Spiritual Science and Medicine
GA 312
27 March 1920, Dornach
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Geisteswissenschaft und Medizin
Siebenter Vortrag
Siebenter Vortrag
[ 1 ] Ich habe Sie gestern auf einiges aufmerksam gemacht, das wir zunächst zugrunde legen müssen in bezug auf die Anpassung des Menschen an die tellurischen und kosmischen Verhältnisse, das mehr räumlicher Natur war. Aber dasjenige, was mehr räumlicher Natur ist, müssen wir mit dem Zeitlichen verbinden, denn wir dürfen niemals vergessen, daß der Mensch als Wesen in seiner Ganzheit betrachtet werden muß, das heißt, daß der ganze Mensch gewissermaßen Kind und reifer Mensch und Greis ist und daß er so organisiert ist, daß diese drei Werdeglieder seines Wesens eigentlich wiederum in jedem einzelnen drinnenstecken. Das, was wir auf diese Weise heute gewinnen werden, werden wir dann zusammenzufügen haben mit dem Übersinnlichen, dann erst werden wir uns dem nähern können, was die speziellen Betrachtungen sind. Vor allen Dingen mache ich Sie darauf aufmerksam, daß ebenso wie für das Jugendalter die Pädagogik gezwungen ist, Rücksicht zu nehmen auf die Verschiedenheit der Lebensalter, also von der Geburt bis zum Zahnwechsel, vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife und dann weiter, eigentlich alles dasjenige, was auf die Medizin hinausläuft, die Notwendigkeit hat, auf den ganzen Menschen Rücksicht zu nehmen, das heißt auf den Menschen von der Geburt bis zum Tode. Ich will zunächst, wie ich schon gesagt habe, unsere als Anthroposophen uns gebräuchlichen Ausdrücke gebrauchen und werde dann zuletzt darauf eingehen, wie man bei Außenstehenden diese Ausdrücke etwa übersetzen könnte. Es wird uns dieses Übersetzen dann leichter werden, wenn wir eine Weile weiter fortgeschritten sind in unserer Betrachtung. Vor allen Dingen wird man sich, wenn wir zum Beispiel das kindliche Lebensalter betrachten, klar sein müssen, daß in diesem kindlichen Lebensalter erst in den Menschen dasjenige eingearbeitet wird, was funktionell liegt in dem eigentlichen Ich und in dem astralischen Leibe, wie wir die Dinge bezeichnen. Dieses Funktionelle wird erst so eingearbeitet in das Organische im kindlichen Alter, daß es dann wirklich arbeiten kann mit der biegsamen und elastischen organischen Substanz. Es ist daher nicht zu verwundern, daß gerade im Kindesalter Störungen auftreten, die zusammenhängen mit dieser Einarbeitung des höheren Menschlichen in das niedere Menschliche, insbesondere in dem Lebensalter vom 7.bis 14., 15., 16. Lebensjahr, wo sich der Ätherleib gegenüber dem physischen Leib seine Stellung erobern muß, damit die Geschlechtsreife eintreten kann. Da ist vielfach eine Möglichkeit vorhanden, daß die Elastizität des physischen Leibes und des Ätherleibes nicht zusammenfallen. Es ist ja im wesentlichen die Aufgabe des astralischen Leibes, den Ausgleich dieser Elastizitäten des physischen Leibes und des Ätherleibes zu bewirken. Wenn sie nicht zusammenarbeiten, so wird der astralische Leib oftmals genötigt, seine Kräfte zu verstärken. Hat er dann nicht genügend Kräfte, so treten eben Krankheitserscheinungen ein, denen zu Hilfe gekommen werden muß durch äußere Maßnahmen. Deshalb werden Sie auch finden, daß im kindlichen Lebensalter Krankheitserscheinungen eintreten, die sich gerade, ich möchte sagen, in physischen Entladungen zeigen, wie zum Beispiel bei der Chorea. Alle Erkrankungen, die auf diesen Symptomenkomplex hinauslaufen, das heißt neben dem, was im Organischen selbst vor sich geht, diese Symptomenkomplexe, also diese psychischen Störungen zeigen, alle diese Erkrankungen mit psychischen Störungen hängen eben zusammen mit der dem Astralleib nicht ganz gewohnten Arbeit, die er in bezug auf die Ausgleichung von Elastizität in bezug auf physischen und ätherischen Leib zu leisten hat.
[ 1 ] Ich habe Sie gestern auf einiges aufmerksam gemacht, das wir zunächst zugrunde legen müssen in bezug auf die Anpassung des Menschen an die tellurischen und kosmischen Verhältnisse, das mehr räumlicher Natur war. Aber dasjenige, was mehr räumlicher Natur ist, müssen wir mit dem Zeitlichen verbinden, denn wir dürfen niemals vergessen, daß der Mensch als Wesen in seiner Ganzheit betrachtet werden muß, das heißt, daß der ganze Mensch gewissermaßen Kind und reifer Mensch und Greis ist und daß er so organisiert ist, daß diese drei Werdeglieder seines Wesens eigentlich wiederum in jedem einzelnen drinnenstecken. Das, was wir auf diese Weise heute gewinnen werden, werden wir dann zusammenzufügen haben mit dem Übersinnlichen, dann erst werden wir uns dem nähern können, was die speziellen Betrachtungen sind. Vor allen Dingen mache ich Sie darauf aufmerksam, daß ebenso wie für das Jugendalter die Pädagogik gezwungen ist, Rücksicht zu nehmen auf die Verschiedenheit der Lebensalter, also von der Geburt bis zum Zahnwechsel, vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife und dann weiter, eigentlich alles dasjenige, was auf die Medizin hinausläuft, die Notwendigkeit hat, auf den ganzen Menschen Rücksicht zu nehmen, das heißt auf den Menschen von der Geburt bis zum Tode. Ich will zunächst, wie ich schon gesagt habe, unsere als Anthroposophen uns gebräuchlichen Ausdrücke gebrauchen und werde dann zuletzt darauf eingehen, wie man bei Außenstehenden diese Ausdrücke etwa übersetzen könnte. Es wird uns dieses Übersetzen dann leichter werden, wenn wir eine Weile weiter fortgeschritten sind in unserer Betrachtung. Vor allen Dingen wird man sich, wenn wir zum Beispiel das kindliche Lebensalter betrachten, klar sein müssen, daß in diesem kindlichen Lebensalter erst in den Menschen dasjenige eingearbeitet wird, was funktionell liegt in dem eigentlichen Ich und in dem astralischen Leibe, wie wir die Dinge bezeichnen. Dieses Funktionelle wird erst so eingearbeitet in das Organische im kindlichen Alter, daß es dann wirklich arbeiten kann mit der biegsamen und elastischen organischen Substanz. Es ist daher nicht zu verwundern, daß gerade im Kindesalter Störungen auftreten, die zusammenhängen mit dieser Einarbeitung des höheren Menschlichen in das niedere Menschliche, insbesondere in dem Lebensalter vom 7.bis 14., 15., 16. Lebensjahr, wo sich der Ätherleib gegenüber dem physischen Leib seine Stellung erobern muß, damit die Geschlechtsreife eintreten kann. Da ist vielfach eine Möglichkeit vorhanden, daß die Elastizität des physischen Leibes und des Ätherleibes nicht zusammenfallen. Es ist ja im wesentlichen die Aufgabe des astralischen Leibes, den Ausgleich dieser Elastizitäten des physischen Leibes und des Ätherleibes zu bewirken. Wenn sie nicht zusammenarbeiten, so wird der astralische Leib oftmals genötigt, seine Kräfte zu verstärken. Hat er dann nicht genügend Kräfte, so treten eben Krankheitserscheinungen ein, denen zu Hilfe gekommen werden muß durch äußere Maßnahmen. Deshalb werden Sie auch finden, daß im kindlichen Lebensalter Krankheitserscheinungen eintreten, die sich gerade, ich möchte sagen, in physischen Entladungen zeigen, wie zum Beispiel bei der Chorea. Alle Erkrankungen, die auf diesen Symptomenkomplex hinauslaufen, das heißt neben dem, was im Organischen selbst vor sich geht, diese Symptomenkomplexe, also diese psychischen Störungen zeigen, alle diese Erkrankungen mit psychischen Störungen hängen eben zusammen mit der dem Astralleib nicht ganz gewohnten Arbeit, die er in bezug auf die Ausgleichung von Elastizität in bezug auf physischen und ätherischen Leib zu leisten hat.
[ 2 ] Wenn Sie dann ähnliche Erscheinungen wie Chorea auftreten sehen bei Schwangeren, so wird Ihnen das nur allzu begreiflich sein, denn durch die Schwangerschaft wird selbstverständlich dieses Zusammenklingen der Elastizität des physischen und des Ätherleibes unterbrochen, und Sie haben dann wiederum dem astralischen Leib zuzumuten dasjenige, was Sie ihm gerade im kindlichen Alter zuzumuten haben. Daher werden wir bei Krankheiten, die in diesem kindlichen Lebensalter auftreten und die bei Schwangeren manchmal Begleiterscheinungen der Schwangerschaft sind, nach Mitteln trachten müssen, die den astralischen Leib — das sind die Fragestellungen, die in den nächsten Tagen vorgelegt sein sollen — in seiner ganzen Wirksamkeit so stärken, daß seine Funktionen auch in die Richtung hineinfallen, die er eben gerade mit der Elastizität des physischen und des ätherischen Leibes mit Bezug auf das Ausgleichen zu vollziehen hat.
[ 2 ] Wenn Sie dann ähnliche Erscheinungen wie Chorea auftreten sehen bei Schwangeren, so wird Ihnen das nur allzu begreiflich sein, denn durch die Schwangerschaft wird selbstverständlich dieses Zusammenklingen der Elastizität des physischen und des Ätherleibes unterbrochen, und Sie haben dann wiederum dem astralischen Leib zuzumuten dasjenige, was Sie ihm gerade im kindlichen Alter zuzumuten haben. Daher werden wir bei Krankheiten, die in diesem kindlichen Lebensalter auftreten und die bei Schwangeren manchmal Begleiterscheinungen der Schwangerschaft sind, nach Mitteln trachten müssen, die den astralischen Leib — das sind die Fragestellungen, die in den nächsten Tagen vorgelegt sein sollen — in seiner ganzen Wirksamkeit so stärken, daß seine Funktionen auch in die Richtung hineinfallen, die er eben gerade mit der Elastizität des physischen und des ätherischen Leibes mit Bezug auf das Ausgleichen zu vollziehen hat.
[ 3 ] Dagegen werden Sie finden — und deshalb habe ich betont, daß es so wichtig ist, auf die Lebensalter Rücksicht zu nehmen -—, daß Krankheiten, welche hintendieren irgendwie nach der Polyarthritis oder nach irgendwelchen damit verwandten Erscheinungen, ihre wesentliche Erscheinungszeit haben erst vom 14., 15., 16. Lebensjahre bis zum Ende der Zwanzigerjahre. Da hat ja der Astralleib selber sich in das richtige Verhältnis zum physischen Leib und Atherleib zu versetzen, und wenn er nicht genügend dazu vorbereitet ist, wenn man zum Beispiel im kindlichen Alter nicht das Nötige getan hat, um ihn in der richtigen Weise vorzubereiten, so wird er sein richtiges Verhältnis nicht hervorrufen können, und die Folge davon wird sein, daß entweder schon in diesem Alter Krankheitserscheinungen auftreten oder aber, daß Krankheitserscheinungen in dem folgenden Lebensalter als Gefolge auftreten. Und das ist das Wichtige, daß man die Zeit gewissermaßen in das Krankheitsstudium hereinbezieht, dad man — wenn ich mich jetzt etwas einseitig ausdrücken darf — nicht voraussetzt, daß die Natur den menschlichen Organismus möglichst bequem eingerichtet hat, damit man an ihm möglichst leicht und bequem ablesen kann, wie man ihn kurieren soll. So ist der menschliche Organismus nicht eingerichtet, daß man an ihm möglichst bequem ablesen kann, wie man ihn kurieren kann. Daß man möglichst bequem ablesen sollte, wie man ihn kurieren kann, das wird zu stark vorausgesetzt.
[ 3 ] Dagegen werden Sie finden — und deshalb habe ich betont, daß es so wichtig ist, auf die Lebensalter Rücksicht zu nehmen -—, daß Krankheiten, welche hintendieren irgendwie nach der Polyarthritis oder nach irgendwelchen damit verwandten Erscheinungen, ihre wesentliche Erscheinungszeit haben erst vom 14., 15., 16. Lebensjahre bis zum Ende der Zwanzigerjahre. Da hat ja der Astralleib selber sich in das richtige Verhältnis zum physischen Leib und Atherleib zu versetzen, und wenn er nicht genügend dazu vorbereitet ist, wenn man zum Beispiel im kindlichen Alter nicht das Nötige getan hat, um ihn in der richtigen Weise vorzubereiten, so wird er sein richtiges Verhältnis nicht hervorrufen können, und die Folge davon wird sein, daß entweder schon in diesem Alter Krankheitserscheinungen auftreten oder aber, daß Krankheitserscheinungen in dem folgenden Lebensalter als Gefolge auftreten. Und das ist das Wichtige, daß man die Zeit gewissermaßen in das Krankheitsstudium hereinbezieht, dad man — wenn ich mich jetzt etwas einseitig ausdrücken darf — nicht voraussetzt, daß die Natur den menschlichen Organismus möglichst bequem eingerichtet hat, damit man an ihm möglichst leicht und bequem ablesen kann, wie man ihn kurieren soll. So ist der menschliche Organismus nicht eingerichtet, daß man an ihm möglichst bequem ablesen kann, wie man ihn kurieren kann. Daß man möglichst bequem ablesen sollte, wie man ihn kurieren kann, das wird zu stark vorausgesetzt.
[ 4 ] Der Grundsatz ist in einer gewissen Beziehung richtig: Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden. — Aber es kann sich darum handeln, daß der hauptsächlichste Symptomenkomplex, den man als das Ähnliche bezeichnet zu dem, was der Symptomenkomplex der Heilung ist, den man aufsucht, in einem anderen Lebensalter liegt als der andere, daß zum Beispiel vor den Zwanzigerjahren ein Symptomenkomplex da ist, der meinetwillen durch den Einfluß äußerer Mittel hervorgerufen werden kann, und daß dann diese Mittel, die vor den Zwanzigerjahren den Krankheitsprozeß hervorrufen, in einer gewissen Weise zum Heilmittel werden nach den Zwanzigerjahren. Das ist also das, was bei diesem so oftmals betonten Satze: Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden, berücksichtigt werden muß.
[ 4 ] Der Grundsatz ist in einer gewissen Beziehung richtig: Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden. — Aber es kann sich darum handeln, daß der hauptsächlichste Symptomenkomplex, den man als das Ähnliche bezeichnet zu dem, was der Symptomenkomplex der Heilung ist, den man aufsucht, in einem anderen Lebensalter liegt als der andere, daß zum Beispiel vor den Zwanzigerjahren ein Symptomenkomplex da ist, der meinetwillen durch den Einfluß äußerer Mittel hervorgerufen werden kann, und daß dann diese Mittel, die vor den Zwanzigerjahren den Krankheitsprozeß hervorrufen, in einer gewissen Weise zum Heilmittel werden nach den Zwanzigerjahren. Das ist also das, was bei diesem so oftmals betonten Satze: Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden, berücksichtigt werden muß.
[ 5 ] Dann ist aber vor allen Dingen, wenn man den Gesamtzustand des Menschen, ob gesund oder krank, ins Auge fassen will, wichtig, daß der Mensch gewissermaßen in zwei einander polarisch entgegengesetzten Lebensaltern lebt, daß er in der Jugend anderen Einflüssen ausgesetzt ist, daß er in der Jugend mehr ausgesetzt ist den obersonnigen Einflüssen, dem Saturn-, Jupiter-, Marseinfluß, daß er im späteren Alter mehr ausgesetzt ist den untersonnigen Einflüssen, dem Venus-, Merkur-, Mondeneinfluß, wenn ich sie bezeichnen soll nach dem, was wir gestern gesagt haben. Der Mondeneinfluß tritt ja aber verhältnismäßig am frühesten und am deutlichsten auf.
[ 5 ] Dann ist aber vor allen Dingen, wenn man den Gesamtzustand des Menschen, ob gesund oder krank, ins Auge fassen will, wichtig, daß der Mensch gewissermaßen in zwei einander polarisch entgegengesetzten Lebensaltern lebt, daß er in der Jugend anderen Einflüssen ausgesetzt ist, daß er in der Jugend mehr ausgesetzt ist den obersonnigen Einflüssen, dem Saturn-, Jupiter-, Marseinfluß, daß er im späteren Alter mehr ausgesetzt ist den untersonnigen Einflüssen, dem Venus-, Merkur-, Mondeneinfluß, wenn ich sie bezeichnen soll nach dem, was wir gestern gesagt haben. Der Mondeneinfluß tritt ja aber verhältnismäßig am frühesten und am deutlichsten auf.
[ 6 ] Das weist uns wieder darauf hin, daß wir das Räumliche bei der Betrachtung des Menschen mit dem Zeitlichen stets verbinden müssen. Erst dann, wenn man dieses tut, kommt man dazu, gewisse Erscheinungen, die im Leben des Menschen auftreten, im richtigen Lichte zu sehen. Und wir werden bei den Einzelheiten auch ein wenig immer berühren, wie man eigentlich vorzugehen hat, um die Verhältnisse zur Menschenerkenntnis in dem richtigen Lichte zu sehen.
[ 6 ] Das weist uns wieder darauf hin, daß wir das Räumliche bei der Betrachtung des Menschen mit dem Zeitlichen stets verbinden müssen. Erst dann, wenn man dieses tut, kommt man dazu, gewisse Erscheinungen, die im Leben des Menschen auftreten, im richtigen Lichte zu sehen. Und wir werden bei den Einzelheiten auch ein wenig immer berühren, wie man eigentlich vorzugehen hat, um die Verhältnisse zur Menschenerkenntnis in dem richtigen Lichte zu sehen.
[ 7 ] Sehen Sie, dasjenige, was auf den Menschen wirkt, beginnt im Grunde genommen schon vor der Geburt, eigentlich schon vor der Empfängnis. Und ich habe mich oftmals gefragt bei der Erforschung dieser Dinge: Woher kommt es denn eigentlich, daß so viele Krankheitsprozesse in der gebräuchlichen medizinischen Literatur als «unbekannten Ursprunges», als irgend etwas bezeichnet werden, auf dessen Ursprung man nicht so recht verweisen kann. Das rührt davon her, daß man eben ganz außer acht läßt, daß der Komplex von Kräften, auf den wir gestern als außertellurischen hingewiesen haben, schon da ist, wenn sich der Mensch sogar seiner Empfängnis nähert, nicht nur seiner Geburt, und daß alles das, was so auf den Menschen wirkt, dann umgekehrte Gegenwirkungen erzeugt, daß also gewisse Prozesse, die eigentlich schon liegen vor der Konzeption, Gegenwirkungen erzeugen nach der Konzeption oder namentlich nach der Geburt. Und manchmal kann man im menschlichen Leben nur dasjenige beobachten, was dann nach der Geburt eintritt und eine Art Gegenwirkung ist gegen dasjenige, was schon vor der Konzeption im ganzen Zusammenhang des Naturdaseins da war.
[ 7 ] Sehen Sie, dasjenige, was auf den Menschen wirkt, beginnt im Grunde genommen schon vor der Geburt, eigentlich schon vor der Empfängnis. Und ich habe mich oftmals gefragt bei der Erforschung dieser Dinge: Woher kommt es denn eigentlich, daß so viele Krankheitsprozesse in der gebräuchlichen medizinischen Literatur als «unbekannten Ursprunges», als irgend etwas bezeichnet werden, auf dessen Ursprung man nicht so recht verweisen kann. Das rührt davon her, daß man eben ganz außer acht läßt, daß der Komplex von Kräften, auf den wir gestern als außertellurischen hingewiesen haben, schon da ist, wenn sich der Mensch sogar seiner Empfängnis nähert, nicht nur seiner Geburt, und daß alles das, was so auf den Menschen wirkt, dann umgekehrte Gegenwirkungen erzeugt, daß also gewisse Prozesse, die eigentlich schon liegen vor der Konzeption, Gegenwirkungen erzeugen nach der Konzeption oder namentlich nach der Geburt. Und manchmal kann man im menschlichen Leben nur dasjenige beobachten, was dann nach der Geburt eintritt und eine Art Gegenwirkung ist gegen dasjenige, was schon vor der Konzeption im ganzen Zusammenhang des Naturdaseins da war.
[ 8 ] Das, was ich jetzt sagte, bezieht sich insbesondere in sehr hohem Grade auf alles dasjenige, was mit der Ossifikation und mit der Sklerose zusammenhängt. Die Sklerose und auch das Ossifizieren sind eigentlich Prozesse, welche ihre Gegenprozesse schon vor der Konzeption haben. Sie wirken entgegen ganz normal als organische Formprozesse demjenigen, was im Menschen vor der Konzeption als Zerstäubungsprozesse, als Ausbreitungsprozesse wirkt. Das ist außerordentlich wichtig, daß man das ins Auge faßt. Man wird den Skleroseprozeß nicht beherrschen können, wenn man ihn nicht in dieser Weise beziehen kann auf das Außertellurische, auch insoferne es von der Geburt oder von der Konzeption an im Menschen selber auftritt, wenn man ihn nicht beziehen kann auf einen außermenschlichen und außertellurischen Prozeß, der vor der Konzeption liegt.
[ 8 ] Das, was ich jetzt sagte, bezieht sich insbesondere in sehr hohem Grade auf alles dasjenige, was mit der Ossifikation und mit der Sklerose zusammenhängt. Die Sklerose und auch das Ossifizieren sind eigentlich Prozesse, welche ihre Gegenprozesse schon vor der Konzeption haben. Sie wirken entgegen ganz normal als organische Formprozesse demjenigen, was im Menschen vor der Konzeption als Zerstäubungsprozesse, als Ausbreitungsprozesse wirkt. Das ist außerordentlich wichtig, daß man das ins Auge faßt. Man wird den Skleroseprozeß nicht beherrschen können, wenn man ihn nicht in dieser Weise beziehen kann auf das Außertellurische, auch insoferne es von der Geburt oder von der Konzeption an im Menschen selber auftritt, wenn man ihn nicht beziehen kann auf einen außermenschlichen und außertellurischen Prozeß, der vor der Konzeption liegt.
[ 9 ] Nun aber können alle diese Prozesse, die eintreten müssen, über eine gewisse Grenze, gewissermaßen über ihre Schwingungsmitte hinausgehen. Solche Prozesse, wie die Sklerotisierung oder die Ossifikation, sind gewissermaßen Schwingungen gegen eine Mittellage hin, und sie können übergreifen, sie können also zu stark werden. Sie treten dann in ganz anderer Form auf. Zunächst treten sie auf in Form von Dispositionen. Und in den Dispositionen müssen wir eigentlich viel Wesentliches vom Wesen des Menschen suchen. Wenn dasjenige, was in der Össifikation und in der Sklerose normal ist oder erst abnorm auf seinem eigenen Felde im Laufe des Lebens wird, nach der anderen Seite schwingt und also dieser Prozeß sozusagen nicht auf seinem Felde, sondern in anderen Organsystemen des Menschen sich abwickelt, dann tritt etwas auf, was das krankhafte Gegenbild ist eines Vorkonzeptionellen, was wir in den verschiedenen Arten der Karzinombildung vor uns haben.
[ 9 ] Nun aber können alle diese Prozesse, die eintreten müssen, über eine gewisse Grenze, gewissermaßen über ihre Schwingungsmitte hinausgehen. Solche Prozesse, wie die Sklerotisierung oder die Ossifikation, sind gewissermaßen Schwingungen gegen eine Mittellage hin, und sie können übergreifen, sie können also zu stark werden. Sie treten dann in ganz anderer Form auf. Zunächst treten sie auf in Form von Dispositionen. Und in den Dispositionen müssen wir eigentlich viel Wesentliches vom Wesen des Menschen suchen. Wenn dasjenige, was in der Össifikation und in der Sklerose normal ist oder erst abnorm auf seinem eigenen Felde im Laufe des Lebens wird, nach der anderen Seite schwingt und also dieser Prozeß sozusagen nicht auf seinem Felde, sondern in anderen Organsystemen des Menschen sich abwickelt, dann tritt etwas auf, was das krankhafte Gegenbild ist eines Vorkonzeptionellen, was wir in den verschiedenen Arten der Karzinombildung vor uns haben.
[ 10 ] Diese Dinge ins Auge zu fassen ist eben nur möglich, wenn man versucht, den ganzen Werde- und Seinsprozeß des Menschen wirklich zu durchschauen, Ohne das wird einem immer so etwas wie die Karzinombildung verhältnismäßig ein unbekannter Faktor im menschlichen Leben sein, wenn man ihn nicht beziehen kann auf etwas, was in irgendeiner Weise im Menschen wirken muß, was nur, ausgeartet, auf ein anderes Feld sich überträgt.
[ 10 ] Diese Dinge ins Auge zu fassen ist eben nur möglich, wenn man versucht, den ganzen Werde- und Seinsprozeß des Menschen wirklich zu durchschauen, Ohne das wird einem immer so etwas wie die Karzinombildung verhältnismäßig ein unbekannter Faktor im menschlichen Leben sein, wenn man ihn nicht beziehen kann auf etwas, was in irgendeiner Weise im Menschen wirken muß, was nur, ausgeartet, auf ein anderes Feld sich überträgt.
[ 11 ] In ähnlicher Weise ist nun etwas anderes zu betrachten. In ähnlicher Weise ist dasjenige zu betrachten, was Ihnen im kindlichen Alter entgegentritt in der Hydrozephalie, im Hydrozephalus. Eigentlich sind wir alle für die Hydrozephalie veranlagt, und sie muß auch dasein. Würde sie nicht dasein, so würden wir niemals zu einer ordentlichen Ausbildung unseres Gehirns und Nervensystems kommen können. Denn das muß gewissermaßen aus dem im Menschen befindlichen flüssigen Elemente herausgeholt werden. So daß wir im kindlichen Alter immer einen Kampf anschauen können zwischen der Hydrozephalie und zwischen dem, was die Hydrozephalie bekämpft, was eintritt in die menschliche Organisation, um die Hydrozephalie zu bekämpfen. Man sollte eigentlich nicht allein von einer Hydrozephalie sprechen, sondern man sollte auch von dem Gegenteil sprechen, von einem zu starken Schwinden des Wassers im Gehirn. Das ist eine Krankheit, die man vielleicht zu wenig beachtet und die eigentlich nur der notwendig zu beachtende Gegenpol der Hydtozephalie ist. Wir pendeln als kleine Kinder eigentlich immer hin und her zwischen diesen beiden Extremen, der Hydrozephalie und ihrem Gegenteil später.
[ 11 ] In ähnlicher Weise ist nun etwas anderes zu betrachten. In ähnlicher Weise ist dasjenige zu betrachten, was Ihnen im kindlichen Alter entgegentritt in der Hydrozephalie, im Hydrozephalus. Eigentlich sind wir alle für die Hydrozephalie veranlagt, und sie muß auch dasein. Würde sie nicht dasein, so würden wir niemals zu einer ordentlichen Ausbildung unseres Gehirns und Nervensystems kommen können. Denn das muß gewissermaßen aus dem im Menschen befindlichen flüssigen Elemente herausgeholt werden. So daß wir im kindlichen Alter immer einen Kampf anschauen können zwischen der Hydrozephalie und zwischen dem, was die Hydrozephalie bekämpft, was eintritt in die menschliche Organisation, um die Hydrozephalie zu bekämpfen. Man sollte eigentlich nicht allein von einer Hydrozephalie sprechen, sondern man sollte auch von dem Gegenteil sprechen, von einem zu starken Schwinden des Wassers im Gehirn. Das ist eine Krankheit, die man vielleicht zu wenig beachtet und die eigentlich nur der notwendig zu beachtende Gegenpol der Hydtozephalie ist. Wir pendeln als kleine Kinder eigentlich immer hin und her zwischen diesen beiden Extremen, der Hydrozephalie und ihrem Gegenteil später.
[ 12 ] Nun aber kann es geschehen — und wir werden auf das Therapeutische noch näher eingehen —, daß man etwas in dieser Beziehung übersieht, nämlich, daß man den richtigen Zeitpunkt, der immer da ist, wo gewissermaßen approximativ die Hydrozephalie ganz aufhören darf, übersieht und daß man die Neigung zur Hydrozephalie zu früh wegschafft, sei es durch Erziehung, sei es durch Diät, sei es durch Behandlung überhaupt im kindlichen, namentlich im Säuglingslebensalter, daß man also, ich möchte sagen, die Hydrozephalie zu früh verschwinden macht. Da tritt uns dann ganz besonders entgegen die Schädlichkeit des Nicht-Hinschauens auf den ganzen Lebensverlauf des Menschen. Denn ich möchte wiederum darauf hinweisen, daß hier ein ganzes Heer von medizinischen Doktorarbeiten geliefert werden könnte, wenn in Aussicht genommen würde, den Zusammenhang zu suchen zwischen diesem Verlauf der Hydrozephalie im kindlichen Alter und der Syphilis, in der Disposition zur Syphilis, die dann später auftritt. Von dem Verfolgen der kleinen Lebewesen hat man dabei eigentlich gar nichts. Wirklich hat man nur etwas davon, wenn man auf solche Dinge Rücksicht zu nehmen vermag, wie ich sie eben jetzt auseinandersetzte. Es würde ungeheuer viel getan werden für die Prophylaxe der Syphilis, wenn man versuchen würde, im allerkindlichsten Lebensalter den Menschen gewissermaßen fix zu machen gegen dasjenige, was in den verschiedenen syphilitischen Erscheinungen dann - sie sind auch verschieden, wie wir noch hören werden -— auftreten kann.
[ 12 ] Nun aber kann es geschehen — und wir werden auf das Therapeutische noch näher eingehen —, daß man etwas in dieser Beziehung übersieht, nämlich, daß man den richtigen Zeitpunkt, der immer da ist, wo gewissermaßen approximativ die Hydrozephalie ganz aufhören darf, übersieht und daß man die Neigung zur Hydrozephalie zu früh wegschafft, sei es durch Erziehung, sei es durch Diät, sei es durch Behandlung überhaupt im kindlichen, namentlich im Säuglingslebensalter, daß man also, ich möchte sagen, die Hydrozephalie zu früh verschwinden macht. Da tritt uns dann ganz besonders entgegen die Schädlichkeit des Nicht-Hinschauens auf den ganzen Lebensverlauf des Menschen. Denn ich möchte wiederum darauf hinweisen, daß hier ein ganzes Heer von medizinischen Doktorarbeiten geliefert werden könnte, wenn in Aussicht genommen würde, den Zusammenhang zu suchen zwischen diesem Verlauf der Hydrozephalie im kindlichen Alter und der Syphilis, in der Disposition zur Syphilis, die dann später auftritt. Von dem Verfolgen der kleinen Lebewesen hat man dabei eigentlich gar nichts. Wirklich hat man nur etwas davon, wenn man auf solche Dinge Rücksicht zu nehmen vermag, wie ich sie eben jetzt auseinandersetzte. Es würde ungeheuer viel getan werden für die Prophylaxe der Syphilis, wenn man versuchen würde, im allerkindlichsten Lebensalter den Menschen gewissermaßen fix zu machen gegen dasjenige, was in den verschiedenen syphilitischen Erscheinungen dann - sie sind auch verschieden, wie wir noch hören werden -— auftreten kann.
[ 13 ] Es ist immer notwendig, wenigstens bei der Diagnose sich zu erinnern, daß diese Dinge so sind, immer bei der Diagnose zurückzugehen auf dasjenige, was gerade im Werdeprozeß des Menschen auf die eigentliche Ursache verweist. Etwas ungeheuer Bedeutungsvolles in dieser Beziehung ist nun das Folgende: Man kann sagen, daß sich der ganze organische Prozeß verschiebt, sowohl der Prozeß im oberen Menschen gegen das Herz wie der Prozeß im unteren Menschen von ganz unten wiederum durch den Unterleib gegen das Herz zu. Zum Herzen als dem eigentlichen Stauungsorgan drängt sich die ganze menschliche Bildung von der einen und von der anderen Seite hin. Nun geschieht aber dieses Vorschieben in den verschiedenen Lebensaltern. Geht man den Erscheinungen zu Leibe, das heißt eignet man sich einen Blick an für die Erscheinungen, die auftreten, namentlich im jugendlicheren Alter bei all dem, was irgendwie zusammenhängt mit einem zuletzt Führen zur Pneumonie oder Pleuritis im jugendlichen Lebensalter, nimmt man all das zusammen, was da hineinspielt in diese Vorgänge, dann findet man, daß das ein vorgeschobener Prozeß ist, derselbe Prozeß ist, der sich im noch früheren Lebensalter auslebt in der Hydrozephalie. Es ist einfach die Hydrozephalie ein Stück weiter in der menschlichen Organisation nach unten geschoben und bildet da die Disposition für Pneumonie oder pleuritische Erscheinungen, aber auch für dasjenige, was gerade im kindlichen Alter mit diesen Erscheinungen zusammenhängt.
[ 13 ] Es ist immer notwendig, wenigstens bei der Diagnose sich zu erinnern, daß diese Dinge so sind, immer bei der Diagnose zurückzugehen auf dasjenige, was gerade im Werdeprozeß des Menschen auf die eigentliche Ursache verweist. Etwas ungeheuer Bedeutungsvolles in dieser Beziehung ist nun das Folgende: Man kann sagen, daß sich der ganze organische Prozeß verschiebt, sowohl der Prozeß im oberen Menschen gegen das Herz wie der Prozeß im unteren Menschen von ganz unten wiederum durch den Unterleib gegen das Herz zu. Zum Herzen als dem eigentlichen Stauungsorgan drängt sich die ganze menschliche Bildung von der einen und von der anderen Seite hin. Nun geschieht aber dieses Vorschieben in den verschiedenen Lebensaltern. Geht man den Erscheinungen zu Leibe, das heißt eignet man sich einen Blick an für die Erscheinungen, die auftreten, namentlich im jugendlicheren Alter bei all dem, was irgendwie zusammenhängt mit einem zuletzt Führen zur Pneumonie oder Pleuritis im jugendlichen Lebensalter, nimmt man all das zusammen, was da hineinspielt in diese Vorgänge, dann findet man, daß das ein vorgeschobener Prozeß ist, derselbe Prozeß ist, der sich im noch früheren Lebensalter auslebt in der Hydrozephalie. Es ist einfach die Hydrozephalie ein Stück weiter in der menschlichen Organisation nach unten geschoben und bildet da die Disposition für Pneumonie oder pleuritische Erscheinungen, aber auch für dasjenige, was gerade im kindlichen Alter mit diesen Erscheinungen zusammenhängt.
[ 14 ] Es ist aber auch bei diesen Erscheinungen im kindlichen Alter so, daß sie ihre Gegenprozesse haben im späteren Lebensalter, dal} sie also später eigentlich wiederum sich einstellen, aber in ihren Polaritäten. Und mancher würde bei den ganzen Vorgängen, die sich zum Beispiel abspielen bei Endokarditis, auch bei der akuten, zurecht kommen mit seinen ganzen Anschauungen, wenn er die Frage in der folgenden Weise stellen würde, wenn er sich sagen würde: Ich will einmal wissen, wie sich Krankheitserscheinungen abgespielt haben in einem früheren Lebensalter, die irgendwie mit der Pneumonie oder mit der Pleuritis zusammenhängen. — Das führt dazu, darauf zu sehen, daß nicht in einer verfrühten oder zu schnellen Weise Pneumonie und pleuritische Erscheinungen bei Kindern zurückgetrieben werden. Nicht wahr, selbstverständlich Eltern und Erzieher haben die Sehnsucht, daß diese Erscheinungen möglichst schnell zurückgehen, aber gerade bei diesen Zuständen des Menschen ist es eigentlich ungeheuer wichtig, daß man sie, ich möchte sagen, ihrem eigenen Schicksal überläßt und als Arzt dabei ist, um gewisse Dinge abzulenken, die sonst schädigend wirken könnten, daß man aber den Krankheitsvorgang wirklich ablaufen läßt. Deshalb ist bei nichts mehr als bei diesen Erscheinungen — bei anderen natürlich auch —, aber bei nichts mehr als bei diesen Erscheinungen in kindlichen Krankheitsfällen, die mit Pleuritis oder Pneumonie zusammenhängen, notwendig, daß man eine Art physikalische oder, wie man es heute auch nennt, Naturheilkunde anwendet, das heißt versucht, dem Krankheitsprozesse einen möglichst normalen Verlauf zu verschaffen, aber ihn nicht beschleunigt, ihn nicht zu früh abkürzt. Das ist nämlich deshalb wichtig, weil ein solcher Krankheitsprozeß, der zu früh abgekürzt wird, verhältnismäßig bald zu Dispositionen für Herzkrankheiten und alles, was damit zusammenhängt, führt, namentlich auch zu Dispositionen für Polyarthritis und so weiter. Das also ist ganz besonders zu berücksichtigen, daß man auf diesem Gebiete nicht den Krankheitsprozeß gewissermaßen stört. Es würde bei manchen Menschen die Anlage zu allerlei Erkrankungen, die sich dann in Unregelmäßigkeiten des Herzens entlädt, hinweggeräumt werden, wenn man gewissermaßen das, was die Pleuritis und die Pneumonie wollen, nicht stören würde.
[ 14 ] Es ist aber auch bei diesen Erscheinungen im kindlichen Alter so, daß sie ihre Gegenprozesse haben im späteren Lebensalter, dal} sie also später eigentlich wiederum sich einstellen, aber in ihren Polaritäten. Und mancher würde bei den ganzen Vorgängen, die sich zum Beispiel abspielen bei Endokarditis, auch bei der akuten, zurecht kommen mit seinen ganzen Anschauungen, wenn er die Frage in der folgenden Weise stellen würde, wenn er sich sagen würde: Ich will einmal wissen, wie sich Krankheitserscheinungen abgespielt haben in einem früheren Lebensalter, die irgendwie mit der Pneumonie oder mit der Pleuritis zusammenhängen. — Das führt dazu, darauf zu sehen, daß nicht in einer verfrühten oder zu schnellen Weise Pneumonie und pleuritische Erscheinungen bei Kindern zurückgetrieben werden. Nicht wahr, selbstverständlich Eltern und Erzieher haben die Sehnsucht, daß diese Erscheinungen möglichst schnell zurückgehen, aber gerade bei diesen Zuständen des Menschen ist es eigentlich ungeheuer wichtig, daß man sie, ich möchte sagen, ihrem eigenen Schicksal überläßt und als Arzt dabei ist, um gewisse Dinge abzulenken, die sonst schädigend wirken könnten, daß man aber den Krankheitsvorgang wirklich ablaufen läßt. Deshalb ist bei nichts mehr als bei diesen Erscheinungen — bei anderen natürlich auch —, aber bei nichts mehr als bei diesen Erscheinungen in kindlichen Krankheitsfällen, die mit Pleuritis oder Pneumonie zusammenhängen, notwendig, daß man eine Art physikalische oder, wie man es heute auch nennt, Naturheilkunde anwendet, das heißt versucht, dem Krankheitsprozesse einen möglichst normalen Verlauf zu verschaffen, aber ihn nicht beschleunigt, ihn nicht zu früh abkürzt. Das ist nämlich deshalb wichtig, weil ein solcher Krankheitsprozeß, der zu früh abgekürzt wird, verhältnismäßig bald zu Dispositionen für Herzkrankheiten und alles, was damit zusammenhängt, führt, namentlich auch zu Dispositionen für Polyarthritis und so weiter. Das also ist ganz besonders zu berücksichtigen, daß man auf diesem Gebiete nicht den Krankheitsprozeß gewissermaßen stört. Es würde bei manchen Menschen die Anlage zu allerlei Erkrankungen, die sich dann in Unregelmäßigkeiten des Herzens entlädt, hinweggeräumt werden, wenn man gewissermaßen das, was die Pleuritis und die Pneumonie wollen, nicht stören würde.
[ 15 ] In alledem sieht man diesen Zusammenhang, der da besteht innerhalb des ganzen Werdeprozesses des Menschen. Dabei könnte man sich ja auch erinnern, wie notwendig es ist, auf diesen mehr extremen Fall hinzuschauen, nicht bloß da, wo der Mensch wirklich ernsthaftig krank ist, auch auf die Fälle, in denen der Mensch leichter erkrankt ist, wo einem auch die Heilung leichter wird, wo man manchmal gar nicht unterscheiden kann, ob man geheilt hat oder nicht geheilt hat, wo man zu dem Patienten sagen muß: Machen Sie keine Dummheiten, wollen Sie nicht geheilt sein, die Sache wird schon besser werden. Denn das ist auch etwas, was außerordentlich wichtig wäre, daß man überhaupt nicht so furchtbar viel heilen würde. Das Heilen als solches ist ja ganz schön, aber es gehört dazu, zu berücksichtigen, daß jene Individuen im Leben doch gar nicht so selten sind, die eigentlich alle möglichen Krankheiten schon durchgemacht haben nach ihrer eigenen Meinung, die alle Heilmethoden und alle Heilmittel durchgemacht haben und bei denen es schwer ist, wiederum irgend etwas zu finden, wenn sie schon ein höheres Alter erreicht haben — krank sind sie ja immer —, das sie beruhigt und dergleichen. Es wäre schon besser, wenn man ein wenig in den Menschen das Bewußtsein hervorrufen würde, daß die meisten eigentlich wirklich gar nicht so krank sind, als sie glauben. Selbstverständlich hat das seine Schattenseiten. Aber hier in diesem Zusarmmenhange darf es ja durchaus gesagt werden.
[ 15 ] In alledem sieht man diesen Zusammenhang, der da besteht innerhalb des ganzen Werdeprozesses des Menschen. Dabei könnte man sich ja auch erinnern, wie notwendig es ist, auf diesen mehr extremen Fall hinzuschauen, nicht bloß da, wo der Mensch wirklich ernsthaftig krank ist, auch auf die Fälle, in denen der Mensch leichter erkrankt ist, wo einem auch die Heilung leichter wird, wo man manchmal gar nicht unterscheiden kann, ob man geheilt hat oder nicht geheilt hat, wo man zu dem Patienten sagen muß: Machen Sie keine Dummheiten, wollen Sie nicht geheilt sein, die Sache wird schon besser werden. Denn das ist auch etwas, was außerordentlich wichtig wäre, daß man überhaupt nicht so furchtbar viel heilen würde. Das Heilen als solches ist ja ganz schön, aber es gehört dazu, zu berücksichtigen, daß jene Individuen im Leben doch gar nicht so selten sind, die eigentlich alle möglichen Krankheiten schon durchgemacht haben nach ihrer eigenen Meinung, die alle Heilmethoden und alle Heilmittel durchgemacht haben und bei denen es schwer ist, wiederum irgend etwas zu finden, wenn sie schon ein höheres Alter erreicht haben — krank sind sie ja immer —, das sie beruhigt und dergleichen. Es wäre schon besser, wenn man ein wenig in den Menschen das Bewußtsein hervorrufen würde, daß die meisten eigentlich wirklich gar nicht so krank sind, als sie glauben. Selbstverständlich hat das seine Schattenseiten. Aber hier in diesem Zusarmmenhange darf es ja durchaus gesagt werden.
[ 16 ] Nun müssen Sie alle diese Dinge aber in dem Lichte sehen, daß eben der Mensch dadurch ein kompliziertes Wesen ist, daß er ja zunächst seine physische Organisation hat, seine ätherische Organisation, die viel Arbeit hat vom 7.bis 14. Jahre, um sich einzuarbeiten in den physischen Organismus, die dann wiederum herausgetrieben wird bei solchen Dingen wie bei der Schwangerschaft, müssen dann Rücksicht darauf nehmen, daß erst nach dem 14. Jahre das ordentliche Einarbeiten des astralischen Leibes und noch später das Einarbeiten des Ich stattfindet, daß aber das Ich jetzt nicht etwa so vorgestellt werden sollte, als ob es draußen wäre. Es ist natürlich niemals im wachen Zustande außerhalb des Organismus, sondern das Einarbeiten ist eine Erhöhung des Zusammenarbeitens. Daher hat man es auch immer damit zu tun, daß bei jeder Störung im Organismus das Ich gewisse Schwierigkeiten hat, sich da in dem anderen drinnen recht zur Geltung zu bringen. Da muß man ja sagen, daß heute schon die Medizin, ohne daß sie es weiß, seit langem so weit ist, daß sie sogar von diesen Schwierigkeiten des Ich, mit den drei übrigen Organisationen des Menschen fertigzuwerden, Zeichnungen macht, die außerordentlich lehrreich sind für diesen Kampf des Ich mit den anderen drei Körpern. Man sieht nur nicht diesen Kampf darinnen, weil man selbstverständlich im Zeitalter der materialistischen Weltanschauung lebt. Aber jedesmal, wenn Sie eine richtige Fieberkurve zeichnen, so haben Sie in dieser Fieberkurve den genauen Abdruck dieses eben charakterisierten Kampfes darinnen. Es gibt daher für die Einsicht in diesen Zusammenhang auch kaum irgend etwas Anschaulicheres als das Verfolgen der Fieberkurven bei den verschiedenen Krankheitszuständen. Gewiß, für die Therapie mag es sogar viel weniger wichtig sein als für die Pathologie. Aber man muß etwas verstehen von diesen Dingen, wenigstens im allgemeinen etwas davon verstehen. Denn sehen Sie, Sie können nur einen Einblick gewinnen in so etwas, wie zum Beispiel, sagen wir, die Pneumonie selber ist oder wie der Typhus abdominalis ist, wenn Sie eine Anschauung gewinnen über den Verlauf der Fieberkurve. Da sehen Sie, wenn Sie die zwei Haupttypen der Fieberkurve bei der Pneumonie studieren, wenn Sie also zum Beispiel vergleichen die Fieberkurve bei dem kritischen Verlauf und bei dem anderen Verlauf, wie in ganz anderer Weise das in seinem Eingreifen in die Organisation gestörte Ich, wenn es den Rückschlag ausführt, zu tun hat in dem einen und in dem anderen Falle. Nicht wahr, es zeigt Ihnen zum Beispiel bei der Pneumonie zunächst die Fieberkurve — ich zeichne nur schematisch — den Kampf, dann den Rückschlag beim kritischen Abfall unter die Normaltemperatur (siehe Zeichnung Seite 148). Da ist eben die Möglichkeit geboten, durch die Anstrengungen, die vorher gemacht worden sind, nachher den Rückschlag auszuführen. Bei dem anderen, dem lyrischen Verlauf, ist es weniger möglich, die Rückwirkungen in die eigene Kraft einzufügen, daher das andere, unregelmäßigere Absteigen auch der gefährlichere Verlauf ist.
[ 16 ] Nun müssen Sie alle diese Dinge aber in dem Lichte sehen, daß eben der Mensch dadurch ein kompliziertes Wesen ist, daß er ja zunächst seine physische Organisation hat, seine ätherische Organisation, die viel Arbeit hat vom 7.bis 14. Jahre, um sich einzuarbeiten in den physischen Organismus, die dann wiederum herausgetrieben wird bei solchen Dingen wie bei der Schwangerschaft, müssen dann Rücksicht darauf nehmen, daß erst nach dem 14. Jahre das ordentliche Einarbeiten des astralischen Leibes und noch später das Einarbeiten des Ich stattfindet, daß aber das Ich jetzt nicht etwa so vorgestellt werden sollte, als ob es draußen wäre. Es ist natürlich niemals im wachen Zustande außerhalb des Organismus, sondern das Einarbeiten ist eine Erhöhung des Zusammenarbeitens. Daher hat man es auch immer damit zu tun, daß bei jeder Störung im Organismus das Ich gewisse Schwierigkeiten hat, sich da in dem anderen drinnen recht zur Geltung zu bringen. Da muß man ja sagen, daß heute schon die Medizin, ohne daß sie es weiß, seit langem so weit ist, daß sie sogar von diesen Schwierigkeiten des Ich, mit den drei übrigen Organisationen des Menschen fertigzuwerden, Zeichnungen macht, die außerordentlich lehrreich sind für diesen Kampf des Ich mit den anderen drei Körpern. Man sieht nur nicht diesen Kampf darinnen, weil man selbstverständlich im Zeitalter der materialistischen Weltanschauung lebt. Aber jedesmal, wenn Sie eine richtige Fieberkurve zeichnen, so haben Sie in dieser Fieberkurve den genauen Abdruck dieses eben charakterisierten Kampfes darinnen. Es gibt daher für die Einsicht in diesen Zusammenhang auch kaum irgend etwas Anschaulicheres als das Verfolgen der Fieberkurven bei den verschiedenen Krankheitszuständen. Gewiß, für die Therapie mag es sogar viel weniger wichtig sein als für die Pathologie. Aber man muß etwas verstehen von diesen Dingen, wenigstens im allgemeinen etwas davon verstehen. Denn sehen Sie, Sie können nur einen Einblick gewinnen in so etwas, wie zum Beispiel, sagen wir, die Pneumonie selber ist oder wie der Typhus abdominalis ist, wenn Sie eine Anschauung gewinnen über den Verlauf der Fieberkurve. Da sehen Sie, wenn Sie die zwei Haupttypen der Fieberkurve bei der Pneumonie studieren, wenn Sie also zum Beispiel vergleichen die Fieberkurve bei dem kritischen Verlauf und bei dem anderen Verlauf, wie in ganz anderer Weise das in seinem Eingreifen in die Organisation gestörte Ich, wenn es den Rückschlag ausführt, zu tun hat in dem einen und in dem anderen Falle. Nicht wahr, es zeigt Ihnen zum Beispiel bei der Pneumonie zunächst die Fieberkurve — ich zeichne nur schematisch — den Kampf, dann den Rückschlag beim kritischen Abfall unter die Normaltemperatur (siehe Zeichnung Seite 148). Da ist eben die Möglichkeit geboten, durch die Anstrengungen, die vorher gemacht worden sind, nachher den Rückschlag auszuführen. Bei dem anderen, dem lyrischen Verlauf, ist es weniger möglich, die Rückwirkungen in die eigene Kraft einzufügen, daher das andere, unregelmäßigere Absteigen auch der gefährlichere Verlauf ist.


[ 17 ] Insbesondere aber werden Sie hineinschauen in diese ganze Arbeit des Ich gegenüber den anderen drei Organisationen, wenn Sie die Fieberkurve des Typhus in Betracht ziehen. Da haben Sie ein anschauliches Bild davon, wie da eigentlich das Ich kämpft. Das ist dasjenige, was Ihnen zeigen kann, wie gerade das Einlaufen der Naturwissenschaft in die Medizin notwendig macht, daß man schon Rücksicht nimmt auf diese verschiedenen Organisationen des Menschen. Die Verwirrungen in der medizinischen Wissenschaft sind eben dadurch allein zustande gekommen, daß die Wissenschaft materialistisch geworden ist und sich beschränkte darauf, die Vorgänge im physischen Leibe zu beobachten. Diese Vorgänge im physischen Leibe sind aber eben niemals etwas Selbständiges und vor allen Dingen, sie sind nicht etwas in ihrer Art ganz Gleichwertiges. Denn sehen Sie, im physischen Leibe kann irgend etwas besonders davon abhängen, daß der Ätherleib drinnen arbeitet oder auch daß der astralische Leib oder das Ich drinnen arbeiten. Es sind immer physische Vorgänge, aber die physischen Vorgänge sind danach spezialisiert, sie haben einen ganz anderen Charakter nach dem höheren Gliede, das da in der physischen Organisation arbeitet.
[ 17 ] Insbesondere aber werden Sie hineinschauen in diese ganze Arbeit des Ich gegenüber den anderen drei Organisationen, wenn Sie die Fieberkurve des Typhus in Betracht ziehen. Da haben Sie ein anschauliches Bild davon, wie da eigentlich das Ich kämpft. Das ist dasjenige, was Ihnen zeigen kann, wie gerade das Einlaufen der Naturwissenschaft in die Medizin notwendig macht, daß man schon Rücksicht nimmt auf diese verschiedenen Organisationen des Menschen. Die Verwirrungen in der medizinischen Wissenschaft sind eben dadurch allein zustande gekommen, daß die Wissenschaft materialistisch geworden ist und sich beschränkte darauf, die Vorgänge im physischen Leibe zu beobachten. Diese Vorgänge im physischen Leibe sind aber eben niemals etwas Selbständiges und vor allen Dingen, sie sind nicht etwas in ihrer Art ganz Gleichwertiges. Denn sehen Sie, im physischen Leibe kann irgend etwas besonders davon abhängen, daß der Ätherleib drinnen arbeitet oder auch daß der astralische Leib oder das Ich drinnen arbeiten. Es sind immer physische Vorgänge, aber die physischen Vorgänge sind danach spezialisiert, sie haben einen ganz anderen Charakter nach dem höheren Gliede, das da in der physischen Organisation arbeitet.


[ 18 ] Nehmen Sie nun all das zusammen, was ich gestern gesagt habe in bezug auf die Abhängigkeit des Menschen von dem Außertellurischen und Tellurischen und was ich heute hinzugefügt habe mit Bezug auf seinen zeitlichen Werdeprozeß, so werden Sie sich folgendes sagen können — und das wird Ihnen nun ein wenig auf den Weg helfen, den wir weiter verfolgen wollen, wie man eigentlich solche Untersuchungen anstellt, von denen ich jetzt rede. Sie werden sich sagen können: Auf den Menschen werden fortwährend Kräfte ausgeübt. Diese Kräfte aber sind zunächst, wenn wir die physische und ätherische Organisation des Menschen betrachten, außertellurische oder auch tellurische, die ihnen entgegenwirken, also solche, die von Saturn, Jupiter, Mars herrühren, solche, die von Venus, Merkur und Mond herrühren, die (siehe Zeichnung Seite 149) eigentlich sich schon umsetzen in tellurische Einflüsse. Sehen Sie, es ist nämlich so bei der Beziehung der Erde und des Mondes wiederum, daß man sich da auch sehr leicht täuschen kann über das, was eigentlich vorliegt. Der Mensch denkt so leicht: Nun, der Mond ist da oben, da hat er seinen Einfluß. — Das ist aber nicht vollständig gedacht. Eigentlich ist der Mond nicht nur der Begleiter der Erde, sie umkreisend, sondern dieselbe Kraft, die im Monde liegt und die auf die Erde wirkt, die ist auch in der Erde selbst enthalten. Die Erde hat ihr Mondhaftes, das von ihr nach außen wirkt (siehe Zeichnung Seite 150). Im Physischen sind all die Vorgänge, die sich in Ebbe und Flut und in vielem anderen zeigen, zum Beispiel in der Menstruation, nicht eigentlich tellurische Wirkungen, sondern sie sind eigentlich lunarische Wirkungen, aber sie kommen nicht von dem Einflusse des Mondes, wie neuere Theorien angeben, sondern von dem, was in der Erde selbst Mondhaftes ist. Daher entsprechen sich die Dinge äußerlich. Aber sie stehen, in der Regel wenigstens, nicht in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang. So müssen wir auch, wenn wir von den untersonnigen Planeten reden, ihr Gegenbild in der Erde suchen und dann die mehr physische Rückwirkung, die Rückwirkung auf das Physische vom Irdischen ausgehend, denken. Dasjenige, was mehr seelischgeistig entsteht, das müssen wir den außerirdischen Planeten zuschreiben. Beim Monde ist das also so: Der Mond wirft gewissermaßen auf die Erde herunter gewisse Bildekräfte, was sich dadurch äußert, daß er anregt zu dem Wirken der Menschen selbst, das sich im Phantasieschaffen auslebt. Der Mond hat einen großen Einfluß auf das seelische Phantasieschaffen. Solche Dinge müssen auch einmal studiert werden. Man berücksichtigt sie natürlich viel zu wenig im Zeitalter des Materialismus. Aber sie sind durchaus vorhanden. Der Mond hat einen starken Einfluß in mehr geistig-seelischer Beziehung auf das menschliche Phantasieschaffen. Sein Gegenbild, die Mondenwirkung auf das Organische, geht entgegengesetzt von dem Mondhaften der Erde aus und wirkt von da aus auf die menschliche Organisation. Das ist also dasjenige, was zu berücksichtigen ist. Das gilt zum Beispiel auch für die untersonnigen Planeten, die außerhalb des Mondes stehen.
[ 18 ] Nehmen Sie nun all das zusammen, was ich gestern gesagt habe in bezug auf die Abhängigkeit des Menschen von dem Außertellurischen und Tellurischen und was ich heute hinzugefügt habe mit Bezug auf seinen zeitlichen Werdeprozeß, so werden Sie sich folgendes sagen können — und das wird Ihnen nun ein wenig auf den Weg helfen, den wir weiter verfolgen wollen, wie man eigentlich solche Untersuchungen anstellt, von denen ich jetzt rede. Sie werden sich sagen können: Auf den Menschen werden fortwährend Kräfte ausgeübt. Diese Kräfte aber sind zunächst, wenn wir die physische und ätherische Organisation des Menschen betrachten, außertellurische oder auch tellurische, die ihnen entgegenwirken, also solche, die von Saturn, Jupiter, Mars herrühren, solche, die von Venus, Merkur und Mond herrühren, die (siehe Zeichnung Seite 149) eigentlich sich schon umsetzen in tellurische Einflüsse. Sehen Sie, es ist nämlich so bei der Beziehung der Erde und des Mondes wiederum, daß man sich da auch sehr leicht täuschen kann über das, was eigentlich vorliegt. Der Mensch denkt so leicht: Nun, der Mond ist da oben, da hat er seinen Einfluß. — Das ist aber nicht vollständig gedacht. Eigentlich ist der Mond nicht nur der Begleiter der Erde, sie umkreisend, sondern dieselbe Kraft, die im Monde liegt und die auf die Erde wirkt, die ist auch in der Erde selbst enthalten. Die Erde hat ihr Mondhaftes, das von ihr nach außen wirkt (siehe Zeichnung Seite 150). Im Physischen sind all die Vorgänge, die sich in Ebbe und Flut und in vielem anderen zeigen, zum Beispiel in der Menstruation, nicht eigentlich tellurische Wirkungen, sondern sie sind eigentlich lunarische Wirkungen, aber sie kommen nicht von dem Einflusse des Mondes, wie neuere Theorien angeben, sondern von dem, was in der Erde selbst Mondhaftes ist. Daher entsprechen sich die Dinge äußerlich. Aber sie stehen, in der Regel wenigstens, nicht in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang. So müssen wir auch, wenn wir von den untersonnigen Planeten reden, ihr Gegenbild in der Erde suchen und dann die mehr physische Rückwirkung, die Rückwirkung auf das Physische vom Irdischen ausgehend, denken. Dasjenige, was mehr seelischgeistig entsteht, das müssen wir den außerirdischen Planeten zuschreiben. Beim Monde ist das also so: Der Mond wirft gewissermaßen auf die Erde herunter gewisse Bildekräfte, was sich dadurch äußert, daß er anregt zu dem Wirken der Menschen selbst, das sich im Phantasieschaffen auslebt. Der Mond hat einen großen Einfluß auf das seelische Phantasieschaffen. Solche Dinge müssen auch einmal studiert werden. Man berücksichtigt sie natürlich viel zu wenig im Zeitalter des Materialismus. Aber sie sind durchaus vorhanden. Der Mond hat einen starken Einfluß in mehr geistig-seelischer Beziehung auf das menschliche Phantasieschaffen. Sein Gegenbild, die Mondenwirkung auf das Organische, geht entgegengesetzt von dem Mondhaften der Erde aus und wirkt von da aus auf die menschliche Organisation. Das ist also dasjenige, was zu berücksichtigen ist. Das gilt zum Beispiel auch für die untersonnigen Planeten, die außerhalb des Mondes stehen.


[ 19 ] So sehen wir, daß auf den Menschen in der verschiedensten Weise tellurisch lokalisierte Kräfte, terrestrische meinetwillen, oder außertellurische lokalisierte Kräfte wirken. Nun, diese Kräfte können wir nur studieren, wenn wir das Ergebnis ihres Zusammenwirkens in dem ganzen Menschen sehen, in dem ganzen Menschen, niemals es sehen in irgendeinem Teil des Menschen, am wenigsten in der Zelle; bitte das wohl zu beachten: am wenigsten in der Zelle. Denn was ist die Zelle? Die Zelle ist eigentlich dasjenige, was sich eigensinnig geltend macht mit einem Eigenwachstum, mit einem Eigenleben gegen dasjenige, was der Mensch ist. Und wenn Sie auf der einen Seite den Menschen sehen in seiner ganzen Form aus den tellurischen und außertellurischen Wirkungen zusammengefügt und dann die Zelle irgendwie beachten, so ist die Zelle dasjenige, was diesen ersten Wirkungen ins Konzept hineinspukt, was geradezu diese äußeren Wirkungen zerstört, weil es sein eigenes Leben entfalten will. Wir kämpfen in unserem Organismus eigentlich fortwährend gegen das Leben der Zelle. Und das krasseste Unding von Anschauungen ist eben gerade entstanden durch die Zellularpathologie und Zellularphysiologie, die überall die Zellen zugrunde legen und überall den menschlichen Organismus als Aufbau von Zellen ansehen, während der Mensch ein Ganzes ist, das mit dem Kosmos zusammenhängt und eigentlich immer gegen den Eigensinn der Zellen zu kämpfen hat. Die Zelle ist dasjenige, was im Grunde genommen fortwährend unseren Organismus stört, statt ihn aufzubauen. Natürlich, wenn solche Grundanschauungen einziehen in die ganze sonstige Anschauungsweise, so ist es kein Wunder, wenn man zu den verkehrtesten Betrachtungen über den Menschen und alles, was mit ihm zusammenhängt, kommt.
[ 19 ] So sehen wir, daß auf den Menschen in der verschiedensten Weise tellurisch lokalisierte Kräfte, terrestrische meinetwillen, oder außertellurische lokalisierte Kräfte wirken. Nun, diese Kräfte können wir nur studieren, wenn wir das Ergebnis ihres Zusammenwirkens in dem ganzen Menschen sehen, in dem ganzen Menschen, niemals es sehen in irgendeinem Teil des Menschen, am wenigsten in der Zelle; bitte das wohl zu beachten: am wenigsten in der Zelle. Denn was ist die Zelle? Die Zelle ist eigentlich dasjenige, was sich eigensinnig geltend macht mit einem Eigenwachstum, mit einem Eigenleben gegen dasjenige, was der Mensch ist. Und wenn Sie auf der einen Seite den Menschen sehen in seiner ganzen Form aus den tellurischen und außertellurischen Wirkungen zusammengefügt und dann die Zelle irgendwie beachten, so ist die Zelle dasjenige, was diesen ersten Wirkungen ins Konzept hineinspukt, was geradezu diese äußeren Wirkungen zerstört, weil es sein eigenes Leben entfalten will. Wir kämpfen in unserem Organismus eigentlich fortwährend gegen das Leben der Zelle. Und das krasseste Unding von Anschauungen ist eben gerade entstanden durch die Zellularpathologie und Zellularphysiologie, die überall die Zellen zugrunde legen und überall den menschlichen Organismus als Aufbau von Zellen ansehen, während der Mensch ein Ganzes ist, das mit dem Kosmos zusammenhängt und eigentlich immer gegen den Eigensinn der Zellen zu kämpfen hat. Die Zelle ist dasjenige, was im Grunde genommen fortwährend unseren Organismus stört, statt ihn aufzubauen. Natürlich, wenn solche Grundanschauungen einziehen in die ganze sonstige Anschauungsweise, so ist es kein Wunder, wenn man zu den verkehrtesten Betrachtungen über den Menschen und alles, was mit ihm zusammenhängt, kommt.
[ 20 ] So treten uns gewissermaßen im Menschenbildeprozeß und im Zellenprozeß zwei entgegengesetzte Kräftekomplexe entgegen, die Organe liegen in der Mitte drinnen, und sie sind Leber oder Herz oder dergleichen, je nachdem das eine oder das andere überwiegt. Sie sind fortwährend Ausgleiche zwischen diesen zwei Kräftekomplexen, die ich Ihnen angeführt habe. Die Organe sind etwas, was zuweilen mehr hinneigt zu dem Zellenhaften, das Zellenhafte dann bekämpft wird durch das Kosmische, oder es sind solche Organe — wir werden sie im einzelnen charakterisieren —, bei denen mehr das Kosmische überwiegt und das Zellenhafte zurücktritt. Insbesondere ist es interessant, von einem solchen Gesichtspunkte aus zu betrachten alles dasjenige, was an Organsystemen liegt zwischen dem eigentlichen Sexual- und Ausscheidetrakt und dem Herzen. In diesem Systeme ist am meisten Ähnlichkeit vorhanden mit dem, was das Zellenleben eigentlich will. Wenn man den ganzen Menschen durchgeht und alle seine Organisationsglieder betrachtet: am meisten Ähnlichkeit findet man zwischen den charakterisierten Teilen des Menschen und dem Zellenleben eben bei diesem Teile.
[ 20 ] So treten uns gewissermaßen im Menschenbildeprozeß und im Zellenprozeß zwei entgegengesetzte Kräftekomplexe entgegen, die Organe liegen in der Mitte drinnen, und sie sind Leber oder Herz oder dergleichen, je nachdem das eine oder das andere überwiegt. Sie sind fortwährend Ausgleiche zwischen diesen zwei Kräftekomplexen, die ich Ihnen angeführt habe. Die Organe sind etwas, was zuweilen mehr hinneigt zu dem Zellenhaften, das Zellenhafte dann bekämpft wird durch das Kosmische, oder es sind solche Organe — wir werden sie im einzelnen charakterisieren —, bei denen mehr das Kosmische überwiegt und das Zellenhafte zurücktritt. Insbesondere ist es interessant, von einem solchen Gesichtspunkte aus zu betrachten alles dasjenige, was an Organsystemen liegt zwischen dem eigentlichen Sexual- und Ausscheidetrakt und dem Herzen. In diesem Systeme ist am meisten Ähnlichkeit vorhanden mit dem, was das Zellenleben eigentlich will. Wenn man den ganzen Menschen durchgeht und alle seine Organisationsglieder betrachtet: am meisten Ähnlichkeit findet man zwischen den charakterisierten Teilen des Menschen und dem Zellenleben eben bei diesem Teile.
[ 21 ] Das aber führt uns dazu, folgendes zu erkennen. Das führt uns dazu, uns zu fragen: Wie ist es denn nun eigentlich bei der Zelle? Die Zelle entwickelt gewissermaßen, sagen wir, um die Sache etwas auf die Spitze zu treiben, eigensinnig Leben; sie entwickelt ein eigensinniges Leben. Diesem eigensinnigen Leben, das die Zelle gewissermaßen punktuell entwickelt, wirkt fortwährend ein anderes entgegen, ein Äußeres. Und dieses Äußere, was da entgegenwirkt, das nimmt der Zelle, den Bildekräften der Zelle das Leben, läßt ihr die Tropfenform, saugt ihr gewissermaßen das Leben aus und läßt ihr die Tropfenform. Das ist etwas, was man eigentlich wissen sollte, daß in allem, was auf unserer Erde die Tropfenform hat, gleichgültig, ob es im Außermenschlichen oder im Innermenschlichen ist, eine Resultierende zweier Kräfte liegt, etwas, was zum Leben will, und etwas, was dieses Leben aus ihm aussaugt.
[ 21 ] Das aber führt uns dazu, folgendes zu erkennen. Das führt uns dazu, uns zu fragen: Wie ist es denn nun eigentlich bei der Zelle? Die Zelle entwickelt gewissermaßen, sagen wir, um die Sache etwas auf die Spitze zu treiben, eigensinnig Leben; sie entwickelt ein eigensinniges Leben. Diesem eigensinnigen Leben, das die Zelle gewissermaßen punktuell entwickelt, wirkt fortwährend ein anderes entgegen, ein Äußeres. Und dieses Äußere, was da entgegenwirkt, das nimmt der Zelle, den Bildekräften der Zelle das Leben, läßt ihr die Tropfenform, saugt ihr gewissermaßen das Leben aus und läßt ihr die Tropfenform. Das ist etwas, was man eigentlich wissen sollte, daß in allem, was auf unserer Erde die Tropfenform hat, gleichgültig, ob es im Außermenschlichen oder im Innermenschlichen ist, eine Resultierende zweier Kräfte liegt, etwas, was zum Leben will, und etwas, was dieses Leben aus ihm aussaugt.
[ 22 ] Nun ist es interessant, daß, wenn man nachprüft, welche Vorstellungen eigentlich die ältere Medizin bei dem Merkurialen hatte, man da auf das kommt, daß das Merkuriale dasjenige ist, dem das Leben weggenommen und die Tropfenform gelassen ist, so daß man also in dem Merkurialen etwas zu sehen hat, welches durch seinen Eigensinn zum lebenden Tropfen werden will, zur Zelle werden will, aber durch die planetarischen Wirkungen des Merkur verhindert wird daran und dadurch bloß der Leichnam der Zelle wird, eben das Merkurtröpfelchen. Da haben Sie den mittleren Zustand zwischen dem Salzigen und dem Phosphorischen, und da haben Sie zu gleicher Zeit etwas von dem allerdings sehr komplizierten Weg, den man gehen muß, um hinzuschauen, wie die Planetenwirkungen sich ausleben in dem, was uns auf der Erde entgegentritt. Jeder Tropfen Quecksilber wäre ein Lebendes, wenn der Planet Merkur nicht da wäre. Und alles dasjenige, was bei uns am meisten hinneigt, zum Zelligen zu werden, also der Trakt im Menschen, von dem ich gerade vorhin gesprochen habe, der ist daher am meisten darauf angewiesen, der rechten Einwirkung des Planeten Merkur ausgesetzt zu werden, also das sind diejenigen Teile des Unterleibes, die zwischen den eigentlichen Ausscheidungsorganen und dem Herzen liegen. Die sind ganz besonders darauf angewiesen, wenn ich mich so ausdrücken darf, nicht verhindert zu werden an einer gewissen Tendenz, die sie haben, das Zellige aufrechtzuerhalten und es doch nicht so weit kommen zu lassen, daß es vom Leben ganz überwuchert würde, also ausgesetzt zu bleiben dem lähmenden, dem das Leben lähmenden, ertötenden Merkurzustande. Sonst werden die Tätigkeiten dieser Organe gleich wuchernd, wenn sie in diesem Mittelzustande nicht erhalten werden.
[ 22 ] Nun ist es interessant, daß, wenn man nachprüft, welche Vorstellungen eigentlich die ältere Medizin bei dem Merkurialen hatte, man da auf das kommt, daß das Merkuriale dasjenige ist, dem das Leben weggenommen und die Tropfenform gelassen ist, so daß man also in dem Merkurialen etwas zu sehen hat, welches durch seinen Eigensinn zum lebenden Tropfen werden will, zur Zelle werden will, aber durch die planetarischen Wirkungen des Merkur verhindert wird daran und dadurch bloß der Leichnam der Zelle wird, eben das Merkurtröpfelchen. Da haben Sie den mittleren Zustand zwischen dem Salzigen und dem Phosphorischen, und da haben Sie zu gleicher Zeit etwas von dem allerdings sehr komplizierten Weg, den man gehen muß, um hinzuschauen, wie die Planetenwirkungen sich ausleben in dem, was uns auf der Erde entgegentritt. Jeder Tropfen Quecksilber wäre ein Lebendes, wenn der Planet Merkur nicht da wäre. Und alles dasjenige, was bei uns am meisten hinneigt, zum Zelligen zu werden, also der Trakt im Menschen, von dem ich gerade vorhin gesprochen habe, der ist daher am meisten darauf angewiesen, der rechten Einwirkung des Planeten Merkur ausgesetzt zu werden, also das sind diejenigen Teile des Unterleibes, die zwischen den eigentlichen Ausscheidungsorganen und dem Herzen liegen. Die sind ganz besonders darauf angewiesen, wenn ich mich so ausdrücken darf, nicht verhindert zu werden an einer gewissen Tendenz, die sie haben, das Zellige aufrechtzuerhalten und es doch nicht so weit kommen zu lassen, daß es vom Leben ganz überwuchert würde, also ausgesetzt zu bleiben dem lähmenden, dem das Leben lähmenden, ertötenden Merkurzustande. Sonst werden die Tätigkeiten dieser Organe gleich wuchernd, wenn sie in diesem Mittelzustande nicht erhalten werden.
[ 23 ] Wenn man so etwas dann immer weiter und weiter verfolgt, dann kommt man eben zu der Beziehung, die besteht zwischen diesen Organen und dem Merkur, dem Metall, welches repräsentiert den Merkurzustand. Sie sehen, daß der Weg, der auf diese Weise unternommen wird, durchaus ein ganz rationeller ist, und da man ja dasjenige, was schon gefunden werden kann durch übersinnliches Schauen für die gegenwärtige oder zukünftige Menschheit, immer mehr und mehr wird durch äußere, sinnlich wahrnehmbare Tatsachen belegen müssen, so würde es schon gut sein, wenn man klinisch und in der Literatur verfolgen würde, wie nun die einzelnen Wirkungen, sei es von den Mineralien, von den Metallen, mineralisch, tierisch, sei es von den in den Pflanzen enthaltenen Mineralien und Metallen, auf den menschlichen Organismus eigentlich sind.
[ 23 ] Wenn man so etwas dann immer weiter und weiter verfolgt, dann kommt man eben zu der Beziehung, die besteht zwischen diesen Organen und dem Merkur, dem Metall, welches repräsentiert den Merkurzustand. Sie sehen, daß der Weg, der auf diese Weise unternommen wird, durchaus ein ganz rationeller ist, und da man ja dasjenige, was schon gefunden werden kann durch übersinnliches Schauen für die gegenwärtige oder zukünftige Menschheit, immer mehr und mehr wird durch äußere, sinnlich wahrnehmbare Tatsachen belegen müssen, so würde es schon gut sein, wenn man klinisch und in der Literatur verfolgen würde, wie nun die einzelnen Wirkungen, sei es von den Mineralien, von den Metallen, mineralisch, tierisch, sei es von den in den Pflanzen enthaltenen Mineralien und Metallen, auf den menschlichen Organismus eigentlich sind.
[ 24 ] Man kann ja das Studium beginnen an ganz besonders charakteristischen Dingen in dieser Beziehung. Ich habe Ihnen gesprochen heute davon, daß einer gewissen Tendenz, die vorkonzeptionell ist, entgegenarbeiten muß eine Össifikation, die Sklerose. Dieses Össifizieren und Sklerotisieren hat aber ein vollständiges Gegenbild. Sie brauchen nur, um es zum Wuchern zu bringen, dem Menschen eine Bleivergiftung beizubringen. Natürlich werden die Versuche nicht so weit gehen dürfen, daß man wirklich eine Bleivergiftung erzeugt, um die Arteriosklerose zu studieren, aber das Wichtige ist, daß man eben Erscheinungen, die eintreten, wo die Natur für einen selber experimentiert, in diesem Sinne verfolgt, um dadurch darauf zu kommen, welche innere Verwandtschaft besteht zwischen dem, was im Menschen selber ausgeht von denselben Kräften, die im Blei wirken, und dem Blei. Es ist eben durchaus studiengemäß zu verfolgen der im Blei wirksame Prozeß und der Prozeß des Ossifizierens und des Sklerotisierens im Menschen.
[ 24 ] Man kann ja das Studium beginnen an ganz besonders charakteristischen Dingen in dieser Beziehung. Ich habe Ihnen gesprochen heute davon, daß einer gewissen Tendenz, die vorkonzeptionell ist, entgegenarbeiten muß eine Össifikation, die Sklerose. Dieses Össifizieren und Sklerotisieren hat aber ein vollständiges Gegenbild. Sie brauchen nur, um es zum Wuchern zu bringen, dem Menschen eine Bleivergiftung beizubringen. Natürlich werden die Versuche nicht so weit gehen dürfen, daß man wirklich eine Bleivergiftung erzeugt, um die Arteriosklerose zu studieren, aber das Wichtige ist, daß man eben Erscheinungen, die eintreten, wo die Natur für einen selber experimentiert, in diesem Sinne verfolgt, um dadurch darauf zu kommen, welche innere Verwandtschaft besteht zwischen dem, was im Menschen selber ausgeht von denselben Kräften, die im Blei wirken, und dem Blei. Es ist eben durchaus studiengemäß zu verfolgen der im Blei wirksame Prozeß und der Prozeß des Ossifizierens und des Sklerotisierens im Menschen.
[ 25 ] Ebenso könnte studiert werden ein Wechselverhältnis zwischen den Prozessen, die im Zinn sind, und alledem, was ich vorhin charakterisiert habe als die Wechselwirkung zwischen der Hydrozephalie und ihrem Gegenteil, und man würde dann finden, daß in diesem ganzen Komplex des kindlichen Alters, das darauf ausläuft, ich möchte sagen, das richtige Härteverhältnis zwischen dem Kopf und den Weichteilen zu bewirken, dieselben Kräfte wirken wie in dem Zinn.
[ 25 ] Ebenso könnte studiert werden ein Wechselverhältnis zwischen den Prozessen, die im Zinn sind, und alledem, was ich vorhin charakterisiert habe als die Wechselwirkung zwischen der Hydrozephalie und ihrem Gegenteil, und man würde dann finden, daß in diesem ganzen Komplex des kindlichen Alters, das darauf ausläuft, ich möchte sagen, das richtige Härteverhältnis zwischen dem Kopf und den Weichteilen zu bewirken, dieselben Kräfte wirken wie in dem Zinn.
[ 26 ] Nun haben wir ja gesehen, daß dieser Prozeß vorrückt im späteren Alter gegen die Lunge. Da kommen wir dazu — und da brauchen wir ja gar nicht weit zu gehen, man braucht nur manches, was in der medizinischen Literatur seit Jahrhunderten notifiziert ist, in der richtigen Weise zusammenzulesen —, die innige Verwandtschaft zwischen diesem Prozeß, der zusammenhängt mit alledem, was in den Begleiterscheinungen von Pneumonie und Pleuritis ist, und in seinem Verhältnis zu den Kräften im Eisen zu sehen. Diesen Zusammenhang wird man dann wiederum verfolgen bis in den gewöhnlichen Prozeß hinein, der sich abspielt durch die Anwesenheit des Eisens im Blute, wo er gewissermaßen normal ist. Sie können denselben Prozeß, der sich abspielt bei der Wechselwirkung von Eisen und Blut, heraufverfolgen etwas mehr zum Lungensystem und allem, was damit zusammenhängt, und Sie bekommen dann eine Anschauung über die Wirksamkeit des Eisens, ich möchte sagen, bei der in die Lunge vorgerückten Wechselwirkung zwischen Hydrozephalie und ihrem Gegenbild. So, sehen Sie, wirken diese Dinge wechselweise ineinander. Nur durch dieses wechselweise Ineinanderwirken und wiederum durch das Beziehen auf das Außermenschliche bekommt man die Möglichkeit, auf die Heilwirkungen von Heilmitteln zu kommen.
[ 26 ] Nun haben wir ja gesehen, daß dieser Prozeß vorrückt im späteren Alter gegen die Lunge. Da kommen wir dazu — und da brauchen wir ja gar nicht weit zu gehen, man braucht nur manches, was in der medizinischen Literatur seit Jahrhunderten notifiziert ist, in der richtigen Weise zusammenzulesen —, die innige Verwandtschaft zwischen diesem Prozeß, der zusammenhängt mit alledem, was in den Begleiterscheinungen von Pneumonie und Pleuritis ist, und in seinem Verhältnis zu den Kräften im Eisen zu sehen. Diesen Zusammenhang wird man dann wiederum verfolgen bis in den gewöhnlichen Prozeß hinein, der sich abspielt durch die Anwesenheit des Eisens im Blute, wo er gewissermaßen normal ist. Sie können denselben Prozeß, der sich abspielt bei der Wechselwirkung von Eisen und Blut, heraufverfolgen etwas mehr zum Lungensystem und allem, was damit zusammenhängt, und Sie bekommen dann eine Anschauung über die Wirksamkeit des Eisens, ich möchte sagen, bei der in die Lunge vorgerückten Wechselwirkung zwischen Hydrozephalie und ihrem Gegenbild. So, sehen Sie, wirken diese Dinge wechselweise ineinander. Nur durch dieses wechselweise Ineinanderwirken und wiederum durch das Beziehen auf das Außermenschliche bekommt man die Möglichkeit, auf die Heilwirkungen von Heilmitteln zu kommen.
[ 27 ] So würde sich aber, wenn man tatsächlich einmal einen Wert darauf legen würde, in dieser Art das Menschenwesen anzusehen, ganz zweifellos für den Beobachter eine Art von Intuition ergeben, die eigentlich bei allen Diagnosen von einer ganz besonderen Wichtigkeit sein würde. Denn es kommt dabei wirklich an auf das Zusammenschauen von vielem. Man sollte bei jeder Diagnose im Auge haben, wie der Mensch in der Welt drinnen steht und wie der Mensch bisher gelebt hat und verspricht, im Folgenden zu leben. Was meine ich damit, wenn ich sage: Im Folgenden zu leben? Ja, in dem gegenwärtigen Menschen ist ja schon durchaus in einer gewissen Weise dasjenige keimhaft veranlagt, was er in dem Rest seines Lebens, namentlich organisch, verleben wird.
[ 27 ] So würde sich aber, wenn man tatsächlich einmal einen Wert darauf legen würde, in dieser Art das Menschenwesen anzusehen, ganz zweifellos für den Beobachter eine Art von Intuition ergeben, die eigentlich bei allen Diagnosen von einer ganz besonderen Wichtigkeit sein würde. Denn es kommt dabei wirklich an auf das Zusammenschauen von vielem. Man sollte bei jeder Diagnose im Auge haben, wie der Mensch in der Welt drinnen steht und wie der Mensch bisher gelebt hat und verspricht, im Folgenden zu leben. Was meine ich damit, wenn ich sage: Im Folgenden zu leben? Ja, in dem gegenwärtigen Menschen ist ja schon durchaus in einer gewissen Weise dasjenige keimhaft veranlagt, was er in dem Rest seines Lebens, namentlich organisch, verleben wird.
[ 28 ] Wenn man den Zusammenhang dann sucht von alledem, was ich jetzt gesagt habe, von der Wirkungsweise von Blei, Zinn und Eisen auf den menschlichen Organismus, mit dem, was noch von metallischer Seite als Wirkung ausgehen kann, so kommt man darauf, daß diesen gewissermaßen polarisch entgegengesetzt sind die Wirkungen von Kupfer, Merkur und Silber.
[ 28 ] Wenn man den Zusammenhang dann sucht von alledem, was ich jetzt gesagt habe, von der Wirkungsweise von Blei, Zinn und Eisen auf den menschlichen Organismus, mit dem, was noch von metallischer Seite als Wirkung ausgehen kann, so kommt man darauf, daß diesen gewissermaßen polarisch entgegengesetzt sind die Wirkungen von Kupfer, Merkur und Silber.
[ 29 ] Das, was ich jetzt gesagt habe, bezieht sich nicht etwa auf irgendein Protegieren von Heilmitteln, aber ich muß es erwähnen aus dem Grunde, um Sie eben darauf hinzuweisen, wie ganz bestimmt geartete Wechselwirkungen bestehen zwischen jener Konfiguration, welche die Kräfte in diesen Metallen und, wie wir gesehen haben, auch in anderen Substanzen haben, und den Bildekräften des menschlichen Organismus selbst. Daher werden gewisse Kräfte, wie zum Beispiel die in dem Kupfer verankerten, in einer gewissen Weise entgegenwirken den im Eisen verankerten. Aus diesem Entgegenwirken wird man entnehmen können, was man von den anderen Kräften brauchen muß, wenn eine gewisse Art von Kräften, sagen wir die Eisenkräfte, zu stark vorhanden sind, zu stark wirken. Man wird zum Beispiel finden, daß bei ganz bestimmten krankhaften Erscheinungen des menschlichen Organismus offenbar die Eisenkräfte in ihm zu stark sein müssen. Dann handelt es sich darum, daß man Kupfer oder Kupferähnliches, was ja auch aus dem Pflanzenreich genommen werden kann, wie Sie sehen werden, dagegen verwendet.
[ 29 ] Das, was ich jetzt gesagt habe, bezieht sich nicht etwa auf irgendein Protegieren von Heilmitteln, aber ich muß es erwähnen aus dem Grunde, um Sie eben darauf hinzuweisen, wie ganz bestimmt geartete Wechselwirkungen bestehen zwischen jener Konfiguration, welche die Kräfte in diesen Metallen und, wie wir gesehen haben, auch in anderen Substanzen haben, und den Bildekräften des menschlichen Organismus selbst. Daher werden gewisse Kräfte, wie zum Beispiel die in dem Kupfer verankerten, in einer gewissen Weise entgegenwirken den im Eisen verankerten. Aus diesem Entgegenwirken wird man entnehmen können, was man von den anderen Kräften brauchen muß, wenn eine gewisse Art von Kräften, sagen wir die Eisenkräfte, zu stark vorhanden sind, zu stark wirken. Man wird zum Beispiel finden, daß bei ganz bestimmten krankhaften Erscheinungen des menschlichen Organismus offenbar die Eisenkräfte in ihm zu stark sein müssen. Dann handelt es sich darum, daß man Kupfer oder Kupferähnliches, was ja auch aus dem Pflanzenreich genommen werden kann, wie Sie sehen werden, dagegen verwendet.
[ 30 ] Nun habe ich Ihnen heute vielleicht mit diesem Ausblick nach manchen Seiten hin recht viel zugemutet. Allein ich hoffe, daß, wenn Sie sich manches ansehen, was ich gerade heute vorgebracht habe, Sie daraus erkennen werden, wie diese Dinge weiter verarbeitet werden müssen und wie gerade aus dieser Verarbeitung etwas sehr Fruchtbares hervorgehen kann für eine Umgestaltung des medizinischen Studienwesens und des ganzen medizinischen Wesens.
[ 30 ] Nun habe ich Ihnen heute vielleicht mit diesem Ausblick nach manchen Seiten hin recht viel zugemutet. Allein ich hoffe, daß, wenn Sie sich manches ansehen, was ich gerade heute vorgebracht habe, Sie daraus erkennen werden, wie diese Dinge weiter verarbeitet werden müssen und wie gerade aus dieser Verarbeitung etwas sehr Fruchtbares hervorgehen kann für eine Umgestaltung des medizinischen Studienwesens und des ganzen medizinischen Wesens.
