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Spiritual-Scientific Linguistic Considerations
A Suggestion for Educators
GA 299

3 January 1919, Stuttgart

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Sechster Vortrag

Sixth Lecture

[ 1 ] Ich glaube, an einigen charakteristischen Beispielen Ihnen einiges aus der Sprachentwickelung gezeigt zu haben, so daß Sie gewissermaßen aus diesen Beispielen heraus den inneren Gang des sprachbildenden Genius durchschauen können. Es wird notwendig sein, wenn Sie durch die Spracherscheinungen und ihre Entwickelungen sich durchfinden wollen, daß Sie leitende Richtlinien aus solchen charakteristischen Erscheinungen heraus verstehen. Selbstverständlich konnte ich Ihnen nur einiges andeuten und werde auch heute nur, die Grundlagen dieser Betrachtungen zusammenfassend, Ihnen eine Hauptrichtlinie zeigen können. Wir werden hoffentlich in ganz naher Zukunft diese Betrachtungen hier fortsetzen können. Dasjenige, was Sie hauptsächlich durch unsere Betrachtungen haben sehen können, das ist ja wohl, daß auf den primitiven Stufen sprachlicher Entwickelung die Menschen innerlich empfänglich sind, innerlich belebt sind für den Zusammenklang von Laut und Sache. Ob nun diese Sache eine Empfindung ist oder ein äußerer Vorgang, ein äußeres Ding, eine äußere Tatsache: wenn es sich darum handelt, Laute zu bilden für Empfindungen, die der Mensch an Äußerem hat, dann werden die Laute vokalisch im weitesten Sinne gebildet. Vokalisch bedeutet bei der Sprache alles innerlich Gebildete, alles das, was innerlich empfunden wird und aus jenem gefühlsmäßigen, willensmäßigen Elemente heraus, das in der Empfindung gegeben ist, sich in den Laut hineindrängt. In allen Selbstlauten, in allen vokalischen Bildungen haben wir daher gewissermaßen die in den Kehlkopf hineingestoßenen Gefühle und Willensimpulse zu sehen, die der Mensch an der Außenwelt empfindet. An allem Konsonantischen haben wir zu sehen, was der Mensch an Gebärden nachbildet dem, was er in der Außenwelt wahrnimmt.

[ 1 ] I believe I have shown you something of the development of language through a few characteristic examples, so that you can, in a sense, gain insight into the inner workings of the genius that shapes language from these examples. If you wish to navigate your way through linguistic phenomena and their developments, it will be necessary for you to understand guiding principles derived from such characteristic phenomena. Of course, I have been able to suggest only a few things to you, and even today, by summarizing the foundations of these observations, I will be able to show you only a general guideline. Hopefully, we will be able to continue these reflections here in the very near future. What you have been able to see primarily through our reflections is surely that, at the primitive stages of linguistic development, people are inwardly receptive to—and inwardly animated by—the harmony between sound and thing. Whether this thing is a sensation or an external process, an external object, or an external fact: when it comes to forming sounds for sensations that a person experiences in the external world, then the sounds are formed vocally in the broadest sense. In language, “vocalic” refers to everything formed internally, everything that is felt internally and that, arising from those emotional and volitional elements present in the sensation, finds its way into the sound. In all vowels, in all vowel formations, we must therefore see, as it were, the feelings and impulses of the will—which a person experiences in relation to the external world—that are thrust into the larynx. In all consonants, we must see what a person mimics in gestures based on what they perceive in the external world.

[ 2 ] Nehmen wir zum Beispiel an, der Mensch will einen Winkel ausdrücken, so hat er diesen Winkel zunächst als Anschauung vor sich. Würde er mit seiner Hand die Schenkel dieses Winkels verfolgen, so würde er es so machen (Gebärde). Dieselbe Bewegung, die er so mit der Hand macht, macht er in Wirklichkeit, wenn er gewisse Konsonanten ausbildet, mit den Sprachwerkzeugen. Die Sprache ist in dieser Beziehung nur der hörbare Ausdruck von Gebärden, die nur nicht äußerlich mit den Gliedern gemacht werden, sondern die mit viel feineren Teilen der menschlichen Organisation, mit dem dem Menschen zur Verfügung stehenden Luftorganismus gebildet werden. Wenn Sie diese innere Gesetzmäßigkeit nehmen, dann werden Sie sich allmählich überhaupt eine Anschauung darüber bilden, wie die Sprache entweder direkt die äußere Welt nachahmt, oder wie sie Nachahmung desjenigen ist, was der Mensch mit der äußeren Welt empfindungsgemäß erlebt.

[ 2 ] Let us assume, for example, that a person wants to express an angle; he first has this angle as a mental image. If he were to trace the sides of this angle with his hand, he would do so in this way (gesture). The same movement that they make with their hand in this way is, in reality, the movement they make with their speech organs when forming certain consonants. In this respect, language is merely the audible expression of gestures—gestures that are not made externally with the limbs, but rather with much finer parts of the human organism, with the respiratory system available to humans. If you take this inner law into account, you will gradually form a general understanding of how language either directly imitates the external world or how it is an imitation of what a person experiences sensually in relation to the external world.

[ 3 ] Nehmen wir zum Beispiel an: der Mensch steht zwei Tatbeständen gegenüber, die so an ihn herantreten, daß er das eine und das andere tun kann. Da wird er zunächst instinktmäßig ins Nachdenken gebracht, wie er das eine oder das andere tun kann. Ist der Mensch noch mehr oder weniger — was ja alle Menschen auf primitiver Entwickelungsstufe der Sprachentwickelung sind — ein «Nachahmungstier», so geht die Beziehung, in die er zu der äußeren Welt kommt, noch in die äußere gliedliche Gebärde über. Er macht es so (die Gebärde wird gezeigt): Er macht den Entscheid zwischen seiner rechten Hälfte und seiner linken Hälfte; das heißt, er drückt dadurch aus, daß er innerlich sich in zwei spaltet, weil zwei äußere Tatsachenbestände an ihn herantreten. Er spaltet sich innerlich in zwei Teile, um abzuwägen, wohin das stärkere Gewicht in seinem Denken neigt. Also, er macht es so (Gebärde): er scheidet, entscheidet oder teilt auch. Und natürlich, wenn er zu einem günstigen Entschließen kommen soll, dann muß er möglichst weit zurückgehen: daher teilt er nicht nur sich, sondern er ur-teilt sich, und Sie haben das Wort Urteil durchaus zu begreifen als eine innerlich ins Lautliche umgesetzte Gebärde. So ist alle konsonantische Bildung Gebärdenbildung, die sich eben nur metamorphosiert hat in einen Lautbestand.

[ 3 ] Let us assume, for example, that a person is faced with two situations that present themselves in such a way that he can do one thing or the other. This initially prompts him, instinctively, to consider how he might do one thing or the other. If a person is still more or less—as indeed all people are at a primitive stage of language development—an “imitator,” then the relationship they enter into with the external world still takes the form of an outward, gestural expression. They do it this way (the gesture is demonstrated): He makes a decision between his right half and his left half; that is, he expresses this by internally splitting himself in two, because two sets of external facts are presented to him. He splits himself internally into two parts to weigh which way the greater weight in his thinking leans. So, he does it like this (gesture): he separates, decides, or divides. And of course, if he is to reach a favorable decision, he must go back as far as possible: therefore, he not only divides himself, but he also judges himself, and you must understand the word “judgment” entirely as a gesture internally transformed into sound. Thus, all consonantal formation is gesture formation that has simply metamorphosed into a set of sounds.

[ 4 ] Was da zugrunde liegt, das kann in dem ganzen Gang der Sprachentwickelung verfolgt werden. Zuerst ist der Mensch ein Wesen, das mehr in der Außenwelt lebt, er wird nach und nach erst ein innerliches Wesen; er lebt zunächst in der Außenwelt. Er lebt mit den Dingen besonders in jenen Zeiten, wo noch das ursprüngliche, primitive Hellsehen vorhanden ist. In den Zeiten dieses ganz ursprünglichen, primitiven Hellsehens, da denkt der Mensch nicht viel an sich; er hat auch nicht eine bestimmte Anschauung von sich, sondern er weiß, daß es allerlei Gespenster, allerlei Elementargeister gibt, die er in dem wahrnimmt, was wir jetzt äußerlich Dinge nennen; aber er sieht auch in sich selbst noch ein Elementarwesen. Du, sagt er sich, bist durch Vater und Mutter in die Welt hereingezogen. Er objektiviert sich noch selber. Daher werden wir finden, daß der sprachbildende Genius auf ersten sprachbildenden Stufen zunächst hauptsächlich konsonantisch wirkt, und die primitiven Sprachen werden hauptsächlich konsonantische Sprachen sein, weil dem primitiven Menschen die Innerlichkeit noch fehlt. Primitive Völker, die also stehengeblieben sind auf diesen ursprünglichen Stufen, die haben daher reichlich konsonantische Bildung in ihrer Sprache, konsonantische Laute, die sehr deutlich das Element der Nachahmung äußerer Tatbestände zeigen. Solche Schnalzer zum Beispiel, wo direkt durch die menschlichen Sprachorgane etwas zustande kommt wie schwere Peitschenknalle und dergleichen, wie sie gewisse afrikanische Völker noch hervorbringen, die hören später wiederum auf, wenn der Mensch mehr sein empfindungsgemäßes innerliches Element in den Lautbeständen offenbart. So daß eine erste Stufe in den konsonantischen Bildungen gesehen werden muß. Eine zweite Stufe wird dann gesehen werden müssen in den vokalischen Bildungen. Aber diejenige Innerlichkeit, die in diesen vokalischen Bildungen uns entgegentritt, die ist eben ein Durchgangsmoment, und wenn dann wiederum in bezug auf den sprachlichen Genius Alterserscheinungen eintreten, dann hört die vokalisierende Kraft wiederum auf, und die Kraft, konsonantisch zu bilden, tritt ein.

[ 4 ] The underlying principle can be traced throughout the entire course of language development. At first, human beings are creatures who live more in the external world; only gradually do they become inner beings; initially, they live in the external world. They live in close connection with things, especially in those times when the original, primitive clairvoyance still exists. In the times of this very original, primitive clairvoyance, human beings do not think much about themselves; nor do they have a specific conception of themselves, but they know that there are all kinds of ghosts and elemental spirits, which they perceive in what we now call external objects; yet they also still see themselves as elemental beings. “You,” he tells himself, “were brought into the world by your father and mother.” He still views himself objectively. That is why we find that the language-forming genius, in the earliest stages of language formation, acts primarily through consonants, and primitive languages are mainly consonantal languages, because primitive humans still lack inner life. Primitive peoples, who have thus remained at these original stages, therefore have an abundance of consonantal structures in their language—consonantal sounds that very clearly reveal the element of imitation of external phenomena. Take, for example, such clicking sounds, where the human speech organs directly produce something akin to heavy whip cracks and the like—as certain African peoples still produce—which later cease when human beings begin to reveal more of their inner, sensory element in their sound systems. Thus, a first stage must be recognized in consonantal formations. A second stage must then be seen in the formation of vowels. But the inner quality that confronts us in these vowel formations is merely a transitional phase, and when signs of aging begin to appear in relation to the linguistic genius, the vowel-forming power ceases once more, and the power to form consonants takes its place.

[ 5 ] Es geht also eigentlich der Gang, den der Mensch bei der Sprachentwickelung nimmt, von außen nach innen und wiederum von innen nach außen. Das aber, was man so an dem Lautbestand direkt beobachten kann, das ist für die ganze Sprachbildung ein durchgreifend Wesenhaftes. Es ist das so sehr ein durchgreifend Wesenhaftes, daß wir in allen Formen des Sprachlichen es wieder antreffen. Wir treffen überall erst eine Stufe der Sprachentwickelung, wo gewissermaßen der Mensch noch selbstlos, unbewußt schafft an seiner Sprache; da hat er noch den Trieb, das eine Wort, welches das eine bezeichnet, äußerlich an das andere anzusetzen. Aber auf dieser Stufe ist der Mensch zugleich ein sehr lebendiges Wesen. Indem der Mensch sich später verinnerlicht und vergeistigt, geht ihm ja ein Stück von dieser primitiven Lebendigkeit verloren; er wird innerlicher, unlebendiger, eben abstrakter, und er hat nicht die Kraft, dasjenige, was für ihn äußere Anschauung ist, später hineinzugießen in das Wort selbst: er setzt es mehr an. — Wir können solche Erscheinungen studieren, und sie an charakteristischen Beispielen zu verfolgen, ist außerordentlich interessant. Wenn Sie zum Beispiel noch im Althochdeutschen haben salbom, ich salbe, dann können Sie durch alle Persönlichkeitsbezeichnungen hindurchgehen: salbom: ich salbe, salbos: du salbst, salbot: er salbt, salbomes: wir salben, salbot: ihr salbet, salbont: sie salben. In diesen sechs Worten, durch die also das salben konjugiert wird, haben Sie immer das salbo als das, was zum eigentlichen Verbum, zu der Tätigkeit gehört. Dasjenige, was darangefügt ist, haben Sie immer als das anzusehen, was am Worte macht, daß die Persönlichkeitsbezeichnung da ist: also für ich: m, für du: s, für er: t, für wir: mes, für ihr: t, für sie: nt. Daß diese Endlautbestände in den Worten noch selber drinnen sind, das ist in der folgenden Weise zu verstehen. Erstens die Gegensätzlichkeiten ich, du, er, wir, ihr, sie treten in einer solchen primitiven Stufe, wie die, mit der wir es da zu tun haben, so auf, daß sie der Mensch sehr äußerlich ansteht: er fügt sie zu demjenigen, was die Tätigkeit ausdrückt, hinzu. Aber er ist doch innerlich lebendig, er verbindet sie lebendig mit der Bezeichnung für die Tätigkeit. Also dieses Zweifache ist dabei zu berücksichtigen: erstens die Hinlenkung auf das Äußere; zweitens das Hinzufügen an die innere lebendige Umbildekraft des hauptsächlichen Wortes selbst. Daß nicht etwa ursprünglich bloß im Tätigkeitsworte wie ein organischer Teil, also schon etwas verinnerlicht, das ich, du, er, sie, es empfunden wurde, das können Sie daraus ersehen, daß diese einfach mit dem hauptsächlichsten Worte zusammengeleimten Bezeichnungen in dem verwandten Sanskrit durchaus als selbständige Bezeichnungen für ich, du, er, sie, es vorhanden sind. Denn das m, das Sie da im Althochdeutschen haben, das ist nur das metamorphosierte mi: ich des Sanskrit; das s ist das metamorphosierte si: du des Sanskrit; t = ti: er, sie, es; mes = das metamorphosierte masi: wir des Sanskrit; das t = das metamorphosierte tasi: ihr; nt = das nur etwas flüchtig gesprochene anti: sie des Sanskrit. Sie sehen also am Sanskrit noch, daß es sich nicht etwa darum handelt, daß man das Haupttätigkeitswort innerlich bloß biegt und dann an der Biegung die Persönlichkeitsbezeichnung empfindet, nein, man hat in der Anschauung die Persönlichkeitsbezeichnung. Man ist innerlich lebendig genug, diese Persönlichkeitsbezeichnung hineinzuorganisieren in den Lautbestand, der das Hauptsächlichste ausdrückt. Das ist ein wichtiger Unterschied; denn Sie könnten leicht glauben, auf diesen primitiven Stufen wäre hauptsächlich ein innerliches Biegen der Worte vorhanden. Nein, das ist es nicht: es ist eine innerliche Lebendigkeit, um beide Bestandteile miteinander zu verknüpfen. Also die Tätigkeit ist als solche eine konsonantische Tätigkeit, nicht eine vokalisierende Tätigkeit. Wenn dann eine Sprache wie die lateinische auf die Stufe kommt, daß sie im inneren Organismus des Lautbestandes selbst die Persönlichkeitsbezeichnung empfindet, dann ist das eben schon eine Stufe, die einer größeren Innerlichkeit des betreffenden Sprachgenius entspricht. So rankt sich der Sprachgenius hinauf aus der Außerlichkeit in die Innerlichkeit; und er macht das so, daß er zunächst hinten anhängt, was er als äußere Tatsache wahrnimmt: salbom: ich salbe; salbos: du salbst! So wie man auf primitiveren Stufen nicht sagt Karl Meyer, sondern der Meyer-Karl, so war es auch da; was spezifiziert, das fügt man hinten an. So ist es auch hier nicht anders, als daß das Spezifizierte, das durch die Persönlichkeitsbezeichnung Spezifizierte hinten angefügt wird.

[ 5 ] So, in fact, the path that humans take in language development goes from the outside to the inside and then back again from the inside to the outside. But what can be directly observed in the sound system is fundamentally essential to the entire process of language formation. It is so profoundly essential that we encounter it again in all forms of language. Everywhere we first encounter a stage of language development where, in a sense, human beings still create their language selflessly and unconsciously; at this stage, they still have the impulse to attach one word—which designates one thing—externally to another. But at this stage, human beings are also very lively creatures. As human beings later internalize and spiritualize themselves, they lose a bit of this primitive liveliness; they become more inward-looking, less lively, indeed more abstract, and they lack the power to later pour what is for them an external perception into the word itself: they attach it more. — We can study such phenomena, and tracing them through characteristic examples is extraordinarily interesting. If, for example, you have salbom (“I anoint”) in Old High German, you can then go through all the personal pronouns: salbom: I anoint, salbos: you anoint, salbot: he anoints, salbomes: we anoint, salbot: you (plural) anoint, salbont: they anoint. In these six words, through which the verb “to anoint” is conjugated, you always have “salbo” as the element that belongs to the actual verb, to the action. Whatever is appended to it must always be regarded as that which indicates the presence of the personal pronoun in the word: thus, for “I”: m, for “you”: s, for “he”: t, for “we”: mes, for “you (plural)”: t, for “they”: nt. The fact that these final sounds are still present within the words themselves is to be understood in the following way. First, the opposites “I,” “you,” “he,” “we,” “you (plural),” and “she/they” appear at such a primitive stage as the one we are dealing with here in such a way that they are very external to the person: he adds them to what expresses the action. Yet it is inwardly alive; he vividly connects them to the designation of the action. Thus, this twofold aspect must be taken into account: first, the orientation toward the external; second, the addition to the inner, living transformative power of the main word itself. You can see that “I,” “you,” “he,” “she,” and “it” were not originally perceived merely as an organic part—and thus already somewhat internalized—within the verb itself from the fact that these designations, which are simply glued together with the main word, exist in the related Sanskrit as entirely independent designations for “I,” “you,” “he,” “she,” and “it.” For the “m” that you find in Old High German is merely the metamorphosed “mi”: “I” in Sanskrit; the “s” is the metamorphosed “si”: “you” in Sanskrit; “t” = “ti”: “he,” “she,” “it”; “mes” = the metamorphosed “masi”: “we” in Sanskrit; the “t” is the transformed “tasi”: “you all”; “nt” is the “anti”—spoken only somewhat fleetingly—which corresponds to “she” in Sanskrit. So you can still see in Sanskrit that it is not simply a matter of internally inflecting the main verb and then perceiving the personal pronoun in the inflection; no, the personal pronoun is already present in one’s conception. One is inwardly alive enough to organize this personal designation into the sound system that expresses the most essential aspect. This is an important distinction; for you might easily believe that at these primitive stages there is primarily an internal inflection of words. No, that is not it: it is an inner vitality that links both components together. So the activity is, as such, a consonantal activity, not a vocalic one. When a language like Latin then reaches the stage where it perceives the personal designation within the inner organism of the sound system itself, that is already a stage corresponding to a greater inner life of the linguistic genius in question. Thus the linguistic genius climbs upward from externality into interiority; and it does so by first appending to the end what it perceives as an external fact: salbom: I anoint; salbos: you anoint! Just as at more primitive stages one does not say Karl Meyer but rather der Meyer-Karl, so it was here as well; what specifies is appended at the end. Here, too, it is no different: the specified element—that which is specified by the personal designation—is appended at the end.

[ 6 ] Gerade der Weg, diese Bezeichnung hinten wegzunehmen und sie selbständig vorne hinzuzufügen, das ist der Weg zur äußersten Verinnerlichung, zu jener Verinnerlichung, die dann das Innere geistig abstrakt wahrnimmt. Da sondert man die Person also ab und stellt sie vorne hin. Und sie können an der Sprache etwas Wichtiges ablesen, Sie können zurückgehen auf die primitiven Formen des sprachbildenden Genius, wo dieser eigentlich vom Ich und Du, getrennt von den äußeren Dingen, nichts weiß, wo er also noch in das Wort hineindrängt dasjenige, was er über dieses Ich und Du zu sagen hat. Dann findet er es im Worte selbst darinnen - eine Sprache auf dieser Stufe ist die lateinische —, und dann holt er es heraus, kommt zur Selbstschau, kommt zum Egoismus und stellt das Ich und Du vorne hin. Dieses Egoistischwerden, dieses Zur-Selbstschau-Kommen, das ist im Grunde genommen dasjenige, was sich klar abspiegelt in der Sprachentwickelung. Man kann sagen, das «Erkenne dich selbst» in einer gewissen unterbewußten Stufe, das ist durchgeführt worden in der Nachfolge des apollinischen Spruches: «Erkenne dich selbst» durch die nachfolgende abendländische Sprachentwickelung, die dann überall die Persönlichkeitsbezeichnungen herausgeholt hat aus den Wortbeständen, welche noch Ausdruck waren für das Innerliche, die aber nicht auch innerlich sich vollständig losgelöst hatten. Sie werden eben die Sprachen nicht studieren können, wenn Sie nicht das befolgen, was ich schon gestern sagte: wenn Sie sie nicht als Ausdruck der seelischen Entwickelung betrachten.

[ 6 ] It is precisely this approach—removing this designation from the end and adding it independently at the beginning—that leads to the utmost internalization, to that internalization which then perceives the inner realm in a spiritually abstract manner. Thus, one isolates the person and places them at the forefront. And you can discern something important in language; you can go back to the primitive forms of the language-forming genius, where this genius actually knows nothing of the “I” and “You,” separate from external things, and thus still forces into the word what it has to say about this “I” and “You.” Then it finds it within the word itself—a language at this stage is Latin—and then it extracts it, arrives at self-contemplation, arrives at egoism, and places the “I” and “You” at the forefront. This becoming egoistic, this arrival at self-contemplation, is, in essence, what is clearly reflected in the development of language. One could say that “Know thyself,” at a certain subconscious level, was carried out in the wake of the Apollonian maxim: “Know thyself”—through the subsequent development of Western language, which then extracted terms denoting personality from the lexicon; these terms were still expressions of the inner world, though they had not yet completely detached themselves from it internally. You will simply not be able to study languages unless you follow what I said yesterday: unless you regard them as expressions of psychological development.

[ 7 ] Sehen Sie, an der noch lebenden Sprache können Sie die Überreste, ich möchte sagen, der vokaliisierenden und konsonantisierenden Macht noch durchaus verfolgen. In den Verben, in den Tätigkeitswörtern liegt etwas, wodurch sie einen mehr vokalisierenden Charakter überhaupt haben, wodurch bei ihnen das Vokalische die Hauptsache ist. Sie brauchen nur eine geringfügige Überlegung, dann werden Sie sich sagen können: Bei jenen Verben, Tätigkeitswörtern, wird das Vokalisierende, das innerlich Empfindende die Hauptsache sein, welche etwas ausdrücken, worin der Mensch sich gewissermaßen hineinlebt, womit er sich verbindet. Sehen Sie, es ist ein Unterschied zwischen jener inneren Verfassung, in der Ihre Seele jetzt ist, und der, in welcher Ihre Seele vor nicht langer Zeit war. Jetzt sitzen Sie, und Sie sitzen schon eine ganze Weile. Das, was dieses Sitzen ausdrückt, mit dem haben Sie sich verbunden, das ist etwas sehr innerlich mit Ihnen Verbundenes, dieses Sitzen. Daß Sie zu diesem Sitzen gekommen sind, ist dadurch geschehen, daß Sie sich zuerst gesetzt haben; mit diesem Setzen sind Sie weniger innerlich verbunden, es ist Ihnen mehr äußerlich. Sie können sich nicht eine halbe Stunde lang setzen, weil Sie sich nicht mit dem Setzen so innig verbinden können; aber Sie können eine halbe Stunde und noch länger sitzen, weil Sie sich mit dem Sitzen eben innerlich verbinden können. Es ist richtig so, daß der Lautbestand für Sitzen von Ihnen vokalisierend empfunden werden muß, für Setzen mehr sich veräußerlichend, konsonantisierend empfunden werden muß. Wenn Sie aber vokalisierend empfinden, dann werden Sie auch aus dem sprachbildenden Genius heraus die innerliche Kraft haben zu vokalisieren, und Sie werden vokalisieren, indem Sie das Wort verschieden anwenden: sitzen, saß, gesessen. Bei der konsonantisierenden Tätigkeit, die Sie ausüben, und die sich ausdrückt durch Setzen, werden Sie eben konsonantisierend sein und werden nicht setzen irgendwie vielleicht als satzen oder so etwas bilden, sondern Sie müssen ein Äußerliches abbilden, und das tun Sie dadurch, daß Sie setzen sagen. Und wenn Sie jetzt ausdrücken wollen, daß das vor einiger Zeit war, so sagen Sie: setzentat: Sie tun sich setzen, und das wird in Metamorphose setzte; denn das te ist das metamorphosierte tat. Bei Leuten, welche heute noch etwas von solcher sprachbildenden Kraft in sich haben, wird in solchen Fällen noch konsonantisiert, es ist ein übertragenes Konsonantisieren. Aber solche Menschen müssen dann auf einer primitiveren Bildungsstufe gegenüber der Allgemeinheit stehen. Solche Menschen haben heute noch immer das Zeug in sich, möglichst wenig zu vokalisieren, und um so mehr das äußerlich Tätige, den äußeren Bestand nachzuahmen in den Lautbeständen, die sie durch Zusammenfügen, Zusammenleimen mit dem Tun ausdrücken. Sie können das sehen, wenn zum Beispiel ein etwas primitiverer Landwirt, der eine Ehre darein gesetzt hatte, seinen Sohn an der Universität studieren zu lassen, zu folgender Äußerung kam: Er wurde gefragt, was sein Sohn auf der Universität mache. Der Sohn hatte zunächst die primitiveren Erbschaftsdinge weniger dazu benützt, um sich in das abstrakt Geistige des Universitätslebens zu vertiefen, sondern mehr dazu, in den Äußerlichkeiten desselben aufzugehen. Und so sagte der Vater, als er gefragt wurde, was sein Sohn auf der Universität mache: Spazierengehen tut er, bummeln tut er, saufen tut er, Allotria tun tut er, aber tun tut er nichts!

[ 7 ] You see, in the living language you can still quite clearly trace the remnants—I would say—of the vocalizing and consonantizing power. In verbs, in action words, there is something that gives them a more vocalizing character in general, whereby the vocalic element is the main feature. You need only give it a moment’s thought, and you will be able to say to yourself: In those verbs—words of action—the vocalizing, the inner feeling, will be the main thing; they express something into which a person, so to speak, immerses themselves, with which they connect. You see, there is a difference between the inner state your soul is in now and the one it was in not long ago. Now you are sitting, and you have been sitting for quite a while. You have connected with what this sitting expresses; this sitting is something very intimately connected to you. The fact that you have come to this sitting happened because you first sat down; you are less intimately connected to that act of sitting down—it is more external to you. You cannot sit down for half an hour because you cannot connect so intimately with the act of sitting down; but you can sit for half an hour and even longer because you can connect with the act of sitting on an inner level. It is true that the sound structure for “sitting” must be perceived by you as vocalizing, while for “sitting down” it must be perceived as more externalized, more consonantal. But if you perceive it as vocalizing, then you will also have the inner power to vocalize, drawn from the genius of language formation, and you will vocalize by using the word in different ways: “sitting,” “sat,” “had sat.” In the consonantal activity you perform—which is expressed through “Setzen”—you will indeed be consonantal and will not form “setzen” in some way as “satzen” or something similar; rather, you must represent an external action, and you do this by saying “setzen.” And if you now want to express that this happened some time ago, you say: “setzentat”—you are making yourself sit, and this undergoes a metamorphosis into “setzte”; for the “te” is the metamorphosed “tat.” Among people who still possess some of this language-forming power within them today, consonantization still occurs in such cases—it is a figurative form of consonantization. But such people must then be at a more primitive stage of development compared to the general public. Such people still possess the capacity today to vocalize as little as possible, and all the more to imitate outward activity—the external reality—in the sound patterns they express by joining and fusing sounds with the act itself. You can see this, for example, when a somewhat more primitive farmer—who had taken pride in sending his son to university—made the following remark: He was asked what his son was doing at the university. At first, the son had used his more modest inheritance less to immerse himself in the abstract intellectual aspects of university life and more to lose himself in its external trappings. And so, when asked what his son was doing at the university, the father said: “He goes for walks, he loafs about, he drinks, he gets up to mischief—but he doesn’t do anything!”

[ 8 ] Da ist ein starkes Fühlen der Innerlichkeit in demjenigen, was in das sprachbildende Tätigkeitswort übergeht. Sie werden bei jenen Lautbeständen, die heute noch ihren Charakter, namentlich ihren Bedeutungscharakter erhalten haben, immer fühlen, wie das, was, wie man sagt, ablautet, was also vokalisierend den Laut in sich ändert beim Konjugieren, dasjenige ausdrückt, womit sich der Mensch innerlich mehr verbindet. Dagegen wird er bei allem, was innerlich gebildet wird, was aber dasjenige ausdrückt, womit sich der Mensch nicht so innerlich verbindet — was ihm also nicht ein Gefühltes wird, sondern ein bloß Angeschautes bleibt —, den Ablaut nicht entwickeln können. So, wenn Sie sagen: ich singe, ich sang, da haben Sie den Ablaut. Ganz anders, wenn Sie sagen: ich senge, brenne an. Senge, das Wort hat seinen Lautbestand dadurch, daß das Feuer singt. Ich senge = ich mache irgend etwas singen. Wenn Sie singen, so verbinden Sie sich innerlich mit dem, was Sie durch den Lautbestand zum Ausdruck bringen wollen; wenn Sie sengen, so verbinden Sie sich innerlich nicht damit; Sie schauen es an, indem Sie sich selbst äußerlich anschauen: daher wird es nicht ablauten, sondern bildet ich senge, ich sengte.

[ 8 ] There is a strong sense of inwardness in that which is transformed into the language-forming action verb. In those sound patterns that have retained their character to this day—namely, their semantic character—you will always sense how what is said to “end in a vowel”—that is, what changes its sound through vocalization when conjugated—expresses that with which a person feels a deeper inner connection. In contrast, in everything that is formed inwardly but expresses that with which a person does not connect so deeply—that which, therefore, does not become a felt experience for them but remains merely something observed—they will not be able to develop ablaut. For example, when you say: “I sing, I sang,” there you have ablaut. It is quite different when you say: “I scorch, I burn.” “Senge”—this word derives its sound structure from the fact that the fire sings. “I senge” = “I make something sing.” When you sing, you connect inwardly with what you wish to express through the sound structure; when you “senge,” you do not connect inwardly with it; you observe it by observing yourself externally: therefore, it does not undergo vowel alternation, but forms “I senge,” “I sengte.”

[ 9 ] Wo Sie solche Dinge heute nicht mehr bemerken, da sind eben die Worte so stark metamorphosiert, daß es nicht mehr bemerkbar ist. Da muß man auf frühere Zeiten des Lautbestandes zurückgehen. Es ist wirklich außerordentlich bedeutsam, daß man dieses Leben des Menschen zuerst mit der Außenwelt, dann die Verinnerlichung und dann die nächste Stufe der Verinnerlichung, wo er auf das eigene Innere mit dem Worte deutet - wie zum Beispiel in den persönlichen Fürwörtern —, daß man diese drei Stufen wirklich verfolgen kann. Und Sie werden sich das Verständnis der Sprachbildung ganz besonders erleichtern, wenn Sie sich einlassen auf die Beobachtung dieser Richtlinie. Die Sprache wird wirklich dadurch zu einem Zusammenfluß des gedanklichen Elementes und des Willenselementes im Menschen, und sie erscheint auf ihrer primitiven Stufe so, daß da, wo der Laut noch sehr zusammenhängt mit dem Vorstellungsmäßigen, das Gedankenmäßige sogar schwer zu unterscheiden ist von dem Willensmäßigen. Unser jetziges Sprechen, namentlich unser hochdeutsches Sprechen, ist eigentlich schon etwas außerordentlich an den Willen Gebundenes. Wir sprechen mit dem Willen und lernen gewohnheitsmäßig den Willen anwenden, indem wir sprechen lernen; und wir begleiten dieses Sprechen mit den Vorstellungen, die wir gewohnt worden sind mit jenen Willensäußerungen zu verbinden. Im Englischen ist es noch ganz anders, und daher ist für den, der solche Dinge beobachten kann, hochdeutsch sprechen — die Dialekte sind ja dem Englischen noch ähnlicher - eigentlich für den Unbefangenen eine ganz andere menschliche Tätigkeit als englisch sprechen. Englisch-Sprechen ist noch viel mehr eine Tätigkeit, wo im Sprechen, im Lautentwickeln selber gedacht wird, während das Hochdeutsch-Sprechen etwas ist, wo im Lautentwickeln nicht gedacht wird, sondern das Denken als eine Parallelerscheinung neben der Lautentwickelung einhergeht. Überhaupt, die westlichen Sprachen haben sich noch viel mehr bewahrt von diesem Zusammengehören, von diesem instinktmäßigen Zusammengehören von Laut und Vorstellung als die mitteleuropäischen Sprachen. Und daher haben auch die westeuropäischen Sprachen eine solch starre Form angenommen. Man kann kaum irgendwie etwas in den westeuropäischen Sprachen formulieren, ohne daß einem gesagt wird: Das kann man nicht sagen, so drückt man sich nicht aus. — Das ist eine Sache, die es im Hochdeutschen so nicht gibt. Da kann man beinahe alles sagen: da kann man das Subjekt da hinstellen, dort hinstellen, denn der Gedanke geht mehr parallel mit dem Lautbestande als in den westlichen Sprachen. Nur indem wir an ältere Stufen unserer Sprachbildung herankommen, kommen wir auch immer mehr und mehr zu einem strengen Verbundensein von Vorstellung und Lautbestand, und daher können wir an unseren älteren Stufen und Dialekten das studieren, was bei den westlichen Sprachen heute noch immer als ein Atavismus vorhanden ist.

[ 9 ] When you no longer notice such things today, it is simply because the words have undergone such a profound metamorphosis that it is no longer perceptible. In such cases, one must go back to earlier stages of the sound system. It is truly extraordinarily significant that one can actually trace this three-stage development of human life: first, the relationship with the external world; then, internalization; and finally, the next stage of internalization, where one points to one’s own inner self through words—as, for example, in personal pronouns—that one can truly follow these three stages. And you will make it much easier for yourselves to understand the development of language if you engage in observing this principle. Language truly becomes, through this, a convergence of the mental element and the volitional element within the human being, and at its primitive stage it appears such that, where the sound is still very closely connected to the imaginative, the mental aspect is even difficult to distinguish from the volitional. Our current speech, particularly our Standard German, is in fact already something extraordinarily bound to the will. We speak with the will and habitually learn to apply the will as we learn to speak; and we accompany this speech with the mental images we have become accustomed to associating with those expressions of the will. In English, it is quite different, and therefore, for those who can observe such things, speaking Standard German—the dialects are, after all, even more similar to English—is actually, for the impartial observer, a completely different human activity than speaking English. Speaking English is much more an activity in which thinking occurs during the very act of speaking and the production of sounds, whereas speaking Standard German is an activity in which thinking does not occur during the production of sounds, but rather proceeds as a parallel phenomenon alongside the production of sounds. In general, the Western languages have preserved much more of this unity—this instinctive unity of sound and mental image—than the Central European languages. And that is why the Western European languages have also taken on such a rigid form. It is almost impossible to formulate anything in the Western European languages without being told: “You can’t say that; that’s not how you express yourself.”—This is something that does not exist in Standard German in this form. There, you can say almost anything: you can place the subject here or there, because thought runs more parallel to the sound system than in the Western languages. Only by delving into the earlier stages of our language’s development do we increasingly encounter a strict interconnection between mental image and sound structure; and thus, in our older stages and dialects, we can study what still exists today in Western languages as an atavism.

[ 10 ] Wenn Sie von diesem Gesichtspunkte aus mit lebendigem Sprachgefühl die Sprache studieren, führt Sie das zu gleicher Zeit tief hinein in das Wesen von Volksseelen. Nehmen Sie einmal an, wir haben ein Objekt, einen Gegenstand vor uns. Wir bilden als primitive Menschen aus konsonantischem und vokalischem Elemente heraus den Lautbestand für diesen Gegenstand; also, sagen wir Wagen für das, was fortfährt. Wenn wir denselben Gegenstand in der Mehrzahl vor uns haben, also eine Anzahl von solchen Gegenständen, da bilden wir die Mehrzahl, indem wir sagen: die Wägen. Die Wagen ist zwar korrekt, aber eigentlich eine nicht im Organismus der Sprache gebildete Form, eine mehr der Schriftsprache angehörige Form. Warum bilden wir da den Umlaut? Wir haben uns den Lautbestand an dem Singular gebildet. Da hat sich unser Bewußtsein in der Sprachbildung entzündet, da hat es sich belebt, darauf waren wir aufmerksam. Wenn wir nun die Mehrzahl bilden, dann überschauen wir den Tatbestand weniger, dann haben wir das Bedürfnis, die Sache etwas nebuloser auszudrücken: wir trüben den Laut a in ä ab. So ist der ursprüngliche Lautbestand immer bei normal bewußtem Beobachten eines Tatbestandes oder einer Empfindung gebildet. Dasjenige, was dann weniger beobachtet wird oder beobachtet werden kann, das wird durch eine Trübung angezeigt. Dabei kommt es darauf an, daß man nur sieht, wie sich da etwas im Menschen verschiebt. Der Dialekt sagt in vielen deutschen Gegenden nicht der Wagen, sondern der Wogn. Denn ist die normale Aufmerksamkeit beim Bilden des Lautbestandes so gewesen, daß ein o geantwortet hat, dann wird die Trübung nur so ausgedrückt, daß man sagt: die Woagn im Plural. Das können Sie bei einer ganzen Reihe von Erscheinungen verfolgen.

[ 10 ] If you study language from this perspective with a keen sense of language, it will simultaneously lead you deep into the essence of Folk-souls. Let’s suppose we have an object, a thing, before us. As primitive humans, we form the sound system for this object from consonantal and vocalic elements; so, let’s say “Wagen” for what moves along. When we have the same object in the plural before us—that is, a number of such objects—we form the plural by saying: “die Wägen.” “Die Wagen” is technically correct, but it is actually a form not derived from the organic structure of the language—a form more typical of written language. Why do we form the umlaut here? We derived the sound system from the singular. That is where our consciousness was ignited in the formation of language; that is where it came to life; that is what we were attentive to. When we now form the plural, we have a less comprehensive view of the facts; we feel the need to express the matter somewhat more vaguely: we soften the sound “a” into “ä.” Thus, the original sound structure is always formed through normal, conscious observation of a fact or a sensation. That which is then observed less—or can be observed less—is indicated by a softening. The key here is to see only how something shifts within the person. In many German regions, the dialect says not “der Wagen” but “der Wogn.” For if, during the formation of the sound structure, normal attention was such that an “o” responded, then the blurring is expressed simply by saying “die Woagn” in the plural. You can observe this in a whole series of phenomena.

[ 11 ] Nur auf das möchte ich Sie noch aufmerksam machen. Sehen Sie, auf Anschauung beruht vieles in der konsonantischen Sprachbildung früherer Zeiten; und vieles von dem, was da die Seele empfunden, in ihre Verfassung aufgenommen hat, das hat sich auch in primitiven Gemütern noch erhalten und kann da studiert werden. Aber diese Anschauung, als sie besonders lebendig war, war noch durchaus verknüpft mit einer Art primitiver Hellsichtigkeit, nicht bloß mit dem Schauen der äußeren Welt, das ein sinnliches ist. Da würden die stramm anschaulichen Wortbezeichnungen, die wir Gott sei Dank doch noch erhalten haben, niemals herausgekommen sein. Nehmen wir ein Beispiel: Ein ursprünglich empfindender Mensch, der noch — wenn auch noch so schwach - in der Sphäre des atavistischen Hellsehens drinnen war, der empfand, daß es bei dem Menschen in der Regel so ist, daß sein physischer Leib etwas in sich enthält, was wir heute den Ätherleib nennen; so daß also der primitive Mensch durchaus den Kopf (es wird gezeichnet) und - darüber hinausragend — den zweiten Kopf empfand. Den Kopf empfand er als den Ausdruck des Denkens. Man könnte daher in einer Bezeichnung, die der unsrigen sehr verwandt ist, auch sagen: Die primitiven Menschen mit ursprünglichem Hellsehen bezeichneten den Menschen vom Denken aus. Sie haben es im Worte manas als Mensch. Mensch ist ja dasselbe wie manas. Nun, das ist der Mensch, wie er uns gewöhnlich begegnet. Doch wußte der atavistisch hellseherische Mensch, daß man auch anderen Menschen begegnen kann, die — ich mache natürlich einen Scherz, den man nicht trivialisieren dürfte diesen übersinnlichen Menschen nicht so schön philiströs mit dem sinnlichen zusammengebunden haben, sondern die ihn irgendwie nicht ganz in den anderen Menschen hineinpassend haben. Da empfanden sie: dieser Ätherleib ist verräckt, was dann übertragen ist auf das ganze Wesen: der Mensch ist verräckt. Es ist ein rein äußerlicher Tatbestand die Verrückung des Ätherleibes — ausgedrückt. Und gerade diese Art von Anschaulichkeit, die zurückführt auf eine Anschaulichkeit in Zeiten, da man noch das Geistige beobachten konnte, die ist außerordentlich interessant. Und würden es Menschen tun, würden die gelehrten Sprachforscher nicht so schlafen, daß sie eigentlich nur ganz äußerlich materialistisch verfahren und gar nicht eingehen auf das innere Seelische, das nur seinen äußeren Ausdruck findet im äußerlich Sprachbildenden, so würden die Sprachwissenschaften von selbst zuerst in die Seelenwissenschaft und dann in die Geisteswissenschaft hineintreiben können. Deshalb ist es so schade, daß unsere Sprachwissenschaft so materialistisch geworden ist. Denn dadurch haben nicht einmal die jungen Leute Gelegenheit, an der Sprachbildung und ihrer Erkenntnis das Wirken von Seele und Geist zu beobachten.

[ 11 ] There is just one more thing I would like to bring to your attention. You see, much of the consonantal language formation of earlier times was based on intuition; and much of what the soul perceived and absorbed into its constitution has been preserved even in primitive minds and can be studied there. But this intuition, when it was particularly vivid, was still thoroughly linked to a kind of primitive clairvoyance—not merely to the perception of the external world, which is a sensory one. The vividly concrete word designations—which, thank God, we have still preserved—would never have emerged otherwise. Let us take an example: A person with primal sensibility, who was still—however faintly—within the sphere of atavistic clairvoyance, sensed that it is generally the case with human beings that their physical body contains within itself something we today call the etheric body; so that the primitive human being certainly perceived the head (as depicted) and—protruding above it—the second head. He perceived the head as the expression of thought. One could therefore say, using a term very similar to our own: The primitive human beings with original clairvoyance defined the human being in terms of thought. They have it in the word manas as human. Human is, after all, the same as manas. Now, that is the human being as we usually encounter him. Yet the atavistically clairvoyant human knew that one can also encounter other human beings who—I am, of course, joking, but this should not be trivialized—had not bound this supersensory human being so neatly and philistinely to the sensory one, but who somehow found that it did not quite fit into the other human being. So they felt: this etheric body is out of whack, which is then projected onto the whole being: the human being is out of whack. The displacement of the etheric body is a purely external fact—put simply. And it is precisely this kind of vividness, which harks back to a vividness from times when one could still observe the spiritual, that is extraordinarily interesting. And if people were to do this—if the learned linguists were not so asleep that they proceed in a purely external, materialistic manner and do not at all delve into the inner soul life, which finds its expression only in the outwardly language-forming aspects—then the linguistic sciences would of their own accord be able to move first into the science of the soul and then into the Spiritual Science. That is why it is such a pity that our linguistics has become so materialistic. For as a result, not even young people have the opportunity to observe the workings of the soul and the spirit in language formation and its understanding.

[ 12 ] Ich glaube nun doch, daß denjenigen unter Ihnen, die Lehrer an der Waldorfschule sind, das, was ich gewissermaßen als die Richtlinien geben wollte durch Beispiele, auch schon jetzt nützlich sein kann, wenn Sie es in Ihre Seelenverfassung aufnehmen. Erstens dadurch, daß es Sie anregen wird, manches an der Sprache zu bemerken, was Sie beim Unterrichten, wenn Sie den Geist einer solchen Betrachtungsweise in sich aufnehmen, in der mannigfaltigsten Weise werden nutzbar machen können. Das kann durchaus zur Verwendung kommen zwischen Ihnen und Ihren Schülern, weil ja das Sprechen das verbindende Element des Unterrichts ist. Namentlich hilft man sich stark, wenn man selber versucht, in die Worte wiederum etwas von der ursprünglichen Empfindungsstärke und Anschaulichkeit hineinzubringen: dadurch erzieht man sich zu einem lebendigeren Fühlen, als man es sonst entwickelt. Wir modernen Menschen gehen ja eigentlich ziemlich stark als lebendige Leichname herum, und nicht zum geringsten aus dem Grunde, weil unsere Sprache so stark aus dem Herzen irgendwohin hinuntergefallen ist. Sie ist zu einem unbewußten Willenselemente geworden. Wir fühlen den : und # und e und n nicht mehr an, was Seelisches in ihnen liegt; wir erziehen uns nicht dazu, Gleichlautendes auch mit seelisch gleichen Empfindungen zu durchdringen. Wir sind im Verstehen, im Begreifen abstrakt, wir sind aber auch im Sprechen abstrakt. Für denjenigen, der ein recht lebendiges Sprachgefühl hat, für den ist vieles von dem, was die Menschen der Gegenwart sprechen, so, als wenn es der Ausdruck eines Phonographen wäre, dessen Platte aber vor uralter Zeit schon beschrieben worden ist. Wir müssen uns wiederum mit der Sprache verbinden können. Allerdings, es wird dann eine Art Selbsterziehung so notwendig sein, daß wir innerlich hinhören, wenn wir sagen: rauh, und den Lautbestand ra»» innerlich empfinden. Und wenn wir sagen, indem wir diese Figur wahrnehmen (es wird gezeichnet): das ist eine Raute, können wir rauh so empfinden, daß wir dasjenige, was wir eben an dem Rauhen fühlen, als die Wahrnehmung von Ecken empfinden. Dann werden wir uns auch aufschwingen können, heute noch, wenn wir solch eine Figur haben, ihr Eckiges mit dem rauh verwandt zu empfinden, und das t werden wir als txt empfinden: dasjenige, was rauh tut, ist die Raute. Es wäre ein starkes Element, Imponderabilien im Unterrichte zu entfalten, wenn wir nicht so sehr auseinanderfallen ließen Lautbestand und Vorstellung. Bitte, was können wir denn viel an Imponderabilien empfinden, wenn wir uns mit dem Kinde über diese Figur unterhalten und sagen: Das ist ein Rhombus? — Wir empfinden ja selbst nichts, wenn wir Rhombus sagen. Was könnte sich für eine Grundlage entwickeln für die Aufmerksamkeit, die dem Unterricht zugrunde liegt, wenn wir aus den Lautbeständen heraus uns selber wieder erziehen und dann auch das Bedürfnis bekommen, die Kinder nach dieser Richtung zu erziehen.

[ 12 ] I now believe that for those of you who are teachers at Waldorf schools, what I wanted to present—in a sense—as guidelines through examples can already be useful to you if you take it to heart. First, because it will inspire you to notice certain aspects of language that, when you incorporate the spirit of this approach into your teaching, you will be able to put to use in the most diverse ways. This can certainly be applied in your interactions with your students, since speech is, after all, the connecting element of the lesson. In particular, it helps greatly when one tries oneself to restore some of the original intensity of feeling and vividness to the words: in this way, one trains oneself to feel more vividly than one otherwise would. We modern people actually go about for the most part as living corpses, not least because our language has fallen so far from the heart. It has become an unconscious element of the will. We no longer sense the : and # and e and n—what lies within them in terms of the soul; we do not train ourselves to imbue sounds that are the same with corresponding emotional feelings. We are abstract in our understanding and comprehension, but we are also abstract in our speech. For those who possess a truly vivid sense of language, much of what people say today sounds as if it were the output of a phonograph whose record was inscribed ages ago. We must once again be able to reconnect with language. However, a kind of self-education will then be so necessary that we listen inwardly when we say “rau,” and inwardly perceive the sound sequence “ra»».” And when we say—as we perceive this shape (it is drawn)—“that is a rhombus,” we can perceive “rau” in such a way that what we just felt in the roughness we perceive as the sensation of corners. Then we will also be able to rise to the occasion—even today, when we have such a shape—to perceive its angularity as related to “rau,” and we will perceive the “t” as “txt”: that which is “rau” is the rhombus. It would be a powerful element to unfold the intangible in the classroom if we did not allow the sound structure and the mental image to drift so far apart. Please, how much can we really perceive in terms of the intangible when we talk to the child about this shape and say, “This is a rhombus”?—We ourselves perceive nothing when we say “rhombus.” What kind of foundation could develop for the attention that underlies teaching if we were to re-educate ourselves based on the sound elements and then also feel the need to educate the children in this direction?

[ 13 ] Dieses mit Bezug auf all dasjenige, was Sie inhaltlich zu Ihrer Selbsterziehung aus einer solchen Anschauung des Sprachlichen gewinnen können, wie ich es versuchte, Ihnen in diesen Stunden vorläufig anzudeuten. Aber auch Methodisches, meine lieben Freunde, wollte ich Ihnen zeigen: Mein Bestreben ging dahin, an charakteristischen konkreten Beispielen wichtige Richtlinien zu entwickeln. Ich glaube, daß wahrscheinlich so ein richtiger Hochschullehrer von heute dasjenige, was ich Ihnen hier in den paar Stunden entwickelt habe, ganz gut in drei Bänden verarbeiten könnte. Er würde dabei natürlich nach Vollständigkeit streben, aber es würde dabei weniger möglich sein, daß gerade die Hauptrichtlinien, die unser Denken, unser Vorstellen, unser Empfinden anregen, dabei herauskämen. Wenn Sie nun schon im Elementarunterricht so verfahren, wie gerade hier in diesem Sprachkursus verfahren worden ist, dann werden Sie gute methodische Grundsätze entwickeln, dann werden Sie überall die Versuche machen, recht charakteristische Beispiele zu suchen für das, was Sie Ihren Schülern vorbringen wollen, und Sie werden das Anschauen und das Empfinden charakteristischer Beispiele verbinden können mit dem Wahrnehmen des Geistigen an diesen Beispielen. Denn es gibt kein besseres Mittel, die Kinder in den Materialismus hineinzutreiben, als wenn man ihnen abstrakten Unterricht gibt. Spirituellen Unterricht gibt man an konkreten Beispielen; aber man darf nicht außer acht lassen, an diesen konkreten Beispielen das Seelische und Geistige sich offenbaren zu lassen. Deshalb glaube ich, daß dasjenige, was ich Ihnen hier gegeben habe, eine praktisch methodische Ergänzung auch des Kurses sein kann, den ich vor Beginn des Waldorfschul-Unterrichtes Ihnen gegeben habe. Und ich glaube, daß Sie auch manches gewinnen könnten, wenn Sie sich jetzt überlegten: Wie soll ich, ins Kindliche übersetzt, den eigenen Unterricht so einrichten — man kann ihn in allen Gegenständen so einrichten —, daß er dieses Heranziehen des Geistigen an einzelnen konkreten Beispielen nachbilder? Wenn Sie das tun, werden Sie auch nicht leicht in die Gefahr kommen, in die fast aller Unterricht kommt: mit dem Lehrstoff nicht fertig zu werden. Man wird immer nur dann nicht fertig, wenn man diesen Lehrstoff atomisiert; denn dann ist man zu sehr dazu verführt, die einzelnen Atomismen, die man durchnimmt, uncharakteristisch zu machen und das Charakteristische durch das Anhäufen hervortreten zu lassen. Es gibt natürlich für alle Unterrichtszweige uncharakteristische Beispiele. Bei diesen muß man vieles aneinanderreihen. Gibt man sich die Mühe, charakteristische Beispiele zu wählen und am Beispiel das Spirituelle zu entwickeln, dann kann man eine gewisse Okonomie des Unterrichts erzielen. Es wäre mir recht, meine lieben Freunde — und namentlich denjenigen unter Ihnen hier, die Lehrer an der Waldorfschule sind, denen sei es in aller Freundschaft gesagt -, es wäre mir recht, wenn dieses Zweifache bemerkt worden wäre in diesen improvisierten Stunden: erstens die Anregung zur Selbsterziehung durch eine gewisse Verbrüderung mit dem Sprachgenius, und auf der anderen Seite, wenn die Methodik des Unterrichts in dem zuletzt angedeuteten Sinn etwas beeinflußt werden könnte.

[ 13 ] This refers to everything you can gain, in terms of content, for your self-education from such a view of language as I have tentatively attempted to outline for you in these sessions. But I also wanted to show you methodological aspects, my dear friends: My aim was to develop important guidelines using characteristic, concrete examples. I believe that a typical university professor today could probably expand what I have presented to you here in these few hours into three volumes. He would, of course, strive for completeness, but it would be less likely that the very main principles—those that stimulate our thinking, our mental images, and our feelings—would emerge in the process. If you proceed in elementary education in the same way as has been done here in this language course, then you will develop sound methodological principles; you will make every effort to seek out truly characteristic examples of what you wish to present to your students; and you will be able to combine the observation and perception of characteristic examples with the perception of the spiritual aspect of these examples. For there is no better way to drive children into materialism than by giving them abstract instruction. Spiritual instruction is given through concrete examples; but one must not neglect to allow the soul and spirit to reveal themselves through these concrete examples. That is why I believe that what I have given you here can serve as a practical, methodological supplement to the course I gave you before the start of Waldorf school instruction. And I believe that you could also gain a great deal if you were to consider now: How can I—translated into terms suitable for children—structure my own lessons—and this can be done in all subjects—so that they reflect this drawing out of the spiritual through individual concrete examples? If you do this, you will also not easily fall into the danger that almost all teaching faces: failing to cover the material. One only fails to cover the material when one breaks it down into isolated fragments; for then one is too easily tempted to render the individual fragments one goes through uncharacteristic and to let the characteristic aspects emerge through sheer accumulation. Of course, there are uncharacteristic examples in every branch of teaching. With these, one must string many things together. If one takes the trouble to choose characteristic examples and to develop the spiritual aspect through these examples, then one can achieve a certain economy in teaching. I would be pleased, my dear friends—and especially those of you here who are teachers at the Waldorf School, to whom I say this in all friendship—I would be pleased if this twofold aspect had been noted in these improvised lessons: first, the encouragement of self-education through a certain communion with the genius of language, and second, if the methodology of teaching could be influenced somewhat in the sense I just hinted at.

[ 14 ] Dann wollen wir, wenn ich wiederkomme, hoffentlich in ganz naher Zeit, solche Sprachbetrachtungen fortsetzen.

[ 14 ] Then, when I return—hopefully very soon—we will continue these reflections on language.