Anthroposophy as Cosmosophy I
GA 208
13 November 1921, Dornach
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Anthroposophie als Kosmosophie, Zweiter Teil
Zweiundzwanzigster Vortrag
Zweiundzwanzigster Vortrag
[ 1 ] Gestern haben wir das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, wie der astralische Leib des Menschen und das Ich sich verhalten in dem Zustande zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen, und wir wollen noch einmal an dieses anknüpfen. Ich sagte, wenn wir dem Menschen, wie er im schlafenden Zustande als physischer Leib und Ätherleib ist, gegenüberstellen wollen sein Ich und seinen astralischen Leib, so müssen wir sagen: Das willensbegabte Ich, das willensmäßige Ich, das wird durch das Verhältnis, in das es kommt zu den Wesen der geistigen Welt während des Schlafes, gestaltet. - Also, wenn wir schematisch zeichnen: wir bekommen eine Gestaltung des Ich. Und ich sagte: Wenn man diese furchige Gestaltung des Ich (siehe Zeichnung Seite 197, hell) als eine Art Negativ betrachtet, wie man es in der Photographie hat - allerdings, auf die Größenverhältnisse darf man dabei nicht Rücksicht nehmen -, so würde die Gestaltung des menschlichen physischen Gehirns wie das Positiv sein. Den astralischen Leib, ihn müßten wir uns tingiert mit dem Seelischen der Umwelt denken, was ich schematisch dadurch ausdrücke, daß ich ihn in verschiedener Färbung zeichne (siehe, rosa, rötlich, gelb, lila).
[ 1 ] Gestern haben wir das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, wie der astralische Leib des Menschen und das Ich sich verhalten in dem Zustande zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen, und wir wollen noch einmal an dieses anknüpfen. Ich sagte, wenn wir dem Menschen, wie er im schlafenden Zustande als physischer Leib und Ätherleib ist, gegenüberstellen wollen sein Ich und seinen astralischen Leib, so müssen wir sagen: Das willensbegabte Ich, das willensmäßige Ich, das wird durch das Verhältnis, in das es kommt zu den Wesen der geistigen Welt während des Schlafes, gestaltet. - Also, wenn wir schematisch zeichnen: wir bekommen eine Gestaltung des Ich. Und ich sagte: Wenn man diese furchige Gestaltung des Ich (siehe Zeichnung Seite 197, hell) als eine Art Negativ betrachtet, wie man es in der Photographie hat - allerdings, auf die Größenverhältnisse darf man dabei nicht Rücksicht nehmen -, so würde die Gestaltung des menschlichen physischen Gehirns wie das Positiv sein. Den astralischen Leib, ihn müßten wir uns tingiert mit dem Seelischen der Umwelt denken, was ich schematisch dadurch ausdrücke, daß ich ihn in verschiedener Färbung zeichne (siehe, rosa, rötlich, gelb, lila).


[ 2 ] Nun sagte ich gestern, daß damit ja noch nicht das Verhalten des physischen Leibes und des ätherischen Leibes im Schlafe besprochen ist, und wir haben das gestern weggelassen.Wir wollen das heute hinzufügen. Der physische Leib des Menschen, er ist ja scheinbar der äußeren Wissenschaft bekannt, aber eben wirklich nur scheinbar. Denn diese äußere Wissenschaft berücksichtigt wenig, wie gründlich verschieden der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch und der Hauptesmensch sind. Der Hauptesmensch, der Kopfmensch, er ist nach seiner physischen Konstitution so, daß er eigentlich ein Nachbild ist dessen, was der Mensch während der Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ist. Wiederum können dabei Größenverhältnisse nicht in Betracht kommen.
[ 2 ] Nun sagte ich gestern, daß damit ja noch nicht das Verhalten des physischen Leibes und des ätherischen Leibes im Schlafe besprochen ist, und wir haben das gestern weggelassen.Wir wollen das heute hinzufügen. Der physische Leib des Menschen, er ist ja scheinbar der äußeren Wissenschaft bekannt, aber eben wirklich nur scheinbar. Denn diese äußere Wissenschaft berücksichtigt wenig, wie gründlich verschieden der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch und der Hauptesmensch sind. Der Hauptesmensch, der Kopfmensch, er ist nach seiner physischen Konstitution so, daß er eigentlich ein Nachbild ist dessen, was der Mensch während der Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ist. Wiederum können dabei Größenverhältnisse nicht in Betracht kommen.


[ 3 ] Das physische Gehirn, man betrachtet es ja heute in der Wissenschaft so, als ob es in seinem Bau nur ein Ergebnis der väterlichen und mütterlichen Organisation sei. Aber wir haben aus verschiedenen Betrachtungen, die wir angestellt haben, ja schon gesehen, daß das nicht den Tatsachen entspricht. Was beim Werden des Menschen hier in der physischen Welt vor sich geht, das besteht, wenn man es etwas grob und radikal ausspricht, darin, daß im mütterlichen Leibe eigentlich zunächst die Substanz ins Chaos geworfen wird und daß dieser chaotischen Substanz, die verlassen hat die Gesetzmäßigkeit sowohl des Chemischen wie des Physischen, eingepflanzt werden aus dem Universum heraus die Kräfte, welche den Embryo konstituieren. Und in diesen Kräften, die aus dem Universum heraus im mütterlichen Leibe gestaltend wirken, in denen befinden sich ja auch eingeimpft, möchte ich sagen, die Kräfte, die der Mensch selber mitbringt, nachdem er die Zeit durchlaufen hat zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Man möchte eigentlich sagen: Der Mensch wird selbst seiner Form nach dem mütterlichen Leib eingepflanzt. Im mütterlichen Leib wird nur das Bett für den Menschen geformt, und es ist eben im Universum so eingerichtet, daß da, wo eine Gelegenheit geschaffen wird, daß etwas Bestimmtes entstehen kann, dann dieses Bestimmte entsteht.
[ 3 ] Das physische Gehirn, man betrachtet es ja heute in der Wissenschaft so, als ob es in seinem Bau nur ein Ergebnis der väterlichen und mütterlichen Organisation sei. Aber wir haben aus verschiedenen Betrachtungen, die wir angestellt haben, ja schon gesehen, daß das nicht den Tatsachen entspricht. Was beim Werden des Menschen hier in der physischen Welt vor sich geht, das besteht, wenn man es etwas grob und radikal ausspricht, darin, daß im mütterlichen Leibe eigentlich zunächst die Substanz ins Chaos geworfen wird und daß dieser chaotischen Substanz, die verlassen hat die Gesetzmäßigkeit sowohl des Chemischen wie des Physischen, eingepflanzt werden aus dem Universum heraus die Kräfte, welche den Embryo konstituieren. Und in diesen Kräften, die aus dem Universum heraus im mütterlichen Leibe gestaltend wirken, in denen befinden sich ja auch eingeimpft, möchte ich sagen, die Kräfte, die der Mensch selber mitbringt, nachdem er die Zeit durchlaufen hat zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Man möchte eigentlich sagen: Der Mensch wird selbst seiner Form nach dem mütterlichen Leib eingepflanzt. Im mütterlichen Leib wird nur das Bett für den Menschen geformt, und es ist eben im Universum so eingerichtet, daß da, wo eine Gelegenheit geschaffen wird, daß etwas Bestimmtes entstehen kann, dann dieses Bestimmte entsteht.
[ 4 ] Nun ist das menschliche Haupt innerlich so geformt, daß es erstens eine Nachbildung ist von dem, was sich hier gefurcht und tingiert hat im vorigen Erdenleben, daß aber in diesem Haupt auch ausgeprägt ist, man kann sagen, das ganze Universum. Den Erkenntnisvorgang begreift eigentlich die heutige Wissenschaft sehr schlecht, denn er ist so zu fassen, daß man sagt: In diesem menschlichen, kompliziert gebauten Gehirn, ist eigentlich durchaus eine Nachbildung des Universums vorhanden. Und was da drinnen an Formen auftritt, das ist so, daß es nicht durchdrungen werden kann von dem Ich und von dem astralischen Leibe. Die leben frei, wie ich in früheren Betrachtungen ausgeführt habe, in dem menschlichen Haupte. Darum weiß sich der Mensch gerade als Ich und astralischer Leib, weil diese frei leben. Nur mit dem Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen können sich Ich und astralischer Leib wirklich verbinden, wie wir gesehen haben. Da wuchern sie drinnen und machen ihn vorzugsweise zu einem Willenswesen, wie wir ja auch wissen. Dadurch aber lebt in dem Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen vorzugsweise das, was durch den Tod wiederum hinaustritt in die geistige Welt, die den Menschen seinem Ich und seinem astralischen Leib nach aufnimmt und zu weiteren Daseinsstufen trägt, während in dem Haupt des Menschen alles das vorhanden ist, was aus den früheren Leben und Leben zwischen Tod und neuer Geburt herkommt und sich gewissermaßen dieser Hauptesorganisation eingeformt und in sie eingelebt hat. Das Haupt des Menschen weist nach rückwärts, der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch weist nach vorwärts und der rhythmische Mensch ist eben das Hinundherpendeln zwischen Vergangenheit und Zukunft.
[ 4 ] Nun ist das menschliche Haupt innerlich so geformt, daß es erstens eine Nachbildung ist von dem, was sich hier gefurcht und tingiert hat im vorigen Erdenleben, daß aber in diesem Haupt auch ausgeprägt ist, man kann sagen, das ganze Universum. Den Erkenntnisvorgang begreift eigentlich die heutige Wissenschaft sehr schlecht, denn er ist so zu fassen, daß man sagt: In diesem menschlichen, kompliziert gebauten Gehirn, ist eigentlich durchaus eine Nachbildung des Universums vorhanden. Und was da drinnen an Formen auftritt, das ist so, daß es nicht durchdrungen werden kann von dem Ich und von dem astralischen Leibe. Die leben frei, wie ich in früheren Betrachtungen ausgeführt habe, in dem menschlichen Haupte. Darum weiß sich der Mensch gerade als Ich und astralischer Leib, weil diese frei leben. Nur mit dem Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen können sich Ich und astralischer Leib wirklich verbinden, wie wir gesehen haben. Da wuchern sie drinnen und machen ihn vorzugsweise zu einem Willenswesen, wie wir ja auch wissen. Dadurch aber lebt in dem Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen vorzugsweise das, was durch den Tod wiederum hinaustritt in die geistige Welt, die den Menschen seinem Ich und seinem astralischen Leib nach aufnimmt und zu weiteren Daseinsstufen trägt, während in dem Haupt des Menschen alles das vorhanden ist, was aus den früheren Leben und Leben zwischen Tod und neuer Geburt herkommt und sich gewissermaßen dieser Hauptesorganisation eingeformt und in sie eingelebt hat. Das Haupt des Menschen weist nach rückwärts, der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch weist nach vorwärts und der rhythmische Mensch ist eben das Hinundherpendeln zwischen Vergangenheit und Zukunft.
[ 5 ] Erst wenn man in dieser Weise auch den physischen Menschen versteht, wird man den Bau der Glieder, wird man das innere Leben der Glieder verstehen. Man wird verstehen, warum die Hauptesorganisation des Menschen eigentlich eine absteigende, eine sich fortwährend ablähmende ist, währenddem die Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation eine sich fortwährend aufbauende ist. Man wird auch verstehen, warum die Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation mit der chemisch-physikalischen Beschaffenheit der Erde zusammenhängen muß, welcher Zusammenhang sich ja durch die Ernährung ausdrückt.
[ 5 ] Erst wenn man in dieser Weise auch den physischen Menschen versteht, wird man den Bau der Glieder, wird man das innere Leben der Glieder verstehen. Man wird verstehen, warum die Hauptesorganisation des Menschen eigentlich eine absteigende, eine sich fortwährend ablähmende ist, währenddem die Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation eine sich fortwährend aufbauende ist. Man wird auch verstehen, warum die Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation mit der chemisch-physikalischen Beschaffenheit der Erde zusammenhängen muß, welcher Zusammenhang sich ja durch die Ernährung ausdrückt.
[ 6 ] Nun, dieser Gliedmaßen-Stoffwechselmensch, der nimmt eigentlich das auf, was darauf angewiesen ist, sich weiterzubilden. Während des wachen Lebens ist aber der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch im Grunde genommen sehr darauf angewiesen, mit den Kräften, die von der Erde selbst ausgehen, zu rechnen. Der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch ist der Schwere der Erde unterworfen; er ist den anderen Kräften der Erde unterworfen. Er ist denjenigen Kräften unterworfen, die ausgehen von seinen Nahrungsmitteln und ihn durchdringen. Er ist gewissermaßen durchaus ein Erdenwesen. Und weil der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch seiner Formung nach nicht teilgenommen hat an dem, was der Mensch durchlebt hat zwischen dem Tod und einer neuen Geburt vor dem gegenwärtigen Erdendasein, dadurch ist dieser Gliedmaßen-Stoffwechselmensch auch während des wachen Lebens nicht fähig, sich dem äußeren geistigen Universum anzupassen. Er ist gewissermaßen der Physis der Erde hingegeben während des wachen Zustandes.
[ 6 ] Nun, dieser Gliedmaßen-Stoffwechselmensch, der nimmt eigentlich das auf, was darauf angewiesen ist, sich weiterzubilden. Während des wachen Lebens ist aber der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch im Grunde genommen sehr darauf angewiesen, mit den Kräften, die von der Erde selbst ausgehen, zu rechnen. Der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch ist der Schwere der Erde unterworfen; er ist den anderen Kräften der Erde unterworfen. Er ist denjenigen Kräften unterworfen, die ausgehen von seinen Nahrungsmitteln und ihn durchdringen. Er ist gewissermaßen durchaus ein Erdenwesen. Und weil der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch seiner Formung nach nicht teilgenommen hat an dem, was der Mensch durchlebt hat zwischen dem Tod und einer neuen Geburt vor dem gegenwärtigen Erdendasein, dadurch ist dieser Gliedmaßen-Stoffwechselmensch auch während des wachen Lebens nicht fähig, sich dem äußeren geistigen Universum anzupassen. Er ist gewissermaßen der Physis der Erde hingegeben während des wachen Zustandes.
[ 7 ] Das ist aber im Schlafe nicht so. Denn im Haupte des Menschen ist ja alles das gebildet, was mit der Vergangenheit des Menschen, auch mit dem Leben zwischen dem Tod und der Geburt zusammenhängt. In diesem Haupte des Menschen sind, wie ich eben auseinandergesetzt habe, in den Formen der Organe auf eine leise, flüchtige Weise Bilder des ganzen Kosmos enthalten.
[ 7 ] Das ist aber im Schlafe nicht so. Denn im Haupte des Menschen ist ja alles das gebildet, was mit der Vergangenheit des Menschen, auch mit dem Leben zwischen dem Tod und der Geburt zusammenhängt. In diesem Haupte des Menschen sind, wie ich eben auseinandergesetzt habe, in den Formen der Organe auf eine leise, flüchtige Weise Bilder des ganzen Kosmos enthalten.
[ 8 ] Das alles, was das Haupt des Menschen als ein Abbild des Universums ist, kann während des wachen Zustandes nicht auf den Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen wirken. Das Haupt des Menschen ist ja als der Sitz der eminentesten Sinnesorgane in fortwährender Korrespondenz mit der äußeren irdischen Welt. Es wirkt durch das Haupt während des Wachens alles das ein, was gesehen, was gehört wird. Während des Schlafes ist es nicht etwa so, daß das menschliche Haupt nur auf eine physische Weise ernährt wird; das geschieht im Grunde genommen auch während des Wachens. Das ist gar nicht das Wesentliche für den physischen Leib während des Schlafes, sondern für den physischen Leib des Menschen während des Schlafes ist etwas ganz anderes die Hauptsache.
[ 8 ] Das alles, was das Haupt des Menschen als ein Abbild des Universums ist, kann während des wachen Zustandes nicht auf den Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen wirken. Das Haupt des Menschen ist ja als der Sitz der eminentesten Sinnesorgane in fortwährender Korrespondenz mit der äußeren irdischen Welt. Es wirkt durch das Haupt während des Wachens alles das ein, was gesehen, was gehört wird. Während des Schlafes ist es nicht etwa so, daß das menschliche Haupt nur auf eine physische Weise ernährt wird; das geschieht im Grunde genommen auch während des Wachens. Das ist gar nicht das Wesentliche für den physischen Leib während des Schlafes, sondern für den physischen Leib des Menschen während des Schlafes ist etwas ganz anderes die Hauptsache.
[ 9 ] Wir haben, sagen wir zum Beispiel in dem Auge nicht nur diejenige Organisation, welche das Sehen vermittelt, sondern wir haben im Auge zu gleicher Zeit ein Abbild des Kosmos, der geistigen Kräfte des Kosmos. Der Mensch hat in der Zeit vom Tode bis zu der Geburt gelebt im geistig-seelischen Kosmos. Die Organisation des Auges ist nachgebildet diesem Leben im geistig-seelischen Kosmos. Das Auge hat, so wie alle Organe des Hauptes, eine doppelte Aufgabe: erstens die Korrespondenz mit der Außenwelt durch das Sehen zu vermitteln. Das geschieht während des wachen Lebens. Während des Schlafeslebens wirkt das Auge mit seiner Umgebung, namentlich mit seiner Nerven- und Blutumgebung zurück auf den physischen Organismus, insofern dieser der Stoffwechsel-Gliedmaßenorganismus ist, und es wirken zum Beispiel während des Schlafes die Kräfte des geschlossenen Auges auf das Nierensystem des Menschen und prägen dem Nierensystem das kosmische Bild ein. Andere Organe des Hauptes prägen anderes aus dem Kosmos dem menschlichen Stoffwechsel-Gliedmaßensystem ein. Und so haben wir für den physischen Leib unsere Schlafenszeit vor allen Dingen dazu, daß die Kräfte des Hauptes gestaltend wirken auf den Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen (siehe Zeichnung, rötliche Pfeile, und Schema). Gerade während des Schlafes geschieht es, Tan daß, wenn ich schematisch zeichnen will, vom Haupte fortwährend gestaltende Kräfte nach dem unteren Menschen hin strahlen, so daß tatsächlich das Haupt sich während des Schlafes zum Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen als der geistig-seelische Gestalter verhält.
[ 9 ] Wir haben, sagen wir zum Beispiel in dem Auge nicht nur diejenige Organisation, welche das Sehen vermittelt, sondern wir haben im Auge zu gleicher Zeit ein Abbild des Kosmos, der geistigen Kräfte des Kosmos. Der Mensch hat in der Zeit vom Tode bis zu der Geburt gelebt im geistig-seelischen Kosmos. Die Organisation des Auges ist nachgebildet diesem Leben im geistig-seelischen Kosmos. Das Auge hat, so wie alle Organe des Hauptes, eine doppelte Aufgabe: erstens die Korrespondenz mit der Außenwelt durch das Sehen zu vermitteln. Das geschieht während des wachen Lebens. Während des Schlafeslebens wirkt das Auge mit seiner Umgebung, namentlich mit seiner Nerven- und Blutumgebung zurück auf den physischen Organismus, insofern dieser der Stoffwechsel-Gliedmaßenorganismus ist, und es wirken zum Beispiel während des Schlafes die Kräfte des geschlossenen Auges auf das Nierensystem des Menschen und prägen dem Nierensystem das kosmische Bild ein. Andere Organe des Hauptes prägen anderes aus dem Kosmos dem menschlichen Stoffwechsel-Gliedmaßensystem ein. Und so haben wir für den physischen Leib unsere Schlafenszeit vor allen Dingen dazu, daß die Kräfte des Hauptes gestaltend wirken auf den Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen (siehe Zeichnung, rötliche Pfeile, und Schema). Gerade während des Schlafes geschieht es, Tan daß, wenn ich schematisch zeichnen will, vom Haupte fortwährend gestaltende Kräfte nach dem unteren Menschen hin strahlen, so daß tatsächlich das Haupt sich während des Schlafes zum Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen als der geistig-seelische Gestalter verhält.


[ 10 ] Der Schöpfungsbegriff wird ganz falsch gedacht, wenn man ihn auf irgendwelche Momente konzentriert. Wir werden eigentlich fortwährend geschaffen. Wir werden jede Nacht aus dem Geiste heraus geschaffen; es wird unser Stoffwechsel-Gliedmaßensystem geformt, belebt jede Nacht aus dem Geistigen heraus.
[ 10 ] Der Schöpfungsbegriff wird ganz falsch gedacht, wenn man ihn auf irgendwelche Momente konzentriert. Wir werden eigentlich fortwährend geschaffen. Wir werden jede Nacht aus dem Geiste heraus geschaffen; es wird unser Stoffwechsel-Gliedmaßensystem geformt, belebt jede Nacht aus dem Geistigen heraus.
[ 11 ] Sie wissen ja, daß die materialistische Wissenschaft der Gegenwart eigentlich nur das Gegenteil weiß, daß nämlich die Kräfte des Stoffwechsels auf das verbrauchte Gehirn wirken. Allein, dies ist nur die eine Seite. Während diese Wirkung von unten nach oben stattfindet, findet von oben nach unten die geistige und seelische Belebung des Menschen statt. Und es ist wichtig, sich klarzumachen, daß diese geistig-seelische Belebung einer hohen Bewußtseinsstufe untersteht. Wir Menschen werden diese Bewußtseinsstufe, die notwendig ist, um jene wunderbaren Vorgänge hervorzurufen, welche da für den physischen Leib des Menschen im Schlafe geschehen, erst während der Entwickelung des Vulkanplaneten haben; denn die Bewußtseinsstufe, die dem entspricht, das ist die des Geistesmenschen. Das Bewußtsein des Geistesmenschen ist wirklich im Menschen drinnen. Es macht sich geltend im Schlafe, und es macht sich geltend in den Vorgängen, die ich eben geschildert habe. Aber der Mensch ist auf seiner gegenwärtigen Entwickelungsstufe nicht in der Lage, sich gewissermaßen so weit selbst zu erkennen, daß er unter normalen Verhältnissen dieses Weben und Wesen eines viel höheren Bewußtseinsgrades, als er ihn für seine wachen Betätigungen hat, in sich verspüren würde.
[ 11 ] Sie wissen ja, daß die materialistische Wissenschaft der Gegenwart eigentlich nur das Gegenteil weiß, daß nämlich die Kräfte des Stoffwechsels auf das verbrauchte Gehirn wirken. Allein, dies ist nur die eine Seite. Während diese Wirkung von unten nach oben stattfindet, findet von oben nach unten die geistige und seelische Belebung des Menschen statt. Und es ist wichtig, sich klarzumachen, daß diese geistig-seelische Belebung einer hohen Bewußtseinsstufe untersteht. Wir Menschen werden diese Bewußtseinsstufe, die notwendig ist, um jene wunderbaren Vorgänge hervorzurufen, welche da für den physischen Leib des Menschen im Schlafe geschehen, erst während der Entwickelung des Vulkanplaneten haben; denn die Bewußtseinsstufe, die dem entspricht, das ist die des Geistesmenschen. Das Bewußtsein des Geistesmenschen ist wirklich im Menschen drinnen. Es macht sich geltend im Schlafe, und es macht sich geltend in den Vorgängen, die ich eben geschildert habe. Aber der Mensch ist auf seiner gegenwärtigen Entwickelungsstufe nicht in der Lage, sich gewissermaßen so weit selbst zu erkennen, daß er unter normalen Verhältnissen dieses Weben und Wesen eines viel höheren Bewußtseinsgrades, als er ihn für seine wachen Betätigungen hat, in sich verspüren würde.
[ 12 ] Die rechte Würdigung solcher Dinge ist schon verknüpft damit, daß der Mensch durch die Geisteswissenschaft, wie wir sie hier kennenlernen, religiös vertieft wird. Wenn der Mensch das, was er ist, durch seine Lebensbetätigung vernachlässigt, verkümmern läßt, wenn er seinem physischen Leib nicht einzupflanzen versucht, was während des Erdenlebens eingepflanzt werden kann, dann greift er zerstörend ein in etwas, in dem, ihm unbewußt für sein normales Bewußtsein, ein viel höheres Bewußtsein herrscht, als er es selber haben kann.
[ 12 ] Die rechte Würdigung solcher Dinge ist schon verknüpft damit, daß der Mensch durch die Geisteswissenschaft, wie wir sie hier kennenlernen, religiös vertieft wird. Wenn der Mensch das, was er ist, durch seine Lebensbetätigung vernachlässigt, verkümmern läßt, wenn er seinem physischen Leib nicht einzupflanzen versucht, was während des Erdenlebens eingepflanzt werden kann, dann greift er zerstörend ein in etwas, in dem, ihm unbewußt für sein normales Bewußtsein, ein viel höheres Bewußtsein herrscht, als er es selber haben kann.
[ 13 ] Wenn wir hinausblicken in das Universum, blicken wir nicht nur in eine Welt, vor der wir, wenn wir sie richtig verstehen, bewundernd niedersinken im Geiste, sondern wir müssen uns ebenso verhalten, wenn wir mit richtigem Verständnis in das Walten des Übermenschlichen im eigenen menschlichen Inneren hineinschauen.
[ 13 ] Wenn wir hinausblicken in das Universum, blicken wir nicht nur in eine Welt, vor der wir, wenn wir sie richtig verstehen, bewundernd niedersinken im Geiste, sondern wir müssen uns ebenso verhalten, wenn wir mit richtigem Verständnis in das Walten des Übermenschlichen im eigenen menschlichen Inneren hineinschauen.
[ 14 ] Damit habe ich Ihnen ungefähr angedeutet, wie es sich für den Schlafzustand verhält mit dem physischen Leib des Menschen.
[ 14 ] Damit habe ich Ihnen ungefähr angedeutet, wie es sich für den Schlafzustand verhält mit dem physischen Leib des Menschen.
[ 15 ] Nun haben wir außer dem physischen Leib dann den Ätherleib (siehe Zeichnung Seite 197, schraffiert). Dieser Ätherleib des Menschen ist in wachem Zustande ja fortwährend den Wirkungen unterworfen, welche vom Ich, das sich in der Welt betätigt, und vom astralischen Leibe, der mit diesem Ich in Verbindung steht, ausgehen. Während des wachen Zustandes sehen wir stets die aufleuchtenden und sich abdämpfenden Farben und die anderen Tingierungen, die im astralischen Leibe stattfinden und in den Ätherleib hinüberschlagen, und wir sehen eigentlich während des Wachzustandes den Ätherleib sich anpassen an den astralischen Leib. Wir sehen aber auch das, was das Ich durch seine Gestaltung ist, hereinschlagen in den Ätherleib. Kurz, wir sehen während des wachen Zustandes ein Spielen des Ich und des astralischen Leibes im Ätherleib. Während des Schlafes, da ist der Mensch als Ich und als astralischer Leib außerhalb des Ätherleibes. Da spielt der astralische Leib mit seiner Tingierung, das Ich mit seiner Gestaltung nicht herein in den Ätherleib. Da ist der Ätherleib seiner eigenen Gestaltung überlassen. Und diese eigene Gestaltung, sie drückt sich dadurch aus, daß der Ätherleib in einer ganz großartigen Weise sich während des Schlafes gestaltet als ein Abbild des Universums.
[ 15 ] Nun haben wir außer dem physischen Leib dann den Ätherleib (siehe Zeichnung Seite 197, schraffiert). Dieser Ätherleib des Menschen ist in wachem Zustande ja fortwährend den Wirkungen unterworfen, welche vom Ich, das sich in der Welt betätigt, und vom astralischen Leibe, der mit diesem Ich in Verbindung steht, ausgehen. Während des wachen Zustandes sehen wir stets die aufleuchtenden und sich abdämpfenden Farben und die anderen Tingierungen, die im astralischen Leibe stattfinden und in den Ätherleib hinüberschlagen, und wir sehen eigentlich während des Wachzustandes den Ätherleib sich anpassen an den astralischen Leib. Wir sehen aber auch das, was das Ich durch seine Gestaltung ist, hereinschlagen in den Ätherleib. Kurz, wir sehen während des wachen Zustandes ein Spielen des Ich und des astralischen Leibes im Ätherleib. Während des Schlafes, da ist der Mensch als Ich und als astralischer Leib außerhalb des Ätherleibes. Da spielt der astralische Leib mit seiner Tingierung, das Ich mit seiner Gestaltung nicht herein in den Ätherleib. Da ist der Ätherleib seiner eigenen Gestaltung überlassen. Und diese eigene Gestaltung, sie drückt sich dadurch aus, daß der Ätherleib in einer ganz großartigen Weise sich während des Schlafes gestaltet als ein Abbild des Universums.
[ 16 ] Der ätherische Leib wird ja von dem Menschen seiner wesentlichen Substantialität nach aufgenommen, indem sich der Mensch aus dem vorgeburtlichen Leben hereinbegibt in das physische Erdenleben. Der ätherische Leib wird ja zusammengesetzt in dem Sinne, wie der Mensch gelebt hat zwischen dem 'Tod und einer neuen Geburt. Und alles, was da aus dem Universum heraus, wie symbolisch die Geisteswissenschaft sagt: was da der Mensch aus Nord, Süd, Ost, West in sich aufgenommen hat von den Himmeln, das trägt der ätherische Leib in sich. Er kann es nur aus dem angegebenen Grunde während des Wachzustandes nicht zeigen. Er zeigt es während des Schlafzustandes. Da ist der Mensch eigentlich ganz Erinnerung, Erinnerung zunächst an das Erdenleben.
[ 16 ] Der ätherische Leib wird ja von dem Menschen seiner wesentlichen Substantialität nach aufgenommen, indem sich der Mensch aus dem vorgeburtlichen Leben hereinbegibt in das physische Erdenleben. Der ätherische Leib wird ja zusammengesetzt in dem Sinne, wie der Mensch gelebt hat zwischen dem 'Tod und einer neuen Geburt. Und alles, was da aus dem Universum heraus, wie symbolisch die Geisteswissenschaft sagt: was da der Mensch aus Nord, Süd, Ost, West in sich aufgenommen hat von den Himmeln, das trägt der ätherische Leib in sich. Er kann es nur aus dem angegebenen Grunde während des Wachzustandes nicht zeigen. Er zeigt es während des Schlafzustandes. Da ist der Mensch eigentlich ganz Erinnerung, Erinnerung zunächst an das Erdenleben.
[ 17 ] Es kommt den Menschen ab und zu ins Bewußtsein, daß sie, indem sie in ihren ätherischen Leib untertauchen, in ein Bildermeer untertauchen, was sie dann zu den Träumen zählen. Wer aber in dieser Beziehung sich die Mühe gegeben hat, beim Aufwachen das Bildermeer zu beobachten, das der Mensch gleichsam durchmißt beim Aufwachen, wenn er beobachtet, was da erlebt wird, dann entdeckt er, wie eigentlich das ganze Erdenleben enthalten ist in diesem Ätherleib während des Schlafes. Der Mensch lebt und webt eigentlich in alledem, was er seit seiner Geburt durchgemacht hat im Ätherleib während des Schlafes. Aber alles das ist für den Ätherleib eben durchgestaltet vom Kosmos heraus, von kosmischen Kräften. Und weil jetzt nichts hereinspielt vom astralischen Leib und vom Ich, deshalb strahlt der ätherische Leib das aus, was er eingegliedert, eingeimpft erhalten hat bei seiner Geburt. Der Ätherleib des Menschen wird strahlend (siehe Zeichnung, gelbe Pfeile).
[ 17 ] Es kommt den Menschen ab und zu ins Bewußtsein, daß sie, indem sie in ihren ätherischen Leib untertauchen, in ein Bildermeer untertauchen, was sie dann zu den Träumen zählen. Wer aber in dieser Beziehung sich die Mühe gegeben hat, beim Aufwachen das Bildermeer zu beobachten, das der Mensch gleichsam durchmißt beim Aufwachen, wenn er beobachtet, was da erlebt wird, dann entdeckt er, wie eigentlich das ganze Erdenleben enthalten ist in diesem Ätherleib während des Schlafes. Der Mensch lebt und webt eigentlich in alledem, was er seit seiner Geburt durchgemacht hat im Ätherleib während des Schlafes. Aber alles das ist für den Ätherleib eben durchgestaltet vom Kosmos heraus, von kosmischen Kräften. Und weil jetzt nichts hereinspielt vom astralischen Leib und vom Ich, deshalb strahlt der ätherische Leib das aus, was er eingegliedert, eingeimpft erhalten hat bei seiner Geburt. Der Ätherleib des Menschen wird strahlend (siehe Zeichnung, gelbe Pfeile).


[ 18 ] Das ist eine bedeutsame Tatsache, dieses Strahlendwerden des Menschen im Schlafzustande. Dieses Strahlendwerden des Menschen im Schlafzustande ist in der Tat etwas, was für die Erdenwelt, wenn diese in die Nacht getaucht ist nach der untergegangenen Sonne, im Gegensatz zu den physischen Strahlen der Sonne, ein seelisches Strahlen der Menschheit darstellt. Allerdings, in diesem seelischen Strahlen der Menschheit ist eingegliedert ruinierend, verkümmernd, zerstörend alles das, was die Menschen aus ihrer Schlechtigkeit heraus durch ihren astralischen Leib und durch ihr Ich dem ätherischen Leib während ihres Lebens einpflanzen. Aber die Erde würde mit ihrer Entwickelung nicht zurecht kommen, wenn dieses Erstrahlen der Menschheit nicht stattfände.
[ 18 ] Das ist eine bedeutsame Tatsache, dieses Strahlendwerden des Menschen im Schlafzustande. Dieses Strahlendwerden des Menschen im Schlafzustande ist in der Tat etwas, was für die Erdenwelt, wenn diese in die Nacht getaucht ist nach der untergegangenen Sonne, im Gegensatz zu den physischen Strahlen der Sonne, ein seelisches Strahlen der Menschheit darstellt. Allerdings, in diesem seelischen Strahlen der Menschheit ist eingegliedert ruinierend, verkümmernd, zerstörend alles das, was die Menschen aus ihrer Schlechtigkeit heraus durch ihren astralischen Leib und durch ihr Ich dem ätherischen Leib während ihres Lebens einpflanzen. Aber die Erde würde mit ihrer Entwickelung nicht zurecht kommen, wenn dieses Erstrahlen der Menschheit nicht stattfände.
[ 19 ] Hätte ein Beobachter dazu die nötigen Organe, und wäre er im Kosmos draußen und würde die Erde vom Kosmos aus beobachten, er würde sagen: Während des Tages sieht man auf der von der Sonne beschienenen Seite der Erde eben das zurückgestrahlte Sonnenlicht; aber wenn die Nacht sich über einen Teil der Erde lagert, dann phosphoresziert, dann leuchtet nach die Erde. — Und das, was da ein solcher Beobachter nachleuchtend finden würde, das sind die menschlichen Ätherleiber. Das alles braucht aber auch die Erde, um weiterzukommen in ihrer Entwickelung. Wenn auf der Erde keine Menschen schlafen würden, würde die vegetabile Kraft der Erde viel schneller ersterben müssen, als sie im Erdenleben eben erstirbt. Der Mensch ist durchaus nicht eingegliedert in das Erdendasein, um bloß für sich zu leben, er ist nicht bedeutungslos für die ganze Gestaltung der Erde. Was er in geistigen Welten aufnimmt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, das strahlt er wiederum schlafend aus seinem Ätherleibe in die Erdenentwickelung aus während seines irdischen Lebens.
[ 19 ] Hätte ein Beobachter dazu die nötigen Organe, und wäre er im Kosmos draußen und würde die Erde vom Kosmos aus beobachten, er würde sagen: Während des Tages sieht man auf der von der Sonne beschienenen Seite der Erde eben das zurückgestrahlte Sonnenlicht; aber wenn die Nacht sich über einen Teil der Erde lagert, dann phosphoresziert, dann leuchtet nach die Erde. — Und das, was da ein solcher Beobachter nachleuchtend finden würde, das sind die menschlichen Ätherleiber. Das alles braucht aber auch die Erde, um weiterzukommen in ihrer Entwickelung. Wenn auf der Erde keine Menschen schlafen würden, würde die vegetabile Kraft der Erde viel schneller ersterben müssen, als sie im Erdenleben eben erstirbt. Der Mensch ist durchaus nicht eingegliedert in das Erdendasein, um bloß für sich zu leben, er ist nicht bedeutungslos für die ganze Gestaltung der Erde. Was er in geistigen Welten aufnimmt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, das strahlt er wiederum schlafend aus seinem Ätherleibe in die Erdenentwickelung aus während seines irdischen Lebens.
[ 20 ] So daß wir sagen können: Für den physischen Leib ist es so, daß von oben nach unten gestrahlt wird; für den ätherischen Leib verhält es sich so, daß von innen nach außen gestrahlt wird. Das Schlafen des Menschen hat eben durchaus auch eine kosmische Bedeutung.
[ 20 ] So daß wir sagen können: Für den physischen Leib ist es so, daß von oben nach unten gestrahlt wird; für den ätherischen Leib verhält es sich so, daß von innen nach außen gestrahlt wird. Das Schlafen des Menschen hat eben durchaus auch eine kosmische Bedeutung.
[ 21 ] Deshalb mußte ich Ihnen gestern auch sagen: Wenn nun das Ich und der astralische Leib wiederum untertauchen in den Ätherleib, dann hat man die Empfindung des Herbstlichen, während man, wenn der Ätherleib frei liegt im Schlafe, die Empfindung des Frühlingshaften, Sommerlichen hat. Es ist in der Tat so, daß gewissermaßen mit dem Aus- und Eingehen des astralischen Leibes der Mensch sonnenhafter oder winterlicher wird in geistig-seelischer Beziehung.
[ 21 ] Deshalb mußte ich Ihnen gestern auch sagen: Wenn nun das Ich und der astralische Leib wiederum untertauchen in den Ätherleib, dann hat man die Empfindung des Herbstlichen, während man, wenn der Ätherleib frei liegt im Schlafe, die Empfindung des Frühlingshaften, Sommerlichen hat. Es ist in der Tat so, daß gewissermaßen mit dem Aus- und Eingehen des astralischen Leibes der Mensch sonnenhafter oder winterlicher wird in geistig-seelischer Beziehung.
[ 22 ] Wir können also sagen: Der ätherische Leib des Menschen ist im Schlafe so, daß die Kräfte des Kosmos, nämlich diejenigen, die der Mensch sammelt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, gestaltend wirken auf die Erde. Darinnen wirkt auch ein höheres Bewußtsein als das, was dem Menschen zunächst für seine wache Betätigung zur Verfügung steht. In dieser Tätigkeit, in dieser schlafenden Tätigkeit des Ätherleibes wirkt nämlich das Bewußtsein des Lebensgeistes. Es ist dasjenige Bewußtsein, zu dem der Mensch sich erst hinaufentwickeln wird, wenn unser Erdenplanet bei der Metamorphose des Venusdaseins angekommen sein wird.
[ 22 ] Wir können also sagen: Der ätherische Leib des Menschen ist im Schlafe so, daß die Kräfte des Kosmos, nämlich diejenigen, die der Mensch sammelt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, gestaltend wirken auf die Erde. Darinnen wirkt auch ein höheres Bewußtsein als das, was dem Menschen zunächst für seine wache Betätigung zur Verfügung steht. In dieser Tätigkeit, in dieser schlafenden Tätigkeit des Ätherleibes wirkt nämlich das Bewußtsein des Lebensgeistes. Es ist dasjenige Bewußtsein, zu dem der Mensch sich erst hinaufentwickeln wird, wenn unser Erdenplanet bei der Metamorphose des Venusdaseins angekommen sein wird.
[ 23 ] Wir sehen also: für das Ich und den astralischen Leib auf der einen Seite, für den physischen Leib und den Ätherleib auf der anderen Seite ist das Verhältnis so, daß sie im Schlafe nicht zusammenwirken, vom Aufwachen bis zum Einschlafen aber zusammenwirken. Ein Wechselverhältnis findet statt, eine Art Pendelschlag zwischen Zusammenwirken und Nichtzusammenwirken. Aber auch da ist es so, daß in dem Augenblicke, wo beim Aufwachen das Ich und der astralische Leib heranschlagen an den physischen Leib und den Ätherleib, und in dem Augenblick, wo sie beim Einschlafen wiederum sich herausziehen, daß da eine Wechselwirkung stattfindet, welche von einem Bewußtsein geregelt wird, zu dem der Mensch auch nicht mit seinem für die wache Betätigung geeigneten Bewußtsein herankommt. Der Mensch kann ja in einer gewissen indirekten Weise auf das Aufwachen und Einschlafen einen Einfluß haben. Aber jene feinen, intimen Vorgänge, die sich abspielen zwischen dem Ich und dem astralischen Leib einerseits und dem physischen und ätherischen Leib andererseits beim Einschlafen und beim Aufwachen, für diese intimeren Vorgänge hat das menschliche Bewußtsein keine Fähigkeit des Wahrnehmens.
[ 23 ] Wir sehen also: für das Ich und den astralischen Leib auf der einen Seite, für den physischen Leib und den Ätherleib auf der anderen Seite ist das Verhältnis so, daß sie im Schlafe nicht zusammenwirken, vom Aufwachen bis zum Einschlafen aber zusammenwirken. Ein Wechselverhältnis findet statt, eine Art Pendelschlag zwischen Zusammenwirken und Nichtzusammenwirken. Aber auch da ist es so, daß in dem Augenblicke, wo beim Aufwachen das Ich und der astralische Leib heranschlagen an den physischen Leib und den Ätherleib, und in dem Augenblick, wo sie beim Einschlafen wiederum sich herausziehen, daß da eine Wechselwirkung stattfindet, welche von einem Bewußtsein geregelt wird, zu dem der Mensch auch nicht mit seinem für die wache Betätigung geeigneten Bewußtsein herankommt. Der Mensch kann ja in einer gewissen indirekten Weise auf das Aufwachen und Einschlafen einen Einfluß haben. Aber jene feinen, intimen Vorgänge, die sich abspielen zwischen dem Ich und dem astralischen Leib einerseits und dem physischen und ätherischen Leib andererseits beim Einschlafen und beim Aufwachen, für diese intimeren Vorgänge hat das menschliche Bewußtsein keine Fähigkeit des Wahrnehmens.
[ 24 ] Ich möchte diese Wechselwirkung, die da stattfindet, durch diese gegeneinander sich bewegenden Pfeile (siehe Zeichnung Seite 200, blau) ausdrücken. In dieser Richtung, in diesem Ineinanderwirken, wie es sich namentlich ausspricht beim Aufwachen und Einschlafen, aber wie es in einer gewissen Weise doch fortdauert auch während des Wachens und sogar während des Schlafes, in diesem Durcheinanderweben astralischer und ätherischer Kräfte, da macht sich geltend, was wir nun für den astralischen Leib hauptsächlich konstatieren können. Wir können sagen: Für den Astralleib ist es ja so, daß er angeregt wird im kosmischen Sinne. Denken Sie, daß vom Einschlafen bis zum Aufwachen der astralische Leib ja durchaus seinen moralischen Empfindungen nach, wie ich gestern dargestellt habe, tingiert wird. Beim Aufwachen dringt er ein in den kosmisch gestalteten Ätherleib. Da muß er sich nach diesem richten, da muß er sich ihm anpassen. Und wir können sagen: Die kosmisch-astralischen Kräfte wirken auf die menschlich-astralischen Kräfte. Man kann das sehr gut verfolgen in einem besonderen Falle.
[ 24 ] Ich möchte diese Wechselwirkung, die da stattfindet, durch diese gegeneinander sich bewegenden Pfeile (siehe Zeichnung Seite 200, blau) ausdrücken. In dieser Richtung, in diesem Ineinanderwirken, wie es sich namentlich ausspricht beim Aufwachen und Einschlafen, aber wie es in einer gewissen Weise doch fortdauert auch während des Wachens und sogar während des Schlafes, in diesem Durcheinanderweben astralischer und ätherischer Kräfte, da macht sich geltend, was wir nun für den astralischen Leib hauptsächlich konstatieren können. Wir können sagen: Für den Astralleib ist es ja so, daß er angeregt wird im kosmischen Sinne. Denken Sie, daß vom Einschlafen bis zum Aufwachen der astralische Leib ja durchaus seinen moralischen Empfindungen nach, wie ich gestern dargestellt habe, tingiert wird. Beim Aufwachen dringt er ein in den kosmisch gestalteten Ätherleib. Da muß er sich nach diesem richten, da muß er sich ihm anpassen. Und wir können sagen: Die kosmisch-astralischen Kräfte wirken auf die menschlich-astralischen Kräfte. Man kann das sehr gut verfolgen in einem besonderen Falle.
[ 25 ] Denken Sie sich, der Mensch hätte nicht durchgemacht dieses Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt — wie ja das Tier es nicht durchgemacht hat —, sondern er käme so zur Welt, wie es die Aristotelische Weltanschauung fordert: Er würde ein neugeschaffenes Wesen bei seiner Geburt sein. Er brächte sich nicht die Wirkungen früherer Erdenleben und des Lebens zwischen dem Tod und einer neuen Geburt in das Leben herein. Dann würde der Mensch seinen Blick schweifen lassen, seine Sinne schweifen lassen über die äußeren Erfahrungen, aber er würde niemals diese äußeren Erfahrungen durch Begriffe, Vorstellungen der Geometrie und der Mathematik verbinden. Das ist nur ein Fall, aber es ist einer derjenigen Fälle, wo das, was für den Kosmos gilt, die Geometrie, in eine Wechselwirkung tritt mit dem, was nur für die irdische Umgebung gilt. Es wird das Irdische durchsetzt, die empirische Erfahrung wird durchsetzt von dem rationellen MathematischGeometrischen. Aber diese Wechselwirkung findet fortwährend statt, und sie findet so statt, daß darin das Geistselbst als Bewußtsein wirkt. Davon wissen natürlich die mathematischen Weltenbetrachter nichts, daß, während sie wirklich mathematisch betrachten, eigentlich immer das Geistselbst sie hinten beim Schüppel hat. Aber sie beachten das nicht, weil sie sich beschränken auf die Reflexion, die im gewöhnlichen menschlichen Bewußtsein davon vorhanden ist.
[ 25 ] Denken Sie sich, der Mensch hätte nicht durchgemacht dieses Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt — wie ja das Tier es nicht durchgemacht hat —, sondern er käme so zur Welt, wie es die Aristotelische Weltanschauung fordert: Er würde ein neugeschaffenes Wesen bei seiner Geburt sein. Er brächte sich nicht die Wirkungen früherer Erdenleben und des Lebens zwischen dem Tod und einer neuen Geburt in das Leben herein. Dann würde der Mensch seinen Blick schweifen lassen, seine Sinne schweifen lassen über die äußeren Erfahrungen, aber er würde niemals diese äußeren Erfahrungen durch Begriffe, Vorstellungen der Geometrie und der Mathematik verbinden. Das ist nur ein Fall, aber es ist einer derjenigen Fälle, wo das, was für den Kosmos gilt, die Geometrie, in eine Wechselwirkung tritt mit dem, was nur für die irdische Umgebung gilt. Es wird das Irdische durchsetzt, die empirische Erfahrung wird durchsetzt von dem rationellen MathematischGeometrischen. Aber diese Wechselwirkung findet fortwährend statt, und sie findet so statt, daß darin das Geistselbst als Bewußtsein wirkt. Davon wissen natürlich die mathematischen Weltenbetrachter nichts, daß, während sie wirklich mathematisch betrachten, eigentlich immer das Geistselbst sie hinten beim Schüppel hat. Aber sie beachten das nicht, weil sie sich beschränken auf die Reflexion, die im gewöhnlichen menschlichen Bewußtsein davon vorhanden ist.
[ 26 ] Dann erst, wenn der Mensch weder im Schlafe noch im Aufwachen oder Einschlafen ist, sondern wenn er voll untergetaucht ist mit seinem Ich und seinem astralischen Leib in den Ätherleib und in den physischen Leib, dann ist das gewöhnliche heutige Bewußtsein vorhanden, dann ist der Mensch nur hingegeben alldem, was heraus ist aus Geistesmenschen, Lebensgeist und Geistselbst. Wenn der Mensch angelangt sein wird auf jener Stufe des Daseins, die er haben wird, wenn die Erde die Metamorphose zum Jupiterdasein im Sinne meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» wird durchgemacht haben, dann wird es so sein, daß der Mensch nicht mehr äußerlich durch Geometrie sich einen Würfel bilden wird und dann finden wird, daß diese ideelle Würfelform paßt auf das kristallisierte Salz, sondern er wird das als eine Einheit erblicken. Er wird so weit hingegeben sein an die äußere Welt, daß er gewissermaßen in dem Salz selber drinnen stecken wird. Es wird ein solches Salz zwar auf dem Jupiter nicht vorhanden sein, aber wir können uns durch solche Vorstellungen das Leben des Menschen in der Zukunft klarmachen.
[ 26 ] Dann erst, wenn der Mensch weder im Schlafe noch im Aufwachen oder Einschlafen ist, sondern wenn er voll untergetaucht ist mit seinem Ich und seinem astralischen Leib in den Ätherleib und in den physischen Leib, dann ist das gewöhnliche heutige Bewußtsein vorhanden, dann ist der Mensch nur hingegeben alldem, was heraus ist aus Geistesmenschen, Lebensgeist und Geistselbst. Wenn der Mensch angelangt sein wird auf jener Stufe des Daseins, die er haben wird, wenn die Erde die Metamorphose zum Jupiterdasein im Sinne meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» wird durchgemacht haben, dann wird es so sein, daß der Mensch nicht mehr äußerlich durch Geometrie sich einen Würfel bilden wird und dann finden wird, daß diese ideelle Würfelform paßt auf das kristallisierte Salz, sondern er wird das als eine Einheit erblicken. Er wird so weit hingegeben sein an die äußere Welt, daß er gewissermaßen in dem Salz selber drinnen stecken wird. Es wird ein solches Salz zwar auf dem Jupiter nicht vorhanden sein, aber wir können uns durch solche Vorstellungen das Leben des Menschen in der Zukunft klarmachen.
[ 27 ] So also können wir uns auch in derselben Weise, wie wir gestern den astralischen Leib und das Ich betrachtet haben, Vorstellungen darüber bilden, wie sich während des Schlafes der physische Leib und der ätherische Leib verhalten. Der physische Leib ist eigentlich während des Schlafes ein Selbstgestalter in bezug auf den Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen, und der ätherische Leib des Menschen ist ein Weltgestalter.
[ 27 ] So also können wir uns auch in derselben Weise, wie wir gestern den astralischen Leib und das Ich betrachtet haben, Vorstellungen darüber bilden, wie sich während des Schlafes der physische Leib und der ätherische Leib verhalten. Der physische Leib ist eigentlich während des Schlafes ein Selbstgestalter in bezug auf den Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen, und der ätherische Leib des Menschen ist ein Weltgestalter.
[ 28 ] Wenn wir nun noch einmal zurückblicken auf das, was wir gestern betrachtet haben, so müssen wir sagen: Der astralische Leib des Menschen tritt aus dem physischen Leib und dem Ätherleib heraus während des Schlafes. In ihn strömen ein die seelischen Kräfte des Universums. Er wird von ihnen durchdrungen. Und je nachdem er seine Empfindung, seine Gemütsverfassung hat, können ihn diese Kräfte durchdringen. Wenn der Mensch sympathisiert mit dem Guten, dann werden ihn die schönsten Kräfte des Universums durchdringen können. Wenn der Mensch seine Neigungen entwickelt zum Bösen, dann wird sein astralischer Leib verkümmern. Für alle Stufen des Fühlens und Empfindens im Inneren gibt es gewisse Tingierungsnuancen, die der astralische Leib während des Schlafzustandes annimmt (siehe Zeichnung Seite 200, rötlich, gelb, rosa, lila). Man kann sagen, so wie der Mensch ist, so erfunkelt er in bezug auf seinen astralischen Leib während des Schlafzustandes. Der astralische Leib ist ja das, was während des Wachzustandes die Seelenverfassung ausmacht, die Gemütsverfassung. Diese Gemütsverfassung, die ergießt sich gewissermaßen während des Schlafzustandes in das seelische Universum, und in dieser Ergießung erlebt sich dann der Mensch, indem er seine Seelenverfassung verändert hat, aber indem er mit Bezug auf seine Seelenverfassung vor der seelisch-geistigen Welt steht.
[ 28 ] Wenn wir nun noch einmal zurückblicken auf das, was wir gestern betrachtet haben, so müssen wir sagen: Der astralische Leib des Menschen tritt aus dem physischen Leib und dem Ätherleib heraus während des Schlafes. In ihn strömen ein die seelischen Kräfte des Universums. Er wird von ihnen durchdrungen. Und je nachdem er seine Empfindung, seine Gemütsverfassung hat, können ihn diese Kräfte durchdringen. Wenn der Mensch sympathisiert mit dem Guten, dann werden ihn die schönsten Kräfte des Universums durchdringen können. Wenn der Mensch seine Neigungen entwickelt zum Bösen, dann wird sein astralischer Leib verkümmern. Für alle Stufen des Fühlens und Empfindens im Inneren gibt es gewisse Tingierungsnuancen, die der astralische Leib während des Schlafzustandes annimmt (siehe Zeichnung Seite 200, rötlich, gelb, rosa, lila). Man kann sagen, so wie der Mensch ist, so erfunkelt er in bezug auf seinen astralischen Leib während des Schlafzustandes. Der astralische Leib ist ja das, was während des Wachzustandes die Seelenverfassung ausmacht, die Gemütsverfassung. Diese Gemütsverfassung, die ergießt sich gewissermaßen während des Schlafzustandes in das seelische Universum, und in dieser Ergießung erlebt sich dann der Mensch, indem er seine Seelenverfassung verändert hat, aber indem er mit Bezug auf seine Seelenverfassung vor der seelisch-geistigen Welt steht.
[ 29 ] Würde der Mensch, indem er mit seinem astralischen Leibe da hinauslebt, eindringen können in das Bewußtsein des Lebensgeistes, dann würde er sprechen können zu dem, was mit seinem astralischen Leib geschieht. Es geschieht das zunächst für den Menschen unbewußt, aber es geschieht. Wer würde denn sprechen, wenn der Mensch plötzlich schlafend das Bewußtsein des Lebensgeistes erlangte? Wer würde sprechen? Man kann da kein anderes Wort sagen als: Es würde sprechen der astralische Leib des Menschen als Richter über das Gute und Böse im Menschen. So daß man wirklich sagen muß: Schlafend wird der astralische Leib der Richter der Seele. — Es ist dieses, wenn man es richtig versteht, ein wichtiger Satz für das menschliche Leben. Es ist eine Wahrheit, die wie von jenseits der Schwelle zur geistigen Welt herüberleuchtet und die der Mensch sich möglichst oft vor seine Seele stellen sollte.
[ 29 ] Würde der Mensch, indem er mit seinem astralischen Leibe da hinauslebt, eindringen können in das Bewußtsein des Lebensgeistes, dann würde er sprechen können zu dem, was mit seinem astralischen Leib geschieht. Es geschieht das zunächst für den Menschen unbewußt, aber es geschieht. Wer würde denn sprechen, wenn der Mensch plötzlich schlafend das Bewußtsein des Lebensgeistes erlangte? Wer würde sprechen? Man kann da kein anderes Wort sagen als: Es würde sprechen der astralische Leib des Menschen als Richter über das Gute und Böse im Menschen. So daß man wirklich sagen muß: Schlafend wird der astralische Leib der Richter der Seele. — Es ist dieses, wenn man es richtig versteht, ein wichtiger Satz für das menschliche Leben. Es ist eine Wahrheit, die wie von jenseits der Schwelle zur geistigen Welt herüberleuchtet und die der Mensch sich möglichst oft vor seine Seele stellen sollte.
[ 30 ] Nehmen Sie das Entsprechende für das Ich. Das Ich tritt heraus aus dem physischen und dem Ätherleib, gestaltet sich in Gemäßheit der Kräfte der universellen Geistwesenheiten. Es wird so, wie es werden kann nach dem, wie es im physischen Leibe lebt. Würde es erwachen zum Bewußtsein des Geistesmenschen, dann würde es nicht bloß zu sich sprechen, wie der astralische Leib zu sich sprechen würde, wenn er plötzlich mit dem Bewußtsein des Lebensgeistes ausgestattet würde; sondern würde das Ich mit dem Bewußtsein ausgestattet, das in dem zurückgebliebenen physischen Leib wirkt, das die Kräfte von oben nach unten sendet in dem zurückgebliebenen physischen Leib, würde der Mensch also mit diesem Bewußtsein ausgestattet in seinem Ich, wenn es im schlafenden Zustand herausgetreten ist, dann würde der Mensch nicht nur eine Summe von Richtersprüchen über sich erleben, sondern dann schaut er, was er als Bild jetzt wird und was dann als Keim wirkt für seine folgenden Erdenleben.
[ 30 ] Nehmen Sie das Entsprechende für das Ich. Das Ich tritt heraus aus dem physischen und dem Ätherleib, gestaltet sich in Gemäßheit der Kräfte der universellen Geistwesenheiten. Es wird so, wie es werden kann nach dem, wie es im physischen Leibe lebt. Würde es erwachen zum Bewußtsein des Geistesmenschen, dann würde es nicht bloß zu sich sprechen, wie der astralische Leib zu sich sprechen würde, wenn er plötzlich mit dem Bewußtsein des Lebensgeistes ausgestattet würde; sondern würde das Ich mit dem Bewußtsein ausgestattet, das in dem zurückgebliebenen physischen Leib wirkt, das die Kräfte von oben nach unten sendet in dem zurückgebliebenen physischen Leib, würde der Mensch also mit diesem Bewußtsein ausgestattet in seinem Ich, wenn es im schlafenden Zustand herausgetreten ist, dann würde der Mensch nicht nur eine Summe von Richtersprüchen über sich erleben, sondern dann schaut er, was er als Bild jetzt wird und was dann als Keim wirkt für seine folgenden Erdenleben.
[ 31 ] Ich finde für diese Tatsache keinen anderen Ausdruck, wenn ich sie in einen Satz prägen will, als daß ich sage: Das Ich wird das Opfer seiner selbst, das Opfer des im Leibe wirkenden Geistes. — Ein Opfer kann so sein, daß es wohlgefällig aufgenommen wird; das kann auch bei dem Ich sein, indem es draußen gestaltet wird. Ein Opfer kann auch so sein, daß es verworfen wird. Das sind die äußersten, radikalsten Enden des Vorganges. Das, was der Mensch erlebt, liegt natürlich im wesentlichen in der Mitte. Aber ein Opfer kann auch verworfen werden, wenn es nicht würdig ist, geopfert zu werden. Wenn der Mensch also so erscheint vor den geistigen Wesen des Universums, daß er stark verkümmern muß durch das, was er durchlebt im physischen und im ätherischen Leibe während des Wachens, dann wird er ein verworfenes Wesen.
[ 31 ] Ich finde für diese Tatsache keinen anderen Ausdruck, wenn ich sie in einen Satz prägen will, als daß ich sage: Das Ich wird das Opfer seiner selbst, das Opfer des im Leibe wirkenden Geistes. — Ein Opfer kann so sein, daß es wohlgefällig aufgenommen wird; das kann auch bei dem Ich sein, indem es draußen gestaltet wird. Ein Opfer kann auch so sein, daß es verworfen wird. Das sind die äußersten, radikalsten Enden des Vorganges. Das, was der Mensch erlebt, liegt natürlich im wesentlichen in der Mitte. Aber ein Opfer kann auch verworfen werden, wenn es nicht würdig ist, geopfert zu werden. Wenn der Mensch also so erscheint vor den geistigen Wesen des Universums, daß er stark verkümmern muß durch das, was er durchlebt im physischen und im ätherischen Leibe während des Wachens, dann wird er ein verworfenes Wesen.
[ 32 ] Sie sehen also, daß der Opferbegriff durchaus angewendet werden kann für das, was da stattfindet. Und mir scheint, daß diese zwei Sätze: Schlafend wird der astralische Mensch der Richter seiner Seele —, und: Das Ich wird das Opfer seiner selbst —, daß diese zwei Sätze außerordentlich wichtig sind für das vollständige Verständnis der menschlichen Wesenheit.
[ 32 ] Sie sehen also, daß der Opferbegriff durchaus angewendet werden kann für das, was da stattfindet. Und mir scheint, daß diese zwei Sätze: Schlafend wird der astralische Mensch der Richter seiner Seele —, und: Das Ich wird das Opfer seiner selbst —, daß diese zwei Sätze außerordentlich wichtig sind für das vollständige Verständnis der menschlichen Wesenheit.
[ 33 ] Wenn man auf das sieht, was ältere instinktive Weistümer der Menschheit erlangt haben, nicht aus jener Klarheit des Bewußtseins heraus, aus der man heute nach anthroposophischer Geisteswissenschaft streben muß, sondern eben aus dem Instinkte heraus, dann wird man, wie ich Ihnen schon öfter angedeutet habe, Bilder bedeutsamer Urweisheit der Menschheit gewahr. Sie drücken sich aus in den Mythen, in den alten Weisheitssprüchen; sie drücken sich aber auch aus in den Kulthandlungen, die sich in den verschiedenen religiösen Systemen erhalten haben.
[ 33 ] Wenn man auf das sieht, was ältere instinktive Weistümer der Menschheit erlangt haben, nicht aus jener Klarheit des Bewußtseins heraus, aus der man heute nach anthroposophischer Geisteswissenschaft streben muß, sondern eben aus dem Instinkte heraus, dann wird man, wie ich Ihnen schon öfter angedeutet habe, Bilder bedeutsamer Urweisheit der Menschheit gewahr. Sie drücken sich aus in den Mythen, in den alten Weisheitssprüchen; sie drücken sich aber auch aus in den Kulthandlungen, die sich in den verschiedenen religiösen Systemen erhalten haben.
[ 34 ] Daher bekommen wir, wenn wir sie richtig verstehen, die tiefe Ehrfurcht vor den Überlieferungen von alten Religionsbildern, von alten Kultbildern. Und im Grunde genommen ist es so, daß ein lebendiges religiöses Empfinden des Menschen erst wieder kommen kann, wenn es aus der geisteswissenschaftlichen Erfassung der Welt, nicht bloß der Phrase, sondern dem tiefsten Gehalte nach, eben nicht bloß den Kopfmenschen, sondern den vollen Menschen erfaßt, indem sie ihm beibringt nicht nur Verständnis der Welt, sondern auch Ehrfurcht vor dem Walten des Geistigen in der Welt. Das haben wir ja besonders heute wieder gesehen. Diese Geisteswissenschaft wird wiederum religiöse Empfindungen des Menschen beleben können. Aber der Mensch ist auch durchgegangen — wir wissen, daß er das zum Behufe der ErJangung seiner Freiheit mußte — durch diejenige Zeit, in der er nur dem Intellektualismus, dem Rationalismus und dem damit verbundenen Materialismus gelebt hat, und der größte Teil der Menschheit lebt ja heute noch darin. Aber es muß wiederum zurückgekommen werden zum Erfassen dessen, was Geistiges in der Welt ist. Es muß wiederum gekommen werden zum Leben außerhalb des bloß intellektualistischen Erfassens der Welt, außerhalb des Erlebens des bloßen Kopfmenschen.
[ 34 ] Daher bekommen wir, wenn wir sie richtig verstehen, die tiefe Ehrfurcht vor den Überlieferungen von alten Religionsbildern, von alten Kultbildern. Und im Grunde genommen ist es so, daß ein lebendiges religiöses Empfinden des Menschen erst wieder kommen kann, wenn es aus der geisteswissenschaftlichen Erfassung der Welt, nicht bloß der Phrase, sondern dem tiefsten Gehalte nach, eben nicht bloß den Kopfmenschen, sondern den vollen Menschen erfaßt, indem sie ihm beibringt nicht nur Verständnis der Welt, sondern auch Ehrfurcht vor dem Walten des Geistigen in der Welt. Das haben wir ja besonders heute wieder gesehen. Diese Geisteswissenschaft wird wiederum religiöse Empfindungen des Menschen beleben können. Aber der Mensch ist auch durchgegangen — wir wissen, daß er das zum Behufe der ErJangung seiner Freiheit mußte — durch diejenige Zeit, in der er nur dem Intellektualismus, dem Rationalismus und dem damit verbundenen Materialismus gelebt hat, und der größte Teil der Menschheit lebt ja heute noch darin. Aber es muß wiederum zurückgekommen werden zum Erfassen dessen, was Geistiges in der Welt ist. Es muß wiederum gekommen werden zum Leben außerhalb des bloß intellektualistischen Erfassens der Welt, außerhalb des Erlebens des bloßen Kopfmenschen.
[ 35 ] Aber wenn wir, ich möchte sagen, überspringen diesen Zeitraum des Intellektualismus und zurückblicken in Zeiten, in denen noch lebendig waren die alten religiösen Bilder, die aber bis weit in das Mittelalter der modernen Menschheit herein zu gleicher Zeit Erkenntnisbilder waren, wenn wir auf die Kultbilder hinschauen, die in der religiösen Praxis geübt wurden, dann finden wir in alledem etwas, was ungeheuer ähnlich ist, nur eben aus dem Instinkt gewonnen, dem, was wir heute wiederum mit klarem Bewußtsein aus den geistigen Welten herausholen können. Denn ich muß schon sagen: Wenn der Gedanke aus der Inspiration hervorkommt, der sich ausdrückt in dem Satze: Der astralische Leib wird schlafend der Richter der Seele —, dann kann man finden, wie einem als adäquates Bild entgegentritt, was Michelangelo gemalt hat in der Sixtinischen Kapelle als «Weltgericht». Man hat in diesem Bilde des «Weltgerichtes» am Altar der Sixtinischen Kapelle etwa, was aus uralten Zeiten heraufragt. Es hat nur christliche Form angenommen. Und als es christliche Form angenommen hatte, war es schon mehr traditionell. Aus der Überlieferung heraus wurden diese Dinge hingemalt. Es hat Zeiten in der Menschheitsentwickelung gegeben, in denen diese Dinge lebendig angeschaut worden sind. Da hat der Instinkt eben hingeschaut auf die inspirierte Imagination der im Schlafe sich richtenden Menschenseelen.
[ 35 ] Aber wenn wir, ich möchte sagen, überspringen diesen Zeitraum des Intellektualismus und zurückblicken in Zeiten, in denen noch lebendig waren die alten religiösen Bilder, die aber bis weit in das Mittelalter der modernen Menschheit herein zu gleicher Zeit Erkenntnisbilder waren, wenn wir auf die Kultbilder hinschauen, die in der religiösen Praxis geübt wurden, dann finden wir in alledem etwas, was ungeheuer ähnlich ist, nur eben aus dem Instinkt gewonnen, dem, was wir heute wiederum mit klarem Bewußtsein aus den geistigen Welten herausholen können. Denn ich muß schon sagen: Wenn der Gedanke aus der Inspiration hervorkommt, der sich ausdrückt in dem Satze: Der astralische Leib wird schlafend der Richter der Seele —, dann kann man finden, wie einem als adäquates Bild entgegentritt, was Michelangelo gemalt hat in der Sixtinischen Kapelle als «Weltgericht». Man hat in diesem Bilde des «Weltgerichtes» am Altar der Sixtinischen Kapelle etwa, was aus uralten Zeiten heraufragt. Es hat nur christliche Form angenommen. Und als es christliche Form angenommen hatte, war es schon mehr traditionell. Aus der Überlieferung heraus wurden diese Dinge hingemalt. Es hat Zeiten in der Menschheitsentwickelung gegeben, in denen diese Dinge lebendig angeschaut worden sind. Da hat der Instinkt eben hingeschaut auf die inspirierte Imagination der im Schlafe sich richtenden Menschenseelen.
[ 36 ] Und wiederum, wenn wir hinblicken auf das, was uns als ein so ungeheuer ergreifendes Bild entgegentritt als das Bild des Gotteslammes, des Christus, jenes Christus, der sich verbindet mit dem menschlichen Ich, der dieses menschliche Ich durchdringt, dann wird in unserer Seele rege der Gedanke — gerade wenn wir auf das sich opfernde Lamm hinschauen — des Opfers, das das Ich wird, indem es in den Schlafzustand übergeht, und wir finden, wie treffend durch das Bild des Lammes diese Opfernatur des Menschen während des Schlafes ausgedrückt wird. Wir kommen darauf, wie aus einem instinktiven Weisheitsbewußtsein heraus dieses Bild gefunden worden ist für jene Hilfe, welche das Ich in seinem Erdendasein braucht, weil es im Schlafe das Opfer wird seines eigenen Selbstes.
[ 36 ] Und wiederum, wenn wir hinblicken auf das, was uns als ein so ungeheuer ergreifendes Bild entgegentritt als das Bild des Gotteslammes, des Christus, jenes Christus, der sich verbindet mit dem menschlichen Ich, der dieses menschliche Ich durchdringt, dann wird in unserer Seele rege der Gedanke — gerade wenn wir auf das sich opfernde Lamm hinschauen — des Opfers, das das Ich wird, indem es in den Schlafzustand übergeht, und wir finden, wie treffend durch das Bild des Lammes diese Opfernatur des Menschen während des Schlafes ausgedrückt wird. Wir kommen darauf, wie aus einem instinktiven Weisheitsbewußtsein heraus dieses Bild gefunden worden ist für jene Hilfe, welche das Ich in seinem Erdendasein braucht, weil es im Schlafe das Opfer wird seines eigenen Selbstes.
[ 37 ] Man kann nicht anders, als immer wieder und wiederum darauf hinweisen, wie anthroposophische Geisteswissenschaft, indem man sie entwickelt, zwar strebt nach vollständig klaren Begriffen, aber nach solchen klaren Begriffen, wie sie sonst nur vorhanden sind im Aufbau der Mathematik oder der Geometrie; wie aber, weil diese Begriffe wurzeln in dem lebendigen Leben der Weltengeister, wie diese Begriffe, die da heraufkommen durch Geisteswissenschaft, überall so sind, daß sie uns nicht kalt lassen wie die mathematischen Begriffe, daß sie uns zu gleicher Zeit mit der Wärme der Empfindung, mit der Wärme anfeuernder Willensimpulse durchdringen. Wir erblicken hier den innigen Zusammenhang zwischen dem klaren Denken, dem warmen Fühlen und dem energischen Wollen im Menschen. Wir ermessen eigentlich erst von einem solchen Gesichtspunkte aus die ganze volle Menschennatur.
[ 37 ] Man kann nicht anders, als immer wieder und wiederum darauf hinweisen, wie anthroposophische Geisteswissenschaft, indem man sie entwickelt, zwar strebt nach vollständig klaren Begriffen, aber nach solchen klaren Begriffen, wie sie sonst nur vorhanden sind im Aufbau der Mathematik oder der Geometrie; wie aber, weil diese Begriffe wurzeln in dem lebendigen Leben der Weltengeister, wie diese Begriffe, die da heraufkommen durch Geisteswissenschaft, überall so sind, daß sie uns nicht kalt lassen wie die mathematischen Begriffe, daß sie uns zu gleicher Zeit mit der Wärme der Empfindung, mit der Wärme anfeuernder Willensimpulse durchdringen. Wir erblicken hier den innigen Zusammenhang zwischen dem klaren Denken, dem warmen Fühlen und dem energischen Wollen im Menschen. Wir ermessen eigentlich erst von einem solchen Gesichtspunkte aus die ganze volle Menschennatur.
[ 38 ] Und auch mancher Blick in die Geschichte wird erst erhellt, wenn man von einem solchen Verständnisse des Menschen ausgehen kann. Bis tief ins Mittelalter herein, sagte ich, finden wir durchaus bei vielen Menschen noch ein Verständnis für den Wahrheitsgehalt der alten Bilder, für jenes Erleben der Welt sub specie aeternitatis, wie es vorhanden war im alten instinktiven Weisheitsleben, wie es wieder errungen werden muß durch klares Bewußtsein, zu dem man streben muß durch anthroposophische Geisteswissenschaft.
[ 38 ] Und auch mancher Blick in die Geschichte wird erst erhellt, wenn man von einem solchen Verständnisse des Menschen ausgehen kann. Bis tief ins Mittelalter herein, sagte ich, finden wir durchaus bei vielen Menschen noch ein Verständnis für den Wahrheitsgehalt der alten Bilder, für jenes Erleben der Welt sub specie aeternitatis, wie es vorhanden war im alten instinktiven Weisheitsleben, wie es wieder errungen werden muß durch klares Bewußtsein, zu dem man streben muß durch anthroposophische Geisteswissenschaft.
[ 39 ] Manchmal sehen wir im Laufe der Geschichte merkwürdige Persönlichkeiten auftauchen, und in einer sonderbaren Weise leben sich solche merkwürdigen Persönlichkeiten gegenüber den Verhältnissen der Gegenwart, man möchte sagen, recht deplaciert in die Gegenwart herein. Ich sprach einmal während einer italienischen Reise mit einem Benediktiner-Ordenspriester in Monte Cassino. Er sprach davon, wie in seinem Brevier unter den Namen der Heiligen auch angeführt ist jener sächsische deutsche Kaiser, Heinrich II., der ja auch — ich weiß nicht, in wievielen Geschichtsbüchern es noch angeführt wird — der «Heilige» genannt wird. Wenn wir aber eingehen auf das, was dieser Heinrich II. gewollt hat — dessen Name also noch unter denjenigen ist, die in gewissen Breviergebeten katholischer Priester eine Rolle spielen —, der gewollt hat: Ecclesia catholica non Romana. — Das war das Losungswort Heinrich II., des Heiligen! Und in der Zeit, in der er lebte, also im 10., 11. Jahrhundert, da war es durchaus noch möglich, daß man aus einem richtigen Erleben alter überlieferter Weisheit davon sprechen konnte, daß das, was durch das Christentum in die Welt gekommen ist, werden soll eine Ecclesia catholica, das heißt eine Kirche für die ganze Menschheit, in der derjenige Geist herrscht, welcher eigentlich durch das Christentum hat in die Welt kommen sollen. Aber Heinrich II., der Heilige, wollte eine Ecclesia catholica non Romana, denn die Ecclesia catholica Romana ist geworden ein weltliches Reich. Und es ist so, daß überall da, wo die geistlichen Reiche weltliche Reiche werden, das Ahrimanische erfaßt das, was als ein Heiligtum lebt und auch schon lebte in den Urweistümern der Menschheit. Es war noch ein starkes Bewußtsein vorhanden in der Zeit Heinrichs II., daß die Ecclesia catholica getrennt werden kann von der Ecclesia catholica Romana, und daß man eigentlich streben müßte nach einer Ecclesia catholica non Romana.
[ 39 ] Manchmal sehen wir im Laufe der Geschichte merkwürdige Persönlichkeiten auftauchen, und in einer sonderbaren Weise leben sich solche merkwürdigen Persönlichkeiten gegenüber den Verhältnissen der Gegenwart, man möchte sagen, recht deplaciert in die Gegenwart herein. Ich sprach einmal während einer italienischen Reise mit einem Benediktiner-Ordenspriester in Monte Cassino. Er sprach davon, wie in seinem Brevier unter den Namen der Heiligen auch angeführt ist jener sächsische deutsche Kaiser, Heinrich II., der ja auch — ich weiß nicht, in wievielen Geschichtsbüchern es noch angeführt wird — der «Heilige» genannt wird. Wenn wir aber eingehen auf das, was dieser Heinrich II. gewollt hat — dessen Name also noch unter denjenigen ist, die in gewissen Breviergebeten katholischer Priester eine Rolle spielen —, der gewollt hat: Ecclesia catholica non Romana. — Das war das Losungswort Heinrich II., des Heiligen! Und in der Zeit, in der er lebte, also im 10., 11. Jahrhundert, da war es durchaus noch möglich, daß man aus einem richtigen Erleben alter überlieferter Weisheit davon sprechen konnte, daß das, was durch das Christentum in die Welt gekommen ist, werden soll eine Ecclesia catholica, das heißt eine Kirche für die ganze Menschheit, in der derjenige Geist herrscht, welcher eigentlich durch das Christentum hat in die Welt kommen sollen. Aber Heinrich II., der Heilige, wollte eine Ecclesia catholica non Romana, denn die Ecclesia catholica Romana ist geworden ein weltliches Reich. Und es ist so, daß überall da, wo die geistlichen Reiche weltliche Reiche werden, das Ahrimanische erfaßt das, was als ein Heiligtum lebt und auch schon lebte in den Urweistümern der Menschheit. Es war noch ein starkes Bewußtsein vorhanden in der Zeit Heinrichs II., daß die Ecclesia catholica getrennt werden kann von der Ecclesia catholica Romana, und daß man eigentlich streben müßte nach einer Ecclesia catholica non Romana.
[ 40 ] Ich sage, im Brevier steht dieser Heinrich II. als ein deplacierter Heiliger. Die Ecclesia catholica Romana hat nicht die geringste Veranlassung, ihn unter ihre Heiligen zu stellen, denn er war einer derjenigen, die aus heiligem katholischem Feuereifer heraus gerade die römisch-katholische Kirche überwinden wollten wegen der katholischen Kirche.
[ 40 ] Ich sage, im Brevier steht dieser Heinrich II. als ein deplacierter Heiliger. Die Ecclesia catholica Romana hat nicht die geringste Veranlassung, ihn unter ihre Heiligen zu stellen, denn er war einer derjenigen, die aus heiligem katholischem Feuereifer heraus gerade die römisch-katholische Kirche überwinden wollten wegen der katholischen Kirche.
[ 41 ] Das sind historische Tatsachen, welche man gerade dann ins Gedächtnis der Menschen hereinrufen soll, wenn man auf die wichtigsten Wahrheiten hinweist, die wiederum durch anthroposophische Geisteswissenschaft an die Oberfläche des bewußten menschlichen Daseins gebracht werden können. Heute ist es sehr notwendig, auf diese Dinge hinzuweisen, denn in den einzelnen abstoßenden Erscheinungen, die Ihnen hier in unmittelbarer Nähe entgegentreten können aus der Ecclesia catholica Romana heraus, sehen Sie, wie ahrimanischer Geist eindringen konnte. Man darf sich auf der einen Seite durch diesen ahrimanischen Geist nicht täuschen lassen darüber, daß die Ecclesia catholica non Romana eben doch in sich birgt lichtvolle ewige Weisheit. Und in dem hiesigen Theologenkursus, den ich abhalten durfte, zeigte es sich, daß aus jener protestantischen Sehnsucht, die sich da geltend machte nach einer Vertiefung des Protestantismus nach der spirituellen Seite hin, aus dem Rationalismus, aus dem Intellektualismus heraus, es zeigte sich, daß einigen der Teilnehmer gegenüber das Wort: Ecclesia catholica non Romana geradezu wie eine Befreiung gewirkt hat. Denn wir sind heute durchaus auf dem Standpunkte, daß der Rationalismus ebenso überwunden werden muß wie das Welttum der römischen Kirche; daß die Menschheit wiederum sich zusammenfinden muß in einem allgemeinen geistigen Leben, das aber nicht in Anspruch genommen werden darf durch irgendein weltliches Herrschaftsgelüste.
[ 41 ] Das sind historische Tatsachen, welche man gerade dann ins Gedächtnis der Menschen hereinrufen soll, wenn man auf die wichtigsten Wahrheiten hinweist, die wiederum durch anthroposophische Geisteswissenschaft an die Oberfläche des bewußten menschlichen Daseins gebracht werden können. Heute ist es sehr notwendig, auf diese Dinge hinzuweisen, denn in den einzelnen abstoßenden Erscheinungen, die Ihnen hier in unmittelbarer Nähe entgegentreten können aus der Ecclesia catholica Romana heraus, sehen Sie, wie ahrimanischer Geist eindringen konnte. Man darf sich auf der einen Seite durch diesen ahrimanischen Geist nicht täuschen lassen darüber, daß die Ecclesia catholica non Romana eben doch in sich birgt lichtvolle ewige Weisheit. Und in dem hiesigen Theologenkursus, den ich abhalten durfte, zeigte es sich, daß aus jener protestantischen Sehnsucht, die sich da geltend machte nach einer Vertiefung des Protestantismus nach der spirituellen Seite hin, aus dem Rationalismus, aus dem Intellektualismus heraus, es zeigte sich, daß einigen der Teilnehmer gegenüber das Wort: Ecclesia catholica non Romana geradezu wie eine Befreiung gewirkt hat. Denn wir sind heute durchaus auf dem Standpunkte, daß der Rationalismus ebenso überwunden werden muß wie das Welttum der römischen Kirche; daß die Menschheit wiederum sich zusammenfinden muß in einem allgemeinen geistigen Leben, das aber nicht in Anspruch genommen werden darf durch irgendein weltliches Herrschaftsgelüste.
[ 42 ] Der ahrimanische Geist ist ein Lügengeist. Aus diesem ahrimanischen Geist heraus kann es selber vorkommen, daß sich Lügengeister dazu hergeben, das, was Fälschung ist, für Wahrheit zu erklären. Da ist es eben notwendig, daß man gerade aus der Tiefe des Weltgeschehens heraus den gründlichen Abscheu bekommt vor der Lüge. Diesen gründlichen Abscheu vor der Lüge, man bekommt ihn wahrhaftig, wenn man mit vollem Bewußtsein die Worte aussprechen kann: Der astralische Leib wird schlafend der Richter der Seele. Das Ich wird schlafend das Opfer seiner selbst.
[ 42 ] Der ahrimanische Geist ist ein Lügengeist. Aus diesem ahrimanischen Geist heraus kann es selber vorkommen, daß sich Lügengeister dazu hergeben, das, was Fälschung ist, für Wahrheit zu erklären. Da ist es eben notwendig, daß man gerade aus der Tiefe des Weltgeschehens heraus den gründlichen Abscheu bekommt vor der Lüge. Diesen gründlichen Abscheu vor der Lüge, man bekommt ihn wahrhaftig, wenn man mit vollem Bewußtsein die Worte aussprechen kann: Der astralische Leib wird schlafend der Richter der Seele. Das Ich wird schlafend das Opfer seiner selbst.
[ 43 ] Verdunkelnd gegenüber diesen tiefen Wahrheiten wirkt der ahrimanische Geist, der auch in die Religionsbekenntnisse der neueren Zeit eingezogen ist. An denen, die sich ehrlich, aber auch mit einiger Energie zur anthroposophischen Anschauung bekennen, sollte es sein, in diesen Dingen nicht nur ein äußerliches, intellektualistisches Hinneigen zu den Weistümern zu empfinden, welche diese Anthroposophie bringen kann, sondern eine wirkliche innere Energie, eine Gefühls- und Willensenergie zu entwickeln, welche sich verbindet mit dem, was der Geist aus der geistigen Welt heraus durch anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft erfassen kann. Das, meine lieben Freunde, soll eben zu gleicher Zeit eine Anleitung dafür sein, wie unterschieden werden muß das, was auch in dem traditionellen Fortleben von religiösen Bildern und religiösen Kultbildern enthalten ist, von dem, wie heute manchmal diese religiösen Bilder und diese religiösen Kulte gehandhabt werden.
[ 43 ] Verdunkelnd gegenüber diesen tiefen Wahrheiten wirkt der ahrimanische Geist, der auch in die Religionsbekenntnisse der neueren Zeit eingezogen ist. An denen, die sich ehrlich, aber auch mit einiger Energie zur anthroposophischen Anschauung bekennen, sollte es sein, in diesen Dingen nicht nur ein äußerliches, intellektualistisches Hinneigen zu den Weistümern zu empfinden, welche diese Anthroposophie bringen kann, sondern eine wirkliche innere Energie, eine Gefühls- und Willensenergie zu entwickeln, welche sich verbindet mit dem, was der Geist aus der geistigen Welt heraus durch anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft erfassen kann. Das, meine lieben Freunde, soll eben zu gleicher Zeit eine Anleitung dafür sein, wie unterschieden werden muß das, was auch in dem traditionellen Fortleben von religiösen Bildern und religiösen Kultbildern enthalten ist, von dem, wie heute manchmal diese religiösen Bilder und diese religiösen Kulte gehandhabt werden.
[ 44 ] Wer würde nicht die tiefste Ehrfurcht haben auch vor dem, was wie aus geistesgrauem Altertum vom Oriente herüberleuchtend, in den Kulthandlungen der russischen orthodoxen Religion enthalten ist! Man kann überall zu diesen Kulthandlungen sich so verhalten, daß man gewissermaßen durch das, was da geschieht, durchdringt zu der ungeheuren Tiefe, die sich da enthüllt. Jahrtausende und Jahrtausende instinktiver Weisheitsentwickelung drückt sich in diesen Kulthandlungen aus.
[ 44 ] Wer würde nicht die tiefste Ehrfurcht haben auch vor dem, was wie aus geistesgrauem Altertum vom Oriente herüberleuchtend, in den Kulthandlungen der russischen orthodoxen Religion enthalten ist! Man kann überall zu diesen Kulthandlungen sich so verhalten, daß man gewissermaßen durch das, was da geschieht, durchdringt zu der ungeheuren Tiefe, die sich da enthüllt. Jahrtausende und Jahrtausende instinktiver Weisheitsentwickelung drückt sich in diesen Kulthandlungen aus.
[ 45 ] Nun, ich nahm einmal teil an einer solchen Kulthandlung in Helsingfors vor Jahren, wo zum ÖOsterfeste eine solche Kulthandlung zelebriert wurde, und ich darf sagen: Zu den traurigsten Erinnerungen meines Lebens gehört das, was da die Popenkomödianten, die furchtbaren innerlichen Lügner, mit der ewigen Wahrheit zusammenkomödiantisiert haben! Heute ist es eben in der Welt so, daß zusammenstoßen in der furchtbarsten Weise, unter dem Einflusse des ahrimanischen Materialismus, Lüge in der äußeren Darstellung und tiefe Wahrheit im Inneren. Ohne daß man dieses wirklich fühlen kann, kommt man heute nicht bis zu einer energischen Erfassung des Menschenwesens.
[ 45 ] Nun, ich nahm einmal teil an einer solchen Kulthandlung in Helsingfors vor Jahren, wo zum ÖOsterfeste eine solche Kulthandlung zelebriert wurde, und ich darf sagen: Zu den traurigsten Erinnerungen meines Lebens gehört das, was da die Popenkomödianten, die furchtbaren innerlichen Lügner, mit der ewigen Wahrheit zusammenkomödiantisiert haben! Heute ist es eben in der Welt so, daß zusammenstoßen in der furchtbarsten Weise, unter dem Einflusse des ahrimanischen Materialismus, Lüge in der äußeren Darstellung und tiefe Wahrheit im Inneren. Ohne daß man dieses wirklich fühlen kann, kommt man heute nicht bis zu einer energischen Erfassung des Menschenwesens.
[ 4 ] Aber wir haben es sehr nötig, bis zu dieser energischen Erfassung des Menschenwesens zu kommen, denn ich konnte es dazumal sehen, wie selbst begabten Leuten, die an jener Osterzeremonie teilgenommen haben, alles Bewußtsein von Menschenwesenheit ausgelöscht wurde, weil eine Zeremonie, die bei würdigem Zelebrieren im höchsten Maße geeignet gewesen wäre, eben von komödiantenhaften Popen mißbraucht worden ist.
[ 4 ] Aber wir haben es sehr nötig, bis zu dieser energischen Erfassung des Menschenwesens zu kommen, denn ich konnte es dazumal sehen, wie selbst begabten Leuten, die an jener Osterzeremonie teilgenommen haben, alles Bewußtsein von Menschenwesenheit ausgelöscht wurde, weil eine Zeremonie, die bei würdigem Zelebrieren im höchsten Maße geeignet gewesen wäre, eben von komödiantenhaften Popen mißbraucht worden ist.
[ 47 ] Aber was hier in einer radikalen Weise geschehen konnte, das geschieht heute im Grunde genommen mehr oder weniger intensiv allüberall. Anthroposophisches Bewußtsein sollte dazu kommen, diese Dinge zu sehen, gründlich zu unterscheiden Wahrheit von Lüge auch da, wo sich diese Unterscheidung gar sehr unter dem Zwange der äußeren Verhältnisse verhüllt. Wir müssen überall für den ganzen Menschen und vor allen Dingen für das Zeitbewußtsein etwas gewinnen aus anthroposophischer Vertiefung. Das ist es, was ich in Anknüpfung an die letzten Betrachtungen heute noch vor Ihnen aussprechen wollte.
[ 47 ] Aber was hier in einer radikalen Weise geschehen konnte, das geschieht heute im Grunde genommen mehr oder weniger intensiv allüberall. Anthroposophisches Bewußtsein sollte dazu kommen, diese Dinge zu sehen, gründlich zu unterscheiden Wahrheit von Lüge auch da, wo sich diese Unterscheidung gar sehr unter dem Zwange der äußeren Verhältnisse verhüllt. Wir müssen überall für den ganzen Menschen und vor allen Dingen für das Zeitbewußtsein etwas gewinnen aus anthroposophischer Vertiefung. Das ist es, was ich in Anknüpfung an die letzten Betrachtungen heute noch vor Ihnen aussprechen wollte.



