Living Knowledge of Nature,
Intellectual Fall from Grace
and Spiritual Elevation from Sin
GA 220
7 January 1923, Dornach
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Lebendiges Naturerkennen Intellektueller Sündenfall und spirituelle Sündenerhebung
Dritter Vortrag
Dritter Vortrag
[ 1 ] Ich möchte heute innerhalb des veranstalteten Kurses eine Betrachtung anschließen an das Vorangehende, die allerdings etwas weiter hergeholte Ergebnisse der Geisteswissenschaft über den Menschen bringen soll. Ergebnisse, welche zeigen sollen, wie der Mensch in das Weltenall hineingestellt ist. Wir sprechen vom Menschen so, daß wir zunächst den Blick auf seine physische Organisation richten, dann auf das, was sich der geistigen Forschung enthüllt, den Äther- oder Lebensleib, den astralischen Leib und die Ich-Organisation. Aber wir verstehen diese Gliederung des Menschen noch nicht, wenn wir einfach diese Dinge in einer Reihenfolge aufzählen, denn ein jedes dieser Glieder ist in einer andern Weise in das Weltenall eingeordnet. Und nur dann, wenn wir die Einordnung der verschiedenen Glieder in das Weltenall verstehen, können wir uns überhaupt eine Vorstellung von der Stellung des Menschen im Universum machen.
[ 1 ] Ich möchte heute innerhalb des veranstalteten Kurses eine Betrachtung anschließen an das Vorangehende, die allerdings etwas weiter hergeholte Ergebnisse der Geisteswissenschaft über den Menschen bringen soll. Ergebnisse, welche zeigen sollen, wie der Mensch in das Weltenall hineingestellt ist. Wir sprechen vom Menschen so, daß wir zunächst den Blick auf seine physische Organisation richten, dann auf das, was sich der geistigen Forschung enthüllt, den Äther- oder Lebensleib, den astralischen Leib und die Ich-Organisation. Aber wir verstehen diese Gliederung des Menschen noch nicht, wenn wir einfach diese Dinge in einer Reihenfolge aufzählen, denn ein jedes dieser Glieder ist in einer andern Weise in das Weltenall eingeordnet. Und nur dann, wenn wir die Einordnung der verschiedenen Glieder in das Weltenall verstehen, können wir uns überhaupt eine Vorstellung von der Stellung des Menschen im Universum machen.
[ 2 ] Wenn wir den Menschen betrachten, wie wir ihn vor uns haben, so sind diese vier Glieder der menschlichen Natur in einer zunächst ununterscheidbaren Weise ineinandergefügt, zu einer Wechselwirkung vereinigt, und um sie zu verstehen, muß man sie gewissermaßen erst auseinanderhalten, jedes für sich in seinem besonderen Verhältnisse zum Weltenall betrachten. Wir werden, nicht in einer umfassenden Weise, aber von einem gewissen Gesichtspunkte aus eine solche Betrachtung anstellen können, wenn wir dies in der folgenden Weise tun.
[ 2 ] Wenn wir den Menschen betrachten, wie wir ihn vor uns haben, so sind diese vier Glieder der menschlichen Natur in einer zunächst ununterscheidbaren Weise ineinandergefügt, zu einer Wechselwirkung vereinigt, und um sie zu verstehen, muß man sie gewissermaßen erst auseinanderhalten, jedes für sich in seinem besonderen Verhältnisse zum Weltenall betrachten. Wir werden, nicht in einer umfassenden Weise, aber von einem gewissen Gesichtspunkte aus eine solche Betrachtung anstellen können, wenn wir dies in der folgenden Weise tun.
[ 3 ] Lenken wir den Blick auf das mehr Peripherische des Menschen, auf das Äußere, auf die Umgrenzung. Da begegnen uns zunächst die Sinne. Wir wissen allerdings aus andern anthroposophischen Betrachtungen, daß wir gewisse Sinne erst entdecken, wenn wir gewissermaßen unter die Oberfläche der menschlichen Form, in das menschliche Innere hineingehen. Aber im wesentlichen würden wir auch die Sinne, welche uns von unserem eigenen Inneren unterrichten, zunächst auf eine sehr unbewußte Art in ihrem Ausgangspunkte, eben auf der Innenseite der Oberfläche des Menschen zu suchen haben. So daß man sagen kann, alles, was Sinn ist am Menschen, ist an der Oberfläche zu suchen. Man braucht nur einen der auffälligsten Sinne ins Auge zu fassen, zum Beispiel das Auge selbst oder das Ohr, und man wird finden, daß der Mensch gewisse Eindrücke von außen haben muß. Wie es sich mit ihnen wirklich verhält, das muß ja natürlich immer erst ersehen werden in einer eingehenderen Betrachtung, in einer eingehenderen Forschung, die wir für manche Sinne auch schon hier in diesem Raum angestellt haben. Aber so, wie sich die Dinge im Alltagsleben darstellen, kann man etwa sagen: Ein solcher Sinn, wie das Auge oder das Ohr, nimmt durch äußere Eindrücke die Dinge wahr.
[ 3 ] Lenken wir den Blick auf das mehr Peripherische des Menschen, auf das Äußere, auf die Umgrenzung. Da begegnen uns zunächst die Sinne. Wir wissen allerdings aus andern anthroposophischen Betrachtungen, daß wir gewisse Sinne erst entdecken, wenn wir gewissermaßen unter die Oberfläche der menschlichen Form, in das menschliche Innere hineingehen. Aber im wesentlichen würden wir auch die Sinne, welche uns von unserem eigenen Inneren unterrichten, zunächst auf eine sehr unbewußte Art in ihrem Ausgangspunkte, eben auf der Innenseite der Oberfläche des Menschen zu suchen haben. So daß man sagen kann, alles, was Sinn ist am Menschen, ist an der Oberfläche zu suchen. Man braucht nur einen der auffälligsten Sinne ins Auge zu fassen, zum Beispiel das Auge selbst oder das Ohr, und man wird finden, daß der Mensch gewisse Eindrücke von außen haben muß. Wie es sich mit ihnen wirklich verhält, das muß ja natürlich immer erst ersehen werden in einer eingehenderen Betrachtung, in einer eingehenderen Forschung, die wir für manche Sinne auch schon hier in diesem Raum angestellt haben. Aber so, wie sich die Dinge im Alltagsleben darstellen, kann man etwa sagen: Ein solcher Sinn, wie das Auge oder das Ohr, nimmt durch äußere Eindrücke die Dinge wahr.
[ 4 ] Nun ist die Stellung des Menschen im Irdischen so, daß leicht zu ersehen ist, daß man die Hauptrichtung, in der die Wirkungen der Dinge eintreffen, damit er zu sinnlichen Wahrnehmungen kommt, annähernd «horizontal» nennen könnte. Eine genauere Betrachtung würde auch zeigen, daß die Behauptung, die ich jetzt getan habe, restlos richtig ist. Denn wenn es scheint, als ob wir in einer andern Richtung wahrnehmen würden, so beruht das bloß auf einer Täuschung. Es muß jede Wahrnehmungsrichtung zuletzt in die Horizontale fallen. Und die Horizontale ist diejenige Linie, welche parallel zur Erde ist. Wenn ich also schematisch zeichne, so müßte ich “sagen: Ist das die Erdoberfläche und darauf der wahrnehmende Mensch, so ist die Hauptrichtung seines Wahrnehmens diese, welche mit der Erde parallel ist (Zeichnung S. 42, links). In dieser Richtung verlaufen die Richtungen all unseres Wahrnehmens.
[ 4 ] Nun ist die Stellung des Menschen im Irdischen so, daß leicht zu ersehen ist, daß man die Hauptrichtung, in der die Wirkungen der Dinge eintreffen, damit er zu sinnlichen Wahrnehmungen kommt, annähernd «horizontal» nennen könnte. Eine genauere Betrachtung würde auch zeigen, daß die Behauptung, die ich jetzt getan habe, restlos richtig ist. Denn wenn es scheint, als ob wir in einer andern Richtung wahrnehmen würden, so beruht das bloß auf einer Täuschung. Es muß jede Wahrnehmungsrichtung zuletzt in die Horizontale fallen. Und die Horizontale ist diejenige Linie, welche parallel zur Erde ist. Wenn ich also schematisch zeichne, so müßte ich “sagen: Ist das die Erdoberfläche und darauf der wahrnehmende Mensch, so ist die Hauptrichtung seines Wahrnehmens diese, welche mit der Erde parallel ist (Zeichnung S. 42, links). In dieser Richtung verlaufen die Richtungen all unseres Wahrnehmens.
[ 5 ] Und wenn wir den Menschen betrachten, so werden wir auch unschwer sagen können: Die Wahrnehmungen kommen von außen, gehen gewissermaßen von außen nach innen. — Was bringen wir ihnen von innen entgegen? Wir bringen ihnen von innen entgegen das Denken, die Vorstellungskraft. Sie brauchen sich diesen Vorgang nur vor Augen zu führen. Sie werden sich sagen: Wenn ich durch das Auge wahrnehme, kommt der Eindruck von außen, die Vorstellungskraft, die kommt von innen (Zeichnung S. 42, rechts). Von außen kommt der Eindruck, wenn ich den Tisch sehe. Daß ich den Tisch dann auch in der Erinnerung mit Hilfe einer Vorstellung behalten kann, dazu kommt die Kraft des Vorstellens von innen. So daß wir also sagen können: Wenn wir uns schematisch einen Menschen vorstellen, so haben wir die Richtung des Wahrnehmens von außen nach innen, die Richtung des Vorstellens von innen nach außen. Was wir da ins Auge fassen, bezieht sich auf die Wahrnehmungen des alltäglichen Lebens des Erdenmenschen, jenes Erdenmenschen, wie er sich in unserem gegenwärtigen Zeitalter der Erdenentwickelung äußerlich offenbart. Es ist das, was ich oben erwähnt habe, der Tatbestand des gewöhnlichen Bewußtseins. Aber wenn Sie die anthroposophische Literatur durchgehen, werden Sie finden, daß es andere Bewußtseinsmöglichkeiten gibt als diejenigen, die eben für den Erdenmenschen im alltäglichen Leben vorhanden sind.
[ 5 ] Und wenn wir den Menschen betrachten, so werden wir auch unschwer sagen können: Die Wahrnehmungen kommen von außen, gehen gewissermaßen von außen nach innen. — Was bringen wir ihnen von innen entgegen? Wir bringen ihnen von innen entgegen das Denken, die Vorstellungskraft. Sie brauchen sich diesen Vorgang nur vor Augen zu führen. Sie werden sich sagen: Wenn ich durch das Auge wahrnehme, kommt der Eindruck von außen, die Vorstellungskraft, die kommt von innen (Zeichnung S. 42, rechts). Von außen kommt der Eindruck, wenn ich den Tisch sehe. Daß ich den Tisch dann auch in der Erinnerung mit Hilfe einer Vorstellung behalten kann, dazu kommt die Kraft des Vorstellens von innen. So daß wir also sagen können: Wenn wir uns schematisch einen Menschen vorstellen, so haben wir die Richtung des Wahrnehmens von außen nach innen, die Richtung des Vorstellens von innen nach außen. Was wir da ins Auge fassen, bezieht sich auf die Wahrnehmungen des alltäglichen Lebens des Erdenmenschen, jenes Erdenmenschen, wie er sich in unserem gegenwärtigen Zeitalter der Erdenentwickelung äußerlich offenbart. Es ist das, was ich oben erwähnt habe, der Tatbestand des gewöhnlichen Bewußtseins. Aber wenn Sie die anthroposophische Literatur durchgehen, werden Sie finden, daß es andere Bewußtseinsmöglichkeiten gibt als diejenigen, die eben für den Erdenmenschen im alltäglichen Leben vorhanden sind.
[ 6 ] Nun versuchen Sie einmal, wenn auch nur annähernd und verschwommen, sich ein Bild zu machen von dem, was da durch den Erdenmenschen wahrgenommen wird. Sie sehen das, was auf Erden vorhanden ist, in Farben, hören es in Tönen, nehmen es in Wärmeempfindungen: wahr und so weiter. Sie schaffen sich Konturen für das, was wahrgenommen wird, so daß Sie die Dinge gestaltet wahrnehmen. Nun ist aber dasjenige, in dem wir uns da zusammen mit unserer Umgebung wissen, eben nur der Tatbestand des gewöhnlichen alltäglichen Bewußtseins. Es gibt eben andere Bewußtseinsmöglichkeiten, die beim Erdenmenschen mehr unbewußt bleiben, die in die Tiefen des Seelenlebens gedrängt sind, die aber für dieses menschliche Leben von einer ebenso großen, oft viel größeren Bedeutung sind als solche Bewußtseinstatsachen, die sich in dem erschöpfen, was ich bisher erwähnt habe.
[ 6 ] Nun versuchen Sie einmal, wenn auch nur annähernd und verschwommen, sich ein Bild zu machen von dem, was da durch den Erdenmenschen wahrgenommen wird. Sie sehen das, was auf Erden vorhanden ist, in Farben, hören es in Tönen, nehmen es in Wärmeempfindungen: wahr und so weiter. Sie schaffen sich Konturen für das, was wahrgenommen wird, so daß Sie die Dinge gestaltet wahrnehmen. Nun ist aber dasjenige, in dem wir uns da zusammen mit unserer Umgebung wissen, eben nur der Tatbestand des gewöhnlichen alltäglichen Bewußtseins. Es gibt eben andere Bewußtseinsmöglichkeiten, die beim Erdenmenschen mehr unbewußt bleiben, die in die Tiefen des Seelenlebens gedrängt sind, die aber für dieses menschliche Leben von einer ebenso großen, oft viel größeren Bedeutung sind als solche Bewußtseinstatsachen, die sich in dem erschöpfen, was ich bisher erwähnt habe.
[ 7 ] Für die menschliche Konstitution, für das, was der Mensch auf Erden ist, da ist dasjenige, was innerhalb der Erdoberfläche ist, ebenso wichtig wie das, was im Umkreise der Erde ist. Der Umkreis der Erde, was um die Erde herum ist, das ist es eben, was für die gewöhnlichen Sinne wahrnehmbar ist, was durch die der Sinneswahrnehmung entgegenkommende Vorstellungskraft nun einmal das Bewußtsein des gewöhnlichen Erdenmenschen werden kann.
[ 7 ] Für die menschliche Konstitution, für das, was der Mensch auf Erden ist, da ist dasjenige, was innerhalb der Erdoberfläche ist, ebenso wichtig wie das, was im Umkreise der Erde ist. Der Umkreis der Erde, was um die Erde herum ist, das ist es eben, was für die gewöhnlichen Sinne wahrnehmbar ist, was durch die der Sinneswahrnehmung entgegenkommende Vorstellungskraft nun einmal das Bewußtsein des gewöhnlichen Erdenmenschen werden kann.
[ 8 ] Aber betrachten wir zunächst das Innere der Erde. Eine gewöhnliche Überlegung wird Ihnen sagen können, daß das Innere der Erde sich dem gewöhnlichen Bewußtsein verschließt. Gewiß, wir können eine kurze Strecke in die Erde hineingraben und dann in den Löchern, sagen wir in Bergwerken, ebenso beobachten, wie wir auf der Oberfläche beobachten. Aber das ist nicht anders, als wenn wir vom Menschen den Leichnam betrachten. Wenn wir einen Leichnam beobachten, so beobachten wir ja nur etwas, was eigentlich nicht mehr der ganze Mensch ist, was ein Rest des ganzen Menschen ist; wer diese Dinge richtig anschauen kann, muß sogar sagen: was das Gegenteil des Menschen ist. Das Wirkliche des Erdenmenschen ist der lebendig herumgehende Mensch, und dem ist angemessen dasjenige, was er an Knochen, Muskeln und so weiter in sich trägt. Dem lebendigen Menschen entspricht als eine Wahrheit der Knochenbau, der Muskelbau, der Nervenbau, entsprechen Herz, Lunge und so weiter. Wenn ich den Leichnam vor mir habe, so entspricht das ja nicht mehr dem Menschen. An dem Gebilde, das ich als Leichnam vor mir habe, gibt es gar keinen Grund, daß eine Lunge, ein Herz oder ein Muskelsystem da sein soll. Daher zerfallen sie auch. Sie erhalten eine Weile die Form, die ihnen aufgedrängt ist. Aber ein Leichnam ist eigentlich eine Unwahrheit, denn so, wie er ist, kann er nicht bestehen, muß er sich auflösen. Er ist keine Wirklichkeit. Ebenso ist das keine Wirklichkeit; was ich im Inneren der Erde finde, wenn ich hineingrabe, weil die geschlossene Erde auf den daraufstehenden Menschen anders wirkt, als das, was der Mensch, wenn er auf der Erde steht, als die Umgebung der Erde durch seine Sinne betrachtet. Sie können sagen, wenn Sie zunächst die Sache seelisch betrachten: Die Umgebung der Erde ist in der Lage, auf die gewöhnlichen Sinne des Menschen zu wirken und begriffen zu werden durch das Vorstellungsvermögen des gewöhnlichen Erdenbewußtseins. Das, was im Inneren der Erde ist, wirkt auch auf den Menschen, aber es wirkt nicht in der horizontalen Richtung, es wirkt von unten nach oben. Es geht durch den Menschen durch (Zeichnung S. 46, links, roter Pfeil). Und während des gewöhnlichen Bewußtseins nimmt der Mensch dasjenige nicht in derselben Weise wahr, was da von unten nach oben wirkt, wie er durch seine gewöhnlichen Sinne das wahrnimmt, was in seiner Erdenumgebung ist. Denn wurde der Mensch in derselben Weise das, was von der Erde heraufwirkt, wahrnehmen, wie er dasjenige wahrnimmt, was in der Erdenumgebung ist, dann würde er gewissermaßen eine Art Auge oder eine Art Getast haben müssen, um hineinzugreifen in die Erde, ohne daß er ein Loch hineingräbt, um die Erde ebenso zu durchgreifen, wie man die Luft durchgreift, wenn man etwas angreift, oder wie man die Luft durchschaut, wenn man etwas anschaut. Wenn Sie durch die Luft schauen, graben Sie nicht ein Loch durch die Luft. Wenn Sie ein Loch durch die Luft graben und dann erst anschauen würden, so würden Sie die Umgebung so anschauen, wie Sie in einem Bergwerk die Erde anschauen. Wenn Sie also nicht ein Loch zu graben brauchten, um das Innere der Erde zu sehen, dann müßten Sie ein Sinnesorgan haben, welches sehen kann, ohne Löcher in die Erde zu graben, für welches also die Erde, so wie sie ist, durchsichtig oder durchfühlbar ist. Das ist sie in gewisser Beziehung für den Menschen. Aber dem Menschen kommen im gewöhnlichen Erdenleben die Wahrnehmungen, um die es sich handelt, nicht zum Bewußtsein. Was der Mensch da nämlich wahrnehmen würde, das sind die differenzierten Metalle der Erde.
[ 8 ] Aber betrachten wir zunächst das Innere der Erde. Eine gewöhnliche Überlegung wird Ihnen sagen können, daß das Innere der Erde sich dem gewöhnlichen Bewußtsein verschließt. Gewiß, wir können eine kurze Strecke in die Erde hineingraben und dann in den Löchern, sagen wir in Bergwerken, ebenso beobachten, wie wir auf der Oberfläche beobachten. Aber das ist nicht anders, als wenn wir vom Menschen den Leichnam betrachten. Wenn wir einen Leichnam beobachten, so beobachten wir ja nur etwas, was eigentlich nicht mehr der ganze Mensch ist, was ein Rest des ganzen Menschen ist; wer diese Dinge richtig anschauen kann, muß sogar sagen: was das Gegenteil des Menschen ist. Das Wirkliche des Erdenmenschen ist der lebendig herumgehende Mensch, und dem ist angemessen dasjenige, was er an Knochen, Muskeln und so weiter in sich trägt. Dem lebendigen Menschen entspricht als eine Wahrheit der Knochenbau, der Muskelbau, der Nervenbau, entsprechen Herz, Lunge und so weiter. Wenn ich den Leichnam vor mir habe, so entspricht das ja nicht mehr dem Menschen. An dem Gebilde, das ich als Leichnam vor mir habe, gibt es gar keinen Grund, daß eine Lunge, ein Herz oder ein Muskelsystem da sein soll. Daher zerfallen sie auch. Sie erhalten eine Weile die Form, die ihnen aufgedrängt ist. Aber ein Leichnam ist eigentlich eine Unwahrheit, denn so, wie er ist, kann er nicht bestehen, muß er sich auflösen. Er ist keine Wirklichkeit. Ebenso ist das keine Wirklichkeit; was ich im Inneren der Erde finde, wenn ich hineingrabe, weil die geschlossene Erde auf den daraufstehenden Menschen anders wirkt, als das, was der Mensch, wenn er auf der Erde steht, als die Umgebung der Erde durch seine Sinne betrachtet. Sie können sagen, wenn Sie zunächst die Sache seelisch betrachten: Die Umgebung der Erde ist in der Lage, auf die gewöhnlichen Sinne des Menschen zu wirken und begriffen zu werden durch das Vorstellungsvermögen des gewöhnlichen Erdenbewußtseins. Das, was im Inneren der Erde ist, wirkt auch auf den Menschen, aber es wirkt nicht in der horizontalen Richtung, es wirkt von unten nach oben. Es geht durch den Menschen durch (Zeichnung S. 46, links, roter Pfeil). Und während des gewöhnlichen Bewußtseins nimmt der Mensch dasjenige nicht in derselben Weise wahr, was da von unten nach oben wirkt, wie er durch seine gewöhnlichen Sinne das wahrnimmt, was in seiner Erdenumgebung ist. Denn wurde der Mensch in derselben Weise das, was von der Erde heraufwirkt, wahrnehmen, wie er dasjenige wahrnimmt, was in der Erdenumgebung ist, dann würde er gewissermaßen eine Art Auge oder eine Art Getast haben müssen, um hineinzugreifen in die Erde, ohne daß er ein Loch hineingräbt, um die Erde ebenso zu durchgreifen, wie man die Luft durchgreift, wenn man etwas angreift, oder wie man die Luft durchschaut, wenn man etwas anschaut. Wenn Sie durch die Luft schauen, graben Sie nicht ein Loch durch die Luft. Wenn Sie ein Loch durch die Luft graben und dann erst anschauen würden, so würden Sie die Umgebung so anschauen, wie Sie in einem Bergwerk die Erde anschauen. Wenn Sie also nicht ein Loch zu graben brauchten, um das Innere der Erde zu sehen, dann müßten Sie ein Sinnesorgan haben, welches sehen kann, ohne Löcher in die Erde zu graben, für welches also die Erde, so wie sie ist, durchsichtig oder durchfühlbar ist. Das ist sie in gewisser Beziehung für den Menschen. Aber dem Menschen kommen im gewöhnlichen Erdenleben die Wahrnehmungen, um die es sich handelt, nicht zum Bewußtsein. Was der Mensch da nämlich wahrnehmen würde, das sind die differenzierten Metalle der Erde.
[ 9 ] Denken Sie sich doch nur einmal, wieviel Metalle die Erde in sich enthält! Geradeso nun wie Sie in Ihrer Luftumgebung Tiere, Pflanzen, Mineralien, Kunstsachen der verschiedensten Art wahrnehmen, so nehmen Sie vom Inneren der Erde herauf Metalle wahr. Aber die Wahrnehmungen der Metalle würden, wenn sie Ihnen wirklich zum Bewußtsein kämen, eben nicht gegenständliche Wahrnehmungen sein, sondern sie würden Imaginationen sein. Und diese Imaginationen kommen auch fortwährend von unten in den Menschen herauf. Geradeso wie von der Horizontalen die Seheindrücke kommen, so kommen fortwährend von unten herauf die Metalleinstrahlungen, nicht die Sehwahrnehmungen von den Mineralien, sondern etwas von der inneren Natur der Mineralien wirkt durch den Menschen herauf zu Imaginationen, zu Bildern. Der Mensch nimmt diese Bilder nicht wahr, sondern sie schwächen sich ab. Sie werden gewissermaßen unterdrückt, weil das Erdenbewußtsein des Menschen nicht so ist, daß er die Imaginationen wahrnehmen kann. Sie schwächen sich ab zu Gefühlen.
[ 9 ] Denken Sie sich doch nur einmal, wieviel Metalle die Erde in sich enthält! Geradeso nun wie Sie in Ihrer Luftumgebung Tiere, Pflanzen, Mineralien, Kunstsachen der verschiedensten Art wahrnehmen, so nehmen Sie vom Inneren der Erde herauf Metalle wahr. Aber die Wahrnehmungen der Metalle würden, wenn sie Ihnen wirklich zum Bewußtsein kämen, eben nicht gegenständliche Wahrnehmungen sein, sondern sie würden Imaginationen sein. Und diese Imaginationen kommen auch fortwährend von unten in den Menschen herauf. Geradeso wie von der Horizontalen die Seheindrücke kommen, so kommen fortwährend von unten herauf die Metalleinstrahlungen, nicht die Sehwahrnehmungen von den Mineralien, sondern etwas von der inneren Natur der Mineralien wirkt durch den Menschen herauf zu Imaginationen, zu Bildern. Der Mensch nimmt diese Bilder nicht wahr, sondern sie schwächen sich ab. Sie werden gewissermaßen unterdrückt, weil das Erdenbewußtsein des Menschen nicht so ist, daß er die Imaginationen wahrnehmen kann. Sie schwächen sich ab zu Gefühlen.
[ 10 ] Wenn Sie sich zum Beispiel alles Gold denken, das in der Erde . irgendwie in Klüften und so weiter ist, so nimmt tatsächlich Ihr Herz ein Bild wahr, welches dem Golde in der Erde entspricht (Zeichnung S. 46, links, lila). Nur ist dieses Bild eben Imagination, und deshalb wird es vom gewöhnlichen Bewußtsein nicht wahrgenommen, sondern zu einem bloßen innerlichen Lebensgefühl abgestumpft, zu einem Lebensgefühl, das der Mensch noch nicht einmal deuten kann, geschweige denn, daß er das entsprechende Bild wahrnehmen würde. Ebenso ist es mit andern Organen, zum Beispiel nimmt die Leber alles Zinn der Erde in einem bestimmten Bilde wahr und so weiter.
[ 10 ] Wenn Sie sich zum Beispiel alles Gold denken, das in der Erde . irgendwie in Klüften und so weiter ist, so nimmt tatsächlich Ihr Herz ein Bild wahr, welches dem Golde in der Erde entspricht (Zeichnung S. 46, links, lila). Nur ist dieses Bild eben Imagination, und deshalb wird es vom gewöhnlichen Bewußtsein nicht wahrgenommen, sondern zu einem bloßen innerlichen Lebensgefühl abgestumpft, zu einem Lebensgefühl, das der Mensch noch nicht einmal deuten kann, geschweige denn, daß er das entsprechende Bild wahrnehmen würde. Ebenso ist es mit andern Organen, zum Beispiel nimmt die Leber alles Zinn der Erde in einem bestimmten Bilde wahr und so weiter.
[ 11 ] Das alles sind unterbewußte Eindrücke, die sich nur im allgemeiin horizontaler Weise die Wahrnehmungen von der Erdenumgebung kommen und ihnen von innen die Vorstellungskraft entgegenkommt, so kommen von unten herauf die Metallwahrnehmungen, speziell die Metallwahrnehmungen, und ihnen kommt, geradeso wie den gewöhnlichen Wahrnehmungen die Vorstellungskraft entgegenkommt, für das Bewußtsein das Fühlen entgegen (Zeichnung links, gelbe Pfeile). Aber den Menschen des heutigen Erdenlebens bleibt es chaotisch und unklar. Es kommt eben nur ein allgemeines Lebensgefühl heraus.
[ 11 ] Das alles sind unterbewußte Eindrücke, die sich nur im allgemeiin horizontaler Weise die Wahrnehmungen von der Erdenumgebung kommen und ihnen von innen die Vorstellungskraft entgegenkommt, so kommen von unten herauf die Metallwahrnehmungen, speziell die Metallwahrnehmungen, und ihnen kommt, geradeso wie den gewöhnlichen Wahrnehmungen die Vorstellungskraft entgegenkommt, für das Bewußtsein das Fühlen entgegen (Zeichnung links, gelbe Pfeile). Aber den Menschen des heutigen Erdenlebens bleibt es chaotisch und unklar. Es kommt eben nur ein allgemeines Lebensgefühl heraus.


[ 12 ] Würde dieser Erdenmensch Begabung haben für Imagination, so könnte er eben wissen, daß sein Wesen auch mit dem Metallischen der Erde zusammenhängt. Eigentlich ist jedes menschliche Organ ein Sinnesorgan, und wenn wir es zu etwas anderem gebrauchen oder wenn es scheint, daß wir es zu etwas anderem gebrauchen, so ist es doch ein Sinnesorgan. Sein Gebrauch im Erdenleben ist eigentlich nur ein stellvertretender. Mit allen Organen, die der Mensch hat, nimmt er eigentlich irgend etwas wahr. Der Mensch ist ganz und gar ein großes Sinnesorgan, und wiederum als solches groRes Sinnesorgan spezifiziert, differenziert in seine einzelnen Organe als besondere Sinnesorgane.
[ 12 ] Würde dieser Erdenmensch Begabung haben für Imagination, so könnte er eben wissen, daß sein Wesen auch mit dem Metallischen der Erde zusammenhängt. Eigentlich ist jedes menschliche Organ ein Sinnesorgan, und wenn wir es zu etwas anderem gebrauchen oder wenn es scheint, daß wir es zu etwas anderem gebrauchen, so ist es doch ein Sinnesorgan. Sein Gebrauch im Erdenleben ist eigentlich nur ein stellvertretender. Mit allen Organen, die der Mensch hat, nimmt er eigentlich irgend etwas wahr. Der Mensch ist ganz und gar ein großes Sinnesorgan, und wiederum als solches groRes Sinnesorgan spezifiziert, differenziert in seine einzelnen Organe als besondere Sinnesorgane.
[ 13 ] Der Mensch hat also von unten herauf Metallwahrnehmungen, und der Metallwahrnehmung entspricht das Gefühlsleben. Unsere Gefühle haben wir geradeso als Gegenwirkung gegen alles, was metallisch aus der Erde auf den Menschen wirkt, wie wir unsere Vorstellungskraft haben als Gegenwirkung gegen alles, was aus der Umgebung in die Sinneswahrnehmung hereindringt. Aber ebenso wie der Mensch von unten herauf die Metallwirkungen hat, so wirkt von oben nach unten aus dem Weltenraum herein dasjenige, was Bewegung und Form der Himmelskörper ist. Wie wir in unserer Umgebung also die Sinneswahrnehmung haben, so haben wir wiederum für ein Bewußtsein, das als inspiriertes Bewußtsein wirken würde, Inspirationen von jeder Planetenbewegung, von der Fixsternkonstellation. Und so wie wir die Vorstellungskraft entgegenströmen lassen den gewöhnlichen Sinneswahrnehmungen, so lassen wir den Bewegungen der Himmelskörper entgegenströmen eine Kraft (siehe Zeichnung rechts, gelbe Pfeile), die den Sterneindrücken entgegengesetzt ist, und diese Kraft ist die Willenskraft. Was in unserer Willenskraft liegt, würden wir, wenn wir mit dem inspirierten Bewußtsein rechneten, eben als Inspiration wahrnehmen.
[ 13 ] Der Mensch hat also von unten herauf Metallwahrnehmungen, und der Metallwahrnehmung entspricht das Gefühlsleben. Unsere Gefühle haben wir geradeso als Gegenwirkung gegen alles, was metallisch aus der Erde auf den Menschen wirkt, wie wir unsere Vorstellungskraft haben als Gegenwirkung gegen alles, was aus der Umgebung in die Sinneswahrnehmung hereindringt. Aber ebenso wie der Mensch von unten herauf die Metallwirkungen hat, so wirkt von oben nach unten aus dem Weltenraum herein dasjenige, was Bewegung und Form der Himmelskörper ist. Wie wir in unserer Umgebung also die Sinneswahrnehmung haben, so haben wir wiederum für ein Bewußtsein, das als inspiriertes Bewußtsein wirken würde, Inspirationen von jeder Planetenbewegung, von der Fixsternkonstellation. Und so wie wir die Vorstellungskraft entgegenströmen lassen den gewöhnlichen Sinneswahrnehmungen, so lassen wir den Bewegungen der Himmelskörper entgegenströmen eine Kraft (siehe Zeichnung rechts, gelbe Pfeile), die den Sterneindrücken entgegengesetzt ist, und diese Kraft ist die Willenskraft. Was in unserer Willenskraft liegt, würden wir, wenn wir mit dem inspirierten Bewußtsein rechneten, eben als Inspiration wahrnehmen.
[ 14 ] Wenn wir den Menschen in dieser Weise studieren, dann sagen wir uns also: Wir finden in seinem Erdenbewußtsein zunächst dasjenige, in dem er am meisten wach ist, das Vorstellungs-Sinnesleben. Eigentlich sind wir nur in diesem Vorstellungs-Sinnesleben im gewöhnlichen Erdenbewußtsein ganz wach. Dagegen ist nur traumhaft vorhanden unser Gefühlsleben. Unser Gefühlsleben ist nicht intensiver, nicht heller als Träume sind, nur sind Träume Bilder, während das Gefühlsleben die allgemeine, durch das Leben bestimmbare Seelenverfassung, eben die des Fühlens, ist. Aber diesem Fühlen liegt zugrunde die Metallwirkung der Erde. Noch tiefer — das habe ich öfter auseinandergesetzt —, noch dumpfer ist das Bewußtsein des Willens. Der Mensch weiß nicht, was sein Wille in ihm eigentlich ist. Ich habe es oft so ausgesprochen, daß ich sagte: Der Mensch hat
[ 14 ] Wenn wir den Menschen in dieser Weise studieren, dann sagen wir uns also: Wir finden in seinem Erdenbewußtsein zunächst dasjenige, in dem er am meisten wach ist, das Vorstellungs-Sinnesleben. Eigentlich sind wir nur in diesem Vorstellungs-Sinnesleben im gewöhnlichen Erdenbewußtsein ganz wach. Dagegen ist nur traumhaft vorhanden unser Gefühlsleben. Unser Gefühlsleben ist nicht intensiver, nicht heller als Träume sind, nur sind Träume Bilder, während das Gefühlsleben die allgemeine, durch das Leben bestimmbare Seelenverfassung, eben die des Fühlens, ist. Aber diesem Fühlen liegt zugrunde die Metallwirkung der Erde. Noch tiefer — das habe ich öfter auseinandergesetzt —, noch dumpfer ist das Bewußtsein des Willens. Der Mensch weiß nicht, was sein Wille in ihm eigentlich ist. Ich habe es oft so ausgesprochen, daß ich sagte: Der Mensch hat
[ 15 ] den Gedanken, er strecke den Arm aus, er greife mit der Hand etwas. Diesen Gedanken kann er mit seinem wachen Bewußtsein haben. Dann sieht er wiederum den Tatbestand des Ergreifens. Aber was eigentlich dazwischen liegt, dieses Hineinschießen des Willens in die Muskeln und so weiter, das bleibt dem gewöhnlichen Bewußtsein ebenso verborgen wie die Erlebnisse des tiefen traumlosen
[ 15 ] den Gedanken, er strecke den Arm aus, er greife mit der Hand etwas. Diesen Gedanken kann er mit seinem wachen Bewußtsein haben. Dann sieht er wiederum den Tatbestand des Ergreifens. Aber was eigentlich dazwischen liegt, dieses Hineinschießen des Willens in die Muskeln und so weiter, das bleibt dem gewöhnlichen Bewußtsein ebenso verborgen wie die Erlebnisse des tiefen traumlosen
[ 16 ] Schlafes. Im Fühlen traumen wir, im Wollen schlafen wir. Aber dieser im gewöhnlichen Bewußtsein schlafende Wille ist eben auch dasjenige, was der Mensch auf die Sterneindrücke geradeso entgegnet, wie er in seinen Vorstellungen auf die Sinneseindrücke des gewöhnlichen Bewußtseins entgegnet. Und was der Mensch in seinen Gefühlen träumt, das ist die Gegenwirkung auf die Metallwirkung der Erde.
[ 16 ] Schlafes. Im Fühlen traumen wir, im Wollen schlafen wir. Aber dieser im gewöhnlichen Bewußtsein schlafende Wille ist eben auch dasjenige, was der Mensch auf die Sterneindrücke geradeso entgegnet, wie er in seinen Vorstellungen auf die Sinneseindrücke des gewöhnlichen Bewußtseins entgegnet. Und was der Mensch in seinen Gefühlen träumt, das ist die Gegenwirkung auf die Metallwirkung der Erde.
[ 17 ] Wenn wir als heutiger Erdenmensch wachen, so nehmen wir die Dinge um uns herum wahr. Unser Vorstellungsvermögen wirkt ihnen entgegen. Dazu brauchen wir unseren physischen und unseren Ätherleib. Ohne den physischen und ohne den Ätherleib können wir nicht die Kräfte entwickeln, welche in der horizontalen Richtung wahrnehmend, vorstellungsmäßig wirken. So daß wir, wenn wir uns das schematisch vorstellen wollen, sagen können: physischer Leib, Ätherleib erfüllen sich für das Tagesbewußtsein mit den Eindrücken der Sinne und des Vorstellungsvermögens (siehe Zeichnung, gelb). Wenn der Mensch nun schläft, so sind ja sein astralischer Leib und seine Ich-Organisation außerhalb. Sie sind es nun, welche die Eindrücke von unten und von oben bekommen. Sie sind es, das Ich und der astralische Leib, die eigentlich schlafen in dem, was von der Erde aus Metallausströmung ist und was von oben herunter die Strömungen der Planetenbewegungen und der Fixsternkonstellationen sind. Was so in der Umgebung der Erde erzeugt wird, was aber in der Richtung der Horizontale keine Kraftwirkung hat, sondern als Kräfte von oben nach unten wirkt, das ist dasjenige, in dem wir während der Nacht sind.
[ 17 ] Wenn wir als heutiger Erdenmensch wachen, so nehmen wir die Dinge um uns herum wahr. Unser Vorstellungsvermögen wirkt ihnen entgegen. Dazu brauchen wir unseren physischen und unseren Ätherleib. Ohne den physischen und ohne den Ätherleib können wir nicht die Kräfte entwickeln, welche in der horizontalen Richtung wahrnehmend, vorstellungsmäßig wirken. So daß wir, wenn wir uns das schematisch vorstellen wollen, sagen können: physischer Leib, Ätherleib erfüllen sich für das Tagesbewußtsein mit den Eindrücken der Sinne und des Vorstellungsvermögens (siehe Zeichnung, gelb). Wenn der Mensch nun schläft, so sind ja sein astralischer Leib und seine Ich-Organisation außerhalb. Sie sind es nun, welche die Eindrücke von unten und von oben bekommen. Sie sind es, das Ich und der astralische Leib, die eigentlich schlafen in dem, was von der Erde aus Metallausströmung ist und was von oben herunter die Strömungen der Planetenbewegungen und der Fixsternkonstellationen sind. Was so in der Umgebung der Erde erzeugt wird, was aber in der Richtung der Horizontale keine Kraftwirkung hat, sondern als Kräfte von oben nach unten wirkt, das ist dasjenige, in dem wir während der Nacht sind.
[ 18 ] Wenn Sie den Versuch machen würden, vom gewöhnlichen Bewußtsein zur Imagination zu kommen, so daß das wirkliche imaginierende Bewußtsein da ist, so müßte das, vermöge des gegenwärtigen Zeitalters der Menscheitsentwickelung, so sein, daß gleichmäßig alle menschlichen Organe von diesem Bewußtsein ergriffen werden. Es darf nicht etwa, sagen wir, bloß das Herz ergriffen werden, sondern es müssen alle Organe gleichmäßig ergriffen werden. Ich sagte vorhin, das Herz nimmt das Gold wahr, das in der Erde ist. Aber es kann niemals allein das Gold wahrnehmen, denn die Sache ist so: Solange das Ich und der astralische Leib mit dem physischen Leib und mit dem Ätherleib in einer solchen Verbindung sind, wie das beim normalen wachenden Menschen der Fall ist, so lange kann ja überhaupt nichts von einer Wahrnehmung bewußt werden. Erst dann, wenn das Ich und der astralische Leib, wie das bei der Imagination der Fall ist, bis zu einem gewissen Grade selbständig gemacht werden, so daß sie von dem physischen und dem Ätherleib unabhängig werden, dann können wir sagen: Es werden der astralische Leib und die Ich-Organisation in der Nähe der Herzgegend fähig, etwas von diesem Ausströmen des Metallischen in der Erde zu wissen. Und da kann man sagen: Das Zentrum für die Einwirkungen der Goldausströmung liegt im astralischen Leibe in der Gegend des Herzens. Das Herz nimmt wahr, weil der astralische Leib, der dieser Partie, dem Herzen, zugehört, das eigentlich Wahrnehmende ist. Das physische Organ nimmt nicht wahr, sondern .es nimmt der astralische Leib wahr.
[ 18 ] Wenn Sie den Versuch machen würden, vom gewöhnlichen Bewußtsein zur Imagination zu kommen, so daß das wirkliche imaginierende Bewußtsein da ist, so müßte das, vermöge des gegenwärtigen Zeitalters der Menscheitsentwickelung, so sein, daß gleichmäßig alle menschlichen Organe von diesem Bewußtsein ergriffen werden. Es darf nicht etwa, sagen wir, bloß das Herz ergriffen werden, sondern es müssen alle Organe gleichmäßig ergriffen werden. Ich sagte vorhin, das Herz nimmt das Gold wahr, das in der Erde ist. Aber es kann niemals allein das Gold wahrnehmen, denn die Sache ist so: Solange das Ich und der astralische Leib mit dem physischen Leib und mit dem Ätherleib in einer solchen Verbindung sind, wie das beim normalen wachenden Menschen der Fall ist, so lange kann ja überhaupt nichts von einer Wahrnehmung bewußt werden. Erst dann, wenn das Ich und der astralische Leib, wie das bei der Imagination der Fall ist, bis zu einem gewissen Grade selbständig gemacht werden, so daß sie von dem physischen und dem Ätherleib unabhängig werden, dann können wir sagen: Es werden der astralische Leib und die Ich-Organisation in der Nähe der Herzgegend fähig, etwas von diesem Ausströmen des Metallischen in der Erde zu wissen. Und da kann man sagen: Das Zentrum für die Einwirkungen der Goldausströmung liegt im astralischen Leibe in der Gegend des Herzens. Das Herz nimmt wahr, weil der astralische Leib, der dieser Partie, dem Herzen, zugehört, das eigentlich Wahrnehmende ist. Das physische Organ nimmt nicht wahr, sondern .es nimmt der astralische Leib wahr.
[ 19 ] Wenn nun das imaginative Bewußtsein erworben wird, dann muß der gesamte astralische Leib und auch die gesamte Ich-Organisation in einem Zustande sein, daß diejenigen Partien wahrnehmen, die allen menschlichen Organen entsprechen. Das heißt, der Mensch nimmt dann die gesamte Metallität der Erde, allerdings in Differenzierungen, wahr. Einzelheiten kann er darin nur wahrnehmen, wenn er sich besonders darauf trainieren und es zu seinem besonderen okkulten Studium machen würde, die Metallität der Erde kennenzulernen. Diese Erkenntnis ist etwas, was für die gegenwärtige Zeitepoche nicht eine gewöhnliche Erkenntnis für den Menschen sein soll. Der Mensch sollte diese Erkenntnis heute nicht in den Dienst seines nützlichen und nutzbringenden Lebens stellen. Weil dieses Weltgesetz ist, würde sofort, wenn jemand diese Metallerkenntnis der Erde nur im geringsten in den Dienst des gewöhnlichen nutzenden Lebens stellen wollte, die imaginative Erkenntnis genommen werden.
[ 19 ] Wenn nun das imaginative Bewußtsein erworben wird, dann muß der gesamte astralische Leib und auch die gesamte Ich-Organisation in einem Zustande sein, daß diejenigen Partien wahrnehmen, die allen menschlichen Organen entsprechen. Das heißt, der Mensch nimmt dann die gesamte Metallität der Erde, allerdings in Differenzierungen, wahr. Einzelheiten kann er darin nur wahrnehmen, wenn er sich besonders darauf trainieren und es zu seinem besonderen okkulten Studium machen würde, die Metallität der Erde kennenzulernen. Diese Erkenntnis ist etwas, was für die gegenwärtige Zeitepoche nicht eine gewöhnliche Erkenntnis für den Menschen sein soll. Der Mensch sollte diese Erkenntnis heute nicht in den Dienst seines nützlichen und nutzbringenden Lebens stellen. Weil dieses Weltgesetz ist, würde sofort, wenn jemand diese Metallerkenntnis der Erde nur im geringsten in den Dienst des gewöhnlichen nutzenden Lebens stellen wollte, die imaginative Erkenntnis genommen werden.
[ 20 ] Es kann aber vorkommen, daß durch krankhafte Zustände irgendwo im Menschen oder auch im allgemeinen der innige Zusammenhang, der zwischen dem astralischen Leib und den Organen eigentlich da sein sollte, unterbrochen ist, so daß der Mensch gewissermaßen in einer sehr leisen Art wachend schläft. Wenn er wirklich schläft, so ist auf der einen Seite sein physischer Leib und sein Ätherleib, auf der andern Seite sein astralischer Leib und sein Ich auseinander. Aber es gibt auch ein so leises Schlafen, daß der Mensch kaum bemerkbar benommen herumgeht in einem Zustande, der einem sogar vielleicht sehr interessant ist, weil solche Menschen merkwürdig «mystisch» aussehen, so mystische Augen haben und dergleichen. Das kann davon herrühren, daß ein ganz leises Schlafen auch während des Wachens vorhanden ist. Es ist immer eine Art Vibrieren des physischen und des Ätherleibes gegenüber der Ich-Organisation und dem astralischen Leibe. Das vibriert so hin und her. Und solche Menschen sind dann geeignet, als Metallfühler gebraucht zu werden. Aber es beruht die Fähigkeit, da oder dort spezielles Metallisches im Irdischen zu fühlen, immer auf einer gewissen krankhaften Anlage. Natürlich, sobald man die Sache bloß technisch anschaut und in den Dienst des Technisch-Irdischen stellt, kann es einem ganz gleichgültig sein — wenn ich grausam sprechen will —, ob die Leute ein bißchen krank sind oder nicht. Man sieht ja auch sonst nicht so sehr auf die Mittel, durch die man dieses oder jenes Nützliche bewerkstelligt. Aber innerlich angesehen, vom Standpunkt einer höheren Weltauffassung, ist es immer etwas Krankhaftes, wenn der Mensch dazukommt, auf diese Weise nicht nur in der Horizontalen in der Erdenumgebung, sondern nach unten hin wahrzunehmen, und zwar nicht durch Löcher, sondern direkt. Dann ist es natürlich notwendig, daß der Mensch dasjenige, was er da ausdrückt, auch nicht auf gewöhnliche Weise kundgibt. Wenn man eine Feder nimmt und etwas aufschreibt, da ist das gewöhnliche Vorstellungsleben darin, das muß tot sein. Aber dieses gewöhnliche Vorstellungsvermögen, das — wenn ich mich des Ausdrucks bedienen darf: verleuchtet, als Gegensatz zum Verdunkeln —, das verleuchtet die Wahrnehmung, die von unten heraufkommt. Und so ist es notwendig, daß man andere Zeichen macht, als wenn man schreibt oder spricht, wenn man durch krankhafte Zustände speziell Metallisches in der Erde wahrnimmt. Ich bemerke, daß zum Beispiel Wasser auch ein Metall ist. Solche krankhaften Personen können gerade darauf trainiert werden, nicht bloß unbewußt wahrzunehmen, sondern für die Wahrnehmung auch unbewußt Zeichen zu machen. Wenn man solchen Menschen etwa eine Rute in die Hand gibt, dann machen sie damit die Zeichen. Worauf beruht das Ganze? Es beruht eben darauf, daß jene leise Unterbrechung zwischen dem Ich und dem astralischen Leib auf der einen Seite und dem physischen Leib und dem Ätherleib auf der andern Seite da ist, und dadurch der Mensch nicht nur dasjenige wahrnimmt, was neben ihm ist, approximativ gesprochen, sondern, indem er seinen physischen Leib ausschaltet, sich zum Sinnesorgan macht und das Innere der Erde wahrnimmt, ohne daß er Löcher hineinmacht. Aber wenn diese Richtung wirkt, die sonst nur die Normalrichtung des Fühlens ist, dann kann er sich auch nicht so ausdrücken, wie es dem Vorstellungsvermögen entspricht. Er spricht es nicht in Worten aus. Er kann es nur in der Weise, wie ich angedeutet habe, in Zeichen aussprechen.
[ 20 ] Es kann aber vorkommen, daß durch krankhafte Zustände irgendwo im Menschen oder auch im allgemeinen der innige Zusammenhang, der zwischen dem astralischen Leib und den Organen eigentlich da sein sollte, unterbrochen ist, so daß der Mensch gewissermaßen in einer sehr leisen Art wachend schläft. Wenn er wirklich schläft, so ist auf der einen Seite sein physischer Leib und sein Ätherleib, auf der andern Seite sein astralischer Leib und sein Ich auseinander. Aber es gibt auch ein so leises Schlafen, daß der Mensch kaum bemerkbar benommen herumgeht in einem Zustande, der einem sogar vielleicht sehr interessant ist, weil solche Menschen merkwürdig «mystisch» aussehen, so mystische Augen haben und dergleichen. Das kann davon herrühren, daß ein ganz leises Schlafen auch während des Wachens vorhanden ist. Es ist immer eine Art Vibrieren des physischen und des Ätherleibes gegenüber der Ich-Organisation und dem astralischen Leibe. Das vibriert so hin und her. Und solche Menschen sind dann geeignet, als Metallfühler gebraucht zu werden. Aber es beruht die Fähigkeit, da oder dort spezielles Metallisches im Irdischen zu fühlen, immer auf einer gewissen krankhaften Anlage. Natürlich, sobald man die Sache bloß technisch anschaut und in den Dienst des Technisch-Irdischen stellt, kann es einem ganz gleichgültig sein — wenn ich grausam sprechen will —, ob die Leute ein bißchen krank sind oder nicht. Man sieht ja auch sonst nicht so sehr auf die Mittel, durch die man dieses oder jenes Nützliche bewerkstelligt. Aber innerlich angesehen, vom Standpunkt einer höheren Weltauffassung, ist es immer etwas Krankhaftes, wenn der Mensch dazukommt, auf diese Weise nicht nur in der Horizontalen in der Erdenumgebung, sondern nach unten hin wahrzunehmen, und zwar nicht durch Löcher, sondern direkt. Dann ist es natürlich notwendig, daß der Mensch dasjenige, was er da ausdrückt, auch nicht auf gewöhnliche Weise kundgibt. Wenn man eine Feder nimmt und etwas aufschreibt, da ist das gewöhnliche Vorstellungsleben darin, das muß tot sein. Aber dieses gewöhnliche Vorstellungsvermögen, das — wenn ich mich des Ausdrucks bedienen darf: verleuchtet, als Gegensatz zum Verdunkeln —, das verleuchtet die Wahrnehmung, die von unten heraufkommt. Und so ist es notwendig, daß man andere Zeichen macht, als wenn man schreibt oder spricht, wenn man durch krankhafte Zustände speziell Metallisches in der Erde wahrnimmt. Ich bemerke, daß zum Beispiel Wasser auch ein Metall ist. Solche krankhaften Personen können gerade darauf trainiert werden, nicht bloß unbewußt wahrzunehmen, sondern für die Wahrnehmung auch unbewußt Zeichen zu machen. Wenn man solchen Menschen etwa eine Rute in die Hand gibt, dann machen sie damit die Zeichen. Worauf beruht das Ganze? Es beruht eben darauf, daß jene leise Unterbrechung zwischen dem Ich und dem astralischen Leib auf der einen Seite und dem physischen Leib und dem Ätherleib auf der andern Seite da ist, und dadurch der Mensch nicht nur dasjenige wahrnimmt, was neben ihm ist, approximativ gesprochen, sondern, indem er seinen physischen Leib ausschaltet, sich zum Sinnesorgan macht und das Innere der Erde wahrnimmt, ohne daß er Löcher hineinmacht. Aber wenn diese Richtung wirkt, die sonst nur die Normalrichtung des Fühlens ist, dann kann er sich auch nicht so ausdrücken, wie es dem Vorstellungsvermögen entspricht. Er spricht es nicht in Worten aus. Er kann es nur in der Weise, wie ich angedeutet habe, in Zeichen aussprechen.
[ 21 ] In einer ähnlichen Weise aber kann angeregt werden, daß der Mensch die Wahrnehmung hat, die von oben herunterkommt. Sie hat einen andern inneren Charakter. Sie ist nun nicht Metallwahrnehmung, sondern sie ist Inspiration, welche Sternbewegungen oder Sternkonstellationen wiedergibt. Und da nimmt der Mensch dann ebenso, wie er von unten her die Konstitution der Erde wahrnimmt, von oben herunter dasjenige wahr, was also auch nur durch diese krankhaften Zustände eintritt, wenn in diesem Falle das Ich vom astralischen Leibe etwas abgelockert ist. Er nimmt dann von oben herunter dasjenige wahr, was eigentlich der Welt die Zeiteinteilung, den Zeitenfluß gibt. Dadurch sieht er tiefer hinein in das Geschehen der Welt, nicht nur nach der Vergangenheit, sondern auch nach gewissen Ereignissen, die allerdings nicht solche sind, die aus dem freien menschlichen Willen fließen, sondern die aus der Notwendigkeit der Weltenordnung fließen. Er sieht dann gewissermaßen prophetisch in die Zukunft, er sieht in die Zeitenordnung hinein.
[ 21 ] In einer ähnlichen Weise aber kann angeregt werden, daß der Mensch die Wahrnehmung hat, die von oben herunterkommt. Sie hat einen andern inneren Charakter. Sie ist nun nicht Metallwahrnehmung, sondern sie ist Inspiration, welche Sternbewegungen oder Sternkonstellationen wiedergibt. Und da nimmt der Mensch dann ebenso, wie er von unten her die Konstitution der Erde wahrnimmt, von oben herunter dasjenige wahr, was also auch nur durch diese krankhaften Zustände eintritt, wenn in diesem Falle das Ich vom astralischen Leibe etwas abgelockert ist. Er nimmt dann von oben herunter dasjenige wahr, was eigentlich der Welt die Zeiteinteilung, den Zeitenfluß gibt. Dadurch sieht er tiefer hinein in das Geschehen der Welt, nicht nur nach der Vergangenheit, sondern auch nach gewissen Ereignissen, die allerdings nicht solche sind, die aus dem freien menschlichen Willen fließen, sondern die aus der Notwendigkeit der Weltenordnung fließen. Er sieht dann gewissermaßen prophetisch in die Zukunft, er sieht in die Zeitenordnung hinein.
[ 22 ] Ich wollte Ihnen durch diese Dinge nur andeuten, daß durch gewisse krankhafte Zustände allerdings der Mensch sein Wahrnehmungsvermögen erweitern kann. In gesunder Weise wird es durch Imagination und Inspiration erweitert. Was auf diesem Felde das Gesunde und Krankhafte bedeutet, das wird Ihnen vielleicht durch folgendes klarwerden: Es ist für einen normalen Menschen ganz gut, wenn er, sagen wir, auch einen normalen Geruch hat. Wenn ein Mensch einen normalen Geruch hat, dann wird er die Gegenstände um sich herum durch den Geruch wahrnehmen. Aber wenn er für irgendwelche Dinge der Umgebung, die riechen, einen abnormalen Geruch hat, so kann es passieren, daß er an Idiosynkrasie erkrankt, wenn diese oder jene Gegenstände in seiner Umgebung sind. Es kann Menschen geben, die zum Beispiel wirklich durch den Geruch ganz krank werden, wenn sie in ein Zimmer gehen, in dem eine einzige Erdbeere ist; sie brauchen sie gar nicht zu essen. Das ist nicht gerade ein wünschenswerter Zustand. Dennoch könnte es unter Umständen geschehen, daß jemand, der nicht auf den Menschen sieht, sondern vielleicht darauf, daß irgendwo durch den Menschen gestohlene Erdbeeren gefunden werden könnten, oder überhaupt gestohlene zu riechende Gegenstände, dieses besondere Vermögen des Menschen verwendet. Wenn der Mensch sein Riechvermögen so ausbilden könnte wie die Hunde, so brauchte man keine Polizeihunde, sondern man könnte den Menschen dazu verwenden.
[ 22 ] Ich wollte Ihnen durch diese Dinge nur andeuten, daß durch gewisse krankhafte Zustände allerdings der Mensch sein Wahrnehmungsvermögen erweitern kann. In gesunder Weise wird es durch Imagination und Inspiration erweitert. Was auf diesem Felde das Gesunde und Krankhafte bedeutet, das wird Ihnen vielleicht durch folgendes klarwerden: Es ist für einen normalen Menschen ganz gut, wenn er, sagen wir, auch einen normalen Geruch hat. Wenn ein Mensch einen normalen Geruch hat, dann wird er die Gegenstände um sich herum durch den Geruch wahrnehmen. Aber wenn er für irgendwelche Dinge der Umgebung, die riechen, einen abnormalen Geruch hat, so kann es passieren, daß er an Idiosynkrasie erkrankt, wenn diese oder jene Gegenstände in seiner Umgebung sind. Es kann Menschen geben, die zum Beispiel wirklich durch den Geruch ganz krank werden, wenn sie in ein Zimmer gehen, in dem eine einzige Erdbeere ist; sie brauchen sie gar nicht zu essen. Das ist nicht gerade ein wünschenswerter Zustand. Dennoch könnte es unter Umständen geschehen, daß jemand, der nicht auf den Menschen sieht, sondern vielleicht darauf, daß irgendwo durch den Menschen gestohlene Erdbeeren gefunden werden könnten, oder überhaupt gestohlene zu riechende Gegenstände, dieses besondere Vermögen des Menschen verwendet. Wenn der Mensch sein Riechvermögen so ausbilden könnte wie die Hunde, so brauchte man keine Polizeihunde, sondern man könnte den Menschen dazu verwenden.
[ 23 ] Aber man darf das nicht tun. Sie werden daher verstehen, wenn ich sage, daß auch das Wahrnehmungsvermögen nach unten und nach oben nicht in einer unrichtigen Weise, so daß es mit dem Krankhaften zusammenhängt, entwickelt werden darf, denn das ist so beschaffen, daß es direkt zerstörerisch für des Menschen ganze Organisation ist. Also Metallfühler geradezu auszubilden, zu trainieren, würde ganz gleichkommen dem Unternehmen, Menschen als Polizeihunde, als Spürhunde auszubilden. Nur daß das rein Menschlich-Sträfliche hier in einer viel intensiveren Weise vorliegt. Aber eben nur durch krankhafte Zustände kann bei dem einen oder andern Menschen so etwas auftreten.
[ 23 ] Aber man darf das nicht tun. Sie werden daher verstehen, wenn ich sage, daß auch das Wahrnehmungsvermögen nach unten und nach oben nicht in einer unrichtigen Weise, so daß es mit dem Krankhaften zusammenhängt, entwickelt werden darf, denn das ist so beschaffen, daß es direkt zerstörerisch für des Menschen ganze Organisation ist. Also Metallfühler geradezu auszubilden, zu trainieren, würde ganz gleichkommen dem Unternehmen, Menschen als Polizeihunde, als Spürhunde auszubilden. Nur daß das rein Menschlich-Sträfliche hier in einer viel intensiveren Weise vorliegt. Aber eben nur durch krankhafte Zustände kann bei dem einen oder andern Menschen so etwas auftreten.
[ 24 ] Sie werden alle Dinge, die Ihnen in einer zumeist laienhaft verworrenen, nebulosen Weise zukommen, sowohl hinsichtlich ihres Theoretischen verstehen können, wie Sie ermessen können, wie diese Dinge im ganzen Weltzusammenhang des Menschen bewertet werden müssen. Das ist die eine Seite der Sache.
[ 24 ] Sie werden alle Dinge, die Ihnen in einer zumeist laienhaft verworrenen, nebulosen Weise zukommen, sowohl hinsichtlich ihres Theoretischen verstehen können, wie Sie ermessen können, wie diese Dinge im ganzen Weltzusammenhang des Menschen bewertet werden müssen. Das ist die eine Seite der Sache.
[ 25 ] Aber die andere Seite der Sache ist diese, daß es auch eine gerechte Anwendung solcher Erkenntnisse gibt. Um den Menschen Gold zu verschaffen, darf derjenige, der die imaginative Erkenntnis besitzt, nicht die imaginative Kraft des astralischen Leibes anwenden, die in der Herzgegend sitzt. Aber er kann sie anwenden, um die Konstruktion, die wahren Aufgaben, die Innerlichkeit des Herzens selber zu erkennen. Er kann sie anwenden im Sinne der menschlichen Selbsterkenntnis. Das entspricht auch im physischen Leben der gerechten Anwendung, sagen wir des Geruchsvermögens oder des Sehvermögens oder dergleichen. Und so lernt man jedes Organ des Menschen erkennen, indem man zusammenzufügen vermag das, was man von unten, und das, was man von oben erkennt.
[ 25 ] Aber die andere Seite der Sache ist diese, daß es auch eine gerechte Anwendung solcher Erkenntnisse gibt. Um den Menschen Gold zu verschaffen, darf derjenige, der die imaginative Erkenntnis besitzt, nicht die imaginative Kraft des astralischen Leibes anwenden, die in der Herzgegend sitzt. Aber er kann sie anwenden, um die Konstruktion, die wahren Aufgaben, die Innerlichkeit des Herzens selber zu erkennen. Er kann sie anwenden im Sinne der menschlichen Selbsterkenntnis. Das entspricht auch im physischen Leben der gerechten Anwendung, sagen wir des Geruchsvermögens oder des Sehvermögens oder dergleichen. Und so lernt man jedes Organ des Menschen erkennen, indem man zusammenzufügen vermag das, was man von unten, und das, was man von oben erkennt.
[ 26 ] Sie lernen zum Beispiel das Herz erkennen, wenn Sie den Goldgehalt der Erde, wie er ausströmt und durch das Herz wahrgenommen werden kann, erkennen, und wenn Sie auf der. andern Seite die Willensströmung von der Sonne oben herein, das heißt, die Gegenströmung von der Sonnenströmung als Wille erkennen, so daß im Zusammenwirken der Sonnenströmung von oben, von der Zenitstellung der Sonne aus, mit der Golderkenntnis von unten, indem Sie diese zwei zusammenbringen, Sie sich von dem Goldgehalt der Erde zur Imagination, von der Sonne aus zur Inspiration anregen lassen, dann bekommen Sie die Herzerkenntnis des Menschen. Und so die Erkenntnis der andern Organe. Der Mensch muß also tatsächlich, wenn er sich kennenlernen will, die Elemente dieser Erkenntnisse aus dem Kosmos auf sich einwirken lassen.
[ 26 ] Sie lernen zum Beispiel das Herz erkennen, wenn Sie den Goldgehalt der Erde, wie er ausströmt und durch das Herz wahrgenommen werden kann, erkennen, und wenn Sie auf der. andern Seite die Willensströmung von der Sonne oben herein, das heißt, die Gegenströmung von der Sonnenströmung als Wille erkennen, so daß im Zusammenwirken der Sonnenströmung von oben, von der Zenitstellung der Sonne aus, mit der Golderkenntnis von unten, indem Sie diese zwei zusammenbringen, Sie sich von dem Goldgehalt der Erde zur Imagination, von der Sonne aus zur Inspiration anregen lassen, dann bekommen Sie die Herzerkenntnis des Menschen. Und so die Erkenntnis der andern Organe. Der Mensch muß also tatsächlich, wenn er sich kennenlernen will, die Elemente dieser Erkenntnisse aus dem Kosmos auf sich einwirken lassen.
[ 27 ] Wir haben damit ein Gebiet betreten, das nun in einer noch konkreteren Weise, als ich das manchmal schon früher getan habe, hinweist auf den Zusammenhang des Menschen mit dem Kosmos. Wenn Sie dazu die Vorträge nehmen, die ich über die Entwickelung der Naturerkenntnis in der neueren Zeit abgeschlossen habe, so werden Sie gerade aus dem gestrigen Vortrage ersehen haben, wie es im wesentlichen das Tote ist, das der Mensch durch die gegenwärtige Stufe der Naturwissenschaft erkennt. Er erkennt sich’ selbst ja nicht, wie er in Wirklichkeit ist, sondern eigentlich hinsichtlich seines Toten. Und eine wirkliche Erkenntnis des Menschen wird erst erblühen aus dem Zusammenschauen dessen, was man am Menschen als tote Organe erkennt, als Organe in ihrer Torheit, mit dem, was man von oben und von unten für diese Organe erkennen. kann.
[ 27 ] Wir haben damit ein Gebiet betreten, das nun in einer noch konkreteren Weise, als ich das manchmal schon früher getan habe, hinweist auf den Zusammenhang des Menschen mit dem Kosmos. Wenn Sie dazu die Vorträge nehmen, die ich über die Entwickelung der Naturerkenntnis in der neueren Zeit abgeschlossen habe, so werden Sie gerade aus dem gestrigen Vortrage ersehen haben, wie es im wesentlichen das Tote ist, das der Mensch durch die gegenwärtige Stufe der Naturwissenschaft erkennt. Er erkennt sich’ selbst ja nicht, wie er in Wirklichkeit ist, sondern eigentlich hinsichtlich seines Toten. Und eine wirkliche Erkenntnis des Menschen wird erst erblühen aus dem Zusammenschauen dessen, was man am Menschen als tote Organe erkennt, als Organe in ihrer Torheit, mit dem, was man von oben und von unten für diese Organe erkennen. kann.
[ 28 ] Dadurch erlangt man eine Erkenntnis mit vollem Bewußtsein. Früheres instinktives Erkennen war die Folge einer andern Einschaltung des astralischen Leibes in den ätherischen Leib, als sie heute der Fall ist. Heute ist die Einschaltung diese, daß der Mensch als Erdenmensch ein freier Mensch werden kann. Dazu ist aber notwendig, daß der Mensch erstens erkennt das tote Gegenwärtige, die Lebensgrundlage der Vergangenheit durch dasjenige, was von unten heraufkommt von der Metallizität der Erde, und das Belebende von oben als Sternenwirkungen und Sternenkonstellationen (siehe Zeichnung Seite 55).
[ 28 ] Dadurch erlangt man eine Erkenntnis mit vollem Bewußtsein. Früheres instinktives Erkennen war die Folge einer andern Einschaltung des astralischen Leibes in den ätherischen Leib, als sie heute der Fall ist. Heute ist die Einschaltung diese, daß der Mensch als Erdenmensch ein freier Mensch werden kann. Dazu ist aber notwendig, daß der Mensch erstens erkennt das tote Gegenwärtige, die Lebensgrundlage der Vergangenheit durch dasjenige, was von unten heraufkommt von der Metallizität der Erde, und das Belebende von oben als Sternenwirkungen und Sternenkonstellationen (siehe Zeichnung Seite 55).
[ 29 ] Und bei jedem Organ wird eine wahre Menschenkenntnis suchen müssen diese Dreiheit — nach Totem oder Physischem, nach der Lebensgrundiage oder dem Seelischen, nach dem Belebenden oder dem Geistigen. Und so wird man bis in die Einzelheiten der menschlichen Natur überall suchen müssen nach dem PhysischKörperlichen, nach dem Seelischen, nach dem Geistigen. Und der Ausgangspunkt dafür muß vernünftigerweise gewonnen werden aus einer richtigen Einschätzung desjenigen, was wir als das bisherige Ergebnis der Naturwissenschaft erkannt haben. Es muß erkannt werden, daß uns der gegenwärtige Stand der Naturwissenschaft überall zu dem Erdengrabe hinführt und daß wir herausfinden müssen aus dem Erdengrab das Lebendige.
[ 29 ] Und bei jedem Organ wird eine wahre Menschenkenntnis suchen müssen diese Dreiheit — nach Totem oder Physischem, nach der Lebensgrundiage oder dem Seelischen, nach dem Belebenden oder dem Geistigen. Und so wird man bis in die Einzelheiten der menschlichen Natur überall suchen müssen nach dem PhysischKörperlichen, nach dem Seelischen, nach dem Geistigen. Und der Ausgangspunkt dafür muß vernünftigerweise gewonnen werden aus einer richtigen Einschätzung desjenigen, was wir als das bisherige Ergebnis der Naturwissenschaft erkannt haben. Es muß erkannt werden, daß uns der gegenwärtige Stand der Naturwissenschaft überall zu dem Erdengrabe hinführt und daß wir herausfinden müssen aus dem Erdengrab das Lebendige.


[ 30 ] Das finden wir, wenn wir in der Tat gewahr werden, wie die neuere Geisteswissenschaft alte Ahnungen beleben muß. Ahnungen von diesen Dingen waren immer da. Ich habe in diesen Tagen den Arbeitenden auf den verschiedensten Gebieten Verschiedenes geraten. Ich möchte nun den Literaturhistorikern auch anraten, wenn sie von Goetheanismus reden wollen, sich doch einmal an die Goethesche Ahnung zu halten, die sie im zweiten Teil von «Wilhelm Meister, in «Wilhelm Meisters Wanderjahren», finden, wo ein Wesen vorkommt, das durch einen krankhaften Seelen-Geisteszustand Sternbewegungen mitlebt. Ihr ist ein Astronom an die Seite gegeben. Aber diesem Wesen steht eine andere Person entgegen, die Metallfühlerin. Ihr ist der Montanus, der Bergmann, an die Seite gegeben, der Geologe. Darin liegt eine tiefe Ahnung, eine Ahnung, die viel tiefer ist als alles, was an physikalischen Wahrheiten seit Goethe in der naturwissenschaftlichen Entwickelung zutage getreten ist, so groß diese auch sind. Denn diese naturwissenschaftlichen Erkenntnisse gehören dem Umkreise des Menschen an; Goethe hat hingedeutet im zweiten Teil seines «Wilhelm Meister», in «Wilhelm Meisters Wanderjahren», auf dasjenige, was den Welten angehört, mit denen der Mensch nach oben hin zu den Sternen, nach unten hin in die Tiefe der Erde zusammenhängt.
[ 30 ] Das finden wir, wenn wir in der Tat gewahr werden, wie die neuere Geisteswissenschaft alte Ahnungen beleben muß. Ahnungen von diesen Dingen waren immer da. Ich habe in diesen Tagen den Arbeitenden auf den verschiedensten Gebieten Verschiedenes geraten. Ich möchte nun den Literaturhistorikern auch anraten, wenn sie von Goetheanismus reden wollen, sich doch einmal an die Goethesche Ahnung zu halten, die sie im zweiten Teil von «Wilhelm Meister, in «Wilhelm Meisters Wanderjahren», finden, wo ein Wesen vorkommt, das durch einen krankhaften Seelen-Geisteszustand Sternbewegungen mitlebt. Ihr ist ein Astronom an die Seite gegeben. Aber diesem Wesen steht eine andere Person entgegen, die Metallfühlerin. Ihr ist der Montanus, der Bergmann, an die Seite gegeben, der Geologe. Darin liegt eine tiefe Ahnung, eine Ahnung, die viel tiefer ist als alles, was an physikalischen Wahrheiten seit Goethe in der naturwissenschaftlichen Entwickelung zutage getreten ist, so groß diese auch sind. Denn diese naturwissenschaftlichen Erkenntnisse gehören dem Umkreise des Menschen an; Goethe hat hingedeutet im zweiten Teil seines «Wilhelm Meister», in «Wilhelm Meisters Wanderjahren», auf dasjenige, was den Welten angehört, mit denen der Mensch nach oben hin zu den Sternen, nach unten hin in die Tiefe der Erde zusammenhängt.
[ 31 ] Und von solchen Dingen können noch sehr viele gefunden werden sowohl in den nutzbringenden Wissenschaften wie in den Luxuswissenschaften. Aber auch diese Dinge werden erst als wirkliche Erkenntnisschätze gehoben werden, wenn man einmal den Goetheanismus auf der andern Seite so ernst nehmen wird, daß man manches, was bei Goethe Ahnung ist, durch Geisteswissenschaft erleuchtet, oder aber auch vielleicht das Geisteswissenschaftliche dadurch zu etwas umgestaltet, was einem eine gewisse historische Freude macht, indem man die Dinge, die jetzt als Erkenntnis auftreten, bei Goethe als eine Art Ahnung in romanhafter Form verarbeitet findet.
[ 31 ] Und von solchen Dingen können noch sehr viele gefunden werden sowohl in den nutzbringenden Wissenschaften wie in den Luxuswissenschaften. Aber auch diese Dinge werden erst als wirkliche Erkenntnisschätze gehoben werden, wenn man einmal den Goetheanismus auf der andern Seite so ernst nehmen wird, daß man manches, was bei Goethe Ahnung ist, durch Geisteswissenschaft erleuchtet, oder aber auch vielleicht das Geisteswissenschaftliche dadurch zu etwas umgestaltet, was einem eine gewisse historische Freude macht, indem man die Dinge, die jetzt als Erkenntnis auftreten, bei Goethe als eine Art Ahnung in romanhafter Form verarbeitet findet.
[ 32 ] Durch alles das aber möchte ich eben darauf hindeuten, daß, wenn die Rede davon ist, daß wissenschaftliche Bestrebungen innerhalb der anthroposophischen Bewegung gepflegt werden sollen, sie mit dem tiefen Ernst gepflegt werden sollen, der nicht die Anthroposophie in die Gefahr bringt, nach der heutigen Chemie oder der heutigen Physik oder der heutigen Physiologie und dergleichen abgeleitet zu werden, sondern der in den wirklichen Strom anthroposophisch lebendiger Erkenntnis die einzelnen Wissenschaften einbezieht. Hören möchte man, daß die Chemiker, daß die Physiker, daß die Physiologen, daß die Mediziner anthroposophisch reden. Denn das wird nicht weiterführen, daß die einzelnen Spezialisten dazu kommen, Anthroposophie zu zwingen, chemisch oder physikalisch oder physiologisch zu reden. Dadurch wird Anthroposophie doch nur Gegnerschaft erwecken, während endlich vorwärtsgekommen werden muß, indem die Anthroposophie sich auch für diese Spezialisten als Anthroposophie erweist, und nicht bloß als irgend etwas, was seiner Terminologie nach genommen wird, wo die einzelnen Termini hinübergestülpt werden über das, was man sonst auch schon hat. Es ist ganz gleichgültig, ob man anthroposophische oder andere Termini über den Wasserstoff oder über den Sauerstoff und so weiter stülpt, oder ob man bei den alten Termini bleibt. Worauf es ankommt, ist, mit seinem ganzen Menschen die Anthroposophie aufzunehmen. Dann wird man in der richtigen Weise Anthroposoph auch als Chemiker, als Physiologe, als Arzt sein.
[ 32 ] Durch alles das aber möchte ich eben darauf hindeuten, daß, wenn die Rede davon ist, daß wissenschaftliche Bestrebungen innerhalb der anthroposophischen Bewegung gepflegt werden sollen, sie mit dem tiefen Ernst gepflegt werden sollen, der nicht die Anthroposophie in die Gefahr bringt, nach der heutigen Chemie oder der heutigen Physik oder der heutigen Physiologie und dergleichen abgeleitet zu werden, sondern der in den wirklichen Strom anthroposophisch lebendiger Erkenntnis die einzelnen Wissenschaften einbezieht. Hören möchte man, daß die Chemiker, daß die Physiker, daß die Physiologen, daß die Mediziner anthroposophisch reden. Denn das wird nicht weiterführen, daß die einzelnen Spezialisten dazu kommen, Anthroposophie zu zwingen, chemisch oder physikalisch oder physiologisch zu reden. Dadurch wird Anthroposophie doch nur Gegnerschaft erwecken, während endlich vorwärtsgekommen werden muß, indem die Anthroposophie sich auch für diese Spezialisten als Anthroposophie erweist, und nicht bloß als irgend etwas, was seiner Terminologie nach genommen wird, wo die einzelnen Termini hinübergestülpt werden über das, was man sonst auch schon hat. Es ist ganz gleichgültig, ob man anthroposophische oder andere Termini über den Wasserstoff oder über den Sauerstoff und so weiter stülpt, oder ob man bei den alten Termini bleibt. Worauf es ankommt, ist, mit seinem ganzen Menschen die Anthroposophie aufzunehmen. Dann wird man in der richtigen Weise Anthroposoph auch als Chemiker, als Physiologe, als Arzt sein.
[ 33 ] Ich wollte gerade, daß dieser Kursus, für den man von mir verlangt hat, eine Darstellung der Geschichte naturwissenschaftlicher Denkweise zu geben, wirklich diejenige Erkenntnis aus dieser historischen Betrachtung bringt, die auch fruchtbar werden kann. Denn fruchtbar zu werden auf den verschiedensten Gebieten, wirklich fruchtbar, das hat die anthroposophische Bewegung durchaus nötig. Davon werde ich dann in meinem nächsten Vortrag für diejenigen, die dann da sein werden, weiter sprechen.
[ 33 ] Ich wollte gerade, daß dieser Kursus, für den man von mir verlangt hat, eine Darstellung der Geschichte naturwissenschaftlicher Denkweise zu geben, wirklich diejenige Erkenntnis aus dieser historischen Betrachtung bringt, die auch fruchtbar werden kann. Denn fruchtbar zu werden auf den verschiedensten Gebieten, wirklich fruchtbar, das hat die anthroposophische Bewegung durchaus nötig. Davon werde ich dann in meinem nächsten Vortrag für diejenigen, die dann da sein werden, weiter sprechen.
