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The History of the German Section
of the Theosophical Society
1902–1913
GA 250

25 June 1906, Berlin

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The History of the German Section of the Theosophical Society, tr. SOL
  1. Zur Geschichte der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft

30. Nachruf Auf Gräfin Von Brockdorff, Bericht Über Den Pariser Kongress, Zum Fall Leadbeater

30. Obituary for Countess von Brockdorff, Report on the Congress of Paris, On the Leadbeater Case

[ 1 ] Vor allen Dingen müssen Sie mich meine Befriedigung darüber ausdrücken lassen, dass ich Sie wieder einmal in Berlin versammelt begrüßen darf. Ich weiß ja wohl, dass meine Abwesenheit, meine so oft vorkommende Abwesenheit, einige Störungen verursacht. Allein Sie werden es vom theosophischen Standpunkte aus begreifen, dass die Arbeit heute an den verschiedensten Punkten der deutschen Sprachwelt notwendig ist - und auch sonst notwendig ist. Gerade heute stehen wir in einem sehr wichtigen Entwicklungsmomente der theosophischen Bewegung, und wirklich muss ein jeder Einzelne da beitragen zu der Entwicklung des Okkultismus und der Theosophie, wo er glaubt, etwas beitragen zu können. Ich hoffe, dass Sie daher auch verständnisvoll diese Sache auffassen, dass ich nicht immer bloß an dem Orte zu wirken in der Lage bin, der ja schließlich in gewisser Beziehung der Ausgangspunkt meiner theosophischen Wirksamkeit zwar ist; aber die Verhältnisse haben es notwendig gemacht, dass eine zeitweilige Abwesenheit wie die letzte öfter eintritt, und wir können hoffen, dass sich auch für Berlin in der Zukunft etwas andere Zeiten ergeben werden. Ich selbst werde auf der einen Seite darauf bedacht sein, so viel hier sein zu können, als es nur möglich ist. Ich darf aber die umfassende Aufgabe unserer theosophischen Entwicklung in dieser Zeit nicht versäumen und bitte Sie, dem mit Verständnis begegnen zu wollen.

[ 1 ] First and foremost, please allow me to express my satisfaction at being able to welcome you all once again here in Berlin. I am well aware that my absence—my all-too-frequent absence—causes some disruption. However, from a theosophical standpoint, you will understand that work is necessary today in various parts of the German-speaking world—and is necessary elsewhere as well. Today, in particular, we are at a very important juncture in the development of the Theosophical Movement, and truly, every single individual must contribute to the development of occultism and Theosophy wherever they believe they can make a contribution. I therefore hope that you will view this matter with understanding—that I am not always able to work solely at the place which, after all, is in a certain sense the starting point of my theosophical activity; but circumstances have made it necessary for temporary absences like the last one to occur more frequently, and we can hope that somewhat different times will arise for Berlin in the future as well. For my part, I will strive to be here as much as is at all possible. However, I must not neglect the comprehensive task of our theosophical development at this time, and I ask for your understanding in this matter.

Nachruf auf Gräfin Brockdorff

Obituary for Countess Brockdorff

[ 2 ] Das Nächste, was uns heute obliegt, ist, uns zu erinnern an den Weggang vom physischen Plane eines unserer sehr lieben Mitglieder. Die Gräfin von Brockdorff, die ja, wie namentlich die alten Mitglieder der theosophischen Bewegung in Deutschland wissen, so viel Kraft und Hingebung dieser theosophischen Bewegung in Deutschland gewidmet hat, ist am 8. Juni, nach einem physisch qualvollen Leiden, von dem physischen Plane abgegangen. Die älteren unserer Mitglieder - und insbesondere auch ich selbst -, sie wissen von der schönen und hingebungsvollen Tätigkeit der Gräfin von Brockdorff. In den Zeiten, in denen oftmals die theosophische Sache in Deutschland nahe daran war zu versiegen, war es das Paar Graf und Gräfin Brockdorff, [welches] immer wieder und wiederum in [seiner] liebevollen und zu gleicher Zeit für die weitesten Kreise so außerordentlich sympathischen Art diese theosophische Bewegung in Deutschland immer wieder und wieder über Wasser zu halten wusste. Derjenige, der sich noch erinnert an die stille und äußerst wirkungsvolle Art, wie die Gräfin in ihrem Hause einzelne Geister zu versammeln wusste, um einzelne Lichtstrahlen auszusenden, der wird ihre Tätigkeit in vollster Weise zu würdigen wissen.

[ 2 ] The next thing we must do today is to remember the passing from the physical plane of one of our very dear members. Countess von Brockdorff, who—as the long-standing members of the Theosophical Movement in Germany in particular know—devoted so much energy and dedication to this movement in Germany, departed from the physical plane on June 8 after a physically agonizing illness. Our older members—and I myself in particular—are well aware of the Countess von Brockdorff’s beautiful and devoted work. In times when the Theosophical cause in Germany was often on the verge of drying up, it was the Count and Countess Brockdorff who, time and again, in their loving and at the same time extraordinarily sympathetic manner—which appealed to the widest circles—knew how to keep the Theosophical movement in Germany afloat time and again. Anyone who still remembers the quiet and extremely effective way in which the Countess knew how to gather individual spirits in her home to send out individual rays of light will be able to fully appreciate her work.

[ 3 ] Wenn ich zunächst selbst Ihnen mit einigen Worten sagen darf, wie ich in den Kreis hineingekommen bin, in welchem die Gräfin Brockdorff theosophisch und sonst geistig anregend im weitesten Sinne wirkte, so möchte ich nur sagen, dass eines Tages eine Dame zu mir sagte, ob ich nicht einen Vortrag über Nietzsche in dem Kreise von Brockdorff halten möchte. Ich habe zugesagt und einen Vortrag über Nietzsche gehalten. Die Gräfin nahm dann Veranlassung zu fragen, ob ich nicht einen zweiten Vortrag in demselben Winter-Zyklus halten möchte. Dieser zweite Vortrag - ich glaube es war die Winterserie 1901 - war über das Märchen von der «Grünen Schlange und der schönen Lilie». Schon damals ging der Gräfin der Wunsch auf, dasjenige, was damals ein wenig geschlummert hatte — die eigentliche theosophische Tätigkeit -, wiederum aufzunehmen.

[ 3 ] If I may first say a few words about how I came to join the circle in which Countess Brockdorff was active—both theosophically and in other spiritually stimulating ways in the broadest sense—I would simply like to mention that one day a lady asked me if I would be willing to give a lecture on Nietzsche in the Brockdorff circle. I agreed and gave a lecture on Nietzsche. The Countess then took the opportunity to ask if I would be willing to give a second lecture during the same winter series. This second lecture—I believe it was the winter series of 1901—was on the fairy tale “The Green Snake and the Beautiful Lily.” Even back then, the Countess felt the desire to resume what had been lying somewhat dormant at the time—the actual theosophical work.

[ 4 ] Die Tätigkeit der Gräfin war allmählich, weil sie immer mehr und mehr im theosophischen Leben wurzelte, mit dem sie zu verschiedenen theosophischen Erlebnissen gekommen war, außerordentlich schwer. Es war schwer, unter dem Namen der Theosophie das geistige Leben weiterzuführen. Sie hatte sich daher zunächst beschränkt auf ihre Donnerstag-Nachmittage, hatte dann aber das Bedürfnis empfunden, wieder zur eigentlichen theosophischen Tätigkeit überzugehen, und forderte mich auf - ich war noch nicht einmal Mitglied der Gesellschaft damals -, in der Vereinigung Vorträge zu halten, die sich im ersten Winter ergingen über die deutsche Mystik bis Angelus Silesius. Ein Abriss davon ist gegeben im Buche «Die Mystik des neuzeitlichen Geisteslebens». Im nächsten Winter hielt ich die Vorträge über «Das Christentum als mystische Tatsache». Dadurch ist eine Art Mittelpunkt zur Sammlung der theosophischen Kräfte in Deutschland entstanden, von dem ausgegangen und eine Grundlage geschaffen worden ist für die eigentliche Sektionsgründung.

[ 4 ] The Countess’s work gradually became exceedingly difficult as she became more and more deeply rooted in theosophical life, through which she had come to experience various theosophical events. It was difficult to continue her spiritual life under the banner of Theosophy. She had therefore initially limited herself to her Thursday afternoons, but then felt the need to return to actual theosophical work and asked me—I was not even a member of the Society at the time—to give lectures in the Society, which that first winter focused on German mysticism up to Angelus Silesius. An outline of these is provided in the book *The Mysticism of Modern Spiritual Life*. The following winter, I gave lectures on *“Christianity as a Mystical Fact.”* This gave rise to a kind of focal point for the gathering of theosophical forces in Germany, from which a foundation was laid for the actual establishment of the section.

[ 5 ] Nun muss, wenn man der lieben Gräfin Brockdorff gedenkt, insbesondere hervorgehoben werden, dass durch ihre außerordentlich sympathisch auf die Umgebung wirkende Art und Arbeit die theosophische Sache immer wieder über Wasser gehalten wurde. Für gewisse Organisationsfragen und Strömungen in der theosophischen Bewegung hatte die Gräfin weniger Sinn. Es lag ihr weniger. Sie hatte weniger Sympathie dafür. Aber es bildete sich eine gewisse Grundtendenz ihres Herzens, in der Richtung der theosophischen Bewegung zu wirken. Sie hat das wie wirklich selten ein Mensch in einer Weise getan, die von der vollsten Hingabe und von außerordentlicher Liebe getragen war.

[ 5 ] Now, when remembering the dear Countess Brockdorff, it must be particularly emphasized that her manner and work—which had an extraordinarily positive effect on those around her—kept the Theosophical cause afloat time and again. The Countess had little interest in certain organizational issues and trends within the Theosophical movement. It was not her forte. She had little sympathy for them. But a certain fundamental inclination took root in her heart to work in the direction of the Theosophical Movement. She did so—as few people truly do—in a manner sustained by the fullest devotion and extraordinary love.

[ 6 ] Es hat wohl wirklich ihre Gesundheit es nötig gemacht, dass in dem Zeitpunkte, wo wir durch die Verhältnisse gezwungen waren, eine straffere und zusammengezogenere Organisation in Deutschland zu entfalten, dass sie sich nach ihrem Ruhesitz in Algund bei Meran zurückziehen musste. Und, wie oft, ist auch der guten Gräfin diese Ruhe nicht eine wirkliche Ruhe gewesen. Bald fing sie an zu kränkeln, und sie hat in gesundheitlicher Beziehung in den letzten Jahre schwere Zeiten durchgemacht.

[ 6 ] It was likely her health that necessitated her retreat to her country home in Algund near Merano at the very moment when circumstances compelled us to establish a more disciplined and cohesive organization in Germany. And, as is so often the case, this rest was not truly restful for the good countess. She soon began to suffer from ill health, and in recent years she has gone through difficult times in terms of her health.

[ 7 ] Es ist objektiv gesprochen, wenn ich sage, dass die Geschichte der theosophischen Bewegung in Deutschland in den %er-Jahren und anfangs 1900 mit dem Namen Brockdorff verknüpft sein wird, da die Verdienste, die die Gräfin und der Graf sich erworben haben, gar nicht genug gewürdigt werden können. Die älteren Mitglieder werden noch unseres guten Grafen gedenken, als er noch an der Seite der Lebensgefährtin war, die er jetzt auf dem physischen Plane verloren hat. Aber die Mitglieder wissen auch, wie tief eingewurzelt die theosophische Gesinnung war, mit der der Friede wird gewonnen werden können aus der theosophischen Weltanschauung. Auch diejenigen aber, welche vielleicht als jüngere Mitglieder die Gräfin Brockdorff noch nicht gekannt haben, werden angesichts dessen, was sie für die theosophische Bewegung in Deutschland und besonders in Berlin geleistet hat, dankbar dessen gedenken, und mit einer gewissen - durch theosophische Gesinnung im wesentlichen gefärbte Bewegung - zurückblicken auf die letzten Tage, die dem so sehr verehrten und geliebten Mitglied den physischen Tod gebracht haben. Ich bitte Sie, das verehrte Mitglied dadurch zu ehren, dass wir uns von den Sitzen erheben.

[ 7 ] It is an objective statement when I say that the history of the Theosophical Movement in Germany during the %er years and in the early 1900s will be linked to the name Brockdorff, since the contributions made by the Countess and the Count cannot be praised highly enough. The older members will still remember our dear Count when he was still at the side of his life partner, whom he has now lost on the physical plane. But the members also know how deeply rooted the theosophical spirit was—a spirit through which peace can be achieved based on the theosophical worldview. Even those, however, who—as younger members—may not have known Countess Brockdorff personally will, in light of what she accomplished for the Theosophical Movement in Germany and especially in Berlin, remember her with gratitude, and, with a certain emotion—essentially colored by theosophical sentiment—look back on the final days that brought physical death to this so highly esteemed and beloved member. I ask you to honor this esteemed member by rising from our seats.

Bericht über den Kongress in Paris

Report on the Congress in Paris

[ 8 ] Nun will es mir obliegen, in einer kurzen, gedrängten Weise über den Kongress der europäischen Sektion, der zu Pfingsten in Paris stattgefunden hat, und der ja in die Zeit meiner Anwesenheit in Paris fällt, einiges zu sprechen. Es hat sich dabei nicht darum gehandelt, bloß an dem Kongress teilzunehmen, sondern ich habe auch vier Wochen in Paris Vorträge gehalten und versucht, die verschiedenen Gebiete der Theosophie und des Okkultismus in diesen Vorträgen abzuhandeln. Diese Vorträge - ich darf das objektiv sagen - haben einiges Interesse hervorgerufen. Zuletzt war es nicht mehr möglich, in dem kleinen Lokale die Vorträge zu Ende zu führen. Die französische Sektion hat sich unseren besonderen Dank dadurch verdient, dass sie uns ihr Vereinslokal für diese Vorträge zur Verfügung gestellt hat.

[ 8 ] Now it falls to me to say a few words, in a brief and concise manner, about the congress of the European Section, which took place in Paris at Pentecost and which, of course, coincided with my stay in Paris. It was not merely a matter of attending the Congress; I also gave lectures in Paris for four weeks and attempted to cover the various fields of theosophy and the occult in these lectures. These lectures—and I can say this objectively—aroused some interest. In the end, it was no longer possible to complete the lectures in the small venue. The French Section has earned our special thanks for making its meeting hall available to us for these lectures.

[ 9 ] Meine besondere Befriedigung darf ich angesichts dieser Vorträge auch damit aussprechen, dass wirklich von Anfang bis zu Ende an diesen Vorträgen gerade ein Mann teilgenommen hat, der für die okkulte und spirituelle Bewegung in unserer Zeit außerordentliches geleistet hat: nämlich Edouard Schur&, den Sie auch aus «Luzifer» kennen.

[ 9 ] In light of these lectures, I would also like to express my particular satisfaction that, from start to finish, a man who has made an extraordinary contribution to the occult and spiritual movement of our time participated in them: namely, Edouard Schur&, whom you also know from *Luzifer*.

[ 10 ] Zu Pfingsten war also unser französischer Kongress. Dieser Kongress hat, wie alle Kongresse dieser Art, namentlich unsere französischen Genossen und Kollegen lange Zeit beschäftigt, und wer ein wenig in der Lage ist, hinter die Kulissen eines solchen Kongresses zu blicken, und zu sehen, was da zu tun ist, der wird wissen, dass es nicht ohne Grund ist, wenn wir dankbar auf alles zurückblicken, was lange Monate hindurch die französische Sektion - wie im vorigen Jahre die englische Sektion — geleistet hat. Allerdings muss ich Ihnen einen durch Freude versüßten Wermuttropfen beifügen, indem ich Ihnen mitteile, dass wir in dem nächsten Jahre den Kongress in Deutschland haben werden. Ich glaube, dass die Deutsche Sektion fähig sein wird - als die vierte dieser Sektionen -, die Last dieses Kongresses auf sich zu nehmen. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahre viele auswärtige Freunde hier werden begrüRen können.

[ 10 ] So our French congress took place at Pentecost. Like all congresses of this kind, this one kept our French comrades and colleagues particularly busy for a long time, and anyone who is in a position to take a peek behind the scenes of such a congress and see what needs to be done there, will know that it is not without reason that we look back with gratitude on everything the French Section—like the English Section last year—has accomplished over many long months. However, I must add a bittersweet note to this joy by informing you that next year we will be holding the congress in Germany. I believe that the German Section will be capable—as the fourth of these sections—of shouldering the burden of this congress. I hope that next year we will be able to welcome many friends from abroad here.

[ 11 ] Wenn ich von den Teilnehmern an dem Kongress sprechen soll, der begonnen hat am Sonnabend, dem 2. Juli, und geschlossen wurde Mittwoch, den 6. Juni, so habe ich zu gedenken des Präsident-Gründers Olcott, der vorzüglich wegen des Kongresses die weite Reise von Adyar nach Paris gemacht hat, und der Vorsitzender des Kongresses in diesem Jahre war. Dann kann ich Ihnen nur einige der Namen nennen als Teilnehmer dieses Kongresses, die Sie interessieren werden. Ich kann Ihnen sagen, dass vonseiten Amerikas nur ein Mitglied da war - das ist natürlich, denn Amerika gehört nicht zu der europäischen Sektion -, unser Mitglied [Bernard]. Von auswärtigen Mitgliedern möchte ich Ihnen nennen einen Inder, der gegenwärtig in England Vorträge halten will: [...]. Er wird Vorträge über die Vedanta-Philosophie halten. Dann war eine Persönlichkeit da, ein Vertreter des Gebietes, das nördlich von Indien liegt, und der in wenigen Worten, die ihm möglich waren, während des Kongresses zu sprechen, in jener Weise gesprochen hat, die eine Vorstellung gab, welche Schattierung der theosophischen Anschauung in dieser Gegend zu Hause ist.

[ 11 ] If I am to speak of the participants in the Congress, which began on Saturday, July 2, and concluded on Wednesday, June 6, I must mention the Founding President, Olcott, who made the long journey from Adyar to Paris specifically for the Congress and who served as the Congress Chair this year. I can then mention just a few of the names of participants in this Congress that will be of interest to you. I can tell you that there was only one member from America—which is natural, since America does not belong to the European Section—our member [Bernard]. Among the foreign members, I would like to mention an Indian who is currently planning to give lectures in England: [...]. He will give lectures on Vedanta philosophy. Then there was a distinguished figure present, a representative of the region north of India, who, in the few words he was able to speak during the Congress, spoke in a way that gave a mental image of the particular nuance of the Theosophical view that is native to that region.

[ 12 ] Von europäischen Teilnehmern sind zu nennen: Mister Mead, Mister [Keightley] Generalsekretär der europäischen Sektion, [Kate Spink], dann Misses Cooper-Oakley, dann vonseiten der englischen Sektion Miss [Ward] und einige andere Mitglieder, die in Deutschland kaum dem Namen nach bekannt sein können.

[ 12 ] Notable European participants included: Mr. Mead, Mr. [Keightley], Secretary-General of the European Section, [Kate Spink], then the Cooper-Oakley sisters, and, representing the English Section, Miss [Ward] and several other members who are likely unknown by name in Germany.

[ 13 ] Von der skandinavischen Sektion war vertreten unser Mitglied [Arvid Knös], der in außerordentlich sympathischer Weise die skandinavische Theosophie auf diesem Kongress vertreten hat. Die holländische Sektion war durch Freund [W. B. Fricke] vertreten. Die französische Sektion war selbst da. Dann Pascal, der Generalsekretär der französischen Sektion, der aber durch geschwächte Gesundheit wenig aktiv war und sich nur wenig der Arbeit der theosophischen Bewegung widmen kann. Die hauptsächlichste Arbeit der französischen Sektion liegt bei den drei Geschwistern: Monsieur und [Mesdames Blech], welche dafür gesorgt haben, dass in Frankreich jetzt ein schönes Hauptquartier ist, und die einen Löwenanteil an der Vorbereitung des Kongresses hatten. Daneben wirkte Monsieur Ostermann, der den größten Teil des Jahres im Elsass wohnt und durch seine Tätigkeit unsere Tätigkeit außerordentlich gefördert hat dadurch, dass er es möglich machte, in Strasbourg und in Colmar Vorträge zu halten. In Strasbourg hatte er ein Auditorium von zirka 700 Menschen. Er bringt, wo es geht, der theosophischen Sache sein Interesse entgegen.

[ 13 ] Our member [Arvid Knös] represented the Scandinavian Section and presented Scandinavian Theosophy at this congress in an exceptionally engaging manner. The Dutch Section was represented by our friend [W. B. Fricke]. The French Section was present in person. Then there was Pascal, the Secretary-General of the French Section, who, however, due to poor health, was not very active and can devote only a little time to the work of the Theosophical Movement. The bulk of the work of the French Section rests with the three siblings: Monsieur and [Mesdames Blech], who have ensured that there is now a beautiful headquarters in France and who played a major role in preparing for the convention. In addition, Monsieur Ostermann played a role; he lives in Alsace for most of the year and has greatly advanced our work through his efforts by making it possible to hold lectures in Strasbourg and Colmar. In Strasbourg, he had an audience of approximately 700 people. He supports the Theosophical cause wherever possible.

[ 14 ] Von Spanien, war da Monsieur [Rafael Urbano]. Von Italien war da unser Freund Professor Penzig, Professor in Genua, der zu gleicher Zeit Generalsekretär der italienischen Sektion ist. Die deutschen Mitglieder räulein von Sivers, Baronin v. Bredow, Herr Kiem; außerdem von Köln Fräulein Scholl, Herr und Frau Künstler, Fräulein Noss, Fräulein Link - Köln, jetzt Bonn. In der letzten Zeit hat sich in Bonn eine Loge begründet. Aus Hamburg waren da: Fräulein Wagner, die Schwester von Günther Wagner, der nicht anwesend sein konnte. Dann aus Darmstadt: Herr Kull, aus München: Gräfin Kalckreuth, Fräulein Stinde und [Fräulein Stucky]. Aus Stuttgart: [Carl Kieser], aus Regensburg: Herr [Feldner]. Das sind so ziemlich die deutschen Mitglieder, die anwesend sein konnten. Das würden also die Teilnehmer gewesen sein.

[ 14 ] From Spain, there was Monsieur [Rafael Urbano]. From Italy, there was our friend Professor Penzig, a professor in Genoa, who is also the secretary-general of the Italian section. The German members were Miss von Sivers, Baroness von Bredow, and Mr. Kiem; also from Cologne: Miss Scholl, Mr. and Mrs. Künstler, Miss Noss, and Miss Link—Cologne, now Bonn. Recently, a lodge has been established in Bonn. From Hamburg were: Miss Wagner, the sister of Günther Wagner, who was unable to attend. Then from Darmstadt: Mr. Kull; from Munich: Countess Kalckreuth, Miss Stinde, and [Miss Stucky]. From Stuttgart: [Carl Kieser]; from Regensburg: Mr. [Feldner]. These are pretty much all the German members who were able to attend. So those would have been the participants.

[ 15 ] Eröffnet wurde der Kongress durch eine Ausstellung, die in den Räumen des französischen Hauptquartiers in der [Avenue de la Bourdonnais 59] veranstaltet worden ist - am Nachmittag des 2. Juni. In einer Reihe zum Teil symbolischer, zum Teil anderer Bilder hat die französische Sektion sich bemüht, das Bildnerisch-Künstlerische zu einem Teil unseres Kongresses werden zu lassen. Es steht zu hoffen, dass gerade dieser Teil immer mehr ausgebaut werden möge. Es ist wohl richtig, dass die französische Sektion es gut gemacht hat, dass sie nur Werke von französischen Künstlern hat zugelassen. Ob das in diesem Umfange weiterhin so aufgefasst werden kann, das wird Gegenstand sorgfältiger Erwägungen sein müssen. Das künstlerische Element kam zu einer bloßen Nebenbedeutung dadurch, dass der Kongress in einem großen Lokale der [Rue Magellan 14] war, aber die kleinere Ausstellung in den Räumen, die etwas entfernt waren, konnte nur für diejenigen in Betracht kommen, die eine Viertelstunde Zeit gewinnen konnten, um sich die Bilder anzuschauen. Dennoch - überdenken Sie nur, was es kostet, einem solchen Kongress-Komitee, eine größere Anzahl Bilder zusammenzukriegen aus allen Teilen Frankreichs, um nach dieser Seite hin den Kongress zu einiger Befriedigung der Mitglieder zustande zu bringen.

[ 15 ] The congress opened with an exhibition held at the French headquarters at [59 Avenue de la Bourdonnais] on the afternoon of June 2. Through a series of images—some symbolic, others not—the French section has endeavored to make the visual and artistic elements an integral part of our congress. It is to be hoped that this aspect in particular will continue to be expanded. It is certainly true that the French section did well to admit only works by French artists. Whether this approach can continue to be maintained to this extent will have to be the subject of careful consideration. The artistic element took on merely secondary importance because the congress was held in a large hall at [14 Rue Magellan], but the smaller exhibition in rooms located somewhat further away was accessible only to those who could spare a quarter of an hour to view the paintings. Nevertheless—just consider what it costs such a congress committee to gather a large number of paintings from all parts of France in order to organize the congress in this regard to the satisfaction of the members.

[ 16 ] Dann folgte am nächsten Tage morgens die Eröffnung des Kongresses durch Präsident Olcott, die zunächst mit einer sehr sympathischen Leistung begonnen wurde, mit der «Ode an die Sonne», die von unserem französischen Mitgliede [Edmond Bailly] gedichtet und komponiert ist, und die in recht schöner und würdiger Weise den Kongress einleitete. Dann folgte eine Ansprache unseres Freundes Doktor Pascal, des Generalsekretärs der französischen Sektion, eine Ansprache, in der er die Versammelten (über 400 an der Zahl) willkommen hieß. Natürlich lieferten den Hauptstock die Mitglieder des [betroffenen] Landes. Die Zahl der deutschen Mitglieder ist gegenüber der Zahl, die vertreten sein konnte in Amsterdam und in London, etwas gewachsen. Ich darf sagen, dass wir eine ganz günstige Zahl in Paris hatten.

[ 16 ] The next morning, President Olcott opened the congress, beginning with a very charming performance of the “Ode to the Sun,” written and composed by our French member [Edmond Bailly], which set a truly beautiful and dignified tone for the opening of the congress. This was followed by an address by our friend Dr. Pascal, the Secretary-General of the French Section, in which he welcomed the assembled guests (numbering over 400). Naturally, the members from the [relevant] country made up the bulk of the attendees. The number of German members has increased somewhat compared to the number that was able to be represented in Amsterdam and London. I may say that we had a very favorable turnout in Paris.

[ 17 ] Dann folgte die Rede unseres Präsidenten Olcott, die er zunächst in englischer Sprache hielt und die dann in französischer Sprache wiederholt worden ist. Diese Eröffnungsrede - gestatten Sie mir, dass ich Ihnen einen objektiven Bericht gebe - gehört gegenwärtig wohl einer Strömung in der theosophischen Bewegung an, die eigentlich, ich möchte sagen, nicht mehr auf dem Boden der ursprünglichen Intention der theosophischen Bewegung steht. Ich möchte nicht irgendwie meine Auffassung und Überzeugung den Mitgliedern der Deutschen Sektion verbergen, sondern ich bitte zu gestatten, dass ich in einer verhältnismäßig schwierigen Epoche unserer Entwicklung offen über die Dinge rede, um die es sich handelt. Es handelt sich nicht darum, die Verdienste und Vorzüge des Präsidenten Olcott irgendwie anzutasten, sondern es handelt sich für mich nur darum, ganz unbefangen und in aufrichtiger Weise zu den deutschen Mitgliedern zu sprechen.

[ 17 ] This was followed by the speech of our President Olcott, which he first delivered in English and then repeated in French. This opening address—allow me to give you an objective account—currently belongs, I believe, to a current within the Theosophical Movement that, in fact, I would say, no longer stands on the ground of the original intention of the Theosophical Movement. I do not wish in any way to conceal my views and convictions from the members of the German Section, but I ask that you allow me, in a relatively difficult phase of our development, to speak openly about the matters at hand. This is not a matter of in any way undermining President Olcott’s merits and virtues; for me, it is simply a matter of speaking to the German members in a completely impartial and sincere manner.

[ 18 ] Die Rede, die unser Präsident gehalten hat, gipfelt mehr oder weniger darin, das Streben auszudrücken, das in einem großen Teil unserer Gesellschaft sich heute geltend macht, das Streben, den Okkultismus zurückzudrängen. Innerhalb der Gesellschaft wurde dafür ein mehr äuRerliches Studium, wie man es sonst heute finden kann und namentlich, wie man beliebt zu betonen, die ethische Richtung, die moralisierende Richtung in den Vordergrund treten [gelassen]. Ich will nicht sagen, dass die theosophische Bewegung heute schon sich damit ähnlich gestalten würde wie eine Gesellschaft für ethische Kultur. Aber es ist deutlich wahrnehmbar eine gewisses Abziehen von dem eigentlichen Okkultismus und ein Sich-Beschränken auf das, was im ersten Grundsatz steht, auf ein Beschränken auf ein äußeres Studium, auf Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungsresultate, wie Hypnotismus, Suggestion und so weiter; wie gesagt, es besteht eine Scheu, die großen okkulten Probleme zu pflegen, die wir uns in Deutschland bemühten, in den Mittelpunkt der Bewegung zu stellen. Man ist geneigt, sie mehr in den Hintergrund zu drängen.

[ 18 ] The speech delivered by our president essentially boils down to expressing the aspiration that is gaining ground in a large part of our society today—the aspiration to curb occultism. Within the Society, a more outward-focused study—as is commonly found today—and, in particular, as people like to emphasize, the ethical and moralizing aspects have been allowed to take center stage. I do not mean to say that the Theosophical Movement today has already taken on a form similar to that of a Society for Ethical Culture. But there is a clearly perceptible shift away from actual occultism and a tendency to limit oneself to what is stated in the first principle—that is, to confine oneself to an external study, to the findings of scientific research such as hypnotism, suggestion, and so on; as I said, there is a reluctance to address the great occult problems that we in Germany strove to place at the center of the movement. There is a tendency to push them further into the background.

[ 19 ] Ich gehe nicht zu weit, wenn ich bemerke, dass in der Rede ein Zug war, das esoterische Element in der Gesellschaft etwas zurücktreten zu lassen. Es ist selbstverständlich, dass innerhalb der Gesellschaft jeder Mensch seine eigene Meinung haben kann, und dass auch der Präsident seine eigene Meinung haben muss und sie haben kann. Ich muss aber doch sagen, dass für viele Mitglieder das, was der Präsident sagte, mehr Gewicht hat als das, was ein anderer sagt. Es darf aber das, was er sagt, nicht demokratisch genommen werden. Ich selbst würde mich in keinem einzigen Augenblicke auch nur um einen Schritt abbringen lassen von der Bahn, die ich eingeschlagen habe, und die eigentlich wirklich nicht in der Richtung geht, die scheinbar offiziell ist, aber als Meinung eines Einzelnen in der Eröffnungsrede des Kongresses zutage getreten ist. Ich will nicht sagen, — dasjenige, was ich sage, will ich eigentlich nicht sagen -, dass ich es selbst [...] für richtig halte, wenn die theosophische Bewegung allmählich von dem Okkultismus abgedrängt würde, sondern, dass ich gerade die Pflege der großen Gesichtspunkte des Okkultismus und der Esoterik für den Grundnerv halte, der die theosophische Bewegung ausmachen soll.

[ 19 ] I am not going too far when I note that there was a tendency in the speech to push the esoteric element in society somewhat into the background. It goes without saying that within society, every person can have their own opinion, and that the president, too, must and can have his own opinion. However, I must say that for many members, what the president says carries more weight than what anyone else says. Yet what he says must not be taken at face value. I myself would not, for a single moment, allow myself to be diverted even a single step from the path I have chosen—a path that, in truth, does not follow the direction that appears to be official, but which emerged as the opinion of an individual in the opening address of the congress. I do not mean to say—in fact, I do not really want to say what I am about to say—that I myself [...] consider it right for the Theosophical Movement to be gradually pushed away from occultism, but rather that I regard the cultivation of the major principles of occultism and esotericism as the very lifeblood that should constitute the Theosophical Movement.

[ 20 ] Ich kann auch sagen, dass ich im Kongress, da wo ich Gelegenheit dazu hatte, in keinem Augenblick zurückgehalten habe, über diese Anschauung zu sprechen. Ich habe gesagt, dass es sich in Deutschland um nichts anderes handeln könne als um die Pflege des Esoterismus und des Okkultismus, obgleich ich manchmal ganz allein stand. Es schien mir aber notwendig, nicht zurückzuhalten mit dem, was ich für die Hauptsache der Bewegung ansehe.

[ 20 ] I can also say that in Congress, whenever I had the opportunity, I never hesitated for a moment to speak about this view. I have said that in Germany this could be nothing other than the cultivation of esotericism and the occult, even though I was sometimes completely alone in this view. However, it seemed necessary to me not to hold back on what I consider to be the core of the movement.

[ 21 ] In der letzten Zeit sind unserer Deutschen Sektion - auch von Deutschland-Mitgliedern - Rückgratlosigkeit und allerlei andere Dinge vorgeworfen worden, weil wir uns auf ihre Dinge, die nicht der Mühe wert gewesen waren, nicht einließen, weil wir auf diese Linie nicht eingehen konnten. Da, wo es sich um eine sachliche Opposition handeln wird, werden wir hoffentlich nicht zurückschrecken, diese Opposition zu machen. Ich will durchaus nichts sagen [dagegen], dass unser Präsident seine persönliche Meinung ausgesprochen hat als Präsident, sondern dass er den Usus eigentlich nicht ganz eingehalten hat, den ein Präsident einhalten sollte: Nämlich im Allgemeinen und in einer Art von BegrüRung zu sprechen, also in einer umfassenden Weise zu sprechen, sodass er vielleicht zu weit gegangen ist in der Weise, die sehr leicht die Gefahr hervorrufen kann, dass in der Gesellschaft auch eine bestimmte Prägung gegeben wird. Das müsste durchaus vermieden werden.

[ 21 ] Recently, our German Section—including by members from Germany—has been accused of spinelessness and all sorts of other things because we did not get involved in their matters, which were not worth the trouble, and because we could not go along with that line of thinking. Where there is a matter of substantive opposition, we will hopefully not shy away from voicing that opposition. I certainly do not mean to say [against] the fact that our president expressed his personal opinion as president, but rather that he did not quite adhere to the customary practice that a president should follow: namely, to speak in general terms and in a kind of opening address—that is, to speak in a comprehensive manner—so that he may have gone too far in a way that could very easily create the risk of shaping public opinion in a certain direction. That should definitely be avoided.

[ 22 ] Den nächsten Punkt des Kongresses bildeten die einzelnen Ansprachen der Generalsekretäre und dann auch der Vertreter sonstiger einzelner Nationen. Es war ein buntes Gemisch in Bezug auf die Sprachen, da ein jeder seine Begrüßung in seiner eigenen Sprache in Gemäßheit einer richtigen Auffassung eines internationalen Kongresses hielt.

[ 22 ] The next item on the congress agenda consisted of individual addresses by the secretaries-general and then by representatives of other nations. It was a colorful mix of languages, as each person delivered their greeting in their own language, in keeping with the true spirit of an international congress.

[ 23 ] Für Frankreich sprach Doktor Pascal, für Holland sprach [W. B. Fricke], für Schweden und Norwegen [Arvid Knös], für Italien Penzig, für Deutschland ich, für die britische Sektion - das war eine niedliche Szene: Der Generalsekretär der englischen Sektion ist unser Mitglied [Kate Spink], die in der Weise sprach, dass sich Miss [Ward], die eine gute Stimme hat und gut reden kann, hinter sie stellte und diejenigen Worte sprach, die als die Begrüßung der englischen Sektion zu gelten hatten.

[ 23 ] Dr. Pascal spoke for France, [W. B. Fricke] spoke for the Netherlands, [Arvid Knös] spoke for Sweden and Norway, Penzig spoke for Italy, I spoke for Germany, and for the British section—that was a charming scene: The Secretary-General of the English Section is our member [Kate Spink], who spoke in such a way that Miss [Ward]—who has a good voice and is a fine speaker—stood behind her and delivered the words that were to serve as the English Section’s greeting.

[ 24 ] Das Letzte war die Mitteilung, dass uns in mehr gemeinschaftlichem Sinn unser Freund Johan van Manen, der seit Jahren als der eigentliche Sekretär des Kongresses der Föderation die Arbeit leistete und in einer außerordentlich geschäftigen und viele betätigenden Weise diesen Kongress immer zustande gebracht hat, und der sich so intensiv dieser Arbeit gewidmet hat, dass er sich im nächsten Jahre einen Erholungsurlaub erlauben musste, sodass wir einen ständigen Sekretär werden entbehren müssen. Es ist daher Fräulein Stinde aus München als Sekretär für die deutsche Arbeit gewählt worden, die im nächsten Jahre also Johann van Manen vertreten wird.

[ 24 ] The latest news was that, in the spirit of greater cooperation, our friend Johan van Manen—who for years had served as the de facto secretary of the Federation’s congress and had always made this congress a reality in an extraordinarily energetic and proactive manner— and who had devoted himself so intensely to this work that he had to take a recuperative leave of absence next year, meaning we will have to do without a permanent secretary. Miss Stinde from Munich has therefore been elected as secretary for the German section and will thus represent Johan van Manen next year.

[ 25 ] Das war der erste Vormittag. Dann kam der erste Nachmittag, der gewidmet war einer der zwei Diskussionen, die veranstaltet worden sind. Die Fragen dabei waren die folgenden. Die erste Frage war: «In welchem Maße ist die Theosophische Gesellschaft rein eine Gruppe von Suchern nach der Wahrheit? Und eine Gruppe von Studenten? Oder ist sie eine Gruppe von Propagandisten oder von Teilnehmern irgendeines Systems?».

[ 25 ] That was the first morning. Then came the first afternoon, which was devoted to one of the two discussions that had been organized. The questions posed were as follows. The first question was: “To what extent is the Theosophical Society purely a group of truth-seekers? And a group of students? Or is it a group of propagandists or adherents of some system?”

[ 26 ] Die zweite Frage war diese: «Ob die Theosophische Gesellschaft keine Dogmen habe oder ob darin irgendwelche Autorität existiere, und welches der Wert dieser Autorität sei?»

[ 26 ] The second question was this: “Does the Theosophical Society have any dogmas, or does any authority exist within it, and what is the value of that authority?”

[ 27 ] Die dritte Frage war: «Ob der moralische Charakter der Individuen beeinflussen soll die Zulassung zur Theosophischen Gesellschaft?»

[ 27 ] The third question was: “Should the moral character of individuals influence admission to the Theosophical Society?”

[ 28 ] Dieser letzte Punkt wegen Zulassung [moralisch fraglicher] Individuen wurde gar nicht in die Tagesordnung aufgenommen. Dieser Frage näherzutreten wäre ein schwieriges Experiment. Es würde dann so kommen, dass man Mitglieder unter irgendeiner Form herausgeworfen schen würde aus der Gesellschaft. Wir würden Ketzergerichte damit machen.

[ 28 ] This last point regarding the admission of [morally questionable] individuals was not included on the agenda at all. To delve into this issue would be a difficult experiment. It would lead to members being expelled from the society in one form or another. We would essentially be conducting inquisition trials.

[ 29 ] Zur ersten Frage sprachen eine Anzahl von Persönlichkeiten, und hier traten insbesondere zwei Stufen deutlich in der Diskussion hervor. Wenn ich charakterisieren soll, was im Schoße unserer Gesellschaft schlummert, so möchte ich das in folgenden Worten sagen: Da ist eine Gruppe, die eingedenk des Zweckes der ursprünglichen Gesellschaft ist und die wünscht, dass wahrer Okkultismus getrieben wird. Dann ist es aber notwendig, dass die, welche etwas wissen, es in irgendeiner Weise sagen können. Dann werden die anderen zunächst zuhören. Es liegt in der Natur der Tatsachen, dass man nicht alles gleich kontrollieren und prüfen kann, was irgendjemand, der es weiter gebracht hat, als Lehrer verkündigt. Immer werden sich solche finden, die sagen: Das ist unkontrollierbar, da kann uns jeder etwas aufbinden.

[ 29 ] A number of prominent figures spoke on the first question, and two distinct perspectives in particular emerged clearly in the discussion. If I were to characterize what lies dormant within our society, I would put it in the following words: There is a group that is mindful of the purpose of the original society and that desires for true occultism to be practiced. But then it is necessary that those who know something be able to express it in some way. Then the others will listen, at least at first. It is in the nature of things that one cannot immediately verify and scrutinize everything that someone who has advanced further proclaims as a teacher. There will always be those who say: “This is unverifiable; anyone can tell us anything.”

[ 30 ] Dann ist die andere Strömung, die sagt: Es darf in der Theosophischen Gesellschaft keine Autorität geben, keine Dogmen geben, es darf nur gelehrt werden, was ein jeder - und das Wort ist in allen Variationen wiederholt worden -, was jeder in des Wortes common sense verstehen kann.

[ 30 ] Then there is the other school of thought, which says: There must be no authority in the Theosophical Society, no dogmas; only what everyone—and this phrase has been repeated in all its variations—can understand by the term “common sense” may be taught.

[ 31 ] In Deutschland lebt einer, der alles auf den common sense zurückführen wollte. Sogar Fichte hat sich zu einem Pamphlet aufgeschwungen, denn wer hat den, der Götter tötet. [...] Man könnte ja auch im Reichstag abstimmen lassen, was als allgemeiner Menschenverstand gültig sein soll. Dann könnte man auch dazu kommen, über die Mathematik abstimmen zu lassen und so weiter.

[ 31 ] There is a man living in Germany who wanted to trace everything back to common sense. Even Fichte rose to the occasion and wrote a pamphlet, for who is the one who slays the gods? [...] One could just as well have the Reichstag vote on what should be considered common sense. Then one might also end up having them vote on mathematics and so on.

[ 32 ] Es gibt also solche, die wissen, worauf es ankommt, und dass das, was wahr ist, nicht der Zustimmung der anderen Menschen bedarf. Es gibt solche, welche die Lehren einsehen und solche, die sie noch nicht verstehen. Deshalb ist es notwendig, dass ein gewisses Vertrauen, eine gewisse persönliche Beziehung besteht zwischen denjenigen, die lehren in der Gesellschaft, und denen, die aufnehmen. Das ist so selbstverständlich, dass man gar nicht darüber diskutieren sollte. Es ist aber eine Strömung in der Gesellschaft, nur darüber zu reden, was jeder weiß und jeder darüber reden kann. Um diese Frage hat es sich gedreht an jenem Nachmittag und um die Autorität in dem Sinne, dass ein gewisses Feld geschaffen werden muss in der theosophischen Bewegung für die, welche aus eigener Erfahrung, aus höherer Erfahrung okkult lehren können. Dafür trat die russische Freundin Miss Kamensky ein, dann Miss Winters, dann ich selbst. Dann sind wir aber so ziemlich mit denen fertig, die für diese Anschauung eintreten. Tatsächlich ist aber eine sehr große Stimmung für die andere [Strömung] innerhalb der theosophischen Bewegung vorhanden, und Mister Mead und Mister [Keightley] sind in energischer Weise für diese Richtung eingetreten. Das ist ein wahrheitsgemäßer Bericht, und ich denke, dass ich Ihnen einen solchen wahrheitsgemäßen Bericht hiermit gegeben habe.

[ 32 ] So there are those who know what really matters, and that what is true does not require the approval of others. There are those who grasp the teachings and those who do not yet understand them. That is why it is necessary for there to be a certain trust, a certain personal relationship, between those who teach within the Society and those who receive the teachings. This is so self-evident that it should not even be up for discussion. However, there is a trend within the Society to talk only about what everyone knows and what everyone can discuss. That was the focus of the discussion that afternoon—and the issue of authority in the sense that a certain space must be created within the Theosophical Movement for those who, based on their own experience—higher, occult experience—can teach. Our Russian friend Miss Kamensky spoke in favor of this, then Miss Winters, and then I myself. But that pretty much covers those who advocate this view. In fact, however, there is very strong support for the other [current] within the Theosophical Movement, and Mr. Mead and Mr. [Keightley] have vigorously advocated for this direction. This is a truthful account, and I believe that I have hereby provided you with such a truthful account.

[ 33 ] Der Abend war ausgefüllt durch zwei Vorträge. Mister Mead sprach über das Religiöse des Geistes. Was er ausgeführt hat, war aus dem Kreise seiner Studien, die sich seit Jahren bewegen auf dem Gebiete der esoterischen Brüderschaften, welche in den ersten Jahrhunderten des Christentums sich außerhalb des Christentums entwickelten, namentlich der großen Brüderschaften Ägyptens, die den Namen des Hermes Trismegistus tragen, und er suchte zu zeigen, dass die Aufnahmefähigkeit jener großen Brüderschaften es verstanden hat, eine Weisheit zu erreichen, welche einen vollständigen Einklang zu bilden vermag zwischen der Forschung auf der einen Seite und den Anforderungen der Vernunft auf der anderen Seite. Er zeigte, wie damals neben dem Christentum [Strömungen] vorhanden waren, und seine Tendenz ging dahin zu zeigen, wie diese ausgeschaltet haben einen persönlichen Meister, wie sie sich darauf beschränkt haben, den eigentlichen Geist als den eigentlichen Inspirator anzusehen und anstelle dessen, was man als Initiation auffasst, nämlich als Befruchtung eines Geistes durch einen anderen, der weiter ist, die SelbstInitiation zu setzen, die in diesem Sinne die eigentliche Initiation sei.

[ 33 ] The evening was filled with two lectures. Mr. Mead spoke about the religious aspect of the spirit. What he presented drew from his studies, which for years have focused on the field of esoteric brotherhoods that developed outside of Christianity during the first centuries of the Christian era—namely, the great brotherhoods of Egypt bearing the name of Hermes Trismegistus— and he sought to demonstrate that the receptivity of those great brotherhoods enabled them to attain a wisdom capable of establishing complete harmony between inquiry on the one hand and the demands of reason on the other. He showed how, at that time, alongside Christianity, [currents] existed, and his aim was to show how these had dispensed with a personal master, how they had limited themselves to regarding the true spirit as the true source of inspiration, and how, in place of what is understood as initiation—namely, the fertilization of one spirit by another that is more advanced—they had substituted self-initiation, which, in this sense, is the true initiation.

[ 34 ] An demselben Abend hielt Monsieur Bernard, der zwei Jahre in Indien war, einen Vortrag über «Die Probleme der gegenwärtigen Stunde», über diejenigen Probleme, die die Theosophie in den gegenwärtigen Stunden beschäftigen, wie das Ziel der Bruderschaft zum Hochziel der theosophischen Bewegung gemacht ist, wie es schwierig ist, diese richtig zu verstehen und auszulegen, wie die, welche glauben, diese Bruderschaft auszuleben, in allerlei Verirrungen verfallen können. In mehr moralisierender Art suchte er darzulegen, wie diese moralisch-ethische Art der Bewegung zu erfüllen ist.

[ 34 ] That same evening, Monsieur Bernard, who had spent two years in India, gave a lecture on “The Problems of the Present Hour”—on the issues currently preoccupying Theosophy, such as how the goal of the Brotherhood has become the supreme aim of the Theosophical Movement, how difficult it is to understand and interpret this correctly, and how those who believe they are living out this Brotherhood can fall into all manner of errors. In a more moralizing tone, he sought to explain how this moral and ethical aspect of the movement should be fulfilled.

[ 35 ] Am Montag-Morgen begann die eigentliche Sektionsarbeit. Nun hatten wir in zwei Sälen nebeneinander wirkende Sektionen. Ich kann darüber nur wenig berichten. Das Hauptsächliche war ein Vortrag von Frau [von Ulrich], Mitglied der italienischen Sektion. Sie sprach über alte [slawische] Mythen und Sagen; sie versuchte den Okkultismus solcher ursprünglichen Völker herauszuschälen.

[ 35 ] On Monday morning, the actual section work began. We now had sections working side by side in two adjacent halls. I have little to report on this. The main event was a lecture by Ms. [von Ulrich], a member of the Italian Section. She spoke about ancient [Slavic] myths and legends; she attempted to bring out the occultism of such primitive peoples.

[ 36 ] Dann habe ich selbst gesprochen über «Theosophie in Deutschland vor 100 Jahren». Es kommt mir nicht zu, über den eigenen Vortrag weitere Mitteilungen zu machen. Von der spanischen Sektion wurde über [Louis Desaint] gesprochen.

[ 36 ] Then I myself spoke on “Theosophy in Germany 100 Years Ago.” It is not my place to comment further on my own lecture. The Spanish Section spoke about [Louis Desaint].

[ 37 ] Ein anderes Beispiel: Man hielt einen Vortrag über [Henri Bergson], um das Verhältnis der modernen Gelehrten mit dem indischen Okkultismus in Beziehung zu setzen. Mister Whyte aus England hielt einen Vortrag, in dem er auseinandersetzte interessante Beziehungen innerhalb derjenigen orientalischen Esoterik, die man mit dem Namen Mahayana bezeichnet. Dann ist noch etwas vorgelesen worden über eine Gruppe unter dem Titel «Yoga aus Algier». Dann ist vorgelesen worden über ... das war eine Logenarbeit, das Resultat von allen Mitgliedern zusammen.

[ 37 ] Another example: A lecture was given on [Henri Bergson] to explore the relationship between modern scholars and Indian occultism. Mr. Whyte from England gave a lecture in which he explored interesting connections within that branch of Eastern esotericism known as Mahayana. Then a passage was read aloud about a group titled “Yoga from Algiers.” Then a passage was read about … that was a lodge project, the result of the collective effort of all the members.

[ 38 ] Der Nachmittag dieses Montages war ausgefüllt durch Fragen. Durch die Frage: Inwiefern die Propaganda ein Ziel für die Bewegung sein könnte, und ob man den einzelnen Logen Direktiven geben solle für eine gemeinschaftliche Arbeit. Das Letztere könnte nützlich sein, wenn Zeit da ist für diejenigen, die so etwas machen können.

[ 38 ] This Monday afternoon was filled with questions. Specifically, the question of to what extent propaganda could be a goal for the movement, and whether individual lodges should be given guidelines for collaborative work. The latter could be useful if there is time for those who are able to do such work.

[ 39 ] Dann kam die Frage: Warum die Theosophische Gesellschaft es nicht über 13000 Mitglieder gebracht hat. In Bezug auf diese Frage werden die recht haben, welche glauben, dass 13000 Mitglieder für die geistige Strömung schon eine ganz ansehnliche Zahl auf der ganzen Welt ist. Und wenn wir den okkulten Charakter der theosophischen Bewegung allmählich abstreifen würden, die Mitgliederzahl auch beträchtlich zurückgehen würde, dass aber unsere Kultur es selbstverständlich macht, dass mit den erweiterten Begriffen des okkulten Wissens die Mitgliederzahl der theosophischen Bewegung immer mehr wachsen wird.

[ 39 ] Then came the question: Why hasn’t the Theosophical Society exceeded 13,000 members? Regarding this question, those who believe that 13,000 members is already a quite respectable number worldwide for a spiritual movement are likely correct. And even if we were to gradually shed the occult character of the Theosophical movement, the membership would decline considerably; however, our culture makes it self-evident that, with the expanded concepts of occult knowledge, the membership of the Theosophical movement will continue to grow.

[ 40 ] Der Abend des Montags war ausgefüllt mit musikalischen Soireen, die von Mitgliedern der Gesellschaft in Frankreich veranstaltet waren, und die bei reichhaltigem Programm alle Anerkennung verdienten für die musikalische Leistung unserer französischen Genossen. Dann wurde der Abend geschlossen mit einer [r&ception du soir], eine Art Bewirtung mit Tee und anderen Dingen.

[ 40 ] Monday evening was filled with musical soirees organized by members of the Society in France, and with their rich program, they fully deserved recognition for the musical achievements of our French comrades. The evening then concluded with a [r&ception du soir], a sort of reception featuring tea and other refreshments.

[ 41 ] Von dem nächsten Tag - Dienstag - möchte ich von den Arbeiten, die gegeben worden sind, nur hervorheben eine Abhandlung von [Edmond Bailly, von dem auch die «Ode an die Sonne»] stammt, mit Auseinandersetzungen gewisser [mantrischer Art, vom Anglophon der Götter [...1]- Dann, hörten wir eine Abhandlung über Mozarts «Zauberflöte», dann eine Anregung von Doktor Pascal (Frankreich) und ferner eine Anregung, welche Miss [Ward] gegeben hat, dass in den verschiedenen Ländern Leute sammeln sollen, um Belege zu erhalten für das, was in der «secret doctrin» von Blavatsky steht und es durch neue wissenschaftliche Entdeckungen zu bestätigen. Sie versprach sich viel davon, dass in diesem ungeheuren Schatz der Wissenschaft, der im Laufe der Zeit geschaffen worden ist, gesammelt wird und als Stütze der Geheimlehre benutzt wird.

[ 41 ] Regarding the following day—Tuesday—I would like to highlight, among the works that were presented, only one essay by [Edmond Bailly, who also wrote the “Ode to the Sun”], containing discussions of a certain [mantric nature, concerning the Anglophone of the gods [...1] —Then we heard a paper on Mozart’s “Magic Flute,” followed by a suggestion from Dr. Pascal (France) and, furthermore, a suggestion made by Miss [Ward] that people in various countries should gather evidence to support what is written in Blavatsky’s “Secret Doctrine” and confirm it through new scientific discoveries. She had high hopes that this immense treasure trove of scientific knowledge, accumulated over time, would be gathered and used to support the Secret Doctrine.

[ 42 ] Dann hat ein Mitglied der französischen Gesellschaft, [Commandant D. A. Courmes], gesprochen über dasjenige, was zu tun ist in der theosophischen Bewegung, um die materielle Seite der Theosophie zu pflegen, die gegenseitigen Unterstützungen in geistigem und materiellem Sinne. Es sind besondere Vorschläge nicht gemacht worden. Aber es sollte nach dieser Richtung eine Anregung gegeben werden, zu prüfen, wieweit die Mitglieder in dieser Frage sich Hilfe leisten können.

[ 42 ] Then a member of the French Society, [Commandant D. A. Courmes], spoke about what needs to be done within the Theosophical Movement to foster the material aspect of Theosophy—mutual support in both spiritual and material terms. No specific proposals were made. However, the intention was to offer encouragement in this direction, to explore the extent to which members can assist one another in this matter.

[ 43 ] Dann ist hervorzuheben ein Vortrag, den [Frederick Bligh Bond] gehalten hat, der die interessieren wird, die für eine mehr materialistische Ausgestaltung der theosophischen Grundideen sind. Er hat versucht, durch Zusammenstellung gewisser Pendelbewegungen Figuren zu zeichnen [...], die dadurch zustande kommen, dass ein Pendel nach der einen Seite ausschlägt und ein anderes Pendel dasselbe kreuzt. Dadurch entstehen interessante Schwingungsverhältnisse. Unser Freund Gysi in Zürich hat versucht, ein gewöhnliches Stück eines Baumes herauszuschneiden, und einen Tropfen Flüssigkeit eines Farbstoffes darauf fallen zu lassen und den dann in den Kanälen verrinnen zu lassen. Da hat sich herausgestellt, dass ein Stück Holz die Figur eines Schmetterlings gibt, ein anderes Stück die Form einer Blüte. Man kann wunderschöne Formen da 'herausbekommen. Das ist besser, weil es sich da um Wirklichkeit handelt, die auf dem Astralplan lebt, während es sich bei der Pendelbewegung mehr um Spielerei handelt.

[ 43 ] It is worth highlighting a lecture given by [Frederick Bligh Bond], which will be of interest to those who favor a more materialistic interpretation of the fundamental ideas of theosophy. He attempted to draw figures by combining certain pendulum movements [...], which are produced when one pendulum swings to one side and another pendulum crosses its path. This results in interesting oscillation patterns. Our friend Gysi in Zurich tried cutting out an ordinary piece of wood, dropping a drop of dye onto it, and letting it seep into the grain. It turned out that one piece of wood formed the shape of a butterfly, while another took the form of a flower. You can “bring out” beautiful shapes this way. This is better because it involves reality that exists on the astral plane, whereas the pendulum’s movement is more of a game.

[ 44 ] Am Dienstag-Nachmittag wurde der Kongress um vier Uhr geschlossen. Der Präsident war unpässlich geworden und konnte nicht am Schlusse des Kongresses teilnehmen. Der Kongress wurde geschlossen durch eine Ansprache unseres französischen Freundes Pascal und durch Ansprachen der verschiedenen Generalsekretäre. Bei der Eröffnung haben nicht nur Generalsekretäre gesprochen, sondern auch die anderen. Es war interessant, Indien und Persien zu hören, dann das Mitglied aus Spanien sprechen zu hören, ich kann fast sagen, sprechen zu sehen. Ich erinnerte mich da an den Wiener Universitätslehrer Unger. Der sagte einmal: Die einzelnen Nationen unterscheiden sich durch vieles, unter anderem auch durch ihre Redner. - Und während die romanischen Seelen Reden haben, die einen Einklang haben zwischen Gebärde und Rede, haben die Germanen keine Gebärden. Der Spanier hat mit Kopf, mit Händen und Füßen geredet. Dabei hat er schr warmherzig gesprochen. Er sprach auch in einer Diskussion; da sagte er, dass man die Theosophie im Herzen und im Kopfe haben muss, dann kann man sie auch hinaustragen mit den entsprechenden Gesten dazu. Kamensky sprach in der russischen Sprache. Dann kam ein tschechischer Redner. Die zirka zehn Mitglieder in Prag waren durch ihn vertreten. Sie gehören zu uns in Deutschland. Am nächsten Tage versammelte man sich zu einer Exkursion nach Meudon. Man [sieht] die Stadt von einem in der Nähe liegenden Punkt von auswärts. Damit war der Kongress geschlossen.

[ 44 ] On Tuesday afternoon, the congress adjourned at four o’clock. The president had fallen ill and was unable to attend the closing of the congress. The congress was closed with a speech by our French friend Pascal and addresses by the various general secretaries. At the opening, not only the general secretaries spoke, but others as well. It was interesting to hear India and Persia speak, and then to hear the member from Spain speak—I can almost say, to see him speak. I was reminded of the Viennese university professor Unger. He once said: “Individual nations differ in many ways, including in their orators.”—And while the Romance-speaking peoples deliver speeches in which gesture and speech are in harmony, the Germanic peoples have no gestures. The Spaniard spoke with his head, hands, and feet. He spoke in a very warm-hearted manner. He also spoke during a discussion; there he said that one must hold Theosophy in one’s heart and mind, and then one can also convey it outwardly with the appropriate gestures. Kamensky spoke in Russian. Then a Czech speaker took the floor. He represented the approximately ten members in Prague. They belong to our group in Germany. The next day, everyone gathered for an excursion to Meudon. One [sees] the city from a nearby vantage point outside the city. With that, the congress was concluded.

[ 45 ] Es ist beschlossen worden, im nächsten Jahre den Kongress in Deutschland zu machen, und wir haben uns bemüht, die Freunde der Welt zu uns einzuladen.

[ 45 ] It has been decided to hold the convention in Germany next year, and we have made every effort to invite our friends from around the world to join us.

Zum Fall Leadbeater

The Leadbeater Case

[ 46 ] Wir haben uns zwar schon etwas zu lange damit aufgehalten, aber dennoch muss ich noch eine Angelegenheit besprechen, die zu besprechen mir notwendig scheint, die etwas zusammenhängt mit den Dingen, von denen ich Ihnen als Schwierigkeit der theosophischen Bewegung gesprochen habe. Ich erinnere diejenigen, die bei unserer Generalversammlung waren, dass unser Freund Hübbe-Schleiden vereint mit Herrn Deinhard davon sprach, dass unsere Bewegung durch eine schwere Krisis durchgeht. Ich habe schon gesagt, dass diese Krisis nicht in einer Aktion Hensoldt und Bresch besteht, sondern dass wir in diese Krisis jetzt voll eingetreten sind durch ein gewisses Ereignis.

[ 46 ] Although we have already spent a little too much time on this, I must nevertheless discuss one more matter that I feel needs to be addressed—one that is somewhat related to the issues I have mentioned to you regarding the difficulties facing the Theosophical Movement. I remind those who were present at our General Assembly that our friend Hübbe-Schleiden, together with Mr. Deinhard, spoke of our movement going through a serious crisis. I have already said that this crisis does not consist of the Hensoldt and Bresch affair, but that we have now fully entered this crisis due to a certain event.

[ 47 ] Ich möchte über dieses zu einer großen Krisis führende Ereignis jetzt sprechen. Es war etwas wie ein schwarzer Schatten wirksam im Untergrunde der ganzen Kongress-Stimmung, und diejenigen, welche sich, wie die Generalsekretäre, befassen mussten mit dem, was zu den Untergründen gehört, sie hatten - der eine mehr als der andere - mit diesen schwierigen Verhältnissen zu tun. Sie wissen, dass zu denjenigen Persönlichkeiten, zu Persönlichkeiten, welche von einer großen Anzahl von Theosophen in aller Welt in den Jahren bisher am meisten geschätzt worden sind, auch Mister Leadbeater gehört, und dass die Leadbeater-Bücher zu den beliebtesten Literaturmitteln der theosophischen Bewegung gehören, in der letzten Zeit hatte Leadbeater durch Amerika und Australien hindurch wirkungsvolle Vorträge für die theosophische Bewegung gehalten. Sie wissen auch - die Mitglieder der Berliner Zweige wissen das am besten -, dass diese Verehrung Leadbeaters außerhalb Deutschlands noch eine gröRere war als innerhalb Deutschlands. Sie wissen, dass manche, die von außen kamen, wie [Schouten Beek] immer sagten: Aber Leadbeater sagt das anders. - Sie können sich also denken, dass es für gewisse Mitglieder bedeutsam war - wenn auch für Okkultisten nicht überraschend -, als nach dem 16. Mai die verschiedenen Generalsekretäre die Mitteilung bekamen, dass am 16. Mai der Präsident Olcott sich bemüßigt gesehen hat, ein Komitee zusammenzuberufen, bestehend aus englischen, amerikanischen und französischen Mitgliedern, um über Leadbeater zu beraten, sodass Leadbeater jetzt ausgetreten ist, respektive den Ausschluss bewirkt haben würde. Es ist ein harter Schlag, wenn eine der Säulen der Theosophischen Gesellschaft auf schwere Anklagen derjenigen Sektion hin, in der er in sonst erfolgreicher Weise gewirkt hat, jetzt ausgeschlossen wird.

[ 47 ] I would like to speak now about this event, which is leading to a major crisis. There was something like a dark shadow lurking beneath the surface of the entire Congress atmosphere, and those who, like the General Secretaries, had to deal with what lies beneath the surface—some more than others—had to contend with these difficult circumstances. You know that among the personalities—those who have been most highly esteemed by a large number of Theosophists throughout the world in recent years—is Mr. Leadbeater, and that Leadbeater’s books are among the most popular works of literature in the Theosophical Movement; recently, Leadbeater had given influential lectures for the Theosophical Movement throughout America and Australia. You also know—and the members of the Berlin branches know this best—that this reverence for Leadbeater was even greater outside Germany than within it. You know that some who came from outside, like [Schouten Beek], always said: “But Leadbeater says it differently.” - So you can imagine that it was significant for certain members—though not surprising to occultists—when, after May 16, the various general secretaries received word that on May 16, President Olcott had seen fit to convene a committee consisting of English, American, and French members to deliberate on Leadbeater, with the result that Leadbeater has now resigned—or, rather, has been expelled. It is a severe blow when one of the columns of the Theosophical Society is now expelled on the basis of serious accusations from the very section in which he had otherwise worked so successfully.

[ 48 ] Nun ist es, ich möchte fast sagen, eine ganz unüberwindliche Schwierigkeit, über die Gründe zu sprechen, die zum Ausschluss von Leadbeater geführt haben. Sie wissen - es handelt sich hier um ein Problem, wie es von mir immer wieder betont worden ist -, dass zwischen dem, was man schwarze und weiße Magie nennt, eine Grenze ist, die so leicht zu durchbrechen ist wie ein Spinngewebe, und dass ein Abfall bei weit entwickelten Persönlichkeiten durch allerlei unmögliche Künste sehr leicht möglich ist.

[ 48 ] Now, I would almost say that it is an insurmountable difficulty to discuss the reasons that led to Leadbeater’s expulsion. You know—and this is a problem I have emphasized time and again—that there is a boundary between what is called black and white magic that is as easy to breach as a spider’s web, and that a fall into the dark side is very easily possible for highly developed personalities through all sorts of impossible arts.

[ 49 ] Hier liegt tatsächlich eine Tatsache vor, die für den Okkultisten zwar verständlich, selbstverständlich aber keinesfalls in irgendeiner Weise zu verteidigen ist - die ja gegenwärtig gar keine andere Lösung hat finden können als die, welche im Ausschlusse von Leadbeater liegt. Wenn ich andeutungsweise sprechen soll, um den schweren Fall, um den es sich hier handelt, etwas zu klären, so muss ich ihn in Zusammenhang bringen mit mancherlei Zeitverhältnissen.

[ 49 ] Here we are indeed faced with a fact that, while understandable to the occultist, is by no means defensible in any way—a fact for which, at present, no other solution has been found than that which excludes Leadbeater. If I am to speak in general terms to shed some light on the difficult case at hand, I must place it in the context of various historical circumstances.

[ 50 ] Sie müssen nicht vergessen, dass der Okkultismus den Menschen hinaufführt in höhere Stufen des geistigen Lebens, dass in bewusster Weise der Mensch durchschreiten muss dasjenige, was er in unbewusster Weise in vergangenen Zeiten durchlebt hat.

[ 50 ] You must not forget that occultism leads people up to higher levels of spiritual life, and that people must consciously pass through what they have unconsciously experienced in past times.

[ 51 ] Ich habe Sie in der verschiedensten Weise geführt durch die erhabenen Mysterien der Vorzeit. Ich habe bis jetzt, weil ich es nicht für notwendig hielt, noch nicht von den Ausartungen der Mysterien gesprochen. Aber es gibt auch ausgeartete Mysterien, welche die heiligen Lehren, welche in die Tiefen des Weltenalls hineinleuchten, zu dem Niedrigsten heruntergezogen haben. Es gibt Mysterien, welche zum wüstesten Geschlechtskultus und zu dem wüstesten Missbrauch der Geschlechtsorgane ausgeartet sind, und dasjenige, das auf der einen Seite zu dem Erhabensten führt, kann, wenn es missbraucht wird, tatsächlich zu dem Furchtbarsten führen. Oftmals werden Sie gehört haben, dass das bei den großen Lehrern der alten Ägypter symbolisch zum Ausdrucke kommt, dass man es vergleicht mit Worten - Osiris, das männliche; Isis, das weibliche Prinzip -, dass man geschlechtliche Vorstellungen herbeiruft, um dasjenige zu bezeichnen, was in die höchste Region des Geistes hinaufgeht. Ebenso ist es beim Menschen, der über alle Lehren hinauskommt. Ebenso leicht ist es wieder, dass er in den Sumpf hineinfallen kann.

[ 51 ] I have guided you in various ways through the sublime mysteries of antiquity. Until now, because I did not consider it necessary, I have not yet spoken of the degenerations of the mysteries. But there are also degenerate mysteries that have dragged the sacred teachings—which shine into the depths of the universe—down to the lowest level. There are mysteries that have degenerated into the most depraved sexual cults and the most depraved abuse of the sexual organs, and that which, on the one hand, leads to the most sublime can, when abused, indeed lead to the most terrible. You will often have heard that this is symbolically expressed by the great teachers of ancient Egypt, that it is compared in terms of Osiris, the masculine principle, and Isis, the feminine principle—that sexual mental images are invoked to denote that which ascends to the highest region of the spirit. The same is true of the human being who transcends all teachings. It is just as easy, however, for such a person to fall back into the mire.

[ 52 ] Nun liegt es bei Leadbeater noch so, dass er zu Ausschreitungen gekommen ist, die außerordentlich von der Moral verurteilt werden. Er ist ausgegangen von Priestern, die ihm die Schwierigkeiten des Lebens bei erwachendem Geschlechtstrieb schilderten und Hilfe anboten, sodass die Ansicht sich herausgebildet hat, dass man demjenigen, was es an Ausschreitungen auf diesem Gebiete gab, entgegenarbeiten muss. Das verband sich bei ihm mit allerlei Praktiken, die man /unleserliches Wort] Praktiken nennt, die sich in sein Erziehungssystem mischen. Es ist schwer, da weiterzureden. Es handelt sich hier um einen hässlichen Fall von Abgleiten, den der Okkultist zu verstehen hat, der sich verurteilt nur innerhalb des eigenen Karma des Lebens.

[ 52 ] In Leadbeater’s case, however, he went so far as to commit acts that are strongly condemned by moral standards. He began with priests who described to him the difficulties of life associated with the awakening of sexual desire and offered him help, leading to the view that one must counteract the excesses that occurred in this area. For him, this was linked to all sorts of practices—which are called [illegible word] practices—that are woven into his educational system. It is difficult to continue discussing this. This is an ugly case of moral decline that the occultist must understand; he judges only within the context of his own life’s karma.

[ 53 ] Man muss nicht vergessen, dass er unendlich viel geleistet hat. Was er geleistet hat, wird gewonnen sein. Was er verbrochen hat, wird durch ihn wieder abgearbeitet werden müssen. Der Außenstehende hat nicht zu richten über den Mitmenschen, weil Karma der unbestechliche und gerechte Richter ist. Deshalb mischen wir uns auch in persönliche Angelegenheiten nicht hinein.

[ 53 ] We must not forget that he has accomplished an infinite amount. What he has accomplished will be his gain. What he has done wrong will have to be worked off by him. An outsider has no right to judge a fellow human being, because karma is the incorruptible and just judge. That is why we do not interfere in personal matters either.

[ 54 ] Olcott hat es für gut befunden, den Generalsekretär der Deutschen Sektion in dieser Frage nicht zu befragen. Es ist also die deutsche Stimme nicht infrage gekommen. Das möchte ich nicht als Unglück bezeichnen, weil es dem Okkultisten schwer gewesen wäre, eine bestimmte Stellung einzunehmen. Leadbeater hat die Anschauung, dass er recht gehandelt hat, und die Meinung, dass er mit dem, was er verbrochen hat, im Sinne der Kulturentwicklung gut gewirkt hat. Diejenigen aber, die über ihn geurteilt haben, sind der Meinung, dass er etwas Schlimmes getan hat, das nach den Gesetzbüchern der verschiedensten Staaten - mit Ausnahme Italiens - in schwerster Weise bestraft wird.

[ 54 ] Olcott saw fit not to consult the General Secretary of the German Section on this matter. The German perspective was therefore not taken into account. I would not call this a misfortune, because it would have been difficult for the occultist to take a definite position. Leadbeater believes that he acted correctly and that, by what he did, he contributed positively to cultural development. However, those who have judged him are of the opinion that he committed a grave offense, one that is punishable by the most severe penalties under the laws of various countries—with the exception of Italy.

[ 55 ] Wir haben hier einen Fall, der eine Krisis, eine Schwierigkeit innerhalb der theosophischen Bewegung bedeutet. Und vielleicht [diejenigen], die heute erst zutreten wollen zur theosophischen Bewegung oder erst kurze Zeit dabei sind und oberflächlich bekannt sind mit dem, was in der theosophischen Bewegung vorgeht, die werden sich sagen: Wenn in der theosophischen Bewegung solche Dinge vorkommen können, wenn ein Mensch, der Bücher schrieb, die unzählige Schüler gebracht haben, der Unmoral verfallen kann und angeklagt werden kann, [dann] bleibt uns fern, wenn das eine so gefährliche Sache ist. - Andere werden Angst bekommen, wenn sie hören, dass ein Weitvorgeschrittener in einen solchen Fall kommen kann. Wer weiter vorgeschritten ist, der wird sich sagen: Wie viele Leute auch abfallen mögen, das kann der theosophischen Bewegung nicht schaden. Gerade darin wird sich zeigen, wer in die theosophische Bewegung nur hineingeregnet ist, wenn sie wegen solcher Ereignisse abfallen. Diejenigen aber, welche die Bedeutung und Größe und den Wert der theosophischen Gesellschaft erkennen, werden sich besser zusammenschließen. Sie werden gerade auf dem Gebiete des Okkultismus und des esoterischen Lebens die sonderbarsten Dinge erleben. Nicht nur der geht aus der Bewegung heraus, der für den ethisch denkenden Menschen etwas nicht ganz Richtiges [getan] hat. Grund dazu kann es auch geben, wenn über die theosophische Bewegung und über die Mitglieder der theosophischen Bewegung gesprochen wird, wenn von Standpunkten geurteilt wird, die die theosophische Bewegung nur in ein jämmerliches Licht zu stellen vermögen, - vermöge ihrer Voraussetzungen. Unsere Kultur leidet an einem Übel, das das Übel vieler abscheulicher Schattenseiten der Kultur ist. Es ist das Übel, das mit dem sexuellen Leben zusammenhängt. Derjenige, der offene Augen hat und sehen kann, in welch jammervollen Sumpf die Menschheit hineinsegelt, der ein Vielseitiges ist, der kann bis zu einem gewissen Grade ein Guter und bis zu einem gewissen Grade ein Böser sein. Diejenigen, die den weißen Pfad betreten haben, steigen die guten Seiten der Kultur hinan, diejenigen, die den schwarzen Pfad betreten haben, besteigen die verwerfliche Seite, die schlimme Seite, sodass alles, was sie hören können von irgendeiner Seite, über schlimme Seiten des Okkultismus, nichts anderes ist als das ins Groteske, ins Karikaturhafte Verzerrte des Okkultismus.

[ 55 ] We have here a situation that represents a crisis, a difficulty within the Theosophical Movement. And perhaps [those] who are just now considering joining the Theosophical Movement, or who have only recently joined and are only superficially familiar with what is happening within the Movement, will say to themselves: “If such things can happen in the Theosophical Movement—if a person who wrote books that have attracted countless students can fall into immorality and be accused—[then] we’d better stay away, since this is such a dangerous matter.” Others will become frightened when they hear that even a highly advanced practitioner can find themselves in such a situation. Those who are more advanced will say to themselves: No matter how many people may fall away, this cannot harm the Theosophical Movement. It is precisely in this that it will become clear who merely drifted into the Theosophical Movement, if they fall away because of such events. But those who recognize the significance, greatness, and value of the Theosophical Society will unite more closely. They will experience the most extraordinary things, particularly in the realm of occultism and esoteric life. It is not only those who have done something that is not quite right—from the perspective of an ethically minded person—who leave the movement. There may also be cause for this when people speak about the Theosophical Movement and its members from viewpoints that, by their very nature, can only cast the Theosophical Movement in a pitiful light. Our culture suffers from an evil that is the root of many of its abhorrent dark sides. It is the evil connected with sexual life. The person who has open eyes and can see into what a wretched quagmire humanity is sailing toward—the person who is multifaceted—can be, to a certain degree, good and, to a certain degree, evil. Those who have set foot on the white path ascend the good aspects of culture; those who have set foot on the black path ascend the reprehensible side, the evil side, so that everything they may hear from any quarter about the dark aspects of the occult is nothing other than a grotesque, caricatured distortion of the occult.

[ 56 ] Freilich können die Leute sagen, was unsere Dichter und Dichterinnen, was unsere Künstler und Künstlerinnen leisten, was nach diesen Richtungen hin an Scheußlichkeiten geleistet wird, ist schon groß genug. Man braucht den Okkultismus nicht mehr zu verbieten. Sie müssten den Okkultismus einfach streichen, trotzdem [er] so notwendig ist, da [die Menschheit] zugrunde gehen müsste, wenn sie denselben nicht hätte. Ich habe schon in Paris zu unseren Mitgliedern gesagt: Durch ein einfaches Gleichnis lässt sich der Fall Leadbeater erledigen. Er soll nicht entschuldigt und auch nicht verteidigt sein: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten; wo starkes Licht ist, ist auch schwarzer Schatten. Nun braucht der Okkultismus das Licht der Kulturbewegung. Er hat aber schwarze Schatten. Es wird sich also darum handeln, dass allmählich die theosophische Bewegung, trotz ihrer schweren Krisis, trotz ihrer schweren Beeinträchtigungen, über die Schatten hinwegkommt zu einer wirklichen Fruchtbarmachung des Lichtes, das sie zu üben hat.

[ 56 ] Of course, people may say that what our poets—men and women—and our artists—men and women—produce, and the abominations created in these fields, are already significant enough. There is no longer any need to ban the occult. They would simply have to do away with occultism, even though it is so necessary, since humanity would perish if it did not have it. I already told our members in Paris: The Leadbeater case can be resolved with a simple parable. He is neither to be excused nor defended: Where there is much light, there is also much shadow; where there is strong light, there is also black shadow. Now, occultism needs the light of the cultural movement. But it has black shadows. The task, therefore, will be for the Theosophical Movement—despite its severe crisis and despite the serious setbacks it faces—to gradually rise above these shadows and truly bring to fruition the light it is called upon to practice.

[ 57 ] Es konnte nicht meine Aufgabe sein, Ihnen, nur um einen Tag länger hier zu sein, dieses etwas schmerzliche Ereignis der theosophischen Bewegung zu erzählen. Aber ich habe Ihnen zu gleicher Zeit zu sagen gehabt - und das ist meine Aufgabe -, dass auch meiner eigenen Auffassung nach ein solches Ereignis die Stoßkraft und den Impuls der theosophischen Bewegung nicht beeinträchtigen kann. Selbst wenn es sich in verschiedenen Krisen, die die theosophische Bewegung erlebt in der nächsten Zeit, ergeben würde, dass aus einem Verkennen des eigentlichen Kernpunktes und aus einem bloßen Hinschauen auf die Schattenseiten Verfolgungen sich ergeben könnten derjenigen, die die Sache führen, so dürften wir keinen Augenblick wanken, wenn wir die Größe und die Kulturbedeutung der theosophischen Bewegung einsehen. Wir werden auch über die Leadbeater-Krisis hinwegkommen. Diejenigen aber, die nicht wissen, um was es sich handelt, die werden abfallen. Sie wissen, dass große Aufgaben von allen Seiten an die Pforten klopfen, die wir als die Pforten der Kultur der Zukunft kennen. Sehen Sie, wie die Welt physisch und moralisch in Flammen steht. Bedenken Sie, wie der Boden unter den Füßen zu wanken beginnt, nicht nur im Osten, sondern auch in Europa, und verstehen Sie die tiefe Rolle, welche die Erkenntnis der Geisteskräfte bedingt. Wer so denkt, wird auch den Fall Leadbeater anders ansehen. Es rast der Sturm und fordert seine Opfer. Es ist ein großes Opfer, wie es sich noch herausstellen wird in den Konsequenzen, die der Fall Leadbeater nach sich ziehen wird. In der nächsten Nummer des «Luzifer» werde ich eine Darstellung des Falles Leadbeater und alles dessen, was mit dieser Sache zusammenhängt, geben. Ich bitte zu gleicher Zeit zu entschuldigen, dass der «Luzifer» so unregelmäßig erscheint, aber die nächste Nummer wird am 31. erscheinen. Sie werden sich dann aus der Lektüre noch ein genaues Urteil bilden können über den Fall, dessen Besprechung sich fast unüberwindliche Schwierigkeiten entgegensetzen.

[ 57 ] It could not have been my task to tell you about this somewhat painful event in the Theosophical Movement just so that I might stay here one day longer. But at the same time, I had to tell you—and this is my duty—that, in my own view as well, such an event cannot undermine the driving force and momentum of the Theosophical Movement. Even if, in the various crises the Theosophical Movement will face in the near future, a misunderstanding of the actual crux of the matter and a focus solely on the negative aspects were to lead to persecution of those who lead the cause, we must not waver for a moment if we recognize the greatness and cultural significance of the Theosophical Movement. We will also overcome the Leadbeater crisis. But those who do not know what is at stake will fall away. You know that great tasks are knocking at the gates from all sides—gates we recognize as the gates of the culture of the future. See how the world is ablaze, both physically and morally. Consider how the ground beneath our feet is beginning to shake—not only in the East but also in Europe—and understand the profound role that the recognition of spiritual forces entails. Anyone who thinks this way will also view the Leadbeater case differently. The storm is raging and claiming its victims. It is a great sacrifice, as will become clear from the consequences that the Leadbeater case will entail. In the next issue of *Luzifer*, I will present an account of the Leadbeater case and everything related to this matter. At the same time, I ask for your understanding regarding the irregular publication schedule of *Luzifer*; however, the next issue will appear on the 31st. You will then be able to form your own precise judgment from the text regarding this case, the discussion of which faces almost insurmountable difficulties.

[ 58 ] Damit wäre ich an das Ende meiner Auseinandersetzungen [gekommen].

[ 58 ] That would bring me to the end of my discussions.