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Earth-Death and Universal-Life
Anthroposophical Life-Gifts
Essential Aspects of Consciousness for the Present and the Future
GA 181

9 April 1918, Berlin

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Anthroposophische Lebensgaben IV

IV. The Eternal and the Imperishable

[ 1 ] Im Verlaufe der letzten Betrachtungen habe ich hier öfter darauf aufmerksam gemacht, daß, allerdings aus andern Quellen heraus, okkulte Wahrheiten einzelnen Menschen immer bekannt waren, durch alle Zeiten der Menschheitsentwickelung bekannt waren, daß aber allerdings diese einzelnen Menschen sehr sorgfältig darüber gewacht haben, daß gerade diejenigen, welche in solche okkulten Mysterien eingeweiht worden sind, nichts nach außen an Nichteingeweihte mitgeteilt haben. Nun wissen wir, daß solche Dinge sich auch noch dann fortpflanzen, wenn sie in der Fortentwickelung des allgemeinen Menschenlebens ihre Bedeutung, ja ihre Berechtigung verloren haben. So werden denn gewisse Wahrheiten heute noch immer von solchen, die sie kennen, streng bewacht. Aber wir wissen, daß auf gewisse Dinge heute einfach hingewiesen werden muß, daß sie nicht mehr im Verborgenen bleiben dürfen, sondern daß sie, wie andere wissenschaftliche Wahrheiten, auch als geisteswissenschaftliche Wahrheiten der allgemeinen Menschheit zugänglich gemacht werden müssen.

[ 1 ] In the course of these lectures I have of late often drawn your attention to the fact that occult truths, though coming from other sources, were always known to a few individuals through all periods of mankind's evolution; but that these persons always took great care that those who had been initiated into occult Mysteries should communicate nothing to those outside who were not initiated. Now we know that such things are still transmitted even when, in the further evolution of ordinary human life, they have lost their significance, and even their justification. Thus, certain truths are even today still strictly guarded by those who know them. We know, however, that certain things simply must be referred to today, they must not remain in secrecy any longer; but like other scientific truths, they too as spiritually scientific truths, must be made accessible to mankind in general.

[ 2 ] Nun kann das ja nur mit Bezug auf gewisse elementare Dinge geschehen, allein mit Bezug auf diese muß es geschehen. In den Dingen, die wir seit langem besprochen haben, liegt allerdings manches von dem, was zu solchen Wahrheiten, zu solchen Erkenntnissen gerechnet wird, die von manchen Seiten sorgfältig bewacht werden. Allein, dennoch muß fortgefahren werden im Geiste dieser Betrachtungen, an manches anzuknüpfen, was ein solches Bewachtes ist. Und diejenigen, welche heute solche Wahrheiten, einfach verkündet, empfangen, sollten es den Wahrheiten selbst ansehen, daß sie mit einem gewissen großen Ernst, mit einer gewissen Ehrfurcht betrachtet werden. Denn zu jenen Dingen, mit Bezug auf welche die Eingeweihten vor dem Mitteilen zurückschrecken, gehört nebst anderem die Scheu vor der Ehrfurchtslosigkeit der heutigen Menschen gegenüber der Wahrheit. Allerdings kann ja gegenüber dem, was der heutige materialistische Sinn als Wahrheit gelten läßt, viel Ehrfurcht nicht aufkommen, und die Dinge werden auch nicht sehr profaniert, [dadurch], daß wir ihnen nicht mit Ehrfurcht entgegenkommen, wenigstens nicht scheinbar. Allein, gewisse Dinge müssen zart und ehrfurchtsvoll behandelt werden, wenn sie in der richtigen Weise in das Geistesleben der Menschheit sich einverleiben sollen.

[ 2 ] Now this can only happen with respect to certain elementary things, but as regards these it must happen. Among the things of which we have spoken for a long time, much can certainly be reckoned as belonging to such truths, to such knowledge, as was guarded carefully in many quarters. Nevertheless an endeavor must be made to continue, in the spirit of these lectures, to encounter much which pertains to that which is guarded. Those who today hear these truths simply announced, should recognize in the truths themselves that they should be regarded with a certain great earnestness and reverence. For one of the reasons which make the Initiates afraid to communicate them is the fear of the want of reverence towards these truths in the man of today. Certainly we cannot pay much respect to what the materialistic sense of today regards as truth, nor are those things very much profaned by our not paying respect to them, at least not apparently. But certain things must be treated tenderly and reverentially if they are to be incorporated in the proper manner into the spiritual life of mankind.

[ 3 ] Dazu gehören vor allem die Erkenntnisse über den Menschen selbst, Erkenntnisse, die zunächst, wenn sie an unsere Seele herantreten, einfach erscheinen, die aber von außerordentlich bedeutsamer Tragfähigkeit und Tragweite sind. Gerade die Betrachtungen, die uns in der letzten Zeit beschäftigt haben, die alle mehr oder weniger darin gipfeln, das Geheimnis uns nahezubringen, das dem Zusammenhange zwischen dem Leben im physischen Leibe und dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt entspricht, diese Wahrheiten führen die Betrachtung sehr, sehr weit an den Menschen heran, knüpfen an manches von dieser Art an, was in intimer Weise mit dem Menschen erkenntnismäßig verknüpft ist. Da wollen wir zunächst unseren geistigen Blick auf Dinge lenken, von denen wir von andern Gesichtspunkten aus schon gesprochen haben, wollen heute nur in einer gewissen Richtung solche Dinge wieder betrachten, um den eben charakterisierten Gesichtspunkt in diesen Vorträgen hier festhalten zu können.

[ 3 ] To these belongs above all the knowledge about man himself; knowledge which at first seems simple when it approaches our soul, but which is of immensely important productiveness and range. These very considerations which have occupied us of late, and with all more or less culminate in bringing us near to the secret concerned with the connection between life in the physical body and the life between death and rebirth, just these very truths may lead man's observation very, very far, and serve to form a connection with much of a like nature which is intimately connected with the knowledge of man. We will now first of all direct our spiritual sight to these things of which we have already spoken from other points of view; we will today observe such things, but in one direction only, so as to keep to the point of view described in these lectures.

[ 4 ] Die neuere Naturwissenschaft hat, wie wir wissen, den Menschen an das Tier sehr nahe herangebracht. Allein, wir haben schon betont: Was den Menschen eigentlich im wahren Sinne des Wortes von dem Tier unterscheidet, das berücksichtigt diese moderne Naturwissenschaft gar nicht. Sie macht zum Beispiel darauf aufmerksam, wie die Formen der Knochen beim Menschen und bei den höheren Tieren sind und findet eine große Ähnlichkeit darin; sie findet in der Gestaltung, in der Morphologie überhaupt eine große Ähnlichkeit. Darin hat sie zwar recht, aber das Hauptsächlichste ist damit gar nicht berührt. Dieses Hauptsächlichste — ich habe schon einmal in diesem Winter, in einem Öffentlichen Vortrage sogar, darauf hingewiesen stellt sich zunächst einmal von einer Seite so dar, daß man sagen kann: Wer mit der nötigen Ehrfurcht und Tiefe an die Betrachtung des Menschenlebens so herangeht, daß er sich beeindrucken läßt von dem großen, bedeutsamen Gegensatz zwischen einem hier auf der Erde physisch lebenden Menschen und einem menschlichen Leichnam, der hat einfach in diesem Eindruck dieser beiden Gegensätze ein Mysterium vor seine Seele hingestellt: den lebendigen Menschen und einen Leichnam. Was dem Menschen zunächst dabei auffallen muß, ist, daß nun der Leichnam von den Kräften der äußeren Erdennatur in Anspruch genommen wird, denen er nicht unterworfen war in der Zeit seit der Empfängnis oder Geburt bis zum Tode, sondern denen er dadurch entzogen war, daß das Seelisch-Lebendige mit diesem Stoffzusammenhange, der uns im Leichnam gegenübersteht, verbunden war. Verfolgen wir in Gedanken, was aus einem Leichnam wird, gleichgültig, ob der betreffende Leichnam rasch durch Verbrennung oder langsamer durch Verwesung aufgelöst wird, die beiden Prozesse sind ja genau dasselbe, unterscheiden sich nur der Kürze oder Länge der Zeit nach. Was stofflich im Menschen verbunden war, das wird in kürzerer oder längerer Zeit im Gesamtstoffprozeß unserer Erde aufgelöst, geht über in den Gesamtstoffprozeß der Erde. Der Mensch kann in der Tat mit seinen gewöhnlichen Sinnen, auch mit seinen gewöhnlichen Gedanken verfolgen, was alles aus den Teilen eines Leichnams wird.

[ 4 ] Natural science of modern times has, as we know, brought man very close to the animal. But we have already declared that what really differentiates men from the animal in the real sense of the word, is not taken into consideration at all by this modern natural science. It draws our attention, for instance, to the forms of the bones in man and in the higher animals and finds a great resemblance between them: it finds a great resemblance in construction, in morphology in general. So far it is certainly right, but it makes no reference to the most important thing. This which I have already pointed out once this winter, and indeed in a public lecture, at first presents itself from such a point of view that one can say: “He who with the necessary reverence and depth so approaches the observation of human life as to allow himself to be influenced by the great and important contrast between a man living physically here on the Earth and a human corpse, has set up a mystery before his soul in the impression of the contrast between the living man and a corpse.” What cannot then fail to strike him first of all is that the corpse is claimed by the forces of external Earth-nature, to which it was not subject in the time between conception or birth up to death, and from which it was immune by virtue of the fact that the living soul-element was connected with this combination of substances which confronts us in the corpse. Let us follow in thought what becomes of a corpse, whether disintegrated quickly by cremation or more slowly through decomposition (the two processes are exactly the same and only differ in rapidity). The substances combined materially in man will be dissolved in a more or less short space of time into the collective substance of our Earth; they pass over into it. Man can in fact follow with his ordinary senses and indeed with his ordinary thoughts all that becomes of the component parts of a corpse.

[ 5 ] Der geisteswissenschaftliche Betrachter kann in dieser Beziehung weitergehen. Er kann finden, daß das, was im Leichnam unmittelbar nach dem Tode zusammen ist, allmählich in ein ungeheuer großes Stoffgebiet übergeht; natürlich verteilt sich dies über Jahrhunderte, aber es geht in ein ungeheuer großes Stoffgebiet über, löst sich sozusagen auf in der Gesamtheit desjenigen, was überhaupt unsere sichtbare, äußerlich wahrnehmbare Welt ist.

[ 5 ] In this respect the spiritually-scientific investigator can go further. He can discover that what is present in the corpse immediately after death gradually passes over into an enormous realm of substance; this process is of course spread over centuries, but it passes into a great enormous realm of substance and dissolves, as it were, into the totality of our visible, outwardly perceptive world.

[ 6 ] Nun ist es interessant zu verfolgen, welcher Zusammenhang besteht zwischen dem, was hier im physischen Leben unser Ich-Bewußtsein ist, und diesem sich auflösenden Leichnam. Kurioserweise hängen diese zwei Dinge in einer gewissen Beziehung zusammen: der sich auflösende Leichnam und das Ich-Bewußtsein. Ich sage: Das IchBewußtsein — natürlich nicht das reale, das wirkliche Ich, denn dieses Ich geht selbstverständlich durch die Todespforte — lebt das Leben weiter zwischen Tod und neuer Geburt. Aber was hier im physischen Leben dem Menschen als Bild des Ich vorschwebt — er hat ja kein Bewußtsein von dem Ich, hat nur ein Bild des Ich im Bewußtsein —, das ist an den Leichnam gebunden, und zwar an denjenigen Stoffzusammenhang gebunden, der sich eben nach dem 'Tode im Universum auflöst. Diese Auflösung des Leichnams im Universum ist nichts anderes als das äußere Bild für das gesamte Ich-Bewußtsein; denn in Wahrheit gehört unser Ich-Bewußtsein diesem Universum an, in das sich unser Leichnam auflöst. Und daß wir in der Zeit zwischen Geburt und Tod in der sonderbaren Anschauung — für den Okkultisten sonderbaren Anschauung, für den gewöhnlichen Menschen selbstverständlichen Anschauung — verharren: Da innerhalb der Grenzen unserer Haut sind wir —, daran ist nur Schuld, daß die Stoffmassen unseres Leibes zwischen Geburt und Tod zusammengehalten werden. Von diesem Zusammenhalt kommt es her, daß wir auch diesem Rauminhalt, den wir mit unserem Fleisch und Blut ausfüllen, es stets zuschreiben, daß wir da sind. Denn eigentlich ist es absurd, wir sind gar nicht da. Wir sind in Wahrheit überall dort und versuchen sogar vom Einschlafen bis zum Aufwachen überall dort zu sein, wo nach dem Tode die Stoffteilchen unseres Leibes sein werden. Es wird uns nur zwischen Geburt und Tod das Majabewußtsein beigebracht, daß wir in diesem Rauminhalt seien, der durch unsere Haut begrenzt ist. Das ist aber ein Majabewußtsein, das uns beigebracht wird. Und der Tod ist unter vielem andern, was er ist, die Widerlegung dieses Majabewußtseins für die physisch-materielle Welt. Er führt die Teile unseres Leichnames dahin, wo in Wahrheit unser IchBewußtsein immer weilt. Das ist schon etwas sehr Weittragendes.

[ 6 ] Now it is interesting to follow up the connection which exists between our Ego-consciousness here in physical life and this disintegrating corpse. Curiously enough the disintegrating corpse and the Ego-consciousness are connected in a certain respect. I say the Ego-consciousness: not of course the real, true Ego, for that passes of course through the portal of death and continues its life between death and rebirth. But what here in physical life floats before man is a picture of the Ego—for he has no consciousness of the Ego, only a picture of it in his consciousness—that is bound to the corpse, and indeed to that combination of substances which is dissolved into the Universe after death. The dissolution of the corpse into the Universe is nothing but the external picture of the collective Ego-consciousness; for in truth our Ego-consciousness belongs to the Universe into which our corpse is dissolved. The reason that between birth and death we maintain the opinion—a strange one for the occultist but a comprehensible and obvious one for ordinary man—that we are here, confined within the boundaries of our skin, is only because the substances in our body are held together between birth and death. It is also because of this cohesion that we believe ourselves to be in this content of space which we fill out with our flesh and blood. This is really absurd, we are not there at all. We are really everywhere; and between sleeping and waking we even try to be where the particles of matter and our body will be after death. Only between our birth and death does this Maya-consciousness come to us, of being within that content of space which is limited by our skin. But that is a Maya-consciousness which is produced in us. And death among many other things also disproves this Maya-consciousness concerning the physical material world. It leads the particles of our corpse where in reality our Ego-consciousness always dwells. This is already a very far-reaching concept.

[ 7 ] Sie können nun aber fragen: Was trägt uns denn da eigentlich, wenn wir gestorben sind, dieses unser Ich-Bewußtsein und sein äußeres Bild, die Stoffteilchen unseres Leibes, in die weite Welt hinaus? Was sind das für Kräfte?

[ 7 ] But now you may ask: What is it then that when we are dead really carries our Ego-consciousness and its external image, the particles of substance of our body, out into the wide world? What forces are these?

[ 8 ] Drei Kräfte sind es, die wir etwa in folgender Weise uns veranschaulichen können.

[ 8 ] There are three of these forces, which we can demonstrate somewhat in the following manner.

[ 9 ] Die eine Kraft kommt während der Zeit unseres Lebens dadurch zur Erscheinung, daß wir in der allerersten Zeit unseres Lebens auf allen vieren kriechen und dann uns vertikal aufrichten. Wir orientieren uns ja erst nach und nach in der Vertikallinie. Indem wir uns vom kriechenden Kinde zum aufrechtgehenden Menschen umgestalten, folgen wir einer gewissen Kraftlinie, in die wir uns hineinstellen, mit der wir uns identifizieren. Diese Kraftlinie ist, geisteswissenschaftlich angesehen, sehr genau anschaubar im Menschen. Von unten läuft eine Linie, die vom Mittelpunkt der Erde ins Universum hinausgeht. "Man hat das in alten Zeiten einfach so bezeichnet, daß man sagte: Vom Mittelpunkt der Erde ins Universum geht eine Linie, die für jeden Menschen, sogar für jeden Zeitpunkt, eine andere ist, aber immer von der Mitte der Erde hinaus nach dem Universum. Das ist die eine im Menschen wichtige Kraftlinie. Wie sie in unserem physischen Leben wirkt, so wirkt sie eben nur so lange, als dieses physische Leben dauert; denn da hält die physische Schwerkraft unseres Leibes dieser Kraft das Gleichgewicht. In dem Augenblicke, wo diese physische Schwerkraft nicht mehr so wirkt, wie sie im lebendigen Leibe wirkt, mit dem Zeitpunkt, wo der lebendige Leib Leichnam wird, da entfaltet sich diese Kraftlinie vom Mittelpunkt der Erde zum Universum hinaus als diejenige, welche zunächst unsere Stoffteilchen schiebt, trägt. Natürlich werden sie ja immer durch ihre eigene Schwere dann weiter getrieben, aber wenn wir durch lange Zeit sie verfolgen würden, was mit unseren Stoffteilen geschieht, so würden wir finden, daß sie sich zerstreuen in der Richtung dieser Kraft, wenn dies auch Jahrhunderte in Anspruch nimmt. — Die zweite Kraft, die dabei in Betracht kommt, ist eine solche, welche hauptsächlich in der menschlichen Sprache zum Ausdruck kommt. Wir reden, wir können wenigstens reden. Es ist immer ein gewisser Antrieb in der artikulierten Sprache. Eine gewisse Schwungkraft liegt in der ausgeatmeten Luft, wenn wir sprechen. Diese Kraft sieht der geisteswissenschaftliche Forscher wie um jene erste Linie herum geschlungen. Sie hat im wesentlichen eine Spiralform, um diese Vertikale herum sich schlingend. Diese Kraft verändert etwas die reine Abstoßungskraft, bringt sie in Schwung. Aber sie ist nicht allein tätig, sondern es kommt ein Drittes dazu, das von folgendem herrührt. Während das Sprechen nach außen eine gewisse Schwungkraft entwickelt, wirkt das Denken, durch das sich der Mensch vom Tier unterscheidet, entgegengesetzt. dieser in der Sprache zum Ausdruck kommenden Kraft. Damit haben wir die dritte Kraft. Wenn wir sie zeichnen wollten, so könnte dies in der folgenden Weise geschehen (siehe Zeichnung). Durch diese drei Kräfte, die Auftichtekraft, die im Sprechen wirkende Kraft und die im Denken wirkende Kraft, werden die Teile des menschlichen Leichnams nach und nach langsam in das Universum hinausdirigiert. Entgegen wirkt ihnen natürlich die Schwere und anderes, chemische Kräfte zum Beispiel, die ihnen entgegengesetzt sind. Aber diese drei Kräfte überwinden dies Entgegenwirkende.

[ 9 ] One of these forces manifest during life in that in the very earliest time of our life we “crawl on all fours” and then we lift ourselves upright. While we are transforming ourselves from the crawling child to the man who walks upright, we are following a certain line of force, within which we place ourselves, and with which we identify ourselves. This line of force, from a spiritually-scientific point of view, is very clearly visible in man. From below runs a line which goes from the center of the Earth into the Universe. In olden times this was described simply by saying that a line goes from the center of the Earth into the Universe, which line differs for each human being, and differs indeed in each epoch, but always goes from the middle of the Earth into the Universe. That is one of the important lines of force in man. The way it works in our physical life only continues as long as this life, for the physical force of gravity of our body equalizes this force. The moment this physical force of gravity no longer works as it does in the living body, the moment the living body becomes a corpse, this line of force from the center of the Earth to the Universe discloses itself as that which chiefly pushes and caries our particles of matter. Of course they are always driven on further by their own weight; but if we were to follow up what becomes of them through a long period of time, we should find that they disburse in the direction of this force, even if this takes centuries to achieve. The second force which here comes into consideration is one which chiefly comes to expression in human speech. We talk, or least we can talk. There is always a certain impulse in articulate speech. A certain centrifugal force lies in the air we breathe out when we speak. The spiritually-scientific investigator sees this force as slung round the first line. It has essentially a spiral form, twining around the vertical force. This force alters somewhat the pure force of repulsion; it brings it into play. Not only is this active, the third force must also be reckoned with, which proceeds from the following. Whereas speech develops a certain centrifugal force in an outward direction, thought, through which man is distinguished from the animal, works against this force which comes to expression and speech. This constitutes the third force. If we wished to draw at, we might do so in the following manner (see diagram). Through these three forces: the vertical force, the force working in speech and the force working in thought—the particles of a human corpse are slowly and gradually carried out in the Universe.

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[ 10 ] Diese drei Kräfte, die während des physischen Lebens, wenn wir als Menschen auf unseren zwei Beinen stehen, zusammengehalten werden, diese Kräfte werden frei und zerstreuen das, was hier in der Form zusammengehalten ist. Namentlich auch das, was wir Äther- oder Bildekräfteleib nennen, folgt diesen drei Kräften. Schon vorausgehend, unmittelbar nach dem Tode, nach wenigen Tagen geschieht das, was wir öfter als Auflösung des Äther- oder Bildekräfteleibes geschildert haben, auch in der Richtung dieser Kräfte. Die andere, die Zerstreuung des physischen Leibes, ist für den Toten weniger wichtig; sie bewirkt nur, weil sie ihm den Moment des Todes fixiert, daß sie ihm die Erinnerung an sein irdisches Ich fortbehält. Aber wichtiger ist, daß diese Kräfte ihm das fortwährend Gesetzmäßige dieser Auflösung des Äther- oder Bildekräfteleibes zeigen. Aber wenn nichts anderes da wäre als diese drei Kräfte, so könnte der Tote nicht wissen, daß es seine Form ist, daß das eigentlich von ihm kommt. Er würde es wahrnehmen, aber wie etwas Fremdes. Daher handelt es sich darum, daß er nicht nur das Sich-Auflösende wahrnimmt, sondern daß er wissen könne, daß das von ihm herrührt, daß es der Rest ist von dem, was er auf der Erde in seiner Form zusammengehalten hat. Und dies führt uns zu etwas anderem.

[ 10 ] In opposition to these, of course, works gravity and other forces, such as chemical forces, etc. but these three forces overcome the opposing forces. These three forces, which are held together during physical life when we as men stand on our two feet, are set free at death and to disperse what is here held together in form. In particular what we call the Etheric or Formative-forces Body follows these three forces. Immediately after death—during the first days—what we have often described as the dissolution of the Etheric or Formative-forces Body takes place in advance and also in the direction of these forces. The other process, dispersion of the physical body, is of less importance to the dead man; it is only in so far operative that it fixes the moment of death in his mind, it preserves for him the memory of his earthly Ego. But what is more important is that these forces show him the permanent results of this dissolution of the Etheric or Formative-forces Body. But if there were nothing there but these three forces, the dead man could not know that it is his own form coming forth from him. He would perceive it, but as something foreign to him. Therefore what is important is that he should not only perceive what is disintegrating, but that he should be able to know that it proceeds from him, that it is the remainder of what he held together on Earth within his form. And that leads us to something else.

[ 11 ] Da muß ich auf etwas hinweisen, was in unserer trockenen, nüchternen, papierenen Zeit schon wirklich gar nicht mit der nötigen Ehrfurcht behandelt wird, trotzdem es immer und überall vor uns steht. Es ist etwas, was innerhalb der physischen Welt eigentlich als das Allermysteriöseste wirkt, was für jeden da ist innerhalb der physischen Welt, was nur in seinem mysteriösen Charakter nicht empfunden wird: Es ist das menschliche Inkarnat, dasjenige, was in der menschlichen Fleischesfarbe nach außen sich am Menschen offenbart. Sie brauchen sich nur erinnern, welche Fülle des Individuellen darin sich ausspricht, daß uns der Mensch mit seinem Inkarnat entgegenkommt, wie im Grunde genommen diese Fleischesfarbe doch bei jedem Menschen eine andere ist, in so vielen Schattierungen uns entgegentritt, als es Menschen gibt. Wer sich mit der Enträtselung des Inkarnats beschäftigt, wie es auch schon versucht worden ist, der wird schon ein Gefühl für das bekommen, was in der Fleischesfarbe, in der Tingierung der menschlichen Haut zum Ausdruck kommt. Es ist etwas ungemein Geheimnisvolles, was in dem Inkarnat sich ausspricht. Für den, der geistesforscherisch an die Betrachtung herangeht, gewinnt die Frage: Wie steht es eigentlich mit dem Inkarnat? — eine sehr große Bedeutung. Denn diese eigentümliche Tingierung im Inkarnat hängt ab von zwei gegeneinander wirkenden Kräften, man könnte sagen: von in der Form einander entgegenwirkenden Druckkräften, die im Menschen wirksam sind. Und zwar wirkt in einer gewissen Weise der Äther- oder Bildekräfteleib drückend nach außen, der astralische Leib in entgegengesetzter Art drückend nach innen, und dies an allen Stellen. Will der astralische Leib sich zusammenziehen, von außen nach innen drücken, so will der Äther- oder Bildekräfteleib von innen nach außen drücken, sich ausdehnen. Und was dadurch entsteht, daß sich an des Menschen Oberfläche diese beiden Druckkräfte von außen und innen begegnen, das ist mitwirkend in dem, was sich im menschlichen Inkarnat offenbart. Was der ätherische Leib und der astralische Leib sich gegenseitig zu sagen haben, das drückt sich auf geheimnisvolle Weise im Inkarnat aus.

[ 11 ] Here I must refer to something which in our dry, barren, soulless Age is really not treated with necessary reverence, although it is always and everywhere before us. It is something which really works in the physical world as the most mysterious thing of all, which is present in everyone in the physical world, although it's mysterious character is not realized. I refer to the colour of human flesh, as it reveals itself externally in man. You have only to think of the abundant variety expressed in each man we see in the flesh; how these questions differ essentially and every person, in fact we see as many different tints as there are people. He who busied himself with solving the secrets of the flesh-tints, as has already been attempted, will acquire a feeling for what is expressed in the colour of the flesh, in the tints of human skin. Something very mysterious expresses itself in the colour of the complexion. To one who approaches this from a spiritually-scientific point of view, the question: “What is really the meaning of this flesh-colour?” is of very great significance. For this peculiar colouring of the skin depends on two opposing forces; we might say on two counteracting forces of pressure which are active in man and which work against one another in the form. Indeed in a certain sense the Etheric or Formative-forces Body Works with an outward pressure, the Astral body works in opposition with an inward pressure; and this opposition goes on at all points. If the Astral body wishes to contract, to press from without inwards, the Etheric or Formative-forces Body wishes to press from within outwards, to expand; and as a result of these two forces of pressure from without and within, meeting in the human surface, plays a part in what is revealed in the colour of man's flesh-tints. What the etheric and astral bodies have to say to each other is expressed in a mysterious manner in the colour of the skin.

[ 12 ] Wenn man auf den Menschen hinschaut, wie er hier auf dem physischen Plan ist, so sieht man sein Inkarnat auch. Aber dieses Inkarnat würde anders erscheinen, wenn man es anschauen könnte von innen nach außen. Von innen nach außen gesehen, wären Sie als durchschnittliche Mitteleuropäer mit Ihrem Inkarnat nicht fleischfarbig, rosig, sondern Sie wären grün-bläulich. Diese Farbe des Grün-Bläulichen zeigt sich auch in der Nachwirkung nach dem Tode. Wenn des Menschen Bildekräfte — oder ätherischer Leib sich ausdehnt im Sinne der drei vorhin charakterisierten Kräfte, und der Tote auf dieses Gebilde hinschaut, so sieht er sein Inkarnat gewissermaßen in der Nachwirkung von der andern Seite. Es schimmert nach dem Tode grünlich-bläulich ihm nach.

[ 12 ] When we look at man, as he is here on the physical plane, we see the colour of his complexion. But this colour would appear differently if one could behold it as seen from within. Seen from within you, an average Central European, would not have a flesh-colored, pinkish color, but greenish blue. This greeny-blue colour shows itself in its after-effects after death. When the body of Formative-forces or etheric body expands in the sense of the three forces already characterized, and the dead man looks upon this image, he sees his flesh-colour as, in a sense, representing the after-effects coming from the other side. He sees it glimmering a greenish blue after death.

[ 13 ] Aber es enthält noch etwas wesentlich anderes, als was uns entgegentritt, wenn wir es im physischen Leben von außen anschauen. Streng genommen ist dieses Inkarnat in seiner Mysteriosität nicht nur individuell verschieden für die verschiedensten Mensthen, sondern es ändert sich auch bei einem und demselben Menschen im Laufe des Lebens, wenn auch in kleinen Nuancen. Nicht, daß wir in gewissen krankhaften Zuständen manchmal blühend, manchmal käsig aussehen, denn das ist natürlich eine Abnormität, aber von diesen großen Veränderungen abgesehen, ändert sich das Inkarnat fortwährend. Wenn es aber von der andern Seite gesehen wird, wie es der Tote sieht, dann zeigt es noch etwas anderes. Dann zeigt es, wie auf einem Teppich aufgemalt, unsere gesamte Erinnerungswelt. Wenn wir also bildlich sprechen wollen, müssen wir uns diesen Inkarnatteppich wie ein Kleid vorstellen, wie ein ganz feines Kleid, und dieses jetzt gewendet, wie man ein Kleid wendet, nach der andern Seite dreht, oder wie man einen Handschuh umdreht. Dann würden wir auf der andern Seite sehen, was sonst nach innen gewendet ist, und dessen wir uns, weil es nach innen gewendet ist, nur dadurch bewußt werden können, daß es, wenn es ins Bewußtsein hineingekommen ist, als Erinnerung auftritt, nicht als Inhalt der Gedanken, aber die Gedanken autisch verschieden charakterisiert, schwingende Gedanken. Was wir in unser Unterbewußtsein hinunterschicken, lernen wir nur in seinem Außenleben kennen. Wie es durch unser Inkarnat durchglitzert, das lernen wir nicht kennen, das lernt aber der Tote dadurch kennen, daß das Inkarnat nachwirkt. Wenn der Tote auf die Auflösung des Bildekräfteleibes zurückschaut, dann hat er ihn als Erinnerung hinter sich, und er weiß dann: Das ist er, das bin ich!

[ 13 ] Besides this there is something in a man's colouring which is essentially different from that which we see when we look at it in physical life from outside. Strictly speaking, this mysterious flesh-coloured is not only individually different in every different person, but it also alters in one and the same being in the course of his life, though only in minute shades of colour. Not only in certain diseased conditions do we sometimes look blooming and sometimes pallid, for those conditions are of course abnormal, but apart from these greater alterations the colour of the skin is continually changing. If this is seen “from the other side,” as the dead man sees it, something else is to be observed besides. It then discloses our entire memory-world, as though painted on tapestry. Thus, speaking pictorially, we must picture this flesh-colored tapestry as a dress, as a very fine garment, but now turned inside out as one turns a dress or a glove. We should then see from the other side what is otherwise turned inwards; of which, because it is turned inwards, we can only become conscious when it comes into the consciousness as memory; not as the content of thought, but as thoughts differing in their aura, vibrating thoughts. We learn to know only the outer life of what we drive down into our subconscious; we here do not learn to know how it glimmers through our skin, but the dead man learns to know this because of the after-effects of the colouring, after death. What a dead man looks back upon the dissolution of the etheric body, he retains it as “memory” behind him; he knows that is himself—“That is I, myself.”

[ 14 ] Die geisteswissenschaftliche Forschung zeigt, daß das, was naturwissenschaftlich weniger in Betracht kommt: die große Differenzierung zwischen dem Menschen und dem Tier, die aufrechte Haltung, die Sprachfähigkeit, artikulierte Sprache, die Denkfähigkeit, daß das die Kräfte sind, welche den Menschen nach dem Tode ins Universum tragen, und daß das Inkarnat im Menschen der diesseitige physische Ausdruck ist für das, was als Erinnerungsrest nach dem Tode nachwirkt. So teilen wir uns selbst nach dem Tode dem Universum mit und tragen in dem, was wir hier in unserem physischen Leibe an uns haben und an uns zeigen, die äußeren Zeichen unserer kosmischen Wesenheit an uns. Deshalb das Gefühl, das wir namentlich mit so etwas Mysteriösem verbinden wie mit dem Inkarnat, dieses Gefühl, denn es ist das Gefühl von der universellen Bedeutung dessen, was ‚uns im Menschen entgegentritt: Noch mehr als durch irgend etwas anderes ist der Mensch durch so etwas wie durch sein Inkarnat ein Mikrokosmos gegenüber dem Makrokosmos. Und die Grundtingierung hat eine große Bedeutung, denn sie ist gewissermaßen die Farbe des Teppichs, auf welchem dem Toten seine Erinnerung erscheint: für die weiße Menschheit grünlich, grünlich-bläulich, für die Japaner violett-rötlich, für die Schwarzen nach dem Tode gerade fleischfarbig.

[ 14 ] The investigations of Spiritual Science show that what in natural sciences is taken less into consideration—the great distinctions between man in the animal, viz., the vertical position, the power of speech; articulated language; the power of thought—these are the forces which after death carry man into the Universe, and the colouring of man's flesh is the physical expression on Earth for what works on after death as a residue of memory. Thus we distribute ourselves into the Universe after death and bear the outer signs of our Cosmic identity in what we show that our physical body here on Earth. Hence the feeling, which we connect with something so mysterious as the flesh-tints, that by reason of such a wonderful thing as the colour of his complexion more than through anything else, man must be a microcosm in relation to the macrocosm; we feel the universal significance of what thus confronts us in man. The basic colouring of a man is of great significance, for that is to some extent the colour of the tapestry upon which his memory appears after death; greenish, greenish-blue for the white races; violet-reddish for the Japanese; and just flesh-coloured for the black races.

[ 15 ] Das sind Dinge, die mit dem Leben: zwischen Tod und neuer Geburt innig zusammenhängen, bedeutungsvoll zusammenhängen; bereiten sie doch die neue Inkarnation vor. In diesen Dingen liegt ungeheuer viel. Es liegt in ihnen das Bestimmende, das einen Menschen in einer neuen Inkarnation einer bestimmten Rasse und so weiter zuführt. Die Betrachtung des geistigen Lebens bedeutet nicht nur die Befriedigung einer Neugier oder neugierigen Wißbegierde. Sondern das Leben, wie es auch hier in der physischen Welt ist, mit denjenigen Dingen, die eigentlich auf unser Gemüt gerade geheimnisvolle Eindrücke machen, es wird erst erklärt, wenn wir dieses physische Leben im Zusammenhange mit dem geistigen richtig betrachten können.

[ 15 ] These are things intimately and significantly connected with life between death and rebirth, for they prepare the new incarnation. An enormous amount lies in these things. In them lies the determining factor which leads a man to a certain race and so on in his next incarnation. The observation of the spiritual life does not only mean the satisfaction of our curiosity or of an inquisitive desire for knowledge; for life, as lived in the physical world, with all the things which make mysterious impressions on our mind, can only be correctly explained when we observe it in connection with the spiritual one.

[ 16 ] Nun können Sie sich aber denken — die Dinge, die ich auseinandersetze, sind ja mehr oder weniger elementarer und können weiter ausgestaltet werden —, daß mit einer solchen Ausgestaltung ein intimes Hineinschauen in die menschliche Natur und Entwickelung überhaupt verknüpft ist. Vor diesem Hineinschauen in die menschliche Natur und Entwickelung scheuen namentlich die gegenwärtigen Menschen zurück. Sie wollen sie nicht haben. Und anderseits möchten gerade solche Menschen, auf die ich heute und öfter schon aufmerksam gemacht habe, welche Wache halten über gewisse okkulte Wahrheiten, in einem ausschließlichen Besitz solcher Dinge einen Machtfaktor haben. Das ist von außerordentlicher Bedeutung. Denn es gibt schon Menschen, wenn man es auch heute so schwer glaubt, die sich in gewisser Weise an der Realisierung des Weltenplanes beteiligen, indem sie an ihren okkulten Stätten herauszubekommen versuchen: Wie realisiert sich die Entwickelung der Welt? Was tut man am besten, um in den nächsten dreißig, vierzig, fünfzig, hundert Jahren von sich aus machtvoll auf die Menschheit zu wirken? — Nationen, die unter sich solche Menschen haben, die den Gang der Menschheitsentwickelung erforschen und dann das politische Leben in diesem Sinne einrichten, haben dies natürlich voraus vor andern, die nicht auf dergleichen Dinge eingehen. Diese Dinge spielen im Menschheitsleben eine große Rolle. Wir leben heute in der Zeit, wo es notwendig wäre, daß die Menschen darauf achten würden, daß es solche Dinge gibt. Ich will heute nur auf eines nach dieser Richtung hin aufmerksam machen.

[ 16 ] Now you can imagine from the things which I have explained from a more or less elementary standpoint and which can be developed further, that an intimate introspection into human nature and its evolution is certainly connected with such a development. People of the present day are specially apt to shrink back from this introspection into human nature and its development. They do not desire it. On the another hand, just such persons as those to whom I have today and at other times called your attention, keep guard over certain occult truths, would like to gain power by having an exclusive possession of such things. This is of extraordinary importance. For there are men, though it may be difficult to believe this today, who in a certain sense, take part in the realisation of the world-plan by trying to understand from their occult sanctuaries, how the evolution of the world can best be realised, and how best to work powerfully upon mankind during the next 30, 40, 50 or 100 years! Nations, which have men among them who thus investigate the process of man's evolution and direct the political life in this sense, are of course in this respect in advance of others which do not enter into such things. These things play a great part in the life of mankind. We live today in an age when it will be necessary for man to pay attention to the fact that such things exist. I only wish to draw your attention to one thing in this direction today.

[ 17 ] So ungeheuer katastrophal unsere gegenwärtigen Ereignisse sind, so sehr sie schon, rein äußerlich, oberflächlich betrachtet, alles überbieten, was an Ähnlichem seit dem geschichtlichen Leben sich in der Menschheit ausgebreitet hat, sie sind trotzdem Teilereignisse eines großen, umfassenden Geschehens, eines Geschehens, das nur derjenige richtig ins Auge fassen kann, der es mit der nötigen Ehrfurcht und mit dem nötigen Ernst betrachtet. So etwas wird ins Auge gefaßt werden müssen. Vor allen Dingen weiß man an gewissen Orten unserer Erdenmenschheit über die Menschheitsentwickelung schon mancherlei. Aber man bewahrt gerade jenen Teil des Wissens sorgfältig, der Macht in die Hände der Wissenden liefern soll. Nun weiß ich ja nicht, inwiefern Sie dieses bezweifeln wollen, aber die Dinge, die ich meine, sind eben so gesagt, daß ich es jedem frei stelle, davon in seinen eigenen Glauben aufzunehmen, so viel er von ihnen für glaubwürdig hält. — Es streben heute die Menschen der englisch sprechenden Erdenbevölkerung aus gewissen Impulsen heraus, die wir vielleicht auch noch einmal genauer charakterisieren wollen, nach einer irdisch-universellen Weltherrschaft. Das ist kein Ergebnis irgendeines mitteleuropäisch-chauvinistischen Empfindens, sondern es ist ein Ergebnis der ganz objektiven okkulten Forschung, und es würde von den wissenden Mitgliedern der anglo-amerikanischen Bevölkerung jedenfalls am allerwenigsten negiert werden — geleugnet vielleicht, aber nicht negiert —, bloß daß die Wissenden es auf keinen Fall unter die Leute kommen lassen wollen. Diese Wissenden wissen nämlich auch das Folgende noch, das ich Ihnen anschaulich machen will, indem ich ein klein wenig weiter aushole.

[ 17 ] However calamitous the present events may be, however much, from a purely external, superficial point of view they surpass everything of a like nature since the historical life of mankind has been recorded, they are nevertheless part of a great comprehensive happening, a happening which can only be properly grasped by one who observes it with the necessary reverence and earnestness. Such a thing must be looked in the face. In certain abodes of our earthly humanity a great deal is known about the evolution of humanity. But that part of knowledge which could deliver power into the hands of those who know is very carefully guarded. I do not know to what extent you will believe this; but the things to which I refer are said in a way which leaves each one free to accept as much as he holds worthy of belief. The English-speaking population of today is striving after universal world-domination from certain impulses which we may perhaps go into more particularly at some other time. This is not said from many chauvinistic Central-European feeling, but is the result of quite objective occult investigations, and it would least of all be denied by those members of the Anglo-American population who are in the know. It might be disavowed perhaps, but not denied; but the wise ones wish it on no account to be known to the people. These men are also aware of the following, I shall make apparent to you by probing a little deeper.

[ 18 ] Im Verlaufe der Menschheitsentwickelung, so wie vom dritten, vierten in unseren fünften nachatlantischen Entwickelungszeitraum die Entwickelungszusammenhänge in den Materialismus hinein sich gestaltet haben, sind manche Dinge, die früher Wahrheiten ausdrückten, entwertet, richtig entwertet worden. Wenn Sie nach alten Überlieferungen suchen, finden Sie überall gerade die tiefsten Wahrheiten in die Bildform gekleidet. Mythos, Bilder, Bildformen lassen sich ja heute die Menschen nur noch als Dichtung gefallen. Bei Strindberg zum Beispiel lassen sie es sich gefallen, weil er ja scheinbar Dichtung geben will. Aber die Menschen sind bescheiden, wenn sie sagen: Das brauche man nicht zu glauben, und man soll ja nichts darin sehen, was wirkliche Wahrheit in den Sachen ausdrückt. — Das mythische, bildliche Ausdrücken ist entwertet worden. Die Menschen empfinden bei der Imagination nicht, daß hinter ihr etwas steckt. Dieser Prozeß wird sich im Laufe des fünften nachatlantischen Kulturzeitraumes, insbesondere bei der englisch sprechenden Bevölkerung, auf die Sprache selbst ausdehnen. Nicht nur, daß die Bilder als Ausdtucksmittel entwertet wurden, sondern das Wort als solches wird entwertet. Wie man heute vom materialistischen Bewußtsein aus das Bild bekämpft, so wird man in Zukunft das Wort bekämpfen. Man wird sagen, das Wort sei nicht geeignet, durch sich selbst überhaupt etwas Wahres auszudrücken. Fritz Mauthner hat es schon mit seiner «Kritik der Sprache» versucht, der Sprache überhaupt alles aufzuhalsen, was an Aberglauben in der Menschheit existieren soll. Aber er hat es vielleicht nicht mit einem ungeeigneten Werkzeug zu tun. Sein kritischer Teil ist nämlich ein geeignetes Werkzeug; aber er hat es mit einem ungeeigneten Material zu tun: mit der deutschen Sprache. Damit täuscht er sich. Die englisch sprechenden Okkultisten aber haben das geeignete Material: die englische Sprache. Die hat in ihrem Entwickelungsimpuls, den sinnvollen Inhalt zu entwerten, immer mehr und mehr die bloße Wortranke zu haben. Bedenken Sie, wieviel sie heute schon an bloßen Wortschweifen hat, was darin bloß überhudelt wird. Und wer gar englische Philosophie studiert, merkt es ihr an, daß die Sprache nichts mehr hergibt von inhaltsvollem Wortreichtum. Man studiere zum Beispiel John Stuart Mill, Herbert Spencer und andere: Die Sprache gibt nichts her, um in den Geist hineinzukommen. Man kann daran sehen, wie die Sprache eine große Rolle spielt, wenn das Sprachproblem von englisch sprechenden Okkultisten aufgefaßt wird; denn das liegt in den Zeitimpulsen. Daher handelt es sich darum, aus okkulten Untergründen heraus Mittel und Wege zu ersinnen, um ohne die Hilfe der Sprache Weltherrschaft auszuüben. Und das ist der große Gegensatz von Orient und Okzident: der Orient mit seiner ungemein lebendigen Intensität der Sprache, der Okzident mit dem Abwerfen des inneren Sinnvollen der Sprache. Wiederum ist der Mitteleuropäer zwischen die beiden Extreme hineingestellt. Was sich da abspielt und was ein bedeutsames Symbolum hat in etwas, was heute so laut wie möglich geschrieen wird, aber so verlogen wie möglich ist, um das Wahre zu verdecken — das ist wieder nicht aus irgendeiner chauvinistischen Empfindung heraus gesagt, sondern aus der nüchternsten geisteswissenschaftlichen Entdeckung —, was so laut geschrieen wird und die verschiedenen Völker zur Geltung bringen, das ist nur gesagt, um das andere zu verhüllen: Der Wille, zur Herrschaft zu kommen auf einem Gebiete, wo die Sprache durch ihren eigenen Entwickelungsgang ihre Herrschaft verliert. Das ist etwas, wovon auch die großen, einschneidenden, katastrophalen Ereignisse der Gegenwart Spezialdinge sind; das ist etwas, was einen großen, umfassenden Kampf inauguriert, der sich in den verschiedensten Formen in der nächsten Zeit über die Erdenmenschheit hin zum Ausdruck bringen muß. Es ist nicht etwas, worüber man so denken kann, daß es damit sein wird wie mit allen Kriegen bisher: daß früher auch Kriege gewesen sind, daß dann Frieden geschlossen sind und daß es weiterhin sein wird, wie es früher auch war. Sondern das ist etwas, was man als etwas Perpetuierliches ins Auge zu fassen hat; denn nur dann bekommt man über die einschneidenden Ereignisse der Gegenwart durchgreifende Gedanken, wenn man solche Dinge berücksichtigt. Man muß sich heute entschließen, über gewisse Verhältnisse nicht mehr oberflächlich zu denken, sondern in die Tiefen hineinzugehen, sonst kommt bei allem, was man zu unternehmen versucht, nichts besonderes heraus. Aber es wird der Gegenwart recht schwer, sich an das zu gewöhnen, was auf diesem Gebiete aus der geisteswissenschaftlichen Betrachtung heraus fließen muß. An einer Kleinigkeit trat mir das in diesen Tagen grotesk entgegen, und weil es einen außerordentlich liebenswürdigen Ursprung hatte, war es so grotesk. Ich war in diesen Tagen beschäftigt mit der Ausgestaltung der Neuauflage der «Philosophie der Freiheit», die in der nächsten Zeit erscheinen soll. Nun ist es ja lange her, daß ich als junger Mann die «Philosophie der Freiheit» geschrieben habe; ich war damals etwa zweiunddreißig, dreiunddreißig Jahr alt, es ist also wirklich schon recht lange her. Und das bringt so manche Dinge an die seelische Oberfläche. Nun hatte ich damals mit Bezug auf dieses Werk eine große Befriedigung, wie ich auch in der Zeitschrift «Das Reich» ausgeführt habe. Ich korrespondierte damals viel mit Eduard von Hartmann, dem Verfasser der «Philosophie des Unbewußten», und er hatte, als er meine «Philosophie der Freiheit» empfangen hatte, in sein Exemplar seine Bemerkungen hineingeschtieben und es mir dann zur Verfügung gestellt. Ich habe mir damals diese Bemerkungen abgeschrieben und habe sie heute noch. Sie sehen, eine recht liebenswürdige, alle meine Dankbarkeit herausfordernde Veranlassung liegt vor in bezug auf das, was ich jetzt zu erzählen habe.

[ 18 ] In the course of human evolution, as we passed from the third and fourth into the materialism of the fifth Post-Atlantean epoch, many things which formally expressed truths were counted of no value, are really depreciated. If you search the old traditions you find everywhere the profoundest truths clothed in picture-form. Today men tolerate myths, pictures and images as “poetic license.” They tolerate it in Strindberg, for example, because he apparently wishes to give out poetry. But then modestly say that one need not believe it—and we are not supposed to see anything therein expressing the real truth of things. Mythical, pictorial expression is depreciated. Men do not feel that there is anything concealed behind the Imagination. This process will in the course of the Fifth Post-Atlanta epoch of culture extend as far as language, especially among the English-speaking population. Not only are “pictures” counted of no value as a means of expression, but the “word” as such is also depreciated. As today the materialistic consciousness disputes the picture, so in the future it will dispute the word. It will be said: the word is not of itself adapted to express anything at all. Fritz Mauthner has already tried in his “Criticism and Language” to impute to language all the superstitions which exists among mankind. Perhaps he may not have “an appropriate instrument” to work with; but his critical side is an appropriate tool, for he has to work with “unsuitable material”: the German language. There he deceives himself. The English-speaking occultists however have a suitable material in the English language. Its evolutionary impulse is to depreciate the full sense and content of the word then graduate to accept merely its degenerate meaning. Consider how much vagueness of meaning there is in the English language today and how much is merely scamped. Anyone studying English philosophy must notice that the language no longer yields a richness of words, full of content. Study, for example, John Stuart Mill, Herbert Spencer and others; their language gives forth nothing by means of which one can get into the spirit. We can see how big a part language plays when the problem of language is taken up by English-speaking occultists, for this lies in the impulse of the times. Therefore with them it is a question of thinking out means and ways from occult sources to exercise world-dominion without the help of language. That is the great contrast between East and West: the East with its uncommonly living intensity of language—the West with its throwing aside of the inner meaning of language. Here again the Central-European is placed between the two extremes. What takes place there has its symbol in something which is today proclaimed as loudly as possible, but is as untruthful as possible; it is done to cover up the reality, which is to gain the mastery over a realm in which language is losing its power in the process of its own development. This again is not set from any chauvinistic feeling but as the result of the most objective discovery in Spiritual Science. That is something of which the great incisive catastrophic events of the present time are special features; it must bring about a great world-embracing struggle which must come to expression among mankind on earth in many different forms in the near future. In this respect we cannot think that things will be the same as in other wars; there have also been wars in former times, and peace made, and all went on as before. But this is something we must regard as perpetual. For we can only get reliable ideas concerning the incisive events of the present if we take such things into account. We must make up our minds today no longer to think superficially about certain relationships, but to go into their depths, otherwise there will be no important result from what we try to undertake. It will however be very difficult for the present time to become accustomed to what must flow out in this respect from spiritually-scientific observation. Just recently a mere detail showed me this, in a very ridiculous way; and just because it had a specially timely origin it was the more absurd. I have been recently busy with bringing out a new edition of the “Philosophy of Spiritual Activity;” I was at the time about 32 or 33 years old, so it is really a very long time ago! Such an interval brings many things to the service of the soul. Now in regard to this book I had at that time a great satisfaction, as I set forth in the magazine “Das Reich.” I corresponded much then with Eduard von Hartmann, author of “Philosophy of the Subconscious,” and when he received my “Philosophy of Spiritual Activity” he wrote in his copy some remarks which he then placed at my disposal. I took down his remarks at the time and still have them today. You see, a really amiable motive which aroused my gratitude underlies what I now have to relate.

[ 19 ] Ich hatte in der «Philosophie der Freiheit» zunächst die geistige Wesenhaftigkeit in der Form des sich selbst erfassenden Denkens hingestellt, weil man nur dadurch wirklich zur Erfassung eines Geistigen kommt, daß man das, was dem Menschen zunächst als Geistiges entgegentritt — das sich selbst erfassende, auf sich selbst beruhende Denken — wirklich erfährt, wirklich erlebt. Aber, indem dies sich mir damals ergeben hat, hatte ich nötig, über manche Dinge in andern Sätzen zu sprechen, als diejenigen sprachen, die von andern Gesichtspunkten ausgingen. So hatte ich zum Beispiel auf einer Seite den Satz: Die Vorstellung ist ein individualisierter Begriff, der Begriff ist auf intuitive Weise im Geiste erlebt; die Vorstellung ist individualisierter Begriff und wird von dem Ich auf das Objekt nach außen bezogen. Unter den Dingen, die Eduard von Hartmann damals angestrichen hat, ist auch hier sein Strich, und er hat dazu bemerkt: «Das ist ein ungewöhnlicher Wortgebrauch.» Man sieht, es ist eine sehr liebenswürdige Veranlassung, aber etwas, was sehr charakteristisch ist. Denn wenn man Großes mit Kleinem vergleichen darf, könnte man folgendes heranziehen. Als Kopernikus den Gedanken ausgesprochen hatte: Nicht die Sonne dreht sich um die Erde, sondern die Erde um die Sonne —, wenn ihm da jemand an den Rand geschrieben hätte: Das ist ein ungewöhnlicher Wortgebrauch —, was wäre das für eine Sonderbarkeit gewesen! Natürlich muß ein ungewöhnlicher Wortgebrauch bei etwas herauskommen, was neu auftritt. Aber Sie sehen, wie von dorther, wo man glauben sollte, daß unbedingtes Verständnis vorhanden sein könnte, einem entgegentönt: Das ist ein ungewöhnlicher Wortgebrauch! — Wenn die Menschen niemals sich entschlossen hätten, ungewöhnlichen Wortgebrauch zu haben, so gäbe es ja gar keinen Fortschritt, nicht nur auf geistigem Gebiete. Das ist ein Beispiel, wo es einem recht anschaulich entgegentritt. Sie werden auf Schritt und Tritt finden, wie vor allem schon dem Wortgebrauche gegenüber, den die Geisteswissenschaft zur Anwendung bringt, Ablehnung vorhanden ist. Was heute allerdings, schon wie ein recht ausgetragenes Kleid, die alten Weltanschauungen darstellt, das könnten nicht einmal die alten Weltanschauungen verwenden; denn das ist so ausgetragen, daß es selbst die «Reichsbekleidungsstelle» nicht mehr annehmen würde, wenn es ihr wirklich in der Form eines Kleides, wie es ihr entspricht, angeboten würde. Aber wenn es als Weltanschauung auftritt, die im Inneren der Seele lebt, dann merken es die Menschen nicht. Dafür muß man eine Empfindung bekommen. Das gehört zu dem, was die Menschen der Gegenwart brauchen, um die Zeit zu verstehen. Und die Zeit muß verstanden werden!

[ 19 ] In the “Philosophy of Spiritual Activity” I began by representing spiritual reality in the form of thought which grasps itself, because one can only attain to an understanding of the spiritual by really learning and really experiencing what first approaches man as the spiritual: the thought which understands itself and is dependent upon itself. But in coming to this result, I was obliged to speak about many things in sentences different from those used by persons speaking from different points of view. Thus on one page I had for instance the sentence: “The idea is an individualized concept, the concept is experienced in the spirit by means of intuition. The idea is an individualized concept and is brought into relation with the object outside through the Ego.” Among the senses through which Eduard von Hartmann drew his pencil at that time was this one, and he had the remark: “This is an unusual form of speech.” You see this was a very amiable objection, but very characteristic; for if we may compare the great with the small, we might cite the following: One Copernicus expressed the thought that the sun does not revolve around the Earth but the Earth around the sun, if someone had written on the margin: “This is an unusual form of speech,” how strange that would have appeared! Of course a form of speech to which one is not accustomed must appear when something new makes its first appearance. But you see how, from a quarter in which one might expect absolute understanding, one is greeted with the words: “That is an unusual form of speech!” If men had never decided to have unusual forms of speech there would be no progress at all, and this not only in the spiritual domain. This is an example, which clearly shows how such things are to be met with. You will find in all directions what the aversion exists towards the use of the language which Spiritual Science employs. The form in which the old world philosophies are presented today is like a worn-out press, it could not even be any longer used by the old-world philosophers themselves; it is so worn out that even the “Old Clothes Shop” would no longer accept the dress! But when it appears as a “world conception” which lives in the inner soul, people do not notice it! One must acquire a feeling for this, but that is part of what men of the present they need in order to understand the times; and the times must be understood.

[ 20 ] Das ist es, was uns immer wieder ans Herz gelegt werden muß. Sonst werden die einzelnen Wissenden und ihr Wissen im Dienste der _ Menschheit Bewachenden sehr leicht die Oberhand bekommen. Darauf kommt es an, daß man dafür sorgt, daß ein bestimmtes Wissen nicht in den Dienst eines Teiles der Menschheit gestellt wird, sondern in den Dienst der Gesamtheit der Menschheit. Sobald man auch das beste Wissen nicht mit dieser Gesinnung durchtränkt, wird das beste Wissen zum Unheil für die Menschheit werden.

[ 20 ] This is what must ever again be taken to heart, otherwise the individual initiates and those keeping guard over their knowledge for the service of humanity will very easily gain the upper hand. Care must be taken that a certain knowledge is not placed at the service of one part of mankind, but at the service of mankind as a whole. As soon as man does not permeate the best knowledge with this sentiment it will become harmful to mankind.