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Anthroposophical Foundations
for a Renewed Christian-religious Work
GA 342

13 June 1921, Stuttgart

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Besprechung

Besprechung

[ 1 ] Rudolf Steiner: Ich denke, es ist zunächst am besten, die verehrten Anwesenden sprechen sich ihrerseits aus über die Dinge, die wir heute begonnen haben zu verhandeln, und wir können dann auf diese Weise noch gegenseitig die Wünsche und Absichten kennenlernen. Sie haben gewiß das eine oder andere zu fragen aufgrund dessen, was ich vorgebracht habe.

[ 1 ] Rudolf Steiner: Ich denke, es ist zunächst am besten, die verehrten Anwesenden sprechen sich ihrerseits aus über die Dinge, die wir heute begonnen haben zu verhandeln, und wir können dann auf diese Weise noch gegenseitig die Wünsche und Absichten kennenlernen. Sie haben gewiß das eine oder andere zu fragen aufgrund dessen, was ich vorgebracht habe.

[ 2 ] Emil Bock: Die Teilnehmer haben mich heute nachmittag beauftragt, das Ergebnis zu berichten. Wir haben uns zunächst noch Gedanken gemacht über die verschiedenen Wege und haben uns schließlich darin gefunden, daß die Wege alle in Betracht kommen und dann uns klargemacht: Es handelt sich auf jeden Fall um die Sammlung der Personen und die Sammlung des Geldes und in welcher Richtung wir uns organisieren wollen und ob wir nur einen losen Zusammenschluß anstreben wollen. Wir haben verabredet, jeder solle die Initiative ergreifen, da wo es ihm ratsam erschiene und haben dann eine Stelle gewählt, an die Briefe regelmäßig, sobald Bedürfnis vorhanden ist, geschickt werden sollen, so daß wir uns in eine Rundbrieforganisation hineinbegeben wollen. Das, was wir religiös öffentlich tun können, kann nur in der Kirche geschehen. Was wir dann hinterher machen, müssen wir abwarten, bis wir die Leute haben. In der Frage des Beitrittes haben wir uns klarmachen können, daß ein Beitritt nur möglich sein kann, wenn einer derjenigen, die jetzt am Kurs teilnehmen, Bürge ist. Die Zentralstelle für diese Briefe wäre an Berliner zu übertragen, so daß von Berlin aus die Initiative zu allem möglichen gesammelt und gegeben werden muß. Die Sammlung der Menschen könnte sofort in Angriff genommen werden. Dann Vorbereitung einer administrativen Stelle: Da handelt es sich nur darum, wer da in Frage kommen soll. Wir wollen aber nun eben das Geld in der Form nicht sammeln, daß es etwa unter dem Namen unseres Zusammenschlusses geht, weil uns das auch wiederum in die Öffentlichkeit hineinbrächte. Es wurde der Gedanke erwogen, ob wir unsere zu schaffende Administrativstelle dem «Kommenden Tag» angliedern könnten, oder welche andere Möglichkeit sich bieten könnte.1Anmerkung des Herausgebers: Dem Stenographen waren nur wenige der Teilnehmer bekannt. Es fehlen deshalb in seinen Unterlagen zum Teil die Namen der einzelnen Gesprächsteilnchmer. Wo es also im folgenden heißt «Ein Teilnehmer», bedeutet dies, daß der Name der betreffenden Persönlichkeit vom Stenographen nicht festgehalten wurde.

[ 2 ] Emil Bock: Die Teilnehmer haben mich heute nachmittag beauftragt, das Ergebnis zu berichten. Wir haben uns zunächst noch Gedanken gemacht über die verschiedenen Wege und haben uns schließlich darin gefunden, daß die Wege alle in Betracht kommen und dann uns klargemacht: Es handelt sich auf jeden Fall um die Sammlung der Personen und die Sammlung des Geldes und in welcher Richtung wir uns organisieren wollen und ob wir nur einen losen Zusammenschluß anstreben wollen. Wir haben verabredet, jeder solle die Initiative ergreifen, da wo es ihm ratsam erschiene und haben dann eine Stelle gewählt, an die Briefe regelmäßig, sobald Bedürfnis vorhanden ist, geschickt werden sollen, so daß wir uns in eine Rundbrieforganisation hineinbegeben wollen. Das, was wir religiös öffentlich tun können, kann nur in der Kirche geschehen. Was wir dann hinterher machen, müssen wir abwarten, bis wir die Leute haben. In der Frage des Beitrittes haben wir uns klarmachen können, daß ein Beitritt nur möglich sein kann, wenn einer derjenigen, die jetzt am Kurs teilnehmen, Bürge ist. Die Zentralstelle für diese Briefe wäre an Berliner zu übertragen, so daß von Berlin aus die Initiative zu allem möglichen gesammelt und gegeben werden muß. Die Sammlung der Menschen könnte sofort in Angriff genommen werden. Dann Vorbereitung einer administrativen Stelle: Da handelt es sich nur darum, wer da in Frage kommen soll. Wir wollen aber nun eben das Geld in der Form nicht sammeln, daß es etwa unter dem Namen unseres Zusammenschlusses geht, weil uns das auch wiederum in die Öffentlichkeit hineinbrächte. Es wurde der Gedanke erwogen, ob wir unsere zu schaffende Administrativstelle dem «Kommenden Tag» angliedern könnten, oder welche andere Möglichkeit sich bieten könnte.1Anmerkung des Herausgebers: Dem Stenographen waren nur wenige der Teilnehmer bekannt. Es fehlen deshalb in seinen Unterlagen zum Teil die Namen der einzelnen Gesprächsteilnchmer. Wo es also im folgenden heißt «Ein Teilnehmer», bedeutet dies, daß der Name der betreffenden Persönlichkeit vom Stenographen nicht festgehalten wurde.

[ 3 ] Rudolf Steiner: Ja, also Sie meinten, es würde sich am besten ergeben ein Zusammenschluß loserer Art von denjenigen, die sich eventuell diesem Komitee angliedern wollen, eine Zentralstelle in Berlin für die Sammlung von Briefen, und die Geldsammlung in einer Form, daß das zunächst der «Kommende Tag» bewirkt. Die letztere Sache ist natürlich etwas, was wir auch noch greifbarer machen müßten. Nun, nicht wahr, der losere Zusammenschluß, der ist natürlich auch zu erörtern unter dem Gesichtspunkt, wie schnell sich die Anwesenden vorstellen, daß die Sache vor sich gehen soll. Sie sind ja doch wohl zumeist ältere Semester, die sehr bald in das Leben hinauskommen?

[ 3 ] Rudolf Steiner: Ja, also Sie meinten, es würde sich am besten ergeben ein Zusammenschluß loserer Art von denjenigen, die sich eventuell diesem Komitee angliedern wollen, eine Zentralstelle in Berlin für die Sammlung von Briefen, und die Geldsammlung in einer Form, daß das zunächst der «Kommende Tag» bewirkt. Die letztere Sache ist natürlich etwas, was wir auch noch greifbarer machen müßten. Nun, nicht wahr, der losere Zusammenschluß, der ist natürlich auch zu erörtern unter dem Gesichtspunkt, wie schnell sich die Anwesenden vorstellen, daß die Sache vor sich gehen soll. Sie sind ja doch wohl zumeist ältere Semester, die sehr bald in das Leben hinauskommen?

[ 4 ] Ein Teilnehmer: Verschieden.

[ 4 ] Ein Teilnehmer: Verschieden.

[ 5 ] Rudolf Steiner: Natürlich verschieden. Aber außerdem liegen ja die Dinge heute so, daß es allerdings nötig ist, nicht Zeit zu verlieren, wenn so etwas gemacht wird. Es ist zweifellos, daß zum Beispiel auch von der Dreigliederungsbewegung viel mehr erreicht worden wäre, wenn nicht immerfort Zeit verloren worden wäre. Und so würde ich auch meinen, daß hier zu raten ist, möglichst zu versuchen, keine Zeit zu verlieren, aber natürlich kann es auch nicht übereilt werden. Haben Sie sich eine Vorstellung darüber gebildet, wie man unter Umständen vielleicht doch in dem Zeitpunkt, in dem Sie mit der Geldsammlung im großen beginnen wollen, an die Öffentlichkeit kommen kann mit der Sache? Sie wollen die Öffentlichkeit in einem gewissen Sinn vermeiden. Haben Sie dazu besondere Gründe? Wollen wir versuchen, einmal diese Frage zu erörtern.

[ 5 ] Rudolf Steiner: Natürlich verschieden. Aber außerdem liegen ja die Dinge heute so, daß es allerdings nötig ist, nicht Zeit zu verlieren, wenn so etwas gemacht wird. Es ist zweifellos, daß zum Beispiel auch von der Dreigliederungsbewegung viel mehr erreicht worden wäre, wenn nicht immerfort Zeit verloren worden wäre. Und so würde ich auch meinen, daß hier zu raten ist, möglichst zu versuchen, keine Zeit zu verlieren, aber natürlich kann es auch nicht übereilt werden. Haben Sie sich eine Vorstellung darüber gebildet, wie man unter Umständen vielleicht doch in dem Zeitpunkt, in dem Sie mit der Geldsammlung im großen beginnen wollen, an die Öffentlichkeit kommen kann mit der Sache? Sie wollen die Öffentlichkeit in einem gewissen Sinn vermeiden. Haben Sie dazu besondere Gründe? Wollen wir versuchen, einmal diese Frage zu erörtern.

[ 6 ] Ein Teilnehmer: Ich möchte dazu nur sagen, ich habe die Empfindung, nach dem, was ich bisher in den verschiedenen Städten erlebt habe, daß eigentlich wohl kein Grund vorliegt, die Öffentlichkeit zu vermeiden. Die Vorträge haben immer nur geisteswissenschaftlichen Charakter. Ich bin der Überzeugung, daß sich sofort mehr Menschen angliedern würden, wenn das nicht nur geisteswissenschaftliche Vorträge wären, sondern wenn es kultusgestaltend wäre.

[ 6 ] Ein Teilnehmer: Ich möchte dazu nur sagen, ich habe die Empfindung, nach dem, was ich bisher in den verschiedenen Städten erlebt habe, daß eigentlich wohl kein Grund vorliegt, die Öffentlichkeit zu vermeiden. Die Vorträge haben immer nur geisteswissenschaftlichen Charakter. Ich bin der Überzeugung, daß sich sofort mehr Menschen angliedern würden, wenn das nicht nur geisteswissenschaftliche Vorträge wären, sondern wenn es kultusgestaltend wäre.

[ 7 ] Rudolf Steiner: Ich will namentlich gern hören, was Sie gegen die Öffentlichkeit haben. Die Gründe sind vielleicht sehr wichtig.

[ 7 ] Rudolf Steiner: Ich will namentlich gern hören, was Sie gegen die Öffentlichkeit haben. Die Gründe sind vielleicht sehr wichtig.

[ 8 ] Ein Teilnehmer: Wir haben bedacht, daß es sich auf einen Kulturkampf hinausspitzen muß, und daß wir mit der Gründung von Gemeinden warten müssen, auch mit der Proklamierung der Idee überhaupt warten müssen. Sobald eine Bitte um Geld öffentlich auftritt, ist Anlaß genug, daß uns die größten Schwierigkeiten entgegengebracht werden. Das waren unsere Gründe, die uns veranlassen, auch mit der Gemeindegründung selbst zu warten; denn es handelt sich um dieselbe Sache.

[ 8 ] Ein Teilnehmer: Wir haben bedacht, daß es sich auf einen Kulturkampf hinausspitzen muß, und daß wir mit der Gründung von Gemeinden warten müssen, auch mit der Proklamierung der Idee überhaupt warten müssen. Sobald eine Bitte um Geld öffentlich auftritt, ist Anlaß genug, daß uns die größten Schwierigkeiten entgegengebracht werden. Das waren unsere Gründe, die uns veranlassen, auch mit der Gemeindegründung selbst zu warten; denn es handelt sich um dieselbe Sache.

[ 9 ] Ein anderer Teilnehmer: Wir glauben, daß wir nicht auftreten können als Wirkende mit der Gemeindegründung...

[ 9 ] Ein anderer Teilnehmer: Wir glauben, daß wir nicht auftreten können als Wirkende mit der Gemeindegründung...

[ 10 ] Rudolf Steiner: Nun ja, warten mit der Gemeindegründung... Ein Teilnehmer: ... mit dem Auftreten in der Öffentlichkeit.

[ 10 ] Rudolf Steiner: Nun ja, warten mit der Gemeindegründung... Ein Teilnehmer: ... mit dem Auftreten in der Öffentlichkeit.

[ 11 ] Rudolf Steiner: Aber was tun während des Wartens? Die Aufgabe ist zunächst diese, daß sich gewissermaßen zehnmal soviel Leute finden, als da sind. Das bezwecken Sie ja durch die Briefstelle. Ich glaube, daß es vielleicht, wenn man die Sache geschickt macht, gar nicht so schwierig ist, zehnmal soviel Leute zu bekommen. Insbesondere unter der theologischen Studentenschaft werden sich wahrscheinlich zehnmal soviel Leute finden. Sie selbst haben sich doch verhältnismäBig schnell zusammengefunden. Unter der theologischen Studentenschaft werden sich zweifellos rasch Leute finden. Es kommt alles darauf an, in welcher Gestalt man versucht, die Sache zu finanzieren. Das ist natürlich keine leichte Sache, denn es wird nur gelingen, wenn es verhältnismäßig recht schnell gemacht wird. Und der Gedanke ist natürlich ganz gut, zunächst einen loseren Zusammenschluß zu bilden und durch Korrespondenz alle diejenigen unter den Studierenden aufzusuchen, welche einer solchen Sache geneigt sind. Wieviele sind Sie jetzt?

[ 11 ] Rudolf Steiner: Aber was tun während des Wartens? Die Aufgabe ist zunächst diese, daß sich gewissermaßen zehnmal soviel Leute finden, als da sind. Das bezwecken Sie ja durch die Briefstelle. Ich glaube, daß es vielleicht, wenn man die Sache geschickt macht, gar nicht so schwierig ist, zehnmal soviel Leute zu bekommen. Insbesondere unter der theologischen Studentenschaft werden sich wahrscheinlich zehnmal soviel Leute finden. Sie selbst haben sich doch verhältnismäBig schnell zusammengefunden. Unter der theologischen Studentenschaft werden sich zweifellos rasch Leute finden. Es kommt alles darauf an, in welcher Gestalt man versucht, die Sache zu finanzieren. Das ist natürlich keine leichte Sache, denn es wird nur gelingen, wenn es verhältnismäßig recht schnell gemacht wird. Und der Gedanke ist natürlich ganz gut, zunächst einen loseren Zusammenschluß zu bilden und durch Korrespondenz alle diejenigen unter den Studierenden aufzusuchen, welche einer solchen Sache geneigt sind. Wieviele sind Sie jetzt?

[ 12 ] Ein Teilnehmer: Achtzehn.

[ 12 ] Ein Teilnehmer: Achtzehn.

[ 13 ] Rudolf Steiner: Achtzehn Studenten, zehnmal soviel sind dann 180. Sobald man 180 bis 200 hat, dann allerdings würde es sich darum handeln, ans Werk zu gehen; und da fragt es sich, was geschehen könnte, um möglichst rasch handeln zu können. Da ist ja natürlich das Wirken durch einen vorbildlichen Kultus — so gut es an sich ist — nicht dazu angetan, rasch zu wirken. Da fragt es sich doch, ob man nicht vorbereiten muß in der Zeit, in der die Sammlung durch Korrespondenz stattfindet, eine sachgemäße ruhige aber sehr klare Darstellung der Hauptsachen, die man drucken ließe, die ja nicht veröffentlicht zu werden braucht, die aber benützt werden müßte, um Geld zu sammeln, die von denjenigen Persönlichkeiten, die sich um die Geldsammlung bemühen, den Leuten vorgelegt würde, von denen man glaubt, daß sie für so etwas Geld haben. Wie das getan werden könnte vom «Kommenden Tag», das ist natürlich etwas schwer vorzustellen. Der «Kommende Tag» könnte ja natürlich administrativ dabei tätig sein, aber wie der «Kommende Tag» für eine solche Sache mit seinem Namen eintreten könnte, das ist ein wenig fraglich. Haben Sie gemeint, daß der «Kommende Tag» als «Kommender Tag» die Sache in die Hand nimmt?

[ 13 ] Rudolf Steiner: Achtzehn Studenten, zehnmal soviel sind dann 180. Sobald man 180 bis 200 hat, dann allerdings würde es sich darum handeln, ans Werk zu gehen; und da fragt es sich, was geschehen könnte, um möglichst rasch handeln zu können. Da ist ja natürlich das Wirken durch einen vorbildlichen Kultus — so gut es an sich ist — nicht dazu angetan, rasch zu wirken. Da fragt es sich doch, ob man nicht vorbereiten muß in der Zeit, in der die Sammlung durch Korrespondenz stattfindet, eine sachgemäße ruhige aber sehr klare Darstellung der Hauptsachen, die man drucken ließe, die ja nicht veröffentlicht zu werden braucht, die aber benützt werden müßte, um Geld zu sammeln, die von denjenigen Persönlichkeiten, die sich um die Geldsammlung bemühen, den Leuten vorgelegt würde, von denen man glaubt, daß sie für so etwas Geld haben. Wie das getan werden könnte vom «Kommenden Tag», das ist natürlich etwas schwer vorzustellen. Der «Kommende Tag» könnte ja natürlich administrativ dabei tätig sein, aber wie der «Kommende Tag» für eine solche Sache mit seinem Namen eintreten könnte, das ist ein wenig fraglich. Haben Sie gemeint, daß der «Kommende Tag» als «Kommender Tag» die Sache in die Hand nimmt?

[ 14 ] Ein Teilnehmer: Wir haben darunter nur den Vorteil gesehen, daß man dort schon viele Adressen und administrative Erfahrung hat. Es muß nicht der «Kommende Tag» sein. Wir müssen jemanden dafür einsetzen, der dann praktischerweise beim «Kommenden Tag» arbeitet.

[ 14 ] Ein Teilnehmer: Wir haben darunter nur den Vorteil gesehen, daß man dort schon viele Adressen und administrative Erfahrung hat. Es muß nicht der «Kommende Tag» sein. Wir müssen jemanden dafür einsetzen, der dann praktischerweise beim «Kommenden Tag» arbeitet.

[ 15 ] Rudolf Steiner: Ich verstehe die Sache schon. Es ist ja vielleicht gar nicht einmal eine unpraktische Idee, dabei an jemanden zu denken, der viel übrig haben könnte für diese Sache. Man könnte dabei an Heisler denken gerade für diese Aufgabe. Man könnte schon an so etwas denken, daß gerade er oder jemand, der in der gleichen Lage wäre, am besten für diese Stelle in Betracht kommen könnte. Aber wie denken Sie denn über eine Art ruhiger, objektiver, zielbewußter Darstellung, die man doch würde verbreiten müssen, so daß die Leute sich unterrichten könnten, für was sie Geld geben würden.

[ 15 ] Rudolf Steiner: Ich verstehe die Sache schon. Es ist ja vielleicht gar nicht einmal eine unpraktische Idee, dabei an jemanden zu denken, der viel übrig haben könnte für diese Sache. Man könnte dabei an Heisler denken gerade für diese Aufgabe. Man könnte schon an so etwas denken, daß gerade er oder jemand, der in der gleichen Lage wäre, am besten für diese Stelle in Betracht kommen könnte. Aber wie denken Sie denn über eine Art ruhiger, objektiver, zielbewußter Darstellung, die man doch würde verbreiten müssen, so daß die Leute sich unterrichten könnten, für was sie Geld geben würden.

[ 16 ] Ein Teilnehmer: Ich glaube — für meine Person —, in dem Augenblick, wo man sich entscheidet zur großen Finanzierung, wird man jedenfalls die Verborgenheit aufgeben müssen.

[ 16 ] Ein Teilnehmer: Ich glaube — für meine Person —, in dem Augenblick, wo man sich entscheidet zur großen Finanzierung, wird man jedenfalls die Verborgenheit aufgeben müssen.

[ 17 ] Rudolf Steiner: Es ist aber möglich, daß so jemand wie Heisler gewissermaßen mit der Finanzierungsarbeit betraut würde, und daß man nicht davor zurückscheuen würde, die Sache als solche durchaus an die Öffentlichkeit kommen zu lassen. Dagegen würde ich meinen, daß man vermeiden könnte, Ihre Namen und die Namen der anderen, die noch dazukommen, bekannt werden zu lassen, so daß kein Mensch zu wissen braucht, wenn es irgendwie da oder dort innerhalb der Kirche sich um eine Pastoren- oder Predigerstelle handelt, daß Sie zu dieser Bewegung gehören. Es braucht gar keine Veranlassung zu sein, daß Sie darum befragt werden. Die Teilnehmer dieses losen Zusammenschlusses braucht man nicht an die Öffentlichkeit zu bringen, sondern nur die Idee und die Sache als solche.

[ 17 ] Rudolf Steiner: Es ist aber möglich, daß so jemand wie Heisler gewissermaßen mit der Finanzierungsarbeit betraut würde, und daß man nicht davor zurückscheuen würde, die Sache als solche durchaus an die Öffentlichkeit kommen zu lassen. Dagegen würde ich meinen, daß man vermeiden könnte, Ihre Namen und die Namen der anderen, die noch dazukommen, bekannt werden zu lassen, so daß kein Mensch zu wissen braucht, wenn es irgendwie da oder dort innerhalb der Kirche sich um eine Pastoren- oder Predigerstelle handelt, daß Sie zu dieser Bewegung gehören. Es braucht gar keine Veranlassung zu sein, daß Sie darum befragt werden. Die Teilnehmer dieses losen Zusammenschlusses braucht man nicht an die Öffentlichkeit zu bringen, sondern nur die Idee und die Sache als solche.

[ 18 ] Bei Heisler liegt die Sache so, daß es bei ihm nichts schadet, denn er bekommt ja ohnedies keine Pfarrerstelle mehr.

[ 18 ] Bei Heisler liegt die Sache so, daß es bei ihm nichts schadet, denn er bekommt ja ohnedies keine Pfarrerstelle mehr.

[ 19 ] Ein Teilnehmer: Ich reflektiere nicht auf eine Stelle.

[ 19 ] Ein Teilnehmer: Ich reflektiere nicht auf eine Stelle.

[ 20 ] Rudolf Steiner: Sie reflektieren nicht auf eine Stelle innerhalb der Kirche?

[ 20 ] Rudolf Steiner: Sie reflektieren nicht auf eine Stelle innerhalb der Kirche?

[ 21 ] Ein Teilnehmer: Nein, das würde ich nicht tun.

[ 21 ] Ein Teilnehmer: Nein, das würde ich nicht tun.

[ 22 ] Rudolf Steiner: Es gibt durchaus solche Predigerkandidaten, die schon so stark kompromittiert sind, daß sie ruhig ihre Namen bekannt werden lassen können. Sonst brauchen die Namen dieses losen Zusammenschlusses nicht bekannt zu werden. Selbstverständlich verleugnet niemand die Zugehörigkeit; man braucht es aber erst zu sagen, wenn man gefragt wird. Das scheint mir doch immerhin dasjenige zu sein, was möglich ist. Und die Meinung haben Sie nicht, daß unter den jüngeren schon auf Pastorenstellen befindlichen Leuten eine Anzahl von solchen sein wird, die sich Ihrem Kreis anschließen würden, die also schon [in ein Kirchenamt] hineingegangen sind?

[ 22 ] Rudolf Steiner: Es gibt durchaus solche Predigerkandidaten, die schon so stark kompromittiert sind, daß sie ruhig ihre Namen bekannt werden lassen können. Sonst brauchen die Namen dieses losen Zusammenschlusses nicht bekannt zu werden. Selbstverständlich verleugnet niemand die Zugehörigkeit; man braucht es aber erst zu sagen, wenn man gefragt wird. Das scheint mir doch immerhin dasjenige zu sein, was möglich ist. Und die Meinung haben Sie nicht, daß unter den jüngeren schon auf Pastorenstellen befindlichen Leuten eine Anzahl von solchen sein wird, die sich Ihrem Kreis anschließen würden, die also schon [in ein Kirchenamt] hineingegangen sind?

[ 23 ] Ein Teilnehmer: Es ist die Frage, wieweit die Leute schon ein Verhältnis haben zur Anthroposophie.

[ 23 ] Ein Teilnehmer: Es ist die Frage, wieweit die Leute schon ein Verhältnis haben zur Anthroposophie.

[ 24 ] Rudolf Steiner: Ja, notwendig wäre allerdings, daß ein gewisser Kern von Persönlichkeiten da ist, die Anthroposophen sind. Aber das will mir eigentlich nicht notwendig erscheinen, daß alle Anthroposophen sind. Nicht wahr, wenn ein gewisser Kern da ist von energischen Persönlichkeiten, dann kann die ganze Sache einen anthroposophischen Charakter erhalten einfach durch die Bedeutung dieser Persönlichkeiten, ohne daß man diejenigen ausschließt, die nicht Anthroposophen sind. Sehen Sie, die besten Anthroposophen sind in der Regel diejenigen geworden, die zuerst Gegner waren; oder wenigstens gehören zu den besten diejenigen, die Gegner gewesen sind und sich langsam durchgerungen haben zur Anthroposophie. Daß man viele von denen, die sich ihren Weg gesucht haben zu einer religiösen Weltauffassung im modernen Sinn, nun gleich im Handumdrehen durch eine kurze Lektüre zur Anthroposophie bringen kann, das, glaube ich, dürfen wir uns nicht einbilden. Es wird bei vielen ein gewisses Widerstreben sein. Vor allen Dingen wird man nicht leicht hinwegkommen über den Glauben, daß gewisse Forschungsergebnisse der Anthroposophie durch die Dogmatik ausgeschlossen seien. Daß die wiederholten Erdenleben irreligiös, unchristlich seien, das werden doch noch viele glauben. Und es ist ja nicht eigentlich heute zu wünschen, daß man alle, die das noch nicht einsehen können, ausschließt, denn es ist doch das eigentliche religiöse Verhältnis dabei festzuhalten. Ebenso wie man, ich möchte sagen, zur Zeit der Begründung des Christentums ein guter Christ sein konnte, ohne zu wissen, daß die Erde rund ist oder daß es Amerika gibt, und andererseits das Christentum bei der Entdeckung Amerikas nicht erschüttert wurde, so kann jemand ein guter Christ sein, ohne einen Zugang zu haben zur Wahrheit der wiederholten Erdenleben. Denn im Grunde genommen ist ein Wesentliches — davon möchte ich morgen noch sprechen — beim Christen sein Verhältnis zu dem Christus Jesus selber, zu diesem ganz konkreten Wesen; das ist das Wesentliche. Es ist das Wesentliche des Christentums ein persönliches Verhältnis zu dem Christus Jesus. Und eine Lehre als solche, die als Lehre gewiß gesichert ist, die eben eine Lehre über den Weltzusammenhang ist, die kann eigentlich nicht das Kennzeichen für das Christliche in einem Menschen sein. Christ ist man natürlich durch sein Verhältnis zu Christus, wie man Buddhist ist durch sein Verhältnis zu Buddha, nicht eigentlich durch einen Lehrinhalt. Man braucht einen Lehrinhalt, wie wir schen werden, in der Predigt, aber man ist nicht durch den Lehrinhalt eigentlich Christ. Es kann niemand in dem Sinn heute Christ sein, wie man das doch eben auffassen muß, der nicht ein positives Verhältnis zur übersinnlichen Christus-Wesenheit hat.

[ 24 ] Rudolf Steiner: Ja, notwendig wäre allerdings, daß ein gewisser Kern von Persönlichkeiten da ist, die Anthroposophen sind. Aber das will mir eigentlich nicht notwendig erscheinen, daß alle Anthroposophen sind. Nicht wahr, wenn ein gewisser Kern da ist von energischen Persönlichkeiten, dann kann die ganze Sache einen anthroposophischen Charakter erhalten einfach durch die Bedeutung dieser Persönlichkeiten, ohne daß man diejenigen ausschließt, die nicht Anthroposophen sind. Sehen Sie, die besten Anthroposophen sind in der Regel diejenigen geworden, die zuerst Gegner waren; oder wenigstens gehören zu den besten diejenigen, die Gegner gewesen sind und sich langsam durchgerungen haben zur Anthroposophie. Daß man viele von denen, die sich ihren Weg gesucht haben zu einer religiösen Weltauffassung im modernen Sinn, nun gleich im Handumdrehen durch eine kurze Lektüre zur Anthroposophie bringen kann, das, glaube ich, dürfen wir uns nicht einbilden. Es wird bei vielen ein gewisses Widerstreben sein. Vor allen Dingen wird man nicht leicht hinwegkommen über den Glauben, daß gewisse Forschungsergebnisse der Anthroposophie durch die Dogmatik ausgeschlossen seien. Daß die wiederholten Erdenleben irreligiös, unchristlich seien, das werden doch noch viele glauben. Und es ist ja nicht eigentlich heute zu wünschen, daß man alle, die das noch nicht einsehen können, ausschließt, denn es ist doch das eigentliche religiöse Verhältnis dabei festzuhalten. Ebenso wie man, ich möchte sagen, zur Zeit der Begründung des Christentums ein guter Christ sein konnte, ohne zu wissen, daß die Erde rund ist oder daß es Amerika gibt, und andererseits das Christentum bei der Entdeckung Amerikas nicht erschüttert wurde, so kann jemand ein guter Christ sein, ohne einen Zugang zu haben zur Wahrheit der wiederholten Erdenleben. Denn im Grunde genommen ist ein Wesentliches — davon möchte ich morgen noch sprechen — beim Christen sein Verhältnis zu dem Christus Jesus selber, zu diesem ganz konkreten Wesen; das ist das Wesentliche. Es ist das Wesentliche des Christentums ein persönliches Verhältnis zu dem Christus Jesus. Und eine Lehre als solche, die als Lehre gewiß gesichert ist, die eben eine Lehre über den Weltzusammenhang ist, die kann eigentlich nicht das Kennzeichen für das Christliche in einem Menschen sein. Christ ist man natürlich durch sein Verhältnis zu Christus, wie man Buddhist ist durch sein Verhältnis zu Buddha, nicht eigentlich durch einen Lehrinhalt. Man braucht einen Lehrinhalt, wie wir schen werden, in der Predigt, aber man ist nicht durch den Lehrinhalt eigentlich Christ. Es kann niemand in dem Sinn heute Christ sein, wie man das doch eben auffassen muß, der nicht ein positives Verhältnis zur übersinnlichen Christus-Wesenheit hat.

[ 25 ] Darum ist für mich Adolf Harnack kein Christ. Ein Mann, der imstande ist zu sagen, der Christus kann aus den Evangelien herausgenommen werden, es hat nur der Vater darin Platz —, der ist nicht Christ. Bei ihm unterscheidet sich der Christus nicht von Jahve, dem Gott des Alten Testamentes. Wenn Sie in Harnacks Buch «Das Wesen des Christentums» den Christus-Namen ausstreichen und überall den Jahve-Namen hinsetzen, so werden Sie sehen, daß der Sinn nicht verändert wird. Er setzt einfach den Glauben des Jesus an den Vater an die Stelle der Erkenntnis des Wesens Jesus selber. Er erkennt eigentlich in dem Christus nur einen großen Lehrer über die Religion des Vaters. Das ist aber eigentlich die Negierung des Christentums, nicht das Wesen des Christentums. Und deshalb meine ich, es ist nicht nötig, daß wir gewissermaßen die Leute einschwören auf die Wiederverkörperungslehre oder auf das Karma, denn das ist etwas, wozu sich die Leute schwer durchringen; sie werden sich mit der Zeit dazu durchringen; nur meine ich, da Sie doch selber Anthroposophen sind und eine größere Anzahl Anthroposophen werden gewinnen können, daß dadurch die Sache schon den nötigen anthroposophischen Charakter hat. Dafür sorgt schon der Gehalt der Anthroposophie, daß die Sache einen anthroposophischen Charakter hat, wenn sie überhaupt gelingt. Und gelingen muß sie, weil sie sehr viele Bedingungen des Gelingens in sich hat.

[ 25 ] Darum ist für mich Adolf Harnack kein Christ. Ein Mann, der imstande ist zu sagen, der Christus kann aus den Evangelien herausgenommen werden, es hat nur der Vater darin Platz —, der ist nicht Christ. Bei ihm unterscheidet sich der Christus nicht von Jahve, dem Gott des Alten Testamentes. Wenn Sie in Harnacks Buch «Das Wesen des Christentums» den Christus-Namen ausstreichen und überall den Jahve-Namen hinsetzen, so werden Sie sehen, daß der Sinn nicht verändert wird. Er setzt einfach den Glauben des Jesus an den Vater an die Stelle der Erkenntnis des Wesens Jesus selber. Er erkennt eigentlich in dem Christus nur einen großen Lehrer über die Religion des Vaters. Das ist aber eigentlich die Negierung des Christentums, nicht das Wesen des Christentums. Und deshalb meine ich, es ist nicht nötig, daß wir gewissermaßen die Leute einschwören auf die Wiederverkörperungslehre oder auf das Karma, denn das ist etwas, wozu sich die Leute schwer durchringen; sie werden sich mit der Zeit dazu durchringen; nur meine ich, da Sie doch selber Anthroposophen sind und eine größere Anzahl Anthroposophen werden gewinnen können, daß dadurch die Sache schon den nötigen anthroposophischen Charakter hat. Dafür sorgt schon der Gehalt der Anthroposophie, daß die Sache einen anthroposophischen Charakter hat, wenn sie überhaupt gelingt. Und gelingen muß sie, weil sie sehr viele Bedingungen des Gelingens in sich hat.

[ 26 ] Ein Teilnehmer: An der Universität Münster wollten sich die Theologen frei machen. Da würde man schon Theologen, wie es unserem Bedürfnis entspricht, finden. Ob viele Anthroposophen da sein werden, das ist die Frage.

[ 26 ] Ein Teilnehmer: An der Universität Münster wollten sich die Theologen frei machen. Da würde man schon Theologen, wie es unserem Bedürfnis entspricht, finden. Ob viele Anthroposophen da sein werden, das ist die Frage.

[ 27 ] Rudolf Steiner: Ich glaube, daß in Münster der Boden bereitet wurde durch Gideon Spicker; er war ja Philosophieprofessor in Münster. Sie wissen nichts von ihm?

[ 27 ] Rudolf Steiner: Ich glaube, daß in Münster der Boden bereitet wurde durch Gideon Spicker; er war ja Philosophieprofessor in Münster. Sie wissen nichts von ihm?

[ 28 ] Ein Teilnehmer: Nur, daß die Examen dann anders gestaltet wurden. Ein anderer Teilnehmer: In Leipzig ist genau dasselbe.

[ 28 ] Ein Teilnehmer: Nur, daß die Examen dann anders gestaltet wurden. Ein anderer Teilnehmer: In Leipzig ist genau dasselbe.

[ 29 ] ‚Rudolf Steiner: Also einen zubereiteten Boden finden Sie sicher unter den jüngeren Theologen.

[ 29 ] ‚Rudolf Steiner: Also einen zubereiteten Boden finden Sie sicher unter den jüngeren Theologen.

[ 30 ] Ein Teilnehmer: Die Theologen, die sich frei machen wollen von der Kirche, sind meist Persönlichkeiten, die sich nicht mehr auf den Boden der Trinitätslehre stellen können und den Christus nicht als übersinnliche Wesenheit anerkennen wollen, oder es sind Menschen der Gemeinschaftsbewegung.

[ 30 ] Ein Teilnehmer: Die Theologen, die sich frei machen wollen von der Kirche, sind meist Persönlichkeiten, die sich nicht mehr auf den Boden der Trinitätslehre stellen können und den Christus nicht als übersinnliche Wesenheit anerkennen wollen, oder es sind Menschen der Gemeinschaftsbewegung.

[ 31 ] Rudolf Steiner: Wenn ein Kern von Anthroposophen da ist, ist es nicht hinderlich, wenn wir auch diese Persönlichkeiten in der losen Zusammenschließung haben. Dafür scheint ein Beweis doch zu sein, daß zum Beispiel Herr Rittelmeyer zur Anthroposophie kam, unmittelbar nachdem er dieses kleine Werkchen über die Persönlichkeit des Jesus geschrieben hat. Das ist von diesem Gesichtspunkt aus, den Sie eben charakterisiert haben, eigentlich geschrieben. Es ist geschrieben ganz in der Absicht, Jesus Christus zwar als eine kräftige religiöse Persönlichkeit hinzustellen, aber durchaus außerhalb der Diskussion zu lassen die ganze Frage des Übersinnlichen, des Symbols und so weiter. Also es war durchaus dasjenige, was man aufgeklärten Protestantismus nennen könnte. Und dann ist er zu uns eingetreten und hat verhältnismäßig sehr rasch die Notwendigkeit erkannt, das Mysterium von Golgatha zu verstehen und sich durchzuringen zu einer übersinnlichen Auffassung dieses Mysteriums von Golgatha. Also ich glaube, wenn es nur ernst studierende Menschen sind — es müssen nicht Streber sein, aber es müssen ernst studierende Menschen sein —, dann schadet es nichts, wenn sie vom aufgeklärten Protestantismus herkommen. Sehen Sie, die besten Kandidaten, die Sie sich wünschen könnten, wären eigentlich diejenigen jüngeren Leute — es gibt nur nicht viele solche, es gibt sie höchstens ganz vereinzelt —, die eben ihr katholisches Theologiestudium fertig gekriegt haben und ganz gründlich mit der katholischen Kirche gebrochen haben; das wären die besten Kandidaten, die Sie sich wünschen können. Es ist nicht zu leugnen, daß die katholische Theologie als Theologie, als Inhalt außerordentlich viel Gediegenes hat. Die Leute werden gut geschult, und das bleibt. Und dann haben die Leute die Möglichkeit, wenn sie heraußen sind — als katholischer Theologe ist man natürlich mit eisernen Fesseln gehalten —, wenn sie aber heraußen sind, dann ist mit ihnen alles zu machen. Ich führe das nur an — es gibt nicht viele solcher Leute, sondern sie sind nur ganz vereinzelt da-, um die Möglichkeit zu betonen. Und dann, nicht zu unterschätzen sind die aufgeklärten Protestanten.

[ 31 ] Rudolf Steiner: Wenn ein Kern von Anthroposophen da ist, ist es nicht hinderlich, wenn wir auch diese Persönlichkeiten in der losen Zusammenschließung haben. Dafür scheint ein Beweis doch zu sein, daß zum Beispiel Herr Rittelmeyer zur Anthroposophie kam, unmittelbar nachdem er dieses kleine Werkchen über die Persönlichkeit des Jesus geschrieben hat. Das ist von diesem Gesichtspunkt aus, den Sie eben charakterisiert haben, eigentlich geschrieben. Es ist geschrieben ganz in der Absicht, Jesus Christus zwar als eine kräftige religiöse Persönlichkeit hinzustellen, aber durchaus außerhalb der Diskussion zu lassen die ganze Frage des Übersinnlichen, des Symbols und so weiter. Also es war durchaus dasjenige, was man aufgeklärten Protestantismus nennen könnte. Und dann ist er zu uns eingetreten und hat verhältnismäßig sehr rasch die Notwendigkeit erkannt, das Mysterium von Golgatha zu verstehen und sich durchzuringen zu einer übersinnlichen Auffassung dieses Mysteriums von Golgatha. Also ich glaube, wenn es nur ernst studierende Menschen sind — es müssen nicht Streber sein, aber es müssen ernst studierende Menschen sein —, dann schadet es nichts, wenn sie vom aufgeklärten Protestantismus herkommen. Sehen Sie, die besten Kandidaten, die Sie sich wünschen könnten, wären eigentlich diejenigen jüngeren Leute — es gibt nur nicht viele solche, es gibt sie höchstens ganz vereinzelt —, die eben ihr katholisches Theologiestudium fertig gekriegt haben und ganz gründlich mit der katholischen Kirche gebrochen haben; das wären die besten Kandidaten, die Sie sich wünschen können. Es ist nicht zu leugnen, daß die katholische Theologie als Theologie, als Inhalt außerordentlich viel Gediegenes hat. Die Leute werden gut geschult, und das bleibt. Und dann haben die Leute die Möglichkeit, wenn sie heraußen sind — als katholischer Theologe ist man natürlich mit eisernen Fesseln gehalten —, wenn sie aber heraußen sind, dann ist mit ihnen alles zu machen. Ich führe das nur an — es gibt nicht viele solcher Leute, sondern sie sind nur ganz vereinzelt da-, um die Möglichkeit zu betonen. Und dann, nicht zu unterschätzen sind die aufgeklärten Protestanten.

[ 32 ] Ein Teilnehmer: ... Menschen, die darnach streben, etwas Sicheres zu haben, in der Wissenschaft so weit kommen, daß sie die übersinnliche Wesenheit Christi nicht mehr anerkennen können und doch irgendwie das Verlangen darnach haben ...

[ 32 ] Ein Teilnehmer: ... Menschen, die darnach streben, etwas Sicheres zu haben, in der Wissenschaft so weit kommen, daß sie die übersinnliche Wesenheit Christi nicht mehr anerkennen können und doch irgendwie das Verlangen darnach haben ...

[ 33 ] Rudolf Steiner: So war es bei Rittelmeyer. Er konnte unmöglich zu etwas anderem kommen als zu einer, allerdings etwas kräftigeren und auch sehr geistvollen Weinelschen Auffassung des schlichten Mannes aus Nazareth. Das war die Persönlichkeit des Christus von Rittelmeyer. Und sehr rasch hat er sich durchgerungen zu der übersinnlichen Christus-Auffassung. Also ich glaube, daß Sie das nicht zu scheuen brauchen, die Leute heranzuziehen.

[ 33 ] Rudolf Steiner: So war es bei Rittelmeyer. Er konnte unmöglich zu etwas anderem kommen als zu einer, allerdings etwas kräftigeren und auch sehr geistvollen Weinelschen Auffassung des schlichten Mannes aus Nazareth. Das war die Persönlichkeit des Christus von Rittelmeyer. Und sehr rasch hat er sich durchgerungen zu der übersinnlichen Christus-Auffassung. Also ich glaube, daß Sie das nicht zu scheuen brauchen, die Leute heranzuziehen.

[ 34 ] Ein Teilnehmer: Die schwierigste Frage bleibt die Finanzierung.

[ 34 ] Ein Teilnehmer: Die schwierigste Frage bleibt die Finanzierung.

[ 35 ] Rudolf Steiner: Ja, die Finanzierungsfrage bleibt schwierig, aber sie bleibt so lange schwierig, bis wir das Geld haben; das ist tatsächlich so, daß jede neuen zehntausend Mark neue Schwierigkeiten bieten müssen. Das sind Schwierigkeiten, die einfach überwunden werden müssen. Ich glaube ja allerdings, daß da manche bittere Erfahrung überwunden werden muß; manche bittere Erfahrung wird gemacht werden. Ich glaube aber, daß vielleicht so jemand wie Heisler gar keine unrichtige Persönlichkeit wäre, weil er ja natürlich durch seine eigenen Schicksale verbittert ist, auf der anderen Seite aber von der Notwendigkeit überzeugt ist, daß so etwas geschehen muß. Und er hat doch schon ein respektierliches Alter — verzeihen Sie, Sie sind alle jünger als er —, das man haben muß, wenn man alles das mitzunehmen hat, was eben kommt, wenn man Geld sammelt. Das ist keine angenehme Sache.

[ 35 ] Rudolf Steiner: Ja, die Finanzierungsfrage bleibt schwierig, aber sie bleibt so lange schwierig, bis wir das Geld haben; das ist tatsächlich so, daß jede neuen zehntausend Mark neue Schwierigkeiten bieten müssen. Das sind Schwierigkeiten, die einfach überwunden werden müssen. Ich glaube ja allerdings, daß da manche bittere Erfahrung überwunden werden muß; manche bittere Erfahrung wird gemacht werden. Ich glaube aber, daß vielleicht so jemand wie Heisler gar keine unrichtige Persönlichkeit wäre, weil er ja natürlich durch seine eigenen Schicksale verbittert ist, auf der anderen Seite aber von der Notwendigkeit überzeugt ist, daß so etwas geschehen muß. Und er hat doch schon ein respektierliches Alter — verzeihen Sie, Sie sind alle jünger als er —, das man haben muß, wenn man alles das mitzunehmen hat, was eben kommt, wenn man Geld sammelt. Das ist keine angenehme Sache.

[ 36 ] Emil Bock: Nun ist noch die Frage, ob nicht Anthroposophen, die nicht Theologen sind, für unsere Zwecke herangeholt werden könnten.

[ 36 ] Emil Bock: Nun ist noch die Frage, ob nicht Anthroposophen, die nicht Theologen sind, für unsere Zwecke herangeholt werden könnten.

[ 37 ] Rudolf Steiner: [Meinen Sie mit] dieser Frage, ob in diesem loseren Zusammenschluß Anthroposophen drinnen sein sollten, die nicht eigentlich in Ihrer Lage sind, in den Priesterberuf hineinzukommen?

[ 37 ] Rudolf Steiner: [Meinen Sie mit] dieser Frage, ob in diesem loseren Zusammenschluß Anthroposophen drinnen sein sollten, die nicht eigentlich in Ihrer Lage sind, in den Priesterberuf hineinzukommen?

[ 38 ] Emil Bock: ... die hineinkommen in die Lage, die vorläufig noch in einem anderen Beruf sind.

[ 38 ] Emil Bock: ... die hineinkommen in die Lage, die vorläufig noch in einem anderen Beruf sind.

[ 39 ] Rudolf Steiner: Ja, es ist natürlich dann die Frage, was sollen solche Menschen da tun? Sie würden höchstens in Betracht kommen für die Geldbeschaffung. Aber den nötigen Enthusiasmus dafür aufzubringen, wenn man nicht in der Sache drinnensteht, das ist nicht leicht. Es mag natürlich immerhin einzelne geben, aber ich glaube, diese einzelnen sind schon so überhäuft mit allerlei Arbeiten, daß sie schwerlich anders als höchstens im Nebenamt einer solchen Sache sich widmen könnten. Aber mir ist nicht eigentlich jemand bekannt, der — ohne selbst ein Predigeramt anzustreben, wenn auch in einer noch so freien Form — als Anthroposoph dafür brauchbar wäre. Denn die Anthroposophen sind im allgemeinen gerade dadurch, daß sie in der Anthroposophie selber etwas haben wie eine Art Religion — ja, wie soll ich sagen? —, eine Art religiöser Befriedigung, nicht so sehr darauf aus, die religiöse Gemeinschaft selbst zu regenerieren. Es müßten eben theologische Anthroposophen sein, und unter denen müßte man zunächst suchen. Die sind ja ganz gewiß, seit die Betätigung von Rittelmeyer besteht, nicht so selten. Ich glaube, Sie werden viele finden unter den Theologen; und namentlich seit dem Buch, das Rittelmeyer als Sammelwerk herausgegeben hat, werden Sie viele finden unter den Theologen. Ob sie alle brauchbar sind, das ist eine andere Frage. Aber sonst würde es, glaube ich, die Bewegung sehr verbessern.

[ 39 ] Rudolf Steiner: Ja, es ist natürlich dann die Frage, was sollen solche Menschen da tun? Sie würden höchstens in Betracht kommen für die Geldbeschaffung. Aber den nötigen Enthusiasmus dafür aufzubringen, wenn man nicht in der Sache drinnensteht, das ist nicht leicht. Es mag natürlich immerhin einzelne geben, aber ich glaube, diese einzelnen sind schon so überhäuft mit allerlei Arbeiten, daß sie schwerlich anders als höchstens im Nebenamt einer solchen Sache sich widmen könnten. Aber mir ist nicht eigentlich jemand bekannt, der — ohne selbst ein Predigeramt anzustreben, wenn auch in einer noch so freien Form — als Anthroposoph dafür brauchbar wäre. Denn die Anthroposophen sind im allgemeinen gerade dadurch, daß sie in der Anthroposophie selber etwas haben wie eine Art Religion — ja, wie soll ich sagen? —, eine Art religiöser Befriedigung, nicht so sehr darauf aus, die religiöse Gemeinschaft selbst zu regenerieren. Es müßten eben theologische Anthroposophen sein, und unter denen müßte man zunächst suchen. Die sind ja ganz gewiß, seit die Betätigung von Rittelmeyer besteht, nicht so selten. Ich glaube, Sie werden viele finden unter den Theologen; und namentlich seit dem Buch, das Rittelmeyer als Sammelwerk herausgegeben hat, werden Sie viele finden unter den Theologen. Ob sie alle brauchbar sind, das ist eine andere Frage. Aber sonst würde es, glaube ich, die Bewegung sehr verbessern.

[ 40 ] Emil Bock: Die müßten natürlich umsatteln, wenn sie die Idee kennenlernen.

[ 40 ] Emil Bock: Die müßten natürlich umsatteln, wenn sie die Idee kennenlernen.

[ 41 ] Rudolf Steiner: Ob viele der Studenten umsatteln möchten? Meinen Sie Studenten vom Bund für anthroposophische Hochschularbeit?

[ 41 ] Rudolf Steiner: Ob viele der Studenten umsatteln möchten? Meinen Sie Studenten vom Bund für anthroposophische Hochschularbeit?

[ 42 ] Ein Teilnehmer: Studenten, die deshalb nicht Theologie studieren, weil sie zwar ein starkes religiöses Interesse haben, aber nicht für dasjenige, was heute in der Kirche gegeben wird.

[ 42 ] Ein Teilnehmer: Studenten, die deshalb nicht Theologie studieren, weil sie zwar ein starkes religiöses Interesse haben, aber nicht für dasjenige, was heute in der Kirche gegeben wird.

[ 43 ] Rudolf Steiner: Sie meinen, daß die auch den aktiven Enthusiasmus aufbringen?

[ 43 ] Rudolf Steiner: Sie meinen, daß die auch den aktiven Enthusiasmus aufbringen?

[ 44 ] Ein Teilnehmer: Ja, wenn die Möglichkeit gegeben ist, in diesem Sinn zu wirken.

[ 44 ] Ein Teilnehmer: Ja, wenn die Möglichkeit gegeben ist, in diesem Sinn zu wirken.

[ 45 ] Rudolf Steiner: Ja, es ist durchaus die Möglichkeit, wenn man sich die Persönlichkeiten angesehen hat, diese Persönlichkeiten mitzunchmen, an sie heranzutreten. Ich habe gesehen, daß der Bund für anthroposophische Hochschularbeit, vor allen Dingen wenn er sich bemüht, Anthroposophie selbst zu verbreiten in den einzelnen Zweigen der anthroposophischen Hochschularbeit, mehr das naturwissenschaftliche Interesse in den Vordergrund stellt als eigentlich Theologie. Dagegen müßte man die Theologen selber interessieren.

[ 45 ] Rudolf Steiner: Ja, es ist durchaus die Möglichkeit, wenn man sich die Persönlichkeiten angesehen hat, diese Persönlichkeiten mitzunchmen, an sie heranzutreten. Ich habe gesehen, daß der Bund für anthroposophische Hochschularbeit, vor allen Dingen wenn er sich bemüht, Anthroposophie selbst zu verbreiten in den einzelnen Zweigen der anthroposophischen Hochschularbeit, mehr das naturwissenschaftliche Interesse in den Vordergrund stellt als eigentlich Theologie. Dagegen müßte man die Theologen selber interessieren.

[ 46 ] Ein Teilnehmer: Ob wir werden so lange warten können, bis ein Teil die speziellen theologischen Examen abgeschlossen hat?

[ 46 ] Ein Teilnehmer: Ob wir werden so lange warten können, bis ein Teil die speziellen theologischen Examen abgeschlossen hat?

[ 47 ] Rudolf Steiner: Sie meinen, daß es zu lange dauern würde? Ein Teilnehmer: Ich weiß nicht, wie weit es nötig ist.

[ 47 ] Rudolf Steiner: Sie meinen, daß es zu lange dauern würde? Ein Teilnehmer: Ich weiß nicht, wie weit es nötig ist.

[ 48 ] Ein anderer Teilnehmer: Es sind einige unter uns, die bisher nicht damit gerechnet haben, mit den theologischen Examen abzuschließen, sondern die die Vorstudien benützen wollen, um sich dahinter zu machen, diesem Ziele zuzustreben, das hier angegriffen werden soll.

[ 48 ] Ein anderer Teilnehmer: Es sind einige unter uns, die bisher nicht damit gerechnet haben, mit den theologischen Examen abzuschließen, sondern die die Vorstudien benützen wollen, um sich dahinter zu machen, diesem Ziele zuzustreben, das hier angegriffen werden soll.

[ 49 ] Rudolf Steiner: Nun fragt es sich, ob diejenigen, die Sie meinen, nicht unter der Erkenntnis, wie notwendig die Sache ist, sich eben doch dem Predigeramt zuwenden, wenn sie bis jetzt auch gedacht haben, sie würden nicht das Examen abschließen, sondern etwas anderes tun. Natürlich, nicht wahr, das ist verbunden mit einer ganz allgemeinen Kulturidee. Sehen Sie, die Ideen, die Spengler in seinem «Untergang des Abendlandes» beschrieben hat, haben wirklich mehr Fundierung als man denkt. Sie sind soweit begründet, daß man sagen kann, wenn nur die Kulturtendenzen wirkten, ohne einen neuen Einschlag, so vollzieht sich dasjenige, was Spengler ausrechnet. Wir stehen im vollen Niedergang, in einer vollen Niedergangsströmung darinnen. Auf der anderen Seite dürfen Sie nicht vergessen die Korruption der Kultur. Die Korruption des allgemeinen Geisteslebens ist nicht nur etwa auf die gebildeteren Stände beschränkt, sondern sie ist sehr verbreitet. Es ist tatsächlich so, daß die Majorität der Bevölkerung davon angefressen ist, und die vielleicht in den 70er, 80 er Jahren noch vorhandenen religiösen Impulse sind auch bei den weniger gebildeten Leuten heute schon verflogen. Also wir stehen in der vollständigen Niedergangsströmung drinnen, und es istkaum möglich, aus ihr herauszukommen, wenn nicht das religiöse Leben als solches neue Impulse schafft. Und so glaube ich allerdings, daß diejenigen, die dadurch, daß sie theologische Studien durchgemacht haben und die Möglichkeit haben, als Priester zu wirken, das auch tun sollten. Es ist schon notwendig, daß gerade derjenige, der Theologie studiert hat, als Priester wirken sollte, weil wir das so notwendig brauchen.

[ 49 ] Rudolf Steiner: Nun fragt es sich, ob diejenigen, die Sie meinen, nicht unter der Erkenntnis, wie notwendig die Sache ist, sich eben doch dem Predigeramt zuwenden, wenn sie bis jetzt auch gedacht haben, sie würden nicht das Examen abschließen, sondern etwas anderes tun. Natürlich, nicht wahr, das ist verbunden mit einer ganz allgemeinen Kulturidee. Sehen Sie, die Ideen, die Spengler in seinem «Untergang des Abendlandes» beschrieben hat, haben wirklich mehr Fundierung als man denkt. Sie sind soweit begründet, daß man sagen kann, wenn nur die Kulturtendenzen wirkten, ohne einen neuen Einschlag, so vollzieht sich dasjenige, was Spengler ausrechnet. Wir stehen im vollen Niedergang, in einer vollen Niedergangsströmung darinnen. Auf der anderen Seite dürfen Sie nicht vergessen die Korruption der Kultur. Die Korruption des allgemeinen Geisteslebens ist nicht nur etwa auf die gebildeteren Stände beschränkt, sondern sie ist sehr verbreitet. Es ist tatsächlich so, daß die Majorität der Bevölkerung davon angefressen ist, und die vielleicht in den 70er, 80 er Jahren noch vorhandenen religiösen Impulse sind auch bei den weniger gebildeten Leuten heute schon verflogen. Also wir stehen in der vollständigen Niedergangsströmung drinnen, und es istkaum möglich, aus ihr herauszukommen, wenn nicht das religiöse Leben als solches neue Impulse schafft. Und so glaube ich allerdings, daß diejenigen, die dadurch, daß sie theologische Studien durchgemacht haben und die Möglichkeit haben, als Priester zu wirken, das auch tun sollten. Es ist schon notwendig, daß gerade derjenige, der Theologie studiert hat, als Priester wirken sollte, weil wir das so notwendig brauchen.

[ 50 ] Ein Teilnehmer: ... dann aber auch innerhalb der Kirche?

[ 50 ] Ein Teilnehmer: ... dann aber auch innerhalb der Kirche?

[ 51 ] Rudolf Steiner: Innerhalb der Kirche? Ich möchte doch bei diesem bleiben, was ich gesagt habe. Man kann innerhalb der Kirche bleiben, wenn man die Mitglieder von jetzigen kirchlichen Gemeinschaften allmählich herausführen kann; man kann also sich der Begründung von freien Gemeinden zuwenden. Ich glaube ja nicht, daß die Kirche als solche in irgendeiner Form reformiert, regeneriert werden kann, das ist nicht der Fall. Die Kirchengemeinschaft ist so korrumpiert, daß wir nur darauf rechnen können, daß man die... [lückenhafte und unverständliche Wiedergabe des Textes in der Nachschrift] herausführt und mit ihnen etwas Neues gründet ... [weitere Lücke]. Dagegen an eine Reform der Kirche selbst zu denken, da darf ich schon sagen — das ist nicht bloß meine Meinung, sondern das ergibt eine objektive Erkenntnis der Tatsachen —, daß diese Kirchengemeinschaften dem Untergang geweiht sind. Außer der katholischen Kirche natürlich, die eben weiter so begriffen werden muß, daß sie durchaus nicht dem Untergang geweiht ist, weil sie mit ausgebreiteten Mitteln arbeitet und daher als etwas ganz anderes angesehen werden muß.

[ 51 ] Rudolf Steiner: Innerhalb der Kirche? Ich möchte doch bei diesem bleiben, was ich gesagt habe. Man kann innerhalb der Kirche bleiben, wenn man die Mitglieder von jetzigen kirchlichen Gemeinschaften allmählich herausführen kann; man kann also sich der Begründung von freien Gemeinden zuwenden. Ich glaube ja nicht, daß die Kirche als solche in irgendeiner Form reformiert, regeneriert werden kann, das ist nicht der Fall. Die Kirchengemeinschaft ist so korrumpiert, daß wir nur darauf rechnen können, daß man die... [lückenhafte und unverständliche Wiedergabe des Textes in der Nachschrift] herausführt und mit ihnen etwas Neues gründet ... [weitere Lücke]. Dagegen an eine Reform der Kirche selbst zu denken, da darf ich schon sagen — das ist nicht bloß meine Meinung, sondern das ergibt eine objektive Erkenntnis der Tatsachen —, daß diese Kirchengemeinschaften dem Untergang geweiht sind. Außer der katholischen Kirche natürlich, die eben weiter so begriffen werden muß, daß sie durchaus nicht dem Untergang geweiht ist, weil sie mit ausgebreiteten Mitteln arbeitet und daher als etwas ganz anderes angesehen werden muß.

[ 52 ] Ein Teilnehmer: Wir sind zum Teil Philosophen, zum Teil Naturwissenschaftler, nachdem wir ein unbefriedigendes Theologiestudium abgebrochen haben. Sollen wir einen Doktor machen und nach dem Doktorexamen uns dem Theologiestudium wieder zuwenden? Oder sollte man sagen, daß wir kraft unserer Vorbildung dann gleich die religiöse Arbeit beginnen können?

[ 52 ] Ein Teilnehmer: Wir sind zum Teil Philosophen, zum Teil Naturwissenschaftler, nachdem wir ein unbefriedigendes Theologiestudium abgebrochen haben. Sollen wir einen Doktor machen und nach dem Doktorexamen uns dem Theologiestudium wieder zuwenden? Oder sollte man sagen, daß wir kraft unserer Vorbildung dann gleich die religiöse Arbeit beginnen können?

[ 53 ] Rudolf Steiner: Sehen Sie, das ist lediglich eine Frage des Erfolges, den wir haben werden. In dieser Beziehung darf man nicht den Charakter eines Überganges unterschätzen. Ich habe, als die Waldorfschule begründet worden ist, bei der Auswahl der Lehrer gar nichts anderes im Sinn gehabt als die rein persönliche Eignung, und was an Pädagogik und Didaktik da sein sollte, wurde in verhältnismäßig wenigen Wochen gegeben. So etwas muß einfach im Übergangszustand möglich sein. Ich glaube nicht, daß jemand von Ihnen, der, sagen wir, innerhalb des Theologiestudiums gescheitert ist, sich irgendeinem anderen Studium zugewandt hat, Philosoph oder Naturwissenschaftler geworden ist, daß der nötig hat, etwas anderes anzustreben, als das Akademische formell abzuschließen. Das ist etwas, was immerhin wünschenswert ist, aber nicht unbedingt sein muß. Es ist schon wünschenswert, daß in irgendeiner Weise das Akademische abgeschlossen ist, sagen wir mit einer Dissertation. Dagegen brauchen wir nicht im geringsten daran zu denken, daß jemand nötig hätte, zum Theologiestudium zurückzukehren. Das müssen wir sogar für die Übergangszeit als absolut richtig ansehen, daß wir uns nicht an das alte Examenwesen und dergleichen halten; das ist ganz ohne Zweifel. Wenn zum Beispiel Herr Husemann sogar Chemie fertig studiert und in der Chemie sein Rigorosum fertig macht, dann hindert ihn nichts — wenn er sonst etwa Lust hätte, Prediger zu werden —, als Chemiker Prediger zu werden.

[ 53 ] Rudolf Steiner: Sehen Sie, das ist lediglich eine Frage des Erfolges, den wir haben werden. In dieser Beziehung darf man nicht den Charakter eines Überganges unterschätzen. Ich habe, als die Waldorfschule begründet worden ist, bei der Auswahl der Lehrer gar nichts anderes im Sinn gehabt als die rein persönliche Eignung, und was an Pädagogik und Didaktik da sein sollte, wurde in verhältnismäßig wenigen Wochen gegeben. So etwas muß einfach im Übergangszustand möglich sein. Ich glaube nicht, daß jemand von Ihnen, der, sagen wir, innerhalb des Theologiestudiums gescheitert ist, sich irgendeinem anderen Studium zugewandt hat, Philosoph oder Naturwissenschaftler geworden ist, daß der nötig hat, etwas anderes anzustreben, als das Akademische formell abzuschließen. Das ist etwas, was immerhin wünschenswert ist, aber nicht unbedingt sein muß. Es ist schon wünschenswert, daß in irgendeiner Weise das Akademische abgeschlossen ist, sagen wir mit einer Dissertation. Dagegen brauchen wir nicht im geringsten daran zu denken, daß jemand nötig hätte, zum Theologiestudium zurückzukehren. Das müssen wir sogar für die Übergangszeit als absolut richtig ansehen, daß wir uns nicht an das alte Examenwesen und dergleichen halten; das ist ganz ohne Zweifel. Wenn zum Beispiel Herr Husemann sogar Chemie fertig studiert und in der Chemie sein Rigorosum fertig macht, dann hindert ihn nichts — wenn er sonst etwa Lust hätte, Prediger zu werden —, als Chemiker Prediger zu werden.

[ 54 ] Wissen Sie, das eingeschachtelte Theologiestudium — Sie müssen das nicht als etwas nehmen, was vielleicht kränkend sein könnte —, das ist sogar dem Wirken des Predigers und des Pfarrers in der Gemeinschaft hinderlich. Es ist ja tatsächlich so, daß der theologische Student zu wenig von der Welt kennenlernt; er ist ja eigentlich zu sehr unbekannt mit dem, was seine Aufgabe ist. Er wird hineingestellt und soll solche Agenden, wie ich sie dargestellt habe, im Wirtschaftsleben verrichten. Dazu ist also ein besonderes Studium wie das heutige 'Theologiestudium, wo man durchaus ein unpraktischer Mensch wird — ich will Sie damit nicht kränken —, nicht geeignet. Es ist tatsächlich so, ich habe es erfahren, daß zum Beispiel ausgezeichnete theologische Absolventen wirklich kaum noch wußten, was der pythagoreische Lehrsatz sagt. Das sind Ausnahmefälle, aber es kommt vor. Aber ganz abgesehen von dem Drinnenstehen im wirklichen praktischen Leben, das man vor allen Dingen braucht, mit dem Diskutieren über die Geltung der Dogmatik, mit dem Diskutieren, was an theologischen Fakultäten getrieben wird, mit dem lösen wir ganz sicher die Weltprobleme nicht. Man könnte sich sogar ganz gut vorstellen, daß Gar-nicht-Studierte mit einem gewissen religiösen Genie auch unter uns sein könnten; das könnte man sich ganz gut vorstellen.

[ 54 ] Wissen Sie, das eingeschachtelte Theologiestudium — Sie müssen das nicht als etwas nehmen, was vielleicht kränkend sein könnte —, das ist sogar dem Wirken des Predigers und des Pfarrers in der Gemeinschaft hinderlich. Es ist ja tatsächlich so, daß der theologische Student zu wenig von der Welt kennenlernt; er ist ja eigentlich zu sehr unbekannt mit dem, was seine Aufgabe ist. Er wird hineingestellt und soll solche Agenden, wie ich sie dargestellt habe, im Wirtschaftsleben verrichten. Dazu ist also ein besonderes Studium wie das heutige 'Theologiestudium, wo man durchaus ein unpraktischer Mensch wird — ich will Sie damit nicht kränken —, nicht geeignet. Es ist tatsächlich so, ich habe es erfahren, daß zum Beispiel ausgezeichnete theologische Absolventen wirklich kaum noch wußten, was der pythagoreische Lehrsatz sagt. Das sind Ausnahmefälle, aber es kommt vor. Aber ganz abgesehen von dem Drinnenstehen im wirklichen praktischen Leben, das man vor allen Dingen braucht, mit dem Diskutieren über die Geltung der Dogmatik, mit dem Diskutieren, was an theologischen Fakultäten getrieben wird, mit dem lösen wir ganz sicher die Weltprobleme nicht. Man könnte sich sogar ganz gut vorstellen, daß Gar-nicht-Studierte mit einem gewissen religiösen Genie auch unter uns sein könnten; das könnte man sich ganz gut vorstellen.

[ 55 ] Dasjenige, was wir natürlich brauchen, wäre, daß Sie doch, bevor Sie von hier weggehen, die Persönlichkeit ganz aus sich heraus finden würden, der Sie gewissermaßen das Sekretariat Ihres losen Zusammenhanges übertragen würden. Es wäre doch gut, wenn man mit dieser Persönlichkeit dann in einem Kontakt bleiben könnte gerade vom «Kommenden Tag» aus. Nun haben Sie aber die Zentralstelle für Briefe in Berlin.

[ 55 ] Dasjenige, was wir natürlich brauchen, wäre, daß Sie doch, bevor Sie von hier weggehen, die Persönlichkeit ganz aus sich heraus finden würden, der Sie gewissermaßen das Sekretariat Ihres losen Zusammenhanges übertragen würden. Es wäre doch gut, wenn man mit dieser Persönlichkeit dann in einem Kontakt bleiben könnte gerade vom «Kommenden Tag» aus. Nun haben Sie aber die Zentralstelle für Briefe in Berlin.

[ 56 ] Ein Teilnehmer: Wir hatten an eine andere Stelle in Tübingen gedacht, das doch in der Nähe von Stuttgart liegt.

[ 56 ] Ein Teilnehmer: Wir hatten an eine andere Stelle in Tübingen gedacht, das doch in der Nähe von Stuttgart liegt.

[ 57 ] Rudolf Steiner: Und diese Zentralstelle, was würde die für Aufgaben haben?

[ 57 ] Rudolf Steiner: Und diese Zentralstelle, was würde die für Aufgaben haben?

[ 58 ] Ein Teilnehmer: Damit also diese Dinge, die in Beziehung zu Stuttgart gelöst werden könnten, durch persönlichen Verkehr gelöst werden.

[ 58 ] Ein Teilnehmer: Damit also diese Dinge, die in Beziehung zu Stuttgart gelöst werden könnten, durch persönlichen Verkehr gelöst werden.

[ 59 ] Rudolf Steiner: Was würde die Zentralstelle sonst noch für Aufgaben haben? Das Suchen nach solchen Persönlichkeiten und dann, nicht wahr, denken Sie doch abgesondert davon an eine solche Stelle, wie sie Herr Bock als Anschluß an den «Kommenden Tag» sich vorstellt.

[ 59 ] Rudolf Steiner: Was würde die Zentralstelle sonst noch für Aufgaben haben? Das Suchen nach solchen Persönlichkeiten und dann, nicht wahr, denken Sie doch abgesondert davon an eine solche Stelle, wie sie Herr Bock als Anschluß an den «Kommenden Tag» sich vorstellt.

[ 60 ] Emil Bock: Zunächst müßte die Finanzierung in Angriff genommen werden, müßte an verschiedenen Stellen gearbeitet werden. Mancherlei muß sich da an einer Zentralstelle sammeln, so daß die Zentralstelle eine Vollmacht haben müßte. Wir haben Berlin genommen, weil da die meisten von uns zusammen sind.

[ 60 ] Emil Bock: Zunächst müßte die Finanzierung in Angriff genommen werden, müßte an verschiedenen Stellen gearbeitet werden. Mancherlei muß sich da an einer Zentralstelle sammeln, so daß die Zentralstelle eine Vollmacht haben müßte. Wir haben Berlin genommen, weil da die meisten von uns zusammen sind.

[ 61 ] Rudolf Steiner: So würden Sie dann denken, in Berlin und Tübingen Zentralstellen zu haben für das Finden von geeigneten Persönlichkeiten und hier in Stuttgart eine Persönlichkeit zu haben, die die Finanzierung vorbereiten würde?

[ 61 ] Rudolf Steiner: So würden Sie dann denken, in Berlin und Tübingen Zentralstellen zu haben für das Finden von geeigneten Persönlichkeiten und hier in Stuttgart eine Persönlichkeit zu haben, die die Finanzierung vorbereiten würde?

[ 62 ] Nun, ich kann in diesem Augenblick keine irgendwie bindende Erklärung für den «Kommenden Tag» abgeben, aber es ist doch meine Meinung, daß eine solche Sache, wenn sie überlegt ist, betrieben werden könnte. Könnte es nicht so sein — selbstverständlich möchte ich in bezug auf die Wahl der Persönlichkeit nicht einmal irgendwie mit einem Rat verbindlich kommen, ich führe daher Heisler nur als Exempel an —: Wenn Heisler beauftragt würde, mit der Finanzierungsfrage zu beginnen und das im Zusammenhang mit dem «Kommenden Tag» gemacht würde, so müßte man gleich daran denken, die Stelle richtig zu schaffen für Heisler, und das müßte ich natürlich im «Kommenden Tag» zur Besprechung bringen, damit Sie schon wissen, wenn Sie von hier weggehen, was man von seiten des «Kommenden Tages» tun kann. Also ich meine doch, viel Übergänge von einem zum anderen führen natürlich ein bißchen ins Ungewisse hinein. Es scheint mir schon, daß es nicht schlecht wäre, wenn wir gleich eine solche Zentralstelle schaffen würden, die sozusagen mit der Arbeit beginnen würde. Das kann natürlich nicht verfrüht sein, denn alle die Gründe gegen ein zu schnelles Vorgehen würdige ich. Aber wirklich, was man nach zwei Jahren oder nach einem Jahr von einer solchen Zentralstelle aus tun kann, das kann man auch heute tun. — Ich kann ja heute von seiten des «Kommenden Tages» keine verbindliche Erklärung abgeben, aber mir scheint, wenn überhaupt daran gedacht ist, nicht unter dem Namen des «Kommenden Tages», aber in Verbindung mit ihm [zu arbeiten], dann würde man das eigentlich sogleich machen müssen.

[ 62 ] Nun, ich kann in diesem Augenblick keine irgendwie bindende Erklärung für den «Kommenden Tag» abgeben, aber es ist doch meine Meinung, daß eine solche Sache, wenn sie überlegt ist, betrieben werden könnte. Könnte es nicht so sein — selbstverständlich möchte ich in bezug auf die Wahl der Persönlichkeit nicht einmal irgendwie mit einem Rat verbindlich kommen, ich führe daher Heisler nur als Exempel an —: Wenn Heisler beauftragt würde, mit der Finanzierungsfrage zu beginnen und das im Zusammenhang mit dem «Kommenden Tag» gemacht würde, so müßte man gleich daran denken, die Stelle richtig zu schaffen für Heisler, und das müßte ich natürlich im «Kommenden Tag» zur Besprechung bringen, damit Sie schon wissen, wenn Sie von hier weggehen, was man von seiten des «Kommenden Tages» tun kann. Also ich meine doch, viel Übergänge von einem zum anderen führen natürlich ein bißchen ins Ungewisse hinein. Es scheint mir schon, daß es nicht schlecht wäre, wenn wir gleich eine solche Zentralstelle schaffen würden, die sozusagen mit der Arbeit beginnen würde. Das kann natürlich nicht verfrüht sein, denn alle die Gründe gegen ein zu schnelles Vorgehen würdige ich. Aber wirklich, was man nach zwei Jahren oder nach einem Jahr von einer solchen Zentralstelle aus tun kann, das kann man auch heute tun. — Ich kann ja heute von seiten des «Kommenden Tages» keine verbindliche Erklärung abgeben, aber mir scheint, wenn überhaupt daran gedacht ist, nicht unter dem Namen des «Kommenden Tages», aber in Verbindung mit ihm [zu arbeiten], dann würde man das eigentlich sogleich machen müssen.

[ 63 ] Ein Teilnehmer: Haben wir die materiellen Grundlagen? Wenn man jemand anstellt, muß man das Gehalt für ihn haben.

[ 63 ] Ein Teilnehmer: Haben wir die materiellen Grundlagen? Wenn man jemand anstellt, muß man das Gehalt für ihn haben.

[ 64 ] Rudolf Steiner: Ja nun, es ist natürlich die Frage die, ob sich nach dieser Richtung nicht doch ein Ausweg finden ließe, ob gewissermaRen jetzt unmittelbar schon die Sorge vorliegen würde für das Gehalt gerade dieser Persönlichkeit. Sind Sie übermorgen noch da? Darüber können wir ja noch morgen oder übermorgen sprechen, wie man das lösen könnte, daß eine solche Persönlichkeit gleich gefunden wird. Es ist selbstverständlich nicht möglich, daß Sie so rasch für die Finanzierung der Persönlichkeit sorgen, die ihrerseits die Finanzierung in die Hand nehmen soll. Morgen oder übermorgen können wir noch darüber sprechen. Aber sind Sie prinzipiell nicht abgeneigt, die Sache sofort zu beginnen, wenn es geht?

[ 64 ] Rudolf Steiner: Ja nun, es ist natürlich die Frage die, ob sich nach dieser Richtung nicht doch ein Ausweg finden ließe, ob gewissermaRen jetzt unmittelbar schon die Sorge vorliegen würde für das Gehalt gerade dieser Persönlichkeit. Sind Sie übermorgen noch da? Darüber können wir ja noch morgen oder übermorgen sprechen, wie man das lösen könnte, daß eine solche Persönlichkeit gleich gefunden wird. Es ist selbstverständlich nicht möglich, daß Sie so rasch für die Finanzierung der Persönlichkeit sorgen, die ihrerseits die Finanzierung in die Hand nehmen soll. Morgen oder übermorgen können wir noch darüber sprechen. Aber sind Sie prinzipiell nicht abgeneigt, die Sache sofort zu beginnen, wenn es geht?

[ 65 ] Ein Teilnehmer: Ich möchte gerne noch fragen, ob wir uns jetzt schlüssig werden könnten über die Persönlichkeit der Stelle.

[ 65 ] Ein Teilnehmer: Ich möchte gerne noch fragen, ob wir uns jetzt schlüssig werden könnten über die Persönlichkeit der Stelle.

[ 66 ] Rudolf Steiner: Da will ich nur dieses sagen: Ich gehe immer von realen, praktischen Gesichtspunkten aus, und da gibt es Gründe, die wahrscheinlich die Realisierung sehr rasch machen ließen, wenn eben gerade Dr. Heisler in Betracht kommen könnte. Mit ihm würde sich die Sache wahrscheinlich rascher machen lassen, als wenn es sich um die Wahl einer beliebigen anderen Persönlichkeit handeln würde.

[ 66 ] Rudolf Steiner: Da will ich nur dieses sagen: Ich gehe immer von realen, praktischen Gesichtspunkten aus, und da gibt es Gründe, die wahrscheinlich die Realisierung sehr rasch machen ließen, wenn eben gerade Dr. Heisler in Betracht kommen könnte. Mit ihm würde sich die Sache wahrscheinlich rascher machen lassen, als wenn es sich um die Wahl einer beliebigen anderen Persönlichkeit handeln würde.