From the Akashic Records
GA 11
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From the Akashic Record, tr. SOL
XII. Die Erde und ihre Zukunft
The Earth and Its Future
[ 1 ] Die vierte Hauptstufe der menschlichen Entwickelung wird auf der Erde durchlebt. Es ist dies derjenige Bewußtseinszustand, in dem sich der Mensch gegenwärtig befindet. Bevor er aber zu diesem gekommen ist, mußte er und mit ihm die ganze Erde erst in drei kleineren Kreisläufen (den sogenannten «Runden» der theosophischen Literatur) nacheinander den Saturn-, Sonne- und Mondzustand wiederholen. Jetzt lebt der Mensch im vierten Erdenkreislauf. Er ist bereits ein Stück über die Mitte dieses Kreislaufes hinausgelangt. Auf dieser Bewußtseinsstufe nimmt der Mensch nicht mehr nur Bilder traumartig wahr, die als Wirkung seiner Umgebung in seiner Seele aufsteigen, sondern es treten für ihn Gegenstände «draußen im Raume» auf. Auf dem Monde und auch noch während der Wiederholungsstufen auf der Erde stieg zum Beispiel ein Farbenbild auf in seiner Seele, wenn ihm ein entsprechender Gegenstand nahekam. Das ganze Bewußtsein bestand aus solchen in der Seele auf- und abwogenden Bildern, Tönen und so weiter. Erst beim Auftreten des vierten Bewußtseinszustandes tritt die Farbe nicht mehr bloß in der Seele, sondern an einem äußeren räumlich begrenzten Gegenstande auf, der Ton ist nicht mehr bloß ein inneres Erklingen der Seele; sondern ein Gegenstand im Raume tönt. Man nennt deshalb in der Geheimwissenschaft diesen vierten, den irdischen, Bewußtseinszustand auch das «gegenständliche Bewußtsein». Langsam und allmählich hat dieser sich im Verlauf der Entwickelung herausgebildet, indem die physischen Sinnesorgane nach und nach entstanden sind, und so an äußeren Gegenständen die mannigfaltigsten sinnlichen Eigenschaften wahrnehmbar machten. Und außer den schon jetzt entwickelten Sinnen sind andere erst noch im Keime vorhanden, die in der folgenden Erdenzeit zur Entfaltung kommen und die Sinneswelt noch in einer viel größeren Mannigfaltigkeit zeigen werden, als dies schon heute der Fall ist. Im Vorhergehenden ist das allmähliche Wachsen dieses Erdenbewußtseins dargestellt worden, und in den folgenden Ausführungen wird diese Darstellung wesentliche Erweiterungen und Ergänzungen erfahren.
[ 1 ] The fourth main stage of human evolution is being lived out on Earth. This is the state of consciousness in which humankind currently finds itself. However, before reaching this stage, humanity—and with it the entire Earth—first had to repeat, one after another, the Saturn, Sun, and Moon states in three smaller cycles (the so-called “rounds” of theosophical literature). Humanity is now living in the fourth Earth cycle. It has already progressed somewhat beyond the midpoint of this cycle. At this level of consciousness, human beings no longer perceive only dreamlike images that arise in their soul as a response to their surroundings; rather, objects “out there in space” now appear to them. On the Moon—and even during the repetitive stages on Earth—a colored image would arise in their soul, for example, when a corresponding object approached them. The entire consciousness consisted of such images, sounds, and so on, ebbing and flowing within the soul. Only with the emergence of the fourth state of consciousness does color no longer appear merely within the soul, but on an external, spatially defined object; sound is no longer merely an inner resonance of the soul, but an object in space that sounds. For this reason, in esoteric science, this fourth—the earthly—state of consciousness is also called “objective consciousness”. Slowly and gradually, this state emerged in the course of evolution as the physical sense organs gradually developed, thereby making the most diverse sensory qualities of external objects perceptible. And in addition to the senses already developed, others are still present in embryonic form, which will come to fruition in the coming earthly era and will reveal the sensory world in an even greater variety than is already the case today. The preceding text has described the gradual growth of this earthly consciousness, and in the following discussion, this description will be significantly expanded and supplemented.
[ 2 ] Die farbige Welt, die tönende und so weiter, welche der frühere Mensch also in seinem Innern wahrgenommen hat, tritt ihm während des Erdenlebens draußen im Raume entgegen. Dafür aber tritt in seinem Innern eine neue Welt auf, die Vorstellungs oder Gedankenwelt. Von Vorstellungen und Gedanken kann man beim Mondbewußtsein nicht reden. Dasselbe besteht lediglich in den gekennzeichneten Bildern. Ungefähr um die Mitte der Erdentwickelung — die Sache bereitet sich eigentlich schon etwas früher vor — tritt in dem Menschen die Fähigkeit auf, sich Vorstellungen und Gedanken über die Gegenstände zu bilden. Und diese Fähigkeit bildet auch die Grundlage für das Gedächtnis und das Selbstbewußtsein. Erst der vorstellende Mensch kann die Erinnerung an das ausbilden, was er wahrgenommen hat; und erst der denkende Mensch gelangt dazu, sich als ein selbständiges, selbstbewußtes Wesen von seiner Umgebung zu unterscheiden, sich als ein «Ich» kennenzulernen. Die ersten drei geschilderten Stufen waren also Bewußtseinsstufen, die vierte ist nicht bloß Bewußtsein, sondern Selbstbewußtsein. Nun bildet sich aber schon wieder innerhalb des jetzigen Selbstbewußtseins, des Gedankenlebens, die Anlage zu noch höheren Bewußtseinszuständen heraus. Diese Bewußtseinszustände wird der Mensch auf den nächsten Planeten zu durchleben haben, in welche sich die Erde nach ihrer gegenwärtigen Gestalt verwandeln wird. Es ist nicht widersinnig, von diesen zukünftigen Bewußtseinszuständen, also auch von dem Leben auf den folgenden Planeten etwas auszusagen. Denn erstens schreitet der Hellseher in seiner Entwickelung seinen Mitbrüdern — aus gewissen an anderem Orte anzugebenden Gründen — voran. Es bilden sich bei ihm also schon jetzt diejenigen Bewußtseinszustände heraus, zu denen die ganze Menschheit mit fortschreitender Planetenentwickelung gelangen muß. Man hat also in dem Hellseherbewußtsein schon Bilder der künftigen Menschheitsstufen. Und dann sind ja drei folgende Bewußtseinszustände als Keimanlage schon jetzt in allen Menschen vorhanden; und die hellseherische Forschung hat Mittel, um anzugeben, was aus diesen Keimanlagen werden kann.
[ 2 ] The world of color, sound, and so on—which early human beings perceived within themselves—now presents itself to them externally in space during their earthly life. In its place, however, a new world emerges within them: the world of concepts and thoughts. One cannot speak of concepts and thoughts in the context of lunar consciousness. It consists solely of the images described above. Around the middle of Earth’s evolution—though the groundwork is actually laid somewhat earlier—the ability to form concepts and thoughts about objects emerges in human beings. And this ability also forms the foundation for memory and self-consciousness. Only the human being capable of imagination can form a memory of what he or she has perceived; and only the thinking human being is able to distinguish himself or herself from his or her surroundings as an independent, self-conscious being—to come to know himself or herself as an “I.” The first three stages described were thus stages of consciousness; the fourth is not merely consciousness, but self-consciousness. Now, however, the predisposition for even higher states of consciousness is already emerging within the current state of self-consciousness—that is, within the life of thought. Humanity will have to experience these states of consciousness on the next planet into which the Earth will transform from its present form. It is not absurd to say something about these future states of consciousness—and thus also about life on the subsequent planets. For, first of all, the clairvoyant is ahead of his fellow human beings in his development—for certain reasons to be explained elsewhere. Thus, those states of consciousness are already taking shape within him that all of humanity must attain as planetary development progresses. Thus, the clairvoyant consciousness already contains images of humanity’s future stages. Furthermore, three subsequent states of consciousness already exist as latent seeds within all human beings; and clairvoyant research has the means to indicate what may become of these latent seeds.
[ 3 ] Allerdings, wenn hier gesagt wird, der Hellseher entwickele in sich schon jetzt die Bewußtseinszustände, zu denen in der Zukunft die ganze Menschheit fortschreiten wird, so ist dies mit einer Einschränkung zu verstehen. Der Hellseher bildet zum Beispiel heute innerhalb der seelischen Welt ein Schauen aus, das in Zukunft beim Menschen in einer physischen Art auftreten wird. Aber dieser zukünftige physische Zustand des Menschen wird das getreue Abbild sein des entsprechenden gegenwärtigen seelischen beim Hellseher. Die Erde selbst wird sich ja entwickeln, und dadurch werden in ihren kommenden physischen Bewohnern ganz andere Formen auftreten als heute da sind; aber diese physischen Formen bereiten sich in den heutigen seelischen und geistigen vor. Was zum Beispiel heute der Hellseher als eine Licht- und Farbenwolke um den physischen Menschenkörper herum sieht als sogenannte «Aura», das wird sich später in eine physische Form verwandeln; und andere Sinnesorgane als die heutigen werden dem Zukunftsmenschen die Fähigkeit geben, die anderen Formen wahrzunehmen. Der Hellseher aber sieht eben die geistigen Vorbilder der späteren Sinneswesen (also zum Beispiel die Aura) mit seinen geistigen Sinnen schon heute. Ihm ist ein Blick in die Zukunft möglich, von dessen Eigenart allerdings nur sehr schwer eine Anschauung durch die heutige Sprache und für die gegenwärtigen menschlichen Vorstellungen gegeben werden kann.
[ 3 ] However, when it is said here that the clairvoyant is already developing within himself the states of consciousness toward which all of humanity will progress in the future, this must be understood with a qualification. For example, the clairvoyant is today developing within the soul world a form of perception that will manifest in human beings in a physical form in the future. But this future physical state of human beings will be the true reflection of the corresponding present-day soul state of the clairvoyant. The Earth itself will, after all, evolve, and as a result, its future physical inhabitants will take on forms quite different from those that exist today; but these physical forms are being prepared in today’s soul and spiritual realms. For example, what the clairvoyant sees today as a cloud of light and color surrounding the physical human body—the so-called “aura”—will later transform into a physical form; and sensory organs different from those of today will give future human beings the ability to perceive these other forms. The clairvoyant, however, already sees the spiritual prototypes of future sensory beings (such as the aura) with his spiritual senses today. He is capable of a glimpse into the future, the nature of which, however, is very difficult to convey through today’s language and within the framework of current human concepts.
[ 4 ] Die Vorstellungen des jetzigen Bewußtseinszustandes sind schattenhaft, blaß im Verhältnis zu den farbigen und tönenden Gegenständen der Außenwelt. Der Mensch spricht daher auch von den Vorstellungen als von etwas, das «nicht wirklich» ist. Ein «bloßer Gedanke» wird in Gegensatz gebracht zu einem Ding oder Wesen, das «wirklich» ist, weil es durch die Sinne wahrgenommen wird. Aber die Vorstellungen und Gedanken tragen die Anlage in sich, wieder wirklich, bildhaft zu werden. Wenn heute der Mensch von der Vorstellung «rot» spricht, ohne daß er einen roten Gegenstand vor sich hat, so ist diese Vorstellung gleichsam nur ein Schattenbild der wirklichen «Röte». Später wird der Mensch dazu gelangen, nicht nur die schattenhafte Vorstellung des «Roten» in seiner Seele aufsteigen zu lassen, sondern wenn er «Rot» denkt, wird wirklich auch «Rot» vor ihm sein. Er wird Bilder, nicht bloß Vorstellungen schaffen können. Etwas Ähnliches wird damit für ihn erreicht sein, was schon für das Mondbewußtsein da war. Aber die Bilder werden nicht traumhaft in ihm auf- und abwogen, sondern er wird sie wie die heutigen Vorstellungen mit vollem Selbstbewußtsein in sich hervorrufen. Ein Gedanke an eine Farbe wird die Farbe selbst sein; eine Vorstellung von einem Tone wird der Ton selbst sein und so weiter. Eine Bilderwelt wird künftig durch des Menschen eigene Macht in seiner Seele auf- und abwogen, wogegen während des Monddaseins eine solche Bilderwelt ohne sein Zutun ihm das Innere ausfüllte. Und nicht verschwinden wird der räumliche Charakter der gegenständlichen Außenwelt. Die Farbe, welche mit der Farbenvorstellung zugleich entsteht, wird nicht bloß ein Bild in der Seele sein, sondern sie wird sich draußen im Raume entfalten. Und die Folge davon wird sein, daß der Mensch Wesen und Dinge höherer Art wird wahrnehmen können, als diejenigen seiner jetzigen Umgebung sind. Das sind Dinge und Wesen, welche von feinerer geistiger und seelischer Art sind, so daß sie sich in die gegenständlichen Farben, die für die heutigen physischen Sinneswerkzeuge wahrnehmbar sind, nicht kleiden, die sich aber durch die feineren seelischen und geistigen Farben und Töne offenbaren, welche der Mensch der Zukunft aus seiner Seele heraus wird erwecken können.
[ 4 ] The ideas of the present state of consciousness are shadowy and pale in comparison to the colorful and resonant objects of the external world. People therefore speak of ideas as something that is “not real.” A “mere thought” is contrasted with a thing or being that is “real” because it is perceived by the senses. But perceptions and thoughts contain within themselves the potential to become real and vivid once again. When people today speak of the idea of “red” without having a red object before them, this idea is, as it were, merely a shadow image of the real “redness.” Later, people will come to not only allow the shadowy idea of “red” to arise in their souls, but when they think of “red,” “red” will truly be before them as well. They will be able to create images, not merely ideas . They will thereby achieve something similar to what already existed in lunar consciousness. But the images will not ebb and flow within them as in a dream; rather, they will evoke them within themselves with full self-awareness, just as they do with today’s ideas. A thought of a color will be the color itself; an idea of a tone will be the tone itself, and so on. In the future, a world of images will arise and subside within the human soul through the person’s own power, whereas during the Lunar stage of existence, such a world of images filled the inner being without any action on the person’s part. And the spatial character of the concrete external world will not disappear. The color that arises simultaneously with the concept of color will not merely be an image in the soul, but will unfold outward in space. And the result of this will be that human beings will be able to perceive beings and things of a higher order than those in their present surroundings. These are beings and things of a finer spiritual and soul nature, such that they do not clothe themselves in the concrete colors perceptible to today’s physical sense organs, but reveal themselves through the finer soul and spiritual colors and tones that the human being of the future will be able to awaken from within his or her own soul.
[ 5 ] Der Mensch nähert sich also einem Zustande, in welchem er ein für solche Wahrnehmungen geeignetes selbstbewußtes Bilderbewußtsein haben wird.8Die Zusammenstellung selbstwusstes Bilder-Bewusstsein mag befremden , doch drückt sie wohl am besten den Sachverhalt aus. man könnte, wen man wollte, auch sagen: Bilderselbstbewusstsein. Die kommende Erdentwickelung wird einerseits das gegenwärtige Vorstellungs- und Gedankenleben zu immer höherer, feinerer, vollkommenerer Entfaltung bringen; anderseits aber wird sich während dieser Zeit allmählich auch schon das selbstbewußte Bilderbewußtsein nach und nach herausformen. Zu vollem Leben wird jedoch das letztere im Menschen erst auf dem nächsten Planeten gelangen, in den sich die Erde umformen wird, und der in der Geheimwissenschaft der «Jupiter» heißt. Dann wird der Mensch mit Wesen in Verkehr treten können, welche seiner gegenwartigen Sinneswahrnehmung vollständig verborgen bleiben. Begreiflich ist, daß nicht nur das Wahrnehmungsleben dadurch ein ganz anderes wird, sondern daß sich auch die Taten, die Gefühle, alle Beziehungen zur Umgebung vollkommen umwandeln. Der Mensch wird so, wie er heute nur Sinneswesen bewußt beeinflussen kann, dann auf ganz andere Kräfte und Gewalten bewußt wirken können; und er selbst wird aus ganz anderen Reichen als jetzt ihm vollkommen erkennbare Einflüsse empfangen. Von Geburt und Tod in dem gegenwärtigen Sinne kann auf dieser Stufe nicht mehr die Rede sein. Denn der «Tod» tritt ja doch nur dadurch ein, daß das Bewußtsein auf eine Außenwelt angewiesen ist, mit der es durch die physischen Sinnesorgane in Verkehr tritt. Versagen diese physischen Sinnesorgane ihren Dienst, dann hört jede Beziehung zur Umwelt auf. Das heißt eben, der Mensch «ist gestorben». Wenn nun seine Seele so weit ist, daß sie die Einflüsse von der Außenwelt nicht durch die physischen Werkzeuge empfängt, sondern durch die Bilder, die sie aus Eigenem schafft, dann ist sie auch auf dem Punkte angelangt, ihren Verkehr mit der Umwelt willkürlich zu regeln, das heißt, ihr Leben wird nicht ohne ihren Willen unterbrochen. Sie ist Herr über Geburt und Tod geworden. Das alles wird also mit dem errungenen selbstbewußten Bilderbewußtsein auf dem «Jupiter» eintreten. Es wird dieser Zustand der Seele auch das «psychische Bewußtsein» genannt.
[ 5 ] Humanity is thus approaching a state in which it will possess a self-conscious image consciousness suitable for such perceptions.8The phrase “self-conscious image consciousness” may seem strange, but it probably best expresses the reality of the matter. One could, if one wished, also say: “image-self-consciousness.” The coming evolution of the Earth will, on the one hand, lead the present life of imagination and thought to ever higher, finer, and more perfect development; on the other hand, however, the self-conscious image-consciousness will also gradually take shape during this time. However, the latter will not come to full life in human beings until they reach the next planet into which the Earth will transform—a planet known in esoteric science as “Jupiter.” Then human beings will be able to interact with beings who remain completely hidden from their present sensory perception. It is understandable that not only will the life of perception become entirely different as a result, but that actions, feelings, and all relationships with the environment will also be completely transformed. Just as human beings today can consciously influence only sensory beings, they will then be able to consciously act upon entirely different forces and powers; and they themselves will receive influences from realms entirely different from those now fully perceptible to them. At this stage, there can no longer be any question of birth and death in the current sense. For “death” occurs only because consciousness depends on an external world with which it communicates through the physical sense organs. If these physical sense organs fail to function, then all connection with the external world ceases. This means, precisely, that the human being “has died.” When the soul has reached the point where it no longer receives influences from the external world through the physical organs, but rather through the images it creates of its own accord, it has also reached the point where it can regulate its interaction with the external world at will—that is, its life is not interrupted without its consent. It has become master of birth and death. All of this will therefore come to pass with the attainment of self-conscious image consciousness on “Jupiter.” This state of the soul is also called “psychic consciousness.”
[ 6 ] Der nächste Bewußtseinszustand, zu dem sich der Mensch auf einem weiteren Planeten, der «Venus», entwickelt, unterscheidet sich von dem vorigen dadurch, daß die Seele nun nicht bloß Bilder, sondern Gegenstände und Wesen selbst erschaffen kann. Es geschieht dies bei dem selbstbewußten Gegenstandsbewußtsein oder überpsychischen Bewußtsein. Durch das Bilderbewußtsein kann der Mensch von übersinnlichen Wesen und Dingen etwas wahrnehmen, und er kann diese durch die Erweckung seiner Bildvorstellungen beeinflussen. Aber damit zum Beispiel dasjenige geschehe, was er von einem solchen übersinnlichen Wesen will, muß dieses auf seine Veranlassung hin die eigenen Kräfte in Bewegung setzen. Der Mensch ist also Herr über Bilder, und er kann durch diese Bilder Wirkungen veranlassen. Aber er ist noch nicht Herr über die Kräfte selbst. Wenn sein selbstbewußtes Gegenstandsbewußtsein ausgebildet sein wird, dann wird er auch über schöpferische Kräfte anderer Welten Herr sein. Er wird Wesen nicht nur wahrnehmen und beeinflussen, sondern selbst schaffen.
[ 6 ] The next state of consciousness, which human beings develop on another planet, “Venus,” differs from the previous one in that the soul can now create not merely images, but objects and beings themselves. This occurs in the self-conscious object consciousness or suprapsychic consciousness. Through image consciousness, a human being can perceive something of supersensible beings and things, and can influence them by evoking mental images. But for what he desires of such a supersensible being to happen, for example, that being must set its own powers in motion at his instigation. Human beings are thus masters of images, and through these images they can bring about effects. But they are not yet masters of the forces themselves. When their self-conscious object consciousness is fully developed, they will also be masters of the creative forces of other worlds. They will not only perceive and influence beings, but create them themselves.
[ 7 ] Dies ist der Gang der Bewußtseinsentfaltung: erst beginnt es dämmerhaft; man nimmt nichts von anderen Dingen und Wesen wahr, sondern nur die Innenerlebnisse (Bilder) der eigenen Seele; dann wird die Wahrnehmung entwickelt. Und zuletzt wandelt sich das Wahrnehmungsbewußtsein in ein schöpferisches um. Bevor sich der Erdenzustand in das Jupiterleben hinüberwendet, sind — nach dem vierten irdischen Kreislauf — noch drei kleinere Kreisläufe durchzumachen. Diese dienen der weiteren Vervollkommnung des Erdenbewußtseins in einer Art, welche in den folgenden Aufsätzen beschrieben werden wird, wenn die Entwickelung der kleineren Kreisläufe und ihrer Unterabteilungen bei allen sieben Planeten zur Darstellung kommen wird. Hat sich, nach einer Ruhepause (Pralaya), die Erde in den Jupiter verwandelt, und ist der Mensch auf diesem Planeten angekommen, dann müssen während vier kleinerer Kreisläufe wieder die vier vorhergehenden Zustände — Saturn-, Sonnen-, Mond-, Erdenzustand — wiederholt werden; und erst während des fünften Jupiterkreislaufes gelangt der Mensch auf die Stufe, die oben als das eigentliche Jupiterbewußtsein gekennzeichnet worden ist. In einer entsprechenden Art kommt das «Venusbewußtsein» während des sechsten Venuskreislaufes zum Vorschein.
[ 7 ] This is the course of the development of consciousness: at first it begins in a dim state; one perceives nothing of other things or beings, but only the inner experiences (images) of one’s own soul; then perception develops. And finally, perceptual consciousness transforms into creative consciousness. Before the Earth state transitions into the Jupiter life, there are—following the fourth Earth cycle—three smaller cycles yet to be undergone. These serve to further perfect Earth consciousness in a manner that will be described in the following essays, when the development of the smaller cycles and their subdivisions on all seven planets is presented. Once, after a period of rest (Pralaya), the Earth has transformed into Jupiter, and humanity has arrived on this planet, the four preceding states—the Saturn, Sun, Moon, and Earth states—must be repeated over the course of four smaller cycles; and only during the fifth Jupiter cycle does humanity reach the stage described above as the actual Jupiter consciousness. In a similar manner, “Venus consciousness” emerges during the sixth Venus cycle.
[ 8 ] Eine Tatache, welche in den folgenden Aufsätzen eine gewisse Rolle spielen wird, soll hier nur kurz angedeutet werden. Sie betrifft die Schnelligkeit, mit welcher die Entwickelung auf den einzelnen Planeten verläuft. Diese ist nämlich nicht auf allen Planeten gleich. Das Leben verläuft zunächst mit der größten Schnelligkeit auf dem Saturn, dann nimmt die Geschwindigkeit auf der Sonne ab, wird auf dem Monde noch kleiner und bewegt sich am langsamsten auf der Erde. Auf dieser selbst wird es immer langsamer bis zu dem Punkte, in dem sich das Selbstbewußtsein entwickelt. Dann wächst die Geschwindigkeit wieder. Heute hat also der Mensch den Zeitpunkt der größten Langsamkeit seiner Entwickelung bereits überschritten. Das Leben hat begonnen, sich wieder zu beschleunigen. Auf dem Jupiter wird die Schnelligkeit des Mondes, auf der Venus diejenige der Sonne wieder erreicht sein.
[ 8 ] A fact that will play a certain role in the following essays will be briefly mentioned here. It concerns the speed at which evolution proceeds on the individual planets. This speed is not the same on all planets. Life initially proceeds at the greatest speed on Saturn; then the speed decreases on the Sun, becomes even slower on the Moon, and moves most slowly on Earth. On Earth itself, it becomes slower and slower until the point at which self-consciousness develops. Then the speed increases again. Today, therefore, humanity has already passed the point of greatest slowness in its evolution. Life has begun to accelerate once more. On Jupiter, the speed of the Moon will be reached again; on Venus, that of the Sun.
[ 9 ] Der letzte Planet, der noch in die Reihe der irdischen Verwandlungen gezählt werden kann, der also auf die Venus folgt, wird von der Geheimwissenschaft «Vulkan» genannt. Auf diesem Planeten wird das vorläufige Ziel der Menschheitsentwickelung erreicht. Der Bewußtseinszustand, in welchen da der Mensch eintritt, wird die «Gottseligkeit» oder auch das spirituelle Bewußtsein genannt. Der Mensch wird es nach Wiederholung der sechs vorhergehenden Stufen auf dem siebenten Vulkankreislauf erlangen. Über das Leben auf diesem Planeten kann öffentlich nicht viel mitgeteilt werden. In der Geheimwissenschaft spricht man von ihm so, daß man sagt: «Über den Vulkan und sein Leben sollte von keiner Seele nachgedacht werden, die mit ihrem Denken noch an einen physischen Körper gebunden ist.» Das heißt, es können nur die Geheimschüler der höheren Ordnung über den Vulkan etwas erfahren, die ihren physischen Körper verlassen dürfen und außerhalb desselben übersinnliche Erkenntnisse sich aneignen können.
[ 9 ] The last planet that can still be counted among the series of earthly transformations—that is, the one that follows Venus—is called “Vulcan” by esoteric science. On this planet, the provisional goal of human evolution is attained. The state of consciousness into which the human being enters there is called “divinity” or spiritual consciousness. The human being will attain it after repeating the six preceding stages in the seventh Vulcan cycle. Not much can be publicly disclosed about life on this planet. In esoteric science, it is said of this planet: “No soul whose thinking is still bound to a physical body should contemplate the Volcano or life on it.” This means that only esoteric students of the higher order—who are permitted to leave their physical bodies and acquire supersensory knowledge outside of them—can learn anything about the Volcano.
[ 10 ] So drücken sich also im Laufe der Menschheitsentwickelung die sieben Stufen des Bewußtseins in sieben Planetenentfaltungen aus. Nun hat das Bewußtsein auf jeder Stufe wieder sieben untergeordnete Zustände zu durchlaufen. Diese kommen in den bereits angedeuteten kleineren Kreisläufen zum Dasein. (Die theosophischen Schriften nennen diese sieben Kreisläufe «Runden».) Diese untergeordneten Zustände werden von der Geheimwissenschaft des Abendlandes «Lebenszustände» genannt, im Gegensatz zu den übergeordneten «Bewußtseinszuständen». Oder man sagt auch, jeder Bewußtseinszustand bewege sich durch sieben «Reiche». Nach dieser Rechnung hat man also in der ganzen Menschheitsentwickelung siebenmal sieben, das ist neunundvierzig kleine Kreisläufe oder «Reiche» (nach gebräuchlicher theosophischer Ausdrucksweise «Runden»), zu unterscheiden. Und weiter hat wieder jeder kleine Kreislauf sieben noch kleinere zu durchlaufen, die man «Formzustände» (in theosophischer Sprache «Globen») nennt. Das gibt für den vollen Menschheitskreislauf siebenmal neunundvierzig verschiedene «Formzustände» oder dreihundertdreiundvierzig.
[ 10 ] Thus, in the course of human evolution, the seven stages of consciousness are expressed in seven planetary evolutions. Now, at each stage, consciousness must pass through seven subordinate states. These come into being in the smaller cycles already mentioned. (Theosophical writings refer to these seven cycles as “rounds.”) These subordinate states are called “states of life” by the occult science of the West, in contrast to the superordinate “states of consciousness.” Or, as it is also said, each state of consciousness moves through seven “realms.” According to this account, there are thus seven times seven—that is, forty-nine—small cycles or “realms” (referred to as “rounds” in common theosophical terminology) to be distinguished throughout the entire course of human evolution. Furthermore, each small cycle must pass through seven even smaller ones, which are called “states of form” (in theosophical terminology, “globes”). This results in seven times forty-nine different “states of form,” or three hundred forty-three, for the complete cycle of humanity.
[ 11 ] Die nächsten Ausführungen, die von dieser Entwickelung handeln werden, sollen zeigen, daß die Übersicht über das Ganze keine so komplizierte ist, wie es zuerst bei Nennung der Zahl dreihundertdreiundvierzig erscheinen könnte. Es wird sich zeigen, wie der Mensch sich erst recht verstehen kann, wenn er diese seine Entwickelung kennt.
[ 11 ] The following remarks, which will deal with this development, are intended to show that the overall picture is not as complicated as it might initially seem when the number three hundred forty-three is mentioned. It will become clear how a person can understand themselves even better once they are familiar with this development.
