The Spiritual Background of World War I
GA 174b
15 March 1916, Stuttgart
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Die geistigen Hinter des Ersten Weltkrieges
Achter Vortrag
Achter Vortrag
[ 1 ] Als wir das letzte Mal hier miteinander gesprochen haben bei meiner vorigen Anwesenheit, da betrachteten wir einige geistige Tatsachen, die sich auf das Leben der Menschenseele beziehen, nachdem der Mensch durch die Todespforte hindurchgegangen ist. Wir wollen heute zunächst einige mit diesem Ereignisse zusammenhängenden Tatsachen _ der geistigen Welt betrachten, die ein weiteres Verständnis auf dieses Ereignis werfen können, Tatsachen, die aber ebenso, wie sie auf das Todesereignis Licht zu werfen geeignet sind, zugleich erhellen können das, was im Leben sich abspielt zwischen Geburt und Tod des Menschen, was sich abspielt in dem physischen Leben, in dem wir darinstehen. Ich muß ja immer wieder und wiederum betonen, daß Geisteswissenschaft den Versuch machen muß, nicht bloß bei einer äußeren Schematik in der Auffassung der Menschenwesenheit stehenzubleiben, sondern immer tiefer und tiefer in die verschiedenen Glieder der menschlichen Wesenheit einzudringen.
[ 1 ] Als wir das letzte Mal hier miteinander gesprochen haben bei meiner vorigen Anwesenheit, da betrachteten wir einige geistige Tatsachen, die sich auf das Leben der Menschenseele beziehen, nachdem der Mensch durch die Todespforte hindurchgegangen ist. Wir wollen heute zunächst einige mit diesem Ereignisse zusammenhängenden Tatsachen _ der geistigen Welt betrachten, die ein weiteres Verständnis auf dieses Ereignis werfen können, Tatsachen, die aber ebenso, wie sie auf das Todesereignis Licht zu werfen geeignet sind, zugleich erhellen können das, was im Leben sich abspielt zwischen Geburt und Tod des Menschen, was sich abspielt in dem physischen Leben, in dem wir darinstehen. Ich muß ja immer wieder und wiederum betonen, daß Geisteswissenschaft den Versuch machen muß, nicht bloß bei einer äußeren Schematik in der Auffassung der Menschenwesenheit stehenzubleiben, sondern immer tiefer und tiefer in die verschiedenen Glieder der menschlichen Wesenheit einzudringen.
[ 2 ] Nun wollen wir einmal unsere Betrachtungen auf das hinwenden, was wir oftmals den menschlichen Ätherleib genannt haben. Schon im öffentlichen Vortrage gestern habe ich darauf aufmerksam gemacht, daß man sich diesen Ätherleib nicht nur wie einen verdünnten physischen Leib vorstellen soll — das wäre ja eine materialistische Auffassung —, sondern daß man sich ihn als das vorstellen soll, als was er erscheint durch ein inneres Erlebnis. Und da kommen wir darauf, daß sich dasjenige, was wir im engeren Sinne Denken, Vorstellen nennen, so wie der Mensch hier auf dem physischen Plan lebt, eigentlich abspielt im Ätherleib. Aber damit sich Gedanken bilden durch dieses Denken, durch dieses Vorstellen, ist der physische Leib notwendig, denn der physische Leib muß seine Eindrücke bekommen, wenn Gedanken hier im physischen Leben erinnerungsmäßig festgehalten werden sollen.
[ 2 ] Nun wollen wir einmal unsere Betrachtungen auf das hinwenden, was wir oftmals den menschlichen Ätherleib genannt haben. Schon im öffentlichen Vortrage gestern habe ich darauf aufmerksam gemacht, daß man sich diesen Ätherleib nicht nur wie einen verdünnten physischen Leib vorstellen soll — das wäre ja eine materialistische Auffassung —, sondern daß man sich ihn als das vorstellen soll, als was er erscheint durch ein inneres Erlebnis. Und da kommen wir darauf, daß sich dasjenige, was wir im engeren Sinne Denken, Vorstellen nennen, so wie der Mensch hier auf dem physischen Plan lebt, eigentlich abspielt im Ätherleib. Aber damit sich Gedanken bilden durch dieses Denken, durch dieses Vorstellen, ist der physische Leib notwendig, denn der physische Leib muß seine Eindrücke bekommen, wenn Gedanken hier im physischen Leben erinnerungsmäßig festgehalten werden sollen.
[ 3 ] Der Vorgang ist also der: Wenn wir denken, so geht natürlich das Denken vom Ich aus, geht durch den astralischen Leib, aber es spielt sich dann hauptsächlich in den Bewegungen des Ätherleibes ab. Was wir immer denken, was wir vorstellen, spielt sich in den Bewegungen des Ätherleibes ab. Diese Bewegungen des Ätherleibes drücken sich förmlich ein in den physischen Leib. Das ist grob gesprochen, denn es handelt sich um viel feinere Vorgänge als um ein grobes Einprägen, aber man kann die Sache vergleichsweise so nennen. Und dadurch, daß diese Bewegungen des Ätherleibes in den physischen Leib eingeprägt werden, spielen sich für unser Bewußtsein die Gedanken ab, und dadurch auch erhalten sich die Gedanken in der Erinnerung. Gewissermaßen ist es so: Wenn wir einen Gedanken haben und den später einmal aus der Erinnerung hervorholen, so kommt bei dieser Arbeit des Sich-Erinnern-Wollens unser Ätherleib in Bewegung, und er paßt sich mit seinen Bewegungen dem physischen Leib an, und indem er hineinkommt in jene Eindrücke, die dieser Ätherleib bei dem entsprechenden Gedanken in den physischen Leib gemacht hat, kommt der Gedanke wieder herauf ins Bewußtsein. Also Erinnerung ist daran geknüpft, daß die Bewegungen des Ätherleibes sich in den physischen Leib einprägen können. Natürlich ist das Gedächtnis an den Ätherleib gebunden, aber der Ätherleib muß eine Art von Bewahrer seiner Bewegungen haben, damit im physischen Leben das Erinnern zustande kommen könne. Und so leben wir denn unser Leben zwischen Geburt und Tod, haben unsere Erlebnisse und erinnern uns unserer Erlebnisse, das heißt, es läuft unser Gedankenleben in uns ab. Im wachen Zustande haben wir immer mehr oder weniger dieses in unserem Inneren ablaufende Gedankenleben.
[ 3 ] Der Vorgang ist also der: Wenn wir denken, so geht natürlich das Denken vom Ich aus, geht durch den astralischen Leib, aber es spielt sich dann hauptsächlich in den Bewegungen des Ätherleibes ab. Was wir immer denken, was wir vorstellen, spielt sich in den Bewegungen des Ätherleibes ab. Diese Bewegungen des Ätherleibes drücken sich förmlich ein in den physischen Leib. Das ist grob gesprochen, denn es handelt sich um viel feinere Vorgänge als um ein grobes Einprägen, aber man kann die Sache vergleichsweise so nennen. Und dadurch, daß diese Bewegungen des Ätherleibes in den physischen Leib eingeprägt werden, spielen sich für unser Bewußtsein die Gedanken ab, und dadurch auch erhalten sich die Gedanken in der Erinnerung. Gewissermaßen ist es so: Wenn wir einen Gedanken haben und den später einmal aus der Erinnerung hervorholen, so kommt bei dieser Arbeit des Sich-Erinnern-Wollens unser Ätherleib in Bewegung, und er paßt sich mit seinen Bewegungen dem physischen Leib an, und indem er hineinkommt in jene Eindrücke, die dieser Ätherleib bei dem entsprechenden Gedanken in den physischen Leib gemacht hat, kommt der Gedanke wieder herauf ins Bewußtsein. Also Erinnerung ist daran geknüpft, daß die Bewegungen des Ätherleibes sich in den physischen Leib einprägen können. Natürlich ist das Gedächtnis an den Ätherleib gebunden, aber der Ätherleib muß eine Art von Bewahrer seiner Bewegungen haben, damit im physischen Leben das Erinnern zustande kommen könne. Und so leben wir denn unser Leben zwischen Geburt und Tod, haben unsere Erlebnisse und erinnern uns unserer Erlebnisse, das heißt, es läuft unser Gedankenleben in uns ab. Im wachen Zustande haben wir immer mehr oder weniger dieses in unserem Inneren ablaufende Gedankenleben.
[ 4 ] Man hat nun als Mensch im physischen Leib so die Empfindung, das, was sich da abspielt in unserem Denken, in unserem Vorstellungsleben, das ist inneres Erleben, etwas, was sich in uns selber abspielt, was unser Eigentum ist. Und für das physische Leben ist ja das auch zunächst richtig, denn äußerlich ist ja für andere Menschen wirklich dasjenige, was sich innerlich als Gedankenerlebnis abspielt, nicht sichtbar. Es ist also unser Eigentum. Aber gegenüber der geistigen Welt ist das gar nicht unser Eigentum, was sich da in unserem Gedankenleben abspielt.
[ 4 ] Man hat nun als Mensch im physischen Leib so die Empfindung, das, was sich da abspielt in unserem Denken, in unserem Vorstellungsleben, das ist inneres Erleben, etwas, was sich in uns selber abspielt, was unser Eigentum ist. Und für das physische Leben ist ja das auch zunächst richtig, denn äußerlich ist ja für andere Menschen wirklich dasjenige, was sich innerlich als Gedankenerlebnis abspielt, nicht sichtbar. Es ist also unser Eigentum. Aber gegenüber der geistigen Welt ist das gar nicht unser Eigentum, was sich da in unserem Gedankenleben abspielt.
[ 5 ] Ja, unser Gedankenleben hat noch eine ganz andere Bedeutung, als wir oftmals vermeinen, wenn wir es so als unser Eigentum ansprechen. Und wir wollen einmal ein bißchen nachfragen nach dieser Weltbedeutung unseres Gedankenlebens. Damit ich mich ganz gut verständlich machen kann, muß ich von einem Vergleich ausgehen: Wir physischen Menschen arbeiten hier in der physischen Welt. Nehmen wir an, unsere Arbeit bestünde darin, daß wir Maschinen machten. Sie könnte ja auch in etwas anderem bestehen, aber nehmen wir an, sie bestünde darin, daß wir Maschinen machen. Um die Maschinen zu machen, die dann in den Dienst des menschlichen Lebens gestellt sind, brauchen wir Holz oder Eisen oder was immer, woraus eben die Maschinen gemacht werden. Wir brauchen die entsprechenden Materialien dazu, und wir müssen diese Materialien bearbeiten. Die Materialien müssen da sein in der Natur. Wir können als physische Menschen nicht Eisen erschaffen, Holz erschaffen, diese Materialien müssen da sein. Wir nehmen diese Materialien, formen sie, bearbeiten sie und setzen sie zu unseren Maschinen zusammen. Da üben wir Menschen eine gewisse Tätigkeit aus. Wir bewirken gewissermaßen, daß ein Reich der Maschinen da ist, aber wir schaffen dieses Reich der Maschinen auf Grundlage der Materialien, die wir der Erde entnehmen.
[ 5 ] Ja, unser Gedankenleben hat noch eine ganz andere Bedeutung, als wir oftmals vermeinen, wenn wir es so als unser Eigentum ansprechen. Und wir wollen einmal ein bißchen nachfragen nach dieser Weltbedeutung unseres Gedankenlebens. Damit ich mich ganz gut verständlich machen kann, muß ich von einem Vergleich ausgehen: Wir physischen Menschen arbeiten hier in der physischen Welt. Nehmen wir an, unsere Arbeit bestünde darin, daß wir Maschinen machten. Sie könnte ja auch in etwas anderem bestehen, aber nehmen wir an, sie bestünde darin, daß wir Maschinen machen. Um die Maschinen zu machen, die dann in den Dienst des menschlichen Lebens gestellt sind, brauchen wir Holz oder Eisen oder was immer, woraus eben die Maschinen gemacht werden. Wir brauchen die entsprechenden Materialien dazu, und wir müssen diese Materialien bearbeiten. Die Materialien müssen da sein in der Natur. Wir können als physische Menschen nicht Eisen erschaffen, Holz erschaffen, diese Materialien müssen da sein. Wir nehmen diese Materialien, formen sie, bearbeiten sie und setzen sie zu unseren Maschinen zusammen. Da üben wir Menschen eine gewisse Tätigkeit aus. Wir bewirken gewissermaßen, daß ein Reich der Maschinen da ist, aber wir schaffen dieses Reich der Maschinen auf Grundlage der Materialien, die wir der Erde entnehmen.
[ 6 ] Stellen Sie sich nun vor, wir hätten es nicht mit Menschen zu tun, die aus irdischen Materialien, aus Eisen oder Holz Maschinen herstellen, sondern mit den Wesenheiten der nächsthöheren Hierarchie, den Wesenheiten, denen wir die Namen geben: Angeloi, Archangeloi, Archai. Man könnte nun fragen: Was haben denn diese Wesen eigentlich zu tun? Haben sie auch so etwas zu tun, was sich vielleicht vergleichen ließe mit der Tätigkeit, von der eben gesprochen worden ist, und die dazu führt, daß ein Reich der Maschinen geschaffen wird? Ja, diese Angeloi, Archangeloi und Archai, sie haben auch ihre Tätigkeit. Diese Tätigkeit spielt sich eben nur in der geistigen Welt ab. Und geradeso wie wir Menschen aus den untergeordneten Reichen, also zunächst aus dem mineralischen, aus dem pflanzlichen Reiche unser Eisen, unser Holz nehmen müssen, um unsere Maschinen zusammenzustellen, so brauchen die Angeloi, Archangeloi, Archai auch Materialien, um dasjenige, nun, sagen wir, zu erbauen — obwohl der Ausdruck natürlich sehr grob ist —, was sie erbauen sollen. Und was sind ihre Materialien? Zu vielem, was die Angeloi, Archangeloi, Archai zu leisten haben in der geistigen Welt, sind die Materialien gerade die Gedanken, die die Menschen als ihr Eigentum betrachten. Und es ist schon so: Während wir durch die Welt gehen und unsere Gedanken hegen, unser Gedankenleben gleichsam vom Inneren anschauen und als unser Eigentum betrachten, arbeiten an unseren Gedanken, ohne daß wir es wissen, die Angeloi, Archangeloi und Archai. Das allerwenigste, was in unseren Gedanken lebt, kommt uns zum Bewußtsein, denn die Gedanken bedeuten noch viel anderes, als was uns zum Bewußtsein kommt, viel anderes, als was in unseren Seelen lebt. Während wir denken und unsere Gedanken erinnern, arbeiten gleichsam von außen nach ihrer Art, so wie sie unsere Gedanken brauchen können, die genannten Wesenheiten der höheren Hierarchie, der nächsten Hierarchie. Also stellen Sie sich durchaus jeden Menschen so vor, daß das nur eine Seite seines Gedankenlebens ist, was sich für sein Bewußtsein abspielt. Während er denkt, umschweben ihn fortwährend die Wesenheiten der genannten Hierarchien und arbeiten mit Hilfe seiner Gedanken. Das sind ihre Materialien. Und das, was sie auf diese Art arbeiten, das gehört zu dem dazu, was gebraucht wird, damit aus der Erde einmal Jupiter, Venus, Vulkan hervorgehen können. Das gehört zu dem, was den Fortschritt in der Entwickelung des Weltenalls bewirkt. Und unser ganzes Leben bis zum Tode hin arbeiten an den Gedanken, insofern sie von unserem Wesen gleichsam umschlossen werden, von außen herein die genannten Wesen der höheren Hierarchie.
[ 6 ] Stellen Sie sich nun vor, wir hätten es nicht mit Menschen zu tun, die aus irdischen Materialien, aus Eisen oder Holz Maschinen herstellen, sondern mit den Wesenheiten der nächsthöheren Hierarchie, den Wesenheiten, denen wir die Namen geben: Angeloi, Archangeloi, Archai. Man könnte nun fragen: Was haben denn diese Wesen eigentlich zu tun? Haben sie auch so etwas zu tun, was sich vielleicht vergleichen ließe mit der Tätigkeit, von der eben gesprochen worden ist, und die dazu führt, daß ein Reich der Maschinen geschaffen wird? Ja, diese Angeloi, Archangeloi und Archai, sie haben auch ihre Tätigkeit. Diese Tätigkeit spielt sich eben nur in der geistigen Welt ab. Und geradeso wie wir Menschen aus den untergeordneten Reichen, also zunächst aus dem mineralischen, aus dem pflanzlichen Reiche unser Eisen, unser Holz nehmen müssen, um unsere Maschinen zusammenzustellen, so brauchen die Angeloi, Archangeloi, Archai auch Materialien, um dasjenige, nun, sagen wir, zu erbauen — obwohl der Ausdruck natürlich sehr grob ist —, was sie erbauen sollen. Und was sind ihre Materialien? Zu vielem, was die Angeloi, Archangeloi, Archai zu leisten haben in der geistigen Welt, sind die Materialien gerade die Gedanken, die die Menschen als ihr Eigentum betrachten. Und es ist schon so: Während wir durch die Welt gehen und unsere Gedanken hegen, unser Gedankenleben gleichsam vom Inneren anschauen und als unser Eigentum betrachten, arbeiten an unseren Gedanken, ohne daß wir es wissen, die Angeloi, Archangeloi und Archai. Das allerwenigste, was in unseren Gedanken lebt, kommt uns zum Bewußtsein, denn die Gedanken bedeuten noch viel anderes, als was uns zum Bewußtsein kommt, viel anderes, als was in unseren Seelen lebt. Während wir denken und unsere Gedanken erinnern, arbeiten gleichsam von außen nach ihrer Art, so wie sie unsere Gedanken brauchen können, die genannten Wesenheiten der höheren Hierarchie, der nächsten Hierarchie. Also stellen Sie sich durchaus jeden Menschen so vor, daß das nur eine Seite seines Gedankenlebens ist, was sich für sein Bewußtsein abspielt. Während er denkt, umschweben ihn fortwährend die Wesenheiten der genannten Hierarchien und arbeiten mit Hilfe seiner Gedanken. Das sind ihre Materialien. Und das, was sie auf diese Art arbeiten, das gehört zu dem dazu, was gebraucht wird, damit aus der Erde einmal Jupiter, Venus, Vulkan hervorgehen können. Das gehört zu dem, was den Fortschritt in der Entwickelung des Weltenalls bewirkt. Und unser ganzes Leben bis zum Tode hin arbeiten an den Gedanken, insofern sie von unserem Wesen gleichsam umschlossen werden, von außen herein die genannten Wesen der höheren Hierarchie.
[ 7 ] Und wenn wir durch die Pforte des Todes gehen, dann wird ja, wie wir schon bei meiner vorigen Anwesenheit angedeutet haben, einige Zeit nachdem wir durch die Pforte des Todes gegangen sind, unser ÄÄtherleib von uns genommen und dem allgemeinen Weltenäther einverwoben. Da wird nicht nur dasjenige einverwoben, was wir zuletzt sehen, indem wir auf die eine Seite unseres Gedankengewebes hinsehen, sondern da wird einverwoben dem allgemeinen Weltenäther auch das, was die genannten Wesenheiten erarbeitet haben. Während sie gewissermaßen an unserem einzelnen Gedankengewebe während unseres Lebens arbeiten, fügen sie dann die einzelnen Gedankengewebe des einen, des anderen, des dritten Menschen zusammen, so wie sie sie brauchen können, damit Neues entstehe im Fortentwickelungsgange der Welt. Das muß hineinverwoben werden in den allgemeinen Weltenäther, was sie da erwerben können durch das Zusammenfügen der einzelnen Ätherleiber der Menschen, die sie während der Zeit des physischen Lebens bearbeitet haben.
[ 7 ] Und wenn wir durch die Pforte des Todes gehen, dann wird ja, wie wir schon bei meiner vorigen Anwesenheit angedeutet haben, einige Zeit nachdem wir durch die Pforte des Todes gegangen sind, unser ÄÄtherleib von uns genommen und dem allgemeinen Weltenäther einverwoben. Da wird nicht nur dasjenige einverwoben, was wir zuletzt sehen, indem wir auf die eine Seite unseres Gedankengewebes hinsehen, sondern da wird einverwoben dem allgemeinen Weltenäther auch das, was die genannten Wesenheiten erarbeitet haben. Während sie gewissermaßen an unserem einzelnen Gedankengewebe während unseres Lebens arbeiten, fügen sie dann die einzelnen Gedankengewebe des einen, des anderen, des dritten Menschen zusammen, so wie sie sie brauchen können, damit Neues entstehe im Fortentwickelungsgange der Welt. Das muß hineinverwoben werden in den allgemeinen Weltenäther, was sie da erwerben können durch das Zusammenfügen der einzelnen Ätherleiber der Menschen, die sie während der Zeit des physischen Lebens bearbeitet haben.
[ 8 ] Sie sehen daraus, wie ernst es eigentlich steht mit unserem gedanklichen Innenleben. Recht ernst steht es damit. Je nachdem wir denken, werden wir brauchbar gefunden für den allgemeinen Weltenentwickelungsgang. Derjenige, der sein ganzes Leben sich nur bemüht hat, Dummheiten zu denken, oder sich nur bemüht hat, die Dinge zu denken, die Abbilder der physischen Welt sind, der wird nicht sehr gute Baumaterialien liefern für dasjenige, was aus seinem Ätherleib dem allgemeinen Weltenäther einverwoben werden soll. Eine ernste Sache ist es um das innere Leben, um das innere Gedankenleben, das uns während des Lebens zwischen Geburt und Tod wie unser Eigentum erscheint. Es gehört auf diese geschilderte Weise eigentlich der ganzen Welt an. Und so wenig wir Menschen Maschinen ohne Holz und Eisen machen könnten, so wenig könnten die höheren Wesenheiten fortarbeiten an dem Weltenwerdegang, wenn sie nicht ihre Baumaterialien finden würden an dem, was wir während unseres physischen Lebens an Gedanken ihnen geben können. Wir sind für sie der Grund und Boden, aus dem sie ihr Holz, ihr Eisen und so weiter, das heißt unsere Gedankengewebe, nehmen. Ihre erhabene Tätigkeit mit diesen Materialien üben sie aus ihrer die menschliche Wesenheit überragenden Weisheit aus; aber die Materialien muß ihnen das liefern, was in uns liegt.
[ 8 ] Sie sehen daraus, wie ernst es eigentlich steht mit unserem gedanklichen Innenleben. Recht ernst steht es damit. Je nachdem wir denken, werden wir brauchbar gefunden für den allgemeinen Weltenentwickelungsgang. Derjenige, der sein ganzes Leben sich nur bemüht hat, Dummheiten zu denken, oder sich nur bemüht hat, die Dinge zu denken, die Abbilder der physischen Welt sind, der wird nicht sehr gute Baumaterialien liefern für dasjenige, was aus seinem Ätherleib dem allgemeinen Weltenäther einverwoben werden soll. Eine ernste Sache ist es um das innere Leben, um das innere Gedankenleben, das uns während des Lebens zwischen Geburt und Tod wie unser Eigentum erscheint. Es gehört auf diese geschilderte Weise eigentlich der ganzen Welt an. Und so wenig wir Menschen Maschinen ohne Holz und Eisen machen könnten, so wenig könnten die höheren Wesenheiten fortarbeiten an dem Weltenwerdegang, wenn sie nicht ihre Baumaterialien finden würden an dem, was wir während unseres physischen Lebens an Gedanken ihnen geben können. Wir sind für sie der Grund und Boden, aus dem sie ihr Holz, ihr Eisen und so weiter, das heißt unsere Gedankengewebe, nehmen. Ihre erhabene Tätigkeit mit diesen Materialien üben sie aus ihrer die menschliche Wesenheit überragenden Weisheit aus; aber die Materialien muß ihnen das liefern, was in uns liegt.
[ 9 ] Dasjenige, was wir so diesen Wesenheiten, den Angeloi, Archangeloi, Archai zu geben vermögen, das bildet für die ganze Zeit, die wir dann durchleben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, etwas, das wir anzuschauen haben, auf das wir hinzublicken haben. Wir wissen ja, es wird von uns genommen wenige Tage schon, nachdem wir durch die Pforte des Todes geschritten sind. Aber so, wie wir weiterleben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, ist unser seelischer Blick unablässig hingerichtet auf dasjenige, was wir so imstande waren hinzugeben zu dem allgemeinen Weltenäther-Gewebe. Und wie wir selber nun wiederum mitzuarbeiten haben an der Herstellung dessen, was sich dann mit der physischen Materie verbindet, um uns eine neue Inkarnation zu geben, so wirkt in diese unsere Arbeit hinein der Anblick dessen, was wir so der großen Welt gegeben haben. Kurz, ob wir auf etwas zu blicken haben, woraus wir neue Antriebe für eine nächste Inkarnation schöpfen können in diesem, dem Weltenäther einverwobenen Gedankengewebe, oder ob wir das nicht können, davon wird vieles abhängen in bezug auf die Art, wie wir imstande sein werden, für unsere neue Inkarnation vorzuarbeiten.
[ 9 ] Dasjenige, was wir so diesen Wesenheiten, den Angeloi, Archangeloi, Archai zu geben vermögen, das bildet für die ganze Zeit, die wir dann durchleben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, etwas, das wir anzuschauen haben, auf das wir hinzublicken haben. Wir wissen ja, es wird von uns genommen wenige Tage schon, nachdem wir durch die Pforte des Todes geschritten sind. Aber so, wie wir weiterleben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, ist unser seelischer Blick unablässig hingerichtet auf dasjenige, was wir so imstande waren hinzugeben zu dem allgemeinen Weltenäther-Gewebe. Und wie wir selber nun wiederum mitzuarbeiten haben an der Herstellung dessen, was sich dann mit der physischen Materie verbindet, um uns eine neue Inkarnation zu geben, so wirkt in diese unsere Arbeit hinein der Anblick dessen, was wir so der großen Welt gegeben haben. Kurz, ob wir auf etwas zu blicken haben, woraus wir neue Antriebe für eine nächste Inkarnation schöpfen können in diesem, dem Weltenäther einverwobenen Gedankengewebe, oder ob wir das nicht können, davon wird vieles abhängen in bezug auf die Art, wie wir imstande sein werden, für unsere neue Inkarnation vorzuarbeiten.
[ 10 ] So sind unsere Gedanken an unsere Körperlichkeit gebunden, bevor wir durch die Pforte des Todes gehen. Dann werden sie uns in einer gewissen Weise genommen, und sie werden in dem, was die genannten Wesenheiten aus ihnen gemacht haben, dem allgemeinen Weltenäther einverwoben, um nun nicht ein Dasein in uns zu haben, sondern ein Dasein außer uns. Daher kann man in der Geisteswissenschaft diesen Vorgang, um ihn sich immer zu merken, um ihn gewissermaßen zur Meditation immer vor sich zu haben, mit den Worten bezeichnen: Das Innere wird ein Äußeres. Denn genau so, wie wir hier mit dem physischen Auge auf Berge, Flüsse, Wolken, Sterne sehen, so sehen wir nach dem Tode auf das aus unserem Denken Gewobene hin als auf das Äußere, das von uns genommen und dem allgemeinen Weltenäther einverwoben ist. Außenwelt ist es jetzt, uns erhebende oder uns betrübende, uns stärkende oder schwächende Außenwelt. Das Innere ist ein Äußeres geworden.
[ 10 ] So sind unsere Gedanken an unsere Körperlichkeit gebunden, bevor wir durch die Pforte des Todes gehen. Dann werden sie uns in einer gewissen Weise genommen, und sie werden in dem, was die genannten Wesenheiten aus ihnen gemacht haben, dem allgemeinen Weltenäther einverwoben, um nun nicht ein Dasein in uns zu haben, sondern ein Dasein außer uns. Daher kann man in der Geisteswissenschaft diesen Vorgang, um ihn sich immer zu merken, um ihn gewissermaßen zur Meditation immer vor sich zu haben, mit den Worten bezeichnen: Das Innere wird ein Äußeres. Denn genau so, wie wir hier mit dem physischen Auge auf Berge, Flüsse, Wolken, Sterne sehen, so sehen wir nach dem Tode auf das aus unserem Denken Gewobene hin als auf das Äußere, das von uns genommen und dem allgemeinen Weltenäther einverwoben ist. Außenwelt ist es jetzt, uns erhebende oder uns betrübende, uns stärkende oder schwächende Außenwelt. Das Innere ist ein Äußeres geworden.
[ 11 ] Dann wissen wir, daß es eine fernere, sehr lange Zeit dauert, in der wir rückwärtsgehend auf eine gewisse Art dasjenige zu durchleben haben, was wir hier im Erdenleben durchgemacht haben, aber anders, als wir es im Erdenleben durchgemacht haben. Wir durchleben ja, wie wir wissen, mit dreifacher Schnelligkeit das abgelaufene Leben zwischen dem Tode und der Geburt in umgekehrter Reihenfolge, also das, was wir im letzten Jahre erlebt haben, zuerst, dann das vom vorletzten Jahre und so weiter. So leben wir das Leben nach dem Tode in Imaginationen zurück, aber anders, als wir es hier im physischen Leib gelebt haben. Nachdem unser Ätherleib von uns getrennt ist, leben wir das Leben zurück, so aber, daß wir jetzt nicht das erleben, was wir in unserem Fühlen, in unseren Willensimpulsen während unseres physischen Daseins erlebt haben. Nehmen wir den extremen Fall, wir hätten während unseres physischen Daseins jemanden verletzt, beleidigt, so haben wir etwas gefühlt, indem wir ihn beleidigt haben. Aber er hat auch etwas gefühlt. Das, was wir gefühlt haben, ist dasjenige, was uns aus unserem Fühlen heraus getrieben hat, ihn zu beleidigen, dann auch, was wir gefühlt haben vielleicht sogar als eine gewisse Befriedigung über die Tat. Kurz, Sie können sich ausmalen, was ein Mensch fühlt, im guten oder im schlimmen Sinne fühlt, wenn er irgend etwas auf dem physischen Plan bewirkt. Aber der andere, auf den sich das richtete, was wir getan haben, der fühlt etwas anderes. Derjenige, der beleidigt wird, fühlt etwas anderes als der, der beleidigt. Nach dem Tode, bei diesem Zurücklaufen, das jetzt charakterisiert werden soll, da fühlen wir die Wirkungen, die wir mit unseren Taten, mit unseren Willensimpulsen, ja auch mit unseren Gedanken in anderen Menschen, aber auch in anderen Wesenheiten angerichtet haben. Also nicht das, was wir schon gefühlt haben, während wir im physischen Leibe waren, fühlen wir jetzt, sondern das, was wir bewirkt haben in anderen Seelen, in anderen Wesenheiten. Das Äußere, das, was Außerliches geblieben ist während unseres physischen Lebens, das wird jetzt Inneres. Wie durch die Abtrennung des Ätherleibes das Innere ein Äußeres wird, so wird durch dieses Zurückleben das Äußere ein Inneres. Unsere Seele erfüllt sich mit dem, was wir innerhalb unseres physischen Daseins als Wirkungen angestellt haben. Das wird jetzt unser Innenleben: das Äußere wird ein Inneres. So wird das Innere ein Äußeres und das Außere ein Inneres. So wird der Mensch gleichsam gewendet, nachdem er durch die Pforte des Todes getreten ist.
[ 11 ] Dann wissen wir, daß es eine fernere, sehr lange Zeit dauert, in der wir rückwärtsgehend auf eine gewisse Art dasjenige zu durchleben haben, was wir hier im Erdenleben durchgemacht haben, aber anders, als wir es im Erdenleben durchgemacht haben. Wir durchleben ja, wie wir wissen, mit dreifacher Schnelligkeit das abgelaufene Leben zwischen dem Tode und der Geburt in umgekehrter Reihenfolge, also das, was wir im letzten Jahre erlebt haben, zuerst, dann das vom vorletzten Jahre und so weiter. So leben wir das Leben nach dem Tode in Imaginationen zurück, aber anders, als wir es hier im physischen Leib gelebt haben. Nachdem unser Ätherleib von uns getrennt ist, leben wir das Leben zurück, so aber, daß wir jetzt nicht das erleben, was wir in unserem Fühlen, in unseren Willensimpulsen während unseres physischen Daseins erlebt haben. Nehmen wir den extremen Fall, wir hätten während unseres physischen Daseins jemanden verletzt, beleidigt, so haben wir etwas gefühlt, indem wir ihn beleidigt haben. Aber er hat auch etwas gefühlt. Das, was wir gefühlt haben, ist dasjenige, was uns aus unserem Fühlen heraus getrieben hat, ihn zu beleidigen, dann auch, was wir gefühlt haben vielleicht sogar als eine gewisse Befriedigung über die Tat. Kurz, Sie können sich ausmalen, was ein Mensch fühlt, im guten oder im schlimmen Sinne fühlt, wenn er irgend etwas auf dem physischen Plan bewirkt. Aber der andere, auf den sich das richtete, was wir getan haben, der fühlt etwas anderes. Derjenige, der beleidigt wird, fühlt etwas anderes als der, der beleidigt. Nach dem Tode, bei diesem Zurücklaufen, das jetzt charakterisiert werden soll, da fühlen wir die Wirkungen, die wir mit unseren Taten, mit unseren Willensimpulsen, ja auch mit unseren Gedanken in anderen Menschen, aber auch in anderen Wesenheiten angerichtet haben. Also nicht das, was wir schon gefühlt haben, während wir im physischen Leibe waren, fühlen wir jetzt, sondern das, was wir bewirkt haben in anderen Seelen, in anderen Wesenheiten. Das Äußere, das, was Außerliches geblieben ist während unseres physischen Lebens, das wird jetzt Inneres. Wie durch die Abtrennung des Ätherleibes das Innere ein Äußeres wird, so wird durch dieses Zurückleben das Äußere ein Inneres. Unsere Seele erfüllt sich mit dem, was wir innerhalb unseres physischen Daseins als Wirkungen angestellt haben. Das wird jetzt unser Innenleben: das Äußere wird ein Inneres. So wird das Innere ein Äußeres und das Außere ein Inneres. So wird der Mensch gleichsam gewendet, nachdem er durch die Pforte des Todes getreten ist.
[ 12 ] Stellen Sie sich vor, wie Sie sich vorhin die Angeloi, Archangeloi und Archai in einem gewissen Verhältnisse zur menschlichen Gedankenwelt vorstellen mußten, jetzt die Geister der höheren Hierarchien vor: die Geister der Form, die Geister der Bewegung, die Geister der Weisheit, ja sogar noch die Geister des Willens, die Throne, die stellen Sie sich so vor, daß sie nun auch in einer Art Verhältnis zu dem stehen, was ich jetzt charakterisiert habe, wie der Mensch ein neues Inneres erwirbt, das jetzt aus dem Äußeren zusammengeschweißt wird. Mit ihrem geistigen Auge — wenn ich das Bild gebrauchen darf — sehen die Formgeister, die Geister der Bewegung, die Geister der Weisheit, die Geister des Willens herab auf jenes merkwürdige, bedeutungsvolle Schauspiel, das sich abspielt, nachdem der Mensch zwischen der Geburt und dem Tod dies oder jenes durch seine Taten, durch seine Willensimpulse innerlich erlebt hat; was er jetzt erlebt, nachdem er durch die Pforte des Todes geschritten ist, wo er die Wirkungen aufsammelt gleichsam, um sie zu einem neuen Inneren zu machen, zu jenem Inneren, das dann im Karma sich weiter ausleben kann bei dem Aufbau der späteren Inkarnation. Wie da alles, was sich draußen in der Welt als unsere Wirkungen ausbreitet, Inneres wird, das schauen die genannten Geister aus ihren geistigen Höhen an. Und das, was sie so anschauen, ist für sie nun Material, um noch etwas anderes als die genannten niedrigeren Geister der fortlaufenden Weltenentwickelung einzuverleiben, um vor allen Dingen Hilfe zu leisten, damit das Karma bewirkt werden kann, damit dasjenige, was so von außen nach innen gedrängt wird, die Grundlage abgibt in einem langsamen Aufbau, der da zwischen dem Tod und einer neuen Geburt jenes Gewebe vereinigt, das sich dann herabsenkt zu der physischen Vererbungssubstanz, um sich als Geistiges mit dem zu verbinden, was der Mensch von Vater und Mutter ererbt. Es ist vieles notwendig, damit das zustande komme, was sich so herabsenkt aus den geistigen Höhen und sich verbinden muß mit der Vererbungssubstanz, die von den Vorfahren abstammt. Nachdem der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist, seinen Ätherleib abgelegt hat, nachdem er jenen Rücklauf durch die Seelenwelt bewirkt hat, von dem gesprochen worden ist, da beginnt ja bereits die Arbeit, die verrichtet werden muß zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, damit eben die neue Geburt, die neue Inkarnation zustande kommen könne.
[ 12 ] Stellen Sie sich vor, wie Sie sich vorhin die Angeloi, Archangeloi und Archai in einem gewissen Verhältnisse zur menschlichen Gedankenwelt vorstellen mußten, jetzt die Geister der höheren Hierarchien vor: die Geister der Form, die Geister der Bewegung, die Geister der Weisheit, ja sogar noch die Geister des Willens, die Throne, die stellen Sie sich so vor, daß sie nun auch in einer Art Verhältnis zu dem stehen, was ich jetzt charakterisiert habe, wie der Mensch ein neues Inneres erwirbt, das jetzt aus dem Äußeren zusammengeschweißt wird. Mit ihrem geistigen Auge — wenn ich das Bild gebrauchen darf — sehen die Formgeister, die Geister der Bewegung, die Geister der Weisheit, die Geister des Willens herab auf jenes merkwürdige, bedeutungsvolle Schauspiel, das sich abspielt, nachdem der Mensch zwischen der Geburt und dem Tod dies oder jenes durch seine Taten, durch seine Willensimpulse innerlich erlebt hat; was er jetzt erlebt, nachdem er durch die Pforte des Todes geschritten ist, wo er die Wirkungen aufsammelt gleichsam, um sie zu einem neuen Inneren zu machen, zu jenem Inneren, das dann im Karma sich weiter ausleben kann bei dem Aufbau der späteren Inkarnation. Wie da alles, was sich draußen in der Welt als unsere Wirkungen ausbreitet, Inneres wird, das schauen die genannten Geister aus ihren geistigen Höhen an. Und das, was sie so anschauen, ist für sie nun Material, um noch etwas anderes als die genannten niedrigeren Geister der fortlaufenden Weltenentwickelung einzuverleiben, um vor allen Dingen Hilfe zu leisten, damit das Karma bewirkt werden kann, damit dasjenige, was so von außen nach innen gedrängt wird, die Grundlage abgibt in einem langsamen Aufbau, der da zwischen dem Tod und einer neuen Geburt jenes Gewebe vereinigt, das sich dann herabsenkt zu der physischen Vererbungssubstanz, um sich als Geistiges mit dem zu verbinden, was der Mensch von Vater und Mutter ererbt. Es ist vieles notwendig, damit das zustande komme, was sich so herabsenkt aus den geistigen Höhen und sich verbinden muß mit der Vererbungssubstanz, die von den Vorfahren abstammt. Nachdem der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist, seinen Ätherleib abgelegt hat, nachdem er jenen Rücklauf durch die Seelenwelt bewirkt hat, von dem gesprochen worden ist, da beginnt ja bereits die Arbeit, die verrichtet werden muß zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, damit eben die neue Geburt, die neue Inkarnation zustande kommen könne.
[ 13 ] Was wird da gearbeiter? Es ist eigentlich unendlich schwierig, die Art, wie da an uns gearbeitet wird im geistigen Weltenall draußen, zu charakterisieren. Sollte ich das charakterisieren, so könnte ich es vielleicht in der folgenden Weise durch eine schematische Skizze tun. Nehmen wir an, der Mensch tritt durch die Pforte des Todes. Sein Ätherleib wird dann abgelegt. Dasjenige, was er selber noch überblickt, bleibt ja verhältnismäßig lange Zeit irgendwie in der Umgebung der Erde. Ich habe Ihnen solche Dinge im Laufe der Zeit charakterisiert. Das aber, was die Angeloi, Archangeloi, Archai gewoben haben, geht so weit hinaus, indem es der allgemeinen Ätherwelt einverwoben wird, daß es sich in einer weiten Kugel entfaltet, deren Mittelpunkt die Erde ist. Also wie eine Geistatmosphäre umgibt der Weltenäther die Erde. Und diesem Weltenäther wird einverwoben, was wir aus unseren Gedanken gesponnen haben. Seien Sie nicht ängstlich darüber, wo Platz sein könnte für alle diese Gewebe: das Geistige durchdringt sich, und in dieser Sphäre sind alle diese Gewebe drinnen.
[ 13 ] Was wird da gearbeiter? Es ist eigentlich unendlich schwierig, die Art, wie da an uns gearbeitet wird im geistigen Weltenall draußen, zu charakterisieren. Sollte ich das charakterisieren, so könnte ich es vielleicht in der folgenden Weise durch eine schematische Skizze tun. Nehmen wir an, der Mensch tritt durch die Pforte des Todes. Sein Ätherleib wird dann abgelegt. Dasjenige, was er selber noch überblickt, bleibt ja verhältnismäßig lange Zeit irgendwie in der Umgebung der Erde. Ich habe Ihnen solche Dinge im Laufe der Zeit charakterisiert. Das aber, was die Angeloi, Archangeloi, Archai gewoben haben, geht so weit hinaus, indem es der allgemeinen Ätherwelt einverwoben wird, daß es sich in einer weiten Kugel entfaltet, deren Mittelpunkt die Erde ist. Also wie eine Geistatmosphäre umgibt der Weltenäther die Erde. Und diesem Weltenäther wird einverwoben, was wir aus unseren Gedanken gesponnen haben. Seien Sie nicht ängstlich darüber, wo Platz sein könnte für alle diese Gewebe: das Geistige durchdringt sich, und in dieser Sphäre sind alle diese Gewebe drinnen.
[ 14 ] In seinem weiteren Verlauf sieht der Mensch nun, nicht von innen, sondern von außen, dieses Gewebe. Und sein weiteres Leben ist eine Art Vergrößerung, ein Aufgehen im Weltenall. Und während der ganzen Zeit, während sich das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt abspielt, sieht der Mensch immer von außen herein, sieht er: Das bist du —, wie eine noch mächtigere, ausgedehntere Kugel, und auf dieser Kugel stellen Sie sich vor so etwas wie eine mächtige Landkarte. Es ist natürlich alles bildlich und grob ausgedrückt, aber es gibt schon die Tatsachen wieder. — Da, an dieser Landkarte, an diesem Globus wird gearbeitet, indem alles eingezeichnet, geistig eingearbeitet wird: Erstens dasjenige, was da vom Menschen selber erarbeitet worden ist in seinem Ätherleib, auf den der Mensch hinblicken kann, dann aber auch das, was jetzt menschliches Inneres geworden ist auf die Art, wie ich es geschildert habe. Das wird alles da eingearbeitet, indem an dem Menschen zwischen Tod und neuer Geburt Formgeister, Geister der Bewegung, Geister der Weisheit, Willensgeister arbeiten. Und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wo sich die neue Inkarnation ergeben soll, dann ist dieses Gewebe fertig. Dann ist also eine mächtige Kugel da. Sie brauchen wiederum keine Angst zu haben, daß kein Platz da wäre für alle diese Kugeln; die können alle ineinander sein. Es ist natürlich ein Bild für eine geistige Sache. — Dann beginnt diese Kugel immer kleiner und kleiner zu werden, und sie wendet sich, so wie Sie einen Handschuh umwenden, daß das Innere Äußeres wird und das Äußere Inneres. Das, was gleichsam außen ist, das geht alles nach innen hinein, das wendet sich vollständig und wird so klein, daß es sich vereinigen kann mit dem menschlichen Keim, wie er sich ausbildet im Leibe der Mutter. Das ist auch ein Bild.
[ 14 ] In seinem weiteren Verlauf sieht der Mensch nun, nicht von innen, sondern von außen, dieses Gewebe. Und sein weiteres Leben ist eine Art Vergrößerung, ein Aufgehen im Weltenall. Und während der ganzen Zeit, während sich das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt abspielt, sieht der Mensch immer von außen herein, sieht er: Das bist du —, wie eine noch mächtigere, ausgedehntere Kugel, und auf dieser Kugel stellen Sie sich vor so etwas wie eine mächtige Landkarte. Es ist natürlich alles bildlich und grob ausgedrückt, aber es gibt schon die Tatsachen wieder. — Da, an dieser Landkarte, an diesem Globus wird gearbeitet, indem alles eingezeichnet, geistig eingearbeitet wird: Erstens dasjenige, was da vom Menschen selber erarbeitet worden ist in seinem Ätherleib, auf den der Mensch hinblicken kann, dann aber auch das, was jetzt menschliches Inneres geworden ist auf die Art, wie ich es geschildert habe. Das wird alles da eingearbeitet, indem an dem Menschen zwischen Tod und neuer Geburt Formgeister, Geister der Bewegung, Geister der Weisheit, Willensgeister arbeiten. Und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wo sich die neue Inkarnation ergeben soll, dann ist dieses Gewebe fertig. Dann ist also eine mächtige Kugel da. Sie brauchen wiederum keine Angst zu haben, daß kein Platz da wäre für alle diese Kugeln; die können alle ineinander sein. Es ist natürlich ein Bild für eine geistige Sache. — Dann beginnt diese Kugel immer kleiner und kleiner zu werden, und sie wendet sich, so wie Sie einen Handschuh umwenden, daß das Innere Äußeres wird und das Äußere Inneres. Das, was gleichsam außen ist, das geht alles nach innen hinein, das wendet sich vollständig und wird so klein, daß es sich vereinigen kann mit dem menschlichen Keim, wie er sich ausbildet im Leibe der Mutter. Das ist auch ein Bild.
[ 15 ] Man kann diese Dinge natürlich auch noch in einer anderen Bildlichkeit darstellen. Das ist ja hier auch schon geschehen. Aber wir wollen uns die Sache heute so vorstellen, daß nach Maßgabe desjenigen, was der Mensch den Wesenheiten der höheren Hierarchien während seines Lebens zwischen der Geburt und dem Tode hingegeben hat, diese Geister der höheren Hierarchien sowohl an der Welt wie auch an der Herstellung der geistigen Grundlagen für die neue Inkarnation des Menschen arbeiten. Das, denke ich, ist ein gewaltiger Gedanke, wenn er sich in gefühlsmäßiger Art festsetzt in unserer Seele, wenn wir gewahr werden, was eigentlich, so betrachtet, unser Leben für das gesamte Weltenall bedeutet, wie wir drinnenstehen in diesem Weltenall. Und notwendig ist es, daß immer mehr und mehr die Menschen sich von der Gegenwart an mit dem Bewußtsein durchdringen, so im Zusammenhange zu stehen durch ihr ganzes Leben mit einer geistigen Welt.
[ 15 ] Man kann diese Dinge natürlich auch noch in einer anderen Bildlichkeit darstellen. Das ist ja hier auch schon geschehen. Aber wir wollen uns die Sache heute so vorstellen, daß nach Maßgabe desjenigen, was der Mensch den Wesenheiten der höheren Hierarchien während seines Lebens zwischen der Geburt und dem Tode hingegeben hat, diese Geister der höheren Hierarchien sowohl an der Welt wie auch an der Herstellung der geistigen Grundlagen für die neue Inkarnation des Menschen arbeiten. Das, denke ich, ist ein gewaltiger Gedanke, wenn er sich in gefühlsmäßiger Art festsetzt in unserer Seele, wenn wir gewahr werden, was eigentlich, so betrachtet, unser Leben für das gesamte Weltenall bedeutet, wie wir drinnenstehen in diesem Weltenall. Und notwendig ist es, daß immer mehr und mehr die Menschen sich von der Gegenwart an mit dem Bewußtsein durchdringen, so im Zusammenhange zu stehen durch ihr ganzes Leben mit einer geistigen Welt.
[ 16 ] Die sehr gescheiten Leute von heute, die Gegner der Geisteswissenschaft sind, werden sagen: Das menschliche Leben geht ja weiter, auch wenn man nicht solche Kenntnisse unter den Menschen verbreitet, sondern Kenntnisse viel einfacherer Art. Denn das wären doch nur Dinge, die eben für das Denken da seien, womit man sich sein Denken beschweren könne; aber man brauche ja nicht das Leben mit solchen Gedanken zu belasten. — So sagen gewiß die ganz gescheiten Leute. Und sie fügen dann vielleicht auch noch hinzu: Die Menschen haben ja früher auch nicht solche unnötige Weisheit gewußt und haben auch vorwärtskommen können. — Die Menschen, die solches sagen, haben gar keine Ahnung, wie dumm das ist, was sie so sagen, weil nämlich eine solche Behauptung unter der Voraussetzung getan wird, daß es wirklich wahr sei, daß die Menschen immer so unwissend über die geistigen Geheimnisse des Daseins waren, wie sie es jetzt sind. Aber es ist gar nicht so lange her, daß die Menschen nicht so unwissend waren. Das kann man sogar an Äußerlichkeiten überall zeigen.
[ 16 ] Die sehr gescheiten Leute von heute, die Gegner der Geisteswissenschaft sind, werden sagen: Das menschliche Leben geht ja weiter, auch wenn man nicht solche Kenntnisse unter den Menschen verbreitet, sondern Kenntnisse viel einfacherer Art. Denn das wären doch nur Dinge, die eben für das Denken da seien, womit man sich sein Denken beschweren könne; aber man brauche ja nicht das Leben mit solchen Gedanken zu belasten. — So sagen gewiß die ganz gescheiten Leute. Und sie fügen dann vielleicht auch noch hinzu: Die Menschen haben ja früher auch nicht solche unnötige Weisheit gewußt und haben auch vorwärtskommen können. — Die Menschen, die solches sagen, haben gar keine Ahnung, wie dumm das ist, was sie so sagen, weil nämlich eine solche Behauptung unter der Voraussetzung getan wird, daß es wirklich wahr sei, daß die Menschen immer so unwissend über die geistigen Geheimnisse des Daseins waren, wie sie es jetzt sind. Aber es ist gar nicht so lange her, daß die Menschen nicht so unwissend waren. Das kann man sogar an Äußerlichkeiten überall zeigen.
[ 17 ] Ich will Ihnen eine solche Außerlichkeit anführen. Hier habe ich noch niemals Gelegenheit gehabt, irgendeine Bildergalerie zu besuchen, um nachzusehen, ob sich auch hier in Stuttgart ähnliche Stücke befinden. Aber vor kurzem besuchten wir einmal eine Bildergalerie in Hamburg, und da stellte sich folgendes heraus. Sehen Sie, wenn heute die Maler kommen und das malen sollen, was wir als ein großes, gewaltiges Bild kennen, aber ein Bild für eine Wahrheit, wie wir ja wissen, den Sündenfall im Beginne des Alten Testaments, wenn die Maler diesen Sündenfall malen sollen auf Grund dessen, was sie heute für das Richtige halten, nun, da malen sie einen Baum, auf der einen Seite Eva, auf der anderen Seite Adam. Je nachdem sie Expressionisten, Impressionisten oder andere «isten» sind, malen sie diese menschlichen Gestalten mehr oder weniger aus, ich will sagen, an; aber jedenfalls malen sie dann an dem Baum eine Schlange. Das ist naturalistisch, nicht wahr, das ist realistisch. Genauer zugesehen für den, der wirklich denken kann, ist das aber gar nicht realistisch. Denn ich möchte das Weib kennen, selbst wenn es eine Eva wäre, die sich von so einer gewöhnlichen Schlange mit einem richtigen bloßen Schlangenkopf verführen ließe zu dem, wozu sich die Eva hat verführen lassen. Ich meine, das gibt es ja nicht. Von einer solchen Schlange wird sich auch eine Eva nicht verführen lassen. Wir wissen ja, daß es sich um eine Verführung durch den Luzifer handelt. Aber kann denn Luzifer durch eine gewöhnliche Schlange dargestellt werden? Diese kann höchstens das Bild sein. Aber wir wissen von Luzifer, daß er sein Dasein eigentlich dadurch erhalten hat, daß er zurückgeblieben ist auf der Mondenstufe. Da hat es noch nicht solche Schlangen gegeben, wie sie sich während der Erdenzeit gebildet haben. Es ist also ganz unnaturalistisch, eine reine Schlange mit einem riesigen Schlangenkopf zu malen. Wie müßte man denn Luzifer eigentlich malen, wenn man ihn richtig, realistisch im Sinne unserer Geisteswissenschaft malen wollte? Man müßte ihn so malen, daß man ausdrückte, wie Luzifer für eine, noch das Imaginative ausdrückende Entwickelung während der Mondenzeit war, so wie ich es geschildert habe in der Akasha-Chronik. Das heißt, wenn man näher darauf eingeht, wird man finden, daß das, was als Erdenkopf beim Menschen jetzt physisch geworden ist, mit der dicken, manchmal sehr dicken knöchernen Hirnschale, dazumal noch dünn war. Es war imaginativ zu sehen. Aber das, was daran hängt — Sie können es am Skelett sehen, wie der Mensch eigentlich aus den zwei Teilen besteht, aus dem Hirn und dem Rückgrat —, das hängt daran nur wie ein ganz dünner Streifen. Das andere ist eigentlich Erdenwerk. Und vom Menschen ist wesentlich dasjenige, was eigentlich Schädel ist, vom Monde, und das Rückenmark ist als Anhänger herübergekommen. Das andere alles ist durch das, was wir als Erdensein ausgebildet haben, darangesetzt worden. Wie wird also Luzifer auszusehen haben für ein imaginatives Erkenntnisschauen? Er wird einen menschlichen Schädel gehabt haben, und daran hängend so etwas wie einen Schlangenleib, als damals Bewegliches ausgebildet, das Rückgrat. So wird er ausgesehen haben. Wenn man realistisch malen wollte, müßte man also den Baum malen, und an dem Baum den menschlichen Kopf mit daranhängendem Schlangenleib, andeutend das Rückgrat. Dann würde man wahr malen. Aber man müßte dann etwas wissen von dem Geheimnis des Daseins, von den geistigen Welten, mit denen der Mensch im Zusammenhang steht.
[ 17 ] Ich will Ihnen eine solche Außerlichkeit anführen. Hier habe ich noch niemals Gelegenheit gehabt, irgendeine Bildergalerie zu besuchen, um nachzusehen, ob sich auch hier in Stuttgart ähnliche Stücke befinden. Aber vor kurzem besuchten wir einmal eine Bildergalerie in Hamburg, und da stellte sich folgendes heraus. Sehen Sie, wenn heute die Maler kommen und das malen sollen, was wir als ein großes, gewaltiges Bild kennen, aber ein Bild für eine Wahrheit, wie wir ja wissen, den Sündenfall im Beginne des Alten Testaments, wenn die Maler diesen Sündenfall malen sollen auf Grund dessen, was sie heute für das Richtige halten, nun, da malen sie einen Baum, auf der einen Seite Eva, auf der anderen Seite Adam. Je nachdem sie Expressionisten, Impressionisten oder andere «isten» sind, malen sie diese menschlichen Gestalten mehr oder weniger aus, ich will sagen, an; aber jedenfalls malen sie dann an dem Baum eine Schlange. Das ist naturalistisch, nicht wahr, das ist realistisch. Genauer zugesehen für den, der wirklich denken kann, ist das aber gar nicht realistisch. Denn ich möchte das Weib kennen, selbst wenn es eine Eva wäre, die sich von so einer gewöhnlichen Schlange mit einem richtigen bloßen Schlangenkopf verführen ließe zu dem, wozu sich die Eva hat verführen lassen. Ich meine, das gibt es ja nicht. Von einer solchen Schlange wird sich auch eine Eva nicht verführen lassen. Wir wissen ja, daß es sich um eine Verführung durch den Luzifer handelt. Aber kann denn Luzifer durch eine gewöhnliche Schlange dargestellt werden? Diese kann höchstens das Bild sein. Aber wir wissen von Luzifer, daß er sein Dasein eigentlich dadurch erhalten hat, daß er zurückgeblieben ist auf der Mondenstufe. Da hat es noch nicht solche Schlangen gegeben, wie sie sich während der Erdenzeit gebildet haben. Es ist also ganz unnaturalistisch, eine reine Schlange mit einem riesigen Schlangenkopf zu malen. Wie müßte man denn Luzifer eigentlich malen, wenn man ihn richtig, realistisch im Sinne unserer Geisteswissenschaft malen wollte? Man müßte ihn so malen, daß man ausdrückte, wie Luzifer für eine, noch das Imaginative ausdrückende Entwickelung während der Mondenzeit war, so wie ich es geschildert habe in der Akasha-Chronik. Das heißt, wenn man näher darauf eingeht, wird man finden, daß das, was als Erdenkopf beim Menschen jetzt physisch geworden ist, mit der dicken, manchmal sehr dicken knöchernen Hirnschale, dazumal noch dünn war. Es war imaginativ zu sehen. Aber das, was daran hängt — Sie können es am Skelett sehen, wie der Mensch eigentlich aus den zwei Teilen besteht, aus dem Hirn und dem Rückgrat —, das hängt daran nur wie ein ganz dünner Streifen. Das andere ist eigentlich Erdenwerk. Und vom Menschen ist wesentlich dasjenige, was eigentlich Schädel ist, vom Monde, und das Rückenmark ist als Anhänger herübergekommen. Das andere alles ist durch das, was wir als Erdensein ausgebildet haben, darangesetzt worden. Wie wird also Luzifer auszusehen haben für ein imaginatives Erkenntnisschauen? Er wird einen menschlichen Schädel gehabt haben, und daran hängend so etwas wie einen Schlangenleib, als damals Bewegliches ausgebildet, das Rückgrat. So wird er ausgesehen haben. Wenn man realistisch malen wollte, müßte man also den Baum malen, und an dem Baum den menschlichen Kopf mit daranhängendem Schlangenleib, andeutend das Rückgrat. Dann würde man wahr malen. Aber man müßte dann etwas wissen von dem Geheimnis des Daseins, von den geistigen Welten, mit denen der Mensch im Zusammenhang steht.
[ 18 ] Im Hamburger Bildermuseum finden Sie ein Bild aus dem 13., 14. Jahrhundert von dem sogenannten Meister Bertram. Da ist der Sündenfall genau so gemalt, wie ich es Ihnen jetzt geschildert habe. Da ist nicht jenes Abbild einer bloßen Schlange gemalt, sondern da ist all das gemalt an dem Baum, wie ich es Ihnen soeben geschildert habe. Was heißt das? Das heißt, es ist höchstens ein paar Jahrhunderte her, seit die Menschen nicht mehr wissen, wie sie mit der geistigen Welt im Zusammenhang stehen und daß es eine geistige Welt im gekennzeichneten Sinne überhaupt gibt. Also die Menschen sind so töricht geworden, daß sie glauben, so wie die Menschen jetzt mit den bloßen physischen Sinnen und mit dem bloßen Verstande, der an das Gehirn gebunden ist, die Welt anschauen, so hätte man sie immer angeschaut; sie wären nur etwas kindischer gewesen und hätten sich allerlei Mythen ausgedacht. So denkt heute die Universitätswissenschaft. Aber Unsinn ist das ganze, denn ein paar Jahrhunderte ist es erst her, seit die Menschheit das lebendige Anschauen der geistigen Welt verloren hat. Und gegenüber den großen Aufgaben der Erkenntnis ist die materialistische Wissenschaft der Gegenwart nichts anderes als der herumwandelnde Stumpfsinn gegenüber der geistigen Welt. Und dieser Stumpfsinn ist dasjenige, was als das Autoritative unter den Menschen heute herumwandelt, das, was als der große Fortschritt angestaunt wird. Er mußte einmal kommen. Wir wissen, warum er kommen mußte: damit die Menschen geschützt sind durch ihre bloße physische Entwickelung und frei werden können. Und das muß durchschaut werden. Und selbst von solchen äußeren Dokumenten, wie ich sie Ihnen angeführt habe, könnten die Menschen, wenn sie nur ein klein wenig, verzeihen Sie das, Grütze in ihren Köpfen hätten, ersehen, wie kurze Zeit es erst her ist, daß das geistige Anschauen den Menschen verlorengegangen ist. Aber es fällt den Menschen heute gar nicht ein, diese Dinge wirklich denkend anzuschauen. Man wählt lieber äußere Machtmittel, weil das bequem ist, weil man dabei nichts Besonderes zu lernen, sondern sich nur hinzustellen braucht an irgendeinen Laboratoriumstisch und sich gewisse Methoden eintrichtern lassen kann; und man erklärt dann durch äußere Machtsprüche, daß alles Irrtum und Unsinn und Phantasterei ist, was von der geistigen Welt redet. Das ist dasjenige, was statt des wirklichen Hinneigens zur geistigen Welt gegenwärtig den Menschen gegeben werden soll.
[ 18 ] Im Hamburger Bildermuseum finden Sie ein Bild aus dem 13., 14. Jahrhundert von dem sogenannten Meister Bertram. Da ist der Sündenfall genau so gemalt, wie ich es Ihnen jetzt geschildert habe. Da ist nicht jenes Abbild einer bloßen Schlange gemalt, sondern da ist all das gemalt an dem Baum, wie ich es Ihnen soeben geschildert habe. Was heißt das? Das heißt, es ist höchstens ein paar Jahrhunderte her, seit die Menschen nicht mehr wissen, wie sie mit der geistigen Welt im Zusammenhang stehen und daß es eine geistige Welt im gekennzeichneten Sinne überhaupt gibt. Also die Menschen sind so töricht geworden, daß sie glauben, so wie die Menschen jetzt mit den bloßen physischen Sinnen und mit dem bloßen Verstande, der an das Gehirn gebunden ist, die Welt anschauen, so hätte man sie immer angeschaut; sie wären nur etwas kindischer gewesen und hätten sich allerlei Mythen ausgedacht. So denkt heute die Universitätswissenschaft. Aber Unsinn ist das ganze, denn ein paar Jahrhunderte ist es erst her, seit die Menschheit das lebendige Anschauen der geistigen Welt verloren hat. Und gegenüber den großen Aufgaben der Erkenntnis ist die materialistische Wissenschaft der Gegenwart nichts anderes als der herumwandelnde Stumpfsinn gegenüber der geistigen Welt. Und dieser Stumpfsinn ist dasjenige, was als das Autoritative unter den Menschen heute herumwandelt, das, was als der große Fortschritt angestaunt wird. Er mußte einmal kommen. Wir wissen, warum er kommen mußte: damit die Menschen geschützt sind durch ihre bloße physische Entwickelung und frei werden können. Und das muß durchschaut werden. Und selbst von solchen äußeren Dokumenten, wie ich sie Ihnen angeführt habe, könnten die Menschen, wenn sie nur ein klein wenig, verzeihen Sie das, Grütze in ihren Köpfen hätten, ersehen, wie kurze Zeit es erst her ist, daß das geistige Anschauen den Menschen verlorengegangen ist. Aber es fällt den Menschen heute gar nicht ein, diese Dinge wirklich denkend anzuschauen. Man wählt lieber äußere Machtmittel, weil das bequem ist, weil man dabei nichts Besonderes zu lernen, sondern sich nur hinzustellen braucht an irgendeinen Laboratoriumstisch und sich gewisse Methoden eintrichtern lassen kann; und man erklärt dann durch äußere Machtsprüche, daß alles Irrtum und Unsinn und Phantasterei ist, was von der geistigen Welt redet. Das ist dasjenige, was statt des wirklichen Hinneigens zur geistigen Welt gegenwärtig den Menschen gegeben werden soll.
[ 19 ] Aber, meine lieben Freunde, gegenwärtig ist es noch so, daß alles das, wozu Erfindungsgabe gehört, noch als ein Erbgut von jenen alten Zeiten, in denen man in die geistige Welt hineingeschaut hat, geblieben ist. Wenn das auch einmal weg sein wird, dann werden die Menschen keine Erfindungen mehr machen. Und wenn Geisteswissenschaft das menschliche Denken nicht wiederum neu erflammen würde, so würde es keine fünfzig Jahre mehr dauern, dann würde alles, was so arbeitet in dem bloßen Materialismus, ein Reden über die äußere Materie sein, und niemandem würde mehr etwas einfallen, das die Kunst oder die Ideologie oder irgendwie das äußere Leben bereichern könnte. Daher ist es die strengste Forderung der Zeit, nicht eine bloße Vorliebe für irgendwelche spirituelle Träumerei, daß Platz greife ein Bewußtsein des Zusammenhanges der Menschheit mit der geistigen Welt, daß die Menschen wiederum hinaufschauen können. Und das können sie, nachdem das alte atavistische Hellsehen vergangen ist, indem sie durch die Geisteswissenschaft hindurchgehen.
[ 19 ] Aber, meine lieben Freunde, gegenwärtig ist es noch so, daß alles das, wozu Erfindungsgabe gehört, noch als ein Erbgut von jenen alten Zeiten, in denen man in die geistige Welt hineingeschaut hat, geblieben ist. Wenn das auch einmal weg sein wird, dann werden die Menschen keine Erfindungen mehr machen. Und wenn Geisteswissenschaft das menschliche Denken nicht wiederum neu erflammen würde, so würde es keine fünfzig Jahre mehr dauern, dann würde alles, was so arbeitet in dem bloßen Materialismus, ein Reden über die äußere Materie sein, und niemandem würde mehr etwas einfallen, das die Kunst oder die Ideologie oder irgendwie das äußere Leben bereichern könnte. Daher ist es die strengste Forderung der Zeit, nicht eine bloße Vorliebe für irgendwelche spirituelle Träumerei, daß Platz greife ein Bewußtsein des Zusammenhanges der Menschheit mit der geistigen Welt, daß die Menschen wiederum hinaufschauen können. Und das können sie, nachdem das alte atavistische Hellsehen vergangen ist, indem sie durch die Geisteswissenschaft hindurchgehen.
[ 20 ] Und in diesem Sinne ist es schon notwendig, daß die Menschen lernen, wie befruchtend nicht nur für ein Wissen von der geistigen Welt, sondern für ein richtiges Denken auch über das ganze Leben das Herantreten an die Geisteswissenschaft ist. Immer wieder und wieder erfährt man, wie eigentlich die Menschen in der gegenwärtigen Zeit ganz abgeneigt sind, sich in jenes etwas komplizierte innere Seelenleben einzulassen, das schon einmal entwickelt werden muß, wenn man der geistigen Welt nahetreten will. Denken Sie sich doch nur einmal: so ein richtiger Durchschnittsprofessor von heute — selbstverständlich kann es Ausnahmen geben, es soll niemand getroffen werden, und um so mehr muß es gelobt werden, wenn einer da sein sollte in diesem Kreis —, so ein richtiger heutiger vortragender Universitätsprofessor, der wird diesen Dingen in der Regel gar nicht zuhören wollen, das ist ihm viel zu fad. Wenn man heute nämlich von geistigen Dingen redet, dann muß man in allgemeinen, verschwommenen Redensarten reden, die möglichst wenig besagen, die dann aber auch möglichst wenig bedeuten für das wirkliche Leben.
[ 20 ] Und in diesem Sinne ist es schon notwendig, daß die Menschen lernen, wie befruchtend nicht nur für ein Wissen von der geistigen Welt, sondern für ein richtiges Denken auch über das ganze Leben das Herantreten an die Geisteswissenschaft ist. Immer wieder und wieder erfährt man, wie eigentlich die Menschen in der gegenwärtigen Zeit ganz abgeneigt sind, sich in jenes etwas komplizierte innere Seelenleben einzulassen, das schon einmal entwickelt werden muß, wenn man der geistigen Welt nahetreten will. Denken Sie sich doch nur einmal: so ein richtiger Durchschnittsprofessor von heute — selbstverständlich kann es Ausnahmen geben, es soll niemand getroffen werden, und um so mehr muß es gelobt werden, wenn einer da sein sollte in diesem Kreis —, so ein richtiger heutiger vortragender Universitätsprofessor, der wird diesen Dingen in der Regel gar nicht zuhören wollen, das ist ihm viel zu fad. Wenn man heute nämlich von geistigen Dingen redet, dann muß man in allgemeinen, verschwommenen Redensarten reden, die möglichst wenig besagen, die dann aber auch möglichst wenig bedeuten für das wirkliche Leben.
[ 21 ] Als ich vor kurzem einmal in Leipzig denselben Vortrag gehalten habe, den ich vorgestern hier über einen verklungenen Ton im deutschen Geistesleben hielt, da kamen zwei Herren nach dem Vortrag auf mich zu, zwei Herren von der gescheiten Sorte der genannten Menschen natürlich, und der eine sagte, er hätte sich eigentlich gewundert, daß ich so gesprochen hätte, denn er hätte erwartet, daß, wenn man von theosophischen Gesichtspunkten aus redet, man mehr in seine Denkweise hineinschlüge; er sei nämlich Pazifist und müsse insbesondere als Pazifist den gegenwärtigen Krieg betrachten.
[ 21 ] Als ich vor kurzem einmal in Leipzig denselben Vortrag gehalten habe, den ich vorgestern hier über einen verklungenen Ton im deutschen Geistesleben hielt, da kamen zwei Herren nach dem Vortrag auf mich zu, zwei Herren von der gescheiten Sorte der genannten Menschen natürlich, und der eine sagte, er hätte sich eigentlich gewundert, daß ich so gesprochen hätte, denn er hätte erwartet, daß, wenn man von theosophischen Gesichtspunkten aus redet, man mehr in seine Denkweise hineinschlüge; er sei nämlich Pazifist und müsse insbesondere als Pazifist den gegenwärtigen Krieg betrachten.
[ 22 ] Pazifismus, das ist diese Anschauung, welche seit einiger Zeit unter der Agide verschiedener Leute, der Bertha von Suttner, aber auch jenes Wesens, das in Petersburg als Cäsar und Papst zugleich gilt, gepflegt wird. Vor vielen Jahren habe ich in Berliner Vorträgen schon gesagt, charakteristisch für die Friedensbestrebungen sei, daß, seit wir sie haben, die größten und blutigsten Kriege in der Weltgeschichte geführt werden. Aber diese Bewegung ist gerade eine von denjenigen, die davon leben, möglichst unklare Phrasen unter die Menschheit zu bringen, die sich aber einschmieren in das menschliche Gefühlsleben, weil man sie nur zu verbreiten braucht, und man verbreitet ja lauter Liebe und lauter Güte. Ich erlaubte mir, dem Herrn zu sagen: Sehen Sie, wir leben jetzt in dem furchtbarsten der Kriege, den die Weltgeschichte bisher erlebt hat, wir haben es erlebt, daß im Juni oder Juli 1915 innerhalb eines einzigen Tages mehr Munition verschossen worden ist wie im ganzen Deutsch-Französischen Krieg! Wir haben bereits den Punkt erreicht, daß jetzt in diesem Kriege so viel Munition verschossen ist wie in allen Kriegen, die bisher mit dieser Munition überhaupt in der Welt, in der Menschheitsentwickelung, geführt worden sind. Ich sagte: Ist denn da nicht einzusehen, daß dasjenige, was sich nunmehr durch Jahrhunderte als Kultur abgespielt hat, sich selbst ad absurdum geführt hat, daß sich gezeigt hat, wozu es führt? — Nun, da wandte er ein: Ich sehe diesen Krieg als eine Krankheit an, und die muß eben geheilt werden; es ist ja nur eine Krankheit, die kann eintreten.
[ 22 ] Pazifismus, das ist diese Anschauung, welche seit einiger Zeit unter der Agide verschiedener Leute, der Bertha von Suttner, aber auch jenes Wesens, das in Petersburg als Cäsar und Papst zugleich gilt, gepflegt wird. Vor vielen Jahren habe ich in Berliner Vorträgen schon gesagt, charakteristisch für die Friedensbestrebungen sei, daß, seit wir sie haben, die größten und blutigsten Kriege in der Weltgeschichte geführt werden. Aber diese Bewegung ist gerade eine von denjenigen, die davon leben, möglichst unklare Phrasen unter die Menschheit zu bringen, die sich aber einschmieren in das menschliche Gefühlsleben, weil man sie nur zu verbreiten braucht, und man verbreitet ja lauter Liebe und lauter Güte. Ich erlaubte mir, dem Herrn zu sagen: Sehen Sie, wir leben jetzt in dem furchtbarsten der Kriege, den die Weltgeschichte bisher erlebt hat, wir haben es erlebt, daß im Juni oder Juli 1915 innerhalb eines einzigen Tages mehr Munition verschossen worden ist wie im ganzen Deutsch-Französischen Krieg! Wir haben bereits den Punkt erreicht, daß jetzt in diesem Kriege so viel Munition verschossen ist wie in allen Kriegen, die bisher mit dieser Munition überhaupt in der Welt, in der Menschheitsentwickelung, geführt worden sind. Ich sagte: Ist denn da nicht einzusehen, daß dasjenige, was sich nunmehr durch Jahrhunderte als Kultur abgespielt hat, sich selbst ad absurdum geführt hat, daß sich gezeigt hat, wozu es führt? — Nun, da wandte er ein: Ich sehe diesen Krieg als eine Krankheit an, und die muß eben geheilt werden; es ist ja nur eine Krankheit, die kann eintreten.
[ 23 ] Es ist nun ein solcher Satz besonders tief einleuchtend aus dem Grunde, weil er so selbstverständlich ist und weil er von irgendeiner Seite her ganz selbstverständlich richtig ist. Aber darauf kommt es nicht an, daß die Dinge richtig sind, sondern ob sie mehr oder weniger oberflächlich sind, darauf kommt es an. Richtig ist der Satz selbstverständlich: es ist eine Krankheit. Aber ich sagte ihm: Wenn Sie doch die Krankheit tiefer betrachten würden, warum tritt sie denn in den Menschen auf? Weil vorher etwas nicht in Ordnung ist! Die Krankheit ist ja erst die Reaktion gegen etwas, was vorher nicht in Ordnung war. Also wenn Sie nur etwas weiter denken würden von Ihrem Gesichtspunkte aus, so würden Sie darauf kommen, daß das eine Krankheit ist, die aber aufgetreten ist, weil vorher die Dinge nicht in Ordnung waren. Weil das gerade nicht in Ordnung war, ist die Krankheit aufgetreten, das stimmt. — Aber die Leute vermischen eben alle möglichen richtigen Dinge, weil sie trivial und selbstverständlich sind und weil sie eigentlich an tiefere Dinge nicht herankommen können. Das ist das Ernste, das man einsehen muß in der gegenwärtigen Zeit.
[ 23 ] Es ist nun ein solcher Satz besonders tief einleuchtend aus dem Grunde, weil er so selbstverständlich ist und weil er von irgendeiner Seite her ganz selbstverständlich richtig ist. Aber darauf kommt es nicht an, daß die Dinge richtig sind, sondern ob sie mehr oder weniger oberflächlich sind, darauf kommt es an. Richtig ist der Satz selbstverständlich: es ist eine Krankheit. Aber ich sagte ihm: Wenn Sie doch die Krankheit tiefer betrachten würden, warum tritt sie denn in den Menschen auf? Weil vorher etwas nicht in Ordnung ist! Die Krankheit ist ja erst die Reaktion gegen etwas, was vorher nicht in Ordnung war. Also wenn Sie nur etwas weiter denken würden von Ihrem Gesichtspunkte aus, so würden Sie darauf kommen, daß das eine Krankheit ist, die aber aufgetreten ist, weil vorher die Dinge nicht in Ordnung waren. Weil das gerade nicht in Ordnung war, ist die Krankheit aufgetreten, das stimmt. — Aber die Leute vermischen eben alle möglichen richtigen Dinge, weil sie trivial und selbstverständlich sind und weil sie eigentlich an tiefere Dinge nicht herankommen können. Das ist das Ernste, das man einsehen muß in der gegenwärtigen Zeit.
[ 24 ] Wenn Sie eine solche Tatsache nehmen, wie die, die ich vorgestern vorgebracht habe mit Bezug auf Karl Christian Planck, dessen geistige Kapazität einfach daraus hervorgeht, daß er im Jahre 1880 genau voraussah, was sich heute abspielt, werden Sie aus der Art, wie er geschätzt und anerkannt worden ist, einsehen, daß diese Kultur, die sich da heranentwickelt hat, ganz dazu angetan ist, die Herrschaft der alles w.ahrhaftige Streben unterdrückenden Macht der Unfähigen gerade zur Weltenmacht zu machen. Darüber sollte man sich nur keiner Unklarheit hingeben. Das ist dasjenige, was man im tiefsten Sinne einsehen muß.
[ 24 ] Wenn Sie eine solche Tatsache nehmen, wie die, die ich vorgestern vorgebracht habe mit Bezug auf Karl Christian Planck, dessen geistige Kapazität einfach daraus hervorgeht, daß er im Jahre 1880 genau voraussah, was sich heute abspielt, werden Sie aus der Art, wie er geschätzt und anerkannt worden ist, einsehen, daß diese Kultur, die sich da heranentwickelt hat, ganz dazu angetan ist, die Herrschaft der alles w.ahrhaftige Streben unterdrückenden Macht der Unfähigen gerade zur Weltenmacht zu machen. Darüber sollte man sich nur keiner Unklarheit hingeben. Das ist dasjenige, was man im tiefsten Sinne einsehen muß.
[ 25 ] Ich will Ihnen eine kleine Geschichte erzählen. Ein Mensch hörte einmal, daß Goethe einen «Faust» geschrieben hat, und er sagte, er wollte kennenlernen, was eigentlich dieser Goethesche «Faust» enthält. Da fand der, den er also befragt hat, er müsse die bequemste, leichteste Methode herausfinden, damit der andere erfahren könne, was dieser «Faust» eigentlich enthält, und er dachte tief nach: Wie kann ich denn diesem Menschen, der nun keinen Sinn hat für die einfachste Idee des Goetheschen «Faust», eigentlich beibringen, was er enthält? — Da ging ihm ein Licht auf. Ihm fiel ein: es wird jetzt ja gerade eine neue «Faust»-Ausgabe in einer bestimmten Buchdruckerei gedruckt, da führe ich den Kerl hin, der wissen will, was im «Faust» steht. Und da sagte er ihm: Sieh einmal, in drei Wochen wird hier der «Faust» gedruckt. In ali den Hunderten von Setzkästen liegen die verschiedensten Buchstaben, und nun gib einmal acht, du wirst sehen, der Setzer nimmt diesen und jenen Buchstaben heraus und setzt die einzelnen Buchstaben zu Wörtern zusammen. Da wirst du genau sehen, wie man Seite um Seite zusammensetzt, und wie dann zum Schluß der «Faust» aus den einzelnen Buchstaben zusammenkommt. Da setzte sich der andere also durch Wochen hin und sah, wie der ganze «Faust» durch die Hände der Menschen durch die Buchstaben zusammengekommen ist!
[ 25 ] Ich will Ihnen eine kleine Geschichte erzählen. Ein Mensch hörte einmal, daß Goethe einen «Faust» geschrieben hat, und er sagte, er wollte kennenlernen, was eigentlich dieser Goethesche «Faust» enthält. Da fand der, den er also befragt hat, er müsse die bequemste, leichteste Methode herausfinden, damit der andere erfahren könne, was dieser «Faust» eigentlich enthält, und er dachte tief nach: Wie kann ich denn diesem Menschen, der nun keinen Sinn hat für die einfachste Idee des Goetheschen «Faust», eigentlich beibringen, was er enthält? — Da ging ihm ein Licht auf. Ihm fiel ein: es wird jetzt ja gerade eine neue «Faust»-Ausgabe in einer bestimmten Buchdruckerei gedruckt, da führe ich den Kerl hin, der wissen will, was im «Faust» steht. Und da sagte er ihm: Sieh einmal, in drei Wochen wird hier der «Faust» gedruckt. In ali den Hunderten von Setzkästen liegen die verschiedensten Buchstaben, und nun gib einmal acht, du wirst sehen, der Setzer nimmt diesen und jenen Buchstaben heraus und setzt die einzelnen Buchstaben zu Wörtern zusammen. Da wirst du genau sehen, wie man Seite um Seite zusammensetzt, und wie dann zum Schluß der «Faust» aus den einzelnen Buchstaben zusammenkommt. Da setzte sich der andere also durch Wochen hin und sah, wie der ganze «Faust» durch die Hände der Menschen durch die Buchstaben zusammengekommen ist!
[ 26 ] Ja, sehen Sie, ich kann das auch in etwas anderer Art erzählen. Es kam die neuere Zeit herauf. Da wollten die Leute wissen, was eigentlich im geistig-seelischen Leben vorhanden ist, und sie hatten ein Bedürfnis danach, einzusehen, wie Vorstellungen, Gedanken, Willensimpulse und Gefühle in der Menschenseele verwoben werden, was sie für die Gesamtwelt bedeuten. Sie fragten — die Menschen. Nun, da kam die neuere Wissenschaft, diese bloß naturalistische Wissenschaft, und die sagte: Nun, das werden wir schon machen! Da schauen wir, daß wir, soweit es jetzt schon sein kann, die einzelnen Gehirnbahnen, die Nervenfäden, die Ganglien und das alles untersuchen, wie das miteinander verwoben ist. Und da haben wir das Seelenleben drinnen. Genau dasselbe hat man, was man vom Goetheschen «Faust» hat, wenn man ihn so kennenlernt, wie der betreffende Mensch, der drei Wochen in der Druckerei gesessen hat, genau dasselbe! Nehmen Sie alle die Erzeugnisse, die heute fabriziert werden von den sogenannten PsychoPhysiologen, da haben Sie in bezug auf die geistigen Erkenntnisse der Welt dasjenige, was Sie über den ganzen «Faust» wissen, wenn Sie zugesehen haben, wie der «Faust» fabriziert wird aus dem Setzerkasten heraus. Das ist nur notwendig einzusehen, dann wird schon das erschütternde Gefühl die Seele überkommen, das nötig ist, um vorwärtszukommen im Entwickelungsgange der Menschheit.
[ 26 ] Ja, sehen Sie, ich kann das auch in etwas anderer Art erzählen. Es kam die neuere Zeit herauf. Da wollten die Leute wissen, was eigentlich im geistig-seelischen Leben vorhanden ist, und sie hatten ein Bedürfnis danach, einzusehen, wie Vorstellungen, Gedanken, Willensimpulse und Gefühle in der Menschenseele verwoben werden, was sie für die Gesamtwelt bedeuten. Sie fragten — die Menschen. Nun, da kam die neuere Wissenschaft, diese bloß naturalistische Wissenschaft, und die sagte: Nun, das werden wir schon machen! Da schauen wir, daß wir, soweit es jetzt schon sein kann, die einzelnen Gehirnbahnen, die Nervenfäden, die Ganglien und das alles untersuchen, wie das miteinander verwoben ist. Und da haben wir das Seelenleben drinnen. Genau dasselbe hat man, was man vom Goetheschen «Faust» hat, wenn man ihn so kennenlernt, wie der betreffende Mensch, der drei Wochen in der Druckerei gesessen hat, genau dasselbe! Nehmen Sie alle die Erzeugnisse, die heute fabriziert werden von den sogenannten PsychoPhysiologen, da haben Sie in bezug auf die geistigen Erkenntnisse der Welt dasjenige, was Sie über den ganzen «Faust» wissen, wenn Sie zugesehen haben, wie der «Faust» fabriziert wird aus dem Setzerkasten heraus. Das ist nur notwendig einzusehen, dann wird schon das erschütternde Gefühl die Seele überkommen, das nötig ist, um vorwärtszukommen im Entwickelungsgange der Menschheit.
[ 27 ] Ihr seid schöne Gegner, werden nun die Leute vom Naturalismus sagen, indem ihr unsere Wissenschaft, die wahre Wissenschaft, die streng naturgemäß vorgeht, so anschwärzt! — Aber es fällt uns gar nicht ein, sie anzuschwärzen. Wir stellen sie nur auf den rechten Punkt, an den richtigen Lebenspunkt hin. Wenn der «Faust» zustande kommen soll, muß für die «Faust»-Ausgabe selbstverständlich die Serzerarbeit gemacht werden; aber sie muß in ihrer richtigen Weltenlage erkannt werden.
[ 27 ] Ihr seid schöne Gegner, werden nun die Leute vom Naturalismus sagen, indem ihr unsere Wissenschaft, die wahre Wissenschaft, die streng naturgemäß vorgeht, so anschwärzt! — Aber es fällt uns gar nicht ein, sie anzuschwärzen. Wir stellen sie nur auf den rechten Punkt, an den richtigen Lebenspunkt hin. Wenn der «Faust» zustande kommen soll, muß für die «Faust»-Ausgabe selbstverständlich die Serzerarbeit gemacht werden; aber sie muß in ihrer richtigen Weltenlage erkannt werden.
[ 28 ] Das alles, was ich damit andeuten kann, gehört in dem Sinne, wie ich es auch gestern gemeint habe, zu den ernsten, bedeutsamen Aufgaben, die Mitteleuropa noch erwachsen werden. Das alles deutet auf diese ernsten Aufgaben hin. Und dieser Dinge zu gedenken in unserer heutigen ernsten Zeit, das ist schon dringend notwendig. Denn es ist unbedingt nötig, daß ein tieferer Sinn für wirkliche Wahrheit durch die Welt gehe, als er wehen kann unter dem Einfluß der materialistischen oder naturalistischen oder streng naturwissenschaftlichen Weltanschauung. Man braucht gar nicht Gegner davon zu sein, daß die Leute setzen lernen, damit «Faust»-Ausgaben gemacht werden können. Man braucht gar nicht Gegner davon zu sein, daß die Leute das Hirn, das Nervensystem studieren. All das soll studiert werden, was heute wirklich sehr wichtig ist zu studieren. Aber man muß in einer entschiedenen Weise Gegner davon sein, daß jene anmaßende Hochmütigkeit auftritt, die heute gerade in der materialistischen Wissenschaft ist, daß in einer so furchtbaren Weise das Gefühl dafür leidet, wie ernst und würdig gerade von Mitteleuropa aus — denn Westeuropa ist in bezug auf diese Dinge abgestorben — die Vergeistigung der Kultur geleistet werden muß. Ich sage das nicht bloß, um irgend etwas Paradoxes, irgend etwas Starkes zu sagen, sondern ich sage das aus der Notwendigkeit heraus, die für das Aussprechen solcher Dinge in unserer Zeit wirkt. Es wird eine Zeit kommen, wo man wahrheitsgemäß auf verschiedene Dinge wird hinsehen müssen; aber es ist heute noch nicht viel Sinn vorhanden für ein solches wahrheitsgemäßes Hinschauen. Tausende und Tausende von Beispielen für die innere Unwahrhaftigkeit des gegenwärtigen Wissenschafts- und Literaturbetriebes könnte ich Ihnen anführen. Lassen Sie mich eines wenigstens anführen, das ich gern schon im gestrigen öffentlichen Vortrag angeführt hätte, aber die Zeit ist ja immer zu kurz, und die Vorträge müssen leider so sehr kurz gehalten werden.
[ 28 ] Das alles, was ich damit andeuten kann, gehört in dem Sinne, wie ich es auch gestern gemeint habe, zu den ernsten, bedeutsamen Aufgaben, die Mitteleuropa noch erwachsen werden. Das alles deutet auf diese ernsten Aufgaben hin. Und dieser Dinge zu gedenken in unserer heutigen ernsten Zeit, das ist schon dringend notwendig. Denn es ist unbedingt nötig, daß ein tieferer Sinn für wirkliche Wahrheit durch die Welt gehe, als er wehen kann unter dem Einfluß der materialistischen oder naturalistischen oder streng naturwissenschaftlichen Weltanschauung. Man braucht gar nicht Gegner davon zu sein, daß die Leute setzen lernen, damit «Faust»-Ausgaben gemacht werden können. Man braucht gar nicht Gegner davon zu sein, daß die Leute das Hirn, das Nervensystem studieren. All das soll studiert werden, was heute wirklich sehr wichtig ist zu studieren. Aber man muß in einer entschiedenen Weise Gegner davon sein, daß jene anmaßende Hochmütigkeit auftritt, die heute gerade in der materialistischen Wissenschaft ist, daß in einer so furchtbaren Weise das Gefühl dafür leidet, wie ernst und würdig gerade von Mitteleuropa aus — denn Westeuropa ist in bezug auf diese Dinge abgestorben — die Vergeistigung der Kultur geleistet werden muß. Ich sage das nicht bloß, um irgend etwas Paradoxes, irgend etwas Starkes zu sagen, sondern ich sage das aus der Notwendigkeit heraus, die für das Aussprechen solcher Dinge in unserer Zeit wirkt. Es wird eine Zeit kommen, wo man wahrheitsgemäß auf verschiedene Dinge wird hinsehen müssen; aber es ist heute noch nicht viel Sinn vorhanden für ein solches wahrheitsgemäßes Hinschauen. Tausende und Tausende von Beispielen für die innere Unwahrhaftigkeit des gegenwärtigen Wissenschafts- und Literaturbetriebes könnte ich Ihnen anführen. Lassen Sie mich eines wenigstens anführen, das ich gern schon im gestrigen öffentlichen Vortrag angeführt hätte, aber die Zeit ist ja immer zu kurz, und die Vorträge müssen leider so sehr kurz gehalten werden.
[ 29 ] Sie können zum Beispiel in vielen Büchern von Ernst Faeckel — Sie wissen, ich schätze Ernst Haeckel sehr auf dem Gebiet, wo er zu schätzen ist — immer wieder und wiederum angeführt finden, daß er sich beruft auf Karl Ernst von Baer, den ausgezeichneten Naturforscher, den er seinen Lehrer nennt. Die Menschen nehmen heute selbstverständlich Haeckels Bücher in die Hand, studieren sie, betrachten sie als eine Art neuer Bibel oder wenigstens als eine Art von Schriften neuer Kirchenväter. Denn der Unterschied ist ja nicht der, daß man heute an ein eigenes Urteil glaubt, während man zur Zeit der Kirchenväter sich eben auf die Kirchenväter verlassen hat, sondern der Unterschied ist ein ganz anderer. Zu Tertullians, Gregors von Nazianz Zeiten, da waren diese die Kirchenväter, und auf sie haben die Leute geschworen. Heute schwören namentlich diejenigen, die Monistenvereine oder Vereine für eugenetische Weltanschauung oder ähnlich schöne Dinge gründen, auf den heiligen Darwin, den heiligen Haeckel oder auf den heiligen Helmholtz. Es ist — nur auf einem etwas anderen Gebiete — ganz dasselbe! Man nennt es nicht heilig, aber das macht ja den Unterschied nicht aus. Also die Leute lesen Haeckel und haben, wenn er so Karl Ernst von Baer anführt, die Meinung: Nun ja, man sieht schon, dieser große Naturforscher Karl Ernst von Baer war in bezug auf die Ablehnung jeder geistigen Welt mit Haeckel vollständig einig. Ich möchte manchem, der heute, nachdem er so ein bißchen hineingerochen hat in Haeckels, in Darwins Bücher, raten, bevor er daran geht, eine Filiale für einen Monistenverein zu gründen, mancherlei anderes vorher zu tun: so zum Beispiel wenn Haeckel Ernst von Baer anführt, selber einmal Karl Ernst von Baer in die Hand zu nehmen und zu lesen. Ich will Ihnen nur eine Stelle aus Karl Ernst von Baer vorlesen, wo er sich darüber ausspricht, wie es mit der geistigen Welt im Verhältnis zur Erdenwelt bestellt ist. Da sagt Baer: «Der Erdkörper ist nur das Samenbeet, auf welchem das geistige Erbteil des Menschen wuchert, und die Geschichte der Natur ist nur die Geschichte fortschreitender Siege des Geistigen über den Stoff. Das ist der Grundgedanke der Schöpfung, dem zu Gefallen, nein, zu dessen Erreichung sie Individuen und Zeugungs-Reihen schwinden läßt und die Gegenwart auf dem Gerüste einer unermeßlichen Vergangenheit erhebt.»
[ 29 ] Sie können zum Beispiel in vielen Büchern von Ernst Faeckel — Sie wissen, ich schätze Ernst Haeckel sehr auf dem Gebiet, wo er zu schätzen ist — immer wieder und wiederum angeführt finden, daß er sich beruft auf Karl Ernst von Baer, den ausgezeichneten Naturforscher, den er seinen Lehrer nennt. Die Menschen nehmen heute selbstverständlich Haeckels Bücher in die Hand, studieren sie, betrachten sie als eine Art neuer Bibel oder wenigstens als eine Art von Schriften neuer Kirchenväter. Denn der Unterschied ist ja nicht der, daß man heute an ein eigenes Urteil glaubt, während man zur Zeit der Kirchenväter sich eben auf die Kirchenväter verlassen hat, sondern der Unterschied ist ein ganz anderer. Zu Tertullians, Gregors von Nazianz Zeiten, da waren diese die Kirchenväter, und auf sie haben die Leute geschworen. Heute schwören namentlich diejenigen, die Monistenvereine oder Vereine für eugenetische Weltanschauung oder ähnlich schöne Dinge gründen, auf den heiligen Darwin, den heiligen Haeckel oder auf den heiligen Helmholtz. Es ist — nur auf einem etwas anderen Gebiete — ganz dasselbe! Man nennt es nicht heilig, aber das macht ja den Unterschied nicht aus. Also die Leute lesen Haeckel und haben, wenn er so Karl Ernst von Baer anführt, die Meinung: Nun ja, man sieht schon, dieser große Naturforscher Karl Ernst von Baer war in bezug auf die Ablehnung jeder geistigen Welt mit Haeckel vollständig einig. Ich möchte manchem, der heute, nachdem er so ein bißchen hineingerochen hat in Haeckels, in Darwins Bücher, raten, bevor er daran geht, eine Filiale für einen Monistenverein zu gründen, mancherlei anderes vorher zu tun: so zum Beispiel wenn Haeckel Ernst von Baer anführt, selber einmal Karl Ernst von Baer in die Hand zu nehmen und zu lesen. Ich will Ihnen nur eine Stelle aus Karl Ernst von Baer vorlesen, wo er sich darüber ausspricht, wie es mit der geistigen Welt im Verhältnis zur Erdenwelt bestellt ist. Da sagt Baer: «Der Erdkörper ist nur das Samenbeet, auf welchem das geistige Erbteil des Menschen wuchert, und die Geschichte der Natur ist nur die Geschichte fortschreitender Siege des Geistigen über den Stoff. Das ist der Grundgedanke der Schöpfung, dem zu Gefallen, nein, zu dessen Erreichung sie Individuen und Zeugungs-Reihen schwinden läßt und die Gegenwart auf dem Gerüste einer unermeßlichen Vergangenheit erhebt.»
[ 30 ] Was sagt also dieser Baer? Der Erdenkörper, die Erde ist das Samenbeet, und da hinein werden versenkt die geistigen Keime, damit sie sich umhüllen. — Die reine Wahrheit hat dieser Baer gesagt im Beginne des 19. Jahrhunderts! Ernst Haeckel sucht sich diejenigen Sätze von Baer heraus, die ihm genehm sind. Diejenigen, die nichts tun, als höchstens Monistenvereine begründen, um die Weltenweisheit zu befördern, die wissen ja von alledem nichts anderes, als was Haeckel über Baer sagt, und leben in der Lüge weiter, ohne auch nur die leiseste Neigung dazu zu haben, sich von der Sache, die zugrunde liegt, selbst zu überzeugen. Von solchen Lügengeweben ist heute unsere Literatur überall durchzogen. Und überall kommt, namentlich in unserer populären wissenschaftlichen Literatur, das über Europa ausgegossene Streben nach möglichster Verwaschenheit und Verspieltheit, könnte man sogar sagen, der geistigen Bestrebungen und eine möglichste Ungeneigtheit zum Ausdruck, mit klaren, sicheren Menschenurteilen in diese Dinge hineinzuschauen und zu urteilen.
[ 30 ] Was sagt also dieser Baer? Der Erdenkörper, die Erde ist das Samenbeet, und da hinein werden versenkt die geistigen Keime, damit sie sich umhüllen. — Die reine Wahrheit hat dieser Baer gesagt im Beginne des 19. Jahrhunderts! Ernst Haeckel sucht sich diejenigen Sätze von Baer heraus, die ihm genehm sind. Diejenigen, die nichts tun, als höchstens Monistenvereine begründen, um die Weltenweisheit zu befördern, die wissen ja von alledem nichts anderes, als was Haeckel über Baer sagt, und leben in der Lüge weiter, ohne auch nur die leiseste Neigung dazu zu haben, sich von der Sache, die zugrunde liegt, selbst zu überzeugen. Von solchen Lügengeweben ist heute unsere Literatur überall durchzogen. Und überall kommt, namentlich in unserer populären wissenschaftlichen Literatur, das über Europa ausgegossene Streben nach möglichster Verwaschenheit und Verspieltheit, könnte man sogar sagen, der geistigen Bestrebungen und eine möglichste Ungeneigtheit zum Ausdruck, mit klaren, sicheren Menschenurteilen in diese Dinge hineinzuschauen und zu urteilen.
[ 31 ] Da gibt es zum Beispiel, um Ihnen konkrete Dinge anzuführen, im Westen unter den Franzosen, unter den Briten, unter den Italienern, allerlei Freimaurerorden mit hohen Graden, solche mit dreiunddreißig Graden, aber es gibt auch solche mit über neunzig Graden. Gerade in solchen Orden ist im Laufe der letzten Jahrhunderte viel im trüben gefischt worden. Und wenn man einmal mit nüchternem, gesundem Urteil den Einfluß allerlei ungesunder, törichter, aber wohl in bezug auf die persönlichen und politischen Absichten bewußter Spielerei untersuchen wird, wenn man die Einflüsse und die Strömungen der Freimaurerei, die im Westen Europas existiert, auf den Anteil Italiens an diesem Krieg studieren wird, dann wird man erst von mancherlei Unklarheiten und Im-trüben-Fischereien in unserer sogenannten Kultur eine Ahnung bekommen! Das, was sich abgespielt hat, namentlich in solchen freimaurerischen Orden seit dem Ausbruch des Krieges, das wird eiinstmals ein kurioses Kapitel werden. Die deutschen Freimaurer werden dabei verhältnismäßig am besten wegkommen, denn von ihnen wird man das einzige sagen können: daß sie bei dem ganzen Spiel der Dumme gewesen sind. Sie haben nämlich, insofern sie mit den anderen in Bruderschaft gelebt haben, nichts gemerkt. Und das ist ja etwas, was noch — nun ja! — zu ihren Gunsten gesagt werden kann. Aber man soll nur ja nicht glauben, daß das, was sich von solchen Seiten geltend macht, ohne Einfluß sei auf das, was um uns herum lebt und wirkt in der sogenannten Kultur, und was nur wirken und leben kann, so lange als die anderen Menschen nicht wollen, daß ihr Urteil geklärt, gekräftigt wird durch den Einblick in die geistige Welt.
[ 31 ] Da gibt es zum Beispiel, um Ihnen konkrete Dinge anzuführen, im Westen unter den Franzosen, unter den Briten, unter den Italienern, allerlei Freimaurerorden mit hohen Graden, solche mit dreiunddreißig Graden, aber es gibt auch solche mit über neunzig Graden. Gerade in solchen Orden ist im Laufe der letzten Jahrhunderte viel im trüben gefischt worden. Und wenn man einmal mit nüchternem, gesundem Urteil den Einfluß allerlei ungesunder, törichter, aber wohl in bezug auf die persönlichen und politischen Absichten bewußter Spielerei untersuchen wird, wenn man die Einflüsse und die Strömungen der Freimaurerei, die im Westen Europas existiert, auf den Anteil Italiens an diesem Krieg studieren wird, dann wird man erst von mancherlei Unklarheiten und Im-trüben-Fischereien in unserer sogenannten Kultur eine Ahnung bekommen! Das, was sich abgespielt hat, namentlich in solchen freimaurerischen Orden seit dem Ausbruch des Krieges, das wird eiinstmals ein kurioses Kapitel werden. Die deutschen Freimaurer werden dabei verhältnismäßig am besten wegkommen, denn von ihnen wird man das einzige sagen können: daß sie bei dem ganzen Spiel der Dumme gewesen sind. Sie haben nämlich, insofern sie mit den anderen in Bruderschaft gelebt haben, nichts gemerkt. Und das ist ja etwas, was noch — nun ja! — zu ihren Gunsten gesagt werden kann. Aber man soll nur ja nicht glauben, daß das, was sich von solchen Seiten geltend macht, ohne Einfluß sei auf das, was um uns herum lebt und wirkt in der sogenannten Kultur, und was nur wirken und leben kann, so lange als die anderen Menschen nicht wollen, daß ihr Urteil geklärt, gekräftigt wird durch den Einblick in die geistige Welt.
[ 32 ] Ich habe in meinem Buch «Gedanken während der Zeit des Krieges» aufmerksam gemacht, soweit man es in der öffentlichen Literatur kann, um verstanden zu werden — es ist Ja auch wenig verstanden worden —, auf gewisse Strömungen, die überall im Osten und im Westen sind. Diese Strömungen, sagen wir zum Beispiel die östliche der Slawophilen, auf die ich in dem genannten Schriftchen hingewiesen habe, wurzeln aber viel tiefer. Am Ende des 18. Jahrhunderts schon, und namentlich am Ende des 19. Jahrhunderts, aber auch schon Jahrzehnte früher, haben besonders die westlichen Freimaurerorden größeren Einfluß auf das russische Geistesleben gehabt, haben da hinübergepflanzt, haben da infiziert, eingeimpft dasjenige, was da auftauchen sollte. Und in vieler Beziehung ist der Slawophilismus und der Panslawismus wirklich die aufgegangene Saat dessen, was viele gerade aus diesen Freimaurerorden gepflanzt haben. Unter der Maske, unter dem Mantel der Zeremonie wurden die Leute zunächst sozusagen benebelt, wurde ihnen allerlei Firlefanz vorgemacht, damit sie dann geneigt sein können für gewisse Pläne. Und welche Dinge gespielt haben im Osten Europas von dieser westlichen Seite, davon wird sich die Menschheit dann, wenn einmal an die Stelle der kriegerischen andere Ereignisse getreten sein werden, entsprechend überzeugen!
[ 32 ] Ich habe in meinem Buch «Gedanken während der Zeit des Krieges» aufmerksam gemacht, soweit man es in der öffentlichen Literatur kann, um verstanden zu werden — es ist Ja auch wenig verstanden worden —, auf gewisse Strömungen, die überall im Osten und im Westen sind. Diese Strömungen, sagen wir zum Beispiel die östliche der Slawophilen, auf die ich in dem genannten Schriftchen hingewiesen habe, wurzeln aber viel tiefer. Am Ende des 18. Jahrhunderts schon, und namentlich am Ende des 19. Jahrhunderts, aber auch schon Jahrzehnte früher, haben besonders die westlichen Freimaurerorden größeren Einfluß auf das russische Geistesleben gehabt, haben da hinübergepflanzt, haben da infiziert, eingeimpft dasjenige, was da auftauchen sollte. Und in vieler Beziehung ist der Slawophilismus und der Panslawismus wirklich die aufgegangene Saat dessen, was viele gerade aus diesen Freimaurerorden gepflanzt haben. Unter der Maske, unter dem Mantel der Zeremonie wurden die Leute zunächst sozusagen benebelt, wurde ihnen allerlei Firlefanz vorgemacht, damit sie dann geneigt sein können für gewisse Pläne. Und welche Dinge gespielt haben im Osten Europas von dieser westlichen Seite, davon wird sich die Menschheit dann, wenn einmal an die Stelle der kriegerischen andere Ereignisse getreten sein werden, entsprechend überzeugen!
[ 33 ] Wenn diese Orte, an denen wir in unseren Zweigen beisammen sind, die einzigen Orte sind, an denen man eben heute sprechen kann, so muß es wenigstens hier besprochen werden.
[ 33 ] Wenn diese Orte, an denen wir in unseren Zweigen beisammen sind, die einzigen Orte sind, an denen man eben heute sprechen kann, so muß es wenigstens hier besprochen werden.
[ 34 ] Ich wollte heute anknüpfen an jenes Große, Erhabene des Zusammenhanges des Menschen mit ganzen Hierarchien, das vor unsere Seele treten kann, wenn wir bedenken, daß das, was wir im Gedanken-, im Gefühlsleben in uns tragen, schon innerhalb unserer physischen Hülle zwischen Geburt und Tod, aber dann auch zwischen Tod und neuer Geburt in einem Gewebe darin ist, einer Weltenarbeit, an der ganze Hierarchien arbeiten im Weltenzusammenhange. Nicht darauf kommt es an, daß wir so sehr das einzelne wissen, sondern darauf, daß wir uns mit einer solchen Weltempfindung durchdringen können, und daß Sie, meine lieben Freunde, aus einer solchen Betrachtung weggehen mit dem Gefühl dafür, was der Mensch innerhalb der Welt eigentlich ist, und was er wissen sollte über diesen seinen Zusammenhang mit der Welt. Darauf kommt es an. Daß alles dies in Ihren Seelen, in Ihren Herzen zusammenfließt in eine Weltenempfindung, und daß auf diese Weise etwas in Ihnen aufleuchtet von der Kraft, die sich anfeuern kann daran, was unserer Kultur einverleibt werden soll, soweit jeder es vermag nach dem Platze, auf den er gestellt ist in der Welt. Offizielle Gelehrte haben heute nicht gearbeitet an diesen Dingen; sie werden es nicht tun. Daher muß den Menschen auch das Auge aufgehen über die Stellung, die den offiziellen Gelehrten gebührt in der Welt: daß sie, insofern sie Laboratoriumsarbeit machen, zu vergleichen sind mit den Setzern, oder manche, die nicht Laboratoriumsarbeit machen, bloß mit Leuten, die die Setzerei beschreiben. Das sind zumeist heute die Philosophen, die an den Universitäten predigen.
[ 34 ] Ich wollte heute anknüpfen an jenes Große, Erhabene des Zusammenhanges des Menschen mit ganzen Hierarchien, das vor unsere Seele treten kann, wenn wir bedenken, daß das, was wir im Gedanken-, im Gefühlsleben in uns tragen, schon innerhalb unserer physischen Hülle zwischen Geburt und Tod, aber dann auch zwischen Tod und neuer Geburt in einem Gewebe darin ist, einer Weltenarbeit, an der ganze Hierarchien arbeiten im Weltenzusammenhange. Nicht darauf kommt es an, daß wir so sehr das einzelne wissen, sondern darauf, daß wir uns mit einer solchen Weltempfindung durchdringen können, und daß Sie, meine lieben Freunde, aus einer solchen Betrachtung weggehen mit dem Gefühl dafür, was der Mensch innerhalb der Welt eigentlich ist, und was er wissen sollte über diesen seinen Zusammenhang mit der Welt. Darauf kommt es an. Daß alles dies in Ihren Seelen, in Ihren Herzen zusammenfließt in eine Weltenempfindung, und daß auf diese Weise etwas in Ihnen aufleuchtet von der Kraft, die sich anfeuern kann daran, was unserer Kultur einverleibt werden soll, soweit jeder es vermag nach dem Platze, auf den er gestellt ist in der Welt. Offizielle Gelehrte haben heute nicht gearbeitet an diesen Dingen; sie werden es nicht tun. Daher muß den Menschen auch das Auge aufgehen über die Stellung, die den offiziellen Gelehrten gebührt in der Welt: daß sie, insofern sie Laboratoriumsarbeit machen, zu vergleichen sind mit den Setzern, oder manche, die nicht Laboratoriumsarbeit machen, bloß mit Leuten, die die Setzerei beschreiben. Das sind zumeist heute die Philosophen, die an den Universitäten predigen.
[ 35 ] Daß das so ist, das soll doch in einzelnen Seelen gewußt werden. Denn das ist keine Kritik der Zeit, das ist eine Charakteristik. Nur dadurch, daß man in den verschiedenen Zeitaltern gewußt hat, wie die Dinge stehen, fanden sich die Kräfte, um die Entwickelung weiterzubringen, nur dadurch.
[ 35 ] Daß das so ist, das soll doch in einzelnen Seelen gewußt werden. Denn das ist keine Kritik der Zeit, das ist eine Charakteristik. Nur dadurch, daß man in den verschiedenen Zeitaltern gewußt hat, wie die Dinge stehen, fanden sich die Kräfte, um die Entwickelung weiterzubringen, nur dadurch.
[ 36 ] Das wollte ich insbesondere in dieser schweren Zeit — wo man ja nicht immer sagen kann, man wird sich wieder sehen — auf Ihre Seelen legen: etwas von Erkenntnis, was sich, wenn wir es in der richtigen Weise empfinden, verwandeln kann in eine heilige innere Pflicht der Menschenseele gegenüber dem Weltenzusammenhange. Tode über Tode umgeben uns heute in dem Ereignisse, das auf der einen Seite im angedeuteten Sinne die Frucht der vorhergehenden Entwickelung ist, das aber ein Merkzeichen sein muß für mancherlei, was zu geschehen hat, damit die Menschheit nicht in der Weise vorrückt, wie es die Beschreiber des Setzerkastens wollen, sondern so vorrücke, wie es der Notwendigkeit der Weltentwickelung entspricht.
[ 36 ] Das wollte ich insbesondere in dieser schweren Zeit — wo man ja nicht immer sagen kann, man wird sich wieder sehen — auf Ihre Seelen legen: etwas von Erkenntnis, was sich, wenn wir es in der richtigen Weise empfinden, verwandeln kann in eine heilige innere Pflicht der Menschenseele gegenüber dem Weltenzusammenhange. Tode über Tode umgeben uns heute in dem Ereignisse, das auf der einen Seite im angedeuteten Sinne die Frucht der vorhergehenden Entwickelung ist, das aber ein Merkzeichen sein muß für mancherlei, was zu geschehen hat, damit die Menschheit nicht in der Weise vorrückt, wie es die Beschreiber des Setzerkastens wollen, sondern so vorrücke, wie es der Notwendigkeit der Weltentwickelung entspricht.
[ 37 ] Gewiß, ich habe gestern von dem Vater alles Materialismus, von Lamettrie, angeführt, daß er gesagt hat — selbstverständlich, Wahrheit ist auch das —, Erasmus hätte bloß notwendig gehabt, daß ein kleines Rädchen in seinem Nervensystem anders geworden wäre, dann wäre er vielleicht kein Erasmus, sondern ein Tor geworden. Ich habe gesagt, daß man das nicht zu widerlegen braucht. Aber wir, die wir vielleicht ein wenig vorbereitet sind, müssen ja auch noch ein wenig anderes darüber wissen.
[ 37 ] Gewiß, ich habe gestern von dem Vater alles Materialismus, von Lamettrie, angeführt, daß er gesagt hat — selbstverständlich, Wahrheit ist auch das —, Erasmus hätte bloß notwendig gehabt, daß ein kleines Rädchen in seinem Nervensystem anders geworden wäre, dann wäre er vielleicht kein Erasmus, sondern ein Tor geworden. Ich habe gesagt, daß man das nicht zu widerlegen braucht. Aber wir, die wir vielleicht ein wenig vorbereitet sind, müssen ja auch noch ein wenig anderes darüber wissen.
[ 38 ] Alles, was wir heute betrachtet haben, nehmen wir zusammen, lassen es Gefühl und Empfindung in uns werden, und wir sagen uns dann, wie wahr das ist, daß die zahlreichen Opfertode, die gegenwärtig gebracht werden, wirklich sich zum Erdendasein so verhalten, daß die Ätherleiber, die in frühem Lebensalter den Menschen genommen werden, lange, lange verbunden bleiben mit dem Erdendasein, und daß nun Menschen da sein müssen, die sich bewußt werden können dessen, was in diesen unverbrauchten Ätherleibern lebt, die alles dasjenige, was diese Menschen noch hätten in ihrem irdischen Leben verwenden können, wenn sie noch Jahrzehnte gelebt hätten, noch in sich enthielten, Das ist in dem Geistig-Ätherischen der Erde. Aber Menschen werden da sein müssen, die sich dessen bewußt sind in der Folgezeit, damit die Erdenkultur und nicht Ahriman die Früchte dessen bekommt, was in diesen Ätherleibern enthalten ist. Durchdringen wir uns also wirklich angesichts dessen, daß wir uns vorzubereiten haben in unseren Seelen für dasjenige, was geschieht, mit den Worten, die hier öfters ausgesprochen worden sind:
[ 38 ] Alles, was wir heute betrachtet haben, nehmen wir zusammen, lassen es Gefühl und Empfindung in uns werden, und wir sagen uns dann, wie wahr das ist, daß die zahlreichen Opfertode, die gegenwärtig gebracht werden, wirklich sich zum Erdendasein so verhalten, daß die Ätherleiber, die in frühem Lebensalter den Menschen genommen werden, lange, lange verbunden bleiben mit dem Erdendasein, und daß nun Menschen da sein müssen, die sich bewußt werden können dessen, was in diesen unverbrauchten Ätherleibern lebt, die alles dasjenige, was diese Menschen noch hätten in ihrem irdischen Leben verwenden können, wenn sie noch Jahrzehnte gelebt hätten, noch in sich enthielten, Das ist in dem Geistig-Ätherischen der Erde. Aber Menschen werden da sein müssen, die sich dessen bewußt sind in der Folgezeit, damit die Erdenkultur und nicht Ahriman die Früchte dessen bekommt, was in diesen Ätherleibern enthalten ist. Durchdringen wir uns also wirklich angesichts dessen, daß wir uns vorzubereiten haben in unseren Seelen für dasjenige, was geschieht, mit den Worten, die hier öfters ausgesprochen worden sind:
Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht —
Lenken Seelen geist-bewußt
Ihren Sinn ins Geisterreich.
Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht —
Lenken Seelen geist-bewußt
Ihren Sinn ins Geisterreich.
