Supplements to Member Lectures
GA 246
15 August 1914, Dornach
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Supplements to Member Lectures, tr. SOL
67. Samariterkurs Vortrag III
67. First Aid Course: Lecture Three
[ 1 ] Ich möchte Sie gleichsam zur Vorbereitung der Betrachtung, die wir morgen anstellen werden, erinnern an vor vier Jahren: Da hatten wir ja ungefähr um die Zeit, in der wir uns anschickten, hierherzukommen, am [Maria-]Himmelfahrts-Tage, in München gerade hinter uns die Aufführung des Mysteriums «Die Pforte der Einweihung». Das war heute vor vier Jahren am [Maria-]Himmelfahrts-Tage. Vielleicht hat mancher von Ihnen sich daran erinnert. Auf einige Stellen möchte ich Sie noch hinweisen, weil sie eine Vorbereitung sein können auf das, was wir morgen vor unsere Seelen führen können in Bezug auf die jetzige Zeit. Das, was wir auch in dieser Form vor die Seele bringen wollen, hat wirklich tiefe Bezüge zu unserer Zeit, und vielleicht wird man manches von dem, was da gerade auch in diesem Rosenkreuzermysterium enthalten war, besser verstehen, wenn man die Zusammenhänge erfassen wird zwischen menschlichen Gedanken, menschlichen Bestrebungen und demjenigen, was so jäh hereingebrochen ist. Es gibt einen Zusammenhang, meine lieben Freunde, zwischen den menschlichen Gedanken und demjenigen, was jetzt hereingebrochen ist. Wenn man versucht, diese menschlichen Gedanken zum Beispiel festzuhalten mit den Worten der Sophia im Mysterium:
[ 1 ] As a sort of preparation for the reflection we will undertake tomorrow, I would like to remind you of what happened four years ago: Around the time we were getting ready to come here—on the Feast of the Assumption—we had just concluded a performance of the Mystery Play The Gate of Initiation in Munich. That was four years ago today, on the Feast of the Assumption. Perhaps some of you remember it. I would like to draw your attention to a few passages, as they can serve as a preparation for what we will bring before our souls tomorrow in relation to the present time. What we also wish to present to the soul in this form has truly profound connections to our time, and perhaps one will better understand some of what was contained in this Rosicrucian Mystery play when one grasps the connections between human thoughts, human aspirations, and what has so abruptly come upon us. There is a connection, my dear friends, between human thoughts and what has now come upon us. If one tries to capture these human thoughts, for example, with the words of Sophia in the Mystery:
.... du willst eben nicht begreifen, dass da erst das reichste Leben sein kann, wo du nur ausgeklügelte Gedanken siehst. Und dass es Menschen geben darf, welche deine lebensvolle Wirklichkeit dann arm nennen müssen, wenn sie nicht gemessen wird an dem, woraus sie eigentlich hervorsprudelt. Es mag dir manches herb klingen an meinen Worten. Allein unsere Freundschaft fordert ungeschminkte Aufrichtigkeit. Du kennst, wie so viele, von dem, was Geist genannt wird, nur das, was Träger des Wissens ist; du hast nur ein Bewusstsein von der Gedankenseite des Geistes.
.... you simply refuse to understand that the richest life can only exist where you see nothing but elaborate thoughts. And that there may be people who are compelled to call your vibrant reality “poor” when it is not measured against that from which it actually springs. Some of my words may sound harsh to you. But our friendship demands unvarnished honesty. Like so many others, you know of what is called the spirit only as the bearer of knowledge; you are aware only of the intellectual aspect of the spirit.
[ 2 ] Ja, meine lieben Freunde, solange man nur einen Begriff hat von der Gedankenseite des Geistigen, solange nur das vorhanden ist, was wie ein äußerer Abklatsch des Wirklichen erscheint, haben wir das, was in den Naturwirkungen dargestellt ist in der Szene zwischen Capesius, Strader und dem Geist der Elemente. Sophia:
[ 2 ] Yes, my dear friends, as long as one has only a vague notion of the mental aspect of the spiritual realm, as long as there exists only what appears to be an external imitation of reality, we have what is depicted in the natural phenomena in the scene between Capesius, Strader, and the Spirit of the Elements. Sophia:
Auf den lebendigen, den schöpferischen Geist, der Menschen gestaltet mit elementarer Macht, wie Keimeskräfte in der Natur Wesen gestalten, willst du dich nicht einlassen. Du nennst wie so viele zum Beispiel in der Kunst das naiv und ursprünglich, was den Geist in meiner Auffassung verleugnet. Unsere Art der Weltauffassung vereinigt aber volle bewusste Freiheit mit der Kraft des naiven Werdens. Wir nehmen bewusst in uns auf, was naiv ist, und berauben es dadurch nicht der Frische, Fülle und Ursprünglichkeit. Du glaubst, man könne sich nur Gedanken über einen menschlichen Charakter machen: dieser aber müsse sich gleichsam von selbst formen. Du willst nicht einsehen, wie der Gedanke in den schaffenden Geist taucht, an des Daseins Urquell rührt und sich entpuppt als der schöpferische Geist selbst. - So wenig die Samenkräfte die Pflanze erst lehren, wie sie wachsen soll, sondern sich als lebendig Wesen in ihr erweisen, so lehren unsere Ideen nicht: Sie ergießen sich, Leben entzündend, Leben spendend in unser Wesen. Ich verdanke den Ideen, die mir zugänglich geworden sind, alles, was mir das Leben sinnvoll erscheinen lässt.
You refuse to engage with the living, creative spirit that shapes human beings with elemental power, just as the forces of germination in nature shape living beings. Like so many others—in art, for example—you label as “naive” and “primitive” that which, in my view, denies the spirit. Our way of viewing the world, however, unites full, conscious freedom with the power of naive becoming. We consciously take in what is naive, and in doing so do not rob it of its freshness, fullness, and originality. You believe that one can only reflect on human character—but that this character must, as it were, form itself. You refuse to recognize how thought plunges into the creative spirit, touches the primal source of existence, and reveals itself as the creative spirit itself. - Just as the seeds do not first teach the plant how it should grow, but rather reveal themselves as living beings within it, so too do our ideas not teach: they pour forth, kindling life and bestowing life upon our being. I owe everything that makes life seem meaningful to me to the ideas that have become accessible to me.
[ 3 ] Man möchte, dass viele Menschen lernen so zu sagen, damit wieder bessere Zeiten kommen.
[ 3 ] We want many people to learn to say this so that better times will come again.
Ich verdanke ihnen den Mut nicht nur, sondern auch die Einsicht und die Kraft, die mich hoffen lassen, aus meinen Kindern Menschen zu machen, die nicht nur im hergebrachten Sinne arbeitstüchtig und für ein äußeres Leben brauchbar sind, sondern die innere Ruhe und Befriedigung in der Seele tragen werden. Und, um nicht in alles Mögliche zu verfallen, will ich dir nur noch sagen: Ich glaube zu wissen, dass die Träume, welche du mit so vielen teilst, sich nur dann verwirklichen können, wenn es den Menschen gelingt, das, was sie Wirklichkeit und Leben nennen, anzuknüpfen an die tieferen Erfahrungen, die du Phantastereien und Schwärmereien so oft genannt hast.
I owe them not only courage, but also the insight and strength that give me hope that I can raise my children to be people who are not only hardworking in the traditional sense and capable of functioning in the outside world, but who will also carry inner peace and satisfaction in their souls. And, so as not to get carried away with all sorts of possibilities, I’ll just say this: I believe I know that the dreams you share with so many others can only come true if people succeed in connecting what they call reality and life to the deeper experiences that you have so often called fantasies and flights of fancy.
[ 4 ] Das wollten wir, meine lieben Freunde, an diesem Hügel bauen in Formen und in anderem, was so viele Menschen nur Phantastereien und Schwärmereien nennen.
[ 4 ] That, my dear friends, is what we wanted to build on this hill—in forms and in other ways that so many people call mere fantasies and flights of fancy.
Es mag dir sonderbar erscheinen, wenn ich dir gestehe, dass ich so manches, was dir echte Kunst dünkt, nur als unfruchtbare Lebenskritik empfinde. Denn es wird kein Hunger gestillt, keine Träne getrocknet, kein Quell der Verkommenheit geschaut, wenn man bloß die Außenseite des Hungers, der tränenvollen Gesichter, der verkommenen Menschen auf den Brettern zeigt. Wie das gewöhnlich gezeigt wird, steht den wahren Tiefen des Lebens und den Zusammenhängen der Wesenheiten unsäglich ferne.
It may seem strange to you when I confess that I perceive much of what you consider true art as nothing more than a fruitless critique of life. For no hunger is satisfied, no tear is dried, no source of depravity is revealed when one merely shows the outward appearance of hunger, of tear-stained faces, and of depraved people on stage. The way this is usually portrayed is unspeakably far removed from the true depths of life and the interconnections of human nature.
[ 5 ] Auf diesem Hügel wollen wir etwas errichten, meine lieben Freunde, was den Zusammenhängen der Wesenheiten unsäglich nahesteht. Wenn Sie sich erinnern an die Worte, die hier in unseren Betrachtungen an diesem Orte gesprochen worden sind, dass mit unseren Formen etwas geschaffen werden sollte, woraus die einheitliche Sprache der Götter zu uns dringen soll, die zu uns dringen will ..., dann werden Sie doch in diesem Bau etwas ersehen, was gewissermaßen vielleicht in der aufregenden Flucht der Erscheinungen in der gegenwärtigen Zeit, wie es sich auch gestalten mag, durch die Gedanken schon, aus denen es hervorgegangen ist, ein ruhender Pol sein kann. Wie wenig ist man heute geneigt zu glauben, dass es wahr ist, was Strader vor dem Geist der Erde zu seiner Verwunderung erfährt. Aber gedenken wir heute nach vier Jahren noch einmal der Worte des Strader, als Blitze und Donner aus Tiefen und Höhen kommen:
[ 5 ] On this hill, my dear friends, let us build something that is unspeakably close to the interconnections of the beings. If you recall the words spoken here in our reflections at this place—that through our forms something should be created from which the unified language of the gods, which seeks to reach us, might reach us...— then you will surely perceive in this structure something that, in a certain sense, perhaps amid the exhilarating whirl of phenomena in the present age—whatever form it may take—can serve as a calming center through the very thoughts from which it arose. How little are people inclined today to believe that what Strader experiences to his amazement before the Spirit of the Earth is true. But let us reflect once more today, four years later, on Strader’s words, as lightning and thunder come from the depths and the heights:
Warum erbebt die Tiefe
Warum erdröhnt die Höhe,
Da schönste Hoffnungsträume
Entringen sich der jugendlichen Seele?
Why do the depths tremble
Why do the heights resound,
When the most beautiful dreams of hope
Break free from the youthful soul?
[ 6 ] Mögen die Träume noch so schön sein - wenn sie nicht im Zusammenhang stehen mit dem Geist der Menschheit, antwortet der Geist der Elemente:
[ 6 ] No matter how beautiful the dreams may be—if they are not connected to the spirit of humanity, the spirit of the elements responds:
Euch Menschenträumern
Erklingt gar stolz solch Hoffnungswort;
Doch ruft in Weltentiefen
Des irren Denkens Wahn
Solch Echo immerdar.
Ihr hört es nur in Zeiten,
Die euch in meine Nähe führen.
Ihr glaubt der Wahrheit
Erhabne Tempel zu erbauen,
Doch eurer Arbeit Folge
Entfesselt Sturmgewalten
In Urwelttiefen.
Es müssen Geister Welten brechen,
Soll euer Zeitenschaffen
Verwüstung nicht und Tod
Den Ewigkeiten bringen.Strader:
So wäre vor den Ewigkeiten
Ein irrer Wahn,
Was Wahrheit scheint
Dem besten Menschenforschen!Geist der Elemente:
Ein irrer Wahn,
So lang der Sinn nur forscht
Im geisterfremden Reich.
To you, human dreamers
Such words of hope resound with pride;
Yet from the depths of the world
The delusion of errant thought
Echoes on forever.
You hear it only at times
That bring you close to me.
You believe you are building
Sublime temples to the truth,
But the consequence of your work
Unleashes stormy forces
In the depths of the primordial world.
Spirits must shatter worlds,
Lest your creation of time
Bring not only desolation and death
To the eternities.Strader:
Thus, before the eternities,
A mad delusion,
What seems to be truth
To the finest human inquiry!Spirit of the Elements:
A mad delusion,
As long as the mind only searches
In the realm alien to the spirit.
[ 7 ] Wir haben es vor vier Jahren zuerst gehört, und wir dürfen uns vielleicht heute daran erinnern, so daran erinnern, dass wir verstehen auch die tragische Figur des Capesius, der mit der ganzen tiefen Tragik am Schlusse dasteht, weil in dieser Zeit seiner Entwicklung, in der er hier stehen muss, er sehen muss, da das Vergangene in ihm nicht den lebendigen Geist erkundet hat, sondern nur das, was nach dem Muster desjenigen (gebildet ist), was wir unserer Zeiten Geist nennen, von Epoche zu Epoche bei den Menschen, die an Äußerlichkeiten doch nur kleben, wenn sie auch in die Tiefen dringen wollen, was diese Menschen doch nur fassen können. Capesius kommt schon darüber hinaus in späteren Zeiten. (Aber am Schlusse des ersten Mysteriums spricht er die Worte:)
[ 7 ] We first heard it four years ago, and perhaps we may recall it today—recall it in such a way that we also understand the tragic figure of Capesius, who stands there at the end with all his profound tragedy, because at this stage of his development, at which he must stand here, he must see—since the past within him has not explored the living spirit, but only that which is modeled after what we call the spirit of our times, from epoch to epoch among people who, even when they wish to penetrate to the depths, cling only to outward appearances—which is all these people can grasp. Capesius goes beyond this in later times. (But at the end of the first Mystery, he speaks these words:)
Ich konnte dir ein guter Bote niemals sein.
Du gabst mir Kraft, das Menschenleben darzustellen.
Ich konnte schildern, was die Menschen
Zur einen oder andern Zeit begeistert;
Doch war es mir nicht möglich,
Den Worten, welche das Vergangne malten,
Die Kraft zu geben, Seelen ganz zu füllen.
I could never be a good messenger to you.
You gave me the strength to portray human life.
I was able to describe what inspires people
at one time or another;
But I was unable
to give the words that painted the past
the power to completely fill souls.
[ 8 ] Wenn sich die Seelen ganz füllen, dann finden sie auch das, was wirklich als Meditation gut gebraucht werden kann in unseren Zeiten, in unseren Zeiten, wo von vielen Seiten her eine so verschiedene Sprache gesprochen wird. Ich möchte Sie heute erinnern an das, was dazumal von den Lippen des Benediktus kam am Schlusse des siebten Bildes, das ja wirklich eine Art Himmelfahrt der Maria darstellt:
[ 8 ] When souls are fully filled, they also find what can truly be put to good use as meditation in our times—in our times, when such diverse languages are spoken from so many sides. Today I would like to remind you of what came from the lips of Benedict at the end of the seventh image, which truly depicts a kind of Assumption of Mary:
Des Lichtes webend Wesen, es erstrahlet
Von Mensch zu Mensch,
Zu füllen alle Welt mit Wahrheit.
Der Liebe Segen, er erwarmet
Die Seele an der Seele,
Zu wirken aller Welten Seligkeit.
Und Geistesboten, sie vermählen
Der Menschen Segenswerke
Mit Weltenzielen;
Und wenn vermählen kann die beiden
Der Mensch, der sich im Menschen findet,
Erstrahlet Geisteslicht durch Seelenwärme.
The weaving essence of light, it shines
From person to person,
To fill the whole world with truth.
The blessing of love, it warms
Soul to soul,
To bring about the bliss of all worlds.
And messengers of the Spirit, they unite
The blessed works of humanity
With the goals of the worlds;
And when the one who finds himself in others
Can unite the two,
The light of the Spirit shines through the warmth of the soul.
[ 9 ] Das sind die Worte, die gut, gut in die Seelen strömen sollten gerade in unserer Zeit. Dann werden wir - wir werden morgen noch darauf zurückkommen - verstehen, dass dasjenige, worauf dazumal hingewiesen werden sollte, wahr ist, wie viele Stürme auch noch bis zu seiner Verwirklichung herankommen möchten. Mögen auch noch so viele Disharmonien möglich sein, gerade diese Disharmonien werden eine deutliche Sprache sprechen, sodass die Menschen verstehen lernen werden zur rechten Zeit dasjenige, worauf Theodora hinweist:
[ 9 ] These are the words that should flow deeply, deeply into our souls, especially in our time. Then we—we will return to this tomorrow—will understand that what was meant to be pointed out back then is true, no matter how many storms may still rage before it is realized. No matter how many disharmonies may still arise, it is precisely these disharmonies that will speak a clear language, so that people will come to understand, at the right time, what Theodora points out:
Es drängt zu sprechen mich:
Vor meinem Geiste steht ein Bild im Lichtesschein,
Und Worte tönen mir aus ihm;
In Zukunftzeiten fühl ich mich,
Und Menschen kann ich schauen,
Die jetzt noch nicht im Leben.
Sie schauen auch das Bild,
Sie hören auch die Worte,
Sie klingen so:
Ihr habt gelebt im Glauben,
Ihr ward getröstet in der Hoffnung,
Nun seid getröstet in dem Schauen,
Nun seid erquickt durch mich.
Ich lebte in den Seelen,
Die mich gesucht in sich,
Durch meiner Boten Wort,
Durch ihrer Andacht Kräfte.
Ihr habt geschaut der Sinne Licht
Und musstet glauben an des Geistes Schöpferreich.
Doch jetzt ist euch errungen
Ein Tropfen edler Sehergabe,
O fühlet ihn in eurer Seele.Ein Menschenwesen
Entringt sich jenem Lichtesschein.
Es spricht zu mir:
Du sollst verkünden allen,
Die auf dich hören wollen,
Dass du geschaut,
Was Menschen noch erleben werden.
Es lebte Christus einst auf Erden,
Und dieses Lebens Folge war,
Dass er in Seelenform umschwebt der
Menschen Werden.
Er hat sich mit der Erde Geistesteil vereint.
Die Menschen konnten schauen ihn noch nicht,
Wie er in solcher Daseinsform sich zeigt,
Weil Geistesaugen ihrem Wesen fehlten,
Die sich erst künftig zeigen sollen.
Doch nahe ist die Zukunft,
Da mit dem neuen sehen
Begabt soll sein der Erdenmensch.
Was einst die Sinne schauten
Zu Christi Erdenzeit,
Es wird geschaut von Seelen werden,
Wenn bald die Zeit erfüllt wird sein.
I feel compelled to speak:
Before my spirit stands an image bathed in light,
And words resound to me from it;
I feel as though I am in times to come,
And I can see people
Who are not yet alive.
You, too, see the image,
You, too, hear the words,
They sound like this:
You have lived in faith,
You were comforted in hope,
Now be comforted in this vision,
Now be refreshed through me.
I lived within the souls,
Who sought me within themselves,
Through the words of my messengers,
Through the power of their devotion.
You beheld the light of the senses
And had to believe in the Creator’s realm of the Spirit.
But now you have attained
A drop of the noble gift of vision,
O feel it in your soul.A human being
Escapes from that radiance of light.
It speaks to me:
You shall proclaim to all
Who are willing to listen to you,
That you have beheld
What people are yet to experience.
Christ once lived on Earth,
And the consequence of this life was,
That he hovers in spiritual form around
Human development.
He has united himself with the Earth’s spiritual essence.
People could not yet see him,
As he reveals himself in such a form of existence,
Because their nature lacked spiritual eyes,
Which are only to be revealed in the future.
But the future is near,
For then the earthly human
Will be endowed with the new sight.
What the senses once beheld
During Christ’s time on Earth,
Will be beheld by souls to come,
When the time is soon fulfilled.
[ 10 ] Ja, meine lieben Freunde, wir wollen morgen eine Betrachtung anstellen, die uns Mut geben kann zu glauben das, was uns aus diesen Worten in die Seele fließen kann:
[ 10 ] Yes, my dear friends, let us reflect tomorrow on something that can give us the courage to believe what these words can instill in our souls:
Was einst die Sinne schauten
Zu Christi Erdenzeit,
Es wird geschaut von Seelen werden
What the senses once beheld
During Christ’s time on earth,
Will be beheld by souls
[ 11 ] wie auch bis zu jenem Ziele die Zeiten und die Menschenherzen in sich noch erbeben mögen.
[ 11 ] no matter how much the times and people's hearts may still tremble as they approach that goal.
