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The Secret of the Trinity
GA 214

30 August 1922, Dornach

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Elfter Vortrag

Elfter Vortrag

[ 1 ] Da man, wenn man so selten zusammensein kann, möglichst viel in einer Betrachtung zusammenfassen möchte, so könnte leicht dadurch zuviel zusammengefaßt werden. Allein, ich will dennoch heute versuchen, von einem gewissen Gesichtspunkte aus Ihnen das zu charakterisieren, was man nennen kann die andere Seite des menschlichen Daseins auf Erden. Und ich möchte das dann in Zusammenhang bringen mit der Bedeutung tieferer Erkenntnisse, geistiger Erkenntnisse für unsere Zeit.

[ 1 ] Da man, wenn man so selten zusammensein kann, möglichst viel in einer Betrachtung zusammenfassen möchte, so könnte leicht dadurch zuviel zusammengefaßt werden. Allein, ich will dennoch heute versuchen, von einem gewissen Gesichtspunkte aus Ihnen das zu charakterisieren, was man nennen kann die andere Seite des menschlichen Daseins auf Erden. Und ich möchte das dann in Zusammenhang bringen mit der Bedeutung tieferer Erkenntnisse, geistiger Erkenntnisse für unsere Zeit.

[ 2 ] Wieviel kennt denn schließlich der Mensch von demjenigen, was zu seinem Dasein gehört, wenn er sich zur Erkenntnis nur seiner Sinne bedient und des Verstandes, der an seine Sinne gebunden ist? Wir verleben durch das gewöhnliche Sinnesbewußtsein ja eben bewußt nur den wachen Teil des menschlichen Daseins. Allein die geistig führenden Mächte der Welt haben in das menschliche Dasein wahrhaftig nicht umsonst eingefügt den Schlafzustand.

[ 2 ] Wieviel kennt denn schließlich der Mensch von demjenigen, was zu seinem Dasein gehört, wenn er sich zur Erkenntnis nur seiner Sinne bedient und des Verstandes, der an seine Sinne gebunden ist? Wir verleben durch das gewöhnliche Sinnesbewußtsein ja eben bewußt nur den wachen Teil des menschlichen Daseins. Allein die geistig führenden Mächte der Welt haben in das menschliche Dasein wahrhaftig nicht umsonst eingefügt den Schlafzustand.

[ 3 ] Vom Einschlafen bis zum Aufwachen geschieht außerordentlich viel mit dem Menschen. Und zwar von demjenigen, was der Geist durch den Menschen zu tun hat im irdischen Dasein, geschieht sogar das allermeiste während des Schlafzustandes.

[ 3 ] Vom Einschlafen bis zum Aufwachen geschieht außerordentlich viel mit dem Menschen. Und zwar von demjenigen, was der Geist durch den Menschen zu tun hat im irdischen Dasein, geschieht sogar das allermeiste während des Schlafzustandes.

[ 4 ] Während des Wachzustandes geschieht ja auf Erden nur dasjenige, was der Mensch mit sich selbst und den Dingen vornehmen kann. Während des Schlafzustandes geschieht in der menschlichen Entwickelung alles dasjenige, was geistige höhere Wesen mit der Menschenseele vornehmen, um den Menschen zu seiner Gesamtentwickelung innerhalb des irdischen Daseins zu bringen. Und man darf ja durchaus nicht sich aus dem Auge rücken, daß zwar auch der modernen Initiationserkenntnis es möglich ist, genauer hineinzuschauen in die bedeutungsvollen Tatsachen, die mit dem Menschen sich abspielen zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen, daß aber diese Tatsachen sich doch nicht nur für den Initiierten abspielen, sondern für alle Menschen; daß die Entwickelung aller Menschen von diesen Tatsachen abhängt. Der Initiierte kann nur aufmerksam machen auf diese Tatsachen. Fühlen und empfinden deren Bedeutung sollten aber immer mehr und mehr alle Menschen im Erdendasein, die überhaupt über die Bedeutung dieses Erdendaseins nachdenken.

[ 4 ] Während des Wachzustandes geschieht ja auf Erden nur dasjenige, was der Mensch mit sich selbst und den Dingen vornehmen kann. Während des Schlafzustandes geschieht in der menschlichen Entwickelung alles dasjenige, was geistige höhere Wesen mit der Menschenseele vornehmen, um den Menschen zu seiner Gesamtentwickelung innerhalb des irdischen Daseins zu bringen. Und man darf ja durchaus nicht sich aus dem Auge rücken, daß zwar auch der modernen Initiationserkenntnis es möglich ist, genauer hineinzuschauen in die bedeutungsvollen Tatsachen, die mit dem Menschen sich abspielen zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen, daß aber diese Tatsachen sich doch nicht nur für den Initiierten abspielen, sondern für alle Menschen; daß die Entwickelung aller Menschen von diesen Tatsachen abhängt. Der Initiierte kann nur aufmerksam machen auf diese Tatsachen. Fühlen und empfinden deren Bedeutung sollten aber immer mehr und mehr alle Menschen im Erdendasein, die überhaupt über die Bedeutung dieses Erdendaseins nachdenken.

[ 5 ] Nun möchte ich Ihnen heute schlicht schildern, was alles in den Schlafzustand des Menschen hineinspielt. Wenn der Mensch hinüberschläft — Sie wissen ja, man charakterisiert das äußerlich dadurch, daß man sagt: Sein astralischer Leib und sein Ich lösen sich los vom physischen Leib und dem ÄÄtherleib —, so sind dann dieses Ich und dieser astralische Leib in der geistigen Welt und durchdringen nicht den physischen Leib und den Ätherleib, wie sie das in dem Zustande vom Aufwachen bis zum Einschlafen tun.

[ 5 ] Nun möchte ich Ihnen heute schlicht schildern, was alles in den Schlafzustand des Menschen hineinspielt. Wenn der Mensch hinüberschläft — Sie wissen ja, man charakterisiert das äußerlich dadurch, daß man sagt: Sein astralischer Leib und sein Ich lösen sich los vom physischen Leib und dem ÄÄtherleib —, so sind dann dieses Ich und dieser astralische Leib in der geistigen Welt und durchdringen nicht den physischen Leib und den Ätherleib, wie sie das in dem Zustande vom Aufwachen bis zum Einschlafen tun.

[ 6 ] Wenn man aber nun hinschaut auf dasjenige, was mit dem Menschen wirklich geschieht im Schlafzustande, so wird man darauf hingewiesen, wie er während des Wachens mit dieser Erde zusammenhängt. Er hängt mit dieser Erde zusammen zunächst durch seine Sinne, indem er die Erscheinungen der verschiedenen Naturreiche durch seine Sinne wahrnimmt und erkennt. Er hängt aber auch mit ihr zusammen, indem er Unterbewußtes während des Wachseins vollzieht. Er vollzieht zum Beispiel sein Atmen, und in die Atemluft spielt — wenn man so sagen darf — die ganze Erde hinein. In der Atemluft sind ungeheuer viel Substanzen in einem sehr, sehr fein verteilten Zustande. Allein gerade in diesem fein verteilten Zustande wirken sie, wenn sie durch die Atemluft aufgenommen werden in den menschlichen Organismus, außerordentlich bedeutungsvoll. Und ebenso wie bewußt in den Menschen hineinkommt, was er wahrnimmt durch seine Sinne, ebenso kommt unterbewußt schon während des Wachens zahlreiches in den Menschen, ich möchte sagen, mehr substantiell hinein als durch den abstrakt-ideellen Zustand des Wahrnehmens und Denkens; substantieller kommt durch das Atmen die Umwelt in den Menschen hinein.

[ 6 ] Wenn man aber nun hinschaut auf dasjenige, was mit dem Menschen wirklich geschieht im Schlafzustande, so wird man darauf hingewiesen, wie er während des Wachens mit dieser Erde zusammenhängt. Er hängt mit dieser Erde zusammen zunächst durch seine Sinne, indem er die Erscheinungen der verschiedenen Naturreiche durch seine Sinne wahrnimmt und erkennt. Er hängt aber auch mit ihr zusammen, indem er Unterbewußtes während des Wachseins vollzieht. Er vollzieht zum Beispiel sein Atmen, und in die Atemluft spielt — wenn man so sagen darf — die ganze Erde hinein. In der Atemluft sind ungeheuer viel Substanzen in einem sehr, sehr fein verteilten Zustande. Allein gerade in diesem fein verteilten Zustande wirken sie, wenn sie durch die Atemluft aufgenommen werden in den menschlichen Organismus, außerordentlich bedeutungsvoll. Und ebenso wie bewußt in den Menschen hineinkommt, was er wahrnimmt durch seine Sinne, ebenso kommt unterbewußt schon während des Wachens zahlreiches in den Menschen, ich möchte sagen, mehr substantiell hinein als durch den abstrakt-ideellen Zustand des Wahrnehmens und Denkens; substantieller kommt durch das Atmen die Umwelt in den Menschen hinein.

[ 7 ] Und wenn Sie erst Rücksicht nehmen würden darauf, wie stark doch die menschliche Organisation abhängt von alldem, was sie mit den verschiedenen Substanzen der irdischen Nahrungsmittel aufnimmt, so würden Sie sich eben sagen können: Vieles wirkt auf den Menschen in seinem Wachzustande. — Allein das soll uns heute weniger interessieren. Es soll uns vielmehr interessieren, was auf den Menschen in seinem Schlafzustande wirkt. Und da müssen wir sagen: Geradeso wie wir die äußeren Substanzen, das Irdische, mit dem Menschen in Verbindung sehen während seines Wachzustandes, so kommt er, wenn er in den Schlafzustand übergeht, in eine gewisse Verbindung mit dem gesamten Kosmos.

[ 7 ] Und wenn Sie erst Rücksicht nehmen würden darauf, wie stark doch die menschliche Organisation abhängt von alldem, was sie mit den verschiedenen Substanzen der irdischen Nahrungsmittel aufnimmt, so würden Sie sich eben sagen können: Vieles wirkt auf den Menschen in seinem Wachzustande. — Allein das soll uns heute weniger interessieren. Es soll uns vielmehr interessieren, was auf den Menschen in seinem Schlafzustande wirkt. Und da müssen wir sagen: Geradeso wie wir die äußeren Substanzen, das Irdische, mit dem Menschen in Verbindung sehen während seines Wachzustandes, so kommt er, wenn er in den Schlafzustand übergeht, in eine gewisse Verbindung mit dem gesamten Kosmos.

[ 8 ] Nicht als ob der Mensch so aufzufassen wäre, daß er jede Nacht die Größe des Kosmos mit seinem astralischen Leibe annehmen würde — das wäre ein Übertriebenes, wenn man das behaupten wollte —, allein der Mensch wächst in den Kosmos hinein jede Nacht. Geradeso wie wir hier mit den Pflanzen, mit den Mineralien, mit der Luft zusammenhängen, so hängen wir während der Nacht mit den Bewegungen der Planeten und mit den Konstellationen der Fixsterne zusammen. Der Sternenhimmel wird vom Einschlafen bis zum Aufwachen geradeso unsere Welt, wie die Erde unsere Welt im Wachzustande ist.

[ 8 ] Nicht als ob der Mensch so aufzufassen wäre, daß er jede Nacht die Größe des Kosmos mit seinem astralischen Leibe annehmen würde — das wäre ein Übertriebenes, wenn man das behaupten wollte —, allein der Mensch wächst in den Kosmos hinein jede Nacht. Geradeso wie wir hier mit den Pflanzen, mit den Mineralien, mit der Luft zusammenhängen, so hängen wir während der Nacht mit den Bewegungen der Planeten und mit den Konstellationen der Fixsterne zusammen. Der Sternenhimmel wird vom Einschlafen bis zum Aufwachen geradeso unsere Welt, wie die Erde unsere Welt im Wachzustande ist.

[ 9 ] Nun, da ist es denn zunächst so, daß wir verschiedene Sphären unterscheiden können, durch die wir hindurchwandern zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen. Die erste Sphäre, durch die wir hindurchwandern zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen, das ist die Sphäre in der sich das menschliche Ich und der menschliche astralische Leib, also sagen wir, die im Schlafe befindliche Menschenseele, in Verbindung fühlt mit den Bewegungen der Planetenwelt. Geradeso wie, wenn wir am Morgen wiederum aufwachen und in unseren physischen Leib hineinschlüpfen, wir dann sagen können: Wir haben in uns unsere Lunge, unser Herz, unsere Leber, unser Gehirn —, so müssen wir während des Schlafzustandes sagen: Wir haben in der ersten Sphäre, mit der wir sogleich in Berührung kommen nach dem Einschlafen und mit der wir wiederum in Berührung sind unmittelbar vor dem Aufwachen, in uns die Kräfte der Bewegung der Planeten.

[ 9 ] Nun, da ist es denn zunächst so, daß wir verschiedene Sphären unterscheiden können, durch die wir hindurchwandern zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen. Die erste Sphäre, durch die wir hindurchwandern zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen, das ist die Sphäre in der sich das menschliche Ich und der menschliche astralische Leib, also sagen wir, die im Schlafe befindliche Menschenseele, in Verbindung fühlt mit den Bewegungen der Planetenwelt. Geradeso wie, wenn wir am Morgen wiederum aufwachen und in unseren physischen Leib hineinschlüpfen, wir dann sagen können: Wir haben in uns unsere Lunge, unser Herz, unsere Leber, unser Gehirn —, so müssen wir während des Schlafzustandes sagen: Wir haben in der ersten Sphäre, mit der wir sogleich in Berührung kommen nach dem Einschlafen und mit der wir wiederum in Berührung sind unmittelbar vor dem Aufwachen, in uns die Kräfte der Bewegung der Planeten.

[ 10 ] Es ist nicht, als ob wir die ganze Bewegung der Planeten jede Nacht in uns aufnehmen würden, aber das, was wir als Abbild in uns tragen, ist ein kleines Bild, in dem tatsächlich abgebildet sind die Bewegungen der Planeten. Und bei jedem Menschen ist das anders. So daß wir sagen können: Jeder Mensch erlebt die Planetenbewegung zunächst, wenn er eingeschlafen ist, in der Weise, daß er alles das, was draußen im Weltenraume zwischen den Planeten vorgeht, indem sie sich bewegen, innerlich in einer Art von Planetenglobus in seinem astralischen Leibe nacherlebt. Das ist das erste Erlebnis, das der Mensch durchmacht nach dem Einschlafen.

[ 10 ] Es ist nicht, als ob wir die ganze Bewegung der Planeten jede Nacht in uns aufnehmen würden, aber das, was wir als Abbild in uns tragen, ist ein kleines Bild, in dem tatsächlich abgebildet sind die Bewegungen der Planeten. Und bei jedem Menschen ist das anders. So daß wir sagen können: Jeder Mensch erlebt die Planetenbewegung zunächst, wenn er eingeschlafen ist, in der Weise, daß er alles das, was draußen im Weltenraume zwischen den Planeten vorgeht, indem sie sich bewegen, innerlich in einer Art von Planetenglobus in seinem astralischen Leibe nacherlebt. Das ist das erste Erlebnis, das der Mensch durchmacht nach dem Einschlafen.

[ 11 ] Und sagen Sie nicht, meine lieben Freunde: Was geht mich das alles an, das nehme ich doch nicht wahr! — Sie sehen das nicht mit Ihren Augen, hören das nicht mit Ihren Ohren. Aber in dem Augenblicke, in dem Sie in den Schlafzustand übergehen, in dem Augenblicke wird tatsächlich derjenige Teil Ihres astralischen Leibes, der während des Wachens ins Herz eingegliedert ist, ein Herzauge; der wird sehend für dasjenige, was in dieser Weise vorgeht. Und dieses Herzauge, das nimmt wirklich wahr — wenn auch die Wahrnehmung bei der gegenwärtigen Menschheit eine sehr dumpfe ist —, das nimmt wahr, was der Mensch da erlebt.

[ 11 ] Und sagen Sie nicht, meine lieben Freunde: Was geht mich das alles an, das nehme ich doch nicht wahr! — Sie sehen das nicht mit Ihren Augen, hören das nicht mit Ihren Ohren. Aber in dem Augenblicke, in dem Sie in den Schlafzustand übergehen, in dem Augenblicke wird tatsächlich derjenige Teil Ihres astralischen Leibes, der während des Wachens ins Herz eingegliedert ist, ein Herzauge; der wird sehend für dasjenige, was in dieser Weise vorgeht. Und dieses Herzauge, das nimmt wirklich wahr — wenn auch die Wahrnehmung bei der gegenwärtigen Menschheit eine sehr dumpfe ist —, das nimmt wahr, was der Mensch da erlebt.

[ 12 ] Und was er da erlebt, das wird von diesem Herzauge so wahrgenommen, daß dieses Herzauge in den nächsten Zeiten nach dem Einschlafen zurücksieht zu dem Menschen, der als physischer Leib und als Ätherleib im Bette liegt. Zu dem schauen das Ich und der astralische Leib zurück mit dem Herzensauge. Und dasjenige, was Sie da innerlich erleben als das Bild der Planetenbewegungen in Ihrem Leibe, das strahlt Ihnen zurück von Ihrem eigenen Ätherleibe, so daß Sie davon das Spiegelbild aus Ihrem eigenen Ätherleibe sehen.

[ 12 ] Und was er da erlebt, das wird von diesem Herzauge so wahrgenommen, daß dieses Herzauge in den nächsten Zeiten nach dem Einschlafen zurücksieht zu dem Menschen, der als physischer Leib und als Ätherleib im Bette liegt. Zu dem schauen das Ich und der astralische Leib zurück mit dem Herzensauge. Und dasjenige, was Sie da innerlich erleben als das Bild der Planetenbewegungen in Ihrem Leibe, das strahlt Ihnen zurück von Ihrem eigenen Ätherleibe, so daß Sie davon das Spiegelbild aus Ihrem eigenen Ätherleibe sehen.

[ 13 ] Es ist nur für die gegenwärtige Konstitution der Menschen so, daß die Menschen sogleich, wenn sie aufwachen, das dumpfe Bewußtsein, das sie durch ihr Herzensauge in der Nacht gehabt haben, vergessen. Es ist ein dumpfes Bewußtsein, schwingt höchstens nach in solchen Träumen, die zwar noch etwas haben in ihrer innerlichen Beweglichkeit von der planetarischen Bewegung, in die sich aber hineinsetzen die Bilder aus dem Leben, die im Grunde genommen eben nur hineinkommen in diese eigentlich von der Planetenbewegung abhängigen Träume. Die Bilder kommen hinein, weil der astralische Leib in den Ätherleib untertaucht und der Ätherleib die Erinnerung an das Leben bewahrt.

[ 13 ] Es ist nur für die gegenwärtige Konstitution der Menschen so, daß die Menschen sogleich, wenn sie aufwachen, das dumpfe Bewußtsein, das sie durch ihr Herzensauge in der Nacht gehabt haben, vergessen. Es ist ein dumpfes Bewußtsein, schwingt höchstens nach in solchen Träumen, die zwar noch etwas haben in ihrer innerlichen Beweglichkeit von der planetarischen Bewegung, in die sich aber hineinsetzen die Bilder aus dem Leben, die im Grunde genommen eben nur hineinkommen in diese eigentlich von der Planetenbewegung abhängigen Träume. Die Bilder kommen hinein, weil der astralische Leib in den Ätherleib untertaucht und der Ätherleib die Erinnerung an das Leben bewahrt.

[ 14 ] So daß es durchaus so sein kann: Sie wachen am Morgen auf, sind wieder zurückgegangen durch die Sphäre der Planetenbewegungen, sagen wir, Sie haben dadrinnen erlebt — weil das mit Ihrem Schicksal, mit Ihrem Karma besonders zusammenhängt — ein besonderes Verhältnis zwischen Jupiter und Venus. So kann es sein, Sie können erlebt haben ein besonderes Verhältnis zwischen Jupiter und Venus. Würden Sie dasjenige in das Tagesleben heraufbringen, was da erlebt wird zwischen Jupiter und Venus, dann würde Ihnen vieles aufgehen über Ihre menschlichen Fähigkeiten; denn die sind nicht von der Erde, die sind aus dem Kosmos heraus. Wie Sie mit dem Kosmos zusammenhängen, so sind Sie begabt, so sind Sie gut, oder zu Gutem und Bösem wenigstens geneigt. Und Sie würden sehen, was da Jupiter und Venus miteinander gesprochen haben, und was Sie mit Ihrem Herzensauge wahrgenommen haben, oder ich könnte auch sagen Herzensohr, denn das kann man so genau nicht unterscheiden. Allein das wird, weil es ja ohnedies nur sehr dumpf wahrgenommen wird, vergessen. Aber indem dadrinnen noch dieses Wechselverhältnis zwischen Jupiter und Venus stattfindet, die in Ihrem astralischen Leib eine gegenseitige Bewegung ausführen, mischt sich jetzt dasjenige hinein, was Sie einmal, sagen wir, als Sie siebzehn Jahre oder fünfundzwanzig Jahre alt waren, etwa in Oxford oder in Manchester oder irgendwo um zwölf Uhr mittags erlebt haben. Die Bilder mischen sich hinein in kosmische Erlebnisse. Die Bilder sind daher bei den Träumen ja gewiß von einer gewissen Bedeutung; aber sie sind nicht dasjenige, was in erster Linie wichtig ist. Sie sind gewissermaßen das Kleid, das sich über die kosmischen Erlebnisse hinüberwebt.

[ 14 ] So daß es durchaus so sein kann: Sie wachen am Morgen auf, sind wieder zurückgegangen durch die Sphäre der Planetenbewegungen, sagen wir, Sie haben dadrinnen erlebt — weil das mit Ihrem Schicksal, mit Ihrem Karma besonders zusammenhängt — ein besonderes Verhältnis zwischen Jupiter und Venus. So kann es sein, Sie können erlebt haben ein besonderes Verhältnis zwischen Jupiter und Venus. Würden Sie dasjenige in das Tagesleben heraufbringen, was da erlebt wird zwischen Jupiter und Venus, dann würde Ihnen vieles aufgehen über Ihre menschlichen Fähigkeiten; denn die sind nicht von der Erde, die sind aus dem Kosmos heraus. Wie Sie mit dem Kosmos zusammenhängen, so sind Sie begabt, so sind Sie gut, oder zu Gutem und Bösem wenigstens geneigt. Und Sie würden sehen, was da Jupiter und Venus miteinander gesprochen haben, und was Sie mit Ihrem Herzensauge wahrgenommen haben, oder ich könnte auch sagen Herzensohr, denn das kann man so genau nicht unterscheiden. Allein das wird, weil es ja ohnedies nur sehr dumpf wahrgenommen wird, vergessen. Aber indem dadrinnen noch dieses Wechselverhältnis zwischen Jupiter und Venus stattfindet, die in Ihrem astralischen Leib eine gegenseitige Bewegung ausführen, mischt sich jetzt dasjenige hinein, was Sie einmal, sagen wir, als Sie siebzehn Jahre oder fünfundzwanzig Jahre alt waren, etwa in Oxford oder in Manchester oder irgendwo um zwölf Uhr mittags erlebt haben. Die Bilder mischen sich hinein in kosmische Erlebnisse. Die Bilder sind daher bei den Träumen ja gewiß von einer gewissen Bedeutung; aber sie sind nicht dasjenige, was in erster Linie wichtig ist. Sie sind gewissermaßen das Kleid, das sich über die kosmischen Erlebnisse hinüberwebt.

[ 15 ] Das Erleben nun, das auf diese Weise zustande kommt, das ist für diese Herzenswahrnehmung, von der ich gesprochen habe, etwas, wovon man sagen kann: Es ist mit einer ziemlichen Ängstlichkeit verbunden. Bei fast allen Menschen mischen sich gewisse Empfindungen spiritueller Art von Ängstlichkeit in dieses Erleben hinein, und insbesondere dann, wenn zurückleuchtet und zurücktönt von dem menschlichen Ätherleib dasjenige, was kosmisch erlebt wird. Wenn also zum Beispiel dasjenige zurückstrahlt, was von Jupiter und Venus bewirkt wird durch ihr besonderes Verhältnis, auf das ich jetzt hingewiesen habe, indem Ihnen ein Strahl — der aber sehr vielsagend ist für Ihre Herzenswahrnehmung — zurückkommt von der menschlichen Stirne, und ein anderer Strahl seinen Ton und sein Licht damit vermischt, der aus der Gegend unter dem Herzen kommt, dann entsteht diese Ängstlichkeit für die Herzenswahrnehmung, von der zunächst gesprochen werden muß, und in der jede Seele, die nicht ganz verhärtet ist, eigentlich im Schlafe zu sich sagt: Der Weltennebel hat mich aufgenommen. — Es ist wirklich etwas gleich dem Selbst-so-Dünnwerden wie der Weltennebel, und ein Schwimmen als Weltennebelwolke in dem Weltennebel drinnen. So ist zunächst das unmittelbare Erlebnis nach dem Schlafe.

[ 15 ] Das Erleben nun, das auf diese Weise zustande kommt, das ist für diese Herzenswahrnehmung, von der ich gesprochen habe, etwas, wovon man sagen kann: Es ist mit einer ziemlichen Ängstlichkeit verbunden. Bei fast allen Menschen mischen sich gewisse Empfindungen spiritueller Art von Ängstlichkeit in dieses Erleben hinein, und insbesondere dann, wenn zurückleuchtet und zurücktönt von dem menschlichen Ätherleib dasjenige, was kosmisch erlebt wird. Wenn also zum Beispiel dasjenige zurückstrahlt, was von Jupiter und Venus bewirkt wird durch ihr besonderes Verhältnis, auf das ich jetzt hingewiesen habe, indem Ihnen ein Strahl — der aber sehr vielsagend ist für Ihre Herzenswahrnehmung — zurückkommt von der menschlichen Stirne, und ein anderer Strahl seinen Ton und sein Licht damit vermischt, der aus der Gegend unter dem Herzen kommt, dann entsteht diese Ängstlichkeit für die Herzenswahrnehmung, von der zunächst gesprochen werden muß, und in der jede Seele, die nicht ganz verhärtet ist, eigentlich im Schlafe zu sich sagt: Der Weltennebel hat mich aufgenommen. — Es ist wirklich etwas gleich dem Selbst-so-Dünnwerden wie der Weltennebel, und ein Schwimmen als Weltennebelwolke in dem Weltennebel drinnen. So ist zunächst das unmittelbare Erlebnis nach dem Schlafe.

[ 16 ] Und dann kommt — aus dieser Ängstlichkeit heraus und aus diesem sich selbst als ein Stück vom Weltennebel drinnen im Weltennebel erleben — dasjenige in die menschliche Seele hinein, was man nennen könnte die Hingabe an das die Welt durchschwebende Göttliche. Das sind die beiden Grundempfindungen, die in der ersten Sphäre nach dem Einschlafen an den Menschen herankommen: Ich bin in dem Weltennebel, und ich möchte ruhen im Schoße der Gottheit, um gegen das Aufgelöstwerden im Weltennebel gesichert zu sein.

[ 16 ] Und dann kommt — aus dieser Ängstlichkeit heraus und aus diesem sich selbst als ein Stück vom Weltennebel drinnen im Weltennebel erleben — dasjenige in die menschliche Seele hinein, was man nennen könnte die Hingabe an das die Welt durchschwebende Göttliche. Das sind die beiden Grundempfindungen, die in der ersten Sphäre nach dem Einschlafen an den Menschen herankommen: Ich bin in dem Weltennebel, und ich möchte ruhen im Schoße der Gottheit, um gegen das Aufgelöstwerden im Weltennebel gesichert zu sein.

[ 17 ] Und das ist etwas, was die Herzenswahrnehmung herübertragen muß am Morgen, wenn der Mensch wiederum untertaucht mit seiner Seele in seinen physischen und seinen Ätherleib. Denn würde dieses Erlebnis nicht herübergenommen in das Leben, so würden alle die Substanzen, die am nächsten Tag vom Menschen aufgenommen werden zur Nahrung, oder die sonst in ihm durch den Stoffwechsel verarbeitet werden — auch wenn er hungert, werden ja immerfort dann aus seinem eigenen Leibe die Stoffe genommen —, es würden diese ihren ganz irdischen Charakter annehmen, und sie würden den ganzen menschlichen Organismus in Unordnung bringen.

[ 17 ] Und das ist etwas, was die Herzenswahrnehmung herübertragen muß am Morgen, wenn der Mensch wiederum untertaucht mit seiner Seele in seinen physischen und seinen Ätherleib. Denn würde dieses Erlebnis nicht herübergenommen in das Leben, so würden alle die Substanzen, die am nächsten Tag vom Menschen aufgenommen werden zur Nahrung, oder die sonst in ihm durch den Stoffwechsel verarbeitet werden — auch wenn er hungert, werden ja immerfort dann aus seinem eigenen Leibe die Stoffe genommen —, es würden diese ihren ganz irdischen Charakter annehmen, und sie würden den ganzen menschlichen Organismus in Unordnung bringen.

[ 18 ] Es ist in der Tat die Bedeutung des Schlafes für den menschlichen Wachzustand eine ungeheuer große und bedeutungsvolle. Und wir können nur sagen: Es ist ja in dieser Epoche der Erdenentwickelung dem Menschen noch abgenommen, dafür selber zu sorgen, daß das Göttliche herübergetragen wird. Denn so wie die Menschen im gegenwärtigen Zeitalter veranlagt sind, würden sie kaum die Kraft aufbringen, diese Dinge von der anderen Seite des Daseins mit vollem Bewußtsein herüberzutragen in diese Seite des Daseins.

[ 18 ] Es ist in der Tat die Bedeutung des Schlafes für den menschlichen Wachzustand eine ungeheuer große und bedeutungsvolle. Und wir können nur sagen: Es ist ja in dieser Epoche der Erdenentwickelung dem Menschen noch abgenommen, dafür selber zu sorgen, daß das Göttliche herübergetragen wird. Denn so wie die Menschen im gegenwärtigen Zeitalter veranlagt sind, würden sie kaum die Kraft aufbringen, diese Dinge von der anderen Seite des Daseins mit vollem Bewußtsein herüberzutragen in diese Seite des Daseins.

[ 19 ] Dann kommt der Mensch, wenn er dies erlebt hat, in die nächste Sphäre. Er verläßt die erste dabei nicht, die bleibt ihm für seine Herzenswahrnehmung. Aber die nächste Sphäre, die ist eine viel kompliziertere, und die wird wahrgenommen mit demjenigen Stück des astralischen Leibes, der bei Tag, beim Wachen eingegliedert ist in das menschliche Sonnengeflecht, eingegliedert ist namentlich auch in die gesamte Gliedmaßenorganisation des Menschen. Sonnengeflecht und GliedmaRenorganisation des Menschen, dasjenige vom astralischen Leib, was den Solarplexus durchsetzt und Arme und Beine durchsetzt, nimmt während der Nacht das wahr, was in der nächsten Sphäre ist.

[ 19 ] Dann kommt der Mensch, wenn er dies erlebt hat, in die nächste Sphäre. Er verläßt die erste dabei nicht, die bleibt ihm für seine Herzenswahrnehmung. Aber die nächste Sphäre, die ist eine viel kompliziertere, und die wird wahrgenommen mit demjenigen Stück des astralischen Leibes, der bei Tag, beim Wachen eingegliedert ist in das menschliche Sonnengeflecht, eingegliedert ist namentlich auch in die gesamte Gliedmaßenorganisation des Menschen. Sonnengeflecht und GliedmaRenorganisation des Menschen, dasjenige vom astralischen Leib, was den Solarplexus durchsetzt und Arme und Beine durchsetzt, nimmt während der Nacht das wahr, was in der nächsten Sphäre ist.

[ 20 ] Und in der nächsten Sphäre ist es so, daß der Mensch nun die Kräfte fühlt in seinem astralischen Leibe, die von den Tierkreisbildern kommen: die eine Form von Kräften kommt direkt von den Tierkreisbildern, die andere, indem die Tierkreiskräfte durch die Erde durchgehen, je nachdem die Tierkreisbilder oberhalb oder unter der Erde sind. Das macht den großen Unterschied.

[ 20 ] Und in der nächsten Sphäre ist es so, daß der Mensch nun die Kräfte fühlt in seinem astralischen Leibe, die von den Tierkreisbildern kommen: die eine Form von Kräften kommt direkt von den Tierkreisbildern, die andere, indem die Tierkreiskräfte durch die Erde durchgehen, je nachdem die Tierkreisbilder oberhalb oder unter der Erde sind. Das macht den großen Unterschied.

[ 21 ] Der Mensch nimmt also wahr mit dem, was ich jetzt seine Sonnenwahrnehmung nennen möchte, weil es sich um das Stück des astralischen Leibes als Wahrnehmendes handelt, das mit dem Sonnengeflecht und mit den Gliedmaßen zusammenhängt: sein Sonnenauge möchte ich es nennen. Durch dieses wird er aber sein ganzes Verhältnis zum Tierkreis gewahr und zur Planetenbewegung. Das Bild also erweitert sich, der Mensch wächst mehr hinein in das Bild des Kosmos.

[ 21 ] Der Mensch nimmt also wahr mit dem, was ich jetzt seine Sonnenwahrnehmung nennen möchte, weil es sich um das Stück des astralischen Leibes als Wahrnehmendes handelt, das mit dem Sonnengeflecht und mit den Gliedmaßen zusammenhängt: sein Sonnenauge möchte ich es nennen. Durch dieses wird er aber sein ganzes Verhältnis zum Tierkreis gewahr und zur Planetenbewegung. Das Bild also erweitert sich, der Mensch wächst mehr hinein in das Bild des Kosmos.

[ 22 ] Und wiederum ist es so, daß der Mensch das jetzt gespiegelt bekommt von seinem eigenen physischen und Ätherleib, auf den er den Blick zurückrichtet. So daß der Mensch jede Nacht dasjenige, was aus seinem Leibe herausgeht, in den Zusammenhang hineinbekommt mit dem gesamten Kosmos, mit Planetenbewegung und Fixsternkonstellation.

[ 22 ] Und wiederum ist es so, daß der Mensch das jetzt gespiegelt bekommt von seinem eigenen physischen und Ätherleib, auf den er den Blick zurückrichtet. So daß der Mensch jede Nacht dasjenige, was aus seinem Leibe herausgeht, in den Zusammenhang hineinbekommt mit dem gesamten Kosmos, mit Planetenbewegung und Fixsternkonstellation.

[ 23 ] Es ist aber das Erlebnis mit den Fixsternen — das bei dem einen Menschen eine halbe Stunde nach dem Einschlafen, bei dem anderen nach längerer Zeit, bei manchen ganz kurz nach dem Einschlafen auftreten kann — so, daß der Mensch sich in allen zwölf Fixsternen darinnen erlebt. Nun sind die Erlebnisse mit den Fixsternen außerordentlich kompliziert.

[ 23 ] Es ist aber das Erlebnis mit den Fixsternen — das bei dem einen Menschen eine halbe Stunde nach dem Einschlafen, bei dem anderen nach längerer Zeit, bei manchen ganz kurz nach dem Einschlafen auftreten kann — so, daß der Mensch sich in allen zwölf Fixsternen darinnen erlebt. Nun sind die Erlebnisse mit den Fixsternen außerordentlich kompliziert.

[ 24 ] Meine lieben Freunde, ich glaube, Sie könnten die wichtigsten Gegenden der Erde als ein Weltreisender absolviert haben, Sie würden die Summe von Erlebnissen nicht haben, die Sie jede Nacht von einem einzigen Sternbilde des Tierkreises für Ihr Sonnenauge haben! Und es ist zunächst so, daß für die Menschen älterer Zeiten, die noch stark traumhafte Hellseherkräfte in sich gehabt haben und vieles von dem, was ich jetzt erzähle, traumhaft bewußt wahrnahmen, dies verhältnismäßig weniger verwirrend war. Heute kann der Mensch kaum zu irgendeiner Klarheit für sein Sonnenauge kommen — und dazu muß er kommen, wenn er es auch bei Tag vergessen hat —, kaum zu irgendeiner Klarheit über das kommen, was er nun in zwölffach komplizierter Weise während der Nacht erlebt, wenn er nicht in sein Gemüt aufgenommen hat dasjenige, was der Christus hat der Erde werden wollen durch das Mysterium von Golgatha. Einfach gefühlt zu haben, was das für das Erdenleben bedeutet, daß der Christus durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist, Gedanken sich gemacht zu haben im gewöhnlichen Erdenleben über den Christus: das bringt auf dem Umwege durch den physischen und durch den Ätherleib in den astralischen Leib eine solche Tingierung, eine solche Tinktur hinein, daß der Christus der Führer wird in dem Tierkreis vom Einschlafen bis zum Aufwachen.

[ 24 ] Meine lieben Freunde, ich glaube, Sie könnten die wichtigsten Gegenden der Erde als ein Weltreisender absolviert haben, Sie würden die Summe von Erlebnissen nicht haben, die Sie jede Nacht von einem einzigen Sternbilde des Tierkreises für Ihr Sonnenauge haben! Und es ist zunächst so, daß für die Menschen älterer Zeiten, die noch stark traumhafte Hellseherkräfte in sich gehabt haben und vieles von dem, was ich jetzt erzähle, traumhaft bewußt wahrnahmen, dies verhältnismäßig weniger verwirrend war. Heute kann der Mensch kaum zu irgendeiner Klarheit für sein Sonnenauge kommen — und dazu muß er kommen, wenn er es auch bei Tag vergessen hat —, kaum zu irgendeiner Klarheit über das kommen, was er nun in zwölffach komplizierter Weise während der Nacht erlebt, wenn er nicht in sein Gemüt aufgenommen hat dasjenige, was der Christus hat der Erde werden wollen durch das Mysterium von Golgatha. Einfach gefühlt zu haben, was das für das Erdenleben bedeutet, daß der Christus durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist, Gedanken sich gemacht zu haben im gewöhnlichen Erdenleben über den Christus: das bringt auf dem Umwege durch den physischen und durch den Ätherleib in den astralischen Leib eine solche Tingierung, eine solche Tinktur hinein, daß der Christus der Führer wird in dem Tierkreis vom Einschlafen bis zum Aufwachen.

[ 25 ] Da ist es tatsächlich so, daß der Mensch wiederum fühlt: Soll ich denn in der Zahl der Sterne und in ihren Ereignissen untergehen? — Und wenn er dann zurückblicken kann auf dasjenige, was er während des Tagwachens an Gedanken und Empfindungen und Gefühlen und Willensimpulsen zum Christus hingewendet hat, dann ersteht ihm in dem Christus eine Art Führer zum Ordnen der verwirrenden Ereignisse dieser Sphäre.

[ 25 ] Da ist es tatsächlich so, daß der Mensch wiederum fühlt: Soll ich denn in der Zahl der Sterne und in ihren Ereignissen untergehen? — Und wenn er dann zurückblicken kann auf dasjenige, was er während des Tagwachens an Gedanken und Empfindungen und Gefühlen und Willensimpulsen zum Christus hingewendet hat, dann ersteht ihm in dem Christus eine Art Führer zum Ordnen der verwirrenden Ereignisse dieser Sphäre.

[ 26 ] So daß wir tatsächlich sagen müssen: Wenn wir die andere Seite des Lebens betrachten, dann geht uns erst die volle Bedeutung des Christus für das Erdenleben der Menschheit seit dem Mysterium von Golgatha auf. Und es versteht sonst eigentlich niemand, was der Christus noch werden muß für das Erdenleben innerhalb der heutigen gewöhnlichen Zivilisation.

[ 26 ] So daß wir tatsächlich sagen müssen: Wenn wir die andere Seite des Lebens betrachten, dann geht uns erst die volle Bedeutung des Christus für das Erdenleben der Menschheit seit dem Mysterium von Golgatha auf. Und es versteht sonst eigentlich niemand, was der Christus noch werden muß für das Erdenleben innerhalb der heutigen gewöhnlichen Zivilisation.

[ 27 ] Nun legt man sich alle diese Dinge, die ja heute noch nicht viele durchmachen, in einer falschen Weise aus. Die Art und Weise, wie die heute noch nicht vom Christus-Ereignis berührten Menschen die nächtlichen Erlebnisse ungeordnet ins wache Tagesbewußtsein hereinbringen, die versteht man erst, wenn man das weiß, was ich eben jetzt auseinandergesetzt habe. In der Tat, wenn wir zuerst das nebelhafte Dasein durchgemacht haben im Schlafzustande, stehen wir gewissermaßen vor einer uns verwirrenden Welt, in welcher der Christus als eine geistige Sonne heraustritt und unser Führer wird, so daß die Verwirrung sich in einer Art harmonischen Verständnisses löst.

[ 27 ] Nun legt man sich alle diese Dinge, die ja heute noch nicht viele durchmachen, in einer falschen Weise aus. Die Art und Weise, wie die heute noch nicht vom Christus-Ereignis berührten Menschen die nächtlichen Erlebnisse ungeordnet ins wache Tagesbewußtsein hereinbringen, die versteht man erst, wenn man das weiß, was ich eben jetzt auseinandergesetzt habe. In der Tat, wenn wir zuerst das nebelhafte Dasein durchgemacht haben im Schlafzustande, stehen wir gewissermaßen vor einer uns verwirrenden Welt, in welcher der Christus als eine geistige Sonne heraustritt und unser Führer wird, so daß die Verwirrung sich in einer Art harmonischen Verständnisses löst.

[ 28 ] Das ist wichtig, weil in dem Augenblicke, wo wir diese Sphäre betreten, in der wir Durcheinanderwirbelndes haben, Fixsternkonstellation des Tierkreises und Planetenbewegung, tatsächlich vor unser Sonnenauge unser Karma tritt. Alle Menschen nehmen ihr Karma wahr, aber nur im Schlafzustande. In den Wachzustand schleicht sich nur die Nachbildung dieser Wahrnehmung gefühlsmäßig herein.

[ 28 ] Das ist wichtig, weil in dem Augenblicke, wo wir diese Sphäre betreten, in der wir Durcheinanderwirbelndes haben, Fixsternkonstellation des Tierkreises und Planetenbewegung, tatsächlich vor unser Sonnenauge unser Karma tritt. Alle Menschen nehmen ihr Karma wahr, aber nur im Schlafzustande. In den Wachzustand schleicht sich nur die Nachbildung dieser Wahrnehmung gefühlsmäßig herein.

[ 29 ] Manches von jenem Befinden, das ja ein einigermaßen nach Selbsterkenntnis trachtender Mensch in sich antreffen kann, ist der ganz dumpfe Nachklang dieses Erlebens, wo der Christus als Führer auftritt und von Widder durch Stier, Zwillinge und so weiter leitet, und den Menschen in der Nacht die Welt erklärt, so daß sie wieder Kraft bekommen zum Tagesleben. Denn es ist nichts Geringeres, was wir in dieser Sphäre erleben, als daß durch die verwirrenden Ereignisse des Tierkreises hindurch der Christus unser Führer wird, wie die führende Wesenheit dasteht und von Sternbild zu Sternbild den Menschen leitet, damit er in sich geordnet die Kräfte aufnehmen kann, die er geordnet eben wiederum für das Wachleben braucht.

[ 29 ] Manches von jenem Befinden, das ja ein einigermaßen nach Selbsterkenntnis trachtender Mensch in sich antreffen kann, ist der ganz dumpfe Nachklang dieses Erlebens, wo der Christus als Führer auftritt und von Widder durch Stier, Zwillinge und so weiter leitet, und den Menschen in der Nacht die Welt erklärt, so daß sie wieder Kraft bekommen zum Tagesleben. Denn es ist nichts Geringeres, was wir in dieser Sphäre erleben, als daß durch die verwirrenden Ereignisse des Tierkreises hindurch der Christus unser Führer wird, wie die führende Wesenheit dasteht und von Sternbild zu Sternbild den Menschen leitet, damit er in sich geordnet die Kräfte aufnehmen kann, die er geordnet eben wiederum für das Wachleben braucht.

[ 30 ] So erlebt der Mensch im Grunde jede Nacht zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen; er erlebt dieses aus seiner Verwandtschaft mit dem Kosmos als Seele und Geist. So wie er durch den physischen und den Ätherkörper mit der Erde verwandt ist, so ist er mit seiner Seele und seinem Geist und seinem astralischen Leibe dem Kosmos verwandt. Der Mensch würde nun, wenn er sich getrennt hat von seinem physischen und Ätherleibe und so hinausgewachsen ist in die kosmische Welt, in sich eine starke Verwandtschaft gewissermaßen zu ihr fühlen in seinem innerlichen Bild-Erleben, das ihm zurückstrahlt von dem, was im Bette liegengeblieben ist; eine starke Tendenz würde er fühlen, weiter über den Tierkreis hinauszuleben.

[ 30 ] So erlebt der Mensch im Grunde jede Nacht zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen; er erlebt dieses aus seiner Verwandtschaft mit dem Kosmos als Seele und Geist. So wie er durch den physischen und den Ätherkörper mit der Erde verwandt ist, so ist er mit seiner Seele und seinem Geist und seinem astralischen Leibe dem Kosmos verwandt. Der Mensch würde nun, wenn er sich getrennt hat von seinem physischen und Ätherleibe und so hinausgewachsen ist in die kosmische Welt, in sich eine starke Verwandtschaft gewissermaßen zu ihr fühlen in seinem innerlichen Bild-Erleben, das ihm zurückstrahlt von dem, was im Bette liegengeblieben ist; eine starke Tendenz würde er fühlen, weiter über den Tierkreis hinauszuleben.

[ 31 ] Das kann er zunächst zwischen der Geburt und dem Tode nicht, weil sich in alle diese Erlebnisse, die ich Ihnen bis jetzt geschildert habe, während der Schlafenszeit des Menschen ein anderes Element hineinmischt, ein Element, das ganz anderer Art ist als alles dasjenige, was von den Planeten und von den Fixsternen kommt. Und das ist das Mondenelement.

[ 31 ] Das kann er zunächst zwischen der Geburt und dem Tode nicht, weil sich in alle diese Erlebnisse, die ich Ihnen bis jetzt geschildert habe, während der Schlafenszeit des Menschen ein anderes Element hineinmischt, ein Element, das ganz anderer Art ist als alles dasjenige, was von den Planeten und von den Fixsternen kommt. Und das ist das Mondenelement.

[ 32 ] Das Mondenelement tingiert gewissermaßen während der Nacht den gesamten Kosmos — auch währenddem Neumond ist — mit einem besonderen Substantiellen, das der Mensch auch erlebt. Aber er erlebt es so, daß ihn diese Mondenkräfte, ich möchte sagen, zurückhalten innerhalb der Tierkreiswelt und wiederum zurückführen zum Aufwachen. Dieses Mondenelement erlebt der Mensch, schon schwach ahnend, während der ersten Sphäre. Aber besonders stark erlebt der Mensch während der zweiten Sphäre, die ich geschildert habe, die Geheimnisse der Geburt und des Todes. Er erlebt da — mit einem noch tieferliegenden Organ, als das Herzensauge und das Sonnenauge sind —, mit einem Organe, das gewissermaßen seinem ganzen Menschen zugeteilt ist, tatsächlich jede Nacht, wie das Geistig-Seelische heruntersteigt, beziehungsweise heruntergestiegen ist aus der geistig-seelischen Welt und durch die Geburt eingezogen ist in ein physisches Dasein und wie nach und nach der Leib in den Tod übergeht. Man stirbt ja eigentlich immer, in jedem Augenblick, überwindet nur den Tod, bis der Tod dann wirklich als ein einziges Ereignis eintritt. Aber in demselben Momente, in dem man so erlebt, wie die Seele gewissermaßen durchgeht durch das Irdisch-Leibliche, in jenem Momente erlebt man durch dieselben Kräfte seine Zusammenhänge mit der übrigen Menschheit.

[ 32 ] Das Mondenelement tingiert gewissermaßen während der Nacht den gesamten Kosmos — auch währenddem Neumond ist — mit einem besonderen Substantiellen, das der Mensch auch erlebt. Aber er erlebt es so, daß ihn diese Mondenkräfte, ich möchte sagen, zurückhalten innerhalb der Tierkreiswelt und wiederum zurückführen zum Aufwachen. Dieses Mondenelement erlebt der Mensch, schon schwach ahnend, während der ersten Sphäre. Aber besonders stark erlebt der Mensch während der zweiten Sphäre, die ich geschildert habe, die Geheimnisse der Geburt und des Todes. Er erlebt da — mit einem noch tieferliegenden Organ, als das Herzensauge und das Sonnenauge sind —, mit einem Organe, das gewissermaßen seinem ganzen Menschen zugeteilt ist, tatsächlich jede Nacht, wie das Geistig-Seelische heruntersteigt, beziehungsweise heruntergestiegen ist aus der geistig-seelischen Welt und durch die Geburt eingezogen ist in ein physisches Dasein und wie nach und nach der Leib in den Tod übergeht. Man stirbt ja eigentlich immer, in jedem Augenblick, überwindet nur den Tod, bis der Tod dann wirklich als ein einziges Ereignis eintritt. Aber in demselben Momente, in dem man so erlebt, wie die Seele gewissermaßen durchgeht durch das Irdisch-Leibliche, in jenem Momente erlebt man durch dieselben Kräfte seine Zusammenhänge mit der übrigen Menschheit.

[ 33 ] Sie müssen nur bedenken: Auch nicht die unbedeutendste Begegnung, das unbedeutendste Verhältnis, ebensowenig wie das allereinschneidendste, sind ohne Zusammenhang mit dem gesamten Schicksal, mit dem gesamten Karma des Menschen. Und ob nun die Seelen, mit denen wir jemals im verflossenen Erdenleben in Beziehung gestanden haben, oder mit denen wir jetzt in diesem Erdenleben in Beziehung stehen, jeweilig in der geistigen Welt sind, oder ob sie hier auf Erden sind, alles dasjenige, was der Mensch mit Menschen zu tun hat, alle menschlichen Verhältnisse, die ja eine innige Beziehung zu dem Geheimnis von Geburt und Tod haben, die treten da, ich möchte sagen, vor das spirituelle Menschenauge. Der Mensch fühlt sich in seinem gesamten Lebensschicksale darinnen.

[ 33 ] Sie müssen nur bedenken: Auch nicht die unbedeutendste Begegnung, das unbedeutendste Verhältnis, ebensowenig wie das allereinschneidendste, sind ohne Zusammenhang mit dem gesamten Schicksal, mit dem gesamten Karma des Menschen. Und ob nun die Seelen, mit denen wir jemals im verflossenen Erdenleben in Beziehung gestanden haben, oder mit denen wir jetzt in diesem Erdenleben in Beziehung stehen, jeweilig in der geistigen Welt sind, oder ob sie hier auf Erden sind, alles dasjenige, was der Mensch mit Menschen zu tun hat, alle menschlichen Verhältnisse, die ja eine innige Beziehung zu dem Geheimnis von Geburt und Tod haben, die treten da, ich möchte sagen, vor das spirituelle Menschenauge. Der Mensch fühlt sich in seinem gesamten Lebensschicksale darinnen.

[ 34 ] Das hängt damit zusammen, daß gewissermaßen alle anderen Kräfte, die der Planeten und die der Fixsterne, uns hinausziehen wollen in den Kosmos. Der Mond will uns wiederum hineinstellen in die Menschenwelt, er reißt uns aus dem Kosmos im Grunde heraus. Er hat Kräfte, die entgegengesetzt sind sowohl den Sonnenkräften wie den Sternenkräften; er macht unsere Verwandtschaft zur Erde aus. Daher bringt er uns in gewissem Sinne jede Nacht von den Tierkreiserlebnissen zurück in die Planetenerlebnisse und wiederum in die Erdenerlebnisse, indem wir in den physischen Menschenleib zurückgebracht werden.

[ 34 ] Das hängt damit zusammen, daß gewissermaßen alle anderen Kräfte, die der Planeten und die der Fixsterne, uns hinausziehen wollen in den Kosmos. Der Mond will uns wiederum hineinstellen in die Menschenwelt, er reißt uns aus dem Kosmos im Grunde heraus. Er hat Kräfte, die entgegengesetzt sind sowohl den Sonnenkräften wie den Sternenkräften; er macht unsere Verwandtschaft zur Erde aus. Daher bringt er uns in gewissem Sinne jede Nacht von den Tierkreiserlebnissen zurück in die Planetenerlebnisse und wiederum in die Erdenerlebnisse, indem wir in den physischen Menschenleib zurückgebracht werden.

[ 35 ] Das ist von einem gewissen Gesichtspunkte aus der Unterschied zwischen dem Schlafen und zwischen dem Sterben, daß der Mensch, wenn er einschläft, in starker Beziehung stehenbleibt zu diesen Mondenkräften. Diese Mondenkräfte sind es, die gewissermaßen ihn auf die Bedeutung seines Erdenlebens auch jede Nacht erneut hinweisen. Das kann aber nur deshalb der Fall sein, weil der Mensch alles zurückgestrahlt erhält, wie ich geschildert habe, von seinem Ätherleib. Im Tode zieht er den Ätherleib aus seinem physischen Leibe heraus: die Rückerinnerung an das letzte Erdenleben tritt auf, und dieser Ätherleib ist es jetzt, der für die kurze Weile von wenigen Tagen die Wolke durchsetzt, von der ich gesprochen habe. Ich sagte: Jede Nacht leben wir selber als Wolke, als Nebelwolke in eine Nebelwelt uns hinein. Aber diese Nebelwolke, die wir selber sind, ist in der Nacht ohne unseren Ätherleib. Wenn wir sterben, ist sie zunächst in den ersten Tagen nach dem Tode mit unserem Ätherleib. Dann löst sich der Ätherleib nach und nach in das Kosmische auf, die Erinnerung schwindet. Und jetzt haben wir zum Unterschiede von früher, wo wir alles, was wir an Sternenerlebnissen hatten, nur zurückgestrahlt hatten von dem Menschen, der im Bette liegen geblieben war, jetzt nach dem Tode haben wir ein unmittelbar inneres Erlebnis der Planetenbewegung und der Fixsternkonstellation.

[ 35 ] Das ist von einem gewissen Gesichtspunkte aus der Unterschied zwischen dem Schlafen und zwischen dem Sterben, daß der Mensch, wenn er einschläft, in starker Beziehung stehenbleibt zu diesen Mondenkräften. Diese Mondenkräfte sind es, die gewissermaßen ihn auf die Bedeutung seines Erdenlebens auch jede Nacht erneut hinweisen. Das kann aber nur deshalb der Fall sein, weil der Mensch alles zurückgestrahlt erhält, wie ich geschildert habe, von seinem Ätherleib. Im Tode zieht er den Ätherleib aus seinem physischen Leibe heraus: die Rückerinnerung an das letzte Erdenleben tritt auf, und dieser Ätherleib ist es jetzt, der für die kurze Weile von wenigen Tagen die Wolke durchsetzt, von der ich gesprochen habe. Ich sagte: Jede Nacht leben wir selber als Wolke, als Nebelwolke in eine Nebelwelt uns hinein. Aber diese Nebelwolke, die wir selber sind, ist in der Nacht ohne unseren Ätherleib. Wenn wir sterben, ist sie zunächst in den ersten Tagen nach dem Tode mit unserem Ätherleib. Dann löst sich der Ätherleib nach und nach in das Kosmische auf, die Erinnerung schwindet. Und jetzt haben wir zum Unterschiede von früher, wo wir alles, was wir an Sternenerlebnissen hatten, nur zurückgestrahlt hatten von dem Menschen, der im Bette liegen geblieben war, jetzt nach dem Tode haben wir ein unmittelbar inneres Erlebnis der Planetenbewegung und der Fixsternkonstellation.

[ 36 ] Sie finden von einem gewissen Gesichtspunkte aus geschildert, wie diese Erlebnisse sind, wenn Sie meine «Theosophie» lesen. Da ist dasjenige eben geschildert, was der Mensch zwischen Tod und neuer Geburt so hat, wie wenn es um ihn herum wäre. Aber so wie Sie nicht Farben und Töne hätten, wenn Sie nicht im Inneren des Leibes ein Auge hätten, ein Ohr hätten, wie sie nicht atmen könnten, wenn Sie nicht im Inneren des Menschen eine Lunge und ein Herz hätten, so könnten Sie nach dem Tode das, was ich da beschrieben habe als Seelenwelt und Geisterland, als Ihre Umgebung im Geistigen, nicht wahrnehmen, wenn Sie in sich nicht hätten Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Widder, Stier, Zwillinge und so weiter. Das ist dann Ihr Organismus: mit Ihrem kosmischen Organismus erleben Sie das. Der Mond kann Sie nicht mehr zurückbringen, weil er nur zum Ätherleib hin zurückbringen kann; der aber hat sich in den Kosmos aufgelöst.

[ 36 ] Sie finden von einem gewissen Gesichtspunkte aus geschildert, wie diese Erlebnisse sind, wenn Sie meine «Theosophie» lesen. Da ist dasjenige eben geschildert, was der Mensch zwischen Tod und neuer Geburt so hat, wie wenn es um ihn herum wäre. Aber so wie Sie nicht Farben und Töne hätten, wenn Sie nicht im Inneren des Leibes ein Auge hätten, ein Ohr hätten, wie sie nicht atmen könnten, wenn Sie nicht im Inneren des Menschen eine Lunge und ein Herz hätten, so könnten Sie nach dem Tode das, was ich da beschrieben habe als Seelenwelt und Geisterland, als Ihre Umgebung im Geistigen, nicht wahrnehmen, wenn Sie in sich nicht hätten Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Widder, Stier, Zwillinge und so weiter. Das ist dann Ihr Organismus: mit Ihrem kosmischen Organismus erleben Sie das. Der Mond kann Sie nicht mehr zurückbringen, weil er nur zum Ätherleib hin zurückbringen kann; der aber hat sich in den Kosmos aufgelöst.

[ 37 ] Aber in dem Menschen ist so viel noch vorhanden von jener Kraft, die der Mond auf ihn vererbt hat, daß er eben in der Seelenwelt eine Zeitlang bleibt, wie ich das geschildert habe in der «Theosophie». Er hält noch seinen Blick zur Erde hin gespannt, dann geht er über in dasjenige, was ich als das Geisterland geschildert habe. Da ist er dann in einem Erleben, das auch außerhalb des Tierkreises, außerhalb des Fixsternhimmels von ihm selber gefühlt wird. Und so durchlebt er dann die Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt.

[ 37 ] Aber in dem Menschen ist so viel noch vorhanden von jener Kraft, die der Mond auf ihn vererbt hat, daß er eben in der Seelenwelt eine Zeitlang bleibt, wie ich das geschildert habe in der «Theosophie». Er hält noch seinen Blick zur Erde hin gespannt, dann geht er über in dasjenige, was ich als das Geisterland geschildert habe. Da ist er dann in einem Erleben, das auch außerhalb des Tierkreises, außerhalb des Fixsternhimmels von ihm selber gefühlt wird. Und so durchlebt er dann die Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt.

[ 38 ] Es ist in den Einzelheiten dieses Hineinleben in die geistige Welt so, daß wenn ich es Ihnen schildere für die Nacht, so könnte ich es Ihnen etwa in der folgenden Weise schildern — aber Sie müssen natürlich dabei die Begriffe nur ja nicht pressen, weil man mit irdischen Begriffen diese Dinge fast nicht zum Ausdruck bringen kann. Doch ich kann es Ihnen so schildern.

[ 38 ] Es ist in den Einzelheiten dieses Hineinleben in die geistige Welt so, daß wenn ich es Ihnen schildere für die Nacht, so könnte ich es Ihnen etwa in der folgenden Weise schildern — aber Sie müssen natürlich dabei die Begriffe nur ja nicht pressen, weil man mit irdischen Begriffen diese Dinge fast nicht zum Ausdruck bringen kann. Doch ich kann es Ihnen so schildern.

[ 39 ] Denken Sie sich eine Wiese, auf dieser Wiese Pflanzen; es geht von jeder Pflanzenblüte, auch von denjenigen Blüten, die auf Bäumen sind, zunächst eine Art Spirallinie aus, die sich in den Weltenraum hinausschwingt. Diese Spirallinien enthalten die Kräfte, durch welche der Kosmos auf der Erde das Pflanzenwachstum regelt und bewirkt. Denn die Pflanzen wachsen nicht bloß aus ihrem Keim heraus, die Pflanzen wachsen aus den kosmischen, spiralig die Erde umgebenden Kräften. Aber diese Kräfte sind auch im Winter da, auch in der Wüste da, auch wenn die Pflanzen nicht da sind. Um in die Planetenbewegungen hineinzukommen, muß der Mensch diese Pflanzenspiralkräfte jede Nacht benützen wie eine Leiter. Er steigt also durch das Leiterhafte der Pflanzenspiralkräfte in die Bewegungen der Planetenwelt hinauf. Und mit jener Kraft, welche die Pflanze aus ihrer Wurzel heraus nach oben wachsen läßt — sie muß ja eine Kraft anwenden, damit sie nach oben wachsen kann —, mit dieser Kraft wird der Mensch in die zweite Sphäre, die ich geschildert habe, hineingetragen. Und in der Tat, wenn wir diejenigen Erlebnisse, die ich Ihnen geschildert habe, wo der Mensch in eine gewisse Ängstlichkeit kommt und sagt: Ein Nebelgebilde im allgemeinen kosmischen Nebel bin ich, ich muß im Schoße der Gottheit ruhen —, wenn wir das mit Bezug auf die Erdenverhältnisse ins Auge fassen, so sagt sich wiederum die Seele: Ich ruhe in all dem, was als der kosmische Segen über einem Saatfelde liegt, wenn es blüht, was über der Wiese liegt, wenn sie blüht. Alles dasjenige, was sich da zu den Pflanzen heruntersenkt und in spiraligen Kräftelinien sich auslebt, alles das ist im Grunde genommen der Gottheitsschoß, der in sich belebte, regsame Gottheitsschoß, in den sich der Mensch zunächst in jeder Schlafenszeit eingebettet fühlt.

[ 39 ] Denken Sie sich eine Wiese, auf dieser Wiese Pflanzen; es geht von jeder Pflanzenblüte, auch von denjenigen Blüten, die auf Bäumen sind, zunächst eine Art Spirallinie aus, die sich in den Weltenraum hinausschwingt. Diese Spirallinien enthalten die Kräfte, durch welche der Kosmos auf der Erde das Pflanzenwachstum regelt und bewirkt. Denn die Pflanzen wachsen nicht bloß aus ihrem Keim heraus, die Pflanzen wachsen aus den kosmischen, spiralig die Erde umgebenden Kräften. Aber diese Kräfte sind auch im Winter da, auch in der Wüste da, auch wenn die Pflanzen nicht da sind. Um in die Planetenbewegungen hineinzukommen, muß der Mensch diese Pflanzenspiralkräfte jede Nacht benützen wie eine Leiter. Er steigt also durch das Leiterhafte der Pflanzenspiralkräfte in die Bewegungen der Planetenwelt hinauf. Und mit jener Kraft, welche die Pflanze aus ihrer Wurzel heraus nach oben wachsen läßt — sie muß ja eine Kraft anwenden, damit sie nach oben wachsen kann —, mit dieser Kraft wird der Mensch in die zweite Sphäre, die ich geschildert habe, hineingetragen. Und in der Tat, wenn wir diejenigen Erlebnisse, die ich Ihnen geschildert habe, wo der Mensch in eine gewisse Ängstlichkeit kommt und sagt: Ein Nebelgebilde im allgemeinen kosmischen Nebel bin ich, ich muß im Schoße der Gottheit ruhen —, wenn wir das mit Bezug auf die Erdenverhältnisse ins Auge fassen, so sagt sich wiederum die Seele: Ich ruhe in all dem, was als der kosmische Segen über einem Saatfelde liegt, wenn es blüht, was über der Wiese liegt, wenn sie blüht. Alles dasjenige, was sich da zu den Pflanzen heruntersenkt und in spiraligen Kräftelinien sich auslebt, alles das ist im Grunde genommen der Gottheitsschoß, der in sich belebte, regsame Gottheitsschoß, in den sich der Mensch zunächst in jeder Schlafenszeit eingebettet fühlt.

[ 40 ] Und der Mond ist es, der ihn zu seinem Tierischen wieder zurückführt. Denn die Pflanzenkräfte haben stets das Bestreben, den Menschen immer weiter hinauszutragen ins Universelle. Aber da der Mensch sein Animalisches mit dem Animalreich teilt, bringt ihn der Mond wiederum an jedem Morgen in sein Animalisches zurück.

[ 40 ] Und der Mond ist es, der ihn zu seinem Tierischen wieder zurückführt. Denn die Pflanzenkräfte haben stets das Bestreben, den Menschen immer weiter hinauszutragen ins Universelle. Aber da der Mensch sein Animalisches mit dem Animalreich teilt, bringt ihn der Mond wiederum an jedem Morgen in sein Animalisches zurück.

[ 41 ] So hängt der Mensch mit dem Kosmos zusammen. So wirkt der Kosmos gerade zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen. Und Herzensauge, Sonnenauge, Menschenauge, sie machen das in der Nacht so durch, daß sie ähnlich fühlen, wie wenn der eine Mensch, sagen wir, irgendeine Beziehung zu einem anderen fühlte, erlebte. Aber das wird ihm nicht so gesagt, das ist auch von ihm nicht ausgedacht, sondern das sagen ihm die Aussprüche der Pflanzen, durch die er gerade über eine Leiter hinaufsteigt in die Planetenwelt zuerst, und dann hinausgetrieben wird in die Tierkreiswelt.

[ 41 ] So hängt der Mensch mit dem Kosmos zusammen. So wirkt der Kosmos gerade zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen. Und Herzensauge, Sonnenauge, Menschenauge, sie machen das in der Nacht so durch, daß sie ähnlich fühlen, wie wenn der eine Mensch, sagen wir, irgendeine Beziehung zu einem anderen fühlte, erlebte. Aber das wird ihm nicht so gesagt, das ist auch von ihm nicht ausgedacht, sondern das sagen ihm die Aussprüche der Pflanzen, durch die er gerade über eine Leiter hinaufsteigt in die Planetenwelt zuerst, und dann hinausgetrieben wird in die Tierkreiswelt.

[ 42 ] Und so kann etwa ein Erlebnis so sein: Ich habe ein Verhältnis zu diesem Menschen, die Lilien sagen es mir, die Rosen sagen es mir, denn die Rosenkraft, die Lilienkraft, die Tulpenkraft hat mich gerade dahin getrieben. — Die ganze Erde wird gewissermaßen zum Lebensbuch, das aufklärt über die Menschenwelt, Seelenmenschenwelt, in die man sich hineinlebt.

[ 42 ] Und so kann etwa ein Erlebnis so sein: Ich habe ein Verhältnis zu diesem Menschen, die Lilien sagen es mir, die Rosen sagen es mir, denn die Rosenkraft, die Lilienkraft, die Tulpenkraft hat mich gerade dahin getrieben. — Die ganze Erde wird gewissermaßen zum Lebensbuch, das aufklärt über die Menschenwelt, Seelenmenschenwelt, in die man sich hineinlebt.

[ 43 ] Und sehen Sie, diese Erlebnisse haben ja die Menschen verschiedener Zeitalter, verschiedener Epochen in verschiedener Weise gehabt. Wenn Sie noch hinschauen nach dem alten Indien: Die, welche etwas erfahren wollten durch den Schlafzustand, durch die Beziehung zur Sternenwelt, die wollten nur erfahren von denjenigen Fixsternen, von denjenigen Sternbildern, die jeweilig über der Erde sind, nicht immer, aber jeweilig, das ändert sich ja. Aber sie wollten nie Beziehungen haben zu den Sternbildern, die unterhalb sind, deren Kräfte dann durch die Erde durch gehen.

[ 43 ] Und sehen Sie, diese Erlebnisse haben ja die Menschen verschiedener Zeitalter, verschiedener Epochen in verschiedener Weise gehabt. Wenn Sie noch hinschauen nach dem alten Indien: Die, welche etwas erfahren wollten durch den Schlafzustand, durch die Beziehung zur Sternenwelt, die wollten nur erfahren von denjenigen Fixsternen, von denjenigen Sternbildern, die jeweilig über der Erde sind, nicht immer, aber jeweilig, das ändert sich ja. Aber sie wollten nie Beziehungen haben zu den Sternbildern, die unterhalb sind, deren Kräfte dann durch die Erde durch gehen.

[ 44 ] Sehen Sie sich daher eine Buddha-Position an oder überhaupt die Position eines orientalischen Weisen, der nach spiritueller Weisheit strebt durch Exerzitien! Sehen Sie sich an, wie er die Beine übereinandergeschlagen hat und auf den übereinandergeschlagenen Beinen sitzt: weil er nur dasjenige, was Oberleib ist und was in Beziehung zu den oberen Sternbildern steht, in sich regsam haben will, und nicht dasjenige, was durch das Sonnenauge auch durch ihn hindurchwirkt, was durch die Gliedmaßen wirkt. Er will die Gliedmaßenkräfte gewissermaßen ausgeschaltet haben. Daher können Sie in der Position eines jeden orientalischen nach Weisheit Strebenden sehen, wie er nur zu dem, was über der Erde ist, eine Beziehung entwickeln will. Er will nur nach dem Seelischen hin Erkenntnisbeziehungen entwickeln.

[ 44 ] Sehen Sie sich daher eine Buddha-Position an oder überhaupt die Position eines orientalischen Weisen, der nach spiritueller Weisheit strebt durch Exerzitien! Sehen Sie sich an, wie er die Beine übereinandergeschlagen hat und auf den übereinandergeschlagenen Beinen sitzt: weil er nur dasjenige, was Oberleib ist und was in Beziehung zu den oberen Sternbildern steht, in sich regsam haben will, und nicht dasjenige, was durch das Sonnenauge auch durch ihn hindurchwirkt, was durch die Gliedmaßen wirkt. Er will die Gliedmaßenkräfte gewissermaßen ausgeschaltet haben. Daher können Sie in der Position eines jeden orientalischen nach Weisheit Strebenden sehen, wie er nur zu dem, was über der Erde ist, eine Beziehung entwickeln will. Er will nur nach dem Seelischen hin Erkenntnisbeziehungen entwickeln.

[ 45 ] Die Welt wäre unvollkommen geblieben, wenn nur diese Art Erkenntnisstreben dagewesen wäre, wenn immer nur die Buddha-Positionen eingehalten worden wären, um zur Erkenntnis zu kommen. Schon innerhalb der Griechenzeit mußte der Mensch auch in Beziehung zu denjenigen Kräften treten, zu denen man in Beziehung kommt, wenn man nach den Sternbildern hin sich entwickelt, die unterhalb der Erde jeweilig sind.

[ 45 ] Die Welt wäre unvollkommen geblieben, wenn nur diese Art Erkenntnisstreben dagewesen wäre, wenn immer nur die Buddha-Positionen eingehalten worden wären, um zur Erkenntnis zu kommen. Schon innerhalb der Griechenzeit mußte der Mensch auch in Beziehung zu denjenigen Kräften treten, zu denen man in Beziehung kommt, wenn man nach den Sternbildern hin sich entwickelt, die unterhalb der Erde jeweilig sind.

[ 46 ] Das ist in der griechischen Sage wunderbar intim angedeutet. Denn in der griechischen Sage wird Ihnen von einer gewissen Art Initiation immer erzählt: Der Betreffende stieg in die Unterwelt hinab. — Von gewissen Heroen Griechenlands können Sie immer wissen, der erlebt die Initiation, wenn von ihm erzählt wird, er ist in die Unterwelt hinabgestiegen. Das heißt, er hat diejenigen Kräfte des Kosmos kennengelernt, die durch die Erde hindurch wirken, er hat die chthonischen Kräfte kennengelernt.

[ 46 ] Das ist in der griechischen Sage wunderbar intim angedeutet. Denn in der griechischen Sage wird Ihnen von einer gewissen Art Initiation immer erzählt: Der Betreffende stieg in die Unterwelt hinab. — Von gewissen Heroen Griechenlands können Sie immer wissen, der erlebt die Initiation, wenn von ihm erzählt wird, er ist in die Unterwelt hinabgestiegen. Das heißt, er hat diejenigen Kräfte des Kosmos kennengelernt, die durch die Erde hindurch wirken, er hat die chthonischen Kräfte kennengelernt.

[ 47 ] So hat jedes Zeitalter seine besondere Aufgabe. Und so lernte der orientalische Initiierte, damit er das den anderen Menschen mitteilen konnte, vorzugsweise dasjenige kennen, was vor der Geburt beziehungsweise der Konzeption, also im seelisch-geistigen Gebiete lag, welches der Mensch durchlebt, bevor er heruntersteigt in die irdische Welt. Und was in einer so großartigen Weise in der orientalischen Weltanschauung, in der orientalischen Dichtung an die Menschen herantritt, das tritt im wesentlichen dadurch heran, daß dazumal die Menschen hineinschauen konnten in das Leben, das die Menschen durchmachen, bevor sie zur Erde heruntersteigen.

[ 47 ] So hat jedes Zeitalter seine besondere Aufgabe. Und so lernte der orientalische Initiierte, damit er das den anderen Menschen mitteilen konnte, vorzugsweise dasjenige kennen, was vor der Geburt beziehungsweise der Konzeption, also im seelisch-geistigen Gebiete lag, welches der Mensch durchlebt, bevor er heruntersteigt in die irdische Welt. Und was in einer so großartigen Weise in der orientalischen Weltanschauung, in der orientalischen Dichtung an die Menschen herantritt, das tritt im wesentlichen dadurch heran, daß dazumal die Menschen hineinschauen konnten in das Leben, das die Menschen durchmachen, bevor sie zur Erde heruntersteigen.

[ 48 ] In Griechenland fing man an, dasjenige kennenzulernen, was von der Erde selbst abhängt: Uranus und Gäa. Gäa, die Erde, steht am Ausgangspunkte der griechischen Kosmologie. Und immer trachtete der Grieche, die Mysterien der Erde selbst kennenzulernen, die natürlich auch die kosmischen Mysterien sind, die durch die Erde hindurchwirken. Die Mysterien aber der eigentlichen Unterwelt, auch die wollte der Grieche kennenlernen. Und so entwickelte sich in Griechenland eine richtige Kosmologie.

[ 48 ] In Griechenland fing man an, dasjenige kennenzulernen, was von der Erde selbst abhängt: Uranus und Gäa. Gäa, die Erde, steht am Ausgangspunkte der griechischen Kosmologie. Und immer trachtete der Grieche, die Mysterien der Erde selbst kennenzulernen, die natürlich auch die kosmischen Mysterien sind, die durch die Erde hindurchwirken. Die Mysterien aber der eigentlichen Unterwelt, auch die wollte der Grieche kennenlernen. Und so entwickelte sich in Griechenland eine richtige Kosmologie.

[ 49 ] Sehen Sie an, wie wenig eigentlich der Grieche noch — der Orientale hatte sie gar nicht — von dem hat, was wir Geschichtserkenntnis nennen. Ihn interessiert ja viel mehr, was damals war, als die Erde gewissermaßen im Kosmos sich bildete, dann, als die inneren Erdenkräfte, die titanischen Kräfte andere Kräfte bekriegten, worauf der Grieche als auf große, gewaltige spirituelle Kräfte hinwies, die den irdischen Verhältnissen zugrunde liegen, in die der Mensch hineinversponnen ist. Wir in der neueren Zeit sind darauf angewiesen, die Geschichte zu verstehen, hinweisen zu können, daß der Mensch ausgegangen ist von einem alten, traumhaften Hellseherzustand, daß er jetzt zu seinem intellektualistisch gefärbten und nur vom Mythischen tingierten Bewußtsein gekommen ist, aus dem er sich wieder herausarbeiten muß zum Hineinschauen in die geistige, in die spirituelle Welt.

[ 49 ] Sehen Sie an, wie wenig eigentlich der Grieche noch — der Orientale hatte sie gar nicht — von dem hat, was wir Geschichtserkenntnis nennen. Ihn interessiert ja viel mehr, was damals war, als die Erde gewissermaßen im Kosmos sich bildete, dann, als die inneren Erdenkräfte, die titanischen Kräfte andere Kräfte bekriegten, worauf der Grieche als auf große, gewaltige spirituelle Kräfte hinwies, die den irdischen Verhältnissen zugrunde liegen, in die der Mensch hineinversponnen ist. Wir in der neueren Zeit sind darauf angewiesen, die Geschichte zu verstehen, hinweisen zu können, daß der Mensch ausgegangen ist von einem alten, traumhaften Hellseherzustand, daß er jetzt zu seinem intellektualistisch gefärbten und nur vom Mythischen tingierten Bewußtsein gekommen ist, aus dem er sich wieder herausarbeiten muß zum Hineinschauen in die geistige, in die spirituelle Welt.

[ 50 ] Diese gegenwärtige Zeitepoche ist ja der Übergang zu einem bewußten Erringen eines Erlebens in der geistigen Welt. Dazu müssen wir vor allen Dingen den Blick auf die Geschichte werfen. Daher ist es in unserer anthroposophischen Bewegung immer wieder und wiederum geschehen, daß die verschiedenen Geschichtsepochen betrachtet wurden bis dahin zurück, wo die Menschen noch von höheren, überirdischen Wesenheiten die Erkenntnisse empfingen, und daß dann weiter bis zu unserer Zeit diese geschichtliche Entwickelung des Menschen verfolgt worden ist.

[ 50 ] Diese gegenwärtige Zeitepoche ist ja der Übergang zu einem bewußten Erringen eines Erlebens in der geistigen Welt. Dazu müssen wir vor allen Dingen den Blick auf die Geschichte werfen. Daher ist es in unserer anthroposophischen Bewegung immer wieder und wiederum geschehen, daß die verschiedenen Geschichtsepochen betrachtet wurden bis dahin zurück, wo die Menschen noch von höheren, überirdischen Wesenheiten die Erkenntnisse empfingen, und daß dann weiter bis zu unserer Zeit diese geschichtliche Entwickelung des Menschen verfolgt worden ist.

[ 51 ] Und diese geschichtliche Entwickelung des Menschen wird ja von der heutigen äußeren Erkenntnis erst recht ganz abstrakt betrachtet. Welche abstrakten Linien werden gezogen, wenn man heute Geschichtserkenntnis entwickelt! Jene Geschichte verfolgten die alten Menschen noch, die sie in den Mythus kleideten, wo sie die Geschichte mit der ganzen Natur und ihren Ereignissen in Zusammenhang brachten. Das können wir nicht mehr. Aber die Menschen haben noch nicht den Sinn sich angeeignet, zu fragen: Wie war es, als die ersten Menschen von höheren Wesenheiten die Weisheit empfingen, und dann allmählich das herabdämmerte? Wie war es, als ein Gott selber herabstieg, um sich durch das Mysterium von Golgatha in einem menschlichen Leibe zu verkörpern und eine kosmisch grandiose Mission mit der Erde zu vollbringen, so daß dadurch die Erde erst ihren Sinn bekommt?

[ 51 ] Und diese geschichtliche Entwickelung des Menschen wird ja von der heutigen äußeren Erkenntnis erst recht ganz abstrakt betrachtet. Welche abstrakten Linien werden gezogen, wenn man heute Geschichtserkenntnis entwickelt! Jene Geschichte verfolgten die alten Menschen noch, die sie in den Mythus kleideten, wo sie die Geschichte mit der ganzen Natur und ihren Ereignissen in Zusammenhang brachten. Das können wir nicht mehr. Aber die Menschen haben noch nicht den Sinn sich angeeignet, zu fragen: Wie war es, als die ersten Menschen von höheren Wesenheiten die Weisheit empfingen, und dann allmählich das herabdämmerte? Wie war es, als ein Gott selber herabstieg, um sich durch das Mysterium von Golgatha in einem menschlichen Leibe zu verkörpern und eine kosmisch grandiose Mission mit der Erde zu vollbringen, so daß dadurch die Erde erst ihren Sinn bekommt?

[ 52 ] Die ganze Theologie des 19. und 20. Jahrhunderts krankt ja daran, daß sie den Christus in seiner geistigen Bedeutung nicht verstehen kann. Das, sehen Sie, das muß die moderne Initiationswissenschaft bringen. Es muß eben eine moderne Initiationswissenschaft geben, die wiederum hineindringen kann in die geistige Welt, die wiederum so sprechen kann über Geburt und Tod, über das Leben zwischen der Geburt und dem Tode und zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, und über das Leben der Menschenseele im Schlafe, wie wir heute hier zueinander gesprochen haben. Das muß möglich sein, daß der Mensch wiederum auch diese geistige, andere Seite des Daseins kennenlernt. Aller Fortschritt der Menschheit in die Zukunft wird nur möglich sein, wenn der Mensch diese andere Seite des Daseins auch kennenlernt.

[ 52 ] Die ganze Theologie des 19. und 20. Jahrhunderts krankt ja daran, daß sie den Christus in seiner geistigen Bedeutung nicht verstehen kann. Das, sehen Sie, das muß die moderne Initiationswissenschaft bringen. Es muß eben eine moderne Initiationswissenschaft geben, die wiederum hineindringen kann in die geistige Welt, die wiederum so sprechen kann über Geburt und Tod, über das Leben zwischen der Geburt und dem Tode und zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, und über das Leben der Menschenseele im Schlafe, wie wir heute hier zueinander gesprochen haben. Das muß möglich sein, daß der Mensch wiederum auch diese geistige, andere Seite des Daseins kennenlernt. Aller Fortschritt der Menschheit in die Zukunft wird nur möglich sein, wenn der Mensch diese andere Seite des Daseins auch kennenlernt.

[ 53 ] Geradeso wie einstmals die Menschen ihre Erkenntnis den oberen Welten nur zugewendet haben — was Sie in der Position des Buddha gut beobachten können —, wie die Menschen nachher, um zu einer Kosmologie zu kommen, diese von der Erdenentwickelung abgelesen haben und in die griechischen, chthonischen Mysterien eingeweiht worden sind, was der griechische Mythus an bedeutender, hervorragender Stelle immer wieder erzählt, so brauchen wir, nachdem die Menschen also die Geheimnisse des Himmels und die Geheimnisse der Erde in der alten Initiationswissenschaft studiert haben, eine moderne Initiationswissenschaft, die gewissermaßen im Rhythmus sich hin- und herbewegen kann zwischen Himmel und Erde, die den Himmel frägt, wenn sie über die Erde Aufschluß haben will, und die Erde frägt, wenn sie über den Himmel Aufschluß haben will.

[ 53 ] Geradeso wie einstmals die Menschen ihre Erkenntnis den oberen Welten nur zugewendet haben — was Sie in der Position des Buddha gut beobachten können —, wie die Menschen nachher, um zu einer Kosmologie zu kommen, diese von der Erdenentwickelung abgelesen haben und in die griechischen, chthonischen Mysterien eingeweiht worden sind, was der griechische Mythus an bedeutender, hervorragender Stelle immer wieder erzählt, so brauchen wir, nachdem die Menschen also die Geheimnisse des Himmels und die Geheimnisse der Erde in der alten Initiationswissenschaft studiert haben, eine moderne Initiationswissenschaft, die gewissermaßen im Rhythmus sich hin- und herbewegen kann zwischen Himmel und Erde, die den Himmel frägt, wenn sie über die Erde Aufschluß haben will, und die Erde frägt, wenn sie über den Himmel Aufschluß haben will.

[ 54 ] Und so ungefähr sind — ich darf das hier in aller Bescheidenheit sagen — die Fragen gestellt und zu einer vorläufigen Antwort geführt in dem Buche «Geheimwissenschaft im Umriß», das unter dem Titel: «An Outline of Occult Science» ins Englische übersetzt ist. Da ist versucht, dasjenige zu schildern, was eben der moderne Mensch so braucht, wie der alte Orientale die Mysterien des Himmels brauchte, wie die Griechen die Mysterien der Erde brauchten. Und wie es sich nun verhält mit dieser modernen Initiation und ihrem Verhältnis zu den Menschen, das sollte man auch in der Gegenwart beobachten.

[ 54 ] Und so ungefähr sind — ich darf das hier in aller Bescheidenheit sagen — die Fragen gestellt und zu einer vorläufigen Antwort geführt in dem Buche «Geheimwissenschaft im Umriß», das unter dem Titel: «An Outline of Occult Science» ins Englische übersetzt ist. Da ist versucht, dasjenige zu schildern, was eben der moderne Mensch so braucht, wie der alte Orientale die Mysterien des Himmels brauchte, wie die Griechen die Mysterien der Erde brauchten. Und wie es sich nun verhält mit dieser modernen Initiation und ihrem Verhältnis zu den Menschen, das sollte man auch in der Gegenwart beobachten.

[ 55 ] Um mit einigen Strichen zu charakterisieren, welche Aufgaben der modernen Initiation zugrunde liegen, werde ich etwas auch hier zu sagen haben, was ich drüben in Oxford in diesen Tagen einigen wenigen von Ihnen ja schon sagen konnte. Ich möchte nämlich zunächst darauf hinweisen, daß während für den ältesten Initiierten vorzugsweise das Hinaufschauen in die geistigen Welten galt, aus denen der Mensch ja heruntersteigt, wenn er sich mit einem irdischen Leib umkleidet — während für den späteren Initiierten dasjenige galt, was ich Ihnen dadurch zu charakterisieren suchte, daß ich Sie hinwies auf die griechische Darstellung vom Hinuntersteigen in die Unterwelt — es modernen Initüierten obliegt, wie ich eben schon sagte, die rhythmische Beziehung des Himmels zur Erde als Erkenntnis zu suchen.

[ 55 ] Um mit einigen Strichen zu charakterisieren, welche Aufgaben der modernen Initiation zugrunde liegen, werde ich etwas auch hier zu sagen haben, was ich drüben in Oxford in diesen Tagen einigen wenigen von Ihnen ja schon sagen konnte. Ich möchte nämlich zunächst darauf hinweisen, daß während für den ältesten Initiierten vorzugsweise das Hinaufschauen in die geistigen Welten galt, aus denen der Mensch ja heruntersteigt, wenn er sich mit einem irdischen Leib umkleidet — während für den späteren Initiierten dasjenige galt, was ich Ihnen dadurch zu charakterisieren suchte, daß ich Sie hinwies auf die griechische Darstellung vom Hinuntersteigen in die Unterwelt — es modernen Initüierten obliegt, wie ich eben schon sagte, die rhythmische Beziehung des Himmels zur Erde als Erkenntnis zu suchen.

[ 56 ] Das wird aber nur erlangt, wenn man folgendes ins Auge faßt. Gewiß, man muß den Himmel kennen, muß die Erde kennen, dann aber muß dasjenige ins Auge gefaßt werden, in dem zunächst als unter den Wesen, die um uns herum sind, Himmel und Erde zusammenwirken zu einer Ganzheit — ins Auge gefaßt muß werden, das heißt ins Herzensauge, ins Sonnenauge und ins ganze Menschenauge: der Mensch selbst. Der Mensch selbst! Denn der Mensch enthält unendlich viel mehr Geheimnisse als diejenigen Welten, die wir mit äußerlichen Sinnen wahrnehmen können, die wir mit dem an die Sinne gebundenen Verstand uns erklären können. Den Menschen spirituell kennenzulernen, das ist die Aufgabe der gegenwärtigen Initiationserkenntnis. Man möchte sagen: Alles will diese Initiationserkenntnis kennenlernen aus dem Grunde, um aus der ganzen Welt, aus dem ganzen Kosmos heraus den Menschen zu verstehen.

[ 56 ] Das wird aber nur erlangt, wenn man folgendes ins Auge faßt. Gewiß, man muß den Himmel kennen, muß die Erde kennen, dann aber muß dasjenige ins Auge gefaßt werden, in dem zunächst als unter den Wesen, die um uns herum sind, Himmel und Erde zusammenwirken zu einer Ganzheit — ins Auge gefaßt muß werden, das heißt ins Herzensauge, ins Sonnenauge und ins ganze Menschenauge: der Mensch selbst. Der Mensch selbst! Denn der Mensch enthält unendlich viel mehr Geheimnisse als diejenigen Welten, die wir mit äußerlichen Sinnen wahrnehmen können, die wir mit dem an die Sinne gebundenen Verstand uns erklären können. Den Menschen spirituell kennenzulernen, das ist die Aufgabe der gegenwärtigen Initiationserkenntnis. Man möchte sagen: Alles will diese Initiationserkenntnis kennenlernen aus dem Grunde, um aus der ganzen Welt, aus dem ganzen Kosmos heraus den Menschen zu verstehen.

[ 57 ] Vergleichen Sie nun die Lage des gegenwärtigen Initiierten mit der Lage des alten Initiierten. Durch die ganzen Seelenfähigkeiten der älteren Menschen konnte Erinnerung erweckt werden an die Zeit, bevor wir heruntergestiegen sind in einen irdischen Leib. Daher war es namentlich für die älteren Initiierten ein Auferwecken der kosmischen Erinnerungen. Für die Griechen war es dann ein Hineinschauen in die Natur. Für den modernen Initiierten handelt es sich darum, daß er den Menschen unmittelbar als ein spirituelles Wesen kennenlernt. Da muß er die Fähigkeit bekommen, sich loszulösen von seinem irdischen Erfassen dessen, was den Menschen mit der Welt in Zusammenhang bringt. Davon möchte ich eben das eine Beispiel, das ich schon neulich erwähnt habe, wieder anführen.

[ 57 ] Vergleichen Sie nun die Lage des gegenwärtigen Initiierten mit der Lage des alten Initiierten. Durch die ganzen Seelenfähigkeiten der älteren Menschen konnte Erinnerung erweckt werden an die Zeit, bevor wir heruntergestiegen sind in einen irdischen Leib. Daher war es namentlich für die älteren Initiierten ein Auferwecken der kosmischen Erinnerungen. Für die Griechen war es dann ein Hineinschauen in die Natur. Für den modernen Initiierten handelt es sich darum, daß er den Menschen unmittelbar als ein spirituelles Wesen kennenlernt. Da muß er die Fähigkeit bekommen, sich loszulösen von seinem irdischen Erfassen dessen, was den Menschen mit der Welt in Zusammenhang bringt. Davon möchte ich eben das eine Beispiel, das ich schon neulich erwähnt habe, wieder anführen.

[ 58 ] Es gehört ja zu den schwierigsten Aufgaben der Initiationserkenntnis, Beziehung zu gewinnen zu den Seelen, die vor kürzerer oder längerer Zeit die Erde verlassen haben, die durch die Pforte des Todes gegangen sind. Es ist aber möglich, solche Beziehungen durch Erweckung tieferer Seelenkräfte zu gewinnen. Da muß man zunächst sich aber klar sein darüber, daß man sich eigentlich erst hineinzugewöhnen hat durch Exerzitien in die Sprache, die man mit den Toten zu sprechen hat. Diese Sprache ist, ich möchte sagen, in einer gewissen Weise ein Kind der Menschensprache. Aber man würde ganz fehlgehen, wenn man glaubt, daß einem diese Menschensprache hier etwas helfen würde, um Verkehr mit den Toten zu pflegen. Denn das erste, was man gewahr wird, das ist dieses, daß die Toten nur ganz kurze Zeit noch verstehen dasjenige, was hier in der Erdensprache als Hauptwörter, als Substantive lebt. Dasjenige, was ein Ding ausdrückt, ein abgeschlossenes Ding, das durch ein Substantiv bezeichnet wird, das ist in der Sprache der Toten nicht mehr vorhanden. In der Sprache der Toten bezieht sich alles auf Regsamkeit, auf innere Beweglichkeit. Daher finden wir, daß nach einiger Zeit, nachdem die Menschen durch die Pforte des Todes gegangen sind, sie nur noch für die Verben, für dasjenige, was wir Tätigkeitsworte nennen, eine wirkliche Empfindung haben. Wir müssen ja, um mit den Toten zu verkehren, zuweilen die Fragen an sie richten, indem wir sie so formulieren, daß sie den Toten verständlich sind. Dann kommt nach einiger Zeit, wenn wir darauf acht zu geben verstehen, die Antwort. Gewöhnlich müssen mehrere Nächte vergehen, bis der Tote uns antworten kann auf Fragen, die wir an ihn stellen. Aber wir müssen, wie gesagt, uns in die Sprache der Toten hineinfinden, und zuletzt erst findet sich die Sprache für uns ein, die der Tote eigentlich hat, in die er sich hineinleben muß, weil er ja mit seinem ganzen Seelenleben von der Erde sich entfernen muß. Da finden wir uns hinein in eine Sprache, die überhaupt nicht mehr nach irdischen Verhältnissen geformt ist, in eine Sprache, die aus der Empfindung, aus dem Herzen heraus ist, in eine Art Herzenssprache. Da formen wir so das Sprachliche, wie wir etwa in der Menschensprache nur die Empfindungslaute formen, wo wir ein «Ach» aussprechen, wenn wir verwundert sind, wo wir ein «I» aussprechen, wenn wir auf uns selber zurückleiten wollen. Da bekommen die Laute und die Lautzusammensetzungen erst ihre große, ihre wirkliche Bedeutung. Und von diesem Momente an geht uns auch die Sprache über in etwas, wo sie nicht mehr organhaft klingt, wo die Sprache sich verwandelt in dasjenige, was eben so ist, wie ich es vorhin geschildert habe, wo die Sprache so ist, daß dasjenige, was aus den Blumen aufsteigt, uns über den Menschen Auskünfte gibt, und wir selber anfangen mit dem, was aus den Blumen kommt, zu sprechen. Wir werden selbst zur Blume, und wir blühen gewissermaßen mit den Blumen. Und indem wir in die Tulpenblüte hinein uns mit unseren Seelenkräften begeben, drücken wir in der Imagination der Tulpe aus dasjenige, was hier auf der Erde in der Gestaltung des Wortes ausgedrückt ist. Wir wachsen wiederum hinein in dasjenige, was das Spirituelle von allem ist.

[ 58 ] Es gehört ja zu den schwierigsten Aufgaben der Initiationserkenntnis, Beziehung zu gewinnen zu den Seelen, die vor kürzerer oder längerer Zeit die Erde verlassen haben, die durch die Pforte des Todes gegangen sind. Es ist aber möglich, solche Beziehungen durch Erweckung tieferer Seelenkräfte zu gewinnen. Da muß man zunächst sich aber klar sein darüber, daß man sich eigentlich erst hineinzugewöhnen hat durch Exerzitien in die Sprache, die man mit den Toten zu sprechen hat. Diese Sprache ist, ich möchte sagen, in einer gewissen Weise ein Kind der Menschensprache. Aber man würde ganz fehlgehen, wenn man glaubt, daß einem diese Menschensprache hier etwas helfen würde, um Verkehr mit den Toten zu pflegen. Denn das erste, was man gewahr wird, das ist dieses, daß die Toten nur ganz kurze Zeit noch verstehen dasjenige, was hier in der Erdensprache als Hauptwörter, als Substantive lebt. Dasjenige, was ein Ding ausdrückt, ein abgeschlossenes Ding, das durch ein Substantiv bezeichnet wird, das ist in der Sprache der Toten nicht mehr vorhanden. In der Sprache der Toten bezieht sich alles auf Regsamkeit, auf innere Beweglichkeit. Daher finden wir, daß nach einiger Zeit, nachdem die Menschen durch die Pforte des Todes gegangen sind, sie nur noch für die Verben, für dasjenige, was wir Tätigkeitsworte nennen, eine wirkliche Empfindung haben. Wir müssen ja, um mit den Toten zu verkehren, zuweilen die Fragen an sie richten, indem wir sie so formulieren, daß sie den Toten verständlich sind. Dann kommt nach einiger Zeit, wenn wir darauf acht zu geben verstehen, die Antwort. Gewöhnlich müssen mehrere Nächte vergehen, bis der Tote uns antworten kann auf Fragen, die wir an ihn stellen. Aber wir müssen, wie gesagt, uns in die Sprache der Toten hineinfinden, und zuletzt erst findet sich die Sprache für uns ein, die der Tote eigentlich hat, in die er sich hineinleben muß, weil er ja mit seinem ganzen Seelenleben von der Erde sich entfernen muß. Da finden wir uns hinein in eine Sprache, die überhaupt nicht mehr nach irdischen Verhältnissen geformt ist, in eine Sprache, die aus der Empfindung, aus dem Herzen heraus ist, in eine Art Herzenssprache. Da formen wir so das Sprachliche, wie wir etwa in der Menschensprache nur die Empfindungslaute formen, wo wir ein «Ach» aussprechen, wenn wir verwundert sind, wo wir ein «I» aussprechen, wenn wir auf uns selber zurückleiten wollen. Da bekommen die Laute und die Lautzusammensetzungen erst ihre große, ihre wirkliche Bedeutung. Und von diesem Momente an geht uns auch die Sprache über in etwas, wo sie nicht mehr organhaft klingt, wo die Sprache sich verwandelt in dasjenige, was eben so ist, wie ich es vorhin geschildert habe, wo die Sprache so ist, daß dasjenige, was aus den Blumen aufsteigt, uns über den Menschen Auskünfte gibt, und wir selber anfangen mit dem, was aus den Blumen kommt, zu sprechen. Wir werden selbst zur Blume, und wir blühen gewissermaßen mit den Blumen. Und indem wir in die Tulpenblüte hinein uns mit unseren Seelenkräften begeben, drücken wir in der Imagination der Tulpe aus dasjenige, was hier auf der Erde in der Gestaltung des Wortes ausgedrückt ist. Wir wachsen wiederum hinein in dasjenige, was das Spirituelle von allem ist.

[ 59 ] Aber Sie sehen daran, indem ich Ihnen gerade das Beispiel der Sprache charakterisiere, daß der Mensch ja in ganz andere Verhältnisse hineinwächst, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, daß wir wirklich wenig vom Menschen kennen, wenn wir nur seine Außenseite hier kennen, daß die moderne Initiationswissenschaft diese andere Seite des Menschen kennen muß. Das beginnt schon mit der Sprache. Und der Körper des Menschen selbst, wie er ja auch geschildert wird — lesen Sie die Literatur darüber nach —, wird uns etwas ganz anderes, wird uns selber eine Welt, wenn wir in die Initiationswissenschaft hineinwachsen. Während der alte Initiierte mehr eine verlorengegangene Fähigkeit in den Menschen wieder aufwecken, zur Erinnerung bringen mußte, das, was die Menschen gelebt haben, bevor sie heruntergestiegen sind auf die Erde, muß der Initiierte der Gegenwart dasjenige machen, was ganz neu, was Fortschritt ist im Menschen, was noch Bedeutung haben wird für den Menschen, wenn der Mensch selber einmal die Erde verlassen hat, ja, die Erde gar nicht mehr da sein wird im Kosmos. Das ist die Aufgabe der modernen Initiationswissenschaft. Aus dieser Kraft heraus muß sie reden, diese moderne Initiationswissenschaft.

[ 59 ] Aber Sie sehen daran, indem ich Ihnen gerade das Beispiel der Sprache charakterisiere, daß der Mensch ja in ganz andere Verhältnisse hineinwächst, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, daß wir wirklich wenig vom Menschen kennen, wenn wir nur seine Außenseite hier kennen, daß die moderne Initiationswissenschaft diese andere Seite des Menschen kennen muß. Das beginnt schon mit der Sprache. Und der Körper des Menschen selbst, wie er ja auch geschildert wird — lesen Sie die Literatur darüber nach —, wird uns etwas ganz anderes, wird uns selber eine Welt, wenn wir in die Initiationswissenschaft hineinwachsen. Während der alte Initiierte mehr eine verlorengegangene Fähigkeit in den Menschen wieder aufwecken, zur Erinnerung bringen mußte, das, was die Menschen gelebt haben, bevor sie heruntergestiegen sind auf die Erde, muß der Initiierte der Gegenwart dasjenige machen, was ganz neu, was Fortschritt ist im Menschen, was noch Bedeutung haben wird für den Menschen, wenn der Mensch selber einmal die Erde verlassen hat, ja, die Erde gar nicht mehr da sein wird im Kosmos. Das ist die Aufgabe der modernen Initiationswissenschaft. Aus dieser Kraft heraus muß sie reden, diese moderne Initiationswissenschaft.

[ 60 ] Sie wissen ja, die Initiationswissenschaft trat von Zeit zu Zeit in die geistige Entwickelung der Erde ein. Sie hat immer wieder stattgefunden. Diejenige Initiationswissenschaft, die wir brauchen, die eigentlich in dem, was die heutige Wissenschaft annimmt, nur einen Anfang für Menschenerkenntnis sehen kann, wird auch immer mehr und mehr bekämpft werden. Sie werden Kraft gebrauchen, um durch dasjenige hindurchzukommen, was der modernen Initiation entgegensteht. Denn bevor die moderne Initiation, die wiederum eine Unterredung ist mit den übersinnlichen Mächten, im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts eigentlich erst die richtige Gewalt bekam, waren schon die gegnerischen Mächte am Werke, die einen Zustand der menschlichen Kultur und Zivilisation herbeiführen, vielfach unbewußt, der eigentlich darauf hinausläuft, die moderne Initiation mit Stumpf und Stiel auszurotten.

[ 60 ] Sie wissen ja, die Initiationswissenschaft trat von Zeit zu Zeit in die geistige Entwickelung der Erde ein. Sie hat immer wieder stattgefunden. Diejenige Initiationswissenschaft, die wir brauchen, die eigentlich in dem, was die heutige Wissenschaft annimmt, nur einen Anfang für Menschenerkenntnis sehen kann, wird auch immer mehr und mehr bekämpft werden. Sie werden Kraft gebrauchen, um durch dasjenige hindurchzukommen, was der modernen Initiation entgegensteht. Denn bevor die moderne Initiation, die wiederum eine Unterredung ist mit den übersinnlichen Mächten, im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts eigentlich erst die richtige Gewalt bekam, waren schon die gegnerischen Mächte am Werke, die einen Zustand der menschlichen Kultur und Zivilisation herbeiführen, vielfach unbewußt, der eigentlich darauf hinausläuft, die moderne Initiation mit Stumpf und Stiel auszurotten.

[ 61 ] Denken Sie nur einmal, wie populär es heute geworden ist, allem, was als eine Erkenntnis in der Welt auftritt, entgegenzuhalten: Dies ist mein Standpunkt. — Und: Dies ist mein Standpunkt — sagen die Leute, ohne daß sie irgendwie eine Entwickelung durchgemacht haben. Jeder soll seinen Standpunkt von dem Punkte aus eben geltend machen, den er gerade eben in dem Momente, wo er das spricht, in der Welt einnimmt. Und es ist heute für die Leute das Verletzendste, das Aufreizendste, wenn überhaupt von höherer Erkenntnis, von einer Erkenntnis gesprochen wird, zu der man sich erst hinentwickeln soll.

[ 61 ] Denken Sie nur einmal, wie populär es heute geworden ist, allem, was als eine Erkenntnis in der Welt auftritt, entgegenzuhalten: Dies ist mein Standpunkt. — Und: Dies ist mein Standpunkt — sagen die Leute, ohne daß sie irgendwie eine Entwickelung durchgemacht haben. Jeder soll seinen Standpunkt von dem Punkte aus eben geltend machen, den er gerade eben in dem Momente, wo er das spricht, in der Welt einnimmt. Und es ist heute für die Leute das Verletzendste, das Aufreizendste, wenn überhaupt von höherer Erkenntnis, von einer Erkenntnis gesprochen wird, zu der man sich erst hinentwickeln soll.

[ 62 ] Wenn im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts hauptsächlich die Möglichkeit aufgetaucht ist, die moderne Initiation zu erringen, so waren schon vorher die gegnerischen Mächte am Werke, die vor allen Dingen die große Gleichmachung, das große Nivellement unter den Menschen auch auf geistigem Gebiete herbeiführen wollten. Viele könnte man als Menschen anführen, in denen diese Gegnerschaft gegen die moderne Initiation gewirkt hat.

[ 62 ] Wenn im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts hauptsächlich die Möglichkeit aufgetaucht ist, die moderne Initiation zu erringen, so waren schon vorher die gegnerischen Mächte am Werke, die vor allen Dingen die große Gleichmachung, das große Nivellement unter den Menschen auch auf geistigem Gebiete herbeiführen wollten. Viele könnte man als Menschen anführen, in denen diese Gegnerschaft gegen die moderne Initiation gewirkt hat.

[ 63 ] Meine lieben Freunde, glauben Sie, daß, wenn aus dem Geiste dieser Initiationswissenschaft zu Ihnen gesprochen werden muß, die Worte ebenso klingen müssen, wie sie auf Erden hier klingen müssen für die gewöhnlichen irdischen Verhältnisse? Wenn ich Ihnen versuche begreiflich zu machen, wie die menschliche Lautsprache anders wird, wenn Sprache entfaltet werden soll gegenüber den Wesen der geistigen Welt, so werden Sie mich auch nicht mißverstehen, wenn ich Ihnen sage: Ich selber werde niemals die große Bedeutung verkennen, die — vom bloßen irdischen Standpunkte aus gesprochen — zum Beispiel Rousseau hat, und ich werde mich anschicken, wenn ich von dem bloßen Erdenstandpunkt aus spreche, mit all jenem Elan und mit all jenen Erhebungen und mit all der guten Kritik von Rousseau zu sprechen, wie eben andere sprechen. Soll ich mich aber zu dem Versuch aufschwingen, in irdische Worte zu kleiden dasjenige, was die Initiationserkenntnis über Rousseau gibt, so muß ich Ihnen sagen: Rousseau stellt sich der Initiationswissenschaft mit seiner Gleichmacherei, mit seinem geistigen Nivellement als der Generalschwätzer der modernen Zivilisation mit vielen anderen Genossen dar!

[ 63 ] Meine lieben Freunde, glauben Sie, daß, wenn aus dem Geiste dieser Initiationswissenschaft zu Ihnen gesprochen werden muß, die Worte ebenso klingen müssen, wie sie auf Erden hier klingen müssen für die gewöhnlichen irdischen Verhältnisse? Wenn ich Ihnen versuche begreiflich zu machen, wie die menschliche Lautsprache anders wird, wenn Sprache entfaltet werden soll gegenüber den Wesen der geistigen Welt, so werden Sie mich auch nicht mißverstehen, wenn ich Ihnen sage: Ich selber werde niemals die große Bedeutung verkennen, die — vom bloßen irdischen Standpunkte aus gesprochen — zum Beispiel Rousseau hat, und ich werde mich anschicken, wenn ich von dem bloßen Erdenstandpunkt aus spreche, mit all jenem Elan und mit all jenen Erhebungen und mit all der guten Kritik von Rousseau zu sprechen, wie eben andere sprechen. Soll ich mich aber zu dem Versuch aufschwingen, in irdische Worte zu kleiden dasjenige, was die Initiationserkenntnis über Rousseau gibt, so muß ich Ihnen sagen: Rousseau stellt sich der Initiationswissenschaft mit seiner Gleichmacherei, mit seinem geistigen Nivellement als der Generalschwätzer der modernen Zivilisation mit vielen anderen Genossen dar!

[ 64 ] Das ist dasjenige, was natürlich die Menschheit nicht so ohne weiteres aufnimmt, daß man vom irdischen Standpunkte aus jemanden einen großen Geist nennen kann, will man aber den Menschen wirklich kennenlernen und das, was ich gesagt habe, daß die moderne Initiationswissenschaft Himmel und Erde kennen muß und den gegenseitigen Rhythmus schildern muß zwischen beiden, dann muß eben auch ausgesprochen werden, daß, was etwa auf der Erde als eine große Persönlichkeit geschildert werden kann, wie Rousseau, gerade vom Initiationsstandpunkte aus der Generalschwätzer des modernen Geisteslebens genannt werden muß. — Erst im Zusammenklingen dessen, was von der einen Seite und von der anderen Seite ertönt, ergibt sich dasjenige, was zu wirklicher Menschenerkenntnis führt. Denn diese wirkliche Menschenerkenntnis muß auferbaut sein auf dem, worauf die alten Initiierten gebaut haben, auf dem: Ex deo nascimur. Alle Erinnerung, sie muß aufgebaut sein auf demjenigen, was uns entgegentreten kann, wenn wir hinausschauen in die Welt, wo Christus unser Führer wird unbewußt, wie ich es heute geschildert habe.

[ 64 ] Das ist dasjenige, was natürlich die Menschheit nicht so ohne weiteres aufnimmt, daß man vom irdischen Standpunkte aus jemanden einen großen Geist nennen kann, will man aber den Menschen wirklich kennenlernen und das, was ich gesagt habe, daß die moderne Initiationswissenschaft Himmel und Erde kennen muß und den gegenseitigen Rhythmus schildern muß zwischen beiden, dann muß eben auch ausgesprochen werden, daß, was etwa auf der Erde als eine große Persönlichkeit geschildert werden kann, wie Rousseau, gerade vom Initiationsstandpunkte aus der Generalschwätzer des modernen Geisteslebens genannt werden muß. — Erst im Zusammenklingen dessen, was von der einen Seite und von der anderen Seite ertönt, ergibt sich dasjenige, was zu wirklicher Menschenerkenntnis führt. Denn diese wirkliche Menschenerkenntnis muß auferbaut sein auf dem, worauf die alten Initiierten gebaut haben, auf dem: Ex deo nascimur. Alle Erinnerung, sie muß aufgebaut sein auf demjenigen, was uns entgegentreten kann, wenn wir hinausschauen in die Welt, wo Christus unser Führer wird unbewußt, wie ich es heute geschildert habe.

[ 65 ] Aber wir müssen ihn immer mehr und mehr ins Bewußtsein hereinbringen, so daß wir dasjenige, was in der Welt ist, der das Sterben eignet, erkennen als unter der Führung des Christus stehend — erkennen, daß wir mit dem Christus in die tote Welt hineinleben: In Christo morimur.

[ 65 ] Aber wir müssen ihn immer mehr und mehr ins Bewußtsein hereinbringen, so daß wir dasjenige, was in der Welt ist, der das Sterben eignet, erkennen als unter der Führung des Christus stehend — erkennen, daß wir mit dem Christus in die tote Welt hineinleben: In Christo morimur.

[ 66 ] Dadurch aber, daß wir mit dem Christus untertauchen in das Grab des Erdenlebens, erfolgt mit ihm die Auferstehung und die Sendung des Geistes: Per spiritum sanctum reviviscimus.

[ 66 ] Dadurch aber, daß wir mit dem Christus untertauchen in das Grab des Erdenlebens, erfolgt mit ihm die Auferstehung und die Sendung des Geistes: Per spiritum sanctum reviviscimus.

[ 67 ] Dieses «Per spiritum sanctum reviviscimus» muß vor allen Dingen der moderne Initiierte anstreben. Wenn Sie dieses bedenken und vergleichen mit dem, was heute Gesinnung ist gerade aus der Wissenschaft heraus, so werden Sie sich sagen: Es wird noch ungeheure Gegnerschaft geben, vielleicht eine solche, von der Sie sich heute noch keine Vorstellung machen, die sich auch in Taten ausleben wird, die sich vor allen Dingen ausleben wird in der Tendenz, Initiationswissenschaft ganz unmöglich zu machen. Und was ich, wenn ich in solch einem engeren Kreise zu sprechen habe, gern in die Herzen, in die Seelen hineinlegen möchte, das ist dieses: durch Schilderungen, wie sie sich ergeben aus der modernen Initiationswissenschaft heraus, Kraft zu erwecken, damit wirklich einige Menschen da sind, welche die richtige Stellung finden zwischen dem, was in die Welt will von geistigen Welten aus, und dem, was von der Welt aus die Unmöglichkeit dieses Eindringens der Spiritualität in das Erdenleben will. Das ist dasjenige, worauf ich in solch einem engeren Kreise jetzt hinweisen will, da ja Gelegenheit geboten war zu externeren Vorträgen, wie wir sie zu meiner großen Befriedigung jetzt in Oxford gehabt haben. Da ja die Möglichkeit dadurch da ist, auf die Außenseite hinzuweisen, so muß schon in diesem engeren Kreise auf das Esoterische hingewiesen werden, muß auch dieses behandelt werden.

[ 67 ] Dieses «Per spiritum sanctum reviviscimus» muß vor allen Dingen der moderne Initiierte anstreben. Wenn Sie dieses bedenken und vergleichen mit dem, was heute Gesinnung ist gerade aus der Wissenschaft heraus, so werden Sie sich sagen: Es wird noch ungeheure Gegnerschaft geben, vielleicht eine solche, von der Sie sich heute noch keine Vorstellung machen, die sich auch in Taten ausleben wird, die sich vor allen Dingen ausleben wird in der Tendenz, Initiationswissenschaft ganz unmöglich zu machen. Und was ich, wenn ich in solch einem engeren Kreise zu sprechen habe, gern in die Herzen, in die Seelen hineinlegen möchte, das ist dieses: durch Schilderungen, wie sie sich ergeben aus der modernen Initiationswissenschaft heraus, Kraft zu erwecken, damit wirklich einige Menschen da sind, welche die richtige Stellung finden zwischen dem, was in die Welt will von geistigen Welten aus, und dem, was von der Welt aus die Unmöglichkeit dieses Eindringens der Spiritualität in das Erdenleben will. Das ist dasjenige, worauf ich in solch einem engeren Kreise jetzt hinweisen will, da ja Gelegenheit geboten war zu externeren Vorträgen, wie wir sie zu meiner großen Befriedigung jetzt in Oxford gehabt haben. Da ja die Möglichkeit dadurch da ist, auf die Außenseite hinzuweisen, so muß schon in diesem engeren Kreise auf das Esoterische hingewiesen werden, muß auch dieses behandelt werden.

[ 68 ] Und so glaube ich, daß es richtig wäre, wenn Sie hinauskommen würden darüber, daß manches ja heute noch paradox klingen kann, wenn von den geistigen Welten aus gesprochen wird. Aber es muß paradox klingen, denn die Sprache der geistigen Welten ist eben eine andere, ist so verschieden von der irdischen Sprache, und man muß mit aller Mühe und mit aller Gewalt dasjenige, was eigentlich anders ausgedrückt werden sollte, in die irdische Sprache hereinbringen. So daß es eben schon verstanden werden muß, wenn manches schockieren könnte, weil es als schlichte Erzählung von den geistigen Welten so unmittelbar auftritt.

[ 68 ] Und so glaube ich, daß es richtig wäre, wenn Sie hinauskommen würden darüber, daß manches ja heute noch paradox klingen kann, wenn von den geistigen Welten aus gesprochen wird. Aber es muß paradox klingen, denn die Sprache der geistigen Welten ist eben eine andere, ist so verschieden von der irdischen Sprache, und man muß mit aller Mühe und mit aller Gewalt dasjenige, was eigentlich anders ausgedrückt werden sollte, in die irdische Sprache hereinbringen. So daß es eben schon verstanden werden muß, wenn manches schockieren könnte, weil es als schlichte Erzählung von den geistigen Welten so unmittelbar auftritt.

[ 69 ] Indem ich Ihnen damit die Gesinnung, die auch dem heutigen Vortrag zugrunde lag, charakterisieren wollte, spreche ich Ihnen meine tiefe Befriedigung aus, daß ich wiederum unter Ihnen, meine lieben Freunde, hier in London habe sprechen können. Es ist mir das immer eine Befriedigung. Ich habe schon gesagt, wir sind sehr selten zusammen hier. Möge aber auch dasjenige, was wir in unseren Herzen, in unseren Seelen begründen können bei einem so seltenen Zusammensein, wirken zu einem Zusammensein, das ja bei denen, die sich zur Anthroposophie bekennen, immer da sein soll: dem Zusammensein in den Herzen, in den Seelen über die ganze Welt hin. In dieser Gesinnung, daß wir solch kurzes Zusammensein benützen zur Anregung des großen Beisammenseins, das alle unsere Herzen, alle unsere Seelen verbindet, aus dieser Gesinnung heraus ist der heutige Vortrag gesprochen. Und um diese Gesinnung zu dokumentieren, wollte ich diese Worte noch anfügen, aus dieser Gesinnung heraus möchte ich das Wort gesprochen haben: Bleiben wir so zusammen, meine lieben Freunde, auch wenn wir noch so weit auseinandergehen.

[ 69 ] Indem ich Ihnen damit die Gesinnung, die auch dem heutigen Vortrag zugrunde lag, charakterisieren wollte, spreche ich Ihnen meine tiefe Befriedigung aus, daß ich wiederum unter Ihnen, meine lieben Freunde, hier in London habe sprechen können. Es ist mir das immer eine Befriedigung. Ich habe schon gesagt, wir sind sehr selten zusammen hier. Möge aber auch dasjenige, was wir in unseren Herzen, in unseren Seelen begründen können bei einem so seltenen Zusammensein, wirken zu einem Zusammensein, das ja bei denen, die sich zur Anthroposophie bekennen, immer da sein soll: dem Zusammensein in den Herzen, in den Seelen über die ganze Welt hin. In dieser Gesinnung, daß wir solch kurzes Zusammensein benützen zur Anregung des großen Beisammenseins, das alle unsere Herzen, alle unsere Seelen verbindet, aus dieser Gesinnung heraus ist der heutige Vortrag gesprochen. Und um diese Gesinnung zu dokumentieren, wollte ich diese Worte noch anfügen, aus dieser Gesinnung heraus möchte ich das Wort gesprochen haben: Bleiben wir so zusammen, meine lieben Freunde, auch wenn wir noch so weit auseinandergehen.