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Esoteric Considerations of Karmic Connections
Volume VI
GA 240

27 August 1924, London

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Das Karma im einzelnen Menschen und in der Menschheitsentwickelung III

Das Karma im einzelnen Menschen und in der Menschheitsentwickelung III

[ 1 ] Zurückschauend auf die Entwickelung der Menschheit seit dem Mysterium von Golgatha, bekommen wir den Eindruck, daß das Christentum, der Christus-Impuls, sich nur gegen gewisse Widerstände und im Zusammenhange mit anderen Geistesströmungen innerhalb der europäischen, der amerikanischen Zivilisation einleben konnte. Und die Entfaltung, die allmähliche Entwickelung des Christentums bietet ja die merkwürdigsten Tatsachen dar.

[ 1 ] Zurückschauend auf die Entwickelung der Menschheit seit dem Mysterium von Golgatha, bekommen wir den Eindruck, daß das Christentum, der Christus-Impuls, sich nur gegen gewisse Widerstände und im Zusammenhange mit anderen Geistesströmungen innerhalb der europäischen, der amerikanischen Zivilisation einleben konnte. Und die Entfaltung, die allmähliche Entwickelung des Christentums bietet ja die merkwürdigsten Tatsachen dar.

[ 2 ] Heute möchte ich diese Entwickelung des Christentums, indem ich sie mit ein paar Strichen streifen werde, im Zusammenhange mit demjenigen darstellen, was innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft leben soll, was innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft nicht nur leben soll, sondern leben kann, weil diejenigen Menschen, welche sich aus einem inneren ehrlichen Drange heraus zur Anthroposophie hingezogen fühlen, heute diesen Drang ja aus dem Innersten ihres Wesens heraus haben.

[ 2 ] Heute möchte ich diese Entwickelung des Christentums, indem ich sie mit ein paar Strichen streifen werde, im Zusammenhange mit demjenigen darstellen, was innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft leben soll, was innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft nicht nur leben soll, sondern leben kann, weil diejenigen Menschen, welche sich aus einem inneren ehrlichen Drange heraus zur Anthroposophie hingezogen fühlen, heute diesen Drang ja aus dem Innersten ihres Wesens heraus haben.

[ 3 ] Wenn wir es nun ganz ernst nehmen mit der Tatsache der wiederholten Erdenleben, dann müssen wir uns sagen: Alles dasjenige, was einen solchen inneren Drang darstellt — den Drang, herauszugehen aus den Anschauungen, aus den Denkgewohnheiten derjenigen Bevölkerung, in die wir durch Leben, durch Erziehung, durch gesellschaftliche Verhältnisse sonst hineingestellt sind, und hinzugehen immerhin zu einer Weltanschauungsströmung, die einen mehr oder weniger in der Seele in Anspruch nimmt —, ein so verspürter Drang muß im Karma begründet sein, im Karma begründet sein aus früheren Erdenleben her.

[ 3 ] Wenn wir es nun ganz ernst nehmen mit der Tatsache der wiederholten Erdenleben, dann müssen wir uns sagen: Alles dasjenige, was einen solchen inneren Drang darstellt — den Drang, herauszugehen aus den Anschauungen, aus den Denkgewohnheiten derjenigen Bevölkerung, in die wir durch Leben, durch Erziehung, durch gesellschaftliche Verhältnisse sonst hineingestellt sind, und hinzugehen immerhin zu einer Weltanschauungsströmung, die einen mehr oder weniger in der Seele in Anspruch nimmt —, ein so verspürter Drang muß im Karma begründet sein, im Karma begründet sein aus früheren Erdenleben her.

[ 4 ] Nun kann sich ergeben, gerade wenn man die Frage des Karma mit Bezug auf jene Persönlichkeiten ins Auge faßt, welche sich in der anthroposophischen Bewegung zusammenfinden, daß diese Persönlichkeiten eigentlich ausnahmslos vor ihrem gegenwärtigen Erdenleben ein anderes maßgebliches Erdenleben in der Zeit nach dem Mysterium von Golgatha hinter sich haben, so daß sie sozusagen schon einmal hineingestellt waren in die Zeit der Erdenmenschheitsentwickelung nach dem Mysterium von Golgatha, daß sie also ein zweites Mal seit dem Mysterium von Golgatha da sind.

[ 4 ] Nun kann sich ergeben, gerade wenn man die Frage des Karma mit Bezug auf jene Persönlichkeiten ins Auge faßt, welche sich in der anthroposophischen Bewegung zusammenfinden, daß diese Persönlichkeiten eigentlich ausnahmslos vor ihrem gegenwärtigen Erdenleben ein anderes maßgebliches Erdenleben in der Zeit nach dem Mysterium von Golgatha hinter sich haben, so daß sie sozusagen schon einmal hineingestellt waren in die Zeit der Erdenmenschheitsentwickelung nach dem Mysterium von Golgatha, daß sie also ein zweites Mal seit dem Mysterium von Golgatha da sind.

[ 5 ] Da entsteht denn die große Frage: wie hat das vorige Erdenleben auf diese Persönlichkeiten, die nun aus ihrem Karma heraus den Drang in die anthroposophische Bewegung verspüren, wie hat das vorige Erdenleben mit Rücksicht auf das Mysterium von Golgatha auf sie gewirkt?

[ 5 ] Da entsteht denn die große Frage: wie hat das vorige Erdenleben auf diese Persönlichkeiten, die nun aus ihrem Karma heraus den Drang in die anthroposophische Bewegung verspüren, wie hat das vorige Erdenleben mit Rücksicht auf das Mysterium von Golgatha auf sie gewirkt?

[ 6 ] Nun, schon äußerlich, exoterisch ergibt sich ja, daß selbst solche, ganz tief in der positiven christlichen Entwickelung drinnen stehende Menschen, wie der heilige Augustinus, Aussprüche wie diese getan haben: Das Christentum ist nicht erst seit Christus da, sondern es gab auch vor Christus Christen, nur nannte man sie noch nicht so. So sagt der heilige Augustinus.

[ 6 ] Nun, schon äußerlich, exoterisch ergibt sich ja, daß selbst solche, ganz tief in der positiven christlichen Entwickelung drinnen stehende Menschen, wie der heilige Augustinus, Aussprüche wie diese getan haben: Das Christentum ist nicht erst seit Christus da, sondern es gab auch vor Christus Christen, nur nannte man sie noch nicht so. So sagt der heilige Augustinus.

[ 7 ] Derjenige, der nun tiefer eindringt in die geistigen Geheimnisse der Menschheit, der die geistigen Geheimnisse der Menschheit studieren kann mit der Initiationswissenschaft, der muß aber eine solche Anschauung, wie sie bei Augustinus zutage tritt, im allertiefsten Sinne bekräftigen. Es ist so. Nur entsteht dann das tiefe Bedürfnis, erkennen zu lernen, wie das, was durch das Mysterium von Golgatha der historische Christus-Impuls auf der Erde geworden ist, vorher gelebt hat.

[ 7 ] Derjenige, der nun tiefer eindringt in die geistigen Geheimnisse der Menschheit, der die geistigen Geheimnisse der Menschheit studieren kann mit der Initiationswissenschaft, der muß aber eine solche Anschauung, wie sie bei Augustinus zutage tritt, im allertiefsten Sinne bekräftigen. Es ist so. Nur entsteht dann das tiefe Bedürfnis, erkennen zu lernen, wie das, was durch das Mysterium von Golgatha der historische Christus-Impuls auf der Erde geworden ist, vorher gelebt hat.

[ 8 ] Nun kann ich heute, ich möchte sagen, einleitend auf diese vorherige Gestalt des Christentums dadurch hinweisen, daß ich von Eindrücken ausgehe, die in der Nähe des Ortes unseres Sommerkurses in Torquay zu erhalten waren, an der Stätte, wo die Geistesströmung des Königs Artus ausgegangen war, in Tintagel. Es war uns ja möglich, die Eindrücke, die heute noch an jener Stelle, wo einstmals das Schloß der Artusschen Tafelrunde war, die Eindrücke, welche heute noch dort, namentlich von der dieses Schloß umgebenden großartigen Natur gewonnen werden können, anzuschauen.

[ 8 ] Nun kann ich heute, ich möchte sagen, einleitend auf diese vorherige Gestalt des Christentums dadurch hinweisen, daß ich von Eindrücken ausgehe, die in der Nähe des Ortes unseres Sommerkurses in Torquay zu erhalten waren, an der Stätte, wo die Geistesströmung des Königs Artus ausgegangen war, in Tintagel. Es war uns ja möglich, die Eindrücke, die heute noch an jener Stelle, wo einstmals das Schloß der Artusschen Tafelrunde war, die Eindrücke, welche heute noch dort, namentlich von der dieses Schloß umgebenden großartigen Natur gewonnen werden können, anzuschauen.

[ 9 ] Da ergibt sich ja, daß an jener Stätte, wo nur noch Trümmer der alten Artusburg vorhanden sind, man da schaut, gleichsam im Gedanken erschaut, wie durch die Jahrhunderte, seitdem die Artusströmung von dort ausgegangen ist, Stein um Stein abgebröckelt ist, so daß jetzt kaum mehr viel zu erkennen ist von den alten Burgen, die da von König Artus und den Seinen bewohnt worden sind. Aber wenn man mit dem geistigen Auge hinausschaut von jenem Platze aus, wo die Burg gestanden hat, hinausblickt auf das Meer, das sich farbenschillernd und anbrandend so darbietet, wenn man da hinausschaut — hier ein Bergkogel auf der einen Seite, hier das Meer —, dann bekommt man den Eindruck, daß der Mensch dort in der Lage ist, das elementarische Wesen der Natur und des Kosmos in einem ganz besonders tiefen Sinne in sich aufzunehmen. Und schaut man dann mit dem okkulten Blicke zurück, vergegenwärtigt man sich denjenigen Zeitpunkt, der ja wenige Jahrtausende zurückliegt, in dem die Artusströmung zunächst begonnen hat, dann sieht man: die Menschen, die dort lebten auf der Artusburg — wie es mit allen diesen okkulten Stätten der Fall ist —, hatten sich diesen Punkt ausersehen, weil ihnen nötig war für die Impulse, die sie brauchten, für die Aufgabe, die sie sich gestellt hatten, für alles, was sie in der Welt tun sollten, dasjenige, was sich da vor ihnen in der Natur abspielte.

[ 9 ] Da ergibt sich ja, daß an jener Stätte, wo nur noch Trümmer der alten Artusburg vorhanden sind, man da schaut, gleichsam im Gedanken erschaut, wie durch die Jahrhunderte, seitdem die Artusströmung von dort ausgegangen ist, Stein um Stein abgebröckelt ist, so daß jetzt kaum mehr viel zu erkennen ist von den alten Burgen, die da von König Artus und den Seinen bewohnt worden sind. Aber wenn man mit dem geistigen Auge hinausschaut von jenem Platze aus, wo die Burg gestanden hat, hinausblickt auf das Meer, das sich farbenschillernd und anbrandend so darbietet, wenn man da hinausschaut — hier ein Bergkogel auf der einen Seite, hier das Meer —, dann bekommt man den Eindruck, daß der Mensch dort in der Lage ist, das elementarische Wesen der Natur und des Kosmos in einem ganz besonders tiefen Sinne in sich aufzunehmen. Und schaut man dann mit dem okkulten Blicke zurück, vergegenwärtigt man sich denjenigen Zeitpunkt, der ja wenige Jahrtausende zurückliegt, in dem die Artusströmung zunächst begonnen hat, dann sieht man: die Menschen, die dort lebten auf der Artusburg — wie es mit allen diesen okkulten Stätten der Fall ist —, hatten sich diesen Punkt ausersehen, weil ihnen nötig war für die Impulse, die sie brauchten, für die Aufgabe, die sie sich gestellt hatten, für alles, was sie in der Welt tun sollten, dasjenige, was sich da vor ihnen in der Natur abspielte.

[ 10 ] Nun ist es ja ich kann heute nicht sagen, ob es immer so ist, aber in denjenigen Augenblicken, wo ich das sah, stellte sich die Sache so dar —, ein hinreißend schönes Spiel der aus der Tiefe auftreibenden Meereswogen, deren wunderbares Kräuseln ohnedies ja schon eines der großartigsten Naturspiele ist, es ist das von den Felswänden abstoßende und wiederum zurückbrandende Treiben der Meereswogen, das von unten die elementarischen Geister aufsprießen und sich ausleben läßt, von oben herunter der Sonnenschein, der in den Luftwellen in der mannigfaltigsten Weise sich spiegelt, es ist dies, ich möchte sagen, ein Moment, in dem man dasjenige entwickeln kann, was ich nennen möchte: in heidnischer Art fromm werden. Dies Zusammenspiel von Elementarischem von oben, von Elementarischem von unten zeigt die ganze Sonnenkraft, breitet diese Sonnenkraft vor den Menschen so aus, daß der Mensch sie empfangen kann. Und derjenige, der aufnehmen kann das, was da die lichtgeborenen Elementarwesen von oben, die schweregeborenen Elementarwesen von unten in ihrem Zusammenspiel treiben, wer das in sich aufnehmen kann, der nimmt eben die Sonnenkraft auf, den Sonnenimpuls. Es ist etwas anderes, als in christlicher Art fromm werden. In heidnischer Art fromm werden, das heißt: hingegeben sein an die Götter der Natur, die überall im Wesen und Weben der Natur spielen und kraften und wirken und weben.

[ 10 ] Nun ist es ja ich kann heute nicht sagen, ob es immer so ist, aber in denjenigen Augenblicken, wo ich das sah, stellte sich die Sache so dar —, ein hinreißend schönes Spiel der aus der Tiefe auftreibenden Meereswogen, deren wunderbares Kräuseln ohnedies ja schon eines der großartigsten Naturspiele ist, es ist das von den Felswänden abstoßende und wiederum zurückbrandende Treiben der Meereswogen, das von unten die elementarischen Geister aufsprießen und sich ausleben läßt, von oben herunter der Sonnenschein, der in den Luftwellen in der mannigfaltigsten Weise sich spiegelt, es ist dies, ich möchte sagen, ein Moment, in dem man dasjenige entwickeln kann, was ich nennen möchte: in heidnischer Art fromm werden. Dies Zusammenspiel von Elementarischem von oben, von Elementarischem von unten zeigt die ganze Sonnenkraft, breitet diese Sonnenkraft vor den Menschen so aus, daß der Mensch sie empfangen kann. Und derjenige, der aufnehmen kann das, was da die lichtgeborenen Elementarwesen von oben, die schweregeborenen Elementarwesen von unten in ihrem Zusammenspiel treiben, wer das in sich aufnehmen kann, der nimmt eben die Sonnenkraft auf, den Sonnenimpuls. Es ist etwas anderes, als in christlicher Art fromm werden. In heidnischer Art fromm werden, das heißt: hingegeben sein an die Götter der Natur, die überall im Wesen und Weben der Natur spielen und kraften und wirken und weben.

[ 11 ] Und dieses ganze Naturwirken und -weben, das haben offenbar diejenigen aufgenommen, die mit und um den König Artus waren. Und das Bedeutsame ist das, was jene Menschen aufnehmen konnten, die in den ersten Jahrhunderten nach dem Mysterium von Golgatha um den König Artus waren.

[ 11 ] Und dieses ganze Naturwirken und -weben, das haben offenbar diejenigen aufgenommen, die mit und um den König Artus waren. Und das Bedeutsame ist das, was jene Menschen aufnehmen konnten, die in den ersten Jahrhunderten nach dem Mysterium von Golgatha um den König Artus waren.

[ 12 ] Nun möchte ich Ihnen heute, meine lieben Freunde, entwickeln, wie dieses besondere Geistesleben an solchen Stellen war, wie die der Artusschen Tafelrunde. Ich muß da ausgehen von einer Erscheinung, die Sie alle kennen.

[ 12 ] Nun möchte ich Ihnen heute, meine lieben Freunde, entwickeln, wie dieses besondere Geistesleben an solchen Stellen war, wie die der Artusschen Tafelrunde. Ich muß da ausgehen von einer Erscheinung, die Sie alle kennen.

[ 13 ] Wenn der Mensch stirbt, läßt er zunächst seinen physischen Leib hinter sich, und er trägt noch einige Tage seinen Ätherleib an sich. Nach einigen Tagen legt er den Ätherleib ab, lebt im astralischen Leib und im Ich weiter. Was sich da mit dem Menschen, der durch des Todes Pforte gegangen ist, abspielt, das stellt sich dem schauenden Blicke so dar, daß man den Menschen sich ätherisch auflösen sieht nach dem Tode. Er wird immer größer und größer, aber auch immer undeutlicher und undeutlicher. Er webt sich in den Kosmos hinein.

[ 13 ] Wenn der Mensch stirbt, läßt er zunächst seinen physischen Leib hinter sich, und er trägt noch einige Tage seinen Ätherleib an sich. Nach einigen Tagen legt er den Ätherleib ab, lebt im astralischen Leib und im Ich weiter. Was sich da mit dem Menschen, der durch des Todes Pforte gegangen ist, abspielt, das stellt sich dem schauenden Blicke so dar, daß man den Menschen sich ätherisch auflösen sieht nach dem Tode. Er wird immer größer und größer, aber auch immer undeutlicher und undeutlicher. Er webt sich in den Kosmos hinein.

[ 14 ] Eine merkwürdige, polarisch entgegengesetzte Erscheinung spielte sich weltgeschichtlich ab in Anknüpfung an das Mysterium von Golgatha. Was geschah denn dazumal, als das Mysterium von Golgatha geschah? Der Christus war bis dahin Sonnenwesen, gehörte der Sonne an. Bevor nun das Mysterium von Golgatha sich abspielte, standen die Ritter von Artus’ Tafelrunde oben auf ihren Felsenbergen, schauten hinaus in das Spiel der sonnengeborenen Geister und der erdgeborenen Geister und empfanden: dasjenige, was in dieser Kraft spielte, durchdrang ihr Herz, durchdrang aber vor allen Dingen ihren ätherischen Leib. Damit nahmen sie auf den Christus-Impuls, der dazumal von der Sonne wegströmte und in allem lebte, was von der Sonnenströmung bewirkt wird.

[ 14 ] Eine merkwürdige, polarisch entgegengesetzte Erscheinung spielte sich weltgeschichtlich ab in Anknüpfung an das Mysterium von Golgatha. Was geschah denn dazumal, als das Mysterium von Golgatha geschah? Der Christus war bis dahin Sonnenwesen, gehörte der Sonne an. Bevor nun das Mysterium von Golgatha sich abspielte, standen die Ritter von Artus’ Tafelrunde oben auf ihren Felsenbergen, schauten hinaus in das Spiel der sonnengeborenen Geister und der erdgeborenen Geister und empfanden: dasjenige, was in dieser Kraft spielte, durchdrang ihr Herz, durchdrang aber vor allen Dingen ihren ätherischen Leib. Damit nahmen sie auf den Christus-Impuls, der dazumal von der Sonne wegströmte und in allem lebte, was von der Sonnenströmung bewirkt wird.

[ 15 ] Also vor dem Mysterium von Golgatha, ausgehend von Artus’ Tafelrunde, nahmen die Ritter der Artusschen Tafelrunde den Sonnengeist, das heißt, den vorchristlichen Christus in ihr eigenes Wesen auf. Dann sandten sie ihre Sendlinge hinaus nach ganz Europa, um die Wildheit der astralischen Leiber der europäischen Bevölkerung zu bekämpfen, zu läutern, zu zivilisieren, denn das war ihre Aufgabe. Und wir sehen gerade solche Menschen, wie die Ritter der Artusschen Tafelrunde, ausgehend von diesem westlichen Punkte des heutigen England, wir sehen sie das, was sie von der Sonne bekommen, hintragen über die ganze europäische dazumalige Menschheit, läutern, reinigen die Astralitäten der damals sehr wilden europäischen, wenigstens in Mitteleuropa und in Nordeuropa sehr wilden europäischen Bevölkerung.

[ 15 ] Also vor dem Mysterium von Golgatha, ausgehend von Artus’ Tafelrunde, nahmen die Ritter der Artusschen Tafelrunde den Sonnengeist, das heißt, den vorchristlichen Christus in ihr eigenes Wesen auf. Dann sandten sie ihre Sendlinge hinaus nach ganz Europa, um die Wildheit der astralischen Leiber der europäischen Bevölkerung zu bekämpfen, zu läutern, zu zivilisieren, denn das war ihre Aufgabe. Und wir sehen gerade solche Menschen, wie die Ritter der Artusschen Tafelrunde, ausgehend von diesem westlichen Punkte des heutigen England, wir sehen sie das, was sie von der Sonne bekommen, hintragen über die ganze europäische dazumalige Menschheit, läutern, reinigen die Astralitäten der damals sehr wilden europäischen, wenigstens in Mitteleuropa und in Nordeuropa sehr wilden europäischen Bevölkerung.

[ 16 ] Dann aber kam das Mysterium von Golgatha. Was geschah in Asien? In Asien drüben geschah es nun weltgeschichtlich, daß jenes hohe Sonnenwesen, das man nachher als den Christus bezeichnete, die Sonne verließ. Das war eine Art Sterben für den Christus. Christus ging fort von der Sonne, wie wir Menschen im Sterben fortgehen von der Erde. Also Christus ging fort von der Sonne, wie ein Mensch, der stirbt, fortgeht von der Erde. Und wie bei einem Menschen, der stirbt, indem er von der Erde fortgeht, für den okkulten Beschauer der ätherische Leib schaubar ist, den er nach drei Tagen ablegt und er den physischen Leib zurückläßt, so ließ Christus in der Sonne zurück dasjenige, was Sie in meiner «Theosophie» beschrieben finden am Menschen als den Geistesmenschen, als das siebente Glied der menschlichen Wesenheit.

[ 16 ] Dann aber kam das Mysterium von Golgatha. Was geschah in Asien? In Asien drüben geschah es nun weltgeschichtlich, daß jenes hohe Sonnenwesen, das man nachher als den Christus bezeichnete, die Sonne verließ. Das war eine Art Sterben für den Christus. Christus ging fort von der Sonne, wie wir Menschen im Sterben fortgehen von der Erde. Also Christus ging fort von der Sonne, wie ein Mensch, der stirbt, fortgeht von der Erde. Und wie bei einem Menschen, der stirbt, indem er von der Erde fortgeht, für den okkulten Beschauer der ätherische Leib schaubar ist, den er nach drei Tagen ablegt und er den physischen Leib zurückläßt, so ließ Christus in der Sonne zurück dasjenige, was Sie in meiner «Theosophie» beschrieben finden am Menschen als den Geistesmenschen, als das siebente Glied der menschlichen Wesenheit.

[ 17 ] Christus «starb von der Sonne», er starb kosmisch von der Sonne zur Erde herab, er kam zur Erde herunter. Von dem Momente von Golgatha ab war auf der Erde zu schauen dasjenige, was sein Lebensgeist war. Wir lassen den Lebensäther, den Ätherleib, den Lebensleib zurück nach dem Tode; nach diesem kosmischen Tode ließ der Christus den Geistesmenschen auf der Sonne zurück, und im Umkreise der Erde den Lebensgeist. So daß vom Mysterium von Golgatha ab die Erde von dem Lebensgeiste Christi wie von einem Geistigen umweht war.

[ 17 ] Christus «starb von der Sonne», er starb kosmisch von der Sonne zur Erde herab, er kam zur Erde herunter. Von dem Momente von Golgatha ab war auf der Erde zu schauen dasjenige, was sein Lebensgeist war. Wir lassen den Lebensäther, den Ätherleib, den Lebensleib zurück nach dem Tode; nach diesem kosmischen Tode ließ der Christus den Geistesmenschen auf der Sonne zurück, und im Umkreise der Erde den Lebensgeist. So daß vom Mysterium von Golgatha ab die Erde von dem Lebensgeiste Christi wie von einem Geistigen umweht war.

[ 18 ] Aber nun sind physische Ortszusammenhänge für das geistige Leben ganz anders als für das physische Leben. Dieser Lebensgeist, der war vor allen Dingen schaubar von den irischen Mysterien, von den Mysterien von Hybernia aus und wurde schaubar vor allen Dingen für die Ritter der Tafelrunde des Königs Artus. So daß von dieser Stätte aus bis zum Mysterium von Golgatha der Christus-Impuls der Sonne in Wirklichkeit ging: da wurden sie von der Sonne her empfangen, die Impulse. Nachher wurde ja auch die Kraft der Artusritter geringer. Aber sie standen lebendig drinnen in dem Lebensgeiste, der mit kosmischer Konfiguration die Erde umwehte, in dem sie fortwährend lebten und in dem fortwährend drinnen spielte dieses Spiel von Licht und Luft, von den Elementarwesen von oben und von den Elementarwesen von unten.

[ 18 ] Aber nun sind physische Ortszusammenhänge für das geistige Leben ganz anders als für das physische Leben. Dieser Lebensgeist, der war vor allen Dingen schaubar von den irischen Mysterien, von den Mysterien von Hybernia aus und wurde schaubar vor allen Dingen für die Ritter der Tafelrunde des Königs Artus. So daß von dieser Stätte aus bis zum Mysterium von Golgatha der Christus-Impuls der Sonne in Wirklichkeit ging: da wurden sie von der Sonne her empfangen, die Impulse. Nachher wurde ja auch die Kraft der Artusritter geringer. Aber sie standen lebendig drinnen in dem Lebensgeiste, der mit kosmischer Konfiguration die Erde umwehte, in dem sie fortwährend lebten und in dem fortwährend drinnen spielte dieses Spiel von Licht und Luft, von den Elementarwesen von oben und von den Elementarwesen von unten.

[ 19 ] Denken Sie sich: wenn man so hinschaut auf das Riff, wo oben die Artusburg ist, dann erschaut man, von oben herunter spielend die Sonne in Licht und Luft, von unten heraufspielend die Elementarwesen der Erde: oben Elementarwesen, unten Elementarwesen, Sonne und Erde in lebhafter Wechselwirkung.

[ 19 ] Denken Sie sich: wenn man so hinschaut auf das Riff, wo oben die Artusburg ist, dann erschaut man, von oben herunter spielend die Sonne in Licht und Luft, von unten heraufspielend die Elementarwesen der Erde: oben Elementarwesen, unten Elementarwesen, Sonne und Erde in lebhafter Wechselwirkung.

[ 20 ] Aber in den Jahrhunderten nach dem Mysterium von Golgatha spielte sich das alles ab im Lebensgeiste Christi. So daß wie in einem geistigen Schein, aber innerhalb von Naturtatsachen, in diesem Spiel von Meer und Felsen und Luft und Licht von jener Stätte aus zugleich die geistige Tatsache des Mysteriums von Golgatha drinnien spielte.

[ 20 ] Aber in den Jahrhunderten nach dem Mysterium von Golgatha spielte sich das alles ab im Lebensgeiste Christi. So daß wie in einem geistigen Schein, aber innerhalb von Naturtatsachen, in diesem Spiel von Meer und Felsen und Luft und Licht von jener Stätte aus zugleich die geistige Tatsache des Mysteriums von Golgatha drinnien spielte.

[ 21 ] Verstehen Sie mich recht, meine lieben Freunde, Damals sah man hinaus in das Meer, und wenn man jene Exerzitien, die die Zwölfe um den König Artus machten, die sich anlehnten an die Mysterien des Tierkreises, des Zodiakus, hinter sich hatte, so sah man — im 1., 2., 3., 4., 5. nachchristlichen Jahrhundert — nicht bloß das Spiel der Natur, sondern es war so, wie wenn man anfangen könnte zu lesen, geradeso wie wenn man ein Buch vor sich hat, das man entweder anglotzen oder das man lesen kann: da glänzte ein Flämmchen auf, kräuselte sich eine Welle, spiegelte sich die Sonne an irgendeinem Felsriff, da ward das Meer an das Felsriff hinaufgeschlagen — das alles ist konfiguriert, das alles ist ein Fließendes, Strömendes, ein sich Kreisendes, ein Weisendes, eine Wahrheit, die man entziffern kann.

[ 21 ] Verstehen Sie mich recht, meine lieben Freunde, Damals sah man hinaus in das Meer, und wenn man jene Exerzitien, die die Zwölfe um den König Artus machten, die sich anlehnten an die Mysterien des Tierkreises, des Zodiakus, hinter sich hatte, so sah man — im 1., 2., 3., 4., 5. nachchristlichen Jahrhundert — nicht bloß das Spiel der Natur, sondern es war so, wie wenn man anfangen könnte zu lesen, geradeso wie wenn man ein Buch vor sich hat, das man entweder anglotzen oder das man lesen kann: da glänzte ein Flämmchen auf, kräuselte sich eine Welle, spiegelte sich die Sonne an irgendeinem Felsriff, da ward das Meer an das Felsriff hinaufgeschlagen — das alles ist konfiguriert, das alles ist ein Fließendes, Strömendes, ein sich Kreisendes, ein Weisendes, eine Wahrheit, die man entziffern kann.

[ 22 ] Entzifferte man es, so las man die geistige Tatsache des Mysteriums von Golgatha, weil alles das durchspielt wurde vom Lebensgeiste Christi.

[ 22 ] Entzifferte man es, so las man die geistige Tatsache des Mysteriums von Golgatha, weil alles das durchspielt wurde vom Lebensgeiste Christi.

[ 23 ] Drüben in Asien hatte sich das Mysterium von Golgatha abgespielt, hatte die Seelen, die Herzen der Menschen ergriffen, hatte sich tief hineingelebt in die Seelen, in die Herzen der Menschen. Man muß nur einmal auf diejenigen hinschauen, die die ersten Christen waren, welche Umwandelung diese in ihren Seelen erlebt haben, man wird schon finden: In derselben Zeit, in der hier im Westen sich das abspielte, was ich eben beschrieben habe, drang dort der wirkliche Christus, der Christus, der heruntergestiegen war, der seinen Geistesmenschen oben auf der Sonne gelassen hatte, seinen Lebensgeist in der Atmosphäre der Erde hatte, der drang, indem er sein Ich heruntertrug — noch mit dem Geistselbst heruntertrug auf die Erde —, vom Osten nach Westen durch Griechenland, Nordafrika, Italien, Spanien herüber nach Europa durch die Herzen der Menschen in derselben Zeit, in der er hier durch die Natur drang.

[ 23 ] Drüben in Asien hatte sich das Mysterium von Golgatha abgespielt, hatte die Seelen, die Herzen der Menschen ergriffen, hatte sich tief hineingelebt in die Seelen, in die Herzen der Menschen. Man muß nur einmal auf diejenigen hinschauen, die die ersten Christen waren, welche Umwandelung diese in ihren Seelen erlebt haben, man wird schon finden: In derselben Zeit, in der hier im Westen sich das abspielte, was ich eben beschrieben habe, drang dort der wirkliche Christus, der Christus, der heruntergestiegen war, der seinen Geistesmenschen oben auf der Sonne gelassen hatte, seinen Lebensgeist in der Atmosphäre der Erde hatte, der drang, indem er sein Ich heruntertrug — noch mit dem Geistselbst heruntertrug auf die Erde —, vom Osten nach Westen durch Griechenland, Nordafrika, Italien, Spanien herüber nach Europa durch die Herzen der Menschen in derselben Zeit, in der er hier durch die Natur drang.

[ 24 ] So daß wir sehen: Hier von Westen nach Osten wirkend, innerhalb der Natur lesbar für denjenigen, der lesen kann, die Historie des Mysteriums von Golgatha gewissermaßen als die Naturwissenschaft der Höhergraduierten aus des Artus Tafelrunde; von Osten nach Westen eine Strömung — jetzt nicht in Wind und Wellen, nicht in Luft und Wasser, nicht über Berge und Sonnenstrahlen hin, sondern eine Strömung durch das Blut der Menschen, durch die Herzen der Menschen, das Blut der Menschen ergreifend —, von Palästina durch Griechenland bis nach Italien und Spanien hinein.

[ 24 ] So daß wir sehen: Hier von Westen nach Osten wirkend, innerhalb der Natur lesbar für denjenigen, der lesen kann, die Historie des Mysteriums von Golgatha gewissermaßen als die Naturwissenschaft der Höhergraduierten aus des Artus Tafelrunde; von Osten nach Westen eine Strömung — jetzt nicht in Wind und Wellen, nicht in Luft und Wasser, nicht über Berge und Sonnenstrahlen hin, sondern eine Strömung durch das Blut der Menschen, durch die Herzen der Menschen, das Blut der Menschen ergreifend —, von Palästina durch Griechenland bis nach Italien und Spanien hinein.

[ 25 ] So daß wir sagen können: Auf der einen Seite geht es durch die Natur, auf der anderen Seite geht es durch das Blut, durch die Herzen der Menschen. Diese zwei Strömungen gehen einander entgegen: die eine, die noch in der Natur spielt, die bei der ganzen heidnischen Strömung noch heute ist, die trägt den vorchristlichen, den heidnischen Christus, den Christus, der als Sonnenwesen von solchen Menschen wie den Rittern der Tafelrunde, aber auch den vielen anderen, vor dem Mysterium von Golgatha verbreitet worden ist. Diese Strömung trägt den vorchristlichen Christus auch noch in der Zeit des Mysteriums von Golgatha durch die Welt. Und ein großer Teil derjenigen ist ja ausgegangen von der Strömung, die man zusammenfaßt unter dem Titel der Strömung aus des Artus Tafelrunde. Man kann heute noch auf diese Dinge kommen: da ist heidnisches Christentum, Christentum, das nicht anknüpft an das historische Ereignis von Golgatha.

[ 25 ] So daß wir sagen können: Auf der einen Seite geht es durch die Natur, auf der anderen Seite geht es durch das Blut, durch die Herzen der Menschen. Diese zwei Strömungen gehen einander entgegen: die eine, die noch in der Natur spielt, die bei der ganzen heidnischen Strömung noch heute ist, die trägt den vorchristlichen, den heidnischen Christus, den Christus, der als Sonnenwesen von solchen Menschen wie den Rittern der Tafelrunde, aber auch den vielen anderen, vor dem Mysterium von Golgatha verbreitet worden ist. Diese Strömung trägt den vorchristlichen Christus auch noch in der Zeit des Mysteriums von Golgatha durch die Welt. Und ein großer Teil derjenigen ist ja ausgegangen von der Strömung, die man zusammenfaßt unter dem Titel der Strömung aus des Artus Tafelrunde. Man kann heute noch auf diese Dinge kommen: da ist heidnisches Christentum, Christentum, das nicht anknüpft an das historische Ereignis von Golgatha.

[ 26 ] Unten entgegenkommend ist das Christentum, das anknüpft an das Mysterium von Golgatha, das durch das Blut der Menschen, das durch die Herzen, die Seelen der Menschen geht. Zwei Strömungen, die einander entgegengehen: Die vorchristliche Christus-Strömung, ich möchte sagen, wie ätherisiert — die christliche Christus-Strömung. Die eine ist später eben bekanntgeworden als die Artusströmung; die andere ist bekanntgeworden als die Gralsströmung. Beide begegneten einander später. Und zwar begegneten sie einander innerhalb Europas und vor allen Dingen in der geistigen Welt.

[ 26 ] Unten entgegenkommend ist das Christentum, das anknüpft an das Mysterium von Golgatha, das durch das Blut der Menschen, das durch die Herzen, die Seelen der Menschen geht. Zwei Strömungen, die einander entgegengehen: Die vorchristliche Christus-Strömung, ich möchte sagen, wie ätherisiert — die christliche Christus-Strömung. Die eine ist später eben bekanntgeworden als die Artusströmung; die andere ist bekanntgeworden als die Gralsströmung. Beide begegneten einander später. Und zwar begegneten sie einander innerhalb Europas und vor allen Dingen in der geistigen Welt.

[ 27 ] Wie können wir diese Bewegung nennen? Der Christus, der herabgestiegen war durch das Mysterium von Golgatha, ist in die Herzen der Menschen eingezogen. In den Herzen der Menschen selber zog er von Osten nach Westen, von Palästina durch Griechenland, über Italien nach Spanien. Das Grals-Christentum, durch das Blut, durch die Herzen der Menschen breitete es sich aus. Der Christus unternahm seinen Zug von Osten nach Westen.

[ 27 ] Wie können wir diese Bewegung nennen? Der Christus, der herabgestiegen war durch das Mysterium von Golgatha, ist in die Herzen der Menschen eingezogen. In den Herzen der Menschen selber zog er von Osten nach Westen, von Palästina durch Griechenland, über Italien nach Spanien. Das Grals-Christentum, durch das Blut, durch die Herzen der Menschen breitete es sich aus. Der Christus unternahm seinen Zug von Osten nach Westen.

[ 28 ] Entgegen kam das Geist-Ätherbild des Christus von Westen, bewirkt durch das Mysterium von Golgatha, aber in sich noch tragend Christus mit dem Sonnenmysterium.

[ 28 ] Entgegen kam das Geist-Ätherbild des Christus von Westen, bewirkt durch das Mysterium von Golgatha, aber in sich noch tragend Christus mit dem Sonnenmysterium.

[ 29 ] Ein Großartiges, Wunderbares spielt sich hinter den Kulissen der Weltgeschichte ab. Von Westen herüber das heidnische Christentum, das Artus-Christentum, auch unter anderem Namen und in anderer Form auftretend; von Osten herüber der Christus in den Herzen der Menschen. Die Begegnung: Christus, der wirkliche, auf die Erde gekommene Christus. begegnet seinem Bilde, das ihm entgegengetragen wird, von Westen nach Osten strömend. 869 ist die Begegnung. Bis zu diesem Jahre haben wir deutlich voneinander unterschieden eine Strömung, die im Norden und über Mitteleuropa hingeht, die durchaus, ob man ihn nun Baldur oder irgendwie nannte, den Christus als Sonnenhelden in sich trug. Und unter der Flagge des Christus als Sonnenhelden verbreiteten die Artusritter ihre Kultur.

[ 29 ] Ein Großartiges, Wunderbares spielt sich hinter den Kulissen der Weltgeschichte ab. Von Westen herüber das heidnische Christentum, das Artus-Christentum, auch unter anderem Namen und in anderer Form auftretend; von Osten herüber der Christus in den Herzen der Menschen. Die Begegnung: Christus, der wirkliche, auf die Erde gekommene Christus. begegnet seinem Bilde, das ihm entgegengetragen wird, von Westen nach Osten strömend. 869 ist die Begegnung. Bis zu diesem Jahre haben wir deutlich voneinander unterschieden eine Strömung, die im Norden und über Mitteleuropa hingeht, die durchaus, ob man ihn nun Baldur oder irgendwie nannte, den Christus als Sonnenhelden in sich trug. Und unter der Flagge des Christus als Sonnenhelden verbreiteten die Artusritter ihre Kultur.

[ 30 ] Die andere Strömung, die innerlich im Herzen wurzelt, die dann später zur Gralsströmung wurde, sie ist mehr im Süden von Osten her zu sehen, sie trägt den eigentlichen, den wahren, den wirklichen Christus. Die von Westen kommende trägt gewissermaßen ein kosmisches Bild ihm entgegen.

[ 30 ] Die andere Strömung, die innerlich im Herzen wurzelt, die dann später zur Gralsströmung wurde, sie ist mehr im Süden von Osten her zu sehen, sie trägt den eigentlichen, den wahren, den wirklichen Christus. Die von Westen kommende trägt gewissermaßen ein kosmisches Bild ihm entgegen.

[ 31 ] Die Begegnung des Christus mit sich selbst, des Christus als Bruder des Menschen und des Christus als Sonnenhelden, der nur noch im Bilde vorhanden ist, diese Begegnung, dieses Zusammenfließen des Christus mit seinem eigenen Bilde findet statt im 9. Jahrhundert.

[ 31 ] Die Begegnung des Christus mit sich selbst, des Christus als Bruder des Menschen und des Christus als Sonnenhelden, der nur noch im Bilde vorhanden ist, diese Begegnung, dieses Zusammenfließen des Christus mit seinem eigenen Bilde findet statt im 9. Jahrhundert.

[ 32 ] Damit habe ich Ihnen geschildert, wie innerlich der Zeitenlauf war in den ersten Jahrhunderten nach dem Mysterium von Golgatha, in jenen ersten Jahrhunderten, in denen ja auch, wie ich schon angeführt habe, die Seelen da waren, die nun wieder erschienen sind und die aus ihren früheren Erdenleben den Drang mitgebracht haben, sich ehrlich nach der anthroposophischen Bewegung hin zu bewegen.

[ 32 ] Damit habe ich Ihnen geschildert, wie innerlich der Zeitenlauf war in den ersten Jahrhunderten nach dem Mysterium von Golgatha, in jenen ersten Jahrhunderten, in denen ja auch, wie ich schon angeführt habe, die Seelen da waren, die nun wieder erschienen sind und die aus ihren früheren Erdenleben den Drang mitgebracht haben, sich ehrlich nach der anthroposophischen Bewegung hin zu bewegen.

[ 33 ] Wenn wir hinschauen auf diese bedeutungsvolle Artusströmung von Westen nach Osten, so erscheint sie als diejenige, welche den Sonnenimpuls in die Erdenzivilisation hineinträgt. Damit wellt und webt innerhalb dieser Artusströmung dasjenige, was man in christlicher Terminologie die Michael-Strömung nennen kann, jene Michael-Strömung im spirituellen Leben der Menschheit, in die wir als moderne Menschen wiederum einziehen seit dem Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Nachdem jene Macht, welche man mit dem christlichen Namen Gabriel bezeichnen kann, drei bis vier Jahrhunderte geherrscht hat als die dirigierende Macht in der europäischen Zivilisation, wurde sie abgelöst — Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts — durch die Michael-Herrschaft, die wiederum drei bis vier Jahrhunderte dauern wird, im Geistesleben der Menschen fortleben und weben und wellen wird und in der wir eben jetzt drinnen stehen.

[ 33 ] Wenn wir hinschauen auf diese bedeutungsvolle Artusströmung von Westen nach Osten, so erscheint sie als diejenige, welche den Sonnenimpuls in die Erdenzivilisation hineinträgt. Damit wellt und webt innerhalb dieser Artusströmung dasjenige, was man in christlicher Terminologie die Michael-Strömung nennen kann, jene Michael-Strömung im spirituellen Leben der Menschheit, in die wir als moderne Menschen wiederum einziehen seit dem Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Nachdem jene Macht, welche man mit dem christlichen Namen Gabriel bezeichnen kann, drei bis vier Jahrhunderte geherrscht hat als die dirigierende Macht in der europäischen Zivilisation, wurde sie abgelöst — Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts — durch die Michael-Herrschaft, die wiederum drei bis vier Jahrhunderte dauern wird, im Geistesleben der Menschen fortleben und weben und wellen wird und in der wir eben jetzt drinnen stehen.

[ 34 ] Wir haben also in unserer Gegenwart immerhin Veranlassung — weil wir selber wiederum in der Michael-Strömung drinnen leben —, wir haben Veranlassung, auf solche Michael-Strömungen hinzuweisen.

[ 34 ] Wir haben also in unserer Gegenwart immerhin Veranlassung — weil wir selber wiederum in der Michael-Strömung drinnen leben —, wir haben Veranlassung, auf solche Michael-Strömungen hinzuweisen.

[ 35 ] Wir finden diese Michael-Strömung, wenn wir in der Zeit, die dem Mysterium von Golgatha hart voranging, hinschauen auf die vom englischen Westen ausgehende, ursprünglich von den Mysterien von Hybernia angeregte Artusströmung. Wir sehen in einer älteren Form diese Michael-Strömung, wenn wir hinblicken auf dasjenige, was Jahrhunderte vor der Entstehung des Mysteriums von Golgatha von Nordgriechenland, von Mazedonien aus, durch jene internationale, jene kosmopolitische Strömung geschehen ist, die an den Namen Alexanders des Großen geknüpft ist und unter dem Einfluß jener Weltanschauung gestanden hat, die unter dem Namen der aristotelischen bekannt ist. Was in der vorchristlichen Zeit sich durch Aristoteles und Alexander abgespielt hat, stand damals so in der Michael-Herrschaft drinnen, wie wir jetzt wiederum in der Michael-Herrschaft drinnen stehen, und dazumal war auf Erden ebenso wie jetzt in dem geistigen Leben der Michael-Impuls. Immer, wenn ein Michael-Impuls in der Erdenmenschheit ist, dann ist die Zeit, wo dasjenige, was in einem Kulturzentrum, in einem spirituellen Zentrum begründet worden ist, über viele Völker der Erde, in allen Gegenden, in denen es möglich ist, ausgebreitet wird.

[ 35 ] Wir finden diese Michael-Strömung, wenn wir in der Zeit, die dem Mysterium von Golgatha hart voranging, hinschauen auf die vom englischen Westen ausgehende, ursprünglich von den Mysterien von Hybernia angeregte Artusströmung. Wir sehen in einer älteren Form diese Michael-Strömung, wenn wir hinblicken auf dasjenige, was Jahrhunderte vor der Entstehung des Mysteriums von Golgatha von Nordgriechenland, von Mazedonien aus, durch jene internationale, jene kosmopolitische Strömung geschehen ist, die an den Namen Alexanders des Großen geknüpft ist und unter dem Einfluß jener Weltanschauung gestanden hat, die unter dem Namen der aristotelischen bekannt ist. Was in der vorchristlichen Zeit sich durch Aristoteles und Alexander abgespielt hat, stand damals so in der Michael-Herrschaft drinnen, wie wir jetzt wiederum in der Michael-Herrschaft drinnen stehen, und dazumal war auf Erden ebenso wie jetzt in dem geistigen Leben der Michael-Impuls. Immer, wenn ein Michael-Impuls in der Erdenmenschheit ist, dann ist die Zeit, wo dasjenige, was in einem Kulturzentrum, in einem spirituellen Zentrum begründet worden ist, über viele Völker der Erde, in allen Gegenden, in denen es möglich ist, ausgebreitet wird.

[ 36 ] Das geschah in der vorchristlichen Zeit durch die Alexanderzüge. Da wurde das, was innerhalb der griechischen Kultur gewonnen worden ist, verbreitet über diejenige Menschheit, in der es verbreitet werden konnte. Und wenn man Aristoteles und Alexander gefragt hätte: Woher habt ihr dasjenige, was in euren Herzen sitzt als der Impuls zur Ausbreitung des geistigen Lebens eurer Zeit? — sie würden zwar mit einem anderen Namen, aber im Wesen doch geantwortet haben: Von dem Impuls des Michael, desjenigen, der als Diener Christi von der Sonne aus wirkt. Denn von den verschiedenen Archangeloi, welche abwechselnd die Kultur beherrschen, gehört Michael, der im Alexander-Zeitalter und wiederum in unserem Zeitalter herrscht, der Sonne an. Es gehört derjenige, der dann gefolgt ist auf die Alexander-Zeit, Oriphiel, dem Saturn an. Es gehört derjenige, der dann auf Oriphiel gefolgt ist, Anael, der Venus an. Es gehört derjenige Erzengel, der im 4., 5. Jahrhundert die europäische Zivilisation beherrscht hat, Zachariel, der Jupitersphäre an. Dann kam Raphael aus der Merkursphäre in derjenigen Zeit, in der insbesondere eine Art Medizinkultur-Denkweise im Untergrunde desjenigen blühte, was als europäische Zivilisation sich abspielte. Dann kam Samael so über das 12. Jahrhundert hin. Samael gehört dem Mars an. Dann kam Gabriel, der der Mondensphäre angehört. Und nun trat wiederum seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Michael ein, der der Sonnensphäre angehört. So gehen im Rhythmus fort die Herrschaften über das Geistesleben der Erde durch diese sieben Wesen aus der Hierarchie der Archangeloi. Wenn wir also zurückblicken — wo war die letzte Michael-Herrschaft? Sie war in der Alexanderzeit. Sie war da als dasjenige, was sich abgespielt hatte durch Jahrhunderte als griechische Zivilisation, hinübergetragen wurde nach Asien, hinübergetragen wurde nach Afrika, sich konzentrierte in der geistig mächtigen Stadt Alexandria mit ihren bedeutsamen Geisteshelden.

[ 36 ] Das geschah in der vorchristlichen Zeit durch die Alexanderzüge. Da wurde das, was innerhalb der griechischen Kultur gewonnen worden ist, verbreitet über diejenige Menschheit, in der es verbreitet werden konnte. Und wenn man Aristoteles und Alexander gefragt hätte: Woher habt ihr dasjenige, was in euren Herzen sitzt als der Impuls zur Ausbreitung des geistigen Lebens eurer Zeit? — sie würden zwar mit einem anderen Namen, aber im Wesen doch geantwortet haben: Von dem Impuls des Michael, desjenigen, der als Diener Christi von der Sonne aus wirkt. Denn von den verschiedenen Archangeloi, welche abwechselnd die Kultur beherrschen, gehört Michael, der im Alexander-Zeitalter und wiederum in unserem Zeitalter herrscht, der Sonne an. Es gehört derjenige, der dann gefolgt ist auf die Alexander-Zeit, Oriphiel, dem Saturn an. Es gehört derjenige, der dann auf Oriphiel gefolgt ist, Anael, der Venus an. Es gehört derjenige Erzengel, der im 4., 5. Jahrhundert die europäische Zivilisation beherrscht hat, Zachariel, der Jupitersphäre an. Dann kam Raphael aus der Merkursphäre in derjenigen Zeit, in der insbesondere eine Art Medizinkultur-Denkweise im Untergrunde desjenigen blühte, was als europäische Zivilisation sich abspielte. Dann kam Samael so über das 12. Jahrhundert hin. Samael gehört dem Mars an. Dann kam Gabriel, der der Mondensphäre angehört. Und nun trat wiederum seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Michael ein, der der Sonnensphäre angehört. So gehen im Rhythmus fort die Herrschaften über das Geistesleben der Erde durch diese sieben Wesen aus der Hierarchie der Archangeloi. Wenn wir also zurückblicken — wo war die letzte Michael-Herrschaft? Sie war in der Alexanderzeit. Sie war da als dasjenige, was sich abgespielt hatte durch Jahrhunderte als griechische Zivilisation, hinübergetragen wurde nach Asien, hinübergetragen wurde nach Afrika, sich konzentrierte in der geistig mächtigen Stadt Alexandria mit ihren bedeutsamen Geisteshelden.

[ 37 ] Das ist ein eigentümlicher Anblick für das okkulte Schauen. Geht man diese paar Jahrhunderte vor das Mysterium von Golgatha zurück: man sieht von Mazedonien nach Osten hinüber — also wiederum von Westen nach Osten, aber weiter nach Osten gelegen — die Strömung, die man dann ebenso schaut von den englisch-irischen Seelen, wiederum von Westen nach Osten hinüber. Während der Alexanderherrschaft herrscht Michael auf Erden. Während der Artusherrschaft wird unter der Herrschaft des Michael, der jetzt von der Sonne herunter wirkt, von der Sonne herunter dasjenige getragen, was ich Ihnen dargestellt habe.

[ 37 ] Das ist ein eigentümlicher Anblick für das okkulte Schauen. Geht man diese paar Jahrhunderte vor das Mysterium von Golgatha zurück: man sieht von Mazedonien nach Osten hinüber — also wiederum von Westen nach Osten, aber weiter nach Osten gelegen — die Strömung, die man dann ebenso schaut von den englisch-irischen Seelen, wiederum von Westen nach Osten hinüber. Während der Alexanderherrschaft herrscht Michael auf Erden. Während der Artusherrschaft wird unter der Herrschaft des Michael, der jetzt von der Sonne herunter wirkt, von der Sonne herunter dasjenige getragen, was ich Ihnen dargestellt habe.

[ 38 ] Wie war es aber dann später, nachdem das Mysterium von Golgatha abgelaufen war, mit der Verbreitung derjenigen Geistesart, die von Alexander dem Großen durch die Eroberungszüge nach Asien hinübergetragen worden war, der aristotelischen?

[ 38 ] Wie war es aber dann später, nachdem das Mysterium von Golgatha abgelaufen war, mit der Verbreitung derjenigen Geistesart, die von Alexander dem Großen durch die Eroberungszüge nach Asien hinübergetragen worden war, der aristotelischen?

[ 39 ] Wir sehen dann, wie in derselben Zeit, in der Karl der Große in Europa eine Art christlicher Kultur auf seine Weise begründet, drüben in Asien, in Vorderasien Harun al Raschid wirkt. Wir sehen am Hofe Harun al Raschids vereint alles das, was an orientalischer Weisheit, an Spiritualität vorhanden war in Architektur, in Kunst, in Wissenschaft, in Religion, im Schrifttum, in Dichtung, in allem. Und wir sehen einen Ratgeber neben Harun al Raschid, der zwar, während er neben Harun al Raschid steht, in dem allem nicht eingeweiht ist, der aber ein Eingeweihter war in alten Zeiten, in früheren Erdenleben. Und wir sehen unter diesen beiden Menschen, unter Harun al Raschid und unter seinem Ratgeber, ganz verändert dasjenige, was als Aristotelismus nach Asien verpflanzt war, dasjenige, was noch durch Aristoteles aus der alten Weisheit der Natur den Menschen gezeigt worden ist, die er unterrichten konnte; wir sehen das, was Alexandrinismus, was Aristotelismus war, am Hofe von Harun al Raschid, durchdrungen und imprägniert von Arabismus, von Mohammedanismus.

[ 39 ] Wir sehen dann, wie in derselben Zeit, in der Karl der Große in Europa eine Art christlicher Kultur auf seine Weise begründet, drüben in Asien, in Vorderasien Harun al Raschid wirkt. Wir sehen am Hofe Harun al Raschids vereint alles das, was an orientalischer Weisheit, an Spiritualität vorhanden war in Architektur, in Kunst, in Wissenschaft, in Religion, im Schrifttum, in Dichtung, in allem. Und wir sehen einen Ratgeber neben Harun al Raschid, der zwar, während er neben Harun al Raschid steht, in dem allem nicht eingeweiht ist, der aber ein Eingeweihter war in alten Zeiten, in früheren Erdenleben. Und wir sehen unter diesen beiden Menschen, unter Harun al Raschid und unter seinem Ratgeber, ganz verändert dasjenige, was als Aristotelismus nach Asien verpflanzt war, dasjenige, was noch durch Aristoteles aus der alten Weisheit der Natur den Menschen gezeigt worden ist, die er unterrichten konnte; wir sehen das, was Alexandrinismus, was Aristotelismus war, am Hofe von Harun al Raschid, durchdrungen und imprägniert von Arabismus, von Mohammedanismus.

[ 40 ] Und wir sehen dann herübergetragen in die christliche Entwickelung dasjenige, was von Harun al Raschid, was vom Arabismus ausging. Wiederum, ich möchte sagen, dem Christentum nachgetragen, in das Christentum hineingeschoben, durch Griechenland, aber namentlich durch Nordafrika, durch Italien nach Spanien hineingeschoben, eine Art Arabismus.

[ 40 ] Und wir sehen dann herübergetragen in die christliche Entwickelung dasjenige, was von Harun al Raschid, was vom Arabismus ausging. Wiederum, ich möchte sagen, dem Christentum nachgetragen, in das Christentum hineingeschoben, durch Griechenland, aber namentlich durch Nordafrika, durch Italien nach Spanien hineingeschoben, eine Art Arabismus.

[ 41 ] Aber Harun al Raschid und sein Ratgeber, sie sind ja früher durch die Pforte des Todes gegangen. Sie verfolgten von dem Leben, das sie jetzt vom Tode bis zur neuen Geburt, über dem irdischen führten, das, was unten als die mohammedanisch-maurischen Züge nach Spanien hinein sich abspielte, sie verfolgten von der geistigen Welt aus das, was sie selbst gepflegt hatten und was sich durch ihre Nachfolger ausbreitete, Harun al Raschid mehr, indem er seinen Blick von der geistigen Welt auf Griechenland, Italien, Spanien warf; sein Ratgeber, indem er seinen Blick warf auf dasjenige, was vom Osten herüber durch die Gegenden nördlich des Schwarzen Meeres, durch Rußland, bis nach Mitteleuropa hin ging.

[ 41 ] Aber Harun al Raschid und sein Ratgeber, sie sind ja früher durch die Pforte des Todes gegangen. Sie verfolgten von dem Leben, das sie jetzt vom Tode bis zur neuen Geburt, über dem irdischen führten, das, was unten als die mohammedanisch-maurischen Züge nach Spanien hinein sich abspielte, sie verfolgten von der geistigen Welt aus das, was sie selbst gepflegt hatten und was sich durch ihre Nachfolger ausbreitete, Harun al Raschid mehr, indem er seinen Blick von der geistigen Welt auf Griechenland, Italien, Spanien warf; sein Ratgeber, indem er seinen Blick warf auf dasjenige, was vom Osten herüber durch die Gegenden nördlich des Schwarzen Meeres, durch Rußland, bis nach Mitteleuropa hin ging.

[ 42 ] Die Frage steht vor uns: Was ist mit Alexander, was ist mit Aristoteles selber geschehen? Sie waren tief verbunden mit der Michael-Herrschaft, aber nicht zu der Zeit auf Erden, als das Mysterium von Golgatha sich abspielte.

[ 42 ] Die Frage steht vor uns: Was ist mit Alexander, was ist mit Aristoteles selber geschehen? Sie waren tief verbunden mit der Michael-Herrschaft, aber nicht zu der Zeit auf Erden, als das Mysterium von Golgatha sich abspielte.

[ 43 ] Nun müssen wir uns lebhaft die beiden Gegenbilder vorstellen. Auf der Erde sind die Menschen, die Zeitgenossen sind des Mysteriums von Golgatha. Christus wird Mensch, geht durch das Mysterium von Golgatha, lebt von da an in der Erdensphäre fort. Wie ist es auf der Sonne? Da sind die Seelen, die dazumal zu Michael gehörten, in der Sphäre des Michael lebten. Sie sind diejenigen, die von der Sonne aus schauen, wie Christus die Sonne verläßt. Auf der Erde sind diejenigen, die des Christus Ankunft schauen; auf der Sonne sind diejenigen, die des Christus Weggang schauen: sie sehen ihn heruntersteigen zur Erde. Das ist der Gegensatz. Und das erleben vorzugsweise diejenigen, die im Erdenleben teilgenomen haben an jener Michael-Herrschaft, die zur Alexanderzeitwar.Sie erleben sozusagen das umgekehrte Christus-Ereignis: den Fortgang des Christus von der Sonne. Sie leben weiter — unmaßgebliche Inkarnationen will ich jetzt nicht erwähnen —, sie leben weiter und sie erleben das in der geistigen Welt für die Erdenwelt bedeutsame Zeitalter des 9. nachchristlichen Jahrhunderts, ungefähr das Jahr 869. Denn da findet ja erstens das statt, was ich Ihnen eben angedeutet habe: die Begegnung des Christus mit seinem Ebenbilde, mit seinem Lebensgeist, mit demjenigen, was noch vorhanden war von dem vorchristlichen heidnischen Christus. Aber es findet auch die Begegnung statt zwischen jenen Individualitäten, welche in Alexander dem Großen und Aristoteles lebten, mit jener Individualität, die in Harun al Raschid, und jener, die in seinem Ratgeber lebte: Der mohammedanisierte Aristotelismus von Asien in geistiger Entfaltung in Harun al Raschid und dem Ratgeber nach dem Tode mit Alexander und Aristoteles nach dem Tode. Aber das eine war der Aristotelismus und Alexandrinismus, der den Mohammedanismus aufgenommen hat, das andere war der wirkliche Aristotelismus, waren nicht jene nachträglichen Lehren, die schon durch Menschen gegangen waren. Aristoteles und Alexander hatten das Mysterium von Golgatha von der Sonne aus gesehen.

[ 43 ] Nun müssen wir uns lebhaft die beiden Gegenbilder vorstellen. Auf der Erde sind die Menschen, die Zeitgenossen sind des Mysteriums von Golgatha. Christus wird Mensch, geht durch das Mysterium von Golgatha, lebt von da an in der Erdensphäre fort. Wie ist es auf der Sonne? Da sind die Seelen, die dazumal zu Michael gehörten, in der Sphäre des Michael lebten. Sie sind diejenigen, die von der Sonne aus schauen, wie Christus die Sonne verläßt. Auf der Erde sind diejenigen, die des Christus Ankunft schauen; auf der Sonne sind diejenigen, die des Christus Weggang schauen: sie sehen ihn heruntersteigen zur Erde. Das ist der Gegensatz. Und das erleben vorzugsweise diejenigen, die im Erdenleben teilgenomen haben an jener Michael-Herrschaft, die zur Alexanderzeitwar.Sie erleben sozusagen das umgekehrte Christus-Ereignis: den Fortgang des Christus von der Sonne. Sie leben weiter — unmaßgebliche Inkarnationen will ich jetzt nicht erwähnen —, sie leben weiter und sie erleben das in der geistigen Welt für die Erdenwelt bedeutsame Zeitalter des 9. nachchristlichen Jahrhunderts, ungefähr das Jahr 869. Denn da findet ja erstens das statt, was ich Ihnen eben angedeutet habe: die Begegnung des Christus mit seinem Ebenbilde, mit seinem Lebensgeist, mit demjenigen, was noch vorhanden war von dem vorchristlichen heidnischen Christus. Aber es findet auch die Begegnung statt zwischen jenen Individualitäten, welche in Alexander dem Großen und Aristoteles lebten, mit jener Individualität, die in Harun al Raschid, und jener, die in seinem Ratgeber lebte: Der mohammedanisierte Aristotelismus von Asien in geistiger Entfaltung in Harun al Raschid und dem Ratgeber nach dem Tode mit Alexander und Aristoteles nach dem Tode. Aber das eine war der Aristotelismus und Alexandrinismus, der den Mohammedanismus aufgenommen hat, das andere war der wirkliche Aristotelismus, waren nicht jene nachträglichen Lehren, die schon durch Menschen gegangen waren. Aristoteles und Alexander hatten das Mysterium von Golgatha von der Sonne aus gesehen.

[ 44 ] Da fand die große Auseinandersetzung, gewissermaßen jenes himmlische Konzil statt zwischen dem mohammedanisierten Aristotelismus und dem christianisierten Aristotelismus, aber dem in der geistigen Welt christianisierten Aristotelismus.

[ 44 ] Da fand die große Auseinandersetzung, gewissermaßen jenes himmlische Konzil statt zwischen dem mohammedanisierten Aristotelismus und dem christianisierten Aristotelismus, aber dem in der geistigen Welt christianisierten Aristotelismus.

[ 45 ] So kann man sagen: Hier in der Welt, die unmittelbar als geistige Welt an unsere physische Erdenwelt angrenzt, begegneten sich Alexander und Aristoteles und Harun al Raschid und sein Ratgeber, sich auseinandersetzend über den weiteren Fortgang der Christianisierung Europas, hinweisend auf dasjenige, was kommen mußte am Ende des 19. Jahrhunderts, im 20. Jahrhundert, wo die Michael-Herrschaft wiederum auf Erden sein kann.

[ 45 ] So kann man sagen: Hier in der Welt, die unmittelbar als geistige Welt an unsere physische Erdenwelt angrenzt, begegneten sich Alexander und Aristoteles und Harun al Raschid und sein Ratgeber, sich auseinandersetzend über den weiteren Fortgang der Christianisierung Europas, hinweisend auf dasjenige, was kommen mußte am Ende des 19. Jahrhunderts, im 20. Jahrhundert, wo die Michael-Herrschaft wiederum auf Erden sein kann.

[ 46 ] Und das alles entstand, spielte sich ab wie bestrahlt von jenem Ereignisse der Begegnung des Christus mit seinem Gegenbilde. Das alles stand unter diesem Eindrucke. Das geistige Leben der Menschen wurde in der spirituellen Welt, die unmittelbar an die physische Erdenwelt angrenzt, in intensiver Weise projektiert, könnte man sagen, fadengezeichnet.

[ 46 ] Und das alles entstand, spielte sich ab wie bestrahlt von jenem Ereignisse der Begegnung des Christus mit seinem Gegenbilde. Das alles stand unter diesem Eindrucke. Das geistige Leben der Menschen wurde in der spirituellen Welt, die unmittelbar an die physische Erdenwelt angrenzt, in intensiver Weise projektiert, könnte man sagen, fadengezeichnet.

[ 47 ] Und unten auf der Erde selber versammelten sich in Konstantinopel zum achten allgemeinen ökumenischen Konzil die Väter der Kirche und faßten das Dogma, daß der Mensch nicht aus Leib, Seele und Geist, sondern nur aus Leib und Seele bestehe, und die Seele einige geistige Eigenschaften habe. Die Trichotomie — so nannte man das, daß der Mensch aus Leib, Seele und Geist besteht —, die Trichotomie wurde abgeschafft. Wer ferner an sie glaubte in Europa, der wurde ein Häretiker. Die christlichen Väter in Europa vermieden unter allen Umständen, jemals von der 'Trichotomie, von Leib, Seele und Geist zu sprechen, sondern redeten nur von Leib und Seele.

[ 47 ] Und unten auf der Erde selber versammelten sich in Konstantinopel zum achten allgemeinen ökumenischen Konzil die Väter der Kirche und faßten das Dogma, daß der Mensch nicht aus Leib, Seele und Geist, sondern nur aus Leib und Seele bestehe, und die Seele einige geistige Eigenschaften habe. Die Trichotomie — so nannte man das, daß der Mensch aus Leib, Seele und Geist besteht —, die Trichotomie wurde abgeschafft. Wer ferner an sie glaubte in Europa, der wurde ein Häretiker. Die christlichen Väter in Europa vermieden unter allen Umständen, jemals von der 'Trichotomie, von Leib, Seele und Geist zu sprechen, sondern redeten nur von Leib und Seele.

[ 48 ] Was so als Maßgebliches im Jahre 869 in übersinnlichen Welten geschah, wie ich es Ihnen beschrieben habe, das warf seine Schatten hinunter in die Welt. Das finstere Zeitalter des Kali Yuga nahm einen besonderen Impuls seiner Finsternis auf, während sich darüber dasjenige abspielte, was ich Ihnen eben beschrieben habe.

[ 48 ] Was so als Maßgebliches im Jahre 869 in übersinnlichen Welten geschah, wie ich es Ihnen beschrieben habe, das warf seine Schatten hinunter in die Welt. Das finstere Zeitalter des Kali Yuga nahm einen besonderen Impuls seiner Finsternis auf, während sich darüber dasjenige abspielte, was ich Ihnen eben beschrieben habe.

[ 49 ] Das war der wirkliche Verlauf der Ereignisse: in der physischen Welt das Konzil von Konstantinopel, in dem der Geist abgeschafft wird; in der unmittelbar an die physische Welt angrenzenden Welt ein himmlisches Konzil, das sich.so abspielte, indem der Christus selber seinem Gegenbilde begegnete.

[ 49 ] Das war der wirkliche Verlauf der Ereignisse: in der physischen Welt das Konzil von Konstantinopel, in dem der Geist abgeschafft wird; in der unmittelbar an die physische Welt angrenzenden Welt ein himmlisches Konzil, das sich.so abspielte, indem der Christus selber seinem Gegenbilde begegnete.

[ 50 ] Aber man war sich klar: Man muß warten, bis die neue MichaelHerrschaft auf der Erde beginnen kann. Immer aber fanden sich Lehrer, die, wenn auch gewissermaßen in der Dekadenz, etwas wußten von dem, was eigentlich hinter den Kulissen des Daseins vor sich geht; immer fanden sich Lehrer, die in, wenn auch manchmal nicht sehr zutreffenden Bildern darzustellen wußten, was geistiger Inhalt der Welt ist, was zugrunde liegt demjenigen, was in der unmittelbar an die physische Welt angrenzenden geistigen Welt ist. Und solche Lehrer fanden zuweilen Ohren, die ihnen zuhörten. Und diejenigen Ohren, die ihnen zuhörten, gehörten Menschen an, welche in der Weise vom Christentum hörten, daß sie allerdings nur da oder dort ein gebrochenes Wort, aber doch etwas von dem hörten, was kommen soll im 20. Jahrhundert, nachdem die Michael-Herrschaft wiederum begonnen haben wird.

[ 50 ] Aber man war sich klar: Man muß warten, bis die neue MichaelHerrschaft auf der Erde beginnen kann. Immer aber fanden sich Lehrer, die, wenn auch gewissermaßen in der Dekadenz, etwas wußten von dem, was eigentlich hinter den Kulissen des Daseins vor sich geht; immer fanden sich Lehrer, die in, wenn auch manchmal nicht sehr zutreffenden Bildern darzustellen wußten, was geistiger Inhalt der Welt ist, was zugrunde liegt demjenigen, was in der unmittelbar an die physische Welt angrenzenden geistigen Welt ist. Und solche Lehrer fanden zuweilen Ohren, die ihnen zuhörten. Und diejenigen Ohren, die ihnen zuhörten, gehörten Menschen an, welche in der Weise vom Christentum hörten, daß sie allerdings nur da oder dort ein gebrochenes Wort, aber doch etwas von dem hörten, was kommen soll im 20. Jahrhundert, nachdem die Michael-Herrschaft wiederum begonnen haben wird.

[ 51 ] Diese Menschen, meine lieben Freunde, in Euren eigenen Seelen sitzen die Seelen, die dazumal verkörpert waren und solchen Seelen zugehört hatten, die von der kommenden Michael-Herrschaft redeten; von der kommenden Michael-Herrschaft unter dem Einflusse solcher Impulse redeten, wie sie herunterkamen von jenem himmlischen Konzil, von dem gesprochen worden ist.

[ 51 ] Diese Menschen, meine lieben Freunde, in Euren eigenen Seelen sitzen die Seelen, die dazumal verkörpert waren und solchen Seelen zugehört hatten, die von der kommenden Michael-Herrschaft redeten; von der kommenden Michael-Herrschaft unter dem Einflusse solcher Impulse redeten, wie sie herunterkamen von jenem himmlischen Konzil, von dem gesprochen worden ist.

[ 52 ] Aus solchem Erleben im früheren Leben, in den ersten christlichen Jahrhunderten — nicht gerade im 9. Jahrhundert, sondern vorher und später, aber namentlich vorher —, entwickelte sich der Drang heran, dann, wenn die Michael-Herrschaft Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts kommt, unbewußt hinzuschauen auf die Stätte, wo jetzt wirklich unter dem Einfluß der Michael-Herrschaft das spirituelle Leben wieder gepflegt wird. Das pflanzte sich in die Seelen derjenigen, die von Lehren hörten, die etwas enthielten von den Geheimnissen, von denen wir heute gesprochen haben.

[ 52 ] Aus solchem Erleben im früheren Leben, in den ersten christlichen Jahrhunderten — nicht gerade im 9. Jahrhundert, sondern vorher und später, aber namentlich vorher —, entwickelte sich der Drang heran, dann, wenn die Michael-Herrschaft Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts kommt, unbewußt hinzuschauen auf die Stätte, wo jetzt wirklich unter dem Einfluß der Michael-Herrschaft das spirituelle Leben wieder gepflegt wird. Das pflanzte sich in die Seelen derjenigen, die von Lehren hörten, die etwas enthielten von den Geheimnissen, von denen wir heute gesprochen haben.

[ 53 ] So pflanzt sich karmisch in die Seelen die Sehnsucht, heranzukommen an dasjenige Christentum, das unter dem Einflusse des Michael am Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts anthroposophisch verbreitet werden sollte. Und was dazumal diese Seelen erlebt haben, das findet in der Wiederverkörperung jetzt seinen Ausdruck darinnen, daß gewisse Seelen den Zugang zur anthroposophischen Bewegung finden.

[ 53 ] So pflanzt sich karmisch in die Seelen die Sehnsucht, heranzukommen an dasjenige Christentum, das unter dem Einflusse des Michael am Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts anthroposophisch verbreitet werden sollte. Und was dazumal diese Seelen erlebt haben, das findet in der Wiederverkörperung jetzt seinen Ausdruck darinnen, daß gewisse Seelen den Zugang zur anthroposophischen Bewegung finden.



[ 54 ] Lehren, welche anknüpften an eine Art von Zusammenfluß von altem, vorchristlichem kosmischem Christentum und der innerlichen christlichen Lehre, Lehren, welche anknüpften an geistiges Leben und Weben in der Natur und die dennoch anknüpfen konnten an das Mysterium von Golgatha, wurden nun fortdauernd gelehrt, gelehrt auf Erden in der Zeit, als die Seelen, die jetzt zur Anthroposophie hingedrängt sich fühlen, schon wiederum durch die Pforte des Todes gegangen waren, lebten in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, einzelne auch heruntersteigend zur Erde, sich verkörpernd. Wir sehen, wie fortlebten auf der Erde die alten Lehren, die noch das Christentum in kosmischer Art anschauten, die alten Lehren, welche fortpflanzten Traditionen an die alten Mysterien; wir sehen solche Lehren fortgepflanzt durch bedeutsame europäische Schulen, wie zum Beispiel eben namentlich die Schule von Chartres im 12. Jahrhunderte, wo so bedeutende Lehrer lehrten wie Bernardus Sylvestris, Alanus ab Insulis und andere große Lehrer, welche in der Schule von Chartres lehrten. Wir sehen, wie solche Lehren lebten und webten zum Beispiel in dem Ihnen am letzten Sonntag erwähnten Brunetto Latini. Brunetto Latini, der große Lehrer Dantes, trug solche Lehren in sich. Wir sehen in dieser Art dasjenige sich fortpflanzen, was noch einen Zusammenhang hatte zwischen dem kosmischen Christentum und dem rein menschlichen, irdischen Christentum, das ja auf der Erde doch immer mehr und mehr überhandnahm.

[ 54 ] Lehren, welche anknüpften an eine Art von Zusammenfluß von altem, vorchristlichem kosmischem Christentum und der innerlichen christlichen Lehre, Lehren, welche anknüpften an geistiges Leben und Weben in der Natur und die dennoch anknüpfen konnten an das Mysterium von Golgatha, wurden nun fortdauernd gelehrt, gelehrt auf Erden in der Zeit, als die Seelen, die jetzt zur Anthroposophie hingedrängt sich fühlen, schon wiederum durch die Pforte des Todes gegangen waren, lebten in dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, einzelne auch heruntersteigend zur Erde, sich verkörpernd. Wir sehen, wie fortlebten auf der Erde die alten Lehren, die noch das Christentum in kosmischer Art anschauten, die alten Lehren, welche fortpflanzten Traditionen an die alten Mysterien; wir sehen solche Lehren fortgepflanzt durch bedeutsame europäische Schulen, wie zum Beispiel eben namentlich die Schule von Chartres im 12. Jahrhunderte, wo so bedeutende Lehrer lehrten wie Bernardus Sylvestris, Alanus ab Insulis und andere große Lehrer, welche in der Schule von Chartres lehrten. Wir sehen, wie solche Lehren lebten und webten zum Beispiel in dem Ihnen am letzten Sonntag erwähnten Brunetto Latini. Brunetto Latini, der große Lehrer Dantes, trug solche Lehren in sich. Wir sehen in dieser Art dasjenige sich fortpflanzen, was noch einen Zusammenhang hatte zwischen dem kosmischen Christentum und dem rein menschlichen, irdischen Christentum, das ja auf der Erde doch immer mehr und mehr überhandnahm.

[ 55 ] Das war ja das Gegenbild, dem auf Erden das irdische Konzil von Konstantinopel entsprach: daß in der Art, wie ich Ihnen erzählte, ein fortwährender Zusammenhang stattgefunden hat zwischen demjenigen, was in den geistigen Welten, was in der Welt, die unmittelbar an unsere physische Welt angrenzt, und unserer physischen Welt sich abspielte. Ein fortwährender Zusammenhang fand statt. So fühlten sich schon gerade die bedeutendsten Lehrer von Chartres inspiriert von dem wirklichen Alexander und dem wirklichen Aristoteles, aber auch in hervorragendstem Sinne von Plato und von alledem, was sich von Plato und dem Neuplatonismus an die damals im Mittelalter herrschende Mystik anlehnte.

[ 55 ] Das war ja das Gegenbild, dem auf Erden das irdische Konzil von Konstantinopel entsprach: daß in der Art, wie ich Ihnen erzählte, ein fortwährender Zusammenhang stattgefunden hat zwischen demjenigen, was in den geistigen Welten, was in der Welt, die unmittelbar an unsere physische Welt angrenzt, und unserer physischen Welt sich abspielte. Ein fortwährender Zusammenhang fand statt. So fühlten sich schon gerade die bedeutendsten Lehrer von Chartres inspiriert von dem wirklichen Alexander und dem wirklichen Aristoteles, aber auch in hervorragendstem Sinne von Plato und von alledem, was sich von Plato und dem Neuplatonismus an die damals im Mittelalter herrschende Mystik anlehnte.

[ 56 ] Und etwas sehr Bedeutendes fand statt. Diejenigen Menschen, die vorzugsweise um Michael sich scharten, die also im Alexander-Zeitalter vorzugsweise inkarniert waren, sie lebten jetzt in der geistigen Welt. Sie schauten schon auf so etwas herunter, wie es die christliche Entwickelung war durch dieLehrer von Chartres. Sie warteten aber, bis die Lehrer von Chartres, die letzten, die noch kosmisches Christentum lehrten, hinaufkamen in die geistige Welt. Und es war ein gewisser Zeitpunkt, ein Zeitpunkt am Ende des 12. Jahrhunderts, am Beginne des 13. Jahrhunderts, da begegneten sich gewissermaßen in der überirdischen Sphäre, die unmittelbar an die irdische angrenzte, die mehr platonisch gearteten Lehrer von Chartres mit jenen, die das himmlische Konzil von 869 durchmachten. Und da fand, wenn ich mich trivial-irdisch ausdrücken darf für diese erhabene Sache, da fand eine Art Besprechung statt zwischen denen, die als die Lehrer von Chartres eben hinaufkamen in die geistige Welt und nunmehr in der geistigen Welt weiter die Entwickelung erleben sollten, und jenen anderen, die unmittelbar heruntersteigen sollten, unter welchen die unmittelbaren Individualitäten von Alexander und Aristoteles selber waren, die dann im Dominikaner-Orden sich unmittelbar nachher verkörperten. Und es fand statt auf Erden in dem, was heute so verkannt wird, was wert wäre, daß man es tiefer in seiner Bedeutung erkennen würde, es fand statt in dem, was als Scholastik auf der Erde auftrat, die Vorbereitung für alles Spätere, was dann im späteren Michael-Zeitalter stattfinden sollte,

[ 56 ] Und etwas sehr Bedeutendes fand statt. Diejenigen Menschen, die vorzugsweise um Michael sich scharten, die also im Alexander-Zeitalter vorzugsweise inkarniert waren, sie lebten jetzt in der geistigen Welt. Sie schauten schon auf so etwas herunter, wie es die christliche Entwickelung war durch dieLehrer von Chartres. Sie warteten aber, bis die Lehrer von Chartres, die letzten, die noch kosmisches Christentum lehrten, hinaufkamen in die geistige Welt. Und es war ein gewisser Zeitpunkt, ein Zeitpunkt am Ende des 12. Jahrhunderts, am Beginne des 13. Jahrhunderts, da begegneten sich gewissermaßen in der überirdischen Sphäre, die unmittelbar an die irdische angrenzte, die mehr platonisch gearteten Lehrer von Chartres mit jenen, die das himmlische Konzil von 869 durchmachten. Und da fand, wenn ich mich trivial-irdisch ausdrücken darf für diese erhabene Sache, da fand eine Art Besprechung statt zwischen denen, die als die Lehrer von Chartres eben hinaufkamen in die geistige Welt und nunmehr in der geistigen Welt weiter die Entwickelung erleben sollten, und jenen anderen, die unmittelbar heruntersteigen sollten, unter welchen die unmittelbaren Individualitäten von Alexander und Aristoteles selber waren, die dann im Dominikaner-Orden sich unmittelbar nachher verkörperten. Und es fand statt auf Erden in dem, was heute so verkannt wird, was wert wäre, daß man es tiefer in seiner Bedeutung erkennen würde, es fand statt in dem, was als Scholastik auf der Erde auftrat, die Vorbereitung für alles Spätere, was dann im späteren Michael-Zeitalter stattfinden sollte,

[ 57 ] Und um sich recht in das Christentum einzuleben, um ganz im Christentum drinnen zu stehen, verkörperten sich diejenigen, die der Michael-Sphäre angehörten, die im alten Alexander-Zeitalter lebten, nicht mitgemacht hatten die ersten christlichen Jahrhunderte oder nur in unmaßgeblichen Inkarnationen, verkörperten sich, um eben ins Christentum sich einzuleben, im Dominikaner-Orden oder in anderen christlichen Orden, aber hauptsächlich im Dominikaner-Orden. Dann gingen sie durch die Pforte des Todes hinauf in die geistige Welt und wirkten in der geistigen Welt weiter.

[ 57 ] Und um sich recht in das Christentum einzuleben, um ganz im Christentum drinnen zu stehen, verkörperten sich diejenigen, die der Michael-Sphäre angehörten, die im alten Alexander-Zeitalter lebten, nicht mitgemacht hatten die ersten christlichen Jahrhunderte oder nur in unmaßgeblichen Inkarnationen, verkörperten sich, um eben ins Christentum sich einzuleben, im Dominikaner-Orden oder in anderen christlichen Orden, aber hauptsächlich im Dominikaner-Orden. Dann gingen sie durch die Pforte des Todes hinauf in die geistige Welt und wirkten in der geistigen Welt weiter.

[ 58 ] Da fand nun im 15. Jahrhundert — bis ins 16. Jahrhundert hinein dauerte es, die Zeitverhältnisse sind ganz andere für die geistige Welt — jene gewaltige Unterweisung im Übersinnlichen statt, die von Michael selber für die Seinigen ausgegangen ist. Da wurde sozusagen eine übersinnliche, eine spirituelle Schule begründet, eine Schule, in der Michael selber der Lehrer war, eine Schule, an der die entsprechenden Menschen teilnahmen, die dazumal inspiriert waren namentlich durch das frühere Michael-Zeitalter, inspiriert dann durch das Hineinleben in das Christentum auf die Art, wie ich es dargestellt habe. All dasjenige, was zu Michael gehörte an entkörperten Menschenseelen, nahm teil an jener großen Schule, die übersinnlich stattfand im 14., 15., 16. Jahrhunderte. Alle diejenigen Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi, Archangeloi, Archai, die zur Michael-Strömung gehörten, nahmen teil. Zahlreiche Elementarwesen nahmen teil.

[ 58 ] Da fand nun im 15. Jahrhundert — bis ins 16. Jahrhundert hinein dauerte es, die Zeitverhältnisse sind ganz andere für die geistige Welt — jene gewaltige Unterweisung im Übersinnlichen statt, die von Michael selber für die Seinigen ausgegangen ist. Da wurde sozusagen eine übersinnliche, eine spirituelle Schule begründet, eine Schule, in der Michael selber der Lehrer war, eine Schule, an der die entsprechenden Menschen teilnahmen, die dazumal inspiriert waren namentlich durch das frühere Michael-Zeitalter, inspiriert dann durch das Hineinleben in das Christentum auf die Art, wie ich es dargestellt habe. All dasjenige, was zu Michael gehörte an entkörperten Menschenseelen, nahm teil an jener großen Schule, die übersinnlich stattfand im 14., 15., 16. Jahrhunderte. Alle diejenigen Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi, Archangeloi, Archai, die zur Michael-Strömung gehörten, nahmen teil. Zahlreiche Elementarwesen nahmen teil.

[ 59 ] Es fand dort ein bedeutsamer Rückblick auf alles alte Mysterienwesen statt. Eine genaue Erkenntnis wurde für die Seelen über das alte Mysterienwesen verbreitet, Zurückgeschaut wurde in die Sonnenmysterien, in die Mysterien der anderen Planeten. Aber auch der Ausblick für die Zukunft wurde eröffnet, für das, was im neuen MichaelZeitalter beginnen sollte, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts anfängt, das jetzt herrschend ist. All das ging dazumal durch die Seelen. Es waren wieder dieselben Seelen, die in unserem Michael-Zeitalter sich zur anthroposophischen Bewegung hingedrängt fühlten.

[ 59 ] Es fand dort ein bedeutsamer Rückblick auf alles alte Mysterienwesen statt. Eine genaue Erkenntnis wurde für die Seelen über das alte Mysterienwesen verbreitet, Zurückgeschaut wurde in die Sonnenmysterien, in die Mysterien der anderen Planeten. Aber auch der Ausblick für die Zukunft wurde eröffnet, für das, was im neuen MichaelZeitalter beginnen sollte, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts anfängt, das jetzt herrschend ist. All das ging dazumal durch die Seelen. Es waren wieder dieselben Seelen, die in unserem Michael-Zeitalter sich zur anthroposophischen Bewegung hingedrängt fühlten.

[ 60 ] Mittlerweile fand auf Erden, ich möchte sagen, der letzte Anprall statt. Harun al Raschid verkörperte sich wieder, begründete in seiner Wiederverkörperung den Impuls des Materialismus, erschien als Baco von Verulam. Die Universalität Bacos von Verulam ist von Harun al Raschid, aber auch das, was an Intellektuellem, an Materialismus in Bacon lebt, ist von Harun al Raschid. Bacon erschien als der wiederverkörperte Harun al Raschid. Sein Ratgeber, der den anderen Weg gemacht hat, erschien in dem gleichen Zeitalter als Amos Comenius.

[ 60 ] Mittlerweile fand auf Erden, ich möchte sagen, der letzte Anprall statt. Harun al Raschid verkörperte sich wieder, begründete in seiner Wiederverkörperung den Impuls des Materialismus, erschien als Baco von Verulam. Die Universalität Bacos von Verulam ist von Harun al Raschid, aber auch das, was an Intellektuellem, an Materialismus in Bacon lebt, ist von Harun al Raschid. Bacon erschien als der wiederverkörperte Harun al Raschid. Sein Ratgeber, der den anderen Weg gemacht hat, erschien in dem gleichen Zeitalter als Amos Comenius.

[ 61 ] Und so sehen wir, während das Christentum in der Beleuchtung des Aristotelismus im Übersinnlichen im 14., 15., 16., 17. Jahrhundert und so weiter die hauptsächlichste Entwickelung durchmachte, auf Erden den Materialismus geistig begründet: begründet in der Wissenschaft durch Bacon, den wiederverkörperten Harun al Raschid, begründet im Erziehungswesen unter Amos Comenius, dem wiederverkörperten Ratgeber des Harun al Raschid. Beide wirkten zusammen.

[ 61 ] Und so sehen wir, während das Christentum in der Beleuchtung des Aristotelismus im Übersinnlichen im 14., 15., 16., 17. Jahrhundert und so weiter die hauptsächlichste Entwickelung durchmachte, auf Erden den Materialismus geistig begründet: begründet in der Wissenschaft durch Bacon, den wiederverkörperten Harun al Raschid, begründet im Erziehungswesen unter Amos Comenius, dem wiederverkörperten Ratgeber des Harun al Raschid. Beide wirkten zusammen.

[ 62 ] Und Amos Comenius und Bacon bewirkten beide, als sie nun durch die Pforte des Todes gingen, Merkwürdiges in der geistigen Welt. Als Baco von Verulam durch die Pforte des Todes ging, zeigte sich, wie von seinem ätherischen Leibe durch die besondere Denkungsart, die er in der Bacon-Inkarnation angenommen hatte, eine ganze Welt von Idolen, dämonischen Idolen ausging, welche die geistige Welt erfüllten, von der ich eben gesprochen habe, in der die Nachwirkungen jenes seelischen Konzils sich abspielten unter den Individualitäten, welche von Michael belehrt wurden. In dieser Welt breiteten sich Idole aus.

[ 62 ] Und Amos Comenius und Bacon bewirkten beide, als sie nun durch die Pforte des Todes gingen, Merkwürdiges in der geistigen Welt. Als Baco von Verulam durch die Pforte des Todes ging, zeigte sich, wie von seinem ätherischen Leibe durch die besondere Denkungsart, die er in der Bacon-Inkarnation angenommen hatte, eine ganze Welt von Idolen, dämonischen Idolen ausging, welche die geistige Welt erfüllten, von der ich eben gesprochen habe, in der die Nachwirkungen jenes seelischen Konzils sich abspielten unter den Individualitäten, welche von Michael belehrt wurden. In dieser Welt breiteten sich Idole aus.

[ 63 ] Es ist schon so, wie in meinem ersten Mysterium dargestellt ist, daß das, was auf Erden geschieht, mächtige Wirkungen in die geistige Welt hinein hat. Bacons irdische Geistesart hatte in die geistige Welt hinein die tumultuarische Wirkung, daß eine ganze Welt von Idolen sich ausbreitete.

[ 63 ] Es ist schon so, wie in meinem ersten Mysterium dargestellt ist, daß das, was auf Erden geschieht, mächtige Wirkungen in die geistige Welt hinein hat. Bacons irdische Geistesart hatte in die geistige Welt hinein die tumultuarische Wirkung, daß eine ganze Welt von Idolen sich ausbreitete.

[ 64 ] Und aus dem, was Amos Comenius auf Erden doch eigentlich als eine Art materialistische Pädagogik begründet hatte, bildete sich sozusagen die Grundlage, die Welt, die Sphäre, die Weltatmosphäre für dasjenige, was die Idole des Bacon waren. Ich möchte sagen: Bacon lieferte die Idole, und was zu den Idolen als andere Reiche gehörte, das lieferte ihnen Amos Comenius durch dasjenige, was auf Erden stattgefunden hatte. Denn wie wir als Menschen das Mineralreich, das Pflanzenreich um uns haben, so hatten nun diese Idole des Bacon die anderen Reiche, die sie brauchten, um sich.

[ 64 ] Und aus dem, was Amos Comenius auf Erden doch eigentlich als eine Art materialistische Pädagogik begründet hatte, bildete sich sozusagen die Grundlage, die Welt, die Sphäre, die Weltatmosphäre für dasjenige, was die Idole des Bacon waren. Ich möchte sagen: Bacon lieferte die Idole, und was zu den Idolen als andere Reiche gehörte, das lieferte ihnen Amos Comenius durch dasjenige, was auf Erden stattgefunden hatte. Denn wie wir als Menschen das Mineralreich, das Pflanzenreich um uns haben, so hatten nun diese Idole des Bacon die anderen Reiche, die sie brauchten, um sich.

[ 65 ] Und der Bekämpfung von alledem, der Bekämpfung dieser dämonischen Idole, hatten sich jetzt jene Individualitäten zu widmen, die einstmals unter der Führung von Alexander und Aristoteles auf der Erde waren. Das spielte sich ab bis zu dem Momente hin, wo die Französische Revolution auf Erden stattfand.

[ 65 ] Und der Bekämpfung von alledem, der Bekämpfung dieser dämonischen Idole, hatten sich jetzt jene Individualitäten zu widmen, die einstmals unter der Führung von Alexander und Aristoteles auf der Erde waren. Das spielte sich ab bis zu dem Momente hin, wo die Französische Revolution auf Erden stattfand.

[ 66 ] Diejenigen Idole, die nicht bekämpft werden konnten, diejenigen Dämonen, idolischen Dämonen, die sozusagen entkommen waren im Kampfe, die stiegen dann zur Erde herunter und inspirierten das, was der Materialismus des 19. Jahrhunderts war, mit allem, was nachfolgte. Das sind die Inspiratoren des Materialismus des 19. Jahrhunderts!

[ 66 ] Diejenigen Idole, die nicht bekämpft werden konnten, diejenigen Dämonen, idolischen Dämonen, die sozusagen entkommen waren im Kampfe, die stiegen dann zur Erde herunter und inspirierten das, was der Materialismus des 19. Jahrhunderts war, mit allem, was nachfolgte. Das sind die Inspiratoren des Materialismus des 19. Jahrhunderts!

[ 67 ] Die Seelen, die zurückgeblieben waren, die die Lehren des Michael unter der Assistenz der Individualitäten des Aristoteles und Alexander genossen hatten, die kamen eben mit den Impulsen in sich, die ich geschildert habe, wiederum auf die Erde herunter Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts. Und viele dieser Seelen erkennt man wieder in denjenigen, die an die anthroposophische Bewegung herankommen. Das ist das Karma derjenigen, die ehrlich, innerlich aufrichtig an die anthroposophische Bewegung herankommen.

[ 67 ] Die Seelen, die zurückgeblieben waren, die die Lehren des Michael unter der Assistenz der Individualitäten des Aristoteles und Alexander genossen hatten, die kamen eben mit den Impulsen in sich, die ich geschildert habe, wiederum auf die Erde herunter Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts. Und viele dieser Seelen erkennt man wieder in denjenigen, die an die anthroposophische Bewegung herankommen. Das ist das Karma derjenigen, die ehrlich, innerlich aufrichtig an die anthroposophische Bewegung herankommen.

[ 68 ] Es ist ein Erschütterndes, wenn man es so schildert, wie es im unmittelbaren Hintergrunde desjenigen dasteht, was sich äußerlich in der Gegenwart abspielt. Es ist aber etwas, was hineingesenkt werden muß unter dem Einfluß des Weihnachtsimpulses vom Goetheanum in die Seelen, in die Herzen derjenigen, die sich Anthroposophen nennen. Es ist etwas, was leben sollte in den Herzen, in den Seelen derjenigen, die sich Anthroposophen nennen. Und das wird einem die Kraft geben, nun weiter zu wirken; denn diejenigen, die heute Anthroposophen sind, im ehrlichen, wahren Sinne Anthroposophen sind, die werden einen starken Drang haben, bald wiederum zur Erde herunterzukommen. Und innerhalb der Michael-Prophetie sieht man voraus, wie zahlreiche Anthroposophenseelen mit dem Ende des 20. Jahrhunderts wiederum zur Erde kommen, um das, was heute mit starker Kraft als anthroposophische Bewegung begründet werden soll, zur vollen Kulmination zu bringen.

[ 68 ] Es ist ein Erschütterndes, wenn man es so schildert, wie es im unmittelbaren Hintergrunde desjenigen dasteht, was sich äußerlich in der Gegenwart abspielt. Es ist aber etwas, was hineingesenkt werden muß unter dem Einfluß des Weihnachtsimpulses vom Goetheanum in die Seelen, in die Herzen derjenigen, die sich Anthroposophen nennen. Es ist etwas, was leben sollte in den Herzen, in den Seelen derjenigen, die sich Anthroposophen nennen. Und das wird einem die Kraft geben, nun weiter zu wirken; denn diejenigen, die heute Anthroposophen sind, im ehrlichen, wahren Sinne Anthroposophen sind, die werden einen starken Drang haben, bald wiederum zur Erde herunterzukommen. Und innerhalb der Michael-Prophetie sieht man voraus, wie zahlreiche Anthroposophenseelen mit dem Ende des 20. Jahrhunderts wiederum zur Erde kommen, um das, was heute mit starker Kraft als anthroposophische Bewegung begründet werden soll, zur vollen Kulmination zu bringen.

[ 69 ] Das ist es, was Anthroposophen eigentlich bewegen sollte: Hier stehe ich. Der anthroposophische Impuls ist in mir. Ich erkenne ihn als den Michael-Impuls. Ich warte, indem ich mich für mein Warten stärke durch die rechte anthroposophische Arbeit in der Gegenwart und die kurze Zwischenzeit ausnütze, die gerade den Anthroposophenseelen beschieden ist im 20. Jahrhundert zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, um am Ende des 20. Jahrhunderts wiederzukommen und die Bewegung mit einer viel spirituelleren Kraft fortzusetzen. Ich bereite mich für dieses neue Zeitalter vom 20. ins 21. Jahrhundert hinein vor — so sagt sich eine rechte Anthroposophenseele —, denn viele zerstörende Kräfte sind auf der Erde. In die Dekadenz muß alles Kulturleben, alles Zivilisationsleben der Erde hineingehen, wenn nicht die Spiritualität des Michael-Impulses die Menschen ergreift, wenn nicht die Menschen wiederum imstande sind, dasjenige, was an Zivilisation heute hinabrollen will, wiederum hinaufzuheben.

[ 69 ] Das ist es, was Anthroposophen eigentlich bewegen sollte: Hier stehe ich. Der anthroposophische Impuls ist in mir. Ich erkenne ihn als den Michael-Impuls. Ich warte, indem ich mich für mein Warten stärke durch die rechte anthroposophische Arbeit in der Gegenwart und die kurze Zwischenzeit ausnütze, die gerade den Anthroposophenseelen beschieden ist im 20. Jahrhundert zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, um am Ende des 20. Jahrhunderts wiederzukommen und die Bewegung mit einer viel spirituelleren Kraft fortzusetzen. Ich bereite mich für dieses neue Zeitalter vom 20. ins 21. Jahrhundert hinein vor — so sagt sich eine rechte Anthroposophenseele —, denn viele zerstörende Kräfte sind auf der Erde. In die Dekadenz muß alles Kulturleben, alles Zivilisationsleben der Erde hineingehen, wenn nicht die Spiritualität des Michael-Impulses die Menschen ergreift, wenn nicht die Menschen wiederum imstande sind, dasjenige, was an Zivilisation heute hinabrollen will, wiederum hinaufzuheben.

[ 70 ] Finden sich solche ehrlichen Anthroposophenseelen, die die Spiritualität in dieser Weise in das Erdenleben hineintragen wollen, dann wird es eine Bewegung nach aufwärts geben. Finden sich solche Seelen nicht, dann wird die Dekadenz weiterrollen. Der Weltkrieg mit all seinen üblen Beigaben wird nur der Anfang von noch Üblerem sein. Denn es steht heute die Menschheit vor einer großen Eventualität: vor der Eventualität, entweder in den Abgrund hinunterrollen zu sehen alles, was Zivilisation ist, oder es durch Spiritualität hinaufzuheben, fortzuführen im Sinne dessen, was im Michael-Impuls, der vor dem Christus-Impuls steht, gelegen ist.

[ 70 ] Finden sich solche ehrlichen Anthroposophenseelen, die die Spiritualität in dieser Weise in das Erdenleben hineintragen wollen, dann wird es eine Bewegung nach aufwärts geben. Finden sich solche Seelen nicht, dann wird die Dekadenz weiterrollen. Der Weltkrieg mit all seinen üblen Beigaben wird nur der Anfang von noch Üblerem sein. Denn es steht heute die Menschheit vor einer großen Eventualität: vor der Eventualität, entweder in den Abgrund hinunterrollen zu sehen alles, was Zivilisation ist, oder es durch Spiritualität hinaufzuheben, fortzuführen im Sinne dessen, was im Michael-Impuls, der vor dem Christus-Impuls steht, gelegen ist.

[ 71 ] Das ist dasjenige, meine lieben Freunde, was ich vor Euren Seelen zu entwickeln hatte bei dieser Anwesenheit, von dem ich möchte, daß es fortwirken sollte in Euren Seelen. Denn wie ich oftmals gesagt habe, wenn ich nach einem erfreulichen, befriedigenden Zusammensein beschließen mußte, was verhandelt, gearbeitet werden konnte in solchem Zusammensein: Anthroposophen sind, wenn sie vereinigt sind im physischen Leben, zusammen, nehmen das als ihr Karma hin, bleiben aber vereint, auch wenn sie im physischen Raume auseinander sind. So wollen wir vereint bleiben in denjenigen Zeichen, die sich uns zeigen können vor dem geistigen Auge, vor dem geistigen Ohre, wenn wir in vollem Ernst solches aufnehmen, wie ich es gerne hätte fließen lassen, wenn ich verstanden worden bin, durch das, was ich in diesen drei Stunden vor Ihnen, meine lieben anthroposophischen Freunde, entwickeln durfte.

[ 71 ] Das ist dasjenige, meine lieben Freunde, was ich vor Euren Seelen zu entwickeln hatte bei dieser Anwesenheit, von dem ich möchte, daß es fortwirken sollte in Euren Seelen. Denn wie ich oftmals gesagt habe, wenn ich nach einem erfreulichen, befriedigenden Zusammensein beschließen mußte, was verhandelt, gearbeitet werden konnte in solchem Zusammensein: Anthroposophen sind, wenn sie vereinigt sind im physischen Leben, zusammen, nehmen das als ihr Karma hin, bleiben aber vereint, auch wenn sie im physischen Raume auseinander sind. So wollen wir vereint bleiben in denjenigen Zeichen, die sich uns zeigen können vor dem geistigen Auge, vor dem geistigen Ohre, wenn wir in vollem Ernst solches aufnehmen, wie ich es gerne hätte fließen lassen, wenn ich verstanden worden bin, durch das, was ich in diesen drei Stunden vor Ihnen, meine lieben anthroposophischen Freunde, entwickeln durfte.