Human Responsibility for Global Development
Through Its Spiritual Connection
to the Earth and the Celestial Realm
GA 203
13 March 1921, Stuttgart
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Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwickelung
Fünfzehnter Vortrag
Fünfzehnter Vortrag
[ 1 ] Aus dem ganzen Sinn der Darstellungen anthroposophischer Geisteswissenschaft ersehen Sie ja, daß es darauf ankommt, zu begreifen, wie in die verschiedenen Gebiete des Daseins sich eingliedern, richtend, kräftigend, verschiedene geistige Wesenheiten. Es ist notwendig, daß in der Gegenwart die Menschheit sich durchdringe mit der Erkenntnis davon, wie verschiedene Daseinsgebiete von einzelnen geistigen Wesenheiten gelenkt, gerichtet und so weiter werden. Denn unsere Zivilisation hat ja im Laufe der neueren Zeit verwischt dieses Bewußtsein konkreter Geistigkeit im Dasein. Man redet gerne im allgemeinen von dem Göttlichen, das alles durchdringt. Aber mit einem solchen Sprechen im allgemeinen von dem Göttlichen kommt man nicht zu einem solchen Begreifen der Welt, das dann auch für das Leben eine tüchtige Grundlage sein kann. Es ist ja ganz gewiß richtig, daß zuletzt alles, was man an Geistigem durchschaut, hintendieren muß nach einem Einheitlichen. Allein, wenn man nach dem Einheitlichen, ich möchte sagen, zu früh schaut, dann verwischen sich alle wirklichen Einsichten in den Gang der Weltereignisse. Deshalb ist es notwendig, daß aus dem allgemeinen abstrakten Sprechen über das Göttliche herausgekommen werde und man die konkreten geistigen führenden Wesenheiten in Natur und Geschichte und so weiter kennenlerne, wie wir ja das im Laufe der Zeit immer wiederum getan haben. Und von diesem Gesichtspunkte aus möchte ich Sie heute hinweisen auf ganz wichtige, bedeutungsvolle Grundlagen unserer Weltkonstitution.
[ 1 ] Aus dem ganzen Sinn der Darstellungen anthroposophischer Geisteswissenschaft ersehen Sie ja, daß es darauf ankommt, zu begreifen, wie in die verschiedenen Gebiete des Daseins sich eingliedern, richtend, kräftigend, verschiedene geistige Wesenheiten. Es ist notwendig, daß in der Gegenwart die Menschheit sich durchdringe mit der Erkenntnis davon, wie verschiedene Daseinsgebiete von einzelnen geistigen Wesenheiten gelenkt, gerichtet und so weiter werden. Denn unsere Zivilisation hat ja im Laufe der neueren Zeit verwischt dieses Bewußtsein konkreter Geistigkeit im Dasein. Man redet gerne im allgemeinen von dem Göttlichen, das alles durchdringt. Aber mit einem solchen Sprechen im allgemeinen von dem Göttlichen kommt man nicht zu einem solchen Begreifen der Welt, das dann auch für das Leben eine tüchtige Grundlage sein kann. Es ist ja ganz gewiß richtig, daß zuletzt alles, was man an Geistigem durchschaut, hintendieren muß nach einem Einheitlichen. Allein, wenn man nach dem Einheitlichen, ich möchte sagen, zu früh schaut, dann verwischen sich alle wirklichen Einsichten in den Gang der Weltereignisse. Deshalb ist es notwendig, daß aus dem allgemeinen abstrakten Sprechen über das Göttliche herausgekommen werde und man die konkreten geistigen führenden Wesenheiten in Natur und Geschichte und so weiter kennenlerne, wie wir ja das im Laufe der Zeit immer wiederum getan haben. Und von diesem Gesichtspunkte aus möchte ich Sie heute hinweisen auf ganz wichtige, bedeutungsvolle Grundlagen unserer Weltkonstitution.
[ 2 ] Ich habe ja vorgestern aufmerksam darauf gemacht, daß sich gewisse Wesenheiten zum Aufbau, zur ganzen Belebung des Menschen gewissermaßen wie kämpfend in der Welt zusammenfinden. Die für uns ja im Grunde genommen alte Wahrheit von der Gegensätzlichkeit der luziferischen und ahrimanischen geistigen Kräfte, haben wir vorgestern wiederum uns von einem gewissen Gesichtspunkte aus vor die Seele geführt. Nun wollen wir heute die Sache von einem anderen Ende aus noch einmal betrachten.
[ 2 ] Ich habe ja vorgestern aufmerksam darauf gemacht, daß sich gewisse Wesenheiten zum Aufbau, zur ganzen Belebung des Menschen gewissermaßen wie kämpfend in der Welt zusammenfinden. Die für uns ja im Grunde genommen alte Wahrheit von der Gegensätzlichkeit der luziferischen und ahrimanischen geistigen Kräfte, haben wir vorgestern wiederum uns von einem gewissen Gesichtspunkte aus vor die Seele geführt. Nun wollen wir heute die Sache von einem anderen Ende aus noch einmal betrachten.
[ 3 ] Was gerade besonders charakteristisch ist in der neuesten Zivilisation, die jetzt in solchen katastrophalen Vorgängen steckt, die solche Niedergangskräfte offenbart, das ist ja die Ausbreitung des verstandesmäßigen Denkens in der ganzen Menschheit. Man muß schon wirklich sich eine Art Einblick verschaffen in die ganz andere Seelenverfassung der Menschen auch über das zivilisierte Europa hin vor sieben, acht Jahrhunderten. Was heute ganz allgemein tonangebend ist, was alles Seelenleben der Menschen durchdringt und von einer gewissen Seite her noch immer mehr durchdringen wird, das ist eben das verstandesmäßige Denken. Nun handelt es sich darum, doch vielleicht mit einem solchen mehr seelischen Begriff auch etwas zu verbinden, was äußerlich faßbarer ist. Denn es ist schon gut, wenn man auch vom Gesichtspunkte des Geistes aus das äußerliche materielle Dasein wirklich erfaßt und durchdringt. Dasjenige, was in unserem Organismus dem Denken zusrunde liegt, das sind die in diesem Organismus befindlichen, rein mineralischen Vorgänge. Also verstehen Sie mich recht: Was in uns Vorgänge sind des eigentlichen Menschentums, was Vorgänge sind, die wir gemeinsam haben mit der tierischen Natur, Vorgänge, die wir gemeinsam haben mit der pflanzlichen Natur, das alles hängt nur indirekt, nicht direkt zusammen mit der Tatsache, daß wir im neueren Sinne der Menschheitsentwickelung verstandesmäßig denkende Menschen sind. Die Tatsache, daß wir in uns auch eine verfestigte mineralische Konstitution haben, befähigt uns zum verstandesmäßigen Denken.
[ 3 ] Was gerade besonders charakteristisch ist in der neuesten Zivilisation, die jetzt in solchen katastrophalen Vorgängen steckt, die solche Niedergangskräfte offenbart, das ist ja die Ausbreitung des verstandesmäßigen Denkens in der ganzen Menschheit. Man muß schon wirklich sich eine Art Einblick verschaffen in die ganz andere Seelenverfassung der Menschen auch über das zivilisierte Europa hin vor sieben, acht Jahrhunderten. Was heute ganz allgemein tonangebend ist, was alles Seelenleben der Menschen durchdringt und von einer gewissen Seite her noch immer mehr durchdringen wird, das ist eben das verstandesmäßige Denken. Nun handelt es sich darum, doch vielleicht mit einem solchen mehr seelischen Begriff auch etwas zu verbinden, was äußerlich faßbarer ist. Denn es ist schon gut, wenn man auch vom Gesichtspunkte des Geistes aus das äußerliche materielle Dasein wirklich erfaßt und durchdringt. Dasjenige, was in unserem Organismus dem Denken zusrunde liegt, das sind die in diesem Organismus befindlichen, rein mineralischen Vorgänge. Also verstehen Sie mich recht: Was in uns Vorgänge sind des eigentlichen Menschentums, was Vorgänge sind, die wir gemeinsam haben mit der tierischen Natur, Vorgänge, die wir gemeinsam haben mit der pflanzlichen Natur, das alles hängt nur indirekt, nicht direkt zusammen mit der Tatsache, daß wir im neueren Sinne der Menschheitsentwickelung verstandesmäßig denkende Menschen sind. Die Tatsache, daß wir in uns auch eine verfestigte mineralische Konstitution haben, befähigt uns zum verstandesmäßigen Denken.
[ 4 ] Wenn wir die Reiche der Natur im Weltenraume ansehen, so müssen wir sagen, die sind da draußen und die sind ja auch in uns. Sehen wir zunächst einmal auf das Reich der Wärmeerscheinungen, also des Wärmeäthers. Wir tragen die Wirkung dieses Wärmeäthers auch in uns. Wir tragen sie in unserem Blute in uns. Die Wirksamkeit unseres Blutes besteht ja im wesentlichen darin, daß wir mit dem Blute als Träger die Vorgänge der Wärmung, der Erwärmung durch unseren ganzen Organismus durchleiten. Auf alledem, was so vorgeht im Reiche der Wärme, beruht das verstandesmäßige Denken nicht. Also wenn wir hinausschauen auf die Wärmevorgänge im Kosmos, können wir sagen: Diese Wärmevorgänge setzen sich auch innerhalb der Haut unseres Organismus fort; aber was uns entgegentritt in dem Kosmos als Wärmevorgänge, was ganz besonders demjenigen entgegentritt, der den Kosmos in dem Zustande betrachtet, in dem er zunächst ausschließlich Wärmevorgänge zeigt, während des Saturnzustandes, all das, was da draußen ist, das repräsentiert uns im Kosmos nichts, von dem wir sagen können, es regt in uns das verstandesmäßige Denken an.
[ 4 ] Wenn wir die Reiche der Natur im Weltenraume ansehen, so müssen wir sagen, die sind da draußen und die sind ja auch in uns. Sehen wir zunächst einmal auf das Reich der Wärmeerscheinungen, also des Wärmeäthers. Wir tragen die Wirkung dieses Wärmeäthers auch in uns. Wir tragen sie in unserem Blute in uns. Die Wirksamkeit unseres Blutes besteht ja im wesentlichen darin, daß wir mit dem Blute als Träger die Vorgänge der Wärmung, der Erwärmung durch unseren ganzen Organismus durchleiten. Auf alledem, was so vorgeht im Reiche der Wärme, beruht das verstandesmäßige Denken nicht. Also wenn wir hinausschauen auf die Wärmevorgänge im Kosmos, können wir sagen: Diese Wärmevorgänge setzen sich auch innerhalb der Haut unseres Organismus fort; aber was uns entgegentritt in dem Kosmos als Wärmevorgänge, was ganz besonders demjenigen entgegentritt, der den Kosmos in dem Zustande betrachtet, in dem er zunächst ausschließlich Wärmevorgänge zeigt, während des Saturnzustandes, all das, was da draußen ist, das repräsentiert uns im Kosmos nichts, von dem wir sagen können, es regt in uns das verstandesmäßige Denken an.
[ 5 ] Aber auch auf dem, was in uns dadurch vorgeht, daß wir Luft einatmen, Luft in unserem Organismus verarbeiten, auch darauf beruht das verstandesmäßige Denken nicht. Wenn wir auf das Reich der Luft sehen, so finden in diesem Reiche ja auch Vorgänge statt, die sich in unserem Organismus fortsetzen durch den Atmungsprozeß. Aber auch alles das, was wir da repräsentiert finden durch das Reich der Luft, auch das hat unmittelbar mit unserem verstandesmäßigen Denken nichts zu tun.
[ 5 ] Aber auch auf dem, was in uns dadurch vorgeht, daß wir Luft einatmen, Luft in unserem Organismus verarbeiten, auch darauf beruht das verstandesmäßige Denken nicht. Wenn wir auf das Reich der Luft sehen, so finden in diesem Reiche ja auch Vorgänge statt, die sich in unserem Organismus fortsetzen durch den Atmungsprozeß. Aber auch alles das, was wir da repräsentiert finden durch das Reich der Luft, auch das hat unmittelbar mit unserem verstandesmäßigen Denken nichts zu tun.
[ 6 ] Als drittes Reich können wir das der Erscheinung des Wassers betrachten. Wir sehen draußen in dem Kosmos die Vorgänge in dem flüssigen Reiche. Auch diese setzen sich ja fort in unserem Stoffwechsel, insofern er im Flüssigen sich abspielt. Draußen in der Natur sehen wir den Kreislauf der Flüssigkeiten, in uns selber sehen wir auch eine Art von Kreislauf der Flüssigkeiten. Alles was sich so in uns abspielt, hat wiederum nichts zu tun mit dem, was unser verstandesmäßiges Denken ist. Wenn wir aber in den Kosmos hinausschauen und sehen, daß sich Wasser verdichtet zu Eis, daß sich gewisse mineralische Substanzen absetzen als Sedimente, daß sich Gesteine bilden, daß sich Kristalle bilden, kurz, wenn wir die Vorgänge des Mineralischen, des Festen draußen im Kosmos betrachten und deren Entsprechendes innerhalb der Grenze unseres Organismus, so hat das, was sich da abspielt als mineralische Vorgänge, mit alledem zu tun, was schließlich gipfelt, was kulminiert in unserem verstandesmäßigen Denken. Wir sind also als Menschen eingegliedert in den Kosmos in diese verschiedenen Reiche. Aber würden wir nur eingegliedert sein in die verschiedenen Reiche, ohne im besonderen Maße in Anspruch genommen zu werden von dem mineralischen Reich, von denjenigen Kräften also, die in der Kristallisation, in der Salzablagerung und so weiter draußen in der Welt uns entgegentreten, so würden wir nicht denkende Wesen sein in dem Sinne, wie wir es namentlich sind seit der Mitte des 15. Jahrhunderts. Das ist ja auch durchaus eine wahre Tatsache, daß seit der Mitte des 15. Jahrhunderts dieses Wirken der mineralischen Kräfte im menschlichen Organismus das Maßgebende, das Tonangebende geworden ist. Vorher waren andere Kräfte, die Kräfte des Wassers, die Kräfte der Luft und so weiter in hervorragendem Maße im Menschen wirksam. Daher war aber auch nicht das besonders bedeutungsvolle Element im menschlichen Wirken das verstandesmäßige Denken.
[ 6 ] Als drittes Reich können wir das der Erscheinung des Wassers betrachten. Wir sehen draußen in dem Kosmos die Vorgänge in dem flüssigen Reiche. Auch diese setzen sich ja fort in unserem Stoffwechsel, insofern er im Flüssigen sich abspielt. Draußen in der Natur sehen wir den Kreislauf der Flüssigkeiten, in uns selber sehen wir auch eine Art von Kreislauf der Flüssigkeiten. Alles was sich so in uns abspielt, hat wiederum nichts zu tun mit dem, was unser verstandesmäßiges Denken ist. Wenn wir aber in den Kosmos hinausschauen und sehen, daß sich Wasser verdichtet zu Eis, daß sich gewisse mineralische Substanzen absetzen als Sedimente, daß sich Gesteine bilden, daß sich Kristalle bilden, kurz, wenn wir die Vorgänge des Mineralischen, des Festen draußen im Kosmos betrachten und deren Entsprechendes innerhalb der Grenze unseres Organismus, so hat das, was sich da abspielt als mineralische Vorgänge, mit alledem zu tun, was schließlich gipfelt, was kulminiert in unserem verstandesmäßigen Denken. Wir sind also als Menschen eingegliedert in den Kosmos in diese verschiedenen Reiche. Aber würden wir nur eingegliedert sein in die verschiedenen Reiche, ohne im besonderen Maße in Anspruch genommen zu werden von dem mineralischen Reich, von denjenigen Kräften also, die in der Kristallisation, in der Salzablagerung und so weiter draußen in der Welt uns entgegentreten, so würden wir nicht denkende Wesen sein in dem Sinne, wie wir es namentlich sind seit der Mitte des 15. Jahrhunderts. Das ist ja auch durchaus eine wahre Tatsache, daß seit der Mitte des 15. Jahrhunderts dieses Wirken der mineralischen Kräfte im menschlichen Organismus das Maßgebende, das Tonangebende geworden ist. Vorher waren andere Kräfte, die Kräfte des Wassers, die Kräfte der Luft und so weiter in hervorragendem Maße im Menschen wirksam. Daher war aber auch nicht das besonders bedeutungsvolle Element im menschlichen Wirken das verstandesmäßige Denken.
[ 7 ] Nun, in alledem, was uns so umgibt als die verschiedenen Reiche, in denen wir leben, das Reich des festen Irdischen, das Reich des WässerigFlüssigen, das Reich des Luftförmigen, das Reich der Wärme — wir wollen von den höheren Ätherarten zunächst absehen —, in alledem wirken aber auch göttlich geistige Wesenheiten. Diese Reiche bestehen nicht nur in dem, was wir nennen die materiellen Weltenkräfte, die materiellen Weltenentitäten, sondern alle diese Reiche sind von verschiedenen geistigen Wesenheiten durchdrungen. Zeichnen wir uns also einmal schematisch jetzt auf dasjenige, was uns veranschaulichen kann eine wichtige Tatsache in unserem Zusammenhange mit der Welt.
[ 7 ] Nun, in alledem, was uns so umgibt als die verschiedenen Reiche, in denen wir leben, das Reich des festen Irdischen, das Reich des WässerigFlüssigen, das Reich des Luftförmigen, das Reich der Wärme — wir wollen von den höheren Ätherarten zunächst absehen —, in alledem wirken aber auch göttlich geistige Wesenheiten. Diese Reiche bestehen nicht nur in dem, was wir nennen die materiellen Weltenkräfte, die materiellen Weltenentitäten, sondern alle diese Reiche sind von verschiedenen geistigen Wesenheiten durchdrungen. Zeichnen wir uns also einmal schematisch jetzt auf dasjenige, was uns veranschaulichen kann eine wichtige Tatsache in unserem Zusammenhange mit der Welt.
[ 8 ] Nehmen wir einmal an, hier würde ich schematisieren das Reich des Mineralisch-Irdischen (siehe Zeichnung, hell); ich würde dann hier charakterisieren das Reich des Wässerigen (rot); ich würde hier charakterisieren das Reich des Luftförmigen (blau) und dann das Reich des Wärmeäthers (rötlich-violett).
[ 8 ] Nehmen wir einmal an, hier würde ich schematisieren das Reich des Mineralisch-Irdischen (siehe Zeichnung, hell); ich würde dann hier charakterisieren das Reich des Wässerigen (rot); ich würde hier charakterisieren das Reich des Luftförmigen (blau) und dann das Reich des Wärmeäthers (rötlich-violett).


[ 9 ] Nun ist das Eigentümliche, daß alle diejenigen geistigen Wesenheiten, von denen sich die vorchristliche Zeit, namentlich das vorchristliche Judentum vorgestellt haben, daß sie unter der Führung des Jahve oder Jehova stehen, also alles das, was angeschaut wurde auch von den hebräischen Initiierten als zu dem Reich des Jahve oder Jehova gehörig, im wesentlichen seine Herrschaft ausdehnt über die drei ersten Reiche, auch über andere, aber von diesen vieren über die drei ersten Reiche. So daß also, wenn ich Ihnen aufzeichnen sollte das Gebiet, das umspannt wird in der Welt von der Jahve-Herrschaft, ich sagen müßte, das ist dieses Gebiet (die drei oberen der Zeichnung). Es ist tatsächlich so, daß die Jahve-Herrschaft umspannt alles dasjenige, was die Reiche der Natur sind, die wir aufgezählt haben, mit Ausnahme des mineralisch-physischen Reiches. Sie müssen sich also klar sein, wenn in den alten jüdischen Schriften vom Göttlichen die Rede ist, so wird immer nur geredet eigentlich von dem Jahve-Reiche selber in bezug auf den Wärmeäther, auf die Luftwesenheit, die Wasserwesenheit, und es wird — das war in der vorchristlichen Zeit eine tiefe Initiationswahrheit — sehr geistvoll schon in der Schöpfungsgeschichte auf diese Grundwahrheit hingedeutet. Es wird deutlich zum Ausdrucke gebracht, man muß nur den Sinn der Bibelworte recht verstehen: Jahve begab sich gewissermaßen zur Erde und bildete den Menschen aus dem Staub der Erde. Er nahm dasjenige, was sein eigenes Reich nicht ist, zur Bildung des äußeren Menschen. — Also die Bibel drückt tatsächlich dieses deutlich aus. Wie gesagt, in der vorchristlichen jüdischen Initiationswissenschaft war das eine Initiationswahrheit, daß Jahve nicht aus dem eigenen Machtbereich den äußeren Menschen geformt hat, sondern daß er zur Erde gegangen ist und aus dem ihm fremden Erdenstaub gewissermaßen die menschliche Hülle, die nicht aus seinem Reiche kommen konnte, geformt hat. Dann hat er eingehaucht dasjenige, was von ihm kommt, die tierische Seele, den Nephesch. Das ist dasjenige, was er von sich aus gab, das kam aus den drei Reichen, die er beherrschte. Es ist schon so, daß die oberflächlichen Bibelforscher eigentlich zumeist gar nicht verstehen, was in der Bibel steht. Die Bibel — wenn man sie versteht, so sieht man das — spricht außerordentlich genau, und es müssen ihre Sätze nur auch wirklich ganz genau genommen werden. Jahve bildete den Menschen aus dem Staub der Erde, das heißt, aus dem ihm fremden mineralischen Reiche, und er gab ihm aus seinem eigenen Reich den Hauch der Seele. Also dasjenige, was im Menschen lebt als Jahve-Ausfluß, das wird dadurch angedeutet, daß Jahve dem Menschen den lebendigen Odem einblies.
[ 9 ] Nun ist das Eigentümliche, daß alle diejenigen geistigen Wesenheiten, von denen sich die vorchristliche Zeit, namentlich das vorchristliche Judentum vorgestellt haben, daß sie unter der Führung des Jahve oder Jehova stehen, also alles das, was angeschaut wurde auch von den hebräischen Initiierten als zu dem Reich des Jahve oder Jehova gehörig, im wesentlichen seine Herrschaft ausdehnt über die drei ersten Reiche, auch über andere, aber von diesen vieren über die drei ersten Reiche. So daß also, wenn ich Ihnen aufzeichnen sollte das Gebiet, das umspannt wird in der Welt von der Jahve-Herrschaft, ich sagen müßte, das ist dieses Gebiet (die drei oberen der Zeichnung). Es ist tatsächlich so, daß die Jahve-Herrschaft umspannt alles dasjenige, was die Reiche der Natur sind, die wir aufgezählt haben, mit Ausnahme des mineralisch-physischen Reiches. Sie müssen sich also klar sein, wenn in den alten jüdischen Schriften vom Göttlichen die Rede ist, so wird immer nur geredet eigentlich von dem Jahve-Reiche selber in bezug auf den Wärmeäther, auf die Luftwesenheit, die Wasserwesenheit, und es wird — das war in der vorchristlichen Zeit eine tiefe Initiationswahrheit — sehr geistvoll schon in der Schöpfungsgeschichte auf diese Grundwahrheit hingedeutet. Es wird deutlich zum Ausdrucke gebracht, man muß nur den Sinn der Bibelworte recht verstehen: Jahve begab sich gewissermaßen zur Erde und bildete den Menschen aus dem Staub der Erde. Er nahm dasjenige, was sein eigenes Reich nicht ist, zur Bildung des äußeren Menschen. — Also die Bibel drückt tatsächlich dieses deutlich aus. Wie gesagt, in der vorchristlichen jüdischen Initiationswissenschaft war das eine Initiationswahrheit, daß Jahve nicht aus dem eigenen Machtbereich den äußeren Menschen geformt hat, sondern daß er zur Erde gegangen ist und aus dem ihm fremden Erdenstaub gewissermaßen die menschliche Hülle, die nicht aus seinem Reiche kommen konnte, geformt hat. Dann hat er eingehaucht dasjenige, was von ihm kommt, die tierische Seele, den Nephesch. Das ist dasjenige, was er von sich aus gab, das kam aus den drei Reichen, die er beherrschte. Es ist schon so, daß die oberflächlichen Bibelforscher eigentlich zumeist gar nicht verstehen, was in der Bibel steht. Die Bibel — wenn man sie versteht, so sieht man das — spricht außerordentlich genau, und es müssen ihre Sätze nur auch wirklich ganz genau genommen werden. Jahve bildete den Menschen aus dem Staub der Erde, das heißt, aus dem ihm fremden mineralischen Reiche, und er gab ihm aus seinem eigenen Reich den Hauch der Seele. Also dasjenige, was im Menschen lebt als Jahve-Ausfluß, das wird dadurch angedeutet, daß Jahve dem Menschen den lebendigen Odem einblies.
[ 10 ] Nun entwickelte sich der Mensch und er entwickelte ein Jahvefremdes Element, indem er mit dem mineralischen Reich sich weiterentwickelte, das dann in der neueren Zeit, also seit der fünften nachatlantischen Periode, dasjenige Reich abgab, das im Menschen besonders tonangebend geworden ist, weil es die Grundlage bildete für seine verstandesmäßige Kultur. So daß wir sagen können: Solange in den Menschen die verstandesmäßige Kultur nicht tonangebend war, konnten sie noch eine Herrschaft haben, wie es etwa die Jahve-Herrschaft war. Dann begann aber sich die mineralische Natur geltend zu machen von der Begründung des Christentums an bis zum Beginn der fünften nachatlantischen Periode. Da mußte von einer anderen Seite gewissermaßen der Menschheit geholfen werden. Und da können Sie nun auch sehen, wie nötig die Menschheit in der Zeit, in der die mineralische Natur wesentlich geworden ist, den Christus-Impuls hatte. Es genügte der alte Jahve- oder Jehova-Impuls eben nicht mehr.
[ 10 ] Nun entwickelte sich der Mensch und er entwickelte ein Jahvefremdes Element, indem er mit dem mineralischen Reich sich weiterentwickelte, das dann in der neueren Zeit, also seit der fünften nachatlantischen Periode, dasjenige Reich abgab, das im Menschen besonders tonangebend geworden ist, weil es die Grundlage bildete für seine verstandesmäßige Kultur. So daß wir sagen können: Solange in den Menschen die verstandesmäßige Kultur nicht tonangebend war, konnten sie noch eine Herrschaft haben, wie es etwa die Jahve-Herrschaft war. Dann begann aber sich die mineralische Natur geltend zu machen von der Begründung des Christentums an bis zum Beginn der fünften nachatlantischen Periode. Da mußte von einer anderen Seite gewissermaßen der Menschheit geholfen werden. Und da können Sie nun auch sehen, wie nötig die Menschheit in der Zeit, in der die mineralische Natur wesentlich geworden ist, den Christus-Impuls hatte. Es genügte der alte Jahve- oder Jehova-Impuls eben nicht mehr.
[ 11 ] Halten Sie das, was ich Ihnen eben gesagt habe, mit bestimmten Tatsachen zusammen. Betrachten Sie einmal die Tatsache, daß ja der Mensch nicht wach, verstandesmäßig denken würde, wenn er bloß der Jahve-Natur, die keinen Einfluß hat auf seine mineralische Natur, unterstehen würde. Daher können wir, wenn wir die Tätigkeit Jahves im Menschen vorzugsweise ins Auge fassen wollen, nicht blicken auf das, was in unserer Verstandeskultur ist, sondern wir müssen bloß gehen bis zu dem, was sich äußert in unseren Träumen. Was geträumt wird, dasjenige, was nicht bis zum Erfassen unseres Seelenlebens in scharfen konturierten Verstandesbegriffen geht, das ist unser Jahve-Leben. Alles was sich im flüssigen Elemente auch des mehr Phantastischen oder Phantasievollen bewegt, das äußerlich verglichen werden kann mit den Mondeinflüssen auf den Menschen, das ist Jahve-Natur des Menschen. Dasjenige, was sich der Jahve-Natur entgegenstellt, das ist das scharfe Denken. Aber das verdankt der Mensch dem Umstande, daß sich in ihm Salze ablagern, daß in ihm mineralische Wirksamkeiten tätig sind.
[ 11 ] Halten Sie das, was ich Ihnen eben gesagt habe, mit bestimmten Tatsachen zusammen. Betrachten Sie einmal die Tatsache, daß ja der Mensch nicht wach, verstandesmäßig denken würde, wenn er bloß der Jahve-Natur, die keinen Einfluß hat auf seine mineralische Natur, unterstehen würde. Daher können wir, wenn wir die Tätigkeit Jahves im Menschen vorzugsweise ins Auge fassen wollen, nicht blicken auf das, was in unserer Verstandeskultur ist, sondern wir müssen bloß gehen bis zu dem, was sich äußert in unseren Träumen. Was geträumt wird, dasjenige, was nicht bis zum Erfassen unseres Seelenlebens in scharfen konturierten Verstandesbegriffen geht, das ist unser Jahve-Leben. Alles was sich im flüssigen Elemente auch des mehr Phantastischen oder Phantasievollen bewegt, das äußerlich verglichen werden kann mit den Mondeinflüssen auf den Menschen, das ist Jahve-Natur des Menschen. Dasjenige, was sich der Jahve-Natur entgegenstellt, das ist das scharfe Denken. Aber das verdankt der Mensch dem Umstande, daß sich in ihm Salze ablagern, daß in ihm mineralische Wirksamkeiten tätig sind.
[ 12 ] Nun bedenken Sie, daß ja im Grunde genommen die geschichtliche Entwickelung diese ist, daß die alte Jahve-Religion mit dem Mysterium von Golgatha ihre Bedeutung verloren hat. Sie hat schon deshalb ihre Bedeutung verloren, weil ja der Mensch immer mehr und mehr in dasjenige Entwickelungsstadium kam, in dem seine mineralische Natur tonangebend wurde. Als dann das Mysterium von Golgatha eintrat, war noch genügend da von der alten Traumweisheit, um aus dieser Traumweisheit heraus das Mysterium von Golgatha zu verstehen. Und diejenigen, die etwas herausgeragt haben über die alte Traumweisheit, die schon etwas hatten durch allerlei Initiationen von der intellektualistischen Kultur, wie Saulus-Paulus, die hatten nötig einen besonderen Einfluß, wie er Paulus traf durch das Ereignis von Damaskus, um das Mysterium von Golgatha zu verstehen. Es ist ja von einer grandios tiefen Bedeutung, daß in der christlichen Überlieferung gesagt wird, daß Saulus-Paulus, der ja in einem gewissen Sinne in die hebräischen Mysterien eingeweiht war vor dem Mysterium von Golgatha, daß der, um das Mysterium von Golgatha zu verstehen, nötig hatte, in ein Wissen entrückt zu werden, das nicht in scharfen Verstandeskonturen wirkte, sondern das im verschwimmenden Elemente des Traumhaften sich auslebte. Da erlebte Paulus die Gewißheit, daß der Christus in dem Jesus durch das Mysterium von Golgatha gegenwärtig gewesen ist. Man konnte mit der alten Traumweisheit durchaus noch etwas begreifen von dem Ereignis von Golgatha und man konnte, wenn man durch einen besonderen Einfluß, wie es bei Paulus der Fall war, entrückt wurde in diese Region, das Ereignis von Golgatha begreifen. Nun, die alte Traumweisheit nahm immer mehr und mehr ab. Sie blieb ja nur eben im menschlichen Träumen zurück und befindet sich da in voller Dekadenz. Und als das 15. Jahrhundert herankam, da wurde die europäische Zivilisation immer mehr und mehr auf die intellektualistische Kultur, auf das intellektualistische Element angewiesen, und unter dem Einflusse dieses intellektualistischen Elementes ist die moderne Wissenschaftlichkeit heraufgezogen.
[ 12 ] Nun bedenken Sie, daß ja im Grunde genommen die geschichtliche Entwickelung diese ist, daß die alte Jahve-Religion mit dem Mysterium von Golgatha ihre Bedeutung verloren hat. Sie hat schon deshalb ihre Bedeutung verloren, weil ja der Mensch immer mehr und mehr in dasjenige Entwickelungsstadium kam, in dem seine mineralische Natur tonangebend wurde. Als dann das Mysterium von Golgatha eintrat, war noch genügend da von der alten Traumweisheit, um aus dieser Traumweisheit heraus das Mysterium von Golgatha zu verstehen. Und diejenigen, die etwas herausgeragt haben über die alte Traumweisheit, die schon etwas hatten durch allerlei Initiationen von der intellektualistischen Kultur, wie Saulus-Paulus, die hatten nötig einen besonderen Einfluß, wie er Paulus traf durch das Ereignis von Damaskus, um das Mysterium von Golgatha zu verstehen. Es ist ja von einer grandios tiefen Bedeutung, daß in der christlichen Überlieferung gesagt wird, daß Saulus-Paulus, der ja in einem gewissen Sinne in die hebräischen Mysterien eingeweiht war vor dem Mysterium von Golgatha, daß der, um das Mysterium von Golgatha zu verstehen, nötig hatte, in ein Wissen entrückt zu werden, das nicht in scharfen Verstandeskonturen wirkte, sondern das im verschwimmenden Elemente des Traumhaften sich auslebte. Da erlebte Paulus die Gewißheit, daß der Christus in dem Jesus durch das Mysterium von Golgatha gegenwärtig gewesen ist. Man konnte mit der alten Traumweisheit durchaus noch etwas begreifen von dem Ereignis von Golgatha und man konnte, wenn man durch einen besonderen Einfluß, wie es bei Paulus der Fall war, entrückt wurde in diese Region, das Ereignis von Golgatha begreifen. Nun, die alte Traumweisheit nahm immer mehr und mehr ab. Sie blieb ja nur eben im menschlichen Träumen zurück und befindet sich da in voller Dekadenz. Und als das 15. Jahrhundert herankam, da wurde die europäische Zivilisation immer mehr und mehr auf die intellektualistische Kultur, auf das intellektualistische Element angewiesen, und unter dem Einflusse dieses intellektualistischen Elementes ist die moderne Wissenschaftlichkeit heraufgezogen.
[ 13 ] Nun bitte, bedenken Sie das Folgende. Die alte Jahve-Religion muß man ja nicht bloß fassen in bezug auf die äußeren Worte; das wäre eigentlich eine materialistische Religionsauffassung, man muß sie in ihrem innerlichen Geist fassen. Sie tritt uns als geschichtliche Erscheinung so entgegen, daß der Jahve-Gott der Gott eines Volkes ist. Außerhalb der Grenze des Judenvolkes ist der Jahve-Gott nicht mehr der Jahve-Gott. Und das ist das Wesentliche des Jahve-Gottes, daß er nicht die ganze Menschheit umfaßt, sondern daß er umfaßt einen Teil der Menschheit. Im Grunde genommen ist diese Gottesempfindung bis in unsere Zeit herübergezogen, und während des Weltkrieges konnte man es ja besonders wieder sehen, wie ein jedes Volk davon sprach, daß die göttliche Vorsehung, oder gar manche sagten der Christus, ihnen hilft. Gewissermaßen wollte jedes Volk unter der Führung des Christus gegen das andere Volk ziehen. Aber damit, daß man etwas «Christus» benennt, ist ja noch nicht der Christus getroffen, sondern der Christus ist nur getroffen, wenn man in der ganzen Empfindung an dasjenige Wesen sich wendet, das die Christus-Natur hat. Man kann tausendmal sagen: Ich will im Namen des Christus kämpfen —, wenn man nur für ein Volk kämpft, so gibt man dem Wesen, von dem man spricht, eben nur einen falschen Namen; man benennt es «Christus» und meint nur den JahveGott. Und innerhalb dieser Kriegskatastrophe [1914–18] sind die Völker alle zurückgefallen in die Jahve-Religion. Nur sind so und so viele Jahves dagewesen. Jedes Volk hat einen Gott verehrt, der eigentlich ganz im Charakter des Jahve gehalten war. Der Christus ist ja eigentlich vollständig aus dem Bewußtsein der Menschen verschwunden. Man konnte das an diesen katastrophalen Ereignissen sehen, wie der Christus aus dem Bewußtsein der Menschen ganz verschwunden ist.
[ 13 ] Nun bitte, bedenken Sie das Folgende. Die alte Jahve-Religion muß man ja nicht bloß fassen in bezug auf die äußeren Worte; das wäre eigentlich eine materialistische Religionsauffassung, man muß sie in ihrem innerlichen Geist fassen. Sie tritt uns als geschichtliche Erscheinung so entgegen, daß der Jahve-Gott der Gott eines Volkes ist. Außerhalb der Grenze des Judenvolkes ist der Jahve-Gott nicht mehr der Jahve-Gott. Und das ist das Wesentliche des Jahve-Gottes, daß er nicht die ganze Menschheit umfaßt, sondern daß er umfaßt einen Teil der Menschheit. Im Grunde genommen ist diese Gottesempfindung bis in unsere Zeit herübergezogen, und während des Weltkrieges konnte man es ja besonders wieder sehen, wie ein jedes Volk davon sprach, daß die göttliche Vorsehung, oder gar manche sagten der Christus, ihnen hilft. Gewissermaßen wollte jedes Volk unter der Führung des Christus gegen das andere Volk ziehen. Aber damit, daß man etwas «Christus» benennt, ist ja noch nicht der Christus getroffen, sondern der Christus ist nur getroffen, wenn man in der ganzen Empfindung an dasjenige Wesen sich wendet, das die Christus-Natur hat. Man kann tausendmal sagen: Ich will im Namen des Christus kämpfen —, wenn man nur für ein Volk kämpft, so gibt man dem Wesen, von dem man spricht, eben nur einen falschen Namen; man benennt es «Christus» und meint nur den JahveGott. Und innerhalb dieser Kriegskatastrophe [1914–18] sind die Völker alle zurückgefallen in die Jahve-Religion. Nur sind so und so viele Jahves dagewesen. Jedes Volk hat einen Gott verehrt, der eigentlich ganz im Charakter des Jahve gehalten war. Der Christus ist ja eigentlich vollständig aus dem Bewußtsein der Menschen verschwunden. Man konnte das an diesen katastrophalen Ereignissen sehen, wie der Christus aus dem Bewußtsein der Menschen ganz verschwunden ist.
[ 14 ] Nun aber können wir es auch an anderem sehen. Es ist ja nun heraufgezogen die ganze moderne Wissenschaftskultur. Diese moderne Wissenschaftskultur, auf was erstreckt sie sich denn? — Im Grunde genommen doch nur auf das Mineralisch-Physische. Denken Sie, daß ja sofort die modernen Wissenschafter höchst ungemütlich werden, wenn man ihnen zumutet, sie sollen von etwas anderem reden als von MineralischPhysischem. Sobald die Rede ist von irgend etwas, was Prinzip des Lebens ist, so verlangen ja die modernen Wissenschafter, daß man nur erklären soll dasjenige, was am Lebendigen mineralische, chemische und so weiter Vorgänge sind; auf das eigentliche Leben läßt man sich ja nicht ein und schon gar nicht auf das Seelische und so weiter. Also diese moderne Wissenschaftlichkeit hat sich ganz entwickelt innerhalb desjenigen, was von der Jahve-Religion nicht umfaßt worden ist. Diese moderne Wissenschaftlichkeit hat sich ganz entwickelt in dem Jahvefremden Elemente des mineralisch-physischen Lebens. Diese Wissenschaft ist, damit sie ein Zivilisationselement werden kann, ganz darauf angewiesen, von einer anderen Seite her das Göttlich-Geistige zu empfangen.
[ 14 ] Nun aber können wir es auch an anderem sehen. Es ist ja nun heraufgezogen die ganze moderne Wissenschaftskultur. Diese moderne Wissenschaftskultur, auf was erstreckt sie sich denn? — Im Grunde genommen doch nur auf das Mineralisch-Physische. Denken Sie, daß ja sofort die modernen Wissenschafter höchst ungemütlich werden, wenn man ihnen zumutet, sie sollen von etwas anderem reden als von MineralischPhysischem. Sobald die Rede ist von irgend etwas, was Prinzip des Lebens ist, so verlangen ja die modernen Wissenschafter, daß man nur erklären soll dasjenige, was am Lebendigen mineralische, chemische und so weiter Vorgänge sind; auf das eigentliche Leben läßt man sich ja nicht ein und schon gar nicht auf das Seelische und so weiter. Also diese moderne Wissenschaftlichkeit hat sich ganz entwickelt innerhalb desjenigen, was von der Jahve-Religion nicht umfaßt worden ist. Diese moderne Wissenschaftlichkeit hat sich ganz entwickelt in dem Jahvefremden Elemente des mineralisch-physischen Lebens. Diese Wissenschaft ist, damit sie ein Zivilisationselement werden kann, ganz darauf angewiesen, von einer anderen Seite her das Göttlich-Geistige zu empfangen.
[ 15 ] Wenn innerhalb des alten Judentums die Menschen von irgendeiner Erkenntnis gesprochen haben, so waren es traumhafte Erkenntnisse. Die Propheten, die die höchsten Erkenntnisse gehabt haben, werden Ihnen geschildert als die Träger eben der prophetischen Träume. Das alles hängt mit dieser Sache zusammen. Aus dieser Traumweisheit heraus hat man nun auch das Mysterium von Golgatha noch begriffen. Aber diese Traumweisheit schwand. Das Mysterium von Golgatha wurde zwar noch geschichtlich überliefert, es wurde davon gesprochen in den traditionellen Kirchengemeinschaften, aber das eigentliche Verständnis konnte da nicht gefunden werden. Dagegen ist die moderne Wissenschaft heraufgezogen in einem wesentlich gottlosen, geistlosen Elemente, in dem Jahve-fremden Elemente, und, weil das Verständnis sich noch nicht ausdehnte über das Christus-Element, in dem geistfremden mineralisch-physischen Elemente.
[ 15 ] Wenn innerhalb des alten Judentums die Menschen von irgendeiner Erkenntnis gesprochen haben, so waren es traumhafte Erkenntnisse. Die Propheten, die die höchsten Erkenntnisse gehabt haben, werden Ihnen geschildert als die Träger eben der prophetischen Träume. Das alles hängt mit dieser Sache zusammen. Aus dieser Traumweisheit heraus hat man nun auch das Mysterium von Golgatha noch begriffen. Aber diese Traumweisheit schwand. Das Mysterium von Golgatha wurde zwar noch geschichtlich überliefert, es wurde davon gesprochen in den traditionellen Kirchengemeinschaften, aber das eigentliche Verständnis konnte da nicht gefunden werden. Dagegen ist die moderne Wissenschaft heraufgezogen in einem wesentlich gottlosen, geistlosen Elemente, in dem Jahve-fremden Elemente, und, weil das Verständnis sich noch nicht ausdehnte über das Christus-Element, in dem geistfremden mineralisch-physischen Elemente.
[ 16 ] Diese Wissenschaft muß bis in ihre einzelnen Partikel hinein erst wiederum durchdrungen werden von einem Geistigen. Sie ist geistlos. Sie ist geistlos, weil sie nicht mehr jahvisch sein kann. Die äußere Kultur hat versucht, durch eine religiöse Falschmünzerei, indem sie dem Jahve den Christus-Namen gegeben hat während der Kriegskatastrophe, irgend etwas Religiöses fortzusetzen. Es war aber fortgesetzt eben durch eine Art religiöser Falschmünzerei. Aber die Wissenschaft hat sich ganz vom Geiste weggewendet, gibt nur Beschreibungen des Physisch-Sinnlichen, weil man noch nicht zu dem Christus-Verständnis vorgedrungen ist und das alte Jahve-Verständnis höchstens noch vorhält, wenn man so gegeneinander wütet, wie es in der Kriegskatastrophe geschehen ist, aber nicht, wenn man Naturtatsachen untersucht. Da haben wir eine geistlose Wissenschaft, eine intellektualistisch-geistlose Wissenschaft. Wir sind also umgeben von einem Reiche, in dem das Jahvische waltet, das Jehovamäßige. Das durchdringt uns. Aber wir werden es nicht mehr gewahr, weil es uns hauptsächlich durchdringt in all den Zuständen, die unsere Schlafzustände sind. Wenn wir in das Element des Schlafes hineinziehen und plötzlich außer unserem Leibe aufwachen würden, so würden wir die Geistnatur unter der Jahve-Führung da ganz deutlich wahrnehmen; gewissermaßen auf den Wogen des JahveMeeres erscheinen uns dann die Träume, aus dem Jahvischen Elemente heraus.
[ 16 ] Diese Wissenschaft muß bis in ihre einzelnen Partikel hinein erst wiederum durchdrungen werden von einem Geistigen. Sie ist geistlos. Sie ist geistlos, weil sie nicht mehr jahvisch sein kann. Die äußere Kultur hat versucht, durch eine religiöse Falschmünzerei, indem sie dem Jahve den Christus-Namen gegeben hat während der Kriegskatastrophe, irgend etwas Religiöses fortzusetzen. Es war aber fortgesetzt eben durch eine Art religiöser Falschmünzerei. Aber die Wissenschaft hat sich ganz vom Geiste weggewendet, gibt nur Beschreibungen des Physisch-Sinnlichen, weil man noch nicht zu dem Christus-Verständnis vorgedrungen ist und das alte Jahve-Verständnis höchstens noch vorhält, wenn man so gegeneinander wütet, wie es in der Kriegskatastrophe geschehen ist, aber nicht, wenn man Naturtatsachen untersucht. Da haben wir eine geistlose Wissenschaft, eine intellektualistisch-geistlose Wissenschaft. Wir sind also umgeben von einem Reiche, in dem das Jahvische waltet, das Jehovamäßige. Das durchdringt uns. Aber wir werden es nicht mehr gewahr, weil es uns hauptsächlich durchdringt in all den Zuständen, die unsere Schlafzustände sind. Wenn wir in das Element des Schlafes hineinziehen und plötzlich außer unserem Leibe aufwachen würden, so würden wir die Geistnatur unter der Jahve-Führung da ganz deutlich wahrnehmen; gewissermaßen auf den Wogen des JahveMeeres erscheinen uns dann die Träume, aus dem Jahvischen Elemente heraus.
[ 17 ] Auch in unserem Willen, in bezug auf den ich Ihnen ja oftmals dargestellt habe, daß wir auch wachend schlafen, waltet die Jahve-Natur. Im ganzen menschlichen Stoffwechsel waltet die Jahve-Natur. Indem die Gefühle aus dem Stoffwechsel auftauchen, das rhythmische System durchsetzen, tauchen aus dem Jahve-Meere Wogen geradeso auf, wie die Träume es sind, auf der anderen Seite tauchen auf gewisse Gefühle. Da aber, wo wir in demjenigen Reiche leben, das uns nur verständlich werden kann durch den Intellekt, durch den Verstand, da hat Jahve keinen Anteil. Wenn der Mond langsam alles in ein gleichmäßig träumerisches Licht taucht und sich ergießt dieses träumerische Licht über alles, dann, könnte man sagen, hat der Mensch den Jahve-Charakter über die Gefilde der Welt gelagert. Wenn die Sonne hell aufglänzt auf unserem Gestein, wenn sie sich äußert über die verschiedenen Gegenstände hin und ihnen scharfe Konturen gibt, so daß wir veranlaßt sind, mit unserem Verstande das aufzufassen, dann äußert sich die Sonnennatur, die nicht Jahve-Natur ist. Wir können die Welt nur durchgeistigen, wenn wir das Christus-Wesen hineinschauen können, wenn wir hineinschauen können in diese Welt so, daß wir in ihr das ChristusWesen schauen. Die moderne Wissenschaft hat kein Auge gehabt für dieses Christus-Wesen und hat dasjenige, was nicht jahvisch ist, was sonnenbeglänzt ist und in den scharfen Verstandeskonturen erfaßt werden kann, geistlos angesehen.
[ 17 ] Auch in unserem Willen, in bezug auf den ich Ihnen ja oftmals dargestellt habe, daß wir auch wachend schlafen, waltet die Jahve-Natur. Im ganzen menschlichen Stoffwechsel waltet die Jahve-Natur. Indem die Gefühle aus dem Stoffwechsel auftauchen, das rhythmische System durchsetzen, tauchen aus dem Jahve-Meere Wogen geradeso auf, wie die Träume es sind, auf der anderen Seite tauchen auf gewisse Gefühle. Da aber, wo wir in demjenigen Reiche leben, das uns nur verständlich werden kann durch den Intellekt, durch den Verstand, da hat Jahve keinen Anteil. Wenn der Mond langsam alles in ein gleichmäßig träumerisches Licht taucht und sich ergießt dieses träumerische Licht über alles, dann, könnte man sagen, hat der Mensch den Jahve-Charakter über die Gefilde der Welt gelagert. Wenn die Sonne hell aufglänzt auf unserem Gestein, wenn sie sich äußert über die verschiedenen Gegenstände hin und ihnen scharfe Konturen gibt, so daß wir veranlaßt sind, mit unserem Verstande das aufzufassen, dann äußert sich die Sonnennatur, die nicht Jahve-Natur ist. Wir können die Welt nur durchgeistigen, wenn wir das Christus-Wesen hineinschauen können, wenn wir hineinschauen können in diese Welt so, daß wir in ihr das ChristusWesen schauen. Die moderne Wissenschaft hat kein Auge gehabt für dieses Christus-Wesen und hat dasjenige, was nicht jahvisch ist, was sonnenbeglänzt ist und in den scharfen Verstandeskonturen erfaßt werden kann, geistlos angesehen.
[ 18 ] Das ist der tiefere Zusammenhang. Und was ist es denn für ein Reich, das uns da im Mineralischen entgegentritt? — Nun, ich habe vorgestern davon gesprochen, daß auf der einen Seite innerhalb des JahveReiches die luziferischen Wesenheiten, weil auf früheren Stufen der Entwickelung stehengeblieben, erscheinen. Wenn wir im Jahve-Reiche anwesend sind, sagen wir zum Beispiel im Schlafe, da machen die luziferischen Wesenheiten sich geltend in unseren Gefühlen, in unseren Willensimpulsen. Dasjenige Reich, das wir mit unserem Intellekte zu beherrschen haben, das ist um uns ausgedehnt als das mineralische Reich. Das ist das Jahvefremde Reich, das ist das Reich, in das eingedrungen sind diejenigen Wesenheiten, welche dem ahrimanischen Reiche angehören. Die ahrimanischen Wesenheiten aber, sie sind eingedrungen, weil ja Jahve sie sozusagen nicht fernhalten konnte (siehe Zeichnung Seite 265, grün). Und indem wir den Blick über dieses Reich ausdehnen, sind wir in jedem Momente in Gefahr, in diesem Reiche überrascht zu werden zu unserer Verwirrung von den ahrimanischen Wesenheiten. Diese ahrimanischen Wesenheiten — ich habe das Bild ja festzuhalten versucht in der Holzgruppe, die in unserem Goetheanum einmal stehen soll — können eigentlich nur heimisch sein in den Reichen, die uns umgeben innerhalb der mineralischen Welt. Diese ahriimanischen Wesenheiten sind vorzugsweise intellektbegabte Wesenheiten. Diese mephistophelische Gestalt, die Sie sehen unten an unserer Holzgruppe, diese mephistophelisch-ahrimanische Gestalt ist grundgescheit, ganz und gar vom Verstand durchdrungen; aber mit dem, was eigentlich jahvisch ist, mit demjenigen also, was sonst lebt im menschlichen Stoffwechsel, insofern dieser nicht Salze ablagert oder überhaupt mineralisch ist, sondern flüssiger Natur ist, im Flüssigkeitswechsel, in der Flüssigkeitsmetamorphose besteht, mit alledem, was in unserer Atmung lebt, was in unseren Wärmeverhältnissen lebt, mit alledem hat eigentlich das Ahrimanische keine direkte Verwandtschaft.
[ 18 ] Das ist der tiefere Zusammenhang. Und was ist es denn für ein Reich, das uns da im Mineralischen entgegentritt? — Nun, ich habe vorgestern davon gesprochen, daß auf der einen Seite innerhalb des JahveReiches die luziferischen Wesenheiten, weil auf früheren Stufen der Entwickelung stehengeblieben, erscheinen. Wenn wir im Jahve-Reiche anwesend sind, sagen wir zum Beispiel im Schlafe, da machen die luziferischen Wesenheiten sich geltend in unseren Gefühlen, in unseren Willensimpulsen. Dasjenige Reich, das wir mit unserem Intellekte zu beherrschen haben, das ist um uns ausgedehnt als das mineralische Reich. Das ist das Jahvefremde Reich, das ist das Reich, in das eingedrungen sind diejenigen Wesenheiten, welche dem ahrimanischen Reiche angehören. Die ahrimanischen Wesenheiten aber, sie sind eingedrungen, weil ja Jahve sie sozusagen nicht fernhalten konnte (siehe Zeichnung Seite 265, grün). Und indem wir den Blick über dieses Reich ausdehnen, sind wir in jedem Momente in Gefahr, in diesem Reiche überrascht zu werden zu unserer Verwirrung von den ahrimanischen Wesenheiten. Diese ahrimanischen Wesenheiten — ich habe das Bild ja festzuhalten versucht in der Holzgruppe, die in unserem Goetheanum einmal stehen soll — können eigentlich nur heimisch sein in den Reichen, die uns umgeben innerhalb der mineralischen Welt. Diese ahriimanischen Wesenheiten sind vorzugsweise intellektbegabte Wesenheiten. Diese mephistophelische Gestalt, die Sie sehen unten an unserer Holzgruppe, diese mephistophelisch-ahrimanische Gestalt ist grundgescheit, ganz und gar vom Verstand durchdrungen; aber mit dem, was eigentlich jahvisch ist, mit demjenigen also, was sonst lebt im menschlichen Stoffwechsel, insofern dieser nicht Salze ablagert oder überhaupt mineralisch ist, sondern flüssiger Natur ist, im Flüssigkeitswechsel, in der Flüssigkeitsmetamorphose besteht, mit alledem, was in unserer Atmung lebt, was in unseren Wärmeverhältnissen lebt, mit alledem hat eigentlich das Ahrimanische keine direkte Verwandtschaft.
[ 19 ] Nun strebt es aber herein. Der Mensch ist nun einmal aus dem Staub der Erde gemacht. Das, was da das Mineralische ist, das ist das eigentliche Reich des Ahriman. Da hinein kann Ahriman, da fühlt er sich wohl. Und er fühlt sich auch wohl, wenn er uns selbst durchdringen kann in bezug auf alles das, was in uns Mineralisches ist. Sie sondern Salze ab, und dadurch können Sie eigentlich denken; durch das Salzablagern, überhaupt durch alles, was sich als mineralischer Prozeß in Ihnen geltend macht, durch das sind Sie ein denkendes Wesen. In dieses Reich hinein will Ahriman. Aber er hat eigentlich nur so recht eine Verwandtschaft zu diesem Mineralischen. Und deshalb kämpft er dafür, daß er auch Anteil bekomme am Blut, an der Atmung, am Stoffwechsel. Das kann er nur dann, wenn er gewisse Eigenschaften in den menschlichen Seelen züchtet, wenn er zum Beispiel in den menschlichen Seelen züchter die ganz besondere Hinneigung zu dem trockenen Verstande, der im Materialismus aufgehen will, zu dem Verstande, der da spottet über gefühlsmäßig durchdrungene Wahrheiten, wo er also in der menschlichen Seele heranzüchten kann den Hochmut des Verstandes. Dann macht er das menschliche Blut, die menschliche Atmung, den menschlichen Stoffwechsel auch geneigt für sich, und er kann dann gewissermaßen heraushuschen aus dem Salzigen, Mineralischen in das Blut, in die Atmung.
[ 19 ] Nun strebt es aber herein. Der Mensch ist nun einmal aus dem Staub der Erde gemacht. Das, was da das Mineralische ist, das ist das eigentliche Reich des Ahriman. Da hinein kann Ahriman, da fühlt er sich wohl. Und er fühlt sich auch wohl, wenn er uns selbst durchdringen kann in bezug auf alles das, was in uns Mineralisches ist. Sie sondern Salze ab, und dadurch können Sie eigentlich denken; durch das Salzablagern, überhaupt durch alles, was sich als mineralischer Prozeß in Ihnen geltend macht, durch das sind Sie ein denkendes Wesen. In dieses Reich hinein will Ahriman. Aber er hat eigentlich nur so recht eine Verwandtschaft zu diesem Mineralischen. Und deshalb kämpft er dafür, daß er auch Anteil bekomme am Blut, an der Atmung, am Stoffwechsel. Das kann er nur dann, wenn er gewisse Eigenschaften in den menschlichen Seelen züchtet, wenn er zum Beispiel in den menschlichen Seelen züchter die ganz besondere Hinneigung zu dem trockenen Verstande, der im Materialismus aufgehen will, zu dem Verstande, der da spottet über gefühlsmäßig durchdrungene Wahrheiten, wo er also in der menschlichen Seele heranzüchten kann den Hochmut des Verstandes. Dann macht er das menschliche Blut, die menschliche Atmung, den menschlichen Stoffwechsel auch geneigt für sich, und er kann dann gewissermaßen heraushuschen aus dem Salzigen, Mineralischen in das Blut, in die Atmung.
[ 20 ] Das ist der Kampf, der durch den Menschen von seiten des Ahriman in der Welt gekämpft wird. Indem Jahve sich auf die Erde begeben und den Menschen aus der Erde gemacht hat, hat er, um den Menschen weiterzubringen, als er ihn in seinem eigenen Reiche hätte bringen können, ihn aus einem ihm fremden Element gemacht und sein eigenes Element ihm nur eingeblasen, eingeimpft. Aber dadurch hat Jahve zu Hilfe genommen etwas, wozu die ahrimanischen Wesenheiten den Zugang haben. Dadurch ist Jahve verwickelt worden für die Erdenentwickelung in diesen Kampf gegen das ahrimanische Element, das kämpfen will mit Hilfe der Menschen, um auf dem Umwege durch den mineralischen Prozeß die Welt für sich zu bekommen.
[ 20 ] Das ist der Kampf, der durch den Menschen von seiten des Ahriman in der Welt gekämpft wird. Indem Jahve sich auf die Erde begeben und den Menschen aus der Erde gemacht hat, hat er, um den Menschen weiterzubringen, als er ihn in seinem eigenen Reiche hätte bringen können, ihn aus einem ihm fremden Element gemacht und sein eigenes Element ihm nur eingeblasen, eingeimpft. Aber dadurch hat Jahve zu Hilfe genommen etwas, wozu die ahrimanischen Wesenheiten den Zugang haben. Dadurch ist Jahve verwickelt worden für die Erdenentwickelung in diesen Kampf gegen das ahrimanische Element, das kämpfen will mit Hilfe der Menschen, um auf dem Umwege durch den mineralischen Prozeß die Welt für sich zu bekommen.
[ 21 ] Es ist ja im Grunde genommen den ahrimanischen Wesenheiten viel gelungen auf diesem Gebiete. Denn wenn der Mensch in das physische Dasein hereingeboren ist oder hereinempfangen wird, dann kommt er herunter, steigt er herunter aus geistig-seelischen Welten, umgibt er sich mit der physischen Materie. Aber so, wie nun einmal die gegenwärtige Zivilisation ist nach den Gepflogenheiten der traditionellen Bekenntnisse, möchte man vergessen dieses Dasein vor der Geburt im geistig-seelischen Reiche. Man möchte das nicht zugeben; man möchte gewissermaßen ausstreichen aus dem menschlichen Dasein das vorgeburtliche Wesen. Die Präexistenz ist immer mehr und mehr für ketzerisch erklärt worden von den traditionellen Bekenntnissen. Beschränken will man sich darauf, den Menschen anfangen zu lassen mit der physischen Geburt oder der physischen Empfängnis, und dann dasjenige, was nach dem Tode liegt, daran anknüpfen. Würde dieser Glaube an einen bloß Post-mortem-Zustand, an den bloß nachtodlichen Zustand, niemals zurückgedrängt werden, würde er die Menschheit ausschließlich umfassen, dann hätten die ahrimanischen Wesenheiten gewonnen. Denn dadurch, daß der Mensch nur berücksichtigen würde dasjenige, was er zwischen Geburt und Tod aus seiner irdischen Natur heraus erlebt, und nur würdigen würde ein Fortleben nach dem Tode, nicht hinschauen würde auf ein Vorleben vor der Geburt, würde tatsächlich allmählich das Ahrimanische von dem mineralischen Prozeß aus sich des Menschlichen bemächtigen. Es würde weggeworfen von der irdischen Entwickelung alles, was jahvisch ist, was also herübergekommen ist von Saturn, Sonne und Mond, und es würde mit der Erde eine neue Schöpfung beginnen, die aber verleugnen würde alles Vorhergehende.
[ 21 ] Es ist ja im Grunde genommen den ahrimanischen Wesenheiten viel gelungen auf diesem Gebiete. Denn wenn der Mensch in das physische Dasein hereingeboren ist oder hereinempfangen wird, dann kommt er herunter, steigt er herunter aus geistig-seelischen Welten, umgibt er sich mit der physischen Materie. Aber so, wie nun einmal die gegenwärtige Zivilisation ist nach den Gepflogenheiten der traditionellen Bekenntnisse, möchte man vergessen dieses Dasein vor der Geburt im geistig-seelischen Reiche. Man möchte das nicht zugeben; man möchte gewissermaßen ausstreichen aus dem menschlichen Dasein das vorgeburtliche Wesen. Die Präexistenz ist immer mehr und mehr für ketzerisch erklärt worden von den traditionellen Bekenntnissen. Beschränken will man sich darauf, den Menschen anfangen zu lassen mit der physischen Geburt oder der physischen Empfängnis, und dann dasjenige, was nach dem Tode liegt, daran anknüpfen. Würde dieser Glaube an einen bloß Post-mortem-Zustand, an den bloß nachtodlichen Zustand, niemals zurückgedrängt werden, würde er die Menschheit ausschließlich umfassen, dann hätten die ahrimanischen Wesenheiten gewonnen. Denn dadurch, daß der Mensch nur berücksichtigen würde dasjenige, was er zwischen Geburt und Tod aus seiner irdischen Natur heraus erlebt, und nur würdigen würde ein Fortleben nach dem Tode, nicht hinschauen würde auf ein Vorleben vor der Geburt, würde tatsächlich allmählich das Ahrimanische von dem mineralischen Prozeß aus sich des Menschlichen bemächtigen. Es würde weggeworfen von der irdischen Entwickelung alles, was jahvisch ist, was also herübergekommen ist von Saturn, Sonne und Mond, und es würde mit der Erde eine neue Schöpfung beginnen, die aber verleugnen würde alles Vorhergehende.
[ 22 ] Deshalb ist es so wichtig, daß mit aller Energie bekämpft werde diese Anschauung, die nicht die Präexistenz will. Der Mensch muß erkennen, daß er war, ehe er geboren oder empfangen wurde im physischen Dasein. Er muß ehrerbietig und heiligend aufnehmen dasjenige, was ihm aus göttlich-geistigen Welten zugeteilt war vor diesem physisch-irdischen Dasein. Dadurch, daß er zu dem Glauben an das Nachtodliche fügt das Erkennen des Vorgeburtlichen, bereitet er seine Seele so vor, daß sie von Ahriman nicht angefressen werden kann.
[ 22 ] Deshalb ist es so wichtig, daß mit aller Energie bekämpft werde diese Anschauung, die nicht die Präexistenz will. Der Mensch muß erkennen, daß er war, ehe er geboren oder empfangen wurde im physischen Dasein. Er muß ehrerbietig und heiligend aufnehmen dasjenige, was ihm aus göttlich-geistigen Welten zugeteilt war vor diesem physisch-irdischen Dasein. Dadurch, daß er zu dem Glauben an das Nachtodliche fügt das Erkennen des Vorgeburtlichen, bereitet er seine Seele so vor, daß sie von Ahriman nicht angefressen werden kann.
[ 23 ] So ist es nötig — das folgt aus diesen Auseinandersetzungen —, daß wir nach und nach schon ein Wort in die Sprache aufnehmen, ich habe Sie schon aufmerksam darauf gemacht, welches wir nicht haben. Wir müssen ebenso, wie wir von Unsterblichkeit reden und an das Ende unseres physischen Daseins dabei denken, auch reden lernen von Ungeborenheit. Denn ebenso wie wir unsterblich sind, sind wir in Wirklichkeit als Menschen ungeboren. Suchen Sie aber in den Kultursprachen ein gangbares Wort für «ungeboren»! «Unsterblich» haben Sie überall, aber «ungeboren» haben Sie nicht. Das Wort «ungeboren» brauchen wir; das muß ebenso ein gangbares Wort sein in den Kultursprachen, wie das Wort «unsterblich», das die Sprachen schon haben. Daran zeigt sich die Verahrimanisierung der modernen Zivilisation. Es ist eines der wichtigsten Symptome für die Verahrimanisierung der modernen Zivilisation, daß wir kein Wort haben für das Nichtgeborensein. Denn ebensowenig wie wir mit dem Tode der Erde verfallen, ebensowenig sind wir mit der Geburt oder mit der Empfängnis erst entstanden. Wir müssen ein Wort haben, das deutlich hinweist auf die Präexistenz. Man darf überhaupt nicht unterschätzen die Bedeutung, welche im Worte liegt.
[ 23 ] So ist es nötig — das folgt aus diesen Auseinandersetzungen —, daß wir nach und nach schon ein Wort in die Sprache aufnehmen, ich habe Sie schon aufmerksam darauf gemacht, welches wir nicht haben. Wir müssen ebenso, wie wir von Unsterblichkeit reden und an das Ende unseres physischen Daseins dabei denken, auch reden lernen von Ungeborenheit. Denn ebenso wie wir unsterblich sind, sind wir in Wirklichkeit als Menschen ungeboren. Suchen Sie aber in den Kultursprachen ein gangbares Wort für «ungeboren»! «Unsterblich» haben Sie überall, aber «ungeboren» haben Sie nicht. Das Wort «ungeboren» brauchen wir; das muß ebenso ein gangbares Wort sein in den Kultursprachen, wie das Wort «unsterblich», das die Sprachen schon haben. Daran zeigt sich die Verahrimanisierung der modernen Zivilisation. Es ist eines der wichtigsten Symptome für die Verahrimanisierung der modernen Zivilisation, daß wir kein Wort haben für das Nichtgeborensein. Denn ebensowenig wie wir mit dem Tode der Erde verfallen, ebensowenig sind wir mit der Geburt oder mit der Empfängnis erst entstanden. Wir müssen ein Wort haben, das deutlich hinweist auf die Präexistenz. Man darf überhaupt nicht unterschätzen die Bedeutung, welche im Worte liegt.
[ 24 ] Sie mögen noch so viel denken, noch so scharfsinnig denken, so ist etwas in Ihnen, das eben intellektualistisch in dem Menschen ist. In dem Augenblicke, wo sich der Gedanke umprägt zum Worte, selbst wenn das Wort als solches nur gedacht wird, wie in der Wortmeditation, in demselben Moment prägt sich das Wort ein in den Äther der Welt. Der Gedanke prägt sich als solcher nicht in den Äther der Welt ein, sonst könnten wir niemals im reinen Denken freie Wesen werden. Wir sind ja in dem Augenblicke gebunden, wo sich etwas einprägt. Wir sind ja nicht durch das Wort frei, sondern durch das reine Denken — das können Sie in meiner «Philosophie der Freiheit» des weiteren ersehen —, aber das Wort prägt sich dafür in den Weltenäther ein.
[ 24 ] Sie mögen noch so viel denken, noch so scharfsinnig denken, so ist etwas in Ihnen, das eben intellektualistisch in dem Menschen ist. In dem Augenblicke, wo sich der Gedanke umprägt zum Worte, selbst wenn das Wort als solches nur gedacht wird, wie in der Wortmeditation, in demselben Moment prägt sich das Wort ein in den Äther der Welt. Der Gedanke prägt sich als solcher nicht in den Äther der Welt ein, sonst könnten wir niemals im reinen Denken freie Wesen werden. Wir sind ja in dem Augenblicke gebunden, wo sich etwas einprägt. Wir sind ja nicht durch das Wort frei, sondern durch das reine Denken — das können Sie in meiner «Philosophie der Freiheit» des weiteren ersehen —, aber das Wort prägt sich dafür in den Weltenäther ein.
[ 25 ] Nun bedenken Sie: Für die Initiationswissenschaft liegt ja heute einfach die Tatsache vor, daß im ganzen Erdenäther dadurch, daß die zivilisierten Sprachen kein gangbares Wort für Ungeborenheit haben, dieses für die Menschheit wichtige Ungeborensein überhaupt nicht dem Weltenäther eingeprägt wird. Alles das aber, was an wichtigen Worten eingeprägt wird in den Weltenäther vom Entstehen, von alldem was den Menschen betrifft in seiner Kindheit, in seiner Jugend, all das bedeutet einen furchtbaren Schrecken für die ahrimanischen Mächte. Unsterblichkeit im Weltenäther eingeschrieben, das vertragen die ahrimanischen Mächte eigentlich sehr gut, denn Unsterblichkeit bedeutet, daß sie mit dem Menschen eine neue Schöpfung beginnen und mit dem Menschen hinauswandern wollen. Das irritiert die ahrimanischen Wesenheiten nicht, wenn sie immer wieder den Äther durchsausen, um mit dem Menschen ihr Spiel zu treiben, wenn da so und so viel von den Kanzeln von Unsterblichkeit verkündet wird und in den Weltenäther eingeschrieben wird. Das tut den ahrimanischen Wesen sehr wohl. Aber ein furchtbarer Schrecken für sie ist es, wenn sie das Wort «Ungeborenheit» in den Weltenäther eingeschrieben finden. Da löscht für sie überhaupt das Licht aus, in dem sie sich bewegen. Da kommen sie nicht weiter, da verlieren sie die Richtung, da fühlen sie sich wie in einem Abgrund, wie im Bodenlosen. Und daraus können Sie ersehen, daß es eine ahrimanische Tat ist, die Menschheit davon abzuhalten, vom Ungeborensein zu sprechen. Mag es der modernen Menschheit noch so paradox vorkommen, wenn man ihr von solchen Dingen spricht, es bedarf die moderne Zivilisation des Sprechens über solche Dinge. Genau ebenso wie der Meteorologe den Windhauch beschreibt, wie man den Golfstrom beschreibt in der Erdenbeschreibung, genau ebenso muß beschrieben werden dasjenige, was geistig um uns her geschieht, wie ahrimanische Wesenheiten unsere Umgebung durchziehen, wie sie sich wohlfühlen bei alldem, was sich auf Tod und Sterben bezieht, auch wenn das Sterben negiert wird, und wie sie versetzt werden in den Schrecken der Finsternis, wenn sie auf all dasjenige kommen, was auf das Geborenwerden, auf das Wachsen und Gedeihen hinweist. Und wir müssen lernen, wissenschaftlich ebenso von diesen Dingen zu sprechen, wie gesprochen wird in der modernen Wissenschaft von dem mineralischphysischen Reiche, das von Jehova verlassen ist.
[ 25 ] Nun bedenken Sie: Für die Initiationswissenschaft liegt ja heute einfach die Tatsache vor, daß im ganzen Erdenäther dadurch, daß die zivilisierten Sprachen kein gangbares Wort für Ungeborenheit haben, dieses für die Menschheit wichtige Ungeborensein überhaupt nicht dem Weltenäther eingeprägt wird. Alles das aber, was an wichtigen Worten eingeprägt wird in den Weltenäther vom Entstehen, von alldem was den Menschen betrifft in seiner Kindheit, in seiner Jugend, all das bedeutet einen furchtbaren Schrecken für die ahrimanischen Mächte. Unsterblichkeit im Weltenäther eingeschrieben, das vertragen die ahrimanischen Mächte eigentlich sehr gut, denn Unsterblichkeit bedeutet, daß sie mit dem Menschen eine neue Schöpfung beginnen und mit dem Menschen hinauswandern wollen. Das irritiert die ahrimanischen Wesenheiten nicht, wenn sie immer wieder den Äther durchsausen, um mit dem Menschen ihr Spiel zu treiben, wenn da so und so viel von den Kanzeln von Unsterblichkeit verkündet wird und in den Weltenäther eingeschrieben wird. Das tut den ahrimanischen Wesen sehr wohl. Aber ein furchtbarer Schrecken für sie ist es, wenn sie das Wort «Ungeborenheit» in den Weltenäther eingeschrieben finden. Da löscht für sie überhaupt das Licht aus, in dem sie sich bewegen. Da kommen sie nicht weiter, da verlieren sie die Richtung, da fühlen sie sich wie in einem Abgrund, wie im Bodenlosen. Und daraus können Sie ersehen, daß es eine ahrimanische Tat ist, die Menschheit davon abzuhalten, vom Ungeborensein zu sprechen. Mag es der modernen Menschheit noch so paradox vorkommen, wenn man ihr von solchen Dingen spricht, es bedarf die moderne Zivilisation des Sprechens über solche Dinge. Genau ebenso wie der Meteorologe den Windhauch beschreibt, wie man den Golfstrom beschreibt in der Erdenbeschreibung, genau ebenso muß beschrieben werden dasjenige, was geistig um uns her geschieht, wie ahrimanische Wesenheiten unsere Umgebung durchziehen, wie sie sich wohlfühlen bei alldem, was sich auf Tod und Sterben bezieht, auch wenn das Sterben negiert wird, und wie sie versetzt werden in den Schrecken der Finsternis, wenn sie auf all dasjenige kommen, was auf das Geborenwerden, auf das Wachsen und Gedeihen hinweist. Und wir müssen lernen, wissenschaftlich ebenso von diesen Dingen zu sprechen, wie gesprochen wird in der modernen Wissenschaft von dem mineralischphysischen Reiche, das von Jehova verlassen ist.
[ 26 ] Es ist im Grunde genommen nichts Geringeres als der Kampf gegen die ahrimanischen Mächte, den wir selber aufnehmen müssen. Und schließlich, mögen es die Leute wissen oder nicht, das, was vielfach gegen anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft vorgebracht wird, es ist zu gleicher Zeit der Kampf des Ahriman gegen dasjenige, was als der Menschheit notwendig immer intensiver und intensiver durch anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft betont werden muß.
[ 26 ] Es ist im Grunde genommen nichts Geringeres als der Kampf gegen die ahrimanischen Mächte, den wir selber aufnehmen müssen. Und schließlich, mögen es die Leute wissen oder nicht, das, was vielfach gegen anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft vorgebracht wird, es ist zu gleicher Zeit der Kampf des Ahriman gegen dasjenige, was als der Menschheit notwendig immer intensiver und intensiver durch anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft betont werden muß.
[ 27 ] Wenn man so etwas erlebt wie gerade die jüngsten Angriffe, sieht man denn da nicht handgreiflich: an die Geisteswissenschaft selber kommen die Leute nicht heran. Ich habe Ihnen gesprochen von dem besonders häßlichen, ruchlosen Angriff, der jetzt in Deutschland wiederum stattfindet, bei dem sich die «edle» «Frankfurter Zeitung» in besonders schmachvoller Weise benimmt. Sie hat zwar unsere Erwiderung aufgenommen, nachdem sie den ganz abscheulichen Angriff gemacht hat, aber nur, um ihre eigenen blödsinnigen Bemerkungen durch eine ganze Spalte lang daran anzuschließen. Diese Dinge gehen ja zurück auf diejenigen Menschen, die durchaus die Wissenschaft der Anthroposophie verschwinden lassen möchten, aber zu faul oder auch zu unfähig sind, um sich mit ihr zu beschäftigen.
[ 27 ] Wenn man so etwas erlebt wie gerade die jüngsten Angriffe, sieht man denn da nicht handgreiflich: an die Geisteswissenschaft selber kommen die Leute nicht heran. Ich habe Ihnen gesprochen von dem besonders häßlichen, ruchlosen Angriff, der jetzt in Deutschland wiederum stattfindet, bei dem sich die «edle» «Frankfurter Zeitung» in besonders schmachvoller Weise benimmt. Sie hat zwar unsere Erwiderung aufgenommen, nachdem sie den ganz abscheulichen Angriff gemacht hat, aber nur, um ihre eigenen blödsinnigen Bemerkungen durch eine ganze Spalte lang daran anzuschließen. Diese Dinge gehen ja zurück auf diejenigen Menschen, die durchaus die Wissenschaft der Anthroposophie verschwinden lassen möchten, aber zu faul oder auch zu unfähig sind, um sich mit ihr zu beschäftigen.
[ 28 ] Diese Leute greifen also zu solchen Angriffsmomenten, wie sie jetzt zum Beispiel in Deutschland auftauchen, um das, was man nicht widerlegen kann, eben zu verdächtigen. Wenn Sie die Sache mit den ahrimanischen Wesenheiten zusammenbringen, so werden Sie die Dinge ein wenig durchschauen. Es sitzen heute im wissenschaftlichen Betriebe sehr viele Menschen, die scheinbar sehr gut denken. Aber warum? — Ahriman dringt ja ein in die mineralische Welt, und verwundern Sie sich daher nicht, wenn diese Leute recht viel Intellekt entwickeln. Es ist der Ahriman in ihnen, und es ist bequemer, den Ahriman in sich denken zu lassen, als selber zu denken. Man kann ja auch seine Examina leichter ablegen, wenn man Ahriman in sich denken läßt. Man kann leichter Privatdozent und Universitätsprofessor werden, wenn man den Ahriman denken läßt auf dem Katheder, als wenn man selber denkt. Und weil so viele Leute den Ahriman in sich denken lassen, kommen natürlich ja die Angriffe von ahrimanischer Seite her. Also die Dinge haben schon einen innerlichen geistigen Zusammenhang, den man durchschauen muß. Daher darf man dann nicht so töricht sein, immer wieder und wiederum zu tadeln, wenn wir genötigt sind, mit recht scharfen Hieben auf das zu schlagen, was Geisteswissenschaft in Grund und Boden hinein vernichten möchte.
[ 28 ] Diese Leute greifen also zu solchen Angriffsmomenten, wie sie jetzt zum Beispiel in Deutschland auftauchen, um das, was man nicht widerlegen kann, eben zu verdächtigen. Wenn Sie die Sache mit den ahrimanischen Wesenheiten zusammenbringen, so werden Sie die Dinge ein wenig durchschauen. Es sitzen heute im wissenschaftlichen Betriebe sehr viele Menschen, die scheinbar sehr gut denken. Aber warum? — Ahriman dringt ja ein in die mineralische Welt, und verwundern Sie sich daher nicht, wenn diese Leute recht viel Intellekt entwickeln. Es ist der Ahriman in ihnen, und es ist bequemer, den Ahriman in sich denken zu lassen, als selber zu denken. Man kann ja auch seine Examina leichter ablegen, wenn man Ahriman in sich denken läßt. Man kann leichter Privatdozent und Universitätsprofessor werden, wenn man den Ahriman denken läßt auf dem Katheder, als wenn man selber denkt. Und weil so viele Leute den Ahriman in sich denken lassen, kommen natürlich ja die Angriffe von ahrimanischer Seite her. Also die Dinge haben schon einen innerlichen geistigen Zusammenhang, den man durchschauen muß. Daher darf man dann nicht so töricht sein, immer wieder und wiederum zu tadeln, wenn wir genötigt sind, mit recht scharfen Hieben auf das zu schlagen, was Geisteswissenschaft in Grund und Boden hinein vernichten möchte.
[ 29 ] Gestern haben ja schon die Kursusvorträge in Stuttgart begonnen; ich selber werde vom 16. an wahrscheinlich in Stuttgart sprechen über ein wissenschaftliches Thema: Mathematik, wissenschaftliche experimentelle Beobachtung und wissenschaftliche Ergebnisse. — Diese Vorträge und diejenigen, die wiederum hier vom 3. April ab gehalten werden, sollen ja zeigen, wie Geisteswissenschaft die heutige Wissenschaft befruchten soll. Und gerade seit wir nach dieser Richtung arbeiten, finden wir ja immer mehr und mehr Angriffe. Aber ich hoffe, es wird auch das Verständnisdafür wachsen, daßgewappnet werden muß gegen dasjenige, was da auftritt; denn diese Wappnung bedeutet ja zu gleicher Zeit doch auch eine gewisse Stärkung in der Richtung anthroposophisch orientierter Geisteswissenschaft. Und diese Stärkungmuß sein. Innerhalbder Welt unserer Niedergangskräfte geht das alles nach Aufgangskräften hin.
[ 29 ] Gestern haben ja schon die Kursusvorträge in Stuttgart begonnen; ich selber werde vom 16. an wahrscheinlich in Stuttgart sprechen über ein wissenschaftliches Thema: Mathematik, wissenschaftliche experimentelle Beobachtung und wissenschaftliche Ergebnisse. — Diese Vorträge und diejenigen, die wiederum hier vom 3. April ab gehalten werden, sollen ja zeigen, wie Geisteswissenschaft die heutige Wissenschaft befruchten soll. Und gerade seit wir nach dieser Richtung arbeiten, finden wir ja immer mehr und mehr Angriffe. Aber ich hoffe, es wird auch das Verständnisdafür wachsen, daßgewappnet werden muß gegen dasjenige, was da auftritt; denn diese Wappnung bedeutet ja zu gleicher Zeit doch auch eine gewisse Stärkung in der Richtung anthroposophisch orientierter Geisteswissenschaft. Und diese Stärkungmuß sein. Innerhalbder Welt unserer Niedergangskräfte geht das alles nach Aufgangskräften hin.

