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The Occult Movement
in the Nineteenth Century
and its Relationship to World Culture
GA 254

22 October 1915, Stuttgart

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Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge
  1. The Occult Movement in the Nineteenth Century, tr. Osmond
  2. The Occult Movement, tr. SOL

Siebenter Vortrag

Siebenter Vortrag

[ 1 ] Ich habe gelegentlich der Auseinandersetzungen der letzten Tage eine Bemerkung gemacht, auf die ich heute noch einmal zurückkommen will, weil sie in ihrer weiteren Konsequenz eine Art Unterlage bilden sollte für dasjenige, was ich in den nächsten Tagen zu sagen haben werde. Ich habe gesagt, daß es in einer gewissen Hinsicht notwendig war, mit unserer geisteswissenschaftlichen Bewegung einmal eine solche spirituelle Bewegung zu begründen, welche ganz mit den Anforderungen des gegenwärtigen Entwickelungszyklus der Menschheit rechnet, welche wirklich alles das in Erwägung zieht, was gerade aus der Entwickelung der Menschheit heraus sich ergibt als eine Notwendigkeit für eine geisteswissenschaftliche Bewegung in unserer Zeit. Eine Bewegung also, welche das atavistische Hellsehen und auch das Wissen, das vom atavistischen Hellsehen zurückgeblieben ist, als antiquiert, als nicht mehr für unsere Zeit brauchbar betrachtet, also in einer gewissen Beziehung nicht mehr rechnet mit demjenigen, was von atavistischer Seite herstammt.

[ 1 ] Ich habe gelegentlich der Auseinandersetzungen der letzten Tage eine Bemerkung gemacht, auf die ich heute noch einmal zurückkommen will, weil sie in ihrer weiteren Konsequenz eine Art Unterlage bilden sollte für dasjenige, was ich in den nächsten Tagen zu sagen haben werde. Ich habe gesagt, daß es in einer gewissen Hinsicht notwendig war, mit unserer geisteswissenschaftlichen Bewegung einmal eine solche spirituelle Bewegung zu begründen, welche ganz mit den Anforderungen des gegenwärtigen Entwickelungszyklus der Menschheit rechnet, welche wirklich alles das in Erwägung zieht, was gerade aus der Entwickelung der Menschheit heraus sich ergibt als eine Notwendigkeit für eine geisteswissenschaftliche Bewegung in unserer Zeit. Eine Bewegung also, welche das atavistische Hellsehen und auch das Wissen, das vom atavistischen Hellsehen zurückgeblieben ist, als antiquiert, als nicht mehr für unsere Zeit brauchbar betrachtet, also in einer gewissen Beziehung nicht mehr rechnet mit demjenigen, was von atavistischer Seite herstammt.

[ 2 ] Damit war gegeben, daß eine große Menge desjenigen Wissens, das in der sogenannten Theosophischen Gesellschaft gegeben wurde, so wie es dort gegeben wurde, einfach abgewiesen werden mußte, oder ignoriert wurde, und daß von gewissen Seiten her ganz neu gebaut wurde. Es war daher auch das eifrigste Bestreben von Anfang an von seiten der alten Vertreter der Theosophischen Gesellschaft, uns Widerstand entgegenzusetzen. Ich will nur ein Beispiel nennen.

[ 2 ] Damit war gegeben, daß eine große Menge desjenigen Wissens, das in der sogenannten Theosophischen Gesellschaft gegeben wurde, so wie es dort gegeben wurde, einfach abgewiesen werden mußte, oder ignoriert wurde, und daß von gewissen Seiten her ganz neu gebaut wurde. Es war daher auch das eifrigste Bestreben von Anfang an von seiten der alten Vertreter der Theosophischen Gesellschaft, uns Widerstand entgegenzusetzen. Ich will nur ein Beispiel nennen.

[ 3 ] Sie können das, was von mir im Jahre 1904 in der ersten Auflage meiner «Theosophie» veröffentlicht worden ist in bezug auf die Schilderung der Seelenwelt und des Geisterlandes, mit dem vergleichen, was vorher da war. Sie müssen namentlich ins Auge fassen die genaue Unterscheidung, die von mir gemacht worden ist in bezug auf die seelische Welt und in bezug auf das seelische Innere des Menschen und dann werden Sie sehen, wie da ein großer Wert darauf gelegt wurde, genau festzuhalten die Unterscheidung in Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseinsseele. Diese dreifache Unterscheidung war niemals in der Literatur der Theosophischen Gesellschaft gemacht worden, bei uns wurde gleich mit dieser Unterscheidung aufgetreten.

[ 3 ] Sie können das, was von mir im Jahre 1904 in der ersten Auflage meiner «Theosophie» veröffentlicht worden ist in bezug auf die Schilderung der Seelenwelt und des Geisterlandes, mit dem vergleichen, was vorher da war. Sie müssen namentlich ins Auge fassen die genaue Unterscheidung, die von mir gemacht worden ist in bezug auf die seelische Welt und in bezug auf das seelische Innere des Menschen und dann werden Sie sehen, wie da ein großer Wert darauf gelegt wurde, genau festzuhalten die Unterscheidung in Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseinsseele. Diese dreifache Unterscheidung war niemals in der Literatur der Theosophischen Gesellschaft gemacht worden, bei uns wurde gleich mit dieser Unterscheidung aufgetreten.

[ 4 ] Gerade mit dieser Unterscheidung verhielt es sich so, daß von der anderen Seite das Bestreben bestand, sie zu verwischen, sie nicht aufkommen zu lassen. Ich erinnere mich noch lebhaft, wie man unseren jetzt schon verstorbenen Freund Ludwig Lindemann, der sich bemühte, unsere Sache in Italien durchzutragen, immer wieder versucht hat, davon zurückzubringen, indem man sagte: Es ist doch nur mit anderen Worten dasselbe, was in unseren Lehren auch schon gesagt ist. — Kurz, man wollte nicht aufkommen lassen, daß etwas Neues darin ist; und es war notwendig, immer wieder auf diese dreifache Unterscheidung hinzuweisen, damit die Leute sehen sollten, worauf es da ankommt. Und so war es bei sehr, sehr vielen Dingen.

[ 4 ] Gerade mit dieser Unterscheidung verhielt es sich so, daß von der anderen Seite das Bestreben bestand, sie zu verwischen, sie nicht aufkommen zu lassen. Ich erinnere mich noch lebhaft, wie man unseren jetzt schon verstorbenen Freund Ludwig Lindemann, der sich bemühte, unsere Sache in Italien durchzutragen, immer wieder versucht hat, davon zurückzubringen, indem man sagte: Es ist doch nur mit anderen Worten dasselbe, was in unseren Lehren auch schon gesagt ist. — Kurz, man wollte nicht aufkommen lassen, daß etwas Neues darin ist; und es war notwendig, immer wieder auf diese dreifache Unterscheidung hinzuweisen, damit die Leute sehen sollten, worauf es da ankommt. Und so war es bei sehr, sehr vielen Dingen.

[ 5 ] So war also bei uns von Anfang an die Richtung eingeschlagen, die von unserem gegenwärtigen Zeitenzyklus gefordert wird: wirklich zu berücksichtigen und in Erwägung zu ziehen alles das, wovon ich Ihnen — wenigstens skizzenhaft — in den letzten Tagen und Wochen einiges habe sagen können. Aber um dieses strikt durchzuführen, war notwendig, sozusagen die ganze Art und Weise des Wirkens, wie sie überall in der Theosophischen Gesellschaft vorhanden war, anders zu gestalten. Und da ergab sich selbstverständlich vieles Mühsame, vieles recht Mühsame. Es ist der Ausdruck dieses Mühsamen in dem gegeben, wie ich selbst in die Literatur nur eingreifen konnte. Gewisse Dinge mußten natürlich in den ersten Jahren mit einer starken Reserve von mir dargestellt werden, einfach aus dem Grunde, weil Jahre notwendig waren, um gewisse Dinge genau nachzuprüfen, und weil ich von Anfang an mir vorgesetzt hatte, nichts anderes zu veröffentlichen und im wesentlichen auch nichts anderes zu sagen, als wofür ich in der Weise einstehen konnte, daß ich es nachgeprüft hatte.

[ 5 ] So war also bei uns von Anfang an die Richtung eingeschlagen, die von unserem gegenwärtigen Zeitenzyklus gefordert wird: wirklich zu berücksichtigen und in Erwägung zu ziehen alles das, wovon ich Ihnen — wenigstens skizzenhaft — in den letzten Tagen und Wochen einiges habe sagen können. Aber um dieses strikt durchzuführen, war notwendig, sozusagen die ganze Art und Weise des Wirkens, wie sie überall in der Theosophischen Gesellschaft vorhanden war, anders zu gestalten. Und da ergab sich selbstverständlich vieles Mühsame, vieles recht Mühsame. Es ist der Ausdruck dieses Mühsamen in dem gegeben, wie ich selbst in die Literatur nur eingreifen konnte. Gewisse Dinge mußten natürlich in den ersten Jahren mit einer starken Reserve von mir dargestellt werden, einfach aus dem Grunde, weil Jahre notwendig waren, um gewisse Dinge genau nachzuprüfen, und weil ich von Anfang an mir vorgesetzt hatte, nichts anderes zu veröffentlichen und im wesentlichen auch nichts anderes zu sagen, als wofür ich in der Weise einstehen konnte, daß ich es nachgeprüft hatte.

[ 6 ] Nun waren ja, wie Sie einsehen werden gerade nach den Bemerkungen, die ich in den letzten Tagen hier gemacht habe, Verwirrungen dadurch eingetreten, daß man die Forschung über das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in ein ganz falsches Fahrwasser gebracht hatte. Ich habe Ihnen das in den letzten Vorträgen geschildert. Aber es ist nicht immer ganz leicht gewesen, diese Dinge aus erster Hand nachzuprüfen. Wenn man gewissenhaft und mit voller Verantwortung vorgehen wollte, so mußte man eben wirklich genau auf alles eingehen, was sich einem an Gelegenheiten bot, um nachzuprüfen. Und diese Gelegenheiten dürfen nicht herbeigeführt werden, sondern in der Geistesforschung muß alles abgewartet werden. Sie dürfen nicht einmal im entferntesten herbeigewünscht werden.

[ 6 ] Nun waren ja, wie Sie einsehen werden gerade nach den Bemerkungen, die ich in den letzten Tagen hier gemacht habe, Verwirrungen dadurch eingetreten, daß man die Forschung über das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in ein ganz falsches Fahrwasser gebracht hatte. Ich habe Ihnen das in den letzten Vorträgen geschildert. Aber es ist nicht immer ganz leicht gewesen, diese Dinge aus erster Hand nachzuprüfen. Wenn man gewissenhaft und mit voller Verantwortung vorgehen wollte, so mußte man eben wirklich genau auf alles eingehen, was sich einem an Gelegenheiten bot, um nachzuprüfen. Und diese Gelegenheiten dürfen nicht herbeigeführt werden, sondern in der Geistesforschung muß alles abgewartet werden. Sie dürfen nicht einmal im entferntesten herbeigewünscht werden.

[ 7 ] Am meisten verbürgt durch alles, was ich Ihnen schon dargestellt habe, wie sie es sich vorgestellt haben, waren die vermeintlichen Erkenntnisse, die über das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt da waren. Aber während man auf dem physischen Plane falsche Forschungsergebnisse einfach dadurch richtigstellt, daß man sie mit physischen Mitteln nachprüft, und dann verhältnismäßig leicht herausbekommen kann, daß sie unrichtig sind, so ist das natürlich in den geistigen Welten doch noch anders. In den geistigen Welten ist das Vorhandensein einer falschen, unrichtigen Vorstellung über einen Tatbestand für die Forschung selbst verwirrend. Wenn also Dinge herausgekommen sind auf die Weise, wie ich sie Ihnen angedeutet habe in bezug auf die Mitteilungen über das Leben nach dem Tode durch Medien, so daß es eigentlich gar keine Mitteilungen von den Toten waren, sondern durch allerlei Neigungen bestimmte Mitteilungen von Lebenden, so waren diese angeblichen Forschungsresultate doch da. Die stehen dann vor einem. Und wenn man auf diesem Gebiete prüft, so hat man diese Forschungsresultate als reale Mächte zu bekämpfen. Etwas, was auf dem physischen Plane gesagt wird, kann man zurückweisen. Da setzt man sich an den Schreibtisch und weist es zurück. Ein falsches Forschungstesultat in der geistigen Welt ist ein lebendiges Wesen. Das ist da, das muß man erst bekämpfen, das muß man erst wegschaffen.

[ 7 ] Am meisten verbürgt durch alles, was ich Ihnen schon dargestellt habe, wie sie es sich vorgestellt haben, waren die vermeintlichen Erkenntnisse, die über das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt da waren. Aber während man auf dem physischen Plane falsche Forschungsergebnisse einfach dadurch richtigstellt, daß man sie mit physischen Mitteln nachprüft, und dann verhältnismäßig leicht herausbekommen kann, daß sie unrichtig sind, so ist das natürlich in den geistigen Welten doch noch anders. In den geistigen Welten ist das Vorhandensein einer falschen, unrichtigen Vorstellung über einen Tatbestand für die Forschung selbst verwirrend. Wenn also Dinge herausgekommen sind auf die Weise, wie ich sie Ihnen angedeutet habe in bezug auf die Mitteilungen über das Leben nach dem Tode durch Medien, so daß es eigentlich gar keine Mitteilungen von den Toten waren, sondern durch allerlei Neigungen bestimmte Mitteilungen von Lebenden, so waren diese angeblichen Forschungsresultate doch da. Die stehen dann vor einem. Und wenn man auf diesem Gebiete prüft, so hat man diese Forschungsresultate als reale Mächte zu bekämpfen. Etwas, was auf dem physischen Plane gesagt wird, kann man zurückweisen. Da setzt man sich an den Schreibtisch und weist es zurück. Ein falsches Forschungstesultat in der geistigen Welt ist ein lebendiges Wesen. Das ist da, das muß man erst bekämpfen, das muß man erst wegschaffen.

[ 8 ] Gerade so, wie ich Ihnen gesagt habe, daß die Gedanken lebendige Wesen sind, so sind auch die falschen Forschungsresultate reale Mächte, die sofort da sind, wenn man die Schwelle der geistigen Welt übertritt. So daß man sagen kann, man tritt nun ein in die geistige Welt und will die Erkenntnis von dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zutage fördern. Aber jetzt stehen die falschen Gedanken, die produziert worden sind, als lebendige Wesen vor einem. Die sind real; die erwecken zunächst den Anschein, daß sie real, daß sie wahr sind. Man muß sie daher erst bekämpfen, man muß erst prüfen, ob sie diejenigen Eigenschaften haben, welche unwahre Gedanken haben, oder ob sie die Eigenschaften des Wahren, das heißt, lebensfähige Eigenschaften haben.

[ 8 ] Gerade so, wie ich Ihnen gesagt habe, daß die Gedanken lebendige Wesen sind, so sind auch die falschen Forschungsresultate reale Mächte, die sofort da sind, wenn man die Schwelle der geistigen Welt übertritt. So daß man sagen kann, man tritt nun ein in die geistige Welt und will die Erkenntnis von dem Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zutage fördern. Aber jetzt stehen die falschen Gedanken, die produziert worden sind, als lebendige Wesen vor einem. Die sind real; die erwecken zunächst den Anschein, daß sie real, daß sie wahr sind. Man muß sie daher erst bekämpfen, man muß erst prüfen, ob sie diejenigen Eigenschaften haben, welche unwahre Gedanken haben, oder ob sie die Eigenschaften des Wahren, das heißt, lebensfähige Eigenschaften haben.

[ 9 ] Das muß man zunächst prüfen, und das dauert zuweilen lange Zeit. Und so war es natürlich schwierig, wenn man sich diese Nachprüfung zur Aufgabe setzte, gerade über dieses Gebiet des Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zu forschen, schwierig, weil so viele falsche Ergebnisse zutage gefördert worden waren. Deshalb war es notwendig, sich gerade in dieser Beziehung große Reserven aufzuerlegen, dahingehend, daß die Dinge nur gesagt wurden, wenn sie absolut und strikt als wahr vertreten werden konnten. Daher war vieles notwendig, bevor zum Beispiel der Vortragszyklus gehalten werden konnte, der jetzt vorliegt über das «Innere Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt».

[ 9 ] Das muß man zunächst prüfen, und das dauert zuweilen lange Zeit. Und so war es natürlich schwierig, wenn man sich diese Nachprüfung zur Aufgabe setzte, gerade über dieses Gebiet des Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zu forschen, schwierig, weil so viele falsche Ergebnisse zutage gefördert worden waren. Deshalb war es notwendig, sich gerade in dieser Beziehung große Reserven aufzuerlegen, dahingehend, daß die Dinge nur gesagt wurden, wenn sie absolut und strikt als wahr vertreten werden konnten. Daher war vieles notwendig, bevor zum Beispiel der Vortragszyklus gehalten werden konnte, der jetzt vorliegt über das «Innere Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt».

[ 10 ] Dieses Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt — im allgemeinen ist es leicht zu schildern. Es beginnt damit, daß der Mensch, nachdem er jene Rückschau absolviert hat, die durch die Abtrennung des Ätherleibes vom physischen Leib gegeben ist, in dem lebt, was gewöhnlich durch die Literatur der Theosophischen Gesellschaft genannt wurde: Kamaloka. Aber vergleichen Sie das, was in jener Literatur Kamaloka genannt wurde, mit dem, was allmählich im Laufe der Jahre veröffentlicht worden ist, dann werden Sie schon den beträchtlichen Unterschied finden. Nun sage ich nicht - ich bitte, mich da nicht mißzuverstehen -, daß in der Gegenwart jeder die Aufgabe hat, alles nachzuprüfen. Es kann viel verbreitet werden aus Gründen, die man in seiner Seele hat. Die Aufgabe des einen ist eben nicht die des anderen. Ich betrachte es als meine Aufgabe, nichts zu sagen, was ich nicht als nachgeprüft vertreten kann. Das betrachte ich als meine spezielle, ganz individuelle Aufgabe.

[ 10 ] Dieses Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt — im allgemeinen ist es leicht zu schildern. Es beginnt damit, daß der Mensch, nachdem er jene Rückschau absolviert hat, die durch die Abtrennung des Ätherleibes vom physischen Leib gegeben ist, in dem lebt, was gewöhnlich durch die Literatur der Theosophischen Gesellschaft genannt wurde: Kamaloka. Aber vergleichen Sie das, was in jener Literatur Kamaloka genannt wurde, mit dem, was allmählich im Laufe der Jahre veröffentlicht worden ist, dann werden Sie schon den beträchtlichen Unterschied finden. Nun sage ich nicht - ich bitte, mich da nicht mißzuverstehen -, daß in der Gegenwart jeder die Aufgabe hat, alles nachzuprüfen. Es kann viel verbreitet werden aus Gründen, die man in seiner Seele hat. Die Aufgabe des einen ist eben nicht die des anderen. Ich betrachte es als meine Aufgabe, nichts zu sagen, was ich nicht als nachgeprüft vertreten kann. Das betrachte ich als meine spezielle, ganz individuelle Aufgabe.

[ 11 ] Nun möchte ich noch einiges sagen, was wichtig ist zu berücksichtigen, wenn gerade diese ersten Jahre bezüglich des Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zur Sprache kommen. Über diese ersten Jahre oder Jahrzehnte kann man eigentlich ein positives, gutes Bild nur gewinnen, wenn man mancherlei vergleicht. Nur durch mancherlei, was sich da ergibt durch den Vergleich, läßt sich ein gutes Bild gewinnen, läßt sich, wenn ich so sagen darf, das allgemeine Bild, das ich in der «Theosophie» gegeben habe, durch allerlei Einzelheiten ergänzen; und darauf beruht ja unsere ganze Entwickelung. In der «Theosophie» ist gewissermaßen ein großer Grundriß gegeben, und dann sollte unsere Arbeit darin bestehen, auszufüllen die einzelnen Rubriken, auszufüllen, was dem großen Plane nach gezeichnet ist. Es handelt sich also darum, manches herbeizubringen, wodurch dieses oder jenes ausgefüllt werden kann, und wenn Sie ausgehen von der Darstellung in der «Theosophie» und dann übergehen zu dem, was in den Zyklen steht, zu dem, was immer intimer und intimer gesagt worden ist, was auch dann später gedruckt worden ist, so werden Sie sehen, daß wir wirklich ein Fortschreiten hatten, ein intimeres und immer intimeres Kennenlernen.

[ 11 ] Nun möchte ich noch einiges sagen, was wichtig ist zu berücksichtigen, wenn gerade diese ersten Jahre bezüglich des Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zur Sprache kommen. Über diese ersten Jahre oder Jahrzehnte kann man eigentlich ein positives, gutes Bild nur gewinnen, wenn man mancherlei vergleicht. Nur durch mancherlei, was sich da ergibt durch den Vergleich, läßt sich ein gutes Bild gewinnen, läßt sich, wenn ich so sagen darf, das allgemeine Bild, das ich in der «Theosophie» gegeben habe, durch allerlei Einzelheiten ergänzen; und darauf beruht ja unsere ganze Entwickelung. In der «Theosophie» ist gewissermaßen ein großer Grundriß gegeben, und dann sollte unsere Arbeit darin bestehen, auszufüllen die einzelnen Rubriken, auszufüllen, was dem großen Plane nach gezeichnet ist. Es handelt sich also darum, manches herbeizubringen, wodurch dieses oder jenes ausgefüllt werden kann, und wenn Sie ausgehen von der Darstellung in der «Theosophie» und dann übergehen zu dem, was in den Zyklen steht, zu dem, was immer intimer und intimer gesagt worden ist, was auch dann später gedruckt worden ist, so werden Sie sehen, daß wir wirklich ein Fortschreiten hatten, ein intimeres und immer intimeres Kennenlernen.

[ 12 ] So ist es notwendig, wenn man ein genaues Bild über die ersten Jahre oder Jahrzehnte des Lebens nach dem Tode gewinnen will, zu vergleichen, wie sich dieses Leben ausnimmt bei Menschen, die ganz jung, sagen wir, in dem jüngsten Kindesalter gestorben sind, und wie es sich ausnimmt bei Menschen, die etwas später, etwa in der Mitte des Lebens gestorben sind, und dann wieder bei Menschen, die im hohen Alter gestorben sind. Da sind die Dinge überall in hohem Maße verschieden. In Wirklichkeit ist das Leben nach dem Tode in hohem Maße verschieden, je nachdem man früh oder spät verstorben ist; und ein wirklich getreues Bild ergibt sich erst aus solchen Vergleichen der Erlebnisse von den in verschiedenen Lebensaltern verstorbenen Menschen.

[ 12 ] So ist es notwendig, wenn man ein genaues Bild über die ersten Jahre oder Jahrzehnte des Lebens nach dem Tode gewinnen will, zu vergleichen, wie sich dieses Leben ausnimmt bei Menschen, die ganz jung, sagen wir, in dem jüngsten Kindesalter gestorben sind, und wie es sich ausnimmt bei Menschen, die etwas später, etwa in der Mitte des Lebens gestorben sind, und dann wieder bei Menschen, die im hohen Alter gestorben sind. Da sind die Dinge überall in hohem Maße verschieden. In Wirklichkeit ist das Leben nach dem Tode in hohem Maße verschieden, je nachdem man früh oder spät verstorben ist; und ein wirklich getreues Bild ergibt sich erst aus solchen Vergleichen der Erlebnisse von den in verschiedenen Lebensaltern verstorbenen Menschen.

[ 13 ] So zum Beispiel war es eine wesentliche, eine wichtige Grundlage, um auf gewisse Dinge zu kommen, daß man sich davon überzeugte, wie es mit früh aus dem Leben geschiedenen Menschen ist, ich will sagen, mit kleinen Kindern, und dann wieder mit aus dem Leben geschiedenen Menschen von elf, zwölf, dreizehn Jahren. Es ist wirklich ein großer Unterschied zu bemerken für das Leben post mortem, für das nachtodliche Leben, ob ein Mensch vor dem achten, neunten Jahre oder vor dem sechzehnten, siebzehnten Jahre gestorben ist. Das ist deutlich zu entnehmen aus gewissen Erlebnissen, die man mit den Toten haben kann. So kann man beobachten bei ganz früh verstorbenen Menschen, bei Menschen, die im zartesten Kindesalter gestorben sind, daß sie sich nach dem Tode sehr, sehr viel beschäftigen mit den Aufgaben, die die Menschheit hat unmittelbar in der Zeit, die nach diesen Toden folgt.

[ 13 ] So zum Beispiel war es eine wesentliche, eine wichtige Grundlage, um auf gewisse Dinge zu kommen, daß man sich davon überzeugte, wie es mit früh aus dem Leben geschiedenen Menschen ist, ich will sagen, mit kleinen Kindern, und dann wieder mit aus dem Leben geschiedenen Menschen von elf, zwölf, dreizehn Jahren. Es ist wirklich ein großer Unterschied zu bemerken für das Leben post mortem, für das nachtodliche Leben, ob ein Mensch vor dem achten, neunten Jahre oder vor dem sechzehnten, siebzehnten Jahre gestorben ist. Das ist deutlich zu entnehmen aus gewissen Erlebnissen, die man mit den Toten haben kann. So kann man beobachten bei ganz früh verstorbenen Menschen, bei Menschen, die im zartesten Kindesalter gestorben sind, daß sie sich nach dem Tode sehr, sehr viel beschäftigen mit den Aufgaben, die die Menschheit hat unmittelbar in der Zeit, die nach diesen Toden folgt.

[ 14 ] Die äußeren Vertreter der Religionsgemeinschaften tun gar nichts dagegen, daß sich gewisse Vorstellungen bei den Menschen festsetzen, die mit der Wahrheit nicht übereinstimmen. Sie werden es aus Ihrer eigenen Lebenspraxis wissen, daß von seiten der Vertreter der Religionsgemeinschaften nicht viel geschieht gegen die Vorstellungen, daß, wenn ein alter Mensch oder ein Kind stirbt, die Menschen es sich so vorstellen, daß dann der Alte drüben auch als Alter und das Kind drüben auch als Kind weiterlebt. Aber die Art, wie die Seelen hier leben, hat nichts zu tun mit der Art, wie sie drüben leben. Wenn ich auch als drei oder sechs Monate altes Kind sterbe, so kommen da die vielen ganzen Erdenleben in Betracht, und ich kann doch als sehr reife Seele in die geistige Welt eintreten. Es ist also total falsch, sich vorzustellen, daß das Kind als Kind fortlebt. Da findet man dann, daß solche Seelen, die früh im Kindesalter gestorben sind, Aufgaben bekommen, die zusammenhängen mit dem, was die Erde braucht, um den nötigen Geistesfond zu bekommen zum Weiterarbeiten. Ich möchte sagen, die Menschen können nicht arbeiten auf der Erde, ohne von den geistigen Welten heraus Impulse zu bekommen. Die Impulse kommen aber nicht in einer solch verwaschenen Weise, wie es sich der Pantheismus vorstellt, sondern sie kommen von wirklichen Wesen, und unter diesen findet man auch die Seelen früh verstorbener Kinder.

[ 14 ] Die äußeren Vertreter der Religionsgemeinschaften tun gar nichts dagegen, daß sich gewisse Vorstellungen bei den Menschen festsetzen, die mit der Wahrheit nicht übereinstimmen. Sie werden es aus Ihrer eigenen Lebenspraxis wissen, daß von seiten der Vertreter der Religionsgemeinschaften nicht viel geschieht gegen die Vorstellungen, daß, wenn ein alter Mensch oder ein Kind stirbt, die Menschen es sich so vorstellen, daß dann der Alte drüben auch als Alter und das Kind drüben auch als Kind weiterlebt. Aber die Art, wie die Seelen hier leben, hat nichts zu tun mit der Art, wie sie drüben leben. Wenn ich auch als drei oder sechs Monate altes Kind sterbe, so kommen da die vielen ganzen Erdenleben in Betracht, und ich kann doch als sehr reife Seele in die geistige Welt eintreten. Es ist also total falsch, sich vorzustellen, daß das Kind als Kind fortlebt. Da findet man dann, daß solche Seelen, die früh im Kindesalter gestorben sind, Aufgaben bekommen, die zusammenhängen mit dem, was die Erde braucht, um den nötigen Geistesfond zu bekommen zum Weiterarbeiten. Ich möchte sagen, die Menschen können nicht arbeiten auf der Erde, ohne von den geistigen Welten heraus Impulse zu bekommen. Die Impulse kommen aber nicht in einer solch verwaschenen Weise, wie es sich der Pantheismus vorstellt, sondern sie kommen von wirklichen Wesen, und unter diesen findet man auch die Seelen früh verstorbener Kinder.

[ 15 ] Konkret gesprochen: Nehmen wir an, wir sehen Goethe heranwachsen. Natürlich hat Goethe etwas von seiner Genialität auch dadurch, daß ihm die geistige Welt zu Hilfe kommt. Aber wenn man dem nachgeht, so kommt man zu den Seelen von Kindern, die früh verstorben sind. Das Geistige, das da in der Welt lebt, hat zu tun mit den Seelen früh verstorbener Kinder. Wenn dagegen Kinder sterben, welche neun bis zehn Jahre, aber noch nicht sechzehn, siebzehn Jahre alt sind, dann findet man sie ganz bald nach dem Tode in Gesellschaft von geistigen Wesen. Aber diese geistigen Wesen sind Menschenseelen. Man findet sie viel in Gemeinschaft mit Menschenseelen, und zwar mit solchen, die bald herunterkommen müssen auf die Erde, mit solchen, die auf ihre nächste Inkarnation warten. Diejenigen Menschen, die ganz früh im Kindesalter sterben, also bis zum siebenten, achten Jahre, findet man viel beschäftigt mit Menschen, die hier unten sind. Diejenigen aber, welche im Alter von sieben, acht bis sechzehn, siebzehn Jahren sterben, findet man mit solchen Seelen beschäftigt, die bestrebt sind, sich bald zu inkarnieren. Das sind dann für diese Seelen bedeutsame Stützen und Hilfen, man könnte sagen, wichtige Boten für dasjenige, was sie brauchen, um sich vorzubereiten für ihr Erdendasein. Das ist wichtig zu wissen, wenn man nicht im Allgemeinen herumreden, sondern wirklich eindringen will in diese geistigen Welten.

[ 15 ] Konkret gesprochen: Nehmen wir an, wir sehen Goethe heranwachsen. Natürlich hat Goethe etwas von seiner Genialität auch dadurch, daß ihm die geistige Welt zu Hilfe kommt. Aber wenn man dem nachgeht, so kommt man zu den Seelen von Kindern, die früh verstorben sind. Das Geistige, das da in der Welt lebt, hat zu tun mit den Seelen früh verstorbener Kinder. Wenn dagegen Kinder sterben, welche neun bis zehn Jahre, aber noch nicht sechzehn, siebzehn Jahre alt sind, dann findet man sie ganz bald nach dem Tode in Gesellschaft von geistigen Wesen. Aber diese geistigen Wesen sind Menschenseelen. Man findet sie viel in Gemeinschaft mit Menschenseelen, und zwar mit solchen, die bald herunterkommen müssen auf die Erde, mit solchen, die auf ihre nächste Inkarnation warten. Diejenigen Menschen, die ganz früh im Kindesalter sterben, also bis zum siebenten, achten Jahre, findet man viel beschäftigt mit Menschen, die hier unten sind. Diejenigen aber, welche im Alter von sieben, acht bis sechzehn, siebzehn Jahren sterben, findet man mit solchen Seelen beschäftigt, die bestrebt sind, sich bald zu inkarnieren. Das sind dann für diese Seelen bedeutsame Stützen und Hilfen, man könnte sagen, wichtige Boten für dasjenige, was sie brauchen, um sich vorzubereiten für ihr Erdendasein. Das ist wichtig zu wissen, wenn man nicht im Allgemeinen herumreden, sondern wirklich eindringen will in diese geistigen Welten.

[ 16 ] Nun aber ist es nicht so ohne weiteres leicht möglich, diese Dinge zu durchschauen. Man kann darauf kommen, wie diese Sachen sind, wenn man zum Beispiel sich sagt: Wie findet man eigentlich am besten die Toten? Da stellt sich dann heraus, daß man die Toten, wenn sie vor Jahren, selbst vor Jahrzehnten gestorben sind oder in der allerletzten Zeit, dadurch findet, daß man mit dem Bewußtsein für die geistige Welt im Schlafe aufwacht.

[ 16 ] Nun aber ist es nicht so ohne weiteres leicht möglich, diese Dinge zu durchschauen. Man kann darauf kommen, wie diese Sachen sind, wenn man zum Beispiel sich sagt: Wie findet man eigentlich am besten die Toten? Da stellt sich dann heraus, daß man die Toten, wenn sie vor Jahren, selbst vor Jahrzehnten gestorben sind oder in der allerletzten Zeit, dadurch findet, daß man mit dem Bewußtsein für die geistige Welt im Schlafe aufwacht.

[ 17 ] Ich habe Ihnen öfter geschildert: man kann auf zweierlei Arten aufwachen. Man wacht entweder mitten im Schlafe auf und weiß, jetzt schläfst du nicht, sondern du bist in der geistigen Welt darinnen — Andeutungen darüber finden Sie schon in dem Schriftchen «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen. Acht Meditationen», das auch einmal in München erschienen ist —, oder auch man wacht mitten im Wachen auf. Aber dieses Forschen über das Leben der Toten geschieht besser, wenn man mitten im Schlafe aufwacht, weil man dann selber am verwandtesten ist in seiner Tätigkeit mit der Tätigkeit der Toten.

[ 17 ] Ich habe Ihnen öfter geschildert: man kann auf zweierlei Arten aufwachen. Man wacht entweder mitten im Schlafe auf und weiß, jetzt schläfst du nicht, sondern du bist in der geistigen Welt darinnen — Andeutungen darüber finden Sie schon in dem Schriftchen «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen. Acht Meditationen», das auch einmal in München erschienen ist —, oder auch man wacht mitten im Wachen auf. Aber dieses Forschen über das Leben der Toten geschieht besser, wenn man mitten im Schlafe aufwacht, weil man dann selber am verwandtesten ist in seiner Tätigkeit mit der Tätigkeit der Toten.

[ 18 ] Man macht dann eine ganz merkwürdige Entdeckung. Nicht wahr, hier im physischen Leben ist es so, daß der Mensch vom Aufwachen bis zum Einschlafen sich immer erinnert an das frühere Leben vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Wie lebt eigentlich der Mensch? Nicht wahr, so: Aufwachen, Tagesleben, Einschlafen; Aufwachen, Tagesleben, Einschlafen und so weiter. Während des Tageslebens erinnert er sich immer an das, was zurückliegt in einem früheren Tagesleben. Eigentlich besteht das Tagesleben, wenn es alltäglich verläuft, darin, daß man sich so erinnert. Anders ist es, wenn unser Ich [durch den Schlaf] unterbrochen wird, wenn wir uns nicht so erinnern. Das Kuriose ist aber dann, daß wir uns während des Schlafes immer nur erinnern an die vorangegangenen Schlafzustände. Nur ist das dem Menschen unbewußt. In den meisten Fällen erinnert er sich nicht an die zurückliegenden Schlafzustände. Es ist aber eine unterbewußte Erinnerung während des ganzen Lebens im Schlafe vorhanden.

[ 18 ] Man macht dann eine ganz merkwürdige Entdeckung. Nicht wahr, hier im physischen Leben ist es so, daß der Mensch vom Aufwachen bis zum Einschlafen sich immer erinnert an das frühere Leben vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Wie lebt eigentlich der Mensch? Nicht wahr, so: Aufwachen, Tagesleben, Einschlafen; Aufwachen, Tagesleben, Einschlafen und so weiter. Während des Tageslebens erinnert er sich immer an das, was zurückliegt in einem früheren Tagesleben. Eigentlich besteht das Tagesleben, wenn es alltäglich verläuft, darin, daß man sich so erinnert. Anders ist es, wenn unser Ich [durch den Schlaf] unterbrochen wird, wenn wir uns nicht so erinnern. Das Kuriose ist aber dann, daß wir uns während des Schlafes immer nur erinnern an die vorangegangenen Schlafzustände. Nur ist das dem Menschen unbewußt. In den meisten Fällen erinnert er sich nicht an die zurückliegenden Schlafzustände. Es ist aber eine unterbewußte Erinnerung während des ganzen Lebens im Schlafe vorhanden.

[ 19 ] Betrachten wir das Leben, welches umfaßt Einschlafen, Nacht, Aufwachen; Einschlafen, Nacht, Aufwachen. Das geht gerade so fort, daß durch das Tagleben das Nachtleben so unterbrochen wird, aber es ist eine kontinuierliche Lebensströmung doch da. Das Merkwürdige dabei ist, daß, während wir bei der Tagerinnerung passiv sind — die Dinge der Erinnerung sind da, sie tauchen auf in der Erinnerung und nur in Ausnahmefällen müssen wir uns anstrengen, um uns auf etwas Vergangenes zu besinnen -, ist es im Schlafe so, daß wir, wenn wir uns zu irgendeinem Zwecke an etwas erinnern wollen, Anstrengungen machen müssen. Diese Anstrengung im Schlafe ist die Regel. Aber der Mensch hat gewöhnlich nicht die Kraft, dieser Aktivität sich bewußt zu werden, daher erinnert er sich nicht während des Schlafes. Aber der Mensch ist während des Schlafes in der Regel viel regsamer, viel tätiger in der Seele als während des Wachens. Das ist immer so. Da kommt kein Träumen. Das Träumen entspricht dem, was wir im Wachen dann haben, wenn wir uns recht anstrengen, um uns zu erinnern. Aber wenn wir uns in der Nacht leicht anstrengen, so entspricht das dem gewöhnlichen Erinnern am Tage, wo wir uns nicht anstrengen, wo wir uns erinnern, weil die Erinnerungen von selber kommen. Die Erinnerung, die wir an das Tagleben haben, wird nach dem Tode in dem Rückblick auf das beendete Erdenleben rasch abgebraucht. Die Erinnerung aber an das, was der Mensch während der Nacht erlebt hat, wird rückwärts durchlaufen. Der Mensch durchläuft alle Erlebnisse der Nächte rückwärts in der Kamalokazeit.

[ 19 ] Betrachten wir das Leben, welches umfaßt Einschlafen, Nacht, Aufwachen; Einschlafen, Nacht, Aufwachen. Das geht gerade so fort, daß durch das Tagleben das Nachtleben so unterbrochen wird, aber es ist eine kontinuierliche Lebensströmung doch da. Das Merkwürdige dabei ist, daß, während wir bei der Tagerinnerung passiv sind — die Dinge der Erinnerung sind da, sie tauchen auf in der Erinnerung und nur in Ausnahmefällen müssen wir uns anstrengen, um uns auf etwas Vergangenes zu besinnen -, ist es im Schlafe so, daß wir, wenn wir uns zu irgendeinem Zwecke an etwas erinnern wollen, Anstrengungen machen müssen. Diese Anstrengung im Schlafe ist die Regel. Aber der Mensch hat gewöhnlich nicht die Kraft, dieser Aktivität sich bewußt zu werden, daher erinnert er sich nicht während des Schlafes. Aber der Mensch ist während des Schlafes in der Regel viel regsamer, viel tätiger in der Seele als während des Wachens. Das ist immer so. Da kommt kein Träumen. Das Träumen entspricht dem, was wir im Wachen dann haben, wenn wir uns recht anstrengen, um uns zu erinnern. Aber wenn wir uns in der Nacht leicht anstrengen, so entspricht das dem gewöhnlichen Erinnern am Tage, wo wir uns nicht anstrengen, wo wir uns erinnern, weil die Erinnerungen von selber kommen. Die Erinnerung, die wir an das Tagleben haben, wird nach dem Tode in dem Rückblick auf das beendete Erdenleben rasch abgebraucht. Die Erinnerung aber an das, was der Mensch während der Nacht erlebt hat, wird rückwärts durchlaufen. Der Mensch durchläuft alle Erlebnisse der Nächte rückwärts in der Kamalokazeit.

[ 20 ] Nicht wahr, hier im Leben sind wir wirklich mit dem beschäftigt, was uns der Tag zu geben hatte, und weiter mit dem, was wir während der Nacht durchlebt haben, aber ohne daß wir es wissen. Nach dem Tode kommt uns aber alles das zum Bewußtsein, was wir während der Nacht durchlebt haben. Nacht für Nacht kommt uns zurück. Und das ist wichtig, daß man darauf kommt, daß der Tote eigentlich zunächst seine Nächte durchlebt. Man kommt erst nach und nach darauf, und es ist gar nicht so leicht, darauf zu kommen, daß der Tote eigentlich seine Nächte durchlebt. Natürlich durchlebt er sein Leben, aber er erlebt es auf dem Umwege seiner Erlebnisse durch die Nächte hindurch.

[ 20 ] Nicht wahr, hier im Leben sind wir wirklich mit dem beschäftigt, was uns der Tag zu geben hatte, und weiter mit dem, was wir während der Nacht durchlebt haben, aber ohne daß wir es wissen. Nach dem Tode kommt uns aber alles das zum Bewußtsein, was wir während der Nacht durchlebt haben. Nacht für Nacht kommt uns zurück. Und das ist wichtig, daß man darauf kommt, daß der Tote eigentlich zunächst seine Nächte durchlebt. Man kommt erst nach und nach darauf, und es ist gar nicht so leicht, darauf zu kommen, daß der Tote eigentlich seine Nächte durchlebt. Natürlich durchlebt er sein Leben, aber er erlebt es auf dem Umwege seiner Erlebnisse durch die Nächte hindurch.

[ 21 ] Ich habe öfter gesagt: es ist ungefähr ein Drittel der Lebenszeit, die man in Kamaloka durchlebt. Wenn Sie nun bedenken, daß ein Mensch, der nicht als Kind stirbt, ungefähr ein Drittel des Lebens verschläft, dann werden Sie begreifen, warum die Kamalokazeit ungefähr ein Drittel der Erdenlebenszeit beansprucht. Die Kamalokazeit dauert so lange, wie die Nachtschlafenszeit dauerte, die ungefähr ein Drittel der gesamten Erdenlebenszeit ausmacht.

[ 21 ] Ich habe öfter gesagt: es ist ungefähr ein Drittel der Lebenszeit, die man in Kamaloka durchlebt. Wenn Sie nun bedenken, daß ein Mensch, der nicht als Kind stirbt, ungefähr ein Drittel des Lebens verschläft, dann werden Sie begreifen, warum die Kamalokazeit ungefähr ein Drittel der Erdenlebenszeit beansprucht. Die Kamalokazeit dauert so lange, wie die Nachtschlafenszeit dauerte, die ungefähr ein Drittel der gesamten Erdenlebenszeit ausmacht.

[ 22 ] Sehen Sie, so fügen sich die Dinge zusammen. Es ist durchaus notwendig, daß man nach und nach die konkreten Erkenntnisse sorgfältig zusammenhält. Daher ist es so, wie soll ich sagen, so schockierend — das Wort gibt allerdings nicht vollständig wieder, was ich meine, aber ich will es doch gebrauchen -, wenn man mit voller Verantwortung über die geistige Welt reden will, und man nach den Vorträgen von jedem Beliebigen gefragt wird über dieses oder jenes. Die Leute möchten gern alles wissen, aber andererseits möchte man nur sagen, was man unmittelbar durchdacht hat. Man ist also gezwungen, dann über eine Menge Dinge zu sprechen, über die man noch nicht Gelegenheit hatte, eine sorgfältige Nachprüfung anzustellen. Man kann ja sprechen, denn die Wissenschaft des Okkultismus ist da; aber wenn man sich zum Grundsatz gesetzt hat, nur das zu sagen, was man nachgeprüft hat, so ist dieses Sprechen etwas, was man eigentlich nicht so tun möchte.

[ 22 ] Sehen Sie, so fügen sich die Dinge zusammen. Es ist durchaus notwendig, daß man nach und nach die konkreten Erkenntnisse sorgfältig zusammenhält. Daher ist es so, wie soll ich sagen, so schockierend — das Wort gibt allerdings nicht vollständig wieder, was ich meine, aber ich will es doch gebrauchen -, wenn man mit voller Verantwortung über die geistige Welt reden will, und man nach den Vorträgen von jedem Beliebigen gefragt wird über dieses oder jenes. Die Leute möchten gern alles wissen, aber andererseits möchte man nur sagen, was man unmittelbar durchdacht hat. Man ist also gezwungen, dann über eine Menge Dinge zu sprechen, über die man noch nicht Gelegenheit hatte, eine sorgfältige Nachprüfung anzustellen. Man kann ja sprechen, denn die Wissenschaft des Okkultismus ist da; aber wenn man sich zum Grundsatz gesetzt hat, nur das zu sagen, was man nachgeprüft hat, so ist dieses Sprechen etwas, was man eigentlich nicht so tun möchte.

[ 23 ] Nun erinnern Sie sich, daß ich gesagt habe: Wenn man so über die Schwelle der geistigen Welt tritt, findet man einen Menschen, der im elften, zwölften, dreizehnten, vierzehnten Jahre gestorben ist, verhältnismäßig bald nach seinem Tode unter denjenigen Menschen, die bald wieder auf die Erde kommen wollen und Aufgaben verrichten wollen auf der Erde. Er hilft nun mit, daß sie die rechten Wege finden in die Verkörperung hinein. Es sieht sonderbar aus, wenn man das sagt, aber es ist doch so.

[ 23 ] Nun erinnern Sie sich, daß ich gesagt habe: Wenn man so über die Schwelle der geistigen Welt tritt, findet man einen Menschen, der im elften, zwölften, dreizehnten, vierzehnten Jahre gestorben ist, verhältnismäßig bald nach seinem Tode unter denjenigen Menschen, die bald wieder auf die Erde kommen wollen und Aufgaben verrichten wollen auf der Erde. Er hilft nun mit, daß sie die rechten Wege finden in die Verkörperung hinein. Es sieht sonderbar aus, wenn man das sagt, aber es ist doch so.

[ 24 ] Diese Dinge hängen nun aber wiederum mit gewissen Geheimnissen des Lebens, mit ganz bestimmten Geheimnissen des Lebens zusammen. Die Sache liegt so, daß man eigentlich auf bestimmte Dinge in der richtigen Weise erst dann kommt, wenn man die richtige Frage stellen kann. Nicht jede Frage, die man stellt, ist richtig gestellt, sondern man muß erst abwarten, bis man gewissermaßen gewürdigt wird, die richtige Frage zu stellen.

[ 24 ] Diese Dinge hängen nun aber wiederum mit gewissen Geheimnissen des Lebens, mit ganz bestimmten Geheimnissen des Lebens zusammen. Die Sache liegt so, daß man eigentlich auf bestimmte Dinge in der richtigen Weise erst dann kommt, wenn man die richtige Frage stellen kann. Nicht jede Frage, die man stellt, ist richtig gestellt, sondern man muß erst abwarten, bis man gewissermaßen gewürdigt wird, die richtige Frage zu stellen.

[ 25 ] Nun werde ich Ihnen etwas sagen, was Sie vielleicht ganz merkwürdig berühren wird, was aber doch richtig ist. Sehen Sie, da tritt einmal die Frage auf, die sich durch das Folgende ergibt: Nicht wahr, der Mensch bekommt zweimal Zähne. Zunächst bekommt er diejenigen Zähne, die herausfallen gegen das siebente Jahr zu, und dann bekommt er ein zweites Mal Zähne. Das ist eine Tatsache. Ich glaube nicht, daß sehr viele Menschen sich die Frage vorlegen: Wie verhält es sich eigentlich mit diesem zweimaligen Zähnebekommen? Denn ich habe immer gefunden, daß, wenn über dieses zweimalige Zähnebekommen unter Fachleuten die Rede gewesen ist, sie so redeten, als ob das ein und dieselbe Sache wäre, das erste Zähnebekommen und das zweite Zähnebekommen. Wenn man sich die Sache aber als Okkultist vorlegt, so sind das ganz verschiedene Dinge, das erste und das zweite Zähnebekommen. So mußte ich einmal jemandem, der mir als ärztlicher Fachmann die Frage stellte, eine ganz groteske Antwort geben, die aber vom Standpunkte des Okkultismus richtig ist, obwohl sie ihm spaßig vorkam. Er sagte, man müßte die Kinder mit Milchzähnen möglichst bald an das Beißen gewöhnen, denn dazu haben ja die Menschen die Zähne, und daher muß man sie daran gewöhnen, daß sie beißen. Dieser Gedankengang ist aber nicht richtig, vom okkulten Standpunkte wenigstens nur halb richtig. Er muß jedenfalls schärfer ins Auge gefaßt werden. Von den zweiten Zähnen ist es ganz ohne Frage, daß man sie zum Beißen hat. Von den ersten Zähnen aber ist es eine Frage. Die hat man nämlich durch Vererbung. Man hat sie, weil sie die Eltern und die Voreltern gehabt haben; sie sind etwas Vererbtes. Erst wenn man diese abgestoßen hat, entwickelt man die zweiten Zähne, Die sind dann erst eine individuelle Errungenschaft. Die ersten hat man ererbt. Das ist ein Unterschied. Das ist etwas, was nur dann in Betracht kommt, wenn man auf feine Unterschiede acht gibt. Es ist keine besonders wichtige Sache, es können nicht besonders große Fehler gemacht werden, wenn man diese Frage nicht aufwirft. Aber wichtig ist, daß man weiß, daß die ersten Zähne zum Vererbungsimpulse in ganz anderer Beziehung stehen als die zweiten. Die zweiten Zähne wird man in Zusammenhang finden mit der gesamten Gesundheit, mit der ganzen Organisation des Menschen, während die ersten Zähne, namentlich in ihrem Gesundheitswert, viel mehr in Zusammenhang stehen mit der Gesundheit der Eltern und Voreltern. Insofern ist schon ein Unterschied da, den man auf empirischem Felde weiterverfolgen kann. Das sind feine Unterschiede. Aber wenn man in dieser Weise einmal hingelenkt ist auf die Zähnegeschichte, dann stellt sich etwas anderes heraus, und da kommt nun das, was Sie vielleicht sonderbar berühren wird, was aber doch eben wahr ist.

[ 25 ] Nun werde ich Ihnen etwas sagen, was Sie vielleicht ganz merkwürdig berühren wird, was aber doch richtig ist. Sehen Sie, da tritt einmal die Frage auf, die sich durch das Folgende ergibt: Nicht wahr, der Mensch bekommt zweimal Zähne. Zunächst bekommt er diejenigen Zähne, die herausfallen gegen das siebente Jahr zu, und dann bekommt er ein zweites Mal Zähne. Das ist eine Tatsache. Ich glaube nicht, daß sehr viele Menschen sich die Frage vorlegen: Wie verhält es sich eigentlich mit diesem zweimaligen Zähnebekommen? Denn ich habe immer gefunden, daß, wenn über dieses zweimalige Zähnebekommen unter Fachleuten die Rede gewesen ist, sie so redeten, als ob das ein und dieselbe Sache wäre, das erste Zähnebekommen und das zweite Zähnebekommen. Wenn man sich die Sache aber als Okkultist vorlegt, so sind das ganz verschiedene Dinge, das erste und das zweite Zähnebekommen. So mußte ich einmal jemandem, der mir als ärztlicher Fachmann die Frage stellte, eine ganz groteske Antwort geben, die aber vom Standpunkte des Okkultismus richtig ist, obwohl sie ihm spaßig vorkam. Er sagte, man müßte die Kinder mit Milchzähnen möglichst bald an das Beißen gewöhnen, denn dazu haben ja die Menschen die Zähne, und daher muß man sie daran gewöhnen, daß sie beißen. Dieser Gedankengang ist aber nicht richtig, vom okkulten Standpunkte wenigstens nur halb richtig. Er muß jedenfalls schärfer ins Auge gefaßt werden. Von den zweiten Zähnen ist es ganz ohne Frage, daß man sie zum Beißen hat. Von den ersten Zähnen aber ist es eine Frage. Die hat man nämlich durch Vererbung. Man hat sie, weil sie die Eltern und die Voreltern gehabt haben; sie sind etwas Vererbtes. Erst wenn man diese abgestoßen hat, entwickelt man die zweiten Zähne, Die sind dann erst eine individuelle Errungenschaft. Die ersten hat man ererbt. Das ist ein Unterschied. Das ist etwas, was nur dann in Betracht kommt, wenn man auf feine Unterschiede acht gibt. Es ist keine besonders wichtige Sache, es können nicht besonders große Fehler gemacht werden, wenn man diese Frage nicht aufwirft. Aber wichtig ist, daß man weiß, daß die ersten Zähne zum Vererbungsimpulse in ganz anderer Beziehung stehen als die zweiten. Die zweiten Zähne wird man in Zusammenhang finden mit der gesamten Gesundheit, mit der ganzen Organisation des Menschen, während die ersten Zähne, namentlich in ihrem Gesundheitswert, viel mehr in Zusammenhang stehen mit der Gesundheit der Eltern und Voreltern. Insofern ist schon ein Unterschied da, den man auf empirischem Felde weiterverfolgen kann. Das sind feine Unterschiede. Aber wenn man in dieser Weise einmal hingelenkt ist auf die Zähnegeschichte, dann stellt sich etwas anderes heraus, und da kommt nun das, was Sie vielleicht sonderbar berühren wird, was aber doch eben wahr ist.

[ 26 ] Nehmen Sie an, ein Kind stirbt, bevor es vollständig die zweiten Zähne bekommen hat, oder kurz danach. Da ist merkwürdig, weil es sich für die okkulte Forschung herausstellt, daß sich in der geistigen Welt realisiert, ob das Kind die zweiten Zähne noch nicht oder seit einiger Zeit schon bekommen hat. Angenommen, das Kind sei acht, neun Jahre alt gewesen und dann gestorben. Da entdeckt man, daß da etwas wirkt von den Impulsen, die sonst in die physische Welt hineingehen. Da macht man die Entdeckung, daß das die Kräfte sind, die in die Zähne hätten hineingehen sollen, jetzt aber dem Kinde zur Verfügung stehen. Insbesondere aber merkt man es bei dem Kinde, das früh verstorben ist, das die ersten Zähne verloren, aber die zweiten Zähne noch nicht bekommen hat, oder die zweiten eben erst bekommen hat. Da stellt sich merkwürdigerweise heraus, daß das Kind gewisse Kräfte hat, und daß diese Kräfte von ganz derselben Art sind wie diejenigen, womit auf dem physischen Plane die Zähne befördert werden in ihrem Herauswachsen aus dem ganzen Organismus.

[ 26 ] Nehmen Sie an, ein Kind stirbt, bevor es vollständig die zweiten Zähne bekommen hat, oder kurz danach. Da ist merkwürdig, weil es sich für die okkulte Forschung herausstellt, daß sich in der geistigen Welt realisiert, ob das Kind die zweiten Zähne noch nicht oder seit einiger Zeit schon bekommen hat. Angenommen, das Kind sei acht, neun Jahre alt gewesen und dann gestorben. Da entdeckt man, daß da etwas wirkt von den Impulsen, die sonst in die physische Welt hineingehen. Da macht man die Entdeckung, daß das die Kräfte sind, die in die Zähne hätten hineingehen sollen, jetzt aber dem Kinde zur Verfügung stehen. Insbesondere aber merkt man es bei dem Kinde, das früh verstorben ist, das die ersten Zähne verloren, aber die zweiten Zähne noch nicht bekommen hat, oder die zweiten eben erst bekommen hat. Da stellt sich merkwürdigerweise heraus, daß das Kind gewisse Kräfte hat, und daß diese Kräfte von ganz derselben Art sind wie diejenigen, womit auf dem physischen Plane die Zähne befördert werden in ihrem Herauswachsen aus dem ganzen Organismus.

[ 27 ] Also, nicht wahr, wenn man hier in der physischen Welt steht, muß man gewisse physische Kräfte entwickeln, um die Zähne herauszuentwickeln aus dem Organismus. Wenn man diese Zähne noch nicht oder erst kaum entwickelt hat und vorher stirbt, so hat man diese Kräfte frei in der geistigen Welt, um mit ihnen hereinzuwirken in diese irdische Welt. Wenn man in der physischen Welt ist, wachsen diese Kräfte in die Zähne hinein, mit denen man dann in der physischen Welt wirkt.

[ 27 ] Also, nicht wahr, wenn man hier in der physischen Welt steht, muß man gewisse physische Kräfte entwickeln, um die Zähne herauszuentwickeln aus dem Organismus. Wenn man diese Zähne noch nicht oder erst kaum entwickelt hat und vorher stirbt, so hat man diese Kräfte frei in der geistigen Welt, um mit ihnen hereinzuwirken in diese irdische Welt. Wenn man in der physischen Welt ist, wachsen diese Kräfte in die Zähne hinein, mit denen man dann in der physischen Welt wirkt.

[ 28 ] Da sieht man wirklich in diesen wunderbaren Zusammenhang mit dem Kosmos hinein und erkennt das tief Wahre dessen, was in der ersten Szene der «Prüfung der Seele», im zweiten Mysteriendrama geschildert ist: wie die geistigen Welten mit ihren Wesen darauf hinarbeiten, den Menschen zustande zu bringen und das so dargestellt ist, daß, wenn Capesius dies zu Kopfe steigt, wie der Mensch das Ziel alles Götterwirkens ist, es ihn hochmütig machen könnte. Dieses so Grandiose wird aber kaum beachtet.

[ 28 ] Da sieht man wirklich in diesen wunderbaren Zusammenhang mit dem Kosmos hinein und erkennt das tief Wahre dessen, was in der ersten Szene der «Prüfung der Seele», im zweiten Mysteriendrama geschildert ist: wie die geistigen Welten mit ihren Wesen darauf hinarbeiten, den Menschen zustande zu bringen und das so dargestellt ist, daß, wenn Capesius dies zu Kopfe steigt, wie der Mensch das Ziel alles Götterwirkens ist, es ihn hochmütig machen könnte. Dieses so Grandiose wird aber kaum beachtet.

[ 29 ] Ich habe ferner gesagt, daß die Menschenseelen, die zwischen dem achten, neunten und sechzehnten, siebzehnten Jahre sterben, unter denjenigen Seelen sind, die sich bald verkörpern wollen. Die haben wiederum besondere Seelenkräfte, die auch das Resultat einer Umwandlung sind. Der Mensch wird im vierzehnten, fünfzehnten, sechzehnten Jahre geschlechtsreif. Die Kräfte, die zur Geschlechtsreife führen, wandeln sich, wenn die Geschlechtsreife noch nicht zum Ausdruck gekommen oder eben vorbei ist, in der geistigen Welt um zu solchen Kräften, mit denen man unter denjenigen Seelen wirken kann, die ihre nächste Erdeninkarnation erwarten, um ihnen zu helfen, ihre nächste Erdeninkarnation vorzubereiten.

[ 29 ] Ich habe ferner gesagt, daß die Menschenseelen, die zwischen dem achten, neunten und sechzehnten, siebzehnten Jahre sterben, unter denjenigen Seelen sind, die sich bald verkörpern wollen. Die haben wiederum besondere Seelenkräfte, die auch das Resultat einer Umwandlung sind. Der Mensch wird im vierzehnten, fünfzehnten, sechzehnten Jahre geschlechtsreif. Die Kräfte, die zur Geschlechtsreife führen, wandeln sich, wenn die Geschlechtsreife noch nicht zum Ausdruck gekommen oder eben vorbei ist, in der geistigen Welt um zu solchen Kräften, mit denen man unter denjenigen Seelen wirken kann, die ihre nächste Erdeninkarnation erwarten, um ihnen zu helfen, ihre nächste Erdeninkarnation vorzubereiten.

[ 30 ] Denken Sie, welch unendlich tiefer Zusammenhang da besteht: die Produktionskräfte werden in der geistigen Welt umgewandelt zu Hilfskräften für die Seelen, die demnächst herabsteigen wollen in die physische Welt. Das sind wirklich Zusammenhänge, die uns zeigen, wie das Geistige, das jenseits der Schwelle wirkt, hier im Einzelnen, im Konkreten weiterwirkt. Wir lernen auch die physische Welt wirklich erst richtig erkennen, wenn wir die Sache so verfolgen und uns sagen: Wir beachten in der Regel gar nicht, daß Kraftentfaltungen da sind dadurch, daß der Mensch die Zähne abstößt und andere entwickelt. — Das sind Kraftentfaltungen. Und wiederum: daß er geschlechtsreif wird, das bedeutet Kraftentfaltungen. Wenn der Mensch reif ist, so sind die Kräfte etwas ganz anderes.

[ 30 ] Denken Sie, welch unendlich tiefer Zusammenhang da besteht: die Produktionskräfte werden in der geistigen Welt umgewandelt zu Hilfskräften für die Seelen, die demnächst herabsteigen wollen in die physische Welt. Das sind wirklich Zusammenhänge, die uns zeigen, wie das Geistige, das jenseits der Schwelle wirkt, hier im Einzelnen, im Konkreten weiterwirkt. Wir lernen auch die physische Welt wirklich erst richtig erkennen, wenn wir die Sache so verfolgen und uns sagen: Wir beachten in der Regel gar nicht, daß Kraftentfaltungen da sind dadurch, daß der Mensch die Zähne abstößt und andere entwickelt. — Das sind Kraftentfaltungen. Und wiederum: daß er geschlechtsreif wird, das bedeutet Kraftentfaltungen. Wenn der Mensch reif ist, so sind die Kräfte etwas ganz anderes.

[ 31 ] Das alles führt dazu, sich einmal die Frage vorzulegen: Was eigentlich ist die Veranlassung, den Menschen in seinem normalen Leben nicht hineinschauen zu lassen in die geistige Welt? Nach zwei Richtungen hin ist diese geistige Welt versperrt. Einmal durch die äußere Natur. Wir nehmen die äußere Natur gleichsam als eine Hülle desjenigen wahr, was dahinter liegt. Kann man durch die Hülle durchdringen, dann ist man in der geistigen Welt darinnen. Die materialistische Weltanschauung sucht auf alle Weise, die Menschen nicht dahin kommen zu lassen, zu erkennen, daß da Geist dahinter ist. Ich habe öfter schon auch in öffentlichen Vorträgen auseinandergesetzt, daß da eine unbewußte Furcht vorliegt. Aber ebenso ist es im Inneren. Der Mensch nimmt sein Denken, Fühlen und Wollen wahr. Aber hinter dem liegt etwas anderes: dahinter liegt die ganze seelische Natur, die von Inkarnation zu Inkarnation geht. Und da wollen die jetzigen Religionsgemeinschaften nicht dahinter kommen lassen, daß hinter dem Denken, Fühlen und Wollen noch das andere liegt.

[ 31 ] Das alles führt dazu, sich einmal die Frage vorzulegen: Was eigentlich ist die Veranlassung, den Menschen in seinem normalen Leben nicht hineinschauen zu lassen in die geistige Welt? Nach zwei Richtungen hin ist diese geistige Welt versperrt. Einmal durch die äußere Natur. Wir nehmen die äußere Natur gleichsam als eine Hülle desjenigen wahr, was dahinter liegt. Kann man durch die Hülle durchdringen, dann ist man in der geistigen Welt darinnen. Die materialistische Weltanschauung sucht auf alle Weise, die Menschen nicht dahin kommen zu lassen, zu erkennen, daß da Geist dahinter ist. Ich habe öfter schon auch in öffentlichen Vorträgen auseinandergesetzt, daß da eine unbewußte Furcht vorliegt. Aber ebenso ist es im Inneren. Der Mensch nimmt sein Denken, Fühlen und Wollen wahr. Aber hinter dem liegt etwas anderes: dahinter liegt die ganze seelische Natur, die von Inkarnation zu Inkarnation geht. Und da wollen die jetzigen Religionsgemeinschaften nicht dahinter kommen lassen, daß hinter dem Denken, Fühlen und Wollen noch das andere liegt.

[ 32 ] Daher wird das Buch «Die Rätsel der Philosophie», weil ich das im letzten Kapitel dargestellt habe, den Leuten ganz unbequem sein. Nach zwei Seiten hin ist der Weg zur Geisteswelt versperrt, möchte man sagen. Während die Naturforscher auf der einen Seite bemüht sind, ja nichts zu produzieren, was hineinführen könnte in die Welt, die hinter der Natur ist, sind wiederum die Vertreter der Religionsgemeinschaften bemüht, nur ja nichts an die Seelen herankommen zu lassen, was sie aufklären kann über dasjenige, was über den Tod hinaus und dann bis zum nächsten Leben geht.

[ 32 ] Daher wird das Buch «Die Rätsel der Philosophie», weil ich das im letzten Kapitel dargestellt habe, den Leuten ganz unbequem sein. Nach zwei Seiten hin ist der Weg zur Geisteswelt versperrt, möchte man sagen. Während die Naturforscher auf der einen Seite bemüht sind, ja nichts zu produzieren, was hineinführen könnte in die Welt, die hinter der Natur ist, sind wiederum die Vertreter der Religionsgemeinschaften bemüht, nur ja nichts an die Seelen herankommen zu lassen, was sie aufklären kann über dasjenige, was über den Tod hinaus und dann bis zum nächsten Leben geht.

[ 33 ] Warum verhindern auf der einen Seite die Naturforscher, daß man hinter die Natur kommt, und auf der anderen Seite die Priester, daß man hinter die Seelengeheimnisse kommt? Diese Frage ist wichtig und wert, sie sich vorzulegen. Denn Sie werden finden, daß immer mehr und mehr sich die Dinge zuspitzen werden. Diejenigen, die sich aus der Naturwissenschaft heraus eine Weltanschauung formen, werden unsere Gegner sein, weil sie nicht durchkommen lassen wollen die geistige Welt, die hinter der Natur ist. Und die Priester werden unsere Gegner sein, weil sie nicht durchkommen lassen wollen dasjenige, was hinter dem Denken, Fühlen und Wollen liegt, was von Inkarnation zu Inkarnation geht. Auf der einen Seite sagt der Naturforscher durch die Naturwissenschaft: Hier sind die Grenzen der Erkenntnis -, auf der anderen Seite sagen die Religionsvertreter: Weitergehen zu wollen, ist eine Sünde, ist eine Vermessenheit des Menschen. - Worin diese zwei Arten der Gegnerschaft ihren Grund haben, diese Frage werden wir uns morgen vorlegen und von der Beantwortung dieser Frage zu weiterem übergehen.

[ 33 ] Warum verhindern auf der einen Seite die Naturforscher, daß man hinter die Natur kommt, und auf der anderen Seite die Priester, daß man hinter die Seelengeheimnisse kommt? Diese Frage ist wichtig und wert, sie sich vorzulegen. Denn Sie werden finden, daß immer mehr und mehr sich die Dinge zuspitzen werden. Diejenigen, die sich aus der Naturwissenschaft heraus eine Weltanschauung formen, werden unsere Gegner sein, weil sie nicht durchkommen lassen wollen die geistige Welt, die hinter der Natur ist. Und die Priester werden unsere Gegner sein, weil sie nicht durchkommen lassen wollen dasjenige, was hinter dem Denken, Fühlen und Wollen liegt, was von Inkarnation zu Inkarnation geht. Auf der einen Seite sagt der Naturforscher durch die Naturwissenschaft: Hier sind die Grenzen der Erkenntnis -, auf der anderen Seite sagen die Religionsvertreter: Weitergehen zu wollen, ist eine Sünde, ist eine Vermessenheit des Menschen. - Worin diese zwei Arten der Gegnerschaft ihren Grund haben, diese Frage werden wir uns morgen vorlegen und von der Beantwortung dieser Frage zu weiterem übergehen.