Insight from Initiation
GA 227
31 August 1921, Penmaenmawr
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Das Einziehen des Menschen in die Epoche der Freiheit
Das Einziehen des Menschen in die Epoche der Freiheit
[ 1 ] Aus der gestrigen Darstellung über die Evolution der Welt im Zusammenhang mit der Evolution des Menschen werden Sie gesehen haben, wie in den gegenwärtigen Zeitabschnitten der ganzen Welt- und Menschheitsentwickelung das liegt, daß die Menschheit allmählich zur Freiheit kommen muß. Wenn wir in die Vergangenheit der Weltentwickelung zurückschauen, finden wir, wie der Mensch in bezug auf seine wichtigsten Tätigkeiten — Aufrechtgehen, Sprechen, Denken — vorbereitet worden ist durch über ihm stehende göttlich-geistige Wesenheiten. Wir sehen, wie der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt immer wiederum in die Gemeinschaft dieser Wesenheiten übergeführt wird, damit dasjenige wirkt — wenn auch während des Erdendaseins noch unbewußt was diese göttlich-geistigen Wesenheiten in ihm gewirkt haben.
[ 1 ] Aus der gestrigen Darstellung über die Evolution der Welt im Zusammenhang mit der Evolution des Menschen werden Sie gesehen haben, wie in den gegenwärtigen Zeitabschnitten der ganzen Welt- und Menschheitsentwickelung das liegt, daß die Menschheit allmählich zur Freiheit kommen muß. Wenn wir in die Vergangenheit der Weltentwickelung zurückschauen, finden wir, wie der Mensch in bezug auf seine wichtigsten Tätigkeiten — Aufrechtgehen, Sprechen, Denken — vorbereitet worden ist durch über ihm stehende göttlich-geistige Wesenheiten. Wir sehen, wie der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt immer wiederum in die Gemeinschaft dieser Wesenheiten übergeführt wird, damit dasjenige wirkt — wenn auch während des Erdendaseins noch unbewußt was diese göttlich-geistigen Wesenheiten in ihm gewirkt haben.
[ 2 ] Ich möchte nur erwähnen, daß ich gerade dargestellt habe, wie der Mensch durch die Kräfte von Sonne, Mond und dann im Sonnenbereiche durch Mars, Jupiter, Saturn in die Welt der Sterne, das heißt aber in dasjenige, was geistig der Welt der Sterne entspricht, eingeführt wird. Und ergänzend dazu möchte ich sagen, daß der Mensch, wenn er nun in diesem Leben zwischen Tod und neuer Geburt gewissermaßen wiederum die Rückreise antreten muß, nachdem er vorgerückt ist in der Planetoidenregion, gegenwärtig bis zur Wahrnehmung der Saturnimpulse, bei diesem Rückweg in die Gemeinschaft kommt mit den zunächst höchsten göttlich-geistigen Wesenheiten der oberen Hierarchien, mit Thronen, Cherubimen und Seraphimen. Es sind das geistige Wesenheiten, die zugleich das Geistige und das Naturdasein in ihren Impulsen haben, die zugleich die Naturgesetze durchleben, beleben, durchgeistigen, und die auch das moralische Leben des ganzen Kosmos in einen fortwährenden Einklang bringen wollen mit den Naturgesetzen. Es sind Wesenheiten, die zwar niemals in irgendeiner physischen Offenbarungsform erscheinen, die aber in der geistigen Welt eine auf Erden kaum vorstellbare, ungeheure Macht haben, durch welche die moralischen Gesetze fortwährend mit den Naturgesetzen in Harmonie und Einklang versetzt werden können. So kommt also der Mensch dadurch, daß er die Impulse der Vergangenheit fortwährend im außerirdischen Dasein beleben kann, in seiner Evolution dazu, im Sinne dieser außerirdischen Impulse zu wirken.
[ 2 ] Ich möchte nur erwähnen, daß ich gerade dargestellt habe, wie der Mensch durch die Kräfte von Sonne, Mond und dann im Sonnenbereiche durch Mars, Jupiter, Saturn in die Welt der Sterne, das heißt aber in dasjenige, was geistig der Welt der Sterne entspricht, eingeführt wird. Und ergänzend dazu möchte ich sagen, daß der Mensch, wenn er nun in diesem Leben zwischen Tod und neuer Geburt gewissermaßen wiederum die Rückreise antreten muß, nachdem er vorgerückt ist in der Planetoidenregion, gegenwärtig bis zur Wahrnehmung der Saturnimpulse, bei diesem Rückweg in die Gemeinschaft kommt mit den zunächst höchsten göttlich-geistigen Wesenheiten der oberen Hierarchien, mit Thronen, Cherubimen und Seraphimen. Es sind das geistige Wesenheiten, die zugleich das Geistige und das Naturdasein in ihren Impulsen haben, die zugleich die Naturgesetze durchleben, beleben, durchgeistigen, und die auch das moralische Leben des ganzen Kosmos in einen fortwährenden Einklang bringen wollen mit den Naturgesetzen. Es sind Wesenheiten, die zwar niemals in irgendeiner physischen Offenbarungsform erscheinen, die aber in der geistigen Welt eine auf Erden kaum vorstellbare, ungeheure Macht haben, durch welche die moralischen Gesetze fortwährend mit den Naturgesetzen in Harmonie und Einklang versetzt werden können. So kommt also der Mensch dadurch, daß er die Impulse der Vergangenheit fortwährend im außerirdischen Dasein beleben kann, in seiner Evolution dazu, im Sinne dieser außerirdischen Impulse zu wirken.
[ 3 ] Aber wir leben nun einmal in der gegenwärtigen Epoche der Welt- und Menschheitsevolution in der Aufgabe darinnen, dies alles, was in der Vergangenheit mehr oder weniger unfrei war, was durch eine höhere Bestimmung in dem Menschen bewirkt wurde, in die Freiheit des Menschen aufzunehmen.
[ 3 ] Aber wir leben nun einmal in der gegenwärtigen Epoche der Welt- und Menschheitsevolution in der Aufgabe darinnen, dies alles, was in der Vergangenheit mehr oder weniger unfrei war, was durch eine höhere Bestimmung in dem Menschen bewirkt wurde, in die Freiheit des Menschen aufzunehmen.
[ 4 ] Wenn wir die Welt- und Menschheitsevolution überblicken, so liegt in einem ganz bestimmten Zeitpunkte gewissermaßen der Knoten, den die Menschheit passieren mußte von der früheren Determination ihres Wesens, von der früheren ausschließlichen Führung durch göttlich-geistige Wesenheiten zu dem bewußten Sich-Hinaufarbeiten in der Erkenntnis dieser geistigen Wesenheiten und dadurch zu dem Erringen der Freiheit.
[ 4 ] Wenn wir die Welt- und Menschheitsevolution überblicken, so liegt in einem ganz bestimmten Zeitpunkte gewissermaßen der Knoten, den die Menschheit passieren mußte von der früheren Determination ihres Wesens, von der früheren ausschließlichen Führung durch göttlich-geistige Wesenheiten zu dem bewußten Sich-Hinaufarbeiten in der Erkenntnis dieser geistigen Wesenheiten und dadurch zu dem Erringen der Freiheit.
[ 5 ] Dieser Zeitpunkt, der gewissermaßen die große Krisis bedeutet für die ganze Menschheitsevolution auf Erden, liegt ungefähr 333 Jahre nach dem Mysterium von Golgatha. Alle diese Dinge sind ja approximativ, weil die Zeitrechnungen ja auch nicht genau stimmen. Wenn wir also die heutige Zeitrechnung anwenden, so liegt dieser Zeitpunkt etwa 333 nach dem Mysterium von Golgatha. Das ist also der große kritische Zeitpunkt.
[ 5 ] Dieser Zeitpunkt, der gewissermaßen die große Krisis bedeutet für die ganze Menschheitsevolution auf Erden, liegt ungefähr 333 Jahre nach dem Mysterium von Golgatha. Alle diese Dinge sind ja approximativ, weil die Zeitrechnungen ja auch nicht genau stimmen. Wenn wir also die heutige Zeitrechnung anwenden, so liegt dieser Zeitpunkt etwa 333 nach dem Mysterium von Golgatha. Das ist also der große kritische Zeitpunkt.
[ 6 ] Wenn wir auf diesen kritischen Zeitpunkt in der Welt- und Menschheitsevolution zurückblicken, so können wir ihn ungefähr in der folgenden Weise charakterisieren. Wir können sagen: Wäre die Entwickelung der Menschheit und der Erde selbst so fortgegangen, wie sie war, wären die Menschen nur unter dem Einfluß derjenigen göttlich-geistigen Mächte geblieben, die bis dahin die Menschheit geführt haben, so wäre die Menschheit, weil das in der Absicht dieser göttlich-geistigen Wesenheiten lag, zur Freiheit fortgerückt. Was würde das aber heißen? Die Menschheit wäre zur Freiheit fortgerückt, würde heißen: ein Gleichgewicht zwischen zwei Teilen des astralischen Menschenleibes wäre gerade in diesem Zeitpunkte gestört worden.
[ 6 ] Wenn wir auf diesen kritischen Zeitpunkt in der Welt- und Menschheitsevolution zurückblicken, so können wir ihn ungefähr in der folgenden Weise charakterisieren. Wir können sagen: Wäre die Entwickelung der Menschheit und der Erde selbst so fortgegangen, wie sie war, wären die Menschen nur unter dem Einfluß derjenigen göttlich-geistigen Mächte geblieben, die bis dahin die Menschheit geführt haben, so wäre die Menschheit, weil das in der Absicht dieser göttlich-geistigen Wesenheiten lag, zur Freiheit fortgerückt. Was würde das aber heißen? Die Menschheit wäre zur Freiheit fortgerückt, würde heißen: ein Gleichgewicht zwischen zwei Teilen des astralischen Menschenleibes wäre gerade in diesem Zeitpunkte gestört worden.
[ 7 ] Denken Sie sich einmal den Zusammenhang von physischem und ätherischem Leib; die beiden will ich zunächst nicht zeichnen. Ich will nur den astralischen Leib zeichnen. Dieser astralische Leib war vor dem Jahre 333 im wesentlichen immer so, daß ich ihn diagrammatisch so zeichnen müßte:
[ 7 ] Denken Sie sich einmal den Zusammenhang von physischem und ätherischem Leib; die beiden will ich zunächst nicht zeichnen. Ich will nur den astralischen Leib zeichnen. Dieser astralische Leib war vor dem Jahre 333 im wesentlichen immer so, daß ich ihn diagrammatisch so zeichnen müßte:


[ 8 ] Das heißt: Der größere Teil dieses astralischen Leibes, der wirksamere Teil dieses astralischen Leibes war im oberen Menschen, der weniger wirksame war im unteren Menschen. Der mittlere Mensch liegt zwischen beiden drinnen. Dadurch, daß der obere Teil des astralischen Leibes mächtiger war in diesen alten Zeiten, hatten durch diesen astralischen Leib die höheren göttlich-geistigen Wesenheiten ihren großen Einfluß auf den Menschen. Aber es lag im Plan der ganzen Menschheitsevolution, daß die Evolution so fortschritt:
[ 8 ] Das heißt: Der größere Teil dieses astralischen Leibes, der wirksamere Teil dieses astralischen Leibes war im oberen Menschen, der weniger wirksame war im unteren Menschen. Der mittlere Mensch liegt zwischen beiden drinnen. Dadurch, daß der obere Teil des astralischen Leibes mächtiger war in diesen alten Zeiten, hatten durch diesen astralischen Leib die höheren göttlich-geistigen Wesenheiten ihren großen Einfluß auf den Menschen. Aber es lag im Plan der ganzen Menschheitsevolution, daß die Evolution so fortschritt:


[ 9 ] Wenn das zum Beispiel der Zustand des menschlichen astralischen Leibes, sagen wir für das Jahr 3000 vor Christus war, so war etwa dieses der Zustand 1000 vor Christus, das heißt, es wurde der untere Teil des astralischen Leibes immer größer, der obere im Verhältnis dazu immer kleiner. Und in diesem Jahre 333, da war das so, daß der obere Teil des astralischen Leibes gleich wurde dem unteren. Das war die Krisis im Jahre 333 nach Christus. Und seither nimmt der obere Teil des astralischen Leibes immer mehr ab beim Menschen. Darin besteht seine Entwickelung.
[ 9 ] Wenn das zum Beispiel der Zustand des menschlichen astralischen Leibes, sagen wir für das Jahr 3000 vor Christus war, so war etwa dieses der Zustand 1000 vor Christus, das heißt, es wurde der untere Teil des astralischen Leibes immer größer, der obere im Verhältnis dazu immer kleiner. Und in diesem Jahre 333, da war das so, daß der obere Teil des astralischen Leibes gleich wurde dem unteren. Das war die Krisis im Jahre 333 nach Christus. Und seither nimmt der obere Teil des astralischen Leibes immer mehr ab beim Menschen. Darin besteht seine Entwickelung.
[ 10 ] Wir können also die Menschheitsevolution nicht verfolgen in ihrer Wirklichkeit, wenn wir nicht auf das eingehen können, was mit dem astralischen Leib des Menschen im Verlauf der Erdenevolution geschieht. Wenn der Mensch dieses Kleinerwerden seines astralischen Leibes im oberen Teil nicht erfahren hätte, so würde das Ich nicht einen genügend großen Einfluß bekommen können. Der Mensch würde nie frei werden können. Es geschieht also dieses Kleinerwerden des astralischen Leibes zum Hervorrufen der Freiheit. Ich habe schon gesagt, die Dinge gehen nicht so, daß man fragen kann: Warum haben die Götter nicht alles so eingerichtet, daß es den Menschen gefällt? Die Götter mußten das Weltall so einrichten, daß es in sich möglich wurde, und da ruht manches gerade von dem, was den Menschen am allerwohlgefälligsten ist, auf anderem, das der Mensch, wenn er sich nicht aufklärt, nicht wohlgefällig findet. Dieses Kleinerwerden des astralischen Leibes ist mit etwas anderem verbunden. Denn von der Größe des astralischen Leibes im oberen Menschen, nicht von der Größe des ganzen, sondern von der des astralischen Leibes im oberen Menschen hängt die Stärke ab, mit der der Mensch vom Ich und vom astralischen Leib aus seinen physischen und Ätherleib beherrschen kann. So daß wirklich der Menschheit bevorstand, daß durch das Kleinerwerden des astralischen Leibes die Gesundheit der ganzen Menschheit nach und nach geschwächt worden wäre. Wir stellen uns die Menschheitsevolution nur richtig vor, wenn wir wissen, daß die Freiheit erkauft werden mußte mit einer allgemein auftretenden Krankheit, natürlich nicht in Form von Cholera oder Typhus zum Beispiel, aber in Form von allgemeiner Menschenerkrankung über die ganze Erde hin. Es ist die Freiheit nicht anders zu erkaufen, als mit einer — wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf — in gewissem Sinne Krankwerdung der ganzen Menschheit.
[ 10 ] Wir können also die Menschheitsevolution nicht verfolgen in ihrer Wirklichkeit, wenn wir nicht auf das eingehen können, was mit dem astralischen Leib des Menschen im Verlauf der Erdenevolution geschieht. Wenn der Mensch dieses Kleinerwerden seines astralischen Leibes im oberen Teil nicht erfahren hätte, so würde das Ich nicht einen genügend großen Einfluß bekommen können. Der Mensch würde nie frei werden können. Es geschieht also dieses Kleinerwerden des astralischen Leibes zum Hervorrufen der Freiheit. Ich habe schon gesagt, die Dinge gehen nicht so, daß man fragen kann: Warum haben die Götter nicht alles so eingerichtet, daß es den Menschen gefällt? Die Götter mußten das Weltall so einrichten, daß es in sich möglich wurde, und da ruht manches gerade von dem, was den Menschen am allerwohlgefälligsten ist, auf anderem, das der Mensch, wenn er sich nicht aufklärt, nicht wohlgefällig findet. Dieses Kleinerwerden des astralischen Leibes ist mit etwas anderem verbunden. Denn von der Größe des astralischen Leibes im oberen Menschen, nicht von der Größe des ganzen, sondern von der des astralischen Leibes im oberen Menschen hängt die Stärke ab, mit der der Mensch vom Ich und vom astralischen Leib aus seinen physischen und Ätherleib beherrschen kann. So daß wirklich der Menschheit bevorstand, daß durch das Kleinerwerden des astralischen Leibes die Gesundheit der ganzen Menschheit nach und nach geschwächt worden wäre. Wir stellen uns die Menschheitsevolution nur richtig vor, wenn wir wissen, daß die Freiheit erkauft werden mußte mit einer allgemein auftretenden Krankheit, natürlich nicht in Form von Cholera oder Typhus zum Beispiel, aber in Form von allgemeiner Menschenerkrankung über die ganze Erde hin. Es ist die Freiheit nicht anders zu erkaufen, als mit einer — wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf — in gewissem Sinne Krankwerdung der ganzen Menschheit.
[ 11 ] Wenn alle Kräfte nur so fortgegangen wären, auch nach dem Jahre 333, wie sie früher waren, so würden die Menschen auf Erden immer schwächer und schwächer geworden sein. Sie würden immer ohnmächtiger und ohnmächtiger geworden sein. Und das Erdenende würde so herankommen, daß die Menschheit vollständig verfallen wäre.
[ 11 ] Wenn alle Kräfte nur so fortgegangen wären, auch nach dem Jahre 333, wie sie früher waren, so würden die Menschen auf Erden immer schwächer und schwächer geworden sein. Sie würden immer ohnmächtiger und ohnmächtiger geworden sein. Und das Erdenende würde so herankommen, daß die Menschheit vollständig verfallen wäre.
[ 12 ] Da ist eben das eingetreten, was ich so charakterisieren möchte: Jene Versammlung göttlich-geistiger Wesenheiten, die ich Ihnen als in der Sonne befindlich beschrieben habe, die beschloß, ihren Abgesandten, den Christus, nun auf die Erde hinunterzusenden und ihn etwas durchmachen zu lassen, was in solcher Art nun jene göttlich-geistigen Wesenheiten, die mit der Menschheit zusammenhängen, zum allerersten Male durchmachten. Denn, sehen Sie, der Mensch geht im Erdenleben durch Geburt und Tod. Geburt und Tod sind ja allerdings nicht so, wie es sich der Materialist vorstellt, aber sie treten in das Erdenleben des Menschen herein. Alle über dem Menschen stehenden göttlich-geistigen Wesenheiten, Angeloi, Archangeloi und so weiter bis hinauf zu den höchsten, die kannten den Tod nicht; sie gingen nur Metamorphosen durch. Sie verwandelten sich von einer Form in die andere. Sie wurden nicht geboren, sondern verwandelten sich von einer Gestalt in die andere. Sie starben nicht, sondern verwandelten sich wiederum von einer Gestalt in die andere. Das tut der Mensch auch, aber er legt dabei seinen physischen und Ätherleib ab, und daher ist die Tatsache der Geburt und des Todes für ihn etwas Radikaleres als für alle anderen Wesenheiten der höheren Hierarchien. Da beschlossen denn die Führer der Sonnenharmonien und Sonnenimpulse, den Christus auf die Erde zu senden, damit er als eines derjenigen Wesen, die sonst nicht Geburt und Tod erleben, durch diese rein mensch lichen Schicksale der Geburt und des Todes durchgehe. Es ist also das Mysterium von Golgatha nicht bloß eine Menschheitsangelegenheit, es ist eine Götterangelegenheit. Es ist die Götterangelegenheit, die man etwa so in Worte fassen kann: Die Götter der Sonne kamen zusammen und beratschlagten, was sie tun sollten, um abzuwenden von .der Menschheit die Gefahr des immer Schwächer- und Schwächerwerdens durch die Verkleinerung des Astralleibes.
[ 12 ] Da ist eben das eingetreten, was ich so charakterisieren möchte: Jene Versammlung göttlich-geistiger Wesenheiten, die ich Ihnen als in der Sonne befindlich beschrieben habe, die beschloß, ihren Abgesandten, den Christus, nun auf die Erde hinunterzusenden und ihn etwas durchmachen zu lassen, was in solcher Art nun jene göttlich-geistigen Wesenheiten, die mit der Menschheit zusammenhängen, zum allerersten Male durchmachten. Denn, sehen Sie, der Mensch geht im Erdenleben durch Geburt und Tod. Geburt und Tod sind ja allerdings nicht so, wie es sich der Materialist vorstellt, aber sie treten in das Erdenleben des Menschen herein. Alle über dem Menschen stehenden göttlich-geistigen Wesenheiten, Angeloi, Archangeloi und so weiter bis hinauf zu den höchsten, die kannten den Tod nicht; sie gingen nur Metamorphosen durch. Sie verwandelten sich von einer Form in die andere. Sie wurden nicht geboren, sondern verwandelten sich von einer Gestalt in die andere. Sie starben nicht, sondern verwandelten sich wiederum von einer Gestalt in die andere. Das tut der Mensch auch, aber er legt dabei seinen physischen und Ätherleib ab, und daher ist die Tatsache der Geburt und des Todes für ihn etwas Radikaleres als für alle anderen Wesenheiten der höheren Hierarchien. Da beschlossen denn die Führer der Sonnenharmonien und Sonnenimpulse, den Christus auf die Erde zu senden, damit er als eines derjenigen Wesen, die sonst nicht Geburt und Tod erleben, durch diese rein mensch lichen Schicksale der Geburt und des Todes durchgehe. Es ist also das Mysterium von Golgatha nicht bloß eine Menschheitsangelegenheit, es ist eine Götterangelegenheit. Es ist die Götterangelegenheit, die man etwa so in Worte fassen kann: Die Götter der Sonne kamen zusammen und beratschlagten, was sie tun sollten, um abzuwenden von .der Menschheit die Gefahr des immer Schwächer- und Schwächerwerdens durch die Verkleinerung des Astralleibes.
[ 13 ] Und so wurde der Christus abgesandt auf die Erde, ging durch Geburt und Tod durch, natürlich nicht wie ein menschliches, sondern wie ein göttliches Wesen. Und die Folge davon war, daß durch dieses Ereignis von Golgatha, durch die Tatsache des Todes Christi, in die Erdenentwickelung die gesundenden Kräfte für dasjenige, was krankmachende Kräfte im vorher beschriebenen Sinne sind, hereinkamen. So wurde der Christus im wahren Sinne des Wortes kosmisch-tellurisch der große Heiler der Menschheit. Das heißt, seine Kräfte traten ein in all dasjenige, was bei dem Menschen geheilt werden mußte, so daß er mit dem, was nun auf der einen Seite die Tendenz hat, zu zerfallen, aber auf der anderen Seite durch den Christus geheilt wird, nun seinen Weg in die Freiheit hinein nehmen kann. Daher wurde in der Weltenentwickelung so vorgesorgt, daß 333 Jahre vor der großen Krisis das Mysterium von Golgatha eintrat.
[ 13 ] Und so wurde der Christus abgesandt auf die Erde, ging durch Geburt und Tod durch, natürlich nicht wie ein menschliches, sondern wie ein göttliches Wesen. Und die Folge davon war, daß durch dieses Ereignis von Golgatha, durch die Tatsache des Todes Christi, in die Erdenentwickelung die gesundenden Kräfte für dasjenige, was krankmachende Kräfte im vorher beschriebenen Sinne sind, hereinkamen. So wurde der Christus im wahren Sinne des Wortes kosmisch-tellurisch der große Heiler der Menschheit. Das heißt, seine Kräfte traten ein in all dasjenige, was bei dem Menschen geheilt werden mußte, so daß er mit dem, was nun auf der einen Seite die Tendenz hat, zu zerfallen, aber auf der anderen Seite durch den Christus geheilt wird, nun seinen Weg in die Freiheit hinein nehmen kann. Daher wurde in der Weltenentwickelung so vorgesorgt, daß 333 Jahre vor der großen Krisis das Mysterium von Golgatha eintrat.
[ 14 ] Die Erdenevolution der Menschheit ging also so vor sich und konnte nur so vor sich gehen, daß im Jahre 333 der Menschheit der Beginn des Zerfalls drohte, der Beginn einer generellen Erkrankung über die Erde hin.
[ 14 ] Die Erdenevolution der Menschheit ging also so vor sich und konnte nur so vor sich gehen, daß im Jahre 333 der Menschheit der Beginn des Zerfalls drohte, der Beginn einer generellen Erkrankung über die Erde hin.
[ 15 ] Durch das Mysterium von Golgatha trat die große umfassende Heilung ein. So daß also alles dasjenige, was der Mensch nicht durch sein Selbstbewußtsein macht, sondern was in den tieferen Kräften der Menschheit in der Zukunft nach Zerstörung hingeht, durch den Christus geheilt werden kann, durch die Verbindung mit dem Christus geheilt werden kann. So stellt sich das Mysterium von Golgatha in die Erden- und Menschheitsevolution hinein.
[ 15 ] Durch das Mysterium von Golgatha trat die große umfassende Heilung ein. So daß also alles dasjenige, was der Mensch nicht durch sein Selbstbewußtsein macht, sondern was in den tieferen Kräften der Menschheit in der Zukunft nach Zerstörung hingeht, durch den Christus geheilt werden kann, durch die Verbindung mit dem Christus geheilt werden kann. So stellt sich das Mysterium von Golgatha in die Erden- und Menschheitsevolution hinein.
[ 16 ] Bis ins 4. Jahrhundert nach Christus hinein wußten einige Menschen, welche das Geistesleben der damaligen Zeit in sich aufgenommen hatten, durchaus noch etwas von diesen Tatbeständen, die ich eben auseinandergesetzt habe. Es gab ja in aller früheren Zeit vor dem Mysterium von Golgatha jene alten Mysterien, in denen zu den Schülern sowohl von der Vergangenheit der Menschheitsevolution auf Erden gesprochen worden ist, wie auch von dem kommenden Christus, von dem, was in der Zukunft der Menschheitsevolution sich vollziehen sollte.
[ 16 ] Bis ins 4. Jahrhundert nach Christus hinein wußten einige Menschen, welche das Geistesleben der damaligen Zeit in sich aufgenommen hatten, durchaus noch etwas von diesen Tatbeständen, die ich eben auseinandergesetzt habe. Es gab ja in aller früheren Zeit vor dem Mysterium von Golgatha jene alten Mysterien, in denen zu den Schülern sowohl von der Vergangenheit der Menschheitsevolution auf Erden gesprochen worden ist, wie auch von dem kommenden Christus, von dem, was in der Zukunft der Menschheitsevolution sich vollziehen sollte.
[ 17 ] In mächtigen, gewaltigen Bildern wurde den Schülern der Mysterien der Zusammenhang des Menschen auf Erden mit dem Geistwesen der höheren Welten enthüllt. Und zur Zeit des Mysteriums von Golgatha waren immerhin noch, wenn auch weniger vorgeschrittene, als es die alten Mysterienschüler waren, aber es waren immerhin noch über die Gegenden Vorderasiens, Afrikas, des Südens von Europa einzelne Menschen, einzelne Persönlichkeiten verstreut, welche unter dem Namen der Gnosis — so ist er später bekanntgeworden — etwas bewahrten in ihrem Wissen, in ihrer Weisheit von den Dingen, die da eigentlich in der Erdenevolution, in der Menschheitsevolution vorgehen, und in die das Mysterium von Golgatha für die Erdbewohner in einer so mächtigen Weise hineingespielt hat. Aber diese Menschen, die noch die Geheimnisse der alten Mysterien kannten, waren von einer großen Sorge erfüllt. Sie wußten, daß eine Krisis für die Menschheit eintreten werde. Sie wußten, daß das menschliche Verständnis in der Zukunft nicht mehr zu dem hinaufreichen wird, wodurch man die eigentlichen tieferen Grundlagen der Evolution auf Erden und in der Menschheit versteht.
[ 17 ] In mächtigen, gewaltigen Bildern wurde den Schülern der Mysterien der Zusammenhang des Menschen auf Erden mit dem Geistwesen der höheren Welten enthüllt. Und zur Zeit des Mysteriums von Golgatha waren immerhin noch, wenn auch weniger vorgeschrittene, als es die alten Mysterienschüler waren, aber es waren immerhin noch über die Gegenden Vorderasiens, Afrikas, des Südens von Europa einzelne Menschen, einzelne Persönlichkeiten verstreut, welche unter dem Namen der Gnosis — so ist er später bekanntgeworden — etwas bewahrten in ihrem Wissen, in ihrer Weisheit von den Dingen, die da eigentlich in der Erdenevolution, in der Menschheitsevolution vorgehen, und in die das Mysterium von Golgatha für die Erdbewohner in einer so mächtigen Weise hineingespielt hat. Aber diese Menschen, die noch die Geheimnisse der alten Mysterien kannten, waren von einer großen Sorge erfüllt. Sie wußten, daß eine Krisis für die Menschheit eintreten werde. Sie wußten, daß das menschliche Verständnis in der Zukunft nicht mehr zu dem hinaufreichen wird, wodurch man die eigentlichen tieferen Grundlagen der Evolution auf Erden und in der Menschheit versteht.
[ 18 ] Und so kann man bei gewissen Persönlichkeiten der ersten vier christlichen Jahrhunderte das Erfülltsein mit einer gewissen Sorge wahrnehmen, mit einer Sorge, die nicht über Angelegenheiten der Erde sich erstreckte, sondern mit einer Sorge, die über die Angelegenheiten der ganzen Weltevolution ging: Wird die Menschheit auch wirklich sich reif machen und reif erscheinen, um dasjenige in sich aufzunehmen, was durch das Mysterium von Golgatha gekommen ist? Das war die große Frage der — ich möchte sagen — Nachfolger der alten Initiierten zur Zeit des Mysteriums von Golgatha in den ersten vier Jahrhunderten nach dem Mysterium von Golgatha.
[ 18 ] Und so kann man bei gewissen Persönlichkeiten der ersten vier christlichen Jahrhunderte das Erfülltsein mit einer gewissen Sorge wahrnehmen, mit einer Sorge, die nicht über Angelegenheiten der Erde sich erstreckte, sondern mit einer Sorge, die über die Angelegenheiten der ganzen Weltevolution ging: Wird die Menschheit auch wirklich sich reif machen und reif erscheinen, um dasjenige in sich aufzunehmen, was durch das Mysterium von Golgatha gekommen ist? Das war die große Frage der — ich möchte sagen — Nachfolger der alten Initiierten zur Zeit des Mysteriums von Golgatha in den ersten vier Jahrhunderten nach dem Mysterium von Golgatha.
[ 19 ] Und aus dem Kreise solcher in den ersten christlichen Jahrhunderten noch in das Christentum Eingeweihten ging zum Beispiel eine wunderbare Dichtung der ersten vier Jahrhunderte der christlichen Zeit hervor, eine wunderbare Dichtung, in der für die Menschheit zunächst hingestellt wurde das Eintreten des Christus auf der Erde, dann aber in ergreifenden Gestalten, ganz dramatisch — aber die Dichtung war eigentlich episch gehalten — in mächtigen Bildern die Menschen der Zukunft, der nächsten Zukunft hingestellt wurden, die mit ihrem Verständnisse nicht mehr hinaufreichen werden zu demjenigen, was sie verstehen sollten gerade zum Heil der Menschheitsevolution. Und nachdem in mächtigen Bildern gerade etwas von dem Sonnen-Ratschluß der Götter dargestellt war, den ich vorhin erwähnte, indem in ergreifender Weise geschildert wurde in diesem Epos das Heruntersteigen des Christus in den Menschen Jesus von Nazareth, war in einem dritten Teile geschildert, wie in einer neuen Metamorphose hereintreten sollte in die Menschheitsentwickelung ein Wiederaufleben des alten Demeter- und Isiswesens. Es ward geschildert, wie das Demeter- und Isiswesen geheiligt werden sollte in einer besonderen, gewaltig dargestellten Menschengestalt. Es wurde dargestellt wie etwas, das aus der Zukunft hereinspielen sollte, eine Art Gelöbnis der Menschheit.
[ 19 ] Und aus dem Kreise solcher in den ersten christlichen Jahrhunderten noch in das Christentum Eingeweihten ging zum Beispiel eine wunderbare Dichtung der ersten vier Jahrhunderte der christlichen Zeit hervor, eine wunderbare Dichtung, in der für die Menschheit zunächst hingestellt wurde das Eintreten des Christus auf der Erde, dann aber in ergreifenden Gestalten, ganz dramatisch — aber die Dichtung war eigentlich episch gehalten — in mächtigen Bildern die Menschen der Zukunft, der nächsten Zukunft hingestellt wurden, die mit ihrem Verständnisse nicht mehr hinaufreichen werden zu demjenigen, was sie verstehen sollten gerade zum Heil der Menschheitsevolution. Und nachdem in mächtigen Bildern gerade etwas von dem Sonnen-Ratschluß der Götter dargestellt war, den ich vorhin erwähnte, indem in ergreifender Weise geschildert wurde in diesem Epos das Heruntersteigen des Christus in den Menschen Jesus von Nazareth, war in einem dritten Teile geschildert, wie in einer neuen Metamorphose hereintreten sollte in die Menschheitsentwickelung ein Wiederaufleben des alten Demeter- und Isiswesens. Es ward geschildert, wie das Demeter- und Isiswesen geheiligt werden sollte in einer besonderen, gewaltig dargestellten Menschengestalt. Es wurde dargestellt wie etwas, das aus der Zukunft hereinspielen sollte, eine Art Gelöbnis der Menschheit.
[ 20 ] Diese, ich möchte sagen, Dichterpriester der ersten vier christlichen Jahrhunderte stellten dar, wenigstens der Hervorragendste von ihnen, wie hereinspielen sollte in die weitere Erdenevolution ein gewisser Dienst, von all denjenigen geübt, welche zur Gelehrsamkeit, zum Geistesleben kommen sollten. Eine Art Sacrificium wurde hingestellt für denjenigen, der überhaupt in die Gelehrsamkeit, in das Geistesleben eintreten sollte.
[ 20 ] Diese, ich möchte sagen, Dichterpriester der ersten vier christlichen Jahrhunderte stellten dar, wenigstens der Hervorragendste von ihnen, wie hereinspielen sollte in die weitere Erdenevolution ein gewisser Dienst, von all denjenigen geübt, welche zur Gelehrsamkeit, zum Geistesleben kommen sollten. Eine Art Sacrificium wurde hingestellt für denjenigen, der überhaupt in die Gelehrsamkeit, in das Geistesleben eintreten sollte.
[ 21 ] In diesem Epos ist dann ein jüngerer Mensch geschildert, der sich hineinfinden soll in das ganze Erfassen dieser Menschheitsevolution dieser Zeit: geschildert, wie er aber in seinen jungen Jahren eine Art Marienkultus entfalten sollte als Übergang von seinen jüngeren Jahren zu seinen späteren Jahren. Diese kultische Haltung, die über jeden Gelehrten, gelehrt werdenden, weise werdenden Menschen eigentlich kommen müsse, wenn die Menschheit die Verbindung finden sollte mit dem, was durch das Mysterium von Golgatha in die Menschheit gekommen ist, dieses Sacrificium, das wurde in lebendigen Farben dargestellt. Eine mächtige, farbenreiche Dichtung entstand in den ersten vier christlichen Jahrhunderten. Und zu denjenigen, die mehr oder weniger in der Atmosphäre dieser Dichtung lebten, gehörten auch Malerpriester, welche allerdings in der einfachen, popularisierenden Weise des Malens, aber doch in mächtigen, zu Herzen gehenden Bildern auch malerisch diese Szenen darstellten.
[ 21 ] In diesem Epos ist dann ein jüngerer Mensch geschildert, der sich hineinfinden soll in das ganze Erfassen dieser Menschheitsevolution dieser Zeit: geschildert, wie er aber in seinen jungen Jahren eine Art Marienkultus entfalten sollte als Übergang von seinen jüngeren Jahren zu seinen späteren Jahren. Diese kultische Haltung, die über jeden Gelehrten, gelehrt werdenden, weise werdenden Menschen eigentlich kommen müsse, wenn die Menschheit die Verbindung finden sollte mit dem, was durch das Mysterium von Golgatha in die Menschheit gekommen ist, dieses Sacrificium, das wurde in lebendigen Farben dargestellt. Eine mächtige, farbenreiche Dichtung entstand in den ersten vier christlichen Jahrhunderten. Und zu denjenigen, die mehr oder weniger in der Atmosphäre dieser Dichtung lebten, gehörten auch Malerpriester, welche allerdings in der einfachen, popularisierenden Weise des Malens, aber doch in mächtigen, zu Herzen gehenden Bildern auch malerisch diese Szenen darstellten.
[ 22 ] Diese Dichtung hat es gegeben. Diese Dichtung ist mit.alledem, was positiv von der Gnosis hergerührt hat, von der späteren Kirche ausgerottet worden. Man braucht sich ja nur daran zu erinnern, daß auch nur durch das, was man einen Zufall nennt, selbst aus der späteren Zeit die Schriften des Scotus Eriugena gerettet worden sind, und man wird es nicht mehr als etwas absolut Absurdes empfinden, wenn aus der Geistesforschung heraus davon gesprochen werden muß, daß die größte Dichtung, die das Neue Testament hervorgebracht hat, von der späteren Kirche einfach ausgerottet worden ist mit Stumpf und Stiel, so daß nichts mehr in den folgenden Jahrhunderten davon da war. Aber diese Dichtung hat es gegeben. Sie wurde ausgerottet mit all den allerdings einfachen, aber ergreifenden Malereien, die sich an jene Dichtung geschlossen haben. In diese Dichtung war auch hineingeheimnißt all die ungeheure Sorge, welche diese Nachfolger der alten Initiierten in den ersten christlichen Jahrhunderten gehabt haben. Ein ernst-elegischer Ton ging durch diese Dichtung.
[ 22 ] Diese Dichtung hat es gegeben. Diese Dichtung ist mit.alledem, was positiv von der Gnosis hergerührt hat, von der späteren Kirche ausgerottet worden. Man braucht sich ja nur daran zu erinnern, daß auch nur durch das, was man einen Zufall nennt, selbst aus der späteren Zeit die Schriften des Scotus Eriugena gerettet worden sind, und man wird es nicht mehr als etwas absolut Absurdes empfinden, wenn aus der Geistesforschung heraus davon gesprochen werden muß, daß die größte Dichtung, die das Neue Testament hervorgebracht hat, von der späteren Kirche einfach ausgerottet worden ist mit Stumpf und Stiel, so daß nichts mehr in den folgenden Jahrhunderten davon da war. Aber diese Dichtung hat es gegeben. Sie wurde ausgerottet mit all den allerdings einfachen, aber ergreifenden Malereien, die sich an jene Dichtung geschlossen haben. In diese Dichtung war auch hineingeheimnißt all die ungeheure Sorge, welche diese Nachfolger der alten Initiierten in den ersten christlichen Jahrhunderten gehabt haben. Ein ernst-elegischer Ton ging durch diese Dichtung.
[ 23 ] Und wir können sagen: Die Möglichkeit, diese Dinge zu verstehen, lag noch bei einer Anzahl von Menschen vor bis ins 4. Jahrhundert, selbst bis in den Beginn des 5. Jahrhunderts hinein bei denjenigen Menschen, die dann nicht herübergegangen sind zu der Augustinischen Richtung, die in einer ganz anderen Strömung war; es lag das Verständnis für diese Dinge noch bei diesen Menschen, aber es konnte eben in unmittelbarer Weise, wie es damals war, nicht erhalten bleiben.
[ 23 ] Und wir können sagen: Die Möglichkeit, diese Dinge zu verstehen, lag noch bei einer Anzahl von Menschen vor bis ins 4. Jahrhundert, selbst bis in den Beginn des 5. Jahrhunderts hinein bei denjenigen Menschen, die dann nicht herübergegangen sind zu der Augustinischen Richtung, die in einer ganz anderen Strömung war; es lag das Verständnis für diese Dinge noch bei diesen Menschen, aber es konnte eben in unmittelbarer Weise, wie es damals war, nicht erhalten bleiben.
[ 24 ] Es waren die Geisteskräfte der Menschen in dem südlichen Teil der europäischen Welt schon zu gering, sie konnten nicht mehr dieses Verständnis fassen. Und so kristallisierte sich, erstarrte dasjenige, was da als Verständnis zugrunde lag, dann in den Dogmen, die geblieben sind, die eigentlich auch nur dadurch haben gehalten werden können, daß eine immer toter und toter werdende Sprache, die lateinische Sprache, bewahrte dasjenige, was da war. Aber dieses Fortpflanzen der lateinischen Sprache im Mittelalter bei denjenigen, die nun zur Weisheit kamen, war eben nur dazu da, um das, was einstmals lebendiges Verständnis war, in der Sprache erstarren zu lassen, so daß schließlich all dasjenige, was man über die Trinität kannte, über die Menschwerdung Christi kannte, was man über die Sendung des Geistes kannte, über den großen Heilungsprozeß, von dem ich Ihnen gesprochen habe, erstarrt wurde in Dogmen, die sich fortpflanzten in der lateinischen Sprache; und die Worte selber wurden nicht mehr auf das, was der richtige Inhalt war, bezogen. So versiegte allmählich in der sich fortpflanzenden abendländischen Gelehrsamkeit, die ihr Medium in der lateinischen Sprache hatte, das, was zum Beispiel wirklich — ich möchte sagen — in einer phosphorigen Gestaltung durchzog jene ausgerottete Dichtung.
[ 24 ] Es waren die Geisteskräfte der Menschen in dem südlichen Teil der europäischen Welt schon zu gering, sie konnten nicht mehr dieses Verständnis fassen. Und so kristallisierte sich, erstarrte dasjenige, was da als Verständnis zugrunde lag, dann in den Dogmen, die geblieben sind, die eigentlich auch nur dadurch haben gehalten werden können, daß eine immer toter und toter werdende Sprache, die lateinische Sprache, bewahrte dasjenige, was da war. Aber dieses Fortpflanzen der lateinischen Sprache im Mittelalter bei denjenigen, die nun zur Weisheit kamen, war eben nur dazu da, um das, was einstmals lebendiges Verständnis war, in der Sprache erstarren zu lassen, so daß schließlich all dasjenige, was man über die Trinität kannte, über die Menschwerdung Christi kannte, was man über die Sendung des Geistes kannte, über den großen Heilungsprozeß, von dem ich Ihnen gesprochen habe, erstarrt wurde in Dogmen, die sich fortpflanzten in der lateinischen Sprache; und die Worte selber wurden nicht mehr auf das, was der richtige Inhalt war, bezogen. So versiegte allmählich in der sich fortpflanzenden abendländischen Gelehrsamkeit, die ihr Medium in der lateinischen Sprache hatte, das, was zum Beispiel wirklich — ich möchte sagen — in einer phosphorigen Gestaltung durchzog jene ausgerottete Dichtung.
[ 25 ] Und dann kamen ja alle jene jungen, mehr aus dem Osten herüber angeregten Völker des Nordens, die empfingen dasjenige, was der Christus-Impuls war, schon in einer Gestalt, wo es, man könnte sagen, durchaus latinisiert war, wo es im Erstarren war.
[ 25 ] Und dann kamen ja alle jene jungen, mehr aus dem Osten herüber angeregten Völker des Nordens, die empfingen dasjenige, was der Christus-Impuls war, schon in einer Gestalt, wo es, man könnte sagen, durchaus latinisiert war, wo es im Erstarren war.
[ 26 ] Wir müssen uns vorstellen den vom Süden heraufziehenden erstarrenden Christus-Impuls, die im Norden sich ausbreitenden Völkerschaften, die schon ein erstarrtes Christentum bekamen, die in ihren jungen Geisteskräften noch nicht die Macht hatten, wiederum, ich möchte sagen, aus den erstarrten Dogmen heraus zu verlebendigen dasjenige, was Ungeheures in ihnen enthalten war. Die Nachwirkungen all dieser Dinge sind heute noch da. Heute noch sehen Sie über diesen nordischen Gegenden Kräfte, die scheinbar — es ist das ja alles scheinbar — zu spät dasjenige erlangt haben, was als Christus-Impuls unten versiegt ist, was aufgenommen hat den Christus-Impuls in den erstarrten Dogmen, was aber berufen ist, aus unmittelbarer Geist-Erkenntnis heraus wiederum die ganzen Geheimnisse der Tatsache von Golgatha, des Eintretens des Christus in das Erdenleben zu finden; aber zu finden in der völligen Freiheit. Denn auch diese Tatsache, daß nach dem Jahre 333 das erstarrte Christentum aus Italien heraufgezogen ist, junge Völker herübergekommen sind, deren Nachzügler überall sind, in Rußland, Schweden, Norwegen, Mitteleuropa, in England — da überall leben heute doch die Völker noch unter diesem Impuls —, auch all dieses, daß das sich so vollzogen hat, war letzten Endes dennoch dazu da, daß die Menschen in Freiheit den ChristusImpuls ergreifen können.
[ 26 ] Wir müssen uns vorstellen den vom Süden heraufziehenden erstarrenden Christus-Impuls, die im Norden sich ausbreitenden Völkerschaften, die schon ein erstarrtes Christentum bekamen, die in ihren jungen Geisteskräften noch nicht die Macht hatten, wiederum, ich möchte sagen, aus den erstarrten Dogmen heraus zu verlebendigen dasjenige, was Ungeheures in ihnen enthalten war. Die Nachwirkungen all dieser Dinge sind heute noch da. Heute noch sehen Sie über diesen nordischen Gegenden Kräfte, die scheinbar — es ist das ja alles scheinbar — zu spät dasjenige erlangt haben, was als Christus-Impuls unten versiegt ist, was aufgenommen hat den Christus-Impuls in den erstarrten Dogmen, was aber berufen ist, aus unmittelbarer Geist-Erkenntnis heraus wiederum die ganzen Geheimnisse der Tatsache von Golgatha, des Eintretens des Christus in das Erdenleben zu finden; aber zu finden in der völligen Freiheit. Denn auch diese Tatsache, daß nach dem Jahre 333 das erstarrte Christentum aus Italien heraufgezogen ist, junge Völker herübergekommen sind, deren Nachzügler überall sind, in Rußland, Schweden, Norwegen, Mitteleuropa, in England — da überall leben heute doch die Völker noch unter diesem Impuls —, auch all dieses, daß das sich so vollzogen hat, war letzten Endes dennoch dazu da, daß die Menschen in Freiheit den ChristusImpuls ergreifen können.
[ 27 ] Das ist also die Aufgabe derjenigen Völker, zu denen heute vorzugsweise als zu ihrer Zivilisation von Anthroposophie gesprochen werden muß, daß sie den ganzen Zusammenhang des Christus Jesus aufnehmen, daß sie verstehen lernen, wie gewissermaßen ohne den Christus-Impuls die Menschheit im Salzprozesse hätte erstarren müssen. Wir können mit diesen physischen Worten reden, denn bis ins Physische, bis in die physische Heilung der Menschheit geht der Christus-Impuls hinein. Und der Christus ist geworden der große Phosphorus, der geistige Phosphorus, der diesem Versalzungsprozesse der Menschheit entgegenzuwirken hat als solcher großer Phosphorus. «Christus verus phosphorus» — das war eines der Worte, welche in den ersten drei Jahrhunderten des Christentums überall gesprochen wurden. Dieser große Phosphorus zieht eben auch als ein Leitmotiv durch die erwähnte zugrunde gegangene Dichtung.
[ 27 ] Das ist also die Aufgabe derjenigen Völker, zu denen heute vorzugsweise als zu ihrer Zivilisation von Anthroposophie gesprochen werden muß, daß sie den ganzen Zusammenhang des Christus Jesus aufnehmen, daß sie verstehen lernen, wie gewissermaßen ohne den Christus-Impuls die Menschheit im Salzprozesse hätte erstarren müssen. Wir können mit diesen physischen Worten reden, denn bis ins Physische, bis in die physische Heilung der Menschheit geht der Christus-Impuls hinein. Und der Christus ist geworden der große Phosphorus, der geistige Phosphorus, der diesem Versalzungsprozesse der Menschheit entgegenzuwirken hat als solcher großer Phosphorus. «Christus verus phosphorus» — das war eines der Worte, welche in den ersten drei Jahrhunderten des Christentums überall gesprochen wurden. Dieser große Phosphorus zieht eben auch als ein Leitmotiv durch die erwähnte zugrunde gegangene Dichtung.
[ 28 ] So müssen wir uns zwischen Vergangenheit und Zukunft hineinstellen in die Gegenwart. So müssen wir zurückschauen können. Selbstverständlich werde ich Ihnen nicht dasjenige, was ich in diesem Augenblicke gesagt habe über eine verlorengegangene Dichtung und verlorengegangene Gelehrsamkeit, als Dogma aufdrängen. Es liegt mir das ganz ferne. Aber diejenige Methode, die zu der Erforschung des wirklichen Geistesganges der Menschheit führt, die führt zu der Erkenntnis solcher Tatsachen mit derselben Sicherheit, mit der heute naturwissenschaftliche Tatsachen gefunden werden, und mit einer viel größeren Sicherheit als naturwissenschaftliche Hypothesen heute aufgestellt werden. Ebensowenig wie derjenige, der von vornherein aus der materialistischen Gesinnung der Gegenwart diese Dinge ablehnt, irgendwie in aufdringlicher Weise veranlaßt werden sollte, sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen, ebensowenig aber kann es demjenigen, der von diesen Dingen so weiß wie von seinem eigenen Leben, verwehrt sein, von diesen Dingen zu denjenigen Menschen zu sprechen, die vielleicht doch aus dem ganzen Gange der Menschheit heraus, aus einem gesunden Empfinden dieser Menschheitsevolution die Wahrheit eines solchen Impulses innerhalb der Evolution einsehen können.
[ 28 ] So müssen wir uns zwischen Vergangenheit und Zukunft hineinstellen in die Gegenwart. So müssen wir zurückschauen können. Selbstverständlich werde ich Ihnen nicht dasjenige, was ich in diesem Augenblicke gesagt habe über eine verlorengegangene Dichtung und verlorengegangene Gelehrsamkeit, als Dogma aufdrängen. Es liegt mir das ganz ferne. Aber diejenige Methode, die zu der Erforschung des wirklichen Geistesganges der Menschheit führt, die führt zu der Erkenntnis solcher Tatsachen mit derselben Sicherheit, mit der heute naturwissenschaftliche Tatsachen gefunden werden, und mit einer viel größeren Sicherheit als naturwissenschaftliche Hypothesen heute aufgestellt werden. Ebensowenig wie derjenige, der von vornherein aus der materialistischen Gesinnung der Gegenwart diese Dinge ablehnt, irgendwie in aufdringlicher Weise veranlaßt werden sollte, sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen, ebensowenig aber kann es demjenigen, der von diesen Dingen so weiß wie von seinem eigenen Leben, verwehrt sein, von diesen Dingen zu denjenigen Menschen zu sprechen, die vielleicht doch aus dem ganzen Gange der Menschheit heraus, aus einem gesunden Empfinden dieser Menschheitsevolution die Wahrheit eines solchen Impulses innerhalb der Evolution einsehen können.
[ 29 ] Die Dichtung selber, von der ich gesprochen habe, war nach jenem 4. nachchristlichen Jahrhundert nicht mehr vorhanden, aber allerlei Nachrichten von ihr, nicht urkundlich, aber mündlich, in einzelnen Kreisen, von Person zu Person erzählt, waren noch vorhanden, und in einzelnen Kreisen lebte das Andenken an jene Dichtung fort. Nur waren jene Kreise gehindert durch die herrschenden aufkommenden Kirchenkreise, öffentlich irgend etwas von dem, was da in den ersten drei bis vier Jahrhunderten gespielt hat, auch nur auszusprechen. Aber einer derjenigen, die noch etwas ahnten obwohl in vielfach verwandelter Gestalt, nicht mehr in der Größe der Gestalt der ersten Jahrhunderte — von der Dichtung und der Stimmung der Menschheit, aus der diese Dichtung hervorgegangen ist, war der Lehrer des Dante. Und man kann sagen, auf diesem Wege ist auch noch in Dantes «Commedia» in einer gewissen Weise, allerdings schon nach der Dogmenseite hinüber orientiert, in einer gewissen Weise eine Inspiration hineingekommen von dem, was in den ersten christlichen Jahrhunderten gewesen ist. Ich weiß selbstverständlich, was gegen eine solche Geschichtsdarstellung heute vorgebracht werden kann, und ich könnte die Einwände, die von dieser oder jener Seite gemacht werden, selbstverständlich mir auch selber machen. Aber so sehr man die Exaktheit anerkennen muß, mit der konstruiert wird unsere Geschichte, jene Geschichte, die die Menschheit heute lernt in den untersten und in den höchsten Schulen, so sehr man auch Respekt haben kann vor dieser Exaktheit, die auf Dokumenten, auf gewissenhafter historischer Kritik beruht — was nützt es? Das wird sich die Menschheit doch gestehen müssen: Die wahre Geschichte, die wirkliche Geschichte ist das nicht, denn in dieser Geschichte sind diejenigen Dokumente nicht enthalten, die eben im Laufe der Zeit von der Menschheit beseitigt worden sind. Daher mag die Geschichte noch so kritisch, noch so gewissenhaft in bezug auf das Dokumentarische sein, die wirkliche Geschichte können wir auch nur, ebenso wie die wirkliche Natur- und Himmelskunde, aus der geistigen Forschung selbst heraus gewinnen. Daher muß die Menschheit auch den Mut gewinnen, nicht nur über die Sternenwelt so zu reden, wie in den letzten Tagen hier gesprochen worden ist, sondern auch den anderen Mut gewinnen, dasjenige zur gewöhnlichen Geschichtsdarstellung hinzuzufügen, was in dieser Geschichtsdarstellung fehlen muß, weil gewisse Kreise eben Interesse daran hatten, die entsprechenden Dokumente vor der Nachwelt völlig verschwinden zu lassen. Aber in dem, was in den Menschenseelen lebt, da leben die Impulse auch der ausgerotteten Impulse fort; in dem, was die Menschen der späteren Zeit ersehnen können, da leben sie darinnen, jene heute nicht mehr geschriebenen — weil sie ausgerottet worden sind —, aber einstmals in der Menschheit lebendigen Impulse. Es wird daher nicht nur notwendig sein, daß in einer gewissen Beziehung die Menschheit, will sie in ihrer Evolution in die ihr vorgezeichnete Zukunft hinüberkommen, umlernt in bezug auf manche Begriffe, sondern daß die Menschheit umlernt auch in bezug auf die Gesinnung gegenüber der Wahrheit.
[ 29 ] Die Dichtung selber, von der ich gesprochen habe, war nach jenem 4. nachchristlichen Jahrhundert nicht mehr vorhanden, aber allerlei Nachrichten von ihr, nicht urkundlich, aber mündlich, in einzelnen Kreisen, von Person zu Person erzählt, waren noch vorhanden, und in einzelnen Kreisen lebte das Andenken an jene Dichtung fort. Nur waren jene Kreise gehindert durch die herrschenden aufkommenden Kirchenkreise, öffentlich irgend etwas von dem, was da in den ersten drei bis vier Jahrhunderten gespielt hat, auch nur auszusprechen. Aber einer derjenigen, die noch etwas ahnten obwohl in vielfach verwandelter Gestalt, nicht mehr in der Größe der Gestalt der ersten Jahrhunderte — von der Dichtung und der Stimmung der Menschheit, aus der diese Dichtung hervorgegangen ist, war der Lehrer des Dante. Und man kann sagen, auf diesem Wege ist auch noch in Dantes «Commedia» in einer gewissen Weise, allerdings schon nach der Dogmenseite hinüber orientiert, in einer gewissen Weise eine Inspiration hineingekommen von dem, was in den ersten christlichen Jahrhunderten gewesen ist. Ich weiß selbstverständlich, was gegen eine solche Geschichtsdarstellung heute vorgebracht werden kann, und ich könnte die Einwände, die von dieser oder jener Seite gemacht werden, selbstverständlich mir auch selber machen. Aber so sehr man die Exaktheit anerkennen muß, mit der konstruiert wird unsere Geschichte, jene Geschichte, die die Menschheit heute lernt in den untersten und in den höchsten Schulen, so sehr man auch Respekt haben kann vor dieser Exaktheit, die auf Dokumenten, auf gewissenhafter historischer Kritik beruht — was nützt es? Das wird sich die Menschheit doch gestehen müssen: Die wahre Geschichte, die wirkliche Geschichte ist das nicht, denn in dieser Geschichte sind diejenigen Dokumente nicht enthalten, die eben im Laufe der Zeit von der Menschheit beseitigt worden sind. Daher mag die Geschichte noch so kritisch, noch so gewissenhaft in bezug auf das Dokumentarische sein, die wirkliche Geschichte können wir auch nur, ebenso wie die wirkliche Natur- und Himmelskunde, aus der geistigen Forschung selbst heraus gewinnen. Daher muß die Menschheit auch den Mut gewinnen, nicht nur über die Sternenwelt so zu reden, wie in den letzten Tagen hier gesprochen worden ist, sondern auch den anderen Mut gewinnen, dasjenige zur gewöhnlichen Geschichtsdarstellung hinzuzufügen, was in dieser Geschichtsdarstellung fehlen muß, weil gewisse Kreise eben Interesse daran hatten, die entsprechenden Dokumente vor der Nachwelt völlig verschwinden zu lassen. Aber in dem, was in den Menschenseelen lebt, da leben die Impulse auch der ausgerotteten Impulse fort; in dem, was die Menschen der späteren Zeit ersehnen können, da leben sie darinnen, jene heute nicht mehr geschriebenen — weil sie ausgerottet worden sind —, aber einstmals in der Menschheit lebendigen Impulse. Es wird daher nicht nur notwendig sein, daß in einer gewissen Beziehung die Menschheit, will sie in ihrer Evolution in die ihr vorgezeichnete Zukunft hinüberkommen, umlernt in bezug auf manche Begriffe, sondern daß die Menschheit umlernt auch in bezug auf die Gesinnung gegenüber der Wahrheit.
[ 30 ] Denn im Grunde genommen: Den Christus müssen wir wieder finden. Er muß wiederkommen. Und sein Wiederkommen setzt voraus, daß eine Menschheit da sei in diesem Jahrhundert, die versteht, auf welche Weise er sich zeigen wird, in welchen Erscheinungen er sich zeigen wird. Sonst werden unter Umständen die furchtbarsten rumorvollen Bewegungen entstehen, ausgehend von Menschen, die in den tief unterbewußten Regionen ihres Wesens etwas ahnen von dem Wiederkommen des Christus, das heißt des Geistes Christi, und die diese Tatsache in einer äußerlichen, trivialen und schreckenhaften Weise in der Menschheit vertreten werden. Allein, Klarheit in die Menschenevolution gegen die nächste Zukunft kann nur kommen, wenn sich der Kreis derer immer mehr und mehr vergrößert, die mit einer guten Gesinnung hineinsehen wollen in die Art und Weise, wie in der geistigen Forschung wirklich vorgegangen werden und in der übersinnlichen Welt durch die geistige Forschung dasjenige gefunden werden kann, was gerade die Menschheit braucht, um ihre nächste Zukunft in der richtigen Weise zu gestalten. Sonst kommen wir immer tiefer und tiefer in das hinein, was niemals wirklich dem Geistigen sich wird nähern können, nicht so sehr aus den Ideen und Begriffen als aus der Gesinnung heraus.
[ 30 ] Denn im Grunde genommen: Den Christus müssen wir wieder finden. Er muß wiederkommen. Und sein Wiederkommen setzt voraus, daß eine Menschheit da sei in diesem Jahrhundert, die versteht, auf welche Weise er sich zeigen wird, in welchen Erscheinungen er sich zeigen wird. Sonst werden unter Umständen die furchtbarsten rumorvollen Bewegungen entstehen, ausgehend von Menschen, die in den tief unterbewußten Regionen ihres Wesens etwas ahnen von dem Wiederkommen des Christus, das heißt des Geistes Christi, und die diese Tatsache in einer äußerlichen, trivialen und schreckenhaften Weise in der Menschheit vertreten werden. Allein, Klarheit in die Menschenevolution gegen die nächste Zukunft kann nur kommen, wenn sich der Kreis derer immer mehr und mehr vergrößert, die mit einer guten Gesinnung hineinsehen wollen in die Art und Weise, wie in der geistigen Forschung wirklich vorgegangen werden und in der übersinnlichen Welt durch die geistige Forschung dasjenige gefunden werden kann, was gerade die Menschheit braucht, um ihre nächste Zukunft in der richtigen Weise zu gestalten. Sonst kommen wir immer tiefer und tiefer in das hinein, was niemals wirklich dem Geistigen sich wird nähern können, nicht so sehr aus den Ideen und Begriffen als aus der Gesinnung heraus.
[ 31 ] Wir haben nämlich den Begriffen, den Ideen nach in der gegenwärtigen Zeit vieles, was sich ausnimmt wie ein Hinkraften, Hintendieren nach dem, was eigentlich das rechte Erkenntnisziel der Gegenwart sein müßte. Aber es hindert etwas die Menschen, die Dinge, die auch aus den Naturwissenschaften heraus gefunden werden, in der richtigen Weise anzuschauen. Sie tappen sozusagen wie im Finstern gegenüber diesen Tatsachen. Sehen Sie, da finden Sie heute, indem die naturwissenschaftlich-medizinischen Anschauungen über den Menschen erweitert werden, daß es Menschen gibt, die im späteren Leben irgendwie in nervöse Zustände bekommen, die sich bis in die physische Konstitution des Menschen hineinerstrecken können, die zu wirklichen Krankheitsbildern führen. Da sieht dann die gegenwärtige Medizin, wie sie ohnmächtig ist, diese Krankheitsbilder in irgendeiner Weise anschaulich zu beherrschen, eine Pathologie bis zur Therapie zu treiben. Ich war selber ein unmittelbarer Zeitgenosse, als der ausgezeichnete Wiener Arzt, der Internist Breuer, einmal vor einem solchen Fall stand, wo etwas auftrat an einer Persönlichkeit, das aus physischer Forschungsmethode nicht mehr pathologisch zu fassen war. Da wurde zu der damals ja immer beliebter werdenden Hypnose Zuflucht genommen. Da versetzte man die Persönlichkeit in eine Hypnose. Man kam tatsächlich durch das Erforschen des hypnotischen Zustandes darauf, wie ein furchtbar schockierendes, ein furchtbar schreckmachendes Lebensereignis in einer früheren Lebensepoche da war. Dieses Lebensereignis war gewissermaßen, so konnte man sich es dazumal nur erklären, hinuntergezogen in die untere Region des menschlichen Lebens, wo das Unterbewußte, das Unbewufßte lagert. Da bildete es gewissermaßen eine «verborgene Seelenprovinz». Aber wenn der Mensch auch von so etwas nichts weiß, so ist es doch da in seinem Leben. Und es kann sogar krankheitserzeugend da sein. Dann hat man etwas in dem Menschen drinnen, was nur ein seelisches Erlebnis war, was nachwirkt, nachrumort, was gewissermaßen eine isolierte Provinz im Seelenleben ist, deren sich der Mensch nicht bewußt ist.
[ 31 ] Wir haben nämlich den Begriffen, den Ideen nach in der gegenwärtigen Zeit vieles, was sich ausnimmt wie ein Hinkraften, Hintendieren nach dem, was eigentlich das rechte Erkenntnisziel der Gegenwart sein müßte. Aber es hindert etwas die Menschen, die Dinge, die auch aus den Naturwissenschaften heraus gefunden werden, in der richtigen Weise anzuschauen. Sie tappen sozusagen wie im Finstern gegenüber diesen Tatsachen. Sehen Sie, da finden Sie heute, indem die naturwissenschaftlich-medizinischen Anschauungen über den Menschen erweitert werden, daß es Menschen gibt, die im späteren Leben irgendwie in nervöse Zustände bekommen, die sich bis in die physische Konstitution des Menschen hineinerstrecken können, die zu wirklichen Krankheitsbildern führen. Da sieht dann die gegenwärtige Medizin, wie sie ohnmächtig ist, diese Krankheitsbilder in irgendeiner Weise anschaulich zu beherrschen, eine Pathologie bis zur Therapie zu treiben. Ich war selber ein unmittelbarer Zeitgenosse, als der ausgezeichnete Wiener Arzt, der Internist Breuer, einmal vor einem solchen Fall stand, wo etwas auftrat an einer Persönlichkeit, das aus physischer Forschungsmethode nicht mehr pathologisch zu fassen war. Da wurde zu der damals ja immer beliebter werdenden Hypnose Zuflucht genommen. Da versetzte man die Persönlichkeit in eine Hypnose. Man kam tatsächlich durch das Erforschen des hypnotischen Zustandes darauf, wie ein furchtbar schockierendes, ein furchtbar schreckmachendes Lebensereignis in einer früheren Lebensepoche da war. Dieses Lebensereignis war gewissermaßen, so konnte man sich es dazumal nur erklären, hinuntergezogen in die untere Region des menschlichen Lebens, wo das Unterbewußte, das Unbewufßte lagert. Da bildete es gewissermaßen eine «verborgene Seelenprovinz». Aber wenn der Mensch auch von so etwas nichts weiß, so ist es doch da in seinem Leben. Und es kann sogar krankheitserzeugend da sein. Dann hat man etwas in dem Menschen drinnen, was nur ein seelisches Erlebnis war, was nachwirkt, nachrumort, was gewissermaßen eine isolierte Provinz im Seelenleben ist, deren sich der Mensch nicht bewußt ist.
[ 32 ] Man kam darauf: Wenn man den Menschen daran erinnert, wenn man so etwas heraufbringt ins Bewußtsein, so daß er es bewußt ergreift, so kann es zur Heilung führen.
[ 32 ] Man kam darauf: Wenn man den Menschen daran erinnert, wenn man so etwas heraufbringt ins Bewußtsein, so daß er es bewußt ergreift, so kann es zur Heilung führen.
[ 33 ] Solche Tatsachen wird man aber im gegenwärtigen Erdenleben immer mehr und mehr finden. Aber man wird wissen müssen, wenn man verstehen will, warum die Menschheit befallen wird von solchen Zuständen — und immer mehr und mehr wird sie davon befallen werden —, man wird wissen müssen aus einer geistigen Erkenntnis heraus, wie es mit dem Immer-Kleinerwerden des oberen Teiles des astralischen Leibes wird, und wie in dem immer größerwerdenden unteren Teil des astralischen Leibes eine Tendenz besteht zur Ansammlung von solchen unterbewußten Seelenprovinzen. Man wird aufsteigen müssen von der seelenhaften Erkenntnis des Menschen zu der historischen Geist-Erkenntnis, zu der kosmischen Geist-Erkenntnis, um überhaupt solche Erscheinungen erklären zu können. Breuer war eine tiefere Natur — ich kannte ihn sehr gut — und ließ, weil er empfand, daß man in dieser Weise nicht weitergehen kann mit dem bloßen Wissen der Gegenwart, sozusagen den Faden der Forschung fallen. Dann nahmen ihn andere auf, Freud vor allen Dingen und seine Nachfolger, und es wurde dasjenige daraus, was gegenwärtig als Psychoanalyse überall funktioniert. Die beruht auf etwas durchaus Wahrem, denn die Erscheinungen sind da. Man ist genötigt, dasjenige, was sich physisch ausdrückt, im Seelenhaften zu suchen. Der Gedanke ist richtig; aber man hat nicht die Wissenschaft, um das zu beherrschen, denn diese Wissenschaft würde erst die Geisteswissenschaft sein.
[ 33 ] Solche Tatsachen wird man aber im gegenwärtigen Erdenleben immer mehr und mehr finden. Aber man wird wissen müssen, wenn man verstehen will, warum die Menschheit befallen wird von solchen Zuständen — und immer mehr und mehr wird sie davon befallen werden —, man wird wissen müssen aus einer geistigen Erkenntnis heraus, wie es mit dem Immer-Kleinerwerden des oberen Teiles des astralischen Leibes wird, und wie in dem immer größerwerdenden unteren Teil des astralischen Leibes eine Tendenz besteht zur Ansammlung von solchen unterbewußten Seelenprovinzen. Man wird aufsteigen müssen von der seelenhaften Erkenntnis des Menschen zu der historischen Geist-Erkenntnis, zu der kosmischen Geist-Erkenntnis, um überhaupt solche Erscheinungen erklären zu können. Breuer war eine tiefere Natur — ich kannte ihn sehr gut — und ließ, weil er empfand, daß man in dieser Weise nicht weitergehen kann mit dem bloßen Wissen der Gegenwart, sozusagen den Faden der Forschung fallen. Dann nahmen ihn andere auf, Freud vor allen Dingen und seine Nachfolger, und es wurde dasjenige daraus, was gegenwärtig als Psychoanalyse überall funktioniert. Die beruht auf etwas durchaus Wahrem, denn die Erscheinungen sind da. Man ist genötigt, dasjenige, was sich physisch ausdrückt, im Seelenhaften zu suchen. Der Gedanke ist richtig; aber man hat nicht die Wissenschaft, um das zu beherrschen, denn diese Wissenschaft würde erst die Geisteswissenschaft sein.
[ 34 ] Und so tritt diese Psychoanalyse, die auf der ganz natürlichen, historisch vor sich gehenden Defektheit des oberen astralischen Leibes des Menschen beruht, mit diesen Tatsachen auf bei Leuten, die erstens Dilettanten sind in der Seelenforschung, in der Geistesforschung, aber die auch Dilettanten sind in der Leibesforschung, in der Körperforschung, denn sie wissen nicht dem Geist in den Leib hinein zu folgen. So kommen zwei Dilettantismen zusammen, die wirklich einander gleich sind, denn diese Leute wissen wirklich so wenig vom wirklichen Seelen- und Geistesleben des Menschen wie vom physischen und ätherischen Leben. Diese zwei Größen kommen zusammen, und wenn zwei gleiche Größen aufeinander wirken, so multiplizieren sie sich: \(a \times a = a^2\) oder \(D \times D = D^2\), Dilettantismus multipliziert mit Dilettantismus ist Dilettantismus zum Quadrat. Es ist tatsächlich so, daß ein Richtiges, etwas, was auf ganz richtigen Unterlagen beruht, durch die Ohnmacht der Forschung in der Gegenwart eben als Dilettantismus sich darstellt. Aber man sieht in so etwas das Streben nach dem Richtigen. Man darf so etwas wie Psychoanalyse nicht wiederum hinstellen als etwas, was des Teufels ist, sondern als etwas, worin sich zeigt, daß unsere Zeit das will, was sie eben nicht kann, daher so etwas, wie das, was in der Psychoanalyse auftritt, erst in sein richtiges Fahrwasser eintreten wird, wenn es in die Geistesforschung mündet. Sonst mündet es dorthin, wozu Jung es gebracht hat, der Schweizer, der die Psychoanalyse in eine merkwürdige, kuriose Logik hineingetrieben hat.
[ 34 ] Und so tritt diese Psychoanalyse, die auf der ganz natürlichen, historisch vor sich gehenden Defektheit des oberen astralischen Leibes des Menschen beruht, mit diesen Tatsachen auf bei Leuten, die erstens Dilettanten sind in der Seelenforschung, in der Geistesforschung, aber die auch Dilettanten sind in der Leibesforschung, in der Körperforschung, denn sie wissen nicht dem Geist in den Leib hinein zu folgen. So kommen zwei Dilettantismen zusammen, die wirklich einander gleich sind, denn diese Leute wissen wirklich so wenig vom wirklichen Seelen- und Geistesleben des Menschen wie vom physischen und ätherischen Leben. Diese zwei Größen kommen zusammen, und wenn zwei gleiche Größen aufeinander wirken, so multiplizieren sie sich: \(a \times a = a^2\) oder \(D \times D = D^2\), Dilettantismus multipliziert mit Dilettantismus ist Dilettantismus zum Quadrat. Es ist tatsächlich so, daß ein Richtiges, etwas, was auf ganz richtigen Unterlagen beruht, durch die Ohnmacht der Forschung in der Gegenwart eben als Dilettantismus sich darstellt. Aber man sieht in so etwas das Streben nach dem Richtigen. Man darf so etwas wie Psychoanalyse nicht wiederum hinstellen als etwas, was des Teufels ist, sondern als etwas, worin sich zeigt, daß unsere Zeit das will, was sie eben nicht kann, daher so etwas, wie das, was in der Psychoanalyse auftritt, erst in sein richtiges Fahrwasser eintreten wird, wenn es in die Geistesforschung mündet. Sonst mündet es dorthin, wozu Jung es gebracht hat, der Schweizer, der die Psychoanalyse in eine merkwürdige, kuriose Logik hineingetrieben hat.
[ 35 ] Sie können bei solch einem Mann zum Beispiel den Satz lesen: Der Mensch ist einmal, man möchte sagen, durch die historisch verborgenen Seelenprovinzen dazu veranlagt, ein Gotteswesen anzunehmen. — Nun formt der betreffende Psychiater den Satz dazu: Aber ein Gotteswesen kann es ja selbstverständlich nicht geben. Er [Jung] ist ja natürlich atheistisch gesinnt. Da fordert aber die Psychoanalyse: Der Mensch, so wie er eben veranlagt ist, muß, um sein seelisches Gleichgewicht zu erhalten, ein Gotteswesen annehmen. Das heißt aber nichts Geringeres als, wenn man ganz gewissenhaft ist — und die Gewissenhaftigkeit und Exaktheit eines solchen Mannes wie Jung werde ich immer anerkennen —: Du mußt mit der Unwahrheit leben, denn mit der Wahrheit kannst du nicht leben. Der Theismus ist die Unwahrheit. Du mußt mit der Unwahrheit, mit dem Theismus leben. — Diese Dinge nimmt nur die heutige Entwickelung nicht völlig ernst. Man muß sie aber mit völligem Ernst nehmen.
[ 35 ] Sie können bei solch einem Mann zum Beispiel den Satz lesen: Der Mensch ist einmal, man möchte sagen, durch die historisch verborgenen Seelenprovinzen dazu veranlagt, ein Gotteswesen anzunehmen. — Nun formt der betreffende Psychiater den Satz dazu: Aber ein Gotteswesen kann es ja selbstverständlich nicht geben. Er [Jung] ist ja natürlich atheistisch gesinnt. Da fordert aber die Psychoanalyse: Der Mensch, so wie er eben veranlagt ist, muß, um sein seelisches Gleichgewicht zu erhalten, ein Gotteswesen annehmen. Das heißt aber nichts Geringeres als, wenn man ganz gewissenhaft ist — und die Gewissenhaftigkeit und Exaktheit eines solchen Mannes wie Jung werde ich immer anerkennen —: Du mußt mit der Unwahrheit leben, denn mit der Wahrheit kannst du nicht leben. Der Theismus ist die Unwahrheit. Du mußt mit der Unwahrheit, mit dem Theismus leben. — Diese Dinge nimmt nur die heutige Entwickelung nicht völlig ernst. Man muß sie aber mit völligem Ernst nehmen.
[ 36 ] Und so treten überall die Sehnsuchten auf, ohne daß die Menschen es wissen, die unterbewußten Sehnsuchten. Einzelne, die andere Vortragsreihen von mir mitgemacht haben oder die Vortragszyklen gelesen haben, werden wissen, daß ich oftmals aus der geistigen Anschauung heraus darauf aufmerksam machte, wie es nicht richtig ist, wenn immer gesagt wird, Licht, das zum Beispiel von der Sonne ausstrahlt, gehe in den unendlichen Weltenraum hinaus, endlos. Man gibt dann höchstens das Unendlichkeitszeichen an und sagt, das geht endlos in den Weltenraum hinaus, nimmt ab in der Intensität mit dem Quadrat der Entfernung, dann wird die Intensität immer geringer und geringer; so geht das Licht hinaus.
[ 36 ] Und so treten überall die Sehnsuchten auf, ohne daß die Menschen es wissen, die unterbewußten Sehnsuchten. Einzelne, die andere Vortragsreihen von mir mitgemacht haben oder die Vortragszyklen gelesen haben, werden wissen, daß ich oftmals aus der geistigen Anschauung heraus darauf aufmerksam machte, wie es nicht richtig ist, wenn immer gesagt wird, Licht, das zum Beispiel von der Sonne ausstrahlt, gehe in den unendlichen Weltenraum hinaus, endlos. Man gibt dann höchstens das Unendlichkeitszeichen an und sagt, das geht endlos in den Weltenraum hinaus, nimmt ab in der Intensität mit dem Quadrat der Entfernung, dann wird die Intensität immer geringer und geringer; so geht das Licht hinaus.
[ 37 ] Ich sagte noch: die geistige Anschauung gibt ein anderes; es ist der Gedanke nicht richtig, daß Licht, das von einem Zentrum ausstrahlt, immer weiter und weiter hinausgeht. Sondern gerade so, wie eine gespannte Saite, wenn sie angezogen wird, nur bis zu einem gewissen Punkte nach der einen Seite geht und dann wieder zurückschlägt, so geht Licht nur bis zu einem gewissen Punkte, geht immer wieder zurück. Es ist in sich in seiner Verbreitung nicht nur expandierend, sondern elastisch, rhythmisch. Die Sonne strahlt nicht nur Licht aus, sondern nimmt immer wieder Licht zurück, dadurch aber, daß am Ende der Lichtbahnen die Intensitäten verschieden sind, kann sie die Lichtbahnen gestalten. Das will ich nur andeuten, denn es ergibt sich im Zusammenhange mit einer höheren Erkenntnis, mit der kosmischen Erkenntnis der Welt, mit einer wirklichen Erkenntnis der Geisteswissenschaft.
[ 37 ] Ich sagte noch: die geistige Anschauung gibt ein anderes; es ist der Gedanke nicht richtig, daß Licht, das von einem Zentrum ausstrahlt, immer weiter und weiter hinausgeht. Sondern gerade so, wie eine gespannte Saite, wenn sie angezogen wird, nur bis zu einem gewissen Punkte nach der einen Seite geht und dann wieder zurückschlägt, so geht Licht nur bis zu einem gewissen Punkte, geht immer wieder zurück. Es ist in sich in seiner Verbreitung nicht nur expandierend, sondern elastisch, rhythmisch. Die Sonne strahlt nicht nur Licht aus, sondern nimmt immer wieder Licht zurück, dadurch aber, daß am Ende der Lichtbahnen die Intensitäten verschieden sind, kann sie die Lichtbahnen gestalten. Das will ich nur andeuten, denn es ergibt sich im Zusammenhange mit einer höheren Erkenntnis, mit der kosmischen Erkenntnis der Welt, mit einer wirklichen Erkenntnis der Geisteswissenschaft.
[ 38 ] Jetzt melden die Zeitungen, daß Oliver Lodge einen bedeutsamen Vortrag gehalten hat, in dem er aus dem Verhalten der Lichtstrahlen darlegen wollte, daß ein Lichtstrahl, der sich ausbreitet, in einer gewissen Entfernung, wenn er ankommt an der Materienlosigkeit — die braucht er ja, so nimmt Oliver Lodge an, als etwas, an das er stößt —, daß er da mit Hilfe der Metamorphose des Elektrons wieder in sich zurückfällt — ein Gedanke, der sich gegenüber der Wahrheit dilettantisch ausnimmit.
[ 38 ] Jetzt melden die Zeitungen, daß Oliver Lodge einen bedeutsamen Vortrag gehalten hat, in dem er aus dem Verhalten der Lichtstrahlen darlegen wollte, daß ein Lichtstrahl, der sich ausbreitet, in einer gewissen Entfernung, wenn er ankommt an der Materienlosigkeit — die braucht er ja, so nimmt Oliver Lodge an, als etwas, an das er stößt —, daß er da mit Hilfe der Metamorphose des Elektrons wieder in sich zurückfällt — ein Gedanke, der sich gegenüber der Wahrheit dilettantisch ausnimmit.
[ 39 ] Bitte, nehmen Sie solche Dinge nicht so, als ob ich respektlos über die Wissenschaft reden möchte. Ich erkenne die Wissenschaft völlig an. Gegenüber der Wahrheit jedoch sind selbst diese Dinge — man kann sie gar nicht genug loben und als geistvoll anerkennen innerhalb der Gegenwart — auch durchaus dilettantisch. Aber sie zeigen auf der anderen Seite, wie das Denken der Menschen selber dazu treibt, mit seinen abstrakten Begriffen der Lichtstrahlenausbreitung und des Elektrons irgendwie in eine Region hineinzukommen, wo das Richtige liegt. Es handelt sich ja dabei nur darum, daß man in das Richtige hineinkommt, um in die Ideen, die überall auftreten, mit denen man gar nichts anfangen kann, jenen Impuls hineinzubringen, der auch die Forschung der Gegenwart hinaufträgt in die geistigen Gebiete. Es gibt in gewissen okkulten Kreisen einen Unfug; da wird der Mensch belehrt mit allerlei okkulten Lehren, aber man führt ihn nicht zu dem Endpunkt desjenigen, aus dem eigentlich diese Lehren stammen. Man gibt ihm nur Bilder, und man führt ihn nicht zu dem, wovon diese Bilder eigentlich das Abbild sind, gemalt sind. Dadurch wird der Mensch in seiner Seele von einer Bilderwelt umgeben, statt daß er die Empfindung bekommt, er muß durch diese Bilder erst das Weltenall kennenlernen.
[ 39 ] Bitte, nehmen Sie solche Dinge nicht so, als ob ich respektlos über die Wissenschaft reden möchte. Ich erkenne die Wissenschaft völlig an. Gegenüber der Wahrheit jedoch sind selbst diese Dinge — man kann sie gar nicht genug loben und als geistvoll anerkennen innerhalb der Gegenwart — auch durchaus dilettantisch. Aber sie zeigen auf der anderen Seite, wie das Denken der Menschen selber dazu treibt, mit seinen abstrakten Begriffen der Lichtstrahlenausbreitung und des Elektrons irgendwie in eine Region hineinzukommen, wo das Richtige liegt. Es handelt sich ja dabei nur darum, daß man in das Richtige hineinkommt, um in die Ideen, die überall auftreten, mit denen man gar nichts anfangen kann, jenen Impuls hineinzubringen, der auch die Forschung der Gegenwart hinaufträgt in die geistigen Gebiete. Es gibt in gewissen okkulten Kreisen einen Unfug; da wird der Mensch belehrt mit allerlei okkulten Lehren, aber man führt ihn nicht zu dem Endpunkt desjenigen, aus dem eigentlich diese Lehren stammen. Man gibt ihm nur Bilder, und man führt ihn nicht zu dem, wovon diese Bilder eigentlich das Abbild sind, gemalt sind. Dadurch wird der Mensch in seiner Seele von einer Bilderwelt umgeben, statt daß er die Empfindung bekommt, er muß durch diese Bilder erst das Weltenall kennenlernen.
[ 40 ] Sehen Sie, aus diesem. Grunde mußte ich, nachdem meine «Theosophie» erschienen war, die «Geheimwissenschaft» der «Theosophie» folgen lassen. Da ist dasjenige, was in der «Theosophie» in Bildern dargestellt ist, hinausgeführt in die Wirklichkeit der Sternenwelt, in die Evolution durch Saturn, Sonne, Mond und so weiter. Diese beiden Bücher ergänzen sich.
[ 40 ] Sehen Sie, aus diesem. Grunde mußte ich, nachdem meine «Theosophie» erschienen war, die «Geheimwissenschaft» der «Theosophie» folgen lassen. Da ist dasjenige, was in der «Theosophie» in Bildern dargestellt ist, hinausgeführt in die Wirklichkeit der Sternenwelt, in die Evolution durch Saturn, Sonne, Mond und so weiter. Diese beiden Bücher ergänzen sich.
[ 41 ] Gibt man aber auf irgendeinem Gebiete dem Menschen nur Bilder, so ist er von den Bildern umgeben. Leute, die okkulten Unfug treiben, machen das so mit ihren Schülern, die sie nicht so recht besitzen; dadurch bringen sie sie in das, was man okkulte Gefangenschaft nennt. Der Mensch wird in dieser okkulten Gefangenschaft von Bildern umgeben, die ihm als Bilder nicht klar werden, aus denen er nicht herauskommt. Er ist in einem Bildergefängnis. Es ist dies dasjenige, womit viel okkulter Unfug von Leuten getrieben worden ist und auch heute noch getrieben wird. Aber es gibt auch geistige Wesenheiten, die den Menschen, oder sogar Teile der Menschen, in eine solche okkulte Gefangenschaft bringen. Es ist die ganz gleiche seelische Erscheinung. Das sind geistige Wesenheiten, die dann los werden in der Natur, wenn man die Natur nicht geistig begreift, wenn man in die Natur nur so hineinsieht, daß man die atomistischen Prozesse als naturalistische begreift. Dann verleugnet man den Geist der Natur. Dann werden gerade die dem Menschen entgegenstrebenden, sogenannten ahrimanischen Geister in der Natur rege, und die umstellen den Menschen mit allen möglichen Bildern, so daß der Mensch in diese okkulte Gefangenschaft auch geführt werden kann durch diese ahrimanischen Geistwesenheiten.
[ 41 ] Gibt man aber auf irgendeinem Gebiete dem Menschen nur Bilder, so ist er von den Bildern umgeben. Leute, die okkulten Unfug treiben, machen das so mit ihren Schülern, die sie nicht so recht besitzen; dadurch bringen sie sie in das, was man okkulte Gefangenschaft nennt. Der Mensch wird in dieser okkulten Gefangenschaft von Bildern umgeben, die ihm als Bilder nicht klar werden, aus denen er nicht herauskommt. Er ist in einem Bildergefängnis. Es ist dies dasjenige, womit viel okkulter Unfug von Leuten getrieben worden ist und auch heute noch getrieben wird. Aber es gibt auch geistige Wesenheiten, die den Menschen, oder sogar Teile der Menschen, in eine solche okkulte Gefangenschaft bringen. Es ist die ganz gleiche seelische Erscheinung. Das sind geistige Wesenheiten, die dann los werden in der Natur, wenn man die Natur nicht geistig begreift, wenn man in die Natur nur so hineinsieht, daß man die atomistischen Prozesse als naturalistische begreift. Dann verleugnet man den Geist der Natur. Dann werden gerade die dem Menschen entgegenstrebenden, sogenannten ahrimanischen Geister in der Natur rege, und die umstellen den Menschen mit allen möglichen Bildern, so daß der Mensch in diese okkulte Gefangenschaft auch geführt werden kann durch diese ahrimanischen Geistwesenheiten.
[ 42 ] Und ein großer Teil desjenigen, was man heute wissenschaftliche Anschauung nennt — nicht die Tatsachen der Wissenschaft, die sind gut, aber dasjenige, was man wissenschaftliche Anschauung nennt —, das ist nichts anderes als Bilder einer universellen, über die Menschheit als Gefahr hereinbrechenden okkulten Gefangenschaft. Solch eine Gefahr einer hereinbrechenden okkulten Gefangenschaft ist vorhanden in dem Umstelltwerden des Menschen überall mit den atomistischen und molekularistischen Bildern. Solch eine okkulte Gefangenschaft stellt diese Bilder um einen her, man kann nicht hinausschauen in die freien Geistes- und Sternenbilder, weil sich eben das Weltenbild des Atoms wie die seelischen Wände, die geistigen Wände eines Gefängnishauses, in dem man sich dabei geistig befindet, hinstellt.
[ 42 ] Und ein großer Teil desjenigen, was man heute wissenschaftliche Anschauung nennt — nicht die Tatsachen der Wissenschaft, die sind gut, aber dasjenige, was man wissenschaftliche Anschauung nennt —, das ist nichts anderes als Bilder einer universellen, über die Menschheit als Gefahr hereinbrechenden okkulten Gefangenschaft. Solch eine Gefahr einer hereinbrechenden okkulten Gefangenschaft ist vorhanden in dem Umstelltwerden des Menschen überall mit den atomistischen und molekularistischen Bildern. Solch eine okkulte Gefangenschaft stellt diese Bilder um einen her, man kann nicht hinausschauen in die freien Geistes- und Sternenbilder, weil sich eben das Weltenbild des Atoms wie die seelischen Wände, die geistigen Wände eines Gefängnishauses, in dem man sich dabei geistig befindet, hinstellt.
[ 43 ] Das ist es, was als Bild uns auch zeigen kann in geisteswissenschaftlichem Lichte ein richtiges Streben der Gegenwart, denn die Tatsachen der Naturwissenschaft sind überall fruchtbar und führen in die Geistesweiten hinaus, wenn man ihnen nicht kommt mit dem Vorurteile der okkulten Gefangenschaft, in der heute im Grunde genommen die Wissenschaft ist. Das sind die Dinge, die wir innerlich durchleben müssen, wenn wir uns richtig in die Gegenwart der Erden- und Menschheitsevolution hineinstellen wollen, in Gemäßheit der Erden- und Menschheitsvergangenheit und der Erden- und Menschheitszukunft. Und das ist es, was uns, ich möchte sagen, immer entgegengerufen wird, wenn wir irgendwo altes Streben, aber jetzt wirklich mit dem Geiste und der Seele angesehen, vor uns haben.
[ 43 ] Das ist es, was als Bild uns auch zeigen kann in geisteswissenschaftlichem Lichte ein richtiges Streben der Gegenwart, denn die Tatsachen der Naturwissenschaft sind überall fruchtbar und führen in die Geistesweiten hinaus, wenn man ihnen nicht kommt mit dem Vorurteile der okkulten Gefangenschaft, in der heute im Grunde genommen die Wissenschaft ist. Das sind die Dinge, die wir innerlich durchleben müssen, wenn wir uns richtig in die Gegenwart der Erden- und Menschheitsevolution hineinstellen wollen, in Gemäßheit der Erden- und Menschheitsvergangenheit und der Erden- und Menschheitszukunft. Und das ist es, was uns, ich möchte sagen, immer entgegengerufen wird, wenn wir irgendwo altes Streben, aber jetzt wirklich mit dem Geiste und der Seele angesehen, vor uns haben.
[ 44 ] Wenn wir hinaufgehen auf die Berge und die Druidensteine finden, die Denkmäler jenes Geiststrebens der alten Zeit, dann kann es uns eine Mahnung sein, wie die Sehnsuchten jener Alten, nach dem Geiste Strebenden, die in ihrer Weise auf den kommenden Christus hinschauten, erst dann ihre Erfüllung finden werden, wenn wir wiederum eine Geisteserkenntnis haben durch eine Geistesschau, durch die wir in unserer Art den kommenden Christus schauen werden, der wiederkommen muß, weil er erst wiederum von der Menschheit erkannt werden muß in Geistgestalt, wie er einmal in Leibesgestalt durch das Mysterium von Golgatha durchgegangen ist.
[ 44 ] Wenn wir hinaufgehen auf die Berge und die Druidensteine finden, die Denkmäler jenes Geiststrebens der alten Zeit, dann kann es uns eine Mahnung sein, wie die Sehnsuchten jener Alten, nach dem Geiste Strebenden, die in ihrer Weise auf den kommenden Christus hinschauten, erst dann ihre Erfüllung finden werden, wenn wir wiederum eine Geisteserkenntnis haben durch eine Geistesschau, durch die wir in unserer Art den kommenden Christus schauen werden, der wiederkommen muß, weil er erst wiederum von der Menschheit erkannt werden muß in Geistgestalt, wie er einmal in Leibesgestalt durch das Mysterium von Golgatha durchgegangen ist.
[ 45 ] Das ist etwas, was man besonders hier an dieser Stätte, wo so herrliche alte Denkmäler erhalten sind, lebhaft empfindet.
[ 45 ] Das ist etwas, was man besonders hier an dieser Stätte, wo so herrliche alte Denkmäler erhalten sind, lebhaft empfindet.
