Spiritual Science and Medicine
GA 312
25 March 1920, Dornach
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Spiritual Science and Medicine, tr. Unknown
Fünfter Vortrag
Lecture Five
[ 1 ] Indem wir in diesen Betrachtungen immer weiter vordringen zu jenem speziellen Gebiete, wo die Pathologie in die Therapie eindringen und zwischen beiden eine Brücke geschlagen werden soll, wird es notwendig sein, allerlei Dinge zu erwähnen, die gewissermaßen für die Behandlung nur eine Art Ideal darstellen können und die nicht im vollen Umfange überall verwertet werden können. Aber dennoch wird man, wenn man einen Überblick hat über dasjenige, was alles in Betracht käme bei Krankenbehandlung, aus den Einzelheiten das eine oder das andere herausnehmen können und wenigstens wissen, wie man eben fragmentarische Befunde über die Krankheit zu bewerten hat.
[ 1 ] As we go further into that special realm where pathology is to meet therapeutics and where, in a certain sense, we build a bridge between the two, we shall need to mention many things that can only remain a sort of ideal for treatment and cannot be everywhere fully applied. Nevertheless, if we had a comprehensive picture of all that matters in the treatment of disease, we should be able to select one or other particular point, and at least we should know how a fragmentary diagnosis of a given disease can be utilised.
[ 2 ] Vor allen Dingen ist es notwendig, den Blick darauf zu werfen, wie bedeutsam für die Behandlung auch des speziellsten Falles die Erkenntnis des gesamten Menschen, den man vor sich hat, ist. Diese Erkenntnis des gesamten Menschen sollte sich auf wichtigste Lebensmomente eigentlich immer erstrecken. Und da mir manchmal Krankenbehandler Vertrauen geschenkt haben, mit mir über das oder jenes gesprochen haben, war ich zum Beispiel oftmals erstaunt, wenn ich gleich nach einigen Worten gefragt habe: Wie alt ist der Kranke eigentlich? — und der Krankenbehandler keine rechte Auskunft darüber geben konnte, das heißt, sich nicht Rechenschaft darüber gegeben hat, wie alt der betreffende Kranke ist. Es ist, wie wir gerade in den nächsten Tagen sehen werden, etwas, was zum Wesentlichsten gehört, daß man vor allen Dingen mit einer ziemlichen Genauigkeit über das Alter des Patienten sich unterrichte, denn die Therapie ist in hohem Grade von dem Alter des Patienten abhängig. Und wenn vorgestern hier von gewissen Dingen angeführt wurde, daß sie in einzelnen Fällen außerordentlich gut helfen, in anderen Fällen nicht, so liegt bei solchen Aussprüchen die Frage außerordentlich nahe: Wie hängt mit dem Nichthelfen das Lebensalter des betreffenden Patienten zusammen? — Darüber, über die Wirkungsweise des Lebensalters, müßten vor allen Dingen bei Heilmitteln ganz genaue Aufnahmen gemacht werden.
[ 2 ] First and foremost, we must consider the importance, even in the most special cases, of knowing the whole personality before us. This should include all the main data of the patient's life. Some medical practitioners have given me their confidence, and discussed various topics with me, and I have often been amazed. My first question was: “How old is the patient?” and the practitioner could give no definite answer. He had himself formed no opinion on the patient's age. As we shall see in the next few lectures, it is one of the essentials to know this, for therapeutics depend very much on the age of the person treated. The day before yesterday we heard it said of certain remedies, that while in some cases they were of extraordinary efficacy in others they failed.1In a lecture given by one of those attending the course. Here arises the question whether there was any connection between the failure and the age of the patient under treatment We must collect and collate very exact records concerning the influence of age upon the effect of remedies.
[ 3 ] Dann aber handelt es sich um folgendes: Man sollte immer genau ins Auge fassen, wie der betreffende Patient eigentlich gewachsen ist, ob er kurz und gedrungen oder lang und aufgeschossen ist, und es ist von einer großen Bedeutung, schon aus diesem, dem Kurz- und Gedrungensein und dem Lang- und Aufgeschossensein, zu entnehmen, welche Kräfte dasjenige hat, was wir den Ätherleib im Menschen nennen. Es läßt sich — ich habe viel darüber nachgedacht — nicht vermeiden, und Sie werden es wahrscheinlich auch gar nicht wünschen, diese Ausdrücke, die nun schon einmal zur Realität des Menschen gehören, diese Ausdrücke «Ätherleib» und so weiter zu gebrauchen. Man könnte sie ja durch solche, die bei Nichtanthroposophen beliebter sind, ersetzen; allein, das werden wir vielleicht am Schlusse können. Jetzt wollen wir zur besseren Verständigung daran festhalten, wo es nötig ist, doch solche Ausdrücke zu gebrauchen. Den Ätherleib also in seiner, ich möchte sagen, Intensität des Wirkens kann man daraus beurteilen, wie gewachsen der betreffende Mensch ist. Aber man sollte sich auch womöglich — wie gesagt, ich will alles anführen; es ist nicht immer möglich, alles zu berücksichtigen, da man einfach die Daten nicht bekommt, aber es ist gut, von allem zu wissen — vor allen Dingen erkundigen, ob im Jugendalter der Betreffende langsam oder schnell gewachsen ist, das heißt, ob er lange klein geblieben ist oder ob er in verhältnismäßig jungen Jahren schon hoch aufgeschossen war und später dann mit dem Wachsen zurückgeblieben ist. Alle diese Dinge weisen auf dasjenige hin, was man nennen könnte Verhalten des ätherischen Leibes, also sagen wir der funktionellen Äußerungen des Menschen zu seinem physischen Leibe. Und das muß berücksichtigt werden, wenn man ein Verhältnis erkennen will zwischen dem Menschen und seinen Heilmitteln.
[ 3 ] Then there is the factor of stature. We should always pay special attention to the stature and build of the patient—whether he is short and compact or tall and lanky. It is important to be able to judge, from differences in build, the forces inherent in what we term the etheric body of man. I have given much consideration to the possibility of avoiding these terms, which belong to the reality of man's being; but it is impossible to do so, and presumably you would not wish to do so. Of course we could replace them by other terms that find more approval among those who are not Anthroposophists. Perhaps of this course. Here and now, however, we shall retain this vocabulary for the sake of better understanding. We can judge what I might term the intensity of the etheric body's activity by the build and physique of the individual. One should wherever possible find out—(I will mention every factor, although often they cannot be considered for lack of the necessary data) whether in his youth the patient grew slowly or rapidly. All such facts are symptomatic of what we might term the action of the etheric body, or let us say, of the functional manifestations of the man in relation to his physical body. This must be taken into account, if we want to perceive a connection between the man and his medical remedies.
[ 4 ] Ferner ist es auch notwendig, das Verhältnis des physischen und des ätherischen Leibes zu den höheren Gliedern der menschlichen Wesenheit zu erkennen, zu dem, was wir den astralischen Leib, also das eigentlich Seelische, und das Ich, das eigentlich Geistige, nennen. Es ist notwendig, daß man das von dem Patienten herausbekommt. So zum Beispiel sollte man nicht vermeiden, die Frage an ihn zu stellen, ob er viel oder wenig Traumleben hat. Wenn ein Patient viel Traumleben hat, so ist das für seine ganze Konstitution außerordentlich bedeutend, denn es bezeugt, daß der astralische Leib und das Ich eine Tendenz haben, eine eigene Tätigkeit zu entfalten, also sich nicht allzu stark und nicht allzu eingehend mit dem physischen Leibe beschäftigen wollen, daß also die eigentlich menschlich-seelischen Bildungskräfte nicht in das Organsystem des Menschen einfließen.
[ 4 ] Then we must find out the relationship of both physical and etheric bodies to the higher members of the human organisation, to what we call the astral body, (the soul proper) and the ego (the spiritual proper). So for instance we should ask the patient about his dream-life: does he dream much or little? An extensive dream-life is an extremely important constitutional peculiarity, for it testifies to a tendency of the astral body and Ego to unfold an activity of their own, and not to concern themselves very closely with the physical body, so that the formative forces of the soul do not flow down into the organic system.
[ 5 ] Ferner sollte man sich, wenn das vielleicht auch unbehaglich ist, erkundigen darüber, ob der betreffende Mensch beweglich, fleißig ist oder ob er zur Trägheit neigt. Denn Persönlichkeiten, welche zur Trägheit neigen, haben eine starke innere Beweglichkeit des astralischen Leibes und des Ich. Es kann das paradox erscheinen, aber diese Beweglichkeit wird ja nicht bewußt, sie ist unbewußt. Und daher, weil sie unbewußt ist, ist der betreffende Mensch dann nicht etwa irgendwie im Bewußtsein fleißig, sondern er ist im Ganzen träge. Denn das, was ich hier als das Gegenteil von Trägheit bezeichne, ist die organische Fähigkeit, mit seinem höheren Menschen in den niederen Menschen einzugreifen, also von seinem astralischen Leibe und von seinem Ich aus wirklich die Tätigkeit überzuleiten auf den physischen Leib und den Ätherleib. Und diese Fähigkeit ist beim Trägen eine sehr geringe. Der Träge ist eigentlich, geisteswissenschaftlich genommen, ein schlafender Mensch.
[ 5 ] Another question that should be put—although it may be “uncomfortable”—is whether the individual patient is fond of movement and exertion, or inclined to inertia. For personalities with the latter tendency have a powerful internal agility of their astral bodies and egos. This may appear paradoxical, but the activity referred to does not reach our consciousness. And for this very reason the individual is not consciously industrious, but, on the whole, lazy. For what I here define as the opposite of inertia is the organic capacity to grip the lower human sphere by means of the higher members, i.e., to transmit activity from the astral body and from the ego, into the physical and etheric bodies. Lazy people have very slight capacity of this kind. The lazy man is really, from the point of view of spiritual science, a man asleep.
[ 6 ] Dann sollte man sich erkundigen darüber, ob der betreffende Mensch kurzsichtig oder weitsichtig ist. Kurzsichtige Menschen sind solche, welche ebenfalls eine gewisse Zurückhaltung ihres Ich und ihres astralischen Leibes haben gegenüber dem physischen Leib, und die Kurzsichtigkeit ist gerade eines der wichtigsten Zeichen dafür, daß man es mit einem Menschen, dessen Geistig-Seelisches nicht in das Leiblich-Physische eingreifen will, zu tun hat.
[ 6 ] Then we should inform ourselves about the patient's eyesight: is he short-sighted or long-sighted? Short-sighted individuals have a certain reluctance of the astral body and ego to permeate the physical body, and short-sight is one of the chief symptoms of this reluctance.
[ 7 ] Dann möchte ich auf etwas hinweisen, was vielleicht einmal ausführbar sein könnte, was außerordentlich wichtig wäre für die Krankenbehandlung und was, wie ich glaube, dann, wenn mehr soziales Gefühl auch in die einzelnen Berufsstände einziehen würde, schon irgendeine praktische Bedeutung gewinnen könnte. Das ist: Es wäre außerordentlich wichtig, wenn Zahnärzte ihre Kenntnis vom Zahnsystem, Werdauungssystem und alledem, was damit zusammenhängt, in der Weise ausnützen würden — natürlich muß man die betreffenden Patienten dafür gewinnen, aber wie gesagt, bei einigem sozialem Gefühle ließe sich das vielleicht erreichen -, daß sie gewissermaßen eine Art Schema ihren Patienten bei jeder Behandlung mitgeben, in dem sie notifizieren, wie sie die Wirksamkeit alles dessen, was mit dem Zahnwuchs zusammenhängt, befunden haben, ob frühe Neigung zu Zahnkaries vorhanden ist und dergleichen, ob die Zähne sich bis in ein späteres Alter gut erhalten. Das ist, wie wir in den nächsten Tagen sehen werden, außerordentlich bedeutsam für die Beurteilung der Gesamtorganisation des Menschen. Und würde der Arzt, der einen einzelnen Krankheitsfall zu behandeln hat, solch eine Signatur, ich möchte sagen, Gesundheitssignatur des Menschen aus dem Zahnbefund bekommen, so würde ihm das ein außerordentlich wichtiger Anhaltspunkt sein können.
[ 7 ] I would offer a further suggestion which might some day be feasible. It would be most important in the treatment of disease, and, as I believe, could become valuable in practice if the various professions were to develop more social feeling. My suggestion is this: it would be most useful if dentists and dental surgeons were to use their knowledge of the dental system and all that is connected with it, that is, of the digestive system as well, so as to be able to offer a sort of diagram to their patients on each occasion of treatment or consultation. Of course the patients themselves must be persuaded to co-operate, but, with some social sense, this would perhaps be possible. On such a diagram the dentist would note the efficiency of all factors related to dentition, whether there was any early tendency to dental caries;, whether the teeth have kept in good condition in later life, and so forth. As we shall see during the next lectures, these matters are crucial for the correct judgment of the total human organisation. And if the physician who has to treat an isolated case of illness could obtain a summary of the patient's state of health from the state of his teeth in this way, the document would be an extremely important basis for the treatment.
[ 8 ] Dann wäre es außerordentlich wichtig, bei den Patienten, wenn ich so sagen darf, ihre physischen Sympathien und Antipathien kennenzulernen. Besonders bedeutsam ist es, zu konstatieren, ob irgendein Mensch, den man zu behandeln hat, zum Beispiel gierig ist auf Salz oder gierig ist auf irgend etwas anderes. Man müßte herausbekommen, nach welchen Nahrungsmitteln der Betreffende besonders gierig ist. Ist er gierig auf alles Salzartige, dann hat man es mit einem Menschen zu tun, bei dem eine zu starke Verbindung des Ich und des astralischen Leibes mit dem physischen Leib und dem Ätherleib vorhanden ist, bei dem gewissermaßen eine zu starke Affinität des Geistig-Seelischen mit dem Physisch-Leiblichen vorliegt. Ebenso sprechen für eine solche starke Affinität die durch äußere mechanische Vorgänge, zum Beispiel durch schnelles Drehen des Körpers, hervorgerufenen Schwindelanfälle. Man sollte sich also überzeugen, ob der Mensch leicht Schwindelanfälle bekommt, wenn er mechanische Bewegungen seines Körpers ausführt.
[ 8 ] Further, you should learn from the patients themselves their chief physical sympathies and antipathies. It is particularly important to know whether any person you propose to treat, has a keen appetite for salt, for instance. His most pronounced tastes in food should be ascertained. If he has a strong appetite for all saline flavours, we have to deal with a person in whom there is too close a connection between the ego and astral body on the one hand, and the physical and etheric bodies on the other. The affinity between his soul and spirit and his bodily organism is, so to speak too complete. The same conclusion may be drawn from liability to vertigo—fits of dizziness following external mechanical movements, such as rapidly turning round. It should be noted whether a patient becomes dizzy easily following certain bodily movements.
[ 9 ] Ferner sollte man sich immer unterrichten, und das ist ja wohl ziemlich allgemein bekannt, über die Störungen der Absonderung, über die gesamte Drüsentätigkeit des Menschen, denn wo Störungen der Absonderungen vorliegen, liegt immer auch eine Störung in dem Zusammenhalt des Ich und astralischen Leibes mit dem Ätherleib und physischen Leib vor.
[ 9 ] Moreover, one ought to acquaint oneself—though this is very generally known—with every disturbance of elimination, with the whole glandular activity of the patient. Where there are irregularities of elimination there are also always disturbances in the interaction of ego and astral body with the etheric and physical bodies.
[ 10 ] So habe ich Ihnen einzelnes angegeben, was im Grunde genommen immer zunächst gekannt werden müßte, wenn man einem Patienten gegenübertritt. Es ist einzelnes herausgegriffen, aber Sie werden ja sehen, in welcher Richtung die betreffenden Dinge gehen, insofern sie sich auf die Konstitution des Körpers selbst beziehen. Im Laufe der Zeit werden wir auch davon sprechen, wie man sich informieren soll über die Lebensweise, über die Möglichkeit, gesunde oder schlechte Luft zu atmen und so weiter. Das kann mehr bei der Besprechung der einzelnen Kapitel betrachtet werden. Nun, auf diese Weise wird man zunächst eine Art Einblick bekommen in die Art, wie der Mensch ist, den man zu behandeln hat. Denn nur dann, wenn man das weiß, wird man im speziellen in der Lage sein, festzustellen, wie man irgendein Heilmittel mischen soll.
[ 10 ] These are a few indications of what must be ascertained in the first consultation with any patient. They are chosen as examples, but you will perceive their general trend, in so far as the individual bodily constitution is concerned. Later on we shall discuss also the indications of habits of life, the access to good air, etc. These are rather matters for consideration under the special headings. But you have had an outline of the way to obtain a view of the sort of person you have to treat. For only when this is known in detail, will it be possible to judge how to administer or compose any remedy.
[ 11 ] Nun möchte ich zunächst im allgemeinen darauf hinweisen, was ja schon aus einzelnen Betrachtungen der vorhergehenden Tage hervorgeht, daß eine innere Verwandtschaft des Menschen zu der ganzen außermenschlichen Welt besteht. Geisteswissenschaftlich wird es oftmals so ausgesprochen, obwohl es zunächst abstrakt ausgesprochen ist, daß der Mensch die übrigen Reiche im Laufe der Entwickelung aus sich herausgesetzt hat und daß daher dasjenige, was außer ihm ist, eine gewisse Verwandtschaft zu seinem eigenen Wesen hat. Wir werden gegenüber dieser abstrakten Manifestation dieses Verhältnisses auf ganz spezielle solche Verwandtschaften immer und immer wieder bei der Organtherapie hinzuweisen haben. Zunächst aber wollen wir uns vor allen Dingen darüber klar sein, worauf nun das Heilverhältnis des Menschen zu der außermenschlichen Natur überhaupt beruht.
[ 11 ] I should like to remind you of the general fact mentioned before that there is an inherent relationship between man and the whole non-human world. In Spiritual Science this relationship is often formulated in this, admittedly abstract, manner in the course of evolution mankind has discarded and released the other natural kingdoms out of his own entity, and therefore external things retain a relationship to him. But in place of this abstract formulation, we shall have to point to repeated specific and concrete instances of the relationship in organo-therapy. Let us be clear, first of all, as to the actual basis of this remedial reaction of man to non-human nature.
[ 12 ] Sie wissen ja, daß auf diesem Gebiete viel herumgestritten wird, daß Heilmethoden, die wir ja im Laufe der Zeit auch noch genauer besprechen werden, miteinander hart im Kampfe liegen. Insbesondere ist einer von diesen Kämpfen hinlänglich bekannt, derjenige zwischen den homöopathisch gesinnten Ärzten und den allopathisch gesinnten Ärzten. Nun würde es Sie vielleicht interessieren, in welcher Weise Geisteswissenschaft in diesen Streit eingreifen soll. Aber das, dieses Eingreifen — ich will heute zunächst ein Allgemeines darüber sagen, bei den einzelnen Dingen näher darauf eingehen —, ist eigentlich ein ziemlich eigentümliches. Denn im Grunde genommen gibt es für dasjenige, was sich der Geisteswissenschaft herausstellt, eigentlich gar keine Allopathen. Es gibt in Wirklichkeit gar keine Allopathen, denn auch dasjenige, was allopathisch als Heilmittel verordnet wird, macht im Organismus einen Homöopathisierungsprozeß durch und heilt eigentlich nur durch diesen Homöopathisierungsprozeß. So daß eigentlich jeder Allopath eine Unterstützung seines allopathischen Verfahrens findet durch die Homöopathisierung des eigenen Organismus, der eigentlich dasjenige vollzieht, was der Allopath unterläßt: die Aufhebung des Zusammenhanges der einzelnen Teile der Heilmittel. Allerdings ist deshalb doch ein beträchtlicher Unterschied, ob man dem Organismus diese Art des Homöopathisierens abnimmt oder nicht, aus dem einfachen Grunde, weil dasjenige, was Heilprozesse im Organismus sind, wohl zusammenhängt mit den Zuständen, in die allmählich die Heilmittel kommen, wenn sie homöopathisiert sind. Der Organismus hat aber in dem, was sonst die Körper der Außenwelt haben, etwas sich gegenüber, mit dem er keine Heilverwandtschaft hat, das er also als einen Fremdkörper in sich hineinbekommt, so daß er eigentlich eine furchtbare Arbeitslast und eine Störung auferlegt bekommt, wenn man ihn beschwert mit all den Kräften, die sich dann äußern, wenn man ihm die Arznei im allopathischen Zustande beifügt. Von den Fällen, wo es unmöglich ist, dem Körper diese Homöopathisierung abzunehmen, wollen wir noch besonders sprechen.
[ 12 ] You know that there is much controversy on this theme. As we shall explain more fully later, different methods of treatment are arranged against one another. One of these disputes is all too well known to the public; that waged by the advocates of homeopathy and of allopathy respectively. It might interest you to hear about the part Spiritual Science should take here. But its intervention is somewhat peculiar. I shall give a general statement regarding it now, but reserve the details for later addresses. Strictly speaking, in the light of the results of Spiritual Science, there are no allopaths. There are in reality no allopaths because even what is described as an allopathic remedy is subjected within the organism to a homeopathic process and heals only through and by virtue of this process, so that, in actual fact, every allopath is supported and helped in his characteristic methods, by the homeopathic processes of the organism under treatment. This carries out what the allopath forgets, the dispersion of the particles of the remedial substances. But, of course, there is a considerable difference, according to whether we relieve the organism of this homeopathic function, or not. This is simply because the curative processes within us are associated with the condition of these remedies after they have been gradually homeopathised, whereas the organism has no curative interaction with the substances of the external world in their usual state. When these are taken into the body, they are “foreign bodies,” causing really awful disturbances and overloading if the body is burdened with the forces contained in allopathic dosages. We shall give special consideration to the cases in which it is impossible to relieve the organism of this homeopathic effort.
[ 13 ] Nun, so sehen Sie, daß im Grunde genommen das Homöopathisieren etwas ist, was der Natur selber in einem gewissen Grade eigentlich sehr sorgfältig abgelauscht ist, wenn auch der Fanatismus dabei, wie wir auch noch sehen werden, bedeutsame Sprünge gemacht hat. Nun handelt es sich aber darum, kennenzulernen, wie man einen Weg finden kann für die Einzelheiten des Zusammenhanges des Menschen mit der außermenschlichen Umgebung. Und da können wir natürlich, wie ich schon gestern in einem anderen Falle sagte, nicht einfach dasjenige nachplappern, was die alten Ärzte geäußert haben, obwohl ein verständiges Sichvertiefen in ältere medizinische Werke nützlich sein kann, sondern wir müssen uns zum Beispiel darauf einlassen, mit allen Mitteln der modernen Wissenschaft in dieses Wechselverhältnis des Menschen und seiner außermenschlichen Umgebung einzugehen. Da ist zunächst daran festzuhalten, daß man mit der chemischen Untersuchung der Substanzen, also mit einer Art Eingehen in dasjenige, was die einzelnen Substanzen im Laboratorium offenbaren, nicht sehr viel ausrichten kann. Ich habe schon angedeutet, daß man eigentlich dieses Mikroskopieren — das ist ja eine Art Mikroskopieren — ersetzen sollte durch die makroskopische Beobachtung, durch dasjenige, was sich aus der Beobachtung des Kosmos selber ergibt.
[ 13 ] Homeopathic dosage has really up to a point been very carefully copied from Nature herself, although fanatics have often gone too far and jumped to conclusions. How can we find a way to the relationship between man and his non-human environment? As I pointed out yesterday, in another context, we cannot merely repeat what the physicians of old time have laid down, although an intelligent study of their works can be helpful. But we have also to investigate this interaction between the human and extra-human world with all the resources of modern science. And we must hold steadfastly to the knowledge that we cannot get much further by means of chemical research into various substances, that is, by consideration of the results of laboratory tests on such substances. This is a kind of microscopy; I have already suggested that this should be replaced by macroscopic observation of the Cosmos itself.
[ 14 ] Ich werde heute zunächst signifikante Anordnungen vor Sie hinstellen, die uns gewissermaßen angeben können, in welcher Weise die außermenschliche Welt in einer Art von Dreigliederung entspricht dem dreigliedrigen Menschen. Da müssen wir unseren Blick vor allem richten auf alles dasjenige, was sich löslich zeigt. Sehen Sie, die Löslichkeit ist nämlich die letzte Eigenschaft, die im Entwickelungsprozesse unseres Erdenplaneten von besonderer Bedeutung war. Dasjenige, was sich in der Erde als Festes abgesondert hat, ist ja zu einem großen Teil im Grunde genommen zurückzuführen auf einen kosmischen Lösungsprozeß, der überwunden worden ist und abgetötet, abgesetzt hat die festen Teile. Und bloß an das mechanische Ablagern von Sedimenten zu denken und darauf die Geognosie und Geologie zu gründen, ist ja eine Äußerlichkeit. Es handelt sich schon bei dem, was Erdenbildung ist, was überhaupt die Eingliederung fester Bestandteile in den Erdkörper ist, im wesentlichen um spezielle Fälle des aus der Lösung SichHerauskristallisierens oder aus der Lösung Sich-Absetzens. So also, können wir sagen, daß dasjenige, was im Lösungsprozeß lebt, etwas ist, was, insofern es in der äußeren Natur, in der außermenschlichen Natur sich vollzieht, auch der Mensch aus sich herausgesetzt hat. Da geht irgend etwas draußen beim Lösen vor, was der Mensch aus sich herausgesetzt hat. So daß es sich darum handeln wird, nachzuforschen, welche Beziehung Lösungsprozesse im außermenschlichen Kosmos zu den inneren Vorgängen des menschlichen Organismus haben.
[ 14 ] Today I have to put some significant facts before you which may to some extent show in what way the extra-human world corresponds in a sort of threefold division to the threefold nature of man. First of all, consider all soluble substances. Solubility is the last and latest attribute of special importance in the evolution of our planet, What has been deposited as the solid element is mainly derived from a cosmic process of solution which has been overcome and has deadened and thrown off the solid particles. But it is a purely external view to consider the planetary process as a merely mechanical deposit of sediment, and to construct geognosy and geology on this premise. Rather may we maintain that in the process of solution something is manifested that man has liberated from his own being, in so far as it occurs externally in the extra-human nature. Something that man has set free is at work. So we must inquire what are the relationships between external processes of solution and the internal functions of our organism.
[ 15 ] Von einer fundamentalen Bedeutung ist dasjenige, was ich erwähnt habe, daß gewisse Menschen, die eine zu starke Verbindung ihres Geistig-Seelischen mit dem Physisch-Ätherischen haben, organisch nach Salz dürsten oder hungern, daß sie also in ihrem Organismus den Prozeß des Absetzens von Salzen rückgängig machen wollen, das heißt, daß sie aufheben wollen diesen Erdbildungsprozeß, also im wesentlichen das Salz wiederum zurückführen wollen in einen früheren Zustand der Erdbildung, als derjenige ist, wo sich die Erde verfestigt hat. Auf solche Dinge hinzuschauen, ist von einer ganz besonderen Wichtigkeit. Dadurch blickt man wirklich hinein in die Zusammenhänge zwischen dem menschlichen Organismus und der außermenschlichen Natur. Man kann sich sagen: Diese menschliche Natur hat in sich selber eine Art organisches Bedürfnis, gewisse Prozesse, die in der Außenwelt sich vollziehen, rückgängig zu machen, gegen sie anzukämpfen. Sie wissen, ich habe gestern erwähnt, daß sogar angekämpft wird gegen die Schwere durch die Entstehung des Auftriebes zum Tragen des menschlichen Gehirnes. So ist überhaupt eine Tendenz dieses Ankämpfens da.
[ 15 ] It is of fundamental significance, that certain individuals in whom the spirit and soul principle is too closely linked with the etheric and physical bodies, have an organic hunger or thirst for salt; that means that they tend to reverse the process of depositing salt. They want to cancel the process of earth-formation within their own bodies, and restore salt to an earlier, more primitive, state than that in which the earth has solidified. It is very important to include these connections in our view. They afford real insight into the connections between the human organism and external nature. We may conclude that our human nature has inherent in it an organic need to reverse certain processes that take place in the external world, to fight against them. As I pointed out yesterday, there is even a resistance to the force of gravitation, shown by the buoyancy that lifts and suspends the human brain. This resistance is a general tendency.
[ 16 ] Es handelt sich nun darum: Was bedeutet dieses Ankämpfen zunächst gegen den Erdbildungsprozeß? Es bedeutet das im Grunde nichts Geringeres als ein Freimachen des unteren Menschen von dem Geistig-Seelischen, ein Hinaustreiben des Geistig-Seelischen aus dem unteren Menschen zunächst etwa in den oberen Menschen hinein. In allen Fällen also, wo eine Gier nach Salz vorliegt, läßt uns diese Gier nach Salz erkennen, daß sich in einer gewissen Weise der untere Mensch befreien will von der zu starken Wirksamkeit des Geistig-Seelischen in ihm, daß er diese Wirksamkeit des Geistig-Seelischen gewissermaßen nach dem oberen Menschen abfließen lassen will.
[ 16 ] And what does this opposition to earth-solidifying forces mean? It means nothing less, in essence, than the liberation of the lower man from the soul and spirit principle, the expulsion of this principle from the lower sphere into the upper in the first instance. Thus in all cases where there is a pronounced appetite for salt, the lower organic sphere is striving somehow for liberation from the too potent activity of the soul and spirit within it, and trying, so to speak, to cause this activity to flow towards the upper organic sphere.
[ 17 ] Nehmen wir an, daß Störungen des unteren Menschen vorliegen, Störungen, die sich erkennen lassen. Wir werden später die Mittel sehen, durch die man sie erkennt, und die einzelnen Krankheiten, zu denen sie führen. Was wird man tun können?
[ 17 ] Let us assume disturbances of function in the lower sphere, disturbances that have been recognised as such. Later on we shall see how one can recognise the particular methods of finding out the diseases that result. What can we do about them?
[ 18 ] Nun möchte ich hier eine Betrachtung einschieben, die für diejenigen vielleicht von Bedeutung sein könnte, welche gar zu sehr nach einer gewissen Einseitigkeit in dem Gebrauch von Heilmitteln tendieren. Es besteht auch bei gewissen Menschen eine Art von Abneigung gegen mineralische Heilmittel. Diese Abneigung ist nicht berechtigt, denn wir werden sehen, daß die reinen Pflanzenheilmittel doch nur in ganz bestimmten Grenzen ihre Wirksamkeit haben können und daß gerade in ernsteren Fällen die mineralischen Heilmittel von einer großen Bedeutung sind. Ich bitte Sie also, sich nicht daran zu stoßen, wenn ich gerade bei dieser prinzipiellen Betrachtung von den mineralischen Heilmitteln ausgehe, allerdings, ich möchte sagen, von der Eingliederung der Wirksamkeit dieser mineralischen Heilmittel schon in das Leben, in das organische Leben. Sie können nämlich eine starke Aufklärung erhalten über gewisse Behandlungsweisen des menschlichen Unterleibes in seinem Verhältnis zum Oberleibe, wenn Sie die Auster studieren. Die Auster mit ihrer Schalenbildung, die ist etwas außerordentlich Interessantes. Denn sehen Sie, die Auster treibt ihr kohlensaures Kalkgehäuse eben von innen nach außen. Wenn Sie — da muß allerdings nun die Geisteswissenschaft bei der Untersuchung etwas zu Hilfe kommen-— die Auster geisteswissenschaftlich untersuchen, so kommen Sie dazu, anzuerkennen, daß diese Auster zwar ein sehr niedriges Lebewesen ist in der Tierreihe, daß sie aber im gesamten Kosmos doch eine verhältnismäßig hohe Stelle einnimmt. Sie nimmt dadurch eine solche Stelle ein, daß dasjenige, was der Mensch in sich als sein Denken trägt, von ihr abgesondert wird. Gewissermaßen zeigen die Kräfte, welche die Schale bilden und von innen nach außen leiten, den Weg, wie aus der Auster dasjenige abgeführt wird, was dann, wenn es sich mit ihrem organischen Wachstum verbinden würde, die Auster sehr gescheit machen würde, was die Auster eben zu einem sehr hohen tierischen Wesen gestalten würde. Das wird nach außen geleitet, das wird abgeleitet. Und Sie können förmlich, ich möchte sagen, handgreiflich sehen an diesem Entstehen der Austernschale die Arbeit des kohlensauren Kalkes, der Calcarea carbonica, diese Arbeit, die aus dem Organismus heraus die zu starke geistig-seelische Tätigkeit leitet.
[ 18 ] Here I must interpolate a comment which may be of use to those who tend to be one-sided towards the use of mineral remedies. This antipathy is not justifiable. As we shall see, purely plant remedies can only be efficacious within very definite limits, and mineral remedies are of great service, particularly in more serious cases. So I ask you not to take offense, if I start from mineral remedies, from the efficacy of mineral remedies, however, which are incorporated within the realm of organic life. You can throw a strong light on certain treatments of the human pelvis and abdomen, in relation to the upper organs, by studying the oyster: there is great significance in the oyster and the formative process of its shell. The oyster is encased in a covering of carbonate of lime, Calcarea Carbonica, and it expels this substance from its body, to form the shell. You must accept a little help from Spiritual Science here; but if you study the oyster with this help, you will become aware that although this mollusk occupies a very low position in the animal world, its position in the Cosmos is relatively high. For this reason: the force that man carries within him which manifests itself as his power of thought, is extruded from the oyster to form the shell. If the oyster could link up the formative forces that are conducted outwards with its actual organic growth, it would become a highly intelligent creature and be put on a very high level in the animal kingdom. The forces which pass outwards from the interior, show the path by which this potentiality is canalised, drained to the exterior. And you can see clearly, and, so to speak, tangibly, in the origin of the oyster shell, the operation of carbonate of lime. It operates to draw the excess activity of the soul and spirit from the organism.
[ 19 ] Finden Sie nun, daß eine überschüssige geistig-seelische Tätigkeit im Unterleibe sich geltend macht, was auch bei bestimmten Krankheitsformen eben auftritt, die wir weiter charakterisieren werden, so werden Sie zu dem Heilmittel greifen müssen, das Sie den Austernschalen oder ähnlichen, ich möchte sagen, durch die geheimnisvollen Kräfte des kohlensauren Kalkes von innen nach außen wirkenden Substanzen zu danken haben. Es wird also etwas Wesentliches in der Heilbehandlung davon abhängen, daß man sich klar ist darüber: in diesem Von-innen-nach-außen-Treiben liegen gewisse Heilkräfte. Sehen Sie, all das, was sich knüpft an solche Heilmittel wie Calcarea carbonica, und das, was mit verwandten Heilmitteln zusammenhängt, wird rationell nur studiert werden können, wenn man es in einem solchen Zusammenhange sieht.
[ 19 ] Suppose you find a case of superfluous and excessive activity of soul and spirit manifesting within the lower bodily sphere, as happens in certain forms of disease, which we shall describe in due course. You must have recourse to the remedy we owe to the shells of oysters or similar substances, which, through the mysterious forces of carbonate of lime work outwards from within. Something quite crucial in the treatment will therefore depend on comprehending that certain healing forces are active in this centrifugal tendency. All that is associated with the therapeutic properties of Calcarea Carbonica and similar substances can only be rationally understood, if viewed in this context.


[ 20 ] Nun verhält sich zu dem, was in den Kräften des kohlensauren Kalkes liegt, wie polarisch entgegengesetzt alles dasjenige, was in den Kräften, sagen wir, zum Beispiel des Phosphors liegt. Wenn — und die Ausdrücke, die ich gebrauche, sind wahrhaftig in ihrer wirklichen Bedeutung nicht weniger wissenschaftlich als dasjenige, was heute oftmals als Wissenschaft figuriert — sich alles Salzartige gewissermaßen so verhält, daß es sich hingibt an die Umgebung, so liegt der Grund darinnen, daß alles Salzartige dadurch entsteht, daß die entsprechenden Substanzen entblößt sind, befreit sind von der inneren Wirkung der Imponderabilien, des Lichtes und anderer Imponderabilien. Ich möchte sagen, alles dasjenige, was salzartig ist, hat durch seinen Entstehungsprozeß das Imponderable so von sich abgestoßen, daß das ihm nicht innerlich eignet.
[ 20 ] All the forces inherent in phosphorus, e.g., are polar opposites to those in carbonate of lime. (The expressions I use in this connection are at least no less scientific, in their true significance, than much that today passes for science.) If all “saline substances” behave in such a way as to give themselves up to the environment, the reason is that all salts arise through deprivation and liberation of the corresponding substances from the inner workings of light and other imponderable elements. I might say that all that is saline has so repelled the imponderable elements through its very origin that they are alien to it.
[ 21 ] Das ganz Entgegengesetzte ist beim Phosphor der Fall. Und alte atavistische Erkenntnisse haben deshalb wirklich nicht ganz unberechtigt diesen Phosphor als Lichtträger bezeichnet, weil sie ganz richtig gesehen haben, daß er das Imponderable, das Licht, wirklich trägt. Dasjenige, was das Salz von sich weghält, das trägt dieser Phosphor in sich. Die also dem Salze polarisch entgegengesetzten Substanzen sind diejenigen, die gewissermaßen das Imponderable, namentlich das Licht, aber auch anderes Imponderable, die Wärme und dergleichen, verinnerlichen, es zu ihrem innerlichen Eigentum machen. Auf diesem Umstande beruht die Heilwirksamkeit alles desjenigen, was im Phosphor liegt und was mit dem Phosphor irgendwie in bezug auf den Heilungsprozeß verwandt ist. Daher ist der Phosphor, der die Imponderabilien verinnerlicht, ganz besonders geeignet dazu, den astralischen Leib und das Ich, wenn sie nicht recht heranmögen an den Menschen, zum Menschen zurückzudrängen.
[ 21 ] Of phosphorus the exact contrary is true. Ancient atavistic knowledge was indeed not without justification in calling phosphorus the Light-bearer. Men saw that phosphorus does carry and contain that imponderable light. What salt repels and holds at bay, phosphorus carries within it. Thus the substances at the opposite pole from salt, are those that appropriate, so to speak, the imponderable entities—principally light, but also others, for instance, warmth—and interiorise them, making them their inner properties. This is the basis of the remedial efficacy of all the qualities of phosphorus, and of all that is allied to phosphorus in its healing effect. Therefore phosphorus, in which the imponderable are internally stored, is especially conducive to bringing the astral body and the ego into closer relationship with the physical organism.
[ 22 ] Haben Sie also bei irgendeinem Patienten eine Krankheit — und von den einzelnen Krankheiten werden wir eben noch sprechen -, und Sie bekommen heraus, daß der Patient, sagen wir, an gesteigerten Träumen leidet, das heißt also, daß sich der astralische Leib gern vom physischen Leibe absondert, sich mit seiner eigenen Tätigkeit beschäftigt, bekommen Sie von ihm außerdem heraus, daß er zum Beispiel organisch zu peripherischen Entzündlichkeiten neigt, was wiederum ein Beweis dafür ist, daß der astralische Leib und das Ich nicht ordentlich im physischen Leib drinnen sitzen, dann werden Sie die Kraft, mit der der Phosphor seine Imponderabilien hält, dazu benützen können, um diesen astralischen Leib und dieses Ich des Menschen dazu zu bringen, daß sie sich mehr mit dem physischen Leibe beschäftigen. Man wird geradezu bei denjenigen Menschen, die ein unruhiges Schlafleben haben, für die allerverschiedensten Krankheitszustände den Phosphor anwenden können, weil er die Tendenz hat, das Ich und den astralischen Leib in den physischen Leib und in den Ätherleib in der entsprechenden Weise zurückzuführen.
[ 22 ] Let us suppose that you are consulted by a person suffering from some disease (we shall deal with particular diseases later) in which there are particularly vivid and frequent dreams. This means that the astral body likes to separate from the physical, does so with ease, and goes about its own business. Moreover the patient tells you that he has a constitutional tendency to inflammations affecting the periphery of the organism. This is a further symptom showing that the astral body and ego are not settled properly in the physical. If these symptoms are found, you will be able to employ the force where with phosphorus grips its imponderables to make the astral body and ego occupy themselves more with the physical body. In persons who have restless and disturbed sleep, even in very different cases of disease, one can beneficially employ phosphorus, for it tends to restore and re-unite the astral body and ego to the physical and etheric bodies.
[ 23 ] So sind in einer gewissen Weise Phosphoriges und Salziges einander polarisch entgegengesetzt. Und ich mache Sie darauf aufmerksam, daß man viel mehr darauf achten muß, wie diese Substanzen im ganzen Weltenprozeß drinnenstehen, als auf die einzelnen speziellen Namen, die, sagen wir, von der modernen Chemie den einzelnen Substanzen gegeben werden. Wir werden nämlich noch im Laufe der Zeit sehen, wie man schon auch Phosphor in phosphorähnlich wirkenden Substanzen als Heilmittel benützen kann.
[ 23 ] Thus we find phosphoric and saline substances, polar opposites in some measure. And I would ask you to bear in mind the cosmic roles played by these two groups, as of far more significance than—if I may say so—the individual names applied in modern chemistry to all the separate substances. In the course of our discussions we shall see how phosphorus can be used for healing purposes, in the form of related substances.
[ 24 ] Sehen Sie, damit haben Sie in der äußeren Natur zwei einander entgegengesetzte Zustände statuiert, das salzartig Wirkende und das phosphorisch Wirkende. Zwischen beiden steht drinnen das merkurial Wirkende. So wie der Mensch ein dreigliedriges Wesen ist: das Nerven-Sinneswesen, das Zirkulationswesen, das Stoffwechselwesen, so wie das Zirkulationswesen vermittelnd steht zwischen dem Stoffwechsel und der Nerven-Sinnestätigkeit, so steht vermittelnd in der äußeren Natur alles dasjenige, was weder in starkem Maße sich hingibt wie das Salzartige noch auch in starkem Maße Imponderabilien in sich verinnerlicht, sondern was, ich möchte sagen, die Waage hält zwischen diesen beiden Tätigkeiten, indem es sich in der Tropfenform ausleben will. Denn im Grunde genommen ist das Merkuriale immer dasjenige, was durch seinen inneren Kräftezusammenhang zur Tropfenform neigt. Auf das kommt es an beim Merkurialen, nicht darauf, daß man die Substanzen, die man heute als Quecksilber bezeichnet, als das Merkuriale anspricht, sondern auf den Kräftezusammenhang, der die Waagschale hält zwischen dem Zerfließen des Salzigen und dem Insichgedrungensein, in dem Zusammenhalten der Imponderabilien. Also darauf kommt es an, den Kräftezustand zu studieren, welcher eben am anschaulichsten in allem Merkurialen enthalten ist. Daher werden Sie auch finden, daß dieses Merkuriale im wesentlichen zusammenhängt mit alledem, was darauf berechnet sein soll, einen Ausgleich herbeizuführen zwischen den Tätigkeiten, für die das Phosphorige geeignet ist, und den Tätigkeiten, für die das Salzartige geeignet ist. Daß die Wirkung im Organismus diesem nicht widerspricht, was ich eben gesagt habe, das werden wir noch sehen, wenn wir speziell von den syphilitischen und ähnlichen Erkrankungen sprechen werden.
[ 24 ] Here then you have, in external nature, two states which are polar to one another; that which acts in a saline manner and that which acts in a phosphoric manner. And between them, there is a third group: that which acts Mercurially. Just as man is a threefold being, a creature with nerves and senses, with a circulatory system, and with metabolism; and as circulation is the bridge linking nerves and senses to the metabolic functions: so also there is a mediatory function in external nature. It comprises everything that possesses, to a great degree, neither the saline character nor the character of interiorising the imponderables, but—so to speak—holds the equipoise between these two, by manifesting in the form of drops. For mercurial substances are essentially those which tend to assume the form of drops, by virtue of their inner combination of forces. This is the point which matters in all mercury substances, not whether they are known today under the name of quicksilver. The test of what is mercurial is the combination of forces whereby a substance is poised midway between the liquefying tendency of the saline, and the concentrating tendency in which imponderables are held together. So we must give special heed to the state of the forces that are the most evident in all mercurial substances. You will find accordingly, that these mercurial substances are mainly linked up with all that is calculated to bring about a balance between the activities for which phosphorous and saline substances are best qualified. We shall find that their effects upon the organism are not contradictory to the indications just given, when we deal specially with syphilitic and similar diseases.
[ 25 ] Nun habe ich Ihnen mit der Besprechung dieses Phosphorigen, Merkurialischen und Salzartigen gewissermaßen die besonders anschaulichen Typen aus dem Mineralischen hingestellt. Sie haben allerdings gesehen, daß man beim Salzartigen schon sprechen muß von dem Organprozeß, der in der Austernschalenbildung liegt und der dahintersteht. Dieser Prozeß, der ist in einem gewissen Sinne auch vorhanden, wenn das Imponderable konzentriert wird im Phosphor. Aber da hier alles verinnerlicht wird, ist es eben weniger anschaulich nach außen zu demonstrieren. Nun handelt es sich darum, daß man von der Anschauung dieses typisch in der Außenwelt Gestalteten zu dem geht, was, ich möchte sagen, zu einer anderen Zeit der Mensch aus sich herausgesondert hat, zu dem Pflanzlichen.
[ 25 ] In this sketch of the three groups: Saline. Mercurial. Phosphoric. I have presented to you the most conspicuous mineral types. But in dealing with the saline group, we have already had to refer to an organic activity, as manifested in the formation of the oyster's shell, which works behind the saline nature. Such an organic process is in a certain sense at work also when imponderables become concentrated in phosphorus. But as in that case, all depends on interiorisation, the process becomes less obvious externally. Now let us turn from the contemplation of these typical forms manifested in the external world, to other processes that have been segregated at a different epoch from man—viz., plant life.
[ 26 ] Das Pflanzliche stellt, wie wir schon gestern aus anderen Gesichtspunkten her gesehen haben, gewissermaßen den Gegensatz dar zu dem, was als Tätigkeit im Menschenorganismus vorhanden ist. Aber in der Pflanze selbst können wir deutlich unterscheiden zwischen dreierlei. Dieses Unterscheiden zwischen dreierlei, das drängt sich Ihnen besonders deutlich auf, wenn Sie auf der einen Seite sehen dasjenige, was sich der Erde zu als Wurzel entfaltet, und dasjenige, was in Samen, Früchte und Blüten schießt, was nach oben geht. Schon, ich möchte sagen, in der äußeren Richtung können Sie diesen Gegensatz des Pflanzlichen und des Menschlichen — nicht des Tierischen in diesem Falle — sehen. Ja, es ist sogar hier etwas außerordentlich Wichtiges und Bedeutsames vorhanden. Die Pflanze senkt sich mit ihren Wurzeln in die Erde hinein und strebt mit ihrer Blüte, das heißt mit den Befruchtungsorganen, nach oben. Der Mensch bildet den vollen Gegensatz auch in bezug auf sein Stehen im Kosmos dazu: er wurzelt sich gewissermaßen mit seinem Kopfe in der Richtung nach oben ein, und er strebt mit seinen Befruchtungsorganen nach unten, der Pflanze direkt entgegen. So daß Sie wirklich gar nicht unsinnig tun, wenn Sie sich als ein Bild vorhalten beim Menschen eine Pflanze, die in ihm ruht, die nach oben wurzelt und ihre Blüte nach unten, nach den Befruchtungsorganen, entwickelt. Es ist in besonderer Form das Pflanzliche auf diese Art gerade in den Menschen eingegliedert. Und wiederum ist ein wichtiges Unterscheidungskennzeichen für den Menschen und das Tier dasjenige, daß in der Regel beim Tiere die Pflanze, die in es eingegliedert ist, horizontal gelagert ist, also im rechten Winkel steht zu der Richtung der Pflanze, während der Mensch, ich möchte sagen, gegenüber der Pflanze in seiner Stellung im Kosmos eine vollständige Drehung ausgeführt hat, eine Drehung von 180 Grad. Das ist etwas, was zu dem Lehrreichsten gehört, das man überhaupt finden kann in der Betrachtung des Verhältnisses des Menschen zu der äußeren Welt. Und wenn unsere Medizinstudierenden mehr eingehen würden auf solche makrokosmischen Dinge, so würden sie mehr finden auch über die Kräfte, die noch zum Beispiel in den Zellen wirken, als wenn sie mikroskopieren. Denn bei dem Mikroskopieren kommt doch wirklich sehr wenig heraus, weil die wichtigsten Kräfte, die auch in den Zellen wirken — und Unterschiede sind da, je nachdem das Wesen eine Pflanze oder ein Tier oder ein Mensch ist —, im Makrokosmischen betrachtet werden können. Man kann die Menschenzelle viel besser studieren, wenn man das Zusammenwirken des vertikal nach aufwärts, vertikal nach abwärts Gehenden und des in dem Waagehalten Liegenden studiert. Diese Kräfte, die im Makrokosmos zu beobachten sind, wirken bis in das Zellige hinein. Und das, was in den Zellen wirkt, ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Abbild dieser makrokosmischen Wirkung.
[ 26 ] As we have already recognised from a somewhat different point of view, the character of the plant represents the opposite of the activity proper to the human organism. But in the plant itself we can clearly differentiate between three kinds of manifestation. This threefold diversity strikes you very plainly, as you observe that which unfolds earthward to form the root and that which springs upward to send forth blossom, fruit and seed. The external direction in space as such indicates the contrast between the plant nature and Man (the animal must be left aside for the moment). This contrast in direction contains something of great significance and value. The plant sinks itself deep into the earth with its roots and stretches its blossom, its reproductive organs, upwards. Man is the direct opposite in his relation to the Cosmos. He sends his roots, so to speak, upwards, with his head, and he strives earthwards with his organs of reproduction. Thus it is not in the least unreasonable to picture our human frame as containing a plant, with its root sent upwards and its blossom opening downwards in the reproductive organs. For in a special way the plant nature is fitted, as it were, into the human. And again, there is a remarkable difference in Man and animal in that the plant hidden in the animal lies horizontally, that is at right angles to the direction of the growing plants, while Man has completely turned round and has executed a semicircle of 180 degrees when compared with the plant. This is one of the most instructive facts for the study [of] man's relationship to the external world. If our students of medicine would investigate such macrocosmic matters more closely, they would learn more of the forces operative, even, for instance, in the living cells, than through the methods of microscopy. For the most important forces that work even in the cells—and quite differently in plant, animal or man—can be observed and studied macroscopically. The human soul can be studied to much better effect, by observing the co-operation of that which extends vertically upwards and downwards, and that which lies in the balance of the horizontal. These forces can be observed in the macrocosm and are operative even down into the cellular tissues. And what is active within the cells, is in fact nothing less than the image of this macrocosmic working.
[ 27 ] Nun aber, wenn Sie das Pflanzenwesen der Erde betrachten, so müssen Sie vor allen Dingen dieses Pflanzenwesen nicht so ansehen, wie es gewöhnlich angesehen wird, daß Sie so über die Erde hingehen und eine Pflanze neben der anderen betrachten, sie fein spezialisieren, einen zwei- oder dreigliedrigen Namen ersinnen, um dann diese Pflanze in ein Schema eingereiht zu haben, sondern Sie müssen darauf bedacht sein, daß die ganze Erde ein einziges Wesen ist und daß — zwar nicht so, wie es bei den Haaren der Fall ist, die gleich sind untereinander, wenigstens in gewisser Beziehung, während die Pflanzen voneinander verschieden sind — doch die gesamte Pflanzenwelt so sehr zu dem Organismus der Erde gehört, wie Ihre Haare zu Ihrem Organismus gehören. Sie können ebensowenig die einzelne Pflanze als etwas für sich betrachten, wie Sie das einzelne Haar als einen Organismus für sich betrachten können. Daß die Pflanzen verschieden sind, beruht nur darauf, daß die Erde in ihrer Wechselwirkung mit dem übrigen Kosmos nach den verschiedensten Richtungen hin Kräfte entwickelt und dadurch die Pflanzen verschieden organisiert werden. Aber allem Pflanzenwachstumsleben liegt ein Einheitliches in der Erdenorganisation zugrunde. Daher ist es von ganz besonderer Wichtigkeit, auf gewisse Dinge seine Aufmerksamkeit zu richten. Sie finden zunächst, sagen wir, wenn Sie die Pilze betrachten, daß für diese Pilze die Erde selbst eine Art von Standort, eine Art von Mutterboden ist. Sie finden dann, wenn Sie zu den höheren krautartigen Pflanzen übergehen, daß da auch noch die Erde eine Art von Mutterboden ist, daß aber schon dasjenige, was außerirdisch ist, auf diese krautartige Pflanze einen gewissen Einfluß hat, das Licht und so weiter in der Gestaltung der Blüten, auch der Blätter und so weiter. Aber das besonders Interessante ist, daß, wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit, sagen wir, dem Baume zuwenden, Sie sehen werden, daß in der Stammbildung des Baumes, die den Baum zu der mehrjährigen Pflanze macht, eine Fortsetzung desjenigen vorhanden ist, was sonst für die Pflanze, die unmittelbar auf der Erde aufsitzt, die ganze Erde ist. Denn sehen Sie, Sie müssen sich die Sache so vorstellen: Denken Sie sich, Sie haben hier die Erde; aus der Erde sprießt die Pflanze hervor. Dann können wir in der Erde selbst Kräfte suchen, welche dem Pflanzenwachstum zugrunde liegen, die in Wechselwirkung treten mit dem, was aus dem Kosmos hereinströmt. Wenn aber ein Baum wächst, so stülpt sich — bitte jetzt nicht zu stark schockiert zu sein von dem, was ich sagen werde, denn es ist wirklich so — in einer gewissen Weise die Erde über dasjenige, was früher von der Erde direkt in die Pflanze hineingeflossen ist; das schießt in den Stamm hinein, und alle Stämme sind im Grunde genommen Auswüchse der Erde. Daß man es nicht so betrachtet, das rührt nur von der wirklich grauenhaften heutigen materialistischen Vorstellung her, daß man die Erde nur als eine aus Mineral zusammengesetzte vorstellt, also gar nicht dazu vordringt, daß das ja eine unmögliche Vorstellung ist, diese mineralische Erde. Sie hat in sich, diese Erde, neben dem, daß sie das Mineralische absondert, auch die Kräfte, die in das Pflanzenhafte schießen. Das stülpt sich auf und wird zum Stamme. Und dasjenige, was dann am Stamm wächst, das ist in bezug auf den Stamm zu vergleichen mit dem, was in den niederen und krautartigen Pflanzen direkt auf der Erde aufsteht. Ich möchte sagen: Von niederen und krautartigen Pflanzen ist die Erde selber Stamm, und die Pflanzen machen sich einen Extrastamm, die in ihren Blüten- und Samenorganen auf dem Stamm aufsitzen. Daraus ersehen Sie, daß ein gewisser Unterschied vorliegt, ob ich eine Blüte nehme von einem Baum oder ob ich eine Blüte nehme von einem krautartigen Grewächs.
[ 27 ] Let us consider the vegetation of the Earth; but not in the usual fashion, by wandering on the Earth's surface to contemplate one plant beside another, examine it minutely in all its parts, invent a title of two or three separate names, and then list the plant in a system of classification. No: you must bear in mind that the whole earth is one single entity, and that the whole vegetable world pertains to the Earth's organism just as your hair belongs to yours—(although with this difference, that hairs resemble each other closely whereas plants are various and differ one from another). You can no more regard the single plant as an independent organism than you can so regard the single hair. The cause of the variety among plants is simply this; the Earth in its interaction with the rest of the Cosmos develops different forces towards the most diverse directions, and in this way gives a different organisation to the plants. But there is a certain basic unity in the constitution of the earth, from which all plant growth derives. The following consideration is therefore important. To give an example; suppose you are studying mushrooms and fungi: for these the earth itself is, so to speak, the support and matrix. Pass higher up the scale to herbs; here, too, the earth supports and nourishes, but forces from outside the earth have also influence in shaping their leaves and flowers: the force of light, for instance. And most interesting of all vegetable forms are the trees. Turn your attention to trees and you will recognise that the formation of their stems or trunks (by virtue of which trees become perennial) represents a continuation of what the whole earth is for the plant that nestles upon it. Please visualise this relationship of earth and plant. The herbal plant springs up out of the earth. This means that we must search in the earth itself for the forces fundamental to growth, which interact with the forces streaming on to our earth out of the Cosmos. But when a tree grows, do not, please, be too much shocked by what I say, for this is really the case—the earth rises up and grows, so to speak to cover over that which formally flowed directly out of the earth into the herb-like plant. That shoots up into the trunk—and all tree trunks are really outgrowths of the earth. If we have forgotten this, it is because of that gruesome materialistic concept of today, that the earth is merely composed of minerals. People do not realise how impossible is the concept of a mineral earth! The earth has other forces as well as those which segregate into the mineral kingdom; it has the forces that sprout into vegetation. These forces rise up out of the soil and become trunks. And all that grows upon the trunks is in a relationship to them comparable with that of the lower plant forms and herbs to the earth itself. Indeed I would say that the soil of earth is itself the trunk, or main stem, of those lesser vegetable growths, and that the trees formed an extra trunk to carry their essential organs—blossoms and seeds. Thus you will observe that there is a certain difference as to whether I take a blossom from a tree or from a herb-like plant.


[ 28 ] Ferner beachten Sie von diesem Gesichtspunkte aus die Parasitenbildung bei den Pflanzen, namentlich die Mistelbildung. Da haben Sie dasjenige, was sonst noch mit der Pflanze organisch verbunden bleibt, das Aufsitzen der blüten- und samentragenden Organe auf dem Stamm, wie eine äußere Absonderung, wie einen Vorgang für sich. So daß Sie also in der Mistelbildung eine Steigerung, verbunden mit einer Art Abtrennung von den Erdenkräften, desjenigen zu sehen haben, was sonst in der Blüten- und Samenbildung vorliegt. Es emanzipiert sich gewissermaßen dasjenige, was in der Pflanze unirdisch ist, gerade in der Mistelbildung. So daß wir das von der Erde Aufstrebende, das sich in Wechselwirkung stellt mit dem Außerirdischen, allmählich in der Blüten- und Samenbildung sich von der Erde absondern sehen und in der Mistelbildung zu einer ganz besonders stark sich individualisierenden Emanzipation kommen sehen.
[ 28 ] Consider further the formation of parasitic plants, more especially the mistletoe. In it you find the blossoms and seed organs which are normally united to the supporting plant, separated and stuck upon a stem like a process apart. Thus the formative process of the mistletoe represents an intensification of what is active in blossom and seed formation, and at the same time, in some sort, a separation from the terrestrial forces. What is non-terrestrial in the plant emancipates itself in the formation of the mistletoe. We see that upward urge away from the earth, which interacts with extra-terrestrial forces, gradually liberate and separate itself in the efflorescence of blossom and fruit, and arrive at a remarkable individualisation and emancipation, in the mistletoe.
[ 29 ] Wenn Sie nun das zusammenhalten mit dem, was Sie als Gestaltungen bei den Pflanzen wahrnehmen, so werden Sie sich sagen: Da muß also in bezug auf die Pflanzenwelt ein beträchtlicher Unterschied vorliegen, je nach dem die Pflanze mehr zur Wurzelbildung hinneigt, also vorzugsweise in der Wurzelbildung ihre Wachstumsverhältnisse zum Ausdrucke bringt und kleine oder verkümmerte Blütenbildungen zeigt. Solche Pflanzen neigen mehr zu dem Irdischen hin. Diejenigen Pflanzen, welche sich von diesem Irdischen emanzipieren, sind dann diejenigen, welche eben in Samenbildungen, in Blütenbildungen aufgehen, aber insbesondere die, welche sich als Parasiten geltend machen im Pflanzenreich. Aber die Pflanzen haben die Tendenz, jedes ihrer Organe gewissermaßen zum Hervorstechendsten zu machen — betrachten Sie die Ananas, wie sie den Stamm zum Hervorstechendsten machen will, oder irgendwelche andere Pflanze —, so können Sie sagen: Jedes von den Hauptorganen der Pflanze, Wurzel, Stengel, Blätter, Blüten, Früchte, wird von irgendeiner Pflanzenform zum Hauptorgan erstrebt. Nehmen Sie Pflanzen wie, sagen wir, Equisetum. Sie sehen, wie ihr Bestreben ist, in der Stengelbildung aufzugehen. Andere Pflanzen haben das Bestreben, in der Blattbildung aufzugehen, andere Pflanzen, Stengelbildung und Blatrbildung verkümmern zu lassen und in der Blütenbildung aufzugehen.
[ 29 ] Bearing this in mind, together with the varied forms of plants; you will admit that there must be considerable organic difference according as a plant tends most to root-development, its growth forces manifesting principally in the root, but its blossoms small or even atrophied. Such plants tend more towards the earth forces. Those plants which liberate themselves from the earth forces are those that give themselves up to the formation of blossom and seed, or, most of all, those that live as parasites upon others of the vegetable kingdom. All plants tend to make some one organ particularly predominant. Take the pineapple, which tends to make its stem predominant, or indeed any other plant. Every principal organ of the plant, roots, stems, leaves, blossoms, fruit, becomes the chief and most conspicuous organ of this or that plant kind. Take for instance, Equisetum (the horse-tail), and observe the trend to become all stem. Other species, again, tend to become all leaves,
[ 30 ] Nun stellt sich heraus, daß eine gewisse Parallelität besteht zwischen diesen verschiedenen Tendenzen des Pflanzenwachstums und dem, was ich heute als die drei Typen der mineralischen Wirksamkeit in der außermenschlichen Natur angegeben habe. Wenn man dasjenige ins Auge faßt, was insbesondere in der sich emanzipierenden Pflanzentätigkeit liegt, in dem, was dann kulminiert in der inneren Wirksamkeit der Parasiten, so hat man etwas, was hinneigt nach der Verinnerlichung der Imponderabilien. Dasjenige, was als Imponderabilien von dem Kosmos der Erde zuströmt, das wird in diesen Organen, wenn sie prädominieren, ebenso konserviert wie in der Phosphorsubstanz. So daß wir also sagen können: In einer gewissen Weise sind phosphorisch die Blüten und Samen und alles dasjenige, was zur Mistelbildung und dergleichen hinneigt. Und umgekehrt finden wir, wenn wir den Verwurzelungsprozeß studieren, dasjenige, was die Pflanze entwickelt, indem sie die Erde als ihren Muttergrund betrachtet, innig verwandt mit der Salzbildung. So daß gerade in der Pflanze uns diese beiden Polaritäten entgegentreten. Und in der vermittelnden Tätigkeit der Pflanze, die Sie ja immer sehen zwischen dem nach aufwärts strebenden Blütigen, Fruchtigen und dem nach unten Festwurzelnden, da haben Sie den Merkurialprozeß drinnen, dasjenige, was den Ausgleich herbeiführt. So daß Sie, wenn Sie nun die umgekehrte Stellung der Pflanze zum Menschen in Betracht ziehen, Sie sich sagen werden, daß alles dasjenige, was innerlich veranlagt ist zur Blüten- und Fruchtbildung, sehr stark Verwandtschaft haben muß mit den Organen des menschlichen Unterleibes und allen den Organen, die von dem menschlichen Unterleib aus orientiert werden, daß dann auch das Phosphorige sehr starke Verwandtschaft haben muß zu den Organen des menschlichen Unterleibes. Daß das durchaus richtig ist, werden wir in den nächsten Tagen sehen. Dagegen alles dasjenige, was in den Pflanzen nach dem Wurzelhaften hinstrebt, das wird besondere Verwandtschaft haben zu alledem, was sich nach oben organisiert. Aber Sie müssen natürlich dabei ins Auge fassen, daß man nicht einfach nach einem äußeren Schema den Menschen in drei Glieder teilen kann, sondern daß dasjenige, was zum Beispiel dem untersten Gliede angehört, das Verdauungssystem, durchaus seine, ich möchte sagen, Fortsetzung anstrebt auch nach dem Haupte. Es ist ja eine ganz, man möchte schon fast sagen, alberne Ansicht, daß in der grauen Hirnsubstanz im wesentlichen die Denksubstanz gegeben ist, denn das ist nicht der Fall. Die graue Hirnsubstanz ist im wesentlichen zur Ernährung des Gehirnes da und ist eigentlich eine Kolonie der Verdauungswerkzeuge zur Ernährung des Gehirnes, während gerade dasjenige, was weiße Hirnsubstanz ist, von einer großen Bedeutung als Denksubstanz ist. Daher werden Sie auch in der anatomischen Beschaffenheit der grauen Hirnsubstanz schon etwas finden, was viel mehr zusammenhängt mit einer totalen Tätigkeit als mit dem, was ihr gewöhnlich zugeschrieben wird. Also Sie sehen, daß, wenn man von Verdauung spricht, man nicht bloß vom Unterleib sprechen kann. Aber es gilt das durchaus, daß, wenn man die Verwandtschaft des Wurzelhaften ins Auge faßt, man es da zu tun hat mit dem, was sich bezieht nicht bloß auf den oberen Menschen, sondern auch auf den übrigen Menschen. Alles dasjenige in der Pflanze, was den Ausgleich bewirkt zwischen dem Blühenden, Fruchtenden und dem Wurzelhaften, was also gewissermaßen in den Blättern und dergleichen im gewöhnlichen Kraut zum Ausdrucke kommt, das wird von einer ganz besonderen Bedeutung sein, auch dann, wenn es im Auszug gewonnen wird, für alles das, was sich auf Störungen der Zirkulation, also auch auf den rhythmischen Ausgleich zwischen dem oberen und unteren Menschen bezieht. Wenn man vorher hingestellt hat Imponderabilien verinnerlichende Mineralien, und die Imponderabilien sich fern haltenden Mineralien, und das, was dazwischen liegt, so sehen Sie, daß man das parallelisieren kann mit, ich möchte sagen, der ganzen Konfiguration der Pflanze. Und damit haben Sie das erste rationelle Mittel, um aus der Pflanze selbst, je nachdem sie Wert darauf legt, dieses oder jenes Organ zur Entwickelung zu bringen, ein Wechselverhältnis herzustellen zum menschlichen Organismus. Wie sich das weiter spezialisiert, das wollen wir noch sehen.
[ 30 ] There is a certain parallelism between these divergent tendencies in the vegetable growth and those three types of mineral activity in the external world that I have enumerated today. Let us consider the emancipatory tendency in plants—that urge which culminates in the activity of the parasitic species; here is something which tends to the interiorisation of imponderables. That which streams earthward out of the cosmos as imponderables is as definitely collected and conserved in blossoms and fruit, if blossoms and fruit prevail, as in the phosphor substance. So we may maintain that, in a certain sense, blossoms, seeds and all that tends towards mistletoe and other parasite development in plants are “phosphoric.” And on the opposite pole we find that the root process which the plant develops by regarding the earth as its mother-ground is closely related to salt-formation. Thus both these polarities face us in the world of the plant. And further: in the visible linkage between the blossom and fruit process that extends upwards and the downwards anchorage in the earth we have the mediating activity of the mercurial process. Now, take into account the opposite placing of organs, in man and in the plant respectively. You must conclude that all substances tending inwardly towards the formation of flowers and fruit must be closely related to the organs of the hypogastrium and all those organs directed and orientated by them. All phosphoric substance must therefore have close interaction with these lower human organs. We shall presently confirm this. On the other hand, all that tends towards root development will be intimately connected with all organs of the upper organisation. But of course you must bear in mind that we cannot make a simple and external threefold division of man's body. On the contrary, for instance, much that appertains to the lowest organic region, the digestive system, strives for its continuation as it were in the direction of the head. It is a complete, one might say a foolish error to suppose that the substrate substance of thought is mainly given in the grey matter of the brain. This is not so. The grey matter serves principally to conduct nourishment to the brain. It is essentially a colony of the digestive tract, surrounding the brain in order to feed it, whereas the white matter of the brain is of a great importance as substrate substance of thought. You will find something in the anatomical structure of the grey matter which is much more linked with a more general function of the whole body, than with the function usually attributed to it. As you see dealing with digestion, we cannot restrict ourselves to the lower abdominal regions. Nevertheless, in considering what is derived from or connected with roots, we shall find a definite affinity with what can be applied to the upper organic sphere in man. And all those portions of plants that achieve the equipoise between the blossom and fruit process, and the root process, and manifest in the common herbs through the leaves, will as a decoction have special influence on circulatory disturbances, that is on the rhythmic balance between the upper and lower spheres. Here then is the parallel between minerals that absorb and concentrate the imponderables, minerals that repel the imponderables, and the intermediate group, and the whole configuration of the plant. This furnishes you with the first rational method (as indicated by the plant itself, in the respective development of this or that organ) of establishing a mutual relationship with the human organism. We shall see how this basic principle works in detail.
[ 31 ] Wir haben bis jetzt darauf hinweisen können, daß solche Wechselverhältnisse bestehen zwischen Pflanzlichem, Mineralischem und zwischen Menschlichem. In der neueren Zeit ist ja, ich möchte sagen, wie etwas sehr Hoffnungsreiches dann hinzugetreten dasjenige, was Verwandtschaft sein soll, Wechselverhältnis sein soll zwischen dem Menschen und dem Tierischen. Allein, ganz abgesehen davon, daß beim Aufkommen der Serumbehandlung in einer merkwürdigen Weise vorgegangen worden ist, muß auch Prinzipielles geltend gemacht werden gerade gegen diese übliche Serumbehandlung. Sehen Sie, beim Aufkommen der Serumbehandlung, da ist ja in der Tat in einer ganz merkwürdigen Weise von Behring vorgegangen worden. Wenn man nämlich verfolgte die Reden, die gehalten worden sind, und die Veröffentlichungen, die mehr so an der Peripherie sich bewegt haben, die bloß darüber gesprochen haben, was das Serum helfen soll, dann bekam man den Eindruck, als wenn es sich wirklich um eine Reform des ganzen medizinischen Wesens handeln würde. Nun, ging man aber ein auf dasjenige, was die grundlegenden Arbeiten beschrieben, die da gemacht worden sind, so stellte sich das Merkwürdige heraus — und das ist keine Übertreibung, wahrscheinlich weiß es der eine oder andere von Ihnen auch —, daß die Behandlung, die man der Meerschweinchenuntersuchung entnehmen wollte, um sie auf den Menschen zu übertragen, bei einer «merkwürdig großen» Anzahl von Meerschweinchen sich als ungünstig erwiesen hat. Nämlich von der ganzen großen Anzahl von Meerschweinchen, die man mit dem Serum behandelt hat, ist ein einziges gewesen, das einen günstigen Erfolg aufzuweisen hatte; ein einziges Meerschweinchen in seinem also maskierten Tierheilungsprozeß — in dem Momente, als man schon anfing, für die Serumbehandlung die große Trommel zu schlagen! Das möchte ich nur als eine Tatsache anführen. Ich glaube, daß es einige von Ihnen wohl wissen werden. Und diese, ich möchte sagen, außerordentliche Lottrigkeit in einem wissenschaftlichen Auftreten verdient denn doch eigentlich in der Wissenschaftsgeschichte genauer berücksichtigt zu werden.
[ 31 ] We have pointed out these mutual relationships between the vegetable, the mineral and the human. In recent times, there has been a very hopeful addition, in the suggested relationship and interaction between human and animal substances. But not only were the initial ventures in serotherapy carried out by curious methods; there are also objections to customary serotherapy, in principle. For when serotherapy was first introduced, Behring proceeded in a somewhat strange way. Those who merely followed the many speeches that were delivered, and publications that were issued, dealing with the mere fringe of the problem and with the results that were expected to come from the serum, received the impression that a thorough reform of all medical practice was impending. But after careful reading of the description of the actual experiments given in the fundamental scientific papers, they learned—without exaggeration, as some amongst my audience can probably confirm—that this treatment based on tests with guinea pigs (as laboratory material), which it was proposed to extend to human subjects, had proved “successful” with a “remarkably large” number of guinea pigs. Actually, only one amongst the legions of these creatures treated with the serum showed a favourable result. I repeat, one single guinea pig in such a dressed-up test treatment, at a time when the big drum had already begun to beat in the cause of serotherapy. I cite this one fact, and I think some of you already know it well. And if I may so call it, this extraordinary intellectual slovenliness in scientific publicity deserves to be definitely recorded in the history of Science.
[ 32 ] Aber was prinzipiell angeführt werden soll heute zum Schlusse und morgen oder in den nächsten Tagen ausgeführt werden soll, das ist doch dieses, daß Sie gesehen haben, daß nicht diejenigen Prozesse des außermenschlichen Wesens die unmittelbar im Menschen wirksamen sind, die so unmittelbar an der Oberfläche liegen, sondern diejenigen, die man erst aus dem tieferen Wesen hervorholen muß.
[ 32 ] To state in principle today what will be outlined in detail during the following lectures:—it is not the processes of the extra-human world that are superficially most apparent, that work most effectively in mankind, but those that must be discovered and extracted from the deeper levels of being.
[ 33 ] Nun ist der Mensch eben in einer gewissen Weise verwandt mit dem, was er herausgesetzt hat, dem Phosphorprozeß, dem Salzprozeß, dem Blütenprozeß, dem Fruchtprozeß, dem Verwurzelungsprozeß, dem Blattentstehungsprozeß, aber so, daß er zu alledem eben in einer wirklichen Umkehrung lebt, daß er in sich trägt die Tendenz, dasjenige, was in dieser außermenschlichen Natur zur Darstellung kommt, aufzuheben, ins Gegenteil umzukehren.
[ 33 ] Mankind is actually related, in a certain way, to all that he has shed from his being: to the phosphoric process, and saline process, the blossom process, the fruit processes, the root process, the process of leaf formation; but in a reversed sense, bearing within him the tendency to cancel and change into its opposite that which manifests in external nature.
[ 34 ] Das ist nicht dasselbe gegenüber dem Tiere. Denn das Tier hat schon auf halbem Wege diesen Prozeß durchgemacht. Der Mensch steht nicht in demselben Sinne entgegengesetzt zum Tiere. Er steht gewissermaßen zum Tiere im rechten Winkel, während er zur Pflanze im Winkel von 180 Grad steht. Und das ist etwas, was im höchsten Maße in Betracht kommt, wenn die Frage entsteht nach der Anwendung solcher tierischer Mittel, wie es Serum oder der gleichen ist.
[ 34 ] It is not the same with animals. For the animal has already gone half the way towards mankind; man is not opposed in the same sense to the animal, but stands rather at right angles to the animal. He has reached an angle of 180 degrees from the plant. This is significant, and demands serious consideration when the question arises of the use of serum and similar remedies of animal origin.
