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Human-Becoming, World-Soul and World-Spirit I
Human Beings as Physical and Spiritual Entities
in Their Relationship to the World
GA 205

9 July 1921, Dornach

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Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist I
  1. Human-Becoming, World-Soul and World-Spirit I, tr. SOL

Neunter Vortrag

Neunter Vortrag

[ 1 ] Den Menschen in das Weltenall erkenntnismäßig hineinzustellen, das war ja in den letzten Wochen die Aufgabe, die hier gestellt worden ist in diesen Betrachtungen. Nun hatte ich gestern versucht anzudeuten, wie der Mensch auf der einen Seite hineingestellt ist in die kosmische Gedankenwelt, aus der er auch herausgebildet ist seiner ganzen Organisation nach, so daß der Mensch auf der einen Seite, indem er hinblickt auf dasjenige, was in seiner sinnlichen Anschauung, seiner gewöhnlichen Erfahrung von ihm selbst nicht erfaßt wird für das gewöhnliche Bewußtsein, in bezug auf diese seine Organisation sich als dem Kosmos angehörig zu denken hat und nur sich gewissermaßen als dem eigenen Selbst angehörig zu denken hat in bezug auf das gewöhnliche Vorstellungsleben, das, wie ich gezeigt habe, sich hineinstellt auf der einen Seite zwischen das kosmische Denken und jenes Denken, von dem ich gesagt habe, daß es bemerkt werden kann als ein Unterstrom des gewöhnlichen Bewußtseins. Dieses letztere würde nun auch zu dem gehören, was der Mensch gewissermaßen als seinem eigenen Selbst angehörig zu betrachten hat. Damit haben wir gestern versucht, einiges Licht zu werfen auf den Menschen, insofern er ein Gedankenerlebnis hat, oder in die Gedankenwelt hineingestellt ist.

[ 1 ] Den Menschen in das Weltenall erkenntnismäßig hineinzustellen, das war ja in den letzten Wochen die Aufgabe, die hier gestellt worden ist in diesen Betrachtungen. Nun hatte ich gestern versucht anzudeuten, wie der Mensch auf der einen Seite hineingestellt ist in die kosmische Gedankenwelt, aus der er auch herausgebildet ist seiner ganzen Organisation nach, so daß der Mensch auf der einen Seite, indem er hinblickt auf dasjenige, was in seiner sinnlichen Anschauung, seiner gewöhnlichen Erfahrung von ihm selbst nicht erfaßt wird für das gewöhnliche Bewußtsein, in bezug auf diese seine Organisation sich als dem Kosmos angehörig zu denken hat und nur sich gewissermaßen als dem eigenen Selbst angehörig zu denken hat in bezug auf das gewöhnliche Vorstellungsleben, das, wie ich gezeigt habe, sich hineinstellt auf der einen Seite zwischen das kosmische Denken und jenes Denken, von dem ich gesagt habe, daß es bemerkt werden kann als ein Unterstrom des gewöhnlichen Bewußtseins. Dieses letztere würde nun auch zu dem gehören, was der Mensch gewissermaßen als seinem eigenen Selbst angehörig zu betrachten hat. Damit haben wir gestern versucht, einiges Licht zu werfen auf den Menschen, insofern er ein Gedankenerlebnis hat, oder in die Gedankenwelt hineingestellt ist.

[ 2 ] Je mehr man sich aufschwingt zu dieser Anschauung, desto mehr wird man lernen, den Menschen hineinzustellen in alles Weltenwerden, in alles das, was ihn erscheinen läßt als ein Stück des kosmischen Werdens. Und wenn man so aufmerksam wird auf jenes Stück des Menschen, das sich nun aus dem gewöhnlichen Gedankenerleben und aus der Unterströmung, die ich gestern charakterisiert habe, zusammensetzt, dann gerade wird man auch begreifen, wie der Mensch durch den Besitz dieses gewissermaßen aus dem Kosmos herausgestellten Stückes eine freie, auf sich gestellte Wesenheit ist.

[ 2 ] Je mehr man sich aufschwingt zu dieser Anschauung, desto mehr wird man lernen, den Menschen hineinzustellen in alles Weltenwerden, in alles das, was ihn erscheinen läßt als ein Stück des kosmischen Werdens. Und wenn man so aufmerksam wird auf jenes Stück des Menschen, das sich nun aus dem gewöhnlichen Gedankenerleben und aus der Unterströmung, die ich gestern charakterisiert habe, zusammensetzt, dann gerade wird man auch begreifen, wie der Mensch durch den Besitz dieses gewissermaßen aus dem Kosmos herausgestellten Stückes eine freie, auf sich gestellte Wesenheit ist.

[ 3 ] Diese Betrachtung des Menschen kann man noch weitertreiben, und wir wollen heute einmal versuchen, den Menschen hineinzustellen in den Zusammenhang der übrigen Naturreiche. Da brauche ich ja nur darauf aufmerksam zu machen, daß ich schon öfter gesagt habe, wie unrichtig es ist, bloß im Sinne der heutigen Anatomie und Physiologie das Verhältnis des Menschen, sagen wir zum tierischen Reiche zu betrachten. Gewiß, wenn man den Menschen zunächst seiner Gesamtform nach betrachtet, wie sich diese Gesamtform zusammensetzt aus den einzelnen Organen, dann wird man bemerken, daß der Mensch ungefähr dieselbe Zahl von Knochen, von Muskeln und so weiter hat wie die höheren Tiere, daß diese Organe oder Organsysteme umgestaltet, metamorphosiert sind. Man wird den Menschen anschließen können an die Tierreihe. Etwas ganz anderes aber ergibt sich — und ich habe ja das oft auseinandergesetzt —, wenn man das ins Auge faßt, was den Menschen in einer ganz besonderen Weise hineinstellt in den Kosmos. Da muß bemerkt werden: Des Tieres Rückensäule, die Rückgratsäule, liegt im wesentlichen horizontal, parallel der Erdoberfläche; des Menschen Rückgratsäule steht senkrecht auf der Erdoberfläche. Wenn man nun nicht der Meinung ist, daß alles auf dem Grobmateriellen beruht, sondern wenn man sich durchringt zu der Anschauung, daß dasjenige, was ist, in seiner Wesenheit auf dem ganzen Hineingestelltsein in ein zusammenhängendes Weltensystem beruht, dann wird man schon dieser besonderen Lage des menschlichen Rückgrats eine entsprechende Bedeutung beimessen. Dadurch ist ja auch das Haupt des Menschen in eine ganz andere Lage zu der gesamten Organisation gebracht. Und wenn man sich nur einmal aufgeschwungen hat zu der Anschauung: Der Kosmos ist durchwirkt und durchwebt von Gedanken —, dann wird man, insoferne der Kosmos als räumlich zu gelten hat, in den Gedankenströmungen, die durch den Kosmos gehen, ein Wesentliches sehen, und man wird bemerken können, daß es nicht einerlei ist, ob diejenige Strömung, die beim Menschen längs des Rückgrates geht, sich hineinstellt in die radiale Richtung der Erde, oder ob sie wie beim Tiere parallel läuft mit der Oberfläche der Erde.

[ 3 ] Diese Betrachtung des Menschen kann man noch weitertreiben, und wir wollen heute einmal versuchen, den Menschen hineinzustellen in den Zusammenhang der übrigen Naturreiche. Da brauche ich ja nur darauf aufmerksam zu machen, daß ich schon öfter gesagt habe, wie unrichtig es ist, bloß im Sinne der heutigen Anatomie und Physiologie das Verhältnis des Menschen, sagen wir zum tierischen Reiche zu betrachten. Gewiß, wenn man den Menschen zunächst seiner Gesamtform nach betrachtet, wie sich diese Gesamtform zusammensetzt aus den einzelnen Organen, dann wird man bemerken, daß der Mensch ungefähr dieselbe Zahl von Knochen, von Muskeln und so weiter hat wie die höheren Tiere, daß diese Organe oder Organsysteme umgestaltet, metamorphosiert sind. Man wird den Menschen anschließen können an die Tierreihe. Etwas ganz anderes aber ergibt sich — und ich habe ja das oft auseinandergesetzt —, wenn man das ins Auge faßt, was den Menschen in einer ganz besonderen Weise hineinstellt in den Kosmos. Da muß bemerkt werden: Des Tieres Rückensäule, die Rückgratsäule, liegt im wesentlichen horizontal, parallel der Erdoberfläche; des Menschen Rückgratsäule steht senkrecht auf der Erdoberfläche. Wenn man nun nicht der Meinung ist, daß alles auf dem Grobmateriellen beruht, sondern wenn man sich durchringt zu der Anschauung, daß dasjenige, was ist, in seiner Wesenheit auf dem ganzen Hineingestelltsein in ein zusammenhängendes Weltensystem beruht, dann wird man schon dieser besonderen Lage des menschlichen Rückgrats eine entsprechende Bedeutung beimessen. Dadurch ist ja auch das Haupt des Menschen in eine ganz andere Lage zu der gesamten Organisation gebracht. Und wenn man sich nur einmal aufgeschwungen hat zu der Anschauung: Der Kosmos ist durchwirkt und durchwebt von Gedanken —, dann wird man, insoferne der Kosmos als räumlich zu gelten hat, in den Gedankenströmungen, die durch den Kosmos gehen, ein Wesentliches sehen, und man wird bemerken können, daß es nicht einerlei ist, ob diejenige Strömung, die beim Menschen längs des Rückgrates geht, sich hineinstellt in die radiale Richtung der Erde, oder ob sie wie beim Tiere parallel läuft mit der Oberfläche der Erde.

[ 4 ] Dieses Hineingestelltsein des Menschen in einer gewissen Weise in den Kosmos, das hat man dann anzuschauen mit Bezug auf die Gesamtorganisation, also auch für die einzelnen Organe. Jedes Organ und jedes Organsystem liegt ja im Verhältnis zum Kosmos beim Menschen anders als beim Tiere. Das wird nicht beeinträchtigt dadurch, daß etwa jemand sagt, beim Schlafen liege auch die Rückgratsäule des Menschen horizontal, denn es kommt nicht darauf an, wie die einzelne Lage zufällig ist, sondern es kommt darauf an, wie das ganze Wachstum veranlagt ist, wie gewissermaßen ein Organsystem eingesetzt ist in den ganzen Organismus. Und wenn man dies einmal ins Auge faßt, daß wir also da haben tierisches Rückgrat: parallel zur Erdoberfläche, menschliches Rückgrat: senkrecht zur Erdoberfläche, dann wird man auch andere Vorgänge, die im Menschen zu betrachten sind, erst in der rechten Weise zu würdigen verstehen. Und da lenke ich zunächst Ihre Aufmerksamkeit auf ein anderes seelisches System als dasjenige, das wir gestern betrachtet haben. Wir haben gestern das Gedankensystem betrachtet; wir wollen heute das Willenssystem betrachten.

[ 4 ] Dieses Hineingestelltsein des Menschen in einer gewissen Weise in den Kosmos, das hat man dann anzuschauen mit Bezug auf die Gesamtorganisation, also auch für die einzelnen Organe. Jedes Organ und jedes Organsystem liegt ja im Verhältnis zum Kosmos beim Menschen anders als beim Tiere. Das wird nicht beeinträchtigt dadurch, daß etwa jemand sagt, beim Schlafen liege auch die Rückgratsäule des Menschen horizontal, denn es kommt nicht darauf an, wie die einzelne Lage zufällig ist, sondern es kommt darauf an, wie das ganze Wachstum veranlagt ist, wie gewissermaßen ein Organsystem eingesetzt ist in den ganzen Organismus. Und wenn man dies einmal ins Auge faßt, daß wir also da haben tierisches Rückgrat: parallel zur Erdoberfläche, menschliches Rückgrat: senkrecht zur Erdoberfläche, dann wird man auch andere Vorgänge, die im Menschen zu betrachten sind, erst in der rechten Weise zu würdigen verstehen. Und da lenke ich zunächst Ihre Aufmerksamkeit auf ein anderes seelisches System als dasjenige, das wir gestern betrachtet haben. Wir haben gestern das Gedankensystem betrachtet; wir wollen heute das Willenssystem betrachten.

[ 5 ] Auch dieses Willenssystem, wir können es so betrachten, daß wir uns bewußt werden: Des Menschen Leben zerfällt in seiner Aufeinanderfolge rhythmisch in die Zustände des Schlafens und des Wachens. Im Wachen ist der Mensch ganz hingegeben seiner Leiblichkeit; im Schlaf ist das Ich und der astralische Leib außer der Leiblichkeit, sowohl der physischen wie der ätherischen Leiblichkeit. Wenn wir des Morgens aufwachen, sagte ich Ihnen gestern, bringen wir aus den Gedanken des Weltenalls höchstens eine leise Erinnerung mit. So daß wir uns bewußt werden können: In der ganzen Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen waren wir untergetaucht in einem wogenden Meer von Weltengedanken. Aber was wir uns mitbringen beim Aufwachen und was uns dann den ganzen Tag über bestimmt während des Wachens, das ist der Wille, das ist das Heraussteigen aus diesem nächtlichen, oder sagen wir, während unseres Schlafes unser Element bildenden Gedankenmeer des Kosmos. Wir tauchen mit dem Willen auf, der, wie ich Ihnen charakterisiert habe, Logik hineinbringt in unser inneres Seelenleben. Wir merken eventuell noch, indem wir aufwachen, in den Träumen, die sich herandrängen, wie unser Seelenleben wäre, wenn nicht dieser Wille, den wir uns mitbringen beim Aufwachen, logisch hineindringen würde.

[ 5 ] Auch dieses Willenssystem, wir können es so betrachten, daß wir uns bewußt werden: Des Menschen Leben zerfällt in seiner Aufeinanderfolge rhythmisch in die Zustände des Schlafens und des Wachens. Im Wachen ist der Mensch ganz hingegeben seiner Leiblichkeit; im Schlaf ist das Ich und der astralische Leib außer der Leiblichkeit, sowohl der physischen wie der ätherischen Leiblichkeit. Wenn wir des Morgens aufwachen, sagte ich Ihnen gestern, bringen wir aus den Gedanken des Weltenalls höchstens eine leise Erinnerung mit. So daß wir uns bewußt werden können: In der ganzen Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen waren wir untergetaucht in einem wogenden Meer von Weltengedanken. Aber was wir uns mitbringen beim Aufwachen und was uns dann den ganzen Tag über bestimmt während des Wachens, das ist der Wille, das ist das Heraussteigen aus diesem nächtlichen, oder sagen wir, während unseres Schlafes unser Element bildenden Gedankenmeer des Kosmos. Wir tauchen mit dem Willen auf, der, wie ich Ihnen charakterisiert habe, Logik hineinbringt in unser inneres Seelenleben. Wir merken eventuell noch, indem wir aufwachen, in den Träumen, die sich herandrängen, wie unser Seelenleben wäre, wenn nicht dieser Wille, den wir uns mitbringen beim Aufwachen, logisch hineindringen würde.

[ 6 ] Dieser Wille schlägt also gewissermaßen ein in das, was da wogt und wirbelt in dem menschlichen Organismus. Fassen wir dieses Einschlagen des Willens einmal recht genau ins Auge. Werden wir uns bewußt, wo hinein der Wille da schlägt: Es ist eben das chaotische Durcheinanderwirbeln von Traumbildern und eben auch von jenen Traumgeweben, die wir als Unterströmungen des gewöhnlichen Bewußtseins haben. So daß wir sagen können: Während wir schlafen, entlöst sich dem organischen Getriebe in uns dieses Gedankengewebe, das ganz übertönt ist von dem logikdurchwobenen Gedankengewebe des wachenden Zustandes vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Es ist also dieses chaotische Durcheinanderwogen der Traumesbilder und Traumesvorstellungen, in das der Wille einschlägt, den wir beim Aufwachen aus dem Kosmos mitbringen in unseren Organismus hinein. Sehen wir zu, was dieser Wille zunächst mitbringt.

[ 6 ] Dieser Wille schlägt also gewissermaßen ein in das, was da wogt und wirbelt in dem menschlichen Organismus. Fassen wir dieses Einschlagen des Willens einmal recht genau ins Auge. Werden wir uns bewußt, wo hinein der Wille da schlägt: Es ist eben das chaotische Durcheinanderwirbeln von Traumbildern und eben auch von jenen Traumgeweben, die wir als Unterströmungen des gewöhnlichen Bewußtseins haben. So daß wir sagen können: Während wir schlafen, entlöst sich dem organischen Getriebe in uns dieses Gedankengewebe, das ganz übertönt ist von dem logikdurchwobenen Gedankengewebe des wachenden Zustandes vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Es ist also dieses chaotische Durcheinanderwogen der Traumesbilder und Traumesvorstellungen, in das der Wille einschlägt, den wir beim Aufwachen aus dem Kosmos mitbringen in unseren Organismus hinein. Sehen wir zu, was dieser Wille zunächst mitbringt.

[ 7 ] Dieser Wille, der da hineinschlägt, bewirkt zunächst, daß die Gedanken nicht so heraufkommen, wie sie in diesem träumerischen Chaos sind. Wir würden schlecht wegkommen im Leben, wenn die Gedanken so heraufkommen würden, wie sie in diesem träumerischen Chaos sind. Wie müssen denn Gedanken sein, wenn sie im normalen Seelenleben heraufkommen? Sie müssen irgendwie zusammenhängen mit unserem Leben. Sie müssen in irgendeiner Weise sich erinnern können. Das ist gewissermaßen das erste, oder das auf erster Stufe Stehende, was dieser einschlagende Wille mit unseren Gedanken vornimmt. Er ordnet sie so, daß wir das richtige Erinnerungsbild in uns tragen. Wir können also sagen: Wir haben gewissermaßen da, aus unserem Organismus aufwirbelnd, das chaotische Gedankengewebe (siehe Zeichnung, rot). — Es ist das also etwas, was besonders stark ist bei träumerischen Naturen, die ja oftmals gar nicht damit zufrieden sind, sich den normalen Erinnerungen des Lebens hinzugeben, die Freude, Wohlgefallen daran haben, wenn nach allerlei Anklängen und Verwandtschaften die Gedanken sich zusammenfinden, sich wieder voneinander trennen. Die träumerischen Naturen werden von diesem chaotischen Gedankengewebe überwältigt. Aber auch der seiner selbst ordentlich bewußte Mensch wird immer bemerken, wenn er sich nur ein wenig während des Wachens, ich möchte sagen, aus der Hand gibt, daß dieses Durcheinanderwirbeln der Gedanken im Hauptuntergrunde eben als ein Unterstrom vorhanden ist. Der Wille, der da einschlägt beim Aufwachen, er trifft dieses Gedankengewebe. Woraus kommt es?

[ 7 ] Dieser Wille, der da hineinschlägt, bewirkt zunächst, daß die Gedanken nicht so heraufkommen, wie sie in diesem träumerischen Chaos sind. Wir würden schlecht wegkommen im Leben, wenn die Gedanken so heraufkommen würden, wie sie in diesem träumerischen Chaos sind. Wie müssen denn Gedanken sein, wenn sie im normalen Seelenleben heraufkommen? Sie müssen irgendwie zusammenhängen mit unserem Leben. Sie müssen in irgendeiner Weise sich erinnern können. Das ist gewissermaßen das erste, oder das auf erster Stufe Stehende, was dieser einschlagende Wille mit unseren Gedanken vornimmt. Er ordnet sie so, daß wir das richtige Erinnerungsbild in uns tragen. Wir können also sagen: Wir haben gewissermaßen da, aus unserem Organismus aufwirbelnd, das chaotische Gedankengewebe (siehe Zeichnung, rot). — Es ist das also etwas, was besonders stark ist bei träumerischen Naturen, die ja oftmals gar nicht damit zufrieden sind, sich den normalen Erinnerungen des Lebens hinzugeben, die Freude, Wohlgefallen daran haben, wenn nach allerlei Anklängen und Verwandtschaften die Gedanken sich zusammenfinden, sich wieder voneinander trennen. Die träumerischen Naturen werden von diesem chaotischen Gedankengewebe überwältigt. Aber auch der seiner selbst ordentlich bewußte Mensch wird immer bemerken, wenn er sich nur ein wenig während des Wachens, ich möchte sagen, aus der Hand gibt, daß dieses Durcheinanderwirbeln der Gedanken im Hauptuntergrunde eben als ein Unterstrom vorhanden ist. Der Wille, der da einschlägt beim Aufwachen, er trifft dieses Gedankengewebe. Woraus kommt es?

Blackboard Drawing IBlackboard Drawing I

[ 8 ] Nun, im Bette lag der physische Leib (blau) und der Atherleib (gelb). Was ich Ihnen hier schematisch auf die Tafel gezeichnet habe, das ist im Grunde genommen das, was wir abends im Bette liegen lassen, wenn wir einschlafen, und des Morgens wieder antreffen. Wir lassen unseren Willen da hineinschlagen. Diesen einschlagenden Willen will ich durch diese Linien hier charakterisieren (siehe Zeichnung, Pfeile von oben). Das erste also, was da der Wille zu tun hat, ist, dieses chaotische Gedankengewebe umzugestalten zu unserem normalen Gedächtnis. Wir können also sagen, zunächst gestaltet dieser einschlagende Wille das Gedankengewebe um zu dem normalen Gedächtnis. Man möchte sagen: Da ist das, was wir des Morgens antreffen, Atherleib, physischer Leib, noch sehr mächtig in dem Gedächtnis. Die spiegeln uns diese Gedanken zurück. — Aber es ist doch der Wille, der da einschlägt und der wirklich etwas zu tun hat, indem er da einschlägt. Man kann das schon bemerken. Versuchen Sie nur einmal, ganz ordentlich daraufzukommen, wie, wenn Sie des Morgens aufwachen, alles wie wirbelnde Ströme herauf will aus der Seele wie ein Ereignis, das Sie erlebt haben im fünften, im siebenten Jahre, wiederum im sechsten Jahre, wiederum im fünfzehnten Jahre, meinetwillen im fünfundsechzigsten Jahre, dann im einundzwanzigsten, siebzehnten Jahre, wiederum im achten Jahre, wie das alles bunt durcheinander wirbelt und wurlt. Da hinein hat der Wille zu schlagen. Dann gliedert er gewissermaßen das alles wiederum so, daß es ein ordnungsmäßiges Gedächtnis ist, daß Ihnen ein Ereignis, das im neunten Jahre sich abgespielt hat, sich nicht vorne hinwurlt vor das, was sich im achten Jahre abgespielt hat und dergleichen. Da schlägt also der Wille hinein, und er formt aus diesem chaotischen Traumgewebe das Gedächtnis. Im Gedächtnis merken Sie noch wenig den Willen. Die meisten Menschen werden überhaupt noch nicht im Gedächtnis den Willen erblicken wollen. Aber er ist darinnen, es ist nur dieses Einschlagen des Willens, insofern er das Gedächtnis formt, viel unbewußter.

[ 8 ] Nun, im Bette lag der physische Leib (blau) und der Atherleib (gelb). Was ich Ihnen hier schematisch auf die Tafel gezeichnet habe, das ist im Grunde genommen das, was wir abends im Bette liegen lassen, wenn wir einschlafen, und des Morgens wieder antreffen. Wir lassen unseren Willen da hineinschlagen. Diesen einschlagenden Willen will ich durch diese Linien hier charakterisieren (siehe Zeichnung, Pfeile von oben). Das erste also, was da der Wille zu tun hat, ist, dieses chaotische Gedankengewebe umzugestalten zu unserem normalen Gedächtnis. Wir können also sagen, zunächst gestaltet dieser einschlagende Wille das Gedankengewebe um zu dem normalen Gedächtnis. Man möchte sagen: Da ist das, was wir des Morgens antreffen, Atherleib, physischer Leib, noch sehr mächtig in dem Gedächtnis. Die spiegeln uns diese Gedanken zurück. — Aber es ist doch der Wille, der da einschlägt und der wirklich etwas zu tun hat, indem er da einschlägt. Man kann das schon bemerken. Versuchen Sie nur einmal, ganz ordentlich daraufzukommen, wie, wenn Sie des Morgens aufwachen, alles wie wirbelnde Ströme herauf will aus der Seele wie ein Ereignis, das Sie erlebt haben im fünften, im siebenten Jahre, wiederum im sechsten Jahre, wiederum im fünfzehnten Jahre, meinetwillen im fünfundsechzigsten Jahre, dann im einundzwanzigsten, siebzehnten Jahre, wiederum im achten Jahre, wie das alles bunt durcheinander wirbelt und wurlt. Da hinein hat der Wille zu schlagen. Dann gliedert er gewissermaßen das alles wiederum so, daß es ein ordnungsmäßiges Gedächtnis ist, daß Ihnen ein Ereignis, das im neunten Jahre sich abgespielt hat, sich nicht vorne hinwurlt vor das, was sich im achten Jahre abgespielt hat und dergleichen. Da schlägt also der Wille hinein, und er formt aus diesem chaotischen Traumgewebe das Gedächtnis. Im Gedächtnis merken Sie noch wenig den Willen. Die meisten Menschen werden überhaupt noch nicht im Gedächtnis den Willen erblicken wollen. Aber er ist darinnen, es ist nur dieses Einschlagen des Willens, insofern er das Gedächtnis formt, viel unbewußter.

[ 9 ] Das zweite ist etwas, an dem der Mensch schon merkt, wie sein Wille drinnen ist. Das ist dasjenige, was nun dieser Wille, den wir uns mitbringen beim Aufwachen, aus diesem Gedankengewoge auch macht: das ist die Einbildungskraft, das ist die Phantasie (siehe Zeichnung). Das ist das zweite Element. Da merken Sie schon, daß Sie sich mit Ihrer Willkür drinnen bewegen können. Indem das Gedächtnis geformt ist, müssen Sie noch gezwungen werden durch Ihren Organismus, da wirkt physischer Leib, Atherleib stark; in der Phantasie weniger stark, da können Sie sich mit Ihrem Willen darinnen bewegen. Aber es ist doch ein gewaltiger Unterschied zwischen einem Menschen, der phantasievoll ist und einem träumenden Menschen, der sich diesem Gewoge des willkürlichen Denkens einfach hingibt. Ein Mensch, der seine Phantasie walten läßt, der weiß, wie sein Wille waltet in diesen ineinanderwogenden Bildern, und er formt sie nach seinem Willen.

[ 9 ] Das zweite ist etwas, an dem der Mensch schon merkt, wie sein Wille drinnen ist. Das ist dasjenige, was nun dieser Wille, den wir uns mitbringen beim Aufwachen, aus diesem Gedankengewoge auch macht: das ist die Einbildungskraft, das ist die Phantasie (siehe Zeichnung). Das ist das zweite Element. Da merken Sie schon, daß Sie sich mit Ihrer Willkür drinnen bewegen können. Indem das Gedächtnis geformt ist, müssen Sie noch gezwungen werden durch Ihren Organismus, da wirkt physischer Leib, Atherleib stark; in der Phantasie weniger stark, da können Sie sich mit Ihrem Willen darinnen bewegen. Aber es ist doch ein gewaltiger Unterschied zwischen einem Menschen, der phantasievoll ist und einem träumenden Menschen, der sich diesem Gewoge des willkürlichen Denkens einfach hingibt. Ein Mensch, der seine Phantasie walten läßt, der weiß, wie sein Wille waltet in diesen ineinanderwogenden Bildern, und er formt sie nach seinem Willen.

[ 10 ] Nun aber das dritte. Das dritte, das ist nun schon etwas, was auf der einen Seite wirklich ganz und gar dem Willen hingegeben ist und auf der andern Seite doch wiederum so ist, daß der Wille sich nicht so frei bewegt wie in der Phantasie. Es ist das logische Denken, von dem wir im Leben und in der Wissenschaft ja abhängig sind. Da, in diesem logischen Denken, ist durchaus unser Wille tätig; aber er begibt sich seiner eigenen Freiheit und unterwirft sich den Gesetzen der Logik. Doch ist es sein Tun, daß er sich dem Gesetze der Logik unterwirft. Das ist also das dritte: das logische Denken.

[ 10 ] Nun aber das dritte. Das dritte, das ist nun schon etwas, was auf der einen Seite wirklich ganz und gar dem Willen hingegeben ist und auf der andern Seite doch wiederum so ist, daß der Wille sich nicht so frei bewegt wie in der Phantasie. Es ist das logische Denken, von dem wir im Leben und in der Wissenschaft ja abhängig sind. Da, in diesem logischen Denken, ist durchaus unser Wille tätig; aber er begibt sich seiner eigenen Freiheit und unterwirft sich den Gesetzen der Logik. Doch ist es sein Tun, daß er sich dem Gesetze der Logik unterwirft. Das ist also das dritte: das logische Denken.

[ 11 ] Warum ist das logische Denken auf der einen Seite durchaus dem Willen unterworfen? Würden wir nicht aus unserem Willen heraus unser logisches Denken bilden, so wären es Zwangsgedanken. Wir müssen durchaus aus unserem Willen heraus unsere logischen Gedanken bilden. Aber wir bilden sie so, daß wir uns nach der Außenwelt richten, die ja im wesentlichen die große Lehrmeisterin auch der Logik zunächst ist. Wir durchtränken die chaotische Bilderwelt mit den Gesetzen der Logik. Wir geben uns also durch den Willen hin an diese Gesetze der Logik; wir begeben uns in gewissem Sinne des willkürlichen Waltens. Der Wille ist auf der einen Seite frei im Denken, auf der andern Seite begibt er sich seiner Freiheit zugunsten eben des Logischen. Aber in diesen drei Etappen, Gedächtnis, Phantasie, logisches Denken, ist der Wille tätig; jener Wille, der vom Einschlafen bis zum Aufwachen eben nicht in dem menschlichen physischen und Atherorganismus wirkt und der des Morgens beim Aufwachen einschlägt in den physischen und den ätherischen Organismus, und der dieses, ich möchte sagen, unbestimmte Feuer des ätherischen und physischen Leibes, das in dem Gedankengewoge sich entfacht, durchgliedert in Gedächtnis, Phantasie, logisches Denken.

[ 11 ] Warum ist das logische Denken auf der einen Seite durchaus dem Willen unterworfen? Würden wir nicht aus unserem Willen heraus unser logisches Denken bilden, so wären es Zwangsgedanken. Wir müssen durchaus aus unserem Willen heraus unsere logischen Gedanken bilden. Aber wir bilden sie so, daß wir uns nach der Außenwelt richten, die ja im wesentlichen die große Lehrmeisterin auch der Logik zunächst ist. Wir durchtränken die chaotische Bilderwelt mit den Gesetzen der Logik. Wir geben uns also durch den Willen hin an diese Gesetze der Logik; wir begeben uns in gewissem Sinne des willkürlichen Waltens. Der Wille ist auf der einen Seite frei im Denken, auf der andern Seite begibt er sich seiner Freiheit zugunsten eben des Logischen. Aber in diesen drei Etappen, Gedächtnis, Phantasie, logisches Denken, ist der Wille tätig; jener Wille, der vom Einschlafen bis zum Aufwachen eben nicht in dem menschlichen physischen und Atherorganismus wirkt und der des Morgens beim Aufwachen einschlägt in den physischen und den ätherischen Organismus, und der dieses, ich möchte sagen, unbestimmte Feuer des ätherischen und physischen Leibes, das in dem Gedankengewoge sich entfacht, durchgliedert in Gedächtnis, Phantasie, logisches Denken.

[ 12 ] Es ist im logischen Denken schon so, daß wir nun nicht mehr ganz in uns waltend sind mit unserem Willen. Das sind wir nicht. Wenn wir unsere Phantasie walten lassen, in der wir unseren Willen deutlich merken, dann wissen wir, wie wir in uns sind; wenn wir unser logisches Denken walten lassen, so sind wir nicht mehr völlig in uns. Wir wissen, daß wir uns da ganz und gar dem Kosmos anpassen, aber nicht nur etwa dem außermenschlichen Kosmos, sondern dem ganzen Kosmos, der den Menschen mit umschließt. Denn selbstverständlich gilt die Logik nicht nur für den außermenschlichen Kosmos, sondern sie gilt auch für den Kosmos plus dem Menschen. Logik ist weder subjektiv noch objektiv, sondern Logik ist beides zu gleicher Zeit.

[ 12 ] Es ist im logischen Denken schon so, daß wir nun nicht mehr ganz in uns waltend sind mit unserem Willen. Das sind wir nicht. Wenn wir unsere Phantasie walten lassen, in der wir unseren Willen deutlich merken, dann wissen wir, wie wir in uns sind; wenn wir unser logisches Denken walten lassen, so sind wir nicht mehr völlig in uns. Wir wissen, daß wir uns da ganz und gar dem Kosmos anpassen, aber nicht nur etwa dem außermenschlichen Kosmos, sondern dem ganzen Kosmos, der den Menschen mit umschließt. Denn selbstverständlich gilt die Logik nicht nur für den außermenschlichen Kosmos, sondern sie gilt auch für den Kosmos plus dem Menschen. Logik ist weder subjektiv noch objektiv, sondern Logik ist beides zu gleicher Zeit.

[ 13 ] Wir sehen da also gewissermaßen, welchen Anteil dasjenige hat, was wir uns am Morgen aus der Schlafeswelt in unser Seelenleben herein mitbringen. Und wir können ungefähr auch wissen: Wenn dasjenige, was da als Wille eingetaucht ist, wiederum sich zurückzieht in die kosmische Gedankenwelt, waltet in uns wiederum nur dasjenige, was aus dem physischen Leib und Ätherleib aufsteigt.

[ 13 ] Wir sehen da also gewissermaßen, welchen Anteil dasjenige hat, was wir uns am Morgen aus der Schlafeswelt in unser Seelenleben herein mitbringen. Und wir können ungefähr auch wissen: Wenn dasjenige, was da als Wille eingetaucht ist, wiederum sich zurückzieht in die kosmische Gedankenwelt, waltet in uns wiederum nur dasjenige, was aus dem physischen Leib und Ätherleib aufsteigt.

[ 14 ] Nun ist dieses die eine Seite des Willens, die in uns da waltet. Es ist gewissermaßen die kosmische Seite des Willens, diejenige Seite, die wir abends aus uns herausnehmen, morgens wiederum in uns zurückbringen. Aber Selbstbesinnung wird ja den Menschen lehren, daß nicht nur dieser Wille in ihm vorhanden ist, von dem ich eben jetzt gesprochen habe, denn dieser Wille äußert sich im wesentlichen im sogenannten Seelenleben, im Gedächtnis, in Phantasie, in logischem Denken. Aber wenn wir gehen, wenn wir greifen, wenn wir irgendwie uns eines Instrumentes bedienen, da ist ja auch der Wille tätig. Da ist dieser Wille nicht so bloß seelisch tätig, wie ich es jetzt beschrieben habe, da faßt dieser Wille in sich unsere physische Organisation und unsere Atherorganisation. Ich darf also nicht bloß den Willen in diesen Pfeilen hier charakterisieren, sondern ich muß den Willen auch den physischen und den Ätherleib durchziehend darstellen (siehe Zeichnung Seite 157, Pfeile von unten). So daß ich sagen muß: Der Wille ist auch in dem vorhanden, was beim Schlafen im Bette liegen bleibt. — Der Wille, der in diesem letzteren Sinne charakterisiert werden muß, der kommt gewissermaßen entgegen dem andern Willen, der während des Schlafens nicht in dem physischen Leib des Menschen ist. Und zu einer äußeren Tätigkeit wird im Grunde genommen dieser letztere Wille. Also dieser Wille, der in den Organen lebt, der in der physischen und in der Ätherorganisation lebt, wird dadurch aufgerufen, daß der andere Wille ihm entgegenkommt. Aber wenn wir als wacher Mensch tätig sind, so können wir deutlich diese zwei Willenssphären unterscheiden.

[ 14 ] Nun ist dieses die eine Seite des Willens, die in uns da waltet. Es ist gewissermaßen die kosmische Seite des Willens, diejenige Seite, die wir abends aus uns herausnehmen, morgens wiederum in uns zurückbringen. Aber Selbstbesinnung wird ja den Menschen lehren, daß nicht nur dieser Wille in ihm vorhanden ist, von dem ich eben jetzt gesprochen habe, denn dieser Wille äußert sich im wesentlichen im sogenannten Seelenleben, im Gedächtnis, in Phantasie, in logischem Denken. Aber wenn wir gehen, wenn wir greifen, wenn wir irgendwie uns eines Instrumentes bedienen, da ist ja auch der Wille tätig. Da ist dieser Wille nicht so bloß seelisch tätig, wie ich es jetzt beschrieben habe, da faßt dieser Wille in sich unsere physische Organisation und unsere Atherorganisation. Ich darf also nicht bloß den Willen in diesen Pfeilen hier charakterisieren, sondern ich muß den Willen auch den physischen und den Ätherleib durchziehend darstellen (siehe Zeichnung Seite 157, Pfeile von unten). So daß ich sagen muß: Der Wille ist auch in dem vorhanden, was beim Schlafen im Bette liegen bleibt. — Der Wille, der in diesem letzteren Sinne charakterisiert werden muß, der kommt gewissermaßen entgegen dem andern Willen, der während des Schlafens nicht in dem physischen Leib des Menschen ist. Und zu einer äußeren Tätigkeit wird im Grunde genommen dieser letztere Wille. Also dieser Wille, der in den Organen lebt, der in der physischen und in der Ätherorganisation lebt, wird dadurch aufgerufen, daß der andere Wille ihm entgegenkommt. Aber wenn wir als wacher Mensch tätig sind, so können wir deutlich diese zwei Willenssphären unterscheiden.

[ 15 ] Beachten Sie, daß da auf der einen Seite Wille wirkt, der dem Willen, der von der andern Seite kommt, entgegenwirkt. Wir haben gewissermaßen das Zusammenwirkende zweier Willensströmungen. Die eine Willensströmung durchwirbelt den menschlichen Organismus und der ganze Zusammenhang zeigt Ihnen, daß Sie sie ansehen müssen als von unten nach oben wirbelnd. Die andere Strömung durchwirbelt von oben nach unten. Da kommen die Richtungen im Kosmos zur Geltung, da merken wir, daß es beim Tiere anders sein muß, indem die Hauptrichtung seiner Leibesorganisation gerade senkrecht auf die Hauptrichtung der Leibesorganisation des Menschen steht. Anders eingegliedert in den Kosmos sind die Richtungen des Willens. Also auch wenn wir, ich möchte sagen, auf die Differenzierungen des Menschen eingehen, wenn wir uns klarmachen, wie dieses menschliche Wesen aus einzelnen Strömungen sich zusammensetzt, dann merken wir die Wichtigkeit des Hineingestelltseins des Menschen in den Kosmos.

[ 15 ] Beachten Sie, daß da auf der einen Seite Wille wirkt, der dem Willen, der von der andern Seite kommt, entgegenwirkt. Wir haben gewissermaßen das Zusammenwirkende zweier Willensströmungen. Die eine Willensströmung durchwirbelt den menschlichen Organismus und der ganze Zusammenhang zeigt Ihnen, daß Sie sie ansehen müssen als von unten nach oben wirbelnd. Die andere Strömung durchwirbelt von oben nach unten. Da kommen die Richtungen im Kosmos zur Geltung, da merken wir, daß es beim Tiere anders sein muß, indem die Hauptrichtung seiner Leibesorganisation gerade senkrecht auf die Hauptrichtung der Leibesorganisation des Menschen steht. Anders eingegliedert in den Kosmos sind die Richtungen des Willens. Also auch wenn wir, ich möchte sagen, auf die Differenzierungen des Menschen eingehen, wenn wir uns klarmachen, wie dieses menschliche Wesen aus einzelnen Strömungen sich zusammensetzt, dann merken wir die Wichtigkeit des Hineingestelltseins des Menschen in den Kosmos.

[ 16 ] Nun betrachten wir etwas weiter diese zwei Willensströmungen. Sie werden, wie bei vielen Dingen der Geisteswissenschaft, nicht in der Weise vorgehen können, daß Sie, ich möchte sagen, wie in der mathematischen Ableitung eins aus dem andern geben, sondern in der Geisteswissenschaft stellt sich die Sache, wie man zu den Wahrheiten kommt, so: eine Wahrheit stellt sich neben die andere hin und man muß nachher den Zusammenhang suchen. Bei oberflächlichen Tröpfen führt dann das sehr leicht zu dem Einwande, daß man nicht «beweist». Es ist gerade so, wie wenn jemand verlangen würde, wenn er irgendwo auf dem Felde ein Pferd und eine Kuh sieht, die nebeneinanderstehen und die ganz gewiß aus irgendeiner Ursache nebeneinander stehen, man solle ihm aus dem Pferd heraus beweisen, daß die Kuh danebensteht. Man kann natürlich nicht aus der Wesenheit des Pferdes beweisen, daß die Kuh danebensteht. Diesen Inhalt hat ungefähr der Einwand, den sehr viele Leute in bezug auf das Beweisen in der Geisteswissenschaft machen.

[ 16 ] Nun betrachten wir etwas weiter diese zwei Willensströmungen. Sie werden, wie bei vielen Dingen der Geisteswissenschaft, nicht in der Weise vorgehen können, daß Sie, ich möchte sagen, wie in der mathematischen Ableitung eins aus dem andern geben, sondern in der Geisteswissenschaft stellt sich die Sache, wie man zu den Wahrheiten kommt, so: eine Wahrheit stellt sich neben die andere hin und man muß nachher den Zusammenhang suchen. Bei oberflächlichen Tröpfen führt dann das sehr leicht zu dem Einwande, daß man nicht «beweist». Es ist gerade so, wie wenn jemand verlangen würde, wenn er irgendwo auf dem Felde ein Pferd und eine Kuh sieht, die nebeneinanderstehen und die ganz gewiß aus irgendeiner Ursache nebeneinander stehen, man solle ihm aus dem Pferd heraus beweisen, daß die Kuh danebensteht. Man kann natürlich nicht aus der Wesenheit des Pferdes beweisen, daß die Kuh danebensteht. Diesen Inhalt hat ungefähr der Einwand, den sehr viele Leute in bezug auf das Beweisen in der Geisteswissenschaft machen.

[ 17 ] Ich möchte Ihnen nun eine andere Tatsache neben diejenige stellen, die ich eben jetzt angeführt habe und die Sie nach und nach versuchen müssen mit dem, was ich eben auseinandergesetzt habe, in den gehörigen Zusammenhang zu bringen.

[ 17 ] Ich möchte Ihnen nun eine andere Tatsache neben diejenige stellen, die ich eben jetzt angeführt habe und die Sie nach und nach versuchen müssen mit dem, was ich eben auseinandergesetzt habe, in den gehörigen Zusammenhang zu bringen.

[ 18 ] Alles, was seelisch im Menschen ist, drückt sich auch in der Körperlichkeit aus, prägt sich der Körperlichkeit ein. Der Mensch ist organisiert dazu, daß er durch das Aufwachen anfacht Gedächtnis, Phantasie, logisches Denken, daß er sie gewissermaßen wiederum in sich ruhen läßt während des Schlafens. Das ist eine Art Rhythmus. Dieser Rhythmus stellt sich einem andern gegenüber: der Willensströmung, die ich hier als in den Organen befindlich angegeben habe. Was sich da einander gegenübersteht als zwei Strömungen, Sie können es, ich möchte sagen, abgebildet im Menschen wiederfinden: Sie können es finden, indem Sie hinblicken auf jenes System, das gegeben ist durch den menschlichen Atmungsrhythmus. Ich habe schon vor einigen Tagen darauf aufmerksam gemacht, wie der Atmungsrhythmus wirklich im Zusammenhang gedacht werden kann mit dem Einschlafen und Aufwachen. Wenn auch das Atmen natürlich das Schlafen überdauert, so merkt man den Zusammenhang dennoch in alldem, was zum Beispiel während des Schlafens irgendwie eine Beeinträchtigung des ruhigen Atmens bewirkt. Es liegt dieser Zusammenhang zwischen dem Atmen und dem Rhythmus des Aufwachens, Einschlafens, Aufwachens, Einschlafens nicht so offen, aber es ist dieser Zusammenhang, dieses Verhältnis doch da. Und wir haben, wenn wir den Menschen in bezug auf sein Nach-aufwärts-Streben betrachten, als etwas Wesentliches, was mit diesem Aufwärtsstreben zusammenhängt, den Atmungsrhythmus ins Auge zu fassen, das ganze Atmungssystem, auch insofern es sich ausdrückt in dem Sprechsystem. Wir atmen, wir sprechen als Menschen nach oben im wesentlichen, wenn auch das sich gerade durch die Lage unseres Halses umformt zum Sprechen nach vorne. Da haben wir den einen Rhythmus, einen einheitlichen Rhythmus.

[ 18 ] Alles, was seelisch im Menschen ist, drückt sich auch in der Körperlichkeit aus, prägt sich der Körperlichkeit ein. Der Mensch ist organisiert dazu, daß er durch das Aufwachen anfacht Gedächtnis, Phantasie, logisches Denken, daß er sie gewissermaßen wiederum in sich ruhen läßt während des Schlafens. Das ist eine Art Rhythmus. Dieser Rhythmus stellt sich einem andern gegenüber: der Willensströmung, die ich hier als in den Organen befindlich angegeben habe. Was sich da einander gegenübersteht als zwei Strömungen, Sie können es, ich möchte sagen, abgebildet im Menschen wiederfinden: Sie können es finden, indem Sie hinblicken auf jenes System, das gegeben ist durch den menschlichen Atmungsrhythmus. Ich habe schon vor einigen Tagen darauf aufmerksam gemacht, wie der Atmungsrhythmus wirklich im Zusammenhang gedacht werden kann mit dem Einschlafen und Aufwachen. Wenn auch das Atmen natürlich das Schlafen überdauert, so merkt man den Zusammenhang dennoch in alldem, was zum Beispiel während des Schlafens irgendwie eine Beeinträchtigung des ruhigen Atmens bewirkt. Es liegt dieser Zusammenhang zwischen dem Atmen und dem Rhythmus des Aufwachens, Einschlafens, Aufwachens, Einschlafens nicht so offen, aber es ist dieser Zusammenhang, dieses Verhältnis doch da. Und wir haben, wenn wir den Menschen in bezug auf sein Nach-aufwärts-Streben betrachten, als etwas Wesentliches, was mit diesem Aufwärtsstreben zusammenhängt, den Atmungsrhythmus ins Auge zu fassen, das ganze Atmungssystem, auch insofern es sich ausdrückt in dem Sprechsystem. Wir atmen, wir sprechen als Menschen nach oben im wesentlichen, wenn auch das sich gerade durch die Lage unseres Halses umformt zum Sprechen nach vorne. Da haben wir den einen Rhythmus, einen einheitlichen Rhythmus.

[ 19 ] Wir haben einen andern Rhythmus, wir haben den Rhythmus der Zirkulation, den Rhythmus, der uns im Pulsschlag gegeben ist, und wir wissen ja, daß der Pulsrhythmus zum Atmungsrhythmus sich ungefähr verhält wie vier zu eins. Sie brauchen nur ein wenig im Sinne des Anatomischen, Physiologischen nachzudenken, so werden Sie sich sagen: Im Pulsrhythmus, im Rhythmus der Zirkulation haben wir dasjenige, was sich nach unten innig zusammenschließt mit dem StoffwechselGliedmaßensystem des Menschen. Das eigentliche rhythmische System haben wir für sich, ich möchte sagen, herausgegliedert in dem Atmungssystem. Je mehr man sich einläßt auf eine Charakteristik des Atmungssystems einerseits und auf eine Charakteristik des Pulssystems andererseits, um so mehr merkt man, daß man alles dasjenige, was da als Organ vorhanden ist für die Bildung von Gedächtnis, Phantasie, von logischem Denken sogar, in Zusammenhang bringen darf mit dem Atmungsrhythmus, und daß man all das andere, was da zusammenhängt mit dem Willen, der die Organe durchströmt, in Zusammenhang bringen darf mit dem Pulsrhythmus, indem es sich nach oben äußert. So wie der Wille, der in unseren Organen ist, zusammenschlägt mit dem Willen, den wir beim Aufwachen aus dem Kosmos heraus mitbringen, so schlägt der Atmungsrhythmus mit dem Pulsrhythmus, mit dem Zirkulationsrhythmus zusammen. Und da haben wir in dem Ineinanderwirken von Atmungsrhythmus und Pulsrhythmus förmlich leiblich gegeben dasjenige, was dem Menschen von unten heraufstößt und was von oben herunterschlägt, aber so, daß das von oben Herunterschlagende viermal langsamer ist als das von unten Heraufschlagende. Würde ich diesen Strich machen als die Zeitbetrachtung für den Atmungsrhythmus, so müßte ich für den Pulsrhythmus vier annehmen.

[ 19 ] Wir haben einen andern Rhythmus, wir haben den Rhythmus der Zirkulation, den Rhythmus, der uns im Pulsschlag gegeben ist, und wir wissen ja, daß der Pulsrhythmus zum Atmungsrhythmus sich ungefähr verhält wie vier zu eins. Sie brauchen nur ein wenig im Sinne des Anatomischen, Physiologischen nachzudenken, so werden Sie sich sagen: Im Pulsrhythmus, im Rhythmus der Zirkulation haben wir dasjenige, was sich nach unten innig zusammenschließt mit dem StoffwechselGliedmaßensystem des Menschen. Das eigentliche rhythmische System haben wir für sich, ich möchte sagen, herausgegliedert in dem Atmungssystem. Je mehr man sich einläßt auf eine Charakteristik des Atmungssystems einerseits und auf eine Charakteristik des Pulssystems andererseits, um so mehr merkt man, daß man alles dasjenige, was da als Organ vorhanden ist für die Bildung von Gedächtnis, Phantasie, von logischem Denken sogar, in Zusammenhang bringen darf mit dem Atmungsrhythmus, und daß man all das andere, was da zusammenhängt mit dem Willen, der die Organe durchströmt, in Zusammenhang bringen darf mit dem Pulsrhythmus, indem es sich nach oben äußert. So wie der Wille, der in unseren Organen ist, zusammenschlägt mit dem Willen, den wir beim Aufwachen aus dem Kosmos heraus mitbringen, so schlägt der Atmungsrhythmus mit dem Pulsrhythmus, mit dem Zirkulationsrhythmus zusammen. Und da haben wir in dem Ineinanderwirken von Atmungsrhythmus und Pulsrhythmus förmlich leiblich gegeben dasjenige, was dem Menschen von unten heraufstößt und was von oben herunterschlägt, aber so, daß das von oben Herunterschlagende viermal langsamer ist als das von unten Heraufschlagende. Würde ich diesen Strich machen als die Zeitbetrachtung für den Atmungsrhythmus, so müßte ich für den Pulsrhythmus vier annehmen.

Blackboard Drawing IIBlackboard Drawing II

[ 20 ] In der Tat beruht alles, was der Mensch an Kunst, an rhytmischer Kunst entwickelt, auf diesem Verhältnis des Pulsrhythmus zum Atmungsrhythmus. Ich habe das bei Gelegenheit der Auseinandersetzung über Rezitationskunst schon gesagt. Sie können noch mehr ins einzelne gehen. Sie können denken, wenn Sie den Pulsrhythmus mehr zugrunde legen, so bekommen Sie: kurze Silbe, lange Silbe. Wenn Sie den Atmungsrhythmus kombinieren mit dem Pulsrhythmus, bekommen Sie zum Beispiel das Versmaß des Hexameters und so weiter. Alle Versmaße beruhen auf diesem Verhältnisse der Rhythmen, die im Menschen selber sind.

[ 20 ] In der Tat beruht alles, was der Mensch an Kunst, an rhytmischer Kunst entwickelt, auf diesem Verhältnis des Pulsrhythmus zum Atmungsrhythmus. Ich habe das bei Gelegenheit der Auseinandersetzung über Rezitationskunst schon gesagt. Sie können noch mehr ins einzelne gehen. Sie können denken, wenn Sie den Pulsrhythmus mehr zugrunde legen, so bekommen Sie: kurze Silbe, lange Silbe. Wenn Sie den Atmungsrhythmus kombinieren mit dem Pulsrhythmus, bekommen Sie zum Beispiel das Versmaß des Hexameters und so weiter. Alle Versmaße beruhen auf diesem Verhältnisse der Rhythmen, die im Menschen selber sind.

[ 21 ] Nun sieht man, wenn man auf den Blutrhythmus sieht, gewissermaßen mehr auf das Körperliche, wenn man mehr auf den Atmungsrhythmus sieht, sieht man auf das Seelische. Der Atmungsrhythmus ist mit dem Seelischen viel mehr verwandt als der Blutrhythmus. Der Atmungsrhythmus öffnet sich auch nach außen, wie sich die Logik, das logische Denken nach außen öffnet. Nun, auf Unregelmäßigkeiten dieser Rhythmen beruhen Unregelmäßigkeiten des menschlichen Lebens. Sie können sich ja denken, wenn wirklich ein solches Verhältnis des Rhythmus vier zu eins besteht oder eins zu vier, dann muß es etwas bedeuten, wenn, sagen wir, der Atmungsrhythmus zu lang oder der Pulsrhythmus zu kurz wird. Und dennoch kann das beim Menschen der Fall sein. Es kann sogar in einer sehr unbedeutenden Weise der Fall sein; dann äußert es sich gleich.

[ 21 ] Nun sieht man, wenn man auf den Blutrhythmus sieht, gewissermaßen mehr auf das Körperliche, wenn man mehr auf den Atmungsrhythmus sieht, sieht man auf das Seelische. Der Atmungsrhythmus ist mit dem Seelischen viel mehr verwandt als der Blutrhythmus. Der Atmungsrhythmus öffnet sich auch nach außen, wie sich die Logik, das logische Denken nach außen öffnet. Nun, auf Unregelmäßigkeiten dieser Rhythmen beruhen Unregelmäßigkeiten des menschlichen Lebens. Sie können sich ja denken, wenn wirklich ein solches Verhältnis des Rhythmus vier zu eins besteht oder eins zu vier, dann muß es etwas bedeuten, wenn, sagen wir, der Atmungsrhythmus zu lang oder der Pulsrhythmus zu kurz wird. Und dennoch kann das beim Menschen der Fall sein. Es kann sogar in einer sehr unbedeutenden Weise der Fall sein; dann äußert es sich gleich.

[ 22 ] Nun will ich einmal die radikalen Fälle hinstellen. Denken Sie sich, ein Mensch gerät in Aufregung. Er fängt an, leidenschaftlich zu werden. Über irgend etwas fängt er an zu schimpfen. Das kann gehen bis zum Toben. Oder ein Mensch gerät in den Zustand, den man so bezeichnet: die Gedanken, sie wollen nicht, sie stehen still; man kann nicht recht denken, sie bleiben aus. So wie das Toben vorhin der radikalste Aufschluß war, wie es vom Leidenschaftlichwerden durch Schimpfen, durch Fauchen zum Toben kommt, so kommt es, wenn die Gedanken stillstehen, nach und nach zu einer Art von Ohnmacht. Das erstere, das Leidenschaftlichwerden, das Emotionellwerden, das beruht auf einem Zuschnellwerden des Pulsrhythmus. Das Gedankenaufhalten, das Ohnmächtigwerden beruht auf einem Zulangsamwerden des Atmungsrhythmus.

[ 22 ] Nun will ich einmal die radikalen Fälle hinstellen. Denken Sie sich, ein Mensch gerät in Aufregung. Er fängt an, leidenschaftlich zu werden. Über irgend etwas fängt er an zu schimpfen. Das kann gehen bis zum Toben. Oder ein Mensch gerät in den Zustand, den man so bezeichnet: die Gedanken, sie wollen nicht, sie stehen still; man kann nicht recht denken, sie bleiben aus. So wie das Toben vorhin der radikalste Aufschluß war, wie es vom Leidenschaftlichwerden durch Schimpfen, durch Fauchen zum Toben kommt, so kommt es, wenn die Gedanken stillstehen, nach und nach zu einer Art von Ohnmacht. Das erstere, das Leidenschaftlichwerden, das Emotionellwerden, das beruht auf einem Zuschnellwerden des Pulsrhythmus. Das Gedankenaufhalten, das Ohnmächtigwerden beruht auf einem Zulangsamwerden des Atmungsrhythmus.

[ 23 ] Sie sehen also, der Mensch selber ist eingesponnen in den ganzen Weltenrhythmus, und von dem, wie er dadrinnen ist in diesem Weltenrhythmus, hängt es ab, wie er uns körperlich, seelisch entgegentritt. Das Emotionelle drückt sich ja auch körperlich aus: die Strömung, die durch den Organismus von unten nach oben geht, wird zu schnell, sie durchschüttelt die Organe, und wenn es zum Toben kommt, sieht man, wie die Organe durchschüttelt werden. Die Strömung, die von oben nach unten geht, wird zu langsam, die Gedanken wollen nicht von oben nach unten gehen. Sie sehen da wiederum, wie es darauf ankommt, daß wir uns eine Vorstellung machen können, wie der Mensch drinnensteht in dem ganzen Weltenzusammenhang, wie er sich eingliedert, wie es nur eine kindische Vorstellung ist, wenn man die Knochen, die Muskeln und so weiter abzählt und sagt: Der Mensch ist nur ein höheres tierisches Gebilde —, und nicht Rücksicht nimmt darauf, daß es auf dieses Hineinstellen in den ganzen kosmischen Zusammenhang ankommt.

[ 23 ] Sie sehen also, der Mensch selber ist eingesponnen in den ganzen Weltenrhythmus, und von dem, wie er dadrinnen ist in diesem Weltenrhythmus, hängt es ab, wie er uns körperlich, seelisch entgegentritt. Das Emotionelle drückt sich ja auch körperlich aus: die Strömung, die durch den Organismus von unten nach oben geht, wird zu schnell, sie durchschüttelt die Organe, und wenn es zum Toben kommt, sieht man, wie die Organe durchschüttelt werden. Die Strömung, die von oben nach unten geht, wird zu langsam, die Gedanken wollen nicht von oben nach unten gehen. Sie sehen da wiederum, wie es darauf ankommt, daß wir uns eine Vorstellung machen können, wie der Mensch drinnensteht in dem ganzen Weltenzusammenhang, wie er sich eingliedert, wie es nur eine kindische Vorstellung ist, wenn man die Knochen, die Muskeln und so weiter abzählt und sagt: Der Mensch ist nur ein höheres tierisches Gebilde —, und nicht Rücksicht nimmt darauf, daß es auf dieses Hineinstellen in den ganzen kosmischen Zusammenhang ankommt.

[ 24 ] Nun werde ich Ihnen etwas sagen, das scheinbar sehr weit weg liegt von dem, was ich jetzt ausgeführt habe, das sich aber trotzdem in dem morgigen Vortrage mit dem, was ich eben ausgeführt habe, zusammengliedern wird zu einem Ganzen. Gehen wir jetzt über vom menschlichen Sein zum menschlichen Werden. Sie wissen, daß wir jetzt leben im sogenannten fünften nachatlantischen Zeitraum, der begonnen hat etwa 1415 oder 1413 und der da weitergehen wird. Ihm geht der vierte voran, der begonnen hat etwa 747 vor dem Mysterium von Golgatha, und diesem der dritte, der wiederum weiter zurückgeht bis in das 4. Jahrtausend.

[ 24 ] Nun werde ich Ihnen etwas sagen, das scheinbar sehr weit weg liegt von dem, was ich jetzt ausgeführt habe, das sich aber trotzdem in dem morgigen Vortrage mit dem, was ich eben ausgeführt habe, zusammengliedern wird zu einem Ganzen. Gehen wir jetzt über vom menschlichen Sein zum menschlichen Werden. Sie wissen, daß wir jetzt leben im sogenannten fünften nachatlantischen Zeitraum, der begonnen hat etwa 1415 oder 1413 und der da weitergehen wird. Ihm geht der vierte voran, der begonnen hat etwa 747 vor dem Mysterium von Golgatha, und diesem der dritte, der wiederum weiter zurückgeht bis in das 4. Jahrtausend.

[ 25 ] Nun, wenn wir diese Zeiträume betrachten, so können wir uns von ihrer Aufeinanderfolge folgendes schematisches Bild machen. Sie denken sich, bitte, daß dem atlantischen Zeitraum vorangegangen ist der, den ich in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» den lemurischen genannt habe. Ich will hier nur die letzten Phasen dieses lemurischen Zeitraumes annehmen, will jetzt die sieben aufeinanderfolgenden Kulturzustände der atlantischen Zeit zeichnen: und jetzt haben wir dann daranschließend urindische, urpersische, ägyptisch-chaldäische, griechisch-lateinische, und jetzt unsere fünfte Zeit; das würde der letzte Zeitraum sein. Ich habe Ihnen da die aufeinanderfolgenden Zeiträume schematisch dargestellt.

[ 25 ] Nun, wenn wir diese Zeiträume betrachten, so können wir uns von ihrer Aufeinanderfolge folgendes schematisches Bild machen. Sie denken sich, bitte, daß dem atlantischen Zeitraum vorangegangen ist der, den ich in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» den lemurischen genannt habe. Ich will hier nur die letzten Phasen dieses lemurischen Zeitraumes annehmen, will jetzt die sieben aufeinanderfolgenden Kulturzustände der atlantischen Zeit zeichnen: und jetzt haben wir dann daranschließend urindische, urpersische, ägyptisch-chaldäische, griechisch-lateinische, und jetzt unsere fünfte Zeit; das würde der letzte Zeitraum sein. Ich habe Ihnen da die aufeinanderfolgenden Zeiträume schematisch dargestellt.

[ 26 ] Sie wissen nun auch aus meiner «Geheimwissenschaft» und aus andern Darstellungen, die ich gegeben habe, daß ein solcher Zeitraum ungefähr so lange dauert, bis der Frühlingspunkt der Sonne den ganzen Durchgang durch den Tierkreis vollendet hat. Es ist das nur ungefähr, aber für dasjenige, was wir jetzt in Betracht ziehen wollen, wird dieses Ungefähr seine gute Bedeutung haben. 747 vor dem Ereignis von Golgatha trat der Frühlingspunkt in das Tierkreiszeichen des Widders. Er blieb in diesem Tierkreiszeichen bis ins 15. Jahrhundert. Da ging er über und ist jetzt im Tierkreisbild der Fische. Vor 747 war der Frühlingspunkt im Zeichen des Stieres, also die ganze ägyptisch-chaldäische Kulturzeit hindurch ging die Sonne im Frühling im Sternbild des Stieres auf; daher der Stierdienst. Dann die urpersische Zeit; die verlief so, daß die Sonne aufging im Sternbilde der Zwillinge. Im Sternbilde des Krebses ging die Sonne auf während der urindischen Zeit. Dann kommen wir schon in die atlantische Zeit zurück und haben die sieben Kulturzeiträume in der atlantischen Zeit. Nun bitte ich Sie, einmal folgendes ins Auge zu fassen und es vor Ihre Seele hinzustellen als eine Frage, die wir uns heute zunächst einmal vorlegen.

[ 26 ] Sie wissen nun auch aus meiner «Geheimwissenschaft» und aus andern Darstellungen, die ich gegeben habe, daß ein solcher Zeitraum ungefähr so lange dauert, bis der Frühlingspunkt der Sonne den ganzen Durchgang durch den Tierkreis vollendet hat. Es ist das nur ungefähr, aber für dasjenige, was wir jetzt in Betracht ziehen wollen, wird dieses Ungefähr seine gute Bedeutung haben. 747 vor dem Ereignis von Golgatha trat der Frühlingspunkt in das Tierkreiszeichen des Widders. Er blieb in diesem Tierkreiszeichen bis ins 15. Jahrhundert. Da ging er über und ist jetzt im Tierkreisbild der Fische. Vor 747 war der Frühlingspunkt im Zeichen des Stieres, also die ganze ägyptisch-chaldäische Kulturzeit hindurch ging die Sonne im Frühling im Sternbild des Stieres auf; daher der Stierdienst. Dann die urpersische Zeit; die verlief so, daß die Sonne aufging im Sternbilde der Zwillinge. Im Sternbilde des Krebses ging die Sonne auf während der urindischen Zeit. Dann kommen wir schon in die atlantische Zeit zurück und haben die sieben Kulturzeiträume in der atlantischen Zeit. Nun bitte ich Sie, einmal folgendes ins Auge zu fassen und es vor Ihre Seele hinzustellen als eine Frage, die wir uns heute zunächst einmal vorlegen.

[ 27 ] Zeichnen wir uns einmal die Folge der Tierkreisbilder ein. Da haben wir also: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische. Wir werden nun hier schematisch einzeichnen, wie es mit den aufeinanderfolgenden Kulturperioden steht. Wir wissen, jetzt stehen wir im Fischezeichen in dem Frühlingspunkte, haben den fünften nachatlantischen Kulturzeitraum. Wir gehen zurück (siehe Zeichnung, Seite 165, dunkel schraffiert): Widder vierten nachatlantischen Kulturzeitraum, Stier dritten nachatlantischen Kulturzeitraum, Zwillinge zweiten nachatlantischen Kulturzeitraum, Krebs ersten nachatlantischen Kulturzeitraum. Wir kommen nun schon in die atlantische Zeit zurück. Die sieben Zeiträume der atlantischen Zeit (hell schraffiert): Löwe der siebente, Jungfrau der sechste, Waage der fünfte, Skorpion der vierte, Schütze der dritte, Steinbock der zweite, Wassermann der erste; und nun kommen wir in die lemurische Zeit zurück und wir sind wiederum bei den Fischen.

[ 27 ] Zeichnen wir uns einmal die Folge der Tierkreisbilder ein. Da haben wir also: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische. Wir werden nun hier schematisch einzeichnen, wie es mit den aufeinanderfolgenden Kulturperioden steht. Wir wissen, jetzt stehen wir im Fischezeichen in dem Frühlingspunkte, haben den fünften nachatlantischen Kulturzeitraum. Wir gehen zurück (siehe Zeichnung, Seite 165, dunkel schraffiert): Widder vierten nachatlantischen Kulturzeitraum, Stier dritten nachatlantischen Kulturzeitraum, Zwillinge zweiten nachatlantischen Kulturzeitraum, Krebs ersten nachatlantischen Kulturzeitraum. Wir kommen nun schon in die atlantische Zeit zurück. Die sieben Zeiträume der atlantischen Zeit (hell schraffiert): Löwe der siebente, Jungfrau der sechste, Waage der fünfte, Skorpion der vierte, Schütze der dritte, Steinbock der zweite, Wassermann der erste; und nun kommen wir in die lemurische Zeit zurück und wir sind wiederum bei den Fischen.

[ 28 ] Sie sehen, wenn Sie den wichtigen Zeitpunkt der letzten Kultur, des letzten Kulturzeitalters der lemurischen Zeit ins Auge fassen, und wenn Sie sich einmal durchlesen, was ich über diesen wichtigen Zeitraum der Erden-Menschheitsentwickelung in meiner «Geheimwissenschaft» dargestellt habe, dann werden Sie vor eine große Frage treten. Wenn Sie das nehmen, was ich in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» dargestellt habe, namentlich auch in den Darstellungen, die dann separat erschienen sind als «Unsere atlantischen Vorfahren», dann werden Sie sehen, wie man eigentlich von der Menschheit, insofern sie heute Menschheit ist, erst von diesem Zeitraum an sprechen kann, und dieser Zeitraum ist derjenige, wo der Frühlingspunkt in demselben Tierkreiszeichen war, in dem er jetzt wiederum ist. Wir haben als Menschheit einen vollständigen Kreislauf um den Himmel durchgemacht und sind in einer gewissen Beziehung wiederum angekommen beim Ausgangspunkt.

[ 28 ] Sie sehen, wenn Sie den wichtigen Zeitpunkt der letzten Kultur, des letzten Kulturzeitalters der lemurischen Zeit ins Auge fassen, und wenn Sie sich einmal durchlesen, was ich über diesen wichtigen Zeitraum der Erden-Menschheitsentwickelung in meiner «Geheimwissenschaft» dargestellt habe, dann werden Sie vor eine große Frage treten. Wenn Sie das nehmen, was ich in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» dargestellt habe, namentlich auch in den Darstellungen, die dann separat erschienen sind als «Unsere atlantischen Vorfahren», dann werden Sie sehen, wie man eigentlich von der Menschheit, insofern sie heute Menschheit ist, erst von diesem Zeitraum an sprechen kann, und dieser Zeitraum ist derjenige, wo der Frühlingspunkt in demselben Tierkreiszeichen war, in dem er jetzt wiederum ist. Wir haben als Menschheit einen vollständigen Kreislauf um den Himmel durchgemacht und sind in einer gewissen Beziehung wiederum angekommen beim Ausgangspunkt.

[ 29 ] Dieses, was ich jetzt sagte, bezieht sich auf das menschliche Werden. Wir haben öfter versucht darzustellen, wie sich das menschliche Seelenleben geändert hat in der Zeit bis zur atlantischen zurück. Wir wissen, wie anders dieses ganze menschliche Seelenleben in der urindischen Zeit etwa war, wie es noch anders war in der atlantischen Zeit. Aber wenn Sie meine Schrift über die atlantischen Vorfahren lesen, so werden Sie sehen, daß wir da schon in der atlantischen Zeit zurückkommen in eine solche Zeit, in der sich die menschliche Konfiguration auch körperlich so äußert, wie der Mensch seelisch dazumal war. Während in der nachatlantischen Zeit wesentlich das Seelenleben anders wirkt, wird ja während der atlantischen Zeit der ganze Körper metamorphosisch umgestaltet. Wir kommen also immer mehr und mehr, ich möchte sagen, zurück von der Region, die ich hier oben als die seelische charakterisiert habe, zu derjenigen, die hier unten als die leibliche ist, die von der andern Willensströmung durchsetzt wird. Und indem wir in der Atlantis weiter zurückkommen, kommen wir zurück auf die Metamorphosen, die sich auf die Leibesgestaltung beziehen. So daß wir sagen, während des Durchganges des Frühlingspunktes durch die Fische waren die Menschen in der Leibesgestalt, wie sie ist, kaum erst da (hell schraffiert). Hier gestaltet es sich immer mehr und mehr leiblich aus. Und hier beginnt es sich erst seelisch auszugestalten, um hier wiederum zu dem Punkte, von dem sie einstmals in bezug auf ihre Leibesgestaltung ausgegangen [sind], zurückzukommen. So daß Sie sagen können, den Tierkreiszeichen von den Fischen, Wassermann, Steinbock, Schütze, Skorpion, Waage bis hierher zur Jungfrau (hell schraffiert) entspricht die Umgestaltung der menschlichen Leibesform; und erst diesen oberen Tierkreiszeichen entspricht für uns die Umgestaltung des seelischen Wesens des Menschen.

[ 29 ] Dieses, was ich jetzt sagte, bezieht sich auf das menschliche Werden. Wir haben öfter versucht darzustellen, wie sich das menschliche Seelenleben geändert hat in der Zeit bis zur atlantischen zurück. Wir wissen, wie anders dieses ganze menschliche Seelenleben in der urindischen Zeit etwa war, wie es noch anders war in der atlantischen Zeit. Aber wenn Sie meine Schrift über die atlantischen Vorfahren lesen, so werden Sie sehen, daß wir da schon in der atlantischen Zeit zurückkommen in eine solche Zeit, in der sich die menschliche Konfiguration auch körperlich so äußert, wie der Mensch seelisch dazumal war. Während in der nachatlantischen Zeit wesentlich das Seelenleben anders wirkt, wird ja während der atlantischen Zeit der ganze Körper metamorphosisch umgestaltet. Wir kommen also immer mehr und mehr, ich möchte sagen, zurück von der Region, die ich hier oben als die seelische charakterisiert habe, zu derjenigen, die hier unten als die leibliche ist, die von der andern Willensströmung durchsetzt wird. Und indem wir in der Atlantis weiter zurückkommen, kommen wir zurück auf die Metamorphosen, die sich auf die Leibesgestaltung beziehen. So daß wir sagen, während des Durchganges des Frühlingspunktes durch die Fische waren die Menschen in der Leibesgestalt, wie sie ist, kaum erst da (hell schraffiert). Hier gestaltet es sich immer mehr und mehr leiblich aus. Und hier beginnt es sich erst seelisch auszugestalten, um hier wiederum zu dem Punkte, von dem sie einstmals in bezug auf ihre Leibesgestaltung ausgegangen [sind], zurückzukommen. So daß Sie sagen können, den Tierkreiszeichen von den Fischen, Wassermann, Steinbock, Schütze, Skorpion, Waage bis hierher zur Jungfrau (hell schraffiert) entspricht die Umgestaltung der menschlichen Leibesform; und erst diesen oberen Tierkreiszeichen entspricht für uns die Umgestaltung des seelischen Wesens des Menschen.

[ 30 ] Diese Dinge muß man sich zunächst aus der Geisteswissenschaft heraus vorhalten, und man wird sehen, daß man da eigentlich erst an dem Punkt steht, wo man sich Begriffe und Vorstellungen bilden kann über die Wesenhaftigkeit des Menschen. Auf der andern Seite aber dürfte schon wenigstens ahnungsgemäß ein Licht fallen auf das, was ich oftmals hier gesagt habe, daß wir in einem wichtigen Zeitalter leben. Denn während wir uns als Menschheit auf der Erde entwickelt haben, ist der Frühlingspunkt der Sonne herumgegangen im ganzen Weltenraume und ist in unserem Zeitalter wieder zurückgekommen. Wir müssen also Aufgaben erfüllen, die gewissermaßen sich daher leiten, daß die Menschheit an ihren Ausgangspunkt zurückgekommen ist, daß sie in ihrem Seelenleben etwas unternehmen muß, was entspricht diesem Zurückkommen an den Ausgangspunkt. Ich wollte heute nur hindeuten auf dasjenige, was auf unsere Empfindungen sich abladen kann aus einer solchen Betrachtung über die Wichtigkeit des gegenwärtigen menschlichen Zeitenraumes. Allerdings gilt das, was ich gesagt habe, für die fortgeschrittensten Glieder der zivilisierten Menschheit; aber auf die kommt es ja im Grunde genommen für die Entwickelung der Menschheit eigentlich an.

[ 30 ] Diese Dinge muß man sich zunächst aus der Geisteswissenschaft heraus vorhalten, und man wird sehen, daß man da eigentlich erst an dem Punkt steht, wo man sich Begriffe und Vorstellungen bilden kann über die Wesenhaftigkeit des Menschen. Auf der andern Seite aber dürfte schon wenigstens ahnungsgemäß ein Licht fallen auf das, was ich oftmals hier gesagt habe, daß wir in einem wichtigen Zeitalter leben. Denn während wir uns als Menschheit auf der Erde entwickelt haben, ist der Frühlingspunkt der Sonne herumgegangen im ganzen Weltenraume und ist in unserem Zeitalter wieder zurückgekommen. Wir müssen also Aufgaben erfüllen, die gewissermaßen sich daher leiten, daß die Menschheit an ihren Ausgangspunkt zurückgekommen ist, daß sie in ihrem Seelenleben etwas unternehmen muß, was entspricht diesem Zurückkommen an den Ausgangspunkt. Ich wollte heute nur hindeuten auf dasjenige, was auf unsere Empfindungen sich abladen kann aus einer solchen Betrachtung über die Wichtigkeit des gegenwärtigen menschlichen Zeitenraumes. Allerdings gilt das, was ich gesagt habe, für die fortgeschrittensten Glieder der zivilisierten Menschheit; aber auf die kommt es ja im Grunde genommen für die Entwickelung der Menschheit eigentlich an.

[ 31 ] Wie sich diese Dinge dann gerade mit Bezug auf das letztere verhalten, davon wollen wir dann morgen weitersprechen.

[ 31 ] Wie sich diese Dinge dann gerade mit Bezug auf das letztere verhalten, davon wollen wir dann morgen weitersprechen.