Philosophy, History and Literature
GA 51
25 October 1904, Berlin
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Über Philosophie Geschichte und Literatur
Geschichte Des Mittelalters bis zu den großen Erfindungen und Entdeckungen II
Geschichte Des Mittelalters bis zu den großen Erfindungen und Entdeckungen II
[ 1 ] Gründlich verändert hat sich das Bild Mitteleuropas von der Zeit etwa vom Jahre 1 bis zum 6. Jahrhundert n.Chr. Diese Änderung bedeutet einen vollständigen Ersatz der Völker, die an der Weichsel, Oder und Elbe gelebt haben, durch andere, und daher ist es sehr schwer, sich ein Bild dieser Völker zu machen, über ihre Sitten, über ihre Lebensart etwas zu erfahren. Man muß zu einer eigenartigen Methode greifen, um ein Bild jener Völker zu finden. In den Beschreibungen des Tacitus in der Germania ergibt sich uns ein Bild der damaligen Gegend. Urkunden sind uns sonst aus jener Zeit nicht aufbewahrt, und wir müssen die Sagen der nördlichen Germanen heranziehen, um unsere Vorstellungen zu ergänzen. Etwas sehr Bezeichnendes für die Anschauungen des Römers damaligen Verhältnissen gegenüber ist es, was Tacitus über diese Völker sagt. Er ist der Meinung, sie seien die Urbewohner jenes Landes, denn er kann sich nicht vorstellen, daß in diese unwirtlichen Gegenden andere Völker sich hätten wenden können. Er nennt jene Völkerstämme, die am Rhein, an der Lippe, an der Weser, an der Donau und in Brandenburg wohnen; nur diese sind ihm bekannt. Von ihnen erzählt er eigentümliche Züge, sie faßt er zusammen ihrer Gleichartigkeit halber mit dem Namen Germanen. Sie selbst fühlten sich als viele verschiedene Stämme und werden bei den Kämpfen mit den Römern mit den mannigfachsten Namen genannt, von denen sich nur wenige in den späteren Zeiten erhalten haben, wie die Sueven, Langobarden, Chatten, Friesen und so weiter.
[ 1 ] Gründlich verändert hat sich das Bild Mitteleuropas von der Zeit etwa vom Jahre 1 bis zum 6. Jahrhundert n.Chr. Diese Änderung bedeutet einen vollständigen Ersatz der Völker, die an der Weichsel, Oder und Elbe gelebt haben, durch andere, und daher ist es sehr schwer, sich ein Bild dieser Völker zu machen, über ihre Sitten, über ihre Lebensart etwas zu erfahren. Man muß zu einer eigenartigen Methode greifen, um ein Bild jener Völker zu finden. In den Beschreibungen des Tacitus in der Germania ergibt sich uns ein Bild der damaligen Gegend. Urkunden sind uns sonst aus jener Zeit nicht aufbewahrt, und wir müssen die Sagen der nördlichen Germanen heranziehen, um unsere Vorstellungen zu ergänzen. Etwas sehr Bezeichnendes für die Anschauungen des Römers damaligen Verhältnissen gegenüber ist es, was Tacitus über diese Völker sagt. Er ist der Meinung, sie seien die Urbewohner jenes Landes, denn er kann sich nicht vorstellen, daß in diese unwirtlichen Gegenden andere Völker sich hätten wenden können. Er nennt jene Völkerstämme, die am Rhein, an der Lippe, an der Weser, an der Donau und in Brandenburg wohnen; nur diese sind ihm bekannt. Von ihnen erzählt er eigentümliche Züge, sie faßt er zusammen ihrer Gleichartigkeit halber mit dem Namen Germanen. Sie selbst fühlten sich als viele verschiedene Stämme und werden bei den Kämpfen mit den Römern mit den mannigfachsten Namen genannt, von denen sich nur wenige in den späteren Zeiten erhalten haben, wie die Sueven, Langobarden, Chatten, Friesen und so weiter.
[ 2 ] Sie leiten sich ursprünglich her von einem Tuisto, dem sie göttliche Verehrung zollen, die sie durch Kriegsgesänge zum Ausdruck bringen. Der Sohn des Tuisto war Mannus, nach dessen drei Söhnen sie ihre Hauptstämme benennen: Ingwäonen, Istwäonen und Herminonen. Wenn wir diese Mitteilung des Tacitus mit den Mythen eines anderen arischen Volkes vergleichen, so finden wir auch hier in der heiligen Sprache der Inder im Sanskrit die gleiche Bezeichnung Manu für übermenschliche Führer. Das weist uns auf eine Stammesverwandtschaft, ja, wir können die gleichen Gottheiten verfolgen bei all den indogermanischen Völkerschaften. So erzählt Tacitus, daß der Held der griechischen Sage, Herkules, auch von den Germanen verehrt wurde und bei ihnen den Namen Irmin führte. Wir wissen, daß bei den südlichen indogermanischen Stämmen eine Sage lebte, welche in Griechenland eine künstlerische Ausgestaltung fand: Die Sage von Odysseus. Tacitus fand in der Nähe des Rheins eine Kultusstätte, die dem Odysseus und seinem Vater Laertes geweiht war. Wir sehen also, daß die Kultur der Germanen um diese Zeit verwandt war mit der Kultur, die wir im 8. und 9. Jahrhundert v.Chr. in Griechenland antreffen. So sehen wir in Griechenland später die Ausbildung einer Kultur, die in Deutschland auf niedrigerer Stufe stehengeblieben ist.
[ 2 ] Sie leiten sich ursprünglich her von einem Tuisto, dem sie göttliche Verehrung zollen, die sie durch Kriegsgesänge zum Ausdruck bringen. Der Sohn des Tuisto war Mannus, nach dessen drei Söhnen sie ihre Hauptstämme benennen: Ingwäonen, Istwäonen und Herminonen. Wenn wir diese Mitteilung des Tacitus mit den Mythen eines anderen arischen Volkes vergleichen, so finden wir auch hier in der heiligen Sprache der Inder im Sanskrit die gleiche Bezeichnung Manu für übermenschliche Führer. Das weist uns auf eine Stammesverwandtschaft, ja, wir können die gleichen Gottheiten verfolgen bei all den indogermanischen Völkerschaften. So erzählt Tacitus, daß der Held der griechischen Sage, Herkules, auch von den Germanen verehrt wurde und bei ihnen den Namen Irmin führte. Wir wissen, daß bei den südlichen indogermanischen Stämmen eine Sage lebte, welche in Griechenland eine künstlerische Ausgestaltung fand: Die Sage von Odysseus. Tacitus fand in der Nähe des Rheins eine Kultusstätte, die dem Odysseus und seinem Vater Laertes geweiht war. Wir sehen also, daß die Kultur der Germanen um diese Zeit verwandt war mit der Kultur, die wir im 8. und 9. Jahrhundert v.Chr. in Griechenland antreffen. So sehen wir in Griechenland später die Ausbildung einer Kultur, die in Deutschland auf niedrigerer Stufe stehengeblieben ist.
[ 3 ] All das weist auf eine ursprüngliche Verwandtschaft. Jene Völker, die später in Deutschland, Griechenland, Rußland wohnten, hatten wahrscheinlich ihre frühere Heimat nördlich vom Schwarzen Meer. Von dort wanderte ein Stamm nach Griechenland, ein Stamm nach Rom, ein dritter nach Westen. Die ursprüngliche Kultur aller dieser Völker hat sich in dieser Form bei den Germanen erhalten, weiter ausgebildet wurde sie bei den Kelten. Nichts erzählt uns Tacitus von den Sitten und Gebräuchen dieses merkwürdigen Volkes. An die Sagen und Lieder, die in der älteren und jüngeren Edda später in Island zusammengefaßt wurden, müssen wir uns halten, dort lebt, was jenes Volk hervorgebracht hat. Tacitus erzählt uns weiter von den Gebräuchen der Deutschen bei ihren Volksversammlungen, die wir uns aber nur als Beratungen sehr kleiner Gemeinden vorzustellen haben. Zu diesen versammelten sich alle Männer des Gaues, die Beratungen wurden bei Bier und Met gepflogen, und nun wird erzählt, daß die alten Deutschen trunken des Abends ihre Beschlüsse faßten, diese aber wurden am nächsten Morgen, wenn jene wieder nüchtern waren, revidiert und hatten erst dann Gültigkeit. Wie wir aus den Scholien zur Ilias erfahren, bestand bei den Persern dieselbe Sitte. Auf einen Urstamm der Arier müssen wir also schließen, auf eine Verwandtschaft aller dieser Völker.
[ 3 ] All das weist auf eine ursprüngliche Verwandtschaft. Jene Völker, die später in Deutschland, Griechenland, Rußland wohnten, hatten wahrscheinlich ihre frühere Heimat nördlich vom Schwarzen Meer. Von dort wanderte ein Stamm nach Griechenland, ein Stamm nach Rom, ein dritter nach Westen. Die ursprüngliche Kultur aller dieser Völker hat sich in dieser Form bei den Germanen erhalten, weiter ausgebildet wurde sie bei den Kelten. Nichts erzählt uns Tacitus von den Sitten und Gebräuchen dieses merkwürdigen Volkes. An die Sagen und Lieder, die in der älteren und jüngeren Edda später in Island zusammengefaßt wurden, müssen wir uns halten, dort lebt, was jenes Volk hervorgebracht hat. Tacitus erzählt uns weiter von den Gebräuchen der Deutschen bei ihren Volksversammlungen, die wir uns aber nur als Beratungen sehr kleiner Gemeinden vorzustellen haben. Zu diesen versammelten sich alle Männer des Gaues, die Beratungen wurden bei Bier und Met gepflogen, und nun wird erzählt, daß die alten Deutschen trunken des Abends ihre Beschlüsse faßten, diese aber wurden am nächsten Morgen, wenn jene wieder nüchtern waren, revidiert und hatten erst dann Gültigkeit. Wie wir aus den Scholien zur Ilias erfahren, bestand bei den Persern dieselbe Sitte. Auf einen Urstamm der Arier müssen wir also schließen, auf eine Verwandtschaft aller dieser Völker.
[ 4 ] Besonders große Ähnlichkeit zeigt sich bei den nördlicher wohnenden germanischen Völkern in eigentümlichen Religionsformen, die zwar in dem Grundcharakter denjenigen der südlichen ähnlich sind, aber doch eine weit größere Übereinstimmung mit denjenigen der Perser zeigen. Nach der Anschauung der nördlichen Germanen bestanden ursprünglich zwei Reiche, die durch einen Abgrund voneinander getrennt waren, ein Reich des Feuers, Muspelheim, und ein Reich des Eises, Niflheim. Durch die Funken, die von Muspelheim herüberflogen, entstand in dem Abgrund das erste Geschlecht der Riesen, von denen Ymir der hervorragendste war. Dann entstand eine Kuh, Audhumbla, die beleckt das Eis, und aus ihm hervor entsteht eine starke menschliche Gestalt. Von dieser stammen die Götter Wotan, Wili und We, deren Namen Vernunft, Willen und Gemüt bedeuten. Dieses zweite Göttergeschlecht hieß Asen. Ihr Ursprung wurde von dem älteren der Riesen abgeleitet.
[ 4 ] Besonders große Ähnlichkeit zeigt sich bei den nördlicher wohnenden germanischen Völkern in eigentümlichen Religionsformen, die zwar in dem Grundcharakter denjenigen der südlichen ähnlich sind, aber doch eine weit größere Übereinstimmung mit denjenigen der Perser zeigen. Nach der Anschauung der nördlichen Germanen bestanden ursprünglich zwei Reiche, die durch einen Abgrund voneinander getrennt waren, ein Reich des Feuers, Muspelheim, und ein Reich des Eises, Niflheim. Durch die Funken, die von Muspelheim herüberflogen, entstand in dem Abgrund das erste Geschlecht der Riesen, von denen Ymir der hervorragendste war. Dann entstand eine Kuh, Audhumbla, die beleckt das Eis, und aus ihm hervor entsteht eine starke menschliche Gestalt. Von dieser stammen die Götter Wotan, Wili und We, deren Namen Vernunft, Willen und Gemüt bedeuten. Dieses zweite Göttergeschlecht hieß Asen. Ihr Ursprung wurde von dem älteren der Riesen abgeleitet.
[ 5 ] Auch hier ergibt sich ein wichtiger sprachlicher Zusammenhang, denn die Götter der Perser wurden beinahe gleichlautend Asuras genannt, was gleichfalls auf eine über alle diese Völker hingehende Verwandtschaft deutet. Ein weiterer wichtiger Hinweis findet sich in einer alten persischen Beschwörungsformel oder Beschwörungsdichtung, die uns überliefert ist. Sie weist auf Wandlungen des Volksgemütes hin, auf alte Götter, die abgesetzt und von anderen verdrängt worden sind. Abgeschworen wird der Dienst der Devas, beschworen der Dienst der Asuras. Es tritt hier die Ähnlichkeit der Devas mit den Riesen hervor, die von den Asen bezwungen wurden.
[ 5 ] Auch hier ergibt sich ein wichtiger sprachlicher Zusammenhang, denn die Götter der Perser wurden beinahe gleichlautend Asuras genannt, was gleichfalls auf eine über alle diese Völker hingehende Verwandtschaft deutet. Ein weiterer wichtiger Hinweis findet sich in einer alten persischen Beschwörungsformel oder Beschwörungsdichtung, die uns überliefert ist. Sie weist auf Wandlungen des Volksgemütes hin, auf alte Götter, die abgesetzt und von anderen verdrängt worden sind. Abgeschworen wird der Dienst der Devas, beschworen der Dienst der Asuras. Es tritt hier die Ähnlichkeit der Devas mit den Riesen hervor, die von den Asen bezwungen wurden.
[ 6 ] Ferner erzählt die nordgermanische Sage, wie die drei Götter am Meeresstrande eine Esche und eine Erle fanden und aus ihnen das Menschengeschlecht erschaffen haben. Auch die persische Mythe läßt das Menschengeschlecht aus einem Baume hervorgehen. Bei den Juden finden wir Anklänge an diesen Mythus in der Erzählung vom Baume des Lebens im Garten des Paradieses. So sehen wir von Persien über Palästina hinüber nach Skandinavien Spuren der gleichen mythischen Vorstellungen.
[ 6 ] Ferner erzählt die nordgermanische Sage, wie die drei Götter am Meeresstrande eine Esche und eine Erle fanden und aus ihnen das Menschengeschlecht erschaffen haben. Auch die persische Mythe läßt das Menschengeschlecht aus einem Baume hervorgehen. Bei den Juden finden wir Anklänge an diesen Mythus in der Erzählung vom Baume des Lebens im Garten des Paradieses. So sehen wir von Persien über Palästina hinüber nach Skandinavien Spuren der gleichen mythischen Vorstellungen.
[ 7 ] So haben wir damit bei gewissen Völkern einen gemeinsamen Grundcharakter nachgewiesen. Dabei ergeben sich wiederum Unterschiede zwischen einem südlicheren und einem nördlicheren Zweige des gemeinsamen Hauptstammes. Zu dem südlichen gehören die Griechen, Lateiner und Inder, zu dem nördlicheren die Perser und Germanen. Sehen wir also, mit was für Völkern wir es in Deutschland jetzt zu tun haben. Sie treten uns so entgegen, daß wir wohl glauben müssen, sie haben sich Charakterzüge bewahrt, die die Griechen und Italer schon längst abgestreift hatten, und zwar die Griechen nach, die Römer während der Eroberung ihres Reiches; während diese nördlichen Völker ihre wesentlichen Charakterzüge und Eigenschaften vor jener Eroberung ausgebildet hatten. Urwüchsige Eigenschaften waren es, die diese Völker sich bewahrt hatten. Sie waren nicht durch jene Zwischenstufe hindurchgegangen, die jene südlicheren Völker inzwischen durchgemacht hatten. Wir haben es also hier mit einem Zusammenstoß eines konservativ gebliebenen, mit einem verwandten, aber zur Kulturhöhe gelangten Volke zu tun.
[ 7 ] So haben wir damit bei gewissen Völkern einen gemeinsamen Grundcharakter nachgewiesen. Dabei ergeben sich wiederum Unterschiede zwischen einem südlicheren und einem nördlicheren Zweige des gemeinsamen Hauptstammes. Zu dem südlichen gehören die Griechen, Lateiner und Inder, zu dem nördlicheren die Perser und Germanen. Sehen wir also, mit was für Völkern wir es in Deutschland jetzt zu tun haben. Sie treten uns so entgegen, daß wir wohl glauben müssen, sie haben sich Charakterzüge bewahrt, die die Griechen und Italer schon längst abgestreift hatten, und zwar die Griechen nach, die Römer während der Eroberung ihres Reiches; während diese nördlichen Völker ihre wesentlichen Charakterzüge und Eigenschaften vor jener Eroberung ausgebildet hatten. Urwüchsige Eigenschaften waren es, die diese Völker sich bewahrt hatten. Sie waren nicht durch jene Zwischenstufe hindurchgegangen, die jene südlicheren Völker inzwischen durchgemacht hatten. Wir haben es also hier mit einem Zusammenstoß eines konservativ gebliebenen, mit einem verwandten, aber zur Kulturhöhe gelangten Volke zu tun.
[ 8 ] Zur Zeit der Entstehung des Christentums, das so große Bedeutung für sie erlangen sollte, standen die Germanen auf jener Kulturstufe, wie wir sie von den Griechen bei Homer geschildert finden. Den Fortschritt in der Kultur und Gesittung, der dazwischen liegt, hatten sie nicht mitgemacht. In dem ersten Jahrhundert n.Chr. schildert Tacitus die Germanen der Grenzländer an der Donau, am Rhein und an der Lippe. Diese Völker zeichnen sich durch Wanderlust, Freiheitsliebe, sowie Jagd- und Kriegslust aus. Die häuslichen Angelegenheiten lagen in den Händen der Frauen. Nun tritt uns hier eine Gesittung entgegen und eine Gestaltung der Gesellschaft, die bei den Griechen längst entschwunden war, die sich nur dort erhalten konnte, wo die einzelnen Glieder eines Stammes noch durch Blutsverwandtschaften aneinander gebunden waren. Daher die vielen Stämme. Bei ihnen, die ihrer Abstammung von der gleichen Familie sich bewußt waren — denn geregelte Familien, keine Horden waren es —, entwickelte sich aus den einzelnen Familien die Stammesverwandtschaft. Daher waren auch die Kriege, die sie führten, fast stets Kriege gegen Blutsfremde.
[ 8 ] Zur Zeit der Entstehung des Christentums, das so große Bedeutung für sie erlangen sollte, standen die Germanen auf jener Kulturstufe, wie wir sie von den Griechen bei Homer geschildert finden. Den Fortschritt in der Kultur und Gesittung, der dazwischen liegt, hatten sie nicht mitgemacht. In dem ersten Jahrhundert n.Chr. schildert Tacitus die Germanen der Grenzländer an der Donau, am Rhein und an der Lippe. Diese Völker zeichnen sich durch Wanderlust, Freiheitsliebe, sowie Jagd- und Kriegslust aus. Die häuslichen Angelegenheiten lagen in den Händen der Frauen. Nun tritt uns hier eine Gesittung entgegen und eine Gestaltung der Gesellschaft, die bei den Griechen längst entschwunden war, die sich nur dort erhalten konnte, wo die einzelnen Glieder eines Stammes noch durch Blutsverwandtschaften aneinander gebunden waren. Daher die vielen Stämme. Bei ihnen, die ihrer Abstammung von der gleichen Familie sich bewußt waren — denn geregelte Familien, keine Horden waren es —, entwickelte sich aus den einzelnen Familien die Stammesverwandtschaft. Daher waren auch die Kriege, die sie führten, fast stets Kriege gegen Blutsfremde.
[ 9 ] Gegen Ende des 4. und im 5. Jahrhundert sehen wir nun alle diese Völker gezwungen, ihre Wohnsitze zu wechseln und sich neue zu suchen.
[ 9 ] Gegen Ende des 4. und im 5. Jahrhundert sehen wir nun alle diese Völker gezwungen, ihre Wohnsitze zu wechseln und sich neue zu suchen.
[ 10 ] Die Epoche der Völkerwanderung hatte begonnen. Die Hunnen brechen herein. Damit dämmert auf die Kenntnis der Völker, die weiter nach Osten wohnen, der Alanen, der Gepiden und so weiter und vor allem der Goten. Dieses Volk, das sich in West- und Ostgoten teilte, hatte bereits das Christentum angenommen. Es ist dieses Volk für uns von besonderer Wichtigkeit durch die Art seiner Auffassung des Christentums. Während das Volk, das später das Christentum von Westen nach Osten ausbreitete, die Franken, es mit Gewalt den übrigen Völkern aufzwang, waren die Goten voller Toleranz. Für die hohe Kulturstufe, die sie schon erreicht hatten, spricht der Umstand, daß wir einem Bischof der Goten, Ulfilas oder Wulfila, die erste Bibelübersetzung verdanken, den sogenannten silbernen Kodex, der in Uppsala aufbewahrt wird.
[ 10 ] Die Epoche der Völkerwanderung hatte begonnen. Die Hunnen brechen herein. Damit dämmert auf die Kenntnis der Völker, die weiter nach Osten wohnen, der Alanen, der Gepiden und so weiter und vor allem der Goten. Dieses Volk, das sich in West- und Ostgoten teilte, hatte bereits das Christentum angenommen. Es ist dieses Volk für uns von besonderer Wichtigkeit durch die Art seiner Auffassung des Christentums. Während das Volk, das später das Christentum von Westen nach Osten ausbreitete, die Franken, es mit Gewalt den übrigen Völkern aufzwang, waren die Goten voller Toleranz. Für die hohe Kulturstufe, die sie schon erreicht hatten, spricht der Umstand, daß wir einem Bischof der Goten, Ulfilas oder Wulfila, die erste Bibelübersetzung verdanken, den sogenannten silbernen Kodex, der in Uppsala aufbewahrt wird.
[ 11 ] Diese Goten, deren Christianisierung von Osten her geschehen war, waren nicht solche Christen wie diejenigen, deren Bekehrung später vom Westen aus erfolgte; nicht wie die Franken, die zur Zeit Karls des Großen mit Waffengewalt den Sachsen das Christentum aufdrängten. Sie waren nicht athanasische, sondern arianische Christen. All diese Östlichen germanischen Völkerstämme bekannten sich zu dem arianischen Glauben, einer Anschauung, die auf dem Konzil von Nicäa von den Anhängern des Athanasius für ketzerisch erklärt und verfolgt wurde.
[ 11 ] Diese Goten, deren Christianisierung von Osten her geschehen war, waren nicht solche Christen wie diejenigen, deren Bekehrung später vom Westen aus erfolgte; nicht wie die Franken, die zur Zeit Karls des Großen mit Waffengewalt den Sachsen das Christentum aufdrängten. Sie waren nicht athanasische, sondern arianische Christen. All diese Östlichen germanischen Völkerstämme bekannten sich zu dem arianischen Glauben, einer Anschauung, die auf dem Konzil von Nicäa von den Anhängern des Athanasius für ketzerisch erklärt und verfolgt wurde.
[ 12 ] Die arianischen Christen nahmen an, daß der Gott in jeder Menschenbrust wohne. Daher glaubten die Goten an eine Vergöttlichung des Menschen, wie Christus, der ihnen vorangegangen sei, sie den Menschen gezeigt hatte. Diese Anschauung war verknüpft mit einer tiefen Bildung des Gemütes. Die Goten waren von größter Duldsamkeit gegen jede andere religiöse Anschauung. Zwischen zwei christlichen Religionen, die voneinander so verschieden waren, war keine Verständigung möglich. War die absolute Toleranz eine Eigenschaft dieser Goten, fiel es ihnen nicht ein, einem anderen einen Glauben aufzuzwingen, so tritt uns hierin schon der Unterschied entgegen von der Art und Weise, wie zum Beispiel bei Karl dem Großen und Chlodwig, den Anhängern des athanasischen Glaubensbekenntnisses, das Christentum zu politischen Zwecken ausgebeutet wurde.
[ 12 ] Die arianischen Christen nahmen an, daß der Gott in jeder Menschenbrust wohne. Daher glaubten die Goten an eine Vergöttlichung des Menschen, wie Christus, der ihnen vorangegangen sei, sie den Menschen gezeigt hatte. Diese Anschauung war verknüpft mit einer tiefen Bildung des Gemütes. Die Goten waren von größter Duldsamkeit gegen jede andere religiöse Anschauung. Zwischen zwei christlichen Religionen, die voneinander so verschieden waren, war keine Verständigung möglich. War die absolute Toleranz eine Eigenschaft dieser Goten, fiel es ihnen nicht ein, einem anderen einen Glauben aufzuzwingen, so tritt uns hierin schon der Unterschied entgegen von der Art und Weise, wie zum Beispiel bei Karl dem Großen und Chlodwig, den Anhängern des athanasischen Glaubensbekenntnisses, das Christentum zu politischen Zwecken ausgebeutet wurde.
[ 13 ] Die Arianer sahen in Christus einen Menschen, hochentwickelt über alle anderen Menschen zwar, aber Mensch unter Menschen. Ihr Christus gehörte zu den Menschen und wohnte in des Menschen Brust. Der Christus der athanasischen Christen ist Gott selbst, der hoch über den Menschen thronte.
[ 13 ] Die Arianer sahen in Christus einen Menschen, hochentwickelt über alle anderen Menschen zwar, aber Mensch unter Menschen. Ihr Christus gehörte zu den Menschen und wohnte in des Menschen Brust. Der Christus der athanasischen Christen ist Gott selbst, der hoch über den Menschen thronte.
[ 14 ] Athanasius hat gesiegt, dadurch ist die Kulturentwickelung wesentlich beeinflußt worden.
[ 14 ] Athanasius hat gesiegt, dadurch ist die Kulturentwickelung wesentlich beeinflußt worden.
[ 15 ] Die Germanen waren rings eingezwängt von fremden Völkern: im Süden und Westen von den Römern und Galliern — kelto-germanischen Völkerschaften —, während von Osten her fortwährend neue Völkerzuschübe stattfanden. Die ersten christlichen Germanenstämme hatten nichts anderes gekannt als absolute Toleranz, die FrankenChristen brachten ein aufgezwungenes Christentum. Das führte zu einer Änderung der ganzen Gemütsart. An der Entwickelung dieses Teiles der Germanen hängt nun im wesentlichen die Fortentwickelung der Kultur.
[ 15 ] Die Germanen waren rings eingezwängt von fremden Völkern: im Süden und Westen von den Römern und Galliern — kelto-germanischen Völkerschaften —, während von Osten her fortwährend neue Völkerzuschübe stattfanden. Die ersten christlichen Germanenstämme hatten nichts anderes gekannt als absolute Toleranz, die FrankenChristen brachten ein aufgezwungenes Christentum. Das führte zu einer Änderung der ganzen Gemütsart. An der Entwickelung dieses Teiles der Germanen hängt nun im wesentlichen die Fortentwickelung der Kultur.
[ 16 ] Eine tiefgreifende Änderung der Rechtsverhältnisse hatte sich allmählich vollzogen. Einigermaßen tritt Ruhe und Seßhaftigkeit mit dem Ende des 5. Jahrhunderts ein. Durch die fortgesetzten Nachschübe von Osten haben sich aus den früher genannten, fortwährend untereinandergerüttelten Völkerschaften, von denen sich nur wenige selbst den Namen bewahrt haben — Chatten und Friesen und so weiter — größere Völkergemeinschaften gebildet. Durch die Auflösung der alten Blutsverbände war ein anderes Motiv der Zusammengehörigkeit geschaffen. An die Stelle des Blutes trat das Band, welches den Menschen verknüpft mit dem Grund und Boden, den er bebaut.
[ 16 ] Eine tiefgreifende Änderung der Rechtsverhältnisse hatte sich allmählich vollzogen. Einigermaßen tritt Ruhe und Seßhaftigkeit mit dem Ende des 5. Jahrhunderts ein. Durch die fortgesetzten Nachschübe von Osten haben sich aus den früher genannten, fortwährend untereinandergerüttelten Völkerschaften, von denen sich nur wenige selbst den Namen bewahrt haben — Chatten und Friesen und so weiter — größere Völkergemeinschaften gebildet. Durch die Auflösung der alten Blutsverbände war ein anderes Motiv der Zusammengehörigkeit geschaffen. An die Stelle des Blutes trat das Band, welches den Menschen verknüpft mit dem Grund und Boden, den er bebaut.
[ 17 ] Stammeszusammengehörigkeit wurde gleichbedeutend mit Lokalzusammengehörigkeit. Es entstand die Dorfgemeinde. Nicht mehr das Bewußtsein der Blutsgemeinschaft, sondern die Zusammengehörigkeit mit dem Boden band die einzelnen Glieder der Gemeinde untereinander. Es führte dies zu einer Umgestaltung der Eigentumsverhältnisse.
[ 17 ] Stammeszusammengehörigkeit wurde gleichbedeutend mit Lokalzusammengehörigkeit. Es entstand die Dorfgemeinde. Nicht mehr das Bewußtsein der Blutsgemeinschaft, sondern die Zusammengehörigkeit mit dem Boden band die einzelnen Glieder der Gemeinde untereinander. Es führte dies zu einer Umgestaltung der Eigentumsverhältnisse.
[ 18 ] Ursprünglich war alles Gemeineigentum gewesen. Jetzt tritt die Scheidung zwischen Gemeineigentum und Privateigentum hervor. Doch ist vorerst noch alles Gemeineigentum, was Gemeineigentum sein kann, Wald, Weide, Wasser und so weiter. Es bildete sich dann eine Zwischenstufe zwischen dem Gemein- und Privatbesitz, die sogenannte Hufe. Die Benutzung dieses halb privaten, halb gemeinsamen Eigentums unterlag dem Beschlusse der gesamten freien Bewohner einer sogenannten Hufe, einer Gemeinde, und in jenen früheren Zeiten waren fast alle Bewohner der Gemarkung frei.
[ 18 ] Ursprünglich war alles Gemeineigentum gewesen. Jetzt tritt die Scheidung zwischen Gemeineigentum und Privateigentum hervor. Doch ist vorerst noch alles Gemeineigentum, was Gemeineigentum sein kann, Wald, Weide, Wasser und so weiter. Es bildete sich dann eine Zwischenstufe zwischen dem Gemein- und Privatbesitz, die sogenannte Hufe. Die Benutzung dieses halb privaten, halb gemeinsamen Eigentums unterlag dem Beschlusse der gesamten freien Bewohner einer sogenannten Hufe, einer Gemeinde, und in jenen früheren Zeiten waren fast alle Bewohner der Gemarkung frei.
[ 19 ] Das steht in schroffem Gegensatz zum eigentlichen Privateigentum: Waffen, Geräten, Gewändern, Gärten, Vieh und so weiter, allem, was sich der einzelne persönlich erworben hatte. Dieser begrenzte Charakter drückte sich darin aus, daß das Privateigentum mit der Person des Besitzers eng verbunden war. Man gab daher dem Toten seine Waffen, Pferde, Hunde und so weiter mit ins Grab. Ein Anklang an diesen alten Gebrauch ist es, wenn noch heute beim Begräbnis eines Fürsten ihm Orden, Krone und so weiter nachgetragen, sowie sein Pferd nachgeführt wird.
[ 19 ] Das steht in schroffem Gegensatz zum eigentlichen Privateigentum: Waffen, Geräten, Gewändern, Gärten, Vieh und so weiter, allem, was sich der einzelne persönlich erworben hatte. Dieser begrenzte Charakter drückte sich darin aus, daß das Privateigentum mit der Person des Besitzers eng verbunden war. Man gab daher dem Toten seine Waffen, Pferde, Hunde und so weiter mit ins Grab. Ein Anklang an diesen alten Gebrauch ist es, wenn noch heute beim Begräbnis eines Fürsten ihm Orden, Krone und so weiter nachgetragen, sowie sein Pferd nachgeführt wird.
[ 20 ] Auch bei einem Volke, das in mancher Weise Ähnlichkeit mit den alten Germanen aufweist, bei den Chinesen, gibt man den Toten die Gegenstände, die ihm persönlich gehörten, mit ins Grab, wobei man sich heute allerdings mit Papiermodellen begnügt.
[ 20 ] Auch bei einem Volke, das in mancher Weise Ähnlichkeit mit den alten Germanen aufweist, bei den Chinesen, gibt man den Toten die Gegenstände, die ihm persönlich gehörten, mit ins Grab, wobei man sich heute allerdings mit Papiermodellen begnügt.
[ 21 ] So sehen wir also, was sich aus bestimmten Verhältnissen herausgebildet hatte: Übergang von der Stammeszur Dorfgemeinschaft. Wir begreifen damit weitere UmwandJungen. Wir verstehen, warum Tacitus nicht von den Asen spricht, sondern von Tuisto und seinem Sohne Mannus. Er spricht von Völkern, die noch nicht zu der Dorfgemeinschaft gekommen sind. Die Asengötter gehören einer höheren Kulturstufe an. Andere Völker kamen von Norden und brachten Vorstellungen mit, die sich dort entwickelt hatten. Die paßten nun für die inzwischen erreichte höhere Kulturstufe. Wie weit geht der Mensch mit Vorstellungen, wie sie uns in Tuisto, in Mannus entgegentreten? Er bleibt beim Menschen, geht nicht über sich selbst hinaus. Es wäre etwas Fruchtloses gewesen, bei diesen Stämmen den Wotansdienst einzuführen. Der Wotansdienst geht bis in das Universum; der Mensch sucht seinen Ursprung im Schoße der Natur. Erst auf dieser späteren Kulturstufe konnte sich der Mensch zu diesen Religionsvorstellungen erheben. Er ist seßhaft geworden, daher versteht er den Zusammenhang mit der Natur. So haben wir gesehen, wie die primitive Kultur der südlicheren Germanen von Norden beeinflußt wird, und wie unterdessen im Süden bei verwandten Völkern sich hohe Kulturen entwickelt hatten.
[ 21 ] So sehen wir also, was sich aus bestimmten Verhältnissen herausgebildet hatte: Übergang von der Stammeszur Dorfgemeinschaft. Wir begreifen damit weitere UmwandJungen. Wir verstehen, warum Tacitus nicht von den Asen spricht, sondern von Tuisto und seinem Sohne Mannus. Er spricht von Völkern, die noch nicht zu der Dorfgemeinschaft gekommen sind. Die Asengötter gehören einer höheren Kulturstufe an. Andere Völker kamen von Norden und brachten Vorstellungen mit, die sich dort entwickelt hatten. Die paßten nun für die inzwischen erreichte höhere Kulturstufe. Wie weit geht der Mensch mit Vorstellungen, wie sie uns in Tuisto, in Mannus entgegentreten? Er bleibt beim Menschen, geht nicht über sich selbst hinaus. Es wäre etwas Fruchtloses gewesen, bei diesen Stämmen den Wotansdienst einzuführen. Der Wotansdienst geht bis in das Universum; der Mensch sucht seinen Ursprung im Schoße der Natur. Erst auf dieser späteren Kulturstufe konnte sich der Mensch zu diesen Religionsvorstellungen erheben. Er ist seßhaft geworden, daher versteht er den Zusammenhang mit der Natur. So haben wir gesehen, wie die primitive Kultur der südlicheren Germanen von Norden beeinflußt wird, und wie unterdessen im Süden bei verwandten Völkern sich hohe Kulturen entwickelt hatten.
[ 22 ] Wir werden weiterhin sehen, unter welchen Bedingungen die südlichen Kulturen sich über die Germanen ergießen werden. Eine interessante Übersicht bietet sich uns dar, eine tiefgehende ursprüngliche Verwandtschaft der verschiedenen Völker, ein innerer Zusammenhang, der ihr Wesen bestimmt. Wir sehen dann äußere Einflüsse, die den Charakter ändern. So stellen sich uns Ursache und Wirkung dar.
[ 22 ] Wir werden weiterhin sehen, unter welchen Bedingungen die südlichen Kulturen sich über die Germanen ergießen werden. Eine interessante Übersicht bietet sich uns dar, eine tiefgehende ursprüngliche Verwandtschaft der verschiedenen Völker, ein innerer Zusammenhang, der ihr Wesen bestimmt. Wir sehen dann äußere Einflüsse, die den Charakter ändern. So stellen sich uns Ursache und Wirkung dar.
[ 23 ] Aus der Vergangenheit können wir so die Gegenwart verstehen lernen. Ewige Wandelbarkeit beherrscht nicht nur die Natur, sondern auch die Geschichte. Wie könnten wir getrosten Mutes in die Zukunft blicken, wenn wir nicht wüßten, daß auch die Gegenwart sich ändert, daß wir sie in unserem Sinne gestalten können, daß auch hier das Dichterwort sich erfüllt:
[ 23 ] Aus der Vergangenheit können wir so die Gegenwart verstehen lernen. Ewige Wandelbarkeit beherrscht nicht nur die Natur, sondern auch die Geschichte. Wie könnten wir getrosten Mutes in die Zukunft blicken, wenn wir nicht wüßten, daß auch die Gegenwart sich ändert, daß wir sie in unserem Sinne gestalten können, daß auch hier das Dichterwort sich erfüllt:
Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit,
und neues Leben blüht aus den Ruinen.
Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit,
und neues Leben blüht aus den Ruinen.
