On Health and Illness
GA 348
27 December 1922, Dornach
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
On Health and Illness, tr. SOL
Neunter Vortrag
Ninth Lecture
Fragestellung:
1. Frage betreffs Ansteckung von Krankheiten;
2. betreffs Heufieber.
Question:
1. Question regarding the transmission of diseases;
2. Regarding hay fever.
Der Betreffende leidet schon seit Jahren an Heufieber. Er hat nun gehört, man solle den Patienten vorher behandeln. Wenn man die Einspritzungen schon im Januar, Februar mache, nicht erst, wenn er mit der Krankheit belastet sei, so sei das besser. Ein Basler Arzt habe ihm das gesagt. Es gehe besser ins Blut. Ob er das auch tun solle mit dem Heufiebermittel?
The person in question has been suffering from hay fever for years. He has now heard that patients should be treated in advance. It is better to get the shots as early as January or February, rather than waiting until he is already suffering from the condition. A doctor in Basel told him this. The medication is absorbed better into the bloodstream that way. Should he do the same with the hay fever medication?
[ 1 ] Dr. Steiner: Das ist richtig; das hat nur einen kleinen Haken. NämJich gerade dieses Mittel, das bei uns angewendet wird, ist dazu geeignet, wie man sagt, prophylaktisch, also im voraus zu wirken, und sollte eigentlich auch wochenlang, bevor die Heufieber-Erregung auftritt, angewendet werden; aber der einzige Haken ist, daß die Patienten erst kommen, wenn sie vom Heufieber geplagt werden.
[ 1 ] Dr. Steiner: That’s correct; there’s just one small catch. Namely, this very remedy that we use is designed—as they say—to act prophylactically, that is, in advance, and should actually be taken for weeks before hay fever symptoms appear; but the only catch is that patients don’t come in until they’re already suffering from hay fever.
[ 2 ] Nun haben wir gerade heute einen sehr interessanten Brief bekommen, wo jemand über ein anderes Heufiebermittel schreibt. Der Erfinder des anderen Heufiebermittels schreibt, sein Heufiebermittel helfe eigentlich nur als Linderung gegenüber dem einzelnen Heufieberanfall, während er selber glaube, daß unser Heufiebermittel, insbesondere wenn man es zweimal hintereinander, in größeren Abständen, anwende, dauernd vom Heufieber befreie.
[ 2 ] We just received a very interesting letter today in which someone writes about another hay fever remedy. The inventor of the other hay fever remedy writes that his remedy actually only helps to relieve individual hay fever attacks, whereas he himself believes that our hay fever remedy, especially when used twice in a row at longer intervals, provides lasting relief from hay fever.
[ 3 ] Also die Sache ist diese, daß es uns natürlich viel lieber wäre, wenn die Kranken, statt im Mai oder Juni, im Januar oder Februar sich behandeln ließen. Aber man kommt ja in der Regel — das ist ja auch begreiflich -, wenn die Krankheit schon irgendwie zum Ausbruch gekommen ist.
[ 3 ] Well, the thing is, we would of course much prefer it if patients sought treatment in January or February rather than in May or June. But people usually come in—and this is understandable—only after the illness has already broken out in some way.
[ 4 ] Aber nun ist es bei unserem Heufiebermittel so, daß, wenn man den Kranken auch während der äußeren Erkrankung, die ja nur der letzte Schlußpunkt einer inneren Erkrankung ist, damit behandelt - insbesondere, wenn man es nach einem Jahre wiederum anwendet; man braucht es nicht immer wieder anzuwenden -, es ihn doch vor dem neuerlichen Befallenwerden schützt, weil eigentlich damit gerechnet wird, daß die Krankheit immer im ganzen Organismus liegt und nur an einem einzelnen Organ besonders herauskommt.
[ 4 ] But with our hay fever remedy, the situation is such that even if one treats the patient with it during the external manifestation of the disease—which is, after all, merely the final stage of an internal illness—especially if one applies it again after a year; it is not necessary to use it repeatedly—it nevertheless protects the patient from being struck by the illness again, because it is actually assumed that the disease is always present throughout the entire organism and only manifests itself particularly in a single organ.
[ 5 ] Wenn ich Ihnen das erklären soll, so möchte ich Ihnen über die Art und Weise sprechen, wie Krankheiten überhaupt entstehen, wenn sie von innen kommen. Ich habe darüber zwar schon einzelne Andeutungen gemacht, aber ich möchte Ihnen doch einmal erklären, wie Krankheiten entstehen, wenn sie von innen heraus auftreten. Es ist ja natürlich sehr leicht zu begreifen, warum man krank wird, wenn man ein Bein bricht oder sich den Schädel aufschlägt, wenn man hinfällt. Da ist eben eine äußerliche Verletzung vorhanden, und man kann das sehr leicht begreifen. Es ist ja äußerlich sichtbar, was die Ursache der Krankheit ist. Aber bei sogenannten inneren Krankheiten denkt man eigentlich meistens nicht daran, woher die kommen, wie sie eigentlich da sich plötzlich geltend machen. Und das verbindet sich mit der Frage, die vorher jemand gestellt hat, mit der Frage, wie es kommt, daß man, wenn man in die Nähe eines bestimmten Kranken kommt, davon angesteckt wird. Das scheint auch eine äußere Ursache zu sein.
[ 5 ] If I am to explain this to you, I would like to talk about the way in which illnesses arise in the first place when they come from within. I have already made a few remarks about this, but I would like to explain to you once and for all how illnesses arise when they originate from within. It is, of course, very easy to understand why one becomes ill when one breaks a leg or cracks one’s skull after falling. In such cases, there is simply an external injury, and it is very easy to understand. After all, the cause of the illness is visible from the outside. But with so-called internal illnesses, people usually don’t stop to think about where they come from or how they suddenly manifest themselves. And this ties in with the question someone asked earlier—the question of how it happens that, when you come into close contact with a certain sick person, you become infected. That, too, seems to be an external cause.
[ 6 ] Die äußere Wissenschaft, die beantwortet es sich sehr leicht, indem sie sagt: Nun ja, von dem Kranken, der also zum Beispiel die Grippe hat, fliegen eben die Bazillen weg, und dann atme ich die Bazillen ein und diese bringen mir die Krankheit. Es ist gerade so, wie wenn mich einer mit der Hacke schlägt und ich werde davon krank: da schmeißt der Kranke einen Batzen von Bazillen auf mich, bombardiert mich damit, und ich werde dadurch krank. — Nun, so einfach liegen aber die Sachen durchaus nicht, sondern sie liegen eben durchaus anders. Und das können Sie dann begreifen, wenn Sie von dem ausgehen, daß der Mensch ja eigentlich im alltäglichen Leben immer ein bißchen krank wird, und sich immer ein bißchen kuriert. Eigentlich besteht unser gewöhnliches physisches Leben darin, daß wir immer ein bißchen krank werden und uns ein bißchen kurieren. Aber das ist doch auch nicht ganz im eigentlichen Sinne. Ein bißchen krank ist jeder von uns, wenn er Durst hat, wenn er Hunger hat, und ein bißchen kuriert er sich, wenn er trinkt und wenn er ißt. Denn Sie begreifen ja, daß man richtig sagen kann: Der Hunger ist der Anfang von einer Krankheit, wenn er sich länger fortsetzt. Man stirbt daran. Denn schließlich kann man ja an Hunger sterben, und noch leichter an Durst, Also es ist schon im gewöhnlichen alltäglichen Dasein etwas da wie der Anfang von einer Krankheit. Jedes Trinken ist eine Heilung, und jedes Essen ist eigentlich eine Heilung.
[ 6 ] Conventional science answers this very easily by saying: Well, germs simply fly off from a sick person—who has the flu, for example—and then I breathe them in, and they make me sick. It’s just like if someone hit me with a pickaxe and I got sick from it: the sick person throws a bunch of germs at me, bombards me with them, and that’s how I get sick. — Well, things are by no means that simple; rather, they’re actually quite different. And you can understand this if you start from the premise that, in everyday life, people actually always get a little sick and always heal themselves a little. In fact, our ordinary physical life consists of constantly getting a little sick and healing ourselves a little. But that’s not quite accurate in the strictest sense either. Each of us is a little sick when we’re thirsty or hungry, and we heal ourselves a little when we drink and eat. After all, you understand that one can rightly say: Hunger is the beginning of an illness if it persists for a long time. You die from it. After all, you can die of hunger—and even more easily of thirst. So even in ordinary, everyday life, there is something akin to the beginning of an illness. Every time you drink is a form of healing, and every time you eat is actually a form of healing.


[ 7 ] Aber jetzt müssen wir uns klarmachen, was denn da eigentlich geschieht, wenn wir Hunger kriegen, und wenn wir Durst kriegen. Also nehmen wir das erste: wenn wir Hunger kriegen. Sehen Sie, unser Körper ist nämlich innerlich nie ruhig, der ist immer in einer inneren Tätigkeit. Und diese innerliche Tätigkeit, in der unser Körper immer ist, die kann ich Ihnen auf folgende Weise so ein bißchen, annähernd, durch eine Zeichnung klarmachen. Denken Sie sich, das wäre ein Stückchen unseres Körpers (siehe Zeichnung), und in dieses Stückchen unseres Körpers lassen wir durch die Ernährung Nahrungsstoffe hineinkommen, also äußere Stoffe, die wir durch die Nahrung aufnehmen. Jetzt sind die da drinnen. Wir haben sie meinetwillen vom Mund durch die Verdauungskanäle irgendwohin nach dem Körper aufgenommen.
[ 7 ] But now we need to understand what actually happens when we get hungry and when we get thirsty. So let’s take the first one: when we get hungry. You see, our body is never at rest internally; it’s always engaged in internal activity. And I can explain this internal activity—which our body is constantly undergoing—to you in a rough, approximate way through a drawing. Imagine this is a small part of our body (see drawing), and into this part of our body we allow nutrients to enter through our diet—that is, external substances that we take in through food. Now they’re inside. For the sake of explanation, we’ve taken them in from the mouth through the digestive tract to somewhere in the body.
[ 8 ] Aber sehen Sie, wenn diese Nahrungsstoffe in uns hineinkommen, dann wird unser ganzes Menschenwesen gegen diese Nahrungsstoffe sogleich rebellisch. Das Menschenwesen läßt ja die Nahrungsstoffe nicht so, wie sie sind, sondern es zerstört sie. Die Nahrungsstoffe müssen zerstört werden, also eigentlich zersplittert werden. Im Mund werden sie ja schon aufgelöst. Sie werden überhaupt ganz, man möchte sagen, vernichtet. Sie werden vernichtet. Und das ist deshalb, weil fortwährend in unserem Leib drinnen eine Tätigkeit ist, die gar nicht aufhört. Diese Tätigkeit muß man geradeso betrachten, wie man Finger oder Hände betrachten muß, denn der Leib ist fortwährend in innerer Tätigkeit, und man kann es nicht so machen, wie es die gewöhnliche Wissenschaft macht, daß sie einfach hinschaut, wie wir ein Stück Brot essen, wie dann dieses Brot im Munde aufgelöst wird, wie es sich verteilt im Körper, sondern man muß darauf Rücksicht nehmen, daß der Leib des Menschen fortwährend tätig ist. Nun denken Sie aber: Wenn ich nichts in ihn hineintue, wenn der Leib des Menschen da ist, und nichts kommt in ihn hinein, es ist die Mahlzeit schon weit hinter uns, vier, fünf Stunden vorüber, es kommt nichts hinein — ja, aber die Tätigkeit im Leibe hört nicht auf.
[ 8 ] But you see, when these nutrients enter our bodies, our entire human being immediately rebels against them. The human body does not leave the nutrients as they are, but rather breaks them down. The nutrients must be broken down—in other words, actually fragmented. They are already broken down in the mouth. In fact, one might say they are completely destroyed. They are destroyed. And this is because there is a constant process going on inside our bodies that never stops. One must view this activity in the same way one must view fingers or hands, for the body is constantly engaged in internal activity, and one cannot proceed as conventional science does—simply observing how we eat a piece of bread, how that bread is then broken down in the mouth, and how it is distributed throughout the body—but rather one must take into account that the human body is constantly active. But now consider this: If I put nothing into it—if the human body is there and nothing enters it, if the meal is already far behind us, four or five hours have passed, and nothing is entering it—yes, but the activity within the body does not cease.
[ 9 ] Also ich werde, was ich da rot gezeichnet habe, als das betrachten, was man gewöhnlich sieht, und dasjenige, was innere Tätigkeit ist, werde ich jetzt gelb hineinmachen. Aber dieses Gelbe ist eigentlich in einem fortwährenden inneren Erzittern, in einer fortwährenden Tätigkeit. Sehen Sie, jetzt sind Sie gewissermaßen ein leerer Schlauch, in dem es aber nicht ruhig ist, sondern in dem es drinnen rumort. In innerer Tätigkeit sind Sie. Und solange Sie für diese innere Tätigkeit etwas haben, worauf sich diese innere Tätigkeit richten kann, dann behagt es dieser inneren Tätigkeit. Das ist insbesondere nach der Mahlzeit der Fall. Da kann diese innere Tätigkeit alle Stoffe auflösen, vernichten. Sie ist damit zufrieden. Sehen Sie, das ist der Unterschied zwischen dieser inneren Tätigkeit, die wir in uns haben, und zwischen dem Menschen im ganzen, wie er unter uns ist. Er kann faul werden. Aber diese innere Tätigkeit wird nie faul, die hört gar nie auf. Und wenn ich nichts in mich hineintue, so ist es so, wie wenn ich einen leeren Mehlsack habe, aber da drinnen eine Tätigkeit ist, auch wenn ich alle Materie vermeide. In der Geisteswissenschaft nennen wir das den Astralleib, aus gewissen Gründen, die ich Ihnen später noch sagen werde; dieser ist niemals faul, ist immer tätig. Wenn er tätig sein kann, diese Nahrungsmittel zu zerstören, zu zersplittern, aufzulösen, dann ist er von innerer Behaglichkeit erfüllt, dann hat er seine innere Lust. Führe ich keine Nahrungsmittel in den Körper hinein, dann ist er unbefriedigt, dann äußert sich diese Unbefriedigung, und die Äußerung dieser Unbefriedigung ist Hunger. Hunger ist nichts Ruhendes; Hunger ist eine Tätigkeit in uns. So daß man sagen muß: Hunger ist richtig eine seelisch-geistige Tätigkeit in uns, die nicht befriedigt werden kann. Es ist eigentlich wirklich so, daß man sagen kann: Diese Tätigkeit in uns, die ist verliebt in die Nahrungsmittel, und wenn sie keine Nahrungsmittel kriegt, dann ist sie ebenso unbefriedigt wie irgendein Liebhaber, dem die Geliebte davongelaufen ist und nicht da ist. Und diese Unbefriedigung ist der Hunger. Das ist durchaus etwas Geistiges, der Hunger.
[ 9 ] So I will consider what I’ve marked in red as what one usually sees, and I will now mark what constitutes inner activity in yellow. But this yellow is actually in a state of constant inner trembling, in a state of constant activity. You see, right now you are, so to speak, an empty tube—but it is not calm inside; rather, there is a rumbling going on within. You are in a state of inner activity. And as long as you have something for this inner activity—something toward which it can direct itself—then this inner activity is content. This is especially the case after a meal. Then this inner activity can break down and destroy all the substances. It is satisfied with that. You see, that is the difference between this inner activity that we have within us and the human being as a whole, as he exists among us. He can become lazy. But this inner activity never becomes lazy; it never stops at all. And if I put nothing into myself, it is as if I had an empty flour sack, but there is activity inside it, even if I avoid all matter. In Spiritual Science, we call this the astral body, for certain reasons that I will explain to you later; it is never lazy, it is always active. When it can be active—breaking down, fragmenting, and dissolving this food—it is filled with inner contentment; it experiences its inner pleasure. If I do not introduce any food into the body, then it is unsatisfied; this dissatisfaction manifests itself, and the manifestation of this dissatisfaction is hunger. Hunger is not something passive; hunger is an activity within us. So one must say: Hunger is truly a psychic-spiritual activity within us that cannot be satisfied. In fact, one can truly say: This activity within us is in love with food, and when it does not receive food, it is just as unsatisfied as any lover whose beloved has run away and is not there. And this dissatisfaction is hunger. Hunger is definitely something spiritual.
[ 10 ] Nun, die Tätigkeit, die da drinnen ausgeübt wird, die besteht also darin, daß die Nahrungsmittel zerstäubt werden, daß das, was von ihnen brauchbar ist, in die Blutadern übergeht, das andere durch den Urin oder die Fäkalien ausgeworfen wird. Und auf diese Weise geht regelmäßig die gesunde Tätigkeit des Menschen vor sich, daß sein Astralleib Gelegenheit hat, richtig zu arbeiten, richtig die Nahrungsmittel zu zerstören, aufzulösen, das, was brauchbar ist, in den Körper hineinzuschieben, das, was nicht brauchbar ist, auszustoßen.
[ 10 ] Well, the activity that takes place inside the body consists in the digestion of food, whereby the useful components are absorbed into the bloodstream, while the rest is excreted through urine or feces. And in this way, the healthy functioning of the human being proceeds regularly, so that his astral body has the opportunity to work properly—to properly break down and dissolve the food, to incorporate what is useful into the body, and to expel what is not useful.
[ 11 ] Diese Tätigkeit des Menschen, die kann nicht eine so ganz allgemeine Tätigkeit sein, sondern in dieser Tätigkeit drinnen ist etwas ungeheuer Weisheitsvolles enthalten. Denn nehmen Sie an, da heroben wäre die Lunge (siehe Zeichnung S. 160), und weiter unten haben wir die Milz; da oben die Lunge, da unten die Milz. Sowohl zu der Lunge wie zu der Milz gehen Blutadern hin, durch die immerwährend aufgelöste Nahrungsmittel, verwandelte Nahrungsmittel hingeschickt werden. Ja, die Lunge braucht ganz andere Stoffe als die Milz! Es ist gerade so, wenn Sie diese Tätigkeit, die ich Ihnen beschrieben habe als Astralleib, betrachten, als ob der Astralleib viel gescheiter wäre als der Mensch. Der Mensch, der kriegt ohnedies nichts fertig, als daß er die Nahrungsmittel in den Mund hereinstopft. Aber diese Tätigkeit, die ich angeführt habe, die sondert aus - wie wenn Sie damit beschäftigt wären, zwei Stoffe voneinander abzusondern, und den einen dorthin zu werfen, weil er dort verwendet werden soll, den andern dahin zu werfen. Das tut diese Tätigkeit. Gewisse Stoffe sondert sie ab und schickt sie in die Lunge, gewisse Stoffe schickt sie in die Milz, andere Stoffe schickt sie in den Kehlkopf und so weiter. Da drinnen ist eine weise Verteilung. Und was wir unseren Astralleib nennen, das ist ungeheuer weise, weiser als wir selber. Wenn Sie den gelehrtesten Menschen heute fragen würden, wie er das einrichten soll, daß er die richtigen Stoffe in die Lunge oder in den Kehlkopf oder in die Milz kriegt — ja, der wüßte nichts darüber zu sagen. Aber innerlich weiß das der Mensch nämlich; sein Astralleib weiß das. So sind schon die Dinge, wenn man sie richtig betrachtet.
[ 11 ] This human activity cannot be merely a general one; rather, it contains something immensely wise. For suppose the lungs were up here (see illustration on p. 160), and further down we have the spleen; the lungs up here, the spleen down there. Blood vessels lead to both the lungs and the spleen, through which constantly broken-down and transformed nutrients are sent. Indeed, the lungs require entirely different substances than the spleen! It is precisely as if you were to regard this activity—which I have described to you as the astral body—as though the astral body were far more intelligent than the human being. The human being, after all, can’t do anything except shove food into his mouth. But this activity I’ve described—it separates substances, just as if you were busy separating two substances from one another, sending one over there because it’s to be used there, and sending the other over there. That’s what this activity does. It separates certain substances and sends them to the lungs, certain substances it sends to the spleen, other substances it sends to the larynx, and so on. There is a wise distribution taking place there. And what we call our astral body is immensely wise—wiser than we are ourselves. If you were to ask the most learned person today how to ensure that the right substances reach the lungs, the larynx, or the spleen—well, they wouldn’t know what to say. But deep down, the human being knows this; their astral body knows it. That is simply how things are when viewed correctly.
[ 12 ] Allerdings kann dieser Astralleib auch dumm werden - noch immer nicht so dumm wie der Mensch, aber er kann im Verhältnis zu seiner eigenen Gescheitheit auch dumm werden. Dieser Astralleib kann auch dumm werden. Nehmen wir einmal an, er wird auf folgende Weise dumm.
[ 12 ] However, this astral body can also become stupid—still not as stupid as a human being, but it can become stupid relative to its own intelligence. This astral body can also become stupid. Let us suppose that it becomes stupid in the following way.
[ 13 ] Der Mensch ist dadurch, daß er so oder so geboren ist, innerlich mit gewissen Kräften ausgestattet. Sein astralischer Leib nun, dasjenige, was in ihm tätig ist, was auch Hunger kriegt, ist eigentlich darauf angewiesen, nicht nur eine solche innere Tätigkeit zu entwickeln. Die Tätigkeit, die da entwickelt wird für die Nahrungsmittel, die wird auch entwickelt, wenn sich einer hinsetzt und den ganzen Tag so wie eine Pagode, so wie ein orientalisches Götzenbild dasitzt; da würde immer noch der astralische Leib tätig sein. Aber das genügt nicht. Wir müssen auch äußerlich etwas tun. Wir müssen herumgehen. Und wenn wir gar nichts zu arbeiten haben, so müssen wir spazieren gehen. Der Astralleib verlangt auch, daß wir herumgehen. Und das ist bei jedem Menschen verschieden: der eine braucht mehr, der andere weniger Bewegung.
[ 13 ] By virtue of being born in one way or another, human beings are inherently endowed with certain powers. Their astral body—that which is active within them, that which also feels hunger—actually depends on developing more than just this kind of inner activity. The activity that develops in response to food is also developed when a person sits down and remains seated all day like a pagoda, like an Eastern idol; the astral body would still be active in that case. But that is not enough. We must also do something externally. We must walk around. And even if we have no work to do, we must go for a walk. The astral body also demands that we walk around. And this varies from person to person: some need more movement, others less.
[ 14 ] Nehmen wir nun an, dadurch, daß einer in einer gewissen Weise seine Anlagen hat von seiner Geburt aus, wird er ein Sitzer. Es gefällt ihm in seinem dummen Kopf, man könnte auch sagen, in seinem Ich, viel herumzusitzen. Wenn er also da nun viel herumsitzt, sein astralischer Leib aber veranlagt ist, viel herumzugehen, so wird sein astralischer Leib dumm, geradeso wie wenn einer sich übernimmt beim Gehen. In beiden Fällen wird der Astralleib dumm und macht das nicht mehr ordentlich, daß er richtig die Nahrungsmittel aussondert, nach den richtigen Organen hinschickt, sondern er macht das ungeschickt. Sagen wir zum Beispiel, er kriegt das nicht mehr ordentlich zusammen, nach dem Herzen oder nach dem Kehlkopf die richtigen Stoffe hinzuschicken. Ja, dann geschieht etwas! Wenn man, sagen wir, zum Herzen unrichtige Stoffe hinschickt, so bleiben die Stoffe - in den Nahrungsmitteln sind sie schon richtig drinnen — irgendwo liegen im Körper. Und weil sie eigentlich brauchbar sind, kommen sie weder an den richtigen Platz zu liegen, noch werden sie mit dem Urin, noch mit den Fäkalien abgestoßen. Sie setzen sich im Körper an. Aber das verträgt der Mensch nicht, daß irgend etwas, was nicht in der richtigen Tätigkeit ist, sich in seinem Körper ablädt; das verträgt der Mensch nicht.
[ 14 ] Let us now assume that, because a person has certain innate tendencies from birth, he becomes a person who sits around a lot. It pleases him—in his foolish mind, or one might even say, in his ego—to sit around a lot. So if he sits around a lot, but his astral body is predisposed to moving around a lot, his astral body becomes dull—just as when someone overexerts himself while walking. In both cases, the astral body becomes dull and no longer functions properly—it fails to properly sort nutrients and send them to the correct organs, but instead does so clumsily. Let’s say, for example, that it can no longer properly coordinate sending the right substances to the heart or the larynx. Well, then something happens! If, say, the wrong substances are sent to the heart, those substances—which are already present in the right form in the food—end up lingering somewhere in the body. And because they are actually useful, they neither end up in the right place nor are they excreted in the urine or feces. They accumulate in the body. But the human body cannot tolerate anything that is not functioning properly accumulating within it; the human body cannot tolerate that.
[ 15 ] Was geschieht mit dem, was wir da gewissermaßen als einen Dreck in uns absondern dadurch, daß der astralische Leib nicht in Ordnung ist? Was geschieht dadurch? Nun, nehmen wir an, diesen Dreck haben wir drinnen. Ich will einen besonderen Dreck ins Auge fassen, will also zum Beispiel den Kehlkopfdreck nehmen. Dadurch, daß der Mensch nicht imstande ist, daß sein astralischer Leib ordentlich arbeitet, sondert sich überall in ihm Kehlkopfdreck ab. Das erste, was eintritt, ist, daß sein Kehlkopf schwach wird, weil er nicht die richtige Zufuhr hat, so daß der Mensch einen schwachen Kehlkopf hat. Und außerdem noch hat er den Kehlkopfdreck in seinem Leib. Was tut denn aber der Kehlkopfdreck? Ja, zunächst lagert er sich ab. Zunächst haben wir diesen Mist in uns. Aber ich habe Ihnen ja gesagt: Der Mensch ist nicht bloß ein fester Körper, sondern er ist ja zu neunzig Prozent Wasser, eigentlich eine Wassersäule. Und das hat zur Folge, daß sich dieser Kehlkopfdreck nun in dem ganzen Wassermenschen auflöst. So daß der Mensch nicht das reine, belebte Wasser in sich hat, das er braucht, sondern er hat jetzt ein Wasser, in dem Kehlkopfdreck aufgelöst ist. Sehen Sie, das ist dasjenige, was so häufig bei uns eintritt, daß wir in unserem Wassermenschen Kehlkopfdreck oder Herzdreck oder Magendreck oder irgend etwas anderes aufgelöst haben.
[ 15 ] What happens to what we, so to speak, excrete as “dirt” within ourselves because the astral body is not functioning properly? What happens as a result? Well, let’s assume we have this dirt inside us. I want to focus on a specific type of dirt—for example, the dirt in the larynx. Because a person is unable to ensure that their astral body functions properly, larynx waste is secreted throughout their body. The first thing that happens is that their larynx becomes weak because it does not receive the proper nourishment, so that the person has a weak larynx. And on top of that, they have this larynx waste in their body. But what does this laryngeal sludge do? Well, first of all, it accumulates. To begin with, we have this sludge inside us. But as I’ve told you: A person isn’t just a solid body; ninety percent of them is water—actually, a column of water. And as a result, this laryngeal sludge now dissolves throughout this watery being. So the human being does not have the pure, vital water inside him that he needs, but rather he now has water in which laryngeal sludge is dissolved. You see, this is what so often happens to us—that we have dissolved laryngeal sludge, or heart sludge, or stomach sludge, or something else entirely, within our water-based being.
[ 16 ] Sagen wir also, wir haben Kehlkopfdreck aufgelöst. Der kommt dann an den Magen heran. Da schadet er nicht besonders, weil der Magen ja das nicht braucht. Er hat, was er braucht. Es ist ihm nichts entzogen worden. Aber das Wasser, das fließt überall hin im Menschen, ist auch in der Kehlkopfgegend. Der Kehlkopf ist nun schon schwach geworden, wie ich Ihnen gesagt habe. Außerdem kriegt er noch dieses verdreckte Wasser, dieses Wasser, das in sich den Kehlkopfdreck aufgelöst hat. Davon wird gerade der Kehlkopf krank. Die andern Organe werden vom Kehlkopfdreck nicht krank; aber der Kehlkopf wird vom Kehlkopfdreck krank.
[ 16 ] So let’s say we’ve dissolved the mucus in the larynx. It then makes its way to the stomach. There, it doesn’t do much harm, because the stomach doesn’t need it. It has what it needs. Nothing has been taken away from it. But the water, which flows everywhere in the human body, is also in the larynx region. The larynx has already become weak, as I told you. On top of that, it receives this contaminated water—water that has dissolved the laryngeal waste. This is precisely what makes the larynx sick. The other organs do not become sick from the laryngeal waste; but the larynx does become sick from it.
[ 17 ] Nun, nehmen wir eine ganz einfache Erscheinung. Nehmen wir an, es ist ein Mensch da, der eine feinere Empfindung hat. Wenn ein Mensch eine feinere Empfindung hat, und er hört einem andern Menschen zu, der spricht — ja, sehen Sie, das ist recht angenehm, wenn ein Mensch schön spricht. Wenn aber einer kräht wie ein Hahn oder grunzt wie ein Schwein, so ist es nicht angenehm, zuzuhören, wenn man auch alles versteht. Es ist unangenehm, einem zuzuhören, der krächzt wie ein Rabe oder grunzt wie ein Schwein. Und insbesondere, wenn einer heiser ist, so hat es etwas Beklemmendes, ihm zuzuhören.
[ 17 ] Well, let’s take a very simple example. Let’s assume there is a person who has a more refined sensibility. When a person has a more refined sensibility and listens to another person speaking—well, you see, it’s quite pleasant when someone speaks beautifully. But if someone crows like a rooster or grunts like a pig, it’s not pleasant to listen to, even if you understand everything. It’s unpleasant to listen to someone who caws like a raven or grunts like a pig. And especially if someone is hoarse, there’s something distressing about listening to them.
[ 18 ] Woher kommt denn das, daß wir solch eine Empfindung haben beim Zuhören? Sehen Sie, das kommt daher, weil wir immer eigentlich in ganz feiner Weise das nachsprechen, was der andere sagt. Das Zuhören besteht nämlich darinnen - nicht nur, daß wir hören, sondern wir reden nämlich unhörbar ganz fein. Wir hören nicht nur das, was der andere sagt, sondern wir machen es auch nach in unseren Sprachorganen. Wir machen immer alles nach, was der andere Mensch macht.
[ 18 ] Where does this feeling we have when listening come from? You see, it comes from the fact that we are actually always repeating, in a very subtle way, what the other person is saying. Listening consists not only in hearing, but also in speaking—in a way that is inaudible and very subtle. We don’t just hear what the other person says; we also mimic it with our speech organs. We always mimic everything the other person does.
[ 19 ] Und nun nehmen wir an, wir hören nicht einem andern zu und machen das innerlich nach, was er sagt, sondern wir sind, indem wir gerade vielleicht ein bißchen Mitleid sogar haben — auf die Weise können wir uns empfindlich zeigen -, in der Nähe eines Grippekranken. Der Grippekranke hat in seinem ganzen Wassermenschen eine ganze Menge Stoffe aufgelöst. Die Stoffe, die er aufgelöst hat, machen, daß er in seinem Wasser nicht das reine lebendige Wasser hat, von dem ich Ihnen in dem Vortrage geredet habe, sondern er hat ein solches Wasser in sich, das für den Menschen ungesund ist. Ich kann Ihnen sogar beschreiben, was für eine Art von Wasser er in sich hat.
[ 19 ] And now let’s suppose we aren’t listening to someone else and inwardly imitating what they say, but rather—perhaps even feeling a little compassion, which is a way we can show sensitivity—we are in the presence of someone with the flu. The person with the flu has dissolved a great many substances in his entire watery being. The substances he has dissolved mean that he does not have in his water the pure, living water I spoke to you about in the lecture, but rather he has within him a kind of water that is unhealthy for humans. I can even describe to you what kind of water they have within them.
[ 20 ] Nehmen Sie einmal an, Sie haben hier irgendeinen Erdboden. Nun, wenn Sie da einen Erdboden haben, so können Sie auf diesem Erdboden verschiedenes pflanzen. Aber nicht alles gedeiht in jedem Erdboden gleich. Nun will ich aber just hier Zwiebeln und Knoblauch pflanzen auf diesem Stück Erdboden. Es ist zwar ein sonderbarer Geschmack, aber nehmen wir an, ich will just hier Zwiebeln und Knoblauch pflanzen. Sehen Sie, da werde ich nicht einfach Zwiebeln und Knoblauch pflanzen, denn das würde dazu führen, daß ich, wenn der Boden nicht geeignet ist, furchtbar kleine Zwiebeln kriege und ganz kleine Knoblauche, sondern ich werde in den Boden etwas hineinbringen, was schwefelhaltig und phosphorhaltig ist, und ich kriege die wunderbarsten Zwiebeln und Knoblauche! Und die riechen auch danach.
[ 20 ] Let's say you have some kind of soil here. Well, if you have some soil here, you can plant various things in it. But not everything thrives equally in every type of soil. Now, I want to plant onions and garlic right here on this patch of soil. It’s a strange idea, I know, but let’s assume I want to plant onions and garlic right here. You see, I’m not just going to plant onions and garlic, because if the soil isn’t suitable, that would result in me getting terribly small onions and very small garlic cloves; instead, I’m going to add something to the soil that contains sulfur and phosphorus, and I’ll get the most wonderful onions and garlic! And they’ll smell like it, too.
[ 21 ] Wenn nun einer gerade den Grippedreck in sich hat, dann ist es so, daß sich in ihm, in seinem Wassermenschen, die Stoffe auflösen, die ich in diesen Boden hineinbringen muß, damit ich da die wunderbarsten Zwiebeln und Knoblauche darin bekomme, und dann fängt der Kranke an so zu riechen, wie Sie es erzählt haben.
[ 21 ] Now, if someone happens to have the flu, what happens is that the substances I need to add to this soil—so that I can grow the most wonderful onions and garlic in it—dissolve within them, within their “watery being,” and then the sick person begins to smell just as you described.
[ 22 ] Aber jetzt mache ich das mit. Ich bemerke vielleicht gar nicht, daß ich in seinem Zwiebelduft sitze, in dem Knoblauchduft, weil der ja nicht so besonders stark zu sein braucht. Dieser Knoblauchduft, den er hat, der bewirkt, daß sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, daß gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft — das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen - ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, daß ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.
[ 22 ] But now I’m going along with it. I might not even notice that I’m sitting in the smell of onions, in the smell of garlic, because it doesn’t have to be particularly strong. This garlic scent he has causes his head to feel dull, because a very specific organ in the head—called the sensorium—isn’t being properly supplied with nutrients. That’s why we have this flu-like stuff inside us: because an organ right in the center of the head isn’t being properly supplied. In this scent—which you can detect with a very sensitive nose—there’s always a hint of onion and garlic. Yes, we take part in that. Just as we mirror a person’s hoarse and grunting voice, so too do we internally mirror what the person is exuding, and as a result, our own astral body and our own activity become disrupted. This, in turn, causes a kind of “soil”—suitable for onions and garlic—to settle within us, and we end up catching the flu. This has nothing to do with bacteria or germs; it simply has to do with the relationship between people.
[ 23 ] Wenn ich nun einen solchen Garten habe, in dem ich besonders Zwiebeln und Knoblauch pflanzen will, und ich bringe da phosphorhaltige, schwefelhaltige Stoffe herein - ich kann nun warten, kann sagen: Nun ja, ich habe ja meine Pflicht getan, ich will Zwiebeln und Knoblauch haben, also bringe ich Schwefel und Phosphor in irgendwelchem Pflanzendünger in meinen Garten herein; aber ich wäre ein Narr, wenn ich glaubte, daß da schon Zwiebeln wachsen. Ich muß doch erst die Zwiebeln anbauen. Ebenso bin ich ein Narr, wenn ich glaube, daß da im Innern des Menschen auf dem Boden, der da bereitet wird, schon Bakterien, Bazillen wachsen. Die müssen erst herein. Denn geradeso wie sich die Zwiebel wohl fühlt in einem solchen phosphor- und schwefeldurchsetzten Boden, so fühlen sich diese Bazillen da drinnen wohl. Denen ist nichts lieber, als wenn sie in ein wenig Schwefel drinnen sind. Und ich brauche gar nicht einmal die Bazillen dazu, damit die Grippekrankheit vom anderen auf mich übergeht, sondern wenn ich auf die Weise, wie ich es Ihnen gerade geschildert habe, in meinem Wassermenschen dasjenige mitmache, was in seinem Wassermenschen stattfindet, werde ich selber dadurch ein guter Boden für die Bazillen, und ich erwerbe sie mir selber, die Bazillen. Er braucht mich gar nicht anzubombardieren damit.
[ 23 ] Now, if I have a garden like this where I want to plant onions and garlic in particular, and I bring in substances containing phosphorus and sulfur—I can wait and say: Well, I’ve done my duty; I want onions and garlic, so I’m bringing sulfur and phosphorus into my garden in some kind of plant fertilizer—but I’d be a fool to believe that onions are already growing there. I have to plant the onions first. Likewise, I am a fool if I believe that bacteria and germs are already growing inside a person on the ground that is being prepared there. They have to get in first. For just as the onion feels at home in soil rich in phosphorus and sulfur, so do these germs feel at home in there. There’s nothing they like better than being in a little sulfur. And I don’t even need the bacilli for the flu to spread from someone else to me; rather, if I participate in my “water man”—in the way I’ve just described to you—in what is taking place in his “water man,” I myself thereby become fertile ground for the bacilli, and I acquire them—the bacilli—for myself. He doesn’t even need to bombard me with them.
[ 24 ] Aber es ist doch so, daß wir, wenn wir die ganze Sache anschauen, uns doch die Frage: Wodurch werden wir eigentlich mit einer Krankheit befallen? — in einer ganz bestimmten Weise beantworten müssen. Wir müssen uns sagen: Wenn uns irgendeiner etwas verletzt, werden wir krank davon. — Aber auch bei inneren Krankheiten verletzt uns eigentlich etwas. Es verletzt uns das Wasser, das nicht rein ist, im dem sich Stoffe aufgelöst haben, die eigentlich verdaut sein sollen. Das verletzt uns innerlich.
[ 24 ] But the fact is that, when we look at the whole matter, we must answer the question—“What actually causes us to fall ill?”—in a very specific way. We must tell ourselves: If something injures us, we become ill as a result. — But even in the case of internal illnesses, something actually injures us. We are injured by water that is not pure, in which substances have dissolved that should actually have been digested. This injures us internally.
[ 25 ] Und nun können Sie auch auf solche Krankheiten abzielen, wie es zum Beispiel das Heufieber ist. Das Heufieber hängt viel mehr von der Jahreszeit als solcher ab als von den Pollen, die herumfliegen. Dasjenige, was den Menschen geeignet macht, Heufieber zu kriegen, das ist, daß vor allen Dingen sein astralischer Leib nicht richtig absondert, nicht richtig diejenige Tätigkeit vollzieht, die mehr gegen außen gerichtet ist. Und die Folge davon ist, daß er in seinem ganzen Wassermenschen dann, wenn der Frühling heranrückt, wenn alles also dazu übergeht, im Wasser zu gedeihen, besondere Stoffe auflöst in diesem allgemeinen Wasser, und daß er dadurch seinen ganzen Wassermenschen empfindlicher kriegt.
[ 25 ] And now you can also target conditions such as hay fever. Hay fever depends much more on the season itself than on the pollen floating around. What makes a person prone to hay fever is, above all, that their astral body does not secrete properly—it does not properly carry out the activity that is directed more toward the outside. And the consequence of this is that, as spring approaches—when everything begins to thrive in water—the entire “water being” dissolves specific substances into this general body of water, and as a result, the entire “water being” becomes more sensitive.
[ 26 ] Sehen Sie, es ist so, wenn ich es grob aufzeichne: Wenn ich den Wassermenschen, den normalen Wassermenschen so zeichnen würde, so müßte ich den Wassermenschen, der, wenn der Frühling kommt, eine Neigung für das Heufieber hat, so zeichnen, daß dadurch, daß ich Stoffe auflöse, sein Wasser eigentlich immer ein bißchen verdünnt wird.
[ 26 ] You see, here’s how it is, if I sketch it out roughly: If I were to draw the water man—the normal water man—I would have to draw him in such a way that, since he is prone to hay fever when spring comes, his water is actually always slightly diluted as a result of my dissolving substances.


[ 27 ] Der Wassermensch ist immer ein bißchen zu groß beim Menschen mit der Neigung zum Heufieber. Das, was ich dadrinnen auflöse, das drängt das Wasser auseinander. Dadurch wird man überhaupt für alles das empfindlich, was im Frühling auftritt, und insbesondere eben für diejenigen Pollen, das heißt für diejenigen Körner, die aus den Pflanzen kommen, die nun besonders scharf reizend sind.
[ 27 ] The “water element” is always a bit too strong in people prone to hay fever. What I dissolve inside pushes the water apart. This makes one sensitive to everything that occurs in the spring, and in particular to those pollens—that is, those grains that come from plants—which are now especially irritating.
[ 28 ] Wenn die Nase nicht zu wäre - obwohl sie zu ist, gehen schon auch diese Pflanzenpollen in die Nase herein —, aber wenn sie nicht zu wäre, könnten Sie auch durch vieles andere zum Heufieber gereizt werden. Nur, diese Pflanzenpollen sind eben so, daß man sie schwer verträgt, wenn man schon das Heufieber hat. Sie verursachen nicht das Heufieber, sondern sie reizen eben.
[ 28 ] If your nose weren't blocked—even though it is, these plant pollens still get into your nose—but if it weren't blocked, you could also be triggered by many other things to develop hay fever. It’s just that this plant pollen is such that it’s hard to tolerate if you already have hay fever. It doesn’t cause hay fever; it simply triggers it.
[ 29 ] Nun, sehen Sie, unser Heufiebermittel beruht direkt darauf, daß es im menschlichen Körper diesen ausgedehnten Wassermenschen wiederum zusammenzieht, so daß er etwas trüb wird, und dasjenige, was er aufgelöst hat, wiederum absondert. Es ist nämlich furchtbar einfach, unser Heilmittel. Es beruht lediglich darauf, daß man den ganzen Wassermenschen wiederum auf seine normale Gestalt zusammenzieht. Dadurch wird er zunächst etwas trübe, und man muß dann darauf schauen, daß hinterher der Mensch nicht dasjenige, was sich aus dem Wasser heraussondert, im Leibe behält, Daher ist es gut, wenn der Mensch, nachdem er geimpft ist mit unserem Heufiebermittel, zum Beispiel etwas schwitzen kann, oder sich bewegen kann. Wenn er nachher, gerade nachdem er mit dem Heilmittel geimpft ist, irgend etwas tut, wodurch gar keine richtige Schweißabsonderung zustande kommt, oder wenn er das Heufiebermittel dann bekommt, wenn er besonders an Verstopfung leidet, dann ist es immer etwas schwierig mit der Impfung. Wenn man zum Beispiel mit dem Heufiebermittel impft, so sollte man ihn fragen, ob er gerade in dieser Zeit an Verstopfung leidet. Denn wenn er an Verstopfung leidet, dann sammelt sich das gerade dadurch, daß man den Wassermenschen zusammenzieht, zu stark an und wird nicht gleich ausgeschieden. Das ist nicht gut. Wenn einer sagt, er ist verstopft, wenn er geimpft wird, so sollte man ihm zugleich ein Abführmittel geben.
[ 29 ] Well, you see, our remedy for hay fever works directly by causing this expansive “water man” within the human body to contract again, so that he becomes somewhat cloudy, and then excretes what he has dissolved. Our remedy is, in fact, terribly simple. It is based solely on bringing the entire “watery being” back to its normal state. As a result, it initially becomes somewhat cloudy, and one must then ensure that afterward the person does not retain within the body what is excreted from the water. Therefore, it is good if, after being inoculated with our hay fever remedy, the person can, for example, sweat a little or move around. If, immediately after being inoculated with the remedy, the person does something that prevents proper sweating from occurring, or if they receive the hay fever remedy while suffering from constipation, the inoculation can be somewhat difficult. For example, when inoculating with the hay fever remedy, one should ask the person whether they are currently suffering from constipation. For if he is constipated, then precisely because the “water person” is being contracted, waste accumulates too heavily and is not immediately excreted. That is not good. If someone says he is constipated when he is being inoculated, one should give him a laxative at the same time.
[ 30 ] Das Heilen besteht nicht bloß darinnen - das ist eben immer wichtig, meine Herren —, daß man irgend jemandem etwas beibringt, sondern daß man das ganze Leben dann danach einrichtet, daß der menschliche Leib sich in richtiger Weise zu dem, was man ihm beigebracht hat, verhält. Das ist natürlich ungeheuer wichtig, sonst kann man jemanden in dieKrankheit erst recht hineinreiten. Wenn Sie jemanden gerade impfen mit irgendeinem Mittel, das ein ganz gutes, ein ausgezeichnetes Mittel ist, und dann nicht dafür sorgen, daß er die richtige Verdauung hat, daß alles weggeht, was da erzeugt wird, dann machen Sie ihn kränker, als er vorher war.
[ 30 ] Healing does not consist merely—and this is always important, gentlemen—in teaching someone something, but rather in organizing one’s entire life in such a way that the human body responds correctly to what has been taught to it. This is, of course, immensely important; otherwise, you can actually drive someone deeper into illness. If you vaccinate someone with a certain substance—even if it is a very good, an excellent substance—and then fail to ensure that they have proper digestion so that everything produced is eliminated, you will make them sicker than they were before.
[ 31 ] Das ist gerade bei richtigen Heilmitteln so wichtig, daß der Arzt nicht bloß weiß: für diese Krankheit verwende ich das oder jenes, sondern daß er weiß, wie er den einzelnen Kranken zu fragen hat. Das ist die größte ärztliche Kunst, daß, wenn irgendein Kranker auftritt, man ihm die richtigen Fragen stellt, daß man ihn bis zu einem gewissen Grade kennt. Das ist von ungeheurer Wichtigkeit. Es ist zum Beispiel merkwürdig, daß man Ärzte trifft, die sprechen von einem Kranken, und frägt man sie: Wie alt ist er? — da haben sie ihn gar nicht gefragt! Aber das ist ja so wichtig, daß man einen Fünfzigjährigen ganz anders, wenn auch mit denselben Mitteln, behandeln muß als einen Vierzigjährigen. Bloß muß man dann nicht so schematisch sein, daß man sagt: Für die und die Krankheit ist das und das Mittel gut. Es ist ein ganz großer Unterschied, ob Sie einem, der fortwährend mit Durchfall herumläuft, mit einem Mittel helfen wollen, oder ob Sie irgend jemandem helfen wollen, der fortwährend mit Verstopfung herumläuft. Solche Mittel könnte man schon ausprobieren.
[ 31 ] This is especially important when it comes to proper remedies: the doctor must not merely know, “For this illness, I use this or that,” but must also know how to ask questions of each individual patient. The greatest skill of a physician is that, when any patient presents, one asks them the right questions so as to get to know them to a certain degree. This is of immense importance. It is strange, for example, that one encounters doctors who speak of a patient, and if you ask them, “How old is he?”—they haven’t even asked him! But this is so important that a fifty-year-old must be treated quite differently—even if with the same remedies—than a forty-year-old. However, one must not be so formulaic as to say, “This remedy is good for that particular illness.” There is a huge difference between trying to help someone who is constantly suffering from diarrhea with a certain remedy and trying to help someone who is constantly suffering from constipation. Such remedies could certainly be tried.
[ 32 ] Da würde zum Beispiel das Tierexperiment viel weniger anfechtbar sein als für andere Dinge. Nehmen Sie an, wie im allgemeinen Organismus, wie ihn der Mensch mit den Tieren gemeinschaftlich hat, irgendein Mittel wirkt auf die Verstopfung oder auf den Durchfall beim Menschen. Nun, davon kann man sich ja leicht überzeugen: Man gibt eben das Mittel zugleich einem Hund und einer Katze ein. Der Hund leidet meistens an Verstopfung, die Katze an Durchfall. Und wenn man beobachtet, was für ein Unterschied ist in der Wirkung des Mittels beim Hund oder bei der Katze, so kriegt man eine wunderbare Wissenschaft heraus. Die Wissenschaft wird eigentlich nicht dadurch ausgebildet, daß man an der Universität dressiert wird, mit gewissen Instrumenten das oder jenes auszuführen, sondern sie wird dadurch ausgebildet, daß ein wenig der Grips im Kopfe geweckt wird und die Leute wissen, wie sie die Untersuchungen anzustellen haben.
[ 32 ] For example, animal testing would be much less controversial in this context than in other areas. Suppose that, within the general organism shared by humans and animals, a certain remedy is effective against constipation or diarrhea in humans. Well, it’s easy to verify this: simply administer the remedy to both a dog and a cat at the same time. Dogs usually suffer from constipation, while cats suffer from diarrhea. And if you observe the difference in how the remedy affects the dog versus the cat, you’ll uncover a marvelous science. Science is not actually developed by being trained at the university to perform this or that using certain instruments; rather, it is developed by awakening a little bit of intelligence in the mind and by people knowing how to conduct the investigations.
[ 33 ] Also das ist ganz besonders wichtig, daß man weiß, eine Krankheit ruht eigentlich im ganzen Organismus des Menschen. Und das einzelne Organ wird gerade aus dem Grunde angegriffen, weil diese Tätigkeit, die ich ja die astrale genannt habe, die Stoffe, die aus dem entstanden sind, was da als Tätigkeit drinnen ist, eben nach dem einzelnen Organ hindirigiert.
[ 33 ] So it is particularly important to understand that a disease actually affects the entire human organism. And the individual organ is attacked precisely because this activity—which I have called the astral activity—directs the substances arising from that inner activity toward the individual organ.
[ 34 ] Nun habe ich Ihnen gesagt: Es entstehen gewisse innere Krankheiten, wie Grippe, Heufieber, aber auch vieles andere, es kann bis zum Typhus und so weiter gehen; und das alles ist zum Beispiel zu verstehen, wenn man sich darauf einläßt, wie ich es Ihnen schon gesagt habe, daß eigentlich die Stoffe, die unverbraucht sich in uns ablagern, im Wassermenschen aufgelöst werden.
[ 34 ] Now I have told you: Certain internal illnesses arise, such as the flu, hay fever, but also many others—it can even go as far as typhoid fever and so on; and all of this can be understood, for example, if one accepts, as I have already told you, that the substances which are deposited unused within us are actually dissolved in the water-man.
[ 35 ] Aber wir sind nichtbloß der Wassermensch, wir sind auch der Stoffmensch, der liegt ja zugrunde, den habe ich hier (siehe Zeichnung S. 168) weiß gemacht, den Wassermenschen habe ich gelb gemacht. Und nun sind wir auch, wie ich Ihnen auseinandergesetzt habe, der Luftmensch, den ich hier bläulich angedeutet habe. Wir sind fortwährend der Luftmensch, wenn der sich auch in jedem Momente ändert — bald ist die Luft draußen, bald drinnen -, aber wir sind ein Luftmensch.
[ 35 ] But we are not merely the water being; we are also the material being, which lies at the foundation—I have depicted it here (see drawing on p. 168) in white, while I have depicted the water being in yellow. And now, as I have explained to you, we are also the air being, which I have indicated here in blue. We are constantly the air being, even though it changes from moment to moment—sometimes the air is outside, sometimes inside—but we are an air being.
[ 36 ] Aber geradeso wie die festen Bestandteile, die wir in uns als Dreck haben, sich auflösen im Wasser, so verdunstet das Wasser in uns fortwährend. Sie können zum Beispiel Ihren kleinen Finger nehmen; da drinnen in den Muskeln des kleinen Fingers sind Verdunstungen des Wassers, feine Verdunstungen. Durch Ihren ganzen Körper hindurch verdunstet fortwährend das Wasser. Und das, was da verdunstet am Wassermenschen, das geht hinein in das, was der Mensch da an Sauerstoff aufnimmt; das ist wiederum Dunst oder Gas. Wenn da unten am Erdboden Wasser verdunstet, so geht dieses Wasser eben in die Luft; und wenn da drinnen im Wassermenschen das Wasser immer fein verdunstet, da geht es in die Luft, die der Mensch einatmet, hineim Das kann der Mensch ebensowenig ertragen, daß in den Luftmenschen das Wasser hinein verdunstet, wie er ertragen kann, daß die festen Stoffe im Wasser sich auflösen.
[ 36 ] But just as the solid particles—which we have within us as impurities—dissolve in water, so too does the water within us constantly evaporate. Take your little finger, for example; there, inside the muscles of the little finger, are vapors of water—subtle vapors. Water is constantly evaporating throughout your entire body. And what evaporates from the “water-being” goes into the oxygen that the person takes in; that, in turn, is vapor or gas. When water evaporates down there on the ground, this water simply enters the air; and when the water inside the water-being constantly evaporates in a fine way, it enters the air that the human being breathes in. The human being can no more tolerate water evaporating into the air-being than he can tolerate solid substances dissolving in water.
[ 37 ] Nehmen wir also an, bei einem Menschen ist dadurch, daß eben irgend etwas von der Art geschehen ist, wie ich es heute beschrieben habe, meinetwillen, sagen wir, die Lunge krank geworden. Nun kann diese Lungenkrankheit geheilt werden, wenn diese Lungenkrankheit dadurch entstanden ist, daß sich falsche Stoffe im Wassermenschen abgesetzt haben. Aber nehmen wir an, es kommt zu keiner so starken Lungenkrankheit, daß sie äußerlich auftritt. Die menschlichen Organe sind nämlich wirklich recht empfindliche Dinger. Es kommt also nicht dazu, daß die Lunge so stark krank wird, daß ich sie entzündet finde oder so etwas, aber es kommt eben dazu, daß sie ein bißchen krank ist. Dann ertrage ich das, daß die Lunge ein bißchen krank ist, aber Stoffe kommen doch hinein in meinen Wassermenschen, die eigentlich in die Lunge gehen sollen. Und dieses, was dann in ihr drinnen ist, das ist also Wasser, das falsche Stoffe aufgelöst enthält; die verdunsten mit, und sie verdunsten dann ganz besonders, wenn ich die Lunge nicht ganz gesund habe.
[ 37 ] So let’s assume that, because something of the kind I described today has happened—let’s say, because of me—a person’s lungs have become diseased. Now, this lung disease can be cured if it arose because impure substances have settled in the “water-human.” But let’s assume that the lung disease isn’t severe enough to manifest externally. Human organs are, after all, quite delicate things. So it doesn’t come to the point where the lungs become so severely diseased that I find them inflamed or anything like that, but it does happen that they are a little sick. I can tolerate the fact that the lungs are a little diseased, but substances still enter my “water being” that are actually supposed to go into the lungs. And what is then inside them is water that contains dissolved foreign substances; these evaporate along with the water, and they evaporate particularly easily when my lungs are not completely healthy.
[ 38 ] Also während früher der Wassermensch mehr bei den grob bemerkbaren inneren Erkrankungen vom Festen her Falsches aufnimmt, kommt jetzt Falsches zur Verdunstung, und kommt mit dem Sauerstoff zusammen, der aufgenommen wird. Und das — daß Wasser, welches unrecht verdunstet, mit dem Sauerstoff zusammenkommt — wird ganz besonders schädlich im Nervensystem, weil die Nerven gesunden Sauerstoff brauchen, nicht einen solchen, der aus dem schlechten Wasser aus dem Wassermenschen hineinverdunstet ist. So kann die Lunge ihr Einbißchen-Kranksein dadurch bewirken, daß schlechtes Wasser in ihr verdunstet, etwas mitverdunstet, was nicht verdunsten soll. Das wird dem Nervensystem ganz besonders schädlich, und der Mensch wird zwar nicht äußerlich robust krank, was man so Krankheit nennt - er wird verrückt.
[ 38 ] So while in the past the “water person” tended to absorb harmful substances from solid foods in connection with grossly noticeable internal illnesses, harmful substances now evaporate and combine with the oxygen that is absorbed. And this—that water, which evaporates improperly, combines with the oxygen—becomes particularly harmful to the nervous system, because the nerves need healthy oxygen, not the kind that has evaporated from the poor-quality water within the “water person.” Thus, the lungs can cause their own minor ailments by allowing bad water to evaporate within them, causing something that should not evaporate to be carried along with it. This is particularly harmful to the nervous system, and although the person does not become outwardly ill in the conventional sense—what is commonly called a disease—he goes mad.
[ 39 ] So daß man sagen kann: Die sogenannten physischen Krankheiten, wenn sie von innen kommen, beruhen darauf, daß irgendwie im Menschen bewirkt wird, daß sich unrichtige Stoffe in seinem Wassermenschen auflösen. Aber die sogenannten Geisteskrankheiten sind ja in Wirklichkeit gar keine Geisteskrankheiten, denn der Geist wird nicht krank. Sogenannte Geisteskrankheiten beruhen darauf, daß das Wasser unrichtig verdunstet in den Sauerstoff hinein, und dadurch das Nervensystem stört, wenn irgendein Organ so leise nur krank ist, so wenig nur krank ist, daß Sie es äußerlich nicht wahrnehmen können. So sehen Sie, daß man gerade da darauf kommt, daß der Mensch eigentlich fortwährend darauf angewiesen ist, die Stoffe richtig zu verarbeiten, damit sich nicht in seinem Wasser Unrichtiges auflöst, und damit nicht sein Wasser in der unrichtigen Weise zum Verdunsten kommt.
[ 39 ] So one can say: The so-called physical illnesses, when they originate from within, are based on the fact that, in some way, the human being is caused to dissolve incorrect substances into his “water-man.” But the so-called mental illnesses are, in reality, not mental illnesses at all, for the spirit does not become ill. So-called mental illnesses stem from the fact that water evaporates incorrectly into oxygen, thereby disrupting the nervous system—even if a single organ is only slightly ill, so slightly ill that you cannot perceive it externally. So you see that this is precisely where we come to the realization that human beings are actually constantly dependent on processing substances correctly, so that nothing incorrect dissolves into their water, and so that their water does not evaporate in an incorrect manner.
[ 40 ] Aber sehen Sie, schon im alltäglichen Leben ist so etwas da, was unrichtiges Verdunsten des Wassers bewirkt. Das ist dann bemerkbar, wenn wir Durst haben. Aber den Durst heilen wir wiederum, indem wir trinken. Da machen wir immer wiederum unser Wasser frei von dem, was unrichtig darin verdunstet, und wir schwemmen das Unrichtige heraus.
[ 40 ] But you see, even in everyday life there are things that cause water to evaporate improperly. We notice this when we are thirsty. But we quench our thirst by drinking. In doing so, we repeatedly rid our water of whatever evaporates from it improperly, and we flush out the impurity.
[ 41 ] Und so kann man sagen: Im Hunger ist eigentlich die Anlage zu der physischen Krankheit, und im Durst ist die Anlage zur sogenannten geistigen Erkrankung. Wir könnten eigentlich sagen: Wenn der Mensch sich nicht richtig ernährt, so bildet er dadurch die Grundlage für die physischen Erkrankungen. Wenn der Mensch nicht richtig seinen Durst löscht, und das ist unter Umständen viel schwerer bemerkbar, namentlich, wenn es in der Kindheit auftritt, wo man nicht recht das Durstlöschen und das Hungerlöschen unterscheiden kann, weil beides versorgt wird durch die Milch, also eigentlich durch eine Flüssigkeit, ein Wässeriges — wenn also durch die Muttermilch oder Ammenmilch etwas Verderbliches hineinkommt, so kann das noch spät den Wassermenschen veranlassen, nicht richtig zu verdunsten, und kann sich in irgendeiner Geisteskrankheit äußern. Oder wenn wir den Menschen, sagen wir, falsch impfen, dann kann eine falsche Impfung mit der oder jener Kuhlymphe oder auch mit einer kranken Menschenlymphe bewirken, daß zum Beispiel zwar nicht direkt das Wasser erkrankt, aber diejenigen Organe, die das Wasser verarbeiten — der Magen verarbeitet das Wasser in einer anderen Weise, als er die festen Nahrungsmittel verarbeitet -, die können krank werden. Und es kann infolge falscher Impfung, dadurch, daß der Mensch nicht in richtiger Weise verdunstet, später die Anlage zu irgendeiner Geisteskrankheit kommen.
[ 41 ] And so one could say: Hunger actually contains the predisposition to physical illness, and thirst contains the predisposition to so-called mental illness. We could actually say: If a person does not eat properly, they thereby lay the foundation for physical illnesses. If a person does not properly quench their thirst—and this can be much harder to notice under certain circumstances, particularly when it occurs in childhood, when one cannot quite distinguish between quenching thirst and satisfying hunger because both are met by milk— that is, essentially by a liquid, a watery substance—if, therefore, something perishable enters the body through breast milk or wet nurse’s milk, this can, even later in life, cause the “water person” to be unable to transpire properly, and can manifest as some form of mental illness. Or if we, say, vaccinate a person incorrectly, then an incorrect vaccination with this or that cow lymph or even with lymph from a sick person can cause—for example—not the water itself to become diseased, but the organs that process the water—the stomach processes water differently than it processes solid food—to become diseased. And as a result of incorrect vaccination—because the person does not properly metabolize—a predisposition to some form of mental illness may develop later on.
[ 42 ] Sie werden bemerkt haben, meine Herren, daß heute sehr viele Menschen von der sogenannten Dementia praecox befallen werden. Dementia praecox, das ist der sogenannte Jugendwahnsinn - der aber ziemlich weit über das Jugendalter hinausgeht —, wo die Menschen anfangen, in der Jugend schon zu verblöden. Ja, der rührt zum großen Teil von falscher Ernährung in den allerersten Kindesjahren her, und weil die Menschen überhaupt aufgehört haben, in dieser Zeit darauf zu achten. Denn mit der bloßen chemischen Untersuchung der Kindermilch geht es nicht ab, sondern man muß da ganz anderes entwickeln. Deshalb treten diese Dinge heute in einer solch vehementen Weise auf.
[ 42 ] You will have noticed, gentlemen, that a great many people today are afflicted with what is known as dementia praecox. Dementia praecox is what is commonly called “juvenile insanity”—though it extends well beyond adolescence—a condition in which people begin to lose their mental faculties as early as their youth. Yes, this stems largely from poor nutrition in the very earliest years of childhood, and because people have simply stopped paying attention to this during that time. For a mere chemical analysis of infant formula is not enough; rather, an entirely different approach must be developed. That is why these issues are occurring so vehemently today.
[ 43 ] Aber dadurch sehen Sie auch, daß es nichts nützt, bloß Ärzte auszubilden, die wissen, dieses Mittel ist für diese Krankheit, jenes Mittel für jene Krankheit, sondern wir müssen das ganze Leben gesünder machen. Das kann aber erst sein, wenn man darauf kommt, was alles damit zusammenhängt. Das möchte man tun mit Anthroposophie. Daher ist Anthroposophie schon etwas, was durchaus darauf hingeht, auch hygienisch zu wirken, die Gesundheit richtig zu erfassen.
[ 43 ] But this also shows you that it is of no use to simply train doctors who know that this remedy is for this illness and that remedy is for that illness; rather, we must make life as a whole healthier. However, this can only happen once we come to understand everything that is connected with it. That is what we aim to do with anthroposophy. That is why anthroposophy is something that is very much aimed at having a positive effect on hygiene and at truly understanding health.
[ 44 ] Damit sind die Fragen der beiden Herren ja im wesentlichen beantwortet.
[ 44 ] This essentially answers the questions posed by the two gentlemen.
