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The Rudolf Steiner Archive

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Perspectives on Human Evolution
The Materialistic Impulse toward Knowledge
and the Task of Anthroposophy
GA 204

13 May 1921, Dornach

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Vierzehnter Vortrag

Fourteenth Lecture

[ 1 ] Vielleicht haben gerade die Vorträge, die ich hier gehalten habe über das Wesen der Farben, und der Vortrag, der am letzten Donnerstag diesen Farbenvorträgen vorangegangen ist, gezeigt, wie man an das Wesen des Menschen nur herankommen kann, wenn man ihn im Zusammenhange betrachtet mit dem ganzen Weltenall. Dahin müssen wir ja aber gelangen, wenn wir uns nach dem Wesen des Menschen fragen, aufzublicken von der Erde zu demjenigen, was außerirdisch ist. Und unsere Zeit erfordert das ganz besonders. Wir haben gesehen, wie der menschliche Intellekt immer schattenhafter und schattenhafter geworden ist, wie er eigentlich gerade durch die Entwickelung des 19. Jahrhunderts nicht mehr in der Wirklichkeit wurzelt.

[ 1 ] Perhaps the lectures I have given here on the nature of colors—and the lecture that preceded these color lectures last Thursday—have shown that one can only approach the essence of the human being by viewing him or her in connection with the entire universe. But that is precisely where we must arrive if we are to inquire into the nature of the human being: we must look up from the earth toward that which is extraterrestrial. And our time demands this more than ever. We have seen how the human intellect has become increasingly shadowy, how—precisely as a result of the developments of the 19th century—it is no longer rooted in reality.

[ 2 ] Das alles weist uns darauf hin, daß der Mensch unbedingt daran denken müsse, neue Einschläge in sein Seelenleben zu bekommen. Es wird uns dies nun insbesondere noch dadurch klarwerden, daß wir heute einschlägige, einschlagende kosmische Ereignisse, die von gewissen Gesichtspunkten schon betrachtet worden sind, noch einmal vor unsere Seele führen wollen.

[ 2 ] All of this points to the fact that human beings must absolutely strive to receive new influences in their inner lives. This will now become particularly clear to us as we once again bring before our souls the relevant, profound cosmic events that have already been considered from certain perspectives.

[ 3 ] Sie erinnern sich ja und wissen es wohl auch aus der Lektüre meiner «Geheimwissenschaft», daß eines jener großen Ereignisse, die in die Erdenentwickelung hereingespielt haben, das Austreten des Mondes aus dem Erdenwesen ist. Dasjenige, was heute als Mond uns zuglänzt aus dem Weltenraum, war ja einmal mit der Erde verbunden, hat sich von der Erde getrennt und umkreist sie des ferneren als ihr Nebenplanet.

[ 3 ] You will recall, and no doubt know from reading my Occult Science, that one of the major events that played a role in the Earth’s evolution was the Moon’s separation from the Earth. That which today shines upon us from outer space as the Moon was once connected to the Earth; it separated from the Earth and now orbits it from a distance as its satellite.

[ 4 ] Wir wissen, welche eingreifenden Veränderungen in der ganzen Menschenentwickelung mit diesem Austritt des Mondes aus der Erde zusammenhängen. Sie wissen, wit müssen weit zurückgehen, hinter die atlantische Flut, wenn wir zu der Zeit kommen wollen, in der eben der Mond aus dem Erdensein hinausgegangen ist.

[ 4 ] We know what far-reaching changes in the entire course of human development are connected with the Moon’s separation from the Earth. You know that we must go back a long way, beyond the Atlantean Flood, if we are to reach the time when the Moon actually separated from the Earth.

[ 5 ] Nun wollen wir uns heute nur dasjenige vorführen, was in bezug auf den Menschen und die ihn umgebenden Naturwesen .auf der Erde dadurch zutage getreten ist, daß der Mond sich von der Erde getrennt hat. Wir haben es ja gesehen, daß eigentlich die verschieden gefärbten Mineralien, also die farbigen mineralischen Körper, ihre Farben, ihre Farbigkeit im Grunde genommen auch herleiten von diesem Verhältnis des Mondes zur Erde. Dadurch sind wir gerade in die Lage gerückt worden, diese kosmischen Ereignisse zusammenzubringen mit dem künstlerischen Erfassen des Daseins. Damit hängen aber noch wichtige, sehr bedeutsame andere Dinge zusammen. Der Mensch hat ja seine Wesenheit herübergebracht aus den vorhergehenden Metamorphosen des Erdendaseins, aus Saturn-, Sonnen- und Mondenwesen; und während er sich entwickelt hat als Saturn-, Sonnen-, Mondenwesen, gab es ja in seiner Umgebung noch kein Mineralreich. Das Mineralreich, alles Mineralische, es ist erst während der Erdenzeit aufgetreten. Und dadurch ist ja auch erst dasjenige, was wir mineralische Materie nennen, in den Menschen hereingezogen während der Erdenzeit. Der Mensch hatte nichts Mineralisches in sich in der alten Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit. Er war auch noch nicht ein Wesen, das darauf angewiesen war, sein Dasein auf der Erde zu verbringen, sondern der Mensch war ein Wesen, das durch die Konstitution schon dem ganzen Kosmos eigentlich angehörte. Bevor der Mondenaustritt geschah auf der Erde, und bevor das Mineralische in seiner Farbigkeit innerhalb der Erde sich entwickelte, war der Mensch eigentlich noch gar nicht für die Erde geeignet. Wenn man sich so ausdrücken darf: Es war durchaus eine Frage der die Erdenentwickelung leitenden Geistwesen, was mit dem Menschen geschehen soll: soll er auf die Erde versetzt werden, oder soll er sein Dasein außerhalb der Erde verbringen? — Und man könnte es einen Beschluß der Wesen, welche die Menschheitsentwickelung lenken, nennen, daß der Mond abgetrennt worden ist, dadurch aber die ganze Erde und mit ihr der Mensch verändert wurde. Dadurch, daß diese grobe Mondenmaterie ausgesondert worden ist, ist der Mensch zu derjenigen Organisation gekommen, die es ihm ermöglichte, Erdenmensch zu werden. Erdenmensch ist ‚ also der Mensch durch dieses Ereignis, durch den Austritt des Mondes und die Eingliederung des Mineralreiches in die Erde, geworden. Dadurch hat der Mensch im Grunde genommen seine Erdenschwere erhalten. Aber er wäre niemals ein der Freiheit fähiges Wesen geworden, wenn er nicht diese Erdenschwere erhalten hätte. Er war gewissermaßen vorher noch nicht richtig eine Persönlichkeit. Eine Persönlichkeit wurde er dadurch, daß sich die Kräfte, die seinen Leib bilden sollten, eben zusammenzogen. Und das taten sie durch den Mondenaustritt und durch die Eingliederung des Mineralteiches. Der Mensch wurde also eine Persönlichkeit, dadurch der Freiheit zugänglich.

[ 5 ] Today, let us consider only what has come to light on Earth—with regard to human beings and the natural beings surrounding them—as a result of the Moon’s separation from the Earth. We have seen, after all, that the variously colored minerals—that is, the colored mineral bodies—actually derive their colors, their chromaticity, fundamentally from this relationship between the Moon and the Earth. This has enabled us to bring these cosmic events into connection with the artistic perception of existence. However, other important and highly significant matters are also connected with this. Human beings have, after all, carried their essence over from the preceding metamorphoses of earthly existence—from the Saturn, Sun, and Moon beings; and while they were developing as Saturn, Sun, and Moon beings, there was as yet no mineral kingdom in their environment. The mineral kingdom—everything mineral—only came into being during the Earth era. And it is only through this that what we call mineral matter was drawn into the human being during the Earth period. The human being had nothing mineral within them during the ancient Saturn, Sun, and Moon periods. Nor were they yet a being who was dependent on spending their existence on Earth; rather, the human being was a being who, by their very constitution, actually belonged to the entire cosmos. Before the Moon’s separation from the Earth took place, and before the mineral realm developed its coloration within the Earth, human beings were actually not yet suited for Earth at all. If one may put it this way: It was entirely up to the spiritual beings guiding Earth’s evolution to decide what should happen to human beings—should they be transferred to Earth, or should they spend their existence outside of Earth? — And one could call it a decision by the beings who guide human evolution that the Moon was separated, thereby transforming the entire Earth and, with it, humankind. Through the separation of this coarse lunar matter, humankind attained the physical constitution that enabled it to become an Earth human. Human beings thus became “earthly human beings” through this event—through the separation of the Moon and the incorporation of the mineral kingdom into the Earth. Through this, human beings essentially acquired their earthly gravity. But they would never have become beings capable of freedom if they had not acquired this earthly gravity. In a sense, they were not yet truly personalities before that. He became a personality precisely because the forces that were to form his body came together. And they did so through the moon’s departure and the incorporation of the mineral realm. Thus, the human being became a personality and, through this, capable of freedom.

[ 6 ] Diese Entwickelung des Menschen auf der Erde bei herausgetretenem Monde, sie vollzog sich seit diesem Mondenaustritt durch die verschiedensten Stadien hindurch. Und man kann sagen: so lange nichts anderes geschehen war, als daß der Mond ausgetreten war, hatte der Mensch eigentlich fortwährend die Möglichkeit, aus seinem ganzen Organismus heraus, aus seinem leiblich-seelischen Wesen heraus Bilder des alten Hellsehens zu haben.

[ 6 ] This development of humankind on Earth, following the Moon’s departure, has proceeded through a wide variety of stages since that departure. And one can say: as long as nothing else had happened except that the Moon had withdrawn, human beings actually had the continuous ability, through their entire organism, through their physical and soul nature, to experience visions of the old clairvoyance.

[ 7 ] Diese Fähigkeit, Bilder des alten Hellsehens zu haben, wurde dem Menschen nicht genommen durch den Mondenaustritt. Der Mensch sah die Welt in Bildern, wie wir das ja oftmals beschrieben haben. Wäre nichts anderes geschehen, der Mensch würde bis heute in dieser Bilderwelt leben. Allein wir wissen ja, die Entwickelung ist weiter vorwärtsgeschritten. Der Mensch ist nicht so geblieben, daß er nur an die Erde gefesselt ist. Der Mensch ist gewissermaßen wieder zu einer Rückentwickelung veranlaßt worden, und für diese Rückentwickelung hat eigentlich im 19. Jahrhundert sich der Höhepunkt vollzogen. Ich habe es in den letzten Vorträgen wiederholt charakterisiert. Aber schon in alten Zeiten ist ja das eingetreten, daß der Mensch gewissermaßen, wenn er nun auch als Stoffwechselmensch erdenschwer geworden ist, doch wiederum als Kopfmensch, man könnte sagen, zum kosmischen Dasein befähigt wurde. Der Mensch entwickelte seinen Intellekt. In diesen Intellekt hinein verdichteten sich die Bilder des alten Hellsehens noch bis in das 4. nachchristliche Jahrhundert. Dann erst wurde, und namentlich seit dem 15. Jahrhundert, der menschliche Intellekt immer schattenhafter und schattenhafter. Dieser menschliche Intellekt hat nunmehr überhaupt, trotzdem er ein ganz Geistiges im Menschen ist, kein Sein eigentlich; er hat nur etwas, was im Grunde genommen ein Bildsein ist. Wenn der Mensch heute bloß durch seinen Verstand denkt, so wurzeln diese Gedanken nicht in der Wirklichkeit. Diese Gedanken bewegen sich nur in einem Schattendasein. Und immer mehr und mehr bewegen sich die menschlichen Gedanken in einer Schattendasein. Und das ist am stärksten geworden im 19. Jahrhundert. Und heute fehlt dem Menschen durchaus der Wirklichkeitssinn. Der Mensch lebt in einem geistigen Elemente, ist aber Materialist. Mit seinen geistigen Gedanken, die aber nur Schattengedanken sind, denkt er nur das materielle Dasein.

[ 7 ] This ability to perceive images through the ancient form of clairvoyance was not taken away from human beings by the Moon’s departure. Human beings saw the world in images, as we have often described. Had nothing else happened, human beings would still be living in this world of images today. But as we know, evolution has progressed further. Humanity has not remained in a state where it is bound solely to the Earth. Humanity has, so to speak, been compelled to undergo a process of regression, and the peak of this regression actually occurred in the 19th century. I have repeatedly characterized this in my recent lectures. But even in ancient times, it came to pass that human beings—even though they had become earthbound as beings of metabolism—were nevertheless, as beings of the head, so to speak, enabled to participate in cosmic existence. Human beings developed their intellect. The images of the old clairvoyance continued to condense within this intellect right up into the 4th century A.D. Only then, and especially since the 15th century, did the human intellect become increasingly shadowy. This human intellect now has, despite being an entirely spiritual aspect of the human being, no real existence at all; it possesses only what is, in essence, an image-like existence. When people today think solely through their reason, these thoughts are not rooted in reality. These thoughts exist only in a shadowy existence. And human thoughts are moving more and more into this shadowy existence. This trend reached its peak in the 19th century. And today, human beings completely lack a sense of reality. Human beings live in a spiritual element, yet they are materialists. With their spiritual thoughts—which are, however, only shadow thoughts—they think only of material existence.

[ 8 ] So ist dieses zweite Ereignis eingetreten. Der Mensch ist wieder geistiger geworden; aber dasjenige, was ihm früher die Materie gegeben hat an geistigen Inhalten, das durchseelt ihn nicht mehr. Er ist geistiger geworden, aber er denkt durch sein Geistiges nur das Materielle.

[ 8 ] Thus, this second event has come to pass. Human beings have become more spiritual; but the spiritual content that matter once provided them no longer animates them. They have become more spiritual, but they use their spirituality only to think about material things.

[ 9 ] Nun wissen Sie ja, daß der Mond einstmals sich wiederum mit der Erde vereinigen wird. Dieser Zeitpunkt, wo der Mond sich wiederum mit der Erde vereinigen wird, der wird von den in der Abstraktion lebenden Astronomen und Geologen ja Jahrtausende weit hinausgeschoben; das ist aber nur ein Wahn. In Wirklichkeit stehen wir dem Zeitpunkt gar nicht so fern. Sie wissen ja, die Menschheit als solche wird immer jünger und jünger. Sie wissen, daß die Menschen immer mehr und mehr dazu kommen, ihre leiblich-seelische Entwickelung nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkte zu haben. In der Zeit von Christi Tod, als das Ereignis von Golgatha stattfand, waren die Menschen bis zum dreiunddreißigsten Jahr im allgemeinen leiblich-seelisch entwickelungsfähig. Heute sind sie es nurmehr bis zum siebenundzwanzigsten Jahre. Und es wird eine Zeit kommen im 4. Jahrtausend, da werden die Menschen nur bis zum einundzwanzigsten Jahre noch entwickelungsfähig sein. Dann wird eine Zeit kommen im 7. Jahrtausend, da werden die Menschen nur bis zum vierzehnten Jahr noch entwickelungsfähig sein durch ihre Leiblichkeit. Die Frauen werden dann aufhören, fruchtbar zu sein; es wird eine ganz andere Art und Weise des Erdenlebens eintreten. Es wird die Zeit sein, in der der Mond sich der Erde wiederum nähert, sich der Erde wiederum eingliedert.

[ 9 ] Now, as you know, the Moon will one day reunite with the Earth. Astronomers and geologists, who live in a world of abstraction, have pushed this moment—when the Moon will reunite with the Earth—thousands of years into the future; but that is merely a delusion. In reality, we are not that far from that moment. As you know, humanity as a whole is becoming younger and younger. You know that people are increasingly reaching a point where their physical and soul development is limited to a certain stage. At the time of Christ’s death, when the event at Golgotha took place, people were generally capable of physical and soul development up to the age of thirty-three. Today, this is only the case up to the age of twenty-seven. And a time will come in the fourth millennium when people will only be capable of development up to the age of twenty-one. Then there will come a time in the 7th millennium when human beings will only be capable of development through their physical nature until the age of fourteen. Women will then cease to be fertile; a completely different way of life on Earth will begin. It will be the time when the Moon once again approaches the Earth and reintegrates with it.

[ 10 ] Sehen Sie, meine lieben Freunde, auf solche außerirdischen Ereignisse muß der Mensch gegenwärtig anfangen zu sehen. Er muß nicht nur im allgemeinen abstrakt von irgendeinem Göttlichen träumen, sondern er muß die Ereignisse, die mit seiner Entwickelung zusammenhängen, ins Auge fassen. Er muß wissen: der Mond ist einmal von der Erde ausgetreten; der Mond wird wiederum in die Erde eintreten. Und so, wie es ein einschlagendes Ereignis war, dieser Mondenaustritt, so wird es ein einschlagendes Ereignis sein, dieser Mondeneintritt. Wir als Menschen werden die Erde allerdings dann noch bevölkern, aber wir werden nicht mehr in der gewöhnlichen Weise geboren werden, wir werden in einer anderen Weise als durch die Geburt mit der Erde verbunden sein. Aber wir werden uns bis dahin in einer gewissen Weise entwickelt haben. Und wir müssen dasjenige, was jetzt geschieht, das Schattenhaftwerden des Intellektes, das müssen wir in Zusammenhang bringen mit dem, was einmal als ein einschlägiges Ereignis in der Erdenentwickelung kommen wird: das wiederum Hereinschwirren des Mondes in die Erdenmaterie.

[ 10 ] You see, my dear friends, humanity must now begin to take notice of such extraterrestrial events. It must not merely dream in general and abstract terms of some divine entity, but must take a close look at the events connected with its own evolution. It must know: the Moon once broke away from the Earth; the Moon will once again enter the Earth. And just as this departure of the Moon was a momentous event, so too will this entry of the Moon be a momentous event. We as human beings will, of course, still be inhabiting the Earth then, but we will no longer be born in the usual way; we will be connected to the Earth in a way other than through birth. But by then we will have developed in a certain way. And we must relate what is happening now—the intellect becoming shadowy—to what will one day come as a momentous event in the Earth’s evolution: the Moon’s re-entering into Earth’s matter.

[ 11 ] Schattenhafter und immer schattenhafter wird unser Intellekt. Würde das so fortgehen, würde sich die Menschheit nicht entschließen, dasjenige, was aus geistigen Welten herauskommen kann, in sich aufzunehmen, dann würde eben der Mensch nach und nach in der Schattenfarbe seines Intellekts immer mehr und mehr aufgehen.

[ 11 ] Our intellect is becoming increasingly shadowy. If this were to continue, and if humanity were not to resolve to take into itself that which can come from the spiritual worlds, then human beings would gradually be absorbed more and more into the shadow-like nature of their intellect.

[ 12 ] Denken Sie einmal daran, was dieser schattenhafte Intellekt eigentlich nur enthält. Dieser schattenhafte Intellekt kann ja das menschliche Wesen selber nicht verstehen. Er versteht die Mineralien. Das ist schließlich das einzige, was dieser schattenhafte Intellekt bis zu einem gewissen Grade verstehen kann. Schon das Leben der Pflanze bleibt ihm ein Rätsel, das Leben der Tiere bleibt ihm erst recht ein Rätsel, und sein eigenes Leben wird völlig undurchsichtig. So gestaltet sich der Mensch Bilder von der Welt, die aber eigentlich nur eine Weltfrage sind, die eigentlich nur, man möchte sagen, etwas enthalten, was an das eigentliche Wesen von Pflanze, Tier und insbesondere des Menschen nicht herantritt. Dieses Bildergestalten wird immer weiter und weiter fortgehen, wenn der Mensch sich nicht entschließen würde, dasjenige anzunehmen, was ihm überliefert wird von Imaginationen, von neuen Imaginationen, durch die ihm das Weltendasein geschildert wird. In die schattenhaften Verstandesbegriffe und in die schattenhaften intellektuellen Vorstellungen muß aufgenommen werden dasjenige, was an lebendiger Weisheit die Geisteswissenschaft geben kann. Dadurch müssen die Schattenbilder des Verstandes belebt werden.

[ 12 ] Just think for a moment about what this shadowy intellect actually contains. This shadowy intellect cannot, after all, understand the human being itself. It understands minerals. That is, after all, the only thing this shadowy intellect can understand to a certain degree. Even the life of a plant remains a mystery to it; the life of animals remains an even greater mystery, and its own life becomes completely inscrutable. Thus, human beings form images of the world, but these are really only a question about the world—they contain, one might say, something that does not come close to the true nature of plants, animals, and especially human beings. This creation of images will continue on and on unless human beings resolve to accept what is handed down to them through imaginations—new imaginations—through which the existence of the world is depicted to them. What spiritual science can offer in the form of living wisdom must be incorporated into the shadowy concepts of the understanding and the shadowy intellectual ideas. In this way, the shadow-images of the understanding must be brought to life.

[ 13 ] Dieses Beleben der Schattenbilder des Verstandes ist aber nicht nur ein menschliches Ereignis, es ist ein kosmisches Ereignis. Erinnern Sie sich an dasjenige, was ich in meiner «Geheimwissenschaft» dargestellt habe, daß da einmal die Menschenseelen hinaufgewandert sind zu den Planeten und wiederum heruntergekommen sind ins Erdendasein. Ich habe es in meiner «Geheimwissenschaft» dargestellt, wie nacheinander die Mars-, Jupiter- und so weiter Menschen wiederum herunterkamen auf die Erde. Sehen Sie, es ist ein bedeutsames Ereignis vorgegangen — man kann das nut schildern aus den Tatsachen, die einem in der geistigen Welt bewahrheitet werden —, es ist ein bedeutsames Ereignis vorgegangen am Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts. Während in der alten atlantischen Zeit diese Menschen von Saturn, Jupiter, Mars und so weiter auf die Erde heruntergekommen sind, während da also die menschlichen Seelenwesen das Erdendasein bezogen haben, beginnt jetzt eine Zeit, in der andere Wesen, die nicht Menschen sind, aber die zur weiteren Entwickelung ihres Daseins darauf angewiesen sind, auf die Erde zu kommen und auf der Erde mit Menschen in ein Verhältnis zu treten, in der solche Wesen von den außerirdischen Weltengebieten auch herunterkommen. Seit dem Ende der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts wollen in das Erdendasein herein überirdische Wesenheiten. So wie die Vulkanmenschen die letzten waren, die sich hier auf die Erde herunterbegeben haben, so begeben sich Vulkanwesen tatsächlich jetzt in das Erdendasein herein. Wir haben im Erdendasein schon überirdische Wesenheiten. Und diesem Umstand, daß überirdische Wesenheiten die Botschaften herunterbringen in dieses irdische Dasein, diesem Umstande ist zu verdanken, daß wir überhaupt eine zusammenhängende Geisteswissenschaft haben können.

[ 13 ] This reanimation of the shadows of the mind, however, is not merely a human event; it is a cosmic event. Recall what I described in my Occult Science: that human souls once ascended to the planets and then descended again into earthly existence. In my Occult Science, I described how, one after another, the people of Mars, Jupiter, and so on returned to Earth. You see, a significant event has taken place—one can only describe it based on the facts confirmed in the spiritual world—a significant event took place at the end of the 1870s. While in the ancient Atlantean era these human beings from Saturn, Jupiter, Mars, and so on descended to Earth—that is, while human soul beings took up their earthly existence—a new era is now beginning in which other beings, who are not human but who depend on coming to Earth to further their development and on entering into a relationship with humans here, are also descending from the extra-terrestrial realms. Since the late 1880s, superterrestrial beings have been seeking to enter earthly existence. Just as the Vulcan people were the last to descend here to Earth, Vulcan beings are in fact now entering earthly existence. We already have otherworldly beings in earthly existence. And it is thanks to this fact—that otherworldly beings bring messages down into this earthly existence—that we are able to have a coherent spiritual science at all.

[ 14 ] Aber im ganzen, wie benimmt sich das Menschengeschlecht? Das Menschengeschlecht benimmt sich in einer, man möchte sagen, kosmisch-rüpelhaften Weise gegen diese aus dem Kosmos, auf der Erde allerdings erst langsam, aber eben doch erscheinenden Wesenheiten. Es kümmert sich nicht um sie, es ignoriert sie, dieses Menschengeschlecht. Und das ist dasjenige, was die Erde in immer tragischere und tragischere Zustände bringen wird; denn unter uns werden im Laufe der nächsten Jahrhunderte immer mehr und mehr Geistwesen wandeln, deren Sprache wir verstehen sollten. Und wir verstehen sie nur, wenn wit dasjenige zu verstehen suchen, was von ihnen kommt: den Inhalt der Geisteswissenschaft. Das wollen sie uns geben, und sie wollen, daß im Sinne der Geisteswissenschaft gehandelt werde, daß umgesetzt werde die Geisteswissenschaft in die soziale Handlungsweise des Erdendaseins.

[ 14 ] But on the whole, how does the human race behave? The human race behaves in a way that one might call cosmically boorish toward these beings that are emerging from the cosmos—albeit slowly on Earth, but emerging nonetheless. It pays no attention to them; it ignores them, this human race. And that is precisely what will lead the Earth into ever more tragic and tragic circumstances; for over the course of the coming centuries, more and more spiritual beings will walk among us, whose language we ought to understand. And we can understand them only if we seek to understand what comes from them: the content of spiritual science. That is what they want to give us, and they want us to act in accordance with spiritual science, to translate spiritual science into the social conduct of earthly existence.

[ 15 ] Wir haben es wirklich zu tun seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts mit einem Hereindringen von geistigen Wesen aus dem Weltenall, zunächst von solchen Wesenheiten, die in der Sphäre zwischen Mond und Merkur wohnen, die aber durchaus, ich möchte sagen, schon hereinstürmen ins Erdendasein und versuchen im Erdendasein dadurch Fuß zu fassen, daß die Menschen sich erfüllen mit dem Gedanken an die geistigen Wesenheiten des Weltenalls. So kann man es auch schildern, was ich vorhin schilderte, daß wir unseren schattenhaften Intellekt mit den Bildern der Geisteswissenschaft beleben müssen. So schildert man es abstrakt. Konkret schildert man es, wenn man sagt: Geisteswesen wollen herunter ins irdische Dasein, und sie sollen empfangen werden. Erschütterung über Erschütterung wird es geben, und zuletzt müßte das Erdendasein in das soziale Chaos einmünden, wenn diese Wesenheiten herunterkommen und das Menschendasein nur Opposition gegen das Herunterkommen dieser Wesenheiten wäre. Nichts anderes wollen ja diese Wesenheiten, als die Vorposten sein für dasjenige, was mit dem Erdendasein geschehen wird, wenn der Mond sich wiederum mit der Erde vereinigen wird.

[ 15 ] Since the last third of the 19th century, we have indeed been experiencing an influx of spiritual beings from the universe—initially beings that dwell in the sphere between the Moon and Mercury, but who, I would say, are already storming into earthly existence and attempting to gain a foothold in it by filling people’s minds with thoughts of the spiritual beings of the universe. This is another way of describing what I mentioned earlier—that we must enliven our shadowy intellect with the images of spiritual science. That is how one describes it abstractly. One describes it concretely by saying: spiritual beings want to descend into earthly existence, and they must be received. There will be upheaval after upheaval, and ultimately earthly existence would descend into social chaos if these beings were to descend and human existence were merely opposition to their descent. After all, these beings desire nothing more than to serve as outposts for what will happen to earthly existence when the Moon reunites with the Earth.

[ 16 ] Sehen Sie, heute kann es den Menschen verhältnismäßig noch harmlos erscheinen, wenn sie nur diejenigen Gedanken ausdenken, automatische, leblose Gedanken, welche entstehen, wenn man erfaßt die mineralische Welt und das Mineral an Pflanzen, das Mineral an Tieren, das Mineral am Menschen. Ich möchte sagen, an diesen Gedanken, an denen laben sich heute die Menschen, mit denen fühlen sie sich als Materialisten wohl, denn nur sie werden heute gedacht. Aber bedenken Sie einmal, die Menschen dächten so fort, die Menschen würden wirklich nichts anderes ausbilden als solche Gedanken, bis zu dem Zeitpunkte, wo im 8. Jahrtausend das Mondendasein wiederum sich mit dem Erdendasein vereinigt, was würde dann entstehen? Ja, die Wesenheiten, von denen ich gesprochen habe, sie werden nach und nach auf die Erde herunterkommen, Vulkanwesenheiten, vulkanische Übermenschen, Venus-Übermenschen, Merkur-Übermenschen, Sonnen-Übermenschen und so weiter werden sich mit dem Erdendasein vereinigen. Aber wenn die Menschen fortfahren, ihnen bloß Opposition zu machen, so wird das Erdendasein in ein Chaos im Laufe der nächsten Jahrtausende übergehen. Die Erdenmenschen werden ihren Intellekt ja weiter automatisch entwickeln können; der kann sich auch innerhalb der Barbarei entwickeln; aber das Vollmenschentum wird nicht hineingezogen sein in diesen Intellekt, und die Menschen werden keine Beziehung haben zu denjenigen Wesenheiten, die sich ihnen hinunterneigen wollen ins Erdendasein herein. Und alle diejenigen Wesen, welche nun vom Menschen unrichtig gedacht werden, die Wesen, welche unrichtig gedacht werden aus dem Grunde, weil der bloße schattenhafte Intellekt nur das Mineralische, ich möchte sagen das grob Materielle im Mineralreich, im Pflanzen-, im Tierreich und sogar im Menschenreich denkt, diese Gedanken der Menschen, die keine Wirklichkeit haben, die bekommen mit einem Schlage Wirklichkeit, wenn der Mond sich mit der Erde vereinigt. Und aus der Erde wird aufsprießen ein furchtbares Gezücht von Wesenheiten, die in ihrem Charakter zwischen dem Mineralreich und dem Pflanzenreich drinnenstehen als automatenartige Wesen mit einem überreichlichen Verstande, mit einem intensiven Verstande. Mit dieser Bewegung, die über der Erde Platz greifen wird, wird die Erde überzogen werden wie mit einem Netz, einem Gewebe von furchtbaren Spinnen, Spinnen von einer riesigen Weisheit, die aber in ihrer Organisation nicht einmal bis zum Pflanzendasein heraufreichen, furchtbare Spinnen, die sich ineinander verstricken werden, die in ihren äußeren Bewegungen alles das imitieren werden, was die Menschen ausdachten mit dem schattenhaften Intellekt, der sich nicht anregen ließ von demjenigen, was durch eine neue Imagination, was überhaupt durch Geisteswissenschaft kommen soll. All dasjenige, was die Menschen an solchen Gedanken denken, die irreal sind, das wird wesenhaft. Die Erde wird überzogen sein, wie sie jetzt mit einer Luftschicht überzogen ist, wie sie sich manchmal mit Heuschreckenschwärmen überzieht, mit furchtbaren mineralisch-pflanzlichen Spinnen, die sehr verständig, aber furchtbar bösartig sich ineinanderspinnen. Und der Mensch wird, insoweit er nicht seine schattenhaften intellektuellen ..Begriffe belebt hat, statt sein Wesen mit den Wesen, die heruntersteigen wollen seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, zu vereinigen, er wird sein Wesen mit diesen furchtbaren mineralisch-pflanzlichen Spinnengetieren vereinigen müssen. Er wird selber zusammenleben mit diesen Spinnentieren, und er wird sein weiteres Fortschreiten im Weltendasein suchen müssen in derjenigen Entwickelung, die dann annimmt dieses Spinnengetier.

[ 16 ] You see, today it may still seem relatively harmless to people when they merely entertain those thoughts—automatic, lifeless thoughts—that arise when one perceives the mineral world and the mineral aspect of plants, the mineral aspect of animals, and the mineral aspect of human beings. I would say that people today take comfort in these thoughts; they feel at ease with them as materialists, for they are the only thoughts being entertained today. But just consider: if people were to continue thinking this way—if they were to develop nothing but such thoughts—until the point in the 8th millennium when lunar existence once again unites with earthly existence, what would then come into being? Yes, the beings I have spoken of will gradually descend to Earth; volcanic beings, volcanic superhumans, Venusian superhumans, Mercurian superhumans, solar superhumans, and so on will unite with earthly existence. But if humans continue to merely oppose them, earthly existence will descend into chaos over the course of the next millennia. Earth humans will, of course, be able to continue developing their intellect automatically; it can develop even within barbarism; but full humanity will not be drawn into this intellect, and humans will have no connection to those beings who wish to descend into earthly existence. And all those beings who are now misconceived by human beings—the beings who are misconceived because the mere shadow-like intellect conceives only the mineral, I might say the grossly material, in the mineral, plant, and animal kingdoms, and even in the human kingdom—these human thoughts, which have no reality, will suddenly become reality when the Moon unites with the Earth. And from the Earth will spring forth a dreadful brood of beings whose nature lies between the mineral and plant kingdoms—automata-like beings endowed with an abundant intellect, with an intense intellect. With this movement, which will take hold over the Earth, the Earth will be covered as if by a net, a web spun by dreadful spiders, spiders of immense wisdom, yet whose organization does not even reach the level of plant life—terrifying spiders that will become entangled with one another, whose outward movements will imitate everything that human beings have conceived with a shadowy intellect that has not been inspired by what is to come through a new imagination, or indeed through spiritual science at all. Everything that people think in terms of such unreal thoughts will become a reality. The Earth will be covered—just as it is now covered by a layer of air, just as it is sometimes covered by swarms of locusts—with terrifying mineral-plant spiders that, though very intelligent, will weave themselves together in a terribly malicious manner. And the human being, insofar as he has not enlivened his shadowy intellectual … concepts, instead of uniting his being with the beings who have been seeking to descend since the last third of the 19th century, will have to unite his being with these terrible mineral-vegetative spider-like creatures. He will live alongside these spider-like creatures himself, and he will have to seek his further progress in worldly existence within the very development that this spider-like creature then undergoes.

[ 17 ] Sehen Sie, das ist dasjenige, was durchaus in der Realität der Erdenmenschheitsentwickelung liegt, und was von einer großen Anzahl derjenigen Menschen, die die Menschheit zurückhalten von der Aufnahme geisteswissenschaftlicher Erkenntnisse, heute durchaus gewußt wird. Denn es gibt auch solche, welche durchaus die bewußten Verbündeten des Verspinntwerdens des Erdenmenschendaseins sind. Man muß sich heute nicht mehr abschrecken lassen von Schilderungen dieser Art. Denn Schilderungen dieser Art, sie stecken hinter dem, was viele Menschen heute noch sagen, die aus alten Traditionen heraus noch irgendein Bewußtsein von solchen Dingen haben, die die alten Überlieferungen haben, und die diese alten Überlieferungen mit einem gewissen Schleier des Geheimnisses umgeben möchten. Unsere Erdenmenschheitsentwickelung ist nicht so, daß sie weiterhin mit dem Schleier des Geheimnisses überzogen werden darf; und wenn die Widerstände noch so groß sind von feindlicher Seite, die Dinge müssen gesagt werden, denn es ist, wie ich immer wieder und wiederum sage, ein Ernstes, was als Angelegenheit der Menschheit vorgelegt ist in der Annahme oder in der Ablehnung der geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse. Da hat man es nicht mit irgend etwas zu tun, aus dem heraus Entschlüsse gefaßt werden könnten, die nur mit einer gleichgültigen Sympathie oder Antipathie zusammenhängen könnten, sondern da hat man es mit etwas zu tun, was durchaus eingreift in das ganze Gefüge des Kosmos, da hat man es damit zu tun, ob die Menschheit sich entschließen will in der gegenwärtigen Zeit, allmählich hineinzuwachsen in dasjenige, was ihr gute Geister, die sich mit den Menschen verbinden wollen, aus dem Weltenall heruntertragen, oder aber ob die Menschheit in dem Spinnengezücht der eigenen, bloß schattenhaften Gedanken, im Verstricktwerden, das weitere kosmische Dasein suchen will. Es genügt heute nicht, daß man bloß in abstrakten Formeln die Notwendigkeit geisteswissenschaftlicher Erkenntnisse hinzeichnet, sondern es ist heute notwendig, daß man zeigt, wie Gedanken Wirklichkeiten werden. Das ist dasjenige, was so schrecklich ist bei allen abstrakten Theosophen, die auftreten, daß sie solche Abstraktionen hinstellen vor die Menschen, wie: Gedanken werden später Wirklichkeiten —, aber es ihnen nicht einfällt, die volle Tragweite, die konkrete Tragweite der Sache hinzustellen. Und diese konkrete Tragweite der Sache ist diese, daß die intellektuellen, schattenhaften Gedanken, die von den Menschen heute innerlich gesponnen werden, daß die einstmals als ein Spinnengewebe die Erde überziehen werden, und daß die Menschen verstrickt werden in dieses Spinnengewebe, wenn sie sich nicht erheben wollen von diesen schattenhaften Gedanken.

[ 17 ] You see, this is precisely what lies at the heart of the reality of humanity’s development on Earth, and it is something that is well known today by a large number of those who are holding humanity back from embracing spiritual scientific insights. For there are also those who are, in fact, the conscious allies of the process of entangling human existence on Earth. One must no longer allow oneself to be deterred by descriptions of this kind today. For descriptions of this kind lie behind what many people still say today—those who, out of old traditions, still retain some awareness of such things, who hold to the old traditions, and who wish to shroud these old traditions in a certain veil of mystery. The development of humanity on Earth is not such that it may continue to be shrouded in mystery; and no matter how great the resistance from hostile quarters may be, these things must be said, for—as I have said time and again—what is at stake for humanity in the acceptance or rejection of spiritual scientific insights is a matter of the utmost seriousness. We are not dealing here with something from which decisions could be made based solely on indifferent sympathy or antipathy, but rather with something that profoundly affects the entire fabric of the cosmos; we are dealing with whether humanity wishes to resolve, in the present time, to gradually grow into that which benevolent spirits—who wish to connect with human beings—bring down from the cosmos, or whether humanity, entangled in the web of its own mere shadow-like thoughts, seeks its future cosmic existence in that entanglement. It is not enough today merely to outline the necessity of spiritual-scientific insights in abstract formulas; rather, it is necessary today to show how thoughts become realities. This is what is so terrible about all the abstract theosophists who appear on the scene: they present such abstractions to people—such as “thoughts will later become realities”—but it does not occur to them to present the full scope, the concrete scope, of the matter. And this concrete significance of the matter is this: that the intellectual, shadowy thoughts which people spin within themselves today will one day cover the earth like a spider’s web, and that people will become entangled in this spider’s web if they do not wish to rise above these shadowy thoughts.

[ 18 ] Und der Weg des Erhebens, meine lieben Freunde, er ist einmal vorgezeichnet. Wir müssen durchaus solche Dinge tief ernst nehmen wie den Gedanken, mit dem ich meine Farbenvorträge geschlossen habe letzten Sonntag, wo ich gesagt habe, es handelt sich darum, daß die Erkenntnis der Farbe herausgeholt werde aus der abstrakten Physik, daß wirklich die Erkenntnis der Farbe heraufgeholt werde in ein Gebiet, wo durchaus zusammenwirkt die Phantasie, die Empfindung des Künstlers, der das Farbenwesen begreift, und ein geistigwissenschaftliches Hineinschauen in die Welt. Wir haben gesehen, wie die Farbenwesen und das Farbenwesen ergriffen werden können, wie man heraufheben kann dasjenige, was die Physik hinunterstürzt ins Ahrimanische mit ihren schrecklichen Zeichnungen, wie das Künstlerische heraufgehoben wird, so daß tatsächlich eine Farbenlehre begründet werden kann, die allerdings weit weg liegt von den Denkgewohnheiten der heutigen Wissenschaft, die aber durchaus eine Grundlage sein kann für das künstlerische Schaffen, wenn der Mensch sich damit durchdringt. Solche Gedanken müssen durchaus ernst genommen werden.

[ 18 ] And the path to elevation, my dear friends, has already been laid out. We must take such things very seriously—such as the thought with which I concluded my lectures on color last Sunday, when I said, the point is that the understanding of color must be extracted from abstract physics, that the understanding of color must truly be raised to a realm where the imagination, the sensibility of the artist who comprehends the nature of color, and a spiritual-scientific insight into the world all interact. We have seen how the beings of color and the nature of color can be grasped, how one can lift up that which physics plunges into the Ahrimanic realm with its terrible diagrams, and how the artistic is lifted up, so that a theory of color can indeed be established—one that is, admittedly, far removed from the habits of thought in modern science, but which can certainly serve as a foundation for artistic creation if a person allows it to permeate their being. Such thoughts must certainly be taken seriously.

[ 19 ] Und ein anderer Gedanke muß ernst genommen werden. Was erleben wit heute in der ganzen zivilisierten Welt? Unsere jungen Leute werden in die Kliniken und an die naturwissenschaftlichen Fakultäten geschickt; da wird ihnen der Mensch erklärt. Sie lernen das menschliche Knochensystem und den Menschen überhaupt in seiner Organisation durch die Leiche kennen. Sie lernen den menschlichen Organismus in abstrakten Gedanken logisch aufbauen.

[ 19 ] And there is another idea that must be taken seriously. What are we witnessing today throughout the civilized world? Our young people are sent to medical schools and science departments, where they are taught about the human being. They learn about the human skeletal system and the human body’s overall structure through cadavers. They learn to construct a logical model of the human organism through abstract thought.

[ 20 ] Aber, meine lieben Freunde, so lernt man den Menschen nicht kennen, so lernt man nur das Mineralische am Menschen kennen. Einzig und allein lernt man am Menschen kennen durch diese Wissenschaft, was eine Bedeutung hat vom Mondenaustritt bis zur Mondenzurückkunft, und was sich verwandelt in Spinnenwesen, aus Spinnengedanken der Gegenwart. Vorbereitet muß werden eine Erkenntnis, welche den Menschen anders erfaßt, und die kann nur vorbereitet werden, wenn Wissenschaft heraufgehoben wird in künstlerisches Anschauen, wenn man einmal gesteht: Ja, bis zu einem gewissen Punkte kann die Wissenschaft, wie sie heute gemeint ist, kommen: bis zu dem Mineralischen im Mineralteiche, im Pflanzenreich, im Tierreiche, im Menschenreiche. Aber schon im Pflanzenreich muß die Wissenschaft sich umwandeln in Kunst, noch mehr im Tierreiche. Eine Tierform so begreifen wollen, so verstehen wollen, wie es die Anatomen oder Physiologen tun — Unsinn! Und ehe man nicht sich gesteht, daß dieses Unsinn ist, eher kann der schattenhafte Verstand sich nicht in lebendiges Geist-Erfassen der Welt umwandeln. Es muß dasjenige, was heute in einer so trostlos abstrakten Form unseren jungen Leuten gelehrt wird, wenn sie an die Universitäten kommen, überall auslaufen in künstlerisches Erfassen. Denn dasjenige was uns als Natur umgibt, schafft künstlerisch. Und ehe man nicht verstehen wird, daß dasjenige, was uns in der Natur rings umgibt, künstlerisches Schaffen ist und nur mit künstlerischen Begriffen erfaßt werden kann, kann kein Heil in unsere Weltanschauung hineinkommen. Die Vorstellung sollte Platz greifen, daß die Folterkammern in den mittelalterlichen Schlössern, wo man die Leute in die «eiserne Jungfrau» hineingetan und sie dann mit Spießen durchdrungen hat, nur an eine physisch etwas anschaulichere Prozedur erinnern, die aber dieselbe Prozedur ist, die man vollzieht, wenn man dem jungen Menschen unserer Zeit Anatomie und Physiologie vorführt und dabei sagt, damit verstünde er etwas vom Wesen des Menschen. Nein, nichts versteht er, als etwas, was dutch ein geistig-seelisches Folterelement erzeugt worden ist: Den zerfleischten Menschen, den mineralisierten Menschen versteht er, dasjenige vom Menschen, das einstmals in den Spinnenüberzug der Erde hineinverwoben sein wird.

[ 20 ] But, my dear friends, that is not how one comes to know human beings; that is how one comes to know only the mineral aspect of human beings. Through this science, one comes to know—and this alone—what has significance from the moon’s departure to its return, and what is transformed into spider-like beings from the spider-like thoughts of the present. We must prepare for a form of knowledge that grasps human beings differently, and this can only be prepared if science is elevated to an artistic perspective, once we admit: Yes, science, as it is understood today, can go only so far—to the mineral aspect in the mineral kingdom, in the plant kingdom, in the animal kingdom, and in the human kingdom. But even in the plant kingdom, science must transform itself into art, and even more so in the animal kingdom. To want to grasp an animal form, to want to understand it, in the way that anatomists or physiologists do—nonsense! And until one admits to oneself that this is nonsense, the shadowy intellect cannot transform itself into a living, spiritual grasp of the world. What is taught today to our young people in such a bleakly abstract form when they enter universities must, everywhere, give way to artistic perception. For what surrounds us as nature creates artistically. And until we understand that what surrounds us in nature is artistic creation and can be grasped only through artistic concepts, no salvation can enter our worldview. The idea should take hold that the torture chambers in medieval castles, where people were placed in the “Iron Maiden” and then pierced them with spikes, are merely a somewhat more vivid physical representation of the very same procedure that is carried out when we demonstrate anatomy and physiology to the young people of our time, telling them that this will help them understand something of the nature of the human being. No, they understand nothing except what has been produced by an element of mental and spiritual torture: they understand the dismembered human being, the mineralized human being—that aspect of humanity which will one day be woven into the spider’s web of the earth.

[ 21 ] Ist es nicht hart, daß die Macht der Zivilisation heute bei denjenigen ist, welche die wahrsten Gedanken, dasjenige, was im Innersten und Intimsten zusammenhängt mit dem Heile der Menschheitsentwickelung, mit der ganzen Mission der Menschheitsentwickelung in der Welt, anschauen wie etwas, was eine Narretei ist! Es ist tragisch, und man muß sich diese Tragödie vor Augen stellen. Denn nur wenn man sich diese Tragödie ganz anschaulich vor das Seelenauge stellt, wird man vielleicht sich aufraffen zu einem wirklichen Entschluß, so viel man kann, an diesem Platze einzutreten dafür, daß der schattenhaft gewordene Intellekt die Möglichkeit finde, die aus dem Überirdischen hereintretende Geisteswelt hereinzulassen, so daß dieser schattenhafte Intellekt für dasjenige geeignet gemacht wird, in das er eintreten soll. Dieser schattenhafte Intellekt soll ja nicht zurückgestoßen werden ins Unterpflanzliche, in das Spinnengezücht, das sich über die Erde verbreitet, sondern es soll der Mensch hinaufgehoben werden, wenn einstmals die Frauen nicht mehr fruchtbar sein werden, wenn das 8. Jahrtausend eingetreten sein wird, wenn der Mond sich wieder mit der Erde vereinigen wird. Es soll dann zurückbleiben das Irdische, das der Mensch nur von außen zu dirigieren hat wie den Fußschemel, dasjenige, was er nicht in das kosmische Dasein mit hinüberzunehmen hat. Es soll der Mensch sich vorbereiten, daß er nicht eins zu werden braucht mit dem, was sich einst auf diese Weise auf der Erdoberfläche entwickeln muß. Denn so wie der Mensch hereingezogen ist aus vorirdischem Dasein in dieses irdische Dasein, wie mit dem Mondenaustritt die physische Geburt, das Geborenwerden des Menschen vom Weibe eingetreten ist, so wird wiederum eintreten dasjenige, was ein nicht mehr Geborenwerden des Menschen durch das Weib ist, denn das ist nur eine vorübergehende Episode in der ganzen kosmischen Entwickelung; das ist diejenige Episode, die dem Menschen das Freiheitsgefühl, das Freiheitsbewußtsein, die Geschlossenheit der Individualität und Persönlichkeit bringen soll, eine Episode, die nicht verachtet werden darf, eine Episode, die notwendig war im ganzen kosmischen Fortgang, aber es ist etwas, was nicht festgehalten werden darf. Und der Mensch darf nicht sich der Bequemlichkeit hingeben, auf ein bloß abstraktes Göttliches hinzuschauen, sondern er muß in Konkretheit schauen dasjenige, was mit seiner Entwickelung zusammenhängt. Er kann nur dadurch zu einer wirklichen inneren Belebung seines ganzen Geist-Seelenwesens kommen, daß er diesen großen Zeitraum, aber in seiner konkreten Entwickelungsgestaltung, erfaßt, durch den er in seine aufeinanderfolgenden Erdenleben übergeht.

[ 21 ] Isn’t it harsh that the power of civilization today lies with those who regard the truest thoughts—that which is most deeply and intimately connected with the well-being of human development, with the entire mission of human development in the world—as nothing but folly! It is tragic, and we must bring this tragedy before our eyes. For only when we vividly picture this tragedy before the eye of the soul will we perhaps summon the resolve to to do as much as one can in this place to ensure that the intellect, which has become shadowy, finds the possibility of letting in the spiritual world entering from the super-earthly, so that this shadowy intellect may be made fit for that into which it is to enter. This shadowy intellect is not, after all, to be cast back into the subplant realm, into the spider-like brood that spreads across the earth; rather, humanity is to be lifted up when, one day, women will no longer be fertile, when the 8th millennium has dawned, when the moon will once again unite with the earth. What will then remain behind is the earthly realm, which humanity need only direct from the outside—like a footstool—that which it need not carry over into cosmic existence. Humanity must prepare itself so that it need not become one with what must one day develop in this way on the Earth’s surface. For just as humanity was drawn from pre-earthly existence into this earthly existence—just as the physical birth, the birth of a human being from a woman, occurred with the moon’s departure—so too will there come a time when humanity will no longer be born through a woman, for this is only a temporary episode in the entire course of cosmic development; it is the episode that is meant to bring humanity the sense of freedom, the consciousness of freedom, and the integrity of individuality and personality—an episode that must not be disregarded, an episode that was necessary in the entire course of cosmic progress, but it is something that must not be clung to. And human beings must not succumb to the convenience of looking toward a merely abstract Divine, but must look concretely at that which is connected to their own development. Only by grasping this great period of time—but in its concrete form of development—through which he passes into his successive earthly lives can he achieve a true inner revitalization of his entire spirit-soul being.

[ 22 ] Das ist dasjenige, was uns heute wirkliche Geisteswissenschaft sagt. Es stoßen eben die Dinge zusammen. Es droht heute der Wille, ausgestoßen zu werden von der Geistigkeit, mit dem Spinnennetz der Erde vereinigt zu werden; dieser Wille lebt bewußt in einzelnen Menschen, weil diese glauben, ihre Rechnung dabei zu finden, wenn sie selber sich nur geistig erziehen und die anderen in Unwissenheit lassen. Bei den meisten aber ist die Sache so, daß sie unwissend dahinleben, daß sie im Grunde genommen ja nicht ahnen, welchem furchtbaren Erdenschicksale sie entgegengehen, indem sie sich verbinden mit demjenigen, was eine ältere Geisteswissenschaft die sechzehn Wege des menschlichen Verderbens nannte. Denn, meine lieben Freunde, so wie es mannigfaltige Wege gibt, sich mit dem schattenhaften Verstande zu wenden an dasjenige, was als Kunde, als Botschaft von der geistigen Welt kommen kann, so gibt es natürlich Variationen, Varianten des schattenhaften Verstandes, um sich mit dem Spinnenkrustenwesen, das in der Zukunft die Erde umspinnen wird, zu verbinden durch diese Verstandestätigkeit. Der Verstand wird dann objektiv walten in den verschiedenen Gliedmaßen, welche dieses Spinnengetier haben wird, die sich ineinanderweben werden, die sich umschlingen werden, und die in diesem Umschlingen, in diesen gegenseitigen merkurstabartigen Umschlingungen die wunderbarsten, klügsten, geistreichsten — im Sinne des heutigen Wortes geistreich — Gestaltungen hervorrufen werden. Aber dadurch, daß der Mensch wiederum dazu kommt, das Künstlerische von innen heraus zu verstehen, wird er ein Verständnis entgegenbringen können demjenigen, was übermineralisch ist, demjenigen, was in der Gestaltung der Pflanze sich auslebt.

[ 22 ] This is what true spiritual science tells us today. Things are simply colliding. Today, there is a threat that the will to be cast out of the spiritual realm will become entangled in the Earth’s web; this will lives consciously within certain individuals because they believe they will benefit from it if they educate themselves spiritually while leaving others in ignorance. For most, however, the situation is such that they live on in ignorance; they have, in fact, no inkling of the terrible earthly fates they are heading toward by connecting with what an earlier spiritual science called the sixteen paths of human ruin. For, my dear friends, just as there are manifold ways to turn one’s shadow-like intellect toward that which may come as news or a message from the spiritual world, so too are there naturally variations—different forms of the shadow-like intellect—for connecting with the spider-like being that will envelop the Earth in the future through this intellectual activity. The intellect will then function objectively within the various limbs that this spider-like creature will possess—limbs that will weave themselves together, that will entwine one another, and that, in this entwining, in these mutual, mercury-rod-like entanglements, will give rise to the most wondrous, cleverest, and most ingenious—in the modern sense of the word “ingenious”—forms. But by coming to understand the artistic from within once again, human beings will be able to develop an understanding of that which is super-mineral, of that which finds its expression in the form of the plant.

[ 23 ] Sehen Sie einmal, wie es symptomatisch ist im Werdegang der Menschheit, daß Goethe die Metamorphosenlehre gefunden hat, er, der künstlerisch veranlagt war. Alle die Pedanten, die ringsherum waren, haben ja das für einen Dilettantismus angesehen, und die Pedanten sehen es heute noch für einen Dilettantismus an. In Goethe aber hat sich verbunden die künstlerische Anschauung der Welt, überhaupt der klare Sinn, auch mit demjenigen Anschauen, das in der Natur schon selber die Natur als Künstlerisches sieht. Er war noch nicht so weit, das Tierische weiter als nur in der Gestaltung der Wirbelknochen, der Schädelknochen gerade noch sehen zu können. Jene wunderbare Umgestaltung eines vorigen Daseins des Menschen, welche die übrige Körperlichkeit bildet zu der Hauptesgestalt, dieses wunderbare künstlerische Umgestalten der Längsknochen in die kugelförmigen Knochen, das ist dasjenige, was, wenn es wirklich durchschaut wird, erst abgibt ein wirkliches inneres Durchdringen des Unterschiedes der ganzen übrigen Menschengestalt vom Haupte. Das muß man haben, wenn man angliedern will plastisch das menschliche Haupt an den übrigen menschlichen Organismus.

[ 23 ] Just consider how symptomatic it is in the course of human history that Goethe—who had an artistic disposition—discovered the theory of metamorphosis. All the pedants around him regarded it as dilettantism, and pedants still regard it as dilettantism today. In Goethe, however, the artistic view of the world—indeed, clear perception in general—was combined with that way of seeing which perceives nature itself as artistic. He had not yet reached the point where he could perceive the animal aspect beyond the structure of the vertebrae and skull bones. That marvelous transformation of a previous human existence, which shapes the rest of the physical body into the form of the head—this marvelous artistic reshaping of the long bones into spherical bones—is what, when truly understood, first yields a genuine inner grasp of the distinction between the rest of the human form and the head. One must grasp this if one wishes to integrate the human head plastically into the rest of the human organism.

[ 24 ] Das ist aber zugleich als Kunst die wahre Wissenschaft, denn alle Wissenschaft, die sich nicht bis zu dieser Kunst erhebt, ist trügerische Wissenschaft, ist eine Wissenschaft, welche den Menschen ins kosmische Unglück stürzt. So daß wir in der Tat sehen, wie auf der einen Seite eine wirkliche Geisteswissenschaft hinweist zu einem künstlerischen Erfassen. Es lebte, ich möchte sagen hymnenartig, in Goethes Seele, als er schon etwa 1780 seinen Prosahymnus «Die Natur» hinschrieb: «Natur, wir sind von ihr umgeben und umschlungen...» Das ganze webt ein solches Vorstellungsgewebe, daß man sagen möchte, es ist wie die Entwickelung einer Sehnsucht, Geistwesen aus dem ganzen All aufzunehmen. Ja, die Fortbildung dieser Gedanken, die in diesem Goetheschen Prosahymnus «Die Natur» leben, die Fortbildung dieser Gedanken würde eine Stätte abgeben für diejenigen Wesenheiten, die aus dem außerirdischen Kosmos herunter möchten. Dasjenige aber, was ausgebildet worden ist im Laufe des 19. Jahrhunderts, diese furchtbaren Folterbegriffe von menschlicher Physiologie, Biologie, von Pflanzensystemen und so weiter, die im Grunde genommen nichts zu tun haben mit demjenigen, was wirkliches Pflanzenwesen ist, worauf wir wiederum hindeuten konnten bei unserer Farbenbetrachtung, alle diese unkünstlerischen Begriffe, sie sind dasjenige, was keine Erkenntnis geben kann, was nicht an den Menschen herandringen kann. Daher ist im wesentlichen dasjenige, was heute als Wissenschaft angesehen wird, ein Ahrimanprodukt, etwas, was den Menschen hineinführt in das irdische Verderben, was ihn nicht kommen läßt in diejenige Sphäre, die ihm, ich möchte sagen, entgegengetragen wird seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts von außerirdischen Wesenheiten.

[ 24 ] But this is, at the same time, true science as art, for any science that does not rise to the level of this art is a deceptive science—a science that plunges humanity into cosmic misfortune. Thus we see, in fact, how, on the one hand, a true spiritual science points toward an artistic grasp. It lived—I would say in a hymn-like way—in Goethe’s soul when, as early as about 1780, he wrote his prose hymn “Nature”: “Nature, we are surrounded and embraced by her...” The whole piece weaves such a tapestry of imagination that one might say it is like the unfolding of a longing to take in spiritual beings from the entire cosmos. Yes, the further development of these thoughts, which live in Goethe’s prose hymn “Nature”—the further development of these thoughts—would provide a place for those beings who wish to descend from the extraterrestrial cosmos. But what has been developed over the course of the 19th century—these dreadful, torturous concepts of human physiology, biology, plant taxonomy, and so on, which, when it comes down to it, have nothing to do with what a plant truly is—as we were able to point out again in our consideration of colors—all these inartistic concepts, are precisely what cannot provide insight, what cannot reach the human being. Therefore, what is essentially regarded as science today is a product of Ahriman, something that leads human beings into earthly ruin, something that prevents them from entering the sphere that has, I might say, been carried toward them since the last third of the 19th century by extraterrestrial beings.

[ 25 ] Geisteswissenschaft pflegen, meine lieben Freunde, ist nicht bloß irgend etwas Abstraktes, Geisteswissenschaft pflegen, heißt zugleich Tore aufmachen für außerirdische Einflüsse, die vom letzten Drittel des 19. Jahrhunderts an auf die Erde herein wollen. Es ist ein reales kosmisches Ereignis, Geisteswissenschaft pflegen; dessen sollen wir uns nur bewußt werden.

[ 25 ] The practice of spiritual science, my dear friends, is not merely something abstract; to practice spiritual science is at the same time to open the gates to extraterrestrial influences that have been seeking to enter the Earth since the last third of the 19th century. The practice of spiritual science is a real cosmic event; we need only become aware of this.

[ 26 ] So können wir sagen: wir überblicken den Zeitraum vom Mondenaustritt bis wiederum zu der Mondenzurückkunft. Dieser Mond, der uns das Sonnenlicht, wie wir sagen, reflektiert, hat also eigentlich eine tiefe Beziehung zu unserem Dasein. Er hat sich von der Erde getrennt, damit der Mensch auf der Erde frei werden kann. Aber der Mensch soll diese Zeit anwenden, um dem Monde nicht zu liefern das Material, das zusammengebunden werden kann mit dem Mondendasein innerhalb der Erde, wenn der Mond wiederum zurückgekehrt sein wird, in jenem neuen Naturreiche, von dem ich Ihnen jetzt einiges dargestellt habe in einer einigermaßen anschaulichen Form.

[ 26 ] So we can say: we are surveying the period from the Moon’s departure to its return. This Moon, which, as we say, reflects sunlight, is thus actually deeply connected to our existence. It separated itself from the Earth so that human beings on Earth could become free. But human beings should use this time to ensure that they do not provide the Moon with the material that can become bound up with the Moon’s existence within the Earth once the Moon has returned—in that new realm of nature, which I have now described to you in a somewhat vivid way.

[ 27 ] Man kann sagen, es tritt manchmal heute im Menschen schon irgendeine Vorahnung auf von dem, was da sein wird. Ich weiß nicht, mit welchem Sinne die Menschen dasjenige gelesen haben, was Nietzsche in seinem «Zarathustra» schildert in dem Kapitel über den häßlichsten Menschen im Tale des Todes. Es ist eine ergreifende tragische Schilderung. Nietzsche hat natürlich keine Anschauung gehabt von jenem Tal des Todes, in das das Erdendasein verwandelt werden wird, wenn dieses Spinnengezücht, von dem ich gesprochen habe, die Erde bedecken wird. Aber in derjenigen Zeit, in der die Phantasie in Nietzsche entstanden ist von diesem Tal des Todes, lebte eben unterbewußt in ihm durchaus etwas von diesem Zukunftsbilde, und er versetzte in dieses Tal des Todes dann den häßlichsten Menschen. Es ist das etwas wie eine Vorahnung, wie die Menschen einmal, wenn sie nur ihre schattenhaften Gedanken weiterpflegen werden, als häßlichste Gestalten mitgenommen werden von dem auf die Erde heruntersinkenden Mondendasein, um als häßlichste Menschen hineinzufallen in diesen Spinnenschwarm und mit ihm vereinigt zu werden.

[ 27 ] One might say that even today, people sometimes experience a certain foreboding of what is to come. I do not know with what mindset people have read what Nietzsche describes in his Thus Spoke Zarathustra in the chapter about the ugliest man in the Valley of Death. It is a moving, tragic description. Nietzsche, of course, had no conception of that Valley of Death into which earthly existence will be transformed when this spider-like brood, of which I have spoken, covers the earth. But at the very time when Nietzsche’s imagination conceived of this Valley of Death, something of this vision of the future was already living subconsciously within him, and he then placed the ugliest man in this Valley of Death. It is something like a premonition of how human beings, if they continue to nurture their shadowy thoughts, will one day be carried away as the ugliest figures by the lunar existence descending upon the earth, only to fall into this swarm of spiders as the ugliest of humans and be united with it.

[ 28 ] Was würde es denn nützen, diese Dinge heute geheim zu halten, was viele wollen? Es würde heißen, den Menschen Sand in die Augen streuen. Ein großer Teil desjenigen, was heute als Geistigkeit verbreitet wird, heißt ja im Grunde genommen nichts anderes, als den Menschen Sand in die Augen streuen. Man trifft zuweilen Menschen, welche es einsehen, was es heißt, den Menschen Sand in die Augen zu streuen, kein einziges historisches Ereignis so aufzufassen, wie es in Wirklichkeit ist. Wie viele Menschen sind denn heute, die wissen, daß sich in unseren Tagen Ereignisse von fundamentaler Bedeutung zutragen. Ich habe auf solche Dinge schon aufmerksam gemacht. Wie viele Menschen wollen eingehen auf solche Dinge? Die Menschen möchten die Augen verschließen vor diesen Dingen, möchten sagen: Nun, die Dinge haben doch nicht diese Bedeutung. Aber die Zeichen sind eben durchaus da, und die Zeichen sollten von den Menschen verstanden werden.

[ 28 ] What good would it do to keep these things secret today, as many wish to do? It would amount to pulling the wool over people’s eyes. Much of what is promoted today as spirituality is, after all, nothing more than pulling the wool over people’s eyes. One sometimes meets people who understand what it means to pull the wool over people’s eyes—to fail to perceive a single historical event as it really is. How many people today, after all, know that events of fundamental significance are taking place in our time? I have already drawn attention to such matters. How many people are willing to engage with them? People would rather close their eyes to these things, saying, “Well, these things aren’t really that significant.” But the signs are definitely there, and people should understand them.

[ 29 ] Das ist dasjenige, meine lieben Freunde, was ich noch habe hinzufügen wollen zu meinen Betrachtungen über die Farbenwelt und über den Zusammenhang des Menschen mit dem außerirdischen Kosmos. Wir werden solche Betrachtungen in der Zukunft fortsetzen.

[ 29 ] That, my dear friends, is what I wanted to add to my reflections on the world of colors and on humanity’s connection to the extraterrestrial cosmos. We will continue these reflections in the future.