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The Rudolf Steiner Archive

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On Health and Illness
GA 348

27 December 1922, Dornach

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Neunter Vortrag

9. Why do We Become Sick? Influenza; Hayfever; Mental Illness

Fragestellung:
1. Frage betreffs Ansteckung von Krankheiten;
2. betreffs Heufieber.

Not translated

Der Betreffende leidet schon seit Jahren an Heufieber. Er hat nun gehört, man solle den Patienten vorher behandeln. Wenn man die Einspritzungen schon im Januar, Februar mache, nicht erst, wenn er mit der Krankheit belastet sei, so sei das besser. Ein Basler Arzt habe ihm das gesagt. Es gehe besser ins Blut. Ob er das auch tun solle mit dem Heufiebermittel?

Question: For many years I have suffered from hayfever. Now I have heard that it must be treated early in the year. If injections are administered as early as January or February before a person begins to suffer, they are supposed to be more effective. Should I go along with this remedy?

[ 1 ] Dr. Steiner: Das ist richtig; das hat nur einen kleinen Haken. NämJich gerade dieses Mittel, das bei uns angewendet wird, ist dazu geeignet, wie man sagt, prophylaktisch, also im voraus zu wirken, und sollte eigentlich auch wochenlang, bevor die Heufieber-Erregung auftritt, angewendet werden; aber der einzige Haken ist, daß die Patienten erst kommen, wenn sie vom Heufieber geplagt werden.

[ 1 ] Dr. Steiner: What you have said is correct, but there is one small catch. You see, the remedy that is in use here is meant to be applied prophylactically; that is, it is meant to work ahead of time. In fact, it should be used weeks before the symptoms of hayfever arise. The problem, however, is that patients come in only when they are already afflicted with the malady.

[ 2 ] Nun haben wir gerade heute einen sehr interessanten Brief bekommen, wo jemand über ein anderes Heufiebermittel schreibt. Der Erfinder des anderen Heufiebermittels schreibt, sein Heufiebermittel helfe eigentlich nur als Linderung gegenüber dem einzelnen Heufieberanfall, während er selber glaube, daß unser Heufiebermittel, insbesondere wenn man es zweimal hintereinander, in größeren Abständen, anwende, dauernd vom Heufieber befreie.

[ 2 ] Just today we received an interesting letter about another hayfever remedy. The inventor of this other remedy writes that his medication brings only a little relief to individual hayfever attacks. He believes that our remedy can permanently cure hayfever, especially if it is taken twice at wide intervals.

[ 3 ] Also die Sache ist diese, daß es uns natürlich viel lieber wäre, wenn die Kranken, statt im Mai oder Juni, im Januar oder Februar sich behandeln ließen. Aber man kommt ja in der Regel — das ist ja auch begreiflich -, wenn die Krankheit schon irgendwie zum Ausbruch gekommen ist.

[ 3 ] Naturally, we would much prefer patients to be treated in January or February rather than in May or June. Understandably, however, people generally see a doctor only after an illness has been contracted.

[ 4 ] Aber nun ist es bei unserem Heufiebermittel so, daß, wenn man den Kranken auch während der äußeren Erkrankung, die ja nur der letzte Schlußpunkt einer inneren Erkrankung ist, damit behandelt - insbesondere, wenn man es nach einem Jahre wiederum anwendet; man braucht es nicht immer wieder anzuwenden -, es ihn doch vor dem neuerlichen Befallenwerden schützt, weil eigentlich damit gerechnet wird, daß die Krankheit immer im ganzen Organismus liegt und nur an einem einzelnen Organ besonders herauskommt.

[ 4 ] Yet, our hayfever remedy works in such a way that if given to the patient even during the external appearance of the illness, which is only the final result of an inner affliction, it protects him from a renewed attack. It is particularly effective if applied again a year later. After that, the application need not always be repeated. Even though the illness affects only one organ, this remedy treats its basis in the whole bodily organization. To explain this, I would like to go into more detail concerning the causes of internal illnesses and how they arise in the first place.

[ 5 ] Wenn ich Ihnen das erklären soll, so möchte ich Ihnen über die Art und Weise sprechen, wie Krankheiten überhaupt entstehen, wenn sie von innen kommen. Ich habe darüber zwar schon einzelne Andeutungen gemacht, aber ich möchte Ihnen doch einmal erklären, wie Krankheiten entstehen, wenn sie von innen heraus auftreten. Es ist ja natürlich sehr leicht zu begreifen, warum man krank wird, wenn man ein Bein bricht oder sich den Schädel aufschlägt, wenn man hinfällt. Da ist eben eine äußerliche Verletzung vorhanden, und man kann das sehr leicht begreifen. Es ist ja äußerlich sichtbar, was die Ursache der Krankheit ist. Aber bei sogenannten inneren Krankheiten denkt man eigentlich meistens nicht daran, woher die kommen, wie sie eigentlich da sich plötzlich geltend machen. Und das verbindet sich mit der Frage, die vorher jemand gestellt hat, mit der Frage, wie es kommt, daß man, wenn man in die Nähe eines bestimmten Kranken kommt, davon angesteckt wird. Das scheint auch eine äußere Ursache zu sein.

[ 5 ] Of course, it is quite simple to comprehend why one becomes indisposed if one breaks a leg or sustains a concussion due to a fall. In these cases the injury is external and the cause easily understood; the cause is externally visible. In the case of internal illnesses, however, one usually does not really consider where they come from and how they suddenly assert themselves. This pertains to another question raised earlier of why one may become infected when in contact with certain people. An external cause also seems to be present here.

[ 6 ] Die äußere Wissenschaft, die beantwortet es sich sehr leicht, indem sie sagt: Nun ja, von dem Kranken, der also zum Beispiel die Grippe hat, fliegen eben die Bazillen weg, und dann atme ich die Bazillen ein und diese bringen mir die Krankheit. Es ist gerade so, wie wenn mich einer mit der Hacke schlägt und ich werde davon krank: da schmeißt der Kranke einen Batzen von Bazillen auf mich, bombardiert mich damit, und ich werde dadurch krank. — Nun, so einfach liegen aber die Sachen durchaus nicht, sondern sie liegen eben durchaus anders. Und das können Sie dann begreifen, wenn Sie von dem ausgehen, daß der Mensch ja eigentlich im alltäglichen Leben immer ein bißchen krank wird, und sich immer ein bißchen kuriert. Eigentlich besteht unser gewöhnliches physisches Leben darin, daß wir immer ein bißchen krank werden und uns ein bißchen kurieren. Aber das ist doch auch nicht ganz im eigentlichen Sinne. Ein bißchen krank ist jeder von uns, wenn er Durst hat, wenn er Hunger hat, und ein bißchen kuriert er sich, wenn er trinkt und wenn er ißt. Denn Sie begreifen ja, daß man richtig sagen kann: Der Hunger ist der Anfang von einer Krankheit, wenn er sich länger fortsetzt. Man stirbt daran. Denn schließlich kann man ja an Hunger sterben, und noch leichter an Durst, Also es ist schon im gewöhnlichen alltäglichen Dasein etwas da wie der Anfang von einer Krankheit. Jedes Trinken ist eine Heilung, und jedes Essen ist eigentlich eine Heilung.

[ 6 ] Ordinary science offers a simple explanation for this. Bacilli are transmitted from an ill person who has influenza, for example, and then these are inhaled and bring about the disease in another. It is like someone injuring a man by hitting him with a mattock. In this case the injury is caused by a patient bombarding another person with a multitude of bacilli. Matters are not at all that simple, however; they are much more complicated. You will understand this when you realize that in everyday life a man constantly becomes a bit indisposed and then must cure himself. The point is that all of us are really a bit sick when thirsty or hungry, and we cure ourselves by drinking and eating. Hunger is the beginning of an illness, and if it is allowed to continue we can die from it. After all, we can die of starvation and even sooner of thirst. So you see that even in our everyday lives we bear something like the beginning of a disease. Every act of drinking or eating is in truth an act of healing.

AltName

[ 7 ] Aber jetzt müssen wir uns klarmachen, was denn da eigentlich geschieht, wenn wir Hunger kriegen, und wenn wir Durst kriegen. Also nehmen wir das erste: wenn wir Hunger kriegen. Sehen Sie, unser Körper ist nämlich innerlich nie ruhig, der ist immer in einer inneren Tätigkeit. Und diese innerliche Tätigkeit, in der unser Körper immer ist, die kann ich Ihnen auf folgende Weise so ein bißchen, annähernd, durch eine Zeichnung klarmachen. Denken Sie sich, das wäre ein Stückchen unseres Körpers (siehe Zeichnung), und in dieses Stückchen unseres Körpers lassen wir durch die Ernährung Nahrungsstoffe hineinkommen, also äußere Stoffe, die wir durch die Nahrung aufnehmen. Jetzt sind die da drinnen. Wir haben sie meinetwillen vom Mund durch die Verdauungskanäle irgendwohin nach dem Körper aufgenommen.

[ 7 ] We must make clear to ourselves now what in fact happens when we become hungry or thirsty. You see, our body is inwardly always active. Through the intake of food, the body receives nutrients. External substances are absorbed through the mouth and the intestinal passages into some part of the body. Now, you must understand that the human organization immediately rebels against these nutritional substances; it does not tolerate them in their original forms and destroys them. Food substances must actually be disintegrated. In fact, they are annihilated, and this begins in the mouth. The reason for this is that there is continuous, never-ceasing activity in our body.

[ 8 ] Aber sehen Sie, wenn diese Nahrungsstoffe in uns hineinkommen, dann wird unser ganzes Menschenwesen gegen diese Nahrungsstoffe sogleich rebellisch. Das Menschenwesen läßt ja die Nahrungsstoffe nicht so, wie sie sind, sondern es zerstört sie. Die Nahrungsstoffe müssen zerstört werden, also eigentlich zersplittert werden. Im Mund werden sie ja schon aufgelöst. Sie werden überhaupt ganz, man möchte sagen, vernichtet. Sie werden vernichtet. Und das ist deshalb, weil fortwährend in unserem Leib drinnen eine Tätigkeit ist, die gar nicht aufhört. Diese Tätigkeit muß man geradeso betrachten, wie man Finger oder Hände betrachten muß, denn der Leib ist fortwährend in innerer Tätigkeit, und man kann es nicht so machen, wie es die gewöhnliche Wissenschaft macht, daß sie einfach hinschaut, wie wir ein Stück Brot essen, wie dann dieses Brot im Munde aufgelöst wird, wie es sich verteilt im Körper, sondern man muß darauf Rücksicht nehmen, daß der Leib des Menschen fortwährend tätig ist. Nun denken Sie aber: Wenn ich nichts in ihn hineintue, wenn der Leib des Menschen da ist, und nichts kommt in ihn hinein, es ist die Mahlzeit schon weit hinter uns, vier, fünf Stunden vorüber, es kommt nichts hinein — ja, aber die Tätigkeit im Leibe hört nicht auf.

[ 8 ] This activity must be observed in the same way as fingers or hands are. Ordinary science simply records how a piece of bread is eaten, dissolved in the mouth, and then distributed in the body, but we must also take into consideration that the human body is continually active. Even if nothing is put into it, if nothing goes into the body for five hours, say, still its activity does not cease. You may even be like an empty sack, but things have not quieted within. You remain in constant inward activity, and things are still bustling around. Only when this internal activity can become occupied with something is it content. That is especially the case after a meal when it can dissolve and disintegrate the food substances; then it is content.

[ 9 ] Also ich werde, was ich da rot gezeichnet habe, als das betrachten, was man gewöhnlich sieht, und dasjenige, was innere Tätigkeit ist, werde ich jetzt gelb hineinmachen. Aber dieses Gelbe ist eigentlich in einem fortwährenden inneren Erzittern, in einer fortwährenden Tätigkeit. Sehen Sie, jetzt sind Sie gewissermaßen ein leerer Schlauch, in dem es aber nicht ruhig ist, sondern in dem es drinnen rumort. In innerer Tätigkeit sind Sie. Und solange Sie für diese innere Tätigkeit etwas haben, worauf sich diese innere Tätigkeit richten kann, dann behagt es dieser inneren Tätigkeit. Das ist insbesondere nach der Mahlzeit der Fall. Da kann diese innere Tätigkeit alle Stoffe auflösen, vernichten. Sie ist damit zufrieden. Sehen Sie, das ist der Unterschied zwischen dieser inneren Tätigkeit, die wir in uns haben, und zwischen dem Menschen im ganzen, wie er unter uns ist. Er kann faul werden. Aber diese innere Tätigkeit wird nie faul, die hört gar nie auf. Und wenn ich nichts in mich hineintue, so ist es so, wie wenn ich einen leeren Mehlsack habe, aber da drinnen eine Tätigkeit ist, auch wenn ich alle Materie vermeide. In der Geisteswissenschaft nennen wir das den Astralleib, aus gewissen Gründen, die ich Ihnen später noch sagen werde; dieser ist niemals faul, ist immer tätig. Wenn er tätig sein kann, diese Nahrungsmittel zu zerstören, zu zersplittern, aufzulösen, dann ist er von innerer Behaglichkeit erfüllt, dann hat er seine innere Lust. Führe ich keine Nahrungsmittel in den Körper hinein, dann ist er unbefriedigt, dann äußert sich diese Unbefriedigung, und die Äußerung dieser Unbefriedigung ist Hunger. Hunger ist nichts Ruhendes; Hunger ist eine Tätigkeit in uns. So daß man sagen muß: Hunger ist richtig eine seelisch-geistige Tätigkeit in uns, die nicht befriedigt werden kann. Es ist eigentlich wirklich so, daß man sagen kann: Diese Tätigkeit in uns, die ist verliebt in die Nahrungsmittel, und wenn sie keine Nahrungsmittel kriegt, dann ist sie ebenso unbefriedigt wie irgendein Liebhaber, dem die Geliebte davongelaufen ist und nicht da ist. Und diese Unbefriedigung ist der Hunger. Das ist durchaus etwas Geistiges, der Hunger.

[ 9 ] This internal activity that we possess is quite different from man in general, for the human being can become lazy. The internal activity is never lazy, it never ceases. If I don't eat anything, it is as if I had an empty flour sack in which there is activity even if I avoid all tangible substance. This activity—for reasons that I shall tell you later on—is identified in spiritual science as the astral body. It is never lazy, and if it can stay active destroying and dissolving the food substances, it is filled with inward comfort; it then has a feeling of inner well-being. But if I take in no food substances, then the astral body is not satisfied, and this dissatisfaction is expressed as hunger. Hunger is not something at rest within us; it is an activity, a soul-spiritual activity that cannot be stilled. We can truly say that this inner activity is in love with the food substances, and if it does not receive them it is just as dissatisfied as any jilted lover. This dissatisfaction is the hunger, and it is by all means something spiritual.

[ 10 ] Nun, die Tätigkeit, die da drinnen ausgeübt wird, die besteht also darin, daß die Nahrungsmittel zerstäubt werden, daß das, was von ihnen brauchbar ist, in die Blutadern übergeht, das andere durch den Urin oder die Fäkalien ausgeworfen wird. Und auf diese Weise geht regelmäßig die gesunde Tätigkeit des Menschen vor sich, daß sein Astralleib Gelegenheit hat, richtig zu arbeiten, richtig die Nahrungsmittel zu zerstören, aufzulösen, das, was brauchbar ist, in den Körper hineinzuschieben, das, was nicht brauchbar ist, auszustoßen.

[ 10 ] So the activity that is executed internally consists of disintegrating food substances. What is useful is transmitted into the blood vessels, and the rest is eliminated through urine or feces. This is the healthy, normal and regular activity of the human being in which the astral body works properly to dissolve the food substances. It absorbs into the body what is useful and discharges what is not.

[ 11 ] Diese Tätigkeit des Menschen, die kann nicht eine so ganz allgemeine Tätigkeit sein, sondern in dieser Tätigkeit drinnen ist etwas ungeheuer Weisheitsvolles enthalten. Denn nehmen Sie an, da heroben wäre die Lunge (siehe Zeichnung S. 160), und weiter unten haben wir die Milz; da oben die Lunge, da unten die Milz. Sowohl zu der Lunge wie zu der Milz gehen Blutadern hin, durch die immerwährend aufgelöste Nahrungsmittel, verwandelte Nahrungsmittel hingeschickt werden. Ja, die Lunge braucht ganz andere Stoffe als die Milz! Es ist gerade so, wenn Sie diese Tätigkeit, die ich Ihnen beschrieben habe als Astralleib, betrachten, als ob der Astralleib viel gescheiter wäre als der Mensch. Der Mensch, der kriegt ohnedies nichts fertig, als daß er die Nahrungsmittel in den Mund hereinstopft. Aber diese Tätigkeit, die ich angeführt habe, die sondert aus - wie wenn Sie damit beschäftigt wären, zwei Stoffe voneinander abzusondern, und den einen dorthin zu werfen, weil er dort verwendet werden soll, den andern dahin zu werfen. Das tut diese Tätigkeit. Gewisse Stoffe sondert sie ab und schickt sie in die Lunge, gewisse Stoffe schickt sie in die Milz, andere Stoffe schickt sie in den Kehlkopf und so weiter. Da drinnen ist eine weise Verteilung. Und was wir unseren Astralleib nennen, das ist ungeheuer weise, weiser als wir selber. Wenn Sie den gelehrtesten Menschen heute fragen würden, wie er das einrichten soll, daß er die richtigen Stoffe in die Lunge oder in den Kehlkopf oder in die Milz kriegt — ja, der wüßte nichts darüber zu sagen. Aber innerlich weiß das der Mensch nämlich; sein Astralleib weiß das. So sind schon die Dinge, wenn man sie richtig betrachtet.

[ 11 ] We must assume, gentlemen, that this activity of man is no ordinary activity; rather, it contains something immensely wise. Now, dissolved and transformed food substances are constantly being transmitted through blood vessels to the inner organs, and the nourishment that goes into the lungs is completely different from what goes to the spleen. The astral body is much smarter than the human being. Man can only stuff the provisions into his mouth, but the astral body can distinguish them. It is like sorting two substances, throwing one in one direction to be used there and the other in another direction. This is what the astral body accomplishes. It selects certain substances to dispatch to the lungs, spleen, larynx and other organs. A wise distribution is at work within. The astral body is immensely wise, much wiser than we. The most educated person today would not know how to send the proper substances into the lungs, larynx or spleen; he would not even know what to say about it. But internally man can do this through his astral body.

[ 12 ] Allerdings kann dieser Astralleib auch dumm werden - noch immer nicht so dumm wie der Mensch, aber er kann im Verhältnis zu seiner eigenen Gescheitheit auch dumm werden. Dieser Astralleib kann auch dumm werden. Nehmen wir einmal an, er wird auf folgende Weise dumm.

[ 12 ] The astral body, however, can become stupid—not as stupid as the human being can become, but stupid in comparison to its own cleverness. Let us assume that it thus becomes stupid.

[ 13 ] Der Mensch ist dadurch, daß er so oder so geboren ist, innerlich mit gewissen Kräften ausgestattet. Sein astralischer Leib nun, dasjenige, was in ihm tätig ist, was auch Hunger kriegt, ist eigentlich darauf angewiesen, nicht nur eine solche innere Tätigkeit zu entwickeln. Die Tätigkeit, die da entwickelt wird für die Nahrungsmittel, die wird auch entwickelt, wenn sich einer hinsetzt und den ganzen Tag so wie eine Pagode, so wie ein orientalisches Götzenbild dasitzt; da würde immer noch der astralische Leib tätig sein. Aber das genügt nicht. Wir müssen auch äußerlich etwas tun. Wir müssen herumgehen. Und wenn wir gar nichts zu arbeiten haben, so müssen wir spazieren gehen. Der Astralleib verlangt auch, daß wir herumgehen. Und das ist bei jedem Menschen verschieden: der eine braucht mehr, der andere weniger Bewegung.

[ 13 ] Man is born with a certain predisposition and is inwardly endowed with certain forces. The activity that the astral body develops for food substances occurs even if somebody sits down all day, immobile like an Oriental idol. His astral body still remains active, but that is not enough. We must also do something externally, and if we have no work to do we must go for a stroll; the astral body demands that we at least walk around. This differs with each individual. One person needs more physical activity, another less.

[ 14 ] Nehmen wir nun an, dadurch, daß einer in einer gewissen Weise seine Anlagen hat von seiner Geburt aus, wird er ein Sitzer. Es gefällt ihm in seinem dummen Kopf, man könnte auch sagen, in seinem Ich, viel herumzusitzen. Wenn er also da nun viel herumsitzt, sein astralischer Leib aber veranlagt ist, viel herumzugehen, so wird sein astralischer Leib dumm, geradeso wie wenn einer sich übernimmt beim Gehen. In beiden Fällen wird der Astralleib dumm und macht das nicht mehr ordentlich, daß er richtig die Nahrungsmittel aussondert, nach den richtigen Organen hinschickt, sondern er macht das ungeschickt. Sagen wir zum Beispiel, er kriegt das nicht mehr ordentlich zusammen, nach dem Herzen oder nach dem Kehlkopf die richtigen Stoffe hinzuschicken. Ja, dann geschieht etwas! Wenn man, sagen wir, zum Herzen unrichtige Stoffe hinschickt, so bleiben die Stoffe - in den Nahrungsmitteln sind sie schon richtig drinnen — irgendwo liegen im Körper. Und weil sie eigentlich brauchbar sind, kommen sie weder an den richtigen Platz zu liegen, noch werden sie mit dem Urin, noch mit den Fäkalien abgestoßen. Sie setzen sich im Körper an. Aber das verträgt der Mensch nicht, daß irgend etwas, was nicht in der richtigen Tätigkeit ist, sich in seinem Körper ablädt; das verträgt der Mensch nicht.

[ 14 ] Let us suppose now that someone has certain predispositions from birth that make him into a sedentary person. It pleases his stupid head—or we could say his stupid ego—to sit around a lot. Now, if he is predisposed to sit around, but the astral body is predisposed to walk about, then his astral body will become stupid. This will also happen if somebody overexerts himself walking. In both cases the astral body will become stupid and will no longer accomplish things correctly. It will no longer properly sort out the food substances and transmit them to the appropriate organs; it will do all this clumsily instead. The astral body becomes too disorganized to send the right substances to the heart or larynx. Substances improperly transmitted to the heart, for example, will remain somewhere else in the body. They are not put in the organ where they belong but, since they are basically useful, neither are they eliminated with the feces. Instead, they are deposited somewhere else in the body. But a man cannot tolerate having something deposited in his body that is not part of its proper activity; he cannot stand that.

[ 15 ] Was geschieht mit dem, was wir da gewissermaßen als einen Dreck in uns absondern dadurch, daß der astralische Leib nicht in Ordnung ist? Was geschieht dadurch? Nun, nehmen wir an, diesen Dreck haben wir drinnen. Ich will einen besonderen Dreck ins Auge fassen, will also zum Beispiel den Kehlkopfdreck nehmen. Dadurch, daß der Mensch nicht imstande ist, daß sein astralischer Leib ordentlich arbeitet, sondert sich überall in ihm Kehlkopfdreck ab. Das erste, was eintritt, ist, daß sein Kehlkopf schwach wird, weil er nicht die richtige Zufuhr hat, so daß der Mensch einen schwachen Kehlkopf hat. Und außerdem noch hat er den Kehlkopfdreck in seinem Leib. Was tut denn aber der Kehlkopfdreck? Ja, zunächst lagert er sich ab. Zunächst haben wir diesen Mist in uns. Aber ich habe Ihnen ja gesagt: Der Mensch ist nicht bloß ein fester Körper, sondern er ist ja zu neunzig Prozent Wasser, eigentlich eine Wassersäule. Und das hat zur Folge, daß sich dieser Kehlkopfdreck nun in dem ganzen Wassermenschen auflöst. So daß der Mensch nicht das reine, belebte Wasser in sich hat, das er braucht, sondern er hat jetzt ein Wasser, in dem Kehlkopfdreck aufgelöst ist. Sehen Sie, das ist dasjenige, was so häufig bei uns eintritt, daß wir in unserem Wassermenschen Kehlkopfdreck oder Herzdreck oder Magendreck oder irgend etwas anderes aufgelöst haben.

[ 15 ] So what happens with these improper deposits due to the malfunctioning astral body? What happens to us on account of that? Well, suppose we have in our body certain deposits that should have been directed to the larynx. Because someone's astral body does not function properly, “larynx refuse” is secreted everywhere in his body. The first thing that happens is that his larynx becomes weak. The organ does not receive sufficient sustenance, and thus the person suffers from a weakened larynx. But apart from that, his body contains larynx refuse, which is dispersed everywhere. As I have already told you, the human body is ninety percent water, and the refuse dissolves in this whole fluid organization. The pure, animated fluid that a man requires within him is now polluted. This is what happens so often within ourselves. Deposits meant for certain parts of the body dissolve in our fluid organization, contaminating it.

[ 16 ] Sagen wir also, wir haben Kehlkopfdreck aufgelöst. Der kommt dann an den Magen heran. Da schadet er nicht besonders, weil der Magen ja das nicht braucht. Er hat, was er braucht. Es ist ihm nichts entzogen worden. Aber das Wasser, das fließt überall hin im Menschen, ist auch in der Kehlkopfgegend. Der Kehlkopf ist nun schon schwach geworden, wie ich Ihnen gesagt habe. Außerdem kriegt er noch dieses verdreckte Wasser, dieses Wasser, das in sich den Kehlkopfdreck aufgelöst hat. Davon wird gerade der Kehlkopf krank. Die andern Organe werden vom Kehlkopfdreck nicht krank; aber der Kehlkopf wird vom Kehlkopfdreck krank.

[ 16 ] Say that the refuse of the larynx is dissolved in us and comes into contact with the stomach. It cannot cause damage there, because the stomach has what it needs and was not deprived of anything. But the bodily fluids flow everywhere in the human organism and penetrate into the area of the larynx, which is already weakened. It receives this polluted fluid, this water in which the larynx refuse is dissolved, and specifically from this the organ becomes diseased. The larynx refuse does not affect the other organs, but it does cause the larynx to become afflicted.

[ 17 ] Nun, nehmen wir eine ganz einfache Erscheinung. Nehmen wir an, es ist ein Mensch da, der eine feinere Empfindung hat. Wenn ein Mensch eine feinere Empfindung hat, und er hört einem andern Menschen zu, der spricht — ja, sehen Sie, das ist recht angenehm, wenn ein Mensch schön spricht. Wenn aber einer kräht wie ein Hahn oder grunzt wie ein Schwein, so ist es nicht angenehm, zuzuhören, wenn man auch alles versteht. Es ist unangenehm, einem zuzuhören, der krächzt wie ein Rabe oder grunzt wie ein Schwein. Und insbesondere, wenn einer heiser ist, so hat es etwas Beklemmendes, ihm zuzuhören.

[ 17 ] Let us now consider a simple phenomenon. A sensitive person finds it pleasant to listen to another person speak beautifully. But if someone crows like a rooster or grunts like a pig, he will not find this so pleasant to hear, even if he understands what is being said. It is not at all pleasant to listen to a person crowing or grunting. Listening to someone who is hoarse is a particularly uncomfortable and constricting experience.

[ 18 ] Woher kommt denn das, daß wir solch eine Empfindung haben beim Zuhören? Sehen Sie, das kommt daher, weil wir immer eigentlich in ganz feiner Weise das nachsprechen, was der andere sagt. Das Zuhören besteht nämlich darinnen - nicht nur, daß wir hören, sondern wir reden nämlich unhörbar ganz fein. Wir hören nicht nur das, was der andere sagt, sondern wir machen es auch nach in unseren Sprachorganen. Wir machen immer alles nach, was der andere Mensch macht.

[ 18 ] Why do we experience such sensations while listening to another? It is based on the fact that in reality we always inaudibly repeat whatever the other is saying. Listening consists not only in hearing but also in speaking faintly. We not only hear what another says but also imitate it with our speech organs. We always imitate everything that someone else does.

[ 19 ] Und nun nehmen wir an, wir hören nicht einem andern zu und machen das innerlich nach, was er sagt, sondern wir sind, indem wir gerade vielleicht ein bißchen Mitleid sogar haben — auf die Weise können wir uns empfindlich zeigen -, in der Nähe eines Grippekranken. Der Grippekranke hat in seinem ganzen Wassermenschen eine ganze Menge Stoffe aufgelöst. Die Stoffe, die er aufgelöst hat, machen, daß er in seinem Wasser nicht das reine lebendige Wasser hat, von dem ich Ihnen in dem Vortrage geredet habe, sondern er hat ein solches Wasser in sich, das für den Menschen ungesund ist. Ich kann Ihnen sogar beschreiben, was für eine Art von Wasser er in sich hat.

[ 19 ] Now imagine that you are near a person who is sick with flu, and though you may not be listening to him and inwardly imitating his speech, you feel sorry for him. This makes you quite susceptible and sensitive to him. The flu patient's fluid organization contains many dissolved substances, which contaminate the pure, living fluid I told you about and make it instead unhealthy for him. I even describe the nature of such a contaminated fluid organization.

[ 20 ] Nehmen Sie einmal an, Sie haben hier irgendeinen Erdboden. Nun, wenn Sie da einen Erdboden haben, so können Sie auf diesem Erdboden verschiedenes pflanzen. Aber nicht alles gedeiht in jedem Erdboden gleich. Nun will ich aber just hier Zwiebeln und Knoblauch pflanzen auf diesem Stück Erdboden. Es ist zwar ein sonderbarer Geschmack, aber nehmen wir an, ich will just hier Zwiebeln und Knoblauch pflanzen. Sehen Sie, da werde ich nicht einfach Zwiebeln und Knoblauch pflanzen, denn das würde dazu führen, daß ich, wenn der Boden nicht geeignet ist, furchtbar kleine Zwiebeln kriege und ganz kleine Knoblauche, sondern ich werde in den Boden etwas hineinbringen, was schwefelhaltig und phosphorhaltig ist, und ich kriege die wunderbarsten Zwiebeln und Knoblauche! Und die riechen auch danach.

[ 20 ] Imagine that you have a piece of ground where you plant various things. Not everything thrives in every kind of earth, but suppose you want to plant onions and garlic in this particular spot. Should the earth be unsuitable, the onions would be small and the garlic buds still smaller, so you should also add to this soil something that contains sulphur and phosphorus. Then you would have the healthiest onions and garlic buds, and they would smell strong, too!

[ 21 ] Wenn nun einer gerade den Grippedreck in sich hat, dann ist es so, daß sich in ihm, in seinem Wassermenschen, die Stoffe auflösen, die ich in diesen Boden hineinbringen muß, damit ich da die wunderbarsten Zwiebeln und Knoblauche darin bekomme, und dann fängt der Kranke an so zu riechen, wie Sie es erzählt haben.

[ 21 ] Now, when a man has influenza refuse within his body, the same substances are dissolved in his fluid organization that had to be added to the ground in order to produce the finest onion and garlic plants, and before long, the sick person begins to smell like these plants.

[ 22 ] Aber jetzt mache ich das mit. Ich bemerke vielleicht gar nicht, daß ich in seinem Zwiebelduft sitze, in dem Knoblauchduft, weil der ja nicht so besonders stark zu sein braucht. Dieser Knoblauchduft, den er hat, der bewirkt, daß sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, daß gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft — das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen - ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, daß ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.

[ 22 ] Now, I associate with this, though I may not even be aware that I am sitting in this odour of onion or garlic, because it need not be strong. The odour exuded by a person who is sick with the flu causes the patient's head to feel dull, because a certain organ in the head, the “sensorium,” is not properly supplied with the substance it needs. As a result of having flu refuse within us, an organ in the mid-section of the head is not properly supplied. This odour is always like that of onions or garlic and can be detected by one with a sensitive nose. Just as we tune in on and imitate a shrill and rasping voice, so do we join in with what an ill person evaporates. As a consequence, our own astral body, our own activity, becomes disorganized. This disorder causes a chemical basis that in turn makes us contract the flu. It is like making soil suitable for onions and garlic. At first, then, the illness has nothing to do with bacteria but simply with the relation of one person to another.

[ 23 ] Wenn ich nun einen solchen Garten habe, in dem ich besonders Zwiebeln und Knoblauch pflanzen will, und ich bringe da phosphorhaltige, schwefelhaltige Stoffe herein - ich kann nun warten, kann sagen: Nun ja, ich habe ja meine Pflicht getan, ich will Zwiebeln und Knoblauch haben, also bringe ich Schwefel und Phosphor in irgendwelchem Pflanzendünger in meinen Garten herein; aber ich wäre ein Narr, wenn ich glaubte, daß da schon Zwiebeln wachsen. Ich muß doch erst die Zwiebeln anbauen. Ebenso bin ich ein Narr, wenn ich glaube, daß da im Innern des Menschen auf dem Boden, der da bereitet wird, schon Bakterien, Bazillen wachsen. Die müssen erst herein. Denn geradeso wie sich die Zwiebel wohl fühlt in einem solchen phosphor- und schwefeldurchsetzten Boden, so fühlen sich diese Bazillen da drinnen wohl. Denen ist nichts lieber, als wenn sie in ein wenig Schwefel drinnen sind. Und ich brauche gar nicht einmal die Bazillen dazu, damit die Grippekrankheit vom anderen auf mich übergeht, sondern wenn ich auf die Weise, wie ich es Ihnen gerade geschildert habe, in meinem Wassermenschen dasjenige mitmache, was in seinem Wassermenschen stattfindet, werde ich selber dadurch ein guter Boden für die Bazillen, und ich erwerbe sie mir selber, die Bazillen. Er braucht mich gar nicht anzubombardieren damit.

[ 23 ] If you want to plant predominantly onions and garlic in a garden, and you add to the earth substances containing phosphorus and sulphur, you can now wait and say, “Well, I've done my duty. I want to harvest onions and garlic, and so with some kind of organic fertilizer I have added sulphur and phosphorus to the garden.” But it would be foolish to think that this is all it would take to grow the onions. You would first have to plant the bulbs! Likewise, it would be foolish to maintain that in man's interior, bacteria are already growing in the environment that is being prepared. They first have to be introduced into it. Just as the onion bulb thrives in soil rich in phosphorus and sulphur, so do the bacilli thrive within a sulphuric environment in the body. Bacilli are not even necessary for one person to catch the flu from another. Instead, by imitating with my fluid organization what is happening in the patient's fluid organism, I myself produce a favourable environment for the bacilli; I myself acquire them. The sick person need not bombard me with them at all.

[ 24 ] Aber es ist doch so, daß wir, wenn wir die ganze Sache anschauen, uns doch die Frage: Wodurch werden wir eigentlich mit einer Krankheit befallen? — in einer ganz bestimmten Weise beantworten müssen. Wir müssen uns sagen: Wenn uns irgendeiner etwas verletzt, werden wir krank davon. — Aber auch bei inneren Krankheiten verletzt uns eigentlich etwas. Es verletzt uns das Wasser, das nicht rein ist, im dem sich Stoffe aufgelöst haben, die eigentlich verdaut sein sollen. Das verletzt uns innerlich.

[ 24 ] When we look at the whole matter, we must reply in quite a specific way to the question, “What is it that causes us to be stricken with a certain disease?” We become sick when something injures us, and even in the case of internal illnesses something is actually injuring us. The impure fluid, in which substances are dissolved that should have been digested, injures us; it injures us internally.

[ 25 ] Und nun können Sie auch auf solche Krankheiten abzielen, wie es zum Beispiel das Heufieber ist. Das Heufieber hängt viel mehr von der Jahreszeit als solcher ab als von den Pollen, die herumfliegen. Dasjenige, was den Menschen geeignet macht, Heufieber zu kriegen, das ist, daß vor allen Dingen sein astralischer Leib nicht richtig absondert, nicht richtig diejenige Tätigkeit vollzieht, die mehr gegen außen gerichtet ist. Und die Folge davon ist, daß er in seinem ganzen Wassermenschen dann, wenn der Frühling heranrückt, wenn alles also dazu übergeht, im Wasser zu gedeihen, besondere Stoffe auflöst in diesem allgemeinen Wasser, und daß er dadurch seinen ganzen Wassermenschen empfindlicher kriegt.

[ 25 ] Now we can turn our attention to illnesses like hayfever. The incidence of hayfever depends much more on the time of year than on the pollen in the air. More than anything else, what makes a man susceptible to catching hayfever is the fact that his astral body is not properly excreting; it is not properly executing its activity that is directed more to the external surface. As a result, when spring approaches and everything begins to thrive in water, a person makes his whole fluid organization more sensitive and thus susceptible to this illness by dissolving certain substances in it.

[ 26 ] Sehen Sie, es ist so, wenn ich es grob aufzeichne: Wenn ich den Wassermenschen, den normalen Wassermenschen so zeichnen würde, so müßte ich den Wassermenschen, der, wenn der Frühling kommt, eine Neigung für das Heufieber hat, so zeichnen, daß dadurch, daß ich Stoffe auflöse, sein Wasser eigentlich immer ein bißchen verdünnt wird.

[ 26 ] By dissolving various substances in this fluid organization, the fluids in a man's body always become a little diluted.

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[ 27 ] Der Wassermensch ist immer ein bißchen zu groß beim Menschen mit der Neigung zum Heufieber. Das, was ich dadrinnen auflöse, das drängt das Wasser auseinander. Dadurch wird man überhaupt für alles das empfindlich, was im Frühling auftritt, und insbesondere eben für diejenigen Pollen, das heißt für diejenigen Körner, die aus den Pflanzen kommen, die nun besonders scharf reizend sind.

[ 27 ] The fluid organization in a man who has a tendency toward hayfever is always somewhat too large. The fluids are being pushed aside in all directions by what is dissolved in them. That is how a person becomes sensitive to everything that makes its appearance in spring, especially to pollen, those particles from plants that are now particularly irritating.

[ 28 ] Wenn die Nase nicht zu wäre - obwohl sie zu ist, gehen schon auch diese Pflanzenpollen in die Nase herein —, aber wenn sie nicht zu wäre, könnten Sie auch durch vieles andere zum Heufieber gereizt werden. Nur, diese Pflanzenpollen sind eben so, daß man sie schwer verträgt, wenn man schon das Heufieber hat. Sie verursachen nicht das Heufieber, sondern sie reizen eben.

[ 28 ] If the nose were not enclosed, hayfever could be induced by many other irritants. Pollen does enter the nose, however, and it cannot be well tolerated if one already has hayfever. Pollen does not cause hayfever but it aggravates it.

[ 29 ] Nun, sehen Sie, unser Heufiebermittel beruht direkt darauf, daß es im menschlichen Körper diesen ausgedehnten Wassermenschen wiederum zusammenzieht, so daß er etwas trüb wird, und dasjenige, was er aufgelöst hat, wiederum absondert. Es ist nämlich furchtbar einfach, unser Heilmittel. Es beruht lediglich darauf, daß man den ganzen Wassermenschen wiederum auf seine normale Gestalt zusammenzieht. Dadurch wird er zunächst etwas trübe, und man muß dann darauf schauen, daß hinterher der Mensch nicht dasjenige, was sich aus dem Wasser heraussondert, im Leibe behält, Daher ist es gut, wenn der Mensch, nachdem er geimpft ist mit unserem Heufiebermittel, zum Beispiel etwas schwitzen kann, oder sich bewegen kann. Wenn er nachher, gerade nachdem er mit dem Heilmittel geimpft ist, irgend etwas tut, wodurch gar keine richtige Schweißabsonderung zustande kommt, oder wenn er das Heufiebermittel dann bekommt, wenn er besonders an Verstopfung leidet, dann ist es immer etwas schwierig mit der Impfung. Wenn man zum Beispiel mit dem Heufiebermittel impft, so sollte man ihn fragen, ob er gerade in dieser Zeit an Verstopfung leidet. Denn wenn er an Verstopfung leidet, dann sammelt sich das gerade dadurch, daß man den Wassermenschen zusammenzieht, zu stark an und wird nicht gleich ausgeschieden. Das ist nicht gut. Wenn einer sagt, er ist verstopft, wenn er geimpft wird, so sollte man ihm zugleich ein Abführmittel geben.

[ 29 ] Our hayfever remedy is based on drawing the extended fluid organization in the body together again so that it becomes a bit cloudy and once again secretes what it had initially dissolved. It is really quite simple and based on nothing more than contracting the fluid organism to its normal size. It first becomes a little cloudy, and you have to watch that what is secreted from the fluidity is not later retained in the body. That is why it is beneficial for a person to perspire somewhat after having been inoculated with the remedy; it is good if he can move about and do something that induces perspiration right after the inoculation. The inoculation is always somewhat problematic when given to a person who is suffering from constipation, and the patient should first be asked if he is constipated. Otherwise, if the fluid organization is contracted, things accumulate too much and are not eliminated right away. This, of course, is not good. A person who is constipated should be given a laxative along with the inoculation.

[ 30 ] Das Heilen besteht nicht bloß darinnen - das ist eben immer wichtig, meine Herren —, daß man irgend jemandem etwas beibringt, sondern daß man das ganze Leben dann danach einrichtet, daß der menschliche Leib sich in richtiger Weise zu dem, was man ihm beigebracht hat, verhält. Das ist natürlich ungeheuer wichtig, sonst kann man jemanden in dieKrankheit erst recht hineinreiten. Wenn Sie jemanden gerade impfen mit irgendeinem Mittel, das ein ganz gutes, ein ausgezeichnetes Mittel ist, und dann nicht dafür sorgen, daß er die richtige Verdauung hat, daß alles weggeht, was da erzeugt wird, dann machen Sie ihn kränker, als er vorher war.

[ 30 ] Healing entails not only applying a medication but also adjusting life accordingly, so that the human body reacts in an appropriate manner to what has been given it. This naturally is of tremendous significance; otherwise, the person can be made even sicker. If you inoculate somebody with a remedy that is quite effective, even exceptionally good, but you do not see to it that the patient's digestion functions properly and that everything the remedy brings about is eliminated, you naturally drive him further into the illness.

[ 31 ] Das ist gerade bei richtigen Heilmitteln so wichtig, daß der Arzt nicht bloß weiß: für diese Krankheit verwende ich das oder jenes, sondern daß er weiß, wie er den einzelnen Kranken zu fragen hat. Das ist die größte ärztliche Kunst, daß, wenn irgendein Kranker auftritt, man ihm die richtigen Fragen stellt, daß man ihn bis zu einem gewissen Grade kennt. Das ist von ungeheurer Wichtigkeit. Es ist zum Beispiel merkwürdig, daß man Ärzte trifft, die sprechen von einem Kranken, und frägt man sie: Wie alt ist er? — da haben sie ihn gar nicht gefragt! Aber das ist ja so wichtig, daß man einen Fünfzigjährigen ganz anders, wenn auch mit denselben Mitteln, behandeln muß als einen Vierzigjährigen. Bloß muß man dann nicht so schematisch sein, daß man sagt: Für die und die Krankheit ist das und das Mittel gut. Es ist ein ganz großer Unterschied, ob Sie einem, der fortwährend mit Durchfall herumläuft, mit einem Mittel helfen wollen, oder ob Sie irgend jemandem helfen wollen, der fortwährend mit Verstopfung herumläuft. Solche Mittel könnte man schon ausprobieren.

[ 31 ] With truly effective remedies it is important that the doctor know not only what medicine cures what disease but also what questions to ask the patient. The greatest medical art lies in asking the right questions and in being familiar with the patient. This is extremely important. Yet it is strange, for example, that we meet doctors who frequently have not even asked the patient his age, though this is significant. While he may use the same remedies, a doctor can treat a fifty-year old in a manner completely different from the way he treats one who is forty, for example. They should not be so schematic as to say, “This medication is right for this illness.” For instance, it makes a great difference if you want to cure someone who is constantly afflicted with diarrhoea or someone who has chronic constipation. Such remedies could be tested, and here experiments with animals would be much less objectionable than they are in other areas.

[ 32 ] Da würde zum Beispiel das Tierexperiment viel weniger anfechtbar sein als für andere Dinge. Nehmen Sie an, wie im allgemeinen Organismus, wie ihn der Mensch mit den Tieren gemeinschaftlich hat, irgendein Mittel wirkt auf die Verstopfung oder auf den Durchfall beim Menschen. Nun, davon kann man sich ja leicht überzeugen: Man gibt eben das Mittel zugleich einem Hund und einer Katze ein. Der Hund leidet meistens an Verstopfung, die Katze an Durchfall. Und wenn man beobachtet, was für ein Unterschied ist in der Wirkung des Mittels beim Hund oder bei der Katze, so kriegt man eine wunderbare Wissenschaft heraus. Die Wissenschaft wird eigentlich nicht dadurch ausgebildet, daß man an der Universität dressiert wird, mit gewissen Instrumenten das oder jenes auszuführen, sondern sie wird dadurch ausgebildet, daß ein wenig der Grips im Kopfe geweckt wird und die Leute wissen, wie sie die Untersuchungen anzustellen haben.

[ 32 ] Regarding constipation or diarrhoea, you can easily learn how some remedy reacts in the general physical organism that men have in common with the animals by giving the same medicine to both a dog and a cat. The dog regularly suffers from constipation, and the cat from diarrhoea. You can acquire a wonderful knowledge by observing the degree of difference in the medication's effect in the dog or the cat. Scientific knowledge really is not attained by university training in how to do this or that with certain instruments. True science results, rather, when common sense is aroused a little; then people know how they must conduct their experiments.

[ 33 ] Also das ist ganz besonders wichtig, daß man weiß, eine Krankheit ruht eigentlich im ganzen Organismus des Menschen. Und das einzelne Organ wird gerade aus dem Grunde angegriffen, weil diese Tätigkeit, die ich ja die astrale genannt habe, die Stoffe, die aus dem entstanden sind, was da als Tätigkeit drinnen ist, eben nach dem einzelnen Organ hindirigiert.

[ 33 ] In sum, it is of prime importance to realize that an illness has its basis in the whole human organization. The individual organ becomes afflicted because the activity of the astral body directs substances to it that have been precipitated from within.

[ 34 ] Nun habe ich Ihnen gesagt: Es entstehen gewisse innere Krankheiten, wie Grippe, Heufieber, aber auch vieles andere, es kann bis zum Typhus und so weiter gehen; und das alles ist zum Beispiel zu verstehen, wenn man sich darauf einläßt, wie ich es Ihnen schon gesagt habe, daß eigentlich die Stoffe, die unverbraucht sich in uns ablagern, im Wassermenschen aufgelöst werden.

[ 34 ] The development of certain inner diseases like influenza, hayfever and even typhoid fever becomes comprehensible when we understand how substances improperly deposited in our bodies are dispersed in our fluid organism.

[ 35 ] Aber wir sind nichtbloß der Wassermensch, wir sind auch der Stoffmensch, der liegt ja zugrunde, den habe ich hier (siehe Zeichnung S. 168) weiß gemacht, den Wassermenschen habe ich gelb gemacht. Und nun sind wir auch, wie ich Ihnen auseinandergesetzt habe, der Luftmensch, den ich hier bläulich angedeutet habe. Wir sind fortwährend der Luftmensch, wenn der sich auch in jedem Momente ändert — bald ist die Luft draußen, bald drinnen -, aber wir sind ein Luftmensch.

[ 35 ] We are not only a “material man” but also a “water man,” and, as I have already explained to you, we are also an “air man,” whose form changes every moment. One moment the air is outside, and the next it is within.

[ 36 ] Aber geradeso wie die festen Bestandteile, die wir in uns als Dreck haben, sich auflösen im Wasser, so verdunstet das Wasser in uns fortwährend. Sie können zum Beispiel Ihren kleinen Finger nehmen; da drinnen in den Muskeln des kleinen Fingers sind Verdunstungen des Wassers, feine Verdunstungen. Durch Ihren ganzen Körper hindurch verdunstet fortwährend das Wasser. Und das, was da verdunstet am Wassermenschen, das geht hinein in das, was der Mensch da an Sauerstoff aufnimmt; das ist wiederum Dunst oder Gas. Wenn da unten am Erdboden Wasser verdunstet, so geht dieses Wasser eben in die Luft; und wenn da drinnen im Wassermenschen das Wasser immer fein verdunstet, da geht es in die Luft, die der Mensch einatmet, hineim Das kann der Mensch ebensowenig ertragen, daß in den Luftmenschen das Wasser hinein verdunstet, wie er ertragen kann, daß die festen Stoffe im Wasser sich auflösen.

[ 36 ] Just as the solid substances that we contain within our bodies as refuse dissolve in the water, so does that water itself constantly evaporate within us. Within the muscles of your little finger, for example, are minute evaporations of water. Water constantly evaporates throughout your whole body. Furthermore, what is evaporating in the fluid organism penetrates into what you inhale as oxygen, which is also a vapor or gas. When water on the ground evaporates, it rises up into the atmosphere, and when water constantly evaporates in delicate processes within the fluid man, it penetrates into the air that we inhale. We cannot tolerate solid substances being dispersed in the fluids, and neither can we tolerate fluids evaporating into the air organism.

[ 37 ] Nehmen wir also an, bei einem Menschen ist dadurch, daß eben irgend etwas von der Art geschehen ist, wie ich es heute beschrieben habe, meinetwillen, sagen wir, die Lunge krank geworden. Nun kann diese Lungenkrankheit geheilt werden, wenn diese Lungenkrankheit dadurch entstanden ist, daß sich falsche Stoffe im Wassermenschen abgesetzt haben. Aber nehmen wir an, es kommt zu keiner so starken Lungenkrankheit, daß sie äußerlich auftritt. Die menschlichen Organe sind nämlich wirklich recht empfindliche Dinger. Es kommt also nicht dazu, daß die Lunge so stark krank wird, daß ich sie entzündet finde oder so etwas, aber es kommt eben dazu, daß sie ein bißchen krank ist. Dann ertrage ich das, daß die Lunge ein bißchen krank ist, aber Stoffe kommen doch hinein in meinen Wassermenschen, die eigentlich in die Lunge gehen sollen. Und dieses, was dann in ihr drinnen ist, das ist also Wasser, das falsche Stoffe aufgelöst enthält; die verdunsten mit, und sie verdunsten dann ganz besonders, wenn ich die Lunge nicht ganz gesund habe.

[ 37 ] Take the case of a person whose lungs have become afflicted because something has occurred like the process that I have just described. This person can become afflicted with a lung disease, which can be cured if it arose from the wrong substances being deposited in the water man. But let us assume that the lung's affliction is not pronounced enough to become apparent. After all, the human organs are sensitive. The condition does not reach the point where the lungs become so strongly afflicted that they are inflamed, but they do become a little indisposed. The person can tolerate this slight indisposition, but substances now enter into his fluid organism that really should penetrate the lungs. In this case, the fluids within the lungs have the wrong kinds of substances dissolved in them; and these substances evaporate, especially if the lungs are not completely well.

[ 38 ] Also während früher der Wassermensch mehr bei den grob bemerkbaren inneren Erkrankungen vom Festen her Falsches aufnimmt, kommt jetzt Falsches zur Verdunstung, und kommt mit dem Sauerstoff zusammen, der aufgenommen wird. Und das — daß Wasser, welches unrecht verdunstet, mit dem Sauerstoff zusammenkommt — wird ganz besonders schädlich im Nervensystem, weil die Nerven gesunden Sauerstoff brauchen, nicht einen solchen, der aus dem schlechten Wasser aus dem Wassermenschen hineinverdunstet ist. So kann die Lunge ihr Einbißchen-Kranksein dadurch bewirken, daß schlechtes Wasser in ihr verdunstet, etwas mitverdunstet, was nicht verdunsten soll. Das wird dem Nervensystem ganz besonders schädlich, und der Mensch wird zwar nicht äußerlich robust krank, was man so Krankheit nennt - er wird verrückt.

[ 38 ] Thus, in the case of the quite obvious internal diseases, the water man receives something inappropriate from the solid substances, and in this case something inappropriate reaches the point of evaporation and mingles with the oxygen that is inhaled. The fact that water evaporates inappropriately and unites with oxygen damages the nervous system in particular, because the nerves require healthy oxygen, not oxygen that has evaporations in it from the contaminated fluid of the water man. Contaminated fluid evaporates into the lungs, and this fluid may be responsible for their slight indisposition. Something that should not evaporate does, and this is damaging to the nervous system. The person does not become radically ill, but he does become insane.

[ 39 ] So daß man sagen kann: Die sogenannten physischen Krankheiten, wenn sie von innen kommen, beruhen darauf, daß irgendwie im Menschen bewirkt wird, daß sich unrichtige Stoffe in seinem Wassermenschen auflösen. Aber die sogenannten Geisteskrankheiten sind ja in Wirklichkeit gar keine Geisteskrankheiten, denn der Geist wird nicht krank. Sogenannte Geisteskrankheiten beruhen darauf, daß das Wasser unrichtig verdunstet in den Sauerstoff hinein, und dadurch das Nervensystem stört, wenn irgendein Organ so leise nur krank ist, so wenig nur krank ist, daß Sie es äußerlich nicht wahrnehmen können. So sehen Sie, daß man gerade da darauf kommt, daß der Mensch eigentlich fortwährend darauf angewiesen ist, die Stoffe richtig zu verarbeiten, damit sich nicht in seinem Wasser Unrichtiges auflöst, und damit nicht sein Wasser in der unrichtigen Weise zum Verdunsten kommt.

[ 39 ] It can be said that internal physical illnesses are based on something in man that causes improper substances to be dispersed in his fluid organism. But so-called mental illnesses are in reality not mental at all, because the mind or spirit does not become ill. Mental illnesses are based on body fluids evaporating improperly into oxygen and thereby disturbing the nervous system. This can happen when some organ is so slightly impaired or indisposed that it cannot be detected externally. You see, then, that man must continually process substances correctly so that nothing inappropriate disperses in his fluids and that his fluids in turn do not improperly evaporate.

[ 40 ] Aber sehen Sie, schon im alltäglichen Leben ist so etwas da, was unrichtiges Verdunsten des Wassers bewirkt. Das ist dann bemerkbar, wenn wir Durst haben. Aber den Durst heilen wir wiederum, indem wir trinken. Da machen wir immer wiederum unser Wasser frei von dem, was unrichtig darin verdunstet, und wir schwemmen das Unrichtige heraus.

[ 40 ] But even in everyday life there is a process that causes improper evaporation of water, and this becomes noticeable when we are thirsty. We cure the thirst by drinking; we free our water, so to speak, from what is inappropriately evaporating within it and wash away what is incorrect.

[ 41 ] Und so kann man sagen: Im Hunger ist eigentlich die Anlage zu der physischen Krankheit, und im Durst ist die Anlage zur sogenannten geistigen Erkrankung. Wir könnten eigentlich sagen: Wenn der Mensch sich nicht richtig ernährt, so bildet er dadurch die Grundlage für die physischen Erkrankungen. Wenn der Mensch nicht richtig seinen Durst löscht, und das ist unter Umständen viel schwerer bemerkbar, namentlich, wenn es in der Kindheit auftritt, wo man nicht recht das Durstlöschen und das Hungerlöschen unterscheiden kann, weil beides versorgt wird durch die Milch, also eigentlich durch eine Flüssigkeit, ein Wässeriges — wenn also durch die Muttermilch oder Ammenmilch etwas Verderbliches hineinkommt, so kann das noch spät den Wassermenschen veranlassen, nicht richtig zu verdunsten, und kann sich in irgendeiner Geisteskrankheit äußern. Oder wenn wir den Menschen, sagen wir, falsch impfen, dann kann eine falsche Impfung mit der oder jener Kuhlymphe oder auch mit einer kranken Menschenlymphe bewirken, daß zum Beispiel zwar nicht direkt das Wasser erkrankt, aber diejenigen Organe, die das Wasser verarbeiten — der Magen verarbeitet das Wasser in einer anderen Weise, als er die festen Nahrungsmittel verarbeitet -, die können krank werden. Und es kann infolge falscher Impfung, dadurch, daß der Mensch nicht in richtiger Weise verdunstet, später die Anlage zu irgendeiner Geisteskrankheit kommen.

[ 41 ] So we can say that in hunger there is actually the tendency to physical illness, and in thirst there is the predisposition to mental illness. If a man does not properly nourish himself, he forms the basis for organic diseases, and if he does not quench his thirst rightly, he may bring about some form of mental illness. In some circumstances, the improper quenching of thirst is difficult to detect, especially if it occurs in infancy. At this stage one cannot clearly distinguish between assuaging thirst and hunger since both are satisfied by milk. Therefore, if through the mother's milk or that of a wet nurse something harmful comes into the organism, this can much later cause the fluid organism to evaporate incorrectly and thus lead to some mental disorder. Or let us say a person is wrongly inoculated. An ill-chosen inoculation with one or another cow lymph or diseased human lymph can afflict the organs that work upon the water, even though the water itself does not become directly diseased. As a result of an inappropriate inoculation, a person's evaporation processes may not function correctly, and later he may be disposed to some kind of mental illness.

[ 42 ] Sie werden bemerkt haben, meine Herren, daß heute sehr viele Menschen von der sogenannten Dementia praecox befallen werden. Dementia praecox, das ist der sogenannte Jugendwahnsinn - der aber ziemlich weit über das Jugendalter hinausgeht —, wo die Menschen anfangen, in der Jugend schon zu verblöden. Ja, der rührt zum großen Teil von falscher Ernährung in den allerersten Kindesjahren her, und weil die Menschen überhaupt aufgehört haben, in dieser Zeit darauf zu achten. Denn mit der bloßen chemischen Untersuchung der Kindermilch geht es nicht ab, sondern man muß da ganz anderes entwickeln. Deshalb treten diese Dinge heute in einer solch vehementen Weise auf.

[ 42 ] You will have noticed, gentlemen, that nowadays a great many people become afflicted with dementia praecox, so-called “youthful insanity,” which extends, however, quite far beyond the years of youth. This illness, in which people begin mentally to deteriorate in their youth, originates in great part from the wrong kind of feeding during the earliest years of childhood. It is not enough merely to examine chemically the baby's milk; one must look into completely different aspects. Because people have ceased to pay attention to feeding in our age, this illness arises with such vehemence.

[ 43 ] Aber dadurch sehen Sie auch, daß es nichts nützt, bloß Ärzte auszubilden, die wissen, dieses Mittel ist für diese Krankheit, jenes Mittel für jene Krankheit, sondern wir müssen das ganze Leben gesünder machen. Das kann aber erst sein, wenn man darauf kommt, was alles damit zusammenhängt. Das möchte man tun mit Anthroposophie. Daher ist Anthroposophie schon etwas, was durchaus darauf hingeht, auch hygienisch zu wirken, die Gesundheit richtig zu erfassen.

[ 43 ] You will have realized from all this that it does not suffice simply to train doctors to know that a certain remedy is good for a certain illness. One must rather seek to make the totality of life healthier, and for that one must first discover all that is related to a healthy life. Anthroposophy can provide this understanding. It aims at being effective in the field of hygiene and seeks to comprehend correctly questions of health.

[ 44 ] Damit sind die Fragen der beiden Herren ja im wesentlichen beantwortet.

[ 44 ] Not translated