Building Stones for an Understanding
of the Mystery of Golgotha
GA 175
13 March 1917, Berlin
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Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha, 3rd ed.
Sechster Vortrag
Sechster Vortrag
[ 1 ] Wir wollen noch etwas verweilen bei den Betrachtungen, die wir über die sogenannten drei Begegnungen angestellt haben. Wir haben gesagt, daß die Wechselzustände, in denen der Mensch lebt in dem kurzen Verlauf von vierundzwanzig Stunden, indem er mit dem Schlaf- und Wachzustand abwechselt, nicht nur dasjenige sind, als was sie äußerlich dem physischen Leben erscheinen, sondern daß innerhalb dieser Wechselzustände jedesmal für den Menschen die Begegnung mit der geistigen Welt eintritt, indem wir angedeutet haben, daß dasjenige, was sich absondert von dem physischen und dem Ätherleib während des Schlafens, was gewissermaßen beim Einschlafen in die geistige Welt hinaus ausgeatmet und beim Aufwachen wiederum eingeatmet wird — das Ich und der astralische Leib —, daß diese während des Schlafzustandes ihre Begegnung haben mit derjenigen Wesenswelt, die wir zu der Hierarchie der Angeloi gerechnet haben, der auch angehören wird das eigene menschliche Seelenwesen, wenn einmal das Geistselbst ausgebildet sein wird, und in welcher waltet als höchstes dirigierendes Prinzip dasjenige, was man im religiösen Leben gewohnt geworden ist, den Heiligen Geist zu nennen. Wir haben einiges Genauere über diese Begegnung in der geistigen Welt besprochen, die also für den Menschen in jedem normalen Schlafzustand eintritt.
[ 1 ] Wir wollen noch etwas verweilen bei den Betrachtungen, die wir über die sogenannten drei Begegnungen angestellt haben. Wir haben gesagt, daß die Wechselzustände, in denen der Mensch lebt in dem kurzen Verlauf von vierundzwanzig Stunden, indem er mit dem Schlaf- und Wachzustand abwechselt, nicht nur dasjenige sind, als was sie äußerlich dem physischen Leben erscheinen, sondern daß innerhalb dieser Wechselzustände jedesmal für den Menschen die Begegnung mit der geistigen Welt eintritt, indem wir angedeutet haben, daß dasjenige, was sich absondert von dem physischen und dem Ätherleib während des Schlafens, was gewissermaßen beim Einschlafen in die geistige Welt hinaus ausgeatmet und beim Aufwachen wiederum eingeatmet wird — das Ich und der astralische Leib —, daß diese während des Schlafzustandes ihre Begegnung haben mit derjenigen Wesenswelt, die wir zu der Hierarchie der Angeloi gerechnet haben, der auch angehören wird das eigene menschliche Seelenwesen, wenn einmal das Geistselbst ausgebildet sein wird, und in welcher waltet als höchstes dirigierendes Prinzip dasjenige, was man im religiösen Leben gewohnt geworden ist, den Heiligen Geist zu nennen. Wir haben einiges Genauere über diese Begegnung in der geistigen Welt besprochen, die also für den Menschen in jedem normalen Schlafzustand eintritt.
[ 2 ] Nun müssen wir uns durchaus klar sein, daß mit der Entwickelung des Menschengeschlechts im Laufe der Erdenentwickelung in bezug auf diese Dinge Veränderungen eingetreten sind. Was ist es denn eigentlich, was da vorgeht, indem der Mensch schläft? Nun, ich möchte sagen, innermenschlich habe ich Ihnen das das letzte Mal auseinandergesetzt. Im Verhältnis zum Weltenall betrachtet, ahmt der Mensch gewissermaßen nach jenen Rhythmus der Weltenordnung, die dadurch für irgendeinen Fleck der Erde eintritt, daß in der einen Hälfte der vierundzwanzigstündigen Zeit Tag, in der anderen Hälfte Nacht ist. Gewiß ist es immer irgendwo auf der Erde Tag, allein der Mensch bewohnt ja nur einen Fleck der Erde, und für diesen Fleck kommt das in Betracht, was da auseinandergesetzt ist. Für diesen Fleck ahmt der Mensch nach in seinem eigenen Rhythmus zwischen Schlafen und Wachen den Rhythmus zwischen Tag und Nacht. Daß dies auseinanderfällt für das neuere Leben, das heißt, daß der Mensch nicht gezwungen ist, just bei Tag zu wachen und in der Nacht zu schlafen, das hängt damit zusammen, daß der Mensch sich im Laufe der Entwickelung überhaupt heraushebt aus dem objektiven Weltengang, und daß nur derselbe Rhythmus in ihm ist, nicht aber, daß zwei Rhythmen, sein Schlafens- und WachensRhythmus und der Tag- und Nacht-Rhythmus, gleichmäßig parallel gehen. Sie sind gewissermaßen das eine Mal für das Weltenall, für den Makrokosmos, das andere Mal für den Menschen, den Mikrokosmos, dasselbe, aber sie verschieben sich gegeneinander. Dadurch allein ist ja der Mensch ein vom Makrokosmos in gewisser Beziehung unabhängiges Wesen.
[ 2 ] Nun müssen wir uns durchaus klar sein, daß mit der Entwickelung des Menschengeschlechts im Laufe der Erdenentwickelung in bezug auf diese Dinge Veränderungen eingetreten sind. Was ist es denn eigentlich, was da vorgeht, indem der Mensch schläft? Nun, ich möchte sagen, innermenschlich habe ich Ihnen das das letzte Mal auseinandergesetzt. Im Verhältnis zum Weltenall betrachtet, ahmt der Mensch gewissermaßen nach jenen Rhythmus der Weltenordnung, die dadurch für irgendeinen Fleck der Erde eintritt, daß in der einen Hälfte der vierundzwanzigstündigen Zeit Tag, in der anderen Hälfte Nacht ist. Gewiß ist es immer irgendwo auf der Erde Tag, allein der Mensch bewohnt ja nur einen Fleck der Erde, und für diesen Fleck kommt das in Betracht, was da auseinandergesetzt ist. Für diesen Fleck ahmt der Mensch nach in seinem eigenen Rhythmus zwischen Schlafen und Wachen den Rhythmus zwischen Tag und Nacht. Daß dies auseinanderfällt für das neuere Leben, das heißt, daß der Mensch nicht gezwungen ist, just bei Tag zu wachen und in der Nacht zu schlafen, das hängt damit zusammen, daß der Mensch sich im Laufe der Entwickelung überhaupt heraushebt aus dem objektiven Weltengang, und daß nur derselbe Rhythmus in ihm ist, nicht aber, daß zwei Rhythmen, sein Schlafens- und WachensRhythmus und der Tag- und Nacht-Rhythmus, gleichmäßig parallel gehen. Sie sind gewissermaßen das eine Mal für das Weltenall, für den Makrokosmos, das andere Mal für den Menschen, den Mikrokosmos, dasselbe, aber sie verschieben sich gegeneinander. Dadurch allein ist ja der Mensch ein vom Makrokosmos in gewisser Beziehung unabhängiges Wesen.
[ 3 ] Nun, in älteren Zeiten, in jenen älteren Zeiten, in denen, wie wir wissen, für die Menschen ein gewisses atavistisches Hellsehen vorhanden war, da paßten sich auch die Menschen in bezug auf diesen Rhythmus mehr dem großen Gang der Weltenordnung an. In älteren Zeiten wurde durchaus so geschlafen, daß eben bei Tag gewacht und in der Nacht geschlafen wurde. Dadurch aber war in jenen älteren Zeiten auch der ganze Erfahrungskreis des Menschen ein anderer, als er jetzt ist. Es mußte gewissermaßen der Mensch herausgehoben werden aus dem Parallelismus mit dem Makrokosmos, um eben durch dieses Herausheben, durch diese Losreißung, ein regeres inneres selbständiges Leben zu entwickeln. Man kann nicht sagen, daß die Hauptsache dieses sei, daß der Mensch in älteren Zeiten so geschlafen hat, daß er die Sterne eigentlich wenig beobachtet hat. Das hat er nämlich wirklich getan, trotzdem die äußere Wissenschaft von Sternendienst fabelt, der aber etwas ganz anderes ist. Sondern das Wesentliche war, daß der Mensch in die ganze Weltenordnung ganz anders hineingeordnet war, indem er mit seinem Ich und astralischen Leib, während die Sonne auf der anderen Seite der Erde war — also nicht unmittelbar ihre Wirkung auf seinen Fleck Erde ausübte —, daß er da in der Zeit mit dem Ich und astralischen Leib, die außer dem physischen und ätherischen Leib waren, den Sternen hingegeben war. Dadurch nahm er auch nicht die physischen Sterne bloß wahr, sondern er nahm wahr dasjenige, was geistig zu den physischen Sternen gehört. Die physischen Sterne sah er sich eigentlich nicht mit äußeren Augen an, sondern was geistig zu den physischen Sternen gehört, das sah er sich an. Daher müssen wir dasjenige, was vom alten Sternendienst erzählt wird, nicht so auffassen, als ob diese alten Menschen die Sterne beguckt und dann symbolisiert hätten, allerlei schöne Bilder und Symbole ausgestaltet hätten. Man sagt da leicht im Sinne der modernen Wissenschaft: Nun, in älteren Zeiten war eben die Phantasie der Menschen rege; sie haben sich unter Saturn, Sonne, Mond Götter vorgestellt; sie haben sich in die Tierkreisbilder hinein durch ihre Phantasie Tiergestalten gedacht. — Was rege ist auf diesem Gebiet, ist nur die Phantasie der modernen Gelehrten, die derlei Dinge erfinden! Was aber wahr ist, ist das, daß in jenem Bewußtseinszustande, in dem das Ich und der astralische Leib dieser alten Menschen waren, die Dinge wirklich so erschienen sind, wie sie da beschrieben worden sind, so daß wirklich das geschaut, wahrgenommen worden ist, was da beschrieben wird. Dadurch hat aber der Mensch unmittelbare Anschauung gehabt von dem Geiste, der das Weltenall durchseelt; er hat mit diesem Geiste, der das Weltenall durchseelt, gelebt.
[ 3 ] Nun, in älteren Zeiten, in jenen älteren Zeiten, in denen, wie wir wissen, für die Menschen ein gewisses atavistisches Hellsehen vorhanden war, da paßten sich auch die Menschen in bezug auf diesen Rhythmus mehr dem großen Gang der Weltenordnung an. In älteren Zeiten wurde durchaus so geschlafen, daß eben bei Tag gewacht und in der Nacht geschlafen wurde. Dadurch aber war in jenen älteren Zeiten auch der ganze Erfahrungskreis des Menschen ein anderer, als er jetzt ist. Es mußte gewissermaßen der Mensch herausgehoben werden aus dem Parallelismus mit dem Makrokosmos, um eben durch dieses Herausheben, durch diese Losreißung, ein regeres inneres selbständiges Leben zu entwickeln. Man kann nicht sagen, daß die Hauptsache dieses sei, daß der Mensch in älteren Zeiten so geschlafen hat, daß er die Sterne eigentlich wenig beobachtet hat. Das hat er nämlich wirklich getan, trotzdem die äußere Wissenschaft von Sternendienst fabelt, der aber etwas ganz anderes ist. Sondern das Wesentliche war, daß der Mensch in die ganze Weltenordnung ganz anders hineingeordnet war, indem er mit seinem Ich und astralischen Leib, während die Sonne auf der anderen Seite der Erde war — also nicht unmittelbar ihre Wirkung auf seinen Fleck Erde ausübte —, daß er da in der Zeit mit dem Ich und astralischen Leib, die außer dem physischen und ätherischen Leib waren, den Sternen hingegeben war. Dadurch nahm er auch nicht die physischen Sterne bloß wahr, sondern er nahm wahr dasjenige, was geistig zu den physischen Sternen gehört. Die physischen Sterne sah er sich eigentlich nicht mit äußeren Augen an, sondern was geistig zu den physischen Sternen gehört, das sah er sich an. Daher müssen wir dasjenige, was vom alten Sternendienst erzählt wird, nicht so auffassen, als ob diese alten Menschen die Sterne beguckt und dann symbolisiert hätten, allerlei schöne Bilder und Symbole ausgestaltet hätten. Man sagt da leicht im Sinne der modernen Wissenschaft: Nun, in älteren Zeiten war eben die Phantasie der Menschen rege; sie haben sich unter Saturn, Sonne, Mond Götter vorgestellt; sie haben sich in die Tierkreisbilder hinein durch ihre Phantasie Tiergestalten gedacht. — Was rege ist auf diesem Gebiet, ist nur die Phantasie der modernen Gelehrten, die derlei Dinge erfinden! Was aber wahr ist, ist das, daß in jenem Bewußtseinszustande, in dem das Ich und der astralische Leib dieser alten Menschen waren, die Dinge wirklich so erschienen sind, wie sie da beschrieben worden sind, so daß wirklich das geschaut, wahrgenommen worden ist, was da beschrieben wird. Dadurch hat aber der Mensch unmittelbare Anschauung gehabt von dem Geiste, der das Weltenall durchseelt; er hat mit diesem Geiste, der das Weltenall durchseelt, gelebt.
[ 4 ] Wir sind wirklich nur mit unserem physischen Leib und ätherischen Leib eigentlich an die Erde so recht angepaßt. So wie unser Ich und Astralleib ist, so sind diese angepaßt an den Geist, der das Weltenall in der eben beschriebenen Weise durchseelt. Wir können sagen, unser Ich und unser astralischer Leib gehören diesem Gebiete des Weltenalls an, aber der Mensch soll sich so entwickeln, daß er dasjenige, was innerstes Wesen seines Ich und seines astralischen Leibes ist, auch wirklich aus diesem Ich und diesem Astralleib heraus erfahren kann. Dazu mußte die äußere Erfahrung, die in alten Zeiten vorhanden war, eine Weile verschwinden, mußte getrübt werden. Die Bewußtseins-Kommunikation mit den Sternen mußte zurückgehen, abgedämmert werden, damit das Innere des Menschen so gestärkt werde, daß er in einer gewissen Zukunft lernen müsse, dieses Innere so zu erkraften, daß er nun als Geist den Geist finden könne. Ebenso aber, wie der ältere Mensch verbunden war im Laufe jedes Nachtschlafes mit dem Geiste der Sternenwelt, so war der Mensch im Jahreslauf verbunden wiederum mit dem Geiste der Sternenwelt; nur kam er jetzt während des Jahreslaufes in Berührung mit einem höheren Geiste der Sternenwelt, mit dem, was gewissermaßen in der Sternenwelt vor sich geht. Während des Nachtschlafes wirkten auf ihn namentlich die Formen der Sterne in ihrer Ruhe; im Laufe des Jahres wirkte jene Veränderung, die zusammenhängt mit dem Gang der Sonne während des Jahres und zusammenhängt, man kann sagen, durch den Gang der Sonne mit dem Schicksal der Erde im Laufe eines Jahres, das sie durchmacht durch die Jahreszeiten, namentlich durch Sommer und Winter hindurch.
[ 4 ] Wir sind wirklich nur mit unserem physischen Leib und ätherischen Leib eigentlich an die Erde so recht angepaßt. So wie unser Ich und Astralleib ist, so sind diese angepaßt an den Geist, der das Weltenall in der eben beschriebenen Weise durchseelt. Wir können sagen, unser Ich und unser astralischer Leib gehören diesem Gebiete des Weltenalls an, aber der Mensch soll sich so entwickeln, daß er dasjenige, was innerstes Wesen seines Ich und seines astralischen Leibes ist, auch wirklich aus diesem Ich und diesem Astralleib heraus erfahren kann. Dazu mußte die äußere Erfahrung, die in alten Zeiten vorhanden war, eine Weile verschwinden, mußte getrübt werden. Die Bewußtseins-Kommunikation mit den Sternen mußte zurückgehen, abgedämmert werden, damit das Innere des Menschen so gestärkt werde, daß er in einer gewissen Zukunft lernen müsse, dieses Innere so zu erkraften, daß er nun als Geist den Geist finden könne. Ebenso aber, wie der ältere Mensch verbunden war im Laufe jedes Nachtschlafes mit dem Geiste der Sternenwelt, so war der Mensch im Jahreslauf verbunden wiederum mit dem Geiste der Sternenwelt; nur kam er jetzt während des Jahreslaufes in Berührung mit einem höheren Geiste der Sternenwelt, mit dem, was gewissermaßen in der Sternenwelt vor sich geht. Während des Nachtschlafes wirkten auf ihn namentlich die Formen der Sterne in ihrer Ruhe; im Laufe des Jahres wirkte jene Veränderung, die zusammenhängt mit dem Gang der Sonne während des Jahres und zusammenhängt, man kann sagen, durch den Gang der Sonne mit dem Schicksal der Erde im Laufe eines Jahres, das sie durchmacht durch die Jahreszeiten, namentlich durch Sommer und Winter hindurch.
[ 5 ] Ja, sehen Sie, wenn verhältnismäßig noch gewisse Traditionen geblieben sind in bezug auf die Erfahrungen, die der Mensch in alten Zeiten mit dem Nachtschlafe gemacht hat, so sind verhältnismäßig wenig Traditionen — besser gesagt, denen man ihren Ursprung nur wenig anmerkt — geblieben von jenen noch älteren Zeiten, in denen der Mensch mitgemacht hat die Geheimnisse des Jahreslaufes. Aber sie haben sich erhalten, die Nachklänge dieser Erfahrungen über die Geheimnisse des Jahreslaufes, nur werden sie wenig verstanden. Suchen Sie sich unter den Mythen der verschiedenen Völker diejenigen, welche immer wieder und wiederum bezeugen, daß man überall etwas gewußt hat von einem Kampf des Winters mit dem Sommer, des Sommers mit dem Winter. Wiederum sieht die äußere Gelehrsamkeit darin symbolisierend die schaffende Phantasie der alten Menschen, über die man hinweggekommen ist in der Zeit, in der man es so herrlich weit gebracht hat. Auch das waren wiederum wirkliche Erfahrungen, die der Mensch durchgemacht hat, Erfahrungen, die durchaus eine bedeutsame, tiefe Rolle gespielt haben in dem ganzen geistigen Kulturzusammenhang der alten Zeiten. Es hat Mysterien gegeben, in denen man durchaus gerechnet hat mit dem Bekanntwerden der Jahresgeheimnisse. Wir wollen uns einmal vorstellen, was für eine Bedeutung solche Mysterien hatten. Sie waren anders in ganz alten Zeiten und anders in denjenigen Zeiteh, in welche die altägyptische Geschichte hineinragt, aber auch noch die altgriechische Geschichte hineinragt, sogar die älteste römische Geschichte noch etwas wenigstens hineinragt. Wir wollen also von denjenigen Mysterien sprechen, die gewissermaßen vergehen mit der älteren ägyptischen, griechischen und römischen Kultur.
[ 5 ] Ja, sehen Sie, wenn verhältnismäßig noch gewisse Traditionen geblieben sind in bezug auf die Erfahrungen, die der Mensch in alten Zeiten mit dem Nachtschlafe gemacht hat, so sind verhältnismäßig wenig Traditionen — besser gesagt, denen man ihren Ursprung nur wenig anmerkt — geblieben von jenen noch älteren Zeiten, in denen der Mensch mitgemacht hat die Geheimnisse des Jahreslaufes. Aber sie haben sich erhalten, die Nachklänge dieser Erfahrungen über die Geheimnisse des Jahreslaufes, nur werden sie wenig verstanden. Suchen Sie sich unter den Mythen der verschiedenen Völker diejenigen, welche immer wieder und wiederum bezeugen, daß man überall etwas gewußt hat von einem Kampf des Winters mit dem Sommer, des Sommers mit dem Winter. Wiederum sieht die äußere Gelehrsamkeit darin symbolisierend die schaffende Phantasie der alten Menschen, über die man hinweggekommen ist in der Zeit, in der man es so herrlich weit gebracht hat. Auch das waren wiederum wirkliche Erfahrungen, die der Mensch durchgemacht hat, Erfahrungen, die durchaus eine bedeutsame, tiefe Rolle gespielt haben in dem ganzen geistigen Kulturzusammenhang der alten Zeiten. Es hat Mysterien gegeben, in denen man durchaus gerechnet hat mit dem Bekanntwerden der Jahresgeheimnisse. Wir wollen uns einmal vorstellen, was für eine Bedeutung solche Mysterien hatten. Sie waren anders in ganz alten Zeiten und anders in denjenigen Zeiteh, in welche die altägyptische Geschichte hineinragt, aber auch noch die altgriechische Geschichte hineinragt, sogar die älteste römische Geschichte noch etwas wenigstens hineinragt. Wir wollen also von denjenigen Mysterien sprechen, die gewissermaßen vergehen mit der älteren ägyptischen, griechischen und römischen Kultur.
[ 6 ] Diese Mysterien, die hatten durchaus noch ein Bewußtsein des Zusammenhanges der Erde mit dem ganzen Weltenall. Daher suchte man geeignete Persönlichkeiten aus — heute würde ein solches Verfahren selbstverständlich nicht mehr statthaft sein —, aber damals suchte man geeignete Persönlichkeiten aus, die man einer ganz bestimmten psychischen Behandlung unterwarf, und die man dann in einer bestimmten Zeit — es war eine Reihe von Tagen während der Winterszeit — in bestimmten dazu hergerichteten Lokalitäten verwendete, damit sie gewissermaßen als Aufnahmestation dienen sollten für dasjenige, was das Weltenall, das außerirdische Weltenall, gerade in diesen Zeiten der Erde verraten kann, wenn die Erde eine genügende Aufnahmestation bietet. Es ist für ältere Zeiten nicht unsere jetzige Weihnachtszeit unmittelbar die maßgebende gewesen, sondern eine mehr oder weniger in der Nähe liegende. Allein darauf kommt es jetzt nicht an. Nehmen wir unsere Weihnachtszeit, nehmen wir die Zeit vom 24., 25. Dezember bis in den Januar hinein. Diese Zeit ist durchaus eine solche, in welcher durch die besondere Konstellation der Sonne zur Erde das Weltenall etwas anderes der Erde mitteilt als in anderen Zeiten. Es ist die Zeit, in welcher das Weltenall intimer mit der Erde spricht als in anderen Zeiten. Aber dieses intimere Sprechen beruht gerade darauf, daß die Sonne ihre Sommerkraft in dieser Zeit nicht entfaltet, daß diese Sommerkraft der Sonne in gewisser Beziehung zurückgetreten ist. Diese Zeit nun verwandten die Vorsteher der alten Mysterien dazu, in eigens dazu eingerichteten Lokalitäten mit geschulten Persönlichkeiten dasjenige vorzunehmen, was die Möglichkeit bot, daß intime Geheimnisse aus dem Weltenall, welche da auf die Erde herabkommen in diesem intimen Zwiegespräch des Weltenalls mit der Erde, von ihnen aufgefangen werden konnten. Heute können wir das ja vergleichen mit etwas viel Trivialerem, aber man kann es ja doch vergleichen. Sie wissen, es beruht die sogenannte drahtlose Telegraphie darauf, daß elektrische Wellen erregt werden, und daß diese elektrischen Wellen sich ohne Draht fortpflanzen, und daß man an bestimmten Stellen Apparate aufstellt — Kohärer nennt man diese —, die durch ihre besondere Anordnung die Möglichkeit bieten, gerade in der Station die elektrischen Wellen aufzufangen und die Kohärerapparate in Bewegung zu setzen. Da beruht das ganz einfach auf der Durchorganisierung, ich möchte sagen auf der Durchformung der Späne, der Metallspäne im Kohärer, die wiederum zurückgeschüttelt werden, wenn die Welle durchgegangen ist. Denken Sie sich nun: Die Geheimnisse des Weltenalls, des außerirdischen Weltenalls, gehen zu dieser bestimmten Zeit, die ich angedeutet habe, durch die Erde hindurch. Da braucht man nur einen Auffang-Apparat; denn die elektrischen Wellen würden auch wesenlos an der Aufnahmestation vorbeigehen, wenn man nicht den Aufnahme-Apparat mit dem Kohärer hätte. Man brauchte sozusagen einen Kohärer für dasjenige, was aus dem Weltenall herauskommt. Als solche Kohärer benutzten die alten Griechen ihre Pythien, ihre Priesterinnen, die dazu geschult wurden, und die dadurch, daß sie ausgesetzt wurden dem, was aus dem Weltenall herunterkam, verraten konnten diese Geheimnisse des Weltenalls. Diese Geheimnisse des Weltenalls aber deuteten dann diejenigen, die vielleicht in diesen Zeiten längst selber nicht mehr in der Lage waren, die Aufnahmestation zu bieten. Aber es waren die Geheimnisse des Weltenalls verraten. Das alles ist selbstverständlich im Zeichen heiligsten Mysteriums verrichtet worden, in einem Zeichen, von dem die heutige Zeit, der alles Heilige abhanden gekommen ist, keine Ahnung mehr hat. Denn unsere heutige Zeit würde ja selbstverständlich vor allen Dingen darauf aus sein, den Mysterien-Priester zu interviewen.
[ 6 ] Diese Mysterien, die hatten durchaus noch ein Bewußtsein des Zusammenhanges der Erde mit dem ganzen Weltenall. Daher suchte man geeignete Persönlichkeiten aus — heute würde ein solches Verfahren selbstverständlich nicht mehr statthaft sein —, aber damals suchte man geeignete Persönlichkeiten aus, die man einer ganz bestimmten psychischen Behandlung unterwarf, und die man dann in einer bestimmten Zeit — es war eine Reihe von Tagen während der Winterszeit — in bestimmten dazu hergerichteten Lokalitäten verwendete, damit sie gewissermaßen als Aufnahmestation dienen sollten für dasjenige, was das Weltenall, das außerirdische Weltenall, gerade in diesen Zeiten der Erde verraten kann, wenn die Erde eine genügende Aufnahmestation bietet. Es ist für ältere Zeiten nicht unsere jetzige Weihnachtszeit unmittelbar die maßgebende gewesen, sondern eine mehr oder weniger in der Nähe liegende. Allein darauf kommt es jetzt nicht an. Nehmen wir unsere Weihnachtszeit, nehmen wir die Zeit vom 24., 25. Dezember bis in den Januar hinein. Diese Zeit ist durchaus eine solche, in welcher durch die besondere Konstellation der Sonne zur Erde das Weltenall etwas anderes der Erde mitteilt als in anderen Zeiten. Es ist die Zeit, in welcher das Weltenall intimer mit der Erde spricht als in anderen Zeiten. Aber dieses intimere Sprechen beruht gerade darauf, daß die Sonne ihre Sommerkraft in dieser Zeit nicht entfaltet, daß diese Sommerkraft der Sonne in gewisser Beziehung zurückgetreten ist. Diese Zeit nun verwandten die Vorsteher der alten Mysterien dazu, in eigens dazu eingerichteten Lokalitäten mit geschulten Persönlichkeiten dasjenige vorzunehmen, was die Möglichkeit bot, daß intime Geheimnisse aus dem Weltenall, welche da auf die Erde herabkommen in diesem intimen Zwiegespräch des Weltenalls mit der Erde, von ihnen aufgefangen werden konnten. Heute können wir das ja vergleichen mit etwas viel Trivialerem, aber man kann es ja doch vergleichen. Sie wissen, es beruht die sogenannte drahtlose Telegraphie darauf, daß elektrische Wellen erregt werden, und daß diese elektrischen Wellen sich ohne Draht fortpflanzen, und daß man an bestimmten Stellen Apparate aufstellt — Kohärer nennt man diese —, die durch ihre besondere Anordnung die Möglichkeit bieten, gerade in der Station die elektrischen Wellen aufzufangen und die Kohärerapparate in Bewegung zu setzen. Da beruht das ganz einfach auf der Durchorganisierung, ich möchte sagen auf der Durchformung der Späne, der Metallspäne im Kohärer, die wiederum zurückgeschüttelt werden, wenn die Welle durchgegangen ist. Denken Sie sich nun: Die Geheimnisse des Weltenalls, des außerirdischen Weltenalls, gehen zu dieser bestimmten Zeit, die ich angedeutet habe, durch die Erde hindurch. Da braucht man nur einen Auffang-Apparat; denn die elektrischen Wellen würden auch wesenlos an der Aufnahmestation vorbeigehen, wenn man nicht den Aufnahme-Apparat mit dem Kohärer hätte. Man brauchte sozusagen einen Kohärer für dasjenige, was aus dem Weltenall herauskommt. Als solche Kohärer benutzten die alten Griechen ihre Pythien, ihre Priesterinnen, die dazu geschult wurden, und die dadurch, daß sie ausgesetzt wurden dem, was aus dem Weltenall herunterkam, verraten konnten diese Geheimnisse des Weltenalls. Diese Geheimnisse des Weltenalls aber deuteten dann diejenigen, die vielleicht in diesen Zeiten längst selber nicht mehr in der Lage waren, die Aufnahmestation zu bieten. Aber es waren die Geheimnisse des Weltenalls verraten. Das alles ist selbstverständlich im Zeichen heiligsten Mysteriums verrichtet worden, in einem Zeichen, von dem die heutige Zeit, der alles Heilige abhanden gekommen ist, keine Ahnung mehr hat. Denn unsere heutige Zeit würde ja selbstverständlich vor allen Dingen darauf aus sein, den Mysterien-Priester zu interviewen.
[ 7 ] Nun, um was handelte es sich denn da eigentlich für diese MysterienPriester? Darum handelte es sich, daß sie in einer gewissen Weise wußten: Wenn sie jene Befruchtung des irdischen Lebens, welche da aus dem Weltenall herunterströmt, in ihr Wissen, namentlich in ihr soziales Wissen aufnahmen, so konnten sie durch dasjenige, um was sie gescheiter geworden sind, für die nächste Zeit die Maßregeln treffen; die gesetzlichen und sonstigen Maßregeln für das nächste Jahr. Es gab schon Zeiten auf der Erde, in denen man nicht würde soziale Maßregeln oder Gesetzesmaßregeln ergriffen haben, ohne erst in dieser Weise durch diejenigen, welche sie zu ergreifen hatten, die Geheimnisse des Makrokosmos erkundet zu haben. Spätere Zeiten haben sich in abergläubischen Vorstellungen düstere, zweifelhafte Nachklänge an dieses Große erhalten. Wenn am Silvesterabend Blei gegossen wird, und man daraus die Zukunft des nächsten Jahres erfahren will, so ist das der abergläubische Rest jener großen heiligen Sache, von der ich Ihnen eben gesprochen habe. Bei der handelte es sich wirklich darum, den Geist den Geist der Menschen — in der Weise zu befruchten, daß auf die Erde übertragen wurde dasjenige, was nur aus dem Weltenall erfließen kann, weil man wollte, daß der Mensch auf der Erde so leben sollte, daß sein Leben nicht bloß ein Ergebnis dessen ist, was man auf der Erde erfahren kann, sondern ein Ergebnis dessen, was man aus der Welt erfahren kann. Ebenso wußte man, daß während der Sommerzeit die Erde in einem ganz anderen Verhältnis zum Weltenall steht, daß während der Sommerzeit gewissermaßen die Erde keine intimen Mitteilungen aus dem Weltenall empfangen kann. Darauf beruhten dann die Sommermysterien, die auf ganz anderes abzielten, das wir aber heute nicht zu besprechen brauchen.
[ 7 ] Nun, um was handelte es sich denn da eigentlich für diese MysterienPriester? Darum handelte es sich, daß sie in einer gewissen Weise wußten: Wenn sie jene Befruchtung des irdischen Lebens, welche da aus dem Weltenall herunterströmt, in ihr Wissen, namentlich in ihr soziales Wissen aufnahmen, so konnten sie durch dasjenige, um was sie gescheiter geworden sind, für die nächste Zeit die Maßregeln treffen; die gesetzlichen und sonstigen Maßregeln für das nächste Jahr. Es gab schon Zeiten auf der Erde, in denen man nicht würde soziale Maßregeln oder Gesetzesmaßregeln ergriffen haben, ohne erst in dieser Weise durch diejenigen, welche sie zu ergreifen hatten, die Geheimnisse des Makrokosmos erkundet zu haben. Spätere Zeiten haben sich in abergläubischen Vorstellungen düstere, zweifelhafte Nachklänge an dieses Große erhalten. Wenn am Silvesterabend Blei gegossen wird, und man daraus die Zukunft des nächsten Jahres erfahren will, so ist das der abergläubische Rest jener großen heiligen Sache, von der ich Ihnen eben gesprochen habe. Bei der handelte es sich wirklich darum, den Geist den Geist der Menschen — in der Weise zu befruchten, daß auf die Erde übertragen wurde dasjenige, was nur aus dem Weltenall erfließen kann, weil man wollte, daß der Mensch auf der Erde so leben sollte, daß sein Leben nicht bloß ein Ergebnis dessen ist, was man auf der Erde erfahren kann, sondern ein Ergebnis dessen, was man aus der Welt erfahren kann. Ebenso wußte man, daß während der Sommerzeit die Erde in einem ganz anderen Verhältnis zum Weltenall steht, daß während der Sommerzeit gewissermaßen die Erde keine intimen Mitteilungen aus dem Weltenall empfangen kann. Darauf beruhten dann die Sommermysterien, die auf ganz anderes abzielten, das wir aber heute nicht zu besprechen brauchen.
[ 8 ] Nun, wie gesagt, von diesen Dingen, die sich auf die Geheimnisse des Jahreslaufes beziehen, sind noch weniger Traditionen erhalten als von denjenigen Dingen, die sich auf den Rhythmus von Tag und Nacht, von Schlafen und Wachen beziehen. Aber in jenen alten Zeiten, in denen der Mensch noch jenen höheren Grad des atavistischen Hellsehens hatte, durch den er im Laufe des Jahres erfahren konnte die Intimitäten, die eintraten zwischen dem Weltenall und der Erde, in jenen alten Zeiten wußten die Menschen, daß dasjenige, was sie da erfahren, herrührt davon, daß der Mensch da die Begegnung hatte — diese Begegnung hatte er natürlich zu allen Zeiten, dazumal wurde sie nur wahrgenommen durch atavistisches Hellsehen — mit derjenigen geistigen Welt, die er nun nicht in jedem Schlafe haben kann: die Begegnung mit der geistigen Welt, in der diejenigen geistigen Wesenheiten leben, die wir zu der Hierarchie der Archangeloi rechnen, jene Welt, in welcher der Mensch mit seinem innersten Wesen sein wird, wenn einmal während der Venuszeit entwickelt sein wird sein Lebensgeist; jene Welt, in welcher man sich als das dirigierende, herrschende Prinzip in alten Zeiten zu denken hatte den Christus, den Sohn. So daß man eben auch nennen kann diese Begegnung, die der Mensch im Jahreslaufe hat mit der geistigen Welt auf irgendeinem Punkte der Erde in derjenigen Zeit, in der es für diesen Punkt der Erde eben die Weihnachts-Winterzeit ist, daß man diese Begegnung auch nennen kann die Begegnung mit dem Sohn. So daß der Mensch im Laufe eines Jahres wirklich durchmacht einen Rhythmus, der nachgebildet ist dem Jahresrhythmus selber und in dem er eine Vereinigung hat mit der Welt des Sohnes.
[ 8 ] Nun, wie gesagt, von diesen Dingen, die sich auf die Geheimnisse des Jahreslaufes beziehen, sind noch weniger Traditionen erhalten als von denjenigen Dingen, die sich auf den Rhythmus von Tag und Nacht, von Schlafen und Wachen beziehen. Aber in jenen alten Zeiten, in denen der Mensch noch jenen höheren Grad des atavistischen Hellsehens hatte, durch den er im Laufe des Jahres erfahren konnte die Intimitäten, die eintraten zwischen dem Weltenall und der Erde, in jenen alten Zeiten wußten die Menschen, daß dasjenige, was sie da erfahren, herrührt davon, daß der Mensch da die Begegnung hatte — diese Begegnung hatte er natürlich zu allen Zeiten, dazumal wurde sie nur wahrgenommen durch atavistisches Hellsehen — mit derjenigen geistigen Welt, die er nun nicht in jedem Schlafe haben kann: die Begegnung mit der geistigen Welt, in der diejenigen geistigen Wesenheiten leben, die wir zu der Hierarchie der Archangeloi rechnen, jene Welt, in welcher der Mensch mit seinem innersten Wesen sein wird, wenn einmal während der Venuszeit entwickelt sein wird sein Lebensgeist; jene Welt, in welcher man sich als das dirigierende, herrschende Prinzip in alten Zeiten zu denken hatte den Christus, den Sohn. So daß man eben auch nennen kann diese Begegnung, die der Mensch im Jahreslaufe hat mit der geistigen Welt auf irgendeinem Punkte der Erde in derjenigen Zeit, in der es für diesen Punkt der Erde eben die Weihnachts-Winterzeit ist, daß man diese Begegnung auch nennen kann die Begegnung mit dem Sohn. So daß der Mensch im Laufe eines Jahres wirklich durchmacht einen Rhythmus, der nachgebildet ist dem Jahresrhythmus selber und in dem er eine Vereinigung hat mit der Welt des Sohnes.
[ 9 ] Nun aber wissen wir ja, daß durch das Mysterium von Golgatha jene Wesenheit, die wir als den Christus bezeichnen, sich mit dem Erdenlaufe selber vereinigt hat. Gerade in der Zeit, als diese Vereinigung geschah, war — wie ja aus den Ausführungen, die ich eben gemacht habe, hervorgeht — das unmittelbare Schauen der geistigen Welt herabgetrübt. Wir sehen die objektive Tatsache: Das Ereignis von Golgatha hängt zusammen mit der Veränderung der Menschheitsentwickelung auf der Erde selber. Aber wir dürfen daher auch sagen: Es gab Zeiten in der Erdenentwickelung, in denen die Menschen im Sinne alten atavistischen Hellsehens durch das Bekanntwerden mit dem intimen Zwiegespräch der Erde mit dem Makrokosmos in ein Verhältnis zu dem Christus kamen. Und darauf beruht dasjenige, was mit einem gewissen Rechte manche vernünftige neuere Gelehrte, Religionsforscher, annehmen: daß es eine Uroffenbarung der Erde gegeben hat. So aber, wie ich es geschildert habe, so kam sie zustande. Eine Uroffenbarung. Und die einzelnen Religionen über die Erde hin sind die in die Dekadenz gekommenen Fragmente aus jener Uroffenbarung.
[ 9 ] Nun aber wissen wir ja, daß durch das Mysterium von Golgatha jene Wesenheit, die wir als den Christus bezeichnen, sich mit dem Erdenlaufe selber vereinigt hat. Gerade in der Zeit, als diese Vereinigung geschah, war — wie ja aus den Ausführungen, die ich eben gemacht habe, hervorgeht — das unmittelbare Schauen der geistigen Welt herabgetrübt. Wir sehen die objektive Tatsache: Das Ereignis von Golgatha hängt zusammen mit der Veränderung der Menschheitsentwickelung auf der Erde selber. Aber wir dürfen daher auch sagen: Es gab Zeiten in der Erdenentwickelung, in denen die Menschen im Sinne alten atavistischen Hellsehens durch das Bekanntwerden mit dem intimen Zwiegespräch der Erde mit dem Makrokosmos in ein Verhältnis zu dem Christus kamen. Und darauf beruht dasjenige, was mit einem gewissen Rechte manche vernünftige neuere Gelehrte, Religionsforscher, annehmen: daß es eine Uroffenbarung der Erde gegeben hat. So aber, wie ich es geschildert habe, so kam sie zustande. Eine Uroffenbarung. Und die einzelnen Religionen über die Erde hin sind die in die Dekadenz gekommenen Fragmente aus jener Uroffenbarung.
[ 10 ] Diejenigen aber, welche das Geheimnis von Golgatha angenommen haben, in welcher Lage sind sie denn eigentlich? In der Lage sind sie, daß sie das innerste Bekenntnis zum Geistinhalte des Weltalls so ausdrücken können, daß sie sagen können: Was in alten Zeiten noch erschaut werden mußte durch ein Zwiegespräch von der Erde aus nach dem Kosmos, das ist heruntergestiegen und ist in einem Menschen, in dem Menschen Jesus von Nazareth erschienen im Verlaufe des Mysteriums von Golgatha. Wiedererkenntnis in dem Christus, der in Jesus von Nazareth lebte, desjenigen Wesens, das früher auch durch atavistisches Hellsehen den Menschen sichtbar geworden ist im Jahreslaufe, das ist etwas, was nun immer mehr und mehr betont werden sollte für die geistige Menschheitsentwickelung. Denn dadurch würde man die zwei Elemente des Christentums verbinden, die eigentlich miteinander verbunden werden müssen, wenn auf der einen Seite das Christentum in der richtigen Weise sich weiterentwickeln soll, und auf der anderen Seite die Menschheit in richtiger Weise sich weiterentwickeln soll. Damit hängt es ja zusammen, daß aus alten christlichen Traditionen heraus die Legende des Christus Jesus alljährlich als Feier des Weihnachtsfestes, des Osterfestes, des Pfingstfestes in den Jahreslauf eingeschaltet wird. Und damit, wie ich schon in einer vorigen Stunde sagte, hängt es zusammen, wie als ein ständiges Fest das Weihnachtsfest gefeiert wird, als ein Fest aber, das nach Himmelskonstellationen bestimmt wird, das Osterfest. Daß das Weihnachtsfest gefeiert wird nach Erdenverhältnissen, nach der ständigen tiefsten Winterzeit, das hängt damit zusammen, daß die Begegnung mit dem Christus, mit dem Sohne, wirklich in diese Zeit hineinfällt. Daß aber der Christus ein Wesen ist, das dem Makrokosmos angehört und hinuntergestiegen ist aus dem Makrokosmos, das einer Wesenheit mit dem Makrokosmos ist, das wird eben dadurch ausgedrückt, daß von der Frühlings-, Sonnen- und Mondenkonstellation es abhängen soll, wann das Osterfest ist, jenes Jahresfest, das besagen soll, daß der Christus der ganzen Welt angehört; so wie das Weihnachtsfest anzeigen soll, daß der Christus seinen Abstieg zur Erde gemacht hat. Und so wird eingeschaltet in den Jahreslauf mit Recht dasjenige, was diesem Jahreslauf durch den Rhythmus des Menschenlebens im Jahreslauf selber angehört. Und weil dies etwas so Tiefes ist in bezug auf das Menscheninnere, so ist es auch gerechtfertigt, daß mit Bezug auf dieses Einschalten der Feste, die sich auf das Mysterium von Golgatha beziehen, der Mensch dabei bleibt, diese Feste im Einklang mit dem Rhythmus des großen Weltenalls zu vollziehen, nicht sie zu verschieben, wie er in den neueren Städten Schlafen und Wachen verschiebt.
[ 10 ] Diejenigen aber, welche das Geheimnis von Golgatha angenommen haben, in welcher Lage sind sie denn eigentlich? In der Lage sind sie, daß sie das innerste Bekenntnis zum Geistinhalte des Weltalls so ausdrücken können, daß sie sagen können: Was in alten Zeiten noch erschaut werden mußte durch ein Zwiegespräch von der Erde aus nach dem Kosmos, das ist heruntergestiegen und ist in einem Menschen, in dem Menschen Jesus von Nazareth erschienen im Verlaufe des Mysteriums von Golgatha. Wiedererkenntnis in dem Christus, der in Jesus von Nazareth lebte, desjenigen Wesens, das früher auch durch atavistisches Hellsehen den Menschen sichtbar geworden ist im Jahreslaufe, das ist etwas, was nun immer mehr und mehr betont werden sollte für die geistige Menschheitsentwickelung. Denn dadurch würde man die zwei Elemente des Christentums verbinden, die eigentlich miteinander verbunden werden müssen, wenn auf der einen Seite das Christentum in der richtigen Weise sich weiterentwickeln soll, und auf der anderen Seite die Menschheit in richtiger Weise sich weiterentwickeln soll. Damit hängt es ja zusammen, daß aus alten christlichen Traditionen heraus die Legende des Christus Jesus alljährlich als Feier des Weihnachtsfestes, des Osterfestes, des Pfingstfestes in den Jahreslauf eingeschaltet wird. Und damit, wie ich schon in einer vorigen Stunde sagte, hängt es zusammen, wie als ein ständiges Fest das Weihnachtsfest gefeiert wird, als ein Fest aber, das nach Himmelskonstellationen bestimmt wird, das Osterfest. Daß das Weihnachtsfest gefeiert wird nach Erdenverhältnissen, nach der ständigen tiefsten Winterzeit, das hängt damit zusammen, daß die Begegnung mit dem Christus, mit dem Sohne, wirklich in diese Zeit hineinfällt. Daß aber der Christus ein Wesen ist, das dem Makrokosmos angehört und hinuntergestiegen ist aus dem Makrokosmos, das einer Wesenheit mit dem Makrokosmos ist, das wird eben dadurch ausgedrückt, daß von der Frühlings-, Sonnen- und Mondenkonstellation es abhängen soll, wann das Osterfest ist, jenes Jahresfest, das besagen soll, daß der Christus der ganzen Welt angehört; so wie das Weihnachtsfest anzeigen soll, daß der Christus seinen Abstieg zur Erde gemacht hat. Und so wird eingeschaltet in den Jahreslauf mit Recht dasjenige, was diesem Jahreslauf durch den Rhythmus des Menschenlebens im Jahreslauf selber angehört. Und weil dies etwas so Tiefes ist in bezug auf das Menscheninnere, so ist es auch gerechtfertigt, daß mit Bezug auf dieses Einschalten der Feste, die sich auf das Mysterium von Golgatha beziehen, der Mensch dabei bleibt, diese Feste im Einklang mit dem Rhythmus des großen Weltenalls zu vollziehen, nicht sie zu verschieben, wie er in den neueren Städten Schlafen und Wachen verschiebt.
[ 11 ] Also da haben wir es zu tun mit etwas, worin der Mensch noch nicht so frei ist, wo er sich noch nicht so herausheben soll aus dem objektiven Gang des Weltenalls, wo ihm jedes Jahr zum Bewußtsein kommen soll, jetzt, wo er nicht mehr durch das atavistische Hellsehen mit dem Weltenall verkehren kann, daß in ihm etwas lebt, das dem Weltenall angehört, das im Jahreskreislauf seinen Ausdruck findet.
[ 11 ] Also da haben wir es zu tun mit etwas, worin der Mensch noch nicht so frei ist, wo er sich noch nicht so herausheben soll aus dem objektiven Gang des Weltenalls, wo ihm jedes Jahr zum Bewußtsein kommen soll, jetzt, wo er nicht mehr durch das atavistische Hellsehen mit dem Weltenall verkehren kann, daß in ihm etwas lebt, das dem Weltenall angehört, das im Jahreskreislauf seinen Ausdruck findet.
[ 12 ] Nun, unter denjenigen Dingen, welche vielleicht gerade von gewissen religiösen Bekenntnissen her an der Geisteswissenschaft am meisten getadelt werden, ist dieses, daß durch die Geisteswissenschaft der Christus-Impuls wiederum angeknüpft werden muß an das ganze Weltenall. Geisteswissenschaft nimmt nichts — das habe ich öfter betont — demjenigen, was religiöse Überlieferungen über das Christus Jesus-Mysterium haben; aber sie fügt hinzu dasjenige, was dieses Christus JesusMysterium an Verhältnissen um sich hat von der Erde zum ganzen Weltenall. Sie sucht den Christus nicht nur auf der Erde, sie sucht ihn im ganzen Weltenall. Eigentlich ist es ja schwer zu begreifen, wie man von gewissen religiösen Bekenntnissen aus immer wieder und wiederum gerade dieses Anknüpfen des Christus-Impulses an kosmische Ereignisse tadelt; denn verständlich wäre es nur, wenn die Geisteswissenschaft den berechtigten Traditionen des Christentums etwas wegnähme; wenn sie etwas hinzufügt, so sollte das offenbar nicht getadelt werden. Aber nun, die Dinge sind einmal so, und die Gründe liegen ja darin, daß man zu gewissen Traditionen durchaus nichts hinzugefügt haben will.
[ 12 ] Nun, unter denjenigen Dingen, welche vielleicht gerade von gewissen religiösen Bekenntnissen her an der Geisteswissenschaft am meisten getadelt werden, ist dieses, daß durch die Geisteswissenschaft der Christus-Impuls wiederum angeknüpft werden muß an das ganze Weltenall. Geisteswissenschaft nimmt nichts — das habe ich öfter betont — demjenigen, was religiöse Überlieferungen über das Christus Jesus-Mysterium haben; aber sie fügt hinzu dasjenige, was dieses Christus JesusMysterium an Verhältnissen um sich hat von der Erde zum ganzen Weltenall. Sie sucht den Christus nicht nur auf der Erde, sie sucht ihn im ganzen Weltenall. Eigentlich ist es ja schwer zu begreifen, wie man von gewissen religiösen Bekenntnissen aus immer wieder und wiederum gerade dieses Anknüpfen des Christus-Impulses an kosmische Ereignisse tadelt; denn verständlich wäre es nur, wenn die Geisteswissenschaft den berechtigten Traditionen des Christentums etwas wegnähme; wenn sie etwas hinzufügt, so sollte das offenbar nicht getadelt werden. Aber nun, die Dinge sind einmal so, und die Gründe liegen ja darin, daß man zu gewissen Traditionen durchaus nichts hinzugefügt haben will.
[ 13 ] Aber die Sache hat einen tiefernsten Hintergrund, einen Hintergrund, der insbesondere für unsere Zeit wichtig ist, außerordentlich wichtig ist. Sehen Sie, ich habe öfter darauf aufmerksam gemacht, und im ersten meiner Mysteriendramen ist es ja auch besprochen, daß wir entgegenleben der Zeit, in der wir sprechen können von einer geistigen Wiederkunft des Christus. Ich brauche dies heute nicht weiter auszumalen, es ist ja allen unseren Freunden wohl bekannt. Dieses Christus-Ereignis wird aber nicht bloß ein Ereignis sein, welches die transzendentale Neugierde der Menschen befriedigt, sondern es wird vor allen Dingen ein Ereignis sein, welches an die Menschengemüter die Anforderung zu einem neuen Verständnis stellen wird, zu einem neuen Verständnis des ganzen Christus-Impulses. Gewisse Grundworte des Christentums, die wie heilige Impulse durch die ganze Welt gehen sollten — wenigstens durch die ganze Welt derjenigen, welche den Christus-Impuls in sich aufnehmen wollen —, werden doch nicht tief genug verstanden. Ich möchte da nur erinnern an das bedeutsame, einschneidende Wort «Mein Reich ist nicht von dieser Welt». Dieses Wort, es wird — wenn der Christus erscheinen wird in einem Reiche, das wirklich nicht von dieser Welt ist, nämlich nicht von der Welt der Sinne —, dieses Wort wird eine erneute Bedeutung bekommen. Denn das wird eine tiefe Eigentümlichkeit der christlichen Weltauffassung werden müssen, daß diese christliche Weltauffassung Verständnis wird entgegenbringen können allen anderen Auffassungen der Menschen, bloß mit Ausnahme des groben, rohen Materialismus. Wenn man sich klar ist darüber, daß die Religionen Reste sind von alten Schauungen, alle Religionen über die Erde hin Reste sind von alten Schauungen, dann wird es darauf ankommen, daß dies ganz ernst genommen werde. Was da geschaut worden ist — und weil die Menschheit später nicht mehr für das Schauen eingerichtet war, ist es nur in fragmentarischer Gestalt bei den verschiedenen religiösen Bekenntnissen vorhanden —, das kann gerade durch das Christentum wiedererkannt werden. Und so kann man sich durch das Christentum aneignen ein tiefes Verständnis für jede Form religiösen Bekenntnisses auf der Erde, nicht nur für die großen Religionen, sondern für jede Form religiösen Bekenntnisses auf der Erde. Das ist freilich etwas, was leicht gesagt ist, aber so leicht es gesagt ist, so schwer wird es eigentlich wirklich Gesinnung der Menschen. Und es wird Gesinnung der Menschen werden müssen, Gesinnung der Menschen über die ganze Erde hin. Denn, so wie das Christentum zunächst auf der Erde aufgetreten ist bisher, ist es eine Religion unter anderen, ein Bekenntnis unter anderen Bekenntnissen. Dazu ist es nicht gestiftet. Das Christentum ist schon dazu gestiftet, über die ganze Erde Verständnis zu verbreiten. Der Christus ist nicht für einen beschränkten Bezirk von Menschen gestorben, geboren worden, sondern für alle Menschen. Und es ist in gewissem Sinne ein Widerspruch zwischen der Forderung, die im Christentum liegt, für alle Menschen zu gelten, und der Tatsache, daß es Einzelbekenntnis geworden ist. Aber es ist nicht veranlagt dazu, Einzelbekenntnis zu sein. Einzelbekenntnis kann es nur werden, wenn man es nicht in seinem ganz tiefen Sinne auffaßt. Und zu diesem tiefen Sinne gehört auch die kosmische Auffassung.
[ 13 ] Aber die Sache hat einen tiefernsten Hintergrund, einen Hintergrund, der insbesondere für unsere Zeit wichtig ist, außerordentlich wichtig ist. Sehen Sie, ich habe öfter darauf aufmerksam gemacht, und im ersten meiner Mysteriendramen ist es ja auch besprochen, daß wir entgegenleben der Zeit, in der wir sprechen können von einer geistigen Wiederkunft des Christus. Ich brauche dies heute nicht weiter auszumalen, es ist ja allen unseren Freunden wohl bekannt. Dieses Christus-Ereignis wird aber nicht bloß ein Ereignis sein, welches die transzendentale Neugierde der Menschen befriedigt, sondern es wird vor allen Dingen ein Ereignis sein, welches an die Menschengemüter die Anforderung zu einem neuen Verständnis stellen wird, zu einem neuen Verständnis des ganzen Christus-Impulses. Gewisse Grundworte des Christentums, die wie heilige Impulse durch die ganze Welt gehen sollten — wenigstens durch die ganze Welt derjenigen, welche den Christus-Impuls in sich aufnehmen wollen —, werden doch nicht tief genug verstanden. Ich möchte da nur erinnern an das bedeutsame, einschneidende Wort «Mein Reich ist nicht von dieser Welt». Dieses Wort, es wird — wenn der Christus erscheinen wird in einem Reiche, das wirklich nicht von dieser Welt ist, nämlich nicht von der Welt der Sinne —, dieses Wort wird eine erneute Bedeutung bekommen. Denn das wird eine tiefe Eigentümlichkeit der christlichen Weltauffassung werden müssen, daß diese christliche Weltauffassung Verständnis wird entgegenbringen können allen anderen Auffassungen der Menschen, bloß mit Ausnahme des groben, rohen Materialismus. Wenn man sich klar ist darüber, daß die Religionen Reste sind von alten Schauungen, alle Religionen über die Erde hin Reste sind von alten Schauungen, dann wird es darauf ankommen, daß dies ganz ernst genommen werde. Was da geschaut worden ist — und weil die Menschheit später nicht mehr für das Schauen eingerichtet war, ist es nur in fragmentarischer Gestalt bei den verschiedenen religiösen Bekenntnissen vorhanden —, das kann gerade durch das Christentum wiedererkannt werden. Und so kann man sich durch das Christentum aneignen ein tiefes Verständnis für jede Form religiösen Bekenntnisses auf der Erde, nicht nur für die großen Religionen, sondern für jede Form religiösen Bekenntnisses auf der Erde. Das ist freilich etwas, was leicht gesagt ist, aber so leicht es gesagt ist, so schwer wird es eigentlich wirklich Gesinnung der Menschen. Und es wird Gesinnung der Menschen werden müssen, Gesinnung der Menschen über die ganze Erde hin. Denn, so wie das Christentum zunächst auf der Erde aufgetreten ist bisher, ist es eine Religion unter anderen, ein Bekenntnis unter anderen Bekenntnissen. Dazu ist es nicht gestiftet. Das Christentum ist schon dazu gestiftet, über die ganze Erde Verständnis zu verbreiten. Der Christus ist nicht für einen beschränkten Bezirk von Menschen gestorben, geboren worden, sondern für alle Menschen. Und es ist in gewissem Sinne ein Widerspruch zwischen der Forderung, die im Christentum liegt, für alle Menschen zu gelten, und der Tatsache, daß es Einzelbekenntnis geworden ist. Aber es ist nicht veranlagt dazu, Einzelbekenntnis zu sein. Einzelbekenntnis kann es nur werden, wenn man es nicht in seinem ganz tiefen Sinne auffaßt. Und zu diesem tiefen Sinne gehört auch die kosmische Auffassung.
[ 14 ] Ja, für gewisse Wahrheiten ringt man heute noch nach Worten, weil sie den Menschen eigentlich so ferneliegen heute, daß Worte nicht da sind, um sie auszudrücken. Man kann sie oftmals nur vergleichsweise ausdrücken, die großen Wahrheiten. Aber erinnern Sie sich daran, daß ich öfter ausgeführt habe, daß man den Christus nennen kann den Sonnengeist. Aus solchen Betrachtungen, wie ich sie heute angestellt habe, aus der Betrachtung über den Jahres-Sonnenlauf, kann man schon ersehen, daß die Berechtigung in gewissem Sinne vorliegt, den Christus als Sonnengeist gelten zu lassen; als den Sonnengeist. Diesen Sonnengeist wird man aber gar nicht als Sonnengeist vorstellen können, wenn man nicht das kosmische Verhältnis des Christus ins Auge faßt, wenn man nicht eben das Mysterium von Golgatha als ein wirkliches Christus-Mysterium auffaßt, als etwas, was zwar auf dieser Erde geschehen ist, was aber für das ganze Weltenall eine Bedeutung hat, für das ganze Weltenall ein Geschehen ist.
[ 14 ] Ja, für gewisse Wahrheiten ringt man heute noch nach Worten, weil sie den Menschen eigentlich so ferneliegen heute, daß Worte nicht da sind, um sie auszudrücken. Man kann sie oftmals nur vergleichsweise ausdrücken, die großen Wahrheiten. Aber erinnern Sie sich daran, daß ich öfter ausgeführt habe, daß man den Christus nennen kann den Sonnengeist. Aus solchen Betrachtungen, wie ich sie heute angestellt habe, aus der Betrachtung über den Jahres-Sonnenlauf, kann man schon ersehen, daß die Berechtigung in gewissem Sinne vorliegt, den Christus als Sonnengeist gelten zu lassen; als den Sonnengeist. Diesen Sonnengeist wird man aber gar nicht als Sonnengeist vorstellen können, wenn man nicht das kosmische Verhältnis des Christus ins Auge faßt, wenn man nicht eben das Mysterium von Golgatha als ein wirkliches Christus-Mysterium auffaßt, als etwas, was zwar auf dieser Erde geschehen ist, was aber für das ganze Weltenall eine Bedeutung hat, für das ganze Weltenall ein Geschehen ist.
[ 15 ] Nun, die Menschen streiten sich um vieles auf der Erde, veruneinigen sich wegen vielem. Sie haben sich veruneinigt mit Bezug auf ihre religiösen Bekenntnisse, sie meinen veruneinigt zu sein durch ihre Nationalitäten und noch durch andere Dinge. Und diese Veruneinigungen führen Zeiten herauf, wie diejenige ist, in der wir zum Beispiel jetzt leben. Die Menschen veruneinigen sich; sie sind auch veruneinigt mit Bezug auf das Mysterium von Golgatha. Denn es wird kein Chinese oder kein Inder so ohne weiteres dasjenige annehmen, was ein europäischer Missionar über das Mysterium von Golgatha sagt. Für denjenigen, der die Verhältnisse ins Auge faßt, wie sie sind, wird dies nicht weiter eine auffällige Tatsache sein. Aber über eines haben sich die Menschen bis jetzt noch nicht veruneinigt. Man sollte es fast nicht glauben, aber es ist eine triviale Wahrheit, und man muß es glauben. Wenn man bedenkt, wie heute die Menschen auf der Erde gegeneinander leben, dann muß man sich fast wundern, daß sie noch über etwas nicht veruneinigt sind. Aber es gibt doch noch Dinge, über die die Menschen nicht veruneinigt sind, und das ist zum Beispiel die Meinung, die die Menschen über die Sonne haben. Die Japaner, die Chinesen, selbst die Amerikaner und die Engländer glauben nicht, daß ihnen eine andere Sonne auf- und untergeht als den Deutschen. An eine gemeinsame Sonne glauben die Menschen noch; überhaupt glauben die Menschen noch an das Gemeinsame in bezug auf dasjenige, was das Außerirdische ist. In bezug darauf machen sie sich nicht einmal die Dinge streitig, kämpfen keine Kriege aus wegen dieser Dinge. Und lassen Sie sich das eine Art Vergleich sein.
[ 15 ] Nun, die Menschen streiten sich um vieles auf der Erde, veruneinigen sich wegen vielem. Sie haben sich veruneinigt mit Bezug auf ihre religiösen Bekenntnisse, sie meinen veruneinigt zu sein durch ihre Nationalitäten und noch durch andere Dinge. Und diese Veruneinigungen führen Zeiten herauf, wie diejenige ist, in der wir zum Beispiel jetzt leben. Die Menschen veruneinigen sich; sie sind auch veruneinigt mit Bezug auf das Mysterium von Golgatha. Denn es wird kein Chinese oder kein Inder so ohne weiteres dasjenige annehmen, was ein europäischer Missionar über das Mysterium von Golgatha sagt. Für denjenigen, der die Verhältnisse ins Auge faßt, wie sie sind, wird dies nicht weiter eine auffällige Tatsache sein. Aber über eines haben sich die Menschen bis jetzt noch nicht veruneinigt. Man sollte es fast nicht glauben, aber es ist eine triviale Wahrheit, und man muß es glauben. Wenn man bedenkt, wie heute die Menschen auf der Erde gegeneinander leben, dann muß man sich fast wundern, daß sie noch über etwas nicht veruneinigt sind. Aber es gibt doch noch Dinge, über die die Menschen nicht veruneinigt sind, und das ist zum Beispiel die Meinung, die die Menschen über die Sonne haben. Die Japaner, die Chinesen, selbst die Amerikaner und die Engländer glauben nicht, daß ihnen eine andere Sonne auf- und untergeht als den Deutschen. An eine gemeinsame Sonne glauben die Menschen noch; überhaupt glauben die Menschen noch an das Gemeinsame in bezug auf dasjenige, was das Außerirdische ist. In bezug darauf machen sie sich nicht einmal die Dinge streitig, kämpfen keine Kriege aus wegen dieser Dinge. Und lassen Sie sich das eine Art Vergleich sein.
[ 16 ] Man kann, wie gesagt, diese Dinge nur vergleichsweise ausdrücken. Wird man einmal den Zusammenhang des Christus mit diesen Dingen erfassen, über die die Menschen nicht streiten, dann wird man auch über den Christus nicht streiten, dann wird man ihn schauen in dem Reiche, das nicht von dieser Welt ist und das sein Reich ist. Aber nicht früher wird Einigkeit herrschen mit Bezug auf die Dinge, über die Einigkeit herrschen sollte über die ganze Erde hin, bis die Menschen erkannt haben die kosmische Bedeutung des Christus. Denn über die kosmische Bedeutung des Christus werden Sie zu dem Juden, zu dem Chinesen, zu dem Japaner, zu dem Inder sprechen können, wie Sie zu dem christlichen Europäer sprechen. Und damit eröffnet sich eine ungeheuer bedeutungsvolle Perspektive, auf der einen Seite für die Weiterentwickelung des Christentums auf der Erde, auf der anderen Seite für die Weiterentwickelung der Menschheit auf der Erde. Denn Wege müssen gesucht werden zu solchen Seeleninhalten, die wirklich alle Menschen in gleicher Weise verstehen können. Das aber wird eine Forderung werden der Zeit, in der die Wiederkunft, die geistige Wiederkunft des Christus erfolgen wird. Und ein tieferes Verständnis wird ausgehen müssen von dieser Zeit gerade in bezug auf das Wort «Mein Reich ist nicht von dieser Welt», ein tiefes Verständnis dafür, daß im Menschenwesen nicht nur Irdisches lebt, sondern Überirdisches; Überirdisches, das da lebt im Jahressonnenlauf. Ein Gefühl muß man bekommen davon, daß so, wie im einzelnen menschlichen Leben das Seelische das Leibliche beherrscht, so alles dasjenige, was da draußen geschieht in den auf- und untergehenden Sternen, in dem leuchtenden und abdämmernden Sonnenlicht, daß in alledem Geistiges lebt; daß, wie wir mit unseren Lungen in die Luft eingeschaltet sind, wir mit unserer Seele in das Geistige des Weltenalls eingeschaltet sind, aber nicht in das abstrakt Geistige des verwaschenen Pantheismus, sondern in das konkret Geistige, das in einzelnen Wesen sich auslebt. Und so werden wir finden, daß in innigem Zusammenhang mit dem, was in dem Jahreslaufe so lebt, wie in einem Menschen die Atemzüge, etwas Geistiges lebt, das der Menschenseele angehört, das die Menschenseele selber ist; daß dem Jahreslaufe in seinen Geheimnissen das Christus-Wesen, das durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist, angehört. Man wird schon zu einem Zusammenhalten desjenigen sich aufschwingen müssen, was geschichtlich auf der Erde sich vollzogen hat im Mysterium von Golgatha, mit den großen Weltengeheimnissen, mit den makrokosmischen Geheimnissen. Dann aber wird von diesem Verständnis etwas ausgehen, was ungeheuer wichtig ist: Es wird von diesem Verständnis wiederum Erkenntnis ausgehen für das, was die Menschen sozial brauchen. Soziale Wissenschaft zum Beispiel wird in unserer Zeit viel getrieben, viel wird auch getrieben von allerlei sozialen Idealen. Gewiß, dagegen soll gar nichts eingewendet werden, aber alle diese Dinge sollen befruchtet werden, und werden befruchtet werden müssen durch dasjenige, was dem Menschen aufgehen wird dadurch, daß er sich den Jahreslauf selber wieder vergeistigt. Denn dadurch, daß man gewissermaßen parallel dem Jahreslauf lebendig erlebt das Abbild des Mysteriums von Golgatha in jedem Jahr, dadurch inspiriert man sich erst wiederum mit dem, was soziales Wissen, soziales Fühlen sein kann.
[ 16 ] Man kann, wie gesagt, diese Dinge nur vergleichsweise ausdrücken. Wird man einmal den Zusammenhang des Christus mit diesen Dingen erfassen, über die die Menschen nicht streiten, dann wird man auch über den Christus nicht streiten, dann wird man ihn schauen in dem Reiche, das nicht von dieser Welt ist und das sein Reich ist. Aber nicht früher wird Einigkeit herrschen mit Bezug auf die Dinge, über die Einigkeit herrschen sollte über die ganze Erde hin, bis die Menschen erkannt haben die kosmische Bedeutung des Christus. Denn über die kosmische Bedeutung des Christus werden Sie zu dem Juden, zu dem Chinesen, zu dem Japaner, zu dem Inder sprechen können, wie Sie zu dem christlichen Europäer sprechen. Und damit eröffnet sich eine ungeheuer bedeutungsvolle Perspektive, auf der einen Seite für die Weiterentwickelung des Christentums auf der Erde, auf der anderen Seite für die Weiterentwickelung der Menschheit auf der Erde. Denn Wege müssen gesucht werden zu solchen Seeleninhalten, die wirklich alle Menschen in gleicher Weise verstehen können. Das aber wird eine Forderung werden der Zeit, in der die Wiederkunft, die geistige Wiederkunft des Christus erfolgen wird. Und ein tieferes Verständnis wird ausgehen müssen von dieser Zeit gerade in bezug auf das Wort «Mein Reich ist nicht von dieser Welt», ein tiefes Verständnis dafür, daß im Menschenwesen nicht nur Irdisches lebt, sondern Überirdisches; Überirdisches, das da lebt im Jahressonnenlauf. Ein Gefühl muß man bekommen davon, daß so, wie im einzelnen menschlichen Leben das Seelische das Leibliche beherrscht, so alles dasjenige, was da draußen geschieht in den auf- und untergehenden Sternen, in dem leuchtenden und abdämmernden Sonnenlicht, daß in alledem Geistiges lebt; daß, wie wir mit unseren Lungen in die Luft eingeschaltet sind, wir mit unserer Seele in das Geistige des Weltenalls eingeschaltet sind, aber nicht in das abstrakt Geistige des verwaschenen Pantheismus, sondern in das konkret Geistige, das in einzelnen Wesen sich auslebt. Und so werden wir finden, daß in innigem Zusammenhang mit dem, was in dem Jahreslaufe so lebt, wie in einem Menschen die Atemzüge, etwas Geistiges lebt, das der Menschenseele angehört, das die Menschenseele selber ist; daß dem Jahreslaufe in seinen Geheimnissen das Christus-Wesen, das durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist, angehört. Man wird schon zu einem Zusammenhalten desjenigen sich aufschwingen müssen, was geschichtlich auf der Erde sich vollzogen hat im Mysterium von Golgatha, mit den großen Weltengeheimnissen, mit den makrokosmischen Geheimnissen. Dann aber wird von diesem Verständnis etwas ausgehen, was ungeheuer wichtig ist: Es wird von diesem Verständnis wiederum Erkenntnis ausgehen für das, was die Menschen sozial brauchen. Soziale Wissenschaft zum Beispiel wird in unserer Zeit viel getrieben, viel wird auch getrieben von allerlei sozialen Idealen. Gewiß, dagegen soll gar nichts eingewendet werden, aber alle diese Dinge sollen befruchtet werden, und werden befruchtet werden müssen durch dasjenige, was dem Menschen aufgehen wird dadurch, daß er sich den Jahreslauf selber wieder vergeistigt. Denn dadurch, daß man gewissermaßen parallel dem Jahreslauf lebendig erlebt das Abbild des Mysteriums von Golgatha in jedem Jahr, dadurch inspiriert man sich erst wiederum mit dem, was soziales Wissen, soziales Fühlen sein kann.
[ 17 ] Das, was ich jetzt sage, erscheint gewiß für die Menschen der Gegenwart als etwas völlig Vertracktes, aber wahr ist es doch. Wird wiederum in einer allgemein menschlichen Weise der Jahreslauf so empfunden werden, daß er im innerlichen Zusammenhang mit dem Mysterium von Golgatha empfunden wird, dann wird von diesem Hineinstellen des Gefühles der Seele in den Jahreslauf und in das Geheimnis des Mysteriums von Golgatha zugleich wirkliches soziales Fühlen über die Erde hin ausgegossen werden. Das wird die wahre Lösung oder wenigstens Weiterführung desjenigen sein, was man heute so töricht mit Be‚zug auf das, was man dabei im Auge hat, die soziale Frage nennt. Aber man wird eben durch Geisteswissenschaft sich eine Erkenntnis des Zusammenhanges des Menschen mit dem Weltenall aneignen müssen. Dazu wird allerdings gehören, daß man nun schon einmal in diesem Weltenall mehr sieht, als was der heutige Materialismus darin sieht.
[ 17 ] Das, was ich jetzt sage, erscheint gewiß für die Menschen der Gegenwart als etwas völlig Vertracktes, aber wahr ist es doch. Wird wiederum in einer allgemein menschlichen Weise der Jahreslauf so empfunden werden, daß er im innerlichen Zusammenhang mit dem Mysterium von Golgatha empfunden wird, dann wird von diesem Hineinstellen des Gefühles der Seele in den Jahreslauf und in das Geheimnis des Mysteriums von Golgatha zugleich wirkliches soziales Fühlen über die Erde hin ausgegossen werden. Das wird die wahre Lösung oder wenigstens Weiterführung desjenigen sein, was man heute so töricht mit Be‚zug auf das, was man dabei im Auge hat, die soziale Frage nennt. Aber man wird eben durch Geisteswissenschaft sich eine Erkenntnis des Zusammenhanges des Menschen mit dem Weltenall aneignen müssen. Dazu wird allerdings gehören, daß man nun schon einmal in diesem Weltenall mehr sieht, als was der heutige Materialismus darin sieht.
[ 18 ] Gerade diejenigen Dinge sind die wichtigsten, auf die heute der wenigste Wert gelegt wird. Die heutige materialistische Biologie, die materialistische Naturwissenschaft, vergleicht den Menschen mit dem Tier. Sie findet, nun, eben einen gradweisen Unterschied. Selbstverständlich hat sie auf ihrem Gebiete recht. Aber was sie vollständig außer acht läßt, das ist das Verhältnis des Menschen zu den Richtungen im Weltenall. Das tierische Rückgrat — und hier sind wirklich die Ausnahmen die Regel bestätigend —, das tierische Rückgrat ist parallel der Erdoberfläche in das Weltenall hinausgerichtet. Das menschliche Rückgrat ist zur Erde gerichtet. Dadurch ist für den Menschen oben und unten etwas ganz anderes als für das Tier. Dadurch ist dieses Oben und Unten dasjenige, welches ihn in seiner ganzen Wesenheit bestimmt. Beim Tier ist das Rückgrat hinausgerichtet in die unendlichen Fernen des Makrokosmos, beim Menschen der obere Teil des Hauptes, das Gehirn, und der Mensch ist eingeschaltet in den ganzen Makrokosmos. Dies bedeutet etwas Ungeheures. Denn dadurch ist dasjenige bedingt, was ein Verhältnis des Geistigen und des Leiblichen im Menschen darstellt. Dadurch ist sein Geistiges, sein Leibliches auch in das Verhältnis von oben und unten gestellt. Wir werden über diese Dinge noch einiges sprechen; aber ich will sie heute zunächst einmal skizzieren. Durch dieses Oben und Unten ist charakterisiert, was wir nennen können das Herausgehen des Ich und des astralischen Leibes während der Schlafenszeit.. Denn in der Tat ist der Mensch mit dem Ich und astralischen Leibe in seinem physischen Leibe und seinem Ätherleibe mit der Erde zusammengeschaltet während des Wachens. Nach oben wird er gewissermaßen eingeschaltet während der Nachtzeit, er wird nach oben eingeschaltet mit seinem Ich und Astralleib.
[ 18 ] Gerade diejenigen Dinge sind die wichtigsten, auf die heute der wenigste Wert gelegt wird. Die heutige materialistische Biologie, die materialistische Naturwissenschaft, vergleicht den Menschen mit dem Tier. Sie findet, nun, eben einen gradweisen Unterschied. Selbstverständlich hat sie auf ihrem Gebiete recht. Aber was sie vollständig außer acht läßt, das ist das Verhältnis des Menschen zu den Richtungen im Weltenall. Das tierische Rückgrat — und hier sind wirklich die Ausnahmen die Regel bestätigend —, das tierische Rückgrat ist parallel der Erdoberfläche in das Weltenall hinausgerichtet. Das menschliche Rückgrat ist zur Erde gerichtet. Dadurch ist für den Menschen oben und unten etwas ganz anderes als für das Tier. Dadurch ist dieses Oben und Unten dasjenige, welches ihn in seiner ganzen Wesenheit bestimmt. Beim Tier ist das Rückgrat hinausgerichtet in die unendlichen Fernen des Makrokosmos, beim Menschen der obere Teil des Hauptes, das Gehirn, und der Mensch ist eingeschaltet in den ganzen Makrokosmos. Dies bedeutet etwas Ungeheures. Denn dadurch ist dasjenige bedingt, was ein Verhältnis des Geistigen und des Leiblichen im Menschen darstellt. Dadurch ist sein Geistiges, sein Leibliches auch in das Verhältnis von oben und unten gestellt. Wir werden über diese Dinge noch einiges sprechen; aber ich will sie heute zunächst einmal skizzieren. Durch dieses Oben und Unten ist charakterisiert, was wir nennen können das Herausgehen des Ich und des astralischen Leibes während der Schlafenszeit.. Denn in der Tat ist der Mensch mit dem Ich und astralischen Leibe in seinem physischen Leibe und seinem Ätherleibe mit der Erde zusammengeschaltet während des Wachens. Nach oben wird er gewissermaßen eingeschaltet während der Nachtzeit, er wird nach oben eingeschaltet mit seinem Ich und Astralleib.
[ 19 ] Und jetzt fragen wir: Ja, ‚wie ist es denn, es gibt ja noch andere Gegensätze im Makrokosmos? Da ist eben gleich der Gegensatz, der bezeichnet werden kann für den Menschen mit vorne und rückwärts. Nur ist der Mensch mit Bezug auf vorne und rückwärts wiederum anders eingeschaltet in den ganzen Makrokosmos als zum Beispiel das Tier oder gar die Pflanze. Der Mensch ist so eingeschaltet, daß diese Einschaltung nach vorne und rückwärts in der Tat einer Einschaltung in die Sonnenbahn entspricht. Und dieses Vorne und Rückwärts, das ist die Richtung, die da entspricht dem Rhythmus, den der Mensch durchmacht im Leben und Sterben. So wie der Mensch im Schlafen und Wachen gewissermaßen das lebendige Verhältnis des Oben und Unten ausdrückt, so drückt er aus im Leben und Sterben das Verhältnis von vorne und rückwärts. Aber dieses Vorne und Rückwärts ist zugeordnet dem Lauf der Sonne, so daß «vorne» für den Menschen bedeutet: gegen Osten, und «rückwärts»: gegen Westen. Und Osten und Westen, das ist die zweite Raumesrichtung, und sie ist diejenige Raumesrichtung, von der wir in Realität sprechen können, wenn wir davon sprechen, daß des Menschen Seele — jetzt nicht im Schlafe, sondern im Tode — den Menschenleib verläßt. Denn da verläßt sie den Menschenleib in der Richtung nach dem Osten. Das ist nur noch in denjenigen Traditionen vorhanden, wo man von dem Sterben des Menschen als von seinem «Eingehen in den ewigen Osten» spricht. Solche alten traditionellen Worte, sie wird die Gelehrsamkeit auch einmal, vielleicht tut sie es schon heute, als Symbolisierungen bezeichnen. Man wird zum Beispiel einmal die Trivialität sagen: Im Osten geht die Sonne auf, das ist etwas Schönes; also bezeichnet man die Ewigkeit auch, indem man vom Osten spricht! Aber es entspricht dieses einer Realität, und zwar der Realität noch mehr des Jahreslaufes der Sonne als des Tageslaufes.
[ 19 ] Und jetzt fragen wir: Ja, ‚wie ist es denn, es gibt ja noch andere Gegensätze im Makrokosmos? Da ist eben gleich der Gegensatz, der bezeichnet werden kann für den Menschen mit vorne und rückwärts. Nur ist der Mensch mit Bezug auf vorne und rückwärts wiederum anders eingeschaltet in den ganzen Makrokosmos als zum Beispiel das Tier oder gar die Pflanze. Der Mensch ist so eingeschaltet, daß diese Einschaltung nach vorne und rückwärts in der Tat einer Einschaltung in die Sonnenbahn entspricht. Und dieses Vorne und Rückwärts, das ist die Richtung, die da entspricht dem Rhythmus, den der Mensch durchmacht im Leben und Sterben. So wie der Mensch im Schlafen und Wachen gewissermaßen das lebendige Verhältnis des Oben und Unten ausdrückt, so drückt er aus im Leben und Sterben das Verhältnis von vorne und rückwärts. Aber dieses Vorne und Rückwärts ist zugeordnet dem Lauf der Sonne, so daß «vorne» für den Menschen bedeutet: gegen Osten, und «rückwärts»: gegen Westen. Und Osten und Westen, das ist die zweite Raumesrichtung, und sie ist diejenige Raumesrichtung, von der wir in Realität sprechen können, wenn wir davon sprechen, daß des Menschen Seele — jetzt nicht im Schlafe, sondern im Tode — den Menschenleib verläßt. Denn da verläßt sie den Menschenleib in der Richtung nach dem Osten. Das ist nur noch in denjenigen Traditionen vorhanden, wo man von dem Sterben des Menschen als von seinem «Eingehen in den ewigen Osten» spricht. Solche alten traditionellen Worte, sie wird die Gelehrsamkeit auch einmal, vielleicht tut sie es schon heute, als Symbolisierungen bezeichnen. Man wird zum Beispiel einmal die Trivialität sagen: Im Osten geht die Sonne auf, das ist etwas Schönes; also bezeichnet man die Ewigkeit auch, indem man vom Osten spricht! Aber es entspricht dieses einer Realität, und zwar der Realität noch mehr des Jahreslaufes der Sonne als des Tageslaufes.
[ 20 ] Der dritte Unterschied aber ist der des Inneren und des Äußeren. Oben und unten, Ost und West, Inneres und Äußeres. Wir leben ein inneres Leben, wir leben ein äußeres Leben. Auch übermorgen im öffentlichen Vortrage werden wir über dieses innere und äußere Leben unter dem Thema: «Menschenseele und Menschenleib» zu sprechen haben. Wir leben ein inneres, wir leben ein äußeres Leben. Für den Menschen ist dieses Innere und Äußere ebenso ein Gegensatz wie oben und unten, Ost und West. Während im Jahreslauf der Mensch es mehr zu tun hat mit einer, ich möchte sagen, repräsentativen Darstellung des ganzen Lebenslaufes, kann man sagen: Verbunden mit dem menschlichen Leben und Sterben haben wir es zu tun, wenn wir vom Inneren und Äußeren sprechen, mit dem ganzen Lebenslauf des Menschen, insbesondere mit dem Lebenslauf, insofern er absteigende und aufsteigende Entwickelung hat. Sie wissen: Der Mensch erfährt bis zu einem gewissen Jahr ungefähr eine aufsteigende Entwickelung. Dann hört sein gesamtes Wachstum auf, bleibt eine Zeitlang stille, dann geht es zurück.
[ 20 ] Der dritte Unterschied aber ist der des Inneren und des Äußeren. Oben und unten, Ost und West, Inneres und Äußeres. Wir leben ein inneres Leben, wir leben ein äußeres Leben. Auch übermorgen im öffentlichen Vortrage werden wir über dieses innere und äußere Leben unter dem Thema: «Menschenseele und Menschenleib» zu sprechen haben. Wir leben ein inneres, wir leben ein äußeres Leben. Für den Menschen ist dieses Innere und Äußere ebenso ein Gegensatz wie oben und unten, Ost und West. Während im Jahreslauf der Mensch es mehr zu tun hat mit einer, ich möchte sagen, repräsentativen Darstellung des ganzen Lebenslaufes, kann man sagen: Verbunden mit dem menschlichen Leben und Sterben haben wir es zu tun, wenn wir vom Inneren und Äußeren sprechen, mit dem ganzen Lebenslauf des Menschen, insbesondere mit dem Lebenslauf, insofern er absteigende und aufsteigende Entwickelung hat. Sie wissen: Der Mensch erfährt bis zu einem gewissen Jahr ungefähr eine aufsteigende Entwickelung. Dann hört sein gesamtes Wachstum auf, bleibt eine Zeitlang stille, dann geht es zurück.
[ 21 ] Nun, mit diesem gesamten Lebenslauf des Menschen hängt es zusammen, daß der Mensch im Beginn seines Lebens am meisten auf naturgemäße, elementarische Art in seinem ganzen Leiblichen zusammenhängt mit dem Geistigen. Der Mensch ist, ich möchte sagen, gerade umgekehrt konstituiert beim Lebensbeginn, als er konstituiert ist eben, wenn er in der Lebensmitte, im Höhepunkt der aufsteigenden Entwikkelung angelangt ist. In der ersten Zeit seines Lebens wächst der Mensch, gedeiht, nimmt zu; dann fängt er an, in eine absteigende Entwickelung einzutreten. Das hängt damit zusammen, daß dann die physischen Kräfte des Menschen in sich selber nicht mehr Wachstumskräfte sind, sondern daß sich diesen Wachstumskräften auch Verfallskräfte zumischen. Da steht das Innere des Menschen in einem ähnlichen Verhältnis zu dem Weltenall, wie beim Lebensbeginn, bei der Geburt, das Äußere, das Leibliche zum Weltenall steht. Eine vollständige Umkehrung findet statt. Daher macht im Unbewußten heute der Mensch die Begegnung durch zu dieser Zeit, in der Mitte des Lebens, mit dem Vater-Prinzip, mit derjenigen Geisteswesenheit, die wir zu der Hierarchie der Archai zählen; mit derjenigen geistigen Welt, in der der Mensch sein wird, wenn er seinen Geistesmenschen voll entwickelt haben wird.
[ 21 ] Nun, mit diesem gesamten Lebenslauf des Menschen hängt es zusammen, daß der Mensch im Beginn seines Lebens am meisten auf naturgemäße, elementarische Art in seinem ganzen Leiblichen zusammenhängt mit dem Geistigen. Der Mensch ist, ich möchte sagen, gerade umgekehrt konstituiert beim Lebensbeginn, als er konstituiert ist eben, wenn er in der Lebensmitte, im Höhepunkt der aufsteigenden Entwikkelung angelangt ist. In der ersten Zeit seines Lebens wächst der Mensch, gedeiht, nimmt zu; dann fängt er an, in eine absteigende Entwickelung einzutreten. Das hängt damit zusammen, daß dann die physischen Kräfte des Menschen in sich selber nicht mehr Wachstumskräfte sind, sondern daß sich diesen Wachstumskräften auch Verfallskräfte zumischen. Da steht das Innere des Menschen in einem ähnlichen Verhältnis zu dem Weltenall, wie beim Lebensbeginn, bei der Geburt, das Äußere, das Leibliche zum Weltenall steht. Eine vollständige Umkehrung findet statt. Daher macht im Unbewußten heute der Mensch die Begegnung durch zu dieser Zeit, in der Mitte des Lebens, mit dem Vater-Prinzip, mit derjenigen Geisteswesenheit, die wir zu der Hierarchie der Archai zählen; mit derjenigen geistigen Welt, in der der Mensch sein wird, wenn er seinen Geistesmenschen voll entwickelt haben wird.
[ 22 ] Wir können nun fragen: Hängt auch dies wiederum mit dem gesamten Weltenall irgendwie zusammen? Haben wir im Leben des Weltenalls etwas, was so, wie mit der Geist-Begegnung der Rhythmus von Tag und Nacht, mit der Sohn-Begegnung der Rhythmus im Jahr, zusammenhängt mit der Lebenslauf-Begegnung, mit der Vater-Begegnung in der Mitte des Lebenslaufes? So können wir fragen. Nun, das müssen wir schon festhalten: in bezug auf diese Vater-Begegnung ist der Mensch wiederum, wie auch mit Bezug auf die Geist-Begegnung, aus dem Rhythmus herausgehoben. Der Rhythmus läuft nicht ganz parallel. Denn die Menschen werden nicht zu gleicher Zeit geboren, sondern zu verschiedenen Zeiten; dadurch können ja die Lebensläufe nicht parallel sein, aber sie können innerlich nachbilden irgendein geistiges, ein kosmisches Geschehen. Tun sie das?
[ 22 ] Wir können nun fragen: Hängt auch dies wiederum mit dem gesamten Weltenall irgendwie zusammen? Haben wir im Leben des Weltenalls etwas, was so, wie mit der Geist-Begegnung der Rhythmus von Tag und Nacht, mit der Sohn-Begegnung der Rhythmus im Jahr, zusammenhängt mit der Lebenslauf-Begegnung, mit der Vater-Begegnung in der Mitte des Lebenslaufes? So können wir fragen. Nun, das müssen wir schon festhalten: in bezug auf diese Vater-Begegnung ist der Mensch wiederum, wie auch mit Bezug auf die Geist-Begegnung, aus dem Rhythmus herausgehoben. Der Rhythmus läuft nicht ganz parallel. Denn die Menschen werden nicht zu gleicher Zeit geboren, sondern zu verschiedenen Zeiten; dadurch können ja die Lebensläufe nicht parallel sein, aber sie können innerlich nachbilden irgendein geistiges, ein kosmisches Geschehen. Tun sie das?
[ 23 ] Nun, wenn wir uns vergegenwärtigen, was in der kleinen Schrift «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft» und auch in anderen Schriften und Zyklen enthalten ist, so wissen wir: In den ersten sieben Lebensjahren ungefähr bildet der Mensch seinen physischen Leib besonders aus, in den nächsten sieben Jahren den Ätherleib, in den nächsten sieben Jahren den Astralleib, in den nächsten sieben Jahren die Empfindungsseele, dann die Verstandes- oder Gemütsseele vom 28. bis zum 35. Jahre. In diese Zeit hinein fällt auch die Begegnung mit dem Vater-Prinzip. Sie ist über diese Jahre hin ausgedehnt — nicht als ob sie sich erstreckte über diese Jahre, sie trifft in diesen Jahren ein —, so daß man sagen kann: Der Mensch ist dafür vorbereitet, präpariert mit dem 28., 29., 30. Jahr. Da tritt die Begegnung auch für die meisten Menschen unten in den tiefen Untergründen der menschlichen Seele ein. Da müßten wir also auch vermuten, daß dieser Zeit irgend etwas entspricht aus dem Weltenall heraus, das heißt: wir müßten im Weltenall etwas finden, was einen Kreislauf, einen Rhythmus darstellt. Ähnlich wie der Rhythmus von Tag und Nacht gleich 24 Stunden ist, wie der Jahreslauf gleich 365 Tagen ist, so müßten wir im Weltenall etwas finden, nur müßte das umfassender sein. Es bezieht sich ja alles dieses auf die Sonne oder mindestens auf das Sonnensystem. Es müßte also etwas, ich möchte sagen, Größeres für die Sonne vor sich gehen, was umfassender wäre in demselben Maße, in dem umfassender sind die 28, 29, 30 Jahre im Verhältnis zu den 24 Stunden, den 365 Tagen; irgendein Umlauf. Nun, mit Recht haben die Alten als den äußersten Planeten unseres Sonnensystems den Saturn angesehen. Er ist der äußerste Planet. Daß noch Uranus, Neptun dazukommen, das ist ja gewiß vom Standpunkte der materialistischen Astronomie vollständig gerechtfertigt, aber sie haben einen anderen Ursprung, sie gehören nicht zum Sonnensystem, so daß wir schon davon sprechen können, daß der Saturn das Sonnensystem begrenzt. Fragen Sie sich also: Wenn der Saturn das Sonnensystem begrenzt, so könnten wir sagen: Dann also, indem der Saturn herumgeht, geht er eigentlich um die äußerste Grenze des Sonnensystems herum. Nicht wahr, wenn Sie den Saturn nehmen, und er geht herum, kommt wiederum an seinen Punkt zurück, so beschreibt er die äußerste Grenze des Sonnensystems. Und da, wenn er um die Sonne herumgeht, steht er, wenn er wiederum an denselben Punkt zurückkommt, in demselben Verhältnis zur Sonne, wie er beim Ausgangspunkt gestanden hat. Nun beschreibt der Saturn seinen Lauf — nach dem kopernikanischen Weltensystem kann man das heute sagen — in einer Zeit von 29 bis 30 Jahren, die dieser Zeit entspricht. Da haben Sie in dem heute noch nicht verstandenen Umlauf des Saturn um die Sonne — die Sache verhält sich ja ganz anders, aber das kopernikanische Weltensystem ist heute noch nicht weit genug, um das zu verstehen — die Beziehung, die bis zum äußersten Ende des Sonnensystems geschieht, das Ereignis, das sich ausdrückt im äußersten Saturnumgang um die Sonne, mit dem nun der Lebenslauf des Menschen in Zusammenhang steht, so daß es ein Abbild ist dieses Saturnumlaufes, insofern dieser Lebenslauf den Menschen bis zu der Vater-Begegnung führt. Auch das führt uns hinaus in den Makrokosmos.
[ 23 ] Nun, wenn wir uns vergegenwärtigen, was in der kleinen Schrift «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft» und auch in anderen Schriften und Zyklen enthalten ist, so wissen wir: In den ersten sieben Lebensjahren ungefähr bildet der Mensch seinen physischen Leib besonders aus, in den nächsten sieben Jahren den Ätherleib, in den nächsten sieben Jahren den Astralleib, in den nächsten sieben Jahren die Empfindungsseele, dann die Verstandes- oder Gemütsseele vom 28. bis zum 35. Jahre. In diese Zeit hinein fällt auch die Begegnung mit dem Vater-Prinzip. Sie ist über diese Jahre hin ausgedehnt — nicht als ob sie sich erstreckte über diese Jahre, sie trifft in diesen Jahren ein —, so daß man sagen kann: Der Mensch ist dafür vorbereitet, präpariert mit dem 28., 29., 30. Jahr. Da tritt die Begegnung auch für die meisten Menschen unten in den tiefen Untergründen der menschlichen Seele ein. Da müßten wir also auch vermuten, daß dieser Zeit irgend etwas entspricht aus dem Weltenall heraus, das heißt: wir müßten im Weltenall etwas finden, was einen Kreislauf, einen Rhythmus darstellt. Ähnlich wie der Rhythmus von Tag und Nacht gleich 24 Stunden ist, wie der Jahreslauf gleich 365 Tagen ist, so müßten wir im Weltenall etwas finden, nur müßte das umfassender sein. Es bezieht sich ja alles dieses auf die Sonne oder mindestens auf das Sonnensystem. Es müßte also etwas, ich möchte sagen, Größeres für die Sonne vor sich gehen, was umfassender wäre in demselben Maße, in dem umfassender sind die 28, 29, 30 Jahre im Verhältnis zu den 24 Stunden, den 365 Tagen; irgendein Umlauf. Nun, mit Recht haben die Alten als den äußersten Planeten unseres Sonnensystems den Saturn angesehen. Er ist der äußerste Planet. Daß noch Uranus, Neptun dazukommen, das ist ja gewiß vom Standpunkte der materialistischen Astronomie vollständig gerechtfertigt, aber sie haben einen anderen Ursprung, sie gehören nicht zum Sonnensystem, so daß wir schon davon sprechen können, daß der Saturn das Sonnensystem begrenzt. Fragen Sie sich also: Wenn der Saturn das Sonnensystem begrenzt, so könnten wir sagen: Dann also, indem der Saturn herumgeht, geht er eigentlich um die äußerste Grenze des Sonnensystems herum. Nicht wahr, wenn Sie den Saturn nehmen, und er geht herum, kommt wiederum an seinen Punkt zurück, so beschreibt er die äußerste Grenze des Sonnensystems. Und da, wenn er um die Sonne herumgeht, steht er, wenn er wiederum an denselben Punkt zurückkommt, in demselben Verhältnis zur Sonne, wie er beim Ausgangspunkt gestanden hat. Nun beschreibt der Saturn seinen Lauf — nach dem kopernikanischen Weltensystem kann man das heute sagen — in einer Zeit von 29 bis 30 Jahren, die dieser Zeit entspricht. Da haben Sie in dem heute noch nicht verstandenen Umlauf des Saturn um die Sonne — die Sache verhält sich ja ganz anders, aber das kopernikanische Weltensystem ist heute noch nicht weit genug, um das zu verstehen — die Beziehung, die bis zum äußersten Ende des Sonnensystems geschieht, das Ereignis, das sich ausdrückt im äußersten Saturnumgang um die Sonne, mit dem nun der Lebenslauf des Menschen in Zusammenhang steht, so daß es ein Abbild ist dieses Saturnumlaufes, insofern dieser Lebenslauf den Menschen bis zu der Vater-Begegnung führt. Auch das führt uns hinaus in den Makrokosmos.
[ 24 ] Damit glaube ich gezeigt zu haben, daß wirklich das Innerste des Menschenwesens nur verstanden werden kann, wenn man es in seiner Beziehung denkt zu dem Außerirdischen. Dieses Außerirdische ist dann als Geistiges, ich möchte sagen, organisiert in dem, was es uns zuwendet, auch gewissermaßen sichtbar zuwendet. Aber dasjenige, was es uns sichtbar zuwendet, ist eben nur der Ausdruck des Geistigen. Und die Erhebung des Menschen vom Materialismus wird erst dann eintreten, wenn man die Erkenntnis so weit bringen wird, daß sie sich hinweghebt von dem Auffassen der bloß irdischen Verhältnisse und wiederum hinauferhebt zum Erfassen der Sternenwelten und der Sonne.
[ 24 ] Damit glaube ich gezeigt zu haben, daß wirklich das Innerste des Menschenwesens nur verstanden werden kann, wenn man es in seiner Beziehung denkt zu dem Außerirdischen. Dieses Außerirdische ist dann als Geistiges, ich möchte sagen, organisiert in dem, was es uns zuwendet, auch gewissermaßen sichtbar zuwendet. Aber dasjenige, was es uns sichtbar zuwendet, ist eben nur der Ausdruck des Geistigen. Und die Erhebung des Menschen vom Materialismus wird erst dann eintreten, wenn man die Erkenntnis so weit bringen wird, daß sie sich hinweghebt von dem Auffassen der bloß irdischen Verhältnisse und wiederum hinauferhebt zum Erfassen der Sternenwelten und der Sonne.
[ 25 ] Ich habe schon einmal angedeutet, daß viele Dinge, von denen sich die heutige Schulweisheit noch wenig träumen läßt, mit diesen Dingen zusammenhängen. Heute denken sich die Menschen, sie werden einmal im Laboratorium aus unorganischem Stoff Lebewesen erzeugen können. Heute nutzt der Materialismus die Sache aus. Man braucht nicht Materialist zu sein, um zu glauben, daß man laboratoriumsgemäß aus unorganischem Stoff ein Lebewesen machen kann; das bezeugt der Glaube der Alchimisten — die gewiß keine Materialisten waren —, daß sie Homunculusse machen können. Heute wird es im materialistischen Sinne ausgedeutet. Aber es wird einmal die Zeit kommen, da wird wahr werden, das heißt innerlich gefühlt werden, wenn man zu einem Menschen ins Laboratorium kommt — denn es wird dazu kommen, daß man Lebendiges aus Unlebendigem laboratoriumsgemäß wird erzeugen können —, daß man wird zu sagen haben zu dem Menschen, der das tut: «Willkommen zu dem Stern der Stunde!» weil nicht zu jeder beliebigen Stunde das wird eintreten können, sondern es wird abhängen von der Sternenkonstellation. Denn ob Leben aus Leblosem entsteht, das hängt ab von den Kräften, die nicht auf der Erde sind, sondern die aus dem Weltenall hereinkommen.
[ 25 ] Ich habe schon einmal angedeutet, daß viele Dinge, von denen sich die heutige Schulweisheit noch wenig träumen läßt, mit diesen Dingen zusammenhängen. Heute denken sich die Menschen, sie werden einmal im Laboratorium aus unorganischem Stoff Lebewesen erzeugen können. Heute nutzt der Materialismus die Sache aus. Man braucht nicht Materialist zu sein, um zu glauben, daß man laboratoriumsgemäß aus unorganischem Stoff ein Lebewesen machen kann; das bezeugt der Glaube der Alchimisten — die gewiß keine Materialisten waren —, daß sie Homunculusse machen können. Heute wird es im materialistischen Sinne ausgedeutet. Aber es wird einmal die Zeit kommen, da wird wahr werden, das heißt innerlich gefühlt werden, wenn man zu einem Menschen ins Laboratorium kommt — denn es wird dazu kommen, daß man Lebendiges aus Unlebendigem laboratoriumsgemäß wird erzeugen können —, daß man wird zu sagen haben zu dem Menschen, der das tut: «Willkommen zu dem Stern der Stunde!» weil nicht zu jeder beliebigen Stunde das wird eintreten können, sondern es wird abhängen von der Sternenkonstellation. Denn ob Leben aus Leblosem entsteht, das hängt ab von den Kräften, die nicht auf der Erde sind, sondern die aus dem Weltenall hereinkommen.
[ 26 ] Vieles hängt mit diesen Geheimnissen zusammen. Nun ist es ja möglich — und wir werden in den nächsten Zeiten über solche Dinge sprechen —, schon mancherlei über diese Dinge zu sagen, über diese Dinge, von denen auch Saint-Martin, der sogenannte unbekannte Philosoph, an verschiedenen Stellen seines Buches über Wahrheiten und Irrtümer sagt, daß er Gott dankt, daß sie in tiefes Geheimnis gehüllt sind. Sie können nicht in tiefes Geheimnis gehüllt bleiben, weil die Menschen sie zur Fortentwickelung brauchen werden; aber notwendig ist, daß zu all diesen Dingen die Menschen sich wiederum jenen Ernst aneignen und jenes Gefühl für Heiligkeit, ohne die man von diesen Erkenntnissen für die Welt allerdings nicht den richtigen Gebrauch machen wird.
[ 26 ] Vieles hängt mit diesen Geheimnissen zusammen. Nun ist es ja möglich — und wir werden in den nächsten Zeiten über solche Dinge sprechen —, schon mancherlei über diese Dinge zu sagen, über diese Dinge, von denen auch Saint-Martin, der sogenannte unbekannte Philosoph, an verschiedenen Stellen seines Buches über Wahrheiten und Irrtümer sagt, daß er Gott dankt, daß sie in tiefes Geheimnis gehüllt sind. Sie können nicht in tiefes Geheimnis gehüllt bleiben, weil die Menschen sie zur Fortentwickelung brauchen werden; aber notwendig ist, daß zu all diesen Dingen die Menschen sich wiederum jenen Ernst aneignen und jenes Gefühl für Heiligkeit, ohne die man von diesen Erkenntnissen für die Welt allerdings nicht den richtigen Gebrauch machen wird.
[ 27 ] Von diesen Dingen wollen wir dann das nächste Mal weiter sprechen.
[ 27 ] Von diesen Dingen wollen wir dann das nächste Mal weiter sprechen.
