On Health and Illness
GA 348
10 February 1923, Dornach
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On Health and Illness, tr. SOL
Achtzehnter Vortrag
Eighteenth Lecture
[ 1 ] Hat heute jemand eine Frage, meine Herren, die er besprochen haben möchte?
[ 1 ] Does anyone here today have a question, gentlemen, that they'd like to discuss?
Fragestellung: Ich möchte fragen, wie die Welt in uralten Zeiten war. Hatten die Planeten, Venus, Merkur und so weiter, verschiedene Metallsubstanzen abgelagert?
Question: I would like to ask what the world was like in ancient times. Did the planets—Venus, Mercury, and so on—deposit various metallic substances?
[ 2 ] Dr. Steiner: Wenn man dieses, so wie es häufig in alten Büchern steht — in neuen steht ja darüber nichts, außer in unsern anthroposophischen Büchern -, einfach so erzählt, daß, sagen wir zum Beispiel, der Planet Venus irgend etwas zu tun hat mit Kupfer, wie es in der Erde abgelagert ist, so ist ja das eine Sache, die man eigentlich bloß glauben muß, denn die Menschen bekommen nicht anders eine Vorstellung davon, als daß man ihnen eben sagt: Das haben einmal ältere Menschen gewußt, und heute weiß man nichts Rechtes mehr darüber. Es handelt sich also darum, daß man dann, wenn man schon so etwas bespricht, wirklich auf die Sache eingeht. Und da möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, daß ja in bezug auf diese Dinge auch von der heutigen Medizin nicht mehr sehr viel gewußt wird. In einer Zeit, die eigentlich nur ein paar Jahrhunderte zurückliegt, hat man noch sehr viel mit solchen alten Mitteln geheilt, indem man gewußt hat: Wenn das oder jenes als Störung, als Krankheitserscheinung im Menschen auftritt, so muß man dies oder jenes Metall, oder das oder jenes aus der Pflanze anwenden.
[ 2 ] Dr. Steiner: If one simply recounts this—as is often found in old books (since new ones say nothing about it, except in our anthroposophical books)—by saying, for example, that the planet Venus has something to do with copper as it is deposited in the Earth, then that is something one really just has to believe, because people have no other way of forming a mental image of it than by being told: “Older people used to know this, and today we don’t really know much about it anymore.” So the point is that when we discuss such matters, we really need to delve into the subject. And I’d like to draw your attention to the fact that even modern medicine doesn’t know very much about these things anymore. In a time that is actually only a few centuries ago, people still healed a great deal using such ancient remedies, knowing that: When this or that occurs as a disturbance or a symptom of illness in a person, one must apply this or that metal, or this or that substance from a plant.
[ 3 ] Heute ist von alledem eigentlich nichts mehr übrig geblieben, als daß man weiß: Bei gewissen Erscheinungen, die namentlich bei sogenannten syphilitischen Erkrankungen auftreten, muß man Quecksilberkuren machen. Also da wendet man das Metall Quecksilber an. Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß eigentlich über die Art und Weise, wie das Quecksilber wirkt, kein Mensch in der Medizin heute einen Aufschluß gibt, sondern man wendet es an, weil man gesehen hat, daß es eben wirksam ist. Und in bezug auf diese Wirkung des Quecksilbers bei syphilitischen Erkrankungen muß man ja auch erwähnen, daß in der neueren Zeit vieles an die Stelle von Quecksilber gesetzt worden ist. Die berühmten neueren Mittel, die an die Stelle gesetzt worden sind, sind aber durchaus erkannt, auch heute schon, in ihrer nicht ganz einwandfreien Wirksamkeit, und sehr bald wird die Medizin auch auf diesem Gebiete wiederum zu den Quecksilberkuren zurückgegangen sein.
[ 3 ] Today, virtually nothing remains of all this except the knowledge that certain symptoms—which occur particularly in so-called syphilitic diseases—require mercury treatments. So that is where the metal mercury is used. I would like to point out that, in fact, no one in medicine today can explain exactly how mercury works; rather, it is used because it has been observed to be effective. And with regard to this effect of mercury on syphilitic diseases, it must also be mentioned that in recent times, many alternatives to mercury have been introduced. However, the well-known newer agents that have replaced it are already recognized today as not being entirely effective, and very soon, medicine will have reverted to mercury treatments in this field as well.
[ 4 ] In einer merkwürdigen Weise können Sie sich davon überzeugen, daß bei dem Quecksilber eigentlich der Heilinstinkt - nicht die heutige Wissenschaft, sondern der Heilinstinkt - etwas sehr, sehr Großes wirkt. Es gibt gewisse Gegenden, wenn da irgendwo eine Erkrankung nach syphilitischer Art auftritt — ich setze solche Gegenden voraus, heute gibt es ja fast keine mehr, aber vor drei bis vier Jahrzehnten hat es das noch gegeben —, da machen die Menschen, die dann nicht Ärzte sind, aus ihrem Heilinstinkt heraus das folgende: sie nehmen solche Tiere, Salamander oder Kröten gar, die teilweise unter der Erde leben und mit ihrer Nahrung etwas von der Erde aufnehmen. Diese Tiere, Salamander oder Kröten oder ähnliche Tiere, die nehmen die Menschen, trocknen sie, pulverisieren sie und geben sie dem syphilitisch Kranken ein. Und da entsteht auch eine Art von Heilmittel.
[ 4 ] In a curious way, you can see for yourself that, when it comes to mercury, it is actually the healing instinct—not modern science, but the healing instinct—that is at work in a very, very powerful way. There are certain regions where, if a syphilitic-type illness occurs—I’m assuming such regions exist; today there are almost none left, but three or four decades ago they still existed—people who are not doctors do the following out of their instinct for healing: They take certain animals—salamanders or even toads—which live partly underground and absorb some of the earth’s substances through their food. People take these animals—salamanders, toads, or similar creatures—dry them, pulverize them, and administer the powder to the person suffering from syphilis. And this also produces a kind of remedy.
[ 5 ] Nun, das ist zunächst ganz unverständlich, wird nur verständlich, wenn man weiß: Die Kröten helfen den syphilitisch Kranken in manchen Gegenden nicht, und wieder in anderen Gegenden helfen sie großartig. Und wenn man dann nachschaut, was das für Gegenden sind, so sind das solche Gegenden, in denen Quecksilberbergwerke sind. Also sehen Sie, das Kuriose ist dabei: In Gegenden, wo Quecksilber ist, da nehmen diese Tiere das auf, und das Quecksilber hilft dann. Nicht die Kröte hilft, sondern das Quecksilber, das die Kröte gefressen und in ihrem Körper verarbeitet hat. Das hilft.
[ 5 ] Well, at first this is completely baffling; it only makes sense once you realize that in some areas, toads don’t help people with syphilis, while in other areas they help tremendously. And when you look into what kind of areas these are, they are areas where there are mercury mines. So you see, the curious thing is this: In areas where there is mercury, these animals absorb it, and the mercury then helps. It is not the toad that helps, but the mercury that the toad has eaten and processed in its body. That is what helps.
[ 6 ] Sie sehen also aus diesen Dingen zweierlei: erstens, daß ein merkwürdiger Heilinstinkt vorhanden ist bei den Menschen, die noch nicht sehr angesteckt sind von gewöhnlicher Wissenschaft, und auf der anderen Seite, daß dasjenige, was man als Lebewesen aufnimmt — und eine Kröte ist auch ein Lebewesen -, in den ganzen Körper übergeht, sich im ganzen Körper verbreitet. Und so ist es ja auch beim Menschen in einem noch höheren Maße. Wenn dies zum Beispiel gerade für die Quecksilberkur angeführt werden sollte, so möchte ich Ihnen folgendes sagen.
[ 6 ] So you can see two things from these examples: first, that there is a remarkable instinct for healing in people who have not yet been greatly influenced by conventional science; and second, that whatever one ingests as a living being—and a toad is also a living being—passes into the entire body and spreads throughout it. And this is indeed the case with human beings to an even greater degree. If, for example, this were to be cited specifically in connection with mercury therapy, I would like to say the following to you.
[ 7 ] Es ist ja wirklich auch in der Medizin erst in den allerletzten Jahrzehnten so furchtbar schlecht geworden, wie es heute ist. Als ich noch ein kleiner Bub war, war es sogar besser. Da gab es zum Beispiel in Wien noch einen ausgezeichneten Anatomen, Hyrtl, der wußte noch etwas, gar nicht mehr sehr viel, aber etwas noch von der älteren Medizin. Und der hat bei solchen Menschen, die Quecksilberkuren durchgemacht haben, wenn man sie in der Klinik haben konnte, einfach nach dem Tode den zuhörenden Studenten die Knochen gezeigt, hat die Knochen auseinandergebrochen, und in den Knochen saßen die kleinen Quecksilberkügelchen! So verbreitet sich dasjenige, was der Mensch in sich aufnimmt, in den ganzen Körper. Ebenso ist es bei den anderen Lebewesen. Daher konnte man eben einfach auch Kröten, die in ihrem ganzen Körper das Quecksilber aufnehmen, dazu verwenden, um sie in pulverisiertem Zustande als Heilmittel gegen die syphilitischen Erkrankungen zur Wirkung zu bringen.
[ 7 ] It’s really only in the very last few decades that medicine has gotten as terribly bad as it is today. When I was still a little boy, it was actually better. For example, there was still an excellent anatomist in Vienna, Hyrtl, who still knew something—not very much anymore, but still something—about the older form of medicine. And with people who had undergone mercury treatments—if they could be admitted to the clinic—he would simply show their bones to the students after their death, break the bones apart, and there in the bones were the tiny mercury beads! This is how whatever a person absorbs spreads throughout the entire body. The same is true for other living beings. That is why toads, which absorb mercury throughout their entire bodies, could simply be used—in powdered form—as a remedy for syphilitic diseases.
[ 8 ] Jetzt möchte ich Ihnen sagen, wie die Menschen in früheren Zeiten, als die Wissenschaft noch in ganz anderer Art war, darauf gekommen sind, gerade bei solchen Erkrankungen das Quecksilber anzuwenden.
[ 8 ] Now I would like to tell you how people in earlier times, when science was still very different, came to use mercury specifically for such diseases.
[ 9 ] Sehen Sie, wenn Sie sich das ganze Planetensystem anschauen, wie wir es heute aus der Schule kennen, so ist es ja so, daß man also sagt: Hier ist in der Mitte die Sonne. Mehr in der Nähe der Sonne läuft um die Sonne herum der Merkur - ein kleiner Planet. Etwas weiter läuft um die Sonne herum die Venus. Der Merkur also ist ein kleiner Planet, der in sehr kurzer Zeit, etwa in neunzig Tagen um die Sonne herumläuft. Dann kommt die Venus, die schon langsamer um die Sonne herumläuft; und der nächste Planet, der um die Sonne herumläuft, ist die Erde. Dann kommt außerhalb der Erde schon der Mars. Nach dem Mars, da laufen eine ganze Menge kleinwinziger Planeten herum. Die sind zu Hunderten und Hunderten, ganz kleine, winzige Planeten; die laufen herum. Also jetzt müßte ich eine ganze Planetenschar zeichnen. Aber die braucht man nicht so viel zu berücksichtigen. Sie haben keine so große Bedeutung wie die Planeten. Und nach dieser Planetenschar kommt der Jupiter, der um die Sonne herumläuft, und ganz weit draußen der Saturn. Und dann kommt noch - aber die zwei letzten Planeten sind ja erst in allerneuester Zeit entdeckt worden — der Uranus und der Neptun. Ich brauche die nicht zu zeichnen. Die laufen weiter draußen herum, und die zeigen solche Unregelmäßigkeiten, daß man sie in Wirklichkeit auch heute noch nicht recht zu den Planeten rechnen kann. So also laufen diese Planeten um die Sonne herum. Um die Erde herum läuft dann noch der Mond. Der läuft um die Erde herum, geradeso wie die anderen Planeten um die Sonne herumlaufen.
[ 9 ] You see, when you look at the entire planetary system as we learned about it in school, the way it’s usually presented is that the Sun is in the center. Closer to the Sun, Mercury—a small planet—orbits the Sun. A little farther out, Venus orbits the Sun. Mercury, then, is a small planet that orbits the Sun in a very short time—about ninety days. Then comes Venus, which orbits the Sun more slowly; and the next planet to orbit the Sun is Earth. Then, just beyond Earth, comes Mars. Beyond Mars, there are a whole host of tiny, minuscule planets orbiting. There are hundreds upon hundreds of them—very small, tiny planets—orbiting there. So now I would have to draw a whole cluster of planets. But there’s no need to pay them much attention. They aren’t as significant as the planets. And after this cluster of planets comes Jupiter, which orbits the Sun, and far out there, Saturn. And then there are—though the last two planets were only discovered very recently—Uranus and Neptune. I don’t need to draw them. They orbit farther out, and they exhibit such irregularities that, in reality, even today they can’t really be counted among the planets. So these are the planets that orbit the Sun. The Moon also orbits the Earth. It orbits the Earth just as the other planets orbit the Sun.


[ 10 ] Nun, heute betrachtet die Astronomie solch ein Planetensystem und kümmert sich nicht sehr viel um die Einwirkungen, welche diese Planeten auf die Wesen haben, welche auf der Erde leben. Man rechnet aus, wo ein Planet zu einer bestimmten Zeit steht, so daß, wenn man das Fernrohr hinrichtet, man ihn dort finden kann. Das kann man ausrechnen. Man kann ausrechnen, wie man das Fernrohr stellen muß, damit, wenn man durchguckt, man einen Planeten zu einer bestimmten Zeit sieht. Man kann auch ausrechnen, wie schnell sich ein Planet bewegt. Man kann all dies ausrechnen. Um diese Rechnungen kümmert man sich heute.
[ 10 ] Well, today astronomy studies such planetary systems and doesn’t pay much attention to the effects these planets have on the beings living on Earth. We calculate where a planet will be at a specific time so that, when we point the telescope in that direction, we can find it there. That can be calculated. One can calculate how to position the telescope so that, when looking through it, one sees a planet at a specific time. One can also calculate how fast a planet moves. All of this can be calculated. These are the calculations people focus on today.
[ 11 ] Aber sehen Sie, es ist gar nicht einmal so lange her - für die Entwickelung des ganzen Weltsystems sind ja ein paar Jahrtausende nicht viel —, es ist noch gar nicht so lange her, zweieinhalb bis dreieinhalb Jahrtausende, da hat man über die Planeten eine ganz andere Wissenschaft angestrebt. Da hat man folgendes gemacht. Da sind zum Beispiel solche Erkrankungen aufgetreten, bei denen, sagen wir, die Menschen schlechte Verdauung bekommen haben durch dickliches Blut — ich werde Ihnen gleich nachher erzählen, warum. Ich kann jetzt nicht weiter diese kritischen Erkrankungen betrachten, weil die in alten Zeiten nicht in demselben Maße da waren wie in neueren Zeiten; ich werde also jetzt absehen davon, weil sie in älteren Zeiten, in denen man diese Beobachtung gemacht hat, noch nicht in demselben Maße vorhanden waren wie heute. Aber eine Krankheit, die dort vorhanden war, wo man solche Beobachtungen gemacht hat, nämlich in Babylonien, Assyrien, Ninive und so weiter, auch in Ägypten, das ist die, daß die Leute eine schlechte Verdauung bekommen haben durch ein dickliches Blut, durch eine nicht richtig vor sich gehende Blutbereitung. Namentlich ist dadurch in die Fäkalien, in den Speiseabgang Blut hineingekommen, so daß die Entleerungen etwas von Blut durchsetzt waren; typhusähnliche Erkrankungen sind ja in älteren Zeiten noch viel häufiger gewesen als heute. Also nehmen wir an, diese alten Ärzte, die zu gleicher Zeit Philosophen waren, haben diese Erkrankung zu studieren gehabt. Sie sind gar nicht hergegangen und haben gewartet, bis der betreffende Mensch gestorben war, denn sie haben sich gedacht: Wenn einer einmal gestorben ist, so ist das Heilen schwer, und deshalb haben sie gar nicht weiter untersucht, wie sich der Tote verhält, wenn er den Typhus gehabt hat, sondern sie sind anders vorgegangen. Sie haben sich gesagt: Wir sehen, daß solche Kranke, die Brechdurchfall oder Typhus, Dysenterie oder so etwas haben, sich zu bestimmten Zeiten wohler befinden; zu anderen Zeiten wird das Allgemeinbefinden furchtbar schlecht.
[ 11 ] But you see, it wasn’t even that long ago—after all, a few millennia aren’t much in the context of the development of the entire world system—it wasn’t that long ago at all, two and a half to three and a half millennia, when people were pursuing a completely different science regarding the planets. Here’s what they did back then. For example, there were certain illnesses in which—let’s say—people suffered from poor digestion due to thick blood—I’ll explain why in a moment. I cannot go into further detail about these critical illnesses now, because they were not as prevalent in ancient times as they are in more recent times; so I will set them aside for now, since in the earlier periods when these observations were made, they were not as widespread as they are today. But one illness that was present where such observations were made—namely, in Babylonia, Assyria, Nineveh, and so on, as well as in Egypt—is that people suffered from poor digestion due to thick blood, due to improper blood formation. Specifically, this caused blood to enter the feces—the digestive waste—so that the bowel movements were somewhat mixed with blood; typhoid-like illnesses were, after all, much more common in ancient times than they are today. So let us assume that these ancient physicians, who were also philosophers, had to study this illness. They did not simply wait until the person in question had died, for they reasoned: Once someone has died, healing becomes difficult; and therefore they did not investigate further how the deceased was faring if they had had typhus, but instead took a different approach. They said to themselves: We see that patients suffering from vomiting and diarrhea, typhoid, dysentery, or similar conditions feel better at certain times; at other times, their general condition becomes terribly poor.
[ 12 ] Also sie haben sich gesagt: Der Typhus verläuft manchmal gut, manchmal verläuft er schlecht. Es gibt zum Beispiel solche Kranke, die, wenn sie typhuskrank oder dysenteriekrank werden, also krankhaften Durchfall’ bekommen mit Koliken, manchmal furchtbare Schwindelanfälle bekommen. Das Bewußtsein wird ganz abgedämmert. Da wird die Geschichte sehr übel. Aber manche Kranke behalten ihr Bewußtsein. Der Kopf bleibt in Ordnung. Man kann bei diesen Kranken etwas machen.
[ 12 ] So they said to themselves: Typhus sometimes has a favorable course, and sometimes it has an unfavorable one. For example, there are patients who, when they contract typhus or dysentery—that is, when they develop pathological diarrhea accompanied by colic—sometimes experience terrible bouts of dizziness. Their consciousness becomes completely clouded. That’s when things take a very bad turn. But some patients remain conscious. Their minds stay clear. You can do something for these patients.
[ 13 ] Nun haben sie sich gesagt: Der Mensch lebt nicht bloß auf der Erde, er ist nicht bloß von der Erde abhängig, sondern der Mensch ist auch vom ganzen Weltenall abhängig. Deshalb haben sie nun beobachtet. Und nun denken Sie sich: die Erde steht da. Wir können durchaus das heutige Planetensystem, wie man es in der Schule heute lernt, dabei zugrunde legen. Jetzt wird doch die Erde beschienen von der Sonne. Die Sonnenstrahlen fallen dann auf die Erde. Und daß von dem Sonnenlicht beim Menschen viel abhängt, das wissen Sie ja selbst, und das haben wir auch immer in diesen Betrachtungen hier zugrunde gelegt. Nun, auf die Sonne als solche haben diese alten Ärzte daher nicht gerade so furchtbar viel Rücksicht genommen, denn das ist alles ganz offenbar, haben sie gesagt. Aber nun haben sie solche Leute beobachtet, die zum Beispiel einen sehr starken Durchfall hatten, und haben sich gesagt: die bekommen Schwindelanfälle zu bestimmten Zeiten, der Kopf wird trübe. Andere haben starken Durchfall und der Kopf bleibt klar; sie bekommen keine Schwindelanfälle. Das geschieht aber immer — haben sie sich gesagt - zu verschiedenen Zeiten. Zu einer bestimmten Zeit ist mit den Durchfallkranken eigentlich gar nichts anzufangen; da kann man nichts anfangen: die kriegen unbedingt Schwindelanfälle, und dann geht es zum Tod. Zu anderen Zeiten werden die Durchfälle besonders leicht.
[ 13 ] Now they said to themselves: Human beings do not merely live on Earth; they are not merely dependent on Earth, but are also dependent on the entire universe. That is why they began to observe. And now imagine: the Earth is there. We can certainly use today’s understanding of the planetary system—as taught in schools today—as our basis. After all, the Earth is illuminated by the Sun. The Sun’s rays then fall upon the Earth. And you know yourself that much depends on sunlight for human beings; we have always taken that as a basis in these considerations here. Well, these ancient physicians did not pay all that much attention to the Sun as such, for they said that all of this is quite obvious. But then they observed people who, for example, had very severe diarrhea, and they noted: these people experience bouts of dizziness at certain times, and their minds become clouded. Others have severe diarrhea but their minds remain clear; they do not experience bouts of dizziness. But this always happens—they observed—at different times. At a certain time, there’s really nothing that can be done for patients with diarrhea; there’s nothing you can do: they’re bound to get dizzy spells, and then they die. At other times, the diarrhea becomes particularly mild.
[ 14 ] Nun haben sie angefangen, die Sterne zu beobachten und haben gefunden, daß in denjenigen Zeiten, in denen die Durchfälle oder die Typhuskrankheiten gut verlaufen, die Venus, der Planet Venus immer so steht, daß er von der Erde zugedeckt wird. Sehen Sie, wenn da die Erde steht (siehe Zeichnung S. 326, links), so kann die Venus da stehen. Wenn dann der Mensch dort steht, kriegt er kein Venuslicht. Die Erde deckt ihm die Venus zu. Das Venuslicht kann nicht durch die Erde zum Menschen durch. Sie haben das natürlich daraus erkannt, daß man die Venus nicht sehen konnte, daß sie durch die Erde bedeckt war. Jetzt haben sie sich gesagt: Betrachten wir einmal einen typhuskranken Menschen in der Zeit, in der die Venus von der Erde zugedeckt wird: Donnerwetter, da geht es mit dem Typhus gut. Wenn aber die Venus so steht, daß sie nicht zugedeckt ist zum Beispiel, da bekommt der typhuskranke Mensch das Venuslicht zum Sonnenlicht dazu (siehe Zeichnung, rechts). Da geht es mit dem Typhus schlecht. Da wird der Kopf schwindelig, schlecht, und der Typhus kann nicht geheilt werden.
[ 14 ] Now they have begun to observe the stars and have found that during periods when cases of diarrhea or typhoid fever have a favorable course, Venus—the planet Venus—is always positioned in such a way that it is obscured by Earth. You see, when the Earth is positioned like this (see drawing, left), Venus can be positioned there. When a person stands there, they don’t receive any light from Venus. The Earth blocks Venus from them. The light from Venus cannot pass through the Earth to reach the person. They realized this, of course, because Venus could not be seen—it was obscured by the Earth. Now they said to themselves: Let’s consider a person suffering from typhus during the time when Venus is obscured by Earth: Good heavens, the typhus is progressing well then. But when Venus is positioned so that it is not obscured—for example—the person with typhus receives the light of Venus in addition to the sunlight (see illustration, right). Then the typhus takes a turn for the worse. The patient becomes dizzy and unwell, and the typhus cannot be cured.


[ 15 ] Das haben sie nun gewußt. Jetzt haben sie gesagt: Die Venus leuchtet doch, und die Strahlen gehen durch die Erde durch. Da muß doch irgend etwas in der Erde sein, was die Venusstrahlen verändert. Jetzt haben sie probiert. Nicht beim Toten, sondern beim Lebendigen haben sie probiert: Gebe ich nun diesem Typhuskranken Blei ein, dann geschieht nichts. Gebe ich einem Typhuskranken, ganz gleichgültig, wo die Venus steht, Eisen ein, geschieht auch nichts. Gebe ich ihm aber Kupfer ein, so wirkt dieses Kupfer ganz merkwürdig. Dann vertreibt es ihm den Schwindel und der Typhuskranke neigt zur Besserung. Aha, sagten sich diese alten Menschen, Kupfer ist in der Erde drinnen. Das Kupfer, das wirkt in der Erde drinnen so, daß es den Typhus so beeinflußt, wie umgekehrt die Venusstrahlen ihn ungünstig beeinflussen. Wenn die Venusstrahlen direkt zufließen, dann befördern sie den Typhus. Wenn man den Typhuskranken Kupfer eingibt, dann hindert das den Typhus.
[ 15 ] They knew that much. So they said: Venus does shine, after all, and its rays pass right through the Earth. There must be something in the Earth that alters Venus’s rays. So they conducted an experiment. They didn’t experiment on the dead, but on the living: If I give lead to this typhoid patient, nothing happens. If I give iron to a typhoid patient—no matter where Venus is in the sky—nothing happens either. But if I give him copper, this copper has a very strange effect. It relieves his dizziness, and the typhoid patient begins to recover. “Aha,” these old people said to themselves, “copper is found in the earth. Copper acts within the earth in such a way that it influences typhus just as, conversely, the rays of Venus adversely affect it. When the rays of Venus shine directly upon it, they promote typhus. When copper is administered to a typhus patient, it prevents typhus.”
[ 16 ] Nun haben sie gesagt: Die Venus hängt mit dem Kupfer zusammen in einer gewissen Weise, Also nicht etwa, daß die Leute spiritistische Sitzungen angestellt hätten und ihnen ein Medium gesagt hätte: Wenn einer typhuskrank wird, müßt ihr Kupfer verwenden -, sondern sie haben solche Beobachtungen gemacht, die man heute nur nicht mehr macht. Sie sind geradeso wissenschaftlich vorgegangen aus einem alten Instinkt heraus. Und sie haben sich gesagt: In der Erde ist Kupfer. Dieses Kupfer in der Erde hängt mit der Kraft, die von der Venus ausgeht, zusammen. Das sieht man aus der besonderen Wirkung auf die Krankheit.
[ 16 ] Now they said: Venus is connected to copper in a certain way. It’s not as if people had held séances and a medium had told them, “If someone contracts typhus, you must use copper”—rather, they made observations of this kind that are simply no longer made today. They proceeded just as scientifically, guided by an ancient instinct. And they said to themselves: There is copper in the earth. This copper in the earth is connected to the force emanating from Venus. This can be seen from its specific effect on the disease.
[ 17 ] Dann haben sie andere Beobachtungen angestellt. Denken wir zum Beispiel, es lag ein solcher Krankheitsfall vor, daß der Kranke, sagen wir, Sehstörungen bekam, Störungen in den Augen, daß er nicht ordentlich sehen konnte. Sie wissen ja, man kann in den Augen allerlei Krankheiten bekommen, so daß man Nebel vor den Augen hat, daß die Pupillen klein werden. Man kann allerlei solche Augenkrankheiten bekommen. Da haben sie nun wiederum solche Versuche angestellt und haben gefunden, wenn die Erde hier steht und der Jupiter zum Beispiel so, daß die Erde den Jupiter zudeckt, dann geht es solch einem Augenkranken besser, als wenn der Jupiter direkt auf die Erde scheint. Nun haben sie wieder probiert: Was ist in der Erde, was entgegen dem Jupiter wirkt? — und haben gefunden, daß das das Zinn ist, namentlich wenn man das Zinn aus den Pflanzen heraus gewinnt.
[ 17 ] Then they conducted other observations. Let’s imagine, for example, that there was a case in which the patient developed, say, visual disturbances—problems with the eyes—such that he could not see properly. As you know, people can develop all sorts of eye diseases—such as blurred vision or constricted pupils. There are all kinds of eye diseases like that. So they conducted further experiments and found that when the Earth is in this position and Jupiter, for example, is such that the Earth blocks Jupiter, then a person with such an eye condition feels better than when Jupiter shines directly on the Earth. So they tried again: What is it in the Earth that counteracts Jupiter? — and found that it is tin, specifically when tin is extracted from plants.
[ 18 ] Und so haben sie nach und nach aus der Wirkung auf den Menschen die Planeten und die Metalle, die in der Erde sind, zusammengestellt und haben gefunden: Venus hängt mit Kupfer zusammen, Jupiter mit Zinn, Saturn mit Blei. Da haben sie gefunden, daß namentlich dann, wenn der Mensch Knochenerkrankungen bekommt, wie sie auch bei Bleivergiftungen auftreten, das etwas zu tun hat mit der Bestrahlung durch den Saturn und haben für Saturn die Bleiwirkung gefunden.
[ 18 ] And so, based on their effects on human beings, they gradually identified the planets and the metals found in the Earth, and discovered that Venus is associated with copper, Jupiter with tin, and Saturn with lead. They discovered that, particularly when a person develops bone diseases—such as those that occur in cases of lead poisoning—this has something to do with Saturn’s radiation, and they identified Saturn’s influence as being that of lead.
[ 19 ] Für den Mars, der insbesondere etwas mit Blutkrankheiten zu tun hat, ist das leichter zu finden gewesen. Da hat man das Eisen gefunden. Also Mars = Eisen. Für den Mond, der in ganz anderem Verhältnisse steht, weil er die Erde umkreist, hat man aber doch etwas Ähnliches gefunden, nämlich das Silber: Mond = Silber.
[ 19 ] For Mars, which is associated in particular with blood disorders, this was easier to establish. Iron was identified as its element. Thus, Mars = iron. For the Moon, which is in a completely different relationship because it orbits the Earth, something similar was nevertheless found: silver. Thus, Moon = silver.
[ 20 ] Nun, diese Art und Weise, die Sache zu betrachten, die ist ja später vollständig verlassen worden. Aber Sie brauchen nicht zu glauben, daß das zu lang schon her ist, daß man die Sache verlassen hat. Das ist erst drei bis vier Jahrhunderte her, daß man solche Beobachtungen nicht mehr angestellt hat. Im 13., 14. Jahrhundert hat man durchaus noch solche Beobachtungen angestellt. Was hat man sich nun gesagt? Man hat sich gesagt: Das alles, was da als Planeten verteilt ist, das war einmal in einem Urbrei drinnen - die Geschichte vom Urbrei ist ja richtig-, in einem Weltennebel drinnen. Man muß sich nur nicht vorstellen, daß aus dem Weltennebel alles ohne geistige Wirkung herauskommen kann, sonst kommt das eben in Betracht, was ich Ihnen schon gesagt habe vom Weltenschulmeister, der dreht! Nein, man hat einmal gewußt: Es war alles in einer Art von Urbrei aufgelöst. Da gab es nicht Sonne, Mond und Erde, sondern alles war in einem Urbrei aufgelöst. Das hat sich später abgesondert.
[ 20 ] Well, this way of looking at things was, of course, completely abandoned later on. But you shouldn’t think that it’s been too long since people stopped doing this. It was only three to four centuries ago that people stopped making such observations. In the 13th and 14th centuries, such observations were certainly still being made. What did people say at the time? They said: Everything that is now scattered out as planets was once contained within a primordial soup—the story of the primordial soup is, after all, true—within a cosmic nebula. One must simply not create a mental image of everything emerging from the cosmic nebula without any spiritual influence; otherwise, what I have already told you about the “cosmic schoolmaster” who spins comes into play! No, it was once understood that everything was dissolved in a kind of primordial soup. There was no sun, moon, or Earth; rather, everything was dissolved in a primordial soup. This later separated.
[ 21 ] Durch das Kupfer, das die Erde in sich hat, das Metall Kupfer hat heute noch der Planet Venus Einfluß. Als die Venus noch aufgelöst war in dem Urbrei, hat sie eine besondere Verwandtschaft gehabt zum Kupfer. Damals ist das entstanden, daß das Kupfer verwandt ist mit der Venus. Und als der Mond noch aufgelöst war in allem, war das Silber in einem besonderen Verhältnisse zum Mond.
[ 21 ] Through the copper contained within the Earth, the metal copper still exerts an influence on the planet Venus today. When Venus was still dissolved in the primordial soup, it had a special affinity with copper. That is when the connection between copper and Venus came into being. And when the Moon was still dissolved within everything, silver had a special relationship to the Moon.
[ 22 ] Dieses Wissen war also nicht eine göttliche Offenbarung, auch nicht ein willkürlich-autoritatives Diktat, sondern es beruhte das auf den alten Beobachtungen. Und durch besondere Verhältnisse, namentlich dadurch, daß in den neueren Jahrhunderten die sogenannten zivilisierten Völker mehr mit den wilden Völkern zusammengekommen sind, hat sich zuerst durch eine Vermischung, durch eine geschlechtliche Vermischung der zivilisierten mit den wilden Völkern das herausgebildet, was die syphilitischen Erkrankungen sind.
[ 22 ] This knowledge, then, was neither a divine revelation nor an arbitrary, authoritative dictate, but was based on ancient observations. And due to specific circumstances—namely, the fact that in recent centuries the so-called civilized peoples have come into greater contact with savage peoples—syphilitic diseases first emerged as a result of intermingling, specifically through sexual intermingling between civilized and savage peoples.
[ 23 ] Die syphilitischen Erkrankungen waren weniger da, als die Völker noch mehr in Rassen abgeschieden waren. Nicht wahr, bei Krankheiten, die so auftreten wie die syphilitischen, ist ja der Gang der, daß sie zunächst durch irgend etwas bewirkt werden, aber dann durch sich selbst sich fortpflanzen. Sie werden ansteckend. Ursprünglich müssen sie aber durch irgend etwas entstehen. Die syphilitischen Krankheiten sind dadurch entstanden, daß sich Menschen entferntstehender Rassen geschlechtlich miteinander vermischt haben. Und es kann überhaupt zum Beispiel keine syphilitische Ansteckung zustandekommen, wenn nicht eine wenn auch noch so verborgene kleine Wunde oder selbst nur eine kleine Schleißigkeit im Gewebe vorhanden ist. Der syphilitische Ansteckungsstoff muß ins Blut desjenigen Menschen hineinkommen, der zunächst nicht angesteckt ist. Also wenn Sie den syphilitischen Ansteckungsstoff einfach auf die Haut aufstreichen, und die Haut ist ganz dicht, so kann keine Ansteckung entstehen. Eine Ansteckung kann nur dann entstehen, wenn die Haut irgendwo so dünn ist, daß der Ansteckungsstoff durchkommen kann. Daraus können Sie ersehen, daß der syphilitische Ansteckungsstoff zunächst irgendwo entstehen muß, wo fremde Blutgegensätze zusammenkommen. Und dann natürlich pflanzt sich das Gift weiter fort. Aber ursprünglich ist das entstanden, als unter den Völkern eine größere Vermischung entstand. Und es wäre ja wahrscheinlich interessant, die Statistiken zu prüfen auch in bezug auf diese Krankheitsfälle jetzt, wo ja von gewisser Seite in Europa allerlei exotische Menschen verwendet werden, wobei man ja nicht immer verhindern kann, daß nun auch da, nicht wahr, im Sexuellen allerlei Ausschreitungen stattfinden.
[ 23 ] Syphilitic diseases were less common when peoples were even more segregated into races. Isn’t it true that with diseases like syphilis, the course of the illness is such that they are initially caused by something, but then propagate on their own? They become contagious. Originally, however, they must be caused by something. Syphilitic diseases arose because people of distantly related races intermarried. And, for example, syphilitic infection cannot occur at all unless there is a small wound—no matter how hidden—or even just a slight erosion in the tissue. The syphilitic infectious agent must enter the bloodstream of a person who is not initially infected. So if you simply apply the syphilitic infectious agent to the skin, and the skin is completely intact, no infection can occur. Infection can only occur if the skin is thin enough in some place for the infectious agent to penetrate. From this you can see that the syphilitic infectious agent must first arise where foreign blood types come into contact. And then, of course, the toxin spreads further. But it originally arose when there was greater intermingling among peoples. And it would probably be interesting to examine the statistics regarding these cases of the disease now that, from certain quarters in Europe, all sorts of exotic people are being brought in—though one cannot always prevent all sorts of sexual excesses from occurring there as well, can one?
[ 24 ] Sehen Sie, das Auftauchen der Syphilis ist ja in einzelnen Fällen schon früher vorgekommen, aber das stärkere Auftreten der Syphilis ist erst in der neueren Zeit da, aber doch in der neueren Zeit, wo man noch etwas von dieser alten Wissenschaft wußte, so daß schon Beobachtungen darüber angestellt worden sind, daß sich Syphiliskranke leichter fühlen, wenn der Merkur von der Erde zugedeckt wird. Und dadurch hat man gefunden, daß das Quecksilber dem Merkur zugeteilt ist. Und auf diese Weise hat man allmählich so die Metalle den betreffenden Planeten zugeteilt:
[ 24 ] You see, while isolated cases of syphilis had occurred earlier, the more widespread occurrence of syphilis has only emerged in recent times—specifically, in the recent past when people still knew something of this ancient science, so that observations had already been made indicating that syphilis patients feel better when Mercury is obscured from view by the Earth. And through this, it was discovered that mercury is associated with the planet Mercury. And in this way, the metals were gradually assigned to their respective planets:
[ 25 ] Merkur — Quecksilber
Venus - Kupfer
Jupiter — Zinn
Saturn - Blei
Mars - Eisen
Mond - Silber
[ 25 ] Mercury — Quicksilver
Venus — Copper
Jupiter — Tin
Saturn — Lead
Mars — Iron
Moon — Silver
[ 26 ] Man sagte sich: Als das alles in einem Urbrei aufgelöst war, da war einfach der Venusstoff dasjenige, was gemacht hat, daß sich in der Erde Kupfer ablagerte, der Mond dasjenige, was gemacht hat, daß sich auf der Erde Silber ablagerte.
[ 26 ] It was said: When all of this had dissolved into a primordial mass, it was simply the substance of Venus that caused copper to be deposited in the Earth, and the Moon that caused silver to be deposited on the Earth.
[ 27 ] Sehen Sie, diese Beobachtungen können ja auch noch fortgesetzt werden. Es ist sehr merkwürdig, wie in einer bestimmten Zeit gerade in bestimmten Kreisen das aufgetreten ist, daß man gewissermaßen diese alte Wissenschaft verheimlichen wollte. Da gibt es heute noch gewisse Bücher, die derjenige, der nicht wiederum Anthroposophie kennt, eigentlich gar nicht lesen kann, weil er ja nichts damit machen kann. Da stehen alle möglichen Sachen drinnen, aber die Leute können sie heute nicht mehr lesen. Es hat zum Beispiel ein schwedischer Forscher ein solches Buch von Basilius Valentinus, das ziemlich alt ist, bekommen und er hat vom heutigen Standpunkt der Chemie darüber geschrieben und hat gesagt: Das ist ja der reinste Unsinn, was der da sagt. — Er hat auch recht im Grunde genommen, wenn er sagt: Das ist ja der reinste Unsinn! — denn so, wie der heutige Chemiker die Ausdrücke Quecksilber, Eisen und so weiter gebraucht, haben sie ja gar keinen Bezug zum Menschen. Also derjenige, der heute ein glänzendes Genie in der Chemie ist, kann sich gar nichts denken bei dem, was da in solchen Büchern steht wie denjenigen von Basilius Valentinus. Er kann sich gar nichts dabei denken, hat auch recht, wenn er sagt: Das ist ein kompletter Unsinn.
[ 27 ] You see, these observations could certainly be continued. It is very strange how, during a certain period, particularly in certain circles, there was a tendency to keep this ancient science hidden, so to speak. Even today, there are certain books that someone who isn’t familiar with anthroposophy can’t really read at all, because they can’t make sense of them. They contain all sorts of things, but people today can no longer read them. For example, a Swedish researcher obtained such a book by Basilius Valentinus—which is quite old—and wrote about it from the modern perspective of chemistry, saying: “What he says there is utter nonsense.” — And he’s actually right, when he says, “That’s utter nonsense!” — because the way today’s chemists use terms like ‘mercury,’ ‘iron,’ and so on, they have absolutely no connection to the human being. So someone who is a brilliant genius in chemistry today can’t make any sense of what’s written in books like those by Basilius Valentinus. He can’t make any sense of it at all, and he’s right when he says: “That’s complete nonsense.”
[ 28 ] Aber so ist es nicht, sondern der Basilius Valentinus schrieb noch zu einer Zeit, in der man zum Beispiel wußte: Die weibliche Periode kommt ungefähr nach achtundzwanzig Tagen. Der Mond wird auch voll nach achtundzwanzig Tagen. So gescheit waren nämlich die Alten auch, daß sie nicht dem Mondeneinfluß das zugeschrieben haben, daß das Weib Blut läßt. Aber sie haben sich gesagt: das kommt nach demselben Zeitrhythmus, also hat es früher einmal irgendwie zusammengehangen. Jetzt hat sich der Mensch frei gemacht von dem Zusammenhang. Nun, das war das eine, was man gewußt hat, daß also die Frau einen ähnlichen Rhythmus in sich hat, wie ihn das Weltenall in sich hat in dem Mondenbescheinen. Das war das eine, was man gewußt hat.
[ 28 ] But that is not the case; rather, Basilius Valentinus was writing at a time when it was known, for example, that a woman’s menstrual cycle occurs approximately every twenty-eight days. The moon also becomes full after twenty-eight days. The ancients were wise enough not to attribute a woman’s menstruation to the moon’s influence. Instead, they reasoned: since it occurs according to the same rhythmic cycle, there must have once been some connection between the two. Now, however, humanity has severed that connection. Well, that was one thing people knew—that a woman has a rhythm within her similar to the one the universe has in the moon’s phases. That was one thing people knew.
[ 29 ] Das andere, was man wußte, war das Folgende. Man sagte sich: Wenn man eine Frau hat, die schwer gebiert, bei der die Geburtswehen furchtbar lange dauern, und man gibt ihr Silber, dann werden die Geburtswehen leichter. Das hat man wiederum gewußt. Man hat aber auch gewußt, daß unter gewissen Umständen bei Frauen, die so ausschauen, daß sie lange Geburtswehen haben könnten, die Geburtswehen nicht so schwer werden, wenn kein auf der Erde sichtbarer Mond da ist, wenn der Mond gewissermaßen zugedeckt ist. Und so hat man die Silberwirkung im Zusammenhange mit dem Mond gesehen.
[ 29 ] The other thing people knew was this: It was said that if a woman was having a difficult labor—one in which the contractions lasted an awfully long time—and you gave her silver, her labor would become easier. That, too, was common knowledge. But it was also known that, under certain circumstances, for women who appeared likely to have prolonged labor, the labor pains would not be as severe if the moon were not visible in the sky—if, so to speak, the moon were covered. And so the effect of silver was seen in connection with the moon.
[ 30 ] Und bei Basilius Valentinus, da steht oftmals statt Silber Mond, und statt Mond Silber. Wenn also das der nordische Gelehrte liest, so kann er sich natürlich, auch wenn er noch so gut unterrichtet ist über das Silber, wie es in einem chemischen Prozeß wirkt, wenn er da bei Basilius Valentinus über das Silber liest, wenn er an bestimmten Stellen gar nicht Silber schreibt, sondern Mond schreibt -, ja da kann sich der nordische Gelehrte nichts mehr denken. Das ist sehr kompliziert. Aber sehen Sie, derjenige, der die Werke des Basilius Valentinus geschrieben hat, war ein Benediktinermönch. In den Benediktinerklöstern namentlich sind in alten Zeiten solche Dinge wie diese Wissenschaft wirklich in einem hohen Maße gepflegt worden. Und die Benediktinermönche waren außerordentlich gescheit in solchen Dingen.
[ 30 ] And in Basilius Valentinus’s work, “silver” is often used instead of “moon,” and “moon” instead of “silver.” So when the Nordic scholar reads this, he naturally—even if he is very well-informed about how silver behaves in a chemical process—when he reads about silver in Basilius Valentinus’s writings, and when in certain places the author does not write “silver” at all but writes “moon”—well, then the Nordic scholar is at a loss. This is very complicated. But you see, the person who wrote the works of Basilius Valentinus was a Benedictine monk. In the Benedictine monasteries in particular, in ancient times, such subjects as this science were truly cultivated to a high degree. And the Benedictine monks were exceptionally knowledgeable in such matters.
[ 31 ] Heute reist überall in deutschen Städten ein Pater Mager herum, der ist auch ein Benediktinermönch, aber der hält überall denselben Vortrag gegen die Anthroposophie. Überall in deutschen Städten wird von Pater Mager - vor ganz kurzer Zeit war er in Köln - gegen die Anthroposophie aufgetreten. Die Gegner sind ja immer sehr verschieden. Wenn die Jesuiten gegen die Anthroposophie reden, so ist es ja etwas anders, als wenn die Benediktiner gegen die Anthroposophie reden.
[ 31 ] A Father Mager is currently traveling around German cities; he is also a Benedictine monk, but he gives the same lecture against anthroposophy everywhere he goes. Father Mager has been speaking out against anthroposophy in cities all over Germany—he was in Cologne just recently. The opponents are, of course, always very different. When the Jesuits speak out against anthroposophy, it is, of course, somewhat different than when the Benedictines speak out against it.
[ 32 ] Ja, heute ist es so, heute unterdrückt die Kirche eine Wissenschaft, die über die Erde hinausgeht. Meine Herren, was hat in einer bestimmten Zeit angefangen? In einer bestimmten Zeit hat nämlich die Obrigkeit der Kirche angefangen, diese Wissenschaft nach und nach zu unterdrücken, die überall in den Klöstern geblüht hatte. Denn man braucht schließlich Zeit zu einer solchen Wissenschaft, und die Mönche haben diese Zeit gehabt, haben die alte Wissenschaft ausgebildet, sind dadurch in alten Zeiten ganz nützlich für die Menschheit gewesen. Aber man hat sie nach undnnach unterdrückt. Und diese Unterdrückung der geistigen Wissenschaft ist nämlich vielfach auf solche Weise zustande gekommen.
[ 32 ] Yes, that is the case today; today the Church is suppressing a science that extends beyond the Earth. Gentlemen, what began at a certain time? At a certain time, the Church authorities began to gradually suppress this science, which had flourished everywhere in the monasteries. After all, such a science requires time, and the monks had that time; they cultivated the ancient science and were thus of great benefit to humanity in times past. But it was gradually suppressed. And this suppression of spiritual science has, in fact, come about in this way on many occasions.
[ 33 ] Das wissen die heutigen weltlichen Gelehrten, die nun ebenso wettern gegen diese Wissenschaft, gar nicht, daß sie in richtiger Beziehung die Schüler von solchen Mönchen der Kirche sind. Also ein solcher Monistenbund, wenn er gegen Anthroposophie auftritt, wettert natürlich auch gegen die Kirche, aber er weiß nicht, daß er ein ganz regelrechter Schüler der Kirche ist. Die heutigen Wissenschafter sind eigentlich in einem gewissen Sinne Benediktiner- oder Jesuitenschüler. Nur waren sie niemals in einem Seminar bei denen, sondern man kann heute ganz draußen in der Welt wirklich solche Gesinnung aufnehmen. Das ist natürlich dasjenige, was man bei einer solchen Sache berücksichtigen muß.
[ 33 ] Today’s secular scholars, who now rail just as vehemently against this science, are completely unaware that, in the proper sense, they are the disciples of such monks of the Church. So when such a monist association opposes anthroposophy, it naturally rails against the Church as well, but it does not realize that it is a genuine disciple of the Church. Today’s scientists are, in a certain sense, actually disciples of the Benedictines or the Jesuits. It’s just that they never attended a seminary with them; rather, one can truly adopt such a mindset today right out in the world. That, of course, is what one must take into account in such a matter.
[ 34 ] Und aus dem vorher Gesagten können Sie sehen, daß die Erde, auf der wir leben, die uns die verschiedenen Metalle gibt, eben einmal sich herauskristallisiert hat aus dem Urbrei. Aber dasjenige, was wir draußen sehen, das ist noch in der Erde zurückgeblieben in den Metallen. Was die Erde einmal zusammen mit der Venus gemacht hat, das ist im Metall Kupfer zurückgeblieben. Daher ist dasjenige, was durch die Venus besonders bewirkt wird, durch das Kupfer zu heilen.
[ 34 ] And from what has been said above, you can see that the Earth on which we live—which provides us with various metals—once crystallized out of the primordial soup. But what we see on the outside has remained within the Earth in the form of metals. What the Earth once created together with Venus has remained in the metal copper. Therefore, what is particularly brought about by Venus can be healed through copper.
[ 35 ] Insbesondere treten die Heilungen dann ein, wenn heute noch diese Metalle aus den Pflanzen gewonnen werden. Nicht wahr, wenn das Metall schon in der Erde abgelagert ist, da ist es hart geworden. Da verliert es etwas von seiner Kraft, obwohl es bei Kopfkrankheiten noch immer wirksam ist. Aber es ist besonders wirksam, wenn man weiß: Da ist eine Pflanze, die hat zum Beispiel in ihren Blättern ziemlich viel Kupfer aufgelöst - es sind zwar immer kleine Mengen, aber man kann doch sagen: ziemlich viel. Es gibt solche Pflanzen, die in ihren Blättern Kupfer aufgelöst haben. Macht man dann aus solchen Pflanzen Heilmittel, so ist ein solches Heilmittel besonders brauchbar, wenn durch die Verdicklichung des Blutes Verdauungsstörungen von der Art eintreten, wie sie zu Typhus, Dysenterie und so weiter führen.
[ 35 ] In particular, healing occurs when these metals are still extracted from plants today. Isn’t that right? Once the metal has been deposited in the soil, it has hardened. It loses some of its potency, although it is still effective for ailments of the head. But it is particularly effective when you know: there is a plant that has, for example, dissolved a fair amount of copper in its leaves—the amounts are always small, but you can still say: a fair amount. There are plants like this that have dissolved copper in their leaves. If remedies are made from such plants, they are particularly useful when thickening of the blood causes digestive disorders of the kind that lead to typhoid, dysentery, and so on.
[ 36 ] Und so hängt das, was man über die Pflanzen richtig wissen kann, zusammen mit dem Heilen. Und schon daraus können Sie sehen, daß heute die Dinge nicht mehr richtig stehen, denn wenn Sie heute ein noch so dickes Buch zum Beispiel über Botanik oder Pflanzenkunde aufschlagen, da lesen Sie alles mögliche darinnen, aber was besonders wichtig wäre, was namentlich die Mediziner lernen müßten: was für Metalle in der Blüte oder in der Wurzel aufgelöst sind, das finden Sie nämlich gar nicht in diesen Büchern. Es wird nur manchmal nebenbei erwähnt. Das ist aber gerade das ungemein Wichtige, weil uns das zeigt, daß eine Pflanze, die heute noch Kupfer zum Beispiel enthält, in ihrem ganzen Wachstum mit dem Planeten Venus zu tun hat, nämlich: sie wehrt sich gegen die Venuskraft eigentlich. Sie entwickelt die eigene Venuskraft dadurch, daß sie das Kupfer in sich aufnimmt.
[ 36 ] And so what one can truly know about plants is connected to healing. And from this alone you can see that things are no longer as they should be today, for if you open even the thickest book today—on botany or plant science, for example—you will read all sorts of things in it, but what is particularly important—what doctors, in particular, ought to learn—namely, which metals are dissolved in the flower or the root—you will not find that at all in these books. It is only occasionally mentioned in passing. But this is precisely what is so immensely important, because it shows us that a plant that still contains copper, for example, is connected to the planet Venus throughout its entire growth—namely, it actually resists the Venusian force. It develops its own Venusian force by absorbing the copper into itself.
[ 37 ] Und so können wir sagen: Es gab einmal einen Zusammenhang der Erde mit allen Planeten, die heute um die Sonne herumkreisen, und dieser Einfluß ist in den Metallen zurückgeblieben. Das ist dasjenige, was mit Bezug auf diese Frage zunächst zu sagen ist.
[ 37 ] And so we can say: There was once a connection between the Earth and all the planets that now orbit the Sun, and this influence has been preserved in the metals. That is what needs to be said first regarding this question.
[ 38 ] Sie werden gerade daraus ersehen, wie ungemein wichtig es ist, daß man wiederum zurückgeht zu Beobachtungen von dieser Art, wie sie einmal da waren. Aber wir sind heute nicht mehr in derselben Lage, weil die Heilinstinkte, die einmal da waren, heute eigentlich nur die Ochsen und die Kühe und die Schafe haben, nicht mehr die Menschen. Die Tiere, die haben nämlich noch wunderbare Heilinstinkte und fressen das nicht, was ihnen schadet. Sie gehen vorbei an dem, was ihnen schadet. Beim Menschen geht das nicht mehr. Der hat nicht mehr diesen Heilinstinkt; und heute müssen wir schon auf dem Umweg einer geistigen Wissenschaft wiederum erkennen lernen, wie die Dinge alle hier im ganzen Planetensystem, überhaupt in der ganzen Welt mit dem Irdischen zusammenhängen. Und da muß man beim Anfang anfangen, da muß man wirklich richtig beim Anfang anfangen.
[ 38 ] You will see from this just how incredibly important it is to return to observations of this kind, as they once were. But we are no longer in the same situation today, because the healing instincts that once existed are now really only found in oxen, cows, and sheep—not in humans. Animals, you see, still possess wonderful healing instincts and do not eat what harms them. They avoid what is harmful to them. This is no longer the case with humans. They no longer possess this healing instinct; and today we must learn once again, through the detour of spiritual science, how all things here in the entire planetary system—indeed, in the whole world—are connected to the earthly realm. And we must start at the very beginning; we must truly begin right at the very beginning.
[ 39 ] Da muß man zum Beispiel das Folgende sich sagen. Da muß man ausgehen von solchen Erkrankungen, die den menschlichen Unterleib ergreifen. Wenn man solche Erkrankungen hat, die den menschlichen Unterleib ergreifen, dann bekommt man eine Erkenntnis heraus, die uns sagt: Besonders hilfreich für den menschlichen Unterleib ist dasjenige, was sich in den Blüten, oder höchstens noch in den Blättern der Pflanze findet. Wenn wir da gewisse Stoffe aus den Blüten und aus den Blättern der Pflanze gewinnen, so können wir daraus gute Heilmittel machen für dasjenige, was mit dem menschlichen Unterleib zusammenhängt.
[ 39 ] For example, one must tell oneself the following. One must start with those diseases that affect the human abdomen. When one has such diseases that affect the human abdomen, one gains an insight that tells us: What is found in the flowers—or, at most, in the leaves—of the plant is particularly helpful for the human abdomen. When we extract certain substances from the flowers and leaves of the plant, we can use them to make effective remedies for conditions related to the human abdomen.


[ 40 ] Nehmen wir aber unsere Stoffe aus den Wurzeln der Pflanzen zum Beispiel, dann bekommen wir besonders gute Heilmittel für alles dasjenige, was mit dem Kopf des Menschen zusammenhängt. Die Sache ist nämlich umgekehrt bei der Pflanze und beim Menschen. Bei der Pflanze ist es so, daß die Wurzel unten ist, die Blüte oben. Der Mensch ist nämlich eine umgekehrte Pflanze. Dasjenige, was bei der Pflanze das Wurzelhafte ist, das ist eigentlich im Kopf des Menschen, und was das Blütenhafte ist, das ist mehr gegen den Unterleib zu. Das können Sie ja schon an der äußeren Gestalt sehen. Der Mensch hat den Kopf oben, und die Befruchtungsorgane unten. Die Pflanze hat die Wurzel unten, wächst heraus, und die Blüte hat die Befruchtungsorgane. Die sind oben. Das können Sie zum Beispiel daraus ersehen: Wenn Sie also einen Menschen nehmen, und Sie stecken hier (beim Kopf) die Wurzel einer entsprechend großen Pflanze herein, da den Stengel, die Blätter, so kommen Sie mit der Blüte gerade just bis zu den Unterleibsorganen. Da steckt nämlich eine ganze Pflanze drinnen in dem Menschen, nur wächst sie von oben nach unten. Der Mensch ist auch in einer gewissen Weise Pflanze. Ist das nicht ersichtlich? Nicht wahr, der Mensch ist in einer gewissen Weise Pflanze! Ja, meine Herren, das ist so ersichtlich, daß es jedem gleich auffallen muß. Das Tier steht nämlich mitten drinnen. Da ist die Pflanze horizontal gelegt.
[ 40 ] But if we take our substances from the roots of plants, for example, we obtain particularly effective remedies for everything related to the human head. The situation is, in fact, reversed in plants and humans. In plants, the root is at the bottom and the flower at the top. Humans are, in fact, plants in reverse. What is the root-like part in a plant is actually located in the human head, and what is the flower-like part is more toward the lower abdomen. You can already see this from their outward appearance. Humans have their heads at the top and their reproductive organs at the bottom. The plant has its roots at the bottom, grows upward, and the flower contains the reproductive organs. These are at the top. You can see this, for example, as follows: If you take a human being and insert here (at the head) the root of a plant of corresponding size—the stem and the leaves—the flower will reach right down to the abdominal organs. For there is, in fact, an entire plant inside the human being; it just grows from top to bottom. The human being is also, in a certain sense, a plant. Isn’t that obvious? Isn’t it true that the human being is, in a certain sense, a plant! Yes, gentlemen, this is so obvious that everyone must immediately notice it. The animal, in fact, stands right in the middle. There, the plant is positioned horizontally.
[ 41 ] Das ist aber so, daß es nicht nur bildlich so ausschaut, sondern diese Pflanze ist auch wirklich im Menschen drinnen. Natürlich bildet sie sich aus in Gemäßheit der menschlichen Gestalt. Aber nehmen Sie an, ich zeichne da ordentlich diese Pflanze, gebe ihr eine ordentliche Wurzelknolle und nachher die verschiedenen Stengel, also ich mache einen richtigen Baum, der nur von oben nach unten geht, dann sich wieder ein bißchen gipfelt, und jetzt lasse ich das ein bißchen abdörren, ein bißchen immer sterben — da haben Sie das Nervensystem! Das ist nämlich das Nervensystem. Das Nervensystem ist nämlich eine umgekehrte Pflanze, die im Menschen drinnensteckt, und die nur immer ein bißchen abstirbt.
[ 41 ] The fact is, however, that it doesn’t just look that way figuratively—this plant is actually inside the human being. Of course, it takes shape in accordance with the human form. But suppose I draw this plant neatly, give it a proper root tuber and then the various stems—in other words, I make a real tree that extends only from top to bottom, then tapers slightly at the top—and now I let it wither a little, let it die off bit by bit—there you have the nervous system! That, in fact, is the nervous system. The nervous system is, in fact, an inverted plant that is embedded within the human being and that is constantly dying off a little bit.
[ 42 ] Nun sehen Sie, jetzt weiß man: Die Pflanzen, die wachsen aus der Erde heraus. Zuerst muß der Winter da sein, nachher kommt der Frühling und der Sommer. Die locken die Pflanzen aus der Erde heraus, der Frühling und der Sommer. Da drinnen in der Erde ist die Winterkraft.
[ 42 ] Now you see, we know this for certain: Plants grow out of the earth. First, winter must come; then spring and summer follow. Spring and summer draw the plants out of the earth. The power of winter lies deep within the earth.


[ 43 ] Dadurch knollt sich die Pflanze, hat ihre Wurzelkraft. Dann kommt die Sommerkraft; die Pflanze wird herausgelockt. Ja, das kommt alles von der Erdenumgebung, daß die Pflanzen da herausgelockt werden. Da sitzen die Metalle drin, sagen wir, da sitzt Kupfer drin. Die Sonne konnte nichts anderes tun, als eine Pflanze, die in der Erde sitzt, herauslocken. Dann wehrt sich die Pflanze gegen die Venuskräfte, wenn sie einmal herausgelockt ist. Von der Winterkraft der Erde und der Sommerkraft der ganzen Welt wächst zusammen diese Pflanze.
[ 43 ] This causes the plant to form a tuber; that is where its root power lies. Then the summer force arrives; the plant is lured out. Yes, all of this comes from the earth’s environment—that is why the plants are lured out. The metals are contained within it; let’s say, for example, that copper is contained within it. The sun could do nothing else but draw a plant that sits in the earth out into the open. Then, once it has been drawn out, the plant resists the forces of Venus. This plant grows from the winter force of the earth and the summer force of the whole world.


[ 44 ] Ja, meine Herren, aber der Mensch muß ja diese Winterkraft im Kopfe drinnen haben, denn bei ihm wächst ja immerfort das ganze Jahr - zum Beispiel das kleine Kind kann das ganze Jahr durch geboren werden -, bei ihm wächst immerfort diese Wurzel der Nerven nach unten, und der Mensch muß also diese Winterkraft im Winter und im Sommer im Kopf haben. Heute kann er im Sommer nicht von außen die Winterkraft im Kopfe haben. Das heißt also, der Mensch muß einmal in früheren Zeiten, als er noch so war, wie ich es Ihnen erzählt habe, in dem Urbrei, in dem die Erde noch mit den anderen Planeten war, diese Winterkraft aufgenommen haben und hat sie eben bis heute vererbt. Also er hat die Winterkraft in seinem Kopfe aus sehr alten Zeiten. Der Kopf des Menschen ist eigentlich in alten Zeiten schon gemacht worden und bis heute so geblieben, wie er ist. Da kommen wir wieder darauf, daß der Kopf des Menschen verwandt sein muß mit demjenigen, was in alten Zeiten auf der Erde entstanden ist und heute auf der Erde schon ganz verhärtet ist.
[ 44 ] Yes, gentlemen, but human beings must have this winter power within their heads, for they continue to grow throughout the entire year—for example, a small child can be born at any time of the year—and the root of their nerves continues to grow downward; therefore, human beings must have this winter power in their heads both in winter and in summer. Today, in summer, a person cannot acquire this winter force from outside sources. This means, then, that human beings must have absorbed this winter force at some point in earlier times—when they were still as I have described to you, in the primordial soup in which the Earth was still with the other planets—and have simply passed it down to the present day. So they have had this winter force in their heads since very ancient times. The human head was actually formed in ancient times and has remained as it is to this day. This brings us back to the point that the human head must be related to that which arose on Earth in ancient times and has now completely solidified on Earth.
[ 45 ] Nun, gehen Sie hinaus ins Urgebirge, in die Mittelschweiz, so finden Sie da ganz besonders Granit und Gneis. In diesem Granit und Gneis ist der wirksamste Stoff die Kieselsäure, die dann im Quarz für sich ist, Kieselsäure, Kiesel. Das ist also der älteste Stoff der Erde auch. Das muß verwandt sein mit den menschlichen Kopfkräften. Daher kann man Kopfkrankheiten am leichtesten heilen, wenn man Heilmittel macht aus Kiesel, weil man da dem Kopf des Menschen beikommt. Denn in der Zeit, als der Kiesel noch eine besondere Rolle auf Erden gespielt hat, noch im Urbrei drinnen war, nicht so hart war — heute ist er hart in Granit und Gneis drinnen —, damals aber, als der Kiesel noch wie Flüssigkeit dahinfloß, da sind die Kräfte, die heute im menschlichen Kopfe sind, gebildet worden — die Winterkräfte - und haben sich erhalten.
[ 45 ] Well, if you go out into the ancient mountains, into Central Switzerland, you’ll find granite and gneiss there in particular. In this granite and gneiss, the most effective substance is silicic acid, which is then found on its own in quartz—silicic acid, silica. So this is also the oldest substance on Earth. It must be related to the human mental faculties. That is why head ailments can be most easily cured by making remedies from silica, because this addresses the human head. For in the time when silica still played a special role on Earth, when it was still within the primordial mass and not yet so hard—today it is hard within granite and gneiss—but back then, when silica still flowed like a liquid, the forces that are now present in the human head were formed—the winter forces—and have been preserved.
[ 46 ] Und so muß man wirklich aus der Naturgeschichte der ganzen Erde Aufschlüsse über den Menschen geben. Das hängt noch mit der Frage zusammen, die Sie gestellt haben. Das ist dasjenige, was ich Ihnen in bezug auf diese Frage sagen wollte, meine Herren. Auf Wiedersehen!
[ 46 ] And so one really must draw conclusions about human beings from the natural history of the entire Earth. This is also related to the question you asked. That is what I wanted to tell you regarding this question, gentlemen. Goodbye!
