How to Gain Knowledge of the Higher Worlds
GA 10
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How to Gain Knowledge of the Higher Worlds, tr. SOL
Die Bedingungen zur Geheimschulung
The Conditions for Occult Training
[ 1 ] Die Bedingungen zum Antritt der Geheimschulung sind nicht solche, die von irgend jemand durch Willkür festgesetzt werden. Sie ergeben sich aus dem Wesen des Geheimwissens. Wie ein Mensch nicht Maler werden kann, der keinen Pinsel in die Hand nehmen Will, so kann niemand eine Geheimschulung empfangen, der nicht erfüllen will, was die Geheimlehrer als notwendige Forderung angeben. Im Grunde kann der Geheimlehrer nichts geben als Ratschläge. Und in diesem Sinne ist auch alles aufzunehmen, was er sagt. Er hat die vorbereitenden Wege zum Erkennen der höheren Welten durchgemacht. Er weiß aus Erfahrung, was notwendig ist. Es hängt ganz von dem freien Willen des einzelnen ab, ob er die gleichen Wege wandeln will oder nicht. Wenn jemand verlangen wollte, daß ihm ein Lehrer eine Geheimschulung zukommen ließe, ohne die Bedingungen erfüllen zu wollen, so gliche eine solche Forderung eben durchaus der: lehre mich malen, aber befreie mich davon, einen Pinsel zu berühren. – Der Geheimlehrer kann auch niemals etwas bieten, wenn ihm nicht der freie Wille des Aufnehmenden entgegenkommt. Aber es muß betont werden, daß der allgemeine Wunsch nach höherem Wissen nicht genügt. Diesen Wunsch werden natürlich viele haben. Wer nur diesen Wunsch hat, ohne auf die besonderen Bedingungen der Geheimschulung eingehen zu wollen, von dem kann zunächst nichts erreicht werden. Das sollen diejenigen bedenken, die sich darüber beklagen, daß die Geheimschulung ihnen nicht leicht wird. Wer die strengen Bedingungen nicht erfüllen kann oder will, der muß eben vorläufig auf Geheimschulung verzichten. Zwar sind die Bedingungen streng, aber nicht hart, da ihre Erfüllung nicht nur eine freie Tat sein soll, sondern sogar sein muß.
[ 1 ] The conditions for beginning the secret training are not ones arbitrarily set by anyone. They arise from the very nature of secret knowledge. Just as a person who is unwilling to pick up a paintbrush cannot become a painter, so too can no one receive secret training who is unwilling to fulfill what the secret teachers specify as necessary requirements. Essentially, the secret teacher can offer nothing but advice. And everything he says must be understood in this sense. He has traversed the preparatory paths leading to the knowledge of the higher worlds. He knows from experience what is necessary. It depends entirely on the free will of the individual whether he wishes to walk the same paths or not. If someone were to demand that a teacher grant him esoteric training without being willing to fulfill the conditions, such a demand would be precisely like saying: “Teach me to paint, but spare me from having to touch a brush.” – The secret teacher can never offer anything unless the free will of the recipient meets him halfway. But it must be emphasized that a general desire for higher knowledge is not enough. Naturally, many will have this desire. Nothing can be achieved, at least initially, from someone who has only this desire without being willing to meet the specific conditions of the secret training. Those who complain that the secret training is not easy for them should bear this in mind. Anyone who cannot or will not fulfill the strict conditions must simply for the time being forgo secret training. Although the conditions are strict, they are not harsh, since fulfilling them is not only supposed to be a free act, but indeed must be one.
[ 2 ] Wer das nicht bedenkt, für den können die Forderungen der Geheimschulung leicht als Seelen- oder Gewissenszwang erscheinen. Denn die Schulung beruht ja auf einer Ausbildung des inneren Lebens; der Geheimlehrer muß also Ratschläge erteilen, die sich auf dieses innere Leben beziehen. Aber nichts kann als Zwang aufgefaßt werden, was als Ausfluß eines freien Entschlusses gefordert wird. – Wenn jemand von dem Lehrer forderte: teile mir deine Geheimnisse mit, aber lasse mich bei meinen gewohnten Empfindungen, Gefühlen und Vorstellungen, so verlangt er eben etwas ganz Unmögliches. Er will dann nichts weiter als die Neugierde, den Wissenstrieb befriedigen. Bei einer solchen Gesinnung kann aber Geheimwissen nie erlangt werden.
[ 2 ] For those who do not take this into account, the requirements of the secret training may easily appear to be a coercion of the soul or conscience. For the training is based, after all, on the development of the inner life; the secret teacher must therefore give advice that relates to this inner life. But nothing that is demanded as the result of a free decision can be regarded as coercion. — If someone were to demand of the teacher, “Share your secrets with me, but let me keep my usual sensations, feelings, and ideas,” he would be asking for something completely impossible. He would then be seeking nothing more than to satisfy his curiosity and his thirst for knowledge. With such an attitude, however, secret knowledge can never be attained.
[ 3 ] Es sollen nun der Reihe nach die Bedingungen für den Geheimschüler entwickelt werden. Es muß betont werden, daß bei keiner dieser Bedingungen eine vollständige Erfüllung verlangt wird, sondern lediglich das Streben nach einer solchen Erfüllung. Ganz erfüllen kann die Bedingungen niemand; aber sich auf den Weg zu ihrer Erfüllung begeben kann jeder. Nur auf den Willen, auf die Gesinnung, sich auf diesen Weg zu begeben, kommt es an.
[ 3 ] We will now outline, one by one, the conditions for the initiate. It must be emphasized that none of these conditions requires complete fulfillment, but merely the striving toward such fulfillment. No one can fully fulfill the conditions; but everyone can set out on the path toward their fulfillment. What matters is only the will, the disposition, to set out on this path.
[ 4 ] Die erste Bedingung ist: man richte sein Augenmerk darauf, die körperliche und geistige Gesundheit zu fördern. Wie gesund ein Mensch ist, das hängt zunächst natürlich nicht von ihm ab. Danach trachten, sich nach dieser Richtung zu fördern, das kann ein jeder. Nur aus einem gesunden Menschen kann gesunde Erkenntnis kommen. Die Geheimschulung weist einen nicht gesunden Menschen nicht zurück; aber sie muß verlangen, daß der Schüler den Willen habe, gesund zu leben. – Darinnen muß der Mensch die möglichste Selbständigkeit erlangen. Die guten Ratschläge anderer, die – zumeist ungefragt – jedem zukommen, sind in der Regel ganz überflüssig. Ein jeder muß sich bestreben, selbst auf sich zu achten. – Vielmehr wird es sich in physischer Beziehung darum handeln, schädliche Einflüsse abzuhalten, als um anderes. Um unsere Pflichten zu erfüllen, müssen wir uns ja oft Dinge auferlegen, die unserer Gesundheit nicht förderlich sind. Der Mensch muß verstehen, im rechten Falle die Pflicht höher zu stellen als die Sorge um die Gesundheit. Aber was kann nicht alles unterlassen werden bei einigem guten Willen! Die Pflicht muß in vielen Fällen höher stehen als die Gesundheit, ja oft höher als das Leben; der Genuß darf es bei dem Geheimschüler nie. Bei ihm kann der Genuß nur ein Mittel für Gesundheit und Leben sein. Und es ist in dieser Richtung durchaus notwendig, daß man ganz ehrlich und wahrhaftig gegen sich selbst sei. Nichts nützt es, ein asketisches Leben zu führen, wenn dieses aus ähnlichen Beweggründen entspringt wie andere Genüsse. Es kann jemand an dem Asketismus ein Wohlgefallen haben wie ein anderer am Weintrinken. Er kann aber nicht hoffen, daß ihm dieser Asketismus etwas zu höherer Erkenntnis nütze. – Viele schieben alles, was sie scheinbar hindert, sich nach dieser Richtung zu fördern, auf ihre Lebenslage. Sie sagen: «Bei meinen Lebensverhältnissen kann ich mich nicht entwickeln.» Es mag für viele in anderer Beziehung wünschenswert sein, ihre Lebenslage zu ändern; zum Zwecke der Geheimschulung braucht dies kein Mensch zu tun. Zu diesem Ziele braucht man nur gerade in der Lage, in der man ist, so viel für seine leibliche und seelische Gesundheit zu tun, als möglich ist. Eine jegliche Arbeit kann dem Ganzen der Menschheit dienen; und es ist viel größer von der Menschenseele, sich klarzumachen, wie notwendig eine kleinliche, vielleicht häßliche Arbeit für dieses Ganze ist, als zu glauben: «Diese Arbeit ist für mich zu schlecht, ich bin zu anderem berufen.» – Besonders wichtig für den Geheimschüler ist das Streben nach völliger geistiger Gesundheit. Ungesundes Gemüts- und Denkleben bringt auf alle Fälle von den Wegen zu höheren Erkenntnissen ab. Klares, ruhiges Denken, sicheres Empfinden und Fühlen sind hier die Grundlage. Nichts soll ja dem Geheimschüler ferner liegen als die Neigung zum Phantastischen, zum aufgeregten Wesen, zur Nervosität, zur Exaltation, zum Fanatismus. Einen gesunden Blick für alle Verhältnisse des Lebens soll er sich aneignen; sicher soll er sich im Leben zurechtfinden; ruhig soll er die Dinge zu sich sprechen und auf sich wirken lassen. Er soll sich bemühen, überall, wo es nötig ist, dem Leben gerecht zu werden. Alles Überspannte, Einseitige soll in seinem Urteilen und Empfinden vermieden werden. Würde diese Bedingung nicht erfüllt, so käme der Geheimschüler statt in höhere Welten in diejenige seiner eigenen Einbildungskraft; statt der Wahrheit machten sich Lieblingsmeinungen bei ihm geltend. Besser ist es für den Geheimschüler, «nüchtern» zu sein als exaltiert und phantastisch.
[ 4 ] The first condition is: one must focus on promoting physical and mental health. How healthy a person is does not, of course, depend on them at first. But everyone can strive to improve themselves in this direction. Only from a healthy person can healthy insight arise. The secret training does not reject an unhealthy person; but it must require that the student have the will to live healthily. – In this regard, the individual must achieve the greatest possible independence. The well-meaning advice of others, which—mostly unsolicited—is offered to everyone, is generally quite superfluous. Everyone must strive to take care of themselves. – In physical terms, the main concern will be to ward off harmful influences, rather than anything else. After all, to fulfill our duties, we often have to impose upon ourselves things that are not conducive to our health. A person must understand that, when the situation calls for it, duty must take precedence over concern for health. But with a little good will, there is so much that can be avoided! In many cases, duty must take precedence over health, indeed often over life itself; pleasure must never take precedence for the initiate. For him, pleasure can only be a means to health and life. And in this regard, it is absolutely necessary to be completely honest and truthful with oneself. It is of no use to lead an ascetic life if it springs from motives similar to those behind other forms of pleasure. One may take as much pleasure in asceticism as another does in drinking wine. But one cannot hope that this asceticism will serve as a means to higher knowledge. – Many attribute everything that seemingly prevents them from advancing in this direction to their life circumstances. They say: “Given my circumstances, I cannot develop myself.” It may be desirable for many, in other respects, to change their circumstances; but for the purpose of esoteric training, no one needs to do so. To achieve this goal, one need only do as much as possible for one’s physical and spiritual health right where one is. Any kind of work can serve humanity as a whole; and it is a much greater expression of the human soul to realize how necessary even a menial, perhaps unattractive task is for this whole, than to believe: “This work is too menial for me; I am called to something else.”—The pursuit of complete spiritual health is particularly important for the student of the Esoteric Teachings. An unhealthy emotional and mental life inevitably leads one astray from the paths to higher knowledge. Clear, calm thinking, and a steady sense of perception and feeling are the foundation here. Nothing should be further from the esoteric student than a tendency toward the fantastical, toward agitation, nervousness, exaltation, or fanaticism. He should cultivate a healthy perspective on all aspects of life; he should be able to navigate life with confidence; he should calmly allow things to speak to him and take their effect upon him. He should strive to do justice to life wherever necessary. Anything extreme or one-sided should be avoided in his judgments and feelings. If this condition were not met, the secret student would enter not into higher worlds but into the world of his own imagination; instead of the truth, his favorite opinions would prevail. It is better for the secret student to be “sober” than exalted and fanciful.
[ 5 ] Die zweite Bedingung ist, sich als ein Glied des ganzen Lebens zu fühlen. In der Erfüllung dieser Bedingung ist viel eingeschlossen. Aber ein jeder kann sie nur auf seine eigene Art erfüllen. Bin ich Erzieher und mein Zögling entspricht nicht dem, was ich wünsche, so soll ich mein Gefühl zunächst nicht gegen den Zögling richten, sondern gegen mich selbst. Ich soll mich so weit als eins mit meinem Zögling fühlen, daß ich mich frage: «Ist das, was beim Zögling nicht genügt, nicht die Folge meiner eigenen Tat?» Statt mein Gefühl gegen ihn zu richten, werde ich dann vielmehr darüber nachdenken, wie ich mich selbst verhalten soll, damit in Zukunft der Zögling meinen Forderungen besser entsprechen könne. Aus solcher Gesinnungsart heraus ändert sich allmählich die ganze Denkungsart des Menschen. Das gilt für das Kleinste wie für das Größte. Ich sehe aus solcher Gesinnung heraus zum Beispiel einen Verbrecher anders an als ohne dieselbe. Ich halte zurück mit meinem Urteile und sage mir: «Ich bin nur ein Mensch wie dieser. Die Erziehung, die durch die Verhältnisse mir geworden ist, hat mich vielleicht allein vor seinem Schicksale bewahrt.» Ich komme dann wohl auch zu dem Gedanken, daß dieser Menschenbruder ein anderer geworden wäre, wenn die Lehrer, die ihre Mühe auf mich verwendet haben, sie hätten ihm angedeihen lassen. Ich werde bedenken, daß mir etwas zuteil geworden ist, was ihm entzogen war, daß ich mein Gutes gerade dem Umstand verdanke, daß es ihm entzogen worden ist. Und dann wird mir die Vorstellung auch nicht mehr ferne liegen, daß ich nur ein Glied in der ganzen Menschheit bin und mitverantwortlich für alles, was geschieht. Es soll hier nicht gesagt werden, daß ein solcher Gedanke sich sofort in äußere agitatorische Taten umsetzen soll. Aber still in der Seele soll er gepflegt werden. Dann wird er sich ganz allmählich in dem äußeren Verhalten eines Menschen ausprägen. Und in solchen Dingen kann doch jeder nur bei sich selbst zu reformieren anfangen. Nichts fruchtet es, im Sinne solcher Gedanken allgemeine Forderungen an die Menschheit zu stellen. Wie die Menschen sein sollen: darüber ist leicht ein Urteil gebildet; der Geheimschüler aber arbeitet in der Tiefe, nicht an der Oberfläche. Es wäre daher ganz unrichtig, wenn man die hier angedeutete Forderung der Geheimlehrer mit irgendeiner äußerlichen, etwa gar einer politischen Forderung in Verbindung brächte, mit der die Geistesschulung nichts zu tun haben kann. Politische Agitatoren «wissen» in der Regel, was von anderen Menschen zu «fordern» ist; von Forderungen an sich selbst ist bei ihnen weniger die Rede.
[ 5 ] The second condition is to feel that one is a part of life as a whole. There is much involved in fulfilling this condition. But each person can fulfill it only in their own way. If I am a teacher and my student does not live up to my expectations, I should not first direct my feelings toward the student, but toward myself. I should feel so much at one with my student that I ask myself: “Is what is lacking in the pupil not the result of my own actions?” Instead of directing my feelings toward him, I will then reflect on how I myself should behave so that, in the future, the pupil may better meet my expectations. From such a state of mind, a person’s entire way of thinking gradually changes. This applies to the smallest matters as well as the greatest. From this perspective, for example, I view a criminal differently than I would without it. I hold back my judgment and say to myself: “I am only a human being like him. The upbringing I received due to my circumstances has perhaps alone spared me from his fate.” I may then also come to the realization that this fellow human being would have become a different person if the teachers who devoted their efforts to me had extended that same care to him. I will reflect that I was granted something that was denied to him, that I owe my goodness precisely to the fact that it was denied to him. And then the idea will no longer seem foreign to me that I am but one link in the chain of all humanity and sharely responsible for everything that happens. It is not to be said here that such a thought should immediately be translated into outward, agitational actions. But it should be nurtured quietly within the soul. Then it will gradually manifest itself in a person’s outward behavior. And in such matters, after all, everyone can only begin to reform within themselves. It serves no purpose to make general demands on humanity in the spirit of such thoughts. It is easy to form a judgment about how people ought to be; but the secret student works in depth, not on the surface. It would therefore be entirely incorrect to associate the demand of the secret teachers alluded to here with any external demand—let alone a political one—with which spiritual training can have nothing to do. Political agitators generally “know” what to “demand” of others; they speak less of demands they place on themselves.
[ 6 ] Und damit hängt die dritte Bedingung für die Geheimschulung unmittelbar zusammen. Der Zögling muß sich zu der Anschauung emporringen können, daß seine Gedanken und Gefühle ebenso Bedeutung für die Welt haben wie seine Handlungen. Es muß erkannt werden, daß es ebenso verderblich ist, wenn ich meinen Mitmenschen hasse, wie wenn ich ihn schlage. Dann komme ich auch zu der Erkenntnis, daß ich nicht nur für mich etwas tue, wenn ich mich selbst vervollkommene, sondern auch für die Welt. Aus meinen reinen Gefühlen und Gedanken zieht die Welt ebensolchen Nutzen wie aus meinem Wohlverhalten. Solange ich nicht glauben kann an diese Weltbedeutung meines Innern, so lange tauge ich nicht zum Geheimschüler. Erst dann bin ich von dem rechten Glauben an die Bedeutung meines Inneren, meiner Seele erfüllt, wenn ich an diesem Seelischen in der Art arbeite, als wenn es zum mindesten ebenso wirklich wäre wie alles Äußere. Ich muß zugeben, daß mein Gefühl ebenso eine Wirkung hat wie eine Verrichtung meiner Hand.
[ 6 ] And this is directly connected to the third condition for the secret training. The student must be able to rise to the realization that his thoughts and feelings are just as significant for the world as his actions. One must recognize that hating my fellow human beings is just as destructive as striking them. Then I also come to realize that when I perfect myself, I am doing so not only for my own sake but also for the sake of the world. The world derives just as much benefit from my pure feelings and thoughts as it does from my good behavior. As long as I cannot believe in this significance of my inner life for the world, I am not fit to be a secret student. Only then am I filled with the true faith in the significance of my inner life, of my soul, when I work on this spiritual aspect as if it were at least as real as everything external. I must admit that my feelings have just as much of an effect as an action performed by my hand.
[ 7 ] Damit ist eigentlich schon die vierte Bedingung ausgesprochen: die Aneignung der Ansicht, daß des Menschen eigentliche Wesenheit nicht im Äußerlichen, sondern im Inneren liegt. Wer sich nur als ein Produkt der Außenwelt ansieht, als ein Ergebnis der physischen Welt, kann es in der Geheimschulung zu nichts bringen. Sich als seelisch-geistiges Wesen fühlen ist eine Grundlage für solche Schulung. Wer zu solchem Gefühle vordringt, der ist dann geeignet zu unterscheiden zwischen innerer Verpflichtung und dem äußeren Erfolge. Er lernt erkennen, daß das eine nicht unmittelbar an dem anderen gemessen werden kann. Der Geheimschüler muß die rechte Mitte finden zwischen dem, was die äußeren Bedingungen vorschreiben, und dem, was er als das Richtige für sein Verhalten erkennt. Er soll nicht seiner Umgebung etwas aufdrängen, wofür diese kein Verständnis haben kann; aber er soll auch ganz frei sein von der Sucht, nur das zu tun, was von dieser Umgebung anerkannt werden kann. Die Anerkennung für seine Wahrheiten muß er einzig und allein in der Stimme seiner ehrlichen, nach Erkenntnis ringenden Seele suchen. Aber lernen soll er von seiner Umgebung, soviel er nur irgend kann, um herauszufinden, was ihr frommt und nützlich ist. So wird er in sich selbst das entwickeln, was man in der Geheimwissenschaft die «geistige Waage» nennt. Auf einer ihrer Waageschalen liegt ein «offenes Herz» für die Bedürfnisse der Außenwelt, auf der anderen «innere Festigkeit und unerschütterliche Ausdauer».
[ 7 ] This actually already expresses the fourth condition: the acceptance of the view that a person’s true essence lies not in the external but in the inner self. Anyone who views themselves merely as a product of the external world, as a result of the physical world, cannot achieve anything in the secret training. Feeling oneself to be a soul-spiritual being is a foundation for such training. Those who attain such a feeling are then capable of distinguishing between inner obligation and external success. They learn to recognize that one cannot be measured directly against the other. The student of the secret teachings must find the right balance between what external circumstances dictate and what he recognizes as the correct course of action. He should not impose upon his surroundings anything for which they cannot have an understanding; but he should also be entirely free from the compulsion to do only what can be accepted by those around him. He must seek recognition for his truths solely in the voice of his honest soul, which strives for knowledge. But he should learn from those around him as much as he possibly can, in order to discover what is beneficial and useful to them. In this way, he will develop within himself what is called the “spiritual balance” in the esoteric science. On one pan of the scale lies an “open heart” toward the needs of the outside world; on the other, “inner strength and unshakable perseverance.”
[ 8 ] Und damit ist auf die fünfte Bedingung gedeutet: die Standhaftigkeit in der Befolgung eines einmal gefaßten Entschlusses. Nichts darf den Geheimschüler dazu bringen, von einem gefaßten Entschluß abzukommen, als lediglich die Einsicht, daß er im Irrtume befangen ist. Jeder Entschluß ist eine Kraft, und wenn diese Kraft auch nicht einen unmittelbaren Erfolg da hat, wohin sie zunächst gewandt ist, sie wirkt in ihrer Weise. Der Erfolg ist nur entscheidend, wenn man eine Handlung aus Begierde vollbringt. Aber alle Handlungen, die aus Begierde vollbracht werden, sind wertlos gegenüber der höheren Welt. Hier entscheidet allein die Liebe zu einer Handlung. In dieser Liebe soll sich ausleben alles, was den Geheimschüler zu einer Handlung treibt. Dann wird er auch nicht erlahmen, einen Entschluß immer wieder in Tat umzusetzen, wie oft er ihm auch mißlungen sein mag. Und so kommt er dazu, nicht erst die äußeren Wirkungen seiner Taten abzuwarten, sondern sich an den Handlungen selbst zu befriedigen. Er wird lernen, seine Taten, ja sein ganzes Wesen der Welt zu opfern, wie auch immer diese sein Opfer aufnehmen mag. Zu solchem Opferdienst muß sich bereit erklären, wer Geheimschüler werden will.
[ 8 ] And this points to the fifth condition: steadfastness in adhering to a resolution once it has been made. Nothing should cause the secret student to deviate from a resolution he has made, except the realization that he is in error. Every decision is a force, and even if this force does not bring about immediate success where it is initially directed, it works in its own way. Success is decisive only when an action is performed out of desire. But all actions performed out of desire are worthless in the eyes of the higher world. Here, it is love alone that determines an action. Everything that drives the initiate to act must find its fulfillment in this love. Then he will not lose heart in repeatedly putting a decision into action, no matter how often he may have failed. And so he comes to the point where he does not wait for the external effects of his deeds, but finds satisfaction in the actions themselves. He will learn to sacrifice his deeds—indeed, his entire being—to the world, however the world may receive his sacrifice. Anyone who wishes to become a secret student must declare themselves ready for such a service of sacrifice.
[ 9 ] Eine sechste Bedingung ist die Entwickelung des Gefühles der Dankbarkeit gegenüber allem, was dem Menschen zukommt. Man muß wissen, daß das eigene Dasein ein Geschenk des ganzen Weltalls ist. Was ist alles notwendig, damit jeder von uns sein Dasein empfangen und fristen kann! Was verdanken wir der Natur und anderen Menschen! Zu solchen Gedanken müssen diejenigen geneigt sein, die Geheimschulung wollen. Wer sich ihnen nicht hingeben kann, der vermag nicht in sich jene Alliebe zu entwickeln, die notwendig ist, um zu höherer Erkenntnis zu kommen. Etwas, das ich nicht liebe, kann sich mir nicht offenbaren. Und eine jede Offenbarung muß mich mit Dank erfüllen, denn ich werde durch sie reicher.
[ 9 ] A sixth condition is the development of a sense of gratitude for everything that comes to a person. One must realize that one’s very existence is a gift from the entire universe. Think of all that is necessary for each of us to receive and sustain our existence! How much do we owe to nature and to other people! Those who seek secret training must be inclined toward such thoughts. Those who cannot devote themselves to these thoughts will not be able to develop within themselves that universal love, which is necessary to attain higher knowledge. Something I do not love cannot reveal itself to me. And every revelation must fill me with gratitude, for it enriches me.
[ 10 ] Alle die genannten Bedingungen müssen sich in einer siebenten vereinigen: das Leben unablässig in dem Sinne aufzufassen, wie es die Bedingungen fordern. Dadurch schafft sich der Zögling die Möglichkeit, seinem Leben ein einheitliches Gepräge zu geben. Seine einzelnen Lebensäußerungen werden miteinander im Einklang, nicht im Widerspruche stehen. Er wird zu der Ruhe vorbereitet sein, zu welcher er kommen muß während der ersten Schritte in der Geheimschulung.
[ 10 ] All the conditions mentioned must converge in a seventh: to perceive life unceasingly in the sense required by these conditions. In this way, the student creates the possibility of giving his life a unified character. The individual expressions of his life will be in harmony with one another, not in contradiction. He will be prepared for the tranquility he must attain during the first steps of the secret training.
[ 11 ] Hat jemand den ernsten und ehrlichen Willen, die angegebenen Bedingungen zu erfüllen, dann mag er sich zur Geistesschulung entschließen. Er wird sich dann bereitfinden, die angeführten Ratschläge zu befolgen. Es mag gar manchem vieles an diesen Ratschlägen wie etwas Äußerliches erscheinen. Ein solcher wird vielleicht sagen, er hätte erwartet, daß die Schulung in weniger strengen Formen verlaufen sollte. Aber alles Innere muß sich in einem Äußeren ausleben. Und ebensowenig, wie ein Bild schon da ist, wenn es bloß im Kopf des Malers existiert, ebensowenig kann eine Geheimschulung ohne äußeren Ausdruck sein. Nur diejenigen achten die strengen Formen gering, welche nicht wissen, daß im Äußeren das Innere zum Ausdruck kommen muß. Es ist wahr, daß es auf den Geist einer Sache ankommt und nicht auf die Form. Aber so wie die Form ohne den Geist nichtig ist, so wäre der Geist tatenlos, wenn er sich nicht eine Form erschüfe.
[ 11 ] If anyone has a serious and sincere desire to fulfill the conditions stated, then he may decide to undertake spiritual training. He will then be willing to follow the advice given. To some, much of this advice may seem like something external. Such a person might say that they had expected the training to take place in less strict forms. But everything inner must find expression in something outer. And just as a picture does not exist merely because it exists in the painter’s mind, so too can there be no esoteric training without outer expression. Only those who do not know that the inner must find expression in the outer regard the strict forms as insignificant. It is true that what matters is the spirit of a thing and not its form. But just as form is meaningless without spirit, so too would the spirit remain inactive if it did not create a form for itself.
[ 12 ] Die gestellten Bedingungen sind geeignet, den Geheimschüler stark genug zu machen, um auch die weiteren Forderungen zu erfüllen, welche die Geistesschulung an ihn stellen muß. Fehlen ihm diese Bedingungen, dann wird er vor jeder neuen Anforderung mit Bedenken stehen. Er wird ohne sie das Vertrauen nicht zu den Menschen haben können, das für ihn notwendig ist. Und auf Vertrauen und wahre Menschenliebe muß alles Wahrheitsstreben gebaut sein. Es muß darauf gebaut sein, obgleich es nicht daraus entspringen, sondern nur aus der eigenen Seelenkraft quellen kann. Und die Menschenliebe muß sich allmählich erweitern zur Liebe zu allen Wesen, ja zu allem Dasein. Wer die genannten Bedingungen nicht erfüllt, wird auch nicht die volle Liebe zu allem Aufbauen, zu allem Schaffen haben, und die Neigung, alle Zerstörung, alles Vernichten als solche zu unterlassen. Der Geheimschüler muß so werden, daß er nie etwas vernichtet um des Vernichtens willen, nicht in Handlungen, aber auch nicht in Worten, Gefühlen und Gedanken. Für ihn soll es Freude am Entstehen, am Werden geben; und nur dann darf er die Hand bieten zu einer Vernichtung, wenn er auch imstande ist, aus und durch die Vernichtung neues Leben zu fördern. Damit ist nicht gemeint, daß der Geheimschüler zusehen darf, wie das Schlechte überwuchert; aber er soll sogar am Schlechten diejenigen Seiten suchen, durch die er es in ein Gutes wandeln kann. Er wird sich immer klarer darüber, daß die richtigste Bekämpfung des Schlechten und Unvollkommenen das Schaffen des Guten und Vollkommenen ist. Der Geheimschüler weiß, daß aus dem Nichts nicht etwas geschaffen werden kann, daß aber das Unvollkommene in ein Vollkommenes umgewandelt werden kann. Wer in sich die Neigung zum Schaffen entwickelt, der findet auch bald die Fähigkeit, sich dem Schlechten gegenüber richtig zu verhalten.
[ 12 ] The conditions set forth are designed to make the secret student strong enough to fulfill the further demands that spiritual training must place upon him. If these conditions are lacking, he will hesitate before every new challenge. Without them, he will not be able to have the trust in others that is necessary for him. And every pursuit of truth must be built upon trust and true love for humanity. It must be built upon these, although it cannot spring from them, but can only well up from one’s own soul power. And love for humanity must gradually expand into love for all beings, indeed for all existence. Whoever does not fulfill the conditions mentioned will also lack the full love for all that is being built up, for all that is being created, and the inclination to refrain from all destruction and annihilation as such. The secret student must become such that he never destroys anything for the sake of destruction—not in actions, nor in words, feelings, or thoughts. For him, there should be joy in creation and in becoming; and only then may he lend a hand to destruction if he is also capable of fostering new life out of and through that destruction. This does not mean that the initiate may stand by and watch as evil takes over; rather, he should seek even within evil those aspects through which he can transform it into good. He becomes ever more aware that the most effective way to combat evil and imperfection is to create the good and the perfect. The initiate knows that nothing can be created out of nothing, but that the imperfect can be transformed into the perfect. Whoever develops within himself the inclination to create will soon discover the ability to respond correctly to evil.
[ 13 ] Wer in eine Geheimschulung sich einläßt, muß sich klarmachen, daß durch sie gebaut und nicht zerstört werden soll. Er soll daher den Willen zur ehrlichen, hingebungsvollen Arbeit, nicht zur Kritik und zum Zerstören mitbringen. Er soll der Andacht fähig sein, denn man soll lernen, was man noch nicht weiß. Man soll andächtig zu dem blicken, was sich erschließt. Arbeit und Andacht: das sind Grundgefühle, die von dem Geheimschüler gefordert werden müssen. Mancher wird erfahren müssen, daß er in der Schulung nicht vorwärtskommt, trotzdem er, nach seiner Ansicht, rastlos tätig ist. Es kommt davon her, daß er die Arbeit und Andacht nicht im rechten Sinne erfaßt hat. Diejenige Arbeit wird den geringsten Erfolg haben, die um dieses Erfolges willen unternommen wird, und dasjenige Lernen wird am wenigsten vorwärtsbringen, das ohne Andacht verläuft. Die Liebe zur Arbeit, nicht zum Erfolg, bringt allein vorwärts. Und wenn der Lernende gesundes Denken und sicheres Urteilen sucht, so braucht er sich nicht durch Zweifel und Mißtrauen die Andacht zu verkümmern.
[ 13 ] Anyone who embarks on a secret training program must realize that its purpose is to build, not to destroy. He should therefore bring with him the will to engage in honest, devoted work, not to criticize or destroy. They should be capable of devotion, for one must learn what one does not yet know. One should look with devotion upon what is being revealed. Work and devotion: these are fundamental attitudes that must be required of the student of the secret teachings. Some will have to learn that they are not making progress in the training, even though, in their own view, they are working tirelessly. This is because they have not grasped work and devotion in the proper sense. Work undertaken solely for the sake of success will yield the least success, and learning that proceeds without devotion will lead to the least progress. Only love for work—not for success—brings true progress. And if the learner seeks sound thinking and sound judgment, he need not allow doubt and mistrust to stifle his devotion.
[ 14 ] Man braucht nicht zu sklavischer Abhängigkeit im Urteilen zu kommen, wenn man einer Mitteilung, die man empfängt, nicht zuerst die eigene Meinung, sondern eine ruhige Andacht und Hingabe entgegenbringt. Diejenigen, welche in der Erkenntnis einiges erlangt haben, wissen, daß sie nicht dem eigensinnigen persönlichen Urteile, sondern dem ruhigen Hinhorchen und Verarbeiten alles verdanken. Man soll stets im Auge behalten, daß man das nicht mehr zu lernen braucht, was man schon beurteilen kann. Will man also nur urteilen, so kann man überhaupt nicht mehr lernen. In der Geheimschulung kommt es aber auf das Lernen an. Man soll da ganz und gar den Willen haben, ein Lernender zu sein. Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als daß man verurteile. Man lasse sich dann das Verständnis für eine spätere Zeit. – Je höher man die Stufen der Erkenntnis hinansteigt, desto mehr hat man dieses ruhige, andächtige Hinhorchen nötig. Alles Erkennen der Wahrheit, alles Leben und Handeln in der Welt des Geistes wird auf höheren Gebieten subtil, zart im Vergleich mit den Verrichtungen des gewöhnlichen Verstandes und des Lebens in der physischen Welt. Je mehr sich die Kreise des Menschen erweitern, desto feiner werden die Verrichtungen, die er vorzunehmen hat. Weil dies so ist, deshalb kommen die Menschen in bezug auf höhere Gebiete zu so verschiedenen «Ansichten» und «Standpunkten». Allein, es gibt auch über höhere Wahrheiten in Wirklichkeit nur eine Meinung. Man kann zu dieser einen Meinung kommen, wenn man sich durch Arbeit und Andacht dazu erhoben hat, die Wahrheit wirklich zu schauen. Nur derjenige kann zu einer Ansicht kommen, die von der einen wahren abweicht, der, nicht genügend vorbereitet, nach seinen Lieblingsvorstellungen, seinen gewohnten Gedanken und so weiter urteilt. Wie es nur eine Ansicht über einen mathematischen Lehrsatz gibt, so auch über die Dinge der höheren Welten. Aber man muß sich erst vorbereiten, um zu einer solchen «Ansicht» kommen zu können. Wenn man das bedenken wollte, so würden für niemand die Bedingungen der Geheimlehrer etwas Überraschendes haben. Es ist durchaus richtig, daß die Wahrheit und das höhere Leben in jeder Menschenseele wohnen und daß sie ein jeder selbst finden kann und muß. Aber sie liegen tief und können nur nach Hinwegräumung von Hindernissen aus ihren tiefen Schächten heraufgeholt werden. Wie man das vollbringt, darüber kann nur raten, wer Erfahrung in der Geheimwissenschaft hat. Solchen Rat gibt die Geisteswissenschaft. Sie drängt niemand eine Wahrheit auf, sie verkündet kein Dogma; sie zeigt aber einen Weg. Zwar könnte jeder – vielleicht aber erst nach vielen Verkörperungen – diesen Weg auch allein finden; doch ist es eine Verkürzung des Weges, was in der Geheimschulung erreicht wird. Der Mensch gelangt dadurch früher zu einem Punkte, auf dem er mitwirken kann in den Welten, wo das Menschenheil und die Menschenentwickelung durch geistige Arbeit gefördert werden.
[ 14 ] One need not fall into slavish dependence in one’s judgment if, when receiving a message, one responds not first with one’s own opinion, but with calm contemplation and devotion. Those who have attained a certain level of insight know that they owe everything not to stubborn personal judgment, but to calm listening and reflection. One should always keep in mind that one no longer needs to learn what one is already capable of judging. Therefore, if one wishes to only judge, one can no longer learn at all. In the secret training, however, learning is what matters. One must have the complete and utter will to be a learner. If one cannot understand something, it is better not to judge at all than to condemn. One should then reserve understanding for a later time. – The higher one climbs the steps of knowledge, the more one needs this calm, reverent listening. All recognition of the truth, all living and acting in the spiritual world becomes, in higher realms, subtle and delicate in comparison with the activities of the ordinary mind and life in the physical world. The more a person’s horizons expand, the more refined become the tasks they must undertake. Because this is so, people arrive at such diverse “views” and “standpoints” regarding higher realms. Yet, in reality, there is only
[ 15 ] Damit sind die Dinge angedeutet, welche zunächst über die Erlangung höherer Welterfahrung mitgeteilt werden sollen. Im nächsten Kapitel sollen diese Ausführungen dadurch fortgesetzt werden, daß gezeigt wird, was in den höheren Gliedern der Menschennatur (im Seelenorganismus oder Astralleib und im Geiste oder Gedankenleib) vorgeht während dieser Entwickelung. Dadurch werden diese Mitteilungen in eine neue Beleuchtung gerückt, und es wird in einem tieferen Sinne in sie eingedrungen werden können.
[ 15 ] This sets the stage for what will initially be discussed regarding the attainment of a higher experience of the world. In the next chapter, these explanations will be continued by showing what takes place in the higher aspects of human nature (in the soul organism or astral body and in the spirit or thought body) during this development. This will shed new light on these teachings and allow for a deeper understanding of them.
