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Building Stones for an Understanding
of the Mystery of Golgotha
GA 175

6 February 1917, Berlin

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Erster Vortrag

Erster Vortrag

[ 1 ] Lassen Sie mich zuerst meine tiefe Befriedigung darüber ausdrücken, daß ich nunmehr wiederum in Ihrer Mitte sein kann. Es würde eher geschehen sein, wenn es nicht eine dringende Notwendigkeit gewesen wäre, die Arbeit an der ja hier öfters besprochenen Gruppe, die im Osten des Dornacher Baues stehen soll, und die darstellt den Menschheitsrepräsentanten in Wechselbeziehung zu den ahrimanischen und luziferischen Mächten, so weit zu bringen, daß sie nun ohne mich weiter gearbeitet werden kann. In der gegenwärtigen Zeit ist es ja notwendig, für die Zukunft in einer gewissen Weise vorauszudenken, und es schien mir eben durchaus notwendig, gegenüber den Ereignissen, die da kommen können, diese Gruppe so weit zu fördern, als es jetzt hat geschehen können. Im übrigen müssen ja gerade diese Zeiten es uns ganz besonders nahelegen, wie ein räumliches Zusammensein auf dem physischen Plan nicht das einzige sein kann, das uns durch die Impulse der Geisteswissenschaft kräftig aufrecht erhält, sondern wie das Zusammensein in Gedanken und Gesinnung unserer geisteswissenschaftlichen Bestrebung uns, auch wenn es nur seelisch sein kann, wenn es eben nur sein kann in Gedanken und im Geiste, durchbringen muß durch diese schwere Zeit der Prüfungen und der Leiden, und wie sich gerade dadurch die Kraft unserer geisteswissenschaftlichen Bestrebungen erproben muß.

[ 1 ] Lassen Sie mich zuerst meine tiefe Befriedigung darüber ausdrücken, daß ich nunmehr wiederum in Ihrer Mitte sein kann. Es würde eher geschehen sein, wenn es nicht eine dringende Notwendigkeit gewesen wäre, die Arbeit an der ja hier öfters besprochenen Gruppe, die im Osten des Dornacher Baues stehen soll, und die darstellt den Menschheitsrepräsentanten in Wechselbeziehung zu den ahrimanischen und luziferischen Mächten, so weit zu bringen, daß sie nun ohne mich weiter gearbeitet werden kann. In der gegenwärtigen Zeit ist es ja notwendig, für die Zukunft in einer gewissen Weise vorauszudenken, und es schien mir eben durchaus notwendig, gegenüber den Ereignissen, die da kommen können, diese Gruppe so weit zu fördern, als es jetzt hat geschehen können. Im übrigen müssen ja gerade diese Zeiten es uns ganz besonders nahelegen, wie ein räumliches Zusammensein auf dem physischen Plan nicht das einzige sein kann, das uns durch die Impulse der Geisteswissenschaft kräftig aufrecht erhält, sondern wie das Zusammensein in Gedanken und Gesinnung unserer geisteswissenschaftlichen Bestrebung uns, auch wenn es nur seelisch sein kann, wenn es eben nur sein kann in Gedanken und im Geiste, durchbringen muß durch diese schwere Zeit der Prüfungen und der Leiden, und wie sich gerade dadurch die Kraft unserer geisteswissenschaftlichen Bestrebungen erproben muß.

[ 2 ] Seit wir uns hier nicht zusammengefunden haben, haben wir ja für den physischen Plan den Verlust unseres lieber. Fräulein Motzkus und anderer lieber Freunde zu beklagen, die infolge der Zeitereignisse den physischen Plan verlassen haben. Es ist besonders schmerzlich, unter denjenigen lieben Freunden, die hier nun durch so viele Jahre mit teilgenommen haben an unseren geisteswissenschaftlichen Bestrebungen, Fräulein Motzkus nicht mehr zu sehen. Sie gehörte ja unserer Bewegung an, seitdem wir mit derselben begonnen haben. Vom ersten Tage an, von der ersten Versammlung im kleinsten Kreis an, die ganze Zeit über war sie in unserer Mitte als ein im tiefsten Herzen unserer Bewegung hingegebenes Mitglied, das alle Phasen, alle Entwickelungsprüfungen unserer Bewegung mit innigem Anteil mitgemacht hat; das vor allen Dingen durch alle diese Ereignisse hindurch, durch die wir haben gehen müssen, sich bewahrt hat im tiefsten Sinne des Wortes eine unbesiegliche Treue zu unserer Sache, eine Treue, durch die Fräulein Motzkus gewiß vorbildlich war für diejenigen, die wirklich ergebene Mitglieder der geisteswissenschaftlichen Bewegung sein wollen. Und so schauen wir denn dieser lieben guten Seele nach in die Welten des geistigen Lebens, zu denen sie aufgestiegen ist, indem wir das ja durch viele Jahre herangebildete und herangefestigte Treue-Verhältnis zu ihr bewahren, indem wir uns mit ihrer Seele verbunden wissen für immerdar. — In letzter Zeit hat ja Fräulein Motzkus selber den Verlust ihrer treuen Freundin, die sie nun so bald in der geistigen Welt wiedergefunden hat, zu beklagen gehabt und in dem Sinne, wie man aus dem Bewußstsein einer wirklichen Auffassung der geistigen Welt einen solchen Schlag erträgt, diesen Schlag hingenommen. Bewundernswert war es, mit welch regem Interesse Fräulein Motzkus bis in ihre letzten Tage hinein ein tiefes Anteilnehmen zeigte an den großen Ereignissen der Zeit. Sie sagte mir selber wiederholt, so lange möchte sie noch hier auf dem physischen Plane leben, bis sich diese bedeutenden Ereignisse, in deren Mitte wir jetzt stehen, entschieden haben. Nun, sie wird mit freierem Blicke noch, mit festerem Sinne für die Entwickelung der Menschheit, in ihrem jetzigen Zustand diese Ereignisse, an denen sie mit so innigem Anteil und Interesse hing, verfolgen können. — Und so sei es denn uns allen ans Herz gelegt, daß wir, wo wir nur können, unsere Gedanken, unsere tätigen Kräfte der Seele, mit diesem treuen Geiste, mit diesem treuen, lieben Mitgliede unserer Bewegung vereinigen, damit wir uns mit ihr eins wissen auch fernerhin, wo sie in anderer Form unter uns weilen wird als bisher, da sie auf dem physischen Plan mit uns in einer so vorbildlichen Weise verbunden war.

[ 2 ] Seit wir uns hier nicht zusammengefunden haben, haben wir ja für den physischen Plan den Verlust unseres lieber. Fräulein Motzkus und anderer lieber Freunde zu beklagen, die infolge der Zeitereignisse den physischen Plan verlassen haben. Es ist besonders schmerzlich, unter denjenigen lieben Freunden, die hier nun durch so viele Jahre mit teilgenommen haben an unseren geisteswissenschaftlichen Bestrebungen, Fräulein Motzkus nicht mehr zu sehen. Sie gehörte ja unserer Bewegung an, seitdem wir mit derselben begonnen haben. Vom ersten Tage an, von der ersten Versammlung im kleinsten Kreis an, die ganze Zeit über war sie in unserer Mitte als ein im tiefsten Herzen unserer Bewegung hingegebenes Mitglied, das alle Phasen, alle Entwickelungsprüfungen unserer Bewegung mit innigem Anteil mitgemacht hat; das vor allen Dingen durch alle diese Ereignisse hindurch, durch die wir haben gehen müssen, sich bewahrt hat im tiefsten Sinne des Wortes eine unbesiegliche Treue zu unserer Sache, eine Treue, durch die Fräulein Motzkus gewiß vorbildlich war für diejenigen, die wirklich ergebene Mitglieder der geisteswissenschaftlichen Bewegung sein wollen. Und so schauen wir denn dieser lieben guten Seele nach in die Welten des geistigen Lebens, zu denen sie aufgestiegen ist, indem wir das ja durch viele Jahre herangebildete und herangefestigte Treue-Verhältnis zu ihr bewahren, indem wir uns mit ihrer Seele verbunden wissen für immerdar. — In letzter Zeit hat ja Fräulein Motzkus selber den Verlust ihrer treuen Freundin, die sie nun so bald in der geistigen Welt wiedergefunden hat, zu beklagen gehabt und in dem Sinne, wie man aus dem Bewußstsein einer wirklichen Auffassung der geistigen Welt einen solchen Schlag erträgt, diesen Schlag hingenommen. Bewundernswert war es, mit welch regem Interesse Fräulein Motzkus bis in ihre letzten Tage hinein ein tiefes Anteilnehmen zeigte an den großen Ereignissen der Zeit. Sie sagte mir selber wiederholt, so lange möchte sie noch hier auf dem physischen Plane leben, bis sich diese bedeutenden Ereignisse, in deren Mitte wir jetzt stehen, entschieden haben. Nun, sie wird mit freierem Blicke noch, mit festerem Sinne für die Entwickelung der Menschheit, in ihrem jetzigen Zustand diese Ereignisse, an denen sie mit so innigem Anteil und Interesse hing, verfolgen können. — Und so sei es denn uns allen ans Herz gelegt, daß wir, wo wir nur können, unsere Gedanken, unsere tätigen Kräfte der Seele, mit diesem treuen Geiste, mit diesem treuen, lieben Mitgliede unserer Bewegung vereinigen, damit wir uns mit ihr eins wissen auch fernerhin, wo sie in anderer Form unter uns weilen wird als bisher, da sie auf dem physischen Plan mit uns in einer so vorbildlichen Weise verbunden war.

[ 3 ] Nun, die Zeiten, in denen wir leben, sind solche, welche uns immer intensiver und intensiver nahelegen können, welche Bedeutung das Streben nach geistiger Erkenntnis für das Menschengeschlecht der Gegenwart und der nächsten Zukunft haben muß. Die Ereignisse, innerhalb welcher wir stehen, sind ja, man kann sagen, so, daß sie für viele heute noch, wenn es auch wenig bemerkt wird, eine Art Zustand der Betäubnis hervorrufen. Und was eigentlich geschieht, wie eingreifend die Dinge, die da geschehen, in die menschliche Entwickelung sind, das in vollem Umfang zu erkennen, dazu werden diejenigen Seelen, welche diese Menschheitskatastrophe hier auf dem physischen Plan überleben, wohl erst nach einiger Zeit aufwachen. Um so mehr müssen wir es uns angelegen sein lassen, dasjenige vor unsere Seele zu rufen, was wir Gedanken nennen können, die beleuchtend sind für die Aufgaben und Ziele dieser für die Menschheit so notwendigen geisteswissenschaftlichen Bewegung. Und für uns wird es vielleicht besonders gut sein, da wir nach langer Zeit wiederum zusammen sind, das Spezifische unserer Anschauung von dieser Geisteswissenschaft uns einmal mit einigen kurzen Gedanken vor die Seele zu führen; besser würde ich vielleicht sagen, von derjenigen Anschauung, die sich naturgemäß ergeben kann aus jener Geisteswissenschaft, die wir nun seit vielen Jahren vor unsere Seele hinstellen.

[ 3 ] Nun, die Zeiten, in denen wir leben, sind solche, welche uns immer intensiver und intensiver nahelegen können, welche Bedeutung das Streben nach geistiger Erkenntnis für das Menschengeschlecht der Gegenwart und der nächsten Zukunft haben muß. Die Ereignisse, innerhalb welcher wir stehen, sind ja, man kann sagen, so, daß sie für viele heute noch, wenn es auch wenig bemerkt wird, eine Art Zustand der Betäubnis hervorrufen. Und was eigentlich geschieht, wie eingreifend die Dinge, die da geschehen, in die menschliche Entwickelung sind, das in vollem Umfang zu erkennen, dazu werden diejenigen Seelen, welche diese Menschheitskatastrophe hier auf dem physischen Plan überleben, wohl erst nach einiger Zeit aufwachen. Um so mehr müssen wir es uns angelegen sein lassen, dasjenige vor unsere Seele zu rufen, was wir Gedanken nennen können, die beleuchtend sind für die Aufgaben und Ziele dieser für die Menschheit so notwendigen geisteswissenschaftlichen Bewegung. Und für uns wird es vielleicht besonders gut sein, da wir nach langer Zeit wiederum zusammen sind, das Spezifische unserer Anschauung von dieser Geisteswissenschaft uns einmal mit einigen kurzen Gedanken vor die Seele zu führen; besser würde ich vielleicht sagen, von derjenigen Anschauung, die sich naturgemäß ergeben kann aus jener Geisteswissenschaft, die wir nun seit vielen Jahren vor unsere Seele hinstellen.

[ 4 ] Daß die Menschen, wenigstens in diesem oder jenem ihrer Vertreter, überall heute die Sehnsucht entwickeln, der geistigen Welt nahezukommen, trotzdem auf der anderen Seite bedauerlicherweise der Materialismus nicht abnimmt, das kann aber doch bemerkt werden. Und gerade aus mancher Form, in der die Sehnsucht nach dem Geiste auftaucht, kann uns das Bedürfnis entstehen, das Spezifische unseres Suchens nach dem geistigen Leben uns einmal vor die Seele zu rücken. In England macht gegenwärtig das Suchen eines hervorragenden Gelehrten nach der geistigen Welt den allergrößten Eindruck auf die weitesten Kreise auch der gebildetsten Leute dort. Und es ist eine immerhin außerordentlich bemerkenswerte Erscheinung, daß von einem dort unter die allerersten wissenschaftlichen Geister gezählten Manne ein umfangreiches Buch geschrieben worden ist über den Zusammenhang der Menschheit hier auf der Erde mit der geistigen Welt, das eine ganz merkwürdige Form hat. Sir Oliver Lodge, der ja seit Jahren allerdings sich in der verschiedensten Weise bemüht, die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse, zu denen er gelangt ist, so zu erweitern, daß sie ihm Aufschlüsse geben können über die geistige Welt, hat ein dickes Buch geschrieben über einen ganz besonderen Fall von Beziehungen, in die er gekommen sein will zu der geistigen Welt. Die Sache verhält sich folgendermaßen.

[ 4 ] Daß die Menschen, wenigstens in diesem oder jenem ihrer Vertreter, überall heute die Sehnsucht entwickeln, der geistigen Welt nahezukommen, trotzdem auf der anderen Seite bedauerlicherweise der Materialismus nicht abnimmt, das kann aber doch bemerkt werden. Und gerade aus mancher Form, in der die Sehnsucht nach dem Geiste auftaucht, kann uns das Bedürfnis entstehen, das Spezifische unseres Suchens nach dem geistigen Leben uns einmal vor die Seele zu rücken. In England macht gegenwärtig das Suchen eines hervorragenden Gelehrten nach der geistigen Welt den allergrößten Eindruck auf die weitesten Kreise auch der gebildetsten Leute dort. Und es ist eine immerhin außerordentlich bemerkenswerte Erscheinung, daß von einem dort unter die allerersten wissenschaftlichen Geister gezählten Manne ein umfangreiches Buch geschrieben worden ist über den Zusammenhang der Menschheit hier auf der Erde mit der geistigen Welt, das eine ganz merkwürdige Form hat. Sir Oliver Lodge, der ja seit Jahren allerdings sich in der verschiedensten Weise bemüht, die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse, zu denen er gelangt ist, so zu erweitern, daß sie ihm Aufschlüsse geben können über die geistige Welt, hat ein dickes Buch geschrieben über einen ganz besonderen Fall von Beziehungen, in die er gekommen sein will zu der geistigen Welt. Die Sache verhält sich folgendermaßen.

[ 5 ] Sir Oliver Lodge hatte einen Sohn, Raymond Lodge. Der nahm 1915 auf englischer Seite an dem Krieg in Flandern teil. Während die Eltern Lodge den Sohn noch auf dem Kriegsschauplatz wußten, bekamen sie eine merkwürdige Nachricht aus Amerika. Eine Nachricht, die ganz gewiß für, ich möchte sagen, materialistisch gesinnte Spiritualisten außerordentlich frappierend sein mußte. Die Nachricht war so gehalten, daß aus ihr entnommen werden sollte, daß der vor vielen Jahren verstorbene englische Psychologe, der sich viel befaßt hat mit den Beziehungen der physischen Welt zu der geistigen Welt, Myers, der also seit Jahren bereits in der geistigen Welt weilt, daß dieser sich des jungen Raymond Lodge in der nächsten Zeit annehmen werde. Zunächst war es unklar, auf was sich das beziehen könne. Diese Nachricht traf allerdings etwas verspätet bei Sir Oliver Lodge ein. Sie traf ein, als Raymond Lodge, der Sohn, bereits gefallen war. Ich glaube vierzehn Tage später, ich weiß es nicht mehr genau. Nun bekam man also die Nachricht von dem Tode, und man bekam ferner wiederum aus Amerika Nachricht, die durch Medien vermittelt war, daß man sich an englische Medien wenden solle. Und siehe da, man wendete sich an englische Medien, und zwar an Medien, denen Sir Oliver Lodge — man kann das sagen, ich werde ja nachher gleich über die Bedeutung des Falles sprechen — mit genügender Kritik gegenüberstand. Sir Oliver Lodge ist Wissenschafter und ist geschult dazu, solche Dinge in wissenschaftlicher Weise zu prüfen. Er ging nach seiner Meinung ganz so zu Werke, wie man beim Laboratoriumsversuch zu Werke geht. Und was sich nun ergab, wurde nicht von einem, sondern sogar von mehreren Medien konstatiert: Raymond Lodges Seele wollte sich der Familie des Sir Oliver Lodge ankündigen. Es kam zu allerlei Schreib- und Klopfmitteilungen, zu Mitteilungen, die ihrem Inhalte nach für die Familie Lodge so überraschend waren, daß nicht nur Sir Oliver Lodge von der Wahrheit der Sache überzeugt war, sondern auch die übrigen Familienmitglieder, die solchen Dingen bis dahin außerordentlich skeptisch gegenüberstanden. Raymond Lodges Seele kündigte unter anderem an, daß Myers, der längst Verstorbene, schützend ihr zur Seite stünde, kündigte Verschiedenes an über seine letzte Zeit vor dem Tode, allerlei anderes noch, das von Bedeutung war für die Eltern und Geschwister und einen großen Eindruck machte, namentlich weil Verschiedenes, das Raymond Lodge durch die Medien mitteilen ließ, direkt bestimmt war, an die Familie und namentlich an Sir Oliver Lodge heranzukommen. Die Art und Weise der Sitzungen, die gehalten worden sind, waren für die Familie und für Sir Oliver Lodge, merkwürdigerweise muß ich sagen, und für eine weite Presse — soweit ich es verfolgen konnte — außerordentlich überraschend. Sie können nicht überraschend sein für denjenigen, der in solchen Dingen Erfahrung hat, denn im Grunde genommen konnte seiner Art und Gattung nach dasjenige, was da durch Medien von einem Toten vermittelt worden ist, jeder, der mit der Technik und dem Verlauf von solchen Sitzungen nur irgend bekannt ist, kennen. Einen besonders tiefen Eindruck hat aber in England vor allem ein Faktum gemacht. Und dieses Faktum ist wohl dasjenige, welches am meisten geeignet sein wird, in allerweitesten Kreisen der englischen gebildeten Welt, auch der amerikanischen gebildeten Welt, geradezu Überzeugung hervorzurufen, und zwar eine Überzeugung, wie sie vorher in unserer skeptischen Zeit bei sehr vielen Menschen nicht da war, bei denen sie nun gerade durch diese Sache eingetreten ist und eintreten wird. Das Faktum, das besonders starken Eindruck auf die Familie Lodge, auf Sir Oliver Lodge besonders, und auf die breite Öffentlichkeit gemacht hat, ist das folgende.

[ 5 ] Sir Oliver Lodge hatte einen Sohn, Raymond Lodge. Der nahm 1915 auf englischer Seite an dem Krieg in Flandern teil. Während die Eltern Lodge den Sohn noch auf dem Kriegsschauplatz wußten, bekamen sie eine merkwürdige Nachricht aus Amerika. Eine Nachricht, die ganz gewiß für, ich möchte sagen, materialistisch gesinnte Spiritualisten außerordentlich frappierend sein mußte. Die Nachricht war so gehalten, daß aus ihr entnommen werden sollte, daß der vor vielen Jahren verstorbene englische Psychologe, der sich viel befaßt hat mit den Beziehungen der physischen Welt zu der geistigen Welt, Myers, der also seit Jahren bereits in der geistigen Welt weilt, daß dieser sich des jungen Raymond Lodge in der nächsten Zeit annehmen werde. Zunächst war es unklar, auf was sich das beziehen könne. Diese Nachricht traf allerdings etwas verspätet bei Sir Oliver Lodge ein. Sie traf ein, als Raymond Lodge, der Sohn, bereits gefallen war. Ich glaube vierzehn Tage später, ich weiß es nicht mehr genau. Nun bekam man also die Nachricht von dem Tode, und man bekam ferner wiederum aus Amerika Nachricht, die durch Medien vermittelt war, daß man sich an englische Medien wenden solle. Und siehe da, man wendete sich an englische Medien, und zwar an Medien, denen Sir Oliver Lodge — man kann das sagen, ich werde ja nachher gleich über die Bedeutung des Falles sprechen — mit genügender Kritik gegenüberstand. Sir Oliver Lodge ist Wissenschafter und ist geschult dazu, solche Dinge in wissenschaftlicher Weise zu prüfen. Er ging nach seiner Meinung ganz so zu Werke, wie man beim Laboratoriumsversuch zu Werke geht. Und was sich nun ergab, wurde nicht von einem, sondern sogar von mehreren Medien konstatiert: Raymond Lodges Seele wollte sich der Familie des Sir Oliver Lodge ankündigen. Es kam zu allerlei Schreib- und Klopfmitteilungen, zu Mitteilungen, die ihrem Inhalte nach für die Familie Lodge so überraschend waren, daß nicht nur Sir Oliver Lodge von der Wahrheit der Sache überzeugt war, sondern auch die übrigen Familienmitglieder, die solchen Dingen bis dahin außerordentlich skeptisch gegenüberstanden. Raymond Lodges Seele kündigte unter anderem an, daß Myers, der längst Verstorbene, schützend ihr zur Seite stünde, kündigte Verschiedenes an über seine letzte Zeit vor dem Tode, allerlei anderes noch, das von Bedeutung war für die Eltern und Geschwister und einen großen Eindruck machte, namentlich weil Verschiedenes, das Raymond Lodge durch die Medien mitteilen ließ, direkt bestimmt war, an die Familie und namentlich an Sir Oliver Lodge heranzukommen. Die Art und Weise der Sitzungen, die gehalten worden sind, waren für die Familie und für Sir Oliver Lodge, merkwürdigerweise muß ich sagen, und für eine weite Presse — soweit ich es verfolgen konnte — außerordentlich überraschend. Sie können nicht überraschend sein für denjenigen, der in solchen Dingen Erfahrung hat, denn im Grunde genommen konnte seiner Art und Gattung nach dasjenige, was da durch Medien von einem Toten vermittelt worden ist, jeder, der mit der Technik und dem Verlauf von solchen Sitzungen nur irgend bekannt ist, kennen. Einen besonders tiefen Eindruck hat aber in England vor allem ein Faktum gemacht. Und dieses Faktum ist wohl dasjenige, welches am meisten geeignet sein wird, in allerweitesten Kreisen der englischen gebildeten Welt, auch der amerikanischen gebildeten Welt, geradezu Überzeugung hervorzurufen, und zwar eine Überzeugung, wie sie vorher in unserer skeptischen Zeit bei sehr vielen Menschen nicht da war, bei denen sie nun gerade durch diese Sache eingetreten ist und eintreten wird. Das Faktum, das besonders starken Eindruck auf die Familie Lodge, auf Sir Oliver Lodge besonders, und auf die breite Öffentlichkeit gemacht hat, ist das folgende.

[ 6 ] Durch eines der Medien wurden Photographien beschrieben, welche zu Lebzeiten von Raymond Lodge angefertigt worden sind. Sie wurden in der Weise beschrieben, daß Raymond Lodge selber dem Medium eingab, das sich beschreibend durch Klopftöne äußerte, wie die Photographien ausschauen. Nun wurde auf diesem Wege eine Gruppenphotographie beschrieben; das heißt also, durch das Medium kam heraus, daß die Seele des Raymond Lodge eine Gruppenphotographie beschreiben wollte, die von ihm aufgenommen worden ist kurze Zeit bevor er durch des Todes Pforte gegangen ist. Da hat er sich, so sagt er vom Jenseits heraus, mit Kollegen photographieren lassen, die in zwei Gruppen hintereinander aufgenommen worden waren; so und so war die Anordnung, er saß an der Stelle. Und er gab außerdem auf diesem Wege an, daß mehrere Aufnahmen gemacht worden sind, aber hintereinander, wie das die Photographen tun. Und zwar gab er genau an, wodurch sich diese unmittelbar hintereinander gemachten Photographien unterscheiden. Er sitzt überall auf demselben Stuhl, ungefähr auch mit derselben Hauptgeste, nur ein klein wenig ist die Lage des Arms und dergleichen verändert. Das gibt er sehr genau an. Nun, die Familie Lodge wußte von diesen Photographien nichts, sie wußte nicht, daß eine solche Photographie gemacht worden ist. Es war also zunächst das Faktum vorhanden, daß auf dem Umweg durch das Medium eine Gruppenphotographie beschrieben worden ist, welche Raymond Lodge darstellen sollte im Kreise seiner Kameraden. Nach einiger Zeit, vielleicht nach vierzehn Tagen, kam nun wirklich von Frankreich herüber diese Photographie bei Sir Oliver Lodge an, und zwar ganz genau so, wie sie durch das Medium nach den Angaben der Seele von Raymond Lodge beschrieben worden ist. Das hat einen besonders starken Eindruck gemacht. Und derjenige, der in solchen Dingen Dilettant ist und es hat sich ja gezeigt, daß eigentlich alle Welt, die da in Betracht kam, Dilettant war —, mußte also auch einen starken Eindruck haben. Es ist ein Experimentum crucis. Man hat es damit zu tun, daß eine Seele von jenseits herüber eine Photographie in mehreren voneinander verschiedenen Aufnahmen beschreibt, die etwa erst nach vierzehn Tagen bei der Familie eintrifft, und die mit diesen Angaben genau übereinstimmt. So daß man sagen kann: Keine Spur kann vorliegen, daß das Medium oder irgendein Mitglied der Sitzung — und Mitglieder waren die Angehörigen der Familie Lodge — irgend etwas von dieser Photographie gesehen haben konnten. Sehen Sie, wir haben da einen Fall, der ganz besonders ins Auge zu fassen ist: auf der einen Seite wissenschaftlich ins Auge zu fassen ist, auf der anderen Seite aber auch kulturhistorisch ins Auge zu fassen ist. Denn nicht nur, daß man voraussetzen kann, daß so etwas selbstverständlich einen großen Eindruck machen kann; es ist auch wirklich geschehen, es hat einen ungeheuren Eindruck gemacht. Und soweit man verfolgen konnte, wirkte gerade diese Beschreibung der Photographie, die also nicht auf Gedankenübertragung beruhen konnte, tief überzeugend.

[ 6 ] Durch eines der Medien wurden Photographien beschrieben, welche zu Lebzeiten von Raymond Lodge angefertigt worden sind. Sie wurden in der Weise beschrieben, daß Raymond Lodge selber dem Medium eingab, das sich beschreibend durch Klopftöne äußerte, wie die Photographien ausschauen. Nun wurde auf diesem Wege eine Gruppenphotographie beschrieben; das heißt also, durch das Medium kam heraus, daß die Seele des Raymond Lodge eine Gruppenphotographie beschreiben wollte, die von ihm aufgenommen worden ist kurze Zeit bevor er durch des Todes Pforte gegangen ist. Da hat er sich, so sagt er vom Jenseits heraus, mit Kollegen photographieren lassen, die in zwei Gruppen hintereinander aufgenommen worden waren; so und so war die Anordnung, er saß an der Stelle. Und er gab außerdem auf diesem Wege an, daß mehrere Aufnahmen gemacht worden sind, aber hintereinander, wie das die Photographen tun. Und zwar gab er genau an, wodurch sich diese unmittelbar hintereinander gemachten Photographien unterscheiden. Er sitzt überall auf demselben Stuhl, ungefähr auch mit derselben Hauptgeste, nur ein klein wenig ist die Lage des Arms und dergleichen verändert. Das gibt er sehr genau an. Nun, die Familie Lodge wußte von diesen Photographien nichts, sie wußte nicht, daß eine solche Photographie gemacht worden ist. Es war also zunächst das Faktum vorhanden, daß auf dem Umweg durch das Medium eine Gruppenphotographie beschrieben worden ist, welche Raymond Lodge darstellen sollte im Kreise seiner Kameraden. Nach einiger Zeit, vielleicht nach vierzehn Tagen, kam nun wirklich von Frankreich herüber diese Photographie bei Sir Oliver Lodge an, und zwar ganz genau so, wie sie durch das Medium nach den Angaben der Seele von Raymond Lodge beschrieben worden ist. Das hat einen besonders starken Eindruck gemacht. Und derjenige, der in solchen Dingen Dilettant ist und es hat sich ja gezeigt, daß eigentlich alle Welt, die da in Betracht kam, Dilettant war —, mußte also auch einen starken Eindruck haben. Es ist ein Experimentum crucis. Man hat es damit zu tun, daß eine Seele von jenseits herüber eine Photographie in mehreren voneinander verschiedenen Aufnahmen beschreibt, die etwa erst nach vierzehn Tagen bei der Familie eintrifft, und die mit diesen Angaben genau übereinstimmt. So daß man sagen kann: Keine Spur kann vorliegen, daß das Medium oder irgendein Mitglied der Sitzung — und Mitglieder waren die Angehörigen der Familie Lodge — irgend etwas von dieser Photographie gesehen haben konnten. Sehen Sie, wir haben da einen Fall, der ganz besonders ins Auge zu fassen ist: auf der einen Seite wissenschaftlich ins Auge zu fassen ist, auf der anderen Seite aber auch kulturhistorisch ins Auge zu fassen ist. Denn nicht nur, daß man voraussetzen kann, daß so etwas selbstverständlich einen großen Eindruck machen kann; es ist auch wirklich geschehen, es hat einen ungeheuren Eindruck gemacht. Und soweit man verfolgen konnte, wirkte gerade diese Beschreibung der Photographie, die also nicht auf Gedankenübertragung beruhen konnte, tief überzeugend.

[ 7 ] Für uns handelt es sich besonders darum, den ganzen Fall ins Auge zu fassen. Denn wir müssen uns über folgendes klar sein: Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, so haben wir es zunächst damit zu tun, daß die menschliche Individualität nunmehr für kurze Zeit eingehüllt ist vom Astralleib und Ätherleib, daß dieser Ätherleib nach kürzerer oder längerer Zeit, aber immerhin nach einer Zeit, welche, wie wir wissen, nach Tagen zu bemessen ist, mitgeteilt wird der ätherischen Welt und dort ihr weiteres Schicksal durchmacht, so daß die Individualität mit dem Astralleib in der geistigen Welt ihre weitere Wanderung antritt. Und so wie der physische Leib hier auf der Erde abgesondert ist von der Individualität, so ist es auch der menschliche Ätherleib. Nun müssen wir uns klar sein darüber, daß in spiritistischen Sitzungen — und mit spiritistischen Sitzungen hat man es in dem ganzen Werke des Sir Oliver Lodge zu tun — nur von einem gründlichen Kenner unterschieden werden kann, ob die Kommunikation da ist mit der wirklichen Individualität oder bloß mit dem abgelegten, zurückgebliebenen ätherischen Leichnam. Dieser ätherische Leichnam steht trotzdem in einer fortwährenden Kommunikation mit der Individualität. Nun, wenn man auf dem Umwege durch ein Medium eine Verbindung herstellt mit der geistigen Welt, so stellt man sie zunächst mit dem Ätherleib her, und man kann nie sicher sein, ob man auf diesem Umwege wirklich an die Individualität herangelangt. Es ist ja gewiß das Bestreben unserer Zeit, auch für das spirituelle Sein etwas wie den Laboratoriumsversuch zu finden, etwas, was man mit Händen greifen kann, was man unmittelbar in der materiellen Welt vor sich hat. Auf den inneren Weg, auf dem die Seele in die geistigen Welten wandern soll, auf den reinen Geistesweg mag sich unsere materialistische Zeit nicht gerne einlassen. Sie will, daß auch der Geist sich materiell ankünde, daß dieser Geist in die materielle Welt hinuntersteigt. Wir erleben alle Phasen des materialistischen Spiritualismus, des materialistischen Sich-Hinwendens zur geistigen Welt.

[ 7 ] Für uns handelt es sich besonders darum, den ganzen Fall ins Auge zu fassen. Denn wir müssen uns über folgendes klar sein: Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, so haben wir es zunächst damit zu tun, daß die menschliche Individualität nunmehr für kurze Zeit eingehüllt ist vom Astralleib und Ätherleib, daß dieser Ätherleib nach kürzerer oder längerer Zeit, aber immerhin nach einer Zeit, welche, wie wir wissen, nach Tagen zu bemessen ist, mitgeteilt wird der ätherischen Welt und dort ihr weiteres Schicksal durchmacht, so daß die Individualität mit dem Astralleib in der geistigen Welt ihre weitere Wanderung antritt. Und so wie der physische Leib hier auf der Erde abgesondert ist von der Individualität, so ist es auch der menschliche Ätherleib. Nun müssen wir uns klar sein darüber, daß in spiritistischen Sitzungen — und mit spiritistischen Sitzungen hat man es in dem ganzen Werke des Sir Oliver Lodge zu tun — nur von einem gründlichen Kenner unterschieden werden kann, ob die Kommunikation da ist mit der wirklichen Individualität oder bloß mit dem abgelegten, zurückgebliebenen ätherischen Leichnam. Dieser ätherische Leichnam steht trotzdem in einer fortwährenden Kommunikation mit der Individualität. Nun, wenn man auf dem Umwege durch ein Medium eine Verbindung herstellt mit der geistigen Welt, so stellt man sie zunächst mit dem Ätherleib her, und man kann nie sicher sein, ob man auf diesem Umwege wirklich an die Individualität herangelangt. Es ist ja gewiß das Bestreben unserer Zeit, auch für das spirituelle Sein etwas wie den Laboratoriumsversuch zu finden, etwas, was man mit Händen greifen kann, was man unmittelbar in der materiellen Welt vor sich hat. Auf den inneren Weg, auf dem die Seele in die geistigen Welten wandern soll, auf den reinen Geistesweg mag sich unsere materialistische Zeit nicht gerne einlassen. Sie will, daß auch der Geist sich materiell ankünde, daß dieser Geist in die materielle Welt hinuntersteigt. Wir erleben alle Phasen des materialistischen Spiritualismus, des materialistischen Sich-Hinwendens zur geistigen Welt.

[ 8 ] Nun ist durchaus möglich, daß der ätherische Leib, der sich absondert von der eigentlichen menschlichen Individualität, eine gewisse Art von Eigenleben zeigt, das für den Laien durchaus zu verwechseln ist mit dem Leben der Individualität. Man darf nämlich nicht glauben, daß dieser Ätherleib, wenn er nun der ätherischen Welt übergeben ist, nur Reminiszenzen, nur Erinnerungen, nur Nachklänge zeigen würde an dasjenige, was der Mensch hier durchgemacht hat, sondern er zeigt sich als eine wirklich fortlebende Individualität. Er kann ganz Neues kundgeben und hervorbringen. Und dennoch, wer da glaubt, durch diese Verbindung mit dem Ätherleibe in einer Verbindung mit der Individualität zu sein, der ist auf falscher Fährte. Insbesondere ist das möglich, wenn in einem Kreise, wie in diesem Kreise von der Familie Sir Oliver Lodges — es waren alles Mitglieder der Familie —, Menschen herumsitzen, welche so oder so geartete Gedanken hinlenkten nach dem Verstorbenen, wie es natürlich war in der Seele eines jeden dieser Mitglieder der Familie Lodge. Gedanken an den Verstorbenen, mannigfaltige Erinnerungen, die teilten sich auf dem Umwege durch die mediale Kraft des Mediums dem Ätherleibe mit, und der Ätherleib gibt wiederum manchmal ganz und gar frappierende Antworten zurück, die durchaus sich so ausnehmen, als ob die Individualität des Toten die Antworten gäbe. Dennoch braucht man es nur mit dem abgelegten ätherischen Leichnam zu tun zu haben. Und für denjenigen, der mit diesen Dingen bekannt ist, findet wirklich das statt, daß überall, wo geschildert wird, wie durch das Medium das oder jenes von Raymond Lodge an die Mitglieder der Familie des Sir Oliver Lodge kommt, eigentlich nur der ätherische Leichnam spricht, ohne daß die Individualität des Raymond Lodge wirklich in Kommunikation gestanden hätte mit dem ganzen Kreise. Es sind daher auch, wie gesagt, für denjenigen, der bewandert ist in dem Verlauf von solchen Sitzungen, alle die Mitteilungen nicht besonders frappierend.

[ 8 ] Nun ist durchaus möglich, daß der ätherische Leib, der sich absondert von der eigentlichen menschlichen Individualität, eine gewisse Art von Eigenleben zeigt, das für den Laien durchaus zu verwechseln ist mit dem Leben der Individualität. Man darf nämlich nicht glauben, daß dieser Ätherleib, wenn er nun der ätherischen Welt übergeben ist, nur Reminiszenzen, nur Erinnerungen, nur Nachklänge zeigen würde an dasjenige, was der Mensch hier durchgemacht hat, sondern er zeigt sich als eine wirklich fortlebende Individualität. Er kann ganz Neues kundgeben und hervorbringen. Und dennoch, wer da glaubt, durch diese Verbindung mit dem Ätherleibe in einer Verbindung mit der Individualität zu sein, der ist auf falscher Fährte. Insbesondere ist das möglich, wenn in einem Kreise, wie in diesem Kreise von der Familie Sir Oliver Lodges — es waren alles Mitglieder der Familie —, Menschen herumsitzen, welche so oder so geartete Gedanken hinlenkten nach dem Verstorbenen, wie es natürlich war in der Seele eines jeden dieser Mitglieder der Familie Lodge. Gedanken an den Verstorbenen, mannigfaltige Erinnerungen, die teilten sich auf dem Umwege durch die mediale Kraft des Mediums dem Ätherleibe mit, und der Ätherleib gibt wiederum manchmal ganz und gar frappierende Antworten zurück, die durchaus sich so ausnehmen, als ob die Individualität des Toten die Antworten gäbe. Dennoch braucht man es nur mit dem abgelegten ätherischen Leichnam zu tun zu haben. Und für denjenigen, der mit diesen Dingen bekannt ist, findet wirklich das statt, daß überall, wo geschildert wird, wie durch das Medium das oder jenes von Raymond Lodge an die Mitglieder der Familie des Sir Oliver Lodge kommt, eigentlich nur der ätherische Leichnam spricht, ohne daß die Individualität des Raymond Lodge wirklich in Kommunikation gestanden hätte mit dem ganzen Kreise. Es sind daher auch, wie gesagt, für denjenigen, der bewandert ist in dem Verlauf von solchen Sitzungen, alle die Mitteilungen nicht besonders frappierend.

[ 9 ] Es hätte das Ganze wahrscheinlich auch nicht auf einen weiten Kreis einen so bedeutsamen Eindruck gemacht und würde ihn nicht weiter machen, wenn nicht die Photographie-Geschichte vorläge. Denn diese Photographie-Geschichte ist doch etwas außerordentlich Merkwürdiges. Denn es ist doch unmöglich, daß irgendwie aus dem Kreis — wie das bei allen anderen Dingen, die in den Sitzungen vorkamen, möglich ist — Gedanken hätten hingehen können durch das Medium zu dem ätherischen Leibe. Denn niemand konnte in England etwas von den Photographien wissen; die waren noch nicht angekommen, als die Mitteilungen durch das Medium gemacht wurden. Trotzdem ist es höchst merkwürdig, daß jemand, der so lange schon sich für diese Dinge interessiert und der außerdem ein so gelehrter Wissenschafter ist wie Sir Oliver Lodge, daß der nicht weiß, wie eine solche Sache aufzufassen ist. Ich habe wirklich mich bemüht, in diesem Falle in die Sache genauer hineinzuschauen, und das ist sehr gut möglich, weil eben gerade Sir Oliver Lodge Gelehrter, Wissenschafter ist, und deshalb in einer Weise beschreibt, auf die man sich verlassen kann; so daß man es nicht zu tun hat mit irgendwelchem Protokoll einer gewöhnlichen spiritistischen Sitzung, sondern mit den Mitteilungen eines Mannes, der mit der Sicherheit eines Wissenschafters schildert, der gewöhnt ist, die wissenschaftliche Gewissenhaftigkeit zu entwickeln, die ein Chemiker in den Laboratoriumsversuchen entfaltet. Man kann aus der Schilderung, die außerordentlich gewissenhaft gemacht ist, sich ein vollständiges Bild machen desjenigen, um was es sich handelt. Man muß nur wissen, um was es sich handelt.

[ 9 ] Es hätte das Ganze wahrscheinlich auch nicht auf einen weiten Kreis einen so bedeutsamen Eindruck gemacht und würde ihn nicht weiter machen, wenn nicht die Photographie-Geschichte vorläge. Denn diese Photographie-Geschichte ist doch etwas außerordentlich Merkwürdiges. Denn es ist doch unmöglich, daß irgendwie aus dem Kreis — wie das bei allen anderen Dingen, die in den Sitzungen vorkamen, möglich ist — Gedanken hätten hingehen können durch das Medium zu dem ätherischen Leibe. Denn niemand konnte in England etwas von den Photographien wissen; die waren noch nicht angekommen, als die Mitteilungen durch das Medium gemacht wurden. Trotzdem ist es höchst merkwürdig, daß jemand, der so lange schon sich für diese Dinge interessiert und der außerdem ein so gelehrter Wissenschafter ist wie Sir Oliver Lodge, daß der nicht weiß, wie eine solche Sache aufzufassen ist. Ich habe wirklich mich bemüht, in diesem Falle in die Sache genauer hineinzuschauen, und das ist sehr gut möglich, weil eben gerade Sir Oliver Lodge Gelehrter, Wissenschafter ist, und deshalb in einer Weise beschreibt, auf die man sich verlassen kann; so daß man es nicht zu tun hat mit irgendwelchem Protokoll einer gewöhnlichen spiritistischen Sitzung, sondern mit den Mitteilungen eines Mannes, der mit der Sicherheit eines Wissenschafters schildert, der gewöhnt ist, die wissenschaftliche Gewissenhaftigkeit zu entwickeln, die ein Chemiker in den Laboratoriumsversuchen entfaltet. Man kann aus der Schilderung, die außerordentlich gewissenhaft gemacht ist, sich ein vollständiges Bild machen desjenigen, um was es sich handelt. Man muß nur wissen, um was es sich handelt.

[ 10 ] Da ist es sehr merkwürdig, daß jemand durch das außerordentliche Interesse, das er dadurch hat, daß es sich um seinen Sohn handelt, jemand, der sich doch schon durch viele Jahre für diese Dinge interessiert, also ein gelehrter Mann wie Sir Oliver Lodge, nichts weiß von demjenigen, was wir innerhalb unserer Geisteswissenschaft öfter beschrieben haben, wenn wir die atavistischen Formen des Hellsehens beschrieben haben als Vorahnung, als Deuteroskopie. Denn man hat in diesem Falle es mit nichts anderem zu tun als mit einem ganz besonderen Falle der Deuteroskopie. Die Sache ist so: Wir haben es mit einem Medium zu tun. Diesem Medium ist in gewisser Weise — selbstverständlich durch atavistische Kräfte — die geistige Welt offen, das wissen wir. Solche Medien überbrücken in ihrem Schauen den Raum. Aber nicht nur, daß sie in dem sogenannten zweiten Gesicht den Raum überbrücken, sondern sie überbrücken auch die Zeit. Und nehmen wir einen sehr einfachen Fall, den Fall, der hundert und hundertmal beschrieben ist — Sie können die Fälle beschrieben lesen, wenn Sie nicht selber so etwas bei sich oder bei Bekannten erlebt haben —, daß jemand, der besonders dazu veranlagt ist, wie traumhaft, aber in halber Vision, als Zukunftsereignis seinen eigenen Sarg oder Leichenzug sieht. Er stirbt in vierzehn Tagen. Er hat das gesehen, was sich erst in vierzehn Tagen zuträgt. Man kann nicht nur seinen eigenen Sarg oder Leichenzug, sondern zum Beispiel einen fremden Leichenzug sehen, ein ganz gleichgültiges Ereignis sehen, zum Beispiel — ich erzähle einen bestimmten Fall — sehen, wie man nach vierzehn Tagen oder drei Wochen aufs Land hinausgerufen wird und vom Pferde stürzt. Der Fall ist vorgekommen. Jemand hat das genau gesehen, hat versucht, Vorkehrungen zu treffen; aber diese Vorkehrungen sind so ausgefallen, daß die Sache trotzdem passiert ist. Da haben wir es mit einem Überbrücken der Zeit zu tun. Nichts anderes aber ist das, was Sir Oliver Lodge beschreibt, als ein Überbrücken der Zeit. Nichts anderes. Seine Beschreibung ist wirklich so genau, daß die Nachprüfung durchaus möglich ist. Das Medium hat durch seine mediale Kraft das zukünftige Ereignis gesehen. Als das Medium sprach, war die Photographie nicht da, aber sie kam in vierzehn Tagen, oder so ungefähr, an. Sie wurde umhergezeigt. Das fand erst nach einiger Zeit statt, aber das sah das Medium voraus. Es war ein prophetisches Vorgesicht, eine Deuteroskopie. Man hat es zu tun mit einem Vorgesicht; das ist es, was die Sache erklärt. Das hat also gar nichts zu tun mit einer Kommunikation zwischen demjenigen, der hier auf dem physischen Plan ist, und dem, der in der geistigen Welt ist.

[ 10 ] Da ist es sehr merkwürdig, daß jemand durch das außerordentliche Interesse, das er dadurch hat, daß es sich um seinen Sohn handelt, jemand, der sich doch schon durch viele Jahre für diese Dinge interessiert, also ein gelehrter Mann wie Sir Oliver Lodge, nichts weiß von demjenigen, was wir innerhalb unserer Geisteswissenschaft öfter beschrieben haben, wenn wir die atavistischen Formen des Hellsehens beschrieben haben als Vorahnung, als Deuteroskopie. Denn man hat in diesem Falle es mit nichts anderem zu tun als mit einem ganz besonderen Falle der Deuteroskopie. Die Sache ist so: Wir haben es mit einem Medium zu tun. Diesem Medium ist in gewisser Weise — selbstverständlich durch atavistische Kräfte — die geistige Welt offen, das wissen wir. Solche Medien überbrücken in ihrem Schauen den Raum. Aber nicht nur, daß sie in dem sogenannten zweiten Gesicht den Raum überbrücken, sondern sie überbrücken auch die Zeit. Und nehmen wir einen sehr einfachen Fall, den Fall, der hundert und hundertmal beschrieben ist — Sie können die Fälle beschrieben lesen, wenn Sie nicht selber so etwas bei sich oder bei Bekannten erlebt haben —, daß jemand, der besonders dazu veranlagt ist, wie traumhaft, aber in halber Vision, als Zukunftsereignis seinen eigenen Sarg oder Leichenzug sieht. Er stirbt in vierzehn Tagen. Er hat das gesehen, was sich erst in vierzehn Tagen zuträgt. Man kann nicht nur seinen eigenen Sarg oder Leichenzug, sondern zum Beispiel einen fremden Leichenzug sehen, ein ganz gleichgültiges Ereignis sehen, zum Beispiel — ich erzähle einen bestimmten Fall — sehen, wie man nach vierzehn Tagen oder drei Wochen aufs Land hinausgerufen wird und vom Pferde stürzt. Der Fall ist vorgekommen. Jemand hat das genau gesehen, hat versucht, Vorkehrungen zu treffen; aber diese Vorkehrungen sind so ausgefallen, daß die Sache trotzdem passiert ist. Da haben wir es mit einem Überbrücken der Zeit zu tun. Nichts anderes aber ist das, was Sir Oliver Lodge beschreibt, als ein Überbrücken der Zeit. Nichts anderes. Seine Beschreibung ist wirklich so genau, daß die Nachprüfung durchaus möglich ist. Das Medium hat durch seine mediale Kraft das zukünftige Ereignis gesehen. Als das Medium sprach, war die Photographie nicht da, aber sie kam in vierzehn Tagen, oder so ungefähr, an. Sie wurde umhergezeigt. Das fand erst nach einiger Zeit statt, aber das sah das Medium voraus. Es war ein prophetisches Vorgesicht, eine Deuteroskopie. Man hat es zu tun mit einem Vorgesicht; das ist es, was die Sache erklärt. Das hat also gar nichts zu tun mit einer Kommunikation zwischen demjenigen, der hier auf dem physischen Plan ist, und dem, der in der geistigen Welt ist.

[ 11 ] Sie sehen, wie sehr man verwirrt werden kann durch das Streben nach materialistischer Ausdeutung der geistigen Verhältnisse in der Welt, wie sehr man blind sein kann gegen dasjenige, was wirklich ist. Es ist ja wahrhaftig nicht minder ein Beweis für die Realität einer Welt, die hinter der gewöhnlichen Sinneswelt steht, daß solch ein Vorgesicht da ist. Der Fall ist interessant, nur kann man ihn nicht verwerten für die Konstatierung des Verhältnisses zwischen Lebenden und Verstorbenen. Die Verstorbenen müssen aufgesucht werden — wenn sie aufgesucht werden sollen und dürfen — auf dem Wege, der ein wirklich geistiger ist. Über diese Dinge werden wir ja in der nächsten Zeit noch mannigfaltige Betrachtungen anstellen, denn ich gedenke gerade über die Frage der Beziehungen der Lebenden zu den Toten in der nächsten Zeit verschiedene Kapitel hier zu besprechen.

[ 11 ] Sie sehen, wie sehr man verwirrt werden kann durch das Streben nach materialistischer Ausdeutung der geistigen Verhältnisse in der Welt, wie sehr man blind sein kann gegen dasjenige, was wirklich ist. Es ist ja wahrhaftig nicht minder ein Beweis für die Realität einer Welt, die hinter der gewöhnlichen Sinneswelt steht, daß solch ein Vorgesicht da ist. Der Fall ist interessant, nur kann man ihn nicht verwerten für die Konstatierung des Verhältnisses zwischen Lebenden und Verstorbenen. Die Verstorbenen müssen aufgesucht werden — wenn sie aufgesucht werden sollen und dürfen — auf dem Wege, der ein wirklich geistiger ist. Über diese Dinge werden wir ja in der nächsten Zeit noch mannigfaltige Betrachtungen anstellen, denn ich gedenke gerade über die Frage der Beziehungen der Lebenden zu den Toten in der nächsten Zeit verschiedene Kapitel hier zu besprechen.

[ 12 ] Nun, ich habe Ihnen diese Schrift von Sir Oliver Lodge über Raymond Lodges Seele vorgeführt aus dem Grunde, um Ihnen zu zeigen, wie dasjenige Sehnen nach der geistigen Welt beschaffen ist, das ja vorhanden ist, das man aber eine materialistische Art dieses Sehnens nennen kann. Oliver Lodge ist eben materialistischer Gelehrter. Wenn er auch nach der geistigen Welt strebt, er will doch die geistige Welt nach Art der physikalischen oder chemischen Welt kennenlernen. Wie er die chemischen Gesetze erforscht im Laboratorium, so will er auch das augenscheinlich vor sich haben, was sich auf die geistige Welt bezieht. Und ganz ferne liegt ihm jener Weg, den wir als den richtigen anerkennen müssen, der Weg, den die Seele auf innerliche Art hin nach der geistigen Welt nimmt, und den wir ja so oft beschrieben haben, wie wir nicht minder beschrieben haben, was da die Seele kennenlernt als zunächst uns heute in der Gegenwart angehend und der Welt der physischen Sinne, in der wir leben, zugrunde liegend. Gerade an den Bestrebungen, die auf materialistische Art nach der geistigen Welt hingehen, kann man den ganzen materialistischen Charakter unserer Zeit kennenlernen. Und wenn unsere Bewegung einen Sinn haben soll, das heißt, den Sinn haben soll, der für sie folgen muß aus dem notwendigen Entwickelungsgesetz der Menschheit, dann muß sie gerade scharf betonen das Geistig-Innerliche, das wirklich Spirituelle gegenüber diesem materialistischen Streben, das heißt absurden Streben nach der geistigen Welt.

[ 12 ] Nun, ich habe Ihnen diese Schrift von Sir Oliver Lodge über Raymond Lodges Seele vorgeführt aus dem Grunde, um Ihnen zu zeigen, wie dasjenige Sehnen nach der geistigen Welt beschaffen ist, das ja vorhanden ist, das man aber eine materialistische Art dieses Sehnens nennen kann. Oliver Lodge ist eben materialistischer Gelehrter. Wenn er auch nach der geistigen Welt strebt, er will doch die geistige Welt nach Art der physikalischen oder chemischen Welt kennenlernen. Wie er die chemischen Gesetze erforscht im Laboratorium, so will er auch das augenscheinlich vor sich haben, was sich auf die geistige Welt bezieht. Und ganz ferne liegt ihm jener Weg, den wir als den richtigen anerkennen müssen, der Weg, den die Seele auf innerliche Art hin nach der geistigen Welt nimmt, und den wir ja so oft beschrieben haben, wie wir nicht minder beschrieben haben, was da die Seele kennenlernt als zunächst uns heute in der Gegenwart angehend und der Welt der physischen Sinne, in der wir leben, zugrunde liegend. Gerade an den Bestrebungen, die auf materialistische Art nach der geistigen Welt hingehen, kann man den ganzen materialistischen Charakter unserer Zeit kennenlernen. Und wenn unsere Bewegung einen Sinn haben soll, das heißt, den Sinn haben soll, der für sie folgen muß aus dem notwendigen Entwickelungsgesetz der Menschheit, dann muß sie gerade scharf betonen das Geistig-Innerliche, das wirklich Spirituelle gegenüber diesem materialistischen Streben, das heißt absurden Streben nach der geistigen Welt.

[ 13 ] Und warum muß denn in der Gegenwart eine ganz andere Art als die materialistische es ist, nämlich eine rein geistige Art, wirklich die Menschenherzen ergreifen? Diese Frage müssen wir im Zusammenhang betrachten mit einer Tatsache, auf die wir öfter hingewiesen haben im Laufe der Jahre, und die uns gerade besonders in diesen Tagen, in diesen Leidens- und Prüfungstagen nahegehen muß. Wir haben hingewiesen darauf, wie dieses zwanzigste Jahrhundert die Anschauung des ätherischen Christus unter die Menschheit bringen muß. Und so wahr, wir haben das oft gesagt, als zur Zeit des Mysteriums von Golgatha der Christus physisch unter den Menschen gewandelt hat an einer bestimmten Stätte der Erde, so wahr wird über die ganze Erde hin im zwanzigsten Jahrhundert der ätherische Christus unter den Menschen wandeln. Und nicht darf, wenn gegen der Erde Heil nicht gesündigt werden soll, die Menschheit unaufmerksam an diesem Ereignis vorbeigehen; sondern sie muß die notwendige Aufmerksamkeit haben, damit eine genügende Anzahl von Menschen vorbereitet sein werden, den Christus wirklich zu schauen, der da kommen wird und der geschaut werden muß.

[ 13 ] Und warum muß denn in der Gegenwart eine ganz andere Art als die materialistische es ist, nämlich eine rein geistige Art, wirklich die Menschenherzen ergreifen? Diese Frage müssen wir im Zusammenhang betrachten mit einer Tatsache, auf die wir öfter hingewiesen haben im Laufe der Jahre, und die uns gerade besonders in diesen Tagen, in diesen Leidens- und Prüfungstagen nahegehen muß. Wir haben hingewiesen darauf, wie dieses zwanzigste Jahrhundert die Anschauung des ätherischen Christus unter die Menschheit bringen muß. Und so wahr, wir haben das oft gesagt, als zur Zeit des Mysteriums von Golgatha der Christus physisch unter den Menschen gewandelt hat an einer bestimmten Stätte der Erde, so wahr wird über die ganze Erde hin im zwanzigsten Jahrhundert der ätherische Christus unter den Menschen wandeln. Und nicht darf, wenn gegen der Erde Heil nicht gesündigt werden soll, die Menschheit unaufmerksam an diesem Ereignis vorbeigehen; sondern sie muß die notwendige Aufmerksamkeit haben, damit eine genügende Anzahl von Menschen vorbereitet sein werden, den Christus wirklich zu schauen, der da kommen wird und der geschaut werden muß.

[ 14 ] Solch ein Ereignis, es kommt nicht ganz plötzlich, wie das Ereignis von Golgatha auch nicht plötzlich gekommen ist, sondern sich auch durch dreiunddreißig Jahre vorbereitet hat. Und so nah ist der Zeitpunkt, wo etwas, aber jetzt geistig, geschehen wird, was eine ähnliche Bedeutung haben wird für die Menschheit wie das Ereignis von Golgatha auf dem physischen Plan. Daher werden Sie es nicht unglaubhaft finden, wenn Sie im allgemeinen die oben berührte Tatsache zugeben, wenn gesagt wird, daß er eigentlich in der Form, in der er geschaut werden wird im großen Augenblick der Entwickelung im zwanzigsten Jahrhundert, schon da ist, daß sich vorbereitet der große Augenblick. Nicht unglaubhaft werden Sie es finden, wenn eben im Angesicht des großen Augenblickes gesagt wird: Dieser Augenblick bereitet sich schon vor. Ja, man kann sagen: So weit die Menschheit in ihren heutigen Taten entfernt zu sein scheint von dem Durchtränktsein mit dem Christus-Geist auf dem physischen Plan, so nahe ist den Seelen, wenn sie sich nur öffnen wollten, der Christus, der da kommt. Und der Okkultist kann geradezu darauf hindeuten, wie seit dem Jahre 1909 ungefähr in deutlich vernehmbarer Weise sich vorbereitet dasjenige, was da kommen soll; daß wir seit dem Jahre 1909 innerlich in einer ganz besonderen Zeit leben. Und es ist heute möglich, wenn es nur gesucht wird, dem Christus ganz nahe zu sein, den Christus in ganz anderer Art zu finden, als ihn frühere Zeiten gefunden haben.

[ 14 ] Solch ein Ereignis, es kommt nicht ganz plötzlich, wie das Ereignis von Golgatha auch nicht plötzlich gekommen ist, sondern sich auch durch dreiunddreißig Jahre vorbereitet hat. Und so nah ist der Zeitpunkt, wo etwas, aber jetzt geistig, geschehen wird, was eine ähnliche Bedeutung haben wird für die Menschheit wie das Ereignis von Golgatha auf dem physischen Plan. Daher werden Sie es nicht unglaubhaft finden, wenn Sie im allgemeinen die oben berührte Tatsache zugeben, wenn gesagt wird, daß er eigentlich in der Form, in der er geschaut werden wird im großen Augenblick der Entwickelung im zwanzigsten Jahrhundert, schon da ist, daß sich vorbereitet der große Augenblick. Nicht unglaubhaft werden Sie es finden, wenn eben im Angesicht des großen Augenblickes gesagt wird: Dieser Augenblick bereitet sich schon vor. Ja, man kann sagen: So weit die Menschheit in ihren heutigen Taten entfernt zu sein scheint von dem Durchtränktsein mit dem Christus-Geist auf dem physischen Plan, so nahe ist den Seelen, wenn sie sich nur öffnen wollten, der Christus, der da kommt. Und der Okkultist kann geradezu darauf hindeuten, wie seit dem Jahre 1909 ungefähr in deutlich vernehmbarer Weise sich vorbereitet dasjenige, was da kommen soll; daß wir seit dem Jahre 1909 innerlich in einer ganz besonderen Zeit leben. Und es ist heute möglich, wenn es nur gesucht wird, dem Christus ganz nahe zu sein, den Christus in ganz anderer Art zu finden, als ihn frühere Zeiten gefunden haben.

[ 15 ] Eines kann einem auffallen, was ich Ihnen, so einfach es klingen mag, sagen muß aus einer tiefen Zeitempfindung heraus. Leider macht man sich ja gewöhnlich nicht genug gründliche Vorstellungen über dasjenige, was vergangen ist, namentlich was vorgegangen ist mit den menschlichen Seelen in früheren Jahrhunderten. Von der Stärke des Eindrucks, den in den ersten christlichen Jahrhunderten, wenn auch auf einen geringeren Kreis als später, vielleicht nicht die heute bekannten Evangelien, aber dasjenige, was in den heute bekannten Evangelien steht, gemacht hat, von dem unendlich Starken des innerlichen Ergriffenseins der Seele macht man sich heute keine rechte Vorstellung mehr. Ja, mit den zunehmenden Jahrhunderten wurde wirklich der Eindruck, den das Innerliche der Evangelien machte, immer geringer. Und heute darf man schon sagen, wenn man sich keinen Illusionen hingibt: Der einzelne, wenn er gewisse Intuitionen hat, gewisse ahnende Kräfte hat, kann durchdringen durch das Wort der Evangelien zu einer Vorstellung desjenigen, was geschehen ist in der Zeit des Mysteriums von Golgatha; aber die ungeheure Kraft des Evangelien-Wortes selber, sie wurde geringer und immer geringer, und sie wirkt heute, wenn man sich eben keiner Illusion hingibt, in den weitesten Kreisen der Menschen nur noch schwach. Man will sich solch eine Tatsache nicht mehr gestehen; aber es wäre gut, weil es die Wahrheit ist, wenn man es sich gestehen wollte. Wie kommt das?

[ 15 ] Eines kann einem auffallen, was ich Ihnen, so einfach es klingen mag, sagen muß aus einer tiefen Zeitempfindung heraus. Leider macht man sich ja gewöhnlich nicht genug gründliche Vorstellungen über dasjenige, was vergangen ist, namentlich was vorgegangen ist mit den menschlichen Seelen in früheren Jahrhunderten. Von der Stärke des Eindrucks, den in den ersten christlichen Jahrhunderten, wenn auch auf einen geringeren Kreis als später, vielleicht nicht die heute bekannten Evangelien, aber dasjenige, was in den heute bekannten Evangelien steht, gemacht hat, von dem unendlich Starken des innerlichen Ergriffenseins der Seele macht man sich heute keine rechte Vorstellung mehr. Ja, mit den zunehmenden Jahrhunderten wurde wirklich der Eindruck, den das Innerliche der Evangelien machte, immer geringer. Und heute darf man schon sagen, wenn man sich keinen Illusionen hingibt: Der einzelne, wenn er gewisse Intuitionen hat, gewisse ahnende Kräfte hat, kann durchdringen durch das Wort der Evangelien zu einer Vorstellung desjenigen, was geschehen ist in der Zeit des Mysteriums von Golgatha; aber die ungeheure Kraft des Evangelien-Wortes selber, sie wurde geringer und immer geringer, und sie wirkt heute, wenn man sich eben keiner Illusion hingibt, in den weitesten Kreisen der Menschen nur noch schwach. Man will sich solch eine Tatsache nicht mehr gestehen; aber es wäre gut, weil es die Wahrheit ist, wenn man es sich gestehen wollte. Wie kommt das?

[ 16 ] Nun, so wahr es ist, daß dasjenige, was durch die Evangelien pulst, nicht Erdenwort ist, sondern Kosmos-Wort, Himmels-Wort, eine unvergleichlich größere innere Kraftmöglichkeit hat als irgend etwas anderes auf der Erde, ebenso wahr ist es, daß der Form, in der dieses Wort niedergelegt ist in den Evangelien, aus der Zeit des Mysteriums von Golgatha heraus, die Menschen in ihren Seelen sich entfremdet haben in dieser Zeit. Denken Sie doch nur nach darüber, wie unendlich schwer es Ihnen ist, die Sprache, wenn sie zufällig an Sie herankommt, in einem Zustand zu verstehen, wie sie vor vier, fünf Jahrhunderten war. Ein Herüberübersetzen gibt ja durchaus nicht dasjenige, was wirklich da ist. Die Evangelien in der Gestalt, in der sie heute ein Mensch haben kann, sind eben nicht die ursprünglichen Evangelien, haben nicht die ursprüngliche Kraft. Man kann zu ihnen durchdringen durch eine gewisse Intuition, wie ich sagte; aber sie haben eben nicht dieselbe Kraft. Und der Christus, der hat das Wort gesprochen, das zutiefst in die Menschenseele sich eingraben soll: Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Erdenzeit. — Dies ist eine Wahrheit, dies ist eine Wirklichkeit. In verschiedener Form, in einer der Menschenseele besonders nahen Form, wird er es sein in der angedeuteten Zeit des zwanzigsten Jahrhunderts.

[ 16 ] Nun, so wahr es ist, daß dasjenige, was durch die Evangelien pulst, nicht Erdenwort ist, sondern Kosmos-Wort, Himmels-Wort, eine unvergleichlich größere innere Kraftmöglichkeit hat als irgend etwas anderes auf der Erde, ebenso wahr ist es, daß der Form, in der dieses Wort niedergelegt ist in den Evangelien, aus der Zeit des Mysteriums von Golgatha heraus, die Menschen in ihren Seelen sich entfremdet haben in dieser Zeit. Denken Sie doch nur nach darüber, wie unendlich schwer es Ihnen ist, die Sprache, wenn sie zufällig an Sie herankommt, in einem Zustand zu verstehen, wie sie vor vier, fünf Jahrhunderten war. Ein Herüberübersetzen gibt ja durchaus nicht dasjenige, was wirklich da ist. Die Evangelien in der Gestalt, in der sie heute ein Mensch haben kann, sind eben nicht die ursprünglichen Evangelien, haben nicht die ursprüngliche Kraft. Man kann zu ihnen durchdringen durch eine gewisse Intuition, wie ich sagte; aber sie haben eben nicht dieselbe Kraft. Und der Christus, der hat das Wort gesprochen, das zutiefst in die Menschenseele sich eingraben soll: Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Erdenzeit. — Dies ist eine Wahrheit, dies ist eine Wirklichkeit. In verschiedener Form, in einer der Menschenseele besonders nahen Form, wird er es sein in der angedeuteten Zeit des zwanzigsten Jahrhunderts.

[ 17 ] Nun, aus dem, was ich gesagt habe, können Sie entnehmen, daß derjenige, der sich in diesen Dingen als Okkultist drinnenstehend fühlt, sagt: Er ist da! So ist er da, daß wir von ihm deutlich wissen, daß er nun mehr noch will mit seinen Menschenkindern, als er in verflossenen Jahrhunderten gewollt hat. Die Evangelien haben bisher innerlich zu den Menschen gesprochen. Sie sollten die Seelen ergreifen. Daher konnte man auch mit dem Glauben sich begnügen, nicht zum Wissen fortschreiten. Diese Zeit ist vorüber, diese Zeit liegt hinter uns. Der Christus hat noch ganz anderes vor mit seinen Menschenkindern. Er hat das vor, daß das Reich, von dem er gesagt hat «Mein Reich ist nicht von dieser Welt», wirklich in diejenigen Teile der Menschenwesenheit einziehe, die selber nicht von dieser Welt sind, die von einer anderen Welt sind. Denn in jedem von uns liegt der Teil des Menschen, der nicht von dieser Welt ist. Und der Teil des Menschen, der nicht von dieser Welt ist, der muß in intensiver Weise gerade suchen das Reich, von dem der Christus gesagt hat, es sei nicht von dieser Welt.

[ 17 ] Nun, aus dem, was ich gesagt habe, können Sie entnehmen, daß derjenige, der sich in diesen Dingen als Okkultist drinnenstehend fühlt, sagt: Er ist da! So ist er da, daß wir von ihm deutlich wissen, daß er nun mehr noch will mit seinen Menschenkindern, als er in verflossenen Jahrhunderten gewollt hat. Die Evangelien haben bisher innerlich zu den Menschen gesprochen. Sie sollten die Seelen ergreifen. Daher konnte man auch mit dem Glauben sich begnügen, nicht zum Wissen fortschreiten. Diese Zeit ist vorüber, diese Zeit liegt hinter uns. Der Christus hat noch ganz anderes vor mit seinen Menschenkindern. Er hat das vor, daß das Reich, von dem er gesagt hat «Mein Reich ist nicht von dieser Welt», wirklich in diejenigen Teile der Menschenwesenheit einziehe, die selber nicht von dieser Welt sind, die von einer anderen Welt sind. Denn in jedem von uns liegt der Teil des Menschen, der nicht von dieser Welt ist. Und der Teil des Menschen, der nicht von dieser Welt ist, der muß in intensiver Weise gerade suchen das Reich, von dem der Christus gesagt hat, es sei nicht von dieser Welt.

[ 18 ] In der Zeit, in der dies verstanden werden muß, leben wir. Und manche solcher Dinge in der Menschheitsentwickelung künden sich gerade an durch den tiefsten Kontrast. Und auch in unserer Zeit kündigt sich ein Großes, Bedeutsames durch den Kontrast an. Denn die Zeit wird kommen mit dem kommenden Christus, mit dem daseienden Christus, wo die Menschen lernen werden, nicht nur für ihre Seelen, sondern für das, was sie begründen wollen durch ihr unsterbliches Teil hier auf Erden, den Christus zu befragen. Der Christus ist nicht nur ein Menschen-Herrscher, er ist ein Menschen-Bruder, der befragt werden will, besonders in den kommenden Zeiten befragt werden will für alle Einzelheiten des Lebens. Was die Menschen begründen wollen, durch den Kontrast wird es begründet heute. Heute scheinen sich Ereignisse zu vollziehen, bei denen die Menschen am allerfernsten zu stehen scheinen der Frage an den Christus. Wer frägt bei demjenigen — so müssen wir uns fragen —, was heute geschieht: Was sagt der Christus Jesus dazu? — Wer frägt es? Manche sagen, daß sie es fragen, aber es wäre gotteslästerlich, zu glauben, daß sie es fragen, daß in der Form, wie sie heute gestellt werden, die Fragen wirklich an den Christus gestellt werden. Und dennoch, die Zeit muß kommen, sie darf nicht ferne sein, wo die Menschenseele in ihrem unsterblichen Teil für dasjenige, was sie begründen will, die Frage an den Christus stellt: Soll es geschehen, soll es nicht geschehen? — wo die Menschenseele den Christus als sie liebenden Genossen im Einzelfalle des Lebens neben sich sieht und nicht nur Trost, nicht nur Kraft bekommt von der Christus-Wesenheit, sondern auch Auskunft bekommt über dasjenige, was geschehen soll. Das Reich des Christus Jesus ist nicht von dieser Welt, aber es muß wirken in dieser Welt, und die Menschenseelen müssen die Werkzeuge des Reiches werden, das nicht von dieser Welt ist. Von diesem Standpunkte aus müssen wir Umschau halten danach, wie wenig heute die Frage aufgeworfen wird, die an den Christus für die einzelnen Taten und Ereignisse gestellt werden muß. Lernen aber muß die Menschheit, den Christus zu befragen.

[ 18 ] In der Zeit, in der dies verstanden werden muß, leben wir. Und manche solcher Dinge in der Menschheitsentwickelung künden sich gerade an durch den tiefsten Kontrast. Und auch in unserer Zeit kündigt sich ein Großes, Bedeutsames durch den Kontrast an. Denn die Zeit wird kommen mit dem kommenden Christus, mit dem daseienden Christus, wo die Menschen lernen werden, nicht nur für ihre Seelen, sondern für das, was sie begründen wollen durch ihr unsterbliches Teil hier auf Erden, den Christus zu befragen. Der Christus ist nicht nur ein Menschen-Herrscher, er ist ein Menschen-Bruder, der befragt werden will, besonders in den kommenden Zeiten befragt werden will für alle Einzelheiten des Lebens. Was die Menschen begründen wollen, durch den Kontrast wird es begründet heute. Heute scheinen sich Ereignisse zu vollziehen, bei denen die Menschen am allerfernsten zu stehen scheinen der Frage an den Christus. Wer frägt bei demjenigen — so müssen wir uns fragen —, was heute geschieht: Was sagt der Christus Jesus dazu? — Wer frägt es? Manche sagen, daß sie es fragen, aber es wäre gotteslästerlich, zu glauben, daß sie es fragen, daß in der Form, wie sie heute gestellt werden, die Fragen wirklich an den Christus gestellt werden. Und dennoch, die Zeit muß kommen, sie darf nicht ferne sein, wo die Menschenseele in ihrem unsterblichen Teil für dasjenige, was sie begründen will, die Frage an den Christus stellt: Soll es geschehen, soll es nicht geschehen? — wo die Menschenseele den Christus als sie liebenden Genossen im Einzelfalle des Lebens neben sich sieht und nicht nur Trost, nicht nur Kraft bekommt von der Christus-Wesenheit, sondern auch Auskunft bekommt über dasjenige, was geschehen soll. Das Reich des Christus Jesus ist nicht von dieser Welt, aber es muß wirken in dieser Welt, und die Menschenseelen müssen die Werkzeuge des Reiches werden, das nicht von dieser Welt ist. Von diesem Standpunkte aus müssen wir Umschau halten danach, wie wenig heute die Frage aufgeworfen wird, die an den Christus für die einzelnen Taten und Ereignisse gestellt werden muß. Lernen aber muß die Menschheit, den Christus zu befragen.

[ 19 ] Wie soll das geschehen? Das kann nur dadurch geschehen, daß wir seine Sprache lernen. Derjenige, der den tieferen Sinn dessen, was unsere Geisteswissenschaft will, einsieht, der sieht in ihr nicht bloß ein theoretisches Wissen über allerlei Menschheitsprobleme, über die Glieder der Menschennatur, über Reinkarnation und Karma, sondern er sucht in ihr eine ganz besondere Sprache, eine Art und Weise, sich über geistige Dinge auszudrücken. Und daß wir lernen, durch die Geisteswissenschaft innerlich im Gedanken mit der geistigen Welt zu sprechen, das ist viel wichtiger, als daß wir uns theoretische Gedanken aneignen. Denn der Christus ist bei uns alle Tage bis ans Ende der Erdenzeiten. Seine Sprache sollen wir lernen. Und durch die Sprache — und scheint sie noch so abstrakt zu sein —, durch die wir von Saturn, Sonne, Mond und Erde und auf der Erde von verschiedenen Perioden und verschiedenen Zeiten und von verschiedenen anderen Geheimnissen der Entwickelung hören, durch diese sogenannte Lehre lehren wir uns selber eine Sprache, in die wir die Fragen gießen können, die wir stellen an die geistige Welt. Und wenn wir lernen, so recht in der Sprache dieses geistigen Lebens innerlich zu sprechen, dann, meine lieben Freunde, dann wird sich entwickeln, daß der Christus neben uns steht und uns Antwort gibt. Das ist etwas, das wir als eine Gesinnung aus unseren geisteswissenschaftlichen Bestrebungen aufnehmen sollen, als eine Empfindung, als ein Gefühl. Warum befassen wir uns mit Geisteswissenschaft? Es ist, wie wenn wir das Vokabularium derjenigen Sprache lernen sollen, durch die wir an den Christus herankommen. Und wer sich bemüht, über die Welt denken zu lernen, wie sich die Geisteswissenschaft bemüht, wer sich bemüht, seinen Kopf so anzustrengen, daß er, so wie die Geisteswissenschaft es will, in die Weltengeheimnisse hineinsieht, an den wird aus dem düster-dunklen Grunde der Weltengeheimnisse die Gestalt des Christus Jesus herantreten und ihm die starke Kraft sein, in der er leben wird, brüderlich führend an seiner Seite stehend, auf daß er mit Herz und Seele stark und kräftig sein könne, den Aufgaben der zukünftigen Menschheitsentwickelung gewachsen zu sein. Suchen wir daher nicht bloß als Lehre, suchen wir als eine Sprache uns die Geisteswissenschaft anzueignen, und warten wir dann, bis wir in dieser Sprache die Fragen finden, die wir an den Christus stellen dürfen. Er wird antworten, ja er wird antworten! Und reichliche Seelenkräfte, Seelenstärkungen, Seelenimpulse wird derjenige davontragen, der aus grauer Geistestiefe heraus, die in der Menschheitsentwickelung dieser Zeit liegt, die Anweisung des Christus vernehmen wird, die dieser dem, der sie sucht, geben will in der allernächsten Zukunft.

[ 19 ] Wie soll das geschehen? Das kann nur dadurch geschehen, daß wir seine Sprache lernen. Derjenige, der den tieferen Sinn dessen, was unsere Geisteswissenschaft will, einsieht, der sieht in ihr nicht bloß ein theoretisches Wissen über allerlei Menschheitsprobleme, über die Glieder der Menschennatur, über Reinkarnation und Karma, sondern er sucht in ihr eine ganz besondere Sprache, eine Art und Weise, sich über geistige Dinge auszudrücken. Und daß wir lernen, durch die Geisteswissenschaft innerlich im Gedanken mit der geistigen Welt zu sprechen, das ist viel wichtiger, als daß wir uns theoretische Gedanken aneignen. Denn der Christus ist bei uns alle Tage bis ans Ende der Erdenzeiten. Seine Sprache sollen wir lernen. Und durch die Sprache — und scheint sie noch so abstrakt zu sein —, durch die wir von Saturn, Sonne, Mond und Erde und auf der Erde von verschiedenen Perioden und verschiedenen Zeiten und von verschiedenen anderen Geheimnissen der Entwickelung hören, durch diese sogenannte Lehre lehren wir uns selber eine Sprache, in die wir die Fragen gießen können, die wir stellen an die geistige Welt. Und wenn wir lernen, so recht in der Sprache dieses geistigen Lebens innerlich zu sprechen, dann, meine lieben Freunde, dann wird sich entwickeln, daß der Christus neben uns steht und uns Antwort gibt. Das ist etwas, das wir als eine Gesinnung aus unseren geisteswissenschaftlichen Bestrebungen aufnehmen sollen, als eine Empfindung, als ein Gefühl. Warum befassen wir uns mit Geisteswissenschaft? Es ist, wie wenn wir das Vokabularium derjenigen Sprache lernen sollen, durch die wir an den Christus herankommen. Und wer sich bemüht, über die Welt denken zu lernen, wie sich die Geisteswissenschaft bemüht, wer sich bemüht, seinen Kopf so anzustrengen, daß er, so wie die Geisteswissenschaft es will, in die Weltengeheimnisse hineinsieht, an den wird aus dem düster-dunklen Grunde der Weltengeheimnisse die Gestalt des Christus Jesus herantreten und ihm die starke Kraft sein, in der er leben wird, brüderlich führend an seiner Seite stehend, auf daß er mit Herz und Seele stark und kräftig sein könne, den Aufgaben der zukünftigen Menschheitsentwickelung gewachsen zu sein. Suchen wir daher nicht bloß als Lehre, suchen wir als eine Sprache uns die Geisteswissenschaft anzueignen, und warten wir dann, bis wir in dieser Sprache die Fragen finden, die wir an den Christus stellen dürfen. Er wird antworten, ja er wird antworten! Und reichliche Seelenkräfte, Seelenstärkungen, Seelenimpulse wird derjenige davontragen, der aus grauer Geistestiefe heraus, die in der Menschheitsentwickelung dieser Zeit liegt, die Anweisung des Christus vernehmen wird, die dieser dem, der sie sucht, geben will in der allernächsten Zukunft.