Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

From the Akashic Records
GA 11

Translate the original German text into any language:

XI. Von der Herkunft der Erde

The Origin of the Earth

[ 1 ] Wie der einzelne Mensch von seiner Geburt an verschiedene Stufen durchzumachen hat, wie er aufzusteigen hat vom Säuglingsalter, durch die Kindheit und so weiter bis zum Lebensalter des reifen Mannes oder der reifen Frau, so ist es auch mit der Menschheit im Großen. Sie hat sich durch andere Stufen hindurch zu ihrem gegenwärtigen Zustande entwickelt. Mit den Mitteln des Hellsehers kann man drei Hauptstufen dieser Menschheitsentwickelung verfolgen, welche durchlaufen worden sind, bevor die Bildung der Erde erfolgt ist und dieser Weltkörper der Schauplatz jener Entwickelung geworden ist. Man hat es also gegenwärtig mit der vierten Stufe im großen Weltenleben des Menschen zu tun. Hier sollen vorläufig die in Betracht kommenden Tatsachen erzählt werden. Die innere Begründung wird sich im Laufe der Darstellung ergeben, soweit eine solche in den Worten der gewöhnlichen Sprache — ohne zu der Ausdrucksform der Geheimwissenschaft zu greifen — möglich ist.

[ 1 ] Just as each individual human being must pass through various stages from the moment of birth—progressing from infancy through childhood and so on until reaching the age of a mature man or woman—so it is with humanity as a whole. It has developed through other stages to reach its present state. Through the medium of clairvoyance, one can trace three main stages of this human development that were traversed before the formation of the Earth and before this celestial body became the stage for that development. We are therefore currently dealing with the fourth stage in the great cosmic life of humanity. For the time being, the relevant facts will be presented here. The inner rationale will become clear in the course of the exposition, to the extent that such a rationale is possible in the language of everyday speech—without resorting to the terminology of esoteric science.

[ 2 ] Der Mensch war vorhanden, bevor es eine Erde gegeben hat. Doch darf man sich nicht vorstellen — wie das andeutungsweise schon zum Ausdrucke gekommen ist -, daß er etwa vorher auf anderen Planeten gelebt habe und in einem gewissen Zeitpunkte auf die Erde gewandert sei. Diese Erde selbst hat sich vielmehr mit dem Menschen entwickelt. Sie hat ebenso wie er drei Hauptstufen der Entwickelung durchgemacht, bevor sie zu dem geworden ist, was man jetzt «Erde» nennt. Man muß sich vorläufig — wie ja auch bereits angedeutet worden ist — ganz freimachen von der Bedeutung, welche die gegenwärtige Wissenschaft mit den Namen «Saturn», «Sonne» und «Mond» verbindet, wenn man die Darlegungen des Geheimwissenschafters auf diesem Gebiete im rechten Lichte sehen will. Man verbinde bis auf weiteres mit diesen Namen keine andere Bedeutung als diejenige, welche ihnen in den folgenden Mitteilungen unmittelbar gegeben wird.

[ 2 ] Human beings existed before the Earth came into being. However, one must not imagine—as has already been hinted at—that they had lived on other planets beforehand and migrated to Earth at a certain point in time. Rather, the Earth itself has evolved alongside human beings. Just like humanity, it underwent three main stages of development before becoming what we now call “Earth.” For the time being—as has already been suggested—one must completely free oneself from the meanings that modern science associates with the names “Saturn,” “Sun,” and “Moon” — if one wishes to view the esoteric scholar’s explanations in this field in their proper light. For the time being, one should attach no other meaning to these names than that which is directly given to them in the following communications.

[ 3 ] Ehe der Weltkörper, auf dem sich des Menschen Leben abspielt, «Erde» geworden ist, hat er drei andere Formen gehabt, welche man als Saturn, Sonne und Mond bezeichnet. Man kann also von vier Planeten sprechen, auf denen sich die vier Hauptstufen der Menschenentwickelung vollziehen. Die Sache ist so, daß die Erde, bevor sie eben «Erde» geworden ist, Mond war, noch früher Sonne und noch vorher Saturn. Man ist berechtigt, wie sich aus den folgenden Mitteilungen ergeben wird, drei weitere Hauptstufen anzunehmen, welche die Erde, oder besser gesagt, der Weltkörper, welcher sich zur jetzigen Erde entwickelt hat, noch ferner durchlaufen wird. Diesen hat man in der Geheimwissenschaft die Namen: Jupiter, Venus und Vulkan gegeben. Demgemäß hat also in der Vergangenheit der Weltkörper, mit dem das Menschenschicksal zusammenhängt, drei Stufen durchgemacht, befindet sich jetzt auf seiner vierten und wird weiterhin noch drei zu durchlaufen haben, bis die Anlagen alle entwickelt sein werden, die der Mensch in sich hat, bis er an einem Gipfel seiner Vollkommenheit angelangt sein wird.

[ 3 ] Before the celestial body on which human life unfolds became the “Earth,” it had three other forms, which are referred to as Saturn, the Sun, and the Moon. One can therefore speak of four planets on which the four main stages of human development take place. The fact is that before the Earth became “Earth,” it was the Moon; before that, the Sun; and before that, Saturn. As will become clear from the following information, one is justified in assuming three further main stages that the Earth—or rather, the celestial body that has developed into the present-day Earth—will still undergo. In esoteric science, these have been given the names Jupiter, Venus, and Vulcan. Accordingly, the celestial body to which human destiny is linked has thus passed through three stages in the past, is now in its fourth, and will have to pass through three more until all the potential inherent in human beings has been developed, until humanity has reached the pinnacle of its perfection.

[ 4 ] Nun hat man sich vorzustellen, daß die Entwickelung des Menschen und seines Weltkörpers nicht so allmählich verläuft wie etwa der Durchgang des einzelnen Menschen durch das Säuglings-, Kindheitsalter und so weiter, wo ein Zustand in den andern mehr oder weniger unvermerkt übergeht. Es sind vielmehr gewisse Unterbrechungen vorhanden. Nicht unmittelbar geht der Saturnzustand in die Sonnenstufe über. Zwischen Saturn- und Sonnenentwickelung und ebenso zwischen den folgenden Formen des menschlichen Weltkörpers sind Zwischenzustände, die man vergleichen könnte mit der Nacht zwischen zwei Tagen, oder mit dem schlafähnlichen Zustand, in dem sich ein Pflanzenkeim befindet, ehe er sich wieder zur vollen Pflanze entwickelt. — In Anlehnung an morgenländische Darstellungen des Sachverhalts nennt die heutige Theosophie einen Entwickelungszustand, in dem das Leben äußerlich entfaltet ist, Manvantara, den dazwischenliegenden Ruhezustand Pralaya. Im Sinne der europäischen Geheimwissenschaft kann man für den ersteren Zustand das Wort «offener Kreislauf», für den zweiten dagegen «verborgener oder geschlossener Kreislauf» gebrauchen. Doch sind auch andere Bezeichnungen üblich. Saturn, Sonne, Mond, Erde und so weiter sind «offene Kreisläufe», die zwischen ihnen liegenden Ruhepausen «geschlossene».

[ 4 ] Now one must imagine that the development of the human being and his physical body does not proceed as gradually as, for example, an individual’s passage through infancy, childhood, and so on, where one state transitions into the next more or less imperceptibly. Rather, there are certain interruptions. The Saturn state does not transition directly into the Solar stage. Between the Saturn and Solar stages—and likewise between the subsequent forms of the human world body—there are intermediate states that could be compared to the night between two days, or to the sleep-like state in which a plant seed lies before it develops once more into a full-grown plant. — Drawing on Eastern descriptions of this phenomenon, modern Theosophy refers to a stage of development in which life is outwardly unfolded as “Manvantara,” and the intervening state of rest as “Pralaya.” In the context of European esoteric science, the term “open cycle” can be used for the former state, while “hidden or closed cycle” can be used for the latter. However, other terms are also commonly used. Saturn, the Sun, the Moon, the Earth, and so on are “open cycles,” while the periods of rest between them are “closed cycles.”

[ 5 ] Es wäre ganz unrichtig, wenn man denken wollte, daß in den Ruhepausen alles Leben erstorben sei, obwohl diese Vorstellung in vielen theosophischen Kreisen heute angetroffen wird. So wenig der Mensch während seines Schlafes aufhört zu leben, ebensowenig erstirbt sein und seines Weltkörpers Leben während eines «geschlossenen Kreislaufes» (Pralaya). Nur sind die Lebenszustände in den Ruhepausen mit den Sinnen, die sich während der «offenen Kreisläufe» ausbilden, nicht wahrzunehmen, wie auch der Mensch während des Schlafes nicht wahrnimmt, was um ihn herum sich abspielt. Warum man den Ausdruck «Kreislauf» für die Entwickelungszustände gebraucht, wird aus den folgenden Ausführungen zur Genüge hervorgehen. Über die gewaltigen Zeiträume, die zu diesen «Kreisläufen» erforderlich sind, kann erst später gesprochen werden.

[ 5 ] It would be entirely incorrect to think that all life ceases during periods of rest, even though this notion is encountered in many theosophical circles today. Just as a person does not cease to live while asleep, so too does the life of the person and their physical body not cease during a “closed cycle” (Pralaya). It is simply that the states of life during these periods of rest cannot be perceived by the senses that develop during the “open cycles,” just as a person does not perceive what is happening around them while asleep. Why the term “cycle” is used to describe these stages of development will become sufficiently clear from the following explanations. The immense periods of time required for these “cycles” can only be discussed later.

[ 6 ] Ein Faden durch den Fortgang der Kreisläufe kann gefunden werden, wenn man vorläufig die Entwickelung des menschlichen Bewußtseins durch dieselben hindurch verfolgt. Alles andere kann sich sachgemäß an diese Betrachtung des Bewußtseins anschließen. — Das Bewußtsein, welches der Mensch während seiner Laufbahn auf der Erde entfaltet, soll — im Einklange mit der europäischen Geheimwissenschaft — das «helle Tagesbewußtsein» genannt werden. Es besteht darin, daß der Mensch durch seine gegenwärtigen Sinne die Dinge und Wesen der Welt wahrnimmt und daß er sich mit Hilfe seines Verstandes und seiner Vernunft Vorstellungen und Ideen über diese Dinge und Wesen bildet. Er handelt dann in der sinnlichen Welt gemäß diesen seinen Wahrnehmungen, Vorstellungen und Ideen. Dieses Bewußtsein hat nun der Mensch erst auf der vierten Hauptstufe seiner Weltentwickelung ausgebildet; auf Saturn, Sonne und Mond war es noch nicht vorhanden. Da lebte er in anderen Bewußtseinszuständen. Man kann demgemäß die drei vorhergehenden Entwickelungsstufen als die Entfaltung niederer Bewußtseinszustände bezeichnen.

[ 6 ] A thread running through the progression of the cycles can be found if one provisionally traces the development of human consciousness through them. Everything else can be appropriately linked to this consideration of consciousness. — The consciousness that human beings develop during their earthly journey is to be called—in accordance with European esoteric science—“clear daytime consciousness.” It consists in human beings perceiving the things and beings of the world through their present senses and forming concepts and ideas about these things and beings with the help of their intellect and reason. Human beings then act in the sensory world in accordance with these perceptions, concepts, and ideas. Human beings did not develop this consciousness until the fourth main stage of their evolution; it did not yet exist on Saturn, the Sun, or the Moon. At that time, they lived in other states of consciousness. Accordingly, the three preceding stages of development can be described as the unfolding of lower states of consciousness.

[ 7 ] Der niedrigste Bewußtseinszustand wurde während der Saturnentwickelung durchgemacht; ein höherer ist der Sonnenzustand, dann folgt das Mond- und endlich das Erdenbewußtsein.

[ 7 ] The lowest state of consciousness was experienced during the Saturn evolution; a higher state is the Solar state, followed by the Lunar state, and finally Earth consciousness.

[ 8 ] Diese früheren Bewußtseine unterscheiden sich von dem irdischen hauptsächlich durch zwei Merkmale, durch den Helligkeitsgrad und durch den Umkreis, auf welchen sich die Wahrnehmung des Menschen erstreckt. — Das Saturnbewusstsein hat den geringsten Helligkeitsgrad. Es ist ganz dumpf. Schwer ist es, deswegen eine genauere Vorstellung von dieser Dumpfheit zu geben, weil sogar die Dumpfheit des Schlafes noch um einen Grad heller ist als dieses Bewusstsein. In abnormen, sogenannten tiefen Trancezuständen kann der gegenwärtige Mensch noch in diesen Bewußtseinszustand zurückfallen. Und auch derjenige Mensch, welcher Hellseher im Sinne der Geheimwissenschaft ist, kann sich eine zutreffende Vorstellung davon bilden. Nur lebt dieser selbst nicht etwa in diesem Bewußtseinszustand. Er erhebt sich vielmehr zu einem weit höheren, der aber doch in gewissen Hinsichten diesem ursprünglichen ähnlich ist. Beim gewöhnlichen Menschen der gegenwärtigen Erdenstufe ist dieser Zustand, den er einstmals durchgemacht hat, durch das «helle Tagesbewußtsein» ausgelöscht. Das «Medium», das in tiefen Trance verfällt, wird aber in denselben zurückversetzt, so daß es so wahrnimmt, wie einstens alle Menschen während der «Saturnzeit» wahrgenommen haben. Und ein solches Medium kann dann entweder während des Trance oder nach dem Erwachen von Erlebnissen erzählen, welche denen des Saturnschauplatzes ähnlich sind. Man darf allerdings nur sagen «ähnlich», nicht etwa «gleich» sind, denn die Tatsachen, welche sich auf dem Saturn abgespielt haben, sind ein für allemal vorüber; nur solche, die mit ihnen eine gewisse Verwandtschaft haben, spielen sich auch jetzt noch in der Umgebung des Menschen ab. Und nur ein «Saturnbewußtsein» kann diese letzteren wahrnehmen. — Der Hellseher im obigen Sinne erlangt nun wie das gekennzeichnete Medium ein solches Saturnbewußtsein; aber er behält dazu auch sein «helles Tagesbewußtsein», welches der Mensch auf dem Saturn noch nicht hatte, und welches das Medium während des Trancezustandes verliert. Ein solcher Hellseher ist also zwar nicht im Saturnbewußtsein selbst; aber er kann sich eine Vorstellung davon bilden. — Während nun dieses Saturnbewußtsein an Helligkeit dem gegenwärtigen menschlichen um einige Grade nachsteht, ist es an dem Umfang dessen, was es wahrnehmen kann, demselben überlegen. Es kann nämlich in seiner Dumpfheit nicht nur alles das bis aufs kleinste wahrnehmen, was auf seinem eigenen Weltkörper vorgeht, sondern es kann auch noch die Dinge und Wesen auf anderen Weltkörpern beobachten, welche mit seinem eigenen — dem Saturn — in Verbindung stehen. Und es kann auch auf diese Dinge und Wesen eine gewisse Wirkung ausüben. (Es braucht wohl kaum gesagt zu werden, daß diese Beobachtung anderer Weltkörper ganz verschieden von derjenigen ist, welche der gegenwärtige Mensch mit seiner wissenschaftlichen Astronomie vornehmen kann. Diese astronomische Beobachtung stützt sich auf das «helle Tagesbewußtsein» und nimmt daher andere Weltkörper von außen wahr. Das Saturnbewußtsein ist dagegen unmittelbares Empfinden, ein Miterleben dessen, was auf anderen Weltkörpern vorgeht. Nicht ganz, aber doch einigermaßen zutreffend, spricht man sich aus, wenn man sagt, ein Saturnbewohner erlebt Dinge und Tatsachen anderer Weltkörper — und seines eigenen , wie der jetzige Mensch sein Herz und seinen Herzschlag oder ähnliches in seinem eigenen Leibe miterlebt.) Dieses Saturnbewußtsein entwickelt sich langsam. Es geht als erste Hauptstufe der Menschheitsentwickelung durch eine Reihe untergeordneter Stufen hindurch, welche in der europäischen Geheimwissenschaft «kleine Kreisläufe» genannt werden. In der theosophischen Literatur ist es üblich geworden, diese «kleinen Kreisläufe» «Runden» und ihre weiteren Unterabteilungen — noch kleinere Kreisläufe — «Globen» zu nennen. Von diesen untergeordneteren Kreisläufen wird in den folgenden Ausführungen gesprochen werden. Hier sollen zunächst die Hauptstufen der Entwickelung — der leichteren Übersichtlichkeit halber — verfolgt werden. Auch soll zunächst nur vom Menschen gesprochen werden, obwohl mit seiner Entwickelung diejenige unter- und übergeordneter Wesenheiten und Dinge gleichzeitig verläuft. Es soll dann an den Fortgang des Menschen sachgemäß angeschlossen werden, was sich auf die Entwickelung anderer Wesenheiten bezieht.

[ 8 ] These earlier states of consciousness differ from the earthly one mainly in two respects: the degree of brightness and the scope of human perception. — The Saturn consciousness has the lowest degree of brightness. It is completely dull. It is difficult to convey a precise idea of this dullness, because even the dullness of sleep is still one degree brighter than this state of consciousness. In abnormal, so-called deep trance states, modern humans can still fall back into this state of consciousness. And even those who are clairvoyant in the sense of esoteric science can form an accurate conception of it. However, such a person does not actually live in this state of consciousness. Rather, he rises to a far higher one, which is nevertheless similar to this original state in certain respects. For the ordinary human being of the present Earth stage, this state—which he once experienced—has been obliterated by “bright daytime consciousness.” The “medium,” however, who falls into a deep trance, is transported back to that same state, so that he or she perceives things as all human beings once did during the “Saturn era.” And such a medium can then, either during the trance or after awakening, recount experiences similar to those of the Saturn era. One must, however, say only that they are “similar,” not “identical,” for the events that took place on Saturn are past once and for all; only those that bear a certain resemblance to them still occur today in the human environment. And only a “Saturn consciousness” can perceive the latter. — The clairvoyant in the sense described above now attains such a Saturn consciousness, just like the medium described; but he also retains his “clear daytime consciousness,” which human beings on Saturn did not yet possess, and which the medium loses during the trance state. Such a clairvoyant is therefore not actually in Saturn consciousness itself; but he can form a conception of it. — While this Saturn consciousness is inferior to present-day human consciousness by several degrees in terms of brightness, it is superior to it in the scope of what it can perceive. For in its dimness, it can not only perceive everything that takes place on its own celestial body down to the smallest detail, but it can also observe the things and beings on other celestial bodies that are connected to its own—Saturn. And it can also exert a certain influence on these things and beings. (It hardly needs to be said that this observation of other celestial bodies is quite different from that which modern humans can carry out through scientific astronomy. This astronomical observation is based on “bright daytime consciousness” and therefore perceives other celestial bodies from the outside. Saturn consciousness, on the other hand, is direct perception, a shared experience of what is taking place on other celestial bodies. It is not entirely, but nevertheless somewhat accurate, to say that a Saturnian inhabitant experiences the events and realities of other celestial bodies—and of his own—just as modern humans experience their own heart and heartbeat, or similar phenomena, within their own bodies.) This Saturn consciousness develops slowly. As the first major stage of human development, it passes through a series of subordinate stages, which in European esoteric science are called “minor cycles.” In Theosophical literature, it has become customary to refer to these “small cycles” as “rounds” and their further subdivisions—even smaller cycles—“globes.” These subordinate cycles will be discussed in the following remarks. Here, for the sake of clarity, we shall first trace the main stages of development. Furthermore, we shall initially focus solely on human beings, although their evolution proceeds simultaneously with that of subordinate and superior entities and things. We shall then appropriately connect the progress of human beings with developments pertaining to other entities.

[ 9 ] Als die Entfaltung des Saturnbewußtseins abgeschlossen war, trat eine der oben erwähnten langen Ruhepausen (ein Pralaya) ein. Nach diesem entwickelte sich aus dem menschlichen Weltkörper das, was in der Geheimwissenschaft die «Sonne» genannt wird. Und auf der Sonne entstanden auch die Menschenwesen wieder aus ihrem Schlafe heraus. In ihnen war als Anlage das vorher entfaltete Saturnbewußtsein vorhanden. Dieses brachten sie zunächst denn auch wieder aus der Anlage hervor. Man kann sagen, der Mensch wiederholte auf der Sonne den Saturnzustand, bevor er zu einem höheren aufstieg. Nur ist hier nicht eine einfache Wiederholung, sondern eine solche in anderer Form gemeint. Doch wird von den Formenverwandlungen später bei Behandlung der kleineren Kreisläufe gesprochen werden. Da werden auch die Unterschiede in den einzelnen «Wiederholungen» zutage treten. Vor der Hand soll nur die Bewusstseinsentwickelung zur Darstellung kommen. — Nach der Wiederholung des Saturnzustandes tritt das «Sonnenbewußtsein» des Menschen zutage. Dieses ist um einen Grad heller als das vorhergehende, aber es hat dafür auch an Weite des Umblickes verloren. In seiner gegenwärtigen Lebenslage hat der Mensch während des tiefen, traumlosen Schlafes einen ähnlichen Bewußtseinszustand, wie er einstens auf der Sonne ihn hatte. Nur kann derjenige, welcher nicht Hellseher oder nicht Medium ist, die Dinge und Wesen, die dem Sonnenbewußtsein entsprachen, nicht wahrnehmen. Mit dem Trance eines bis zu diesem Zustand herabgestimmten Mediums und dem höheren Bewußtsein des wahren Hellsehers verhält es sich auch hier wieder so, wie das in bezug auf das Saturnbewußtsein besprochen worden ist. — Der Umfang des Sonnenbewußtseins erstreckt sich nur auf die Sonne und die mit ihr zu allernächst zusammenhängenden Weltkörper. Nur diese und deren Ereignisse kann der Sonnenbewohner miterleben, wie — um noch einmal das obige Gleichnis zu gebrauchen — der jetzige Mensch seinen Herzschlag erlebt. Der Saturnbewohner hat so das Leben auch solcher Weltkörper mitgemacht, die nicht unmittelbar in den nächsten Bereich des Saturn gehörten.

[ 9 ] When the unfolding of Saturn consciousness was complete, one of the long periods of dormancy (a Pralaya) mentioned above began. Following this, what is called the “Sun” in esoteric science developed out of the human world body. And on the Sun, human beings also emerged once more from their slumber. Within them lay the potential of the previously developed Saturn consciousness. At first, they brought this potential to life once again. One might say that on the Sun, humanity repeated the Saturn state before ascending to a higher one. However, this is not a simple repetition, but rather one in a different form. Yet the transformations of form will be discussed later when addressing the smaller cycles. There, the differences in the individual “repetitions” will also become apparent. For now, only the development of consciousness is to be described. — Following the repetition of the Saturn state, the human “Solar consciousness” emerges. This is one degree brighter than the previous one, but it has also lost some of the breadth of its perspective. In his present state of life, during deep, dreamless sleep, the human being experiences a state of consciousness similar to the one he once had on the Sun. However, one who is not a clairvoyant or a medium cannot perceive the things and beings that corresponded to the solar consciousness. As with the trance of a medium attuned to this state and the higher consciousness of the true clairvoyant, the situation here is again the same as that discussed in relation to Saturn consciousness. — The scope of solar consciousness extends only to the Sun and the celestial bodies most closely associated with it. Only these and the events occurring there can be experienced by the inhabitant of the Sun, just as—to use the above analogy once more—the present-day human being experiences his own heartbeat. The inhabitant of Saturn has thus participated in the life even of those celestial bodies that did not belong directly to Saturn’s immediate sphere.

[ 10 ] Ist nun die Sonnenstufe durch die entsprechenden untergeordneten Kreisläufe durchgegangen, so tritt auch sie in eine Ruhepause. Aus dieser heraus erwacht der menschliche Weltkörper zu seinem «Monddasein». Wieder macht der Mensch, bevor er höher steigt, die Saturn- und Sonnenstufe durch, in zwei kleineren Kreisläufen. Dann tritt er in sein Mondbewußtsein ein. Von diesem ist es nun schon leichter eine Vorstellung zu bilden, weil eine gewisse Ähnlichkeit besteht zwischen dieser Bewußtseinsstufe und dem von Träumen durchzogenen Schlafe. Ausdrücklich muß aber gesagt werden, daß auch hier nur von einer Ähnlichkeit, nicht etwa von einer Gleichheit gesprochen werden darf. Denn zwar verläuft das Mondenbewußtsein in Bildern, wie sie der Traum darbietet; aber diese Bilder entsprechen in einer ähnlichen Art den Dingen und Vorgängen in der Umgebung des Menschen wie die Vorstellungen des gegenwärtigen «hellen Tagesbewußtseins". Nur ist eben alles in diesem Entsprechen noch dumpf, eben bildhaft. Man kann sich die Sache etwa in folgender Art veranschaulichen. Man nehme an, ein Mondwesen käme in die Nähe eines Gegenstandes, sagen wir eines Salzes. (Natürlich hat es damals noch nicht «Salz» in der heutigen Form gegeben, aber man muß ja, um sich verständlich zu machen, im Gebiete von Bildern und Vergleichen bleiben.) Dieses Mondwesen — der Vorgänger des gegenwärtigen Menschen — nimmt nicht einen räumlich ausgedehnten Gegenstand von bestimmter Färbung und Form außer sich wahr, sondern die Annäherung an diesen Gegenstand bewirkt, daß ein gewisses Bild — eben ähnlich wie ein Traumbild — gewissermaßen im Innern des Wesens aufsteigt. Dieses Bild hat einen gewissen Farbenton, welcher davon abhängt, wie der Gegenstand beschaffen ist. Wenn dieser dem Wesen sympathisch, seinem Leben förderlich ist, so ist der Farbenton hell in gelben Nuancen, oder auch grün; handelt es sich um einen unsympathischen Gegenstand oder einen solchen, der dem Wesen schädlich ist, so tritt eine blutig-rötliche Farbennuance auf. In solcher Art sieht auch heute der Hellseher, nur ist er sich bei diesem Schauen vollbewußt, während der Mondbewohner eben nur ein traumhaftes, dämmeriges Bewußtsein hatte. Die «im Innern» dieser Bewohner aufleuchtenden Bilder hatten ein genau bestimmtes Verhältnis zu der Umgebung. Es war in ihnen nichts Willkürliches. Deshalb konnte man sich nach ihnen richten, man handelte unter den Eindrücken dieser Bilder so, wie man heute unter den Eindrücken der Sinneswahrnehmungen handelt. — Die Entwickelung dieses traumartigen Bewußtseins — der dritten Hauptstufe — war die Aufgabe des «Mondkreislaufes». Als der «Mond» durch die entsprechenden «kleinen Kreisläufe» durchgegangen war, trat wieder eine Ruhepause (Pralaya) ein. Und nach derselben dämmerte die «Erde» aus der Finsternis auf.

[ 10 ] Once the solar stage has passed through the corresponding subordinate cycles, it, too, enters a period of rest. From this, the human world body awakens to its “lunar existence.” Once again, before ascending to a higher level, the human being passes through the Saturn and Sun stages in two smaller cycles. Then he enters his Lunar consciousness. It is now easier to form a conception of this, because there is a certain similarity between this stage of consciousness and sleep permeated by dreams. It must be explicitly stated, however, that even here we may speak only of a similarity, not of an identity. For although lunar consciousness unfolds in images, as in a dream, these images correspond in a similar way to the things and events in a person’s surroundings as do the perceptions of present “clear daytime consciousness.” It is just that everything in this correspondence is still vague, still pictorial. One can illustrate the matter roughly as follows. Suppose a lunar being were to approach an object, say, a lump of salt. (Of course, “salt” as we know it today did not yet exist back then, but in order to make oneself understood, one must remain within the realm of images and comparisons.) This lunar being—the predecessor of modern humans—does not perceive an object extending in space with a specific color and shape outside itself; rather, approaching this object causes a certain image—much like a dream image—to arise, as it were, within the being. This image has a certain hue, which depends on the nature of the object. If the object is agreeable to the being and beneficial to its life, the hue is bright, with shades of yellow or even green; if the object is disagreeable or harmful to the being, a blood-red hue appears. The clairvoyant sees in this way even today, only he is fully conscious during this vision, whereas the lunar inhabitant had only a dreamlike, twilight consciousness. The images that “shone forth within” these inhabitants had a precisely defined relationship to their surroundings. There was nothing arbitrary about them. Therefore, one could orient oneself by them; under the influence of these images, one acted just as one acts today under the influence of sensory perceptions. — The development of this dreamlike consciousness—the third main stage—was the task of the “lunar cycle.” Once the “Moon” had passed through the corresponding “minor cycles,” a period of rest (Pralaya) set in once more. And after this, the “Earth” dawned out of the darkness.