Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume II
GA 236
11 May 1924, Dornach
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Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge
Neunter Vortrag
Neunter Vortrag
[ 1 ] Es werden uns nun noch eine Zeit hindurch die gesetzmäßigen Zusammenhänge innerhalb der menschlichen Karmaentwickelung beschäftigen, und ich werde heute zunächst die innere Konfiguration in der Bildung des Karma etwas auseinandersetzen, und zwar desjenigen Teiles des Karma, der es vorzugsweise mit der moralischen, mit der ethischen und mit der geistigen Seite des menschlichen Lebens zu tun hat.
[ 1 ] Es werden uns nun noch eine Zeit hindurch die gesetzmäßigen Zusammenhänge innerhalb der menschlichen Karmaentwickelung beschäftigen, und ich werde heute zunächst die innere Konfiguration in der Bildung des Karma etwas auseinandersetzen, und zwar desjenigen Teiles des Karma, der es vorzugsweise mit der moralischen, mit der ethischen und mit der geistigen Seite des menschlichen Lebens zu tun hat.
[ 2 ] Nur müssen Sie dabei berücksichtigen, daß in dem Augenblicke, wo man hinausschaut aus der physischen Welt — und das tut man ja, indem man das Karma betrachtet, und die karmischen Zusammenhänge sind geistige, auch wenn sie sich im Physischen, sagen wir zum Beispiel in Krankheiten ausleben —, dann dasjenige, was dem Karma angehört bei einer Krankheit, eben geistig verursacht ist. Also unter allen Umständen kommt man in das Geistige hinein, wenn man an die karmische Betrachtung heranrückt. Aber wir wollen heute einmal den ethisch-geistigen, den seelischen Teil des Karma besonders ins Auge fassen.
[ 2 ] Nur müssen Sie dabei berücksichtigen, daß in dem Augenblicke, wo man hinausschaut aus der physischen Welt — und das tut man ja, indem man das Karma betrachtet, und die karmischen Zusammenhänge sind geistige, auch wenn sie sich im Physischen, sagen wir zum Beispiel in Krankheiten ausleben —, dann dasjenige, was dem Karma angehört bei einer Krankheit, eben geistig verursacht ist. Also unter allen Umständen kommt man in das Geistige hinein, wenn man an die karmische Betrachtung heranrückt. Aber wir wollen heute einmal den ethisch-geistigen, den seelischen Teil des Karma besonders ins Auge fassen.
[ 3 ] Es ist ja schon einmal von mir darauf aufmerksam gemacht worden, wie das Karma, die Karmabildung, zusammenhängt mit jenen Wesenheiten auf der Erde, welche in sehr alten Zeiten der Erdenentwickelung auf der Erde selbst vorhanden waren, und die dann mit dem Mondenaustritt von der Erde weggegangen sind, um weiter im Weltenall als eine Art von Mondbewohner, Mondwesenheiten eben auf dem Monde ihren Wohnplatz zu haben.
[ 3 ] Es ist ja schon einmal von mir darauf aufmerksam gemacht worden, wie das Karma, die Karmabildung, zusammenhängt mit jenen Wesenheiten auf der Erde, welche in sehr alten Zeiten der Erdenentwickelung auf der Erde selbst vorhanden waren, und die dann mit dem Mondenaustritt von der Erde weggegangen sind, um weiter im Weltenall als eine Art von Mondbewohner, Mondwesenheiten eben auf dem Monde ihren Wohnplatz zu haben.
[ 4 ] Wir müssen dasjenige, was wir Mond nennen, wovon ja der physische Teil, der gewöhnlich beschrieben wird, nur, ich möchte sagen, eine Andeutung ist, wir müssen ja den Mond ansehen als den Träger gewisser geistiger Wesenheiten, von denen eben die wichtigsten diese sind, die einmal als die großen Urlehrer die Erde bewohnt haben, die auf der Erde jene Urweisheit unter den Menschen begründet haben, von der ich des öfteren gesprochen habe. Diese Wesenheiten waren also einmal auf der Erde. Sie waren da, als der Mond noch nicht von der Erde getrennt war. Da haben sie, so wie ich es früher einmal beschrieben habe, den Menschen die Urweisheit gewissermaßen eingeflößt, so daß die Menschen durch eine Art innerer Erleuchtung zu dieser Urweisheit gekommen sind. Und die Art, wie diese Wesen gewirkt haben, ist durchaus verschieden von der Art, wie heute auf der Erde von Menschen gewirkt werden kann.
[ 4 ] Wir müssen dasjenige, was wir Mond nennen, wovon ja der physische Teil, der gewöhnlich beschrieben wird, nur, ich möchte sagen, eine Andeutung ist, wir müssen ja den Mond ansehen als den Träger gewisser geistiger Wesenheiten, von denen eben die wichtigsten diese sind, die einmal als die großen Urlehrer die Erde bewohnt haben, die auf der Erde jene Urweisheit unter den Menschen begründet haben, von der ich des öfteren gesprochen habe. Diese Wesenheiten waren also einmal auf der Erde. Sie waren da, als der Mond noch nicht von der Erde getrennt war. Da haben sie, so wie ich es früher einmal beschrieben habe, den Menschen die Urweisheit gewissermaßen eingeflößt, so daß die Menschen durch eine Art innerer Erleuchtung zu dieser Urweisheit gekommen sind. Und die Art, wie diese Wesen gewirkt haben, ist durchaus verschieden von der Art, wie heute auf der Erde von Menschen gewirkt werden kann.
[ 5 ] Denn sehen Sie, man würde die Art der Wirksamkeit dieser alten Urlehrer unter den Menschen eigentlich als eine Art magischer Wirkung bezeichnen müssen, als Wirkungen, die dadurch geschehen sind, daß der menschliche Wille noch einen wesentlich größeren Einfluß gehabt hat, auch auf das, was äußerlich geschehen kann, als er heute haben kann. Heute kann ja der Wille nur durch physische Übertragung auf die Außenwelt wirken. Wir müssen, wenn wir einen Gegenstand stoßen wollen, den Willen entfalten, durch unseren Arm und durch unsere Hand müssen wir an den Gegenstand anstoßen. Die unmittelbare Wirkung des Willens auf äußere Vorgänge, die wir heute als Naturvorgänge bezeichnen würden, die war aber zur Zeit der alten Urlehrer noch vorhanden in einer Weise, die wir heute als magische Wirkungen bezeichnen würden. Man kann etwa folgendes sagen: Die letzten Reste solcher Wirkungen des menschlichen Willens ragten ja noch herein bis vor einer verhältnismäßig kurzen Zeit. So zum Beispiel erzählt uns ja noch Rousseau, wie er in gewissen wärmeren Gegenden in der Lage war, Kröten, die in seine Nähe gekommen sind, einfach dadurch, daß er sie scharf mit dem Blicke fixierte, bis zur Lähmung, ja bis zum Sterben zu bringen. Diese in wärmeren Gegenden noch bis ins 18. Jahrhundert hineinreichende Wirksamkeit des menschlichen Willens ist ja immer mehr und mehr hingeschwunden. Sie war noch in der alten Ägypterzeit vorhanden als Einwirkung des menschlichen Willens auf das Wachstum der Pflanzen; der Wille konnte noch das Wachstum der Pflanzen befördern. Und als die alten Urlehrer auf Erden waren, da war es durchaus möglich, auch leblose Naturprozesse in die Gewalt des menschlichen Willens hereinzubringen.
[ 5 ] Denn sehen Sie, man würde die Art der Wirksamkeit dieser alten Urlehrer unter den Menschen eigentlich als eine Art magischer Wirkung bezeichnen müssen, als Wirkungen, die dadurch geschehen sind, daß der menschliche Wille noch einen wesentlich größeren Einfluß gehabt hat, auch auf das, was äußerlich geschehen kann, als er heute haben kann. Heute kann ja der Wille nur durch physische Übertragung auf die Außenwelt wirken. Wir müssen, wenn wir einen Gegenstand stoßen wollen, den Willen entfalten, durch unseren Arm und durch unsere Hand müssen wir an den Gegenstand anstoßen. Die unmittelbare Wirkung des Willens auf äußere Vorgänge, die wir heute als Naturvorgänge bezeichnen würden, die war aber zur Zeit der alten Urlehrer noch vorhanden in einer Weise, die wir heute als magische Wirkungen bezeichnen würden. Man kann etwa folgendes sagen: Die letzten Reste solcher Wirkungen des menschlichen Willens ragten ja noch herein bis vor einer verhältnismäßig kurzen Zeit. So zum Beispiel erzählt uns ja noch Rousseau, wie er in gewissen wärmeren Gegenden in der Lage war, Kröten, die in seine Nähe gekommen sind, einfach dadurch, daß er sie scharf mit dem Blicke fixierte, bis zur Lähmung, ja bis zum Sterben zu bringen. Diese in wärmeren Gegenden noch bis ins 18. Jahrhundert hineinreichende Wirksamkeit des menschlichen Willens ist ja immer mehr und mehr hingeschwunden. Sie war noch in der alten Ägypterzeit vorhanden als Einwirkung des menschlichen Willens auf das Wachstum der Pflanzen; der Wille konnte noch das Wachstum der Pflanzen befördern. Und als die alten Urlehrer auf Erden waren, da war es durchaus möglich, auch leblose Naturprozesse in die Gewalt des menschlichen Willens hereinzubringen.
[ 6 ] Diese Dinge hängen natürlich davon ab, oder hingen davon ab, daß man auch eine genaue instinktive Einsicht in die Zusammenhänge der Welt hatte, die ja der heutigen groben Wissenschaft ganz verborgen bleiben. Daß zum Beispiel Wärmewirkungen für die Wirkungen des menschlichen Willens stark in Betracht kommen, geht ja wiederum daraus hervor, daß derselbe Rousseau, der imstande war, in wärmeren Gegenden Kröten durch seinen Blick zu töten, es auch später in Lyon versucht hat, einer Kröte ins Gesicht zu schauen so, daß er meinen konnte, sie würde durch seinen Blick wenigstens gelähmt. Und siehe da, nicht die Kröte wurde gelähmt, sie guckte ihn mit aller Schärfe ihrerseits an, und er wurde in einer gewissen Weise gelähmt und mußte erst wieder durch Schlangengift vom Arzt zum Leben gebracht werden. Es hängt diese Art, den Willen zu entfalten, durchaus zusammen mit der Berücksichtigung der instinktiven Erkenntnis dessen, was in der Umgebung des Menschen ist.
[ 6 ] Diese Dinge hängen natürlich davon ab, oder hingen davon ab, daß man auch eine genaue instinktive Einsicht in die Zusammenhänge der Welt hatte, die ja der heutigen groben Wissenschaft ganz verborgen bleiben. Daß zum Beispiel Wärmewirkungen für die Wirkungen des menschlichen Willens stark in Betracht kommen, geht ja wiederum daraus hervor, daß derselbe Rousseau, der imstande war, in wärmeren Gegenden Kröten durch seinen Blick zu töten, es auch später in Lyon versucht hat, einer Kröte ins Gesicht zu schauen so, daß er meinen konnte, sie würde durch seinen Blick wenigstens gelähmt. Und siehe da, nicht die Kröte wurde gelähmt, sie guckte ihn mit aller Schärfe ihrerseits an, und er wurde in einer gewissen Weise gelähmt und mußte erst wieder durch Schlangengift vom Arzt zum Leben gebracht werden. Es hängt diese Art, den Willen zu entfalten, durchaus zusammen mit der Berücksichtigung der instinktiven Erkenntnis dessen, was in der Umgebung des Menschen ist.
[ 7 ] Aber es haben schon die alten Urlehrer aus ihren geistigen Unterlagen heraus eben eine ganz andere, intensive, eindringlichere Naturerkenntnis besessen, als die heutigen Menschen sie haben. Kurz, diese Urlehrer waren tatsächlich begabt mit etwas, was sich in Naturgesetze eben nicht fassen läßt. Man brauchte es auch damals, als die Urlehrer auf Erden walteten, nicht in Naturgesetze zu fassen, denn die heutige Naturwissenschaft hat es damals natürlich nicht gegeben. Sie wäre auch den Leuten dazumal höchst wertlos erschienen, man hätte gar nicht begreifen können, was man damit will. Denn alles Wirken beruhte eben auf einem viel innerlicheren Erkennen und Wissen von den Dingen, als das heute sein kann.
[ 7 ] Aber es haben schon die alten Urlehrer aus ihren geistigen Unterlagen heraus eben eine ganz andere, intensive, eindringlichere Naturerkenntnis besessen, als die heutigen Menschen sie haben. Kurz, diese Urlehrer waren tatsächlich begabt mit etwas, was sich in Naturgesetze eben nicht fassen läßt. Man brauchte es auch damals, als die Urlehrer auf Erden walteten, nicht in Naturgesetze zu fassen, denn die heutige Naturwissenschaft hat es damals natürlich nicht gegeben. Sie wäre auch den Leuten dazumal höchst wertlos erschienen, man hätte gar nicht begreifen können, was man damit will. Denn alles Wirken beruhte eben auf einem viel innerlicheren Erkennen und Wissen von den Dingen, als das heute sein kann.
[ 8 ] Diese Urlehrer, wie gesagt, veränderten den Schauplatz ihres Wirkens von der Erde nach dem Mond hinein und haben nun, da ja im Weltenall alles zusammenhängt, eine große Aufgabe im Zusammenhange des ganzen Weltgeschehens. Und sie sind es, welche mit dem Karma, mit der Karmabildung des Menschen außerordentlich viel zu tun haben. Denn ein wichtiger Bestandteil in der Karmabildung ist derjenige, den wir beobachten können, wenn der Mensch nach dem Tode, nachdem er seinen Ätherleib nach wenigen Tagen abgelegt hat, dann zurücklebt — nun nicht sein waches Leben, sondern sein Schlafesleben. Wenn also der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist, so ist ja zunächst ein heller Rückblick vorhanden in einem mächtig großen Tableau auf das, was der Mensch im Leben durchgemacht hat. Aber das ist ein bildhaftes Zurückblicken. Es löst sich nach einigen Tagen der Ätherleib auf im allgemeinen Weltenäther, und dann schwindet so langsam hin dieser.Rückblick. Dann aber beginnt ein wirkliches Zurückschauen.
[ 8 ] Diese Urlehrer, wie gesagt, veränderten den Schauplatz ihres Wirkens von der Erde nach dem Mond hinein und haben nun, da ja im Weltenall alles zusammenhängt, eine große Aufgabe im Zusammenhange des ganzen Weltgeschehens. Und sie sind es, welche mit dem Karma, mit der Karmabildung des Menschen außerordentlich viel zu tun haben. Denn ein wichtiger Bestandteil in der Karmabildung ist derjenige, den wir beobachten können, wenn der Mensch nach dem Tode, nachdem er seinen Ätherleib nach wenigen Tagen abgelegt hat, dann zurücklebt — nun nicht sein waches Leben, sondern sein Schlafesleben. Wenn also der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist, so ist ja zunächst ein heller Rückblick vorhanden in einem mächtig großen Tableau auf das, was der Mensch im Leben durchgemacht hat. Aber das ist ein bildhaftes Zurückblicken. Es löst sich nach einigen Tagen der Ätherleib auf im allgemeinen Weltenäther, und dann schwindet so langsam hin dieser.Rückblick. Dann aber beginnt ein wirkliches Zurückschauen.
[ 9 ] Nicht wahr, unser Leben während unseres Erdendaseins verfließt so, daß, wenn wir es auch als eine Einheit in der Erinnerung auffassen, das natürlich eine Täuschung ist; denn das Leben verfließt nicht als eine Einheit, sondern wir erleben immer bewußt Tag, unbewußt Nacht, bewußt Tag, unbewußt Nacht und so weiter. Wenn dann der Mensch sich zurückerinnert, so vergißt er, daß die Nächte immer dazwischenliegen. In diesen Nächten geht viel vor mit dem Seelischen, mit dem Astralleib und mit dem Ich, nur weiß der Mensch davon nichts. Was da vorgeht, was der Mensch also während des Erdenlebens unbewußt durchlebt, das durchlebt er bei einem Rückgange so, daß ihm die Zeit dann nach dem Tode wirklich wie zurückgehend erscheint; da durchlebt er dann in voller Bewußtheit die Nächte.
[ 9 ] Nicht wahr, unser Leben während unseres Erdendaseins verfließt so, daß, wenn wir es auch als eine Einheit in der Erinnerung auffassen, das natürlich eine Täuschung ist; denn das Leben verfließt nicht als eine Einheit, sondern wir erleben immer bewußt Tag, unbewußt Nacht, bewußt Tag, unbewußt Nacht und so weiter. Wenn dann der Mensch sich zurückerinnert, so vergißt er, daß die Nächte immer dazwischenliegen. In diesen Nächten geht viel vor mit dem Seelischen, mit dem Astralleib und mit dem Ich, nur weiß der Mensch davon nichts. Was da vorgeht, was der Mensch also während des Erdenlebens unbewußt durchlebt, das durchlebt er bei einem Rückgange so, daß ihm die Zeit dann nach dem Tode wirklich wie zurückgehend erscheint; da durchlebt er dann in voller Bewußtheit die Nächte.
[ 10 ] Daher erlebt er diesen Rückgang, weil man etwa ein Drittel des Lebens verschläft, auch eben in einem Drittel der Lebenszeit. Wenn also einer sechzig Jahre alt geworden ist, hat er ungefähr zwanzig Jahre verschlafen, und er erlebt dann diesen Rückgang in zwanzig Jahren ungefähr. Dann geht es in das eigentliche Geistgebiet hinein, und der Mensch lebt dann auf eine andere Weise. Aber diesen Rückgang, das Anschauen desjenigen, was in den Nächten geschieht, das erlebt der Mensch zunächst nach dem Tode. Er erlebt es aber so, daß es einem zunächst auffallen muß, wie groß, bedeutsam sich dieses Rückerleben unterscheidet von dem gewöhnlichen Erleben während der Nacht.
[ 10 ] Daher erlebt er diesen Rückgang, weil man etwa ein Drittel des Lebens verschläft, auch eben in einem Drittel der Lebenszeit. Wenn also einer sechzig Jahre alt geworden ist, hat er ungefähr zwanzig Jahre verschlafen, und er erlebt dann diesen Rückgang in zwanzig Jahren ungefähr. Dann geht es in das eigentliche Geistgebiet hinein, und der Mensch lebt dann auf eine andere Weise. Aber diesen Rückgang, das Anschauen desjenigen, was in den Nächten geschieht, das erlebt der Mensch zunächst nach dem Tode. Er erlebt es aber so, daß es einem zunächst auffallen muß, wie groß, bedeutsam sich dieses Rückerleben unterscheidet von dem gewöhnlichen Erleben während der Nacht.
[ 11 ] Mit Ausnahme der aus dem Schlaf herauftauchenden Träume, die ja nicht sehr treu wiedergeben, was im Erdenleben durchgemacht wird, sondern es in einer sehr illusorischen, phantastischen Weise oftmals wiedergeben, mit Ausnahme also dessen, was als Träume heraufwurlt aus dem nächtlichen Leben, hat ja der Mensch wenig Bewußtsein von all dem Mannigfaltigen, das mit ihm vorgeht. Ich habe es in früheren Zeiten ja auch hier beschrieben, was mit ihm vorgeht während des Schlafes; aber nach dem Tode erlebt das der Mensch mit einer außerordentlichen Klarheit, mit einer außerordentlichen Anschaulichkeit. So daß man sagen kann, dieses Leben in der Seelenwelt nach dem Tode, das ist eigentlich ein eindrucksvolleres als das Erdenleben. Die Bilder, die man erlebt, die Art, wie man selber drinnensteht in diesem Erleben, ist eine außerordentlich intensive, gar keine traumhafte, sondern eine außerordentlich intensive. Und man erlebt eigentlich alles so, daß man es, ich möchte sagen, von dem Gesichtspunkt einer Art photographischen Negativs erlebt. Wenn Sie also jemandem während des Erdenlebens ein Leid zugefügt haben, so haben Sie während des Erdenlebens die Zufügung dieses Leides von sich aus erlebt. Sie haben dasjenige während Ihres Erdenlebens erlebt und getan, was von Ihnen ausgeht. Wenn Sie aber da zurückleben, dann erleben Sie nicht das, was Sie erlebt haben während des Erdenlebens, sondern wie durch Hinüberschlüpfen in den anderen, was der andere erlebt hat, dem Sie die Sache zugefügt haben.
[ 11 ] Mit Ausnahme der aus dem Schlaf herauftauchenden Träume, die ja nicht sehr treu wiedergeben, was im Erdenleben durchgemacht wird, sondern es in einer sehr illusorischen, phantastischen Weise oftmals wiedergeben, mit Ausnahme also dessen, was als Träume heraufwurlt aus dem nächtlichen Leben, hat ja der Mensch wenig Bewußtsein von all dem Mannigfaltigen, das mit ihm vorgeht. Ich habe es in früheren Zeiten ja auch hier beschrieben, was mit ihm vorgeht während des Schlafes; aber nach dem Tode erlebt das der Mensch mit einer außerordentlichen Klarheit, mit einer außerordentlichen Anschaulichkeit. So daß man sagen kann, dieses Leben in der Seelenwelt nach dem Tode, das ist eigentlich ein eindrucksvolleres als das Erdenleben. Die Bilder, die man erlebt, die Art, wie man selber drinnensteht in diesem Erleben, ist eine außerordentlich intensive, gar keine traumhafte, sondern eine außerordentlich intensive. Und man erlebt eigentlich alles so, daß man es, ich möchte sagen, von dem Gesichtspunkt einer Art photographischen Negativs erlebt. Wenn Sie also jemandem während des Erdenlebens ein Leid zugefügt haben, so haben Sie während des Erdenlebens die Zufügung dieses Leides von sich aus erlebt. Sie haben dasjenige während Ihres Erdenlebens erlebt und getan, was von Ihnen ausgeht. Wenn Sie aber da zurückleben, dann erleben Sie nicht das, was Sie erlebt haben während des Erdenlebens, sondern wie durch Hinüberschlüpfen in den anderen, was der andere erlebt hat, dem Sie die Sache zugefügt haben.
[ 12 ] Also, wenn ich ein drastisches Beispiel wähle, so erleben Sie, wenn Sie jemandem eine Ohrfeige gegeben haben, nicht das, was Sie während des Erdenlebens im Beabsichtigen dieser Ohrfeige, im Verabreichen dieser Ohrfeige, in der Schmerzlosigkeit dieser Ohrfeige für Sie, wenn Sie sich nicht dabei durch starke Anstrengung an der eigenen Hand einen Schmerz zugefügt haben, erlebten, sondern statt dessen, was Sie da bei der Verabreichung einer solchen Ohrfeige erlebten, erleben Sie nun bei diesem Rückgehen alles das, was der andere, dem Sie die Ohrfeige verabreicht haben, erlebt hat. Sie erleben es als Ihr Erlebnis, und zwar in einer außerordentlichen Anschaulichkeit, in einem verstärkten Maße erleben Sie es.
[ 12 ] Also, wenn ich ein drastisches Beispiel wähle, so erleben Sie, wenn Sie jemandem eine Ohrfeige gegeben haben, nicht das, was Sie während des Erdenlebens im Beabsichtigen dieser Ohrfeige, im Verabreichen dieser Ohrfeige, in der Schmerzlosigkeit dieser Ohrfeige für Sie, wenn Sie sich nicht dabei durch starke Anstrengung an der eigenen Hand einen Schmerz zugefügt haben, erlebten, sondern statt dessen, was Sie da bei der Verabreichung einer solchen Ohrfeige erlebten, erleben Sie nun bei diesem Rückgehen alles das, was der andere, dem Sie die Ohrfeige verabreicht haben, erlebt hat. Sie erleben es als Ihr Erlebnis, und zwar in einer außerordentlichen Anschaulichkeit, in einem verstärkten Maße erleben Sie es.
[ 13 ] So daß in der Tat der Mensch, wenn er diesen Rückgang macht, sich sagt: Oh, das ist außerordentlich eindrucksvoll, was ich da erlebe! Und kein Eindruck auf der Erde wirkt eigentlich so mächtig ein wie die Eindrücke dieses rückwärtsgerichteten Lebens nach dem Tode in dem Dritteil der Lebenszeit. So daß Sie in dieser Zeit eigentlich die ganze karmische Erfüllung dessen, was Sie im Leben selber getrieben haben, erleben; das alles erleben Sie vom Standpunkte des anderen aus. Also Sie erleben die gesamte karmische Erfüllung Ihres Lebens, nur noch nicht als Erdenleben — das werden Sie im nächsten Leben tun —, aber Sie erleben es, wenn es auch in bezug auf das Tun nicht so intensiv ist, wie es später im Erdenleben sein wird, Sie erleben es mit Bezug auf den Eindruck eben stärker noch, als es in irgendeinem Erdenleben der Fall sein könnte.
[ 13 ] So daß in der Tat der Mensch, wenn er diesen Rückgang macht, sich sagt: Oh, das ist außerordentlich eindrucksvoll, was ich da erlebe! Und kein Eindruck auf der Erde wirkt eigentlich so mächtig ein wie die Eindrücke dieses rückwärtsgerichteten Lebens nach dem Tode in dem Dritteil der Lebenszeit. So daß Sie in dieser Zeit eigentlich die ganze karmische Erfüllung dessen, was Sie im Leben selber getrieben haben, erleben; das alles erleben Sie vom Standpunkte des anderen aus. Also Sie erleben die gesamte karmische Erfüllung Ihres Lebens, nur noch nicht als Erdenleben — das werden Sie im nächsten Leben tun —, aber Sie erleben es, wenn es auch in bezug auf das Tun nicht so intensiv ist, wie es später im Erdenleben sein wird, Sie erleben es mit Bezug auf den Eindruck eben stärker noch, als es in irgendeinem Erdenleben der Fall sein könnte.
[ 14 ] Nun, das ist etwas Auffälliges, meine lieben Freunde. Es ist wirklich, ich möchte sagen, die Durchsättigtheit, die Stärke des Erlebens da etwas ganz Außerordentliches, etwas Merkwürdiges.
[ 14 ] Nun, das ist etwas Auffälliges, meine lieben Freunde. Es ist wirklich, ich möchte sagen, die Durchsättigtheit, die Stärke des Erlebens da etwas ganz Außerordentliches, etwas Merkwürdiges.
[ 15 ] Wenn aber der Mensch nur diejenige Kraft in seinem Ich und in seinem astralischen Leibe entwickeln könnte, die er hat, wenn er durch die Pforte des Todes geht, so würde er diesen ganzen Rückweg höchstens wie einen sehr lebendigen Traum erleben. Erwarten könnte man eigentlich zunächst nach dem Erdenleben, wenn man nur auf das Erdenleben schaut und auf das, was das Erdenleben aus einem machen kann, wenn man gestorben ist, daß man diesen Rückweg als einen sehr, sehr lebendigen Traum erlebt. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall. Es ist nicht ein lebendiger Traum, es ist ein außerordentlich intensives Erlebnis, vie] intensiver, als die irdischen Erlebnisse sind.
[ 15 ] Wenn aber der Mensch nur diejenige Kraft in seinem Ich und in seinem astralischen Leibe entwickeln könnte, die er hat, wenn er durch die Pforte des Todes geht, so würde er diesen ganzen Rückweg höchstens wie einen sehr lebendigen Traum erleben. Erwarten könnte man eigentlich zunächst nach dem Erdenleben, wenn man nur auf das Erdenleben schaut und auf das, was das Erdenleben aus einem machen kann, wenn man gestorben ist, daß man diesen Rückweg als einen sehr, sehr lebendigen Traum erlebt. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall. Es ist nicht ein lebendiger Traum, es ist ein außerordentlich intensives Erlebnis, vie] intensiver, als die irdischen Erlebnisse sind.
[ 16 ] Nun hat man keinen physischen Leib, man hat keinen Ätherleib, durch die man doch auf der Erde seine Erlebnisse hat. Denken Sie sich nut, was Sie überhaupt auf Erden erleben würden mit dem gewöhnlichen Bewußtsein, wenn Sie keinen physischen und keinen Ätherleib hätten. Sie würden so hinhuschen über die Erde, daß ab und zu ein Traum auftritt; dann schlafen Sie wieder weiter und so fort.
[ 16 ] Nun hat man keinen physischen Leib, man hat keinen Ätherleib, durch die man doch auf der Erde seine Erlebnisse hat. Denken Sie sich nut, was Sie überhaupt auf Erden erleben würden mit dem gewöhnlichen Bewußtsein, wenn Sie keinen physischen und keinen Ätherleib hätten. Sie würden so hinhuschen über die Erde, daß ab und zu ein Traum auftritt; dann schlafen Sie wieder weiter und so fort.
[ 17 ] Nun kann man sich wohl vorstellen, daß ein Traum, den ein Sechzigjähriger nach dem Erdenleben durch zwanzig Jahre hat, kontinuierlich fortdauert; aber es ist eben kein Traum, es ist ein ganz energisches, intensives Erleben. Und woher kommt das? Sehen Sie, das kommt daher, daß in dem Augenblicke, wo der Mensch durch die Pforte des Todes durchgegangen ist, seinen Ätherleib abgelegt hat, in diesem Augenblicke, wo er diese Rückwanderung antritt nach dem Tode, sogleich diese Mondenbewohner an ihn herankommen, und sie sind es, die mit ihrer alten magischen Macht, mit der Weltsubstanz seiner Bilder in ihn hineinfahren, in sein Erleben hineinfahren.
[ 17 ] Nun kann man sich wohl vorstellen, daß ein Traum, den ein Sechzigjähriger nach dem Erdenleben durch zwanzig Jahre hat, kontinuierlich fortdauert; aber es ist eben kein Traum, es ist ein ganz energisches, intensives Erleben. Und woher kommt das? Sehen Sie, das kommt daher, daß in dem Augenblicke, wo der Mensch durch die Pforte des Todes durchgegangen ist, seinen Ätherleib abgelegt hat, in diesem Augenblicke, wo er diese Rückwanderung antritt nach dem Tode, sogleich diese Mondenbewohner an ihn herankommen, und sie sind es, die mit ihrer alten magischen Macht, mit der Weltsubstanz seiner Bilder in ihn hineinfahren, in sein Erleben hineinfahren.
[ 18 ] Sehen Sie, es ist gerade so, was einem da passiert, wenn ich einen Vergleich brauchen darf, wie wenn ich ein Bild malen würde. Da male ich zunächst nur ein Bild — das tut keinem Menschen weh, wenn es nicht gar zu scheußlich ist, und da ist es ja auch nur ein moralischer Eindruck —, das tut also keinem Menschen weh. Aber denken Sie sich, ich male meinetwillen drei von Ihnen hier auf einem Bild, und es würde dadurch, daß mit einer magisch wirkenden Kraft das Bild durchsetzt würde, geschehen, daß diese drei aus dem Bilde hervortreten und sogleich alles dasjenige ausführen, was sie etwa im Schilde führen gegen irgend jemanden hier. Sie würden intensiver, mächtiger, regsamer auftreten, als Anthroposophen gewöhnt sind aufzutreten. So ist es. Das ganze Erleben ist mit einer ungeheuren Regsamkeit verbunden, weil diese Mondenwesen mit ihrem ganzen Sein die Bilder, die da erlebt werden, durchdringen, ich möchte sagen, mit einem «Übersein» durchdringen und sättigen.
[ 18 ] Sehen Sie, es ist gerade so, was einem da passiert, wenn ich einen Vergleich brauchen darf, wie wenn ich ein Bild malen würde. Da male ich zunächst nur ein Bild — das tut keinem Menschen weh, wenn es nicht gar zu scheußlich ist, und da ist es ja auch nur ein moralischer Eindruck —, das tut also keinem Menschen weh. Aber denken Sie sich, ich male meinetwillen drei von Ihnen hier auf einem Bild, und es würde dadurch, daß mit einer magisch wirkenden Kraft das Bild durchsetzt würde, geschehen, daß diese drei aus dem Bilde hervortreten und sogleich alles dasjenige ausführen, was sie etwa im Schilde führen gegen irgend jemanden hier. Sie würden intensiver, mächtiger, regsamer auftreten, als Anthroposophen gewöhnt sind aufzutreten. So ist es. Das ganze Erleben ist mit einer ungeheuren Regsamkeit verbunden, weil diese Mondenwesen mit ihrem ganzen Sein die Bilder, die da erlebt werden, durchdringen, ich möchte sagen, mit einem «Übersein» durchdringen und sättigen.
[ 19 ] So daß wir also durch die Region dieser Mondenwesen durchgehen nach dem Tode. Dadurch aber wird ganz mächtig im Weltenäther dasjenige fixiert, was wir in dieser Weise als den Ausgleich für unsere eigenen Taten, so wie ich es eben geschildert habe, erleben. Und gerade dieses Zurückgehen, wenn man es nicht bloß prinzipiell schildert, wie ich es in meiner «Theosophie» getan habe, sondern wenn man es so konkret anschaulich zu schildern versucht, wie ich es jetzt tun möchte, gerade dieses Rückleben ist außerordentlich interessant, wie überhaupt das Rückleben des Menschen unmittelbar nach dem Tode ein außerordentlich wichtiger Teil des Lebens schon einmal ist.
[ 19 ] So daß wir also durch die Region dieser Mondenwesen durchgehen nach dem Tode. Dadurch aber wird ganz mächtig im Weltenäther dasjenige fixiert, was wir in dieser Weise als den Ausgleich für unsere eigenen Taten, so wie ich es eben geschildert habe, erleben. Und gerade dieses Zurückgehen, wenn man es nicht bloß prinzipiell schildert, wie ich es in meiner «Theosophie» getan habe, sondern wenn man es so konkret anschaulich zu schildern versucht, wie ich es jetzt tun möchte, gerade dieses Rückleben ist außerordentlich interessant, wie überhaupt das Rückleben des Menschen unmittelbar nach dem Tode ein außerordentlich wichtiger Teil des Lebens schon einmal ist.
[ 20 ] In unserer Zeit sind ja in der Tat die Erlebnisse, die da ein Mensch haben kann, noch in einem ganz besonderen Maße kompliziert. Denken Sie nur einmal daran, wie ganz andersartig die gesamte Seelenverfassung dieser Mondenwesen eigentlich ist gegenüber den Erdenbewohnern. Diese Mondenwesen, mit denen wir also, wie ich geschildert habe, so viel nach dem Tode zu tun haben, sie haben den Menschen jene Urweisheit gegeben, die gerade in unserem Zeitalter verglommen ist, die eigentlich nur bis zum 3., 4. nachchristlichen Jahrhundert etwas intensiver noch gedauert hat, dann in Tradition vorhanden war, dann aber ganz verglommen ist. Ich habe es ja öfter ausgeführt, wie die Menschen nicht zu ihrer Freiheit hätten kommen können, wenn ihnen die großartige, gewaltige Urweisheit dieser Urlehrer geblieben wäre. Also, sie ist verglommen. Es ist etwas anderes, das abstrakte Denken ist an die Stelle getreten. Der Mensch denkt heute in Begriffen, welche eigentlich gar nicht mehr viel zu tun haben mit der geistigen Welt. Ich möchte da noch einmal einen Vergleich gebrauchen, den ich schon einmal hier gebraucht habe: Aristoteles hat zehn Begriffe aufgestellt, die eigentlich noch die Überbleibsel der alten Weisheit waren: Sein, Menge, Eigenschaft, Relation, Lage, Raum, Zeit, Haben, Tun, Leiden. Er hat sie die Kategorien genannt. Es sind zehn einfache Begriffe. Diese zehn einfachen Begriffe stehen ja gewöhnlich in unseren Schullogiken. Die Gymnasiasten müssen sie auswendig lernen, die Professoren der Philosophie kennen sie. Aber man kennt eben nur diese zehn Begriffe: Sein, Haben, Lage, Raum, Zeit und so weiter. Aber was weiß man, wenn man diese zehn Begriffe kennt? Diese zehn Begriffe sind natürlich für den heutigen Menschen etwas Langweiliges, aber für den, der sie in ihrer Bedeutung durchschaut, sind sie nicht langweiliger als es die zweiundzwanzig oder dreiundzwanzig Buchstaben unseres Alphabetes sind.
[ 20 ] In unserer Zeit sind ja in der Tat die Erlebnisse, die da ein Mensch haben kann, noch in einem ganz besonderen Maße kompliziert. Denken Sie nur einmal daran, wie ganz andersartig die gesamte Seelenverfassung dieser Mondenwesen eigentlich ist gegenüber den Erdenbewohnern. Diese Mondenwesen, mit denen wir also, wie ich geschildert habe, so viel nach dem Tode zu tun haben, sie haben den Menschen jene Urweisheit gegeben, die gerade in unserem Zeitalter verglommen ist, die eigentlich nur bis zum 3., 4. nachchristlichen Jahrhundert etwas intensiver noch gedauert hat, dann in Tradition vorhanden war, dann aber ganz verglommen ist. Ich habe es ja öfter ausgeführt, wie die Menschen nicht zu ihrer Freiheit hätten kommen können, wenn ihnen die großartige, gewaltige Urweisheit dieser Urlehrer geblieben wäre. Also, sie ist verglommen. Es ist etwas anderes, das abstrakte Denken ist an die Stelle getreten. Der Mensch denkt heute in Begriffen, welche eigentlich gar nicht mehr viel zu tun haben mit der geistigen Welt. Ich möchte da noch einmal einen Vergleich gebrauchen, den ich schon einmal hier gebraucht habe: Aristoteles hat zehn Begriffe aufgestellt, die eigentlich noch die Überbleibsel der alten Weisheit waren: Sein, Menge, Eigenschaft, Relation, Lage, Raum, Zeit, Haben, Tun, Leiden. Er hat sie die Kategorien genannt. Es sind zehn einfache Begriffe. Diese zehn einfachen Begriffe stehen ja gewöhnlich in unseren Schullogiken. Die Gymnasiasten müssen sie auswendig lernen, die Professoren der Philosophie kennen sie. Aber man kennt eben nur diese zehn Begriffe: Sein, Haben, Lage, Raum, Zeit und so weiter. Aber was weiß man, wenn man diese zehn Begriffe kennt? Diese zehn Begriffe sind natürlich für den heutigen Menschen etwas Langweiliges, aber für den, der sie in ihrer Bedeutung durchschaut, sind sie nicht langweiliger als es die zweiundzwanzig oder dreiundzwanzig Buchstaben unseres Alphabetes sind.
[ 21 ] Wenn Sie nichts wüßten vom Alphabet als: a, b, c, d, e, f, g und so weiter bis zum z, stellen Sie sich vor, was der Goethesche «Faust» für Sie wäre! Sie schlagen das Buch auf, finden da überall in dem Buch in der verschiedensten Weise durcheinandergewürfelt diese zweiundzwanzig Zeichen. Sonst enthält ja der «Faust» nichts anderes als diese zweiundzwanzig Zeichen, nur immer in verschiedener Weise zusammengesetzt. Aber wenn Sie nichts weiter wüßten, wenn Sie nie lesen gelernt hätten, sondern nur das Buch aufschlagen und diese Buchstaben kennenlernen würden, denken Sie, wie anders das wäre als jetzt, wo Sie lesen können, und nun den «Faust» in die Hand nehmen! Das ist doch etwas anderes. Aber kein Buch der Welt, das Sie lesen können, enthält etwas anderes als diese zweiundzwanzig Zeichen, und doch, was machen Sie mit diesen zweiundzwanzig Buchstaben, wenn Sie lesen können! Die ganze sinnliche Welt wird Ihnen aufgeschlossen dadurch, daß Sie durch die Art und Weise, wie Sie sie jonglieren, zusammenwürfeln, wie Sie diese zweiundzwanzig Buchstaben verwenden. Aber die Logiker, die heute zehn Kategorien: Sein, Quantität, Qualität, Relation, Raum, Zeit, Lage, Haben, Tun, Leiden aufgenommen haben, die wissen nicht mehr, wozu diese Kategorien gehören, als einer, der nie lesen gelernt hat, sondern in allen Büchern der Welt nur immer a,b, c,d,e, f und so weiter sieht. Es ist ganz dasselbe. Denn diese zehn Grundbegriffe, diese zehn logischen Begriffe des Aristoteles muß man so kennen, daß man sie in der verschiedensten Weise verwenden kann, so wie für die physische Welt die Buchstaben in der verschiedensten Weise zusammengesetzt werden. Dann liest man mit diesen zehn Begriffen in der geistigen Welt. Es sind Buchstaben!
[ 21 ] Wenn Sie nichts wüßten vom Alphabet als: a, b, c, d, e, f, g und so weiter bis zum z, stellen Sie sich vor, was der Goethesche «Faust» für Sie wäre! Sie schlagen das Buch auf, finden da überall in dem Buch in der verschiedensten Weise durcheinandergewürfelt diese zweiundzwanzig Zeichen. Sonst enthält ja der «Faust» nichts anderes als diese zweiundzwanzig Zeichen, nur immer in verschiedener Weise zusammengesetzt. Aber wenn Sie nichts weiter wüßten, wenn Sie nie lesen gelernt hätten, sondern nur das Buch aufschlagen und diese Buchstaben kennenlernen würden, denken Sie, wie anders das wäre als jetzt, wo Sie lesen können, und nun den «Faust» in die Hand nehmen! Das ist doch etwas anderes. Aber kein Buch der Welt, das Sie lesen können, enthält etwas anderes als diese zweiundzwanzig Zeichen, und doch, was machen Sie mit diesen zweiundzwanzig Buchstaben, wenn Sie lesen können! Die ganze sinnliche Welt wird Ihnen aufgeschlossen dadurch, daß Sie durch die Art und Weise, wie Sie sie jonglieren, zusammenwürfeln, wie Sie diese zweiundzwanzig Buchstaben verwenden. Aber die Logiker, die heute zehn Kategorien: Sein, Quantität, Qualität, Relation, Raum, Zeit, Lage, Haben, Tun, Leiden aufgenommen haben, die wissen nicht mehr, wozu diese Kategorien gehören, als einer, der nie lesen gelernt hat, sondern in allen Büchern der Welt nur immer a,b, c,d,e, f und so weiter sieht. Es ist ganz dasselbe. Denn diese zehn Grundbegriffe, diese zehn logischen Begriffe des Aristoteles muß man so kennen, daß man sie in der verschiedensten Weise verwenden kann, so wie für die physische Welt die Buchstaben in der verschiedensten Weise zusammengesetzt werden. Dann liest man mit diesen zehn Begriffen in der geistigen Welt. Es sind Buchstaben!
[ 22 ] Aber es ist allmählich so geworden in unserem Zeitalter, daß man nur noch die Begriffe kennt, was dasselbe ist, wie wenn man vom Alphabet eben nur die Aufeinanderfolge der Buchstaben kennen würde. Denken Sie, was Ihnen entgehen würde, wenn Sie nicht lesen könnten, sondern nur a, b, c, d sähen. Es entgeht den Menschen dementsprechend alles, was in der geistigen Welt ist, wenn sie nicht die nur modifizierten Begriffe des Aristoteles in der verschiedensten Weise verwenden können, um in der geistigen Welt lesen zu können.
[ 22 ] Aber es ist allmählich so geworden in unserem Zeitalter, daß man nur noch die Begriffe kennt, was dasselbe ist, wie wenn man vom Alphabet eben nur die Aufeinanderfolge der Buchstaben kennen würde. Denken Sie, was Ihnen entgehen würde, wenn Sie nicht lesen könnten, sondern nur a, b, c, d sähen. Es entgeht den Menschen dementsprechend alles, was in der geistigen Welt ist, wenn sie nicht die nur modifizierten Begriffe des Aristoteles in der verschiedensten Weise verwenden können, um in der geistigen Welt lesen zu können.
[ 23 ] In dieser Beziehung ist sogar den Philosophen seit langer Zeit etwas Urdrolliges passiert. Es gab in der Mitte des Mittelalters einen sehr gescheiten Mann, Raimundus Lullus, der noch etwas aus der Tradition gewußt hat von diesem Versetzen der logischen Kategorien, der logischen Grundbegriffe, und er hat das, was er gewußt hat, bekanntgegeben, aber nach der Sitte der damaligen Zeit im Bilde. Aber wenn er die Wirklichkeit ausgesprochen hätte, würde er gesagt haben: Meine Zeitgenossen sind alle Hohlköpfe, denn sie wissen nur a, b, c, d zu sagen, nicht zu lesen mit den Stammbegriffen, mit den Grundbegriffen. Man muß verstehen, mit dem Kopf diese Grundbegriffe so in Verbindung zu bringen, wie man sonst die Buchstaben in Verbindung bringt zu Worten und Sätzen. Dann kann man in der geistigen Welt lesen. — Aber das hat er nicht so direkt gesagt, das war die Sitte der damaligen Zeit nicht. Sondern er sagte: Man schreibe auf Zetteln die Grundbegriffe auf, und dann nehme man so eine Art Roulette, dann drehe man, dann werden diese Begriffe untereinandergewürfelt, und dann lese man. Dann kommt etwas dabei heraus.
[ 23 ] In dieser Beziehung ist sogar den Philosophen seit langer Zeit etwas Urdrolliges passiert. Es gab in der Mitte des Mittelalters einen sehr gescheiten Mann, Raimundus Lullus, der noch etwas aus der Tradition gewußt hat von diesem Versetzen der logischen Kategorien, der logischen Grundbegriffe, und er hat das, was er gewußt hat, bekanntgegeben, aber nach der Sitte der damaligen Zeit im Bilde. Aber wenn er die Wirklichkeit ausgesprochen hätte, würde er gesagt haben: Meine Zeitgenossen sind alle Hohlköpfe, denn sie wissen nur a, b, c, d zu sagen, nicht zu lesen mit den Stammbegriffen, mit den Grundbegriffen. Man muß verstehen, mit dem Kopf diese Grundbegriffe so in Verbindung zu bringen, wie man sonst die Buchstaben in Verbindung bringt zu Worten und Sätzen. Dann kann man in der geistigen Welt lesen. — Aber das hat er nicht so direkt gesagt, das war die Sitte der damaligen Zeit nicht. Sondern er sagte: Man schreibe auf Zetteln die Grundbegriffe auf, und dann nehme man so eine Art Roulette, dann drehe man, dann werden diese Begriffe untereinandergewürfelt, und dann lese man. Dann kommt etwas dabei heraus.
[ 24 ] Das war aber nur ein Vergleich, denn er hat eigentlich nicht eine tote Roulette gemeint, sondern den geistigen Kopf gemeint, der diese Begriffe durcheinanderwürfeln soll. Aber diejenigen, die davon gehört haben, die haben die Geschichte ernst genommen und lachen seit jener Zeit darüber. Sie finden, das ist etwas ungemein Kindisches gewesen von Raimundus Lullus. Kindisch ist es aber nur von seiten der neueren Philosophie aus, die nicht weiß, um was es sich dabei handelt.
[ 24 ] Das war aber nur ein Vergleich, denn er hat eigentlich nicht eine tote Roulette gemeint, sondern den geistigen Kopf gemeint, der diese Begriffe durcheinanderwürfeln soll. Aber diejenigen, die davon gehört haben, die haben die Geschichte ernst genommen und lachen seit jener Zeit darüber. Sie finden, das ist etwas ungemein Kindisches gewesen von Raimundus Lullus. Kindisch ist es aber nur von seiten der neueren Philosophie aus, die nicht weiß, um was es sich dabei handelt.
[ 25 ] Sie sehen, es ist tatsächlich fast alles verlorengegangen von dem, was in älterer Zeit der Menschheit von diesen Urlehrern überbracht worden ist, die heute von uns als die Mondenbewohner angesprochen werden müssen. Und es macht der Mensch eigentlich in einer besonderen Art die Bekanntschaft mit diesem andersartigen Wissen bei dieser rückläufigen Wanderung unmittelbar nach dem Tode. Da weiß er eigentlich auf eine solche Art, wie diese Urweisen gedacht und gewußt haben. Daher das Anschauliche, das so konkret Auftretende.
[ 25 ] Sie sehen, es ist tatsächlich fast alles verlorengegangen von dem, was in älterer Zeit der Menschheit von diesen Urlehrern überbracht worden ist, die heute von uns als die Mondenbewohner angesprochen werden müssen. Und es macht der Mensch eigentlich in einer besonderen Art die Bekanntschaft mit diesem andersartigen Wissen bei dieser rückläufigen Wanderung unmittelbar nach dem Tode. Da weiß er eigentlich auf eine solche Art, wie diese Urweisen gedacht und gewußt haben. Daher das Anschauliche, das so konkret Auftretende.
[ 26 ] Aber eben in unserer Zeit werden die Sachen etwas verwickelt. Aus dem Grunde verwickelt, weil eine Art Nichtverstehen vorhanden ist zwischen den Menschen, die nun hier auf Erden — seit die Urweisheit verglommen ist — in ihren abstrakten Begriffen leben, und zwischen dem, was diese Urlehrer jetzt, nachdem sie mit dem Mondensein verbunden sind, als ihre Seelenverfassung haben.
[ 26 ] Aber eben in unserer Zeit werden die Sachen etwas verwickelt. Aus dem Grunde verwickelt, weil eine Art Nichtverstehen vorhanden ist zwischen den Menschen, die nun hier auf Erden — seit die Urweisheit verglommen ist — in ihren abstrakten Begriffen leben, und zwischen dem, was diese Urlehrer jetzt, nachdem sie mit dem Mondensein verbunden sind, als ihre Seelenverfassung haben.
[ 27 ] Es ist schon dieses der Fall: wenn so ein moderner Naturgelehrter dieses Leben durchmacht, da spricht er eine andere Sprache als diese Urlehrer, die eigentlich, wie ich es weiter noch ausführlich schildern werde, mit der Bildung seines Karma sehr viel zu tun haben. Diese Urlehrer und die Menschen, die heute aus der modernen Zeitbildung, Zeitzivilisation heraus sterben, verstehen sich nicht recht.
[ 27 ] Es ist schon dieses der Fall: wenn so ein moderner Naturgelehrter dieses Leben durchmacht, da spricht er eine andere Sprache als diese Urlehrer, die eigentlich, wie ich es weiter noch ausführlich schildern werde, mit der Bildung seines Karma sehr viel zu tun haben. Diese Urlehrer und die Menschen, die heute aus der modernen Zeitbildung, Zeitzivilisation heraus sterben, verstehen sich nicht recht.
[ 28 ] Man kann über solche Dinge außerordentlich schwer Auffassungen bekommen, denn die Beobachtung dessen, was da vorgeht mit Menschen, ist ja nicht besonders leicht. Aber in charakteristischen Fällen kann man schon Anschauungen bekommen. Und so kann sich zum Beispiel eine Anschauung ergeben, meine lieben Freunde, wenn man zwei Menschen betrachtet, die, sagen wir, in der neueren Zeit gestorben sind und in dieser Weise die Rückwanderung gemacht haben nach dem Tode, die also in gewissem Sinne ganz drinnenstehen in der modernen Zeitbildung und doch wiederum in einem hohen Grade voneinander verschieden sind.
[ 28 ] Man kann über solche Dinge außerordentlich schwer Auffassungen bekommen, denn die Beobachtung dessen, was da vorgeht mit Menschen, ist ja nicht besonders leicht. Aber in charakteristischen Fällen kann man schon Anschauungen bekommen. Und so kann sich zum Beispiel eine Anschauung ergeben, meine lieben Freunde, wenn man zwei Menschen betrachtet, die, sagen wir, in der neueren Zeit gestorben sind und in dieser Weise die Rückwanderung gemacht haben nach dem Tode, die also in gewissem Sinne ganz drinnenstehen in der modernen Zeitbildung und doch wiederum in einem hohen Grade voneinander verschieden sind.
[ 29 ] Sehen Sie, da kann man einen genialen, in seiner Art genialen, aber immerhin doch dutzendmäßigen modernen Naturgelehrten nehmen, wie etwa Du Bois-Reymond oder so jemanden, und kann diesen Rückgang betrachten. Man kann aber auch eine andere Persönlichkeit betrachten. Und eine sehr interessante Persönlichkeit für diesen Rückgang durch diese Seelenwelt ist diejenige Persönlichkeit, die mir einstmals vorgeschwebt hat beim Abfassen meiner Mysterien, als ich die Strader-Figur gebildet habe. Strader in den Mysterien ist ja das Abbild einer ganz konkreten Persönlichkeit, die tatsächlich in ihrer Jugend in das Mönchtum hineingegangen ist, aber aus dem Mönchtum wiederum sich herausentwickelt hat und dann in einer Art modernaufklärerischer Philosophie gewirkt hat, auch als Universitätsprofessor in dieser modern-aufklärerischen Philosophie gewirkt hat.
[ 29 ] Sehen Sie, da kann man einen genialen, in seiner Art genialen, aber immerhin doch dutzendmäßigen modernen Naturgelehrten nehmen, wie etwa Du Bois-Reymond oder so jemanden, und kann diesen Rückgang betrachten. Man kann aber auch eine andere Persönlichkeit betrachten. Und eine sehr interessante Persönlichkeit für diesen Rückgang durch diese Seelenwelt ist diejenige Persönlichkeit, die mir einstmals vorgeschwebt hat beim Abfassen meiner Mysterien, als ich die Strader-Figur gebildet habe. Strader in den Mysterien ist ja das Abbild einer ganz konkreten Persönlichkeit, die tatsächlich in ihrer Jugend in das Mönchtum hineingegangen ist, aber aus dem Mönchtum wiederum sich herausentwickelt hat und dann in einer Art modernaufklärerischer Philosophie gewirkt hat, auch als Universitätsprofessor in dieser modern-aufklärerischen Philosophie gewirkt hat.
[ 30 ] Nun, diese Persönlichkeit — sie hat eine Menge Schriften geschrieben — ist eigentlich in ihrer ganzen Begriffsentwickelung abstrakt, so von rechter Abstraktheit eines modernen Denkers, aber eindringlich, außerordentlich eindringlich, sehr herzhaft. Das ist ja eigentlich etwas Wohltätiges, wenn man beim modernen Denker auf etwas trifft, was herzhaft ist.
[ 30 ] Nun, diese Persönlichkeit — sie hat eine Menge Schriften geschrieben — ist eigentlich in ihrer ganzen Begriffsentwickelung abstrakt, so von rechter Abstraktheit eines modernen Denkers, aber eindringlich, außerordentlich eindringlich, sehr herzhaft. Das ist ja eigentlich etwas Wohltätiges, wenn man beim modernen Denker auf etwas trifft, was herzhaft ist.
[ 31 ] Natürlich, so herzhaft, wie zum Beispiel Hegel war, der mit ungeheurer Emotion, aber auch mit ungeheurer Anschaulichkeit das Allerabstrakteste hinstellte, so herzhaft ist der moderne Mensch ja nicht mehr; Hegel war ja eigentlich ein Mensch, der mit Begriffen Holz hacken konnte, der so fest die Begriffe hinstellen konnte, so konkret, daß er mit Begriffen Holz hacken konnte, aber in dieser Konkretheit natürlich kann das der moderne Mensch nicht mehr. Aber der, den ich meine, der hatte schon etwas Herzhaftes in der Handhabung der abstrakten Begriffe. Nun, mir war natürlich, weil, wie gesagt, mir die dieses Leben vorschwebte, als ich die Strader-Figur gestaltete in meinen Mysterien, mir war ganz besonders interessant die Rückwärtswanderung des Lebens bei dieser Persönlichkeit. Da kam nun sehr in Betracht, daß diese Persönlichkeit alles, was sie dachte, doch mit einem gewissen theologisierenden Zug wiederum dachte, ganz abstrakt, wie ein moderner Naturforscher oder wenigstens Naturdenker von der einen Seite, daß aber mit einem etwas theologisierenden Zug wenigstens überall etwas durchleuchtet — es kommt das natürlich aus früheren Inkarnationen derselben Persönlichkeit — von dem Bewußtsein, daß man doch von einer realen geistigen Welt wenigstens sprechen kann.
[ 31 ] Natürlich, so herzhaft, wie zum Beispiel Hegel war, der mit ungeheurer Emotion, aber auch mit ungeheurer Anschaulichkeit das Allerabstrakteste hinstellte, so herzhaft ist der moderne Mensch ja nicht mehr; Hegel war ja eigentlich ein Mensch, der mit Begriffen Holz hacken konnte, der so fest die Begriffe hinstellen konnte, so konkret, daß er mit Begriffen Holz hacken konnte, aber in dieser Konkretheit natürlich kann das der moderne Mensch nicht mehr. Aber der, den ich meine, der hatte schon etwas Herzhaftes in der Handhabung der abstrakten Begriffe. Nun, mir war natürlich, weil, wie gesagt, mir die dieses Leben vorschwebte, als ich die Strader-Figur gestaltete in meinen Mysterien, mir war ganz besonders interessant die Rückwärtswanderung des Lebens bei dieser Persönlichkeit. Da kam nun sehr in Betracht, daß diese Persönlichkeit alles, was sie dachte, doch mit einem gewissen theologisierenden Zug wiederum dachte, ganz abstrakt, wie ein moderner Naturforscher oder wenigstens Naturdenker von der einen Seite, daß aber mit einem etwas theologisierenden Zug wenigstens überall etwas durchleuchtet — es kommt das natürlich aus früheren Inkarnationen derselben Persönlichkeit — von dem Bewußtsein, daß man doch von einer realen geistigen Welt wenigstens sprechen kann.
[ 32 ] So haben die Begriffe dieser Persönlichkeit in einem größeren Sinne eine Verwandtschaft mit dem, was die Seelenverfassung bei den Mondenwesen ist, als sie ein gewöhnlicher Dutzendgelehrter, wie zum Beispiel Du Bois-Reymond, hat. Und so kann man sehen, daß bei diesen Dutzendgelehrten ein Durchgehen durch diese Seelenwelt, durch diese Mondensphäre wirklich ein richtiges Nicht-Verstehen ist, wie wenn einer in einem fremden Lande lebt und niemals die Sprache dort lernt: die anderen verstehen ihn nicht, er versteht sie nicht. So ungefähr ist das für den Menschen, der ganz aus der modernen Zivilisation herauswächst, wenn er nun diese Rückwanderung durch das Leben antritt.
[ 32 ] So haben die Begriffe dieser Persönlichkeit in einem größeren Sinne eine Verwandtschaft mit dem, was die Seelenverfassung bei den Mondenwesen ist, als sie ein gewöhnlicher Dutzendgelehrter, wie zum Beispiel Du Bois-Reymond, hat. Und so kann man sehen, daß bei diesen Dutzendgelehrten ein Durchgehen durch diese Seelenwelt, durch diese Mondensphäre wirklich ein richtiges Nicht-Verstehen ist, wie wenn einer in einem fremden Lande lebt und niemals die Sprache dort lernt: die anderen verstehen ihn nicht, er versteht sie nicht. So ungefähr ist das für den Menschen, der ganz aus der modernen Zivilisation herauswächst, wenn er nun diese Rückwanderung durch das Leben antritt.
[ 33 ] Aber für diese Persönlichkeit, ich möchte sagen für das «Urbild» meines Strader, ist das doch etwas anders gewesen. Und gerade an ihm konnte wahrgenommen werden bei der Rückwärtswanderung, wie die Wesen, die dem Monde angehören, ein außerordentliches — ich muß mich natürlich irdischer Ausdrücke bedienen, obwohl sie ungeheuer trivial sind im Verhältnis zu der Sache, die ich schildern muß —, wie diese Wesen ein gewisses Interesse entwickelten für die Art und Weise, wie er seine Gedanken, seine abstrakten Gedanken da hineinbrachte in diese Seelenwelt. Und er wiederum, er erlebte ein merkwürdiges, ein ganz merkwürdiges Aufwachen, ein Aufwachen, das sich so ansah, als ob er sich sagte: Ach, alles, was ich da bekämpft habe — und er hat viel bekämpft von dem, was traditionell war —, das ist gar nicht so, das ist ja eigentlich im Grunde genommen ganz anders. Das ist ja nur nach und nach so geworden, weil die alten guten Weisheiten zu abstrakten Worten geworden sind, und ich habe eigentlich vielfach gegen Windmühlen gekämpft. Jetzt sehe ich aber Realitäten.
[ 33 ] Aber für diese Persönlichkeit, ich möchte sagen für das «Urbild» meines Strader, ist das doch etwas anders gewesen. Und gerade an ihm konnte wahrgenommen werden bei der Rückwärtswanderung, wie die Wesen, die dem Monde angehören, ein außerordentliches — ich muß mich natürlich irdischer Ausdrücke bedienen, obwohl sie ungeheuer trivial sind im Verhältnis zu der Sache, die ich schildern muß —, wie diese Wesen ein gewisses Interesse entwickelten für die Art und Weise, wie er seine Gedanken, seine abstrakten Gedanken da hineinbrachte in diese Seelenwelt. Und er wiederum, er erlebte ein merkwürdiges, ein ganz merkwürdiges Aufwachen, ein Aufwachen, das sich so ansah, als ob er sich sagte: Ach, alles, was ich da bekämpft habe — und er hat viel bekämpft von dem, was traditionell war —, das ist gar nicht so, das ist ja eigentlich im Grunde genommen ganz anders. Das ist ja nur nach und nach so geworden, weil die alten guten Weisheiten zu abstrakten Worten geworden sind, und ich habe eigentlich vielfach gegen Windmühlen gekämpft. Jetzt sehe ich aber Realitäten.
[ 34 ] Sehen Sie, da beginnt etwas, wo namentlich bei solch einer Persönlichkeit — und man kann im modernen Leben eine ganze Reihe solcher Persönlichkeiten zeichnen — diese Rückwärtswanderung, wo das Karma zunächst veranlagt wird, außerordentlich interessant wird für das Leben.
[ 34 ] Sehen Sie, da beginnt etwas, wo namentlich bei solch einer Persönlichkeit — und man kann im modernen Leben eine ganze Reihe solcher Persönlichkeiten zeichnen — diese Rückwärtswanderung, wo das Karma zunächst veranlagt wird, außerordentlich interessant wird für das Leben.
[ 35 ] Eine noch auffälligere Persönlichkeit in dieser Beziehung ist der Philosoph, der «Die Phantasie als Grundprinzip des Weltprozesses» geschrieben hat, ich habe ihn auch öfter erwähnt, Jakob Frohschammer. Er hatte eigentlich noch sehr viel von innerer Durchtränktheit der abstrakten Begriffe in sich, war aber auch, ähnlich wie der, den ich jetzt beschrieben habe, eine Art abstrakter Denker. Aber er konnte selber die Abstraktheiten des Modernismus so wenig vertragen — ich meine jetzt nicht den Modernismus in katholischer Terminologie —, daß er eben gar nicht die Begriffe als weltgestaltende Mächte gelten lassen wollte, sondern die Phantasie. Er sah überall die Phantasie wirksam: die Pflanze wächst auf, die Tiere sind da durch die Phantasie und so weiter. In dieser Beziehung ist ja das Buch von Frohschammer außerordentlich interessant.
[ 35 ] Eine noch auffälligere Persönlichkeit in dieser Beziehung ist der Philosoph, der «Die Phantasie als Grundprinzip des Weltprozesses» geschrieben hat, ich habe ihn auch öfter erwähnt, Jakob Frohschammer. Er hatte eigentlich noch sehr viel von innerer Durchtränktheit der abstrakten Begriffe in sich, war aber auch, ähnlich wie der, den ich jetzt beschrieben habe, eine Art abstrakter Denker. Aber er konnte selber die Abstraktheiten des Modernismus so wenig vertragen — ich meine jetzt nicht den Modernismus in katholischer Terminologie —, daß er eben gar nicht die Begriffe als weltgestaltende Mächte gelten lassen wollte, sondern die Phantasie. Er sah überall die Phantasie wirksam: die Pflanze wächst auf, die Tiere sind da durch die Phantasie und so weiter. In dieser Beziehung ist ja das Buch von Frohschammer außerordentlich interessant.
[ 36 ] Es ist ganz wunderbar: eine solche Persönlichkeit, die noch sehr viel in sich hat von dem, was da war in der Zivilisationsentwickelung, bevor die ganze moderne philiströs-abstrakte Art zu denken eingetreten ist, wächst eben noch in innigerer Weise mit der Substanz der Mondenwesenheiten zusammen. Und solche Studien sind schon außerordeutlich interessant, weil sich an sie anknüpft ein genauerer Einblick in die Entwickelungsgeserze des Karma. Und gerade wenn man mit einer gewissen Teilnahme einer solchen Persönlichkeit zugetan ist, wie es bei mir der Fall ist gegenüber dem Urbilde des Strader in den Mysterien, so ist es die Wärme, die Seelenwärme, in der man mit einer solchen Persönlichkeit verbunden ist, die es einem möglich macht, gerade diese so bedeutungsvolle Wanderung nach dem Tode mit durchzuerleben.
[ 36 ] Es ist ganz wunderbar: eine solche Persönlichkeit, die noch sehr viel in sich hat von dem, was da war in der Zivilisationsentwickelung, bevor die ganze moderne philiströs-abstrakte Art zu denken eingetreten ist, wächst eben noch in innigerer Weise mit der Substanz der Mondenwesenheiten zusammen. Und solche Studien sind schon außerordeutlich interessant, weil sich an sie anknüpft ein genauerer Einblick in die Entwickelungsgeserze des Karma. Und gerade wenn man mit einer gewissen Teilnahme einer solchen Persönlichkeit zugetan ist, wie es bei mir der Fall ist gegenüber dem Urbilde des Strader in den Mysterien, so ist es die Wärme, die Seelenwärme, in der man mit einer solchen Persönlichkeit verbunden ist, die es einem möglich macht, gerade diese so bedeutungsvolle Wanderung nach dem Tode mit durchzuerleben.
[ 37 ] Da hat tatsächlich die Tatsache, daß die Eindrücke so starke sind auf den, der sie nach dem Tode durchmacht, noch eine Nachwirkung bei dem, der so etwas dann erkennend verfolgt. Und da ist schon etwas sehr Merkwürdiges. Gerade in einem solchen Verfolgen zeigt sich, wieviel eindrucksvoller diese Erlebnisse nach dem Tode sind als die irdischen Erlebnisse.
[ 37 ] Da hat tatsächlich die Tatsache, daß die Eindrücke so starke sind auf den, der sie nach dem Tode durchmacht, noch eine Nachwirkung bei dem, der so etwas dann erkennend verfolgt. Und da ist schon etwas sehr Merkwürdiges. Gerade in einem solchen Verfolgen zeigt sich, wieviel eindrucksvoller diese Erlebnisse nach dem Tode sind als die irdischen Erlebnisse.
[ 38 ] Ich frage mich zum Beispiel heute in allem Ernste: Wäre es möglich für mich, nachdem ich längere Zeit gerade diese Bildgestaltungen, die dieses Urbild des Strader nach dem Tode durchgemacht hat, mit angesehen habe, wenn ich etwa, so wie ich die vier Mysteriendramen gemacht habe, im weiteren Fortgang ein fünftes machen wollte, die Gestalt des Strader zu schildern, sie weiter darzustellen? Es wäre mir gar nicht möglich, denn in dem Augenblicke, wo ich die irdische Gestalt darstellen will, die viel weniger intensiv an Eindrücken ist, sind die Bilder da von den Eindrücken, die das betreffende Urbild nach dem Tode durchmacht. Die sind viel intensiver, die löschen dasjenige aus, was im irdischen Leben dasteht.
[ 38 ] Ich frage mich zum Beispiel heute in allem Ernste: Wäre es möglich für mich, nachdem ich längere Zeit gerade diese Bildgestaltungen, die dieses Urbild des Strader nach dem Tode durchgemacht hat, mit angesehen habe, wenn ich etwa, so wie ich die vier Mysteriendramen gemacht habe, im weiteren Fortgang ein fünftes machen wollte, die Gestalt des Strader zu schildern, sie weiter darzustellen? Es wäre mir gar nicht möglich, denn in dem Augenblicke, wo ich die irdische Gestalt darstellen will, die viel weniger intensiv an Eindrücken ist, sind die Bilder da von den Eindrücken, die das betreffende Urbild nach dem Tode durchmacht. Die sind viel intensiver, die löschen dasjenige aus, was im irdischen Leben dasteht.
[ 39 ] Und ich konnte das an mir durchaus beobachten. Während ich auch für die Lebensäußerungen der betreffenden Persönlichkeit — Sie können sich das ja denken, weil sie eben das Urbild meines Strades ist — ein außerordentliches Interesse hatte, während sie lebte — sie ist ja nun seither verstorben —, überwiegt jetzt das Interesse für die Eindrücke, die diese Persönlichkeit nach dem Tode hat, weit alles das, was ich über diese Persönlichkeit irgendwie im Leben ausfindig machen kann, oder schildern kann oder dergleichen.
[ 39 ] Und ich konnte das an mir durchaus beobachten. Während ich auch für die Lebensäußerungen der betreffenden Persönlichkeit — Sie können sich das ja denken, weil sie eben das Urbild meines Strades ist — ein außerordentliches Interesse hatte, während sie lebte — sie ist ja nun seither verstorben —, überwiegt jetzt das Interesse für die Eindrücke, die diese Persönlichkeit nach dem Tode hat, weit alles das, was ich über diese Persönlichkeit irgendwie im Leben ausfindig machen kann, oder schildern kann oder dergleichen.
[ 40 ] Ja, ich muß sagen, wenn ich selber zurückdenke an meine Mysteriendramen: durch die lebendigen Eindrücke von diesem Urbilde meiner Strader-Gestalt in ihrem Leben nach dem Tode verlöscht sich mir während bei den anderen Gestalten das fast gar nicht der Fall ist — dasjenige, was die Gestalt des Strader ist, am allermeisten. Da sehen Sie, wie sich für eine wirkliche, reale Beobachtung wirklich in Realität nebeneinanderstellt dasjenige, was auf Erden ist, und das, was außerhalb der Erde ist, und wie man an der Wirkung, die solche Dinge haben, schon beurteilen kann, daß dieses Leben nach dem Tode in der Rückwärtswanderung ein ungeheuer intensives ist: es löscht durchaus irdische Eindrücke aus.
[ 40 ] Ja, ich muß sagen, wenn ich selber zurückdenke an meine Mysteriendramen: durch die lebendigen Eindrücke von diesem Urbilde meiner Strader-Gestalt in ihrem Leben nach dem Tode verlöscht sich mir während bei den anderen Gestalten das fast gar nicht der Fall ist — dasjenige, was die Gestalt des Strader ist, am allermeisten. Da sehen Sie, wie sich für eine wirkliche, reale Beobachtung wirklich in Realität nebeneinanderstellt dasjenige, was auf Erden ist, und das, was außerhalb der Erde ist, und wie man an der Wirkung, die solche Dinge haben, schon beurteilen kann, daß dieses Leben nach dem Tode in der Rückwärtswanderung ein ungeheuer intensives ist: es löscht durchaus irdische Eindrücke aus.
[ 41 ] Ja man kann über solche Dinge sogar noch mehr sagen. Es kann zum Beispiel folgendes der Fall sein — ich erzähle auch bei diesen Dingen nicht irgend etwas Konstruiertes, sondern durchaus Realitäten —: Man kennt sehr gut einen Menschen hier im Erdenleben, man erlebt dann das, was er bei der Rückwärtswanderung durchzumachen hat, wie alles eine andere Gestalt annimmt, weil die Bilder dieser Rückwärtswanderung so außerordentlich intensiv sind. Und man kann sogar sagen, daß, wenn man sich außerordentlich interessiert hat, wie das bei mir der Fall war bei einem Menschen, der vor einer Anzahl von Jahren gestorben ist, für sein Erdenleben, so nimmt die ganze Beziehung zu diesem Erdenleben eine andere Form an, wenn man nachher miterlebt, was die betreffende Persönlichkeit nach dem Tode in der Rückwärtswanderung durchmacht. Eine ganz andere Form nimmt das an! Und manches in den irdischen Beziehungen stellt sich dann erst in seiner vollen Wahrheit ein.
[ 41 ] Ja man kann über solche Dinge sogar noch mehr sagen. Es kann zum Beispiel folgendes der Fall sein — ich erzähle auch bei diesen Dingen nicht irgend etwas Konstruiertes, sondern durchaus Realitäten —: Man kennt sehr gut einen Menschen hier im Erdenleben, man erlebt dann das, was er bei der Rückwärtswanderung durchzumachen hat, wie alles eine andere Gestalt annimmt, weil die Bilder dieser Rückwärtswanderung so außerordentlich intensiv sind. Und man kann sogar sagen, daß, wenn man sich außerordentlich interessiert hat, wie das bei mir der Fall war bei einem Menschen, der vor einer Anzahl von Jahren gestorben ist, für sein Erdenleben, so nimmt die ganze Beziehung zu diesem Erdenleben eine andere Form an, wenn man nachher miterlebt, was die betreffende Persönlichkeit nach dem Tode in der Rückwärtswanderung durchmacht. Eine ganz andere Form nimmt das an! Und manches in den irdischen Beziehungen stellt sich dann erst in seiner vollen Wahrheit ein.
[ 42 ] Das ist um so mehr der Fall, wenn die Beziehungen im Erdenleben nicht geistiger Natur sind. Wo sie geistiger Natur sind, wo sie vom Geistigen durchtränkt sind, ist ja eine Art kontinuierlicher Weiterentwickelung vorhanden. Wenn sie aber so sind, daß zum Beispiel, sagen wir, ohne eine Übereinstimmung in den Anschauungen eine menschliche Beziehung vorhanden ist, dann setzt sich sofort nach dem Tode unter Umständen diese menschliche Beziehung in etwas ganz anderes um, in eine ganz andere Art von Gefühlsleben und so weiter. Das wird durch diese Lebendigkeit der Bilder, die da auftreten, eigentlich hervorgerufen.
[ 42 ] Das ist um so mehr der Fall, wenn die Beziehungen im Erdenleben nicht geistiger Natur sind. Wo sie geistiger Natur sind, wo sie vom Geistigen durchtränkt sind, ist ja eine Art kontinuierlicher Weiterentwickelung vorhanden. Wenn sie aber so sind, daß zum Beispiel, sagen wir, ohne eine Übereinstimmung in den Anschauungen eine menschliche Beziehung vorhanden ist, dann setzt sich sofort nach dem Tode unter Umständen diese menschliche Beziehung in etwas ganz anderes um, in eine ganz andere Art von Gefühlsleben und so weiter. Das wird durch diese Lebendigkeit der Bilder, die da auftreten, eigentlich hervorgerufen.
[ 43 ] Ich schildere solche Dinge aus dem Grunde, damit ich in Ihnen, meine lieben Freunde, eine konkrete Vorstellung hervorrufe von der Art und Weise, wie andere Arten von Realitäten da sind als diejenigen, die auf der Erde vorhanden sind. Es gibt eben die verschiedensten Arten von Realitäten. Und daß überall in die Bilder, die der Mensch von sich aus machen kann, die Taten der Mondenwesen einfließen, diese Realität ist für die Betrachtung eigentlich wunderbarer als die spätere, wenn der Mensch durch die Geisteswelt durchgeht, wo er es in der Auswirkung seines irdischen Lebens mit den höheren Hierarchien zu tun hat, was man viel leichter begreift, weil das eine Art Fortsetzung ist. Aber diese radikale Umänderung des Menschen nach dem Tode dadurch, daß er mit Wesen in Beziehung tritt, die längst von der Erde weggegangen sind und auf dem Monde eine Art kosmischer Kolonie begründet haben, das ist etwas, was in einer außerordentlich starken Weise uns mit einer der irdischen Realität sehr naheliegenden — denn man macht es ja unmittelbar nach dem irdischen Leben durch — und doch wiederum von der irdischen grundverschiedenen Realität bekannt macht.
[ 43 ] Ich schildere solche Dinge aus dem Grunde, damit ich in Ihnen, meine lieben Freunde, eine konkrete Vorstellung hervorrufe von der Art und Weise, wie andere Arten von Realitäten da sind als diejenigen, die auf der Erde vorhanden sind. Es gibt eben die verschiedensten Arten von Realitäten. Und daß überall in die Bilder, die der Mensch von sich aus machen kann, die Taten der Mondenwesen einfließen, diese Realität ist für die Betrachtung eigentlich wunderbarer als die spätere, wenn der Mensch durch die Geisteswelt durchgeht, wo er es in der Auswirkung seines irdischen Lebens mit den höheren Hierarchien zu tun hat, was man viel leichter begreift, weil das eine Art Fortsetzung ist. Aber diese radikale Umänderung des Menschen nach dem Tode dadurch, daß er mit Wesen in Beziehung tritt, die längst von der Erde weggegangen sind und auf dem Monde eine Art kosmischer Kolonie begründet haben, das ist etwas, was in einer außerordentlich starken Weise uns mit einer der irdischen Realität sehr naheliegenden — denn man macht es ja unmittelbar nach dem irdischen Leben durch — und doch wiederum von der irdischen grundverschiedenen Realität bekannt macht.
[ 44 ] Wenn nun die Menschen gar zu stark an dem Irdischen hängen, dann kann es sogar sein, daß sie es schwer haben, in diese Region sich hineinzufinden, wo die Mondenwesen sind. Da tritt dann das Folgende ein, das ich etwa in der Art charakterisieren möchte: Denken Sie sich, hier wäre die Erde (siehe Zeichnung, weiß), da der Mond (rot). Nun ist es ja so, daß die Mondenwirkungen, die eigentlich die reflektierten Sonnenwirkungen sind, gerade noch so weit in die Erde hineinwirken, dann hören sie auf zu wirken (gelb). Die Mondenwirkungen gehen nicht sehr weit in die Erde hinein, aber gerade noch so weit hinein, als die Pflanzenwurzeln in der Erde sich ausbreiten. Unter die Pflanzenwurzel-Schichte — und das ist ja eine sehr dünne Schichte gehen die Mondenwirkungen eigentlich nicht hinunter.
[ 44 ] Wenn nun die Menschen gar zu stark an dem Irdischen hängen, dann kann es sogar sein, daß sie es schwer haben, in diese Region sich hineinzufinden, wo die Mondenwesen sind. Da tritt dann das Folgende ein, das ich etwa in der Art charakterisieren möchte: Denken Sie sich, hier wäre die Erde (siehe Zeichnung, weiß), da der Mond (rot). Nun ist es ja so, daß die Mondenwirkungen, die eigentlich die reflektierten Sonnenwirkungen sind, gerade noch so weit in die Erde hineinwirken, dann hören sie auf zu wirken (gelb). Die Mondenwirkungen gehen nicht sehr weit in die Erde hinein, aber gerade noch so weit hinein, als die Pflanzenwurzeln in der Erde sich ausbreiten. Unter die Pflanzenwurzel-Schichte — und das ist ja eine sehr dünne Schichte gehen die Mondenwirkungen eigentlich nicht hinunter.


[ 45 ] Und es ist eigentlich nur eine kleine Hülle hier oben, wo die Mondenwirkungen festgehalten werden. Sonnenwirkungen gehen ja tief in die Erde hinein. Von der Sonnenwärme während des Sommers erhält sich die Wärme noch; wenn Sie die Kartoffeln in Gruben legen, da haben Sie noch die Wirkung während des Winters. Von den Sonnenwirkungen geht viel hinein in die Erde, von den Mondenwirkungen nur so weit, als die Pflanzenwurzel geht — eine dünne Schichte.
[ 45 ] Und es ist eigentlich nur eine kleine Hülle hier oben, wo die Mondenwirkungen festgehalten werden. Sonnenwirkungen gehen ja tief in die Erde hinein. Von der Sonnenwärme während des Sommers erhält sich die Wärme noch; wenn Sie die Kartoffeln in Gruben legen, da haben Sie noch die Wirkung während des Winters. Von den Sonnenwirkungen geht viel hinein in die Erde, von den Mondenwirkungen nur so weit, als die Pflanzenwurzel geht — eine dünne Schichte.
[ 46 ] Es kann aber geschehen, daß Menschenwesenheiten nach dem Tode, wenn sie in die Mondenregion hinein sollen, in die Seelenwelt, und doch nicht recht sich verstehen können mit den Mondenwesen, gebannt werden von dieser dünnen Schichte von Mondenwirkungen, die dann aus der Erde gewissermaßen heraufrauchen, und dann eigentlich da für ein wirkliches sinnlich-übersinnliches Wahrnehmen wie eine Art Gespenster, wie Nachwirkungen des Menschen herumwandeln.
[ 46 ] Es kann aber geschehen, daß Menschenwesenheiten nach dem Tode, wenn sie in die Mondenregion hinein sollen, in die Seelenwelt, und doch nicht recht sich verstehen können mit den Mondenwesen, gebannt werden von dieser dünnen Schichte von Mondenwirkungen, die dann aus der Erde gewissermaßen heraufrauchen, und dann eigentlich da für ein wirkliches sinnlich-übersinnliches Wahrnehmen wie eine Art Gespenster, wie Nachwirkungen des Menschen herumwandeln.
[ 47 ] Die Sagen und Dichtungen, die von solchen Dingen existieren, die beruhen ja durchaus auf Realitäten. Man muß nur, um solche Dinge beurteilen zu können, ganz frei von Aberglauben sein, überall kritisch vorgehen, überall nur diejenigen Dinge nehmen, die sich prüfen lassen.
[ 47 ] Die Sagen und Dichtungen, die von solchen Dingen existieren, die beruhen ja durchaus auf Realitäten. Man muß nur, um solche Dinge beurteilen zu können, ganz frei von Aberglauben sein, überall kritisch vorgehen, überall nur diejenigen Dinge nehmen, die sich prüfen lassen.
[ 48 ] Bei diesem Durchgang, der also ein Drittel des Erdenlebens dauert, bereitet sich zunächst das Karma vor. Denn die Mondenwesen nehmen ja teil an diesen negativen Bildern, die der Mensch von seinen Taten entwirft, auch von seinen Gedankentaten, und diese Mondenwesen haben ein gutes Gedächtnis, da sie ja alles das, was sie da erleben mit dem Menschen, in den Weltenäther eintragen.
[ 48 ] Bei diesem Durchgang, der also ein Drittel des Erdenlebens dauert, bereitet sich zunächst das Karma vor. Denn die Mondenwesen nehmen ja teil an diesen negativen Bildern, die der Mensch von seinen Taten entwirft, auch von seinen Gedankentaten, und diese Mondenwesen haben ein gutes Gedächtnis, da sie ja alles das, was sie da erleben mit dem Menschen, in den Weltenäther eintragen.
[ 49 ] Wir gehen nun durch das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt hindurch, kommen wieder zurück. Da finden wir, wenn wir zurückkommen in die Mondenregion, alles das verzeichnet. Wir nehmen es in unser Erdenleben herein, auf daß wir es dann mit dem Erdenwillen ausführen.
[ 49 ] Wir gehen nun durch das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt hindurch, kommen wieder zurück. Da finden wir, wenn wir zurückkommen in die Mondenregion, alles das verzeichnet. Wir nehmen es in unser Erdenleben herein, auf daß wir es dann mit dem Erdenwillen ausführen.
[ 50 ] Das ist zunächst dasjenige, was ich als eine grundlegende Betrachtung heute, meine lieben Freunde, vor Sie hinstellen möchte. Karmabildung beim rückläufigen Durchleben des Erdenwandels unmittelbar nach dem Tode
[ 50 ] Das ist zunächst dasjenige, was ich als eine grundlegende Betrachtung heute, meine lieben Freunde, vor Sie hinstellen möchte. Karmabildung beim rückläufigen Durchleben des Erdenwandels unmittelbar nach dem Tode
