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The Spiritual Backgrounds of the Outer World
The Fall of the Spirits of Darkness
GA 177

29 September 1917, Dornach

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Erster Vortrag

Erster Vortrag

[ 1 ] Meine lieben Freunde! Sie werden mir glauben, daß es mir eine tiefe Befriedigung ist, wieder einige Zeit hier unter Ihnen sein zu können, an derjenigen Stelle, wo wir ein sichtbares Zeichen unseres Wollens, unseres Strebens aufrichten dürfen, desjenigen Strebens, dem wir uns im Studium und in der Ausübung der Geisteswissenschaft immer mehr und mehr nähern wollen.

[ 1 ] Meine lieben Freunde! Sie werden mir glauben, daß es mir eine tiefe Befriedigung ist, wieder einige Zeit hier unter Ihnen sein zu können, an derjenigen Stelle, wo wir ein sichtbares Zeichen unseres Wollens, unseres Strebens aufrichten dürfen, desjenigen Strebens, dem wir uns im Studium und in der Ausübung der Geisteswissenschaft immer mehr und mehr nähern wollen.

[ 2 ] Wir werden uns ja, da dieses geisteswissenschaftliche Streben mit dem Innersten, Innerlichsten des Menschen zusammenhängt, von Zeit zu Zeit immer wieder die Frage stellen, welches denn eigentlich der Grundcharakter unseres Wollens ist. Und man möchte sagen, in der Gegenwart ergibt sich aus den Zeitverhältnissen heraus, aus diesen traurigen Zeitverhältnissen heraus, eine deutliche negative Antwort auf die Frage nach dem Grundcharakter unseres Wollens, unseres Strebens. Wir sehen jetzt seit schon mehr als drei Jahren über die Welt hin sich verbreiten etwas, was ja zunächst nicht genauer charakterisiert zu werden braucht. Denn wir fühlen, wir empfinden es alle und wir dürfen sagen: Was jetzt durch die Welt geht, ist der Ausdruck, ist die Folge des Entgegengesetzten von demjenigen, dem unser Wollen und sein äußerliches Zeichen, dieser Bau, gewidmet ist. — Wenn man versucht, sich immer wieder klarzumachen, bei welcher geistigen Entwickelungsströmung wir sehen möchten, daß sie von der Menschheit aufgenommen werde, so müssen wir sagen: Es ist die entgegengesetzte von derjenigen, welche zu den furchtbaren, tragischen Ereignissen der letzten Jahre geführt hat. — Das dürfen wir uns immer wieder und wiederum klarmachen dann, wenn wir mit voller Seele Anteil nehmen an dem, was jetzt die Welt durchflutet, an dem, was jetzt die Welt durchtobt. Wir dürfen uns sagen: Diese Jahre erscheinen uns so, als ob die Zeit wie elastisch auseinandergezogen wäre, als ob dasjenige, an das wir uns erinnern als vor diesem Weltgetobe vorhanden, als ob das nicht Jahre, als ob es Jahrhunderte hinter uns läge.

[ 2 ] Wir werden uns ja, da dieses geisteswissenschaftliche Streben mit dem Innersten, Innerlichsten des Menschen zusammenhängt, von Zeit zu Zeit immer wieder die Frage stellen, welches denn eigentlich der Grundcharakter unseres Wollens ist. Und man möchte sagen, in der Gegenwart ergibt sich aus den Zeitverhältnissen heraus, aus diesen traurigen Zeitverhältnissen heraus, eine deutliche negative Antwort auf die Frage nach dem Grundcharakter unseres Wollens, unseres Strebens. Wir sehen jetzt seit schon mehr als drei Jahren über die Welt hin sich verbreiten etwas, was ja zunächst nicht genauer charakterisiert zu werden braucht. Denn wir fühlen, wir empfinden es alle und wir dürfen sagen: Was jetzt durch die Welt geht, ist der Ausdruck, ist die Folge des Entgegengesetzten von demjenigen, dem unser Wollen und sein äußerliches Zeichen, dieser Bau, gewidmet ist. — Wenn man versucht, sich immer wieder klarzumachen, bei welcher geistigen Entwickelungsströmung wir sehen möchten, daß sie von der Menschheit aufgenommen werde, so müssen wir sagen: Es ist die entgegengesetzte von derjenigen, welche zu den furchtbaren, tragischen Ereignissen der letzten Jahre geführt hat. — Das dürfen wir uns immer wieder und wiederum klarmachen dann, wenn wir mit voller Seele Anteil nehmen an dem, was jetzt die Welt durchflutet, an dem, was jetzt die Welt durchtobt. Wir dürfen uns sagen: Diese Jahre erscheinen uns so, als ob die Zeit wie elastisch auseinandergezogen wäre, als ob dasjenige, an das wir uns erinnern als vor diesem Weltgetobe vorhanden, als ob das nicht Jahre, als ob es Jahrhunderte hinter uns läge.

[ 3 ] Es wird ja auch in der Gegenwart viele Menschen geben, wie es zu allen Zeiten solche gegeben hat, die in einer gewissen Beziehung die Zeitereignisse verschlafen, die nicht vollständig wach sind gegenüber diesen Zeitereignissen. Allein solche, die wachen, die werden, wenn sie jetzt zurückblicken auf das, was durch ihre Seele gezogen ist, was Eindruck hervorgerufen hat in diesen Seelen vor vier, fünf Jahren, so empfinden, wie man etwa empfindet, wenn man ein altes Buch, ein altes Kunstwerk, das vor Jahrhunderten entstanden ist, auf seine Seele wirken läßt. Wie in die Entfernung gerückt, in eine weite zeitliche Entfernung gerückt, so sind die Ereignisse, die vor diesem Weltgetobe an uns herangetreten sind.

[ 3 ] Es wird ja auch in der Gegenwart viele Menschen geben, wie es zu allen Zeiten solche gegeben hat, die in einer gewissen Beziehung die Zeitereignisse verschlafen, die nicht vollständig wach sind gegenüber diesen Zeitereignissen. Allein solche, die wachen, die werden, wenn sie jetzt zurückblicken auf das, was durch ihre Seele gezogen ist, was Eindruck hervorgerufen hat in diesen Seelen vor vier, fünf Jahren, so empfinden, wie man etwa empfindet, wenn man ein altes Buch, ein altes Kunstwerk, das vor Jahrhunderten entstanden ist, auf seine Seele wirken läßt. Wie in die Entfernung gerückt, in eine weite zeitliche Entfernung gerückt, so sind die Ereignisse, die vor diesem Weltgetobe an uns herangetreten sind.

[ 4 ] Wer freilich vor dem Entstehen dieser Ereignisse, jetzt im geisteswissenschaftlichen Sinne, wachend in die Welt hineingesehen hat, der konnte bemerken, was da eigentlich heranstürmt. Und viele unserer Freunde werden sich — ich darf darauf immer wieder aufmerksam machen —, viele unserer Freunde werden sich erinnern an eine, ich darf schon sagen stereotyp gegebene Antwort auf Fragen, die immer wieder nach öffentlichen Vorträgen da und dort aufgetaucht sind. Eine Frage ist ja immer wieder gekommen, wie Sie wissen; es ist diese, daß man gesagt hat: Wie verträgt sich mit der durch die Statistik nachgewiesenen Zunahme der Menschheitsbevölkerung die Lehre von den wiederholten Erdenleben? Die Menschheitsbevölkerung über die Erde hin nimmt so rasch zu. Wie ist damit vereinbar die durch die Geisteswissenschaft festgestellte Tatsache, daß es immer wieder dieselben Seelen sind? — Und immer wieder mußte ich antworten: Es scheint äußerlich ja durch die Statistik ganz richtig festgestellt zu sein, daß die Bevölkerung der Erde zunimmt, allein man betrachtet nicht genügend lange Zeiträume, wie es nötig wäre, um zu einer solchen Frage wirklich Stellung zu bekommen, man betrachtet viel zu kurze Zeiträume. Und dann sagte ich immer, es könne eine Zeit vielleicht gar nicht so ferne liegen, wo die Menschen mit Grauen erfahren werden, daß es auch eine Abnahme der Bevölkerung gibt. — Seit dem Beginn des Jahrhunderts mußte diese Antwort immer wieder auf solche Fragen gegeben werden.

[ 4 ] Wer freilich vor dem Entstehen dieser Ereignisse, jetzt im geisteswissenschaftlichen Sinne, wachend in die Welt hineingesehen hat, der konnte bemerken, was da eigentlich heranstürmt. Und viele unserer Freunde werden sich — ich darf darauf immer wieder aufmerksam machen —, viele unserer Freunde werden sich erinnern an eine, ich darf schon sagen stereotyp gegebene Antwort auf Fragen, die immer wieder nach öffentlichen Vorträgen da und dort aufgetaucht sind. Eine Frage ist ja immer wieder gekommen, wie Sie wissen; es ist diese, daß man gesagt hat: Wie verträgt sich mit der durch die Statistik nachgewiesenen Zunahme der Menschheitsbevölkerung die Lehre von den wiederholten Erdenleben? Die Menschheitsbevölkerung über die Erde hin nimmt so rasch zu. Wie ist damit vereinbar die durch die Geisteswissenschaft festgestellte Tatsache, daß es immer wieder dieselben Seelen sind? — Und immer wieder mußte ich antworten: Es scheint äußerlich ja durch die Statistik ganz richtig festgestellt zu sein, daß die Bevölkerung der Erde zunimmt, allein man betrachtet nicht genügend lange Zeiträume, wie es nötig wäre, um zu einer solchen Frage wirklich Stellung zu bekommen, man betrachtet viel zu kurze Zeiträume. Und dann sagte ich immer, es könne eine Zeit vielleicht gar nicht so ferne liegen, wo die Menschen mit Grauen erfahren werden, daß es auch eine Abnahme der Bevölkerung gibt. — Seit dem Beginn des Jahrhunderts mußte diese Antwort immer wieder auf solche Fragen gegeben werden.

[ 5 ] Es ist schon einmal so in der Geisteswissenschaft: Man kann nicht klipp und klar auf manche Fragen antworten, weil unsere Zeitgenossenschaft noch nicht so weit ist, die Wahrheiten im richtigen Stile aufzunehmen. Man muß manches andeuten. Wenn Sie nachlesen in den Vorträgen, die nicht lange vor dem Ausbruch dieser furchtbaren Weltkatastrophe in Wien gehalten worden sind, so werden Sie dort die Stelle finden von dem sozialen Karzinom, von der sozialen Krebskrankheit, welche an der Menschheitsentwickelung frißt. Angedeutet werden sollte durch solche und viele ähnliche Dinge, was der Menschheitsentwickelung bevorsteht, und aufgefordert werden sollte durch solche Dinge zum Nachdenken. Denn dieses Nachdenken, das ist es, was uns einzig und allein in wirklichem Sinne wach machen kann. Und waches Leben, wir brauchen es, und die Menschheit braucht es. Und wenn Geisteswissenschaft ihre Aufgabe erfüllen will, so ist vor allen Dingen nötig, daß sie die Anregerin wird zu vollem Wachsein. Denn wissen allein von den Dingen, die sich in der Sinnenwelt abspielen, und von den Gesetzen, die der Verstand durchschauen kann als in der Sinneswelt vorhanden, das heißt denn doch in einem höheren Sinne schlafen. Vollständig wach ist die Menschheit nur dann, wenn sie auch Begriffe, Ideen entwickeln kann von jener geistigen Welt, die ja ebenso um uns herum ist wie Luft und Wasser, wie die Sterne, wie die Sonne und der Mond. Und so wie man schläft, wenn man nur ganz hingegeben ist dem inneren Leibesprozeß in der Nacht und keine Ahnung hat von dem, was ringsherum in der äußeren körperlichen Welt vorhanden ist, so schläft man auch, wenn man nur der äußeren Sinneswelt hingegeben ist und der Verstandeswelt und den Verstandesgesetzen, die in der äußeren Sinneswelt walten, und keine Ahnung hat von dem, was um einen herum ist als geistige Welt.

[ 5 ] Es ist schon einmal so in der Geisteswissenschaft: Man kann nicht klipp und klar auf manche Fragen antworten, weil unsere Zeitgenossenschaft noch nicht so weit ist, die Wahrheiten im richtigen Stile aufzunehmen. Man muß manches andeuten. Wenn Sie nachlesen in den Vorträgen, die nicht lange vor dem Ausbruch dieser furchtbaren Weltkatastrophe in Wien gehalten worden sind, so werden Sie dort die Stelle finden von dem sozialen Karzinom, von der sozialen Krebskrankheit, welche an der Menschheitsentwickelung frißt. Angedeutet werden sollte durch solche und viele ähnliche Dinge, was der Menschheitsentwickelung bevorsteht, und aufgefordert werden sollte durch solche Dinge zum Nachdenken. Denn dieses Nachdenken, das ist es, was uns einzig und allein in wirklichem Sinne wach machen kann. Und waches Leben, wir brauchen es, und die Menschheit braucht es. Und wenn Geisteswissenschaft ihre Aufgabe erfüllen will, so ist vor allen Dingen nötig, daß sie die Anregerin wird zu vollem Wachsein. Denn wissen allein von den Dingen, die sich in der Sinnenwelt abspielen, und von den Gesetzen, die der Verstand durchschauen kann als in der Sinneswelt vorhanden, das heißt denn doch in einem höheren Sinne schlafen. Vollständig wach ist die Menschheit nur dann, wenn sie auch Begriffe, Ideen entwickeln kann von jener geistigen Welt, die ja ebenso um uns herum ist wie Luft und Wasser, wie die Sterne, wie die Sonne und der Mond. Und so wie man schläft, wenn man nur ganz hingegeben ist dem inneren Leibesprozeß in der Nacht und keine Ahnung hat von dem, was ringsherum in der äußeren körperlichen Welt vorhanden ist, so schläft man auch, wenn man nur der äußeren Sinneswelt hingegeben ist und der Verstandeswelt und den Verstandesgesetzen, die in der äußeren Sinneswelt walten, und keine Ahnung hat von dem, was um einen herum ist als geistige Welt.

[ 6 ] Es ist merkwürdig, daß gerade in den letzten Jahrhunderten — und am ärgsten um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert — die Menschheit auf ihren geistigen Fortschritt, auf ihre wissenschaftlichen Errungenschaften so sehr pochte und daß im Grunde genommen niemals das unbewußte, instinktive Leben so ausgebreitet war wie in dieser Zeit, daß immer mehr und mehr gegen die Gegenwart herauf das instinktiv Unbewußte die Menschen ergriffen hat. Das NichtSehen dessen, was geistig um uns herum ist, das Nicht-Rechnen mit diesem Geistigen, das ist ja im letzten Grunde die Ursache dieses furchtbaren Weltenkampfes. Und man kann nicht sagen, daß die Menschheit durch die Jahre, die sich, wie ich angedeutet habe, wie Jahrhunderte verlängern für den, der sie wachend durchlebt, man kann nicht sagen, daß die Menschheit schon hinreichend viel gelernt hat von dem, was in so furchtbarer Weise sich abgespielt hat. Man könnte leider sogar das Gegenteil davon sagen.

[ 6 ] Es ist merkwürdig, daß gerade in den letzten Jahrhunderten — und am ärgsten um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert — die Menschheit auf ihren geistigen Fortschritt, auf ihre wissenschaftlichen Errungenschaften so sehr pochte und daß im Grunde genommen niemals das unbewußte, instinktive Leben so ausgebreitet war wie in dieser Zeit, daß immer mehr und mehr gegen die Gegenwart herauf das instinktiv Unbewußte die Menschen ergriffen hat. Das NichtSehen dessen, was geistig um uns herum ist, das Nicht-Rechnen mit diesem Geistigen, das ist ja im letzten Grunde die Ursache dieses furchtbaren Weltenkampfes. Und man kann nicht sagen, daß die Menschheit durch die Jahre, die sich, wie ich angedeutet habe, wie Jahrhunderte verlängern für den, der sie wachend durchlebt, man kann nicht sagen, daß die Menschheit schon hinreichend viel gelernt hat von dem, was in so furchtbarer Weise sich abgespielt hat. Man könnte leider sogar das Gegenteil davon sagen.

[ 7 ] Was ist denn das eigentlich Charakteristische, das einem jetzt täglich, stündlich auffallen kann, wenn man verfolgt, was heute Menschen denken — besser gesagt, vorgeben zu denken, vorgeben zu wollen —, was ist denn das eigentlich Charakteristische? Das eigentlich Charakteristische ist, daß im Grunde genommen über die Welt hin niemand weiß, was er will, daß niemand darauf kommt, daß dasjenige, was man berechtigterweise wollen könnte — gleichgültig, wie es sich in den einzelnen Köpfen der einzelnen Völker ausmalt —, viel besser erreicht würde, wenn man die furchtbaren, blutigen Ereignisse wegließe, daß diese furchtbaren, blutigen Ereignisse sich abspielen und daß sie eigentlich unnötig sind, unnötig sind zu dem, was gewollt wird.

[ 7 ] Was ist denn das eigentlich Charakteristische, das einem jetzt täglich, stündlich auffallen kann, wenn man verfolgt, was heute Menschen denken — besser gesagt, vorgeben zu denken, vorgeben zu wollen —, was ist denn das eigentlich Charakteristische? Das eigentlich Charakteristische ist, daß im Grunde genommen über die Welt hin niemand weiß, was er will, daß niemand darauf kommt, daß dasjenige, was man berechtigterweise wollen könnte — gleichgültig, wie es sich in den einzelnen Köpfen der einzelnen Völker ausmalt —, viel besser erreicht würde, wenn man die furchtbaren, blutigen Ereignisse wegließe, daß diese furchtbaren, blutigen Ereignisse sich abspielen und daß sie eigentlich unnötig sind, unnötig sind zu dem, was gewollt wird.

[ 8 ] Allerdings, es walten in diesen Ereignissen geheimnisvolle Zusammenhänge. Aber wenn Sie manches nehmen, was, allerdings auch nur andeutungsweise, im Laufe der Jahre gerade in unseren geisteswissenschaftlichen Vorträgen gesagt worden ist, so werden Sie doch finden, daß auch in bezug auf dasjenige, das sich als Allerbedeutungsvollstes hereingestellt hat in die Ereignisse der letzten Jahre, manches recht klar angedeutet worden ist. Wenn Sie nur nehmen, was auch innerhalb dieser Räume, namentlich in den letzten Jahren, entwickelt worden ist über den Charakter des russischen Volkes und über den Gegensatz dieses russischen Volkes zu den west- und mitteleuropäischen Völkern, dann werden Sie daraufkommen, daß Sie nichts anderes brauchen, als was hier gesagt worden ist, zum Verständnisse desjenigen Ereignisses, das scheinbar so stürmisch in der letzten Zeit eingeschlagen hat, zum Verständnisse dessen, was man gewöhnlich die Russische Revolution jetzt nennt, dieses Ereignisses, das hereingebrochen ist wie eine Vergeltung, aber eine innerlich durchaus absolut verständliche karmische Vergeltung, wobei man dieses Wort als Terminus technicus und gar nicht im moralischen Sinne zu nehmen hat.

[ 8 ] Allerdings, es walten in diesen Ereignissen geheimnisvolle Zusammenhänge. Aber wenn Sie manches nehmen, was, allerdings auch nur andeutungsweise, im Laufe der Jahre gerade in unseren geisteswissenschaftlichen Vorträgen gesagt worden ist, so werden Sie doch finden, daß auch in bezug auf dasjenige, das sich als Allerbedeutungsvollstes hereingestellt hat in die Ereignisse der letzten Jahre, manches recht klar angedeutet worden ist. Wenn Sie nur nehmen, was auch innerhalb dieser Räume, namentlich in den letzten Jahren, entwickelt worden ist über den Charakter des russischen Volkes und über den Gegensatz dieses russischen Volkes zu den west- und mitteleuropäischen Völkern, dann werden Sie daraufkommen, daß Sie nichts anderes brauchen, als was hier gesagt worden ist, zum Verständnisse desjenigen Ereignisses, das scheinbar so stürmisch in der letzten Zeit eingeschlagen hat, zum Verständnisse dessen, was man gewöhnlich die Russische Revolution jetzt nennt, dieses Ereignisses, das hereingebrochen ist wie eine Vergeltung, aber eine innerlich durchaus absolut verständliche karmische Vergeltung, wobei man dieses Wort als Terminus technicus und gar nicht im moralischen Sinne zu nehmen hat.

[ 9 ] Es wird nicht nur die russische, es wird die europäische, wird die Menschheit der ganzen Welt lange, lange nachzudenken haben über die Ereignisse, die sich im Osten Europas viel geheimnisvoller jetzt abspielen, als man eigentlich denkt. Denn was Jahrhunderte lang sich vorbereitet hat, das ist da an die Oberfläche getreten. Und das Neue, das sich gestalten will, es zeigt heute noch ein ganz anderes Gesicht als dasjenige, das sich entwickeln will, das sich herausgestalten will. Spätere Geschlechter werden noch die Möglichkeit haben, den Unterschied zwischen Maja und Wirklichkeit anschaulich zu machen an dem, was sich in den nächsten Jahrzehnten im Osten von Europa gestalten wird. Denn die gegenwärtigen Geschlechter nehmen die Maja eben nicht als Maja hin, sondern als eine Wirklichkeit. Sie nehmen das, was jetzt geschieht, hin als etwas, was schon dasjenige ist, was es werden will. Das ist nicht so. Da will etwas ganz anderes an die Oberfläche.

[ 9 ] Es wird nicht nur die russische, es wird die europäische, wird die Menschheit der ganzen Welt lange, lange nachzudenken haben über die Ereignisse, die sich im Osten Europas viel geheimnisvoller jetzt abspielen, als man eigentlich denkt. Denn was Jahrhunderte lang sich vorbereitet hat, das ist da an die Oberfläche getreten. Und das Neue, das sich gestalten will, es zeigt heute noch ein ganz anderes Gesicht als dasjenige, das sich entwickeln will, das sich herausgestalten will. Spätere Geschlechter werden noch die Möglichkeit haben, den Unterschied zwischen Maja und Wirklichkeit anschaulich zu machen an dem, was sich in den nächsten Jahrzehnten im Osten von Europa gestalten wird. Denn die gegenwärtigen Geschlechter nehmen die Maja eben nicht als Maja hin, sondern als eine Wirklichkeit. Sie nehmen das, was jetzt geschieht, hin als etwas, was schon dasjenige ist, was es werden will. Das ist nicht so. Da will etwas ganz anderes an die Oberfläche.

[ 10 ] Und schlecht sind die Westvölker gerüstet zu verstehen, was da an die Oberfläche will. Warum sind sie so schlecht gerüstet? So sonderbar dies aussieht für den Menschen, nicht für Sie, aber für den Normalmenschen der Gegenwart — Sie sind ja alle dadurch, daß Sie zur Anthroposophie gehören, nicht Normalmenschen der Gegenwart —, so sonderbar das für den Normalmenschen aussieht, mehr, unendlich viel mehr als irgendeine andere Zeit erfordert diese gegenwärtige Zeit von den Menschen gerade dasjenige, was diese Menschen am allerwenigsten haben wollen: geisteswissenschaftliches Verständnis. So sonderbar es für den Normalmenschen der Gegenwart eben klingt: Ordnung wird aus dem Chaos der Gegenwart nicht, bevor eine genügend große Anzahl von Menschen sich bequemen wird, die geisteswissenschaftlichen Wahrheiten anzuerkennen. Das wird das weltgeschichtliche Karma sein.

[ 10 ] Und schlecht sind die Westvölker gerüstet zu verstehen, was da an die Oberfläche will. Warum sind sie so schlecht gerüstet? So sonderbar dies aussieht für den Menschen, nicht für Sie, aber für den Normalmenschen der Gegenwart — Sie sind ja alle dadurch, daß Sie zur Anthroposophie gehören, nicht Normalmenschen der Gegenwart —, so sonderbar das für den Normalmenschen aussieht, mehr, unendlich viel mehr als irgendeine andere Zeit erfordert diese gegenwärtige Zeit von den Menschen gerade dasjenige, was diese Menschen am allerwenigsten haben wollen: geisteswissenschaftliches Verständnis. So sonderbar es für den Normalmenschen der Gegenwart eben klingt: Ordnung wird aus dem Chaos der Gegenwart nicht, bevor eine genügend große Anzahl von Menschen sich bequemen wird, die geisteswissenschaftlichen Wahrheiten anzuerkennen. Das wird das weltgeschichtliche Karma sein.

[ 11 ] Lassen Sie die Menschen reden, die da glauben, wir haben jetzt einen Krieg, wie frühere Kriege waren, und wir werden nächstens Frieden schließen, wie frühere Frieden geschlossen worden sind; lassen Sie das die Menschen glauben. Das sind die Menschen, die die Maja lieben, das sind die Menschen, die die Wahrheit nicht von der Täuschung unterscheiden. Lassen Sie diese Menschen selbst einen Scheinfrieden vielleicht irgendwie schließen: Ordnung wird aus diesem Chaos, das Jetzt die Welt durchzieht, nur dann, wenn die Morgenröte einer geisteswissenschaftlichen Auffassung die Menschen ergreift. Und wenn Sie etwa in Ihrem Herzen empfinden sollten: Dann wird lange nicht Ordnung werden, dann wird es noch lange dauern — weil Sie vielleicht des Glaubens sind, die Menschen werden sich lange nicht bequemen, eine geisteswissenschaftliche Morgenröte heraufkommen zu lassen —, dann werden Sie Recht haben. Dann glauben Sie aber nur auch, daß lange keine Ordnung werden wird aus diesem Chaos heraus, denn sie wird nicht früher werden, als bis eine geisteswissenschaftliche Auffassung die menschlichen Herzen durchdringt. Alles andere wird Schein sein, alles andere wird scheinbare Ruhe sein, unter der immer neue und neue Feuerflammen sich entzünden werden, denn Ordnung wird aus diesem Chaos erst entstehen, wenn man begreifen wird, woraus dieses Chaos entstanden ist.

[ 11 ] Lassen Sie die Menschen reden, die da glauben, wir haben jetzt einen Krieg, wie frühere Kriege waren, und wir werden nächstens Frieden schließen, wie frühere Frieden geschlossen worden sind; lassen Sie das die Menschen glauben. Das sind die Menschen, die die Maja lieben, das sind die Menschen, die die Wahrheit nicht von der Täuschung unterscheiden. Lassen Sie diese Menschen selbst einen Scheinfrieden vielleicht irgendwie schließen: Ordnung wird aus diesem Chaos, das Jetzt die Welt durchzieht, nur dann, wenn die Morgenröte einer geisteswissenschaftlichen Auffassung die Menschen ergreift. Und wenn Sie etwa in Ihrem Herzen empfinden sollten: Dann wird lange nicht Ordnung werden, dann wird es noch lange dauern — weil Sie vielleicht des Glaubens sind, die Menschen werden sich lange nicht bequemen, eine geisteswissenschaftliche Morgenröte heraufkommen zu lassen —, dann werden Sie Recht haben. Dann glauben Sie aber nur auch, daß lange keine Ordnung werden wird aus diesem Chaos heraus, denn sie wird nicht früher werden, als bis eine geisteswissenschaftliche Auffassung die menschlichen Herzen durchdringt. Alles andere wird Schein sein, alles andere wird scheinbare Ruhe sein, unter der immer neue und neue Feuerflammen sich entzünden werden, denn Ordnung wird aus diesem Chaos erst entstehen, wenn man begreifen wird, woraus dieses Chaos entstanden ist.

[ 12 ] Es ist entstanden aus ungeistiger Erfassung der Wirklichkeit Ja, aus ungeistiger Erfassung der Wirklichkeit. Die geistige Welt ignoriert man nicht ungestraft. Man kann glauben, daß man die geistige Welt ungestraft ignorieren kann, man kann glauben, daß man sich in der Welt Begriffen, Vorstellungen hingeben kann, die bloß aus der Sinneswelt entnommen sind, man kann das glauben, und das ist ja der allgemeine Glaube der heutigen Menschheit. Aber wahr ist es nicht. Nein! Der irrigste Glaube, den jemals die Menschheit hat hegen können, das ist der — wenn ich mich trivial ausdrücken darf —, daß die Geister es sich gefallen lassen, ignoriert zu werden. Fassen Sie es meinetwillen auf als einen Egoismus, als eine Selbstsucht der Geister, aber in der geistigen Welt gilt eine andere Terminologie als hier in der sinnlich-physischen Welt. Also fassen Sie es meinetwillen auf als einen Egoismus der Geister, aber die Geister rächen sich, wenn sie ignoriert werden hier. Es ist ein Gesetz, es ist eine eherne Notwendigkeit: Die Geister rächen sich. Und unter den mancherlei Charakteristiken, die man geben kann für die Gegenwart, ist auch diese richtig, daß man sagen kann: Die Rache der Geister dafür, daß man sie so lange ignoriert hat, das ist das gegenwärtige Menschheitschaos.

[ 12 ] Es ist entstanden aus ungeistiger Erfassung der Wirklichkeit Ja, aus ungeistiger Erfassung der Wirklichkeit. Die geistige Welt ignoriert man nicht ungestraft. Man kann glauben, daß man die geistige Welt ungestraft ignorieren kann, man kann glauben, daß man sich in der Welt Begriffen, Vorstellungen hingeben kann, die bloß aus der Sinneswelt entnommen sind, man kann das glauben, und das ist ja der allgemeine Glaube der heutigen Menschheit. Aber wahr ist es nicht. Nein! Der irrigste Glaube, den jemals die Menschheit hat hegen können, das ist der — wenn ich mich trivial ausdrücken darf —, daß die Geister es sich gefallen lassen, ignoriert zu werden. Fassen Sie es meinetwillen auf als einen Egoismus, als eine Selbstsucht der Geister, aber in der geistigen Welt gilt eine andere Terminologie als hier in der sinnlich-physischen Welt. Also fassen Sie es meinetwillen auf als einen Egoismus der Geister, aber die Geister rächen sich, wenn sie ignoriert werden hier. Es ist ein Gesetz, es ist eine eherne Notwendigkeit: Die Geister rächen sich. Und unter den mancherlei Charakteristiken, die man geben kann für die Gegenwart, ist auch diese richtig, daß man sagen kann: Die Rache der Geister dafür, daß man sie so lange ignoriert hat, das ist das gegenwärtige Menschheitschaos.

[ 13 ] Erinnern Sie sich, wie oft ich hier und an andern Orten gesagt habe: Es ist ein geheimnisvoller Zusammenhang zwischen dem, was menschliches Bewußtsein ist, und den zerstörerischen Kräften des Weltenalls, gerade den Untergangskräften des Weltenalls. Ja, dieser geheimnisvolle Zusammenhang zwischen den zerstörerischen Kräften des Weltenalls und dem Bewußtsein, der besteht; er besteht so, daß das eine als Ersatz für das andere auf der einen Seite dienen kann oder auf der andern Seite dienen muß in der folgenden Art.

[ 13 ] Erinnern Sie sich, wie oft ich hier und an andern Orten gesagt habe: Es ist ein geheimnisvoller Zusammenhang zwischen dem, was menschliches Bewußtsein ist, und den zerstörerischen Kräften des Weltenalls, gerade den Untergangskräften des Weltenalls. Ja, dieser geheimnisvolle Zusammenhang zwischen den zerstörerischen Kräften des Weltenalls und dem Bewußtsein, der besteht; er besteht so, daß das eine als Ersatz für das andere auf der einen Seite dienen kann oder auf der andern Seite dienen muß in der folgenden Art.

[ 14 ] Nehmen wir einmal an, ein Zeitalter wäre dagewesen, sagen wir in den letzten zwanzig oder dreißig Jahren des 19. Jahrhunderts, in dem die Menschheit so nach Geistigem gestrebt hätte, wie sie in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts nur nach materiellem Wissen und nach materiellen Taten gestrebt hat. Nehmen wir an, am Ende dieses 19. Jahrhunderts hätten die Menschen nach spirituellem Erleben, nach spirituellem Wissen, nach spirituellen Taten gestrebt. Was wäre das gewesen? Was wäre es gewesen, wenn die Menschen gesucht hätten, die geistige Welt zu erkennen und aus der geistigen Welt heraus der physischen Welt einen Charakter, eine Grundlage zu geben, statt daß in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts die Menschen nur instinktiv immer mehr und mehr nach demjenigen Wissen gejagt haben, welches zuletzt in der Ausgestaltung der Mordwerkzeuge seine größten Triumphe feierte und welches in der menschlichen Bereicherung mit rein materiellen Gütern aufging? Was wäre geschehen, wenn die Menschheit gestrebt hätte, spirituelles Wissen, spirituelle Impulse für das soziale Wirken zu gewinnen? Es wäre eine Abschlagszahlung gewesen für zerstörerische Kräfte! Die Menschen wären wacher gewesen, statt daß sie die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts verschlafen haben. Die Menschen wären wacher gewesen, und die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts hätten nicht die Zerstörung zu bringen brauchen, wenn das Bewußtsein stärker gewesen wäre. Das spirituelle Bewußtsein muß eben stärker sein als das rein sinnlichmaterielle Bewußtsein. Wäre das spirituelle Bewußtsein stärker gewesen in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, so hätten nicht die zerstörerischen Kräfte einzugreifen brauchen in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

[ 14 ] Nehmen wir einmal an, ein Zeitalter wäre dagewesen, sagen wir in den letzten zwanzig oder dreißig Jahren des 19. Jahrhunderts, in dem die Menschheit so nach Geistigem gestrebt hätte, wie sie in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts nur nach materiellem Wissen und nach materiellen Taten gestrebt hat. Nehmen wir an, am Ende dieses 19. Jahrhunderts hätten die Menschen nach spirituellem Erleben, nach spirituellem Wissen, nach spirituellen Taten gestrebt. Was wäre das gewesen? Was wäre es gewesen, wenn die Menschen gesucht hätten, die geistige Welt zu erkennen und aus der geistigen Welt heraus der physischen Welt einen Charakter, eine Grundlage zu geben, statt daß in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts die Menschen nur instinktiv immer mehr und mehr nach demjenigen Wissen gejagt haben, welches zuletzt in der Ausgestaltung der Mordwerkzeuge seine größten Triumphe feierte und welches in der menschlichen Bereicherung mit rein materiellen Gütern aufging? Was wäre geschehen, wenn die Menschheit gestrebt hätte, spirituelles Wissen, spirituelle Impulse für das soziale Wirken zu gewinnen? Es wäre eine Abschlagszahlung gewesen für zerstörerische Kräfte! Die Menschen wären wacher gewesen, statt daß sie die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts verschlafen haben. Die Menschen wären wacher gewesen, und die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts hätten nicht die Zerstörung zu bringen brauchen, wenn das Bewußtsein stärker gewesen wäre. Das spirituelle Bewußtsein muß eben stärker sein als das rein sinnlichmaterielle Bewußtsein. Wäre das spirituelle Bewußtsein stärker gewesen in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, so hätten nicht die zerstörerischen Kräfte einzugreifen brauchen in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

[ 15 ] Am intensivsten, am eindringlichsten — erkenntnistheoretisch —, aber, man möchte sagen auch am grausamsten gewahrt man das, wenn man Bekanntschaft macht mit manchen Toten, die in die geistige Welt eingezogen sind, sei es in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, sei es in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Viele Seelen waren darunter, die hier auf diesem Erdenrund innerhalb des Hastens und Treibens und Strebens im Materiellen keine Gelegenheit gehabt haben, ihr Bewußtsein zu erwecken mit spirituellen Impulsen. Viele sind durch die Pforte des Todes gegangen, ohne auch nur eine Ahnung zu bekommen von Begriffen, von Ideen, die spirituelle Impulse andeuten. Wäre hier auf der Erde, bevor diese Seelen durch die Pforte des Todes gegangen sind, für sie die Möglichkeit gewesen, Spirituelles in ihre Vorstellungen, in ihre Begriffe aufzunehmen, sie hätten das mit durch die Pforte des Todes getragen. Das wäre ihnen ein Gut gewesen, das sie brauchen nach dem Tode. Sie haben es nicht haben können.

[ 15 ] Am intensivsten, am eindringlichsten — erkenntnistheoretisch —, aber, man möchte sagen auch am grausamsten gewahrt man das, wenn man Bekanntschaft macht mit manchen Toten, die in die geistige Welt eingezogen sind, sei es in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, sei es in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Viele Seelen waren darunter, die hier auf diesem Erdenrund innerhalb des Hastens und Treibens und Strebens im Materiellen keine Gelegenheit gehabt haben, ihr Bewußtsein zu erwecken mit spirituellen Impulsen. Viele sind durch die Pforte des Todes gegangen, ohne auch nur eine Ahnung zu bekommen von Begriffen, von Ideen, die spirituelle Impulse andeuten. Wäre hier auf der Erde, bevor diese Seelen durch die Pforte des Todes gegangen sind, für sie die Möglichkeit gewesen, Spirituelles in ihre Vorstellungen, in ihre Begriffe aufzunehmen, sie hätten das mit durch die Pforte des Todes getragen. Das wäre ihnen ein Gut gewesen, das sie brauchen nach dem Tode. Sie haben es nicht haben können.

[ 16 ] Wer die Geistesgeschichte, die sogenannte Geistesgeschichte der letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts und der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts kennt, der weiß, daß man nicht einmal mehr das Wort Geist anzuwenden gewußt hat auf das Richtige: Man hat es auf alles Mögliche angewendet, nur nicht auf dasjenige, was wirklich Geist ist. So haben die Seelen keine Möglichkeit gehabt, den Geist hier zu kennen. Sie müssen die Abschlagszahlung nehmen. Sie lechzen jetzt, da sie durch die Pforte des Todes eingetreten sind in die geistige Welt, sie lechzen — ja, wonach lechzen sie, diese Seelen, die hier im Materialismus lebten, wonach lechzen sie? Nach zerstörerischen Kräften in der physischen Welt lechzen sie! Denn das ist die Abschlagszahlung.

[ 16 ] Wer die Geistesgeschichte, die sogenannte Geistesgeschichte der letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts und der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts kennt, der weiß, daß man nicht einmal mehr das Wort Geist anzuwenden gewußt hat auf das Richtige: Man hat es auf alles Mögliche angewendet, nur nicht auf dasjenige, was wirklich Geist ist. So haben die Seelen keine Möglichkeit gehabt, den Geist hier zu kennen. Sie müssen die Abschlagszahlung nehmen. Sie lechzen jetzt, da sie durch die Pforte des Todes eingetreten sind in die geistige Welt, sie lechzen — ja, wonach lechzen sie, diese Seelen, die hier im Materialismus lebten, wonach lechzen sie? Nach zerstörerischen Kräften in der physischen Welt lechzen sie! Denn das ist die Abschlagszahlung.

[ 17 ] Diese Dinge lassen sich nicht mit bequemen Begriffen abtun. Will man auf diesem Gebiet die Realitäten kennenlernen, dann muß man sich eine Empfindung für dasjenige verschaffen, was in den ägyptischen Mysterien die eherne Notwendigkeit genannt worden ist. So furchtbar es ist, so sehr notwendig war es, daß Zerstörung Platz griff, da sich die durch die Pforte des Todes Gegangenen sehnten nach zerstörerischen Kräften, in denen sie leben können, nachdem sie hier die Abschlagszahlung durch spirituelle Impulse nicht haben erhalten können.

[ 17 ] Diese Dinge lassen sich nicht mit bequemen Begriffen abtun. Will man auf diesem Gebiet die Realitäten kennenlernen, dann muß man sich eine Empfindung für dasjenige verschaffen, was in den ägyptischen Mysterien die eherne Notwendigkeit genannt worden ist. So furchtbar es ist, so sehr notwendig war es, daß Zerstörung Platz griff, da sich die durch die Pforte des Todes Gegangenen sehnten nach zerstörerischen Kräften, in denen sie leben können, nachdem sie hier die Abschlagszahlung durch spirituelle Impulse nicht haben erhalten können.

[ 18 ] Es wird nicht früher Ordnung aus dem Chaos, bevor die Menschheit sich entschließt, solch ernste Wahrheiten wirklich durch ihre Seele ziehen zu lassen und auch solch ernste Wahrheiten in die Ideen einfließen zu lassen, die heute politisch durch die Welt ziehen. Und wenn diese Wahrheiten pessimistisch klingen und Sie sich denken: Wie weit ist die Menschheit noch weg von all dem, was jetzt als gefordert bedeutet worden ist —, dann haben Sie recht. Aber lassen Sie aus diesem Ihrem berechtigten Pessimismus die innere Aufforderung folgen, die wache Aufforderung, da, wo Sie können, an jeglicher Stelle des Lebens, an die Sie gestellt sind, den Versuch zu machen, Seelen zu erwecken nach der Richtung, nach der die Geisteswissenschaft ihre Impulse senden kann. Man kann es freilich heute noch nicht viel, aber man muß wirklich das ehrliche, aufrichtige Bestreben haben, in der Art, wie es eben der eine oder der andere verstehen kann, aufmerksam zu machen auf dieses Konkrete, das darin besteht, daß die neuere Zeit Sehnsuchten in den Toten hervorgerufen hat, denen jetzt entgegengekommen wird mit dem, was wir Lebenden hier auf dem physischen Plan mit Schaudern erfahren.

[ 18 ] Es wird nicht früher Ordnung aus dem Chaos, bevor die Menschheit sich entschließt, solch ernste Wahrheiten wirklich durch ihre Seele ziehen zu lassen und auch solch ernste Wahrheiten in die Ideen einfließen zu lassen, die heute politisch durch die Welt ziehen. Und wenn diese Wahrheiten pessimistisch klingen und Sie sich denken: Wie weit ist die Menschheit noch weg von all dem, was jetzt als gefordert bedeutet worden ist —, dann haben Sie recht. Aber lassen Sie aus diesem Ihrem berechtigten Pessimismus die innere Aufforderung folgen, die wache Aufforderung, da, wo Sie können, an jeglicher Stelle des Lebens, an die Sie gestellt sind, den Versuch zu machen, Seelen zu erwecken nach der Richtung, nach der die Geisteswissenschaft ihre Impulse senden kann. Man kann es freilich heute noch nicht viel, aber man muß wirklich das ehrliche, aufrichtige Bestreben haben, in der Art, wie es eben der eine oder der andere verstehen kann, aufmerksam zu machen auf dieses Konkrete, das darin besteht, daß die neuere Zeit Sehnsuchten in den Toten hervorgerufen hat, denen jetzt entgegengekommen wird mit dem, was wir Lebenden hier auf dem physischen Plan mit Schaudern erfahren.

[ 19 ] Wenn man bedenkt, wie bequem manche es sich machen, die für ihre Mitmenschen in der einen oder in der andern Richtung ausmalen, wie es in der Gegend aussieht, in die der Mensch eintritt, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, wenn man die salbungsvollen Kanzelreden verfolgt — und jetzt folgen den Beispielen der Kanzelmenschen sogar schon die Politiker — mit ihren bequemen Vorstellungen über die geistige Welt, dann muß man ja einen lebendigen Begriff bekommen, wie weit die bequeme Eitelei gerade führender Gegenwartsmenschen von der Wirklichkeit entfernt ist. Wenn man die Reden solcher führenden Menschen — die aber in ihrem Leben sich gerade dadurch auszeichnen, daß sie so weit wie möglich vom Führen entfernt sind und daß sie von allen möglichen ihnen unbewußten Kräften geleitet werden, nur nicht gerade von den richtigen —, wenn man diese Reden vergleicht mit dem, was der Gegenwart notwendig ist, dann sieht man, wie ernst, wie unendlich ernst die Zeit ist.

[ 19 ] Wenn man bedenkt, wie bequem manche es sich machen, die für ihre Mitmenschen in der einen oder in der andern Richtung ausmalen, wie es in der Gegend aussieht, in die der Mensch eintritt, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, wenn man die salbungsvollen Kanzelreden verfolgt — und jetzt folgen den Beispielen der Kanzelmenschen sogar schon die Politiker — mit ihren bequemen Vorstellungen über die geistige Welt, dann muß man ja einen lebendigen Begriff bekommen, wie weit die bequeme Eitelei gerade führender Gegenwartsmenschen von der Wirklichkeit entfernt ist. Wenn man die Reden solcher führenden Menschen — die aber in ihrem Leben sich gerade dadurch auszeichnen, daß sie so weit wie möglich vom Führen entfernt sind und daß sie von allen möglichen ihnen unbewußten Kräften geleitet werden, nur nicht gerade von den richtigen —, wenn man diese Reden vergleicht mit dem, was der Gegenwart notwendig ist, dann sieht man, wie ernst, wie unendlich ernst die Zeit ist.

[ 20 ] An unsere physische Welt grenzt ja unmittelbar eine andere, eine übersinnliche. Niemals war das Hereinwirken dieser an unsere physische Welt angrenzenden metaphysischen Welt so intensiv wie in dieser Zeit. Nur merken es die Menschen nicht; sie merken es noch nicht einmal, wenn es furchtbar, schauerlich wird, wenn es einem die Seele umdreht. Es gehen heute Worte durch die Welt von so intensiv aufklärendem Charakter, daß eigentlich unzählige Menschen stutzig werden müßten. Sie werden es in der Regel nicht, wenigstens lassen sie sich nichts davon anmerken, daß sie es tun.

[ 20 ] An unsere physische Welt grenzt ja unmittelbar eine andere, eine übersinnliche. Niemals war das Hereinwirken dieser an unsere physische Welt angrenzenden metaphysischen Welt so intensiv wie in dieser Zeit. Nur merken es die Menschen nicht; sie merken es noch nicht einmal, wenn es furchtbar, schauerlich wird, wenn es einem die Seele umdreht. Es gehen heute Worte durch die Welt von so intensiv aufklärendem Charakter, daß eigentlich unzählige Menschen stutzig werden müßten. Sie werden es in der Regel nicht, wenigstens lassen sie sich nichts davon anmerken, daß sie es tun.

[ 21 ] Einige Freunde werden sich erinnern, daß ich im Laufe der letzten drei Jahre öfter auf eines aufmerksam gemacht habe, daß, wenn man einmal in der Zukunft — gegenwärtige Kritiker taten das leider nicht, obwohl man es ganz gut könnte — die Geschichte dieses sogenannten Krieges schreibt, man nicht die gleiche Methode wird einschlagen können, durch die jenes Märchen, jene Legende, wie soll man es nennen, zustandegekommen ist, die man gegenwärtig als Geschichte bezeichnet. Zustandegekommen ist dasjenige, was da ist, dadurch, daß gelehrte Herren — so nennt es die Welt — monate-, jahrelang, jahrzehntelang sich in die Bibliotheken gesetzt haben, diplomatische Dokumente studiert haben, um Geschichte zu schreiben. Es wird die Zeit kommen müssen, wo von dieser Geschichte, die auf solche Weise zustandegekommen ist, der größte Teil Makulatur sein wird. Aber man wird die Geschichte der letzten Jahre gar nicht nach derselben Methode schreiben können, wenn man nicht geradezu verrückt ist. Denn diejenigen Dinge, die zu diesem Chaos geführt haben, die werden sich nicht ergeben für jene Menschen, die bisher Geschichte geschrieben haben, sondern für solche Menschen, die eine lebhafte Empfindung dafür haben, was es heißt, wenn einmal ein bedauernswerter Mensch der Gegenwart vor das Gericht gestellt wird und vor die Welt hinschleudern muß das traurige Wort als Zusammenfassung seines Zustandes: Da geschah dies, da geschah das, und in diesem Augenblick verlor ich den Verstand! — Suchomlinow, der bedauernswerte Mensch, hat diese Worte selbst gestanden: Da verlor ich den Verstand.

[ 21 ] Einige Freunde werden sich erinnern, daß ich im Laufe der letzten drei Jahre öfter auf eines aufmerksam gemacht habe, daß, wenn man einmal in der Zukunft — gegenwärtige Kritiker taten das leider nicht, obwohl man es ganz gut könnte — die Geschichte dieses sogenannten Krieges schreibt, man nicht die gleiche Methode wird einschlagen können, durch die jenes Märchen, jene Legende, wie soll man es nennen, zustandegekommen ist, die man gegenwärtig als Geschichte bezeichnet. Zustandegekommen ist dasjenige, was da ist, dadurch, daß gelehrte Herren — so nennt es die Welt — monate-, jahrelang, jahrzehntelang sich in die Bibliotheken gesetzt haben, diplomatische Dokumente studiert haben, um Geschichte zu schreiben. Es wird die Zeit kommen müssen, wo von dieser Geschichte, die auf solche Weise zustandegekommen ist, der größte Teil Makulatur sein wird. Aber man wird die Geschichte der letzten Jahre gar nicht nach derselben Methode schreiben können, wenn man nicht geradezu verrückt ist. Denn diejenigen Dinge, die zu diesem Chaos geführt haben, die werden sich nicht ergeben für jene Menschen, die bisher Geschichte geschrieben haben, sondern für solche Menschen, die eine lebhafte Empfindung dafür haben, was es heißt, wenn einmal ein bedauernswerter Mensch der Gegenwart vor das Gericht gestellt wird und vor die Welt hinschleudern muß das traurige Wort als Zusammenfassung seines Zustandes: Da geschah dies, da geschah das, und in diesem Augenblick verlor ich den Verstand! — Suchomlinow, der bedauernswerte Mensch, hat diese Worte selbst gestanden: Da verlor ich den Verstand.

[ 22 ] Es haben mehr Leute in derselben Zeit den Verstand verloren, nicht er allein. Und was sind das für Augenblicke im Weltenlaufe, die nur angedeutet werden können dadurch, daß Menschen gestehen müssen, sie haben den Verstand verloren, was sind das für Augenblicke im Weltenlaufe? Das sind Augenblicke, wo Ahriman mit seinen Scharen den Zugang findet zum Menschengeschlechte und zum Menschengeschehen. Wenn der Mensch wacht über sein Bewußtsein, wenn dieses Bewußtsein in keiner Weise getrübt und herabgelähmt ist, dann können weder Ahriman noch Luzifer an dieses Bewußtsein heran. Wenn es aber herabgedämpft ist, wenn man nötig hat, für dieses Bewußtsein die Formel zu gebrauchen: Ich habe den Verstand verloren —, da betritt in diesem Moment Ahriman mit seinen Scharen das Weltengeschehen. Da geschehen Dinge, die nicht in diplomatische Dokumente geschrieben werden, in welche — das sei nur in Parenthese angeführt — in den letzten Jahrzehnten in der ganzen Welt wirklich recht wenig Vernünftiges hineingeschrieben worden ist. Aber abgesehen davon, was geschehen ist in unserer Zeit und was zu diesem Chaos geführt hat, das sind ja nicht Menschentaten allein, das sind vor allen Dingen Taten ahrimanischer Wesenheiten, die den Zugang versuchen durch Herabdämpfung des Bewußtseins der Menschen. Ich weiß, daß hier manche sitzen, die genau wissen, daß sie bald, nachdem die jetzige Weltkatastrophe hereingebrochen ist, von mir als Erklärung den Hinweis bekommen haben, daß, wenn man einmal darüber wird reden wollen, was diese Katastrophe herbeigeführt hat, man nicht wird reden dürfen aus Dokumenten heraus, sondern daß man wird nötig haben, diesen Weltenereignissen gegenüber auf solche Tatsachen hinzuweisen, durch die Geistig- Ahrimanisches den Zugang fand zum Menschengeschehen.

[ 22 ] Es haben mehr Leute in derselben Zeit den Verstand verloren, nicht er allein. Und was sind das für Augenblicke im Weltenlaufe, die nur angedeutet werden können dadurch, daß Menschen gestehen müssen, sie haben den Verstand verloren, was sind das für Augenblicke im Weltenlaufe? Das sind Augenblicke, wo Ahriman mit seinen Scharen den Zugang findet zum Menschengeschlechte und zum Menschengeschehen. Wenn der Mensch wacht über sein Bewußtsein, wenn dieses Bewußtsein in keiner Weise getrübt und herabgelähmt ist, dann können weder Ahriman noch Luzifer an dieses Bewußtsein heran. Wenn es aber herabgedämpft ist, wenn man nötig hat, für dieses Bewußtsein die Formel zu gebrauchen: Ich habe den Verstand verloren —, da betritt in diesem Moment Ahriman mit seinen Scharen das Weltengeschehen. Da geschehen Dinge, die nicht in diplomatische Dokumente geschrieben werden, in welche — das sei nur in Parenthese angeführt — in den letzten Jahrzehnten in der ganzen Welt wirklich recht wenig Vernünftiges hineingeschrieben worden ist. Aber abgesehen davon, was geschehen ist in unserer Zeit und was zu diesem Chaos geführt hat, das sind ja nicht Menschentaten allein, das sind vor allen Dingen Taten ahrimanischer Wesenheiten, die den Zugang versuchen durch Herabdämpfung des Bewußtseins der Menschen. Ich weiß, daß hier manche sitzen, die genau wissen, daß sie bald, nachdem die jetzige Weltkatastrophe hereingebrochen ist, von mir als Erklärung den Hinweis bekommen haben, daß, wenn man einmal darüber wird reden wollen, was diese Katastrophe herbeigeführt hat, man nicht wird reden dürfen aus Dokumenten heraus, sondern daß man wird nötig haben, diesen Weltenereignissen gegenüber auf solche Tatsachen hinzuweisen, durch die Geistig- Ahrimanisches den Zugang fand zum Menschengeschehen.

[ 23 ] Notwendig ist es nur, daß man diese Dinge mit dem gehörigen Ernst nimmt, daß man sich nicht bloß formelhaft abstrakt, sondern wirklich konkret darauf einläßt, diese Dinge als Realitäten zu nehmen. Mögen die Menschen, die von solchen Dingen nichts wissen, heute noch so sehr darüber spotten, daß gesagt wird: Ahriman fand den Zugang zu der Menschheitsentwickelung. — Wenn sich diese Menschen heute lustig machen über diejenigen, die so sprechen, wird aber die Weltgeschichte hohnlachen denjenigen, die sich heute darüber lustig machen!

[ 23 ] Notwendig ist es nur, daß man diese Dinge mit dem gehörigen Ernst nimmt, daß man sich nicht bloß formelhaft abstrakt, sondern wirklich konkret darauf einläßt, diese Dinge als Realitäten zu nehmen. Mögen die Menschen, die von solchen Dingen nichts wissen, heute noch so sehr darüber spotten, daß gesagt wird: Ahriman fand den Zugang zu der Menschheitsentwickelung. — Wenn sich diese Menschen heute lustig machen über diejenigen, die so sprechen, wird aber die Weltgeschichte hohnlachen denjenigen, die sich heute darüber lustig machen!

[ 24 ] Man kann nicht sagen, daß das, was an der Oberfläche schwimmt, Urteile, Vorstellungen und Begriffe, in den letzten Jahren eine besondere Reife zeigt, wahrhaftig nicht! Man wurde nicht einmal verstanden, wenn man da oder dort vor anderthalb Jahren darauf hindeutete, daß etwas kommen könnte, was man sehr wachend beobachten sollte, was man nicht so einfach obenhin nehmen sollte. Wenn man dann das eine oder andere Konkrete anführte, wodurch man die Menschenseelen hinweisen wollte auf das, was da kommen würde: niemals wurde genügend wache Geistigkeit entwickelt, um den Hinweis in der rechten Weise aufzunehmen. Nun ist es da. Und man sieht, es wird nicht als etwas genommen, das in einem gewissen Boden tief, tief Wurzeln schlägt, sondern wie etwas, was man — nun ja, weil es in so und so viel Zeilen diese und jene Sätze hat — nach so und so viel Zeilen mit so und so viel Sätzen beurteilt, weil eben die Menschheit heute gar nicht darauf aus ist zu sehen, worin solche Sätze wurzeln, sondern weil man die Dinge einfach hinnimmt.

[ 24 ] Man kann nicht sagen, daß das, was an der Oberfläche schwimmt, Urteile, Vorstellungen und Begriffe, in den letzten Jahren eine besondere Reife zeigt, wahrhaftig nicht! Man wurde nicht einmal verstanden, wenn man da oder dort vor anderthalb Jahren darauf hindeutete, daß etwas kommen könnte, was man sehr wachend beobachten sollte, was man nicht so einfach obenhin nehmen sollte. Wenn man dann das eine oder andere Konkrete anführte, wodurch man die Menschenseelen hinweisen wollte auf das, was da kommen würde: niemals wurde genügend wache Geistigkeit entwickelt, um den Hinweis in der rechten Weise aufzunehmen. Nun ist es da. Und man sieht, es wird nicht als etwas genommen, das in einem gewissen Boden tief, tief Wurzeln schlägt, sondern wie etwas, was man — nun ja, weil es in so und so viel Zeilen diese und jene Sätze hat — nach so und so viel Zeilen mit so und so viel Sätzen beurteilt, weil eben die Menschheit heute gar nicht darauf aus ist zu sehen, worin solche Sätze wurzeln, sondern weil man die Dinge einfach hinnimmt.

[ 25 ] Sie verstehen wahrscheinlich, was ich meine. Sie verstehen, daß ich mit dem, was ich seit anderthalb Jahren immer deutlicher heraufkommen sah, die römische Papstnote meine. Ich habe viel Umschau gehalten, ob ich irgendwo ein Urteil fände, das sich eigentlich anschließen müßte an diese Papstnote, eine Frage, die notwendigerweise in den Menschenseelen aufdämmern müßte. Bedenken wir nur, daß seit dem 16. Jahrhundert — wir haben ja darüber öfter gesprochen — dasjenige heraufdämmert, was man heute Staat nennt. Gewiß, jene merkwürdigen Menschen, die man heute an manchen Stellen der Welt Historiker nennt, die reden von den Staaten wie von etwas, was, ich weiß nicht wie lange, schon bestanden hat. Doch diese Historiker wissen wenig von der wirklichen Geschichte. Was heute im Staate lebt, ist nicht älter als vier- bis fünfhundert Jahre. Was vorher war, war etwas ganz anderes. Und es ist wichtig, dies zu wissen, dies sich wirklich klarzumachen. Das Sacerdotale, dasjenige, was in Rom lebt, ist wahrhaftig älter als die modernen Staaten und hatte zu seiner Zeit seine gute Berechtigung und hat manches in der Welt gewirkt. Ich habe gesucht, ob man etwa die Frage sich vorlegt: Was bedeutet es denn eigentlich für diese modernen Gebilde, die seit vier bis fünf Jahrhunderten entstanden sind, daß sie nicht die Möglichkeit finden, aus sich heraus zur Ordnung zu kommen, daß sie zu dem alten Sacerdotalen zurückblicken wie zu etwas, über das man so diskutiert, wie da und dort heute diskutiert wird?

[ 25 ] Sie verstehen wahrscheinlich, was ich meine. Sie verstehen, daß ich mit dem, was ich seit anderthalb Jahren immer deutlicher heraufkommen sah, die römische Papstnote meine. Ich habe viel Umschau gehalten, ob ich irgendwo ein Urteil fände, das sich eigentlich anschließen müßte an diese Papstnote, eine Frage, die notwendigerweise in den Menschenseelen aufdämmern müßte. Bedenken wir nur, daß seit dem 16. Jahrhundert — wir haben ja darüber öfter gesprochen — dasjenige heraufdämmert, was man heute Staat nennt. Gewiß, jene merkwürdigen Menschen, die man heute an manchen Stellen der Welt Historiker nennt, die reden von den Staaten wie von etwas, was, ich weiß nicht wie lange, schon bestanden hat. Doch diese Historiker wissen wenig von der wirklichen Geschichte. Was heute im Staate lebt, ist nicht älter als vier- bis fünfhundert Jahre. Was vorher war, war etwas ganz anderes. Und es ist wichtig, dies zu wissen, dies sich wirklich klarzumachen. Das Sacerdotale, dasjenige, was in Rom lebt, ist wahrhaftig älter als die modernen Staaten und hatte zu seiner Zeit seine gute Berechtigung und hat manches in der Welt gewirkt. Ich habe gesucht, ob man etwa die Frage sich vorlegt: Was bedeutet es denn eigentlich für diese modernen Gebilde, die seit vier bis fünf Jahrhunderten entstanden sind, daß sie nicht die Möglichkeit finden, aus sich heraus zur Ordnung zu kommen, daß sie zu dem alten Sacerdotalen zurückblicken wie zu etwas, über das man so diskutiert, wie da und dort heute diskutiert wird?

[ 26 ] Ich möchte wissen, ob jemand, der vor der Frage steht, ob er Schlittschuhlaufen soll, wenn das Eis nur ein Millimeter dick ist, ob sich der die Frage bejaht! Denn diejenigen Begriffe, welche die Menschen heute haben, um so etwas zu beurteilen, wenn Sacerdotales in das moderne Leben heute Impulse hereinwirft, die sind zu dem, um was es sich handelt, wie eine Eisschicht, die ein Millimeter dick ist, zu dem Wasser, das darunter ist. Und was die Menschen heute schreiben und reden, das gleicht dem Schlittschuhläufer auf einer Eisschicht, die nicht dicker als ein Millimeter ist, weil kein Mensch Verständnis sucht für die Dinge, die sich abspielen, weil kein Mensch Verständnis dafür sucht, daß es doch nicht darauf ankommt, ein Dokument in die Hand zu nehmen, um zu verfolgen, was da für Sätze stehen, sondern daß es vor allen Dingen darauf ankommt zu wissen, wie es etwas ganz anderes bedeutet, wenn der eine oder der andere Satz von da- oder von dorther kommt.

[ 26 ] Ich möchte wissen, ob jemand, der vor der Frage steht, ob er Schlittschuhlaufen soll, wenn das Eis nur ein Millimeter dick ist, ob sich der die Frage bejaht! Denn diejenigen Begriffe, welche die Menschen heute haben, um so etwas zu beurteilen, wenn Sacerdotales in das moderne Leben heute Impulse hereinwirft, die sind zu dem, um was es sich handelt, wie eine Eisschicht, die ein Millimeter dick ist, zu dem Wasser, das darunter ist. Und was die Menschen heute schreiben und reden, das gleicht dem Schlittschuhläufer auf einer Eisschicht, die nicht dicker als ein Millimeter ist, weil kein Mensch Verständnis sucht für die Dinge, die sich abspielen, weil kein Mensch Verständnis dafür sucht, daß es doch nicht darauf ankommt, ein Dokument in die Hand zu nehmen, um zu verfolgen, was da für Sätze stehen, sondern daß es vor allen Dingen darauf ankommt zu wissen, wie es etwas ganz anderes bedeutet, wenn der eine oder der andere Satz von da- oder von dorther kommt.

[ 27 ] Überall liegt heute die Notwendigkeit vor zu ermahnen, ernst zu ermahnen, nach Gründlichkeit zu suchen, zu suchen danach, wie die Dinge zusammenhängen, zu suchen nach den Wirklichkeiten und nicht nach dem äußeren Schein. Was verschlägt es denn, wenn sich wirklich heute einmal ein Mensch das Geständnis macht: Nun ja, da liegen Dinge vor. Ich verstehe sie noch nicht; ich will daher noch nicht dreinreden. — Es ist ja heute gar nicht zu verwundern bei dem unglaublich oberflächlichen Stand der allgemeinen Bildung, daß die Menschen alles verstehen können, über alles ein Urteil haben können. Aber das Geständnis, daß man über so etwas nicht urteilen kann, sondern vielleicht erst sich die Grundlagen schaffen muß, um zu einem Urteil zu kommen, das wird den heutigen Menschen so schwer. Ja, es fällt ihnen kaum ein, daß es nötig ist, sich erst Grundlagen zu einem Urteil zu schaffen.

[ 27 ] Überall liegt heute die Notwendigkeit vor zu ermahnen, ernst zu ermahnen, nach Gründlichkeit zu suchen, zu suchen danach, wie die Dinge zusammenhängen, zu suchen nach den Wirklichkeiten und nicht nach dem äußeren Schein. Was verschlägt es denn, wenn sich wirklich heute einmal ein Mensch das Geständnis macht: Nun ja, da liegen Dinge vor. Ich verstehe sie noch nicht; ich will daher noch nicht dreinreden. — Es ist ja heute gar nicht zu verwundern bei dem unglaublich oberflächlichen Stand der allgemeinen Bildung, daß die Menschen alles verstehen können, über alles ein Urteil haben können. Aber das Geständnis, daß man über so etwas nicht urteilen kann, sondern vielleicht erst sich die Grundlagen schaffen muß, um zu einem Urteil zu kommen, das wird den heutigen Menschen so schwer. Ja, es fällt ihnen kaum ein, daß es nötig ist, sich erst Grundlagen zu einem Urteil zu schaffen.

[ 28 ] Unendlich vieles hängt gerade für die nächste Zeit ab von einem wirklichen Verständnis der treibenden Kräfte, hängt ab davon, daß man wisse: Das Chaos wird wahrhaftig nicht kleiner, wenn es lassen Sie uns die Hypothese gebrauchen — dem Sacerdotalen gelingen sollte, eine Scheinordnung auch nur anzugeben. Das Irrtümlichste, dem man sich hingeben kann, das ist, wenn heute jemand sagen würde: Ach, gleichgültig, woher der Friede kommt, wenn er auch von dem Papst kommt! — Das Bedeutungsvolle ist, daß es ja unter Umständen natürlich nicht schaden könnte, wenn ein Friede von dem Papst käme, selbstverständlich nicht; aber es handelt sich dann darum, in welchem Sinne ihn diejenigen auffassen, die mittun.

[ 28 ] Unendlich vieles hängt gerade für die nächste Zeit ab von einem wirklichen Verständnis der treibenden Kräfte, hängt ab davon, daß man wisse: Das Chaos wird wahrhaftig nicht kleiner, wenn es lassen Sie uns die Hypothese gebrauchen — dem Sacerdotalen gelingen sollte, eine Scheinordnung auch nur anzugeben. Das Irrtümlichste, dem man sich hingeben kann, das ist, wenn heute jemand sagen würde: Ach, gleichgültig, woher der Friede kommt, wenn er auch von dem Papst kommt! — Das Bedeutungsvolle ist, daß es ja unter Umständen natürlich nicht schaden könnte, wenn ein Friede von dem Papst käme, selbstverständlich nicht; aber es handelt sich dann darum, in welchem Sinne ihn diejenigen auffassen, die mittun.

[ 29 ] Immer wieder muß man sich klar vor die Seele stellen, wie diese unsere Zeit uns geradezu auffordert, stündlich, minütlich auffordert: Werde wach! — Allein Geisteswissenschaft, anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft, wird heute nur derjenige verstehen, der in der Lage ist zu begreifen, daß die Menschheit vor einem EntwederOder steht: Entweder der Geist wird begriffen oder das Chaos bleibt. Ein überkleistertes Chaos würde nicht besser sein als das heutige blutige. Wenn wir nichts anderes haben in den nächsten Jahren als wieder und wieder Materialismus und vielleicht einen erhöhten Materialismus, wenn es etwa dazu kommen sollte, daß auf der Grundlage dessen, was jetzt in den letzten drei Jahren geworden ist und wovon sich die schlafende Menschheit noch keine Rechenschaft gibt, wenn auf dieser Grundlage ein neues Wettrennen nach materiellen Gütern entstehen sollte, wie es manche herbeisehnen als ein Ergebnis des Friedens, dann würden die Seelen wiederum durch die Todespforte gehen und das Lechzen haben nach Zerstörung hier. Die Zerstörung würde nicht aufhören.

[ 29 ] Immer wieder muß man sich klar vor die Seele stellen, wie diese unsere Zeit uns geradezu auffordert, stündlich, minütlich auffordert: Werde wach! — Allein Geisteswissenschaft, anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft, wird heute nur derjenige verstehen, der in der Lage ist zu begreifen, daß die Menschheit vor einem EntwederOder steht: Entweder der Geist wird begriffen oder das Chaos bleibt. Ein überkleistertes Chaos würde nicht besser sein als das heutige blutige. Wenn wir nichts anderes haben in den nächsten Jahren als wieder und wieder Materialismus und vielleicht einen erhöhten Materialismus, wenn es etwa dazu kommen sollte, daß auf der Grundlage dessen, was jetzt in den letzten drei Jahren geworden ist und wovon sich die schlafende Menschheit noch keine Rechenschaft gibt, wenn auf dieser Grundlage ein neues Wettrennen nach materiellen Gütern entstehen sollte, wie es manche herbeisehnen als ein Ergebnis des Friedens, dann würden die Seelen wiederum durch die Todespforte gehen und das Lechzen haben nach Zerstörung hier. Die Zerstörung würde nicht aufhören.

[ 30 ] Einzig und allein einen Begriff sich verschaffen, eine Empfindung, einen inneren Impuls sich verschaffen von der Notwendigkeit der Spiritualisierung: dann wird man in dem Maße, in welchem man sich das verschafft, weiiterkommen. Wer die Zeit ein wenig verstehen will und diese Zeit an so ernsten Wahrheiten mißt, wie wir sie schon oft und heute wiederum durch unsere Seelen haben ziehen lassen, der muß doch eine einigermaßen genügende Empfindung erhalten von all dem Furchtbaren, von all dem trostlos Trivialen und Oberflächlichen, was jetzt in der Welt geschrieben und gesagt wird.

[ 30 ] Einzig und allein einen Begriff sich verschaffen, eine Empfindung, einen inneren Impuls sich verschaffen von der Notwendigkeit der Spiritualisierung: dann wird man in dem Maße, in welchem man sich das verschafft, weiiterkommen. Wer die Zeit ein wenig verstehen will und diese Zeit an so ernsten Wahrheiten mißt, wie wir sie schon oft und heute wiederum durch unsere Seelen haben ziehen lassen, der muß doch eine einigermaßen genügende Empfindung erhalten von all dem Furchtbaren, von all dem trostlos Trivialen und Oberflächlichen, was jetzt in der Welt geschrieben und gesagt wird.

[ 31 ] Denken Sie sich eine Schar von Kindern, sie zerbrechen ihren Eltern Töpfe, Teller, Gläser, alles. Man sieht sie an und denkt nach, wie da Einhalt gebieten, da die Kinder immer wieder nach der Küche und nach der Speisekammer und überallhin laufen, wo es noch etwas Zerbrechbares gibt. Endlich kommt man darauf, wie man dem Einhalt gebieten kann. Eine Anzahl von Menschen, die da zuschauen, die sogar die Erzieher der Kinder sein wollen, kommen darauf: Sie sorgen dafür, daß alles Zerbrechliche geholt und zerschlagen wird, bis gar nichts mehr da ist. Dann wird nichts mehr zerbrochen, dann ist es mit dem Zerbrechen zu Ende! — Ich weiß nicht, wie viele Menschen es geben wird, die nicht solche Erzieher für Toren halten würden. Da würde man das ja wohl einsehen. Wenn aber weise sich dünkende Menschen durch die Welt tönen: Man muß so lange blutige Kriege führen, bis der Friede da ist, man muß erst alles kaputtmachen, damit über die Erde hin kein Kaputtmachen mehr möglich ist —, dann sieht man das für Weisheit an. So lange morden, als es nur geht, um das Morden abzuschaffen, um das Morden zu bekämpfen, das ist Weisheit!

[ 31 ] Denken Sie sich eine Schar von Kindern, sie zerbrechen ihren Eltern Töpfe, Teller, Gläser, alles. Man sieht sie an und denkt nach, wie da Einhalt gebieten, da die Kinder immer wieder nach der Küche und nach der Speisekammer und überallhin laufen, wo es noch etwas Zerbrechbares gibt. Endlich kommt man darauf, wie man dem Einhalt gebieten kann. Eine Anzahl von Menschen, die da zuschauen, die sogar die Erzieher der Kinder sein wollen, kommen darauf: Sie sorgen dafür, daß alles Zerbrechliche geholt und zerschlagen wird, bis gar nichts mehr da ist. Dann wird nichts mehr zerbrochen, dann ist es mit dem Zerbrechen zu Ende! — Ich weiß nicht, wie viele Menschen es geben wird, die nicht solche Erzieher für Toren halten würden. Da würde man das ja wohl einsehen. Wenn aber weise sich dünkende Menschen durch die Welt tönen: Man muß so lange blutige Kriege führen, bis der Friede da ist, man muß erst alles kaputtmachen, damit über die Erde hin kein Kaputtmachen mehr möglich ist —, dann sieht man das für Weisheit an. So lange morden, als es nur geht, um das Morden abzuschaffen, um das Morden zu bekämpfen, das ist Weisheit!

[ 32 ] Für den, der noch ein Fünkchen Logik empfinden kann, ist das nicht mehr Weisheit, als wenn der Erzieher einer Kinderschar sagt: Damit nur ja nichts mehr zerbrochen wird, lasse ich schnell alles noch herbeischaffen, damit das letzte Stück auch noch zerbrochen wird, und dann wird wohl nichts mehr zerbrochen werden. — Warum nennen die Leute das letztere Torheit, das erstere Zukunftspolitik? Weil der Menschen Gedanken heute da aufhören, wo sie gerade am intensivsten werden sollten: wo sich diese Gedanken auf die großen Schicksalsfragen beziehen.

[ 32 ] Für den, der noch ein Fünkchen Logik empfinden kann, ist das nicht mehr Weisheit, als wenn der Erzieher einer Kinderschar sagt: Damit nur ja nichts mehr zerbrochen wird, lasse ich schnell alles noch herbeischaffen, damit das letzte Stück auch noch zerbrochen wird, und dann wird wohl nichts mehr zerbrochen werden. — Warum nennen die Leute das letztere Torheit, das erstere Zukunftspolitik? Weil der Menschen Gedanken heute da aufhören, wo sie gerade am intensivsten werden sollten: wo sich diese Gedanken auf die großen Schicksalsfragen beziehen.

[ 33 ] Davon wollen wir dann morgen weiter sprechen und einige ernste, spirituelle Wahrheiten miteinander behandeln.

[ 33 ] Davon wollen wir dann morgen weiter sprechen und einige ernste, spirituelle Wahrheiten miteinander behandeln.