Spiritual Science and Medicine
GA 312
31 March 1920, Dornach
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Geisteswissenschaft und Medizin
Elfter Vortrag
Elfter Vortrag
[ 1 ] Wie wir gestern bei etwas ganz anderem, als wovon wir ausgingen, gelandet sind, so werden wir auch heute wiederum unseren Ausgangspunkt nehmen von einem ganz bestimmten konkreten Substantiellen und werden versuchen, die ganze Sache dann weiter auszubauen. Sie sehen, daß es notwendig ist — teilweise liegt die Notwendigkeit in der Sache selbst, teilweise in der Kürze der Zeit, die uns zugemessen ist —, daß wir gewissermaßen uns unserer Aufgabe in Kreisen nähern. Wir können nicht jenen wissenschaftlichen Weg einschlagen, wo man gewissermaßen bei den Axiomen beginnt und dann zu dem immer Komplizierteren aufsteigt.
[ 1 ] Wie wir gestern bei etwas ganz anderem, als wovon wir ausgingen, gelandet sind, so werden wir auch heute wiederum unseren Ausgangspunkt nehmen von einem ganz bestimmten konkreten Substantiellen und werden versuchen, die ganze Sache dann weiter auszubauen. Sie sehen, daß es notwendig ist — teilweise liegt die Notwendigkeit in der Sache selbst, teilweise in der Kürze der Zeit, die uns zugemessen ist —, daß wir gewissermaßen uns unserer Aufgabe in Kreisen nähern. Wir können nicht jenen wissenschaftlichen Weg einschlagen, wo man gewissermaßen bei den Axiomen beginnt und dann zu dem immer Komplizierteren aufsteigt.
[ 2 ] Es soll heute meine Aufgabe sein, Ihnen jenen Betrachtungskreis zu zeigen, der auf unserem Wege wiederum ein Stück weiterführt, indem wir von Carbo vegetabilis ausgehen. So wie wir gestern Cichorium intybus, die Walderdbeere und dergleichen studiert haben, so wollen wir heute auch dasjenige studieren, was sich an diesen merkwürdigen Stoff, der eigentlich überall zu haben ist, der aber doch eigentlich zu den merkwürdigsten Stoffen in der Welt gehört, anschließt. Dabei sieht man, möchte ich sagen, am allerbesten, wie man, wenn man nur auf eine wirkliche Naturbetrachtung eingehen will, genötigt ist, sogleich die Blicke auf weiteres zu richten, als worauf die gegenwärtige Wissenschaftlichkeit sie zu lenken geneigt ist.
[ 2 ] Es soll heute meine Aufgabe sein, Ihnen jenen Betrachtungskreis zu zeigen, der auf unserem Wege wiederum ein Stück weiterführt, indem wir von Carbo vegetabilis ausgehen. So wie wir gestern Cichorium intybus, die Walderdbeere und dergleichen studiert haben, so wollen wir heute auch dasjenige studieren, was sich an diesen merkwürdigen Stoff, der eigentlich überall zu haben ist, der aber doch eigentlich zu den merkwürdigsten Stoffen in der Welt gehört, anschließt. Dabei sieht man, möchte ich sagen, am allerbesten, wie man, wenn man nur auf eine wirkliche Naturbetrachtung eingehen will, genötigt ist, sogleich die Blicke auf weiteres zu richten, als worauf die gegenwärtige Wissenschaftlichkeit sie zu lenken geneigt ist.
[ 3 ] Es war sehr interessant, wie gestern in dem Abendvortrage Dr. Kolisko darauf hingewiesen hat, daß eigentlich die Chemie der Zukunft etwas ganz anderes werden müsse, und wie dabei immer wieder das Wort «Physiologie» gefallen ist, was bezeugt, daß eine Brücke geschlagen werden sollte zwischen dem Chemischen und dem Physiologischen. Ich mußte dabei immer an allerlei Dinge denken, die selbstverständlich da, wo es sich um öffentliche Vorträge handelt, heute noch nicht voll ausgesprochen werden können, weil die Vorbedingungen des Verstehens eigentlich durchaus mangeln. Wir finden ja den Kohlenstoff auch in der außermenschlichen Natur, in der, ich möchte hier sagen, scheinbar außermenschlichen Natur. Denn was ist denn eigentlich in der großen Natur außermenschlich? Nichts eigentlich, denn alles dasjenige, was in dem uns zunächst vorliegenden Außermenschlichen eben außermenschlich ist, das ist ja im Laufe der menschlichen Entwickelung aus dem Menschen herausgesetzt, aus dem Menschen entfernt. Der Mensch mußte in Entwickelungsetappen eintreten, in die er nur hat eintreten können dadurch, daß gewisse Prozesse in der ihm gegenüberliegenden Außenwelt verlaufen und ihm dadurch die Möglichkeit gegeben wurde, gewisse andere Prozesse für sich in sein Inneres hereinzunehmen. So daß eigentlich immer ein Gegensatz und auch eine Verwandtschaft vorhanden ist zwischen gewissen äußeren Prozessen und gewissen inneren Prozessen.
[ 3 ] Es war sehr interessant, wie gestern in dem Abendvortrage Dr. Kolisko darauf hingewiesen hat, daß eigentlich die Chemie der Zukunft etwas ganz anderes werden müsse, und wie dabei immer wieder das Wort «Physiologie» gefallen ist, was bezeugt, daß eine Brücke geschlagen werden sollte zwischen dem Chemischen und dem Physiologischen. Ich mußte dabei immer an allerlei Dinge denken, die selbstverständlich da, wo es sich um öffentliche Vorträge handelt, heute noch nicht voll ausgesprochen werden können, weil die Vorbedingungen des Verstehens eigentlich durchaus mangeln. Wir finden ja den Kohlenstoff auch in der außermenschlichen Natur, in der, ich möchte hier sagen, scheinbar außermenschlichen Natur. Denn was ist denn eigentlich in der großen Natur außermenschlich? Nichts eigentlich, denn alles dasjenige, was in dem uns zunächst vorliegenden Außermenschlichen eben außermenschlich ist, das ist ja im Laufe der menschlichen Entwickelung aus dem Menschen herausgesetzt, aus dem Menschen entfernt. Der Mensch mußte in Entwickelungsetappen eintreten, in die er nur hat eintreten können dadurch, daß gewisse Prozesse in der ihm gegenüberliegenden Außenwelt verlaufen und ihm dadurch die Möglichkeit gegeben wurde, gewisse andere Prozesse für sich in sein Inneres hereinzunehmen. So daß eigentlich immer ein Gegensatz und auch eine Verwandtschaft vorhanden ist zwischen gewissen äußeren Prozessen und gewissen inneren Prozessen.
[ 4 ] Nun muß ich sagen, daß mir dann merkwürdig zusammengeklungen hat mit dem, was gestern gesagt worden ist von dem, sagen wir — vielleicht ist es nicht ganz genau ausgedrückt, aber man wird verstehen, was ich damit meine, insbesonders, wenn man gestern Dr. Koliskos Vortrag gehört hat —, von dem Physiologischwerden der Chemie, mit dem, was am Sonntag in sehr freundlicher Weise Dr. Scheidegger vorgebracht hat in seinen interessanten Auseinandersetzungen, wo hingewiesen worden ist darauf, wie geisteswissenschaftlich eigentlich erfaßt werden müsse dasjenige, was man im Homöopathisieren will. Aber das hat an einer Stelle ausgeklungen in ein merkwürdiges Wort, in ein Wort, mit dem ich mich eigentlich seit, ich kann sagen, Jahrzehnten viel habe befassen müssen, in ein Wort, das ja oftmals ausgesprochen wird: daß sich auch die homöopathischen Ärzte vor dem Mystischwerden etwas fürchten, das heißt, fürchten davor, in den Geruch der Mystik zu kommen.
[ 4 ] Nun muß ich sagen, daß mir dann merkwürdig zusammengeklungen hat mit dem, was gestern gesagt worden ist von dem, sagen wir — vielleicht ist es nicht ganz genau ausgedrückt, aber man wird verstehen, was ich damit meine, insbesonders, wenn man gestern Dr. Koliskos Vortrag gehört hat —, von dem Physiologischwerden der Chemie, mit dem, was am Sonntag in sehr freundlicher Weise Dr. Scheidegger vorgebracht hat in seinen interessanten Auseinandersetzungen, wo hingewiesen worden ist darauf, wie geisteswissenschaftlich eigentlich erfaßt werden müsse dasjenige, was man im Homöopathisieren will. Aber das hat an einer Stelle ausgeklungen in ein merkwürdiges Wort, in ein Wort, mit dem ich mich eigentlich seit, ich kann sagen, Jahrzehnten viel habe befassen müssen, in ein Wort, das ja oftmals ausgesprochen wird: daß sich auch die homöopathischen Ärzte vor dem Mystischwerden etwas fürchten, das heißt, fürchten davor, in den Geruch der Mystik zu kommen.
[ 5 ] Nun, mit dem mich zu beschäftigen, dazu war der Grund in ganz bestimmten Anschauungen, die aber durchaus auf Wirklichkeiten zurückgehen, gelegen. Sehen Sie, das Wesentliche, was angestrebt wird im homöopathischen Heilprozesse, liegt eigentlich — und ich bitte das nicht mißzuverstehen; man muß immer ein klein wenig radikal sprechen, wenn man die Dinge ordentlich charakterisieren will — in Wirklichkeit viel weniger in den Substanzen als in den Verrichtungen, die bei der Zubereitung der Substanzen spielen, in der Zubereitung also desjenigen, was uns als Kieselsäure vorliegt oder was uns, sagen wir, als Carbo vegetabilis vorliegt. In der Zubereitung, in dem, was man da macht, liegt es. Ich habe viel mich damit beschäftigt, was eigentlich vorgeht, wenn angestrebt wird, homöopathische Heilmittel zuzubereiten, zu denen ich also zum Beispiel in diesem Falle auch durchaus, was ja Dr. Rascher bestätigt, die Rittersche Zubereitung rechne, wenn sie auch Fräulein Ritter selber nicht zugibt. Es entsteht eben die Frage, was eigentlich da geschieht, wenn man homöopathische Heilmittel zubereitet. In der Zubereitung liegt es eigentlich. Es liegt in dem ganzen Vorgang des Zubereitens desjenigen, was man da macht. Verwenden Sie zum Beispiel Kieselsäure, bereiten Sie sie zu bis in die hohen Potenzen hinauf; was tun Sie eigentlich? Sie arbeiten nach einem gewissen Punkt hin. In der Natur beruht alles im Grunde genommen auf rhythmischen Prozessen. Sie arbeiten nach einem gewissen Nullpunkt hin durch eine Strecke hindurch, bei der die eigentlichen, uns zunächst vorliegenden Wirkungen der betreffenden Substanz zum Vorschein kommen. Geradeso, sehen Sie, wie wenn ich Vermögen habe und immerfort ausgebe, ich an einen Nullpunkt komme und dann über den Nullpunkt hinauskomme, aber dann etwas bekomme, was nicht bloß kein Vermögen ist, sondern was über den Charakter des Vermögens zu den Schulden hinübergeht, so ist es auch, wenn ich den substantiellen Eigenschaften der äußeren Substanzen gegenüberstehe. Indem ich gewissermaßen in der Wirkung dieser Substanzen bleibe, komme ich zuletzt auf den Nullpunkt, wo sich die Wirkungen dieser Substanzen in ihrem ponderablen Zustande nicht mehr äußern. Gehe ich dann aber noch weiter, so ist es nicht so, daß einfach die ganze Geschichte verschwindet, sondern es ist so, daß das Entgegengesetzte auftritt und daß dann in das umliegende Medium das Entgegengesetzte hineingearbeitet wird. Für mich war es daher immer so, daß ich die den Substanzen entgegengesetzten Wirkungen sah in dem Medium, in dem Verreibungsmittel und so weiter, in dem, was man braucht, um die homöopathische Substanz, die zerkleinerte Substanz hineinzuarbeiten. Dieses Medium bekommt eine andere Konfiguration; geradeso wie ich ein anderer werde, wenn ich vom Vermögen übergehe zum Schuldenmachen in dem äußeren sozialen Leben, so geht Substanz in ihren entgegengesetzten Zustand über und verleiht dann diesen ihren entgegengesetzten Zustand, den sie früher in sich gehabt hat, ihrer Umgebung. Also wenn ich sagen würde, eine Substanz hat, indem ich sie auf immer kleinere und kleinere Quantitäten bringe, gewisse Eigenschaften, dann bekommt sie, indem ich gleichsam mich einem gewissen Nullpunkt nähere, die andere Eigenschaft, ihre früheren Eigenschaften in ihre Umgebung hineinzustrahlen und das Mittel, mit dem ich sie behandle, in der entsprechenden Weise anzuregen. Es kann diese Anregung darinnen bestehen, daß man direkt hervorruft die hier geschilderte Gegenwirkung, es kann aber auch sogar dadurch nur geschehen, daß man diese Gegenwirkung so hervorruft, daß man die betreffende Substanz in einen Zustand bringt, durch den sie nachher oder durch den sie unter Lichteinwirkung zum Beispiel ein Fluoreszieren oder ein Phosphoreszieren zeigt. Da hat man die Gegenwirkung des Ausstrahlens in die Umgebung hervorgerufen. Das sind die Dinge, die berücksichtigt werden müssen. Es ist wahrhaft nicht darum zu tun, ins Mystische hineinzuverfallen, sondern es ist darum zu tun, endlich einmal die Natur in ihrer wirklichen Aktion zu betrachten, so sie zu betrachten, daß wir auf ihren rhythmischen Gang auch mit Bezug auf Eigenschaften der Substanzen wirklich eingehen. Das ist, ich möchte sagen, ein Leitmotiv, um eigentlich zu erkennen, worinnen die Wirkungen liegen. Potenzieren Sie, so kommen Sie zunächst an einen Nullpunkt. Jenseits dessen liegen Gegenwirkungen. Aber das ist noch nicht alles, sondern Sie können jetzt innerhalb desjenigen Weges, der jenseits dieses Nullpunktes liegt, wiederum zu einem Nullpunkt kommen, der nun für diese entgegengesetzten Wirkungen wieder ein Nullpunkt ist. Dann können Sie, indem Sie über diesen Punkt hinausgehen, zu noch höheren Wirkungen kommen, die zwar in ihrer Richtung wiederum in der ersten Linie liegen, die aber ganz anders geartet sind. Daher wäre es tatsächlich eine schöne Aufgabe, die Wirkungen, die sich bei der Potenzierung herausstellen, in gewissen Kurven darzustellen. Nur würde man finden, daß man diese Kurven in einer eigentümlichen Weise aufbauen müßte. Man müßte zunächst eine solche Kurve bilden und dann, wenn man an den Punkt kommt, wo gewisse niedere Potenzen, die aber schon wirken, wo die aufhören zu wirken, und erst wiederum höhere Potenzen anfangen zu wirken, wo also ein zweiter Nullpunkt ist, da müßte man im rechten Winkel umkehren und in den Raum heraus die Kurve ziehen. Das sind Dinge, die wir weiter ausführen werden in diesen Vorträgen, und die innig zusammenhängen mit der ganzen Verwandtschaft des Menschen mit der ganzen außermenschlichen Natur.
[ 5 ] Nun, mit dem mich zu beschäftigen, dazu war der Grund in ganz bestimmten Anschauungen, die aber durchaus auf Wirklichkeiten zurückgehen, gelegen. Sehen Sie, das Wesentliche, was angestrebt wird im homöopathischen Heilprozesse, liegt eigentlich — und ich bitte das nicht mißzuverstehen; man muß immer ein klein wenig radikal sprechen, wenn man die Dinge ordentlich charakterisieren will — in Wirklichkeit viel weniger in den Substanzen als in den Verrichtungen, die bei der Zubereitung der Substanzen spielen, in der Zubereitung also desjenigen, was uns als Kieselsäure vorliegt oder was uns, sagen wir, als Carbo vegetabilis vorliegt. In der Zubereitung, in dem, was man da macht, liegt es. Ich habe viel mich damit beschäftigt, was eigentlich vorgeht, wenn angestrebt wird, homöopathische Heilmittel zuzubereiten, zu denen ich also zum Beispiel in diesem Falle auch durchaus, was ja Dr. Rascher bestätigt, die Rittersche Zubereitung rechne, wenn sie auch Fräulein Ritter selber nicht zugibt. Es entsteht eben die Frage, was eigentlich da geschieht, wenn man homöopathische Heilmittel zubereitet. In der Zubereitung liegt es eigentlich. Es liegt in dem ganzen Vorgang des Zubereitens desjenigen, was man da macht. Verwenden Sie zum Beispiel Kieselsäure, bereiten Sie sie zu bis in die hohen Potenzen hinauf; was tun Sie eigentlich? Sie arbeiten nach einem gewissen Punkt hin. In der Natur beruht alles im Grunde genommen auf rhythmischen Prozessen. Sie arbeiten nach einem gewissen Nullpunkt hin durch eine Strecke hindurch, bei der die eigentlichen, uns zunächst vorliegenden Wirkungen der betreffenden Substanz zum Vorschein kommen. Geradeso, sehen Sie, wie wenn ich Vermögen habe und immerfort ausgebe, ich an einen Nullpunkt komme und dann über den Nullpunkt hinauskomme, aber dann etwas bekomme, was nicht bloß kein Vermögen ist, sondern was über den Charakter des Vermögens zu den Schulden hinübergeht, so ist es auch, wenn ich den substantiellen Eigenschaften der äußeren Substanzen gegenüberstehe. Indem ich gewissermaßen in der Wirkung dieser Substanzen bleibe, komme ich zuletzt auf den Nullpunkt, wo sich die Wirkungen dieser Substanzen in ihrem ponderablen Zustande nicht mehr äußern. Gehe ich dann aber noch weiter, so ist es nicht so, daß einfach die ganze Geschichte verschwindet, sondern es ist so, daß das Entgegengesetzte auftritt und daß dann in das umliegende Medium das Entgegengesetzte hineingearbeitet wird. Für mich war es daher immer so, daß ich die den Substanzen entgegengesetzten Wirkungen sah in dem Medium, in dem Verreibungsmittel und so weiter, in dem, was man braucht, um die homöopathische Substanz, die zerkleinerte Substanz hineinzuarbeiten. Dieses Medium bekommt eine andere Konfiguration; geradeso wie ich ein anderer werde, wenn ich vom Vermögen übergehe zum Schuldenmachen in dem äußeren sozialen Leben, so geht Substanz in ihren entgegengesetzten Zustand über und verleiht dann diesen ihren entgegengesetzten Zustand, den sie früher in sich gehabt hat, ihrer Umgebung. Also wenn ich sagen würde, eine Substanz hat, indem ich sie auf immer kleinere und kleinere Quantitäten bringe, gewisse Eigenschaften, dann bekommt sie, indem ich gleichsam mich einem gewissen Nullpunkt nähere, die andere Eigenschaft, ihre früheren Eigenschaften in ihre Umgebung hineinzustrahlen und das Mittel, mit dem ich sie behandle, in der entsprechenden Weise anzuregen. Es kann diese Anregung darinnen bestehen, daß man direkt hervorruft die hier geschilderte Gegenwirkung, es kann aber auch sogar dadurch nur geschehen, daß man diese Gegenwirkung so hervorruft, daß man die betreffende Substanz in einen Zustand bringt, durch den sie nachher oder durch den sie unter Lichteinwirkung zum Beispiel ein Fluoreszieren oder ein Phosphoreszieren zeigt. Da hat man die Gegenwirkung des Ausstrahlens in die Umgebung hervorgerufen. Das sind die Dinge, die berücksichtigt werden müssen. Es ist wahrhaft nicht darum zu tun, ins Mystische hineinzuverfallen, sondern es ist darum zu tun, endlich einmal die Natur in ihrer wirklichen Aktion zu betrachten, so sie zu betrachten, daß wir auf ihren rhythmischen Gang auch mit Bezug auf Eigenschaften der Substanzen wirklich eingehen. Das ist, ich möchte sagen, ein Leitmotiv, um eigentlich zu erkennen, worinnen die Wirkungen liegen. Potenzieren Sie, so kommen Sie zunächst an einen Nullpunkt. Jenseits dessen liegen Gegenwirkungen. Aber das ist noch nicht alles, sondern Sie können jetzt innerhalb desjenigen Weges, der jenseits dieses Nullpunktes liegt, wiederum zu einem Nullpunkt kommen, der nun für diese entgegengesetzten Wirkungen wieder ein Nullpunkt ist. Dann können Sie, indem Sie über diesen Punkt hinausgehen, zu noch höheren Wirkungen kommen, die zwar in ihrer Richtung wiederum in der ersten Linie liegen, die aber ganz anders geartet sind. Daher wäre es tatsächlich eine schöne Aufgabe, die Wirkungen, die sich bei der Potenzierung herausstellen, in gewissen Kurven darzustellen. Nur würde man finden, daß man diese Kurven in einer eigentümlichen Weise aufbauen müßte. Man müßte zunächst eine solche Kurve bilden und dann, wenn man an den Punkt kommt, wo gewisse niedere Potenzen, die aber schon wirken, wo die aufhören zu wirken, und erst wiederum höhere Potenzen anfangen zu wirken, wo also ein zweiter Nullpunkt ist, da müßte man im rechten Winkel umkehren und in den Raum heraus die Kurve ziehen. Das sind Dinge, die wir weiter ausführen werden in diesen Vorträgen, und die innig zusammenhängen mit der ganzen Verwandtschaft des Menschen mit der ganzen außermenschlichen Natur.
[ 6 ] Nun, wenn wir so etwas betrachten wie Carbo vegetabilis, wird zunächst natürlich derjenige, der seinen Blick auf das zunächst Bemerkbare richtet, sagen: in großen Dosen eingenommen gibt nun Carbo vegetabilis ein ganz bestimmtes Krankheitsbild, das bekämpft werden kann nach Ansicht des homöopathischen Arztes durch die Potenzierung derselben Substanz.
[ 6 ] Nun, wenn wir so etwas betrachten wie Carbo vegetabilis, wird zunächst natürlich derjenige, der seinen Blick auf das zunächst Bemerkbare richtet, sagen: in großen Dosen eingenommen gibt nun Carbo vegetabilis ein ganz bestimmtes Krankheitsbild, das bekämpft werden kann nach Ansicht des homöopathischen Arztes durch die Potenzierung derselben Substanz.
[ 7 ] Was liegt für den Geisteswissenschafter eigentlich vor, wenn er Carbo vegetabilis ins Auge faßt? Es liegt zunächst für den Geisteswissenschafter dasjenige vor, was ihn dazu verführt, nun eigentlich gleich in die außermenschliche Natur hinauszugehen und nachzusehen, was es eigentlich mit der schon mehr in der Mineralisierung vorgerückten Kohle der Außenwelt, mit der Kohle der Erde im allgemeinen für eine Bewandtnis hat. Und da findet man, daß die Kohle im wesentlichen im ganzen Erdenprozesse beteiligt ist bei der Verwendung des Sauerstoffes. Im Erdenprozesse ist es so, daß der Kohlengehalt der Erde ein Regulator ist für den Sauerstoffgehalt der Erdenumgebung. Man kommt da direkt zu der Einsicht, daß die Erde als solche, wenn sie, wie es ja notwendig ist, als Organismus aufgefaßt wird, einem Atmungsprozesse unterliegt und daß der Kohlengehalt der Erde zu tun hat mit diesem Atmungsprozesse der Erde. Eine solche Chemie, wie sie gestern gefordert wurde, die wird erst entstehen, wenn man, wenn ich so sagen darf, das Kohlesein im Zusammenhang mit dem menschlichen Atmungsprozesse oder dem tierischen Atmungsprozeß betrachten wird. Denn, sehen Sie, es liegt dem Prozeß, der sich abspielt zwischen der Verkohlung der Erde und dem Sauerstoffprozesse in der Umgebung der Erde, der Luft etwas zugrunde, was sich für die geisteswissenschaftliche Betrachtung herausstellt als die Tendenz zum Tierwerden, die wirkliche Tendenz zum Tierwerden. Und diese Tendenz zum Tierwerden, sie ist nun wirklich nur im Grunde in einer schockierenden Weise zu charakterisieren. Denn man muß sagen: In dem, was da draußen vorliegt, in dem Prozeß, der sich abspielt zwischen dem Verkohlungsprozeß der Erde und den Prozessen, die sich um den Sauerstoff herum in der Umgebung der Erde abspielen, liegt etwas von dem, was hervorruft Wesenheiten, richtige Wesenheiten, ätherische Wesenheiten, die aber in Umkehrung gegenüber der Tierheit sich fortwährend von der Erde entfernen, die fortwährend abrücken, fortwährend wegstreben von der Erde. Man versteht die Tierheit erst, wenn man sie auffaßt als dasjenige, was von der Erde zusammengefaßt wird im Gegenprozeß zu dieser Enttierung der Erde und was im tierischen Prozeß eben dann zum Vorschein kommt. Daher findet, wenn wir Carbo vegetabilis in den menschlichen Organismus zunächst einführen, nichts Geringeres statt als eine Einführung des zum Tierischen Hinstrebenden in den menschlichen Organismus. Alle Erscheinungen, die auftreten, von Aufstoßen bis zu den Blähungen, bis zum fauligen Durchfall und so weiter, bis auf der einen Seite zu Hämorrhoidalbildungen, auf der anderen Seite zu allerlei brennenden Schmerzen, rühren davon her — wenn man dieses ganze Bild nimmt —, daß die Tierheit, die vom Menschen, damit er Mensch sein kann, ausgestoßen worden ist im Laufe seiner Entwickelung, dieser Prozeß der Tierheit wiederum in den Menschen zurück, hereingenommen wird. Das, sehen Sie, das läßt uns geradezu sagen: wenn man dem Menschen in großen Dosen Carbo vegetabilis zuführt, so fordert man ihn auf, sich gegen den eingedrungenen Tierwerdeprozeß zu verteidigen. Er verteidigt sich dadurch, daß er dasjenige in sich zur Geltung bringt, was er dem Umstande verdankt, daß er die Tierheit aus sich herausgesetzt hat in seiner Entwickelung.
[ 7 ] Was liegt für den Geisteswissenschafter eigentlich vor, wenn er Carbo vegetabilis ins Auge faßt? Es liegt zunächst für den Geisteswissenschafter dasjenige vor, was ihn dazu verführt, nun eigentlich gleich in die außermenschliche Natur hinauszugehen und nachzusehen, was es eigentlich mit der schon mehr in der Mineralisierung vorgerückten Kohle der Außenwelt, mit der Kohle der Erde im allgemeinen für eine Bewandtnis hat. Und da findet man, daß die Kohle im wesentlichen im ganzen Erdenprozesse beteiligt ist bei der Verwendung des Sauerstoffes. Im Erdenprozesse ist es so, daß der Kohlengehalt der Erde ein Regulator ist für den Sauerstoffgehalt der Erdenumgebung. Man kommt da direkt zu der Einsicht, daß die Erde als solche, wenn sie, wie es ja notwendig ist, als Organismus aufgefaßt wird, einem Atmungsprozesse unterliegt und daß der Kohlengehalt der Erde zu tun hat mit diesem Atmungsprozesse der Erde. Eine solche Chemie, wie sie gestern gefordert wurde, die wird erst entstehen, wenn man, wenn ich so sagen darf, das Kohlesein im Zusammenhang mit dem menschlichen Atmungsprozesse oder dem tierischen Atmungsprozeß betrachten wird. Denn, sehen Sie, es liegt dem Prozeß, der sich abspielt zwischen der Verkohlung der Erde und dem Sauerstoffprozesse in der Umgebung der Erde, der Luft etwas zugrunde, was sich für die geisteswissenschaftliche Betrachtung herausstellt als die Tendenz zum Tierwerden, die wirkliche Tendenz zum Tierwerden. Und diese Tendenz zum Tierwerden, sie ist nun wirklich nur im Grunde in einer schockierenden Weise zu charakterisieren. Denn man muß sagen: In dem, was da draußen vorliegt, in dem Prozeß, der sich abspielt zwischen dem Verkohlungsprozeß der Erde und den Prozessen, die sich um den Sauerstoff herum in der Umgebung der Erde abspielen, liegt etwas von dem, was hervorruft Wesenheiten, richtige Wesenheiten, ätherische Wesenheiten, die aber in Umkehrung gegenüber der Tierheit sich fortwährend von der Erde entfernen, die fortwährend abrücken, fortwährend wegstreben von der Erde. Man versteht die Tierheit erst, wenn man sie auffaßt als dasjenige, was von der Erde zusammengefaßt wird im Gegenprozeß zu dieser Enttierung der Erde und was im tierischen Prozeß eben dann zum Vorschein kommt. Daher findet, wenn wir Carbo vegetabilis in den menschlichen Organismus zunächst einführen, nichts Geringeres statt als eine Einführung des zum Tierischen Hinstrebenden in den menschlichen Organismus. Alle Erscheinungen, die auftreten, von Aufstoßen bis zu den Blähungen, bis zum fauligen Durchfall und so weiter, bis auf der einen Seite zu Hämorrhoidalbildungen, auf der anderen Seite zu allerlei brennenden Schmerzen, rühren davon her — wenn man dieses ganze Bild nimmt —, daß die Tierheit, die vom Menschen, damit er Mensch sein kann, ausgestoßen worden ist im Laufe seiner Entwickelung, dieser Prozeß der Tierheit wiederum in den Menschen zurück, hereingenommen wird. Das, sehen Sie, das läßt uns geradezu sagen: wenn man dem Menschen in großen Dosen Carbo vegetabilis zuführt, so fordert man ihn auf, sich gegen den eingedrungenen Tierwerdeprozeß zu verteidigen. Er verteidigt sich dadurch, daß er dasjenige in sich zur Geltung bringt, was er dem Umstande verdankt, daß er die Tierheit aus sich herausgesetzt hat in seiner Entwickelung.
[ 8 ] Nun hängt zusammen mit dem, daß wir die Tierheit herausgesetzt haben in unserer Entwickelung, die Möglichkeit, daß wir tatsächlich in unserem Organismus entwickeln — staunen Sie, aber es ist so — originäres Licht. Wir sind tatsächlich im oberen Menschen originäre Lichterzeuger, im Gegensatz zum unteren Menschen, wo wir, um uns diese Fähigkeit der originären Lichterzeugung anzueignen, die nötigen Abwehrorgane für das vollständige Tierwerden haben. Das ist einer der tiefliegenden Unterschiede des Menschen von der Tierheit. Während die Tierheit die anderen höheren geistigen Prozesse für sich mit dem Menschen gleich hat, haben die Tiere nicht die Fähigkeit, im Innern ausreichend Licht zu erzeugen.
[ 8 ] Nun hängt zusammen mit dem, daß wir die Tierheit herausgesetzt haben in unserer Entwickelung, die Möglichkeit, daß wir tatsächlich in unserem Organismus entwickeln — staunen Sie, aber es ist so — originäres Licht. Wir sind tatsächlich im oberen Menschen originäre Lichterzeuger, im Gegensatz zum unteren Menschen, wo wir, um uns diese Fähigkeit der originären Lichterzeugung anzueignen, die nötigen Abwehrorgane für das vollständige Tierwerden haben. Das ist einer der tiefliegenden Unterschiede des Menschen von der Tierheit. Während die Tierheit die anderen höheren geistigen Prozesse für sich mit dem Menschen gleich hat, haben die Tiere nicht die Fähigkeit, im Innern ausreichend Licht zu erzeugen.
[ 9 ] Hier komme ich auf ein wirklich, ich möchte sagen, recht schmerzliches Kapitel unserer neueren Naturwissenschaft, das aber nicht vor Ihnen verborgen werden kann aus dem einfachen Grunde, weil, wenn Sie die Zusammenhänge des Menschen mit der außermenschlichen Welt einsehen wollen, Sie nicht um dieses Kapitel herumkommen können. Das große Hindernis für eine sachgemäße Auffassung der Wirkungen der Substanzen im menschlichen Organismus überhaupt und vor allen Dingen der Heilsubstanzen ist das Gesetz von der sogenannten Erhaltung der Kraft oder der Energie, auch das Gesetz von der Erhaltung des Stoffes. Diese Gesetze, die man statuiert hat als allgemeine Naturgesetze, sie sind nichts anderes als etwas, was in dem absolutesten Widerspruche mit dem Menschenentwickelungsprozeß steht. Der ganze Ernährungs- und Verdauungsprozeß ist ja nicht dasjenige, als was er von der materialistischen Anschauung angesehen wird. Der ganze Ernährungsund Verdauungsprozeß wird eigentlich so von der materialistischen Anschauung angesehen, als ob die Substanzen außer uns wären — also bleiben wir beim Kohlenstoff stehen —, als ob der Kohlenstoff außer uns wäre; dann wird er aufgenommen, wird, entsprechend selbstverständlich, zubereitet, aber doch weitergeleitet im Organismus und dann aufgenommen, so daß man, wenn auch in kleinen Teilen, dasjenige in sich trägt, was einem die Außenwelt gegeben hat. Das trägt man weiter mit sich herum. Es ist eigentlich kein Unterschied da für diese Anschauung zwischen dem Kohlenstoff, der draußen ist, und dem, den man mit sich herumträgt im Organismus. Und doch ist das nicht so. Denn es ist tatsächlich im menschlichen Organismus die Möglichkeit gegeben, den außermenschlichen Kohlenstoff zunächst durch den unteren Menschen vollständig zu vernichten, ihn hinwegzuschaffen aus dem Raume und ihn einfach originär in der Gegenwirkung dazu wiederum zu erzeugen. Ja, das ist eben so; es ist im menschlichen Organismus ein Herd für die Erzeugung der Stoffe, die außermenschlich sind, und zu gleicher Zeit eine Möglichkeit, diese Stoffe zu vernichten. Das wird natürlich von der heutigen Naturwissenschaft nicht zugegeben werden, denn sie kann sich ja eigentlich die Wirkungen der Stoffe nicht anders vorstellen als Ahasver-artig, daß sie bloß in ihren kleinsten Teilen herumwandeln. Sie weiß nichts von dem Leben der Stoffe, von der Entstehung der Stoffe und von dem Tode der Stoffe und weiß nichts davon, wie im menschlichen Organismus Tod und Wiederbelebung der Stoffe stattfindet. Mit dieser Wiederbelebung des Kohlenstoffes hängt dasjenige zusammen, was wir auf der anderen Seite im gewöhnlichen Menschen als Lichtbildung haben. Dieser Lichtbildungsprozeß des Inneren, der kommt wiederum entgegen der Einwirkung des äußeren Lichtes. Wir sind in bezug auf unseren oberen Menschen so eingerichtet, daß äußeres Licht und inneres Licht einander entgegenwirken, miteinander zusarmmenspielen und geradezu das Wesentliche in unserer Organisation darauf beruht, daß wir da, wo diese beiden, äußeres Licht und inneres Licht, zusammenwirken sollen, imstande sind, sie nicht ineinander verfließen zu lassen, sondern sie auseinanderzuhalten, so daß sie nur aufeinander wirken, aber nicht sich miteinander vereinigen. Indem wir, sei es durch das Auge, sei es auch durch die Haut, entgegenstehen dem äußeren Lichte, ist überall aufgerichtet gewissermaßen die Scheidewand zwischen dem inneren originären Lichte im Menschen und dem äußerlich einwirkenden Lichte. Das äußerlich einwirkende Licht hat eigentlich nur die Bedeutung einer Anregung zur Entstehung des inneren Lichtes. Indem wir also das Licht von außen auf uns einfließen lassen, lassen wir uns selber anregen zur Entstehung des inneren Lichtes.
[ 9 ] Hier komme ich auf ein wirklich, ich möchte sagen, recht schmerzliches Kapitel unserer neueren Naturwissenschaft, das aber nicht vor Ihnen verborgen werden kann aus dem einfachen Grunde, weil, wenn Sie die Zusammenhänge des Menschen mit der außermenschlichen Welt einsehen wollen, Sie nicht um dieses Kapitel herumkommen können. Das große Hindernis für eine sachgemäße Auffassung der Wirkungen der Substanzen im menschlichen Organismus überhaupt und vor allen Dingen der Heilsubstanzen ist das Gesetz von der sogenannten Erhaltung der Kraft oder der Energie, auch das Gesetz von der Erhaltung des Stoffes. Diese Gesetze, die man statuiert hat als allgemeine Naturgesetze, sie sind nichts anderes als etwas, was in dem absolutesten Widerspruche mit dem Menschenentwickelungsprozeß steht. Der ganze Ernährungs- und Verdauungsprozeß ist ja nicht dasjenige, als was er von der materialistischen Anschauung angesehen wird. Der ganze Ernährungsund Verdauungsprozeß wird eigentlich so von der materialistischen Anschauung angesehen, als ob die Substanzen außer uns wären — also bleiben wir beim Kohlenstoff stehen —, als ob der Kohlenstoff außer uns wäre; dann wird er aufgenommen, wird, entsprechend selbstverständlich, zubereitet, aber doch weitergeleitet im Organismus und dann aufgenommen, so daß man, wenn auch in kleinen Teilen, dasjenige in sich trägt, was einem die Außenwelt gegeben hat. Das trägt man weiter mit sich herum. Es ist eigentlich kein Unterschied da für diese Anschauung zwischen dem Kohlenstoff, der draußen ist, und dem, den man mit sich herumträgt im Organismus. Und doch ist das nicht so. Denn es ist tatsächlich im menschlichen Organismus die Möglichkeit gegeben, den außermenschlichen Kohlenstoff zunächst durch den unteren Menschen vollständig zu vernichten, ihn hinwegzuschaffen aus dem Raume und ihn einfach originär in der Gegenwirkung dazu wiederum zu erzeugen. Ja, das ist eben so; es ist im menschlichen Organismus ein Herd für die Erzeugung der Stoffe, die außermenschlich sind, und zu gleicher Zeit eine Möglichkeit, diese Stoffe zu vernichten. Das wird natürlich von der heutigen Naturwissenschaft nicht zugegeben werden, denn sie kann sich ja eigentlich die Wirkungen der Stoffe nicht anders vorstellen als Ahasver-artig, daß sie bloß in ihren kleinsten Teilen herumwandeln. Sie weiß nichts von dem Leben der Stoffe, von der Entstehung der Stoffe und von dem Tode der Stoffe und weiß nichts davon, wie im menschlichen Organismus Tod und Wiederbelebung der Stoffe stattfindet. Mit dieser Wiederbelebung des Kohlenstoffes hängt dasjenige zusammen, was wir auf der anderen Seite im gewöhnlichen Menschen als Lichtbildung haben. Dieser Lichtbildungsprozeß des Inneren, der kommt wiederum entgegen der Einwirkung des äußeren Lichtes. Wir sind in bezug auf unseren oberen Menschen so eingerichtet, daß äußeres Licht und inneres Licht einander entgegenwirken, miteinander zusarmmenspielen und geradezu das Wesentliche in unserer Organisation darauf beruht, daß wir da, wo diese beiden, äußeres Licht und inneres Licht, zusammenwirken sollen, imstande sind, sie nicht ineinander verfließen zu lassen, sondern sie auseinanderzuhalten, so daß sie nur aufeinander wirken, aber nicht sich miteinander vereinigen. Indem wir, sei es durch das Auge, sei es auch durch die Haut, entgegenstehen dem äußeren Lichte, ist überall aufgerichtet gewissermaßen die Scheidewand zwischen dem inneren originären Lichte im Menschen und dem äußerlich einwirkenden Lichte. Das äußerlich einwirkende Licht hat eigentlich nur die Bedeutung einer Anregung zur Entstehung des inneren Lichtes. Indem wir also das Licht von außen auf uns einfließen lassen, lassen wir uns selber anregen zur Entstehung des inneren Lichtes.
[ 10 ] Nun handelt es sich darum, diesen ganzen Prozeß noch etwas weiter zu durchschauen. Wenn wir hinblicken auf dasjenige in uns, was beteiligt ist an dem Abbau des Kohle-Substantiellen, dann kommen wir beim Menschen auf die Nieren- und Harnorgane überhaupt und auf alles dasjenige, was auch nach oben mit der Niere zusammenhängt. So daß wir uns dem Nierenprozesse nähern im Innern des Menschen, wenn wir ins Auge fassen den Prozeß, der mit der Kohle zusammenliegt in der außermenschlichen Natur. Und damit ist zu gleicher Zeit ein Weg gegeben, um gewissermaßen so etwas beim Menschen anzuwenden wie Carbo vegetabilis. Zunächst, ich möchte sagen, für die minderwertigen Erkrankungen ist ein Weg gegeben dadurch, daß man sich sagt: Man hat zunächst bei der Carbo vegetabilis die Möglichkeit, entgegenzuarbeiten der Vertierung des Menschen, die zum Ekel führt. — Und alles dasjenige, was das Krankheitsbild gibt für Carbo vegetabilis, ist eigentlich Ekel und Fortsetzung des Ekels nach dem Inneren des Menschen. Gegen das, was da gebildet wird, ist der wirksame Gegenpol derjenige, der den entgegengesetzten Prozeß im Menschen darstellt: alles dasjenige, was mit der Funktion des Nierensystems zusammenhängt. Bringen Sie es daher dahin, den Nierenprozeß zu fördern, wenn Sie das Krankheitsbild im Menschen haben, das sonst künstlich hervorgerufen werden kann durch große Dosen von Carbo vegetabilis, bringen Sie es fertig, zum Beispiel durch höhere Potenzierung von Carbo vegetabilis den ganzen Nierenprozeß zu fördern, ihn in einer gewissen Weise zu erhöhen, dann arbeiten Sie diesem Krankheitsprozesse, der ähnlich ist den Wirkungen von Carbo vegetabilis, im Menschen entgegen. So daß also bei dem Studium dieses Krankheitsmittels es wesentlich wäre, darauf zu kommen, wie sich gegenüber der Potenzierung dieses Mittels Carbo vegetabilis der ganze Nierenprozeß des Menschen verhält. Der Nierenprozeß kann dabei auch so wirken, daß er seinen Gegenpol geltend macht gegenüber dem Verdauungsprozeß, daß er also für einen gestörten Verdauungsprozeß, der als Folgeerscheinung eintritt im Krankheitsbild von Carbo vegetabilis, daß er für diesen gesundenden Eintritt mehr sein Gegenbild, seinen Gegenpol geltend macht, den Gegenpol der kranken Verdauung im Darm.
[ 10 ] Nun handelt es sich darum, diesen ganzen Prozeß noch etwas weiter zu durchschauen. Wenn wir hinblicken auf dasjenige in uns, was beteiligt ist an dem Abbau des Kohle-Substantiellen, dann kommen wir beim Menschen auf die Nieren- und Harnorgane überhaupt und auf alles dasjenige, was auch nach oben mit der Niere zusammenhängt. So daß wir uns dem Nierenprozesse nähern im Innern des Menschen, wenn wir ins Auge fassen den Prozeß, der mit der Kohle zusammenliegt in der außermenschlichen Natur. Und damit ist zu gleicher Zeit ein Weg gegeben, um gewissermaßen so etwas beim Menschen anzuwenden wie Carbo vegetabilis. Zunächst, ich möchte sagen, für die minderwertigen Erkrankungen ist ein Weg gegeben dadurch, daß man sich sagt: Man hat zunächst bei der Carbo vegetabilis die Möglichkeit, entgegenzuarbeiten der Vertierung des Menschen, die zum Ekel führt. — Und alles dasjenige, was das Krankheitsbild gibt für Carbo vegetabilis, ist eigentlich Ekel und Fortsetzung des Ekels nach dem Inneren des Menschen. Gegen das, was da gebildet wird, ist der wirksame Gegenpol derjenige, der den entgegengesetzten Prozeß im Menschen darstellt: alles dasjenige, was mit der Funktion des Nierensystems zusammenhängt. Bringen Sie es daher dahin, den Nierenprozeß zu fördern, wenn Sie das Krankheitsbild im Menschen haben, das sonst künstlich hervorgerufen werden kann durch große Dosen von Carbo vegetabilis, bringen Sie es fertig, zum Beispiel durch höhere Potenzierung von Carbo vegetabilis den ganzen Nierenprozeß zu fördern, ihn in einer gewissen Weise zu erhöhen, dann arbeiten Sie diesem Krankheitsprozesse, der ähnlich ist den Wirkungen von Carbo vegetabilis, im Menschen entgegen. So daß also bei dem Studium dieses Krankheitsmittels es wesentlich wäre, darauf zu kommen, wie sich gegenüber der Potenzierung dieses Mittels Carbo vegetabilis der ganze Nierenprozeß des Menschen verhält. Der Nierenprozeß kann dabei auch so wirken, daß er seinen Gegenpol geltend macht gegenüber dem Verdauungsprozeß, daß er also für einen gestörten Verdauungsprozeß, der als Folgeerscheinung eintritt im Krankheitsbild von Carbo vegetabilis, daß er für diesen gesundenden Eintritt mehr sein Gegenbild, seinen Gegenpol geltend macht, den Gegenpol der kranken Verdauung im Darm.
[ 11 ] Also dem, was da mit Carbo vegetabilis vor sich geht, steht entgegen die Lichtbildung auf der einen Seite. Das, was ich jetzt gesagt habe, Sie werden es, ich möchte sagen, zusammenfassend verstehen, wenn Sie sich folgendes Bild machen. Wenn Sie sich vorstellen: hier haben wir die Erde (siehe Zeichnung Seite 219), die Erde ist umgeben von Luft, da über der Luft kommt was anderes. Was da über der Luft kommt, das ist zunächst dasjenige, was man als eine Art Wärmemantel der Erde bezeichnen könnte. Es würde sich nämlich herausstellen, wenn man den Weg von der Erde ab machen würde, daß man zu ganz anderen Wärmeverhältnissen kommen würde, die die Leute sehr überraschen würden gegenüber den irdischen Wärmeverhältnissen. Es spielt in einiger Entfernung von der Erde dasjenige, was in den Wärmekräften liegt, eine ähnliche Rolle, wie unterhalb dieses Wärmemantels die Atmosphäre selber spielt. Jenseits aber dieser Wärmewirkung — wollen wir hier diese Wärme Tafel 16 wirkungen, also gewissermaßen die außerirdische Wärmezone statuieren, so haben wir hier die Luftzone (siehe Zeichnung Seite 219) — haben wir den Gegenpol der Luftzone, da wo sich alles entgegengesetzt dem verhält, was in unserer Luftzone eigentlich vorgeht. Indem da — wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf — entluftet wird, das Luftsein aufgehoben wird, geht aus dieser Zone wie aufschießend durch die Entluftung dasjenige hervor, was uns als Licht zugesendet wird (siehe Zeichnung Seite 219).
[ 11 ] Also dem, was da mit Carbo vegetabilis vor sich geht, steht entgegen die Lichtbildung auf der einen Seite. Das, was ich jetzt gesagt habe, Sie werden es, ich möchte sagen, zusammenfassend verstehen, wenn Sie sich folgendes Bild machen. Wenn Sie sich vorstellen: hier haben wir die Erde (siehe Zeichnung Seite 219), die Erde ist umgeben von Luft, da über der Luft kommt was anderes. Was da über der Luft kommt, das ist zunächst dasjenige, was man als eine Art Wärmemantel der Erde bezeichnen könnte. Es würde sich nämlich herausstellen, wenn man den Weg von der Erde ab machen würde, daß man zu ganz anderen Wärmeverhältnissen kommen würde, die die Leute sehr überraschen würden gegenüber den irdischen Wärmeverhältnissen. Es spielt in einiger Entfernung von der Erde dasjenige, was in den Wärmekräften liegt, eine ähnliche Rolle, wie unterhalb dieses Wärmemantels die Atmosphäre selber spielt. Jenseits aber dieser Wärmewirkung — wollen wir hier diese Wärme Tafel 16 wirkungen, also gewissermaßen die außerirdische Wärmezone statuieren, so haben wir hier die Luftzone (siehe Zeichnung Seite 219) — haben wir den Gegenpol der Luftzone, da wo sich alles entgegengesetzt dem verhält, was in unserer Luftzone eigentlich vorgeht. Indem da — wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf — entluftet wird, das Luftsein aufgehoben wird, geht aus dieser Zone wie aufschießend durch die Entluftung dasjenige hervor, was uns als Licht zugesendet wird (siehe Zeichnung Seite 219).


[ 12 ] Es ist ein rechtes Unding, zu glauben, daß unser irdisches Licht von der Sonne kommt. Das ist nur eine ziemlich fatale Phantasie der Physiker und der Astronomen. Unser irdisches Licht kommt von dieser Zone. Da schießt es auf, da wird es erzeugt, da wächst es, wie bei uns auf der Erde die Pflanzen wachsen (siehe Zeichnung Seite 219). Und so haben wir das, was uns berechtigt zu sagen: Wenn nun der Mensch in sich juveniles, originäres Licht erzeugt, so beruht das darauf, daß er sich reserviert hat durch seine Bildungsvorgänge in sich das zu machen, was sonst nur da oben geschieht, daß er in sich den Quell eines Außerirdischen trägt. Allerdings wirkt dieser Quell des Außerirdischen auf die ganze Pflanzenwelt und auf ihn ebenso, daß es auf die Pflanzenwelt von außen wirkt, daß er aber mit etwas in sich da hinaufversetzt ist (siehe Zeichnung Seite 219).
[ 12 ] Es ist ein rechtes Unding, zu glauben, daß unser irdisches Licht von der Sonne kommt. Das ist nur eine ziemlich fatale Phantasie der Physiker und der Astronomen. Unser irdisches Licht kommt von dieser Zone. Da schießt es auf, da wird es erzeugt, da wächst es, wie bei uns auf der Erde die Pflanzen wachsen (siehe Zeichnung Seite 219). Und so haben wir das, was uns berechtigt zu sagen: Wenn nun der Mensch in sich juveniles, originäres Licht erzeugt, so beruht das darauf, daß er sich reserviert hat durch seine Bildungsvorgänge in sich das zu machen, was sonst nur da oben geschieht, daß er in sich den Quell eines Außerirdischen trägt. Allerdings wirkt dieser Quell des Außerirdischen auf die ganze Pflanzenwelt und auf ihn ebenso, daß es auf die Pflanzenwelt von außen wirkt, daß er aber mit etwas in sich da hinaufversetzt ist (siehe Zeichnung Seite 219).
[ 13 ] Nun, wenn wir uns fragen: Wie ist es denn, wenn wir nun etwas näher zur Erde kommen, als es mit der Luft selber ist, kommen wir da auch auf der anderen Seite mehr in den Menschen hinein? — Ja, sehen Sie, indem wir uns dem Irdischen mehr nähern von dem Luftartigen aus, kommen wir ja zu allem Flüssigen, zu dem Wässerigen, und wir können unter der Luftzone gut voraussetzen die Flüssigkeitszone. Die hat ebenso ihr Gegenbild draußen, nur noch über der Lichtzone. Und da ist wiederum alles dasjenige anders, polarisch entgegengesetzt dem, was in der Flüssigkeitszone vor sich geht. Da droben, da wächst gewissermaßen wiederum etwas, wie das Licht in der vorhergehenden Zone wächst. Da droben wachsen nämlich die chemischen Kräfte und wirken auf die Erde herein (siehe Zeichnung Seite 219). Und es ist eben ein Unding, die Impulse für die chemischen Wirkungen auf der Erde in den Substanzen selber zu suchen. Da sind sie nicht. Sie kommen aus diesen Regionen der Erde entgegen.
[ 13 ] Nun, wenn wir uns fragen: Wie ist es denn, wenn wir nun etwas näher zur Erde kommen, als es mit der Luft selber ist, kommen wir da auch auf der anderen Seite mehr in den Menschen hinein? — Ja, sehen Sie, indem wir uns dem Irdischen mehr nähern von dem Luftartigen aus, kommen wir ja zu allem Flüssigen, zu dem Wässerigen, und wir können unter der Luftzone gut voraussetzen die Flüssigkeitszone. Die hat ebenso ihr Gegenbild draußen, nur noch über der Lichtzone. Und da ist wiederum alles dasjenige anders, polarisch entgegengesetzt dem, was in der Flüssigkeitszone vor sich geht. Da droben, da wächst gewissermaßen wiederum etwas, wie das Licht in der vorhergehenden Zone wächst. Da droben wachsen nämlich die chemischen Kräfte und wirken auf die Erde herein (siehe Zeichnung Seite 219). Und es ist eben ein Unding, die Impulse für die chemischen Wirkungen auf der Erde in den Substanzen selber zu suchen. Da sind sie nicht. Sie kommen aus diesen Regionen der Erde entgegen.
[ 14 ] Aber der Mensch hat wiederum in sich dasjenige, was etwas in ihm so macht, wie es da droben ist. Der Mensch hat in sich — wenn ich mich so ausdrücken darf — einen Chemikator. Er hat etwas von der himmlischen Sphäre in sich, in der der Ursprung der chemischen Aktionen liegt. Und das ist recht stark lokalisiert im Menschen, was da so wirkt, das ist nämlich lokalisiert in der Leber. Und studieren Sie diese ganze merkwürdige Tätigkeit, welche die Leber im menschlichen Organismus entfaltet, all den Anteil, den sie hat auf der einen Seite, indem sie, ich möchte sagen, wie saugend wirkt für die Beschaffenheit des Blutes, auf der anderen Seite, indem sie regulierend wirkt durch die Gallenabsonderung im menschlichen Organismus, für die ganze Zubereitung der Blutflüssigkeit. Sehen Sie diese ganze ausgebreitete Tätigkeit der Leber an, und Sie werden in ihr erblicken müssen dasjenige, was, wenn es zu Ende studiert wird, die Chemie, die wirkliche Chemie gibt, denn unsere äußerliche Chemie ist ja auf der Erde gar nicht in ihrer Wirklichkeit zu finden. Die müssen wir ja als ein Spiegelbild der außermenschlichen chemischen Sphäre ansehen. Aber wir können auch diese außerirdische Sphäre studieren, indem wir alle die wunderbaren Wirkungen der menschlichen Leber studieren.
[ 14 ] Aber der Mensch hat wiederum in sich dasjenige, was etwas in ihm so macht, wie es da droben ist. Der Mensch hat in sich — wenn ich mich so ausdrücken darf — einen Chemikator. Er hat etwas von der himmlischen Sphäre in sich, in der der Ursprung der chemischen Aktionen liegt. Und das ist recht stark lokalisiert im Menschen, was da so wirkt, das ist nämlich lokalisiert in der Leber. Und studieren Sie diese ganze merkwürdige Tätigkeit, welche die Leber im menschlichen Organismus entfaltet, all den Anteil, den sie hat auf der einen Seite, indem sie, ich möchte sagen, wie saugend wirkt für die Beschaffenheit des Blutes, auf der anderen Seite, indem sie regulierend wirkt durch die Gallenabsonderung im menschlichen Organismus, für die ganze Zubereitung der Blutflüssigkeit. Sehen Sie diese ganze ausgebreitete Tätigkeit der Leber an, und Sie werden in ihr erblicken müssen dasjenige, was, wenn es zu Ende studiert wird, die Chemie, die wirkliche Chemie gibt, denn unsere äußerliche Chemie ist ja auf der Erde gar nicht in ihrer Wirklichkeit zu finden. Die müssen wir ja als ein Spiegelbild der außermenschlichen chemischen Sphäre ansehen. Aber wir können auch diese außerirdische Sphäre studieren, indem wir alle die wunderbaren Wirkungen der menschlichen Leber studieren.
[ 15 ] Weiter vorrücken können wir nun von Carbo vegetabilis und seinen, ich möchte sagen, inneren Eigenschaften, wenn wir Carbo vegetabilis in Zusammenhang bringen mit den Alkalien, zum Beispiel also mit Kali selber, Kali carbonicum, und dadurch resultierende Wirkungen hervorrufen im menschlichen Organismus. Alles dasjenige überhaupt, was laugenartig ist, hat eine Wirkung tiefer nach dem Inneren des Organismus zu gelegen, nach den Leberprozessen hin, während alles dasjenige, was mit Carbo vegetabilis zusammenhängt, mit seinen Wirkungen nach dem Nierentrakt hinweist. Und wir werden eine durchaus deutliche Wechselwirkung wahrnehmen können zwischen alledem, was laugenartig ist, und dem, was Prozesse des Lebersystems sind. Wenn man studieren würde alles, was laugenartig ist, so würde man finden, daß es geradeso, wie alles dasjenige, was carbo-artig ist, mit dem Tierwerden zusammenhängt, das, was Lauge werden will, was die Tendenz des Laugigen hat, zusammenhängt mit dem Pflanzenwerden des Menschen und mit dem Heraussetzen des Pflanzenreiches.
[ 15 ] Weiter vorrücken können wir nun von Carbo vegetabilis und seinen, ich möchte sagen, inneren Eigenschaften, wenn wir Carbo vegetabilis in Zusammenhang bringen mit den Alkalien, zum Beispiel also mit Kali selber, Kali carbonicum, und dadurch resultierende Wirkungen hervorrufen im menschlichen Organismus. Alles dasjenige überhaupt, was laugenartig ist, hat eine Wirkung tiefer nach dem Inneren des Organismus zu gelegen, nach den Leberprozessen hin, während alles dasjenige, was mit Carbo vegetabilis zusammenhängt, mit seinen Wirkungen nach dem Nierentrakt hinweist. Und wir werden eine durchaus deutliche Wechselwirkung wahrnehmen können zwischen alledem, was laugenartig ist, und dem, was Prozesse des Lebersystems sind. Wenn man studieren würde alles, was laugenartig ist, so würde man finden, daß es geradeso, wie alles dasjenige, was carbo-artig ist, mit dem Tierwerden zusammenhängt, das, was Lauge werden will, was die Tendenz des Laugigen hat, zusammenhängt mit dem Pflanzenwerden des Menschen und mit dem Heraussetzen des Pflanzenreiches.
[ 16 ] Nun habe ich schon in den vorhergehenden Vorträgen auf einen Prozeß) hingewiesen, der wichtig ist, wenn man aus den Naturwirkungen herausbekommen will die Menschenwirkungen. Ich habe auf den Prozeß hingewiesen, der sich abspielt, wenn die Auster ihre Schale bildet, auf den, sagen wir eben einfach kurz, Austernschalenbildungsprozeß. Da rücken wir vor von jener Resultierenden, die entsteht im Zusammensein von Carbo mit Kalium, zu dem Zusammensein mit Calcium. Nur haben wir dasjenige, was entstehen würde, wenn sich lediglich dieser Prozeß des Zusammenwirkens der Kohle mit dem Calcium abspielen würde, in der Austernschale dadurch gemildert, daß wir haben in der Austernschale starke Phosphorwirkungen, starke Phosphorkräfte mitwirken. Das alles wirkt in der Austernschale zusammen mit noch einigem anderen, das der Umgebung der Meereskräfte verdankt ist.
[ 16 ] Nun habe ich schon in den vorhergehenden Vorträgen auf einen Prozeß) hingewiesen, der wichtig ist, wenn man aus den Naturwirkungen herausbekommen will die Menschenwirkungen. Ich habe auf den Prozeß hingewiesen, der sich abspielt, wenn die Auster ihre Schale bildet, auf den, sagen wir eben einfach kurz, Austernschalenbildungsprozeß. Da rücken wir vor von jener Resultierenden, die entsteht im Zusammensein von Carbo mit Kalium, zu dem Zusammensein mit Calcium. Nur haben wir dasjenige, was entstehen würde, wenn sich lediglich dieser Prozeß des Zusammenwirkens der Kohle mit dem Calcium abspielen würde, in der Austernschale dadurch gemildert, daß wir haben in der Austernschale starke Phosphorwirkungen, starke Phosphorkräfte mitwirken. Das alles wirkt in der Austernschale zusammen mit noch einigem anderen, das der Umgebung der Meereskräfte verdankt ist.
[ 17 ] Nun kommen wir aber in der Tat, wenn wir diesen Prozeß der Austernschalenbildung beobachten, auch wiederum in unserem Zusammenhang zwischen dem Menschen und der außermenschlichen Natur um ein Stück weiter. Gehen wir von der Wasserbildung nach abwärts (siehe Zeichnung Seite 219), so kommen wir zu der Erdbildung, zu dem Verfestigtwerden, zu dem, was ich nennen könnte Festwerden, Erdbildung. Wenn der Ausdruck heute nicht verpönt wäreund nicht gebraucht würde, eigentlich nicht so hingesehen würde auf ihn, als haben eben die alten Schafsköpfe da von der Erde und von der Luft und von dem Wasser gesprochen, so würde man sich auch nicht so genieren, von Erde, Wasser, Luft und Feuer zu sprechen. Nicht wahr, unter uns können wir ja manchmal auf solche Dinge wenigstens hindeuten. Aber auch diese feste Erdbildung hat draußen in der weiten Welt ihr Gegenbild. Und dieses Gegenbild, sehen Sie, das ist die Lebensbildung, das ist tatsächlich der Ursprung des Vitalisierens. Das ist tatsächlich dasjenige, was in den Lebenskräften selber liegt, die also von noch weiter her kommen als die chemischen Kräfte, die innerhalb der Erde in der außermenschlichen Welt, innerhalb des eigentlich Erdigen vollständig ertötet werden, ersterben gemacht werden (siehe Zeichnung Seite 219).
[ 17 ] Nun kommen wir aber in der Tat, wenn wir diesen Prozeß der Austernschalenbildung beobachten, auch wiederum in unserem Zusammenhang zwischen dem Menschen und der außermenschlichen Natur um ein Stück weiter. Gehen wir von der Wasserbildung nach abwärts (siehe Zeichnung Seite 219), so kommen wir zu der Erdbildung, zu dem Verfestigtwerden, zu dem, was ich nennen könnte Festwerden, Erdbildung. Wenn der Ausdruck heute nicht verpönt wäreund nicht gebraucht würde, eigentlich nicht so hingesehen würde auf ihn, als haben eben die alten Schafsköpfe da von der Erde und von der Luft und von dem Wasser gesprochen, so würde man sich auch nicht so genieren, von Erde, Wasser, Luft und Feuer zu sprechen. Nicht wahr, unter uns können wir ja manchmal auf solche Dinge wenigstens hindeuten. Aber auch diese feste Erdbildung hat draußen in der weiten Welt ihr Gegenbild. Und dieses Gegenbild, sehen Sie, das ist die Lebensbildung, das ist tatsächlich der Ursprung des Vitalisierens. Das ist tatsächlich dasjenige, was in den Lebenskräften selber liegt, die also von noch weiter her kommen als die chemischen Kräfte, die innerhalb der Erde in der außermenschlichen Welt, innerhalb des eigentlich Erdigen vollständig ertötet werden, ersterben gemacht werden (siehe Zeichnung Seite 219).
[ 18 ] Nun würde ja — das möchte ich hier nur einfügen, weil es vielleicht doch einige von Ihnen interessieren könnte — unsere Erde wuchern unter fortwährenden Lebensbildungen, unter fortwährenden Karzinomen, wenn nicht diesem Wuchern vom Außerirdischen jener Prozeß entgegengesetzt wäre, der auf die Erde hin ausgeübt wird vom Merkur aus, der merkuriale Prozeß. Das ist schon wichtig, daß man diese Dinge wenigstens einmal gedacht hat. Dasjenige, was sich im allgemeinen in der Erdbildung, die wir auch das gestaltende Element im Substantiellwerden nennen könnten, abspielt, wir sehen es gewissermaßen auf einer früheren Stufe zurückgehalten in der Bildung der Austernschale. Die Austernschale wird nur dadurch verhindert, ganz in die Erdbildung einzugehen, daß sie zum Meere, zum Wasser noch Beziehungen hat und gewissermaßen zurückhält auf einer früheren Stufe das Erdbildungswerden, sich in einer früheren Stufe des Erdbildungswerdens verfestigt. Die Regenwürmer können das nicht, weil sie keine Schale haben, aber die Wirkungen gehen doch von ihnen aus. Deshalb ist durchaus der Satz gültig: Wenn es keine Regenwürmer gäbe, gäbe es nicht die Gestaltungskräfte im Innern der Erde. Die Regenwürmer sind wesentlich daran beteiligt, daß der Erdbildungsprozeß vor sich geht. Die ganze Regenwurmwelt bildet gewissermaßen zusammen etwas, was über die Austernschalenbildung hinausgeht, was ebenso Beziehungen hat zur ganzen Erde wie die Austernschale. Dadurch kommt es nicht zur Austernschalenbildung, sondern zu alledem, was in der Ackererde und dergleichen ist und was Verwandtes daraus entsteht.
[ 18 ] Nun würde ja — das möchte ich hier nur einfügen, weil es vielleicht doch einige von Ihnen interessieren könnte — unsere Erde wuchern unter fortwährenden Lebensbildungen, unter fortwährenden Karzinomen, wenn nicht diesem Wuchern vom Außerirdischen jener Prozeß entgegengesetzt wäre, der auf die Erde hin ausgeübt wird vom Merkur aus, der merkuriale Prozeß. Das ist schon wichtig, daß man diese Dinge wenigstens einmal gedacht hat. Dasjenige, was sich im allgemeinen in der Erdbildung, die wir auch das gestaltende Element im Substantiellwerden nennen könnten, abspielt, wir sehen es gewissermaßen auf einer früheren Stufe zurückgehalten in der Bildung der Austernschale. Die Austernschale wird nur dadurch verhindert, ganz in die Erdbildung einzugehen, daß sie zum Meere, zum Wasser noch Beziehungen hat und gewissermaßen zurückhält auf einer früheren Stufe das Erdbildungswerden, sich in einer früheren Stufe des Erdbildungswerdens verfestigt. Die Regenwürmer können das nicht, weil sie keine Schale haben, aber die Wirkungen gehen doch von ihnen aus. Deshalb ist durchaus der Satz gültig: Wenn es keine Regenwürmer gäbe, gäbe es nicht die Gestaltungskräfte im Innern der Erde. Die Regenwürmer sind wesentlich daran beteiligt, daß der Erdbildungsprozeß vor sich geht. Die ganze Regenwurmwelt bildet gewissermaßen zusammen etwas, was über die Austernschalenbildung hinausgeht, was ebenso Beziehungen hat zur ganzen Erde wie die Austernschale. Dadurch kommt es nicht zur Austernschalenbildung, sondern zu alledem, was in der Ackererde und dergleichen ist und was Verwandtes daraus entsteht.
[ 19 ] Nun werden Sie ja selbstverständlich voraussetzen, daß, wenn wir den Prozeß suchen, der im Menschen nun noch weiter im Innern liegt als der mit den chemischen Kräften verwandte Prozeß, der also an die Leber sich anschließt, wir da wiederum zu einem anderen Organ des Menschen kommen müssen. Dieses andere Organ des Menschen ist nun eben kein anderes als die Lunge, und die Lunge muß in einer zweifachen Weise im menschlichen Organismus betrachtet werden. Erstens ist sie ja das Organ für den Atmungsvorgang. Aber, so sonderbar es klingt, sie ist, ich möchte sagen, dieses Organ für den Atmungsvorgang nur auf äußerliche Weise. Sie ist zu gleicher Zeit das Organ, welches reguliert innerlich, tief innerlich im Menschen den Erdbildeprozeß. Wenn man verfolgt von außen nach innen gehend, von dem Ernährungs- und Verdauungsvorgang angefangen durch den Nierenbildungs-, Leberbildungsprozeß, bis herauf zum Lungenbildungsprozeß, also zu dem, was die Lunge innerlich bildet — abgesehen davon, daß sie funktionell der Atmung zugrunde liegt —, und untersucht diesen Prozeß, der sich da abspielt, so ist er der Gegenpol des Prozesses, der sich in der Auster äußert zur Bildung der Austernschale. Die menschliche Organisation hat sich in ihrem Lungenbildungsprozeß hereingeholt dasjenige, was hier über der chemischen Zone liegt im äußeren Weltenall (siehe Zeichnung Seite 219).
[ 19 ] Nun werden Sie ja selbstverständlich voraussetzen, daß, wenn wir den Prozeß suchen, der im Menschen nun noch weiter im Innern liegt als der mit den chemischen Kräften verwandte Prozeß, der also an die Leber sich anschließt, wir da wiederum zu einem anderen Organ des Menschen kommen müssen. Dieses andere Organ des Menschen ist nun eben kein anderes als die Lunge, und die Lunge muß in einer zweifachen Weise im menschlichen Organismus betrachtet werden. Erstens ist sie ja das Organ für den Atmungsvorgang. Aber, so sonderbar es klingt, sie ist, ich möchte sagen, dieses Organ für den Atmungsvorgang nur auf äußerliche Weise. Sie ist zu gleicher Zeit das Organ, welches reguliert innerlich, tief innerlich im Menschen den Erdbildeprozeß. Wenn man verfolgt von außen nach innen gehend, von dem Ernährungs- und Verdauungsvorgang angefangen durch den Nierenbildungs-, Leberbildungsprozeß, bis herauf zum Lungenbildungsprozeß, also zu dem, was die Lunge innerlich bildet — abgesehen davon, daß sie funktionell der Atmung zugrunde liegt —, und untersucht diesen Prozeß, der sich da abspielt, so ist er der Gegenpol des Prozesses, der sich in der Auster äußert zur Bildung der Austernschale. Die menschliche Organisation hat sich in ihrem Lungenbildungsprozeß hereingeholt dasjenige, was hier über der chemischen Zone liegt im äußeren Weltenall (siehe Zeichnung Seite 219).
[ 20 ] Sie brauchen ja nur das Krankheitsbild, das wirkliche Krankheitsbild, das entsteht unter gewissen Einwirkungen von seiten des kohlensauren Calciums, beim Menschen zu betrachten, und Sie werden wiederum finden, daß das sehr stark zusammenhängt mit all den Vorgängen, die Eigenlebenvorgänge des Lungenwesens selber sind. Es ist nur schwer, diese Prozesse abzutrennen von denjenigen, die ganz unter der Einwirkung des Atmungsprozesses liegen. Man muß aber gerade bei der Lunge, weil sie nach zwei Seiten hin der menschlichen Organisation dient, in Betracht ziehen, daß sie auf der einen Seite funktionelle Aufgaben hat nach außen und auf der anderen Seite diese funktionellen Aufgaben hat nach innen. Die Entartungen der Lunge müssen Sie in ähnlichen Vorgängen schon suchen, wie sie auftreten im Prozesse der Austernschalenbildung oder natürlich ähnlichem, selbstverständlich auch der Schneckenschalenbildung und so weiter.
[ 20 ] Sie brauchen ja nur das Krankheitsbild, das wirkliche Krankheitsbild, das entsteht unter gewissen Einwirkungen von seiten des kohlensauren Calciums, beim Menschen zu betrachten, und Sie werden wiederum finden, daß das sehr stark zusammenhängt mit all den Vorgängen, die Eigenlebenvorgänge des Lungenwesens selber sind. Es ist nur schwer, diese Prozesse abzutrennen von denjenigen, die ganz unter der Einwirkung des Atmungsprozesses liegen. Man muß aber gerade bei der Lunge, weil sie nach zwei Seiten hin der menschlichen Organisation dient, in Betracht ziehen, daß sie auf der einen Seite funktionelle Aufgaben hat nach außen und auf der anderen Seite diese funktionellen Aufgaben hat nach innen. Die Entartungen der Lunge müssen Sie in ähnlichen Vorgängen schon suchen, wie sie auftreten im Prozesse der Austernschalenbildung oder natürlich ähnlichem, selbstverständlich auch der Schneckenschalenbildung und so weiter.
[ 21 ] So kommen wir, indem wir uns gewissermaßen heute von der anderen Seite dem nähern, dem wir uns gestern genähert haben — allerdings bei der gestrigen Näherung den Kreis mehr schließen konnten, als wir ihn heute werden schließen können, aber die Schließung wird schon in den nächsten Tagen stattfinden —, dahin, in Nierentätigkeit, Lebertätigkeit, Lungentätigkeit dasjenige zu sehen, was im Innern des Menschen sich abspielt als entsprechend im Äußeren der Lufttätigkeit, entsprechend der Tätigkeit im Wasser, entsprechend der Tätigkeit in der festen Erde. Der Tätigkeit in der Luft entspricht all dasjenige, was sich an das Nierensystem im weiteren Sinne anschließt, was vor allen Dingen auch mit all den Harnfunktionen zusammenhängt. Dasjenige, was verwandt ist dem System, das wir da in Betracht ziehen, wenn wir seine nach innen gelegensten Teile, die Niere ins Auge fassen, das ist dasjenige, was unter gewissen Umständen Atemnot hervorrufen kann, Bedürfnis zum Atmen, was Sie ja im hohen Grade als gewisse Nachwirkungen des Einnehmens von Carbo vegetabilis sehen werden. So daß wir sagen können: Die tieferen Gründe für Störungen des Atmungssystems, für Atemnot, müssen wir eigentlich im Nierensystem suchen.
[ 21 ] So kommen wir, indem wir uns gewissermaßen heute von der anderen Seite dem nähern, dem wir uns gestern genähert haben — allerdings bei der gestrigen Näherung den Kreis mehr schließen konnten, als wir ihn heute werden schließen können, aber die Schließung wird schon in den nächsten Tagen stattfinden —, dahin, in Nierentätigkeit, Lebertätigkeit, Lungentätigkeit dasjenige zu sehen, was im Innern des Menschen sich abspielt als entsprechend im Äußeren der Lufttätigkeit, entsprechend der Tätigkeit im Wasser, entsprechend der Tätigkeit in der festen Erde. Der Tätigkeit in der Luft entspricht all dasjenige, was sich an das Nierensystem im weiteren Sinne anschließt, was vor allen Dingen auch mit all den Harnfunktionen zusammenhängt. Dasjenige, was verwandt ist dem System, das wir da in Betracht ziehen, wenn wir seine nach innen gelegensten Teile, die Niere ins Auge fassen, das ist dasjenige, was unter gewissen Umständen Atemnot hervorrufen kann, Bedürfnis zum Atmen, was Sie ja im hohen Grade als gewisse Nachwirkungen des Einnehmens von Carbo vegetabilis sehen werden. So daß wir sagen können: Die tieferen Gründe für Störungen des Atmungssystems, für Atemnot, müssen wir eigentlich im Nierensystem suchen.
[ 22 ] Alles dasjenige nun, was mit dem Wässerigen zusammenhängt, was mit dem Flüssigen zusammenhängt, für das müssen wir die tieferen Gründe in dem Lebersystem suchen. So wie die Atemnot und Atemregulierung, der Atembedarf, mit dem Nierensystem zusammenhängt, so hängt der Durst mit dem Lebersystem zusammen. Aller Durst hängt mit dem Lebersystem zusammen. Das wäre schon eine interessante Aufgabe, einmal die Wechselbeziehungen der verschiedenen menschlichen Dursteigenschaften in den Leberwirkungen zu studieren. Und innig hängen mit der Innenbeschaffenheit der Lunge, gewissermaßen mit dem Innenstoffwechsel der Lunge, die Erscheinungen des Hungers und all dasjenige zusammen, was auf diesem Felde steht.
[ 22 ] Alles dasjenige nun, was mit dem Wässerigen zusammenhängt, was mit dem Flüssigen zusammenhängt, für das müssen wir die tieferen Gründe in dem Lebersystem suchen. So wie die Atemnot und Atemregulierung, der Atembedarf, mit dem Nierensystem zusammenhängt, so hängt der Durst mit dem Lebersystem zusammen. Aller Durst hängt mit dem Lebersystem zusammen. Das wäre schon eine interessante Aufgabe, einmal die Wechselbeziehungen der verschiedenen menschlichen Dursteigenschaften in den Leberwirkungen zu studieren. Und innig hängen mit der Innenbeschaffenheit der Lunge, gewissermaßen mit dem Innenstoffwechsel der Lunge, die Erscheinungen des Hungers und all dasjenige zusammen, was auf diesem Felde steht.
[ 23 ] Hunger, Durst und Atmungsbedürfnis hängen ja in der Tat auf der einen Seite nach dem Ponderablen zu mit Luft, Wasser, Erde zusammen. Mit ihren Gegenbildern draußen im Weltenall hängt manches andere zusammen. Und begreiflich wird sein, daß, wenn wir Anregung vom Licht brauchen, weil ermattet ist dasjenige, was in uns das juvenile, das originäre Licht erzeugt, so ist natürlich diese Anregung durch das Licht selbst am besten zu gewinnen, und wir kommen da auf die Berechtigung der Heilweisen durch das Licht. Aber Lichtbäder sind nicht eigentlich immer Lichtbäder. Das ist wichtig, daß man das ins Auge faßt. Lichtbäder sind nämlich in Wirklichkeit ein Sich-Mehraussetzen der chemischen Zone, als der Mensch bei seinem gewöhnlichen Wohnen auf der Erde dieser chemischen Zone ausgesetzt ist. Dasjenige, was mit dem Chemismus von außen hereinströmt und selbstverständlich das Licht begleitet, das ist das eigentlich Wirksame in den meisten Lichtbädern. Hinter dem stehen ja, wie Sie sehen können aus der schematischen Zeichnung (Seite 219), die ich hier vor Sie hingestellt habe, direkt die Lebenskräfte, die gewissermaßen auch im Gefolge da sind, wenn man auf den Menschen erhöhtes Licht, respektive erhöhte chemische Aktion wirken läßt. So daß, wenn vermieden wird ein zu starkes Wirken — es ist ja natürlich immer hier das Abwiegen das Maßgebende — von dem, was dann als vom Licht getragen gleichsam hereinkommt aus dem Weltenall, dann wirken die das Licht begleitenden chemischen Aktionen und auch die das Licht begleitenden Lebensaktionen außerordentlich wohlktätig.
[ 23 ] Hunger, Durst und Atmungsbedürfnis hängen ja in der Tat auf der einen Seite nach dem Ponderablen zu mit Luft, Wasser, Erde zusammen. Mit ihren Gegenbildern draußen im Weltenall hängt manches andere zusammen. Und begreiflich wird sein, daß, wenn wir Anregung vom Licht brauchen, weil ermattet ist dasjenige, was in uns das juvenile, das originäre Licht erzeugt, so ist natürlich diese Anregung durch das Licht selbst am besten zu gewinnen, und wir kommen da auf die Berechtigung der Heilweisen durch das Licht. Aber Lichtbäder sind nicht eigentlich immer Lichtbäder. Das ist wichtig, daß man das ins Auge faßt. Lichtbäder sind nämlich in Wirklichkeit ein Sich-Mehraussetzen der chemischen Zone, als der Mensch bei seinem gewöhnlichen Wohnen auf der Erde dieser chemischen Zone ausgesetzt ist. Dasjenige, was mit dem Chemismus von außen hereinströmt und selbstverständlich das Licht begleitet, das ist das eigentlich Wirksame in den meisten Lichtbädern. Hinter dem stehen ja, wie Sie sehen können aus der schematischen Zeichnung (Seite 219), die ich hier vor Sie hingestellt habe, direkt die Lebenskräfte, die gewissermaßen auch im Gefolge da sind, wenn man auf den Menschen erhöhtes Licht, respektive erhöhte chemische Aktion wirken läßt. So daß, wenn vermieden wird ein zu starkes Wirken — es ist ja natürlich immer hier das Abwiegen das Maßgebende — von dem, was dann als vom Licht getragen gleichsam hereinkommt aus dem Weltenall, dann wirken die das Licht begleitenden chemischen Aktionen und auch die das Licht begleitenden Lebensaktionen außerordentlich wohlktätig.


[ 24 ] Nur nebenbei will ich zum Schlusse bemerken, daß Sie es ja jetzt nicht mehr wunderbar zu finden brauchen, wenn Sie finden, daß es der heutigen Naturwissenschaft nicht gelingt, eine Anschauung über den Ursprung des Lebens selber zu gewinnen. Denn innerhalb derjenigen Regionen, wo die heutige Naturwissenschaft sucht, ist ja nur das Gegenbild des Lebens vorhanden, dank der Merkurwirkungen, nämlich der Tod. Und das Leben müßte gesucht werden da draußen, wohin die Naturwissenschaft heute eigentlich nicht will. Denn davon will sie ja nichts wissen, ins Außertellurische zu gehen; ja höchstens wenn sie nicht anders kann — wie einige getan haben —, wenn sie nicht mehr anders kann, na, dann verwandelt sie auch das noch ins Materialistische. Es ist ja sehr schön eine Übersetzung dieses Hereinwirkens der Lebenskräfte ins Materialistische in der schönen Hypothese zustande gekommen, daß von anderen Himmelskörpern die Lebenskeime auf unsere Erde heruntergetragen werden. Also sie werden da so schön in materieller Weise von den anderen Himmelskörpern durch all die Hindernisse hindurchgetragen und erscheinen dann auf unserer Erde, wobei von manchen sogar vorgestellt wird, daß die Meteorsteine ihre Autos seien, durch die sie auf der Erde einfahren. Sie sehen, daß man es in der heutigen Zeit sogar zustande gebracht hat, da mit der materialistischen Theorie irgend etwas erklärt haben zu wollen. So wie man alles dasjenige, was man im Makroskopischen beobachtet, glaubt erklärt zu haben, wenn man es ins Mikroskopische oder Ultramikroskopische zurücksetzt, in Moleküle, Atomtheorien, so glaubt man auch das Leben erklärt zu haben, wenn man es nur woanders hinschiebt.
[ 24 ] Nur nebenbei will ich zum Schlusse bemerken, daß Sie es ja jetzt nicht mehr wunderbar zu finden brauchen, wenn Sie finden, daß es der heutigen Naturwissenschaft nicht gelingt, eine Anschauung über den Ursprung des Lebens selber zu gewinnen. Denn innerhalb derjenigen Regionen, wo die heutige Naturwissenschaft sucht, ist ja nur das Gegenbild des Lebens vorhanden, dank der Merkurwirkungen, nämlich der Tod. Und das Leben müßte gesucht werden da draußen, wohin die Naturwissenschaft heute eigentlich nicht will. Denn davon will sie ja nichts wissen, ins Außertellurische zu gehen; ja höchstens wenn sie nicht anders kann — wie einige getan haben —, wenn sie nicht mehr anders kann, na, dann verwandelt sie auch das noch ins Materialistische. Es ist ja sehr schön eine Übersetzung dieses Hereinwirkens der Lebenskräfte ins Materialistische in der schönen Hypothese zustande gekommen, daß von anderen Himmelskörpern die Lebenskeime auf unsere Erde heruntergetragen werden. Also sie werden da so schön in materieller Weise von den anderen Himmelskörpern durch all die Hindernisse hindurchgetragen und erscheinen dann auf unserer Erde, wobei von manchen sogar vorgestellt wird, daß die Meteorsteine ihre Autos seien, durch die sie auf der Erde einfahren. Sie sehen, daß man es in der heutigen Zeit sogar zustande gebracht hat, da mit der materialistischen Theorie irgend etwas erklärt haben zu wollen. So wie man alles dasjenige, was man im Makroskopischen beobachtet, glaubt erklärt zu haben, wenn man es ins Mikroskopische oder Ultramikroskopische zurücksetzt, in Moleküle, Atomtheorien, so glaubt man auch das Leben erklärt zu haben, wenn man es nur woanders hinschiebt.
