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Supplements to Member Lectures
GA 246

19 October 1907, Berlin

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Nachträge zur Abteilung Mitgliedervorträge
  1. Supplements to Member Lectures, tr. SOL

7. Über das Chaos

7. Über das Chaos

Meine lieben theosophischen Freunde!

Meine lieben theosophischen Freunde!

[ 1 ] Wenn hier Generalversammlung ist, so geziemt es sich wohl auch, über Dinge zu sprechen, die intimere Aufgaben betreffen. Es wird sich im Laufe der Tage noch Gelegenheit bieten, tiefer hineinzugreifen in die theosophischen Angelegenheiten, die uns alle interessieren.

[ 1 ] Wenn hier Generalversammlung ist, so geziemt es sich wohl auch, über Dinge zu sprechen, die intimere Aufgaben betreffen. Es wird sich im Laufe der Tage noch Gelegenheit bieten, tiefer hineinzugreifen in die theosophischen Angelegenheiten, die uns alle interessieren.

[ 2 ] Heute lassen Sie uns mit einer scheinbar recht entlegenen Betrachtung beginnen, zugleich mit einer Betrachtung, die, wie Sie sehen werden, uns doch wieder in gewisser Weise für unser alltägliches Leben interessieren kann. Wir werden wirklich versuchen, heute in dieser Betrachtung nicht nur den Himmel, sondern auch dasjenige, was hinter dem Himmel ist, mit der Erde und unserem alltäglichen Erlebnis zu verknüpfen.

[ 2 ] Heute lassen Sie uns mit einer scheinbar recht entlegenen Betrachtung beginnen, zugleich mit einer Betrachtung, die, wie Sie sehen werden, uns doch wieder in gewisser Weise für unser alltägliches Leben interessieren kann. Wir werden wirklich versuchen, heute in dieser Betrachtung nicht nur den Himmel, sondern auch dasjenige, was hinter dem Himmel ist, mit der Erde und unserem alltäglichen Erlebnis zu verknüpfen.

[ 3 ] Dasjenige, was das Leitmotiv unserer Betrachtung bilden soll, das nennt man mit einem Namen, der alten Zeiten entlehnt ist, das Chaos. Also, wie Sie sehen, ein etwas entlegenes Thema, ein Thema, das wirklich noch hinter dem Himmel liegt und das wir gerade vielleicht anknüpfen sollen an unsere alltäglichsten Erlebnisse.

[ 3 ] Dasjenige, was das Leitmotiv unserer Betrachtung bilden soll, das nennt man mit einem Namen, der alten Zeiten entlehnt ist, das Chaos. Also, wie Sie sehen, ein etwas entlegenes Thema, ein Thema, das wirklich noch hinter dem Himmel liegt und das wir gerade vielleicht anknüpfen sollen an unsere alltäglichsten Erlebnisse.

[ 4 ] Sie wissen, dass nicht nur die wunderbare griechische Mythe und Sage anknüpft an das Chaos, indem sie sagt, dass die ältesten Götter, also die ältesten geistigen Wesenheiten, herausgeboren sind aus dem Chaos, sondern Sie wissen auch, dass die Mythen und Sagen anderer Völker unter verschiedenen Namen dieses Chaos nennen. Denn, was ist schließlich jener gähnende Abgrund der nordisch-germanischen Sage «Ginnungagap», aus dem auf der einen Seite entsteht das kalte Niflheim oder Nebelheim und auf der anderen Seite das heiße Muspelheim, und auf was anderes als auf das Chaos deutet letzten Endes der Anfang unserer Bibel selber hin? Im ersten Buch Moses finden Sie ja die Worte: «Im Anfang schuf die Gottheit den Himmel und die Erde. Und die Erde ward wüst und wirre, und das Dunkel lagerte über den Wassern. Und der Geist aus der Gottheit webte brütend über den Wassern. Und es ertönte der Gottheit Wort: «Licht werde!» - und Licht ward. Und die Gottheit nahm wahr das Licht und nahm wahr, dass es schön sei, und schied die Lichtwelt von der Dunkelwelt.» - «Die Erde war noch wüst und wirre» ist nur ein anderer Ausdruck für das Chaos, aus dem hervorgegangen sind die höchsten geistigen Wesenheiten selbst.

[ 4 ] Sie wissen, dass nicht nur die wunderbare griechische Mythe und Sage anknüpft an das Chaos, indem sie sagt, dass die ältesten Götter, also die ältesten geistigen Wesenheiten, herausgeboren sind aus dem Chaos, sondern Sie wissen auch, dass die Mythen und Sagen anderer Völker unter verschiedenen Namen dieses Chaos nennen. Denn, was ist schließlich jener gähnende Abgrund der nordisch-germanischen Sage «Ginnungagap», aus dem auf der einen Seite entsteht das kalte Niflheim oder Nebelheim und auf der anderen Seite das heiße Muspelheim, und auf was anderes als auf das Chaos deutet letzten Endes der Anfang unserer Bibel selber hin? Im ersten Buch Moses finden Sie ja die Worte: «Im Anfang schuf die Gottheit den Himmel und die Erde. Und die Erde ward wüst und wirre, und das Dunkel lagerte über den Wassern. Und der Geist aus der Gottheit webte brütend über den Wassern. Und es ertönte der Gottheit Wort: «Licht werde!» - und Licht ward. Und die Gottheit nahm wahr das Licht und nahm wahr, dass es schön sei, und schied die Lichtwelt von der Dunkelwelt.» - «Die Erde war noch wüst und wirre» ist nur ein anderer Ausdruck für das Chaos, aus dem hervorgegangen sind die höchsten geistigen Wesenheiten selbst.

[ 5 ] Was ist es? Mit solchen hohen Begriffen ist es in der menschlichen Entwicklung merkwürdig ergangen. Seit ziemlich langer Zeit haben die Menschen vollständig die Empfindung verloren für eine richtige Auffassung dessen, was mit so etwas gesagt wird. Das materialistische Zeitalter, aus dem ja alle Menschen der Gegenwart in einer gewissen Beziehung hervorgegangen sind, hat kaum Worte, um [so etwas] überhaupt zu charakterisieren. Was hinter solchen Vorstellungen steckt, ist das Chaos. Unsere Worte haben ja auch eine ganz andere Bedeutung im Laufe der Zeit angenommen, als sie früher hatten, ja, als sie noch vor ganz kurzer Zeit hatten. Sie sind aufgeteilt worden an die äußeren materiellen Gegenstände. [Derjenige, der heute - wo man nicht mehr versucht, daran zu denken, was ein Wort in der geistigen Welt bedeutet - ein Wort hört aus der Sprache, der denkt nur an das, was es bedeutet in der sinnlichen Welt.] Das hat etwas Bedeutsames zur Folge. Die Worte sind aufgebraucht worden von der sinnlichen Welt, aus mancherlei Gründen, von denen ich schon gesprochen habe bei verschiedenen Gelegenheiten für die Begründung der gegenwärtigen theosophischen Strömung. Unter den mancherlei Gründen gibt es auch einen Grund, der mit dieser Umwandlung der Worte in den Materialismus hinein zusammenhängt. Dass gerade die theosophische Bewegung jetzt in die Welt getreten ist und in die Welt treten musste, das hängt mit verschiedenen Tatsachen, sinnlichen und übersinnlichen, zusammen. Aber einer der Gründe ist der, dass, wenn [...]am Ende des neunzehnten und Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts diese theosophische Bewegung, diese spirituelle Weltströmung nicht kommen würde in die Welt, nicht Eingang fände, dass eine solche theosophische Bewegung in hundert Jahren wahrscheinlich schon ganz unmöglich wäre. Es ist wirklich geradezu ein Abpassen der günstigen Bedingungen der Zeit.

[ 5 ] Was ist es? Mit solchen hohen Begriffen ist es in der menschlichen Entwicklung merkwürdig ergangen. Seit ziemlich langer Zeit haben die Menschen vollständig die Empfindung verloren für eine richtige Auffassung dessen, was mit so etwas gesagt wird. Das materialistische Zeitalter, aus dem ja alle Menschen der Gegenwart in einer gewissen Beziehung hervorgegangen sind, hat kaum Worte, um [so etwas] überhaupt zu charakterisieren. Was hinter solchen Vorstellungen steckt, ist das Chaos. Unsere Worte haben ja auch eine ganz andere Bedeutung im Laufe der Zeit angenommen, als sie früher hatten, ja, als sie noch vor ganz kurzer Zeit hatten. Sie sind aufgeteilt worden an die äußeren materiellen Gegenstände. [Derjenige, der heute - wo man nicht mehr versucht, daran zu denken, was ein Wort in der geistigen Welt bedeutet - ein Wort hört aus der Sprache, der denkt nur an das, was es bedeutet in der sinnlichen Welt.] Das hat etwas Bedeutsames zur Folge. Die Worte sind aufgebraucht worden von der sinnlichen Welt, aus mancherlei Gründen, von denen ich schon gesprochen habe bei verschiedenen Gelegenheiten für die Begründung der gegenwärtigen theosophischen Strömung. Unter den mancherlei Gründen gibt es auch einen Grund, der mit dieser Umwandlung der Worte in den Materialismus hinein zusammenhängt. Dass gerade die theosophische Bewegung jetzt in die Welt getreten ist und in die Welt treten musste, das hängt mit verschiedenen Tatsachen, sinnlichen und übersinnlichen, zusammen. Aber einer der Gründe ist der, dass, wenn [...]am Ende des neunzehnten und Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts diese theosophische Bewegung, diese spirituelle Weltströmung nicht kommen würde in die Welt, nicht Eingang fände, dass eine solche theosophische Bewegung in hundert Jahren wahrscheinlich schon ganz unmöglich wäre. Es ist wirklich geradezu ein Abpassen der günstigen Bedingungen der Zeit.

[ 6 ] Die Worte nehmen immer mehr und mehr den Charakter an, nur auf Materielles angewendet zu werden. Hätte man noch hundert Jahre gewartet, dann könnte man das, was die Theosophie zu sagen hat, nicht mehr in Worte einkleiden, weil dann die Leute nur das hören würden, was auf die materielle Welt Anwendung findet. Die Menschen würden dann ein Gefühl dafür nicht mehr haben, und so würde alles, was der Theosoph zu sagen hat, nicht mehr passen. Er muss also allem neue Worte aufdrücken, allem ein neues Gepräge geben. Sie müssen die Sprache erneuern.

[ 6 ] Die Worte nehmen immer mehr und mehr den Charakter an, nur auf Materielles angewendet zu werden. Hätte man noch hundert Jahre gewartet, dann könnte man das, was die Theosophie zu sagen hat, nicht mehr in Worte einkleiden, weil dann die Leute nur das hören würden, was auf die materielle Welt Anwendung findet. Die Menschen würden dann ein Gefühl dafür nicht mehr haben, und so würde alles, was der Theosoph zu sagen hat, nicht mehr passen. Er muss also allem neue Worte aufdrücken, allem ein neues Gepräge geben. Sie müssen die Sprache erneuern.

[ 7 ] Die Menschen müssen wieder eine Empfindung dafür kriegen, dass mit einem Worte nicht bloß Handgreifliches oder mit Augen zu Sehendes gemeint ist, sondern etwas, was in die höheren Welten hinaufweist.

[ 7 ] Die Menschen müssen wieder eine Empfindung dafür kriegen, dass mit einem Worte nicht bloß Handgreifliches oder mit Augen zu Sehendes gemeint ist, sondern etwas, was in die höheren Welten hinaufweist.

[ 8 ] Nun werden wir ganz scheinbar vom Thema abgehen und versuchen, einmal Empfindungen aufzusuchen eines Menschen, die noch viel, viel stärker nach der spirituellen Welt gerichtet und gelenkt waren als die Empfindungen und Vorstellungen der gegenwärtigen Menschheit. Es ist immer von einem großen Interesse für denjenigen, der sich in den geheimnisvollen und doch so klaren Gang des menschlichen Geistes vertieft, es ist interessant für ihn, irgendein beliebiges altes Buch zur Hand zu nehmen und sich nicht nur in dieses Buch zu vertiefen, wie viele Gelehrte es tun, indem er herausliest, was «der Herren eigner Geist» ist, sondern sich hineinempfindet, sich hineinversetzt. Man könnte etwas Beliebiges herausgreifen, und es wäre etwas, was alle Theosophen und alle des Okkultismus beflissenen Leute interessieren kann. Wir wollen aber herausgreifen die «Physicae» von Comenius, 1635 erschienen. Das sind «Physicae», unter denen sich der heutige Mensch gar nicht mehr gut etwas denken kann, weil da von physischen Dingen gesprochen wird, aber so, dass es ganz klar ist, dass der, der spricht, mit jedem physischen Ding zugleich hinweist auf die geistigen Hintergründe und dass er in jeder Materie, in jeder Kraft ein Instrument, einen Ausfluss sieht von dahinterstehenden geistigen Wesenheiten und geistigen Kräften. In diesem Buche, die «Physicae», ist vieles beschrieben, was dazumal Gegenstand der Erkenntnis war. Aber Comenius, der große Pädagoge und Denker des 17. Jahrhunderts - geboren 1592 -, hat nicht nur die Erkenntnisse seiner Zeit aufgenommen und zusammengefasst, sondern Comenius hat auch ureigene große Gedanken und Zusammenfassungen von Taten der Menschheit gegeben. Comenius ist eine merkwürdige Persönlichkeit, wie es eine ganze Reihe gibt seit dem vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert.

[ 8 ] Nun werden wir ganz scheinbar vom Thema abgehen und versuchen, einmal Empfindungen aufzusuchen eines Menschen, die noch viel, viel stärker nach der spirituellen Welt gerichtet und gelenkt waren als die Empfindungen und Vorstellungen der gegenwärtigen Menschheit. Es ist immer von einem großen Interesse für denjenigen, der sich in den geheimnisvollen und doch so klaren Gang des menschlichen Geistes vertieft, es ist interessant für ihn, irgendein beliebiges altes Buch zur Hand zu nehmen und sich nicht nur in dieses Buch zu vertiefen, wie viele Gelehrte es tun, indem er herausliest, was «der Herren eigner Geist» ist, sondern sich hineinempfindet, sich hineinversetzt. Man könnte etwas Beliebiges herausgreifen, und es wäre etwas, was alle Theosophen und alle des Okkultismus beflissenen Leute interessieren kann. Wir wollen aber herausgreifen die «Physicae» von Comenius, 1635 erschienen. Das sind «Physicae», unter denen sich der heutige Mensch gar nicht mehr gut etwas denken kann, weil da von physischen Dingen gesprochen wird, aber so, dass es ganz klar ist, dass der, der spricht, mit jedem physischen Ding zugleich hinweist auf die geistigen Hintergründe und dass er in jeder Materie, in jeder Kraft ein Instrument, einen Ausfluss sieht von dahinterstehenden geistigen Wesenheiten und geistigen Kräften. In diesem Buche, die «Physicae», ist vieles beschrieben, was dazumal Gegenstand der Erkenntnis war. Aber Comenius, der große Pädagoge und Denker des 17. Jahrhunderts - geboren 1592 -, hat nicht nur die Erkenntnisse seiner Zeit aufgenommen und zusammengefasst, sondern Comenius hat auch ureigene große Gedanken und Zusammenfassungen von Taten der Menschheit gegeben. Comenius ist eine merkwürdige Persönlichkeit, wie es eine ganze Reihe gibt seit dem vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert.

[ 9 ] Sie wissen aus anderen Besprechungen, dass im vierzehnten Jahrhundert und endgültig im fünfzehnten Jahrhundert der sogenannte Rosenkreuzerorden begründet worden ist, jener Orden, welcher in einer neuzeitlichen Form die okkulten Geheimnisse bearbeitet und bewahrt. Der Orden, der ursprünglich nur aus sieben Mitgliedern bestand bei seiner Begründung, hat bis in unsere Zeiten herein dem großen Geheimnis gedient und entsprechend gewirkt. Und niemand hat etwas [davon] gewusst, wer ein Rosenkreuzer ist, als der Rosenkreuzer selber. Niemand hat auch jemals etwas erfahren können über die Geheimnisse der Rosenkreuzer. Deshalb ist alles, was von Anhängern und Gegnern geschrieben wurde über die Rosenkreuzerei Scharlatanerie oder etwas, was missverstanden wurde oder durch einen Verrat herausgekommen ist. Erst heute ist der Zeitpunkt gekommen, wo einiges von der Rosenkreuzerei der allgemeinen Welt mitgeteilt werden darf. Es gibt aber viele andere Mittel und Wege, wodurch solche Geheimnisse, die in den okkulten Schulen blühen, einfließen in das allgemeine Geistes- und Kulturleben. Nichts anderes war es zum Beispiel als eine geheime rosenkreuzerische Strömung, die derjenige, über den sie sich ergossen hat, selbst gar nicht ahnte, als Lessing am Schlusse seiner «Erziehung des Menschengeschlechtes», wie aus der Pistole geschossen sagt, dass der Mensch immer wiederkehre auf die Welt, dass er wiederverkörpert werde. Diese bedeutsame Abhandlung, die da schließt: «Ist nicht die ganze Ewigkeit mein?», sie ist für den Kundigen nichts anderes als etwas, wodurch die rosenkreuzerische Weltanschauung auf eine Lessing selbst unbewusste Weise zu der Menschheit gekommen ist - durch seinen Mund. So ist vieles durch die Rosenkreuzerei gekommen.

[ 9 ] Sie wissen aus anderen Besprechungen, dass im vierzehnten Jahrhundert und endgültig im fünfzehnten Jahrhundert der sogenannte Rosenkreuzerorden begründet worden ist, jener Orden, welcher in einer neuzeitlichen Form die okkulten Geheimnisse bearbeitet und bewahrt. Der Orden, der ursprünglich nur aus sieben Mitgliedern bestand bei seiner Begründung, hat bis in unsere Zeiten herein dem großen Geheimnis gedient und entsprechend gewirkt. Und niemand hat etwas [davon] gewusst, wer ein Rosenkreuzer ist, als der Rosenkreuzer selber. Niemand hat auch jemals etwas erfahren können über die Geheimnisse der Rosenkreuzer. Deshalb ist alles, was von Anhängern und Gegnern geschrieben wurde über die Rosenkreuzerei Scharlatanerie oder etwas, was missverstanden wurde oder durch einen Verrat herausgekommen ist. Erst heute ist der Zeitpunkt gekommen, wo einiges von der Rosenkreuzerei der allgemeinen Welt mitgeteilt werden darf. Es gibt aber viele andere Mittel und Wege, wodurch solche Geheimnisse, die in den okkulten Schulen blühen, einfließen in das allgemeine Geistes- und Kulturleben. Nichts anderes war es zum Beispiel als eine geheime rosenkreuzerische Strömung, die derjenige, über den sie sich ergossen hat, selbst gar nicht ahnte, als Lessing am Schlusse seiner «Erziehung des Menschengeschlechtes», wie aus der Pistole geschossen sagt, dass der Mensch immer wiederkehre auf die Welt, dass er wiederverkörpert werde. Diese bedeutsame Abhandlung, die da schließt: «Ist nicht die ganze Ewigkeit mein?», sie ist für den Kundigen nichts anderes als etwas, wodurch die rosenkreuzerische Weltanschauung auf eine Lessing selbst unbewusste Weise zu der Menschheit gekommen ist - durch seinen Mund. So ist vieles durch die Rosenkreuzerei gekommen.

[ 10 ] Es gibt viele Mittel und Wege, wodurch die Geisteswelt sich ergießt, ohne dass die Menschen, die davon getroffen werden, es immer ganz genau wissen. Es kommt nicht darauf an, dass das, was in der Welt gewirkt wird, sich an einen Namen anknüpft. Prozesse wegen Plagiaten haben die Rosenkreuzer nie geführt. Niemals würden sie irgendeine sogenannte Entlehnung ihrer Gedanken irgendwie verfolgt haben. Das war ihnen gleichgültig. Und was war überhaupt demjenigen, dem es auf die Wirkung ankommt, gleichgültiger als die persönliche Quelle, von der solche Dinge herauskommen? In unserer Zeit, wo man auch Prozesse führt wegen der Entlehnung von Gedanken und anderer Dinge, ist es doch so, dass die eigentlichen Entlehner in der Regel doch nicht zu fassen sind. Es ist also unsinnig. Vermöge einer hohen Geistesentwicklung und eines energischen Willens ist das zu vermeiden.

[ 10 ] Es gibt viele Mittel und Wege, wodurch die Geisteswelt sich ergießt, ohne dass die Menschen, die davon getroffen werden, es immer ganz genau wissen. Es kommt nicht darauf an, dass das, was in der Welt gewirkt wird, sich an einen Namen anknüpft. Prozesse wegen Plagiaten haben die Rosenkreuzer nie geführt. Niemals würden sie irgendeine sogenannte Entlehnung ihrer Gedanken irgendwie verfolgt haben. Das war ihnen gleichgültig. Und was war überhaupt demjenigen, dem es auf die Wirkung ankommt, gleichgültiger als die persönliche Quelle, von der solche Dinge herauskommen? In unserer Zeit, wo man auch Prozesse führt wegen der Entlehnung von Gedanken und anderer Dinge, ist es doch so, dass die eigentlichen Entlehner in der Regel doch nicht zu fassen sind. Es ist also unsinnig. Vermöge einer hohen Geistesentwicklung und eines energischen Willens ist das zu vermeiden.

[ 11 ] [Zu denjenigen, die vermöge einer hohen Geistesentwicklung höhere Erkenntnis hatten, die durch einen starken, energischen Willen sich in die höheren Welten hinaufschwangen infolge der Rosenkreuzerbeeinflussung, gehört Amos Comenius, dieser große Pädagoge. Es ist für die Menschheit durchaus nützlich, sich in die Gedanken des Comenius zu vertiefen. So ist es auch nützlich, sich in die Gedanken Johan Baptista von Helmonts, seines Zeitgenossen, zu vertiefen, der auch ein Rosenkreuzer war. Wir entnehmen denselben nun eine Verdeutlichung dessen, was wir mit dem Worte «Chaos» meinen.]

[ 11 ] [Zu denjenigen, die vermöge einer hohen Geistesentwicklung höhere Erkenntnis hatten, die durch einen starken, energischen Willen sich in die höheren Welten hinaufschwangen infolge der Rosenkreuzerbeeinflussung, gehört Amos Comenius, dieser große Pädagoge. Es ist für die Menschheit durchaus nützlich, sich in die Gedanken des Comenius zu vertiefen. So ist es auch nützlich, sich in die Gedanken Johan Baptista von Helmonts, seines Zeitgenossen, zu vertiefen, der auch ein Rosenkreuzer war. Wir entnehmen denselben nun eine Verdeutlichung dessen, was wir mit dem Worte «Chaos» meinen.]

[ 12 ] Sie alle kennen ein Wort, von dem Sie wahrscheinlich alle - oder doch sehr viele - glauben, dass es sehr alt sei. Nämlich das Wort «Gas», das die meisten Menschen nur kennen als «Leuchtgas». Sie wissen aus der Physik, dass es viele Gase gibt und dass im Grunde genommen die meisten Substanzen sich in Gas verwandeln lassen. Wenn der Mensch nicht nachdenkt, wird er leicht zu dem Glauben verleitet werden können, das Wort sei so alt wie alle anderen. Das ist aber nicht der Fall. [«Gas» und «gasförmig» waren vor des Comenius’ und Helmonts Zeit noch keine bekannten Begriffe.] [Helmont] war der Erste, der das Wort «Gas» geprägt hat. Seit jener Zeit ist es erst in der Sprache aufzufinden. Das Werk[, auf das es ankommt, in dem dies Wort zuerst vorkommt,) ist 1615 geschrieben. Bedenken Sie also, eine wie kurze Zeit das ist. - Nun müssen Sie sich natürlich auch klarmachen, dass man eine Veranlassung dazu haben muss, wenn man ein solches Wort gebraucht. Er war derjenige, der die Vorstellung vom Gas der Menschheit erst vermittelt hat. Wir wollen einmal uns klarmachen, was nach den heutigen Schulbegriffen ein Gas ist.

[ 12 ] Sie alle kennen ein Wort, von dem Sie wahrscheinlich alle - oder doch sehr viele - glauben, dass es sehr alt sei. Nämlich das Wort «Gas», das die meisten Menschen nur kennen als «Leuchtgas». Sie wissen aus der Physik, dass es viele Gase gibt und dass im Grunde genommen die meisten Substanzen sich in Gas verwandeln lassen. Wenn der Mensch nicht nachdenkt, wird er leicht zu dem Glauben verleitet werden können, das Wort sei so alt wie alle anderen. Das ist aber nicht der Fall. [«Gas» und «gasförmig» waren vor des Comenius’ und Helmonts Zeit noch keine bekannten Begriffe.] [Helmont] war der Erste, der das Wort «Gas» geprägt hat. Seit jener Zeit ist es erst in der Sprache aufzufinden. Das Werk[, auf das es ankommt, in dem dies Wort zuerst vorkommt,) ist 1615 geschrieben. Bedenken Sie also, eine wie kurze Zeit das ist. - Nun müssen Sie sich natürlich auch klarmachen, dass man eine Veranlassung dazu haben muss, wenn man ein solches Wort gebraucht. Er war derjenige, der die Vorstellung vom Gas der Menschheit erst vermittelt hat. Wir wollen einmal uns klarmachen, was nach den heutigen Schulbegriffen ein Gas ist.

[ 13 ] Sie wissen alle, wenn Sie Wasser nehmen und dieses Wasser zum Sieden, zum Verdampfen bringen, so entsteht zuerst Wasserdampf. Dampf ist nicht Gas - auch nach den heutigen Schulbegriffen nicht. Dampf ist eigentlich, wenn man sich grob ausdrücken will, dasjenige, was man noch mit Augen sehen kann. Es ist das, was denselben Stoff enthält, nur in feineren Partikeln verteilt, sodass man sagen kann: Wasser geht in Wasserdampf über durch das Erhitzen. So können Sie wohl auch alle - oder wenigstens die weitaus meisten - Substanzen bei niederer oder höherer oder sehr hoher Temperatur in Dampf verwandeln. Sie können aber die Erhitzung noch weitertreiben, und wenn Sie sie weitertreiben, dann erhalten Sie einen Zustand der betreffenden Substanzen, wo sie sozusagen nicht mehr sichtbar sind, wo sie wirklich in eine andere Form als die Wasserform übergehen. Während die Dampfform nur eine Art Zwischenform ist zwischen der Wasserform und der Gasform, ist diese Gasform im Grunde genommen nur eine Dampfform auf höherer Entwicklungsstufe, die entstanden ist bei höherer Temperatur. Diese Dampfform und Gasform war vor Comenius durchaus keine klare Vorstellung. Auch Helmont hat mit der Dampfform gearbeitet. [Vor den Rosenkreuzern Helmont und Comenius war diese Gasform keinem so bekannt.]

[ 13 ] Sie wissen alle, wenn Sie Wasser nehmen und dieses Wasser zum Sieden, zum Verdampfen bringen, so entsteht zuerst Wasserdampf. Dampf ist nicht Gas - auch nach den heutigen Schulbegriffen nicht. Dampf ist eigentlich, wenn man sich grob ausdrücken will, dasjenige, was man noch mit Augen sehen kann. Es ist das, was denselben Stoff enthält, nur in feineren Partikeln verteilt, sodass man sagen kann: Wasser geht in Wasserdampf über durch das Erhitzen. So können Sie wohl auch alle - oder wenigstens die weitaus meisten - Substanzen bei niederer oder höherer oder sehr hoher Temperatur in Dampf verwandeln. Sie können aber die Erhitzung noch weitertreiben, und wenn Sie sie weitertreiben, dann erhalten Sie einen Zustand der betreffenden Substanzen, wo sie sozusagen nicht mehr sichtbar sind, wo sie wirklich in eine andere Form als die Wasserform übergehen. Während die Dampfform nur eine Art Zwischenform ist zwischen der Wasserform und der Gasform, ist diese Gasform im Grunde genommen nur eine Dampfform auf höherer Entwicklungsstufe, die entstanden ist bei höherer Temperatur. Diese Dampfform und Gasform war vor Comenius durchaus keine klare Vorstellung. Auch Helmont hat mit der Dampfform gearbeitet. [Vor den Rosenkreuzern Helmont und Comenius war diese Gasform keinem so bekannt.]

[ 14 ] Es kann uns zunächst wenig interessieren, dass es Kohlensäure war, die [Helmont] genau untersucht hat, und an der er die Natur des Gases sich klargemacht hat. Er hatte allerdings Vorstellungen mit Kohlensäure und deren Gasen verknüpft, die für den heutigen Physiker und Menschen überhaupt nicht mehr ganz verständlich sein würden. Nun haben sich ihm die Sachen so ergeben, dass er sich sagte: Es gibt unter den verschiedenen anderen Zuständen auch diesen feineren Zustand, dem er den Namen gab Gas». [In des Helmonts Werk «Ortus medicinae» ist der Satz zu finden: «Hunc spiritum, incognitum hactenus, novo nomine ‹Gas› voco.»] Das heißt auf Deutsch: Solchen Geist, wie er bisher unbekannt war, nenne ich Gas. - Das ist das erste Mal, wo dieses Wort eintritt in die Betrachtungsweise.

[ 14 ] Es kann uns zunächst wenig interessieren, dass es Kohlensäure war, die [Helmont] genau untersucht hat, und an der er die Natur des Gases sich klargemacht hat. Er hatte allerdings Vorstellungen mit Kohlensäure und deren Gasen verknüpft, die für den heutigen Physiker und Menschen überhaupt nicht mehr ganz verständlich sein würden. Nun haben sich ihm die Sachen so ergeben, dass er sich sagte: Es gibt unter den verschiedenen anderen Zuständen auch diesen feineren Zustand, dem er den Namen gab Gas». [In des Helmonts Werk «Ortus medicinae» ist der Satz zu finden: «Hunc spiritum, incognitum hactenus, novo nomine ‹Gas› voco.»] Das heißt auf Deutsch: Solchen Geist, wie er bisher unbekannt war, nenne ich Gas. - Das ist das erste Mal, wo dieses Wort eintritt in die Betrachtungsweise.

[ 15 ] Nun lehrt uns dieser Satz eine ganze Menge. Vor allen Dingen nennt er das, was er als Gas anspricht, «Spiritus» - Geist -, sodass es klar ist, dass das, was er konstruiert hat als Gas, ihm das Instrument war für eine geistige Wesenheit.

[ 15 ] Nun lehrt uns dieser Satz eine ganze Menge. Vor allen Dingen nennt er das, was er als Gas anspricht, «Spiritus» - Geist -, sodass es klar ist, dass das, was er konstruiert hat als Gas, ihm das Instrument war für eine geistige Wesenheit.

[ 16 ] Er hat selbst das Gefühl, dass er diese durchsichtige Substanz als Geist ansprechen muss. Er benennt diesen Geist mit dem neuen Namen «Gas». Nun fassen wir ganz genau, was er für Vorstellungen hatte. Er wusste auch, wenn man dieses Gas abkühlte, so hat man merkwürdige Erscheinungen. Dunkle, wolkenartige Einschläge bilden sich. Es wird wieder dampfförmig und dann wieder wässrig. Das Gas war ihm eine Grundlage, eine durchsichtige klare Grundlage, aus der heraus Dichtes, Verdichtetes entsteht.

[ 16 ] Er hat selbst das Gefühl, dass er diese durchsichtige Substanz als Geist ansprechen muss. Er benennt diesen Geist mit dem neuen Namen «Gas». Nun fassen wir ganz genau, was er für Vorstellungen hatte. Er wusste auch, wenn man dieses Gas abkühlte, so hat man merkwürdige Erscheinungen. Dunkle, wolkenartige Einschläge bilden sich. Es wird wieder dampfförmig und dann wieder wässrig. Das Gas war ihm eine Grundlage, eine durchsichtige klare Grundlage, aus der heraus Dichtes, Verdichtetes entsteht.

[ 17 ] Wenn man eine solche Seele wie die des [Johan Baptista van Helmont] kennt, dann weiß man auch, dass man auf so etwas, wie dieser Satz es ist, anwenden darf das schöne Goethe’sche Wort: «Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.» Man kann, wenn man ihn genau liest und ihn ganz kennt, sehen, wie viel er sah in dem Prozess der Verdichtung. Er sah Dinge, die alle im Gas drinnen waren. Ein Mensch, der so fühlte, konnte noch sagen: [«hunc spiritum incognitum «Gas voco»].

[ 17 ] Wenn man eine solche Seele wie die des [Johan Baptista van Helmont] kennt, dann weiß man auch, dass man auf so etwas, wie dieser Satz es ist, anwenden darf das schöne Goethe’sche Wort: «Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.» Man kann, wenn man ihn genau liest und ihn ganz kennt, sehen, wie viel er sah in dem Prozess der Verdichtung. Er sah Dinge, die alle im Gas drinnen waren. Ein Mensch, der so fühlte, konnte noch sagen: [«hunc spiritum incognitum «Gas voco»].

[ 18 ] [Beim Betrachten der Welt fragte er sich:] Alles, was an Materie in der Welt ist, wie ist es denn ursprünglich entstanden? Ursprünglich erfüllte die ganze Welt so etwas, vielleicht von einer viel größeren Feinheit als das, was er entdeckt hat, als Gas, etwas, was durch das Licht durchgeht und was man gar nicht sehen kann, woraus aber, wie aus dem Licht heraus, sich abballen Farben und Wolken. Der Gedanke stand im Hintergrunde einst: Die Welt ist durchsichtig, in sich leuchtend, keine Trübung enthaltend, vielleicht von einer viel größeren, höheren Geistigkeit. Und wie von diesem Gase sich abspalten Gase, die wie ehe Nebelmassen aussehen, so haben sich aus der durchsichtigen, trübelosen Unendlichkeit Mineralien, Pflanzen und Tiere herausgebildet. Der Geist ist dicht geworden, zu einem Gebilde geworden.

[ 18 ] [Beim Betrachten der Welt fragte er sich:] Alles, was an Materie in der Welt ist, wie ist es denn ursprünglich entstanden? Ursprünglich erfüllte die ganze Welt so etwas, vielleicht von einer viel größeren Feinheit als das, was er entdeckt hat, als Gas, etwas, was durch das Licht durchgeht und was man gar nicht sehen kann, woraus aber, wie aus dem Licht heraus, sich abballen Farben und Wolken. Der Gedanke stand im Hintergrunde einst: Die Welt ist durchsichtig, in sich leuchtend, keine Trübung enthaltend, vielleicht von einer viel größeren, höheren Geistigkeit. Und wie von diesem Gase sich abspalten Gase, die wie ehe Nebelmassen aussehen, so haben sich aus der durchsichtigen, trübelosen Unendlichkeit Mineralien, Pflanzen und Tiere herausgebildet. Der Geist ist dicht geworden, zu einem Gebilde geworden.

[ 19 ] Schon in uralten Zeiten und bei primitiven Völkern finden wir Gleichnisse, die gut brauchbar sind, um eine ähnliche Vorstellung hervorzurufen. Solche ursprünglichen und auch primitiven Völker sehen manchmal dasjenige, was äußerlich materiell geschieht, auch noch geistig an. Solch ein Mensch weiß, dass aus ihm herauskommt der Hauch, von dem er sieht, wenn er in die Luft heraustritt, dass er Dampf wird, dass aus dem Seelischen dasselbe geschaffen wird, was aus der durchsichtigen Klarheit und Unendlichkeit sich abdichtet. So fühlt der Mensch in dem Hauch der Seele, in dem Aushauchen und Dichtwerden ein Gleichnis für denselben Vorgang im Großen. Daher die Ansicht, die die Welt ansieht wie das Ergebnis eines Aushauchens der Gottheit. Das ist wirklich eine ururalte Vorstellung. Wir müssen uns klar sein darüber, was diese uralte Vorstellung in sich involviert. Diese ururalte Vorstellung enthält einen ganz anderen Raumbegriff als den trockenen abstrakten Raumbegriff, den der heutige Mensch hat. Was denkt sich der heutige Mensch unter dem «Raum»? Er denkt sich unendliche, ausgedehnte Leere, wo nichts darinnen ist. Das können Sie heute unter dem Raumbegriff überall finden, wo vom Raum gesprochen wird. Was dachten sich aber diejenigen, die auf dem Boden der Geisteswissenschaft standen, unter dem Raum? Den ausgedehnten Geist, der sein Gleichnis hat in dem Ungetrübten, aus dem der Dampf entsteht. Und der Raum, sagten sie, ist die Quelle, aus der alle Samen der Dinge herausgeschaffen werden durch das Wort des ursprünglichen Gottesgeistes. Wenn alle Wesen wiederum aufgelöst würden in einem Momente, so wäre scheinbar eine endlose Leere vor uns. In Wahrheit ist diese endlose Leere ebenso wenig ein Nichts, wie das Gas, worin sich Substanzen aufgelöst haben, ein Nichts ist. Das ist der Raum für diejenigen, die okkult denken. Und darinnen, denken sie sich, sind die Wesen wie verdichteter Raum, wie aus dem Raum herausgeboren. Denn der Raum ist hier als ursprünglicher Geist gedacht. [Das war auch dem Helmont klar. Er kannte den Urgrund, aus dem alle Wesen sich heraus verdichtet haben.]

[ 19 ] Schon in uralten Zeiten und bei primitiven Völkern finden wir Gleichnisse, die gut brauchbar sind, um eine ähnliche Vorstellung hervorzurufen. Solche ursprünglichen und auch primitiven Völker sehen manchmal dasjenige, was äußerlich materiell geschieht, auch noch geistig an. Solch ein Mensch weiß, dass aus ihm herauskommt der Hauch, von dem er sieht, wenn er in die Luft heraustritt, dass er Dampf wird, dass aus dem Seelischen dasselbe geschaffen wird, was aus der durchsichtigen Klarheit und Unendlichkeit sich abdichtet. So fühlt der Mensch in dem Hauch der Seele, in dem Aushauchen und Dichtwerden ein Gleichnis für denselben Vorgang im Großen. Daher die Ansicht, die die Welt ansieht wie das Ergebnis eines Aushauchens der Gottheit. Das ist wirklich eine ururalte Vorstellung. Wir müssen uns klar sein darüber, was diese uralte Vorstellung in sich involviert. Diese ururalte Vorstellung enthält einen ganz anderen Raumbegriff als den trockenen abstrakten Raumbegriff, den der heutige Mensch hat. Was denkt sich der heutige Mensch unter dem «Raum»? Er denkt sich unendliche, ausgedehnte Leere, wo nichts darinnen ist. Das können Sie heute unter dem Raumbegriff überall finden, wo vom Raum gesprochen wird. Was dachten sich aber diejenigen, die auf dem Boden der Geisteswissenschaft standen, unter dem Raum? Den ausgedehnten Geist, der sein Gleichnis hat in dem Ungetrübten, aus dem der Dampf entsteht. Und der Raum, sagten sie, ist die Quelle, aus der alle Samen der Dinge herausgeschaffen werden durch das Wort des ursprünglichen Gottesgeistes. Wenn alle Wesen wiederum aufgelöst würden in einem Momente, so wäre scheinbar eine endlose Leere vor uns. In Wahrheit ist diese endlose Leere ebenso wenig ein Nichts, wie das Gas, worin sich Substanzen aufgelöst haben, ein Nichts ist. Das ist der Raum für diejenigen, die okkult denken. Und darinnen, denken sie sich, sind die Wesen wie verdichteter Raum, wie aus dem Raum herausgeboren. Denn der Raum ist hier als ursprünglicher Geist gedacht. [Das war auch dem Helmont klar. Er kannte den Urgrund, aus dem alle Wesen sich heraus verdichtet haben.]

[ 20 ] Dass [Helmont] so etwas im Hintergrunde seines Denkens hatte, das zeigt er uns auch nun ganz klar. Er zeigt uns, dass er den Gedanken hat: Ja, so ein Gas, wie ich es entdeckt habe, ist sehr dünn, sehr durchlässig. Das Licht geht durch, und man ahnte nichts, wenn man nicht an der Wirkung empfände, dass überhaupt etwas da ist, wo das Gas sich ausbreitet. Aber im Verhältnis zu dem Urgrunde ist auch dieses Gas noch eine Verdichtung, eine Trübung. Es liegt dem zugrunde ein anderes, viel, viel Tieferes. Aber man kann mit Recht dieses Tiefere erkennen, wenn man das Gas als ein Gleichnis denkt und wenn man das Hervorgehen der ganzen Welt aus dem samenreichen Raum wie das Verdampfen und Verdunsten sich vorstellt. So ist die Vorstellung gestattet, dass das Gas ein Dampf des Geistes, wie ein Geist der Dampf eines Gases ist. Indem er diese Vorstellung in der Seele hat, sagt [Helmont] ein merkwürdig schönes Wort. Er sagt: «Halitum illum ‹Gas› vocavi, non longe a ‹chao› veterum secretum.» Das heißt: «Dieser Dunst, den ich Gas genannt habe, ist nicht weit weg von dem Chaos, das die Alten unterschieden haben.»

[ 20 ] Dass [Helmont] so etwas im Hintergrunde seines Denkens hatte, das zeigt er uns auch nun ganz klar. Er zeigt uns, dass er den Gedanken hat: Ja, so ein Gas, wie ich es entdeckt habe, ist sehr dünn, sehr durchlässig. Das Licht geht durch, und man ahnte nichts, wenn man nicht an der Wirkung empfände, dass überhaupt etwas da ist, wo das Gas sich ausbreitet. Aber im Verhältnis zu dem Urgrunde ist auch dieses Gas noch eine Verdichtung, eine Trübung. Es liegt dem zugrunde ein anderes, viel, viel Tieferes. Aber man kann mit Recht dieses Tiefere erkennen, wenn man das Gas als ein Gleichnis denkt und wenn man das Hervorgehen der ganzen Welt aus dem samenreichen Raum wie das Verdampfen und Verdunsten sich vorstellt. So ist die Vorstellung gestattet, dass das Gas ein Dampf des Geistes, wie ein Geist der Dampf eines Gases ist. Indem er diese Vorstellung in der Seele hat, sagt [Helmont] ein merkwürdig schönes Wort. Er sagt: «Halitum illum ‹Gas› vocavi, non longe a ‹chao› veterum secretum.» Das heißt: «Dieser Dunst, den ich Gas genannt habe, ist nicht weit weg von dem Chaos, das die Alten unterschieden haben.»

[ 21 ] Sie sehen, er knüpft den Begriff «Gas» an das Wort «Chaos» an, ja, er hat das Wort «Gas» überhaupt nach dem Wort «Chaos» gebildet. Gas ist das umgewandelte Chaos. Es ist das Wort, das [Helmont] gebildet hat, um seine geheimwissenschaftlichen Begriffe in dasselbe hineinzulegen. Das ist ein außerordentlich interessanter wissenschaftlicher Zusammenhang.

[ 21 ] Sie sehen, er knüpft den Begriff «Gas» an das Wort «Chaos» an, ja, er hat das Wort «Gas» überhaupt nach dem Wort «Chaos» gebildet. Gas ist das umgewandelte Chaos. Es ist das Wort, das [Helmont] gebildet hat, um seine geheimwissenschaftlichen Begriffe in dasselbe hineinzulegen. Das ist ein außerordentlich interessanter wissenschaftlicher Zusammenhang.

[ 22 ] So werden wir von einem, der Bescheid wusste in diesen Dingen, hingeführt zu jenem Raumbegriff, der nicht ein unfruchtbarer, leerer, abstrakter Raumbegriff ist wie derjenige, den die Physik kennt, sondern wir werden geführt zu einem Raumbegriff, welcher unendlich samenreich ist, denn er enthält auf unsichtbare Weise die Samen. Die Dinge, die heute verdichtet sind, sie waren alle einst Dunst und sind verdichtet worden aus dem Raum. Der Raum wird uns so lebendig, die Welt wird zu dem Samen von dem, was ausgebreitet ist in dem Raum. So setzen wir an die Stelle des leeren, abstrakten Raumes den lebendigen Geist, aus dem alle, alle Dinge hervorgegangen sind. Wir verwandeln auf diese Weise allerlei Abstraktes; und es ist gut, dass wir über solche Abstraktionen hinwegkommen, über Begriffe, die ertötend wirken auf alles menschliche Denken und Leben.

[ 22 ] So werden wir von einem, der Bescheid wusste in diesen Dingen, hingeführt zu jenem Raumbegriff, der nicht ein unfruchtbarer, leerer, abstrakter Raumbegriff ist wie derjenige, den die Physik kennt, sondern wir werden geführt zu einem Raumbegriff, welcher unendlich samenreich ist, denn er enthält auf unsichtbare Weise die Samen. Die Dinge, die heute verdichtet sind, sie waren alle einst Dunst und sind verdichtet worden aus dem Raum. Der Raum wird uns so lebendig, die Welt wird zu dem Samen von dem, was ausgebreitet ist in dem Raum. So setzen wir an die Stelle des leeren, abstrakten Raumes den lebendigen Geist, aus dem alle, alle Dinge hervorgegangen sind. Wir verwandeln auf diese Weise allerlei Abstraktes; und es ist gut, dass wir über solche Abstraktionen hinwegkommen, über Begriffe, die ertötend wirken auf alles menschliche Denken und Leben.

[ 23 ] Wenn wir uns nun versetzen in den Zustand des Raumes, als der Raum noch ganz geistig war, und verfolgen mit unserer Seele, wie sich die Wesen herausverdichten aus diesem unendlichen Raum, aus den Gesetzen, die in diesen Raum eingeboren sind, wenn wir uns da hineinversetzen, da werden wir empfinden, klar empfinden die schönen Worte zum Beispiel der Bibel. Man denke sich nur einmal, wie ursprünglich der reine Geist wie durchsichtiger Raum da war. Und was geschah in diesem Raum? Recht lebhaft stellen wir uns vor, was wir uns schon öfter vorgestellt haben. Hier in diesem Raume ist auch das ausgedehnte Luftgas. Meine Worte werden hineingesprochen in den Raum, wo das Luftgas ausgedehnt worden ist. Da erstehen die Schwingungen, und von da dringen die Worte in Ihre Seelen. Jedes Wort, das gesprochen wird, gestaltet sich hier in dem Raum, der hier ausgefüllt ist von der Luft. Denken Sie sich die Luft still- nichts wird gesprochen. Und nun wieder denken Sie sich, es wird gesprochen. Die ganze Luft kommt in eine regelmäßige Bewegung durch dieses Sprechen.

[ 23 ] Wenn wir uns nun versetzen in den Zustand des Raumes, als der Raum noch ganz geistig war, und verfolgen mit unserer Seele, wie sich die Wesen herausverdichten aus diesem unendlichen Raum, aus den Gesetzen, die in diesen Raum eingeboren sind, wenn wir uns da hineinversetzen, da werden wir empfinden, klar empfinden die schönen Worte zum Beispiel der Bibel. Man denke sich nur einmal, wie ursprünglich der reine Geist wie durchsichtiger Raum da war. Und was geschah in diesem Raum? Recht lebhaft stellen wir uns vor, was wir uns schon öfter vorgestellt haben. Hier in diesem Raume ist auch das ausgedehnte Luftgas. Meine Worte werden hineingesprochen in den Raum, wo das Luftgas ausgedehnt worden ist. Da erstehen die Schwingungen, und von da dringen die Worte in Ihre Seelen. Jedes Wort, das gesprochen wird, gestaltet sich hier in dem Raum, der hier ausgefüllt ist von der Luft. Denken Sie sich die Luft still- nichts wird gesprochen. Und nun wieder denken Sie sich, es wird gesprochen. Die ganze Luft kommt in eine regelmäßige Bewegung durch dieses Sprechen.

[ 24 ] Denken Sie sich jetzt den unendlich ausgebreiteten Raum, der nicht ein leeres Abstraktum ist, und hineintönend das Wort des Gottes, gestaltend den ganzen Raum nach den Worten, die die Gottheit ausspricht. Das war im Anfang. Und das Wort ertönte in dem Raum, und es entstand die geistige Welt. Und das Chaos waren diese aus dem Raum sich herausentwickelnden Nebelgebilde, welches zum ersten Male zeigt im Trüben dasjenige, was später gestaltet werden sollte. Über der Erde war Wüste und Wirre, und der Geist Gottes webte brütend darüber. Da haben Sie im Momente des Entstehens das Chaos.

[ 24 ] Denken Sie sich jetzt den unendlich ausgebreiteten Raum, der nicht ein leeres Abstraktum ist, und hineintönend das Wort des Gottes, gestaltend den ganzen Raum nach den Worten, die die Gottheit ausspricht. Das war im Anfang. Und das Wort ertönte in dem Raum, und es entstand die geistige Welt. Und das Chaos waren diese aus dem Raum sich herausentwickelnden Nebelgebilde, welches zum ersten Male zeigt im Trüben dasjenige, was später gestaltet werden sollte. Über der Erde war Wüste und Wirre, und der Geist Gottes webte brütend darüber. Da haben Sie im Momente des Entstehens das Chaos.

[ 25 ] So tief sind allerdings die Vorstellungen, die zugrunde liegen einer solchen Religionsurkunde. Die Menschen müssen sich erst wieder die Empfindung aneignen, um so etwas zu verstehen. Nun aber wirkt das Chaos nicht nur am Anfang der Weltentwicklung, sondern es wirkt fort. Dasjenige, was uns jetzt führt hinter den Himmel, in unser alltägliches Leben hinein, ist die Erkenntnis, dass das Chaos auch noch heute vorhanden ist, dass ebenso wie der harmonische Himmel, wie die schön gestalteten Wesen heute um uns herum das Chaos ist. Ursprünglich hat sich herausentwickelt aus dem Raum die erste Gestaltung. Es trübten sich die Samen, es formten sich die Wesen bis zu ihrer heutigen Vollkommenheit. Aber so, wie wenn Sie eine Gasmasse haben und einen Teil dieser Gasmasse abkühlen, sodass noch zwischen den einzelnen Teilen Gas bleibt und fortwirkt, so ist es auch mit unserer Welt. Alles, jeder Stein, jedes Wesen, Sie selbst, sind durchdrungen und durchsetzt vom Chaos. Und nicht nur durchsetzt vom Chaos sind die Wesen draußen in der Sinnenwelt; durchsetzt vom Chaos ist auch Ihre Seele und Ihr Geist. So wie der Mensch hier ist, nimmt auch seine Seele und sein Geist teil an dem, was zurückgeblieben ist vom Chaos; nur ein Teil hat sich herausgegliedert aus dem Chaos. Das Chaos ist um uns herum da. Dieses Chaos ist zu gleicher Zeit mit ein Grund fortwirkender Fruchtbarkeit.

[ 25 ] So tief sind allerdings die Vorstellungen, die zugrunde liegen einer solchen Religionsurkunde. Die Menschen müssen sich erst wieder die Empfindung aneignen, um so etwas zu verstehen. Nun aber wirkt das Chaos nicht nur am Anfang der Weltentwicklung, sondern es wirkt fort. Dasjenige, was uns jetzt führt hinter den Himmel, in unser alltägliches Leben hinein, ist die Erkenntnis, dass das Chaos auch noch heute vorhanden ist, dass ebenso wie der harmonische Himmel, wie die schön gestalteten Wesen heute um uns herum das Chaos ist. Ursprünglich hat sich herausentwickelt aus dem Raum die erste Gestaltung. Es trübten sich die Samen, es formten sich die Wesen bis zu ihrer heutigen Vollkommenheit. Aber so, wie wenn Sie eine Gasmasse haben und einen Teil dieser Gasmasse abkühlen, sodass noch zwischen den einzelnen Teilen Gas bleibt und fortwirkt, so ist es auch mit unserer Welt. Alles, jeder Stein, jedes Wesen, Sie selbst, sind durchdrungen und durchsetzt vom Chaos. Und nicht nur durchsetzt vom Chaos sind die Wesen draußen in der Sinnenwelt; durchsetzt vom Chaos ist auch Ihre Seele und Ihr Geist. So wie der Mensch hier ist, nimmt auch seine Seele und sein Geist teil an dem, was zurückgeblieben ist vom Chaos; nur ein Teil hat sich herausgegliedert aus dem Chaos. Das Chaos ist um uns herum da. Dieses Chaos ist zu gleicher Zeit mit ein Grund fortwirkender Fruchtbarkeit.

[ 26 ] Nun verschaffen wir uns einmal eine Vorstellung durch ein einfaches Beispiel, wie das Chaos wirkt. Sie sehen - gestatten Sie das wenig appetitliche Beispiel, aber es ist so —, dass das Chaos da auftritt, wo Abfallprodukte, Zerstörungsprodukte auftreten, die höchst nützlich sind und ohne die der Fortgang nicht sein könnte. Sie nehmen tierische Ausscheidungen, die als Dünger hinausgetragen werden von dem Landmann auf den Acker und die den Grund liefern zur Fruchtbarkeit. Die neue Saat geht hervor, indem Sie den Dünger in den Boden hineinlegen. Was ist da geschehen?

[ 26 ] Nun verschaffen wir uns einmal eine Vorstellung durch ein einfaches Beispiel, wie das Chaos wirkt. Sie sehen - gestatten Sie das wenig appetitliche Beispiel, aber es ist so —, dass das Chaos da auftritt, wo Abfallprodukte, Zerstörungsprodukte auftreten, die höchst nützlich sind und ohne die der Fortgang nicht sein könnte. Sie nehmen tierische Ausscheidungen, die als Dünger hinausgetragen werden von dem Landmann auf den Acker und die den Grund liefern zur Fruchtbarkeit. Die neue Saat geht hervor, indem Sie den Dünger in den Boden hineinlegen. Was ist da geschehen?

[ 27 ] Was war der Dünger zuerst? Der Dünger war zuerst allerlei schön geformte Pflanzen und andere Wesen draußen in der Welt, dasjenige, was sich aus dem Chaos herausgebildet hat. Er hat seinen Weg genommen und gedient als Nahrungsmittel der Tiere. Die Gesetze, nach denen sich Pflanzen und Tiere genährt haben, sind gleichsam herausgedrängt worden, und es ist so, dass solche Endprodukte eine Rückkehr der Wesen zu dem Chaos sind. Das Chaos wirkt in dem Dünger, den Sie hinaustragen. Ohne dass Sie das Chaos mischen in den Kosmos zu irgendeiner Zeit, ist niemals eine Fortentwicklung möglich. Es führt uns dies, was wir hier auf einer niedrigsten Stufe, auf einer unappetitlichen Stufe haben, zu etwas ganz anderem. Es führt uns dazu, dass wir uns aufschwingen können zum Begreifen dessen, dass es notwendig ist für alle Entwicklung, über den Zusammenhang der Ursachen in der Vorzeit hinauszukommen und irgendwie das Chaos wieder aufzunehmen. Niemand kann fortbestehen, wenn einzig und allein der Kosmos auf ihn wirkt. Denn, was ist Kosmos? Kosmos ist nichts anderes als das, was aus vorhergehenden Ursachen und Gestaltungskräften sich gebildet hat. [Alles im Kosmos hat sich gebildet aus Ursachen, aus vorhergehenden Dingen. Nicht nur alle physischen Dinge, sondern auch alle moralischen und intellektuellen Lehren entstehen aus Ursachen, die vorher gelegt worden sind.]

[ 27 ] Was war der Dünger zuerst? Der Dünger war zuerst allerlei schön geformte Pflanzen und andere Wesen draußen in der Welt, dasjenige, was sich aus dem Chaos herausgebildet hat. Er hat seinen Weg genommen und gedient als Nahrungsmittel der Tiere. Die Gesetze, nach denen sich Pflanzen und Tiere genährt haben, sind gleichsam herausgedrängt worden, und es ist so, dass solche Endprodukte eine Rückkehr der Wesen zu dem Chaos sind. Das Chaos wirkt in dem Dünger, den Sie hinaustragen. Ohne dass Sie das Chaos mischen in den Kosmos zu irgendeiner Zeit, ist niemals eine Fortentwicklung möglich. Es führt uns dies, was wir hier auf einer niedrigsten Stufe, auf einer unappetitlichen Stufe haben, zu etwas ganz anderem. Es führt uns dazu, dass wir uns aufschwingen können zum Begreifen dessen, dass es notwendig ist für alle Entwicklung, über den Zusammenhang der Ursachen in der Vorzeit hinauszukommen und irgendwie das Chaos wieder aufzunehmen. Niemand kann fortbestehen, wenn einzig und allein der Kosmos auf ihn wirkt. Denn, was ist Kosmos? Kosmos ist nichts anderes als das, was aus vorhergehenden Ursachen und Gestaltungskräften sich gebildet hat. [Alles im Kosmos hat sich gebildet aus Ursachen, aus vorhergehenden Dingen. Nicht nur alle physischen Dinge, sondern auch alle moralischen und intellektuellen Lehren entstehen aus Ursachen, die vorher gelegt worden sind.]

[ 28 ] Ich will Ihnen mit einem radikalen Beispiele sagen, was Kosmos ist. Kosmos ist es, wenn in Deutschland Goethe, Schiller, Lessing, Herder, Schelling gewirkt haben und ein Schulmeister kommt und die herrlichen Gedanken und Schönheiten von Goethe, Schiller, Lessing, Herder, Schelling uns wiedergibt. Nichts würde der Schulmeister wiedergeben können, was nicht vorher durch die Ursachen, die gelegt worden sind, da ist. Oder nehmen wir irgendeinen Menschen auf anderem Gebiet. Er steht ganz auf dem Boden dessen, was sich nach und nach entwickelt hat. [Stellen wir] das Genie [zum Vergleich] dagegen. Warum erscheint es Ihnen so, dass das Genie nur dadurch von dem anderen begriffen zu werden scheint, dass Sie sagen können, da kommt ein neuer Funke in die menschliche Seele hinein. Es käme kein Fortschritt zustande, wenn nur die äußere Ursache da wäre. Es ist die Vermählung des Kosmos mit dem Chaos, wodurch ein Neues entsteht. Das Neue entsteht dadurch, dass das früher Gewesene und in das Chaos Zurückgeworfene vom Kosmos wieder aufgenommen wird. Das ist der göttliche Funke, das ist das, was nicht kommt aus den Weltgesetzen, sondern was aus anderen Welten herankommt. [Dadurch, dass alle früheren Entwicklungsgesetze in das Chaos zurückgeworfen sind, dadurch entsteht ein Neues, das nicht zusammenhängt mit den Entwicklungsgesetzen, die herkommen von alten Zeiten.]

[ 28 ] Ich will Ihnen mit einem radikalen Beispiele sagen, was Kosmos ist. Kosmos ist es, wenn in Deutschland Goethe, Schiller, Lessing, Herder, Schelling gewirkt haben und ein Schulmeister kommt und die herrlichen Gedanken und Schönheiten von Goethe, Schiller, Lessing, Herder, Schelling uns wiedergibt. Nichts würde der Schulmeister wiedergeben können, was nicht vorher durch die Ursachen, die gelegt worden sind, da ist. Oder nehmen wir irgendeinen Menschen auf anderem Gebiet. Er steht ganz auf dem Boden dessen, was sich nach und nach entwickelt hat. [Stellen wir] das Genie [zum Vergleich] dagegen. Warum erscheint es Ihnen so, dass das Genie nur dadurch von dem anderen begriffen zu werden scheint, dass Sie sagen können, da kommt ein neuer Funke in die menschliche Seele hinein. Es käme kein Fortschritt zustande, wenn nur die äußere Ursache da wäre. Es ist die Vermählung des Kosmos mit dem Chaos, wodurch ein Neues entsteht. Das Neue entsteht dadurch, dass das früher Gewesene und in das Chaos Zurückgeworfene vom Kosmos wieder aufgenommen wird. Das ist der göttliche Funke, das ist das, was nicht kommt aus den Weltgesetzen, sondern was aus anderen Welten herankommt. [Dadurch, dass alle früheren Entwicklungsgesetze in das Chaos zurückgeworfen sind, dadurch entsteht ein Neues, das nicht zusammenhängt mit den Entwicklungsgesetzen, die herkommen von alten Zeiten.]

[ 29 ] In jedem Momente muss die Welt wiederum Chaos werden. Die Ehe der Vergangenheit mit der Gegenwart ist eine Ehe des Kosmos mit dem Chaos. [Das Genie ist die Ehe der Vergangenheit mit der Gegenwart.] Daher kommen jene tiefen, bedeutsamen Empfindungen, die der alte Mensch hatte und der Geheimforscher hat, wenn der Name Chaos auch nur ausgesprochen wird. Für denjenigen, der das nicht empfinden kann, ist das Chaos etwas, was verworren ist, was unklar ist, wie die Gedanken der Genies für die meisten Menschen wirre und wüste sind. Die Empfindung des Wirren und Wüsten in der Weise, wie sie die Gedanken der Genies empfingen, haben nur die Menschen, die auf dem Boden des aus der Vergangenheit her Wirkenden stehen. Das ist das, was hereinwirkt, was neu ist, was wieder als Neues aus dem Chaos hervorgeht und das sich richtig mit uns verbinden muss, wenn wir etwas beitragen wollen zur Fortentwicklung der Menschheit. Die theosophische Bewegung soll eine solche Bewegung sein, welche imstande ist, die Menschheit mit neuem geistigem Samen zu befruchten, und diejenigen, die die theosophische Strömung verstehen, müssen sich klar darüber sein, dass sie nicht nur fortwirtschaften können mit dem, was vom alten Vater Kosmos hereinkommt, sondern dass auch neue Keime des Geistes wie aus dem Chaos herein in die Menschheit kommen müssen. Dadurch wird die Menschheit im richtigen Sinne geistig befruchtet.

[ 29 ] In jedem Momente muss die Welt wiederum Chaos werden. Die Ehe der Vergangenheit mit der Gegenwart ist eine Ehe des Kosmos mit dem Chaos. [Das Genie ist die Ehe der Vergangenheit mit der Gegenwart.] Daher kommen jene tiefen, bedeutsamen Empfindungen, die der alte Mensch hatte und der Geheimforscher hat, wenn der Name Chaos auch nur ausgesprochen wird. Für denjenigen, der das nicht empfinden kann, ist das Chaos etwas, was verworren ist, was unklar ist, wie die Gedanken der Genies für die meisten Menschen wirre und wüste sind. Die Empfindung des Wirren und Wüsten in der Weise, wie sie die Gedanken der Genies empfingen, haben nur die Menschen, die auf dem Boden des aus der Vergangenheit her Wirkenden stehen. Das ist das, was hereinwirkt, was neu ist, was wieder als Neues aus dem Chaos hervorgeht und das sich richtig mit uns verbinden muss, wenn wir etwas beitragen wollen zur Fortentwicklung der Menschheit. Die theosophische Bewegung soll eine solche Bewegung sein, welche imstande ist, die Menschheit mit neuem geistigem Samen zu befruchten, und diejenigen, die die theosophische Strömung verstehen, müssen sich klar darüber sein, dass sie nicht nur fortwirtschaften können mit dem, was vom alten Vater Kosmos hereinkommt, sondern dass auch neue Keime des Geistes wie aus dem Chaos herein in die Menschheit kommen müssen. Dadurch wird die Menschheit im richtigen Sinne geistig befruchtet.

[ 30 ] Diejenigen Vorstellungen, die heute die Menschheit vermittelt erhält durch die wirkliche und wahrhafte Theosophie, sind nicht aus der Vergangenheit hergenommen. Derjenige, der als Geologe die Schichten der Erde erforscht und nur sagen kann, was in der Vergangenheit in der Sinnenwelt entstanden ist, der kann nimmermehr erforschen, was für die Theosophie bedeutsam ist. Die Zukunftsgestalt der Menschheit muss aus dem Chaos hereinkommen in den sinnlichen Kosmos. Daher ist es von unendlicher Wichtigkeit, dass durch die theosophische Weltanschauung der Mensch aufnimmt Vorstellungen, Empfindungen und Willensimpulse, welche nicht unserem Kosmos, wie er ist als Sinnenkosmos, entnommen sind, sondern welche unmittelbar herausgeholt sind aus der Gestalt, die der Geist hat, bevor er sich äußerlich gestaltet, die aus dem Chaos herausgeholt sind.

[ 30 ] Diejenigen Vorstellungen, die heute die Menschheit vermittelt erhält durch die wirkliche und wahrhafte Theosophie, sind nicht aus der Vergangenheit hergenommen. Derjenige, der als Geologe die Schichten der Erde erforscht und nur sagen kann, was in der Vergangenheit in der Sinnenwelt entstanden ist, der kann nimmermehr erforschen, was für die Theosophie bedeutsam ist. Die Zukunftsgestalt der Menschheit muss aus dem Chaos hereinkommen in den sinnlichen Kosmos. Daher ist es von unendlicher Wichtigkeit, dass durch die theosophische Weltanschauung der Mensch aufnimmt Vorstellungen, Empfindungen und Willensimpulse, welche nicht unserem Kosmos, wie er ist als Sinnenkosmos, entnommen sind, sondern welche unmittelbar herausgeholt sind aus der Gestalt, die der Geist hat, bevor er sich äußerlich gestaltet, die aus dem Chaos herausgeholt sind.

[ 31 ] Solche Vorstellungen, die aus dem Chaos herausgeholt sind, sind die Symbole und Zeichen jener Vorstellungen und Empfindungen, die durch die Geheimschulen hereingeholt werden aus den höheren Welten, deren Ausfluss uns gegenüber wie ein Chaos erscheint. Solche Zeichen sollten immer gegeben werden den Dingen, die zugrunde liegen der Welterscheinung als Imagination und innere Erkenntnis.

[ 31 ] Solche Vorstellungen, die aus dem Chaos herausgeholt sind, sind die Symbole und Zeichen jener Vorstellungen und Empfindungen, die durch die Geheimschulen hereingeholt werden aus den höheren Welten, deren Ausfluss uns gegenüber wie ein Chaos erscheint. Solche Zeichen sollten immer gegeben werden den Dingen, die zugrunde liegen der Welterscheinung als Imagination und innere Erkenntnis.

[ 32 ] Was in den sieben Siegeln vom Münchner Kongress ist, niemand kann es in dem Gesetzeskosmos finden. Aber in dem, was werden wird, wird es sein. Aus dem Chaos herein wirken diese Imaginationen auf die menschliche Seele. So wirken sie, diese Gestalten, dass es ein ganzes Weltbild gibt in der Art, wie es beschrieben ist in der Einleitung, die ich dazugegeben habe. Da wirkt lebendig das Chaos und führt den Menschen hinauf in die höheren Welten, die über den sinnlichen Kosmos hinaus liegen. Das ist es, was sich dem Menschen zu solchen neuen Einschlägen verdichtet, die zuerst als Bilder kommen und dann Wirklichkeit werden. Wenn man zu solchen Bildern kommt, empfindet man die Wirkung jenes Großen, Gewaltigen, das fortwirkt durch die Unendlichkeit der Zeiten. Man empfindet die überwältigende Wirkung des Chaos, das den Samen aller Dinge enthält. Wenn man diese Dinge auf sich wirken lässt, werden sie aus der Seele die tiefsten Urgründe heraufholen.

[ 32 ] Was in den sieben Siegeln vom Münchner Kongress ist, niemand kann es in dem Gesetzeskosmos finden. Aber in dem, was werden wird, wird es sein. Aus dem Chaos herein wirken diese Imaginationen auf die menschliche Seele. So wirken sie, diese Gestalten, dass es ein ganzes Weltbild gibt in der Art, wie es beschrieben ist in der Einleitung, die ich dazugegeben habe. Da wirkt lebendig das Chaos und führt den Menschen hinauf in die höheren Welten, die über den sinnlichen Kosmos hinaus liegen. Das ist es, was sich dem Menschen zu solchen neuen Einschlägen verdichtet, die zuerst als Bilder kommen und dann Wirklichkeit werden. Wenn man zu solchen Bildern kommt, empfindet man die Wirkung jenes Großen, Gewaltigen, das fortwirkt durch die Unendlichkeit der Zeiten. Man empfindet die überwältigende Wirkung des Chaos, das den Samen aller Dinge enthält. Wenn man diese Dinge auf sich wirken lässt, werden sie aus der Seele die tiefsten Urgründe heraufholen.

[ 33 ] [In den sieben Siegeln sehen wir die Bilder der astralen Welt und in den sieben Säulenkapitellen Begriffe, die hereinkommen in unseren Kosmos, wenn wir die devachanische Welt betrachten.]

[ 33 ] [In den sieben Siegeln sehen wir die Bilder der astralen Welt und in den sieben Säulenkapitellen Begriffe, die hereinkommen in unseren Kosmos, wenn wir die devachanische Welt betrachten.]

[ 34 ] Hier in den sieben Siegeln und in den sieben Stützen oder Säulen mit ihren Kapitellen haben Sie Sonnen-, Mond-, Mars-, Merkur-, Venus-Motive ausgedrückt. Hier haben Sie die Begriffe, die hereinkommen werden in unseren Kosmos, die hereinkommen werden in unsere Welt. Wenn Sie diese Säulenkapitelle betrachten, finden Sie, dass sie ineinanderwirken. Wenn Sie empfindend sich hineinleben, dann empfinden Sie dasjenige, was Ihr Empfinden so ordnet, wie es niemals geordnet werden könnte aus der sinnlichen Welt heraus, und was Ihnen einen Begriff verschaffen kann von jener geistigen Musik oder Sphärenharmonie, die das Devachan ist.

[ 34 ] Hier in den sieben Siegeln und in den sieben Stützen oder Säulen mit ihren Kapitellen haben Sie Sonnen-, Mond-, Mars-, Merkur-, Venus-Motive ausgedrückt. Hier haben Sie die Begriffe, die hereinkommen werden in unseren Kosmos, die hereinkommen werden in unsere Welt. Wenn Sie diese Säulenkapitelle betrachten, finden Sie, dass sie ineinanderwirken. Wenn Sie empfindend sich hineinleben, dann empfinden Sie dasjenige, was Ihr Empfinden so ordnet, wie es niemals geordnet werden könnte aus der sinnlichen Welt heraus, und was Ihnen einen Begriff verschaffen kann von jener geistigen Musik oder Sphärenharmonie, die das Devachan ist.

[ 35 ] Diese Kapitelle sind eine Anregung, die Gefühle herauszuholen, die herausgeholt werden müssen aus alten Zusammenhängen und die in völlig neue hineinkommen müssen. Wir dürfen sie nicht sinnlos herausreißen, sonst zerreißen wir uns selber. Wir einen sie mit uns, wenn wir sie aus dem Chaos entnehmen. So gehören solche Imaginationen zu den Mitteln, wodurch die geistige Strömung, die wir die theosophische nennen, in der Welt ihre Mission hat. Alles, was auftritt in dieser Weltströmung, muss als ein Einheitliches angesehen werden. Ein einziger Gedanke durchdringt die ganze Strömung. Nur wenn ein einziger Gedanke dieselbe durchdringt, können wir der Bewegung ihre richtige Fruchtbarkeit versprechen. Sie können sich überzeugen, dass die Kapitelle wirken. Sie können aber auch in einer sehr schlimmen Weise wirken.

[ 35 ] Diese Kapitelle sind eine Anregung, die Gefühle herauszuholen, die herausgeholt werden müssen aus alten Zusammenhängen und die in völlig neue hineinkommen müssen. Wir dürfen sie nicht sinnlos herausreißen, sonst zerreißen wir uns selber. Wir einen sie mit uns, wenn wir sie aus dem Chaos entnehmen. So gehören solche Imaginationen zu den Mitteln, wodurch die geistige Strömung, die wir die theosophische nennen, in der Welt ihre Mission hat. Alles, was auftritt in dieser Weltströmung, muss als ein Einheitliches angesehen werden. Ein einziger Gedanke durchdringt die ganze Strömung. Nur wenn ein einziger Gedanke dieselbe durchdringt, können wir der Bewegung ihre richtige Fruchtbarkeit versprechen. Sie können sich überzeugen, dass die Kapitelle wirken. Sie können aber auch in einer sehr schlimmen Weise wirken.

[ 36 ] Diese Bilder sind dazu da, dass sie den Menschen in die schönste Welt hineinführen. Derjenige, der sie in wahrer theosophischer Gesinnung und an Orten betrachtet, wo das theosophische Leben fließt, wird finden, dass sie auf ihn wirken seelenbefreiend und erquickend. Würden Sie sie im alltäglichen Leben aufhängen, im Speisezimmer zum Beispiel, dann verderben Sie sich ihren physischen Organismus bis auf die Verdauung hin. Nicht mit unheiliger Seele können diese Dinge genossen werden, sondern nur in der richtigen Stimmung. Daraus sehen Sie, dass dasjenige, was starkes Licht ist, auch starke Schatten haben kann. Schwaches Licht hat auch nur einen schwachen Schatten. Nicht darf es der Theosophie angerechnet werden, wenn sie für diejenigen, welche sie in unrechtmäßiger Weise genießen, eine starke Finsternis wird. Aber nicht dadurch, dass wir im Abstrakten herumreden, können wir wirken, sondern dadurch, dass wir das, was uns die Geheimschulen geben können, weiterleiten und den Menschen die Mittel geben, wieder in größerem Umfange an diesen Dingen teilzunehmen.

[ 36 ] Diese Bilder sind dazu da, dass sie den Menschen in die schönste Welt hineinführen. Derjenige, der sie in wahrer theosophischer Gesinnung und an Orten betrachtet, wo das theosophische Leben fließt, wird finden, dass sie auf ihn wirken seelenbefreiend und erquickend. Würden Sie sie im alltäglichen Leben aufhängen, im Speisezimmer zum Beispiel, dann verderben Sie sich ihren physischen Organismus bis auf die Verdauung hin. Nicht mit unheiliger Seele können diese Dinge genossen werden, sondern nur in der richtigen Stimmung. Daraus sehen Sie, dass dasjenige, was starkes Licht ist, auch starke Schatten haben kann. Schwaches Licht hat auch nur einen schwachen Schatten. Nicht darf es der Theosophie angerechnet werden, wenn sie für diejenigen, welche sie in unrechtmäßiger Weise genießen, eine starke Finsternis wird. Aber nicht dadurch, dass wir im Abstrakten herumreden, können wir wirken, sondern dadurch, dass wir das, was uns die Geheimschulen geben können, weiterleiten und den Menschen die Mittel geben, wieder in größerem Umfange an diesen Dingen teilzunehmen.

[ 37 ] Die Theosophie ist keine Spielerei mit Vorstellungen, sie ist reale Kraft, die in das Geistesleben der Menschheit einfließen muss. Nur dann kann sie dies, wenn sie Kraft ist, wie solche Dinge Kraft sind. Daher darf man auch mit solchen Dingen nicht spielen, sondern man muss sich klar sein darüber, dass es wirksame Dinge sind.

[ 37 ] Die Theosophie ist keine Spielerei mit Vorstellungen, sie ist reale Kraft, die in das Geistesleben der Menschheit einfließen muss. Nur dann kann sie dies, wenn sie Kraft ist, wie solche Dinge Kraft sind. Daher darf man auch mit solchen Dingen nicht spielen, sondern man muss sich klar sein darüber, dass es wirksame Dinge sind.

[ 38 ] So kann sich uns an dem Beispiel, das uns unmittelbar beschäftigt, zeigen, wie umfassend der Begriff des Chaos ist für den, der dieses Chaos in der richtigen Weise versteht. Dasjenige, was hinter dem Physischen steht, dasjenige, aus dem heraus das Physische gemacht und geboren ist, das Chaos, alle haben es gekannt. Ob die Griechen es Chaos genannt haben, ob es uns die Genesis in der Weise, wie wir es gesehen haben, schildert oder ob die indische Philosophie davon spricht, von dem Zustand, der unmittelbar vor demselben liegt: «Akaos», «Akasha» - es ist immer dasselbe, was aus den Geheimschulen heraus uns erinnern soll, wie das, was im Anfang war, fortwirkt durch alle Zeiten. Nur dadurch, dass sich der Mensch mit seinem wahren Ursprung verbindet, kann ein Fortschritt stattfinden. Dem, der an die Sinnenwelt gebunden ist, erscheint das Chaos wirr und wüst. Dem Wissenden ist es nicht so. Der hört die Sphärenharmonie, von der die Pythagoreer gesprochen haben und deren Übersetzung dasjenige ist, was in der theosophischen Weltbewegung heute der Öffentlichkeit übermittelt wird. Gerade zur richtigen Zeit - weil es heute noch möglich ist, dass einige Menschen, die sich aus der großen Mehrzahl der Menschen herausheben, die Empfindung bekommen, dass hingedeutet wird auf diese geistige Wahrheit. Fühlen wir die befruchtende Kraft, die auf dasjenige wirkt, was ist.

[ 38 ] So kann sich uns an dem Beispiel, das uns unmittelbar beschäftigt, zeigen, wie umfassend der Begriff des Chaos ist für den, der dieses Chaos in der richtigen Weise versteht. Dasjenige, was hinter dem Physischen steht, dasjenige, aus dem heraus das Physische gemacht und geboren ist, das Chaos, alle haben es gekannt. Ob die Griechen es Chaos genannt haben, ob es uns die Genesis in der Weise, wie wir es gesehen haben, schildert oder ob die indische Philosophie davon spricht, von dem Zustand, der unmittelbar vor demselben liegt: «Akaos», «Akasha» - es ist immer dasselbe, was aus den Geheimschulen heraus uns erinnern soll, wie das, was im Anfang war, fortwirkt durch alle Zeiten. Nur dadurch, dass sich der Mensch mit seinem wahren Ursprung verbindet, kann ein Fortschritt stattfinden. Dem, der an die Sinnenwelt gebunden ist, erscheint das Chaos wirr und wüst. Dem Wissenden ist es nicht so. Der hört die Sphärenharmonie, von der die Pythagoreer gesprochen haben und deren Übersetzung dasjenige ist, was in der theosophischen Weltbewegung heute der Öffentlichkeit übermittelt wird. Gerade zur richtigen Zeit - weil es heute noch möglich ist, dass einige Menschen, die sich aus der großen Mehrzahl der Menschen herausheben, die Empfindung bekommen, dass hingedeutet wird auf diese geistige Wahrheit. Fühlen wir die befruchtende Kraft, die auf dasjenige wirkt, was ist.

[ 39 ] [Weil es noch möglich ist heute, dass einzelne Menschen das Empfinden bekommen für einige Worte aus der Geisteswelt, darum ist es an der Zeit, von diesen Dingen zu sprechen. In Zukunft werden, wie früher die korinthische und ionische Säulenordnung aus dem tiefen Wissen hervorgegangen sind, neue Säulenordnungen hervorgehen aus der theosophischen Weisheit. Alle Kunst ist nur eine kristallisierte Geheimlehre. So wird alle wirkliche, zukünftige Kunst die kristallisierte Geheimlehre sein. Erst waren da die Menschen, die empfunden haben in den heiligen Hainen das Walten und Wirken der Gottheit. Wer könnte es nicht nachempfinden in einem gotischen Kunstwerk, in einem gotischen Dom, dass dieselbe Stimmung da wirkt. Die Gotik ist nichts anderes als die kristallisierte Geheimlehre des Vormittelalters. Was wir jetzt in Worte kleiden, wird in Zukunft in Farben und Formen erstehen.

[ 39 ] [Weil es noch möglich ist heute, dass einzelne Menschen das Empfinden bekommen für einige Worte aus der Geisteswelt, darum ist es an der Zeit, von diesen Dingen zu sprechen. In Zukunft werden, wie früher die korinthische und ionische Säulenordnung aus dem tiefen Wissen hervorgegangen sind, neue Säulenordnungen hervorgehen aus der theosophischen Weisheit. Alle Kunst ist nur eine kristallisierte Geheimlehre. So wird alle wirkliche, zukünftige Kunst die kristallisierte Geheimlehre sein. Erst waren da die Menschen, die empfunden haben in den heiligen Hainen das Walten und Wirken der Gottheit. Wer könnte es nicht nachempfinden in einem gotischen Kunstwerk, in einem gotischen Dom, dass dieselbe Stimmung da wirkt. Die Gotik ist nichts anderes als die kristallisierte Geheimlehre des Vormittelalters. Was wir jetzt in Worte kleiden, wird in Zukunft in Farben und Formen erstehen.

[ 40 ] Dann erst wird die geistige Strömung lebendig fließen, wenn sie nicht nur in Gedanken und Empfindungen strömt, sondern einströmt in alle Dinge, die uns umgeben.]

[ 40 ] Dann erst wird die geistige Strömung lebendig fließen, wenn sie nicht nur in Gedanken und Empfindungen strömt, sondern einströmt in alle Dinge, die uns umgeben.]