Anthroposophy as Cosmosophy I
GA 208
21 October 1921, Dornach
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Cosmosophy Volume Two, tr. Meuss
Zwölfter Vortrag
Lecture I
[ 1 ] Wir wollen heute einiges über den Zusammenhang des Menschen in leiblicher, seelischer und geistiger Beziehung mit der Welt betrachten. Wir haben ja gesehen, wie in einer gewissen Weise das, was der Mensch an dem ganzen Universum, an dem ganzen Kosmos zwischen dem Tod und einer neuen Geburt erlebt, im Erdenleben dann in sein Inneres hereinzieht. Wir haben gesehen, wie das, was der Mensch vor der Geburt oder vor der Empfängnis, sagen wir, wie äußere Erlebnisse hat, wie das dann in der Wirkung sich auslebt in seinen Organen, in seinem Inneren, in seinem organischen Inneren. Wir wollen heute einmal nach der anderen Seite hin den Menschen betrachten in seinem Verhältnisse zur Welt, und zwar so, wie das, was der Mensch zwischen Geburt und Tod erlebt, dann mit ihm durch die Pforte des Todes geht und zu Erlebnissen eines erneuten Lebens zwischen dem Tod und einer neuen Geburt wird.
[ 1 ] Today we’ll give some consideration to the way human beings relate to the world in body, soul and spirit. We have seen that experiences gained through the whole cosmos between death and rebirth become part of our inner life when we are on earth. We have seen that experiences that were like “outside” experiences before birth, or conception, come into their own by being active in our internal organs. Today, the intention is to consider the other side of the human being’s relationship to the world, that is, how the experiences gained between birth and death are taken through the gate of death and become experiences we live through in a further life between death and rebirth.
[ 2 ] Wir müssen ja am Menschen unterscheiden, was er zunächst während des Erdenlebens als sein inneres Leben hat, und das, was sich als eine Art von Außenleben von ihm absondert. Inneres Leben — wir können.ja zunächst hinweisen auf die Gefühle, auf den inneren Empfindungsgehalt, den der Mensch durchmacht zwischen der Geburt und dem Tode. Das ist sein eigentliches Innenleben. Was der Mensch fühlt, fühlt gegenüber den Eindrücken, welche die äußere Welt auf ihn macht, fühlt gegenüber seinem eigenen inneren Erleben, fühlt auch an Zubilligung oder an Vorwürfen gegenüber seinen Willensäußerungen, gegenüber seinen Handlungen, das alles ist etwas, was der Mensch während des Erdenlebens mehr oder weniger mit sich selber abmacht, wohinein er den anderen zwar blicken lassen kann, aber das Wesentliche an alledem ist doch die Art, wie der Mensch das mit sich selber abmacht.
[ 2 ] We must distinguish between the inner life we have during life on earth and the kind of outside life which we put out into the world. In the first place, we can consider the inner life to include all the feelings and inner responses we go through between birth and death. The feelings we have about impressions gained of the outside world, about our own inner experiences, and also about the approval or objections that meet our actions, actions which arise out of the will—all this is something we more or less settle for ourselves, letting others get a glimpse, perhaps, but essentially dealing with it on our own.
[ 3 ] Was der Mensch in der Wahrnehmung erlebt, das ist, wie wir schon durch die Betrachtungen der letzten Zeit wissen, nicht eigentliches wirkliches Erleben, das ist Scheinwelt, die sich um uns herum ausbreitet. Das ist die Welt, welche im Grunde genommen weder innerlich noch äußerlich ist, an der wir teilnehmen, und die wir ja nur dadurch, daß wir uns Gedanken über sie bilden, daß wir an ihr Gefühle entwickeln, daß sie uns anregt, das oder jenes zu tun, zu unserer Innenwelt machen. Wie wir uns zu ihr verhalten, das ist ja im wesentlichen das Ergebnis unserer Fähigkeiten, die wir uns durch die Geburt ins Dasein mitbringen. Wie wir uns also zur Außenwelt verhalten, auch der Ort, an dem wir stehen, das Volk, in das wir hineingeboren sind und so weiter, das alles ist durch die vorhergehenden Erden- und Geistesleben bedingt. Das weist uns also eher zurück, als daß es uns vorwärts weisen könnte.
[ 3 ] Our experiences based on sensory perception do not reflect reality—this has been the subject of recent lectures; an unreal world extends all around us. It is a world which in essence is neither inner nor outer; we are involved in it and really only make it our inner world by having thoughts about it, developing feelings about it, and we are stimulated by it to take particular actions. Basically our attitude to it arises from faculties we bring with us when we are born into this world. Our approach to the outside world, and also the place where we are, the nation into which we are born, and so on, is always determined by earlier lives lived on earth and in the spirit. These things hark back and do not take us forward.
[ 4 ] Aber etwas anderes, was uns mit der Außenwelt verbindet, müssen wir betrachten: Was in unserem Wollen wurzelt und übergeht in unsere Handlungen, das wird ein Stück Außenwelt. Alles, was durch unser Handeln geschieht, verändert die Außenwelt. Das geringste, was wir machen, gibt ja der Außenwelt irgend etwas, was diese Außenwelt verändert.
[ 4 ] We also need to consider another way in which we relate to the outside world. Our actions, which have their origin in the will, become part of the outside world. Every action we take changes that world. The least thing we do adds something to the outside world and therefore changes it.
[ 5 ] Nun aber können wir sagen: Diese Außenwelt, die wir da selber bereiten durch unser Handeln, diese Außenwelt, die wurzelt in unserem Wollen. Sie ist also zu uns in einem Verhältnisse wie die Ereignisse während des Schlafes. In die Tiefen unserer Willenswelt sehen wir ja mit unserem Bewußtsein, mit dem gewöhnlichen Bewußtsein, ebensowenig hinein wie in die Zustände während des Schlafes. Was da eigentlich vorgeht in der Willenswelt, das also bleibt außerhalb des Bewußtseins. Ich habe es oft ausgesprochen: Wenn wir nur einen Arm bewegen, wenn wir eine Hand bewegen — der ganze Willensvorgang, jene Kraftentfaltung, die in dem sich bewegenden Arm, in der sich bewegenden Hand wirken, sie entziehen sich dem Bewußtsein. Aber wir sehen auf unsere bewegte Hand. Wir sehen die Veränderung, die wir hervorbringen. Wenn wir nur einen Gegenstand von einem Orte an einen anderen legen, so nehmen wir durch unsere Wahrnehmungen die Veränderung in uns auf. Wir können also sagen: Durch unsere Wahrnehmungswelt wissen wir von unseren eigenen Willensäußerungen. Es fließt gewissermaßen unser Wollen und seine Wirkungen in unsere Wahrnehmungswelt hinein.
[ 5 ] Thus we are able to say that the outside world created by our own actions has its origin in our will intent. The quality of its relationship to us is therefore the same as that of events which occur during sleep. Our everyday conscious mind is no more able to gain insight into the deep-down world of the will than into the conditions that exist during sleep. The real events in the world of the will are not accessible to the conscious mind. As I have said many times before, when we move an arm, or a hand, the conscious mind has no awareness of the whole will-driven process, of the power that develops and is active in the moving arm or hand. We merely see the changes we have wrought. When we move an object from one place to another, our senses make us aware of the change we have made. We are therefore able to say that sensory perception makes us aware of the effect we have through the will. Our will impulses and their effects flow into the world we perceive with the senses, as it were.
[ 6 ] Erinnern wir uns an das, was wir in der letzten Zeit an uns herangebracht haben. Wir haben gesagt: Da ist zunächst der physische Leib des Menschen (siehe Zeichnung, hell); da ist dann der Ätherleib des Menschen (rot). Zwischen beiden ist die webende Gedankenwelt, insofern sie eingegliedert ist in unseren Organismus. Zwischen dem Ätherleib und dem astralischen Leib (grün) befindet sich die Gefühlswelt, und zwischen dem astralischen Leib und der Ich-Hülle (blau) befindet sich die Willenswelt.
[ 6 ] Let us recall something we have been considering in recent lectures. We said: First of all we have the human physical body (white in Fig. 1); and the human ether body (red). Between them is the actively moving world of thoughts—in so far as it is part of the organism. Between the ether body and the astral body (green) lies the world of our feelings, and between the astral body and the enveloping I (blue) the world of the will.


[ 7 ] Diese Willenswelt, sie kann ja eigentlich im gewöhnlichen Bewußtsein von dem Ich nicht unterschieden werden. Sie verbindet sich ganz und gar mit dem Ich. Aber alles das, was im Ich vorgeht, wenn das Ich will, handelt, alles das kommt nicht unmittelbar in das gewöhnliche Bewußtsein herein. Das ist eben, wie gesagt, unter dem gewöhnlichen Bewußtsein wie die Ereignisse des Schlafzustandes.
[ 7 ] In ordinary consciousness, the world of the will cannot be distinguished from the human I, being completely bound up with it. But not everything that goes on in the I when it is acting out of the will comes to conscious awareness in a direct way. It is at a level that is below ordinary conscious awareness, as I said, like the events that occur during sleep.
[ 8 ] Im physischen Leib haben wir die Sinnesorgane, und die Sinnesorgane, sie haben die Wahrnehmungen. Durch diese Wahrnehmungen nehmen wir auch unsere Willensäußerungen wahr. Im physischen Leibe also sind Augen und Ohren, und was sich da aus Ich und Willenswelt entwickelt, das wird eigentlich durch die Sinne wahrgenommen. Also das, was das äußerste ist im Menschen, die Wahrnehmung, sie verbindet sich mit demjenigen, was der Mensch da erlebt durch seinen Willen und durch das Ich (großer Pfeil).
[ 8 ] The sense organs in our physical body perceive anything our will brings to expression. Something arising out of the I and the world of the will is thus perceived with our eyes and ears. In this way, sensory perception, which is the most outside part of us, connects with the things we do out of will and I (arrow Fig. 1).
[ 9 ] Nehmen Sie nur dieses, wenn wir durch unser Ich ein paar Schritte machen: was da im Willen lebt, wie in den Untergründen des menschlichen Organismus etwas vorgeht, was unsere Beine vorwärtstreibt, das alles entzieht sich dem Bewußtsein. Aber wir sehen, indem wir ein Stückchen vorwärtsgegangen sind, eine andere Umgebung oder wenigstens die Umgebung in einem anderen Anblicke. In diesem anderen Anblicke haben wir in der Sinneswahrnehmung gegeben, was uns im gewöhnlichen Bewußtsein die Vorstellung vermittelt, ein Bild gibt von dem, was sonst eigentlich unten in den Tiefen eines wachenden Schlafes ist. Indem wir unser Ich zum Willen aufraffen, die Willensimpulse in Handlungen umsetzen, erleben wir also diese Handlungen — gleichgültig ob sie durch Gehen oder durch Greifen oder durch Schreiten, durch irgendeine Arbeit bewirkt werden -, alle diese Dinge erleben wir durch das Wahrnehmen. Wir gehören eigentlich mit unserem Willen unserer äußeren Wahrnehmungswelt an. Halten wir das nur durchaus fest: Wir gehören mit unserem Willen unserer äußeren Wahrnehmungswelt an. Wir kommen, indem wir das entwickeln, was wir da an Willensäußerungen, an unseren Willensoffenbarungen beobachten, wir kommen da nicht in unser eigentliches Inneres hinein. Wir absolvieren damit, obwohl der Wille aus unserem tiefsten Inneren strömt, für unser Bewußtsein eigentlich einen äußeren Vorgang, oder besser gesagt eine Summe von äußeren Vorgängen im Leibe. .
[ 9 ] When the I makes us take just a few steps, we have no conscious awareness of the life of the will, nor of anything that goes on deep down in the human organism and makes our legs move. Yet when we have taken those steps we see the world from a different point of view. In ordinary consciousness, sensory perception provides us with an idea, an image of something that really lies in the depths of waking sleep. Gathering up the powers of the I in an act of will, letting will impulses become actions, we know about our actions through the changes perceived with the senses, irrespective of whether these actions involve walking, taking hold of something, or some kind of work. It is important to realize that through the will we really belong to the world which the senses perceive around us. This is something to remember: In our will we belong to the outside world. Developing ideas about anything we observe concerning the way the will comes to expression will not help us to enter into our true inner nature. Despite the fact that the will flows from the deepest part of the inner life, doing so continues to be an external process for the conscious mind, or rather a sum of such processes in the body.
[ 10 ] Nehmen wir jetzt dagegen das Innere. Da haben wir zunächst die webende Gedankenwelt. Diese webende Gedankenwelt, wie sie nach außen wirkt, kann uns eigentlich in diesem Zusammenhange nicht interessieren. Nach außen lebt diese Gedankenwelt so, daß sie einen gewissen logischen, gesetzmäßigen Zusammenhang in die Wahrnehmungen hineinbringt. Wir klassifizieren die Natur. Wir sehen Pflanzen, die einander ähnlich sind, bringen sie in eine Klasse; wir sehen Tiere, die einander ähnlich sind, bringen sie in eine Klasse. Wir suchen sonstige Naturgesetze. Alles, was wir auf diese Weise ausgestalten, gehört eigentlich nicht zu unserem eigentlichen Innenleben. Es ist das, was als Wissenschaft allen Menschen gemeinsam ist. Es gehört nicht zu unserem Innenleben.
[ 10 ] In the inner life we have first of all the mobile world of thoughts. In outer terms, and of no real interest in the present context, its life consists in bringing some degree of logic and order into the things perceived through the senses. We classify objects, putting plants or animals that are similar to each other into the same class, and we look for other laws of nature. It is part of the body of knowledge which is common to all humanity, but it is not really part of our inner life. On the other hand we cannot really say that everything we have by way of thought is outside our inner life.
[ 11 ] Aber wir können nicht ohne weiteres sagen, daß alles Gedankenmäßige nicht zu unserem Innenleben gehört. Sie brauchen sich ja nur vorzustellen, wie, wenn Sie durch äußere Wahrnehmungen, sagen wir, eine herrliche Gegend einmal in sich aufgenommen haben, sich Gedanken über diese herrliche Gegend gemacht haben, wie Sie dies jederzeit, wenn auch verblaßt, aus der Erinnerung wiederum hervorrufen können. So bildet das, was sich da als Gedanke anlehnt an das Äußere, einen Teil Ihrer Innenwelt. Ebenso ist es mit anderem, was aus der Außenwelt herein erlebt wird, was sich in Gedanken verwandelt, was einen Teil der Innenwelt bildet.
[ 11 ] Just remember a magnificent landscape you may have seen, for instance, and thought about. You can recall it from memory at any time, though it may have faded a little. Thoughts developed in connection with the outside world therefore become part of your inner world. Anything that comes to us from the outside world and is transformed into thoughts thus becomes part of the inner world.
[ 12 ] Diese Gedanken, die durchsetzen ja zunächst den Ätherleib. Sie verbinden sich aber auch weiterhin mit dem Gefühle bis zum Astralleib hin. Das alles ist etwas, was innerlich vorgeht. Diese Innenseite des Gedankenlebens, die Gefühlswelt dazu, das ist die eigentliche menschliche Innenwelt. Wir können eigentlich nichts von dem, was wir da an dem inneren Aspekt unserer Gedankenwelt erleben, was wir in unserem Gefühl erleben, in der Außenwelt suchen. Wir müssen immer in unser Inneres hineinschauen, wenn wir das kennenlernen wollen. Ich habe schon vorhin gesagt: Wir können mit Menschen sprechen, wir können andere Menschen willkürlich in uns Einblick gewinnen lassen, aber das Wesentliche davon ist doch eben: Innenleben. -— Und wir können jetzt genau unterscheiden, was in gewissem Sinne Außenleben ist, indem der Mensch sein Inneres in die Außenwelt fortwährend hineinträgt, und was Innenwelt ist.
[ 12 ] Initially these thoughts enter into the ether body but they then also connect with our feelings and the astral body. All this is inner process. This inner part of the life of thought and with it, the world of feelings, are the true inner life. We really cannot look to the outside world for any of the things we experience in the inner aspect of the life of thought and in our feelings, but only inside ourselves. As I said, we can talk to people and choose to let them see something of what lives in us, but essentially it is indeed an inner life. We are now able to distinguish clearly between the outside life that develops because human beings are constantly taking their inner life into the outside world, and our true inner world.
[ 13 ] Wenn wir uns von einem Eisenbahnzug in einer Nacht von der Westschweiz nach der Ostschweiz tragen lassen, dann befinden wir uns des Morgens in einer ganz anderen Willensumgebung und nehmen diese Willensumgebung durch unsere Wahrnehmung in uns auf. Unser Inneres haben wir mitgetragen. Es ist dasselbe Innere, das wir an dem einen Orte gehabt haben und das wir an dem nächsten Orte haben, höchstens eben modifiziert durch dasjenige, was wiederum von den Gedanken aus nach innen zu uns bewegt hat, was eben Inneres geworden ist.
[ 13 ] If we get on a train and travel through the night from the eastern to the western part of Switzerland, we are in a completely different will environment in the morning and we are able to perceive this with the senses. We have taken our inner life with us; it is the same wherever we may be, though it may have been modified by thoughts which have touched us inwardly and become part of the inner life.
[ 14 ] Wir können also ganz genau unterscheiden, wenn wir wollen, zwischen dem, was des Menschen eigentliches Inneres ist, seelisch gewoben aus den Gedanken und Gefühlen, leiblich gewoben aus einem Ineinander-Rhythmen von Ätherleib und astralischem Leib — wir können davon unterscheiden, was in gewissem Sinne Außenwelt ist, seelisch gewoben aus Willensinhalt und Wahrnehmungsinhalt, leiblich gewoben aus Ich und physischem Leib. Denn wir nehmen unseren physischen Leib mit, beobachten ihn, er kommt in andere Verhältnisse zur Umgebung. Wir können das Innere und das Äußere unterscheiden in der Weise, wie ich es eben gesagt habe.
[ 14 ] If we want to we can therefore make clear distinction between the inner life—which in soul is woven out of thoughts and feelings and in body is woven out of the interacting rhythms of ether body and astral body—and the world which in a sense is “outside world”. The soul aspect of this “outside” world is woven out of will content and sensory perception content, the bodily aspect out of I and physical body. For we take our physical body with us and observe it, and it enters into a different situation in the environment. We can distinguish between inner and outer in the way I have just shown.
[ 15 ] Diese Unterscheidung ist aber sehr wichtig, wenn man nun betrachten will das Leben, das der Mensch hindurchträgt durch die Todespforte. Wir können in einer sehr kompendiösen Weise aussprechen, wie sich das, was wir jetzt charakterisiert haben als Inneres und Äußeres, nach dem Tode verhalten wird, denn wir können sagen:
[ 15 ] This is most important when we come to consider the life which human beings take with them through the gate of death. Putting it briefly, the relationship of inner to outer after death is like this:
Das Äußere wird Inneres.
Das Innere wird Äußeres.
The outer becomes inner.
The inner becomes outer.
[ 16 ] Das ist in der Tat die gewaltige Veränderung, die vorgeht durch den Tod hindurch. Das Äußere wird Inneres. Geradeso wie wir jetzt das Innere unserer Seele empfinden — wir können es uns vergegenwärtigen, wie dieses Seelisch-Innere aus Gedanken und Gefühlen durcheinandergewoben ist —, wie wir zu diesem Inneren Ich sagen, so wird nach dem Tode alles, was wir an Wahrnehmungen über unsere Handlungen erlebt haben, unser Inneres. Es ist aber wie in einem Punkt zusammengefaßt, möchte ich sagen, oder besser, in eine Sphäre zusammengefaßt, was wir nun als Inneres erleben: die Anschauung dessen, was wir hier auf der Erde getan haben. Was wir getan haben — wir tragen wie unsere innere Erinnerung durch den Tod die Bilder unseres gesamten Erdenseins, und das ist dann unser Inneres. Also es ist wie eine völlige Umkehrung: was Äußeres war, was wir nur wahrnehmen konnten durch die Anschauung dessen, was wir tun, das ist dann unser Inneres. So wie wir jetzt in den Empfindungen, in den Gefühlen der äußeren Eindrücke leben, so leben wir dann in unseren Taten. Unsere Taten sind sogar dann unser Inneres. Wer also irgend jemandem etwas Gutes oder etwas Böses getan hat, der ist dann das selber, was er Gutes und was er Böses getan hat. Er ist es wirklich nach dem Tode selber. Man darf sich diese Dinge nicht so abstrakt vorstellen, daß irgendein unbestimmtes Ich durch den Tod durchschlüpft und dann etwas anderes ist, oder ein bißchen anders ist, sondern wir sind das, was wir getan haben, bis auf die Einzelheiten hin selber. Wir sind nach dem Tode jede unserer Taten. Wir sind jedes unserer Erlebnisse und sagen zu alledem Ich.
[ 16 ] That is the tremendous change which comes with death. The outer becomes inner. We can bring to mind the way the inner life of the soul is made up of interweaving thoughts and feelings and that this is what we mean when we say “I”. After death everything our senses have perceived with regard to our actions becomes our inner life, which is then gathered in a point or, better, a sphere: a view of everything we have done on earth. We take with us through death our whole life on earth, like an inner memory, and this becomes our inner life. There has been a complete reversal: everything the senses previously perceived to be our actions outside us will then be our inner life. Now we live in our inner responses and feelings; then we’ll live in our actions, which will have become our inner life. So if you have done a kindness to someone or you have done something bad, after death you yourself will actually be the good and bad things you have done. You mustn’t be abstract about this and imagine some vague I slipping through death and then being something else, or a bit different. No, we ourselves will be our past actions, in every detail. We shall be every one of our actions and experiences and call all of this “I”.
[ 17 ] Dagegen wird das Innere ein Äußeres. Alle Gedanken, Gedanken- und Gefühlswelt wird ein Äußeres. So wie jetzt um uns herum entweder die scheinende Sonne mit den Wolken ist oder in der Nacht der Sternenhimmel mit seinen Bewegungen, so sind nach dem Tod um uns herum als unsere Außenwelt unsere Gedanken und unsere Empfindungen. Also das, was wir intim in uns tragen, das gliedert sich der Außenwelt ein nach dem Tode, das erscheint uns in mächtigen Bildern in der Außenwelt. Wir sehen nach dem Tode einen Himmel, an dem uns, so wie vom jetzigen Himmel die Sonne erglänzt, unser jetziges inneres menschliches Wesen erglänzt.
[ 17 ] The inner on the other hand will become the outer. The whole world of our thoughts and feelings becomes something outside us. Here and now we have the sun and the clouds around us, or the starry heavens and their movements during the night. After death our present thoughts and inner responses will be our external environment. Things that are in our innermost heart will become part of the outside world after death and appear in mighty images. The heavens, where now the sun is shining, will then be shining with the inner life that we have here and now.

[ 18 ] Wenn ich es im einzelnen schildern soll, so ist es so: Ich sagte vorhin, unsere Taten fühlen wir wie eine Sphäre, wie unser Inneres. Was wir in der Welt erarbeitet haben, das gehen wir immer wieder und wieder durch; wie wir gegangen sind, so gehen wir wiederum. Wir sind gewissermaßen nach dem Tode etwas, was in immer vergrößerter Weise in einer Sphäre die eigenen Taten erlebt (siehe Zeichnung, blau). Und wir blicken immer zurück auf die Erde (grün). So wie wir jetzt hinausschauen in den Weltenraum zu den Sternen, zur Sonne, so blicken wir dann zurück zur Erde (Pfeile). Und die Erde ist umgeben von den Bildern unserer vorhergehenden Innenwelt. Nicht etwa als ob wir den bloßen Schein unserer Innenwelt erleben würden, sondern wir erleben von dem Orte aus, den wir verlassen haben, uns nachscheinend, diejenigen Dinge, die früher unsere Innenwelt waren, wie von diesem Orte ausströmende Wolkengebilde, auch Sternengebilde und so weiter. Die frühere peripherische Welt, in der fühlen wir uns drinnen, und die frühere Welt der Erde, auf der wir standen, fühlen wir wie unsere zentrale Außenwelt. Nach der blicken wir hin. Wir selbst sind dann die Umlaufenden, und die in der Mitte befindliche Erde ist dann dasjenige, zu dem wir hinschauen, und das im Abrollen unser ganzes Innenleben in mächtigen Bildern aufrollt.
[ 18 ] This may be described in more detail as follows. I said that we shall feel our actions to be like a sphere that is our inner life. We’ll be going through everything we achieved on earth, over and over again, following every path that we took before. After death, then, we are something which experiences its own actions as a sphere that is growing bigger and bigger (blue in Fig. 2). And we’ll always look back to the earth (green). Now we look out into space to see the stars and the sun; then we’ll be looking back to the earth. And the earth will be surrounded by the images of what used to be our inner life (arrows Fig. 2). Not that we’d experience our inner world as mere maya; we’ll experience everything that used to be our inner world shining out from the place we have left behind and this will be like cloud formations, starry constellations, and so on, streaming out from that place. We shall feel ourselves to be in the world which previously was at the periphery, and the earth on which we used to stand will have become our central outside world. We’ll be looking towards it. We ourselves move in orbit then, and the earth will be at the centre and we’ll look towards it and see mighty images of the whole of our inner life unfold before us.
Das Äußere wird Inneres.
Das Innere wird Äußeres.
The outer becomes inner.
The inner becomes outer.
[ 19 ] Das geschieht bis auf die Einzelheiten hin.
[ 19 ] This will be true in every detail.
[ 20 ] Wenn man dann aus der sich immer mehr ausbreitenden Sphäre hinunterschaut auf die Erde zurück, dann sieht man von der Erde zurückströmend all die Gefühle, Empfindungen auch, die man anderen Menschen entgegengebracht hat. Das, was man außer in bezug auf Menschen innerlich erlebt hat, das erscheint mehr als Wolkengebilde, aber sternenhaft erscheinen die Empfindungen, die man für Menschen gehabt hat. Die Menschen selber aber, die man im Leben zwischen Geburt und Tod als Gestalten sieht, die Menschen selber, die man auf diese Weise erlebt als Erlebnisse, die bewirkt sind durch die Taten, dies wird eine Welt. Also alle die Menschen, mit denen Sie in Beziehung gestanden haben, werden mit Ihre Innenwelt.
[ 20 ] Looking back to the earth from the sphere which is growing ever wider, we shall see all the feelings and inner responses we had for other people streaming back towards us from the earth. Inner experiences that did not relate to human beings will appear more as cloud formations, but the inner responses we had to people will be like stars. The actual people whom we saw as figures during life on earth then become experiences based on our actions, and in this way anyone with whom we have had anything to do will become part of our inner world.
[ 21 ] Das ist natürlich durchaus gegenseitig. Jeder Mensch trägt, so wie er jetzt in sich seine Gefühle oder auch sein Herz und seinen Magen trägt, zwischen dem Tod und einer neuen Geburt alles, was sich abgespielt hat äußerlich im Raume und sonst zwischen ihm und den anderen Menschen, mit der Gestalt der anderen Menschen in sich. Von zwei Menschen, die sich gegenseitig nahegestanden haben, trägt der eine, A, das Bild des B, der B das Bild des A als seinen eigenen inneren Gehalt in sich. Das Äußere wird Inneres; das Innere, die Gefühle, die wir erlebt haben, die werden Äußeres, die werden kosmischer Inhalt. Was wir für die Menschen empfunden haben, was wir alles von den Menschen erhalten haben, das strahlt uns von der Erde nach.
[ 21 ] This is, of course, entirely mutual. Now every human being has feelings inside, and also a heart and a stomach. Between death and rebirth we shall have the form of the other human beings in us and with them everything that took place between them and us in physical space and in other ways. If two people had a connection, one of them, A, will have the image of B in him, and B the image of A. The outer becomes inner; the inner—feelings we have experienced—becomes outer, cosmic content. Anything we felt for others and anything they have been to us shines out after us from the earth.
[ 22 ] Auf diese Weise wird der Mensch tatsächlich zu einer Art Schöpfer dessen, was nach dem Tode um ihn herum ist. Während des Lebens ist es so: Nicht wahr, wir stehen ja immer an irgendeinem Punkte der Welt — ich meine jetzt nicht nur das gewöhnliche triviale in Basel- oder in Dornach-Stehen, sondern ich meine das überhaupt als irgendeinen Punkt, irgendeinen Standpunkt in der Welt, den wir haben, sowohl in physischer wie in moralischer Beziehung. Von dem aus sehen wir dann die Welt. So daß wir sagen können: Wir stehen an einem bestimmten Punkte und sehen die Welt von diesem Punkte aus perspektivisch. Das ist etwas Subjektives. Jeder andere hat ja seinen anderen Standpunkt.
[ 22 ] That is how we actually become the creators, in a way, of the world that is around us after death. In life it is like this: I think you’ll agree that we always are at a particular point in the world—I don’t just mean the ordinary fact that we are in Basle or in Dornach—but altogether we have a particular standpoint, both in the physical and the moral sense. We see the world from that standpoint, which gives us our perspective. This is something subjective, for others have their own standpoints.
[ 23 ] Nach dem Tode ist es anders. Da haben die Menschen schon ein Gemeinsames. Sie haben nämlich die Sphäre als ein Gemeinsames. Aber jeder hat ein anderes Innenleben gehabt. Daher umstrahlt sich ihm die Erde in einer anderen Weise, mit anderen Wolken, mit anderen Sternengebilden. Es ist so, als wenn alle Menschen an einem einzigen Punkte auf der Erde stehen würden, aber hier für den einen einmal das Bild, für den anderen ein anderes Bild vorhanden sein würde. So etwa kann ich das versinnlichen für die Zustände nach dem Tode.
[ 23 ] It is different after death. Human beings then have the sphere in common. Yet they have all had different inner lives. The earth therefore shines in a different way for each—different clouds and different stars. It is as if all human beings had one and the same standpoint on earth, but one would be seeing one image at one time, and a different one at another. That is more or less how I can give you a picture of the situation after death.

[ 24 ] Der Mensch legt ja mit dem Tode seinen physischen Leib ab. Dieser physische Leib wird — ich habe das auch schon im Zusammenhange mit früheren Darstellungen der letzten Wochen hier auseinandergesetzt — von dem Erdenreich selber aufgelöst. Was aber bleibt, das ist jenes Gewebe, das aus unseren Taten entsteht, indem wir unsere Taten, die Offenbarungen unseres Willens, mit unseren Wahrnehmungen verfolgen. Denken Sie sich, alle Wege, die Sie gemacht haben auf der Erde - nehmen wir also an: als Kind, da sind Sie so irgendwie herumgekrochen, dann gegangen, dann haben Sie eine weite Reise gemacht, alles mögliche, nicht wahr -, das alles, das wird dann Innenleben. Aber das ist nur das äußerste Gerüste.
[ 24 ] We put aside our physical body when we die. It is dissolved by the realm of earth itself, as I have shown in the lectures of these last few weeks [Vol. 1]. There remains the tissue that results when our sensory perceptions follow the actions we have performed out of the will. Think of all the distances you have covered on earth, crawling when you were an infant, then walking, later going on long trips—all kinds of things—all this becomes inner life, though only the outermost skeleton of it.

[ 25 ] Nun, alles das, was Sie da im einzelnen getan haben, alles das webt sich zu einem Gewebe zusammen; das dehnt sich aus, das wird Sphäre, das wird Innenleben. Es wird Innenleben, und daß es Innenleben wird; das verbürgt dem Menschen sein Ich während des Erdendaseins. Denn von der Erde hat er sein Ich oder durch die Erde hat er sein Ich. Daß er alles das, was er auf derErde tut, nach dem Tode zusammengewebt erhält in einem solchen Wahrnehmungs-Erinnerungsbilde, das bewirkt, daß er sein Ich eben durch den Tod trägt. Dagegen die eigentlichen inneren Erlebnisse, sie werden ja kurze Zeit nach dem Tode nacherlebt, indem sich der Ätherleib erst etwas später löst. Der Ätherleib löst sich aber in den Weltenraum hinaus auf, und das gibt die Grundlage dafür ab, daß alles das, was aus Gedanke und Gefühl so vom Ätherleib aus, aber auch mit dem astralischen Einschlag, gewoben ist, daß das wird zu jenem Wolkengebilde oder auch, wie ich angedeutet habe, Sternengebilde, das die Erde umgibt. Was da von uns abfällt nach zwei Richtungen hin, zur Erde und in den Luftraum gewissermaßen hinaus, das konstituiert unser Inneres und unser Äußeres, indem wir durchgehen durch das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt.
[ 25 ] Everything you have done combines to form a tissue; this expands into a sphere and becomes the inner life. By becoming inner life it ensures that the human being will have an I during life on earth, for we have our I from the earth, or through the earth. Everything we have done on earth is woven into a vast image of remembered sensory perceptions, and we are thus able to take our “I” through death. Our inner experiences are relived for a short period after death, for the ether body only dissolves away a little later. It dissolves out into the universe and in consequence everything woven out of thoughts and feelings, from the ether body, but also with an astral element to it, becomes the cloud formation, or constellation of stars that surrounds the earth. Our inner and outer aspects drop away in two directions, towards the earth and out into space, as it were, as we go through life between death and rebirth.
[ 26 ] Stellen Sie sich einmal recht lebendig vor, was Sie also für eine Umwelt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt haben. Sie haben Ihr Tun, insofern es dem Willen entströmt, als Ihr Innenleben. Sie haben Ihr Gefühls-, Ihr Gedankenleben als den Kosmos, als die Außenwelt. Nur sehen Sie nicht in den Weltenraum hinaus, sondern vom Weltenraume herein auf die Erde, die Ihnen zurückstrahlt diese Ihre inneren Gedankenaspekte. Wenn wir hier zwischen Geburt und Tod leben, haben wir auf der einen Seite das Sonnenleben. Die Sonne steht draußen. Wir stehen auf der Erde. Wir schauen die Sonne an. Nach dem Tode verschwindet die Sonne sofort. Wir sind sie nämlich selber, und was wir selber sind, das sehen wir nicht. Wir gehen einfach in das Sonnenleben über, und das, was ich vorhin beschrieben habe, ist eben der Übergang in das Sonnenleben. Dieses, daß unsere Taten wir selber werden, das hängt damit zusammen, daß wir in das Sonnenleben übergehen. Und indem wir uns von der Erde entfernen, wird eben dasjenige, was wir durch die Erde erlebt haben, das wird jetzt das, auf das wir hinschauen. Hier stehen wir auf der Erde, schauen zur Sonne hin. Wir sehen unter uns die Erde. Das ist wegen der eigentümlichen materiellen Beschaffenheit der Erde. Die Sonne hat keine materielle Beschaffenheit. Was die Physiker darüber aussagen, ich habe ja öfter gesagt, ist nur eitel Phantasterei. Wenn wir gewissermaßen selber in der Sonne sind und zurückschauen, so haben wir hinter uns die ganze geistige Welt, die Hierarchienwelt. Also wie wir hier auf der Erde auf feste Materie schauen, indem wir unter uns hinunterschauen, so haben wir dann zwischen dem Tod und neuer Geburt hinter uns die Hierarchienwelt. Also wir sind Sonne und sehen die wahre Sonne, die ja geistig ist. Die Erde könnten wir Himmel nennen. Nur ist das jetzt eben der Himmel, den die Menschen bereiten aus dem, was sie innerlich leben. Das wird ja auch die Zukunft sein, das wird auch das Jupiterdasein sein. Ich habe das ja anschaulich auseinandergesetzt. All das, was da die Menschen um die Erde herum weben durch ihre Gefühle, durch ihre Gedanken, das wird bleiben. Verschwinden wird das, was heute als materielle Erde da ist, denn das geht unter. Heute kann der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt sehen, was er da innerlich webt. Nachher, wenn die Erde ihrem Untergang entgegengeht, dann wird das Realität, dann wird das selber eine neue Erde; dann schmilzt die alte Erde weg, und all das, was die Menschen innerlich durchlebt haben, das wird die Zukunft der Erde.
[ 26 ] Try and really see in your mind’s eye the kind of world in which you will be between death and rebirth. The actions that arose from your will are then your inner life. Your present life of feelings and thoughts will be the cosmos outside you. The difference is that you’ll not be looking out into the cosmos but inward from the cosmos to the earth which reflects your inner thought aspects back to you. When we live on earth between birth and death we have, on the one hand, the life of the sun. The sun is out there; we are on earth and look at the sun. After death the sun immediately disappears, for we ourselves are then the sun, and we do not see something which we ourselves are. We simply move on into the life of the sun, and it is this transition which I have been describing to you. The fact that our actions become ourselves is connected with this. And as we move away from the earth, the things we have experienced through the earth become something we look at. Here we are on earth and look to the sun. We see the earth beneath us, which is due to the physical, material nature of the earth. The sun does not exist in material form. As I have said before, the things physicists are saying about it are mere fantasy. When we ourselves are in the sun and look back, we have the whole world of the spirit with all the hierarchies behind us. Here on earth we look down and see solid matter. Between death and rebirth we have the world of the hierarchies behind us. Thus we will be sun and see the true sun, which is of the spirit. The earth may be called sky then; it will be the sky we create out of our inner experiences. This will also be the future life on Jupiter. I have given you a clear picture of it all. Everything human beings weave around the earth with their feelings and thoughts will remain. The physical earth of today will perish. When we are between death and rebirth today we can see what is woven in the inner life. Later, when the earth is coming to an end, this will be the reality of a new earth; the old earth will melt away, and everything human beings have inwardly lived through will be the future of the earth.
[ 27 ] So vollzieht sich die wirkliche Metamorphose. Wir haben ja nur ein äußerliches Abstruses, wenn wir sagen, die Erde geht über in den Jupiter. Wir durchschauen den Vorgang nur, wenn wir wissen: Das, was äußerliche Erdenmaterie ist, schmilzt in den Weltenraum ab, zerstäubt; das, was sich da herumwebt aus unseren Gefühlen, das wird die zukünftige Erde, das dichtet sich immer mehr und mehr, das wird eigentlich der Jupiterplanert.
[ 27 ] This is how the metamorphosis will come about in real terms. It is superficial and abstruse to say: “Earth will become Jupiter”. We only gain insight into the process if we know that the physical substance of the earth will melt away into cosmic space; it will turn to dust. The tissue woven around it out of our feelings will be the future earth; it will grow denser and denser and become the true Jupiter planet.
[ 28 ] Nicht wahr, wie wir heute, sagen wir, durch die Geologie hineingraben in die untere Schichte der Erde und zuweilen diese oder jene Schichten aufgraben, die sich vor sehr, sehr langen Zeiten gebildet haben, so wird man in der Zukunft, im Jupiterdasein, einmal erforschen können die einzelnen Schichten, die sich da ergeben haben. Man wird dann also auch allerlei Schichten finden aus den übereinandergeschichteten menschlichen Gefühlen und Gedanken. Man wird zum Beispiel einmal als Jupitergeologe da eine Schichte nach der anderen weggraben und nun, wie der Erdengeologe sagt: Da ist das Rotliegende, das sind die Tertiärschichten — so wird der Jupitergeologe einmal sagen: Ah ja, das ist eine Schichte, die weist uns zurück in eine Zeit, 20. Jahrhundert wurde es von der Erdenzeit genannt, Anfang des 20. Jahrhunderts, das ist die Schichte, die gebildet ist durch all die Schieber, die im 20. Jahrhundert ihre Gefühle und Gedanken fast über die ganze Erde hin entwickelt haben. — Wie wir also jetzt von Silur sprechen, so wird man in der Zukunft sprechen können von der «Schieberschicht». Natürlich wird man auch von anderen Schichten sprechen können. Aber das sind durchaus Realitäten.
[ 28 ] Today, geologists dig down into the deeper layers of the earth and uncover strata that evolved a long, long time ago. In future, on Jupiter, it will be possible to investigate the layers that have evolved there. All kinds of strata formed of human feelings and thoughts will be found. A Jupiter geologist will clear away one layer after the other, for instance, and just like a geologist on earth will say: “This is the Lower Permian; these are Tertiary strata”, so our Jupiter geologist will say: “Ah, here is a layer going back to the early 20th century, as they called it on earth. It is the layer produced by the thoughts and feelings of all the racketeers who lived almost everywhere on earth then.” Just as we speak of the Silurian system today, for instance, they will be able to speak of the “racketeer system” in time to come. There will be other layers as well, of course, and these things are absolutely real.
[ 29 ] Es ist dem Menschen nicht gestattet, das, was er in seinem Inneren erlebt, vergehen zu lassen. Das wird Welt, das ist Werdewelt. Das wird Welt. Und nur das, was in der Zukunft Welt ist, sieht eben der Mensch jetzt schon durch sein Bewußtsein zwischen dem Tod und einer neuen Geburt.
[ 29 ] We are not permitted to let our inner experiences pass away. They are world in the becoming. All that human beings are able to see even now in conscious awareness between death and rebirth is this substance of a future world.
[ 30 ] Wenn wir hier auf der Erde stehen, verfolgen wir unter den mancherlei Dingen, die in unserer Umgebung sind, ja auch den Mond. Er stellt sich in ganz besonderer Weise in unsere Umgebung hinein. Er gibt uns das Sonnenlicht wieder zurück. Wir erblicken gewissermaßen nur insofern seine Oberfläche, als das Sonnenlicht ihm ein Kleid webt. So daß uns eigentlich, auch wenn der Mond scheint, die Sonne scheint; nur auf einem Umwege erscheinen uns dann die Sonnenstrahlen. Er ist gewissermaßen doch als Erdentrabant in einem ganz besonderen Verhältnisse zu uns.
[ 30 ] When we are here on earth we look at many things around us and also at the moon. This is part of our world in a quite specific way, for it reflects the light of the sun. We only see the moon’s surface in so far as the sun weaves a garment for it. Thus it is really the sun which is shining for us when the moon shines; except that the sun’s rays take a roundabout route. Being an earth satellite, the moon has quite a special relationship to us.
[ 31 ] Wenn wir in dem Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt sind, so haben wir also zunächst unsere Innenwelt, die Wirkung all unserer Taten, insofern sie im Willen wurzeln, als Innenweltsphäre, den zentralen Kern, umgeben von unseren Gefühlen und Gedanken, die in den Weltenraum hinausstrahlen. Aber so etwas wie der Mond ist auch da. Ich möchte sagen, wir sehen dann den Mond von der anderen Seite. Dieses Leben in der Sphäre hat es ja mit anderen perspektivischen Gesetzen zu tun als unser Leben hier auf der Erde, und manches von diesen perspektivischen Gesetzen ist natürlich schwer zu sagen, weil eben die Erdengesetze so andere sind. Wir sind nämlich zwischen dem 'Tod und einer neuen Geburt in einem gewissen Sinne nicht außerhalb des Mondes, sondern innerhalb des Mondes. Wir stehen immer mit dem Inneren des Mondes in einem gewissen Zusammenhang. Wir sind gewissermaßen im Inneren des Mondes. Wie wir hier auf der Erde immerfort dieses zurückgeworfene Sonnenlicht sehen, so sehen wir zwischen dem Tod und neuer Geburt fortwährend das Innere des Mondes (siehe Zeichnung).
[ 31 ] In life between death and rebirth we have first of all our inner world, the effects of all our actions that have arisen out of the will; this is the sphere of our inner world, a central core surrounded by our feelings and thoughts radiating out into cosmic space. But there is also something which is like the moon. I’d say we see the moon from the other side. This life in the sphere has different laws of perspective than life here on earth has, and some things connected with those laws are difficult to express because the laws on earth are so different. Between death and rebirth we are, in a sense, not outside the moon but inside it. We always have a certain connection with the moon and are inside it, as it were. Here on earth we always see the reflected sunlight. Between death and rebirth we always see the inside of the moon. The different perspective can perhaps be more clearly understood if I put it like this.

[ 32 ] Nun, wie gesagt, die Perspektive ist da eine andere. Es ist Ihnen vielleicht am verständlichsten, wenn ich die Sache in der folgenden Weise klar mache: Nehmen ’Sie an, das wäre die Erde (siehe Zeichnung Tafel 1 Seite 26, Innenkreis); da herum kreist der Mond (Punkt und dunkler links äußerer Kreis innen). Nun kommt ja für die Verhältnisse, die wir dann zu erörtern haben für den Anblick nach dem Tode, nicht etwa diese Kugel hier in Betracht, sondern es kommt in Betracht die ganze Mondensphäre. Diese ganze Sphäre, in der er herumkreist, die kommt in Betracht (schraffierte Fläche), und sie nehmen wir eigentlich von innen wahr. Zunächst entfernen wir uns in der Sphäre von der Erde. Da sind wir natürlich lange Zeit so im Umkreise, daß wir uns innerhalb der Mondensphäre befinden. Zunächst, nicht wahr, sind wir ja innerhalb der Mondensphäre, da und da und so weiter, immer in der Mondensphäre drinnen. Nun kommen wir aber auch außerhalb der Mondensphäre. Da können wir sie jetzt nicht von innen aus sehen. Aber wir sehen sie auch von außen nicht, sondern sie hört auf, dann für uns sichtbar zu sein, für uns wahrnehmbar zu sein. Sie bleibt uns aber als Erinnerung.
[ 32 ] Let us assume this is the earth (drawing; white); the moon orbits around it (red). For the situation we have after death, of course, we have to consider not just this spherical body but the whole sphere in which the moon orbits. We perceive this from inside. At first we move away from the earth within this sphere, remaining within it for a long time—here, and here, and so on. Later we come to be outside the moon sphere, however, and then, of course, we cannot see it from inside. But we do not see it from the outside either. It ceases to be visible or perceptible for us, but remains as a memory.

[ 33 ] Und das, was wir da zunächst sehen, was gewissermaßen Anschauung ist an der Innenwand des Mondes, der Mondensphäre - indem wir hinausgehen, sehen wir es: Was wir dann in der Erinnerung behalten, das ist es, was wir behalten als die Wirkungen eines früheren Erdenlebens in dem späteren Erdenleben. Tatsächlich ist es dieser Mond, welcher die Ereignisse des einen Erdenlebens als Wirkungen gegenüber folgenden Erdenleben hinüber bewahrt. Mit dem Monde und seinem ganzen Geheimnis im Kosmos hängt nämlich das Hinüberleben des Inhaltes des einen Erdenlebens in die nächsten Erdenleben zusammen.
[ 33 ] Moving out of the moon sphere we see a vision on its inner wall; the memories we retain of this we retain as the effects an earlier life on earth has had on our later life on earth. This moon actually preserves the events of one life on earth as something that comes into effect in a later life on earth. The way the contents of one life on earth live on from one earth life into those that follow is connected with the moon and the whole of its mystery within the cosmos.
[ 34 ] Wir haben hier einen Aspekt, indem wir auf der Erde stehen und in den Weltenraum hinausblicken; das ist der Aspekt zwischen der Geburt und dem Tode. Wir haben einen anderen Aspekt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, indem wir in der Sphäre sind und in den zentralen Kern zurückblicken. Da haben wir eben die Welt, die der unsrigen in einem gewissen Sinne entgegengesetzt ist. Aber durch beide Welten hindurch wird getragen, was gewissermaßen durch den Mond von uns aufbewahrt wird, konzentriert wird und so weiter. Der Mond ist schon in einem gewissen Sinne ein für uns außerordentlich wichtiges Gestirn. Er ist der Vermittler zwischen den einzelnen Erdenleben; natürlich nicht jene Schlacke, die wir hier im Lichtglanze sehen von der Erde aus, sondern in seiner ganzen geheimnisvollen Weltwesenheit ist er das.
[ 34 ] When we are on the earth and look out into cosmic space we have one particular view; it is the view we have between birth and death. Between death and rebirth we have a different view, for we are inside the sphere and look back to the central core. We then have a world that in a sense is the opposite of our present world. Yet the things which the moon preserves, concentrates and so on, are carried through both worlds. In its own way, the moon is a heavenly body that is immensely important to us, for it mediates between different lives on earth. It is not, of course, the cinder we see as a shining light when we are here on earth but the moon in the full mystery of its cosmic reality.
[ 35 ] Sie sehen, auf diese Weise fügt sich das Leben des einzelnen Menschen mit dem Leben des ganzen Kosmos zusammen. Indem wir hier zwischen Geburt und Tod leben, sehen wir gewissermaßen das, was uns frühere Welten übriggelassen haben, was übriggeblieben ist von Saturn-, Sonnen-, Mondendasein, von früherem Erdendasein. Das alles sehen wir, wenn wir hier sind, umglänzt von den Erscheinungen, die uns als Phänomene umgeben. Das weist uns mehr oder weniger auf die Vergangenheit. All das, was wir im Inneren tragen und was wir selbst auf dieser Erde ausführen, das weist uns auf die Zukunft. Und wir sehen gewissermaßen hereinspiegelnd in die Gegenwart schon diese Zukunft in unseren Erlebnissen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, indem das Innere Äußeres, das Äußere Inneres wird.
[ 35 ] You see the way in which the life of an individual human being unites with the life of the whole cosmos. When we are here between birth and death we see, in a sense, what is left over from earlier worlds, from the Saturn, Sun and Moon phases of earth existence. We see it surrounded with the glory of the phenomena that are all around us. All this points more or less to the past. But everything we bear inside us and everything we ourselves do here on earth, points to the future. In a sense, we already see this future casting its reflection on the present as we go through the experiences between death and rebirth, where the inner becomes outer, and the outer becomes inner.
[ 36 ] Wenn Sie den ganzen Sinn der Darstellungen, die ich in vorigen Wochen hier gegeben habe, nehmen, wie der Mensch sein Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt hereinträgt in dieses Erdenleben, so war es ja etwas Ähnliches. Ich sagte: Was der Mensch mit dem äußeren Kosmos bis in die Konstellation der Planeten äußerlich erlebt, das tritt wiederum auf in seiner Organisation, das tritt wiederum auf in seinem Inneren, und das, was er als Inneres hatte, das wird sein Äußeres. Jetzt nach dem Tode ist es in einer ähnlichen Weise der Fall: Das, was er von sich ausgehend als Außenwelt begründet, das wird sein Inneres; das, was er innerlich erlebt, erlebt entweder durch seine Umgebung, oder erlebt, wie ich sagte, als befriedigende Gefühle oder als Selbstvorwürfe an seinen Taten, diese innere Welt, die wird seine äußere Welt, seine äußere Welt, die ihm wie sein Firmament jetzt — aber es ist zentral — entgegenblickt hinaus in den Weltenraum.
[ 36 ] If you take the full meaning of what I have been saying here in recent weeks about the way human beings carry their life between death and rebirth into this life on earth, you’ll find that it is really very similar. I told you that anything we experience outwardly with regard to the outer cosmos, all the way to the constellations of the planets, reappears in our internal organization, whilst everything that was then our inner life has become outer life. After death we have a similar situation: The outside world created out of ourselves becomes our inner part; our inner experiences—gained from the environment or, as I said, as satisfaction or self-reproach in response to our actions—are an inner world which then becomes outside world, like a firmament that looks out towards us from the centre, out into cosmic space.
[ 37 ] Man kann ja auch sagen, wenn so etwas nicht mißverstanden wird: Des Menschen äußeres Leben wird sein Innenleben, wird sein Sonnenleben, denn er wird ein Bewohner der Sonne; des Menschen Inneres, insofern es auf der Erde erlebt worden ist, wird sein Himmel. Nur ist der Himmel jetzt das, was er unten gewahrt. Die Erde wird Himmel, die Sonne wird Erde in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt.
[ 37 ] Another way of putting it, providing people do not misunderstand, is to say that our outer life becomes our inner life, our sun life, for we then dwell in the sun; our inner life, in so far as it was experienced on earth, will be the heavens, except that we now see heaven beneath us. Earth is heaven, sun is earth in the life between death and rebirth.
[ 38 ] Es ist doch schon so: Wenn diese andere Seite der Welt aus wirklicher Anschauung hinzugefügt wird zu derjenigen Weltanschauung, die ja der heutige intellektualistische Erdenmensch als die einzige betrachtet, dann wird erst das vollständige Bild der Welt vor den Menschen hintreten. Dann wird sich der Mensch eben durchaus anders in der Welt fühlen. Dieses andere Weltenbild ist ja eigentlich das, was in der Anthroposophie geschildert wird, was ich immer schildere - im Gegensatze zu dem passiven Weltbild, das sich der Mensch aus der äußeren Beobachtung bildet - als ein aktives Weltbild, als dasjenige Weltbild, an dem man tätigen Anteil nehmen muß. Sie müssen ja, wenn Sie anthroposophische Bücher lesen, Ihre Gedanken in Bewegung bringen. Wenn Sie einem anthroposophischen Vortrage zuhören, müssen Sie Ihre Gedanken in Bewegung bringen. Derjenige, der nur an Heutiges gewohnt ist, der will da nicht mit, der möchte alles in Ruhe gegeben haben, so daß auch seine Gedanken nur ruhige, passive Abbilder davon sind, daß er .da in einer gewissen Weise so etwas schlafen kann an der Umgebung.
[ 38 ] It really is true to say: This other aspect of the world must be something we truly see and it must be added to the view of the world which the intellectual human beings of today consider to be the only one. Then and only then will we have a complete image of the world. And we’ll feel ourselves to be in the world in quite a different way. This other image of the world is exactly what I am always talking about in anthroposophy. Unlike the passive image we gain from external observation this is an active image, something in which we must be actively involved. To read books on anthroposophy you have to let your thoughts become mobile. People who are only used to things the way they generally are today are not willing to do this; they want to have everything presented smoothly, so that their thoughts may be quiet, passive images of what has been given and they can, in a way, be a little bit asleep in relation to the world around them.
[ 39 ] Der Mensch hat hier im Dasein zwischen der Geburt und dem Tode physischen Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich. Das Ich ist es, was wir als das Höchste hier im Erdendasein angeben können. Indem der Mensch nach dem Tode ins Sonnendasein übergeht, ist eigentlich das Ich das Unterste, und er hat als das nächste Gebilde von unten dasjenige, was sich ergibt als Geistselbst, dann Lebensgeist, Geistesmensch, die physisch erst in folgenden Entwickelungsperioden da sein werden, die aber der Mensch in geistiger Beziehung entwickelt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt.
[ 39 ] In life between birth and death, human beings have a physical body, ether body, astral body and I. The I may be called the highest principle here on earth. When we go to live on the sun after death, the I is really the lowest principle; there follow, from below upwards, the spirit self, and then the life spirit and spirit human being which will only come into physical existence in later periods of evolution, though human beings develop them in spirit when they are between death and rebirth.
[ 40 ] Das Geistselbst ist es in der Tat, was als Bild der Erde hinausstrahlt in den Weltenraum. Das Ich lebt in der Sonne, im Sonnendasein, und das Geistselbst strahlt von der Erde, so wie ich es beschrieben habe, zurück. Die anderen Gebilde sind höhere Gebilde, die dann aus dem Kosmos dem Menschen zukommen, die mit seinem eigenen Inneren zunächst nichts zu tun haben. Dieses, was ihm da entgegenstrahlt, das erscheint in einem neuen Leben; dadurch wird es Lebensgeist. Und das, was er als seine Taten hat, wird von einer hohen geistigen Substantialität durchzogen, durchzittert — Geistesmensch. Das ist etwas, was ihm dann vom Kosmos aus hinzugefügt wird, was er gewissermaßen da draußen empfängt. So wie er, wenn er herunterkommt durch die Geburt, seinen physischen, seinen Ätherleib bekommt, so bekommt er seinen Lebensgeist, seinen Geistesmenschen, wenn er durch des Todes Pforte gegangen ist, als dasjenige, mit dem er dann umkleidet wird. Dagegen stammt wirklich von ihm das, was dann Ich ist — ich habe es hier etwas skizziert. Und das, was ihm hinausstrahlt von der Erde, dieses Geistselbst, ist in der Tat zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ein feingewobenes planetarisches Dasein, etwas, was man dann empfindet wie eine umgewandelte Erde, auf die man zurückblickt, die man von Leben zu Leben weiterwebt. So daß dann, wenn die Erde am Ende ihrer Entwickelung angelangt sein wird, der Mensch mit ihr selbst zum Jupiter hinübergehen wird und er gerade durch das, was er da gewoben hat, sein Geistselbst auch auf dem Jupiter physisch wird entwickeln können, denn er hat die Grundlage davon während des Erdendaseins durch sein eigenes Inneres gelegt.
[ 40 ] It is in fact the spirit self which radiates into cosmic space as an image of earth. The I lives in the sun, and the light of the spirit self is reflected by the earth. The other elements are higher ones that come to human beings from the cosmos and to begin with have nothing to do with their inner life. The light that shines out towards human beings will appear in a new life and become life spirit. Into the actions of the human being enters a high spiritual substantiality, shivering through them—the spirit human being. This is something given and received from the cosmos when we are out there. When we come down to earth at birth we receive our physical and ether bodies. When we have gone through the gate of death we receive our life spirit and spirit human being; they are given to us as garments. But the I we shall have will be truly our own—I have given you an outline of this. And the spirit self which shines out from the earth truly is a finely woven planetary existence between death and rebirth, something that is like a transformed earth for us on which we look back and on which we continue to weave from life to life. When the earth will have come to the end of its present development, human beings will go on with it to Jupiter. Thanks to the substance we have woven we shall be able to develop a physical spirit self on Jupiter, having laid the foundations for this through our own inner activity during life on earth.
[ 41 ] So sind die realen Vorgänge. So vollzieht sich die Entwickelung wirklich. Sie sehen, man braucht nicht äußerlich Worte zusammenzustellen: Erdendasein, Jupiterdasein —, und von außen abstrakt die Dinge zu beschreiben, sondern man kann durchaus, wenn man den Menschen in seiner Ganzheit erfaßt, das Übergehen des einen in das andere schildern. Man muß nur seine Begriffe so gestalten können, daß sie selbst solche Anschauungen erfassen können: wie unsere Gefühle und Gedanken, in uns sich verbreitend, selbst von der Erde planetarisch, sternenhaft in den Weltenraum hinausstrahlen, mit dem wir dann selber leben; wie wir die anderen Menschen, mit denen wir in ein Verhältnis gekommen sind, nunmehr in uns tragen.
[ 41 ] That is truly the way evolution proceeds. You see, we need not put words together in an outer sense—earth existence, Jupiter existence—and describe these things in an external, abstract way, for if we grasp the human being as a whole, it is perfectly possible to describe the transition from one to the other. We have to be able to develop the ideas that enable us to grasp visions like this: Our feelings and thoughts, spreading out inside us, shine out from the earth like planets and stars into the cosmos where we then live; or this: The people with whom we have been connected will then be carried inside us.
[ 42 ] Kompliziert ist das Menschenleben. Aber es haben eben diejenigen recht wenig vom Richtigen einen Sinn, die da mit ein paar hingepfahlten Begriffen eine Weltanschauung aufbauen möchten. Die läßt sich nur aufbauen aus der Anschauung des Gesamtlebens. Nun ist selbst im kleinsten Käferchen das Leben etwas sehr Kompliziertes, und man sollte sich nur ja nicht vorstellen, daß im ganzen Weltenall, mit dem der Mensch als ein Mikrokosmos zusammenhängt, das Leben so gestaltet ist, daß man es mit ein paar hingepfahlten Begriffen umfassen könnte.
[ 42 ] Human life is complex. People who want to stake out a few ideas and develop a whole philosophy of life on that basis have little perception of the real situation. This can only be developed if we consider the whole of life. Yet even the life of the smallest beetle is highly complex, and it would be quite wrong to imagine that the life of the macrocosm, to which the human being relates as microcosm, is such that we can grasp it with a few simple ideas.
[ 43 ] Davon wollen wir dann morgen weiter reden.
[ 43 ] We’ll continue with this tomorrow.
| im Erdenleben | im Leben zwischen Tod und neuer Geburt |
|---|---|
| Ich | |
| Astralleib Geistesmensch | Ätherleib Lebensgeist |
| ether body | life spirit |
| Physischer Leib | Geistselbst |
| Ich |
| during life on earth | during life between death and rebirth |
|---|---|
| I | |
| astral body | spirit human being |
| ether body | life spirit |
| physical body | spirit self |
| I |



