Mystery Truths and Christmas Impulses
Ancient Myths and Their Significance
GA 180
13 January 1918, Dornach
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Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse
Vierzehnter Vortrag
Vierzehnter Vortrag
[ 1 ] Wir haben gesehen, daß man gewissen Weltenrätseln, Menschheitsrätseln nahekommt, wenn man sich darauf einläßt, den Menschen selbst zu betrachten, aber so zu betrachten, daß man in seiner Form, die wir zunächst als eine zwiespältige Form ins Auge gefaßt haben, etwas sieht von der Auflösung des Weltenrätsels. Man kann sich gut helfen, meditativ gut helfen in bezug auf alle diese Dinge, wenn man über die Formel näher nachdenkt: Die Welt als Ganzes ist ein Rätsel, und der Mensch selbst, wiederum als Ganzes, ist seine Auflösung. Aber natürlich muß man dann verzichten darauf, in einem Augenblicke das Weltenrätsel lösen zu wollen; denn das menschliche Leben selber, und zwar das umfängliche menschliche Leben, dasjenige, das wir erleben zwischen der Geburt und dem Tod und dann wiederum zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, das ist eigentlich die Lösung des Weltenrätsels. Also die Formel ist sehr nützlich: Die Welt ist ein Rätsel, und der Mensch ist seine Auflösung.
[ 1 ] Wir haben gesehen, daß man gewissen Weltenrätseln, Menschheitsrätseln nahekommt, wenn man sich darauf einläßt, den Menschen selbst zu betrachten, aber so zu betrachten, daß man in seiner Form, die wir zunächst als eine zwiespältige Form ins Auge gefaßt haben, etwas sieht von der Auflösung des Weltenrätsels. Man kann sich gut helfen, meditativ gut helfen in bezug auf alle diese Dinge, wenn man über die Formel näher nachdenkt: Die Welt als Ganzes ist ein Rätsel, und der Mensch selbst, wiederum als Ganzes, ist seine Auflösung. Aber natürlich muß man dann verzichten darauf, in einem Augenblicke das Weltenrätsel lösen zu wollen; denn das menschliche Leben selber, und zwar das umfängliche menschliche Leben, dasjenige, das wir erleben zwischen der Geburt und dem Tod und dann wiederum zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, das ist eigentlich die Lösung des Weltenrätsels. Also die Formel ist sehr nützlich: Die Welt ist ein Rätsel, und der Mensch ist seine Auflösung.
[ 2 ] Wir haben gesehen, daß, wenn man die äußere physische Gestalt des Menschen ins Auge faßt, man an ihm unterscheiden kann den Kopfteil und den übrigen Teil. Den Kopfteil in seiner kugeligen Form können wir nicht nur vergleichsweise, sondern geradezu sachlich als ein Abbild des ganzen Kosmos betrachten. Wir können geradezu sagen, der ganze Sternenhimmel arbeitet daran, die Form, die Gestaltung, die inneren Kräfteverhältnisse des menschlichen Hauptes herauszubringen. Damit hängt es natürlich auch zusammen, daß, trivial gesprochen, jeder seinen eigenen Kopf hat. Das hat ja der Mensch. Denn Sie wissen: je nachdem man an einem bestimmten Orte der Erde steht, oder aber je nachdem man in einer bestimmten Zeit den Sternenhimmel betrachtet, ist die Konfiguration des Sternenhimmels immer anders. Wenn man nun den Sternenhimmel nicht im allgemeinen nimmt, sondern die besondere Gestaltung des Sternenhimmels an dem Orte und in der Zeit, in der der Mensch geboren wird, so kommt das ja heraus, daß nach dieser besonderen Gestaltung des Sternenhimmels ein jeder seinen eigenen, besonderen Kopf haben muß. Denn es ist nicht im allgemeinen der Sternenhimmel, der unsere Köpfe aufbaut, sondern die besondere Gestaltung des Sternenhimmels.
[ 2 ] Wir haben gesehen, daß, wenn man die äußere physische Gestalt des Menschen ins Auge faßt, man an ihm unterscheiden kann den Kopfteil und den übrigen Teil. Den Kopfteil in seiner kugeligen Form können wir nicht nur vergleichsweise, sondern geradezu sachlich als ein Abbild des ganzen Kosmos betrachten. Wir können geradezu sagen, der ganze Sternenhimmel arbeitet daran, die Form, die Gestaltung, die inneren Kräfteverhältnisse des menschlichen Hauptes herauszubringen. Damit hängt es natürlich auch zusammen, daß, trivial gesprochen, jeder seinen eigenen Kopf hat. Das hat ja der Mensch. Denn Sie wissen: je nachdem man an einem bestimmten Orte der Erde steht, oder aber je nachdem man in einer bestimmten Zeit den Sternenhimmel betrachtet, ist die Konfiguration des Sternenhimmels immer anders. Wenn man nun den Sternenhimmel nicht im allgemeinen nimmt, sondern die besondere Gestaltung des Sternenhimmels an dem Orte und in der Zeit, in der der Mensch geboren wird, so kommt das ja heraus, daß nach dieser besonderen Gestaltung des Sternenhimmels ein jeder seinen eigenen, besonderen Kopf haben muß. Denn es ist nicht im allgemeinen der Sternenhimmel, der unsere Köpfe aufbaut, sondern die besondere Gestaltung des Sternenhimmels.
[ 3 ] Also das fassen wir ins Auge, und aus den verschiedenen Betrachtungen, die wir schon angestellt haben, kann uns ja hervorgehen, daß ein wesentlicher Teil der Aufgabe, die der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt hat, der ist, sich bekanntzumachen mit den Geheimnissen, mit den geistigen Geheimnissen des Sternenhimmels. Denn man kann in einem gewissen Sinne sogar sagen: der Kopf des Menschen, er wird uns nicht ganz passiv nur gegeben, sondern wir machen ihn selbst. Zwischen dem Tod und einer neuen Geburt werden wir bekannt mit all den Gesetzen, die herrschen im weiten Weltenraum. Das weite Weltenall ist ja, wenn wir es geistig denken, unser Aufenthalt nach dem Tode bis zu einer neuen Geburt. So wie wir hier auf der Erde kennenlernen die Gesetze, nach denen man Häuser baut, die Gesetze, nach denen man anderes macht, so lebt man sich ein in der Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in die Gesetze des Kosmos, des Weltenalls. Und man arbeitet selbst mit an dem Kosmos, und aus dem Kosmos heraus arbeitet man im Zusammenhange mit den reinen geistigen Wesen, die den Kosmos bewohnen, zunächst an seinem Haupte, so daß das Haupt des Menschen, wenn es hier in der physischen Welt erscheint, nur scheinbar durch die bloße Vererbung von den Vorfahren bestimmt ist.
[ 3 ] Also das fassen wir ins Auge, und aus den verschiedenen Betrachtungen, die wir schon angestellt haben, kann uns ja hervorgehen, daß ein wesentlicher Teil der Aufgabe, die der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt hat, der ist, sich bekanntzumachen mit den Geheimnissen, mit den geistigen Geheimnissen des Sternenhimmels. Denn man kann in einem gewissen Sinne sogar sagen: der Kopf des Menschen, er wird uns nicht ganz passiv nur gegeben, sondern wir machen ihn selbst. Zwischen dem Tod und einer neuen Geburt werden wir bekannt mit all den Gesetzen, die herrschen im weiten Weltenraum. Das weite Weltenall ist ja, wenn wir es geistig denken, unser Aufenthalt nach dem Tode bis zu einer neuen Geburt. So wie wir hier auf der Erde kennenlernen die Gesetze, nach denen man Häuser baut, die Gesetze, nach denen man anderes macht, so lebt man sich ein in der Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in die Gesetze des Kosmos, des Weltenalls. Und man arbeitet selbst mit an dem Kosmos, und aus dem Kosmos heraus arbeitet man im Zusammenhange mit den reinen geistigen Wesen, die den Kosmos bewohnen, zunächst an seinem Haupte, so daß das Haupt des Menschen, wenn es hier in der physischen Welt erscheint, nur scheinbar durch die bloße Vererbung von den Vorfahren bestimmt ist.
[ 4 ] Ich habe in den öffentlichen Vorträgen gesagt und hier es wiederholt, daß jeder ja überzeugt ist davon, die Magnetnadel richtet sich nicht selbst nach Norden, am andern Pol nach Süden, sondern da wirken kosmische Kräfte, da wirkt namentlich die Erde. Bei der Magnetnadel gesteht man also dem Weltenall zu, daß es mit seinen Kräften beteiligt ist; nur bei der Entstehung eines Lebewesens will man es heute noch nicht einsehen, daß das ganze Weltenall beteiligt ist. Beim Menschen ist das ganze Weltenall vorzugsweise an der Gestaltung seines Kopfes beteiligt. Dieser Kopf ist nicht bloß durch Vererbung entstanden von Vater, Mutter, Großvater, Großmutter und so weiter, sondern herein wirken die Kräfte des Weltenalls. Und von den Gliedern, von den Teilen des Menschen, wirkt die Kräftekonfiguration des Weltenalls vorzüglich auf dasjenige, was im Haupte, im Kopfe ist. Dagegen haben wir unsern übrigen Organismus, soweit er physisch ist, in der Tat durch eine Art Vererbung von der Vorfahrenreihe.
[ 4 ] Ich habe in den öffentlichen Vorträgen gesagt und hier es wiederholt, daß jeder ja überzeugt ist davon, die Magnetnadel richtet sich nicht selbst nach Norden, am andern Pol nach Süden, sondern da wirken kosmische Kräfte, da wirkt namentlich die Erde. Bei der Magnetnadel gesteht man also dem Weltenall zu, daß es mit seinen Kräften beteiligt ist; nur bei der Entstehung eines Lebewesens will man es heute noch nicht einsehen, daß das ganze Weltenall beteiligt ist. Beim Menschen ist das ganze Weltenall vorzugsweise an der Gestaltung seines Kopfes beteiligt. Dieser Kopf ist nicht bloß durch Vererbung entstanden von Vater, Mutter, Großvater, Großmutter und so weiter, sondern herein wirken die Kräfte des Weltenalls. Und von den Gliedern, von den Teilen des Menschen, wirkt die Kräftekonfiguration des Weltenalls vorzüglich auf dasjenige, was im Haupte, im Kopfe ist. Dagegen haben wir unsern übrigen Organismus, soweit er physisch ist, in der Tat durch eine Art Vererbung von der Vorfahrenreihe.
[ 5 ] Dies ihrerseits auch zu entdecken, ist die Naturwissenschaft der Gegenwart sehr nahe daran. Die Naturwissenschaft der Gegenwart sträubt sich ja nur gegen diejenigen Teile der Wahrheit, welche an die Geisteswissenschaft anklingen. An manchen Punkten ist die Naturwissenschaft der Gegenwart schon ganz nahe daran, mit der Geisteswissenschaft sich zu begegnen. Ich habe es in Vorträgen in Berlin und andeutungsweise auch hier schon gesagt, daß zum Beispiel in bezug auf etwas, was man gerade an der Geisteswissenschaft immer bekämpfte, die Naturwissenschaft ganz nahe daran ist, die Sache auch zuentdecken. Die Leute, welche meine « Theosophie » lesen, finden sich oftmals geradezu besonders abgestoßen von dem Kapitel, wo ich von der Aura des Menschen spreche, davon spreche, daß der seelisch-geistige Kräfteteil des Menschen für das hellseherische Bewußtsein sich auslebt in einer Farbenaura, die den Menschen umspielt. Nun hat in der neueren Zeit Professor Moritz Benedikt in Wien, den ich in anderem Zusammenhange öfter erwähnt habe, Versuche gemacht mit Menschen, welche vorzüglich geeignet sind, die Wünschelrute zu gebrauchen. Professor Benedikt hat nun nicht hellseherische Versuche gemacht, denn er ist sehr, sehr abgeneigt, irgendwie etwas von Hellsichtigkeit zuzugeben, aber er hat in der Dunkelkammer Versuche gemacht mit solchen Menschen, welche vorzugsweise geeignet sind, mit der Wünschelrute, die ja in diesem Kriege eine so große Rolle gespielt hat, Versuche zu machen. Sie wissen vielleicht, daß die Wünschelrute gerade in diesem Kriege eine ganz besondere Rolle gespielt hat. Weil man ja für die Soldaten Wasser braucht, hat man in verschiedenen Heeresmassiven Leute angestellt, welche die Wünschelrute handhaben, um Quellen zu finden, die man bloßlegen kann, um dann die Soldaten mit Wasser zu verpflegen. Das wurde in südlichen Kriegsschauplätzen, auch auf dem galizischen Kriegsschauplatze, in größerem Maßstabe während dieses Krieges getrieben. Man hatte eben, natürlich durch die Not getrieben, solche Dinge machen müssen. Nun hat der Professor Benedikt ganz nach Naturforscherart solche Leute, die besonders geeignet sind, Quellen oder Metalle unter der Erde durch die Wünschelrute zu finden, dann in der Dunkelkammer untersucht, und hat zum Beispiel bei einer Dame, die ganz klein war, gefunden, als er sie in der Dunkelkammer in der richtigen Weise behandelte: wie sie eine mächtige Aura zeigte, so daß sie wie ein Riese erschien. Er konnte sogar beschreiben, daß die rechte Seite bläulich, die linke Seite gelblich-rötlich ist.
[ 5 ] Dies ihrerseits auch zu entdecken, ist die Naturwissenschaft der Gegenwart sehr nahe daran. Die Naturwissenschaft der Gegenwart sträubt sich ja nur gegen diejenigen Teile der Wahrheit, welche an die Geisteswissenschaft anklingen. An manchen Punkten ist die Naturwissenschaft der Gegenwart schon ganz nahe daran, mit der Geisteswissenschaft sich zu begegnen. Ich habe es in Vorträgen in Berlin und andeutungsweise auch hier schon gesagt, daß zum Beispiel in bezug auf etwas, was man gerade an der Geisteswissenschaft immer bekämpfte, die Naturwissenschaft ganz nahe daran ist, die Sache auch zuentdecken. Die Leute, welche meine « Theosophie » lesen, finden sich oftmals geradezu besonders abgestoßen von dem Kapitel, wo ich von der Aura des Menschen spreche, davon spreche, daß der seelisch-geistige Kräfteteil des Menschen für das hellseherische Bewußtsein sich auslebt in einer Farbenaura, die den Menschen umspielt. Nun hat in der neueren Zeit Professor Moritz Benedikt in Wien, den ich in anderem Zusammenhange öfter erwähnt habe, Versuche gemacht mit Menschen, welche vorzüglich geeignet sind, die Wünschelrute zu gebrauchen. Professor Benedikt hat nun nicht hellseherische Versuche gemacht, denn er ist sehr, sehr abgeneigt, irgendwie etwas von Hellsichtigkeit zuzugeben, aber er hat in der Dunkelkammer Versuche gemacht mit solchen Menschen, welche vorzugsweise geeignet sind, mit der Wünschelrute, die ja in diesem Kriege eine so große Rolle gespielt hat, Versuche zu machen. Sie wissen vielleicht, daß die Wünschelrute gerade in diesem Kriege eine ganz besondere Rolle gespielt hat. Weil man ja für die Soldaten Wasser braucht, hat man in verschiedenen Heeresmassiven Leute angestellt, welche die Wünschelrute handhaben, um Quellen zu finden, die man bloßlegen kann, um dann die Soldaten mit Wasser zu verpflegen. Das wurde in südlichen Kriegsschauplätzen, auch auf dem galizischen Kriegsschauplatze, in größerem Maßstabe während dieses Krieges getrieben. Man hatte eben, natürlich durch die Not getrieben, solche Dinge machen müssen. Nun hat der Professor Benedikt ganz nach Naturforscherart solche Leute, die besonders geeignet sind, Quellen oder Metalle unter der Erde durch die Wünschelrute zu finden, dann in der Dunkelkammer untersucht, und hat zum Beispiel bei einer Dame, die ganz klein war, gefunden, als er sie in der Dunkelkammer in der richtigen Weise behandelte: wie sie eine mächtige Aura zeigte, so daß sie wie ein Riese erschien. Er konnte sogar beschreiben, daß die rechte Seite bläulich, die linke Seite gelblich-rötlich ist.
[ 6 ] Das alles können Sie heute bei Professor Benedikt, der die Sache veröffentlicht hat, in seinem Buche über die Wünschelrute lesen als ein Ergebnis der äußeren Wissenschaft. Es ist die Aura, die der Professor Benedikt auf diese Weise beobachtete — ich habe das bereits bei früheren Gelegenheiten erwähnt —, nicht jene Aura, von der wir sprechen. Wir meinen viel geistigere Elemente im Menschen, wenn wir von der Aura sprechen, als diese unterste, fast physische Aura, die Professor Benedikt natürlich in der Dunkelkammer finden kann. Aber eine Berührung ist doch da, so daß gerade derjenige Teil meiner «Theosophie», der am meisten Anfechtung erfahren hat, über den man am meisten geschimpft hat, jetzt schon seine Berührungspunkte mit der äußeren Wissenschaft erwiesen hat. Die Dinge werden sehr schnell gehen.
[ 6 ] Das alles können Sie heute bei Professor Benedikt, der die Sache veröffentlicht hat, in seinem Buche über die Wünschelrute lesen als ein Ergebnis der äußeren Wissenschaft. Es ist die Aura, die der Professor Benedikt auf diese Weise beobachtete — ich habe das bereits bei früheren Gelegenheiten erwähnt —, nicht jene Aura, von der wir sprechen. Wir meinen viel geistigere Elemente im Menschen, wenn wir von der Aura sprechen, als diese unterste, fast physische Aura, die Professor Benedikt natürlich in der Dunkelkammer finden kann. Aber eine Berührung ist doch da, so daß gerade derjenige Teil meiner «Theosophie», der am meisten Anfechtung erfahren hat, über den man am meisten geschimpft hat, jetzt schon seine Berührungspunkte mit der äußeren Wissenschaft erwiesen hat. Die Dinge werden sehr schnell gehen.
[ 7 ] Und ebenso wird es mit dem gehen, was ich eben jetzt berührt habe. Man wird in gar nicht zu langer Zeit aus rein naturforscherischen Gründen feststellen können, daß dasjenige, was der Mensch an sich trägt, nur abstammt von den Vorfahren, insoweit es nicht die Form und die inneren Kräfteverhältnisse des Hauptes ist; daß das Haupt in der Tat im Menschen veranlagt wird aus dem Kosmos heraus, daß im Haupte des Menschen die Kräfte des Kosmos spielen. Wenn wir unserem Kopfe allein folgen würden, wären wir auch niemals national. Der Kopf ist gar nicht dazu veranlagt, national zu sein, denn der Himmel ist nicht national, und der Kopf stammt aus dem Himmel. Alles dasjenige, was in unsere Gedanken hineinspielt von Teilungen der Menschen in Gruppen, das kommt nicht aus dem Kopfe, das kommt aus demjenigen, wodurch wir zusammenhängen mit der menschheitlichen Vererbungsströmung. Die spielt natürlich in den Kopf hinein, wenn der Mensch hier zwischen Geburt und Tod lebt, denn der übrige Organismus tauscht seine Nervenkräfte und seine Blutkräfte mit dem Kopfe fortwährend aus.
[ 7 ] Und ebenso wird es mit dem gehen, was ich eben jetzt berührt habe. Man wird in gar nicht zu langer Zeit aus rein naturforscherischen Gründen feststellen können, daß dasjenige, was der Mensch an sich trägt, nur abstammt von den Vorfahren, insoweit es nicht die Form und die inneren Kräfteverhältnisse des Hauptes ist; daß das Haupt in der Tat im Menschen veranlagt wird aus dem Kosmos heraus, daß im Haupte des Menschen die Kräfte des Kosmos spielen. Wenn wir unserem Kopfe allein folgen würden, wären wir auch niemals national. Der Kopf ist gar nicht dazu veranlagt, national zu sein, denn der Himmel ist nicht national, und der Kopf stammt aus dem Himmel. Alles dasjenige, was in unsere Gedanken hineinspielt von Teilungen der Menschen in Gruppen, das kommt nicht aus dem Kopfe, das kommt aus demjenigen, wodurch wir zusammenhängen mit der menschheitlichen Vererbungsströmung. Die spielt natürlich in den Kopf hinein, wenn der Mensch hier zwischen Geburt und Tod lebt, denn der übrige Organismus tauscht seine Nervenkräfte und seine Blutkräfte mit dem Kopfe fortwährend aus.
[ 8 ] Wenn wir aber von der Vererbung sprechen, daß also der Teil des Menschen, der außer dem Haupt liegt, seine Kräfte von den Vorfahren erhält, so müssen wir eigentlich nur von dem Physischen sprechen, denn mit dem geistigen Teil des übrigen Menschen ist es etwas anders. Und da ist es sehr wichtig, daß man allerdings jetzt eine Tatsache ins Auge faßt, die nur die Geisteswissenschaft wird entdecken können: Also, daß der Kopf nur beeinflußt wird dadurch, daß er von der Vererbung dem übrigen Organismus aufgesetzt ist, das wird die Naturwissenschaft entdecken, wie sie die Aura entdeckt hat. Daß der Mensch nur in bezug auf seinen übrigen Organismus verwandt ist mit seinen Vorfahren, das wird auch die Naturwissenschaft entdecken. Aber das andere berührt ein Gebiet, in das die Naturwissenschaft ohne weiteres natürlich nicht hinein kann. Das ist das Folgende: Wir tragen in unserem Kopfe, indem wir geboren werden, die Kräfte des Weltenalls; die gestalten unseren Kopf. Ein wenig läßt es sich äußerlich allerdings konstatieren. Wer Kinder beobachtet in ihrer Entwickelung, der wird vielleicht wissen, daß in der allerersten Zeit oftmals gefragt werden kann: Wem ist denn das Kind eigentlich ähnlich? — Und die Ähnlichkeit tritt oftmals erst im späteren Kindesalter stark hervor. Wenigstens einige von Ihnen werden das schon beobachtet haben. Das rührt eben davon her, daß der Kopf überhaupt — wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf — mit Bezug auf die irdischen Verhältnisse neutral ist; der übrige Organismus muß erst seine Wirkung auf den Kopf äußern, kann sie natürlich auch schon äußern während der Embryonalzeit, aber er muß erst seine Wirkung auf den Kopf äußern, dann wird der Mensch seinem Vorfahren ähnlich auch in bezug auf Gesichtszüge und dergleichen.
[ 8 ] Wenn wir aber von der Vererbung sprechen, daß also der Teil des Menschen, der außer dem Haupt liegt, seine Kräfte von den Vorfahren erhält, so müssen wir eigentlich nur von dem Physischen sprechen, denn mit dem geistigen Teil des übrigen Menschen ist es etwas anders. Und da ist es sehr wichtig, daß man allerdings jetzt eine Tatsache ins Auge faßt, die nur die Geisteswissenschaft wird entdecken können: Also, daß der Kopf nur beeinflußt wird dadurch, daß er von der Vererbung dem übrigen Organismus aufgesetzt ist, das wird die Naturwissenschaft entdecken, wie sie die Aura entdeckt hat. Daß der Mensch nur in bezug auf seinen übrigen Organismus verwandt ist mit seinen Vorfahren, das wird auch die Naturwissenschaft entdecken. Aber das andere berührt ein Gebiet, in das die Naturwissenschaft ohne weiteres natürlich nicht hinein kann. Das ist das Folgende: Wir tragen in unserem Kopfe, indem wir geboren werden, die Kräfte des Weltenalls; die gestalten unseren Kopf. Ein wenig läßt es sich äußerlich allerdings konstatieren. Wer Kinder beobachtet in ihrer Entwickelung, der wird vielleicht wissen, daß in der allerersten Zeit oftmals gefragt werden kann: Wem ist denn das Kind eigentlich ähnlich? — Und die Ähnlichkeit tritt oftmals erst im späteren Kindesalter stark hervor. Wenigstens einige von Ihnen werden das schon beobachtet haben. Das rührt eben davon her, daß der Kopf überhaupt — wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf — mit Bezug auf die irdischen Verhältnisse neutral ist; der übrige Organismus muß erst seine Wirkung auf den Kopf äußern, kann sie natürlich auch schon äußern während der Embryonalzeit, aber er muß erst seine Wirkung auf den Kopf äußern, dann wird der Mensch seinem Vorfahren ähnlich auch in bezug auf Gesichtszüge und dergleichen.
[ 9 ] Also durch solche Dinge kann man die Wahrheit, die auf diesem Gebiete liegt, selbst äußerlich beobachten, wenn man einen einigermaßen empfänglichen Sinn für so etwas hat. Aber die Sache liegt tiefer. Dasjenige, was den Vermittler abgibt zwischen dem geistigen Weltenall — denn das Weltenall ist mit Geist und Geistwesen erfüllt — und der Erde, wo wir wohnen, das ist nicht in Ruhe; da strömt fortwährend eine feine Substanz, die man nicht im chemischen Laboratorium erzeugen kann, weil sie nicht zu den chemischen Elementen gehört. Diese feine Substanz strömt fortwährend aus dem weiten Weltenall auf die Erde ein. So daß, wenn man das schematisch zeichnen will, man so sagen kann: Wenn hier die Erde ist im Weltenraume (siehe Zeichnung), so strömt fortwährend von allen Seiten auf die Erde Weltenmaterie ein, eine feine Weltensubstanz (Pfeile einwärts); diese feine Substanz dringt sogar etwas unter die Erde hinein. So daß fortwährend dies da ist: Aus dem ganzen Weltenraume senkt sich Substanz gegen die Erde hinein. Es ist eigentlich nicht physische Substanz, es ist nicht ein chemisches Element, es ist etwas Geistiges, aber es ist wirkliche aurische Substanz, die sich bis unter den Boden der Erde hineinzieht. In dieser Substanz liegen die Kräfte, die wir benützen, wenn wir aus der geistigen Welt heruntergehen auf die Erde, um in einem physischen Menschenleib Platz zu finden.
[ 9 ] Also durch solche Dinge kann man die Wahrheit, die auf diesem Gebiete liegt, selbst äußerlich beobachten, wenn man einen einigermaßen empfänglichen Sinn für so etwas hat. Aber die Sache liegt tiefer. Dasjenige, was den Vermittler abgibt zwischen dem geistigen Weltenall — denn das Weltenall ist mit Geist und Geistwesen erfüllt — und der Erde, wo wir wohnen, das ist nicht in Ruhe; da strömt fortwährend eine feine Substanz, die man nicht im chemischen Laboratorium erzeugen kann, weil sie nicht zu den chemischen Elementen gehört. Diese feine Substanz strömt fortwährend aus dem weiten Weltenall auf die Erde ein. So daß, wenn man das schematisch zeichnen will, man so sagen kann: Wenn hier die Erde ist im Weltenraume (siehe Zeichnung), so strömt fortwährend von allen Seiten auf die Erde Weltenmaterie ein, eine feine Weltensubstanz (Pfeile einwärts); diese feine Substanz dringt sogar etwas unter die Erde hinein. So daß fortwährend dies da ist: Aus dem ganzen Weltenraume senkt sich Substanz gegen die Erde hinein. Es ist eigentlich nicht physische Substanz, es ist nicht ein chemisches Element, es ist etwas Geistiges, aber es ist wirkliche aurische Substanz, die sich bis unter den Boden der Erde hineinzieht. In dieser Substanz liegen die Kräfte, die wir benützen, wenn wir aus der geistigen Welt heruntergehen auf die Erde, um in einem physischen Menschenleib Platz zu finden.


[ 10 ] Nun ist es bedeutsam, daß diese Substanz, welche zur Erde strömt und von der Erde wieder fortströmt, daß diese Substanz, wenn sie fortströmt von den Menschen, wenn sie sterben, benützt wird, um wiederum die Kräfte zu finden, in die geistige Welt hineinzukommen. Diese Materie, die ich hier im Zuzuge zur Erde einwärts angedeutet habe, die geht bis zu einer gewissen Tiefe in den Erdboden hinein, strömt dann wiederum fort (siehe Pfeile nach auswärts); so daß man fortwährend wahrnehmen kann eine Art Einatmen von Äther oder aurischer Substanz in die Erde, und wieder ein Ausatmen.
[ 10 ] Nun ist es bedeutsam, daß diese Substanz, welche zur Erde strömt und von der Erde wieder fortströmt, daß diese Substanz, wenn sie fortströmt von den Menschen, wenn sie sterben, benützt wird, um wiederum die Kräfte zu finden, in die geistige Welt hineinzukommen. Diese Materie, die ich hier im Zuzuge zur Erde einwärts angedeutet habe, die geht bis zu einer gewissen Tiefe in den Erdboden hinein, strömt dann wiederum fort (siehe Pfeile nach auswärts); so daß man fortwährend wahrnehmen kann eine Art Einatmen von Äther oder aurischer Substanz in die Erde, und wieder ein Ausatmen.
[ 11 ] Es ist dieses eine Beobachtung, die man nicht so leicht machen kann. Aber wenn man sie einmal gemacht hat, wenn man einmal darauf gekommen ist, daß die Erde eigentlich fortwährend geistige Substanz einatmet und ausatmet, dann weiß man sie auf alle Verhältnisse und vor allen Dingen so auf das menschliche Leben anzuwenden, wie ich es jetzt gesagt habe. Also mit dem, was ich hier in der Zeichnung mit Pfeilen einwärts angedeutet habe, kommen wir herein in unsere Leiblichkeit; mit dem, was ich mit Pfeilen auswärts angedeutet habe, kommen wir wiederum heraus im Tode.
[ 11 ] Es ist dieses eine Beobachtung, die man nicht so leicht machen kann. Aber wenn man sie einmal gemacht hat, wenn man einmal darauf gekommen ist, daß die Erde eigentlich fortwährend geistige Substanz einatmet und ausatmet, dann weiß man sie auf alle Verhältnisse und vor allen Dingen so auf das menschliche Leben anzuwenden, wie ich es jetzt gesagt habe. Also mit dem, was ich hier in der Zeichnung mit Pfeilen einwärts angedeutet habe, kommen wir herein in unsere Leiblichkeit; mit dem, was ich mit Pfeilen auswärts angedeutet habe, kommen wir wiederum heraus im Tode.
[ 12 ] Wir sind unter uns und ich brauche nicht zurückzuhalten mit manchen Dingen. Deshalb will ich in diesem Falle erzählen, wie ich vor Jahren zuerst auf diese Tatsache gekommen bin. Diese Kräfte, die da spielen, die hereinziehenden und herausziehenden Kräfte, haben nämlich nicht nur mit dem menschlichen Leben zu tun, sondern mit allen möglichen irdischen Verhältnissen. Nun war es für mich ein besonderes Rätsel, wie die Sache sich vollzieht mit den Maikäfern, verzeihen Sie, mit den Maikäfern. Die Maikäfer sind nämlich außerordentlich interessant, weil, Sie wissen ja vielleicht äußerlich, wenn in einem Jahre recht viele Maikäfer da sind, so sind in drei bis fünf Jahren recht viele Engerlinge da — das sind die Larven von den Maikäfern —, und diese Engerlinge beeinträchtigen die Kartoflelernte außerordentlich stark. Man bekommt sehr schlechte Kartoffelernten, wenn viele Engerlinge da sind. Und der Mensch, der mit Kartoffelbau etwas zu tun hat, der weiß, daß in drei bis fünf Jahren eine schlechte Kartoffelernte sein wird, wenn in einem Jahre recht viele Maikäfer da sind. Nun hatte ich das als eine interessante Tatsache betrachtet und habe dann gefunden, daß mit den einströmenden Substanzen das Leben der Maikäfer zusammenhängt, mit den ausströmenden Substanzen das Leben der Engerlinge. Ich will das nur betonen als eine Sache, aus der Sie sehen können, wie man von ganz andern Seiten her auf solche Dinge kommt. Man kommt am sichersten auf solche Dinge, wenn man sie nicht am unmittelbaren Objekte betrachtet, sondern wenn man sie an einem verhältnismäßig gleichgültigen Objekte betrachtet, zu dem man sich am leichtesten neutral verhalten kann. Daraus aber ersehen Sie, daß diese Substanzen, von denen ich gesprochen habe, eindringen, sogar eine Weile unter der Erde bleiben. Die Substanz, die dies Jahr einströmt, die strömt erst nach einiger Zeit wiederum zurück. Das hängt nun auch damit zusammen, daß im allgemeinen die ausströmende Substanz träger ist als die einströmende Substanz. Die einströmende Substanz ist lebhafter, strömt rascher ein; die ausströmende Substanz ist träger, strömt langsamer aus.
[ 12 ] Wir sind unter uns und ich brauche nicht zurückzuhalten mit manchen Dingen. Deshalb will ich in diesem Falle erzählen, wie ich vor Jahren zuerst auf diese Tatsache gekommen bin. Diese Kräfte, die da spielen, die hereinziehenden und herausziehenden Kräfte, haben nämlich nicht nur mit dem menschlichen Leben zu tun, sondern mit allen möglichen irdischen Verhältnissen. Nun war es für mich ein besonderes Rätsel, wie die Sache sich vollzieht mit den Maikäfern, verzeihen Sie, mit den Maikäfern. Die Maikäfer sind nämlich außerordentlich interessant, weil, Sie wissen ja vielleicht äußerlich, wenn in einem Jahre recht viele Maikäfer da sind, so sind in drei bis fünf Jahren recht viele Engerlinge da — das sind die Larven von den Maikäfern —, und diese Engerlinge beeinträchtigen die Kartoflelernte außerordentlich stark. Man bekommt sehr schlechte Kartoffelernten, wenn viele Engerlinge da sind. Und der Mensch, der mit Kartoffelbau etwas zu tun hat, der weiß, daß in drei bis fünf Jahren eine schlechte Kartoffelernte sein wird, wenn in einem Jahre recht viele Maikäfer da sind. Nun hatte ich das als eine interessante Tatsache betrachtet und habe dann gefunden, daß mit den einströmenden Substanzen das Leben der Maikäfer zusammenhängt, mit den ausströmenden Substanzen das Leben der Engerlinge. Ich will das nur betonen als eine Sache, aus der Sie sehen können, wie man von ganz andern Seiten her auf solche Dinge kommt. Man kommt am sichersten auf solche Dinge, wenn man sie nicht am unmittelbaren Objekte betrachtet, sondern wenn man sie an einem verhältnismäßig gleichgültigen Objekte betrachtet, zu dem man sich am leichtesten neutral verhalten kann. Daraus aber ersehen Sie, daß diese Substanzen, von denen ich gesprochen habe, eindringen, sogar eine Weile unter der Erde bleiben. Die Substanz, die dies Jahr einströmt, die strömt erst nach einiger Zeit wiederum zurück. Das hängt nun auch damit zusammen, daß im allgemeinen die ausströmende Substanz träger ist als die einströmende Substanz. Die einströmende Substanz ist lebhafter, strömt rascher ein; die ausströmende Substanz ist träger, strömt langsamer aus.
[ 13 ] Man kann, wenn man intim das Menschenleben beobachtet, sehen, wie in der Tat der Mensch, wenn er aus dem Weltenall zur Geburt geht, die Kräfte benützt, die in der einströmenden Substanz sind. Dann verliert er im späteren Lebensalter den Zusammenhang mit dieser einströmenden Substanz. Es ist ja vorzugsweise, wie Sie aus den Betrachtungen ersehen, der Kopf, der mit dieser einströmenden Substanz zu tun hat. Aber der menschliche Kopf ist eine harte Kugel. Er ist ja eine harte Kugel, und er ist dasjenige, das im Umkreis von allen unseren Organen am meisten verknöchert ist. Daher verliert er verhältnismäßig früh — nicht im Kindesalter, aber verhältnismäßig früh — den Zusammenhang mit diesen einströmenden Kräften. Deshalb auch ist seine Bildung, seine Entwickelung früh abgeschlossen.
[ 13 ] Man kann, wenn man intim das Menschenleben beobachtet, sehen, wie in der Tat der Mensch, wenn er aus dem Weltenall zur Geburt geht, die Kräfte benützt, die in der einströmenden Substanz sind. Dann verliert er im späteren Lebensalter den Zusammenhang mit dieser einströmenden Substanz. Es ist ja vorzugsweise, wie Sie aus den Betrachtungen ersehen, der Kopf, der mit dieser einströmenden Substanz zu tun hat. Aber der menschliche Kopf ist eine harte Kugel. Er ist ja eine harte Kugel, und er ist dasjenige, das im Umkreis von allen unseren Organen am meisten verknöchert ist. Daher verliert er verhältnismäßig früh — nicht im Kindesalter, aber verhältnismäßig früh — den Zusammenhang mit diesen einströmenden Kräften. Deshalb auch ist seine Bildung, seine Entwickelung früh abgeschlossen.
[ 14 ] Der Mensch steht in seinem Kindheitsalter mit diesen einströmenden Kräften auch noch weiter fort in Verbindung, aber dann hören sie auf, auf ihn einen Einfluß zu haben; wenigstens ist es in unserem Zeitenzyklus so. Es war nicht immer so auf der Erde — davon werde ich gleich nachher reden —, in unserem Zeitenzyklus ist es so. Während aber der Mensch hier auf der Erde lebt, bemächtigt sich sein übriger Organismus, außerhalb des Kopfes, der ausströmenden Substanzen, der Kräfte der ausströmenden Substanzen. Mit denen durchdringt sich der übrige Organismus; und das sind die Kräfte, die den übrigen Organismus, wenn sie beachtet werden, von außen her verjüngen können, wie ich das gestern angedeutet habe. Das sind die verjüngenden Kräfte, die auf den Ätherleib wirken, der nun wirklich, indem wir äußerlich physisch alt werden, wie ich gestern gesagt habe, immer pausbackiger und pausbackiger wird. Für diejenigen ausländischen Freunde, die das Wort «pausbackig » nicht verstehen, will ich bemerken, daß das die Backen der Kinder sind, die so gerundet sind, wie Sie das bei blasenden Engeln auf Bildern sehen. Also der Mensch wird pausbackig als Äthermensch. In diesem Prozesse, den der Ätherleib, der mit dem übrigen Leib zusammenhängt, durchmacht, da wirken die von der Erde ausströmenden Kräfte, und die sind es auch, die wir benützen, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen, um wiederum zurückzukehren in den Kosmos, in die geistige Welt hinein.
[ 14 ] Der Mensch steht in seinem Kindheitsalter mit diesen einströmenden Kräften auch noch weiter fort in Verbindung, aber dann hören sie auf, auf ihn einen Einfluß zu haben; wenigstens ist es in unserem Zeitenzyklus so. Es war nicht immer so auf der Erde — davon werde ich gleich nachher reden —, in unserem Zeitenzyklus ist es so. Während aber der Mensch hier auf der Erde lebt, bemächtigt sich sein übriger Organismus, außerhalb des Kopfes, der ausströmenden Substanzen, der Kräfte der ausströmenden Substanzen. Mit denen durchdringt sich der übrige Organismus; und das sind die Kräfte, die den übrigen Organismus, wenn sie beachtet werden, von außen her verjüngen können, wie ich das gestern angedeutet habe. Das sind die verjüngenden Kräfte, die auf den Ätherleib wirken, der nun wirklich, indem wir äußerlich physisch alt werden, wie ich gestern gesagt habe, immer pausbackiger und pausbackiger wird. Für diejenigen ausländischen Freunde, die das Wort «pausbackig » nicht verstehen, will ich bemerken, daß das die Backen der Kinder sind, die so gerundet sind, wie Sie das bei blasenden Engeln auf Bildern sehen. Also der Mensch wird pausbackig als Äthermensch. In diesem Prozesse, den der Ätherleib, der mit dem übrigen Leib zusammenhängt, durchmacht, da wirken die von der Erde ausströmenden Kräfte, und die sind es auch, die wir benützen, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen, um wiederum zurückzukehren in den Kosmos, in die geistige Welt hinein.
[ 15 ] Sie sehen, die Erde ist an unserem Leben beteiligt, innig beteiligt. Und mit alldem, was ich jetzt gesagt habe, hängt etwas zusammen, das man sehr leicht auf eine Formel bringen kann, auf eine wichtige, wesentliche Formel: Wir sind ja lange Zeit als Seele lebend zwischen Tod und neuer Geburt, bevor wir durch diese Geburt ins physische Leben eintreten; wir sind wiederum als Seele lebend, wenn wir durch die Pforte des Todes gegangen sind, bis zu unserer nächsten Welteninkarnation. Der Tote lebt ein geistiges Leben. Dieses geistige Leben hat nun seinen Zusammenhang mit den Sternen, wie wir hier mit der physischen Materie unseren Zusammenhang haben. Indem unser Haupt die Ausgestaltung der Kräfte ist, die wir durchleben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, indem wir gewissermaßen unseren Kopf aus den Weltenkräften aufbauen, findet unser Wesen, unser eigenes Wesen, unser seelisch-geistiges Wesen in unserem Haupte verhältnismäßig früh sein Geistgrab. Dadurch haben wir die Kräfte unseres Kopfes, die wir hier auf der Erde haben, daß unser Kopf eigentlich das Grab unseres Seelenlebens ist, wie wir es geführt haben vor der Geburt beziehungsweise vor der Empfängnis. Unser Kopf ist das Grab unseres geistigen Daseins. Aber indem wir heruntergestiegen sind auf die Erde, ist unser übriger Organismus geeignet, uns wieder auferstehen zu machen, indem er die Kräfte, die von der Erde in den Weltenraum hinaus zurückströmen, aufnimmt, um sein Geistiges zu bilden. Und während unser physischer Organismus von uns abfällt, geht unser Geistiges mit unseren Kräften, die von der Erde hinausströmen, durch den Weltenraum ins geistige Dasein.
[ 15 ] Sie sehen, die Erde ist an unserem Leben beteiligt, innig beteiligt. Und mit alldem, was ich jetzt gesagt habe, hängt etwas zusammen, das man sehr leicht auf eine Formel bringen kann, auf eine wichtige, wesentliche Formel: Wir sind ja lange Zeit als Seele lebend zwischen Tod und neuer Geburt, bevor wir durch diese Geburt ins physische Leben eintreten; wir sind wiederum als Seele lebend, wenn wir durch die Pforte des Todes gegangen sind, bis zu unserer nächsten Welteninkarnation. Der Tote lebt ein geistiges Leben. Dieses geistige Leben hat nun seinen Zusammenhang mit den Sternen, wie wir hier mit der physischen Materie unseren Zusammenhang haben. Indem unser Haupt die Ausgestaltung der Kräfte ist, die wir durchleben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, indem wir gewissermaßen unseren Kopf aus den Weltenkräften aufbauen, findet unser Wesen, unser eigenes Wesen, unser seelisch-geistiges Wesen in unserem Haupte verhältnismäßig früh sein Geistgrab. Dadurch haben wir die Kräfte unseres Kopfes, die wir hier auf der Erde haben, daß unser Kopf eigentlich das Grab unseres Seelenlebens ist, wie wir es geführt haben vor der Geburt beziehungsweise vor der Empfängnis. Unser Kopf ist das Grab unseres geistigen Daseins. Aber indem wir heruntergestiegen sind auf die Erde, ist unser übriger Organismus geeignet, uns wieder auferstehen zu machen, indem er die Kräfte, die von der Erde in den Weltenraum hinaus zurückströmen, aufnimmt, um sein Geistiges zu bilden. Und während unser physischer Organismus von uns abfällt, geht unser Geistiges mit unseren Kräften, die von der Erde hinausströmen, durch den Weltenraum ins geistige Dasein.
[ 16 ] Dies ist die wunderbare Polarität, die mit Bezug auf den Menschen im Weltenall herrscht. Wir werden aus dem Geiste physisch, indem wir unser Geistiges in den Kopf hinein begraben; im Haupte ist das Ende unseres geistigen Daseins vor der Geburt. Hier auf der Erde ist es umgekehrt: das Physische lassen wir zurück; das Physische geht allmählich zugrunde während des Lebens, und das Geistige steht auf. So daß wir sagen können: Geburt bedeutet die Auferstehung des Physischen mit der Verwandlung des Geistigen in das Physische; Tod bedeutet die Geburt des Geistigen, indem das Physische ebenso der Erde übergeben wird, wie das Geistige dem Weltenall übergeben wird. Dadurch, daß wir geboren werden, übergeben wir unser Geistiges der Erde; dadurch, daß wir sterben, übergeben wir unser Physisches der Erde. Dadurch, daß wir durch die Geburt unser Geistiges der Erde geben, sind wir physische Menschen. Dadurch, daß wir durch den Tod unser Physisches der Erde übergeben, sind wir geistige Menschen in der Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Das ist die Polarität, der Gegensatz. Und unser Leben hier besteht darinnen, daß wir unseren Geistorganismus ausbilden. Aber wir können ihn für unseren gegenwärtigen Erdenzyklus nur in der richtigen Weise ausbilden, wenn das berücksichtigt wird, was ich gestern auseinandergesetzt habe: wenn man es erreicht, daß die beiden zwiespältigen Glieder der Menschennatur miteinander wirklich in Korrespondenz treten, daß Kopfleben und Herzleben miteinander in Beziehung treten, daß wirklich das kürzere Kopfleben sich einlebt in den ganzen Menschen, so daß der ganze Mensch sich dann verjüngen kann während des Lebens, das er zu durchleben hat, wenn im Grunde genommen sein Kopf längst schon die Beweglichkeit, die innere Entwickelungsfähigkeit verloren hat.
[ 16 ] Dies ist die wunderbare Polarität, die mit Bezug auf den Menschen im Weltenall herrscht. Wir werden aus dem Geiste physisch, indem wir unser Geistiges in den Kopf hinein begraben; im Haupte ist das Ende unseres geistigen Daseins vor der Geburt. Hier auf der Erde ist es umgekehrt: das Physische lassen wir zurück; das Physische geht allmählich zugrunde während des Lebens, und das Geistige steht auf. So daß wir sagen können: Geburt bedeutet die Auferstehung des Physischen mit der Verwandlung des Geistigen in das Physische; Tod bedeutet die Geburt des Geistigen, indem das Physische ebenso der Erde übergeben wird, wie das Geistige dem Weltenall übergeben wird. Dadurch, daß wir geboren werden, übergeben wir unser Geistiges der Erde; dadurch, daß wir sterben, übergeben wir unser Physisches der Erde. Dadurch, daß wir durch die Geburt unser Geistiges der Erde geben, sind wir physische Menschen. Dadurch, daß wir durch den Tod unser Physisches der Erde übergeben, sind wir geistige Menschen in der Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Das ist die Polarität, der Gegensatz. Und unser Leben hier besteht darinnen, daß wir unseren Geistorganismus ausbilden. Aber wir können ihn für unseren gegenwärtigen Erdenzyklus nur in der richtigen Weise ausbilden, wenn das berücksichtigt wird, was ich gestern auseinandergesetzt habe: wenn man es erreicht, daß die beiden zwiespältigen Glieder der Menschennatur miteinander wirklich in Korrespondenz treten, daß Kopfleben und Herzleben miteinander in Beziehung treten, daß wirklich das kürzere Kopfleben sich einlebt in den ganzen Menschen, so daß der ganze Mensch sich dann verjüngen kann während des Lebens, das er zu durchleben hat, wenn im Grunde genommen sein Kopf längst schon die Beweglichkeit, die innere Entwickelungsfähigkeit verloren hat.
[ 17 ] Das wird die Aufgabe insbesondere der Erziehungswissenschaft in der Zukunft sein, anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft so fruchtbar zu machen, daß der Mensch durch allerlei Erzählungen, durch allerlei Dinge, die für die Jugend auch geeignet sind — aber so geeignet sind, daß man das ganze Alter hindurch Interesse für sie behalten kann —, daß der Mensch eine Empfindung erhält, wie er aus dem Weltenall heraus gebaut ist, wie er wirklich sich auch aus dem Weltenall herausschält und wie er wiederum dasjenige, was er sich hier auf der Erde erwirbt, an das Weltenall zurückgibt. Ich bitte Sie, nur eines so recht — ich sage nicht, zu durchdenken, denn das nützt nicht viel, sondern ich sage: durchzuempfinden, durchzufühlen —, eines so recht durchzufühlen. Auch da ist wiederum ein Punkt, wo die Naturwissenschaft sich heute schon berührt mit dem, was geisteswissenschaftlich erforscht werden kann. Ich habe schon erwähnt, wie einsichtige Geologen ja bereits es ausgesprochen haben, daß die Erde auf ihrem Aussterbeetat bereits ist. Die Erde hat den Punkt überschritten, wo sie als Erdenwesen eigentlich in der Mitte ihres Lebensalters war. In dem ausgezeichneten Buch «Das Antlitz der Erde» von Eduard Sueß können Sie es lesen, wie der Geologe, der rein materialistische Geologe Sueß ausführt, daß, wenn man heute über Äcker geht, Ackerschollen ins Auge faßt, man es zu tun hat mit etwas Absterbendem, das früher anders war. Es ist absterbend. Die Erde stirbt ab. Wir wissen das aus der Geisteswissenschaft, weil wir wissen, daß sich die Erde verwandeln wird in ein anderes planetarisches Dasein, das wir das Jupiterdasein nennen. Die Erde als solche also stirbt ab. Aber der Mensch, beziehungsweise das Menschengeschlecht als Summe von seelischen Wesen, stirbt nicht mit der Erde, sondern das lebt über die Erde hinaus, wie es in der Weise, wie ich es beschrieben habe in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», gelebt hat, bevor die Erde Erde war. Und so kann man sich — wie gesagt, nicht gedankenmäßig, sondern empfindungsgemäß, gefühlsmäßig — durchdringen mit der Vorstellung: Ich stehe hier auf diesem Erdboden; aber dieser Boden, auf dem ich stehe, in dem ich mein Grab finden werde, dieser Boden, der ist ein Vergängliches im Kosmos.
[ 17 ] Das wird die Aufgabe insbesondere der Erziehungswissenschaft in der Zukunft sein, anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft so fruchtbar zu machen, daß der Mensch durch allerlei Erzählungen, durch allerlei Dinge, die für die Jugend auch geeignet sind — aber so geeignet sind, daß man das ganze Alter hindurch Interesse für sie behalten kann —, daß der Mensch eine Empfindung erhält, wie er aus dem Weltenall heraus gebaut ist, wie er wirklich sich auch aus dem Weltenall herausschält und wie er wiederum dasjenige, was er sich hier auf der Erde erwirbt, an das Weltenall zurückgibt. Ich bitte Sie, nur eines so recht — ich sage nicht, zu durchdenken, denn das nützt nicht viel, sondern ich sage: durchzuempfinden, durchzufühlen —, eines so recht durchzufühlen. Auch da ist wiederum ein Punkt, wo die Naturwissenschaft sich heute schon berührt mit dem, was geisteswissenschaftlich erforscht werden kann. Ich habe schon erwähnt, wie einsichtige Geologen ja bereits es ausgesprochen haben, daß die Erde auf ihrem Aussterbeetat bereits ist. Die Erde hat den Punkt überschritten, wo sie als Erdenwesen eigentlich in der Mitte ihres Lebensalters war. In dem ausgezeichneten Buch «Das Antlitz der Erde» von Eduard Sueß können Sie es lesen, wie der Geologe, der rein materialistische Geologe Sueß ausführt, daß, wenn man heute über Äcker geht, Ackerschollen ins Auge faßt, man es zu tun hat mit etwas Absterbendem, das früher anders war. Es ist absterbend. Die Erde stirbt ab. Wir wissen das aus der Geisteswissenschaft, weil wir wissen, daß sich die Erde verwandeln wird in ein anderes planetarisches Dasein, das wir das Jupiterdasein nennen. Die Erde als solche also stirbt ab. Aber der Mensch, beziehungsweise das Menschengeschlecht als Summe von seelischen Wesen, stirbt nicht mit der Erde, sondern das lebt über die Erde hinaus, wie es in der Weise, wie ich es beschrieben habe in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», gelebt hat, bevor die Erde Erde war. Und so kann man sich — wie gesagt, nicht gedankenmäßig, sondern empfindungsgemäß, gefühlsmäßig — durchdringen mit der Vorstellung: Ich stehe hier auf diesem Erdboden; aber dieser Boden, auf dem ich stehe, in dem ich mein Grab finden werde, dieser Boden, der ist ein Vergängliches im Kosmos.
[ 18 ] Wodurch entsteht denn aus dieser Erde eine nächste Erde, ein neuer Planet, den die Menschheit in der Zukunft bewohnen wird? Wodurch entsteht das? Das entsteht dadurch, daß wir selbst Stück um Stück zu diesem neuen planetarischen Dasein herantragen. Wir als Menschen — das Tierreich ist etwas mit daran beteiligt — bereiten hier während unseres physischen Lebens, indem wir immer schon an uns tragen, was eigentlich für das nächste Leben erst bestimmt ist, wir bereiten schon während des physischen Lebens den nächsten Planeten, der sich an das Dasein der Erde anschließen wird, vor. In den Kräften, die wieder zurückgehen, liegt dasjenige, was Zukunft der Erde ist. Wir leben nicht bloß in der Gegenwart der Erde, wir leben in der Zukunft der Erde, müssen nur wiederum zurückkehren in unsere Inkarnation, weil wir eben noch verschiedenes auf der Erde, soweit sie noch bestehen wird, zu absolvieren haben. Aber wir leben mit in der Zukunft der Erde. Die Erde atmet, haben wir gesagt, Geistessubstanz ein und aus. In der eingeatmeten Substanz tragen wir die Vergangenheit und die Gesetze der Vergangenheit, die Kräfte der Vergangenheit. In dem Ausgeatmeten, das die Erde wieder zurückgibt, tragen wir an der Zukunft in uns. In dem Menschengeschlecht selbst ruht die Zukunft des Erdendaseins.
[ 18 ] Wodurch entsteht denn aus dieser Erde eine nächste Erde, ein neuer Planet, den die Menschheit in der Zukunft bewohnen wird? Wodurch entsteht das? Das entsteht dadurch, daß wir selbst Stück um Stück zu diesem neuen planetarischen Dasein herantragen. Wir als Menschen — das Tierreich ist etwas mit daran beteiligt — bereiten hier während unseres physischen Lebens, indem wir immer schon an uns tragen, was eigentlich für das nächste Leben erst bestimmt ist, wir bereiten schon während des physischen Lebens den nächsten Planeten, der sich an das Dasein der Erde anschließen wird, vor. In den Kräften, die wieder zurückgehen, liegt dasjenige, was Zukunft der Erde ist. Wir leben nicht bloß in der Gegenwart der Erde, wir leben in der Zukunft der Erde, müssen nur wiederum zurückkehren in unsere Inkarnation, weil wir eben noch verschiedenes auf der Erde, soweit sie noch bestehen wird, zu absolvieren haben. Aber wir leben mit in der Zukunft der Erde. Die Erde atmet, haben wir gesagt, Geistessubstanz ein und aus. In der eingeatmeten Substanz tragen wir die Vergangenheit und die Gesetze der Vergangenheit, die Kräfte der Vergangenheit. In dem Ausgeatmeten, das die Erde wieder zurückgibt, tragen wir an der Zukunft in uns. In dem Menschengeschlecht selbst ruht die Zukunft des Erdendaseins.
[ 19 ] Denken Sie sich dieses recht gefühlsmäßig, liebevoll fruchtbar gemacht, anstatt all der törichten Dinge, die heute der Jugend übermittelt werden; denken Sie sich in Hunderten und aber Hunderten von lebendigen Erzählungen, Parabeln, dieses belebt und der Jugend beigebracht. Dann denken Sie sich, was der Mensch für ein Gefühl gegenüber dem Weltenall erhält, was zu tun ist. Was zu tun ist, wenn unsere Kultur vorwärtskommen soll, im Konkreten zu tun ist. Das ist sehr wichtig, in Betracht zu ziehen. Und es kann um so mehr in Betracht gezogen werden, als ja dasjenige damit zusammenhängt, was ich die Verjüngung des Menschen genannt habe. Daß die heutige Menschheit zu solchen Kalamitäten gekommen ist, das hängt ja damit zusammen, daß sie verloren hat das Geheimnis, das Kopfleben in das Herzensleben umzuwandeln. Wir haben fast gar kein wirkliches Herzensleben. Das, wovon man gewöhnlich redet, ist das Triebleben, Begierdeleben, rein dieses, nicht das Geistige, von dem wir gesprochen haben. Der Mensch läßt heute dasjenige, was ins Weltenall hinausströmt, ruhig hinausströmen, bekümmert sich nicht darum. Er beachtet es nicht.
[ 19 ] Denken Sie sich dieses recht gefühlsmäßig, liebevoll fruchtbar gemacht, anstatt all der törichten Dinge, die heute der Jugend übermittelt werden; denken Sie sich in Hunderten und aber Hunderten von lebendigen Erzählungen, Parabeln, dieses belebt und der Jugend beigebracht. Dann denken Sie sich, was der Mensch für ein Gefühl gegenüber dem Weltenall erhält, was zu tun ist. Was zu tun ist, wenn unsere Kultur vorwärtskommen soll, im Konkreten zu tun ist. Das ist sehr wichtig, in Betracht zu ziehen. Und es kann um so mehr in Betracht gezogen werden, als ja dasjenige damit zusammenhängt, was ich die Verjüngung des Menschen genannt habe. Daß die heutige Menschheit zu solchen Kalamitäten gekommen ist, das hängt ja damit zusammen, daß sie verloren hat das Geheimnis, das Kopfleben in das Herzensleben umzuwandeln. Wir haben fast gar kein wirkliches Herzensleben. Das, wovon man gewöhnlich redet, ist das Triebleben, Begierdeleben, rein dieses, nicht das Geistige, von dem wir gesprochen haben. Der Mensch läßt heute dasjenige, was ins Weltenall hinausströmt, ruhig hinausströmen, bekümmert sich nicht darum. Er beachtet es nicht.
[ 20 ] Einzelne beachten es instinktiv. Ich habe das als Beispiel angeführt in diesen Tagen, wie einzelne instinktiv das beachten, dadurch aber sich von andern vielfach unterscheiden. Sie erinnern sich — ich habe den Vergleich angeführt zwischen Zeller und Michelet, den zwei Berliner Professoren —, ich habe gesagt, daß ich mit Eduard von Hartmann über die beiden Herren gesprochen habe in dem Momente, als eben Zeller sich hat pensionieren lassen, weil er mit zweiundsiebzig Jahren sich nicht mehr fähig fühlte, seine Universitätsvorlesungen zu halten. Aber Michelet war fast neunzig Jahre alt. Und Hartmann erzählte: Jetzt war der Michelet da, und er hat mir eben gesagt: Ich begreife den Zeller nicht, der ist jetzt erst zweiundsiebzig Jahre alt, der sagt, er kann nicht mehr vortragen. Ich bin bereit, noch zehn Jahre vorzutragen! — Und dabei sprang er im Zimmer herum und freute sich, was er alles im nächsten Jahr vortragen werde und konnte nicht begreifen, wie der Knabe Zeller, der zweiundsiebzig Jahre alte Zeller darauf Anspruch machte, pensioniert zu werden und nichts mehr zu den Studenten zu reden.
[ 20 ] Einzelne beachten es instinktiv. Ich habe das als Beispiel angeführt in diesen Tagen, wie einzelne instinktiv das beachten, dadurch aber sich von andern vielfach unterscheiden. Sie erinnern sich — ich habe den Vergleich angeführt zwischen Zeller und Michelet, den zwei Berliner Professoren —, ich habe gesagt, daß ich mit Eduard von Hartmann über die beiden Herren gesprochen habe in dem Momente, als eben Zeller sich hat pensionieren lassen, weil er mit zweiundsiebzig Jahren sich nicht mehr fähig fühlte, seine Universitätsvorlesungen zu halten. Aber Michelet war fast neunzig Jahre alt. Und Hartmann erzählte: Jetzt war der Michelet da, und er hat mir eben gesagt: Ich begreife den Zeller nicht, der ist jetzt erst zweiundsiebzig Jahre alt, der sagt, er kann nicht mehr vortragen. Ich bin bereit, noch zehn Jahre vorzutragen! — Und dabei sprang er im Zimmer herum und freute sich, was er alles im nächsten Jahr vortragen werde und konnte nicht begreifen, wie der Knabe Zeller, der zweiundsiebzig Jahre alte Zeller darauf Anspruch machte, pensioniert zu werden und nichts mehr zu den Studenten zu reden.
[ 21 ] Dieses Jungbleiben, das ist eben etwas, was zusammenhängt damit, daß eine richtige Wechselwirkung stattfindet zwischen Kopf und Herz. Das kann natürlich beim einzelnen Menschen sich mal vollziehen; aber im ganzen kann es sich auch beim einzelnen Menschen nur richtig vollziehen, wenn es übergeht in unsere Kultur, wenn unsere ganze Kultur durchdrungen wird von dem Prinzip, nicht bloß Kopfleben zu haben, sondern auch Herzensleben zu haben. Aber das Herzensleben zu bekommen, dazu gehört mehr Geduld, trotzdem es fruchtbarer ist, verjüngender ist für das Leben, es gehört mehr Geduld dazu, als das Kopfleben zu haben. Kopfleben — sehen Sie, man setzt sich hin und ochst. Wir werden ja in der Jugend trotz aller Rederei der Pädagogen vorzugsweise zum «Ochsen» angehalten. Denn aus früheren Zeiten, wo die Dinge noch atavistisch gewußt waren, haben sich ja einzelne Gewohnheiten erhalten, aber die Leute verbinden keinen rechten Sinn mehr mit solchen Gewohnheiten. Ich will Sie an eine solche Gewohnheit erinnern.
[ 21 ] Dieses Jungbleiben, das ist eben etwas, was zusammenhängt damit, daß eine richtige Wechselwirkung stattfindet zwischen Kopf und Herz. Das kann natürlich beim einzelnen Menschen sich mal vollziehen; aber im ganzen kann es sich auch beim einzelnen Menschen nur richtig vollziehen, wenn es übergeht in unsere Kultur, wenn unsere ganze Kultur durchdrungen wird von dem Prinzip, nicht bloß Kopfleben zu haben, sondern auch Herzensleben zu haben. Aber das Herzensleben zu bekommen, dazu gehört mehr Geduld, trotzdem es fruchtbarer ist, verjüngender ist für das Leben, es gehört mehr Geduld dazu, als das Kopfleben zu haben. Kopfleben — sehen Sie, man setzt sich hin und ochst. Wir werden ja in der Jugend trotz aller Rederei der Pädagogen vorzugsweise zum «Ochsen» angehalten. Denn aus früheren Zeiten, wo die Dinge noch atavistisch gewußt waren, haben sich ja einzelne Gewohnheiten erhalten, aber die Leute verbinden keinen rechten Sinn mehr mit solchen Gewohnheiten. Ich will Sie an eine solche Gewohnheit erinnern.
[ 22 ] Alles, was aus verhältnismäßig noch gar nicht so alten Zeiten sich herauf erhalten hat, bevor der Materialismus vollständig geworden ist, das hat einen tieferen Sinn. Nur hat sich in den letzten Jahrzehnten sogar schon die Sache verloren, aber als ich noch jung war — es ist lange her — da hatte man zum Beispiel im Gymnasium die Einrichtung, im Untergymnasium in der zweiten Klasse Geschichte des Altertums zu haben; dann in der fünften Klasse hatte man wieder Geschichte des Altertums. Diejenigen, die damals solche Gesetze gehandhabt haben, wußten schon nicht mehr, worum es sich eigentlich handelte, und die lehrer, die diese Sache handhabten, die handhabten sie schon wirklich nicht so, daß sie ein Bewußtsein mit der Vernunft der Sache entwickelt hätten. Denn, wer ein Bewußtsein davon gehabt hätte, der hätte sich gesagt: Wenn ich dem Jungen, der in der zweiten Klasse ist, Geschichte beibringe, so ochst er sie; aber dasjenige, was er da aufnimmt, das braucht nun ein paar Jahre, bis es sich in seinen Organismus einlebt. Daher ist es gut, in der fünften Klasse dasselbe wiederum vorzunehmen, denn da erst trägt auch dasjenige, was vor drei, vier Jahren in diesen armen Kopf hineingegangen ist, seine guten Früchte.
[ 22 ] Alles, was aus verhältnismäßig noch gar nicht so alten Zeiten sich herauf erhalten hat, bevor der Materialismus vollständig geworden ist, das hat einen tieferen Sinn. Nur hat sich in den letzten Jahrzehnten sogar schon die Sache verloren, aber als ich noch jung war — es ist lange her — da hatte man zum Beispiel im Gymnasium die Einrichtung, im Untergymnasium in der zweiten Klasse Geschichte des Altertums zu haben; dann in der fünften Klasse hatte man wieder Geschichte des Altertums. Diejenigen, die damals solche Gesetze gehandhabt haben, wußten schon nicht mehr, worum es sich eigentlich handelte, und die lehrer, die diese Sache handhabten, die handhabten sie schon wirklich nicht so, daß sie ein Bewußtsein mit der Vernunft der Sache entwickelt hätten. Denn, wer ein Bewußtsein davon gehabt hätte, der hätte sich gesagt: Wenn ich dem Jungen, der in der zweiten Klasse ist, Geschichte beibringe, so ochst er sie; aber dasjenige, was er da aufnimmt, das braucht nun ein paar Jahre, bis es sich in seinen Organismus einlebt. Daher ist es gut, in der fünften Klasse dasselbe wiederum vorzunehmen, denn da erst trägt auch dasjenige, was vor drei, vier Jahren in diesen armen Kopf hineingegangen ist, seine guten Früchte.
[ 23 ] Die ganze Struktur des alten Gymnasiums war eigentlich auf diese Dinge aufgebaut. Die mittelalterlichen Klosterschulen hatten vielfach noch Traditionen, die aus alter Weisheit hervorgegangen waren, die nicht die unsrige ist, aber die atavistisch aus alter Zeit aufbewahrt worden ist und die dann solche Einrichtungen getroffen hat, die vernünftig waren. Es braucht eben das Prinzip der Geduld, wenn Kopfleben in Herzensleben übergehen soll. Denn das Kopfleben vereinigt sich schnell mit dem Menschen, das Herzleben geht langsamer, das geht träger vor sich, da muß man abwarten. Und man will doch heute alles gleich verstehen. Denken Sie einmal, ein Mensch soll heute sich hingeben müssen der Empfindung: er lernt etwas, und dann, um es vollständig zu verstehen, soll er ein paar Jahre warten. Na, es ist in unserem Zeitalter mit den Empfindungen der Menschen kaum zu vereinen, solch ein Prinzip.
[ 23 ] Die ganze Struktur des alten Gymnasiums war eigentlich auf diese Dinge aufgebaut. Die mittelalterlichen Klosterschulen hatten vielfach noch Traditionen, die aus alter Weisheit hervorgegangen waren, die nicht die unsrige ist, aber die atavistisch aus alter Zeit aufbewahrt worden ist und die dann solche Einrichtungen getroffen hat, die vernünftig waren. Es braucht eben das Prinzip der Geduld, wenn Kopfleben in Herzensleben übergehen soll. Denn das Kopfleben vereinigt sich schnell mit dem Menschen, das Herzleben geht langsamer, das geht träger vor sich, da muß man abwarten. Und man will doch heute alles gleich verstehen. Denken Sie einmal, ein Mensch soll heute sich hingeben müssen der Empfindung: er lernt etwas, und dann, um es vollständig zu verstehen, soll er ein paar Jahre warten. Na, es ist in unserem Zeitalter mit den Empfindungen der Menschen kaum zu vereinen, solch ein Prinzip.
[ 24 ] Mit den Empfindungen der Menschen ist gegenwärtig manches andere zu vereinen. Dafür kann man ja Beispiele erleben, und es ist gut, auf solche Beispiele hinzuweisen. Von zwei unserer Gesellschaft nahestehenden Persönlichkeiten sind jetzt Stücke aufgeführt worden in Zürich, und es ist vielfach hingedeutet worden, daß die betreffenden Persönlichkeiten in Beziehungen stehen zu dem Dornacher Bau, zur Geisteswissenschaft und so weiter, und man muß in diesem Falle sagen, um ganz gerecht zu sein: diese Zürcher Aufführungen von Pulver und Reinhart sind eigentlich innerhalb der Schweiz sehr gut behandelt worden. Aber Merkwürdiges kann man erleben an den Korrespondenzen, die aus der Schweiz hinausgegangen sind. Die auswärtigen Korrespondenten haben sich weniger, na, sagen wir, weniger interessant benommen als in diesem Falle die schweizerischen Beobachter selber. So ist mir eine Zeitung gegeben worden, in der diese zwei Schweizer Uraufführungen von Pulver und Reinhart besprochen werden, in der sich der betreffende Korrespondent auch nicht verkneifen kann, darauf aufmerksam zu machen, daß die betreffenden Persönlichkeiten mit unserer Bewegung in Beziehung stehen und manches aus unserer Bewegung entnommen haben. Aber heute hat man ja nicht nur die Furcht, nicht wahr, vor dem «falschen Einreden der Gnosis», wie ich das gestern erwähnt habe, sondern man hat die Furcht überhaupt vor dem Geistesleben. Wenn irgend etwas von Weltanschauung in etwas hineinspielt, oh, das ist schrecklich! Und das hängt namentlich damit zusammen, daß man gar keine Empfindung hat für diese Beziehung von Kopfleben und Herzensleben. Es ist alles außer dem Kopfe heute in der Menschheit vorhandene Leben reines Trieb- und Begierdeleben; es ist nicht geistig. Daher reibt sich das Begierde- und Instinktleben mit dem bloßen Kopfleben. Das Kopfleben ist ja sehr geistig heute, ist ja sehr spirituell; aber es wird immerfort und fort — ich weiß nicht, ob man das sagen kann, aber wahr ist es doch —, es wird immerfort verunreinigt von dem Trieb- und Instinktleben. Daher kommen die Gedanken in einer kuriosen Weise heraus. Und dieser Korrespondent, den ich da anführe, dessen von seinen Instinkten konfus gewordenen Kopf können Sie vielleicht am besten beurteilen, wenn ich Ihnen seine Furcht, daß in diesen Stücken der zwei Herren «Weltanschauungsfragen » spielen, aus einem charakteristischen Satze lese. Denken Sie, der Mann bringt es fertig, folgendes zu schreiben:
[ 24 ] Mit den Empfindungen der Menschen ist gegenwärtig manches andere zu vereinen. Dafür kann man ja Beispiele erleben, und es ist gut, auf solche Beispiele hinzuweisen. Von zwei unserer Gesellschaft nahestehenden Persönlichkeiten sind jetzt Stücke aufgeführt worden in Zürich, und es ist vielfach hingedeutet worden, daß die betreffenden Persönlichkeiten in Beziehungen stehen zu dem Dornacher Bau, zur Geisteswissenschaft und so weiter, und man muß in diesem Falle sagen, um ganz gerecht zu sein: diese Zürcher Aufführungen von Pulver und Reinhart sind eigentlich innerhalb der Schweiz sehr gut behandelt worden. Aber Merkwürdiges kann man erleben an den Korrespondenzen, die aus der Schweiz hinausgegangen sind. Die auswärtigen Korrespondenten haben sich weniger, na, sagen wir, weniger interessant benommen als in diesem Falle die schweizerischen Beobachter selber. So ist mir eine Zeitung gegeben worden, in der diese zwei Schweizer Uraufführungen von Pulver und Reinhart besprochen werden, in der sich der betreffende Korrespondent auch nicht verkneifen kann, darauf aufmerksam zu machen, daß die betreffenden Persönlichkeiten mit unserer Bewegung in Beziehung stehen und manches aus unserer Bewegung entnommen haben. Aber heute hat man ja nicht nur die Furcht, nicht wahr, vor dem «falschen Einreden der Gnosis», wie ich das gestern erwähnt habe, sondern man hat die Furcht überhaupt vor dem Geistesleben. Wenn irgend etwas von Weltanschauung in etwas hineinspielt, oh, das ist schrecklich! Und das hängt namentlich damit zusammen, daß man gar keine Empfindung hat für diese Beziehung von Kopfleben und Herzensleben. Es ist alles außer dem Kopfe heute in der Menschheit vorhandene Leben reines Trieb- und Begierdeleben; es ist nicht geistig. Daher reibt sich das Begierde- und Instinktleben mit dem bloßen Kopfleben. Das Kopfleben ist ja sehr geistig heute, ist ja sehr spirituell; aber es wird immerfort und fort — ich weiß nicht, ob man das sagen kann, aber wahr ist es doch —, es wird immerfort verunreinigt von dem Trieb- und Instinktleben. Daher kommen die Gedanken in einer kuriosen Weise heraus. Und dieser Korrespondent, den ich da anführe, dessen von seinen Instinkten konfus gewordenen Kopf können Sie vielleicht am besten beurteilen, wenn ich Ihnen seine Furcht, daß in diesen Stücken der zwei Herren «Weltanschauungsfragen » spielen, aus einem charakteristischen Satze lese. Denken Sie, der Mann bringt es fertig, folgendes zu schreiben:
[ 25 ] «Aber Pulvers Christus-Glaube müßte, wollte er von der Bühne herab Jünger werben, aus Tiefen des Leids und Zweifels erwachsen. Die Sternblume, die Reinharts Paradiesessucher gleich im ersten Bilde sich am Fenster seines Studiergemaches gepflückt, sollte erst am Ende und aus blutendem Herzen erblühen. » Und nun kommt der Satz, den ich meine: «Beide Dichter hatten ihre Weltanschauung schon fertig im Kopfe, als sie zu dichten begannen; es wäre für ihre Dramen besser gewesen, sie hätten sich erst im Schreiben ihre Religion zu erringen gehabt.»
[ 25 ] «Aber Pulvers Christus-Glaube müßte, wollte er von der Bühne herab Jünger werben, aus Tiefen des Leids und Zweifels erwachsen. Die Sternblume, die Reinharts Paradiesessucher gleich im ersten Bilde sich am Fenster seines Studiergemaches gepflückt, sollte erst am Ende und aus blutendem Herzen erblühen. » Und nun kommt der Satz, den ich meine: «Beide Dichter hatten ihre Weltanschauung schon fertig im Kopfe, als sie zu dichten begannen; es wäre für ihre Dramen besser gewesen, sie hätten sich erst im Schreiben ihre Religion zu erringen gehabt.»
[ 26 ] Also nun denken Sie sich das einmal: Man bringt es heute fertig, das als einen Hauptfehler anzugreifen, daß jemand mit einer Weltanschauung anfängt zu schreiben! Man soll sich also hinsetzen als ein Waisenknabe gegenüber der ganzen Welt, soll darauf losschmieren, und im Losschmieren soll am Ende dann eine Weltanschauung herausspringen. Dann bringt man die Sache aufs Theater, und dann soll es den Leuten gefallen! Denken Sie, solch närrisches Zeug wird heute in der Welt tatsächlich verbreitet; und viele Menschen merken das nicht, daß solch närrisches Zeug in der Welt verbreitet wird.
[ 26 ] Also nun denken Sie sich das einmal: Man bringt es heute fertig, das als einen Hauptfehler anzugreifen, daß jemand mit einer Weltanschauung anfängt zu schreiben! Man soll sich also hinsetzen als ein Waisenknabe gegenüber der ganzen Welt, soll darauf losschmieren, und im Losschmieren soll am Ende dann eine Weltanschauung herausspringen. Dann bringt man die Sache aufs Theater, und dann soll es den Leuten gefallen! Denken Sie, solch närrisches Zeug wird heute in der Welt tatsächlich verbreitet; und viele Menschen merken das nicht, daß solch närrisches Zeug in der Welt verbreitet wird.
[ 27 ] Solche Dinge hängen eben damit zusammen, daß das Leben des Kopfes nicht verarbeitet wird von dem ganzen Menschen. Denn selbstverständlich ist auch der Artikelschreiber, der dieses geschrieben hat, ein sehr «gescheiter Mensch». Das soll gar nicht bezweifelt werden, ein sehr gescheiter Mensch ist er schon; aber es nützt eben nichts, gescheit zu sein, wenn die Gescheitheit bloß Kopfleben ist. Das ist das Wichtige, was man ins Auge fassen muß; das ist außerordentlich wichtig.
[ 27 ] Solche Dinge hängen eben damit zusammen, daß das Leben des Kopfes nicht verarbeitet wird von dem ganzen Menschen. Denn selbstverständlich ist auch der Artikelschreiber, der dieses geschrieben hat, ein sehr «gescheiter Mensch». Das soll gar nicht bezweifelt werden, ein sehr gescheiter Mensch ist er schon; aber es nützt eben nichts, gescheit zu sein, wenn die Gescheitheit bloß Kopfleben ist. Das ist das Wichtige, was man ins Auge fassen muß; das ist außerordentlich wichtig.
[ 28 ] Hier rühren wir an ein Fundament, das für unsere gegenwärtige Kultur notwendig ist. Man kann ja auf Schritt und Tritt, möchte ich sagen, solche Beobachtungen machen. Logische Entgleisungen werden heute nicht deshalb gemacht, weil die Leute keine Logik haben, sondern weil es nicht genügt, Logik zu haben. Man kann ein wunderbar logischer Kerl sein, seine Examina großartig machen, ein glänzender Universitätsprofessor meinetwillen der Nationalökonomie oder irgendeiner andern Sache sein, und man kann, trotzdem man ein sehr gescheiter Kerl ist, alle mögliche Logik im Kopfe hat, dennoch Entgleisung über Entgleisung leisten, indem man nichts zustande bringt, was mit dem wirklichen Leben zusammenhängt, wenn man nicht die Geduld hat, das, was vom Kopfe erfaßt wird, überzuleiten in den ganzen Menschen, wenn man nicht Geduld hat, an die verjüngenden Kräfte in der Menschennatur zu appellieren. Das ist, um was es sich handelt. Wer wirklich mit wahrer Wissenschaft, wie Geisteswissenschaft es ist, zu tun hat, sich zu tun macht, der weiß, daß er sich schämen würde, etwas, das er heute gefunden oder heute gelernt hat, gleich morgen vorzutragen, weil er weiß, daß das gar keinen Wert hat. Es hat erst einen Wert nach Jahren. Der gewissenhafte Geistesforscher kann nicht so vortragen, daß er das bringt, was er erst in der allerletzten Zeit etwa gelernt hat, sondern er muß die Dinge immer wieder und wiederum in seiner Seele gegenwärtig halten, damit sie reif werden. Mindestens muß er, wenn er vor kurzem Gewonnenes vorbringt, dieses im Besonderen anführen, damit derjenige, der es hört, aufmerksam darauf wird. Aber man wird auch nur, wenn man diese Anforderungen an die Menschennatur ins Auge faßt, wirklich sehen können, was der Gegenwart notwendig ist. Denn was der Gegenwart notwendig ist, liegt nicht in dem, wo es heute vorzugsweise gesucht wird, sondern es liegt in feineren Strukturen, die aber überall in der Welt verbreitet sind. Man braucht ja wirklich nicht Politisches zu berühren, wenn man zum Beispiel auf folgendes aufmerksam macht:
[ 28 ] Hier rühren wir an ein Fundament, das für unsere gegenwärtige Kultur notwendig ist. Man kann ja auf Schritt und Tritt, möchte ich sagen, solche Beobachtungen machen. Logische Entgleisungen werden heute nicht deshalb gemacht, weil die Leute keine Logik haben, sondern weil es nicht genügt, Logik zu haben. Man kann ein wunderbar logischer Kerl sein, seine Examina großartig machen, ein glänzender Universitätsprofessor meinetwillen der Nationalökonomie oder irgendeiner andern Sache sein, und man kann, trotzdem man ein sehr gescheiter Kerl ist, alle mögliche Logik im Kopfe hat, dennoch Entgleisung über Entgleisung leisten, indem man nichts zustande bringt, was mit dem wirklichen Leben zusammenhängt, wenn man nicht die Geduld hat, das, was vom Kopfe erfaßt wird, überzuleiten in den ganzen Menschen, wenn man nicht Geduld hat, an die verjüngenden Kräfte in der Menschennatur zu appellieren. Das ist, um was es sich handelt. Wer wirklich mit wahrer Wissenschaft, wie Geisteswissenschaft es ist, zu tun hat, sich zu tun macht, der weiß, daß er sich schämen würde, etwas, das er heute gefunden oder heute gelernt hat, gleich morgen vorzutragen, weil er weiß, daß das gar keinen Wert hat. Es hat erst einen Wert nach Jahren. Der gewissenhafte Geistesforscher kann nicht so vortragen, daß er das bringt, was er erst in der allerletzten Zeit etwa gelernt hat, sondern er muß die Dinge immer wieder und wiederum in seiner Seele gegenwärtig halten, damit sie reif werden. Mindestens muß er, wenn er vor kurzem Gewonnenes vorbringt, dieses im Besonderen anführen, damit derjenige, der es hört, aufmerksam darauf wird. Aber man wird auch nur, wenn man diese Anforderungen an die Menschennatur ins Auge faßt, wirklich sehen können, was der Gegenwart notwendig ist. Denn was der Gegenwart notwendig ist, liegt nicht in dem, wo es heute vorzugsweise gesucht wird, sondern es liegt in feineren Strukturen, die aber überall in der Welt verbreitet sind. Man braucht ja wirklich nicht Politisches zu berühren, wenn man zum Beispiel auf folgendes aufmerksam macht:
[ 29 ] Es gibt heute zahlreiche Menschen — mehr als es der Welt jedenfalls heilsam ist —, welche der Meinung sind: Man muß diesen Krieg möglichst lange fortsetzen, damit aus diesem Krieg ein allgemeiner Friede werde; wenn man ihn zu schnell beende, dann leiste man dem Frieden keinen Dienst! Ich will damit gar kein Urteil abgeben über den Wert oder Unwert der zwischen den Mittelmächten und Rußland gepflogenen sogenannten Friedensverhandlungen, aber interessant ist es doch, was auch dabei für eine kuriose Logik entwickelt werden kann. So ist mir ein Artikel gegeben worden, der wirklich nach dieser Richtung außerordentlich interessant ist; denn der betreffende Herr — der Name tut in diesem Falle nichts zur Sache — wendet sich eigentlich aus dem Grunde gegen einen sogenannten Sonderfrieden, weil er findet, daß durch einen solchen Sonderfrieden der Weltfriede nicht herbeigeführt werde. Ein gerades Denken, aber ein solches Denken, das schon ein bißchen durch die Vertiefung durchgegangen ist, das würde sich vielleicht sagen: Na, vielleicht kommen wir doch ein Stückchen vorwärts, wenn wenigstens an einer Stelle aufgehört wird, sich die Köpfe einzuhauen. — Das würde vielleicht ein gerades Denken sein. Aber ein nicht gerades Denken sagt sich: Nein, man darf an keiner Stelle eigentlich aufhören, denn dadurch wird nicht der «allgemeine Weltenfriede » herbeigeführt. — Und nun macht der betreffende Herr interessante Auseinandersetzungen, das heißt, ihn interessierende Auseinandersetzungen darüber, wie die Leute um Worte streiten. Er meint, daß jene Leute, welche sagen, man müsse sich begeistern für einen Frieden, auch wenn es nur ein Sonderfriede wäre, nur von Worten hypnotisiert seien. Denn man müsse nicht an Worten hängen, sondern müsse der Sache zu Leibe gehen, und die Sache sei eben diese, daß ein Sonderfriede dem allgemeinen Weltenfrieden schädlich sei.
[ 29 ] Es gibt heute zahlreiche Menschen — mehr als es der Welt jedenfalls heilsam ist —, welche der Meinung sind: Man muß diesen Krieg möglichst lange fortsetzen, damit aus diesem Krieg ein allgemeiner Friede werde; wenn man ihn zu schnell beende, dann leiste man dem Frieden keinen Dienst! Ich will damit gar kein Urteil abgeben über den Wert oder Unwert der zwischen den Mittelmächten und Rußland gepflogenen sogenannten Friedensverhandlungen, aber interessant ist es doch, was auch dabei für eine kuriose Logik entwickelt werden kann. So ist mir ein Artikel gegeben worden, der wirklich nach dieser Richtung außerordentlich interessant ist; denn der betreffende Herr — der Name tut in diesem Falle nichts zur Sache — wendet sich eigentlich aus dem Grunde gegen einen sogenannten Sonderfrieden, weil er findet, daß durch einen solchen Sonderfrieden der Weltfriede nicht herbeigeführt werde. Ein gerades Denken, aber ein solches Denken, das schon ein bißchen durch die Vertiefung durchgegangen ist, das würde sich vielleicht sagen: Na, vielleicht kommen wir doch ein Stückchen vorwärts, wenn wenigstens an einer Stelle aufgehört wird, sich die Köpfe einzuhauen. — Das würde vielleicht ein gerades Denken sein. Aber ein nicht gerades Denken sagt sich: Nein, man darf an keiner Stelle eigentlich aufhören, denn dadurch wird nicht der «allgemeine Weltenfriede » herbeigeführt. — Und nun macht der betreffende Herr interessante Auseinandersetzungen, das heißt, ihn interessierende Auseinandersetzungen darüber, wie die Leute um Worte streiten. Er meint, daß jene Leute, welche sagen, man müsse sich begeistern für einen Frieden, auch wenn es nur ein Sonderfriede wäre, nur von Worten hypnotisiert seien. Denn man müsse nicht an Worten hängen, sondern müsse der Sache zu Leibe gehen, und die Sache sei eben diese, daß ein Sonderfriede dem allgemeinen Weltenfrieden schädlich sei.
[ 30 ] Unter den verschiedenen Begründungen, die der betreffende Herr anführt, ist auch diese in folgenden Sätzen enthaltene. Ein interessanter Satz, so ein recht charakteristischer Satz für die Gegenwart! Ja, wo soll man anfangen, daß man die Sache nicht so sehr ins Persönliche zieht? Nun: «Wer ehrlich ist, wird gestehen müssen, daß dies der Beweggrund vieler — nicht aller! — ist, die unter uns eine solche Freude an einem «Sonder-Frieden» und an Lenin und Trotzkij haben» — er meint nämlich, die Begeisterung für das Wort «Friede», das sei der Grund —, «während sie gleichzeitig bei uns unermüdlich gegen die ‚Antimilitaristen schreien und an unsern Lenins und Trotzkijs wenig Wohlgefallen zeigen. » Der betreffende Herr spricht von der Schweiz.
[ 30 ] Unter den verschiedenen Begründungen, die der betreffende Herr anführt, ist auch diese in folgenden Sätzen enthaltene. Ein interessanter Satz, so ein recht charakteristischer Satz für die Gegenwart! Ja, wo soll man anfangen, daß man die Sache nicht so sehr ins Persönliche zieht? Nun: «Wer ehrlich ist, wird gestehen müssen, daß dies der Beweggrund vieler — nicht aller! — ist, die unter uns eine solche Freude an einem «Sonder-Frieden» und an Lenin und Trotzkij haben» — er meint nämlich, die Begeisterung für das Wort «Friede», das sei der Grund —, «während sie gleichzeitig bei uns unermüdlich gegen die ‚Antimilitaristen schreien und an unsern Lenins und Trotzkijs wenig Wohlgefallen zeigen. » Der betreffende Herr spricht von der Schweiz.
[ 31 ] «Wir aber, die wir nicht Narren eines Wortes sind, sondern die Sache selbst wollen, die wir auch nicht den deutschen Frieden wünschen, sondern den Frieden, wir wollen den allgemeinen Frieden. Für uns steht das Wort «Sonder» mit dem Wort «Frieden» in Widerspruch. » Wenn man auf die Sache sieht, so muß man sorgfältig unterscheiden zwischen Friede und Friede! Der Artikel ist auch überschrieben «Friede und Friede».
[ 31 ] «Wir aber, die wir nicht Narren eines Wortes sind, sondern die Sache selbst wollen, die wir auch nicht den deutschen Frieden wünschen, sondern den Frieden, wir wollen den allgemeinen Frieden. Für uns steht das Wort «Sonder» mit dem Wort «Frieden» in Widerspruch. » Wenn man auf die Sache sieht, so muß man sorgfältig unterscheiden zwischen Friede und Friede! Der Artikel ist auch überschrieben «Friede und Friede».
[ 32 ] Also der Herr, der durch den ganzen Artikel hindurch gegen den Götzendienst der Worte loszieht, schreibt dann den folgenden Satz nieder: «Für uns steht das Wort «Sonder» mit dem Wort «Frieden» in Widerspruch. Sonderung ist das Prinzip des Streites, nicht das Prinzip des Friedens. Wir bedürfen nach diesem Welt-Krieg eines Welt-Friedens, bei dem alle Völker gleichzeitig zusammenkommen zu der groBen Verständigung. Was wir in Brest-Litowsk sehen, dieses Spielen einer Kaste von in allen Wassern des Raffinements gewaschenen Diplomaten mit der Naivität, dem Idealismus, auch dem Dogmatismus der Vertreter einer neuen Ordnung, ist ein Schauspiel, das niemand freuen kann, der will, daß die Ideale rein bleiben. Es ist zu fürchten, daß wir einen Teufelsfrieden bekommen, der nur furchtbareren Krieg gebiert statt des Gottesfriedens, der endlich allem Krieg ein Ende setzt.»
[ 32 ] Also der Herr, der durch den ganzen Artikel hindurch gegen den Götzendienst der Worte loszieht, schreibt dann den folgenden Satz nieder: «Für uns steht das Wort «Sonder» mit dem Wort «Frieden» in Widerspruch. Sonderung ist das Prinzip des Streites, nicht das Prinzip des Friedens. Wir bedürfen nach diesem Welt-Krieg eines Welt-Friedens, bei dem alle Völker gleichzeitig zusammenkommen zu der groBen Verständigung. Was wir in Brest-Litowsk sehen, dieses Spielen einer Kaste von in allen Wassern des Raffinements gewaschenen Diplomaten mit der Naivität, dem Idealismus, auch dem Dogmatismus der Vertreter einer neuen Ordnung, ist ein Schauspiel, das niemand freuen kann, der will, daß die Ideale rein bleiben. Es ist zu fürchten, daß wir einen Teufelsfrieden bekommen, der nur furchtbareren Krieg gebiert statt des Gottesfriedens, der endlich allem Krieg ein Ende setzt.»
[ 33 ] Dies ist gewiß Logik, denn der Artikel ist sehr scharfsinnig geschrieben; blendend scharfsinnig ist er. Er ist sogar kühn und mutig geschrieben gegenüber dem Vorurteile zahlreicher Menschen, dieser Artikel «Friede und Friede »; aber diese Logik ist bar allen Zusammenhanges mit der Wirklichkeit. Denn der Zusammenhang mit der Wirklichkeit wird erst durch jene Korrespondenz gefunden, von der wir gesprochen haben: durch das Reifwerden des Wissens, durch das Reifwerden der Überlegung, dessen, was der Kopf erleben kann, im übrigen Menschen. Und dieses Reifwerden, das ist etwas, was in der Gegenwart gerade, man kann sagen, den gescheitesten Menschen am allermeisten fehlt. Das ist etwas, was mit den tiefsten Bedürfnissen, tiefsten Impulsen der Gegenwart zusammenhängt. Die Gegenwart hat gar keine Neigung, auf das Studium dieser Dinge sich einzulassen. Selbstverständlich meine ich nicht, daß jeder einzelne sich auf solches Studium dieser Dinge einlassen kann; aber diejenigen Menschen, deren Metier das Studium ist, die müßten sich mit solchen Dingen befassen; dann würde das schon in das allgemeine Menschheitsbewußtsein übergehen. Denn die Journalisten — mit Respekt zu vermelden —, die schreiben dasjenige, was sich ihnen als im allgemeinen geltende Meinung eben ergibt, nicht wahr. Würde heute statt Wilsonianismus oder solch ähnlichen Dingen der Mohammedanismus als so allgemein geltende Meinung vertreten werden, so würden eben die europäischen Journalisten mohammedanisch etwas hinschreiben. Und würde Geisteswissenschaft gewohnheitsmäßig in die menschlichen Seelen sich schon eingelebt haben, so würden dieselben Journalisten, die heute über die Geisteswissenschaft schimpfen, sehr brav im Sinne der Geisteswissenschaft selbstverständlich schreiben. Aber man ist abgeneigt heute, gerade bei denjenigen, deren Aufgabe es wäre, auf solche Dinge einzugehen.
[ 33 ] Dies ist gewiß Logik, denn der Artikel ist sehr scharfsinnig geschrieben; blendend scharfsinnig ist er. Er ist sogar kühn und mutig geschrieben gegenüber dem Vorurteile zahlreicher Menschen, dieser Artikel «Friede und Friede »; aber diese Logik ist bar allen Zusammenhanges mit der Wirklichkeit. Denn der Zusammenhang mit der Wirklichkeit wird erst durch jene Korrespondenz gefunden, von der wir gesprochen haben: durch das Reifwerden des Wissens, durch das Reifwerden der Überlegung, dessen, was der Kopf erleben kann, im übrigen Menschen. Und dieses Reifwerden, das ist etwas, was in der Gegenwart gerade, man kann sagen, den gescheitesten Menschen am allermeisten fehlt. Das ist etwas, was mit den tiefsten Bedürfnissen, tiefsten Impulsen der Gegenwart zusammenhängt. Die Gegenwart hat gar keine Neigung, auf das Studium dieser Dinge sich einzulassen. Selbstverständlich meine ich nicht, daß jeder einzelne sich auf solches Studium dieser Dinge einlassen kann; aber diejenigen Menschen, deren Metier das Studium ist, die müßten sich mit solchen Dingen befassen; dann würde das schon in das allgemeine Menschheitsbewußtsein übergehen. Denn die Journalisten — mit Respekt zu vermelden —, die schreiben dasjenige, was sich ihnen als im allgemeinen geltende Meinung eben ergibt, nicht wahr. Würde heute statt Wilsonianismus oder solch ähnlichen Dingen der Mohammedanismus als so allgemein geltende Meinung vertreten werden, so würden eben die europäischen Journalisten mohammedanisch etwas hinschreiben. Und würde Geisteswissenschaft gewohnheitsmäßig in die menschlichen Seelen sich schon eingelebt haben, so würden dieselben Journalisten, die heute über die Geisteswissenschaft schimpfen, sehr brav im Sinne der Geisteswissenschaft selbstverständlich schreiben. Aber man ist abgeneigt heute, gerade bei denjenigen, deren Aufgabe es wäre, auf solche Dinge einzugehen.
[ 34 ] Der Mensch hängt wirklich, so wie er auf dieser Erde hier steht, zusammen mit dem ganzen Weltenall. Und ich habe vorhin gesagt, was heute gilt, galt natürlich nicht immer auf der Erde. Wir sprechen ja, ichst wenigstens uns über die wichtigsten Dinge zu informieren, jetzt vorzugsweise über den Zeitraum seit der großen atlantischen Flut, der Sintflut, könnte man sagen; die Geologie nennt es Eiszeit. Wir wissen, daß in dieser Zeit Veränderungen mit der Menschheit vor sich gegangen sind, aber vor dieser Zeit hat es auf der Erde auch schon eine Menschheit gegeben, wenn auch in anderer Form. Sie können das in der «Geheimwissenschaft im Umtiß» nachlesen, wie die Menschheit da gelebt hat. Die atlantische Entwickelung ist der gegenwärtigen Entwickelung vorangegangen. An derjenigen Stelle der Erde zum Beispiel, wo heute der Atlantische Ozean ist, war Land. Ein großer Teil des heutigen Europa war dazumal Meer. Während dieser atlantischen Menschheit waren die Verhältnisse auf der Erde ganz anders. Die alte atlantische Kultur ist untergegangen; die nachatlantische ist an ihre Stelle getreten. Aber die atlantische folgte wiederum auf die sogenannte lemurische Kultur, und da gab es auch mehrere Abschnitte. So daß wir sagen können, wir haben jetzt die nachatlantische Kultur, nicht wahr, den ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften Zeitraum, in dem wir jetzt sind. Dem geht voran die atlantische Kultur mit ihren sieben Zeiträumen (siehe Zeichnung); dem geht voran die lemurische Kultur wiederum mit ihren sieben Zeiträumen. Fassen wir einmal den siebenten Zeitraum der lemurischen Kultur ins Auge. Er liegt ungefähr 25900 Jahre vor unserem Zeitraum. Es ist gegen 25000 bis 26000 Jahre her, daß dieser siebente Zeitraum der lemurischen Zeit abgelaufen ist über die Erde hin.
[ 34 ] Der Mensch hängt wirklich, so wie er auf dieser Erde hier steht, zusammen mit dem ganzen Weltenall. Und ich habe vorhin gesagt, was heute gilt, galt natürlich nicht immer auf der Erde. Wir sprechen ja, ichst wenigstens uns über die wichtigsten Dinge zu informieren, jetzt vorzugsweise über den Zeitraum seit der großen atlantischen Flut, der Sintflut, könnte man sagen; die Geologie nennt es Eiszeit. Wir wissen, daß in dieser Zeit Veränderungen mit der Menschheit vor sich gegangen sind, aber vor dieser Zeit hat es auf der Erde auch schon eine Menschheit gegeben, wenn auch in anderer Form. Sie können das in der «Geheimwissenschaft im Umtiß» nachlesen, wie die Menschheit da gelebt hat. Die atlantische Entwickelung ist der gegenwärtigen Entwickelung vorangegangen. An derjenigen Stelle der Erde zum Beispiel, wo heute der Atlantische Ozean ist, war Land. Ein großer Teil des heutigen Europa war dazumal Meer. Während dieser atlantischen Menschheit waren die Verhältnisse auf der Erde ganz anders. Die alte atlantische Kultur ist untergegangen; die nachatlantische ist an ihre Stelle getreten. Aber die atlantische folgte wiederum auf die sogenannte lemurische Kultur, und da gab es auch mehrere Abschnitte. So daß wir sagen können, wir haben jetzt die nachatlantische Kultur, nicht wahr, den ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften Zeitraum, in dem wir jetzt sind. Dem geht voran die atlantische Kultur mit ihren sieben Zeiträumen (siehe Zeichnung); dem geht voran die lemurische Kultur wiederum mit ihren sieben Zeiträumen. Fassen wir einmal den siebenten Zeitraum der lemurischen Kultur ins Auge. Er liegt ungefähr 25900 Jahre vor unserem Zeitraum. Es ist gegen 25000 bis 26000 Jahre her, daß dieser siebente Zeitraum der lemurischen Zeit abgelaufen ist über die Erde hin.
[ 35 ] So merkwürdig das klingen mag, es ist eine gewisse Ähnlichkeit zwischen diesem siebenten lemurischen Zeitraum und zwischen unserem eigenen Zeitraum. Ähnlichkeiten finden sich ja immer wiederum zwischen den aufeinanderfolgenden Zeiträumen, Ähnlichkeiten der verschiedensten Art. Eine naheliegende Ähnlichkeit haben wir zwischen unserer und der ägyptisch-chaldäischen Zeit gefunden. Jetzt um zu! wollen wir von einer solchen sprechen, die weitergehend ist. Auch äußerlich kosmisch ist eine Ähnlichkeit. Sie wissen, unser jetziger Zeitraum, der ungefähr im 15. Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung beginnt, hängt mit dem Kosmos dadurch zusammen, daß seit jener Zeit die Sonne ihren Frühlingspunkt in den Fischen hat, in dem Sternbilde der Fische. Früher hatte die Sonne ihren Frühlingsaufgangspunkt durch 2160 Jahre hindurch im Sternbilde des Widders. Hier in diesem siebenten lemurischen Zeitraum (links) waren ähnliche Verhältnisse; vor zwölf Zeiträumen war die Sonne in denselben Verhältnissen. Da waren also gegen das Ende der lemurischen Zeit ähnliche Verhältnisse wie jetzt.
[ 35 ] So merkwürdig das klingen mag, es ist eine gewisse Ähnlichkeit zwischen diesem siebenten lemurischen Zeitraum und zwischen unserem eigenen Zeitraum. Ähnlichkeiten finden sich ja immer wiederum zwischen den aufeinanderfolgenden Zeiträumen, Ähnlichkeiten der verschiedensten Art. Eine naheliegende Ähnlichkeit haben wir zwischen unserer und der ägyptisch-chaldäischen Zeit gefunden. Jetzt um zu! wollen wir von einer solchen sprechen, die weitergehend ist. Auch äußerlich kosmisch ist eine Ähnlichkeit. Sie wissen, unser jetziger Zeitraum, der ungefähr im 15. Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung beginnt, hängt mit dem Kosmos dadurch zusammen, daß seit jener Zeit die Sonne ihren Frühlingspunkt in den Fischen hat, in dem Sternbilde der Fische. Früher hatte die Sonne ihren Frühlingsaufgangspunkt durch 2160 Jahre hindurch im Sternbilde des Widders. Hier in diesem siebenten lemurischen Zeitraum (links) waren ähnliche Verhältnisse; vor zwölf Zeiträumen war die Sonne in denselben Verhältnissen. Da waren also gegen das Ende der lemurischen Zeit ähnliche Verhältnisse wie jetzt.


[ 36 ] Dieses Ähnlichkeit enthält aber wiederum eine bedeutsame Verschiedenheit. Was wir heute erwerben an innerer Geisteskraft, an Kopferlebnissen, wie wir es jetzt beschrieben haben in diesen Betrachtungen, das erlebte der damalige lemurische Mensch auch, aber er erlebte es auf andere Art. Der lemurische Mensch war ja, wie Sie in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» nachlesen können, ganz anders beschaffen als der heutige Mensch. Dasjenige, was aus dem Weltenall in ihn eindringen konnte, das drang wirklich ein, so daß der lemurische Mensch ungefähr dieselbe Weisheit, die der heutige Mensch durch seinen Kopf erwirbt, auch erhalten hat, aber vom Weltenall strömte sie in ihn ein; insofern war sie wieder anders. Sein Kopf war noch offen, sein Kopf war noch empfänglich für die Verhältnisse des Weltenalls. Daher war in alten Zeiten hellseherische Kraft vorhanden. Der Mensch erklärte sich die Dinge nicht logisch. Er lernte sie nicht, sondern er schaute sie, weil sie aus dem Kosmos in seinen Kopf hereinkamen, während sie heute nicht mehr herein können. Denn das, was hereinkommt, das hört verhältnismäßig in früher Jugend auf; wie ich gesagt habe: der Kopf steht nicht in so inniger Beziehung mehr zum Weltenall. Das ist im heutigen Zeitalter so. Damals war es nicht so; damals stand der Kopf des Menschen noch in viel innigerer Beziehung zum Weltenall, damals empfing der Kopf noch Weltenweisheit; ihr ging nicht jene Logik ab, die heute doch dem, was der Mensch selber erwirbt, abgeht. Jene Urweisheit war eine wirklich inspirierte, eine von außen an den Menschen herankommende, aus den göttlichen Welten stammende. Das zu betrachten, ist der heutige Mensch abgeneigt, denn der heutige Mensch glaubt — verzeihen Sie, wenn ich mich wiederum etwas drastisch ausdrücke —, er habe, seit dem er auf der Erde ist, immer einen so harten Schädel gehabt wie heute. Das ist aber nicht wahr. Das menschliche Haupt hat sich erst in verhältnismäßig später Zeit geschlossen, das menschliche Haupt war empfänglich für kosmische Einströmungen in alten Zeiten. Jetzt ist nur noch ein atavistischer Rest zurückgeblieben. Jeder Mensch weiß, wenn er einen Kindskopf — einen richtigen Kindskopf, nicht einen solchen also, wie ihn die Erwachsenen haben — betrachtet, so ist noch eine Stelle weich. Das ist der letzte Rest jenes dem Kosmos Geöffnetseins, wo aus dem Kosmos herein im Kopfe in einer bestimmten Weise die kosmischen Kräfte in alten Zeiten wirkten und dem Menschen kosmische Weisheit gaben. Da brauchte der Mensch noch nicht jene Korrespondenz mit dem Herzen, denn da hatte er ein kleines Herz im Kopfe, das heute verkümmert, das heute rudimentär geworden ist.
[ 36 ] Dieses Ähnlichkeit enthält aber wiederum eine bedeutsame Verschiedenheit. Was wir heute erwerben an innerer Geisteskraft, an Kopferlebnissen, wie wir es jetzt beschrieben haben in diesen Betrachtungen, das erlebte der damalige lemurische Mensch auch, aber er erlebte es auf andere Art. Der lemurische Mensch war ja, wie Sie in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» nachlesen können, ganz anders beschaffen als der heutige Mensch. Dasjenige, was aus dem Weltenall in ihn eindringen konnte, das drang wirklich ein, so daß der lemurische Mensch ungefähr dieselbe Weisheit, die der heutige Mensch durch seinen Kopf erwirbt, auch erhalten hat, aber vom Weltenall strömte sie in ihn ein; insofern war sie wieder anders. Sein Kopf war noch offen, sein Kopf war noch empfänglich für die Verhältnisse des Weltenalls. Daher war in alten Zeiten hellseherische Kraft vorhanden. Der Mensch erklärte sich die Dinge nicht logisch. Er lernte sie nicht, sondern er schaute sie, weil sie aus dem Kosmos in seinen Kopf hereinkamen, während sie heute nicht mehr herein können. Denn das, was hereinkommt, das hört verhältnismäßig in früher Jugend auf; wie ich gesagt habe: der Kopf steht nicht in so inniger Beziehung mehr zum Weltenall. Das ist im heutigen Zeitalter so. Damals war es nicht so; damals stand der Kopf des Menschen noch in viel innigerer Beziehung zum Weltenall, damals empfing der Kopf noch Weltenweisheit; ihr ging nicht jene Logik ab, die heute doch dem, was der Mensch selber erwirbt, abgeht. Jene Urweisheit war eine wirklich inspirierte, eine von außen an den Menschen herankommende, aus den göttlichen Welten stammende. Das zu betrachten, ist der heutige Mensch abgeneigt, denn der heutige Mensch glaubt — verzeihen Sie, wenn ich mich wiederum etwas drastisch ausdrücke —, er habe, seit dem er auf der Erde ist, immer einen so harten Schädel gehabt wie heute. Das ist aber nicht wahr. Das menschliche Haupt hat sich erst in verhältnismäßig später Zeit geschlossen, das menschliche Haupt war empfänglich für kosmische Einströmungen in alten Zeiten. Jetzt ist nur noch ein atavistischer Rest zurückgeblieben. Jeder Mensch weiß, wenn er einen Kindskopf — einen richtigen Kindskopf, nicht einen solchen also, wie ihn die Erwachsenen haben — betrachtet, so ist noch eine Stelle weich. Das ist der letzte Rest jenes dem Kosmos Geöffnetseins, wo aus dem Kosmos herein im Kopfe in einer bestimmten Weise die kosmischen Kräfte in alten Zeiten wirkten und dem Menschen kosmische Weisheit gaben. Da brauchte der Mensch noch nicht jene Korrespondenz mit dem Herzen, denn da hatte er ein kleines Herz im Kopfe, das heute verkümmert, das heute rudimentär geworden ist.
[ 37 ] So ändert sich der Mensch. Aber indem sich die Verhältnisse über die Erde hin ändern, muß der Mensch das begreifen und sich selbst auch ändern, selbst auch anderen Verhältnissen anpassen. Wir wären immer am Gängelbande des Kosmos geblieben, wenn unser Kopf nicht verknöchert wäre. Dadurch sind wir abgeschlossen gegen das Weltenall und können ein selbständiges Ich in uns entwickeln. Das ist wichtig, daß wir dieses ins Auge fassen. Wir können ein selbständiges Ich in uns entwickeln dadurch, daß wir physisch diesen harten Schädel bekommen haben. Und der letzte Rest der Erinnerungen, der lebendigen Erinnerungen an die alte Urweisheit — wann ist er denn eigentlich geschwunden bei der Menschheit? Er ist eigentlich erst geschwunden in dem Zeitraume, der dem unseren vorangegangen ist, im vierten nachatlantischen Zeitraum, während der griechisch-römischen Kultur. Allerdings haben die Menschen da auch schon längst einen zugemachten Schädel gehabt, aber es gab noch immer in den Mysterien bewahrte Urweisheit, die aus ganz alten Zeiten stammte, aus dem Zeitraume, der wiederum dem damaligen lemurischen Fischezeitalter vorangegangen ist, aus dem lemurischen Widderzeitalter.
[ 37 ] So ändert sich der Mensch. Aber indem sich die Verhältnisse über die Erde hin ändern, muß der Mensch das begreifen und sich selbst auch ändern, selbst auch anderen Verhältnissen anpassen. Wir wären immer am Gängelbande des Kosmos geblieben, wenn unser Kopf nicht verknöchert wäre. Dadurch sind wir abgeschlossen gegen das Weltenall und können ein selbständiges Ich in uns entwickeln. Das ist wichtig, daß wir dieses ins Auge fassen. Wir können ein selbständiges Ich in uns entwickeln dadurch, daß wir physisch diesen harten Schädel bekommen haben. Und der letzte Rest der Erinnerungen, der lebendigen Erinnerungen an die alte Urweisheit — wann ist er denn eigentlich geschwunden bei der Menschheit? Er ist eigentlich erst geschwunden in dem Zeitraume, der dem unseren vorangegangen ist, im vierten nachatlantischen Zeitraum, während der griechisch-römischen Kultur. Allerdings haben die Menschen da auch schon längst einen zugemachten Schädel gehabt, aber es gab noch immer in den Mysterien bewahrte Urweisheit, die aus ganz alten Zeiten stammte, aus dem Zeitraume, der wiederum dem damaligen lemurischen Fischezeitalter vorangegangen ist, aus dem lemurischen Widderzeitalter.
[ 38 ] Im lemurischen Zeitalter wurde dem Menschen auch das, was er dazumal von seinem Ich haben konnte, vom Kosmos herein geoffenbart, seine innerste Seelenkraft wurde ihm vom Kosmos herein geoffenbart. Das hörte auf gerade im vierten nachatlantischen Zeitraum, in der griechisch-lateinischen Zeit. Der Himmel machte seine letzte Türe zu vor dem Menschen. Dafür aber auch sandte er seinen größten Boten herunter gerade in jener Zeit, damit der Mensch auf der Erde finden könne, was er früher vom Himmel erhalten hat: den Christus. Insofern ist das Mysterium von Golgatha auch eine kosmische Tatsache, als für den Menschen das verlorengegangen wäre, was ihm früher schon von der lemurischen Zeit her vom Himmel geoffenbart war, kosmisch geoffenbart war. Da erscheint derjenige Impuls, der es ihm von der Erde her offenbaren kann. Nur muß der Mensch dasjenige, was von der Erde her im Christus-Impuls geoffenbart worden ist, nach und nach ausbilden, und gerade dadurch ausbilden, daß er auf jene Verjüngung eingeht, von der wir jetzt gesprochen haben.
[ 38 ] Im lemurischen Zeitalter wurde dem Menschen auch das, was er dazumal von seinem Ich haben konnte, vom Kosmos herein geoffenbart, seine innerste Seelenkraft wurde ihm vom Kosmos herein geoffenbart. Das hörte auf gerade im vierten nachatlantischen Zeitraum, in der griechisch-lateinischen Zeit. Der Himmel machte seine letzte Türe zu vor dem Menschen. Dafür aber auch sandte er seinen größten Boten herunter gerade in jener Zeit, damit der Mensch auf der Erde finden könne, was er früher vom Himmel erhalten hat: den Christus. Insofern ist das Mysterium von Golgatha auch eine kosmische Tatsache, als für den Menschen das verlorengegangen wäre, was ihm früher schon von der lemurischen Zeit her vom Himmel geoffenbart war, kosmisch geoffenbart war. Da erscheint derjenige Impuls, der es ihm von der Erde her offenbaren kann. Nur muß der Mensch dasjenige, was von der Erde her im Christus-Impuls geoffenbart worden ist, nach und nach ausbilden, und gerade dadurch ausbilden, daß er auf jene Verjüngung eingeht, von der wir jetzt gesprochen haben.
[ 39 ] Mit dieser Entwickelung des Menschen hängt es zusammen, daß wir heute eigentlich in uns tragen etwas, man kann sagen, ganz Wunderbares. Ich habe schon in den gestrigen Betrachtungen erwähnt: das Wissen unserer Zeit ist das spirituellste, das es nur geben kann; nur merkt es der Mensch nicht, weil er es nicht reif werden läßt. Das, was man heute über die Natur wissen kann, das ist viel geistiger als dasjenige, was man vorher gewußt hat. Was man vorher gewußt hat, das brachte gewisse Wirklichkeiten aus dem Kosmos herunter. In den Sternen, ich habe es erwähnt, sah noch die mittelalterliche Scholastik englische Intelligenzen. Die neuere Astronomie sieht natürlich keine englischen Intelligenzen, sondern etwas, was man mit Mathematik oder Mechanik berechnet; aber es ist, ich möchte sagen, dasjenige, was man früher gesehen hat, darin ganz durchgesiebt, bis auf das letzte Geistige durchgesiebt. Es gehörte allerdings die ganze liebenswürdige Genialität des Novalis dazu, um in diesem Punkte richtig zu sehen. In den Aphorismen von Novalis finden Sie den schönen Ausspruch — ich habe ihn schon öfter erwähnt —: «Die Mathematik ist im Grunde ein großes Gedicht.» — Aber dazu, um das einzusehen, wie die Mathematik, durch die man auch die Sternenwelten und ihren Verlauf berechnet, eine große Dichtung ist, dazu muß man ein Poet sein, nicht wie es die heutigen Naturalisten etwa sind, sondern ein solcher Poet, wie es Novalis ist. Dann steht man bewundernd auch vor dem Gedichte der Mathematik da. Denn die Mathematik ist Phantasie. Mathematik ist nichts mit den Sinnen Beobachtetes, sie ist Phantasie. Sie ist aber das letzte Phantasieprodukt, das noch einen Zusammenhang mit der unmittelbaren äußeren Wirklichkeit hat. Die Mathematik ist nämlich ganz durchgesiebte Maja. Und lernt man sie kennen, nicht bloß mit dem schulmeisterlichen Sinn, der heute die Welt meistert, sondern lernt man die Mathematik kennen ihrer Substanz nach, lernt man die Mathematik kennen in dem, was sie offenbaren kann, dann lernt man in ihr allerdings etwas kennen, was so wenig eine Realität hat wie das Spiegelbild, das wir von uns selber im Spiegel sehen, das uns aber doch etwas sagt, das uns sehr viel sagt unter Umständen. Aber allerdings, wenn man das Spiegelbild als eine letzte Realität betrachtet, ist man ein Tor. Und wenn man gar anfängt, etwa mit dem Spiegelbild sich unterhalten zu wollen, weil man es mit der Wirklichkeit verwechselt, so sucht man eben nicht die Wirklichkeit an der rechten Stelle. Ebensowenig kann man in dem, was die Mathematik in der Astronomie errechnet, eine Wirklichkeit finden. Aber die Wirklichkeit ist schon da. Wie ein Spiegelbild nicht da ist ohne die Wirklichkeit, so ist das ganze geistige Dasein da, das rein mathematisch errechnet wird. Es ist nur ganz durchgesiebt und muß wiederum zu der Wirklichkeit zurückdringen.
[ 39 ] Mit dieser Entwickelung des Menschen hängt es zusammen, daß wir heute eigentlich in uns tragen etwas, man kann sagen, ganz Wunderbares. Ich habe schon in den gestrigen Betrachtungen erwähnt: das Wissen unserer Zeit ist das spirituellste, das es nur geben kann; nur merkt es der Mensch nicht, weil er es nicht reif werden läßt. Das, was man heute über die Natur wissen kann, das ist viel geistiger als dasjenige, was man vorher gewußt hat. Was man vorher gewußt hat, das brachte gewisse Wirklichkeiten aus dem Kosmos herunter. In den Sternen, ich habe es erwähnt, sah noch die mittelalterliche Scholastik englische Intelligenzen. Die neuere Astronomie sieht natürlich keine englischen Intelligenzen, sondern etwas, was man mit Mathematik oder Mechanik berechnet; aber es ist, ich möchte sagen, dasjenige, was man früher gesehen hat, darin ganz durchgesiebt, bis auf das letzte Geistige durchgesiebt. Es gehörte allerdings die ganze liebenswürdige Genialität des Novalis dazu, um in diesem Punkte richtig zu sehen. In den Aphorismen von Novalis finden Sie den schönen Ausspruch — ich habe ihn schon öfter erwähnt —: «Die Mathematik ist im Grunde ein großes Gedicht.» — Aber dazu, um das einzusehen, wie die Mathematik, durch die man auch die Sternenwelten und ihren Verlauf berechnet, eine große Dichtung ist, dazu muß man ein Poet sein, nicht wie es die heutigen Naturalisten etwa sind, sondern ein solcher Poet, wie es Novalis ist. Dann steht man bewundernd auch vor dem Gedichte der Mathematik da. Denn die Mathematik ist Phantasie. Mathematik ist nichts mit den Sinnen Beobachtetes, sie ist Phantasie. Sie ist aber das letzte Phantasieprodukt, das noch einen Zusammenhang mit der unmittelbaren äußeren Wirklichkeit hat. Die Mathematik ist nämlich ganz durchgesiebte Maja. Und lernt man sie kennen, nicht bloß mit dem schulmeisterlichen Sinn, der heute die Welt meistert, sondern lernt man die Mathematik kennen ihrer Substanz nach, lernt man die Mathematik kennen in dem, was sie offenbaren kann, dann lernt man in ihr allerdings etwas kennen, was so wenig eine Realität hat wie das Spiegelbild, das wir von uns selber im Spiegel sehen, das uns aber doch etwas sagt, das uns sehr viel sagt unter Umständen. Aber allerdings, wenn man das Spiegelbild als eine letzte Realität betrachtet, ist man ein Tor. Und wenn man gar anfängt, etwa mit dem Spiegelbild sich unterhalten zu wollen, weil man es mit der Wirklichkeit verwechselt, so sucht man eben nicht die Wirklichkeit an der rechten Stelle. Ebensowenig kann man in dem, was die Mathematik in der Astronomie errechnet, eine Wirklichkeit finden. Aber die Wirklichkeit ist schon da. Wie ein Spiegelbild nicht da ist ohne die Wirklichkeit, so ist das ganze geistige Dasein da, das rein mathematisch errechnet wird. Es ist nur ganz durchgesiebt und muß wiederum zu der Wirklichkeit zurückdringen.
[ 40 ] Gerade indem unsere Zeit so abstrakt geworden ist, so rein kopfmäßig gebildet worden ist, hat sie einen ungeheuer geistigen Inhalt. Und es gibt eigentlich nichts, was so fein geistig ist, wie unsere gegenwärtige Wissenschaft; nur wissen das die Menschen nicht und würdigen es nicht. Allerdings ist es fast drollig, wenn man mit der gegenwärtigen Wissenschaft materialistisch ist, denn man ist eigentlich ein sonderbarer Lebensgenosse, wenn man mit der gegenwärtigen Wissenschaft materialistisch ist, nur sind fast alle Gelehrten solche Lebensgenossen. Wenn man mit dem, was die gegenwärtige Wissenschaft an Begriffen entwickeln kann, behauptet, es gäbe nur ein materielles Dasein, so ist es eigentlich komisch; denn wenn es nur ein materielles Dasein gäbe, könnte man niemals behaupten, daß es ein materielles Dasein gäbe. Daß man die Behauptung aufstellte: Es gibt ein materielles Dasein —, dieser Akt der Seele ist nämlich das feinste Geistige, was es nur geben kann; der ist allein ein Beweis, daß es nicht ein bloßes materielles Dasein gibt! Denn kein Mensch könnte behaupten, daß es ein materielles Dasein gäbe, wenn es nur ein materielles Dasein gäbe. Man kann allerlei anderes behaupten, aber man kann niemals behaupten, daß es ein materielles Dasein gibt, wenn man nur ein materielles Dasein annimmt. Indem man behauptet, daß es nur ein materielles Dasein gibt, beweist man eigentlich, daß man einen Unsinn redet. Denn, wenn das wahr wäre, was man behauptet, wenn es nur ein materielles Dasein geben würde, so könnte niemals aus diesem materiellen Dasein heraus etwas entstehen, das irgendwo in einem Menschen jene Behauptung würde, die ein rein geistiger Vorgang ist: Es gibt ein materielles Dasein.
[ 40 ] Gerade indem unsere Zeit so abstrakt geworden ist, so rein kopfmäßig gebildet worden ist, hat sie einen ungeheuer geistigen Inhalt. Und es gibt eigentlich nichts, was so fein geistig ist, wie unsere gegenwärtige Wissenschaft; nur wissen das die Menschen nicht und würdigen es nicht. Allerdings ist es fast drollig, wenn man mit der gegenwärtigen Wissenschaft materialistisch ist, denn man ist eigentlich ein sonderbarer Lebensgenosse, wenn man mit der gegenwärtigen Wissenschaft materialistisch ist, nur sind fast alle Gelehrten solche Lebensgenossen. Wenn man mit dem, was die gegenwärtige Wissenschaft an Begriffen entwickeln kann, behauptet, es gäbe nur ein materielles Dasein, so ist es eigentlich komisch; denn wenn es nur ein materielles Dasein gäbe, könnte man niemals behaupten, daß es ein materielles Dasein gäbe. Daß man die Behauptung aufstellte: Es gibt ein materielles Dasein —, dieser Akt der Seele ist nämlich das feinste Geistige, was es nur geben kann; der ist allein ein Beweis, daß es nicht ein bloßes materielles Dasein gibt! Denn kein Mensch könnte behaupten, daß es ein materielles Dasein gäbe, wenn es nur ein materielles Dasein gäbe. Man kann allerlei anderes behaupten, aber man kann niemals behaupten, daß es ein materielles Dasein gibt, wenn man nur ein materielles Dasein annimmt. Indem man behauptet, daß es nur ein materielles Dasein gibt, beweist man eigentlich, daß man einen Unsinn redet. Denn, wenn das wahr wäre, was man behauptet, wenn es nur ein materielles Dasein geben würde, so könnte niemals aus diesem materiellen Dasein heraus etwas entstehen, das irgendwo in einem Menschen jene Behauptung würde, die ein rein geistiger Vorgang ist: Es gibt ein materielles Dasein.
[ 41 ] Daraus sehen Sie schon: es ist eigentlich niemals ein so logischer Beweis geführt worden, daß die Welt aus dem Geiste ist, als in unserer Zeit durch die Wissenschaft, die nicht daran glaubt — das heißt, die nicht an sich selber glaubt in Wirklichkeit —, und durch das ganze Zeitalter, das nicht an sich selber glaubt. Nur dadurch, daß sich von Epoche zu Epoche die Menschheit immer mehr und mehr spiritualisiert hat, daß wir es endlich dahin gebracht haben, solch feine Begriffe zu haben, wie wir sie in der Gegenwart haben, nur dadurch ist die Menschheit dazu gekommen, daß sie nun rein sieht die ganz durchgesiebten Begriffe und aus dem eigenen Willen sie nun an die Herzenskräfte anschließen kann. Das zeigt sich aber auch richtig im äußeren Leben, das zeigt sich auch in den großen katastrophalen Ereignissen.
[ 41 ] Daraus sehen Sie schon: es ist eigentlich niemals ein so logischer Beweis geführt worden, daß die Welt aus dem Geiste ist, als in unserer Zeit durch die Wissenschaft, die nicht daran glaubt — das heißt, die nicht an sich selber glaubt in Wirklichkeit —, und durch das ganze Zeitalter, das nicht an sich selber glaubt. Nur dadurch, daß sich von Epoche zu Epoche die Menschheit immer mehr und mehr spiritualisiert hat, daß wir es endlich dahin gebracht haben, solch feine Begriffe zu haben, wie wir sie in der Gegenwart haben, nur dadurch ist die Menschheit dazu gekommen, daß sie nun rein sieht die ganz durchgesiebten Begriffe und aus dem eigenen Willen sie nun an die Herzenskräfte anschließen kann. Das zeigt sich aber auch richtig im äußeren Leben, das zeigt sich auch in den großen katastrophalen Ereignissen.
[ 42 ] Denn es ist ein großer Unterschied, wenn man wirklich Geschichte studiert, zwischen dem, was man jetzt den gegenwärtigen Weltkrieg nennt, der eigentlich kein Krieg, sondern etwas anderes ist — ich habe davon öfter gesprochen —, ein großer Unterschied gegenüber früheren Kriegen. Man ist heute noch nicht aufmerksam auf diese Dinge; aber in all den Dingen, die sich abspielen, zeigt sich schon dieser Unterschied. Man könnte viele Dinge anführen zum Beweise dafür, daß sich dieses zeigt. Aber Menschen, die in so unklarer Weise sprechen vom Standpunkte eines ganz besonderen Scharfsinnes aus, wie der Mann in dem Artikel, aus dem ich Ihnen einen Satz vorgelesen habe, solche gibt es jetzt viele. Denn dieser gegenwärtige Scharfsinn bringt es dazu, den eigentümlichen Satz immer wieder und wiederum zu verfechten: Man muß diesen Krieg möglichst verlängern, damit ein möglichst guter Friede hergestellt wird. — So würde niemand gesagt haben gegenüber früheren Kriegen; so würde man niemals gesprochen haben. Man würde auch in mancher andern Beziehung nicht so gesprochen haben wie heute. Denn, wie gesagt, die Leute beachten das noch nicht, aber es ist doch so: wenn Sie alle früheren Kriege nehmen, so werden Sie immer — ich könnte Hunderte von Dingen anführen, die das erweisen würden, ich will nur zwei Dinge anführen —, Sie werden bei früheren Kriegen immer finden, daß im Grunde genommen die Menschen in irgendeiner Weise aussprechen konnten, warum sie Krieg führten. Sie wollten etwas Bestimmtes, scharf zu Umreißendes, scharf zu Umschreibendes. Können dies die gegenwärtigen Menschen? Tun sie es vor allen Dingen? Ein großer Teil derjenigen, die sehr am Kriege beteiligt sind, tun es nicht. Kein Mensch weiß, was eigentlich hinter den Dingen steckt. Und wenn jemand sagt, er will das oder jenes, so ist es gewöhnlich so formuliert, daß der andere erst recht nicht weiß, was er will.
[ 42 ] Denn es ist ein großer Unterschied, wenn man wirklich Geschichte studiert, zwischen dem, was man jetzt den gegenwärtigen Weltkrieg nennt, der eigentlich kein Krieg, sondern etwas anderes ist — ich habe davon öfter gesprochen —, ein großer Unterschied gegenüber früheren Kriegen. Man ist heute noch nicht aufmerksam auf diese Dinge; aber in all den Dingen, die sich abspielen, zeigt sich schon dieser Unterschied. Man könnte viele Dinge anführen zum Beweise dafür, daß sich dieses zeigt. Aber Menschen, die in so unklarer Weise sprechen vom Standpunkte eines ganz besonderen Scharfsinnes aus, wie der Mann in dem Artikel, aus dem ich Ihnen einen Satz vorgelesen habe, solche gibt es jetzt viele. Denn dieser gegenwärtige Scharfsinn bringt es dazu, den eigentümlichen Satz immer wieder und wiederum zu verfechten: Man muß diesen Krieg möglichst verlängern, damit ein möglichst guter Friede hergestellt wird. — So würde niemand gesagt haben gegenüber früheren Kriegen; so würde man niemals gesprochen haben. Man würde auch in mancher andern Beziehung nicht so gesprochen haben wie heute. Denn, wie gesagt, die Leute beachten das noch nicht, aber es ist doch so: wenn Sie alle früheren Kriege nehmen, so werden Sie immer — ich könnte Hunderte von Dingen anführen, die das erweisen würden, ich will nur zwei Dinge anführen —, Sie werden bei früheren Kriegen immer finden, daß im Grunde genommen die Menschen in irgendeiner Weise aussprechen konnten, warum sie Krieg führten. Sie wollten etwas Bestimmtes, scharf zu Umreißendes, scharf zu Umschreibendes. Können dies die gegenwärtigen Menschen? Tun sie es vor allen Dingen? Ein großer Teil derjenigen, die sehr am Kriege beteiligt sind, tun es nicht. Kein Mensch weiß, was eigentlich hinter den Dingen steckt. Und wenn jemand sagt, er will das oder jenes, so ist es gewöhnlich so formuliert, daß der andere erst recht nicht weiß, was er will.
[ 43 ] Das war bei früheren Kriegen durchaus nicht so. Man kann die ganze Weltgeschichte durchgehen, und man wird dieses nicht finden. Sie können in früheren Zeiten noch so betrübliche Ereignisse nehmen — ich will die tartarischen, die mongolischen Einfälle in Europa nennen —, Sie könnten immer finden: das sind ganz bestimmte Dinge, die scharf zu formulieren sind, die zu verstehen waren, aus denen heraus man definieren konnte, was eigentlich geschieht. Wo ist heute eine wirklich klare Definition desjenigen, was eigentlich geschieht, eine wirklich klare Umschreibung?
[ 43 ] Das war bei früheren Kriegen durchaus nicht so. Man kann die ganze Weltgeschichte durchgehen, und man wird dieses nicht finden. Sie können in früheren Zeiten noch so betrübliche Ereignisse nehmen — ich will die tartarischen, die mongolischen Einfälle in Europa nennen —, Sie könnten immer finden: das sind ganz bestimmte Dinge, die scharf zu formulieren sind, die zu verstehen waren, aus denen heraus man definieren konnte, was eigentlich geschieht. Wo ist heute eine wirklich klare Definition desjenigen, was eigentlich geschieht, eine wirklich klare Umschreibung?
[ 44 ] Das ist das eine. Aber nun, um etwas anderes noch zu sagen: Was war denn eigentlich in früheren Zeiten gewöhnlich die Folge von Kriegen? Man könnte Hunderte von Dingen anführen, aber ich will diese zwei anführen: Was war denn die Folge von Kriegen in früheren Zeiten? Sehen Sie hin, wo Sie wollen: gewisse territoriale Veränderungen, die die Menschen dann hingenommen haben. — Wie stellen sich die Menschen heute zu diesen Dingen? Sie erklären eigentlich alle: Ja, territoriale Veränderungen darf es nicht geben. — Dann frägt man sich aber wiederum: Wozu das Ganze? Im Grunde genommen, verglichen mit früheren Dingen, ist die Sache so, daß die Leute jedenfalls um das nicht Krieg führen können, um was man früher immer Krieg geführt hat; denn das kann es gar nicht geben. In dem Augenblicke, wo es irgendwie das geben soll, erklärt man sofort: Das kann es gar nicht geben. — Also kann es eigentlich niemals, nach den Impulsen, die herrschen, niemals einen Frieden geben; denn würde man alles beim alten lassen, so hätte man gar nicht anzufangen gebraucht. Da man aber angefangen hat und doch alles beim alten lassen will, so kann man selbstverständlich nicht aufhören, denn sonst hätte man nicht anzufangen gebraucht!
[ 44 ] Das ist das eine. Aber nun, um etwas anderes noch zu sagen: Was war denn eigentlich in früheren Zeiten gewöhnlich die Folge von Kriegen? Man könnte Hunderte von Dingen anführen, aber ich will diese zwei anführen: Was war denn die Folge von Kriegen in früheren Zeiten? Sehen Sie hin, wo Sie wollen: gewisse territoriale Veränderungen, die die Menschen dann hingenommen haben. — Wie stellen sich die Menschen heute zu diesen Dingen? Sie erklären eigentlich alle: Ja, territoriale Veränderungen darf es nicht geben. — Dann frägt man sich aber wiederum: Wozu das Ganze? Im Grunde genommen, verglichen mit früheren Dingen, ist die Sache so, daß die Leute jedenfalls um das nicht Krieg führen können, um was man früher immer Krieg geführt hat; denn das kann es gar nicht geben. In dem Augenblicke, wo es irgendwie das geben soll, erklärt man sofort: Das kann es gar nicht geben. — Also kann es eigentlich niemals, nach den Impulsen, die herrschen, niemals einen Frieden geben; denn würde man alles beim alten lassen, so hätte man gar nicht anzufangen gebraucht. Da man aber angefangen hat und doch alles beim alten lassen will, so kann man selbstverständlich nicht aufhören, denn sonst hätte man nicht anzufangen gebraucht!
[ 45 ] Diese Dinge sind abstrakt, paradox, aber sie entsprechen tiefgehenden Wirklichkeiten; sie entsprechen wirklich Bedingungen, die vorläufig ins Auge gefaßt werden sollten. So daß man schon sagen muß: Dasjenige, was hier erörtert wird als mangelnde Korrespondenz zwischen Kopfmenschen und Herzensmenschen, das ist heute weltgeschichtliches Ereignis. — Und auf der andern Seite kann man sagen: Die Menschen stehen heute in einem ganz besonderen Abschnitte der Entwickelung, sie können nicht menschlich ihre Gedanken bewältigen. — Das ist das bedeutsamste Charakteristikon unserer Zeit. Die Menschen können nicht menschlich ihre Gedanken bewältigen. Alles ist anders geworden, und die Menschen wollen noch nicht aufmerksam darauf sein, daß alles anders geworden ist.
[ 45 ] Diese Dinge sind abstrakt, paradox, aber sie entsprechen tiefgehenden Wirklichkeiten; sie entsprechen wirklich Bedingungen, die vorläufig ins Auge gefaßt werden sollten. So daß man schon sagen muß: Dasjenige, was hier erörtert wird als mangelnde Korrespondenz zwischen Kopfmenschen und Herzensmenschen, das ist heute weltgeschichtliches Ereignis. — Und auf der andern Seite kann man sagen: Die Menschen stehen heute in einem ganz besonderen Abschnitte der Entwickelung, sie können nicht menschlich ihre Gedanken bewältigen. — Das ist das bedeutsamste Charakteristikon unserer Zeit. Die Menschen können nicht menschlich ihre Gedanken bewältigen. Alles ist anders geworden, und die Menschen wollen noch nicht aufmerksam darauf sein, daß alles anders geworden ist.
[ 46 ] Also man hat es nicht bloß zu tun mit irgend etwas, das innerhalb Weltanschauungsfragen eine Bedeutung hat, sondern was wirklich für das breiteste, die Menschheit bedrückendste Ereignis unserer Tage tief, tief geht. Die Menschen finden nicht mehr den Anschluß von ihrer Seele aus an ihre eigenen Gedanken. Und das ist dasjenige, was uns darauf hinweisen kann, wie nicht nur der einzelne Mensch, sondern die Menschheit in einer gewissen Weise verlernt hat, an die Verjüngungskräfte zu appellieren. Die Menschheit wird sich nicht leicht aus diesem Zustand wiederum herausbringen können. Sie wird das erst können, wenn sie an verjüngende Kräfte glaubt, wenn vieles von dem ganz ausgemerzt ist, was nicht mehr verjüngt werden kann. Ob wir den einzelnen Menschen ansehen, oder ob wir ansehen dasjenige, was um uns herum vorgeht, wir finden überall dasselbe. Wir finden eine durchgesiebte Kopfweisheit, ein durchgesiebtes Kopferleben, ohne den Willen, die Dinge reif werden zu lassen durch das Herzenserleben. Das aber ist etwas so tief Zusammenhängendes mit dem Bedürfnisse der allgemeinen Menschheitsentwickelung, daß der Mensch gar wohl gerade darauf seine stärkste Aufmerksamkeit in der Gegenwart und für die nächste Zukunft lenken sollte.
[ 46 ] Also man hat es nicht bloß zu tun mit irgend etwas, das innerhalb Weltanschauungsfragen eine Bedeutung hat, sondern was wirklich für das breiteste, die Menschheit bedrückendste Ereignis unserer Tage tief, tief geht. Die Menschen finden nicht mehr den Anschluß von ihrer Seele aus an ihre eigenen Gedanken. Und das ist dasjenige, was uns darauf hinweisen kann, wie nicht nur der einzelne Mensch, sondern die Menschheit in einer gewissen Weise verlernt hat, an die Verjüngungskräfte zu appellieren. Die Menschheit wird sich nicht leicht aus diesem Zustand wiederum herausbringen können. Sie wird das erst können, wenn sie an verjüngende Kräfte glaubt, wenn vieles von dem ganz ausgemerzt ist, was nicht mehr verjüngt werden kann. Ob wir den einzelnen Menschen ansehen, oder ob wir ansehen dasjenige, was um uns herum vorgeht, wir finden überall dasselbe. Wir finden eine durchgesiebte Kopfweisheit, ein durchgesiebtes Kopferleben, ohne den Willen, die Dinge reif werden zu lassen durch das Herzenserleben. Das aber ist etwas so tief Zusammenhängendes mit dem Bedürfnisse der allgemeinen Menschheitsentwickelung, daß der Mensch gar wohl gerade darauf seine stärkste Aufmerksamkeit in der Gegenwart und für die nächste Zukunft lenken sollte.
[ 47 ] Das haben wir ja schon öfter erwähnt von den verschiedensten Gesichtspunkten aus. Gerade das kann uns darauf hinweisen, daß Geisteswissenschaft allerdings heute in die Welt treten muß, selber, ich möchte sagen, wie etwas Abstraktes; aber sie ist fruchtbar, sie kann umgestalten die Welt, indem sie vor allen Dingen in die wirklichen, konkreten Lebensbedingungen ihre Impulse hineinschicken kann. Der Mensch würde traurigen Zeiten entgegengehen, wenn es fortdauern sollte, daß man keinen Glauben mehr hat an das Älterwerden, daß man stehenbleiben will bei dem, was der, ich möchte sagen, kurzlebige Kopf erleben kann. Denn ich habe schon gesagt: Das äußerste Extrem dessen, was der kurzlebige Kopf erwerben kann, das ist der abstrakte Sozialismus, der nicht aus konkreten Verhältnissen hervorgeht. Aber an ihn glaubt man ja im Grunde genommen einzig und allein. Der Philosoph behauptet heute vielfach, es gäbe nur Materie, wegen seiner feinen Spiritualität. Nur müßte er sogleich dieses Urteil aufgeben, denn es ist ein Unsinn. In den allgemeinen Weltverhältnissen ist man zu Triebfedern des gegenwärtigen sogenannten Krieges gekommen, aus denen es keinen Ausweg gibt, ebensowenig wie aus dem Satze: Es gibt nur Materie. — Denn die Gegenwart ist eben spirituell, und dieses Spirituelle braucht Verdichtung, braucht Erkraftung, damit es in die Wirklichkeit eingreifen kann. Sonst bleibt es bloßes Spiegelbild. Die Menschheit arbeitet, so wie sie heute arbeitet, wie wenn man nicht mit wirklichen Menschen irgendwo in einer Werkstätte arbeiten wollte, sondern wie wenn man glaubte, man könnte mit Spiegelbildern in einer Werkstätte arbeiten.
[ 47 ] Das haben wir ja schon öfter erwähnt von den verschiedensten Gesichtspunkten aus. Gerade das kann uns darauf hinweisen, daß Geisteswissenschaft allerdings heute in die Welt treten muß, selber, ich möchte sagen, wie etwas Abstraktes; aber sie ist fruchtbar, sie kann umgestalten die Welt, indem sie vor allen Dingen in die wirklichen, konkreten Lebensbedingungen ihre Impulse hineinschicken kann. Der Mensch würde traurigen Zeiten entgegengehen, wenn es fortdauern sollte, daß man keinen Glauben mehr hat an das Älterwerden, daß man stehenbleiben will bei dem, was der, ich möchte sagen, kurzlebige Kopf erleben kann. Denn ich habe schon gesagt: Das äußerste Extrem dessen, was der kurzlebige Kopf erwerben kann, das ist der abstrakte Sozialismus, der nicht aus konkreten Verhältnissen hervorgeht. Aber an ihn glaubt man ja im Grunde genommen einzig und allein. Der Philosoph behauptet heute vielfach, es gäbe nur Materie, wegen seiner feinen Spiritualität. Nur müßte er sogleich dieses Urteil aufgeben, denn es ist ein Unsinn. In den allgemeinen Weltverhältnissen ist man zu Triebfedern des gegenwärtigen sogenannten Krieges gekommen, aus denen es keinen Ausweg gibt, ebensowenig wie aus dem Satze: Es gibt nur Materie. — Denn die Gegenwart ist eben spirituell, und dieses Spirituelle braucht Verdichtung, braucht Erkraftung, damit es in die Wirklichkeit eingreifen kann. Sonst bleibt es bloßes Spiegelbild. Die Menschheit arbeitet, so wie sie heute arbeitet, wie wenn man nicht mit wirklichen Menschen irgendwo in einer Werkstätte arbeiten wollte, sondern wie wenn man glaubte, man könnte mit Spiegelbildern in einer Werkstätte arbeiten.
[ 48 ] So ist es bei der extremsten Ausgestaltung der Kopfanschauung, bei dem Sozialismus, der deshalb für große Massen so einleuchtend ist, weil er logisches Kopferlebnis ist, reines logisches Kopferlebnis ist. Wenn aber dieses logische Kopferlebnis nicht mit dem Geistigen des andern Menschen zusammenkommt — mit was kommt es dann zusammen? Das haben wir ja öfter erwähnt, heute sogar auch: dann kommt es mit den blinden Trieben und Instinkten zusammen, dann kommt eine unreinliche Mischung heraus zwischen dem Kopferlebnis, das eigentlich ganz spirituell ist, und den blindesten Instinkten und Trieben. Das will man jetzt im Osten miteinander auch weltgeschichtlich vereinen. Eine sozialistische Theorie, bloßes Kopferlebnis, das gar nichts zu tun hat mit den wirklichen konkreten Verhältnissen des Ostens, dasjenige, was ausgedacht wird von Menschen, wie Lenin und Trotzkij, das hat mit dem, was sich konkret als Bedürfnisse im Osten entwickelt, nichts zu tun. Denn würden Lenin und Trotzkij, statt nach Rußland, durch irgendeine sonderbare Verkettung von Umständen nach Australien verschlagen sein, so würden sie dort ebenso glauben, dieselben Verhältnisse einzuführen, wie sie sie in Rußland einführen wollten; sie passen nach Australien, nach Südamerika ebenso gut und ebenso schlecht wie nach Rußland; sie passen ebenso gut auf den Mond, weil sie zu gar keinen konkreten, wirklichen Verhältnissen passen. Denn warum? Weil sie aus dem Kopfe sind und der Kopf ist nicht von der Erde. Vielleicht würden sie gerade deshalb auf den Mond besser passen, weil sie aus dem bloßen Kopfe sind. Der Kopf ist nicht von der Erde. Daß sie einleuchten, das rührt eben davon her, daß sie dem Kopf sehr verwandt sind. Aber hier auf der Erde muß dasjenige begründet werden, was erdenverwandt ist, muß Geistigkeit auch gefunden werden, die mit der Erdenzukunft so zusammenhängt, wie wir das heute dargestellt haben.
[ 48 ] So ist es bei der extremsten Ausgestaltung der Kopfanschauung, bei dem Sozialismus, der deshalb für große Massen so einleuchtend ist, weil er logisches Kopferlebnis ist, reines logisches Kopferlebnis ist. Wenn aber dieses logische Kopferlebnis nicht mit dem Geistigen des andern Menschen zusammenkommt — mit was kommt es dann zusammen? Das haben wir ja öfter erwähnt, heute sogar auch: dann kommt es mit den blinden Trieben und Instinkten zusammen, dann kommt eine unreinliche Mischung heraus zwischen dem Kopferlebnis, das eigentlich ganz spirituell ist, und den blindesten Instinkten und Trieben. Das will man jetzt im Osten miteinander auch weltgeschichtlich vereinen. Eine sozialistische Theorie, bloßes Kopferlebnis, das gar nichts zu tun hat mit den wirklichen konkreten Verhältnissen des Ostens, dasjenige, was ausgedacht wird von Menschen, wie Lenin und Trotzkij, das hat mit dem, was sich konkret als Bedürfnisse im Osten entwickelt, nichts zu tun. Denn würden Lenin und Trotzkij, statt nach Rußland, durch irgendeine sonderbare Verkettung von Umständen nach Australien verschlagen sein, so würden sie dort ebenso glauben, dieselben Verhältnisse einzuführen, wie sie sie in Rußland einführen wollten; sie passen nach Australien, nach Südamerika ebenso gut und ebenso schlecht wie nach Rußland; sie passen ebenso gut auf den Mond, weil sie zu gar keinen konkreten, wirklichen Verhältnissen passen. Denn warum? Weil sie aus dem Kopfe sind und der Kopf ist nicht von der Erde. Vielleicht würden sie gerade deshalb auf den Mond besser passen, weil sie aus dem bloßen Kopfe sind. Der Kopf ist nicht von der Erde. Daß sie einleuchten, das rührt eben davon her, daß sie dem Kopf sehr verwandt sind. Aber hier auf der Erde muß dasjenige begründet werden, was erdenverwandt ist, muß Geistigkeit auch gefunden werden, die mit der Erdenzukunft so zusammenhängt, wie wir das heute dargestellt haben.
[ 49 ] Das führt in ganz bedeutsame, tiefe Dinge hinein. Und wenn man sie bedenkt, so wird man sehen, wie wenig geneigt der Mensch der Gegenwart eigentlich ist, auf diese Dinge einzugehen. Und sie sind so notwendig wie das tägliche Brot, denn die Menschheitsentwickelung kommt sonst entweder in eine Fallgrube oder in eine Sackgasse, wenn nicht gefunden wird dasjenige, was zur Verjüngung führt.
[ 49 ] Das führt in ganz bedeutsame, tiefe Dinge hinein. Und wenn man sie bedenkt, so wird man sehen, wie wenig geneigt der Mensch der Gegenwart eigentlich ist, auf diese Dinge einzugehen. Und sie sind so notwendig wie das tägliche Brot, denn die Menschheitsentwickelung kommt sonst entweder in eine Fallgrube oder in eine Sackgasse, wenn nicht gefunden wird dasjenige, was zur Verjüngung führt.
[ 50 ] Es ist ein breites Thema. Man kann alle diese Dinge nur andeuten. Ich fürchte, daß ich heute schon zu lange gesprochen habe, aber ich wollte wenigstens verschiedenes sagen.
[ 50 ] Es ist ein breites Thema. Man kann alle diese Dinge nur andeuten. Ich fürchte, daß ich heute schon zu lange gesprochen habe, aber ich wollte wenigstens verschiedenes sagen.
[ 51 ] Ich habe nun noch für diese paar Tage, die wir beisammen sein können, allerlei, möchte ich sagen, Bedürfnisse: Einmal möchte ich noch über illustrative Kunst sprechen. Dann möchte ich, weil ich glaube, daß tatsächlich manches für die Gegenwart sehr verständlich auch werden kann, viel verständlicher noch werden kann, wenn man manches in der Vergangenheit betrachtet, zweimal zu Ihnen historisch sprechen, und zwar möchte ich einmal über die Verhältnisse des 9. Jahrhunderts in Europa sprechen, weil ich da manches werde berühren können, das Ihnen wichtig sein könnte zu wissen; und dann möchte ich in einem zweiten Vortrage sprechen über das Zeitalter des Christian Rosenkreutz.
[ 51 ] Ich habe nun noch für diese paar Tage, die wir beisammen sein können, allerlei, möchte ich sagen, Bedürfnisse: Einmal möchte ich noch über illustrative Kunst sprechen. Dann möchte ich, weil ich glaube, daß tatsächlich manches für die Gegenwart sehr verständlich auch werden kann, viel verständlicher noch werden kann, wenn man manches in der Vergangenheit betrachtet, zweimal zu Ihnen historisch sprechen, und zwar möchte ich einmal über die Verhältnisse des 9. Jahrhunderts in Europa sprechen, weil ich da manches werde berühren können, das Ihnen wichtig sein könnte zu wissen; und dann möchte ich in einem zweiten Vortrage sprechen über das Zeitalter des Christian Rosenkreutz.
