Mystery Sites of the Middle Ages
Rosicrucianism and the Modern Principle of Initiation
GA 233a
13 January 1924, Dornach
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Mysterienstätten Des Mittelalters
Sechster Vortrag
Sechster Vortrag
[ 1 ] Die Michael-Periode, in welche die Welt ja schon seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts eingetreten ist und in welche die Menschen mit ihrem Bewußtsein immer mehr und mehr werden eintreten müssen, unterscheidet sich von früheren Michael-Perioden ganz beträchtlich. Es ist ja in der Entwickelung der Menschheit auf Erden so, daß in dieses Menschenleben von Zeit zu Zeit die einzelnen von den sieben großen Archangeloi-Geistern eingreifen, so daß nach bestimmten Perioden sich eine solche Weltenlenkung wie die durch Gabriel, Uriel, Raphael, Michael und so weiter wiederholt. Aber unsere Zeitperiode ist doch eine wesentlich andere als die frühere Michael-Periode. Es beruht dies darauf, daß der Mensch seit dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts in einem ganz anderen Verhältnisse zur geistigen Welt steht, als er jemals früher gestanden hat. Und dieses Stehen zur geistigen Welt bedingt auch ein besonderes Verhältnis zu dem das Menschengeschick lenkenden Geist, den man eben mit dem alten Namen Michael bezeichnen kann.
[ 1 ] Die Michael-Periode, in welche die Welt ja schon seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts eingetreten ist und in welche die Menschen mit ihrem Bewußtsein immer mehr und mehr werden eintreten müssen, unterscheidet sich von früheren Michael-Perioden ganz beträchtlich. Es ist ja in der Entwickelung der Menschheit auf Erden so, daß in dieses Menschenleben von Zeit zu Zeit die einzelnen von den sieben großen Archangeloi-Geistern eingreifen, so daß nach bestimmten Perioden sich eine solche Weltenlenkung wie die durch Gabriel, Uriel, Raphael, Michael und so weiter wiederholt. Aber unsere Zeitperiode ist doch eine wesentlich andere als die frühere Michael-Periode. Es beruht dies darauf, daß der Mensch seit dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts in einem ganz anderen Verhältnisse zur geistigen Welt steht, als er jemals früher gestanden hat. Und dieses Stehen zur geistigen Welt bedingt auch ein besonderes Verhältnis zu dem das Menschengeschick lenkenden Geist, den man eben mit dem alten Namen Michael bezeichnen kann.
[ 2 ] Dasjenige, was ich auch jetzt wieder als das Rosenkreuzertum bezeichnet habe, hat ja, wie ich bemerklich gemacht habe, nach den verschiedensten Seiten hin zur Scharlatanerie getrieben, und das meiste von dem, was auf die Menschheit gekommen ist als Rosenkreuzerei, ist ja eigentlich Scharlatanerie. Aber wie ich in früheren Auseinandersetzungen dargelegt habe, es hat eine solche Individualität gegeben, die man mit dem Namen Christian Rosenkreutz bezeichnen kann und die in gewisser Weise tonangebend ist für die Art und Weise, wie beim Heraufkommen der neueren Menschheitsphase ein erleuchteter Geist, ein erkennender Geist in ein Verhältnis zur geistigen Welt sich setzen kann.
[ 2 ] Dasjenige, was ich auch jetzt wieder als das Rosenkreuzertum bezeichnet habe, hat ja, wie ich bemerklich gemacht habe, nach den verschiedensten Seiten hin zur Scharlatanerie getrieben, und das meiste von dem, was auf die Menschheit gekommen ist als Rosenkreuzerei, ist ja eigentlich Scharlatanerie. Aber wie ich in früheren Auseinandersetzungen dargelegt habe, es hat eine solche Individualität gegeben, die man mit dem Namen Christian Rosenkreutz bezeichnen kann und die in gewisser Weise tonangebend ist für die Art und Weise, wie beim Heraufkommen der neueren Menschheitsphase ein erleuchteter Geist, ein erkennender Geist in ein Verhältnis zur geistigen Welt sich setzen kann.
[ 3 ] Man möchte sagen, Christian Rosenkreutz war es beschieden, die verschiedensten, denkbar höchsten Fragen, Rätselfragen an das Dasein zu stellen, zu stellen gegenüber früheren Erfahrungen der Menschen in einer ganz neuen Weise. Denn während das Rosenkreuzertum heraufkam und mit dem, was man später faustisches Streben nannte, mit faustischem Streben nach der geistigen Welt hin den Menschensinn lenkte, kam ja auf der anderen Seite die abstrakte und naturalistische Wissenschaft herauf. Und anders standen die allerdings durchaus selbstverständlich anerkennenswerten — Träger dieser neueren Geistesrichtung, ein Galilei, ein Giordano Bruno, ein Kopernikus, ein Kepler, zur Welt als diejenigen, die nicht bloß eine formell-abstrakte, sondern eine wahre Erkenntnis der Dinge bewahren wollten. Denn die letzteren merkten an ihrem ganzen Menschensein, wie die Zeit und damit das Verhältnis der Götter zur Menschheit anders geworden war.
[ 3 ] Man möchte sagen, Christian Rosenkreutz war es beschieden, die verschiedensten, denkbar höchsten Fragen, Rätselfragen an das Dasein zu stellen, zu stellen gegenüber früheren Erfahrungen der Menschen in einer ganz neuen Weise. Denn während das Rosenkreuzertum heraufkam und mit dem, was man später faustisches Streben nannte, mit faustischem Streben nach der geistigen Welt hin den Menschensinn lenkte, kam ja auf der anderen Seite die abstrakte und naturalistische Wissenschaft herauf. Und anders standen die allerdings durchaus selbstverständlich anerkennenswerten — Träger dieser neueren Geistesrichtung, ein Galilei, ein Giordano Bruno, ein Kopernikus, ein Kepler, zur Welt als diejenigen, die nicht bloß eine formell-abstrakte, sondern eine wahre Erkenntnis der Dinge bewahren wollten. Denn die letzteren merkten an ihrem ganzen Menschensein, wie die Zeit und damit das Verhältnis der Götter zur Menschheit anders geworden war.
[ 4 ] Man kann sagen, bis ins 12., 13. Jahrhundert herein noch rudimentär, aber bis ins 4. nachchristliche Jahrhundert herein ganz deutlich konnte der Mensch reale Erkenntnisse über die geistige Welt aus sich heraus schöpfen. Der Mensch konnte, indem er diejenigen Übungen durchmachte, die die Übungen der alten Mysterien waren, aus sich heraus die Geheimnisse des Daseins schöpfen. Und es war wirklich für diese ältere Menschheit so, daß die Eingeweihten das, was sie der Menschheit zu sagen hatten, aus den Tiefen ihrer Seele an die Oberfläche ihres Denkens, ihrer Ideenwelt zogen. Sie hatten das Bewußtsein, daß sie ihre Erkenntnisse aus dem Inneren der Menschenseele heraus schöpften.
[ 4 ] Man kann sagen, bis ins 12., 13. Jahrhundert herein noch rudimentär, aber bis ins 4. nachchristliche Jahrhundert herein ganz deutlich konnte der Mensch reale Erkenntnisse über die geistige Welt aus sich heraus schöpfen. Der Mensch konnte, indem er diejenigen Übungen durchmachte, die die Übungen der alten Mysterien waren, aus sich heraus die Geheimnisse des Daseins schöpfen. Und es war wirklich für diese ältere Menschheit so, daß die Eingeweihten das, was sie der Menschheit zu sagen hatten, aus den Tiefen ihrer Seele an die Oberfläche ihres Denkens, ihrer Ideenwelt zogen. Sie hatten das Bewußtsein, daß sie ihre Erkenntnisse aus dem Inneren der Menschenseele heraus schöpften.
[ 5 ] Die Übungen, die durchgemacht wurden, gingen ja darauf hin, das Menschengemüt im stärksten Maße zu erschüttern, dem Menschengemüte Erfahrungen beizubringen, die man im gewöhnlichen Leben nicht macht. Dadurch wurden gewissermaßen die Geheimnisse der Götterwelt aus dem menschlichen Inneren herausgeholt. Aber der Mensch kann nicht die Geheimnisse, die er aus sich herausholt, indem er sie aus sich herausholt, auch schauen. Und auch während des alten instinktiven Hellsehens hat man ja die Geheimnisse der Welt geschaut, geschaut in Imagination, schauend gehört in Inspiration, man hat sich mit ihnen verbunden in Intuition — aber das alles ist nicht möglich, wenn der Mensch gewissermaßen bloß allein dasteht. Es ist das ebensowenig möglich, wie ich ein Dreieck zeichnen kann, wenn ich keine Tafel habe. Das Dreieck, das ich auf die Tafel zeichne, das versinnlicht mir dasjenige, was ich rein geistig in mir habe. Also das ganze Dreieck, alle Gesetze des Dreiecks sind in mir, aber ich zeichne das Dreieck auf die Tafel; dadurch bringe ich mir dasjenige, was eigentlich in mir ist, nahe. Nun, das ist eine äußere Zeichnerei. Wenn es sich darum handelt, reale Erkenntnisse nach Art der alten Mysterien aus dem Menschen heraus zu schaffen, dann müssen diese Erkenntnisse in gewissem Sinne irgendwo hingeschrieben werden. Sie müssen nämlich eingetragen werden, damit sie geschaut werden können, in das von alters her so genannte Astrallicht, in die feine Substantialität des Akasha. Da muß alles hineingeschrieben werden. Aber man muß diese Fähigkeit entwickeln können, in das Astrallicht hineinzuschreiben.
[ 5 ] Die Übungen, die durchgemacht wurden, gingen ja darauf hin, das Menschengemüt im stärksten Maße zu erschüttern, dem Menschengemüte Erfahrungen beizubringen, die man im gewöhnlichen Leben nicht macht. Dadurch wurden gewissermaßen die Geheimnisse der Götterwelt aus dem menschlichen Inneren herausgeholt. Aber der Mensch kann nicht die Geheimnisse, die er aus sich herausholt, indem er sie aus sich herausholt, auch schauen. Und auch während des alten instinktiven Hellsehens hat man ja die Geheimnisse der Welt geschaut, geschaut in Imagination, schauend gehört in Inspiration, man hat sich mit ihnen verbunden in Intuition — aber das alles ist nicht möglich, wenn der Mensch gewissermaßen bloß allein dasteht. Es ist das ebensowenig möglich, wie ich ein Dreieck zeichnen kann, wenn ich keine Tafel habe. Das Dreieck, das ich auf die Tafel zeichne, das versinnlicht mir dasjenige, was ich rein geistig in mir habe. Also das ganze Dreieck, alle Gesetze des Dreiecks sind in mir, aber ich zeichne das Dreieck auf die Tafel; dadurch bringe ich mir dasjenige, was eigentlich in mir ist, nahe. Nun, das ist eine äußere Zeichnerei. Wenn es sich darum handelt, reale Erkenntnisse nach Art der alten Mysterien aus dem Menschen heraus zu schaffen, dann müssen diese Erkenntnisse in gewissem Sinne irgendwo hingeschrieben werden. Sie müssen nämlich eingetragen werden, damit sie geschaut werden können, in das von alters her so genannte Astrallicht, in die feine Substantialität des Akasha. Da muß alles hineingeschrieben werden. Aber man muß diese Fähigkeit entwickeln können, in das Astrallicht hineinzuschreiben.
[ 6 ] Und diese Fähigkeit hing im Laufe der Menschheitsentwickelung von verschiedenerlei ab. Ich will zunächst von ganz alten Zeiten absehen. Von der ersten nachatlantischen Epoche, der urindischen, will ich absehen, da war die Sache etwas anders. Aber ich will mit der urpersischen Epoche beginnen, in dem Sinne, wie ich sie in meinem «Umriß einer Geheimwissenschaft» beschrieben habe. Da gab es instinktives Hellsehen, da gab es Erkenntnisse über die göttlich-geistige Welt, und sie konnten dadurch ins Astrallicht hineingeschrieben werden, so daß der Mensch sie auch schauen konnte, dadurch daß die Erde, die feste Erde, einen Widerstand gab. Das Schreiben geschieht natürlich mit den Geistorganen, aber die Geistorgane brauchen einen Widerstand. Nicht auf die Erde wird selbstverständlich dasjenige geschrieben, was in dieser Weise geschaut wird, in das astralische Licht wird es geschrieben, aber die Erde bildet einen entsprechenden Widerstand. Und dadurch, daß der Widerstand der Erde in der urpersischen Epoche von den Erkennenden gefühlt werden konnte, dadurch waren in ihnen die Erkenntnisse, die sie aus ihrem Innern schöpften, auch zu Schauungen geworden.
[ 6 ] Und diese Fähigkeit hing im Laufe der Menschheitsentwickelung von verschiedenerlei ab. Ich will zunächst von ganz alten Zeiten absehen. Von der ersten nachatlantischen Epoche, der urindischen, will ich absehen, da war die Sache etwas anders. Aber ich will mit der urpersischen Epoche beginnen, in dem Sinne, wie ich sie in meinem «Umriß einer Geheimwissenschaft» beschrieben habe. Da gab es instinktives Hellsehen, da gab es Erkenntnisse über die göttlich-geistige Welt, und sie konnten dadurch ins Astrallicht hineingeschrieben werden, so daß der Mensch sie auch schauen konnte, dadurch daß die Erde, die feste Erde, einen Widerstand gab. Das Schreiben geschieht natürlich mit den Geistorganen, aber die Geistorgane brauchen einen Widerstand. Nicht auf die Erde wird selbstverständlich dasjenige geschrieben, was in dieser Weise geschaut wird, in das astralische Licht wird es geschrieben, aber die Erde bildet einen entsprechenden Widerstand. Und dadurch, daß der Widerstand der Erde in der urpersischen Epoche von den Erkennenden gefühlt werden konnte, dadurch waren in ihnen die Erkenntnisse, die sie aus ihrem Innern schöpften, auch zu Schauungen geworden.
[ 7 ] In der nächsten Epoche, in der ägyptisch-chaldäischen Epoche, konnte alles, was an Erkenntnissen von den Eingeweihten aus der Seele heraus geschöpft wurde, durch das flüssige Element in das Astrallicht eingeschrieben werden. Sie müssen sich das jetzt nur richtig vorstellen. Der Eingeweihte der urpersischen Epoche schaute auf die feste Erde hin, und überall, wo Pflanzen waren, wo Steine waren, spiegelte ihm das Astrallicht seine eigene Anschauung zurück. Der Eingeweihte der ägyptisch-chaldäischen Epoche schaute ins Meer, in den Fluß, er schaute auch in den herabströmenden Regen, in den aufsteigenden Nebel. Er sah, wenn er in den Fluß, wenn er in das Meer sah, die dauernden Geheimnisse. Diejenigen Geheimnisse, die sich auf Vergängliches beziehen, auf das Schaffen der Götter im Vergänglichen, die schaute er in dem herabströmenden Regen, in dem aufsteigenden Nebel. Sie müssen nur durchaus sich bekannt machen mit der Vorstellung, daß jene prosaisch nüchterne Art, wie wir heute Regen und Nebel wahrnehmen, nicht die der Alten war. Den Alten sagten Regen und Nebel viel; sie enthüllten ihnen die Geheimnisse der Götter.
[ 7 ] In der nächsten Epoche, in der ägyptisch-chaldäischen Epoche, konnte alles, was an Erkenntnissen von den Eingeweihten aus der Seele heraus geschöpft wurde, durch das flüssige Element in das Astrallicht eingeschrieben werden. Sie müssen sich das jetzt nur richtig vorstellen. Der Eingeweihte der urpersischen Epoche schaute auf die feste Erde hin, und überall, wo Pflanzen waren, wo Steine waren, spiegelte ihm das Astrallicht seine eigene Anschauung zurück. Der Eingeweihte der ägyptisch-chaldäischen Epoche schaute ins Meer, in den Fluß, er schaute auch in den herabströmenden Regen, in den aufsteigenden Nebel. Er sah, wenn er in den Fluß, wenn er in das Meer sah, die dauernden Geheimnisse. Diejenigen Geheimnisse, die sich auf Vergängliches beziehen, auf das Schaffen der Götter im Vergänglichen, die schaute er in dem herabströmenden Regen, in dem aufsteigenden Nebel. Sie müssen nur durchaus sich bekannt machen mit der Vorstellung, daß jene prosaisch nüchterne Art, wie wir heute Regen und Nebel wahrnehmen, nicht die der Alten war. Den Alten sagten Regen und Nebel viel; sie enthüllten ihnen die Geheimnisse der Götter.
[ 8 ] Und in der griechisch-lateinischen Periode, da waren die Schauungen wie eine Fata Morgana in der Luft. Der Grieche sah auch seinen Zeus, seine Götter im Astrallichte, aber er hatte das Gefühl, daß das Astrallicht ihm die Götter spiegelte unter den entsprechenden Umständen. Daher versetzte er seine Götter an Orte, an denen eben die Luft in entsprechender Weise einen Widerstand für die Einschreibungen in das Astrallicht bieten konnte. Und so blieb es bis ins 4. nachchristliche Jahrhundert.
[ 8 ] Und in der griechisch-lateinischen Periode, da waren die Schauungen wie eine Fata Morgana in der Luft. Der Grieche sah auch seinen Zeus, seine Götter im Astrallichte, aber er hatte das Gefühl, daß das Astrallicht ihm die Götter spiegelte unter den entsprechenden Umständen. Daher versetzte er seine Götter an Orte, an denen eben die Luft in entsprechender Weise einen Widerstand für die Einschreibungen in das Astrallicht bieten konnte. Und so blieb es bis ins 4. nachchristliche Jahrhundert.
[ 9 ] Es waren durchaus sogar unter den ersten Kirchenvätern, namentlich den griechischen Vätern, viele — das kann sogar noch aus ihren Schriften nachgewiesen werden —, welche diese Fata Morgana der eigenen Schauungen durch den Widerstand der Luft im Astrallichte schauten, welche also eine klare Erkenntnis davon hatten, daß aus dem Menschen heraus durch die Natur sich das göttliche Wort, der Logos, offenbarte. Dann nur wurde das immer schwächer und schwächer. Und Nachklänge waren noch vorhanden bei einigen besonders begnadeten Menschen bis ins 12., 13. Jahrhundert herein. Als aber die abstrakte Erkenntnis kam, als die Zeit kam, in der die Menschen nur angewiesen waren auf die logische Gedankenfolge und dasjenige, was sich aus der Sinnesbeobachtung ergibt, da boten nicht Erde und nicht Wasser und nicht Luft einen Widerstand für das Astrallicht, sondern einzig und allein das Element des Wärmeäthers.
[ 9 ] Es waren durchaus sogar unter den ersten Kirchenvätern, namentlich den griechischen Vätern, viele — das kann sogar noch aus ihren Schriften nachgewiesen werden —, welche diese Fata Morgana der eigenen Schauungen durch den Widerstand der Luft im Astrallichte schauten, welche also eine klare Erkenntnis davon hatten, daß aus dem Menschen heraus durch die Natur sich das göttliche Wort, der Logos, offenbarte. Dann nur wurde das immer schwächer und schwächer. Und Nachklänge waren noch vorhanden bei einigen besonders begnadeten Menschen bis ins 12., 13. Jahrhundert herein. Als aber die abstrakte Erkenntnis kam, als die Zeit kam, in der die Menschen nur angewiesen waren auf die logische Gedankenfolge und dasjenige, was sich aus der Sinnesbeobachtung ergibt, da boten nicht Erde und nicht Wasser und nicht Luft einen Widerstand für das Astrallicht, sondern einzig und allein das Element des Wärmeäthers.
[ 10 ] Sehen Sie, das wissen natürlich diejenigen nicht, die ganz in abstrakten Gedanken aufgehen, daß diese abstrakten Gedanken doch auch eingeschrieben werden ins Astrallicht. Sie werden es. Aber indem sie eingeschrieben werden, bietet für sie einzig und allein das Element des Wärmeäthers das Widerstehende.
[ 10 ] Sehen Sie, das wissen natürlich diejenigen nicht, die ganz in abstrakten Gedanken aufgehen, daß diese abstrakten Gedanken doch auch eingeschrieben werden ins Astrallicht. Sie werden es. Aber indem sie eingeschrieben werden, bietet für sie einzig und allein das Element des Wärmeäthers das Widerstehende.




[ 11 ] Nun ist folgendes der Fall. Erinnern wir uns, daß in der urpersischen Epoche die Menschen die feste Erde als Widerlage hatten, um die Eintragungen ins Astrallicht zu sehen. Dasjenige, was in solcher Weise im Astrallichte enthalten ist, daß die feste Erde die Widerlage bietet, das strahlt weiter (siehe Zeichnung; hell). Aber es strahlt nur bis zur Mondensphäre. Weiter geht es nicht. Von da aus strahlt es wieder zurück, so daß es sozusagen bei der Erde bleibt. Man sieht die Geheimnisse sich spiegeln durch die Erde. Sie bleiben, weil die Mondensphäre drückt. Gehen wir nach der ägyptisch-chaldäischen Periode: Das Wasser (blau) auf der Erde spiegelt; dasjenige, was da gespiegelt wird, geht bis zur Saturnsphäre. Die drückt; dadurch ist die Möglichkeit vorhanden, daß der Mensch mit seinen Schauungen auf der Erde zusammen bleibt.
[ 11 ] Nun ist folgendes der Fall. Erinnern wir uns, daß in der urpersischen Epoche die Menschen die feste Erde als Widerlage hatten, um die Eintragungen ins Astrallicht zu sehen. Dasjenige, was in solcher Weise im Astrallichte enthalten ist, daß die feste Erde die Widerlage bietet, das strahlt weiter (siehe Zeichnung; hell). Aber es strahlt nur bis zur Mondensphäre. Weiter geht es nicht. Von da aus strahlt es wieder zurück, so daß es sozusagen bei der Erde bleibt. Man sieht die Geheimnisse sich spiegeln durch die Erde. Sie bleiben, weil die Mondensphäre drückt. Gehen wir nach der ägyptisch-chaldäischen Periode: Das Wasser (blau) auf der Erde spiegelt; dasjenige, was da gespiegelt wird, geht bis zur Saturnsphäre. Die drückt; dadurch ist die Möglichkeit vorhanden, daß der Mensch mit seinen Schauungen auf der Erde zusammen bleibt.
[ 12 ] Gehen wir in die griechisch-lateinische Periode, also noch bis ins 12., 13. Jahrhundert, so waren die Schauungen im Astrallicht durch die Luft eingetragen. Das geht eigentlich bis zum Ende der Weltensphäre, dann kehrt es um. Es ist am flüchtigsten, es ist am undichtesten, aber es ist doch noch so, daß der Mensch vereinigt bleibt mit seinen Schauungen. Die Eingeweihten aller dieser Zeiten konnten jederzeit sich sagen: Dasjenige, was wir als Schauung gehabt haben durch Erde, Wasser, Luft, das ist da, das gibt es. — Als aber jetzt die neueste Zeit kam, da war nur das Element des Wärmeäthers noch das Widerstehende. Aber das Element des Wärmeäthers trägt alles das, was in es eingeschrieben wird, in die Weltenweiten hinaus, aus dem Raume hinaus in die geistigen Welten hinein. Es ist nicht mehr da.
[ 12 ] Gehen wir in die griechisch-lateinische Periode, also noch bis ins 12., 13. Jahrhundert, so waren die Schauungen im Astrallicht durch die Luft eingetragen. Das geht eigentlich bis zum Ende der Weltensphäre, dann kehrt es um. Es ist am flüchtigsten, es ist am undichtesten, aber es ist doch noch so, daß der Mensch vereinigt bleibt mit seinen Schauungen. Die Eingeweihten aller dieser Zeiten konnten jederzeit sich sagen: Dasjenige, was wir als Schauung gehabt haben durch Erde, Wasser, Luft, das ist da, das gibt es. — Als aber jetzt die neueste Zeit kam, da war nur das Element des Wärmeäthers noch das Widerstehende. Aber das Element des Wärmeäthers trägt alles das, was in es eingeschrieben wird, in die Weltenweiten hinaus, aus dem Raume hinaus in die geistigen Welten hinein. Es ist nicht mehr da.
[ 13 ] Und es ist schon so: Wenn Sie den allerpedantischsten Professor heute sehen, der Ideen hat — Ideen muß er allerdings haben, das müßte ja immer erst untersucht werden im einzelnen Falle, weil er sie sehr selten hat —, aber wenn er Ideen hat, sind sie durch den Wärmeäther im Astrallicht eingetragen. Aber der Wärmeäther ist etwas Flüchtiges, Verfließendes. Alles geht gleich durcheinander. Die Dinge gehen hinaus in die Weltenweiten.
[ 13 ] Und es ist schon so: Wenn Sie den allerpedantischsten Professor heute sehen, der Ideen hat — Ideen muß er allerdings haben, das müßte ja immer erst untersucht werden im einzelnen Falle, weil er sie sehr selten hat —, aber wenn er Ideen hat, sind sie durch den Wärmeäther im Astrallicht eingetragen. Aber der Wärmeäther ist etwas Flüchtiges, Verfließendes. Alles geht gleich durcheinander. Die Dinge gehen hinaus in die Weltenweiten.
[ 14 ] Solch eine Persönlichkeit wie Christian Rosenkreutz wußte um die Tatsache, daß die Eingeweihten der alten Zeiten mit ihren Schauungen zusammengelebt haben, daß sie sich dasjenige, was sie geschaut hatten, dadurch bekräftigt haben, daß sie wußten: Es ist da, es reflektiert sich irgendwo am Himmel, sei es in der Monden-, sei es in der Planetensphäre, sei es am Weltenall-Ende. Es reflektiert sich. — Nun reflektierte sich nichts. Nichts reflektierte sich für das unmittelbare wache Anschauen. Die Leute konnten jetzt Ideen finden über die Natur, das Kopernikanische Weltensystem konnte entstehen, alle Ideen konnten gefunden werden: sie versprühen im Wärmeäther in die Weltenweiten hinaus.
[ 14 ] Solch eine Persönlichkeit wie Christian Rosenkreutz wußte um die Tatsache, daß die Eingeweihten der alten Zeiten mit ihren Schauungen zusammengelebt haben, daß sie sich dasjenige, was sie geschaut hatten, dadurch bekräftigt haben, daß sie wußten: Es ist da, es reflektiert sich irgendwo am Himmel, sei es in der Monden-, sei es in der Planetensphäre, sei es am Weltenall-Ende. Es reflektiert sich. — Nun reflektierte sich nichts. Nichts reflektierte sich für das unmittelbare wache Anschauen. Die Leute konnten jetzt Ideen finden über die Natur, das Kopernikanische Weltensystem konnte entstehen, alle Ideen konnten gefunden werden: sie versprühen im Wärmeäther in die Weltenweiten hinaus.
[ 15 ] Da kam es denn, daß Christian Rosenkreutz auf die Eingebung eines höheren Geistes den Weg fand, doch nun die Rückstrahlung wahrzunehmen, trotzdem es sich handelte um Rückstrahlung durch den Wärmeäther. Das geschah dadurch, daß andere dumpfe, unterbewußte, schlafähnliche Zustände des Bewußtseins zu Hilfe genommen wurden, Zustände, in denen der Mensch auch normalerweise außer seinem Leibe ist. Da konnte man wahrnehmen, daß zwar nicht im Raume, aber doch in der Welt, in der geistigen Welt das eingeschrieben ist, was mit den modernen abstrakten Ideen über die Dinge erkundet wird. Und so stellte sich für die Rosenkreuzerei das Merkwürdige heraus, daß wie in einem Übergangsstadium diese Rosenkreuzer sich bekannt machten mit allem, was über die Natur in der Zeitepoche erforscht werden konnte. Das nahmen sie in sich auf, verarbeiteten es so, wie nur ein Mensch es verarbeiten kann. Sie hatten wirklich dasjenige, was die anderen nur zur Wissenschaft machten, bis zur Weisheit getrieben. Dann bewahrten sie es in ihrer Seele und versuchten, in einer möglichsten Reinheit nach intimen Meditationen hinüberzuschlafen. Und dann geschah es, daß ihnen die geistig-göttlichen Welten — nicht das Weltenende, aber die geistig-göttlichen Welten — zurückbrachten dasjenige, was in abstrakten Ideen erfaßt wurde, in einer geistig konkreten Sprache.
[ 15 ] Da kam es denn, daß Christian Rosenkreutz auf die Eingebung eines höheren Geistes den Weg fand, doch nun die Rückstrahlung wahrzunehmen, trotzdem es sich handelte um Rückstrahlung durch den Wärmeäther. Das geschah dadurch, daß andere dumpfe, unterbewußte, schlafähnliche Zustände des Bewußtseins zu Hilfe genommen wurden, Zustände, in denen der Mensch auch normalerweise außer seinem Leibe ist. Da konnte man wahrnehmen, daß zwar nicht im Raume, aber doch in der Welt, in der geistigen Welt das eingeschrieben ist, was mit den modernen abstrakten Ideen über die Dinge erkundet wird. Und so stellte sich für die Rosenkreuzerei das Merkwürdige heraus, daß wie in einem Übergangsstadium diese Rosenkreuzer sich bekannt machten mit allem, was über die Natur in der Zeitepoche erforscht werden konnte. Das nahmen sie in sich auf, verarbeiteten es so, wie nur ein Mensch es verarbeiten kann. Sie hatten wirklich dasjenige, was die anderen nur zur Wissenschaft machten, bis zur Weisheit getrieben. Dann bewahrten sie es in ihrer Seele und versuchten, in einer möglichsten Reinheit nach intimen Meditationen hinüberzuschlafen. Und dann geschah es, daß ihnen die geistig-göttlichen Welten — nicht das Weltenende, aber die geistig-göttlichen Welten — zurückbrachten dasjenige, was in abstrakten Ideen erfaßt wurde, in einer geistig konkreten Sprache.
[ 16 ] In Rosenkreuzerschulen wurde schon das Kopernikanische Weltensystem gelehrt; aber in besonderen Bewußtseinszuständen kamen die Ideen desselben so zurück, wie ich es in diesen Tagen hier erklärt habe. So daß in der Tat gerade von den Rosenkreuzern eingesehen wurde, daß dasjenige, was man zunächst in der modernen Erkenntnis erhält, erst gewissermaßen den Göttern entgegengetragen werden muß, damit sie es in ihre Spache umsetzen und es den Menschen wiedergeben.
[ 16 ] In Rosenkreuzerschulen wurde schon das Kopernikanische Weltensystem gelehrt; aber in besonderen Bewußtseinszuständen kamen die Ideen desselben so zurück, wie ich es in diesen Tagen hier erklärt habe. So daß in der Tat gerade von den Rosenkreuzern eingesehen wurde, daß dasjenige, was man zunächst in der modernen Erkenntnis erhält, erst gewissermaßen den Göttern entgegengetragen werden muß, damit sie es in ihre Spache umsetzen und es den Menschen wiedergeben.
[ 17 ] Daß das sein kann, ist ja bis in die Gegenwart geblieben. Denn es ist so, meine lieben Freunde: Studieren Sie heute, indem Sie von dem hier gemeinten rosenkreuzerischen Initiationsprinzip berührt worden sind, den Haeckelismus mit all seinem Materialismus, studieren Sie ihn, und lassen Sie sich durchdringen von dem, was Erkenntnismethoden sind nach «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?»: Was Sie in Haeckels «Anthropogenie» über die menschlichen Vorfahren in einer Sie vielleicht abstoßenden Weise lernen, lernen Sie es in dieser abstoßenden Weise, lernen Sie alles dasjenige darüber, was man durch äußere Naturwissenschaft lernen kann, und tragen Sie das dann den Göttern entgegen, und Sie bekommen dasjenige, was in meinem Buche «Geheimwissenschaft» über die Evolution erzählt ist. Das ist, sehen Sie, der Zusammenhang zwischen dem schwachen, matten Wissen, das der Mensch mit seinem physischen Leibe hier erwerben kann, und dem, was ihm mit der gehörigen Gesinnung, mit der gehörigen Vorbereitung durch dieses Gelernte die Götter geben können. Aber der Mensch muß ihnen dasjenige, was er auf der Erde lernen kann, entgegenbringen, denn die Zeiten sind eben andere geworden.
[ 17 ] Daß das sein kann, ist ja bis in die Gegenwart geblieben. Denn es ist so, meine lieben Freunde: Studieren Sie heute, indem Sie von dem hier gemeinten rosenkreuzerischen Initiationsprinzip berührt worden sind, den Haeckelismus mit all seinem Materialismus, studieren Sie ihn, und lassen Sie sich durchdringen von dem, was Erkenntnismethoden sind nach «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?»: Was Sie in Haeckels «Anthropogenie» über die menschlichen Vorfahren in einer Sie vielleicht abstoßenden Weise lernen, lernen Sie es in dieser abstoßenden Weise, lernen Sie alles dasjenige darüber, was man durch äußere Naturwissenschaft lernen kann, und tragen Sie das dann den Göttern entgegen, und Sie bekommen dasjenige, was in meinem Buche «Geheimwissenschaft» über die Evolution erzählt ist. Das ist, sehen Sie, der Zusammenhang zwischen dem schwachen, matten Wissen, das der Mensch mit seinem physischen Leibe hier erwerben kann, und dem, was ihm mit der gehörigen Gesinnung, mit der gehörigen Vorbereitung durch dieses Gelernte die Götter geben können. Aber der Mensch muß ihnen dasjenige, was er auf der Erde lernen kann, entgegenbringen, denn die Zeiten sind eben andere geworden.
[ 18 ] Noch ein anderes ist ja eingetreten. Heute kann ein Mensch so viel er will streben: so aus sich heraus schöpfen, wie es die alten Eingeweihten getan haben, kann er nicht mehr. Es gibt die Seele nicht in derselben Weise noch etwas her, wie sie es hergegeben hat dem alten Eingeweihten. Das wird alles unrein, das wird alles von Instinkten durchdrungen, wie es bei den spiritistischen Medien zutage tritt, wie es auch sonst in krankhaften, pathologischen Zuständen zutage tritt. Dasjenige, was nur aus dem Innern kommt, das wird alles unrein, denn die Zeit für dieses Aus-dem-Innern-Schöpfen ist vorüber. Sie war schon vorüber mit dem 12., 13. Jahrhundert, denn es ist so, daß man das, was geschehen ist, annähernd in folgender Art ausdrücken kann.
[ 18 ] Noch ein anderes ist ja eingetreten. Heute kann ein Mensch so viel er will streben: so aus sich heraus schöpfen, wie es die alten Eingeweihten getan haben, kann er nicht mehr. Es gibt die Seele nicht in derselben Weise noch etwas her, wie sie es hergegeben hat dem alten Eingeweihten. Das wird alles unrein, das wird alles von Instinkten durchdrungen, wie es bei den spiritistischen Medien zutage tritt, wie es auch sonst in krankhaften, pathologischen Zuständen zutage tritt. Dasjenige, was nur aus dem Innern kommt, das wird alles unrein, denn die Zeit für dieses Aus-dem-Innern-Schöpfen ist vorüber. Sie war schon vorüber mit dem 12., 13. Jahrhundert, denn es ist so, daß man das, was geschehen ist, annähernd in folgender Art ausdrücken kann.
[ 19 ] Die Eingeweihten der urpersischen Epoche haben ja vieles in das Astrallicht mit Hilfe des Widerstandes der Erde hineingeschrieben. So war denn, als der erste Eingeweihte der urpersischen Epoche auftrat, eigentlich das ganze für die Menschen bestimmte Astrallicht wie eine unbeschriebene Tafel. Wie gesagt, ich werde später noch sprechen von der urindischen Epoche, aber ich will heute nur bis zu der urpersischen zurückkehren. Es war die ganze Natur, alle Elemente, Festes, Flüssiges, Luftförmiges, Wärmeartiges eine unbeschriebene Tafel. Nun schrieben die Eingeweihten der urpersischen Epoche so viel auf diese Tafel, als man schreiben kann durch den Widerstand der Erde. Da waren zunächst die von den Göttern an die Menschen kommen sollenden Geheimnisse in das Astrallicht hineingeschrieben. Die Tafel war bis zu einem gewissen Maße beschrieben, zu einem anderen Maße noch leer. Es konnten die Eingeweihten der ägyptisch-chaldäischen Epoche kommen und konnten auf ihre Art weiterschreiben, indem sie ihre Schauungen durch den Widerstand des Wassers erlangten. Ein anderer Teil der Tafel wurde beschrieben.
[ 19 ] Die Eingeweihten der urpersischen Epoche haben ja vieles in das Astrallicht mit Hilfe des Widerstandes der Erde hineingeschrieben. So war denn, als der erste Eingeweihte der urpersischen Epoche auftrat, eigentlich das ganze für die Menschen bestimmte Astrallicht wie eine unbeschriebene Tafel. Wie gesagt, ich werde später noch sprechen von der urindischen Epoche, aber ich will heute nur bis zu der urpersischen zurückkehren. Es war die ganze Natur, alle Elemente, Festes, Flüssiges, Luftförmiges, Wärmeartiges eine unbeschriebene Tafel. Nun schrieben die Eingeweihten der urpersischen Epoche so viel auf diese Tafel, als man schreiben kann durch den Widerstand der Erde. Da waren zunächst die von den Göttern an die Menschen kommen sollenden Geheimnisse in das Astrallicht hineingeschrieben. Die Tafel war bis zu einem gewissen Maße beschrieben, zu einem anderen Maße noch leer. Es konnten die Eingeweihten der ägyptisch-chaldäischen Epoche kommen und konnten auf ihre Art weiterschreiben, indem sie ihre Schauungen durch den Widerstand des Wassers erlangten. Ein anderer Teil der Tafel wurde beschrieben.
[ 20 ] Es kamen die griechischen Eingeweihten. Sie beschrieben den dritten Teil der Tafel. Nun ist die Naturtafel vollgeschrieben. Sie war mit dem 13., 14. Jahrhundert ganz vollgeschrieben. Man fing an, in den Wärmeäther hineinzuschreiben. Der aber versprüht. Man schrieb eine Zeitlang in den Wärmeäther hinein, bis ins 19. Jahrhundert herein. Man ahnte gar nicht, daß das auch im Astrallichte steht. Aber jetzt ist die Zeit, wo die Menschen einsehen müssen: Nicht aus sich heraus im alten Sinne können sie die Geheimnisse der Welt finden, sondern dadurch, daß sie ihr Gemüt so vorbereiten, daß sie nun das, was schon ganz vollgeschrieben ist auf der Tafel, nun lesen können. Dazu muß man sich heute vorbereiten, dazu muß man sich heute reif machen, daß man nicht aus sich heraus schöpft wie die alten Eingeweihten, sondern daß man im Astrallichte lesen kann, was darinnen steht. Dann wirkt inspirierend gerade dasjenige, was man aus dem Wärmeäther heraus bekommt. Und dann wirkt das, was man aus dem Wärmeäther bekommt, dadurch, daß einem die Götter entgegenkommen und einem in der Realität entgegentragen, was man sich hier auf der Erde erarbeitet hat, dann wirkt es wiederum zurück auf dasjenige, was auf der geschriebenen Tafel steht durch Luft, Wasser, Erde.
[ 20 ] Es kamen die griechischen Eingeweihten. Sie beschrieben den dritten Teil der Tafel. Nun ist die Naturtafel vollgeschrieben. Sie war mit dem 13., 14. Jahrhundert ganz vollgeschrieben. Man fing an, in den Wärmeäther hineinzuschreiben. Der aber versprüht. Man schrieb eine Zeitlang in den Wärmeäther hinein, bis ins 19. Jahrhundert herein. Man ahnte gar nicht, daß das auch im Astrallichte steht. Aber jetzt ist die Zeit, wo die Menschen einsehen müssen: Nicht aus sich heraus im alten Sinne können sie die Geheimnisse der Welt finden, sondern dadurch, daß sie ihr Gemüt so vorbereiten, daß sie nun das, was schon ganz vollgeschrieben ist auf der Tafel, nun lesen können. Dazu muß man sich heute vorbereiten, dazu muß man sich heute reif machen, daß man nicht aus sich heraus schöpft wie die alten Eingeweihten, sondern daß man im Astrallichte lesen kann, was darinnen steht. Dann wirkt inspirierend gerade dasjenige, was man aus dem Wärmeäther heraus bekommt. Und dann wirkt das, was man aus dem Wärmeäther bekommt, dadurch, daß einem die Götter entgegenkommen und einem in der Realität entgegentragen, was man sich hier auf der Erde erarbeitet hat, dann wirkt es wiederum zurück auf dasjenige, was auf der geschriebenen Tafel steht durch Luft, Wasser, Erde.
[ 21 ] Und so ist tatsächlich heute die Naturwissenschaft die Grundlage für das Schauen. Lernt man erst durch Naturwissenschaft die Eigentümlichkeiten von Luft, Wasser, Erde kennen und erlangt man die inneren Fähigkeiten, dann strömt heraus, indem man schaut in das Luftige, in das Wäßrige, indem man schaut in das Erdige, es strömt heraus das Astrallicht. Aber es strömt nicht heraus wie ein unbestimmter Nebel, es strömt so heraus, daß man die Geheimnisse des Weltendaseins und des Menschenlebens drinnen lesen kann. Was lesen wir denn?
[ 21 ] Und so ist tatsächlich heute die Naturwissenschaft die Grundlage für das Schauen. Lernt man erst durch Naturwissenschaft die Eigentümlichkeiten von Luft, Wasser, Erde kennen und erlangt man die inneren Fähigkeiten, dann strömt heraus, indem man schaut in das Luftige, in das Wäßrige, indem man schaut in das Erdige, es strömt heraus das Astrallicht. Aber es strömt nicht heraus wie ein unbestimmter Nebel, es strömt so heraus, daß man die Geheimnisse des Weltendaseins und des Menschenlebens drinnen lesen kann. Was lesen wir denn?
[ 22 ] Wir lesen heute als Menschheit dasjenige, was wir selber hineingeschrieben haben. Denn was heißt denn das: die alten Griechen, die alten ägyptisch-chaldäischen, die alten persischen Menschen haben es eingeschrieben? Das heißt ja: Wir selber haben es hineingeschrieben in unseren früheren Erdenleben.
[ 22 ] Wir lesen heute als Menschheit dasjenige, was wir selber hineingeschrieben haben. Denn was heißt denn das: die alten Griechen, die alten ägyptisch-chaldäischen, die alten persischen Menschen haben es eingeschrieben? Das heißt ja: Wir selber haben es hineingeschrieben in unseren früheren Erdenleben.
[ 23 ] Sehen Sie, geradeso wie unser Gedächtnis, unser inneres Gedächtnis für die gewöhnlichen Dinge, die wir im Erdenleben erfahren, uns bewahrend ist, so ist es das astralische Licht mit dem, was wir hineingeschrieben haben, was um uns herum sich ausbreitet, was eine beschriebene Tafel darstellt mit Bezug auf die Geheimnisse, die wir selber hineingeschrieben haben. Das ist zugleich dasjenige, was wir lesen müssen, wenn wir wiederum auf die Geheimnisse kommen wollen. Es ist eine Art von Evolutionsgedächtnis, das da auftreten muß in der Menschheit. Und es muß allmählich ein Bewußtsein davon entstehen, daß ein solches Evolutionsgedächtnis da ist, daß eigentlich heute die Menschheit in bezug auf ihre früheren Kulturepochen im Astrallichte so lesen muß, wie wir im späteren Alter in unserer Jugend lesen durch unser gewöhnliches Gedächtnis. Weil dies zum Bewußtsein der Menschen kommen soll, habe ich gerade die Vorträge, die ich während der Weihnachtszeit hier gehalten habe, so gehalten, daß Sie daran sehen konnten: Es handelt sich wirklich darum, Geheimnisse, die wir heute brauchen, aus dem Astrallichte heraus zu holen. — Es ist also die alte Einweihung wesentlich auf das Subjektive gegangen. Die neue Einweihung geht auf das Objektive.
[ 23 ] Sehen Sie, geradeso wie unser Gedächtnis, unser inneres Gedächtnis für die gewöhnlichen Dinge, die wir im Erdenleben erfahren, uns bewahrend ist, so ist es das astralische Licht mit dem, was wir hineingeschrieben haben, was um uns herum sich ausbreitet, was eine beschriebene Tafel darstellt mit Bezug auf die Geheimnisse, die wir selber hineingeschrieben haben. Das ist zugleich dasjenige, was wir lesen müssen, wenn wir wiederum auf die Geheimnisse kommen wollen. Es ist eine Art von Evolutionsgedächtnis, das da auftreten muß in der Menschheit. Und es muß allmählich ein Bewußtsein davon entstehen, daß ein solches Evolutionsgedächtnis da ist, daß eigentlich heute die Menschheit in bezug auf ihre früheren Kulturepochen im Astrallichte so lesen muß, wie wir im späteren Alter in unserer Jugend lesen durch unser gewöhnliches Gedächtnis. Weil dies zum Bewußtsein der Menschen kommen soll, habe ich gerade die Vorträge, die ich während der Weihnachtszeit hier gehalten habe, so gehalten, daß Sie daran sehen konnten: Es handelt sich wirklich darum, Geheimnisse, die wir heute brauchen, aus dem Astrallichte heraus zu holen. — Es ist also die alte Einweihung wesentlich auf das Subjektive gegangen. Die neue Einweihung geht auf das Objektive.
[ 24 ] Das ist der große Unterschied. Denn das Subjektive ist alles in die äußere Welt hineingeschrieben, was Götter in den Menschen hineingeheimnißt haben. Was sie hineingeheimnißt haben in seinen Empfindungsleib, es ist herausgekommen während der urpersischen Epoche. Was sie hineingeheimnißt haben in seine Empfindungsseele, es ist herausgekommen während der ägyptisch-chaldäischen Periode. Was sie hineingeheimnißt haben in seine Gemüts- oder Verstandesseele, es ist herausgekommen während der griechischen Epoche. Aber die Bewußtseinsseele, die wir nun entwikkeln sollen, sie ist selbständig, sie setzt nichts mehr aus sich heraus. Aber sie steht gegenüber demjenigen, was schon da ist. Wir müssen als Menschen unsere Menschheit im Astrallichte wiederfinden. Das ist das Eigentümliche der Rosenkreuzerei, daß diese Rosenkreuzerei in einer Übergangszeit dabei stehenbleiben mußte, in gewisse traumhafte Zustände hineinzukommen und gewissermaßen die höhere Wahrheit desjenigen zu träumen, was die Wissenschaft nüchtern hier in der Natur findet. Das ist aber das Eigentümliche seit dem Beginn der Michael-Epoche, seit dem Ende der siebziger Jahre im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, daß dasselbe, was während der alten Rosenkreuzerzeit in der geschilderten Weise erreicht worden war, nun in bewußter Weise erreicht werden kann. So daß man heute sagen kann: Es braucht nicht mehr jenen anderen Zustand, der halbbewußt ist, aber es braucht einen höheren bewußten Zustand. Und dann, dann kann man mit den Naturerkenntnissen, die man sich erwirbt, hineintauchen in die höhere Welt, und das, was man sich als Naturerkenntnis erworben hat, das taucht einem entgegen aus der höheren Welt; indem man das ins Astrallicht Eingeschriebene wieder liest, taucht es einem entgegen in geistiger Realität. Und das, was man da tut, daß man hinausträgt in eine geistige Welt die hier errungenen Naturerkenntnisse oder auch die Schöpfungen der naturalistischen Kunst oder auch die Empfindungen der naturalistisch im Innern der Seele wirkenden Religion — denn im Grunde ist ja auch die Religion naturalistisch geworden —, indem man das alles hinaufträgt, begegnet man in der Tat, wenn man die Fähigkeiten dazu entwickelt, Michael. Und so kann man sagen: Die Rosenkreuzerei ist dadurch gekennzeichnet, daß ihre erleuchtetsten Geister eine starke Sehnsucht hatten, Michael zu begegnen. Sie konnten es nur wie im Traume. Seit dem Ende des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts können die Menschen in bewußter Weise dem Geiste Michael begegnen.
[ 24 ] Das ist der große Unterschied. Denn das Subjektive ist alles in die äußere Welt hineingeschrieben, was Götter in den Menschen hineingeheimnißt haben. Was sie hineingeheimnißt haben in seinen Empfindungsleib, es ist herausgekommen während der urpersischen Epoche. Was sie hineingeheimnißt haben in seine Empfindungsseele, es ist herausgekommen während der ägyptisch-chaldäischen Periode. Was sie hineingeheimnißt haben in seine Gemüts- oder Verstandesseele, es ist herausgekommen während der griechischen Epoche. Aber die Bewußtseinsseele, die wir nun entwikkeln sollen, sie ist selbständig, sie setzt nichts mehr aus sich heraus. Aber sie steht gegenüber demjenigen, was schon da ist. Wir müssen als Menschen unsere Menschheit im Astrallichte wiederfinden. Das ist das Eigentümliche der Rosenkreuzerei, daß diese Rosenkreuzerei in einer Übergangszeit dabei stehenbleiben mußte, in gewisse traumhafte Zustände hineinzukommen und gewissermaßen die höhere Wahrheit desjenigen zu träumen, was die Wissenschaft nüchtern hier in der Natur findet. Das ist aber das Eigentümliche seit dem Beginn der Michael-Epoche, seit dem Ende der siebziger Jahre im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, daß dasselbe, was während der alten Rosenkreuzerzeit in der geschilderten Weise erreicht worden war, nun in bewußter Weise erreicht werden kann. So daß man heute sagen kann: Es braucht nicht mehr jenen anderen Zustand, der halbbewußt ist, aber es braucht einen höheren bewußten Zustand. Und dann, dann kann man mit den Naturerkenntnissen, die man sich erwirbt, hineintauchen in die höhere Welt, und das, was man sich als Naturerkenntnis erworben hat, das taucht einem entgegen aus der höheren Welt; indem man das ins Astrallicht Eingeschriebene wieder liest, taucht es einem entgegen in geistiger Realität. Und das, was man da tut, daß man hinausträgt in eine geistige Welt die hier errungenen Naturerkenntnisse oder auch die Schöpfungen der naturalistischen Kunst oder auch die Empfindungen der naturalistisch im Innern der Seele wirkenden Religion — denn im Grunde ist ja auch die Religion naturalistisch geworden —, indem man das alles hinaufträgt, begegnet man in der Tat, wenn man die Fähigkeiten dazu entwickelt, Michael. Und so kann man sagen: Die Rosenkreuzerei ist dadurch gekennzeichnet, daß ihre erleuchtetsten Geister eine starke Sehnsucht hatten, Michael zu begegnen. Sie konnten es nur wie im Traume. Seit dem Ende des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts können die Menschen in bewußter Weise dem Geiste Michael begegnen.
[ 25 ] Aber Michael ist eben eine eigenartige Wesenheit. Michael ist eine Wesenheit, die eigentlich nichts offenbart, wenn man ihr nicht aus emsiger geistiger Arbeit von der Erde aus etwas entgegenbringt. Michael ist ein schweigsamer Geist. Michael ist ein in sich verschlossener Geist. Während andere der regierenden Erzengel vielredende Geister sind — im geistigen Sinne natürlich —, ist Michael ein durchaus verschlossener Geist, ein wenig redender Geist, der höchstens spärliche Direktiven gibt. Denn das, was man von Michael erfährt, ist eigentlich nicht das Wort, sondern — wenn ich mich so ausdrücken darf — der Blick, die Kraft des Blickes. Und das beruht darauf, daß eigentlich Michael sich am meisten zu tun macht mit demjenigen, was die Menschen aus dem Geistigen heraus schaffen. Er lebt in den Folgen des von den Menschen Geschaffenen. Die anderen Geister leben mehr mit den Ursachen, Michael lebt mehr mit den Folgen. Die anderen Geister impulsieren im Menschen dasjenige, was der Mensch tun soll. Michael wird der eigentlich geistige Held der Freiheit sein. Er läßt die Menschen tun, aber nimmt dann das, was aus Menschentaten wird, auf, um es weiter fortzutragen im Kosmos, um dasjenige, was Menschen damit noch nicht wirken können, weiterzuwirken im Kosmos.
[ 25 ] Aber Michael ist eben eine eigenartige Wesenheit. Michael ist eine Wesenheit, die eigentlich nichts offenbart, wenn man ihr nicht aus emsiger geistiger Arbeit von der Erde aus etwas entgegenbringt. Michael ist ein schweigsamer Geist. Michael ist ein in sich verschlossener Geist. Während andere der regierenden Erzengel vielredende Geister sind — im geistigen Sinne natürlich —, ist Michael ein durchaus verschlossener Geist, ein wenig redender Geist, der höchstens spärliche Direktiven gibt. Denn das, was man von Michael erfährt, ist eigentlich nicht das Wort, sondern — wenn ich mich so ausdrücken darf — der Blick, die Kraft des Blickes. Und das beruht darauf, daß eigentlich Michael sich am meisten zu tun macht mit demjenigen, was die Menschen aus dem Geistigen heraus schaffen. Er lebt in den Folgen des von den Menschen Geschaffenen. Die anderen Geister leben mehr mit den Ursachen, Michael lebt mehr mit den Folgen. Die anderen Geister impulsieren im Menschen dasjenige, was der Mensch tun soll. Michael wird der eigentlich geistige Held der Freiheit sein. Er läßt die Menschen tun, aber nimmt dann das, was aus Menschentaten wird, auf, um es weiter fortzutragen im Kosmos, um dasjenige, was Menschen damit noch nicht wirken können, weiterzuwirken im Kosmos.
[ 26 ] Man hat anderen Wesenheiten aus der Hierarchie der Archangeloi gegenüber das Gefühl: von ihnen kommen die Impulse, das oder jenes zu tun; im größeren oder geringeren Grade kommen von ihnen die Impulse. Aber Michael ist derjenige Geist, von dem zunächst nicht Impulse kommen, weil seine wirklich repräsentative Herrschaftsperiode diejenige ist, die jetzt kommt, wo die Dinge aus der menschlichen Freiheit kommen. Wenn aber der Mensch aus seiner Freiheit heraus, angeregt durch das Lesen des Astrallichtes, bewußt oder unbewußt dies oder jenes tut, so trägt Michael das, was menschliche Erdentat ist, in den Kosmos hinaus, daß es kosmische Tat wird. Er kümmert sich um die Folgen, andere Geister mehr um die Ursachen.
[ 26 ] Man hat anderen Wesenheiten aus der Hierarchie der Archangeloi gegenüber das Gefühl: von ihnen kommen die Impulse, das oder jenes zu tun; im größeren oder geringeren Grade kommen von ihnen die Impulse. Aber Michael ist derjenige Geist, von dem zunächst nicht Impulse kommen, weil seine wirklich repräsentative Herrschaftsperiode diejenige ist, die jetzt kommt, wo die Dinge aus der menschlichen Freiheit kommen. Wenn aber der Mensch aus seiner Freiheit heraus, angeregt durch das Lesen des Astrallichtes, bewußt oder unbewußt dies oder jenes tut, so trägt Michael das, was menschliche Erdentat ist, in den Kosmos hinaus, daß es kosmische Tat wird. Er kümmert sich um die Folgen, andere Geister mehr um die Ursachen.
[ 27 ] Aber Michael ist nicht nur ein verschlossener, schweigsamer Geist, Michael kommt, indem er an den Menschen herantritt, mit einer deutlichen Abweisung von vielem an den Menschen heran, in dem der Mensch heute noch auf Erden lebt. So zum Beispiel alles das, was sich im Menschen- oder im Tierleben oder im Pflanzenleben an Erkenntnissen bildet, die auf die vererbten Eigenschaften gehen, die auf dasjenige gehen, was sich in der physischen Natur forterbt, das ist so, daß es einem vorkommt: Michael stößt es abweisend von sich. Er will damit zeigen, daß solche Erkenntnisse dem Menschen für die geistige Welt nichts fruchten können. Nur was der Mensch unabhängig von dem rein Vererbbaren in der Menschheit, in der Tierheit, in der Pflanzenheit findet, das läßt sich vor Michael hinauftragen. Und da bekommt man nicht die so vielsagende abweisende Handbewegung, sondern man bekommt den zustimmenden Blick, der einem sagt: Das ist gerecht gedacht vor der Lenkung des Kosmos. — Denn das ist dasjenige, was man immer mehr und mehr erstreben lernt: gewissermaßen zu sinnen, um durchzustoßen bis zum Astrallichte, zu schauen die Geheimnisse des Daseins und dann vor Michael hinzutreten und den zustimmenden Blick zu bekommen, der einem sagt: Das ist richtig, das ist gerecht vor der Lenkung des Kosmos.
[ 27 ] Aber Michael ist nicht nur ein verschlossener, schweigsamer Geist, Michael kommt, indem er an den Menschen herantritt, mit einer deutlichen Abweisung von vielem an den Menschen heran, in dem der Mensch heute noch auf Erden lebt. So zum Beispiel alles das, was sich im Menschen- oder im Tierleben oder im Pflanzenleben an Erkenntnissen bildet, die auf die vererbten Eigenschaften gehen, die auf dasjenige gehen, was sich in der physischen Natur forterbt, das ist so, daß es einem vorkommt: Michael stößt es abweisend von sich. Er will damit zeigen, daß solche Erkenntnisse dem Menschen für die geistige Welt nichts fruchten können. Nur was der Mensch unabhängig von dem rein Vererbbaren in der Menschheit, in der Tierheit, in der Pflanzenheit findet, das läßt sich vor Michael hinauftragen. Und da bekommt man nicht die so vielsagende abweisende Handbewegung, sondern man bekommt den zustimmenden Blick, der einem sagt: Das ist gerecht gedacht vor der Lenkung des Kosmos. — Denn das ist dasjenige, was man immer mehr und mehr erstreben lernt: gewissermaßen zu sinnen, um durchzustoßen bis zum Astrallichte, zu schauen die Geheimnisse des Daseins und dann vor Michael hinzutreten und den zustimmenden Blick zu bekommen, der einem sagt: Das ist richtig, das ist gerecht vor der Lenkung des Kosmos.
[ 28 ] Und so ist es bei Michael, daß er eine strenge Abweisung für alles das hat, was auch zum Beispiel das Trennende der menschlichen Sprachen ist. Solange man seine Erkenntnisse in die Sprache nur einhüllt, sie nicht hinaufträgt in den Gedanken, so lange kommt man nicht in die Nähe des Michael. Daher besteht auch heute in der geistigen Welt im Grunde genommen ein vielbedeutsamer Kampf. Denn auf der einen Seite ist eben hereingetreten in die Menschheitsentwickelung der Michael-Impuls: er ist da; aber auf der anderen Seite ist innerhalb der Menschheitsentwickelung vieles, was diesen Michael-Impuls eben nicht aufnehmen will, was diesen MichaelImpuls zurückweisen will. Und zu dem, was diesen Michael-Impuls zurückweisen will, gehören zum Beispiel heute die Nationalitätsempfindungen. Sie loderten auf im 19. Jahrhundert, wurden stark im 20. Jahrhundert immer mehr und mehr. Nach dem Nationalitätsprinzip ist in der letzten Zeit viel, man kann nicht sagen, geordnet, sondern geunordnet worden. Es ist eben wirklich geunordnet worden. Das alles widerstrebt im furchtbarsten Sinne dem Michael-Prinzip. Das alles enthält ahrimanische Kräfte, die entgegenstreben dem Hereinwirken, dem Hereinimpulsieren der Michael-Kräfte in das Erdenleben des Menschen. Und so schaut man denn heute diesen Kampf von nach oben anstürmenden ahrimanischen Geistern, die das nach oben tragen möchten, was aus den vererbten Nationalitätsimpulsen herauskommt und was Michael streng abweist, zurückweist.
[ 28 ] Und so ist es bei Michael, daß er eine strenge Abweisung für alles das hat, was auch zum Beispiel das Trennende der menschlichen Sprachen ist. Solange man seine Erkenntnisse in die Sprache nur einhüllt, sie nicht hinaufträgt in den Gedanken, so lange kommt man nicht in die Nähe des Michael. Daher besteht auch heute in der geistigen Welt im Grunde genommen ein vielbedeutsamer Kampf. Denn auf der einen Seite ist eben hereingetreten in die Menschheitsentwickelung der Michael-Impuls: er ist da; aber auf der anderen Seite ist innerhalb der Menschheitsentwickelung vieles, was diesen Michael-Impuls eben nicht aufnehmen will, was diesen MichaelImpuls zurückweisen will. Und zu dem, was diesen Michael-Impuls zurückweisen will, gehören zum Beispiel heute die Nationalitätsempfindungen. Sie loderten auf im 19. Jahrhundert, wurden stark im 20. Jahrhundert immer mehr und mehr. Nach dem Nationalitätsprinzip ist in der letzten Zeit viel, man kann nicht sagen, geordnet, sondern geunordnet worden. Es ist eben wirklich geunordnet worden. Das alles widerstrebt im furchtbarsten Sinne dem Michael-Prinzip. Das alles enthält ahrimanische Kräfte, die entgegenstreben dem Hereinwirken, dem Hereinimpulsieren der Michael-Kräfte in das Erdenleben des Menschen. Und so schaut man denn heute diesen Kampf von nach oben anstürmenden ahrimanischen Geistern, die das nach oben tragen möchten, was aus den vererbten Nationalitätsimpulsen herauskommt und was Michael streng abweist, zurückweist.
[ 29 ] Es ist in der Tat heute nach dieser Richtung hin der lebhafteste Geisteskampf vorhanden, weil über einen großen Teil der Menschheit das ja ausgegossen ist, daß nicht Gedanken vorhanden sind, sondern daß die Menschen in Worten denken. So aber in Worten denken ist kein Weg zu Michael. Zu Michael kommt man nur, wenn man durch die Worte hindurch zu wahren inneren Geist-Erlebnissen kommt, wenn man nicht an den Worten hängt, sondern zu wahren inneren Geist-Erlebnissen kommt. Das ist ja in der Tat das Geheimnis der modernen Einweihung: über die Worte hinauszukommen zum Erleben des Geistigen. Das ist nichts, was gegen die Empfindung der Schönheit der Sprache verstößt. Denn gerade dann, wenn man nicht mehr in der Sprache denkt, dann fängt man an, die Sprache zu empfinden und als Empfindungselement in sich und von sich strömen zu haben. Aber das ist etwas, was von dem Menschen heute erst angestrebt werden muß.
[ 29 ] Es ist in der Tat heute nach dieser Richtung hin der lebhafteste Geisteskampf vorhanden, weil über einen großen Teil der Menschheit das ja ausgegossen ist, daß nicht Gedanken vorhanden sind, sondern daß die Menschen in Worten denken. So aber in Worten denken ist kein Weg zu Michael. Zu Michael kommt man nur, wenn man durch die Worte hindurch zu wahren inneren Geist-Erlebnissen kommt, wenn man nicht an den Worten hängt, sondern zu wahren inneren Geist-Erlebnissen kommt. Das ist ja in der Tat das Geheimnis der modernen Einweihung: über die Worte hinauszukommen zum Erleben des Geistigen. Das ist nichts, was gegen die Empfindung der Schönheit der Sprache verstößt. Denn gerade dann, wenn man nicht mehr in der Sprache denkt, dann fängt man an, die Sprache zu empfinden und als Empfindungselement in sich und von sich strömen zu haben. Aber das ist etwas, was von dem Menschen heute erst angestrebt werden muß.
[ 30 ] Es ist vielleicht zunächst von den Menschen gar nicht für die Sprache zu erringen, sondern zuerst durch die Schrift. Denn auch in bezug auf die Schrift ist es so, daß die Menschen nicht die Schrift haben, sondern die Schrift die Menschen hat. Was heißt das, die Schrift hat die Menschen? Das heißt, man hat im Handgelenk, in der Hand einen bestimmten Schriftzug. Man schreibt mechanisch aus der Hand heraus. Das fesselt den Menschen. Ungefesselt wird der Mensch dann, wenn er so schreibt, wie er malt oder zeichnet, wenn ihm jeder Buchstabe neben dem anderen etwas wird, was er zeichnet:
[ 30 ] Es ist vielleicht zunächst von den Menschen gar nicht für die Sprache zu erringen, sondern zuerst durch die Schrift. Denn auch in bezug auf die Schrift ist es so, daß die Menschen nicht die Schrift haben, sondern die Schrift die Menschen hat. Was heißt das, die Schrift hat die Menschen? Das heißt, man hat im Handgelenk, in der Hand einen bestimmten Schriftzug. Man schreibt mechanisch aus der Hand heraus. Das fesselt den Menschen. Ungefesselt wird der Mensch dann, wenn er so schreibt, wie er malt oder zeichnet, wenn ihm jeder Buchstabe neben dem anderen etwas wird, was er zeichnet:


[ 31 ] wo nicht das, was man gewöhnlich eine Handschrift nennt, vorhanden ist, sondern wo man die Form des Buchstabens zeichnet, wo man sich also objektiv zum Buchstaben verhält, so daß das Wesentliche das Anschauen ist.
[ 31 ] wo nicht das, was man gewöhnlich eine Handschrift nennt, vorhanden ist, sondern wo man die Form des Buchstabens zeichnet, wo man sich also objektiv zum Buchstaben verhält, so daß das Wesentliche das Anschauen ist.
[ 32 ] Aus diesem Grunde war es, warum — so paradox das heute erscheint — in gewissen Rosenkreuzerschulen das Schreibenlernen bis zum vierzehnten, fünfzehnten Lebensjahre untersagt war, so daß diese Form, dieser Mechanismus, der sich in der Schrift entlädt, nicht in den menschlichen Organismus hineingekommen ist, sondern daß erst, wenn die Anschauung ausgebildet war, der Mensch an die Buchstabenform herangekommen ist; und dann sollte er sogleich, wenn er die konventionellen Buchstaben lernte, die man für den menschlichen Umgang braucht, auch andere lernen, die spezifischen Rosenkreuzer-Buchstaben, die man als Geheimschrift ansieht, von der man sagt, das ist eine Geheimschrift. Sie war nicht als Geheimschrift gemeint, sie war so gemeint, daß man für ein A zu gleicher Zeit kennenlernen sollte ein anderes Zeichen: ©, damit man nicht haftete an dem einen Zeichen, sondern loskam von den Zeichen und gewissermaßen einem das A als Laut etwas Höheres wurde als dieses A- und dieses O-Zeichen, während sich sonst der Buchstabe des A identifiziert mit dem, was als A schwebend, webend als Laut sich uns entringt.
[ 32 ] Aus diesem Grunde war es, warum — so paradox das heute erscheint — in gewissen Rosenkreuzerschulen das Schreibenlernen bis zum vierzehnten, fünfzehnten Lebensjahre untersagt war, so daß diese Form, dieser Mechanismus, der sich in der Schrift entlädt, nicht in den menschlichen Organismus hineingekommen ist, sondern daß erst, wenn die Anschauung ausgebildet war, der Mensch an die Buchstabenform herangekommen ist; und dann sollte er sogleich, wenn er die konventionellen Buchstaben lernte, die man für den menschlichen Umgang braucht, auch andere lernen, die spezifischen Rosenkreuzer-Buchstaben, die man als Geheimschrift ansieht, von der man sagt, das ist eine Geheimschrift. Sie war nicht als Geheimschrift gemeint, sie war so gemeint, daß man für ein A zu gleicher Zeit kennenlernen sollte ein anderes Zeichen: ©, damit man nicht haftete an dem einen Zeichen, sondern loskam von den Zeichen und gewissermaßen einem das A als Laut etwas Höheres wurde als dieses A- und dieses O-Zeichen, während sich sonst der Buchstabe des A identifiziert mit dem, was als A schwebend, webend als Laut sich uns entringt.


[ 33 ] Und mit der Rosenkreuzerei kam da auch viel in das Volk hinein. Denn es war ein Hauptgrundsatz der Rosenkreuzerei, daß von den kleinen Kreisen, in denen die Leute vereinigt waren, diese Leute auszogen in die Welt, wie ich schon gesagt habe, indem sie zumeist die Tätigkeit des Arztes ausübten, aber während sie Ärzte waren, in weiten Kreisen, wo sie hinkamen, Erkenntnisse verbreiteten. Es war so, daß mit diesen Erkenntnissen sich aber auch gewisse Gesinnungen verbreiteten, Gesinnungen, die man überall antrifft, wo die Spuren der Rosenkreuzerei sind. Sie nehmen manchmal groteske Formen an, diese Gesinnungen. Aber tatsächlich, eine dieser Gesinnungen war diejenige, die darin zum Ausdrucke kam, daß man diese ganze moderne Art, sich zum Schreiben und zum Drucken gar zu verhalten, als eine schwarze Kunst ansah. Denn in der Tat, nichts hindert einen mehr, im Astrallichte zu lesen, als das gewöhnliche Schreiben. Dieses Fixieren auf künstliche Art, das hindert einen ja sehr, im Astrallichte zu lesen. Man muß das immer erst überwinden, dieses Schreiben, wenn man im Astrallicht lesen will.
[ 33 ] Und mit der Rosenkreuzerei kam da auch viel in das Volk hinein. Denn es war ein Hauptgrundsatz der Rosenkreuzerei, daß von den kleinen Kreisen, in denen die Leute vereinigt waren, diese Leute auszogen in die Welt, wie ich schon gesagt habe, indem sie zumeist die Tätigkeit des Arztes ausübten, aber während sie Ärzte waren, in weiten Kreisen, wo sie hinkamen, Erkenntnisse verbreiteten. Es war so, daß mit diesen Erkenntnissen sich aber auch gewisse Gesinnungen verbreiteten, Gesinnungen, die man überall antrifft, wo die Spuren der Rosenkreuzerei sind. Sie nehmen manchmal groteske Formen an, diese Gesinnungen. Aber tatsächlich, eine dieser Gesinnungen war diejenige, die darin zum Ausdrucke kam, daß man diese ganze moderne Art, sich zum Schreiben und zum Drucken gar zu verhalten, als eine schwarze Kunst ansah. Denn in der Tat, nichts hindert einen mehr, im Astrallichte zu lesen, als das gewöhnliche Schreiben. Dieses Fixieren auf künstliche Art, das hindert einen ja sehr, im Astrallichte zu lesen. Man muß das immer erst überwinden, dieses Schreiben, wenn man im Astrallicht lesen will.
[ 34 ] Und da kommen zwei Dinge zusammen, von denen ich eines vor einiger Zeit genannt habe: daß der ganze Mensch mit innerer Tätigkeit beim Produzieren der geistigen Erkenntnisse dabei sein soll. Ich legte Ihnen das Bekenntnis ab, daß ich viele Notizbücher habe, in denen ich aufschreibe oder aufzeichne das, was sich mir ergibt. Ich schaue sie dann gewöhnlich nicht mehr an. Aber dadurch, daß man nicht den Kopf, sondern den ganzen Menschen betätigt, dadurch kommen diese auch den Menschen ergreifenden Erkenntnisse heraus. Derjenige, der das tut, der gewöhnt sich nach und nach auch an, wirklich nicht viel zu geben auf das, was er physisch sieht im Fixierten, sondern bei der Tätigkeit stehenzubleiben, um sich nicht die Fähigkeit zu verderben, nun im Astrallichte zu schauen. Aber auch einfach dadurch, daß man sich zurückhält und möglichst beim Fixieren in gewöhnlicher Schrift nicht an dem haftet, was Schrift ist, sondern entweder nach dem Gefallen an den Buchstaben zeichnet — dann ist es ja so, wie wenn man malt, dann ist es eine Kunst —, oder aber, daß man nicht reflektiert auf das, was man aufschreibt. Nur dadurch erwirbt man sich die Fähigkeit, die Eindrücke, die Impressionen des Astrallichtes sich nicht zu verderben.
[ 34 ] Und da kommen zwei Dinge zusammen, von denen ich eines vor einiger Zeit genannt habe: daß der ganze Mensch mit innerer Tätigkeit beim Produzieren der geistigen Erkenntnisse dabei sein soll. Ich legte Ihnen das Bekenntnis ab, daß ich viele Notizbücher habe, in denen ich aufschreibe oder aufzeichne das, was sich mir ergibt. Ich schaue sie dann gewöhnlich nicht mehr an. Aber dadurch, daß man nicht den Kopf, sondern den ganzen Menschen betätigt, dadurch kommen diese auch den Menschen ergreifenden Erkenntnisse heraus. Derjenige, der das tut, der gewöhnt sich nach und nach auch an, wirklich nicht viel zu geben auf das, was er physisch sieht im Fixierten, sondern bei der Tätigkeit stehenzubleiben, um sich nicht die Fähigkeit zu verderben, nun im Astrallichte zu schauen. Aber auch einfach dadurch, daß man sich zurückhält und möglichst beim Fixieren in gewöhnlicher Schrift nicht an dem haftet, was Schrift ist, sondern entweder nach dem Gefallen an den Buchstaben zeichnet — dann ist es ja so, wie wenn man malt, dann ist es eine Kunst —, oder aber, daß man nicht reflektiert auf das, was man aufschreibt. Nur dadurch erwirbt man sich die Fähigkeit, die Eindrücke, die Impressionen des Astrallichtes sich nicht zu verderben.
[ 35 ] Wenn man also genötigt ist, in der Weise sich zur Schrift zu verhalten, wie das heute der Fall ist, dann verdirbt man sich den geistigen Fortschritt. Daher ist es ja so, daß bei unserer WaldorfschulPädagogik gerade darauf ein großer Wert gelegt wird, daß die Menschen mit dem Schreiben nicht so weit kommen, wie es heute bei der profanen Pädagogik der Fall ist, daß wirklich der Mensch im Geistigen herinnen bleiben kann. Denn das ist notwendig.
[ 35 ] Wenn man also genötigt ist, in der Weise sich zur Schrift zu verhalten, wie das heute der Fall ist, dann verdirbt man sich den geistigen Fortschritt. Daher ist es ja so, daß bei unserer WaldorfschulPädagogik gerade darauf ein großer Wert gelegt wird, daß die Menschen mit dem Schreiben nicht so weit kommen, wie es heute bei der profanen Pädagogik der Fall ist, daß wirklich der Mensch im Geistigen herinnen bleiben kann. Denn das ist notwendig.
[ 36 ] Es muß wiederum die Welt dazu kommen können, das Einweihungsprinzip als solches unter die Zivilisationsprinzipien aufnehmen zu können. Denn nur dadurch kommt eben das zustande, daß der Mensch hier auf Erden in seiner Seele etwas ansammelt, mit dem er hintreten kann vor Michael, so daß der zustimmende Blick ihn trifft: Das ist weltgerecht. — Dann wird dadurch der Wille befestigt, der Mensch eingegliedert in den geistigen Fortgang der Welt. Dann wird dadurch der Mensch ein Mitarbeiter desjenigen, was durch Michael, jetzt beginnend in der Michael-Epoche, in die Menschheits- und Erdenentwickelung eingefügt werden soll.
[ 36 ] Es muß wiederum die Welt dazu kommen können, das Einweihungsprinzip als solches unter die Zivilisationsprinzipien aufnehmen zu können. Denn nur dadurch kommt eben das zustande, daß der Mensch hier auf Erden in seiner Seele etwas ansammelt, mit dem er hintreten kann vor Michael, so daß der zustimmende Blick ihn trifft: Das ist weltgerecht. — Dann wird dadurch der Wille befestigt, der Mensch eingegliedert in den geistigen Fortgang der Welt. Dann wird dadurch der Mensch ein Mitarbeiter desjenigen, was durch Michael, jetzt beginnend in der Michael-Epoche, in die Menschheits- und Erdenentwickelung eingefügt werden soll.
[ 37 ] Es sind also viele, viele Dinge, welche zu berücksichtigen sind, wenn der Mensch in der richtigen Weise über jenen Abgrund hinübersetzen will, von dem ich gestern gesprochen habe und an dem im Grunde genommen ein Hüter steht. Wie dieser Abgrund sich auftat in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts, wie sich nun unter dem Einflusse solcher Erkenntnisse, wie ich sie heute wieder dargelegt habe, der Mensch, rückschauend zu diesem Abgrund, zu diesem Hüter verhalten kann, davon sollen dann die nächsten Vorträge handeln.
[ 37 ] Es sind also viele, viele Dinge, welche zu berücksichtigen sind, wenn der Mensch in der richtigen Weise über jenen Abgrund hinübersetzen will, von dem ich gestern gesprochen habe und an dem im Grunde genommen ein Hüter steht. Wie dieser Abgrund sich auftat in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts, wie sich nun unter dem Einflusse solcher Erkenntnisse, wie ich sie heute wieder dargelegt habe, der Mensch, rückschauend zu diesem Abgrund, zu diesem Hüter verhalten kann, davon sollen dann die nächsten Vorträge handeln.
