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The Rudolf Steiner Archive

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The Spiritual Backgrounds of the Outer World
The Fall of the Spirits of Darkness
GA 201

11 April 1920, Dornach

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Dritter Vortrag

Lecture Three

[ 1 ] Ich wollte Sie in diesen Betrachtungen auf einiges aufmerksam machen, das wiederum zu einer konkreteren Betrachtung des Universums führen muß, als es die kopernikanische Weltanschauung ist. Wir müssen ja nicht vergessen, daß diese kopernikanische Weltanschauung in der Zeit entstanden ist, in der die Menschen seit der Mitte des 15. Jahrhunderts immer mehr neigten zur abstraktesten Weltauffassung, dazu neigten, am meisten zu abstrahieren, und daß wit nötig haben — dies ist besonders zu betonen —, aus dem bloßen Abstrahieren herauszukommen und wiederum bestimmte Vorstellungen, die auch anderes als bloß Abstraktes zum Inhalte haben, auf das Weltenall anzuwenden. Es handelt sich nicht darum, daß wir nun gleich in allen Einzelheiten ein dem kopernikanischen Weltbilde ähnliches Weltenbild, nur mit ein bißchen anderen Linien, auf die Tafel zeichnen können. Es fiel mir das stark auf an den verschiedenen Frage-Sehnsuchten, die gestern aufgetaucht sind. Da handelte es sich darum, daß man gleich wieder Linien zeichnen wollte, die nun wiederum in äußerster Abstraktion darstellen würden ein Weltenbild. Darauf kommt es ja nicht an, sondern es kommt eben darauf an, das Außermenschliche in seiner Durchgeistigung zu erfassen, um eine Brücke schlagen zu können vom Geistigen im Menschen zum Geistigen außerhalb des Menschen. Sie müssen ja auch bedenken, daß hier jetzt in diesem Augenblicke jedenfalls nicht die Aufgabe vorliegen kann, eine mathematische Astronomie vorzutragen. Das würde nötig machen, daß man aus den Elementen heraus diese mathematische Astronomie erst erarbeitete. Denn die Grundvorstellungen, die man heute verwendet, die sind eben aus der ganzen materialistischen Denkweise seit der Mitte des 15. Jahrhunderts entstanden. Und es handelt sich darum, daß man, wenn man das Weltenbild, das wir skizziert haben, abschließen würde, daß man dann nötig hätte, ganz aus den Elementen heraus zu arbeiten. Denn sehen Sie, gerade an dem Schicksal, möchte ich sagen, das der Kopernikanismus erfahren hat, ist es ja zu ersehen, daß es immer zu gewissen, ich möchte sagen, intellektuellen Exzessen führen wird, wenn man zu stark nach dem Abstrakten hinstrebt. Denn Kopernikanismus ist eigentlich nicht das, was er bei den Kopernikanern geworden ist. Man hat aus gewissen Lehren des Kopernikanismus sich diejenigen herausgenommen, die einem gerade im Laufe der letzten Jahrhunderte gepaßt haben, und dadurch ist das heute schulmäßige Weltenbild entstanden.

[ 1 ] In these studies I wanted to draw your attention to certain things which can lead us back to a more concrete study of the Universe than is contained in the cosmogony of Copernicus. We must not forget that the Copernican cosmogony arose during the epoch after the middle of the fifteenth century when there was an increasing tendency towards an abstract conception of the Universe. It came indeed at a moment of time when the tendency to make everything abstract was at its height. We must also remember that it is essential now that we should get free of this tendency and bring to our thought about the Universe concepts that contain something more than mere abstract ideas. It is not a matter simply of constructing a cosmogony similar in kind to that of Copernicus, on slightly different lines. This was brought home to me in the questions arising out of the last lecture. For the point in these questions turned on the possibility of being able at once to draw lines that would give us a picture of the world—once more a picture in quite external abstractions. That of course is not what is wanted. What we have to do is to grasp in its spiritual nature all that is not man, in order to build a bridge from the spiritual in Man to the spiritual outside him. You must understand that here, at this particular time at all events, it cannot be our task to discuss a mathematical astronomy. That would necessitate beginning over again from the very rudiments; for the fundamental concepts employed to-day have their source in the whole materialistic mode of thinking in use since the middle of the fifteenth century. If we wanted to develop and complete the cosmogony we have sketched, it would be necessary to begin with the most elementary principles and elaborate them anew. The fate that befell Copernicanism came about, as we shall see, because of the strong tendency to abstraction, which may so easily lead to intellectual excesses. True Copernicanism is not really the same as that which it has become in the hands of the followers of Copernicus. Certain theories have been selected from Copernicanism which were quite in keeping with the ways of thought of the last few centuries, and from them the cosmogony now taught in all the schools has arisen.

[ 2 ] Ich möchte durchaus nichts beitragen dazu, daß nun wiederum, ohne von den Elementen auszugehen, ein solches schulmäßiges Weltenbild entsteht, nur daß man statt der bekannten Ellipse, in deren einem Brennpunkte die Sonne stehen soll, und in der sich die Erde bewegt mit einer zur Bahnebene schiefen Achse, daß man statt dessen nun eben eine Schraubenlinie aufzeichnet. Mir kam es darauf an, die Beziehungen des Menschen zur Welt darzustellen. Und nach dieser Richtung hin wollen wir diesmal die Sache verfolgen.

[ 2 ] It is not my wish to do anything in the direction of a similar cosmogony, where, instead of the well-known ellipse in which the Sun is placed as one of the foci, and in which the Earth moves with an inclined axis, we simply put a screw-shaped line! What I want rather to do is to present the relation of Man to the Universe and it is in this direction that we will now pursue the matter further.

[ 3 ] Ich habe versucht auseinanderzusetzen, wie in dem Augenblicke, wo man nur ein wenig übergeht zu einem intensiveren Erleben, die drei Richtungen des Raumes für den Menschen selbst, der sich in seiner Gestalt erlebt, durchaus nicht gleichwertig sind, wie diese vielmehr voneinander verschieden sind. Nur die Kopfabstraktion verhält sich so, daß sie gleichgültige drei Raumdimensionen daraus abstrahiert, indem sie nicht unterscheidet in bezug auf das Dreidimensionale das Oben und Unten, das Rechts und Links, das Vorne und Rückwärts, sondern Vorne und Rückwärts, Oben und Unten, Rechts und Links eben als drei Linien einfach auffaßt. Man würde gleich wiederum in einen ähnlichen Fehler verfallen, wenn man nun einfach abstrakt in den Raum hinein konstruieren wollte. Worauf es ankommt, das kann uns an anderen Dingen — wenigstens zunächst einmal, ich möchte sagen — sich verdeutlichen.

[ 3 ] I have tried to show you how, the moment one begins to pass to a more intensive experience of the three directions of space in one's own form, one realises how these directions differ in nature and kind from one another; it is only the faculty of mental abstraction in the head which makes these three dimensions abstract and does not distinguish between above and below, left and right, before and behind, but simply takes them as three lines. And a similar error would immediately again be incurred if one set out to build any other construction into space in a purely abstract way. The point at issue can be made clearer if for a moment we turn to something else.

[ 4 ] Sehen wir — wirklich aber nur um zu verdeutlichen — einmal auf die Farben hin. Ich möchte das Beispiel der Farbe noch einmal erwähnen. Nehmen wir einmal an, wir haben eine blaue Fläche und wir haben eine meinetwillen gelbe Fläche (Tafel 5, die beiden Quadrate, links blau, rechts gelb). Dieselbe Weltanschauung, welche das kopernikanische Weltbild aus ihren Abstraktionen heraus gestaltet hat, die hat es ja auch zuwege gebracht, zu sagen: Vor mir steht das Blau, vor mir steht das Gelb. Das rührt davon her, daß irgend etwas auf mich einen Eindruck macht. Dieser Eindruck erscheint mir als Gelb, als Blau. — Ja, es handelt sich darum, daß man nun gar nicht anfängt, auf diese Weise zu theoretisieren: Vor mir steht das Gelb, vor mir steht das Blau, und es macht auf mich irgend etwas einen Eindruck. Sehen Sie, das ist ein Vorgehen, welches zu vergleichen ist mit dem Worte Bild (das Wort wird an die Tafel geschrieben). Wenn jetzt jemand kommt und nachgrübelt: B, dahinter muß irgend etwas sein, hinter diesem B suche ich Schwingungen, die verursachen mir dieses B. Dann wiederum hinter dem z Schwingungen, hinter dem Schwingungen und so weiter. Das hat keinen Sinn. Es hat nur einen Sinn, daß wir die vier Buchstaben miteinander verbinden, innerhalb ihres eigenen Planes, möchte ich sagen, verbinden, und «Bild» lesen; daß wir nicht nachspekulieren: Was ist da drinnen? — sondern daß wir «Bild» lesen. Und so kommt es darauf an, daß wir uns hier sagen, es veranlaßt mich diese Fläche (blau) dazu, mich gewissermaßen hinter sie zu vertiefen, in sie einzudtringen. Diese Fläche (gelb) veranlaßt mich dazu, von ihr mich zu entfernen. Diese Gefühle, in welche die Eindrücke übergehen, die versuche man ins Auge zu fassen, dann kommt man zu dem Konkreten. Und wenn man so dasjenige, was man innerlich erlebt, in dem Äußeren sucht, dann kommt man ja auch zu dem Gefühl, daß man ja gar nicht da in sich drinnen ist, sondern daß man mit seinem eigentlichen Ich in der Welt lebt, ausgegossen ist in der Welt. Die Atomisten sollten, statt daß sie hinter der äußeren Welt Schwingungen suchen, ihr Ich dahinter suchen und suchen, wie ihr Ich eingefaßt ist, wie es hineinergossen ist in diese äußere Welt. So wie wir bei der Farbe suchen sollen, ob wit uns in sie vertiefen sollen oder von ihr uns abgestoßen fühlen, so sollen wir bei der Gestaltung unseres Organismus fühlen, wie die drei Richtungen, oben und unten, vorne und rückwärts, rechts und links, konkret voneinander verschieden sind, und wie, wenn wir uns in die Welt hineinstellen, diese drei Richtungen innerlich verschieden erlebt werden. Und wenn wir uns dann wissen als Menschen auf der Erde stehend, die Erde umgeben von den Planeten, Fixsternen, dann fühlen wit uns auch da drinnen als dazugehörig. Aber wir werden auch da drinnen fühlen, daß es nicht bloß darauf ankommt, drei aufeinander senkrechte Dimensionen zu ziehen, sondern daß es darauf ankommt, zu konkretisieren im Weltenall, einzudringen in das Konkrete der Richtungen.

[ 4 ] Let us consider colours. We will take colour once more as an example. Suppose we have a blue surface and, let us say, a yellow one. The conception of the world which, in its abstract thinking, gave rise to the Copernican cosmogony, has indeed succeeded in saying: “I see before me blue, I see before me yellow. That is due to the fact that some object has made an impression on me. This impression appears to me as yellow, as blue.” The point is that we should not begin to theorise in this way at all, saying: “Before me is yellow, before me is blue, and they make a certain impression upon me.” That is really just as if you were to treat the word PICTURE in the following way. Suppose you were to set about making deep researches into the word and think: “ ‘P’, something must be at the back of this; behind ‘P’ I must seek the vibrations which cause it. Then again, behind the ‘I’ there must be vibrations, and behind the ‘C’ more vibrations, and so on.” There is no sense in this. We find sense only when we unite the seven letters, connecting then one with another in their own plane, and read the whole word ‘Picture’; when we do not speculate as to what lies behind, but read the word—‘Picture’. So here too the point is that we should say: “This first surface makes me penetrate, as it were, behind it, makes me plunge into it. This other surface makes me turn away from it.” It is to these feelings into which the impression passes over that we must pay attention; then we come to something concrete. If we thus seek in the world outside what we experience inwardly, we come indeed to the feeling that we are not really within ourself at all, but that with our real Ego we are in the Universe, poured out into the Universe. Instead of searching behind the external Universe for ‘vibrations’, the atomists should seek for their own Ego behind the phenomena and then try to find out how their own Ego is placed into the outer Universe is, as it were, poured out into it. Just as with colour we should try to ascertain whether we feel we must plunge into it or whether we feel ourselves repelled by it, so, as regards the structure of our organism, we should feel how the three directions, above and below, forwards and backwards, right and left, differ concretely from one another; we should feel how differently we experience them inwardly, when we project ourselves into the Universe. When we are aware of ourselves as Man standing on the Earth, surrounded by the planets and fixed stars, we begin to feel ourselves as part of all these; it is not a matter merely of drawing three dimensions at right angles, but of thinking concretely about the Cosmos and penetrating into the concrete reality of the dimensions.

Blackboard DrawingBlackboard Drawing

[ 5 ] Nun, eines ergibt sich unmittelbar für denjenigen, der die äußere Welt betrachtet des Nachts, eines, das sich immer ergeben hat, solange die Menschen Sterne betrachtet haben des Nachts. Es ist dasjenige, was wir den Tierkreis nennen. Und ebenso ergibt sich, daß, ob wir nun an das ptolemäische Weltensystem glauben oder an das kopernikanische — das ist dafür einerlei —, es ergibt sich, daß, wenn wir den scheinbaren Lauf der Sonne verfolgen, wir die Sonne im Tierkteis verlaufend sehen. Auch bei ihrem Tageslauf sehen wir sie gewissermaßen den Tierkreis durchlaufen. Damit aber ist uns mit diesem Tierkreis, wenn wir uns lebendig hineinstellen in die Welt, etwas Wesentliches, etwas Bedeutsames gegeben. Wir können nicht jede beliebige andere Ebene, die in den Himmelsraum hineingestellt ist, als gleichwertig mit dem Tierkreis auffassen, geradesowenig wie wir die Ebene, die uns entzweischneidet und unsere Symmetrie bedingt, in einer beliebigen Weise setzen können. So daß wit sagen können: Es ist dasjenige, was wir als Tierkreis empfinden oder sehen, so, daß wir durch ihn eine Art Ebene legen können. Ich will annehmen, diese Ebene läge in der Tafel drinnen. Das sei der Tierkreis (es wird der Kreis links oben gezeichnet), so daß seine Ebene eben die Ebene der Tafel sei. Damit haben wir da eine Ebene im Weltenraum vor uns geradeso, wie wir drei Ebenen im Menschen eingezeichnet uns gedacht haben. Das ist zweifellos eine Ebene, von der wir sagen können, sie lebt sich für uns fix dar. Wir beziehen, indem wir die Sonne den Tierkreis durchlaufen sehen, die Erscheinungen des Himmels auf diese Ebene. Das ist zu gleicher Zeit ein Analogon außermenschlicher Art zu dem, was wir im Menschen selbst als solche Ebene empfinden müssen, erleben müssen. Und nun werden wir — geradeso, wie wir, wenn wir zum Beispiel die Symmetrie-Ebene beim Menschen ziehen, nicht ohne ein innerliches konkretes Verhältnis denken können, daß auf der einen Seite die anders als der Magen geartete Leber, und auf der anderen Seite der Magen liegt —, so werden wir uns auch nicht denken können, daß da bloß Raumlinien liegen, sondern daß dasjenige, was im Raume ist, in bestimmten Wirkungskräften sich äußert und daß es nicht gleichgültig ist, ob das links oder rechts ist, sondern daß es sehr darauf ankommt. Ebenso werden wir uns zu denken haben, daß bei dem Organismus des Weltenalls es darauf ankommt, ob etwas oberhalb des Tierkreises oder unterhalb des Tierkreises ist. Wir werden anfangen über dasjenige, was da als Weltenraum vorhanden ist, von Sternen besät ist, so zu denken, daß wir es gestaltet denken.

[ 5 ] Now there is a series of constellations that is immediately evident to those who study the outer Universe at night-time, and has indeed always been seen when men have studied the stars. It is what we call the Zodiac. It is immaterial whether we believe in the Ptolemaic or the Copernican system; if we follow the apparent course of the Sun it always seems to pass through the Zodiac in its yearly round. Now if we imagine ourselves placed into the Universe in a living way, we find that the Zodiac is of very great significance. We cannot conceive of any other Plane in celestial space as being of like value with the Zodiac, any more than we could conceive the plane which divides us in two and creates our symmetry, as being placed at random just anywhere. We then perceive the Zodiac as something through which a plane may be described. (Drawing.) Let us suppose this plane to be the plane of the blackboard, so that we have here the plane of the Zodiac; the plane of the Zodiac is just the plane of the blackboard. We shall then have one plane before us in Cosmic space, precisely as we imagined the three planes sketched in Man. That is certainly a plane of which we can say that it is fixed there for us. We see the Sun run its course through the Zodiac; we relate all the phenomena of the heavens to this plane. And we have here an analogy of an extra-human kind for what we must perceive and experience as planes in Man himself. Now when we draw the Symmetry plane in Man, and have on one side of the Symmetry-axis the liver organised in one way, and on the other side the stomach organised in a different way, we cannot think of such a fact without feeling at the same time some inner concrete relation; we cannot imagine mere lines of space lying there, but what is in the space must manifest definite forces of activity; it will not be a matter of indifference whether something is on the right or on the left. In the same way we must imagine that in the organisation of the Universe it is a matter of consequence whether a thing is above or below the Zodiac. We shall begin to think of Cosmic space—as we see it there, sown with stars—we shall begin to think of it as having form.

[ 6 ] Ebenso, wie wir diese Ebene hier haben, die die Ebene der Tafel ist, können wir uns eine andere denken, die darauf senkrecht ist. Denken Sie sich eine Ebene, welche etwa verläuft von dem Sternbilde, das wir als das des Löwen bezeichnen, bis zum Sternbild des Wassermanns auf der anderen Seite. Dann können wir uns eine dritte Ebene darauf senkrecht denken, die vom Stier bis zum Skorpion geht, und wir haben drei aufeinander senkrechte Ebenen in den Weltenraum eingezeichnet. Diese drei aufeinander senkrechten Ebenen sind analog den drei Ebenen, die wir in den Menschen uns eingezeichnet gedacht haben. Wenn Sie sich vorstellen jene Ebene, die wit bezeichnet haben als die des Wollens, die also unser Vorderes und Rückwärtiges voneinander abtrennt, so würden Sie die Ebene des Tierkreises selber haben. Wenn Sie sich denken die Ebene, die vom Stier zum Skorpion verläuft, so würden Sie die Ebene des Denkens haben, das heißt, unsere Denkebene würde zugeordnet sein dieser Ebene. Und die dritte Ebene würde diejenige sein des Fühlens. Sie haben also da den Weltenraum ebenso durch drei Ebenen gegliedert, wie Sie den Menschen vorgestern durch drei Ebenen gegliedert gesehen haben.

[ 6 ] Now just as we can think of this plane on the blackboard, so we can also think of another at right angles to it. Let us think of a plane extending from the constellation Leo to that of Aquarius on the other side. Then we can go further and imagine a third plane at right angles again to this one, running from Taurus to Scorpio. We have now three planes at right angles to one another in Cosmic space. These three planes are analogous to the three we have imagined described in Man. If we think of the plane we have denoted as that of Will—the plane namely which separates us behind and before—we have the plane of the Zodiac itself. If we think of the plane running from Taurus to Scorpio, we have the plane of Thinking; that is, our Thought Plane would be co-ordinated to this plane. And the third plane would be that of Feeling. Thus we have divided Cosmic space by means of three planes, just as we divided Man in our first lecture.

[ 7 ] Das ist zunächst das Wichtige, nicht einfach umzulernen schnell das kopernikanische Weltensystem, sondern sich auf dieses Konkrete einzulassen, gewissermaßen den Weltenraum selbst so organisiert zu denken, daß man drei solche aufeinander senkrecht stehende Ebenen hineingliedern kann, wie man in den Menschen diese drei aufeinander senkrecht stehenden Ebenen hineingliedern kann...

[ 7 ] What is primarily of importance is not simply to unlearn as quickly as possible the Copernican Cosmic system, but to enter into this concrete picture, to imagine Cosmic space itself so organised that one can distinguish in it three planes at right angles to one another, just as can be done in the case of Man.

[ 8 ] Nun, die nächste Frage, die für uns entstehen muß, ist die folgende: Ist der Mensch wirklich restlos zusammengegliedert mit alledem, was uns da als äußeres Weltenbild, den Menschen miteingeschlossen, erscheint? Wir haben gestern darauf aufmerksam gemacht, daß die Erde mit der Sonne und den anderen Planeten in einer Schraubenlinie vorrückt. Es ist das natürlich auch nur schematisch, denn die Schraubenlinie ist selber gebogen. Aber darauf kommt es nicht an. Jetzt kommt es darauf an, daß die Erde in einer solchen Schraubenlinie hinter der Sonne herläuft. Darauf habe ich gestern aufmerksam gemacht. Nun handelt es sich darum: Ist der Mensch wirklich in diese Bewegung so eingespannt, daß er sie unbedingt mitmachen muß? Dann, wenn der Mensch in diese Bewegung so eingespannt ist, daß er sie absolut mitmachen muß, dann ist für die Freiheit, dann ist für die Betätigung der Moralität überhaupt kein Platz für den Menschen da. Vergessen wir nicht, daß wir gerade von dieser Frage ausgegangen sind, wie wir die Brücke schlagen können von der bloßen Naturnotwendigkeit zur Moralität herüber, zu dem, was unter dem Impuls der Freiheit geschieht.

[ 8 ] The next question to arise for us must be: Is really the whole of Man to be thought of as forming an integral part of what appears to us as an outer Cosmogony, in which Man is included? We emphasised in the last lecture that the Earth with the Sun and other planets progress in a spiral. Such a statement is, of course, merely diagrammatic, for the spiral line itself is curved. That however does not concern us here; what is important for us at the moment is that the Earth as we have seen, follows the Sun in such a spiral, and the question is whether Man too is so interwoven in this movement that he is absolutely compelled to take part in it in any case; for if that be so, if he absolutely must follow completely, then there is no place at all for free will or for moral activity on his part. Let us not forget that we began our study with this very question: how to build a bridge leading from pure natural necessity to morality, to what takes place under the impulse of free will.

[ 9 ] Ja, sehen Sie, da kommen Sie nicht zurecht, wenn Sie bloß das zu Hilfe nehmen, was Ihnen die kopernikanische Weltanschauung gibt. Denn was gibt sie Ihnen denn? Sie stellen sich die Erde vor. Da stehen Sie drauf. Ob die Erde nun meinetwillen fortsaust oder die Sonne fortsaust, das macht es ja nicht aus. Wenn die Dinge in einer absoluten Naturkausalität mit dem Menschen verknüpft sind, so ist es ja nicht möglich, daß der Mensch irgendwie seine Freiheit entfalten kann. Wir müssen daher die Frage stellen: Liegt die ganze Wesenheit des Menschen innerhalb dieser Naturkausalität drinnen oder ragt sie heraus? Aber wir dürfen diese Frage nicht so stellen, wie sie von den Materialisten des 19. Jahrhunderts gestellt worden ist, die darauf aufmerksam gemacht haben, daß ja schon so viele Menschen gestorben sind auf der Erde, daß es gar nicht möglich wäre, daß alle die Seelen der Verstorbenen Platz haben sollten. Sie haben nach dem Platz, den die Seelen einnehmen, gefragt. Es handelt sich darum, inwieferne das einen Sinn hat, nach dem Platz der Seele zu fragen.

[ 9 ] Here we can go no further if we rely only on the Copernican system; for what have we there? We picture the Earth upon which we stand; whether the Earth or the Sun goes rushing along is of no moment ... If Man is connected with all this in an absolute natural causality, it is impossible for him to develop free will. We must therefore put the question: Does the entire being of Man lie within this natural causality, or does the being of Man move up out of it at some point? We must not however put the question out of the mood of thought of the materialists of the nineteenth century, who remarked that so many people have died on Earth that it would not be possible to find room for all their souls. They wanted to know about the space required for souls. But the point in question really is: What meaning is there in asking about a place for souls?

[ 10 ] Nun, sehen Sie, da müssen wir vor allen Dingen uns darüber klar sein, daß der ganze Sinn des Geschehens im Weltenall — und Bewegen ist auch ein Geschehen — uns nur vor Augen tritt, wenn wir es in bestimmten Fällen fassen. Sehen Sie, wir unterscheiden irgendwie das, was sich da vollzieht in diesen vier oder acht Gebieten drinnen, was da ober- und unterhalb der Tierkreisebene, rechts und links von der Fühlensebene, nach dieser Seite und nach dieser Seite von der Denkebene liegt, wir fühlen, daß irgend etwas vom Weltgeschehen damit zusammenhängt. Und indem wir eine gewisse Art des Weltengeschehens herausnehmen, zeigt es sich in einer solchen Wiederholung, daß wir es als den Jahreslauf bezeichnen. Wir bezeichnen es als Jahreslauf, und wir müssen uns jetzt fragen in konkreter Weise: Wie können wir einen Zusammenhang des Menschen mit dem äußeren Weltenjahreslaufe finden? Zunächst finden wir, indem der Mensch aus der geistigen Welt heruntersteigt in die physische, daß er durch die Konzeption geht. Dann verweilt er etwa neun Monate im Embryonalzustand. Das sind drei Monate weniger als der Jahreslauf. Wir könnten sagen: Das ist etwas ganz Unregelmäßiiges. Der Mensch in seiner Entwickelung zeigt schon im Beginne seines physischen Erdenwerdens, daß er scheinbar sich nicht kümmert um den Lauf des Weltgeschehens draußen. Aber es ist nicht so. Wenn wir Sinn dafür haben, das Kind zu beobachten in den drei ersten Monaten seines Erdenlebens, so ist in der Tat das, was da in den ersten drei Monaten geschieht, im rechten Sinne eine Fortsetzung seines Embryonallebens. Eine solche Fortsetzung ist dasjenige, was mit dem Gehirn geschieht, und auch was sonst geschieht gerade mit dem Kinde. Diese ersten drei Monate, die das Jahr voll machen, können wir in einer gewissen Beziehung hinzurechnen noch zu dem Embryonalleben, so daß wir sagen können: in einer gewissen Beziehung ist das erste Jahr der menschlichen Entwickelung doch in den Jahreslauf hineingestellt.

[ 10 ] We must above all clearly understand that the full sense and meaning of the events in the Universe—and movement is also an event—only becomes clear to us when we grasp it in definite cases. We distinguish in some way what takes place in the four realms,—what is above and below the plane of the Zodiac (Will), and what is right and left of the plane of Feeling; or again, we can consider what lies on this or on the other side of the plane of Thinking. We feel that something is connected with this differentiation, something of Cosmic happening, namely, that which manifests in recapitulation, as we have it for instance in what we designate as the “course of the year”. And we must now ask in a concrete way: How can we find a connection between Man and the yearly course of the outer Universe? Well, first of all we find that when Man descends from the spiritual world into the physical, he passes through conception. He remains for about nine months in the embryonic condition—that is to say, three months less than the year's course. We might be inclined to call this a very irregular proceeding. In his evolution Man seems to show, even at the very genesis of his physical earthly existence, that he pays no attention to the course of Cosmic events outside. This is however not the case. If we have the faculty for observing the child during the first three months of his earthly existence, we find that these first three months—which make the year complete—manifest in a very true sense a continuation of his embryonic life; what takes place in the brain, as well as other things happening with the little child, can from a certain aspect be considered as still belonging to its embryonic life. Thus we can say that in a certain respect the first year of human development can after all be identified with the year's course.

[ 11 ] Dann kommt wiederum ein Jahr, ungefähr ein Jahr. Denn wenn wir den Menschen nach diesem ersten Jahre ansehen, dann wird er — natürlich ist die Sache im Mittel zu nehmen, im arithmetischen Mittel, aber approximativ ist es doch so —, dann wird er ungefähr so weit sein, daß er die Milchzähne bekommt. Wir schauen uns ein Jahr wiederum an, nachdem ein Jahr schon abgeflossen war seit der Konzeption, schauen uns das weitere Jahr an und finden in diesem weiteren Jahre die Entwickelung der ersten Zähne mit dem Jahreslauf im Mittel übereinstimmend. Und jetzt fragen wir uns: Geht das so fort? Nein, das geht nicht so fort. Denn in der Tat, das erste Zahnen scheint ein innermenschlicher Jahreslauf zu sein, ist es auch, so wie das erste Jahr des Menschen ein innerer Jahreslauf des Menschen ist. In dem Bilden der Milchzähne arbeitet im Menschen offenbar das Weltenall. Dann tritt etwas anderes ein. Dann arbeitet in ihm in einem Zeitraume nach der Geburt, der siebenmal größer ist, diejenige Kraft, die aus ihm heraus die zweiten Zähne treibt. Da geht etwas vor sich, was wit jetzt nicht mit dem Weltenlauf in einen Zusammenhang bringen können, sondern was mit etwas zusammenhängt, was sich dem Weltenlaufe entzieht, was aus dem Innern des Menschen heraus wirkt.

[ 11 ] Then comes another year—or about a year. If we observe the child after the first year, we see that the second year is approximately the time of the growth of the milk teeth. We observe the child during the second year after its conception, and we find that this year corresponds on an average with the growth of the first teeth. Now let us ask, does this continue? No, it does not. The first ‘teething’ seems to represent an inner year of Man. And so it does, just as the first year is at the same time an inner year of Man. In the formation of the milk teeth, the Universe obviously works in the child. But then something different happens. In a space of time seven times as long—it is indeed far from completion even then, but at least it begins its activity during this period—in a period seven times as long from birth, the force which pushes out the second teeth is at work in the child. Here something occurs which we can not connect with the world's course but with something that is withdrawn out of it, and works from the inner being of the child.

[ 12 ] Jetzt haben Sie etwas Konkretes. Jetzt haben Sie, ich möchte sagen, den Weltenorganismus mit Bezug auf eine Tatsachenreihe in den Menschen hineinprojiziert in seiner Bildung der Milchzähne. Und dann wiederum schauen Sie hin auf das Entstehen der bleibenden Zähne, die aus dem Menschen herauskommen. Dasjenige, was da als bleibende Zähne herauskommt, das stellt eine innere menschliche Weltenordnung in die äußere hinein. Da haben Sie die erste Ankündigung des Freiseins darin zu sehen, daß der Mensch etwas vornimmt, was sich ganz deutlich zeigt in seiner Abhängigkeit vom Weltenall dadurch, daß es den Zeitenlauf des Weltenalls einhält auch im Innern des Menschen, daß der Mensch dann aber das verlangsamt in sich, daß er demselben Prozeß eine andere Geschwindigkeit gibt, eine siebenmal so kleine Geschwindigkeit gibt. Daher dauert sie eben siebenmal länger. Da haben Sie gegenübetgestellt das Innere des Menschen und das Äußere des Weltenalls.

[ 12 ] Here, then, we have a concrete instance. We have, first of all, in respect to one series of facts, the world organism projected into Man in the formation of his milk teeth. And then again, when we look at the permanent teeth, which grow forth from Man, we find that these are Man's own production. An inner human Cosmic system has placed them into the other Cosmic system. Here we have the first herald of Man's becoming free, in the fact that he engages in something which clearly shows his independence of the Universe; because although this process retains within it in Man's being the time-course of the Universe, Man has slowed it down within him, he has given the same process a different velocity, seven times as slow, thus taking seven times as long. Here we have the contrast between the inner being of Man and the outer being of the Universe.

[ 13 ] Wir haben in einer sehr anschaulichen Weise eine gewisse Abhängigkeit des Menschen von dem äußeren Weltenall dadurch gegeben, daß wir wechseln zwischen Schlafen und Wachen, und der Wechsel zwischen Tag und Nacht für verschiedene Teile der Erde zu verschiedenen Zeiten stattfindet. Was bedeutet für uns Menschen das Wechseln zwischen Wachen und Schlafen? Es bedeutet, daß wir, grob gesprochen, einmal herumgehen, indem unser Ich und unser Astralleib mit unserem Ätherleib und physischen Leib vereinigt sind, das andere Mal, indem die beiden — Ich und astralischer Leib auf der einen Seite, Ätherleib und physischer Leib auf der anderen Seite — voneinander getrennt sind.

[ 13 ] Another independence of the outer Universe is very clearly demonstrated in the alternation between sleeping and waking. Positions of the Earth alternate in respect to certain constellations, but they alternate always with day and night. How is it with Man? What does this alternation between waking and sleeping signify to us human beings? It means, roughly speaking, that we go about at one time with our Ego and astral body united with our etheric and physical bodies, and at another time with the Ego and the astral body separated from the etheric and physical bodies.

[ 14 ] Aber die Sache liegt doch so, daß der Mensch im heutigen Kulturzyklus, insbesondere wenn er sich einen zivilisierten Menschen nennt, nicht mehr voll abhängig ist von dem Naturzyklus. Es sieht der Zyklus von Wachen und Schlafen in seinem Zeitmaß dem Naturzyklus noch ähnlich. Aber es gibt doch heute sogar schon Menschen — ich habe solche gekannt —, die machen die Nacht zum Tag, den Tag zur Nacht, kurz, der Mensch kann sich herausreißen aus der Zusammengehörigkeit mit dem Weltenlauf. Aber seine Gesetzmäßigkeit, die Aufeinanderfolge der Zustände in ihm, zeigt noch das Nachbild dieser äußeren Gesetzmäßigkeit. Und so ist es bei vielen Erscheinungen im Menschen. Wenn wir so sehen, wie der Mensch wechselt zwischen Wachen und Schlafen, und die Natur wechselt zwischen Tag und Nacht, und der Mensch heute zwar an den Wechsel von Wachen und Schlafen gebunden ist, aber nicht an das Einhalten von Tag und Nacht, so müssen wir sagen: er war einmal mit seinen inneren Zuständen an den äußeren Weltenlauf gebunden und hat sich losgerissen davon. Der zivilisierte Mensch ist heute fast ganz losgerissen von dem äußeren Naturlauf und kehrt eigentlich nur dann zu ihm zurück, indem er einsieht, also durch den Intellekt entdeckt, daß es ihm besser ist, wenn er in der Nacht schläft statt bei Tag. Aber es ist nicht so, daß die Nacht den Menschen so erfaßt, daß er unbedingt einschlafen müßte. Das ist im Grunde eigentlich für alle zivilisierten Menschen so, daß sie nicht fühlen, die Nacht macht mich einschlafen, der Tag weckt mich auf. Höchstens wenn die Nacht hereinsinkt und hier noch ein Vortrag gehalten wird, dann wirkt die Nacht vielleicht auf manchen so, vereinigt mit dem Vortrage, daß er unbedingt das als eine Naturaufforderung zum Einschlafen empfindet. Aber das sind ja Dinge, die wir nicht unbedingt in unser Weltbild hineinzuschieben brauchen.

[ 14 ] Now a man in the present cycle of civilisation, especially one who calls himself a civilised man, is no longer entirely dependent in this respect on the cycle of Nature. The cycle of waking and sleeping, in its measure of time, seems to resemble the cycle of Nature; but there are persons at the present time—I have known such!—who turn night into day and day into night. In short, Man can wrest himself free from connection with the world's course. The sequence in him of the sleeping and waking states shows however that he still has within him a copy of this conformity to law. The same is true of many phenomena of the human being. When we observe how Man alternates between waking and sleeping, and Nature alternates between day and night, and how Man is still today bound to the alternation of waking and sleeping though not to that of day and night, we must say: Man was at one time, as regards his inner conditions, bound to the outer course of the Universe, but he has broken away from it. Civilised Man today has almost entirely broken away from the course of outer Nature. He is really returning to it when he perceives, when he discovers with his intellect, that it is better for him to sleep at night rather than by day. It is not the case however, that night takes possession of Man in such a way that he must under any circumstances sleep. No civilised man really feels: ‘Night makes me sleep, day wakes me up.’ At most, if night falls and a lecture is still going on here, the two facts taken together may perhaps affect some in such a way they experience an absolute demand of Nature that they should fall asleep. These however are incidents not necessarily involved in our cosmogony.

[ 15 ] Also dasjenige, um was es sich handelt, ist, daß der Mensch sich herausgerissen hat aus dem Naturverlaufe, aber im rhythmischen Ablauf noch zeigt das Bild dieses Naturverlaufes. Sehen Sie, wie Übergänge da stattfinden von einem zum andern. Wir können sagen, wit sind mit unserm Wachen und Schlafen so, daß wir den Naturlauf noch deutlich im Bilde zeigen, aber uns losgerissen haben von diesem Naturlauf. Wenn wir die zweiten Zähne bekommen, da ist es so, daß wir gar nicht mehr in der Zeitfolge ein Bild zeigen von dem, was der Naturlauf ist, der sich noch ausdrückt im Bekommen der ersten Zähne. Aber dasjenige, was da bei uns auftritt, dieses Bekommen der zweiten Zähne, das ist ein neuer Naturlauf. Denn das haben wir nicht so in der Hand wie Schlafen und Wachen. Da will unsere Willkür nicht hinein. Da wird etwas herausgestellt aus der Natur, das gar nicht drinnensteht im großen Verlaufe der Natur, sondern das der Mensch eigens für sich hat. Aber es ist nicht in seiner Willkür gelegen. Es stellt sich eine andere Naturordnung in die erste hinein.

[ 15 ] Thus the point to observe is that Man has wrested himself away from the course of Nature, but that nevertheless in his periodicity he still shows a reflection of it. Let us see how transitions from one to the other condition manifest themselves. We may say that in our waking and sleeping we still distinctly show the course of Nature in picture, but that we have wrested ourselves free from it. In the appearance of the second teeth, we no longer show in chronological sequence a picture of the course of Nature such as is still expressed in the growth of the first teeth. When we receive our second teeth, a new course of Nature arises in us; for this is not in our control like sleeping and waking. Our free choice does not enter here. Here something appears belonging to Nature and yet not following the larger course of Nature, something which Man has for his own. And yet it is not within his free choice, it is inserted as a second natural organisation within the first.

[ 16 ] Indem ich Ihnen diese Dinge auseinandersetze, sage ich Ihnen ja im Grunde alltägliche Dinge. Aber es handelt sich darum, solche alltäglichen Dinge in der richtigen Weise zu durchschauen. Sehen Sie, Sie werden sich jetzt sagen müssen: Es gibt ein gewisses Naturgeschehen. In dieses Naturgeschehen ist eingespannt das Bekommen der ersten Zähne des Menschen. Ich will bildlich dieses Naturgeschehen in dieser Strömung, möchte ich sagen, so zeichnen (Tafel 5, rechts oben die linke Strömung). Da ist ein allgemeines Naturgeschehen, und in diesem schwingt fort, indem es ein Teil davon ist, das Entstehen der ersten Zähne des Menschen. Und dann haben wit ein anderes Naturgeschehen, das aber gar nicht in dem allgemeinen Weltengeschehen drinnen ist, das der Mensch für sich hat: das Bekommen der zweiten Zähne. Wollten Sie das zeichnen, so müßten Sie es so zeichnen, daß es eine andere Strömung wäre (die Strömung rechts davon, rot). Aber so wäre es ja noch nicht herauszubekommen, da wäre es ja gleich. So können wir es also nicht zeichnen, sondern müssen das ganz anders machen. Wir müssen, wenn wir das Verhältnis bezeichnen wollen zwischen dem ersten Zähne-Bekommen und dem zweiten Zähne-Bekommen, dieses erste Zähne-Bekommen vielleicht so zeichnen (Mitte unten; der weiße Kern) — und das zweite Zähne-Bekommen, das müssen wir vielleicht so zeichnen (der breite Ring um den Kern, rot), daß dieses Weiße in dem Roten hier siebenmal drinnen ist (7 Abschnitte werden angedeutet). Das heißt, wenn Sie es nebeneinander zeichnen, parallel, dann bekommen Sie kein Bild von dem Verhältnis des ersten Zähne-Bekommens zum zweiten, sondern Sie bekommen nur ein Bild, wenn Sie diejenige Kraft, von welcher abhängt das erste Zähne-Bekommen, von einer andern Kraft umkreisen lassen, von der abhängt das zweite Zähne-Bekommen.

[ 16 ] In all these things, I am speaking of quite simple everyday matters, but it is a question of noticing them in the right way. We must now say to ourselves: There is a certain natural ‘happening’, within which is interwoven the growth of the first teeth. Let us draw it in diagram. Within this natural event or process, as a part of the process, goes forward the formation of Man's first teeth. Then we have another natural happening, one of Man's own, not all within the general happening of the world—the growth of the second teeth (red). To draw it, we must present it as a different stream. Yet the difference is not yet clear in the drawing, they both look alike. The fact is, we must represent it in a quite different way if we want to depict the connection between the receiving of the first and second teeth; we must draw the first teeth seven times deeper in. If we draw them side by side, parallel, we have no picture of the relation of the first teeth to the second; we only get a picture of the force upon which the growth of the first teeth depends by drawing it encircled by another force, upon which the growth of the second teeth depends.

[ 17 ] Sie sehen, es entsteht da einfach die Notwendigkeit, daß sich die Bewegung krümmt durch den Geschwindigkeitsunterschied. Denken Sie also, wenn irgendwo im Weltenraume sich ein Stern befindet, und um diesen Stern kreist ein anderer, so daß durch sein Umkreisen irgendein Stück siebenmal sich da findet (unten rechts auf der Tafel, großer Bogen rot), so bekommen Sie einfach durch den Tatbestand der Umkreisung etwas Qualitatives, ein Schaffen.

[ 17 ] Here, through the difference of velocity, the necessity arises for the movement to curve. Thus, when we say that there is a star somewhere in space with another circling round it ... then through the simple fact of the revolution, something qualitative arises—a creative activity.

[ 18 ] Sehen wir also hin auf das erste Zähne-Bekommen und auf das zweite Zähne-Bekommen, so müssen wir uns sagen: Das muß irgend etwas zu tun haben im Weltenraum mit Kräften, von denen die eine die andere umkreist — ich will dieses Beispiel vor Sie hinstellen aus dem Grunde, damit Sie sehen, was es heißt, konkret anzuschauen Bewegungen im Weltenraume, was es heißt, über konkrete Bewegungen im Weltenraume zu sprechen — und wie es eine leere Redensart ist, wenn man sagt: Der Jupiter ist so und so viele Meilen von der Sonne entfernt und umkreist die Sonne in einer bestimmten Linie; der Saturn ist so weit entfernt und umkreist die Sonne in dieser Linie (Mitte oben). — Damit ist gar nichts gesagt. Das ist eine leere Redensart. Wissen tut man über diese Dinge erst dann etwas, wenn man einen Inhalt damit verbindet, daß so etwas Jupiter-Bahn ist, so etwas Saturn-Bahn ist und dem Umkreisen des einen durch den anderen dient. In diesem Stücke ist einfach die Notwendigkeit bestimmten Geschehens gegeben.

[ 18 ] I might also say: we look at the growth of the first teeth and of the second; that must have something to do in Cosmic space, with certain forces, one of which circles round the other. I put this example before you, because from it you will see what it means to speak of concrete movements in space, and how empty is the kind of talk which says: Jupiter—or, it may be Saturn—is so and so many miles distant from the Sun and encircles it in such and such a line. That tells one nothing at all, it is an empty phrase. We can only know anything about facts like these when we unite some content with them, such as: the orbit of Jupiter is like this, the orbit of Saturn like that, and the revolution of the one serves the revolution of the other.

[ 19 ] Indem ich Ihnen diese Dinge vor Augen führe, werden Sie vielleicht sagen, sie sind schwer verständlich, oder vielleicht werden Sie es auch nicht sagen; dann werden Sie wahrscheinlich finden, daß man über diese Dinge überhaupt nicht zu reden braucht. Aber man muß über diese Dinge reden, denn indem man lernen wird, wiederum über diese Dinge zu reden, wird man zur bestimmten Anschauung der Welt erst wiederum vordringen. Und man wird sich abgewöhnen, was so einseitig beim Kopernikanismus hervorgetteten ist: das bloße Vorstellen der Weltenbewegungen nach Linien. Es sollte vielmehr jetzt in die Menschheit etwas hineinkommen, was ihr sagt: Es ist notwendig, daß man zuerst über die elementarsten Erlebnisse sich klar wird, bevor man den Blick hinauswendet auf die äußersten Geheimnisse des Weltenalls.

[ 19 ] I have here merely pointed out the necessity for certain definite processes and happenings. Some of you may say that they are difficult to understand. Or perhaps you will not say so, but will consider that there is no need to discuss them! Not until people learn to study such things will they be able to progress to a definite and clear view of the Universe. And then they will give up what is presented so superficially in Copernicanism—the conception of the celestial movements solely in lines. Rather should an impulse enter humanity which says: It is necessary to be clear first about our own most elementary experiences before turning our attention to the outer mysteries of the Universe.

[ 20 ] Was gewisse Zusammenhänge, die wir einfach ablesen von den Sternen, bedeuten, das lernen wir erst, wenn wir die entsprechenden Vorgänge im eigenen Organismus erfassen. Denn was innerhalb unserer Haut liegt, das ist nichts anderes als das Spiegelbild des äußeren Weltorganismus. Wenn Sie also den Menschen schematisch hier haben, und Sie haben da seinen Blutumlauf irgendwie, schematisch bloß, so verfolgen Sie die Bahn dieses Blutumlaufes (dieselbe Tafel, links unten). Versuchen Sie die Bahn dieses Blutumlaufes zu verfolgen. Das ist im Innern des Menschen. Gehen Sie hinaus in das Weltenall, suchen Sie sich die Sonne auf, sie entspricht — darüber wollen wir dann das nächste Mal reden — dem Herzen im Innern des Menschen. Und dasjenige, was vom Herzen aus dutch den Körper geht, oder eigentlich vom Körper aus zum Herzen, so unregelmäßig es eigentlich ist, das ist in Wahrheit ungefähr ähnlich den Bewegungen, die mit dem Sonnenlauf zusammenhängen. Statt abstrakte Linien zu zeichnen, sollte man in den Menschen hineinschauen. Dann würde man innerhalb seiner Haut dasjenige finden, was außerhalb im Himmelsraum ist; dann würde man aber auch den Menschen hineingestellt finden in die Weltenordnung, würde aber auch finden, wie er auf der anderen Seite wiederum von dieser Weltenordnung unabhängig ist. Wie er stückweise unabhängig wird, habe ich Ihnen gezeigt. Wir werden darüber das nächste Mal noch weiter sprechen. Aber das wollen wit uns jetzt vor Augen führen, daß, wenn wir hier schematisch so etwas aufzeichnen, es eben ein Schema ist.

[ 20 ] We only learn the significance of certain connections which we read from the stars, when we understand the corresponding processes in our organism; for what lies within our skin is no other than a reflection of the organism of the outer world. Thus if we draw a man in diagram, we have here the blood circulation (in diagram only) and we can trace its path. It is all in the inner being of Man. If we now go out into the Universe and look for the Sun, it is the Sun which corresponds to the heart within Man. What goes out from the heart through the body, or in point of fact out from the body to the heart, does in truth approximately resemble the movements connected with the course of the Sun. Instead of drawing abstract lines, we should look into the human being. Within his skin would be found what is outside in celestial space. Man too would be found to have his part in the Cosmic order. And, on the other hand, his independence of the Cosmic system would also be seen; and how he gains this independence little by little, as I have shown. We will speak further about this in the next lecture; for the present we must realise that we are dealing with it here merely in a diagrammatic way.

[ 21 ] Sehen Sie sich einmal den Hauptverlauf der Blutgefäße im menschlichen Organismus an. Da, von oben aus gesehen, hat es schon etwas Ähnlichkeit mit einer Schleifenlinie. Statt daß wir an der Tafel zeichnen, sollten wir die Hieroglyphen verfolgen, die in uns selbst hineingezeichnet sind. Dann aber sollten wir aus diesem Qualitativen verstehen lernen, was da draußen im Weltenall ist. Das können wir nur, wenn wir imstande sind, folgendes erlebend zu erkennen und erkennend zu erleben, wenn wir uns vor allen Dingen vorführen das, was ich in den öffentlichen Vorträgen — im ersten hier ja erwähnt habe, daß es sich in der Geisteswissenschaft darum handelt, zu erkennen, daß nicht das Herz wirkt wie eine Pumpe, die das Blut durch den Leib treibt, sondern daß das Herz bewegt wird von der Blutzirkulation, die ein in sich Lebendiges ist. Und die Blutzirkulation wird wiederum bedingt von den Organen. Das Herz — Sie können das embryologisch verfolgen — ist ja nichts weiter eigentlich als das Ergebnis der Blutzirkulation. Versteht man dasjenige, was das Herz im menschlichen Leibe ist, dann lernt man auch verstehen, daß die Sonne nicht das ist, was Newton meint, der allgemeine Seilzieher, der da seine Seile, Gravitationskraft genannt, hinüberschickt nach den Planeten, nach Merkur, Venus, Erde, Mars und so weiter — da zieht er an den Seilen, die man nur nicht sieht, die Anziehungskräfte sind, oder er spritzt ihnen das Licht hinaus und dergleichen (Tafel 6, oben, Umkreis und Radien tot) —, sondern, so wie die Herzbewegung das Ergebnis ist des Lebendigen der Zirkulation, so ist die Sonne nichts anderes als das Ergebnis des ganzen Planetensystems. Die Sonne ist Resultat, nicht Ausgangspunkt (dieselbe Tafel, unten). Das lebendige Zusammenwirken des Sonnensystems ergibt in der Mitte eine Aushöhlung, die da spiegelt. Und das ist die Sonne. Ich habe deshalb öfters zu Ihnen gesagt, die Physiker würden höchst erstaunt sein, wenn sie in die Sonne fahren könnten und dort das ganz und gar nicht finden würden, was sie jetzt meinen, sondern bloß einen Hohlraum finden würden, noch dazu einen saugenden Hohlraum, der alles vernichtet in sich, so daß er mehr ist als ein Hohlraum. Ein Hohlraum, der tut doch wenigstens nichts anderes als aufnehmen das, was man in ihn hineingibt. Aber die Sonne ist ein solcher Hohlraum, daß wenn man etwas in ihren Raum hineinbringt, sie es dann sofort aufsaugt und verschwinden läßt. Da ist nicht nur nichts, da ist weniger als nichts. Und dasjenige, was uns zuscheint im Lichte, das ist Rückstrahlung desjenigen, was erst aus dem Weltenraum hinkommt — so wie die Bewegung des Herzens nichts anderes ist als dasjenige, was aus der Lebendigkeit von Durst und Hunger und so weiter, in der Zusammenwirkung der Organe, in der Blutbewegung im Herzen sich staut.

[ 21 ] Look at the principal course of the blood-vessels in the human organism. Seen from above it is like a looped line. Instead of drawing it, we should follow the hieroglyphs inscribed in our own selves; for then we would learn to understand the nature of the qualities in the Universe outside. This we can only do when we are able to recognise and experience livingly the fact of which I have also spoken in public lectures, the fact namely, that the heart does not work like a pump driving the blood through the body, but that the heart is moved by the circulation, which is itself a living thing, and the circulation is in its turn conditioned by the organs. The heart, as can be followed in embryology, is really nothing more than a product of the blood circulation. If we can understand what the heart is in the human body, we shall learn to understand also that the Sun is not, as Newton calls it, the general cable-pulley which sends its ropes (called the force of gravitation) towards the planets, Mercury, Venus, Earth, Mars and so forth, drawing them by these unseen forces of attraction, or spraying out light to them, and the like; but that just as the movement of the heart is the product of the life-force of the circulation, so the Sun is no other than the product of the whole Planetary system. The Sun is the result, not the point of departure. The living co-operation of the solar system produces in the centre a hollow, which reflects as a mirror. That is the Sun! I have often said that the physicist would be greatly astonished if he could travel to the Sun and find there nothing of what he now imagines, but simply a hollow space; nay, even a hollow space of suction which annihilates everything within it. A space indeed that is less than hollow. A hollow space merely receives what is put into it; but the Sun is a hollow space of such a nature that anything brought to it is immediately absorbed and disappears. There in the Sun is not only nothing, but less than nothing. What shines to us in the light is the reflection of what first comes in from Cosmic space—just as the movement of the heart is, as it were, what is arrested there in the co-operation of the organs, in the blood-movement, through the activity of thirst and hunger and so forth.

Blackboard DrawingBlackboard Drawing

[ 22 ] Verstehen wir, was im Innern des Organismus vorgeht, dann verstehen wir aus dem heraus auch dasjenige, was außen im Weltentaum vorgeht. Die abstrakten Raumesdimensionen, in die wir dann unsere Linien hineinzeichnen, die sind nur dazu da, daß wir bequem die Dinge verfolgen. Wollen wir sie der Wahrheit gemäß verfolgen, dann müssen wir versuchen, innerlich uns zu erleben und uns dann mit dem innerlich Verstandenen nach außen zu wenden. Die Sonne versteht derjenige, der das menschliche Herz versteht. Und so das andere Innere des Menschen.

[ 22 ] If we understand the processes in the inner being of the organism, we can also understand from them the processes in outer Cosmic space. The abstract dimensions of space are only there to enable us to follow up these things in an easy indolent way. If we wish to follow them up in conformity with the truth, we must try to experience ourselves inwardly, and then turn outwards with inner understanding. They understand the Sun who understand the human heart; and so it is with the rest of Man's inner being.

[ 23 ] Es handelt sich also viel, viel mehr darum, daß wir ernst nehmen dieses «Erkenne dich selbst» und von dem «Erkenne dich selbst» aus in die Erfassung des Weltalls hineingehen. Von einer Selbsterkenntnis des ganzen Menschen aus sollen wit erfassen das außermenschliche Weltenall.

[ 23 ] Thus it is a matter of supreme moment to take the saying ‘Know Thyself’ seriously, and from that to pass on to the comprehension of the Universe. By a self-knowledge which embraces the whole Man, we shall understand the Universe outside Man.

[ 24 ] Sie sehen, da wird es nicht so schnell gehen mit dem Konstruieren eines Weltenbildes! Natürlich, um ein paar Eigenschaften dieses Weltenbildes sich klar zu machen, kann man diese Schraubenlinie zeichnen; ein paar Eigenschaften werden dadurch charakterisiert, aber den wirklichen Tatbestand gibt es nicht. Denn um ein paar andere Eigenschaften zu charakterisieren, müssen wir die Spirale selber wieder spiralig verlaufen lassen, das heißt, diese Linie hier ist krumm. Auch dann haben wir noch nicht alles; denn gewisse Tatbestände von der Art, wie sich das Wachsen der einjährigen Zähne verhält zum Wachsen der Sieben-Jahr-Zähne, müssen wir durch ein Verschieben der Linie in sich charakterisieren. Sie sehen also, ganz schnell geht das nicht, sich den Weltenraum zu konstruieren! Auch dieser Verzicht muß kommen, mit ein paar Linien sich ein Weltenbild konstruieren zu wollen, und man muß lernen ernst zu nehmen so etwas, wie: die äußere Welt, wie sie sich uns darbietet, ist die Täuschung. Die mathematisierte Welt ist erst recht eine Täuschung.

[ 24 ] You see we cannot get on so quickly with the construction of a cosmogony! In order to make a few of the features of this cosmogony clear, we can draw a spiral; but this does not yet show the actual state of things. For to describe a few more features, we must make the spiral itself move spirally; we must make the line itself curve. And even then we have not come far, for in order to describe certain facts such as the difference between the growth of the first year's teeth and the growth of the seven years' teeth we must describe a displacement of the line itself. So you see that the construction of a Universe is not a thing that can be done very quickly. The wish to construct a cosmogony with a few lines must be relinquished, and man must learn to regard the present conception of the world as an absolute delusion.

[ 25 ] Das ist es, was ich zunächst wie eine Vorbereitung, die vorbereitende Betrachtung zu dem, was ich dann das nächste Mal ausführen will, habe geben wollen. Es mußte etwas schwieriger werden; aber wenn wir diese Schwierigkeiten überwunden haben, so werden wir eben auch die Vorbedingungen geschaffen haben, um die drei wichtigsten Lebensgebiete: Natur, Moral, Religion nun durch zwei entsprechende Brücken verbinden zu können.

[ 25 ] This is intended as a preparatory study for what I mean to say in the next lecture. It had to be rather more difficult; but when we have overcome these initial difficulties, we shall have constructed the preliminary conditions for uniting the three important domains of life—Nature, Morality and Religion—by means of two corresponding bridges.

[ 26 ] Davon wollen wir dann das nächste Mal sprechen.

[ 26 ] Not translated