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The Educational Value
of Understanding Human Nature
GA 313

11 April 1921, Dornach

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Erster Vortrag

Lecture One

[ 1 ] Es ist zu hoffen, daß dieser Ergänzungskursus zu dem vorjährigen doch wiederum einiges wird bringen können, was in wirklichem Sinne als eine Ergänzung wird aufgefaßt werden können und was namentlich dann, wenn wir gegen das Ende des Kursus hin kommen werden, sich zu einer Anzahl therapeutischer Ausblicke kristallisieren wird. Ich werde mich in diesem Kursus bestreben, von einer anderen Seite die Dinge ins Auge zu fassen, die auch den Gegenstand unserer vorigen Kursbetrachtung bildeten, die Dinge des kranken und des zu heilenden Menschen. Aber wir werden dadurch, daß wir die Sache von einer anderen Seite betrachten, wesentlich nicht nur etwa zu anderen Gesichtspunkten kommen, sondern auch zu einer Erweiterung des Stoffes, den wir betrachtet haben. Ich möchte nämlich diesmal zeigen, wie dasjenige, was Sie alle als Anthroposophen kennen, die Gliederung des Menschen in physischen Leib, Ätherleib und so weiter, gewissermaßen beim Krankwerden und beim Geheiltwerden wirkt. Während ich mich das vorige Mal mehr darauf beschränken mußte, zunächst die äußere Offenbarung des inneren Menschen darzustellen, werde ich diesmal versuchen zu zeigen, wie diese verschiedenen Glieder des Menschen beeinflußt werden von demjenigen, was Stoffe außer dem Menschen sind, was namentlich diejenigen Stoffe sind, die dann als Heilmittel verwendet werden können, und was als Heilmittel wirken kann, indem es den menschlichen Organismus anders als bloß stofflich beeinflußt. Hier muß ich allerdings einleitend sogleich eine Voraussetzung machen.

[ 1 ] With this course I hope to supplement last year's course, so that it will really complement it and result, at the end, in the crystallization of a variety of views on therapeutics. I will try to look from another vantage point at the human being who is ill and needs to be healed. By studying these matters from another angle we will not merely gain fresh viewpoints, but at the same time we will extend the subject matter of our studies. This time I would like to show how the constitution of the human being—physical body, etheric body, and so on, with which you as anthroposophists are all familiar—is active in the processes of becoming ill and healing. Last time I had to confine myself more to describing the outer manifestation of the inner human being. This time I will try to show how the different members of man are influenced by substances outside the human being. I will try to show what these substances really are that can be used as remedies, and to show how a remedy can be effective by influencing the human organism in a different way from the merely material.

[ 2 ] Wir konnten auch das letztemal, als wir hier über denselben Gegenstand sprachen, in vieler Beziehung von Stofflichem und überhaupt von Physischem als Heilmittel sprechen. Wir werden in dem Augenblicke, wo wir zu den höheren Gliedern der menschlichen Natur, zu den übersinnlichen Gliedern der menschlichen Natur nunmehr übergehen müssen, nicht mehr in derselben Art von Stoffen sprechen können. Wir werden es zwar, ich möchte sagen tun, um Abbreviaturen zu haben, um in abgekürzter Weise sprechen zu können, aber wir werden uns einer prinzipiellen Tatsache während dieser ganzen Auseinandersetzung bewußt werden müssen. Wir werden uns nämlich bewußt werden müssen, daß man dann nicht in der Art vom Stofflichen ausgehen kann, wie man das gewöhnt ist heute in der landläufigen Wissenschaft, wenn man des Menschen Beziehung zur Umwelt, des Menschen Verhalten im gesunden und kranken Zustande wirklich verstehen will. Dasjenige, wovon man ausgehen muß, sind eigentlich nicht Stoffe, sondern Vorgänge, ist nichts Fertiges, sondern ist ein Geschehen. Und wenn wir vom Stoff reden, so müssen wir eigentlich uns vorstellen, daß wir im Stoffe, in dem, was uns im äußeren Sinnenschein als Stoff erscheint, nichts anderes vorliegend haben als einen Prozeß, einen zur Ruhe gekommenen Vorgang.

[ 2 ] At this point in my introduction, however, I must make the following presupposition. Last time we spoke here, we dealt with the same subject, considering from different aspects the use of substances—and in general what is physical—as remedies. But as soon as we have to go further and consider the higher members of human nature, the super-sensible members of the human being, we can no longer speak about substances in the same way. We often do so for the sake of brevity, but throughout this presentation we must bear in mind a fundamental fact: we must be quite clear that we cannot proceed from what is material in the way customary in current science if we really wish to understand man's relation to his environment and what happens to him in health and illness. We must begin from processes, not substances, from events in progress, not finished products. And when we speak about substance, we must picture that the substance appearing in the outer world to our senses is nothing more than a process come to rest.

[ 3 ] Wenn wir, sagen wir Kieselerde vor uns haben, so sprechen wir die Kieselerde zunächst als einen Stoff an. Aber das Wesentliche haben wir dann gar nicht getroffen, wenn wir den sogenannten Körper, der eine gewisse Grenze hat, in die Vorstellung aufnehmen. Das Wesentliche haben wir nur getroffen, wenn wir den sehr umfassenden Vorgang ins Seelenauge fassen, der als ein einzelner Vorgang im ganzen Universum vorhanden ist, und der gewissermaßen als Vorgang sich kristallisieren kann, der zur Ruhe kommen kann, der in eine Art von Gleichgewichtslage kommen kann, und der sich dann, wenn er zur Ruhe gekommen ist, äußert in dem, was wir als Kieselerde anschauen. Ein Wesentliches ist es, die Wechselwirkung ins Auge zu fassen zwischen den Vorgängen im Innern des Menschen und den Vorgängen, welche sich draußen im Universum abspielen, mit dem sowohl der gesunde wie der kranke Mensch in einer fortwährenden Wechselwirkung steht.

[ 3 ] Let us say we are looking at siliceous earth. We call it a substance. But we have not grasped what is essential if we merely form a mental picture of this so-called object with certain borders. We grasp what is essential only if we take into account the very comprehensive process that exists as an individual process taking place in the entire universe. This process then crystallizes out, as it were; it comes to rest, attains a kind of equilibrium, manifesting then as what we behold as siliceous earth (sandstone). It is essential to focus our attention on the interaction between processes within the human being and processes that unfold outside in the universe, for both in health and illness the human being stands in continuous interaction with the universe.

[ 4 ] Damit wir morgen dann mit unserem eigentlichen Stoff beginnen können, möchte ich heute einleitend dasjenige vor Ihnen vorbringen, was uns zu Vorstellungen über diese Wechselwirkung wirklich führen kann. Dazu müssen wir aus anthroposophischer Geisteswissenschaft heraus die Wesenheit des Menschen wirklich zu erfassen suchen. Ich werde mich, ich möchte sagen zunächst schematisch ausdrücken, indem ich dasjenige, was ich oftmals vorgetragen habe als die Dreigliederung des Menschen, wirklich in seiner Konzentrierung im räumlichen Menschen heute hier ins Auge fassen will. Wir wissen ja, wenn wir unterscheiden den Nerven-Sinnesmenschen, daß er hauptsächlich im Kopfe konzentriert ist, daß aber dasjenige, was da im Kopfe konzentriert ist, sich doch über den ganzen Menschen ausdehnt, im ganzen Menschen vorhanden ist, daß der Mensch sozusagen im Kopf nur am meisten ein Nerven-Sinneswesen ist, daß auf der andern Seite der ganze Mensch Kopf ist, aber eben weniger Kopf in den übrigen zwei Gliedern als im Kopfe. Und so können wir uns dasjenige, was wir Nerven-Sinnesmensch nennen, im Haupte lokalisiert denken. Dann aber müssen wir uns, damit wir für unsere jetzigen Zwecke diese Gliederung des Menschen fruchtbar machen können, den rhythmischen Menschen, der alles dasjenige umfassen würde, was Atmungs- und Zirkulationsorganismus ist, eigentlich als wieder zweigliedrig denken: das eine Glied, welches mehr nach dem Atmungssystem hintendiert, das andere, das mehr nach dem Zirkulationssystem hintendiert. Und in dieses Zirkulationssystem fügt sich dann alles dasjenige ein, was den Zusammenhang darstellt des Gliedmaßenmenschen mit dem Stoffwechselmenschen.

[ 4 ] I would like to present to you in an introductory way something that can lead us to some thoughts about this interaction. We will then be able to begin tomorrow on our actual subject matter. First we must try to grasp man's essential nature by means of an anthroposophical spiritual science. I have often spoken of the threefold nature of the human being. Today I will at first express myself schematically, directing attention to the way this threefold nature is concentrated spatially within the human being. When we distinguish the nerve-sense system, we know that it is chiefly concentrated in the head but that it nevertheless extends throughout the human being. Only in his head is the human being first and foremost a nerve-sense being, but on the other hand the entire human being is also “head,” though less “head” in the remainder of his organism than in the head itself. Thus we can think of what we call the “nerve-sense man” as localized in the head. If we are to make these thoughts of the threefold nature of the human being fruitful for our present purpose, we must then think of the “rhythmic man” (which encompasses the breathing and circulation) as twofold, one member tending more toward the respiratory system and the other more toward the circulatory system. Inserting itself into the circulatory system is then everything involved in connecting the “limb man” with that of the “metabolic man.”

[ 5 ] Wenn man das menschliche Haupt studiert, dann studiert man also gewissermaßen dasjenige Glied des menschlichen Organismus, das am meisten Nerven-Sinnesmensch ist. Die Organisation des menschlichen Hauptes, sie unterscheidet sich ganz wesentlich von der Organisation der anderen Glieder des Menschen, auch mit Bezug auf die höhere Gliedform dieser menschlichen Wesenheit. Wenn wir nämlich das Haupt des Menschen vom Gesichtspunkte geisteswissenschaftlicher Betrachtung ins Auge fassen, so ist dieses Haupt eine Art Abdruck, man könnte sogar sagen eine Art Abscheidung des Ich, des astralischen Leibes und des ätherischen Leibes. Und dann kommt noch der physische Leib für das Haupt in Betracht. Aber dieser physische Leib ist gewissermaßen in einer anderen Weise im Haupte vorhanden als dasjenige Physische, das Abdruck ist des Ich, des astralischen Leibes, des ätherischen Leibes. Ich darf wohl auch hier, ich möchte sagen das Höhere dieser Sache hervorheben, indem ich darauf aufmerksam mache, daß das menschliche Haupt, so wie es zunächst veranlagt ist im menschlichen Embryo, nicht etwa bloß aus den Kräften des elterlichen Organismus heraus sich gestaltet, sondern daß im menschlichen Haupte kosmische Kräfte wirken, daß einfach in den Menschen kosmische Kräfte hineinwirken. In demjenigen, was wir die ätherischen Kräfte nennen, wirkt noch viel von dem elterlichen Organismus, aber schon im Ätherischen wirken kosmische Kräfte aus dem vorgeburtlichen, oder sagen wir vor der Konzeption liegenden geistig-seelischen Leben. Und gar im Astralischen und im Ich wirkt dasjenige nach, was eben vor der Konzeption in der geistigen Welt gelebt hat. Das wirkt so nach, daß es am menschlichen Haupte formt. Das Ich schafft sich seinen Abdruck am menschlichen Haupte, der astralische Leib schafft sich seinen physischen Abdruck, der ätherische Leib schafft sich den physischen Abdruck. Nur der physische Leib, der ja eben erst hier auf der physischen Erde erhalten wird, ist sozusagen ein Primär-Wirksames, der ist nicht Abdruck, sondern der ist ein Primär-Wirksames, so daß ich sagen kann, wenn ich schematisch zeichne, die menschliche Hauptesbildung ist so, daß sie ein Abdruck des Ich ist. Das organisiert sich da drinnen - wir werden von dieser Organisation noch öfter zu sprechen haben -, das organisiert sich in einer gewissen Weise. Es organisiert sich hauptsächlich zunächst dadurch, daß es die Wärmeverhältnisse des Hauptes in sich differenziert. Ferner differenziert da drinnen der astralische Leib, der vorzugsweise in demjenigen organisierend enthalten ist, was das Haupt als gasige, luftartige Prozesse durchdringt (siehe Zeichnung). Dann drückt sich ab der ätherische Leib, und dann ist dasjenige, was für das Haupt physischer Leib ist, ein physischer Prozeß, ein wirklich physischer Prozeß (siehe Zeichnung, schraffiert). Ich werde ihn dadurch andeuten, daß ich gewissermaßen schematisch in der Zeichnung hinweise auf denjenigen Teil des Hauptes, der das knöcherige Hinterhaupt ist, wenn da etwa die Augen liegen würden. Aber es erstreckt sich dasjenige, was hier an physischen Kräften konzentriert ist, wiederum über das ganze Haupt. Da, in diesem physischen Teil der menschlichen Hauptesbildung ist ein wirklicher primärer physischer Prozeß. Das ist nicht der Ausdruck von irgend etwas anderem, sondern da ist dasjenige vorhanden, was seinen eigenen Prozeß vollführt. Aber in diesem physischen Hauptesprozeß, da haben wir eigentlich doch eine Dualität darinnen, ein Zusammenwirken von zwei Prozessen. Dasjenige, was da geschieht, ist ein Zusammenwirken von zwei Prozessen, die eigentlich nur zu verstehen sind, wenn man sie nun geistesforscherisch zusammenschaut mit gewissen anderen Prozessen, welche draußen im Universum stattfinden.

[ 5 ] In studying the human head, we are looking at the member of the human organism that corresponds primarily to the nerve-sense man. The organization of the head differs essentially from that of man's other members. This is also the case with regard to the higher members of the human being. If we study the human head from the viewpoint of spiritual science, we see this head as a kind of imprint—one might say a kind of extrusion—of the ego, astral body, and etheric body. We must then still consider the physical body in its relation to the head. This physical body is present in the head in a different way, you could say, from the physical element that is an imprint of the ego, astral body, and etheric body. At this point let me emphasize the higher aspect of this by pointing out that the human head, as it manifests itself at first in the human embryo, is not shaped merely by the forces of the parental organism; cosmic forces are at work in the human head. Cosmic forces are working into the human being. In the forces we call etheric, the parental organism is active to a high degree, but even in the etheric, cosmic forces are acting out of the soul-spiritual life before birth, or rather before conception. What was living in the spiritual world before conception continues to work, especially in the astral body and the ego; it continues its work, forming the human head. The ego conveys its imprint onto the human head, and the astral and etheric bodies both convey their physical imprints. The physical body alone, which of course we receive only on earth, is not an imprint but a prime agent (ein Primär Wirksames). Thus I can say—sketching this schematically—that the form of the human head is an imprint of the ego. The ego organizes itself within the head in a definite way. At first it organizes itself primarily by differentiating the warmth conditions within the head. The astral body's influence is more remote, its organizing principle is contained in the gaseous, airy processes that permeate the head (see drawing). Then the etheric body imprints itself, and finally we have what is the physical body for the head—a physical process, a real physical process (see drawing, hatching). I will indicate this by pointing to the bony portion of the back of the skull if the eyes are here (see drawing). But the physical forces concentrated here extend over the whole head. Here, in this physical part of the human head formation, is a real, primary physical process. It is not an expression of anything else, but is present as a process carried out in itself. In this physical head process, however, we really have a duality, a cooperation of two processes. It is a cooperation of two processes that can be understood only if the spiritual investigator studies them in relation to certain other processes taking place outside in the universe.

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Figure 1

[ 6 ] Wenn Sie draußen im Universum, im Urgebirge denjenigen Prozeß sehen, der sich in der Schieferbildung ausdrückt, namentlich in alledem, was von der Kieselerde aus in die Schieferbildung führt, dann haben Sie in den Kräften, die da drinnen, in diesem Prozesse, dem von der Kieselerde ausgehenden Schieferbildungsprozesse, wirken, den polarisch entgegengesetzten Prozeß von dem, der sich hier einerseits in der physischen Hauptesbildung abspielt. Es ist dieses ein wichtiger Zusammenhang zwischen dem Menschen und seiner Umgebung. Es ist einmal im menschlichen Haupte dieser Prozeß wiederum drinnen, der sich draußen im Mineralisieren abspielt. Es ist ja heute, ich möchte sagen schon fast für die Geologie klar, wenn auch noch nicht ganz, daß alles, was der Prozeß der Schieferbildung ist, der Prozeß aller derjenigen Mineralisierung, an der die Kieselerde, Silizium, beteiligt ist, mit dem zusammenhängt, was man Entvegetabilisierung nennen könnte. Wir müssen gewissermaßen mineralisch gewordene Pflanzenwelt in der Schieferbildung suchen, und indem wir dieses Entvegetabilisieren zu erfassen suchen, was gleichbedeutend ist mit der Schieferbildung der Erde, ergreifen wir denjenigen Prozeß, der in einer anderen Weise in seinem polarischen Gegenteil hier im menschlichen Haupte spielt. Mit dem spielt aber ein anderer Prozeß zusammen. Und diesen anderen Prozeß, der mit diesem zusammenspielt, müssen wir wiederum draußen in der Welt suchen. Wir müssen ihn da suchen, wo sich zum Beispiel Kalkgebirge bilden. Und wir haben es wiederum heute schon fast als eine geologische Wahrheit für die äußere Wissenschaft daliegen, daß Kalkgebirge im wesentlichen auf einem Prozeß der Erdbildung, den wir Entanimalisierungsprozeß nennen können, beruhen. Es ist das der entgegengesetzte Prozeß des Tierwerdens. Und wiederum der polarisch entgegengesetzte Prozeß spielt hier drinnen. Wenn wir also dem Silizium und dem Kalzium, die zur Ruhe gekommene Prozesse sind, einen Anteil an der menschlichen physischen Hauptesbildung zuschreiben, so müssen wir uns klar sein, daß dadurch in diese menschliche physische Hauptesbildung etwas hineinspielt, was draußen, in der ganzen Natur unserer Erde wenigstens, eine sehr bedeutsame Rolle spielt. Wir können uns zu gleicher Zeit jetzt schon vorbereitend darüber orientieren, daß, wenn wir hinschauen auf der einen Seite auf die Kieselerde, auf das Silizium, daß das eine wesentliche Verwandtschaft hat mit demjenigen, was gerade im physischen Haupte vor sich geht; wenn ich von Silizium spreche, so ist es eben der zur Ruhe gekommene Prozeß. Dasjenige wiederum, was Kalkbildungsprozeß ist, was im Kalzium zur Ruhe kommt, das hat etwas zu tun mit alledem, was der entgegengesetzte Pol ist, was polarisch mit der anderen Kraft zusammenwirkt im menschlichen physischen Haupte. Diese Prozesse, die wir geradezu heute noch rund um uns herum aufsuchen können, stehen im menschlichen Haupte im Zusammenhange mit anderen Prozessen, die wir auf der Erde nicht finden, die nur im Abdruck vorhanden sind, indem das Haupt eben Abdruck ist von ätherischem Leib, astralischem Leib und Ich.

[ 6 ] Look outside in the universe at the process in the ancient rocks that finds expression in slate-formation, especially out of siliceous earth. There you have a process diametrically opposed to the physical process at work in the formation of the head. We see here an important connection between the human being and his environment. This process that unfolds in the mineralizing process is also present within the human head. Today it is almost clear to geologists that every process of slate-formation, every mineralizing process in which silica takes part, is connected with what one may call the “de-vegetabilization of vegetable substance” (Entvegetabilisierung). In slate-formation we must see a plant world that has become mineral. And in trying to understand this kind of de-vegetabilization of the vegetable kingdom, which is especially significant in the earth's slate-formation, we learn to grasp the polar process at work in a different way in the human head. Another process cooperates with this process, however, and this other process must also be sought outside in the world. We must look for it in limestone rocks, for example. Today it is almost a geological truth for outer science that chalk formations are essentially the result of a process of earth formation that we might call the “de-animalization process of animal substance” (Entanimalisierung). It is the opposite process to animal evolution. Again the polar opposite process to this is at work within us. If we ascribe to silica and calcium—which are processes come to rest—a role in the formation of the physical human head, we must realize that something that plays a very significant part outside in the cosmos, at least in the entire nature of our earth, thereby works upon this physical human head formation. At the same time we are able, by way of preparation in orienting, to understand that when we look at silica or silicon, we see its essential kinship to the process taking place in the physical head (when I speak of silica here, I mean the arrested process); when we look at the process of chalk-formation that has come to rest in limestone, we see that it has something to do with its polar opposite, with the other force that cooperates polarically in the human physical head. In the human head, these processes that we can find around us today stand in connection with other processes not to be found on the earth but seen only in imprint, the head being an imprint of the etheric body, astral body, and ego.

[ 7 ] In bezug auf diese Glieder der menschlichen Natur haben wir eben Prozesse zur Ruhe gebracht, die nicht unmittelbare Erdprozesse sind. Nur dasjenige, was ich Ihnen für das eigentliche physische Haupt gesagt habe, ist im Menschen ein eigentlicher Erdenprozeß. Die andern Prozesse sind nicht eigentliche Erdenprozesse, obwohl wir, wie wir sehen werden, sie mit Erdenprozessen in Zusammenhang finden.

[ 7 ] Regarding these members of human nature we have to do with arrested processes that are not directly earth processes. Only what I have described when speaking about the actual physical head is really an earth process in the human being. The other processes are not actual earth processes, although we will find their connection with the earth processes, as you will see.

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Figure 2

[ 8 ] Damit wir zu einer Übersicht kommen, möchte ich gleich sagen, wenn ich nun zu dem zweiten Gliede des menschlichen Organismus übergehe — nennen wir es grob, indem wir lokalisieren, das Brustglied. Es ist dasjenige Glied im menschlichen Organismus, das im wesentlichen den rhythmischen Menschen umfaßt, und wir wollen es gleich schematisch teilen in alles dasjenige, was Atmungsrhythmus umfaßt und in alles dasjenige, was Zirkulationsrhythmus umfaßt. Wenn wir dieses zweite Glied der menschlichen Wesenheit nun als Ganzes ins Auge fassen wollen, müssen wir folgendes sagen. Alles dasjenige, was ich hier (siehe Zeichnung) als Organisation des Atmungsrhythmus im weitesten Sinne bezeichnet habe, das ist so, daß es zunächst ein Abdruck von Ich und astralischem Leib ist. Also wie das Haupt ist ein Abdruck von Ich, astralischem Leib und Ätherleib, so ist dasjenige, was hier Atmungsrhythmus ist, Abdruck von Ich und astralischem Leib, und es hat ein nun primär für sich Wirksames (siehe Zeichnung, schraffiert), in dem aber zusammenwirken physischer Leib und Ätherleib. Im menschlichen Haupte ist primär für sich wirksam nur der physische Leib. Der Ätherleib ist ja auch Abdruck. In dem Atmungsrhythmussystem ist aber primär ein Ineinanderwirken von physischem und ätherischem Leib wirksam, und Abdruck ist nur Ich und astralischer Leib. Das ist ja im Wesentlichen auch noch vorhanden in der Organisation für den Zirkulationsrhythmus, aber schwächer, weil sich der ganze Stoffwechselorganismus in das Zirkulationssystem hineinschiebt. Aber da beginnt schon dasjenige, was dann auch gültig ist für den Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen. Da haben wir es dann zu tun mit dem, daß die Gliedmaßen mit alledem, was als Stoffwechsel hereinragt - mit Ausnahme der eigentlichen Zirkulation, also der Bewegung, die da ist —, im wesentlichen ein Abdruck des Ich und ein Zusammenwirken von physischem Leib, Ätherleib und Astralleib sind (siehe Tafel 1 Zeichnung), so daß wir sagen können: Wenn wir den Brustmenschen ins Auge fassen, dann haben wir in ihm von Abdrucksorganisation eigentlich nur dasjenige, was sich auf Ich und astralischen Leib bezieht, und wir haben in ihm wirksam eine primäre Organisation, die nun nicht bloß physisch ist, sondern die das Physische vom Ätherischen durchgliedert erscheinen läßt. Das ist stärker der Fall beim Atmungsrhythmus, und beim Zirkulationsorganismus ist es so, daß nun schon das andere vom Stoffwechselsystem hineinspielt.

[ 8 ] We will now pass on to consider the second member of the human organism, in order to have a kind of overview. In trying to localize it in space, we may call it roughly the chest system. It is the member in the human organism essentially comprising the rhythmic man, and we will divide it schematically into a system of respiratory rhythm and a system of circulatory rhythm. Examining this second member of man's being as a whole, we must say that everything I have designated here (see drawing) as the organization of respiratory rhythm in the widest sense is mainly an imprint of the ego and astral body. Just as the head is an imprint of the ego, astral body, and etheric body, so the respiratory rhythm is an imprint of the ego and astral body. It has something primarily active in itself, (see drawing, hatching), with the cooperation of physical body and etheric body. In the human head only the physical body is active in itself; as we have seen, there even the etheric body is an imprint. In the system of respiratory rhythm, the prime agent is constituted by the interpenetration and cooperation of the physical and etheric bodies, and only the ego and astral body provide the imprint. This applies essentially also to the system of the circulatory rhythm, but to a lesser degree, for the entire metabolic organism inserts itself into the circulatory system. Thus in the circulation, the characteristics of the metabolic-limb system already begin to be evident. The limbs then, with everything that projects into them as metabolism—with the exception of the actual circulation—are in essence an imprint of the ego and a cooperation of the physical, etheric, and astral bodies (see drawing). Thus, if we study the chest man we find as its imprint-organization only what is related to the ego and astral body, and we find that its primary organization is not merely physical but is the physical permeated by the etheric. This is more strongly the case with the respiratory rhythm, whereas in the case of the circulatory organism, another element from the metabolic system inserts itself.

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Figure 3
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[ 9 ] Das sehen Sie in verschiedener Art für die verschiedenen Glieder des Menschen zusammenspielen. Für diese verschiedenen physischen Glieder, die wir als Hauptessystem, Brustsystem, Gliedmaßensystem bezeichnen, spielen in verschiedener Weise ineinander diejenigen Glieder, die wir sonst in der Geisteswissenschaft physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib und Ich nennen. Das Haupt des Menschen, so wie es als Prozeß dasteht, ist eigentlich im wesentlichen physischer Leib, denn das, was nicht physischer Leib ist, ist Abdruck von Ich, astralischem Leib und Ätherleib. Dasjenige, was der mittlere Mensch ist, ist im wesentlichen ein Zusammenwirken von physischem Leib und Ätherleib. Dasjenige, was nicht physischer Leib und Ätherleib ist, ist ein Abdruck von Ich und astralischem Leib. Der GliedmaßenStoffwechselmensch vollends - nur geht das ineinander bei den letzten zwei -, ist eigentlich ein Ineinanderwirken von physischem Leib, Ätherleib und astralischem Leib - es geht das nur in die anderen Glieder, wie ich Ihnen auseinandergesetzt habe, über - und ein Abdruck des Ich (siehe Zeichnung S. 16).

[ 9 ] You see, then, that the different members of the human being interact in different ways. Corresponding to the various physical members that we can call “head system,” “chest system,” and “limb system,” there are different interactions of the members that spiritual science calls physical body, etheric body, astral body, and ego. The human head, regarded as a process, is essentially physical body, for what is not physical body there is an imprint of the ego, astral body, and etheric body. The middle realm of the human being is essentially a cooperation between physical body and etheric body, for what is not physical body and etheric body is an imprint of the ego and astral body. And the metabolic-limb man is entirely an interplay of physical, etheric, and astral bodies and an imprint only of the ego. The chest man and the metabolic-limb man overlap more, however. (See drawing on page 7.)

[ 10 ] Nun handelt es sich darum, daß wir zunächst ins Auge fassen, was wir für das, was wir zum Beispiel hier für den Anteil jenes Prozesses am Physischen, an der physischen Kopforganisation, den wir in der Kieselerde zur Ruhe gekommen auffassen müssen, im mittleren Menschen finden können. Da liegt das Eigentümliche vor, daß im mittleren Menschen der Prozeß der Kieselerdebildung stärker, verbreiteter wirkt. Er wirkt im Kopfe feiner. Er wirkt hier im mittleren Menschen stärker, verbreiteter, gewissermaßen differenzierter. Und er wirkt am stärksten im Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen. Wenn wir also denjenigen Prozeß ins Auge fassen, den wir als gebunden an die Kieselerde aufgefaßt haben, so müssen wir sagen: Dieser Prozeß wirkt am stärksten da, wo er dem Ich zu Hilfe kommen soll - wir werden die Wechselwirkung dann zu anderen Prozessen sehen - in bezug auf die Wirkung des selbständigen Ich, das nur seinen Abdruck hat im physischen Stoffwechselmenschen. Es wirkt dieser Kieselerde erzeugende Prozeß am stärksten da, wo er dem Ich zu Hilfe kommen soll, für die Wirkung dieses Ich auf den Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen. Es wirkt dieser Prozeß, der also durch die Kieselerde charakterisiert werden kann, etwas schwächer da, wo er bloß dem astralischen Leib zu helfen braucht, und er wirkt am schwächsten da, wo er dem ätherischen Leib bloß zu helfen braucht, im Kopfe.

[ 10 ] Now we must focus our attention on the part played in the middle system by the process working in the organization of the physical head, and which we had to regard as a process having come to rest in siliceous earth. The curious thing is that this process of siliceous earth formation works more strongly and extensively in the middle system. In the head it works more delicately. Here in the middle system it works more strongly, more extensively, and in a more differentiated way. And it works most strongly in the metabolic-limb man. In focusing our attention on the process we found connected with siliceous earth, we find that it works most strongly where it has to come to the help of the ego, where it has to support the action of the independent ego that has only its imprint in the physical metabolic system. This silica-producing process works most strongly where it has to support the action of the ego on the metabolic-limb man. It works less strongly where it merely has to help the astral body; and it works least strongly of all where it needs to help only the etheric body, i.e., in the head.

[ 11 ] Das könnte auch im umgekehrten Sinne so gesagt werden: Mit Bezug auf dasjenige, was wir als den Prozeß anzusehen haben, der in der Kieselerde zur Ruhe kommt, haben wir zu sagen, in der menschlichen Hauptesorganisation wirkt dieser Prozeß am meisten stofflich. Er wirkt in bezug auf das Dynamische als Kraft am schwächsten. Aber da, wo er am schwächsten als Kraft wirkt, da wirkt er am stärksten, wenn er sich dem nähert, wo er dann im Stoff zur Ruhe kommt. Fassen wir also die Kieselerde auf als den Stoff, der uns vorliegt, so müssen wir sagen: ihre Wirksamkeit ist am stärksten im Kopfe. Fassen wir sie auf als das äußere Anzeichen eines Prozesses, dann müssen wir sagen: ihre schwächste Wirkung ist im Kopfe. Da wo die stärkste Stoffwirkung ist, ist die schwache dynamische Wirkung. Im mittleren Menschen halten sich gerade mit Bezug auf die Kieselerde die Stoff- und Kraftwirkung ungefähr das Gleichgewicht. Und in bezug auf den Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen ist die Kraftwirkung im wesentlichen so, daß sie die Oberhand hat. Da ist die schwächste Stoffwirkung und die stärkste Kraftwirkung, so daß dasjenige, was Kieselerde erzeugender Prozeß ist, eigentlich den ganzen Menschen durchorganisiert. Wenn wir uns nun gefragt haben, wie sich das Wechselverhältnis darstellt zwischen demjenigen, was physische Kopforganisation ist, und der äußeren Umgebung, mit der der Mensch in Wechselwirkung steht, dann können wir uns auch fragen, wie die Wechselwirkung des mittleren Menschen, insofern er die Organisation des Atmungsrhythmus hat, zu der Umgebung draußen beschaffen ist.

[ 11 ] We might put this the other way around. Regarding this process which we consider as arrested in silica, we can say that in the human head organization it works most strongly as substance and least strongly as force. Here, where it works least strongly as force, it works most strongly as it approaches the point where it comes to rest in substance. If we regard silica as the substance lying before us, we have to say that its action is strongest in the head. If we regard it as the outward indication of a process, we have to say that its weakest action is in the head. Where the activity as substance is strongest, the dynamic activity is weakest. In the middle system, the two activities of silica as substance and as force are approximately balanced. Regarding the metabolic-limb system, the dynamic action gets the upper hand. We have here the weakest action as substance and the strongest as force. Thus the silica-producing process actually organizes the entire human being through and through. Now that we have inquired into the relationship between the physical organization of the head and the outer environment that has a reciprocal relationship with the human being, we may inquire into the reciprocal relationship of the middle system to the outer environment, insofar as the organization of respiratory rhythm is concerned.

[ 12 ] Wenn man geisteswissenschaftlich den menschlichen Kopf studieren und verstehen will, dann muß man hinschauen auf die beiden Prozesse in der Erdbildung, auf den kalkbildenden Prozeß und auf den kieselerde- oder meinetwillen auch kieselsäurebildenden Prozeß. Wir werden auf das noch näher eingehen können. Dasjenige nun, was weniger nach außen, weniger peripherisch liegt, was mehr nach dem Inneren hinein liegt beim Menschen, die Organisation für das rhythmische Atmungssystem, die bietet uns, indem sie nun ein Zusammenspielen ist, primär ein Zusammenspielen von Physischem und Ätherischem, in das sich die Abdrücke von Ich und Astralischem hineinverweben, zunächst nirgends etwas in der Umwelt, was direkt als Prozeß schon dasteht, was unmittelbar in der Natur, die wir antreffen, als Prozeß schon dasteht. Wenigstens gewöhnlich ist es so nicht der Fall. Wollen wir da einen charakteristischen Prozeß finden für dasjenige, was da geschieht durch dieses eigentümliche Zusammenwirken von Ich, astralischem Leib - die mehr oder weniger frei sind, weil sie sich Abdrücke geschafft haben - und demjenigen, was primär ein Zusammenwirken von Physischem und Ätherischem ist, wollen wir uns für dieses ganze Ineinanderwirken, wollen wir uns für das irgendeinen Prozeß in der Außenwelt suchen, so müssen wir ihn, damit wir ihn ordentlich haben, eigentlich erst selber erzeugen. Wenn wir Pflanzenstoffe verbrennen und Pflanzenasche bekommen, so ist dasjenige, was sich da als Prozeß abbildet, darstellt in dem Verbrennen und in dem Erzeugen der Asche und in dem dann Zur-Ruhe-Kommen der Asche — wir werden von den einzelnen Aschen reden -, was sich da abbildet im Feuerprozeß und im Aschebildungsprozeß, das ist in einer ähnlichen Weise verwandt mit dem Atmungsprozeß, wie der Kieselerdeprozeß mit dem Prozesse verwandt ist, der sich physisch im Haupte abspielt. Und wenn wir dasjenige wirksam machen wollen, was von diesem Aschebildungsprozeß sein Korrelat hat im Atmungsrhythmusprozeß, dann können wir es natürlich nicht in den Atem einführen wir können das niemals im menschlichen Organismus -, sondern wir müssen es in dasjenige einführen, das gewissermaßen der andere Pol des betreffenden ist. Wenn ich dieses hier herauszeichne (siehe Zeichnung S. 20), so haben wir hier Atmungsrhythmusprozeß, Zirkulationsrhythmusprozeß: Im Atmungsrhythmusprozeß sind Pflanzenaschen dasjenige, was uns die wirksamen Prozesse charakterisiert. Aber wir müssen diese Pflanzenascheprozesse zur Wirksamkeit bringen auf dem Umwege durch den Stoffwechsel in dem anderen Pol, im Zirkulationsrhythmusorganismus (siehe Zeichnung S. 20). Wir müssen diese Pflanzenasche, das heißt die Kräfte, dem Zirkulationsrhythmus einverleiben, damit sie dann ihre polarische Gegenwirkung im Atmungsrhythmusprozeß hervorrufen.

[ 12 ] If the spiritual investigator studying the human head really wishes to understand it, he must turn his gaze to two processes at work in the formation of the earth: not only that which forms silica or silicic acid but also the limestone-forming process. We will examine this more closely later. The organization for the rhythmic respiratory system is less external, less peripheral, lying more toward the inside of the human body. And insofar as it consists of a cooperation, primarily a cooperation of the physical and etheric as they interweave themselves with the imprints of the ego and astral, it does not point us directly to something in the environment, to a process that exists already in nature and that we can encounter there. If we are looking for a characteristic process in the outer world to correspond with this whole interaction, we must first create it ourselves. If we burn plant substances and obtain plant ash, then the process manifested in the burning and production of ash, and in the settling of the ash, is related to the breathing process in a way akin to the relationship of the silica process to the processes that unfold physically in the head. And if we want to make effective use of the part of the process of ash-formation having its correlate in the rhythmical breathing process, we cannot, of course, introduce it directly into the breath—in the human organism we can never do that—but we must introduce it through the opposite pole, so to speak. If I sketch it here, this would be the rhythmic breathing process, and this the rhythmic circulatory process (see drawing). In the rhythmic breathing process, plant ashes represent the processes that are effective for our purpose. But we must make the plant-ash process effective in the opposite pole, in the rhythmic circulatory organism, proceeding indirectly by way of the metabolism (see drawing). We must incorporate this plant ash, that is the forces into the circulatory rhythm in order that they may call forth their polar counter-activity in the rhythmic breathing process.

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Figure 4

[ 13 ] Diese Zusammenhänge stellen sich ja wohl gleich für die Anschauung so dar, daf man sieht, für das Verständnis des menschlichen Organismus sind sie im eminentesten Sinne wichtig. Denn wir bekommen jetzt, so wie wir uns sagen mußten, dasjenige, was uns vorliegt im kieselerdebildenden Prozeß, hat mit dem ganzen Menschen etwas zu tun, so bekommen wir, indem wir das anwenden hier jetzt auf den Pflanzenveraschungsprozeß, eine Vorstellung von diesem mittleren Menschen, der sich auch wiederum, weil er eine Atmung und einen Zirkulationsrhythmus hat, gewissermaßen zweigliedert. Wir bekommen eine Vorstellung, indem wir uns sagen: Wenn wir zunächst das Obere, den Atmungsrhythmus ins Auge fassen, so ist der Bau dieser Organe im wesentlichen bedingt durch einen Prozeß, der polarisch entgegengesetzt ist dem Prozeß, der uns erscheint, wenn wir Pflanzliches verbrennen und Asche bekommen. Es ist gewissermaßen ein Kampf im Atmungsrhythmusprozeß, ein fortwährender Kampf gegen das Pflanzenaschebilden, aber ein Kampf, der sich nicht abspielt, ohne daß dasjenige, was das Gegenteil davon ist, wirklich herausfordernd für diesen Prozeß in den Organismus eindringt. Wir sind als Menschen auf die Erde gestellt, in der es Kieselerdeprozesse gibt, Kalkerdeprozesse gibt. Wir würden nicht Menschen sein, wenn diese Prozesse uns erfüllen würden. Wir sind dadurch Menschen, daß wir die polarisch entgegengesetzten Prozesse in uns tragen, daß wir also dem Kieselbildungsprozeß entgegenwirken können und den entgegengesetzten Pol in uns tragen, daß wir dem Kalkbildungsprozeß entgegenwirken, indem wir den entgegengesetzten Pol in uns tragen. Diese Pole tragen wir in uns durch unsere Hauptesbildung, durch den ganzen Menschen dann in jener Abstufung, wie ich es dargestellt habe. Durch unseren Atmungsrhythmus tragen wir den Kampf in uns gegen den Pflanzenveraschungsprozeß. Wir tragen in uns den entgegengesetzten Pol dieses Pflanzenveraschungsprozesses. Es wird, wenn man diese Dinge ins Auge faßt, nicht wunderbar erscheinen, daß gewissermaßen, wenn ich mich grob ausdrücke, Stoß Gegenstoß hervorruft. Es ist ganz klar, wenn ich den kieselerdebildenden Prozeß im Organismus entsprechend intensiver mache, daß die Gegenwirkung modifiziert wird; und ebensogut ist es klar, daß, wenn ich das Produkt des Verbrennungsprozesses einführe in den Organismus, die Gegenwirkung erzeugt wird, und die große Frage entsteht: Wie bekommen wir dieses Wirken und Gegenwirken in unsere Gewalt? - Das ist dasjenige, was ich, wenn ich es abstrakt bezeichne, immer dadurch ausdrücke, daß ich sage, es kommt darauf an, erstens zu erkennen, welches die Prozesse - aber bis ins Ich herauf - im menschlichen Organismus sind, und welches die Prozesse draußen, außerhalb des menschlichen Organismus sind. Diese Prozesse sind differenziert drinnen und draußen. Aber drinnen und draußen sind sie polarisch einander entgegengesetzt. Und in dem Augenblicke, wo irgend etwas, was eigentlich seiner Natur nach außerhalb meiner Haut liegen soll, wo das innerhalb meiner Haut liegt, oder in dem Augenblicke, wo etwas, und sei es nur durch einen leisen Körperdruck, von außen nach dem Innern wirkt, was eigentlich nicht eine Wirkung von außen nach dem Innern sein sollte, entsteht die innere Gegenwirkung, und in dem Augenblicke habe ich die Aufgabe, eine solche innere Gegenwirkung zu irgend etwas zu erzeugen. Wenn ich zum Beispiel konstatiere, daß im Menschen statt des normalen kieselerdeentgegenwirkenden Prozesses eine zu große, eine zu intensive Neigung zu diesem Prozesse besteht, so habe ich das von außen dadurch zu regulieren, daß ich den betreffenden Stoff zuführe und die Gegenwirkung hervorrufe; die kommt schon von selber.

[ 13 ] Perceiving these relationships, we come to realize how extremely important they are for an understanding of the human organism. Just as we saw that the process confronting us in silica-formation has something to do with the entire human being, so now—applying this to the process by which plant ash is formed—we gain a mental picture of the middle system of the human being. Once again, this is seen to consist of two members, possessing a rhythm of breathing and a rhythm of circulation. When we focus our attention on the upper part, the rhythm of breathing, we see that the structure of the organs concerned is essentially determined by a process that is the polar opposite of the process revealed to us when plant substance is burned and ash is obtained. To a certain extent a struggle is taking place in the rhythmic process of breathing—a continual struggle against the process of plant-ash formation. But this struggle does not take place without its opposite penetrating the organism and provoking this process in the organism. As human beings we live on the earth where there are silica processes and limestone processes. We would not be human beings if these processes permeated us. We are human beings through bearing within us the polar opposites of these processes. We are able to oppose the silica-formation process because we bear the opposite pole within us; we are able to oppose the limestone-formation process because we bear its polar opposite within us. It is chiefly owing to our head formation that we bear these poles within us, but the entire organism is also concerned, as I have described it in our breathing process, for example. Through our breathing rhythm we carry on the struggle against the plant-ash process; in ourselves we bear its opposite pole. If we focus our attention on these things it will not appear strange that a blow calls forth a counter-blow, to express myself somewhat crudely. It is quite clear that if I intensify the silica-forming process in the organism, the countereffect will be modified; likewise, if I introduce into the organism the product of a combustion process, the ountereffect will be produced. The important question thus arises of how we are to gain control of this action and reaction. This is what I mean when I am always saying, characterizing it abstractly, that we must first know what the processes are within the human organism, even into the ego, and what the processes are taking place outside the human organism. These processes are differentiated, both within and outside, but they are related to each other as polar opposites. The moment that anything that should be outside my skin, according to its nature, comes to be inside it—or the moment anything acts from outside inward that should not do so (this may happen by means of only a gentle pressure) an inner counter-reaction arises. In that moment I have the task of producing such an inner counter- reaction. For example, if I find that, instead of the normal process opposing silica there is too intense a tendency to this process, I have to regulate this from outside by administering the appropriate substance and thereby inducing the counter-reaction. The counter-reaction will then occur by itself.

[ 14 ] Das ist dasjenige, was einen dazu führt, allmählich diese Wechselwirkung des Menschen und seiner Außenwelt durchschauen zu können. Wenn Sie wirklich dazu kommen zu verstehen, wie dem Ich als Kraftwirkung dasjenige am meisten entgegenkommt, was in dem kieselerdebildenden Prozeß liegt, wenn das Ich wirken will durch Gliedmaßen und Stoffwechsel, wenn Sie ferner wissen, daß dasjenige, was Stoffwirkung ist im kieselerdebildenden Prozeß, am stärksten wirkt im menschlichen Haupte, und sich dann sagen können, daß dasjenige, was Kraftwirkung ist, in einer verminderten Intensität im menschlichen Haupte dem Ich da zu Hilfe kommen muß, dann haben Sie eine Möglichkeit hineinzuschauen, wie dieses Ich abgestuft im Menschen wirkt. Nun, wenn man das Verhältnis des Ich des Menschen zum Gliedmaßen-Stoffwechselsystem ins Auge faßt, so liegt eigentlich in diesem Verhältnisse der Ursprung des menschlichen Egoismus. Es gehört diesem System des menschlichen Egoismus ja auch das Sexualsystem an. Und das Ich wirkt gerade auch auf dem Umwege durch das Sexualsystem am meisten das menschliche Wesen mit Egoismus durchdringend.

[ 14 ] This is what enables us gradually to perceive and understand the interaction between the human being and his environment. To be able to gain insight into the different gradations of the ego's influence in the human being, you must realize that the ego, when it wishes to act through the limbs and metabolism, is chiefly assisted by what is contained in the silica-forming process regarded as force, and that in the silica-forming process in the human head the action as substance is strongest. Thus its action as force in the head must assist the ego with diminished intensity. Now if we focus on the relationship of the human ego to the metabolic-limb system, we find the origin of human egoism in this relationship. The sexual system is indeed a part of this system of human egoism. And the ego primarily penetrates the human being with egoism indirectly through the sexual system.

[ 15 ] Wenn Sie das erfassen, werden Sie sagen: Dann ist ja ein gewisser Gegensatz vorhanden zwischen der Art, wie sich das Ich der Kieselerde bedient, um auf den Menschen vom Gliedmaßensystem aus zu wirken, und der [Art], wie dieses Ich vom menschlichen Haupte aus durch die Kieselerde wirkt. Da wirkt es gewissermaßen egoismusfrei. Und wenn man das geisteswissenschaftlich durchforscht, sieht man, es wirkt differenzierend.

[ 15 ] If you understand this, you will be able to see that there is a kind of contrast between the way the ego uses silica to work on the human being from the limb system and the way the ego works from the human head by means of silica. One could say that in the head it works without egoism. When this is studied by spiritual scientific investigation, it is possible to see this differentiation.

[ 16 ] Wenn ich schematisch diese merkwürdige Wirkung darstellen sollte, so müßte ich so sagen: Dasjenige, was das Ich - also jetzt als wirkliches Organisationselement - im Menschen durch die Kieselerde (siehe Zeichnung, rot) vom Gliedmaßensystem aus tut, das ist im wesentlichen den Menschen zusammenfassend, gewissermaßen alles, was im Menschen vorhanden ist an Säften in eine undifferenzierte Einheit bindend, so daß es ein undifferenziertes einheitliches Ganzes ist.

[ 16 ] If I were to represent this remarkable activity schematically, I would have to say the following: Considering the ego as a real element of man's organization, what it does from the limb system by means of silica (see drawing, red) is essentially to encompass the human being, blending everything present in the human being in the fluids into an undifferentiated unity, so that it forms an undifferentiated, uniform whole.

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Figure 5

[ 17 ] Alles dasjenige, was derselbe Prozeß ist, aber mit der in bezug auf das Kraftliche so wenig wie möglich intensiven Kieselerdebildung, das wirkt im entgegengesetzten Sinne (siehe Zeichnung S. 22, gelb), das wirkt differenzierend, ausstrahlend. Von unten herauf wird der Mensch zusammengefaßt, undifferenziert gemacht durch die Kieselerde, von oben herunter wird er differenziert, auseinanderdifferenziert. Das heißt aber in bezug auf den Menschen, die im Haupte organisch vorhandenen Kräfte werden differenziert für ihre Wirkung auf die einzelnen Organe. Sie werden gewissermaßen angeregt durch den eigentümlichen Kieselerdeprozeß im Hauptesorganismus, ordentlich in ihren Organen zu wirken, sich ordentlich zu verteilen auf Herz, Leber und so weiter.

[ 17 ] Then, in what is really the same process but now regarded in its activity as a force, we find the least intensive silica-forming tendency, and this works in the opposite way (yellow); it differentiates and radiates outward. From below upward the human being is held together and undifferentiated by means of silica. From above downward he is differentiated into separate components. This means that in relation to the human being the forces working organically in the head become differentiated for their work on the individual organs. In a sense they are stimulated by the silica-process belonging exclusively to the head organism to work in the appropriate way in the various organs—heart, liver, and so on.

[ 18 ] Wir stehen da vor demjenigen Prozeß, der, wenn er von unten nach oben wirkt, alles durcheinanderwirft im Menschen, wenn er von oben nach unten wirkt, alles plastisch auseinandergliedert, gewissermaßen die Organisation beherrscht und durch die einzelnen Organe hindurch ordentlich macht. Wenn wir uns auf der andern Seite eine Anschauung aneignen darüber, was beim Menschen auf der einen Seite durch dieses Ineinanderwerfen auftritt, auf der andern Seite durch dieses Auseinandertreiben in die verschiedenen Organe - also das differenzierende Organisieren im Gegensatze zu dem synthetisierenden Organisieren -, und wie das beim einzelnen Menschen unregelmäßig sein kann, dann lernen wir allmählich den Menschen behandeln nach dieser Richtung hin, wenn irgend etwas nicht in Ordnung ist mit ihm. Wir werden das in den folgenden Vorträgen sehen. Nur müssen wir in bezug auf Untersuchungen nach dieser Richtung außerordentlich vorsichtig sein. Denn sehen Sie, was tut, sagen wir die äußere Wissenschaft, wenn sie den menschlichen Organismus untersucht? Diese äußere Wissenschaft sagt zum Beispiel: Im menschlichen Organismus ist Kieselerde, im menschlichen Organismus ist Fluor, im menschlichen Organismus ist Magnesium, im menschlichen Organismus ist Kalzium. Die äußere Wissenschaft sagt also von der Kieselerde, sie ist in den Haaren, sie ist im Blut und sie ist im Harn. Nun, nehmen wir einmal diese zwei: Die Kieselerde ist in den Haaren und ist im Harn.

[ 18 ] There we encounter the process which, when acting from below upward, mixes everything together in the human being, whereas when it works from above downward its action works to mold separate organs, regulating the organization through the individual organs. We need to gain a clear conception of the results of these two tendencies in the human being—the blending tendency on the one hand and the tendency to differentiate the various organs on the other (the synthesizing-organizing activity in contrast to the differentiating-organizing activity). If we gain a clear conception of the way these two can act irregularly in a particular person, we will gradually learn to treat a person on the basis of this when something is the matter with him. We will see how to do this in the lectures that follow. But we must be extraordinarily cautious in our investigations along these lines. For example, what does contemporary natural science do when it investigates the human organism? It says, for example, that the human organism contains silica, fluorine, magnesium, calcium. It states that silica is in the hair, in the blood, in the urine. Let us consider two of these points, that silica is in the hair and in the urine.

[ 19 ] Für die materialistische Wissenschaft liegt eben nichts anderes vor als dieses, daß, wenn man die Haare untersucht, sich darinnen Kieselerde findet, und wenn man den Harn untersucht, sich darinnen Kieselerde findet. Aber das ist gar nicht das Wesentliche, daß sich irgendein Stoff irgendwo drinnen findet. Das ist nämlich gar nicht das Wesentliche, denn die Kieselerde in den Haaren ist darinnen, damit sie von dort aus tätig ist. Wir haben die Haare nämlich nicht umsonst, sondern von den Haaren gehen auch Kräfte wiederum nach dem Organismus, und zwar wiederum feinste Kräfte, feinste Kräfte gehen aus den Haaren wiederum zurück in den Organismus hinein. Im Harn haben wir die Kieselerde aus dem Grunde, weil sie da ist als etwas, was sonst überschüssig ist. Da wird dasjenige, was nicht gebraucht wird, ausgesondert. Das ist ganz gleichgültig, daß sie drinnen ist, da ist sie nicht tätig, da wird diejenige herausbefördert, die nicht tätig sein soll, die zu viel ist. Da ist gerade diejenige Kieselerde drinnen, die im Organismus nicht drinnen sein darf, die also für ihn nicht die allergeringste Bedeutung hat. So ist es, wenn wir irgendwelche einzelne Stoffe untersuchen, nehmen wir an, Magnesium. Wenn in den Zähnen kein Magnesium wäre, so könnten es keine Zähne sein, denn für die Zähne leben im Magnesiumprozeß diejenigen Kräfte, die am Aufbau der Zähne gerade im eminentesten Sinne beteiligt sind. Sie haben das gehört aus dem Vortrag von Professor Römer. Aber Magnesium, sagt nun die materialistische Wissenschaft, ist auch in der Milch. Aber in der Milch hat das Magnesium keine Bedeutung. Da verdankt die Milch dem Milchdasein, daß sie mächtig genug ist, das Magnesium auszuscheiden, das da drinnen ist; in der Milch hat das Magnesium als solches nichts zu suchen. Wir können es dann analysieren natürlich, aber im milchbildenden Prozeß liegt die Sache so, daß der milchbildende Prozeß entstehen kann dadurch, daß er die Magnesiumkräfte abstoßen kann. Wir erfahren nur dadurch etwas über diesen eigentümlichen Gegensatz, der im zähnebildenden Prozeß und im milchbildenden Prozeß ist, daß wir wissen, das Magnesium, das ist im Zahnbildungsprozeß etwas Wesentliches, etwas, was dynamisch dahinein gehört. Im Milchbildungsprozeß ist es dasjenige, was als das fünfte Rad am Wagen ausgeschieden wird. Und in ähnlicher Weise ist es zum Beispiel mit dem Fluor, das im Schmelz der Zähne ein Wesentliches ist, ohne das wir den ganzen Zahnevolutionsprozeß nicht verstehen. Im Harn ist es auch vorhanden, aber eben als Ausscheidungsprozeß, ohne daß es darinnen eine Bedeutung hat. Das Fluor, das im Harn vorhanden ist, das ist eben dasjenige, das auszuscheiden der Organismus mächtig genug ist, weil er es nicht brauchen kann.

[ 19 ] For materialistic science, it is simply a matter of investigating the hair and finding silica in it and investigating the urine and finding silica there. But the essential thing is not in the least that here or there this or that substance is found. That silica is found in hair is not at all essential; what is important is that it is there in order to be active from there. We have hair for a purpose; there are forces that proceed from our hair back to the organism, very delicate forces. The most delicate forces proceed from the hair back into the organism. But silica is present in urine because it is superfluous. It is not needed and is therefore excreted. It is of no importance whether silica is in the urine, for it is inactive. There we find the silica that should not be within the human organism and that does not have the least significance within the organism. It is the same when we investigate any substance whatsoever, magnesium, for example. If there were no magnesium in our teeth, they could not be teeth, because in the magnesium process forces are active that play a most important part in building up the teeth. You have learned that from Professor Römer's lecture. Materialistic science, however, tells us that magnesium is also in milk. But the magnesium in milk has no significance. Milk owes its existence as milk to the fact that it is strong enough to eliminate the magnesium that is there. Magnesium as such has no place in milk. Of course, we can find it by analysis, but the milk-forming process can only take place by being able to expel the magnesium forces. We only learn something about this peculiar contrast between the processes at work in building up teeth and in producing milk when we know that magnesium is an essential constituent in the tooth-forming process, belonging to this process dynamically. In the process of milk-production it is like the fifth wheel of a cart and is eliminated. It is similar with fluorine, for example. We cannot understand the entire process of the development of the teeth without knowing that fluorine is an essential constituent of tooth enamel. It is also present in the urine, but as an excretory process, having no significance there. Fluorine is present in urine because the organism is strong enough to eliminate it since it cannot make use of it.

[ 20 ] Die bloße physische Untersuchung, ob irgend etwas irgendwo ist, die entscheidet eigentlich über das Wesentliche gar nicht, sondern man muß überall wissen, ob irgend etwas als Aktives mit Recht an der betreffenden Stelle ist, oder ob es dort ist, weil es herausgeschmissen worden ist. Das entscheidet. Und das ist das Wesentliche, daß wir uns solche Begriffe aneignen, um den Menschen und übrigens auch die anderen organischen Wesen zu verstehen in ihren gesunden und kranken Zuständen. Man ist ja allerdings immer genötigt, wenn man mehr populär spricht, alle diese Hilfen nicht in Anspruch nehmen zu können, weil heute viel zu wenig allgemeine Bildung vorhanden ist in unserem Zeitalter über feinere Begriffe, und man muß dann mehr in Abstraktionen reden und wird dann nicht eigentlich verständlich. Im Bekämpfen des Materialismus wird man sehr häufig nicht verständlich. Steigt man aber herunter - man könnte noch in ganz andere Regionen heruntersteigen - in das Charakteristische derjenigen Gebiete, die eigentlich der Wissenschafter nun kennen soll und für die ihm Fakten vorliegen, die er untersuchen kann, dann kommt man gerade durch Geisteswissenschaft an diejenigen Stellen , wo man zeigen kann, daß eine Vorstellung von irgend etwas, was man als Stoff analysiert, mit physisch-chemischer Wissenschaft untersucht hat, worüber man sagen kann, da ist dies darinnen und da ist dies darinnen, wie einen eine solche Vorstellung zu gar nichts führt als eigentlich zu Irrtümern.

[ 20 ] Merely physical investigation as to whether something or other is somewhere or other determines nothing essential. One must always know whether a substance is justifiably present in a particular part as an active constituent, or whether it is merely there because it has been thrown out. This is the essential aspect, and it is essential for us to acquire concepts like these if we are to understand the human being—and other organic beings—in conditions of health or illness. In order to speak more popularly, of course, it is necessary to do without the help of these concepts, because in our age there is so little general cultivation of finer, more differentiated concepts. One is therefore compelled to speak more in abstractions, which then are not comprehensible. In combatting materialism, one is very frequently not comprehensible. We need to descend into those domains that the scientist is supposed to understand, and where he has facts before him that he can investigate; then we are brought by spiritual science to be able to show that ideas deriving from analyzing a substance by means of physical-chemical science and saying: “This and this are in that and that,” can lead to nothing but errors.

[ 21 ] Das ist dasjenige, was ich als Einleitung geben wollte heute. Morgen wollen wir dann davon weiterreden.

[ 21 ] This is what I wished to present to you today as an introduction. We will continue our studies tomorrow.