From the Akashic Records
GA 11
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From the Akashic Record, tr. SOL
XIV. Das Leben der Sonne
The Life of the Sun
[ 1 ] Auf das große Weltzeitalter des Saturn, welches in den früheren Ausführungen gekennzeichnet ist, folgt dasjenige der Sonne. Zwischen beiden liegt eine Ruhepause (Pralaya). Während dieser nimmt alles, was sich vom Menschen auf dem Saturn entwickelt hat, einen solchen Charakter an, der sich zum später auszubildenden Sonnenmenschen verhält wie der Same zu der Pflanze, die aus ihm hervorgeht. Der Saturnmensch hat gleichsam seinen Samen hinterlassen, der eine Art von Schlaf hält, um sich dann als Sonnenmensch zu entfalten.
[ 1 ] The great world age of Saturn, as described in earlier discussions, is followed by that of the Sun. Between the two lies a period of rest (Pralaya). During this time, everything that developed from the human being on Saturn takes on a character that relates to the Solar Man, who will later emerge, in the same way that a seed relates to the plant that springs from it. The Saturnian human being has, as it were, left behind his seed, which remains in a kind of slumber, only to unfold later as the Solar Man.
[ 2 ] Der letztere macht nun auf der Sonne seine zweite Bewußtseinsstufe durch. Sie gleicht derjenigen, in welche heute noch der Mensch während des ruhigen, traumlosen Schlafes verfällt. Dieser Zustand, der gegenwärtig das Wachsein unterbricht, ist ein Rest, gewissermaßen eine Erinnerung an die Zeit der Sonnenentwickelung. Man kann ihn auch jenem dumpfen Bewußtseinszustande vergleichen, in dem heute sich die Pflanzenwelt befindet. Denn in der Tat hat man in der Pflanze ein schlafendes Wesen zu erkennen.
[ 2 ] The latter is now undergoing its second stage of consciousness on the Sun. It resembles the state into which human beings still fall today during calm, dreamless sleep. This state, which currently interrupts wakefulness, is a remnant—a memory, so to speak, of the time of the Sun’s evolution. It can also be compared to that dull state of consciousness in which the plant world finds itself today. For indeed, the plant can be recognized as a sleeping being.
[ 3 ] Man muß sich, um die Menschheitsentwickelung zu begreifen, vorstellen, daß die Sonne in diesem zweiten großen Kreislauf noch ein Planet war und erst später zu dem Fixsterndasein aufgerückt ist. Im geheimwissenschaftlichen Sinne ist ein Fixstern derjenige, welcher einem (oder mehreren) von ihm entfernten Planeten Lebenskräfte zusendet. Dies war während des zweiten Kreislaufes bei der Sonne noch nicht der Fall. Sie war damals noch mit den Wesen, denen sie die Kraft gab, vereint. Diese — also auch der Mensch auf seiner damaligen Entwickelungsstufe — lebten noch auf ihr. Eine von der Sonne abgetrennte planetarische Erde und einen Mond gab es nicht. Alles, was heute an Stoffen, Kräften und Wesen auf und in der Erde lebt, und alles, was jetzt dem Monde angehört, war noch innerhalb der Sonne. Es bildete einen Teil ihrer Stoffe, Kräfte und Wesenheiten. Erst während des nächsten (dritten) großen Kreislaufes löste sich als ein besonderer Planet das von der Sonne ab, was man in der Geheimwissenschaft den Mond nennt. Das ist nicht der gegenwärtige Mond, sondern der Vorgänger unserer Erde, gleichsam deren vorige Verkörperung (Reinkarnation). Aus diesem Monde wurde die Erde, nachdem er wieder aus seinem Stoffe herausgelöst und abgeworfen hatte, was man heute als Mond bezeichnet. Im dritten Kreislaufe waren also zwei Körper an Stelle der früheren planetarischen Sonne vorhanden, nämlich der Fixstern Sonne und der abgespaltene planetarische Mond. Und dieser hatte den Menschen und die andern Wesen, die sich während des Sonnenlaufes als Menschengenossen entwickelt hatten, mit sich heraus aus der Sonne genommen. Die letztere spendete nun den Mondwesen von außen die Kräfte, die sie früher unmittelbar aus ihr, als ihrem Wohnplatz, bezogen hatten. — Nach dem dritten (Monden-) Kreislauf trat dann wieder eine Ruhepause (Pralaya) ein. In dieser vereinigten sich die beiden getrennten Körper (Sonne und Mond) und machten gemeinsam den Samenschlafzustand durch. In der vierten Kreislaufperiode traten dann im Anfange Sonne und planetarischer Mond als ein Körper aus dem Schlafdunkel hervor. Und während der ersten Hälfte dieses Kreislaufes löste sich unsere Erde mit dem Menschen und seinen Genossen aus der Sonne heraus. Etwas später warf sie dann den heutigen Mond ab, so daß nunmehr drei Glieder als Abkömmlinge des einstigen Sonnenplaneten vorhanden sind.
[ 3 ] To understand human evolution, one must imagine that the Sun was still a planet during this second great cycle and only later ascended to the status of a fixed star. In the context of esoteric science, a fixed star is one that sends life forces to one (or more) planets distant from it. This was not yet the case with the Sun during the second cycle. At that time, it was still united with the beings to whom it gave its power. These beings—including human beings at their stage of development at that time—still lived on the Sun. There was no planetary Earth separated from the Sun, nor was there a Moon. Everything that today lives on and within the Earth in terms of substances, forces, and beings, and everything that now belongs to the Moon, was still within the Sun. It formed a part of its substances, forces, and beings. It was not until the next (third) great cycle that what is called in esoteric science the Moon separated from the Sun as a distinct planet. This is not the present Moon, but the predecessor of our Earth, as it were, its previous embodiment (reincarnation). The Earth emerged from this Moon after it had once again separated from its substance and cast off what we today call the Moon. In the third cycle, therefore, two bodies existed in place of the former planetary Sun: namely, the fixed-star Sun and the split-off planetary Moon. And the latter had taken with it out of the Sun the human beings and the other beings who had developed as companions of humankind during the Sun’s cycle. The latter now bestowed upon the lunar beings from the outside the forces that they had previously drawn directly from it, as their dwelling place. — After the third (lunar) cycle, a period of rest (Pralaya) then set in once more. During this period, the two separated bodies (Sun and Moon) united and together underwent the state of seed-sleep. In the fourth cycle, the Sun and the planetary Moon emerged from the darkness of sleep as a single body. And during the first half of this cycle, our Earth, together with humankind and its companions, broke away from the Sun. A little later, it cast off the present-day Moon, so that there are now three bodies as descendants of the former solar planet.
[ 4 ] Auf dem Sonnenplaneten machten nun im zweiten großen Weltalter der Mensch und die bei der Saturnbesprechung erwähnten Wesen eine weitere Stufe ihrer Entwickelung durch. Die Anlage des späteren physischen Leibes des Menschen, die sich auf dem Saturn allmählich entfaltet hatte, tritt beim Beginn des Sonnenkreislaufes wie eine Pflanze aus dem Samen hervor. Aber sie bleibt hier nicht so, wie sie vorher war. Sie wird vielmehr durchsetzt von einem zweiten feineren, aber in sich kraftvolleren Leib, dem Ätherleib. Während der Saturnleib des Menschen eine Art Automat war (ganz leblos), wird er jetzt durch den Ätherleib, der ihn nach und nach ganz durchsetzt, zum belebten Wesen. Der Mensch wird dadurch eine Art Pflanze. Sein Aussehen ist allerdings nicht dasjenige der heutigen Pflanzen. Er gleicht vielmehr schon ein wenig in seinen Formen dem gegenwärtigen Menschen. Nur ist die Anlage zum Kopfe, wie jetzt die Pflanzenwurzel, nach unten hin zum Sonnenmittelpunkte gewendet, und die Fußanlagen sind wie die Pflanzenblüte nach oben gerichtet. Eine willkürliche Bewegung hat dieses Pflanzenmenschengebilde noch nicht.10Für einen an der gegenwärtigen sinnlichen Wahrnehmung hängenden Menschen wird es natürlich schwer, sich vorzustellen, daß der Mensch als Pflanzenwesen in der Sonne selbst gelebt habe. Es scheint undenkbar, daß ein Lebewesen in solchen physikalischen Verhältnissen sein könnte, wie sie für diese Tatsache angenommen werden müssen. Aber es ist ja doch nur eine jetzige Pflanze an die gegenwärtige physische Erde angepaßt. Und sie hat sich nur so entwickelt, weil ihre Umgebung die entsprechende ist. Das Sonnenpflanzenwesen hatte andere Lebensbedingungen, welche den damaligen physischen Sonnenverhältnissen entsprachen.
[ 4 ] On the Sun Planet, during the second great world age, human beings and the beings mentioned in the discussion on Saturn underwent another stage of their evolution. The blueprint for the human being’s future physical body, which had gradually unfolded on Saturn, emerges at the beginning of the Solar Cycle like a plant from a seed. But it does not remain here as it was before. Rather, it is permeated by a second, finer, yet more powerful body—the etheric body. Whereas the human being’s Saturn body was a kind of automaton (entirely lifeless), it now becomes an animated being through the etheric body, which gradually permeates it entirely. As a result, the human being becomes a kind of plant. His appearance, however, is not that of today’s plants. Rather, his form already resembles that of the present-day human being to some extent. Only the rudiment of the head—like the root of a plant today—is turned downward toward the center of the Sun, and the rudiments of the feet are directed upward, like the flower of a plant. This plant-human form does not yet possess voluntary movement. 10For a person attached to present-day sensory perception, it is naturally difficult to imagine that human beings once lived as plant-like beings within the Sun itself. It seems unthinkable that a living being could exist under such physical conditions as must be assumed for this fact. But it is, after all, merely a present-day plant adapted to the present physical Earth. And it has developed in this way only because its environment is suitable for it. The solar plant-being had different living conditions, which corresponded to the physical conditions of the Sun at that time.
[ 5 ] So formt sich aber der Mensch erst während des zweiten von den sieben kleineren Kreisläufen (Runden), welche die Sonne durchmacht. Für die Dauer des ersten dieser kleinen Kreisläufe ist noch kein Ätherleib im Menschengebilde vorhanden. Es wird da vielmehr noch einmal alles kurz wiederholt, was während des Saturnzeitalters durchgemacht worden ist. Der physische Menschenleib behält noch seinen automatischen Charakter; aber er verändert etwas seine frühere Form. Diese könnte nämlich, wenn sie so bliebe, wie sie auf dem Saturn war, keinen Ätherleib beherbergen. Sie wird so umgestaltet, daß sie Träger dieses Leibes werden kann. Während der folgenden sechs Kreisläufe wird dann der Ätherleib immer mehr ausgebildet, und durch seine Kräfte, die auf den physischen Leib wirken, erhält auch dieser allmählich eine immer vollkommenere Form. — Die Umwandlungsarbeit, welche da mit dem Menschen vollzogen wird, leisten die Geister, die zusammen mit dem Menschen schon bei Besprechung der Saturnentwickelung genannt worden sind.
[ 5 ] However, the human being only begins to take shape during the second of the seven smaller cycles (rounds) that the Sun undergoes. For the duration of the first of these smaller cycles, no etheric body is yet present in the human form. Rather, everything that was experienced during the Saturn Age is briefly repeated once more. The physical human body still retains its automatic character; but it undergoes a slight change from its earlier form. For if it were to remain as it was on Saturn, it could not accommodate an etheric body. It is thus transformed so that it can become the vehicle for this body. During the following six cycles, the etheric body is then developed more and more, and through its forces acting upon the physical body, the latter also gradually takes on an ever more perfect form. — The work of transformation that is carried out within the human being is performed by the spirits who, together with the human being, were already mentioned in the discussion of Saturn’s evolution.
[ 6 ] Diejenigen Geister, welche «strahlende Leben» oder «Flammen» heißen (in der christlichen Geheimwissenschaft «Throne»), kommen dabei nicht mehr in Betracht. Sie haben ihre bezügliche Arbeit während der ersten Hälfte des ersten Saturnkreislaufes beendet. Was während des ersten Sonnenkreislaufes (Runde) zu beobachten ist, das ist die Arbeit der «Geister der Weisheit» (Herrschaften oder Kyriotetes in der christlichen Geheimlehre). Sie haben ja (vergleiche die bisherigen Ausführungen) um die Mitte des ersten Saturnkreislaufes in die Menschenentwickelung eingegriffen. Nun setzen sie während der ersten Hälfte des ersten Sonnenkreislaufes ihre Arbeit fort, indem sie die weisheitsvolle Einrichtung des physischen Körpers in aufeinanderfolgenden Stufen wiederholen. Etwas später gesellt sich zu dieser Arbeit diejenige der «Geister der Bewegung» (Dynamis im Christentum, Mahat in der theosophischen Literatur) hinzu. Es wird dadurch diejenige Periode des Saturnkreislaufes wiederholt, in welcher dem menschlichen Leibe die Fähigkeit der Beweglichkeit erteilt wurde. Dieser entfaltet also wieder seine Beweglichkeit. Ebenso wiederholen aufeinanderfolgend die «Geister der Form» (Exusiai), diejenigen der «Finsternis» (Archai christlich, Asuras theosophisch), dann die «Söhne des Feuers» (Erzengel) und zuletzt die «Geister des Zwielichts» (Engel, Lunar Pitris) ihre Arbeiten. Damit sind sechs kleinere Perioden des ersten Sonnenlaufes (der ersten Sonnenwende) gekennzeichnet. — In einer siebenten solchen kleineren Periode greifen dann neuerdings die «Geister der Weisheit» (Herrschaften) ein. Während sie in ihrer vorhergehenden Arbeitsperiode dem Menschenleibe einen weisen Bau gegeben haben, verleihen sie jetzt den beweglich gewordenen Gliedern die Fähigkeit, die Bewegung selbst zu einer weisheitsvollen zu machen. Vorher war nur die Bauweise, jetzt wird auch die Bewegung selbst zu einem Ausdruck innerer Weisheit. Damit erreicht der erste Sonnenkreislauf sein Ende. Er besteht somit aus sieben aufeinanderfolgenden kleineren Kreisläufen, von welchem jeder eine kurze Wiederholung eines Saturnkreislaufes (einer Saturnrunde) ist. Man hat sich gewöhnt, in der theosophischen Literatur diese sieben kleineren Kreisläufe, welche eine sogenannte «Runde» zusammensetzen, «Globen» zu nennen. (Somit verläuft eine Runde in sieben «Globen».)
[ 6 ] Those spirits called “radiant beings” or “flames” (known as “Thrones” in Christian esotericism) are no longer relevant here. They completed their respective work during the first half of the first Saturn cycle. What can be observed during the first Solar Cycle (Round) is the work of the “Spirits of Wisdom” (Principalities or Kyriotetes in Christian esoteric teaching). As noted earlier, they intervened in human evolution around the middle of the first Saturn cycle. Now, during the first half of the first Solar Cycle, they continue their work by repeating the wise structuring of the physical body in successive stages. A little later, the work of the “Spirits of Movement” (Dynamis in Christianity, Mahat in theosophical literature) joins this effort. This repeats the period of the Saturn cycle in which the human body was endowed with the capacity for mobility. The body thus regains its mobility. Similarly, the “Spirits of Form” (Exusiai), those of “Darkness” (Archai in Christianity, Asuras in Theosophy), then the “Sons of Fire” (archangels), and finally the “Spirits of Twilight” (angels, Lunar Pitris) carry out their work. This marks six smaller periods of the first solar cycle (the first solstice). — In a seventh such smaller period, the “Spirits of Wisdom” (Dominions) then intervene anew. Whereas in their previous period of work they gave the human body a wise structure, they now endow the limbs—which have become mobile—with the ability to make movement itself a wise one. Previously, only the structure was wise; now movement itself becomes an expression of inner wisdom. Thus the first solar cycle comes to an end. It thus consists of seven successive smaller cycles, each of which is a brief repetition of a Saturn cycle (a Saturn round). In theosophical literature, it has become customary to refer to these seven smaller cycles—which together comprise a so-called “round”—as “globes.” (Thus, a round consists of seven “globes.”)
[ 7 ] Auf den ersten Sonnenkreislauf folgt nun nach einer Ruhepause (Pralaya) der zweite. Die einzelnen «kleinsten Kreisläufe» oder «Globen» sollen später genauer beschrieben werden; jetzt soll zum weiteren Sonnenkreislauf übergegangen werden. — Schon am Ende des ersten ist der Menschenkörper reif zur Aufnahme des Ätherkörpers geworden, und zwar dadurch, daß ihm «die Geister der Weisheit» die weisheitsvolle Beweglichkeit möglich gemacht haben. — Mittlerweile haben sich aber diese «Geister der Weisheit» selbst weiter entwickelt. Sie sind durch die Arbeit, die sie geleistet haben, fähig geworden, aus sich selbst ihren Stoff so auszuströmen, wie die «Flammen» im Beginne des Saturnkreislaufes den ihren ausströmten und dadurch dem physischen Leibe die stoffliche Grundlage gaben. Der Stoff der «Geister der Weisheit» ist nun der «Äther», das ist in sich bewegliche und kraftvolle Weisheit, mit anderem Wort «Leben». Der Äther oder Lebensleib des Menschen ist also eine Ausströmung der «Weisheitsgeister». — Diese Ausströmung dauert fort, bis um die Mitte des zweiten Sonnenkreislaufes dann wieder die «Geister der Bewegung» mit einer neuen Tätigkeit einsetzen können. Ihre Arbeit konnte sich vorher nur auf den physischen Menschenleib erstrecken; jetzt greift sie über auf den Ätherleib und pflanzt ihm die krafterfüllte Wirksamkeit ein. Dies dauert so fort bis zur Mitte des dritten Sonnenkreislaufes. Dann beginnt die Leistung der «Geister der Form». Durch sie erhält der Ätherleib, der vorher nur wolkenartige Beweglichkeit hatte, eine bestimmte Gestalt (Form). — In der Mitte des vierten Sonnenlaufes erhalten nun diese «Geister der Form» ein solches Bewußtsein, wie es der Mensch auf der «Venus» haben wird, die er als zweitnächsten Planeten nach dem Erdendasein betreten wird. Das ist ein überpsychisches Bewußtsein. Sie gelangen dazu als zu einer Frucht ihrer Tätigkeit während des dritten und vierten Sonnenlaufes. Dadurch kommen sie zur Fähigkeit, die während der Saturnperiode und seither ausgebildeten Sinneskeime, die bis jetzt nur physikalische Apparate waren, mit dem Äther in belebte Sinne umzugestalten.
[ 7 ] The first solar cycle is now followed by the second, after a period of rest (Pralaya). The individual “smallest cycles” or “globes” will be described in greater detail later; for now, we shall move on to the next solar cycle. — Already at the end of the first cycle, the human body has become ready to receive the etheric body, precisely because “the spirits of wisdom” have enabled it to possess the flexibility required for wisdom. — In the meantime, however, these “spirits of wisdom” have themselves evolved further. Through the work they have accomplished, they have become capable of radiating their substance from within themselves, just as the “flames” at the beginning of the Saturn cycle radiated theirs and thereby provided the physical body with its material foundation. The substance of the “Spirits of Wisdom” is now the “ether”—that is, wisdom that is inherently dynamic and powerful; in other words, “life.” The ether, or life body, of the human being is thus an outflow of the “Spirits of Wisdom.” — This outflow continues until, around the middle of the second solar cycle, the “Spirits of Movement” can once again begin a new phase of activity. Previously, their work could only extend to the physical human body; now it extends to the etheric body and instills in it its power-filled activity. This continues until the middle of the third solar cycle. Then the work of the “Spirits of Form” begins. Through them, the etheric body—which previously possessed only a cloud-like fluidity—assumes a definite shape (form). — In the middle of the fourth solar cycle, these “Spirits of Form” acquire a consciousness similar to that which human beings will possess on “Venus,” the second planet they will inhabit after their earthly existence. This is a superpsychic consciousness. They attain it as the fruit of their activity during the third and fourth solar cycles. Through this, they gain the ability to transform the sensory buds developed during the Saturn period and since then—which until now were merely physical apparatus—into animated senses through the ether.
[ 8 ] Durch einen ähnlichen Vorgang haben sich in dieser Zeit die «Geister der Finsternis» (Archai christlich, Asuras theosophisch) zur Stufe des psychischen Bewußtseins erhoben, das der Mensch als bewußtes Bilderbewußtsein erst auf dem Jupiter entwickeln wird. Sie kommen dadurch in die Lage, bewußt von der Astralwelt aus zu wirken. Nun kann von der Astralwelt aus der Ätherkörper eines Wesens beeinflußt werden. Die «Geister der Finsternis» taten das in bezug auf den Ätherleib des Menschen. Sie pflanzten ihm jetzt den Geist der Selbstheit (Selbständigkeit und Selbstsucht) ein, wie sie das vorher mit dem physischen Leibe getan haben. Man sieht also, daß der Egoismus stufenweise durch diese Geister allen Gliedern der menschlichen Wesenheit eingepflanzt wird. — Um dieselbe Zeit erlangten die «Söhne des Feuers» die Bewußtseinsstufe, welche der Mensch heute hat als sein Wachbewußtsein. Man kann also von ihnen sagen, sie werden jetzt Menschen. Und sie können sich nun des physischen Menschenleibes zu einer Art Verkehr mit der Außenwelt bedienen. In ähnlicher Art haben sich ja die «Geister der Persönlichkeit» des physischen Leibes von der Mitte des vierten Saturnkreislaufes an bedienen können. Nur haben diese sich der Sinneskeime zu einer Art von Wahrnehmung bedient. Die «Söhne des Feuers» sind aber ihrer Natur nach solche, welche die Wärme ihrer Seele in ihre Umgebung ausgießen. Der physische Menschenleib ist nun so weit, daß sie durch ihn das tun können. Ihre Wärme wirkt etwa wie die Brutwärme des Huhnes auf das bebrütete Ei, das heißt, sie hat eine lebenerweckende Kraft. Alles, was von solch lebenerweckender Kraft in dem Menschen und seinen Genossen ist, das wurde durch die Söhne des Feuers damals dem Ätherkörper eingepflanzt. Man hat es also hier mit dem Ursprunge jener Wärme zu tun, welche alle Lebewesen zur Bedingung ihrer Fortpflanzung haben. Es wird sich später zeigen, welche Umwandlung diese Wärmekraft durchmachte, als sich der Mond von der Sonne loslöste.
[ 8 ] Through a similar process, the “spirits of darkness” (Archai in Christian terminology, Asuras in Theosophy) rose during this period to the level of psychic consciousness, which human beings will not develop—as conscious image-consciousness—until the Jupiter era. This enables them to act consciously from the astral world. Now, a being’s etheric body can be influenced from the astral world. The “spirits of darkness” did this with regard to the human etheric body. They now implanted in it the spirit of selfhood (independence and selfishness), just as they had previously done with the physical body. One can thus see that selfishness is gradually implanted by these spirits into all members of the human being. — Around the same time, the “Sons of Fire” attained the level of consciousness that humans today possess as their waking consciousness. One can therefore say of them that they are now becoming human beings. And they can now make use of the physical human body as a means of interacting with the outside world. In a similar way, the “spirits of personality” of the physical body have been able to make use of it since the middle of the fourth Saturn cycle. Only these have made use of the sensory germs as a means of perception. The “Sons of Fire,” however, are by their very nature beings who radiate the warmth of their souls into their surroundings. The physical human body has now reached a stage where they can do this through it. Their warmth acts much like the brooding heat of a hen on an incubating egg—that is, it possesses a life-giving power. Everything in human beings and their fellow creatures that possesses such life-awakening power was implanted into the etheric body by the Sons of Fire at that time. We are thus dealing here with the origin of that warmth which all living beings require as a condition for their reproduction. It will become clear later what transformation this thermal force underwent when the Moon separated from the Sun.
[ 9 ] Um die Mitte des fünften Kreislaufes sind dann die «Söhne des Feuers» so weit selbst gediehen, daß sie die Fähigkeit, die sie vorher durch den physischen Menschenleib ausübten, nunmehr dem Ätherleib einimpfen können. Sie lösen jetzt die «Geister der Persönlichkeit» ab in der Arbeit an diesem Ätherleib, der dadurch zum Erreger einer Fortpflanzungstätigkeit wird. — Den physischen Leib überlassen sie in dieser Zeit den Söhnen des Zwielichtes (Engel im Christentum, Lunar Pitris in der Theosophie). Diese haben mittlerweile ein dumpfes Bilderbewußtsein erlangt, wie es der Mensch auf dem Monde haben wird. Sie haben auf dem Saturn dem Menschenvorfahren eine Art Verstandesorgan gegeben. Jetzt bilden sie die physischen Werkzeuge des Menschengeistes, deren er sich auf späteren Entwickelungsstufen bewußt bedienen wird, weiter aus. Dadurch können sich auf der Sonne schon von der Mitte des fünften Kreislaufes an die Seraphim durch den Menschenleib hindurch noch vollkommener offenbaren, als das auf dem Saturn möglich war.
[ 9 ] By the middle of the fifth cycle, the “Sons of Fire” have developed to such an extent that they can now instill into the etheric body the ability they previously exercised through the physical human body. They now take over from the “spirits of the personality” in the work on this etheric body, which thereby becomes the catalyst for reproductive activity. — During this period, they entrust the physical body to the Sons of Twilight (angels in Christianity, Lunar Pitris in Theosophy). These beings have meanwhile attained a dim, pictorial consciousness, similar to that which human beings will possess on the Moon. On Saturn, they endowed the human ancestor with a kind of intellectual organ. Now they are further developing the physical instruments of the human spirit, which the human spirit will consciously utilize at later stages of development. As a result, beginning in the middle of the fifth cycle on the Sun, the Seraphim will be able to reveal themselves even more perfectly through the human body than was possible on Saturn.
[ 10 ] Von der Mitte des sechsten Sonnenlaufes an ist der Mensch selbst so weit, daß er unbewußt an seinem physischen Leib arbeiten kann. Er löst also in dieser Beziehung nunmehr die «Söhne des Zwielichtes» ab. Durch diese Tätigkeit schafft er in Dumpfheit die erste Keimanlage des lebendigen Geistwesens, die man Lebensgeist (Buddhi) nennt. Erst auf späteren Stufen seiner Entwickelung wird er sich diesen Lebensgeist auch zum Bewußtsein bringen. Wie vom siebenten Saturnkreislauf an die Throne ihre Kraft freiwillig in die dort gebildete Geistesmenschenanlage ergossen, so jetzt die Cherubim ihre Weisheit, die fortan durch alle folgenden Entwickelungsstufen desn Lebensgeiste des Menschen erhalten bleibt. Von der Mitte des siebenten Sonnenlaufes an tritt auch wieder der schon auf dem Saturn veranlagte Keim des Geistesmenschen (Atma) hervor. Er verbindet sich mit dem Lebensgeist (Buddhi), und es entsteht die belebte Monade (AtmaBuddhi). — Während der Mensch in dieser Zeit unbewußt an seinem physischen Leibe arbeitet, übernehmen die Söhne des Zwielichtes das, was jetzt am Ätherleibe zu seiner Weiterentwickelung getan werden muß. Sie sind in dieser Hinsicht die Nachfolger der Söhne des Feuers. Sie strahlen nämlich ihre Bewußtseinsbilder in diesen Ätherleib ein und genießen dadurch in einer Art traumhaften Zustandes die Fortpflanzungskraft dieses Leibes, die von den Söhnen des Feuers erregt worden ist. Dadurch bereiten sie die Entwickelung der Lust an dieser Kraft vor, die sich später (auf dem Monde) bei dem Menschen und seinen Mitlebewesen entwickelt.
[ 10 ] From the middle of the sixth solar cycle onward, human beings themselves have reached the point where they can unconsciously work on their physical bodies. In this respect, they now take the place of the “Sons of Twilight.” Through this activity, he creates in the realm of the unconscious the first embryonic form of the living spirit being, which is called the life spirit (Buddhi). Only at later stages of his development will he bring this life spirit into his consciousness. Just as, from the seventh Saturn cycle onward, the Thrones voluntarily poured their power into the spiritual-human germ formed there, so now the Cherubim pour their wisdom, which is henceforth preserved through all subsequent stages of development of the human life spirit. From the middle of the seventh solar cycle onward, the germ of the spiritual human (Atma), already laid down on Saturn, emerges once more. It unites with the Life Spirit (Buddhi), and the animated monad (Atma-Buddhi) comes into being. — While the human being unconsciously works on his physical body during this time, the Sons of Twilight take over what must now be done to the etheric body for its further development. In this respect, they are the successors to the Sons of Fire. For they radiate their images of consciousness into this etheric body and thereby, in a kind of dreamlike state, partake of the reproductive power of this body, which has been aroused by the Sons of Fire. In this way, they prepare the way for the development of a delight in this power, which later (on the Moon) develops in human beings and their fellow living beings.
[ 11 ] Nun war auf dem Saturn der Mensch in seinem physischen Leibe gebildet worden. Dieser war damals völlig unbelebt. Ein solcher unbelebter Leib wird von der Geheimwissenschaft Mineral genannt. Man kann deshalb auch sagen: Der Mensch war auf dem Saturn Mineral, oder er ging durch das Mineralreich hindurch. Dieses Menschenmineral hatte nicht die Form eines gegenwärtigen. Mineralien wie die jetzigen gab es damals noch nicht.
[ 11 ] Now, on Saturn, the human being had been formed in his physical body. At that time, this body was completely inanimate. In esoteric science, such an inanimate body is called a “mineral.” One can therefore also say: On Saturn, the human being was a mineral, or he passed through the mineral kingdom. This human mineral did not have the form of a present-day mineral. Minerals such as those we know today did not yet exist at that time.
[ 12 ] Auf der Sonne wurde, wie gezeigt worden ist, dieses Menschenmineral, das aus dem Schlafdunkel wie aus einer Keimanlage wieder hervorging, belebt. Es wurde zur Menschenpflanze, der Mensch schritt durch das Pflanzenreich hindurch. — Nun wurden aber nicht alle Menschenmineralien auf diese Art belebt. Das hätte nicht geschehen können, denn der Pflanzenmensch brauchte zu seinem Leben der mineralischen Grundlage. Wie es heute keine Pflanzen geben kann ohne ein Mineralreich, aus dem sie ihre Stoffe aufnehmen, so war es auf der Sonne mit dem Pflanzenmenschen. Dieser mußte daher einen Teil der Menschenanlagen zugunsten seiner weiteren Entwickelung auf der Stufe des Minerals zurücklassen. Und da auf der Sonne ganz andere Verhältnisse vorhanden waren als auf dem Saturn, so nahmen diese zurückgestossenen Mineralien ganz andere Gestalten an, als sie auf dem Saturn gehabt haben. Es entstand somit neben dem Menschen-Pflanzenreiche ein zweites Gebiet, ein besonderes Mineralreich. Man sieht, der Mensch steigt in ein höheres Reich auf, indem er einen Teil seiner Genossen hinabstößt in ein niederes. Diesen Vorgang werden wir auf den folgenden Entwickelungsstufen sich noch oft wiederholen sehen. Er entspricht einem Grundgesetz der Entwickelung.
[ 12 ] On the Sun, as has been shown, this human mineral—which emerged anew from the darkness of sleep as if from a seed—was brought to life. It became the human plant; humanity passed through the plant kingdom. — However, not all human minerals were enlivened in this way. That could not have happened, for the plant-human needed a mineral foundation for its life. Just as there can be no plants today without a mineral kingdom from which they draw their nutrients, so it was on the Sun with the plant-human. The plant-human therefore had to leave behind a portion of its human potential in favor of its further development at the mineral stage. And since conditions on the Sun were entirely different from those on Saturn, these cast-aside minerals took on forms quite different from those they had on Saturn. Thus, alongside the human-plant kingdom, a second realm emerged: a distinct mineral kingdom. As we can see, the human being ascends to a higher realm by pushing some of his fellow beings down into a lower one. We will see this process repeated many times in the following stages of evolution. It corresponds to a fundamental law of evolution.
[ 13 ] Nun soll auch hier wieder der leichteren Übersichtlichkeit halber eine Zusammenstellung der Entwickelungstatsachen auf der Sonne gegeben werden.
[ 13 ] For the sake of clarity, we will once again provide a summary of the facts regarding the Sun's evolution.
- Die Sonne ist derjenige Planet, auf dem sich der zweite menschliche Bewußtseinszustand, der des traumlosen Schlafes, entwickelt. Der physische Menschenleib steigt zu einer Art Pflanzendasein hinauf, indem ihm ein Ätherleib eingegliedert wird.
- Diese Entwickelung geht durch sieben Unterstufen (kleinere Kreisläufe oder «Runden») hindurch.
- In dem ersten dieser Kreisläufe werden die Entwickelungsstufen des Saturn in bezug auf den physischen Leib in etwas veränderter Form wiederholt.
- Am Ende des ersten Kreislaufes beginnt die Ausströmung des Ätherkörpers durch die «Geister der Weisheit».
- In der Mitte des zweiten Kreislaufes setzt die Arbeit der «Geister der Bewegung» an diesem Körper ein.
- In der Mitte des dritten Kreislaufes nimmt die Leistung der «Geister der Form» ihren Anfang am Ätherkörper.
- Von der Mitte des vierten Kreislaufes ab erhält dieser Leib die Selbstheit durch die «Geister der Persönlichkeit».
- Der physische Leib ist mittlerweile durch die von früher an ihm tätigen Kräfte so weit vorgeschritten, daß durch ihn sich die «Geister des Feuers» vom vierten Kreislauf an zum Menschentum erheben können.
- In der Mitte des fünften Kreislaufes übernehmen die vorher durch die Menschheit hindurchgeschrittenen «Geister des Feuers» die Arbeit am Ätherkörper. Im physischen Leib wirken zu dieser Zeit die «Söhne des Zwielichtes».
- Um die Mitte des sechsten Kreislaufes geht die Arbeit am Ätherkörper an die «Söhne des Zwielichtes» über. Den physischen Leib bearbeitet der Mensch selbst.
- Inmitten des siebenten Kreislaufes ist die belebte Monade entstanden.
- The Sun is the planet on which the second state of human consciousness—that of dreamless sleep—develops. The physical human body ascends to a kind of plant-like existence through the incorporation of an etheric body.
- This development passes through seven sub-stages (smaller cycles or “rounds”).
- In the first of these cycles, the stages of Saturn’s development in relation to the physical body are repeated in a slightly modified form.
- At the end of the first cycle, the “Spirits of Wisdom” begin to radiate into the etheric body.
- In the middle of the second cycle, the “Spirits of Movement” begin their work on this body.
- In the middle of the third cycle, the work of the “Spirits of Form” begins on the etheric body.
- From the middle of the fourth cycle onward, this body receives its sense of self through the “Spirits of Personality.”
- By this time, the physical body has advanced so far through the forces that have been at work on it since earlier times that, starting with the fourth cycle, the “Spirits of Fire” can ascend to humanity through it.
- In the middle of the fifth cycle, the “Spirits of Fire”—who have previously passed through humanity—take over the work on the etheric body. At this time, the “Sons of Twilight” are at work in the physical body.
- Around the middle of the sixth cycle, the work on the etheric body passes to the “Sons of Twilight.” The human being works on the physical body himself.
- In the midst of the seventh cycle, the animated monad has come into being.
