder jenes wissen, sondern es kommt darauf an, daß unsere Seele, unser Gemüt in eine bestimmte Stimmung kommt, wenn wir solche auf das Übersinnliche bezügliche Wahrheiten aufnehmen.
[ 6 ] Nun, Geisteswissenschaft, wie wir sie anstreben, gibt uns Begriffe von der in und hinter der sinnlichen Welt waltenden übersinnlichen Welt. Diejenigen Begriffe und Ideen, die wir in der Geisteswissenschaft aufnehmen, die wir uns da zu eigen machen, die beziehen sich auf nichts Sinnliches. Sie beziehen sich entweder auf dasjenige, was zwischen dem Tod und einer neuen Geburt liegt, oder sie beziehen sich auf dasjenige, was im Übersinnlichen, hinter dem Sinnlichen liegt. Wenn wir dieses erfassen, so erfassen wir nicht bloß bestimmte "Theorien, wenigstens sollte das nicht so sein, denn es kommt nicht darauf an, daß wir nur dies oder jenes wissen, sondern es kommt darauf an, daß unsere Seele, unser Gemüt in eine bestimmte Stimmung kommt, wenn wir solche auf das Übersinnliche bezügliche Wahrheiten aufnehmen.
[ 7 ] Es ist schwierig, für diese Dinge Worte zu finden, weil unsere Sprache ja für den äußeren physischen Plan geprägt ist und wir uns erst anstrengen müssen, die Sprache anzuwenden auf diese übersinnlichen Verhältnisse. Ich möchte sagen, alles dasjenige, was wir sonst zu unserem Verständnis bringen, das lebt gewissermaßen grob in unserer Seele, lebt dicht in unserer Seele, weil wir immer zur Verfügung haben das Instrument des Gehirnes, das eingearbeitet ist auf die Ideen und Begriffe, die sich auf den physischen Plan beziehen. Indem wir uns aber erklären dasjenige, was sich nicht auf den physischen Plan bezieht, müssen wir unsere Seele so anstrengen, daß eigentlich das Gehirn bei dieser Anstrengung, bei diesem Studium der Geisteswissenschaft recht wenig und immer weniger beteiligt ist. Wenn wir Schwierigkeiten finden im Verständnisse desjenigen, was die Geisteswissenschaft gibt, so rührt das ja nur davon her, daß uns eigentlich unser Gehirn geniert dabei. Das Gehirn ist gewissermaßen eingefuchst, eingearbeitet auf die groben Begriffe des physischen Planes, und wir müssen uns anstrengen, die feineren Begriffe — nur für unser menschliches Verständnis feineren Begriffe — der übersinnlichen Welt uns anzueignen. Diese Anstrengung ist uns aber durchaus gesund, diese Anstrengung ist durchaus gut, denn dadurch leben wir seelisch mit dieser Geisteswissenschaft auf eine ganz andere Art, als wir mit dem physischen Wissen und Erkennen und Vorstellen leben. Wir versetzen uns gewissermaßen in eine Welt beweglicherer, feinerer Vorstellungen und Ideen, und das ist bedeutsam. Nun, es gibt für Sie alle eine Möglichkeit, gewissermaßen darauf zu kommen, wann Sie genügend in der Sphäre darinnen sind, wo der Ätherleib gewissermaßen für sich lebt, nur leise das Gehirn mitschwingen lassend: Das ist dann, wenn Sie das Gefühl bekommen, daß Sie das, was die Geisteswissenschaft gibt, nicht aus einer Willkür heraus denken wie die alltäglichen Begriffe. Von den alltäglichen Begriffen, die sich auf den physischen Plan beziehen, wissen Sie ganz gut, daß Sie sie sich selbst machen; Sie entwickeln sie nach den täglichen Lebensbedürfnissen und Lebensverhältnissen, Sie machen sie nach den Sympathien und Antipathien, nach dem, was Ihnen von draußen vorgebildet wird für die Sinne, für den an das Gehirn gebundenen Verstand. Bei der Geisteswissenschaft werden Sie nach und nach, wenn Sie so recht eingehen auf die Sache, das Gefühl bekommen: Dies habe ich eigentlich alles nicht bloß selbst gedacht, sondern das ist schon gedacht, bevor ich es denke, das schwebt eigentlich als Gedanke da und geht nur in mich hinein. Wenn Sie dieses Gefühl bekommen, das schwebt eigentlich im objektiven Denken der Welt und geht nur in mich hinein, dann haben Sie viel gewonnen, dann haben Sie ein Verhältnis erlebt zu jener feinen ätherischen Schwebe- und Webewelt, in der Ihre Seele lebt. Und dann ist es im Grunde genommen nur eine Frage der Zeit, wenn auch vielleicht einer längeren Zeit, in die Sphäre allmählich hereinzukommen, die wir gemeinschaftlich haben mit denjenigen Toten, die in irgendeiner karmischen Verbindung mit uns stehen.
[ 7 ] Es ist schwierig, für diese Dinge Worte zu finden, weil unsere Sprache ja für den äußeren physischen Plan geprägt ist und wir uns erst anstrengen müssen, die Sprache anzuwenden auf diese übersinnlichen Verhältnisse. Ich möchte sagen, alles dasjenige, was wir sonst zu unserem Verständnis bringen, das lebt gewissermaßen grob in unserer Seele, lebt dicht in unserer Seele, weil wir immer zur Verfügung haben das Instrument des Gehirnes, das eingearbeitet ist auf die Ideen und Begriffe, die sich auf den physischen Plan beziehen. Indem wir uns aber erklären dasjenige, was sich nicht auf den physischen Plan bezieht, müssen wir unsere Seele so anstrengen, daß eigentlich das Gehirn bei dieser Anstrengung, bei diesem Studium der Geisteswissenschaft recht wenig und immer weniger beteiligt ist. Wenn wir Schwierigkeiten finden im Verständnisse desjenigen, was die Geisteswissenschaft gibt, so rührt das ja nur davon her, daß uns eigentlich unser Gehirn geniert dabei. Das Gehirn ist gewissermaßen eingefuchst, eingearbeitet auf die groben Begriffe des physischen Planes, und wir müssen uns anstrengen, die feineren Begriffe — nur für unser menschliches Verständnis feineren Begriffe — der übersinnlichen Welt uns anzueignen. Diese Anstrengung ist uns aber durchaus gesund, diese Anstrengung ist durchaus gut, denn dadurch leben wir seelisch mit dieser Geisteswissenschaft auf eine ganz andere Art, als wir mit dem physischen Wissen und Erkennen und Vorstellen leben. Wir versetzen uns gewissermaßen in eine Welt beweglicherer, feinerer Vorstellungen und Ideen, und das ist bedeutsam. Nun, es gibt für Sie alle eine Möglichkeit, gewissermaßen darauf zu kommen, wann Sie genügend in der Sphäre darinnen sind, wo der Ätherleib gewissermaßen für sich lebt, nur leise das Gehirn mitschwingen lassend: Das ist dann, wenn Sie das Gefühl bekommen, daß Sie das, was die Geisteswissenschaft gibt, nicht aus einer Willkür heraus denken wie die alltäglichen Begriffe. Von den alltäglichen Begriffen, die sich auf den physischen Plan beziehen, wissen Sie ganz gut, daß Sie sie sich selbst machen; Sie entwickeln sie nach den täglichen Lebensbedürfnissen und Lebensverhältnissen, Sie machen sie nach den Sympathien und Antipathien, nach dem, was Ihnen von draußen vorgebildet wird für die Sinne, für den an das Gehirn gebundenen Verstand. Bei der Geisteswissenschaft werden Sie nach und nach, wenn Sie so recht eingehen auf die Sache, das Gefühl bekommen: Dies habe ich eigentlich alles nicht bloß selbst gedacht, sondern das ist schon gedacht, bevor ich es denke, das schwebt eigentlich als Gedanke da und geht nur in mich hinein. Wenn Sie dieses Gefühl bekommen, das schwebt eigentlich im objektiven Denken der Welt und geht nur in mich hinein, dann haben Sie viel gewonnen, dann haben Sie ein Verhältnis erlebt zu jener feinen ätherischen Schwebe- und Webewelt, in der Ihre Seele lebt. Und dann ist es im Grunde genommen nur eine Frage der Zeit, wenn auch vielleicht einer längeren Zeit, in die Sphäre allmählich hereinzukommen, die wir gemeinschaftlich haben mit denjenigen Toten, die in irgendeiner karmischen Verbindung mit uns stehen.
[ 8 ] Ich sagte, für frühere Zeiten konnten die Leute eigentlich gar nicht sprechen davon, ob es Unsterblichkeit gäbe oder nicht. Sie hatten einen dritten Zustand außer dem Schlafen und Wachen, einen Zwischenzustand, der nicht bloß in Träumen bestand, sondern der sich auslebte auf elementarisch-natürliche Art, so daß die Menschen von geistigem Angesicht zu geistigem Angesicht sahen ihre Toten. Die waren da, mit denen lebten sie. Wenn wir zurückgehen in der MenschheitsentwickeJung, so ist es durchaus so, daß wenn zum Beispiel ein Mensch etwas tat, oder wenn ihm etwas geschah, das aus dem Gewohnheitsmäßigen herausfiel — und solches kommt ja beim Menschen vom Morgen bis zum Abend fortwährend vor, er ist ja nicht bloß ein Gewohnheitstier, er tut ja nicht bloß dasjenige, was rein gewohnheitsmäßig ist —, wenn er also irgend so etwas tat, oder wenn ihn so etwas traf, so fühlte er in alten Zeiten neben sich den oder jenen Toten, der vor kürzerer oder längerer Zeit von ihm gegangen war. Er fühlte, daß der mittat, oder daß der mitriet. Indem also die Seele des hier auf der Erde lebenden Menschen sich zu dem oder jenem entschloß, oder dies oder jenes erlitt, fühlte sie, daß der oder jener Tote mittat, mitlitt. Also die Toten waren da. Daher konnte man nicht über Unsterblichkeit oder Nichtunsterblichkeit diskutieren. Es hätte keinen Sinn gehabt, so wenig wie es einen Sinn haben würde, in Frage zu stellen, ob ein Mensch, mit dem man eben redet, wirklich da ist oder nicht. Dasjenige, was man erfährt, ist eben Wirklichkeit, und in alten Zeiten hatte man das Mittun der Toten erfahren.
[ 8 ] Ich sagte, für frühere Zeiten konnten die Leute eigentlich gar nicht sprechen davon, ob es Unsterblichkeit gäbe oder nicht. Sie hatten einen dritten Zustand außer dem Schlafen und Wachen, einen Zwischenzustand, der nicht bloß in Träumen bestand, sondern der sich auslebte auf elementarisch-natürliche Art, so daß die Menschen von geistigem Angesicht zu geistigem Angesicht sahen ihre Toten. Die waren da, mit denen lebten sie. Wenn wir zurückgehen in der MenschheitsentwickeJung, so ist es durchaus so, daß wenn zum Beispiel ein Mensch etwas tat, oder wenn ihm etwas geschah, das aus dem Gewohnheitsmäßigen herausfiel — und solches kommt ja beim Menschen vom Morgen bis zum Abend fortwährend vor, er ist ja nicht bloß ein Gewohnheitstier, er tut ja nicht bloß dasjenige, was rein gewohnheitsmäßig ist —, wenn er also irgend so etwas tat, oder wenn ihn so etwas traf, so fühlte er in alten Zeiten neben sich den oder jenen Toten, der vor kürzerer oder längerer Zeit von ihm gegangen war. Er fühlte, daß der mittat, oder daß der mitriet. Indem also die Seele des hier auf der Erde lebenden Menschen sich zu dem oder jenem entschloß, oder dies oder jenes erlitt, fühlte sie, daß der oder jener Tote mittat, mitlitt. Also die Toten waren da. Daher konnte man nicht über Unsterblichkeit oder Nichtunsterblichkeit diskutieren. Es hätte keinen Sinn gehabt, so wenig wie es einen Sinn haben würde, in Frage zu stellen, ob ein Mensch, mit dem man eben redet, wirklich da ist oder nicht. Dasjenige, was man erfährt, ist eben Wirklichkeit, und in alten Zeiten hatte man das Mittun der Toten erfahren.
[ 9 ] Wir wissen, aus welchem Grunde diese Zeit in die Untergründe des Daseins hinuntersteigen mußte. Aber sie wird wiederkommen, nur in einer andern Form, und sie wird kommen dadurch, daß sich die Menschen die Stimmung erwerben, welche wirklich über die Seele kommen kann durch die Geisteswissenschaft, durch die Betätigung, durch das Leben in den geisteswissenschaftlichen Vorstellungen über das Übersinnliche. Da wird es möglich, daß die Seele zu feinen Stimmungen kommt, und in diese feinen Stimmungen kommen wiederum herein die Seelen der sogenannten Toten. Die sind zwar immer da, aber daß sie bewußt in die Seelensphäre hereinkommen, darum handelt es sich ja jetzt. Gewiß, die Toten umschweben denjenigen immer, mit dem sie karmisch verbunden waren im Leben. Aber daß sie in sein Bewußtsein hereinwirken, dazu ist notwendig, daß man ihnen entgegenkommt mit der Stimmung, die ich eben jetzt andeutete. Denn sehen Sie, möglich ist es immer für die Toten, den Zugang zu finden zur Menschenseele, wenn die Menschenseele sich mit ihrem Seelenleben in einer solchen Stimmung bewegt, wie ich es angedeutet habe, wenn gewissermaßen in einer übersinnlichen Sphäre die Begriffe und Ideen leben, die die Menschenseele sich bildet. Dasjenige, was der Tote fliehen muß, in das der Tote nicht hinein kann, das ist das Leibliche, das Physische des Menschen. Da kann der Tote nicht hinein, zunächst nicht hinein. Also in die Gedanken, die nur in Anlehnung an die physische Welt aus dem Gehirn aufsteigen, in diese Gedanken kann der Tote nicht hinein. Und weil die Menschen heute zumeist nur solche Gedanken haben, die aus dem Gehirn aufsteigen, ist den Toten so schwer ein Zugang zu den Lebenden möglich. Aber wenn die Lebenden den Toten entgegenkommen, indem sie die Stimmung entwickeln, die eben dadurch da ist, daß man sich viel mit übersinnlichen Vorstellungen beschäftigt, dann können die Toten in dieses Schweben und Weben der Seele herein, welches sich abzieht von dem Leiblichen, welches sich nicht beschäftigt mit dem Leiblichen. Alles in unserer heutigen Zeit hängt davon ab, daß die Menschenseelen die Möglichkeit finden, gewissermaßen den Weg zu den Toten hinzugehen. Dann kommen ihnen die Toten entgegen. Man muß sich in einer gemeinschaftlichen Sphäre finden.
[ 9 ] Wir wissen, aus welchem Grunde diese Zeit in die Untergründe des Daseins hinuntersteigen mußte. Aber sie wird wiederkommen, nur in einer andern Form, und sie wird kommen dadurch, daß sich die Menschen die Stimmung erwerben, welche wirklich über die Seele kommen kann durch die Geisteswissenschaft, durch die Betätigung, durch das Leben in den geisteswissenschaftlichen Vorstellungen über das Übersinnliche. Da wird es möglich, daß die Seele zu feinen Stimmungen kommt, und in diese feinen Stimmungen kommen wiederum herein die Seelen der sogenannten Toten. Die sind zwar immer da, aber daß sie bewußt in die Seelensphäre hereinkommen, darum handelt es sich ja jetzt. Gewiß, die Toten umschweben denjenigen immer, mit dem sie karmisch verbunden waren im Leben. Aber daß sie in sein Bewußtsein hereinwirken, dazu ist notwendig, daß man ihnen entgegenkommt mit der Stimmung, die ich eben jetzt andeutete. Denn sehen Sie, möglich ist es immer für die Toten, den Zugang zu finden zur Menschenseele, wenn die Menschenseele sich mit ihrem Seelenleben in einer solchen Stimmung bewegt, wie ich es angedeutet habe, wenn gewissermaßen in einer übersinnlichen Sphäre die Begriffe und Ideen leben, die die Menschenseele sich bildet. Dasjenige, was der Tote fliehen muß, in das der Tote nicht hinein kann, das ist das Leibliche, das Physische des Menschen. Da kann der Tote nicht hinein, zunächst nicht hinein. Also in die Gedanken, die nur in Anlehnung an die physische Welt aus dem Gehirn aufsteigen, in diese Gedanken kann der Tote nicht hinein. Und weil die Menschen heute zumeist nur solche Gedanken haben, die aus dem Gehirn aufsteigen, ist den Toten so schwer ein Zugang zu den Lebenden möglich. Aber wenn die Lebenden den Toten entgegenkommen, indem sie die Stimmung entwickeln, die eben dadurch da ist, daß man sich viel mit übersinnlichen Vorstellungen beschäftigt, dann können die Toten in dieses Schweben und Weben der Seele herein, welches sich abzieht von dem Leiblichen, welches sich nicht beschäftigt mit dem Leiblichen. Alles in unserer heutigen Zeit hängt davon ab, daß die Menschenseelen die Möglichkeit finden, gewissermaßen den Weg zu den Toten hinzugehen. Dann kommen ihnen die Toten entgegen. Man muß sich in einer gemeinschaftlichen Sphäre finden.
[ 10 ] Und, ich habe es ja öfter betont, dasjenige, was sich aus der Geisteswissenschaft heraus auf die übersinnliche Welt bezieht, was wir da an Begriffen und Ideen entwickeln, das ist selbstverständlich für die Lebenden und für die Toten. Daher habe ich empfohlen, den Toten in Gedanken vorzulesen, das heißt, im Hinblicke auf sie Gedanken zu entwickeln, die sich auf die übersinnliche Welt beziehen. Denn dadurch ist unmittelbar eine Brücke zu ihnen geschlagen, und zwar eine Brücke nicht nur zu denjenigen Toten, die vor kurzer Zeit gestorben sind, sondern überhaupt zu den Toten, auch zu denen, die vor längerer Zeit, vor langer Zeit gestorben sind.
[ 10 ] Und, ich habe es ja öfter betont, dasjenige, was sich aus der Geisteswissenschaft heraus auf die übersinnliche Welt bezieht, was wir da an Begriffen und Ideen entwickeln, das ist selbstverständlich für die Lebenden und für die Toten. Daher habe ich empfohlen, den Toten in Gedanken vorzulesen, das heißt, im Hinblicke auf sie Gedanken zu entwickeln, die sich auf die übersinnliche Welt beziehen. Denn dadurch ist unmittelbar eine Brücke zu ihnen geschlagen, und zwar eine Brücke nicht nur zu denjenigen Toten, die vor kurzer Zeit gestorben sind, sondern überhaupt zu den Toten, auch zu denen, die vor längerer Zeit, vor langer Zeit gestorben sind.
[ 11 ] So hat der Lebende die Möglichkeit, an den Toten heranzukommen. Aber der Tote hat auch die Möglichkeit, auf diese Weise in die Gedanken der Lebenden hereinzuwirken. Und wenn Sie den Geist der Geisteswissenschaft aufgenommen haben, dann werden Sie sich aus solchen Auseinandersetzungen heraus eine gerechte Vorstellung bilden können darüber, daß in dem materialistischen Zeitalter, in dem wir jetzt als Menschen schon so lange leben, die Toten immer weniger und weniger Einfluß auf den Gang der Ereignisse hier in der physischen Welt gewonnen haben, da die Menschen sich mehr materialistischen, das heißt auf den physischen Plan bezüglichen Vorstellungen hingegeben haben, zu denen die Toten keinen Zugang haben. Daher spielen sich die Ereignisse, die hier in der physischen Welt geschehen, ab ohne die Beeinflussung oder mit geringerer Beeinflussung durch diejenigen, die dahingegangen sind. Aber das muß wieder anders werden, es muß wiederum eine lebendige Kommunikation kommen zwischen den Lebenden und den Toten. Diejenigen, die hingestorben sind, müssen in die physische Welt hereinwirken können, damit dasjenige, was in der physischen Welt geschieht, nicht bloß unter dem Einflusse der Vorstellungen geschehe, die in der physischen Welt selber entstehen.
[ 11 ] So hat der Lebende die Möglichkeit, an den Toten heranzukommen. Aber der Tote hat auch die Möglichkeit, auf diese Weise in die Gedanken der Lebenden hereinzuwirken. Und wenn Sie den Geist der Geisteswissenschaft aufgenommen haben, dann werden Sie sich aus solchen Auseinandersetzungen heraus eine gerechte Vorstellung bilden können darüber, daß in dem materialistischen Zeitalter, in dem wir jetzt als Menschen schon so lange leben, die Toten immer weniger und weniger Einfluß auf den Gang der Ereignisse hier in der physischen Welt gewonnen haben, da die Menschen sich mehr materialistischen, das heißt auf den physischen Plan bezüglichen Vorstellungen hingegeben haben, zu denen die Toten keinen Zugang haben. Daher spielen sich die Ereignisse, die hier in der physischen Welt geschehen, ab ohne die Beeinflussung oder mit geringerer Beeinflussung durch diejenigen, die dahingegangen sind. Aber das muß wieder anders werden, es muß wiederum eine lebendige Kommunikation kommen zwischen den Lebenden und den Toten. Diejenigen, die hingestorben sind, müssen in die physische Welt hereinwirken können, damit dasjenige, was in der physischen Welt geschieht, nicht bloß unter dem Einflusse der Vorstellungen geschehe, die in der physischen Welt selber entstehen.
[ 12 ] So hängt das Betreiben der Geisteswissenschaft wirklich innig zusammen damit, den Toten Gelegenheit zu geben, hier in der physischen Welt zu wirken. Und man muß sagen: Das ist ein hohes, ein ernstes Ziel geisteswissenschaftlichen Strebens, wiederum ein Verbindungsglied zu schaffen zwischen der geistigen Welt, in der die Toten sind, und der physischen Welt, damit die Toten nicht in die Lage kommen, sich sagen zu müssen, wir sind gewissermaßen exiliert aus der physischen Welt, weil uns die Lebenden unten auf der physischen Welt keine Gedanken entwickeln, durch die wir eingreifen könnten in diese physische Welt.
[ 12 ] So hängt das Betreiben der Geisteswissenschaft wirklich innig zusammen damit, den Toten Gelegenheit zu geben, hier in der physischen Welt zu wirken. Und man muß sagen: Das ist ein hohes, ein ernstes Ziel geisteswissenschaftlichen Strebens, wiederum ein Verbindungsglied zu schaffen zwischen der geistigen Welt, in der die Toten sind, und der physischen Welt, damit die Toten nicht in die Lage kommen, sich sagen zu müssen, wir sind gewissermaßen exiliert aus der physischen Welt, weil uns die Lebenden unten auf der physischen Welt keine Gedanken entwickeln, durch die wir eingreifen könnten in diese physische Welt.
[ 13 ] Gewiß, gar mancher wird sagen: Ich bestrebe mich ja im Aufgehen in den geisteswissenschaftlichen Vorstellungen, allein von einem Hereinwirken der Toten habe ich noch nichts wahrgenommen. — Ja, meine lieben Freunde, zu diesen Dingen gehört einige Geduld. Sie müssen wirklich bedenken, wie sehr seit Jahrhunderten das Leben der Menschen auf dem physischen Plane eben nach dem Materialismus hingestrebt hat, das heißt, entgegengestrebt hat alledem, was ein Hereinwirken der Toten möglich macht in gerechter Weise. Unter all dem, was geschehen ist, was wirklich seit Jahrhunderten her schon geschieht, haben sich gewisse Gefühle, gewisse Empfindungen entwickelt, die die Menschen heute ganz unbewußt haben gegenüber der geistigen Welt. Und gegen diese Gefühle und Empfindungen bleibt dasjenige, was aus der Geisteswissenschaft heute kommt, vielfach noch eine abstrakte Theorie. Man ist überzeugt, daß dasjenige wahr ist, was die Geisteswissenschaft über die übersinnlichen Welten sagt. Gewiß, aber es ist noch nicht so übergegangen in das ganze seelische Leben, daß man jene Empfindungen und Gefühle zu entwickeln vermag, welche nicht störend sind für jenes feine, intime Hereinspielen desjenigen, was von dem Toten ausgeht. Diese Dinge im rechten Lichte zu sehen, ist nicht leicht. Der heutige Mensch ist eben ein Kind oder ein Enkel oder ein Urenkel oder ein Ururenkel derjenigen Menschen, die im Verlaufe der letzten Jahrhunderte gelebt haben und die unter dem Einflusse des heraufkommenden Materialismus ihren Empfindungen, ihren Gefühlen gewisse Richtungen gegeben haben. Diese Richtungen der Gefühle und Empfindungen drücken sich in jeder Einzelheit aus. Wir können den besten Willen haben, einem Toten in der rechten Weise zu begegnen, uns an einen Toten in der rechten Weise zu erinnern, aber unsere ganze Gefühls- und Empfindungsdisposition, wie sie, ich möchte sagen, durch unser Blut, das herunterrinnt aus unseren Ahnen her, tätig ist, das ist nicht geeignet, die feinen, intimen Manifestationen und Offenbarungen, die von den Toten ausgehen, wirklich so vor die Seele hinzustellen, daß nicht unsere Empfindungen gewissermaßen Flackerlichter sind, aufgeregte Flackerlichter, welche sich hinstellen vor diese intimen Impulse, die ja heute wirklich noch sehr fein und intim sind.
[ 13 ] Gewiß, gar mancher wird sagen: Ich bestrebe mich ja im Aufgehen in den geisteswissenschaftlichen Vorstellungen, allein von einem Hereinwirken der Toten habe ich noch nichts wahrgenommen. — Ja, meine lieben Freunde, zu diesen Dingen gehört einige Geduld. Sie müssen wirklich bedenken, wie sehr seit Jahrhunderten das Leben der Menschen auf dem physischen Plane eben nach dem Materialismus hingestrebt hat, das heißt, entgegengestrebt hat alledem, was ein Hereinwirken der Toten möglich macht in gerechter Weise. Unter all dem, was geschehen ist, was wirklich seit Jahrhunderten her schon geschieht, haben sich gewisse Gefühle, gewisse Empfindungen entwickelt, die die Menschen heute ganz unbewußt haben gegenüber der geistigen Welt. Und gegen diese Gefühle und Empfindungen bleibt dasjenige, was aus der Geisteswissenschaft heute kommt, vielfach noch eine abstrakte Theorie. Man ist überzeugt, daß dasjenige wahr ist, was die Geisteswissenschaft über die übersinnlichen Welten sagt. Gewiß, aber es ist noch nicht so übergegangen in das ganze seelische Leben, daß man jene Empfindungen und Gefühle zu entwickeln vermag, welche nicht störend sind für jenes feine, intime Hereinspielen desjenigen, was von dem Toten ausgeht. Diese Dinge im rechten Lichte zu sehen, ist nicht leicht. Der heutige Mensch ist eben ein Kind oder ein Enkel oder ein Urenkel oder ein Ururenkel derjenigen Menschen, die im Verlaufe der letzten Jahrhunderte gelebt haben und die unter dem Einflusse des heraufkommenden Materialismus ihren Empfindungen, ihren Gefühlen gewisse Richtungen gegeben haben. Diese Richtungen der Gefühle und Empfindungen drücken sich in jeder Einzelheit aus. Wir können den besten Willen haben, einem Toten in der rechten Weise zu begegnen, uns an einen Toten in der rechten Weise zu erinnern, aber unsere ganze Gefühls- und Empfindungsdisposition, wie sie, ich möchte sagen, durch unser Blut, das herunterrinnt aus unseren Ahnen her, tätig ist, das ist nicht geeignet, die feinen, intimen Manifestationen und Offenbarungen, die von den Toten ausgehen, wirklich so vor die Seele hinzustellen, daß nicht unsere Empfindungen gewissermaßen Flackerlichter sind, aufgeregte Flackerlichter, welche sich hinstellen vor diese intimen Impulse, die ja heute wirklich noch sehr fein und intim sind.
[ 14 ] Dadurch, daß das so ist, braucht man sich nicht entmutigen zu lassen, sondern man soll sich immer an das Positive halten. Das Positive ist, daß man wirklich zustrebt jenem Zustande, der in gewissen Augenblicken des Lebens als eine Frucht geisteswissenschaftlicher Studien jene Seelenruhe gibt — denn auf Seelenruhe kommt es an, auf die Stimmung in der Seelenruhe kommt es an —, die möglich macht, daß diese feinen, intimen Manifestationen, Offenbarungen, aus dem Reiche der Toten zu uns kommen.
[ 14 ] Dadurch, daß das so ist, braucht man sich nicht entmutigen zu lassen, sondern man soll sich immer an das Positive halten. Das Positive ist, daß man wirklich zustrebt jenem Zustande, der in gewissen Augenblicken des Lebens als eine Frucht geisteswissenschaftlicher Studien jene Seelenruhe gibt — denn auf Seelenruhe kommt es an, auf die Stimmung in der Seelenruhe kommt es an —, die möglich macht, daß diese feinen, intimen Manifestationen, Offenbarungen, aus dem Reiche der Toten zu uns kommen.
[ 15 ] Es ist auch noch etwas anderes dazu notwendig, und das ist, daß man schon einmal den guten Willen hat, zu widerstreben all den Unwahrhaftigkeiten, von denen wir in diesen Betrachtungen gesprochen haben. Denn diese Unwahrhaftigkeiten, die durch die Welt schwirren, die sind auch dasjenige, was sich hineinstellt in die, sagen wir geistige Aura, und die es unmöglich macht, daß die Toten durch diesen dichten Nebel all des schwarzen Zeuges, was, um nur eines zu nennen, heute etwa von unserer Publizistik ausgeht an Unwahrheiten, die gedruckt und nachgesprochen werden, was sich da über die ganze Erde hinspannt als eine Aura des Unwahrhaftigen, hindurchdringen. Durch das durchzudringen, ist, wir können es geradezu mit diesen Worten sagen, den Toten außerordentlich schwierig. Daher ist es notwendig, daß man gerade versucht, sich mit Hilfe solcher Vorstellungen, wie wir sie entwickelten, um zu erkennen, was wirklich an konkreter Unwahrhaftigkeit heute durch die Welt schwirrt, aufzuklären, daß man wirklich sich auf diesem Felde bestrebt, die rein äußere Wahrheit des physischen Planes zu erkennen, soweit sie einem zugänglich ist, damit man nicht ein Nebelgebilde vor seine Seele stellt, durch das die geistige Welt eben einfach nicht durch kann. Sie werden begreifen, wie stark dieses nötig ist, was ich jetzt andeute.
[ 15 ] Es ist auch noch etwas anderes dazu notwendig, und das ist, daß man schon einmal den guten Willen hat, zu widerstreben all den Unwahrhaftigkeiten, von denen wir in diesen Betrachtungen gesprochen haben. Denn diese Unwahrhaftigkeiten, die durch die Welt schwirren, die sind auch dasjenige, was sich hineinstellt in die, sagen wir geistige Aura, und die es unmöglich macht, daß die Toten durch diesen dichten Nebel all des schwarzen Zeuges, was, um nur eines zu nennen, heute etwa von unserer Publizistik ausgeht an Unwahrheiten, die gedruckt und nachgesprochen werden, was sich da über die ganze Erde hinspannt als eine Aura des Unwahrhaftigen, hindurchdringen. Durch das durchzudringen, ist, wir können es geradezu mit diesen Worten sagen, den Toten außerordentlich schwierig. Daher ist es notwendig, daß man gerade versucht, sich mit Hilfe solcher Vorstellungen, wie wir sie entwickelten, um zu erkennen, was wirklich an konkreter Unwahrhaftigkeit heute durch die Welt schwirrt, aufzuklären, daß man wirklich sich auf diesem Felde bestrebt, die rein äußere Wahrheit des physischen Planes zu erkennen, soweit sie einem zugänglich ist, damit man nicht ein Nebelgebilde vor seine Seele stellt, durch das die geistige Welt eben einfach nicht durch kann. Sie werden begreifen, wie stark dieses nötig ist, was ich jetzt andeute.
[ 16 ] Wir wollen nunmehr mit den Begriffen, die wir eben entwickelt haben, die Frage wenigstens streifen: Was wollen okkulte Gesellschaften, die solche Impulse in die Welt schicken, von denen wir gesprochen haben, Impulse, die sich dann ausleben in einem Leben der Unwahrhaftigkeit, und die dann aus der Unwahrhaftigkeit heraus zu unseren heutigen schmerzlichen Ereignissen geführt haben, was wollen solche okkulten Gesellschaften, von deren Dasein ich Ihnen einiges gesprochen habe? Solche okkulten Gesellschaften wollen neben anderem — man kann ja immer nur einzelnes charakterisieren, sie wollen natürlich auch manches andere — das Folgende: Sie wollen gewissermaßen den Materialismus noch übermaterialisieren, sie wollen noch mehr Materialismus in die Welt schaffen, als durch die naturgemäße Entwickelung der Menschheit im fünften nachatlantischen Zeitraum entsteht. Also noch mehr Materialismus wollen sie haben. Wie gesagt, das ist nur einer der Gesichtspunkte, die sie anstreben; aber diesen Gesichtspunkt wollen wir wenigstens streifen. Aus diesem Gesichtspunkte heraus werden solche Gesellschaften begründet, werden Leute in solche Gesellschaften hineinbefördert, Leute, an die man herangeht im Leben und die man geeignet findet.
[ 16 ] Wir wollen nunmehr mit den Begriffen, die wir eben entwickelt haben, die Frage wenigstens streifen: Was wollen okkulte Gesellschaften, die solche Impulse in die Welt schicken, von denen wir gesprochen haben, Impulse, die sich dann ausleben in einem Leben der Unwahrhaftigkeit, und die dann aus der Unwahrhaftigkeit heraus zu unseren heutigen schmerzlichen Ereignissen geführt haben, was wollen solche okkulten Gesellschaften, von deren Dasein ich Ihnen einiges gesprochen habe? Solche okkulten Gesellschaften wollen neben anderem — man kann ja immer nur einzelnes charakterisieren, sie wollen natürlich auch manches andere — das Folgende: Sie wollen gewissermaßen den Materialismus noch übermaterialisieren, sie wollen noch mehr Materialismus in die Welt schaffen, als durch die naturgemäße Entwickelung der Menschheit im fünften nachatlantischen Zeitraum entsteht. Also noch mehr Materialismus wollen sie haben. Wie gesagt, das ist nur einer der Gesichtspunkte, die sie anstreben; aber diesen Gesichtspunkt wollen wir wenigstens streifen. Aus diesem Gesichtspunkte heraus werden solche Gesellschaften begründet, werden Leute in solche Gesellschaften hineinbefördert, Leute, an die man herangeht im Leben und die man geeignet findet.
[ 17 ] Nun gibt es die verschiedensten Arten solcher Gesellschaften. Eine bestimmte Art, die sehr verbreitet ist im Westen und wiederum die mannigfaltigsten Spezies hat, umfaßt Organisationen, die zeremonielle Magie treiben. Nun, zeremonielle Magie kann auch gute Magie sein, aber wir sprechen jetzt von denjenigen Gesellschaften, welche zeremonielle Magie treiben, um nicht das allgemeine Menschenheil zu fördern, sondern das Heil von Menschengruppen oder das Heil von speziellen Bestrebungen, nicht allgemein-menschlichen Bestrebungen. Lenken wir also unseren Blick zunächst auf solche Gesellschaften, die von diesem Gesichtspunkte aus zeremonielle Magie treiben, Magie, welche durch Zeremonien geübt wird. Wie gesagt, die kann auch gut sein, aber bei diesen Gesellschaften ist es eben nicht gut. Nun haben gewisse Arten der zeremoniellen Magie die Eigentümlichkeit, daß sie wirklich eine gewisse Bedeutung, eine gewisse Wirkung haben auf den physischen Menschenapparat. Alles Physische ist ja schließlich eine Offenbarung des Geistigen. Dasjenige Geistige, das unter dem Einflusse gewisser zeremonieller magischer Verrichtungen entsteht, kann hereinwirken in den physischen Menschenapparat, in das Gangliensystem, wie ich es Ihnen neulich charakterisiert habe, in das Rückenmarkssystem. Am schwierigsten aber ist es, durch die Verrichtungen der zeremoniellen Magie auf das Zerebralsystem zu wirken. Auf dem Umwege durch das Geistige muß das alles geschehen, aber es kann geschehen, es kann so wirksam werden,
[ 17 ] Nun gibt es die verschiedensten Arten solcher Gesellschaften. Eine bestimmte Art, die sehr verbreitet ist im Westen und wiederum die mannigfaltigsten Spezies hat, umfaßt Organisationen, die zeremonielle Magie treiben. Nun, zeremonielle Magie kann auch gute Magie sein, aber wir sprechen jetzt von denjenigen Gesellschaften, welche zeremonielle Magie treiben, um nicht das allgemeine Menschenheil zu fördern, sondern das Heil von Menschengruppen oder das Heil von speziellen Bestrebungen, nicht allgemein-menschlichen Bestrebungen. Lenken wir also unseren Blick zunächst auf solche Gesellschaften, die von diesem Gesichtspunkte aus zeremonielle Magie treiben, Magie, welche durch Zeremonien geübt wird. Wie gesagt, die kann auch gut sein, aber bei diesen Gesellschaften ist es eben nicht gut. Nun haben gewisse Arten der zeremoniellen Magie die Eigentümlichkeit, daß sie wirklich eine gewisse Bedeutung, eine gewisse Wirkung haben auf den physischen Menschenapparat. Alles Physische ist ja schließlich eine Offenbarung des Geistigen. Dasjenige Geistige, das unter dem Einflusse gewisser zeremonieller magischer Verrichtungen entsteht, kann hereinwirken in den physischen Menschenapparat, in das Gangliensystem, wie ich es Ihnen neulich charakterisiert habe, in das Rückenmarkssystem. Am schwierigsten aber ist es, durch die Verrichtungen der zeremoniellen Magie auf das Zerebralsystem zu wirken. Auf dem Umwege durch das Geistige muß das alles geschehen, aber es kann geschehen, es kann so wirksam werden,
[ 18 ] Stellen wir uns also vor, gewisse okkulte Gesellschaften treiben eine gewissen grauen oder schwarzen Seiten hingewendete zeremonielle Magie, und sie beeinflussen ihre Zugehörigen in der Richtung, daß Einflüsse genommen werden bis in den physischen Leib hinein in die feineren Schwingungen und Webungen des physischen Leibes, aber immerhin in den physischen Leib hinein. Da fließt gleichsam das Geistige in den physischen Leib hinein.
[ 18 ] Stellen wir uns also vor, gewisse okkulte Gesellschaften treiben eine gewissen grauen oder schwarzen Seiten hingewendete zeremonielle Magie, und sie beeinflussen ihre Zugehörigen in der Richtung, daß Einflüsse genommen werden bis in den physischen Leib hinein in die feineren Schwingungen und Webungen des physischen Leibes, aber immerhin in den physischen Leib hinein. Da fließt gleichsam das Geistige in den physischen Leib hinein.
[ 19 ] Was ist die Folge? Die Folge ist, daß jetzt etwas eintritt, was für frühere Menschheitszeiträume zwar geeignet war, aber für unseren Menschheitszeitraum nicht mehr sein darf. Durch solche Verrichtungen ist die Möglichkeit gegeben, daß die geistige Welt, ohne daß der Mensch ihr entgegengeht auf dem Wege, wie ich es angedeutet habe, einen Einfluß gewinnt auf die Menschen, die teilnehmen an solchen Verrichtungen zeremonieller Art. Das heißt, es wird eine Möglichkeit geschaffen, daß Tote, neben andern Geistern, auf diejenigen, die eingesponnen sind in einem solchen Ring, der durch die zeremonielle Magie geschaffen wird, einwirken. Dadurch aber kann der Materialismus unserer Zeit gewissermaßen übermaterialisiert werden. Denken Sie sich, ein Mensch sei ganz und gar, nicht bloß in bezug auf seine Weltanschauung, sondern in bezug auf sein ganzes Empfinden, auf sein Fühlen materialistisch gesinnt, und das sind im Westen ungeheuer viele Leute. Nun steigert sich diese materialistische Gesinnung noch in hohem Maße. Dann bekommt er den Drang, nicht nur einen Einfluß zu haben auf die materielle Welt, solange er im physischen Leibe lebt, sondern über den Tod hinaus. Er strebt an: Wenn ich sterbe, so will ich irgendeine Stätte haben, durch die ich auf die lebenden Menschen, die ich zurückgelassen habe auf.der Erde, oder die abgerichtet werden für mich, wirke. Es gibt in unserer Zeit eben schon Menschen, deren materialistischer Drang so stark ist, daß sie nach Einrichtungen streben, durch die sie über den Tod hinaus in der materiellen Welt Einrichtungen pflegen können. Und solche Instrumente, durch die der Mensch sich eine materielle Herrschaft sichert über den Tod hinaus, das sind eben Stätten gewisser zeremonieller Magie.
[ 19 ] Was ist die Folge? Die Folge ist, daß jetzt etwas eintritt, was für frühere Menschheitszeiträume zwar geeignet war, aber für unseren Menschheitszeitraum nicht mehr sein darf. Durch solche Verrichtungen ist die Möglichkeit gegeben, daß die geistige Welt, ohne daß der Mensch ihr entgegengeht auf dem Wege, wie ich es angedeutet habe, einen Einfluß gewinnt auf die Menschen, die teilnehmen an solchen Verrichtungen zeremonieller Art. Das heißt, es wird eine Möglichkeit geschaffen, daß Tote, neben andern Geistern, auf diejenigen, die eingesponnen sind in einem solchen Ring, der durch die zeremonielle Magie geschaffen wird, einwirken. Dadurch aber kann der Materialismus unserer Zeit gewissermaßen übermaterialisiert werden. Denken Sie sich, ein Mensch sei ganz und gar, nicht bloß in bezug auf seine Weltanschauung, sondern in bezug auf sein ganzes Empfinden, auf sein Fühlen materialistisch gesinnt, und das sind im Westen ungeheuer viele Leute. Nun steigert sich diese materialistische Gesinnung noch in hohem Maße. Dann bekommt er den Drang, nicht nur einen Einfluß zu haben auf die materielle Welt, solange er im physischen Leibe lebt, sondern über den Tod hinaus. Er strebt an: Wenn ich sterbe, so will ich irgendeine Stätte haben, durch die ich auf die lebenden Menschen, die ich zurückgelassen habe auf.der Erde, oder die abgerichtet werden für mich, wirke. Es gibt in unserer Zeit eben schon Menschen, deren materialistischer Drang so stark ist, daß sie nach Einrichtungen streben, durch die sie über den Tod hinaus in der materiellen Welt Einrichtungen pflegen können. Und solche Instrumente, durch die der Mensch sich eine materielle Herrschaft sichert über den Tod hinaus, das sind eben Stätten gewisser zeremonieller Magie.
[ 20 ] Damit wird auf etwas hingedeutet, was von einer ungeheuren Tragweite ist. Denn denken Sie sich, eine Anzahl von Menschen werde zusammengetan zu einer gewissen Brüderschaft. Diese Menschen wissen zunächst: uns sind andere vorangegangen, die, welche so starke Herrschaftsmachtgedanken ausgeprägt haben, daß ihnen das Leben nicht genug war, um sie zu verwirklichen, daß sie sie über den Tod hinaus verwirklichen wollen. Für die schaffen wir einen Kreis, und durch das, was wir tun, durch die zeremoniellen magischen Handlungen, die wir vornehmen, wirken sie in unsere Leiber herein. Wir kriegen stärkere Macht dadurch, als wir haben, wir werden dadurch in die Lage versetzt, wenn wir den andern, schwachen Menschen, die außerhalb solcher Gesellschaften stehen, entgegentreten, eine gewisse gesteigerte magische Macht über sie auszuüben. Wenn wir ein Wort sagen, wenn wir eine Rede halten, dann wirken durch uns diese Toten mit, weil wir vorbereitet sind durch das Eingesponnensein in die Handlungen der zeremoniellen Magie.
[ 20 ] Damit wird auf etwas hingedeutet, was von einer ungeheuren Tragweite ist. Denn denken Sie sich, eine Anzahl von Menschen werde zusammengetan zu einer gewissen Brüderschaft. Diese Menschen wissen zunächst: uns sind andere vorangegangen, die, welche so starke Herrschaftsmachtgedanken ausgeprägt haben, daß ihnen das Leben nicht genug war, um sie zu verwirklichen, daß sie sie über den Tod hinaus verwirklichen wollen. Für die schaffen wir einen Kreis, und durch das, was wir tun, durch die zeremoniellen magischen Handlungen, die wir vornehmen, wirken sie in unsere Leiber herein. Wir kriegen stärkere Macht dadurch, als wir haben, wir werden dadurch in die Lage versetzt, wenn wir den andern, schwachen Menschen, die außerhalb solcher Gesellschaften stehen, entgegentreten, eine gewisse gesteigerte magische Macht über sie auszuüben. Wenn wir ein Wort sagen, wenn wir eine Rede halten, dann wirken durch uns diese Toten mit, weil wir vorbereitet sind durch das Eingesponnensein in die Handlungen der zeremoniellen Magie.
[ 21 ] Es ist ein großer Unterschied, ob ein Mensch, ich möchte sagen, ehrlich einfach im Kulturprozesse unserer Zeit drinnensteht, und dann mit diesem ehrlichen Drinnenstehen im Kulturprozesse unserer Zeit eine parlamentarische Rede hält oder einen Zeitungsartikel schreibt, oder ob ein Mensch in Kreisen zeremonieller Magie drinnensteht, dadurch gestärkt wird mit den Machtimpulsen gewisser Toter, und mit diesen Impulsen nun die Parlamentsrede hält oder den Zeitungsartikel schreibt, und dadurch eine ungeheuer viel stärkere Wirkung ausübt für das, was er will, als wenn er das nicht hinter sich hätte. Das ist das eine.
[ 21 ] Es ist ein großer Unterschied, ob ein Mensch, ich möchte sagen, ehrlich einfach im Kulturprozesse unserer Zeit drinnensteht, und dann mit diesem ehrlichen Drinnenstehen im Kulturprozesse unserer Zeit eine parlamentarische Rede hält oder einen Zeitungsartikel schreibt, oder ob ein Mensch in Kreisen zeremonieller Magie drinnensteht, dadurch gestärkt wird mit den Machtimpulsen gewisser Toter, und mit diesen Impulsen nun die Parlamentsrede hält oder den Zeitungsartikel schreibt, und dadurch eine ungeheuer viel stärkere Wirkung ausübt für das, was er will, als wenn er das nicht hinter sich hätte. Das ist das eine.
[ 22 ] Das andere aber ist, daß diese Menschen, die sich so in die Kreise gewisser zeremoniell-magischer Gesellschaften begeben, sich selber wiederum eine Macht über den Tod hinaus, gewissermaßen eine ahrimanische Unsterblichkeit sichern. Und das ist der tragende Gedanke bei sehr vielen, das ist der tragende Gedanke. Für sie ist gewissermaßen die Gesellschaft, der sie sich angeschlossen haben, ein gewisser Bürge, daß Kräfte von ihnen über den Tod hinaus leben, die eigentlich nur leben sollten bis zu ihrem physischen Tode. Und dieser Gedanke lebt heute in mehr Menschen, als Sie denken, der Gedanke, sich eine ahrimanische Unsterblichkeit zu sichern, die ahrimanische Unsterblichkeit, die darinnen besteht, daß man nicht nur als einzelner, individueller Mensch wirkt, sondern daß man durch das Instrument einer solchen wie es charakterisiert worden ist — Gesellschaft wirkt. Solche Gesellschaften gibt es die mannigfaltigsten, und Menschen von gewissen Graden in solchen Gesellschaften, die wissen: Ich werde durch eine solche Gesellschaft mit den Kräften, die ich sonst abschließen müßte mit dem Tode, bis zu einem gewissen Grade unsterblich, die wirken über meinen Tod hinaus. |
[ 22 ] Das andere aber ist, daß diese Menschen, die sich so in die Kreise gewisser zeremoniell-magischer Gesellschaften begeben, sich selber wiederum eine Macht über den Tod hinaus, gewissermaßen eine ahrimanische Unsterblichkeit sichern. Und das ist der tragende Gedanke bei sehr vielen, das ist der tragende Gedanke. Für sie ist gewissermaßen die Gesellschaft, der sie sich angeschlossen haben, ein gewisser Bürge, daß Kräfte von ihnen über den Tod hinaus leben, die eigentlich nur leben sollten bis zu ihrem physischen Tode. Und dieser Gedanke lebt heute in mehr Menschen, als Sie denken, der Gedanke, sich eine ahrimanische Unsterblichkeit zu sichern, die ahrimanische Unsterblichkeit, die darinnen besteht, daß man nicht nur als einzelner, individueller Mensch wirkt, sondern daß man durch das Instrument einer solchen wie es charakterisiert worden ist — Gesellschaft wirkt. Solche Gesellschaften gibt es die mannigfaltigsten, und Menschen von gewissen Graden in solchen Gesellschaften, die wissen: Ich werde durch eine solche Gesellschaft mit den Kräften, die ich sonst abschließen müßte mit dem Tode, bis zu einem gewissen Grade unsterblich, die wirken über meinen Tod hinaus. |
[ 23 ] Dabei werden die Menschen durch dasjenige, was sie in der zeremoniellen Magie dann erleben, allerdings so betäubt, daß der Gedanke sie nicht mehr geniert, der demjenigen sich vor die Seele stellen müßte, der diese Dinge in wahrhaftigem Ernst und echter Würde nimmt; denn ebensoviel wie einem zuwächst an unsterblichem Sterblichem, oder besser gesagt an ahrimanischer Unsterblichkeit, ebensoviel verliert man von dem Bewußtsein der andern, der wirklichen, der echten Unsterblichkeit. Aber der Materialismus hat viele Gemüter in unserer Zeit so ergriffen, daß sie nicht geniert werden, daß sie hinwegbetäubt werden und in der Tat streben nach ahrimanischer Unsterblichkeit. Und man kann sagen: Es gibt heute Gesellschaften, die sind, spirituell gedacht, okkultistisch gedacht, «Assekuranzgeseilschaften auf ahrimanische Unsterblichkeit»!
[ 23 ] Dabei werden die Menschen durch dasjenige, was sie in der zeremoniellen Magie dann erleben, allerdings so betäubt, daß der Gedanke sie nicht mehr geniert, der demjenigen sich vor die Seele stellen müßte, der diese Dinge in wahrhaftigem Ernst und echter Würde nimmt; denn ebensoviel wie einem zuwächst an unsterblichem Sterblichem, oder besser gesagt an ahrimanischer Unsterblichkeit, ebensoviel verliert man von dem Bewußtsein der andern, der wirklichen, der echten Unsterblichkeit. Aber der Materialismus hat viele Gemüter in unserer Zeit so ergriffen, daß sie nicht geniert werden, daß sie hinwegbetäubt werden und in der Tat streben nach ahrimanischer Unsterblichkeit. Und man kann sagen: Es gibt heute Gesellschaften, die sind, spirituell gedacht, okkultistisch gedacht, «Assekuranzgeseilschaften auf ahrimanische Unsterblichkeit»!
[ 24 ] Es ist immer nur eine kleine Anzahl von Menschen, die mit all diesen Dingen vertraut sind, denn solche Gesellschaften sind in der Regel so organisiert, daß die zeremonielle Magie namentlich auf diejenigen wirken soll, die ahnungslos sind, auf Menschen, die ein gewisses Bedürfnis haben, mit der geistigen Welt in Beziehung zu treten durch allerlei symbolische Handlungen. Solcher Menschen gibt es viele. Es sind wahrhaftig an sich nicht die schlechtesten Menschen, die das erreichen wollen. Solche Menschen werden nun in den Kreis der zeremoniellen Magie hereingenommen, und eine kleine Anzahl setzt sich dann zusammen, die eigentlich nur sich der andern, die in den Kreis der zeremoniellen Magie hereingesponnen sind, als Instrumente bedienen. Daher sollte man vorsichtig sein gegenüber allen sogenannten okkulten Gesellschaften, welche sogenannte höhere Grade verwalten, deren Ziele für die untern Grade ein Geheimnis bleiben. Diese Verwaltungsgrade umfassen in der Regel diejenigen, die eigentlich erst soweit eingeweiht sind, daß sie eine Ahnung haben von demjenigen, was ich Ihnen jetzt gesagt habe, sie umfassen diejenigen, die in positiver Weise bewußt wirken sollen, welche gewisse Ziele und Richtungen angeben, die dann verwirklicht werden dadurch, daß man das Gros der andern hat, die in den Kreis der zeremoniellen Magie nur eingesponnen sind. Alles, was diese Leute tun, wird so getan, daß es in der von den oberen Graden gewollten Richtung geschieht, aber verstärkt durch die Kräfte, die aus der zeremoniellen Magie kommen. Wer sich ein wenig Einblick verschafft in die ungeheuer große Zahl von solchen Gesellschaften des Westens, welche zeremonielle Magie treiben, der kann dann auch eine Ahnung bekommen, welches ungeheuer wirksame Instrument für weitgehende Weltenpläne solche Gesellschaften sein können. Denn das Wesentliche besteht ja, wie Sie gesehen haben, darin, daß ein gewisses Hereinwirken des Spirituellen in das Physisch-Sinnliche, wie es in früheren Zeiten richtig war, in unsere Zeit heraufgenommen wird, während in unserer Zeit das Richtige ist, daß der Mensch in der geschilderten Weise entgegenkommt den Toten, so daß man sich gewissermaßen mit den Toten auf halbem Wege begegnet. In der Ihnen angedeuteten Stimmung wird hier ein Weg gesucht, der für frühere, atavistische Zeiten der Weg war und der in die Gegenwart durch das Medium der zeremoniellen Magie hereingenommen wird.
[ 24 ] Es ist immer nur eine kleine Anzahl von Menschen, die mit all diesen Dingen vertraut sind, denn solche Gesellschaften sind in der Regel so organisiert, daß die zeremonielle Magie namentlich auf diejenigen wirken soll, die ahnungslos sind, auf Menschen, die ein gewisses Bedürfnis haben, mit der geistigen Welt in Beziehung zu treten durch allerlei symbolische Handlungen. Solcher Menschen gibt es viele. Es sind wahrhaftig an sich nicht die schlechtesten Menschen, die das erreichen wollen. Solche Menschen werden nun in den Kreis der zeremoniellen Magie hereingenommen, und eine kleine Anzahl setzt sich dann zusammen, die eigentlich nur sich der andern, die in den Kreis der zeremoniellen Magie hereingesponnen sind, als Instrumente bedienen. Daher sollte man vorsichtig sein gegenüber allen sogenannten okkulten Gesellschaften, welche sogenannte höhere Grade verwalten, deren Ziele für die untern Grade ein Geheimnis bleiben. Diese Verwaltungsgrade umfassen in der Regel diejenigen, die eigentlich erst soweit eingeweiht sind, daß sie eine Ahnung haben von demjenigen, was ich Ihnen jetzt gesagt habe, sie umfassen diejenigen, die in positiver Weise bewußt wirken sollen, welche gewisse Ziele und Richtungen angeben, die dann verwirklicht werden dadurch, daß man das Gros der andern hat, die in den Kreis der zeremoniellen Magie nur eingesponnen sind. Alles, was diese Leute tun, wird so getan, daß es in der von den oberen Graden gewollten Richtung geschieht, aber verstärkt durch die Kräfte, die aus der zeremoniellen Magie kommen. Wer sich ein wenig Einblick verschafft in die ungeheuer große Zahl von solchen Gesellschaften des Westens, welche zeremonielle Magie treiben, der kann dann auch eine Ahnung bekommen, welches ungeheuer wirksame Instrument für weitgehende Weltenpläne solche Gesellschaften sein können. Denn das Wesentliche besteht ja, wie Sie gesehen haben, darin, daß ein gewisses Hereinwirken des Spirituellen in das Physisch-Sinnliche, wie es in früheren Zeiten richtig war, in unsere Zeit heraufgenommen wird, während in unserer Zeit das Richtige ist, daß der Mensch in der geschilderten Weise entgegenkommt den Toten, so daß man sich gewissermaßen mit den Toten auf halbem Wege begegnet. In der Ihnen angedeuteten Stimmung wird hier ein Weg gesucht, der für frühere, atavistische Zeiten der Weg war und der in die Gegenwart durch das Medium der zeremoniellen Magie hereingenommen wird.
[ 25 ] Das sollte Ihnen eine Vorstellung geben, wie auf unverhältnismäßige Weise heute der überspannte Materialismus, der Materialismus, der übermaternalistisch ist, die Grenzen zu jener Welt überschreiten will, welche heute nur überschritten werden sollen dadurch, daß man die Seele in die Stimmung bringt, die übersinnliche Begriffe geben können. Das Richtige ist heute: Niemals das Unverstandene hinnehmen, was in vielen okkulten Gesellschaften heute gegeben wird — und ungeheuer viel wird heute unverstanden gegeben und hingenommen. Das Richtige ist: dasjenige, was in solchen Gesellschaften gegeben wird, höchstens wie eine Unterschätzung des gesprochenen Wortes, das heißt des durch den Begriff aufgenommenen Wortes zu nehmen.
[ 25 ] Das sollte Ihnen eine Vorstellung geben, wie auf unverhältnismäßige Weise heute der überspannte Materialismus, der Materialismus, der übermaternalistisch ist, die Grenzen zu jener Welt überschreiten will, welche heute nur überschritten werden sollen dadurch, daß man die Seele in die Stimmung bringt, die übersinnliche Begriffe geben können. Das Richtige ist heute: Niemals das Unverstandene hinnehmen, was in vielen okkulten Gesellschaften heute gegeben wird — und ungeheuer viel wird heute unverstanden gegeben und hingenommen. Das Richtige ist: dasjenige, was in solchen Gesellschaften gegeben wird, höchstens wie eine Unterschätzung des gesprochenen Wortes, das heißt des durch den Begriff aufgenommenen Wortes zu nehmen.
[ 26 ] In vielem, was heute als Unwahrhaftigkeit und auch als Selbstsucht die Welt durchschwirrt und was möglich gemacht hat, daß die Selbstsucht heute ja sogar schon heilig gesprochen worden ist, wenn auch nicht vom Papste, was möglich gemacht hat, daß von Sacro egoismo gesprochen wird, was ein neuer, nicht gerade vom Papste erklärter Heiliger ist, in vielem, was heute an Egoismen, an Unwahrhaftigkeiten durch die Welt schwirrt, wirken Einflüsse und Impulse, welche sich verstärken aus der Welt der Toten heraus auf die angegebene Art. Aber indem diese Impulse gesucht werden, findet man noch den Anschluß an andere Impulse. Und über diese Impulse, über diese andern Impulse finden Sie schon Aufschluß in meiner Schrift «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit». Die Vorträge, die dieser Schrift zugrunde liegen, sind wirklich aus den mannigfaltigsten Gründen damals 1911 in Kopenhagen gesprochen worden. Da finden Sie auseinandergesetzt, wie gewisse Angeloikräfte aus der dritten nachatlantischen Zeit zurückgeblieben sind, um in der jetzigen Zeit eine ähnliche Kraft zu entfalten, wie sie während der ägypzischen Periode entfaltet worden ist. Es wurde damals gesagt:
[ 26 ] In vielem, was heute als Unwahrhaftigkeit und auch als Selbstsucht die Welt durchschwirrt und was möglich gemacht hat, daß die Selbstsucht heute ja sogar schon heilig gesprochen worden ist, wenn auch nicht vom Papste, was möglich gemacht hat, daß von Sacro egoismo gesprochen wird, was ein neuer, nicht gerade vom Papste erklärter Heiliger ist, in vielem, was heute an Egoismen, an Unwahrhaftigkeiten durch die Welt schwirrt, wirken Einflüsse und Impulse, welche sich verstärken aus der Welt der Toten heraus auf die angegebene Art. Aber indem diese Impulse gesucht werden, findet man noch den Anschluß an andere Impulse. Und über diese Impulse, über diese andern Impulse finden Sie schon Aufschluß in meiner Schrift «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit». Die Vorträge, die dieser Schrift zugrunde liegen, sind wirklich aus den mannigfaltigsten Gründen damals 1911 in Kopenhagen gesprochen worden. Da finden Sie auseinandergesetzt, wie gewisse Angeloikräfte aus der dritten nachatlantischen Zeit zurückgeblieben sind, um in der jetzigen Zeit eine ähnliche Kraft zu entfalten, wie sie während der ägypzischen Periode entfaltet worden ist. Es wurde damals gesagt:
«Wie die schönsten Dinge zu Verführern und Versuchern der Menschheit werden können, wenn ihnen der Mensch einseitig folgt, so wäre, wenn die gekennzeichnete Einseitigkeit Platz griffe, die große Gefahr vorhanden, daß alle möglichen guten Bestrebungen als Fanatismus sich kundgeben würden. So wahr es ist, daß die Menschheit durch ihre edlen Impulse vorwärts gebracht wird, so wahr ist es auch, daß durch die schwärmerische und fanatische Vertretung der edelsten Impulse das Schlimmste für die richtige Entwickelung bewirkt werden kann.»
«Wie die schönsten Dinge zu Verführern und Versuchern der Menschheit werden können, wenn ihnen der Mensch einseitig folgt, so wäre, wenn die gekennzeichnete Einseitigkeit Platz griffe, die große Gefahr vorhanden, daß alle möglichen guten Bestrebungen als Fanatismus sich kundgeben würden. So wahr es ist, daß die Menschheit durch ihre edlen Impulse vorwärts gebracht wird, so wahr ist es auch, daß durch die schwärmerische und fanatische Vertretung der edelsten Impulse das Schlimmste für die richtige Entwickelung bewirkt werden kann.»
[ 27 ] Und dann ist hingewiesen darauf, wie gewisse Kräfte, die berechtigt waren in der dritten nachatlantischen Zeit, hereinwirken in unsere Zeit. Und geradeso — das darf heute dazu gesagt werden — wie der Mensch gerechterweise die Verbindung mit seinem richtigen Angelos findet, so kann er auch den Zugang finden, wenn er solche Kräfte, solche Impulse sucht, die aus der Welt der Toten in gekennzeichneter Weise ahrimanische Verstärkungen sind, zu diesen zurückgebliebenen Geistern aus der ägyptisch-chaldäischen Zeit, zu diesen zurückgebliebenen Angeloi. Und diese zurückgebliebenen Angeloi, die spielen eine große Rolle in solchen okkulten Gesellschaften, die ich Ihnen geschildert habe. Die sind da wichtige Helfer und wichtige führende Geister. Da gibt es vieles in solchen okkulten Gesellschaften, was geradezu bestrebt ist, in der alten Weise Agyptisch-Chaldäisches auf die Gegenwart zu übertragen. Wenn das nicht bloßer Firlefanz ist, sondern wenn es wirklich im okkulten Leben drinnensteht, dann geschieht es unter dem Einflusse von zurückgebliebenen Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, die da Führer sind. Und damit hätten wir auch hingedeutet auf jene Wesen aus der nächst übersinnlichen Hierarchie, die von solchen Gesellschaften gesucht werden.
[ 27 ] Und dann ist hingewiesen darauf, wie gewisse Kräfte, die berechtigt waren in der dritten nachatlantischen Zeit, hereinwirken in unsere Zeit. Und geradeso — das darf heute dazu gesagt werden — wie der Mensch gerechterweise die Verbindung mit seinem richtigen Angelos findet, so kann er auch den Zugang finden, wenn er solche Kräfte, solche Impulse sucht, die aus der Welt der Toten in gekennzeichneter Weise ahrimanische Verstärkungen sind, zu diesen zurückgebliebenen Geistern aus der ägyptisch-chaldäischen Zeit, zu diesen zurückgebliebenen Angeloi. Und diese zurückgebliebenen Angeloi, die spielen eine große Rolle in solchen okkulten Gesellschaften, die ich Ihnen geschildert habe. Die sind da wichtige Helfer und wichtige führende Geister. Da gibt es vieles in solchen okkulten Gesellschaften, was geradezu bestrebt ist, in der alten Weise Agyptisch-Chaldäisches auf die Gegenwart zu übertragen. Wenn das nicht bloßer Firlefanz ist, sondern wenn es wirklich im okkulten Leben drinnensteht, dann geschieht es unter dem Einflusse von zurückgebliebenen Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, die da Führer sind. Und damit hätten wir auch hingedeutet auf jene Wesen aus der nächst übersinnlichen Hierarchie, die von solchen Gesellschaften gesucht werden.
[ 28 ] Es ist damit auf Allerallerwichtigstes hingewiesen. Und nur, wenn man versteht, wie in solchen Gesellschaften die lebendigen Testamente, nicht die geschriebenen Testamente für das Leben, sondern die Kräfte, die über den Tod hinaus wirken, jedoch nicht wirken sollten, konserviert werden, dann merkt man etwas von der magischen Macht, welche solche Gesellschaften ausüben und die es ihnen ermöglicht, oftmals auch dem Unwahren den Stempel des Wahrhaftigen aufzudrücken. Und es ist schon eine wichtige magische Verrichtung, das Unwahre in der Welt so zu verbreiten, daß es wie das Wahre wirkt. Denn in dieser Wirkung des «Unwahren wie des Wahren» liegt eine ungeheure Kraft des Bösen. Und diese Kraft des Bösen wird von den verschiedensten Seiten her ganz gehörig ausgenützt.
[ 28 ] Es ist damit auf Allerallerwichtigstes hingewiesen. Und nur, wenn man versteht, wie in solchen Gesellschaften die lebendigen Testamente, nicht die geschriebenen Testamente für das Leben, sondern die Kräfte, die über den Tod hinaus wirken, jedoch nicht wirken sollten, konserviert werden, dann merkt man etwas von der magischen Macht, welche solche Gesellschaften ausüben und die es ihnen ermöglicht, oftmals auch dem Unwahren den Stempel des Wahrhaftigen aufzudrücken. Und es ist schon eine wichtige magische Verrichtung, das Unwahre in der Welt so zu verbreiten, daß es wie das Wahre wirkt. Denn in dieser Wirkung des «Unwahren wie des Wahren» liegt eine ungeheure Kraft des Bösen. Und diese Kraft des Bösen wird von den verschiedensten Seiten her ganz gehörig ausgenützt.
[ 29 ] Das wollte ich heute vorbringen, um manchem von dem, was ich mehr exoterisch sagte, nun auch den esoterischen Hintergrund zu geben. — Wir wollen dann morgen über diese Verhältnisse weitersprechen und in einiges noch tiefer einzudringen versuchen.
[ 29 ] Das wollte ich heute vorbringen, um manchem von dem, was ich mehr exoterisch sagte, nun auch den esoterischen Hintergrund zu geben. — Wir wollen dann morgen über diese Verhältnisse weitersprechen und in einiges noch tiefer einzudringen versuchen.
