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Perspectives on Human Evolution
The Materialistic Impulse toward Knowledge
and the Task of Anthroposophy
GA 204

5 May 1921, Dornach

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Dreizehnter Vortrag

Lecture XIII

[ 1 ] Die vierte nachatlantische Epoche, in welche hineinfällt die Verstandesentwickelung der Menschheit, sie wurde aus den griechischen Mysterien heraus geleitet. Erst gaben die Mysterien der allgemeinen Bevölkerung Vorderasiens, des europäischen Südens, dasjenige an, was dieser Verstandes- oder Gemütskultur zugrunde liegt. Es spielte in diesen Mysterien das Geheimnis von dem menschlichen Zusammenleben mit der Sonne eine große Rolle. Wir wissen ja aus den Darstellungen, die ich in meiner «Theosophie» gegeben habe, wie innerhalb der Verstandes- oder Gemütsseele des Menschen das Ich aufleuchtet, das dann gewissermaßen zu seiner vollen inneren Kraft durch die Bewußtseinsseele kommen soll. Insofern nun das Ich des Menschen gewissermaßen zu seiner Erweckung kommen sollte während der Verstandeskulturzeit, mußten sich die Mysterien dieser Zeit beschäftigen mit den Geheimnissen des Sonnenlebens und seinen Zusammenhängen mit demjenigen, was gerade menschliches Ich ist. Es ist Ihnen ja auch bekannt aus meiner Darstellung der «Rätsel der Philosophie», wie der Grieche noch in der Außenwelt seine Vorstellungen, seine Begriffe so wahrgenommen hat, wie wir heute Farben, Töne und so weiter wahrnehmen. Dasjenige, was in den Vorstellungen lebte, das war durchaus für den Griechen nicht eben bloß innerlich in der Seele Erschaffenes, sondern es war für ihn etwas an den Dingen Wahrgenommenes. In dieser Beziehung hatte ja Goethe durchaus etwas Griechisches in sich, was er dadurch bezeugte, daß, als er in dem berühmten Gespräch von Schiller die Worte hörte, seine Vorstellungen, also etwas Begrifflich-Ideelles, wären keine Wahrnehmungen, sondern eine Idee, daß er darauf sagte, dann sähe er seine Ideen vor sich, wie er eben äußere Wahrnehmungen vor sich sehe.

[ 1 ] The fourth post-Atlantean epoch, the epoch of the development of humanity's intellect, was guided by the Greek mystery centers. Initially, the mysteries provided the basis of this intellectual or mind culture for the general population of Asia Minor and southern Europe. The secret of human life and its connection with the sun played a major role in these mysteries. We know from the descriptions given in my book Theosophy how the ego lights up within man's intellectual or mind soul, after which it is meant to attain to its full inner power through the consciousness soul. Now, insofar as man's ego was destined to be developed during the age of the intellectual culture, the mysteries of that age had to be occupied with the secrets of the sun's life and particularly the sun's links with the human ego. You also know from my description in Riddles of Philosophy that the Greeks still perceived their ideas and concepts in the outer world, just as we today perceive colors, sounds, and so on. For the ancient Greeks, the element that dwells in concepts was not something merely created within the mind. It was something they beheld with the objects. In this respect, Goethe definitely possessed something of a Greek nature. He made this evident in the famous conversation with Schiller. When he heard Schiller say that his mental images—something conceptual and ideal—were not perceptions but ideas, Goethe replied that in this case he saw his ideas just as he saw external perceptions around him.

[ 2 ] Diese griechische Art, sich zu den Vorstellungen zu verhalten, war durchaus verknüpft mit einer ganz bestimmten Empfindung, welche die Griechen hatten, wenn sie ihr Auge richteten auf die äußere Welt. Sie sahen in dem, was ihnen als Vorstellungsinhalt entgegenglänzte, überall eigentlich das Geschöpf des Sonnenlebens. Sie empfanden, indem die Sonne am Morgen aufging, auch das Heraufkommen des Vorstellungslebens in dem Raum, und beim Untergange der Sonne empfanden sie das Versinken der Vorstellungswelt. Man kann die Entwickelung der Völker nicht verstehen, wenn man nicht diese Änderung des Seelenlebens durchaus ins Auge faßt.

[ 2 ] The Greeks' relationship to concepts was associated with a quite definite sensation the Greeks experienced when they directed their glance upon the outer world. In fact, they regarded the conceptual content that shone forth to them everywhere as the offspring of the sun's life. When the sun rose in the morning, they sensed the rising of conceptual life in space. With the setting sun they experienced the disappearance of the life of thought. We cannot understand the evolution of nations if we do not take into consideration this change in the soul life.

[ 3 ] Das ist etwas, meine lieben Freunde, was den Menschen in ihrem Seelenleben eigentlich verlorengegangen ist: mitzuempfinden die Geistigkeit ihrer ganzen Umgebung. Heute sieht der Mensch eben den Sonnenball heraufkommen, und er hat nur die Empfindung für dasjenige, was ihm da entgegentritt an farbiger und leuchtender Lufterscheinung. Und ebenso ist es, wenn er die Sonne in der Abendtöte verschwinden sieht. Der Grieche hatte eben die Empfindung, daß des Morgens aufsteigt diejenige Welt, die ihm die Vorstellungen bringt, und daß sie des Abends untergeht, daß abends diejenige Welt kommt, die ihm diese Vorstellungswelt entzieht. Er war daher so, daß er sich empfand Vorstellung-verlassen in der Finsternis der Nacht. Und wenn er hinausblickte in den Himmel, den wir blau sehen, für den er ja die gleiche Bezeichnung wie für das Dunkel hatte, so fühlte er eigentlich die Welt begrenzt von demjenigen, was außerhalb des Vorstellungslebens war. Dort hörte für ihn das Vorstellungsleben, so wie es dem Menschen beschert ist, auf, wo er begrenzt sah den Weltraum. Jenseits dieses Weltraumes waren für ihn andere Gedankenwelten, die Gedankenwelten der Götter. Und sie sah er eben eng gebunden an dasjenige, was er als Licht bezeichnete. Sie offenbarten sich ihm gewissermaßen konzentriert im Sonnenleben, während sie sonst sich ihm entzogen in der Weite des dunklen Weltenfirmamentes. Man muß in diese ganz andersgeartete Empfindungswelt hineinschauen, wenn man verstehen will, wie eigentlich, nachdem diese Anschauungsweise mit aller ihrer inneren Lebendigkeit eine Zeitlang gewirkt hat in der Weltentwickelung des Menschen, wie dann der Mensch in seinen fortgeschrittensten Repräsentanten fühlte, wie er im Weltenraum das Sonnenleben nicht mehr als ihm etwas geistig Zurückstrahlendes empfinden konnte, und wie er in den ersten Zeiten eben — es war das gerade bei den fortgeschrittensten Repräsentanten der Menschheit der Fall, bei denjenigen, die noch ihre Bildung in den griechischen Mysterien empfangen hatten —, wie er empfand das Mysterium von Golgatha als eine Erlösung, insofern als es ihm die Möglichkeit brachte, in sich nun das Licht zu entzünden. Das Licht, das er vorher als Göttliches wirklich erlebt hat, das wollte er jetzt erleben dadurch, daß er seinen seelisch-geistigen Anteil nahm an den Geschehnissen des Mysteriums von Golgatha. Man lernt dasjenige, was eigentlich in der Menschheit im Laufe der Jahrtausende geschehen ist, nicht kennen, wenn man bloß mit dem Verstande auf diese Dinge hinsieht. Man muß die Umwandlung des Menschengemütes, des menschlichen Seelenlebens in seiner Ganzheit ins Auge fassen. Und wir, die wir nun seit dem Beginne des 15. Jahrhunderts leben in dem Zeitalter der Bewußtseinsseelenentwickelung, wir haben ja von jener Verstandesgeistigkeit, welche da war in den Zeiten der vierten nachatlantischen Periode, nur noch das Schattenwesen unserer inneren Verstandestätigkeit. Das habe ich ja in den letzten Wochen hier auseinandergesetzt. Aber wir müssen uns wiederum durchringen zu einer Erkenntnis desjenigen, was dieses Verstandeswesen, dieses schattenhafte Verstandeswesen durchdringen kann mit einer lebendigen Anschauung des Weltenalls. Gerade durch die moderne Verstandesschattenkultur ist der Mensch gewissermaßen an die Erde gebannt worden. Er betrachtet heute, insbesondere wenn er sich anstecken läßt von der immer weiter und weiter um sich greifenden, rein wissenschaftlichen Kultur, er betrachtet ja heute nur dasjenige, was ihm die Erde eigentlich gibt. Er hat keine Ahnung davon, daß er mit seinem ganzen Wesen nicht bloß der Erde angehört, sondern daß er mit seinem ganzen Wesen dem außerirdischen Weltall angehört. Und das ist dasjenige, was sich der Mensch wieder erringen muß, diese Erkenntnis seines Zusammenhanges mit dem außerirdischen Weltenall.

[ 3 ] That faculty, my dear friends, has actually been lost from the soul life of human beings, namely, the faculty to sense and experience the spirituality of the whole environment. Today, a person sees the rise of the sun's round globe and only has an awareness of what is encountered there in the way of colored and shining atmospheric phenomena; it is the same when the sun is viewed as it disappears in the red glow of a sunset. The Greeks had the feeling that in the morning the world arose and bestowed on them their world of ideas. It vanished in the evening and a world then appeared that withdrew from them their world of ideas. In the darkness of night, they felt bereft of their ideas. When they looked up at the sky, which appears blue to us, but for which they used the same term as for “darkness,” they actually felt that the boundaries of space consisted of what was beyond conceptual life. Where the Greeks saw the universe reaching a boundary, there ended for them the world of ideas with which the human being is endowed. Beyond this universe, the Greeks divined the existence of other worlds, the thought worlds of the gods. Those worlds seemed to them closely linked to what they designated as light. They were revealed to them concentrated, as it were, in the sun's life, whereas, otherwise, they withdrew into the expanse of the dark cosmic firmament. We have to have insight into this quite different world of sensations if we are to understand the way in which this manner of perception in all its inner vitality affected the evolution of the human being for some time. We have to realize what the most advanced representatives of mankind felt when they could no longer experience the spiritual reflection of the sun's life in the cosmos upon them. And especially the most advanced representatives of humanity who had received their education in the Greek mysteries then experienced the Mystery of Golgotha as a salvation inasmuch as it once again brought about the possibility of enkindling this light within their being. The light such individuals had actually experienced earlier as a divine element they now wished to experience by means of participating with their soul and spirit in the events of the Mystery of Golgotha. We do not acquire an actual knowledge of what has come to pass in mankind in the course of millennia when we merely study these things with the intellect. We have to focus on the transformation of the whole human mind and soul life. Living since the beginning of the fifteenth century in the age of the consciousness soul development, we have retained only the shadowy nature of our inner intellectual activity, of the spirituality of reason that existed in the fourth post-Atlantean period. I have outlined this here during the past few weeks. Now, once again, we have to struggle to attain an awareness of what can permeate our form of shadowy intellect with a living perception of the universe. It was precisely because of the modern culture of the shadowy intellect that the human being, in a manner of speaking, has been fettered to the earth. Today we actually consider only what the earth offers to us, particularly when we allow ourselves to be infected by the constantly expanding, purely scientific culture. People have no idea that they belong not only to the earth with their whole being but to the whole extraterrestrial universe as well. This knowledge of their connection with the cosmos beyond earth is something mankind must acquire once again.

[ 4 ] Wir bilden heute einfach unsere Begriffe, Vorstellungen, indem wir von dem irdischen Leben ausgehen und uns nach diesem irdischen Leben das ganze Weltenall konstruieren. Aber dasjenige, was sich da uns als Weltbild ergibt, ist dann nicht viel anders als eine Übertragung der irdischen Verhältnisse auf die außerirdischen Verhältnisse. Und so ist es denn gekommen, daß aus den grandiosen Errungenschaften der modernen Naturwissenschaft heraus mit der Spektralanalyse und den anderen Ergebnissen, daß da gebildet worden ist eine Anschauung über die Sonne, die eigentlich ganz den irdischen Verhältnissen nachgebildet ist. Man bildet sich die Vorstellung, wie ein leuchtender Gaskörper eben aussieht. Und nun überträgt man diese Ansicht eines leuchtenden Gaskörpers auf dasjenige, was uns als Sonne entgegenkommt im Weltenall. Wir müssen wiederum geisteswissenschaftliche Unterlagen anwenden lernen, um zu einer Anschauung von der Sonne kommen zu können. Diese Sonne, von der der Physiker glaubt, wenn er hinauskommen würde in den Weltenraum, sie böte sich ihm dar als eine leuchtende Gaskugel; diese Sonne, trotzdem sie das Weltenlicht in ihrer Art uns zurückstrahlt, so wie sie es empfängt, ist ein durch und durch geistiges Wesen, und wir haben es nicht zu tun mit einem physischen Wesen, das da oben irgendwo im Weltenraum herumgondelt, sondern mit einem durch und durch geistigen Wesen. Und der Grieche empfand noch richtig, wenn er das, was ihm von der Sonne zustrahlte, als dasjenige empfand, was in Zusammenhang gebracht werden muß mit seiner Ich-Entwickelung, insofern diese Ich-Entwickelung gebunden ist an das Vorstellungswesen des Verstandes. In dem Sonnenstrahl sah der Grieche dasjenige, was in ihm entzündet das Ich. So daß man sagen muß: Der Grieche hatte noch diese Empfindung von der Geistigkeit des Kosmos. Er sah in dem Sonnenwesen substantiell ein dem Ich verwandtes Wesen. Dasjenige, was der Mensch gewahr wird, wenn er zu sich selber Ich sagt, die Kraft, die in ihm wirkt, so daß er zu sich Ich sagen kann, auf die sah der Grieche hin, und er fühlte sich veranlaßt, zur Sonne dasselbe zu sagen wie zu seinem Ich, dieselbe Empfindung der Sonne entgegenzubringen, wie er sie seinem Ich entgegenbrachte.

[ 4 ] We simply take earthly life today as the basis of our ideas and concepts and construe a view of the whole universe in accordance with conditions on earth. The resulting picture of the universe is then not much else than the transference of earthly conditions to extraterrestrial ones. Thus, by means of the tremendous achievements of modern science, through spectral analysis and other methods, a view of the sun was developed that is really modeled entirely upon earthly conditions. A conception is formed of what a luminous body of gas might look like. This conception is then transferred to what meets our eye as the sun in the cosmos. We must once again learn to use the materials of spiritual science to arrive at a conception of the sun. The physicist believes that the sun would present itself to him as a luminous sphere of gas if he were able to travel out into space. Yet, despite the fact that it reflects the cosmic light to us in its own way in the manner it receives it, the sun is a spiritual entity through and through. We are not dealing with a physical entity that moves about somewhere out there in the universe but with a completely spiritual being. The Greeks still had the right feeling when they experienced the light, shining down upon them from the sun, as something that must be brought into a connec tion with their ego development insofar as this ego development is tied to the conceptual nature of the intellect. The sun's rays were to the Greeks something that enkindled their ego within them. It is therefore obvious that the Greeks still had a feeling for the spirituality of the cosmos. To them, the sun being was substantially a being related to the ego. The element the human being becomes aware of when he says "I" to himself, the force that works in him and enables him to say “I” to himself, this is what the Greeks looked at. They felt called upon to address the sun in the same way they addressed their ego, to regard the sun with the same feelings they had for their ego.

[ 5 ] Ich und Sonne, sie verhalten sich wie das Innere und das Äußere. Was draußen durch den Weltenraum kreist als Sonne, ist das Welten-Ich. Was drinnen in mir lebt, ist das Ich des Menschen. Man möchte sagen: Gerade noch zu erhaschen ist diese Empfindung für diejenigen Menschen, die etwas tiefer mitfühlen mit dem ganzen All der Natur. Schon sehr verglommen ist dasjenige, was da eigentlich zugrunde liegt, aber es gibt doch noch heute dasjenige Leben im Menschen, das gewissermaßen heraufkommen vernimmt die Sonne im Frühling, das den Sonnenstrahl noch erleben kann als etwas Geistiges, und das das Ich aufleben fühlt, indem der Sonnenstrahl in einer größeren Stärke die Erde erleuchtet. Aber es ist, ich möchte sagen, eine letzte Empfindung, die in dieser äußeren Art nun auch schon verglimmt in der Menschheit, die zugrunde gehen will innerhalb der abstrakten Verstandesschattenkultur, die nach und nach sich unseres ganzen Zivilisationslebens bemächtigt hat. Aber durchdringen müssen wir wiederum dazu, etwas zu erkennen von dem Menschheitszusammenhang mit dem außerirdischen Dasein. Und in dieser Beziehung möchte ich heute auf einiges hinweisen.

[ 5 ] Ego and sun are the inner and the outer aspects of the same being. What orbits out there through space as the sun is the cosmic I. What lives within me is the human I. One is inclined to say that this sensation is still faintly perceptible to those who have a somewhat deeper feeling of affinity for nature. The basis of such an experience has already vanished to a large degree. Yet, something is still alive in the human being today that is attuned to the rise of the sun in springtime, that can still experience the spirituality of the sunbeam and can feel how the ego is imbued with new life when the rays of the sun illuminate the earth with greater intensity. Yet, it is but a last, faint sensation that, even in this external manner, is dying out in mankind. It is about to disappear in the abstract, shadowy culture of the intellect that has gradually become prevalent in the whole of civilized life today. However, we must once again reach the point where some recognition can be gained of humanity's relationship with super-sensible existence. In this respect I want to point out a number of things today.

[ 6 ] Wir werden, indem wir all dasjenige zusammennehmen, was Sie an verschiedenen Stellen unserer geisteswissenschaftlichen Literatur zerstreut finden, zunächst wiederum den Zusammenhang der Sonne mit dem Ich ergreifen können, und wir werden den bedeutungsvollen Gegensatz erkennen können, der da besteht zwischen den Kräften, die der Erde von der Sonne zustrahlen, und denjenigen Kräften, welche für die Erde wirksam sind in demjenigen, was wir Mond nennen. Sonne und Mond, sie sind in einer gewissen Beziehung das völlige Gegenteil voneinander. Sie sind polar zueinander. Wenn wir die Sonne studieren mit den Mitteln der Geisteswissenschaft, so strahlt uns die Sonne alles dasjenige zu, was uns gestaltet zu einem Träger unseres Ich. Wir verdanken der Sonnenstrahlung dasjenige, was uns eigentlich die menschliche Gestalt gibt, was uns in der menschlichen Gestalt zu einem Abbild des Ich macht. Alles, was im Menschen von außen wirkt, was von außen seine Gestalt bestimmt, was schon während seiner Embryonalzeit seine Gestalt bestimmt, das ist Sonnenwirkung. Wenn sich der menschliche Embryo im Mutterleibe bildet, dann ist durchaus nicht bloß dasjenige vorhanden, was eine heutige Wissenschaft träumt, daß von der befruchteten Mutter die Kräfte ausgehen würden, welche den Menschen formen, nein, der menschliche Embryo ruht nur im mütterlichen Leibe. Dasjenige, was ihm da die Form gibt, das sind die Sonnenkräfte. Allerdings müssen wir diese Sonnenkräfte in Zusammenhang bringen mit den ihnen entgegengesetzt wirkenden Mondenkräften. Die Mondenkräfte sind zunächst dasjenige, was sich für den unteren, den Stoffwechselmenschen als das Innerliche geltend macht. So daß wir sagen können, wenn wir schematisch zeichnen: die Sonnenkräfte sind dasjenige, was den Menschen von außen gestaltet. Dasjenige, was sich im Stoffwechsel des Menschen von innen aus gestaltet, das sind die zentral ausstrahlenden Mondenkräfte, die sich in ihm festsetzen.

[ 6 ] By bringing together all the references found here and there in anthroposophical literature, we shall be able, first of all, to comprehend once more the sun's connection with the ego. We shall be able to perceive the significant contrast between the forces radiating from the sun to the earth and those forces that are active in what we term the moon. Sun and moon are in a certain respect total opposites. Complete polarity exists between them. When we study the sun by means of spiritual science, we find that the sun sends down to us everything that fashions us into bearers of our ego. We owe to the rays of the sun what in fact bestows on us the human form and, in the latter, molds us into an image of the ego. What works in the human being from outside and determines his form from without even as early as the embryonic stage are influences from the sun. When the human embryo is developing in the womb, a great deal more is taking place than what present-day science is dreaming about, namely, that forces originate from the impregnated mother that then develop the human being. No, the human embryo merely rests in the mother's body; it is given form by the sun's forces. It is true, however, that we must bring these sun forces into connection with the moon's forces that have opposite effects. The moon forces become evident, above all, as the inner influence in the lower, metabolic nature of man. In drawing an outline, we may therefore say: The sun's forces are the element molding the human being from outside. What develops in the metabolic processes from within are the moon's forces, positioning themselves within the human organism and radiating outward from the center.

[ 7 ] Das widerspricht nicht dem, daß diese Mondenkräfte zum Beispiel das menschliche Gesicht mitformen. Sie formen ja das menschliche Gesicht, weil dasjenige, was im unteren, im Stoffwechselmenschen, von dem Zentrum aus wirkt, gewissermaßen anziehend von außen auf die menschliche Gesichtsbildung wirkt; differenzierend die menschliche Gesichtsbildung wirken die Mondenkräfte, aber indem sie sich summieren mit den Sonnenkräften, während sie vom Inneren des Menschen aus den Sonnenkräften entgegenwirken. Daher hängt auch die menschliche Fortpflanzung als Organismus von den Mondenkräften ab, die Gestalt geben. Aber das Fortgepflanzte, das hängt von den Sonnenkräften ab. Der Mensch ist mit seinem ganzen Wesen zwischen Mondenkräften und Sonnenkräften eingespannt.

[ 7 ] This does not contradict the fact that these moon forces also play a part, for instance, in forming the human countenance, They shape the face because the effects that proceed from the center, from the lower, metabolic system, exert an attracting power, as it were, from outside on the development of the human face. The moon forces have a differentiating effect on this development due to adding their influence to that of the sun's forces while counteracting the latter from within the human being. For this reason, the organism connected with human reproduction depends on the moon forces, which bestow the form. On the other hand, the result of procreation depends on the sun forces. With their whole being human beings are placed into the polarity between sun forces and moon forces.

[ 8 ] Nun müssen wir aber unterscheiden, wenn wir die Mondenkräfte im menschlichen Inneren, im Inneren des menschlichen Stoffwechsels suchen, diese Mondenkräfte im Stoffwechsel von den Kräften, die im Stoffwechsel nun selber ihren Ursprung haben. Es spielen die Mondenkräfte in den Stoffwechsel hinein, aber der Stoffwechsel hat seine eigenen Kräfte. Und diese eigenen Kräfte, das sind die Erdenkräfte. So daß wir sagen können, wenn im Menschen die Kräfte wirken, die in den Substanzen seiner Nahrungsmittel liegen, die Kräfte, die also, sagen wir, in den Vegetabilien oder sonstigen Nahrungsmitteln liegen, so wirken diese Kräfte in ihm durch sich selbst. Sie wirken da als Erdenkräfte. Der Stoffwechsel ist zunächst ein Ergebnis der Erdenkräfte; aber in diese Erdenkräfte wirkt dasjenige hinein, was Mondenkräfte sind. Wenn der Mensch bloß den Stoffwechsel mit seinen Kräften in sich hätte, wenn also gewissermaßen die Substanzen seiner Nahrungsmittel nur ihre eigenen Kräfte in seinem Leib fortsetzen würden, nachdem sie aufgenommen sind, dann würde der Mensch ein Chaos sein von allen möglichen Kräften. Daß diese Kräfte immerzu wirken, die menschliche Wesenheit von innen aus zu erneuern, das hängt gar nicht von der Erde ab, das hängt von dem der Erde beigegebenen Mond ab. Von innen heraus wird der Mensch dutch den Mond gestaltet, von außen herein wird der Mensch durch die Sonne gestaltet. Und indem die Sonnenstrahlen wieder aufgenommen werden durch das Auge in den menschlichen Kopforganismus, wirken sie auch innerlich; aber sie wirken doch von außen herein.

[ 8 ] In seeking the moon forces within the inner human organism, we have to distinguish them in the metabolic process from the forces originating within this process itself. The moon forces play into the metabolism but the latter possesses its own forces. These are the earth forces. The forces contained in food substances, in vegetables and other foods, work in the human being by virtue of their own nature. Here, they are active as earth forces. Metabolism is primarily a result of the earth's forces, but elements of the moon's forces work into them. If the human being possessed only the metabolic process with its forces, if only the substances of his foods would unfold their forces in his body after having been consumed, then he would have nothing but a chaotic play of all kinds of forces. The fact that these forces continuously work to renew the human being from within does not depend at all on the earth; it is due to the moon that is added to earth. The human being is shaped from within outwards by the moon, from without inwards by the sun. Inasmuch as the sun's rays are received through the eye into the human head organization, they also have an inward effect; nevertheless, they still work from outside in.

[ 9 ] So finden wir, wie auf der einen Seite der Mensch in seiner ganzen Ich-Entwickelung abhängt von der Wirkung der Sonne, wie er ein fest auf der Erde lebendes Ich nicht sein könnte ohne die Sonne; und wie kein Menschengeschlecht wäre, keine Fortpflanzung wäre, wenn nicht der Mond der Begleiter der Erde wäre. Man kann sagen: die Sonne ist dasjenige, was den Menschen als eine Persönlichkeit, als einzelnes Individuum fest auf die Erde stellt. Der Mond ist dasjenige, was den Menschen in seiner Vielheit, in seiner ganzen Entwickelung auf die Erde hinzaubert. Das Menschengeschlecht als physische Folge von Generationen ist das Ergebnis der Mondenkräfte, die es anregen. Der Mensch als einzelnes Wesen, als Individualität, ist das Ergebnis der Sonnenkräfte. Und wenn wir daher den Menschen und das Menschengeschlecht studieren wollen, dann können wir nicht bloß die Verhältnisse der Erde studieren. Vergebens suchen die Geologen die Verhältnisse der Erde zu ergründen und daraus den Menschen zu begreifen, vergebens untersuchen sie die anderen Kräfte der Erde, um daraus den Menschen zu begreifen. Der Mensch ist zunächst nicht auf der Erde gemacht. Der Mensch ist geformt aus dem Kosmos herein; der Mensch ist ein Ergebnis der Sternenwelt, zunächst von Sonne und Mond. Von der Erde stammen nur diejenigen Kräfte, welche dem Stoff selbst innewohnen, und die wirksam sind außerhalb des Menschen, dann ihre Wirksamkeit fortsetzen, wenn sie in den Menschen dutch das Essen und Trinken eingetreten sind; aber sie werden da empfangen von dem Außerirdischen.

[ 9 ] Thus, on the one hand, in regard to his whole ego development the human being depends on the influence of the sun; without the sun he could not be an ego dwelling solidly on the earth. On the other hand, there would be no human race, no propagation, if the moon were not the earth's companion. It is possible to say that it is the sun that firmly places the human being as a personality, as an individual, on the earth. It is the moon that conjured human beings in their multitude, in their whole evolution, upon the earth. The human race in its physical succession of generations is the result of the moon forces, which stimulate human beings. Man as a single being, an individuality, is the product of the sun forces. Therefore, if we wish to study the human being as well as the human race, we cannot study merely the conditions of earth. Geologists seek in vain to investigate the earth's conditions in order to comprehend the human being; they study in vain the other forces of earth so as to arrive at this understanding. Human beings are not primarily a creation of the earth. They are formed out of the cosmos; they are the offspring of the world of the stars, above all, of sun and moon. From the earth, only those forces are derived that are contained in matter itself. They are effective outside man and then continue their effects when, through eating and drinking, they have entered into the human being, but there they are received by something that is of an unearthly nature.

[ 10 ] Was im Menschen vorgeht, ist durchaus nicht bloß ein irdisches Geschehen, ist durchaus etwas, was von der Sternenwelt aus besorgt wird. Zu dieser Erkenntnis muß wiederum der Mensch sich durchringen. Und wenn wir den Menschen weiter betrachten, so können wir Rücksicht nehmen darauf: Er ist zunächst ein physischer Leib. Dieser physische Leib nimmt ja die äußeren Nahrungsmittel auf. In diesem physischen Leib setzen sie ihre Kräfte fort. Aber der physische Leib wird angegriffen von dem astralischen Leib, und in dem astralischen Leib ist tätig die Mondenwirkung, so wie ich es Ihnen dargestellt habe. Und in diesen astralischen Leib wirkt hinein die Sonnenwirkung. Sonne und Mond durchziehen kraftend den astralischen Leib, und der astralische Leib äußert sich in der Weise, wie ich es jetzt eben beschrieben habe. Der ätherische Leib steht in der Mitte zwischen physischem Leib und astralischem Leib.

[ 10 ] The processes that take place within the human being are by no means merely earthly ones; they are definitely something provided for out of starry worlds. It is this insight that human beings have to struggle to attain once again. When we observe the human being further, we can take into consideration, first of all, that he is a physical body. This body absorbs the external foods. They in turn extend their forces into this physical body. But the latter is also taken hold of by the astral body, and in it the moon's influence is active in the manner I have just described. The sun's effect also plays into this astral body. Imbuing it with their forces, sun and moon permeate the astral body, and the latter works in the manner I have outlined above. The etheric body stands in the middle between physical and astral body.

[ 11 ] Wenn man die Kräfte studiert, welche von den Nahrungsmitteln ausgehen, so werden sie zunächst regsam im physischen Leibe, und sie werden von dem astralischen Leib, der Sonnen- und Mondenwirkung in sich hat, so aufgenommen, wie ich es eben beschrieben habe. Aber dazwischen steht das andere, dasjenige, was im ätherischen Leibe wirksam ist. Das kommt auch nicht von der Erde, das kommt aus dem Umkreise des ganzen Weltenraumes. Wenn wir die Erde im Verhältnis zum Menschen betrachten mit ihren Produkten, mit denjenigen Stoffen, die sich darleben als feste, flüssige, luftförmige Bestandteile, so werden diese aufgenommen vom Menschen, im Menschen drinnen verarbeitet gemäß den Sonnen- und Mondenkräften. Aber im Menschen wirken auch diejenigen Kräfte, die ihm zustrahlen nun von allen Seiten des Weltenraumes. Die Kräfte, die in den Nahrungsmitteln wirken, sie kommen aus der Erde heraus. Aber ihm strahlen von allen Seiten des Weltenraumes Kräfte zu: das sind die ätherischen Kräfte. Diese ätherischen Kräfte, die ergreifen auch, aber in einer viel gleichförmigeren Weise, die Nahrungsmittel und verwandeln sie so, daß sie aus ihnen ein Lebensfähiges machen, daß sie aus ihnen etwas machen, was außerdem das Ätherische als solches, das Licht und die Wärme, innerlich erleben kann. So daß wir sagen können: Der Mensch ist zugeteilt durch seinen physischen Leib der Erde, durch seinen ätherischen Leib dem ganzen Umkteis, dutch seinen astralischen Leib ist er zunächst zugeteilt dem Monde und der Sonne in ihren Wirkungen. Aber diese Wirkungen, die im astralischen Leib als Sonnen- und Mondwirkungen enthalten sind, die werden wiederum modifiziert, so modifiziert, daß ein gewaltiger Unterschied besteht zwischen denjenigen Wirkungen, welche ausgeübt werden auf den oberen, und denen, die ausgeübt werden auf den unteren Menschen.

[ 11 ] When we study the forces coming from foodstuffs, we find, to begin with, that they are active in the physical body, and, in the manner I described earlier, are then taken hold of by the astral body containing the sun and moon influences. But in between the physical and astral bodies we find something else that is active in the etheric body. It, too, is not derived from the earth but from the whole surrounding cosmos. When we study the earth with its products in relation to the human being, the substances composed of solid, liquid, or aeriform ingredients, we see that they are consumed by the human being and then worked upon by the forces of sun and moon. In addition, there are also active in man forces that stream in from all directions of the universe. The forces active in the foodstuffs come from the earth. Those streaming into the human being from all corners of the universe are the etheric forces. They also take hold of the foodstuffs, but in a much more uniform manner, and transform them in such a way that they become inwardly capable of life. In addition, the etheric forces turn these foodstuffs into something that can inwardly experience the etheric element as such, namely, light and warmth. Thus, we can say that because of his physical body the human being is part of the earth, because of his etheric body he is related to the whole surrounding sphere, and because of his astral body man in connected above all with the effects of moon and sun. Now, these effects of moon and sun contained in the astral body are in turn modified. They are modified to the extent that a powerful difference exists between the effects upon the upper human organization and those on the lower human organism.

[ 12 ] Nennen wir heute «oberen Menschen» denjenigen Menschen, der gewissermaßen durchkreist wird von dem nach aufwärts, nach dem Kopfe zu gehenden Blutstrom; nennen wir den «unteren Menschen» dasjenige, was vom Herzen nach abwärts liegt. Wenn wir so den Menschen anschauen, dann haben wir zunächst im Menschen das Obere, das sein Haupt umfaßt, und dasjenige, was gewissermaßen organisch zu dem Haupte gehört. Das ist hauptsächlich in seiner Gestaltung.von den Sonnenwirkungen abhängig. Das bildet sich ja auch zunächst embryonal vorzugsweise aus. Da wirken schon im Embryo auf diesen Organismus die Sonnenwirkungen in ganz besonderer Weise, aber diese Wirkungen setzen sich ja dann fort, wenn der Mensch geboren ist, wenn der Mensch physisch da ist im Leben zwischen der Geburt und dem Tode. Und da wird nun dasjenige, was ja in diesem Gebiet des Menschen, ich möchte sagen, was oberhalb des Herzens liegt, genauer müßte man das nach der Blutzirkulation beschreiben, was oberhalb des Herzens liegt, das wird in bezug auf die astralischen Wirkungen modifiziert von Saturn, Jupiter, Mars (siehe Darstellung $S. 233).

[ 12 ] Let us refer today to the part of the human being that is permeated by the bloodstream flowing upwards toward the head as “upper human organization”; let us refer to what lies below the heart as “lower human organism.” In viewing the human being thus, we have, first of all, the upper part including his head and whatever is organically connected with it. Its formation is dependent mainly on the sun's effects and also develops first during embryonic life. Already in the embryo, the sun's effects work on this organization in a quite special way, but these effects then continue after birth when the human being is present physically in the life between birth and death. Roughly speaking, what lies in this part of the human organism above the heart—a more detailed description would have to trace the blood circulation above the heart—is then modified in regard to the astral influences by Saturn, Jupiter, and Mars (see outline p. 248).

[ 13 ] Der Saturn hat Kräfte, die er — betrachten wir es nach der kopernikanischen Weltanschauung — in seinem Umkreis um die Sonne entwickelt und die er der Erde zuschickt; er hat diejenigen Kräfte, welche eigentlich im ganzen astralischen Leib, namentlich in demjenigen Teile, der diesem oberen Menschen angehört, wirksam sind. Der Saturn hat die Kräfte, die in diesen astralischen Leib hineinstrahlen. Und indem sie den astralischen Leib durchstrahlen, beleben, wirken sie auf ihn so, daß von ihnen eigentlich in ganz wesentlicher Weise abhängt, inwiefern sich der astralische Leib in ein richtiges Verhältnis zum physischen Leib des Menschen stellt. Wenn der Mensch zum Beispiel nicht richtig schlafen kann, wenn also sein astralischer Leib nicht richtig herausgehen will aus dem Ätherleib und dem physischen Leib, wenn er beim Erwachen nicht richtig hineingehen will, wenn er sonst in irgendeiner Weise sich nicht richtig eingliedert dem physischen Leibe, so ist das eine Wirkung, eine unregelmäßige Wirkung der Saturnkräfte. Der Saturn ist im wesentlichen derjenige Weltenkörper, welcher auf dem Umwege durch das menschliche Haupt ein richtiges Verhältnis des astralischen Leibes zum menschlichen physischen Leib und zum Ätherleib herstellt. Dadurch liefern die Saturnkräfte auf der anderen Seite wiederum das Verhältnis des astralischen Leibes zum Ich, weil ja der Saturn im Verhältnisse steht zu der Sonnenwirkung. Er steht so im Verhältnis zur Sonnenwirkung, daß das räumlich-zeitlich dadurch ausgedrückt ist, daß ja der Saturn ungefähr seinen Umkreis um die Sonne, wie Sie wissen, in dreißig Jahren vollendet.

[ 13 ] According to the Copernican world view, Saturn has forces it develops in its orbit around the sun and then sends down to the earth. It possesses those forces that are effective in the whole human astral body, particularly in the part belonging to the above mentioned upper organism of man. Saturn possesses the forces that stream into this astral body. As these forces penetrate and enliven the latter, they essentially determine the extent to which the astral body places itself in a proper relationship to the physical body. When a person cannot sleep well, for example, when his astral body does not properly emerge from the etheric and physical bodies, when it does not correctly reenter them upon awakening, or in some other way does not fit itself properly into the physical body, then this is an effect, but an irregular one, of the Saturn forces. Saturn is chiefly that celestial body that, by way of the human head, brings about a correct relationship of the astral body to the human physical and etheric bodies. By means of this, on the other hand, it is the Saturn forces that produce the connection between astral body and ego because of Saturn's relation to the sun. This relationship of Saturn to the sun's effect is expressed in regard to space and time in the fact that Saturn completes its orbit around the sun in a period of thirty years.

[ 14 ] Diese Beziehung des Saturn zur Sonne, die drückt sich im Menschen dadurch aus, daß erstens das Ich in ein entsprechendes Verhältnis kommt zum astralischen Leib, aber namentlich daß der astralische Leib sich in einer richtigen Weise in die ganze menschliche Organisation eingliedert. So daß wir sagen können, der Saturn hat seine Beziehung zu dem oberen Teil des ganzen astralischen Leibes. Diese Beziehung, die war für die Menschen älterer Zeiten durchaus etwas Maßgebendes. Und noch in der ägyptisch-chaldäischen Zeit, wenn wir zurückgehen würden in das 3., 4. Jahrtausend vor dem Mysterium von Golgatha, da würden wir finden, daß bei den Lehrern, bei den Weisen in den Mysterien jeder Mensch daraufhin beurteilt wurde, wie er sein Verhältnis zum Saturn durch sein Geburtsdatum bestimmt hatte; denn man wußte ganz genau, wenn ein Mensch geboren ist bei dieser oder jener Konstellation des Saturn, so war er ein Mensch, der seinen astralischen Leib im physischen Leib richtig brauchen konnte oder weniger richtig brauchen konnte. Die Erkenntnis solcher Dinge spielte in alten Zeiten eine große Rolle. Aber darauf beruht gerade der Fortschritt der Menschheitsentwickelung in unserem Zeitalter, das mit dem Beginn des 15. Jahrhunderts seinen Anfang genommen hat, daß wir uns freimachen von dem, was da in uns wirkt.

[ 14 ] In the human being this relationship of Saturn to the sun comes to expression in the ego achieving an appropriate relationship to the astral body, and above all, in the proper incorporation of the astral body into the whole human organization. Thus, we can say Saturn possesses a relationship to the upper part of the whole human astral body. This relationship was definitely an important factor for people in ancient times. Even in Egypto-Chaldean times, going back to the third and fourth millennium prior to the Mystery of Golgotha, we would find that among the teachers, the sages in the mysteries, every individual was judged according to how he had determined his relationship to Saturn by the date of his birth. For these wise men knew quite well that depending on whether a person was born during one or another of Saturn's celestial positions, he was one who could use his astral body in the physical body in a more efficient or less efficient manner. Insight into such things played an important role in ancient times. The progress of mankind's evolution, however, is denoted precisely by the fact that in our age, which, as you know, began in the fifteenth century, we are freeing ourselves of the influences affecting us there.

[ 15 ] Meine lieben Freunde, mißverstehen Sie das nicht. Das heißt nicht, daß der Saturn heute nicht in uns wirkt. Er wirkt in uns geradeso, wie er in alten Zeiten gewirkt hat; nur müssen wir uns davon freimachen. Und wissen Sie, worinnen dieses In-der-richtigen-Weise-Freimachen von der Saturnwirkung besteht? Man macht sich am schlechtesten frei von der Saturnwirkung, wenn man dem schattenhaften Intellekt unseres Zeitalters folgt. Da läßt man geradezu die Saturnwirkungen in sich wüten, da schießen die Saturnwirkungen hin und her und machen einen gerade zu demjenigen, was man in unserem Zeitalter den nervösen Menschen nennt. Der nervöse Mensch beruht im wesentlichen darauf, daß sein astralischer Leib in seine ganze physische Wesenheit nicht ordentlich eingeschaltet ist. Darauf beruht die Nervosität unseres Zeitalters. Und wozu der Mensch gebracht werden muß, ist: das Streben nach wirklicher Anschauung, das Streben nach Imagination. Wenn der Mensch beim abstrakten Vorstellen bleibt, so wird er immer nervöser und nervöser werden, weil er eigentlich herauswächst aus der Saturntätigkeit, diese aber doch in ihm ist, in ihm hin- und herschießt und aus seinen Nerven den astralischen Leib herauszerrt und daher den Menschen nervös macht. Die Nervosität unseres Zeitalters muß kosmisch erkannt werden als eine Saturnwirkung.

[ 15 ] My dear friends, do not misunderstand this. It does not mean that Saturn is not active in us today. It works in us just as it did in antiquity; the point is that we have to free ourselves from it. And do you know in what this freeing ourselves in the proper way from the Saturn influences consists? You free yourself most poorly from the Saturn influences if you follow the shadowy intellect of the present time. In doing so you actually permit the Saturn effects to run riot within yourself, to shoot hither and thither, and actually to turn you into what is nowadays called a nervous person. A nervous condition in a person is caused mainly by the fact that the astral body does not fit properly into the whole physical configuration. The nervousness of our age is due to this. Human beings must be induced to strive for real perception, for Imagination. If they remain with abstract conception, they will become more and more nervous, for they are actually growing out of the Saturn activity, which is nevertheless within them, shooting back and forth, pulling the astral body out of the nerves, thus making people nervous. In a cosmic sense, the nervousness of our age has to be recognized as an effect of Saturn.

[ 16 ] So wie es Saturn zu tun hat mit dem oberen Teil des ganzen astralischen Leibes, insofern dieser astralische Leib mit dem ganzen Organismus in Verbindung steht durch das Nervensystem, hat es Jupiter vorzugsweise mit dem menschlichen Denken zu tun (siehe Darstellung S. 233).

[ 16 ] Just as Saturn is chiefly involved with the upper part of the whole astral body inasmuch as the latter is connected with the whole organism through the nervous system, so Jupiter is active in thinking (see outline p. 248).

[ 17 ] Dieses menschliche Denken beruht ja in einer gewissen Weise auch auf einer partiellen Tätigkeit des astralischen Leibes. Ich möchte sagen, eine kleinere Partie des astralischen Leibes ist tätig beim Denken als beim Versorgen des ganzen Menschen durch den astralischen Leib. Was in unserem astralischen Leib wirkt, und was zunächst überhaupt unser Denken stark macht, das ist Jupiterwirkung. Jupiterwirkung hat es vorzugsweise mit dem astralischen Durchorganisieren des menschlichen Gehirnes zu tun.

[ 17 ] Human thinking, after all, is also based in a certain way on a partial activity of the astral body. I should say, a smaller part of the astral body is active in thinking than in sustaining the whole human being. It is Jupiter's effect that works in our astral body and, above all, strengthens our thinking. The effect of Jupiter deals mainly with the astral permeation and organization of the human brain.

[ 18 ] Sehen Sie, die Saturnwirkungen erstrecken sich eigentlich über das ganze menschliche Leben, und dieses ganze menschliche Leben hat ja angefangen seit unseren drei ersten Lebensjahrzehnten. Wie wir uns — solange wir in den Wachstumsperioden sind, und ganz hören diese ja eigentlich erst auf nach dem dreißigsten Jahre —, wie wir uns da entwickeln in unserem astralischen Leib, davon hängt unser ganzes Leben und unsere Gesundheit ab. Daher braucht der Saturn dreißig Jahre, um herumzugehen um die Sonne. Das ist ganz auf den Menschen zugeschnitten.

[ 18 ] Now, Saturn's effects actually extend over the whole of adult human life after the first three decades of our life. For our whole life and health depend on how we develop in our astral body during the periods of growth, and in fact, they only cease after age thirty. That is why Saturn requires thirty years to circle around the sun. This completely fits the human being.

[ 19 ] Dasjenige, was sich in uns als Denken entwickelt, das hat mit den ersten zwölf Lebensjahren zu tun. Dasjenige, was da draußen kreist, das ist nicht ohne Beziehung zum Menschen.

[ 19 ] The thinking that develops in us has to do with the first twelve years of life. After all, what orbits out there in space is not without a connection to the human being.

[ 20 ] Ebenso wie es Jupiter zu tun hat mit dem Denken, hat es Mars zu tun mit demjenigen, was die Sprache ist. Mars hat es zu tun mit der Sprache.

[ 20 ] Just as Jupiter has to do with thinking, so Mars has to do with speech.

Saturn = oberer Teil des ganzen astralischen Leibes
Jupiter = Denken
Mars = Sprache

Saturn—upper part of the whole astral body
Jupiter—thinking
Mars—speech

[ 21 ] Mars, sehen Sie, hebt gewissermaßen vom astralischen Leib noch ein kleinere Partie, als diejenige ist, die fürs Denken in Betracht kommt, heraus aus seiner ganzen Einorganisierung in den übrigen Menschen. Und von den Marswirkungen in uns hängt es ab, daß entfaltet werden können die Kräfte, die sich dann in das Sprechen ergießen. Die kleine Umlaufszeit des Mars ist ja auch dafür maßgebend. Der Mensch lernt ja innerhalb einer Zeit, die durchaus der halben Umlaufzeit des Mats ungefähr entspricht, die ersten Sprachlaute.

[ 21 ] Mars separates a still smaller part of the astral body from its incorporation into the remaining human organization than the one that comes into play in regard to thinking. And it depends on the Mars effects within us that the forces can unfold that then pour into speech. The small revolution of Mars also has a bearing on this. A human being acquires the first sounds of speech within a time span that corresponds roughly to half the Martian orbit around the sun.

[ 22 ] Auf- und absteigende Entwickelung! Wir sehen, diese ganze Entwickelung, insofern sie an die Gegend des menschlichen Hauptes gebunden ist, hängt zusammen mit Saturn-, Jupiter- und Marskräften.

[ 22 ] Ascending and descending development! We see how this whole development is linked with the forces of Saturn, Jupiter, and Mars insofar as it is tied to the region of the human head.

[ 23 ] Damit haben wir die äußeren Planeten in ihrem Fortwirken innerhalb des menschlichen astralischen Leibes gegeben. Während die Sonne mehr mit dem Ich zusammenhängt, haben diese drei Weltenkörper: Saturn, Jupiter und Mars, mit der Entwickelung desjenigen, was ja an den astralischen Leib gebunden ist, Sprechen, Denken und dem ganzen Verhalten der menschlichen Seele im menschlichen Organismus zu tun. Dann haben wir die Sonne, die mit dem eigentlichen Ich zu tun hat. Und dann haben wir diejenigen Planeten, die wir auch die inneren nennen, diejenigen Planeten, die gewissermaßen der Erde näher sind als die Sonne, diejenigen Planeten also, die zwischen der Erde und der Sonne sich befinden, während die anderen Planeten, Saturn, Jupiter, Mars, abgewendet sind von der Erde gegenüber der Sonne. Wenn wir diese inneren Planeten ins Auge fassen, dann kommen wir dazu, ebenfalls solche Beziehungen ihrer Kräfte zum Menschen ins Auge zu fassen. Betrachten wir zunächst den Merkur.

[ 23 ] We have thus considered the outer planets' activity in the human astral body. Whereas the sun is connected more with the ego, these three cosmic bodies, Saturn, Jupiter, and Mars, have to do with the development of what is tied to the astral body, namely, speech, thinking, and the whole conduct of the human soul in the human organism. Besides the sun, which has to do with the actual ego, we also have in addition those planets called the inner planets. They are the ones that are closer to earth than to the sun, having their place between earth and sun, whereas, seen from the earth, the other planets, Saturn, Jupiter, and Mars, are on the other side of the sun. When we focus on these inner planets, we likewise arrive at a consideration of the connections between their forces and the human being. To begin with, we shall consider Mercury.

[ 24 ] Merkur hat, ich möchte sagen seine Angriffspunkte ähnlich dem Monde mehr im Inneren des Menschen, nur gegenüber dem menschlichen Antlitz wirkt er von außen; aber er wirkt schon in demjenigen Teil des Menschen, der unter der Herzgegend liegt. Da wirkt er mit seinen Kräften, indem er innerlich die menschliche Organisation ergreift und seine Kräfte von dort wiederum ausstrahlen. Und da wirkt er so, daß er vorzugsweise es ist, der die Vermittlung besorgt der Wirksamkeit des astralischen Leibes in der ganzen Atmungs- und Zirkulationstätigkeit des Menschen. Er ist der Vermittler zwischen dem astralischen Leib und den rhythmischen Vorgängen im Menschen. So daß wir also sagen können: seine Kräfte besorgen die Vermittlung des Astralischen mit der rhythmischen Tätigkeit des Menschen (siehe Darstellung S. 233). Dadurch greifen die Merkurkräfte ähnlich den Mondenkräften auch ein in den ganzen Stoffwechsel des Menschen, aber nur insofern der Stoffwechsel dem Rhythmus unterliegt, auf die rhythmische Tätigkeit zurückwirkt.

[ 24 ] Similar to the moon, Mercury has its target points more in the inner being of man, working from outside only on the human countenance. In the part lying below the region of the heart, its forces are effective by taking hold inwardly of the human organization and, in turn, streaming forth from there. Mercury's chief task is to bring the astral body's activity into all breathing and circulation processes of the human being. Mercury is the intercessor between the astral body and the rhythmic processes in man. Thus, we are able to say that its forces intercede between the astral element and the rhythmic activity (see outline on p. 250). Due to this, similar to the moon forces, the Mercury forces also intervene in the whole human metabolism, but only insofar as the metabolism is subject to rhythm, reacting upon rhythmic activity.

[ 25 ] Dann haben wir Venus. Venus ist dasjenige, was vorzugsweise im menschlichen Ätherleib tätig ist, was also von dem Kosmos aus im menschlichen Ätherleib sich betätigt: Tätigkeit des menschlichen Ätherleibes.

[ 25 ] Then there is Venus. Venus is active especially in the human etheric body, in what works out of the cosmos in the human etheric body and its activities.

[ 26 ] Und dann haben wir Mond. Über ihn haben wir schon gesprochen. Er ist dasjenige im Menschen, was den Sonnenkräften polarisch entgegengesetzt ist, und was von innen aus den Stoff überführt ins Lebendige und dadurch auch mit der Reproduktion zusammenhängt. Der Mond ist also im ausgiebigsten Sinne der Anreger sowohl der inneren Reproduktion wie auch der Fortpflanzungsreproduktion.

[ 26 ] Finally we have the moon, which we have already mentioned. It is the element in the human being that is the polar opposite of the sun forces. From within, it leads substances into the realm of life and therefore is also connected with reproduction. In the fullest sense, the moon stimulates inner reproduction as well as the procreative process of reproduction.

[ 27 ] Bedenken Sie nun, daß ja dasjenige, was im Menschen eigentlich vorgeht, Ihnen in seiner Abhängigkeit erscheint von dem umliegenden Kosmos. Der Mensch ist auf der einen Seite mit seinem physischen Leib gebunden an die irdischen Kräfte, mit seinem ätherischen

[ 27 ] Not translated

Saturn = oberer Teil des ganzen astralischen Leibes
Jupiter = Denken
Mars = Sprache
Sonne = Ich
Merkur = Vermittlung des Astralischen mit der rhythmischen Tätigkeit des Menschen
Venus = =Tätigkeit des menschlichen Ätherleibes
Mond = Anreger der Reproduktion

Saturn = upper part of the entire astral body
Jupiter = thinking
Mars = speech
Sun = Self
Mercury = Mediates between the astral body and the rhythmic activity of the human being
Venus = Activity of the human etheric body
Moon = Stimulator of reproduction

[ 28 ] Leib gebunden an den ganzen kosmischen Umkreis. In ihm wird aber differenziert in dieser Weise, wie ich es hier dargestellt habe, und indem die Differenzierung vorzugsweise von seinem astralischen Leibe ausgeht, gliedern sich in diesen astralischen Leib die Kräfte von Saturn, Jupiter, Mars, Merkur, Venus, Mond ein. Auf dem Umwege durch das Ich wirkt dann die Sonne in ihm. Bedenken Sie, daß dadurch, daß der Mensch also in den Kosmos eingegliedert ist, es etwas anderes ist, ob der Mensch auf einem Punkte der Erde steht und, sagen wit, Jupiter glänzt vom Himmel, oder ob der Mensch hier auf der Erde steht und Jupiter ist von der Erde zugedeckt. Die Wirkungen auf den Menschen sind in dem einen Falle direkt, die Wirkungen in dem anderen Falle sind so, daß die Erde sich dazwischen stellt. Das gibt einen bedeutsamen Unterschied. Jupiter, haben wir gesagt, steht mit dem Denken in Beziehung. Nehmen wir an, da wo das menschliche physische Denkorgan in seiner vorzugsweisen Entfaltung ist, da erlebt der Mensch, also bald nach seiner Geburt, von seiner Geburt aus, daß Jupiter ihm zuglänzt seine Wirksamkeit. Der Mensch bekommt die direkte Jupiterwirkung. Sein Gehirn wird ganz besonders zum Denkorgan umgegliedert; er bekommt eine gewisse Anlage zum Denken. Nehmen wir an, der Mensch verlebt diese Jahre so, daß der Jupiter auf der anderen Seite ist, die Jupiterwirkungen also durch die Erde gehindert sind: sein Gehirn wird wenig umgestaltet zum Denkorgan. Wirkt dagegen die Erde mit ihren Stoffen und Kräften in ihm, und alles dasjenige, was von den Stoffen der Erde ausgeht, wird vielleicht gerade umgestaltet, sagen wir, durch die Mondenwirkungen, die ja immer in einer gewissen Weise da sind, so wird der Mensch ein dumpf Träumender, ein dumpf bewußtes Wesen nur; das Denken tritt zurück. Dazwischen liegen alle möglichen Grade. Nehmen Sie an, ein Mensch habe aus seiner früheren Inkarnation solche Kräfte in sich, welche sein Denken dazu prädestinieren, in dem Erdenleben, das er nun antreten soll, besonders ausgebildet zu sein; dann schickt er sich an, auf die Erde herunterzukommen. Er wählt sich, da ja der Jupiter seine bestimmte Umlaufszeit hat, diejenige Zeit, in der er auf der Erde erscheint, in der er auf der Erde geboren werden soll, so, daß der Jupiter direkt die Strahlen zusendet.

[ 28 ] You realize now that what actually takes place in the human being is becoming evident to you in its dependence on the surrounding cosmos. On the one hand, with the physical body, the human being is tied to the earthly forces. On the other hand, he is linked to the whole cosmic environment with his etheric body. In that body, differentiations occur in the manner I have just outlined, and inasmuch as the differentiation proceeds primarily from man's astral body, the forces of Saturn, Jupiter, Mars, Mercury, Venus and moon integrate themselves into this body. By way of the ego, the sun is also active in man. Now take into consideration that due to the fact that the human being is integrated into the cosmos in this manner, it makes a difference whether a person stands at a given spot on the earth, and Jupiter, for instance, shines down on him from the sky, or whether he is in a location where Jupiter is covered by the earth. In the first case, Jupiter's effects on the person are direct ones; in the second case, the earth is placed in between. This results in a significant difference. We have said that Jupiter is connected with thinking. Let us assume a person receives the direct Jupiter influence during the period when his physical organ of thinking is in the stage of major development after birth. His brain will be formed into a quite special organ of thinking; the person receives a certain predisposition to thinking. Assume that a person spends these years in a place where Jupiter is on the opposite side of the earth, the latter thus hindering Jupiter's influences. Such a person's brain is less developed into an organ for thinking. If, on the other hand, the earth with its substances and forces is active in a person and everything proceeding from them is transformed, say, by the moon influences, which, in a certain sense, are always present, such a person turns into a dull dreamer, one who is barely aware. Between these two possibilities we find any number of variations. Let us take the case of an individual possessing forces from his former incarnation that predestine his thinking to develop in a pronounced way in the earth life on which he is about to embark. He is on the verge of descending to earth. Since Jupiter has its set time for completing its orbit, he chooses the moment when he is to appear on earth, when he is to be born, so that Jupiter sends down its rays directly.

[ 29 ] Auf diese Weise gibt die Sternkonstellation dasjenige ab, in das der Mensch sich hineingeboren werden läßt nach den Bedingungen seiner früheren Erdenleben.

[ 29 ] In this manner, the starry constellation provides the setting into which the human being allows himself to be born, depending on the conditions of his former incarnations.

[ 30 ] Von dem, was sich Ihnen da erweist, muß sich ja allerdings der Mensch heute im Bewußtseinszeitalter immer mehr und mehr freimachen. Aber es handelt sich darum, daß er sich in der richtigen Weise freimacht davon, daß er tatsächlich so etwas tut, wie ich es angedeutet habe mit Bezug auf die Saturnwirkungen: daß er versucht, aus dem bloßen schattenhaften intellektuellen Entwickeln zu einem bildhaften, anschaulichen Entwickeln wiederum zu kommen. Was wir auf die Art aus der Geisteswissenschaft entwickeln, wie ich es dargestellt habe in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», ist zugleich eine Anweisung dafür, daß der Mensch in der tichtigen Weise unabhängig werde von den kosmischen Kräften, die aber trotzdem in ihm wirken.

[ 30 ] Today, in the age of the consciousness soul, the human being must free himself increasingly from what is becoming evident to you here. It is a matter, however, of freeing oneself from these forces in the proper manner, of actually doing something I have indicated in regard to the Saturn effects, namely of trying to turn once again from the mere shadowy, intellectual developing of thoughts to a pictorial, concrete one. What is developed out of spiritual science in the way I described it in Knowledge of the Higher Worlds is also a guideline for human beings to become independent in the right way from the cosmic forces that are nevertheless active in them.

[ 31 ] Indem der Mensch sich geboren werden läßt, lebt er sich in die Erde hinein, je nachdem die Sternkonstellation ist. Aber er muß sich ausrüsten mit Kräften, die ihn in der richtigen Weise unabhängig machen von dieser Sternkonstellation.

[ 31 ] It depends on the starry constellations how a human being finds his way into earth life as he allows himself to be born. Yet, he has to equip himself with forces that make him independent in the right way from this starry constellation.

[ 32 ] Sehen Sie, zu solchen Erkenntnissen vom Zusammenhange des Menschen mit dem außerirdischen Kosmos muß unsere Zivilisation wieder kommen. Der Mensch muß sich wieder fühlen so, daß er weiß: In meiner Organisation wirken nicht nur die gewöhnlichen, von der heutigen Wissenschaft anerkannten Vererbungskräfte. Gegenüber dem wirklichen Tatbestand ist es zum Beispiel ein bloßer Unsinn, zu glauben, innerhalb der Organisation des weiblichen Organismus lägen diejenigen Kräfte, die sich dann vererben — es ist das so eine dunkle, mystische Vorstellung, dieses Vererben —, die dann sich so vererben, daß sie ein Herz, eine Leber ausbilden und so weiter. Kein Herz wäre im menschlichen Organismus, wenn nicht die Sonne eben dieses Herz eingliederte, und zwar vom Kopfe aus, und keine Leber wäre im menschlichen Organismus, wenn ihm nicht diese Leber von Venus eingegliedert würde. Und so ist es mit den einzelnen Organen des Menschen. Die hängen durchaus zusammen mit demjenigen, was außerirdisch ist. Im Gehirn des Menschen wirken die Jupiterkräfte. In der ganzen Konstitution des Menschen, insofern er seinen astralischen Leib gesund oder krank einorganisiert hat in seine physische Organisation, wirken die Saturnkräfte. Der Mensch lernt sprechen dadurch, daß die Marskräfte in ihm wirken, und im Sprechen zeigen sich die Marskräfte.

[ 32 ] It is to such insights that our civilization must attain once again, insights concerning the relationship of the human being with the cosmos beyond the earth. Human beings must acquire an attitude that makes them realize that it is not only the ordinary forces of heredity acknowledged by today's science that are active in the human organization. In regard to the actual facts it is sheer nonsense, for example, to believe that the forces transmitted through heredity are contained in the structure of the female organism. Nowadays, heredity is an unclear, mystical concept; it is thought that the above forces then develop a heart, a liver, and so on. There would be no heart in the human organism if the sun did not incorporate it into the latter, and proceeding from the head at that. There would be no liver if Venus would not incorporate it into the human organism. And so it is with each single organ. They are certainly connected with extraterrestrial effects. The Jupiter forces are active in the human brain. The Saturn forces influence the healthy or pathological way in which the astral body is fitted into the physical organization. Human beings learn to speak because the Mars forces work in them; they become evident through speech.

[ 33 ] Das sind Dinge, die wiederum durchschaut werden müssen von der Menschheit. Der Mensch muß wiederum wissen, daß mit einer Wissenschaft, die nur das Irdische umfaßt, sein Wesen durchaus nicht erklärt werden kann. Dann wird man auch den Zusammenhang des Menschen mit der Erde kennenlernen. Denn die anderen Wesenheiten, die um den Menschen herum leben, sie sind auch nicht bloß Erdenwesen. Erdenwesen sind bloß zunächst die Mineralien. Aber auch mit den Mineralien sind Veränderungen vor sich gegangen, welche wiederum abhängig gewesen sind von den Kräften der Umgebung der Erde. So sind alle unsere Metalle, insofern sie kristallisieren, durchaus in ihren Gestalten deshalb da, weil sie in einer gewissen Weise abhängig sind von den außerirdischen Kräften, weil sie gebildet worden sind, als die Erde noch nicht intensiv ihre Kräfte entwickelt hatte, sondern noch die außerirdischen Kräfte in der Erde tätig waren. Heilkräfte, die in den Mineralien, in den Metallen namentlich liegen, sie hängen mit dem zusammen, wie diese Metalle sich innerhalb der Erde, aber aus außerirdischen Kräften gebildet haben.

[ 33 ] These are matters humanity must once again learn to understand. We must realize that human beings cannot be explained by a science that merely considers earthly phenomena. Then, the connection between the human being and the earth will also become better known. After all, the other beings dwelling in our surroundings are also not merely creatures of the earth. To begin with, only the minerals are earth beings. Yet, in the minerals, too, changes have taken place that in turn were dependent upon forces in the earth's cosmic environment. Insofar as they are crystallized, all our metals owe their shape to extraterrestrial forces. They were formed when the earth had not yet evolved its own forces intensely but when forces from outside the earth were still active in it. Healing properties contained in minerals and particularly in metals are connected with the way the metals developed within the earth through cosmic forces.

[ 34 ] Wir sehen, wenn wir in der nachatlantischen Entwickelung zurückgehen, wie da der Mensch in der ersten Zeit, als die alte indische Kultur blühte, durchaus ein Wesen war, das sich fühlte im ganzen Weltenall, ein Bürger des ganzen Weltenalls. Er war, wenn er auch noch nicht diejenigen Kräfte, auf die heute die Menschheit so stolz ist, entwickelt hatte, er war im wahren Sinne des Wortes Mensch. Dann wurde der Mensch mehr oder weniger abgelenkt von den außerirdischen Kräften. Aber wir sehen noch in der ganzen chaldäischen Zeit und in der ersten griechischen Zeit, wie wenigstens der Mensch hinblickte auf die Sonne. Er war noch in gewissem Sinne eine Art Amphibium, das sich freute, wenn es die Sonnenstrahlen empfing, und wenn es nicht mehr in der Dumpfheit der Erde drinnen zu wühlen brauchte, Aus dem Menschen war ein Amphibium geworden. Jetzt ist der Mensch, indem er glaubt, daß er eigentlich nur mit den Erdenkräften zusammenhängt, man kann nicht einmal sagen ein Maulwurf, er ist eigentlich ein Regenwurm, der höchstens noch wahrnimmt, wenn ihm dasjenige, was erst von der Erde in den Weltenraum hinausgesetzt wurde, das Regenwasser, wiederum zurückkommt. Das ist das einzige, was der Mensch noch von außerirdischen Kräften wahrnimmt. Aber das nehmen die Regenwürmer auch wahr — Sie haben das heute morgen sehen können, wenn Sie auf den Straßen gegangen sind! Der Mensch ist im Grunde heute in seinem Materialismus ein Regenwurm geworden. Er muß wiederum dieses Regenwurmwesen überwinden. Das kann er aber nur, wenn er sich dahin entwickelt, seinen Zusammenhang mit dem außerirdischen Kosmos zu erkennen.

[ 34 ] When we go back in the post-Atlantean age to the first epoch, when the ancient Indian culture was at its prime, we see that the human being definitely experienced himself in the whole universe, as a citizen of the cosmos. Although he had not yet developed the faculties mankind is so proud of today, he was Man in the true sense of the word. Subsequently, the human being was more or less diverted from the cosmic forces. Still, in the whole Chaldean epoch and early Greek time, we see that human beings looked up at least to the sun. In a certain sense, they were still like a kind of amphibian, a being that was happy when the rays of the sun poured down upon it and it no longer had to burrow in the earth's dankness. The human being had turned into an amphibian. Now, inasmuch as he believes he is related only to the earth's forces, one cannot even say any longer that man is like a mole. At most, he is really an earthworm that is aware of the return of something that rose in the first place from earth into space, namely, of rain water. This is the only thing the human being still perceives of extraterrestrial forces. But even earthworms perceive that—you could have seen it this morning if you had set foot in the streets! In his materialism, the human being today has basically turned into an earthworm. Once again, we must overcome this earthworm nature. We can do that only when we develop to the point of recognizing our connection with the cosmos outside the earth.

[ 35 ] Also, meine lieben Freunde, es handelt sich darum, daß wir es in unseren Zeiten dahin bringen müssen, uns aus unserer Zivilisation heraus zu einem neuen Spiritualismus zu «entregenwurmen».

[ 35 ] Therefore, my dear friends, the point is that we must bring it about in our age to lift ourselves out of our civilization and this earthworm-state to a new spirituality.