Initiate Consciousness
True and False Paths of Spiritual Research
GA 243
19 August 1924, Torquay
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True and False Paths in Spiritual Investigation, tr. Parker
8. Möglichkeiten der Abirrung in der geistigen Forschung
8. Potential Aberrations in Spiritual Investigation
Ahrimanische Elementarwesen
Not translated
[ 1 ] Wenn man die Bewußtseinszustände, von denen gesprochen worden ist, entwickelt, so kommt man mit jedem Bewußtseinszustand in ein bestimmtes Weltgebiet. Ich will schematisch darstellen, wie das Anschauen des Menschen sich verhält zu diesen einzelnen Weltgebieten, in die man durch das Erringen von besonderen Bewußtseinszuständen, wie ich sie charakterisiert habe, kommen kann. Man kann selbstverständlich die Welten, die eigentlich ineinander sind, hier nur nebeneinander darstellen. Ich habe ja auch gezeigt, wie die Mondenwelt, die Mondensphäre eigentlich unsere Sphäre durchdringt, wiederum die Merkursphäre unsere Sphäre durchdringt. Jetzt muß ich, um die verschiedenen Welten darzustellen, sie nebeneinander darstellen.
[ 1 ] When we develop the levels of consciousness of which I have already spoken, then each particular level opens the door to a specific cosmic sphere. I propose to describe in outline the relationship between the nature of man's perception and the different spheres to which we can attain by developing the appropriate conditions of consciousness. Of course I can only depict these spheres as contiguous, although, in reality, they interpenetrate. (drawing on blackboard). I have already shown how the Moon and Mercury spheres permeate our own sphere.


[ 2 ] Wenn wir dieses als unsere Welt bezeichnen (siehe Zeichnung, hell), dann kommen wir dadurch, daß wir andere Bewußtseinszustände entwickeln, jeweilig in andere Welten. Nehmen wir also an, wir entwickeln denjenigen Bewußtseinszustand, den wir haben müssen, um in die Welt einzutreten, in die wir die Toten unmittelbar in den Jahren nach ihrem Tode verfolgen können. Ich werde diese Welt dadurch charakterisieren, daß ich sie anstoßend an unsere Welt hier aufzeichne (gelb). Wir würden dann, wenn wir den nächsten Bewußtseinszustand entwickeln würden, den Bewußtseinszustand, durch den wir weiter hineinkommen in jenes Leben, das dann der Tote betritt, nachdem er den Weg rückwärts absolviert hat, und den ich den Zustand des leeren, aber wachenden Bewußtseins gegenüber der physischen Welt genannt habe. Da würden wir hineinkommen in eine weitere Welt (rot), in diese Welt, wo zum Beispiel der Mensch ganz besonders mit den Merkurwesen zusammenkommt, mit demjenigen Geschehen, mit denjenigen Tatsachen, die in der Sphäre des Raphael in dem gestern charakterisierten Sinne liegen. In dieser Sphäre lernt man vor allen Dingen die Heilkräfte der menschlichen Natur kennen.
[ 2 ] Let us suppose we develop the level of consciousness which enables us to be in touch with the dead in the years immediately after their death. This world borders on our world. The next level of consciousness by means of which we penetrate further into the life of the deceased after he has retraced his earthly life (in kamaloka) in reverse order is that which I have called the emptied consciousness, but a waking consciousness in relation to the physical world. We then enter into a wider realm where we are intimately associated with the Mercury beings, with the events and occurrences characteristic of the sphere of Raphael. Here we become aware especially of the healing forces inherent in human nature.
[ 3 ] So kommt man mit jedem Bewußtseinszustand in ein gewisses Gebiet der Welt. Dadurch aber lernt man diejenigen Wesen kennen, welche für irgendeine Zeit dieser Welt angehören. Wenn ich also die Menschen kennenlernen will, wie sie in den Jahren nach dem Tode leben, so muß ich mich mit dem Bewußtsein in die Welt begeben, in der dann die Toten wandeln. Ich kann sie in ihrer wirklichen Gestalt nicht in einer anderen Welt beobachten. Wenn ich die Merkurwesen betrachten will, muß ich mich mit meinem Bewußtsein in diese Welt der Merkurwesen hineinbegeben. Daraus sehen Sie, daß wir als Menschen die Welten in gewissem Sinne getrennt voneinander annehmen und für jede Welt ihren besonderen Bewußtseinszustand entwickeln können. Das müssen wir auch, wenn wir in rechtem Sinne die Welten kennenlernen wollen, denn nur dadurch können wir uns in der richtigen Art vorbereiten, ein jedes Wesen in seinem wahren Charakter kennenzulernen. Ich will Ihnen an einem einfachen Beispiele zeigen, wohin ein solches Erkennen führt, also ein Erkennen, das für bestimmte Weltgebiete richtig den entsprechenden Bewußitseinszustand entwickeln will.
[ 3 ] Thus with each state of consciousness we enter into a specific region of the universe and so we learn to know the beings who belong to these regions at any particular time. If we wish to inform ourselves of the conditions under which men live immediately after death, we must develop the appropriate consciousness in order to enter the world in which they dwell. Their true form is only revealed to us in the world to which they belong. If we wish to observe the Mercury beings we must share the consciousness of their world. Thus we can take it for granted that these worlds are, in a certain sense, insulated from each other and that each world has its specific condition of consciousness. Indeed, if we would understand the universe aright, this is a prerequisite, for only in this way can we prepare ourselves to know these beings in their true character. I propose to show you by means of a simple example in what direction such knowledge leads—a knowledge that seeks to develop in the right way the state of consciousness appropriate to a particular cosmic sphere.
[ 4 ] Nehmen wir an, wir sehen eine Pflanze, die Blätter, die Blüte. Wir haben gesehen, wie eine solche Pflanze eigentlich ein Spiegelbild dessen ist, was gestaltend, geformt draußen in der Welt ist. Dasjenige, was wir gerade in dieser Welt finden können, von der wir jetzt gesprochen haben, das finden wir gespiegelt auf der Erde in unseren Pflanzen. Wie lernen wir die Pflanzen kennen? Wir lernen sie kennen, wenn wir unser Bewußtsein in diese Welt erheben. Aber da stellt sich etwas ganz Besonderes heraus. Da stellt sich heraus, daß wir einen großen, gewaltigen Unterschied machen müssen zwischen den Pflanzen, die uns im Bereiche des Irdischen begegnen. Wenn wir irgendeine Pflanze, Cichorium oder irgendeine andere bestimmte Pflanze ansehen, so erscheint sie auch in diesem geistigen Sinne anders als manche andere Pflanze.
[ 4 ] Let us assume we have before us a plant with its leaves and flowers. We have already learned that a plant is the reflected image of the archetypal form existing in the spiritual world and which forms the plant-being on Earth. And when we gain knowledge of the plant kingdom by raising our consciousness into this world of archetypal forms something of vital importance is disclosed, namely, that w; must clearly differentiate between the kinds of plants found on Earth. When we examine a particular specimen, the cichorium intybus (chicory), for example, with the appropriate spiritual perception, its appearance is different from that of many others.
[ 5 ] Nehmen Sie zum Beispiel das gewöhnliche Veilchen und vergleichen Sie dieses Veilchen — um gleich ein radikales Beispiel zu haben —, mit der Belladonna, mit der Tollkirsche, dann wird man, wenn man so hinschaut auf die Pflanzenwelt, wie ich es charakterisiert habe, sehen, wie das Veilchen einem ganz offen vor dem Seelenauge steht, wenn man in der Welt ist, der das Veilchen angehört, also in der Welt des leeren, wachenden Bewußtseins.
[ 5 ] Let us take as a typical example the common violet and compare it with belladonna, the deadly nightshade. When we study the plant kingdom in the way I have indicated, we shall find, when we participate in the world to which the violet belongs, that is, in the world of the emptied, waking consciousness, that the violet stands revealed in all its innocence to the eye of the spirit.
[ 6 ] Nicht so ist es bei der Tollkirsche. Die Tollkirsche, Belladonna, sie zieht ihre Wesenheit noch aus anderen Welten herein. Ich kann das auch so charakterisieren: Man lernt eine gewöhnliche Pflanze kennen, indem man sieht, sie hat ihren physischen Leib, sie hat ihren Ätherleib; und dann sieht man, daß die Blüte und die Frucht umschwebt wird von dem allgemeinen Astralischen im Kosmos. Sie sehen also auf die Pflanze hin. Überall sprießt aus der Erde das Physische der Pflanze heraus. Überall hat die Pflanze ihren Ätherleib und darüber, wie in Wolken, lagert das Astralische. So ist es bei solchen Pflanzen wie bei dem Veilchen.
[ 6 ] The deadly nightshade, belladonna, on the other hand, derives its being from other worlds. We understand the being of the common plant when we perceive that it possesses a physical and etheric body and that the flowers and fruit are surrounded by the universal cosmic element. We see the organic life of the plant sprouting everywhere out of the Earth, the etheric body around it and the astral element seemingly enveloped in cloud. Such is the nature of plants like the violet.
[ 7 ] Bei einer Pflanze wie der Tollkirsche wird es anders. Bei der Belladonna ist es so: die Pflanze wächst, hat hier ihre Blüte, hier drinnen entwickelt sich die Frucht (es wird gezeichnet). Da aber geht das Astralische in die Frucht hinein. Das Veilchen entwickelt die Frucht bloß im Ätherischen. Die Tollkirsche saugt mit der Frucht das Astralische ein. Dadurch wird sie giftig. Alle Pflanzen, die in irgendeinem ihrer Teile Astralisches aus dem Kosmos einsaugen, werden giftig. Dasselbe also, was, wenn es ins Tier kommt, dem Tier den Astralleib gibt, das Tier innerlich als ein Empfindungswesen ausgestaltet, es macht, wenn es in die Pflanze eintritt, die Pflanze zur Giftpflanze. Das ist sehr interessant, weil wir sagen können: Unser astralischer Leib trägt Kräfte in sich, die, wenn sie in die Pflanze kommen, als Gift sich darstellen. — Und so muß man auch das Gift auffassen. Nur dadurch kommt man zu einer innerlichen Erkenntnis des Giftes, daß man weiß, normalerweise hat man als Mensch in seinem astralischen Leib eigentlich die Kräfte aller Gifte in sich, die es gibt, denn das gehört zum Wesen des Menschen.
[ 7 ] Plants like the deadly nightshade have a different arrangement. The belladonna develops its bell-shaped flowers inside which the fruit is formed and the astral element penetrates into the fruit. The violet develops its capsule only in the etheric element. The fruit of the deadly nightshade assimilates the astral element and in consequence the plant is poisonous. All plants which in any of their parts assimilate astrality from out of the Cosmos are poisonous. Those forces which enter into the animal, provide it with an astral body and fashion it inwardly into a sentient being, are also the source of the toxic element in plants. This is most interesting. We find that our astral body is the bearer of forces which prove to be poisonous when assimilated by plants. This is how we must think of poison. We can only acquire an inner understanding of poison when we realize that man's astral body contains in effect the forces of all existing toxins, for they are an integral part of his being.
[ 8 ] Nun will ich in dieser Auseinandersetzung nur einen bestimmten Begriff geben, den wir nachher verwerten müssen, damit wir eindringen können in den Unterschied zwischen den wahren und den falschen Wegen der geistigen Forschung. Was sehen wir an einem solchen Beispiel? Wir haben ein Veilchen. Wir haben eine Tollkirsche. Wir sehen, wenn wir für jede Welt das richtige Bewußtsein entwickelt haben, in dem Veilchen ein Wesen, das in seiner richtigen Welt verbleibt, nichts heranzieht aus einer ihm fremden Welt. Bei der Tollkirsche sehen wir, daß sie etwas heranzieht aus einer ihr fremden Welt. Die Belladonna eignet sich etwas an, was eigentlich eine Pflanze nicht haben darf, was erst ein Tier haben soll. Und so ist es bei allen Giftpflanzen. Sie eignen sich dasjenige an, was sie als Pflanzen nicht haben sollen, sondern was erst dem Tiere gebührt.
[ 8 ] In this discussion I simply wish to present a clear-cut point of view which will be of service later in helping us to distinguish between true and false paths in spiritual investigation. What do we learn from the examples of the violet and belladonna? When we have developed the consciousness appropriate to the world of each plant we perceive that the violet is a being that remains within the world proper to it and attracts to itself nothing from a world that is alien to it. The deadly nightshade, on the other hand, attracts to itself something from an alien world; it assimilates something that is the prerogative of the animal kingdom and not the plant kingdom. This is true of all poisonous plants. They assimilate something which should not belong to the being of the plant, but which belongs in reality to the animal kingdom.
[ 9 ] Nun gibt es im Weltenall viele Wesen, die den verschiedensten Weltengebieten angehören. Es gibt gerade in demjenigen Gebiete, das wir finden, wenn wir unmittelbar die Welt betreten, in der wir den Toten nach dem Tode ein paar Jahre, zehn, zwanzig, dreißig Jahre folgen können, bis sie diese Welt verlassen, eine ganze Anzahl von Wesen, die wirklich sind, die aber nicht sichtbar in unsere physische Welt hereinkommen. Ich möchte eben solche Wesen als eine bestimmte Art von Elementarwesen charakterisieren.
[ 9 ] Now in the Cosmos there are many beings belonging to different regions. In the region where we meet with the dead and can follow them for ten, twenty or thirty years after their death until they leave this region, are to be found a number of beings who are undoubtedly real, but who, unperceived by men, enter into our physical world. Perhaps I can best describe them as a particular kind of elementary being.
[ 10 ] Also wenn wir dem Toten, nachdem er durch die Pforte des Todes gegangen ist, folgen, treten wir ein in eine Welt, in der auch allerlei Elementarwesen sind, die Formen haben, von denen man sprechen kann, die dieser Welt wirklich angehören. Wir können also sagen: Da diese Wesen dieser Welt angehören, sollten sie sich eigentlich nur all der Kräfte bedienen, die in dieser Welt sind. — Nun sind aber unter diesen Elementarwesen solche, die nicht dabei bleiben, sondern die zuschauen, wenn zum Beispiel die Menschen schreiben, und die da hereinblicken auf all die Tätigkeiten, welche innerhalb der Menschenwelt, das heißt innerhalb derjenigen Welt, die die Menschen zwischen Geburt und Tod durchleben, verrichtet werden. Fortwährend haben wir solche Wesenheiten, die da zuschauen. Nun ist das Zuschauen an sich noch nichts irgendwie Schlimmes, denn der ganze Plan, in dem dasjenige begründet ist, was ich jetzt erzähle, besteht ja darin, daß alle die Welten, die an unsere anstoßen, also die Welt, die wir gleich nach dem Tode betreten, die Welt, die wir nach Jahrzehnten nach dem Tode betreten, daß alle diese Welten ja das nicht in sich haben, was der Mensch hier auf Erden um sich hat, und was er hier auf Erden lernt. Wenn man in diese an unsere Welten anstoßenden Welten eintritt, dann gibt es dadrinnen zum Beispiel kein Schreiben, kein Lesen in unserem Sinne. Es gibt auch keine Flugzeuge in unserem Sinne, auch keine Autos in unserem Sinne, nicht einmal gewöhnliche Gespanne in unserem Sinne. Das alles gibt es ja in diesen anstoßenden Welten nicht.
[ 10 ] When, therefore, we follow the dead after they have passed through the gates of death, we enter into a world inhabited by all kinds of elementary beings who are endowed with form and who really belong to that world. We may say therefore that, since these beings appertain to that world, they ought in reality to utilize only the forces pertaining to it. Now amongst these elementary beings will be found some who do not confine their activities to their own world, but who observe men when they write, for example, and who follow all the activities within the world of men between birth and death. We are permanently surrounded by such beings who are spectators of our activities. Now this spectator rôle is not in itself harmful, for the essence of the entire plan underlying what I am now describing is that all the worlds which border on our own, the world we enter immediately after death, the world where we contact the dead many decades after death, all these worlds lack everything that man acquires through his association with the physical world. In this world of the dead there is, for example, neither writing nor reading; there are no aeroplanes, no motor cars or coaches-and-four as we know them.
[ 11 ] Man kann aber auch nicht sagen, daß wir auf Erden hier Autos bauen, schreiben und lesen, daß wir auf Erden Bücher schreiben, die ja auch nicht gelesen werden von den Engeln, wir können nicht sagen, daß das alles ohne Bedeutung sei für die Welt im allgemeinen. Sondern es ist so, daß gewissermaßen solche Wesenheiten, von denen ich gerade gesprochen habe, abkommandiert werden aus der unmittelbar an unsere anstoßenden Welt. Sie sollen gewissermaßen achtgeben, was da die Menschen treiben. Sie werden also aus anderen Welten heraus besonders beauftragt mit der Mission, sich zu kümmern um die Menschennatur, und dasjenige, was sie da lernen, für zukünftige Zeiten zu bewahren. Denn sehen Sie, wir Menschen können unser Karma von einem Leben in das andere tragen, können auch alles das von einem Leben in das andere tragen, was durch die äußere Kultur mit unserem Karma geschieht. Was wir im Auto erfahren als Mensch, das können wir von einem Erdenleben in das andere tragen; die Konstruktion des Autos nicht. Dasjenige, was bloß aus Erdenkräften heraus entstanden ist, das können wir Menschen selber nicht von einem Erdenleben ins andere hinübertragen. Dadurch hat die Menschheit im Verlauf der Zivilisation etwas begründet, was sie selber verlieren würde, wenn ihr nicht andere Wesen zu Hilfe kämen.
[ 11 ] We cannot say that here on Earth we construct motor cars, write, read and write books, in all of which Angels do not also participate. We cannot say that all these things have no significance for the Cosmos in general. The fact is that those beings which I have just described are ‘commissioned’ from the world immediately adjacent to our own. They have to keep an eye on the activities of man. From other worlds they are charged with the mission to concern themselves with human nature and to preserve what they learn in that field for future times. As human beings we are able to carry over our karma from one life to the next and also the effects of external culture upon our karma. We can carry over from one earthly life to another our experiences associated with the motor car, but not the construction of the car itself. We cannot ourselves carry over from one life to the next that which is born of earthly forces alone. In the course of civilization, therefore, mankind has laid the foundations of something that would be lost to it if other beings had not come to its aid.
[ 12 ] Nun sind diese Wesen, von denen ich sprach, besonders abkommandiert, um das, was der Mensch nicht von einem Erdenleben ins andere tragen kann, für die Zukunft zu bewahren. Das ist das Bedeutsame, daß wir also mitten unter uns in der an uns anstoßenden Welt Wesen haben, die dazu bestimmt sind, das, was der Mensch von seiner äußeren Zivilisation nicht in die Zukunft hinübertragen kann, hinüberzutragen, damit der Mensch es in der Zukunft wiederum haben kann. Sehen Sie, so ist vieles, sehr vieles dadurch, daß in vergangenen Zeiten es manchen von diesen Wesen recht schwierig geworden ist, ihre Aufgabe zu erfüllen, so ist manches von dem, was in alten Zeiten schon in der Zivilisation erfunden war, für die Menschheit doch wieder verlorengegangen.
[ 12 ] Now the beings of whom I have spoken are ‘detailed’ for the task of preserving for the future that which man cannot carry over from one earthly life to another. Since in past ages it has been most difficult for many of these beings to fulfil their tasks, much of what had been discovered in ancient times has again been lost to humanity.
[ 13 ] Also das Wichtige, was ich Ihnen hier darlegen will, ist dieses, daß mitten unter uns Wesenheiten sind, die im Weltenplan damit beauftragt sind, all das in die Zukunft hinüberzutragen, was die Menschen nicht selber von einem Erdenleben in das andere hinübertragen können. Das ist vor allen Dingen zum Beispiel der abstrakte Inhalt unserer Bibliotheken. Den können wir Menschen nicht von einem Erdenleben ins andere hinübertragen. Dazu braucht es besondere Wesenheiten. Und diejenigen geistigen Wesenheiten, mit denen wir Menschen direkt in Verbindung stehen, die können das nicht. Und daher können wir es als Menschen auch nicht. Diese Wesenheiten mußten sich anderer Wesenheiten bedienen, die lange ihnen fremd waren, die eine ganz andere Entwickelung durchgemacht haben als unsere mit uns zusammenhängenden geistigen Wesen.
[ 13 ] The salient point I am trying to establish is that we are surrounded by beings who, in accordance with the cosmic plan, have been charged with the mission to carry over into the future that which man himself is unable to transmit from one earthly life to another, especially the abstract content of our libraries, for example. The spiritual beings with whom man is in direct contact cannot do it and therefore we as human beings cannot do it either. These beings must enlist into their service others who had long been alien to them, who had experienced a totally different evolution from the spiritual beings associated with man.
[ 14 ] Ich habe in meinen Büchern diese anderen Wesenheiten, die eine ganz andere Entwickelung durchgemacht haben, ahrimanische Wesenheiten genannt. Das ist eine ganz andere Evolution, die bei solchen Gelegenheiten mit der unsrigen zusammenkommt, zum Beispiel wenn wir hier ein Auto konstruieren. Das sind Wesenheiten, die also eine besondere Einrichtung in der Gegenwart, zum Beispiel die Autokonstruktion, aus ihren ahrimanischen Weltenkräften heraus verstehen können, und die hinübertragen in zukünftige Zeiten dasjenige, was in der Menschheitszivilisation einmal angeeignet worden ist, und was der Mensch nicht von einer Inkarnation in die andere hinübertragen kann.
[ 14 ] These beings with their different evolution I have called in my books, Ahrimanic beings. Despite their different evolution there are occasions when they come in contact with our own, when, for example, we build a motor car. They are beings who are able by virtue of their Ahrimanic cosmic forces to understand modern techniques such as the construction of a motor car. They transmit to future ages the technical achievements of civilization which man himself cannot carry over from one incarnation to the next.
[ 15 ] Besessenheit
[ 15 ] Not translated
[ 16 ] Nun können wir mit den Vorstellungen, die wir auf diese Weise gewonnen haben, charakterisieren, was eigentlich ein medialer Mensch ist. Wir müssen natürlich unterscheiden zwischen einem medialen Menschen im allerweitesten Sinne und zwischen dem, was man im eigentlichen Sinne des Wortes ein Medium nennt. Denn im Grunde genommen, meine verehrten Anwesenden, sind wir alle Medien, wenn man den Ausdruck Medium im weitesten Sinne nimmt. Wir sind zum Beispiel seelisch-geistige Menschen, bevor wir heruntersteigen in die irdische Welt und das Leben vollbringen zwischen Geburt und Tod. Dasjenige, was wir in der geistigen Welt sind, das ist verkörpert in dem, was wir hier in der physischen Welt sind. In der physischen Welt sind wir ein Medium für unseren eigenen Geist. Also wenn man das Wort Medium im allerweitesten Sinne nimmt, so würde man jedes Wesen irgendwie als Medium bezeichnen können. Das ist nicht gemeint, wenn man im gewöhnlichen Sinne von einem medialen Menschen spricht. Ein medialer Mensch in unserer Welt, die wir zwischen Geburt und Tod durchleben, ist derjenige Mensch, welcher gewisse Gehirnpartien so entwickelt hat, daß sie aus seiner Gesamtwesenheit ausgeschaltet werden können. So daß also zu gewissen Zeiten bei einem Medium gerade diejenigen Gehirnpartien nicht als Grundlage für die Ich-Tätigkeit da sind, die diese Ich-Tätigkeit besonders unterstützen.
[ 16 ] With this information at our disposal we are now in a position to describe what a medium really is. We must of course distinguish between a medium in the widest sense and a medium in the literal sense of the word. Taking the term ‘medium’ in the widest sense, we are all mediums fundamentally. We are all beings of soul and spirit before we incarnate to live out our life between birth and death. Our spiritual essence is incarnated in the physical body. The physical body is an intermediary for the activities of the spirit. Taking the word ‘medium,’ then, in the widest sense, we can say that every being is to some extent a medium. This is not the meaning we attach to the term ‘a mediumistic type’ in the normal sense. In the world between birth and death a mediumistic person is one who has developed certain sectors of the brain in such a way that they can be isolated from his total being. Thus, at certain times, those parts of the brain which sustain the Ego-activity in particular, no longer serve as a basis for this Ego-activity.
[ 17 ] Wenn wir so recht zu uns Ich sagen, wenn wir unser Ich so recht ins Bewußtsein hereinbringen, dann ist immer diese Bewußtseinsentwikkelung, diese Ich-Entwickelung gestützt auf ganz besondere Gehirnteile. Diese Gehirnteile werden ausgeschaltet bei demjenigen, der ein Medium ist. Dadurch bekommen gewisse Wesenheiten von der Art, wie ich sie jetzt eben charakterisiert habe, Appetit, statt des MenschenIch in diese Gehirnteile hineinzukriechen. Und ein solches Medium wird dann der Träger derjenigen Wesenheiten, die eigentlich die Zivilisation in die Zukunft hinübertragen sollten. Also wenn sie irgendwo ein Gehirn erhaschen, diese Wesen, das nicht von seinem Ich bewohnt ist zu einer gewissen Zeit, dann bekommen diese Wesen ungeheuren Appetit, in dieses Gehirn unterzutauchen. Und wenn ein Medium in Trance ist, wie man sagt, wenn also das Gehirn ausgeschaltet ist, dann kriecht solch ein Wesen, das unter ahrimanischem Einflusse steht und die Zivilisation in zukünftige Zeiten hinübertragen sollte, in das Gehirn hinein, und ein solcher Mensch ist dann in dieser Zeit statt eines Menschen-Ich der Träger eines elementarischen Wesens, das im Kosmos seine Pflicht versäumt. Fassen Sie diesen Ausdruck nur ganz wörtlich auf: das im Kosmos seine Pflicht versaumt.
[ 17 ] When we say “I” to ourselves, when we are fully Ego-conscious, this consciousness is rooted in specific parts of the brain. These parts of the brain are insulated by the medium and, instead of the human Ego, certain entities of the class I have just described feel an urge to slip into these parts of the brain. Such a medium then becomes the vehicle of those beings whose real function is to transmit to the future the achievements of civilization. When these entities take possession of a brain from which, at certain times, the Ego is absent, they feel an overwhelming desire to establish themselves in this brain. And when a medium is in a trance condition, when the brain is insulated, an entity of this kind which is subject to Ahrimanic influences and whose function is to transmit the achievements of civilization to the future, slips into the brain. Instead of being the bearer of the human Ego, such a medium is, temporarily, the vehicle of an elementary being which is neglecting its duty in the Cosmos. I want you to take quite literally the expression: a being which is neglecting its duty in the Cosmos.
[ 18 ] Die Pflicht eines solchen Wesens im Kosmos ist, zu sehen, wie die Menschen schreiben. Sie schreiben mit denjenigen Kräften, die in diesen Gehirnpartien, von denen ich eben jetzt spreche, verankert sind. Statt daß diese Wesen bloß zuschauen, wie sie es sonst immer machen müssen, geben sie acht, wo irgendwo ein mediales Gehirn ist, das ausgeschaltet werden kann. Dann kriechen sie herein und tragen dasjenige, was sie schon an Schreibkunst entwickelt haben durch Zuschauen, in die gegenwärtige Menschenwelt herein. So daß also solche Wesenheiten etwas, was sie eigentlich ihrer Aufgabe gemäß in die Zukunft hineintragen sollen, mit Hilfe von medialen Menschen in die Gegenwart hereinprojizieren. Darauf beruht der Mediumismus, daß undeutlich dasjenige, was in der Zukunft als Fähigkeiten ausgebildet werden soll, schon in der Gegenwart in einer chaotischen Weise ausgebildet wird. Daher das Prophetische des medialen Wesens, daher das Faszinierende. Es ist in der Tat etwas, was vollkommener arbeitet als der Mensch in der Gegenwart. Aber es ist hereingetragen durch Wesen in der Art, wie ich es Ihnen vorhin charakterisiert habe.
[ 18 ] The duty of such a being is to observe how men write. Men write with the forces which are rooted in these parts of the brain of which I am speaking. Instead of merely observing, as is the normal practice, these beings are on the lookout at all times for a mediumistic brain that can be insulated. Then they slip into it and introduce into the contemporary world what their observation has taught them of the art of writing. Thus, with the help of mediums they project into the present that which, in accordance with their mission, they ought to communicate to the future. Mediumism depends upon the fact that what is to become future capacities is already developed in the present in a vague and chaotic manner. This is the origin of the prophetic gift of the medium and the fascination he has for others. Indeed its operations are more perfect than those of man today, but it is introduced by beings in the manner already described.
[ 19 ] Geradeso wie die Belladonna medial ist für die Astralwelt — die Belladonna ist ein Medium für gewisse Astralkräfte, die sie in ihre Frucht hereinzieht —,, so ist ein Menschenmedium durch sein besonderes Gehirn eben ein Medium für diese elementarischen Wesenheiten, die nun schon einmal an unserer Zivilisation Anteil haben müssen, weil die Menschen nicht alles von einem Erdenleben in das andere hinübertragen können. Das ist das eigentliche Mysterium des Mediumwesens: die Besessenheit durch diese bestimmten Wesen. Nun können Sie sich denken, diese Wesenheiten sind ja auf der einen Seite wirkliche Geschöpfe der ahrimanischen Wesenheiten. Die ahrimanischen Wesenheiten sind im Weltall vorhanden als Wesenheiten von einer die Menschheit weit überragenden Intelligenz. Sobald wir in der unmittelbar an der unsrigen anstoßenden Welt, oder auch, wenn wir das Schauen entwickeln, noch in dieser physischen Welt an die ahrimanischen Wesen herankommen, sind wir erstaunt über ihre ungeheure Intelligenz, über ihre überragende Intelligenz. Weit intelligenter sind sie, als irgendein Mensch es sein kann. In der Intelligenz sind sie wahrhafte Übermenschen. Und wir bekommen erst Respekt vor solchen Wesenheiten, wenn wir eben einsehen, wie unendlich intelligent sie sind.
[ 19 ] Just as the belladonna mediates the astral world—acts as a medium for certain astral forces that it absorbs into its fruit—so a human being through his particular type of brain is a medium for these elementary beings who at some future time must participate in our civilization, because men cannot carry over everything from one earthly life to another. This is the real secret of mediumship—possession by a certain class of beings. Now you may conclude that these beings are, on the one hand, actual creations of Ahrimanic beings. Ahrimanic beings exist in the Cosmos and possess an intelligence far superior to that of mankind. When we encounter the Ahrimanic beings in the world immediately adjacent to our own or, having attained insight, encounter them in the physical world as well, we are astonished at their vast, outstanding intelligence.
[ 20 ] Etwas von dieser Intelligenz geht dann über auf diese ihre Geschöpfe, diese Elementarwesen, die in Mediengehirne hineinkriechen, hinuntertauchen, so daß also allerlei Bedeutsames auf diesem Wege durch Medien herauskommen kann. Man kann allerlei Bedeutsames erfahren, insbesondere wenn man mit vollem, gut entwickeltem Bewußtsein hinschauen kann auf das, was solche Medien produzieren. Es ist nicht so, daß man, wenn man in richtigem Sinne die Konstitution, die Beschaffenheit der geistigen Welt versteht, ableugnet, daß durch Medien allerlei Richtiges herauskommen kann aus den geistigen Welten in die physische Welt herein. Wichtiges, Bedeutsames kann durch Medien erfahren werden; aber es ist kein richtiger Weg. Warum nicht?
[ 20 ] Their intelligence ranges far beyond that of human kind. And we first learn to respect them when we realize how infinitely intelligent they are. Something of this intelligence passes over to their progeny, the elementary beings who slip into mediumistic brains, so that in this way significant information may be revealed by mediums. We may learn much of capital importance, especially if we attend to what they communicate in fully developed consciousness. When we rightly understand the nature and constitution of the spiritual world, we cannot deny that mediums are able to impart much authentic information. Though we may learn much of importance from them, this is not the right path to spiritual knowledge.
[ 21 ] Das können Sie eben gerade an solchen Pflanzen lernen, die Pflanzenmedien sind, Medien für gewisse astrale Kräfte, die sie zu Giftpflanzen machen. Man lernt, wie es sich mit diesen Dingen verhält, wiederum nur durch das gut entwickelte Bewußtsein kennen. Wie man das kennenlernt, möchte ich Ihnen auf folgende Weise schildern. Man liebt es mehr, anschaulich zu schildern, wenn es sich um die geistigen Welten handelt, als abstrakte Begriffe zu bilden.
[ 21 ] You will realize this from the example of plants which are plant mediums, mediums for certain astral forces which are responsible for the toxicity in plants. It is only through a rightly developed consciousness that we realize how this situation arose. I should like to describe this in the following way, for when discussing the spiritual world, it is better to provide a clear, concrete description than to deal in abstract concepts.
[ 22 ] Nehmen wir an, man tritt ein mit der Initiatenerkenntnis in jene Welt, in der nach ihrem Tode die Toten sind. Man folgt ihnen. Es ist ja wirklich so, daß man, wenn man so den Toten folgt, wie in eine ganz andere Welt zunächst eintritt. Ich habe sie zum Teil beschrieben. Ich habe Ihnen charakterisiert, wie sie einen viel wirklicheren Eindruck macht als diese unsere Welt, in der wir zwischen Geburt und Tod sind. Aber wenn man nun eintritt in diese Welt, fällt einem sogleich auf, was da außer dem, daß die toten Menschenseelen da sind, fürmerkwürdige Geschöpfe sind. Bald nachdem der Mensch gestorben ist, sieht man, wenn man ihm da folgt, unter den Menschenseelen, die gestorben sind, also auch um diejenigen Menschenseelen herum, die eben verstorben sind, merkwürdige dämonenartige Gestalten. Gerade am Eingange dieses Seelenlandes, das der Tote zu betreten hat, und das man mit einem gewissen hellseherischen Blick mit ihm betreten kann, sieht man dämonenhafte Gestalten, welche mächtig große — natürlich immer mit irdischen Verhältnissen verglichen, man kann ja, wenn man von groß und klein spricht, nur in Vergleichen sprechen —, welche mächtig groß entwickelte Schwimmfüße haben, wie die Enten, überhaupt wie die Schwimmtiere; mächtig entwickelte, aber sich fortwährend verwandelnde Schwimmfüße wie die Enten oder wie die Wildenten. Dann haben sie eine Form, die man etwa mit der Form des Känguruhs vergleichen könnte, aber halb vogelartig und halb säugetierartig, große, mächtige Wesen. Durch ganze weite Gebiete solcher Wesenheiten geht man durch, wenn man den Toten folgt. Und wenn man sich nun frägt: Wo sind diese Wesenheiten? — so müssen Sie sich nur richtig vorstellen, wie man über das Wo solcher Wesenheiten zu denken hat, wo sie sind. Sie sind immer um uns, denn wir stehen ja drinnen in derselben Welt, in der die Toten sind. Sie sind immer um uns, diese Wesenheiten, nur, sehen Sie, sind sie just in diesem Saale nicht. Da eben beginnt sozusagen der Weg einer wirklichen, ganz exakten geistigen Forschung.
[ 22 ] Let us assume that with Initiation-knowledge we enter into the world where the dead live in their life after death. When we accompany the dead in this way we first enter into a world totally different from our own. I have already described it to some extent and have pointed out that it gives an impression of far greater reality than the world in which we live between birth and death. When we enter this world we are astonished at the remarkable beings to be found there, apart from the souls of the dead. The souls of those who have recently died are surrounded by strange demoniac forms. At the entrance to this intermediate world which the dead must enter and in which we can accompany them with a certain clairvoyant vision, we meet with demoniac figures with enormous webbed feet—enormous by earthly standards—like the duck or the wild duck species and other aquatic animals, huge webbed feet that are perpetually changing shape. These beings have a form somewhat similar to that of the kangaroo, but half bird, half mammal. And when we accompany the dead we pass through vast areas where such beings dwell. If we ask ourselves where these beings are to be found, we must first have a clear idea of the location of such beings, of where we imagine them to exist. They are always around us, for we inhabit the same world as the dead, but you must not look for them in this hall. It is at this point that the path to real and exact investigation begins.
[ 23 ] Nehmen Sie das Folgende. Sie gehen über eine Wiese, in der im Herbste viele Pflanzen wachsen von der Art des Colchicum autumnale, der Herbstzeitlose. Jetzt gehen Sie da, finden überall die Herbstzeitlose. Versuchen Sie, in dem Momente, wo Sie mitten unter den Herbstzeitlosen stehen, den Bewußtseinszustand hervorzurufen, in dem Sie dem Toten folgen können, so wie ich es geschildert habe, da sehen Sie, wie überall an der Stelle, wo eine Herbstzeitlose ist, das Wesen ist, das ich eben geschildert habe mit diesen Schwimmfüßen und mit diesem merkwürdigen, känguruhartigen Körper. Aus jeder Herbstzeitlose wird ein solches Wesen. Und begeben Sie sich in ein anderes Gebiet, wo die Belladonna, die schwarze Tollkirsche am Wege wächst, und versetzen Sie sich in den Bewußtseinszustand, von dem ich gesprochen habe, so treffen Sie dort ganz andere, furchtbar dämonische Wesenheiten, die nun auch aus der Welt sind, von der ich eben spreche. So daß man also sagen kann: Colchicum autumnale, Belladonna, sind Medien, welche die nächste Welt in sich hereinlassen und welche eigentlich mit ihrem anderen Wesen in der Welt der Toten sind.
[ 23 ] Suppose you are walking through a meadow where many plants of the species colchicum autumnale, the autumn crocus, are to be found. If, as you are standing amongst the autumn crocuses, you try to evoke the state of consciousness that is able to follow the dead, you will see, wherever an autumn crocus is growing, a being of the kind I have just described, with webbed feet and strange kangaroo-like body. Such a being emerges from every autumn crocus. If you were to move on to another area where the belladonna, the black deadly nightshade, grows by the roadside and if you transpose yourself into the state of consciousness of which I have spoken, you will meet with totally different beings, horrible, demoniac beings who also belong to this world. Colchicum autumnale and belladonna therefore are mediums which permit beings of the next world to enter into them and which in their other aspect really belong to the world of the dead.
[ 24 ] Wenn Sie dies ins Auge fassen, so werden Sie sich sagen: Um uns herum ist überall auch dasjenige, was wir eine andere Welt nennen. Es kommt nur darauf an, daß wir mit unserem Bewußtsein hineinkommen, daß wir das Colchicum autumnale, die Belladonna, nicht bloß mit dem gewöhnlichen Alltagsbewußtsein sehen, sondern mit dem höheren Bewußtsein, wo sie im Totenreiche stehen. Die Belladonna sehen wir mit dem höheren Bewußtsein, wo sie im Totenreiche steht.
[ 24 ] If we bear this in mind, we shall realize that everywhere around us is another world. It is essential that we should enter this world consciously, that we should perceive the colchicum autumnale and the belladonna not solely with the normal consciousness, but with the higher consciousness that is in touch with the dead.
[ 25 ] Nun können Sie folgendes sagen: Hier meinetwillen ist eine Wiese, darauf wachsen die Herbstzeitlosen. — Jetzt müssen Sie weit gehen, wenn Sie in der physischen Welt sind, vielleicht einen ganzen Berg hinauf, da oben sind die Sträucher, auf denen die Tollkirschen wachsen. Belladonna und Colchicum autumnale sind nicht nebeneinander in der physischen Welt. Aber in dieser geistigen Welt, die die nächste ist, von der ich spreche, sind sie nebeneinander. Der Raum hat eine ganz andere Anordnung. Was weit voneinander entfernt sein kann in der physischen Welt, kann ganz nebeneinander sein in der geistigen Welt. Die geistige Welt hat eben durchaus ihre ureigenen Gesetze. Alles ist da anders. Und nehmen Sie nun das, daß Sie diese Pflanzen ich kann mich so ausdrücken — in der Welt der Toten antreffen. Wenn Sie in den ersten Zeiten den Toten folgen, dann haben die durchaus nicht den greulichen Eindruck, den der Mensch auf der Erde hat von diesen Pflanzen, sondern sie wissen, daß das im weisen Weltenplane begründet ist, daß diese Dämonengestalten da sind. Wenn Sie also zunächst im Seelenlande den Toten folgen, dann finden Sie das Seelenland besetzt mit den den Giftpflanzen entsprechenden Gestalten, Dämonengestalten, eben in der nächsten anderen Welt.
[ 25 ] Now consider the following. Here is a meadow, we will suppose, where the autumn crocuses are growing. In order to find the plants that bear the belladonna flowers you might have to travel far and climb a mountain-side. On the physical plane, belladonna and autumn crocus are not found together. But in the spiritual world they are found in close proximity. Space is of a different order. Objects that may be situated far apart in the physical world may be in close proximity in the spiritual world. The spiritual world has its own primordial laws; there everything is different. Now suppose we meet with these plants in the world of the dead. When we are first in touch with the dead, we discover that these plants by no means evoke in them the horrible impression they evoke in us. They, the deceased, know that the presence of these demoniac beings is in accordance with a wise cosmic plan. When therefore we are in touch with the dead, we find that the intermediate world is populated with demoniac forms corresponding to the poisonous plants.
[ 26 ] Kommen Sie weiter gegen die Gebiete, aus denen dann die Toten heraustreten nach zehn, zwanzig, dreißig Jahren, um in ein höheres Gebiet einzutreten, dann finden Sie da erst das Entsprechende für unsere nicht giftigen Pflanzen. Da finden Sie erst zum Beispiel Veilchen und dergleichen, was nicht giftig ist. So hat die Pflanzenwelt ihre Bedeutung hier in der physischen Welt und auch in der nächsten Welt. Nur sehen wir sie dort in anderen Formen. Dasjenige, was in wahrer Gestalt von mir geschildert worden ist im Sternengebiet, das spiegelt sich auf Erden in der Form, wie sie auf Erden eben eine Belladonna, ein Colchicum autumnale, wie sie das Veilchen hat; das spiegelt sich auch in der Welt, in die die Toten eintreten. Unmittelbar nach dem Tode spiegelt es sich so, wie ich es beschrieben habe. Alles wirkt auch auf die anderen Welten, was in einer Welt ist. Aber will man es seiner Wirklichkeit nach erkennen, dann muß man mit seinem Bewußtsein in seine ureigene Welt eintreten. So ist es aber auch für die Wesen dieser anderen Welten. Was diese Wesenheiten sind, diese Elementarwesen, die eigentlich Geschöpfe der ahrimanischen Herrscher sind, das kann man nur erkennen, wenn man eintritt in die nächste, an unsere heranstoßende Welt.
[ 26 ] If we then progress further towards the realms from which the dead withdraw after ten, twenty or thirty years in order to enter into a higher realm, we find the related forms of the non-poisonous plants. Thus the plant kingdom plays a significant part both in the physical and the next higher world. In the latter, however, it assumes different forms. That which belongs in its true form to the world of the stars has its counterpart on Earth in the form of a belladonna, an autumn crocus or a violet. It has also its counterpart in the world of the dead where its true form is reflected in the manner already described. Everything in the one world reacts upon the other worlds. But in order to have real knowledge of these things we must enter consciously into the world where they really belong. The same applies to the beings of these other worlds. We can only know what the elementary beings are, the progeny of the Ahrimanic powers, when we enter into the world immediately bordering on our own.
[ 27 ] Nun aber kommen sie heraus durch die Medien, diese Wesenheiten, machen die Medien von sich besessen und treten damit vorübergehend in unsere Welt ein. Wenn wir also diese Wesenheiten nur durch ein Medium in unserer Welt kennenlernen, dann lernen wir sie eigentlich in einer Welt kennen, in der sie fremd sein sollten, können sie also nicht ihrer wahren Gestalt nach kennenlernen. So daß für denjenigen, der diese Wesenheiten, der ihre Offenbarungen nur durch Medien kennenlernt, gar keine Möglichkeit vorhanden ist, auf das Wahre zu kommen, weil sie sich ja in einer ihnen fremden Welt manifestieren. Es sind also unbedingt geistige Offenbarungen da; aber das Verstehen dieser geistigen Offenbarungen ist unmöglich, wenn man diese Wesenheiten nur in einer Welt kennenlernt, der sie gar nicht angehören. Das ist das Trügerische, das im höchsten Sinne Illusionäre alles dessen, was durch das mediale Bewußtsein in die Welt tritt, daß diejenigen, die diesen Wesenheiten entgegentreten, nicht wissen, von welcher Beschaffenheit eigentlich diese Wesenheiten sind.
[ 27 ] Now these beings manifest through mediums. They take possession of the mediums and in this way temporarily enter our world. If we contact them through a human medium only, we learn to know them in a world that should really be foreign to them; we do not know them in their true form. Therefore those who learn to know them only by their manifestations through mediums cannot possibly arrive at the truth since these beings are manifesting in a world that is foreign to them. Spiritual revelations are undoubtedly transmitted, but it is impossible to understand them when they issue from a world to which they do not belong. The deceptive and highly hallucinative element in everything connected with mediumistic consciousness is explained by the fact that those who contact these beings have no understanding of their real nature.
[ 28 ] Diese Wesenheiten haben nun auch dadurch, daß sie auf diese Art in die Welt hereinkommen, ein ganz besonderes Schicksal. Denn sehen Sie, man lernt noch anderes kennen, wenn man so die Welt kennenlernt, wie ich es beschrieben habe. Tritt man in die Welt der Toten ein, geht da durch den Dämonenwald von Colchicum autumnale, von Belladonna, Digitalis purpurea, Datura stramonium und so weiter, geht man durch dieses ganze Gebiet, dann merkt man: Veilchen, sie werden sich umwandeln, sie werden in der Zukunft ganz andere Gestalten tragen. Sie haben eine Bedeutung für die Zukunft des Kosmos. Colchicum autumnale nimmt Teil seinem Wesen nach an dem Tod, für den es bestimmt ist. Es sind sterbende Pflanzen, die Giftpflanzen, absterbende Pflanzen, die nicht hineinragen in zukünftige Gestaltungen. In zukünftigen Epochen werden wiederum andere Giftwesen da sein. Aber diejenigen Wesen, die heute Giftwesen sind, sterben ab in unserer Epoche. Die Epoche dauert natürlich lange, aber sie [diese Giftpflanzen] tragen in sich die Impulse des Todes. Und das breitet sich auch aus über alle Vegetation. Man schaut in der Vegetation, wenn man mit diesem Blicke schaut, Aufgehendes, sich Entwickelndes, in die Zukunft hin Impulsierendes; Absterbendes, sich mit dem Tode Verbindendes.
[ 28 ] Now because they enter the world in this way a unique destiny is reserved to these beings. The knowledge of the universe that I have described serves to enlarge our field of knowledge. When we enter the world of the dead and traverse the demoniac forest of colchicum autumn ale, digitalis purpurea (purple foxglove), datura stramonium (thorn-apple) and so on, we realize that violets will undergo a metamorphosis and in future will assume totally different forms. They have a significance for the future of the Cosmos. By its very nature the autumn crocus prepares the death for which it is destined. The poisonous plants are moribund plants, species that are dying out, with no possibility of future development. In future times they will be replaced by other poisonous species. The poisonous species of today are already dying out in our epoch. The epoch of course is of long duration, but these poisonous plants have the seeds of death within them. And this will be the fate of all vegetation. When we survey the world of vegetation with this spiritual vision we perceive forces of growth and development with a dynamic urge towards the future and a world that is dying and doomed to perish.
[ 29 ] Und so ist es mit den Wesenheiten, welche die Medien von sich besessen machen. Sie gliedern sich gewissermaßen ab von ihren Genossen, die die Aufgabe haben, das Gegenwärtige in weite Zukünfte hinüberzutragen, sie dringen herein durch die Medien in diese gegenwärtige Welt, verbinden sich da aber auch mit dem Schicksal des Irdischen und verlieren ihre Zukunftsaufgabe.
[ 29 ] And so it is with the beings who take possession of the mediums. They detach themselves from their companions whose task is to carry over the present into a distant future. Through the agency of mediums they invade the world of the present, are there caught up in the destiny of the Earth and sacrifice their future mission.
[ 30 ] Damit aber berauben sie den Menschen in einem hohen Sinne seiner Zukunftsaufgabe. Und das ist es, was man unmittelbar vor sich hat, wenn man das mediale Wesen wirklich kennenlernt. Die Zukunft soll sterben — so spricht eigentlich das mediale Wesen —, die Gegenwart soll alles sein. Und daher ist man auch, wenn man mit wirklichem Einblick in die Tatsachen und in das Wesenhafte der Welt zu einer spiritistischen Sitzung kommt, zunächst frappiert darüber, wie all das, was da im Kreise sitzt und teilnimmt an einer spiritistischen Manifestation, umgeben ist von demjenigen, was einem in Form von Giftpflanzen erscheint. Jede spiritistische Sitzung ist eigentlich eingerahmt von einem Garten von Giftpflanzen, die nun nicht so sind wie in der Welt der Toten, die aber herumwachsen um die spiritistische Gemeinschaft, und aus deren Blüten und Früchten Dämonen sich herauserheben.
[ 30 ] In this way they deprive man to a large extent of his future mission. And this is what faces us when we understand the real nature of mediumism, for mediumism implies that the future shall perish in order that the present may be all important. When therefore we attend a séance with insight into the real occult relationships and into the true nature of the Cosmos, we are at first astonished to find that the entire circle participating in a spiritistic manifestation is seemingly surrounded by poisonous plants. Every spiritualistic séance is surrounded in fact by a garden of poisonous plants which no longer bear the same aspect as in the kingdom of the dead, but which grow up around the spiritualist circle, and from their fruits and flowers demoniac beings are seen to emerge.
[ 31 ] Das ist es, was derjenige, der hineinschaut in die anderen Welten, durchmacht bei einer spiritistischen Sitzung. Er geht eigentlich zumeist durch einen Hag, durch einen Weltenhag, der die spiritistische Gemeinschaft umgibt, von Giftpflanzen, die aber in sich beweglich sind, wie lebendig sind, etwas Tierhaftes haben. Man erkennt nur noch an ihren Formen, daß sie Giftpflanzen sind. Man kann aber gerade daraus sehen, wie stark das, was in dieser medialen Form arbeitet, das, was fortfließen sollte im Lauf der Menschheitsentwickelung, in der Zukunft fruchtbar werden sollte, wie das hereingebannt wird in die Gegenwart, in die es nicht gehört, und in der Gegenwart eben zum Schaden der Menschheit entwickelt wird. Das ist das innere Mysterium des medialen Wesens, das wir hier im Verlaufe dieser Vorträge kennenlernen sollen.
[ 31 ] Such is the experience of the clairvoyant at a spiritualistic séance. For the most part he goes through a kind of cosmic thicket of poisonous plants that are activated from within and are part animal. Only by their forms do we recognize that they are poisonous plants. We learn from this how everything at work within this mediumistic form that ought to advance the course of human evolution and bear fruit in the future is relegated to the present where it does not belong. In the present, it works to the detriment of humanity. Such is the inner mystery of mediumism, a mystery of which we shall learn more in the course of these lectures.
[ 32 ] Das innere Mysterium des medialen Wesens
[ 32 ] Not translated
[ 33 ] Man kann nun ganz genau, ganz exakt angeben, wo im Mediumwesen sozusagen der schwierige Punkt der Menschheitskonstitution hegt. Da werde ich Ihnen eine etwas abstrakt erscheinende Auseinandersetzung machen müssen, allein Sie werden gerade dadurch in das Wesen des Mediumistischen ein wenig hineinschauen.
[ 33 ] It is now possible to indicate precisely what aspect of mediumism presents a major problem to the constitution of man. In this context my account must of necessity appear somewhat abstract, but it will help you a little towards some understanding of the nature of mediumism.
[ 34 ] Sehen Sie, das menschliche Gehirn, wie es in der Schädelhöhlung enthalten ist, hat ein Gewicht von etwa durchschnittlich tausendfünfhundert oder etwas mehr Gramm. Das ist eigentlich eine bedeutende Schwere. Und es ist so, daß, wenn dieses menschliche Gehirn mit seiner eigenen Schwere auf die feinen Adern im Kopfe drücken würde, die unter ihm sind, es diese Adern sofort zerquetschen würde. Wir Menschen gehen, je nachdem wie alt wir werden, kürzer oder länger durch die Welt, und unser Gehirn wirkt nicht mit seiner Schwere, mit seinem Gewicht auf das Adernsystem, das darunter ist. Man versteht diese Sache sofort, wenn man sie in der richtigen Art auffaßt.
[ 34 ] Now the human brain lying in the cranial cavity has an average weight of 1500 grammes or a little more. That is really a considerable weight and if the human brain were to press with its own weight on the delicate veins at the base of the brain, they would immediately be crushed. However long we live, the weight of our brain never presses upon the network of veins beneath it. We understand this immediately if we interpret it in the right way. Let us take man as he is at present constituted. The spinal canal passes upwards and terminates in the brain. With the exception of certain portions, the spinal canal is filled with fluid and the brain floats in this fluid.


[ 35 ] Nehmen Sie den Menschen so, wie er konstruiert ist, ich will es ganz schematisch zeichnen. Sie sehen dann, daß des Menschen Rückenmarkskanal hinaufgeht und sich im Gehirn verbreitert (rot). Die ganze Anordnung ist so, daß der Rückenmarkskanal, mit Ausnahme einiger Partien, die nicht fest, die nur halbfest sind, durch Flüssigkeit ausgefüllt ist. In dieser Flüssigkeit schwimmt eigentlich das Gehirn. Das Gehirn des Menschen schwimmt in der Gehirnflüssigkeit (lila). Nun gibt es so etwas wie das archimedische Prinzip. Sie werden es kennengelernt haben in Ihrem Physikunterricht. Dieses archimedische Prinzip rührt her von dem alten Weisen Archimedes, von dem ja erzählt wird, daß er dieses Prinzip durch seine Genaalität gefunden habe, als er im Bade war. Er hat das naheliegende Experiment gemacht, als er im Bade war: mit dem ganzen Körper ist er drinnen geblieben, die Beine hat er immer abwechselnd herausgestreckt aus dem Bad, und dadurch hat er bemerkt, daß, je nachdem die Beine drinnen im Wasser oder draußen sind, sie für ihn ein verschiedenes Gewicht haben. Sie sind schwer, wenn sie draußen sind; gleich verlieren sie von ihrem Gewichte, wenn sie drinnen sind im Wasser. Das war für so einen Archimedes etwas ganz anderes, als für einen gewöhnlichen Menschen. Ein gewöhnlicher Mensch spielt da halt herum. Der Archimedes aber machte ein große, gewaltige Entdeckung. «Heureka!» Ich hab’s gefunden! — Denn er hat dabei gefunden, daß jeder Körper, der in einem anderen, in einem Medium schwimmt, also in einer Flüssigkeit schwimmt, in dieser Flüssigkeit so viel von seiner Schwere verliert, wie das Gewicht der Flüssigkeit beträgt, die er verdrängt.
[ 35 ] Now let us consider the law of Archimedes. You will be familiar with it from your study of physics. It is said that he discovered it in a flash of inspiration whilst he was in his bath. He made the following experiment: with his body wholly immersed in the bath he lifted first one leg and then the other out of the water. He noted that his legs had a different weight according to whether they were in the water or out of it. They lost weight when they were immersed in the water. For a man such as Archimedes this experience had wider implications. He discovered that when an object is wholly immersed in a fluid the apparent loss of weight is equal to the weight of water displaced.
[ 36 ] Stellen wir uns ein Gefäß, das mit Wasser angefüllt ist, vor. Ich gebe da hinein einen festen Körper. Wenn ich den Körper dadurch, daß ich ihn aufhänge, wägbar mache, dann kann ich genau herausfinden, der Körper wird im Wasser leichter, er wiegt weniger, als er draußen wiegt. Und zwar, wenn Sie sich einen Wasserkörper vorstellen würden von derselben Größe, so wiegt der doch als Wasserkörper auch etwas. So viel der wiegt, so viel müssen Sie abziehen von dem Gewicht dieses Körpers, wenn der Körper im Wasser ist. Der Körper verliert im Wasser so viel von seinem Gewicht, als das Gewicht eines gleich großen Wasserkörpers beträgt. Das ist das archimedische Prinzip.
[ 36 ] A beaker filled with water is placed on a bench and a solid body suspended by a thread from the hook of a spring balance is lowered into the water. We find that the weight of the body is less in water than in air. When a solid body is immersed in a fluid it experiences an up-thrust equal to the weight of the fluid displaced. This is the law of Archimedes.
[ 37 ] Dieses archimedische Prinzip kommt uns als Menschen in unserer Konstitution sehr zugute; denn das Gehirn schwimmt in der Gehirnflüssigkeit, verliert also so viel von seinem Gewichte, wie das Gewicht der Gehirnflüssigkeit beträgt, die ebenso groß ist wie das Gehirn. So ist unser Gehirn, wenn wir es in uns tragen, nicht tausendfünfhundert Gramm schwer, sondern es verliert so viel, wie ein Wassergehirn betragen würde, es verliert tausendvierhundertachtzig Gramm und bleibt nur etwa zwanzig Gramm schwer. Wir tragen also in Wirklichkeit nicht ein Gehirn in uns von tausendfünfhundert Gramm, sondern nur von zwanzig Gramm. Das andere geht dadurch verloren, daß das Gehirn im Gehirnwasser schwimmt nach dem archimedischen Prinzip. Da haben wir also etwas in unserer Organisation, das eigentlich viel leichter ist, als es ist. Wir tragen das Gehirn nur mit zwanzig Gramm in uns. Aber just auf diese zwanzig Gramm, die noch Gewicht haben, müssen wir sehr achtgeben. Denn diese zwanzig Gramm, die sind allein befähigt, unser Ich aufzunehmen. Alles übrige von uns haben wir woanders.
[ 37 ] And this principle is of great benefit to man for the brain floats in the cerebral fluid; the apparent loss in weight of the brain is equal to the weight of the cerebral fluid displaced. Thus our brain does not weigh 1500 grammes. Its loss in weight is equal to the weight of the fluid displaced, that is, 1480 grammes, so that in accordance with the law of Archimedes its effective weight is only 20 grammes approximately. In our brain organisation we have something that is much lighter than its real weight. Our brain weighs only 20 grammes, but we must treasure these 20 grammes for they alone can harbour our Ego.
[ 38 ] Nun ist aber der ganze Körper mit allerlei festen Bestandteilen ausgefüllt, die auch in Flüssigkeit schwimmen, zum Beispiel die Blutkörperchen. Die verlieren alle von ihrem Gewicht, nur das, was bleibt noch an Gewicht, da ist das Ich auch drinnen, so daß das Ich im Blut ausgebreitet ist, aber nicht mit der Schwere des Gewichtes des Blutes. Auf alles das müssen wir achtgeben, auf alles das, was noch merkbares Gewicht enthält, wenn wir herumgehen. Ja, meine sehr verehrten Anwesenden, Sie müssen alle furchtbar achtgeben auf dasjenige, was da sitzt (siehe Zeichnung: Gehirn) und noch schwer ist im ureigentlichen Sinne. Denn dadrinnen, da darf Ihr Ich sein. Sonst darf es nirgends sein, sonst muß überall astralischer Leib, Ätherleib und so weiter sein.
[ 38 ] Now our whole body contains all manner of solid constituents which also float in a fluid medium—the blood corpuscles, for example. They all suffer loss of weight and only a fraction of their weight remains. They also harbour the Ego. Thus the Ego is diffused in the blood that is not subject to gravity. In the course of our life we must carefully observe everything within us that has perceptible weight. We must pay the strictest attention to what is situated in the heavy part of the brain and which still possesses weight in the literal sense. For there and nowhere else our Ego may be situated—otherwise astral body, etheric body and so on, take over.
[ 39 ] Das Medium ist nun ein Mensch, bei dem dieser Schwerebestandteil seiner Konstitution, also die zwanzig Gramm Gehirn, nicht mehr das Ich enthält. Aus der Schwere, aus dem Gewichte ist das Ich herausgetrieben. Da können sogleich in diese Teile diejenigen Wesen hinein, von denen ich gesprochen habe.
[ 39 ] The medium is a human being in whom this solid part of his constitution, the 20 grammes brain, no longer contains the Ego. The Ego is expelled from those parts which still retain weight and then elementary beings can enter immediately.
[ 40 ] Nun sehen Sie auch etwas Besonderes an dem, was ich da darstelle. Die materialistische Denkweise möchte überall Lokalitäten aufweisen. Sie frägt: Ja, wo ist denn der Teil des Menschen, wo das Elementarwesen Platz nimmt, wenn es sich des Mediums bemächtigt? So spricht man nicht über diese Dinge, so spricht nur der materialistische Verstand. So spricht derjenige, der mechanisch denkt und mathematisch denkt. Aber das Leben geht nicht mathematisch und mechanisch vor sich, sondern dynamisch. Man muß also nicht sagen: Das Medium ist besessen da oder dort, rein mathematisch oder geometrisch lokalisiert —, sondern man muß sagen: Das Medium ist besessen in dem Teile, der schwer bleibt in ihm, in dem Teile, der zur Erde hinunterzieht. — Da können die ahrimanischen Wesen hinein. Und nicht nur da, sondern auch noch woanders. Sehen Sie, das ist ja nur das Gröbste der Sache, was ich Ihnen hier exakt dargelegt habe, das Allergröbste. Es gibt ein Feineres.
[ 40 ] A materialistic mode of thinking seeks to localize everything and wants to know in which part of the human being the elementary being is situated when it takes possession of the medium. This is the language of the materialistic mind that thinks mechanically and mathematically. Life, however, does not proceed mechanically or mathematically, but dynamically. We must not say, therefore, that the medium is possessed at some place or other that can be localized purely mathematically and geometrically. We must say: the medium is possessed in those parts of his constitution that possess weight or gravity, in the part that is attracted to the Earth. There the Ahrimanic beings can enter; and not only there, but also elsewhere. This description that I have presented to you gives only the crudest aspect of the matter. We have yet to discuss a more subtle aspect.


[ 41 ] Wie sehen wir auf dem physischen Plane? Da haben wir unser Auge (siehe Zeichnung). Vom Auge geht der Sehnerv nach rückwärts nach dem Gehirn zu. Der Sehnerv breitet sich im Auge aus, geht nach dem Gehirn zu. Der Sehnerv behält die Grundlage der Farbenempfindung. Nun denken die Materialisten darüber nach, wie der Sehnerv die Farben da ins Gehirn hineinträgt und die Farben da auslädt. Denn die Maternalisten stellen sich ja alles so vor wie eine Schiffs- oder Eisenbahnladung. Es wird da außen im Sinnesorgan etwas aufgeladen, wird verfrachtet in den Nerven; da wird es irgendwo ausgeladen, geht in die Seele hinein — nun, so grob nicht, aber es kommt auf das hinaus. Es ist aber ganz und gar anders! Die Sache ist so, daß der Sehnerv gar nicht dazu da ist, die Farbenempfindung nach rückwärts zurück zum Gehirn zu tragen, sondern daß er dazu da ist, sie an einem bestimmten Punkte auszulöschen. Die Farbe sitzt nur außen an der Peripherie. Der Sehnerv ist berufen, die Farbe auszulöschen, je weiter Sie nach innen kommen, so daß das Gehirn möglichst farblos ist, so daß nur ganz schwache, verschwindende Farben ins Gehirn hineinkommen. Nicht nur die Farbe wird ausgelöscht, sondern auch jedes Verhältnis zur äußeren Welt wird im Gehirn ausgelöscht. Hören, Sehen ist in den Sinnen. Gegen das Gehirn hin löschen Sehnerven, Gehörnerven, Wärmenerven alles dasjenige, was Sie an der Peripherie haben, bis zu einem schwachen Schatten aus. Der schwache Schatten ist in ebendemselben Verhältnis zu dem Empfinden, wie die zwanzig Gramm zu den tausendfünfhundert Gramm. Die zwanzig Gramm, das ist ja auch nur ein Schatten des Gehirngewichtes.
[ 41 ] Now the eye is our organ of vision for the external world. The optic nerve, distributed in the eye, is connected with the brain and provides the basis for colour sensation. The materialist tries to explain how the optic nerve transmits the colour sensations to the brain and releases them there. He compares the whole process to the loading of a ship or a railway truck. Something is ‘loaded into’ the optic nerve from without and is transported by the nerves; it is then unloaded somewhere or other and then passes into the soul. The explanation is not quite as crude as this, but that is what it amounts to. The real explanation, however, is totally different. The function of the optic nerve is not to convey the colour sensation backwards to the brain, but to insulate it at a certain point. The colour exists only at the periphery. The function of the optic nerve is to insulate the colour sensation the nearer it approaches the brain, so that the brain is virtually without colour sensations; only weak, faint colours reach the brain. And not only is colour sensation insulated, but also every kind of relationship to the external world. Hearing and sight are associated with the sense organs. In the proximate area of the brain the optic and auditory nerves and the nerves that register sensation of warmth reduce everything lying at the periphery to a dim impression. This bears the same relationship to the sensation as the 20 grammes to the 1500 grammes, for the 20 grammes give only a faint impression of the weight of the brain. This is all that remains to us. When we take in the magnificent spectacle of the dawn through our senses, the hind-brain registers only a faint shadow, a dim impression of it. We must pay heed to this dim shadow, for it is only there that our Ego can enter.
[ 42 ] So wenig ist das, was wir da noch haben. Wenn wir ein mächtiges, gigantisches Morgenrot haben, das in unseren Sinnen ruht, so haben wir hinten im Gehirn einen schwachen Schatten davon. Auf diesen schwachen Schatten, auf den müssen wir wieder achtgeben, denn da nur darf unser Ich hinein. In dem Augenblicke, in dem unser Ich ausgeschaltet ist, in dem wir medial werden, kriecht sofort ein solches elementarisches Wesen, wie ich es geschildert habe, in diesen schwachen Schatten hinein oder in die schwachen Töne, die aus dem Hören kommen und so weiter. In all das, wo das Ich hineingehört, wo die äußere Sinnesempfindung ausgelöscht ist, da kriecht dieses Wesen hinein, da macht es das Medium von sich besessen. Und es kriecht dann bis in die Verzweigung der Nerven, bis in die Willensgestaltung hinein, das heißt bis in jene Nerven, die in die Willensgestaltung gehen. Es kommt das heraus, daß das Medium anfängt, aktiv zu werden, weil ergriffen ist dasjenige in ihm, was nur vom Ich des Menschen ergriffen sein soll. Der Rest des Gehirngewichtes, der Rest der Farbenempfindung, der Gehörempfindung, all dieses feine Schattenhafte, das uns wie ein Phantom ausfüllt — denn dieses zwanzig Gramm Schwere ist nur ein Phantom, diese schwachen Schatten von den Farben, die in das Innere gehen, sind phantomhaft —, in das taucht dieses Elementarwesen unter, und dann wird der Mensch so im ganzen, daß er vollständig ruhig mit seinem Körper daliegt, lethargisch, und all das wird in ihm tätig, was eigentlich vom Ich ausgefüllt sein soll in den schwachen, phantomhaften Schatten [Lücke], die sonst eben vom Ich ausgefüllt sind.
[ 42 ] The moment our Ego is insulated and we manifest mediumistic powers, an elementary being slips into this faint shadow or into the feeble tones that proceed from the auditory sense. This being slips into the parts vacated by the Ego where the external sense-perception is obliterated, and takes possession of the medium. Then it enters into the ramifications of the nerves, into the will-organisation, that is to say, the nerves that govern the formation of the will. In consequence the medium begins to respond actively because that which should be under the control of the Ego has been taken over by the elementary being. All the subtle, shadowy elements, the residual weight of the brain, the remnants of the colour and auditory sensations, possess us like a phantom—for this 20 grammes weight is only a phantom and these feeble shadows of the colours that penetrate into our inner being are phantom-like. The elementary being enters into this phantom and then the medium grows so lethargic that his body becomes wholly passive and everything in the dim, phantom-like shadows that should really be permeated by the Ego—shadows that are normally tenanted by the Ego—now becomes active within him.
[ 43 ] Sehen Sie sich also das Medium an. Das Medium kann nur dadurch Medium sein, daß es alles in Lethargie, in absolute Trägheit zurücksinken läßt, was benutzt wird von dem normalen Menschen, und daß tätig wird dieses Phantom, das ich geschildert habe. Das können Sie zum Beispiel an der Art beobachten, wie das Medium schreibt. Es könnte natürlich auch nicht schreiben, wenn nicht dadrinnen ebenso wie im Gehirn alles leichter würde; denn alles Schwere schwimmt in einer Flüssigkeit, wird in dem Gefühl, in der Empfindung leicht, und es schreibt da in dem, worinnen, als in dem Leichten, das Ich sonst die Feder führt. Da führt in diesem Menschenphantom dann das Elementarwesen die Feder beim Medium.
[ 43 ] A human being can only be a medium when he permits his faculties which are at the service of the normal man to be inhibited by lethargy, by total inertia, and when the phantom that I have described becomes activated. We can observe this, for example, in the way the medium writes. The medium, of course, could not write unless everything within him were lighter as in the case of the brain, for everything possessed of weight floats in a fluid medium, gives a feeling, a sensation of lightness and so the elementary being writes in those areas which are not subject to gravity and where normally the Ego directs the pen. In the medium, then, it is the elementary being that takes over the direction of the pen in this human phantom.
[ 44 ] Sie sehen, es ist also tatsächlich, wenn das Medium so dasitzt oder in irgendeiner anderen Weise sich manifestiert, das Hereinragen einer anderen Welt. So wie in die Bewegungen des Mediums die Wesen der anderen Welt, diese ahrimanischen Wesenheiten hereinragen können, so auch in die Ausstrahlungen, in alle Ausstrahlungen, die ich gestern beschrieben habe. Und es sind ja immer, namentlich in den Gegenden der menschlichen Organisation, wo Drüsen sind, mächtige Flüssigkeitsausstrahlungen vorhanden. Also in die Flüssigkeitsausstrahlungen, in die dringen dann wiederum solche Wesen der elementarischen Welt ein, ebenso in die Atmungsausstrahlungen, in die LichtausstrahJungen. Nur dann, wenn die chemischen Ausstrahlungen kommen, dann ist ein bewußter Verkehr vorhanden zwischen dem, der diese chemischen Ausstrahlungen benützt, und diesen Wesenheiten, die in diese chemischen Ausstrahlungen hereinkommen. Da beginnt dann eben, wie ich schon gestern charakterisiert habe, die schwarze Magie, das bewußte Arbeiten mit den Wesenheiten, die auf die Art hereinkommen, wie ich es beschrieben habe.
[ 44 ] There is no denying the fact that in all mediumistic phenomena we see the intrusion of another world. Just as the Ahrimanic beings of another world can enter into the movements performed by the medium, so too can they enter into the emanations which I described yesterday. Powerful fluid emanations are present notably in the glandular regions of the human organisation. These elementary beings penetrate not only into the fluid emanations but also into the breath emanations and light emanations. Only in the case of the chemical emanations is there conscious intercourse between the individual who makes use of these chemical emanations and the beings who enter into them. At this point black magic sets in—the conscious cooperation with these beings who enter in after the manner I have described.
[ 45 ] Beim Medium, und in der Regel auch bei demjenigen, der mit dem Medium experimentiert, ist ja eigentlich Unbewußtheit vorhanden über die eigentlichen Vorgänge. Beim schwarzen Magier tritt meistens eine volle Bewußtheit darüber auf, daß er sich in die chemischen Ausstrahlungen von Menschenwesenheiten, meistens in seine eigenen, hereinruft diese Wesenheiten der elementarischen Welt. Der schwarze Magier ist also eigentlich immer umgeben von einer Schar von Dienern, die in solchen Elementarwesen bestehen, und denen er entweder durch seine eigenen Ausstrahlungen oder durch Räucherungen, die er in seinem Laboratorium vollbringt, die Möglichkeit gibt, die okkult-chemischen Impulse hier in dieser physisch-sinnlichen Welt zu benutzen.
[ 45 ] Mediums and those who experiment with mediums are unaware of the real processes involved. The black magician, however, is fully conscious that he is invoking for his own purposes these beings of the elementary world into the chemical emanations of human beings, more especially into his own. Hence the black magician is perpetually surrounded by a host of subordinates consisting of these elementary beings, and he makes it possible for them to use the occult-chemical impulses in the phenomenal world, either through his own emanations, or through fumigations, perfumes from the burning of aromatic gums carried out in his laboratory.
[ 46 ] Das führt uns eben hinein in die Erkenntnis: Geradeso wie die Belladonna hinaufwächst in eine Welt, in die sie nicht hineingehört und dadurch giftig wird, so wächst die geistige Welt durch das Mediumwesen in unsere Welt hier herein, die wir bewohnen zwischen Geburt und Tod. — Aber im Grunde genommen ist die Gefahr, daß diese geistige Welt in ähnlicher Weise hereinwächst, wie wir es bei der Belladonna beschrieben haben, jedesmal vorhanden, wo der Bewußtseinszustand, das heißt die Ich-Erfüllung, im Menschen unterdrückt wird, wo der Mensch also in einem benommenen, ohnmachtähnlichen Zustande ist oder in einer wirklichen Ohnmacht.
[ 46 ] Thus we learn that just as the belladonna trespasses into an alien world and so becomes toxic, so too through mediumship the spiritual world trespasses into the world we inhabit between birth and death. And fundamentally this danger is always present whenever the consciousness of man, i.e. his full Ego-consciousness, is suppressed, whenever he is in a stupefied, comatose condition or has actually suffered syncope.
[ 47 ] Jedesmal, wenn das Bewußtsein des Menschen nicht durch den normalen Schlaf, sondern durch etwas anderes herabgedämmert ist, ist die Gefahr vorhanden, daß da ein Fenster sich öffnet für die Welt, die ich jetzt beschrieben habe. Und inwiefern das im Menschenleben eine ungeheuer bedeutsame Rolle spielt, daß sich solche Fenster durch die herabgedämpften Bewußtseine der Menschen eröffnen, das wollen wir dann morgen und in den nächsten Vorträgen weiterhören.
[ 47 ] Whenever man's consciousness is damped down, not through sleep, but through some other factor, there is the danger that man will be exposed to the world of elementary beings. How far this plays a significant rôle in the life of man we shall discuss in the next lectures.

