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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

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Human History and the
World Views of Civilized Nations
GA 353

26 April 1924, Dornach

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9. Über Narbenbildung — Die Mumie

9. On Scarring — The Mummy

[ 1 ] Fragestellung: Die eine Frage: Warum das vollständig heilt, wenn der Mensch sich eine Wunde, eine Schnittwunde zum Beispiel, beibringt, während, wenn man sich zum Beispiel ein Stück Fleisch wegschneidet, immer eine Narbe zurückbleibt; seit dreißig bis vierzig Jahren hat der Betreffende an einer solchen Stelle kein Gefühl. Er möchte wissen, wie das zusammenhängt, wenn es doch heißt, daß es sich alle sieben Jahre erneuert!

[ 1 ] Question: The one question: Why does it heal completely when a person inflicts a wound on themselves—a cut, for example—while, if one cuts off a piece of flesh, for instance, a scar always remains; for thirty to forty years, the person in question has had no sensation in that area. He would like to know how this works, given that it is said to renew itself every seven years!

[ 2 ] Die zweite Frage betrifft die Funde in Ägypten. Es wird berichtet, daß man eine Mumie, ein Grab ausfindig gemacht hat, und daß bei der Öffnung des Grabes oder bei dem Hereinarbeiten in den Gang zwei Ingenieure, die Hauptleiter, dabei an Vergiftungen gestorben sind. Bei dem ersten hat man geglaubt, es wäre ein gewöhnlicher Herzschlag oder so etwas gewesen; dann nachher hat den andern dasselbe Schicksal ereilt. Es wurde in den Zeitschriften erwähnt, daß vielleicht damals bei der Einbalsamierung der Mumie Gifte verwendet wurden, um das Eindringen der Menschen in die Grabstätten zu verhindern. Ich kann nicht glauben, daß Gifte sich so lange halten sollen. Oder haben sich da vielleicht in den Lufträumen Gase entwickelt, so daß nach ganz kurzer Zeit der Tod eintritt? Oder können sich Gifte, die man damals in Ägypten hatte, solange erhalten?

[ 2 ] The second question concerns the discoveries in Egypt. It is reported that a mummy and a tomb were found, and that while opening the tomb or while digging into the passageway, two engineers—the foremen—died of poisoning. In the first case, it was believed to have been a simple heart attack or something similar; later, the same fate befell the other. It was mentioned in magazines that poisons may have been used during the mummification process to prevent people from entering the tombs. I cannot believe that poisons would last that long. Or did gases perhaps develop in the air spaces, causing death to occur after a very short time? Or can poisons available in Egypt at that time have lasted that long?

[ 3 ] Man hat zum Teil Kleider dabei gefunden. Diese Kleider hat man an die Luft gebracht : sie sind sofort zu Staub zerfallen. Nachher hat man durch die Chemie Versuche gemacht, diese Stoffe wieder neu zu präparieren, um sie der Nachwelt erhalten zu können.

[ 3 ] Some pieces of clothing were found there. These items were exposed to the air, whereupon they immediately crumbled to dust. Subsequently, chemical experiments were conducted to reconstruct these materials so that they could be preserved for posterity.

[ 4 ] Dann ist in den Pharaonengräbern Korn gefunden worden, welches schon Jahrtausende gelegen hat. Dieses Korn hat man gesät, und es soll noch keimfähig gewesen sein.

[ 4 ] Grain that had been lying in the pharaohs' tombs for millennia was discovered. This grain was sown, and it is said to have still been capable of germinating.

[ 5 ] Ich möchte fragen, ob das alles unter normalen Verhältnissen möglich gewesen sein kann.

[ 5 ] I would like to ask whether all of this could have been possible under normal circumstances.

[ 6 ] Bis sie an das Hauptgrab gekommen sind, haben sie zum Beispiel nach den Zeitungsberichten achtzig Tage gebraucht, um den Hauptstein zu bewältigen. Aber es war, wie wenn der Berg zusammengestürzt wäre, und der Grabstein, der große Stein daraufgewälzt. Oder als ob nachher durch Sprengung alles zusammengestürzt wäre, indem man doch eben die Grabstätten so schwer erreichen konnte - wie ist das möglich gewesen?

[ 6 ] According to newspaper reports, for example, it took them eighty days to clear the main stone before they reached the main tomb. But it was as if the mountain had collapsed, and the tombstone—that huge stone—had rolled onto it. Or as if everything had subsequently collapsed due to an explosion, even though the graves were so difficult to reach—how could that have been possible?

[ 7 ] Dr. Steiner: Zuerst also, was die Wundheilung anberrifft - wenn wir die Fragen nacheinander beantworten -, die Schnittwunden, die man beim Operieren machen muß: Diese Schnittwunden heilen mehr oder weniger gut zu. Das muß man zuerst festhalten: sie heilen mehr oder weniger gut zu. Und zwar kann man beobachten, wie die Schnittwunden manchmal wirklich außerordentlich gut verheilen, so daß man später sehr genau hinsehen muß, wenn man an die Stelle kommt, wo die Schnittwunde war und man die Narbe entdecken will. Dagegen gibt es andere Schnittwunden - und Sie meinen ja nicht bloß Operationswunden, sondern auch, wenn man sich schneidet, nicht wahr? -, die außerordentlich schwer heilen; die Narbe ist dick, und man kann oft eine ganz harte Narbe finden. Nun will ich Ihnen etwas sagen. Ich habe als Knabe selber sehr viel mit Messern geschnitzt. Ich hatte dazumal die Eigentümlichkeit, daß ich immer ein Taschenmesser haben mußte - ich ging weit in die Schule -, man muß so etwas haben, nicht wahr. Aber ich verlor immer das Taschenmesser, und dadurch mußte viel an Messern nachgeliefert werden. Ich schnitzelte viel und habe mich unter anderem, wie es beim Schnitzeln geht, sowohl hier wie hier sehr stark geschnitten. Sie müssen aber sehr scharf hinsehen, wenn Sie die Spur davon noch sehen wollen; es ist fast ganz geheilt. Aber wenn man ganz genau hinsieht, dann sieht man diese Schnittwunde, die eine klaffende Wunde war, sehr stark geblutet hatte. Man sieht sie aber kaum mehr. Bei manchen Schnittwunden dagegen sind die Ränder, die dicken Narben, noch lange zu sehen. Nun, wodurch entstehen diese dicklichen Narben? Sehen Sie, der menschliche Körper ist doch ganz von innen heraus gebildet; das haben Sie gesehen aus der Art, wie ich Ihnen die Bildung des menschlichen Körpers beschrieben habe, und ich habe Ihnen auch gesagt: Alles das, was vom Menschenkörper gebildet werden muß, muß von innen gebildet werden, bis auf die Hautoberfläche. - Nun, worauf beruhen denn Erkältungen? Ich habe Ihnen auch davon gesprochen. Erkältungen beruhen darauf, daß man nicht seine eigene Wärme allein entwickelt, sondern daß die äußere Wärme oder Kälte auf einen wirkt, daß man gewissermaßen wie ein Stück Holz behandelt wird von der Umgebung, so daß die Kälte so schnell kommt, daß man auskühlt, so daß man die Kälte bloß als einen Reiz empfindet, daß sie sich entgegenstellt dem, was von innen kommt. Das alles ist dem menschlichen Körper fremd, wird von ihm bekämpft. - Nun, in dem Augenblicke, wo Sie sich schneiden, sei es durch eine Ungeschicklichkeit, durch ein Malheur, sei es durch eine Operation - in diesem Augenblick ist noch an der Stelle, wo nur der menschliche Körper wirken soll, ein fremdes Instrument. Das Messer dringt in den Raum ein, in dem eigentlich Blut und Nerven und Muskeln und so weiter wirken sollen. Also an der Stelle entsteht ein ganz lebhafter Kampf zwischen den Kräften, die im Innern des Körpers sind, und den Kräften, die eindringen. Sie sind ja Eindringlinge. Und um diese abzuwehren, schoppt sich ringsherum die innere physische Materie des menschlichen Körpers zusammen und macht die Narbe. Das schoppt sich zusammen, um diese Kräfte nicht weiter eindringen zu lassen. Also die Narbe ist eine Schutzhülle zunächst, die gebildet wird, um die fremden Kräfte nicht eindringen zu lassen. Die Narbe entsteht anfangs immer.

[ 7 ] Dr. Steiner: First of all, regarding wound healing—if we answer the questions one by one—the incisions that must be made during surgery: These incisions heal more or less well. That’s the first thing to note: they heal more or less well. In fact, one can observe how incisions sometimes heal exceptionally well, so that later on you have to look very closely when you come to the spot where the incision was to find the scar. On the other hand, there are other incisions—and you’re not just referring to surgical wounds, but also to when you cut yourself, aren’t you?—that heal with extraordinary difficulty; the scar is thick, and you can often find a very hard scar. Now let me tell you something. As a boy, I used to do a lot of carving with knives myself. Back then, I had this quirk where I always had to have a pocketknife—I walked a long way to school—you have to have something like that, don’t you? But I was always losing my pocketknife, so I had to get a lot of replacement knives. I did a lot of whittling and, as is common when whittling, cut myself very badly here and here, among other places. But you’ll have to look very closely if you still want to see the trace of it; it’s almost completely healed. But if you look very closely, you can see this cut, which was a gaping wound that bled profusely. You can hardly see it anymore, though. With some cuts, on the other hand, the edges—the thick scars—remain visible for a long time. Now, what causes these thick scars? You see, the human body is formed entirely from the inside out; you’ve seen this from the way I’ve described the formation of the human body to you, and I’ve also told you: Everything that must be formed by the human body must be formed from the inside, right down to the surface of the skin. — Well, what causes colds? I’ve spoken to you about that as well. Colds arise because one does not generate one’s own heat alone, but because external heat or cold affects one—one is, so to speak, treated like a piece of wood by the environment—so that the cold comes so quickly that one becomes chilled, so that one perceives the cold merely as a stimulus that opposes what comes from within. All of this is foreign to the human body and is fought off by it. — Now, the moment you cut yourself—whether through clumsiness, an accident, or an operation—at that very moment there is a foreign instrument in the place where only the human body is supposed to act. The knife penetrates the space where blood, nerves, muscles, and so on are actually supposed to function. So at that spot, a very intense struggle arises between the forces within the body and the forces that are intruding. They are, after all, intruders. And to ward them off, the inner physical matter of the human body gathers itself together all around and forms the scar. It gathers itself together to prevent these forces from penetrating any further. So the scar is initially a protective shell formed to prevent the foreign forces from penetrating. The scar always forms at the beginning.

[ 8 ] Nun, nehmen Sie an, man ist jung, zum Beispiel ganz jung, wie ich war, als ich diese Schnitzelgeschichten gemacht habe; ich war zehn, elf, zwölf Jahre alt. Ja, wenn man so jung ist, da ist der Ätherleib in voller Tätigkeit, ist ganz außerordentlich tätig. Wenn der Ätherleib so stark ist, wie er es in der ganzen ersten Jugend ist, so wird einfach, wenn die physische Materie abfällt, die Narbe nach und nach abheilen; die Substanz der Stoffe ist in der entsprechenden Weise angeordnet. Nehmen Sie an, man ist älter; dann ist der Ätherleib, insbesondere an der Stelle, wo die Narbe ist, nicht so stark, dies zu überwinden. Er macht das nach, macht das ein zweites Mal, weil er nicht überwinden kann die Stelle, wo die Narbe angeschoppt ist, weil er nicht darüber hinwegkommen kann. Denn es ist immer abhängig von der Stärke oder Schwäche des Ätherleibes, ob eine Narbe entsteht oder nach und nach abgeschafft wird. Verletzungen im kindlichen Alter werden immer schwächere Narben zurücklassen als Verletzungen, die man sich später zufügte. Aber der Mensch ist ja auch verschieden; mancher behält sein ganzes Leben hindurch einen außerordentlich starken Ätherleib, und bei dem werden Narben leichter überwunden als bei einem andern, dessen Ätherleib eben geschwächt ist.

[ 8 ] Well, suppose you’re young—very young, for example, like I was when I made those carving stories; I was ten, eleven, twelve years old. Yes, when you’re that young, the etheric body is in full swing—it’s extraordinarily active. When the etheric body is as strong as it is throughout early youth, the scar will simply heal gradually as the physical matter breaks down; the substance of the tissues is arranged in such a way. Suppose you’re older; then the etheric body—especially at the site of the scar—isn’t strong enough to overcome this. The person repeats the action, does it a second time, because they cannot overcome the spot where the scar has formed—they cannot get past it. For whether a scar forms or is gradually eliminated always depends on the strength or weakness of the etheric body. Injuries sustained in childhood will always leave weaker scars than injuries sustained later in life. But people are, of course, different; some retain an exceptionally strong etheric body throughout their entire lives, and for them, scars are overcome more easily than for others whose etheric body is weakened.

[ 9 ] Wenn ein Mensch zum Beispiel ein Bauer ist, der immer draußen in der frischen Luft arbeitet, der niemals in der kohlensauren Luft stark arbeitet, höchstens im Winter, wenn er nicht arbeitet, in der kohlensauren Luft ist - er wechselt mehr zwischen Winter und Sommer ab in der guten und schlechten Luft -, der hat einen stärkeren Ätherleib. Es ist nicht etwa so, daß der Bauer immer nur in frischer Luft ist. Es gibt ja das bekannte Sprichwort, nicht wahr: Warum ist auf dem Land so gute Luft? - Weil die Bauern die Fenster nicht aufmachen! Wenn die Bauern die Fenster aufmachen würden, so wäre nicht so gute Luft! - Aber das nur nebenbei. - Derjenige, der auf dem Lande lebt, hat eben immer einen starken Wechsel zwischen sauerstoffreicher und kohlensaurer Luft. Dadurch lebt er in ganz anderen, gesünderen Verhältnissen. Das zeigt sich nicht nur bei der Narbenbildung von Wunden, sondern auch bei anderen Bildungen. Kommen Sie aufs Land hinaus, da gehen die Leute, wie Sie wissen, im Sommer bloßfüßig herum, ohne Stiefel. Alle Augenblicke kommt es vor, daß sich irgendeiner einen ganz rostigen Nagel eintritt; aber das bedeutet da draußen gar nicht viel! Er zieht den Nagel aus, wischt mit einem dreckigen Finger das Blut ab - alles ist dreckig, der Nagel ist dreckig, das Blut, das er wegwischt, ist dreckig-, ein bißchen eitert es, aber es ist nach kurzer Zeit wieder fertig und geheilt. Es macht nicht viel.

[ 9 ] For example, if a person is a farmer who always works outdoors in the fresh air, who never works hard in carbon-dioxide-laden air—at most in the winter, when he isn’t working, is he in carbon-dioxide-laden air—he alternates more between winter and summer in good and bad air—he has a stronger etheric body. It’s not as if the farmer is always out in the fresh air. There’s that well-known saying, isn’t there: Why is the air so good in the countryside?—Because the farmers don’t open their windows! If the farmers were to open their windows, the air wouldn’t be so good!—But that’s just an aside. - Those who live in the countryside are constantly exposed to a strong alternation between oxygen-rich and carbon dioxide-rich air. As a result, they live under entirely different, healthier conditions. This is evident not only in how wounds heal but also in other physiological processes. Come out to the countryside, where, as you know, people walk around barefoot in the summer, without boots. It happens all the time that someone steps on a really rusty nail; but out there, that doesn’t mean much at all! He pulls the nail out, wipes the blood away with a dirty finger—everything is dirty, the nail is dirty, the blood he wipes away is dirty—it oozes a little, but after a short time it’s all over and healed. It’s no big deal.

[ 10 ] Einer, der nur gewohnt ist, in der Stadt zu leben, hat einen viel empfindlicheren Ätherleib. Es kann vorkommen, daß einer einen kleinen Pickel hat; er rasiert sich, verletzt sich - und stirbt daran! Ich erzähle Ihnen da wirklich etwas Wahres: Es hat sich jemand rasiert, beim Rasieren etwas verletzt, und starb einfach an dem kleinen Pickel, weil gleich eine Blutvergiftung eintrat. Das heißt, die Blutvergiftung trat ein wegen der Schwäche des Ätherleibs. Der Ätherleib ist nicht mehr stark genug gewesen, um die eindringenden Gifte, die Fremdstoffe sogleich in der richtigen Weise zu beseitigen. Dazu braucht man einen robusten, lebendigen Ätherleib. Das ist aber gerade beim Bauern der Fall. Jetzt wird es zwar da auch immer schwächer; aber wenn Sie noch in meiner Jugend aufs Land hinauskamen, da konnten Sie Ihre Freude haben über diese strotzenden Ätherleiber der Bauern! Natürlich, wenn dann das richtige Alter eintritt, insbesondere bei den Bauern, da fallen sie zusammen, weil dann doch der Ätherleib abfällt, und weil der astralische Leib nicht sehr stark ist bei den Bauern. Aber der Ätherleib ist sehr stark. Deshalb heilt alles dort sehr viel schneller als bei den Stadtleuten. Der Erdberuf hat etwas ungeheuer Gesundes.

[ 10 ] Someone who is used only to living in the city has a much more sensitive etheric body. It can happen that someone has a small pimple; he shaves, cuts himself—and dies from it! I’m telling you something that’s actually true: Someone shaved, cut himself a little while shaving, and simply died from that tiny pimple because blood poisoning set in immediately. That is to say, the blood poisoning occurred because of the weakness of the etheric body. The etheric body was no longer strong enough to immediately eliminate the invading toxins—the foreign substances—in the proper way. For that, you need a robust, vibrant etheric body. But that is precisely the case with farmers. Now, of course, it’s getting weaker there too; but if you’d gone out to the countryside back in my youth, you could have marveled at the farmers’ vibrant etheric bodies! Of course, when old age sets in—especially among farmers—they collapse, because the etheric body then does indeed decline, and because the astral body is not very strong among farmers. But the etheric body is very strong. That is why everything heals much faster there than among city dwellers. Working the land has something tremendously healthy about it.

[ 11 ] Sehen Sie, all das kann man natürlich wissen; aber bei unseren sozialen Verhältnissen ist das vorläufig gar nicht zu ändern. Da müssen erst die Kenntnisse von diesen Dingen sich verbreiten. Das ist doch sicher schon zu verstehen, daß durch das stärkere oder schwächere Wirken des Ätherleibes eben auch sowohl die Narbenbildung stärker oder schwächer ist, als auch die Ausheilung von Dingen, die damit verbunden sind als äußere Stoffe, die nicht in den Körper hineingehören. Das Messer zum Beispiel ist ein äußerer Stoff; was als Dreck eindringt, ist ein äußerer Stoff - der Körper muß sich sogleich entsprechend wehren und so weiter. Und wenn man das dann weiß, dann wundert man sich eigentlich gar nicht mehr darüber, daß manche Wunden überhaupt nicht mehr heilen, weil die Menschen einen ausgemergelten, ausgefressenen Ätherleib dann haben. Das kommt namentlich davon vielfach her, daß die Arbeit nicht mehr mit der Natur im Zusammenhang ist; nicht einmal so sehr von der kohlensäurereichen Luft kommt es her, sondern einfach davon, daß man nicht mehr so mit der Natur verbunden ist. Wenn einer den ganzen Tag in der Schreibstube ist, oder in der Werkstätte ist, so hat das, womit er es zu tun hat, gar nichts mehr mit der Natur zu tun. Denken Sie sich unsere unglaubliche Kultur, die nach und nach sich herausgebildet hat: Die trennt ja den Menschen ganz von der Natur; die schafft immer schädlichere und schädlichere Stoffe heran, die immer fremder und fremder sind dem, was natürlich ist.

[ 11 ] You see, of course one can know all of this; but given our social conditions, there’s nothing we can do to change it for the time being. First, knowledge of these things must become widespread. Surely it is already understandable that, depending on whether the etheric body is active to a greater or lesser degree, both the formation of scars and the healing of things associated with it—such as external substances that do not belong in the body—will be stronger or weaker. A knife, for example, is an external substance; dirt that penetrates the body is an external substance—the body must immediately defend itself accordingly, and so on. And once you know this, it’s actually no longer surprising that some wounds don’t heal at all, because people then have an emaciated, depleted etheric body. This stems in many cases specifically from the fact that work is no longer connected to nature; it does not even stem so much from the carbon dioxide-rich air, but simply from the fact that people are no longer connected to nature in this way. When someone spends the whole day in an office or in a workshop, what they are dealing with has nothing to do with nature at all. Just consider our incredible culture, which has gradually developed: It completely separates human beings from nature; it produces ever more harmful substances that are increasingly alien to what is natural.

[ 12 ] Da ist ein großer Ruck eingetreten in der neueren Zeit. Vom geistigen Standpunkt aus betrachtet man ja meist solche Sachen nicht, aber sie müssen von einem geistigen Standpunkte aus betrachtet werden. Denken Sie sich nur einmal: Früher hat man doch geschrieben. Heute arbeitet man für die Schreibmaschine. Ja, was kommt denn für die Gesundheit am meisten dabei in Betracht beim Schreiben außer der Bewegung und so weiter? Ich möchte sagen, unter den mehr verborgenen Dingen, die beim Schreiben in Betracht kommen, kommt für die Gesundheit am meisten in Betracht der Tintengeruch. Und der Tintengeruch ist bei der früheren Tintenfabrikation kein schädlicher gewesen, sondern er war sogar in gewissem Sinne korrigierend. Was man sich abgenützt hat, was man durch unnatürliche Lage gehabt hat, daß man die Hand angestrengt hat, das ist durch die alte Tintenfabrikation, durch die Galläpfel-Tintenfabrikation eigentlich ausgeglichen worden. Dasjenige, was man aus den Galläpfeln bekommen hat, das roch so, daß es fortwährend den Ätherleib eigentlich, wenn auch nicht viel, aber doch etwas stärkte. Als man angefangen hat, wie Sie wissen, Anilintinte zu machen, rein chemische Tinte herzustellen, also nicht mehr an die Natur herangegangen ist, sondern, wie man in der Chemie sagt, synthetische Tinte machte, da war der Mensch ganz abgeschlossen; und die Anilintinte verbreitet einen Geruch, der geradezu das Gegenteil von dem ist, was früher der Tintengeruch bewirkte. Jetzt geht man ja vielfach zur Schreibmaschine über. Gewiß, die Bewegungen, die man ausführen muß, das Klappern - es gibt jetzt auch schon Schreibmaschinen, die still schreiben, aber das ist die neueste Konstruktion erst -, das ist nicht das Allerschlimmste, sondern das Allerschlimmste ist der Dreck, der verwendet wird, um die Buchstabenfarbe zu machen. Der ruiniert total den menschlichen Ätherleib, bis dahin, daß die Leute durch Schreibmaschinenschreiben herzkrank werden, weil das Herz vorzugsweise durch den Ätherleib betrieben wird. Da macht die Kultur ja auch Fortschritte; aber die werden nie anders ausgeglichen als durch Kenntnisse, die man haben kann über dasjenige, was dabei wirklich tätig ist. Es ist ja, nicht wahr, wirklich so, daß sich immer mehr die Gegenwart sträubt gegen den Fortschritt. Nun, das darf natürlich nicht sein; aber es liegt dem doch ein gewisser Instinkt zugrunde, der darin besteht, daß man merkt, wenn man es auch nicht ganz genau weiß: Es kommen immer schädlichere und schädlichere Dinge herauf gerade mit dem Fortschritt der Zukunft. Es hängt das zusammen. Aber es ist so. Nun, was Ihre andere Frage betrifft, wie es kommt, daß diese außerordentlich gefährlichen Dinge zunächst auftreten, wenn man alte Mumiengräber bloßlegt: Es ist das nicht bloß bei alten Mumiengräbern der Fall, sondern es ist zum Beispiel auch da der Fall, wo man nicht Mumiengräber hat, wie in Ägypten drüben, sondern wo nur sonst die Gräber gut verwahrt sind und Felsengräber sind. Wenn man da hineinkommt, so ist schon auch eine außerordentlich vergiftende Luft vorhanden, die einem, wenn ich so sagen darf, entgegenkommt, die außerordentlich gefährlich und schädlich ist. Nun, woher kommt das?

[ 12 ] There has been a major shift in recent times. From a spiritual standpoint, people don’t usually consider such things, but they must be considered from a spiritual standpoint. Just think about it: In the past, people used to write by hand. Today, people work with typewriters. Yes, what is the most significant factor for one’s health when writing, aside from movement and so on? I would say that among the more hidden factors involved in writing, the smell of ink is the most significant for one’s health. And the smell of ink from the old method of ink production was not harmful; in a certain sense, it was even beneficial. The wear and tear one suffered, the strain on the hand caused by unnatural postures—all of that was actually counterbalanced by the old method of ink production, specifically the production of ink from gallnuts. The substance extracted from the gallnuts had a scent that continuously strengthened the etheric body—if not greatly, then at least to some extent. As you know, once people began making aniline ink—producing purely chemical ink, that is, no longer drawing on nature but, as they say in chemistry, making synthetic ink—human beings became completely cut off; and aniline ink emits a smell that is the very opposite of what the smell of ink used to do. Now, of course, people are increasingly switching to typewriters. Certainly, the movements one has to make, the clatter—there are already typewriters that type silently, but that’s only the latest design—that’s not the worst part; the worst part is the filth used to make the ink. It completely ruins the human etheric body, to the point that people develop heart disease from typing, because the heart is primarily powered by the etheric body. Culture is certainly making progress in this area as well; but this progress can never be balanced except through knowledge of what is actually at work here. It really is the case, isn’t it, that the present is increasingly resisting progress. Well, that mustn’t be, of course; but underlying it is a certain instinct that consists in sensing—even if one doesn’t know it exactly—that increasingly harmful things are emerging precisely with the progress of the future. The two are connected. But that is how it is. Now, as for your other question—why these extraordinarily dangerous things first appear when ancient mummy tombs are unearthed—this is not only the case with ancient mummy tombs, but it is also the case, for example, where there are no mummy tombs, as in Egypt, but where the tombs are otherwise well-preserved and are rock-cut tombs. When you enter such a tomb, there is indeed an extremely toxic atmosphere that, if I may say so, greets you—one that is extraordinarily dangerous and harmful. Well, where does that come from?

[ 13 ] Es wird Ihnen merkwürdig vorkommen, meine Herren, daß ich so weit ausholen muß, wenn eine solche Sache erklärt werden soll, aber nur dadurch können Sie sie verstehen. Sehen Sie, der Mensch lebt ja nicht bloß einmal auf der Erde, sondern - ich habe es Ihnen schon angedeutet - er lebt in wiederholten Erdenleben, er kommt immer wieder. Aber der Mensch ist, wenn er wiederkommt, ganz anders, als er vorher war. Sie würden alle wahrscheinlich sehr erstaunt sein, wenn einmal ein Maler käme und so gut Geisteswissenschaft kennen würde, daß er die ganze Gesellschaft, die hier sitzt, abmalte in einem früheren Erdenleben! Da würden Sie erstaunt sein, wie jeder von Ihnen früher ganz anders ausgeschaut hat als jetzt. Es wäre das ganz interessant! Nicht wahr, Sie werden ja wiederkommen. Wenn Sie jetzt gelebt haben und durch den Tod gegangen sind und durch die geistige Welt gegangen sind, werden Sie wiederkommen. Die Kraft, die da ist, um den späteren Körper zu bilden - der bildet sich nicht bloß aus Mutter und Vater heraus, sondern er bildet sich auch durch dasjenige, was in uns jetzt ist und durch den Tod getragen wird in die geistige Welt -, diese Kraft wirkt nach. Was in den vorigen Erdenkörpern drinnen wirkt, das bleibt vorhanden.

[ 13 ] It may seem strange to you, gentlemen, that I must go into such detail to explain this matter, but this is the only way you can understand it. You see, human beings do not live just once on Earth, but—as I have already hinted to you—they live through repeated earthly lives; they return again and again. But when a person returns, they are completely different from what they were before. You would all probably be very astonished if a painter were to come along who knew Spiritual Science so well that he could paint the entire group sitting here as they were in a previous earthly life! You would be astonished to see how each of you looked completely different back then than you do now. That would be quite interesting! Wouldn’t it? After all, you will return. Once you have lived this life, passed through death, and journeyed through the spiritual world, you will return. The force that exists to form the future body—which is not formed solely from the mother and father, but also from what is within us now and is carried through death into the spiritual world—this force continues to work. What is at work within the previous earthly bodies remains present.

[ 14 ] Nun aber ist es so, daß Sie sagen können: Hat denn der Mensch wirklich die Kraft, dasjenige, was heute in ihm ist und was doch ganz zusammenhängt mit dem Körper, den er hat, so umzuwandeln, daß es einen ganz anderen Körper gibt? - Heute könnte keiner dasjenige, was er an geistigen Kräften in seinem Körper drinnen hat, so umwandeln, daß der andere Körper gebildet werden könnte. Aber Sie können auch nicht sterben und gleich wiederum geboren werden, sondern es muß eine Zeit, und zwar eine ziemlich lange Zeit dazwischen vergehen. Diese lange Zeit dazwischen muß wirklich da sein. Da wandeln sich alle Kräfte um. Und unter normalen Verhältnissen, wenn man nicht gerade ein Verbrecher oder ein ähnlicher Mensch gewesen ist, dauert eben diese Zeit ziemlich lang zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Nun, wann kommt man wiederum auf die Erde? Man kommt wiederum auf die Erde, wenn die Verhältnisse, in denen man gelebt hat, ganz andere geworden sind. Gewiß, manche Menschen kommen in die alten Verhältnisse schon wieder hinein; das tut ihnen dann sehr weh. Aber normalerweise kommt man eigentlich erst wiederum auf die Erde, wenn die Verhältnisse ganz andere geworden sind. Also man wird nicht wiederum in die alten Verhältnisse hineingeboren.

[ 14 ] But the fact is that you can ask: Does a human being really have the power to transform what is within him today—and which is, after all, entirely connected to the body he possesses—in such a way that a completely different body comes into being? - Today, no one could transform the spiritual forces within their body in such a way that a different body could be formed. But you cannot die and be reborn immediately; rather, a period of time—and a rather long one at that—must elapse in between. This long interval must truly exist. During this time, all forces undergo transformation. And under normal circumstances—unless one has been a criminal or someone of that sort—this period between death and a new birth lasts quite a long time. So, when does one return to Earth? One returns to Earth when the circumstances in which one lived have become completely different. Certainly, some people do find themselves back in their old circumstances; this causes them great pain. But normally, one actually returns to Earth only when the circumstances have become completely different. So one is not reborn into the old circumstances.

[ 15 ] Ja, was wirkt denn dazu, daß diese alten Verhältnisse ganz andere geworden sind? Sehen Sie, man muß niemals bloß phantasieren, sondern man muß sich an die Wirklichkeiten halten. Die Kräfte, die wir haben, wenn wir nicht auf der Erde leben, sondern zwischen dem Tod und einer neuen Geburt leben, die sind so, daß sie auch auf der Erde hier wirken. Aus allen Sternen und überall her strömen diese Kräfte uns zu. Das sind aber eigentlich unsere Kräfte. Wir sind nur während jener Zeit nicht auf der Erde. Während wir auf der Erde sind, wirken unsere Kräfte von der Erde aus; wenn wir nicht auf der Erde sind, wirken sie vom Himmelsraum herein. Und das sind gerade die Vernichtungskräfte. Die vernichten dasjenige an Verhältnissen, worinnen wir waren.

[ 15 ] Yes, what is it that causes these old conditions to have become completely different? You see, one must never merely fantasize; rather, one must stick to reality. The powers we possess when we are not living on Earth but between death and a new birth are such that they also take effect here on Earth. These forces stream toward us from all the stars and from everywhere. But these are actually our own forces. We are simply not on Earth during that time. While we are on Earth, our forces work from the Earth; when we are not on Earth, they work from the heavens. And these are precisely the forces of destruction. They destroy the very conditions in which we existed.

[ 16 ] Von den äußeren Verhältnissen kann man das leicht verstehen; aber das geht weiter bis in die Natur draußen hinein, meine Herren! Das geht bis in die Natur draußen hinein!

[ 16 ] You can easily understand this from external circumstances; but it extends even further into the natural world out there, gentlemen! It extends into the natural world out there!

[ 17 ] Denken Sie sich einmal unter den heutigen Verhältnissen, es wird ein Mensch verbrannt oder begraben. Nach einiger Zeit hat man das Bewußtsein: Von diesem Menschen ist kaum noch etwas vorhanden. Und wenn Sie schließlich auf die Friedhöfe gehen und nach fünfzig, sechzig Jahren nachschauen, was da noch ist unter der Stelle, von der man weiß, da ist einmal irgendeiner von den Ahnen begraben worden, werden Sie höchstens noch ein paar Knochenreste finden; aber die lösen sich auch dann auf. Also es ist nichts mehr da von alldem, was vernichtet werden muß; es muß ja unser ganzer Leib vernichtet sein, wenn wir wiedergeboren werden. Aber wenn äußerlich auch nichts mehr sichtbar ist von unserem Leib, so ist sogar noch sehr viel da; und derjenige, der die feineren Stoffe sehen kann, der findet schon, daß an der Stelle, wo ein Mensch begraben ist, sogar wo ein Mensch verbrannt ist, noch lange dasjenige nachwirkt, was eben einfach vom Menschen noch vorhanden ist. Das muß alles vorher vernichtet werden.

[ 17 ] Just imagine, under today’s circumstances, that a person is cremated or buried. After some time, you realize: There is hardly anything left of that person. And if you finally go to the cemeteries and look, after fifty or sixty years, to see what remains at the spot where you know one of your ancestors was once buried, you will find, at most, a few bone fragments; but even those will eventually disintegrate. So there is nothing left of all that which must be destroyed; after all, our entire body must be destroyed when we are reborn. But even if nothing of our body is visible on the outside, there is still a great deal there; and anyone who can see the finer substances will find that at the place where a person is buried—or even where a person has been cremated—what simply remains of the person continues to have an effect for a long time. All of that must be destroyed first.

[ 18 ] Nun war es bei den Ägyptern so, daß sie in dieser Gewohnheit, Mumien zu binden, eine bestimmte Absicht hatten. Sie hatten die Absicht, im Grunde genommen zu verhindern, daß die Menschen wieder herunterkommen müssen auf die Erde. Sie wollten das gar nicht; denn indem Sie den Leichnam einbalsamieren, verhindern Sie das Herunterkommen. Sie wollten den Menschen die Annehmlichkeit, in der geistigen Welt zu sein, erhalten. Und die Folge davon war, daß sie nicht nur die Mumien konserviert haben, sondern daß sie Stoffe verwendet haben, mit einer großen Kenntnis solche Stoffe verwendet haben, daß der physische Zusammenhalt so schön in der Form geblieben ist, daß wir heute noch die Mumien in Museen haben. Sie sind ein genauer Abdruck von dem, was eigentlich der Mensch dazumal war.

[ 18 ] Now, the Egyptians had a specific purpose in this custom of wrapping mummies. Their intention was, essentially, to prevent people from having to return to Earth. They did not want that at all; for by embalming the body, they prevent that return. They wanted to preserve for people the comfort of being in the spiritual world. And the result of this was that they not only preserved the mummies but also used materials—and applied them with such great expertise—that the physical form remained so beautifully intact that we still have the mummies in museums today. They are an exact replica of what human beings actually were back then.

[ 19 ] Nun, meine Herren, erstens ist es notwendigerweise so, daß das, was sich seit Jahrtausenden erhalten hat, wie Gift ist, weil es vernichtend ist. Es gehört den Vernichtungskräften eigentlich an. Es leben in einer Mumie ungeheuer viele Vernichtungskräfte. Es ist tatsächlich so, wenn Sie eine Mumie anschauen, an der Staub herauskommt, dann sind das lauter Vernichtungskräfte, die herauskommen. Diese Vernichtungskräfte sind da aus dem Grunde, den ich gesagt habe, weil eigentlich der Mensch vernichten will vom Außerirdischen aus dasjenige, was da war, auch in der Form. Nun ist es da, und er hat seine Vernichtungskräfte hineingeschickt. Also es hat schon seine Vernichtungskräfte in sich.

[ 19 ] Well, gentlemen, first of all, it is necessarily the case that whatever has been preserved for millennia is like poison, because it is destructive. It actually belongs to the forces of destruction. An immense number of destructive forces live within a mummy. It is indeed true that when you look at a mummy from which dust is emerging, what is coming out consists entirely of forces of destruction. These forces of destruction are present for the reason I mentioned: because, from an extraterrestrial perspective, humanity actually wants to destroy what was there—including its form. Now it is there, and humanity has sent its forces of destruction into it. So it already has these destructive forces within it.

[ 20 ] Zweitens aber haben die Ägypter noch ganz besondere Stoffe angewendet, um diese Mumien zu erhalten. Diese Stoffe, die sind der Vernichtung ganz besonders feindlich. Und diese Stoffe verhalten sich in kurzer Zeit so, daß sie eine Giftatmosphäre erzeugen. In der Umgebung einer Mumie ist immer eine Giftatmosphäre. Die rührt aus dem religiösen Anschauen der alten Ägypter her.

[ 20 ] Secondly, however, the Egyptians used very special substances to preserve these mummies. These substances are particularly resistant to decay. And within a short time, these substances react in such a way that they create a toxic atmosphere. There is always a toxic atmosphere in the vicinity of a mummy. This stems from the religious beliefs of the ancient Egyptians.

early Earthearly Earth

[ 21 ] Nun kommt natürlich noch etwas anderes dazu. Wodurch haben denn die Ägypter solche Stoffe bekommen, die sich in verhältnismäBig kurzer Zeit, während sie selber damit ganz gut haben arbeiten können, in Gift verwandelt haben? Sehen Sie, der heutige Mensch hat ja gar keine Ahnung mehr von der Kraft der Sprache! Die Kraft der Sprache war in älteren Zeiten, auch in der ägyptischen Zeit, eine ungeheure. Denken Sie sich, Sie haben ein Feuer, das einen starken Rauch verursacht. Wenn Sie in das Feuer hineinblasen, so verändern Sie die Rauchgestalt. Sie können den Rauch dadurch, daß Sie leicht blasen, in irgendeiner Weise zum Wirbeln bringen; Sie können die Rauchgestalt also verändern. Das Blasen macht noch nicht viel aus. Aber wenn Sie anfangen, ein Liedchen zu pfeifen, dann ist ja das auch ein fortwährendes Blasen und so weiter. Da gestalten Sie schon die Rauchflammen nach dem Inhalt des Liedchens. Das haben die alten Menschen immer gewußt, daß der Stoff, wenn sie in irgendeiner Weise in ihn hineinsprechen, und gar erst durch bestimmte Worte, ganz verändert wird. Nun haben sie ihre Spezereien verwendet zum Einbalsamieren, zum Herrichten der Mumien. Mit diesen Spezereien haben sie nicht so gearbeitet, wie wir heute arbeiten, sondern es ist immer so gearbeitet worden, daß während des Einbalsamierens etwas gesprochen wurde, was heute ungefähr so lauten würde: Wer sich meinem Leibe nähert, wird den Tod finden. - Aber das ist in einem solchen Tonfall und in einer solchen Sprache gehalten gewesen, daß sich die Materie darnach gerichtet hat, so daß während des Einbalsamierens diese Kraft in den Stoff der Spezereien übergegangen ist. Das lebt darinnen. - Das kann der heutige Mensch gar nicht mehr glauben; es ist aber so. Wenn Sie also eine Mumie haben und an den Stoff einer Mumie herankommen, so ist darinnen heute noch enthalten das uralte Wort: Wer sich meinem Leibe nähert, der stirbt daran, der findet den Tod. - Das geschieht auch, weil mittlerweile diese Materie jene Kraft bekommen hat, die durch das Wort in sie hineingekommen ist.

[ 21 ] Now, of course, there is something else to consider. How did the Egyptians come by such substances that turned into poison in a relatively short time, even though they themselves were quite able to work with them effectively? You see, people today have absolutely no idea anymore of the power of language! In ancient times, including the Egyptian era, the power of language was immense. Imagine you have a fire that produces thick smoke. If you blow into the fire, you change the shape of the smoke. By blowing gently, you can make the smoke swirl in various ways; you can thus alter its shape. Blowing alone doesn’t make much of a difference. But if you start whistling a little tune—which is, after all, a continuous stream of breath—you’ll find that you’re already shaping the smoke and flames according to the content of the tune. The ancients always knew that when they spoke into a substance in any way—and especially through certain words—it would be completely transformed. Now they used their spices for embalming, for preparing the mummies. They did not work with these spices the way we do today; rather, it was always done in such a way that during the embalming process, something was spoken that today would sound something like this: “Whoever approaches my body will meet death.” - But this was said in such a tone of voice and in such language that the matter conformed to it, so that during the embalming process this power was transferred into the substance of the spices. It lives within them. - People today can no longer believe this at all; yet it is true. So if you have a mummy and come into contact with the material of a mummy, the ancient words are still contained within it today: “Whoever approaches my body will die from it; they will meet their death.” - This happens because, in the meantime, this material has acquired the power that entered it through the words.

[ 22 ] Heute ist das alles nur noch in den allerletzten Überresten vorhanden. Aber gehen Sie in eine katholische Kirche - da hat der Priester nicht mehr die Macht, die Spezereien mit dem Worte zu bezwingen; aber einer geringeren Macht bedient er sich: er macht Weihrauch. Nun würde die ganze Prozedur, die sich da abspielt, ganz unschädlich verfließen, wenn erst das Richtige gemacht würde, dann der Weihrauch entzündet würde, dann in den Weihrauch hinein gewisse Gebete gesprochen würden, oder Gedanken geschickt würden. Aber das geschieht nicht, sondern es wird der Weihrauch gemacht; in den hinein werden bestimmte Worte gesprochen - die sind dann im Weihrauch drinnen, und die wirken dann auf die Leute, die in der Weihrauchatmosphäre sind. Daher ist der Weihrauchgeruch ein wichtiges Mittel zur Bekehrung der Sünder.

[ 22 ] Today, all of this survives only in the very last remnants. But go into a Catholic church—there, the priest no longer has the power to subdue the spices with his words; instead, he makes use of a lesser power: he burns incense. Now, the entire procedure taking place there would unfold quite harmlessly if first the proper steps were taken, then the incense were lit, and then certain prayers were spoken—or thoughts sent—into the incense. But that is not what happens; instead, the incense is produced, and certain words are spoken into it—these words are then contained within the incense and exert an effect on the people who are in the atmosphere of the incense. Therefore, the scent of incense is an important means of converting sinners.

[ 23 ] Also Sie sehen, meine Herren, die letzten Reste von alldem sind noch geblieben! Aber dieses Einbalsamieren war tatsächlich eine religiöse Handlung, und man änderte die Materie um. Sehen Sie, ein Mann, den ich gut kenne, der sich asiatischen Gräbern genähert hat die ägyptischen Gräber sind dafür besonders charakteristisch, die asiatischen haben es aber auch -, der hat gefunden: Man kann sich überhaupt nicht über eine gewisse Grenze diesen Gräbern nähern; man weiß: Gehst du jetzt noch weiter, so wirst du ohnmächtig, oder stirbst. - Also man kann nicht herankommen; es hält einen die Giftatmosphäre zurück. Das ist aus dem Grunde, weil diesen Stoffen, mit denen die Leichen behandelt worden sind, in der Tat das Wort, das schädigende, vernichtende Wort eingepflanzt worden ist.

[ 23 ] So you see, gentlemen, the last remnants of all that still remain! But this embalming was in fact a religious ritual, and the substance was altered. You see, a man I know well, who has approached Asian tombs—Egyptian tombs are particularly characteristic in this regard, though Asian ones have it as well—has discovered that you simply cannot approach these tombs beyond a certain point; you know that if you go any further, you will faint or die. - So you can’t get close; the toxic atmosphere holds you back. This is because the substances used to treat the corpses have, in fact, had the word—the harmful, destructive word—implanted within them.

[ 24 ] Aber jetzt kommt etwas anderes. Nicht wahr, wenn der Mensch, sagen wir, vor zehn Jahrhunderten, vor einem Jahrtausend auf der Erde gewesen ist, so ändern sich ja seine Kräfte um. Er geht durch die Zeit zwischen Tod und neuer Geburt. Er kommt wieder. Nun hat er da die Kräfte, sich den neuen Körper aufzubauen. Diese Kräfte hat er. Die hat er nur dadurch, daß er im Geistigen alle Vernichtungskräfte überwinden kann. Also die Kraft, die aus dem Samen heraus wirkt, die wird gerade dadurch verstärkt. Denn der Mensch könnte heute nicht einen Menschensamen zu einem Leibe formen, den er jetzt will, sondern der würde halt derjenige Leib, der vor Jahrhunderten da war. Die Kraft, die in irgendeinem Samen liegen wird, die muß auch alt sein, die muß von früher da sein. Mit der jetzigen Kraft kann man in keinem Samen etwas bewirken. Sehen Sie, damit der Same überhaupt bei der Pflanze im nächsten Jahr wirken kann, muß er durch den Winter den äußeren Kräften entzogen sein, den inneren Kräften der Erde zugewendet sein. Diese Kräfte sind für alles Äußere Vernichtungskräfte.

[ 24 ] But now something else happens. Isn’t it true that if a person lived on Earth, say, ten centuries ago—a thousand years ago—his powers undergo a transformation? He passes through the time between death and rebirth. He returns. Now he possesses the powers to build up his new body. He has these powers. He possesses them only because he can overcome all destructive forces in the spiritual realm. Thus, the power that works from within the seed is strengthened precisely by this. For a human being today could not shape a human seed into a body of his own choosing; rather, it would simply become the body that existed centuries ago. The power that lies within any seed must also be ancient; it must have existed from earlier times. With the power available today, one cannot effect anything in any seed. You see, in order for the seed to take effect in the plant at all the following year, it must be withdrawn from external forces throughout the winter and turned toward the inner forces of the earth. These forces are forces of destruction for everything external.

[ 25 ] Nun wurden diese Kornkörner, die in die ägyptischen Königsgräber hineinkamen, doch eigentlich mit den Vernichtungskräften mitbegraben. Während also alles dasjenige, was jetziger Körper ist, zerstört wird, wenn der Mensch seinen Körper den Vernichtungskräften entgegenbringt, hat ja dasjenige, was im Samen liegt, entgegengesetzte Beziehungen. Das wird gerade in seiner Lebenskraft verstärkt. Dadurch kann es vorkommen - bei allen Körnern ist es nicht der Fall, aber bei vielen -, daß dasselbe eintritt, was sonst nur während des Winters eintritt: daß die Samenkörner der Pflanze mit den Vernichtungskräften der Leichname zusammen sind und ihre Kräfte sogar konserviert werden, erhalten werden. Da sind sie sogar noch nach langer Zeit wie frische Getreidekörner wirksam.

[ 25 ] Now, these grains of wheat that were placed in the Egyptian royal tombs were, in fact, buried along with the forces of destruction. So while everything that constitutes the present physical body is destroyed when a person offers their body to the forces of destruction, that which lies within the seed has the opposite relationship. It is actually strengthened in its life force. As a result, it can happen—though not with all grains, but with many—that the same thing occurs that otherwise happens only during winter: the plant’s seeds are in contact with the destructive forces of the corpses, and their powers are even preserved and maintained. Thus, even after a long time, they remain as effective as fresh grains of wheat.

[ 26 ] Und so muß man, gerade wenn man auf solche Dinge hinschaut, sich klar darüber sein, daß im Leben eben die Sachen vorkommen, die man mit der materialistischen Wissenschaft gar nicht verstehen kann, weil da wirklich geistige Kräfte mitwirken. Und die geistigen Kräfte fangen sofort an mitzuwirken, wenn eine gewisse Zeit im Erdenlauf verflossen ist.

[ 26 ] And so, especially when one looks at such things, one must be clear that there are indeed events in life that cannot be understood at all through materialistic science, because spiritual forces are truly at work there. And these spiritual forces begin to take effect immediately once a certain period of time has elapsed in the course of Earth’s history.

[ 27 ] Nehmen Sie einmal folgendes an. Natürlich, das ist etwas, was ich Ihnen nur erzählen kann; aber es ist möglich, daß der Mensch dazukommt, wirklich zurückzuschauen in frühere Erdenleben, für sich und für andere Menschen, die mit ihm zusammen waren. Aber da haben sich die früheren Menschen in Geist verwandelt. Es ist auch nichts von ihnen geblieben. Wenn also, sagen wir, ein Mensch, der im alten Griechenland gelebt hat, heute ein ganz weiser Mensch ist, wiedergeboren wird und seine Gestalt vom alten Griechenland anschauen kann, wie er da herumgewandelt ist, dann sieht er sie ja im Geist, sieht sie richtig im Geist. Würde plötzlich einmal durch irgend etwas - was weiß ich, durch einen Teufel - das, was er im Geist sieht, in einen wirklichen Menschen verwandelt, das heißt, würde er sich als leibhaftiger Mensch wiederbegegnen, so würde er davon sterben. Man kann dem Vergangenen nicht leibhaftig begegnen. Da stirbt man! Und derjenige, der eine vergangene Inkarnation sehen würde, wie sie wirklich physisch war, der wird auch den Kräften gegenüberstehen, die durchaus das Zukünftige sterben machen wollen, richtig sterben machen wollen. So ist es schon. Nun, dadurch entstehen ganz unnatürliche Verhältnisse. Denken Sie sich, die Leute, die in Ägypten ihren Leibern nach mumifiziert worden sind, die also jetzt ihrer Gestalt nach daliegen, die sind ja längst auf die Erde wiedergekommen, sind längst wiedergekommen! So daß sie gelebt haben, oder jetzt leben, und ihre früheren Gestalten sind da. Diese früheren Gestalten wirken nicht nur auf die Menschen, die wiedergekommen sind, sondern wenn der Mensch wiedergekommen ist, wirken sie auch zerstörend auf die anderen Menschen, die in der Nähe einer solchen erhalten gebliebenen Gestalt sind. So daß eigentlich von jeder Mumie in Wirklichkeit eine Feindschaft ausgeht gegen das menschliche Leben. Es ist gar nicht anders möglich: Es geht eine Feindschaft von ihnen aus für das menschliche Leben. Das alles beachten die Menschen eigentlich nicht. Und dadurch kann es natürlich auch einmal vorkommen, daß Mumien, die besonders ehrgeizigen Menschen mit großer Machtbefugnis angehört haben und in die man viel geheimnißt hat, daß sie sich recht lang erhalten und schädlich wirken sollen, tatsächlich einmal so schlimm wirken können, daß, wenn man in ihre Nähe kommt, man krank wird und unter Umständen auch stirbt. Daher diese unerklärlichen Sachen, die jetzt herauskommen.

[ 27 ] Let’s suppose the following. Of course, this is something I can only tell you; but it is possible for a person to actually look back on past earthly lives—both their own and those of others who were with them. But by then, those people from the past have been transformed into spirits. Nothing of them remains. So if, let’s say, a person who lived in ancient Greece—and who is now a very wise person—is reborn and can look upon his former self from ancient Greece, as he walked about there, then he sees them in spirit, sees them clearly in spirit. If, all of a sudden, through some means—I don’t know, through a devil—what he sees in spirit were transformed into a real human being—that is, if he were to encounter himself again as a physical human being—he would die from it. One cannot encounter the past in physical form. That’s how one dies! And anyone who were to see a past incarnation as it truly was physically would also face the forces that are determined to bring about the death of the future—to bring about its true death. That is indeed the case. Well, this gives rise to entirely unnatural circumstances. Just imagine: the people in Egypt whose bodies were mummified—who thus now lie there in their physical form—have long since returned to Earth; they have long since returned! So they have lived—or are now living—and their former forms are still there. These former forms not only affect the people who have returned, but once a person has returned, they also have a destructive effect on other people who are in the vicinity of such a preserved form. So, in reality, every mummy actually radiates a hostility toward human life. It simply cannot be otherwise: a hostility toward human life emanates from them. People do not really take any of this into account. And as a result, it can of course happen that mummies—which belonged to particularly ambitious people with great power and authority, and which were shrouded in mystery to ensure they would remain preserved for a long time and exert a harmful influence—can in fact have such a severe effect that, if one comes near them, one becomes ill and, under certain circumstances, may even die. Hence these inexplicable occurrences that are now coming to light.

[ 28 ] Nun bleibt noch das Dritte übrig: daß Sie diesen Nachrichten nach erfahren, daß es heute außerordentlich. schwierig ist, an diese Gräber heranzukommen. Es ist in der Tat furchtbar schwierig. Und wenn wir heute von den alten Mysterien hören - das tun wir ja vielfach -, da ist es auch so, daß man fragen kann: Wo sind denn diese Mysterien? Ja, man müßte erst tief in die Felsen hineingraben, da würde man auf Höhlen kommen; in diesen Höhlen würde man, wenn man es entziffern könnte, allerlei interessante Schriftzeichen sehen. Das ist alles heute im Grunde von Felsen bedeckt, Felsen, die so verwachsen sind, bei denen die Narben, diese Narben, die ja entstehen, wenn man Felsen bearbeitet, so verwachsen sind, daß man heute, wenn man es oberflächlich anschaut, gar nicht bemerkt, daß diese Felsen nicht von Natur dahin gekommen sind, sondern eigentlich von Menschenhänden bearbeitet worden sind. - Und es war schon so, daß der Ägypter wollte, daß die Gräber geschützt sind. Also er hat sie tief in den Felsen hineingearbeitet und dann außerdem noch künstliche Gebilde darüber gemacht, die allmählich sich verwandelt haben im Laufe der Jahrtausende, so daß sie wie natürliche Felsengebilde oder Felsenhügel ausschauen.

[ 28 ] Now there remains the third point: that, according to these reports, it is extremely difficult today to gain access to these tombs. It is, in fact, terribly difficult. And when we hear about the ancient mysteries today—as we often do—one might well ask: Where, then, are these mysteries? Well, one would first have to dig deep into the rocks; there one would come upon caves; in these caves, if one could decipher them, one would see all sorts of interesting inscriptions. All of this is essentially covered by rock today—rock that has become so overgrown, with the scars—those scars that naturally form when rock is worked—so overgrown that today, if one looks at it superficially, one doesn’t even notice that these rocks did not come to be there naturally, but were actually shaped by human hands. - And it was indeed the case that the Egyptians wanted the tombs to be protected. So they carved them deep into the rock and then also built artificial structures over them, which have gradually transformed over the course of millennia, so that they now look like natural rock formations or rocky hills.

[ 29 ] Da bleibt nur die einzige Frage übrig, die Sie aber dazu führen wird, vieles aus der Geschichte zu verstehen, was man sonst gar nicht versteht. Nun, ich möchte wissen, wie es möglich wäre, wenn heute eine Anzahl von Menschen, und seien es noch so viele, solche Kräfte aufbringen müßten, wie man sich vorstellen muß, daß sie notwendig gewesen sind, um diese Sachen aufzubauen! Schon zum Zerstören gehört so viel Zeit, wie Sie gesagt haben! Denken Sie sich nur einmal, die Pharaonen - so haben die ägyptischen Könige geheißen -, die hatten die Macht, durch ihre starke Geistigkeit auf Menschen zu wirken. Wenn man in den Stoff hineinwirken kann, kann man erst recht mit den Worten auf Menschen wirken. Das tun wir heute nicht, weil heute der Mensch überzeugt sein soll von dem, was er hört. Aber diese alten Pharaonen, die hatten eine ungeheure Macht. Daher konnten sie auf die Kraft der Menschen, auf deren Arbeitskraft, ungeheuer wirken. Nun müssen Sie aber eine andere Erscheinung zu Hilfe nehmen, um das zu verstehen. Sehen Sie, der normale Mensch kann ja gewisse Dinge heben und verrücken und so weiter. Aber haben Sie nicht schon gesehen, wenn einer verrückt wird, daß ungeheure Kräfte in ihm wachsen? Sie können manchmal darüber erstaunt sein, was ein Mensch für Kräfte kriegt zum Heben von Dingen, die er sonst nicht heben kann, im Tragen von Dingen, die er sonst gar nicht tragen kann! Und was er erst für Kräfte kriegt, wenn er mit Ihnen rauft! Sie können ihn spielend leicht überwunden haben, als er noch nicht verrückt war; wird er verrückt, sofort hat er Sie niedergeworfen. So wachsen die Kräfte dem Menschen, wenn er wahnsinnig geworden ist.

[ 29 ] That leaves only one question, but it will help you understand much of history that would otherwise remain a mystery. Well, I would like to know how it would be possible today for a group of people—no matter how large—to muster the kind of strength one must imagine was necessary to build these things! Even the act of destruction alone takes as much time as you said! Just imagine the pharaohs—as the Egyptian kings were called—who had the power to influence people through their strong spiritual presence. If one can influence matter, one can certainly influence people through words. We do not do that today, because today people are supposed to be convinced by what they hear. But those ancient pharaohs—they possessed immense power. That is why they could exert an immense influence on people’s strength, on their labor. Now, however, you must consider another phenomenon to understand this. You see, an ordinary person can, of course, lift and move certain things and so on. But haven’t you noticed that when someone goes mad, tremendous strength grows within them? You may sometimes be amazed at the strength a person gains—to lift things they otherwise couldn’t lift, to carry things they otherwise couldn’t carry at all! And just imagine the strength they gain when they’re fighting with you! You could have overpowered them with ease when they weren’t yet insane; but once they go mad, they’ll throw you to the ground in an instant. That’s how a person’s strength grows when they’ve gone mad.

[ 30 ] Nun waren das die Ägypter nicht. Sie waren aber auch nicht so besonnen wie wir heute, sondern waren in einem traumhaften Leben, hatten riesige Kräfte. Und wie wenig Leute man brauchte im alten Ägypten, um einen riesigen Stein zu wälzen, an seinen Ort zu bringen, der manchmal sehr hoch sein konnte, davon hat heute der Mensch überhaupt keine Begriffe mehr. Der Mensch heute kann sich gar nicht mehr vorstellen, daß es Zeiten gegeben hat, in denen fünf Menschen einen ungeheuren Felsblock von weither genommen hatten und hoch hinauf befördern konnten. Die Kräfte der Menschen im alten Ägypten waren eben ungeheuer groß. Und das konnte man natürlich nur dadurch bewirken, daß man die Kräfte bei diesen Menschen dadurch ausgebildet hat, daß man sie geradezu zu Sklaven gemacht hat. Aber die Sklaverei war nicht bloß dazu da; das zeigte sich, als die Menschheit schon schwach geworden war und der Verstand schon erwacht war. In der Zeit, die auf die ägyptische folgte, wird mit dem Verstand die physische Kraft schon vermindert. Da nimmt sich das Sklaventum so aus, daß man es nur in Gang halten will und das Recht gefordert wird, es in Gang zu halten. Früher war es aber noch anders; da hat man die ganze Natur des Menschen stumpf und dumpf und traumhaft gelassen, weil man dadurch seine physische Kraft verstärken konnte. Und durch solche künstlich gezogenen physischen Kräfte sind namentlich solche Dinge erarbeitet worden wie diese Königsgräber, für die man heute, um hineinzukommen, eine solch riesige Arbeit braucht, nur um es zu zerstören!

[ 30 ] Well, the Egyptians weren’t like that. But they weren’t as level-headed as we are today either; instead, they lived a dreamlike existence and possessed immense strength. And people today have absolutely no concept of how few people were needed in ancient Egypt to roll a massive stone into place—a stone that could sometimes be very high up. People today can no longer even form a mental image of the times when five people could take a colossal boulder from far away and haul it high up. The strength of the people in ancient Egypt was simply immense. And of course, this could only be achieved by developing that strength in these people—by effectively turning them into slaves. But slavery was not merely for that purpose; this became evident once humanity had already grown weak and reason had already awakened. In the era that followed the Egyptian one, physical strength was already diminishing as a result of the development of reason. Slavery then took on the form of something one merely sought to maintain, and the right to do so was demanded. In earlier times, however, it was different; then the entire nature of human beings was kept dull, numb, and dreamlike, because this allowed their physical strength to be strengthened. And through such artificially cultivated physical strength, things such as these royal tombs were built—tombs that today require such an enormous amount of work just to enter, only to destroy them!

[ 31 ] Nicht wahr, über all diese Sachen werden ja wirklich die irrtümlichsten Ansichten verbreitet aus dem Grunde, weil heute meistens die am meisten materialistisch gesinnten Menschen an diese Sachen herankommen. Die können gar nicht verstehen, was da eigentlich ist. Da gräbt einer ein Königsgrab auf - muß sterben. Die Leute sind furchtbar verwundert darüber, weil sie nicht wissen, daß das eigentlich im Grunde mit beabsichtigt war von den alten Ägyptern, daß der stirbt. Sie haben die Mittel gehabt, um auch durch die Zeit hindurch zu wirken.

[ 31 ] Isn't it true that the most erroneous views are being spread about all these things, simply because today it is mostly the most materialistically minded people who have access to them? They simply cannot understand what is actually going on. Someone digs up a royal tomb—and dies. People are terribly astonished by this because they do not know that, deep down, it was actually intended by the ancient Egyptians that the person should die. They had the means to exert their influence even across time.

[ 32 ] Vergegenwärtigen Sie sich nur dieses: Sagen wir, Sie sind in Basel und Sie haben einen Funktelegraphen; irgend jemand in Berlin fängt das Telegramm auf, er hört, was Sie im Funktelegraphen sagen. Nicht wahr, das ist dem Raume nach weit weg, ganz weit weg. Warum? Weil wir in unserem Funktelegraphen, den wir entdeckt haben, den Raum überwinden und imstande sind, durch den Raum hindurch zu wirken. Ganz woanders erscheint das, was dem Funkspruch übergeben wird. Der Funkspruch geht durch den Raum, und auf einer andern Ecke lebt er auf. Ja, meine Herren, denken Sie sich, hier lassen Sie den Funkspruch los: Wer hört, was ich sage, der stirbt! - und nun denken Sie, es hörte dies hier ein sehr nervöser Mensch, ein furchtbar beeindruckbarer Mensch. Der vernimmt: Wer das hört, was ich sage, der stirbt -, natürlich muß er schon sehr nervös sein, aber er kann auch aus Schreck wirklich sterben, besonders wenn der, der da redet, der den Funkspruch gibt, ein Verrückter ist. Denn die Kräfte, die beim Verrückten in der Sprache leben, sind ja viel überwältigender als die Kräfte, die bei einem Besonnenen leben. Wenn also da ein Verrückter hereinspricht und dort einer den Spruch des Verrückten hört, der kann sterben.

[ 32 ] Just imagine this: Let’s say you’re in Basel and you have a radio telegraph; someone in Berlin picks up the telegram and hears what you’re saying on the radio telegraph. Isn’t that a long way away—a very long way away? Why? Because with the radio telegraph we’ve invented, we overcome space and are able to act across it. What is transmitted via the radio message appears somewhere else entirely. The radio message travels through space and comes to life in another corner of the world. Yes, gentlemen, just imagine: here you send out the radio message: Whoever hears what I say will die!—and now imagine that a very nervous person, a terribly impressionable person, heard this here. He hears: “Whoever hears what I say will die”—of course, he must already be very nervous, but he could actually die of fright, especially if the one speaking, the one sending the radio message, is a madman. For the forces that dwell in the speech of a madman are, after all, far more overwhelming than the forces that dwell in the speech of a level-headed person. So if a madman speaks into the radio and someone on the other end hears the madman’s words, that person could die.

[ 33 ] Nun haben eben die Ägypter die Möglichkeit gehabt, in ihren Gräbern solches zu konservieren, solche Sprüche hineinzulegen. Die wirken jetzt nicht durch den Raum, sondern durch die Zeit. Und wenn jetzt der Engländer seine Nase da hineinsteckt, dann weiß er nicht, daß im Geruch, der in die Nase hereingeht, die in die Spezereien hineinversetzten Worte wirken.

[ 33 ] Now, the Egyptians had the opportunity to preserve such things in their tombs, to place such sayings there. These now exert their influence not through space, but through time. And when an Englishman sticks his nose in there, he doesn’t realize that the words embedded in the spices are at work in the scent that enters his nose.

[ 34 ] Der Mensch, der hier am Funktelegraphen als nervöser Mensch horcht und den Funkspruch des Verrückten hört, der muß wenigstens aus Schreck sterben. Der andere aber stirbt, ohne daß er erst etwas hört, weil es im Geruch liegt. Er stirbt davon. Da hinein ist der «Funkspruch» - wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf - hineingezaubert; und man setzt sich eigentlich in zeitliche Ferntelegraphie mit dem, was die alten Ägypter getan haben. Die wollten ja den töten, der seine Nase hineinsteckte. Das geschieht nur eben, weil sie die Kunst gekannt haben, die entsprechenden Worte in die Spezereien hineinzusprechen, so daß sie wirken.

[ 34 ] The person who listens here at the radio telegraph—a nervous person—and hears the madman’s radio message must at least die of fright. The other, however, dies without even hearing anything first, because it’s in the smell. He dies from it. The “radio message”—if I may use that term—is magically conjured into it; and in a sense, this is akin to the ancient Egyptians’ practice of long-distance telegraphy. They wanted to kill anyone who stuck their nose into it. This happens precisely because they knew the art of speaking the appropriate words into the spices so that they would take effect.

[ 35 ] Sehen Sie, wenn Sie herangehen an das, was man geistig wissen kann, dann werden Sie über die Dinge nicht mehr verwundert sein. Aber das Merkwürdige ist, daß der Mensch, indem er heute überall hinkommt und seine Untersuchungen macht, mit der Nase manchmal, wie diese letzten Fälle zeigen, in recht unangenehmer Weise daraufgestoßen wird, wie der Geist wirkt. Diejenigen, auf die dann der Geist am stärksten wirkt, dadurch, daß er sie tötet, die würden, wenn sie nachher nach ihrem Tod Weisheit verbreiten könnten, schon die Wahrheit reden! Nun, das geht nicht. So müssen wir sie selber aussprechen, die Ratschlüsse aus der geistigen Welt.

[ 35 ] You see, when you approach what can be known spiritually, you will no longer be surprised by these things. But the strange thing is that, as people today go everywhere conducting their investigations, they are sometimes—as these recent cases show—confronted in a rather unpleasant way with how the spirit works. Those upon whom the spirit exerts its strongest influence—by killing them—would, if they could spread wisdom after their death, speak the truth! Well, that is not possible. So we ourselves must articulate the insights from the spiritual world.