The New Spirituality and the
Christ Experience of the Twentieth Century
GA 200
22 October 1920, Dornach
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Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhunderts
Zweiter Vortrag
Zweiter Vortrag
[ 1 ] Mit dem 15. Jahrhundert ist für die Entwickelung der zivilisierten Menschheit der nördlichen Halbkugel eine Zeit eingetreten, in welcher namentlich die Individualität des Menschen in vollem Ich-Bewußtsein immer mehr und mehr sich herausbilden soll. Diejenigen Kräfte, welche dieses individuelle Ich-Bewußtsein herausarbeiten, werden sich immer mehr und mehr verstärken, und alle Erscheinungen des Lebens, namentlich des Lebens im großen zunächst, gehen vor sich im Zeichen dieser Heranbildung der Individualität. Das heißt aber nichts anderes, als daß auch das, was von den geistigen Welten herkommt und in unsere physische Welt hineinspielt, einen solchen Verlauf nimmt, daß in der ganzen Menschheit als solcher das Menschlich-Individuelle zur Geltung komme. Denn nicht allein darum handelt es sich, daß die einzelnen Menschen in egoistischer Art daran denken können: wir werden Individualitäten —, sondern darum, daß die Gesamt-Menschheitsentwickelung einen solchen Verlauf nehmen soll, daß in diese Menschheitsentwickelung das Individuelle der Menschen hineinwirkt. Jedes Zeitalter, jede Epoche, die wir im Laufe der Menschheitsentwickelung verfolgen können, hat nun, je nachdem sie das eine oder das andere, wie jetzt eben die Individualität, entwickelt, diese oder jene besonderen Eigentümlichkeiten. Diese Eigentümlichkeiten werden aufgedrückt der Menschheitsentwickelung durch die Art, wie die geistigen Mächte hereinwirken in das physische Erdenleben der Menschheit. Aber gerade durch diese Abgeschlossenheit, die der einzelne Mensch darstellt jetzt, wo die Individualität herauskommen soll, wo das Ichbewußtsein sich voll entwickeln soll, wo die Bewußtseinsseele sich gewissermaßen konturieren, in sich zusammenschließen soll, werden die besonderen Eigentümlichkeiten dieser Epoche nicht so wie in früheren Epochen von der geistigen Welt heraus dirigiert, sondern es kommen da ganz besondere Dinge innerhalb der Menschheitsentwickelung zum Vorschein. Und der Mensch, der durch die Entwickelung seiner Individualität immer mehr und mehr zu seiner Freiheit erzogen wird, der muß immer mehr und mehr auch bewußt Stellung nehmen zu dem, was da herauskommt. Insbesondere handelt es sich darum, daß ein soziales Leben, aber von unserem Gesichtspunkte aus müssen wir sagen, tief innerlich begründet ein soziales Leben sich gestalten muß, trotzdem die dem sozialen Leben entgegengesetzten, starken egoistischen Kräfte der Bewußitseinsseele ja auch immer mehr und mehr herauskommen aus den Tiefen des Daseins. Auf der einen Seite sind die starken egoistischen Kräfte der Bewußtseinsseele da, auf der anderen Seite um so mehr die Notwendigkeit, auch bewußt ein soziales Leben zu begründen. Und bewußt muß man Stellung nehmen zu alledem, was fördern kann dieses soziale Zusammenleben. Wir haben schon im Laufe der Zeit von den verschiedensten Gesichtspunkten aus dargelegt, wie verschieden die ganze Stellung des westlichen Menschen, des Menschen der europäischen Mitte und des östlichen Menschen zu der ganzen Menschheitsentwickelung sich ausnimmt. Wir haben auf verschiedenes hingedeutet, das den östlichen Menschen heute eigen ist, das den Menschen der europäischen Mitte, das den westlichen Menschen eigen ist. Nun wollen wir auf eine Erscheinung hinweisen, welche uns äußerlich schon zeigen kann, wie diese Differenzierungen der Menschheit über die zivilisierte Welt hin sich ausleben.
[ 1 ] Mit dem 15. Jahrhundert ist für die Entwickelung der zivilisierten Menschheit der nördlichen Halbkugel eine Zeit eingetreten, in welcher namentlich die Individualität des Menschen in vollem Ich-Bewußtsein immer mehr und mehr sich herausbilden soll. Diejenigen Kräfte, welche dieses individuelle Ich-Bewußtsein herausarbeiten, werden sich immer mehr und mehr verstärken, und alle Erscheinungen des Lebens, namentlich des Lebens im großen zunächst, gehen vor sich im Zeichen dieser Heranbildung der Individualität. Das heißt aber nichts anderes, als daß auch das, was von den geistigen Welten herkommt und in unsere physische Welt hineinspielt, einen solchen Verlauf nimmt, daß in der ganzen Menschheit als solcher das Menschlich-Individuelle zur Geltung komme. Denn nicht allein darum handelt es sich, daß die einzelnen Menschen in egoistischer Art daran denken können: wir werden Individualitäten —, sondern darum, daß die Gesamt-Menschheitsentwickelung einen solchen Verlauf nehmen soll, daß in diese Menschheitsentwickelung das Individuelle der Menschen hineinwirkt. Jedes Zeitalter, jede Epoche, die wir im Laufe der Menschheitsentwickelung verfolgen können, hat nun, je nachdem sie das eine oder das andere, wie jetzt eben die Individualität, entwickelt, diese oder jene besonderen Eigentümlichkeiten. Diese Eigentümlichkeiten werden aufgedrückt der Menschheitsentwickelung durch die Art, wie die geistigen Mächte hereinwirken in das physische Erdenleben der Menschheit. Aber gerade durch diese Abgeschlossenheit, die der einzelne Mensch darstellt jetzt, wo die Individualität herauskommen soll, wo das Ichbewußtsein sich voll entwickeln soll, wo die Bewußtseinsseele sich gewissermaßen konturieren, in sich zusammenschließen soll, werden die besonderen Eigentümlichkeiten dieser Epoche nicht so wie in früheren Epochen von der geistigen Welt heraus dirigiert, sondern es kommen da ganz besondere Dinge innerhalb der Menschheitsentwickelung zum Vorschein. Und der Mensch, der durch die Entwickelung seiner Individualität immer mehr und mehr zu seiner Freiheit erzogen wird, der muß immer mehr und mehr auch bewußt Stellung nehmen zu dem, was da herauskommt. Insbesondere handelt es sich darum, daß ein soziales Leben, aber von unserem Gesichtspunkte aus müssen wir sagen, tief innerlich begründet ein soziales Leben sich gestalten muß, trotzdem die dem sozialen Leben entgegengesetzten, starken egoistischen Kräfte der Bewußitseinsseele ja auch immer mehr und mehr herauskommen aus den Tiefen des Daseins. Auf der einen Seite sind die starken egoistischen Kräfte der Bewußtseinsseele da, auf der anderen Seite um so mehr die Notwendigkeit, auch bewußt ein soziales Leben zu begründen. Und bewußt muß man Stellung nehmen zu alledem, was fördern kann dieses soziale Zusammenleben. Wir haben schon im Laufe der Zeit von den verschiedensten Gesichtspunkten aus dargelegt, wie verschieden die ganze Stellung des westlichen Menschen, des Menschen der europäischen Mitte und des östlichen Menschen zu der ganzen Menschheitsentwickelung sich ausnimmt. Wir haben auf verschiedenes hingedeutet, das den östlichen Menschen heute eigen ist, das den Menschen der europäischen Mitte, das den westlichen Menschen eigen ist. Nun wollen wir auf eine Erscheinung hinweisen, welche uns äußerlich schon zeigen kann, wie diese Differenzierungen der Menschheit über die zivilisierte Welt hin sich ausleben.
[ 2 ] Wir wissen, daß sich entwickelt hat unter dem Einflusse der modernen naturwissenschaftlichen Denkweise im sozialen Leben ein bestimmtes Lebensanschauungselement, das insbesondere stark zum Ausdruck kommt in den breiten Massen des Proletariats, das sich heraufentwickelt hat in unserem Maschinenzeitalter, in unserem intellektuellen Zeitalter. Ich habe alles das, was dabei für die soziale Frage in Betracht kommt, in dem ersten Teil meiner «Kernpunkte der sozialen Frage» dargestellt. Ich möchte heute nur hinweisen gerade auf die Differenzierung der Anschauung breiter Menschenmassen über die soziale Frage. Da haben wir deutlich differenziert die sozialen Anschauungen, sagen wir des Proletariats, die aber dann abfärben auf andere Kreise der Menschheitsbevölkerung; da haben wir deutlich abgetönt von den anderen Menschen die Lebensanschauung in den westlichen, namentlich in den angelsächsischen Ländern. In diesen Ländern hat sich ja auch herausgebildet unter dem Einfluß des modernen Maschinenzeitalters und der Industrie jene materialistische Lebensanschauung der breiten Masse, die hier öfter charakterisiert worden ist, neben dem Materialismus oder gerade hervorgerufen durch den Materialismus der anderen Klassen der Menschheit. Aber es hat sich diese sozialistische Lebensanschauung so ausgebildet, daß sie ganz unter dem Zeichen der wirtschaftlichen Kämpfe steht, da sie ganz durchsetzt ist von wirtschaftlichen Vorstellungen, wirtschaftlichen Gedanken, Wirtschaftskämpfen, die wenig durchdrungen sind von Lebensanschauungskämpfen. Das ist die Signatur dessen, was innerhalb der sozialistischen Welt des angelsächsischen Westens vor sich geht. Weil das Wirtschaftsleben der eigentliche Charakter, der bisherige Charakter des neuzeitlichen öffentlichen Lebens überhaupt war, so gingen die Impulse des Sozialismus auch aus diesen Lebensverhältnissen des Proletariats der angelsächsischen Bevölkerung hervor.
[ 2 ] Wir wissen, daß sich entwickelt hat unter dem Einflusse der modernen naturwissenschaftlichen Denkweise im sozialen Leben ein bestimmtes Lebensanschauungselement, das insbesondere stark zum Ausdruck kommt in den breiten Massen des Proletariats, das sich heraufentwickelt hat in unserem Maschinenzeitalter, in unserem intellektuellen Zeitalter. Ich habe alles das, was dabei für die soziale Frage in Betracht kommt, in dem ersten Teil meiner «Kernpunkte der sozialen Frage» dargestellt. Ich möchte heute nur hinweisen gerade auf die Differenzierung der Anschauung breiter Menschenmassen über die soziale Frage. Da haben wir deutlich differenziert die sozialen Anschauungen, sagen wir des Proletariats, die aber dann abfärben auf andere Kreise der Menschheitsbevölkerung; da haben wir deutlich abgetönt von den anderen Menschen die Lebensanschauung in den westlichen, namentlich in den angelsächsischen Ländern. In diesen Ländern hat sich ja auch herausgebildet unter dem Einfluß des modernen Maschinenzeitalters und der Industrie jene materialistische Lebensanschauung der breiten Masse, die hier öfter charakterisiert worden ist, neben dem Materialismus oder gerade hervorgerufen durch den Materialismus der anderen Klassen der Menschheit. Aber es hat sich diese sozialistische Lebensanschauung so ausgebildet, daß sie ganz unter dem Zeichen der wirtschaftlichen Kämpfe steht, da sie ganz durchsetzt ist von wirtschaftlichen Vorstellungen, wirtschaftlichen Gedanken, Wirtschaftskämpfen, die wenig durchdrungen sind von Lebensanschauungskämpfen. Das ist die Signatur dessen, was innerhalb der sozialistischen Welt des angelsächsischen Westens vor sich geht. Weil das Wirtschaftsleben der eigentliche Charakter, der bisherige Charakter des neuzeitlichen öffentlichen Lebens überhaupt war, so gingen die Impulse des Sozialismus auch aus diesen Lebensverhältnissen des Proletariats der angelsächsischen Bevölkerung hervor.
[ 3 ] Was sich zum Beispiel jetzt an Impulsen äußert in der großen Streikbewegung, das ist bedeutsam gerade für die eigentliche Charakteristik desjenigen, was sich im Westen von diesen Seiten her gestaltet. Selbst wenn scheinbar beigelegt werden könnten die Diskrepanzen, die da bestehen, es wäre nur eine scheinbare Beilegung; es werden ganz bedeutsame Wirkungen gerade von dem ausgehen, was in diesen Kämpfen an tieferen Kräften spielt. Und wenn nach der ganzen Veranlagung des Westens nicht eigentliche Lebensauffassungen sich herausentwickeln aus diesen Impulsen, so können wir doch deutlich wahrnehmen, wie auch die Lebensanschauungen, die sich bilden und innerhalb der letzten Zeit sich gebildet haben, ihren Anstoß erhalten haben von dem, was da als Impulse vorhanden ist.
[ 3 ] Was sich zum Beispiel jetzt an Impulsen äußert in der großen Streikbewegung, das ist bedeutsam gerade für die eigentliche Charakteristik desjenigen, was sich im Westen von diesen Seiten her gestaltet. Selbst wenn scheinbar beigelegt werden könnten die Diskrepanzen, die da bestehen, es wäre nur eine scheinbare Beilegung; es werden ganz bedeutsame Wirkungen gerade von dem ausgehen, was in diesen Kämpfen an tieferen Kräften spielt. Und wenn nach der ganzen Veranlagung des Westens nicht eigentliche Lebensauffassungen sich herausentwickeln aus diesen Impulsen, so können wir doch deutlich wahrnehmen, wie auch die Lebensanschauungen, die sich bilden und innerhalb der letzten Zeit sich gebildet haben, ihren Anstoß erhalten haben von dem, was da als Impulse vorhanden ist.
[ 4 ] Karl Marx hat ja sogar, trotzdem er in Mitteleuropa geboren war, aus mitteleuropäischer Gedankenströmung hervorgegangen ist, nach England gehen müssen, um dasjenige aufzunehmen, was dort an Lebensimpulsen sich entwickelt hat. Aber er hat es zu einer Lebensanschauung umgestaltet. Es ist der Marxismus als Lebensanschauung weniger in den westlichen Gegenden selber zum äußeren Dasein gekommen; er ist zum äußeren Dasein gekommen als Lebensanschauung in der Mitte Europas. Da hat er in den Zielen der Sozialdemokratie ganz den Charakter der Lebensanschauung angenommen. Was im Westen wirtschaftliche Impulse sind, die zu wirtschaftlichen Kämpfen führen, wurde in juristisch-staatliche Vorstellungen gebannt, lebte in der Mitte Europas in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und in das 20. Jahrhundert hinein als solche marxistische Lebensanschauung und ergriff die breite Masse der Menschheitsbevölkerung. Es lebte aber auch nach dem Osten hinüber, da, wo in Europa schon der Charakter des Ostlichen beginnt. Und da lebte es sich wieder in einer anderen Form aus. Wirtschaftlich im Westen, staatlich-politisch in der Mitte; im Osten nimmt es deutlich einen religiösen Charakter an. Wenn nicht noch jene Fälschung vorhanden wäre, die vorhanden war sowohl bei der Überflutung des Ostens durch Peter den Großen, wie jetzt durch Lenin und Trotzkij, wenn nicht diese Fälschung vorhanden wäre, die dadurch entsteht, daß eben dasjenige, was da als Bolschewismus sich geltend macht, fremder Import ist, so würde man noch viel deutlicher sehen, daß in diesem Bolschewismus schon heute ein starkes religiöses Element steckt, das allerdings ganz materialistisch religiös ist, das aber mit den früheren religiösen Impulsen wirkt und weiter wirken wird mit diesen früheren religiösen Impulsen, und gerade darinnen sein Furchtbares zeigen wird durch ganz Asien hindurch, daß es mit dem Furor eines religiösen Impulses wirkt. Wirtschaftlich ist im Westen der soziale Impuls, staatlich-politisch in der Mitte Europas, mit einem religiösen Furor wirkt er schon von Rußland an und nach dem Osten hin, nach Asien hinüber. Gegenüber diesen Impulsen, die da durch die Entwickelung der Menschheit ziehen, ist vieles andere höchst unbedeutend. Und wer in solchen Dingen, wie es der jetzige englische Bergarbeiterstreik ist, nicht etwas in allerintensivstem Sinne symptomatisch Bedeutsames sieht, der versteht eben durchaus nicht das Wühlen tieferer Kräfte in unserer ganzen Zeitentwickelung.
[ 4 ] Karl Marx hat ja sogar, trotzdem er in Mitteleuropa geboren war, aus mitteleuropäischer Gedankenströmung hervorgegangen ist, nach England gehen müssen, um dasjenige aufzunehmen, was dort an Lebensimpulsen sich entwickelt hat. Aber er hat es zu einer Lebensanschauung umgestaltet. Es ist der Marxismus als Lebensanschauung weniger in den westlichen Gegenden selber zum äußeren Dasein gekommen; er ist zum äußeren Dasein gekommen als Lebensanschauung in der Mitte Europas. Da hat er in den Zielen der Sozialdemokratie ganz den Charakter der Lebensanschauung angenommen. Was im Westen wirtschaftliche Impulse sind, die zu wirtschaftlichen Kämpfen führen, wurde in juristisch-staatliche Vorstellungen gebannt, lebte in der Mitte Europas in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und in das 20. Jahrhundert hinein als solche marxistische Lebensanschauung und ergriff die breite Masse der Menschheitsbevölkerung. Es lebte aber auch nach dem Osten hinüber, da, wo in Europa schon der Charakter des Ostlichen beginnt. Und da lebte es sich wieder in einer anderen Form aus. Wirtschaftlich im Westen, staatlich-politisch in der Mitte; im Osten nimmt es deutlich einen religiösen Charakter an. Wenn nicht noch jene Fälschung vorhanden wäre, die vorhanden war sowohl bei der Überflutung des Ostens durch Peter den Großen, wie jetzt durch Lenin und Trotzkij, wenn nicht diese Fälschung vorhanden wäre, die dadurch entsteht, daß eben dasjenige, was da als Bolschewismus sich geltend macht, fremder Import ist, so würde man noch viel deutlicher sehen, daß in diesem Bolschewismus schon heute ein starkes religiöses Element steckt, das allerdings ganz materialistisch religiös ist, das aber mit den früheren religiösen Impulsen wirkt und weiter wirken wird mit diesen früheren religiösen Impulsen, und gerade darinnen sein Furchtbares zeigen wird durch ganz Asien hindurch, daß es mit dem Furor eines religiösen Impulses wirkt. Wirtschaftlich ist im Westen der soziale Impuls, staatlich-politisch in der Mitte Europas, mit einem religiösen Furor wirkt er schon von Rußland an und nach dem Osten hin, nach Asien hinüber. Gegenüber diesen Impulsen, die da durch die Entwickelung der Menschheit ziehen, ist vieles andere höchst unbedeutend. Und wer in solchen Dingen, wie es der jetzige englische Bergarbeiterstreik ist, nicht etwas in allerintensivstem Sinne symptomatisch Bedeutsames sieht, der versteht eben durchaus nicht das Wühlen tieferer Kräfte in unserer ganzen Zeitentwickelung.
[ 5 ] Aber all das, was man so äußerlich schildern kann, hat seine tieferen Untergründe, und zuletzt seine tieferen Untergründe in der geistigen Welt. Es kann das neuere Menschheitsleben nur verstanden werden, wenn man diese Gliederung in ein westliches Wirtschaftliches, in ein Politisch-Staatlich- Juristisches in der Mitte Europas, und in ein religiöses Element im Osten versteht, in ein geistiges Element im Osten, das nur einen religiösen Charakter hat, das aber eigentlich das geistige Moment ist, wie es sich da im dekadenten Osten ausleben kann. Das zeigt sich so stark, daß man sagen muß: Für den Westen ist es natürlich — und das erfolgt gründlich —, daß er alles dasjenige hat, was wirtschaftlich ist; für die Mitte kann bloßes wirtschaftliches Streben deshalb keinen Erfolg haben, weil in der Mitte jedes wirtschaftliche Streben einen staatlich-politischen Charakter annimmt; im Osten Europas ist der große äußere Mißerfolg dadurch entstanden, daß durch die Traditionen Peters des Großen dasjenige, was eigentlich aus einem geistig-religiösen Impuls heraus stammt, der Panslawismus, das Slawophilentum einen politischen, staatlichen Charakter angenommen hat. Hinter diesem staatlichen Charakter, der all das Entsetzliche hervorgetrieben hat, was sich im europäischen Osten entwickelt hat, hinter diesem staatlichen Charakter, der aufgeprägt hat allem östlichen Streben seine Signatur seit Peter dem Großen, hinter alledem steht im Grunde genommen doch immer die geistige Tendenz der Fortsetzung von Byzanz, eben geistige Byzanz-Religiosität und so weiter. Selbst die einzelnen Erscheinungen des geschichtlichen Lebens, sie werden nur verständlich, wenn man sie in diesem Lichte sehen kann. Man kann sagen: In einem gewissen Maße kann alles das, was noch in Europa liegt, auch gegen Westen hin, sogar nach Frankreich hinein, zur europäischen Mitte gerechnet werden, denn charakteristisch für den Westen ist eigentlich das Angelsachsentum. Und dieses Angelsachsentum geht durchaus seinen Instinkten nach mit den in der Menschheitsentwickelung naturgemäßen Impulsen der letzten drei bis vier Jahrhunderte und weiterhin. Diese Impulse führten dahin, daß gerade im Westen am besten sich entwickeln konnte alles das, was dem sozialen Leben aufgedrängt wurde durch die moderne naturwissenschaftliche Denkweise mit ihren Errungenschaften. Diese Denkweise mit ihren Errungenschaften, zusammen mit dem Charakter des Angelsachsentums, hat die Weltherrschaft dieses Angelsachsentums begründet. Alles, was aus der modernen Naturwissenschaft heraus an glänzendem Aufschwung des Verkehrswesens, des Handelswesens, des Industriewesens gekommen ist, all das, was zu den großen Kolonisationen geführt hat, ist entstanden eben durch den Zusammenfluß der naturwissenschaftlichen Denkweise mit dem Charakter des Angelsachsentums. Und das wurde tief in den Instinkten des Westens empfunden. Man kann geradezu auf einen Knotenpunkt der modernen geschichtlichen Entwickelung hinweisen: auf das Jahr 1651, als der geniale Cromwell mit der Navigationsakte diejenige Konfiguration im englischen Seewesen und im ganzen englischen Handelswesen hervorgerufen hat, welche alles das begründet hat im Westen, was dann später gekommen ist; und man kann darauf hinweisen, wie, man möchte sagen, aus äußerlich unerklärlichen Gründen heraus, gerade als der Stern Napoleons aufging, die französische Seeschiffahrt eben den größten Mangel litt. Dasjenige, was im Westen geschieht, geschieht eben aus den gerade in der Richtung der Menschheitsentwickelung liegenden Kräften. Es geschieht aus einer ganz wirtschaftlichen Denkweise heraus, aus wirtschaftlichen Vorstellungsimpulsen heraus. Daher muß ihm unterliegen all das, was von der Mitte kommt und nicht aus wirtschaftlichen, sondern aus juristisch-politisch-militärischen Gesichtspunkten heraus gedacht ist. Wir sehen geradezu als krasses Beispiel, wie aus politisch-militärischem Gesichtspunkt von dem europäischen Kontinent aus Napoleon etwas entgegenstellt dem, was aus der Navigationsakte des Cromwell hervorgegangen ist, in der Kontinentalsperre. Die Navigationsakte ist durchaus aus wirtschaftlichen Instinkten heraus gedacht und geschaffen. Die Kontinentalsperre Napoleons im Beginne des 19. Jahrhunderts ist ein politisch Gedachtes; aber ein politisch Gedachtes ist etwas, was hereinragt aus früheren Zeiten in die neuere Zeit, ist ein Antiquiertes, ist ein tatsächlicher Anachronismus. Daher kann auch dieses politisch Gedachte gegen das neuzeitlich Gedachte, aus der die Navigationsakte entspringt, nicht aufkommen. Dagegen haben im Westen, wo im Sinne der neueren Zeit wirtschaftlich gedacht wird, politische Dinge, auch wenn sie im ungünstigen Sinne als politische Dinge verlaufen, im Grunde genommen keine schädliche Wirkung.
[ 5 ] Aber all das, was man so äußerlich schildern kann, hat seine tieferen Untergründe, und zuletzt seine tieferen Untergründe in der geistigen Welt. Es kann das neuere Menschheitsleben nur verstanden werden, wenn man diese Gliederung in ein westliches Wirtschaftliches, in ein Politisch-Staatlich- Juristisches in der Mitte Europas, und in ein religiöses Element im Osten versteht, in ein geistiges Element im Osten, das nur einen religiösen Charakter hat, das aber eigentlich das geistige Moment ist, wie es sich da im dekadenten Osten ausleben kann. Das zeigt sich so stark, daß man sagen muß: Für den Westen ist es natürlich — und das erfolgt gründlich —, daß er alles dasjenige hat, was wirtschaftlich ist; für die Mitte kann bloßes wirtschaftliches Streben deshalb keinen Erfolg haben, weil in der Mitte jedes wirtschaftliche Streben einen staatlich-politischen Charakter annimmt; im Osten Europas ist der große äußere Mißerfolg dadurch entstanden, daß durch die Traditionen Peters des Großen dasjenige, was eigentlich aus einem geistig-religiösen Impuls heraus stammt, der Panslawismus, das Slawophilentum einen politischen, staatlichen Charakter angenommen hat. Hinter diesem staatlichen Charakter, der all das Entsetzliche hervorgetrieben hat, was sich im europäischen Osten entwickelt hat, hinter diesem staatlichen Charakter, der aufgeprägt hat allem östlichen Streben seine Signatur seit Peter dem Großen, hinter alledem steht im Grunde genommen doch immer die geistige Tendenz der Fortsetzung von Byzanz, eben geistige Byzanz-Religiosität und so weiter. Selbst die einzelnen Erscheinungen des geschichtlichen Lebens, sie werden nur verständlich, wenn man sie in diesem Lichte sehen kann. Man kann sagen: In einem gewissen Maße kann alles das, was noch in Europa liegt, auch gegen Westen hin, sogar nach Frankreich hinein, zur europäischen Mitte gerechnet werden, denn charakteristisch für den Westen ist eigentlich das Angelsachsentum. Und dieses Angelsachsentum geht durchaus seinen Instinkten nach mit den in der Menschheitsentwickelung naturgemäßen Impulsen der letzten drei bis vier Jahrhunderte und weiterhin. Diese Impulse führten dahin, daß gerade im Westen am besten sich entwickeln konnte alles das, was dem sozialen Leben aufgedrängt wurde durch die moderne naturwissenschaftliche Denkweise mit ihren Errungenschaften. Diese Denkweise mit ihren Errungenschaften, zusammen mit dem Charakter des Angelsachsentums, hat die Weltherrschaft dieses Angelsachsentums begründet. Alles, was aus der modernen Naturwissenschaft heraus an glänzendem Aufschwung des Verkehrswesens, des Handelswesens, des Industriewesens gekommen ist, all das, was zu den großen Kolonisationen geführt hat, ist entstanden eben durch den Zusammenfluß der naturwissenschaftlichen Denkweise mit dem Charakter des Angelsachsentums. Und das wurde tief in den Instinkten des Westens empfunden. Man kann geradezu auf einen Knotenpunkt der modernen geschichtlichen Entwickelung hinweisen: auf das Jahr 1651, als der geniale Cromwell mit der Navigationsakte diejenige Konfiguration im englischen Seewesen und im ganzen englischen Handelswesen hervorgerufen hat, welche alles das begründet hat im Westen, was dann später gekommen ist; und man kann darauf hinweisen, wie, man möchte sagen, aus äußerlich unerklärlichen Gründen heraus, gerade als der Stern Napoleons aufging, die französische Seeschiffahrt eben den größten Mangel litt. Dasjenige, was im Westen geschieht, geschieht eben aus den gerade in der Richtung der Menschheitsentwickelung liegenden Kräften. Es geschieht aus einer ganz wirtschaftlichen Denkweise heraus, aus wirtschaftlichen Vorstellungsimpulsen heraus. Daher muß ihm unterliegen all das, was von der Mitte kommt und nicht aus wirtschaftlichen, sondern aus juristisch-politisch-militärischen Gesichtspunkten heraus gedacht ist. Wir sehen geradezu als krasses Beispiel, wie aus politisch-militärischem Gesichtspunkt von dem europäischen Kontinent aus Napoleon etwas entgegenstellt dem, was aus der Navigationsakte des Cromwell hervorgegangen ist, in der Kontinentalsperre. Die Navigationsakte ist durchaus aus wirtschaftlichen Instinkten heraus gedacht und geschaffen. Die Kontinentalsperre Napoleons im Beginne des 19. Jahrhunderts ist ein politisch Gedachtes; aber ein politisch Gedachtes ist etwas, was hereinragt aus früheren Zeiten in die neuere Zeit, ist ein Antiquiertes, ist ein tatsächlicher Anachronismus. Daher kann auch dieses politisch Gedachte gegen das neuzeitlich Gedachte, aus der die Navigationsakte entspringt, nicht aufkommen. Dagegen haben im Westen, wo im Sinne der neueren Zeit wirtschaftlich gedacht wird, politische Dinge, auch wenn sie im ungünstigen Sinne als politische Dinge verlaufen, im Grunde genommen keine schädliche Wirkung.
[ 6 ] Nehmen Sie einmal die Tatsache, daß, von Europa ausgehend, Frankreich in Nordamerika kolonisiert hat. Es hat diese Kolonien verloren an England. Die Kolonien machten sich wieder frei. Das erste, das französische Kolonisieren im 18. Jahrhundert, war eine politische Tätigkeit; sie trug keine Früchte. Das englische Kolonisieren in Nordamerika war ganz aus wirtschaftlichen Impulsen heraus. Das Politische konnte wiederum zugrunde gehen. Nordamerika machte sich frei. Ein politischer Zusammenhang existierte fortan nicht. Dem wirtschaftlichen Zusammenhang wurde kein Schaden getan.
[ 6 ] Nehmen Sie einmal die Tatsache, daß, von Europa ausgehend, Frankreich in Nordamerika kolonisiert hat. Es hat diese Kolonien verloren an England. Die Kolonien machten sich wieder frei. Das erste, das französische Kolonisieren im 18. Jahrhundert, war eine politische Tätigkeit; sie trug keine Früchte. Das englische Kolonisieren in Nordamerika war ganz aus wirtschaftlichen Impulsen heraus. Das Politische konnte wiederum zugrunde gehen. Nordamerika machte sich frei. Ein politischer Zusammenhang existierte fortan nicht. Dem wirtschaftlichen Zusammenhang wurde kein Schaden getan.
[ 7 ] So gliedern sich in der menschlichen Entwickelung die Dinge zusammen. Und wir können durchaus sagen: Auch in der Geschichte zeigt sich, daß wenn zwei dasselbe tun, es nicht dasselbe ist. Als Cromwell zur rechten Zeit aus wirtschaftlichen Impulsen heraus seine ja für die anderen Mächte außerordentlich tyrannische, man kann sagen, brutale Navigationsakte geschaffen hat, da war aber diese Navigationsakte aus wirtschaftlichem Denken entsprungen. Als Tirpitz innerhalb der neueren Entwickelung die deutsche Schiffahrt, die deutsche Marine schuf, da war das politisch gedacht, rein politisch, ohne jeden wirtschaftlichen Impuls, ja gegen alle wirtschaftlichen Instinkte. Heute ist das von der Erdoberfläche hinweggefegt, weil es gegen den Lauf der Menschheitsentwickelung gedacht und geplant war. Und so könnte man in bezug auf alle einzelnen Erscheinungen zeigen, wie, man möchte sagen, diese historische Dreigliederung da ist: im Osten, aber heute in der Dekadenz, etwas, was auf alte Zeiten der östlichen Entwickelung zurückweist, und was einen geistigen Charakter hat; in der Mitte etwas, was aber heute auch schon antiquiert ist, was immer mehr oder weniger annimmt die Form des Politisch-Juristisch-Militärischen, des Staatlichen; im Westen ist der Staat nur immer Dekoration, das Politische hat gar keine Bedeutung, keine wirkliche Bedeutung; da präponderiert das wirtschaftliche Denken. Während Deutschland daran zugrunde gegangen ist, daß sein Staat die Wirtschaft aufgesogen hat, daß die Industriellen, die Kommerziellen untertauchten und sich duckten unter die Macht des Staates, sehen wir, wie im Westen der Staat aufgesogen wird von dem Wirtschaftsleben, und alles überflutet ist von dem Wirtschaftsleben. Das ist äußerlich angesehen die Differenzierung über die heutige zivilisierte Welt hin. Aber das, was man so äußerlich ansehen kann, das ist schließlich im Grunde nur an die äußere Oberfläche getragen aus den Untergründen der geistigen Welt heraus. Es ist alles in der geistigen Entwickelung der neueren Zeit daraufhin angelegt, die Individualität emporzubringen, die Individualität im Westen nach westlicher Art, nach wirtschaftlicher Art; die Individualität in der Mitte nach der heute schon antiquierten staatlich-politisch-militärischen Art; die Individualität des Ostens nach antiquierter Art, nach der alten Geistigkeit, vollständig in der Dekadenz. Das muß von der geistigen Welt getragen werden. Und es wird dadurch getragen, daß sowohl im Westen wie im Osten — wollen wir zunächst von diesen zwei Gebieten reden — eine eigentümliche, tief bedeutsame Erscheinung auftritt. Es ist diese, daß außerordentlich viele Menschen, wenigstens verhältnismäßig viele Menschen geboren werden, die nicht den regelmäßigen Gang der Wiederverkörperung zeigen.
[ 7 ] So gliedern sich in der menschlichen Entwickelung die Dinge zusammen. Und wir können durchaus sagen: Auch in der Geschichte zeigt sich, daß wenn zwei dasselbe tun, es nicht dasselbe ist. Als Cromwell zur rechten Zeit aus wirtschaftlichen Impulsen heraus seine ja für die anderen Mächte außerordentlich tyrannische, man kann sagen, brutale Navigationsakte geschaffen hat, da war aber diese Navigationsakte aus wirtschaftlichem Denken entsprungen. Als Tirpitz innerhalb der neueren Entwickelung die deutsche Schiffahrt, die deutsche Marine schuf, da war das politisch gedacht, rein politisch, ohne jeden wirtschaftlichen Impuls, ja gegen alle wirtschaftlichen Instinkte. Heute ist das von der Erdoberfläche hinweggefegt, weil es gegen den Lauf der Menschheitsentwickelung gedacht und geplant war. Und so könnte man in bezug auf alle einzelnen Erscheinungen zeigen, wie, man möchte sagen, diese historische Dreigliederung da ist: im Osten, aber heute in der Dekadenz, etwas, was auf alte Zeiten der östlichen Entwickelung zurückweist, und was einen geistigen Charakter hat; in der Mitte etwas, was aber heute auch schon antiquiert ist, was immer mehr oder weniger annimmt die Form des Politisch-Juristisch-Militärischen, des Staatlichen; im Westen ist der Staat nur immer Dekoration, das Politische hat gar keine Bedeutung, keine wirkliche Bedeutung; da präponderiert das wirtschaftliche Denken. Während Deutschland daran zugrunde gegangen ist, daß sein Staat die Wirtschaft aufgesogen hat, daß die Industriellen, die Kommerziellen untertauchten und sich duckten unter die Macht des Staates, sehen wir, wie im Westen der Staat aufgesogen wird von dem Wirtschaftsleben, und alles überflutet ist von dem Wirtschaftsleben. Das ist äußerlich angesehen die Differenzierung über die heutige zivilisierte Welt hin. Aber das, was man so äußerlich ansehen kann, das ist schließlich im Grunde nur an die äußere Oberfläche getragen aus den Untergründen der geistigen Welt heraus. Es ist alles in der geistigen Entwickelung der neueren Zeit daraufhin angelegt, die Individualität emporzubringen, die Individualität im Westen nach westlicher Art, nach wirtschaftlicher Art; die Individualität in der Mitte nach der heute schon antiquierten staatlich-politisch-militärischen Art; die Individualität des Ostens nach antiquierter Art, nach der alten Geistigkeit, vollständig in der Dekadenz. Das muß von der geistigen Welt getragen werden. Und es wird dadurch getragen, daß sowohl im Westen wie im Osten — wollen wir zunächst von diesen zwei Gebieten reden — eine eigentümliche, tief bedeutsame Erscheinung auftritt. Es ist diese, daß außerordentlich viele Menschen, wenigstens verhältnismäßig viele Menschen geboren werden, die nicht den regelmäßigen Gang der Wiederverkörperung zeigen.
[ 8 ] Sehen Sie, deshalb ist es ja so schwierig, über ein solches Problem wie die Wiederverkörperung zu sprechen, weil man nicht in einem heute beliebten abstrakten Sinne von ihr sprechen kann, weil ein solches Problem zwar auf etwas hinweist, was eine bedeutsamste Realität in der Menschheitsentwickelung ist, was aber Ausnahmen erlaubt, und wir sehen sowohl im Osten wie im Westen — von der Mitte werden wir noch zu reden haben in diesen Tagen —, daß heute Menschen geboren werden, denen wir nicht so gegenübertreten können, daß wir sagen können: In ganz regelmäßiger Weise lebt in diesen Menschen eine Individualität, die da war in einem früheren Leben und wieder in einem früheren Leben, die da sein wird in einem späteren Leben und wieder in einem späteren Leben. — Diese Wiederverkörperungen sind zwar der regelmäßige Gang der Menschheitsentwickelung, aber sie erleiden eben Ausnahmen. Dasjenige, was uns als Mensch in Menschenform entgegentritt, muß nicht immer das sein, was der äußere Schein zeigt. Der äußere Schein kann eben Schein sein. Es können uns Menschen in Menschenform entgegentreten, die eigentlich nur dem äußeren Scheine nach solche Menschen sind, die immer wiederkommenden Erdenleben unterliegen; in Wahrheit sind das Menschenkörper mit physischem, ätherischem, astralischem Leib, aber in diesen verkörpern sich andere Wesenheiten, Wesenheiten, die sich dieser Menschen bedienen, um durch sie zu wirken. Es ist in der Tat so, daß zum Beispiel im Westen es wirklich eine große Anzahl solcher Menschen gibt, welche im Grunde genommen nicht einfach wiederverkörperte Menschen sind, sondern welche die Träger sind von Wesenheiten, die einen ausgesprochen verfrühten Entwickelungsgang zeigen, die eigentlich erst in einem späteren Entwickelungsstadium in der Menschheitsform auftreten sollten. Diese Wesenheiten benützen nun nicht den ganzen menschlichen Organismus, sondern sie benützen vorzugsweise von diesen westlichen Menschen das Stoffwechselsystem. Von den drei Gliedern der menschlichen Natur benützen sie das Stoffwechselsystem so, daß sie hereinwirken durch diese Menschen hindurch in diese physische Welt. Solche Menschen zeigen auch äußerlich schon für denjenigen, der das Leben richtig betrachten kann, daß es so mit ihnen steht. So sind zum Beispiel eine große Anzahl derjenigen Menschen, welche angelsächsischen Geheimgesellschaften angehören — die Rolle solcher Geheimgesellschaften haben wir ja in den letzten Jahren wiederholt besprochen —, so sind diese Angehörigen solcher Geheimgesellschaften, die einflußreich sind, eigentlich Träger solcher verfrühter Existenzen, die durch das Stoffwechselsystem gewisser Menschen hereinwirken in die Welt und sich ein Arbeitsfeld suchen durch die Leiber der Menschen, die nicht in regelmäßigen Wiederverkörperungen leben. Ebenso sind die tonangebenden Persönlichkeiten gewisser Sekten von solcher Art, und namentlich ist die überwiegende Zahl einer sehr verbreiteten Sekte, die großen Anhang hat im Westen, aus Menschen von dieser Art bestehend. Auf diese Weise wirkt, ich möchte sagen, eine ganz andere Geistigkeit herein in die gegenwärtigen Menschen. Und es wird eine wesentliche Aufgabe sein, Stellung nehmen zu können zum Leben von diesen Gesichtspunkten aus. Nicht sollte man in abstrakter Weise glauben, daß ausnahmslos die Menschen überall den wiederholten Erdenleben unterliegen. Das hieße dem äußeren Schein eben nicht den Charakter eines Scheins zusprechen. Auf die Wahrheit gehen, heißt, selbst in solchen Fällen noch die Wahrheit, die Wirklichkeit suchen, wo der äußere Schein so trügt, daß Wesenheiten von anderer Art, als der Mensch der Gegenwart es ist, sich in Menschengestalt verkörpern, in einem Teil vom Menschen, namentlich durch das Stoffwechselsystem; aber sie wirken dann auch im Rumpfsystem, im rhythmischen System und im Nerven-Sinnessystem. Es sind namentlich dreierlei Wesenheiten von dieser Art, die sich so durch das Stoffwechselsystem verschiedener Menschen des Westens verkörpern.
[ 8 ] Sehen Sie, deshalb ist es ja so schwierig, über ein solches Problem wie die Wiederverkörperung zu sprechen, weil man nicht in einem heute beliebten abstrakten Sinne von ihr sprechen kann, weil ein solches Problem zwar auf etwas hinweist, was eine bedeutsamste Realität in der Menschheitsentwickelung ist, was aber Ausnahmen erlaubt, und wir sehen sowohl im Osten wie im Westen — von der Mitte werden wir noch zu reden haben in diesen Tagen —, daß heute Menschen geboren werden, denen wir nicht so gegenübertreten können, daß wir sagen können: In ganz regelmäßiger Weise lebt in diesen Menschen eine Individualität, die da war in einem früheren Leben und wieder in einem früheren Leben, die da sein wird in einem späteren Leben und wieder in einem späteren Leben. — Diese Wiederverkörperungen sind zwar der regelmäßige Gang der Menschheitsentwickelung, aber sie erleiden eben Ausnahmen. Dasjenige, was uns als Mensch in Menschenform entgegentritt, muß nicht immer das sein, was der äußere Schein zeigt. Der äußere Schein kann eben Schein sein. Es können uns Menschen in Menschenform entgegentreten, die eigentlich nur dem äußeren Scheine nach solche Menschen sind, die immer wiederkommenden Erdenleben unterliegen; in Wahrheit sind das Menschenkörper mit physischem, ätherischem, astralischem Leib, aber in diesen verkörpern sich andere Wesenheiten, Wesenheiten, die sich dieser Menschen bedienen, um durch sie zu wirken. Es ist in der Tat so, daß zum Beispiel im Westen es wirklich eine große Anzahl solcher Menschen gibt, welche im Grunde genommen nicht einfach wiederverkörperte Menschen sind, sondern welche die Träger sind von Wesenheiten, die einen ausgesprochen verfrühten Entwickelungsgang zeigen, die eigentlich erst in einem späteren Entwickelungsstadium in der Menschheitsform auftreten sollten. Diese Wesenheiten benützen nun nicht den ganzen menschlichen Organismus, sondern sie benützen vorzugsweise von diesen westlichen Menschen das Stoffwechselsystem. Von den drei Gliedern der menschlichen Natur benützen sie das Stoffwechselsystem so, daß sie hereinwirken durch diese Menschen hindurch in diese physische Welt. Solche Menschen zeigen auch äußerlich schon für denjenigen, der das Leben richtig betrachten kann, daß es so mit ihnen steht. So sind zum Beispiel eine große Anzahl derjenigen Menschen, welche angelsächsischen Geheimgesellschaften angehören — die Rolle solcher Geheimgesellschaften haben wir ja in den letzten Jahren wiederholt besprochen —, so sind diese Angehörigen solcher Geheimgesellschaften, die einflußreich sind, eigentlich Träger solcher verfrühter Existenzen, die durch das Stoffwechselsystem gewisser Menschen hereinwirken in die Welt und sich ein Arbeitsfeld suchen durch die Leiber der Menschen, die nicht in regelmäßigen Wiederverkörperungen leben. Ebenso sind die tonangebenden Persönlichkeiten gewisser Sekten von solcher Art, und namentlich ist die überwiegende Zahl einer sehr verbreiteten Sekte, die großen Anhang hat im Westen, aus Menschen von dieser Art bestehend. Auf diese Weise wirkt, ich möchte sagen, eine ganz andere Geistigkeit herein in die gegenwärtigen Menschen. Und es wird eine wesentliche Aufgabe sein, Stellung nehmen zu können zum Leben von diesen Gesichtspunkten aus. Nicht sollte man in abstrakter Weise glauben, daß ausnahmslos die Menschen überall den wiederholten Erdenleben unterliegen. Das hieße dem äußeren Schein eben nicht den Charakter eines Scheins zusprechen. Auf die Wahrheit gehen, heißt, selbst in solchen Fällen noch die Wahrheit, die Wirklichkeit suchen, wo der äußere Schein so trügt, daß Wesenheiten von anderer Art, als der Mensch der Gegenwart es ist, sich in Menschengestalt verkörpern, in einem Teil vom Menschen, namentlich durch das Stoffwechselsystem; aber sie wirken dann auch im Rumpfsystem, im rhythmischen System und im Nerven-Sinnessystem. Es sind namentlich dreierlei Wesenheiten von dieser Art, die sich so durch das Stoffwechselsystem verschiedener Menschen des Westens verkörpern.
[ 9 ] Die erste Art sind solche Geister, welche eine besondere Anziehungskraft haben zu dem, was gewissermaßen die elementarischen Kräfte der Erde sind, die einen Hang, eine Affektion haben zu den elementaren Kräften der Erde, die also aufspüren können: Wie ist da eine Kolonisation zu betreiben nach den Naturverhältnissen des Klimas und den sonstigen Verhältnissen der Erde, oder wie ist dort eine Handelsverbindung anzuknüpfen und so weiter.
[ 9 ] Die erste Art sind solche Geister, welche eine besondere Anziehungskraft haben zu dem, was gewissermaßen die elementarischen Kräfte der Erde sind, die einen Hang, eine Affektion haben zu den elementaren Kräften der Erde, die also aufspüren können: Wie ist da eine Kolonisation zu betreiben nach den Naturverhältnissen des Klimas und den sonstigen Verhältnissen der Erde, oder wie ist dort eine Handelsverbindung anzuknüpfen und so weiter.
[ 10 ] Eine zweite Art von diesen Geistern sind diejenigen, welche sich namentlich zur Aufgabe setzen, innerhalb des Gebietes, auf dem sie wirken, das Selbstbewußtsein zurückzudrängen, das volle Bewußtsein der Bewußtseinsseele nicht herauskommen zu lassen und dadurch auch in der Umgebung bei den anderen Menschen, unter denen sich epidemisch so etwas ausbreitet, eine gewisse Sucht hervorzurufen, nicht sich über die wahren Motive ihrer Handlungen Rechenschaft zu geben. Man könnte sagen, solch ein durch und durch unwahrer Bericht oder solch ein durch und durch unwahres Dokument wie dasjenige der Oxforder Professoren, das in den letzten Tagen an die Öffentlichkeit getreten ist, solch ein durch und durch, ich möchte sagen, töricht verlogenes Dokument, das möchte man zur Schülerschaft dieses unwahren Elementes rechnen, das nicht auf die eigentlichen Impulse gehen will, sondern oben über diese Impulse eine Sauce darüber macht und schöne Worte prägt, während darunter im Grunde genommen nichts ist als unwahre Impulse. Dadurch behaupte ich nicht, daß diese an sich vielleicht ganz braven Oxforder Professoren — ich mute ihnen nicht großartige ahrimanische Impulse zu —, daß diese Professoren selbst Träger solcher verfrühten Wesen sind; aber die Schülerhaftigkeit gegenüber solchen Wesen liegt in ihnen. Also diese letzteren Wesen, die inkarnieren sich namentlich durch das rhythmische System gewisser Menschen im Westen.
[ 10 ] Eine zweite Art von diesen Geistern sind diejenigen, welche sich namentlich zur Aufgabe setzen, innerhalb des Gebietes, auf dem sie wirken, das Selbstbewußtsein zurückzudrängen, das volle Bewußtsein der Bewußtseinsseele nicht herauskommen zu lassen und dadurch auch in der Umgebung bei den anderen Menschen, unter denen sich epidemisch so etwas ausbreitet, eine gewisse Sucht hervorzurufen, nicht sich über die wahren Motive ihrer Handlungen Rechenschaft zu geben. Man könnte sagen, solch ein durch und durch unwahrer Bericht oder solch ein durch und durch unwahres Dokument wie dasjenige der Oxforder Professoren, das in den letzten Tagen an die Öffentlichkeit getreten ist, solch ein durch und durch, ich möchte sagen, töricht verlogenes Dokument, das möchte man zur Schülerschaft dieses unwahren Elementes rechnen, das nicht auf die eigentlichen Impulse gehen will, sondern oben über diese Impulse eine Sauce darüber macht und schöne Worte prägt, während darunter im Grunde genommen nichts ist als unwahre Impulse. Dadurch behaupte ich nicht, daß diese an sich vielleicht ganz braven Oxforder Professoren — ich mute ihnen nicht großartige ahrimanische Impulse zu —, daß diese Professoren selbst Träger solcher verfrühten Wesen sind; aber die Schülerhaftigkeit gegenüber solchen Wesen liegt in ihnen. Also diese letzteren Wesen, die inkarnieren sich namentlich durch das rhythmische System gewisser Menschen im Westen.
[ 11 ] Die dritte Gattung von Wesen, die da wirkt im Westen, das ist diejenige, welche sich zur Aufgabe macht, vergessen zu machen im Menschen, was seine individuellen Fähigkeiten sind — diejenigen Fähigkeiten, die wir aus den geistigen Welten mitbringen, wenn wir durch die Empfängnis und die Geburt ins physische Dasein schreiten — und den Menschen gewissermaßen mehr oder weniger zur Schablone seiner Nationalität zu machen. Das stellt sich diese dritte Art von Wesen zur besonderen Aufgabe: nicht den Menschen zur individuellen Geistigkeit kommen zu lassen.
[ 11 ] Die dritte Gattung von Wesen, die da wirkt im Westen, das ist diejenige, welche sich zur Aufgabe macht, vergessen zu machen im Menschen, was seine individuellen Fähigkeiten sind — diejenigen Fähigkeiten, die wir aus den geistigen Welten mitbringen, wenn wir durch die Empfängnis und die Geburt ins physische Dasein schreiten — und den Menschen gewissermaßen mehr oder weniger zur Schablone seiner Nationalität zu machen. Das stellt sich diese dritte Art von Wesen zur besonderen Aufgabe: nicht den Menschen zur individuellen Geistigkeit kommen zu lassen.
[ 12 ] Während also die erste Art von Wesen Affektionen hat zum Elementaren des Erdbodens, des Klimas und so weiter, hat die zweite Art von Wesen besondere Neigung, ein gewisses oberflächliches, unwahres Element zu züchten, und die dritte Art von Wesen, die individuellen Fähigkeiten auszurotten und die Menschen mehr oder weniger zur Schablone, zum Abdruck ihrer Nationalität, ihrer Rasse zu machen. Diese letztere Art von Wesen inkarniert sich im Westen namentlich durch das Hauptessystem, durch das Nerven-Sinnessystem. Da haben wir dasjenige, was wir äußerlich betrachtet haben von verschiedenen Seiten her als Charakteristikum gerade der westlichen Menschenwelt, da haben wir es dadurch charakterisiert, daß wir, ich möchte sagen, kennenlernen eine größere Anzahl von Menschen, die in Geheimgesellschaften, in Sekten und ähnlichem eingestreut sind, deren Menschheit aber darinnen besteht, daß bei ihnen nicht einfach Wiederverkörperungen vorliegen, sondern daß eine Art von Verkörperung vorliegt von Wesenheiten, die verfrüht sind in ihrer Entwickelung auf der Erde hier, die daher besondere Schülerschaften erzeugen, respektive epidemisch ihre besonderen Eigentümlichkeiten auf die anderen Menschen ausstrahlen. Diese drei verschiedenen Wesen wirken durchaus durch Menschen, und wir verstehen Menschencharaktere nur, wenn wir das, was ich jetzt gesagt habe, wissen, wenn man weiß: Dasjenige, was im öffentlichen Leben lebt, läßt sich nicht bloß so, wie es der Philister will, erklären, sondern es muß erklärt werden durch das Hereinragen solcher geistiger Kräfte.
[ 12 ] Während also die erste Art von Wesen Affektionen hat zum Elementaren des Erdbodens, des Klimas und so weiter, hat die zweite Art von Wesen besondere Neigung, ein gewisses oberflächliches, unwahres Element zu züchten, und die dritte Art von Wesen, die individuellen Fähigkeiten auszurotten und die Menschen mehr oder weniger zur Schablone, zum Abdruck ihrer Nationalität, ihrer Rasse zu machen. Diese letztere Art von Wesen inkarniert sich im Westen namentlich durch das Hauptessystem, durch das Nerven-Sinnessystem. Da haben wir dasjenige, was wir äußerlich betrachtet haben von verschiedenen Seiten her als Charakteristikum gerade der westlichen Menschenwelt, da haben wir es dadurch charakterisiert, daß wir, ich möchte sagen, kennenlernen eine größere Anzahl von Menschen, die in Geheimgesellschaften, in Sekten und ähnlichem eingestreut sind, deren Menschheit aber darinnen besteht, daß bei ihnen nicht einfach Wiederverkörperungen vorliegen, sondern daß eine Art von Verkörperung vorliegt von Wesenheiten, die verfrüht sind in ihrer Entwickelung auf der Erde hier, die daher besondere Schülerschaften erzeugen, respektive epidemisch ihre besonderen Eigentümlichkeiten auf die anderen Menschen ausstrahlen. Diese drei verschiedenen Wesen wirken durchaus durch Menschen, und wir verstehen Menschencharaktere nur, wenn wir das, was ich jetzt gesagt habe, wissen, wenn man weiß: Dasjenige, was im öffentlichen Leben lebt, läßt sich nicht bloß so, wie es der Philister will, erklären, sondern es muß erklärt werden durch das Hereinragen solcher geistiger Kräfte.
[ 13 ] Daß gerade diese drei Arten von Kräften, von Wesen auf dieser besonderen Entwickelungsstufe da im Westen durch Menschen zum Vorschein kommen, das wird begünstigt eben dadurch, daß diesem Westen auferlegt ist, die ganz besondere wirtschaftliche Denkweise zu entwickeln. Ich möchte sagen, das Wirtschaftsleben ist der Grund und Boden, aus dem so etwas aufschießen kann. Und was stellen sich eigentlich im großen und ganzen, in Totalität diese Wesenheiten für eine Aufgabe?
[ 13 ] Daß gerade diese drei Arten von Kräften, von Wesen auf dieser besonderen Entwickelungsstufe da im Westen durch Menschen zum Vorschein kommen, das wird begünstigt eben dadurch, daß diesem Westen auferlegt ist, die ganz besondere wirtschaftliche Denkweise zu entwickeln. Ich möchte sagen, das Wirtschaftsleben ist der Grund und Boden, aus dem so etwas aufschießen kann. Und was stellen sich eigentlich im großen und ganzen, in Totalität diese Wesenheiten für eine Aufgabe?
[ 14 ] Sie stellen sich die Aufgabe, das ganze Leben als bloßes Wirtschaftsleben zu erhalten, auszurotten allmählich alles andere, was von geistigem Leben da ist, das ja gerade da, wo es am regsten ist, in die Abstraktheit des Puritanismus zusammengeschrumpft ist, auszurotten das geistige Leben, allmählich zu verstumpfen das politisch-staatliche Leben und alles aufzusaugen durch das Wirtschaftsleben. Im Westen sind diese Menschen, die in einer solchen Weise in die Welt treten, die eigentlichen Feinde und Gegner des Dreigliederungsimpulses. Die erste Art von Wesen läßt nicht heraufkommen ein solches Wirtschaftsleben, das sich als ein selbständiges hinstellt neben das staatlich-rechtliche und neben das geistige Glied des sozialen Organismus. Die zweite Art von Wesen, die sich vorzugsweise die Oberflächlichkeit, das Phrasentum, die Lügenhaftigkeit zur Aufgabe macht, die will nicht aufkommen lassen neben dem Wirtschaftsleben ein selbständiges demokratisches Staatsleben. Und die dritte Art von Wesenheiten, welche die individuellen Fähigkeiten unterdrückt, welche nicht will, daß der Mensch etwas anderes ist als eine Art Schablone seiner Rasse, seiner Nationalität, die arbeitet entgegen der Emanzipation des Geisteslebens, der selbständigen Stellung des Geisteslebens.
[ 14 ] Sie stellen sich die Aufgabe, das ganze Leben als bloßes Wirtschaftsleben zu erhalten, auszurotten allmählich alles andere, was von geistigem Leben da ist, das ja gerade da, wo es am regsten ist, in die Abstraktheit des Puritanismus zusammengeschrumpft ist, auszurotten das geistige Leben, allmählich zu verstumpfen das politisch-staatliche Leben und alles aufzusaugen durch das Wirtschaftsleben. Im Westen sind diese Menschen, die in einer solchen Weise in die Welt treten, die eigentlichen Feinde und Gegner des Dreigliederungsimpulses. Die erste Art von Wesen läßt nicht heraufkommen ein solches Wirtschaftsleben, das sich als ein selbständiges hinstellt neben das staatlich-rechtliche und neben das geistige Glied des sozialen Organismus. Die zweite Art von Wesen, die sich vorzugsweise die Oberflächlichkeit, das Phrasentum, die Lügenhaftigkeit zur Aufgabe macht, die will nicht aufkommen lassen neben dem Wirtschaftsleben ein selbständiges demokratisches Staatsleben. Und die dritte Art von Wesenheiten, welche die individuellen Fähigkeiten unterdrückt, welche nicht will, daß der Mensch etwas anderes ist als eine Art Schablone seiner Rasse, seiner Nationalität, die arbeitet entgegen der Emanzipation des Geisteslebens, der selbständigen Stellung des Geisteslebens.
[ 15 ] So sind da solche Mächte, welche in dieser Weise im Westen entgegenarbeiten dem Impuls des dreigliedrigen sozialen Organismus. Und derjenige, der in tieferem Sinne arbeiten will für die Ausbreitung dieses Impulses der Dreigliederung, der muß sich klar sein darüber, daß er nicht anders kann, als auch zu rechnen mit solchen geistigen Faktoren, die in der Menschheitsentwickelung vorhanden sind. Es stehen ja denjenigen Mächten, an die man appellieren muß, wenn man irgend etwas in die Menschheitsentwickelung einführen will, nicht bloß solche Dinge gegenüber, die der steife Philister bemerkt, sondern es stehen ihnen Dinge gegenüber, die sich nur einer Geist-Erkenntnis erschließen. Was hilft es denn, daß in der Gegenwart die Menschen das als einen Aberglauben betrachten und nicht davon hören mögen, wenn gesprochen wird von solchen durch die Menschen hereinragenden geistigen Wesenheiten? Sie sind ja doch da, diese geistigen Wesenheiten! Und wer nicht mit nur schlafender Seele das Leben verfolgen will, sondern mit wacher Seele, der kann überall die Wirkungen dieser Wesenheiten schauen. Wollte man nur aus dem Vorhandensein der Wirkungen sich ein wenig überzeugen lassen von dem Dasein der Ursachen! Das ist zunächst die Charakteristik nach dem Westen hin. Der Westen gestaltet sich so, weil er eben ganz in der allerelementarsten Äußerungsform der gegenwärtigen Epoche lebt, in dem wirtschaftlichen Vorstellen, dem wirtschaftlichen Denken.
[ 15 ] So sind da solche Mächte, welche in dieser Weise im Westen entgegenarbeiten dem Impuls des dreigliedrigen sozialen Organismus. Und derjenige, der in tieferem Sinne arbeiten will für die Ausbreitung dieses Impulses der Dreigliederung, der muß sich klar sein darüber, daß er nicht anders kann, als auch zu rechnen mit solchen geistigen Faktoren, die in der Menschheitsentwickelung vorhanden sind. Es stehen ja denjenigen Mächten, an die man appellieren muß, wenn man irgend etwas in die Menschheitsentwickelung einführen will, nicht bloß solche Dinge gegenüber, die der steife Philister bemerkt, sondern es stehen ihnen Dinge gegenüber, die sich nur einer Geist-Erkenntnis erschließen. Was hilft es denn, daß in der Gegenwart die Menschen das als einen Aberglauben betrachten und nicht davon hören mögen, wenn gesprochen wird von solchen durch die Menschen hereinragenden geistigen Wesenheiten? Sie sind ja doch da, diese geistigen Wesenheiten! Und wer nicht mit nur schlafender Seele das Leben verfolgen will, sondern mit wacher Seele, der kann überall die Wirkungen dieser Wesenheiten schauen. Wollte man nur aus dem Vorhandensein der Wirkungen sich ein wenig überzeugen lassen von dem Dasein der Ursachen! Das ist zunächst die Charakteristik nach dem Westen hin. Der Westen gestaltet sich so, weil er eben ganz in der allerelementarsten Äußerungsform der gegenwärtigen Epoche lebt, in dem wirtschaftlichen Vorstellen, dem wirtschaftlichen Denken.
[ 16 ] Der Osten hatte einstmals ein grandioses Geistesleben. Alle Geistigkeit, mit Ausnahme dessen, was angestrebt wird in der Anthroposophie und was neu sich gestalten will, alle Geistigkeit der zivilisierten Welt ist ja im Grunde genommen Erbstück des Ostens. Aber die eigentliche Glorie dieses religiös-geistigen Lebens war im Osten eben in sehr alten Zeiten vorhanden. Und heute ist gerade der östliche Mensch bis herein nach Rußland in einem merkwürdigen Zwiespalt, weil er auf der einen Seite noch aus seinem Erbe heraus in dem alten spirituellen Elemente lebt, und weil auf der anderen Seite auch auf ihn wirkt dasjenige, was aus der gegenwärtigen Epoche der Menschheitsentwickelung kommt, das Drängen zur Individualität hin. Das bedingt, daß im Osten eine starke Dekadenz der Menschheit ist, daß gewissermaßen der Mensch nicht Vollmensch werden kann, daß ihm noch im Nacken sitzt, diesem östlichen Menschen bis herein nach Rußland, was geistiges Erbe uralter Zeiten ist. Und das bedingt, daß dieser östliche Mensch heute dann, wenn sein Bewußtsein herabgestimmt ist, wenn er im Schlaf- oder Traumzustand ist, oder in irgendeinen da im Osten so unendlich häufigen medialen Zustand kommt, daß er dann zwar nicht imprägniert wird, wie im Westen, mit einer ganz anderen Wesenheit, daß aber diese Wesenheit hereinwirkt in sein Seelisches, daß ihm gewissermaßen diese anderen Wesenheiten erscheinen. Während es im Westen verfrühte Wesenheiten von drei Gattungen sind, die ich aufgezählt habe, die da wirken, sind es im Osten verspätete Wesenheiten, die ihre Vollkommenheit früher gehabt haben, die zurückgeblieben sind, und die jetzt den Menschen des Ostens in medialem Zustande, im Traume erscheinen, oder auch über sie kommen ohne Traum, ohne medialen Einfluß, einfach dadurch, daß sie in den Schlaf hineinkommen, und der Mensch dann im wachen Zustande die Inspiration solcher Wesenheiten in sich trägt, also gewissermaßen bei Tag von den Nachwirkungen solcher Wesenheiten, die über ihn in der Nacht kommen, inspiriert ist.
[ 16 ] Der Osten hatte einstmals ein grandioses Geistesleben. Alle Geistigkeit, mit Ausnahme dessen, was angestrebt wird in der Anthroposophie und was neu sich gestalten will, alle Geistigkeit der zivilisierten Welt ist ja im Grunde genommen Erbstück des Ostens. Aber die eigentliche Glorie dieses religiös-geistigen Lebens war im Osten eben in sehr alten Zeiten vorhanden. Und heute ist gerade der östliche Mensch bis herein nach Rußland in einem merkwürdigen Zwiespalt, weil er auf der einen Seite noch aus seinem Erbe heraus in dem alten spirituellen Elemente lebt, und weil auf der anderen Seite auch auf ihn wirkt dasjenige, was aus der gegenwärtigen Epoche der Menschheitsentwickelung kommt, das Drängen zur Individualität hin. Das bedingt, daß im Osten eine starke Dekadenz der Menschheit ist, daß gewissermaßen der Mensch nicht Vollmensch werden kann, daß ihm noch im Nacken sitzt, diesem östlichen Menschen bis herein nach Rußland, was geistiges Erbe uralter Zeiten ist. Und das bedingt, daß dieser östliche Mensch heute dann, wenn sein Bewußtsein herabgestimmt ist, wenn er im Schlaf- oder Traumzustand ist, oder in irgendeinen da im Osten so unendlich häufigen medialen Zustand kommt, daß er dann zwar nicht imprägniert wird, wie im Westen, mit einer ganz anderen Wesenheit, daß aber diese Wesenheit hereinwirkt in sein Seelisches, daß ihm gewissermaßen diese anderen Wesenheiten erscheinen. Während es im Westen verfrühte Wesenheiten von drei Gattungen sind, die ich aufgezählt habe, die da wirken, sind es im Osten verspätete Wesenheiten, die ihre Vollkommenheit früher gehabt haben, die zurückgeblieben sind, und die jetzt den Menschen des Ostens in medialem Zustande, im Traume erscheinen, oder auch über sie kommen ohne Traum, ohne medialen Einfluß, einfach dadurch, daß sie in den Schlaf hineinkommen, und der Mensch dann im wachen Zustande die Inspiration solcher Wesenheiten in sich trägt, also gewissermaßen bei Tag von den Nachwirkungen solcher Wesenheiten, die über ihn in der Nacht kommen, inspiriert ist.
[ 17 ] Und wiederum sind es dreierlei Arten von Wesenheiten, die da im Osten wirken, und die wiederum einen starken Einfluß haben. Während man im Westen direkt auf einzelne Menschen zeigen muß, durch welche sich diese Wesen inkarnieren, muß man im Osten hinweisen auf eine Art von Hierarchie, die den verschiedensten Menschen erscheinen kann. Wiederum dreierlei Wesenheiten, aber es sind keine Wesenheiten, die durch die Menschen sich inkarnieren, sondern es sind Wesenheiten, die dem Menschen erscheinen, die den Menschen auch inspirieren vom Nachtschlaf aus.
[ 17 ] Und wiederum sind es dreierlei Arten von Wesenheiten, die da im Osten wirken, und die wiederum einen starken Einfluß haben. Während man im Westen direkt auf einzelne Menschen zeigen muß, durch welche sich diese Wesen inkarnieren, muß man im Osten hinweisen auf eine Art von Hierarchie, die den verschiedensten Menschen erscheinen kann. Wiederum dreierlei Wesenheiten, aber es sind keine Wesenheiten, die durch die Menschen sich inkarnieren, sondern es sind Wesenheiten, die dem Menschen erscheinen, die den Menschen auch inspirieren vom Nachtschlaf aus.
[ 18 ] Die erste Art dieser Wesenheiten ist die, welche den Menschen hindert, vollen Besitz zu nehmen von seinem physischen Leib, die den Menschen hindert, sich zu verbinden mit dem Wirtschaftlichen, mit den öffentlichen Verhältnissen der Gegenwart überhaupt. Das sind die Wesenheiten, welche zurückhalten wollen im Osten das wirtschaftliche Leben, so wie man es im dreigliedrigen sozialen Organismus braucht.
[ 18 ] Die erste Art dieser Wesenheiten ist die, welche den Menschen hindert, vollen Besitz zu nehmen von seinem physischen Leib, die den Menschen hindert, sich zu verbinden mit dem Wirtschaftlichen, mit den öffentlichen Verhältnissen der Gegenwart überhaupt. Das sind die Wesenheiten, welche zurückhalten wollen im Osten das wirtschaftliche Leben, so wie man es im dreigliedrigen sozialen Organismus braucht.
[ 19 ] Die zweite Art von Wesenheiten sind diejenigen, welche ein bereits überindividuelles Wesen hervorbringen, eine Art von — wenn ich das paradoxe Wort gebrauchen darf — unegoistischem Egoismus, der um so raffinierter ist, wie er ja insbesondere bei den Menschen des Ostens so sehr häufig angetroffen wird, die alles mögliche Selbstlose sich von sich selber einbilden, welche Selbstlosigkeit aber gerade eine besonders raffinierte Selbstsucht, ein besonders raffinierter Egoismus ist. Sie wollen ganz gut sein, sie wollen so gut sein, als man nur sein kann. Das ist auch ein egoistisches Gefühl. Das ist etwas, was durchaus eben mit dem Paradoxon bezeichnet werden kann: ein unegoistischer Egoismus, ein aus der eingebildeten Selbstlosigkeit hervorgetriebener Egoismus.
[ 19 ] Die zweite Art von Wesenheiten sind diejenigen, welche ein bereits überindividuelles Wesen hervorbringen, eine Art von — wenn ich das paradoxe Wort gebrauchen darf — unegoistischem Egoismus, der um so raffinierter ist, wie er ja insbesondere bei den Menschen des Ostens so sehr häufig angetroffen wird, die alles mögliche Selbstlose sich von sich selber einbilden, welche Selbstlosigkeit aber gerade eine besonders raffinierte Selbstsucht, ein besonders raffinierter Egoismus ist. Sie wollen ganz gut sein, sie wollen so gut sein, als man nur sein kann. Das ist auch ein egoistisches Gefühl. Das ist etwas, was durchaus eben mit dem Paradoxon bezeichnet werden kann: ein unegoistischer Egoismus, ein aus der eingebildeten Selbstlosigkeit hervorgetriebener Egoismus.
[ 20 ] Die dritte Art von Wesenheiten, welche auf die geschilderte Weise den Menschen des Ostens erscheinen, das sind diejenigen Wesen, welche das geistige Leben abhalten von der Erde, welche gewissermaßen eine dumpfe mystische Atmosphäre unter den Menschen ausbreiten, wie sie im Osten in der heutigen Zeit besonders gefunden werden kann. Wiederum sind diese drei Gattungen von Wesenheiten, die aber jetzt aus der geistigen Welt herunterwirken, sich nicht in Menschen inkarnieren, die Feinde des dreigliedrigen sozialen Organismus. So daß der Dreigliederungsimpuls eingeschnürt wird von geistiger Seite vom Osten her, von menschlicher Seite auf die geschilderte Weise vom Westen her. Da sehen wir also dasjenige, was der Differenzierung zugrunde liegt von geistigen Untergründen her.
[ 20 ] Die dritte Art von Wesenheiten, welche auf die geschilderte Weise den Menschen des Ostens erscheinen, das sind diejenigen Wesen, welche das geistige Leben abhalten von der Erde, welche gewissermaßen eine dumpfe mystische Atmosphäre unter den Menschen ausbreiten, wie sie im Osten in der heutigen Zeit besonders gefunden werden kann. Wiederum sind diese drei Gattungen von Wesenheiten, die aber jetzt aus der geistigen Welt herunterwirken, sich nicht in Menschen inkarnieren, die Feinde des dreigliedrigen sozialen Organismus. So daß der Dreigliederungsimpuls eingeschnürt wird von geistiger Seite vom Osten her, von menschlicher Seite auf die geschilderte Weise vom Westen her. Da sehen wir also dasjenige, was der Differenzierung zugrunde liegt von geistigen Untergründen her.
[ 21 ] Wir werden dazu noch hinzuzufügen haben dasjenige, was von der europäischen Mitte aus als feindlich der Dreigliederung zugrunde liegt, damit wir allmählich auch vom geistigen Gesichtspunkte aus eine Vorstellung darüber gewinnen, wie man sich ausrüsten muß, damit die Dreigliederungsidee den widerstrebenden Mächten — ob diese nun von der geistigen Welt, wie im Osten, ob sie von Menschen, wie im Westen, oder auf noch andere Art, wie ich es morgen schildern werde, von der Mitte Europas ausgehen — wirklich einen Impuls entgegenbringen kann, der so notwendig wie nur irgend etwas für die Menschheitsentwickelung ist. Wie man sich diesen Dingen gegenüber zu verhalten hat, darüber muß man mit Gedanken ausgerüstet sein.
[ 21 ] Wir werden dazu noch hinzuzufügen haben dasjenige, was von der europäischen Mitte aus als feindlich der Dreigliederung zugrunde liegt, damit wir allmählich auch vom geistigen Gesichtspunkte aus eine Vorstellung darüber gewinnen, wie man sich ausrüsten muß, damit die Dreigliederungsidee den widerstrebenden Mächten — ob diese nun von der geistigen Welt, wie im Osten, ob sie von Menschen, wie im Westen, oder auf noch andere Art, wie ich es morgen schildern werde, von der Mitte Europas ausgehen — wirklich einen Impuls entgegenbringen kann, der so notwendig wie nur irgend etwas für die Menschheitsentwickelung ist. Wie man sich diesen Dingen gegenüber zu verhalten hat, darüber muß man mit Gedanken ausgerüstet sein.
