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Spiritual Science and Medicine
GA 312

4 April 1920, Dornach

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Fünfzehnter Vortrag

Fünfzehnter Vortrag

[ 1 ] Heute möchte ich ausgehen von einer Bemerkung, die mir gestern im Vortrage gemacht worden ist, ich möchte sagen, von einer in dieser Beziehung recht kompetenten Seite, nämlich daß diese Vorträge hier zu den schwerverständlichsten aller anthroposophisch orientierten Vorträge gehören. Das wird man ja innerhalb gewisser Grenzen durchaus zugeben müssen, aber auf der anderen Seite wird wohl auch zugegeben werden müssen, daß das nicht leicht anders sein kann. Aber man kann dabei wohl gerade an dem Berechtigtsein dieser Bemerkung, wie ich glaube, außerordentlich viel lernen. Nehmen wir einmal einen Fall, wo dasjenige, was ich sage, sehr leicht verstanden wird; es können sogar zwei Fälle sein, der eine ein naheliegender, der andere ein allerdings der gegenwärtigen Menschheit schon etwas fernerliegender Fall. Der naheliegende ist der, daß Menschen der heutigen Kulturepoche ganz gewiß berechtigt sind, solche Sachen, wie sie hier vorgebracht werden müssen, als schwerverständlich zu empfinden. Die Amsel tut das nicht, die würde das außerordentlich leicht verständlich finden. Und zwar bringt sie auch durchaus den praktischen Beweis, daß sie die Sache außerordentlich leicht verständlich findet. Sie ist ja nicht gerade ein ganz asketisches Tier und frißt daher zuweilen Kreuzspinnen. Aber wenn sie eine Kreuzspinne gefressen hat und es ihr anfängt recht unbehaglich zu werden — denn es wird der Amsel recht unbehaglich, wenn sie eine Kreuzspinne frißt —, und wenn dann ein Bilsenkraut in der Nähe ist, geht sie gleich ans Bilsenkraut und sucht sich dort das entsprechende Heilmittel. Es ist ein Heilmittel, denn wenn kein Bilsenkraut in der Nähe ist, so bekommt die Amsel Konvulsionen und stirbt unter den furchtbarsten Krämpfen und Zuckungen. Sie wird durch ihren eigenen Heilinstinkt davor bewahrt, indem sie sich, wenn Bilsenkraut in der Nähe ist, an das Bilsenkraut begibt und dort das entsprechende Heilmittel aufpickt. Das ist der Vorgang, der, ich möchte sagen, sehr nahe liegt.

[ 1 ] Heute möchte ich ausgehen von einer Bemerkung, die mir gestern im Vortrage gemacht worden ist, ich möchte sagen, von einer in dieser Beziehung recht kompetenten Seite, nämlich daß diese Vorträge hier zu den schwerverständlichsten aller anthroposophisch orientierten Vorträge gehören. Das wird man ja innerhalb gewisser Grenzen durchaus zugeben müssen, aber auf der anderen Seite wird wohl auch zugegeben werden müssen, daß das nicht leicht anders sein kann. Aber man kann dabei wohl gerade an dem Berechtigtsein dieser Bemerkung, wie ich glaube, außerordentlich viel lernen. Nehmen wir einmal einen Fall, wo dasjenige, was ich sage, sehr leicht verstanden wird; es können sogar zwei Fälle sein, der eine ein naheliegender, der andere ein allerdings der gegenwärtigen Menschheit schon etwas fernerliegender Fall. Der naheliegende ist der, daß Menschen der heutigen Kulturepoche ganz gewiß berechtigt sind, solche Sachen, wie sie hier vorgebracht werden müssen, als schwerverständlich zu empfinden. Die Amsel tut das nicht, die würde das außerordentlich leicht verständlich finden. Und zwar bringt sie auch durchaus den praktischen Beweis, daß sie die Sache außerordentlich leicht verständlich findet. Sie ist ja nicht gerade ein ganz asketisches Tier und frißt daher zuweilen Kreuzspinnen. Aber wenn sie eine Kreuzspinne gefressen hat und es ihr anfängt recht unbehaglich zu werden — denn es wird der Amsel recht unbehaglich, wenn sie eine Kreuzspinne frißt —, und wenn dann ein Bilsenkraut in der Nähe ist, geht sie gleich ans Bilsenkraut und sucht sich dort das entsprechende Heilmittel. Es ist ein Heilmittel, denn wenn kein Bilsenkraut in der Nähe ist, so bekommt die Amsel Konvulsionen und stirbt unter den furchtbarsten Krämpfen und Zuckungen. Sie wird durch ihren eigenen Heilinstinkt davor bewahrt, indem sie sich, wenn Bilsenkraut in der Nähe ist, an das Bilsenkraut begibt und dort das entsprechende Heilmittel aufpickt. Das ist der Vorgang, der, ich möchte sagen, sehr nahe liegt.

[ 2 ] Aber der andere Vorgang, der dem heutigen Menschen schon eben ferner liegt, ist damit verwandt. Das ist der, daß die Menschen einer gewissen Urzeit ähnliche Heilinstinkte entwickelt haben, daß sie in ihren Instinkten schon von dem etwas gehabt haben, was dann mehr oder weniger konzentriert in der Hippokratischen Medizin uns entgegentritt. Es ist interessant, einmal mit Rücksicht auf diese sehr berechtigte Bemerkung von gestern die Weisheit der Amsel oder anderer Vögel, die dasselbe tun können in zahlreichen Fällen, ein wenig zu studieren. Denn was geschieht da eigentlich, wenn die Amsel eine Kreuzspinne frißt? Die Kreuzspinne ist in ihrer ganzen Organisation sehr eingespannt in gewisse kosmische Zusammenhänge außerirdischer Natur. Und von diesem Eingesponnensein in solche außertellurischen Prozesse rührt ja die ganze Gliedmaßenbildung und auch die Zeichnungsbildung der Kreuzspinne her, so daß, wenn ich so sagen darf, die Kreuzspinne viel planetarisches Leben in sich hat. Außerirdisches planetarisches Leben hat die Kreuzspinne in sich. Der Vogel ist eben hinter diesem Miterleben des planetarischen Erlebens zurückgeblieben, er hat es mehr nach dem Innern seines Organismus verlegt. Wenn er die Kreuzspinne frißt, so machen sich die planetarischen Kräfte in ihm bemerkbar. Da wollen die planetarischen Kräfte, die noch die Tendenz haben, Gestalt anzunehmen, den Vogel durchdringen, und damit hat er zu kämpfen. Er wird in dem Augenblicke, wo er die Kreuzspinne gefressen hat, mit seinem inneren Wollen zu einem Abbild des außerirdischen Lebens. Und da begibt er sich zu der entsprechenden Pflanze hin, die wiederum durch ihr Herauswachsen aus dem Boden und sogar dadurch, daß sie etwas nicht ganz verarbeiten kann unter dem planetarischen Einfluß, sondern es als Gift zurückbehält, dem Entgegengesetzten vom Planetarischen, nämlich dem Irdischen ähnlich geworden ist. Zu dem begibt sich das Tier hin und sucht Hilfe. Das ist wieder darauf zurückzuführen, daß in dem Augenblicke, wo in der Amsel das Kreuzspinnengift wirkt, gleich durch dieses Wirken des Kreuzspinnengiftes selbst der Gegeninstinkt hervorgerufen wird, der Abwehrinstinkt. Von dem Insultinstinkt geht es gleich über in den Abwehrinstinkt, so daß wir in der ganzen Erscheinung nichts anderes vor uns haben als eine sehr plastisch ausgestaltete Entwickelung desjenigen, was wir machen, wenn uns eine Fliege aufs Auge sitzt und wir das Auge zumachen oder die Hand bewegen mit einer einfachen Reflexbewegung.

[ 2 ] Aber der andere Vorgang, der dem heutigen Menschen schon eben ferner liegt, ist damit verwandt. Das ist der, daß die Menschen einer gewissen Urzeit ähnliche Heilinstinkte entwickelt haben, daß sie in ihren Instinkten schon von dem etwas gehabt haben, was dann mehr oder weniger konzentriert in der Hippokratischen Medizin uns entgegentritt. Es ist interessant, einmal mit Rücksicht auf diese sehr berechtigte Bemerkung von gestern die Weisheit der Amsel oder anderer Vögel, die dasselbe tun können in zahlreichen Fällen, ein wenig zu studieren. Denn was geschieht da eigentlich, wenn die Amsel eine Kreuzspinne frißt? Die Kreuzspinne ist in ihrer ganzen Organisation sehr eingespannt in gewisse kosmische Zusammenhänge außerirdischer Natur. Und von diesem Eingesponnensein in solche außertellurischen Prozesse rührt ja die ganze Gliedmaßenbildung und auch die Zeichnungsbildung der Kreuzspinne her, so daß, wenn ich so sagen darf, die Kreuzspinne viel planetarisches Leben in sich hat. Außerirdisches planetarisches Leben hat die Kreuzspinne in sich. Der Vogel ist eben hinter diesem Miterleben des planetarischen Erlebens zurückgeblieben, er hat es mehr nach dem Innern seines Organismus verlegt. Wenn er die Kreuzspinne frißt, so machen sich die planetarischen Kräfte in ihm bemerkbar. Da wollen die planetarischen Kräfte, die noch die Tendenz haben, Gestalt anzunehmen, den Vogel durchdringen, und damit hat er zu kämpfen. Er wird in dem Augenblicke, wo er die Kreuzspinne gefressen hat, mit seinem inneren Wollen zu einem Abbild des außerirdischen Lebens. Und da begibt er sich zu der entsprechenden Pflanze hin, die wiederum durch ihr Herauswachsen aus dem Boden und sogar dadurch, daß sie etwas nicht ganz verarbeiten kann unter dem planetarischen Einfluß, sondern es als Gift zurückbehält, dem Entgegengesetzten vom Planetarischen, nämlich dem Irdischen ähnlich geworden ist. Zu dem begibt sich das Tier hin und sucht Hilfe. Das ist wieder darauf zurückzuführen, daß in dem Augenblicke, wo in der Amsel das Kreuzspinnengift wirkt, gleich durch dieses Wirken des Kreuzspinnengiftes selbst der Gegeninstinkt hervorgerufen wird, der Abwehrinstinkt. Von dem Insultinstinkt geht es gleich über in den Abwehrinstinkt, so daß wir in der ganzen Erscheinung nichts anderes vor uns haben als eine sehr plastisch ausgestaltete Entwickelung desjenigen, was wir machen, wenn uns eine Fliege aufs Auge sitzt und wir das Auge zumachen oder die Hand bewegen mit einer einfachen Reflexbewegung.

[ 3 ] Diese Vorgänge im Tierreiche und auch im Pflanzenreiche sind außerordentlich wichtig zu beobachten. Denn dadurch wird man auch noch von etwas anderem geheilt, nämlich davon, zu glauben, daß das, was Verstand und Vernunft ist, bloß da innerhalb der Hirnschale enthalten ist. Der Verstand und die Vernunft fliegen nämlich herum, denn das ist ein ganz verständiges Benehmen, das da wirkt in dem Insultinstinkt und in dem Abwehrinstinkt bei dem Vogeltier. Da wirkt dasjenige, was äußere Vernunft und äußerer Verstand ist, und wir Menschen haben eben nur die Gabe, an dieser Wirkung des äußeren Verstandes und der äußeren Vernunft teilzunehmen. Wir nehmen teil daran, wir tragen das nicht in uns. Das ist ein Unsinn, daß wir es in uns tragen, sondern wir nehmen teil daran. Der Vogel nimmt noch nicht so teil, daß er sich aneignet für einen besonderen Körperteil das, was Insultinstinkt und Abwehrinstinkt ist. Er versteht noch mehr dasjenige, was in ihm liegt durch das Lungensystem, mehr als wir Menschen, die es schon durch das Kopfsystem verstehen, und er bringt wiederum durch das Lungensystem gegen Hyoscyamus hervor den Abwehrinstinkt, weil er weniger an der Peripherie, sondern im Grunde seines Wesens denkt. Wir haben also unser Denken herausgerissen aus der Lunge und aus dem rhythmischen System. Wir werden vielleicht auch davon noch genauer sprechen können, womit wir als Menschen denken. Jedenfalls aber denken wir nicht mehr so zentral, das heißt, wir denken auch nicht mehr so mit der Lunge und dem Herzen und so weiter, verbunden mit dem Kosmos, womit der Vogel denkt. Das sind die Dinge, die wiederum angeeignet werden müssen. Wenn Sie fragen: Wer hat den letzten Rest, den allerletzten Rest von diesen Instinkten noch aus uns allen ausgetrieben, durch die wir mit der Natur zusammenhängen? — so müssen wir sagen, den hat unsere Schulbildung und den allerletzten Rest unsere Universitätsbildung ausgerissen, denn die und alles das, was damit zusammenhängt, ist gründlich dazu veranlagt, das Zusammenleben des Menschen mit dem Naturganzen zu verhindern. Einseitig treiben auf der einen Seite die Sachen nach einer rafflinierten Intellektualität und auf der anderen Seite nach einer raffinierten Sexualität. Dasjenige, was zentral bei der Urmenschheit noch war, wird bei der modernen Menschheit in diese zwei Pole einfach auseinandergetrieben.

[ 3 ] Diese Vorgänge im Tierreiche und auch im Pflanzenreiche sind außerordentlich wichtig zu beobachten. Denn dadurch wird man auch noch von etwas anderem geheilt, nämlich davon, zu glauben, daß das, was Verstand und Vernunft ist, bloß da innerhalb der Hirnschale enthalten ist. Der Verstand und die Vernunft fliegen nämlich herum, denn das ist ein ganz verständiges Benehmen, das da wirkt in dem Insultinstinkt und in dem Abwehrinstinkt bei dem Vogeltier. Da wirkt dasjenige, was äußere Vernunft und äußerer Verstand ist, und wir Menschen haben eben nur die Gabe, an dieser Wirkung des äußeren Verstandes und der äußeren Vernunft teilzunehmen. Wir nehmen teil daran, wir tragen das nicht in uns. Das ist ein Unsinn, daß wir es in uns tragen, sondern wir nehmen teil daran. Der Vogel nimmt noch nicht so teil, daß er sich aneignet für einen besonderen Körperteil das, was Insultinstinkt und Abwehrinstinkt ist. Er versteht noch mehr dasjenige, was in ihm liegt durch das Lungensystem, mehr als wir Menschen, die es schon durch das Kopfsystem verstehen, und er bringt wiederum durch das Lungensystem gegen Hyoscyamus hervor den Abwehrinstinkt, weil er weniger an der Peripherie, sondern im Grunde seines Wesens denkt. Wir haben also unser Denken herausgerissen aus der Lunge und aus dem rhythmischen System. Wir werden vielleicht auch davon noch genauer sprechen können, womit wir als Menschen denken. Jedenfalls aber denken wir nicht mehr so zentral, das heißt, wir denken auch nicht mehr so mit der Lunge und dem Herzen und so weiter, verbunden mit dem Kosmos, womit der Vogel denkt. Das sind die Dinge, die wiederum angeeignet werden müssen. Wenn Sie fragen: Wer hat den letzten Rest, den allerletzten Rest von diesen Instinkten noch aus uns allen ausgetrieben, durch die wir mit der Natur zusammenhängen? — so müssen wir sagen, den hat unsere Schulbildung und den allerletzten Rest unsere Universitätsbildung ausgerissen, denn die und alles das, was damit zusammenhängt, ist gründlich dazu veranlagt, das Zusammenleben des Menschen mit dem Naturganzen zu verhindern. Einseitig treiben auf der einen Seite die Sachen nach einer rafflinierten Intellektualität und auf der anderen Seite nach einer raffinierten Sexualität. Dasjenige, was zentral bei der Urmenschheit noch war, wird bei der modernen Menschheit in diese zwei Pole einfach auseinandergetrieben.

[ 4 ] Nun sehen Sie, von dem Wiederhineinfinden in ein richtiges Weltverständnis wird es ja abhängen, daß wir in bezug auf unser Wissenschaftstreiben wiederum gesunden. Mit einem solchen gesunden Wissenschaftstreiben wird eben manches studiert werden müssen, was jetzt nur leider mit dem kranken Wissenschaftstreiben studiert wird.

[ 4 ] Nun sehen Sie, von dem Wiederhineinfinden in ein richtiges Weltverständnis wird es ja abhängen, daß wir in bezug auf unser Wissenschaftstreiben wiederum gesunden. Mit einem solchen gesunden Wissenschaftstreiben wird eben manches studiert werden müssen, was jetzt nur leider mit dem kranken Wissenschaftstreiben studiert wird.

[ 5 ] Nun wollen wir uns heute im Anschluß an das schon gestern Gesagte ein wenig mit Dingen beschäftigen, die in der Linie liegen, den Menschen so anzusehen, daß in dem Anschauen des Menschen so etwas liegt von einer Hinweisung auf den Heilungsprozeß. Bei der Urmenschheit war das nämlich in hohem Grade ausgebildet. In dem Augenblick, wo der Urmensch irgend etwas Abnormes am Menschen sah, wurde er auch gleich hingewiesen auf den Heilungsprozeß. Das sind Dinge, die der modernen Menschheit verlorengegangen sind. Und so kommt wenig der moderne Mensch durch Intuition auf dasjenige zum Beispiel, auf das der alte Mensch durch den Instinkt gekommen ist. Aber das ist die Entwickelung: vom Instinkt aus durch den Intellektualismus zur Intuition. Zu alledem, was am meisten leidet durch die bloße intellektualistische Entwickelung, müssen wir gerade Physiologie und Medizin rechnen. Die können am wenigsten in der Atmosphäre des Intellektualismus gedeihen. Denn nehmen wir einen konkreten Fall, nehmen wir zum Beispiel den Diabetiker. Was stellt denn eigentlich der Diabetiker in seiner ganzen abnormen Entwickelung dar? Eine richtige Anschauung des Diabetes kann man zunächst nur gewinnen, wenn man weiß, daß es sich dabei um ein schwaches Ich handelt, um eine schwache IchOrganisation, die nicht geeignet ist, den ganzen Prozeß zu bewältigen, der sich vollziehen soll in der Zuckerbildung. Man muß dasjenige, was vorliegt, nur in der richtigen Weise deuten. Es wäre etwas ganz Falsches, wenn man etwa glauben wollte, weil Zucker abgeht, daß ein zu starkes Ich vorhanden wäre. Nein, es ist ein zu schwaches Ich, denn es ist eben ein Ich entwickelt, das nicht so stark teilnimmt am organischen Prozeß, daß dieses Ich die Durchorganisierung des Organismus mit Zucker in der entsprechenden Weise besorgen kann. Das ist zunächst das, was eigentlich vorliegt. Mit dem hängt alles zusammen, was schließlich fördernd wirken kann auf die Zuckerruhr. Nicht wahr, wir können ja einen Anflug, möchte ich sagen, von Erkrankung zur Zuckerruhr schon erleben, wenn jemand gleichzeitig zuviel Süßspeisen genießt und dann Alkohol trinkt, der erste Anflug, der aber selbstverständlich wiederum vergehen kann, der nur zeigt, wie dadurch, daß in diesem Falle das Ich schwach gemacht wird, es den Prozeß nicht bewältigen kann, der eigentlich sich vollziehen soll, wie dadurch der Prozeß hervorgerufen wird. Dann handelt es sich darum, daß wir einmal einen Blick werfen auf all das, was hier vorliegen kann, und ich komme dabei auf einen Begriff, der bis jetzt noch wenig in diesen Betrachtungen hervorgetreten ist, der aber auf sehr vielen Fragezetteln sich findet und auf den wir in dem Rest unserer Vortragszeit auch noch genauer eingehen werden. Sie werden sehen, daß alles, was auf den Fragezetteln steht, schon zur Berücksichtigung kommt, aber es müssen die entsprechenden Vorbereitungen dazu getroffen werden. Ich komme da zu dem Begriff der erblichen Belastung, die ja eine große Rolle spielt gerade bei dem Diabetes.

[ 5 ] Nun wollen wir uns heute im Anschluß an das schon gestern Gesagte ein wenig mit Dingen beschäftigen, die in der Linie liegen, den Menschen so anzusehen, daß in dem Anschauen des Menschen so etwas liegt von einer Hinweisung auf den Heilungsprozeß. Bei der Urmenschheit war das nämlich in hohem Grade ausgebildet. In dem Augenblick, wo der Urmensch irgend etwas Abnormes am Menschen sah, wurde er auch gleich hingewiesen auf den Heilungsprozeß. Das sind Dinge, die der modernen Menschheit verlorengegangen sind. Und so kommt wenig der moderne Mensch durch Intuition auf dasjenige zum Beispiel, auf das der alte Mensch durch den Instinkt gekommen ist. Aber das ist die Entwickelung: vom Instinkt aus durch den Intellektualismus zur Intuition. Zu alledem, was am meisten leidet durch die bloße intellektualistische Entwickelung, müssen wir gerade Physiologie und Medizin rechnen. Die können am wenigsten in der Atmosphäre des Intellektualismus gedeihen. Denn nehmen wir einen konkreten Fall, nehmen wir zum Beispiel den Diabetiker. Was stellt denn eigentlich der Diabetiker in seiner ganzen abnormen Entwickelung dar? Eine richtige Anschauung des Diabetes kann man zunächst nur gewinnen, wenn man weiß, daß es sich dabei um ein schwaches Ich handelt, um eine schwache IchOrganisation, die nicht geeignet ist, den ganzen Prozeß zu bewältigen, der sich vollziehen soll in der Zuckerbildung. Man muß dasjenige, was vorliegt, nur in der richtigen Weise deuten. Es wäre etwas ganz Falsches, wenn man etwa glauben wollte, weil Zucker abgeht, daß ein zu starkes Ich vorhanden wäre. Nein, es ist ein zu schwaches Ich, denn es ist eben ein Ich entwickelt, das nicht so stark teilnimmt am organischen Prozeß, daß dieses Ich die Durchorganisierung des Organismus mit Zucker in der entsprechenden Weise besorgen kann. Das ist zunächst das, was eigentlich vorliegt. Mit dem hängt alles zusammen, was schließlich fördernd wirken kann auf die Zuckerruhr. Nicht wahr, wir können ja einen Anflug, möchte ich sagen, von Erkrankung zur Zuckerruhr schon erleben, wenn jemand gleichzeitig zuviel Süßspeisen genießt und dann Alkohol trinkt, der erste Anflug, der aber selbstverständlich wiederum vergehen kann, der nur zeigt, wie dadurch, daß in diesem Falle das Ich schwach gemacht wird, es den Prozeß nicht bewältigen kann, der eigentlich sich vollziehen soll, wie dadurch der Prozeß hervorgerufen wird. Dann handelt es sich darum, daß wir einmal einen Blick werfen auf all das, was hier vorliegen kann, und ich komme dabei auf einen Begriff, der bis jetzt noch wenig in diesen Betrachtungen hervorgetreten ist, der aber auf sehr vielen Fragezetteln sich findet und auf den wir in dem Rest unserer Vortragszeit auch noch genauer eingehen werden. Sie werden sehen, daß alles, was auf den Fragezetteln steht, schon zur Berücksichtigung kommt, aber es müssen die entsprechenden Vorbereitungen dazu getroffen werden. Ich komme da zu dem Begriff der erblichen Belastung, die ja eine große Rolle spielt gerade bei dem Diabetes.

[ 6 ] Das muß gesagt werden, daß gerade diese erbliche Belastung auf ein schwaches Ich hinwirkt. Immer können wir einen Zusammenhang konstatieren zwischen einem schwachen oder, man möchte auch sagen, nicht mit allen seinen Kräftekomplexen wirkenden Ich und demjenigen, was disponiert macht, unter der erblichen Belastung zu leiden. Denn wären wir einfach alle disponiert, unter der erblichen Belastung zu leiden, so würden wir alle unter ihr leiden. Daß wir nicht alle unter der erblichen Belastung leiden, das ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, daß diejenigen weniger unter ihr leiden, die ein gut funktionierendes Ich haben. Dann aber ist durchaus nicht zu übersehen, daß bei dem Diabetes in hohem Grade psychische Ursachen mehr oder weniger vorhanden sind und daß Aufregungen, die der Mensch durchmacht, wenn er leicht aufregbar ist, in hohem Grade zusammenhängen können mit der Erstehung des Diabetes. Warum ist das so? Das Ich ist eigentlich schwach, und weil es schwach ist, beschränkt es sich darauf, mehr in der Peripherie des Organismus tätig zu sein, durch das Gehirn einen starken Intellektualismus zu entwickeln. Aber dieses Ich ist nicht imstande, tiefer in den Organismus hineinzugehen, namentlich nicht in jene Partien des Organismus hineinzugehen, wo die eigentliche Bearbeitung des Eiweißes geschieht, jene Umarbeitung des Pflanzeneiweißes in tierisches Eiweiß. Dort hinein erstreckt sich dann die Tätigkeit des Ich nicht. Dafür aber beginnt um so mehr in diesen Gebieten, in die das Ich jetzt nicht hinein sich erstreckt, die Tätigkeit des astralischen Leibes. Denn die Tätigkeit des astralischen Leibes ist am allerregsten da, wo, ich möchte sagen, zwischen Verdauung, Blutbereitung und Atmung sich im Menschen der mittlere Organisationsprozeß abspielt. Dieser mittlere Organisationsprozeß wird durch die Schlaffheit des Ich sich selbst überlassen. Er beginnt allerlei eigensinnige, nicht mit dem ganzen Menschen, sondern mit dem zentralen Menschen zusammenhängende Prozesse zu entwickeln. Und man kann sagen, daß eben die Disposition zu Diabetes dann gegeben ist, wenn das Ich sich ausschließt von den inneren Prozessen. Nun, diese inneren, namentlich die inneren Absonderungsprozesse hängen wiederum stark zusammen mit der Gemütsbildung, der Gefühlsbildung. Während das Ich sich seine Hauptbeschäftigung sucht durch das Gehirn, bleibt unversorgt durch das Ich all die Tätigkeit, die eine absondernde ist, die namentlich eine oszillierende, eine zirkulierende Tätigkeit ist. Und damit hängt es zusammen, daß der Mensch die Herrschaft über gewisse psychische Einflüsse verliert, die sich als Gefühlseinflüsse geltend machen. Warum bleiben wir denn ruhig, wenn irgend etwas Aufregendes in unserer Umgebung geschieht? Wir bleiben aus dem Grunde ruhig, weil wir imstande sind, unseren Verstand hineinzusenden in unser Gedärm, weil wir wirklich in der Lage sind, nicht bloß im Gehirn zu bleiben, sondern den ganzen Menschen in Anspruch zu nehmen. Wenn wir nachdenken, können wir das nicht. Beschäftigen wir uns einseitig intellektualistisch aus dem Gehirn heraus, so macht das Innere des Menschen seine eigene Bewegung. Der Mensch ist dann für Aufregungen ganz besonders zugänglich, und die Folge davon ist, daß diese Aufregungen auch intellektuell als Aufregungen ihre organischen Prozesse hervorrufen, während sie eigentlich etwas anderes tun sollten. Sie sollten eigentlich nicht als Aufregungen schon, die auf das Gefühl wirken, ihre organischen Prozesse hervorbringen, sondern sie sollten sich erst durchdringen mit dem Intellekte, sollten erst durch den Verstand gemildert auf das Innere des Menschen wirken.

[ 6 ] Das muß gesagt werden, daß gerade diese erbliche Belastung auf ein schwaches Ich hinwirkt. Immer können wir einen Zusammenhang konstatieren zwischen einem schwachen oder, man möchte auch sagen, nicht mit allen seinen Kräftekomplexen wirkenden Ich und demjenigen, was disponiert macht, unter der erblichen Belastung zu leiden. Denn wären wir einfach alle disponiert, unter der erblichen Belastung zu leiden, so würden wir alle unter ihr leiden. Daß wir nicht alle unter der erblichen Belastung leiden, das ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, daß diejenigen weniger unter ihr leiden, die ein gut funktionierendes Ich haben. Dann aber ist durchaus nicht zu übersehen, daß bei dem Diabetes in hohem Grade psychische Ursachen mehr oder weniger vorhanden sind und daß Aufregungen, die der Mensch durchmacht, wenn er leicht aufregbar ist, in hohem Grade zusammenhängen können mit der Erstehung des Diabetes. Warum ist das so? Das Ich ist eigentlich schwach, und weil es schwach ist, beschränkt es sich darauf, mehr in der Peripherie des Organismus tätig zu sein, durch das Gehirn einen starken Intellektualismus zu entwickeln. Aber dieses Ich ist nicht imstande, tiefer in den Organismus hineinzugehen, namentlich nicht in jene Partien des Organismus hineinzugehen, wo die eigentliche Bearbeitung des Eiweißes geschieht, jene Umarbeitung des Pflanzeneiweißes in tierisches Eiweiß. Dort hinein erstreckt sich dann die Tätigkeit des Ich nicht. Dafür aber beginnt um so mehr in diesen Gebieten, in die das Ich jetzt nicht hinein sich erstreckt, die Tätigkeit des astralischen Leibes. Denn die Tätigkeit des astralischen Leibes ist am allerregsten da, wo, ich möchte sagen, zwischen Verdauung, Blutbereitung und Atmung sich im Menschen der mittlere Organisationsprozeß abspielt. Dieser mittlere Organisationsprozeß wird durch die Schlaffheit des Ich sich selbst überlassen. Er beginnt allerlei eigensinnige, nicht mit dem ganzen Menschen, sondern mit dem zentralen Menschen zusammenhängende Prozesse zu entwickeln. Und man kann sagen, daß eben die Disposition zu Diabetes dann gegeben ist, wenn das Ich sich ausschließt von den inneren Prozessen. Nun, diese inneren, namentlich die inneren Absonderungsprozesse hängen wiederum stark zusammen mit der Gemütsbildung, der Gefühlsbildung. Während das Ich sich seine Hauptbeschäftigung sucht durch das Gehirn, bleibt unversorgt durch das Ich all die Tätigkeit, die eine absondernde ist, die namentlich eine oszillierende, eine zirkulierende Tätigkeit ist. Und damit hängt es zusammen, daß der Mensch die Herrschaft über gewisse psychische Einflüsse verliert, die sich als Gefühlseinflüsse geltend machen. Warum bleiben wir denn ruhig, wenn irgend etwas Aufregendes in unserer Umgebung geschieht? Wir bleiben aus dem Grunde ruhig, weil wir imstande sind, unseren Verstand hineinzusenden in unser Gedärm, weil wir wirklich in der Lage sind, nicht bloß im Gehirn zu bleiben, sondern den ganzen Menschen in Anspruch zu nehmen. Wenn wir nachdenken, können wir das nicht. Beschäftigen wir uns einseitig intellektualistisch aus dem Gehirn heraus, so macht das Innere des Menschen seine eigene Bewegung. Der Mensch ist dann für Aufregungen ganz besonders zugänglich, und die Folge davon ist, daß diese Aufregungen auch intellektuell als Aufregungen ihre organischen Prozesse hervorrufen, während sie eigentlich etwas anderes tun sollten. Sie sollten eigentlich nicht als Aufregungen schon, die auf das Gefühl wirken, ihre organischen Prozesse hervorbringen, sondern sie sollten sich erst durchdringen mit dem Intellekte, sollten erst durch den Verstand gemildert auf das Innere des Menschen wirken.

[ 7 ] Nun handelt es sich darum, bei einer solchen Sache sich klarzumachen, was eigentlich vorliegt. Es liegt eine Schlaffheit des Ich vor. Das Ich ist am Menschen mit dem am meisten Außertellurischen verwandt, was zunächst auf den Menschen wirkt, also mit dem am meisten der Erde gegenüber Peripherischen. Eigentlich alles dasjenige, was in unser Ich wirkt, kommt sehr von auswärts der Erde an uns heran. Wir müssen daher versuchen, diejenigen Prozesse kennenzulernen, welche verwandt sind mit diesen Prozessen, die mit unserem Ich etwas zu tun haben, die im Außermenschlichen verwandt sind damit, so daß wir in die Lage kommen, das Ich in eine Sphäre zu versetzen, durch die es gewissermaßen lernt, am Außerirdischen so teilzunehmen, wie es sollte.

[ 7 ] Nun handelt es sich darum, bei einer solchen Sache sich klarzumachen, was eigentlich vorliegt. Es liegt eine Schlaffheit des Ich vor. Das Ich ist am Menschen mit dem am meisten Außertellurischen verwandt, was zunächst auf den Menschen wirkt, also mit dem am meisten der Erde gegenüber Peripherischen. Eigentlich alles dasjenige, was in unser Ich wirkt, kommt sehr von auswärts der Erde an uns heran. Wir müssen daher versuchen, diejenigen Prozesse kennenzulernen, welche verwandt sind mit diesen Prozessen, die mit unserem Ich etwas zu tun haben, die im Außermenschlichen verwandt sind damit, so daß wir in die Lage kommen, das Ich in eine Sphäre zu versetzen, durch die es gewissermaßen lernt, am Außerirdischen so teilzunehmen, wie es sollte.

[ 8 ] Nun liegt im Irdischen derselbe Prozeß, durch den das Ich vom Außerirdischen veranlaßt wird, an seiner Innenorganisation, an seiner Zentralorganisation zu arbeiten, überall da, von wo dieses selbe Außerirdische die Erde, entweder die mineralische Erde oder die pflanzenbedeckte Erde, veranlaßt, ätherische Öle zu bilden, überhaupt Öle zu bilden. Das ist der Weg, von dem wir uns führen lassen müssen. Geradeso wie das menschliche Ich sich betätigt im Auge, wie es da wirklich in diesem vorgeschobenen Golf mit der Außenwelt sich in unmittelbare Beziehung setzt, so müssen wir das Ich mit dem Ölbildungsprozeß in Beziehung setzen. Das können wir wohl am besten dadurch, daß wir versuchen, fein zerstäubtes Öl im Bade zu verarbeiten und den Menschen zu behandeln mit den Ölbädern. Das ist etwas, was in hohem Grade wünschenswert wäre, daß vor allen Dingen versucht würde, welche Zerstäubung man braucht, wie oft und so weiter die Dinge vorgenommen werden müssen. Aber es ist der Weg, um zur Bekämpfung der den Organismus so verheerend angreifenden Zuckerruhr zu kommen. Sie sehen daraus, wie das Hineinschauen in den äußeren Prozeß und das Zusammendenken dieses äußeren Prozesses mit dem inneren menschlichen Prozeß tatsächlich eine menschlich-außermenschliche Physiologie, die dann zu gleicher Zeit eine Therapie ist, schafft, und das ist der Weg, auf dem man irgend etwas erreichen muß.

[ 8 ] Nun liegt im Irdischen derselbe Prozeß, durch den das Ich vom Außerirdischen veranlaßt wird, an seiner Innenorganisation, an seiner Zentralorganisation zu arbeiten, überall da, von wo dieses selbe Außerirdische die Erde, entweder die mineralische Erde oder die pflanzenbedeckte Erde, veranlaßt, ätherische Öle zu bilden, überhaupt Öle zu bilden. Das ist der Weg, von dem wir uns führen lassen müssen. Geradeso wie das menschliche Ich sich betätigt im Auge, wie es da wirklich in diesem vorgeschobenen Golf mit der Außenwelt sich in unmittelbare Beziehung setzt, so müssen wir das Ich mit dem Ölbildungsprozeß in Beziehung setzen. Das können wir wohl am besten dadurch, daß wir versuchen, fein zerstäubtes Öl im Bade zu verarbeiten und den Menschen zu behandeln mit den Ölbädern. Das ist etwas, was in hohem Grade wünschenswert wäre, daß vor allen Dingen versucht würde, welche Zerstäubung man braucht, wie oft und so weiter die Dinge vorgenommen werden müssen. Aber es ist der Weg, um zur Bekämpfung der den Organismus so verheerend angreifenden Zuckerruhr zu kommen. Sie sehen daraus, wie das Hineinschauen in den äußeren Prozeß und das Zusammendenken dieses äußeren Prozesses mit dem inneren menschlichen Prozeß tatsächlich eine menschlich-außermenschliche Physiologie, die dann zu gleicher Zeit eine Therapie ist, schafft, und das ist der Weg, auf dem man irgend etwas erreichen muß.

[ 9 ] Von da aus möchte ich Sie nun darauf verweisen, wie — also noch einmal, nachdem wir eher konkretere Begriffe gewonnen haben — der Mensch eigentlich mit der Umgebung verwandt ist. Betrachten Sie noch einmal die Flora der Erde, betrachten Sie das ganze Pflanzenwesen der Erde, wie es vom Erdboden nach oben strebt, gewissermaßen die Kräfte in der Blüte zerstäubt, in der Frucht wiederum sammelt, und betrachten Sie, was alles für tausenderlei merkwürdige Variationen dieses Prozesses vorhanden sind, wie dasjenige, was sonst ganz in den Samen schießt, zurückgehalten werden kann in der Blattbildung, die Blätter dadurch krautartig werden, dick werden, wie erst vielleicht die Samenhüllen dick werden, indem gerade noch vor Torschluß gewisse Kräfte zurückgehalten werden — alle möglichen Variationen haben Sie da.

[ 9 ] Von da aus möchte ich Sie nun darauf verweisen, wie — also noch einmal, nachdem wir eher konkretere Begriffe gewonnen haben — der Mensch eigentlich mit der Umgebung verwandt ist. Betrachten Sie noch einmal die Flora der Erde, betrachten Sie das ganze Pflanzenwesen der Erde, wie es vom Erdboden nach oben strebt, gewissermaßen die Kräfte in der Blüte zerstäubt, in der Frucht wiederum sammelt, und betrachten Sie, was alles für tausenderlei merkwürdige Variationen dieses Prozesses vorhanden sind, wie dasjenige, was sonst ganz in den Samen schießt, zurückgehalten werden kann in der Blattbildung, die Blätter dadurch krautartig werden, dick werden, wie erst vielleicht die Samenhüllen dick werden, indem gerade noch vor Torschluß gewisse Kräfte zurückgehalten werden — alle möglichen Variationen haben Sie da.

[ 10 ] Nun ist aber dieser Pflanzenbildungsprozeß wahrhaftig nicht dasjenige, was man nur ansehen darf von Seite des physischen Wirkens etwa von der Erde aus oder noch des Gegenwirkens vom Lichte aus, sondern so wahr es ist, daß die Pflanze in sich den physischen Leib und den Ätherleib birgt, so wahr ist es, daß oben, wo das Außerirdische gewissermaßen heranstößt an das Irdische, mit diesem ganzen im physischen Leib und Ätherleib aufgehenden Pflanzlichen ein Kosmisch-Astralisches zusammenhängt. Man könnte sagen: die Pflanze wächst einem Tierbildungsprozeß entgegen, den sie aber nicht erreicht. Die Erde ist, ich möchte sagen, in ihrem Innern durchtränkt von dem Pflanzenbildeprozeß, und sie ist da, wo auch die Atmosphäre ist, der die Pflanzen entgegenwachsen, durchtränkt von einem Tierbildeprozeß, der eben einfach nicht zum Austrag kommt, dem die Pflanze zuwächst, den sie aber nicht erreicht. Dieser Prozeß, den wir sich abspielen sehen, ich möchte sagen, hinwebend über die blühende Pflanzenwelt, und der da der ganzen Erde gegenüber einen Kreis-Charakter hat, dieser ganze Prozeß ist überall zentralisiert in dem Tiere selbst; da ist er ins Innere verlegt. Die Tiere spalten sich gewissermaßen dasjenige heraus, was über den Pflanzen geschieht, verlegen es in ihr Inneres, und die Organe, die sie vor den Pflanzen voraus haben, die sind eigentlich nichts anderes als das, was sie für sich in Anspruch nehmen, dasjenige als Wirksamkeit zentral von einem Punkte aus zu entfalten, was sonst peripherisch von außen her auf die Pflanze gerichtet wird.

[ 10 ] Nun ist aber dieser Pflanzenbildungsprozeß wahrhaftig nicht dasjenige, was man nur ansehen darf von Seite des physischen Wirkens etwa von der Erde aus oder noch des Gegenwirkens vom Lichte aus, sondern so wahr es ist, daß die Pflanze in sich den physischen Leib und den Ätherleib birgt, so wahr ist es, daß oben, wo das Außerirdische gewissermaßen heranstößt an das Irdische, mit diesem ganzen im physischen Leib und Ätherleib aufgehenden Pflanzlichen ein Kosmisch-Astralisches zusammenhängt. Man könnte sagen: die Pflanze wächst einem Tierbildungsprozeß entgegen, den sie aber nicht erreicht. Die Erde ist, ich möchte sagen, in ihrem Innern durchtränkt von dem Pflanzenbildeprozeß, und sie ist da, wo auch die Atmosphäre ist, der die Pflanzen entgegenwachsen, durchtränkt von einem Tierbildeprozeß, der eben einfach nicht zum Austrag kommt, dem die Pflanze zuwächst, den sie aber nicht erreicht. Dieser Prozeß, den wir sich abspielen sehen, ich möchte sagen, hinwebend über die blühende Pflanzenwelt, und der da der ganzen Erde gegenüber einen Kreis-Charakter hat, dieser ganze Prozeß ist überall zentralisiert in dem Tiere selbst; da ist er ins Innere verlegt. Die Tiere spalten sich gewissermaßen dasjenige heraus, was über den Pflanzen geschieht, verlegen es in ihr Inneres, und die Organe, die sie vor den Pflanzen voraus haben, die sind eigentlich nichts anderes als das, was sie für sich in Anspruch nehmen, dasjenige als Wirksamkeit zentral von einem Punkte aus zu entfalten, was sonst peripherisch von außen her auf die Pflanze gerichtet wird.

[ 11 ] Nun ist dieser selbe Prozeß, der Tierbildeprozeß, auch im Menschen, aber er liegt im Menschen mehr nach dem Zentrum der ganzen physischen Organisation hin. Er liegt mehr nach alledem hin, was sich abspielt zwischen Verdauung, Blutbildung, Atmung. Da ist der Mensch am meisten ähnlich in bezug auf seinen menschenbildenden Prozeß dem heutigen tierbildenden Prozeß. Daher ist es auch so, daß dieser innere, physisch innere Mensch am meisten Verwandtschaft hat mit all dem, was die Lebenstendenzen des Pflanzlichen sind, und daß wir immer darauf rechnen können, diesem inneren Menschen beizukommen gerade mit dem, was sich als Lebenstendenzen im pflanzlichen Reiche geltend macht. Aber nun hat der Mensch eben einfach vor dem Tiere etwas voraus, das darauf beruht, daß er nicht nur den Wechselprozeß durchmacht, wie das Tier zwischen der Pflanze und dem Astralen, sondern daß er den Wechselprozeß durchmacht zwischen dem Mineral und demjenigen, was über-astral ist, was also noch weiter peripherisch ist als das bloß Astralische. So können wir sagen: Gerade das ist für den Menschen der gegenwärtigen Erdenentwickelung charakteristisch, daß er den mineralischen Bildungsprozeß mitmacht. Und geradeso wie im Tierischen eine Umwandlung des Eiweißes stattfindet, so findet ein Prozeß fortwährend statt, der eigentlich von der Wissenschaft gar nicht berücksichtigt wird, der eine mehr peripherische Tendenz hat als die tierische Umwandlung des Eiweißbildungsprozesses und der sich abspielt, wenn wir so sagen dürfen, zwischen dem Himmel und dem Mineralreiche. Wir können ihn nennen, wenn wir einen Ausdruck für ihn haben wollen, nach seinem Charakteristischesten, den Entsalzungsprozeß.

[ 11 ] Nun ist dieser selbe Prozeß, der Tierbildeprozeß, auch im Menschen, aber er liegt im Menschen mehr nach dem Zentrum der ganzen physischen Organisation hin. Er liegt mehr nach alledem hin, was sich abspielt zwischen Verdauung, Blutbildung, Atmung. Da ist der Mensch am meisten ähnlich in bezug auf seinen menschenbildenden Prozeß dem heutigen tierbildenden Prozeß. Daher ist es auch so, daß dieser innere, physisch innere Mensch am meisten Verwandtschaft hat mit all dem, was die Lebenstendenzen des Pflanzlichen sind, und daß wir immer darauf rechnen können, diesem inneren Menschen beizukommen gerade mit dem, was sich als Lebenstendenzen im pflanzlichen Reiche geltend macht. Aber nun hat der Mensch eben einfach vor dem Tiere etwas voraus, das darauf beruht, daß er nicht nur den Wechselprozeß durchmacht, wie das Tier zwischen der Pflanze und dem Astralen, sondern daß er den Wechselprozeß durchmacht zwischen dem Mineral und demjenigen, was über-astral ist, was also noch weiter peripherisch ist als das bloß Astralische. So können wir sagen: Gerade das ist für den Menschen der gegenwärtigen Erdenentwickelung charakteristisch, daß er den mineralischen Bildungsprozeß mitmacht. Und geradeso wie im Tierischen eine Umwandlung des Eiweißes stattfindet, so findet ein Prozeß fortwährend statt, der eigentlich von der Wissenschaft gar nicht berücksichtigt wird, der eine mehr peripherische Tendenz hat als die tierische Umwandlung des Eiweißbildungsprozesses und der sich abspielt, wenn wir so sagen dürfen, zwischen dem Himmel und dem Mineralreiche. Wir können ihn nennen, wenn wir einen Ausdruck für ihn haben wollen, nach seinem Charakteristischesten, den Entsalzungsprozeß.

[ 12 ] Sehen Sie, es ist ja im Organismus, also in unserem menschlichen Organismus, ein fortwährend wirkender Entsalzungsprozeß vorhanden, eine Tendenz, die Salzbildung in ihr Gegenteil zu verwandeln, und darauf eigentlich beruht unser Menschsein, vor allen Dingen unser über das Tierische hinausgehendes menschliches Denken. Wir stemmen uns als peripherischer Mensch — jetzt nicht als zentraler Mensch, der eben der Tierbildung ähnlich ist — gegen die Salzbildung. Wir stellen der Salzbildung etwas entgegen wie das Tier den gewöhnlichen erdbildenden Kräften des Pflanzeneiweißes. In diesem Entgegenstellen liegen die Kräfte, die wir nun für den Menschen vorzugsweise im mineralischen Reiche selber aufsuchen müssen, damit wir gewisse Dinge, denen wir nicht beikommen mit den bloßen Pflanzenheilmitteln, heilen können. Ich möchte sagen, man sieht einfach den Menschen zu sehr als bloßes Tier an, wenn man ihn nur mit den Pflanzenheilmitteln behandeln will. Man ehrt den Menschen, wenn man ihm zumutet, daß er auch an diesem stärkeren Kampf, der geführt wird in der Umgebung der Erde gegen die Mineralisierung der Erde, teilnimmt und wenn wir ihn in die Möglichkeit versetzen müssen, an diesem stärkeren Kampfe sich zu beteiligen, das Ich gewissermaßen teilnehmen zu lassen an diesem stärkeren Kampfe.

[ 12 ] Sehen Sie, es ist ja im Organismus, also in unserem menschlichen Organismus, ein fortwährend wirkender Entsalzungsprozeß vorhanden, eine Tendenz, die Salzbildung in ihr Gegenteil zu verwandeln, und darauf eigentlich beruht unser Menschsein, vor allen Dingen unser über das Tierische hinausgehendes menschliches Denken. Wir stemmen uns als peripherischer Mensch — jetzt nicht als zentraler Mensch, der eben der Tierbildung ähnlich ist — gegen die Salzbildung. Wir stellen der Salzbildung etwas entgegen wie das Tier den gewöhnlichen erdbildenden Kräften des Pflanzeneiweißes. In diesem Entgegenstellen liegen die Kräfte, die wir nun für den Menschen vorzugsweise im mineralischen Reiche selber aufsuchen müssen, damit wir gewisse Dinge, denen wir nicht beikommen mit den bloßen Pflanzenheilmitteln, heilen können. Ich möchte sagen, man sieht einfach den Menschen zu sehr als bloßes Tier an, wenn man ihn nur mit den Pflanzenheilmitteln behandeln will. Man ehrt den Menschen, wenn man ihm zumutet, daß er auch an diesem stärkeren Kampf, der geführt wird in der Umgebung der Erde gegen die Mineralisierung der Erde, teilnimmt und wenn wir ihn in die Möglichkeit versetzen müssen, an diesem stärkeren Kampfe sich zu beteiligen, das Ich gewissermaßen teilnehmen zu lassen an diesem stärkeren Kampfe.

[ 13 ] Aber sehen Sie, eigentlich jedesmal, wenn wir den Menschen mit Kiesel behandeln, so appellieren wir an seine kieselzerspaltende Kraft, an seine Überwindungskraft gegenüber diesem harten Mineralischen, und wir versetzen dadurch das Ich in eine Lage, daß es sehr stark teilnimmt an dem, was ja auf der Erde gar nicht mehr geschieht, sondern außerhalb des Irdischen, wo Kräfte walten, die dahin gehen, daß alles irdisch Feste im Weltenraume zersplittert wird. Der Weltenraum hat ja die Eigentümlichkeit, daß er alles, was im Planetarischen fest wird, was sich im Planetarischen zusammenballt, zersplittert, in kleinste Splitter zerhaut. Das tun wir im gewöhnlichen Leben selten, wir machen es selten mit. Und am meisten machen das mit, was sonst nur der Weltenraum tut, die mathematischen Naturen, die Naturen, die sich gewöhnen, viel in Figuren zu leben, die sich gewöhnen, viel in mathematischen Formen zu denken. Denn dieses Denken beruht auf dem Zerschlagen des Mineralischen. Während die Menschen, die eine gewisse Abneigung haben gegen das Mathematische, sich mehr auf einen bloßen EntsalzungsprozeßB beschränken wollen, die können nicht innerlich Mechaniker des Zerhauens werden. Das ist der Unterschied zwischen mathematischen Naturen und nichtmathematischen Naturen. Dieses Entgegenwirken dem Mineralisierungsprozeß der Erde liegt ja sehr vielen Heilprozeßideen zugrunde.

[ 13 ] Aber sehen Sie, eigentlich jedesmal, wenn wir den Menschen mit Kiesel behandeln, so appellieren wir an seine kieselzerspaltende Kraft, an seine Überwindungskraft gegenüber diesem harten Mineralischen, und wir versetzen dadurch das Ich in eine Lage, daß es sehr stark teilnimmt an dem, was ja auf der Erde gar nicht mehr geschieht, sondern außerhalb des Irdischen, wo Kräfte walten, die dahin gehen, daß alles irdisch Feste im Weltenraume zersplittert wird. Der Weltenraum hat ja die Eigentümlichkeit, daß er alles, was im Planetarischen fest wird, was sich im Planetarischen zusammenballt, zersplittert, in kleinste Splitter zerhaut. Das tun wir im gewöhnlichen Leben selten, wir machen es selten mit. Und am meisten machen das mit, was sonst nur der Weltenraum tut, die mathematischen Naturen, die Naturen, die sich gewöhnen, viel in Figuren zu leben, die sich gewöhnen, viel in mathematischen Formen zu denken. Denn dieses Denken beruht auf dem Zerschlagen des Mineralischen. Während die Menschen, die eine gewisse Abneigung haben gegen das Mathematische, sich mehr auf einen bloßen EntsalzungsprozeßB beschränken wollen, die können nicht innerlich Mechaniker des Zerhauens werden. Das ist der Unterschied zwischen mathematischen Naturen und nichtmathematischen Naturen. Dieses Entgegenwirken dem Mineralisierungsprozeß der Erde liegt ja sehr vielen Heilprozeßideen zugrunde.

[ 14 ] Das sind wiederum Dinge, die einfach zu dem Insult- und Abwehrinstinkt der alten Menschheit gehörten. Wenn der alte Mensch irgend etwas merkte davon, daß er schwach wurde im Denken, dann wandte er sich an irgend etwas Mineralisches, das er sich zuführte, und in dem Zersprengen, in dem innerlichen Zersprengen dieses Mineralischen eignete er sich wiederum die Fähigkeit an, mit dem sehr weit von der Erde entfernt liegenden Außerirdischen sich in Einklang zu versetzen.

[ 14 ] Das sind wiederum Dinge, die einfach zu dem Insult- und Abwehrinstinkt der alten Menschheit gehörten. Wenn der alte Mensch irgend etwas merkte davon, daß er schwach wurde im Denken, dann wandte er sich an irgend etwas Mineralisches, das er sich zuführte, und in dem Zersprengen, in dem innerlichen Zersprengen dieses Mineralischen eignete er sich wiederum die Fähigkeit an, mit dem sehr weit von der Erde entfernt liegenden Außerirdischen sich in Einklang zu versetzen.

[ 15 ] Nun, man kann geradezu die außermenschliche Natur so verfolgen, daß man, ich möchte sagen, handgreiflich sieht, wie berechtigt solche Dinge sind. Sie lassen sich durch die Beobachtung eigentlich gut verifizieren. Betrachten Sie, um diesen Verifizierungsprozeß zu verfolgen, eine Pflanze, die außerordentlich interessant ist in dieser Beziehung: Betula alba, die Weißbirke. Die Weißbirke widerstrebt eigentlich in doppelter Weise dem gewöhnlichen Pflanzenbildungsprozeß schon ihrerseits, sie macht den gewöhnlichen Pflanzenbildungsprozeß nicht mit. Der gewöhnliche Pflanzenbildungsprozeß käme nämlich heraus, wenn Sie das, was in der Birkenrinde vor sich geht, vermischen könnten mit dem, was in den Birkenblättern, namentlich in den jungen Blättern des Frühlings, vor sich geht, die noch diesen bräunlichen Anflug haben. Wenn Sie diese zwei voneinander entfernten Prozesse miteinander vermischen würden, so daß dasjenige, was in der Birkenrinde wirkt, an einem Orte zusammenwirken würde mit dem, was in den Birkenblättern wirkt, dann würden Sie eine wunderbare, krautartige und blütentragende Krautpflanze erhalten. Die Birke entsteht eben einfach dadurch, daß die Prozesse, die in einer lebendigen Eiweißbildung zustande kommen, mehr in die Blätter hinein getragen werden, als das sonst der Fall ist, daß da in den Blättern der Eiweißbildungsprozeß gewissermaßen konzentriert wird und daß dafür in der Rinde der Prozeß, der in der Bildung der Kalisalze liegt, konserviert wird. Diese zwei Prozesse, die fließen in der anderen Pflanze, die eben nicht Birke wird, sondern krautartig bleibt, so zusammen, daß in der Wurzel sich bereits durchdringt dasjenige, was im Kalisalzbildungsprozeß liegt, mit dem Eiweißbildungsprozeß. Die Birke stößt das, was die Wurzel aus der Erde nimmt, nach außen in die Rinde und schickt dasjenige, was sonst die andere Pflanze durchmischt mit dem, was sie der Erde entnimmt, in das Blatt hinein, nachdem sie das der Erde entnommene zuerst in die Rinde abgestoßen hat. Dadurch richtet sich die Birke nach zwei Seiten hin her, auf den menschlichen Organismus in verschiedener Art zu wirken: sie richtet sich her durch ihre Rinde, die also die entsprechenden Kalisalze enthält, namentlich dann zu wirken, wenn der Mensch angeleitet werden soll zu Entsalzungen, zum Beispiel bei Hautausschlägen, so daß, ich möchte sagen, dasjenige, was bei der Birke nach unten in die Rinde schießt, beim Menschen nach außen schießt und da heilend wirkt. Nehmen Sie die Blätter, welche konservieren die eiweißbildenden Kräfte, so bekommen Sie dasjenige aus der Birke heraus, was insbesondere nach dem Zentralmenschen geht und den Zentralmenschen beeinflußt und als ein gutes Heilmittel sich erweisen kann bei Gicht und Rheumatismus. Und wollen Sie dann den Prozeß noch steigern, so gehen Sie in das Mineralische der Birkenbildung hinein, nehmen Sie Birkenholz und bereiten Sie daraus eine vegetabilische Kohle, und Sie bekommen stark wirkende Heilkräfte für alles dasjenige, was nun gerade, ich möchte sagen, innerlich-äußerlich wirkt für die Außenseite des Inneren, für die Gedärme und so weiter. Man muß der äußeren Form der Pflanze ansehen lernen, wie sie auf den Menschen wirkt. Studieren Sie Betula alba, so können Sie sich eigentlich sagen: Diese Birke, sie ist eigentlich so, daß wenn wir sie im Bilde im Menschen verwandeln wollten, so daß sie den ganzen Menschen gesundet, so würde das so sein, daß wir sie umdrehen, vor allem daß wir ihre ins Holz und in die Rinde strebenden Kräfte in die Haut, in die Peripherie des Menschen einverleiben und das, was sie nach außen wendet, ins Innere umstülpen. Dann stülpen wir den ganzen Birkenbaum in den Menschen so hinein — als Bild, es soll ein Bild geben -—, daß wir eigentlich in diesem Bilde des Birkenbaumes verfolgen können: Das ist heilkräftig für den Menschen.

[ 15 ] Nun, man kann geradezu die außermenschliche Natur so verfolgen, daß man, ich möchte sagen, handgreiflich sieht, wie berechtigt solche Dinge sind. Sie lassen sich durch die Beobachtung eigentlich gut verifizieren. Betrachten Sie, um diesen Verifizierungsprozeß zu verfolgen, eine Pflanze, die außerordentlich interessant ist in dieser Beziehung: Betula alba, die Weißbirke. Die Weißbirke widerstrebt eigentlich in doppelter Weise dem gewöhnlichen Pflanzenbildungsprozeß schon ihrerseits, sie macht den gewöhnlichen Pflanzenbildungsprozeß nicht mit. Der gewöhnliche Pflanzenbildungsprozeß käme nämlich heraus, wenn Sie das, was in der Birkenrinde vor sich geht, vermischen könnten mit dem, was in den Birkenblättern, namentlich in den jungen Blättern des Frühlings, vor sich geht, die noch diesen bräunlichen Anflug haben. Wenn Sie diese zwei voneinander entfernten Prozesse miteinander vermischen würden, so daß dasjenige, was in der Birkenrinde wirkt, an einem Orte zusammenwirken würde mit dem, was in den Birkenblättern wirkt, dann würden Sie eine wunderbare, krautartige und blütentragende Krautpflanze erhalten. Die Birke entsteht eben einfach dadurch, daß die Prozesse, die in einer lebendigen Eiweißbildung zustande kommen, mehr in die Blätter hinein getragen werden, als das sonst der Fall ist, daß da in den Blättern der Eiweißbildungsprozeß gewissermaßen konzentriert wird und daß dafür in der Rinde der Prozeß, der in der Bildung der Kalisalze liegt, konserviert wird. Diese zwei Prozesse, die fließen in der anderen Pflanze, die eben nicht Birke wird, sondern krautartig bleibt, so zusammen, daß in der Wurzel sich bereits durchdringt dasjenige, was im Kalisalzbildungsprozeß liegt, mit dem Eiweißbildungsprozeß. Die Birke stößt das, was die Wurzel aus der Erde nimmt, nach außen in die Rinde und schickt dasjenige, was sonst die andere Pflanze durchmischt mit dem, was sie der Erde entnimmt, in das Blatt hinein, nachdem sie das der Erde entnommene zuerst in die Rinde abgestoßen hat. Dadurch richtet sich die Birke nach zwei Seiten hin her, auf den menschlichen Organismus in verschiedener Art zu wirken: sie richtet sich her durch ihre Rinde, die also die entsprechenden Kalisalze enthält, namentlich dann zu wirken, wenn der Mensch angeleitet werden soll zu Entsalzungen, zum Beispiel bei Hautausschlägen, so daß, ich möchte sagen, dasjenige, was bei der Birke nach unten in die Rinde schießt, beim Menschen nach außen schießt und da heilend wirkt. Nehmen Sie die Blätter, welche konservieren die eiweißbildenden Kräfte, so bekommen Sie dasjenige aus der Birke heraus, was insbesondere nach dem Zentralmenschen geht und den Zentralmenschen beeinflußt und als ein gutes Heilmittel sich erweisen kann bei Gicht und Rheumatismus. Und wollen Sie dann den Prozeß noch steigern, so gehen Sie in das Mineralische der Birkenbildung hinein, nehmen Sie Birkenholz und bereiten Sie daraus eine vegetabilische Kohle, und Sie bekommen stark wirkende Heilkräfte für alles dasjenige, was nun gerade, ich möchte sagen, innerlich-äußerlich wirkt für die Außenseite des Inneren, für die Gedärme und so weiter. Man muß der äußeren Form der Pflanze ansehen lernen, wie sie auf den Menschen wirkt. Studieren Sie Betula alba, so können Sie sich eigentlich sagen: Diese Birke, sie ist eigentlich so, daß wenn wir sie im Bilde im Menschen verwandeln wollten, so daß sie den ganzen Menschen gesundet, so würde das so sein, daß wir sie umdrehen, vor allem daß wir ihre ins Holz und in die Rinde strebenden Kräfte in die Haut, in die Peripherie des Menschen einverleiben und das, was sie nach außen wendet, ins Innere umstülpen. Dann stülpen wir den ganzen Birkenbaum in den Menschen so hinein — als Bild, es soll ein Bild geben -—, daß wir eigentlich in diesem Bilde des Birkenbaumes verfolgen können: Das ist heilkräftig für den Menschen.

[ 16 ] Wenn Sie Pflanzen finden, die, ich möchte sagen, die Wurzelbildung sehr stark aufnehmen, die also sehr stark die Wurzelkraft entwickeln, so daß die Wurzelkräfte in sie Kali- und Natronsalze ablagern, so können Sie finden in dieser Tendenz, gewissermaßen im Kraut die Wurzeln festzuhalten, diejenige Tendenz, die heilend wirkt bei Blutungen, aber auch bei Grießbildungen, Nierengrießbildungen und so weiter. Eine solche Pflanze, die in dieser Weise bei Blutungen gut brauchbar wäre, bei inneren Blutungen, bei Nierengrießbildungen und alledem, was dazwischenliegt, wäre Capsella bursa-pastoris, das Hirtentäschel.

[ 16 ] Wenn Sie Pflanzen finden, die, ich möchte sagen, die Wurzelbildung sehr stark aufnehmen, die also sehr stark die Wurzelkraft entwickeln, so daß die Wurzelkräfte in sie Kali- und Natronsalze ablagern, so können Sie finden in dieser Tendenz, gewissermaßen im Kraut die Wurzeln festzuhalten, diejenige Tendenz, die heilend wirkt bei Blutungen, aber auch bei Grießbildungen, Nierengrießbildungen und so weiter. Eine solche Pflanze, die in dieser Weise bei Blutungen gut brauchbar wäre, bei inneren Blutungen, bei Nierengrießbildungen und alledem, was dazwischenliegt, wäre Capsella bursa-pastoris, das Hirtentäschel.

[ 17 ] Nun denken Sie sich einmal so recht hinein in eine solche Pflanze, wie sie zum Beispiel das gewöhnliche Löffelkraut ist, Cochlearia officinalis. Diese Pflanze ist auch interessant zu studieren. Diese Pflanze nämlich hat schwefelartige, schwefelhaltige Öle in sich. Dadurch, daß sie schwefelhaltige Öle in sich hat, wirkt sie direkt in sich auf ihr Eiweiß durch den Schwefel. Nun ist der Schwefel im Mineralischen dasjenige, was auf das Eiweiß so wirkt, daß seine Kräfte, seine Bildungskräfte gefördert werden. Es wird eigentlich der eiweißbildende Prozeß, wenn er zu träge verläuft, durch den hinzugefügten Schwefelprozeß beschleunigt. Das ist im wesentlichen all dasjenige, was solch eine Pflanze wie das Löffelkraut in sich organisch gebildet hat. Dadurch, daß das Löffelkraut auf gewissen Standorten wächst, dadurch, daß es in einer ganz bestimmten Weise in die Natur eingefügt ist, dadurch ist es dazu verurteilt, zu träge wirkende Eiweißprozesse zu bilden, und es wird durch einen wunderbaren Naturinstinkt der Ausgleich geschaffen durch die schwefelhaltigen Öle, die darinnen sind, die diesen träge wirkenden Eiweißprozessen entgegenkommen.

[ 17 ] Nun denken Sie sich einmal so recht hinein in eine solche Pflanze, wie sie zum Beispiel das gewöhnliche Löffelkraut ist, Cochlearia officinalis. Diese Pflanze ist auch interessant zu studieren. Diese Pflanze nämlich hat schwefelartige, schwefelhaltige Öle in sich. Dadurch, daß sie schwefelhaltige Öle in sich hat, wirkt sie direkt in sich auf ihr Eiweiß durch den Schwefel. Nun ist der Schwefel im Mineralischen dasjenige, was auf das Eiweiß so wirkt, daß seine Kräfte, seine Bildungskräfte gefördert werden. Es wird eigentlich der eiweißbildende Prozeß, wenn er zu träge verläuft, durch den hinzugefügten Schwefelprozeß beschleunigt. Das ist im wesentlichen all dasjenige, was solch eine Pflanze wie das Löffelkraut in sich organisch gebildet hat. Dadurch, daß das Löffelkraut auf gewissen Standorten wächst, dadurch, daß es in einer ganz bestimmten Weise in die Natur eingefügt ist, dadurch ist es dazu verurteilt, zu träge wirkende Eiweißprozesse zu bilden, und es wird durch einen wunderbaren Naturinstinkt der Ausgleich geschaffen durch die schwefelhaltigen Öle, die darinnen sind, die diesen träge wirkenden Eiweißprozessen entgegenkommen.

[ 18 ] Nun ist ein beschleunigter Eiweißprozeß etwas anderes als ein Eiweißprozeß, der schon durch seine Natur geradeso schnell verläuft. Das muß man immer berücksichtigen. Natürlich können Sie bei zahlreichen Pflanzen eiweißbildende Prozesse finden, die ebenso schnell verlaufen wie beim Löffelkraut. Aber sie sind nicht dadurch hervorgerufen, daß das Trägheitsprinzip mit dem beschleunigten Prinzip in Wechselwirkung tritt. Dieses fortwährende Zusammenwirken von Trägheitsprinzip und Beschleunigungsprinzip in dem Löffelkrautwachstum, das macht das Löffelkraut durch seine innere Verwandtschaft außerordentlich geeignet, bei solchen Erkrankungen verwendet zu werden in entsprechender Weise, wie zum Beispiel bei Skorbut, denn der Prozeß, der sich da abspielt bei Skorbut, ist außerordentlich ähnlich dem Prozeß, den ich jetzt beschrieben habe.

[ 18 ] Nun ist ein beschleunigter Eiweißprozeß etwas anderes als ein Eiweißprozeß, der schon durch seine Natur geradeso schnell verläuft. Das muß man immer berücksichtigen. Natürlich können Sie bei zahlreichen Pflanzen eiweißbildende Prozesse finden, die ebenso schnell verlaufen wie beim Löffelkraut. Aber sie sind nicht dadurch hervorgerufen, daß das Trägheitsprinzip mit dem beschleunigten Prinzip in Wechselwirkung tritt. Dieses fortwährende Zusammenwirken von Trägheitsprinzip und Beschleunigungsprinzip in dem Löffelkrautwachstum, das macht das Löffelkraut durch seine innere Verwandtschaft außerordentlich geeignet, bei solchen Erkrankungen verwendet zu werden in entsprechender Weise, wie zum Beispiel bei Skorbut, denn der Prozeß, der sich da abspielt bei Skorbut, ist außerordentlich ähnlich dem Prozeß, den ich jetzt beschrieben habe.

[ 19 ] Nun glaube ich, daß man in der Tat sehr weit kommen kann, wenn man sich eine persönliche Erziehung aneignet, die in dieser Weise zusammendenkt das äußere Naturgeschehen und das innerliche menschliche Geschehen. Dadurch kommen Sie zu diesen ganz außerordentlich wichtigen Verwandtschaften. Aber Sie kommen dadurch auch zu einem Verständnisse des Menschen, das Sie sich durch etwas anderes gar nicht erwerben können, denn eigentlich kann der Mensch doch nur ganz verstanden werden aus dem Außermenschlichen, und das wiederum aus dem Menschlichen. Man muß beide Dinge zusammen studieren können. Nun bitte ich Sie einmal, es durchaus nicht als etwas Unnötiges zu betrachten, wenn ich heute noch etwas anschließe, was uns bei den nächsten Berrachtungen sehr helfen soll, nämlich das eigentümliche Funktionieren der Milz im menschlichen Organismus.

[ 19 ] Nun glaube ich, daß man in der Tat sehr weit kommen kann, wenn man sich eine persönliche Erziehung aneignet, die in dieser Weise zusammendenkt das äußere Naturgeschehen und das innerliche menschliche Geschehen. Dadurch kommen Sie zu diesen ganz außerordentlich wichtigen Verwandtschaften. Aber Sie kommen dadurch auch zu einem Verständnisse des Menschen, das Sie sich durch etwas anderes gar nicht erwerben können, denn eigentlich kann der Mensch doch nur ganz verstanden werden aus dem Außermenschlichen, und das wiederum aus dem Menschlichen. Man muß beide Dinge zusammen studieren können. Nun bitte ich Sie einmal, es durchaus nicht als etwas Unnötiges zu betrachten, wenn ich heute noch etwas anschließe, was uns bei den nächsten Berrachtungen sehr helfen soll, nämlich das eigentümliche Funktionieren der Milz im menschlichen Organismus.

[ 20 ] Dieses Funktionieren der Milz im menschlichen Organismus ist ein solches, welches sehr stark nach der geistigen Seite hinneigt. Deshalb habe ich einmal in einem okkulten physiologischen Zyklus gesagt, daß, wenn man die Milz entfernt, sehr leicht der Ätherleib eintritt dafür — die ätherische Milz —, so daß das ein Organ ist, das am leichtesten durch sein ätherisches Gegenbild im Menschen ersetzt werden kann. Aber es hängt die Milz weniger als die anderen Organe des menschlichen Unterleibes zusammen mit dem eigentlichen Stoffwechsel. Die Milz hängt wenig mit dem eigentlichen Stoffwechsel zusammen, wohl aber in hohem Grade mit der Regulierung des Stoffwechsels. Was ist eigentlich die Milz? Die Milz stellt sich dar der geisteswissenschaftlichen Forschung als dasjenige, was berufen ist, den fortwährenden Einklang zu gestalten zwischen dem rohen Stoffwechsel und zwischen all dem, was mehr vergeistigt, verseeligt in dem Menschen vor sich geht. Die Milz ist nämlich, wie im Grunde genommen alle Organe — aber das eine mehr, das andere weniger — in hohem Grade ein starkes unterbewußtes Sinnesorgan, und sie reagiert in außerordentlich starkem Maße auf den Rhythmus der menschlichen Nahrungsaufnahme. Leute, die fortwährend essen, rufen in sich eine ganz andere Milztätigkeit hervor als Leute, welche auch Zwischenzeiten lassen. Man kann das insbesondere an der zappeligen Milztätigkeit bei Kindern beobachten, wenn sie fortwährend naschen; dann entwickelt sich eine stark zappelnde Milztätigkeit. Man kann es auch beobachten daran, daß dann, wenn die Nahrungsaufnahme nicht erfolgt, einige Zeit nach dem Einschlafen die Milz in einem hohen Grade zu einer gewissen Ruhe kommt. Gewiß, nur in ihrer Art allerdings kommt die Milz zu einer gewissen Ruhe. Die Milz ist nämlich eben das Organ der Empfindung des mehr vergeistigten Menschen für den Rhythmus der Nahrungsaufnahme, und sie sagt im Unterbewußten dem Menschen, was er als Gegenwirkung entfalten soll, damit der schädliche Einfluß der unrhythmischen Nahrungsaufnahme wenigstens abgemildert werden kann. Dadurch leitet die Tätigkeit der Milz weniger nach dem eigentlichen Stoffwechsel im Menschen hin als nach den rhythmischen Vorgängen, nimmt teil an den rhythmischen Vorgängen, an dem Rhythmus, von dem es notwendig ist, daß er sich abspielt zwischen der Stoffaufnahme und dem eigentlichen Atmungsrhythmus. Es ist einfach einigeschaltet zwischen dem Atmungsrhythmus und dem ja nicht zum Rhythmus sonderlich veranlagten Nahrungsaufnehmen noch ein Zwischenrhythmus, und das ist der, den die Milz vermittelt. Durch den Atmungsrhythmus ist der Mensch dazu veranlagt, im strengen Weltenrhythmus zu leben. Durch sein unregelmäßiges Nahrungsaufnehmen beeinträchtigt er fortwährend diesen strengen Weltenrhythmus. Und die Milz ist eine Vermittlerin.

[ 20 ] Dieses Funktionieren der Milz im menschlichen Organismus ist ein solches, welches sehr stark nach der geistigen Seite hinneigt. Deshalb habe ich einmal in einem okkulten physiologischen Zyklus gesagt, daß, wenn man die Milz entfernt, sehr leicht der Ätherleib eintritt dafür — die ätherische Milz —, so daß das ein Organ ist, das am leichtesten durch sein ätherisches Gegenbild im Menschen ersetzt werden kann. Aber es hängt die Milz weniger als die anderen Organe des menschlichen Unterleibes zusammen mit dem eigentlichen Stoffwechsel. Die Milz hängt wenig mit dem eigentlichen Stoffwechsel zusammen, wohl aber in hohem Grade mit der Regulierung des Stoffwechsels. Was ist eigentlich die Milz? Die Milz stellt sich dar der geisteswissenschaftlichen Forschung als dasjenige, was berufen ist, den fortwährenden Einklang zu gestalten zwischen dem rohen Stoffwechsel und zwischen all dem, was mehr vergeistigt, verseeligt in dem Menschen vor sich geht. Die Milz ist nämlich, wie im Grunde genommen alle Organe — aber das eine mehr, das andere weniger — in hohem Grade ein starkes unterbewußtes Sinnesorgan, und sie reagiert in außerordentlich starkem Maße auf den Rhythmus der menschlichen Nahrungsaufnahme. Leute, die fortwährend essen, rufen in sich eine ganz andere Milztätigkeit hervor als Leute, welche auch Zwischenzeiten lassen. Man kann das insbesondere an der zappeligen Milztätigkeit bei Kindern beobachten, wenn sie fortwährend naschen; dann entwickelt sich eine stark zappelnde Milztätigkeit. Man kann es auch beobachten daran, daß dann, wenn die Nahrungsaufnahme nicht erfolgt, einige Zeit nach dem Einschlafen die Milz in einem hohen Grade zu einer gewissen Ruhe kommt. Gewiß, nur in ihrer Art allerdings kommt die Milz zu einer gewissen Ruhe. Die Milz ist nämlich eben das Organ der Empfindung des mehr vergeistigten Menschen für den Rhythmus der Nahrungsaufnahme, und sie sagt im Unterbewußten dem Menschen, was er als Gegenwirkung entfalten soll, damit der schädliche Einfluß der unrhythmischen Nahrungsaufnahme wenigstens abgemildert werden kann. Dadurch leitet die Tätigkeit der Milz weniger nach dem eigentlichen Stoffwechsel im Menschen hin als nach den rhythmischen Vorgängen, nimmt teil an den rhythmischen Vorgängen, an dem Rhythmus, von dem es notwendig ist, daß er sich abspielt zwischen der Stoffaufnahme und dem eigentlichen Atmungsrhythmus. Es ist einfach einigeschaltet zwischen dem Atmungsrhythmus und dem ja nicht zum Rhythmus sonderlich veranlagten Nahrungsaufnehmen noch ein Zwischenrhythmus, und das ist der, den die Milz vermittelt. Durch den Atmungsrhythmus ist der Mensch dazu veranlagt, im strengen Weltenrhythmus zu leben. Durch sein unregelmäßiges Nahrungsaufnehmen beeinträchtigt er fortwährend diesen strengen Weltenrhythmus. Und die Milz ist eine Vermittlerin.

[ 21 ] Diesen Tatbestand kann man einfach feststellen aus der Beobachtung des Menschen. Nun bitte ich Sie, mit der Direktive durch diesen Tatbestand dann zu studieren, was Sie anatomisch-physiologisch wirklich finden können. Sie werden alles bis ins kleinste bewahrheitet finden. Sie werden dadurch, daß die Milzarterie fast unmittelbar mit der Aorta zusammenhängt, auch äußerlich in der Eingestaltung der Milz in den Organismus, das, was ich gesagt habe, bewahrheitet finden, und Sie werden auf der anderen Seite die Vermittlung nach der Nahrungsaufnahme hin vermittelt finden durch die Einfügung der Milzvene in den ganzen Organismus, die nach der Pfortader hingeht und mit der Leber in unmittelbarer Beziehung steht.

[ 21 ] Diesen Tatbestand kann man einfach feststellen aus der Beobachtung des Menschen. Nun bitte ich Sie, mit der Direktive durch diesen Tatbestand dann zu studieren, was Sie anatomisch-physiologisch wirklich finden können. Sie werden alles bis ins kleinste bewahrheitet finden. Sie werden dadurch, daß die Milzarterie fast unmittelbar mit der Aorta zusammenhängt, auch äußerlich in der Eingestaltung der Milz in den Organismus, das, was ich gesagt habe, bewahrheitet finden, und Sie werden auf der anderen Seite die Vermittlung nach der Nahrungsaufnahme hin vermittelt finden durch die Einfügung der Milzvene in den ganzen Organismus, die nach der Pfortader hingeht und mit der Leber in unmittelbarer Beziehung steht.

[ 22 ] Da ordnet sich der halb äußerliche, halb innerliche Rhythmus und Nichtrhythmus zusammen, reguliert sich gegenseitig. Sie ist eingeschaltet, die Milztätigkeit, zwischen den rhythmischen Menschen und den Stoffwechselmenschen. Und vieles von dem, was zusammenhängt mit einem unrichtigen Wirken der Milztätigkeit, das muß eben reguliert werden dadurch, daß man aufbaut auf diesem Wissen von dem Zusammenhang zwischen Atmungssystem und Stoffwechselsystem oder auch Blutzirkulationssystem und Stoffwechselsystem, wie es vermittelt wird durch die Milz. Es ist gar kein Wunder, daß schließlich von der materialistischen Wissenschaft die Physiologie der Milz stark vernachlässigt wird, weil ja diese materialistische Wissenschaft von dem dreigliedrigen Menschen: Stoffwechselmenschen, Zirkulationsmenschen und Nerven-Sinnes-Menschen nichts weiß.

[ 22 ] Da ordnet sich der halb äußerliche, halb innerliche Rhythmus und Nichtrhythmus zusammen, reguliert sich gegenseitig. Sie ist eingeschaltet, die Milztätigkeit, zwischen den rhythmischen Menschen und den Stoffwechselmenschen. Und vieles von dem, was zusammenhängt mit einem unrichtigen Wirken der Milztätigkeit, das muß eben reguliert werden dadurch, daß man aufbaut auf diesem Wissen von dem Zusammenhang zwischen Atmungssystem und Stoffwechselsystem oder auch Blutzirkulationssystem und Stoffwechselsystem, wie es vermittelt wird durch die Milz. Es ist gar kein Wunder, daß schließlich von der materialistischen Wissenschaft die Physiologie der Milz stark vernachlässigt wird, weil ja diese materialistische Wissenschaft von dem dreigliedrigen Menschen: Stoffwechselmenschen, Zirkulationsmenschen und Nerven-Sinnes-Menschen nichts weiß.