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Spiritual Science and Medicine
GA 312

24 March 1920, Dornach

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Vierter Vortrag

Lecture Four

[ 1 ] Die Auseinandersetzung gestern nachmittag hier war gewiß außerordentlich interessant, doch im Zusammenhange mit der Frage, die ich eben jetzt hier sehe, bin ich genötigt, doch noch einmal, was ich ja schon getan habe, zu betonen, daß eine zulängliche Methode, um den Zusammenhang zwischen den einzelnen Heilmitteln und den einzelnen Krankheitserscheinungen aufzufinden, erst wird gegeben werden können, nachdem wir vorher in diesen Betrachtungen gewisse Vorfragen werden erledigt haben, die uns erst in den Stand setzen, die Tragweite von Erkenntnissen über den Zusammenhang zwischen dem Menschen und dem Außermenschlichen zu ermessen, also auch jenem Außermenschlichen, aus dem die Heilmittel entnommen werden. Insbesondere ist es nicht möglich, ohne Erledigung solcher Vorfragen über den Zusammenhang einzelner Heilmittel mit einzelnen Organen zu sprechen, aus dem einfachen Grunde, weil dieser Zusammenhang kein vollständig einfacher, sondern ein etwas komplizierter ist und man seinen eigentlichen Sinn erst ermessen kann, wenn man eben gewisse Vorfragen, die wir heute und vielleicht auch noch zum Teil morgen werden zu erledigen haben, erledigt hat. Dann wird sich aber die Möglichkeit ergeben, wirklich einen konkreten Zusammenhang zwischen einzelnen Heilmitteln und namentlich Heilverfahren und einzelnen Organerkrankungen auseinanderzusetzen. Im besonderen möchte ich aber gleich heute einleitungsweise noch etwas sagen, was ich Sie bitte, doch vorläufig aus dem Grunde hinzunehmen, weil von da aus auf manches ein gewisses Licht fallen könnte. Und weil natürlich solche Dinge zunächst schockieren, muß ich schon betonen, daß sie eben etwas schockierend sind. Ich möchte gerade in Anknüpfung an das gestern nachmittag hier Erörterte sagen, daß ich Sie bitten möchte, die andere Seite der Sache ins Auge zu fassen.

[ 1 ] The discussion yesterday was certainly of absorbing interest, but I must enter a caveat in connection with a question that has just been handed to me. I must again—as on a previous occasion—emphasise that we shall only reach an adequate method of ascertaining the relationship between individual remedies and individual phenomena of disease, after having answered in these lectures certain preliminary questions. Only these can enable us to judge the significance of every fact we discover about the connection between man and that external nature from which our remedies are derived. In particular, until we have settled these preliminaries, we shall not find it possible to deal with the connection between specific remedies and specific organs, for the simple reason that the connection is a complicated one, and we can only appreciate its real point when we have answered certain preliminary questions. This we shall try to do today and perhaps also in part tomorrow. Then we shall be in a position to point out a definite connection between particular remedies and the disease of particular organs. I want to make an introductory remark today and at once; and to ask you to accept it provisionally, because it throws light on many things. Regarding what was said in yesterday's lecture,1A lecture on the Ritter treatment of disease given by one of those attending the course. I should like to ask you to face the reverse side of the matter.

[ 2 ] Zu gewiß unserer tiefsten Befriedigung sind gestern hier zahlreiche sehr lehrreiche Fälle angeführt worden von ganz bestimmten Heilungen. Nun kann ich Ihnen ein sehr einfaches Mittel angeben, wodurch diese Heilungen viel seltener und seltener werden würden. Aber nur aus dem Grunde möchte ich dieses Mittel angeben, damit Sie es nicht gerade gebrauchen — und es liegt so nahe, es zu gebrauchen. Ich kann von diesem Mittel natürlich nur in einem Kreise von anthroposophisch vorgebildeten Persönlichkeiten sprechen. Dieses Mittel würde darinnen bestehen, daß Sie alle Hebel in Bewegung setzen würden, um die Ritiersche Therapie zu einer allgemeinen Angelegenheit zu machen. Sie berücksichtigen bei den Heilerfolgen nicht, daß Sie als einzelne Ärzte dastehen. Ja, vielleicht mag gewiß der Einzelne sich dessen bewußt sein, daß Sie als einzelne Ärzte dastehen, zu kämpfen haben gegen die große Masse der anderen Ärzteschaft und daß Sie in dem Augenblicke, wo Sie die Rittersche Therapie zu einer Universitätsangelegenheit machen, wo Sie durchsetzen würden, daß Sie nicht mehr in der Opposition ständen, sondern daß von - ich will gar nicht einmal sagen allen —, sondern von sehr vielen so geheilt werden würde, Sie die Erfahrung machen würden, daß Ihre Heilerfolge sich beträchtlich zurückzögen. So sonderbar sind die Dinge im wirklichen Leben. Die Dinge sind nämlich zuweilen ganz anders, als man sich sie vorstellt. Als einzelner Arzt hat man selbstverständlich das größte Interesse, den einzelnen Menschen zu heilen, und die moderne materialistische Medizin hat sich in dieser Weise sogar, ich möchte sagen, eine Art Rechtsgrund ausgesucht, um nur ja darauf losgehen zu müssen, den einzelnen Menschen zu heilen. Ja, aber dieser Rechtsgrund besteht darin, daß man sagt: Es gibt überhaupt keine Krankheiten, sondern kranke Menschen. Selbstverständlich, wenn die Menschen auch in bezug auf die Krankheit so isoliert wären, wie das äußerlich aussieht heute, dann würde dieser Rechtsgrund ein wirklicher Grund sein. Aber das, was wirklich stattfindet, ist, daß die Menschen tatsächlich nicht so isoliert sind, daß solche Dinge eine große Bedeutung haben, wie das gestern von Ihnen, Herr Dr. Ederle, Angeführte, daß gewisse Krankheitsspannungen ganze breite Territorien umfassen, und daß Sie niemals konstatieren können, wenn Sie einen Einzelnen geheilt haben, wie vielen anderen Sie vielleicht die Krankheit in einem anderen Falle aufgehalst haben. Sie stellen sich nicht den einzelnen Krankheitsfall in den ganzen Prozeß hinein, und daher sind solche Dinge im einzelnen außerordentlich frappierend. Aber derjenige, der das Ganze des Heiles der Menschheit im Auge hat, der muß, ich möchte sagen, doch aus einer anderen Ecke heraus sprechen.

[ 2 ] In that lecture, many very instructive cases were cited of undoubted cures—and certainly we must feel deeply gratified at this result. But I can suggest a very simple means whereby these cures would become more and more infrequent, and of course, I only make this suggestion so that you do not use this means although one might be led to use it. And I can, of course, only mention this amongst persons who have acquired a certain knowledge of Anthroposophy. The method referred to would consist in making every possible effort to make the Ritter therapy universally accepted. In face of successes of this treatment, you forget that you work as individual physicians. Possibly individuals among you may be aware of the struggle you have to wage against the majority of other doctors; and you may be aware that the moment you make Ritter's treatment into an accepted university institution, you would cease to be a minority in opposition and that treatment would then be practised by many others—I will not go so far as to say by all. You would then find the number of your successful cures appreciably diminished. So strangely do things befall in real life; they are often quite different from what we have imagined. As individual medical men you have the greatest interest in healing the individual patient, and modern materialistic medicine has even—one might say—sought in this way a legal justification for its aim of healing the individual. But this justification really consists in the claim that there are no diseases; there are only sick, diseased people! Now, this justification would be valid if patients were really so isolated regarding their sickness, as appears to be the case today. But in actual fact, individual patients are not so isolated. The fact that certain dispositions of disease spread over a wide region, as was mentioned yesterday by Dr. E., is of great importance. After curing one case, you can never be sure of the number of other individuals to whom you have brought the disease. The single case of disease is not viewed as part of a general process, and therefore, taken one by one, the individual result may be most striking. But one who aims at the benefit of mankind as a whole must speak—if I may say so—from a different angle.

[ 3 ] Das ist dasjenige, was eben notwendig macht, daß man nicht einseitig, bloß therapeutisch sich orientiert, sondern daß man die Therapie vollständig herausarbeitet aus der Pathologie. Das ist es gerade, was wir hier versuchen wollen, daß eine gewisse Ratio hineinkommt in dasjenige, was sonst doch nur ein empirisch-statistisches Denken ist.

[ 3 ] This is the factor which requires not only a one-sided purely therapeutic orientation, but a completely worked out therapy on the basis of pathology. This is precisely what we here attempt to provide, bringing a certain rationale into what is otherwise merely an empirical thinking on a basis of statistics.

[ 4 ] Nun wollen wir heute ausgehen von einer allbekannten Tatsache, die aber durchaus im Zusammenhange des naturwissenschaftlichen medizinischen Denkens nicht gewürdigt wird und welche die Grundlage abgeben kann für eine Beurteilung des Verhältnisses des Menschen zu der außermenschlichen Natur. Das ist die Tatsache, daß der Mensch als ein dreigliedriges Wesen, als Nerven-Sinneswesen, als Zirkulationswesen, als rhythmisches Wesen also, und als Stoffwechselwesen, durch sein Stoffwechselwesen in einem negativen Verhältnis steht zu dem, was draußen in der Natur, in der Pflanzenwelt vorgeht. Sie wollen sich bitte die Tatsache vor die Seele rücken, daß draußen in der Natur, wenn wir zunächst nur die Pflanzenwelt innerhalb dieser Natur beobachten, in der Flora sich die Tendenz bemerkbar macht, gewissermaßen den Kohlenstoff zu konzentrieren, den Kohlenstoff zur Grundlage der gesamten Flora zu machen. Wir sind umgeben, indem wir von Pflanzen umgeben sind, von Organismen, von Formgebilden, deren Wesenheit auf der Konzentration des Kohlenstoffes beruht. Vergessen Sie nicht, daß dasjenige, was dieser Bildung zugrunde liegt, auch im menschlichen Organismus auftritt, daß aber der menschliche Organismus es in seinem Wesen hat, diese Bildung in der Bildung, gewissermaßen in einem weitergehenden Status nascendi, aufzuheben, zu zerstören und die entgegengesetzte Bildung an deren Stelle zu setzen. Wir haben den Anfang dieses Prozesses in uns in dem, was ich in diesen Tagen den unteren Menschen genannt habe. Wir setzen den Kohlenstoff ab, beginnen gewissermaßen aus unseren eigenen Kräften heraus den Prozeß des Pflanzenwerdens und müssen uns, veranlaßt durch unsere obere Organisation, gegen dieses Pflanzenwerden wehren. Wir heben es auf, indem wir dem Kohlenstoff den Sauerstoff entgegensetzen, ihn zur Kohlensäure verarbeiten und dadurch in uns den entgegengesetzten Prozeß des Pflanzenwerdens ausbilden müssen.

[ 4 ] We will start our inquiry today from a fact that is common knowledge, and can fundamentally help us to judge the relationship of man to external nature, but has not been given anything like due attention, in ordinary medical and biological thinking. This is that man as a threefold being, in his nerves and senses system, in his circulatory system (as a being living in rhythms) and finally in his metabolic system, has a certain negative relationship to the events of external nature, especially in the plant world. Please give your consideration to this: in external nature (let us consider only plants to begin with) there is in the flora a tendency at work to concentrate carbon; to make this substance the base of all vegetation. Inasmuch as we are surrounded with plants, we are surrounded with organic structures whose essential nature consists of carbon concentration. Do not forget that the same substance is also present in the human organism, but that it is essential to the organism to arrest this formation, to keep it, as it were, in a permanent status nascendi, of dissolution, and to replace it by the opposite substance. We have the initial stages of this process in what I have recently termed the lower human organism. We deposit the carbon and, begin, as it were, out of our own forces, the process of plant formation, and at the same time, we are compelled to fight against this process, at the urge of our upper organism. We cancel the plant formation by opposing carbon with oxygen, by changing it into carbon dioxide, and thus we develop in ourselves the process directly opposite to plant formation.

[ 5 ] Auf diese Gegenprozesse gegen die äußere Natur bitte ich Sie überall zu achten. Denn wenn Sie darauf achten, so werden Sie zu einem gründlicheren und gründlicheren Verständnis des wirklichen Menschen kommen. Sie verstehen den Menschen als solchen nicht, wenn Sie ihn abwiegen — das nur symbolisch gesprochen für das andere Untersuchen nach physikalischen Untersuchungsmethoden —, Sie verstehen aber sofort etwas selbst über die Mechanik des Menschen, wenn Sie erwägen, daß das Gehirn sein bekanntes Gewicht hat von, sagen wir durchschnittlich 1300 Gramm, daß es aber nicht mit diesem Gewichte auf die untere Fläche des Schädels drücken kann, denn wir würden sofort alles das, was da an feinen Äderchen sich ausbreitet, zerdrückt bekommen, wenn wir das Gehirn drückend hätten mit seinem eigenen Gewicht. Das Gehirn drückt höchstens mit etwa zwanzig Gramm auf seine Unterlage. Das rührt davon her, daß das Gehirn nach dem bekannten archimedisch-hydraulischen Prinzip einen Auftrieb erfährt, indem es eigentlich in Wirklichkeit im Gehirnwasser schwimmt, so daß die ganze überwiegende Masse des Gehirngewichtes einfach nicht wirkt, sondern durch den Auftrieb aufgehoben wird. Wie da die Schwere überwunden wird und wir nicht in dem physischen Gewichte unseres Organismus leben, sondern in der Aufhebung, in der dem physischen Gewicht entgegengesetzten Kraft, so ist es auch bei den anderen Prozessen des Menschen. Wir leben in der Tat nicht in dem, was die Physis mit uns macht, sondern in dem, was von der Physis aufgehoben wird. Und so leben wir auch in Wahrheit nicht in den Prozessen, welche wahrgenommen werden als Prozesse, die auch in der äußeren Natur sind, die im Pflanzenreiche ihre Endglieder erleben, sondern wir leben von der Aufhebung des Pflanzenwerdeprozesses. Das kommt natürlich ganz wesentlich in Betracht, wenn wir die Brücke schlagen wollen zwischen dem menschlichen Organismus in seinem Kranksein und den Pflanzenheilmitteln.

[ 5 ] I recommend you to give heed wherever these processes contrary to external nature are found. You will thereby reach a more fundamental comprehension of what man actually is. You do not understand man's nature by weighing him—to take a symbolic example for all investigations by means of the methods proper to physics; but you will understand something about the mechanics of man immediately if you consider that the brain, as is well known, has an average weight of about 1,300 grammes, but that this full weight cannot press upon the lower interior surface of the cranium, for if it did, all the delicate network of minute veins in that region would be crushed and obliterated. The pressure of the brain on its base does not exceed twenty grammes. The cause is the well known hydraulic principle enunciated by Archimedes, that the brain becomes buoyant as it floats in the cerebro-spinal fluid, so that its total mass and weight are not effective but are counteracted by the surrounding liquid. And just as the weight of the brain is neutralised and we do not live within the physical weight of our organism, but within the buoyancy which is the force opposed to material weight—so is it with other human processes. In fact we do not live in what physics would make of us, but in that part of the physical that is neutralised or counteracted in us. And similarly we do not live in the processes observable as operative in external nature, which reach their final manifestations in the vegetable world, but we live in the cancelation of the plant formation process. This fact is of course an essential in building the bridge between the human organism in disease and remedies drawn from the vegetable world.

[ 6 ] Nun könnte man, ich möchte sagen, diese Sache schön novellistisch ausführen. Man könnte sagen, wenn wir unseren Blick richten auf all das, was uns umgibt als schöne Flora der Welt, so sind wir hoch erfreut, ganz hoch erfreut, mit Recht. Anders, wenn wir ein Schaf öffnen und unmittelbar nach dem Öffnen gleich von einer anderen Flora erfahren, die ganz entschieden auch ihre Entstehungsursache in ähnlicher Art hat, wie die Entstehungsursachen der äußeren Flora sind, wenn wir dadurch, daß wir ein Schaf öffnen nach dem Tode, den ganzen Verwesungsgeruch des Inneren dieses Schafes auf uns zuduftend finden, da sind wir über die Entstehung der intestinalen Flora, der Darmflora, ganz gewiß weniger erfreut. Und darauf ist es nötig, sein Hauptaugenmerk zu richten. Denn da ist es handgreiflich, wie einfach dieselben Ursachen, die draußen in der außermenschlichen Natur die Flora in die Wege leiten, im Menschen bekämpft werden müssen, wie da die intestinale Darmflora nicht entstehen darf. Denn hier eröffnet sich ein außerordentlich weites Forschungsgebiet, und jüngeren Medizinern, die noch im Studium sind, möchte ich es empfehlen, für ihre Doktorarbeiten ja recht viel aus diesem Gebiete zu verwenden, vor allen Dingen viel aus diesem Gebiete der vergleichenden Forschung über die Darmgestaltung bei den Formen der verschiedenen Tiere, über die Säugetiere herauf bis zum Menschen. Da wird sich ein außerordentlich reiches Feld ergeben, denn auf diesem Gebiete ist noch vieles außerordentlich Wichtige nicht erforscht. Versuchen Sie vor allen Dingen einmal, dahinter zu kommen, warum ein Schaf durch seine Darmflora, wenn wir es öffnen, so furchtbaren Verwesungsgeruch ausduftet und warum das selbst bei den aasfressenden Vögeln nicht der Fall ist, die, wenn man sie öffnet, verhältnismäßig angenehm sogar riechen.

[ 6 ] This theme could be treated—so to speak—in the style of a poetical story. We could say: if we take in all the beauty of the vegetable world that surrounds us in external nature, we are entranced and rightly so. But it is otherwise if we cut open a sheep's body and forthwith become aware of another kind of flora which certainly originated in a similar way to the flora of the external world. If we open the body of a freshly killed sheep and encounter the full force of the odour of putrefaction from its entrails, we most certainly feel far less pleasure in the existence of the intestinal flora. We must carefully note and consider this fact; for it is simply self-evident that the same causes which favour the growth of vegetation in external nature, must be counteracted in man, and that the intestinal flora ought not to develop in us. Here we have a remarkably extensive field of research, and I would venture to recommend, as a theme for doctoral theses for younger students, to make use of this subject matter, and especially of comparative anatomical research, on the intestinal structures of various animal groups, through mammals up to man. As I say, a remarkably rich source, for much that is most significant here has not yet been investigated. Try particularly to find out why the opened sheep exhales so foul an odour of putrefacation by reason of its intestinal flora, whereas this is far from being the case in birds, even in carrion birds, whose bodies when opened smell comparatively pleasant.

[ 7 ] In diesen Dingen liegt ungeheuer viel, was bis heute ganz und gar wissenschaftlich noch nicht durchgearbeitet ist. Es liegt ferner sehr viel auf diesem Gebiete für eine Untersuchung der Darmformen. Bedenken Sie einmal, daß das ganze Vogelgeschlecht einen wesentlichen Unterschied von dem Säugetiergeschlecht und auch von dem Menschen aufweist. Bei dem Vogelgeschlechte findet sich — und materialistische Ärzte, wie zum Beispiel der Pariser Arzt Metschnikoff, haben die größten Irrtümer gerade über diese Dinge gedacht — ein außerordentlich kümmerliches Entwickeln der Blase und des Dickdarms. Erst da, wo die Vögel zu Laufvögeln werden, sehen wir, daß sich die Dickdarmformen, auch gewisse Ausbuchtungen in Blasenform ausbilden. So daß wir auf die wichtige Tatsache hingewiesen werden, daß die Vögel nicht die Gelegenheit dazu haben, ihre Ausscheidungen abzulagern, eine Weile im Organismus zu behalten, um sie dann bei willkürlicher Gelegenheit auszuschalten, sondern es findet ein kontinuierliches Ausgleichen zwischen dem Aufnehmen und dem Ausscheiden statt.

[ 7 ] There is very much in these matters that has received no scientific study and research up till now. And the same is true of the comparative anatomy of the intestines. Think for a moment of the considerable difference in all birds from both the Mammalia and mankind. (It is just here that materialists, for instance the Paris expert, Metchnikoff, have perpetrated the greatest errors). In birds there is a remarkably poor development of both bladder and large intestine. Only in those groups which form the Ratites (the Ostrich and its relatives) does the colon begin to enlarge, and certain approximations to the bladder appear. So that we are led to the important fact that birds are unable to accumulate their excretions, retain them for a while within their bodies and then evacuate them as occasion offers; but on the contrary, there is a continuous equipoise between what is taken into their bodies and what is evacuated from them.

[ 8 ] Es ist eine der oberflächlichsten Anschauungen, wenn man in der ganzen Flora und, wie wir sehen werden, auch in der Fauna, die im Darm auftritt, die überhaupt im menschlichen Organismus auftritt, so etwas sieht wie die Ursache des Krankseins. Es ist schon wirklich eigentlich schrecklich, wenn man heute an die Prüfung der pathologischen Literatur herangeht und bei jedem Kapitel aufs neue darauf stößt: für diese Krankheit ist der Bazillus entdeckt, für jene Krankheit ist der Bazillus entdeckt und so weiter. Das sind alles außerordentlich interessante Tatsachen für die intestinale Botanik und Zoologie des menschlichen Organismus, aber für das Kranksein hat das keine andere Bedeutung als höchstens die eines Erkennungszeichens, eines Erkennungszeichens insofern nämlich, als man sagen kann: Wenn die oder jene Krankheitsform zugrunde liegt, so ist im menschlichen Organismus die Gelegenheit geboten, daß sich diese oder jene interessanten kleinen Tier- oder kleinen Pflanzenformen auf einem solchen Unterboden entwickeln, aber sonst weiter nichts. Mit der wirklichen Krankheit hat diese Entwickelung der kleinen Fauna und kleinen Flora in einem sehr geringen Maße etwas zu tun, höchstens in einem indirekten Maße. Denn sehen Sie, die Logik, die hier entfaltet wird innerhalb der heutigen Medizin, ist eine höchst eigentümliche. Denken Sie einmal, Sie entdecken eine Landschaft, in welcher Sie eine große Anzahl vorzüglich genährter und gut aussehender Kühe finden. Werden Sie dann sagen: weil diese Kühe irgendwie hereingeflogen sind, weil die Landschaft angesteckt worden ist durch diese Kühe, ist das alles, was Sie da sehen, so wie es ist? Es wird Ihnen wohl kaum einfallen, nicht wahr, sondern Sie werden genötigt sein, zu untersuchen, warum in dieser Landschaft fleißige Leute sind, warum ein besonders geeigneter Boden für diese oder jene Tierpflege da ist, kurz, Sie werden wohl bei allem möglichen, was die Ursache sein kann, daß da gut gepflegte Kühe sind, mit Ihren Gedanken Halt machen. Aber es wird Ihnen nicht einfallen, zu sagen: Dasjenige, was da geschieht, kommt davon her, daß die Landschaft angesteckt worden ist durch den Einzug von gut gepflegten Kühen. — Nicht anders aber ist die Logik, welche die heutige medizinische Wissenschaft mit Bezug auf Mikroben und dergleichen eigentlich entwickelt. Man sieht aus der Anwesenheit dieser interessanten Geschöpfe nichts weiter, als daß ein guter Mutterboden da ist, und auf die Betrachtung dieses Mutterbodens hat man selbstverständlich die Aufmerksamkeit zu richten. Daß dann indirekt das eine oder das andere vorkommen kann, wenn man zum Beispiel nun sagt: Hier in dieser Gegend sind gut gepflegte Kühe, geben wir ein paar mehr her, dann werden sich vielleicht einige Leute mehr noch dazu aufraffen, nun auch fleißig zu sein. — Das kann natürlich nebenbei eintreten. Es kann natürlich geschehen, daß ein gut vorbereiteter Mutterboden durch den Einzug von Bazillen angeregt wird, seinerseits nun auch in irgendwelche Krankheitsprozesse zu verfallen. Aber mit der eigentlichen Betrachtung des Krankseins hat diese gegenwärtige Betrachtung des Bazillenwesens in Wirklichkeit nicht das allergeringste zu tun. Würde man nur auf den Ausbau einer gesunden Logik Bedacht nehmen, so würde niemals eigentlich so etwas entstehen können wie das, was da zur Verheerung des gesunden Denkens gerade von offiziell betriebener Wissenschaft ausgeht.

[ 8 ] It is one of the most superficial views to regard the flora of the human intestines—and, as we shall see later, also the microscopic fauna found there and elsewhere in the human organism—as anything to be called the cause of sickness. It is really quite appalling, in the course of examining and collating the literature pathology today, to find in every chapter the refrain: In cases of this disease we have discovered such and such a bacillus, in cases of that disease, another bacillus and so forth. Such facts are of great interest to the study of the botany and zoology of the human organisms, but as regards the condition of disease they have at best only the significance of indicators, indicators enabling one to conclude that if this or that form of disease is present, the human organism thus affected offers appropriate soil for the growth of this or that interesting vegetable or animal micro-organism. They mean this and nothing more. With the disease as such, this development of microscopic flora and fauna has only very little to do; and that little, only indirectly. For, I ask you to observe that the logic displayed in contemporary medicine today on these themes, is quite remarkable. Suppose for example you discover a landscape, in which you find a number of extremely well fed and healthy looking cattle. Would it occur to you to say: all that you behold in this countryside is as it is, because the cattle have somehow descended from the air and have infected the district? Such an idea would hardly occur to you; rather will you be obliged to inquire, why there are industrious people in this district, why the soil is specially propitious for this or that form of pasturage, and so on. You will probably exhaust all the possible reasons for well-fed and cared for livestock, in your mental review; but you would never dream of propounding the theory that the countryside has been infected by an immigration of well fed cows! This however is exactly the train of reasoning displayed by Medical Science today, in respect of microbes, etc... These remarkable creatures simply prove, by their presence, that there is a certain type of medium or substratum favourable to them, and attention should accordingly be directed to the study of this substratum. Of this substratum, of course there may be indirect causes and effects. For instance, in the country-side we spoke of, someone might say; “Here are a lot of fine, well-cared for cattle; if we send a few more, perhaps some more people will put their backs into it and join the others.” Thus it is, of course, possible, that a well prepared substratum is incited by the invasion of bacteria to develop some disease on its own part. But with the study of disease as such this concentration on the nature of bacilli has nothing whatever to do. If only care were taken to build up a sound logical line of thought, nothing of what is perpetrated by official science to the ruin of sound thinking, could occur.

[ 9 ] Dasjenige, was sehr in Betracht kommt, das ist, daß durch eine gewisse Beziehung des Oberen und Unteren im Menschen, wie ich sie in diesen Tagen charakterisiert habe, eben die Veranlassung gegeben werden kann, daß nicht das richtige Wechselverhältnis besteht zwischen dem Oberen und dem Unteren. So daß also durch eine zu geringe Gegenwirkung des oberen Menschen in dem unteren Menschen Kräfte tätig sein können, welche nicht aufhalten können den, ich möchte sagen, veranlagten und aufzuhaltenden Vegetationsprozeß, den Prozeß des Pflanzenwerdens. Dann ist auch die Gelegenheit zur Entstehung einer reichlichen Darmflora gegeben und dann wird die Darmflora zur Anzeige dafür, daß eben der Unterleib des Menschen nicht in entsprechender Weise arbeitet.

[ 9 ] The really decisive factor is a certain unbalanced interaction of what I have recently termed the upper and lower spheres in man, which may disturb or destroy their correct and normal relationship. So that a defective counter-activity of the upper sphere may set free in the lower sphere forces which cannot cope with the process of plant formation; a process which is there as an inborn tendency and requires to be checked. Then there is opportunity for the growth of abundant intestinal flora, and such intestinal flora becomes a symptom of defective abdominal functions in man.

[ 10 ] Nun besteht das Eigentümliche, daß beim Menschen die Tätigkeiten, welche sich nach unteren Niveaus abspielen sollen, zurückgestaut werden, wenn sie sich dort nicht abspielen können. Wenn also im Unterleibe die Unmöglichkeit vorhanden ist, daß sich gewisse Prozesse, für die dieser Unterleib organisiert ist, abspielen, so werden diese Prozesse zurückgeschoben. Das mag manchem laienhaft ausgedrückt sein, ist aber wissenschaftlicher ausgedrückt als manches, was in den heute gebräuchlichen Pathologien steht. Es werden diese Prozesse, die sich regulär in den unteren Teilen des Menschen abspielen sollen, zurückgeschoben in die oberen Teile, und man hat den Ursprung sogar von Ausscheidungen der Lunge und anderer nach oben gelegener Teile wie Rippenfell und dergleichen durchaus so zu verfolgen, daß man nachsieht, wie es sich mit den normalen oder abnormen Ausscheidungsprozessen des menschlichen Unterleibes verhält. Das ist außerordentlich wichtig, daß man dieses Zurückschieben der organischen Prozesse durch den Unterleib nach dem Oberleib ordentlich ins Auge faßt, daß also vieles, was im Oberleibe vor sich gehen kann, nichts anderes als die zurückgeschobenen Prozesse des Unterleibes sind. Wenn nicht das richtige Wechselverhältnis zwischen dem oberen Menschen und dem unteren stattfindet, dann schieben sich diese Prozesse zurück.

[ 10 ] Now there is this peculiarity: the activities which normally proceed from the upper sphere to the lower, are dammed up, as it were, if they cannot fulfill their downward course. Therefore, if there are obstacles which prevent the performance of the functions for which the lower part of the body is organised, those functions are pushed backwards. That may seem to some people an unscientific expression, but it is more scientifically accurate than much that is written in the usual text books on Pathology. These processes, normally proper to the lower sphere of man, are pushed back into the upper, and we have to observe and follow this up as a cause of discharges from the lungs and other parts of the upper body, such as the pleura and so on, and inquire into the state of the normal or abnormal secretory processes of the lower sphere of man It is very important to get a clear view of this reversal of organic processes from and through the lower sphere into the upper again, so that much that manifests in the upper parts are simply abdominal processes pushed back. And this reversal of processes does occur if the correct interaction between the two spheres is disturbed.

[ 11 ] Nun beachten Sie zu diesem hinzu etwas anderes. Sie wissen ja wohl aus der gewöhnlichen Erfahrung, daß eine Tatsache besteht, wiederum eine Tatsache, die nur nicht genügend ausgewertet wird, und auf das Auswerten dieser Tatsache kommt es bei einer gesunden Wissenschaft an. Es besteht die Tatsache, daß in dem Augenblicke, wo Sie Gedanken haben über ein bestimmtes Organ, besser gesagt Gedanken, die mit irgendeinem bestimmten Organ zusammenhängen, eine gewisse Tätigkeit dieses Organes auftritt. Studieren Sie — und hier ist wiederum reiches Gebiet für künftige Doktordissertationen —, studieren Sie einmal den Zusammenhang gewisser im Menschen auftretender Gedanken mit, sagen wir, der Speichelabsonderung, der Schleimabsonderung im Darm, der Absonderung der Milch, der Absonderung des Urins, der Absonderung des Samens, studieren Sie, wie da auftreten gewisse Gedanken, deren Auftreten parallel geht mit diesen organischen Erscheinungen.

[ 11 ] Here is another circumstance for your consideration. You all know it as a fact; but it has not received adequate attention, although a healthy scientific view would lay great stress on it. At the very moment that you have thoughts about any organ of your bodies, or to express it better, thoughts that are connected with any organ, there is a certain degree of activity in that part. Here is, I suggest to you another wide field for future doctoral theses! Just study the association of certain trains of thought with, for example, the flow of saliva, the flow of mucoid substance from the intestines, the flow of milk, of urine, of seminal secretion; all these are the accompaniment of thoughts which arise and proceed concurrently with these organic phenomena.

[ 12 ] Was haben Sie da für eine Tatsache vorliegend? Nicht wahr, in Ihrem Seelenleben treten die bestimmten Gedanken auf: organische Erscheinungen vollziehen sich als Parallelprozesse. Was heißt das? Das, was in Ihren Gedanken auftritt, das ist ganz in den Organen darinnen. Wenn Sie also einen Gedanken haben und irgendeine parallelgehende Drüsenabsonderung, so haben Sie die Tätigkeit, die dem Gedanken zugrunde liegt, die dem Denken zugrunde liegt, herausgeholt aus der Drüse. Sie verrichten sie abgesondert von der Drüse, Sie überlassen die Drüse ihrem eigenen Schicksal, und die Drüse widmet sich ihrer eigenen Tätigkeit, sie sondert ab. Dieses Absondern ist verhindert, das heißt dasjenige, was sonst von der Drüse entlassen wird, bleibt mit der Drüse vereinigt dadurch, daß der Gedanke es vereinigt hat. Sie haben also hier, ich möchte sagen, handgreiflich das Heraustreten der Bildetätigkeit aus dem Organ in den Gedanken hinein. Sie können sich sagen: Hätte ich nicht so gedacht, so hätte meine Drüse nicht abgesondert. Das heißt, ich habe die Kraft der Drüse entzogen, habe sie in mein Seelenleben versetzt, diese Kraft, und die Drüse sondert ab. — Da haben Sie im menschlichen Organismus selbst den offenkundigsten Beweis für das, was ich gesagt habe in den vorhergehenden Betrachtungen, daß dasjenige, was wir im Geistig-Seelischen erleben, eigentlich nichts anderes ist als die abgesonderten Bildungskräfte für dasjenige, was wir in der übrigen Naturordnung vor uns haben. Was draußen in der übrigen Natur vor sich geht durch dasjenige, was sich in der äußeren Natur als äußere Flora gegenüber unserer Darmflora parallel entwickelt, in dem stecken einfach drinnen die Bildungskräfte, die wir aus unserer Darmflora herausziehen. Sehen Sie draußen auf die Flora der Berge, auf die Flora der Wiesen, so müssen Sie sich eigentlich sagen: Da drinnen stecken dieselben Kräfte, die Sie in Ihren Gedanken entwickeln, wenn Sie im Vorstellen, im Fühlen leben. — Und Ihre Darmflora ist deshalb eine andere als die Flora draußen, weil der Flora draußen die Gedanken nicht weggenommen zu werden brauchen. Die bleiben in den Pflanzen drinnen stecken wie ihre Stengel, Blätter, Blüten. Hier bekommen Sie einen Begriff von der Verwandtschaft desjenigen, was in den Blüten, in den Blättern waltet, mit demjenigen, was in Ihnen selbst vorgeht, wenn Sie eine Darmflora entwickeln, der Sie nun nicht die Bildungskräfte lassen, sondern der Sie sie wegnehmen, indem Sie, wenn Sie sie nicht wegnehmen würden, kein denkender Mensch wären. Sie nehmen Ihrer Darmflora das weg, was draußen die Flora hat.

[ 12 ] What is the fact before us? In your soul life certain thoughts arise; organic phenomena appear concurrently; the two processes run parallel. What does it mean? What arises in your thoughts is entirely within the organs. If you have thoughts synchronising with a glandular secretion, you have drawn the activity which is the basis of the thought, the thinking out of the gland itself. You perform the activity apart from the gland, leaving the gland to its own fate, and the gland performs its proper activity; it secretes. The secretion is held up, that is to say what otherwise is set free from the gland, remains within it, because thought unites it with the gland. Here then, you have so to speak, in a tangible form, the passing of plastic activity from out of the organ into the thought. You can say to yourselves: if I had not thought thus, my gland would not have secreted. That is: I have drawn a force out of the gland, transferred it into my soul life, and the gland has given forth its secretion. The human organism supplies the most obvious proof of my argument in our previous considerations, that what we experience in soul and spirit is simply the operation of those formative forces, separated in us, but working in the rest of Nature's order. The external natural processes take place, by virtue of the same forces that develop the flora of fields and woods, corresponding to our intestinal flora; in the external flora are the same formative forces that we extract in the case of our own flora. If you look at the flora of the mountains and meadows, you must recognise in them the same forces that you evolve in your thoughts, when you live in representation and feeling. And the humble vegetation of your intestines differs from the external flora, because the latter do not have to be deprived of the thoughts. Thoughts are inherent in the external vegetable world, as much parts of the plants as their stems and leaves and blossoms. Here you get an idea of the kinship between what holds sway in flowers and foliage and that which works within yourselves when you develop an intestinal vegetation, which you deprive of formative powers, taking those powers away for your own use. For indeed, if you did not do this you would not be a thinking being. You take away from your intestinal flora what the flora out in nature still retain.

[ 13 ] Nicht minder ist es so der Fall bei der Fauna. Ebensowenig wie man ohne Einsicht in diese Dinge zu einem Zusammenhang zwischen dem Menschen und dem Pflanzenheilmittel kommen kann, ebensowenig kann man, ohne ein Bewußtsein davon, daß man als Mensch wegnimmt seiner eigenen Darmfauna die Kräfte, die drauBen in der Tierwelt formgebend sind, einen richtigen Begriff bekommen von der Anwendung der Heilsera.

[ 13 ] This is equally true of the fauna. It is impossible to correlate the nature of man with remedies from the vegetable world, without understanding what I have just said. Similarly until we realise that mankind has drawn away from his intestinal fauna the forces formative of animal life in external nature, we can get no right concept of the use of sera.

[ 14 ] Sie sehen daraus, daß eine Ratio, eine Systematik dieser Dinge erst möglich ist, wenn man so den Zusammenhang des Menschen mit seiner Umgebung wirklich ins Auge faßt. Dann möchte ich Sie aber noch auf etwas aufmerksam machen, was außerordentlich bedeutend ist. Ich weiß nicht, ob viele unter Ihnen sind, die noch miterlebt haben, wie außerordentlich gräßlich es geworden ist, als vor einiger Zeit die lächerlichsten Spuckverbote überall geherrscht haben. Durch diese Spuckverbote wollte man die Tuberkulose, wie Sie wissen, bekämpfen. Nun, diese Spuckverbote sind aus dem Grunde lächerlich, weil jeder wissen sollte, daß schon das allergewöhnlichste diffuse Sonnenlicht in der kürzesten Zeit die Bazillen, die Tuberkelbazillen tötet, so daß also, wenn Sie ein Sputum nach einiger Zeit, nach ganz kurzer Zeit untersuchen, keine Tuberkelbazillen mehr drinnen sind. Das Sonnenlicht tötet sofort diese Bazillen. So daß also, selbst wenn die Voraussetzung der gewöhnlichen Medizin richtig wäre, selbst dann noch dieses Spuckverbot etwas außerordentlich Lächerliches sein würde. Solche Verbote haben höchstens einen Sinn für die ganz gewöhnliche Reinlichkeit, aber nicht für die Hygiene im weitesten Sinne.

[ 14 ] So you can see that a system, a rationale in these matters, is only obtainable when we envisage the relationship of man to his environment. And I would draw your attention to another point that is curiously significant. I do not know how many of you some time ago noticed the most preposterous placards forbidding people to spit. As you know the purpose behind them was to combat tuberculosis. These prohibitory placards are abjured for the reason—which ought to be common knowledge—that the daily diffused light of the sun destroys the bacilli of tuberculosis in a very short time. If you examine a sputum specimen after a short time, it contains no more such bacilli. So that even if the assumption of current medicine were valid—this prohibition would be extremely absurd. Such prohibitions have significance for the elementary observance of cleanliness, but not for the widest aspects of hygiene.

[ 15 ] Aber für den, der nun wiederum anfängt, Tatsachen richtig zu werten, hat das eine sehr, sehr große Bedeutung, denn es weist uns ja darauf hin, daß der Angehörige der Tuberkel-Fauna oder -Flora, der Bazillus, am Sonnenlicht sich nicht halten kann. Er kann sich am Sonnenlicht nicht halten. Das paßt ihm nicht. Wann kann er sich halten? Wenn er im Innern des menschlichen Leibes ist. Und warum kann er sich da drinnen just halten? Nicht als ob er der eigentliche Schädiger wäre, aber dasjenige, was da drinnen tätig ist, das ist das, was man aufsuchen muß. Und da beachtet man etwas nicht. Wir sind fortwährend vom Licht umgeben, von dem Licht, das — wie Sie aus der Naturwissenschaft wohl behalten haben — die größte Bedeutung für die Entwickelung der außermenschlichen Wesen hat, namentlich die größte Bedeutung hat für die Entwickelung der gesamten außermenschlichen Flora. Wir sind von diesem Lichte umgeben. An der Grenze zwischen uns und der Außenwelt geschieht aber mit diesem Lichte, also mit etwas rein Ätherischem, etwas sehr Bedeutsames: es wird umgewandelt. Und es muß umgewandelt werden. Sehen Sie, gerade so, wie der Pflanzenwerdeprozeß vom Menschen aufgehalten wird, wie dieser Pflanzenwerdeprozeß, ich möchte sagen, abgebrochen wird und wie ihm entgegengearbeitet wird durch den Prozeß der Entstehung der Kohlensäure, so wird auch dasjenige, was im Lichtleben ist, im Menschen abgebrochen. Suchen wir daher das Licht im Menschen, so muß es etwas anderes sein, so muß es eine Metamorphose des Lichtes sein. Wir finden in dem Augenblicke, wo wir die Grenze des Menschen nach innen überschreiten, eine Metamorphose des Lichtes. Das heißt, der Mensch wandelt in sich nicht nur die gewöhnlichen äußeren ponderablen Naturvorgänge um, sondern der Mensch wandelt auch das Imponderable um, das Licht. Er macht es zu etwas anderem. Wenn sich nun der Tuberkelbazillus im Menschen wohl befindet, während er am Sonnenlichte sofort krepiert, so bezeugt eine solche Tatsache, wenn man sie richtig wertet, einfach, daß in dem Umwandelungsprodukt des Lichtes, das im Innern des Menschen auftritt, das Lebenselement dieses Bazillus schon ist, daß also, wenn er darinnen zu viel gedeiht, mit diesem umgewandelten Lichte es irgendwie nicht richtig stehen muß. Und Sie bekommen von da ausgehend eine Einsicht in die Tatsache, daß in den Ursachen der Tuberkulose es auch liegen muß, daß mit diesem umgewandelten Lichte, mit dieser Metamorphose des Lichtes, in dem Menschen etwas vorgeht, was eigentlich nicht vorgehen sollte, sonst würde er nicht zu viel von den ja immer vorhandenen Tuberkelbazillen aufnehmen. Sie sind ja immer da, nur daß sie sonst in einer ungenügenden Anzahl vorhanden sind; sie sind überreichlich vorhanden, wenn der Mensch der Tuberkulose unterliegt. Sonst würde sich der Tuberkelbazillus nicht überall vorhanden zeigen, wenn nicht etwas Unnormales da wäre in bezug auf die Entwickelung dieses metamorphosierten Sonnenlichtes.

[ 15 ] For the student who is beginning to estimate facts correctly, this is very important, for it indicates the inability of the kinsman of intestinal fauna or flora, the bacillus, to survive in the sunlight. Sunlight does not suit it. Where can the bacillus survive? In the interior of the human body. And why just there? It is not that the bacillus itself is the noxious agent, it is the forces active within the body that we must consider. And here is another fact that is ignored. We are continually surrounded by light; light—as you will of course remember perfectly from your study of science—has supreme importance for the evolution of the extra-human beings, and especially for the development of all extra-human flora. But at the border line between ourselves and the world outside, something very significant happens to light, that is, to something purely etheric; it becomes transmuted. And it needs must be transmuted. For, consider how the process of plant formation is held up in man, how this process is so to speak broken off and counteracted by the process that manufactures carbon dioxide. In the same way, the process contained in the life of light is interrupted in man. And so, if we seek for light within man, it must be something transformed, it must be a metamorphosis of light. At the moment of crossing the border of man inwards we have a metamorphosis of light. This means that man does not only transform the common, ponderable processes of external nature within himself, but also the imponderable element—Light itself. He changes it into something different. And if the bacillus of tuberculosis thrives in the human interior and perishes in the full sunlight, it is evident—to a sound judgment of the fact—that the product of the light as transmuted within us, must offer a favourable environment to these bacilli, and if they multiply excessively, there must be something wrong with the product of transmutation, and thence we get the insight that amongst the causes of tuberculosis is involved that of the process of transmutation of light within the patient. Something occurs which should not occur, otherwise he would not harbour too many of the tuberculosis bacilli—for they are always present in all of us, but as a rule in insufficient numbers to provoke active tuberculosis. If they are too prolific, their “host” succumbs to the disease. And the tuberculosis bacillus could not be found everywhere, if there were not something abnormal in the development of this transmuted light of the sun.

[ 16 ] Nun wird es ja nicht schwer sein, wiederum durch eine genügende Anzahl von Dissertationen und Privatdozentenabhandlungen auf diesem Gebiete herauszubekommen — das empirische Material wird Ihnen nur so zufliegen für die Dinge, die ich hier natürlich nur als Gesichtspunkte geben kann —, daß dasjenige, was da eintritt, wenn der Mensch ein geeigneter Mutterboden für die Tuberkelbazillen wird, darinnen besteht, daß der Mensch entweder nicht genügend fähig ist, Sonnenlicht aufzunehmen, oder durch seine Lebensweise nicht genügend bekommt, so daß nicht ein ordentlicher Ausgleich zwischen dem auf ihn eindringenden Sonnenlicht und seiner Verarbeitung des Sonnenlichtes zu einer Metamorphose besteht, sondern daß er genötigt ist, Reserven zu holen aus dem immer in ihm aufgespeicherten metamorphosierten Licht.

[ 16 ] It will again be easy to work out an adequate number of doctorial theses and scientific papers on this. Empirical material gleaned from observation, will pour on you in floods, in corroboration of views which I can only offer here in mere outline. What happens if a human being becomes suitable soil for tuberculosis bacilli is that either he is not constitutionally capable of absorbing sunlight, or he does not get enough sunlight owing to his way of life. Thus there is not an adequate balance between the amount of sunlight he receives from outside, and the amount he can transmute; and this forces him to draw reserves from the already transmuted light stored up within him.

[ 17 ] Das bitte ich Sie durchaus zu berücksichtigen, daß der Mensch einfach dadurch, daß er Mensch ist, fortwährend aufgespeichertes metamorphosiertes Licht in sich hat. Das ist nötig zu seiner Organisation. Vollzieht sich der Wechselprozeß zwischen dem Menschen und dem äußeren Sonnenlicht nicht in der richtigen Weise, dann wird ebenso, wie bei der Abmagerung dem Körper Fett entnommen wird, das er für sich braucht, ihm unter solchen Einflüssen das metamorphosierte Licht entzogen. Und der Mensch steht in einem solchen Falle vor einem Dilemma, entweder sein Oberes erkranken zu machen oder seinem Unteren zu entziehen dasjenige, was er für das Obere braucht, das heißt: das Untere erkranken zu machen, indem er ihm das metamorphosierte Licht entzieht.

[ 17 ] Please pay particular attention to this: Man by the very fact of being man, has a continuous supply of stored and transmuted light within. That is necessary to his organisation. If the mutual process, enacted between man and the external sunlight, does not take place properly, his body is deprived of the transmuted light, just as, in cases of emaciation, the body loses fat which it needs. And in such cases, man faces the dilemma of either forcing his upper sphere to become diseased or of depriving his lower sphere of what he needs for the upper: that is of making his lower sphere sick, by depriving it of transmuted light.

[ 18 ] Sie sehen daraus, daß der Mensch einfach zu seiner Organisation nicht nur die von außen her kommenden und umgewandelten ponderablen Substanzen braucht, sondern daß eine richtige Betrachtung des Menschen uns darauf hinweist, daß in ihm auch imponderable Substanzen, ätherische Substanzen vorhanden sind, aber in Metamorphose. Daraus ersehen Sie aber, wie wir durch solche Grundlagen die Möglichkeit schaffen, gerade eine richtige Anschauung auszubauen für die heilende Wirkung des Sonnenlichtes, zum Beispiel auf der einen Seite dadurch, daß wir den Menschen direkt dem Sonnenlichte aussetzen, um wiederum zu regulieren seinen in Unordnung gekommenen Wechselprozeß mit dem umgebenden Sonnenlicht, oder ihn andererseits auszusetzen innerlich solchen Substanzen, welche dasjenige ausgleichen, was sich in Unregelmäßigkeit abspielt als Entziehen des metamorphosierten Lichtes. Dieses Entziehen des metamorphosierten Lichtes muß man paralysieren mit dem, was aus den Heilmitteln kommen kann. Da können Sie hineinschauen in die menschliche Organisation.

[ 18 ] You will gather from this that the organisation of man needs not only ponderable substances, derived from the external world and transformed, but that imponderable, etheric substances are also present within him, although in metamorphosis. Further you will conclude that these basic principles afford the possibility of building up a correct view, on the one hand, of the healing effect of the sun's light: we can expose the human being directly to the sunlight, in order to regulate his disordered interrelation to the environing light. And, on the other hand, we may administer internally those substances that counteract the irregularity in the deprivation of transmuted light. We must counter-balance the deprivation of transmuted light, by means of what can be drawn from the remedial substances. There is the window through which you can observe the human organisation at work.

[ 19 ] Nun besteht für den, der überhaupt die Welt betrachten kann, das Eigentümliche, daß er — verzeihen Sie, wenn ich mich etwas undiplomatisch ausdrücke — nach einiger Zeit — es ist aber ganz objektiv, eigentlich ohne Sympathie und Antipathie gemeint, obwohl man scheinbar dem widersprechen könnte, was ich sage eine gewisse Wut bekommt auf alles Mikroskopieren, auf alles Untersuchen im Kleinen, weil das Mikroskopieren eigentlich eher wegführt von einer gesunden Auffassung des Lebens und seiner Störungen, als es zu ihr führen kann. Denn alle wirklichen Prozesse, die uns angehen im Menschen in seinem Gesund- und in seinem Kranksein, können wir viel besser studieren im Makroskopischen als im Mikroskopischen. Wir müssen nur im Makrokosmos die Gelegenheiten aufsuchen, um diese Dinge zu studieren.

[ 19 ] But now—you must excuse my somewhat undiplomatic expression, it is really objective, detached from sympathy or antipathy—everybody who observes the world must after a time acquire a certain anger against every use of the microscope, against every research on the microscopic scale: because microscopical methods are more apt to lead away from a wholesome view of life and its disturbances, than to lead towards it. All the processes actually affecting us, in our health and sickness, can be much better studied on the macroscopic than on the microscopic scale. We must only seek out the opportunities for such a study in the world of the macrocosm.

[ 20 ] Da bitte ich Sie zu beachten, daß das Vogelgeschlecht infolge seiner mangelhaften Harnblase und seines mangelhaften Dickdarms einen fortwährenden kontinuierlichen Ausgleich hat zwischen Aufnehmen und Abscheiden. Der Vogel kann im Fluge abscheiden, er hält die Nahrungsüberreste nicht in sich auf, er lagert das nicht ab. Er hat dazu keine Gelegenheiten. Und würde er sie ablagern, so wäre es sogleich eine Krankheit, die ihn ruinieren würde. Insofern wir Menschen sind, physische Menschen sind, sind wir gewissermaßen — wie man entgegenkommend der heutigen Anschauung sagen kann — über den Vogel hinausgeschritten in seiner Entwickelung, wie man richtiger sagen könnte: unter den Vogel heruntergestiegen. Für den Vogel ist tatsächlich nicht nötig, daß er jene starken Kämpfe entwickelt gegen eine Darmflora, die in ihm gar nicht vorhanden ist, wie sie nötig ist beim höheren Tiere oder beim Menschen. Aber in bezug auf eine, ich möchte sagen, etwas höher gelegene Tätigkeit bei uns, in bezug auf die Tätigkeit der Umwandelung des Ätherischen zum Beispiel, was ich jetzt besprochen habe, der Umwandelung des Lichtes in seiner Metamorphose, da stehen wir auf dem Standpunkt des Vogels. Wir haben einen physischen Dickdarm und eine physische Blase, aber wir sind Vögel in bezug auf unseren Ätherleib, was diese Organe anbertrifft. Die sind tatsächlich im Kosmos dynamisch nicht vorhanden. Da sind wir darauf angewiesen, daß wir unmittelbar, indem wir das Licht empfangen, es auch verarbeiten und die Ausscheidungsprodukte wiederum abgeben. Und tritt da eine Störung ein, so ist sie eine Störung, der gar kein Organ entspricht, die wir also ohne Schädigung der Gesundheit nicht ohne weiteres ertragen können. So daß wir, wenn wir den Vogel mit seinem kleinen Gehirn betrachten, uns klar sein müssen, daß er im Makrokosmischen ein Abbild unserer feineren Organisation ist. Wollen Sie daher den Menschen studieren in bezug auf das, was als feinere Organisation sich abdrückt in seiner gröberen Organisation, die unter den Vogel heruntergeschritten ist, dann müssen Sie eben makrokosmisch die Vorgänge der Vogelwelt studieren.

[ 20 ] Let us return to the Birds. As a result of the absence of a bladder and large intestine, these creatures possess a continual balance between nutrition and evacuation. Birds can evacuate their waste matter in flight; they do not retain it; they do not store it in themselves. They have no organs for such a purpose. If a bird were to accumulate and retain excretions, this would be a disease which would destroy it. In so far as we are human beings we have gone further than the birds on the evolutionary path, in the phrase that meets contemporary opinion; or—as would be a more correct statement—we have descended below the level of that order. For birds do not need to wage the vigorous war against intestinal flora which does not exist in them; this war is unavoidable in higher animals and mankind. But let us consider a—shall we say—somewhat more highly placed activity of ours; the metamorphic activity of the etheric element, the metamorphosis of light, as just described. In respect of these functions we are on the same grade as birds. We have a large intestine and a bladder in our physical organism, but in our etheric organism, in these respects, we are birds; these organs are actually absent in the dynamics of the cosmos. Therefore we are obliged to work up light as soon as we receive it, and to give forth the products by excretion. If a disturbance arises here, there is no corresponding organ for its operation. We cannot stand the disturbance without our health suffering accordingly. So when we observe the birds with their miniature brains, it becomes evident that in the macrocosmos they are replicas of our more subtle organisation. And if you want to study man with reference to this finer organisation which separates itself from his coarser organisation which has descended below the birds—then, my friends, you must study the processes of the world of birds macroscopically.

[ 21 ] Nur möchte ich sagen — in der Klammer sei das bemerkt -: es wäre tatsächlich sehr traurig um das Leben der Menschen bestellt, wenn sie in ihrem ätherischen Organismus dieselbe Eigentümlichkeit gegenüber dem Vogelgeschlecht hätten, wie sie sie in ihrem physischen Organismus haben, da der ätherische Organismus nicht in dieser Weise von der Außenwelt abgeschlossen sein kann. Es würde bei der Ablagerung, sagen wir, des metamorphosierten Lichtes, wenn es dafür auch Geruchsorgane gäbe, etwas ganz Furchtbares herauskommen im Zusammenleben der Menschen. Doch, wie gesagt, das soll nur in Klammer bemerkt sein. Es würde das auftreten, was wir erleben, wenn wir eben ein Schaf nach seinem Tode öffnen und das Innere dann zu genießen haben, während wir tatsächlich in bezug auf unser Ätherisches als Menschen einander so gegenüberstehen, daß es sich vergleichen läßt mit dem durchaus nicht unangenehmen Geruch, der zum Beispiel beim Öffnen selbst eines aasfressenden Vogels — verhältnismäßig, relativ ist alles — auftritt, gegenüber dem Geruch, der auftritt, wenn wir namentlich einen Wiederkäuer öffnen, aber auch ein Tier, das erst die Anlage zum Wiederkäuer hat, wie zum Beispiel das Pferd — es ist kein wirklicher Wiederkäuer, aber es hat in seiner Organisation die Anlage zum Wiederkäuer.

[ 21 ] Here I should like to interpolate a comment. We human creatures would be in a sad state, if in our etheric organism we had the same superiority over birds as we have in our physical; for the etheric organism cannot be enclosed and sequestrated, in the same way, from the external world. If we possessed organs of smell receptive to the storage of transmuted light, the social life of mankind would be an appalling experience. We should have the same experience we get when we cut open a sheep and inhale the fumes of its entrails. Whereas, in actual fact, the etheric aroma of mankind, as perceived among ourselves, may be compared to the relatively far from disagreeable smell of a freshly killed carrion bird. Contrast this with what we smell if we open the body of a ruminant animal and even of such an animal as the horse, which is not a true ruminant although it has the tendency to become a ruminant in its organisation.

[ 22 ] Es handelt sich also darum, nun zu untersuchen die Entsprechungen desjenigen, was in der äußeren Flora und Fauna vor sich geht, mit dem, was im menschlichen Organismus in der intestinalen Fauna und Flora vor sich geht, aber bekämpft werden muß. Und wollen wir den Zusammenhang zwischen irgendeinem Heilmittel und einem Organ feststellen, dann müssen wir von der allgemeinen Charakteristik, die wir heute entwickelt haben, zu der besonderen Charakteristik der folgenden Vorträge übergehen.

[ 22 ] So what we have to do is to investigate the analogy between what happens in the external animal and vegetable worlds, and what happens in regard to the intestinal flora and fauna in the human organisation, which has to be combated and counteracted. And in deciding the relationship between any specific organ and any specific remedy, we must pass from the general definitions just given, to the particular definitions and descriptions of the following lectures.

[ 23 ] Aber nun gehen Sie von hier aus, wie wir auf der einen Seite zu der Bekämpfung gehen mußten der innermenschlichen, der intestinalen Fauna und Flora, indem wir im Zirkulationsprozeß etwas entgegengesetzt finden ein Kämpfen gegen das Entstehen des Pflanzenwerdens, nun über zu dem eigentlichen Nerven-Sinnesmenschen. Er ist doch viel bedeutender für das Gesamtleben des Menschen, als man gewöhnlich glaubt. Dadurch, daß man die Wissenschaft zu einer solchen Abstraktion erhoben hat, hat man gar nicht die Möglichkeit gehabt, das in der entsprechenden Weise zu berücksichtigen, daß dieser Nerven-Sinnesmensch, durch den zum Beispiel das Licht und die mit ihm verbundene Wärme eigentlich doch eindringt, mit dem inneren Leben innig zusammenhängt, weil die Imponderabilien, die da mit dem Lichte eindringen, in den Organen metamorphosiert werden müssen und die Imponderabilien ebenso organbildend sind wie dasjenige, was in dem ponderablen Reiche existiert. Man hat gar nicht berücksichtigt, daß der NervenSinnesmensch für die Organisation des Menschen von besonderer Bedeutung ist. Aber während wir, wenn wir tiefer hineinsteigen in den unteren Menschen, aus der Darmflora bildenden Kraft in die Darmfauna bildende Kraft hinuntersteigen, kommen wir, wenn wir mehr hinaufsteigen in den Menschen, aus der Region, wo bekämpft wird die innere Flora, in das Gebiet, wo bekämpft werden muß fortwährend das Mineralischwerden des Menschen, ich möchte sagen, das Sklerotischwerden des Menschen. Sie können da, ich möchte sagen, schon äußerlich an der stärkeren Verknöcherung des Hauptes studieren, wie der Mensch, je mehr er sich nach oben entwickelt, durch seine Organisation eben zum Mineralischwerden neigt.

[ 23 ] Now pass from the reasons compelling us to combat the intestinal flora and fauna, inasmuch as within the circulatory function we find something that attacks the process of plant formation. Let us consider man's nervous and senses system. This aspect of our nature is far more significant for its totality than is generally believed. Science has become so remote an abstraction, that it has not been realised how this nervous and sensory system, which is interpenetrated with light and the warmth inseparable from light, is linked up with the internal life. This is because the imponderable elements that enter the body with the light, must be absorbed and transmuted by our organs, and are forming organs in us, just as do the substances of the ponderable world. The special significance of the nerves and senses system for our human organism has been neglected. But whereas, if we enter more deeply into the lower man we descend out of the formative force of intestinal flora into that of intestinal fauna, we come, if we ascend in man, out of the region where the intestinal flora is combated, into the region where there must be a continual combating of the tendency of man to become mineralised, to become sclerotic. You can observe externally in the greater ossification of the human head how the tendency towards mineralisation increases the more man develops upwards.

[ 24 ] Dieses Mineralischwerden, das hat aber für die ganze Organisation des Menschen eine große Bedeutung; denn sehen Sie, hier ist es, wo man immer wiederum darauf aufmerksam machen muß — ich habe das sogar in Öffentlichen Vorträgen schon getan —, daß man, wenn man den Menschen nun teilt in die drei Glieder: Kopfmensch, Rumpfmensch, Gliedmaßenmensch, man ja doch wahrhaftig nicht denken soll, daß diese drei Glieder so nebeneinander stehen und äußere räumliche Grenzen haben. Der Mensch ist natürlich ganz Kopfmensch, qualitativ eingeteilt. Dasjenige, was Kopf ist, dehnt sich wiederum über den ganzen Menschen aus, ist nur hauptsächlich im Kopfe. Ebenso ist es mit den anderen, Zirkulation, Gliedmaßen und Stoffwechsel, es dehnt sich immer über den ganzen Menschen aus. So daß selbstverständlich dasjenige, was für den Kopf- oder Hauptesmenschen vorhanden sein muß, als Anlage im ganzen Menschen vorhanden ist, und diese Anlage des Mineralischwerdens im ganzen Menschen bekämpft werden muß. Da liegt eben durchaus ein Gebiet, wo, wenn der heutige Mensch alte Werke aufschlägt, die noch aus atavistischem Hellsehen hervorgegangen sind, er gar nichts mehr verstehen kann. Denn schließlich die wenigsten lesen heute noch was Ordentliches heraus, wenn sie beim Paracelsus vom Salzprozesse lesen. Aber der Salzprozeß liegt auf dem Gebiete, das ich jetzt eben charakterisiere, geradeso wie der Schwefelprozeß auf dem Gebiete liegt, das ich vorhin charakterisiert habe.

[ 24 ] This tendency towards mineralisation is of great importance for our whole organisation. We must constantly recall—as I have done already in public lectures—that in dividing the human being into three systems, i.e. the head man, the trunk man and the limb man, we must be careful not to imagine that these three are external to one another within external spatial boundaries. Man is of course wholly head man, but qualitatively distributed. That which has its chief focus in the head, also extends over the whole man. The same is true of the other main systems, circulation system, limb and metabolic system; they too, extend throughout man's body. So the tendency to mineralisation, localised chiefly in the head, exists and must be counteracted all through the body. Here is a field of knowledge of which the contemporary student can no longer understand anything when he glances through the ancient treatises written in the light of atavistic clairvoyance. For after all, only the smallest minority of those who trouble to read that Paracelsus writes of the salt-process, get any worth-while idea from it today. But the salt-process belongs to the region that I am now outlining, just as the sulphur process belongs to the region previously described.

[ 25 ] Also es handelt sich darum, daß der Mensch in sich die Tendenz hat, sich zu mineralisieren. Nun, geradeso aber, wie gewissermaßen selbständig werden kann dasjenige, was dem Fauna- und Floraprozeß zugrunde liegt, so kann für den ganzen Menschen diese Mineralisierungstendenz selbständig werden. Dieser Mineralisierungstendenz, wie ist ihr entgegenzuarbeiten? Ihr ist nicht anders entgegenzuarbeiten als dadurch, daß man sie zersprengt, daß man in sie gewissermaßen fortwährend kleine Keile hineintreibt. Und hier haben Sie das Gebiet, wo Sie betreten müssen den Übergang von der Serumtherapie durch die Pflanzentherapie zu der Mineraltherapie, ohne die Sie doch nicht auskommen, weil Sie nur in den Beziehungen der Mineralien zu dem, was im Menschen selbst Mineral werden will, einen Anhaltspunkt haben, um all dasjenige zu unterstützen, was unterstützt werden muß in dem Kampfe des Menschen gegen die mineralisierende Tendenz, gegen das allgemeine Sklerotischwerden. Da können Sie nun nicht auskommen — und dieses Kapitel muß dann ausführlich besprochen werden —, indem Sie einfach das Mineral in seinem äußeren Zustande in den menschlichen Organismus einführen. Da tritt dasjenige ein, was auf irgendein homöopathisches Prinzip in irgendeiner Form hinweist, was darauf hinweist, daß gerade aus dem Mineralreich diejenigen Kräfte bloßgelegt werden müssen, welche der Wirksamkeit des äußeren Mineralreiches entgegengesetzt sind.

[ 25 ] Man has an inherent tendency to mineralisation; just as the forces fundamental to the development of our internal flora and fauna can get “out of hand,” so also can the mineralising tendency. How is it to be counteracted? Only by shattering it; by, as it were, driving a perpetual succession of minute wedges into it. And here you enter the region where you have to pass from serotherapy through vegetable therapy to mineral therapy. You cannot do without this, as you only reach a starting ground for the support of all that needs support, in man's struggle against mineralisation, against general sclerosis, in the interaction between the minerals and those human substances which tend themselves to become minerals. It does not suffice simply to introduce the mineral, in its crude state as found in the external world, into the human organism. The right method would indicate some form of the homeopathic principle. For it is precisely from the mineral kingdom that we must set free the forces opposed to the action of the external forces of that kingdom.

[ 26 ] Es ist ja aufmerksam darauf gemacht worden, und es ist richtig, daß man einfach den Blick hinzuwerfen braucht auf den ganz geringen mineralischen Gehalt mancher Quellen, die heilwirkend sind, und man hat in diesen Quellen einen Homöopathisierungsprozeß, der ganz auffällig ist, der eben zeigt, daß tatsächlich in dem Augenblicke, wo man befreit den mineralischen Zusammenhang von den Kräften, die wir äußerlich überschauen, ganz andere Kräfte herauskommen, die man erst besonders loslösen muß dadurch, daß man eben homöopathisiert. Doch dieses, wie gesagt, soll in einem besonderen Kapitel besprochen werden. Aber dasjenige, was ich Ihnen doch heute noch sagen möchte, das ist nun das Folgende. Wenn Sie wirklich das ausführen — den jüngeren Herren lege ich das besonders ans Herz —, daß Sie vergleichende Studien machen über die Umformung des ganzen Darmsystems, sagen wir, von den Fischen herauf über die Amphibien, Reptilien — besonders die Beziehungen der Amphibien, Reptilien in bezug auf das Darmsystem sind außerordentlich interessant —, hinauf zu dem Vogel auf der einen Seite, zu dem Säugetiere und dann bis herauf zum Menschen auf der anderen Seite, so werden Sie finden, daß merkwürdige Umformungen der Organe stattfinden, das Auftreten zum Beispiel der Blinddärme, desjenigen, was dann beim Menschen zum Blinddarm wird, bei niederen Säugetieren oder da, wo die Vogelorganisation etwas aus sich herausfällt und Blinddarmansätze beim Vogel auftreten, die ganze Art und Weise dann, wie sich aus dem bei den Fischen ja ganz und gar nicht vorhandenen Dickdarme — man kann nicht reden von einem Dickdarm bei den Fischen —, durch den Heraufgang durch sogenannte vollkommenere Ordnungen das ergibt, was Dickdarm ist, was dann Blinddärme und beim Menschen Blinddarm ist — gewisse andere Tiere haben mehrere Blinddärme —: da finden Sie ein merkwürdiges Wechselverhältnis.

[ 26 ] It is a sound comment (and one already made) that we have only to turn our attention to the very slight mineral content of many medicinal springs, which have a remedial effect, in order to observe a conspicuous homeopathic process. This process shows that at the very instant in which we liberate the mineral components from their externally known forces, other forces emerge which can only be fully liberated through homeopathic dosage. This subject shall be given special consideration later on. But I would add the following consideration today, and address my remarks particularly to the younger members of my audience. Let us assume that you are making comparative investigations into the structural changes of the whole intestinal system, let us say from the fishes, through the Amphibia to the reptiles—the conditions in the Amphibia and reptiles in this respect, are most interesting—to the birds on the one side, and the mammals, and finally, man, on the other. You will find that remarkable changes of form occur in the organs. For instance, there are the Caeca the equivalent of what has become the vermiform appendix in man; in the lower mammals, or, in bird groups which deviate from the normal type—the rudiments of the vermiform appendix appear. Or study the quite different way in which the great gut, which does not exist in fishes, evolves through the ascent of so-called more perfect classes, into what we can recognise as the larger intestine (colon). Between this and the manner in which caeca become what we recognise as the appendix in mankind, (certain species of animals have several appendices) you will find a remarkable complementary relationship.

[ 27 ] Auf dieses Wechselverhältnis müßte eigentlich ein vergleichendes Studium sehr scharf hinweisen. Sie können einfach äußerlich fragen — ja, Sie wissen, wie oft gefragt wird: Wozu ist denn nun überhaupt so etwas, was sich dann nach außen abschließt, wie der Blinddarm beim Menschen vorhanden? Es wird oftmals nach dieser Sache gefragt. Wenn man eine solche Frage aufwirft, so beachtet man gewöhnlich das Folgende nicht: daß sich tatsächlich der Mensch als eine Dualität offenbart und daß, was entsteht, auf der einen Seite im Unteren immer das Parallelorgan ist für etwas, was entsteht im Oberen, daß im Oberen gewisse Organe nicht entstehen könnten, wenn sich nicht die Parallelorgane, gewissermaßen die entgegengesetzten Pole im Unteren entwickeln könnten. Und je mehr das Vorderhirn in der Tierreihe die Gestalt annimmt, welche es beim Menschen dann entwickelt, desto mehr gestaltet sich der Darm gerade nach der Seite hin aus, die zur Ablagerung der Nahrungsüberreste führt. Es ist ein inniger Zusammenhang zwischen der Darmbildung und der Gehirnbildung, und würde nicht im Laufe der Tierreihe Dickdarm, Blinddarm auftreten, so könnten auch nicht zuletzt denkende Menschen entstehen physischer Natur, weil der Mensch sein Gehirn, sein Denkorgan auf Kosten, durchaus auf Kosten seiner Darmorgane hat. Und die Darmorgane sind die getreue Reversseite der Gehirnorgane. Damit Sie auf der einen Seite entlastet werden von physischer Tätigkeit für das Denken, müssen Sie auf der anderen Seite Ihren Organismus belasten mit demjenigen, wozu Veranlassung ist zur Belastung durch den ausgebildeten Dickdarm und die ausgebildete Blase. So daß gerade die in der menschlichen physischen Welt vorkommende höchste geistigseelische Tätigkeit, insoferne sie gebunden ist an eine vollkommene Ausbildung des Gehirnes, zugleich gebunden ist an die dazu gehörige Ausbildung des Darmes. Das ist ein außerordentlich bedeutsamer Zusammenhang, ein Zusammenhang, der auf das ganze Schaffen der Natur ungeheuer viel Licht wirft. Denn Sie können sich, wenn es auch etwas paradox klingt, nun sagen: Warum haben denn die Menschen einen Blinddarm? — Damit sie in entsprechender Weise menschlich denken können, können Sie sich zur Antwort geben. Denn dasjenige, was sich da im Blinddarm ausbildet, das hat sein Entgegengesetztes im menschlichen Gehirn. Alles auf der einen Seite entspricht dem anderen.

[ 27 ] A comparative study should bring this interrelationship into sharp relief. Of course you can put the question from the outside, as it were, and you know how often it is so put: why is there such a thing as the vermiform appendix in mankind? Yes, that is often asked. And if the question is raised, it is generally forgotten that man exhibits a duality, so that what originates in the lower sphere has always complementary organ in the upper, and that certain organs of the upper sphere could not evolve without their complementary organs, almost their opposite poles, in the lower. The more the fore-brain approximates to the form which it reaches in mankind, the more evolved does the intestine become in the direction of the process of the depositing of waste material. There is a close correspondence between cerebral and intestinal formation; if the great gut and the caecum did not appear in the course of animal evolution, it would not be possible for men capable of thinking, to arise on a physical basis; for man possesses the brain, the organ of thinking at the expense—I repeat, entirely at the expense of his intestinal organs, and the intestinal organs are the exact reverse side of the brain parts. You are relieved of the need for physical action in order to think; but instead your organism is burdened with the functions of the highly developed larger intestine and bladder. Thus the highest activities of soul and spirit manifested in the physical world through man, so far as they are dependent on a complete brain formation, are also dependent on the equivalent structure of the intestine. This crucially important inter-relationship throws much light on the whole way in which nature works. For, however paradoxical, it is nevertheless permissible to say, that man has a vermiform appendix in order that he may think like a human being. That which shapes and reveals itself in the appendix, has its polar complement in the human brain. All that is in one sphere has its analogies in the other.

[ 28 ] Das sind Dinge, die man auf eine neue Art des Erkennens sich wiederum erobern muß. Wir können natürlich heute nicht den alten Ärzten nachplappern, die noch auf atavistischem Hellsehen gefußt haben; denn wir würden da nicht zu viel kommen. Aber wir müssen uns diese Dinge wieder erobern. Für die Eroberung dieser Dinge ist zunächst die reine materialistische Ausbildung der Medizin, die solche Beziehungen überhaupt nicht sucht, eigentlich ein rechtes Hindernis. Für die heutige Naturwissenschaft und Medizin ist halt das Gehirn ein Eingeweide und ist auch das, was im Unterleib ist, ein Eingeweide. Daß man da denselben Fehler macht eben, wie wenn man sagen würde: positive und negative Elektrizität sind halt dasselbe, sind Elektrizität, das beachtet man gar nicht. Und es ist um so wichtiger, das zu beobachten, weil geradeso, wie zwischen positiver und negativer Elektrizität Spannung entsteht, die sich Ausgleiche sucht, fortwährend im Menschen Spannung vorhanden ist zwischen dem Oberen und dem Unteren. In der Beherrschung dieser Spannung liegt eigentlich dasjenige, was man vorzugsweise auf medizinischem Felde zu suchen hat. Diese Spannung, sie drückt sich auch aus — ich will das heute andeuten, Sie werden das in späteren Betrachtungen hier weiter ausgeführt finden — in den Kräften, die auf zwei Organe konzentriert sind, in der Zirbeldrüse und in der sogenannten Schleimdrüse. In der Zirbeldrüse drücken sich alle diejenigen Kräfte aus, die die oberen Kräfte sind, und stehen gespannt gegenüber den Kräften der Schleimdrüse, der Hypophysis cerebri, die die unteren Kräfte sind. Da ist ein wirkliches Spannungsverhältnis. Würde man aus dem Gesamtbefinden des Menschen immer sich eine Ansicht bilden über dieses Spannungsverhältnis, dann hätte man sehr gute Grundlagen für den weiteren Heilungsprozeß.

[ 28 ] These are facts which must be acquired once more through new methods of knowledge. We cannot merely echo the physicians of antiquity, who based their doctrine on atavistic perceptions. That road will not lead us to many results. We must reconquer these truths ourselves. And in that reconquest we shall find the purely materialistic achievements of medicine, which are averse from such associations, a real obstacle. For medicine and biology today, the brain is simply an internal organ and so are the contents of the abdomen and pelvis; entrails, all of them. And thus they made the same mistake as if they identified positive with negative electricity; just electricity, what is the difference? The mistake here is quite analogous but is overlooked. For, just as between positive and negative electricity there arise tensions which then seek their equilibrium, there is also perpetual tension within man, between the upper and lower organic spheres. And the control of this tension really comprises what we must search for in the field of medicine. This tension also manifests itself (I will merely indicate this today, but treat it in detail later) through the forces concentrated in two organs: the Pineal Gland and the so-called Pituitary Gland. In the pineal, all those forces are focused and marshaled which are contrary to those of the pituitary, the hypophysis cerebri, that is to those which are of the nature of the lower organic sphere. It is a mutual relation of opposing tensions. And if we were in the habit of forming an opinion of the state of this balance of tensions, from the general health of the individual case, we should have laid a very sound foundation for the remedial treatment to follow.

[ 29 ] Davon wollen wir dann morgen weiter reden. Sie werden schon sehen, daß ich die Fragen alle hineinarbeite. Aber ich muß eben, wie schon gesagt, dazu Grundlagen schaffen.

[ 29 ] Not translated