Spiritual Connections
in the Structure of the Human Organism
GA 218
17 November 1922, London
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Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus
10. Exakte Erkenntnis Der Übersinnlichen Welten Im Sinne Der Anthroposophischen Geisteswissenschaft
10. Exakte Erkenntnis Der Übersinnlichen Welten Im Sinne Der Anthroposophischen Geisteswissenschaft
[ 1 ] Es ist zweifellos, daß sich in der Gegenwart eine große Zahl von Menschen danach sehnt, etwas zu wissen von den geistigen, von den übersinnlichen Welten, und selbst Männer der Wissenschaft haben sich ja in der neueren Zeit vielfach damit befaßt, Wege zu finden, durch die man zur Erkenntnis der übersinnlichen Welt kommen kann. Allein bei allen diesen Versuchen, in die übersinnliche Welt hineinzukommen, stellt sich dem modernen Menschen ja immer das in den Weg, was aus der modernen Wissenschaft heraus als Urteilsfähigkeit folgt, was an Autorität aus dieser modernen Wissenschaft heraus vorhanden ist. Und gegenüber so mancher Quelle, aus der man zu schöpfen glaubt für die Erkenntnis der übersinnlichen Welt, macht sich das Urteil geltend: Ja, aber eine exakte Erkenntnis, wie wir sie gewöhnt sind in der Wissenschaft zu entwickeln, eine exakte Erkenntnis der übersinnlichen Welten kann es doch nicht geben, denn all das hält nicht stand. Demgegenüber strebt jene anthroposophische Geisteswissenschaft, von der ich Ihnen heute und in den nächsten Tagen mir erlauben werde zu sprechen, eine wirklich exakte Erkenntnis der übersinnlichen Welt an. Eine exakte Erkenntnis nicht dadurch, daß in demselben Sinne, wie für die Wissenschaft der äußeren Welt, Experimente gemacht werden, sondern so, daß innere Fähigkeiten der Seele, die sonst im alltäglichen Leben und in der gewöhnlichen Wissenschaft im Menschen nur schlummern, auf eine solche Art entwickelt werden, daß bei all dieser Entwickelung die menschliche Besonnenheit so aufrechterhalten bleibt, wie das nur in der exakten Wissenschaft geschieht. Während man also in der exakten Wissenschaft sein Bewußtsein so behält, wie man es im gewöhnlichen Leben hat, und dann sich in den Methoden exakt verhält bei der Untersuchung der äußeren Welt, verfährt man in der anthroposophischen Geisteswissenschaft so, daß man sich eines Tages unterwirft dem, was ich nennen möchte intellektuelle Bescheidenheit, indem man sich sagt: Du warst einmal Kind, du hast damals Fähigkeiten gehabt, die nicht im entferntesten an diejenigen Fähigkeiten heranreichen, die du jetzt als erwachsener Mensch hast, und die du dir angeeignet hast durch Erziehung, durch das Leben. — Gerade so, wie man von der Kindheit auf gewisse Fähigkeiten entwickelt hat, die vorher eben nicht da waren, so kann man sich sagen, gibt es vielleicht auch im erwachsenen Menschen Fähigkeiten, die bei ihm schlummern, so wie seine jetzigen Fähigkeiten geschlummert haben in der Seele des Kindes. Und man kann durch gewisse Methoden diese Fähigkeiten aus der Seele herausholen.
[ 1 ] Es ist zweifellos, daß sich in der Gegenwart eine große Zahl von Menschen danach sehnt, etwas zu wissen von den geistigen, von den übersinnlichen Welten, und selbst Männer der Wissenschaft haben sich ja in der neueren Zeit vielfach damit befaßt, Wege zu finden, durch die man zur Erkenntnis der übersinnlichen Welt kommen kann. Allein bei allen diesen Versuchen, in die übersinnliche Welt hineinzukommen, stellt sich dem modernen Menschen ja immer das in den Weg, was aus der modernen Wissenschaft heraus als Urteilsfähigkeit folgt, was an Autorität aus dieser modernen Wissenschaft heraus vorhanden ist. Und gegenüber so mancher Quelle, aus der man zu schöpfen glaubt für die Erkenntnis der übersinnlichen Welt, macht sich das Urteil geltend: Ja, aber eine exakte Erkenntnis, wie wir sie gewöhnt sind in der Wissenschaft zu entwickeln, eine exakte Erkenntnis der übersinnlichen Welten kann es doch nicht geben, denn all das hält nicht stand. Demgegenüber strebt jene anthroposophische Geisteswissenschaft, von der ich Ihnen heute und in den nächsten Tagen mir erlauben werde zu sprechen, eine wirklich exakte Erkenntnis der übersinnlichen Welt an. Eine exakte Erkenntnis nicht dadurch, daß in demselben Sinne, wie für die Wissenschaft der äußeren Welt, Experimente gemacht werden, sondern so, daß innere Fähigkeiten der Seele, die sonst im alltäglichen Leben und in der gewöhnlichen Wissenschaft im Menschen nur schlummern, auf eine solche Art entwickelt werden, daß bei all dieser Entwickelung die menschliche Besonnenheit so aufrechterhalten bleibt, wie das nur in der exakten Wissenschaft geschieht. Während man also in der exakten Wissenschaft sein Bewußtsein so behält, wie man es im gewöhnlichen Leben hat, und dann sich in den Methoden exakt verhält bei der Untersuchung der äußeren Welt, verfährt man in der anthroposophischen Geisteswissenschaft so, daß man sich eines Tages unterwirft dem, was ich nennen möchte intellektuelle Bescheidenheit, indem man sich sagt: Du warst einmal Kind, du hast damals Fähigkeiten gehabt, die nicht im entferntesten an diejenigen Fähigkeiten heranreichen, die du jetzt als erwachsener Mensch hast, und die du dir angeeignet hast durch Erziehung, durch das Leben. — Gerade so, wie man von der Kindheit auf gewisse Fähigkeiten entwickelt hat, die vorher eben nicht da waren, so kann man sich sagen, gibt es vielleicht auch im erwachsenen Menschen Fähigkeiten, die bei ihm schlummern, so wie seine jetzigen Fähigkeiten geschlummert haben in der Seele des Kindes. Und man kann durch gewisse Methoden diese Fähigkeiten aus der Seele herausholen.
[ 2 ] Nun müssen bei der anthroposophischen Geisteswissenschaft, die hier gemeint ist, diese Fähigkeiten auf eine solche Art aus der Seele herausgeholt werden, daß die Methoden, die man dann, bevor man an eine Erkenntnis geht, auf seine eigene Entwickelung anwendet, eben in dieser eigenen Entwickelung exakt vor sich gehen. Man präpariert sich also für das Schauen in die höhere Welt hinein so, daß die Präparation, die man auf sich selber anwendet, eine exakte Methode voraussetzt. Deshalb kann man, wie ich mir schon erlaubte, bei meinen letzten Vorträgen hier in diesem Saale zu sagen, auf diese Art zu einer exakten Clairvoyance, zu einem exakten Hellsehen kommen. Es ist auf eine exakte Weise erworben, wie man sonst mit den gewöhnlichen Erkenntnissen eben auf exakte Weise die Natur erforscht.
[ 2 ] Nun müssen bei der anthroposophischen Geisteswissenschaft, die hier gemeint ist, diese Fähigkeiten auf eine solche Art aus der Seele herausgeholt werden, daß die Methoden, die man dann, bevor man an eine Erkenntnis geht, auf seine eigene Entwickelung anwendet, eben in dieser eigenen Entwickelung exakt vor sich gehen. Man präpariert sich also für das Schauen in die höhere Welt hinein so, daß die Präparation, die man auf sich selber anwendet, eine exakte Methode voraussetzt. Deshalb kann man, wie ich mir schon erlaubte, bei meinen letzten Vorträgen hier in diesem Saale zu sagen, auf diese Art zu einer exakten Clairvoyance, zu einem exakten Hellsehen kommen. Es ist auf eine exakte Weise erworben, wie man sonst mit den gewöhnlichen Erkenntnissen eben auf exakte Weise die Natur erforscht.
[ 3 ] Ich werde heute weniger zu sprechen haben von der Art und Weise, wie man sich dieses exakte Hellsehen erwirbt. Ich werde das Entsprechende gelegentlich erwähnen, denn ich habe bereits in den erwähnten vorigen Vorträgen von den Methoden gesprochen, durch die man zur exakten Clairvoyance kommt, und man kann sich über diese Methoden unterrichten namentlich aus dem Buche, das ins Englische übersetzt ist und das im Englischen eben den Titel trägt: «The Way of Initiation.»
[ 3 ] Ich werde heute weniger zu sprechen haben von der Art und Weise, wie man sich dieses exakte Hellsehen erwirbt. Ich werde das Entsprechende gelegentlich erwähnen, denn ich habe bereits in den erwähnten vorigen Vorträgen von den Methoden gesprochen, durch die man zur exakten Clairvoyance kommt, und man kann sich über diese Methoden unterrichten namentlich aus dem Buche, das ins Englische übersetzt ist und das im Englischen eben den Titel trägt: «The Way of Initiation.»
[ 4 ] Dagegen möchte ich zunächst heute darauf aufmerksam machen, wodurch dem Menschen im gewöhnlichen Leben versagt ist, einzudringen in die höheren Welten. Das ist ihm vor allen Dingen dadurch versagt, daß er nur immer im gegenwärtigen Augenblicke die Welt wahrnehmen kann. Durch unsere Augen können wir nur im gegenwärtigen Augenblicke die Welt und ihre Erscheinungen sehen. Durch unsere Ohren können wir nur im gegenwärtigen Augenblicke Töne hören. Und so ist es mit allen unseren Sinnen. Alles, was zunächst die Vergangenheit unseres eigenen Erdenlebens ist, können wir nur in der Erinnerung wissen, das heißt in abgeblaßten Gedanken. Man vergleiche nur einmal, wie lebendig, wie konkret dasjenige war, was wir im Dasein vor zehn Jahren durchgemacht haben, und wie blaß, schattenhaft der Gedanke ist, mit dem wir uns heute daran erinnern.
[ 4 ] Dagegen möchte ich zunächst heute darauf aufmerksam machen, wodurch dem Menschen im gewöhnlichen Leben versagt ist, einzudringen in die höheren Welten. Das ist ihm vor allen Dingen dadurch versagt, daß er nur immer im gegenwärtigen Augenblicke die Welt wahrnehmen kann. Durch unsere Augen können wir nur im gegenwärtigen Augenblicke die Welt und ihre Erscheinungen sehen. Durch unsere Ohren können wir nur im gegenwärtigen Augenblicke Töne hören. Und so ist es mit allen unseren Sinnen. Alles, was zunächst die Vergangenheit unseres eigenen Erdenlebens ist, können wir nur in der Erinnerung wissen, das heißt in abgeblaßten Gedanken. Man vergleiche nur einmal, wie lebendig, wie konkret dasjenige war, was wir im Dasein vor zehn Jahren durchgemacht haben, und wie blaß, schattenhaft der Gedanke ist, mit dem wir uns heute daran erinnern.
[ 5 ] Und so ist alles, was über den gegenwärtigen Augenblick hinausgeht, für das gewöhnliche Bewußtsein des Menschen so, daß es in ihm nur in der schattenhaften Erinnerung leben kann. Aber diese schattenhafte Erinnerung kann zu einem höheren Leben angefacht und angefeuert werden. Und das geschieht durch diejenigen Methoden, die ich, wie gesagt, heute weniger erörtern will, durch die Methode der Meditation in Gedanken, der Konzentration auf Gedanken, der Selbsterziehung und so weiter.
[ 5 ] Und so ist alles, was über den gegenwärtigen Augenblick hinausgeht, für das gewöhnliche Bewußtsein des Menschen so, daß es in ihm nur in der schattenhaften Erinnerung leben kann. Aber diese schattenhafte Erinnerung kann zu einem höheren Leben angefacht und angefeuert werden. Und das geschieht durch diejenigen Methoden, die ich, wie gesagt, heute weniger erörtern will, durch die Methode der Meditation in Gedanken, der Konzentration auf Gedanken, der Selbsterziehung und so weiter.
[ 6 ] Derjenige, der solche Methoden auf sich anwendet, wodurch er lernt, in Gedanken ebenso intensiv zu leben, wie man sonst nur in den äußeren Sinneseindrücken lebt, der erlangt eine gewisse Fähigkeit, die darinnen besteht, daß er nicht nur im gegenwärtigen Augenblicke die Welt betrachten kann. Solche Übungen, welche dazu führen, daß man nicht nur im gegenwärtigen Augenblicke die Welt betrachten kann, müssen allerdings lange Zeit, je nach den betreffenden Anlagen des Menschen, in sorgfältiger und systematischer, eben in exakter Meditation und Konzentration ausgeführt werden. Manche Menschen bringen gerade in der gegenwärtigen Zeit die Fähigkeit, die man auf diese Weise ausbilden kann, schon bei ihrer Geburt mit. Das heißt, sie ist nicht gleich bei der Geburt so da, daß sie offenbar werden kann, aber sie tritt aus dem Inneren hervor in einem gewissen Zeitpunkte des Lebens, und man weiß, man hätte sich sie nicht im gewöhnlichen Leben erworben, wenn man sie nicht schon durch die Geburt mitgebracht hätte. Diese Fähigkeit besteht darin, daß man in den Gedanken drinnen so leben kann, wie man sonst durch seinen Körper in der sinnlichen Welt lebt.
[ 6 ] Derjenige, der solche Methoden auf sich anwendet, wodurch er lernt, in Gedanken ebenso intensiv zu leben, wie man sonst nur in den äußeren Sinneseindrücken lebt, der erlangt eine gewisse Fähigkeit, die darinnen besteht, daß er nicht nur im gegenwärtigen Augenblicke die Welt betrachten kann. Solche Übungen, welche dazu führen, daß man nicht nur im gegenwärtigen Augenblicke die Welt betrachten kann, müssen allerdings lange Zeit, je nach den betreffenden Anlagen des Menschen, in sorgfältiger und systematischer, eben in exakter Meditation und Konzentration ausgeführt werden. Manche Menschen bringen gerade in der gegenwärtigen Zeit die Fähigkeit, die man auf diese Weise ausbilden kann, schon bei ihrer Geburt mit. Das heißt, sie ist nicht gleich bei der Geburt so da, daß sie offenbar werden kann, aber sie tritt aus dem Inneren hervor in einem gewissen Zeitpunkte des Lebens, und man weiß, man hätte sich sie nicht im gewöhnlichen Leben erworben, wenn man sie nicht schon durch die Geburt mitgebracht hätte. Diese Fähigkeit besteht darin, daß man in den Gedanken drinnen so leben kann, wie man sonst durch seinen Körper in der sinnlichen Welt lebt.
[ 7 ] Man nehme eine solche Aussage nicht allzu leicht. Man bedenke, daß der Mensch alles das, wodurch er sich selbst ein Dasein zuschreibt, seinem Miterleben mit der Sinneswelt verdankt. Wenn der Mensch so weit kommt, daß er, ohne daß er sich auf die Eindrücke der Augen, der Ohren, auf die Eindrücke anderer Sinne verläßt, dennoch ein inneres Leben entwickelt, das nun innerlich intensiv ist, wie sonst nur das Leben der Sinne, ein inneres Leben, das nicht bloß in schattenhaften Gedanken lebt, sondern in innerlich lebendigen Gedanken, daß man die Gedanken so erlebt, wie man sonst nur die Sinneseindrücke erlebt, dann erlebt man allerdings ein zweites Dasein, dann erlebt man ein anderes Selbstbewußtsein. Man erlebt geradezu dasjenige, was ich nennen möchte: Aufwachen, nicht außerhalb des Leibes, sondern im Innern des Menschen zu einem Leben erwachen, trotzdem der physische Leib so ruhig und durch die Sinne so unempfänglich ist, wie er sonst nur im Schlafe ist.
[ 7 ] Man nehme eine solche Aussage nicht allzu leicht. Man bedenke, daß der Mensch alles das, wodurch er sich selbst ein Dasein zuschreibt, seinem Miterleben mit der Sinneswelt verdankt. Wenn der Mensch so weit kommt, daß er, ohne daß er sich auf die Eindrücke der Augen, der Ohren, auf die Eindrücke anderer Sinne verläßt, dennoch ein inneres Leben entwickelt, das nun innerlich intensiv ist, wie sonst nur das Leben der Sinne, ein inneres Leben, das nicht bloß in schattenhaften Gedanken lebt, sondern in innerlich lebendigen Gedanken, daß man die Gedanken so erlebt, wie man sonst nur die Sinneseindrücke erlebt, dann erlebt man allerdings ein zweites Dasein, dann erlebt man ein anderes Selbstbewußtsein. Man erlebt geradezu dasjenige, was ich nennen möchte: Aufwachen, nicht außerhalb des Leibes, sondern im Innern des Menschen zu einem Leben erwachen, trotzdem der physische Leib so ruhig und durch die Sinne so unempfänglich ist, wie er sonst nur im Schlafe ist.
[ 8 ] Wenn wir in uns selbst hineinschauen, finden wir, daß wir eigentlich nur dasjenige wissen im gewöhnlichen Leben, was wir durch die Sinne aufgenommen haben. Wir wissen von unserem eigenen Inneren durch unmittelbare Wahrnehmungen nichts. Wir können durch das gewöhnliche Bewußtsein nicht hineinschauen in unsere innere Organisation. Wenn wir ein Selbstbewußtsein im reinen Denken erwerben, dann lernen wir ebenso nach innen schauen, wie wir sonst nach außen schauen können.
[ 8 ] Wenn wir in uns selbst hineinschauen, finden wir, daß wir eigentlich nur dasjenige wissen im gewöhnlichen Leben, was wir durch die Sinne aufgenommen haben. Wir wissen von unserem eigenen Inneren durch unmittelbare Wahrnehmungen nichts. Wir können durch das gewöhnliche Bewußtsein nicht hineinschauen in unsere innere Organisation. Wenn wir ein Selbstbewußtsein im reinen Denken erwerben, dann lernen wir ebenso nach innen schauen, wie wir sonst nach außen schauen können.
[ 9 ] Dann fühlen wir etwa das Folgende: Wenn wir sonst nach außen schauen, muß die Sonne oder ein Licht da sein, welches seine Strahlen wirft auf die Gegenstände um uns her. Durch dieses Licht, das außer uns ist, sehen wir die Gegenstände um uns her. Wenn wir uns bewußt werden in diesem zweiten Dasein im reinen Denkprozesse, der aber dann ein Anschauungsprozeß ist, der so farbig und intensiv ist wie sonst die Sinneswahrnehmung, dann empfinden wir gewissermaßen — ja, nicht nur gewissermaßen, sondern im eigentlichen Sinne, nur ist der Sinn geistig gemeint —, wir empfinden ein inneres Licht, ein Licht, durch das wir in unser eigenes Inneres so hineinleuchten, wie wir sonst die Gegenstände beleuchtet bekommen durch die äußeren Lichter.
[ 9 ] Dann fühlen wir etwa das Folgende: Wenn wir sonst nach außen schauen, muß die Sonne oder ein Licht da sein, welches seine Strahlen wirft auf die Gegenstände um uns her. Durch dieses Licht, das außer uns ist, sehen wir die Gegenstände um uns her. Wenn wir uns bewußt werden in diesem zweiten Dasein im reinen Denkprozesse, der aber dann ein Anschauungsprozeß ist, der so farbig und intensiv ist wie sonst die Sinneswahrnehmung, dann empfinden wir gewissermaßen — ja, nicht nur gewissermaßen, sondern im eigentlichen Sinne, nur ist der Sinn geistig gemeint —, wir empfinden ein inneres Licht, ein Licht, durch das wir in unser eigenes Inneres so hineinleuchten, wie wir sonst die Gegenstände beleuchtet bekommen durch die äußeren Lichter.
[ 10 ] Deshalb kann man diesen Zustand des menschlichen Erlebens eine Clairvoyance, ein Hellsehen nennen. Und dieses Hellsehen bei dem erwachten Selbstbewußtsein im Geiste, dieses Hellsehen bringt zunächst die Fähigkeit hervor, daß man in jedem Momente, den man auf Erden erlebt hat, wiederum drinnen sein kann.
[ 10 ] Deshalb kann man diesen Zustand des menschlichen Erlebens eine Clairvoyance, ein Hellsehen nennen. Und dieses Hellsehen bei dem erwachten Selbstbewußtsein im Geiste, dieses Hellsehen bringt zunächst die Fähigkeit hervor, daß man in jedem Momente, den man auf Erden erlebt hat, wiederum drinnen sein kann.
[ 11 ] Man kann zum Beispiel ganz gut erleben: Du warst achtzehn Jahre alt, Mit diesen achtzehn Jahren gingst du durch diese oder jene Erlebnisse. — Man hat aber nicht nur eine Erinnerung an diese Erlebnisse, man erlebt sie mehr oder weniger stark ja wieder. Man ist abermals der Mensch, der man mit achtzehn Jahren oder mit fünfzehn Jahren oder mit zehn Jahren gewesen ist. Man kann sich versetzen in jeden Augenblick seines Lebens, und man gelangt dadurch zu einem inneren erleuchteten Anschauen dessen, was man gegenüber dem Raumesleib, der unsere Sinne enthält und uns die äußere Anschauung liefert, einen Zeitleib nennen kann.
[ 11 ] Man kann zum Beispiel ganz gut erleben: Du warst achtzehn Jahre alt, Mit diesen achtzehn Jahren gingst du durch diese oder jene Erlebnisse. — Man hat aber nicht nur eine Erinnerung an diese Erlebnisse, man erlebt sie mehr oder weniger stark ja wieder. Man ist abermals der Mensch, der man mit achtzehn Jahren oder mit fünfzehn Jahren oder mit zehn Jahren gewesen ist. Man kann sich versetzen in jeden Augenblick seines Lebens, und man gelangt dadurch zu einem inneren erleuchteten Anschauen dessen, was man gegenüber dem Raumesleib, der unsere Sinne enthält und uns die äußere Anschauung liefert, einen Zeitleib nennen kann.
[ 12 ] Aber dieser Zeitleib ist auf einmal da. Nicht daß man ihn in Momenten hintereinander erlebt, er ist auf einmal da. Er ist da in seiner inneren Beweglichkeit. Man überschaut sich in seinem ganzen bisherigen Erdenleben, wie man sich sonst nur in schattenhaften Gedanken an dieses Erdenleben erinnert. Man durchleuchtet seinen ganzen Erdenlauf, aber so, daß man in jedem Momente drinnensteht.
[ 12 ] Aber dieser Zeitleib ist auf einmal da. Nicht daß man ihn in Momenten hintereinander erlebt, er ist auf einmal da. Er ist da in seiner inneren Beweglichkeit. Man überschaut sich in seinem ganzen bisherigen Erdenleben, wie man sich sonst nur in schattenhaften Gedanken an dieses Erdenleben erinnert. Man durchleuchtet seinen ganzen Erdenlauf, aber so, daß man in jedem Momente drinnensteht.
[ 13 ] Wenn man diese innere Erleuchtung erlebt, dann weiß man, man trägt nicht nur diesen physischen Menschenleib, diesen Raumesleib an sich. Man weiß, der Mensch trägt einen zweiten, einen feineren Leib in sich, einen Leib, der eigentlich gewoben ist aus den Bildern des bisherigen Erdenlebens, aber aus solchen Bildern, die zu gleicher Zeit dieses Erdenleben selber schöpferisch gestalten, nämlich unseren Organismus und unsere Tätigkeiten gestalten, unseren Organismus, in dem wir sind, unsere Tätigkeiten, die wir ausgeübt haben. So lernt man einen zweiten Menschen in sich kennen.
[ 13 ] Wenn man diese innere Erleuchtung erlebt, dann weiß man, man trägt nicht nur diesen physischen Menschenleib, diesen Raumesleib an sich. Man weiß, der Mensch trägt einen zweiten, einen feineren Leib in sich, einen Leib, der eigentlich gewoben ist aus den Bildern des bisherigen Erdenlebens, aber aus solchen Bildern, die zu gleicher Zeit dieses Erdenleben selber schöpferisch gestalten, nämlich unseren Organismus und unsere Tätigkeiten gestalten, unseren Organismus, in dem wir sind, unsere Tätigkeiten, die wir ausgeübt haben. So lernt man einen zweiten Menschen in sich kennen.
[ 14 ] Und diesen zweiten Menschen, den man kennenlernt auf diese Art, den nimmt man so wahr, daß er sich in der Tat erlebt — wie sich der physische Raumesleib in einer physischen Welt erlebt — in einer feinern ätherischen, ich möchte sagen, in einer durchleuchteten Welt. Die Welt ist noch einmal da. Die Welt ist in feineren Gestalten da. Allem Physischen liegen feinere ätherische Gestaltungen zugrunde, die man auf diese Weise schaut.
[ 14 ] Und diesen zweiten Menschen, den man kennenlernt auf diese Art, den nimmt man so wahr, daß er sich in der Tat erlebt — wie sich der physische Raumesleib in einer physischen Welt erlebt — in einer feinern ätherischen, ich möchte sagen, in einer durchleuchteten Welt. Die Welt ist noch einmal da. Die Welt ist in feineren Gestalten da. Allem Physischen liegen feinere ätherische Gestaltungen zugrunde, die man auf diese Weise schaut.
[ 15 ] Und man erlebt das Eigentümliche, daß man alles, was man in diesem feineren Leibe erlebt, nur kurze Zeit festhalten kann. Meistens ist es so, daß derjenige, der sich diese exakte Clairvoyance erworben hat und dadurch seinen Äther- oder Bildekräfteleib, wie ich ihn auch nennen möchte, durchleuchtet hat, daß er das Ätherische der Welt, das Ätherische seiner selbst wahrnimmt, daß er aber auch zu gleicher Zeit erkennen muß, wie ungeheuer schnell die Eindrücke verschwinden. Man kann sie nicht festhalten. Man bekommt eine Art von Ängstlichkeit, nur rasch wieder zurückzukehren zu den Wahrnehmungen des physischen Leibes, damit man eine innerliche Festigkeit als Mensch, als Persönlichkeit habe. Und man erlebt sich in seinem Ätherleib. Man erlebt auch Dinge der höheren Welt in diesem Ätherleib, dasjenige, was in der höheren Welt ätherisch ist. Aber man schaut zugleich, wie flüchtig alle diese Eindrücke sind, man kann sie nicht lange festhalten, man kann sie nur dadurch festhalten, daß man sich irgendwie hilft.
[ 15 ] Und man erlebt das Eigentümliche, daß man alles, was man in diesem feineren Leibe erlebt, nur kurze Zeit festhalten kann. Meistens ist es so, daß derjenige, der sich diese exakte Clairvoyance erworben hat und dadurch seinen Äther- oder Bildekräfteleib, wie ich ihn auch nennen möchte, durchleuchtet hat, daß er das Ätherische der Welt, das Ätherische seiner selbst wahrnimmt, daß er aber auch zu gleicher Zeit erkennen muß, wie ungeheuer schnell die Eindrücke verschwinden. Man kann sie nicht festhalten. Man bekommt eine Art von Ängstlichkeit, nur rasch wieder zurückzukehren zu den Wahrnehmungen des physischen Leibes, damit man eine innerliche Festigkeit als Mensch, als Persönlichkeit habe. Und man erlebt sich in seinem Ätherleib. Man erlebt auch Dinge der höheren Welt in diesem Ätherleib, dasjenige, was in der höheren Welt ätherisch ist. Aber man schaut zugleich, wie flüchtig alle diese Eindrücke sind, man kann sie nicht lange festhalten, man kann sie nur dadurch festhalten, daß man sich irgendwie hilft.
[ 16 ] Ich möchte als Beispiel anführen, wie ich mir selber helfe, um die Eindrücke dieses ätherischen Schauens nicht allzu schnell verschwinden zu lassen: Ich versuche jedesmal, nachdem solche Eindrücke da sind, sie nicht nur zu schauen, sondern sie aufzuschreiben; so daß die Tätigkeit, die ausgeübt wird, nicht nur ausgeübt wird durch die abstrakten Fähigkeiten der Seele, sondern festgehalten wird durch das Aufschreiben. Es kommt nicht darauf an, daß man die Dinge hinterher liest, aber es kommt darauf an, daß man eine stärkere Tätigkeit einfließen läßt in diejenige Tätigkeit, die zunächst eine rein ätherische ist.
[ 16 ] Ich möchte als Beispiel anführen, wie ich mir selber helfe, um die Eindrücke dieses ätherischen Schauens nicht allzu schnell verschwinden zu lassen: Ich versuche jedesmal, nachdem solche Eindrücke da sind, sie nicht nur zu schauen, sondern sie aufzuschreiben; so daß die Tätigkeit, die ausgeübt wird, nicht nur ausgeübt wird durch die abstrakten Fähigkeiten der Seele, sondern festgehalten wird durch das Aufschreiben. Es kommt nicht darauf an, daß man die Dinge hinterher liest, aber es kommt darauf an, daß man eine stärkere Tätigkeit einfließen läßt in diejenige Tätigkeit, die zunächst eine rein ätherische ist.
[ 17 ] Dadurch gießt man sozusagen das, was ungeheuer flüchtig und flüssig ist und was schnell hinweghuscht, in seine gewöhnlichen menschlichen Fähigkeiten hinein. Es geschieht das alles nicht wie beim Medium unbewußt, sondern es geschieht mit vollem Bewußtsein. Aber man gießt das alles in seine gewöhnlichen menschlichen körperlichen Fähigkeiten hinein. Dadurch kann man es festhalten. Dadurch kommt man auch in die Lage, etwas sehr Wichtiges zu begreifen. Man kommt in die Lage, zu begreifen, wie festzuhalten ist eine übersinnlich-ätherische Welt zunächst — wir werden nachher von anderen übersinnlichen Welten sprechen —, aber eine übersinnlich-ätherische Welt, die einen selbst umfaßt in seinem bisherigen Lebenslauf und die das Ätherische der äußeren Natur umfaßt bis in die Sternenwelt hinauf. Man lernt diese ätherische Welt kennen. Man lernt sich selber in dieser ätherischen Welt erleben; und man weiß, daß, ohne daß man an den physischen Leib wieder herankommt, es unmöglich ist, diese Welt länger als höchstens zwei bis drei Tage festzuhalten. Wenn man die Fähigkeiten sehr stark ausgebildet hat, kommt es dazu, daß man diese Welt zwei bis drei Tage festhalten kann. Und da man dann durch Dinge, von denen ich gleich nachher sprechen werde, dies alles überschauen kann als moderner Eingeweihter, so weiß man auch zu beurteilen, was das ist, das man da, ohne sich auf die körperlichen Fähigkeiten zu stützen, in seinem Ätherleib oder in seinem Bildekräfteleib festhält. Es ist dasjenige, was man, wenn der Mensch durch die Todespforte schreitet aus dem physischen Leib, der zerfällt und abgelegt wird, was man da zunächst aus seinem höheren Selbstbewußtsein heraus schaut, und was aus diesem Grunde auch nicht länger als zwei bis drei Tage nach dem Tode des physischen Leibes bei dem menschlichen Selbstbewußtsein verbleiben kann.
[ 17 ] Dadurch gießt man sozusagen das, was ungeheuer flüchtig und flüssig ist und was schnell hinweghuscht, in seine gewöhnlichen menschlichen Fähigkeiten hinein. Es geschieht das alles nicht wie beim Medium unbewußt, sondern es geschieht mit vollem Bewußtsein. Aber man gießt das alles in seine gewöhnlichen menschlichen körperlichen Fähigkeiten hinein. Dadurch kann man es festhalten. Dadurch kommt man auch in die Lage, etwas sehr Wichtiges zu begreifen. Man kommt in die Lage, zu begreifen, wie festzuhalten ist eine übersinnlich-ätherische Welt zunächst — wir werden nachher von anderen übersinnlichen Welten sprechen —, aber eine übersinnlich-ätherische Welt, die einen selbst umfaßt in seinem bisherigen Lebenslauf und die das Ätherische der äußeren Natur umfaßt bis in die Sternenwelt hinauf. Man lernt diese ätherische Welt kennen. Man lernt sich selber in dieser ätherischen Welt erleben; und man weiß, daß, ohne daß man an den physischen Leib wieder herankommt, es unmöglich ist, diese Welt länger als höchstens zwei bis drei Tage festzuhalten. Wenn man die Fähigkeiten sehr stark ausgebildet hat, kommt es dazu, daß man diese Welt zwei bis drei Tage festhalten kann. Und da man dann durch Dinge, von denen ich gleich nachher sprechen werde, dies alles überschauen kann als moderner Eingeweihter, so weiß man auch zu beurteilen, was das ist, das man da, ohne sich auf die körperlichen Fähigkeiten zu stützen, in seinem Ätherleib oder in seinem Bildekräfteleib festhält. Es ist dasjenige, was man, wenn der Mensch durch die Todespforte schreitet aus dem physischen Leib, der zerfällt und abgelegt wird, was man da zunächst aus seinem höheren Selbstbewußtsein heraus schaut, und was aus diesem Grunde auch nicht länger als zwei bis drei Tage nach dem Tode des physischen Leibes bei dem menschlichen Selbstbewußtsein verbleiben kann.
[ 18 ] So erlebt man durch die Gestaltung der exakten Clairvoyance die ersten Zustände, die beim Menschen nach dem Tode eintreten; man erlebt sie aus dem Grunde, weil man sie erkennend vorerlebt.
[ 18 ] So erlebt man durch die Gestaltung der exakten Clairvoyance die ersten Zustände, die beim Menschen nach dem Tode eintreten; man erlebt sie aus dem Grunde, weil man sie erkennend vorerlebt.
[ 19 ] Dasjenige, was der Eingeweihte erkennend vorerlebt, das tritt nun bei jedem Menschen ein, wenn er seinen physischen Leib ablegt. Aber der Mensch würde weiter kein Bewußtsein haben — wodurch er trotzdem ein Bewußtsein hat nach dem Tode, das werde ich nachher erklären —, der Mensch würde kein Bewußtsein all die Zeit hindurch haben, in der er durch die höhere Erkenntnis seinen Äther- oder Bildekräfteleib festhalten kann, das heißt zwei bis drei Tage.
[ 19 ] Dasjenige, was der Eingeweihte erkennend vorerlebt, das tritt nun bei jedem Menschen ein, wenn er seinen physischen Leib ablegt. Aber der Mensch würde weiter kein Bewußtsein haben — wodurch er trotzdem ein Bewußtsein hat nach dem Tode, das werde ich nachher erklären —, der Mensch würde kein Bewußtsein all die Zeit hindurch haben, in der er durch die höhere Erkenntnis seinen Äther- oder Bildekräfteleib festhalten kann, das heißt zwei bis drei Tage.
[ 20 ] Zwei bis drei Tage nach dem Tode hat also der Mensch ein im Ätherleib lebendes Bewußtsein von der ätherischen Welt. Dann legt er dieses Bewußtsein ab. Er erlebt, wie der Ätherleib gewissermaßen von ihm abfällt, wie zuerst der physische Leib abgefallen ist, und wie er nötig hat, in ein anderes Bewußtsein überzugehen, um nach dem Tode als bewußtes Menschenwesen weiterzuleben.
[ 20 ] Zwei bis drei Tage nach dem Tode hat also der Mensch ein im Ätherleib lebendes Bewußtsein von der ätherischen Welt. Dann legt er dieses Bewußtsein ab. Er erlebt, wie der Ätherleib gewissermaßen von ihm abfällt, wie zuerst der physische Leib abgefallen ist, und wie er nötig hat, in ein anderes Bewußtsein überzugehen, um nach dem Tode als bewußtes Menschenwesen weiterzuleben.
[ 21 ] Das, was ich Ihnen hier schildere als die ersten Augenblicke gewissermaßen — denn gegenüber dem Weltendasein sind es die ersten Augenblicke —, das darf derjenige, der sich die charakterisierte Fähigkeit erworben hat, in die höhere Welt hineinzuschauen, behaupten, weil er das vorerlebt, was sonst im Menschenleben normal nach dem Tode eintritt. Dadurch, daß er jenes starke Selbstbewußtsein sich erworben hat, das nicht mehr auf den Leib angewiesen ist, erlebt er diese Momente unmittelbar nach dem Tode schon in diesem Bewußtsein vor.
[ 21 ] Das, was ich Ihnen hier schildere als die ersten Augenblicke gewissermaßen — denn gegenüber dem Weltendasein sind es die ersten Augenblicke —, das darf derjenige, der sich die charakterisierte Fähigkeit erworben hat, in die höhere Welt hineinzuschauen, behaupten, weil er das vorerlebt, was sonst im Menschenleben normal nach dem Tode eintritt. Dadurch, daß er jenes starke Selbstbewußtsein sich erworben hat, das nicht mehr auf den Leib angewiesen ist, erlebt er diese Momente unmittelbar nach dem Tode schon in diesem Bewußtsein vor.
[ 22 ] Er gelangt dazu, sein eigenes höheres Leben zu beleuchten, und er gelangt dadurch dazu, jenes Licht in sich selber zu erkennen, wodurch er nach dem Tode in den ersten zwei bis drei Tagen eine Welt um sich herum hat, die anders ist als diejenige Welt, die wir um uns herum haben, wenn wir durch unsere Sinne hinausschauen in unsere Umgebung während unseres Erdenlebens zwischen Geburt und Tod.
[ 22 ] Er gelangt dazu, sein eigenes höheres Leben zu beleuchten, und er gelangt dadurch dazu, jenes Licht in sich selber zu erkennen, wodurch er nach dem Tode in den ersten zwei bis drei Tagen eine Welt um sich herum hat, die anders ist als diejenige Welt, die wir um uns herum haben, wenn wir durch unsere Sinne hinausschauen in unsere Umgebung während unseres Erdenlebens zwischen Geburt und Tod.
[ 23 ] Was nach diesen Tagen eintritt, das will ich, nachdem dieser Teil des Vortrages übersetzt ist, weiter auseinandersetzen.
[ 23 ] Was nach diesen Tagen eintritt, das will ich, nachdem dieser Teil des Vortrages übersetzt ist, weiter auseinandersetzen.
[ 24 ] Um den übersinnlichen Teil des irdischen Lebenslaufes zu überschauen, der in seinem Charakter, wie ich gesagt habe, noch einige Tage nach dem Tode nachlebt, braucht man die geschilderte innere Erleuchtung. Man muß gewissermaßen in sich selber das geistige Licht anfachen, das nach innen leuchtet. Dann kommt man darüber hinaus, bloß in dem gegenwärtigen Augenblicke wahrzunehmen, wie das durch die Sinne möglich ist.
[ 24 ] Um den übersinnlichen Teil des irdischen Lebenslaufes zu überschauen, der in seinem Charakter, wie ich gesagt habe, noch einige Tage nach dem Tode nachlebt, braucht man die geschilderte innere Erleuchtung. Man muß gewissermaßen in sich selber das geistige Licht anfachen, das nach innen leuchtet. Dann kommt man darüber hinaus, bloß in dem gegenwärtigen Augenblicke wahrzunehmen, wie das durch die Sinne möglich ist.
[ 25 ] Um zu weiteren Erkenntnissen in der übersinnlichen Welt zu kommen, ist notwendig, daß sich nicht nur der Wahrnehmungszustand beim Menschen ändere, sondern daß sich auch der Lebenszustand selber ändert. Wir Menschen haben im gewöhnlichen Leben einen solchen Lebenszustand, daß unser Leben eingeschlossen ist in unseren physischen Raumeskörper. Die Grenzen unserer Haut sind zu gleicher Zeit die Grenzen unseres Lebens. Unser Leben reicht so weit, als unser Körper reicht. Innerhalb eines solchen Erlebniszustandes kann man nicht hinauskommen über dasjenige, was ich bis jetzt beschrieben habe an Erkenntnissen der höheren Welten. Man kann für Erkenntnisse der höheren Welten erst dadurch hinauskommen aus dem gewöhnlichen Erleben, daß man sich ein Erleben aneignet, das nicht eingeschlossen ist in die Grenzen des Raumesleibes, sondern das miterlebt die ganze Welt, die sonst um einen herum ist.
[ 25 ] Um zu weiteren Erkenntnissen in der übersinnlichen Welt zu kommen, ist notwendig, daß sich nicht nur der Wahrnehmungszustand beim Menschen ändere, sondern daß sich auch der Lebenszustand selber ändert. Wir Menschen haben im gewöhnlichen Leben einen solchen Lebenszustand, daß unser Leben eingeschlossen ist in unseren physischen Raumeskörper. Die Grenzen unserer Haut sind zu gleicher Zeit die Grenzen unseres Lebens. Unser Leben reicht so weit, als unser Körper reicht. Innerhalb eines solchen Erlebniszustandes kann man nicht hinauskommen über dasjenige, was ich bis jetzt beschrieben habe an Erkenntnissen der höheren Welten. Man kann für Erkenntnisse der höheren Welten erst dadurch hinauskommen aus dem gewöhnlichen Erleben, daß man sich ein Erleben aneignet, das nicht eingeschlossen ist in die Grenzen des Raumesleibes, sondern das miterlebt die ganze Welt, die sonst um einen herum ist.
[ 26 ] Und auch ein solches Miterleben kann für die Erkenntnisse der höheren Welten erworben werden. Ich will nur, wie ich schon gesagt habe, gelegentlich einiges anführen von den Methoden des modernen Eingeweihten, durch die er Erkenntnis der höheren Welten exakt erwirbt. Das übrige ist in der genannten Schrift zu finden.
[ 26 ] Und auch ein solches Miterleben kann für die Erkenntnisse der höheren Welten erworben werden. Ich will nur, wie ich schon gesagt habe, gelegentlich einiges anführen von den Methoden des modernen Eingeweihten, durch die er Erkenntnis der höheren Welten exakt erwirbt. Das übrige ist in der genannten Schrift zu finden.
[ 27 ] Wenn man nicht nur sich die Fähigkeit erwirbt, ein zweites Dasein im Gedankenleben zu haben, das noch immer eingeschlossen bleibt in den Raumesleib, sondern wenn man sich die Fähigkeit erwirbt, außer seinem Leibe zu leben, dadurch, daß man nicht bloß Gedanken intensiv in seinem Bewußtsein leben läßt, sondern sie auch ganz übungsgemäß, durch systematische Übungen aus seinem Bewußtsein immer fortschaffen kann, dann erwirbt man sich diesen Erlebenszustand außerhalb des Leibes. Ich will eine einfache Übung angeben.
[ 27 ] Wenn man nicht nur sich die Fähigkeit erwirbt, ein zweites Dasein im Gedankenleben zu haben, das noch immer eingeschlossen bleibt in den Raumesleib, sondern wenn man sich die Fähigkeit erwirbt, außer seinem Leibe zu leben, dadurch, daß man nicht bloß Gedanken intensiv in seinem Bewußtsein leben läßt, sondern sie auch ganz übungsgemäß, durch systematische Übungen aus seinem Bewußtsein immer fortschaffen kann, dann erwirbt man sich diesen Erlebenszustand außerhalb des Leibes. Ich will eine einfache Übung angeben.
[ 28 ] Man nehme an, man schaue einen Kristall an. Man hat durch seine Augen diesen Kristall vor sich. Derjenige, der ein bloßes Medium sein will oder zu einer Artvon Hypnose kommen will, der starrt diesen Kristall an, und der Eindruck, den der Kristall auf ihn macht, versetzt ihn in einen Zustand der Unbesonnenheit. Damit hat anthroposophische Geisteswissenschaft nichts zu tun. Sie muß zu ganz anderen Übungen ihre Zuflucht nehmen. Für sie handelt es sich darum, daß, indem man einen Kristall anschaut, man zuletzt dazu kommt, von ihm abzusehen, zu abstrahieren, wie man sonst von Gedanken nur abstrahiert. So hat man einen Kristall vor sich und lernt durch ihn nicht physisch, aber seelisch durchzuschauen, so daß man seine Augen nicht benützt, um ihn anzuschauen, trotzdem man sie voll offen hat, und man gestaltet das seelische Erkennen so, daß man den Kristall nicht mehr vor sich hat, daß man ihn für die Anschauung wegschafft, Man kann diese Übungen auch so machen, daß man eine Farbe, die man vor sich hat, wegschafft, so daß man sie, trotzdem man sie vor sich hat, nicht mehr schaut.
[ 28 ] Man nehme an, man schaue einen Kristall an. Man hat durch seine Augen diesen Kristall vor sich. Derjenige, der ein bloßes Medium sein will oder zu einer Artvon Hypnose kommen will, der starrt diesen Kristall an, und der Eindruck, den der Kristall auf ihn macht, versetzt ihn in einen Zustand der Unbesonnenheit. Damit hat anthroposophische Geisteswissenschaft nichts zu tun. Sie muß zu ganz anderen Übungen ihre Zuflucht nehmen. Für sie handelt es sich darum, daß, indem man einen Kristall anschaut, man zuletzt dazu kommt, von ihm abzusehen, zu abstrahieren, wie man sonst von Gedanken nur abstrahiert. So hat man einen Kristall vor sich und lernt durch ihn nicht physisch, aber seelisch durchzuschauen, so daß man seine Augen nicht benützt, um ihn anzuschauen, trotzdem man sie voll offen hat, und man gestaltet das seelische Erkennen so, daß man den Kristall nicht mehr vor sich hat, daß man ihn für die Anschauung wegschafft, Man kann diese Übungen auch so machen, daß man eine Farbe, die man vor sich hat, wegschafft, so daß man sie, trotzdem man sie vor sich hat, nicht mehr schaut.
[ 29 ] Und so kann man insbesondere Übungen machen dahingehend, daß man Gedanken, die durch das äußere Leben im gegenwärtigen Augenblicke auftauchen, oder aber in früheren Momenten des Erdenlebens durchgemacht worden sind und jetzt als Erinnerungen auftauchen, daß man solche Gedanken fortschafft, das Bewußtsein von ihnen leer macht, damit man bloß wacht und eigentlich nichts von der äußeren Welt in seinem Bewußtsein hat.
[ 29 ] Und so kann man insbesondere Übungen machen dahingehend, daß man Gedanken, die durch das äußere Leben im gegenwärtigen Augenblicke auftauchen, oder aber in früheren Momenten des Erdenlebens durchgemacht worden sind und jetzt als Erinnerungen auftauchen, daß man solche Gedanken fortschafft, das Bewußtsein von ihnen leer macht, damit man bloß wacht und eigentlich nichts von der äußeren Welt in seinem Bewußtsein hat.
[ 30 ] Macht man solche Übungen, dann findet man in sich die Möglichkeit, mit seinem Leben nicht mehr innerhalb der Grenzen seines Raumesleibes zu bleiben, sondern über denselben hinauszugehen. Man erlebt dann das Leben der ganzen Umwelt mit, die man sonst nur in ihren sinnlichen Erscheinungen anschaut.
[ 30 ] Macht man solche Übungen, dann findet man in sich die Möglichkeit, mit seinem Leben nicht mehr innerhalb der Grenzen seines Raumesleibes zu bleiben, sondern über denselben hinauszugehen. Man erlebt dann das Leben der ganzen Umwelt mit, die man sonst nur in ihren sinnlichen Erscheinungen anschaut.
[ 31 ] Dadurch tritt vor allen Dingen im ganz besonnenen Bewußtsein etwas auf, was ich vergleichen kann mit einer Erinnerung an das Leben, das man im Schlafe zubringt, an das Leben, das man zubringt vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Geradeso wie man sich für das gewöhnliche Wahrnehmen auf den gegenwärtigen Augenblick beschränkt sieht, so sieht man sich für das gewöhnliche Leben beschränkt auf dasjenige, was man immer im wachen Zustande erlebt hat.
[ 31 ] Dadurch tritt vor allen Dingen im ganz besonnenen Bewußtsein etwas auf, was ich vergleichen kann mit einer Erinnerung an das Leben, das man im Schlafe zubringt, an das Leben, das man zubringt vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Geradeso wie man sich für das gewöhnliche Wahrnehmen auf den gegenwärtigen Augenblick beschränkt sieht, so sieht man sich für das gewöhnliche Leben beschränkt auf dasjenige, was man immer im wachen Zustande erlebt hat.
[ 32 ] Denken Sie nur, wenn Sie sich zurückerinnern an Ihr Leben, so sind ja immer die Zeiten, die Sie durch den Schlaf haben, für das gewöhnliche Bewußtsein leer. Was da die Seele vom Einschlafen bis zum Aufwachen immer erlebt hat, das tritt nicht in der Erinnerung auf, so daß wir in der Erinnerung eigentlich immer eine unterbrochene Strömung haben. Wir nehmen nur nicht immer Notiz davon.
[ 32 ] Denken Sie nur, wenn Sie sich zurückerinnern an Ihr Leben, so sind ja immer die Zeiten, die Sie durch den Schlaf haben, für das gewöhnliche Bewußtsein leer. Was da die Seele vom Einschlafen bis zum Aufwachen immer erlebt hat, das tritt nicht in der Erinnerung auf, so daß wir in der Erinnerung eigentlich immer eine unterbrochene Strömung haben. Wir nehmen nur nicht immer Notiz davon.
[ 33 ] Dasjenige aber, was die Seele jedesmal zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen erlebt, das steht wie eine intensive Erinnerung vor demjenigen Bewußtsein, das so erwacht ist, daß der Mensch mit ihm außerhalb seines Leibes leben kann. Dadurch tritt die zweite Stufe der Erkenntnis der übersinnlichen Welten ein, und wir können zunächst gewahr werden, was wir durchmachen als Seele, wenn unser Leib, unser physischer Leib, ruhig, wie seelenlos, ohne Wahrnehmung, ohne Willensäußerungen in Ruhe schlafend beharrt. Wir können uns dadurch im gewöhnlichen Tagesleben gewissermaßen erinnern an dasjenige, was wir außerhalb des Leibes jedesmal zwischen dem Einschlafen und Aufwachen erlebt haben. Nur müssen wir uns eben klar sein, daß, was da auftritt, von uns in der richtigen Weise beurteilt werden muß. Wir lernen ja kennen, daß das, was die Seele erlebt vom Einschlafen bis zum Aufwachen, außerhalb des Leibes erlebt wird. Wir können es nur anschauen, wenn wir ein Bewußtsein, einen Lebenszustand entwickeln können außerhalb des Leibes. Und wir lernen jetzt nicht nur etwas kennen, was gewissermaßen durch ein inneres Licht bestrahlt wird, wie unser eigener Zeitleib, wie ich das geschildert habe, sondern wir lernen jetzt in der Tageserinnerung, die nur zu dieser exakten Clairvoyance höherer Art aufgestiegen ist, dasjenige erkennen, was wir jedesmal zwischen dem Einschlafen und Aufwachen wirklich erleben. Nur ist zunächst dieses Erleben etwas Frappierendes. So wie wir im Tagesleben im gewöhnlichen Bewußtsein in unserem physischen Leibe leben, in uns Lunge, Herz und so weiter haben, so haben wir vom Einschlafen bis zum Aufwachen tatsächlich nicht ein persönliches menschliches Bewußtsein, sondern ein kosmisches Bewußtsein. Wir haben ein Bewußtsein, als ob in uns — so paradox das klingt, es ist der anschauenden Erkenntnis dieses wahrnehmbar — leben würden Nachbildungen der Planeten- und Sternenwelten. Wir fühlen uns im Alleben des Kosmos. Wir schauen gewissermaßen die Welt an von dem Gesichtspunkte des Allebens im Kosmos.
[ 33 ] Dasjenige aber, was die Seele jedesmal zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen erlebt, das steht wie eine intensive Erinnerung vor demjenigen Bewußtsein, das so erwacht ist, daß der Mensch mit ihm außerhalb seines Leibes leben kann. Dadurch tritt die zweite Stufe der Erkenntnis der übersinnlichen Welten ein, und wir können zunächst gewahr werden, was wir durchmachen als Seele, wenn unser Leib, unser physischer Leib, ruhig, wie seelenlos, ohne Wahrnehmung, ohne Willensäußerungen in Ruhe schlafend beharrt. Wir können uns dadurch im gewöhnlichen Tagesleben gewissermaßen erinnern an dasjenige, was wir außerhalb des Leibes jedesmal zwischen dem Einschlafen und Aufwachen erlebt haben. Nur müssen wir uns eben klar sein, daß, was da auftritt, von uns in der richtigen Weise beurteilt werden muß. Wir lernen ja kennen, daß das, was die Seele erlebt vom Einschlafen bis zum Aufwachen, außerhalb des Leibes erlebt wird. Wir können es nur anschauen, wenn wir ein Bewußtsein, einen Lebenszustand entwickeln können außerhalb des Leibes. Und wir lernen jetzt nicht nur etwas kennen, was gewissermaßen durch ein inneres Licht bestrahlt wird, wie unser eigener Zeitleib, wie ich das geschildert habe, sondern wir lernen jetzt in der Tageserinnerung, die nur zu dieser exakten Clairvoyance höherer Art aufgestiegen ist, dasjenige erkennen, was wir jedesmal zwischen dem Einschlafen und Aufwachen wirklich erleben. Nur ist zunächst dieses Erleben etwas Frappierendes. So wie wir im Tagesleben im gewöhnlichen Bewußtsein in unserem physischen Leibe leben, in uns Lunge, Herz und so weiter haben, so haben wir vom Einschlafen bis zum Aufwachen tatsächlich nicht ein persönliches menschliches Bewußtsein, sondern ein kosmisches Bewußtsein. Wir haben ein Bewußtsein, als ob in uns — so paradox das klingt, es ist der anschauenden Erkenntnis dieses wahrnehmbar — leben würden Nachbildungen der Planeten- und Sternenwelten. Wir fühlen uns im Alleben des Kosmos. Wir schauen gewissermaßen die Welt an von dem Gesichtspunkte des Allebens im Kosmos.
[ 34 ] Und indem wir das, was wir sonst um uns haben, dann innerlich in uns erleben, gehen wir — und zwar im wirklichen Lebenszustande rückwärts — jedesmal beim Schlafen dasjenige durch, was wir hier im physischen Leben durchlebt haben vom vorigen Aufwachen bis zum Einschlafen.
[ 34 ] Und indem wir das, was wir sonst um uns haben, dann innerlich in uns erleben, gehen wir — und zwar im wirklichen Lebenszustande rückwärts — jedesmal beim Schlafen dasjenige durch, was wir hier im physischen Leben durchlebt haben vom vorigen Aufwachen bis zum Einschlafen.
[ 35 ] Wenn wir also zum Beispiel regelmäßig einen Tag durchwacht haben und dann in der Nacht schlafen, dann zeigt es sich, daß wir, indem wir einzuschlafen beginnen, die letzten Erlebnisse, die wir am Abend gehabt haben, bevor wir in den Schlaf gekommen sind, rückwärts erleben, dann die mehr am Nachmittag liegenden. Und so erleben wir rücklaufend das ganze Tagesleben die Nacht hindurch.
[ 35 ] Wenn wir also zum Beispiel regelmäßig einen Tag durchwacht haben und dann in der Nacht schlafen, dann zeigt es sich, daß wir, indem wir einzuschlafen beginnen, die letzten Erlebnisse, die wir am Abend gehabt haben, bevor wir in den Schlaf gekommen sind, rückwärts erleben, dann die mehr am Nachmittag liegenden. Und so erleben wir rücklaufend das ganze Tagesleben die Nacht hindurch.
[ 36 ] Wie gesagt, es handelt sich für die exakte Clairvoyance, von der ich hier sprach, darum, daß man im gewöhnlichen Tagesleben diese Rückerinnerung an diese nächtlichen Erlebnisse hat. Gerade so, wie man sich in der gewöhnlichen Erinnerung rückerinnert an das, was man im Tagesbewußtsein vor Jahren erlebt hat, so kann man durch die exakte Clairvoyance erleben dieses rückwärtige Erleben des Tageslebens. Und so hat man in der Tat etwas wie eine erweiterte Erinnerung in dieser exakten Clairvoyance vor sich. Man schaut zurück auf sein schlafendes Erleben. Man weiß, daß man schlafend außerhalb des physischen Raumesleibes erlebt, daß man in einer wirklichen Weltwesenheit, die gewissermaßen ein Nachbild der ganzen Welt in sich im Bewußtsein hat, daß man in einer solchen Weltwesenheit sein eigenes Tagesdasein rückwärts erlebt. Und man findet dann auch, daß dieses Tagesdasein im rückwärtigen Erleben nicht so lange braucht, als es hier in der physischen Welt braucht. Man lernt allmählich, indem man wirklich Forscher wird auf diesem Gebiete, das heißt in systematischer Weise, immer mehr und mehr die Dinge kennen durch eine exakte Erfahrung, man lernt erkennen, wie dieses Rückwärtserleben dreimal so schnell vor sich geht als das physische Erleben im gewöhnlichen Bewußtsein. So daß also jemand, der etwa zwei Drittel seiner Zeit wach ist und dann ein Drittel der Zeit schläft, in diesem Drittel der Zeit auch dasjenige durchlebt, was er in den zwei Dritteln im physischen Dasein durchgemacht hat. So daß man also kennenlernt ein Leben, das der Mensch außer seinem Leibe entfaltet, das rückwärts verläuft mit dreifacher Schnelligkeit.
[ 36 ] Wie gesagt, es handelt sich für die exakte Clairvoyance, von der ich hier sprach, darum, daß man im gewöhnlichen Tagesleben diese Rückerinnerung an diese nächtlichen Erlebnisse hat. Gerade so, wie man sich in der gewöhnlichen Erinnerung rückerinnert an das, was man im Tagesbewußtsein vor Jahren erlebt hat, so kann man durch die exakte Clairvoyance erleben dieses rückwärtige Erleben des Tageslebens. Und so hat man in der Tat etwas wie eine erweiterte Erinnerung in dieser exakten Clairvoyance vor sich. Man schaut zurück auf sein schlafendes Erleben. Man weiß, daß man schlafend außerhalb des physischen Raumesleibes erlebt, daß man in einer wirklichen Weltwesenheit, die gewissermaßen ein Nachbild der ganzen Welt in sich im Bewußtsein hat, daß man in einer solchen Weltwesenheit sein eigenes Tagesdasein rückwärts erlebt. Und man findet dann auch, daß dieses Tagesdasein im rückwärtigen Erleben nicht so lange braucht, als es hier in der physischen Welt braucht. Man lernt allmählich, indem man wirklich Forscher wird auf diesem Gebiete, das heißt in systematischer Weise, immer mehr und mehr die Dinge kennen durch eine exakte Erfahrung, man lernt erkennen, wie dieses Rückwärtserleben dreimal so schnell vor sich geht als das physische Erleben im gewöhnlichen Bewußtsein. So daß also jemand, der etwa zwei Drittel seiner Zeit wach ist und dann ein Drittel der Zeit schläft, in diesem Drittel der Zeit auch dasjenige durchlebt, was er in den zwei Dritteln im physischen Dasein durchgemacht hat. So daß man also kennenlernt ein Leben, das der Mensch außer seinem Leibe entfaltet, das rückwärts verläuft mit dreifacher Schnelligkeit.
[ 37 ] Indem man sich im gewöhnlichen Tagesleben durch exakte Clairvoyance an dieses nächtliche schlafende Leben erinnert, weiß man zu gleicher Zeit, daß dieses schlafende Rückerleben keine eigene Bedeutung hat. Das, was man im Tagesbewußtsein hat in der exakten Clairvoyance, ist schon eine Erinnerung. Aber dasjenige, woran man sich als an die Schlafeserlebnisse erinnert, das zeigt, daß es keine eigene Bedeutung hat, sondern nur eine Vorbedeutung. Und das ist so. Fragen Sie sich, wie beurteilen Sie eine Erinnerung an ein Erlebnis, das Sie vor zwanzig Jahren gehabt haben? — Sie sagen sich: Ich erlebe in schattenhaften Gedanken. Aber diese Erinnerung bietet mir durch ihr eigenes Wesen die Garantie, daß ich keine Phantasie vor mir habe, sondern daß sie ein Abbild ist dessen, was in der Vergangenheit meines Erdenlebens von mir wirklich, tatsächlich einmal erlebt worden ist. So wie die Erinnerung in sich eine Garantie enthält, daß sie sich auf etwas ganz anderes bezieht, was wirklich in der Vergangenheit ist, so trägt dasjenige, auf das man hinsieht als auf ein nächtliches Erleben, die Garantie in sich, daß es keine eigene Bedeutung hat, sondern auf ein Zukünftiges weist.
[ 37 ] Indem man sich im gewöhnlichen Tagesleben durch exakte Clairvoyance an dieses nächtliche schlafende Leben erinnert, weiß man zu gleicher Zeit, daß dieses schlafende Rückerleben keine eigene Bedeutung hat. Das, was man im Tagesbewußtsein hat in der exakten Clairvoyance, ist schon eine Erinnerung. Aber dasjenige, woran man sich als an die Schlafeserlebnisse erinnert, das zeigt, daß es keine eigene Bedeutung hat, sondern nur eine Vorbedeutung. Und das ist so. Fragen Sie sich, wie beurteilen Sie eine Erinnerung an ein Erlebnis, das Sie vor zwanzig Jahren gehabt haben? — Sie sagen sich: Ich erlebe in schattenhaften Gedanken. Aber diese Erinnerung bietet mir durch ihr eigenes Wesen die Garantie, daß ich keine Phantasie vor mir habe, sondern daß sie ein Abbild ist dessen, was in der Vergangenheit meines Erdenlebens von mir wirklich, tatsächlich einmal erlebt worden ist. So wie die Erinnerung in sich eine Garantie enthält, daß sie sich auf etwas ganz anderes bezieht, was wirklich in der Vergangenheit ist, so trägt dasjenige, auf das man hinsieht als auf ein nächtliches Erleben, die Garantie in sich, daß es keine eigene Bedeutung hat, sondern auf ein Zukünftiges weist.
[ 38 ] Man braucht der Erinnerung nicht zu beweisen, daß sie sich auf ein Vergangenes bezieht. Man braucht ebensowenig, wenn man die exakte Clairvoyance erlangt hat, demjenigen, was man da überschaut von seinen nächtlichen Erlebnissen, zu beweisen, daß es nicht eine Phantasterei der Gegenwart ist. Man sieht ihm an, daß es sich auf die Zukunft des Menschen bezieht, und zwar auf jene Zukunft des Menschen, wo der Mensch seinen physischen Leib mit dem Tode wirklich abgelegt haben wird, wie er ihn jetzt bloß in der exakten Clairvoyance bildhaft abgelegt hat.
[ 38 ] Man braucht der Erinnerung nicht zu beweisen, daß sie sich auf ein Vergangenes bezieht. Man braucht ebensowenig, wenn man die exakte Clairvoyance erlangt hat, demjenigen, was man da überschaut von seinen nächtlichen Erlebnissen, zu beweisen, daß es nicht eine Phantasterei der Gegenwart ist. Man sieht ihm an, daß es sich auf die Zukunft des Menschen bezieht, und zwar auf jene Zukunft des Menschen, wo der Mensch seinen physischen Leib mit dem Tode wirklich abgelegt haben wird, wie er ihn jetzt bloß in der exakten Clairvoyance bildhaft abgelegt hat.
[ 39 ] Und dadurch lernt man erkennen, was der Mensch erlebt nach dem Tode, wenn er die drei Tage absolviert hat, von denen ich gesprochen habe. Ja, man lernt durch diesen erinnerungsähnlichen Vorgang auch die Bedeutung der zwei bis drei Tage nach dem Tode erkennen, wo man sich wie in einem Weltbewußtsein fühlt, in einem kosmischen Bewußtsein, wo man das Ätherische von sich nun von dem Kosmos aus noch einmal überschaut, wo man zurückblickt auf dasjenige, was man durchlebt hat in seinem irdischen Lebenslauf. Und man lernt erkennen, was man nachher erlebt, und zwar so, daß sich anschließt an das Todesereignis ein Leben, das dreimal so schnell verläuft als das Erdenleben. Man lernte ja das kennen durch die Anschauung der nächtlichen Erlebnisse.
[ 39 ] Und dadurch lernt man erkennen, was der Mensch erlebt nach dem Tode, wenn er die drei Tage absolviert hat, von denen ich gesprochen habe. Ja, man lernt durch diesen erinnerungsähnlichen Vorgang auch die Bedeutung der zwei bis drei Tage nach dem Tode erkennen, wo man sich wie in einem Weltbewußtsein fühlt, in einem kosmischen Bewußtsein, wo man das Ätherische von sich nun von dem Kosmos aus noch einmal überschaut, wo man zurückblickt auf dasjenige, was man durchlebt hat in seinem irdischen Lebenslauf. Und man lernt erkennen, was man nachher erlebt, und zwar so, daß sich anschließt an das Todesereignis ein Leben, das dreimal so schnell verläuft als das Erdenleben. Man lernte ja das kennen durch die Anschauung der nächtlichen Erlebnisse.
[ 40 ] Man weiß, an die ätherische Anschauung, die nur kurze Zeit nach dem Tode dauert, schließt sich ein Leben an, das zwanzig, dreißig Jahre oder auch kürzer dauert, je nachdem der Mensch in seinem Erdenleben alt geworden ist. Ungefähr — das alles ist ja approximativ — dreimal so schnell als das Erdenleben verläuft dieses Leben. Ist also jemand dreißig Jahre alt geworden, so erlebt er dasjenige Leben, das ich jetzt meine, nach dem Tode dreimal so schnell, also in zehn Jahren. Ist jemand sechzig Jahre alt geworden, erlebt er rückwärts sein Leben, nach dem Tode, in zwanzig Jahren; aber alles approximativ genommen.
[ 40 ] Man weiß, an die ätherische Anschauung, die nur kurze Zeit nach dem Tode dauert, schließt sich ein Leben an, das zwanzig, dreißig Jahre oder auch kürzer dauert, je nachdem der Mensch in seinem Erdenleben alt geworden ist. Ungefähr — das alles ist ja approximativ — dreimal so schnell als das Erdenleben verläuft dieses Leben. Ist also jemand dreißig Jahre alt geworden, so erlebt er dasjenige Leben, das ich jetzt meine, nach dem Tode dreimal so schnell, also in zehn Jahren. Ist jemand sechzig Jahre alt geworden, erlebt er rückwärts sein Leben, nach dem Tode, in zwanzig Jahren; aber alles approximativ genommen.
[ 41 ] Das alles wird erkannt, wie durch eine Erinnerung eine durchlebte Tätigkeit erkannt wird, in der exakten Clairvoyance. Und so lernen wir erkennen, daß sich an unseren Tod ein übersinnliches Erleben anschließt, ein Erleben in der übersinnlichen Welt, welches ein Rückwärtserleben unseres ganzen Erdenlebens ist. Jede Nacht durchleben wir den vorhergehenden Tag. Nach unserem Tode erleben wir rückwärts verlaufend unser ganzes Erdenleben. Wir machen alles wieder durch. Und wir eignen uns, indem wir alles, was wir im Erdenleben durchgemacht haben, in einer geistigen Form wieder durchmachen, ein zutreffendes Urteil über unseren eignen moralischen Wert an.
[ 41 ] Das alles wird erkannt, wie durch eine Erinnerung eine durchlebte Tätigkeit erkannt wird, in der exakten Clairvoyance. Und so lernen wir erkennen, daß sich an unseren Tod ein übersinnliches Erleben anschließt, ein Erleben in der übersinnlichen Welt, welches ein Rückwärtserleben unseres ganzen Erdenlebens ist. Jede Nacht durchleben wir den vorhergehenden Tag. Nach unserem Tode erleben wir rückwärts verlaufend unser ganzes Erdenleben. Wir machen alles wieder durch. Und wir eignen uns, indem wir alles, was wir im Erdenleben durchgemacht haben, in einer geistigen Form wieder durchmachen, ein zutreffendes Urteil über unseren eignen moralischen Wert an.
[ 42 ] Wir gliedern uns gewissermaßen durch diese Zeit, die wir nach dem Tode durchmachen, ein Bewußtsein ein von unserer moralischen Persönlichkeit, von unserem moralischen Werte, wie wir uns hier auf dieser Erde ein Bewußtsein aneignen von dem Leben im Fleische und im Blute. Wir leben nach dem Tode in demjenigen, was wir als moralischer Mensch hier auf Erden waren. Indem wir alle die Ereignisse wieder durchmachen, rückwärts verlaufend, und dadurch nicht mehr abgezogen sind von der moralischen Beurteilung durch unsere Instinkte, Triebe, Leidenschaften, sondern sie rein geistig überschauen, lernen wir ein zutreffendes, ein richtiges Urteil über unsere eigene moralische Qualität kennen.
[ 42 ] Wir gliedern uns gewissermaßen durch diese Zeit, die wir nach dem Tode durchmachen, ein Bewußtsein ein von unserer moralischen Persönlichkeit, von unserem moralischen Werte, wie wir uns hier auf dieser Erde ein Bewußtsein aneignen von dem Leben im Fleische und im Blute. Wir leben nach dem Tode in demjenigen, was wir als moralischer Mensch hier auf Erden waren. Indem wir alle die Ereignisse wieder durchmachen, rückwärts verlaufend, und dadurch nicht mehr abgezogen sind von der moralischen Beurteilung durch unsere Instinkte, Triebe, Leidenschaften, sondern sie rein geistig überschauen, lernen wir ein zutreffendes, ein richtiges Urteil über unsere eigene moralische Qualität kennen.
[ 43 ] Zu dieser Beurteilung ist diejenige Zeit notwendig, von der ich eben gesprochen habe. Haben wir diese Zeit nach dem Tode absolviert, dann schwindet das hin, was moralisches Innenleben ist, die Rückerinnerung an unseren moralischen Wert auf der Erde, und wir müssen weiterschreiten durch die geistigen Welten mit einem anderen Bewußtsein, das nun auch durch exakte Clairvoyance kennengelernt werden kann.
[ 43 ] Zu dieser Beurteilung ist diejenige Zeit notwendig, von der ich eben gesprochen habe. Haben wir diese Zeit nach dem Tode absolviert, dann schwindet das hin, was moralisches Innenleben ist, die Rückerinnerung an unseren moralischen Wert auf der Erde, und wir müssen weiterschreiten durch die geistigen Welten mit einem anderen Bewußtsein, das nun auch durch exakte Clairvoyance kennengelernt werden kann.
[ 44 ] Da ist dann notwendig, daß der Mensch nicht nur leben lernt außerhalb seines Raumesleibes, sondern daß er leben lernt in einem ganz anderen Bewußtsein, als er es hier innerhalb der physischen Welt hat. Dann lernt der Mensch erkennen, wie sich anschließt an das Erleben seiner moralischen Qualität durch ein Drittel der Zeit seines vorangehenden Erdenlaufes ein übersinnliches, ein geistiges Erleben. Er lernt erkennen, was sich anschließt. Es schließt sich dann an ein anderes, ein rein geistiges Leben. Dazu muß aber erst die Möglichkeit gewonnen werden, daß die exakte Clairvoyance aufsteigt von dem gewöhnlichen Bewußtsein zu einem reinen, höheren Bewußtsein und daß sie dieses höhere Bewußtsein voll beurteilen lernt.
[ 44 ] Da ist dann notwendig, daß der Mensch nicht nur leben lernt außerhalb seines Raumesleibes, sondern daß er leben lernt in einem ganz anderen Bewußtsein, als er es hier innerhalb der physischen Welt hat. Dann lernt der Mensch erkennen, wie sich anschließt an das Erleben seiner moralischen Qualität durch ein Drittel der Zeit seines vorangehenden Erdenlaufes ein übersinnliches, ein geistiges Erleben. Er lernt erkennen, was sich anschließt. Es schließt sich dann an ein anderes, ein rein geistiges Leben. Dazu muß aber erst die Möglichkeit gewonnen werden, daß die exakte Clairvoyance aufsteigt von dem gewöhnlichen Bewußtsein zu einem reinen, höheren Bewußtsein und daß sie dieses höhere Bewußtsein voll beurteilen lernt.
[ 45 ] So habe ich versucht, Ihnen zwei Zustände nach dem Tode zu schildern. Den dritten werde ich sogleich nachher schildern, wenn die bisherige Darstellung übersetzt ist.
[ 45 ] So habe ich versucht, Ihnen zwei Zustände nach dem Tode zu schildern. Den dritten werde ich sogleich nachher schildern, wenn die bisherige Darstellung übersetzt ist.
[ 46 ] Wenn Sie dieses Hineinschauen in das Rückwärtserleben während des Schlafzustandes ins Auge fassen, so wie ich es geschildert habe, so werden Sie sehen, daß in diesem Rückwärtserleben der Mensch zwar außerhalb seines physischen Raumesleibes ein Leben hat; er ist gewissermaßen außer sich, neben sich. Aber dieses Leben ist, ich möchte sagen, so, daß man sich in ihm nicht bewegen kann. Man muß im Grunde genommen das ausführen, nur in der anderen Richtung, was man ausgeführt hat während des gewöhnlichen Bewußtseins am Tage. Und auch derjenige, welcher durch exakte Clairvoyance einen übersinnlichen Einblick in diese Erlebnisse erhält, von denen ich gesprochen habe, der fühlt sich wie hineingebannt in eine Welt, an die er sich erinnert im Tagesbewußtsein der Clairvoyance, aber in der er sich nicht bewegen kann, in die er eingespannt, gefesselt ist. Dasjenige, was man als einen dritten Zustand der höheren Erkenntnis und des höheren Lebens erringen muß, das ist die freie Bewegung in der geistigen Welt. Sonst kann man nicht eintreten in die Erkenntnis des rein geistigen, des rein übersinnlichen Bewußtseins.
[ 46 ] Wenn Sie dieses Hineinschauen in das Rückwärtserleben während des Schlafzustandes ins Auge fassen, so wie ich es geschildert habe, so werden Sie sehen, daß in diesem Rückwärtserleben der Mensch zwar außerhalb seines physischen Raumesleibes ein Leben hat; er ist gewissermaßen außer sich, neben sich. Aber dieses Leben ist, ich möchte sagen, so, daß man sich in ihm nicht bewegen kann. Man muß im Grunde genommen das ausführen, nur in der anderen Richtung, was man ausgeführt hat während des gewöhnlichen Bewußtseins am Tage. Und auch derjenige, welcher durch exakte Clairvoyance einen übersinnlichen Einblick in diese Erlebnisse erhält, von denen ich gesprochen habe, der fühlt sich wie hineingebannt in eine Welt, an die er sich erinnert im Tagesbewußtsein der Clairvoyance, aber in der er sich nicht bewegen kann, in die er eingespannt, gefesselt ist. Dasjenige, was man als einen dritten Zustand der höheren Erkenntnis und des höheren Lebens erringen muß, das ist die freie Bewegung in der geistigen Welt. Sonst kann man nicht eintreten in die Erkenntnis des rein geistigen, des rein übersinnlichen Bewußtseins.
[ 47 ] Man muß hinzuerwerben zu der exakten Clairvoyance das, was ich bezeichnen werde als ideelle Magie. Wohl zu unterscheiden von der unrichtigen Magie, die äußerlich ausgeführt wird, die mit vielem Scharlatanhaften verknüpft ist; wohl zu unterscheiden davon ist dasjenige, was ich jetzt meine als ideelle Magie.
[ 47 ] Man muß hinzuerwerben zu der exakten Clairvoyance das, was ich bezeichnen werde als ideelle Magie. Wohl zu unterscheiden von der unrichtigen Magie, die äußerlich ausgeführt wird, die mit vielem Scharlatanhaften verknüpft ist; wohl zu unterscheiden davon ist dasjenige, was ich jetzt meine als ideelle Magie.
[ 48 ] Unter dieser ideellen Magie verstehe ich das Folgende: Wenn der Mensch für das gewöhnliche Bewußtsein sein Leben überblickt, dann sieht er, wie er eigentlich mit jedem Jahr und mit jedem Jahrzehnt ein anderer geworden ist in einer gewissen Beziehung. Die Gewohnheiten haben sich, wenn auch langsam, so doch geändert. Gewisse Fähigkeiten hat man sich angeeignet, gewisse Fähigkeiten sind auch verschwunden. Wer sich ehrlich anblickt in bezug auf gewisse Fähigkeiten des Erdenlebens, der kann sich jeweilig sagen, daß er ein anderer geworden ist. Aber das hat das Leben aus uns gemacht. Wir haben uns ganz hingegeben dem Leben, und das Leben erzieht uns, trainiert uns, bildet unsere Seelenformation aus.
[ 48 ] Unter dieser ideellen Magie verstehe ich das Folgende: Wenn der Mensch für das gewöhnliche Bewußtsein sein Leben überblickt, dann sieht er, wie er eigentlich mit jedem Jahr und mit jedem Jahrzehnt ein anderer geworden ist in einer gewissen Beziehung. Die Gewohnheiten haben sich, wenn auch langsam, so doch geändert. Gewisse Fähigkeiten hat man sich angeeignet, gewisse Fähigkeiten sind auch verschwunden. Wer sich ehrlich anblickt in bezug auf gewisse Fähigkeiten des Erdenlebens, der kann sich jeweilig sagen, daß er ein anderer geworden ist. Aber das hat das Leben aus uns gemacht. Wir haben uns ganz hingegeben dem Leben, und das Leben erzieht uns, trainiert uns, bildet unsere Seelenformation aus.
[ 49 ] Aber wer in die übersinnliche Welt erkennend eintreten will, wer mit anderen Worten ideelle Magie erwerben will, der muß nicht bloß seine Gedanken innerlich so intensiv machen, daß er ein zweites Dasein von sich dadurch erkennt, wie ich es geschildert habe, sondern er muß auch seinen Willen befreien von der Gebundenheit an den physischen Leib. Wir können unseren Willen im gewöhnlichen Leben nur in Bewegung bringen dadurch, daß wir uns unseres physischen Leibes, unserer Beine, unserer Arme, unserer Sprachwerkzeuge bedienen. Der physische Leib ist die Grundlage für unser Willensleben. Aber wir können folgendes machen, und das hat wiederum in ganz systematischer Weise derjenige durchzuführen, der als Geistesforscher zur ideellen Magie kommen will und diese hinzu erwerben will zu der exakten Clairvoyance. Er hat zum Beispiel einen so starken Willen zu entwickeln, daß er sich in einem bestimmten Zeitpunkt seines Lebens sagt: Du sollst dir eine bestimmte Gewohnheit abgewöhnen, und dafür eine andere deiner Seele einverleiben.
[ 49 ] Aber wer in die übersinnliche Welt erkennend eintreten will, wer mit anderen Worten ideelle Magie erwerben will, der muß nicht bloß seine Gedanken innerlich so intensiv machen, daß er ein zweites Dasein von sich dadurch erkennt, wie ich es geschildert habe, sondern er muß auch seinen Willen befreien von der Gebundenheit an den physischen Leib. Wir können unseren Willen im gewöhnlichen Leben nur in Bewegung bringen dadurch, daß wir uns unseres physischen Leibes, unserer Beine, unserer Arme, unserer Sprachwerkzeuge bedienen. Der physische Leib ist die Grundlage für unser Willensleben. Aber wir können folgendes machen, und das hat wiederum in ganz systematischer Weise derjenige durchzuführen, der als Geistesforscher zur ideellen Magie kommen will und diese hinzu erwerben will zu der exakten Clairvoyance. Er hat zum Beispiel einen so starken Willen zu entwickeln, daß er sich in einem bestimmten Zeitpunkt seines Lebens sagt: Du sollst dir eine bestimmte Gewohnheit abgewöhnen, und dafür eine andere deiner Seele einverleiben.
[ 50 ] Man wird, wenn man energischen Willen angewendet hat, manchmal Jahre brauchen, um sich in dieser Beziehung ganz umzuwenden für gewisse Erlebnisformen, aber man kann das. Man kann sozusagen nicht bloß das Leben durch den physischen Leib sich Erzieher sein lassen, sondern man kann diese Erziehung, diese Selbstzucht nun auch selbst in die Hand nehmen.
[ 50 ] Man wird, wenn man energischen Willen angewendet hat, manchmal Jahre brauchen, um sich in dieser Beziehung ganz umzuwenden für gewisse Erlebnisformen, aber man kann das. Man kann sozusagen nicht bloß das Leben durch den physischen Leib sich Erzieher sein lassen, sondern man kann diese Erziehung, diese Selbstzucht nun auch selbst in die Hand nehmen.
[ 51 ] Durch solche energischen Willensübungen, die ich wiederum in den genannten Büchern beschrieben habe, gelangt derjenige, der im modernen Sinne ein Eingeweihter, ein Initiierter werden will, dazu, nun nicht bloß das nachzuerleben im Schlafe, was er am Tage erlebt hat. Er gelangt dazu, Zustände herbeizuführen, die nicht Schlaf sind, die bei voller Besonnenheit erlebt werden und die ihm aber dennoch die Möglichkeit bieten, während er schläft, beweglich zu sein, etwas zu tun, so daß er außerhalb seines Leibes nicht bloß passiv ist, wie das beim gewöhnlichen Bewußtsein der Fall ist, nicht bloß passiv ist in der geistigen Welt, sondern handeln kann in der geistigen Welt, tätig sein kann in der geistigen Welt. Der Mensch bringt sich sonst während seines Schlafzustandes nicht weiter. Derjenige, der in diesem Sinne ein moderner Initiierter wird, der trägt die Fähigkeiten, tätig zu sein, zu handeln, in sein Wesen als Mensch auch für das Leben hinein, das zwischen dem Einschlafen und Aufwachen erlebt wird. Und wenn man so den Willen in das menschliche Wesen hineinträgt in dem Zustande, in dem dieses Wesen außerhalb des Leibes lebt, dann gelangt man dazu, ein ganz anderes Bewußtsein in sich auszubilden: dasjenige Bewußtsein, das nun wirklich schauen kann, was der Mensch erlebt in der Zeit, die sich an die geschilderte nach seinem Tode anschließt. Und da erlebt man tatsächlich durch dieses andere Bewußtsein die Möglichkeit, hineinzuschauen in unser nachirdisches Erdenleben ebenso wie in unser vorirdisches Erdenleben. Man schaut hinein, wie man ein Leben durchlebt, welches ebenso eine geistige Welt durchläuft, wie das physische Erdenleben eine physische Welt durchläuft. Man lernt sich erkennen als reiner Geist in einer geistigen Welt, wie man sich hier, innerhalb der physischen Erde, als physischer Leib innerhalb der physischen Welt erkennt. Und es bietet sich einem nun die Möglichkeit, auch ein Urteil darüber zu bekommen, wie lange dieses Leben, ich möchte sagen, nach der moralischen Bewertungszeit, die ich früher geschildert habe, dauert.
[ 51 ] Durch solche energischen Willensübungen, die ich wiederum in den genannten Büchern beschrieben habe, gelangt derjenige, der im modernen Sinne ein Eingeweihter, ein Initiierter werden will, dazu, nun nicht bloß das nachzuerleben im Schlafe, was er am Tage erlebt hat. Er gelangt dazu, Zustände herbeizuführen, die nicht Schlaf sind, die bei voller Besonnenheit erlebt werden und die ihm aber dennoch die Möglichkeit bieten, während er schläft, beweglich zu sein, etwas zu tun, so daß er außerhalb seines Leibes nicht bloß passiv ist, wie das beim gewöhnlichen Bewußtsein der Fall ist, nicht bloß passiv ist in der geistigen Welt, sondern handeln kann in der geistigen Welt, tätig sein kann in der geistigen Welt. Der Mensch bringt sich sonst während seines Schlafzustandes nicht weiter. Derjenige, der in diesem Sinne ein moderner Initiierter wird, der trägt die Fähigkeiten, tätig zu sein, zu handeln, in sein Wesen als Mensch auch für das Leben hinein, das zwischen dem Einschlafen und Aufwachen erlebt wird. Und wenn man so den Willen in das menschliche Wesen hineinträgt in dem Zustande, in dem dieses Wesen außerhalb des Leibes lebt, dann gelangt man dazu, ein ganz anderes Bewußtsein in sich auszubilden: dasjenige Bewußtsein, das nun wirklich schauen kann, was der Mensch erlebt in der Zeit, die sich an die geschilderte nach seinem Tode anschließt. Und da erlebt man tatsächlich durch dieses andere Bewußtsein die Möglichkeit, hineinzuschauen in unser nachirdisches Erdenleben ebenso wie in unser vorirdisches Erdenleben. Man schaut hinein, wie man ein Leben durchlebt, welches ebenso eine geistige Welt durchläuft, wie das physische Erdenleben eine physische Welt durchläuft. Man lernt sich erkennen als reiner Geist in einer geistigen Welt, wie man sich hier, innerhalb der physischen Erde, als physischer Leib innerhalb der physischen Welt erkennt. Und es bietet sich einem nun die Möglichkeit, auch ein Urteil darüber zu bekommen, wie lange dieses Leben, ich möchte sagen, nach der moralischen Bewertungszeit, die ich früher geschildert habe, dauert.
[ 52 ] Indem man nämlich auf diese Weise den Willen durch ideelle Magie in sein Seelenleben hineinträgt, lernt man dieses Bewußtsein, das man als erwachsener Mensch hat, erkennen und in der richtigen Weise zu vergleichen mit dem dumpfen Bewußtsein, das man in der ersten Zeit seines Erdenlebens als kleines Kind, als Säugling gehabt hat.
[ 52 ] Indem man nämlich auf diese Weise den Willen durch ideelle Magie in sein Seelenleben hineinträgt, lernt man dieses Bewußtsein, das man als erwachsener Mensch hat, erkennen und in der richtigen Weise zu vergleichen mit dem dumpfen Bewußtsein, das man in der ersten Zeit seines Erdenlebens als kleines Kind, als Säugling gehabt hat.
[ 53 ] Sie wissen, daß das gewöhnliche Bewußtsein sich nicht an diese allerersten Jahre der Kindheit zurückerinnern kann. Da lebt der Mensch wie in einem dumpfen Bewußtsein; wie schlafend lebt er sich herein in die Welt. Und unser gewöhnliches Bewußtsein als Erwachsener ist hell und intensiv und durchleuchtet, eben gegenüber diesem dumpfen, finsteren Bewußtsein, in das wir zurückblicken und das wir gehabt haben, während wir die erste Lebenszeit hier auf Erden durchmachten. Aber derjenige, der in der geschilderten Weise zur ideellen Magie aufsteigt, der lernt den Unterschied erkennen zwischen seinem gewöhnlichen Wachbewußtsein als erwachsener Mensch, und diesem dumpfen Kindheitsbewußtsein. Er lernt gewissermaßen erkennen, daß er wie über eine Stufe heraufsteigt von dem dumpfen Kindesbewußtsein zu dem helleren Bewußtsein als Erwachsener. Und aus dem Verhältnis, das er ja kennt, zwischen dem kindlichen Bewußtsein, das wie ein Traumbewußtsein ist, und seinem Bewußtsein während der Erwachsenheit, aus diesem Verhältnis lernt er auch beurteilen das andere Verhältnis zwischen seinem Bewußtsein als Erwachsener und jenem durchleuchteten Bewußtsein, in das er nicht nur exakte Clairvoyance, sondern ideelle Magie hineingetragen hat, so daß er sich in der geistigen Welt jetzt frei bewegen kann.
[ 53 ] Sie wissen, daß das gewöhnliche Bewußtsein sich nicht an diese allerersten Jahre der Kindheit zurückerinnern kann. Da lebt der Mensch wie in einem dumpfen Bewußtsein; wie schlafend lebt er sich herein in die Welt. Und unser gewöhnliches Bewußtsein als Erwachsener ist hell und intensiv und durchleuchtet, eben gegenüber diesem dumpfen, finsteren Bewußtsein, in das wir zurückblicken und das wir gehabt haben, während wir die erste Lebenszeit hier auf Erden durchmachten. Aber derjenige, der in der geschilderten Weise zur ideellen Magie aufsteigt, der lernt den Unterschied erkennen zwischen seinem gewöhnlichen Wachbewußtsein als erwachsener Mensch, und diesem dumpfen Kindheitsbewußtsein. Er lernt gewissermaßen erkennen, daß er wie über eine Stufe heraufsteigt von dem dumpfen Kindesbewußtsein zu dem helleren Bewußtsein als Erwachsener. Und aus dem Verhältnis, das er ja kennt, zwischen dem kindlichen Bewußtsein, das wie ein Traumbewußtsein ist, und seinem Bewußtsein während der Erwachsenheit, aus diesem Verhältnis lernt er auch beurteilen das andere Verhältnis zwischen seinem Bewußtsein als Erwachsener und jenem durchleuchteten Bewußtsein, in das er nicht nur exakte Clairvoyance, sondern ideelle Magie hineingetragen hat, so daß er sich in der geistigen Welt jetzt frei bewegen kann.
[ 54 ] Ich möchte sagen, wir lernen uns in der geistigen Welt frei bewegen, geradeso wie wir uns als Körper haben frei bewegen gelernt während des physischen Erdenlebens aus der Kindheit heraus, wo wir uns nicht bewegen konnten. Man lernt also hinzu erkennen zu dem Verhältnis, das man von der ersten Kindheit zu dem gewöhnlichen Bewußtsein hat, das andere Verhältnis des erwachsenen Bewußtseins zu einem höchsten, rein geistigen Bewußtsein.
[ 54 ] Ich möchte sagen, wir lernen uns in der geistigen Welt frei bewegen, geradeso wie wir uns als Körper haben frei bewegen gelernt während des physischen Erdenlebens aus der Kindheit heraus, wo wir uns nicht bewegen konnten. Man lernt also hinzu erkennen zu dem Verhältnis, das man von der ersten Kindheit zu dem gewöhnlichen Bewußtsein hat, das andere Verhältnis des erwachsenen Bewußtseins zu einem höchsten, rein geistigen Bewußtsein.
[ 55 ] Dadurch aber lernt man auch erkennen, wie man nicht nur in dem nachirdischen Leben, nach dem Tode, ein Geist ist unter Geistern, mit denen man zusammen arbeitet, sondern man eignet sich auch ein Urteil darüber an, wie lange dieses geistige Leben unter geistigen Wesenheiten dauert. Wiederum müßte ich das Beispiel von dem Erinnern an ein gewöhnliches Erlebnis anführen. Man sieht ein: Wie die Erinnerung in sich vergangene Wirklichkeit trägt, so trägt dasjenige, was man jetzt erlebt, in sich ein richtiges Urteil darüber, daß man in dem höheren Bewußtsein des Initiierten nicht etwas hat, was eine eigene Bedeutung hat, sondern etwas, was hinweist auf das Leben als Geist unter Geistern nach dem Tode. Und man lernt erkennen, wie sich dieses rein geistige Leben zu dem Erdenleben verhält, das man hier zwischen Geburt und Tod durchgemacht hat.
[ 55 ] Dadurch aber lernt man auch erkennen, wie man nicht nur in dem nachirdischen Leben, nach dem Tode, ein Geist ist unter Geistern, mit denen man zusammen arbeitet, sondern man eignet sich auch ein Urteil darüber an, wie lange dieses geistige Leben unter geistigen Wesenheiten dauert. Wiederum müßte ich das Beispiel von dem Erinnern an ein gewöhnliches Erlebnis anführen. Man sieht ein: Wie die Erinnerung in sich vergangene Wirklichkeit trägt, so trägt dasjenige, was man jetzt erlebt, in sich ein richtiges Urteil darüber, daß man in dem höheren Bewußtsein des Initiierten nicht etwas hat, was eine eigene Bedeutung hat, sondern etwas, was hinweist auf das Leben als Geist unter Geistern nach dem Tode. Und man lernt erkennen, wie sich dieses rein geistige Leben zu dem Erdenleben verhält, das man hier zwischen Geburt und Tod durchgemacht hat.
[ 56 ] Sieht man nämlich als Initiierter zurück auf sein allererstes Kindheitsleben, so weiß man, es wird einem immer leichter möglich, in die geistige Welt hineinzuschauen, je älter man wird. Gewiß, es gibt verhältnismäßig jugendliche Personen, die gut hineinsehen können in die geistige Welt. Aber exakter und klarer wird dieses Hineinschauen mit jedem Jahre, mit dem man älter wird. Man erlangt immer mehr und mehr die Fähigkeit, in dieses andere Bewußtsein hinüberzugehen; dadurch lernt man erkennen, wie sich ein Bewußtsein zu dem anderen verhält. Man lernt folgendes erkennen: Man ist zum Beispiel vierzig Jahre alt geworden und man hat ja nur die Möglichkeit, sich zurückzuerinnern, sagen wir, bis zu seinem dritten, vierten Jahre. Man betrachtet diese Verhältnisse, wievielmal die vierzig Jahre mehr sind, als das unbewußte traumhaft kindliche Bewußtsein. Man lernt erkennen, wie das Leben im Geiste nach dem Tode ebensovielmal länger sein wird, als dieses Erdenleben im ganzen länger ist als das Leben als kleines Kind im traumhaften Zustande; das erstreckt sich auf viele Jahrhunderte. So daß sich anschließt an das Nacherleben des moralischen Zustandes ein rein geistiges Leben des Menschen als Geist unter Geistern, das nach Jahrhunderten dauert. In diesem Erleben hat der Mensch die Aufgaben der geistigen Welt ebenso um sich, wie er hier im Erdenleben die Aufgaben der physischen Welt um sich hat.
[ 56 ] Sieht man nämlich als Initiierter zurück auf sein allererstes Kindheitsleben, so weiß man, es wird einem immer leichter möglich, in die geistige Welt hineinzuschauen, je älter man wird. Gewiß, es gibt verhältnismäßig jugendliche Personen, die gut hineinsehen können in die geistige Welt. Aber exakter und klarer wird dieses Hineinschauen mit jedem Jahre, mit dem man älter wird. Man erlangt immer mehr und mehr die Fähigkeit, in dieses andere Bewußtsein hinüberzugehen; dadurch lernt man erkennen, wie sich ein Bewußtsein zu dem anderen verhält. Man lernt folgendes erkennen: Man ist zum Beispiel vierzig Jahre alt geworden und man hat ja nur die Möglichkeit, sich zurückzuerinnern, sagen wir, bis zu seinem dritten, vierten Jahre. Man betrachtet diese Verhältnisse, wievielmal die vierzig Jahre mehr sind, als das unbewußte traumhaft kindliche Bewußtsein. Man lernt erkennen, wie das Leben im Geiste nach dem Tode ebensovielmal länger sein wird, als dieses Erdenleben im ganzen länger ist als das Leben als kleines Kind im traumhaften Zustande; das erstreckt sich auf viele Jahrhunderte. So daß sich anschließt an das Nacherleben des moralischen Zustandes ein rein geistiges Leben des Menschen als Geist unter Geistern, das nach Jahrhunderten dauert. In diesem Erleben hat der Mensch die Aufgaben der geistigen Welt ebenso um sich, wie er hier im Erdenleben die Aufgaben der physischen Welt um sich hat.
[ 57 ] Aber diese Aufgaben, die zeigen sich für jene exakte Clairvoyance, die unterstützt wird von dem, ich möchte sagen, Herumwandeln in der geistigen Welt, durch ideelle Magie, sie zeigen sich dadurch, daß aus dem Wesen der geistigen Welt, in der man nach dem Tode lebt, alles dasjenige an Kräften herausgearbeitet wird, was dann hinführt zu einem folgenden Leben auf der Erde. Dieses folgende Leben auf der Erde steht einem als Ziel bevor, vom Anfange an des Lebens nach dem Tode. Und dieses Leben auf Erden im Menschen ist ja ein wirklicher Mikrokosmos. Dieser Mikrokosmos wird herausgearbeitet aus einem gewaltigen Erleben in der geistigen Welt nach dem Tode.
[ 57 ] Aber diese Aufgaben, die zeigen sich für jene exakte Clairvoyance, die unterstützt wird von dem, ich möchte sagen, Herumwandeln in der geistigen Welt, durch ideelle Magie, sie zeigen sich dadurch, daß aus dem Wesen der geistigen Welt, in der man nach dem Tode lebt, alles dasjenige an Kräften herausgearbeitet wird, was dann hinführt zu einem folgenden Leben auf der Erde. Dieses folgende Leben auf der Erde steht einem als Ziel bevor, vom Anfange an des Lebens nach dem Tode. Und dieses Leben auf Erden im Menschen ist ja ein wirklicher Mikrokosmos. Dieser Mikrokosmos wird herausgearbeitet aus einem gewaltigen Erleben in der geistigen Welt nach dem Tode.
[ 58 ] Sehen Sie, wenn man hier in der physischen Welt von einem Keime spricht, dann ist der Keim klein und entfaltet sich; nachher wird er eine große Pflanze oder ein großes Tier. Ich könnte auch von einem Geistkeim sprechen, den der Mensch ausbildet nach seinem physischen Leben auf Erden, nach dem Tode. Er arbeitet im Zusammenhang mit geistigen Wesenheiten aus den Geistkräften der Welt einen Geistkeim heraus für sein späteres Erdenleben. Und dieses Erarbeiten ist nicht etwa eine Wiederholung des Erdenlebens, sondern das schließt Betätigungsweisen, Wesenhaftes in sich, das größer und gewaltiger ist, selbstverständlich, als all das, was auf Erden erlebt werden kann. Das Zubereiten des künftigen Erdenlebens unter den Erfahrungen der geistigen Welt, das ist es, was der Mensch zunächst für sich erlebt im nachirdischen Leben.
[ 58 ] Sehen Sie, wenn man hier in der physischen Welt von einem Keime spricht, dann ist der Keim klein und entfaltet sich; nachher wird er eine große Pflanze oder ein großes Tier. Ich könnte auch von einem Geistkeim sprechen, den der Mensch ausbildet nach seinem physischen Leben auf Erden, nach dem Tode. Er arbeitet im Zusammenhang mit geistigen Wesenheiten aus den Geistkräften der Welt einen Geistkeim heraus für sein späteres Erdenleben. Und dieses Erarbeiten ist nicht etwa eine Wiederholung des Erdenlebens, sondern das schließt Betätigungsweisen, Wesenhaftes in sich, das größer und gewaltiger ist, selbstverständlich, als all das, was auf Erden erlebt werden kann. Das Zubereiten des künftigen Erdenlebens unter den Erfahrungen der geistigen Welt, das ist es, was der Mensch zunächst für sich erlebt im nachirdischen Leben.
[ 59 ] Und dazu kommt, daß ja das kosmische Bewußtsein auftritt, wie ich es geschildert habe. Dadurch, daß in dem einen Menschen das kosmische Bewußtsein auftritt, und in dem anderen Menschen ebenso, ja, dieses kosmische Bewußtsein allnächtlich schon vorhanden ist, wenn auch in einem dumpfen Zustande, so daß es kein wirkliches Bewußtsein ist, sondern — wenn ich den paradoxen Ausdruck gebrauchen darf ein unbewußtes Bewußtsein ist, dadurch leben die Menschen, indem sie als geistige Wesen leben, nicht nur mit anderen geistigen Wesenheiten zusammen, die niemals auf die Erde kommen, sondern eben in der reinen Geisteswelt wohnen; sie leben vielmehr dadurch auch mit all den Seelen zusammen, die entweder in physischen Menschenleibern verkörpert sind, oder aber, die selbst durch die Pforte des Todes gegangen sind und dasselbe durchmachen wie sie: durchmachen das kosmische Bewußtsein, das alle gemeinsam haben.
[ 59 ] Und dazu kommt, daß ja das kosmische Bewußtsein auftritt, wie ich es geschildert habe. Dadurch, daß in dem einen Menschen das kosmische Bewußtsein auftritt, und in dem anderen Menschen ebenso, ja, dieses kosmische Bewußtsein allnächtlich schon vorhanden ist, wenn auch in einem dumpfen Zustande, so daß es kein wirkliches Bewußtsein ist, sondern — wenn ich den paradoxen Ausdruck gebrauchen darf ein unbewußtes Bewußtsein ist, dadurch leben die Menschen, indem sie als geistige Wesen leben, nicht nur mit anderen geistigen Wesenheiten zusammen, die niemals auf die Erde kommen, sondern eben in der reinen Geisteswelt wohnen; sie leben vielmehr dadurch auch mit all den Seelen zusammen, die entweder in physischen Menschenleibern verkörpert sind, oder aber, die selbst durch die Pforte des Todes gegangen sind und dasselbe durchmachen wie sie: durchmachen das kosmische Bewußtsein, das alle gemeinsam haben.
[ 60 ] Und es ist wirklich so, daß dasjenige, was sich hier angesponnen hat auf Erden von Seele zu Seele, in der Familie, unter Menschen, wo wir uns gefunden haben dadurch, daß wir uns in physischen Menschenleibern begegnet sind, wir uns dadurch aber auch als Seelen gefunden haben, es ist so, daß wir das alles, was wir hier auf Erden gefunden haben, dann abgelegt haben; was wir erleben als Liebende, was wir erleben als Freunde, als uns sonst nahestehende Menschen, was wir erleben durch unsere physischen Erfahrungen im physischen Leibe, das streifen wir ab, das legen wir ab, ebenso wie wir diesen physischen Leib selber ablegen. Aber dadurch, daß wir hier Verhältnisse des Familienhaften, der Freundschaft, der Liebe entwickelt haben, pflanzt sich das geistig fort durch die Pforte des Todes hinein in jene GeistErlebnisse, die ein späteres Leben aufbauen. Und wir arbeiten nicht nur für uns allein, sondern wir arbeiten — sogar schon in der Zeit, wo wir die moralische Beurteilung unseres vergangenen Lebens haben — mit den Menschenseelen zusammen, die uns hier wert und lieb geworden sind in der Welt.
[ 60 ] Und es ist wirklich so, daß dasjenige, was sich hier angesponnen hat auf Erden von Seele zu Seele, in der Familie, unter Menschen, wo wir uns gefunden haben dadurch, daß wir uns in physischen Menschenleibern begegnet sind, wir uns dadurch aber auch als Seelen gefunden haben, es ist so, daß wir das alles, was wir hier auf Erden gefunden haben, dann abgelegt haben; was wir erleben als Liebende, was wir erleben als Freunde, als uns sonst nahestehende Menschen, was wir erleben durch unsere physischen Erfahrungen im physischen Leibe, das streifen wir ab, das legen wir ab, ebenso wie wir diesen physischen Leib selber ablegen. Aber dadurch, daß wir hier Verhältnisse des Familienhaften, der Freundschaft, der Liebe entwickelt haben, pflanzt sich das geistig fort durch die Pforte des Todes hinein in jene GeistErlebnisse, die ein späteres Leben aufbauen. Und wir arbeiten nicht nur für uns allein, sondern wir arbeiten — sogar schon in der Zeit, wo wir die moralische Beurteilung unseres vergangenen Lebens haben — mit den Menschenseelen zusammen, die uns hier wert und lieb geworden sind in der Welt.
[ 61 ] Das alles wird durch exakte Clairvoyance und durch ideelle Magie nicht nur etwas, was dem Glauben unterliegt, sondern es wird eine wirkliche Erkenntnis. Es dringt herein in das unmittelbare Anschauen des Menschen. Ja, wir können sogar sagen: Hier in der physischen Welt ist ein Abgrund zwischen den Seelen, auch wenn sie sich noch so lieb haben, denn sie begegnen sich innerhalb ihrer Körperhaftigkeit, und sie können nur in solche Wechselverhältnisse treten, die durch körperliche Beziehungen vermittelt sind. Aber wenn der Mensch selber in der geistigen Welt ist, dann ist nicht einmal das der Fall, daß der physische Leib, der hier einem zurückgelassenen geliebten Wesen eigen ist, ein Hindernis ist, um mit seiner Seele zusammen zu leben. So wie man sich aneignen muß für das Hineinschauen in die geistige Welt die Fähigkeit, durchzuschauen durch irdische Gegenstände, wie ich es geschildert habe, so hat derjenige, der durch die Pforte des Todes gegangen ist, Gemeinschaft durch den Körper hindurch mit den Seelen, die er hier als ihm nahestehende zurückgelassen hat. Er erlebt sie auch noch, solange sie auf der Erde sind, bis zu ihrem eigenen Tode, als Seelen.
[ 61 ] Das alles wird durch exakte Clairvoyance und durch ideelle Magie nicht nur etwas, was dem Glauben unterliegt, sondern es wird eine wirkliche Erkenntnis. Es dringt herein in das unmittelbare Anschauen des Menschen. Ja, wir können sogar sagen: Hier in der physischen Welt ist ein Abgrund zwischen den Seelen, auch wenn sie sich noch so lieb haben, denn sie begegnen sich innerhalb ihrer Körperhaftigkeit, und sie können nur in solche Wechselverhältnisse treten, die durch körperliche Beziehungen vermittelt sind. Aber wenn der Mensch selber in der geistigen Welt ist, dann ist nicht einmal das der Fall, daß der physische Leib, der hier einem zurückgelassenen geliebten Wesen eigen ist, ein Hindernis ist, um mit seiner Seele zusammen zu leben. So wie man sich aneignen muß für das Hineinschauen in die geistige Welt die Fähigkeit, durchzuschauen durch irdische Gegenstände, wie ich es geschildert habe, so hat derjenige, der durch die Pforte des Todes gegangen ist, Gemeinschaft durch den Körper hindurch mit den Seelen, die er hier als ihm nahestehende zurückgelassen hat. Er erlebt sie auch noch, solange sie auf der Erde sind, bis zu ihrem eigenen Tode, als Seelen.
[ 62 ] Das möchte ich zunächst heute im Beginne dieser drei Vorträge gesagt haben über dasjenige, was Einsichten geben kann in das wirkliche übersinnliche Leben des Menschen. Ich möchte darauf hingewiesen haben, daß dadurch, daß exakte Clairvoyance und ideelle Magie angestrebt werden, tatsächlich in solcher Weise — wissenschaftlich erkennend — über die höheren Welten gesprochen werden kann, wie durch die exakte Naturerkenntnis über die Sinneswelt gesprochen werden kann. Und man wird sehen, indem man sich immer mehr und mehr einleben wird — denn Menschen werden schon da sein, die ihre Fähigkeiten entwickeln werden, um sich in diese Welten einzuleben —, man wird sehen, daß keine Wissenschaft, so vollkommen sie sich auch entwickelt hat, ein Hindernis dafür sein kann, das anzunehmen, was mit echter wissenschaftlicher Gesinnung durch exakte Clairvoyance und durch ideelle Magie an Erkenntnissen dem Menschen gegeben werden kann über das, was er durchmacht, nicht nur hier auf dieser Erde zwischen Geburt und Tod, sondern auch zwischen dem Tode und einer neuen Geburt bis zu einem Wiederkehren in einem Erdenleben.
[ 62 ] Das möchte ich zunächst heute im Beginne dieser drei Vorträge gesagt haben über dasjenige, was Einsichten geben kann in das wirkliche übersinnliche Leben des Menschen. Ich möchte darauf hingewiesen haben, daß dadurch, daß exakte Clairvoyance und ideelle Magie angestrebt werden, tatsächlich in solcher Weise — wissenschaftlich erkennend — über die höheren Welten gesprochen werden kann, wie durch die exakte Naturerkenntnis über die Sinneswelt gesprochen werden kann. Und man wird sehen, indem man sich immer mehr und mehr einleben wird — denn Menschen werden schon da sein, die ihre Fähigkeiten entwickeln werden, um sich in diese Welten einzuleben —, man wird sehen, daß keine Wissenschaft, so vollkommen sie sich auch entwickelt hat, ein Hindernis dafür sein kann, das anzunehmen, was mit echter wissenschaftlicher Gesinnung durch exakte Clairvoyance und durch ideelle Magie an Erkenntnissen dem Menschen gegeben werden kann über das, was er durchmacht, nicht nur hier auf dieser Erde zwischen Geburt und Tod, sondern auch zwischen dem Tode und einer neuen Geburt bis zu einem Wiederkehren in einem Erdenleben.
[ 63 ] Wie diese wiederkehrenden Leben sind und inwiefern sie ein Ende erreichen, davon will ich dann morgen sprechen, wenn ich mir gestatten werde, darzustellen, welche Beziehung das Christus-Ereignis, das Ereignis von Golgatha hereingebracht hat in das menschliche Erdenleben.
[ 63 ] Wie diese wiederkehrenden Leben sind und inwiefern sie ein Ende erreichen, davon will ich dann morgen sprechen, wenn ich mir gestatten werde, darzustellen, welche Beziehung das Christus-Ereignis, das Ereignis von Golgatha hereingebracht hat in das menschliche Erdenleben.
[ 64 ] Da werde ich zu zeigen haben, daß diejenige Erkenntnis, von der ich gesprochen habe, insofern sie den Menschen als einzelnen angeht, hinleuchtet auf die ganze Entwickelung des Menschengeschlechtes durch das Leben der Erde, und dadurch auch hinleuchten kann auf dasjenige, was eigentlich durch den Eintritt des Christus in das Erdenleben für die Menschheit geschehen ist.
[ 64 ] Da werde ich zu zeigen haben, daß diejenige Erkenntnis, von der ich gesprochen habe, insofern sie den Menschen als einzelnen angeht, hinleuchtet auf die ganze Entwickelung des Menschengeschlechtes durch das Leben der Erde, und dadurch auch hinleuchten kann auf dasjenige, was eigentlich durch den Eintritt des Christus in das Erdenleben für die Menschheit geschehen ist.
[ 65 ] Und so soll gezeigt werden durch diese Vorträge auf der einen Seite, daß man nicht gegen die heutige exakte Naturwissenschaft zu gehen braucht, wenn man von übersinnlichen Erkenntnissen spricht. Und das soll der Gegenstand des morgigen Vortrags sein, daß auch das für das Erdenleben der Menschheit wichtigste Ereignis, das Christus-Ereignis, in einer neuen Gestalt, in einer leuchtenderen Gestalt, vor die menschliche Seele tritt, wenn diese menschliche Seele sich bereit erklärt, anzunehmen die hier gemeinten Erkenntnisse der übersinnlichen Welt.
[ 65 ] Und so soll gezeigt werden durch diese Vorträge auf der einen Seite, daß man nicht gegen die heutige exakte Naturwissenschaft zu gehen braucht, wenn man von übersinnlichen Erkenntnissen spricht. Und das soll der Gegenstand des morgigen Vortrags sein, daß auch das für das Erdenleben der Menschheit wichtigste Ereignis, das Christus-Ereignis, in einer neuen Gestalt, in einer leuchtenderen Gestalt, vor die menschliche Seele tritt, wenn diese menschliche Seele sich bereit erklärt, anzunehmen die hier gemeinten Erkenntnisse der übersinnlichen Welt.
[ 66 ] Die Beziehung der anthroposophischen Geisteswissenschaft zum Christentum zu erörtern, wird dann meine Aufgabe morgen sein.
[ 66 ] Die Beziehung der anthroposophischen Geisteswissenschaft zum Christentum zu erörtern, wird dann meine Aufgabe morgen sein.
