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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

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On Health and Illness
GA 348

3 February 1923, Dornach

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Siebzehnter Vortrag

17. The Effect of Absinthe—Hemophilia—The Ice Age—The Declining Oriental and the Rising European Cultures—On Bees

[ 1 ] Guten Morgen, meine Herren! Haben Sie sich seit dem letzten Mal etwas zu fragen überlegt?

[ 1 ] Dr. Steiner: Good morning, gentlemen! Have you thought of something to ask me since the last time?

Frage: Es wird noch weiter über die Wirkung von Absinth gefragt, und über Bienen und Wespen.

More detailed questions are raised concerning the effect of absinthe and also concerning bees and wasps.

[ 2 ] Dr.Steiner: Nicht wahr, die Frage nach der Einwirkung des Absinth haben wir soweit besprochen, daß ich Ihnen sagte: sie ist ja ähnlich dem Alkoholeinfluß. Nun möchte ich, wenn wir auf diese Frage noch näher eingehen wollen, einiges überhaupt über weitere Einflüsse auf den menschlichen Körper sagen. Wir müssen uns nämlich darüber klar sein, daß wir nicht bloß von den festen Bestandteilen des menschlichen Organismus, des menschlichen Körpers sprechen können. Die festen Bestandteile, sagte ich Ihnen, sind ja eigentlich nur höchstens zehn bis zwölf Prozent. Wenn wir also den menschlichen Körper in irgendeinem Buch gezeichnet finden, so kann man ja nur so zeichnen, daß man die festen Bestandteile zeichnet. Da hat man so den Glauben, daß der Mensch nun aus seinem Gehirn, seiner Lunge, dem Herzen und so weiter bestehe, und daß er eigentlich aus lauter solchen festen Bestandteilen zusammengesetzt sei. Aber ich habe Ihnen gesagt, daß der menschliche Körper schon zu ungefähr achtundachtzig Prozent, könnte man sagen, eigentlich aus Flüssigkeit, aus wässeriger Flüssigkeit besteht.

[ 2 ] Dr. Steiner: Well, we have already discussed the question of the effect of absinthe, which, as I told you, is similar to the general effect of alcohol. If we are to go further into these questions, I would like to say something about some broader influences on the human body. We must be clear that we cannot speak only about the solid components of the human organism, of the human body, since they amount to at most ten to twelve percent of the whole. When we find the human body sketched in a book, the sketch can, of course, only be made by outlining the solid components. So it is believed that man consists only of his brain, lungs, heart, and so on, that is, that he is really composed only of such solid components. As I have told you, however, the human body is approximately eighty-five percent fluid, a watery fluid.

[ 3 ] Daraus werden Sie aber auch sehen, daß das nur zum Teil richtig ist, wenn wir sagen: Wir trinken zum Beispiel Wasser, und das Wasser enthält allerlei Dinge aufgelöst, und dann kommt das Wasser in den Magen, von da aus in die Gedärme und so weiter. Das ist nur zum Teil richtig. Wenn wir ein kleines Glas Wasser trinken, so können wir, wie ich Ihnen schon sagte, uns vorstellen, daß das wirklich so vor sich geht. Aber beim zweiten Glas Wasser, da ist das schon so, daß dasjenige, was im Wasser ist, von dem Flüssigen des Körpers aufgenommen wird und nicht durch alle Organe erst in der, ich möchte sagen, vorgeschriebenen Weise durchgeht.

[ 3 ] It is therefore only partially correct to say that we drink water, for example, and the water, along with a number of dissolved substances, enters the stomach and from there the intestines, and so forth. This is only partly true. When a small glass of water is drunk, we can picture what I just said to be the case. With the second glass of water, however, what is in the water is absorbed by the body's fluid elements and does not pass first through all the organs in the way I described.

[ 4 ] Nun ist es aber so, daß dasjenige, was in uns feste Bestandteile sind, am wenigsten der ganzen Umgebung ausgesetzt ist. Natürlich, wenn wir zum Beispiel unser festes Herz ansehen, so wird es, indem der Puls geht, größer, kleiner und so weiter; aber im ganzen behält es denselben Umfang und bleibt, wie es ist. Wenn wir dagegen bedenken, daß wir ausgefüllt sind mit Flüssigkeit — ja, meine Herren, auf Flüssigkeit hat alles mögliche in der Welt Einfluß! Sie wissen, wenn wir eine ganz kleine Menge Flüssigkeit nehmen, so bekommt sie Tropfenform, wird ein Tropfen, weil die ganze Welt rund ist und auf jeden einzelnen Tropfen wirkt. Dadurch, daß wir flüssig sind, wirkt eigentlich die ganze Welt auf uns. Und nur dadurch, daß die neuere Wissenschaft gar nicht mehr richtig berücksichtigt hat, daß der Mensch eigentlich eine Flüssigkeitssäule ist, hat sie vergessen, daß die ganze Welt, mit allen Sternen und mit allem, einen Einfluß hat auf den Menschen. Man hat einfach diesen Einfluß auf den Menschen vergessen.

[ 4 ] Now, it is a fact that the solid components in man are least exposed to the entire surroundings. Naturally, when the heart, for example, is observed, it expands and contracts with the pulse beats, but as a whole it retains the same size and remains as it is. If we consider that we are filled with fluids, we recognize that these fluids are open to any number of influences from the outside world. Even a small amount of fluid assumes the shape of a drop, since the world is round and affects each individual drop. Because we are fluid, the whole world affects us, and because modern science no longer takes into consideration the fact that man is really a column of fluid, it has simply forgotten that the whole world with all its stars has this influence on the human being.

[ 5 ] Wenn man weiß, daß der Mensch eben eine Flüssigkeitsmasse ist, so wird man auch nicht weit davon sein, sich zu sagen: Ja, aber ich bin ja auch Luft. Ich sauge fortwährend die Luft ein und atme sie wiederum aus. Ich bin also auch Luft. Und dadurch, daß die Luft in mir in fortwährender Bewegung ist, dadurch bin ich eigentlich Mensch. Nur dadurch, daß der Mensch in dieser Weise zusammengesetzt ist, ist es möglich, daß er eigentlich ein geistig-seelisches Wesen ist. Wenn wir nur fest wären, könnten wir ein geistig-seelisches Wesen eigentlich gar nicht sein.

[ 5 ] When one recognizes that man is a mixture of fluids, one is not too far from realizing that he is air as well. I constantly draw in the air and then exhale it again; hence, I am also air. Owing to the constant motion of air within myself, I am truly a human being. It is only due to man's being composed in this way that it is possible for man really to be a soul-spiritual being. If we were only solid, we really could not be soul-spiritual beings at all.

[ 6 ] Nun hat aber alles auf den Menschen einen ganz bestimmten Einfluß. Sehen Sie, Sie werden schon von der sogenannten Bleivergiftung gehört haben. Ich habe Ihnen ja von den verschiedensten Vergiftungen schon gesprochen. Ja, meine Herren, wenn jemand zuviel - und dieses Zuviel braucht nur ganz wenig zu sein, aber zuviel muß es eben für seine Verhältnisse sein —, wenn jemand zuviel Blei in seinen Körper hineinbringt, dann wird er eben zu fest. Dann werden diese festen Bestandteile, ich möchte sagen, kalkartig. So daß der Mensch, wenn er eine ganz geringe Menge Blei — denn bei Bleivergiftungen braucht nur eine ganz geringe Menge vorhanden zu sein - in seinen Körper hineinbringt, zu fest wird. Wenn man also sieht, der Mensch fängt an, zu fest zu werden, er altert sogar unter der Bleivergiftung, man sieht Alterserscheinungen, dann muß man ihm in irgendeiner Form als Heilmittel Silber geben. Das macht ihn wiederum flüssig, das macht wiederum, daß er von den äußeren Einflüssen Wirkungen empfängt. Man kann also in irgendeiner Verbindung von Silber — die muß man dann entsprechend wählen - dem entgegenwirken. So hat auf den Menschen alles mögliche Einfluß.

[ 6 ] Now, everything exerts a specific influence on the human being. We have already mentioned various poisons, and you will no doubt have heard of so-called lead poisoning. When too much lead is introduced into a person's body—such an overdose need only be a small amount, which, however, may be proportionately too much for the body—he becomes too hard. Then these solid components become calcareous, as it were. When man introduces a minute amount of lead into the body—and in lead poisoning it only takes a minute amount—the body becomes too solid. If one sees that a person is beginning to become too solid-man even ages due to lead poisoning, hence signs of aging are noted—then silver in some form must be given as a remedy. That will make man fluid again so that he can experience the effects of outer influences. Lead poisoning, therefore, can be counteracted by silver compounds, which must be chosen to fit the specific case. All manner of things thus have an effect on the human being.

[ 7 ] Nun denken Sie einmal, daß ja die weibliche und die männliche Natur sehr verschieden voneinander sind. Die weibliche Natur hat sozusagen mehr das flüssige Element in sich. Man könnte also sagen, die weibliche Natur ist mehr zugänglich für alle äußeren Einflüsse, weil sie flüssiger ist. Die männliche Natur ist weniger zugänglich für die äußeren Einflüsse, weil sie mehr Gewicht legt auf das Feste im Menschen. So daß man sagen kann: Man kommt der weiblichen Natur bei gewissen Krankheiten — sagen wir, bei Bleivergiftungen — mehr bei, wenn man weniger Silber gibt; und der männlichen Natur muß man mehr Silber geben, weil sie schwer flüssig zu machen ist. Also Sie sehen, auf alles das im Menschen muß man ein großes Gewicht legen, und man kommt dadurch erst zu einem wirklichen Verständnis des Menschen. Sie sehen also, jede Substanz hat auf den Menschen einen ungeheuer starken Einfluß.

[ 7 ] As you know, the feminine and masculine natures differ greatly from one another. The feminine nature contains more of the fluid element, as it were, so one can say that the feminine nature is more susceptible to outer influences, because it is more fluid. The masculine nature is less open to outer influences, because it places more weight on man's solid element. One can therefore say that certain illnesses, like lead poisoning, can be more readily controlled in the feminine nature with the administration of less silver, whereas more silver must be prescribed for the masculine nature, because that constitution is not readily made fluid. You see, one must put great weight on everything in the human being, because only in this way is a true understanding of him reached. You see, every substance has a profound influence on the human being.

[ 8 ] Das alles hängt aber wiederum zusammen mit derjenigen Beziehung des Männlichen und Weiblichen, die sich in den Vererbungsverhältnissen ausdrückt. Und diese Vererbungsverhältnisse sind ja außerordentlich kompliziert. Wie kompliziert diese Vererbungsverhältnisse sind, das können Sie daran sehen, daß es eine gewisse Krankheit gibt - man heißt sie die Bluterkrankheit -, die darinnen besteht, daß bei solchen Menschen das Blut nicht sofort gerinnt. Beim gewöhnlichen Menschen, der normal ist, gerinnt das Blut sofort, wenn es irgendwo an die Oberfläche kommt. Da wird gleich geronnenes Blut daraus. Das Blut ist leichtflüssig im Innern des Körpers; gerät es an die Oberfläche, wird es kompakt, fest, es gerinnt. Bei solchen Menschen, die die Bluterkrankheit haben, gerinnt das Blut nicht sofort. Es fließt flüssig aus einer kleinen Wunde heraus. Ja, es kommt sogar vor bei solchen Blutern, daß das Blut durch die Haut dringt. Mit solchen Blutern ist es nun schwer, Operationen auszuführen. Sofort, wenn man schneidet, dringt das Blut bei Blutern heraus. Während es bei anderen sofort etwas hart wird, bleibt es bei solchen bluterkranken Menschen flüssig, gerinnt nicht, und das bewirkt, daß sie sehr leicht verbluten können, wenn man irgend etwas operiert an ihnen. Also bei denen, die die Bluterkrankheit haben, ist es außerordentlich schwer, eine Operation durchzuführen, ohne daß sie dabei verbluten. Alle Augenblicke sieht man, daß da oder dort bei solchen Leuten, die die Bluterkrankheit haben, Blut herausfließt.

[ 8 ] All this is connected in turn with that relationship of the masculine and feminine that is expressed in hereditary conditions. These hereditary conditions are extraordinarily complicated. You can see how complicated these hereditary conditions are in hemophilia; the blood in those afflicted with this illness doesn't coagulate immediately. In a normal person, the blood within the body coagulates immediately, as soon as it is exposed on the surface. The blood is liquid within the body; as soon as it reaches the surface it becomes compact, solid, it coagulates. In hemophiliacs, or bleeders as they are sometimes called, the blood does not coagulate immediately. It flows readily even from a small wound and sometimes even ruptures the skin. It is difficult to perform operations on bleeders. Whereas in normal people the blood immediately begins to coagulate as soon as an incision is made, with bleeders it pours out. Whereas as with others the blood becomes hard immediately, with hemophiliacs it remains fluid so that they can easily bleed to death during an operation, making such an undertaking extraordinarily difficult. Hemophiliacs are forever subject to hemorrhage.

[ 9 ] Nun gibt es etwas sehr Eigentümliches. Denken Sie sich, ein Mann hat die Bluterkrankheit. Er heiratet, bekommt also eine Frau, die keine Bluterkrankheit hat. Er kann ganz gesunde Kinder bekommen, die gar keine Bluterkrankheit haben. Nun, wenn er nämlich nur Knaben bekommt, so ist das nicht weiter schlimm, dann werden die Vererbungsverhältnisse irgend etwas Schlimmes nicht aufweisen. Denken wir aber, er bekommt ein Mädchen. Das Mädchen wächst heran, hat gar keine Bluterkrankheit. Es heiratet einen ganz gesunden Mann. Es entstehen Kinder. Die können nun die Bluterkrankheit haben! Sehen Sie, da liegt das Eigentümliche vor, daß die Bluterkrankheit sich nicht auf das weibliche Geschlecht überträgt, das heißt, die Töchter bekommen keine Bluterkrankheit, aber die Kinder von diesen Töchtern, auch wenn sie ganz gesunde Männer, keine Bluter, heiraten, bekommen die Bluterkrankheit. Also da geht die Bluterkrankheit durch die Frau einfach durch und überträgt sich auf die Nachkommen, ohne daß die Frau sie bekommt.

[ 9 ] Now, it is very strange that a man who is a hemophiliac can marry a woman who is not, and they will have healthy children without hemophilia. If they have sons, the hereditary conditions will not exhibit any detrimental effects in them. Should they have a daughter, however, she herself will not be a hemophiliac, but if she should marry even a perfectly healthy man they might have children who would be hemophiliacs. The odd thing about this affliction is that it doesn't surface in the feminine sex; the daughters don't get hemophilia, but the children of these daughters do, even if their fathers are completely healthy. Hence, hemophilia passes to the descendants by way of the woman, without the woman getting it herself.

[ 10 ] Also wir sehen, in was für einer komplizierten Weise sich die Verhältnisse im menschlichen Körper mit den Vererbungsverhältnissen vermischen. Es ist daher höchst gefährlich, wenn eine Tochter, die die Tochter eines Bluterkranken ist, heiratet; denn die Bluterkrankheit überträgt sich dann auf die Kinder, wenn sie auch von der Bluterkrankheit ganz gesund ist. Das zeigt Ihnen, wie stark man auf solche Verhältnisse Rücksicht nehmen muß.

[ 10 ] Here we see the complicated ways in which the conditions in the human body become mixed with hereditary conditions. It is therefore the greatest risk for the daughter of a hemophiliac to marry, because hemophilia will then pass on to some of her children even if she is completely healthy. This shows you how important it is to take such conditions into consideration.

[ 11 ] Nun aber wird man ja allen diesen Dingen beikommen können, wenn man nur einmal die Medizin auf einen gesunden Boden stellt. Denken Sie einmal, man hat eine solche Tochter eines bluterkranken Menschen, und man greift da gleich, indem man der Sache richtig die Aufmerksamkeit zuwendet, richtig ein. Wie kann man eingreifen? Nun, bevor eine solche Frau Kinder bekommt, kann man ihr prophylaktisch, wie man das in der Medizin nennt, zur Vorsorge irgendein Bleiheilmittel beibringen. Und man kann auch dafür sorgen, daß der Mann dieses Bleiheilmittel bekommt, und man wird die Kinder davor schützen, die Bluterkrankheit zu bekommen.

[ 11 ] Now, such problems could be coped with if medicine were placed on a sound basis. What measures would it be proper to take with the daughter of a hemophiliac? Before she has any children, some remedy containing lead can be given prophylactically, as it is called in medicine. The husband should also receive this lead-containing medication. Then the children will be protected from getting hemophilia.

[ 12 ] Aber natürlich, wenn man die Medizin nur so verfahrend denkt, daß man immer sich sagt: Man wartet, bis einer die Krankheit zeigt, und dann fängt man an zu heilen - dann nützt das nichts. Die Medizin muß sozial werden. Die Medizin muß so werden, daß man auch Vorsorge trifft gegen das Entstehen von Krankheiten, die erst im Anzuge sind. Das kann man natürlich nicht machen, wenn die heutigen Vorstellungen herrschen. Denn natürlich suchen die Menschen gar nicht nach der Heilung einer Krankheit, die sie noch nicht haben, die sie aber durch die Vererbungsverhältnisse bekommen können. Und insbesondere ist es wichtig, daß bei einer Schwangerschaft, wenn nur irgendwie die Aussicht auf die Bluterkrankheit auftritt, irgendein Bleiheilmittel während der Schwangerschaft gegeben wird.

[ 12 ] Naturally, if medical thinking is so muddled that one takes the stand of waiting until a person exhibits the symptoms of the illness before beginning a cure, then this will do no good. Medicine must develop a social conscience. It must change so that steps are taken to prevent threatening illnesses from occurring. This cannot be done, of course, as long as today's conceptions prevail. Naturally, people do not seek a cure for an illness that they do not as yet have but could contract due to hereditary conditions. It is especially important in pregnancy to administer a lead remedy if there is any possibility at all of hemophilia.

[ 13 ] Das alles kann man aber nicht verstehen, wenn man nicht weiß, daß eigentlich physisch-materiell nur der feste Körper des Menschen ist — nur der ist materiell. Sobald man an das Flüssige herankommt, da wirkt drinnen eine viel feinere Substanz. Und diese feinere Substanz hat man von altersher den Äther genannt. Der Äther, der ist überall. Er ist feiner als alle übrigen Substanzen, feiner als Wasser, feiner als Luft, feiner sogar als die Wärme. Aber so wenig er in die festen Bestandteile des Menschen hineinkann, so wirksam ist er im Flüssigen des Menschen. Und wie nun der Mensch im Flüssigen den Äther hat, so hat er ebenso im Luftförmigen das eigentlich Seelische; in dem, was wir als Luft in uns tragen, haben wir das eigentlich Seelische.

[ 13 ] All this cannot be understood if one does not know that only the solid body of man is really physical and material. Only that portion is material. As soon as one comes to the fluid element, one finds a much more delicate substance at work. Since time immemorial this delicate substance has been called “ether.” Ether is present everywhere. It is more delicate than all other substances—more delicate than water, air, and even warmth. As little as ether can penetrate the solid components of the human being, however, the more active it is in his fluid element. Just as man possesses the ether in his fluid element, so he has the actual soul element in the aeriform. He has the actual soul element in the air he carries within him.

[ 14 ] Wenn man das versteht, daß man in der Luft das eigentlich Seelische hat, dann ist man sich ja auch klar darüber, daß man durch jeden Atemzug das Seelische eigentlich ausatmet, und in jeder Einatmung das Seelische wiederum in sich aufnimmt. So daß man also durch das Seelische eigentlich mit der ganzen Welt zusammenlebt. Nur dadurch, daß in der neueren Wissenschaft keine Rücksicht darauf genommen wird, daß der Mensch auch einen luftförmigen Organismus hat, dadurch fällt den Leuten das Seelische ganz weg aus der wissenschaftlichen Betrachtung und sie glauben, das wäre gar nicht da.

[ 14 ] When this is understood, that in the air one has the soul element, it becomes clear that man exhales the soul element with each breath, and with each inhalation he takes it into himself again. He really lives with the universe by means of this soul element, but because no consideration is given by modern science to the fact that he also possesses an aeriform organism, people lose sight altogether of the soul element and even believe it doesn't exist.

[ 15 ] Das Seelische muß ganz für sich betrachtet werden. Und dann kommt man auch darauf, wie solche flüssige Körper, wie zum Beispiel der Absinth es ist, wirken. Sehen Sie, wenn ich irgendein Quantum Absinth in meinen Leib bekomme, dann ist der Absinth natürlich zunächst flüssig. Er vereinigt sich mit unserem Flüssigen, das wir ja in so großer Menge in uns haben. Aber was macht er mit diesem Flüssigen? Er macht dieses Flüssige rebellisch dagegen, daß es in richtiger Weise das Luftförmige aufnimmt. So daß ich, wenn ich Absinth in den Leib bekomme, dann das Luftförmige nicht mehr in alle meine Teile in der richtigen Weise hineinkriegen kann. Aber zu gleicher Zeit geschieht etwas anderes. Wenn ich das Luftförmige nicht in alle meine Teile hineinkriegen kann, dann wirkt dieses Luftförmige in einer sehr eigentümlichen Weise. Ich will Ihnen durch einen Vergleich klarmachen, wie dann dieses Luftförmige wirkt.

[ 15 ] The soul element must be considered entirely by itself. Then, the effects of fluid substances, such as absinthe, can be discerned. You see, when I take a drink of absinthe, it is, of course, liquid at first and then it merges with the large quantity of the body's fluids. How does absinthe deal with these fluids, however? It makes these fluids rebellious against absorbing the aeriform in the right way. So, when I take absinthe into the body, the aeriform element can no longer penetrate all my parts in the right way. At the same time, something else happens. When I prevent the aeriform element from penetrating all the parts of my body, this aeriform element reacts in a most peculiar way. I will make clear to you how this aeriform element works by making a comparison.

[ 16 ] Denken Sie sich zum Beispiel, es wäre irgendwo ein Mensch, der wäre in einem Büro angestellt und hätte da vom Morgen bis zum Abend richtig zu arbeiten. Er geht hinein am Morgen, geht am Abend wieder heraus. Die Leute, die mit ihm zusammen im Büro sind, die werden finden: Nun ja, das ist halt auch einer, der mit uns ins Büro geht und wieder herausgeht. Aber denken Sie sich einen anderen Menschen. Der geht auch ins Büro, aber der Kerl ist ein Spaßmacher. Er arbeitet nicht viel, aber er macht den andern allerlei Späße vor vom Morgen bis zum Abend. Den haben sie ganz verflixt gern. Und sie sagen dann: Das ist einer von uns. Sie freuen sich, wenn er kommt. Diejenigen, für die er arbeiten soll, werden sich zwar nicht so freuen, weil die Arbeit dadurch leidet, aber diejenigen, die mit ihm zusammen sind, denen machen die Späße aber einen Spaß.

[ 16 ] Imagine, for example, a person who is employed in an office and works hard from morning till night. He goes in in the morning and he goes home in the evening. His co-workers say of him that he is simply somebody who comes and goes along with them. Now imagine another person who also works in the office, but this fellow is a clown. He doesn't work much but plays around with everybody from morning till night. He is quite popular with all the employees, who think of him as one of them and are always glad to see him. Of course, his superiors are not so overjoyed with him because the work suffers, but his colleagues enjoy his clowning.

[ 17 ] Ja, meine Herren, so ist es aber, wenn wir die Luft durch den Absinth absperren! Dann kollert sie so in den Organen überall herum. Statt daß sie ordentlich in die Organe hereingeht und den Körper überall ausfüllt, bleibt sie separat da und dort, stockt überall. Das ist geradeso wie ein Spaßmacher in einem Büro. Sie macht überall Wohlgefühl, weil sie keine Arbeit zu leisten braucht. Wenn die Luft ordentlich in die Flüssigkeit überall hineingeht, da muß sie ihre Arbeit verrichten, weil sie sonst den Körper nicht ordentlich versorgt. Wenn aber der Absinth die Luft absperrt, da kollert sie überall herum. Der Mensch fühlt sich nach und nach so wohl wie ein Schwein. Beim Schwein ist das das Eigentümliche, daß es sich fortwährend mit Luft anfüllt, die nicht recht aufgenommen wird. Das Schwein ist am allerleichtesten kurzatmig.

[ 17 ] Similarly, this is what happens when we block out the air with absinthe. It then rolls around the organs instead of properly penetrating them and filling the body. It remains distinct, stopping here, there, and everywhere. It is just like the funny fellow in the office. It causes pleasant feelings everywhere because it needn't do too much work. If the air is to penetrate the fluids correctly, it has work to do; otherwise, it doesn't supply the body correctly. When absinthe blocks out the air, however, it rolls around everywhere, and the person gradually comes to feel as jolly as a pig. A peculiarity of pigs is that they constantly fill themselves with air that is not properly absorbed. The pig is easily made short of breath.

[ 18 ] Und geradeso wie der Äther überall im Flüssigen ist, so ist in der Luft überall das Seelische - wir nennen es auch das Astralische, weil es von den Sterneneinflüssen herrührt. Der Mensch nimmt überall das Seelische auf; er fühlt da oder dort eine angenehme Wärme oder Abkühlung. Wenn der Mensch nun die Luft so in sich kollern hat, fühlt er sich so durch und durch wohl. Ja, aber das Seelische ist im menschlichen Körper nicht dazu da, daß es überall bloß den Menschen zum Wohlgefallen dienen soll, sondern es soll an den Organen arbeiten, soll arbeiten in der richtigen Weise, daß das Herz, daß alle Organe richtig versorgt werden. Wenn aber der Mensch das Seelische absperrt, so daß es ihn im Körper amüsiert, dann tritt eben das ein, daß er sich zwar, man möchte sagen, «sauwohl» fühlt, aber seine Organe werden nicht in ordentlicher Weise versorgt. Und vor allen Dingen werden diejenigen Organe nicht in der richtigen Weise versorgt, die am meisten dazu beitragen, daß der Mensch eine gesunde Nachkommenschaft erhält. So daß wir diese eigentümliche Erscheinung haben: Die Leute, die sich mit Absinth versorgen können, die streben eigentlich danach, im Innern «sauwohl» zu sein, dieses Wohlgefühl, diese Wollust im Innern zu haben, aber sie sorgen nicht dafür, daß sie der Menschheit eine ordentliche Nachkommenschaft geben. Das ist es, was gegen den Absinth einzuwenden ist.

[ 18 ] Just as the ether is present everywhere in the fluid substances, so the soul element is present everywhere in the air; we also call it the astral element, because it is called forth by the influence of the stars. Man absorbs the soul element everywhere and feels a pleasant warmth or coolness in himself. Now when the air is rolling around in him, he feels good through and through. The soul element in the body is not there, however, merely for the purpose of serving man's pleasure. It is supposed to work on the organs in the right way so that the heart and all the other organs are correctly cared for. If instead, however, man blocks the soul element so that it amuses him in his body, then, although he feels “piggishly well,” [“sauwohl”] his organs are not cared for in the right way. In particular, those organs are shortchanged that contribute most to his having healthy offspring. Here we have a strange phenomenon. People who care for themselves with absinthe actually strive to feel “piggishly well” within, to have this feeling of sensual pleasure inside, but in doing so, they do not provide humanity with healthy descendants. This is the objection to absinthe.

[ 19 ] Nun können Sie fragen: Wie entsteht denn eigentlich bei den Menschen die Sehnsucht, Absinth zu saufen? Sie werden nämlich bemerken, wenn Sie die Geschichte der Menschheit verfolgen, daß solche Untugenden, wie Absinth zu saufen, eigentlich bei denjenigen Leuten am meisten auftreten, die, wie man sagt, schon in absteigender Entwickelung sind, die nicht mehr richtig auf ihrer vollen Menschenhöhe sind, die also schon innerlich den Körper etwas zerfallend haben. Dann kommen die Leute darauf, sich durch das Seelische innerlich amüsieren zu lassen. Das ist also bei Völkern namentlich dann der Fall, wenn sie im Niedergang begriffen sind. Die Orientalen, die Asiaten haben in früheren Zeiten, wo diese Völker noch im Aufstieg waren, alle diese Getränke gehaßt. Sie haben erst angefangen, solche Dinge wie absinthähnliche Sachen zu saufen, als sie schon im Niedergange waren.

[ 19 ] Now you can also ask why the desire to drink absinthe actually arises in people in the first place. If you study the history of humanity, you will note that such vices occur most often in those whose development is declining and who are no longer in the full prime of life, that is, those whose bodies are inwardly already somewhat disintegrated. Then people let themselves be amused inwardly by the soul element. This is particularly the case in nations that are in a process of decline. In earlier times, when the Asians and Orientals were still on the ascent, they abhorred all this drinking. They only began to do things such as drink absinthe when they had already begun to decline.

[ 20 ] Und das ist auch der Fall, wenn man heute auf dasjenige hinsieht, was vor sich geht, wenn diese Untugenden überhandnehmen, alle möglichen Substanzen in den Körper hineinzukriegen. Ich habe Ihnen ja neulich schon gesagt: sogar Kokain suchen die Menschen in den Körper hineinzukriegen! Da wirkt das Seelische so, daß es den Körper sogar auspreßt, und da merken sie überall so etwas wie Schlangen. Ich habe Ihnen das einmal beschrieben. Alles dasjenige, was sich der Mensch in dieser Weise an Giften beibringt, das bringt er sich eigentlich deshalb bei, weil er schon mit seinem ganzen Menschen nicht mehr in Ordnung ist und das Seelische möglichst genießen möchte. Bei untergehenden Völkern werden diejenigen Menschen, die am wenigsten zu tun haben, diese Wollust des Leibes am allermeisten suchen. Das hängt zusammen mit den ganzen geschichtlichen Vorgängen im Menschengeschlecht.

[ 20 ] This is also the case when we note what goes on today in instances in which these vices get out of hand, when people want to introduce all possible substances into the body. People even seek these effects with cocaine, as I told you recently. With cocaine, the soul element has the effect of pressing the body out, and I have described how such addicts experience something like snakes emerging everywhere from their bodies. The reason a person uses these poisons in this way is because the whole human being is no longer healthy, and he would like to enjoy the soul element as much as possible. In the decadent nations, those people who have the least to do are those who will seek this sensual experience of the body. This is connected with all the historical processes of the human race.

[ 21 ] Wir können sagen, daß es etwas Merkwürdiges ist, wie sich jetzt, wenn wir nach Westen gehen, die Menschen auf der einen Seite, ich möchte sagen, knechten lassen, indem sie allerlei Gesetze gegen Alkohol und Absinth und so weiter aufstellen, auf der anderen Seite aber wiederum auf alle mögliche Weise zu diesen Dingen kommen wollen. Das bezeugt eben, daß wir im heutigen Menschenleben in einer ungeheuren Unklarheit drinnenstehen. Die Menschen wollen auf der einen Seite wohlleben, und auf der anderen Seite wollen sie doch wiederum, daß sie nicht ganz zugrunde gehen als Völker. Und das macht das ja wirklich unsinnige Durcheinandertreiben von der Lust, alle möglichen Dinge in den Körper hineinzubringen, dann wiederum das Gesetz, sie zu verbieten und so weiter, weil die Menschen nicht zur Einsicht kommen wollen. Es handelt sich durchaus darum, daß die Menschen zur Einsicht kommen sollten.

[ 21 ] It is strange how, if we go west, people permit themselves to be enslaved, as it were, by proclaiming all kinds of laws against alcohol, absinthe, and the like. Even so, people try in any number of ways to get their hands on these sub stances. This demonstrates that today we stand amidst the greatest confusion in human life. on-the one hand, human beings want to live indulgently; on the other, as nations, they do not want to deteriorate completely. This lack of in sight is the cause of the really insane muddle created by the craving of individuals to subject their bodies to all kinds of substances and then again, the laws created to prohibit them from doing so. People need to gain some insight again.

[ 22 ] Nun, ich habe Ihnen ja gesagt, daß das Weibliche mehr mit den Einflüssen der ganzen Welt zusammenhängt, das Männliche sich eben mehr abschließt gegen diese Einflüsse der ganzen Welt. Wenn also insbesondere die Männerwelt sich dem Absinth ergibt, so ruiniert sie diejenigen Organe, die für die Nachkommenschaft dadurch sorgen sollen, daß die Menschen in sich fest sind, daß sie einen gewissen starken Charakter haben. Das Absinthtrinken wird bewirken, daß die Menschen weichlich werden. So daß wir, wenn die Untugend des Absinthtrinkens immer mehr und mehr verbreitet wird bei den Männern, ein weichliches Geschlecht kriegen, eine weichliche Nachkommenschaft kriegen. Die Männer werden weichlich.

[ 22 ] I have explained before that the feminine is connected more with the influences of the universe, whereas the masculine closes itself off from these influences. When men become addicted to absinthe, therefore, they ruin those organs that normally produce offspring who would become people of inwardly firm and strong character. Absinthe will cause people to become weaklings.

[ 23 ] Wenn die Frauen gar noch sich dem Absinth ergeben, so wird es dahin kommen, daß die Menschen ungeheuer leicht in der Nachkommenschaft Krankheiten ausgesetzt sind, weil sie diesem Einflusse hingegeben, ausgesetzt sind. Wenn also Frauen Absinth trinken, wird es dahin kommen, daß Kinder erzeugt werden, die ungeheuer leicht allen möglichen Krankheiten zugänglich sind.

[ 23 ] So, if absinthe is increasingly drunk by men, their children will turn out to be weaklings; they will become a weak race, they will have weak descendants. The males will become effeminate. If women become addicted to absinthe, things will reach a point where children will be born who will be extremely susceptible to all kinds of disease.

[ 24 ] Sehen Sie, solche Dinge muß man wiederum im Zusammenhange mit der ganzen Welt betrachten. Da will ich Ihnen etwas außerordentlich Interessantes sagen. Sie können heute fragen: Woher haben wir vieles, was wir eigentlich wissen? Gewöhnlich beachtet man gar nicht, wieviel Weisheit die Menschheit im alleralltäglichsten Leben hat. Sie wissen, wir benennen die Wochentage: Sonntag nach der Sonne, Montag nach dem Mond, Dienstag, das ist nach dem Mars, französisch mardi, Dienstag ist durchaus nach dem Mars genannt. Mittwoch, das ist zwar im Deutschen «Mitte der Woche»; Sie brauchen aber nur das Französische zu nehmen, mercredi, da haben Sie Merkurtag, nach dem Planeten Merkur. Donnerstag, das ist von Jupiter, Donnerer, aber Donar ist nichts anderes als Jupiter. Sie haben noch im Französischen jeudi, Jupitertag. Freitag, nach der deutschen Freia. Aber Freia ist dasselbe wie Venus, vendredi. Die Wochentage sind nach den Planeten benannt. Warum? Weil diese Benennung in einer Zeit entstanden ist, wo man noch gewußt hat: Der Mensch ist von der ganzen Welt abhängig. Dadurch, daß der Mensch lebt, haben alle Planeten auf ihn einen Einfluß. Da hat man die Wochentage danach benannt. Heute nennt man das Aberglaube. Aber daß man das für Aberglauben hält, ist nichts anderes als Nichtwissen. So daß eine ungeheure Weisheit in der Benennung der Wochentage drinnenliegt. Ja, meine Herren, in all den Sachen liegt eine ungeheure Weisheit drinnen!

[ 24 ] Such matters must be viewed in relation to the whole world. I would like to tell you something extraordinarily interesting. You can ask from whence much of what we know today is really derived. No attention is ordinarily paid to how much wisdom humanity possesses in the most simple, everyday aspects of life. As you know, we name the days of the week: Sunday after the sun; Monday after the moon; Tuesday after Mars—mardi in French is definitely named after Mars. While in German Wednesday [Note by translator: The English Wednesday is derived from Wotan's Day; Wotan is the Germanic name for the being called Mercury in Latin.] is Mittwoch, or mid-week, you only have to take the French mercredi and you have Mercury Day, after the planet Mercury. Thursday is after Thor, the thunderer, in German Donnerstag from Donor, but Donor (Thor) is none other than Jupiter. In French we still have jeudi, Jupiter Day. Friday is named after the German goddess Freia, who is the same as Venus; this is vendredi in French. [ Mention of Saturday was omitted by Rudolf Steiner. It is especially obvious in English that the day is named after Saturn.] Hence, the days of the week are named after the planets. Why is that? Because these names originated in a time when it was still known that man is dependent on the universe. Because man lives, all the planets have an influence on him. The days of the week were named accordingly. Today this is called superstition, but calling it superstition is nothing but ignorance. Actually, tremendous wisdom is contained in the naming of the days of the week. Yes, gentlemen, in all these matters there lies a tremendous wisdom!

[ 25 ] Und wenn wir uns fragen: Woher ist zum Beispiel diese Benennung der Wochentage gekommen? — dann kommen wir herüber bis nach Asien, finden dort, daß es schon zwei- bis dreitausend Jahre vor unserer jetzigen Zeitrechnung, also vor Christi Geburt, dort außerordentlich gescheite Menschen gegeben hat. Da waren Völker, die Babylonier und Assyrer, unter denen waren sehr gescheite Menschen, die den Einfluß der Sterne beobachten konnten, und die haben zuerst diese Wochentage benannt. Die anderen haben das dann in ihre Sprachen übersetzt. Wir haben die Benennung der Wochentage von Asien herüber, von den Babyloniern und Assyrern, wo die Leute gescheit schon waren, ungeheuer gescheit, in einer Zeit, in der es in Europa noch ganz besonders ausgesehen hat.

[ 25 ] Now, if we ask from whence this naming of the days of the week came, we go to Asia and find that two or three thousand years before the birth of Christ, extraordinarily clever people lived there. Among the Babylonians and Assyrians were very clever people who were able to observe the influence of the stars; they were the first to name the days of the week. Others than translated them into their own languages. We owe the names of the days of the week to the East, to the Babylonians and the Assyrians, where people were already clever, extremely clever, at a time when Europe looked entirely different. Let us ask what Europe was like around four thousand years ago in Asia, in Assyria and Babylonia, when there were people who really were much cleverer than we are. They were cleverer because they possessed a much greater wealth of knowledge. It is not true that humanity merely progresses smoothly forward. From time to time, humanity also takes steps backward.

[ 26 ] Fragen wir uns, wie es in Europa ausgesehen hat, als in Assyrien und in Babylonien, drüben in Asien, also vor ungefähr viertausend Jahren, schon außerordentlich gescheite Leute gewesen sind, Leute, die wirklich viel gescheiter gewesen sind als wir. Sie waren gescheiter, denn sie haben ungeheuer viel mehr gewußt. Es ist nicht wahr, daß die Menschheit immer nur glatt fortschreitet. Die Menschheit geht von Zeit zu Zeit auch immer wieder zurück. Also die haben ungeheuer-viel gewußt. — Aber das Wissen, das bekommt den Leuten seelisch ebensowenig immer gut, wenn sie sich einfach ihm überlassen, wie ihnen das Geld gut bekommt. So komisch der Vergleich ist, es ist wahr: Zuviel Geld ist den Leuten nicht gut; zuviel Wissen ist den Leuten nicht gut, wenn sie nicht ein Gegengewicht haben, wenn sie dieses Wissen nicht im Menschheits- und Weltendienst richtig anwenden. Die Asiaten hatten allmählich ein ungeheures Wissen aufgestapelt, aber sie wußten nichts mehr damit zu machen.

[ 26 ] Now, these people had a great wealth of knowledge. If people simply abandon their souls to such knowledge, however, it does not agree with them any more than money does. As funny as this comparison might sound, it is true. Too much money does people no good; neither does too much knowledge, if it is not counterbalanced by correctly employing it in the service of humanity and the world. The Asians had gradually accumulated a tremendous knowledge, but they didn't know what to do with it.

[ 27 ] Wie Europa damals war, als die Asiaten noch ein ungeheures Wissen hatten, das sagen Ihnen die Gegenden zum Beispiel hier in der Schweiz am allerbesten. Wenn Sie in der Schweiz unten im Tal die Steine ansehen, die herunterkommen von oben durch die Gletscher, da können Sie diesen Steinen ansehen, wie die Gletscher sie bearbeitet haben. Diese Steine haben die Gletscherschliffe. So wie die Steine moduliert sind, kann man ihnen ansehen, wie sie von oben heruntergekommen sind, wie sie durch das fließende Eis der Gletscher bearbeitet worden sind. Nun aber kann man eigentlich allen Steinen, die hier sind, ansehen, daß einmal die ganze Gegend hier vereist war, eisig war. Ja, meine Herren, auf dem Boden, auf dem wir heute herumgehen, wo wir uns außerordentlich wohl befinden, da war einstmals alles vergletschert.

[ 27 ] What Europe was like at that time, when the Asians still possessed such great knowledge, can best be seen here in these regions of Switzerland, for example. If you look at the rocks that have been brought down into the valleys by glaciers, you can tell from the appearance of these rocks that the glaciers have worked on them. These are glacial rocks. We can tell from their appearance that they have come down from the heights and that the flowing ice of the glaciers has affected them. From the way all the rocks around here look, we know that this whole region was once covered with ice. Indeed, the very ground we walk and feel most comfortable on was once covered with glaciers.

[ 28 ] Und wiederum, wenn wir weiter nach Norden gehen, da finden wir heute noch an gewissen Gesteinsmodulierungen, in Preußen, durch große Teile Deutschlands hindurch, daß das einmal alles von Gletschereis bedeckt war, das vom hohen Norden herunterfloß. So wie heute meinetwillen die Gletscher herunterfließen bis zu einer gewissen Tiefe, so flossen vom hohen Norden die Gletscher bis nach Deutschland herein, und alles war vergletschert.

[ 28 ] Again, if we go further north in Prussia and large parts of Germany, one can tell by the forms of certain rocks that all those areas were covered with glacial ice that flowed down from the far north. Just as the glaciers descend today to a certain level, so the glaciers moved from the far northern regions all the way into Germany, covering everything with ice.

[ 29 ] Vor nicht allzulanger Zeit haben die Leute eine gewisse Vorliebe für recht große Zahlen gehabt, und da haben sie gesagt: Nun ja, gewiß, Europa war einmal vergletschert, aber das ist lange her, das ist zwanzig bis dreißig Millionen Jahre her. — Das ist aber ein Unsinn. Das ist durch eine Berechnung entstanden, die ich Ihnen durch folgendes klarmachen will.

[ 29 ] Not so long ago, people had a special preference for large numbers, and so they said, “Oh, certainly Europe was once covered with glaciers, but that was twenty or thirty million years ago.” This is nonsense. It came about through a calculation that I shall illustrate for you with the following example.

[ 30 ] Denken Sie sich, ich beobachte heute das menschliche Herz. Dieses menschliche Herz, das macht fortwährend ganz kleine Veränderungen durch. Wenn ich es in einem Jahr wieder beobachte bei einem Menschen, so ist es ein bißchen spröder geworden, nach zwei Jahren wieder spröder, und ich kann das jetzt ausrechnen, wie viel das Herz spröder geworden ist. Nun rechne ich aus, indem ich das alles zusammenzähle, wieviel spröder das Herz in einem Jahrhundert geworden ist und wie das Herz vor einem Jahrhundert gewesen ist. Das kann ich ausrechnen. Ich kann sagen: Da habe ich einen Menschen von sieben Jahren; vor dreihundert Jahren, da war sein Herz so und so. Ja, aber da ist bloß die Kleinigkeit, daß er da noch nicht gelebt hat. Und wenn ich ausrechne, wie sich sein Herz in dreihundert Jahren verändert haben wird, so ist wieder bloß die Kleinigkeit, daß er da nicht mehr leben wird.

[ 30 ] Imagine that I observe a human heart today. This human heart constantly undergoes minute changes. If I observe it a year hence, it will have become a little less resilient, still less in two years, and I can now calculate how much less resilient it has become. Now, by adding it all up, I can calculate how much less resilient the heart will be in a hundred years and from this know also what it was like a century ago. I can certainly figure that out. I can take, say, a seven-year-old person; three hundred years ago, his heart was in such and such shape. There is only the one small matter of his not having been alive then. Similarly, if I figure out how his heart will have changed three hundred years hence, there again is that small matter of his not being alive then.

[ 31 ] Solche Berechnungen hat man gemacht, um auszurechnen, wie es zum Beispiel hier in Europa vor zwanzig-, dreißigtausend Jahren ausgesehen hat. Da hat man dann die Gletscherperiode in diese Zeit verlegt. Aber so kann man nicht rechnen. Man muß schon eine solche Wissenschaft haben, die einem auch das auf der Erde zeigt, was man beim Menschen dadurch weiß, daß er in dreihundert Jahren ja nicht mehr als physisches Erdenwesen lebt.

[ 31 ] Such calculations have been made in order to figure out how it looked here in Europe, for example, twenty to thirty thousand years ago. The glacial period thus was pushed far back, but one cannot calculate like that. One must have a science that can show regarding the earth what one already knows regarding the human being, that in three hundred years he will no longer be living as a physical, earthly being.

[ 32 ] Nun, in letzter Zeit sind tatsächlich auch die Gelehrten - das muß man auf diesem Gebiete sagen — vernünftiger geworden, und diejenigen, die Vernunft haben, sie sind sich eigentlich heute klar darüber, daß es nicht so lange her ist, seitdem hier alles mit Gletschern bedeckt war, sondern daß in der Zeit, in der drüben in Asien die Menschen schon so gescheit waren, wie ich es beschrieben habe, als dort die babylonische und assyrische Kultur war, in Europa noch alles vereist war. Also wir brauchen nur ein paar tausend Jahre, vier- bis fünftausend Jahre zurückzugehen, da war in Europa noch alles vereist. Und erst allmählich, als das Eis zurückgegangen ist, da sind hier Menschen eingezogen.

[ 32 ] In recent years the learned scientists have become more reasonable, and those with reason have realized that it was not so long ago that everything here was covered with glaciers; in fact, all of Europe was still iced over when people in Asia were as clever as I have described when the Babylonian and Assyrian cultures flourished. We need only go back a few thousand years—four or five thousand—to find that in Europe everything was still iced over. Only gradually, as the ice diminished, did human beings migrate here.

[ 33 ] Ja, meine Herren, diese Menschen haben es nicht so gut gehabt wie die heutigen. Und sie haben es um so weniger gut gehabt, weil sie von Gegenden gekommen sind, in denen sie eben nicht, ich möchte sagen, fortwährend so stark abgekühlt wurden, sondern in denen es ihnen wohler war. Dennoch sind diese Menschen in die erst vor kurzem noch vereisten Gegenden eingezogen. Dadurch aber sind diese Menschen bewahrt geblieben vor der Wollust der Weisheit, die in Asien allmählich an sie herangekommen wäre. Und in Europa hat sich dadurch, daß im Weltenall etwas geschehen ist, daß also in der Zeit, als in Asien schon warme Kultur war, es hier noch eisig war — dadurch, daß also ein Einfluß vom Weltenall auf Europa ausgeübt worden ist, hat sich in Europa eine bessere, tatkräftigere Kultur entwickelt, als sich in Asien hätte entwickeln können. Sehen Sie, so hängen ganze Kulturen ab von den Einflüssen des Weltenalls.

[ 33 ] Well, these people did not have it as easy as people today. It was much harder on them, since they came from warmer regions where they were not constantly subjected to the cold and where they really fared better. Nevertheless, these people did move into regions that only recently had been covered with ice. Through this they were prevented from experiencing the sensual pleasure of wisdom that would gradually have been theirs in Asia. Because an influence was exerted on Europe from the universe, causing it to be covered with ice when the Asian culture enjoyed a warm climate, a better, more energetic culture developed in Europe than could have evolved in Asia. You see, entire civilizations depend on influences from the universe.

[ 34 ] Und weiter. Ja, wenn einer ans Meer denkt, da denkt er sich das Meer ungefähr so, daß er sich sagt: Wenn ich in ein Trinkglas ein bißchen Wasser gieße, dann brauche ich nur ein bißchen Salz zuzusetzen, und dann habe ich eigentlich Meerwasser. Das ist salzig, das Meerwasser, und wenn ich einem Trinkglas Wasser Salz zusetze, dann habe ich das Meerwasser. Ja, so einfach ist es aber nicht. Wenn Sie nämlich das Meer anschauen — nehmen wir an, den Atlantischen Ozean -, wenn Sie ihn von innen aus betrachten könnten, da wäre die Oberfläche (es wird gezeichnet), da ist das Wasser, so ist das nicht bloß Salzwasser, sondern das Kuriose ist: Wenn der Sommer kommt, beginnt in diesem Meer etwas, ja, wie wenn es anfangen würde, zu schneien da drinnen. Fortwährend kommen da also richtige Schneefälle, die durch das Meer durchgehen. Ja, meine Herren, was ist denn das eigentlich? Da in dem Meer drinnen, da könnte man nicht gucken und sagen: Nun ja, da ist der riesige Raum, der ist überall mit Salzwasser angefüllt. Nein, da drinnen schneit es. Woher kommt das? Sehen Sie, das kommt davon, daß ganz kleine Tiere in diesem Meer drinnen sind, ganz kleinwinzige Tiere, aber unendlich viele kleinwinzige Tiere. Diese kleinwinzigen Tiere haben alle kleine, winzige Kalkschalen. Man nennt diese Tiere Foraminiferen. Solange diese Tiere leben, schwimmen sie ziemlich weit oben im Wasser herum. Wenn nun die Jahreszeit kommt, wo sie nicht mehr leben können, sterben die Tiere ab, und die Kalkschalen, die fangen an, nach unten zu sinken. Und da schneit es drinnen fortwährend solche Kalkschalen herunter. Das ist wirklich so, wie hier der Schnee in der Luft. Das ganze Meer schneit von solchen Foraminiferenschalen. Und wenn dann diese Foraminiferenschalen sich da herunten ablagern (es wird gezeichnet), dann verändern sie ihre Substanz und werden ein roter Ton. Und das ist der Meeresboden. Diese kleinen Tiere, die haben vom ganzen Weltenall ihr Leben, und sie bauen den Meeresboden auf.

[ 34 ] Moreover, when one thinks of a glass of ocean water, one sees it simply as water to which a little salt was added: sea water is salty, so when I add salt to plain water I get sea water. It is not as simple as that, however, if you look at the ocean—the Atlantic, for instance—if you could look at it from beneath the surface—here's the surface (sketching) and here's the water—then this is not merely salt water; a curious phenomenon would be observed. When summer comes, something reminiscent of falling snow would pass through the sea. Looking at this gigantic expanse of the ocean from below the surface, one would not say that it was just filled with sea water; indeed, one would see it snowing, as it were. What causes this? The sea contains countless minute creatures, all possessing tiny calcareous shells. These creatures are called foraminifera. As long as these creatures are alive, they swim around in the water fairly close to the surface. Now, when the time of year approaches in which they can no longer live, these creatures die, and their shells begin to sink. These shells are constantly falling, and it is truly like a snow storm. It is really like snow in the air. The entire ocean experiences a snowfall made by these foraminifera. When these foraminifera shells are finally deposited here on the bottom (sketching), their substance is altered and they turn into red clay. This is the ocean floor. These little creatures receive their life from the universe and then build up the ocean floor. It is exactly the same with us in this part of the world.

[ 35 ] Das ist bei uns in der Luft geradeso. Wir leben nur nicht im Meere, wir leben in der Luft. Und wenn es im Winter schneit, so ist schon in dem, was da herunterschneit, dasjenige, was dann unseren Boden wiederum macht, so wie er ist. Denn wenn der richtige Schneefall nicht wäre, so könnten ja nicht Pflanzen wachsen. Der Boden wird gemacht von dem, was da ist.

[ 35 ] We don't live in the ocean, we live in the air. And when it snows in winter, what is in the snow is what makes our ground as it is, for if there weren't the right snowfall, the plants couldn't grow. The ground is made by what is in the snow.

[ 36 ] Meine Herren, nicht die festen Bestandteile, nicht einmal die flüssigen Bestandteile in unserem Körper nehmen die richtigen Einflüsse auf, sondern ganz allein die luftförmigen Bestandteile. Mit unserer Atmung kriegen wir das Richtige herein, während es im Winter schneit. Wir nehmen dasjenige auf, was uns die Sternenwelt zuschickt, wenn es im Winter schneit, und bilden es in der richtigen Weise aus. Dazu brauchen wir aber, daß unsere Seele in der richtigen Weise an unseren Organen arbeitet, sonst verkümmern auf Erden unsere Organe. Wenn wir nun unsere Körper mit Absinth beladen, dann schließen wir uns von der Sternenwelt aus. Dann nehmen wir keine Einflüsse mehr aus der Sternenwelt auf. Und die Folge davon ist, daß wir unsere Körper dadurch ruinieren, weil wir sie ganz und gar nur dem Einfluß der Erde aussetzen.

[ 36 ] Gentlemen, it is not the solid components nor even the fluid components in our bodies that absorb the right influences, but only the aeriform components. This influence is absorbed by our breathing when it snows in winter. What the world of the stars sends down to us when it snows in winter, we absorb into ourselves and mold in the right way. To do this, however, our souls need to work in the right way on our organs; otherwise our organs atrophy. Now, when we load down our bodies with absinthe, we close ourselves off from the starry world. We can no longer absorb the influences of the starry world. The result is that we ruin our bodies by thus exposing them only to the earth's influence.

[ 37 ] Sie sehen also, was das für eine ungeheure Bedeutung hat für die richtige Art der Entwickelung der Menschen, daß sie nicht erst durch Absinth den Körper ruinieren. Aber einsehen muß man das!

[ 37 ] You can see how tremendously significant it is, if we are to bring about the right kind of human evolution, that we not ruin our bodies with absinthe. We must realize that!

[ 38 ] Und nun können Sie sich leicht vorstellen, wie die Kultur fortgeschritten ist. In Asien waren ungeheuer gescheite Leute. Die haben viel Seelisches gehabt. Aber nach und nach sind sie dazu gekommen, dieses Seelische nur wie einen innerlichen Spaßmacher haben zu wollen, nur innerliche Wollust empfinden zu wollen. Da sind einige von ihnen herübergezogen in die Gegenden, die früher noch vereist waren. Da haben sie sich diese innerliche Wollust abgewöhnt und haben ihre Körper wiederum gefestigt. Dadurch ist es gekommen, daß zu der morgenländischen Kultur eine abendländische hinzugekommen ist.

[ 38 ] Now, you can easily picture how civilization progressed. In Asia there existed tremendously clever people who possessed strong soul natures. Gradually, however, they wanted to experience the soul element only as an inner coloring, an inner sensual feeling. Some of them migrated into the regions that earlier had been covered with ice. There they weaned themselves away from this inner sensual feeling and again strengthened their bodies. This is how the civilization of the Occident was added to that of the Orient.

[ 39 ] Dem, was Sie heute noch sehen, wenn es ganz oben vergletschert, dem können Sie ansehen, daß einmal hier die Erde gründlich abgekühlt worden ist, damit die Menschen, die dann hergezogen sind, ihre Körper haben verstärken können.

[ 39 ] Even today, you can see from the glacial formations here on the mountain tops that the earth was once thoroughly cooled in this region, through which the people who moved here were thus able to strengthen their bodies.

[ 40 ] Sehen Sie, darauf beruht es auch, wenn Sie den Untergang des Römerreiches studieren; Sie kommen dann in die Zeit der ersten Ausbreitung des Christentums zurück. Ja, meine Herren, wenn sich dieses Christentum bloß bei den Römern ausgebreitet hätte, dann wäre etwas Schönes daraus geworden! Aber dazumal waren die Römer so verweichlicht, weil sie nur die Reste der orientalischen, der asiatischen Kultur hatten, daß sie nichts hätten machen können. Da kamen die Menschen von den nördlichen Gegenden, die vereist waren — diese Menschen hatten die festeren Körper —, und die Folge davon war, daß die Römer zugrunde gegangen sind. Und diese nördlichen Menschen mit den festeren Körpern, die haben dann das Geistesleben übernommen.

[ 40 ] You also find the reasons for the decline of the Roman Empire in these things. This dates back to the age when Christianity was first beginning to spread. Yes, gentlemen, if Christianity had spread only among the Romans, the result would have been pretty bad! The Romans, who possessed only the remnants of the Oriental, Asian culture, had become so effeminate that they could not accomplish anything. Then, the peoples of the northern, ice-covered regions arrived with their more sturdy bodies, and the Roman Empire consequently perished. These northern people with their more sturdy bodies then took over the spiritual life.

[ 41 ] Die Geschichte schildert uns dieses, was sie die Völkerwanderung nennt, schildert uns, wie die Römer zugrunde gegangen und die Germanen gekommen sind, die Deutschen, Franzosen, Engländer und so weiter, wie also die heutigen Menschen daraus geworden sind, denn das sind alles im Grunde genommen Germanen. Die Franzosen haben nur mehr Römertum zugemischt gekriegt als die Deutschen zum Beispiel. Nicht wahr, das Ganze beruht eben darauf, daß diese Menschen, ich möchte sagen, aus der Gegend kamen, in der sie den Einfluß der ganzen Welt haben aufnehmen können, während die anderen Menschen mit ihrer Weisheit nur auf der Erde gelebt haben, und daß diese Menschen gekommen sind und die ganze Zivilisation erneuert haben. So, sehen Sie, hängt die Natur zusammen mit alledem, was geschieht in der Geschichte.

[ 41 ] History describes this as the barbarian invasions in which the Romans perished when the Germanic tribes arrived. These are really today's Europeans—the Germans, French, and English—because they are all basically Germanic peoples. The French have only absorbed a little more of the Roman element than the Germans, for example. All this is based on the fact that these people came from regions where they could absorb the influences of the universe, whereas the other people with their wisdom lived only on the earth. These people that came from the north renewed the whole civilization. So you see, this is how nature is related to everything that takes place in history.

[ 42 ] Und nun wissen Sie aber, wie starken Einfluß das Römertum noch immer behalten hat. Denken Sie doch, bis ins 16., 17. Jahrhundert haben Sie ja zum Beispiel in Mitteleuropa an den Universitäten kein deutsches Wort reden können. Da haben die Professoren lateinisch vorgetragen. Es ist zwar allmählich ein sonderbares Lateinisch geworden. Da haben sie alle Lateinisch gekonnt. Erst allmählich hat man sich dazu entschlossen, in den Landessprachen vorzutragen. Aber dieses, daß man eigentlich das Untergehende noch immer hat haben wollen, weil man sich wohler dabei befindet, sogar in der Sprache wohler befindet, das hat sich noch lange fortgepflanzt.

[ 42 ] You also know, however, what a strong influence the Roman element still retained. Remember, for example, that not a word of German could be spoken in the universities of Central Europe until the sixteenth and seventeenth centuries. The professors lectured in Latin. Of course, it had gradually become an odd form of Latin, but everybody knew and understood Latin. Lecturing in the native language came about only slowly, but this tendency to hold on to what was declining because one felt more comfortable with it, even with the speech, continued for a long time.

[ 43 ] Denken Sie nur einmal, wie lange es sich fortgepflanzt hat, daß die Leute, wenn sie ein bißchen vornehm haben ausschauen wollen, durchaus Französisch plapperten in ganz deutschen Gegenden. Das war aus keinem andern Grunde, als daß sie haben fortsetzen wollen das alte lateinische Römertum, wenigstens noch in der Sprache. Und es ist schon so, daß in der Tat dasjenige, was sich da in der Sprache fortgesetzt hat, sich auch in den übrigen Untugenden fortsetzt. Die Römer haben angefangen mit dieser Sehnsucht, Wollust im inneren Körper zu fühlen, also das Seelische zu genießen, es nicht zu verwenden den Körper aufzubauen. Und eigentlich ist noch die Erbschaft davon in der Sehnsucht, Absinth zu trinken, ja sogar Kokain und so weiter zu genießen, vorhanden. Das ist dasjenige, was eben ein schwaches Geschlecht erzeugen wird, eine schwache Nachkommenschaft erzeugen wird, und was allmählich alles dasjenige, was sich solchen Untugenden hingibt, dem Untergang entgegenführen kann. Da können Sie noch so viele soziale Reformen schaffen — aus diesen sozialen Reformen kommt gar nichts heraus, wenn nicht eine richtige Einsicht kommt. Und diese richtige Einsicht kann auf keine andere Weise kommen, als daß man den bloßen Materialismus in Wissenschaft und in Religion ersetzt dadurch, daß man auch anfängt, etwas Geistiges zu begreifen. Und wenn man anfangen wird, dieses Geistige zu begreifen, dann wird man vieles von dem einsehen, was einem ja heute äußerlich ganz klar ist, aber das man nur wird durchschauen können, wenn man das Geistige wiederum richtig wird betrachten können.

[ 43 ] Just think how long people who wished to give themselves airs chattered in French in all the German regions. This was for no other reason than that they wished to perpetuate the old Latin-Roman element, at least in the language. It is true that what continued on in the language was also perpetuated in other vices. The Romans began this craving to experience a sensual feeling within the body, to enjoy the soul element rather than to make use of it to build up the body. The legacy of this is still present in the craving to drink absinthe, indeed, even to enjoy cocaine and so on. These things will produce a weak race, weak descendants, and will gradually lead those who succumb to such vices to decline. You can enact all the social reforms you like; nothing will result from these social reforms if true insight is not achieved. Such insight can come about only when the materialism in science and religion is replaced by beginning to grasp something spiritual. When human beings begin to grasp the spiritual, they will perceive much of what is not only quite clear outwardly but that can then be penetrated if the spiritual can be contemplated in the right way.

[ 44 ] Der Herr [einer der Zuhörenden] hat durch seine Frage, weil er ein Bienenkenner ist, auf den Unterschied hingewiesen, der da besteht zwischen dem Leben der Bienen und dem Leben der Wespen. Vieles Ahnliche ist da. Ich habe Ihnen das Leben der Wespen neulich beschrieben. Im Bienenleben ist viel Ähnliches. Aber wiederum lebt der Bienenstock ein ganz merkwürdiges, eigentümliches Leben. Worauf beruht denn das?

[ 44 ] The question of one of you gentlemen, who is an expert on bees, pointed to the distinction between the lives of bees and the lives of wasps. There is much that is similar. I recently described to you the life of wasps, and it is quite similar to that of the bees. The life of the beehive, however, is a remarkably strange one. What is its basis?

[ 45 ] Sehen Sie, das können Sie überhaupt nicht erklären, wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, ins Geistige hineinzuschauen. Das Leben im Bienenstock ist außerordentlich weise eingerichtet. Das wird jeder sagen, der das Bienenleben betrachtet hat. Daß die Bienen eine solche Wissenschaft haben, wie die Menschen sie haben, das wird man ja natürlich nicht sagen können, denn sie haben ja wirklich einen Gehirnapparat wie der Mensch und das alles nicht. Also den allgemeinen Weltenverstand können sie in dieser Weise nicht hereinschöpfen in ihren Körper. Aber die Einflüsse aus der ganzen Weltumgebung, die wirken ungeheuer stark auf den Bienenstock. Und man würde richtig darauf kommen können, wie eigentlich das Bienenleben ist, wenn man berücksichtigen würde, daß alles das, was in der Umgebung der Erde liegt, gerade auf so etwas, wie es im Bienenstock ist, einen ungeheuer starken Einfluß hat. Das Leben des Bienenstocks beruht ja darauf, daß die Bienen so ganz richtig, viel mehr als die Ameisen und die Wespen, zusammenwirken, daß sie alle Arbeit so verrichten, daß das alles zusammenstimmt. Und wenn man dann darauf kommen will, wovon das herrührt, dann sagt man sich: Die Bienen haben ein Leben, worin unterdrückt wird, außerordentlich stark unterdrückt wird dasjenige, was bei den übrigen Tieren im Geschlechtsleben sich äußert. Das wird bei den Bienen außerordentlich stark zurückgedrängt.

[ 45 ] You see, you cannot explain this if you don't have the possibility of looking into it spiritually. The life in a beehive is extraordinarily wise in its arrangement. Anybody who has observed the bees' life would agree to that. Naturally, one cannot say that bees have a science such as humans have, because they have nothing approaching the brain apparatus that man has. Bees thus cannot assimilate the overall universal wisdom into their bodies as human beings do, but the influences from the universal surroundings of the earth work powerfully on beehives. If all that lives in the surroundings of the earth, which has a very strong influence on the beehive, were taken into consideration, one could arrive at a correct comprehension of what the life of the bees is really like. Much more so than among ants and wasps, life in the beehive is based on the bees' cooperating with each other and accomplishing their tasks harmoniously. To figure out what causes this, one must conclude that bees have a life in which the element that expresses itself in other animals in their sexual life is suppressed to an extraordinary degree. In bees this impulse is extraordinarily suppressed.

[ 46 ] Denn sehen Sie, bei den Bienen ist es eigentlich immer so, daß die Fortpflanzung nur besorgt wird durch ganz wenige auserlesene weibliche Individuen, die Bienenköniginnen. Die anderen sind eigentlich so, daß bei ihnen das Geschlechtsleben mehr oder weniger zurückgedrängt wird. Im Geschlechtsleben aber ist dasjenige vorhanden, was eben Liebesleben ist. Das Liebesleben ist ja zunächst etwas Seelisches. Nur dadurch, daß gewisse Organe des Körpers bearbeitet werden von diesem Seelischen, dadurch werden diese Organe zur Offenbarung, zum Ausdrucke des Liebeslebens. Und indem bei den Bienen das Liebesleben zurückgedrängt wird, eigentlich nur auf die einzige Bienenkönigin, wird das Geschlechtsleben sonst im Bienenstock verwandelt zu all diesem Treiben, das die Bienen untereinander entwickeln. Daher haben schon jene älteren, weiseren Menschen, die eben auf ganz andere Art die Sache gewußt haben, als man sie heute weiß, diese weiseren Menschen haben das ganze wunderbare Treiben des Bienenstocks auf das Liebesleben zurückgewiesen, auf das Leben, das sie mit dem Planeten Venus in Zusammenhang gebracht haben.

[ 46 ] You see, reproduction is actually taken care of among bees by a few select females, the queen bees. The sexual life of the others is really more or less suppressed. In sexual life, however, there is also the life of love. The life of love is an element of the soul. Only because certain organs in the body are affected by this soul element do they reveal and become expressions of this love life. Inasmuch as the love life is suppressed in bees and concentrated in only one queen bee, what would otherwise be sexual life in the beehive is transferred to the other activities that the bees develop. This is why the wise men of old, who knew of these matters in a way differing from that of today, associated this whole wondrous bustle of the beehive with the love life that is connected with the planet Venus.

[ 47 ] Und so können wir sagen: Wenn man auf der einen Seite die Wespen oder die Ameisen beschreibt, dann sind das Tiere, die sich mehr dem Einfluß des Planeten Venus entziehen. Die Bienen hingegen sind ganz hingegeben dem Einfluß des Planeten Venus, entwickeln das Liebesleben in ihrem ganzen Bienenstock. Das wird ein weises Leben, denn Sie können sich ja denken, wie weise das sein muß. Ich habe Ihnen verschiedenes von der Erzeugung der Nachkommenschaft beschrieben. Da ist unbewußte Weisheit drinnen. Diese unbewußte Weisheit entwickeln die Bienen in ihrem äußeren Tun. Und so kann man gerade dasjenige, was eigentlich nur dann in uns dargelebt wird, wenn unser Herz Liebe entwickelt, eigentlich im ganzen Bienenstock drinnen wie eine Substanz haben. Der ganze Bienenstock ist eigentlich von Liebesleben durchzogen. Die einzelnen Bienen verzichten so vielfach auf die Liebe und entwickeln die Liebe im ganzen Bienenstock. So daß man anfängt, das Bienenleben zu verstehen, wenn man sich klar darüber ist, daß die Biene wie in einer Luft lebt, die ganz von Liebe durchschwängert ist.

[ 47 ] So we can say that when one describes the wasps or the ants, they are creatures that withhold themselves from the influence of the planet Venus. The bees are completely given up to the influence of the planet Venus, developing a love life throughout their entire hive. It therefore becomes a wise life, and you can imagine how wise that must be. I have described something of the way successive generations of bees are produced. It contains an unconscious wisdom. This unconscious wisdom the bees develop in their outer activity. Therefore, the element that arises in us only when our hearts love can actually be found throughout the beehive as a substance. The entire beehive is actually permeated by a life of love. In most instances the individual bees renounce love and develop the love in the entire beehive. One can begin to understand their life when one becomes clear that the bees live as if in an atmosphere that is pervaded through and through with love.

[ 48 ] Nun aber, das kommt ja gerade der Biene am allermeisten zugute, daß sie eigentlich von denjenigen Bestandteilen in den Pflanzen lebt, die wiederum bei der Pflanze ganz vom Liebesleben durchzogen sind. Die Biene saugt ihre Nahrung, die sie dann zu Honig macht, ja ganz aus denjenigen Bestandteilen der Pflanzen, die im Liebesleben drinnenstehen, bringt also gewissermaßen das Liebesleben von den Blumen in den Bienenstock hinein.

[ 48 ] It is most beneficial to the bee that it sustains itself actually by those parts of the plant that are completely permeated by the plant's love life. The bee sucks its nourishment, which it then turns into honey, out of those parts of the plant that are integral aspects of its love life. The bee thus carries the love life of the flowers into the hive.

[ 49 ] So muß man sagen, daß man das Bienenleben auf seelische Art studieren muß.

[ 49 ] This is why the life of the bee must be studied from the standpoint of the soul.

[ 50 ] Das braucht man viel weniger bei den Ameisen und Wespen. Wenn man da das Leben verfolgt, wird man sehen, daß sie sich eigentlich dem Geschilderten entziehen, daß sie sich schon wiederum mehr dem Geschlechtsleben hingeben. Die Biene ist tatsächlich, mit Ausnahme der Bienenkönigin, eigentlich dasjenige Wesen, das, ich möchte sagen, sich sagt: Wir wollen auf das einzelne Geschlechtsleben verzichten und uns selber zu einem Träger des Liebeslebens machen. — So daß sie in der Tat in den Bienenstock dasjenige hineingetragen haben, was auf den Blumen lebt. Und wenn Sie anfangen, das so richtig durchzudenken, so haben Sie das ganze Geheimnis des Bienenstockes. Das Leben dieser sprossenden, sprießenden Liebe, das in den Blumen ausgebreitet ist, das ist dann auch im Honig drinnen.

[ 50 ] This is much less necessary with ants and wasps. When their lives are traced, one will see that, instead of what I have described for bees, they tend to have more of a sex life. With the exception of the queen bee, the bee is really the one being that, in a manner of speaking, says, “We shall renounce an individual sex life and instead become bearers of the life of love.” They have indeed carried into their accomplishments in the hive what lives in flowers. If you really begin to think this through, you uncover the entire mystery of the beehive. The life of this sprouting, thriving love that is spread out over the flowers is then also contained in the honey.

[ 51 ] Und weiter können Sie studieren, wenn Sie nun den Honig selber essen. Was tut der Honig? — Nun, meine Herren, der Absinth vereinigt sich mit dem flüssigen Menschen so, daß er die Luft und damit das Seelische heraustreibt, daß der Mensch Wollust empfindet. Der Honig macht Wollust nur höchstens auf der Zunge. In dem Augenblick, wo Honig gegessen wird, fördert er gerade den richtigen Zusammenhang zwischen dem Luftförmigen und dem Flüssigen im Menschen. Und es ist nichts besser für den Menschen, als seinen Speisen im richtigen Maße etwas Honig zuzusetzen. Die Bienen sorgen eigentlich wunderbar dafür, daß der Mensch durch sein Seelisches an seinen Organen arbeiten lernt. Der Bienenstock gibt dem Menschen durch den Honig wiederum dasjenige zurück, was er braucht an Arbeitsamkeit seiner Seele in seinem Leibe. Wenn der Mensch also Absinth säuft, so will er die Seele genießen. Wenn der Mensch seinen Speisen Honig zusetzt, so will er gerade sein Seelisches so zubereiten, daß es richtig am Körper arbeitet, atmet. Daher ist die Bienenzucht etwas, was eigentlich die Kultur ungeheuer fördert, weil es den Menschen stark macht. Das Saufen von Absinth ist etwas, was das Menschengeschlecht allmählich so weit treiben wird, daß es ausstirbt.

[ 51 ] You can investigate this further and ask what effect honey has on you when you eat it. What does honey do? Well, absinthe unites with the fluidity of man, driving out the air and with it the soul element, so that man experiences sensual pleasure. Honey generates sensual pleasure on the tongue. The moment the honey is eaten, it furthers the right relationship between the air element and the fluid element in man. Nothing is better for the human being than to add the right amount of honey to his food. In a marvelous way, the bee really sees to it that man learns to work on his organs with his soul element. By means of honey, the beehive gives back to man what he needs for energy of soul in his body. When man drinks quantities of absinthe, he wishes to enjoy his soul. When man adds honey to his meal, he prepares his soul element in such a way that it works and breathes properly in his body. Beekeeping is therefore something that really contributes significantly to civilization, because it makes man strong, whereas to indulge in absinthe is something that will gradually drive the human race to extinction.

[ 52 ] Sehen Sie, wenn man sich denkt, daß die Bienen den größten Einfluß aus der Sternenwelt haben, dann sieht man aber auch, daß die Bienen der Umweg sind, damit in den Menschen das Richtige hineinkommt. Alles, was lebt, arbeitet, wenn es in der richtigen Weise kombiniert wird, wieder in der richtigen Weise zusammen. Wer einen Bienenstock sieht, sollte sich fast in einer gehobenen Stimmung sagen: Auf dem Umwege durch den Bienenstock zieht das ganze Weltenall herein in den Menschen und macht tüchtige Menschen. Sonst, wenn man Absinth säuft, macht man untüchtige Menschen. - Und so kommt man dazu, die Menschenkunde zu einer Weltenkunde zu machen.

[ 52 ] When you consider that bees receive the greatest influence from the world of the stars, you realize that through the bees the right element can enter the human being. All living things work together in the right way when they are combined in the right way. When a person looks at a beehive, he should say to himself with something akin to exaltation that, by way of the beehive, the whole universe draws into human beings and makes them capable people. Drinking absinthe, however, produces incapable human beings. The knowledge of man thus becomes knowledge of the universe.