Man's Life on Earth and
the Essence of Christianity
GA 349
21 March 1923, Dornach
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Vom Leben des Menschen und der Erde. Über das Wesen des Christentums
6. Das menschliche Leben in Schlaf und Tod
6. Das menschliche Leben in Schlaf und Tod
[ 1 ] Guten Morgen, meine Herren! Nun wollen wir einmal versuchen, wenigstens vorläufig das zu Ende zu führen, was wir angefangen haben zu betrachten. Sehen Sie, das Verstehen des Lebens kommt nur dadurch zustande, daß man, was ich Ihnen ja schon öfter erwähnt habe, anfängt, den Schlaf des Menschen zu betrachten. Wenn man nämlich so drinnensteht im Leben vom Morgen bis zum Abend, dann hat man ja gewöhnlich die Meinung, der Schlaf, der gibt einem wiederum Kraft, der bringt die Ermüdung fort und so weiter. Aber der Schlaf tut nämlich viel mehr. Sie brauchen sich das nur einmal zu überlegen. Denken Sie einmal daran, wenn Sie sich an Ihr Leben erinnern, die Träume, die Sie im Schlaf gehabt haben, die fallen Ihnen ja nicht immer ein. Träume sind etwas, was man bald vergißt, wie Sie alle wissen. Nur höchstens, daß man da oder dort einmal einen Traum gehabt hat, den man oft erzählt hat. Dann merkt man ihn sich durch das Erzählen. Aber die Träume, die man nicht erzählt, die schwinden sehr schnell dahin. Wenn Sie sich zurückerinnern an Ihr Leben bis in die Bubenzeit, so werden Ihnen aus der Bubenzeit manche Erinnerungen einfallen bis zum späteren Leben. Aber diese Erinnerung, die hat ja immer eine Unterbrechnung. Wenn Sie heute zurückdenken, so ist da die Zeit, während der Sie geschlafen haben. Das ist eine Pause, an die Sie sich nicht zurückerinnern. Die Erinnerung fängt erst gestern abend wiederum an und geht bis gestern früh. Dann ist wiederum eine Pause. So daß man eigentlich, wenn man sich zurückerinnert, nicht sein ganzes Leben hat, sondern bei diesem Zurückerinnern fällt ja eigentlich immer dasjenige, was in der Nacht ist, aus. Wenn man eine Linie der Rückerinnerung zieht, so verfließt eine Zeit vom Abend bis zum Morgen ohne Rückerinnerung, dann wiederum Erinnerung vom Morgen bis zum Abend, wiederum Pause vom Abend bis zum Morgen und so fort. An unser Leben erinnern wir uns eigentlich nur so, daß wir einen ganzen Teil unseres Lebens gar nicht zurückerinnern. Das ist ganz klar. Das ist diejenige Zeit, die wir verschlafen haben.
[ 1 ] Guten Morgen, meine Herren! Nun wollen wir einmal versuchen, wenigstens vorläufig das zu Ende zu führen, was wir angefangen haben zu betrachten. Sehen Sie, das Verstehen des Lebens kommt nur dadurch zustande, daß man, was ich Ihnen ja schon öfter erwähnt habe, anfängt, den Schlaf des Menschen zu betrachten. Wenn man nämlich so drinnensteht im Leben vom Morgen bis zum Abend, dann hat man ja gewöhnlich die Meinung, der Schlaf, der gibt einem wiederum Kraft, der bringt die Ermüdung fort und so weiter. Aber der Schlaf tut nämlich viel mehr. Sie brauchen sich das nur einmal zu überlegen. Denken Sie einmal daran, wenn Sie sich an Ihr Leben erinnern, die Träume, die Sie im Schlaf gehabt haben, die fallen Ihnen ja nicht immer ein. Träume sind etwas, was man bald vergißt, wie Sie alle wissen. Nur höchstens, daß man da oder dort einmal einen Traum gehabt hat, den man oft erzählt hat. Dann merkt man ihn sich durch das Erzählen. Aber die Träume, die man nicht erzählt, die schwinden sehr schnell dahin. Wenn Sie sich zurückerinnern an Ihr Leben bis in die Bubenzeit, so werden Ihnen aus der Bubenzeit manche Erinnerungen einfallen bis zum späteren Leben. Aber diese Erinnerung, die hat ja immer eine Unterbrechnung. Wenn Sie heute zurückdenken, so ist da die Zeit, während der Sie geschlafen haben. Das ist eine Pause, an die Sie sich nicht zurückerinnern. Die Erinnerung fängt erst gestern abend wiederum an und geht bis gestern früh. Dann ist wiederum eine Pause. So daß man eigentlich, wenn man sich zurückerinnert, nicht sein ganzes Leben hat, sondern bei diesem Zurückerinnern fällt ja eigentlich immer dasjenige, was in der Nacht ist, aus. Wenn man eine Linie der Rückerinnerung zieht, so verfließt eine Zeit vom Abend bis zum Morgen ohne Rückerinnerung, dann wiederum Erinnerung vom Morgen bis zum Abend, wiederum Pause vom Abend bis zum Morgen und so fort. An unser Leben erinnern wir uns eigentlich nur so, daß wir einen ganzen Teil unseres Lebens gar nicht zurückerinnern. Das ist ganz klar. Das ist diejenige Zeit, die wir verschlafen haben.
[ 2 ] Nun wollen wir einmal einen Menschen ins Auge fassen, der nicht schlafen kann. Sie wissen ja, manche Leute klagen darüber, daß sie nicht schlafen können. Aber viele von diesen Klagen darf man nicht so ernsthaftig nehmen, denn manche Leute erzählen einem, sie schlafen überhaupt nie in der Nacht. Und wenn man sie dann frägt, wie lange sie schon nicht schlafen in der Nacht, dann sagen sie: Ja, schon zehn Jahre nicht. - Nun, derjenige, der so lange nicht schlafen könnte, der wäre ja schon längst tot. Die Leute schlafen zwar, aber weil sie so lebhafte Träume im Schlafe haben, kommt es ihnen vor, wie wenn sie wach gewesen wären. Man soll solch einem Menschen sagen: Lege dich nur einmal wirklich hin, du brauchst nicht zu schlafen; lege dich nur hin. — Er schläft nämlich dann schon, und wenn er es auch nicht weiß, so schläft er doch. Das wollte ich Ihnen nur sagen, damit Sie sehen, daß der Mensch einfach den Schlaf für das Leben wirklich braucht. Der Schlaf ist notwendiger für das Leben wie die Nahrung. Und derjenige, der nicht schlafen könnte, könnte nicht leben.
[ 2 ] Nun wollen wir einmal einen Menschen ins Auge fassen, der nicht schlafen kann. Sie wissen ja, manche Leute klagen darüber, daß sie nicht schlafen können. Aber viele von diesen Klagen darf man nicht so ernsthaftig nehmen, denn manche Leute erzählen einem, sie schlafen überhaupt nie in der Nacht. Und wenn man sie dann frägt, wie lange sie schon nicht schlafen in der Nacht, dann sagen sie: Ja, schon zehn Jahre nicht. - Nun, derjenige, der so lange nicht schlafen könnte, der wäre ja schon längst tot. Die Leute schlafen zwar, aber weil sie so lebhafte Träume im Schlafe haben, kommt es ihnen vor, wie wenn sie wach gewesen wären. Man soll solch einem Menschen sagen: Lege dich nur einmal wirklich hin, du brauchst nicht zu schlafen; lege dich nur hin. — Er schläft nämlich dann schon, und wenn er es auch nicht weiß, so schläft er doch. Das wollte ich Ihnen nur sagen, damit Sie sehen, daß der Mensch einfach den Schlaf für das Leben wirklich braucht. Der Schlaf ist notwendiger für das Leben wie die Nahrung. Und derjenige, der nicht schlafen könnte, könnte nicht leben.
[ 3 ] Nun, wieviel verschlafen wir denn während unseres ganzen Lebens zwischen Geburt und Tod? Ja, meine Herren, sehen Sie, dieses Verschlafen ist am längsten beim ganz kleinen Kinde. Wenn das Kind geboren wird, schläft es ja fast immer. Dann allmählich wird die Zeit des Schlafens kleiner, das Schlafen immer weniger. Und wenn man ein wenig alt geworden ist und rechnet zurück, so muß man sagen, ein Drittel seines Lebens hat man eigentlich verschlafen. Das ist auch gesund. Ein Drittel seines Lebens hat man eigentlich verschlafen.
[ 3 ] Nun, wieviel verschlafen wir denn während unseres ganzen Lebens zwischen Geburt und Tod? Ja, meine Herren, sehen Sie, dieses Verschlafen ist am längsten beim ganz kleinen Kinde. Wenn das Kind geboren wird, schläft es ja fast immer. Dann allmählich wird die Zeit des Schlafens kleiner, das Schlafen immer weniger. Und wenn man ein wenig alt geworden ist und rechnet zurück, so muß man sagen, ein Drittel seines Lebens hat man eigentlich verschlafen. Das ist auch gesund. Ein Drittel seines Lebens hat man eigentlich verschlafen.
[ 4 ] Diese Sache hat man ziemlich lange gewußt. Nur erinnern sich heute die Leute nicht gern an solche Dinge, die man lange gewußt hat. Noch im 19. Jahrhundert, ganz im Anfange, da haben Leute, die über diese Sache geschrieben haben, gesagt: Der Mensch soll 8 Stunden arbeiten, 8 Stunden für sich selber sein und 8 Stunden schlafen. Das gibt 16 Stunden Wachsein und 8 Stunden Schlaf, also 3 mal 8.= 24 Stunden.
[ 4 ] Diese Sache hat man ziemlich lange gewußt. Nur erinnern sich heute die Leute nicht gern an solche Dinge, die man lange gewußt hat. Noch im 19. Jahrhundert, ganz im Anfange, da haben Leute, die über diese Sache geschrieben haben, gesagt: Der Mensch soll 8 Stunden arbeiten, 8 Stunden für sich selber sein und 8 Stunden schlafen. Das gibt 16 Stunden Wachsein und 8 Stunden Schlaf, also 3 mal 8.= 24 Stunden.
[ 5 ] Das gibt also ein Drittel von 24 Stunden für die Zeit des Schlafens. Das war auch eine ganz richtige Beobachtung. Ein Drittel seines ganzen Lebens braucht der Mensch einmal zum Schlaf. Nun, nicht wahr, die Leute kümmern sich nicht darum, wie wichtig der Schlaf für das Leben ist, weil sie sich heute überhaupt nicht darum kümmern, was Seele und Geist ist. Sie kümmern sich nur darum, was der Mensch im Wachzustand für seinen Körper erlebt, aber nicht was Seele und Geist ist. Das ist eben so, wie die Leute heute oftmals auch im praktischen Leben sagen: Gott, ja, schlafen, das ist ja ganz schön, aber dazu braucht man nicht mehr als die nötige Bettschwere. Und da trinken sie so und so viel Bier am Abend, damit sie schlafen können. Aber darauf kommt es nicht an, daß man die nötige Bettschwere hat, sondern es kommt darauf an, daß man einsieht, was für eine große Bedeutung das Schlafen eigentlich hat.
[ 5 ] Das gibt also ein Drittel von 24 Stunden für die Zeit des Schlafens. Das war auch eine ganz richtige Beobachtung. Ein Drittel seines ganzen Lebens braucht der Mensch einmal zum Schlaf. Nun, nicht wahr, die Leute kümmern sich nicht darum, wie wichtig der Schlaf für das Leben ist, weil sie sich heute überhaupt nicht darum kümmern, was Seele und Geist ist. Sie kümmern sich nur darum, was der Mensch im Wachzustand für seinen Körper erlebt, aber nicht was Seele und Geist ist. Das ist eben so, wie die Leute heute oftmals auch im praktischen Leben sagen: Gott, ja, schlafen, das ist ja ganz schön, aber dazu braucht man nicht mehr als die nötige Bettschwere. Und da trinken sie so und so viel Bier am Abend, damit sie schlafen können. Aber darauf kommt es nicht an, daß man die nötige Bettschwere hat, sondern es kommt darauf an, daß man einsieht, was für eine große Bedeutung das Schlafen eigentlich hat.
[ 6 ] Und nun wollen wir uns einmal klarmachen, was eigentlich schlafen heißt. Sehen Sie, meine Herren, der Mensch hat sich im Grunde genommen recht gern. Das sieht man insbesondere bei Kranken. Kranke, die zeigen einem, wie gern sie sich haben, denn wenn ihnen etwas weh tut, dann geben sie furchtbar auf sich acht und so weiter. Das ist alles ganz richtig, aber es zeigt doch, daß der Mensch sich furchtbar gern hat. Was hat denn der Mensch eigentlich gern, wenn er sich selber gern hat? Ja, da hat er nämlich seinen Körper gern. Und das ist das große Geheimnis des Lebens, möchte ich sagen, daß der Mensch seinen Körper gern hat. Und die Liebe, die der Mensch zu seinem Körper hat, die zeigt sich dann, wenn dieser Körper nicht ganz in Ordnung ist.
[ 6 ] Und nun wollen wir uns einmal klarmachen, was eigentlich schlafen heißt. Sehen Sie, meine Herren, der Mensch hat sich im Grunde genommen recht gern. Das sieht man insbesondere bei Kranken. Kranke, die zeigen einem, wie gern sie sich haben, denn wenn ihnen etwas weh tut, dann geben sie furchtbar auf sich acht und so weiter. Das ist alles ganz richtig, aber es zeigt doch, daß der Mensch sich furchtbar gern hat. Was hat denn der Mensch eigentlich gern, wenn er sich selber gern hat? Ja, da hat er nämlich seinen Körper gern. Und das ist das große Geheimnis des Lebens, möchte ich sagen, daß der Mensch seinen Körper gern hat. Und die Liebe, die der Mensch zu seinem Körper hat, die zeigt sich dann, wenn dieser Körper nicht ganz in Ordnung ist.
[ 7 ] Aber mit diesem Gernhaben des Körpers hat es auch seine Haken. Der Körper, der bewegt sich den ganzen Tag. Der Körper schindet sich ab den ganzen Tag. Und das Seelisch-Geistige, das darinnen ist, bekommt dadurch im Laufe des Tages, ohne daß der Mensch es weiß, den Körper immer weniger lieb. Das ist das Merkwürdige, und das muß man wissen. Während der Mensch im Tage lebt und sich fortwährend regsam machen muß, bekommt das Seelisch-Geistige den Körper immer weniger lieb. Daher schläft das Kind so viel. Das hat seinen Körper sehr lieb, will immer den Körper genießen. Sie können, wenn Sie ein Kind sehen, immer sehen, wie das Kind seinen Körper genießt. Denken Sie nur einmal daran, wie es ist, wenn das Kind die Milch getrunken hat und einschläft. In diesem Schlaf hat das Kind das Wohlgefühl der Verdauung. Es genießt das, was in seinem Körper vorgeht. Und erst wiederum, wenn es hungrig wird, wacht es auf. Denn das, was da vorgeht, wenn es hungrig ist, das hat es weniger gern. Da wacht es wiederum auf. Also Sie sehen, das Kind, das will seinen Körper auch im Schlaf noch genießen. Sie können ja die schönsten Beobachtungen machen. Nur tun das die Gelehrten nicht, weil sie dazu nicht die Fähigkeit haben.
[ 7 ] Aber mit diesem Gernhaben des Körpers hat es auch seine Haken. Der Körper, der bewegt sich den ganzen Tag. Der Körper schindet sich ab den ganzen Tag. Und das Seelisch-Geistige, das darinnen ist, bekommt dadurch im Laufe des Tages, ohne daß der Mensch es weiß, den Körper immer weniger lieb. Das ist das Merkwürdige, und das muß man wissen. Während der Mensch im Tage lebt und sich fortwährend regsam machen muß, bekommt das Seelisch-Geistige den Körper immer weniger lieb. Daher schläft das Kind so viel. Das hat seinen Körper sehr lieb, will immer den Körper genießen. Sie können, wenn Sie ein Kind sehen, immer sehen, wie das Kind seinen Körper genießt. Denken Sie nur einmal daran, wie es ist, wenn das Kind die Milch getrunken hat und einschläft. In diesem Schlaf hat das Kind das Wohlgefühl der Verdauung. Es genießt das, was in seinem Körper vorgeht. Und erst wiederum, wenn es hungrig wird, wacht es auf. Denn das, was da vorgeht, wenn es hungrig ist, das hat es weniger gern. Da wacht es wiederum auf. Also Sie sehen, das Kind, das will seinen Körper auch im Schlaf noch genießen. Sie können ja die schönsten Beobachtungen machen. Nur tun das die Gelehrten nicht, weil sie dazu nicht die Fähigkeit haben.
[ 8 ] Beobachten Sie einmal, wenn eine Kuhherde auf einer Weide ist und frißt, und dann die Kühe sich so wohlbehaglich hinlegen und ihre Verdauung genießen. Da genießen sie dasjenige, was in ihrem Körper vorgeht.
[ 8 ] Beobachten Sie einmal, wenn eine Kuhherde auf einer Weide ist und frißt, und dann die Kühe sich so wohlbehaglich hinlegen und ihre Verdauung genießen. Da genießen sie dasjenige, was in ihrem Körper vorgeht.
[ 9 ] Das ist das, was man wissen muß: daß der Mensch eigentlich seinen Körper genießen will. Aber beim Menschen ist es noch etwas anders als bei den Kühen, und beim erwachsenen Menschen ist es noch etwas anders als beim Kind. Das kleine Kind arbeitet noch nicht, daher genießt es im Schlaf seinen Körper. Die Kühe machen alles aus Instinkt, genießen daher auch im Schlaf ihre Verdauung. Der Mensch kommt gar nicht dazu, seine Verdauung zu genießen. Der Mensch wird eigentlich so, daß er, wenn er den ganzen Tag seinen Körper benützt, am Abend so weit ist, daß ihm sein Körper nicht mehr sympathisch ist. Er hat ihn nicht mehr lieb. Und sehen Sie, deshalb schläft er. Er schläft, weil ihm sein Körper nicht mehr sympathisch ist. Die Antipathie, die der Mensch den ganzen Tag hindurch zu seinem Körper entwickelt, die läßt ihn in der Nacht einschlafen, und er schläft so lange, bis er diese Antipathie in der Seele überwunden hat, und er wacht wiederum auf, wenn die Sympathie zu seinem Körper wieder vorhanden ist. Das muß man zuallererst verstehen, daß Aufwachen darauf beruht, daß der Mensch wiederum Sympathie zu seinem Körper entwickelt. Und diese Sympathie besteht zu allen einzelnen Organen des Körpers. Wenn der Mensch daher aufwacht, da rutscht er gewissermaßen in seine Organe hinein,
[ 9 ] Das ist das, was man wissen muß: daß der Mensch eigentlich seinen Körper genießen will. Aber beim Menschen ist es noch etwas anders als bei den Kühen, und beim erwachsenen Menschen ist es noch etwas anders als beim Kind. Das kleine Kind arbeitet noch nicht, daher genießt es im Schlaf seinen Körper. Die Kühe machen alles aus Instinkt, genießen daher auch im Schlaf ihre Verdauung. Der Mensch kommt gar nicht dazu, seine Verdauung zu genießen. Der Mensch wird eigentlich so, daß er, wenn er den ganzen Tag seinen Körper benützt, am Abend so weit ist, daß ihm sein Körper nicht mehr sympathisch ist. Er hat ihn nicht mehr lieb. Und sehen Sie, deshalb schläft er. Er schläft, weil ihm sein Körper nicht mehr sympathisch ist. Die Antipathie, die der Mensch den ganzen Tag hindurch zu seinem Körper entwickelt, die läßt ihn in der Nacht einschlafen, und er schläft so lange, bis er diese Antipathie in der Seele überwunden hat, und er wacht wiederum auf, wenn die Sympathie zu seinem Körper wieder vorhanden ist. Das muß man zuallererst verstehen, daß Aufwachen darauf beruht, daß der Mensch wiederum Sympathie zu seinem Körper entwickelt. Und diese Sympathie besteht zu allen einzelnen Organen des Körpers. Wenn der Mensch daher aufwacht, da rutscht er gewissermaßen in seine Organe hinein,
[ 10 ] Denken Sie nur einmal, wie da die Träume sind im Aufwachen. Die Träume im Aufwachen sind so, daß man zum Beispiel von Schlangen träumt. Da rutscht man in seine Gedärme hinein und träumt von Schlangen. Die Schlangen, die stellen die Gedärme dar.
[ 10 ] Denken Sie nur einmal, wie da die Träume sind im Aufwachen. Die Träume im Aufwachen sind so, daß man zum Beispiel von Schlangen träumt. Da rutscht man in seine Gedärme hinein und träumt von Schlangen. Die Schlangen, die stellen die Gedärme dar.
[ 11 ] Also der Mensch schlüpft aus Sympathie mit seinem Körper mit seinem Geistig-Seelischen in seinen Körper hinein, wenn er aufwacht. Diese Sympathie muß der Mensch haben, sonst würde er immer seinen Körper verlassen wollen.
[ 11 ] Also der Mensch schlüpft aus Sympathie mit seinem Körper mit seinem Geistig-Seelischen in seinen Körper hinein, wenn er aufwacht. Diese Sympathie muß der Mensch haben, sonst würde er immer seinen Körper verlassen wollen.
[ 12 ] Und nun stellen Sie sich vor: Der Mensch ist gestorben, er hat seinen Körper weggelegt; der Körper ist nicht mehr am Menschen. Das erste, was da eintritt, habe ich Ihnen gesagt, das ist, daß der Mensch seine Gedanken hat als Erinnerung an sein ganzes Leben. Und die gehen dann verloren nach ein paar Tagen schon. Die zerstreuen sich in der ganzen Welt. Aber dann bleibt ihm die Sympathie mit dem, was sein Körper erlebt hat. Und diese Sympathie mit dem, was sein Körper erlebt hat, die muß er jetzt allmählich verlieren. Das ist das, was wir nach dem Tode zunächst durchmachen, daß wir die Sympathie mit unserem Körper verlieren müssen.
[ 12 ] Und nun stellen Sie sich vor: Der Mensch ist gestorben, er hat seinen Körper weggelegt; der Körper ist nicht mehr am Menschen. Das erste, was da eintritt, habe ich Ihnen gesagt, das ist, daß der Mensch seine Gedanken hat als Erinnerung an sein ganzes Leben. Und die gehen dann verloren nach ein paar Tagen schon. Die zerstreuen sich in der ganzen Welt. Aber dann bleibt ihm die Sympathie mit dem, was sein Körper erlebt hat. Und diese Sympathie mit dem, was sein Körper erlebt hat, die muß er jetzt allmählich verlieren. Das ist das, was wir nach dem Tode zunächst durchmachen, daß wir die Sympathie mit unserem Körper verlieren müssen.
[ 13 ] Wie lange dauert es, bis diese Sympathie mit dem Körper wiederum hergestellt ist, wenn wir einen Tag leben? Das dauert ein Drittel des Tages. Deshalb dauert auch der Verlust der Sympathie nach dem Tode ein Drittel des ganzen Lebens. Wenn ein Mensch, sagen wir, dreißig Jahre alt geworden ist, so braucht er, um den ganzen Körper los zu werden, um gar keine Sympathien mit Welt und Leben mehr zu haben, ungefähr zehn Jahre - ungefähr ist das natürlich alles. So daß also der Mensch nach dem Tode zuerst ein paar Tage hat, wo er eine Rückerinnerung hat, und dann hat er dieses Abgewöhnen, möchte ich sagen, der Rückerinnerung, das ein Drittel des ganzen Lebens, das er auf der Erde zugebracht hat, dauert. Nun, das ist zwar für die einzelnen Menschen durchschnittlich richtig, aber es ist auch bei dem einen länger oder bei dem anderen kürzer, weil der eine mehr Sympathie zu seinem Körper hat, sich lieber hat, der andere sich weniger lieb hat und so weiter. Also wir machen nach dem Tode etwas durch, was man nennen könnte: Der Mensch gewöhnt sich ab alle Dinge, die ihn mit seinem Körper zusammenhalten.
[ 13 ] Wie lange dauert es, bis diese Sympathie mit dem Körper wiederum hergestellt ist, wenn wir einen Tag leben? Das dauert ein Drittel des Tages. Deshalb dauert auch der Verlust der Sympathie nach dem Tode ein Drittel des ganzen Lebens. Wenn ein Mensch, sagen wir, dreißig Jahre alt geworden ist, so braucht er, um den ganzen Körper los zu werden, um gar keine Sympathien mit Welt und Leben mehr zu haben, ungefähr zehn Jahre - ungefähr ist das natürlich alles. So daß also der Mensch nach dem Tode zuerst ein paar Tage hat, wo er eine Rückerinnerung hat, und dann hat er dieses Abgewöhnen, möchte ich sagen, der Rückerinnerung, das ein Drittel des ganzen Lebens, das er auf der Erde zugebracht hat, dauert. Nun, das ist zwar für die einzelnen Menschen durchschnittlich richtig, aber es ist auch bei dem einen länger oder bei dem anderen kürzer, weil der eine mehr Sympathie zu seinem Körper hat, sich lieber hat, der andere sich weniger lieb hat und so weiter. Also wir machen nach dem Tode etwas durch, was man nennen könnte: Der Mensch gewöhnt sich ab alle Dinge, die ihn mit seinem Körper zusammenhalten.
[ 14 ] Nun können Sie aber sagen: Das, was du uns da erzählst, ist eigentlich doch noch etwas theoretisch. Wie kann man wissen, daß der Mensch noch etwas an sich hat, wenn er seinen physischen Körper abgelegt hat? Wie kann man das wissen? — Ja, dazu, meine Herren, muß man eben studieren, wie sich der Mensch im Leben entwickelt.
[ 14 ] Nun können Sie aber sagen: Das, was du uns da erzählst, ist eigentlich doch noch etwas theoretisch. Wie kann man wissen, daß der Mensch noch etwas an sich hat, wenn er seinen physischen Körper abgelegt hat? Wie kann man das wissen? — Ja, dazu, meine Herren, muß man eben studieren, wie sich der Mensch im Leben entwickelt.
[ 15 ] Da ist die erste Periode des Lebens, in der sich der Mensch entwickelt, der erste Zeitabschnitt des Lebens; der ist der, bis der Mensch die zweiten Zähne bekommt. Er hat erst die Milchzähne, dann bekommt er die zweiten Zähne. Ja, sehen Sie, da kann man davon reden, daß der Mensch die Milchzähne von der Vererbung hat. Aber die zweiten Zähne, die hat er nicht mehr von der Vererbung. Die zweiten Zähne, die hat er von seinem Ätherleib. Der Ätherleib ist in ihm tätig und gibt ihm die zweiten Zähne. So daß wir also haben den physischen Leib, wie ich es Ihnen schon neulich aufgeschrieben habe; der gibt die ersten Zähne. Dann ist der Ätherleib da; der gibt dem Menschen die zweiten Zähne, die Zähne, die dann bleiben.
[ 15 ] Da ist die erste Periode des Lebens, in der sich der Mensch entwickelt, der erste Zeitabschnitt des Lebens; der ist der, bis der Mensch die zweiten Zähne bekommt. Er hat erst die Milchzähne, dann bekommt er die zweiten Zähne. Ja, sehen Sie, da kann man davon reden, daß der Mensch die Milchzähne von der Vererbung hat. Aber die zweiten Zähne, die hat er nicht mehr von der Vererbung. Die zweiten Zähne, die hat er von seinem Ätherleib. Der Ätherleib ist in ihm tätig und gibt ihm die zweiten Zähne. So daß wir also haben den physischen Leib, wie ich es Ihnen schon neulich aufgeschrieben habe; der gibt die ersten Zähne. Dann ist der Ätherleib da; der gibt dem Menschen die zweiten Zähne, die Zähne, die dann bleiben.
[ 16 ] Nun muß man sich eben die Fähigkeit aneignen, zu schauen — heute eignen sich die Menschen nur die Fähigkeit an, abstrakt zu denken, Theorien auszubilden, aber nicht zu schauen das, was ich eben beschrieben habe in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». Wenn man das Kind wirklich anschaut, wie es allmählich zu seinen zweiten Zähnen kommt, so sieht man dieses übersinnliche Arbeiten des Ätherleibes. Und das ist derselbe Leib, den der Mensch behält, wenn er stirbt, behält durch ein paar Tage, und der sich dann durch die ganze Welt zerstreut. Studiert man also richtig, was dem Menschen die zweiten Zähne gibt, dann bekommt man heraus, daß der Mensch nach dem Tode noch ein paar Tage seinen Ätherleib hat und ihn ein paar Tage hinterher wegwirft, das heißt, er zerstreut sich in der Welt.
[ 16 ] Nun muß man sich eben die Fähigkeit aneignen, zu schauen — heute eignen sich die Menschen nur die Fähigkeit an, abstrakt zu denken, Theorien auszubilden, aber nicht zu schauen das, was ich eben beschrieben habe in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». Wenn man das Kind wirklich anschaut, wie es allmählich zu seinen zweiten Zähnen kommt, so sieht man dieses übersinnliche Arbeiten des Ätherleibes. Und das ist derselbe Leib, den der Mensch behält, wenn er stirbt, behält durch ein paar Tage, und der sich dann durch die ganze Welt zerstreut. Studiert man also richtig, was dem Menschen die zweiten Zähne gibt, dann bekommt man heraus, daß der Mensch nach dem Tode noch ein paar Tage seinen Ätherleib hat und ihn ein paar Tage hinterher wegwirft, das heißt, er zerstreut sich in der Welt.
[ 17 ] Nun hat er dann noch seinen astralischen Leib und sein Ich. Dieser astralische Leib, der ist nun dasjenige, was immer nach dem physischen Leib verlangt. Mit dem Ich, das drinnensteckt, verlangt er immer nach dem physischen Leib. So daß wir also sagen können: Der Mensch entwickelt — ich habe Ihnen das neulich schon gesagt — das Bedürfnis in seinem astralischen Leib. Alle Bedürfnisse entwickelt der astralische Leib. Die Bedürfnisse sind nicht am physischen Leib. Wenn der physische Leib ein Leichnam ist, hat er keine Bedürfnisse mehr.
[ 17 ] Nun hat er dann noch seinen astralischen Leib und sein Ich. Dieser astralische Leib, der ist nun dasjenige, was immer nach dem physischen Leib verlangt. Mit dem Ich, das drinnensteckt, verlangt er immer nach dem physischen Leib. So daß wir also sagen können: Der Mensch entwickelt — ich habe Ihnen das neulich schon gesagt — das Bedürfnis in seinem astralischen Leib. Alle Bedürfnisse entwickelt der astralische Leib. Die Bedürfnisse sind nicht am physischen Leib. Wenn der physische Leib ein Leichnam ist, hat er keine Bedürfnisse mehr.
[ 18 ] Also wir können sagen: Dasjenige, was dem Menschen die zweiten Zähne gibt, das ist ein paar Tage nach dem Tode auch weg. Was bleibt nun? Da muß man wiederum studieren lernen, was nun im Menschen anfängt besonders tätig zu sein von dem Moment an, wo er die zweiten Zähne hat, bis zu dem Moment, wo er geschlechtsreif wird. Das ist wiederum eine wichtige Periode des menschlichen Lebens. Unsere heutige Wissenschaft kann solche Dinge nicht studieren, weil sie gar keine Aufmerksamkeit darauf verwendet.
[ 18 ] Also wir können sagen: Dasjenige, was dem Menschen die zweiten Zähne gibt, das ist ein paar Tage nach dem Tode auch weg. Was bleibt nun? Da muß man wiederum studieren lernen, was nun im Menschen anfängt besonders tätig zu sein von dem Moment an, wo er die zweiten Zähne hat, bis zu dem Moment, wo er geschlechtsreif wird. Das ist wiederum eine wichtige Periode des menschlichen Lebens. Unsere heutige Wissenschaft kann solche Dinge nicht studieren, weil sie gar keine Aufmerksamkeit darauf verwendet.
[ 19 ] Sehen Sie, vom Zweiten-Zähne-Kriegen bis zur Geschlechtsreife, da arbeitet beim Kinde etwas Übersinnliches drinnen. Und was will dieses Übersinnliche? Dieses Übersinnliche will den ganzen Körper allmählich ergreifen. Es ist noch nicht drinnen, wenn das Kind die zweiten Zähne hat und anfängt, diesen astralischen Leib in seinen ganzen Körper hereinzubekommen, so daß er ihn durchdringt. Dann wird das Kind immer reifer und reifer. Und ist der astralische Leib im Körper ganz drinnen, dann ist das Kind geschlechtsreif. Das ist eben das Wichtige, daß man weiß: Der astralische Leib, der ist dasjenige, was in das Kind die Geschlechtsreife erst hereinbringt.
[ 19 ] Sehen Sie, vom Zweiten-Zähne-Kriegen bis zur Geschlechtsreife, da arbeitet beim Kinde etwas Übersinnliches drinnen. Und was will dieses Übersinnliche? Dieses Übersinnliche will den ganzen Körper allmählich ergreifen. Es ist noch nicht drinnen, wenn das Kind die zweiten Zähne hat und anfängt, diesen astralischen Leib in seinen ganzen Körper hereinzubekommen, so daß er ihn durchdringt. Dann wird das Kind immer reifer und reifer. Und ist der astralische Leib im Körper ganz drinnen, dann ist das Kind geschlechtsreif. Das ist eben das Wichtige, daß man weiß: Der astralische Leib, der ist dasjenige, was in das Kind die Geschlechtsreife erst hereinbringt.
[ 20 ] Diese Dinge kann man natürlich nicht so studieren, wie die heutigen Gelehrten sie studieren möchten. Die heutigen Gelehrten möchten nur dasjenige, was handgreiflich ist, studieren. Die beobachten nicht das menschliche Leben. Derjenige, der aber einmal wirklich richtig beobachten gelernt hat, was es da ist, was von den zweiten Zähnen bis zur Geschlechtsreife sich in den Körper hineinarbeitet, der weiß, daß das eben der astralische Leib ist. Der bringt alle die Bedürfnisse hervor. Natürlich hat das Kind vor dem Zweiten-Zähne-Kriegen auch schon Bedürfnisse, weil der astralische Leib namentlich im Kopfe drinnensteckt; aber später breitet er sich durch den ganzen Leib aus. Sie können das beim Knaben sehr gut wahrnehmen, wie sich der astralische Leib ausbreitet. Der Knabe verändert die Stimme, und damit wird er auch geschlechtsreif. Das ist das Hineinfahren des astralischen Leibes in den ganzen physischen Leib. Bei der Frau können Sie es wahrnehmen dadurch, daß sich die Nebenorgane des Geschlechtslebens, die Brüste und so weiter entwickeln. Das ist das Hineinfahren des astralischen Leibes. Und diesen astralischen Leib behält der Mensch nun nach dem Tode, wenn er den Ätherleib schon weggeworfen hat.
[ 20 ] Diese Dinge kann man natürlich nicht so studieren, wie die heutigen Gelehrten sie studieren möchten. Die heutigen Gelehrten möchten nur dasjenige, was handgreiflich ist, studieren. Die beobachten nicht das menschliche Leben. Derjenige, der aber einmal wirklich richtig beobachten gelernt hat, was es da ist, was von den zweiten Zähnen bis zur Geschlechtsreife sich in den Körper hineinarbeitet, der weiß, daß das eben der astralische Leib ist. Der bringt alle die Bedürfnisse hervor. Natürlich hat das Kind vor dem Zweiten-Zähne-Kriegen auch schon Bedürfnisse, weil der astralische Leib namentlich im Kopfe drinnensteckt; aber später breitet er sich durch den ganzen Leib aus. Sie können das beim Knaben sehr gut wahrnehmen, wie sich der astralische Leib ausbreitet. Der Knabe verändert die Stimme, und damit wird er auch geschlechtsreif. Das ist das Hineinfahren des astralischen Leibes in den ganzen physischen Leib. Bei der Frau können Sie es wahrnehmen dadurch, daß sich die Nebenorgane des Geschlechtslebens, die Brüste und so weiter entwickeln. Das ist das Hineinfahren des astralischen Leibes. Und diesen astralischen Leib behält der Mensch nun nach dem Tode, wenn er den Ätherleib schon weggeworfen hat.
[ 21 ] Sehen Sie, dieser astralische Leib nun ist es, der jeden Morgen wiederum in den physischen Leib hineinwill. Denn während der Mensch schläft, hat er keine Bedürfnisse, weder geschlechtliche noch andere Bedürfnisse. Die treten im Wachen auf. Die treten dann auf, wenn der astralische Leib am Morgen in den physischen Leib hineinwill. Und dieser astralische Leib ist also im Leben ganz darauf aus, immer an jedem Morgen in den physischen Leib hineinzugehen. Das will er natürlich auch nach dem Tode, und das muß er sich erst abgewöhnen.
[ 21 ] Sehen Sie, dieser astralische Leib nun ist es, der jeden Morgen wiederum in den physischen Leib hineinwill. Denn während der Mensch schläft, hat er keine Bedürfnisse, weder geschlechtliche noch andere Bedürfnisse. Die treten im Wachen auf. Die treten dann auf, wenn der astralische Leib am Morgen in den physischen Leib hineinwill. Und dieser astralische Leib ist also im Leben ganz darauf aus, immer an jedem Morgen in den physischen Leib hineinzugehen. Das will er natürlich auch nach dem Tode, und das muß er sich erst abgewöhnen.
[ 22 ] Wenn einer dreißig Jahre alt ist, wie lange ist er da in seinem physischen Leib drinnen gewesen? Zwanzig Jahre war er drinnen, zehn Jahre war er nicht drinnen. Die zehn Jahre, die er nicht in seinem physischen Leib drinnen war, die er verschlafen hat, die will er nach dem Tode wieder drinnen sein. Und daher wirkt er nach dem Tode in seinem astralischen Leibe ein Drittel von seinem Leben, das er hier auf Erden durchgemacht hat. Nach dieser Zeit ist der astralische Leib befriedigt. Dann lebt der Mensch nur noch in seinem Ich. So daß also der Mensch, nachdem er etwa ein Drittel seiner Lebenszeit nach dem Tode zugebracht hat, nur noch in seinem Ich weiterlebt.
[ 22 ] Wenn einer dreißig Jahre alt ist, wie lange ist er da in seinem physischen Leib drinnen gewesen? Zwanzig Jahre war er drinnen, zehn Jahre war er nicht drinnen. Die zehn Jahre, die er nicht in seinem physischen Leib drinnen war, die er verschlafen hat, die will er nach dem Tode wieder drinnen sein. Und daher wirkt er nach dem Tode in seinem astralischen Leibe ein Drittel von seinem Leben, das er hier auf Erden durchgemacht hat. Nach dieser Zeit ist der astralische Leib befriedigt. Dann lebt der Mensch nur noch in seinem Ich. So daß also der Mensch, nachdem er etwa ein Drittel seiner Lebenszeit nach dem Tode zugebracht hat, nur noch in seinem Ich weiterlebt.
[ 23 ] Aber dieses Ich, dieses eigentliche Geistige im Menschen, das braucht jetzt, wenn es weiterleben soll, ungeheuer viel. Sehen Sie, ich habe Ihnen nicht ohne Grund immerfort erzählt, daß eigentlich die Vernunft, der Verstand, die Gedanken über die Welt ausgebreitet sind. Ich habe Ihnen gesagt, wie alles in der Welt, wenn man es richtig studiert, eigentlich verständig eingerichtet ist. Ich habe es Ihnen an der Tierwelt klargemacht. Diese ganze Welt ist ja so, daß wir nicht glauben sollen, unser Verstand ist das einzige, sondern der Verstand, den wir haben, der ist ja nur wie herausgeschöpft aus dem in der Welt ausgebreiteten Verstand. Verstand ist überall. Und derjenige, der glaubt, sein Verstand sei nur das einzige, der ist so töricht wie derjenige, der da glaubt: Ich habe hier ein Glas Wasser, dieses Glas Wasser war zuerst leer, dann ist es voll geworden, das heißt, es ist aus dem Glas das Wasser herausgewachsen. - Man muß das Wasser erst schöpfen aus dem Brunnen, aus dem ganzen Gewässer. Und so muß man auch den Verstand, den man hat, erst aus dem ganzen Weltverstand herausbringen.
[ 23 ] Aber dieses Ich, dieses eigentliche Geistige im Menschen, das braucht jetzt, wenn es weiterleben soll, ungeheuer viel. Sehen Sie, ich habe Ihnen nicht ohne Grund immerfort erzählt, daß eigentlich die Vernunft, der Verstand, die Gedanken über die Welt ausgebreitet sind. Ich habe Ihnen gesagt, wie alles in der Welt, wenn man es richtig studiert, eigentlich verständig eingerichtet ist. Ich habe es Ihnen an der Tierwelt klargemacht. Diese ganze Welt ist ja so, daß wir nicht glauben sollen, unser Verstand ist das einzige, sondern der Verstand, den wir haben, der ist ja nur wie herausgeschöpft aus dem in der Welt ausgebreiteten Verstand. Verstand ist überall. Und derjenige, der glaubt, sein Verstand sei nur das einzige, der ist so töricht wie derjenige, der da glaubt: Ich habe hier ein Glas Wasser, dieses Glas Wasser war zuerst leer, dann ist es voll geworden, das heißt, es ist aus dem Glas das Wasser herausgewachsen. - Man muß das Wasser erst schöpfen aus dem Brunnen, aus dem ganzen Gewässer. Und so muß man auch den Verstand, den man hat, erst aus dem ganzen Weltverstand herausbringen.
[ 24 ] Das merken wir nur alles nicht während des Lebens. Warum nicht? Weil das unser Leib tut. Meine Herren, wenn Sie einmal wissen sollten — ich habe Ihnen das einmal klargemacht —, was Ihr Leib tur mit einem ganz kleinen Stückchen Zucker, das Sie verschluckt haben, wie dieses kleine Stückchen Zucker im Leibe nicht nur aufgelöst wird, sondern sich in alle möglichen anderen Stoffe verwandelt, wenn Sie das wüßten, was da alles vorgeht, dann würden Sie erstaunen. Sie sind schon erstaunt nach dem, wenn ich Ihnen nur, ich möchte sagen, die Anfangsgründe dessen erzählt habe, was im menschlichen Leibe alles vorgeht. Aber wenn man noch so viel von dem betrachtet, was im menschlichen Leibe da vorgeht, so betrachtet man ja immer nur ein Stückchen. Sie atmen ein. Der Atem, den Sie einatmen, der muß in Ihrem ganzen Leib immer verwendet werden. Denken Sie doch nur einmal, Sie atmen achtzehnmal ungefähr in der Minute ein. Da muß immer fortwährend das, was Sie einatmen, im ganzen Leib verwendet werden. Dazu gehört eine riesige Vernunft, eine ganz riesige Vernunft.
[ 24 ] Das merken wir nur alles nicht während des Lebens. Warum nicht? Weil das unser Leib tut. Meine Herren, wenn Sie einmal wissen sollten — ich habe Ihnen das einmal klargemacht —, was Ihr Leib tur mit einem ganz kleinen Stückchen Zucker, das Sie verschluckt haben, wie dieses kleine Stückchen Zucker im Leibe nicht nur aufgelöst wird, sondern sich in alle möglichen anderen Stoffe verwandelt, wenn Sie das wüßten, was da alles vorgeht, dann würden Sie erstaunen. Sie sind schon erstaunt nach dem, wenn ich Ihnen nur, ich möchte sagen, die Anfangsgründe dessen erzählt habe, was im menschlichen Leibe alles vorgeht. Aber wenn man noch so viel von dem betrachtet, was im menschlichen Leibe da vorgeht, so betrachtet man ja immer nur ein Stückchen. Sie atmen ein. Der Atem, den Sie einatmen, der muß in Ihrem ganzen Leib immer verwendet werden. Denken Sie doch nur einmal, Sie atmen achtzehnmal ungefähr in der Minute ein. Da muß immer fortwährend das, was Sie einatmen, im ganzen Leib verwendet werden. Dazu gehört eine riesige Vernunft, eine ganz riesige Vernunft.
[ 25 ] Nun, das tut alles unser Leib. Unser Leib, der arbeitet für uns ja wirklich mit einer ungeheuren Gescheitheit. Es ist ganz bewundernswert, was man empfinden muß, wenn man darauf kommt, was eigentlich der menschliche Leib alles an Gescheitheit leistet. Das ist ganz enorm. Nun, der nimmt uns also während des Lebens viel ab.
[ 25 ] Nun, das tut alles unser Leib. Unser Leib, der arbeitet für uns ja wirklich mit einer ungeheuren Gescheitheit. Es ist ganz bewundernswert, was man empfinden muß, wenn man darauf kommt, was eigentlich der menschliche Leib alles an Gescheitheit leistet. Das ist ganz enorm. Nun, der nimmt uns also während des Lebens viel ab.
[ 26 ] Aber jetzt nach dem Tode haben wir ihn nicht mehr. Jetzt haben wir nicht einmal mehr den Ätherleib. Wir haben nicht den astralischen Leib, nicht einmal eine Sehnsucht nach dem physischen Leib. Wir haben also überhaupt nur das Ich, und das Ich merkt jetzt, daß es ja den Leib nicht hat und fängt nun an, sich bekannt zu machen mit alledem, was für den Leib notwendig ist.
[ 26 ] Aber jetzt nach dem Tode haben wir ihn nicht mehr. Jetzt haben wir nicht einmal mehr den Ätherleib. Wir haben nicht den astralischen Leib, nicht einmal eine Sehnsucht nach dem physischen Leib. Wir haben also überhaupt nur das Ich, und das Ich merkt jetzt, daß es ja den Leib nicht hat und fängt nun an, sich bekannt zu machen mit alledem, was für den Leib notwendig ist.
[ 27 ] Und da beginnt jetzt das Gewaltige, das man verstehen muß. Die heutige Wissenschaft macht sich das ganz besonders leicht. Die heutige Wissenschaft sagt: Woher kommt der Mensch? - Nun ja, der Mensch kommt aus dem, was als Befruchtung, als befruchteter Keim in der Mutter entstanden ist. Die Wissenschaft sagt also: Da ist der befruchtete Keim, und da drinnen, nun ja, da ist halt irgendwie der Mensch schon veranlagt. - Wenn man nichts weiß, sagt man: Es ist eine Anlage da; von daher kommt der ganze Mensch. — Ja, sehen Sie, das haben sich die Menschen seit langer Zeit schon recht klar gemacht, aber in ihrer Art, das heißt nämlich, unklar gemacht.
[ 27 ] Und da beginnt jetzt das Gewaltige, das man verstehen muß. Die heutige Wissenschaft macht sich das ganz besonders leicht. Die heutige Wissenschaft sagt: Woher kommt der Mensch? - Nun ja, der Mensch kommt aus dem, was als Befruchtung, als befruchteter Keim in der Mutter entstanden ist. Die Wissenschaft sagt also: Da ist der befruchtete Keim, und da drinnen, nun ja, da ist halt irgendwie der Mensch schon veranlagt. - Wenn man nichts weiß, sagt man: Es ist eine Anlage da; von daher kommt der ganze Mensch. — Ja, sehen Sie, das haben sich die Menschen seit langer Zeit schon recht klar gemacht, aber in ihrer Art, das heißt nämlich, unklar gemacht.
[ 28 ] Denken Sie einmal, das wäre das Mutterei (es wird gezeichnet), aus dem Sie selbst hervorgegangen sind. Da wären Sie also drinnengesteckt, wären gewissermaßen als ein kleines Menschlein da drinnen gewesen. Aber dieses Mutterei ist ja wiederum von einem Mutterei geboren. Da muß also das kleine Menschlein schon wiederum gesteckt haben im Mutterleibe, und das Mutterei, also die Mutter, die muß wiederum in der Großmutter gesteckt haben, und wieder weiter hinauf zur Urgroßmutter, Ururgroßmutter, bis zu der Eva. Und Sie kommen zu der Sonderbarkeit, daß in der Urmutter Eva die ganze Menschheit drinnengesteckt hat, aber so eingeschachtelt. Der Herr Müller, der steckte in dem Ei drinnen, das wiederum steckte in dem Ei drinnen mit allen anderen Menscheneiern zusammen, nur war das so eingeschachtelt. In der Urmutter Eva war das ganze Menschengeschlecht. Diese Theorie, die hat man ja auch dazumal Evolutionstheorie genannt, später spottweise Einschachtelungstheorie.
[ 28 ] Denken Sie einmal, das wäre das Mutterei (es wird gezeichnet), aus dem Sie selbst hervorgegangen sind. Da wären Sie also drinnengesteckt, wären gewissermaßen als ein kleines Menschlein da drinnen gewesen. Aber dieses Mutterei ist ja wiederum von einem Mutterei geboren. Da muß also das kleine Menschlein schon wiederum gesteckt haben im Mutterleibe, und das Mutterei, also die Mutter, die muß wiederum in der Großmutter gesteckt haben, und wieder weiter hinauf zur Urgroßmutter, Ururgroßmutter, bis zu der Eva. Und Sie kommen zu der Sonderbarkeit, daß in der Urmutter Eva die ganze Menschheit drinnengesteckt hat, aber so eingeschachtelt. Der Herr Müller, der steckte in dem Ei drinnen, das wiederum steckte in dem Ei drinnen mit allen anderen Menscheneiern zusammen, nur war das so eingeschachtelt. In der Urmutter Eva war das ganze Menschengeschlecht. Diese Theorie, die hat man ja auch dazumal Evolutionstheorie genannt, später spottweise Einschachtelungstheorie.
[ 29 ] So im Beginne des 19. Jahrhunderts haben die Leute gefunden: Die Geschichte geht doch nicht, sich da vorzustellen, daß in der Urmutter Eva das ganze Menschengeschlecht eingeschachtelt war, daß immer der eine in dem andern drinnengesteckt hat, und dann so furchtbar viele; das geht denn doch nicht. Und da haben sie eine andere Theorie angenommen. Da haben sie dann gesagt: Nein, in dem Ei steckt eigentlich noch nichts drinnen; aber an dieses Ei kommen heran, wenn es befruchtet wird, alle die äußeren Verhältnisse, Wind und Wetter und Sonne und Licht und alles mögliche. Und aus der Einwirkung der ganzen Natur auf dieses Ei kommt eben der Mensch zustande.
[ 29 ] So im Beginne des 19. Jahrhunderts haben die Leute gefunden: Die Geschichte geht doch nicht, sich da vorzustellen, daß in der Urmutter Eva das ganze Menschengeschlecht eingeschachtelt war, daß immer der eine in dem andern drinnengesteckt hat, und dann so furchtbar viele; das geht denn doch nicht. Und da haben sie eine andere Theorie angenommen. Da haben sie dann gesagt: Nein, in dem Ei steckt eigentlich noch nichts drinnen; aber an dieses Ei kommen heran, wenn es befruchtet wird, alle die äußeren Verhältnisse, Wind und Wetter und Sonne und Licht und alles mögliche. Und aus der Einwirkung der ganzen Natur auf dieses Ei kommt eben der Mensch zustande.
[ 30 ] Ja, meine Herren, das ist etwas, was dem Materialismus sehr wohl tut, wenn er sich so etwas vorstellen kann. Aber vor einer genaueren Betrachtung hält es nämlich nicht stand. Denn denken Sie einmal, was wir werden, wenn auf uns die ganze Natur fortwährend wirkt. Da werden wir nämlich das, was die Leute heute nervös nennen. Derjenige, der für jeden Luftzug und für jeden Lichtstrahl empfindlich ist, der wird nicht ein richtiger Mensch, sondern ein Zappelphilipp. Von der umgebenden Natur werden wir gerade Zappelphilippe. Also das kann es auch nicht sein.
[ 30 ] Ja, meine Herren, das ist etwas, was dem Materialismus sehr wohl tut, wenn er sich so etwas vorstellen kann. Aber vor einer genaueren Betrachtung hält es nämlich nicht stand. Denn denken Sie einmal, was wir werden, wenn auf uns die ganze Natur fortwährend wirkt. Da werden wir nämlich das, was die Leute heute nervös nennen. Derjenige, der für jeden Luftzug und für jeden Lichtstrahl empfindlich ist, der wird nicht ein richtiger Mensch, sondern ein Zappelphilipp. Von der umgebenden Natur werden wir gerade Zappelphilippe. Also das kann es auch nicht sein.
[ 31 ] Ein richtiges Studium zeigt uns nämlich ganz etwas anderes. Ein richtiges Studium zeigt, daß in diesem Ei überhaupt gar nichts drinnen ist. Bevor es befruchtet wird, da ist es noch, ich möchte sagen, halbwegs so, daß man allerlei drinnen bemerkt. Da hat es Gestalt. Also in dem unbefruchteten Ei, in dem kann man noch allerlei Fäden und so weiter wahrnehmen. Wenn aber das Ei befruchtet wird, dann werden diese Fäden zerstört, und das ganze Ei ist dann überhaupt nichts als ein richtiger «Knatsch», wenn ich mich so ausdrücken darf. Mehr gebildet ausgedrückt, ist es ein Chaos. Es ist ein ganz ungeordneter Stoff.
[ 31 ] Ein richtiges Studium zeigt uns nämlich ganz etwas anderes. Ein richtiges Studium zeigt, daß in diesem Ei überhaupt gar nichts drinnen ist. Bevor es befruchtet wird, da ist es noch, ich möchte sagen, halbwegs so, daß man allerlei drinnen bemerkt. Da hat es Gestalt. Also in dem unbefruchteten Ei, in dem kann man noch allerlei Fäden und so weiter wahrnehmen. Wenn aber das Ei befruchtet wird, dann werden diese Fäden zerstört, und das ganze Ei ist dann überhaupt nichts als ein richtiger «Knatsch», wenn ich mich so ausdrücken darf. Mehr gebildet ausgedrückt, ist es ein Chaos. Es ist ein ganz ungeordneter Stoff.
[ 32 ] Sehen Sie, solch einen Stoff, der ganz ungeordnet ist, den hat man nämlich sonst nirgends in der Welt. Alle Stoffe sind in einer gewissen Weise innerlich irgendwie geordnet, angeordnet. Wenn Sie den beliebigsten Stoff nehmen, wenn Sie nur ein Staubkörnlein nehmen und durch das Mikroskop anschauen, dann werden Sie sehen, wie fein und wie kunstvoll es im Innern aufgebaut ist. Das befruchtete Ei, das ist das einzige, was ganz wüst im Innern ist. Und ganz wüst muß erst der Stoff werden; er darf gar nichts mehr durch sich selber sein, wenn daraus ein Mensch werden soll. Die Menschen, die denken immer nach über das Eiweiß zum Beispiel. Sie wollen immer studieren, wie das Eiweiß innerlich gestaltet ist. Ja, das Eiweiß ist so lange innerlich gestaltet, als es nicht befruchtet ist. Wenn es befruchtet ist, ist es eben das, was ich einen «Knatsch» genannt habe, das heißt ein Chaos, ein ganz absolut ungeordneter Stoff. Und daraus entsteht der Mensch. Schon bei der Urmutter Eva, wenn sie überhaupt vorhanden war, war nicht das ganze Menschengeschlecht vorhanden, noch irgendwie in einem später befruchteten Eikeim, sondern der Eikeim ist ganz chaotisch, ungeordnet, und war bei der Urmutter Eva auch ungeordnet. Und wenn ein Mensch aus diesem Eikeim entstehen soll, dann muß das von außen bewirkt werden, das heißt, der Mensch muß in diesen Eikeim hineinfahren. Gerade ein richtiges naturwissenschaftliches Studium zeigt wiederum, daß der Mensch von außen in diesen Eikeim hineinfahren muß. Das heißt, der Mensch kommt aus der geistigen Welt. Er kommt nicht vom Stoff. Der Stoff muß nämlich zuerst zerstört werden.
[ 32 ] Sehen Sie, solch einen Stoff, der ganz ungeordnet ist, den hat man nämlich sonst nirgends in der Welt. Alle Stoffe sind in einer gewissen Weise innerlich irgendwie geordnet, angeordnet. Wenn Sie den beliebigsten Stoff nehmen, wenn Sie nur ein Staubkörnlein nehmen und durch das Mikroskop anschauen, dann werden Sie sehen, wie fein und wie kunstvoll es im Innern aufgebaut ist. Das befruchtete Ei, das ist das einzige, was ganz wüst im Innern ist. Und ganz wüst muß erst der Stoff werden; er darf gar nichts mehr durch sich selber sein, wenn daraus ein Mensch werden soll. Die Menschen, die denken immer nach über das Eiweiß zum Beispiel. Sie wollen immer studieren, wie das Eiweiß innerlich gestaltet ist. Ja, das Eiweiß ist so lange innerlich gestaltet, als es nicht befruchtet ist. Wenn es befruchtet ist, ist es eben das, was ich einen «Knatsch» genannt habe, das heißt ein Chaos, ein ganz absolut ungeordneter Stoff. Und daraus entsteht der Mensch. Schon bei der Urmutter Eva, wenn sie überhaupt vorhanden war, war nicht das ganze Menschengeschlecht vorhanden, noch irgendwie in einem später befruchteten Eikeim, sondern der Eikeim ist ganz chaotisch, ungeordnet, und war bei der Urmutter Eva auch ungeordnet. Und wenn ein Mensch aus diesem Eikeim entstehen soll, dann muß das von außen bewirkt werden, das heißt, der Mensch muß in diesen Eikeim hineinfahren. Gerade ein richtiges naturwissenschaftliches Studium zeigt wiederum, daß der Mensch von außen in diesen Eikeim hineinfahren muß. Das heißt, der Mensch kommt aus der geistigen Welt. Er kommt nicht vom Stoff. Der Stoff muß nämlich zuerst zerstört werden.
[ 33 ] So ist es nämlich bei den Pflanzen schon. Bei den Pflanzen haben Sie die Erde und in der Erde den Pflanzenkeim. Jetzt studieren schon wiederum die Menschen nicht ordentlich, wie es mit dem Pflanzenkeim in der Erde zugeht. Der muß nämlich zunächst zerstört werden, und dann bewirkt der neue Frühling, daß von außen hinein auf geistige Weise aus dem zerstörten Stoff die neue Pflanze entsteht. So ist es beim Tier, und so ist es namentlich beim Menschen. Nur ist es bei der Pflanze so, daß sie es leichter hat. Das ganze Weltenall bildet ihre Gestalt. Beim Menschen bildet das ganze Weltenall zunächst nicht seine Gestalt. Er muß sie sich nämlich selber bilden. Der Mensch muß tatsächlich selber in diesen zerstörten Stoff hinein, sonst würde kein Mensch entstehen können aus diesem zerstörten Stoff. Der Mensch muß also erst aus der geistigen Welt heraus und in diesen zerstörten Stoff hinein. Die ganze Befruchtung ist nur dazu da, daß man dem Menschen, der herein will in die Welt, einen zerstörten Stoff gegenüberstellt, daß er einen zerstörten Stoff hat. Mit einem nicht zerstörten Stoffe könnte er nichts anfangen. Er kann nicht so wie die Pflanze hereinkommen in die Welt, denn da könnte er eben nur Pflanze werden. Er muß wirklich das ganze Weltenall in sich bilden. Und er bildet es auch. Das ist nämlich ganz wunderbar, wie der Mensch das Weltenall nun in diesen zerstörten Stoff hineinbildet.
[ 33 ] So ist es nämlich bei den Pflanzen schon. Bei den Pflanzen haben Sie die Erde und in der Erde den Pflanzenkeim. Jetzt studieren schon wiederum die Menschen nicht ordentlich, wie es mit dem Pflanzenkeim in der Erde zugeht. Der muß nämlich zunächst zerstört werden, und dann bewirkt der neue Frühling, daß von außen hinein auf geistige Weise aus dem zerstörten Stoff die neue Pflanze entsteht. So ist es beim Tier, und so ist es namentlich beim Menschen. Nur ist es bei der Pflanze so, daß sie es leichter hat. Das ganze Weltenall bildet ihre Gestalt. Beim Menschen bildet das ganze Weltenall zunächst nicht seine Gestalt. Er muß sie sich nämlich selber bilden. Der Mensch muß tatsächlich selber in diesen zerstörten Stoff hinein, sonst würde kein Mensch entstehen können aus diesem zerstörten Stoff. Der Mensch muß also erst aus der geistigen Welt heraus und in diesen zerstörten Stoff hinein. Die ganze Befruchtung ist nur dazu da, daß man dem Menschen, der herein will in die Welt, einen zerstörten Stoff gegenüberstellt, daß er einen zerstörten Stoff hat. Mit einem nicht zerstörten Stoffe könnte er nichts anfangen. Er kann nicht so wie die Pflanze hereinkommen in die Welt, denn da könnte er eben nur Pflanze werden. Er muß wirklich das ganze Weltenall in sich bilden. Und er bildet es auch. Das ist nämlich ganz wunderbar, wie der Mensch das Weltenall nun in diesen zerstörten Stoff hineinbildet.
[ 34 ] Ich will Ihnen an einem Beispiel zeigen, wie der Mensch nun in diesen zerstörten Stoff das Weltenall hineinbildet. Wenn Sie hier die Erdenoberfläche haben (es wird gezeichnet), so können wir sie eben darstellen, denn wenn man nur ein Stückchen Erde übersieht, schaut sie eben aus. Da kommt am Morgen die Sonne herauf, geht bis zu einer gewissen Höhe, dann geht sie wieder herunter. Das ist ein gewisser Winkel, bis zu dem sich die Sonne erhebt. Das ist sehr interessant, daß sich die Sonne bis zu einem gewissen Winkel immer erhebt und dann wieder hinuntergeht. Der Winkel ist natürlich im Sommer etwas höher als im Winter, aber bis zu einem gewissen Winkel erhebt sich die Sonne. Dieser Winkel ist also eine Neigung der Sonne zu der Erde.
[ 34 ] Ich will Ihnen an einem Beispiel zeigen, wie der Mensch nun in diesen zerstörten Stoff das Weltenall hineinbildet. Wenn Sie hier die Erdenoberfläche haben (es wird gezeichnet), so können wir sie eben darstellen, denn wenn man nur ein Stückchen Erde übersieht, schaut sie eben aus. Da kommt am Morgen die Sonne herauf, geht bis zu einer gewissen Höhe, dann geht sie wieder herunter. Das ist ein gewisser Winkel, bis zu dem sich die Sonne erhebt. Das ist sehr interessant, daß sich die Sonne bis zu einem gewissen Winkel immer erhebt und dann wieder hinuntergeht. Der Winkel ist natürlich im Sommer etwas höher als im Winter, aber bis zu einem gewissen Winkel erhebt sich die Sonne. Dieser Winkel ist also eine Neigung der Sonne zu der Erde.
[ 35 ] Diesen Winkel finden wir nämlich noch woanders. Sehen Sie, wenn das Licht in unser Auge eindringt, so gibt es da, wo der Sehnerv vom Gehirn ins Auge hineinkommt - ich habe Ihnen das Auge gezeichnet -, den sogenannten Blinden Fleck. Da sieht man nämlich nicht. Man sieht am deutlichsten nur an Stellen, die etwas weg sind von diesem Blinden Fleck, wo der Sehnerv eintritt. Und da ist das Interessante: Dieselbe Neigung, die die Sonne zu der Erde hat in ihrer Bahn, dieselbe Neigung hat hier dieser Punkt, wo wir am hellsten wahrnehmen in unserem Inneren, zum Blinden Fleck.
[ 35 ] Diesen Winkel finden wir nämlich noch woanders. Sehen Sie, wenn das Licht in unser Auge eindringt, so gibt es da, wo der Sehnerv vom Gehirn ins Auge hineinkommt - ich habe Ihnen das Auge gezeichnet -, den sogenannten Blinden Fleck. Da sieht man nämlich nicht. Man sieht am deutlichsten nur an Stellen, die etwas weg sind von diesem Blinden Fleck, wo der Sehnerv eintritt. Und da ist das Interessante: Dieselbe Neigung, die die Sonne zu der Erde hat in ihrer Bahn, dieselbe Neigung hat hier dieser Punkt, wo wir am hellsten wahrnehmen in unserem Inneren, zum Blinden Fleck.
[ 36 ] Und etwas anderes noch. Wenn Sie das Herz nehmen, so ist das nämlich etwas geneigt. Das hat die gleiche Neigung, wie die Sonne zur Erde. Ich könnte Ihnen unzählige solche Dinge vorführen, woran Sie sehen würden: Alles das, was im Weltenall draußen ist, das tragen wir irgendwie in uns. Die Sonnenneigung tragen wir in der Neigung unseres Auges und in der Neigung unseres Herzens. Wir sind ganz aus der Vernunft des Weltenalls heraus gebildet.
[ 36 ] Und etwas anderes noch. Wenn Sie das Herz nehmen, so ist das nämlich etwas geneigt. Das hat die gleiche Neigung, wie die Sonne zur Erde. Ich könnte Ihnen unzählige solche Dinge vorführen, woran Sie sehen würden: Alles das, was im Weltenall draußen ist, das tragen wir irgendwie in uns. Die Sonnenneigung tragen wir in der Neigung unseres Auges und in der Neigung unseres Herzens. Wir sind ganz aus der Vernunft des Weltenalls heraus gebildet.
[ 37 ] Ach, meine Herren, das ist dasjenige, wo man anfängt, wenn man allmählich etwas Erkenntnis kriegt, wirklich sich zu sagen, wie eigentlich der Mensch eine ganze kleine Welt ist. Alles, was in der Welt draußen ist, ist im Menschen drinnen nachgebildet. Mitte Denken Sie einmal, wenn Ihnen nun dieser «Knatsch», diese zerstörte Materie gegeben würde, und Sie sollten da drinnen das nachbilden! Das würden Sie nicht können. Sehen Sie, wenn das Ich allein ist nach dem Tode, da muß es aus der ganzen Welt lernen, wie es die ganze Welt nachbilden kann. So daß der Mensch, nachdem er die Sympathie mit dem Körper abgestoßen hat während dieses Drittels des vorigen Lebens, nun anfängt, aus dem ganzen Weltenall zu lernen, wie man wiederum ein Mensch wird. Und das dauert länger, als auf Erden das Leben dauert, denn auf Erden, da geht es so zu, nun ja, daß man ja viel oder wenig lernen kann. Eigentlich lernen heute die meisten sehr wenig. Und so sonderbar es ist, die Gelehrten lernen am allerwenigsten, denn was sie lernen, das taugt alles nichts. Das taugt nur dazu, zu verstehen, wie ein Leichnam ausschaut, aber nicht, wie ein lebendiger Körper in sich bewirkt wird. Das aber muß das Ich nach dem Tode lernen. Es muß aus der ganzen Welt heraus die Geheimnisse lernen, wie ein Körper aufgebaut wird. Und da kann man hindeuten auf diese Zeit, die nun das Ich zubringt damit, aus der ganzen Welt heraus zu lernen, wie ein Mensch innerlich wirkt und lebt.
[ 37 ] Ach, meine Herren, das ist dasjenige, wo man anfängt, wenn man allmählich etwas Erkenntnis kriegt, wirklich sich zu sagen, wie eigentlich der Mensch eine ganze kleine Welt ist. Alles, was in der Welt draußen ist, ist im Menschen drinnen nachgebildet. Mitte Denken Sie einmal, wenn Ihnen nun dieser «Knatsch», diese zerstörte Materie gegeben würde, und Sie sollten da drinnen das nachbilden! Das würden Sie nicht können. Sehen Sie, wenn das Ich allein ist nach dem Tode, da muß es aus der ganzen Welt lernen, wie es die ganze Welt nachbilden kann. So daß der Mensch, nachdem er die Sympathie mit dem Körper abgestoßen hat während dieses Drittels des vorigen Lebens, nun anfängt, aus dem ganzen Weltenall zu lernen, wie man wiederum ein Mensch wird. Und das dauert länger, als auf Erden das Leben dauert, denn auf Erden, da geht es so zu, nun ja, daß man ja viel oder wenig lernen kann. Eigentlich lernen heute die meisten sehr wenig. Und so sonderbar es ist, die Gelehrten lernen am allerwenigsten, denn was sie lernen, das taugt alles nichts. Das taugt nur dazu, zu verstehen, wie ein Leichnam ausschaut, aber nicht, wie ein lebendiger Körper in sich bewirkt wird. Das aber muß das Ich nach dem Tode lernen. Es muß aus der ganzen Welt heraus die Geheimnisse lernen, wie ein Körper aufgebaut wird. Und da kann man hindeuten auf diese Zeit, die nun das Ich zubringt damit, aus der ganzen Welt heraus zu lernen, wie ein Mensch innerlich wirkt und lebt.
[ 38 ] Sehen Sie, wenn der Mensch es dazu bringt durch die Übungen, die ich dargestellt habe in dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», sich zu erinnern an die Zeit, an die man sich sonst nicht erinnert, wo man ein ganz kleines Kind war, dann kommt man darauf, worin das eigentlich besteht, dieses Leben des Säuglings, der von der Welt noch nichts weiß, der nur seinen Körper gebraucht, nur zappelt, nur in die Augen hineinlebt, in die Ohren hineinlebt, aber noch nichts versteht von alledem. Der Mensch kommt ja im gewöhnlichen Leben nicht darauf, zurückzuschauen. Der sagt: Ach, was geht mich meine Kindheit an; ich bin nun einmal da. - Wenn man aber erkenntnismäßig in diese kurze Zeit, an die man sich sonst nicht erinnert, zurückschaut, so merkt man, was man da eigentlich getan hat. Ja, man bekommt eigentlich zuerst ein furchtbar unangenehmes Gefühl, wenn man darauf kommt. Denn dieses Zappeln des ganz kleinen Kindes besteht darin, daß man sich bemüht, dieses ganze Wissen vom Weltenall zu vergessen. Man gibt es an den Körper ab, und der weiß es nachher. Daher kann er es nachher während des Lebens übernehmen.
[ 38 ] Sehen Sie, wenn der Mensch es dazu bringt durch die Übungen, die ich dargestellt habe in dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», sich zu erinnern an die Zeit, an die man sich sonst nicht erinnert, wo man ein ganz kleines Kind war, dann kommt man darauf, worin das eigentlich besteht, dieses Leben des Säuglings, der von der Welt noch nichts weiß, der nur seinen Körper gebraucht, nur zappelt, nur in die Augen hineinlebt, in die Ohren hineinlebt, aber noch nichts versteht von alledem. Der Mensch kommt ja im gewöhnlichen Leben nicht darauf, zurückzuschauen. Der sagt: Ach, was geht mich meine Kindheit an; ich bin nun einmal da. - Wenn man aber erkenntnismäßig in diese kurze Zeit, an die man sich sonst nicht erinnert, zurückschaut, so merkt man, was man da eigentlich getan hat. Ja, man bekommt eigentlich zuerst ein furchtbar unangenehmes Gefühl, wenn man darauf kommt. Denn dieses Zappeln des ganz kleinen Kindes besteht darin, daß man sich bemüht, dieses ganze Wissen vom Weltenall zu vergessen. Man gibt es an den Körper ab, und der weiß es nachher. Daher kann er es nachher während des Lebens übernehmen.
[ 39 ] Das kleine Kind gibt an den Körper eine ganze Weltenweisheit ab. Es ist ja so furchtbar schmerzlich, so furchtbar traurig, daß die heutige Wissenschaft keine Ahnung hat von dem, was im Leben vorgeht, wie das kleine Kind eine Weltenweisheit, die es sich angeeignet hat, abgibt an den Körper, wie es allmählich hineinwächst in die Augen, in die Hände. Allmählich wächst es da hinein, gibt die ganze Weisheit des Ich an den Körper ab, während das Ich eigentlich früher die ganze Weltenweisheit besessen hat.
[ 39 ] Das kleine Kind gibt an den Körper eine ganze Weltenweisheit ab. Es ist ja so furchtbar schmerzlich, so furchtbar traurig, daß die heutige Wissenschaft keine Ahnung hat von dem, was im Leben vorgeht, wie das kleine Kind eine Weltenweisheit, die es sich angeeignet hat, abgibt an den Körper, wie es allmählich hineinwächst in die Augen, in die Hände. Allmählich wächst es da hinein, gibt die ganze Weisheit des Ich an den Körper ab, während das Ich eigentlich früher die ganze Weltenweisheit besessen hat.
[ 40 ] Es wird Ihnen vielleicht sonderbar erscheinen, aber es ist doch eigentlich wahr: Woher kann man, wenn man nun wirklich die Anthroposophie beherrscht, den Leuten etwas erzählen über das Weltenall? Man kann einfach aus dem Grunde etwas erzählen über das Weltenall, weil man sich zurückerinnert an die erste Kindheitszeit, Säuglingszeit, wo man noch das Ganze aus der Erfahrung vorher, bevor man in den Leib hineingekommen ist, gewußt hat, Und Anthroposophie besteht eigentlich darinnen, daß man diese ganze Weltenweisheit, die man an den Leib abgegeben hat, nach und nach wiederum aus dem Leib herausbekommt.
[ 40 ] Es wird Ihnen vielleicht sonderbar erscheinen, aber es ist doch eigentlich wahr: Woher kann man, wenn man nun wirklich die Anthroposophie beherrscht, den Leuten etwas erzählen über das Weltenall? Man kann einfach aus dem Grunde etwas erzählen über das Weltenall, weil man sich zurückerinnert an die erste Kindheitszeit, Säuglingszeit, wo man noch das Ganze aus der Erfahrung vorher, bevor man in den Leib hineingekommen ist, gewußt hat, Und Anthroposophie besteht eigentlich darinnen, daß man diese ganze Weltenweisheit, die man an den Leib abgegeben hat, nach und nach wiederum aus dem Leib herausbekommt.
[ 41 ] Ja, meine Herren, dazu gibt heute die gewöhnliche Wissenschaft keine Anleitung. Die gibt gar keine Anleitung, wie man aus dem Leib wiederum das Wissen finden kann, das man erst selbst hineingetan hat. Die führt den Menschen ans Experiment, und er soll nur dasjenige lernen, was er da äußerlich erfährt; währenddem das Richtige wäre, daß man den Menschen in den lebendigen Leib hineinführte. Unsere Studenten, die werden an den toten Leib geführt, der schon ein Leichnam ist, lernen nichts kennen von dem lebendigen Menschen. Das wäre allerdings ein schwierigeres Studium, weil da der Mensch eben Selbsterkenntnis üben muß, in sich hineinschauen muß, weil da der Mensch vollkommener werden soll. Aber das ist ja gerade das, was der neuere Mensch nicht will: er will ja nicht vollkommener werden, er will, daß ihn die Schule ein bißchen eindressiert, und dann will er dabei stehenbleiben, will nicht vollkommener werden. Das will der Mensch nicht, weil er in der Erziehung, die er heute einmal genießt, ich möchte sagen, schon viel zu hochmütig dazu ist, um irgendwie zuzugeben, daß er sich vervollkommnen soll.
[ 41 ] Ja, meine Herren, dazu gibt heute die gewöhnliche Wissenschaft keine Anleitung. Die gibt gar keine Anleitung, wie man aus dem Leib wiederum das Wissen finden kann, das man erst selbst hineingetan hat. Die führt den Menschen ans Experiment, und er soll nur dasjenige lernen, was er da äußerlich erfährt; währenddem das Richtige wäre, daß man den Menschen in den lebendigen Leib hineinführte. Unsere Studenten, die werden an den toten Leib geführt, der schon ein Leichnam ist, lernen nichts kennen von dem lebendigen Menschen. Das wäre allerdings ein schwierigeres Studium, weil da der Mensch eben Selbsterkenntnis üben muß, in sich hineinschauen muß, weil da der Mensch vollkommener werden soll. Aber das ist ja gerade das, was der neuere Mensch nicht will: er will ja nicht vollkommener werden, er will, daß ihn die Schule ein bißchen eindressiert, und dann will er dabei stehenbleiben, will nicht vollkommener werden. Das will der Mensch nicht, weil er in der Erziehung, die er heute einmal genießt, ich möchte sagen, schon viel zu hochmütig dazu ist, um irgendwie zuzugeben, daß er sich vervollkommnen soll.
[ 42 ] Nun, damit habe ich Ihnen zunächst einmal, ich möchte sagen, ein klein bißchen von dem Ich gesagt. Wir werden aber in den nächsten Stunden noch mehr von den Sachen sprechen, so daß Sie viel mehr hören werden und allmählich alles begreiflicher finden werden.
[ 42 ] Nun, damit habe ich Ihnen zunächst einmal, ich möchte sagen, ein klein bißchen von dem Ich gesagt. Wir werden aber in den nächsten Stunden noch mehr von den Sachen sprechen, so daß Sie viel mehr hören werden und allmählich alles begreiflicher finden werden.
[ 43 ] Sehen Sie, ich habe Ihnen ein klein bißchen von dem gesagt, was das Ich zu tun hat in der Zeit, bis der Mensch wiederum zur Erde herunterkommt. Aber es gibt nun Leute, die sagen: Ach, was da das Ich zu tun hat nachher, das interessiert mich nicht! Man kann doch warten, bis man gestorben ist, dann wird man es schon sehen. — So sagen die Leute.
[ 43 ] Sehen Sie, ich habe Ihnen ein klein bißchen von dem gesagt, was das Ich zu tun hat in der Zeit, bis der Mensch wiederum zur Erde herunterkommt. Aber es gibt nun Leute, die sagen: Ach, was da das Ich zu tun hat nachher, das interessiert mich nicht! Man kann doch warten, bis man gestorben ist, dann wird man es schon sehen. — So sagen die Leute.
[ 44 ] Ja, meine Herren, das wäre geradeso, als wenn der Keim, nachdem er entstanden und befruchtet ist, und der Mensch hineingeschlüpft ist, im Leibe der Mutter sagen würde: Ach, das ist mir zu langweilig, im Leibe der Mutter zu leben, da gehe ich früher ab. — Ja, aber wenn er nicht seine richtigen neun Monate im Leibe der Mutter leben will, so kann er kein Mensch werden. Er muß das zuerst durchmachen. Ebensowenig kann das Ich etwas nach dem Tode erleben, wenn es nicht hier so lebt, daß es angeregt ist dazu. Daher ist das ganz falsch, wenn jemand sagt: Ich warte, bis der Tod eingetreten ist, dann werde ich schon sehen, ob ich was bin oder nichts bin und so weiter. Die Menschen sind ja nicht sehr logisch. Die Menschen sind eigentlich heute so logisch, wie derjenige war, der beteuert hat, geschworen hat, daß er keinen Gott anerkennt, und er hat geschworen: «So wahr ein Gott im Himmel ist, bin ich ein Atheist!» So ungefähr sind heute die Leute. Sie reden die alten Redensarten nach. Ganz unbewußt reden sie die Redensarten nach, selbst dann, wenn sie ihnen widersprechen. Und so glauben die Leute: Man kann ja warten, dann wird man sehen, ob ich noch was bin oder nichts bin. Nicht wahr, die Leute sagen sich: Glaube ich an eine Unsterblichkeit, oder glaube ich nicht an eine Unsterblichkeit? Ja, wenn ich an keine Unsterblichkeit glaube, und es gibt dann doch eine, dann könnte es mir schlecht gehen. Wenn ich aber an eine Unsterblichkeit glaube und es gibt keine, so schadet es nicht. Also ist es jedenfalls besser, wenn ich an eine Unsterblichkeit glaube.
[ 44 ] Ja, meine Herren, das wäre geradeso, als wenn der Keim, nachdem er entstanden und befruchtet ist, und der Mensch hineingeschlüpft ist, im Leibe der Mutter sagen würde: Ach, das ist mir zu langweilig, im Leibe der Mutter zu leben, da gehe ich früher ab. — Ja, aber wenn er nicht seine richtigen neun Monate im Leibe der Mutter leben will, so kann er kein Mensch werden. Er muß das zuerst durchmachen. Ebensowenig kann das Ich etwas nach dem Tode erleben, wenn es nicht hier so lebt, daß es angeregt ist dazu. Daher ist das ganz falsch, wenn jemand sagt: Ich warte, bis der Tod eingetreten ist, dann werde ich schon sehen, ob ich was bin oder nichts bin und so weiter. Die Menschen sind ja nicht sehr logisch. Die Menschen sind eigentlich heute so logisch, wie derjenige war, der beteuert hat, geschworen hat, daß er keinen Gott anerkennt, und er hat geschworen: «So wahr ein Gott im Himmel ist, bin ich ein Atheist!» So ungefähr sind heute die Leute. Sie reden die alten Redensarten nach. Ganz unbewußt reden sie die Redensarten nach, selbst dann, wenn sie ihnen widersprechen. Und so glauben die Leute: Man kann ja warten, dann wird man sehen, ob ich noch was bin oder nichts bin. Nicht wahr, die Leute sagen sich: Glaube ich an eine Unsterblichkeit, oder glaube ich nicht an eine Unsterblichkeit? Ja, wenn ich an keine Unsterblichkeit glaube, und es gibt dann doch eine, dann könnte es mir schlecht gehen. Wenn ich aber an eine Unsterblichkeit glaube und es gibt keine, so schadet es nicht. Also ist es jedenfalls besser, wenn ich an eine Unsterblichkeit glaube.
[ 45 ] Aber, nicht wahr, so darf man mit dem Gedanken nicht Ball spielen, sondern es kommt darauf an, daß man sich über die Tatsachen wirklich klar wird. Und so muß man sagen: Hier auf Erden muß der Mensch die Anregung empfangen, daß sein Ich nach dem Tode wirklich in die Welt lebendig eindringen kann. Und diese Anregung, die vertreibt ihm die heutige Wissenschaft gründlich, wenn man überhaupt heute den Menschen nicht mehr darauf aufmerksam macht, wie die Tatsachen wirklich sind. Man gibt es nicht zu, aber man hat eigentlich heute ein Interesse daran, den Menschen möglichst dumm zu halten, so daß er nach dem Tode schläft und gar keine Ahnung hat, wie er eindringen soll in die Geheimnisse des ganzen Weltenalls, um wiederum richtig Mensch zu werden.
[ 45 ] Aber, nicht wahr, so darf man mit dem Gedanken nicht Ball spielen, sondern es kommt darauf an, daß man sich über die Tatsachen wirklich klar wird. Und so muß man sagen: Hier auf Erden muß der Mensch die Anregung empfangen, daß sein Ich nach dem Tode wirklich in die Welt lebendig eindringen kann. Und diese Anregung, die vertreibt ihm die heutige Wissenschaft gründlich, wenn man überhaupt heute den Menschen nicht mehr darauf aufmerksam macht, wie die Tatsachen wirklich sind. Man gibt es nicht zu, aber man hat eigentlich heute ein Interesse daran, den Menschen möglichst dumm zu halten, so daß er nach dem Tode schläft und gar keine Ahnung hat, wie er eindringen soll in die Geheimnisse des ganzen Weltenalls, um wiederum richtig Mensch zu werden.
[ 46 ] Sehen Sie, meine Herren, wenn die Menschheit so fortleben würde, wie sie heute lebt, bloß sich kümmern würde um dasjenige, was äußerlich ist, dann werden zukünftig einmal Menschen geboren werden, die überhaupt nicht mehr ihre Hände rühren können, weil sie nichts gelernt haben bis zum nächsten Leben.
[ 46 ] Sehen Sie, meine Herren, wenn die Menschheit so fortleben würde, wie sie heute lebt, bloß sich kümmern würde um dasjenige, was äußerlich ist, dann werden zukünftig einmal Menschen geboren werden, die überhaupt nicht mehr ihre Hände rühren können, weil sie nichts gelernt haben bis zum nächsten Leben.
[ 47 ] Wie die Leben sich wiederholen, darauf kommen wir dann noch zurück. Ich wollte Ihnen heute nur Begriffe geben, daß Sie sehen können, es ist nicht bloß eine leichtsinnige Behauptung, wie das Ich nach dem Tode ist, sondern man kann ja darauf hinweisen, aus dem Wissen selbst, daß der Mensch wiederum herunterkommt, sich selbst in dem verworrenen Stoff sein Leben bilden muß. Das wird wirklich auf Grund objektiver Tatsachen erkannt.
[ 47 ] Wie die Leben sich wiederholen, darauf kommen wir dann noch zurück. Ich wollte Ihnen heute nur Begriffe geben, daß Sie sehen können, es ist nicht bloß eine leichtsinnige Behauptung, wie das Ich nach dem Tode ist, sondern man kann ja darauf hinweisen, aus dem Wissen selbst, daß der Mensch wiederum herunterkommt, sich selbst in dem verworrenen Stoff sein Leben bilden muß. Das wird wirklich auf Grund objektiver Tatsachen erkannt.
[ 48 ] Das ist dasjenige, um was es sich hier handelt. Nur geht es nicht so schnell, aber ich werde die Frage noch ganz beantworten, wenn man das zusammennimmt, was man weiß von dem Ende des menschlichen Lebens, wie der Mensch allmählich seinen Ätherleib und seinen astralischen Leib verliert, und wie dann das Ich herunterkommen muß, um sich seinen Astralleib und so weiter zu bilden. Dann kommt man darauf, wie der Mensch eben immer wieder herunterkommt. Und dann kommt man auch darauf im Laufe der Zeit, wann der Mensch befreit wird von seinem ganzen Erdenleben, wann er nicht mehr herunterkommen muß. Die Frage, wann hat er einmal angefangen? — werden wir dann auch noch beantworten. Er muß einmal angefangen haben als eine Art Pflanze. Dazu braucht er nicht Mensch zu sein. - Ich habe Ihnen aber auch einmal beschrieben, wie die Erde eine große Pflanze war, und wir werden sehen, wie die Erde wiederum einmal Pflanze sein wird, und der Mensch dann von seinem Menschsein befreit sein wird.
[ 48 ] Das ist dasjenige, um was es sich hier handelt. Nur geht es nicht so schnell, aber ich werde die Frage noch ganz beantworten, wenn man das zusammennimmt, was man weiß von dem Ende des menschlichen Lebens, wie der Mensch allmählich seinen Ätherleib und seinen astralischen Leib verliert, und wie dann das Ich herunterkommen muß, um sich seinen Astralleib und so weiter zu bilden. Dann kommt man darauf, wie der Mensch eben immer wieder herunterkommt. Und dann kommt man auch darauf im Laufe der Zeit, wann der Mensch befreit wird von seinem ganzen Erdenleben, wann er nicht mehr herunterkommen muß. Die Frage, wann hat er einmal angefangen? — werden wir dann auch noch beantworten. Er muß einmal angefangen haben als eine Art Pflanze. Dazu braucht er nicht Mensch zu sein. - Ich habe Ihnen aber auch einmal beschrieben, wie die Erde eine große Pflanze war, und wir werden sehen, wie die Erde wiederum einmal Pflanze sein wird, und der Mensch dann von seinem Menschsein befreit sein wird.
[ 49 ] Ich werde dann die ganze Frage noch einmal von einer anderen Seite auseinandersetzen. Sie werden natürlich die Geduld haben müssen, daß Sie nicht bei den ersten Stunden sagen: Ich kann da doch nicht mit. — Sie werden schon sehen, je ausführlicher es wird, desto mehr wird es Ihnen plausibel erscheinen.
[ 49 ] Ich werde dann die ganze Frage noch einmal von einer anderen Seite auseinandersetzen. Sie werden natürlich die Geduld haben müssen, daß Sie nicht bei den ersten Stunden sagen: Ich kann da doch nicht mit. — Sie werden schon sehen, je ausführlicher es wird, desto mehr wird es Ihnen plausibel erscheinen.
