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From the Akashic Records
GA 11

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XVI. Das Leben der Erde

Life on Earth

[ 1 ] Es ist in den vorangegangenen Ausführungen gezeigt worden, wie sich aufeinanderfolgend die Bestandteile bilden, welche die sogenannte «niedere Menschennatur» ausmachen: der physische Leib, der Ätherleib und der Astralleib. Auch ist beschrieben worden, wie sich mit dem Hinzukommen eines neuen Leibes die alten immer umgestalten müssen, so daß sie Träger und Werkzeuge des später gebildeten werden können. Mit diesem Fortschritt ist auch ein solcher des menschlichen Bewußtseins verbunden. Solange der niedere Mensch nur einen physischen Leib hat, eignet ihm nur ein ganz dumpfes Bewußtsein, das noch nicht einmal dem des traumlosen Schlafes der Gegenwart gleichkommt, obwohl ja für den heutigen Menschen schon dieser letztere Bewußtseinszustand eigentlich ein «unbewußter» ist. In der Zeit, in welcher der Ätherkörper auftritt, erringt dann der Mensch das Bewußtsein, das ihm heute im traumlosen Schlafe zukommt. Mit der Bildung des Astralkörpers tritt ein dämmerhaftes Bilderbewußtsein auf, ähnlich dem, aber nicht ihm gleich, welches sich gegenwärtig der Mensch zuschreibt, während er träumt. Der vierte, jetzige Bewußtseinszustand soll nunmehr als derjenige des Erdenmenschen beschrieben werden. — Er bildet sich heraus in dem vierten großen Weltenzeitalter, dem der Erde, das folgt auf die vorhergegangenen, das Saturn-, Sonnen- und Mondenzeitalter.

[ 1 ] The preceding discussion has shown how the components that make up what is known as “lower human nature”—the physical body, the etheric body, and the astral body—form in succession. It has also been described how, with the addition of a new body, the old ones must constantly transform themselves so that they can become the bearers and instruments of the one formed later. This progress is also accompanied by a corresponding development of human consciousness. As long as the lower human being has only a physical body, he possesses only a very dull consciousness that does not even equal that of the dreamless sleep of the present day, although for modern humans even this latter state of consciousness is, in fact, an “unconscious” one. In the era when the etheric body emerges, human beings then attain the consciousness they now experience during dreamless sleep. With the formation of the astral body, a twilight-like pictorial consciousness arises, similar to—but not identical with—the one that human beings currently attribute to themselves while they dream. The fourth, present state of consciousness shall now be described as that of the Earth human. — It develops during the fourth great world age, that of the Earth, which follows the preceding ones: the Saturn, Sun, and Moon ages.

[ 2 ] Auf dem Saturn ist der physische Menschenleib in verschiedenen Stufen ausgebildet worden. Er hätte damals noch nicht Träger eines Ätherleibes sein können. Dieser ist auch erst während des Sonnenlaufs dazugekommen. Dabei wurde zugleich in den aufeinanderfolgenden Sonnenkreisläufen der physische Leib so umgestaltet, daß er Träger dieses Ätherleibes sein konnte, beziehungsweise daß der Ätherleib in dem physischen Leibe arbeiten konnte. Während der Mondentwickelung kam der Astralleib hinzu; und wieder wurden der physische Leib und der Ätherleib so umgestaltet, daß sie geeignete Träger und Werkzeuge abgeben konnten für den auftretenden Astralleib. Der Mensch ist somit auf dem Monde ein Wesen, zusammengesetzt aus physischem Leib, Ätherleib und Astralleib. Durch den Ätherleib ist er imstande, Lust und Leid zu empfinden, durch den Astralleib ist er ein Wesen mit Affekten, Zorn, Haß, Liebe und so weiter.

[ 2 ] On Saturn, the physical human body developed in various stages. At that time, it could not yet have served as a vehicle for an etheric body. The etheric body was not added until the course of the Sun. At the same time, during the successive solar cycles, the physical body was transformed so that it could serve as a vehicle for this etheric body—or, rather, so that the etheric body could work within the physical body. During the Moon phase, the astral body was added; and once again, the physical body and the etheric body were restructured so that they could serve as suitable vessels and instruments for the emerging astral body. Human beings on the Moon are thus beings composed of a physical body, an etheric body, and an astral body. Through the etheric body, they are capable of experiencing pleasure and pain; through the astral body, they are beings with emotions, anger, hatred, love, and so on.

[ 3 ] An den verschiedenen Gliedern seines Wesens sind, wie gezeigt worden ist, höhere Geister tätig. So hat der Ätherleib auf dem Monde durch die Geister des Zwielichtes die Befähigung zu Lust und Leid erhalten; dem Astralleib wurden die Affekte durch die Feuergeister eingepflanzt.

[ 3 ] As has been shown, higher spirits are at work in the various aspects of his being. Thus, on the Moon, the etheric body received the capacity for pleasure and suffering through the spirits of twilight; the astral body was imbued with emotions by the fire spirits.

[ 4 ] Gleichzeitig spielte sich während der drei großen Kreisläufe auf Saturn, Sonne und Mond noch etwas anderes ab. Während des letzten Saturnkreislaufes wurde der Geistesmensch (Atma) mit Hilfe der Geister des Willens (Throne) gebildet. Während des vorletzten Sonnenkreislaufes kam zu diesem unter Beistand der Cherubim der Lebensgeist (Buddhi) hinzu. Und während des drittletzten Mondenkreislaufes vereinigte sich mit den beiden durch Hilfe der Seraphim das Geistselbst (Manas). Es sind also eigentlich während dieser drei großen Kreisläufe zweierlei Menschenursprünge entstanden: ein niederer Mensch, bestehend aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib, und ein höherer Mensch, bestehend aus Geistesmensch (Atma), Lebensgeist (Buddhi) und Geistselbst (Manas). Die niedere und die höhere Menschennatur gingen zunächst getrennte Wege.

[ 4 ] At the same time, something else was taking place on Saturn, the Sun, and the Moon during the three great cycles. During the last Saturn cycle, the spiritual human being (Atma) was formed with the help of the Spirits of Will (Thrones). During the second-to-last solar cycle, the spirit of life (Buddhi) was added to this, with the assistance of the Cherubim. And during the third-to-last lunar cycle, the spiritual self (Manas) united with the other two through the help of the Seraphim. Thus, during these three great cycles, two distinct forms of human origin actually arose: a lower human, consisting of the physical body, the etheric body, and the astral body; and a higher human, consisting of the spiritual human (Atma), the life spirit (Buddhi), and the spiritual self (Manas). The lower and higher human natures initially followed separate paths.

[ 5 ] Die Erdentwickelung ist dazu da, die beiden getrennten Menschenursprünge zusammenzuführen.

[ 5 ] The evolution of the Earth serves to bring together the two separate origins of humankind.

[ 6 ] Zunächst aber geht alles Mondendasein nach dem siebenten kleinen Kreislauf noch in eine Art von Schlafzustand (Pralaya) über. Dadurch wird sozusagen alles in eine unterschiedlose Masse durcheinandergemischt. Auch die Sonne und der Mond, welche im letzten großen Kreislauf getrennt waren, verschmelzen während der letzten Mondenkreisläufe wieder.

[ 6 ] First, however, after the seventh minor cycle, all lunar existence transitions into a kind of dormant state (Pralaya). As a result, everything is, so to speak, mixed together into an undifferentiated mass. Even the Sun and the Moon, which were separate during the last major cycle, merge again during the final lunar cycles.

[ 7 ] Wenn nun aus dem Schlafzustand alles wieder hervortritt, so muß zunächst im wesentlichen während eines ersten kleinen Kreislaufes der Saturnzustand wiederholt werden, während eines zweiten der Sonnenzustand und während eines dritten der Mondkreislauf. Während dieses dritten Kreislaufes nehmen auf dem abermals von der Sonne abgespaltenen Mond die Wesen ungefähr wieder dieselben Daseinsarten an, wie sie sie schon auf dem Monde gehabt haben. Der niedere Mensch ist da ein Mittelwesen zwischen dem heutigen Menschen und dem Tiere, die Pflanzen stehen zwischen der heutigen Tier- und Pflanzennatur mitten drinnen, und die Mineralien tragen nur erst halb den heutigen leblosen Charakter, zum anderen Teile sind Sie noch halbe Pflanzen.

[ 7 ] When everything re-emerges from the state of sleep, the Saturn state must essentially be repeated during a first, brief cycle, the Sun state during a second, and the Moon cycle during a third. During this third cycle, on the Moon—which has once again split off from the Sun—the beings assume roughly the same forms of existence as they had previously on the Moon. The lower human being is an intermediate being between today’s human and the animal; plants stand right in the middle between today’s animal and plant nature; and minerals possess only half of today’s lifeless character—the other half is still plant-like.

[ 8 ] Während der zweiten Hälfte dieses dritten Kreislaufes bereitet sich nun schon etwas anderes vor. Die Mineralien verhärten sich, die Pflanzen verlieren allmählich den tierischen Charakter der Empfindlichkeit; und aus der einheitlichen Tiermenschenart entwickeln sich zwei Klassen. Die eine bleibt auf der Stufe der Tierheit zurück, die andere dagegen erleidet eine Zweiteilung des Astral-Körpers. Dieser spaltet sich in einen niederen Teil, der auch weiterhin der Träger bleibt für die Affekte, und in einen höheren Teil, der eine gewisse Selbständigkeit erlangt, so daß er eine Art Herrschaft auszuüben vermag über die niederen Glieder, über den physischen Leib, den Ätherleib und den niederen Astralleib. Nun bemächtigen sich dieses höheren Astralleibes die Geister der Persönlichkeit, die ihm eben Selbständigkeit und damit auch Selbstsucht einpflanzen. Nur im niederen menschlichen Astralleib verrichten jetzt die Feuergeister ihre Arbeit, während im Ätherleib die Geister des Zwielichtes tätig sind, und im physischen Leib diejenige Kraftwesenheit ihre Arbeit beginnt, die man als den eigentlichen Menschenvorfahren bezeichnen kann. Dieselbe Kraftwesenheit hat ja auf dem Saturn den Geistesmenschen (Atma) mit Hilfe der Throne, auf der Sonne den Lebensgeist (Buddhi) unter Beistand der Cherubim und auf dem Monde das Geistselbst (Manas) zusammen mit den Seraphim gebildet. — nun aber ändert sich das. Throne, Cherubim und Seraphim steigen zu höheren Sphären auf; und der geistige Mensch erhält dafür den Beistand der Geister der Weisheit, der Bewegung und der Form. Diese sind nun vereinigt mit Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch (mit Manas — Buddhi — Atma). Unter dem Beistand dieser Wesenheiten gestaltet während der zweiten Hälfte des dritten Erdenkreislaufes das charakterisierte Menschenkraftwesen seinen physischen Körper aus. Am bedeutsamsten wirken dabei die Geister der Form. Sie gestalten den menschlichen physischen Körper schon so aus, daß er eine Art Vorläufer wird des späteren Menschenkörpers vom vierten Kreislaufe (dem gegenwärtigen oder der vierten Runde).

[ 8 ] During the second half of this third cycle, something else is already taking shape. The minerals harden, the plants gradually lose the animal-like quality of sensitivity; and from the unified animal-human species, two classes develop. One remains at the level of animality, while the other undergoes a division of the astral body. This body splits into a lower part, which continues to serve as the vehicle for emotions, and a higher part, which attains a certain degree of independence, enabling it to exercise a kind of dominion over the lower members—the physical body, the etheric body, and the lower astral body. Now the spirits of the personality take control of this higher astral body, instilling in it independence and, with it, selfishness. The fire spirits now carry out their work only in the lower human astral body, while the spirits of twilight are active in the etheric body, and in the physical body that force-entity begins its work which can be described as the actual ancestor of humankind. This same force-entity had, after all, formed the spiritual human (Atma) on Saturn with the help of the Thrones, the life spirit (Buddhi) on the Sun with the assistance of the Cherubim, and the spiritual self (Manas) on the Moon together with the Seraphim. — But now this changes. The Thrones, Cherubim, and Seraphim ascend to higher spheres; and in return, the spiritual human being receives the assistance of the spirits of wisdom, movement, and form. These are now united with the spiritual self, the life spirit, and the spiritual human being (with Manas—Buddhi—Atma). With the assistance of these beings, during the second half of the third Earth cycle, the characterized human being shapes its physical body. The spirits of form play the most significant role in this process. They shape the human physical body in such a way that it becomes a kind of precursor to the later human body of the fourth cycle (the present or fourth round).

[ 9 ] Im Astralkörper der zurückgebliebenen Tierwesen bleiben ausschließlich die Feuergeister tätig, im Ätherkörper der Pflanzen die Geister des Zwielichtes. Dagegen wirken die Geister der Form an der Umgestaltung des Mineralreiches mit. Sie sind es, welche es verhärten, also ihm starre, feste Formen einpflanzen.

[ 9 ] In the astral body of the lower animal kingdoms, only the fire spirits remain active; in the etheric body of plants, the spirits of twilight. In contrast, the spirits of form contribute to the transformation of the mineral kingdom. It is they who harden it, thus imbuing it with rigid, solid forms.

[ 10 ] Man darf sich aber bei alledem nicht vorstellen, als ob der Wirkenskreis der genannten Geister einzig nur auf das beschränkt bliebe, was charakterisiert worden ist. Es sind dabei immer nur die Hauptrichtungen der Tätigkeiten gemeint. In untergeordneter Art wirken sämtliche Geistwesen überall mit. So haben zum Beispiel die Geister der Form auch in der angegebenen Zeit gewisse Verrichtungen am physischen Pflanzen- und Tierkörper und so weiter.

[ 10 ] However, one must not imagine that the sphere of activity of the spirits mentioned is limited solely to what has been described. Only the main areas of activity are referred to here. All spirit beings participate everywhere in a subordinate capacity. For example, even during the specified time, the spirits of form perform certain tasks on the physical bodies of plants and animals, and so on.

[ 11 ] Nachdem das alles geschehen ist, verschmelzen alle Wesenheiten — auch Sonne und Mond selbst — gegen das Ende des dritten Erdenkreislaufes wieder und gehen dann durch einen kürzeren Schlafzustand (kleines Pralaya) hindurch. Da ist wieder alles eine unterschiedlose Masse (ein Chaos); und am Ende desselben beginnt der vierte Erdenkreislauf, in dem wir uns gegenwärtig befinden.

[ 11 ] After all this has taken place, all entities—including the Sun and Moon themselves—merge once more toward the end of the third Earth cycle and then pass through a shorter state of slumber (the lesser Pralaya). Everything is once again an undifferentiated mass (chaos); and at the end of this period, the fourth Earth cycle begins—the one in which we currently find ourselves.

[ 12 ] Zunächst beginnt alles, was schon vorher im Mineral-, Pflanzen-, Tier- und Menschenreich wesenartig war, in Keimzuständen sich herauszusondern aus der unterschiedlosen Masse. Zunächst können als selbständige Keime nur die Menschenvorfahren wieder erscheinen, an deren höherem Astralleib im vorigen kleinen Kreislauf die Geister der Persönlichkeit gearbeitet haben. Alle anderen Wesen des Mineral-, Pflanzen- und Tierreiches führen hier noch kein selbständiges Dasein. (Denn auf dieser Stufe ist alles noch in jenem hochgeistigen Zustand, den man als den «gestaltlosen» oder Arupazustand bezeichnet. Auf der gegenwärtigen Stufe der Entwickelung sind nur die höchsten menschlichen Gedanken — zum Beispiel die mathematischen und die sittlichen Ideale — aus dem Stoffe gewoben, der auf der geschilderten Stufe allen Wesen zukommt.) Was niedriger ist als diese Menschenvorfahren, kann nur als Tätigkeit an einem höheren Wesen erscheinen. So existieren die Tiere erst als Bewußtseinszustände der Geister des Feuers, die Pflanzen als Bewußtseinszutände der Geister des Zwielichts. Die Mineralien aber haben ein doppeltes Gedankendasein. Zunächst existieren sie als Gedankenkeime in den genannten Menschenvorfahren und dann als Gedanken im Bewußtsein der Geister der Form. Auch der «höhere Mensch» (Geistesmensch, Lebensgeist, Geistselbst) existiert im Bewußtsein der Geister der Form.

[ 12 ] First, everything that previously existed as an essential form in the mineral, plant, animal, and human kingdoms begins to emerge in embryonic states from the undifferentiated mass. Initially, the only beings that can reappear as independent embryos are the human ancestors whose higher astral bodies were worked upon by the spirits of personality during the previous minor cycle. All other beings of the mineral, plant, and animal kingdoms do not yet lead an independent existence here. (For at this stage, everything is still in that highly spiritual state known as the “formless” or arupa state. At the present stage of development, only the highest human thoughts—for example, mathematical and moral ideals—are woven from the substance that belongs to all beings at the stage described.) Whatever is lower than these human ancestors can only appear as an activity within a higher being. Thus, animals exist first and foremost as states of consciousness of the spirits of fire, and plants as states of consciousness of the spirits of twilight. Minerals, however, have a dual existence as thoughts. First, they exist as seeds of thought within the aforementioned human ancestors, and then as thoughts within the consciousness of the spirits of form. The “higher human” (spiritual human, life spirit, spiritual self) also exists within the consciousness of the spirits of form.

[ 13 ] Nun findet stufenweise eine Art Verdichtung mit allem statt. Diese Dichtigkeit ist auf der nächsten Stufe aber erst eine solche, die nicht über die Dichtigkeit der Gedanken hinausgeht. Nur können auf derselben schon die im vorhergehenden Kreislauf entstandenen Tierwesen hervortreten. Sie sondern sich aus dem Bewußtsein der Feuergeister heraus und werden selbständige Gedankenwesen. Man nennt diese Stufe diejenige des «gestalteten» oder Rupazustandes. Der Mensch schreitet da insofern weiter, als sein vorher gestaltloser selbständiger Gedankenleib von den Geistern der Form mit einem Leibe aus gröberem gestalteten Gedankenstoff umkleidet wird. Die Tiere bestehen hier als selbständige Wesen überhaupt nur aus diesem Stoff.

[ 13 ] Now a kind of condensation gradually takes place with everything. At the next stage, however, this density is still one that does not exceed the density of thoughts. However, it is already at this level that the animal beings arising from the preceding cycle can emerge. They separate themselves from the consciousness of the fire spirits and become independent thought beings. This stage is called the “formed” or rupa state. Human beings advance beyond this stage in that their previously formless, independent thought-body is clothed by the spirits of form with a body made of coarser, formed thought-matter. Here, animals, as independent beings, consist entirely of this matter.

[ 14 ] Nun geht eine weitere Verdichtung vor sich. Der Zustand, der jetzt erreicht wird, ist mit demjenigen zu vergleichen, aus dem die Vorstellungen des traumartigen Bilderbewußtseins gewoben sind. Man nennt diese Stufe die «astrale». — der Menschenvorfahr schreitet wieder vor. Sein Wesen erhält zu den beiden übrigen Bestandteilen noch einen Leib, der aus dem gekennzeichneten Stoff besteht. Er hat somit jetzt den inneren gestaltlosen Wesenskern, einen Gedankenkörper und einen astralen Leib. Die Tiere erhalten einen ebensolchen astralen Leib; und die Pflanzen lösen sich aus dem Bewußtsein der Geister des Zwielichtes heraus als selbständige astrale Wesenheiten.

[ 14 ] Now another process of condensation is taking place. The state that is now being reached can be compared to the one from which the images of dreamlike visual consciousness are woven. This stage is called the “astral” stage. — The human ancestor moves forward once more. In addition to the other two components, his being acquires a body composed of the substance described above. He thus now possesses the inner, formless core of his being, a thought body, and an astral body. Animals acquire an astral body of the same kind; and plants emerge from the consciousness of the spirits of twilight as independent astral beings.

[ 15 ] Der weitere Fortschritt der Entwickelung besteht darin, daß die Verdichtung bis zu dem Zustande fortschreitet, welchen man den physischen nennt. Zunächst hat man es mit dem allerfeinsten physischen Zustand zu tun, mit dem des feinsten Äthers. Der Menschenvorfahr erhält — durch die Geister der Form — zu seinen früheren Bestandteilen noch den feinsten Ätherleib. Er besteht somit aus einem gestaltlosen Gedankenkern, einem gestalteten Gedankenleib, einem Astralleib und einem Ätherleib. Die Tiere haben einen gestalteten Gedankenleib, einen Astral- und einen Ätherleib; die Pflanzen haben Astral- und Ätherleib; die Mineralien treten hier zuerst als selbständige Äthergestalten hervor. Man hat es also auf dieser Stufe der Entwickelung mit vier Reichen zu tun: einem Mineral-, Pflanzen-, Tier- und Menschenreich. Daneben sind aber im Laufe der bisherigen Entwickelung noch drei andere Reiche entstanden. In der Zeit, als sich die Tiere auf der Gedankenstufe (Rupastufe) von den Feuergeistern loslösten, trennten auch die Geister der Persönlichkeit aus sich heraus gewisse Wesenheiten». Sie bestehen aus unbestimmtem Gedankenstoff, der sich wolkenartig ballt und wieder auflöst und so dahinflutet. Man kann von ihnen nicht als von selbständigen Wesenheiten, sondern nur von einer regellosen allgemeinen Masse sprechen. Dies ist das erste Elementarreich. Auf der astralen Stufe trennt sich etwas ähnliches von den Feuergeistern los. Es sind das schattenhafte Bilder oder Schemen ähnlich den Vorstellungen des traumhaften Bilderbewußtseins. Sie bilden das zweite Elementarreich. Im Anfange der physischen Stufe lösen sich endlich unbestimmte bildhafte Wesenheiten aus den Geistern des Zwielichtes los. Auch sie haben keine Selbständigkeit, aber sie vermögen Kräfte zu äußern, welche ähnlich sind den menschlichen und tierischen Leidenschaften und Affekten. Diese unselbständigen schwirrenden Affekte bilden das dritte Elementarreich. Für Wesen, welche mit einem traumartigen Bilderbewußtsein, oder für solche, welche mit bewußtem Bilderbewußtsein ausgestattet sind, können diese Schöpfungen des dritten Elementarreiches als flutendes Licht, Farbenflocken, als Geruch, Geschmack, als allerlei Töne und Geräusche wahrgenommen werden. Doch müssen alle solche Wahrnehmungen als gespensterhaft gedacht werden.

[ 15 ] The next stage in this development consists in the process of densification continuing until it reaches the state known as the physical state. Initially, we are dealing with the finest physical state of all—that of the finest ether. Through the spirits of form, the human ancestor receives, in addition to its earlier components, the finest etheric body. It thus consists of a formless thought core, a formed thought body, an astral body, and an etheric body. Animals have a formed thought body, an astral body, and an etheric body; plants have an astral body and an etheric body; minerals first emerge here as independent etheric forms. At this stage of development, therefore, we are dealing with four kingdoms: the mineral, plant, animal, and human kingdoms. In addition, however, three other kingdoms have emerged in the course of development thus far. “At the time when the animals detached themselves from the fire spirits on the thought level (Rupa level), the spirits of personality also separated certain entities from within themselves.” These consist of indeterminate thought substance that coalesces like a cloud, then dissolves again and flows away. One cannot speak of them as independent entities, but only as a formless, general mass. This is the first elemental kingdom. On the astral level, something similar detaches itself from the fire spirits. These are shadowy images or spectres similar to the visions of dreamlike pictorial consciousness. They form the second elemental kingdom. At the beginning of the physical stage, indeterminate, image-like entities finally detach themselves from the spirits of twilight. They, too, lack autonomy, but they are capable of expressing forces similar to human and animal passions and emotions. These non-autonomous, swirling emotions constitute the third elemental kingdom. For beings endowed with a dreamlike visual consciousness, or for those with conscious visual perception, these creations of the third elemental realm can be perceived as flowing light, flecks of color, as scent, taste, and as all manner of tones and sounds. Yet all such perceptions must be regarded as ghostly.

[ 16 ] Man hat sich also von der Erde, da, wo sie als ein feiner ätherischer Körper sich aus ihrem astralen Vorgänger verdichtet, vorzustellen, daß sie ein Konglomerat ist aus einer ätherischen mineralischen Grundmasse, aus ätherischen Pflanzen-, Tier- und Menschenwesen. Gleichsam die Zwischenräume ausfüllend und auch die anderen Wesen durchflutend, sind dann die Geschöpfe der drei Elementarreiche vorhanden.

[ 16 ] One must therefore imagine the Earth—where it condenses from its astral predecessor into a fine etheric body—as a conglomerate consisting of an etheric mineral matrix and of etheric plant, animal, and human beings. Filling the spaces, as it were, and also permeating the other beings, are the creatures of the three elemental kingdoms.

[ 17 ] Diesen Erdenkörper bewohnen die höheren geistigen Wesenheiten, die sich in der mannigfaltigsten Art an den genannten Reichen betätigen». Sie bilden sozusagen eine Geistesgemeinschaft, einen Geistesstaat, und ihre Wohnstätte und Werkstatt ist der Erdenkörper, den sie mit sich tragen, wie eine Schnecke ihr Haus. Dabei ist zu berücksichtigen, daß mit der Erde noch völlig vereinigt ist, was jetzt als Sonne und Mond von ihr abgetrennt ist. Beide Himmelskörper trennen sich erst später von der Erde ab.

[ 17 ] “This earthly body is inhabited by higher spiritual beings who are active in the most diverse ways within the aforementioned realms.” They form, so to speak, a spiritual community, a spiritual state, and their dwelling place and workshop is the Earth’s body, which they carry with them, just as a snail carries its shell. It should be noted, however, that what is now separated from the Earth as the Sun and the Moon is still completely united with it. Both celestial bodies separate from the Earth only later.

[ 18 ] Der «höhere Mensch» (Geistesmensch — Lebensgeist — Geistselbst, Atma — Buddhi — Manas) hat auf dieser Stufe noch keine Selbständigkeit. Er bildet da noch ein Glied im Geistesstaat, und zwar ist er zunächst gebunden an die Geister der Form, so wie eine menschliche Hand als ein unselbständiges Glied an einen menschlichen Organismus gebunden ist.

[ 18 ] The “higher human being” (spiritual human being — life spirit — spiritual self, Atma — Buddhi — Manas) does not yet possess independence at this stage. Here, it is still a member of the spiritual realm, and is initially bound to the spirits of form, just as a human hand is bound to a human organism as a dependent member.

[ 19 ] Damit ist der Bildungsweg der Erde bis zum Beginne ihres physischen Zustandes verfolgt. Im weiteren soll gezeigt werden, wie innerhalb dieses Zustandes alles weiter fortschreitet. Es wird dann der bisherige Entwickelungsweg in das hineinlaufen, was schon in den vorhergehenden Kapiteln der Akasha-Chronik in bezug auf den Erdenfortschritt gesagt worden ist».

[ 19 ] This traces the Earth’s evolutionary path up to the beginning of its physical state. In the following, we will show how everything continues to progress within this state. The course of development thus far will then lead into what has already been stated in the preceding chapters of the Akashic Records regarding the Earth’s progress.”

[ 20 ] Solche Zustände der Entwickelung, wie sie hier angeführt sind als gestaltloser, gestalteter, astraler und physischer Zustand, die also Unterschiede in einem kleineren Kreislaufe (einer Runde) bilden, werden in theosophischen Handbüchern Globen genannt». Man spricht also in dieser Beziehung von einem Arupa-, einem Rupa-, einem astralen und einem physischen Globus. Einzelne haben eine solche Bezeichnung unzutreffend gefunden. Hier soll aber weiter nicht von der Namengebung gesprochen werden. Es kommt wahrlich nicht darauf, sondern auf die Sache an. Wenn man sich bemüht, diese zu beschreiben, so gut es geht, so ist es besser, als wenn man viel um Namen sich kümmert». Diese müssen ja doch immer in einem gewissen Sinne unzutreffend sein». Denn man muß Tatsachen der geistigen Welt mit Benennungen belegen, die von der Sinnenwelt gekommen sind, kann also doch nur gleichnisweise sprechen.

[ 20 ] Such states of development, as listed here—namely, the formless, formed, astral, and physical states—which thus constitute differences within a smaller cycle (a round), are referred to as “globes” in theosophical handbooks. In this context, one speaks of an Arupa, a Rupa, an astral, and a physical globe. Some have found such designations inaccurate. However, we shall not dwell further here on the naming. It truly does not matter; what matters is the substance. “If one endeavors to describe these as best as possible, that is better than worrying too much about names.” After all, these must always be inaccurate in a certain sense. “For one must assign names to facts of the spiritual world that have come from the sensory world; thus, one can only speak in parables.



[ 21 ] Es ist die Darlegung der Menschenweltentwickelung bis zu dem Punkte geführt worden, wo die Erde an den Beginn ihrer physischen Verdichtung gelangt». Man vergegenwärtige sich den Entwickelungszustand dieser Menschenwelt auf dieser Stufe. Was später als Sonne, Mond und Erde auftritt, ist da noch zu einem einzigen Körper vereinigt. Derselbe hat nur eine feine ätherische Materie». Nur innerhalb dieser Materie haben die später als Menschen, Tiere, Pflanzen und Mineralien auftretenden Wesen ihr Dasein. Zum weiteren Fortschritt der Entwickelung muß sich der eine Weltenkörper zunächst in zwei trennen, wovon der eine zur späteren Sonne, der andere zu einem solchen wird, der die spätere Erde und den späteren Mond noch vereinigt hält. Erst noch später tritt auch für diesen letzteren Weltkörper die Spaltung ein; das, was Mond wird, tritt heraus, und die Erde bleibt als Wohnplatz des Menschen und seiner Mitgeschöpfe für sich allein.

[ 21 ] The account of the evolution of the human world has been presented up to the point where the Earth reached the beginning of its physical condensation. Let us consider the state of development of this human world at this stage. What later appears as the Sun, Moon, and Earth is still united there into a single body. This body consists solely of a fine, ethereal matter.” Only within this matter do the beings that later appear as humans, animals, plants, and minerals exist. For further progress in development, this single world body must first split into two, one of which becomes the future Sun, while the other becomes a body that still holds the future Earth and Moon together. Only later does the splitting occur for this latter world body as well; that which becomes the Moon breaks away, and the Earth remains on its own as the dwelling place of humankind and its fellow creatures.

[ 22 ] Wer die gebräuchliche theosophische Literatur kennt, muß sich klar darüber werden, daß die Trennung des einen Weltkörpers in zwei in dem Zeitraume stattgefunden hat, für den diese Literatur die Entwickelung der sogenannten zweiten menschlichen Hauptrasse ansetzt. Die Menschenvorfahren dieser Rasse werden als Gestalten mit feinen ätherischen Leibern geschildert. Doch darf man sich nicht vorstellen, daß sich solche auf unserer jetzigen Erde hätten entwickeln können, nachdem diese sich schon von der Sonne losgelöst und den Mond von sich abgestoßen hatte. Nach dieser Ablösung sind solche ätherische Leiber nicht mehr möglich gewesen». — verfolgt man die Entwickelung der Menschheit in dem Kreislauf, bei dem unsere Betrachtung jetzt angelangt ist und der uns in die Gegenwart heraufführt, so wird man eine Reihe von Hauptzuständen gewahr, von denen unser jetziger der fünfte ist. — die vorhergehenden Darlegungen aus der Akasha-Chronik haben von diesen Zuständen schon gesprochen. Hier soll nur nochmals angeführt werden, was zu der weiteren Vertiefung der Ausführung nötig ist. — Der erste Hauptzustand zeigt die Menschenvorfahren als durchaus feine ätherische Wesenheiten». Etwas ungenau nennt die gebräuchliche theosophische Literatur diese Wesenheiten die erste Hauptrasse. Im wesentlichen erhält sich dieser Zustand auch noch während der zweiten Epoche, in der jene Literatur die zweite Hauptrasse ansetzt». Bis zu dieser Entwickelungsstufe sind eben Sonne, Mond und Erde noch ein Weltkörper. Nun gliedert sich die Sonne als ein selbständiger Körper ab». Sie nimmt damit der mit dem Monde noch vereinigten Erde alle die Kräfte fort, durch welche die Menschenvorfahren in ihrem ätherischen Zustande haben erhalten werden können». Mit der Abspaltung der Sonne geht eine Verdichtung der Menschenformen und auch der Formen anderer menschlicher Mitgeschöpfe vor sich». Diese Geschöpfe müssen sich jetzt gewissermaßen auf ihrem neuen Wohnplatz einrichten.

[ 22 ] Anyone familiar with standard theosophical literature must realize that the division of a single world body into two took place during the period in which this literature places the evolution of the so-called second major human race. The human ancestors of this race are described as beings with subtle etheric bodies. However, one must not imagine that such beings could have developed on our present Earth after it had already separated from the Sun and cast off the Moon. After this separation, such etheric bodies were no longer possible.” — If one traces the development of humanity through the cycle to which our consideration has now arrived and which leads us up to the present, one becomes aware of a series of main states, of which our present one is the fifth. — The preceding explanations from the Akashic Records have already spoken of these states. Here we shall merely reiterate what is necessary for a further deepening of the discussion. — “The first principal state presents the human ancestors as thoroughly subtle etheric beings.” The standard theosophical literature somewhat imprecisely refers to these beings as the “first principal race.” Essentially, this state persists even during the second epoch, which that literature designates as the “second principal race.” Up to this stage of development, the Sun, Moon, and Earth are still a single celestial body. Now the Sun separates as an independent body.” In doing so, it deprives the Earth—which is still united with the Moon—of all the forces through which the human ancestors could have been sustained in their etheric state.” “With the separation of the Sun, a densification of human forms—and also of the forms of other human fellow-creatures—takes place.” These creatures must now, so to speak, settle into their new dwelling place.

[ 23 ] Es gehen aber nicht etwa bloß die materiellen Kräfte aus diesem Wohnplatz heraus. Auch geistige Wesenheiten, von denen gesagt worden ist, daß sie in dem charakterisierten einen Weltkörper eine Geistesgemeinschaft bildeten, gehen mit fort. Ihr Dasein bleibt mit der Sonne in einem innigeren Zusammenhange als mit dem Weltkörper, den die Sonne aus sich heraus abgestoßen hat. Wären diese Wesenheiten mit den Kräften vereinigt geblieben, die sich später auf Erde und Mond entwickeln, so hätten sie selbst sich nicht zu den ihnen entsprechenden Stufen weiter entwickeln können». Sie brauchten zu dieser Weiterentwickelung einen neuen Wohnplatz. Diesen bietet ihnen die Sonne, nachdem diese sich — sozusagen — von den Erd- und Mondkräften gereinigt hat. Auf der Stufe, auf der diese Wesen jetzt stehen, können sie auf Erd- und Mondkräfte nur noch von außen, von der Sonne aus wirken.

[ 23 ] However, it is not merely the material forces that leave this dwelling place. Spiritual beings as well—of whom it has been said that they formed a spiritual community within the described one celestial body—depart along with them. Their existence remains more intimately connected with the Sun than with the celestial body that the Sun has cast off from itself. If these beings had remained united with the forces that later developed on Earth and the Moon, they themselves would not have been able to evolve further to the stages corresponding to them.” They needed a new dwelling place for this further development. The Sun offers them this after it has—so to speak—purified itself of the forces of the Earth and the Moon. At the stage these beings now occupy, they can only influence the forces of the Earth and the Moon from the outside, from the Sun.

[ 24 ] Man sieht, welches der Sinn der gekennzeichneten Abspaltung ist». Gewisse Wesenheiten, die höher sind als der Mensch, haben bis zu diesem Zeitpunkte ihre Entwickelung auf dem einen charakterisierten Weltenkörper durchgemacht; jetzt nehmen sie einen Teil desselben für sich in Anspruch und überlassen dem Menschen und seinen Mitgeschöpfen den Rest». Die Folge der Sonnenabspaltung war eine radikale Revolution in der Entwickelung des Menschen und seiner Mitgeschöpfe. Dieselben fielen gewissermaßen von einer höheren Daseinsstufe zu einer tieferen. Sie mußten das, weil ihnen die unmittelbare Verbindung mit jenen höheren Wesen verlorenging. Sie wären vollständig in eine Sackgasse ihrer eigenen Entwickelung geraten, wenn nicht andere Weltereignisse eingetreten wären, durch die der Fortschritt neu angefacht und die Entwickelung in ganz andere Bahnen gebracht worden wäre». — mit den Kräften, die gegenwärtig in dem abgesonderten Monde vereinigt sind, und die damals noch innerhalb der Erde waren, wäre ein weiterer Fortschritt unmöglich gewesen». Mit diesen Kräften hätte nicht die gegenwärtige Menschheit, sondern nur eine Wesensart entstehen können, bei der die während des dritten großen Kreislaufes, des Mondendaseins, entwickelten Affekte, Zorn, Haß und so weiter sich bis ins maßlose Tierische gesteigert hätten. -Durch einen gewissen Zeitraum hindurch war das auch der Fall. Die unmittelbare Wirkung der Sonnenabspaltung war die Entstehung des dritten Hauptzustandes der Menschenvorfahren, welcher in der theosophischen Literatur als derjenige der dritten Hauptrasse, der lemurischen, bezeichnet wird. Wieder ist die Bezeichnung «Rasse» für diesen Entwickelungszustand keine besonders glückliche. Denn mit dem, was man gegenwärtig als «Rasse» bezeichnet, können die damaligen Menschenvorfahren nur im uneigentlichen Sinne verglichen werden. Man muß sich eben durchaus klar darüber sein, daß die Entwickelungsformen sowohl in ferner Vorzeit, wie auch in der Zukunft von den gegenwärtigen so total verschieden sind, daß unsere gegenwärtigen Bezeichnungen nur als Notbehelfe dienen können und für diese entlegenen Epochen eigentlich allen Sinn verlieren. — im Grunde kann man von «Rassen» erst anfangen zu sprechen, wenn in dem gekennzeichneten dritten Hauptzustand (dem lemurischen) die Entwickelung etwa in ihrem zweiten Drittel angelangt ist. Da bildet sich erst das heraus, was man jetzt «Rassen» nennt. Es behält dann diesen «Rassencharakter» bei in der Zeit der atlantischen Entwickelung, im vierten Hauptzustand, und weiter bis in unsere Zeit des fünften Hauptzustandes». Doch schon am Ende unseres fünften Zeitalters wird das Wort «Rasse» wieder allen Sinn verlieren. Die Menschheit wird in der Zukunft in Teile gegliedert sein, die man nicht mehr wird als «Rassen» bezeichnen können. Es ist durch die gebräuchliche theosophische Literatur in dieser Beziehung viel Verwirrung angerichtet worden. Namentlich ist dies geschehen durch das Buch, welches auf der anderen Seite das große Verdienst hat, zuerst in der neueren Zeit die theosophische Weltanschauung populär gemacht zu haben, durch Sinnetts «Esoterischen Buddhismus». Da wird die Weltentwickelung so dargestellt, als ob ewig in gleicher Art durch die Weltenkreisläufe hindurch die «Rassen» sich so wiederholten». Das ist aber ganz und gar nicht der Fall. Auch das, was «Rasse» genannt zu werden verdient, entsteht und vergeht. Und man dürfte den Ausdruck «Rasse» nur für eine gewisse Strecke der Menschheitsentwickelung anwenden. Vor und nach dieser Strecke liegen Entwickelungsformen, die eben ganz etwas anderes sind als «Rassen». — nur weil das wirkliche Entziffern der Akasha-Chronik zu einer solchen Bemerkung voll berechtigt, ist sie hier gewagt worden. Der Entzifferer weiß sich dabei im vollen Einklange mit der wahren okkulten Geist-Erforschung». Es könnte ihm sonst nimmermehr beifallen, gegen die verdienstvollen Bücher der theosophischen Literatur solches einzuwenden». Auch darf er die — eigentlich ganz überflüssige — Bemerkung machen, daß die Inspirationen des im «Esoterischen Buddhismus» erwähnten großen Lehrers nicht im Widerspruche stehen mit dem hier Dargelegten, sondern daß das Mißverständnis erst dadurch entstanden ist, daß der Autor des genannten Buches die schwer ausdrückbare Weisheit jener Inspirationen in seiner Art in die jetzt übliche Menschensprache umgesetzt hat.

[ 24 ] “One can see what the purpose of the described separation is.” Certain beings, who are higher than humans, had up to this point undergone their evolution on the one specific world body; now they claim a portion of it for themselves and leave the rest to humankind and its fellow creatures.” The consequence of the solar separation was a radical revolution in the evolution of humankind and its fellow creatures. They fell, so to speak, from a higher stage of existence to a lower one. They had to do so because they lost their direct connection with those higher beings. “They would have reached a complete dead end in their own development had it not been for other cosmic events that reignited progress and set development on an entirely different course.” — With the forces that are currently united in the separate Moon—and which were still within the Earth at that time—further progress would have been impossible.” With these forces, not the present-day human race but only a species could have emerged in which the emotions—anger, hatred, and so on—developed during the third great cycle, the lunar existence, would have escalated to an excessive, animalistic degree. For a certain period of time, this was indeed the case. The immediate effect of the separation of the Sun was the emergence of the third main stage of human ancestors, which is referred to in theosophical literature as that of the third main race, the Lemurian race. Again, the term “race” is not particularly apt for this stage of development. For the human ancestors of that time can be compared to what is currently termed “race” only in a figurative sense. One must be perfectly clear that the forms of development—both in distant prehistory and in the future—are so utterly different from those of the present that our current terms can serve only as stopgaps and, for these remote epochs, actually lose all meaning. — Essentially, one can only begin to speak of “races” once evolution has reached roughly its second third in the third main stage (the Lemurian). It is only then that what we now call “races” begins to take shape. It then retains this “racial character” during the Atlantean period of development, in the fourth main state, and continues into our present time, the fifth main state.” Yet by the end of our fifth age, the word “race” will once again lose all meaning. In the future, humanity will be divided into groups that can no longer be designated as “races.” Much confusion has been caused in this regard by common theosophical literature. This has happened in particular through the book—which, on the other hand, has the great merit of having first popularized the theosophical worldview in modern times—namely, Sinnett’s Esoteric Buddhism. In it, the evolution of the world is portrayed as if the “races” were repeating themselves in exactly the same way throughout the cycles of the worlds. But that is by no means the case. Even that which deserves to be called a “race” arises and passes away. And the term “race” should only be applied to a certain phase of human evolution. Before and after this phase lie forms of evolution that are quite different from “races.”—This remark has been ventured here precisely because the true deciphering of the Akashic Records fully justifies such an observation. The decipherer knows that he is in full harmony with “true occult spiritual research.” Otherwise, it would never occur to him to raise such an objection against the meritorious books of theosophical literature. He may also make the—actually quite superfluous—remark that the inspirations of the great teacher mentioned in Esoteric Buddhism do not contradict what has been set forth here, but that the misunderstanding arose only because the author of the aforementioned book rendered the hard-to-express wisdom of those inspirations into the now-common human language in his own way.

[ 25 ] Der dritte Hauptzustand der Menschheitsentwickelung stellt sich eben als derjenige dar, in dem die «Rassen» erst entstanden sind. Und dieses Ereignis wurde herbeigeführt durch die Abtrennung des Mondes von der Erde. Begleitet war diese Abtrennung von der Entstehung der zwei Geschlechter». Wiederholt ist auf diese Stufe der Menschheitsentwickelung in den Ausführungen aus der «Akasha-Chronik» hingewiesen worden. Als die noch mit dem Monde vereinigte Erde sich aus der Sonne herausspaltete, gab es noch nicht innerhalb der Menschheit ein männliches und weibliches Geschlecht». Jedes Menschenwesen vereinigte in dem noch ganz feinen Leib die beiden Geschlechter». — nur festgehalten muß werden, daß diese doppelgeschlechtlichen Menschenvorfahren gegenüber dem heutigen Menschen auf einer tiefen Entwickelungsstufe standen. Die niederen Triebe wirkten mit einer maßlosen Energie, und von einer geistigen Entwickelung war noch nichts vorhanden. Daß die letztere angefacht wurde und daß dadurch die niederen Triebe in gewisse Grenzen gebannt wurden, hängt damit zusammen, das in derselben Zeit, in welcher Erde und Mond sich trennten, die erstere in den Wirkungsbereich anderer Weltkörper kam». Dieses außerordentlich bedeutungsvolle Zusammenwirken der Erde mit andern Weltkörpern, ihre Begegnung mit fremden Planeten in der Zeit, welche die theosophische Literatur die lemurische nennt, soll in einem weiteren Kapitel der «Akasha-Chronik» erzählt werden».

[ 25 ] The third major stage of human development is precisely the one in which the “races” first came into being. And this event was brought about by the separation of the Moon from the Earth. This separation was accompanied by the emergence of the two sexes. This stage of human development has been repeatedly referred to in the accounts from the “Akashic Records.” When the Earth, still united with the Moon, split away from the Sun, there were not yet male and female sexes within humanity.” “Each human being united both sexes within a body that was still very subtle.” — It must be noted, however, that these hermaphroditic human ancestors were at a much lower stage of development compared to modern humans. The lower instincts operated with boundless energy, and there was as yet no sign of spiritual development. The fact that the latter was kindled—and that the lower instincts were thereby confined within certain limits—is connected with the fact that, at the very time the Earth and Moon separated, the former entered the sphere of influence of other celestial bodies.” This extraordinarily significant interaction of the Earth with other celestial bodies—its encounter with foreign planets during the period that theosophical literature refers to as the Lemurian era—will be recounted in a subsequent chapter of the Akasha Chronicle.”

[ 26 ] Es soll derselbe Gang der Entwickelung noch einmal von einem andern Gesichtspunkte aus dargelegt werden. Dies geschieht aus einem ganz bestimmten Grunde. Man kann nämlich niemals zu viel darinnen tun, die auf die höheren Welten bezüglichen Wahrheiten von den verschiedensten Seiten zu betrachten. Man sollte sich klar darüber sein, daß man von einer jeden Seite aus doch nur eine ganz armselige Skizze geben kann. Und erst allmählich, wenn man dieselbe Sache von den verschiedensten Seiten aus ansieht, ergänzen sich die Eindrücke, welche man so erhält, zu einem immer lebensvolleren Bilde. Nur solche Bilder aber helfen dem Menschen, der in die höheren Welten eindringen will, nicht trockene schematische Begriffe. Je lebendiger die Bilder, je farbenreicher sie sind, desto mehr kann man hoffen, sich der höheren Wirklichkeit zu nähern». — Es ist ja klar, daß gerade die Bilder aus den höheren Welten es sind, welche gegenwärtig bei vielen Zeitgenossen Mißtrauen hervorrufen. Man läßt es sich gerne gefallen, wenn man Begriffschemen, Einteilungen — mit möglichst vielen Namen — mitgeteilt erhält, von Devachan, von der Planetenentwickelung und so weiter; aber man wird schwierig, wenn jemand die übersinnlichen Welten zu schildern wagt, wie man Landschaften von Südamerika als Reisender schildert. Und doch sollte man sich sagen, daß man nur durch lebensfrische Bilder wirklich etwas Nützliches erhält, nicht durch tote Schemen und Namen.

[ 26 ] The same course of development is to be presented once more from a different perspective. This is done for a very specific reason. For one can never go too far in examining the truths pertaining to the higher worlds from the most diverse angles. One should be aware that, no matter which angle one takes, one can only provide a very meager sketch. And only gradually, as one views the same subject from a wide variety of angles, do the impressions one gains in this way complement one another to form an ever more vivid image. But it is only such images—not dry, schematic concepts—that help the person who wishes to penetrate the higher worlds. The more vivid the images, the more colorful they are, the more one can hope to draw closer to the higher reality.” — It is clear, after all, that it is precisely the images from the higher worlds that currently arouse suspicion in many of our contemporaries. People are happy to accept conceptual frameworks and classifications—with as many names as possible—regarding Devachan, planetary evolution, and so on; but they become skeptical when someone dares to describe the supersensible worlds in the same way a traveler describes the landscapes of South America. And yet one should realize that it is only through vivid, life-affirming images that one truly gains something useful, not through lifeless concepts and names.