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Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume V
GA 239

31 March 1924, Prague

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Dritter Vortrag

Dritter Vortrag

[ 1 ] Ich habe gestern auf einiges hingewiesen, was mit dem fortlaufend durch die menschlichen Erdenleben bindurchgehenden Karma, der Bildung des menschlichen Schicksals, zusammenhängt. Nun möchte ich heute eine Vorstellung erwecken, wie die Schicksalsbildung sich eigentlich vollzieht. Wir müssen uns klar darüber sein, daß der Mensch, wenn er durch die Pforte des Todes tritt, in eine geistige Welt kommt, in eine geistige Welt, die nicht etwa an Ereignissen, an Wesenheiten ärmer ist als unsere physische, sondern unendlich viel reicher. Und so verständlich es auch sein kann, daß man immer nur das eine oder das andere schildern kann aus dem weiten Umkreis dieser geistigen Welt, so wird doch andererseits wiederum auch aus den verschiedenen Schilderungen, die gegeben werden, ersichtlich sein, wie unendlich reich, mannigfaltig das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt von dem Menschen verbracht wird. Hier im Erdengebiet, in dem wir das Leben zwischen Geburt und Tod zubringen, sind wir ja umgeben von dem, was wir als die verschiedenen Reiche der Natur ansehen: von dem mineralischen, dem pflanzlichen, dem Tierreich, dem physischen Menschenreich. Diese Reiche, außer dem Menschenreich, sehen wir — und zwar mit Recht — so an, daß sie Wesenheiten in sich schließen, welche der Rangordnung nach unter dem Menschen stehen, so daß sich der Mensch während seines Erdendaseins als gewissermaßen das höchste Wesen innerhalb dieser Wesensreiche fühlen kann. In dem Reich, das der Mensch durch die Pforte des Todes hindurchgehend betritt, ist das genaue Gegenteil der Fall. Der Mensch empfindet sich dort als dasjenige Wesen, das sich als unterstes in der Rangordnung anschließt an Wesenheiten, die ihm, dem Menschen, übergeordnet sind. Sie wissen ja, ich habe als Bezeichnung für diese Wesenheiten in der anthroposophischen Literatur die Namen der über dem Menschen stehenden Hierarchien aufgenommen und habe unterschieden, nach einer Terminologie, die nun schon einmal aus älteren Zeiten da ist, zunächst diejenige Hierarchie, welche unmittelbar über dem Menschen steht, die sich also an den Menschen nach oben so anschließt, wie sich nach unten im Erdenbereich die Tierheit an ihn anschließt. Das ist die Hierarchie, welcher Angeloi, Archangeloi, Archai angehören. Dann kommt nach dieser Hierarchie, weiter nach oben gehend, die Hierarchie, welche die Exusiai, Dynamis, Kyriotetes umschließt. Dann die höchste Hierarchie, die oberste, die Throne, Cherubim, Seraphim. Wir haben neun Rangordnungen, dreimal drei Rangordnungen über dem Menschen. Je drei zusammen können wir parallelisieren, wenn wir von unten nach oben gehen, mit dem, was wir haben, wenn wir nach unten gehen, als Tiere in drei Stufen, Pflanzen in drei Stufen nach unten, Mineralien in drei Stufen nach unten. Damit aber haben wir erst die vollständige Welt desjenigen gegeben, dem der Mensch angehört.

[ 1 ] Ich habe gestern auf einiges hingewiesen, was mit dem fortlaufend durch die menschlichen Erdenleben bindurchgehenden Karma, der Bildung des menschlichen Schicksals, zusammenhängt. Nun möchte ich heute eine Vorstellung erwecken, wie die Schicksalsbildung sich eigentlich vollzieht. Wir müssen uns klar darüber sein, daß der Mensch, wenn er durch die Pforte des Todes tritt, in eine geistige Welt kommt, in eine geistige Welt, die nicht etwa an Ereignissen, an Wesenheiten ärmer ist als unsere physische, sondern unendlich viel reicher. Und so verständlich es auch sein kann, daß man immer nur das eine oder das andere schildern kann aus dem weiten Umkreis dieser geistigen Welt, so wird doch andererseits wiederum auch aus den verschiedenen Schilderungen, die gegeben werden, ersichtlich sein, wie unendlich reich, mannigfaltig das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt von dem Menschen verbracht wird. Hier im Erdengebiet, in dem wir das Leben zwischen Geburt und Tod zubringen, sind wir ja umgeben von dem, was wir als die verschiedenen Reiche der Natur ansehen: von dem mineralischen, dem pflanzlichen, dem Tierreich, dem physischen Menschenreich. Diese Reiche, außer dem Menschenreich, sehen wir — und zwar mit Recht — so an, daß sie Wesenheiten in sich schließen, welche der Rangordnung nach unter dem Menschen stehen, so daß sich der Mensch während seines Erdendaseins als gewissermaßen das höchste Wesen innerhalb dieser Wesensreiche fühlen kann. In dem Reich, das der Mensch durch die Pforte des Todes hindurchgehend betritt, ist das genaue Gegenteil der Fall. Der Mensch empfindet sich dort als dasjenige Wesen, das sich als unterstes in der Rangordnung anschließt an Wesenheiten, die ihm, dem Menschen, übergeordnet sind. Sie wissen ja, ich habe als Bezeichnung für diese Wesenheiten in der anthroposophischen Literatur die Namen der über dem Menschen stehenden Hierarchien aufgenommen und habe unterschieden, nach einer Terminologie, die nun schon einmal aus älteren Zeiten da ist, zunächst diejenige Hierarchie, welche unmittelbar über dem Menschen steht, die sich also an den Menschen nach oben so anschließt, wie sich nach unten im Erdenbereich die Tierheit an ihn anschließt. Das ist die Hierarchie, welcher Angeloi, Archangeloi, Archai angehören. Dann kommt nach dieser Hierarchie, weiter nach oben gehend, die Hierarchie, welche die Exusiai, Dynamis, Kyriotetes umschließt. Dann die höchste Hierarchie, die oberste, die Throne, Cherubim, Seraphim. Wir haben neun Rangordnungen, dreimal drei Rangordnungen über dem Menschen. Je drei zusammen können wir parallelisieren, wenn wir von unten nach oben gehen, mit dem, was wir haben, wenn wir nach unten gehen, als Tiere in drei Stufen, Pflanzen in drei Stufen nach unten, Mineralien in drei Stufen nach unten. Damit aber haben wir erst die vollständige Welt desjenigen gegeben, dem der Mensch angehört.

[ 2 ] Man könnte das Menschendasein auch so schildern, daß man sagt: Der Mensch tritt mit der physischen Geburt, der physischen Empfängnis aus einem rein geistigen Dasein in den Bereich der Naturordnungen des Tierischen, Pflanzlichen, Mineralischen; und der Mensch tritt, indem er durch die Pforte des Todes hindurchgeht, in das Reich der über ihm stehenden Wesenheiten. Das eine Mal lebt der Mensch in einem physischen Leib, der ihn verbindet mit den Reichen der Natur; das andere Mal, zwischen Tod und einer neuen Geburt, lebt der Mensch — wenn ich mich des Ausdruckes bedienen darf — in einem Geistleibe, der ihn aber ebenso verbindet mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien. Hier im Erdenbereich wenden wir uns zunächst an dasjenige, was im Umkreis um uns ist; wir fühlen das gewissermaßen auf gleichem Niveau mit uns stehend und blicken von dem Erdenbereich aus zum — wie es nun in den verschiedensten Anschauungen genannt wird — Himmelsgebiet, zum Geistgebiet auf. Der Erdenmensch blickt aufwärts mit seinen Ahnungen, mit seinem religiösen Frommsein, mit demjenigen, was für sein Erdendasein das Allererstrebenswerteste ist. Und wenn er sich eine Vorstellung machen will von dem, was da oben im geistigen Reich ist, da bildet er sich ja wohl Gestaltungen aus, die von dem Irdischen entlehnt sind, er stellt in irdischer Weise dasjenige vor, was oben ist. Wenn der Mensch dann im Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt lebt, ist es umgekehrt. Der Mensch weist nach unten, wenn er dasjenige bezeichnen will, worauf sein Blick gerichtet ist. Sie werden vielleicht sagen, meine lieben Freunde: Ja, dann weist aber der Mensch gerade auf das weniger Wertvolle. Das ist aber nicht so. Sondern von oben angesehen ist dasjenige, was hier im Erdenbereich ist, ja ganz anders, als es hier im Erdenbereich ist. Und gerade bei der Karma-Betrachtung kann es uns so recht verständlich werden, wie anders dasjenige, was auf der Erde vorgeht, von oben angesehen, ist, als es sich hier im Erdenbereich selbst für den Menschen ausnimmt.

[ 2 ] Man könnte das Menschendasein auch so schildern, daß man sagt: Der Mensch tritt mit der physischen Geburt, der physischen Empfängnis aus einem rein geistigen Dasein in den Bereich der Naturordnungen des Tierischen, Pflanzlichen, Mineralischen; und der Mensch tritt, indem er durch die Pforte des Todes hindurchgeht, in das Reich der über ihm stehenden Wesenheiten. Das eine Mal lebt der Mensch in einem physischen Leib, der ihn verbindet mit den Reichen der Natur; das andere Mal, zwischen Tod und einer neuen Geburt, lebt der Mensch — wenn ich mich des Ausdruckes bedienen darf — in einem Geistleibe, der ihn aber ebenso verbindet mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien. Hier im Erdenbereich wenden wir uns zunächst an dasjenige, was im Umkreis um uns ist; wir fühlen das gewissermaßen auf gleichem Niveau mit uns stehend und blicken von dem Erdenbereich aus zum — wie es nun in den verschiedensten Anschauungen genannt wird — Himmelsgebiet, zum Geistgebiet auf. Der Erdenmensch blickt aufwärts mit seinen Ahnungen, mit seinem religiösen Frommsein, mit demjenigen, was für sein Erdendasein das Allererstrebenswerteste ist. Und wenn er sich eine Vorstellung machen will von dem, was da oben im geistigen Reich ist, da bildet er sich ja wohl Gestaltungen aus, die von dem Irdischen entlehnt sind, er stellt in irdischer Weise dasjenige vor, was oben ist. Wenn der Mensch dann im Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt lebt, ist es umgekehrt. Der Mensch weist nach unten, wenn er dasjenige bezeichnen will, worauf sein Blick gerichtet ist. Sie werden vielleicht sagen, meine lieben Freunde: Ja, dann weist aber der Mensch gerade auf das weniger Wertvolle. Das ist aber nicht so. Sondern von oben angesehen ist dasjenige, was hier im Erdenbereich ist, ja ganz anders, als es hier im Erdenbereich ist. Und gerade bei der Karma-Betrachtung kann es uns so recht verständlich werden, wie anders dasjenige, was auf der Erde vorgeht, von oben angesehen, ist, als es sich hier im Erdenbereich selbst für den Menschen ausnimmt.

[ 3 ] Wenn wir durch die Pforte des Todes zunächst die geistige Welt betreten, kommen wir ja zuerst in den Bereich der untersten Hierarchie, der Angeloi, Archangeloi, Archai. Wir fühlen uns gewissermaßen angeschlossen an dasjenige, was als nächste Hierarchie über uns steht, und wir merken: Geradeso wie im Erdenbereich dasjenige, was um uns ist, für die Sinne seine Bedeutung hat, so hat das, was im geistigen Bereich ist, für das Innerste der Seele seine Bedeutung. Wir sprechen von Mineralien, von Pflanzen, von Tieren, insoferne wir sie mit Augen sehen, mit Händen greifen können, insoferne sie überhaupt für uns sinnlich wahrnehmbar sind; und wir sprechen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt von Angeloi, Archangeloi, Archai, insoferne diese Wesenheiten mit demjenigen, was das innerste Wesen der Seele ist, Zusammenhang haben. Und wir lernen allmählich, indem wir weiterschreiten in dem langen Leben, das wir zwischen dem Tod und einer neuen Geburt verbringen, uns einfügen in dasjenige, was die Wesenheiten der nächsthöheren Hierarchie sind, die mit uns und miteinander zu tun haben. Diese verbinden uns gewissermaßen mit der geistigen Außenwelt. Wir sind auch zunächst im Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt recht stark mit uns selbst beschäftigt, denn mit unserem Inneren hat die dritte, die unterste Hierarchie zu tun. Dann aber wird nach einiger Zeit unser Blick erweitert, wir lernen die geistige Welt außer uns, die objektive geistige Welt kennen, Da sind unsere Führer die Wesenheiten der Exusiai, Kyriotetes, Dynamis. Sie bringen uns zusammen mit demjenigen, was die geistige Außenwelt ist. Und ich möchte sagen, so wie wir hier auf der Erde sprechen von dem, was uns umgibt: Berge, Flüsse, Wälder, Wiesen und so weiter, so sprechen wir dort von dem, an das uns die Wesen der zweiten Hierarchie heranbringen. Das ist dort unsere Umgebung. Aber diese Umgebung ist nicht in demselben Sinne gegenständlich wie die Erde, sondern diese Umgebung ist wesenhaft, alles lebt, und lebt auf geistige Art. Wir lernen gewissermaßen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt nicht nur Wesenheiten, Dinge kennen, sondern wir lernen Wesenheiten und ihre Taten, die sie untereinander tun, kennen, fühlen uns selber eingesponnen und hingegeben an diese Taten.

[ 3 ] Wenn wir durch die Pforte des Todes zunächst die geistige Welt betreten, kommen wir ja zuerst in den Bereich der untersten Hierarchie, der Angeloi, Archangeloi, Archai. Wir fühlen uns gewissermaßen angeschlossen an dasjenige, was als nächste Hierarchie über uns steht, und wir merken: Geradeso wie im Erdenbereich dasjenige, was um uns ist, für die Sinne seine Bedeutung hat, so hat das, was im geistigen Bereich ist, für das Innerste der Seele seine Bedeutung. Wir sprechen von Mineralien, von Pflanzen, von Tieren, insoferne wir sie mit Augen sehen, mit Händen greifen können, insoferne sie überhaupt für uns sinnlich wahrnehmbar sind; und wir sprechen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt von Angeloi, Archangeloi, Archai, insoferne diese Wesenheiten mit demjenigen, was das innerste Wesen der Seele ist, Zusammenhang haben. Und wir lernen allmählich, indem wir weiterschreiten in dem langen Leben, das wir zwischen dem Tod und einer neuen Geburt verbringen, uns einfügen in dasjenige, was die Wesenheiten der nächsthöheren Hierarchie sind, die mit uns und miteinander zu tun haben. Diese verbinden uns gewissermaßen mit der geistigen Außenwelt. Wir sind auch zunächst im Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt recht stark mit uns selbst beschäftigt, denn mit unserem Inneren hat die dritte, die unterste Hierarchie zu tun. Dann aber wird nach einiger Zeit unser Blick erweitert, wir lernen die geistige Welt außer uns, die objektive geistige Welt kennen, Da sind unsere Führer die Wesenheiten der Exusiai, Kyriotetes, Dynamis. Sie bringen uns zusammen mit demjenigen, was die geistige Außenwelt ist. Und ich möchte sagen, so wie wir hier auf der Erde sprechen von dem, was uns umgibt: Berge, Flüsse, Wälder, Wiesen und so weiter, so sprechen wir dort von dem, an das uns die Wesen der zweiten Hierarchie heranbringen. Das ist dort unsere Umgebung. Aber diese Umgebung ist nicht in demselben Sinne gegenständlich wie die Erde, sondern diese Umgebung ist wesenhaft, alles lebt, und lebt auf geistige Art. Wir lernen gewissermaßen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt nicht nur Wesenheiten, Dinge kennen, sondern wir lernen Wesenheiten und ihre Taten, die sie untereinander tun, kennen, fühlen uns selber eingesponnen und hingegeben an diese Taten.

[ 4 ] Dann aber kommt eine Zeit, in der wir fühlen, wie die Wesenheiten der dritten Hierarchie, Angeloi, Archangeloi und Archai, und die Wesenheiten der zweiten Hierarchie, Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, mit uns zusammen an demjenigen arbeiten, was aus uns im nächsten Erdenleben werden soll. Und da eröffnet sich uns in diesem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt eine erschütternde, gewaltige Perspektive. Da schauen wir an das Treiben der dritten Hierarchie, Angeloi, Archangeloi, Archai, schauen, wie sie sich zueinander verhalten. Bilder bekommen wir von demjenigen, was unter den Wesen dieser dritten Hierarchie vorhanden ist; aber diese Bilder erscheinen uns alle so, daß sie einen Bezug zu uns haben. Und uns geht auf, wenn wir anschauen dasjenige, was da als Bilder der Taten der dritten Hierarchie erscheint, daß es das Gegenbild ist von dem, was wir als Gesinnung, als innere Gemütsverfassung in dem letzten Erdenleben gehabt haben. Wir sagen uns jetzt nicht mit abstrakten Gewissensvorstellungen: Du bist ein Mensch gewesen, der unrecht gehandelt hat an diesen oder jenen Menschen, der unrecht gedacht hat, nein, sondern wir sehen an dem, was Angeloi, Archangeloi, Archai tun, wie sie in mächtigen Bildern vor unserem Blicke erscheinen, was aus dem wird, das wir in uns als Gemütsstimmung, als Seeleninhalt, als Denkweise im letzten Erdenleben getragen haben; da sehen wir, wie es Bild wird in dem, was die Wesenheiten der dritten Hierarchie tun. Ausgebreitet in der weiten Welt ist dasjenige in der geistigen Sphäre, was wir an Gesinnungen gegenüber anderen Menschen, gegenüber anderem Irdischen entwickelt haben. Und wir werden dasjenige gewahr, was wir denken, fühlen, empfinden. Hier auf der Erde erscheint es in der Maja, als ob es eingeschlossen wäre in unserer Haut; im Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt ist es anders. In dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt erscheint es so, daß wir nun wissen: Dasjenige, was wir in unserem Inneren an Gedanken, Empfindungen, Gesinnungen-entwickeln, das gehört der ganzen Welt an, das wirkt in die ganze Welt hinein.

[ 4 ] Dann aber kommt eine Zeit, in der wir fühlen, wie die Wesenheiten der dritten Hierarchie, Angeloi, Archangeloi und Archai, und die Wesenheiten der zweiten Hierarchie, Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, mit uns zusammen an demjenigen arbeiten, was aus uns im nächsten Erdenleben werden soll. Und da eröffnet sich uns in diesem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt eine erschütternde, gewaltige Perspektive. Da schauen wir an das Treiben der dritten Hierarchie, Angeloi, Archangeloi, Archai, schauen, wie sie sich zueinander verhalten. Bilder bekommen wir von demjenigen, was unter den Wesen dieser dritten Hierarchie vorhanden ist; aber diese Bilder erscheinen uns alle so, daß sie einen Bezug zu uns haben. Und uns geht auf, wenn wir anschauen dasjenige, was da als Bilder der Taten der dritten Hierarchie erscheint, daß es das Gegenbild ist von dem, was wir als Gesinnung, als innere Gemütsverfassung in dem letzten Erdenleben gehabt haben. Wir sagen uns jetzt nicht mit abstrakten Gewissensvorstellungen: Du bist ein Mensch gewesen, der unrecht gehandelt hat an diesen oder jenen Menschen, der unrecht gedacht hat, nein, sondern wir sehen an dem, was Angeloi, Archangeloi, Archai tun, wie sie in mächtigen Bildern vor unserem Blicke erscheinen, was aus dem wird, das wir in uns als Gemütsstimmung, als Seeleninhalt, als Denkweise im letzten Erdenleben getragen haben; da sehen wir, wie es Bild wird in dem, was die Wesenheiten der dritten Hierarchie tun. Ausgebreitet in der weiten Welt ist dasjenige in der geistigen Sphäre, was wir an Gesinnungen gegenüber anderen Menschen, gegenüber anderem Irdischen entwickelt haben. Und wir werden dasjenige gewahr, was wir denken, fühlen, empfinden. Hier auf der Erde erscheint es in der Maja, als ob es eingeschlossen wäre in unserer Haut; im Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt ist es anders. In dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt erscheint es so, daß wir nun wissen: Dasjenige, was wir in unserem Inneren an Gedanken, Empfindungen, Gesinnungen-entwickeln, das gehört der ganzen Welt an, das wirkt in die ganze Welt hinein.

[ 5 ] Dem Orient nachgesprochen reden gar viele Menschen von der Maja, von der Illusion der äußeren Welt, die uns umgibt; aber es bleibt ein abstrakter Gedanke. Wenn man Betrachtungen anstellt wie jene, die durch unsere Seelen haben ziehen können, dann wird man gewahr, wie ernst es ist mit dem Worte: Diese Welt, die uns umgibt, ist Maja, ist die große Illusion, — und wie illusorisch die Anschauung ist von dem, was in unserer Seele vorgeht. Wir glauben, damit allein sein zu können. Die Wahrheit erscheint uns erst, wenn wir das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchleben. Da sehen wir das, was scheinbar in uns ist, den Inhalt einer weit ausgebreiteten, mächtigen, geistigen Welt bilden. Dann leben wir weiter und merken, wie die Wesen der zweiten Hierarchie, Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, zusammenhängen mit demjenigen, was wir uns hier auf der Erde angeeignet haben durch Fleiß, Betriebsamkeit, durch Interesse, das wir gehabt haben für die Dinge und Vorgänge der Erde. Denn unseren Fleiß, unser Interesse im letzten Erdenleben bilden zunächst in mächtigen Bildern diese Wesenheiten: Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, sie gestalten die Bilder von unseren Begabungen, von unseren Fähigkeiten in unserem nächsten Erdenleben. Wir schauen, was wir an Begabungen, Fähigkeiten im nächsten Erdenleben haben werden, an den Bildern, welche entrollen die Wesenheiten der zweiten Hierarchie.

[ 5 ] Dem Orient nachgesprochen reden gar viele Menschen von der Maja, von der Illusion der äußeren Welt, die uns umgibt; aber es bleibt ein abstrakter Gedanke. Wenn man Betrachtungen anstellt wie jene, die durch unsere Seelen haben ziehen können, dann wird man gewahr, wie ernst es ist mit dem Worte: Diese Welt, die uns umgibt, ist Maja, ist die große Illusion, — und wie illusorisch die Anschauung ist von dem, was in unserer Seele vorgeht. Wir glauben, damit allein sein zu können. Die Wahrheit erscheint uns erst, wenn wir das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchleben. Da sehen wir das, was scheinbar in uns ist, den Inhalt einer weit ausgebreiteten, mächtigen, geistigen Welt bilden. Dann leben wir weiter und merken, wie die Wesen der zweiten Hierarchie, Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, zusammenhängen mit demjenigen, was wir uns hier auf der Erde angeeignet haben durch Fleiß, Betriebsamkeit, durch Interesse, das wir gehabt haben für die Dinge und Vorgänge der Erde. Denn unseren Fleiß, unser Interesse im letzten Erdenleben bilden zunächst in mächtigen Bildern diese Wesenheiten: Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, sie gestalten die Bilder von unseren Begabungen, von unseren Fähigkeiten in unserem nächsten Erdenleben. Wir schauen, was wir an Begabungen, Fähigkeiten im nächsten Erdenleben haben werden, an den Bildern, welche entrollen die Wesenheiten der zweiten Hierarchie.

[ 6 ] Und dann geht das Leben weiter. Wenn es schon in die Nähe der Mitte zwischen dem Tod und einer neuen Geburt kommt, dann tritt etwas Besonderes ein. So wie wit auf der Erde hier stehen — besonders in jenen Augenblicken, wo wir aufblicken ins Weltenall, wenn die funkelnden Sterne uns entgegenleuchten —, da empfinden wir oben die Erhabenheit des himmlischen Weltenbereiches; etwas viel Großartigeres empfinden wir nach unten schauend, wenn wir im Geisterreich sind. Denn da sehen wir, wie in merkwürdiger Weise die Wesenheiten der ersten Hierarchie: Seraphim, Cherubim, Throne in gegenseitiger Beziehung Taten verrichten. Mächtige Bilder geistigen Geschehens zeigen sich uns jetzt, wenn wir den Himmel, der nach unten liegt denn das ist dann unser Himmel — betrachten. Wie wir jetzt im physischen Erdenleben die Schrift der Sterne nach oben blickend betrachten, so sehen wir, wenn wir dann nach unten blicken, die Taten der Seraphim, Cherubim, Throne. Und dasjenige, was zwischen ihnen vorgeht, was sich in erhabenen und großartigen Bildern enthüllt, von dem fühlen wir in diesem geistigen Dasein, wie es etwas zu tun hat mit dem, wie wir selber sind und sein werden. Denn jetzt fühlen wir: Dasjenige, was da geschieht unter den Seraphim, Cherubim, Thronen, das zeigt uns, welche Folgen unsere Taten aus dem vorigen Erdenleben im nächsten Erdenleben haben werden. Wir schauen, wie wir uns zu dem einen Menschen so, zu dem anderen Menschen anders im Erdenleben verhalten haben, wie wir Mitgefühl oder Mitleidslosigkeit entwickelt haben, gute oder böse Taten verrichtet haben. Die Gesinnung hat mit der dritten Hierarchie zu tun, die Taten aber mit der ersten Hierarchie, Seraphim, Cherubim, Thronen. Dann tritt erschütternd vor unserer Seele wie in einem jetzt kosmisch in uns wirkenden Gedächtnis dasjenige auf, was wir im letzten Erdenleben getan haben zwischen Geburt und Tod. Dann blicken wir hinunter, die Taten der Geistigkeit erblickend. Seraphim, Cherubim, Throne, was tun sie? Sie zeigen uns im Bilde dasjenige, was wir mit den Menschen, mit denen wir im vorigen Erdenleben zusammengelebt haben, als eine Folge des neuen Zusammenseins werden erleben müssen zum Ausgleich dessen, was im vorigen Erdenleben zwischen uns erfolgt ist. Und wir begreifen an der Art, wie Seraphim, Cherubim, Throne miteinander zusammenwirken, daß das große Problem da gelöst wird. Wenn ich mit einem Menschen in einem Erdenleben zu tun habe, so bereite ich mir den ganzen Ausgleich selber vor; und nur daß er, der Ausgleich, eintrete, daß er Wirklichkeit werde, das arbeiten Seraphim, Cherubim, Throne dann aus. Und sie bringen es in Einklang damit, daß auch der andere, mit dem ich wieder etwas zu tun haben werde, in der gleichen Weise zu mir geführt wird, wie ich zu ihm. Was in erhabener Weise in den Bildern der Taten der höheren Hierarchien erlebt wird, das ist ja dasjenige, was dann verzeichnet wird von den Mondenwesen, und von den Mondenwesen dann eingetragen wird beim Herabsteigen in unseren astralischen Leib. Mit uns zusammen, die wir zwischen Tod und einer neuen Geburt sind, schauen diese Mondenwesen dasjenige, was geschieht, damit der Ausgleich mit dem vorigen Erdenleben stattfinde in einem nächsten Erdenleben.

[ 6 ] Und dann geht das Leben weiter. Wenn es schon in die Nähe der Mitte zwischen dem Tod und einer neuen Geburt kommt, dann tritt etwas Besonderes ein. So wie wit auf der Erde hier stehen — besonders in jenen Augenblicken, wo wir aufblicken ins Weltenall, wenn die funkelnden Sterne uns entgegenleuchten —, da empfinden wir oben die Erhabenheit des himmlischen Weltenbereiches; etwas viel Großartigeres empfinden wir nach unten schauend, wenn wir im Geisterreich sind. Denn da sehen wir, wie in merkwürdiger Weise die Wesenheiten der ersten Hierarchie: Seraphim, Cherubim, Throne in gegenseitiger Beziehung Taten verrichten. Mächtige Bilder geistigen Geschehens zeigen sich uns jetzt, wenn wir den Himmel, der nach unten liegt denn das ist dann unser Himmel — betrachten. Wie wir jetzt im physischen Erdenleben die Schrift der Sterne nach oben blickend betrachten, so sehen wir, wenn wir dann nach unten blicken, die Taten der Seraphim, Cherubim, Throne. Und dasjenige, was zwischen ihnen vorgeht, was sich in erhabenen und großartigen Bildern enthüllt, von dem fühlen wir in diesem geistigen Dasein, wie es etwas zu tun hat mit dem, wie wir selber sind und sein werden. Denn jetzt fühlen wir: Dasjenige, was da geschieht unter den Seraphim, Cherubim, Thronen, das zeigt uns, welche Folgen unsere Taten aus dem vorigen Erdenleben im nächsten Erdenleben haben werden. Wir schauen, wie wir uns zu dem einen Menschen so, zu dem anderen Menschen anders im Erdenleben verhalten haben, wie wir Mitgefühl oder Mitleidslosigkeit entwickelt haben, gute oder böse Taten verrichtet haben. Die Gesinnung hat mit der dritten Hierarchie zu tun, die Taten aber mit der ersten Hierarchie, Seraphim, Cherubim, Thronen. Dann tritt erschütternd vor unserer Seele wie in einem jetzt kosmisch in uns wirkenden Gedächtnis dasjenige auf, was wir im letzten Erdenleben getan haben zwischen Geburt und Tod. Dann blicken wir hinunter, die Taten der Geistigkeit erblickend. Seraphim, Cherubim, Throne, was tun sie? Sie zeigen uns im Bilde dasjenige, was wir mit den Menschen, mit denen wir im vorigen Erdenleben zusammengelebt haben, als eine Folge des neuen Zusammenseins werden erleben müssen zum Ausgleich dessen, was im vorigen Erdenleben zwischen uns erfolgt ist. Und wir begreifen an der Art, wie Seraphim, Cherubim, Throne miteinander zusammenwirken, daß das große Problem da gelöst wird. Wenn ich mit einem Menschen in einem Erdenleben zu tun habe, so bereite ich mir den ganzen Ausgleich selber vor; und nur daß er, der Ausgleich, eintrete, daß er Wirklichkeit werde, das arbeiten Seraphim, Cherubim, Throne dann aus. Und sie bringen es in Einklang damit, daß auch der andere, mit dem ich wieder etwas zu tun haben werde, in der gleichen Weise zu mir geführt wird, wie ich zu ihm. Was in erhabener Weise in den Bildern der Taten der höheren Hierarchien erlebt wird, das ist ja dasjenige, was dann verzeichnet wird von den Mondenwesen, und von den Mondenwesen dann eingetragen wird beim Herabsteigen in unseren astralischen Leib. Mit uns zusammen, die wir zwischen Tod und einer neuen Geburt sind, schauen diese Mondenwesen dasjenige, was geschieht, damit der Ausgleich mit dem vorigen Erdenleben stattfinde in einem nächsten Erdenleben.

[ 7 ] Sie ahnen aus diesem, meine lieben Freunde, was ich Ihnen in solcher Weise sagen kann, wie großartig und gewaltig gegenüber der sinnlichen Welt das ist, was sich da enthüllt. Aber Sie sehen auch, wie wirklich dasjenige, was uns in der sinnlichen Welt entgegentritt, viel, viel mehr verhüllt, als es offenbart.

[ 7 ] Sie ahnen aus diesem, meine lieben Freunde, was ich Ihnen in solcher Weise sagen kann, wie großartig und gewaltig gegenüber der sinnlichen Welt das ist, was sich da enthüllt. Aber Sie sehen auch, wie wirklich dasjenige, was uns in der sinnlichen Welt entgegentritt, viel, viel mehr verhüllt, als es offenbart.

[ 8 ] Dann geht eben der Mensch dem weiteren Leben entgegen, wenn er durch die Region der Seraphim, Cherubim, Throne durchgegangen ist, und geht dann weiteren Regionen entgegen. Immer mehr und mehr tritt in ihm die Sehnsucht nach einer neuen Verkörperung auf, in der er den Ausgleich finden kann für dasjenige, was er im vorigen Erdenleben durchgemacht hat.

[ 8 ] Dann geht eben der Mensch dem weiteren Leben entgegen, wenn er durch die Region der Seraphim, Cherubim, Throne durchgegangen ist, und geht dann weiteren Regionen entgegen. Immer mehr und mehr tritt in ihm die Sehnsucht nach einer neuen Verkörperung auf, in der er den Ausgleich finden kann für dasjenige, was er im vorigen Erdenleben durchgemacht hat.

[ 9 ] Anthroposophie, meine lieben Freunde, ist nicht das Rechte, wenn sie bloß eine Summe von Ideen und Begriffen ist, wenn man bloß in einer abstrakten Weise davon redet, daß es ein Karma gibt, daß so und so von einem Erdenleben zum anderen hinüber gewirkt wird, sondern Anthroposophie wird eigentlich im Grunde genommen erst das Rechte, wenn sie nicht bloß zu unserem Kopf spricht, sondern in unserem Herzen eine Empfindung, eine Wahrnehmung davon erweckt, welche Eindrücke wir in der übersinnlichen Welt durch die Wesenheiten dieser übersinnlichen Welt empfangen können. Denn es scheint mir, daß kein Mensch, der einen offenen, empfänglichen Sinn hat, Mitteilungen empfangen kann über die übersinnliche Welt, wie ich sie jetzt geschildert habe, ohne daß die ganze Skala der Empfindungen in dieser Seele erregt wird. Und eigentlich sollte es ja so sein, daß wir uns sagen: Ja, hier auf der Erde machen wir manches durch, von dem tiefsten Schmerz bis zur höchsten Lust, zum freudigsten Glück, die ganze Skala des menschlichen Empfindens; aber dasjenige, was wir erfahren können von der geistigen Welt, sollte eigentlich auf uns intensiver wirken als der tiefste Schmerz, die höchste Lust auf uns wirken kann. Und wir stellen uns nur dann in der richtigen Weise zur geistigen Welt, wenn wir sagen: Es bleibt allerdings schattenhaft gegenüber dem großen Schmerz oder der großen Freude, die wir auf der Erde empfinden, was wir gegenüber den Tatsachen und Wesenheiten der geistigen Welt empfinden. Nicht bleibt es schattenhaft für den Eingeweihten, aber es bleibt schattenhaft für den, der nur die Kunde von der Einweihungswissenschaft bekommt. Doch man sollte sich dann auch sagen: Eine Ahnung bekomme ich dennoch, wie tief und intensiv das, was da mitgeteilt wird von der geistigen Welt, eigentlich auf die Seele wirken müßte, wenn sie nur stark und kräftig genug dazu wäre. Der Mensch sollte es eigentlich nur seiner irdischen Schwäche zuschreiben, daß er nicht vom höchsten Enthusiasmus bis zum tiefsten Schmerz alle Intervalle des Empfindens durchmachen kann, wenn er hört von demjenigen, wie die geistige Welt und ihre Wesenheiten sind. Wenn der Mensch die Tatsache, daß er das eben nicht in der richtigen Weise empfinden kann, seiner Schwachheit zuschreibt, dann ist auch schon etwas von der rechten Art, sich zur geistigen Welt zu stellen, von der Seele erreicht. Denn, sehen Sie, was hat denn schließlich alles geistige Erkennen für einen Wert, wenn es nicht eingehen kann auf die konkreten Tatsachen, wenn es nicht hinweisen kann darauf, was denn eigentlich geschieht innerhalb der geistigen Welt! Hier auf der Erde verlangen wir ja auch nicht, daß die Menschen von einer Wiese so sprechen, wie die Pantheisten oder Monisten oder abstrakten Philosophlinge über die Gottheit sprechen, sondern man verlangt, daß man die Wiese in ihren Einzelheiten beschreibt. So ist es ja auch gegenüber der geistigen Welt. Auch da muß man einen Sinn dafür haben, die konkreten Einzelheiten anzugeben. Das ist dem Menschen heute noch ungewohnt. Wenn man im allgemeinen von Geistigkeit redet, daß es eine geistige Welt gibt und so weiter, so nehmen das viele, die nicht starre Materialisten sind, hin. Aber wenn man diese geistige Welt im einzelnen beschreibt, da werden die Menschen oft wütend, weil sie nicht gelten lassen wollen, daß man konkret im einzelnen über die Wesenheiten und Geschehnisse der geistigen Welt sprechen kann. Es muß aber immer mehr und mehr, wenn nicht die menschliche Zivilisation in das Chaos verfallen soll, es muß immer mehr real von der geistigen Welt gesprochen werden. Denn auch die Erdenereignisse bleiben dunkel, wenn man dasjenige, was sie verhüllen, nicht kennenlernt.

[ 9 ] Anthroposophie, meine lieben Freunde, ist nicht das Rechte, wenn sie bloß eine Summe von Ideen und Begriffen ist, wenn man bloß in einer abstrakten Weise davon redet, daß es ein Karma gibt, daß so und so von einem Erdenleben zum anderen hinüber gewirkt wird, sondern Anthroposophie wird eigentlich im Grunde genommen erst das Rechte, wenn sie nicht bloß zu unserem Kopf spricht, sondern in unserem Herzen eine Empfindung, eine Wahrnehmung davon erweckt, welche Eindrücke wir in der übersinnlichen Welt durch die Wesenheiten dieser übersinnlichen Welt empfangen können. Denn es scheint mir, daß kein Mensch, der einen offenen, empfänglichen Sinn hat, Mitteilungen empfangen kann über die übersinnliche Welt, wie ich sie jetzt geschildert habe, ohne daß die ganze Skala der Empfindungen in dieser Seele erregt wird. Und eigentlich sollte es ja so sein, daß wir uns sagen: Ja, hier auf der Erde machen wir manches durch, von dem tiefsten Schmerz bis zur höchsten Lust, zum freudigsten Glück, die ganze Skala des menschlichen Empfindens; aber dasjenige, was wir erfahren können von der geistigen Welt, sollte eigentlich auf uns intensiver wirken als der tiefste Schmerz, die höchste Lust auf uns wirken kann. Und wir stellen uns nur dann in der richtigen Weise zur geistigen Welt, wenn wir sagen: Es bleibt allerdings schattenhaft gegenüber dem großen Schmerz oder der großen Freude, die wir auf der Erde empfinden, was wir gegenüber den Tatsachen und Wesenheiten der geistigen Welt empfinden. Nicht bleibt es schattenhaft für den Eingeweihten, aber es bleibt schattenhaft für den, der nur die Kunde von der Einweihungswissenschaft bekommt. Doch man sollte sich dann auch sagen: Eine Ahnung bekomme ich dennoch, wie tief und intensiv das, was da mitgeteilt wird von der geistigen Welt, eigentlich auf die Seele wirken müßte, wenn sie nur stark und kräftig genug dazu wäre. Der Mensch sollte es eigentlich nur seiner irdischen Schwäche zuschreiben, daß er nicht vom höchsten Enthusiasmus bis zum tiefsten Schmerz alle Intervalle des Empfindens durchmachen kann, wenn er hört von demjenigen, wie die geistige Welt und ihre Wesenheiten sind. Wenn der Mensch die Tatsache, daß er das eben nicht in der richtigen Weise empfinden kann, seiner Schwachheit zuschreibt, dann ist auch schon etwas von der rechten Art, sich zur geistigen Welt zu stellen, von der Seele erreicht. Denn, sehen Sie, was hat denn schließlich alles geistige Erkennen für einen Wert, wenn es nicht eingehen kann auf die konkreten Tatsachen, wenn es nicht hinweisen kann darauf, was denn eigentlich geschieht innerhalb der geistigen Welt! Hier auf der Erde verlangen wir ja auch nicht, daß die Menschen von einer Wiese so sprechen, wie die Pantheisten oder Monisten oder abstrakten Philosophlinge über die Gottheit sprechen, sondern man verlangt, daß man die Wiese in ihren Einzelheiten beschreibt. So ist es ja auch gegenüber der geistigen Welt. Auch da muß man einen Sinn dafür haben, die konkreten Einzelheiten anzugeben. Das ist dem Menschen heute noch ungewohnt. Wenn man im allgemeinen von Geistigkeit redet, daß es eine geistige Welt gibt und so weiter, so nehmen das viele, die nicht starre Materialisten sind, hin. Aber wenn man diese geistige Welt im einzelnen beschreibt, da werden die Menschen oft wütend, weil sie nicht gelten lassen wollen, daß man konkret im einzelnen über die Wesenheiten und Geschehnisse der geistigen Welt sprechen kann. Es muß aber immer mehr und mehr, wenn nicht die menschliche Zivilisation in das Chaos verfallen soll, es muß immer mehr real von der geistigen Welt gesprochen werden. Denn auch die Erdenereignisse bleiben dunkel, wenn man dasjenige, was sie verhüllen, nicht kennenlernt.

[ 10 ] Und in dieser Beziehung, meine lieben Freunde, ist ja wirklich schon im Schicksal der Anthroposophischen Gesellschaft etwas gelegen, was einen manchmal tragisch berührt! Aber wenn das nötige Verständnis für diese Dinge sich verbreitet, wenigstens innerhalb des Kreises der Anthroposophischen Gesellschaft, so kann man ja hoffen, daß aus der Tragik sich dasjenige entwickelt, was sein muß, daß von der Anthroposophischen Gesellschaft wirklich ausgeht eine Befruchtung der ja deutlich in das Chaos des Materialismus hingehenden äußeren Zivilisation der Menschheit. Aber dann muß etwas verstanden werden, was in ihr eben anfangs nicht verstanden worden ist, aber jetzt leichter verstanden werden kann, da ja zwei, mehr als zwei Jahrzehnte anthroposophischer Arbeit seit der Begründung der anthroposophischen Richtung verflossen sind.

[ 10 ] Und in dieser Beziehung, meine lieben Freunde, ist ja wirklich schon im Schicksal der Anthroposophischen Gesellschaft etwas gelegen, was einen manchmal tragisch berührt! Aber wenn das nötige Verständnis für diese Dinge sich verbreitet, wenigstens innerhalb des Kreises der Anthroposophischen Gesellschaft, so kann man ja hoffen, daß aus der Tragik sich dasjenige entwickelt, was sein muß, daß von der Anthroposophischen Gesellschaft wirklich ausgeht eine Befruchtung der ja deutlich in das Chaos des Materialismus hingehenden äußeren Zivilisation der Menschheit. Aber dann muß etwas verstanden werden, was in ihr eben anfangs nicht verstanden worden ist, aber jetzt leichter verstanden werden kann, da ja zwei, mehr als zwei Jahrzehnte anthroposophischer Arbeit seit der Begründung der anthroposophischen Richtung verflossen sind.

[ 11 ] Sie wissen ja, die anthroposophische Bewegung war im Beginne im Schoße der theosophischen Bewegung. Und als wir in Berlin diejenige theosophische Sektion begründeten, aus der dann die Anthroposophische Gesellschaft heraus sich entwickelt hat, da war unsere erste Versammlung so, daß ich in der Tat damals, ich möchte sagen, eine Art Ton angeben wollte für dasjenige, was eigentlich geschehen sollte. Und ich darf jetzt, wo wir durch die Dornacher Weihnachtstagung am Goetheanum den Versuch gemacht haben, die Anthroposophische Gesellschaft zu reorganisieren, ich darf auf eine Tatsache, die vielleicht recht wenig beachtet worden ist, hinweisen. Hier kann sie ja nicht beobachtet worden seiri, weil von unseren böhmischen Freunden niemand anwesend war, soviel mir bekannt ist. Ich habe dazumal einen ersten Vortrag von der Art, wie sie später den Zweigvorträgen entsprachen, gehalten; der trug einen sonderbaren Titel, einen Titel, den man damals als ein großes Wagnis bezeichnen konnte, er trug den Titel: «Praktische Karmaübungen.» Und ich hatte eigentlich vor, ganz unbefangen über die Wirkungsweise des Karma zu sprechen.

[ 11 ] Sie wissen ja, die anthroposophische Bewegung war im Beginne im Schoße der theosophischen Bewegung. Und als wir in Berlin diejenige theosophische Sektion begründeten, aus der dann die Anthroposophische Gesellschaft heraus sich entwickelt hat, da war unsere erste Versammlung so, daß ich in der Tat damals, ich möchte sagen, eine Art Ton angeben wollte für dasjenige, was eigentlich geschehen sollte. Und ich darf jetzt, wo wir durch die Dornacher Weihnachtstagung am Goetheanum den Versuch gemacht haben, die Anthroposophische Gesellschaft zu reorganisieren, ich darf auf eine Tatsache, die vielleicht recht wenig beachtet worden ist, hinweisen. Hier kann sie ja nicht beobachtet worden seiri, weil von unseren böhmischen Freunden niemand anwesend war, soviel mir bekannt ist. Ich habe dazumal einen ersten Vortrag von der Art, wie sie später den Zweigvorträgen entsprachen, gehalten; der trug einen sonderbaren Titel, einen Titel, den man damals als ein großes Wagnis bezeichnen konnte, er trug den Titel: «Praktische Karmaübungen.» Und ich hatte eigentlich vor, ganz unbefangen über die Wirkungsweise des Karma zu sprechen.

[ 12 ] Nun waren auf der Versammlung zunächst die Koryphäen der vorangegangenen theosophischen Bewegung, die mein Dasein dazumal als das eines Eindringlings empfunden haben und die von vorneherein überzeugt waren, daß ich eigentlich keine Berechtigung habe, über etwas Inneres, Geistiges zu sprechen. Und so hat es sich gegeben, daß in der damaligen Zeit diese Koryphäen der vergangenen theosophischen Bewegung immer wieder betont haben: Wissenschaft muß sein, der Wissenschaft der Gegenwart muß Rechnung getragen werden; die Sache ist nun auf gutem Wege, aber nur die ersten Schritte sind gemacht. Wenn man von diesen ersten Schritten weitergeht, kommt man erst zu dem, was sein soll. — Das ist schön, aber dabei kam nichts Besonderes heraus. Und so ist dann dasjenige, was dazumal beabsichtigt war, zu einer ziemlich theoretischen Sache geworden. Die «Praktischen Karmaübungen» waren angekündigt, aber kein Mensch hätte dazumal etwas von dem verstanden, am wenigsten die Koryphäen der Theosophischen Gesellschaft. Und so blieb dann das eine Aufgabe, die gewissermaßen unter der Oberfläche der anthroposophischen Strömung gepflegt werden mußte, die zunächst mit der geistigen Welt abgemacht werden mußte. Aber heute — und wie oftmals während der Entwickelung der anthroposophischen Bewegung — muß ich gedenken jenes Titels, den eigentlich der allererste anthroposophische Zweigvortrag haben sollte: «Praktische Karmaübungen.» Ich kann mich auch erinnern, wie erschrocken die Koryphäen damals gewesen sind, daß so ein verwegener Titel dazumal erschien.

[ 12 ] Nun waren auf der Versammlung zunächst die Koryphäen der vorangegangenen theosophischen Bewegung, die mein Dasein dazumal als das eines Eindringlings empfunden haben und die von vorneherein überzeugt waren, daß ich eigentlich keine Berechtigung habe, über etwas Inneres, Geistiges zu sprechen. Und so hat es sich gegeben, daß in der damaligen Zeit diese Koryphäen der vergangenen theosophischen Bewegung immer wieder betont haben: Wissenschaft muß sein, der Wissenschaft der Gegenwart muß Rechnung getragen werden; die Sache ist nun auf gutem Wege, aber nur die ersten Schritte sind gemacht. Wenn man von diesen ersten Schritten weitergeht, kommt man erst zu dem, was sein soll. — Das ist schön, aber dabei kam nichts Besonderes heraus. Und so ist dann dasjenige, was dazumal beabsichtigt war, zu einer ziemlich theoretischen Sache geworden. Die «Praktischen Karmaübungen» waren angekündigt, aber kein Mensch hätte dazumal etwas von dem verstanden, am wenigsten die Koryphäen der Theosophischen Gesellschaft. Und so blieb dann das eine Aufgabe, die gewissermaßen unter der Oberfläche der anthroposophischen Strömung gepflegt werden mußte, die zunächst mit der geistigen Welt abgemacht werden mußte. Aber heute — und wie oftmals während der Entwickelung der anthroposophischen Bewegung — muß ich gedenken jenes Titels, den eigentlich der allererste anthroposophische Zweigvortrag haben sollte: «Praktische Karmaübungen.» Ich kann mich auch erinnern, wie erschrocken die Koryphäen damals gewesen sind, daß so ein verwegener Titel dazumal erschien.

[ 13 ] Nun, sehen Sie, seither sind mehr als zwei Jahrzehnte hinuntergegangen, die Zeit läuft, es ist manches vorbereitet worden; aber diese Vorbereitung muß auch eine Wirkung haben. Und daher muß es heute möglich sein, daß eine solche Wirkung eintritt, daß in gewisser Beziehung die «Praktischen Karmaübungen » auftreten können, mit denen man — etwas kühn zu Werke gehend — dazumal beginnen wollte. Und sehen Sie, das wollte ja gerade unsere Weihnachtstagung: das wirklich kraftvolle Esoterische in die ganze anthroposophische Bewegung hineinbringen. Und damit muß Ernst gemacht werden. Denn mit dem bloß Formalistischen wird unsere anthroposophische Bewegung doch nicht reorganisierend auf unsere Zivilisation wirken. Deshalb soll in der Zukunft nicht davor zurückgeschreckt werden, in aller Offenheit über die Verhältnisse der geistigen Welt zu reden.

[ 13 ] Nun, sehen Sie, seither sind mehr als zwei Jahrzehnte hinuntergegangen, die Zeit läuft, es ist manches vorbereitet worden; aber diese Vorbereitung muß auch eine Wirkung haben. Und daher muß es heute möglich sein, daß eine solche Wirkung eintritt, daß in gewisser Beziehung die «Praktischen Karmaübungen » auftreten können, mit denen man — etwas kühn zu Werke gehend — dazumal beginnen wollte. Und sehen Sie, das wollte ja gerade unsere Weihnachtstagung: das wirklich kraftvolle Esoterische in die ganze anthroposophische Bewegung hineinbringen. Und damit muß Ernst gemacht werden. Denn mit dem bloß Formalistischen wird unsere anthroposophische Bewegung doch nicht reorganisierend auf unsere Zivilisation wirken. Deshalb soll in der Zukunft nicht davor zurückgeschreckt werden, in aller Offenheit über die Verhältnisse der geistigen Welt zu reden.

[ 14 ] Nun möchte ich heute mit einigem beginnen, was als Geistiges zugrunde liegt dem Erdengeschehen, der Erdenmenschheit. Sehen Sie, wit haben in der ganzen Erdenentwickelung stehend dasjenige, was sich vollzog als das Mysterium von Golgatha. Ich habe ja oftmals darauf aufmerksam gemacht, wie durch das Mysterium von Golgatha die Erdenentwickelung eigentlich erst ihren Sinn bekommen hat, wie alles dasjenige, was dem Mysterium von Golgatha vorangegangen ist, gerade einer tieferen Betrachtung wie eine Vorbereitung zum Mysterium von Golgatha erscheint. Und wenn auch seit dem Mysterium von Golgatha durch die Schwäche der Menschen und von der geistigen Seite her durch die ahrimanischen und luziferischen Mächte die Hindernisse zunächst noch auffälliger sind als der Fortschritt der Menschheit, so ist seit dem Mysterium von Golgatha dennoch von der physischen und geistigen Welt ausgehend alles geschehen, um den Menschen weiterzubringen in der gesamten Weltenentwickelung. Dasjenige, was das Christentum der Menschheit gebracht hat, wird, wenn die Menschheit sich würdig erweist, es in seiner geistigen Vertiefung aufzunehmen, sich erst in der Zukunft erweisen, Aber der Impuls auch zu alledem, was Anthroposophie bewirken kann — liegt im Mysterium von Golgatha.

[ 14 ] Nun möchte ich heute mit einigem beginnen, was als Geistiges zugrunde liegt dem Erdengeschehen, der Erdenmenschheit. Sehen Sie, wit haben in der ganzen Erdenentwickelung stehend dasjenige, was sich vollzog als das Mysterium von Golgatha. Ich habe ja oftmals darauf aufmerksam gemacht, wie durch das Mysterium von Golgatha die Erdenentwickelung eigentlich erst ihren Sinn bekommen hat, wie alles dasjenige, was dem Mysterium von Golgatha vorangegangen ist, gerade einer tieferen Betrachtung wie eine Vorbereitung zum Mysterium von Golgatha erscheint. Und wenn auch seit dem Mysterium von Golgatha durch die Schwäche der Menschen und von der geistigen Seite her durch die ahrimanischen und luziferischen Mächte die Hindernisse zunächst noch auffälliger sind als der Fortschritt der Menschheit, so ist seit dem Mysterium von Golgatha dennoch von der physischen und geistigen Welt ausgehend alles geschehen, um den Menschen weiterzubringen in der gesamten Weltenentwickelung. Dasjenige, was das Christentum der Menschheit gebracht hat, wird, wenn die Menschheit sich würdig erweist, es in seiner geistigen Vertiefung aufzunehmen, sich erst in der Zukunft erweisen, Aber der Impuls auch zu alledem, was Anthroposophie bewirken kann — liegt im Mysterium von Golgatha.

[ 15 ] Nun wissen wir, wie dieses Mysterium von Golgatha seine Wirkung zunächst geäußert hat über den Süden von Europa hinüber nach Mitteleuropa hinein. Doch ist das nicht dasjenige, was ich heute betrachten möchte. Ich möchte, daß Sie einen Blick werfen auf die Art, wie das Christentum über Nordafrika sich hereinverbreitet hat nach der europäischen Welt. Nun aber wissen Sie, daß ja mehr als ein halbes Jahrtausend nach der Begründung des Christentums durch das Mysterium von Golgatha sich eine andere religiöse Strömung von Asien herüber verbreitete: die mohammedanische. Diese mohammedanische Geistesart, die an den Namen des Mohammed anknüpft, sie erweist sich gegenüber dem Christentum als etwas, was mehr in Abstraktionen lebt als das Christentum. Das Christentum enthält, möchte ich sagen, viel mehr von unmittelbarer Schilderung der geistigen Welt als der Mohammedanismus. Aber der Mohammedanismus, er hat das Schicksal gehabt, vieles von alter Wissenschaft, alter Kultur in sich aufzunehmen. Und so sehen wir denn, wie gewissermaßen dem Christentum nachfolgend von Asien herüber sich später der Mohammedanismus ausbreitet. Es ist interessant, diese eigentümliche Ausbreitung zu verfolgen. Wir sehen, wie etwas weiter nach Norden die Strömung des Christentums geht, die dann nach Mitteleuropa kommt, und wie der Mohammedanismus gewissermaßen umklammert diese christliche Strömung über Nordafrika, Spanien bis Frankreich hinein; so umgabelt er dieses Christentum.

[ 15 ] Nun wissen wir, wie dieses Mysterium von Golgatha seine Wirkung zunächst geäußert hat über den Süden von Europa hinüber nach Mitteleuropa hinein. Doch ist das nicht dasjenige, was ich heute betrachten möchte. Ich möchte, daß Sie einen Blick werfen auf die Art, wie das Christentum über Nordafrika sich hereinverbreitet hat nach der europäischen Welt. Nun aber wissen Sie, daß ja mehr als ein halbes Jahrtausend nach der Begründung des Christentums durch das Mysterium von Golgatha sich eine andere religiöse Strömung von Asien herüber verbreitete: die mohammedanische. Diese mohammedanische Geistesart, die an den Namen des Mohammed anknüpft, sie erweist sich gegenüber dem Christentum als etwas, was mehr in Abstraktionen lebt als das Christentum. Das Christentum enthält, möchte ich sagen, viel mehr von unmittelbarer Schilderung der geistigen Welt als der Mohammedanismus. Aber der Mohammedanismus, er hat das Schicksal gehabt, vieles von alter Wissenschaft, alter Kultur in sich aufzunehmen. Und so sehen wir denn, wie gewissermaßen dem Christentum nachfolgend von Asien herüber sich später der Mohammedanismus ausbreitet. Es ist interessant, diese eigentümliche Ausbreitung zu verfolgen. Wir sehen, wie etwas weiter nach Norden die Strömung des Christentums geht, die dann nach Mitteleuropa kommt, und wie der Mohammedanismus gewissermaßen umklammert diese christliche Strömung über Nordafrika, Spanien bis Frankreich hinein; so umgabelt er dieses Christentum.

[ 16 ] Nun kann man leicht einsehen, daß die europäische Kultur eine ganz andere geworden wäre, wenn das Christentum allein gewirkt hätte. In äußerer politischer Beziehung, da hat allerdings die europäische Kultur den Mohammedanismus — vielleicht besser gesagt den Arabismus — zurückgeschlagen. Allein wer das geistige Leben Europas ansieht, der kann zum Beispiel wissen, daß wir unsere gegenwärtige Weltanschauung — von der einen Seite den materialistischen Geist, von der anderen Seite die Wissenschaft mit dieser Schärfe des Denkens, mit einer arabeskenhaft entwickelten Logik, mit alledem, was eben diese Wissenschaft ist — nicht hätten, wenn nicht, trotzdem der Arabismus zurückgeschlagen worden ist, derselbe weiter gewirkt hätte. Und von jenem Spanien aus, ja noch von Frankreich, von dem Süditalien vorgelegenen Sizilien, von Afrika aus sind mächtige Einflüsse gekommen, welche die Denkformen Europas beeinflußt haben, die alles anders gestaltet haben, als es sonst geworden wäre, wenn bloß das Christentum gewirkt hätte. In unserer Wissenschaft ist mehr Arabismus als Christentum!

[ 16 ] Nun kann man leicht einsehen, daß die europäische Kultur eine ganz andere geworden wäre, wenn das Christentum allein gewirkt hätte. In äußerer politischer Beziehung, da hat allerdings die europäische Kultur den Mohammedanismus — vielleicht besser gesagt den Arabismus — zurückgeschlagen. Allein wer das geistige Leben Europas ansieht, der kann zum Beispiel wissen, daß wir unsere gegenwärtige Weltanschauung — von der einen Seite den materialistischen Geist, von der anderen Seite die Wissenschaft mit dieser Schärfe des Denkens, mit einer arabeskenhaft entwickelten Logik, mit alledem, was eben diese Wissenschaft ist — nicht hätten, wenn nicht, trotzdem der Arabismus zurückgeschlagen worden ist, derselbe weiter gewirkt hätte. Und von jenem Spanien aus, ja noch von Frankreich, von dem Süditalien vorgelegenen Sizilien, von Afrika aus sind mächtige Einflüsse gekommen, welche die Denkformen Europas beeinflußt haben, die alles anders gestaltet haben, als es sonst geworden wäre, wenn bloß das Christentum gewirkt hätte. In unserer Wissenschaft ist mehr Arabismus als Christentum!

[ 17 ] Nun hat später noch ein anderer Weg sich eröffnet: derjenige der Kreuzzüge, wo die Europäer direkt die allerdings schon in Dekadenz begriffene morgenländische Kultur kennengelernt haben. Vieles gerade von den Geheimnissen der morgenländischen Kultur hat er ihnen gebracht, so daß gerade in der abendländischen Zivilisation über der Schicht des Christentums dasjenige liegt, was vom Orientalismus durch den Arabismus durchgegangen ist. Aber sehen Sie, das alles wird eigentlich nicht verständlich, wenn man es nur von außen anschaut. Das alles muß von innen angeschaut werden. Von innen angeschaut nimmt es sich so aus, daß ja allerdings durch Kriege, durch gewonnene Schlachten der Arabismus zurückgedrängt worden ist, daß die Araber, die Träger des Mohammedanismus, die Mauren und so weiter zurückgedrängt worden sind. Aber die Seelen dieser Leute verkörperten sich ja wieder, kamen wieder und wirkten weiter. Und man hat gar nichts davon, wenn man in abstrakter Weise schildert, wie der Arabismus von Spanien nach Europa gekommen ist; man hat erst etwas an Einsicht, wenn man die inneren konkreten Tatsachen kennt.

[ 17 ] Nun hat später noch ein anderer Weg sich eröffnet: derjenige der Kreuzzüge, wo die Europäer direkt die allerdings schon in Dekadenz begriffene morgenländische Kultur kennengelernt haben. Vieles gerade von den Geheimnissen der morgenländischen Kultur hat er ihnen gebracht, so daß gerade in der abendländischen Zivilisation über der Schicht des Christentums dasjenige liegt, was vom Orientalismus durch den Arabismus durchgegangen ist. Aber sehen Sie, das alles wird eigentlich nicht verständlich, wenn man es nur von außen anschaut. Das alles muß von innen angeschaut werden. Von innen angeschaut nimmt es sich so aus, daß ja allerdings durch Kriege, durch gewonnene Schlachten der Arabismus zurückgedrängt worden ist, daß die Araber, die Träger des Mohammedanismus, die Mauren und so weiter zurückgedrängt worden sind. Aber die Seelen dieser Leute verkörperten sich ja wieder, kamen wieder und wirkten weiter. Und man hat gar nichts davon, wenn man in abstrakter Weise schildert, wie der Arabismus von Spanien nach Europa gekommen ist; man hat erst etwas an Einsicht, wenn man die inneren konkreten Tatsachen kennt.

[ 18 ] Nehmen wir eine solche Tatsache. Da lebte in der Zeit, wo in der europäischen Geschichte von Karl dem Großen die Rede ist, in Asien, in Bagdad in einem wunderbaren Glanz, in großartiger orientalischer Bildung Harun al Raschid vom achten ins neunte Jahrhundert herüber, wie ja auch Karl der Große. An Harun al Raschids Hofe war alles, was dazumal an vorderasiatischer, überhaupt an asiatischer Bildung vorhanden war, zwar getaucht in Mohammedanismus, aber es war alles, was an Bildung gegeben war, vorhanden: Mathematik, Philosophie, Architektur, Handel, Industrie, Geographie, Medizin, Astronomie, alles wurde von den erleuchtetsten Geistern Asiens am Hofe des Harun al Raschid betrieben. Heute haben die Menschen wenig Begriffe davon, wie gewaltig und großartig das war, was am Hofe Harun al Raschids getrieben worden ist. Da ist zunächst Harun al Raschid selber: nicht ein unverständiger Herrscher, der nur heranzog die großartigsten Weisen Vorderasiens, um zu glänzen, sondern eine Persönlichkeit, zwar in religiöser Beziehung ganz hingegeben dem Mohammedanismus, aber offen und frei für alles dasjenige, was orientalische Zivilisation brachte und hatte. Während Karl der Große notdürftig schreiben und lesen gelernt hat, war ein viel größerer Glanz am Hofe von Bagdad, ja es war gar nicht zu vergleichen mit Karl dem Großen, was eben dort von Harun al Raschid geleistet worden ist.

[ 18 ] Nehmen wir eine solche Tatsache. Da lebte in der Zeit, wo in der europäischen Geschichte von Karl dem Großen die Rede ist, in Asien, in Bagdad in einem wunderbaren Glanz, in großartiger orientalischer Bildung Harun al Raschid vom achten ins neunte Jahrhundert herüber, wie ja auch Karl der Große. An Harun al Raschids Hofe war alles, was dazumal an vorderasiatischer, überhaupt an asiatischer Bildung vorhanden war, zwar getaucht in Mohammedanismus, aber es war alles, was an Bildung gegeben war, vorhanden: Mathematik, Philosophie, Architektur, Handel, Industrie, Geographie, Medizin, Astronomie, alles wurde von den erleuchtetsten Geistern Asiens am Hofe des Harun al Raschid betrieben. Heute haben die Menschen wenig Begriffe davon, wie gewaltig und großartig das war, was am Hofe Harun al Raschids getrieben worden ist. Da ist zunächst Harun al Raschid selber: nicht ein unverständiger Herrscher, der nur heranzog die großartigsten Weisen Vorderasiens, um zu glänzen, sondern eine Persönlichkeit, zwar in religiöser Beziehung ganz hingegeben dem Mohammedanismus, aber offen und frei für alles dasjenige, was orientalische Zivilisation brachte und hatte. Während Karl der Große notdürftig schreiben und lesen gelernt hat, war ein viel größerer Glanz am Hofe von Bagdad, ja es war gar nicht zu vergleichen mit Karl dem Großen, was eben dort von Harun al Raschid geleistet worden ist.

[ 19 ] Es war auch die Zeit, in welcher ein großer Teil der damaligen vorderasiatischen Welt schon dem Mohammedanismus erobert war, ein großer Teil von Afrika, und überallhin wurde getragen dasjenige, was in so glanzvoller Weise am Hofe Harun al Raschids gewirkt hatte. Aber unter denjenigen, welche Träger von Geographie, Naturforschung, Medizin am Hofe von Harun al Raschid waren, befand sich so mancher, der in einer noch früheren Inkarnation Angehöriger einer alten Mysterienschule gewesen war. Denn die Menschen werden, auch wenn sie früher Eingeweihte waren, nicht immer wiederum so geboren, daß gleich bemerkt wird, daß sie in einem früheren Leben Eingeweihte gewesen sind. Man kann ja in jedem Zeitalter, auch wenn man ein Eingeweihter in früheren Mysterien war, nur diejenige Geistigkeit annehmen, nur zu derjenigen Seelenverfassung kommen, die einem der Leib gestattet, die in einem bestimmten Zeitalter sein kann. Wenn man auf das eigentliche Seelische hinschaut, so deckt es sich nicht mit den dialektisch-logischen Vorstellungen, die man von dem Seelischen im Menschen hat. Das Seelische ist eigentlich viel tiefer gelegen, als man es gewöhnlich auffaßt.

[ 19 ] Es war auch die Zeit, in welcher ein großer Teil der damaligen vorderasiatischen Welt schon dem Mohammedanismus erobert war, ein großer Teil von Afrika, und überallhin wurde getragen dasjenige, was in so glanzvoller Weise am Hofe Harun al Raschids gewirkt hatte. Aber unter denjenigen, welche Träger von Geographie, Naturforschung, Medizin am Hofe von Harun al Raschid waren, befand sich so mancher, der in einer noch früheren Inkarnation Angehöriger einer alten Mysterienschule gewesen war. Denn die Menschen werden, auch wenn sie früher Eingeweihte waren, nicht immer wiederum so geboren, daß gleich bemerkt wird, daß sie in einem früheren Leben Eingeweihte gewesen sind. Man kann ja in jedem Zeitalter, auch wenn man ein Eingeweihter in früheren Mysterien war, nur diejenige Geistigkeit annehmen, nur zu derjenigen Seelenverfassung kommen, die einem der Leib gestattet, die in einem bestimmten Zeitalter sein kann. Wenn man auf das eigentliche Seelische hinschaut, so deckt es sich nicht mit den dialektisch-logischen Vorstellungen, die man von dem Seelischen im Menschen hat. Das Seelische ist eigentlich viel tiefer gelegen, als man es gewöhnlich auffaßt.

[ 20 ] Ich will Ihnen ein Beispiel sagen. Denken Sie einmal an eine Persönlichkeit wie Ernst Haeckel. Bei ihm fällt zunächst auf, daß seine Weltanschauung materialistisch gefärbt ist, daß er eine Art von Mechanismus nicht nur der Natur, sondern auch des Seelenlebens vertreten hat, daß er in wuchtigen Hieben auf den Katholizismus loshaut, daß er da manchmal entzückend, manchmal fanatisch, aber manchmal auch geschmacklos ist. Derjenige, der die Zusammenhänge der verschiedenen Erdenleben beim Menschen ins Auge faßt, wird nach diesen Eigenschaften am allerwenigsten hinschauen, sondern er wird hinschauen auf die tieferen Eigenschaften der Seele. Kein Mensch, der sich blenden läßt von dem, was an Haeckel zunächst auffällt, kann, wenn er praktische Karmamethoden entwickeln will, auf Haeckels vorige Inkarnation kommen. Denn wer auf Haeckels vorige Inkarnation kommen will, der muß hinschauen auf die Art, wie Haeckel dasjenige vertrat, was er als Anschauungen hatte. Es ist aus der Zeit zu erklären, in der Haeckel gelebt hat, daß er gerade diese materialistische Bildung hatte. Das aber ist das Unwesentlichste, es kommt auf das innere Seelengefüge an. Und kann man dieses innere Seelengefüge fassen und hat man das okkulte Schauen, dann führt der Blick zurück — zum Beispiel gerade bei Haeckel — zu Papst Gregor VII., dem ehemaligen Mönch Hildebrand, der gerade einer der kräftigsten, intensivsten Vertreter des Katholizismus war. Derjenige, der dann die beiden Gestalten vergleicht und weiß, daß es sich um diese beiden Gestalten handelt, der wird schon das Ähnliche herausfinden, der wird auch den Blick dafür bekommen, was in bezug auf die großen Angelegenheiten der Menschheit das Unbedeutende und was das Bedeutende ist. Die theoretischen Ideen sind gar nicht das Wesentliche. Die theoretischen Ideen sind nur in unserer theoretischen, materialistischen, abstrakten Zeit das Wesentliche. Hinter den Kulissen der Weltgeschichte ist dasjenige, was die Seele in ihrer Art ist, das Wesentliche. Wer das durchschaut, wird schon die Ähnlichkeit zwischen Gregor VII. und seiner Wiederverkörperung als Haeckel herausfinden können.

[ 20 ] Ich will Ihnen ein Beispiel sagen. Denken Sie einmal an eine Persönlichkeit wie Ernst Haeckel. Bei ihm fällt zunächst auf, daß seine Weltanschauung materialistisch gefärbt ist, daß er eine Art von Mechanismus nicht nur der Natur, sondern auch des Seelenlebens vertreten hat, daß er in wuchtigen Hieben auf den Katholizismus loshaut, daß er da manchmal entzückend, manchmal fanatisch, aber manchmal auch geschmacklos ist. Derjenige, der die Zusammenhänge der verschiedenen Erdenleben beim Menschen ins Auge faßt, wird nach diesen Eigenschaften am allerwenigsten hinschauen, sondern er wird hinschauen auf die tieferen Eigenschaften der Seele. Kein Mensch, der sich blenden läßt von dem, was an Haeckel zunächst auffällt, kann, wenn er praktische Karmamethoden entwickeln will, auf Haeckels vorige Inkarnation kommen. Denn wer auf Haeckels vorige Inkarnation kommen will, der muß hinschauen auf die Art, wie Haeckel dasjenige vertrat, was er als Anschauungen hatte. Es ist aus der Zeit zu erklären, in der Haeckel gelebt hat, daß er gerade diese materialistische Bildung hatte. Das aber ist das Unwesentlichste, es kommt auf das innere Seelengefüge an. Und kann man dieses innere Seelengefüge fassen und hat man das okkulte Schauen, dann führt der Blick zurück — zum Beispiel gerade bei Haeckel — zu Papst Gregor VII., dem ehemaligen Mönch Hildebrand, der gerade einer der kräftigsten, intensivsten Vertreter des Katholizismus war. Derjenige, der dann die beiden Gestalten vergleicht und weiß, daß es sich um diese beiden Gestalten handelt, der wird schon das Ähnliche herausfinden, der wird auch den Blick dafür bekommen, was in bezug auf die großen Angelegenheiten der Menschheit das Unbedeutende und was das Bedeutende ist. Die theoretischen Ideen sind gar nicht das Wesentliche. Die theoretischen Ideen sind nur in unserer theoretischen, materialistischen, abstrakten Zeit das Wesentliche. Hinter den Kulissen der Weltgeschichte ist dasjenige, was die Seele in ihrer Art ist, das Wesentliche. Wer das durchschaut, wird schon die Ähnlichkeit zwischen Gregor VII. und seiner Wiederverkörperung als Haeckel herausfinden können.

[ 21 ] Solche Anschauungen muß man sich erst aneignen, wenn man auf das konkrete Karmawesen eingeht, und wenn einem das etwas soll sagen können, daß zum Beispiel am Hofe Harun al Raschids Menschen lebten, welche eben äußerlich, weil ihnen so der physische Körper und die Erziehung gegeben waren, sich im Sinne des achten bis neunten Jahrhunderts ausnahmen, die aber die Wiederverkörperungen von alten Eingeweihten in Mysterien waren. Wenn man den geistigen Blick hinrichtet auf diesen Hof Harun al Raschids, dann fällt einem ganz besonders eine Persönlichkeit auf, die ein gründlicher, intensiv wirkender Ratgeber Harun al Raschids und für die damalige Zeit ein universeller Geist war, ein Geist, der diese Merkwürdigkeit hinter sich hatte, daß er in einer vorigen Inkarnation an allen Einweihungen in derselben Gegend, in der Harun al Raschid herrschte — als aber noch ganz andere Völker dort waren — teilgenommen hatte, und der in einer späteren Inkarnation als eine andere Persönlichkeit mit aller inneren Sehnsucht nach einer Initiation gestrebt hat, sie aber nicht erreichen konnte, weil das Schicksal ihn nicht dazu kommen ließ, damals eingeweiht zu werden. Eine solche Persönlichkeit lebte am Hofe Harun al Raschids, die daher dasjenige im tiefsten Inneren verbergen mußte, was aus der früheren Einweihungsinkarnation in ihr war. Das Nichterreichen-Können lag in einer späteren Inkarnation, dann kam diejenige, die am Hofe Harun al Raschids war. Und am Hofe Harun al Raschids wurde diese Persönlichkeit — weil ja dazumal nicht mehr im alten Sinne Initiationen möglich waren — einfach eine Persönlichkeit, die aus einem mächtigen Drange, aus einer mächtigen Phantasie, einer exakten, logischen Phantasie wirkte, ungeheuer anregend wirkte auf . alles, was an diesem Hofe gepflegt worden ist, und der Organisator an diesem Hofe war. Es lebten da alle möglichen Gelehrten, Künstler, ein ganzes Heer von Dichtern war ja am Hofe Harun al Raschids, es lebten Vertreter aller Wissenschaften da. Außerdem war Bagdad dazumal eben der Mittelpunkt für alles weit ausgedehnte wissenschaftlich-künstlerische Treiben, das in dem Kalifenreiche vorhanden war. Und was da zu organisieren war, ging eigentlich alles mit von dieser Persönlichkeit aus, einer Persönlichkeit von hoher Initiative. Nun, solche Individualitäten haben doch eine große Bedeutung im weiteren Fortgang der Menschheitsentwickelung.

[ 21 ] Solche Anschauungen muß man sich erst aneignen, wenn man auf das konkrete Karmawesen eingeht, und wenn einem das etwas soll sagen können, daß zum Beispiel am Hofe Harun al Raschids Menschen lebten, welche eben äußerlich, weil ihnen so der physische Körper und die Erziehung gegeben waren, sich im Sinne des achten bis neunten Jahrhunderts ausnahmen, die aber die Wiederverkörperungen von alten Eingeweihten in Mysterien waren. Wenn man den geistigen Blick hinrichtet auf diesen Hof Harun al Raschids, dann fällt einem ganz besonders eine Persönlichkeit auf, die ein gründlicher, intensiv wirkender Ratgeber Harun al Raschids und für die damalige Zeit ein universeller Geist war, ein Geist, der diese Merkwürdigkeit hinter sich hatte, daß er in einer vorigen Inkarnation an allen Einweihungen in derselben Gegend, in der Harun al Raschid herrschte — als aber noch ganz andere Völker dort waren — teilgenommen hatte, und der in einer späteren Inkarnation als eine andere Persönlichkeit mit aller inneren Sehnsucht nach einer Initiation gestrebt hat, sie aber nicht erreichen konnte, weil das Schicksal ihn nicht dazu kommen ließ, damals eingeweiht zu werden. Eine solche Persönlichkeit lebte am Hofe Harun al Raschids, die daher dasjenige im tiefsten Inneren verbergen mußte, was aus der früheren Einweihungsinkarnation in ihr war. Das Nichterreichen-Können lag in einer späteren Inkarnation, dann kam diejenige, die am Hofe Harun al Raschids war. Und am Hofe Harun al Raschids wurde diese Persönlichkeit — weil ja dazumal nicht mehr im alten Sinne Initiationen möglich waren — einfach eine Persönlichkeit, die aus einem mächtigen Drange, aus einer mächtigen Phantasie, einer exakten, logischen Phantasie wirkte, ungeheuer anregend wirkte auf . alles, was an diesem Hofe gepflegt worden ist, und der Organisator an diesem Hofe war. Es lebten da alle möglichen Gelehrten, Künstler, ein ganzes Heer von Dichtern war ja am Hofe Harun al Raschids, es lebten Vertreter aller Wissenschaften da. Außerdem war Bagdad dazumal eben der Mittelpunkt für alles weit ausgedehnte wissenschaftlich-künstlerische Treiben, das in dem Kalifenreiche vorhanden war. Und was da zu organisieren war, ging eigentlich alles mit von dieser Persönlichkeit aus, einer Persönlichkeit von hoher Initiative. Nun, solche Individualitäten haben doch eine große Bedeutung im weiteren Fortgang der Menschheitsentwickelung.

[ 22 ] Sehen wir uns jetzt die Persönlichkeit Harun al Raschids selber an. Wer mit einem okkulten Blick diese Persönlichkeit in ihrer Seelenhaftigkeit erfassen und sie dann wieder aufsuchen kann, und sucht, ob sie sich wieder verkörpert hat, der findet, daß diese Persönlichkeit Harun al Raschids ja in der Tat eine solche war, die weiter verbunden war mit demjenigen, was sie auf der Erde gestiftet hat, es weitergetragen hat, indem sie durch des Todes Pforte gegangen ist, die weitergegangen ist auf geistige Art mit der Erdenentwickelung der Menschheit, die von der geistigen Welt aus vieles beeinflußt hat, aber auch selber viel wieder aufgenommen hat. Und dann erschien sie wiederum eben in der Art, in der sie erscheinen konnte dem Zeitalter nach: es erschien diese Persönlichkeit als Lord Baco von Verulam, der der Begründer der neueren Wissenschaftlichkeit war. Baco von Verulam hat ja geradezu dem neueren europäischen Denken von England aus einen großen Anstoß gegeben. Sie können sagen: Ja, er unterscheidet sich mächtig von der Persönlichkeit Harun al Raschids! Aber es ist doch dieselbe Individualität! Denn dasjenige, was eben äußerlich als Unterschied auftritt, gehört der Äußerlichkeit an. Und so sehen wir gewissermaßen die Seele Harun al Raschids von Asien herüber sich nach dem Tode weiterentwickeln, um vom Westen herüber in der Art, wie es eben geschehen konnte, sogar vieles vom neueren Materialismus begründend, auf die neuere europäische Zivilisation zu wirken.

[ 22 ] Sehen wir uns jetzt die Persönlichkeit Harun al Raschids selber an. Wer mit einem okkulten Blick diese Persönlichkeit in ihrer Seelenhaftigkeit erfassen und sie dann wieder aufsuchen kann, und sucht, ob sie sich wieder verkörpert hat, der findet, daß diese Persönlichkeit Harun al Raschids ja in der Tat eine solche war, die weiter verbunden war mit demjenigen, was sie auf der Erde gestiftet hat, es weitergetragen hat, indem sie durch des Todes Pforte gegangen ist, die weitergegangen ist auf geistige Art mit der Erdenentwickelung der Menschheit, die von der geistigen Welt aus vieles beeinflußt hat, aber auch selber viel wieder aufgenommen hat. Und dann erschien sie wiederum eben in der Art, in der sie erscheinen konnte dem Zeitalter nach: es erschien diese Persönlichkeit als Lord Baco von Verulam, der der Begründer der neueren Wissenschaftlichkeit war. Baco von Verulam hat ja geradezu dem neueren europäischen Denken von England aus einen großen Anstoß gegeben. Sie können sagen: Ja, er unterscheidet sich mächtig von der Persönlichkeit Harun al Raschids! Aber es ist doch dieselbe Individualität! Denn dasjenige, was eben äußerlich als Unterschied auftritt, gehört der Äußerlichkeit an. Und so sehen wir gewissermaßen die Seele Harun al Raschids von Asien herüber sich nach dem Tode weiterentwickeln, um vom Westen herüber in der Art, wie es eben geschehen konnte, sogar vieles vom neueren Materialismus begründend, auf die neuere europäische Zivilisation zu wirken.

[ 23 ] Die andere Persönlichkeit, die nicht nur die rechte Hand, sondern die Seele des Hofes Harun al Raschids war, die jenes merkwürdige Schicksal in geistiger Beziehung hatte, diese Seele machte einen anderen Weg. Dieser Seele lag wenig daran, als sie durch die Pforte des Todes gegangen war, noch einen äußeren Glanz auszuleben. Diese Seele hatte vielmehr den inneren Drang, sich recht innerlich auszuleben. Darum konnte sie gar nicht einen Weg machen, der sie in der nächsten Inkarnation hinüber nach dem Westen geführt hätte. Beachten Sie nur, wie es mit Harun al Raschid war: ungeheurer Glanz, innerliche Gediegenheit der Zivilisation am Hofe Harun al Raschids, aber zu gleicher Zeit der Drang, alles zu veräußerlichen, was im Mohammedanismus gegeben war. Das mußte sich in einer nächsten Inkarnation ausleben. Die weite, umfangreiche Wissenschaftlichkeit mußte zum Vorschein kommen. Sie kam zum Vorschein. Es drängte sich dasjenige, was äußerer Glanz am Hofe Harun al Raschids war, bei Baco selber ans Tageslicht.

[ 23 ] Die andere Persönlichkeit, die nicht nur die rechte Hand, sondern die Seele des Hofes Harun al Raschids war, die jenes merkwürdige Schicksal in geistiger Beziehung hatte, diese Seele machte einen anderen Weg. Dieser Seele lag wenig daran, als sie durch die Pforte des Todes gegangen war, noch einen äußeren Glanz auszuleben. Diese Seele hatte vielmehr den inneren Drang, sich recht innerlich auszuleben. Darum konnte sie gar nicht einen Weg machen, der sie in der nächsten Inkarnation hinüber nach dem Westen geführt hätte. Beachten Sie nur, wie es mit Harun al Raschid war: ungeheurer Glanz, innerliche Gediegenheit der Zivilisation am Hofe Harun al Raschids, aber zu gleicher Zeit der Drang, alles zu veräußerlichen, was im Mohammedanismus gegeben war. Das mußte sich in einer nächsten Inkarnation ausleben. Die weite, umfangreiche Wissenschaftlichkeit mußte zum Vorschein kommen. Sie kam zum Vorschein. Es drängte sich dasjenige, was äußerer Glanz am Hofe Harun al Raschids war, bei Baco selber ans Tageslicht.

[ 24 ] Die andere Persönlichkeit war zwar die Seele am Hofe Harun al Raschids, aber eine sehr innerliche Persönlichkeit. Sie stand ja sehr nahe demjenigen, was in den alten Mysterien gepflegt worden ist. Nun konnte man dieses nicht ausleben, wenigstens nicht bis in unsere Zeit, wo das Kali Yuga abgelaufen ist und die Michaelszeit beginnt, wo es wieder möglich geworden ist, ganz unbefangen vom Geistigen zu sprechen. Man konnte aber, was man so aufgenommen hatte, in einer umfassenden, energischen Weise so in die Zivilisation hineingießen, daß es von einer intensiven Wirkung werden konnte. So etwas geschah mit der anderen Persönlichkeit. Die entwickelte sich, nachdem sie durch die Pforte des Todes gegangen war, so in der geistigen Welt, daß sie zuletzt, als sie wieder auf der Erde erschien, ich möchte sagen nicht im Westen landen konnte, wo der Materialismus herkam, sondern in Mitteleuropa landen mußte und dort ausleben konnte dasjenige, was aus den alten Mysterien stammte, aber angepaßt werden mußte den geänderten Zeitverhältnissen. Aus dieser Persönlichkeit wurde die des Amos Comenius. Und so könnte man sagen, daß diese zwei Seelen, welche am Hofe Harun al Raschids gelebt haben, in der folgenden Zeit so durch die Weltgeschichte gegangen sind, daß sie zwei verschiedene Wege gegangen sind. Die eine, möchte ich sagen, den Süden Europas umsäumend, um vom Westen aus Organisator der neueren Geschichte, Philosophie, der Wissenschaften zu sein, als Baco von Verulam; die andere nahm, ich möchte sagen, den Landweg, jenen Weg, den auch die Kreuzzüge genommen haben; er nahm den Weg nach Mitteleuropa. Auch er wurde ein großer Organisator, aber man sieht seiner Organisation an, wie sie anders wirkte. Und in der Tat, ein großartiges Schauspiel, ein gewaltiges Schauspiel ist es, daß, allerdings zu etwas verschiedenen Zeiten — man darf das nicht mißverstehen, aber das war mit dem weltgeschichtlichen Karma verbunden — Amos Comenius und Lord Baco von Verulam lebten, daß sie verschiedene Wege genommen haben. Aber dann war es so, daß sie sich doch in der letzten Zeit wiederum, wenn ich mich des trivialen Ausdruckes bedienen darf, in Mitteleuropa getroffen haben. Und vieles von dem, was die Zivilisation finden muß, mußte ja in dieser Weise in der Zivilisation sich vollziehen, daß dasjenige, was in esoterischer Beziehung in dem Wirken des Amos Comenius liegt, sich verbindet mit der Kraft, die in die Technik eingezogen ist, sich verbindet mit allem, was liegt in demjenigen, was durch Baco von Verulam begründet worden ist. Aber es ist eines der wunderbarsten Beispiele der Weltgeschichte, dieses Ausgehen von zwei Seelen, die im achten bis neunten Jahrhundert gewirkt haben am Hofe Harun al Raschids. Harun al Raschid selber, der gewissermaßen geht über Afrika und Südeuropa nach England, um von England zu wirken nach Mitteleuropa herein; Amos Comenius, der nach Mitteleuropa herüberkommt, um in dem, was er ausbildete, sich mit dem anderen zu begegnen.

[ 24 ] Die andere Persönlichkeit war zwar die Seele am Hofe Harun al Raschids, aber eine sehr innerliche Persönlichkeit. Sie stand ja sehr nahe demjenigen, was in den alten Mysterien gepflegt worden ist. Nun konnte man dieses nicht ausleben, wenigstens nicht bis in unsere Zeit, wo das Kali Yuga abgelaufen ist und die Michaelszeit beginnt, wo es wieder möglich geworden ist, ganz unbefangen vom Geistigen zu sprechen. Man konnte aber, was man so aufgenommen hatte, in einer umfassenden, energischen Weise so in die Zivilisation hineingießen, daß es von einer intensiven Wirkung werden konnte. So etwas geschah mit der anderen Persönlichkeit. Die entwickelte sich, nachdem sie durch die Pforte des Todes gegangen war, so in der geistigen Welt, daß sie zuletzt, als sie wieder auf der Erde erschien, ich möchte sagen nicht im Westen landen konnte, wo der Materialismus herkam, sondern in Mitteleuropa landen mußte und dort ausleben konnte dasjenige, was aus den alten Mysterien stammte, aber angepaßt werden mußte den geänderten Zeitverhältnissen. Aus dieser Persönlichkeit wurde die des Amos Comenius. Und so könnte man sagen, daß diese zwei Seelen, welche am Hofe Harun al Raschids gelebt haben, in der folgenden Zeit so durch die Weltgeschichte gegangen sind, daß sie zwei verschiedene Wege gegangen sind. Die eine, möchte ich sagen, den Süden Europas umsäumend, um vom Westen aus Organisator der neueren Geschichte, Philosophie, der Wissenschaften zu sein, als Baco von Verulam; die andere nahm, ich möchte sagen, den Landweg, jenen Weg, den auch die Kreuzzüge genommen haben; er nahm den Weg nach Mitteleuropa. Auch er wurde ein großer Organisator, aber man sieht seiner Organisation an, wie sie anders wirkte. Und in der Tat, ein großartiges Schauspiel, ein gewaltiges Schauspiel ist es, daß, allerdings zu etwas verschiedenen Zeiten — man darf das nicht mißverstehen, aber das war mit dem weltgeschichtlichen Karma verbunden — Amos Comenius und Lord Baco von Verulam lebten, daß sie verschiedene Wege genommen haben. Aber dann war es so, daß sie sich doch in der letzten Zeit wiederum, wenn ich mich des trivialen Ausdruckes bedienen darf, in Mitteleuropa getroffen haben. Und vieles von dem, was die Zivilisation finden muß, mußte ja in dieser Weise in der Zivilisation sich vollziehen, daß dasjenige, was in esoterischer Beziehung in dem Wirken des Amos Comenius liegt, sich verbindet mit der Kraft, die in die Technik eingezogen ist, sich verbindet mit allem, was liegt in demjenigen, was durch Baco von Verulam begründet worden ist. Aber es ist eines der wunderbarsten Beispiele der Weltgeschichte, dieses Ausgehen von zwei Seelen, die im achten bis neunten Jahrhundert gewirkt haben am Hofe Harun al Raschids. Harun al Raschid selber, der gewissermaßen geht über Afrika und Südeuropa nach England, um von England zu wirken nach Mitteleuropa herein; Amos Comenius, der nach Mitteleuropa herüberkommt, um in dem, was er ausbildete, sich mit dem anderen zu begegnen.

[ 25 ] So, meine lieben Freunde, wird geschichtliche Betrachtung eigentlich erst Realität. Denn was von einer Epoche der Weltgeschichte in die andere Epoche geht, das geht ja nicht in abstrakten Begriffen, fliegt ja nicht in abstrakten Begriffen hinüber, sondern die Menschenseelen sind es selber, die hinübertragen dasjenige, was geschehen ist. Wir verstehen erst, wie in der folgenden Zeit dasjenige entsteht, was sich aus der früheren Zeit entwickelt, wenn wir verfolgen, wie die Seelen sich hinüberentwickeln von einem Zeitalter in das andere. Wir müssen überall Ernst machen mit dem, was man Maja nennt, und der innerlichen Wirklichkeit. Auch Geschichte ist Maja, wenn man sie nur von außen betrachtet; man begreift sie erst, wenn man von der Maja zur Wahrheit geht.

[ 25 ] So, meine lieben Freunde, wird geschichtliche Betrachtung eigentlich erst Realität. Denn was von einer Epoche der Weltgeschichte in die andere Epoche geht, das geht ja nicht in abstrakten Begriffen, fliegt ja nicht in abstrakten Begriffen hinüber, sondern die Menschenseelen sind es selber, die hinübertragen dasjenige, was geschehen ist. Wir verstehen erst, wie in der folgenden Zeit dasjenige entsteht, was sich aus der früheren Zeit entwickelt, wenn wir verfolgen, wie die Seelen sich hinüberentwickeln von einem Zeitalter in das andere. Wir müssen überall Ernst machen mit dem, was man Maja nennt, und der innerlichen Wirklichkeit. Auch Geschichte ist Maja, wenn man sie nur von außen betrachtet; man begreift sie erst, wenn man von der Maja zur Wahrheit geht.

[ 26 ] Möge nun — wir wollen ja diese Betrachtungen in der nächsten Mitgliederversammlung fortsetzen —, meine lieben Freunde, es in der richtigen Weise aufgefaßt werden, wenn jetzt, inauguriert durch die Weihnachtstagung, an die Verwirklichung dessen gegangen wird, was ganz im Anfang — vielleicht mit einiger Naivität — angekündigt wurde als «Praktische Karmaübungen». Nach einer jahrzehntelangen Vorbereitung wird aber wohl innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft eine wirkliche geistige Betrachtung auch über den Karmagedanken, über praktische Karmaübungen ertragen werden können, ohne daß daraus Mißverständnisse und Verirrungen im Leben erwachsen.

[ 26 ] Möge nun — wir wollen ja diese Betrachtungen in der nächsten Mitgliederversammlung fortsetzen —, meine lieben Freunde, es in der richtigen Weise aufgefaßt werden, wenn jetzt, inauguriert durch die Weihnachtstagung, an die Verwirklichung dessen gegangen wird, was ganz im Anfang — vielleicht mit einiger Naivität — angekündigt wurde als «Praktische Karmaübungen». Nach einer jahrzehntelangen Vorbereitung wird aber wohl innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft eine wirkliche geistige Betrachtung auch über den Karmagedanken, über praktische Karmaübungen ertragen werden können, ohne daß daraus Mißverständnisse und Verirrungen im Leben erwachsen.